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1 (1744)
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Cap. t. Uckermarcksche Adels-Historie. 5

maliger Zeiten auch würcklich benennet werden« Hier finden sich demnachdie Wiltzen unter den Redariern, welche jedoch nach des Helmoldi Meynung,unter jener Benennung, mit begriffen seyn sollen. Es ist folglich wol ausserZweiffel, daß die Leuticier und Wiltzen so wol besondere Wendische Nationengewesen, als dieTollenser, Redarier, Circipaner undKitziner, und haben jene,diesen ihren Nahmen nicht anders mitgetheilet, als wann sie zuerst Krieg undUnruhe, worzu sie vielleicht vor andern geneigt gewesen, angefangen.

Das Gedächtniß von der Leuticier alten Wohnsitzen, erhalt die noch vor-handene Pommersche Stadt Loytz. Zwischen den Wiltzen und Pommerngiebet I-Ielmolckus den Oder-Strohm zur Grentze an, woraus sich sattsamergiebet, daß der Wiltzen Land unter andern, den Ostlichen Theil von derUckermarck, welcher durch die Oder, von Pommern und der Neumarck, ab-gegrentzet wird, mit begriffen, und diese Einwohner von dem hier befindlichenWelsen-Strohm, ihren Nahmen erhalten, und denen noch verhandenenUckermärckschen Dörffern, Welsow, Wilsickow ,u. a. m. solchen wider mit-getheilet. Wie also die Wiltzen den Östlichen Theil der Uckermarck bewoh-net; so haben dahingegen den Westlichen Theil, an und vorlangst dem Ucker-See und Fluß, die Ueri oder Uchri, inne gehaby welche beim ^eZinone imJahr 934. und beym ^ViniLkmcko Lordeienst erwehnet, von andern aberunter die Leuticier, Wiltzen oder Redarier ohne Zweifel mit begriffen werden.Diese Um haben ebenfalls mit dem Wasser, woran sie gewohnet, gleichenNamen, ob solcher Namen der Ucker aber, teutschen oder wendischen Uhr-sprungs sey, ist noch yM ausgemachet. Der wohlverdiente PommerschetMoricu8, McrXÜuz, hält es für ein teutsches Wort, und leitet solches vonOcken oder Ockern her, wovon jenes, denen Pommerschen Bauren bekandtseyn soll, wenn sie die ausgeleerten Schüsseln, wieder auföcken oder füllen, je-nes aber, wenn einer an den andern Ursach zum Zancken suchet, (c) Ob esnun wohl an sich ein richtiger Satz ist, daß die älteste Spuhren und Merck-mahle von Sprachen, in denen Nahmen der Flüsse und Wälder übrig sind,und solche bey Veränderung der Einwohner, öfters unverändert geblieben, (6)mithin es gar nichts unmögliches, daß die Wenden, wie ste in hiesigen Landengekommen, von denen noch vorgefundenen teutschen Einwohnern, deren Be-nennung der Seen und Flüsse beybehalten, wie solchergestalt, von dem Ha-vel Strohm, schon die Teutschen und nach Ihnen, die WendischenUevelli benähmet sind; So möchte dennoch die Wortforschung, aus derPommerschen Bauern Schüsseln, vielen etwas schwer zu verdauen seyn, wan-nenhero, ob sich das Wort Ucker, aus dem Wendischen herleiten lasse, undda Okrer, im Polnischen ein Schiff, Heisset, etwa die Um daher den Namenhaben, daß sie sich der Schiffahrt auf der Ucker, und ins Haff bedienet? de-nenjenigen zur nähern Beurtheilung anh.eim gestellet wird, welche von derWendischen und damit verknüpfften Sprachen, bessere Wissenschafft haben.

A 3 Diese

c) In der Zuschrift des andern Buchs vom Pommer - Lande.

äeOriZin.Lsur.inK4i5cellsn.Lerolin.lom.I.