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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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da, wo die Gewalt jeden Geburtsfleckentilgte, denn die Gewalt ist der Inbegriff al-ler Rechte.

Scheidt. Mindermächtige zählten oft Mitgliederdes hohen Adels unter ihre Burg - undLehnsmänner. Fürsten wurden Bischöfenund Äbten dienstpflichtig, und verbandensich sogar gegen Städte, oder gemeine Edel-leute, auf einen bestimmten Tag zum Ein-lager zu reiten, wenn sie ihre Schuldennicht bezahlen würden. Das that sogarKaiser Carl der Vierte gegen die Bürger zuSpeyer; denn Schulden nicht bezahlen, wardamals unadelich. Wir lächeln der from-men Einfalt unserer Ahnherren. Die Zei-ten ändern sich, und mit ihnen die Sitten.

Von schimpflichen Strafen war der hoheAdel eben so wenig frey als der niedere.Man glaubte damals noch, die schlechteHandlung schände mehr als die Strafe selbst.Kaiser Friedrich der Erste verurtheilte ei-nen Pfalzgrafen am Rhein zum Hundetra-gen , und einen Erzbischof von Maynz