Erste Abtheilung. Cap. 6. 175
brennenden Ofens, welchen Nebucadnezar in seinemGrimm befohlen, siebenmal heißer zumachen, dennman sonst zu thun pflegte, so gewaltig, daß dieMänner, die die drey Gesellen Danielis, Sadrach,Mesach und AbedNego, verbrennen sollten, verdar»den von des Feuers Flammen; wie heiß muß nichtder brennende Ofen des Grimms des Allmäch-tigen seyn? Gewißlich, die Gluth desselben mußwohl sichenzigmal siebenmal heftiger seyn. Wasdcnkest du nun, 0 Mensch! daß du ein Bündlein,das ewig in der Hölle brennen soll, seyn sollst ?LNeynest.du, dein Herz möge es erleiden, oderdeine Hände ertragen, zu d-'r ?eit> wenn ichsmit dir machen werde? Ich der Herr Habsgeredet, und wills auch thun. Vermagst dubey einem verzchrendenFeuer zu wohnen? Kannstdu die ewige Gluth ertragen? Gedenkest du wohldieses zu erdulden, wenn du in der Hölle ein glüen-des Eisen seyn wirst ? Wenn dein ganzer Leib undSeele der brennenden Rache Gottes eben so wirdherhalten müssen , als wie das glüende Eisen demFeuer, wenn es in den heißen Ofen geworfen wird?Du vermagst Gottes Geissel nicht zu ertragen, wiewillst du demnach seine Scorpionen auehalten?Du bist unter der Schwere seines Fingers schonganz zerknirscht, und wünschest dir den Tod, wiewillst du also die Last seiner Lenden ertragen. Desallergeduldigste Mann, der jemals aus Erden gewe-sen ist, verfluchte den Tag, darinnen er gebohrenwar, und wünschte, daß der Tod kommen, und seinElend endigen möchte, Hiob z, i. Cap. 7,15.16.als Gott nur ein Tröpflein seines Zorns auf ihn fal-