auf Joseph Allein. 5^5
Z. Es ist daher diese Frölichkeit nicht nur et-was sündlich^s, sondern auch etwas höchstgcfohr-ltchcs. Es ist denen ein schreckliches VOehe ange-kündiget, die hier in dieser Welt lachen, denn sie sol-len künftig einmal weinen. Der Herr will derein-ften ihre ekle und thörichte Freude in Weinen undHeulen verwandeln. Galle und Wermuth soll ih*nen am Ende gtreichet werden. Die, so immer lu-stig sind, und den Schaden des Hauses Gottes nichtzu Herzen nehmen, sollen die ersten unter den Ge-fangenen siyn, wie Amos Cap. s, 7. redet. DerHerr will sie vorne anstellen, wenn das Feuer seinesZorns 5 tbri'nnet; die verwegensten sollen semegrimmige Rache zuerst erfahren. Weichen sie ihmeine Zeitlang hier in dieser W^lt aus, so wird er siegewiß an jenem Tage finden; ihr Theil soll seyn indem Ort, wo nichts anders als Weinen, Heulen undZähnklappen wird gefunden werden. Die in die-ser Welt lacden, sollen in jener ewiglich heulen.
?um dritten. Da eine Zeit ist traurig zuseyn, und solche Traurigkeit durch Thränen zu of-fenbaren ; so lasset Ms auf unserer Hut seyn, daßwir nicht nach allzu viel Freude in dieser Weltsireben. Lasset uns nicht zu starke Rechnungdarauf machen, damit wir -'!cht verführetund betrogen werden. Wir si> jehr geneigt, unsselbst mit allerhand Blendwer.en zu hintergehen.Wenn wir auf der Zinne der Freude stehen, unduns in einem glückseligen Zustande befinden ; so istes unsere Art, den Schluß zu machen, daß keinSturm wiederkommen, und daß diese glückseligeZeit kein Ende haben werde. Wir gerathen auf
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