29O Allkins Grundlegung,
zusetzen/ ob ich schon anietzo aufhöre und diesenTraktat beschließe. Nur ein halbes Wort deinerAllmacht kann das Werk ausrichten. Du, deedu die Schlüssel Davids hast, der du aufma--chest, und Niemand zuschließet, eröfne diesesHerz, wie du ehemals das Herz der Lydiäeröfnetest. Laß den König der Ehren einziehen,und viese Seele deine Gefangene seyn. Verweh-re, daß der Versucher mit seiner Verzögerung denSünder nicht verhärten möge. Verstatte nicht,daß der Sünder sich von diesem Orte wegmachen,noch seine Augen von diesen Zeilen wegwenden mö-ge, ehe er sich entschließet, seine Sünden zu ver-lassen, und das Leben aus die Bedingungen, dieauf lauter Selbstverläugnungen abzielen ergreifet.In deinem Namen mein Gott bin ich an diefe Arbeitgegangen. In deinem Namen beschließe ich auchdieselbe. Laß diese Zeit, die ich darauf verwen-den müssen, nicht verlohren seyn, noch die Gedan-ken des Herzens und alle Mühe die ich dabey ver-richtet habe für eine vergebene Arbeit geachtet wer-den. Herr ergreif mit deiner Hand das Herz desLesers, und sende deinen Geist, wie du solchen ehe-mals zu Philipps sendetest, so, daß er sich zumWagen des Cammerers der Königinn Canda-ces in Mohrenland begab, als er eben den Prophe-ten Jejaiam laß. Und sollte ich schon den Nutzenvon dieser meiner Arbeit nicht bey meinem Lebenerfahren, so bitte ich dich doch, o Gott! daß es derein-sten kund werden möge,daß doch etliche Seelen durchdiese Zeilen sind bekehret worden. Laß etliche hervor-treten, und bezeugen, daß ich sie durch diese Bewe-Kungsgründegewonnen habe. Amen, Amen l der die-ses liefet, müsse gleichfalls sagen: Amen. Neun-