Erste Abtheilung. Cap. 8.
Er will euch von dem Zwang des Gesetzes befreyenund den Fluch in einen Seegen verwandeln. Arhat die Schlüsse! der Hollen und des Todes undschliesset zu, daß es niemand ofnen kann. Erwill der Hollen und dem Tode den Nachen zusper-ren, wie er ehemals denselben denen Löwen zuhielte,daß euch von dem andern Tode kein Leid geschehenwird. Jedoch will er euch nicht nur von Schmachund Elend befreycn, sondern er will euch auch un-aussprechliche Vorrechte genießen lassen. Er will^«uer Freund undVater seyn. Er will eure Son-ne und euer Schild seyn. Mit einem Worte:Er will dein Gott seyn, t.B. Mos. 17,7. Waskann ich nun wohl weiter sagen? Alles, was mannur von Gott erwarten kann, daß er euch erweisenund für euch thun soll, das will er auch in der Thaterweisen und für euch thun. Eine Dame, die mit«i.iem Fürsten vermahlet wird, ist gewärtig, daß ersich auch gegen sie wie ein Fürst bezeigen werde, daßsie standesmäßig leben möge. Derienige, der ei-nen König zu seinem Vater hat, oder zu seinemFreunde, der hoffet, daß er sich auch gegen ihn alseinen König erweisen werde. Die Könige und Re-genten der Erden, so weit sie über euch erhaben sind,sind doch nur denen gezierten Schmetterlingen un-ter den andern von ihrer Art gleich; oder aber denschönfarbichten Raupen, unter den andern Wür-mern, wenn man sie gegen Gott halten will. Gleich,wie Gott an Herrlichkeit und Macht alle Herrlich,keit dieses glanzenden Staubes unendlich übertrift,also pflegt er auch überschwenglich mehr Gutes sei-nen Geliebten Zu erweisen, als Fürsten und Gewal-