Ander Theil! Das Lrsie Buch/ Mrtnnm öWrteßen md an- gezeiget wlrd/ was zu Erhaltung/auch Wtederbriw gung Menschlichen Leibs Gesundheit nütz und dienst-, lichen sey: Ais Von allerley Waffer/ wie man dieselben zu rechter Zeit distillirm undzubereitensoll- 2. VonvielcrleyschönenMynttscheN5 ?irirjbus,Olei5. unndandem Khymischen^icamcnris, wie die zu pt-rparlren UMd zuzurichten seyen auch worzu ein jedes dienlich sey ? Von mancherley Kranckhciten durch alle Gliedmassen deß Menschlichen Leibs/wannenhero dieselben kommen/wie sie zu erkennt / auch wie sie füglichen durch innerliche unttd ensserliche Mittel können eurirt werden/Und zwar durch solcheArtzney/ so ihm ein fleissiger Haußwirth mchrenthcils selbsten machen und zurichten kan/ an vielen Orten Mit fleiß eorrigiret/und vielen bewehrten Stücklein verbessert- 4- Ein sonderlicher Berichtvon der übschewlichen Seuche der Pesti- lentz/und derselben Lura, die wol in acht zunehmen / mit einem gantzen newen Äaetätlein von der Pest verbessert. 5. Von schwangern Weibern/ wie Mit denen umbzugehen/ vor unnd nach derGebnrt/Und viel andere Stücke vor Mutter undKin- der nützlichen zugebrauchen/ mitschönennewen^ää-rionibu! e. Von Kindern/ wie dieselbe nützlich auffzuerziehen seynd. Sambt ctncm besondern Register Lum (-rsria 6c pnvilcAlo. GetrucktundVerlegtinder Khursürstlichen Stadt Myntz, Durch NieolanmHeyll/ tzhursürstl MäyntztschenHoff- und Vmvcrsttckt Buchtruckcm. OL.l.XV> Gas Erste Buch, oder HaußApoteck genandl. Das I- CaMl. Vom In«ha?t dkk<ö Erste« Buchs / und WM Namen / «vtt Achdem Wir hieher viel nöthig Ding/ von allerley Sachen/ so zur ml!U^ Haußhaltüg dienstlich sindgehan- ^ ilelt haben. Erachte ich es weiter dm gemeinen Mann sehrersprieß- ^5^ dech zu seyn/daß man ihm auch anzeige/was er ihm vor eine gemeine HaußApotecke in fti- nemHause vor sich/sein Weib vndKind/Gesinde/ vnnö Vieh (wiewolwirvom Viehallberettgehandelthaben) zurichten/vnd hernachmalen / was er in allerley Krancb Heiken vnb Verletzung seines Leibes / sie seyn innerlich dercusserlich brauchen möge^ HaußApo- < teck/tvar- umb sie an- zustellen. Es müssen aber dieses nicht solche Sachenseyn / wie StadtenmdenApoteckenhaben / oder ihnen zurichtet Fürsten unnd reiche Leute an ihren Höfen / V»md in dm lassen könnemSondern eitel gemeineSachen/dieem ge- Sachen/ so zur Hauß- Von: D m einer Mann in seinem Hause ihm selbst wol zurichten und haben kan. Denn man pfleget sonst im Sprichwort zusagen: In dleSchewegehöretHew: Und einen ohnmächtigen Bawern kan man mit einem frischen Pftrds- koth/wenu man ihm den vor die NaZen holt / auffkühlen. Da man hiergegen Reichen Börnsteinöhl nmb die Nasenlöcher streichen / oder mit allerley Artzney von Perlen gemacht/ wiederznrecht bringen muß. Was sonsten die andere grosse schwere/ thewre unnd wol zugerichteArtzneyen anlangt/ damnß man hochgelehrte unnd wolbesteltt?lpotecker ansprechen/ die können einem ein Recept ordnen unnd vorschreiben / das etwas stacüchö lostet/ und darnach desto besser hilfst. Weil abör zweyerley Aertzte heut zü Tage seyn / als Galemsten und Theophrastiner / so solte man auch hier anzeigen/ tvie manetkcbe Artzneym auffGalenische/ etliche aber auffTheophrastische weise zurichten solte/so darfflch mich doch uitzu weit ins Feld begeben / nxil ich kein ^lcciicus bm/vnd nit mehr von der!vieclicjnz schreiben und sagen kan/ dann was ich fast wie einander Lm- piricus nur gesehen vnd erfahren habe/ob Mir gleich der I^lecjlcOrum I^ibii.nichtso gar unbekant seyn. Es soll aber diß Buch pi^rmsco^xusoderdieHauß- Apoteck heissen/ darumb/dieweil ich dich lehren wil/ wie ein Haußwirth selber Waster brennen / Salben vnd andere Artzneyen zurichte» soll / die er innerhalb oder ausserhalb deß Leibes brauchen wil. Das II. Capitel- Was ihm ein Haußwirth für andere Büchlein mehr zeugen vr d lausten soll / darinnen er weiter Nachrichtungvon diesen Ding haben kan. Bächer / ss c^XIeweil ich mt gern viel Wesens hier machen wolt/ indezHauß- ^somußich auch kürylich berichten/ wo ein gemeiner apoteck seyn Mann weiter zur Bereitung der Wasser/ Qel/ undan- Artzney zweyerley Haußapo- teckwleste joscribiret wird. sollen. der Zugehorungen Nachrichtung suchen soll. Es ist ein Buch m toi,» außgangen / deß Titulist: Das Buch zu Distilliren / die zusammen gethanen Ding / L om posira genandt/dm'ch die eintzlgenDing/und das Buch 1" Ke- genandt/zc, Darumbstnd allerleyL)- fenvnd lntt^umcn^abgemahlet / diemanzurDlstllli- rung haben muß. Der 1^liel2UlU8 cvon^mipl^ilzacnlst auch sehrgut/ allein/daß er Lateinisch ist/ sonstenhat er ^eme Dlstlllirung der Wasser und Qliteten / Zurichtung der Säffteünd MdererSachen/doch auffdieSpa- glrische/ oder Me es etliche nennen/ nuffdie Alchimistische Art zum meisten. Auch ist deß Braunschweigs Distlllier- buch Nicht so gar böß : So sind auch etliche andere Bücher mehr außgan^en / darinnen allerley Brennöfen / Helm/ Kolben/Creutztiegel/ Röste/ Eysen / damit man die Glase abschneide! / Molen / Nonnen / Circulirte Glaser/^Icin lzici, Kcrorccn, ?elic2n und andere sachen mehr abgerissen und gemahlet seyn / in denen auch mit wird angezeiget/wie man in der Sonnen/i a ö2lnco,i»n Sande/ in derAscke/ im Ameishauffen/ im Roßmist/ im Backofen/im Windosen/ durch einen Filtz/ und uff andere Formen und Arten distilliren soll : Aber das gehöret Apotheckern und andern Künstlernsdi-e dceserSa- chen gute Meister sind/zu. ^ Wir gehen aber hier nur uffdieHaußhaltung/ und wolten einen Haußwirth gern abrichten / daß er ihm Nothfall etwas selber zurichten kan/ unnd daß er sein gut Gelt mcht also vor schlecht Wasser geben nmß/wie bißweilen geschieht. Drumb wir die grosse Distillierkunst den Apoteckern und Z^u-ici s befehlen/ da mag sich ein jeder selbst erholen wil er etwas künstliches undöornemkchs in diesenDcngen / lernen. Bucher dar- Wer sonsten tust hat zum Erkäntnuß aller Kräuter/ außdle dermöchreihm ^ateiniscbeundTentsche l^ei'bzria, derer trauter zu jetzunder gar viel lm Tr uck seyn/zeugen.Als den erkennen. s)^lzllum,denl)lolcoriciemMitdenLc>mellrzni8 rlunl'i Luclcium.I^'Jriii.esUm.kucblium, Doclonckum, >VIeclicum doi^menrstü , Horndeß Heylö menschlicher Blödigkeit / 1"?lrtzney- buch/ »o.rum ls-il^ris , Lompenclium cie p!i,nns. y«d viel andere mehr/ darinnen alle Kräuter / Fische/Thier / Ebelzesteineund andere Sachen mehr/ zur Artzney dienstlich beschrieben seyn. Das Ul. Capitel. Von den Ofen. Kupff«r- bedarffein Haußmrt zum Dlstillierwasser nichts t ein klein küpffern Töpfflein oder Blaßlein ues Blas- oh ciner halben Elen/ oder drey Viertelemer zum El ben/dasvnrendrey eisserneFüsse hat/ die Distillier- an da Ucingemacht seyn)'darauff es stehe/ vnnd wass^r obenal. gerichr/ daß man ein küpffernes Helmlein bienstlich/ darauff,. i kan/mit einer küpffernen Röhren. wieeszu- Darnacy muß nian noch em küpfferne Rühre haben/ zurichten, dre muß man durch em Faß / darein man ka., Wasser geust/stosten/nnd darnach unter dieselbe Röhre denRe- cipienten setzen/fast wie mans macht/wüNn manBrand- tenwetnbrer.net/wie hernachfolgcr Darinnen kan man alle Wasser brennen. Aber dvcb allezeit nur eins allein/ daß man etwann wol bedarff. Bescheweiter im zo.Cap pitel dieses Buchs. Man t .. ihm auch . olein Ocffelem machen lassen/ Leffelein/ darinnen man zweyerleyWasser z:.gleich Mtt einem f.w>- darinnen er brennen kan/oder dreyerleyWasser mit einem Fewer/ viel Wasser oder viererley Wasser/ oder mehrerley / ja wolzehener- uff einmahl ley/oderzwantzigerley Wasser/ daman zugleich alle auf zu distillire/ einmal mit einemFewe? brennen kan/so kompt man desto wie und war ehe zu allerley Wassern / und gehen nicht so viel Unkosten umb es vor unndsogrosseMuhedrauff / als wann man ein jedes zu zurichtet insonderheit distilliren solte. Darvon wollen wir fol? gends weiter sagen. Dieses sage ich zu dem Ende/den soll ihm einer vielerlei) Wasser im Vormth pr^pariren/ sd kostete viel/ und soll offt manch Wasser übers gantze Jahr nicht einmahl - genutzet oder gebraucht werden. Bedarfs man aber ei- nes/zwey/drey/vrer Wasser auffemmal/so kan man ste bald zuwege bringen/ wann man ste bedarff/ wenn man nur dreRosen/ Kräuter/ Blumen/ Wurtzeln oder Samen hat. Die muß man alle Jahr eintragen/ oderihm zubringen lassen / oder aber aus der Apotecken im Nothfall holen lassen. Diß sage ich vor arme und gemeine Leute/ die ihnen nichtviel und mancherley öfen/ Gläser und andere Sachen zeugen können/damitisie eine zimli. e A- potecken in ihren Häusern anrichten möchten / wie die Reichen wol thum Das IV. Capitel. Was distilliren sey / unö warumb es erfunden. . c^>Eredle Vulc-,nu5 oder das Fewer/ ist ein sonder- ^liche Creatur Gottes/ unnd von Gott darumb er- ^^sey. schaffen/ daß er dem Menschenvornemlich und sonderlich dienen soll/zu seinem Auffenthalt / und zu seiner Gesundheit. Dann es ist zugleich ein leiblich und geistlich / slcbtiglich / und unsichttqlich / heimlich unnd öffentlich Ding/ daß zugleich heimlich und öffentlich wlrcket / gegen den Himmel Geistlich unnd unsichtlglich^/ gegen die Erde stchtiglrch und leiblich / vnnd bat eine subttle reine Natur / kraffrige unnd behende Würckung/ innerliche verborgene Beweglichkeit / em scharpffe durchdringende Tugend : Es zeucht was unten lst hinauffzu sich/löset auff/vnd machet dünne alle Materien/ vnnd treibet duräi d?e Kraffte seme Wärme über sich/ ergreif- fet /helr unnd rneweri oder verwandelt alles / purgirt vnd reiniget alles / gi bt ei.:!'m;cdcn D,',g emen andern Geschmackuüd Geruc'? / vndhatvielandere/ wundcr- barliche/geistli^everborgeneWürck ienmehr/ Sie ein8pz^iucudvnndClivni!cu>. täglichmseinerPracti- cken offt über alle seine Zuversicht m seinem distilliren/ sieden und sudeln wol erfehret vnd vernimmet / das sonsten ein anderervon sich selbst so wol nicht siehet noch erfinden kan. k? ImDlstllliren aber scheidet das Fewer da^ Subtile oewerm A ij vo« Fewer im distillirm wie es wir cker. M'.g Ding. 4 Das Erste Buch von dem grobsn / das unzerstörlichevom jerjtörlichen/ oder acbrechlichcn/ und m.'.chcr das mareriaksthevnma- teriaUfth / das leibliche'.ZMich: Vnnd wellemjcdcre Blute/ Blume/Kran.!/ Wurtzel/ Same/ Metall vnnd dergleichen natürliche Dl^g/ einen lieblichen Geist hat/ so'machet das Fewer durch seme Subtilität / Krafft vns Würcklmz/ss darrai't .nverborgen ist/ daß derselbi- gz G. : - auch deico subtiler wird / vnnd desto leichter burckdrmget/ vnnd empfindlich in dep Menschen Leib wrccket, » Es ist aber die Distlllirung allein umb deß Mensch en zu was mde G chnwheit willen erfunden / den krancken/ schwachen sieerfun- Lcichnain eines Menschen dardurch zu erquicken/ vnnd den" zur vorigen Gesundheit wlederumb zu bringen/ oder sonst en darbey zu erhalten. Und ist dieses ein solch stück derArtzney / dessen sich auch ein jeder gemeiner armer Mann in seinem Hauß vor sein Weib/ Kinder/ Gesinde vnnd Viehe gar wol gebrauchen kan/ und bedarff dar- zu kein sonderlich groß Geld. Dann was sonsten die Reichen aus der Apotecken mit grossem Gelde/ von L xoncis vnd fteMbden Wurtzeln vnnd Krautern zu ihren Artzneyen vnnd Recepten schier anßwegen müssen/ vnd können sie aus ihren Krautern / die in ihren Gärren / Eckern / Wiesen / Wälden und Bergen wachsen / nützlich und reichlich haben / und ihnen durch distilliren vnd andere gewöhnliche Handgriffe selber zurichten vnd z^I>cirer>. Diffrllimna ' Es hat der gemeine Mann sonst den Gebrauch/wann ein mmlicl, er ein Kraut oder Wurtzel/Saamen/Blätter/ oder ander Gewächs brauchen wil/ so zerstöst er dieselben m ei- nemMörftl /oderquetschersiezwischeNz.. Stemm/vnd trucket darnach den Safft drauß/ vnnd brauchet das vn- UeblicheDmg desielbigen Saffcs also. Abervielbesser ist es/wann Man die Kräuter unnd Wurtzel distilliret/ vnd sie alsdann gebraucht. Dann durch dilltrung wird derkräffttge subtile Geist / der die rechte LtZiam der Kranckheit bey sich hat / vom groben indischen Lorpore »der Leib/abgesondert/ und der kan alsdann mit grossem Nutz sichtlicher und lieblicher gebraucht werden. Das V. Capitel Vonzweyerley Bereitung der Medicamem. ASsindmgememzweyerley Bereitungen der Medi- ^-cammten oderArtzneym/etlichegeschehm in den ve. :Zumtheilnachdergemeinen Formvnnd Art/ wiesiejetzobey nnskn den Apotecken bräuchlich seyn/mttWasscr/Oliteten/SAlbey/Syrupe/LleÄuz- rien/ Confecten/ Lvnlei vis. Latwergen/ Täfeln / Ge- trancken/ Pulvern / Clistiren/ Pillen /Stuelzäpfiein / Trochiskenvnnd dergleichen mehr: Zum theil aber auff die Spagyrische Form vnd Art/ wie sie die vornembsten Artistenvnd, Als KL^muocjbis, I-uIIius. ZeVlÜz novz,vnd andere mehrzu bereiten/die der Natur gründlicher vnd besser nachgehen/ dann andere Lent/ vnd die rechte innerliche krasftige Geister unnd Cssentien barauß bringen/also/daß sie in ihrer klemen unnd geringen äoli grosseZeichen thun / vnd mit hoher Verwunderung treffliche Kranckheiten cunren. Von diesen beyden plXpZrzrioniIzUZ vnd ^iccliczrne- ris wollen Wirbißweilm ein gut Kunststücklein mitvn- kermengen/ denGelehrten vnd Verständigen zur heim- lichenNachrichtung/ste werden darnach wol wissen/ wie sie es weiter branchm/vnd wol anwenden sollen / daß sie ihrem Nechsten hiemit keinenSchaden zufügen/sondern ihn hierdurch von seinen beschwerlichen Kranckheiten erretten/vnd wlederumb auffdie Beine helffen. Darnach so sind auch Chymisten / die Sa Chymische prHpararioncs m den Metallen vnnd Edelgestemm haben/ daranß sie krafftige Medicinen oder Artzneyen bereiten/vnnd dadurch den Nechsten in schweren Fallen ,. .e..ra pr^ v„d trefflichen grossen Kranckheiren / so sonsten zu cu- par;ren. unmüglich scheinen/gar viel willfahren vnd dienen können. Dieses sind gar höbe vornehme / gelehrte vnnd hocherfabrneLeute/ wann sieder Natur recht nachzugehen wissen / vnnd sich nicht auffSophistische Recept/ Landlügen und eitel Berriegerey legen/ wie etliche lose Buben zu thun pflegen/die man billich an Leib vnd Gut straffen solte. Die aber der Natur nachgehen/ das sind rechte gute nützliche Philosophi/ die den armen elenden Menschen in ihren Kranckheitm viel dienen können. Wollen aber hiervon derer Leute Medikaments» Medica- menta werden auff zwcyerley ArtprT- varm, w:e sie ihre nichts sagen/ dieweil sie anch nicht sonderlich be- kandt. Das Vl. Capitel Von den Krautern / welches die besten seyn / und wie man die samten und eintragen soll. ^Räuter kan man allezeit in der Apoteck bekommen / Krauter/ »"aber sie werden da seltenzu rechter Zeitgesamlet/wievnd drumb were es gut/ daß ihm emer selber Krauter sam-wann sie lete/oder andererem hielte/ die sie einem zu rechter Zeit ju samlen. eintrügen/ so könte er darnach dieselbigendesto besser vnd glückseliger brauchen. Sollen demnach alle Krauter vnd Blüten an schönen Tagen/ wannsnichtregnetodertrübist/ undwannsie im zunehmenden Monden sind / gesamlet oder eingetragen werden. Die besten Krauter'sind/ die auffden Bergen wach- Kräuter/ sen/dasiefeinkühlstehm/vnndvondm Wmdenwohl welche am durchgewehet werden. Dann die in nidrigen/feuchten/ besten vnd sumpffichtm Oertern wachsen / die sind nicht so krafftig. krWgsttn Aber die Blumen der Krauter / die umb die Fluß vnnd scyn. stehende Wasser wachsen/vnd vmb die Börne/diehaben einen feinen süssm Safft / ob sie gleich schwacher Natur seyn. Auch kan den Krautern/ die auff nidrigen örtern wachsen/viel vnheils von den gifftigenWürmern wider- fahren/wannsiedleselbigenmitihrem Gisst beschmeis- sen/ oder mit ihrem gifftigen Athem anhauchen/ daß sie einem Menschen bißwellen mehr schädlich dann nutzlich können werden/ wann mans Mchtinnen wird. Am kräfftigsten sind sie/ wann sie blühen vnnd voller Saamen seyn/ als die kumaria, Erdrauch/ oderwelche keinen Stengel/auch l eine Blumen vnd keinen Samen/ sondern nur Blatter haben/ die soll man einsamlen/wan ihre Blatter am frischesten/ grösten und grünesten seyn / als das ^cllÄnrü, oderdas Venuz oV Frawenhaarkraut, Etliche pflegt man auch einzutragen/ weil sie blühen/ vnd ehe sie Saamen bekommen / oder erst anfangenSa- men zu bekommen/ als die Beta oderMangolt/ das Ei- senkraut/Sawerampffer/Käppis / oder Kohl/ Wull- kraut/ oder Wegerich/ Odermennig/ Wegewart. Besthe hiervon werter in memem L3>en63rios>crf)e. tuoiM^lluzrlo.l'lruIovonKrautern. Ebenzurselbi- gen Zeit soll man auch die Krauter samlen //die man tru- cken / vnnd das gantze Jahr durch zu allerley Notturstt auffheben und bewahren wil/als dieDille/ das Fraw- enhaar / Cardobenedicten/ Bewnien / Wegewart/ kleine Centaur / Bergmüntz / Scordmm odcrLachen- knobloch / Mintze / Camanderlein/Ödermennig/ Erd« rauch /Majoran/ Raute/ Poley / Salbcy/ Wolqe- muth oder Doste/?lndorn/ Klec/Roßmanen. Die Wermut samlet lnc im Lentzen / wc-nn er den Safft vnd das Wasser drauß machen wel / aber die Blumen davon samlet er im Anfang deß Sommers/ andere aber samlen sie im Ende deß Sommers öderem Anfang deß H"bst6. Man treuget sie aber deß mehrmchei-sim Schatten ^ Vnnd nicht in der Sonnen / weil sie dann auch am be- stenseyn/ wannsievor der Sonnen Auffgang emge- treuqcii< samlet werden / doch wann sie einen dicken Stengel vnd feuchte Blatter haben / und darnach leichtlich eine Feule bekommen können/ so mag man sie auch wol »n der Sonnen abtreugen. Dürre Kranker/ die recht abgetrennet sind / die sind Kräuter/ so besser / als die Grünen/dann die Grünen haben ern düne/lM' oder Wasser bey sich/ das muß man ihnen erst- umb sie am lich abziehen: Unnd das geschichr gemeiniglich gar ge- besten, linde meinem ö.illico. Wann das geschehen/ so kompt das oleum.das kan man bald innewerden/ wann oben auffdem p^le.