Erste Abtheilung. Cap. z» 47
Verstand und Wille feste und beständig auf Gott,als das höchste Gut gerichtet sey, so daß man ihnüber alle andere Güter schätze, es mögen nun sol-ches wirkliche oder Scheingüter seyn. Man mußsich prüfen, ob die Affeccen demjenigen aufrichtigfolgen, was man sich erwählet, und wozu manangewiesen worden. Sollten nun gleich besag-te Regungen oder Affecten nicht so empfindlich seyn,als man wohl wünschen möchte, so ist doch keines-weges zu zweifeln, daß die Veränderung, so beydem Sünder vorgegangen, nicht heilsam sey.
§. 26.
z. Die Bekehrung gibt sich zu erkennenin allen Gliedmasien des menschlichen Leibes.Diejenigen Glieder die zuvor Nlerkzeuge derSünden gewesen, sind nun Gefäße iit demTempel Christi, i Cor. z, 16. Derjenige der zu-vor aus seinem Leibe gleichsam ein Hurenhauß, oderein Wein - und Bierfaß machte, der weiß nunsein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren,in Mäßigkeit, Keuschheit, Nüchternkeit. SemLeib ist nichts anders als ein Tempel, der Gortgewidmer ist, i Thess 4, 4. Gal. s, 22. 1 Cor.6,19.2<D. Das Auge, das zuvor überall herumschweifete, und welches nichts anders als Geilheit,Hochmuth und Geitz verrieth, lässet mmmehromit Maria Thränen fließen, Luc. 7, z8.fthauet auf die Merke Gottes, Ps. z, 4.Es liefet das göttliche N)ort, Apoft. Gesch.8, zo. Es siehet sich um, wo es sein Mitleiden spü-ren lassen, und Gott einen gefälligen Dienst erwei-sen könne. Das <phv, welches vormals dem
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