Druckschrift 
1 (1744)
Entstehung
Seite
111
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Cap.Z. Abtheil. von dem Arnimschen Geschlecht. in

December 1607. Nachdem er einen guten Grund von Jugend auf in denenLm6n8 geleget, und diejenigen / so wohl auf dem dvmnsiio zu Stettin/als auf der^-cademie zuFrankjurt an derOdey von anno 1617. bis 1625.in volkommenen Stand zu setzen/ sich eifrigst bemühet/ so hat doch der da»mahlige im heiligen römischen Reich entstandene Land-verderbliche Krieg/dessen gutes Vorhaben dermaßen hintertrieben/ indem dessen Herr Vater/bey diesen unglükseligen Zeiten / in merkliche Abnahme seines Vermögens ge-rathen/daß er ihm zu Fortsetzung seines Lmciirens fernerweit nicht den ge-ringsten Beytrag leisten könne» / daher er schlüßig worden/ denen Waffen zufolgen/ und sein erstes Kriegs Schul-Necht unter demMansfeldschenObriftenvon Cnyphausen abgeleget/ unter welchem er alMnu^uerier im Jahr 1626»der Schlacht an der Deffauer-Brücken beygewohnet/ weil aber in diesemTreffen die Mansfeldischen Völker von denen Kayserlichen bis aufs Hauptgeschlagen/ und gänzlich ruiniret worden / hat ihn obgedachter Obrifte derDienste entlassen/ worauf er unter dem damahligen kayserlichen Feld-Mar-schall Johann Georg von ArniM/ seinem Vetter/ als er ein Ehrenbegie-riges tapferes Gemüth bey ihm verspüret/eine Corporalschaft unter seinemLeib-Regiment/ und zwar bey des Hauptmann Walbihens Compagnie/ also-fort überkommen / und anno 1627. unter denen Völkern/ so gedachter Feld-Marschall/ in zehen tausend Mann stark / aufKaysers?erckinanäi II Befehl/dem Könige in Pohlen wieder die Schweden beyzustehen/ in Preussen gefüh-ret/ mit dahin marchiret/ und verschiedenen harten Scharmützeln/ so beyGrandenz zwischen den Pohlen und Schweden vorgefallen / rühmlichst bey-gewohnet, als aber nach beygelegten pohlnischen Kriege/ die kayserlichen Völ-ker wieder zurück in Pommern und Mecklenburg geführet worden / ist er mitin Rostock verleget/ und hat wegen seines Wohlverhaltens ein Fähnlein über-kommen/ auch verschiedene mahle zu Schiffe auf der Ost-See wieder dieSchweden commandiert worden.

Weil der Feld Marschall Johann Georg von ArniM die kayserlichenDienste reft^mret/ dahingegen aber in Chur-Sächsische Kriegs-Dienste wie-der getreten/ ist er gleichergestalt demselben nach Dresden gefolget/ allwo erunter des Obristen Klitzings Regiment/ und des Hauptmann Jacob von Bre»dowö Compagnie die Lieutenants Stelle erhalten/ und anno i6zi. in solcherBedienung der ersten blutigen Schlacht vor Leipzig beygewohnet/ in welcherer dermassen beschädiget worden/ daß er eine lange Zeit unter denen Todtengelegen/ bis er sich hernach durch einen harten Stos/ so ihm ein kayferlicher^In^netier ins Gesicht gegeben / wieder erhöhtet/von denen feindlichen Par-theyen aber ausgezogen / und vor den Obristen Wahlen gebracht worden/welcher ihn / als nachmahls die Kayserllchen geschlagen worden / in der Fluchtmit sich bis nach Paderborn gesanglich fortgeführet/allwo er nach Verfliessungetlicher Wochen durch Ranzion sich wiede-r erlediget/ und zu seiner Compagnienach Bautzen zurückgekommen/ da denn bald nach seiner Wiederkunft/ weilwenig Tage hernach/ sein gewesener Hauptmann Jacob von Bredow, an

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