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1 (1744)
Entstehung
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65
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Cap. Z. l.Abtheil. von dem Arnimschen Geschlech t. 65

Teutschen wegen ihre): Tugenden und Laster einander nicht viel vorzurückenhaben.

Der Geschlechts-Nahme wird nach Verschiedenheit der Zeit und der Mund-Arten auch etwas unterschieden in denen Uhrkunden ausgedrucket, und Arn»hem, Arnem oder Arnym geschrieben. Nach dem Hochteutschen solte eszwar eigentlich Arnheim heiffen, es ist aber nunmehro durch eine lange Ge-wohnheit Arnim festgesetzet worden. Mit Ausgang des sechszehnden 8eculihaben einige ein überflüßiges b. am Ende angeflicket, und den Geschlechts-Nahmen in Arnimb verstellet, welches aber nunmehro vom Geschlecht selbstdurchgängig weggelassen wird, (h)

Aus der genauen Uebereinstimmung dieses Geschlechts-Nahmens mit derHauptstadt Arnheim, oder wie man solche insgemein nennet, Arnem,in der geldrischen Provinz Velau, lasset sich mit Grund Messen, daß dasGeschlecht von selbiger den Nahmen angenommen, und in den ältesten Zeitendarin seinen Wohnsitz und Eigenthum gehabt, wie solches von denen Familiender Herren von Zerbst, von Cotbus und vielen andern bekant und ausserallem Zweiffel ist.

Wenn und bey welcher Gelegenheit dieses Geschlecht vom Rhein sich nachdie Churmärksche Lande gezogen, ist noch nicht ausgemacht, noch mit Gewis»heit erforschet. Wie in alten ungewissen Dingen öfters zu geschehen pfleget,daß einer nach Gutdünken seinen Einfal vor eine gewisse Wahrheit hinschrei-bet, dem hiernächst andere auf guten Glauben nachfolgen, so ist es hiermitauch ergangen, daß solche Ankunft bald unter König lleinrico^ucupe, baldunter Marggraf ^Iberro ^rsii angegeben wird. Der bekante Ln?e!iu8 rech-net in seiner altmärkschen Chronick auch die von Arnim unter die Reihe deradelichen Geschlechter, welche seiner Meynung nach^lemriLU8^ucex8 in dieMark gebracht und angesetzet haben soll, denen dan ^nZe1u8MrckiX, Herr Qauke in dem Adels Mexico, Herr König in seiner Adels-Historie, und die-^uckore8 der beyden grossen historischen I^exiLvrum, samtverschiedenen andern, beypflichten. Wohingegen in der kormulaOucarusLranäendurZici §. 12. lir. aus dem Bassins, so zu Ende des sechszehndenLeculi gelebet und geschrieben, behauptet wird, daß diese Ankunft unter ^1-berro i)rso geschehen, welcher Meynung unter andern auch Herrvirsimar,in seiner Churmärkschen Adels-Historie, beygetreten. Der teutsche KönigWnriLU8 /Vueex8 hat die Wenden in der Mark überwunden, die festenStädte denenselben abgenommen, neue erbauet, und beyde mit Besatzungenversehen, um der Wenden feindliche Einfälle abzuhalten, und nachdem dieseunter wiederum die Oberhand bekommen, sind sie von Marg-graf anderweit gedemüthiget, und ins Land neue Einwoh-ner und nöthige Besatzung eingeführet worden. Nun ist wohl unläugbar,daß zu beyden Zeiten adeliche Geschlechter in die Mark gekommen, weil solche Q den

(g) Man findet solchergestalt denGeschlechtS-Nahmen, nicht nur in verschiedenen Leichen»

Predigten, sondern auch beym ^nxelo in ^nna!. xsx. 44s.