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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Recht des Stärkeren wich den Gesetzen;diese zu handhaben wählte man Männer ausedlen Geschlechtern, und liefs sie, statt desSchwerdtes, lange Röcke tragen, gleich denrömischen Rathsherren. So verirrte sichnach und nach der Adel aus dem Schlacht-felde in die Gerichtssäle. Vormals adelteman nur einen Zweig der Tugend, jezt adelteman die Tugend selbst, in welcher Gestaltsie auch erschien. So ward auch jenerWahn nach und nach vertilgt: nur des Krie-gers Herz sey empfänglich für Ehre, w r eiler in jedem Augenblicke sein Leben wage.Man fand, dafs Matrosen und Bergleute das-selbe thun. Euler studiert sich blind, unddas ist schlimmer als Tod.

Wer im langen unangefochtenen Besitz v. loen.des Adels sich befindet; wer unter seinenVorfahren Prälaten und Bischöfe, Heldenund Staatsmänner zählt; wessen Nahmenund Wappen in Kirchen, Chronicken, Ar-chiven, diplomatischen Sammlungen, altenKauf - und Schenkungsbriefen, auf Denk-