Erste Abtheilung. Cap. 7. 235
gestümes Anhalten kann die Sache ins Werk rich«ten, ohne Gewalt wird das Himmelreich nicht ein-genommen. Du must ringen, wenn du hineinkommen willst, und mit Thränen und Seufzenkämpfen, wie Jacob, wenn du den Seyen zu em-pfangen gedenkest. Wenn dir Gott feine Gnadenicht wieverfahren lastet; so ist es ewig um dichgeschehen, um) derohalben mußt du dich bemühen,und den Vorsatz fcissen, dich nicht abweisen zu Ussen.Derjenige der diese feste Resolution fasset: Ich mußGnade erlangen; ich will nicht ablassen, bis ichsie habe; ich will nicht aufhören zu suchen, zu war-ten, und mit Gott und meinen» Herzen zu käm-pfen, bis er mich durch die Kraft seiner Gnade er-neuern wird: Ein solcher Mensch, sage ich, wirdohnftlbar Gnade erlangen.
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Einwendung.
Gott aber höret die Sünder nicht, und ihrBeten ist ihm ia ein Greuel.
Antwort.
Du mußt einen Unterscheid unter den Sün-dern machen.^ 1) Es giebt Münder die in ihrenSünden beständig verharren, deren Gebet ist Gottein Greuel. Es giebt aber auch wiederkehren-de und bußfertige Sünder, diesen will Gott mitseiner Gnade entgegen gehen, wenn sie noch vonferne sind. Obgleich das Gebet ungeheiligler
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