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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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Aber zuletzt erschrack ich sehr. Ich hatte das Geld indem gefundenen Beutel niemals gezählt, den Postmeisternund Gastwirthcn mußte ich überall viel bezahlen, nnd eheich mich's versaht war der Beutel leer. Aufangs nahm ichmir vor, sobald wir durch einen einsamen Wald führen,schnell ans dem Wagen zu springen und zu entlausen. Dannaber that es mir wieder leid, nun den schönen Wagen soallein zu lassen, mit dem ich sonst wohl noch bis ans Endeder Welt fortgefahren wäre,

Nnn saß ich eben voller Gedanken und wußte nichr ansnoch ein, als es ans einmal seitwärts von der Landstraßeabging. Ich schrie zum Wagen heraus auf den Postillon:wohin cr denn fahre? Aber ich mochte sprechen was ichwollte, der Kerl sagte immer blos:!5i, 5ii, nnd

fuhr immer über Stock und Stein, daß ich ans einer EckedeS Wagens in die andere flog.

Das wollte mir gar nicht in den Sinn, denn die Land-straße lief gerade durch eine prächtige Landschaft auf dieuntergehende Sonne zu, wohl wie in eiu Meer von Glanzund Funken. Von der Seite aber, wohin wir uns gewendethatten, lag ein wüstes Gebirge vor uus mit grauen Schluch-ten, zwischen denen es schon lange dunkel geworden war.>Je weiter wir fuhren, je wilder und einsamer wurde die Ge-gend. Endlich kam der Mond hinter den Wolken hervor,und schien auf eimnal so hell zwischen die Bäume undFelsen herein, daß es ordentlich grauslich anzusehen war.Wir kounten nur langsam fahren in den engen, steinigten