Druckschrift 
Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
Entstehung
Seite
133
Einzelbild herunterladen
 

Erste Abtheilung. Cap.5. izz

schaft wider das rechtschaffene Wesen desselben, undhassen dessen Leben und Kraft. Der Eifer im Chri,stenlhum will ihnen gar nicht gefallen, und haltennicht für nöthig, haß ein Mensch deswegen so vielWesens machen müsse. Sie verwerfen das stren-ge Wesen als eine Singularität und Eigensinnig»keit/ als einen Unverstand und unordentlichen Ei-fer. Ein geistlichlebender Geistlicher, oder ein le-bendiger Christ ist bey ihnen nichts anders, als eineigensinniger Mensch. Diese Leute lieben die Hei-ligkeit, nicht als Helligkeit, (denn sonst müßten sieauch derselben Höhe, wenn sie eiyen hohen Grad er-langet hat, lieben,) und deswegen sind sie ganz un-gezweifelt im Grunde verderbt, ohngeachtet der gu>ten Meynung, die sie von sich zu hegen pflegen.

§. 7Z.

7. Das Gtillestehen auf einer gewissenStufe im Christenthum. Viele, wenn sie nurso viel erlangen können, als sie nach ihper Meynungselig machen kann, pflegen sie sich nicht weiter um-zusehen und also legen sie an den Tag, daß sie derrechten Gnade verfehlet, und derselbe^ noch nichttheilhaftig worden sind, als welche die Menschennöthiget, nach der Vollkommenheit zu trachten.Ich schäye mich selbst noch nicht, spricht Pau-lus, daß ichs ergriffen habe. Eines aber sageich, ich vergesse was dahinten ist, und strebemich zu dein, das da forne ist, und jage nachdem vorgesteckten Ziel, nach den, Rleinod, wel-ches vorhält die himmlische Berufung inChri-fto Jesu, Phil. z. Der Gerechten Pfad glay-

I Z Zet