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1 (1744)
Entstehung
Seite
220
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Q 2S Uckcrmircksche Adels. Historie, Cap. Z.

c^xxviu. Lippold vonArnim, Fürstlich-Magdeburgischer Land-Rath,auf Dretzel und Brandenstein.

Der zweyte Sohn Lippolds 5fto. ddXXXVl. wird in denen IahrenÜ5Z6, 1546, 1568. und 1571. beliehen, und hat snno i554.dasGuthWenbgröben erkauft. Ist gestorben anno 1582. Die Gemahlin ist ge-wesen/ Ursula von Lattorf/ Ernst von Lattorss Tochter, mit welcher ernach Ausweisung der Lehn-Register fünf Söhne gezeuget / so im Jahr 1602.zum Theil noch gelebet, und mit der gesamten Hand an den Mätckschen Gü-thern beliehen worden / nemlich /

s) Ernss (ü<^xlx. b) ^eliwicj) ^ro. LLxx. c) Leopold >lro. Ldxxr.ch Johann Georg I4ro. LLxxli. e) Enno d^ro. dLxxlli.

!4ro. LI.XXXIX. Moritz von Armm, aufCrussow, Fürstlich-Magdcburgscher

Hof-und Land Rath auch Hauptmann zu Moritzburg und Giebichensteim

Der dritte Sohn Lippolds ^ro. ddXXXVI. wird in eben der massewie jeine Brüder beliehen, und hat anno 1568. das Vorwerck in Staßfurthzur Familie gebracht. Er ist von Jugend auf zum Studiren angehalten undhiernachst aus die Universität Wittenberg geschickt worden. Nach geendigtettacademischen Iahren hat er sich damahliger Gewohnheit zufolge, mit eini-gen Pferden / zum Cardinal und Ertz-Bischof Albrecht nach Mayntz verfü-get, und ist unter dessen Gefolge anno 1541. mit nach Regenspurg auf denReichs-Tag gezogen, nach dessen Endigung hat er sich nach seine Heymathgewendet, um feine Güther in Ordnung zu bringen, ^nno 1547. hat ereine Reise nach Dännemarck übernommen, und ist bey der Rückkehr nebstJochiM von Alvenslebm, an den Dnc ci'^lba geschickt worden, um dasErtz-Stift Magdeburg, wegen der dem Churfürsten zu Sachsen JohannFrlederich geleisteten Huldigung, gehörig zu vertreten. Bey der balddarauf erfolgten Magdeburgfchen Belagerung, ist er nebst verschiedenen an-dern von Adel, mit einigen gerüsteten Pferden und Mannschaft, demDohm-Capitul zugezogen, zu Grossen-Ottersleben von denen Magdeburgern über-fallen, gefangen genommen und an zehen Monath lang in Verwahrung be-halten worden. Nachdem die Ruhe im Ertz-Stift wieder hergestellet, hater beym Ertz-Bischof Sigismund als Hof-Rath und Hauptmann Bestal-lung genommen, und darinnen bey vielen und wichtigen Angelegenheiten sei-nem Herrn und Vaterlande treuliche Dienste geleistet.

Im Jahr 1566.chat er als Abgeordneter, nebst dem Dohm-Probst vonBöcklin und Cantzler Trauterbulen, auf dem Reichs-Tag zu Augfpurg/vom Kayser //. die Lehne der hohen Stifte Magdeburg und

Halberstadt empfangen, weil aber bald nach feiner Rückkehr Ertz-BischofSigismund verstorben, und MarggrafJoachim Friederich anderweit x>o-ttuliret worden , hat er auch dieferhalb nacher Wien gehen und die donsir-marivn darüber einhohlen müssen. Bey dem neuen ^ominiüracore ist erfernerweit in Bestattung geblieben, und hat unter dessen Regierung, sonderlich

bey

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