Erste Abtheilung. Cap. 6. 165
tet auf die Offenbarung der Rinder Gottes,sintemal die Kreatur unterworfen ist derEitelkeit ohne ihrem ^Villen, sondern um des,willen, der sie unterworfen hat auf Hofnung.Denn auch die Creatur frey werden wird vonden: Dienst des vergänglichen Wesens zu derherrlichen Freyheit der Rinder Gottes. Wenndie unvernünftigen und leblosen Geschöpfe Spra,che und Vernunft hätten, würden sie unter diesemMißbrauch als unter einer unerträglichen Sclave-rey ausrufen daß sie von den Gottlosen, ihremWesen und dem Endzweck dazu sie der Schöpfergeschaffen, und gemacht hat, gerade entgegen, ge-mißbraucht würden. Ein berühmter und from-mer Mann hat hiervon diese Gedanken: „Das„Getränke, welches der Trunkenbold trinkt, wenn„es so wol Vernunft, ak der Mensch hätte, daß„es erkennen könnte, wie schändlich es gemißbrau-„chet und verderbet würde, würde in den Fässern„wider den Sünder ächzen; es würde wider ihn„ächzen in dein Becher, ächzen in seiner Kehle/ach-ten in seinem Leibe; es würde ihm vorhalten, wie„schandlich es gemißbrauchet würde, dafernesre-„den könnte.^ Und wenn Gott denen Creaturen„den Mund öfnen sollte, wie er ehemals den Mund„der Eselin des Bileams eröfnete,. so würden die„Kleider des stolzen Menschen auf seinem Rücken„wider ihn ächzen. Es ist keine Creatur, wenn sie„nur Vernunft hätte, daß sie erkennen könnte, wie„sie, bis ein Mensch bekehret wird, gemißbrauchet„werde,die da nicht wider denSünder ächzen würde.„Die Erde würde ächzen, daß sie ihn tragen, die
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