Z28 Alleins Grundlegung,
andere. Ein Heuchler tadelt alles, was er anandern findet. Er ist gleich einem Auge, welchesalles, nur sich selbst nickt siehet» Er siehet denSplitter in seines Nruders Auge, und desValken in sei»em Auge wird er nicht gewahr,Luc. 6,41. Allein, ein Knecht Gyttes strafet an-dere mit Sanftmut!), und pfleget gar leichte mitsich selbst in bittere Feindschaft zu gerathen.
§. 18I.
5. leidet lieber etwas, als daß ihr Wi-der Gott smdigen solltet. Eine solche Wahlließ sich Moses gefallen. Ar erwahlete viel lie-ber mit dem Volke Gottes Ungemach zu lei-den, denn die zeitliche Srgöyung der Sün-den zu haben, Ebr. 11,25. Dieser Wahl istdie Wahl des Heuchlers ganz zu wider.
Dieser erwählet viel lieber ein böses und sünd-liches Leben, al? daß er Kreuz und Ungemach lei-den sollte. Wmn man nur so weit mit Christowandeln will, so weit uns gleichsam unser Wegtraget, thun wir nicht mehr als andere, und wasein Heuchler zu thun vermögend ist. Dieses istdie rechte Prüfung, wenn wir im Fall die EhreChristi und unser eigenes Interesse einander zu wi-der sind; unsere Pflicht und Schuldigkeit nichthindan sehen, oder wenn wir unserer Sicherheitund Eigennutzens uns begeben. Ein berühmterMärtyrer zu den Zeiten Juliani wollte nichteineneinzigen Heller zur Erbauung des Götzentempelshergeben, ob ihm schon der Kaiser unter dieserBe-dingung das Leben schenken wollte. Der gottse-lige Hohepriester Eleasar, als ihn einige ansehnli,