Druckschrift 
1 (1744)
Entstehung
Seite
31
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Cap. 2. von ausgestorbenm adelichen Geschlechtern. zi

Prentzlawschen Neuftädtschen Felde belegen, so man nachhero Rathsbergegenandt, dem Rath-Hause zu Prentzlau im Jahr 1465. folgender gestaltzugewandt:

Wir Friderich von Gotts Gnaden/ Marggravezu Brandenburg/ Chur-Fiirste, des heiligen römischen Reichs Ertz -Cämmerer, zu Stettin/ Pom-mern / der Cassuben und Wenden Hertzog und Burggrafe zuNürnberg tt.

Bekennen öffentlichen met dessen Brise/ vor Uns/ Unsern Erben undNachkommen/ Marggrafen zu Brandenburg/ und sonst allermenniglich/ dieihn sehen oder hören lesen/ daß Wir betracht und wohl gemercket haben / dieGebrechen und Nothdürftigkeit Unser Stadt Prentzlaw/ so als sie/ als eineVorborch vor Unsern Landen unde der Marcke an der Grentze / dar viele An-stösse uf fallen/ gelegen/ und daß sie als derHaüptstede eine in Unserm Chur-fürstenthumb der Marck zu Brandenborch / als daß denn wol noth und behueffwäre/ mit Eigenthumbe wenig nicht versorget ist / und sunderlich bißher vonHoltzunge wegen grckssen Noth und Kummer geduldet hat/ und noch leidet,so viele sie des zu ihren Ziegel-Scheunen und andern nottürftigen Gebäuden,Behuef gehabt hat/ dadurch dan die newen Weichhäuser und Törme fastverworden sind. Uf daß nun dieselbe Unser Stadt Prentzlav deßter baß uf-kommen/ wieder gebawet/ befestiget/ und gebessert möge werden/ uß eigenerBewegnisse/ von sunderlicher Gunst und Gnaden wegen, auch um Willig-keit und fleißiger getrewer annehmer Dienste willen/ die Uns BorgermeisterRathmanne und gantze Gemeine derselben Unser Stadt Prentzlaw, allwegegerne gethan haben, und uf daß sie Uns die nu hinfürder mehr desto sittlicherthun sollen und mögen, auch um Besserung willen der genandten Unser Stadt;So haben W r ihn und allen ihren Nachkomelingen uf der obgenandten UnserStadt Prentzlaw Behuff, die wüsten Dorffe und Felde , Httldenborch undBetche,und den Radensberg mit zween Sehen, die Uns iht von Ab-gangeBenedickts von Bentz leddig und loßgeworden,und angefallen sink,mit Acker, Holtzen, Wiesen, Weiden, Wischen, Wassern, Sehen, Vische-reyen, Gresingen, Büsching, Jagten, Geniessen und Nützen, und sonst mitallen Gnaden, Zugehöringe, Freyheiten, Herrlichkeiten und Gerechtigkeiten,in allermaaß, die der genante Venedickts gehabt, und bißher darzu gehörthat, und als die in ihren Grentzen gelegen sint, benömet und unbenömet,nichts Nichten ausgenommen, zu einem ewigen Kauffe und rechten Eigendohmverkauft und gnediglich gegeben, auch durch Uns, uf der obgenanten UnserStadt Prentzlaw Behuef gäntzlich verlassen und vortzegen, alles das Wir undUnser Heerschafft daran gehabt haben und haben mögen, und Wir vorkauffenund geben in die genanten Felde, Feldmarcken und Dorfläetten mit ihren Zuge-höringe und oben geschrieben masse, mitVorzihunge allerund iglicherGerechtig-keit die Wir und Unsere Herrschafft daran gehabt haben oder haben möchten, vorUns Unsere Erben und Nachkommen, und alles das Wir als ein Marggrave zuBrandenburg, von Gnaden und Rechtswegen, und sonst daran verkauffen,vorge-ben und voreignen sollen und mögen, mitKrafftund Machtdieses gegenwärtigen

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