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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Zimmer- sich ins Spiel mischen. Wer wagt es denMirmidonen zu widersprechen, wenn sie ih-ren Ursprung von Ameisen herleiten? werdem König von Madure, wenn er einenEsel zu seinem Stammvater macht?

O dafs mein Ohr auch jene leider oftgerechte Klage nicht mehr vernähme: ade-liche Abkunft ersticke gemeiniglich Fleifsund Nacheiferung; der Edelmann sey demGipfel näher, er habe weniger Stufen zu er-klimmen, drum werde er träge, und meynees müsse so seyn, er bedürfe kein Ver-dienst; edle Geburt sey wie ein ererbterSchatz, von dessen Interessen er zehren kön-ne. Ach! die Geburt gleicht nur dem jun-gen edlen Telemach, das Verdienst mufs ihrMentor seyn. Dann steht sie unbeneidetauf der höheren Sprosse, man gewöhnt sichan ihren Anblick; daher trift Mifsgunst nurden neuen , nie den alten Adel. Aus die-sem, ihr Fürsten! wählet eure Räthe, dennihnen gehorcht das Volk gern, es betrachtetsie, wie euch, als- Menschen zum Herrschen