des Autoris. 8l
gleichsam dem Raube zu übergeben; so sorget nicht,denn der Herr sorget für euch. Gedenket nur eurerBande bey aller Gelegenheit. Und wenn ihr in neueVerlegenheit kommt, so denket auch an euren alten, aneuren versuchten Freund»
z. Lasset die göttliche Barmherzigkeit das OelZur Flamme eurer Liebe seyn. Liebet den Herrn alleseine Heiligen. Meine Brüder! dieses ist die Spra-che aller Erweisungen Gottes gegen euch sie forderneuch auf, en Herrn euren Gott von gMem Herzen,Von ganzer Seele und von allen Kräften zu lieben^Was hm Gott an euch gethan, seit dem ihr in diesen?Gefängnisse gewesen? Lllles,was er gethan, ist ein aus-geschüttetes Oel in die Flamme eurer Liebe, dieselbigezu vermehren und zu erhöhen. Und wenn ihr ihn NichtNoch mehr liebet, als ihr bisher gethan, so ist alle atteuch bewiesene Gnade umsonst. Ihr habt euren Un-terhalt gehabt; wozu dienet das, wenn ihr GottnicheMehr lieben wollet ? Wenn diejenigen, die in großemMangel leben, ihn mehr lieben als ihr, so wäre esbesser, ihr wäret in jener ihren Umständen. Ihr habthieteineuNverrückle Gesundheitgenossen: wenn nmdie, so krank sind, Gott mehr lieben als ihr/so Ware esbesser, ii'.r wäret auch krank- Sehet ' aher vor allenDingen dahin, daß ihr denVarer/lebet, der euch sozärtlich geliebet hat. Was hat era-mersgethan, alsdaß er seine Liebe üott Uns auSgeGüttet? Wie habeiiwir uns in unfern Vorstellung«« geirret? Wir glau-beten, daß er uns diese Streike im Zorn ertheilet, abeeer ist mit uns umgegangen, wie cm Vater Mit seinenKindern. Wer kann seire vaterliche Zärtlichkeit aus-sprechen ? Wollen wir um gegen ihn schlimmer seyn
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