Zweyte Abtheilung. Cap. 5. 505
helt an die Sache Gottes und seiner Kirche. Möch-ten sie doch auf dem Wege der Heiligkeit im Fort-gehen erfunden werden, ohne welche niemand denHerrn fchen soll! Ich habe es meinem Gott gelobet,bisher aber dieses Gelübde noch nicht erfüllet, sie inbrüderlicher Zärtlichkeit zu erinnern, wovon sie ge-fallen sind. Ich habe, noch ehe sie England ver-lassen haben, von mancherley unseligen Vergehun-gen Nachricht erhalten, deren sie sich schuldig gema-ichet, und die unserer heiligen Religion zu einem gro-ßen Vorwurf gereichen.- Ich bin zwar nicht ohneHosnung, daß der Herr sie seit der Zeit werde zurück-gezogen und zu sich selbst gebracht haben ; aber ichbin dabey auch nicht ohne Furcht, daß sie durch dieMacht des Verderbens an einen solchen Ort möch-ten noch weiter hingerijjen worden seyn, da es ihnenvielleicht an Ermunterungen, Reizungen, Exem-peln und freundschaftlichen Wächtern fehlet, da,von sie zu Oxford auf allen Seiten umgeben wa-ren. Seyn sie versichert, mein Herr, daß nichts alsdie Erinnerung meiner Pflicht mich gereizet hat, ansie zu schreiben, ohnerachtet sie schon so lange Zeitund nun auch auf etliche tausend Meilen von mirentfernet find. Halten sie mir um der alten Be-kanntschaft willen das zu gute, was ich an sie schrei-be. Ist das auch weislich gehandelt, daß sie imGeist angefangen und im Fleifch beschließen wollen ?Sie liefen fein, wer hat sie aufgehauen ? Ich erin-nere mich ihres vorsichtigen Wandels, ihres erbau-lichen Umgangs, ja auch ihret Thränen. Habensie etwa nun einen andern oder nähern Weg zumHimmelgefunden ? Hoffen sie auf dem weiten We,
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