Erste Abtheilung. Cap. 9. »97
und ermuntert sie, wenn ihr sehet, daß ein Anfangzum Guten vorhanden ist. Lasset nicht von ihnenab, bis ihr an ihnen eine selige Veränderung er-bücket. Dieses ist eine Pflicht von sehr großerWichtigkeit, allein sie wird, (wie ich besorge), garsehr hindan gesetzt. Saget nicht das Gewissenanitzo zu dir? du bist der Mann! Gebet ^Ach-tung, daß der Sabbath von allen euren Haußleu»ten mäge rechtschaffen geheiliget werden. In vie-len armen Familien pfleget man so emsig zu seyn,daß es cn Zeit ermangeln will. Ach erweiset euchdoch so emsig an den Sonn-und Festtagen, daß ihran denenselben euch bemühet, wie ihr in der Er-kenntniß zunehmen, und eures Schöpfers Werkeverrichten möget, so, wie ihr zu andern Zeiten eurenVerrichtungen obzuliegen pfleget : Ich zweifelenicht, ihr würder also gar sehr zunehmen. Opfert5. Gott täglich Morgens und Abends in allen eu-ren Häusern die Opfer eines andächtigen und ei-ferigen Gebets. Hütet euch, daß ihr nicbt unterdenjenigen erfunden werdet, die nicht anrufendenNamen des Herrn ; denn warum sollte der ZornGottes über euere Hauser kommen? oder elen-den- Häuser und Familien, die ohne Gott in dieser.Welt sind und das Gebet untereinander verabsäu-men ! Habt ihr nicht in euren Häusern so man-che Sünden, so manchen Mangel, so mancheWohl-that, von Gott genossen ; und ihr wollet dennochnicht miteinander beten ? UAe betet ihr wolstets mit Vitten und Flehen im Geist, wennihr nicht auch mit eueren Haußleutcn beten wollt?Sage nicht: Ich habe keine Zeit. Was? hast du
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