^m!,re oder Wasser ein Tropffe«derzween Oel oder Fen ts schwimmet. Wann man das mercket / so nehme man dieMaterren mit dem Glase/ unnd setze „ csohnegefehr ein 14. Tage m einen Roßmist/ nnnd ^ distillicres darnach auß der Aschen / so gehet das O b Icumvielbesier/Kuchvielmehrhierüber als sonsten. Es ^>1' wird aber auffdiefe Weise in einen Roßmiß gesetzt. Erstlich gräbt man eine Grube/darnach das Glaß groß ist / darinnen die Materien ist / unnd darnach man viel Materien im Glaß hat. Oder daß nur der Rand der Gruben!einen Fuß/oder eine halbeElen lang vom Glase zu rings vmbher sey. Unter dem Glaß muß auch emen Fuß tieffRoßmist liegen/und oben auffdas Glaß einen Deckelhaben/ daßvom Roßmistkeine Feuchtigkeit bineiü ^-.'O -Ä.P ?' :W .^2''Ä ^ !LP li ^-1/ ''NLtz^ "l--- ^ M? -/,,.'-ÄM .- ^Ä! -s^i s O M Vom DiMittn. hinein kompk/ unnb muß der Schnabel zum Glase oben etwan einen Finger lang über dem Roßmist herauß stehen /daß keine Feuchtigkeit darein kommen kan. Hatö aber nicht einen langen Schnabel /so deckt man nur gläserne oder jndene Hütlein oder Deckelein drüber / verlu- tirswol/und leg den Roßmist über / wie hier die Figur außwelset. dürre/wozu Wenn darnach das OIcum auch herüber gezogen ist/ sieambeste l'crizoder L-^ire morruo, das im Grunde deß Glases bleibet. Zu den Zaiibu z oderzumSaltzmachen/ sind die dürren Krauter am allerbesten / denn man kan mit ihnen desto besser fortkommen. Wenn sie in einer Kammer trockn nen gennug worden sind /so legt man sie hin und verhegt sie/Medte abgetreugten Wurtzeln/ allein daß sie über em Jahr nicht gut bleiben können. Man muß alle Jahr wieder andere einsamlen., Kräuter / so Man helt auch sonsten von dürrenKräutern/die recht dune/war- abgetreuget sind / mehr denn von grünen /die grüne ha- umb sie bes-benlhrf>KIcxma noch bey sich/ daß muß man ihnen ser/denn die erstlich gargelmdeim kalnco abziehen. Besiehs weiter grünen. ^kzcckioll LommcnrLNUlN lll j)r^kLcioQel)lolciZncti8. äcmsrcria meclics. Das Vll. Capitel. Von der Einsamlung der Blumen. <>>IeBlumen soll man einsamlen ehe sie abfallen/ und ^wenn sie am. frischesten / der Himmel klar / vnd gut Wetter cst.DIeBlüte derKapern nimbt man ab / wenn sie nur außgeschlagen seyn/und noch knospen. DieRosen sbe!/wann sie sich schon auffgethaN/und vonemande! ge-- brcttethabeN. Die andern Blumen oder Blüten samlet man fast alle/ wenn sie sich auffgethän haben / aber doch nicht lang offen gewesen sind / unnd von denen die Krafft noch nit exkzliret oder außgebröchen ist/Und dieBlättcr Blumen / wenn sie einzusam- len. me Man muß aber gar eigentlich achtuNg «uff die Blu- einejedere blühet/denn etliche/ gar wenig blühen im Fe- bruario / wenn sie vor kalte können / etliche nn Martto / etliche ini Aprill / etlccbc im Majo/ Iuniö / Juno / Au- ^usto/erlrche im Septtmber/aber drüber werden jrer im rio wegen derkälte deß Winters mchtvielgefunden. I tem / etliche blühen nur in einem Monden/etliche nur in zweyen oder mehren / als das Fünfffinger Kraut/ O lan- der und dergleichen. Die Basillen/Hirtentaschkin / und etliche mehrblüheten gern langer / aber der Winter treibet sie wieder ein.Eö saget auch violcori^s, daßetliche im Winter blühen Und Kraut bekommen /Und daß etliche das Jahr durch zweymal blühen. , Aber das mag in ihren Landern geschehen / bey uns Heschichrs wegen der Winterkalte ntt/eö wcre denn / daß man ste vor der Kälte im Kellerund laukchten Stuben eingeschlossen hielte/als dieNelcken/ gelbe und andere Violen und dergleichen. Wie denn auch öie eingeschlossene FeigenbauUe ihre Feigenden Winter durch behalten / ob sie gleich die Blätter verlieren. Aber wenn man sie un Lentzen wieder Herauß setzet/ so schlagen sie wieder auß/und bekommen andcreBlatter/wie andere Bäume. SonsteN aber haben etliche Monaten ihre sondereli- cheblüende Kräuter/ wie zum theil aus meiner Occo. nomiz zu ersehen / außgenommen der Q-Iol-ei und folgende Wintermonat. 5 - den Herbst hinein/ Pilsenkraut blühet fast den gantzm Somme: durch/sonde:lich imIulio.Item/Steinbrech/ das Sternkraut/dasBlätter hat/wie WasserBatenge/ blühet vom Iunio an/biß zum Ende deß Herbsts. Hinwiederumb seynd auch etliche Bäume/die dablü- hen/haben aber keinen Saamen/als Ahorn/doch findet ^ man auch etliche Arten der Ahorne/die da nicht blühen: Item / die Eschenbaume an etlichen örtern. Die Wey- den nennet auch 5ru^i s)c.-rcjalN„ daß es ein unfruchtbarer Baum sey / unnd etliche andere mehr. Man soll auch etliche Bäume finden/ die daSaa- men oder Fruchthaben sollen/ abe: dievor dem Samen kci>:e Blüte gehabt haben/etliche sollen Blüte und einen Samen haben/ und dieseyüd dengantzen Winterdurch grün / sinremal der natürliche Safft deß Baums Nicht zum Samen wird/ sondern bleibt im Baum. Drumb verleuret er sein Kraffc nicht. Die Blumen oder Blüten aber werden entweder an Blumen / der Sonnen oder sonsten in warmer Lufftabgetrucknet/ wie sie ab- nach emer jeden Blüten oder Blumen Natur unnd Ey- zütrucknen. genschafft. Etlichesagen: Mannsollsiesolangabtreu- gen/ biß 10.Pfund der Blütenoder Blumennuri. Pfund schwer werden^ Dock muß man die Blüten oder Blumen/ so auffden Bergen wamsen/ mchtso sehr auß- helgen/ wie die andern die m derNidrigung oder uffdem fteyen Feld gewachsen seyn. Besiheauch das ZO. Capitel dieses Buchs, ..,,, , Das VII!. Capitel.. . Von den Samen / wenn man die em- samtensoll. ^ - ^4Ie man die Früchte einsamlen soll/ wenn sie reiff '^slnd/also soll man die Samen einsamlen/ wennsie 5 beginnen trocken zu werden / und ehe sie außfallen. In V^ Summa/alleSanwl / draUß manfruchtbarlicheund nützliche Medicament machen wil/ die sollen wolreiff seyn / wolgestalt / völlig und ünbe/chadigel. Die Ste- chaöblumen / Camanderlen/der Gtabwurtz/Wermut/ Wurmsamenkraut / Eüsop unnd dergleichen Blumen/ Muß man ihren Samen nemen/wenn sie voller Samen sind. Im December / Ianuario / Februario und Mar- No kan man bey uns hier in diesen Landen keinen Same« abnehmen. Im Aprill findet man aucb wenig Samen/ nnddagleichetwaswere/ sbpfiegtmans doch dazümaj Nicht abzunehmm. .. DaA IX. Capitel. . . ^ Von den WMewund Rinden. . - . . c^XIe Wurtzeln die man über Winter unnd langer be- Wurtzeln/ Ehalten wil/ deßglerchen auch ihre Safft und Rin-wie und den/die muß man außmssen/aufffangen und abnehmen: wenn sie ein? wenn ihre Bäume oder Gewächse die Blätter begin-jusamlm» nen abfallen zu lassen/ an einem schönen/ hellen klaren Tage: Vndwiesiean sich selber rein sind / und ohne Feuchtigkeit abtreugen: Welche aber voller klebendes Kohls seyn/ die MUß man zuvor fein sauber unnd reni abwaschen/und alsdann einen Tag fein wieder abtreugen/ darnach backen und brennen. Doch sind auch etliche/die da lieber wolten/daß man die Wurtzeln zeitlicher einsamlet / ehe sie einen Stengel/ Blätter/-Blume/ Frucht oder Samen bekommen / denn sie durch dieselbe ge fast ihre gantze Krafft verlieren / unnd sind Hernachmals gantz schwach/und schier halb todt/wie ein Mensch oder Thler/wenns geboren hattEs were dann / dz etliche anch ihre Krafft und Stärcke behielten/ wann der Stengel schon verdorret were/ wie etliche starcke Thierihr« Stärcke nach der Geburt behalten. Was aus einer alten lebendigen Wurtzelwieder herauß wächsetunögrünet/ das zeuget traun an/ daßesseme Krafft unnd Stärck wieder bekommen hat/ wie auch die Bäume pflegen z« bekommen / weNn der Safft im Ianuario oder Fe- - brüario wieder dareintritt., Drumb ist der War- heitehtilich/ daß es wohl nicht sogar unbequem sehn solte/ wenn man zur selbigen Zeit die Wurtzeln unnd Rmden einsamlete. Was einer selber säet und pflan- tzet/und das zu jederzeit deß Jahrs lieblich grünet und wächst/ das kaneinerauch zu jederzeit deß Jahrs ihm wol und Nützlich emsamlen / sonderlich / was man in den Gärten säet / unnd hernach in der Speiß nützlich brauchet / als Garteneppich / Ochsenzunge / Mangolt/Lat- Etlicheblühen den gantzen Sommer durch / als aller- tig /wegwart/Sawerampffer/Rettich/ Senff/ allerley Arten der Gauchheil / die blühen vom Majo biß in Rüben/Geyerlem/Kümmich / Zwibeln / Knobloch/ A ly Was Das Erste Buch. Was aber natürlicherWeiß von sich selber wachst/ das ist am besten im Lentzen oder Herbst. Wmtzeln/ Es hat sonsten traun das Ansehen/ daß ein jedere wenn sie Wurtzel im Lentzen / ehe sie das Kraut bekompt / unnd «»m bestem im Herbst/ wenn sie das Krant wieder v^rleuret/ zum besten sey: Und darnach nchme sie nniner ab / unnd sey mcht ss krafftig/ ehe sie den Stengel bekompt / noch vn- kräfftlger ehe sie Blumen bekompt / am allerlräffttgstm/ wenn sie den Samen oder die Frucht bringet. Drumb jsts gar gut und nützlich/wenn einer gar eigentlich weiß/ wenn ein jedes Kraut blühet oderSamen bringet. Denn was im Herbst erst blühet oder Samen bringet/ dessen Wurtzel muß Man im Lentzen eintragen. Was im Lentzen blühet oder Samen brmget/ dessen Wurtzel muß maü lm Herbst einsamlen / oder ja im Lentzen / ehe denn sie wieder blüheii. Was aber mitten im Sommer blühet oder Frucht bringet / dessen Wurtzel kan man (meines erächtens ) im Lentzen oder im Herbst nützlich einsamleN- So aber ein Kraut blühet nicht lang vor dem Herbst / so mach man seine Wurtzel im LentzeN einsam« len: Blühet sie aber nicht lang vorm Lentzen / so mag man sie im Herbst eintragen. Was aber gar nicht blüher/dessen Wurtzel kan Man im Lentzen oder Herbstem- schaffen/wenn man wil. Das X. Capitel. Von einer einfältigen Ander Diflillirung vor tue Armen. Brennofen ?XRoben hab ich im z. Capitel ein Instrument gesetzt/ vvr arme ^^damit die schlechten gemeinen Bürger disiilliren Leute« können: Nun wil ich noch von einer andern schlechten Art sagen/ derersich noch armer Leute gebrauchen können/ weil ich denselben zu gut diese meine Arbeit sonderlich vor die Hand genommen habe/ darmit sie auchWas- ser brennen/ Uundinchren Häusern ihnen eine Apoteck «»richten können. . . , Wiltu noch einen ^eringerli Brennofen haben / darinnen du noch ehe unnd leichter Wasser brennen kanst. So unnb einen geglasurten Topff/ der innewendig verglaset ist/mache unlett ani Boden ein Löchlein dadurch / und setze den Topft auffemen Dreysuß /oder sonsten etwas / daß du gar eigentlich den Recipienten/oder das Maß/oder das Töpflem/ darein du das Wasser sam- len wilt/ unter das Löchlem setzen kanst: 'Bmd ohen em fein sauber und rein lernen Tuch über den Topff/ und lege das klein gehackte Kraut oder Blumen auff das Tuch/mmb Litt eisserne oderküpffernePfanne die so breit sey/ daß sie das Kraut bedecke/ m di? Pfanne lege Asche/ und aüffdie Asche gkuendeKolen/ und setze die Pfanne ««ffdas Kraut oder die Blumen/ so wird das Wasser durch das Loch unten in die Rxcipienten trieffen auff diese weiß/ wie du hievor sihest/ oder N'mb nur einen geglasurten Topff / unnd binde oben ein ftin weiß Tuch drüber / koch also / daß es em wenig Neff bleibe/ baß man Rosen / oder andere gehackte RraUtcrdrcm iegen lan/ unndthueKolenmeine Scherbe oder Psan- tie / setze sie drauff/ so erwärmet das Kraut und gibt das Wasser von sich/ das tropftet durch das Tuch/und fallen HHT5»vffen hinunter in den geglasurten Topff/ darnach geuß es auß dem geglasurten Topffe in ein Glaß: Also bekommest du hüpsche Rosenkuchen / wenn du auff diese Weiß Rosenwasser brennest/ die du fein auffs Haupt binden oder legen kanst / wenn du Hitz im Haupt hast. Das Xl. Capitel. Was vor Zeug und Instrument zum Wasserbrennen und Oehlmachen gehöret. HAEr aber etwas vermügener ?sr / und eine sonderliche Änstrumen- '^Lust unnd Liebe zu solchen lieblichen/ nützlichencji kazumdl- ttiilzrioniduzoder Wasserbrennungen hat/ der muß st^lrenge- em wenig besser angreiffen mit Instrumenten unnd ^ig. Brennöfen: Denn Kunst wil Gerethe haben/ und wer Mit einem Sing umbgehen wil/ der muß ihm Instrument und Zeug darzu schaffen / daß er IM Nothfall bald darzu greissen kan/ und seine Sachen desto ehe verrichten kan. i. Vor allen Dingen aber ckuß er erstlich ein pahr / oder mehr Blaßbalge haben/mtt femm langen/ starckm und fo rnen wohl beschlagenen Röhren/ jedoch darnach er starck arbeiten wil. Denn wil einer allein arbeiten / Nur mit einem/zweyen oder dreyen Oeftn/ so kan er sich auch wol mir einem Blaßbalck behelffcn.Item/ feme eisserne Klüfften/eine oder mehr/ damit er die klücnde Koten seiner Gelegenheit nach/regireu/legen oder aus dein Ofen wieder nehmen kan/ wenneszumel Fewer hat: vud dörffen diese nicht sonderlich lang seyn / ohngefchr einer Elen lang. DieLb^mici so siarckere Fewer beym Schmeltzwerck ber Metallen haben müsjen / dle lasftn sie wol zwo Elen lang Machen. Item / steinerne Kruge darinnen man die Wasserhalten kan/ daß siemcbt brechen / vnd dazu muß eine gute Erde seyn/ wie man in der Schlesien zu Gvrlitz/ inMeissen/ zu Waldmburg/ vder zu Cölln von Siburger Erde machet. Item/ grosse und kleine/harte und weiche Kolen/ daß man zu einer jedemAtt/ nach der Notturfft deß Wercks greissm kan. ^ ^ ^ Darnach so muß man allerley gläserne odtr küpf- ferne/oder zmnerne Instruments haben/ derer eNlche dlck/etl'.che dünne seyn / die dicken vor die Vndza denOliteten/ diemltstarckerem Fewer müssen gems^ denwerden/ vnddemnach mcht leichtlich zuspringen/ »md dünne zu den gememen Wassern. . Die Gläserne/so auß Vened-fthem Schetbmgiaß gemacht weiden/sind wol die besten/kenn sie si'.id durchsichtiger/ denn andere gemeine Gläser/ uNdkaneinLabo- rant dadurch balö gewahr werden / ob er dem Werck zu Karck oder zu schwach Fewer gibt. Die lüpfferne müssen inwendig verzmnert seyn: Man pflegt ihr Md wol nur aus Erden machen zu lassen/ und die bümämman gern zu den Okteten / denn sie halten besser auß/de«.n dii Mläser. So müsse:! such etliche grsß / etliche aber kleni seyn/ daß man em jeden zu seiner Gelegenheit brauchen kan. Denn ein grosser Helm / und ein kleiner Kolben / schicken sich mckt wol zusammm/eS Muß einjedes sich zu dem andern ftm schicken und räumen. . Ein Helm ist der Hut/ den man oben auff den Kvl^ ben setzet oder siintzet / wenn man distillmn wil / dtt-hat einen langen Schnabel / dadurch das Wasser / oh! oder Zpirirus in den Necwienten trieften tan. Bißweilen Nluß man ihm auch em theil vom Schnabel abkürtzen/ wenn er zu lang ist. « 4. DenKölben nennet man das Unter Glaß/ dareM man die Materien thut / die man distitlcren w:l / unnd darnach den Helm draüffsetzet. Dieser muß bißweilen ^,,.ii/'ßS VomDiMtM' ^ik einem keulichenglüenden Cisen oder Demant / oder umbgelegten angezundten Schwefel abgeschnitten werben / daß er sich unten in den Helm schicket / well er son- sien ettvas spitzig ist. 5. Man setzet erstlich den Helm auff den Kolben? und besihets / wo etwann der Kolben abzuschneiten sey/ und zeichnets mit Kreiden zu ringst umbher. Darnach Nlmbt man ern Eisen / dessen Ring an einem Ort so weit ^stalödas Ort deß Kolben/ da man den Kolben ab- schneidenwil/ inid leget darnach das Elsen mit demselben Ring ms Fewer und lestöqlüend werden/ darnach fiecketman den Kolben mit dem Dalß drein / so bald das p Darnach/so muß man auch blinde Helm vonGlaß gemacht haben/)edoch ohne Schnabel und Kolben drutt- >xer/ tue man fein in einanderfügenundschlussen kan/das cclLcus.i, aUffdieseArt, glüend Eisen ober die glüende Ning zu rings umdhe? erwärmet-/ so springt das öber5. stück davon / als wann manö mit einem Messer weggeschnitten hette. O der Zeichne diresNurmitKreude/ wieweit du es wlit abgeschnitten haben/ und laß dirs darnach einen Glaser abschneiden. D?e Eiftn sittd also getnnchr. ^ lv. Auch Circuliergläser/ so untenvnnd oben wett/ vnd mitten eng seyn/ vnd im untern Bauch ein Schnabel über sich gekehret haben/darinnen man diaerirmvnb purnfiriren kan/ in dieser Gestalt: 6. Vrinalglaser muß Man auch hccken / die den andern Gläsern / darinnen man die Min besicht/gar gleich seyn / doch etwas gröser darnach die Materien ist / die man drinnen distltllrenwil/ oben mit weiten Halsen/ daß man ihr zwey aufeinander sturtzen län zum Distib kren in der Sonnen / also geformiret. i man auch Recipienten oder Fürfetzglä- fer haben/ die unten keulige grosse Beuch / uNd oben ge Hälse haben/welche manViolen nennet/und sipv also gemacht. 