Druckschrift 
Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
Entstehung
Seite
193
Einzelbild herunterladen
 

Erste Abtheilung. Cap. 7. iZz

meister aufruft: U)as muß ich thun, daß ichselig werde? diesemnach betrachte:

1. Die Vielheit deiner Sünden. WennDa-vid hieran gedachte,wenn er erwog, daß seiner Sün«den mehr als Haare auf seinem Haupte waren,verließ ihm sein Herze. Dieses machte, daß ernach der großen Barmherzigkeit Gottes seuf-zete. Kein abscheuliches Aas kann so häßlich vonWürmern wimmeln, als eine ungeheiligte Seelemit unflätigen Lüsten erfüllet ist; Kopf, Herz, Au-gen und Mund sind davon voll. Siehe, hinterdich: Wo ist iemals ein Ort gewesen, wo iemalseine Zeit, da du nicht gesündiget hast? Siehe indich selbst: Was für ein Glied, oder Gemüths-kraft ist wohl an Seele und Leib zu finden, die danicht mit der Sünde vergiftet seyn? Was übe/kdu wohl iemals für eine Pflicht aus, welche nichtmit diesem Gift erfüllet ist? O wie groß ist nichtdie Summa deiner Schulden, maßen du deineganze Lebenszeit dich in die Schuldbücher eintra-gen lassen, davon du niemals einen Heller bezahlethast, noch bezahlen kannst! Betrachte die Sundedie dir angebohren ist, und alle ihre abscheulicheBrüt, nämlich die Sünde, die du in deinem Lebenbegangen hast. Erinnere dich des Guten, so duunterlassen, und des Bösen, so du begangen hast.Erwäge die Sünden deiner Gedanken, dei«ner Worte und deiner Werke, die Sünden deinerJugend, und die Sünden deines Alters u. s. f.Seynicht gleich einem verzweifelten Banqueroutirer,dersich scheuet in seine Bücher zu sehen. Durchließdas Verzeichmß deines Gewissens mit aller Sorg-Thätiges Christench. N fält.