Erste Abtheilung. Cap. 2. 25
glück wird nicht einen Gesellen des Narrentreffen? Sprüchw. Sal. iz, 20. Mag einMensch in seinen Handlungen gerecht verfahren,und doch vor Gott ungerecht erfunden werden, wiewill es doch wohl dir, du armer Mensch, ergehen,da dir dein Gewissen unter die Augen saget, daßdu in deinen Verrichtungen nicht aufrichtig, in dei-nen Worten falsch, und mit Lug und Trug deinInteresse zu befördern suchest? kann einMensch er-leuchtet seyn, und sich so weit verändert haben, daßer die Christenpflichten zwar ausübet, aber dochverlohren gehet, weil er in solchen stehen bleibet,und es dabey bewenden lässet; was soll man wohlvon euch, ihr armen Menschen, hoffen, die ihr oh-ne Gott allhier in dieser Weit lebet, kaum ein-mal an ihn gedenket; die ihr so wenig von ihmwisset, daß ihr euch nicht bekehren könnet, oder sonachläßig seyd, daß ihr dieses Werk nicht angrei-fen wollet? Ach thut doch Busse und bekehret euch.Höret auf von Sünden und bringet Früchte derGerechtigkeit. Nahet euch zu Christo und un-terlasset nicht, ihn um Vergebung und um die Gna-de der Emcmrung anzuflehen. Ergebet euch eu-rem Heiland, mit ihn, in Gerechtigkeit und Hei-ligkeit zu wandeln. Geschieht solches nicht, sowerdet ihr der seligen Anschauung Gottes aufewigentbehren müssen. O daß ihr doch die ernsten War-nungen Gottes wolltet statt finden lassen! In dessenallerheiligsten Namen erinnere ich euch nochmals,kehret euch zu meiner Strafe, Sprüchw. Sal.1,2z. verlasset das albere Wesen, so werdetihr leben, Sprüchw. Sal. 9/ 6. Seyd züchtig,
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