Z9S Alleins Grundlegung,
sen; allein, es kommet so denn, ehe man sichs ver-»muthet, etwas dazwischen, daß sie entweder müs-sen nachbleiben, oder können doch zum wenigstennicht so verrichtet werden, als wohl billig es seynsollte. Sehet euch demnach wohl für, für diesenSelbstbetrug. Man kann kaum einen Blick indie Welt thun, daß man nicht an einem Dorn-strauchs oder Hecke behängen bleibe. Ergreifederohalben die Gelegenheit beym Schöpfe: UnserHeiland stunde vor Tage auf, und also eher auf,zu beten, weil sich so dann andere nöthige Ver-richtungen fanden, Marc. i, 35.
§. 226.
III. Thue nichts (220. 221.) was dieWerke des Christenthums anbelanget, ohneGottes Vesehl, und was bürgerliche Sachenbetrisr, nichts ohne seine Einwilligung. Opfe-re nicht mit fremdem Feuer. In dem DiensteGottes müsset ihr dahin sehen, daß ihr auf dieseFrage antworten könnet: Vl?er fordert solchesvon euren Handen, Jes. 1,12. Hier muß manGottes Gebot also in achtnehmen, daßmannichtödazu, noch davon thue, 5B.Mos.i2,z2. Je-doch ist es nöthig, daß man hierbei) zwexerley inacht nehme.
1. Daß niemand seine selbst erwählten Ge-brauche mit einer moralischen Bedeutung belege, sienicht andern aufdringe oder sich deren bediene, ob esgleich miteinem gutenAbsehen,di'eLeutenemlich durchsolche ausgesonneneMittel zu erbauen geschehen sollte.
Ver/