252 Mcins Grundlegung,
achtet; weil mir wohl wissend, was für ein trotzi-ges und halsstarriges Ding das Herz eines natür-lichen Menschen sey, die Motiven undBewegungs-gründe, die uns zur Vekchnmg ermuntern sollen,zu denen Mitteln der Bekehrung, und zu der An-weisung, wie man zu einer genauen Bundesverei-nigung ,mit Gott in Christo gelangen möge, in die"sem Capitel annoch hinzu zu fügen. O Herr, ver-laß mich ieho nicht bey meiner lezten Arbeit. Sojemand bis hieher gelesen, und. doch noch nicht ge-rühret worden, so ergreif ihn nun, o Herr, undthue dein Werk. Greis ihn an das Herz, falleauf ihn, überrede ihn, bis er bekennen muß; Duhast überwunden, du wärest starker als ich. Herr,hast du mich nicht zu einen Menschenfischer gemacht?^>abe ich diese ganze seit über gearbeitet undnichts gefangen? Achleyder! daß ich meine Kraftumsonst und vergeblich angewendet habe!Nun werfeich das Netz zum letzten male aus: Herr Jesu ste-he du am User, und befiehl an, wie und wo ichdasselbe hinwerfen soll. Gieb, daß ich die Seelen,welche ich zu gewinnen suche, dergestalt mit Be-wegungsgründen einschließen möge, daß sie mirMcht entgehen können. Nun, Herr, nun möchteich gern viele Seelen sahen! Nun laß mich einenDollen Zug thun. Ach! Gott, gedenke meiner, ichbitte dich, stärke mich nur noch dieses mal, o Gott!'Allein, ich wende mich wieder zu euch. Ihr Man-ner und Brüder, Himmel und Erde rufet euch zu,ja die Hölle selbst prediget euch vor, von der Lehreder Buße, die Engel der Gemeine gebähren euchinit Aengsten. Die Engel im Himmel warten