Erste Abtheilung. Cap. 7. 251
habt, so unterschreibet denselben, und verwahret ihn,als ein Denkmal der seyerlichen Verbindung, diezwischen Gott und euch vorgegangen, damit ihr inzweifelhaften Fällen und zur Zeit der Versuchung,dahin eureZuflucht nehmen, und damit euch tröstenmöget.
§. "5.
Eilfte Anweisung.
Hüte dich, daß du deine Bekehrung nichtaufschieben mögest/sondern ändere und bekeh-re dich alsbald. Ich eilte, und säumte nichtzu halten deine Gebote, Ps. 119. Gedenke audas betrübte Exempel der thörichten Jungfrauen,und erzittere darüber, als welche nicht eher kamen,als bis die Gnadenthür verschlossen war. Gedenkean einen überzeugten Felix, der Paulum auf eineandere Zeit verwieß, indem wir nirgends lesen, daßihm eine so bequeme Zeit iemals sey wieder wor-den. Stelle dich ein, dieweil es noch heute heihet,damit du nicht mögest verstocket werden durchVetrug der Sünde, Hebr. z. Damit die Gna»denzeir nicht verstreichen, noch das, was zu dei-nem Friede dienet, vor deinenAugen möge ver-borgen seyn. Anietzo wirket gleifttm di'e Gnadenoch um dich; anierzo wartet Christus noch gleich,sam aufGelegenheit, daß er sich gnadenreich erwei-sen möge, und der Heilige Geist bearbeitet sich nochin dir. Iezt rufen noch die Diener Gottes; ieztrührt und bewegt sick das Gewissen noch ; iezt istderMarkt noch vor.der Thür ; iezt ist noch Oel zu haben,
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