auf Joseph Allein. 589
Erdboden ausbreiten, ja an dem Orte wo ihr woh-net. An diesen Zustand wendet eure Thränen,und beklaget ihn vor Gott.
Zuletzt füge ich noch dieses hinzu: tVeinetüber eure Rinder. Das war Christi Wille:Weinet nicht nur über euch, sondern auch über eureKinder. Und warum das? Weil diese an denbevorstehenden Zorngerichten ihren Theil haben soll-ten , wie aus Luc. 19, 43. zu ersehen. Habt ihrnun, meine Freunde, noch einige Thränen übrig,so widmet solche euren Kindern. Dieser Riß, dereuch betroffen hat, ist auch für sie höchst empfind«lich. Ihr habt nicht nur einen Prediger, sondernauch einen Catecheten eurer Kinder verlohren. Ihrwisset, was er sich für Mühe mit euren Kinderngegeben; was er für eine Geschicklichkeit gehabt,euren Kindern die Wahrheiten des Evangelii ein-zuflößen. Es war ihm ein Vergnügen ^ sie aufdie Wege Gottes zu führen , und er ergn'f dazuallerley Gelegenheiten. Ich bin auch dessen gewißversichert, daß viele eurer Kinder von ihm eine sol-che Unterweisung bekommen, der sie nicht vergePnwerden, so lange sie leben, und ich wünsche, daßsie Gott in der Ewigkeit dafür preisen mögen.Daher habt ihr nun Ursache genung, eure Kinderzu beweinen, da ihr einen Mann verlohren, der sogeschickt und unermüdet war, nicht nur euch zu leh-ren , sondern auch eure Kinder in den Wegen desHerrn zu unterrichten. Nun ich sage nochmalszum Beschluß: weinet nicht über ihn, dennsein Leiden, seine Traurigkeit ist nun in Freude ver-wandelt. Er hat das gnädige Urtheil empfangen:
Du