Zweyte Abtheilung. Cap. 4» 4Zi
§. 249.
Gott will euch erretten von alle»» eure»»Feinden, nicht als ob ihr keinen Streit mehr ha-ben solltet, sondern dergestalt, daß ihr nicht solletüberwältiget werden. Der Sieg ist gewiß, denndazu hat sich Gott verpflichtet. So lautete derBund, als Gott solchen zum ersten male verkün-digte. Des XVeibes Gaamen soll oer Schlan-gen den Ropf zertreten, und sie wird ihn indie Fersen stechen, i B.Mos. z,»5. Durch desWeibes Saamen verstehe nicht nur Christum, son-dern alle Gläubigen. Durch die Schlange nichtallein den Satan, sondern alle die seines Theilssind, als die böse Welt, die uns verfolget, und dieseine Kinder heißen, wie nicht weniger alle unsereböse und tyrannische Lüste, welche seine Brüt undseine Werke sind. Durch das Stechen in die Fer,se verstehe, wie uns der Samn zwar verunruhigen,verwunden, aber nicht todten könne. Das ge-sagt wird, des Weibes Saamnverde der Schlan-gen den Kops zertreten, solches deute dahin, daßwir endlich den Satan und seinen Anhang gänz-lich und gewiß überwinden sollen.
Meine Christen, sür was sollen wir unSfürchten? Etwa für dem Tode? Dieser Bund,der allhier versiegelt, vermacht euch den Tod alsein Legatum, er überbringt euch den Kopf euresüberwundenen Feindes nicht anders als in einerSchüssel. As sty das ^.eben oder der Tod,alles ist euer, i Cor. z, 22. O ein liebes undangenehmes Geschenke! Solltet ihr euch etwafürchten für dem Satan. Der Bund versichert