Erste Abtheilung. Cap. 6. 17z
ft flehen, und dieHofnung ergreifen mögest, die unswird angeboten.
§. 96.
V. Deine herrschende böse Lüste ina-chen dich zu einem elenden Sklaven. Solange du mwekehrt bleibest, bist du ein Knecht derSünden, sie herrschet über dich, und hält dich inihrer Gewalt, bis du dir die Bande des göttlichenBundes gefallen lässest. Die Sünde ist der aller-größesteTyrann. O eine häßliche und erschreckli-che Sache, dazu sie ihre Knechte verbindet! Solltees einem Menschen nicht zu Herzen gehen, wenn ersähe, daß ein Haufen armer Creaturen recht skla-vische und sauere Arbeit thun müssen,indem sie Holzund Reisig zusammen tragen, damit sie sollten ver-brannt werden. Dieses thun die Sklaven undLeibeigenen der Sünde. Indem sie sich selbsten inihren ungerechten Vortheilen und Gewinn glücklichpreisen, indem sie vor Freuden singen und alles Ver-gnügen begierig in sich saufen, sammlen sie nichtsals Zorn und Rache zu ihrem ewigen Feuer. Siemachen es nicht anders, als wenn sie Pulver undKugeln in ein Magazin legten; nicht anders, alswenn sie Brennzeug zu dem Scheiterhaufen in dasThal Tophet trügen, und als ob sie Oel in dieFlamme gössen, damit sie desto heftiger werden mö,ge. Wer wollte nun wohl so einem Herrn dienen,desse.n Thun und Verrichtung nichis anders alsSklavercy, und dessen Lohn der Tod ist. Was fürein betrübtes Spectakul war es nicht, daß iener ar-me Mensch besessen war mit einer Legion Teufel?Würde dein Herz p.icht Mitleiden gehabt haben,
wenn