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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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sein Erbgut selbst, und jener liefs es bear-beiten. Sonderbare Verirrung des mensch-lichen Geistes! du lebst vom Schweisse dei-ner Brüder, folglich bist du mehr werth alsjene; sie wachen, du schläfst; sie arbeiten,du spielst; sie hungern, du schwelgst; folg-lich bist du besser als sie. Der faule Edel-mann mufste indessen doch auch etwasthun, wenn er nicht in seinem Fette erstik-ken wollte, er gieng auf die Jagd, und sowurde diese ein Vorrecht des Adels. Abernie erniedrigte er sich so tief, das Landselbst zu bauen, und so einzig als schön istdaher das Beyspiel in Müllers Schweizer-

Müiier Geschichte. Ein Sohn Albrechts von Öst-

Scinveiz. re - c j i b ewun derte einen Alten am Pfluee,

Gesch. ö '

seinen schönen Sohn, seine raschen Pferde;und das Erstaunen des Prinzen wuchs, alser am folgenden Tage eben diesen Altenals Freyherrn von Ilegenau mit vielen Knech-ten nach Hofe reiten sah.

st.Foix. Ein Degen an der Seite, ein Falke aufder Hand, bezeichnete damals den Adel.