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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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und der Heermeister selbst entschied zumNachtheil des Adels. Wie kam es, dafs zueiner Zeit wo der Adel das Waffen tragenals ein ausschliessendes Recht begehrte; woden Söhnen der Geistlichen und Bauern dasWehrgehäng um ihre Hüften scharf unter-sagt war; wo die Kaufleute auf Reisen dasSchwerdt nur an den Sattelknopf hängendurften; man in Reval sogar mit ihnen tur-nierte? in Reval, dessen Edle und Ritteraus den ältesten semperfreyen teutschen Ge-schlechtern abstammten? Mischte vielleichtdie Freude des festlichen Tages alle Ständeuntereinander? oder zeichneten schon da-mals, wie heute, die Edlen Esthlands sichaus durch brüderliche Eintracht mit dembraven Bürger? —v. Loen. Und im Grunde sind wir ja Alle Kauf-leute, wir handeln Alle, vom Gröfsten biszum Kleinsten. Die Fürsten handeln mitSoldaten, verkaufen sie bisweilen nach Ame-rica. Der Landadel verkauft Getraide undVieh. Ich darf nicht sagen, womit die Geist-