die vollkommnere oder unvollkommnere Or-ganisation des Körpers, bald eingeschränkt,und bald mit freyerer Wirksamkeit ausge-rüstet wird. Wem aber verdanken wirStärke oder Schwäche, Schönheit oder Häus-lichkeit des Körpers ? —r unsern Eltern.Warum sollte es denn gleichgültig seyn, obein Edler oder Unedler mir seine Organi-sation mittheilte? Der Sohn erbt von sei-nem Vater die Hypochondrie, eine Krank-heit cler Seele; warum denn nicht auch denEdelmuth, eine Gesundheit der Seele?
Wenn die Tugend, mit Plutarch zu re-den, nur eine lange Gewohnheit ist; warumsollte ein ganzes Geschlecht sich nicht ebenso leicht an Ausübung der Tugend gewöh-nen können, als ein einzelner Mann? Derjunge Edle wird gebohren; die Grundsätzeder Ehre in seiner Familie lebten schon vorihm, alles was ihn umringt, schärft ihre Ge-setze ihm ein, und er wird unwillkührlichein Mann von Ehre, so wie in jenen Län-dern, wo man nichts als schöne Formen um