Erste Abtheilung. Cap. 7. 205
räther, sonst kannst du keinen Frieden mit Gotthaben. Wirf das Haupt Seba über die Mauer.Hege nicht die Deliiam in deinem Schooß. Dumußt deine Sünde fahren lassen, oder deine Seeleverlieren. Schonest du nur einer einzigen herrschen»den Sünde, so wird Gott deiner nicht schonen.Suche nicht deine fünden zu entschuldigen ; ent«weder diese müssen, oder du mußt verderben. Sodu dir nur in einer einzigen Sünde nachstehest, obsie dir schon klein und verborgen seyn sollte, ob dusie gleich für unumgänglich schätzen wolltest, unddeswegen hundert Ausflüchte und Entschuldigun-gen vorzubringen wüßtest; so mußt du doch mitdem Leben deiner Seele bezahlen wenn du dieseSünde leben lassen willst. Sollte nun aber die-ses nicht theuer gekaufet heißen? Ach Sünder höreund erwäqe dieses. Wenn du von deinen Sün^den ablassen willst, wird Dir Gott. Christum schen-ken. Ist dieses nicht ein schöner Tausch und Wech-sel ? Ich bezeuge dir heute an diesem Tage, daßwo du umkommest, dieses nicht die Ursach'sey/alsob dir kein Heiland vorgestellet, noch das Lebenangeboten worden, senden weil du mit den Juden ^den Mörder Barrabam deinem Heiland, die Sün-de Christo vorgezogen, und die Finsterniß mehrdenn das Licht geliebet hast. Durchsuche demnachdein Herz gleichsam mit Lichtern, wie die Judenihre Hauser vor den? Osterfest durchzusuchen pfleg-ten, damit nicht etwa Sauerteig unter ihnen möch-te gefunden werden. Bemühe dich deine Sün-den zu erforschen. , Gehe in dein Kämmerlein, undmvage in was für einem elenden Zustande habe
ich