264 Alleins Grundlegung,
wird? Ihr werdtt vielleicht einwenden und sagen,wie ich wenig Liebe gegen euch in meinem Herzenhegen müsse, daß ich euch für ungläubig halte.Ey! für was soll ich euch denn halten? ihr seydentweder im höchsten Grad ungläubig, daß ihrdieses nicht glaubet; oder ihr seyd so unbesonnen,daß, da ihr die übetschwengliche und ewige Glorieund Herrlichkeit zwar glaubet, dennoch diese schreck-lich verabsäumet. Wahrlich, ihr habt entweder kei-nen Glauben, oder ihr seyd eurer Vernunft berau-bet; iedoch dürfte ich bald sagen, daß das Gewis-sen dieses euch unier Augen stellen werde, ehe icheuch verlast!'.
§. 140.
Erweget doch, was euch hier angeboten wird:O ein herrlich Reich: Ein Reich der Glorie undHerrlichkeit. Ein Reich der Gerechtigkeit.Ein Reich des Friedens. Ein ewiges Reich.Hier sollst du wohnen, hier sollst du ewig herrschen,denn d?r Herr wird dich auf den Stuhl seinerHerrlichkeit setzen. Seine eigene Hand wird dichmit einer Krone zieren, nicht mit einer Krone vonDornen (denn daselbst wird man nicht mehr sün-digen, noch einiges Elend erdulden müssen;) nichtmit einer güldenen Krone, denn das Gold wirddort geringer als Koht geachtet seyn, sondern miteiner Rrone des Gebens, mit einer Rrone deeGerechtigkeit, mit einer Rrone der Ehren, ia,du wirst die Herrlichkeit anziehen wie ein Kleid,und wirst leuchten wie die Sonne in deinesVaters Reich. Betrachte dein Fleisch, welchesnichts anders, als Koht, Erde und eine Speise