7. Auch muß man Retorten von ^'?on ^ ^ Wit einem weiten keulichten Bauch und crmnn ^ 1 / bel haben/wie diese Form anzeigt. 5^. Ztt deme so muß man auch Glaser habm/hie MM 8. Dergleichen Gläser die vnten weit und oben enge sind/ mir zweyen Armen oder Henckelnauff^M"'^ M,/ Pchxan genant / ;n dieser Form. A iitj die 8 die Nonnen nennet / sind vnten zimblich weit /und oben spitzig zu/immer eine grösser dann die andere / darein man die Wasser thut / vnnd sie bißwellen auch vor Reci- pienten gebraucht/ und sind also gestalt. lz. Man hat auch bißweilen grosse weite Gläser mit engen Halsen / die Vorlagen genant / welche man brauchet zu den Spiriritzus.wann man starckeZpinrus treibet/ daß die Raum haben/vnd dieGläser nicht leicht zuspringen können. Doch brauchen dieselbigen gememlglich die Chymisten/ und wird ofst eines vmb einen/ oderauch wsl umb 2. Thaler kaufft/ werden also gemacht« Das Erste Buch. die Schmeltzttegel macht/die muß man be^ denTöpffem bestellen / .daß sie dieselbige brennen / müssen fein starck vnd dicke seyn/daß sie lange dawren unnd im Fewer auß- halten können: Etliche lassen sie auch innewendig vergla- suren. Man machet sie auch von Kupffer / sonderlich zu denkalnei; Diese Capellen sollen drttthalbviertel einer Elen weit / vnnd drttthalb Viertel einer Elen tieff seyn/jedoch nach der grösse der Oefen. Kan man sie bey den Töpssern nicht so eygentlich bekommen/so mmbr man nur tieffe und weite Reibäsche darzu^ Denn man thut nur Asche oder Sand darein / wann man d,stilliret. Aber aN die küpfferne Capelle muß man oben eine Röh- re/etwann zweene c;uer Finger vom öbern Rand machen lassen / die emer halben Elen lang sey/ unter dieselbige Röhre setzet man em Züberlein oder Faßlein/ wann man per Lslneum darinnen dtstillidet/ und das Heisse Wasser drinnen ebulliret/ und im Sohde sich erhebet/ daß es kan in da? Züberlein ablauffen / damit es nicht den Ofen mit dem Wasser von oben unnd auffder feiten erweiche und einwerffe. , 14. So muß man auch etliche gläserne Füllhalßlein habe/damit man die pKleZmsrz.voM sccro oderEsslge/ die Essige von den 8s)iririku?>die 5piriru!vonden öhlsn lcj)Slirr) wie im oles ?erxeorilli geschicht. l6. Zu deme/so soll Man auch Capellen haben die wer- dmvonTbon oder gar guten Erden gemacht/ davon man den Goldschmieden um>d Müutznmsiern sonsten 15. Auch pfleget man die Strohlrantze zu haben / die man in daskzlizeum IVlzris? leget/und dieGlase! mit der Materien drauffsetzet/die man distillireN wil/ daß sie nit vmbfallen: Welchen gleichwol auch oben mit den Klaff- terfchnüren müssen umbfasset/vnd an die eiserne Nagel/ so an den Ofen umbher gesteckt seyn /. angebunden werden/ damit sie vmbhervmbfallen. Etliche haben kleine Rmge/die sie darzu gebrauche/die sind eins theils leicht/ eins theils klein / acht / neun / zehen / eylff/ oder zwölff- pfundig / die haben mitten ein Loch / durch welches Man Vnten an das Glaß binden kan/ dasselbe/ da es Mit der Materien zu leicht were/ vnter sich auffden Grund der Capellen zu bringen. Dieselben Ringe haben auffden feiten vier durchlöcherte Ohren / daß man den Ring binden kan/ wie hernach weiter sollgesagt werden. 17. Welter so muß man euch einen eissernen Rost mitten im Ofen haben von zeh^n oder zwolff eissernen Sprossen/rund/obenvierecklcht/ darnach derOftngemacht ist : Unnd Mnssm dle Sprossen / zimlich dick seyn / damit sie das Fewer Nicht so balde verbrenne Doch lsts zum besten/man lasse ihm nm die sp-ossen beymSchMie- de eitt?s guten Fingers dicke und breit allein machen/und lege sie darnach auff die Ziegel nach Gelegenheit/ wann man den Ofen macht. Auffdie Sprossen leget man die Kolen/ wie hernach wird gemeldst werden/ wann wir die Brennöfen beschreiben werde». Das XII. Capitel, ,. Von den Ziegcl'N zu den Brcilttofen. H5>Ann man die Brennöfen machen wll/so mustu mer- ^^cken/ dz man sie entweder viereckicbt / oder rund / 0- deb Clrckelsweise mächen kan. Aber umö der Kessel oder runden Capelienwmen/ pfleget man sie lieoer rund denn viereckichtzumachLn/ wrewol man sie oben gleichwol emmachen kan/ wannqleichder Ofen viercckl.i t ist. Machet man aber emen Ofen viereckicht / fo nnnbt Man gemeine wolgebranteMawer zicgcl dazu / wtewol auch etliche lieber ungcbrante nehmen: sintemal sie hernach durch steliges d?Mireisgnnggebrandt werden: Macht man ihn rund ode: kenkcht/so muß man auch eine sonderliche Form ZU den Ziegeln haben. Man nehme nur die runde deß Kessels oder Capellen mit einem Circkel aüß einer ebene / sie seh nun von Papier oder einem Plech/ 0- d^er einem Holtz / oder sonsten einer andern Materien/ vnd theile darnach dieselbige abgezirck«l5e runde Figur in sechs gleicht Theil/ da kan dir em jedes theil die Form der Ziegel geben / die du machen lassen solst.Die dicke der Ziegel magst» deines gefallens machen oder den Ziegä- streicher machen lassen: Dann machsiu sie dicke/ so wehret derOfen desto langer/machstu si^ aber dünne/so verzehret ihn das Fewer desto ehe. Es müssen an der Form zubeydenftitmHandhabenseyn/ daß man sie handeln kan/ dieses alles zeigen die nachfolgend^ Formen. K .. .5 PÄZ '^?'K M! FpZ« !M/dar- B die Brennöfen zumachen/ Nie er zuza- Brennöfett ZueiM Materien Dzurichtei,j Das XIII. Capikel. Vom ^eime/davon man die Brennöfen machen/ vnd wie man den zurichten / auch wie man Gläser verlutiren soll. «V^Imb einen feinen zehen Lehm / der fein rein >mnd oh- ^neSteinlemfty/ den zerschlage fein/ daß er keine klumpen Holtz oder Steine behalte / menge Kühehaar/ Scherhaaroder Pferdskoch drunter/ die Haar muß man fem voneinander reissen / oder mtt einer Ruten wol klopffen / daß sie sich voneinander begeben / dle stre- we unter den Leim (etliche zerhacken auch die Haar vnr-d strewen sie darnach unter den Leimen/ sowolden Roß- koth/undsaltzedasWüsser/ dc .mttduden Leimen zum kleiden weich machen wilt / mit diesem Leimen mache den Ofen/vmblutire vnd verlutire die Gläser/ so werden sie dir wol außhalten Vnd nicht auffreisien/ laß es von sich selber trocknen/ mache darnach ein Fewerlem drem/ daß es fem vollem außtreuge. Mit diesem Leunen kan man auch Cüpellen/Krützevnd Glaser/vmb undvmb verlutiren/ so halten sie wol auß im Fewer Item/ wann man lautem unnd wol erlesenen leimen ntmbt / denselben in emen Zuber thut / vnd Wein drüber geust/ vnnd menget darnach Pftrdskoth vnd die Egeln vom Flachs drunter/ vnd macht chn weich/wie einen Brey/ vnd bestreichet die Gläser vnd Kolben vmb vnd vmb damit / so zerspaltet einem kein Glaß von dem Fewer. Doch wollen wir hernach im 15. vnd 16. Capitel dieses Buchs Wetter von der Gläser Verluttrung etwas sagen. Das XIV. Capitel. Wieman einen gemeinen Brennofen/ darinnen man nur ein Materien distillirt / machen soll. A^Ilt du nun einen Ofen machen / so bereite den Leime ^wie jetzo gesagt / vnnd mache darnach von wohlge- brandten Mawersteinen oder Ziegeln einen Herdvn- ten auffden Boden nur eines Steines dicke / darauff nur die Asche Uge/wann sie von den Kolben durch dm VomAistillmn. K Rost sallet / darnach mawre es höher / vnd laß auffdem vtttern Herde von fornen ein Loch hinein/ da du mitei- nem Krücklein / die Asche herauß ziehen kanst. Darnach wann du etwann einen Stein oder anderthalb höher mit den Mawren zu ringst vmbher kompst/ so lege den Rost/ oder nur die eisserne Sprossen auff/ darauff die Kohlen ligen sollen/ vnnd mawre wieder etwann einen Stem oder zween höher/ vnd laß alsdann forne wieder ein Loch / da man die Kohlen hinein werffen kan: Vnn^ darnach mawre es so hoch / daß du nach Gelegenheit der Capellen oder deß Kessels/den Kessel hinein setzen kanst / vndlstsvonnöhten / so magstduauch wol untnrderr Kessel oder die Capellen noch zweene oder drey eisserne Sprossen legen / darauffder Kessel oder die Capelle ligen und ruhen kan. Darnach mawrest du vollend hin- auff/vnd setzest denKesselhinem/ undverschmerestihn wol umb un d umb/doch also/daß man auch obenRauch- löcher gegm alle vier Oerter der Welt lesset/ die man auffund zumachen / und also das Fewer regieren kan/ und muß Stöpffelvon Leimen darzumachen/ daß matt sie nach Gelegenheit zustopften / unnd wieder auffma^ chen kan.Auch muß man Stöpffel zu den Mundlöchern machen/ daß man diese auch nach Notturfft aussund zumachen kam 2.. Also machet man beydes die kswea unnd auch die Mö eintzliche Distilltrofem Dann wann oben die endene einkeleDi- Capelle hinein kommet/ so füllet man sie entwedermit stMröfen Asche oder Sand/ unnd setzet dann das Glaß mtt der wie srem Matmen drein/ also und dergestalt/ daß allezeit der bereiten Sand oHer die Asche etwann ein halb Viertel einer E- len dicke unker dem Glase liege / und darnach das Glaß mit der Materien zu rings umbher ein wenig tieffer im Sande oder mder Aschenstehe / als die Materien im Glaß reichet/unnd diese Glase kan man/wer es gerne thun wil/mit Luto überziehen/ so dawren sie desto länger. Solls aber ein öalneu m seyn/so machet man eine Küpfferne Capelle mtt einer Röhre/ und setzet die Materien mit dem Glasehinein/wie hernach weiter soll angezeiget werden. Aber diese Glase müssen nicht mit Luto überzogen seyn/ weil sie im heissen Wasserst^ ben. Aas Erste Buch. Fauler z. Mavhat auch eine sonderliche Arth eines Ofens / HemtzenAtt derFauleHeintzgenandt/ weil er gut vor faule Labo- clnes Bren- ranren ist / die deß Nachts nicht gerne ausstehen / vnnd ofms° zur Arbeit sehen. Dn- hat mitten eine Küpfferne oder Eisserne lange Röhre/ vnnd zuvnterstin der Röhren ist derRostandie Röhregemacht / dardurch die Asche von den glüenden Kohlen fallet/ also daß die Röhre auffdem Rost stehet/ gerade über dem Mundloche/ da man dieAscheherauß zeucht. Es soll aber ein jede Ca- pelle em Rauchloch haben/ dardurch daö Fewer Lusst haben und brennen kan. Diese lange Röhre wirfst man garvolZerKohlenvon unten an/ bißobenauß/ vnnd wacbw oben zu / das keine Lufft drein gehen tan. So bremst allem das Fewer vnten auffdem Rost/ vnnd mc»-. höher Darnach wan dievntelsteKolenverbrannt/ vnd ihre Asche durch den Rost hmab gefallen ist / so sin- cken die andern Kohlen / so zu nahest drüber sind immer mehlich und mehlich hernach herunter / biß sie alle verbrennen/so darffman nicht so offr zum Fewer sehen/vnd immer andere Kohlen anlegen/ vnnd auffdiese weiß kan manzwölffodervierzehen Stunden coucmucnacheinander Fewer haben / und nicht eines nach dem Fewerse- hen/ darnach die Röhr lang oder kurtz ist/ vnd man das Fewer mitVerstopffung deß Lufftlochs vntenvnnd oben mit Zapffen /so sonderlich darzu bereitet werden/zxheltt wiehiernebm Forma zu sehen. WieMtMeitt Lslneum kvlarizoder emcm Zuber machen soll. Nnnb emen hüpschen starck?n wol gebundenen Lzlocum Zuber / der vnten einen femcn starcken Boden hat/ vnd ^ laß direine Eiserne oder Küpfferne Kchlröhr darem machen/ wie jetzo von faulen Hemtzen gemeldet/ dievn- machen, ten zu rings herumb Mit Leplein gemacht sey / daß man sie vnten am Boden deß Zubers annageln kan. So kanstu innewendig am Rande deß Zubers viel Kolben mancherley Materialien neben einander umbher setzen/ und kanst also mit einem Fewer emgroß ^Lzlocuin haben / vnd viel Kolben ersparen. Man muß aber oben e? nen Deckel über den Zuber machen / der so viel Löcher habe/als du Kolben hinem setzen kanst / daß die Kolben durch die Löcher gehen / auff daß die Warme nicht so leichtlichheraußkan. Darnachsetze die Helme auff die Kolben/vnd distMer im Namen Gottes/ vnd laß die ^arerializ so lang baden als sie können / vnnd auß- schwitzen/ was sie guts in ihnen haben. Dessen Form ist diese. Eine gemeine Form/ und Arth / wie man sonst allerley Brennöfen machet. 5. Ich wil hier etliche Formen anderer Oefen setzen/ Form bnd die ich gesehen. Jedoch findet man derselben viel mehr ^ bey den Künstlern/ darauffein jeder Achtung geben ^ ^rmn- muß/vnd ihm dieselbige von aussen abreissen/ vnd von öfw. ihnen abmercken. Denn man kan es inwendig mit Röhren als0 machen/ daß man mit einer Kohlröhren / wann sie gleich nur Mit Ziegeln gemacht »st / viel Oefen zu einer Digestion Mit wenig Kohlen brauchen kan / wann man mnewendig Löcherm die Oefen machr / die man mit einem Ziegel oder andern Zapffen auffvnnd zumachen kan. Hiersiehestdu / wie man m:t ebnem einigen Fewer vielHelMe brauchen kan/ da e:n jeder em sonderlichWas- ftrgibt. Das xv. Capttck Wieman dlcJnMmmlenzudistigt» reu zurichten soll. - Glaser wic «^Ch hab droben im Anfang deß eylfften Capitels ge- ^)sagt/wer distMrcr wll / der muß Thenerne vnnd küpfferne Helm/Glaser/Kolben/Fewerzangen/allerley Kolen/ Lüta/ Tiegel/ Füllhalslem /vnd dergleichen "'chrh^n, ^ g,,.. Wann man in Glasern d.'stillirmwil / inderAsche^^^ oderun Sand/ so muß man bißweilen die Gläser über wg.M-u das halbe rheilverlutiren / mit emem Leimen der zuge- nchletist/ wledrobeniM iz. Capitel istangezeltwor- Mier/ den / vnnd muß sie darnach mDer Sonnen oder sonsten lassen von sich selber trocken werden/ vnd also zurichten / hMiren daß nur der Leim nicht anffreist/ oder Ritzen krieget. Diesezugenchteund verlutirte Glaserpsiegetmannur zu brauchen/ wann man solche Wasser distillirenwil/ die starcke 5pnlru5 haben/ vnd mitstarckem Fewer müssen getrieben werden / daß sie das Fewr vnd tue 5 pi> >cu s desto baß außhalten können. Sonsten aber braucht man imSandevndinder Asche auch wohl schlechte vnnd ge- meineKolben/ unverlutiret / vnnd sonderlich die von Venedischen Scheiben stücken f wie dann ein fleissiger Laborant alle zerbrochene Gläser fleisftg auffheben / vnd bewahren soll / daß er »hm andere drauß machen lasse) gemacht werden. Dann sie sind ftm weiß vnnd klar/ vnnd man kan alle Umbstande der Distiilirung fem drmneu sehen vnd erkennen. Böhmische Gläser/ die i n Böhmischen Gebirgen gemacht werden/ sind auch sehr gut/ sonderlich di weissen. Dann je weisser die Glaser seyn / je besser sie seyn. Aber grüne oder schwär- tze Glaser sind nicht gut/ wann sie gleich noch so starck wedren/ dann sie halten im Fewermcht Man findet jetzo in Teurschland allenchalben feine Glase- Hütten/ als zwischen Gadebusch vnnd Schwerin sirtd ihre viere / so ist eine Meile von Rc.tzenburg auch eine. ZünffMeilm vsn Norchausen / hinderIchna/ und zwo Meilen von Duderstatt auch eine. Aber sie sind nicht alle gleich gut/ die mit dem Käyser reiten. Diese verlutirte Gläser brauä)et man auch nn ?sl. occ> .denndawürdesonstendas Lutumoder der Leimen im warmenWasser gar abgehen oder abfallen.Item/ im Laweo brauchet manauchBleyerne/Zmnerne/Küpffer- Das XVI VomDiMire«. ne und jrdeue Gefesse. Die Küpfferne brauchet man »m Sande und in der Aschen/doch wenn sie biß über den a»> dern Theil verluttret seyn. Besihe droben das i^ .Capitel Man brauchet auch wol die irdene im Sande und:n der Aschen/ sonderlich wo man die Oliteten mit starckem Fs- wer von 5er Marenen außtreiben muß. Capitel- oder soniien andere Gläser zusammen füget. Glaser wie ^XArnach dieMaterien seyn / die man distilliret Unnd sie zu verlu- darnach die undGeister/oder die ohle seyn/ timii. die man aus den Materien distMren wil / darnach muß man auch die Gläser verlutiren. Man muß leinene Tücher/zweyer/dreyer/oder vier querFinger bre:t/un einet halben oder gaNtzen Ellenlang/ darnach die )un6turea oderFugeN weit oder enge sind/von alten Männerhcmb- dcn abschneiden/ unnd dieselbige mtt einem gebürlichen I.uro besi'.eichen/ als die Brandtenweinbrenner tun- ckcn ihre nur m die Werme oder Heftn / undschlagensie umb denHelm oder Hut and dieBlasen/ wenn sie erstlich das abdistiliiren/wenn siees wieder abnehmen wollen/ so begiessen oder besprengen sie es nur ein wenig Mit Wasser / und reissens wieder ab. Wenn sie aber ley- lichdenrotheN 8^nicum Vmi abklären oder abdistillie- ren wollen/so müssen sie es ein wenig besser verwahren/ und solcher Tüchlein zwey oder drey auffund über einander legen oder machen. Etliche tuncken nur zwey oder drey solcherTnchleinin das uruin.davon droben im Z .Capitel gesagt ist/ukl netzen sie drinnen/ und legen sie also umb dlejmÄuiäoder ^usammenfügimgg.