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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
Entstehung
Seite
343
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Won schwängern Weißem"

Mrüstederschwän-gern Wei-ter/ wieesdrumbbeschaffen.

Schwan»gern Wei-dern SleWeheragzu ver-treten.

Schwan-gere Wei-be r/wa6sie thunsollen.

Bonden Brüsten schwangerer Weiber.

Sie bekommen btßwellen gelbe Blatterlem an denWraren oder Wartzeln der Brüste/ die mcken sie trefflichsehr.Da sollen sich schwangere Frawen hüten/ daß sie dre-selbigenia nicht grawen / sondern vilmehrrem Wassernur newen vngenützten Lehm nehmen/ vnd diese beyde wolam Fewremem Töpsslem sieden / vnd so lange kochenlassen/als man erwan ein jung Hun gar kochen kan-Dar-nach lege sie vor ern Dreyer Alaun drem / vnd setze e6 wi-der zuniFewr/ vnd laß es miteinander sieden/ blß es zer-gebt. Darnach setze es weg/ vnd laß es kühlen/ vnd garklar werden/cnncke em Tüchlem drem/vnd lege es drauss/ss vergehet sie das jucken. Dann wann solche junge Leutedie Brüste oder Wartzen krimmen/ kratzen/oder verwun-dn/ so werden sie auch darnachwund/wann sie die Kindersaugen/ das bringet jhnen alsdann grosse Schmertzen.

Von dem Fieber der Sechewöchnerm oder schwängernFrawen/ besihedrobeniM i8 .Buchdas 8 ?.Cap.

Wann einem scvwangern Weibe tm ieibe

sehr wehe wird»

Es träget sich auch bißweilen zu/ daß einem Weibe et-wan4> Wochen vor der Geburt sehr wehe im Leibe wird/daß sie auch dencket/die Zeit ihrer Geburr sey vorhanden/Davon sagen die Weiber / daß sich alsdann das Kmd mMutterleibevmbwender. Da nehme sie vnüberzogenenFenchel vorem Schilling Honig/ Saffran/vnd blanckenWem/ vnd siede das nur ein wenig auft / vnd laß sie estrinckm / so warm als sie kan / daö starckt die Frucht ge-waltig. Ist die Zeit der Geburt vorhanden/so schickt sichszur Geburt/ ists aber nicht/ so verziehen sich die Wehebald wider.

Dieser Tranck ist einem schwangernWeibe auch gut /wann sie sich etwan versehret hat/oder sehr erschrocken ist.

Wann die Zeit der Geburt fast nahe ist / so soll sie sichauffkem heimlich Gemach setzen / svndernsoljhre Noth-turfft auffdie schlechte Erde thun / sintemal leichtlich e:nVnrarh vnd dem Kmde grosser Schade widerfahren kan.l Sie sollen sich auch mtt Carfunckelwasier/Zimmetrm-denwasser/vnd Kmderbalsam gefast machen/ daß sie esmder Geburt bey der Hand haben. Das Carfunckelwasserstarekr das Kmd m der Geburt/ vnd treibetö auß. DaSAiimnetrindenwasser starckt die Mutter / m vnd noch derGeburt. Warzu der Kmder Balsam/den ein jedes Weibhaben vnd brauchen soll / so balde sie übet die helffre ist/gut sey/folget jetzt balde hernach mdiesem Capitel.

Es pfleget auch bißweilen schwangern Weibern kurtz/vorder G.bmt em reissen mden Rücken zu kommen / vndEyter abzugehen/ aber es vergeht inen bald wider / vndkommen gememlZlich den dritten Tag hernach m dle Wo-chen»

Das V. Capitel.WaS schwangere Weiber bißwellen brauchen/ vnd

wovor sie sich hüten sollen.

S sollen schwangere Weiber sich wol warten/sonder«lich/wenn sie über die helsste seyn / scj fulijuenci^lnonus Lc Iabole5j?ueijieru.Wenn sich aber die Zeit derGe-burt nahet / so sollen sie jhnen em wenig von derselbigenWartiing abbrechen / vnd deß Tages nur einmal essen/damit die Kinder fem klein bleiben / vnd 26 exicum para-eiores werden/wie ich von verstendcgenWeibern gesehen/wenn darnach die Kinder geboren werden / so soll man dieKinder wol warren/so nehmen sie balde wider zu/ werdenfem starck vnd gedeyen wol»

Es sollen auch schwangere Weiber jhnen die Brüstenicht krawen / vil weniger die Wartzen der Brüste mittrimmen verletzen. Den solche Verletzung findet sich dar-nach wider / wennsie die Kinder saugen sollen/ da müssensie erst grosse Schmertzen daran leiden / wenn jhnen dieBrüste aufsreisscn/oder wund werden/vnd sollen vnd müs-sen gleichwoltrancken. Sie sollen auch kurtz vor der Ge-burt zu Handswellen überzogene Am)ß essen/ vnd gebrau-chen/ denn der ist der Frucht sehr nützlich vnd gut/wre denauch die Milch.Sie sollen anch mebt leichtlich erschrecken/denn Erschrecknüß schadet jhne sehr. Da der ?om^usenthauptet war / da ward semem Weibe der ^uliae seinblütiger Mantel fürbracht/ kam sie die Noth zum Kmdean vnd starb für Schwertzen / da sie es gebar, klmarck.

Wenn schwangern Frawen die Ader am Halse

wehe thun.

