Erste Abtheilung. Cap. i. 7
!ich wohnen» Rommet her, und küsset denSohn! Ps.s, i2. Verachtet ja nicht seine erbar«mende Liebe und herzliche Gnade. Rühret seinenZepter an, so werdet ihr leben, warum wolltihr sterben, Esth. s, 2. Ich bitte nicht für mich,sondern euch, euch wollte ich gerne glücklich machen.Das ist das Kleinod, darnach ich laufe, und dasZiel, darauf ich mein Auge richte. Meines Her-zens rvunsch und Flehen für euch ist, daß ihrselig werdet, Rom. i o, i,
§»
Der berühmte Lycurgus, als er seinem Vol-ke sehr scharfe, aber auch recht heilsame Gesetze vor-geschrieben, gab vor, wie er sich genöthiget sehe, sieguf eine Zeitlang zu verlassen, indem ihn/eine un-umgängliche Reise vorgefallen wäre. Ehe er nunsolche antrat, mußte sich das Volk mit einem Eid-schwure verbindlich machen, daß sie seine Gesetze solange unverbrüchlich halten wollten, bis er wieder-käme ; So bald dieses geschehen, begab sich Lycur-gus freywillig ins Elend, und kam niemals wieder,damit die Lacedämonier krgst ihres geleisteten Eidesseinen Gesetzen beständig nachleben möchten. Obich euch schon, meine Werthesten, mit der aller-zärtesten Liebe beygethan bin, so wollte ich doch inaller Freudigkeit euch verlassen, und mit erwähntemGesetzgeber ein banges Exilium erwählen, wenn esnur möglich wäre, daß ich euch dadurch mit euremHeiland verbinden könnte. Meine Allerliebsten,wollt ihr das Herz eines Priesters erfreuen ? Wohl-gn, so nehmet den Rath Gottes an, der euch durch
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