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Darum wird auch der Weise und Tap-fere fiir edel geachtet, wenn er gleich keinEdelmann ist. Adel der Gesinnungen ver-leyht freylich keinen Stammbaum. Auf je-dem Pfade der Tugend kann man eclel seyn,doch Glück, Verdienst,. Zufall und Gunstmüssen sich der Tugend zugesellen, umadelich zu werden.
Schon vor drey tausend Jahren hat Ho-mer in seiner Iliade den wahren Adel be-zeichnet. Warum, mein Freund — so spricht iüade.dort Sarpedon zum Glaucus: warum verehrtman uns in Lycien als Götter: warum sindwir Herren der fruchtbarsten Ländereyen?warum überhäuft man uns mit Ehrenbezeu-gungen bey öffentlichen Feyerlichkeiten? —Wir sollen den Gefahren trotzen; wir sol-len die Ersten seyn auf dem Schlachtfelde;damit unsere Krieger von uns sagen mögen:Solche Fürsten sind es werth, die Lycier zubeherrschen.
Damals war Tapferkeit noch die einzigegeltende Münze, wofür man Ruhm und Ehre