456 Weins Grundlegung,
oder ich will dein Verrath seyn, du sollst, wenn esdir nützlich ist, Freunde haben, oder ich will deinTröster in der Einsamkeit, und dein Rathgeber inder Trübsal seyn. Alle meine Heimlichkeiten sol-len dir nicht verborgen seyn. Mein Ohr und mei-ne Thür sollst du stäts offen finden. Ein solcherMensch soll hundertfältig empfangen, Marc. io,zo. Sollte er gleich die Sache selbst nicht besi-tzen, so soll er doch dieses alles, ia noch mehr inmir finden. An mir soll er haben Haus, Freundund Vatkr. Wenn ihr in eurem Zimmer hundertLichter solltet brennen haben, die aber alle ausgelö-schet würden, würde so denn die Sonne, die durchdie Fenster in das Gemach geschienen, nicht besserseyn, als die hundert Lichte, die ausgelöscht sind?Und so verhalt sichs auch allhier, ob du schon soll-test berufen werden, alles zu verlassen, sowäredie«ses doch nichts anders, als wollte man den Brun-nen verstopfen, die Quelle aber eröfnen.
§. 25z.
8. lLr will euch die ganze ?eit euresLebens in seinem Dienst unterhalten. Er willeuer Wegweiser bis an das Ende eures Lebens. seyn. Meine Christen, Gott will euch nichtver-lassen, so lange ihr nur noch einen Tag zu lebenhabt. Er will euch nicht verlassen, noch ve»>säumen, Ebr. iz, 5. Gewiß, Gutes undBarmherzigkeit werden euch folgen euer Le-belang, Ps. 2 z, 6. Und der ^,err wird nicht«blassen euch Gutes zu thun, Jer. z 2,40. O