ß Helmsund der Kolben / und verkleiden sie also. Wenn man aber öhl aus einemDing erzwingen wil/so muß man das Lutum auff die Tüchlein streichen/und also umbkletben. Wenn das ein wenig tru- cken worden/ so muß man noch eines herumb kleiben/ wenn das auch trocken worden/das dritte/und nach dem däsvierdte/ bißesfastzweene quereFingerdick herumb wird. Doch haben etliche auch andere gemeine Luta/ als daßsieMeelmit Wasier besprengen/ und ein Teiglein machen / und auffdie Tücher schmieren. Etliche schme- rens auffs Paprer und Verlutiren damit/ Etliche lassen nur ein Papier lang im nassen liegen/darnach verlutiren sie damit- Etliche / die es »vas stercker machen wvllen / nemen Mehl und weißes von den Eyern / mengens untereinander/ so dicke / daß es wird wie eui dick Honig. ^zimullcjus^nIiius Machet LUtavolNvUlz^no oder M2- tticlic Moili.das ist/vom Weyrauch oder Mastix: ?Ki lipsZN; V!l^zÜ!U8 IU ccriö ?kilc>l^ llvrunl css?.2..vom lebendigen Kalck klein zerflossen/ mitwelffenvomEym- torponrt: Jedoch nach Gelegenheit der Materialien. >«chimi- Die Alchimisten / wenn sie starcke Luta machen wvl- ^ len/so nehmen sie deß KatckeS ^ drey Theil / HaMmer- 1 ^ und ungebreNt Saltz ana einTheil/weissenWein- ' ^ ^ stein oder Glaß emhalb Theil/dieStiickenstossensieal- le zusammen klein/ uiid feuchten sie an Mit Leinöhl. Wenn sie es noch stercker machen wollen / so nehmey sie unser Frawen Eiß vier Pfund / Weitzey Mehl ein halb Pfund/und temperrre das durcheinandez mit Eyel^ weiß und mit Leuue / das bestehet alle Fewer / und wird je länger je harter. So man das Papie'rlM Wasser kochet/ und machte wie e:nenBrey/und machts darnach ein mit weissen von Eyern/Och senblut und ungeleschtenKalck/und mengetS wol durcheinander / so kan man Töpffe und Kruge damit binden/ daß sie im FeweV halten. Es muß aber nir allein oben diejunS -ur -i öder Fugen deßHelms und Kolben/sondem auch deßSchnabels unh dieVorlage oder deß , deß Glases/ das man den/daß nichts verrieche odervon den subtilen Geister» entstiege. Bas XVI!, Capitel. Wie man die Kruge / darinnen die gediMirtt Wasser stehen sollen/zurichten soll/daß sie nicht baldezerbrechen. KRstlich so muß man einen kleinen Kesselring/ oder ei- Krüqe/dar> ^nen Rmg vonStroh gemacht haben/öde: ein gefloch- mnendieae- ten Körblein von kleinen Ruthen oderBintzen/ schier wie h^^lirte ein halb gestochteKörblein gemächt/darein lege die Vor- Wassez/wie lagGIaser/wenn du brennest/Und setze darnach auck die ^ Glaser ittit dem Wasser in solche Körblein/die dasGlaß umb'uas- biß umb die helsst umbgebeN/oder laß die Gläser gar mit ' * solchen Körblein überziehen/ so kan man sie leichtlich nit ^ ' ' ' lick mit den Glasern umbgeheN/düß man sie nicht zubreche. Darnach so Muß man auchWaldenbüigische oder andere gute starcke feste KrüHe haben / daß man die grbratp Le Wasser drinnen halten kan/ daß sie nicht leichtlich brechen. Kan man aber dieselbige nicht habeN/so muß man gemeine Kruge also zurichten/ daß man sie zü ge'Meldter ^ ^ ^ . ^ wie diese weise.Nimb einen schlechten gememe weissenKrug/ sie fest zu setze ihn in einen Backofen/ wenn der wol durchwärmet machen, ist/ geuß geschmeltzet Wachs drein/ schwenckeesim Krug wol umbher/ unnd geuß darnach wieder aus dem Kruge/und bestreiche außwevdig denKntg mit wüll men Tüchern/die da in zerlassen Unßlit getuncktseyn. Diß Unßlttund Wachs kreucht in den Krug / so dörffen die Wasser nicht hinein kriechen/und also derselbige weniger werden.DamN geüß dieWasse:/uNd mache kleineBrieff- leiy dran/daraussdie Namen derWasser und die Zeit gezeichnet sey/iN welcher das Wasser gebrandt ist. ^ IchhabemPolenauchGlasergesehen/ diemttRin- dernen Blasen überzogen waren/also/daß dieBlasen ov Blatter scn zu überstehen. Distilliren in der Asch. Distilliren im Sande. Fewer/ wie Blatter hart an den Gläsern klebten / Wasser auf denWagen mit sich führeten/und wen gleich eines zerbrach / so ward doch das Wasser nit vergossen / fondern bliebe noch in der Blasen. Wollen nun zu der Distillakunst selber schreiten/und lehren/wie man ein jedes Ding distilliren soll. Bas XVIII. Capitel. Wie man in der Aschen distilliren soll. A^Hue erstlich feine reine gerädene Asche/ohne göseh: quer Finger dick/in die irdene Capelle. Darnach thue die Materien / die du distilliren wilt / in das Glaß oder Kolben/ daß er biß auff den dritten Theil voll werde/und setze eö also m die Capell/auffdie zuvor hinein gethane Aschen. Danach schütte vollend der außgerade- nen Asche m die Capelle umb das Glaß/ damit dasGlaß etwann den dritten Theil unbedeckt sey/setze den^lcmki- cum.Helm oder Hut auf dasGlaß/verlutire es wol/ UN mache Mit Kolen «in fein gemachlichFewer unter die Ca- pelle/und gib achtung aufdleT:opff/daß sie zimlich langsam auffeinander folgen. Denn wennsiezu schnellnach einander fallen/ so hats zu starck Fewer / must demnach balde unten dasWindloch/und vben auch ein theil Löche? zustopffen/ so tan die Lufft das Fewer nit so sehr aussbla- sen und stercken/ unnd laß es also langsam gehen/ damit das Wasser nicht brandentzicht werde. Letzlich/wenns nicht mehrgehttoder tröpffelt/ so laß das Fewer außgehen / unnd laß das Glaß also biß durch die folgende Nacht bleiben/wie du es eingesetzt hast/auff daß es von sich selber fein mäh lich wiedemmb eMt/sonst zerspringet es/ unnd duverschüttest allen Bettel wieder/ und ist aller Unkost/ Mühe und Arbeit vergebens. Denn die Asche bringet grosse Hitze. Jedoch wilt du derenrhal- ben ungefehret seyn/so umblutire dieGläser mit Luto biß aussden dritten Theil/zuvor/ ehe du sie einsetzest/ so zerbrechen sie nicht also leichtlich. Das X l X. Capitel. Wie man im Sande distilliren soll. FLRsttich leget man wolgerädenen Sand in die jndene ^.Capellen/der fein rein lst/darinen keine grosseStem- lein sind.Abez man muß alsdennguteGläse: darzu brauchen/und dieselben wolverlutire/ und erstlich das Fewer fein langsam lassen angthe/und dleCapellen fein mählich erwarmen. Denn es heist! violeorum^iurur» vum,allzuscharffmachtschartig. Omois morus 6cbed Lcri luccclü vc. Wer langsam in die Herberg kömpt/der kömbtauch wolzuBette. Denn diese DlstlllationlM Sande ist hitziger/ den die in der Asche geschicht. Jedoch sind noch andere hitzigere moTrmit Distilllrren unnd Alchimistischen Sachen <^>u ' ' ' ' ' ErsicBuch. darinnen sie das liche warme Warme / die man noch erlcyden kan / wem unbgehenwil/dermuß dasFewerzu regieren wif- mit demsel^ sen.Denn dervulcsnu, ist einWunderman/er kan einem b-aen im d - dienen/ und zu was nützliches / gesundes und heilsa- " meshelffen/abtterkanauchhinwiedemmbemmwolei- stillire umb zugehen. Fewer hat 4 c?ls6u«. nen grössenSchaden zufügen/ wenn ers thun wil. Allezeit muß man erstlich das Fewer also unler machen/daß es fein linde und sansst angehet/ unnd sich die Wärme immer langsam vermehret und zunimpt/ wenn man aber fület/daß der Kolbe oder Helm beginnet warm zu werdeN/so höre auffdas Fewer zu vermehren/und laß es in derselbenWärme also immer bleiben und fortfahre. Denn also folget man der Natur nach / die schnelle oder jehe Verenderung nicht leyden kan. Es sind aber nach der Lehre deß (Zslcoi. ^viccooX und aller Vteäicorum unnd Alchimisten4. (Zrscjuz oder Unterscheid deß Fewers oder der Wärme: Erstlich ist eine laulichte Wärme / als wettn ein Wasser laulicht ist / das einen nichts brennet oder verletzet / wenn man gleich einen Finger Hinnein helt. Darnach ist eine zim- man einen Fingerhmem helt/ und daß die Werme einen noch nichtverletzet. Die dritte Werme ist so starck/ daß sie einen an den Finger brennet / daß es emem recht wchö thut/aber gleichwol noch nicht siedent heiß ist Die vierd- te ist so starck/ daß sie auch eine unleidliche ununtregliche Hlyeist/ eingarheiß/ sieden!/wütendundentzündent Ding / wie das Fewer selbst/das ein Dmg zerstöret/daß man auch Metallen dadurch zerschmelzen kan. Den er- stenGrad heist man sonstigem LaInei,einesolcheWer« me/wle man im Lalacc. pfleget zugebtauchen/da muß das Wasser laulicht seyn. Den andernheist Man I^oem cinerum zrcnX, denn dieAsche ist etwas heisser/ der Sand noch mehr. Der letzte Grad aber wird garvtr» worssen. ? beopkrslius?z> scellus äe narurz rcrum Ilb. s. irulo. Von der Scheidung derVegetabilische sagt: Der erste ^rsclus deß Fewers istmL^Ivco tVisnX , der ander in der Aschen Eapellen / der dritte :m Sande/ der vierde im freyen Kohlfewer oder Eifenfeil. scitsz,äe czuimÄ cllearis Csn Z.sagtt I^llis cineris clt forcic>r,<^usm i^niskzlnei^sris. Von der wunderlichen Würckung de^ Fewers / besiehe dsrclsuum lib.z csp.rz.14. cjc mirzculis rcrum. VIÜZ- llium cle sccrcri; narmsc ca^?. 2.VesiheauchdasZ4. pitel dieses Buchs. Das XXl. Capitel Wie man mit einem Helm oder Fewer zwcyerley Wasser brennen kan. E"Aß dir einen lanqenHelm machen/und in obern Theil Helm / d5« meinen besondernAbsatz mit einer sondeüichenRöhren/ rinne» zwey und unten auch einen sonderlichen Absatz / und auch »nit erleyWasset einer sonderlichen Röhren/ so kanst du balde mit denen können qo- zweyen Röhren die Zpiricus von den Wassern Mit sepa- brand wer- riren.Dann die Z piri ruz fliegen oben hinauffin das ober- den/ zuzu- sie Theil deßHelms/legen sich an/und tröpffen zur obern MM. Röhren herauß. Das sind gar subtile und krasstigeWas- ser/viel subtiler und kräfftiger/dcnn die Wasser /die aus der untersten Röhren tropffeu. Sein Muster habe ich dir hernach setzen wollen. Das XXII. Capitel- Wie man durch einen F/ttz distilliren soll. AS si"d auch etliche Arten zu distilliren/die man ohne ^.Fewer wolverbringen kan : Als wenn Man dieSästce und wässerige Feuchtigkeiten s die allein durch diesen Weg gedlstilliret werden müssen) distilliren unnd das subtile oder lautere von der trüben Substantz scheiden wil. Erstlich muß man zehen oder zwölff reine weijse triangulirteFiltze haben/die anderhalbVierteleMerEl- len lang/ unnd ein viertel einer Ellen breit seyn/ aller- massen also formiret/ wie hier folgends abgemahletist- Darnach wenn man filtriren wil/ so muß Man den Sasst/ Wasser oder Wein/ oder was es nun ist/ das man filtrirenwil / in einen verglasurten dreybemigten Tiegel thun/un d empor setzen/den einen Filtz mit seinen^ brettm Ende etwann auffdrey quer Finger m dz feuchte Wasser Wasser deßTiegelS legen/vnd das spitzigeEnde herunter m das Glaß hangen lassen/das etwas mdriger siehet/ so wird das subtile vom trüben abtröpffcn / vnnd das trübe km dreyfüfsigen Tiegel bleiben. Verstopffet sich etwann derFtltz mit5Xci !?u8 ,dienntherüber wollen/ so wasche ihn fein rein auß / und laß ihn wol trucken wcrden / ehe du ihn wieder brauchesi. Diese Art zu distilliren mercke gar wol / dann sie bringet grossen Nutz vnd Frommen / wann man die Saltz aus den Kräutern extrahiren wll / und wann man die Wasser rectisiciren vnd leutern w:!/ wann sie trübe seyn/ dann die mag man noch einmahl durch einen Filtz distilUren/ sobekompt mansiewieder recht schön vnd lauter. Vom Disiillitttt. Bas XX!!!. Capitel. Wie matt attdör Sonnen distilliren soll. ^s>Im zwey Urinalglaser/ vnd fülle das eine mit Bluet andcrSon- ^ ^oder Blumen / alsmttRosen/^indenblüet/Violen/ M. Kornrosen/:c.mehr/dann über die helfft/alsdann mache einhültzerneS Creutz darauff/ daß die Blumen wol ver- wahretseyn/ vnd nicht herauß fallen können. Darnach setze ein ander Urinalglaß drauff/ daßd;e Mundlöcher auffeinander kommen/vnd verlutire sie beyde wohl auff- einander /daß keine Lufft oder Geruch herauß gehen kaNi Darnach kehre die Gläser vmb/ daß das Glaß mit dem Blumen oben/ und das ledige Glaß vnten kömmet/ vnd henge es an einem Ort aufs/da die Sonne beiß hmschei- nen kan: Also wirstu aus dem öbernGlaß in das önterste distilliren. ^'ßilliren ^acko- Bas XXIV. CaM. Vön der Distillirung im Backofen» A5lo mache man auch Blüet vnd Blumen / Kornrostn vnnd allerley deßgleichen weiche Materien in ein Glaß / vnnd mache das Glaß voller desselbigenZeuges/ und mache ein hültzemesZapfflein dranff/das ein geHebe Zugehet/ und schleuß es zu auffs besie als du kansi/daß es nicht herauß rieche. Trage es hinzu einem Becker / vnd schlagevielTeigesherumb/daßdasGlaßmitTeigewol wnbgeben sey / wie ein Brodt / unnd setze es also in den Gaekofen/ wann er ögs Brodt emschiebet/ vnd laß es so 5) lange drmnen stehen / als der Becker sein Btadt im Q- fen hat: Wann er darnach sein Brodt wieder außzcucht/ so zeuch dein vmbwundenGlaß auch wieder herauß/und laß es von ihm selber kühl und trucken werden. Alsdann brich das Brodt seuberlich auff/ daß du das Glaß nicht zubrlchsi/ und nim den Zapffen mählich davon/ unnd seige das Wasser in ein ander Glaß / und thue ihm weiter wie zuvor/ so lang biß du seiner davon genug hast. Istaberdas Wassernicht laurersnug/ sodistlllires noch einmal durch den Filtz/ wie droben im^2. Capitel gesagt A Das XXV. Caxittl. N?t'emanmemem Roßmistdistil- liren soll. tFXEn Roßmist nennen die Philosophi Distilliren "^sopkvrum, derPhilosophenFewer/ daßsiedieses im Roß- Roßmists zu ihren Sachen offt gebrauchen. Mm ein mssi, Kolbcnglaß / das oben einen blinden -Helm habe / oder cinanderGtaßcircu^roiium gmandt/ dasvntenvnd dben weit/in der mitte aber enge ist/ wie diese zwo Figuren außweisen. Fülledas Glaßmtt Blumenbiß auff das dritktz Theil / es sey nun wasserley Blumen es wolle/ vnd vermache es wol mit 5nto vmb die Fug ^n unnd Außgange. Vor das Lircuiaronui^ mag man einen Zapffen machen / vnnd denselben auch wol umb vnnd «mb / vnd o- ben vmbherwohlverlutiren / vnd stelle das Glaß also m einen warmen Roßmist denn er ist allezeit warm / wenn man ihn gleich netzt. Es muß aber der Roßmist in ei- nembeschlossenen Ort stehen/ wie etwann ein SewstaK seyn mag/ da muß man die Thür fest zuhalten / daß nichts dazu kommen kan/ vnd mußjeüberdenvierdteit Tag den MLstvernewen/ vnnd dieMaterienalsovier Wochen stehen lassen. Als denn neme man das Glaß wieder herauß / thue den Zapffen fein sauber vnnd reitt hmweg/ und seige das lautere in einen Pelican / oder in ein ander Glaß / daihrzwey ineinander gehen / Witz diese Figuraußweiset. Dieses thue matt zwey öder dreymal imRoßmist / biß man deß Wassers gnug hat in den Pelican/ dennverlu- tiremanswol/ vnd setze es auch Vierzehen Tageinden Roßmist/ sosteigetsmbeyden Gläsernauffunnd wird endlich gar schön / vnd bekompt eine grosie Krafft vnnd Wirckung. Also kan man auch andere köstliä-e Wasser rectlsiciren oder rechtfettigen/ die vertrocknet oder sonst gebrochen vnd verdorben seyn. Aas Erste Buch 14 Bas XXVI. Capittl. Wie man meinem Ameißhauffendi-- stM'ensoll. ein Kolbenglaß oder Circulatorinm / oder sonst Dlstilliren ^ t^n Glaß / fülle es mit Blumen gar voll/verluttre es tn einem wol/vnd vergrabe es in einenAmelßhanffen/vnd lasse es Amelßhauf- also 14. Tage stehen/darnach magstu es besehen/ wann dubefindest/ daß eö Wasser gegeben hat / sommdaS Glaß wieder herauß / vnd hengs in emen PeKcan an die Sonne/ vndrectificire/ oder rechtfertige e6»m Roßmist/ daß eö hübsch vnd klar wird. Wann man einen Wem also verstopfst/ vier Wochen in einenAmeißhauffenvergrebet/so wird er schön lauter/ als wann er per /Uem kicum oder Helm distllllret were/ vnd bekömpt einen guten Schmal Doch halte ich diese drey l) ittillaric?ncz,alö im Ameißhauffen/ Roßmist vnd Backofen/ mehr vor ^lAcltiOmkuz vnd s)urrefa6ijooi. l)U8, alsvor cliltülsrionitzus, sintemal einem jedern be- kandt/ was Oittülsriolles seyn» Das XXVII. Capitel. Wie man im Lalneo dlstilliren soll. Distilliren droben im 14. Capitel hiervon etwas ge- m LsIoco. ^^sagthabe/ so muß ich doch hier etwas mehrers da- vonsagen/ sintemal dieses auch der besten v ittillsrio. oum eine ist/wie dann auch dleDlstillatlon/so imSande Das XXVIII. Capitel. Von etlichen andernInstrumenten und Gefässcn/ soin Alchimistische xr-exararionüzuz gebraucht werden. vnd m der Aschen vnd durch denFiltzgeschW. macht man Mit tüpffernen Capellen/ wie droben gesagt/ die eine küpfferne Röhre haben/daß das Wasser ablauf- fen kan / damit/ wann es ebulliret/ vnd überleufft/ den Ofen nicht emnetzet vnd verderbet.Wiewol man sie auch ohne Röhren hat/vnd geust desto weniger Wasser drem/ daß es nicht.so leichtlich überlauffen kan. Nim einen Kolben /vnd fülle den mit klein gehackten Kräutern/Blumen/Blettern oderFrüchren/ vnd setze es auffemen bleyern Ring der vier durchlöcherte Ohr/vnd an einem jedern Ohr ein Ringlein hat/ wie droben im 11. Capitelgesagt ist. Oben muß ein bleyern Ring vmb das Glaß seyn / ohne gefehr vier quer Finger breit/ der muß auch vier Ringlein haben/daß man die Schnur dadurch ziehen/vnd die Rmge zusammen ziehen / vnd aneinander knüpffen kan/ damit das Glaß im Wasser unter sich sincket / unnd auffdem Boden der Capell zu stehen ko«>- me. NeMchalso: Znttm? VomDiMiscii. i^l^rumellrs, so inAlchirmstischen ^lTjZZlaric-nibus gebraucht werden» /SS sind auch andere Vasz, so in den Chymischen 6i- >»-K>Ilzri c>nil.'uz gebraucht werden/ derer ich hier auch etliche sampt ihren Formen und Namen setzen muß/wte diese beyde vorgehende Figuren außweisen. Ich köndte wol allhierviel andere Vasz mehr sehen / vndihren Nutz erzehlenvnd anzeigen/ so heist es Hoch: Llt mocius ill l ebuz.vnd ich muß dasMaul nicht zuweit auffthun/wolte sonst in dlesemBuch auch geme vonChy- Mischm Sache /als dasind dielzliz-ell'cnuz.', cxrraiAcrz. olLZ>^>l>iruz, cmÄuiXzLzIlsmi tirn^Iiccs vnd cornpo- liri.zc^u^ äilliüara.' iiw ^lices compolirs?, VNNd dergleichen andere Sachen mehr geschrieben und angezeiget 'haben/wle mandieselbigen machen und zurichten solte/ denn ich dem gemeinen Manne von Hertzen gerne gön- ttM wolle/ alles was ich köndte und wüste. Aber ich habe solches vmb deß grossen Mißbrauchs unnd Verachtung willen/welche endlich zu folgen pfleget/ wenn man solche hohe Ding gar zu gemein macht / auch wlder meinen Willen einstellen müssen / wiljetzo geschweigen/ daß viel Artisten sieisilg gebeten/ unnd mir den Spruch Christi / Match. 