586 Ge. Newtons Leichenpredigt
werden, der wider sie auftrtten und wider sie zeu«gen wird. Theuresten Freunde! Ackert euch nichtdaran, wenn ich euch lüge, daß eure Sünden einengroßen Theil zur Kranrhcit, Schwachheit, Ent-kraftung und endlich zum ^ode eures treuen Lehrersbeygetragen haben. Unsere SmiSen haben znsör-derst Christum getödtet. üir lst mn unserer Mis-sethat willen verwundet, und um unjcrcr Sün-den willen zerschlagen worden; er yac unsereSünden an seinein /Z.eibe getragen an das Holz.Ader es kann auch von unsern Sünden gesaget wer-den , daß sie Diener Christi todten. Es ist euchöfters euer Heiland vorgestellet worden, wie ihn eu-re Sünden gewdtet. Nun habt ihr auch einen sei-ner Diener vor euch, der durch eben diese Händegeschlagen worden. Das betrübteste dabey ist,daß die Sünden noch leben, durch welche diesesgeschehen; und Gott weiß es, wenn sie ein Endehaben werden. Es ist an ihnen keine Execuiiongeschehen, ohnerachttt sie die Mörder dieses recht-schaffenen Dieners Gottes gewesen. Lasset euchdieses zu Herzen gehen und eure Augen voll Thrä-nen machen, bis diese Lüste getodtet und ausgerot-tet sind, oder sie werden sich gegen euch kehren undeuch verderben.. Habt ihr einige Liebe zu Christo,zu seinen Dienern und zu euch selbst; so werdet ihrauch Ursachen finden, die euch bewegen kennen übereuch selbst und über eure Sünden zu weinen.
5. XVeinet aber auch über die im Aus-- bvnch begriffene göttliche Gerichte. Daraufzielet unser Heiland, wenn er in unserm Text sage.
Weinet