Zweyte Abtheilung. Cap. 5. 475
Herrn verwalten, und dafür Rechenschaft gebenmüssen. Ja bittet den Herrn auch für mich, daßauch ich nach der Negul einher gehen möge, die icheuch ietzo als einen guten Rath ertheile. Gelobetsey der Herr! es fehlet mir nichts, als die beque-me Gelegenheit euch zu dienen, und eures angeneh-men Umgangs genießen zu können. Indeß bin ichin der guten Zuversicht, der Herr wirb verleyhen,daß eitth meine Bande zu eurer Erbauung heilsamund selig sind. Das ist der Zweck wornach ichstrebe, daß ich den Herrn verherrliche, und dasbeste eurer Seelen befördern möge, so lange ichhier bin, von wannen ich nimmer heraus zu kom-men wünsche, ob ich gleich gestehe, daß die Frey-heit an sich selbst etwas schätzbares sey. Endlich,meine Brüder, lebet wohl. Werdet immer voll-kommener und seyd getrost. Habt einerley Sinnunter einander, und lebet in Friede, so wird derGott des Friedens mit euch seyn. Ich aber bleibe
A«s dem Gefängnißzu Jvelchesicr den14 Octob. -66z.
Der bereitwillige Dienereures Glaubens und eu«rcr Freude.
Joseph Allein.