Zweyte Abtheilung. Cap.2. 379
§. 215.
Davon werdet ihr diesen zweyfachen Nu-tzen haben. Ihr werdet erstlich Gottes Günst--!mge und Freunde seyn. O eine herrliche Erhe-bung ! Haman achtete sich nicht wenig zu seyn, alser dem Ahasvero zu seiner Rechten war, und den-noch wurde er zuletzt nicht höher als an den Galgenbefordert, Esther 5, 11. Cap. 7, Aber wassoll man rvohl dem Mann thun, welchen Gottgern ehren will, Esth. 6. v. 6. Ach gesegnet istder Mann! wehe dem, der ihn beleidigen wird.Es wäre emem solchen nüyer, daß man einenMühlstein an seinen Hals hangete, und würfeihn ms Meer, als daß er einen solchen Menschenbeleidigen soll, Luc. 17, 2. Gott pflegt seineFreunde und Günstlinge überaus hoch zu halten.Es wird sein Augapfel angetastet, wenn mandiese antastet, Zach. 2, 8. Wer diese nur anrüh-ret, wird nicht unschuldig seyn. Er will rächen anallen Gottlosen das Harte, das sie wider ihngeredet haben, Ep.Jud.v. 15. O Mensch, sa-get nicht dein Gewissen, glückselig ist der Mensch,der sich in einem solchen Zustande befindetWillstdu nicht glücklich seyn, wenn sich dir Gott so gna-dig erweisen, wenn er alle Liebe, so direrwiesen wor-den, annehmen wird, als wäre es ihm geschehen,Matth.25,45. und wenn er auch die Beleidigungendie dir sind zugefüget worden, sich anrechnen wird ?Ap. Gesch. 9,4. Das ist der glückselige Zustandfeiner Freunde.
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