7. l6. vor die Nase gehalten haben /da Christus selber verbeut/ daß man grosse Geheimnuß in geheim halten soll. Doch wil ich noch Hernachmals / dem gemeinen Nutz zum besten/etwas offenbahren / daß ein gemep nerMann noch etwae von den Sachenerfehret. Das XXIX Capitel. Wie und«x>nnne»»M«M «t'njedeeDlNg brennen soll. Und erstlich von den Blumen oder Blüte. Aumen Daumen oder Bluet werden mLaWeo uzr,'s,in einen und Blüte / ^^lemdi co gedistilliret oder gebrandt/ mit einem fep nem'gelindenFewer/oder im Roßmist. WlllmandaS Wasser guthaben/ sodistilllre manes erstlich von den Blumen oder Bluten ab / darnach thue Man dieselbigen Blumen/ davon man das Wasser gedistilliret hat/m ein Glaß/ daß man sonstenLircuIarorium nennet/und Hiesse das abgebrandteWasser drüber / verlutire das Glaß wol/setze es 14. Tage in einen Roßmist/ oder in ein La! - ocum narize > zweene oder drey Tage unnd Nacht/ laß drinnen digcriren / darnach thue es wieder in das erste Glast/unddistlllireesm Halnco zizriz? herüber/ unnd jeöffterdudasthust/ je edler unnd köstlicher wird dat Wasser, älembicum nennen die k^eclici bißweilen Helm und Kolben miteinander/ bißweilen muß ihnen der Helm allem ein ^lembicusseytl. lvvrinnen »nd wie sie Brandt werden. »cuz Das XXX. Capitel. Don den Kräutern. S'Nauter die man distllliren wil/ müssm auch fein voll- / ^ömlich reist ftyn / vnd wie etliche wollen / an einem ^ klaren heilen Tag / wie auch droben im 7. Capitelver- /- s, ^ meldet / eingesamlet werden Aber die Theophrastinev !- k halten mehr davon/wetm man sie deß Morgens gar frü^- ^ ^ he vor der Sonnen Auffgang emsamlet/ wenn sie die ' vergangene Nacht mit chren Planeten überschienen hat: So richten sie sich auch fonsten sehr nach den Planeten und li^nis coclcülbuz, und scimlen ihre Kräuter/ etliche tn diesem/etliche in einem andern Zeichen/ wie auß dem schönen Buch/Horn deß Heyls MenschlicherBlödigkeit genant/ zu ersche.i/ welches zu S traßburg beyChristian Müllern infolio/ im 1 576.Is.hr gedruckt ist.Dech varii- ico auch sonsten die c 6 i ci sehr mit ihrer Einsamlung/ darvon wir hie nicht wettleuffrig disputiren wollen. Wenn man nun Kräuter distilkren wil/so streifst matt . die Blätter ab von ihren Stengeln/ und hacket sie.klein / ^ ^ ^ ^ die Stengel aber werden sonderlich im Mörselgequet-, schet oder geflossen/und mit den Blättern unteremandez ^ gemischt/und Wasser dran gegossen/ unnd also mitein- stlUlrmzu- ander in ein Glaß oder Helm gethan/ und in der Aschen gedistilliret. Etliche distllliren sie auch im Sande. Gehen die Wasser unrein herüber / wie den mit etlichen Kräutern pfleget zu geschehen/ so muß mansierettiflciren/ sonderlich / wenn man sie schön lauter hell unnd klar haben wil/ daß sie desto lenger dawren können. Esgeschichtabersolche rectiflcation ausszweyerley «, « , Welse/entweder man n,mbt die blosse schlechte Wasser/ ^ vnd geustsiewiederin den Helm/ und distilliret sie noch ^ einmahl herüber / oder setzt sie in die Sonne/so setzt sich ^ alles / was noch von derUnreinigkeit hinderstelligblie- benist/ im Grunde/darnach geust man dasreine'fein 5^ ^^ructz seuberlich herab vom unreinen. oeyanen. Wil man aber Kräuter oder Blumen also distilliren / daß sie ihren vollkommenenGeruch haben/so muß mans erstlich in vcurrc c^uivv oder im Lsllleo I^lsria? distilli« ren/doch also daß das Wasser nicht heisser sey / denn das man einen Finger drinnen erleiden kan. Oder man giesse das abgedistillirte Wasser wieder über dasKraut / und distillire es zum andern mal herüber. Wil mans aber gar gut haben/so geust man das erste abgedistillirteWas- ser auff andere newe oder frische Blumen oder Krauter in dieSonne oder in etnenKeller/vnd putrificiret sie zuvoz/ vnd brennet sie darnach/so behalten sie auch den Geruch» B ij Wenn Wurtzeln/ wie sie zu brennen. Fleisch/ Blut von t<5 Wenn mans aber gut haben wil/ so geusi man auff dte gehackte Blumen und Kräuter einen Wem / unnd lests «lso einen Tag oder zween stehen (das heissendie Medici Materien) derWeinzeucht den Vcxccsbiiibus die Krafft auß / und distillirts darnach also beydes mit einander hierüber. Mercke / die Kräuter und Stengel können ein stärcker Fen>^ erleiden / denn die Blumen. Bas xxxr. Capitel. Wie man Vöuryeln brennen soll- U?Iennd wenn man dieWurtzeln brenen soll/habe ich ^droben im 9. Capitel angezeiget. Es halren etliche viel k aöon/ wmn man sie im Ende der-HundeMage ein- samlet/wenn chnen dieBlatter ab falle. Man muß sie fein reinwaschen / darnach dörre?./oder abtreigen/ und fvl- genrs in einem Mörsel quetschen / oder fern Acin hacken/ letzlich thut man sie in eui Glaß / und geust Wasser dar- zu und distillirrs also herüber Auffzwo ode^ z.Handvoll Wurtzeln / geusi man fast ein quart Wasser. Man kans auch zuvor mit Wein maccriren/wie die Kräuter. Das XXXll. Capitel. Meman das Fleisch/Vlut/und ande^ re Sachen von den Thieren brennen soll, AS sey was vor ein Thier es wölle / wenn man sein ^-Fleisch distilliren oder brennen wil/ ^0 muß mans Thitten und erstlich todten/^>och also/ daßihme kein Blut entgehe/ andern damach muß mans kochen und alleFettigkeit davon weg- Sachen zu thun/ folgende klein Zehacket/ oder im Mörsel ze'rstos- drennen. sen/und mit feinem lindem Fewer inÄsche brennenvder distilliren/damit daö Wasser nicht stmckend werde.Man mags auch wol zum andern mal herüber distilliren/ so wirdö immer besser. Eappaunen Also muß man einen Cappaunen Erstlich stranguli- wie sie zu ren / und wie e;n Ganß pflücken / die emgeweider weg- distilliren. werffen/ und den Leib Mit Wem fein sauber unnd rem abwaschen/in stück zerschneiden/ in einem geqlasurten Topffthun / zwey Maß rein Wasser darauff giessen/ SÜßholtz /kleiN ^Rosinett sas iij z conloixjX rmuoii, ^ ij lco!opcllclri«»nz Kuci. 5a:mcul> )ij zersrossen/ darzu hinein thun/den Topffoben mit einer Stürtzenfem geHebe zumachen/ und zwo Stunden mit einander kochen lassen/und darnach von sich ftlbste lassen Malten/ehe man den Topss wieder auffmache. Darnach nlmmet mans herauß / und zerhacketsÄso klein und «?r- ftesteölÄ'tsamptden Beinen im Mörsel/ unnd geusi ein wemg Fenchelwasser darzu. Weiter nim von zwölff newgelegcen harr gesottenen Eyern die Torrer/und thue sie auch zu den vorigen Sachen. Darnach denn die Schwachheit eines Menschen ist. Denn man motz sich nach dem Patienten richten / und solche ces, öcc.'barzu rhun/welcheMleich mit einer Lu>2 der Kranckheitseyn. Als wenn einer ein Fieber hat. keci^e klor. Lorra^.tZu^Iotl. violarum aaz >I.i.Lc>nlcruZlUM Lorrs^. öu^joll. Lacliuis?, cickoril, klorum ruoicX, acecolelliLariz ^ vj corr. cicii. ^ ij arznrionum zna z jj. Diese drey stück weil wenig oder nichts sa- von mit übe! demHelm im distilliren herüber steiget/und doch sehr hoch m Geld lanffen würde/ können gar fng- lichen gantz ausgelassen werden, sl^uc. ^osck.couci. z i»izr^ar. f>rzL^. ^ >5b oll. cle L.L. dum. iij^) Zzizrzli cirri Lc sIIzi ZllZ Z »i Xilozloes äiarrboejoa 5is. ^1° cic Hcmmis ij. evisctrsci Sc toor. coöti, cui lu^ertuocie Lc clililllz. Also soll man die Lüng eines Thiers/Item/ die Leber/ das Blut/ die Eyer/Kühedreck / unnd was der gleichen mehr von den Thieren kömpt / distilliren / und muß alles was eine dicke substantz hat/ erstlich klein gehackt / unnd darnach in der Asche distMrt werden/aber nicht verstops- fet/ sonst werden dce Wasser stmckend. . Ich solle wol hier von einem jedern insondecheit schreiben / wie mans handeln und brennen müste/ so wolte es viel schreibens und Wesens aeben/ doch wil ich nur zwey Exempel hier setzen /. nemttch von deß Menschen Blut/ und von dessen Menschen Koth. Blut von Nun im Meyen Blut von eiNem frischen gesunden einem Men-Menschen/ geußeö meinen schönen gläsern Kolben/ sehen/wie daß der dritte Theil vom Kolben voll werde/binde einen eszudistil- andernKoWenMit allem fleiß oben drauff/und setzeesm iiren. ein warmes üM. unnd laß eSM zimlicher guter Warme Das Erste Buch. stehen/ biß der unterste Kolben voller Bluts wird. Denn das Blut dehnet sich auß. Als denn eröffne es / setze einen Helm drauff/und distillier im L Kl. so kömpt erstlich ein Wasier herüber/das ist nicht viel werth/ das aber am boden deß Kolbens bleibt/ das thue in eine Retort an den Schnabel/vermache es wol mit gutem Lehm/ laß es von ihm selber trucken werden. Darnach distillier es hierüber. Wenns nicht mehr gehen w,l / so lasse es .von chm selber erkalten. Denn weiche mit nassen Tüchern den Lehm an den Fingern ab / und geuß das Wasser/ das vom Blut herüberkommen/ wiederin den Retort / vermachees wiederwiezuvor/ und distillier es wieder herüber. Solches wieder zurücke giessen unnd herüber distilliren/ muß neunmahl nacheinander geschehen/ so ist es fertig. Dieses hebe dürnach als ein thewres Kleinod auff. Dessen eingenommen/ ist gut wider alle Nanckhei-^ ten/ und bringt eint seine verlohrneKrafft wieder.Denn em Blut ist deß Menschen Leben/ unnd seine Stärcke. So kommet das beste Blutvom Hertzen: Drumb stär- cker und ernewret es den gantzen Menschen / unnd ist solches nur in der eussersten und letzten Noth/ sosonsten nichts helffen wil/zugebrauchen. Das Wasser von Mensihentoth machet man also. Nim Menschenkoth von einem gesunden Menschen/ Wasservon thue ihn in eine Kolben / setze einen Helm drauff/ setze es Mmschen- in einen Sand wol vermacht / unnd distillir davon em Blut zu di- Wasser herüber/ und geuß es darnach wieder in denKvl- stilliren unb ben/unnd distillier es wieder herüber. Thuees auch dessen T>p zum drittenmahl. So eS übel reucht /so muß ihm sol- gend. cher Stanck an der Sonnen / oder im L. kl. genommen werden. ... . . - Dieses Wasser hat grosse Tugend/und Krafft es tödtet den Wurm an Fingern / darauffgelegt/ es heilet den Krebs/und zeitiget die Beulen unnd Geschwür der Pestilentz / eröffnet und heilet sie auch: Also auch die Fistel / vertreibet die Masen unnd die Flechten/ so von den Wunden bleiben. Ein Tröpfflein in die Augen gelassen / benimptdie röthe uNdHitze derAugen/wendetdasThre- nen/und beist das Fell von denselben. Dieses Wasser eingegeben/ ist gut vor den schweren Gebrechen/ zerbricht den Stein m der Blasen und Nieren/ und treibt ihn durch den Harn auß / ist auch gut vor die Wasser- suchtund ist sonderlich gut/ getruncken/wider das beis- sen eines wütenden Hundes / das Haupt damit gewaschen machet das Haar wachsen/ unnd unter dem Angesicht eineschöne klare Haut. Das xxxil. Capitel. . . ^ VOiemandie^aumfrüchtebrenettM ^s>Im Pflaumen / Schlehen / Mispeln / Nüsse / Bir- ^ ^nen/2lepffel/ vnd was dergleichen mehr ist/ wenn sieBamftl'lch recht wol re! ff sin d / zerhacke und zerstoß sie fein klein und te wie siez» dünne meinem Mörser/ brenne sieöarnach mit feinem brmmn. gelinden Fcwer in einem Helm / der im Sande stehet / und rectisicire sie darnach. Alle Krauter / Blumen / Wurtzeln und Früchte / die man distilliren wil/ die soll man im zunemenden Monden emsamblen / fein rein waschen und erlesen?/ und wieder einen Tag trucken lassen/ unnd denn zerhacken untz brennen. . Das XXXIV. Capitel. .. ^lVie man daö Fewer regieren soll. ^ldzEr distilliren wil/ der muß deß Fewers unnd seiner - "^Zugehörung/Naturund Eygenschafftwisseü/daß oewer/wie er einem Ding Nicht garzu starck oder ^ar zu ein gelinde Hewer/zuvieloder zuwenig Lufft gibt oder lest. Denndamitumv- es ist gar bald geschehen/ sonderlich wenn man eine j^»^' Materien distilllrt/ die^iel 5j?iriru5 oder Geister hat/ woher dieselbige 5pirirus oder das Glaß zerspringen/ wie der Vitriol / Salpeter/ Alaun/ Salmiac/Antnno- nium/Cinober/der Ziegel/ und dergleichen pflegenzu . thun/welche offtgrosseReciplentenzersprengen/ wenn ^ sie nichtLuffthaben/ So pflegen auch bißweilen die 5 Kolben selber von dem grossen starcken Sieden zu zerspringen. Darumb muß man grosse achtung auffsFe- wer geben/ daß es nicht zu starck oder zu schwach sey: Znd das wird die stete Vbungunnd Erfahrung am besten geben und lehren. Man diMre etliche Sachen ' mit einem freyen offenen Fewer/ etliche Mit Kohlen Vn» K,/ ^ci' n'" lUislT e-s. '''7'. - . ÄZsiös c. «ljU UAL.'':. WW ^ - Fewer vielerlei) Graditö. VomDistillirck. Knnd mehr die Kolben Lufft habe« / je starcker das Fewer oder die Hitze ist. Lalncum /vlanT oder Kl^ris hat keine sonderliche grosseHitz / venrer c^uinus, den mansonsten ?^i!ot'c>^dc>rum nennet/ ist eines halben Grades höher/ dieAscheunnd der Sand noch höher. Es pflegen die p^iloso^Ki die^äus der Hitze also zu unterscheiden. Erstlicb haben sie eine laulichte Wärme / wie ein laulicht Wasser /das emen gar nichts verletzet / wann man gleich emen Finger hinein helt / das ist bey lh/-en der erste Grad. Darnach ist ein wermende Werme/ diezun- uch warm ist/ doch also/ daß emer noch ohne Verletzung einen Finger drinnen halten kam Zum Dritten so ist der dritte Grad der Wärme / darinnen einem em Glied kan verletzt werden / das ist öer dritte Grad vor dem sieden. Aber dervlerdte Grad ist/ als warmem W.^sermit Gewalt seud/ welche Hitze ein Mensch nicht ertragen kan. . - . . Andere redens also aus/ der erste Grad ist im La!, oc» üi-iii.zz, der ander m der Aschcapellen/der dritte im Sande/ der 4. im Eyserfeiloder meinem freyenKol- fewer. Das Fewer der Aschen/ sagt) o6 e 1< elc, li z; ist jrarcker/ dann das Fewer deß ö2laLiklariT,äc c^uiu- ra eljr.'cn!^ czno. z. Vliiaäius cic lecrecis cz^>. i. und c «lc> pni!oiv^!:c)ium. ^ Die ersten z° x;>-zcjus werden im Distilliren gelobet/ aber der 4. gehöret zu Metallen. Wann ein Fewer so heiß ist/ daß ein Metall darinnen fleust/ so ists w:e etliche reden/im vierdten Pnn-:tdeßFewer6. ^ , Wann man etwas in einem Glase einsetzet / so muß Fewer / wie man das Fewer fein mehlich lassen angehen / . unnd dar- cövmer nach immer ein wenig starcker werden / sonsten zerspren- Glajerzli gecman die Gläser/ und verleuretalleMüheunndVn- mchen. kosten. Darnach muß man es m einer ftmen guten gleichen Warme halten / und zu letzt von sich selber wiederum!) erkalten lassen / und alsdann erst das Glaß herauß nehmen. Besiehe auch das zo. Capitel im Ende/ Item das^o. Capitel dieses Buchs. Das XXXV. Capitel. Von Rectifiarungdergebrandten Waffer. Wasser/so HV?