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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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nenlicht minder die Augen blende. DerAdel stellt um den Thron und verherrlichtden Thron. Ist er allzu zahlreich, so ver-. sinkt er in Armuth, und es entsteht einMifsverhaltnifs zwischen Ehre und Wohl-stand. Auch leidet des Fürsten Ansehn,und die Gerechtigkeit ist in Gefahr. Drumist es gut für beyde, dafs die Macht desAdels nicht ihre Grenzen übersteige. EinZaum dem Pöbel, eine Brustwehr dem Mo-narchen, ein Fürsprecher dem Volke, dasist des Adels edle Bestimmung. Nehmt ihmseine Vorrechte, und ihr habt einen Volks-staat, oder ihr huldigt einem Despoten.Montej- Die Ehre ist die Triebfeder der Monar-q eu chien, aber ich sehe nicht durch Montes-quieus Brille in der Ehre nur das Vorur-theil jedes Standes, und jeder einzelnenPerson. Die Ehre kann nicht den Platzder Tugend einnehmen, denn sie ist selbstdie Tugend.

Die Ehre ist das Gesetz des Adels, siegebietet ihm Treue und Gehorsam gegen