Erste Abtheilung. Cap. 4. 119
hen. Wie soll ich aber dieses ins Werk richten?Wc labor koc OPUZ eü. Stehe du mir bey 5 duewiges Licht, vor welchem nichts verborgen ist!Entdecke, oGott, mit deinem allsehenden Auge dietiefe Verderbnis des sich selbst betrügenden Her-zens. Leite mich, Herr, wie du ehemals deinen Pro-pheten in eine Kammer leitetest, da allerley Bild-nisse waren. Grabe durch die Wand des sünd-lichen Herzens, und entdecke die verborgeneGreuel die im Finstern verborgen liegen. Ach,sende deinen Engel vor mir her, daß ich durchdie erste und andere Huth , wie ehemals Petrusungehindert gehen könne, und mache, daß so gardie eiserne Thüre sich von sich selbst erösnen mö-ge. Und gleichwie die Augen )onathans so balder ein wenig Honig gekostet hatte, wacker wur«den, also verleihe, o Herr, daß, wenn die armenbetrogenen Seelen, mit welchen ich anietzo zu schaf-fen habe, ihre Augen auf gegenwartige Zeilenwenden, diese gleichfals erleuchtet, in ihrem Ge-wissen überzeuget, und erwecket werden mögen,daß sie sehen können mit ihren Augen, undhören mit ihren Ohren, und verstehen ^ mitihren Herzen , und sich bekehren und ge-nesen.
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Dieses müssen wir zuvor noch erinnern, ehewir das sündlicheHerz, dessen Boßheit zu entdeckenvor uns nehmen, daß es nämlich mehr als zu gewiß
sei', daß einige Menschen sich feste einzubilden pfle-xen, als ob sich lyre Herzen ganz wohl befänden;l a sie doch in der That gar sebr verderbt sind. Die
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