Änn die Wasser gebrandr seyn/so muß man sie noch gebrandt/ ^-^ochweilen recttstciren oder rechtfertigen / daß der wlchzli Brand und die Wässerige unnd pflegmatlsche Natur nclificiren. herauß kompt/ oder ja zum wenigsten gelindert werden/ daß sie desto krafftiger und tawerhafftiger / unnd Nicht so -'5 bald zerstöret werden: Dieses geschicht nun / wie droben nn zo. Cap. gemeldet/auffzweyerley Weise. Wcher in ^ der Sonnen macht mans also : Man nimpt eine üer Stmicn indene Capelle/ und thut sie voller Sand/darnach geust man deß Wassers so viel in em Glaß / auffdaß es halb voll werde/und verstopfte vnndvermachts oben wol mit einem stöpffel/ und bindet ein Leder drüber/ und setzetS in den Sand / etwann den z. theil deßGlases tieff/und stellet 40. Tage in die Sonne. Und ist solches am besten in den HundStagen/dann da wird der Sand am Heissesten/ vnnd kan durch dieselbige Hitze deß Sandes jrhe überflüssige Feuchtigkeiten Wassern zum besten rectisicirt werden Man muß aber dieses nur denen Wassern oder Materialen thun/die sonsten viel überflüssiges oder wassenche Feuchtigkeitenbey sich haben. . Aber die Wasser/ so>onsolchMftwrigenSecreten vnd Materialen gebrandr seynd / die eine feuchtige Natur vndComplerion bey sich haben/ die mußmantem- periren vnd-von ihnen ihre übermassige fewrige Cholerische Complexwn mildern 0der lindern / sonderlich wann sie vordem Brand in Brandtenwein sind eingebeitzet gewesen. Dann da ist das Fewer zu Fewer/ HltzzuHitz/ Warme zu Warme kommen/ und sind dadurch die Was- serschier zu einem hitzigen Gifft worden. . , - Darümb muß man denen nun alsohelffen/ man stillet und vermachet ihre Glaser / in gleicher maß / wie zu vor angezeuget / und setzt sie darnach also den;. theil mit ihrem Glaß in einen feuchten oder Nassen Sand eines Wen Kellers / oder grabet sie in den Grund eines Men feuchten Kellers /i. Monat lang/ oder auch wol länger darnach die Complexion deß Wassers hitzig ist. Wann man jährige wasser unter newe thut/ oder son- . ^ - steni. oder mehr untereinander menget / sowerdensie / wi( jn? gemeiniglich trüb und weiß / wie eine Molcken / so thue '"Mm. moder z. Pfund Wasser/ ?. oder8. Tropffengurm jlireclist mm. weisien Essig/ soschlegter die Weissehmunter auff den Boden/ und werden die Wasser wieder klar und lauter. Das XXXVI. Capitel Wie man die gebrandce Wasser halten soll- SsAAnn die Wasser gebrandt unnd gerectisicirerseyn/ Wasser wie ^-^und man sie zum Mtz wegsetzen wil/ so soll man sie und worin meinen femen saubern reinen Krugoder Glaßthun/ siezuver- so ein eng Mundloch hat / fein sauber außgewaschen ist / wahrem und soll sie oben mir ».mem stöpffel fem dicht und wolzu^ stopffen. NlM theil Wachs/2. theilHartz / anderthalb theil Terventin/ anderthalb theil klein gepulvertes Ziegelsteins Pulver / zerlasse es alles umeremander in einem sanffremFewet/ und lasse es mchr sieden/so hastu eine ftine Materien / damit du die Glaser unnd Kruge oben zustopffen und vermachen kann. S etze sie also m den Keller/ode: m einGemach/das nit zu kan noch zu warm/ noch zu feucht ist/ srnsten werden sie bald wandelbar. Besiheauch dasz8. Capitel. Das XXX VI! Capitel- Wie man dieGlascr halten und handeln/reinigen vi.0i.tz^a)neireiisell. ^lNAnnmanimWinrec Wasser wem Glaß geust/Gläser/wie ^^vnd lest duv Wasser darinnen gettieren/so zerfprlN' rem vnd getS- Deßgletchen geschicht auch wann mans balde in ma- ein heiß Wajser leget/ weil das Glaß noch kalt ist. Wil manGlaftz /ftiN rein machen/so thu manKieyen und feinen kleinen Sand/ der fein klein gesteht ist ymem/ Und gieß darnach warm Wasjer dazu hmem/doch daß es Nit gar zu warm oder heiß sey So muffen auch im Sande keine grosje stemlem seyn/ drumb muß man denSand zuvor sem sichren. Mit diesen Sachen soll man dasGlaß schwencken /so wirds fein klar und rein: Ftem/ o-mde elN Tüchlein an em lang Höltzlem / und reibe inwendig fern auß / zu letzt spüle eö mit Wasier ab« OdernimAschememKessellcheN / geußLaugeoder Wasser draujf/ und lege das Glaß auch ms Keßlichen / setze eS also miteinander über das Fewer/ laß sein gemeh- lich steden / fö wirds schön hell unnd klar / wie ein New Glaß/laß darnach von sich selber erkalten. Also machet man auch Kruge und Flaschen rem. Wie Man zerbrochene Gläser wieder zusammen lei-so men und gantz machen soll/zeiget Lear. z. zerbrochen ^ 2.7. mtt diesen Worten an/ Eywelß eine lange weile ge- wide:gantz/ rühret / unnd mit ungeleschten Kalg vermenget / lötet zumachen, und leimet wol znsamm^u die gebrochene Gläserstucke/ auch alle indlschd Geschir:/ also / daß sie nicht leichtlich von einander geloset werden. Besihe anch^i^lcl. rur. 7. sz. , Wil einer ein Glaß glattiren / verlutiren oder mit Gläser/wie LehM überziehen/ wie bißwellen pfiegetzu geschehen / sie mir Lehm wann man emeMaterlen Mit starckeFewer treiben muß/ zu überzie- so nimpt man Lehm / und machet ihn fem weich/und liset hen. alle Stücklein fem rein herauß. Darnach mmpt man auch Scherwolle/ fem klein zerpflückt/ ünnd thue sie m den Lehm / und ktopffcs fem klein untereinander / daß eS wird wie em dünner Teig oder Muhß. Darnach nimpt Man emen PMsel und tunckt lhn darein/und bestreicht dz Glaß von unten an / biß herauffüberdiehelfft/ sofern die Mareria gehet / die man darinnen brennen wil. Laß anderSonnen'treugen/ so wehret em Glaß lenger/ dann sonst andere 4. oder fünff. Wann mans aber nach geschehener Arbeit außnehmen wil / so laß es fein lang- samvonsich selber kalt werden/sonsten zerspringers. - Wil einer einen Kolben zerschneiden/ so binde er nur G.aser/ einen Faden Schwefel umb das Glaß/ und zünde ihn sie zuver- an/ und wann er außgebrandt ist/so fahtt Man mit dem- Ichneiden, selben Ort deß GlgseS gehlmg ins kalte Wasser / so spränget das Stück ab / oder schneide es mit einem keu- Asser/so M.ivor- öder schlahe das Stück oben ab/ so wirds wegspringen/ so weit öu es mit dem glüenden Eysen getrieben hast/ wie droben auch ist angezeiget worden von den Instrumenten. Lzs?^ 11. s. Kolben unnd andere Gläser/ damit man im Sande dtstilUren wil/die müssen fem rem seyn/ und nichtviek Sand oder Steinlein in sich haben / welches man dann an den Glasern balde sehen tan. iij Aas Erste Buch» heiten deß Heryenscuriret werden/ tm Kupfer/ dackjL alleKranckheiten der Nieren mriret werden / im Bley damit alle Kranckheiten der Miltzcunret werden / ,m Zinn damit alle Kranckheiten der Leber curirer werden / im Quecksilber damit alle Kranckheiten der Lungen curi- retwerden/unndnnEysen/ damit alle Kranckheiten der Nieren curiret werden: Wer sie nur recht zur Medicin s?rTj?Ariren und zurichten kan. Ob schon bißwfilen grosse Kranckheiten durch mccjiczmcriri» aus den mcrzIIisgenoMMen/ könnmeu- riret werden/ so sind doch mersUics nicht gnugsanialle und jede Kranckheiten angedmteter mcmbiorum zube- nemen/ ja sie können auch nit ohne Lebens gefahr in allen Kranckheiten gebrauchtiverden / wie die 1^2x15 gnuasam bezeuget. Man muß aber diese Artzeneyen Mchtbey den Galeristen/sondern bey den Theophrastmern suchen/ dasie kllein zusilwen / doch hiermit Galenistenunverachttt / dann sie curiren gleichwol auch. Mir wolt es hier zu viel werden/ wann ich von diesen Sachen allenweitleufftig schreiben solte. Vor das z. so stecken auch viel Heinriche kräfftige Me- dicinenin den Edelgeste:nen welche der Leute vermeinen ^ ^ zu haben / wannte die am Halft oder Fmgertragen/ ^ wie etliche davon schreiben wollen /sondern es haben söl- doch die grosse GeschlckticlMtund treffliche Handgriffs che distilllrteWasser diercch?eNaturun ^ualirarcs ihrer dazu gehören/ehe man diese Artzneym bekommet. Eö sind abernach diesemnoch andere meh?»« Da« XXXVIN. Capitel Wie man gcbraiidle Waffer hatten soll / daß sie lange wehren. ^ sfXIx Wasser wehren nicht viel über ein Jahr/sondern Wasser / ^brechen und verderben nach einem Jahr leichtlich / lange gut sonderlich wann man sie nicht recht helt/ das ist/ wann zu behalten, man sie an der Sonnen nicht wol rcctlsicirt/ auch nicht recht verstopftet werden Sollen sie aber desto lenger taw- ren/>so müssen sie alle Jahr m den Hundstagen 14. Tage oder lenger/wiederumb in die Sonngesatzt/ und da es auch die Noth erforderte / durch einen Sack geleutert werden. Besihe auch das z6. Cap. Das XXXIX. Capitel. ? R. /kL15 l 0, VoNdM Vnlversalüzu« lange nun weiter ein jedes Wasser wetet/wie ein ^ - ^^jedes ^rXsZzrirr wird unnd worzu oder vor welche Distillir- Kranckheiten ein jedes nutzlich und dienstlich ist/das mag lunst/wie man weiter nachsuchenim Distillierbuch Hieronymk ^te dieApo- Braunschweigers/und anderer mehr, keckelhaben. Cs ist aber hier wol zu mercken/ daß bie gebrandtek? Wasser nicht nur ein blosses oder schlechtes Wasse: seyn/damit emk^cciicuz'wentg außrichten könne Krauter an sich / wie ans dem Gernch unnd Geschmack derselben leicht abzunehmen ist :zugeschweigen/ daß sie mit grossem Nutz und augeschemlichemEffect in allerley Kranckheiten/ auch von den vornembsten kicäicis jederzeit gebraucht worden. Sonsien ist anch unleugbar/ daß ein rechter Art istausdeN Krautern oder andern bu8N0chVielaNdereherrliche mcc>icsmcucspta.'parircN könne/ als ein Saltz/ein exrl!i«5k,ein ell'cnrizm. Linöhl/einen Balsam/emen lpilirum ringcnremomnc VIVUM, undeinkvia^'llcrium, welches offt viel bessere Medicinen seyn/die aüch vielmehr Stärckennd Krafft haben / dann gebrante Wasser. 'Also macbtman ein Saltz / aus Wermuth / Rauten / Beyfuß / Salbe») / Roßmarien / Krauftnmüntz / unnd allen andern Kräutern/ :c. aus Cal>Nuß/Zlmmet/ NegeielN unnd aller Gewürtz. Item ausMenschenblut/ aus MenschenV^ rm/undandernSachenmehr.EinOIeum distilltrtman ausVictriol/Antimonlo/Terpentck/Menschenbeinett und Marck/ MenschcnblU?/Schweffel/Mercurio/Per- len/ Tartaro/ Cynamey Bittter / Eyer / PeterMgen / Ziegelstein/:c. Man macht aus Krautern. Metallen Perlen/Stemen/Corallm/Marcasiren/ Agt^ ftein/ Hertzen Weinbiüth/:c. Müssen aber dieselbigen hier alle bleiben lassen/ obs wolvortreffliche Artzneyen seyn/ die viel Jahre taüren Und wehren/ dann es sind nit Sachen voz den gemeinenMann/nnd wollen solche grosse Geschicklichkelt und Bescheidenheit haben/ wann man sie pr-rpariren soll/so gehöret auch grosserVerlag darzu/ derentwegen diese Dinge vor den gemeinen Mann m ci- neHaußApoteckcn zuviel seynwolten. ^ui^erszlez Darnach so sind auch Vniv'srtslez ^eclici^z?--das ist/ solcheArtzneye/da man ekn jegliche zugleich voz vielK :au- ckheit brauchen kan unter denen ist der öbersteKayser Und König unter allen Artzeneyen/ der^räfftige und wunder- bare^zpis^KlIolopi)o>ü,denGottm derNatuzgepflaw tzet und in die Etde bersteckt Und verborgen hat unnd den viel Leute suchen / wemg aber finden. Wird aber gleiche wol von etlichenflelssigen sinreichen/ hvcherfahrnen und frommen GottsfürchtlgenLenten qefunden/^nd in grosi sergeheim/ wiedaün wol vonnöthengehalten. Dann dieserttXmarircs. wann er aus der unreiffen rothen mi. ver-t.iN seitter rechte reissun^ und vollkomene röte/ durch deß Meisters Gebett und Geschicklichkelt gebracht wor- den/so heilet er innerktch alleKranckheiten / wann er in demLeib gar M einer kleinen äol; genommen wird/so heilet er auch eüsserlich alle Leibesschaden/ wann ervon aussen aufgeschmitretwird/wie das Buch öucc,- Ä-e genandt/correÄor fsruai um genandt/c.l l.NNd Viel andereBücher mehr/ sonderlich aber Locler verirsri s > sonstcn1'urba?k;ilolcip^c>sum,genandt/attßweiftN. Medicinen stecken viel grosse treffliche heimliche Medicinen so inMetal- in den andern unvollkommenen Metallen/ als im Silken stecken. der/ damit alle Kranckheiten deß Haupts curiret wer- dtt?/ im Golde oder auro xorabil^, dtumt allk Kran^« ie- Z c! lZX, die zwar Nicht vor alle / aber doch vor viel grosse Kranckheiten dienm/als dasM-^iticrium pcrlsrum.I- tem das Wermuthsaltz/das ^uacc oder psuzccÄ, lzb.i.c.7ö.cc>^i^ czuoä mccljceru^ omni^9 mordis,daß sie gut sey vor alleUeyKranckheite wie auch derName dieser Ärtzmey Mitbringet a u>z s-«» -.-eS- itx, clt meaicirlz psrüicÄZ.sn iir ltcrba> sa vcrc» ^An?s5crul»rei ^cncri8,?!in.1ib.4.c.^s. rnaivam omlii m'vrblA vvcaizr.Lc crgcluur,s, ^uiz riäic lucci ejuz climi6iülorbeac c^acliü omriibuZmczr- l)i8 czrirurum. L^olan^umem Llirilii.sisuzcXsm i!° omnibusmorblZ lalurcÄaäkerzxcklcjlläico. Danckhab das edlc'thewre Blut/ Das alle Schaden heilen thut/ Den wirvonAdam haben empfangen/ Zum theil anch von uns selbst begangen. ^crnksi-6.5erm.6i.M carnic^. (Zui^rsrnsämork?, c^uocl morre Liuiüi von sgNccul,WättNMaN7lUrwusie/ waseswere/obsÄn GeMchsder Erden/ oder eme rsrrz?l^illarz, oder eine Wnrtzel/ ob^ einKraut/ oder sonst nur ein gemacht Dmg were. O iolcoriäes nennet oas l.iAuliicum'vder I-/Auliicum , szanaceam. Unsere lvlccliciMachen undverkaussen jetzo die pZllzceam umb ein broß'siattlichGeld/daZum weie es gut und zu rathen/ daß sich die .vic^icizuvor miteinander darumbvertrügen/was es were/ein Maut/oder Wiirtzeln/ oder Saa- kne/ oder Blume/ oder sonst ein gemacht Recept/ so wollen wir uno'darnach dteselbige p^nace^m in unser Hauß Apotecken auch zeugen. p I l NI u z schreibet auch lil). 25. c 4. von einem Kraut / das erD v cjccsrticollAennet/unH saget/ wann man das »m Tranck mit etNehme/ so heikt es alle Kranckheiten. C.s werc aber auch gut cin Bnesslein darbey/wie man pfleget zu sagen/daß Mans glauben köndt. Äann?Iir,iu! schreidetviel daß er nie erfahren/aber nur m andern Büchern gelesen hat. . darclanu s schreibet lik. 6. c. 10. von seinen Wunder- KoMauk dingen oder subtiliteten/ daß die örzztics oderdas Kohl- trautzugleich elneSveiß und'Artzeney sey vo! alle eusser- Spei??" liche und innerlicheKränckheiten/denn solten die Artzency. s'cn Bawren verbieten. Denn dieser einig grüneKohl macht/daß sie ihrenthalben wol verderben müsten. Doch halte ich von te Vv i vcrl-il gar viel/ daü eö ist gewiß/daß die Leute so v iel Kohl essen/gar lange leben/wie man mit Historien beweisen könte/wanns die noth erforderte. 5zl UiiriX undZall'zrcsii.sindzweyFewercürire s>^ir- 6a.c2!cuWm,po6z^zm,«ndalleTarta!tscheK!anckhei« ten/dann sie verzehren den l'ai rarum, der den Leuten alles Hertzenleid i»l Händen und Füssen/ Knien/ Rücken/ . und allen andern Miedern / deß Leibes zufüget. Die rechte k^umis Lsllamira, soll auch eine solchegu- ttArtzeneyvA'MttleyArazckheitenseyn/ wie il'«? Z W« z ' WiÜW' kiiijMj I-KZ5: Mi! . «Kd- !»SK Miij Vom StMmn. K.eu5aeru! inöerprXtariovmdie ?ancic>ram anzeiget. SoFecket au6) in reverberilten und figirtenSchwesel Ane solche univcrlzliz me^icma.irem im^nrimonio^in der Striglschm re> li^Mar!», we:l dieselbige einen gül- dlschen Schwefel hat/außgeno'miue.? etliche Kranckhei- ten/da dte?erra li^illzcz Nichtvorhilslt. So brauchen auch die Xlcäic, Wider alle Kranckhei- ten/ die sie sonst Mhteuriren können/dre Wurtzel ck/na: d das G»ajacenholtz al6 absondere Gottes Gaben unter den ve^erskililzus, die Gocr sonderlich da- rumb gegeben / daß siehelffen soll wann andere Medica- ment nichts helifen wollen.DiePohlen haben ih:OUven- öhl/ die Preisen ihre MunnaiN imDantzlfcken Bier/die Engellender und Schweitzer / ihre Mücd/ die Mercker / Pommern und Meckelburger / ihren Speck und Kohl/ der schmeck ihnen aus dermafsen wol / wer den ntt maz den schlag der Bödel/ pflegen sie zu sagen/ das seyn alles VllivcilÄlcd !^ech cwX,nach eines jedem Landes/unnd desselbigen InnwohNer Gelegenheit. Das öhlund die c^umra clleuriz loli 5 ist auch innerlich ^uwrT -z- äusserlich gut für allerley Wunden/Beschwer / und lcouL ^'Kranckhetten/ in semer Wundar- ivozuslk meldet / daferne anders dasselbi^e Buch deß 1° Kc- dienstlich. Weiter so seyn anch etliche Präservativ/' so denMen- schen gewaltig praserviren wider allerley ^ranckheiteu/ g!cum als das t)leum .XI ei curil in KHUZ rori(j!