Erste Abtheilung. Cap. i. 9
mich selbst predigen, müßte ich es ganz anders an-fangen. Ich würde euch mit anmuthigen Erzäh-lungen zu unterhalten suchen. Ich würde euchNüssen unter die Arme machen, und von nichtsals von Frieden predigen, Ezech. iz, 16. )stes wohl möglich, daßAhab dem Micha günstigseyn kann, der kein Gutes, sondern eitel Bösesweifsaget, i.Kön.22, 5. Allein wisset, daß die.Wunden, die ein Freund schlägt, besser sind,als der glatte Mund der Huren, welche WeWorte giebet, bis der Pfeil die ^eber spaltet,Und nach dem edlen Leben strebet, Sprüchw.7,21. 6,26, Gn schreyend Kind kann wohl nichtbesser, als mit der Wiege und Wiegenliedern gestil-let werden; ist es aber ohngefähr ins Feuer gera-then, pflegen die Aeltern mit demselben ganz anderszu verfahren. Hier wollen weder die Wiegenlie-der noch andere Tändeleien helfen. Ihr seyd ohn-fehlbar verlohren, wenn wir in unserm Vorhabennicht glücklich sind. Können wir dieses nicht voneuch erlangen, daß ihr aufstehet, und euch von dan-nen machet, so ist es um eure Wohlfart ganz gewißgeschehen. <A5o keine Bekehrung, da ist auch kei-ne Seligkeit^ Diesemnach muß ich euch entwedergewinnen, oder aber sehen, wie ihr elendiglich ster-ben und verderben werdet,
§. 4.
Hier fället mir die Schwierigkeit meinemvorhabenden Arbeit ein. Vch Herr! erwählemir selbst die Steine aus d mVache, i.Scnn«z 7,40. Ich komme nicht a 'dexs, als der kleine
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