So lasse sie sich die Füsse mit «ner ziemblichen scharpf-fmDngebleichten ieimvat wol reiben / das zeucht die Ku-

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mores excspireherultter. eingemachte Nüsse ges-sen/sind zum Haupte sehr gut/ vnd starcken das Kind. I-tem / sie solche deß Morgens ein Fußbad lassen machenMit Wolgemut/Zeldkümmel/Vsop/ vnd andern Garten-krauten. Jedoch / daß es jhr auch an ihrer Ruhe nichtschade.

Was schwangere Weiber thun sollen.

Wenn ein schwanger Weib em Kind imHause hat/dasbißweilen den schweren Gebrechen bekömpt / so soll sie mitdemselben krancken Kmd nicht viel vmbgehen / sonst be-kompt das Kmd im Mutterleibe diese Kranckhett auch.Wil aber emWeib/ daß jhr newgeboren Kmd von dieserKranckhett Nicht befallen werde / so gebe sie jhm nur vonstund an/ wen es geboren/ einen halben Scrupel klem ge-flossene Korallen m Muttermilch ein k4i?zI6.Cer>r. 5.xt^or. 89. ^icrick. vondenBezoartischen Steinen/I'ir.von den Corallen perrusäc Lrelcenc.Ii!).!..c.i8.!-?.5o.

Em schwanger Weib sol sich acht oder vierzehen Tagevor dcrGeburrofsiVaden/vnd vmb den Nabel/vnd vmbdteGeburtMitPappeln /vnd em wenig Cannllen waschenEs schreibet Plin-Ub. 1^. daß die s/lveliris

^?2px>elo. <-rzece koc eli, mol-

venrrem inolliac) ein edel Kraut sey / vndmache daö Land darem sie gesaet wird sett/vnd deine gebä-renden Weibern gar vil/ wen man sie jhnen in der Geburtvnterleget / aber noch der Geburt müsse man sie bald wi-der wegnehmen. Wolerfahrne Wehemürter schreibe«»/solches auch der Cichorten (Hmdleusst) zu/ die eine weisseBlume hat. Sie muß aber zur rechter Zett gegraben wer-den.

Welches Weib mtt schwerem Fuß gehet / die lasse jhreinen Malchiten (das ist emblawoder violbraun Stem-tein / wce em Nagel oder geschnitten Hertzlem) m Goldoder Silber fassen / vnd henge es aufs den Leib/ da dasKindlemm Mutterleib« ist / so speiler das Kmdlein mMutterleibe damit / vndhatgrosseKrafftvndSrärckevon ihn. Wenn sie aber gebahren svl/so muß sie den Stemvom Leibe hmweg nehmen/scnsten gebahretsie Nicht: Vndwenn sich das Kmdlein zur Geburr gewendet hat / so bin-det jhr eylends den Stein auffs rechte Knre/ oder über dieKme auss das dicke Bem / vnd laß die Wehemutter baldachtung auffs Kmd geben/vnd mit den Handen vnterhal-ten / denn das Kmd folget von Stund an dem Sremenach/ vnd wird geboren. Darnachhenge dem Kmde / sobald es gebadet/ den Stein wider an/ so ists sicher vor derschweren kranckheit / vnd allen andern zufälligen kranck«heiten/nunmer fem zu/vnd nehret sich wol. Das sind aberdie besten Malchiten / die ein blaw Röselem oder sonst einFlecklem haben. Ich Habs von emem erfahrnen kleäicogesehen/der kaussre einen vmb drey Silbergroschen/ vndgab ihn Adels vnd Fürstlichen Personen vmb em paarVngenjche Gülden. DiesenStemnennetLärrkol.Aiic.lik.7!.c.69. Merarehiten: Also schreibet auch kii-r^!cj.Lenr.8.^.ptior.8! vomSrem/den manm Blumenfindet/ vic^c criitin 1

iiAillo 8acurni. Dieses alles soll auch der )als)i5 thun/wieschreibet/ wenn er auch also an dem Halß ge-hanget vnd getragen wird. Irem/ der gelbe Agtstein/dettwenn sie den bey sich tragen/soll er die Zeit/ weil sie Mit derFrucht gehen/ nicht schwer noch sawr machen.

Der Adlerstem sä in^ums gebunden / hilsst auch wun-derlich vnd gewaltigst s>romc>venciu!Ns,arcum. Drumbpfleget man jhn m allen wolbestalten Sradcen auff demRathhause zu haben / vnd denselbigen den gebahrendenFrauen nnNothfall zu leihen.Es ist aber der oderAdlerstem em keuliger runderStem / wie em Galles-Apffel/ hatemFarbe/ wie emLehm/ vnd ist jnnewendighol)l/ hat em ander klein klappersternlem in ihm. Doch istemer grösser vnd besser oder msjon5 cKcaci-e den der an-dere zu Iranckfurt an derOderhatman aussdem Raht-hauß einen feinen grossenAdlerstein/der koster r o.ThalerIch habe sie auch zu ;. z. 4. Thalern kauffen sehen.

^obll oder schreib m seinem kurtzenAußzug Z'daß er m der newen Marek gefunden werde/ istnun das wahr / so muß der Nicht vom Adler kom-men/sonder muß ein Gewächs seyn/dennes m der NewenMarck ja keme Adler hat.

XMolvcliia (Holwurtz/ man Nenners sonst ^I-Üolo.rorunciam, oder raclicem concavam ) ist auch ge-bührenden Frawen eine edle Artzney/ vnd hat auch ihren

Namen daher qutz6lir r«.k5 5 buc ci^

parrunennbui oder s>ueif)cn5Oj)rirns mccjiciuz , (Zunci1t«ereuce8lecull<1tttZSi i-cmQraaces reljczuisz c>-

Kf tiy lnasz

Adlerstem

hilfst dieGcburtfördern.

Aristolo«chta dienetauchge-bahrendenWerdern,