>. das lst iN blut-" »crcuni süß öhl/und hat ein bmchdringevdeAtt undTugend: tiuMch Wer desselbiaenöhleS z. oderH. Tropffen alle Morgen Villg. nüchtern in Bibenellen-Wasser einnimmet/ unnd z. Stunden darauffschwitzet den soll sein Lebenlang keine Ktanckheit berühren. Dann esM die natürliche Hitze oder Wärme mehren und erhalten / das Gemüth unnd Hertz stärcken/und alle Gliedmasien eröffnen/ und sollen dle Leute/ so solches brauchen immerdar m junger Gestalt bleiben. Was Iticop^rattusdonÄ^illo^ullL schreibe't/nem- lick/das e6 Vor allen morkis einenMcnschen pr^sezviren sok das mag einer der zu solchen dinge lust hat/ in semem Büchlein cle livilliz plaoersrum, in itAiIIo I.UNT leseN. ^lderbcerc Es halten auch etllcheBawren viel von dm abgernhr- derBawrm ten Holderbehren/ clcbzcciil-mbuci.dasistder Baw^ Mac. ren Tyriac / wann sie den in etlichen gewissen Zeiten deß Jahrs brauchen/sollen sie lang leben/ unnd immerdar ftisch und gesund seyn und bleiben. Dlß sey also auffdißmal gnug gesagtvon dm Vm vcr- szlilzu s und etlichen andenMcLH muß hier gleichwol dm armen Haußwirchen noch -)einTheophrasiischeS Schulpößlein oder ^ zu ihrer Notthurfft offenbahren/als erstlich vomSaltz/ wie man allen Kräutern ihr Saltz außjichen kan- Aber dieses ge- schicht auffmancherley Weise. Etliche ziehen erstlich das Wasser vondm Kräutern/ durch das B.M- ab. Darnach thun sie die tcccs, die vn- ken am Boden überblieben seyn/herausser und calcimren in einem reverberier Ofen/ damit das Wasservollent herauß komme/ unnd die tecc? fast einem Pulvergleich werden.Folgmds dissolviret man dieselbigePulver zum öfftern mal in seinem zuvor abgezogenen Wasser / unnd distilliret das hernach dmch iinenFiltz/wie droben im 12. Cap. gelehret ist. Darnach nimpt man das gedistillirte und durchgesiegene Wasser/ und thuts in einegeglasurte oder ccllzv Schüssel / und setzts an die Sonne/ oder in eine Heisse Aschen /so treibet dieHitzedie Heisse Feuchtigkeit auß/ und bleibet das Saltz in der Schüssel ligen. Oder nim die Krauter auß welchen du ein Saltz machen wilt/reisse sie ab von ihre stengeln/und lege dieBlet- ter allein /die Stengel auch allein / und laß ein jedes an seinem Ort feMußdorren in einer Kammer da die Lusst darzu komm kan. Darnach nim das anßgedörte Kraut / brenne es in einem Topsszu Aschen/ unnd das thu so offtbiß du Aschen gnug hast/ die thue darnach in einge- glasurttS theuern«? Sdsrksrc»tklt Geschirr / geuß Saltz auß Kräutern juextrahi- tt». ^9 genwasser oder sonsten ein gedistlllirtes / vderabernur ein schlecht gemein Brunnenwasser drüber / laß es einen Tag oder etliche stehen/und rühre es täglich wol durchei« nander.Darnach seye dasWasse? fein mehlich und sacht« ab/in ein ander Gefäß / oder seugees durch/geuß wieder ander frisch Wasser in die vorige Asche / und thue das so lange / biß du im Kosten keine Scharsse vermerckst. Zu lctzt geuß die gesamlete Wasser die du von der Asche abgegossen hast / alle zusammmin einen gläsernen Kolben in einewarme Aschen oder Sand/unnd mache oben gar nichts zu/ biß das Wasser gar außrauchet/so bleibet das Saltz unden auffdem Boden liegen. Dasselbige Saltz brauchet man darnach wider die Kranckhetten / wider welche ihre Kräuter dienen. Besche auch droben d as A, Cap. im Ende. Das Xl.1. Capitel. VonAmimonü Glaß. ^«UchNe Metallischeunnd Mineralische Medicament köstliche herzlicheArtzneyen/ wann sie rechtzuge- MaßwieeS richtet und gebrauchet werden. Ich thue schier den Sa- zuzurichte/ chen zu viel / daß ich so weit gehe/und wird nicht fehlen/ und dessen es werden mirs etliche hoch fiir übel halten/ daß ich sol- MrckunK, che Gehe^mnuß so gemeine mache. Doch erfordertö die Liebe deß Nechsten/ daß ich etwas in diesen Sachen thun muß/ das ich sonsten wol unterwegen liesse / und die ist - Iull8 6i v>ni unnd man muß GOTTmehrgehorchen/ dannn den Menschen. Nlm^uliinOniul>,oder5ril>mm, zuTeutschSpieß- glaß 1. Pfund oder wie viel wüt/stoß es in einemMör- ftlfein klein/ setze es »n einer geglasurten Schüssel über ein Kohlfewer/ rühre es Mit einem eysernen Spatel umb / das es mtschmeltzet / und laß den Mercurium da- voti wegkriechen/wann sichs zusammencalcinitt/so thue es wieder tn einMörftl/zerstoß es wieder fein klein/ thue es wieder in die Schüssel/rühr es umb/wie zuvor/unnd Wechsel solang ab/wie jetzo gemeldet/ biß es nicht mehr rauche/darnach schmeltzeesineinenTiegel/undgeußeS in ein Becken/ si>hasr du ^vnmoruuw Glaß / das stosss darnach klein / reibe es durch ein klein Siebtem/ so hast du em edel Pulver vor allerley Kranckheiten / allein die «loli 5 muß sehr klem seyn. Thue dessen eine halbe Messerspitzen jn ein halb nößlr« chenReimschen Wems / laß über Nacht also stehen/ trinck deß Morgens den Wem auß / so wirst du sehen / was das thut/beydes unken und oben/wans gar zu starck wircket/so soltu nur i. Löffelvoll oder warme Suppe essen / so Hörers bald auffzu wircken. Dancke Gott vor seine Gaben / es wird dir viel gutes thun / unnd brauche darnach deine Gesundheit zur Ehre Gottes/so wirds Gott nicht allein dir/sondern mir auch reichlich belohnen / daß ich dir mit diesem Schatz/geholfen / und du denselbigen recht gebrauchet hast. Doch soll man wol zusehen / wenn mans gibt/ kram- cken / sehr schwachen / oder jungen zarten Leuten / Fra-- wenbildern/dienet es n;chr/ sondern zimlichen starcken Leuten/darzu die das Brechen können außstehen / odet gewohnet seyn. Das X5.II. CaM Wie man Öles machen soll. AUS einem jedem grüum Kraut zeucht man erstlich ^ ^dle s-kleßma darnach das Qleum,mankan oben auff 5 ' ' dem fklc^msre bald mnen werden / wann das oleum ^ ^ kompt/nemlich wann oben auffdem ptilc^msre einTro- pfen ode? lOIcumoderFettes beginnen zuschwimmen/° doch ists viel besser/ wannman solches mercket/ daß man alsdann die Materien im Glase 14. Tage in einen Roßmist setzet/und darnach in der Aschen distilliret/ so gehet sein oleum viel besser herüber/ und vielmehr als sonsten. Die Art mit den öhlen zu curiren soll man in grosser achthaben. Danndader «.omulus polliovon Käyser Augusto gefragt war/ wieer so einen frischen gesunden Leib biß m das hunberste Jahr behalten hätte hat er zur Antwort geben innewendig mitHonig/Wein/ «ußwMdißMitOehl Besihe^rt»enzeum Und?liaium, iitz Da6 2.9 Violsafft Zumachen. Das X l-11 l. Capitel. Blaw Violenöhl und Violensafft. N>Im die Blätter von den blawenVwlen/eme Schüs- Blaw Vio- ^sel voll i. oder z. darnach du es viel machen wilt/zer- lenöhl/wie hacke sie mit 2. Messern sein klein/ wie man den Svcck es zuzurich-zu hacken pfleget/ lege zwischen 2. Teuer/ ooer andere ten. Brerlem / presse den Safft heraus?, Erstlich mich mau nicht hart zupressen/ daß er nur anhebet zu tropften/ wanns eiii^ weile getröpsset hat/ so zeuch dle S -rauben besser zu / daß eö noch besser tropffer / darnach aber also/ und abermahlen also / blß eö nicht mehr tropftet/meiner Stunde oder lncinerhalben/ kan eines außtröpsfen Darnach genß das Glaß in einen Kolben / halb voll/ di> stilller oder zeug das Wasser davon/das ist weiß/wie ein Wasser. Wanns begünnet grün zu kommen / so höre auff/ so wirsru das Oehl im Kolben finden. Also macht mans auch nur dem Rosenöhl/ und allen andern öhlen. Das sind öle besten und kraftl igste olea die man haben kan. ^ Wilt duesnitbald machen/so laß dle Violen nm ab- tkeugen in einem ^leb / in einer Kammer uund verHege sie. Wllt dn es darnach machen / so wirsss nur m ein Wein / es sey blanck oder roth / daß es drmnen feuchte wird / und wieder anftgmllet/ hacke eö darnach/und mache es wie zuvor gemelt. Wilt du einen schönenViolen oder Veikchensaftt machen/ so mm der Violenblumen i. viertel eines Pfundes/ unnd i. Pfund Zucker/ stöß sie meinem steinern Mörsel auffö klernest^. Darnach Nim den Zucker unnd clarifictre ihn / unnd siede ihn zur bequemen Dicke. Alsdann rühre die Violen drem/ und seye den Saffr wieder durch einTuch/ sohastdurechtenViolensaftr. Besihe weiter das 94. Cap. Bas X I. I V. Capitel. WiemanGewürtz öhl machet. Oehlvon ^ß^so machet man auch von allen Gewürtzen Oehl/ Gewürtzen ^alsvonMuscatenblumen^/ Muscarennüssen/ vcn zu zurichte. Nagelein / Zimmemnden / :c schneid oder stoß sie klein/ je kleiner je besser / schüts in guten Wein / je besser er ist/ je besser das öhl wird/laß einen Tag und Nacht stehen/je langer es stehet/ je besser es kvird Thue es darnach in einen Kolben setze einen Helm bränff/ klebe es zu/ mm em Tüchlein bestreich es mit ^ehm / unnö klebe es vmbher/ distlllier das Wasser vnd das öhl davon/ dann sie kommen beyde miteinander/ das Oehl liegt auff dem Wasser manschet fein oben das Fett liegen/dann eines hilftt dem andern herauß steigen/ das öhl ist schwer / dasWaj- ser muß ihm herauß helffen. Darnach thue die l^ccie s die du also gedisttlliret hast davon / geuß das Wasser vnd öhlmiteinanderwiederin denKolben/ unnd dlsilllieres wieder herüber/ so kommet dann das Wasier allein/ dann das ist das leichtest / das steiget m die höhe / das öhl bleibetvntenimKolben. Wanns ohlkompt/sosihet mans bald oben schwnnmen/so nimpt mans abe/so bleibet das Wasservnten im Kolben. Das XI.V. Capitel Vom Terpemmöhl» ^Im ein Pfund 2.. oder z. Terpentin / mehr oder we- ^ ^Niger / darnach du viel oder wenig machen wilt/chue ihn tn einen Kolben/setze einen Helm draussverlutire es/ und gieb ihm erstlich ein fein gelind Fewer/so kompt erstlich das darnach dcr^pilirug, welcher vtrl kleiner ist dann das pKIcxmÄ, unnd schwimmet auffdem vkle^msre, wielnanssihet. Glb lhm Nichtgarzu starck Fewer/sonsten zersprengest du das Glaß. Wann der hlrirus davoüist/ sogtbtmanihmstärcker Fewer/ so kompt das öhl / letzlich bleibet die color i'onia vnten m dem Glase/ die kan lüan den Fiedlern oder Geigern verwüsten/ daß sie ihre Bogen damit schmieren» Terpentin- Dieser lpüiru heilet ein Fleischwnndenin 24.Stun- öhlwo für den/so ist das ohl em heilsam trefflich Ding. Iadieser eszuge- lpiriru s ist em Bal«am/der alle Fleischfaulung hindert/ brauchen das öhl ist gut zu allen kalten Kranckheiten / unnd sonderlich zu den Nerven unnd erstarrenden krummen Gliedern/ vertreibet den Grind aus der Nasen/die Schrunden unnd Risse der Nasen unnd Leffyen/ heilet die Wartzen an der Brust / erwärmet unnd stärcket das Das Erffe Buch. Hirn/ vndmmptakesem Flüssehinweg/starcketdm verstand unnd das Gehör/ dienet vor den Krampst/ erweichet alle harte Geschwer / ist vor das Stechende Seiten/ deß Morgens dieses Oehls in Wein eingenommen/ treibet mit Gewalt den Harn und Stem/ hnltt die verwandten unnd verletzten Nieren / davon ofts das Terpentin- öhl wie es gemachet wird. Blurharnen erfolget / ,ft gar köstlich und gut wider btt Pestil>.ntzlsche Fieber/ unnd ist sonderlich gut wider dm Krampst / so den Verwundren pflegt zu wlederfahren. Den Magen damit geschmieret/ erwärmet ihn / uvd er- weckct Lust zum Essen / ist gut vor allen Husten unnd für die Lungsucht / macht ein guten langen Athem / erweitert die harte verstopffteBrust/ wehret dem schwinden deß Marcks in Beinen / vertreibt nn Leibe die Wurme/ das Grimmenwehe deß Magens unnd Därmen/ heilet dieiNwendigeGeschwer der Lungen/ Leber / Magens und Nieren. Außwendig heilet es alle Wunden / Krätze / Räuden und außsetzige Flecken / ist sehr gut den verrückten und erftornenGliedern/vor das Gliedwasser/zu den Beinbrüchen / zu allen glfftigen Blattern / vor die Frantzosen / vertreibet die Narben / so nach den Wunden blttben. Das pKIeZma istgut dem Weibsvolck/ dann wann sie das Angesicht bestreichen/ sobekommen sieem fem vonTerpen- klar^ell. tm wozu es Wer den Stein hat/der brauche alle Morgen deß8pi> dienDch. ricu5einTropffenoder4.iN3(juz vlcX.WemoderBran- tenwein/ so verhindert er die marerism czlculoizm oder den rarrarum, daß er Nlchtzil Stein werden kan/sondern muß durch die Urm Mit weggehen. Bißwellen kompr in der Dlstlllation deßTerpettns gar ein sawer herber brauner Essig mtt herüber über denHelm/den muß man vom hnricu absondern/ist denBalbiererngut/dieWundefl damltzu beitzen. Bas XI.VI. Capitel. VonÄgtstemöhl/ oderOIeo 5ucci'm. ^tGtsteinöhll/oderAugensteinöhl/ oderBörnenstein ^ohl/wud also gemachr/nimi.pf.luccilli geuß em halb oderBd' ti- NößleinWein dran/laß4.Tag drauffstehn/ darnach steinöhl/ zeuch :mt gelindem Fewer den Wem wieder ab / und gib wie cö zuge- lhm darnach starcker Fewer/ so folget em gut öhl/ dessen ücbl/^cm/ man etnenTropjfen wol mit ememSilbergroscheN m der ApottctVn bezahlen muß. Es dienet wider die schwere Kranckyeit/ und wann Mans mit Negelöhl braucht/ jedes 4.Tropsfen/thut sie in einWolle oder silberne Apjsel/ traglö bey sich/und reucht dran/ so vercreibere die Flüsse im Hauvc/ ist auch denen sehr gm/dle sich vorm Schlage und derglelchenKranckheicen besorgen/lstgesuud vor die giffllge Luffc/ deß Morgens ein Tröpftlem in dir Na- selocher gestrichen. Dn y Tropften Mit Anyßwasjer eingenommen/ oder in emer Suppen/ stillet die weijsen Flusse der Frawen/ siarcket die Geburt der Frawen/und hilfst denen die Blut außwersfen/ und husten /dienet wider die Schwindsucht. Item 4. Tropften in Fenchelwasser eingenommen / treibet unnd fordert die Geburt der Frawen/ Item / also gebrauchet/ ists sehr gut wider den hinfallenden Sc-'icg/ d. Kraut oder die Blinne/oder die Wurtzet /Hacke sie klein/ stoß sie ln einem Mörsel/ daß sie SaffMommen/ dann thuesieinein Glaß mit einem Löffel sgreifftS nicht an mit blösen Händen)geuß ein frisch brunnenwasser dran/ daß es werde wie em Muhs/ also/ deß es gerühret in em Glaß gehe/und vermache alsdandasSlaß mitWachs . ^ «Ms - - .V. ^.7 VomDisiillirm. vnd genetzten Pergament gar dicht vnd wol/setz es an die Sonne/wenns heiß ist/l4.TagzuputrifiMn/ode! so e6 kalt ist so setze es über ein Fewer auffeinen Dreyfiiß in faulen Heintzen/oder in eine truckene Capellen/so findest du das Öleum oben im Kolben/ das Wasserunnddie feccs vnten /so nimalsdcnndaö Glaß/ und wende es fein säuberlich vmb/ und stich ein Loch durch oasWachs/ damit das Glaß verstopfft ist/ laß das Wassererstlich heraus) lauffen / darnach das öhl / thue darnach das öhl wieder ms Glaß/ setze es ins 15. ivl. laß durch den Helm gehen/so hast du ein schön ok um, Aar und M. ' . WelcheKräuter von Natur feucht sind/ und viel was- serigkeit in sich haben / die hacke auch also / zersioß sie al- fo / thu'e sie in ein Älaß / und macerire sie mit Nasser / wie oben gemeldt/ so findest du auch schön öhl/ wenn es 14. Tageputrifictrel. Andere nemen das Kraut oder Wurtzcl weil sie noch grün sehn / zerhackeNs klein / Und stossens lM Mörftl / verwahrens in einem Glaß wol vermacht. Darnach dl- stlllire sieiu viricis s>t.i L.^.'ein Wasser/attchvom selbigenKraut/ welches also zugerichtet worden / dassel- bige Wasser giessen sie auffdas zuvor gestsssene Krc.ut oder Wurtzeln/und lassen es auch purrificiren etlicheTa- ge/darnach Has Kraut aaucsisch dick oder fett. Denn so btstllliren sie es f>ci k.^.so gehet Wasser und öhlzugieich herauß/dasselbigesepäriren sie darnach oder civciem voneinander/ unndsetzcnsandteS)iine/ sv wird es hübsch rein / denn da fttzt sich das sedimenrum vnten/vnd das subtilste bleibt oben. Nimzu den Olcis keinen Wein/denn seine Hitze verzehret alle oIc. z, zccccl 1 r enzm calol iv li v u iz. , ^etre K räuter geben viel öhl/magere aber wenig. Das XI.ÜX. Capitel Von S.Johaz:n is-Kraut em öhl zu machen. Oehlvon ^ Iohanniskraut/sonstenvonseinerSignmur/j-'cr. S.Johan- forzcaundgenandt/Ate/k^^^c- mskrauczu ricon. ist ein edel Wundkraut/ w;cmansandenBlat- mchen. tern siehet/die volle: Löchle?n schn/unnd an denBlumen/ wenn man diezertrückt/oder wenn d;e Blumen ;n einem öhlgesottenwird/ denn darvon wird das öhlgäntzroth. Auß diesem Kraut wird eiü treffkcher herzlicher Wundbalsam gemacht/ der trefflich heilet / wenn man dieBlu- meninTerpetinöhl thut/ und lästs lnttemandcr 2 oder z. Wochen in der Sonnen steheN/das heilet darnach sehr schnell. Man kan auch äuffein ander We?