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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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oder Jude, der sich taufen liefs, die Rechteeines eingebohrnen Edelmanns erhielt. Im-mer bestach die Religion die Zeitlichkeit,damit sie ihr Recruten für die Ewigkeitliefere.

Slaven und Gelten, diese verschiedeneMenschengattungen, trennen sich auffallendauch in ihren Begriffen vom Adel. DieSlaven kannten nur zwey Stände: den Ed-len oder Freyen, und den Sklaven. DieCelten hatten Edle, Freye, Frey gelasseneund Sklaven. Jener Adel war sich unter-einander gleich, oder doch nicht wesentlichverschieden, und in Klassen abgesondert,wie dieser. Jener bekümmerte sich wenigum die Reinigkeit des Adels, denn die Sla-ven adelten Personen, die nach den Be-griffen der Celten gar nicht adelsfähigwaren, z. B. Leibeigene. Nur die Geburtgab unter den Celten den Adel, nur dieGeburt pflanzte ihn fort; nicht so unterden Slaven. Auch behaupteten diese ihrenAdel bey mancherley Handthierung, welche