Erste Abtheilung. Cap. 7.. 259
Versuchung gerathen lässet, und die Umständesind so beschaffen, daß wir sie nicht aus dem We-ge räumen können, so haben wir besondere Hülfeund Beystand von ihm zu gewarten, wenn wir dieverordnete Mittel gebrauchen wollen; allein, wennwir Gott versuchen, indem wir uns selbst in Ge-fahr begeben, hat er sich keinesweges verpflichtet,uns, wenn wir versuchet werden, beyzustehen. Un-ter allen Versuchungen ist die böse Gesellschaft dieallergefährlichste. M) was für einen Hofnungs-vollen Anfang hat diese nickt schon zum öfiern un-terdrücket! Ach! was für Seelen, was für Hau-be und Güter, was für Familien, was für Städtehat diese nicht verderbet! Wie viele arme Sür-der sind nicht erleuchtet, überzeuget, und schon wirk-lich im Begrif gewesen dem Satan zu enrwischen.Sie haben es auch wohl so weit gebracht, daß sieseinem Fallstrick entgangen. Die böse Gesellschaftaber hat sie zuletzt wieder zurückgezogen, und ausihnen Kinder der Hollen, siebenfältig mehr als sievormals waren, gemacht. Mit einem Worte:Ich mache mir keine Hofnung von dir, es sey denndaß du dich der böfen Gesellschaft entziehen woll-test. Christus läßt sich gegen dich, wie ehemalsgegen iene, bey einer andern Gelegenheit verneh-men: Suchest du mich, so laß diese gehen.Dein Leben ruhet hierauf: Vergiß diese, sonstkannst du das Leben nicht baden. Willst duschlimmer als ein unvernünftiges Thier seyn, undfortlaufen, da du doch den Herrn mit einem blo-ßen Schwerdt im Wege stehen siehest? Schreibediesen Spruch mit großen Buchstaben in dein Ge-
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