ß Wuntbal- samdraüß Machen/ aberbieselbigen mocji j?rX^>zruuc!i dienen nicht vor den gemeinen Mann. iii?zIIm sieben oder mehr hart gesottene Eyerdotter/ thue Avon ^ ^sie m eine Pfanne oder geglasurten Tiegel/ setze sie ü- ^rdotter bercinlindFewei/rübresiemiteinem^öffelwolumb/biß > sichten/ siewolzerschmeltzen/ vnd öhl bekommen/ darnach thue ^Säcklein/vnd wm de mtt der Hand das öhl her- auß/ oder presse es herauß. Diß öhl ist gut die Schäden an heimlichen stätten/und die Schienbeine zu heilen. rödhFarb Eyerdovreröhl Wider die kalte.Podagram/ soll man aiss machen. Nim sieben harte gesottene Eyerdotter in eine Pfanne / setze sie über ein lrndes Fewer / rühre mit einem L öf- fel / blß sie wolzerschmeltzen thue es in ein Säcklein/stoß dasselbigemem Wasser/ vnd drucks wol auß vnter einer Presse. Zu diesem öhl vermische Bibergeil/Mastix/ und jedes Lorhm einen Kolben/ vnnd di- stillirs nach gemeinem Gebrauch/ geuß das herüber gest,egene öhl zum drittenmal wieder auffdkefeccs vnnd schnnere dich damit. Wn anddr köstlich DotterZhs. Nim etwanu hundert oder zwehhunderr Eyerdotter/ rühre sie vnrerelaander/ vno mache ein öselein/da du vn- Eyerdot- ren emen Topft hiNein setzen kanst: Laß ebenem Loch / da ternzupr«» düemenandern Topfs ooendarauff seyen oder stülpen kanst. Darnach setze den ledtgenTopffvnten hiNemin den Ofen/ vnd spurte die Eyer alle in eweN andern Topff/te- geeinBlechMttvielenLöchlelnauffden oberstenTopff/ darinnen die Cyerdorrer seyn / stnlpe lbn umb / vnd setze sie auffden vnrernTopff/vnd verluttrs.allenthalden wol. Mache oben ein Fewer vmb den obern Topff/ so distillirt sichenilöstlichöhlindenvntern Topff/ in 4. oder5. Stunden / das brauche zu allerley offenen Wunden vnd Schaden / besteche sie damit / es heilet gewaltig. Man möchre auch wol den unternledigen Topffm die Erden graben/und den obern Mit denEyerdöttern drauffsetzen/ vnd Fewer vmb den obern machen. Das l.. Capitel Gplcköhl. ^s))m die Spicke/ die Blüthe/ die Stangel/ unnd das ^iraut/ hacke sie miteinander klein/ geuß warmWas- ser orauff/laß es erwann ei» adhtTage an einem warmen Ort also stehen/ vnd miteinander gehreN/ darnach brenne es mvie soiico, so wird das Oehl auffdem Wasser schwimmen/ das nim fieissig ab/ vnd bewahr es zu allerley Nützung. Das I-l. Capitel Vött den K^irttibuz Oiek. Iermercke/daß die üpirirusvder Geister allzelt weh- Spiritus vst ren vnd mehr vergehen/ aber die olez fressen vnd ar- Olez.wii beitett in sich selber/ vnnd werden immer dickerKnnö dl- sie zuver- cker / doch kan man sie wieder rectrsieiren/ vnd je langer wahren, sie jachen je besier sie werden. Die Hindus darffmaN in die Sonne nicht setzen/ sonsten zeucht sie die Sonne auß vnd müszm m den Gläsern gar wol verwahret werden. Es müjstn solche Sachen in dem Winter nichtzukalt stehen sonsten gefrieren vnd verderben sie. rur. z. 65. Das iui. Capitel. Vom^)!ev jartrino Hder ZieAelöhl. i^VAs Ziegelöhl ist ein edel köstlich Oehl. Man nimpt Aiegelöhl/ '^oie Ziegel so bald sie gebrandt/ vnnd auß dem Ofen wie es zu doch daß sie stücklem werden / wie ein Haselnuß / vnd etwas kleiner / iMbibltt sie Nur öhl / darnach calcmirt vnd distillirtmansie per rcloiram Mit emem ziemlichen Fewer/schier wie das Vicrnoii. Allcinmanmuß eine grosse Vorlage darzu haben / detm es treibet gewal-- tlge^^lrirui,, sodie Glaser leichtlich zersprengen, ds» ^lencilatiz^ . . ^ ^ Machst» das öhl recht/so hastu einengrossen Schatz/Ziegelöhls denn es ist wider alle Kranckheiten gut. Es ist kvarM/wozu eö vnd durchdringend / erweicht alle harte Geschwulst/ die dienet. Noth vor den schweren Gebrechen/Schwindel/Vergest senheit/KraMpss/Schlag/wche deßRückens/ der Knie/ Aipperlein/der Leber/ Miltz vnd Nieren Es erwarMet alle erkt»lt».Gtieder/v?!d bringet sie wieder zurecht/damit geschmieret/hetlctcll>.Wunden/Riß undSchrunden an Handen und Füssen / so man von kalter Lufft im Winter bekommet.Alle krumme Gliedervom Aipverlelu machtö geradt/ wendet das zittern der Handemmd deß Ha«M auch auch das Züperlem an Handen vnd Füssen, nem der Halß wehe thut/ daß er sich mit dem Haupt nit ianvmbwenden/vnd ihm die Sehnen an den Füssen gar erstanen / soll man die SehnAdern mit diesem öhl wol schmieren/vnd einTüchlein herumb binden/es erweichet vnd stärcket die Sehnen und Nerven/ unnd verzehret die Flüsse. Diß öhl getruncken /und die Nieren und Blasen damit geschmieret/ zerbricht den Stein / vnd treibet ihn durch den Harn auß / unnd so emem die Blase inwendig grindig / und das Häutlein sich drmnen ablöset vnd verletzt were / so heylet es diß öhl. Wann einer nicht harnen tan/soll man ihm dieses öhl tingeben / unnd die Blasen damit salben / so harnet er wieder. Es stärcket das Gehör/wendet das sausen vnd klingen der Ohren/ auch alle böse Flüsse/so zu den Ohren fliesten/ also/ daß manein Tüchlein in dieses öhlnetze/ vnd es in die Öhren lege. Es tödtet alle Würme in den Ohren/ sieseynd drinnen gewachsen oder von aussen drein kommen / es wendet die krümme deß Mundes / so vom Schlage kommen/ auch deß Magens / unnd vor- nemlich das Wehe der Mutter. So einer im Creutz unnd den gantzen Rücken solcher Wehe hat/daß/ wenn er sich bücket/ sich nicht wieder kan auffrichten / sondern muß so krum bleiben /soll man den gantzen Rückgrat» mit diesem Oehlschmieren/ es wird besser. So zeitiget es alle harteGeschwer/eröffnet und heylet sie. Dem harten verstopfften Miltz «st es gut / denn es eröffnet vnd erweichet das Miltz. Die Naßlöcher damit geschmieret/vertreibet den schweren Gebrechen/vnd die Verstopfung deß Gehirns vnnd der Nasen / stillet das threnen der Augen/vnd nimpt hinweg das rotzige fliessen der Nasen/vertreibet alleWehe deß Haupts/so vonKal- te komme und stärcket es.Das hmderste theil deßHaupts damit geschmrezet/ macht ein gutGedächtnuß/und einen guten Verstandt. Das Zahnfleisch mit diesem Ochl geschmieret/ wendet alle Webetagen der Zahne/und tödret darinnen alle Würme. Getruncken und außwendig da- mit geschmieret/erwärmet und stärcket die kalteMutter/ vnd bringet ihr die Blume wieder. Es treibet die todte Geburt auß / eröffnet alle verstopffte Adern/ treibet das gelieferte vnd verstockte Blut vom schlagen oder fallen anß/vn machet es wieder stressen/verzehret der unftucht- bahren Frawen böse Feuchtigkeiten. Getruncken/istgut vor die kalte Flüsse und Husten/ eröffnet die verstopffte Lungen/ die damit gesalbet. Machet eine weite Brust / gibt Lufft zum Hertzen / erweichet daselbst alle böse harte verstopffte Fluß vnd Schleim / eröffnet die Adern m det Lungen. Die Augenbrauen damit geschmieret/vertreibet das threnen derAugen/auch alles Wehe / vndschärffetdas Gesicht/stärcket die Geister deß Gesichts. Ist gut vor alle gifftige Thierbiß/als der tollen Hunde/Schlangen/ Wespen/Bienen und Spinnen/ wenn man den verletzten Ort mir diesem öhl schmieret. Das öhl mit gutemWem getmncken/stillet daSHertz- zittern/ sein kloppen und Ohnmacht/ erwarmer den Mas gen/ ist gur vor das Wehe vnnd Schmertzen deß Mastdarmes/ wendet das blutspeyen und Blucharnen/ mit Wermuthwasser getruncken / todter die Wurme im Leide/ es heilet alle außwendige Geschwür unnd Schaden / alleKrätze/Außsay/FistelnvnbböseBlattern/ ?c. In summa/ es ist fast /Wie andere Vaiverlslcs ^ecliciux. Davon droben imz 9. Capit. Das Erste Buch. Wann ei- Zucker/strewe ein wenig in einen newen geglasurtkTopjf (doch muß derTopffzuvorim Wasser gelegen seyn/vnd das Wasser in sich gezogen haben) darnach thue Kirschen drauff/ mit Kernen vnd all / wie sie an ihnen selber seyn/ doch ohne Stiel. Folgende strewe wieder das Pulver 0- der den Zucker nur den lpccicbuz.vnd schütte wiederKlr- schen hinein/ so lang biß der Topffvoll wird/ immer eins vmb das ander/lege einenTellek auffdieKirschen/vnd einen Stein auffdenTeller/wie man auffden sawrenKohl pfleget zu legen. Decke ein Tuch drüber/daß es nicht hinein steubct/so kanstu sie also ein Jahr oder zwey habe vnd behalte/vnd so offt du davon nimmest/ so legeallz«t den Tel!« Mit demStein wiedel drauff/vn bedecke es alsozu/ wie zuvor gesagt. Es giert vnd steiget sonst über sich/ wie der Kohl. Arme Leut thun Honig in Topff/ vnnd lassens dnnnen sieden/vnd strewen darnach die Würtz/alsMii- ftatenblumen / Negelein vnd Zimmetrinden drein/ vnd schütten denn die Kirschen drein/denn derZuckeust ihnen zuthewer. Besche das 66.vnd 67. Capitel. Kirschen/ wie sie einzumachen. Das Capitel. Wie man Kirschen emmachen soll. ^°CH solte hier wol weiter gehe/vnd vielgrosse Heimlig- ^leiten mehr nacheinander setze/ so drenets doch vor den gemeinen Mann nicht / unnd ist emem unerfahrnen der rechten Dlstillierkunst/ solches nicht möglich nacbzuma- chen. Darumb muß ich nun aussandere Materien kommen/ so den Haußwirthen mehr dienstlich sind/und erstlich anzeigen/ wie man die Kirschen einmachen soll. Erstlich pfllckt man den Kirsche dieStängel auß/oder schneidet sie mit eim Scherlein zimlich genaw ab/ daß man sie gleichwol noch darbey erhalten kan / wenn man sie essen wil. Darnach nim Hutzucker (arme Leute nehmen nur Honig) Muscatenblumen/Zimmetrinden undNelcken/ stosse die z. Stück fein lltin /und vermische sie unter dem Das I.IV. Capitel Wie man welsche NiWeinmachen soll. Mmemengeglasurten Topffvntett/ den thue voller ^ »'Wasser/ blß an den.Halß/darnach nim eingeglasur- ten Topff/ thue den voller Nüsse i es muß aber umb Io- hannrs gestehen/ weil dieKernen noch weich vnd gleich- samb rotzig seyn) mach ein Gegitter von Holtz/daß keine ^ Nuß dadurch fallen kan/stürtze den Topffmit denNüssen üuss den andern Topff/ darinnen das Wasterist/ klebs vmb vnd vmb woi ;u/laß eineStunde oder zwo nacheinander fein sacht sieden/wie einKohl. Wiltusehen/ wie weit das Wasser eingesotten hat / so mache ein Löchlein inunternTopff/oabasWasser innen ist/etwani.Fmger vnter dem Hcnckel/so kanstu mercken/ wie weit es gesotten hat s denn wenn das Wasser noch über dem Löchlein ist/ so thrcnetS herauß) stopffe das Löchlein wiederzu/ seuds besser ecn/biß kein Wasser mehr herauß läusst/letz- lich hebe es ab/.nm die Nüsse/und mache sie ein/gleicher masse/wiejcho im vorgehenden Capit. von den Kirschen gesagt ist. Diß ist auch eme Labung für dieKrancken/wie das vorige. Denn d:ß sind keine Artzneyen. Etliche machens also/ste lassen dieNüsseetwan 14. Tage vor Margareth brechen/ bohren in einejedere Nuß mit einem Pfriemen ein Loch oder 6. legen sie in ein ftisch Wasser/vnd lassen sie 14 Tag drmen liegen/doch giessen sie allzeit über den andernTag frisch Wasser drauff/hernach werden sie in einem frischen Wasser fein weich sjedoch nicht zu weichjgesotten/auffein saubei remTuchgelegt/daß sie trucken werden/ alsdenn besteckt Man sie mit Würtze/als MitNelcken/I-.aber /ZlMmetzinde/hemach Mit Zucker oderHonig geleurert vnnd werden die Nüsse drem gelegt/vn d cin weil qesotte/doch Nicht ju sehr/sonst werden sie gar gerumpcn. Darnach seiget man dasSoth ab/vnd lejts ein wenig dicker sicden/vnd geusts denn wieder über die Nüsse. Doch muß mans nicht zu heiß drauff giessen/sondern man lasts ein wenig übettühle/bcschweit sie/vnd setzet sie in Keller/ vndlästs einen Tag oder9. drinnen stehen/ vnd wenn das Sorh wil zu dick werden/ so muß mans auch wieder absieden/ und fein kühl wieder drauffgiessen. Wenn denn die Söther fein dick gesotten seyn/auffdas Eingemachte/ es sey waserley eswolle/ so darffmans alsdenn nimmer iM Keller halten/ sonder» an einem feinen lustigen Ort wol bedeckt stehen lassen / doch daß es nicht zu warm stehet.In den Stuben bleiben solche Sachen nicht gut/so muß man auch nicht viel mit Käß vnd Brod darbey vmbgehm/ sonst wirds sawriund Milbicht. Das I.V. Capitel Wie man Pomeranzen einmachen soll. Hss?Enn du eine frische oder grünePometantzen issest/so ^^lege oieSchalen in eineSchachtel/ vnd hebe sie auf/ vnd laß sie dun werden/ darnach leg sie in ein ftischWas- ser/ laß sie 14. Tage stehen/doch also /daß man alle Tage ' wieder ftisch Wasser darauffgeust. Nach den 14. Tagen seude sie in Wasser/ biß sie fein weich werden / geuß darnach geleuterten Zucker oder Homg dran / und laß es sieden/biß e? nimmer fleust aussdem Teller/ doch daß sich auch auch bte Schalen Weber zu weich noch zu harr sieden. So sder dasselbige geschehen welke / so geuß das Soth von den Schalen/und siede das Soth allein/ biß das es dicke wird/und geuß es darnach wieder auffdie Schalen/doch nicht zu heiß/ beschwere sie auch/ unnd setze sie in einen Keller/undlaßsiealsoementTagodery stehen. Undso das Soth abermal wolte zu dünne werden / so seuge es auch ab/und send es wieder harter/ unnd geuß es wieder auff/doch nicht zu heiß. Das I.VI. Capitel ^lVieman Bibenellwuryel cmmachet VibMÜ- Bibeneliwurtz nmtz zwischen den zween Frawen wurttlein- Tagen imÄpnlien gegraben werden / und die man mm^en/ einmachen wü/ di-unnß feine schlechte Wurtzclhaben/ vnd derer und nicht zu dünne noch zu dicke seyn. Erstlich muß man ihr die Haut sein rund umbher abschelen/unv ohnegefehr 8.Tage in frischen Wasser weichen/ doch daß sie auch alle Tage frisch Wasser bekommen/biß sie fern weich werden/ darnach laß man sie mit lcmterm Honig oder Zucker sieden /biß das Sorb fein dick / aber die Wurtzel weder zu zehe noch zu harr wird / drumb muß man das Soch auch abgiessen / und allcin sieden / biß es gerecht wird / unnd darnach fein kühle wieder drauffgressen / wie nuc Pome- rantzenschalen/;c. Wer rm Bade recht wol schwitzen wil/ der esse eme Stunde zuvor eingemachte Bwenell- Das l-VII, Eapttel^ man Aiancwurgc! cmmached- f^xIe ?llanrwurtzel muß man auch graben zwischen ^zweyen Frauentagen/ oder imAprillen/ dieselbigc feinrein schaben>vni) in kleineScheibleinschneiden/dar- nach auch z. oder 4. Wochen in frischem Wasser weichen lassen/ und doch gleichwol alle Tage frisch Wasierdran qiessen / und dann auch weich kochen mit Wasser / unnd folgends mit geleutertem Honig oder Zucker einmachen/ allerding/ wie nrit den Pomerantzenschalen/und mir der Bibenellwurtzel geschehen. Das I-VIII. Capitel- matt Aueker leutern ^iker/wie HATilich offt gedencke deß gereinigten Honigs und ge- 'rqelmtett leutertenZucke:s/ft muß ich von diestn beydenDin- ^ gen auch einen kmtzenBericht thun NiM zu einemPfunb Zucker/ i. Eyerweiß und ein halb Nvssel Wasser/ querle das Eyerweiß unter das Wasser/und geuß es andenZu- cker/laß es sieden/ UNd wann es scheumet/fo hebe es vom Fewer/und ftheume ihn fein rein ab/und hebe ihn wieder über das Fewer/und seude ihn wieder/und nimbs wieder herab/und scheume es abermal Mit einen: eisemen durchlöcherten Löffel. Diß thue so offt / W es gar schön lauter wird/ doch daß mans auch nicht zu lang sieden lasse/ svn- sten wird er gar hart und zehe. Wiltu sehen / ob er genug hat/so geuß em Tröpfflein auffeinen zinnern Teller/ wann es Nimmer fleust/ so hat er gnug. Doch muß maN ihn zu emem Ding mehr sieden / dann zuin endern. Hat man mehr Zucker/dann ein Pfund / fomußmanauch mehr Eyerweiß und Wasser darzu haben/ darnach dann der Zucker gut oder böß ist. Das l-ix. Capitel. ÄAeman Honig leueernjott AU einer Kannnen oder QnartierHonig muß man ein ?halb Nössel Wasser / und zwey Eyerweiß Haben/und man muß es auch sieden lassen / und abscheumen wie den Zucker/ und so man mehr Honig hat/dann ein quartier / so muß man auch mehr Wasser und Eyerweiß nehmen / und muß auffeinem zinnernTellerve :suchen/wie denZu- cker/ob er Nimmer sieust/und ob er gerechtist. Etliche nehmen nur ungescheumbten Honig/ giessen Wasser daran / und lassens in einander sieden/ biß daß eS scheumet/ darnach nehmen sie den Schaum immer »b/in ein Becken / scheumen chn darnach auch sonderlich/ UNd wenn er nun gar verscheumet ist/ so heben sie ihn darnach auffzum Gebrauch. Das l.X. Capitti. N?ie man grönei» Ingber Ä'nm»- chen soll. schönenweissenIngber/ wievielduwllt/undIugbere;r^ ''wasche ihn auffö allerschönste/ mache darnach ein gu- zumachen/ tescharpffe Lauge/ unnd lasse ihn also 14. Tage weichen, vnd wozii Doch muß man alle Tage e:ne frische kalte Lauge drauff er gut. machen / darnach geuß Wasser dran/ und laß ihn sieden biß er sein mürbe ist. Folaends thue geleurerten Zucker tran/der wol hart gekentert/ und geuß ihn auffden Ingr bcr / daß er wol drüber gehe / beschwere ihn mit einem Teiierlem/setze es in einen Keller / unnd wannereinen Tag oder 9. gestanden hat/ ft- seugedas Soth ab/ und siede ihn noch »-inmal oder drey/blß er nimmer wassericht ist. Man muß auch denZncker nicht zu heiß drauffgies- sen / so wcrs er gut werden. Solcher Ingber deß Morgens gebraucht / erwärmet den kalten undawlichm Maßen. Das I-XI. Capitel. O»mcten emZumachen» corxiNÄ. oder Lvucjiincnrum Quitten/ ! um, sind eingemach re Quitten/ die man bißweilen ">le sie em- dej>- Alorgens zum Frühstück braucht: Diese macht man Zumachen/ «lsoem. vnd derer Nimb einen Reibtopffvoller hübsche grosse Quitten/ ^brauch, schele sie/ schneide sie in 4. Theil / und schneide mwmdig das steinigte fein herauß / darnach setze einen znnlichen Kesjei auffeinen Dreyfuß über das Kewer/geuß Wasser drem / und lege die Quitten drem/und laß sie mürbe oder weich ksche/hedesie damachwiede: ab/und thue dieQuit- ten in eme chänenieS chüsiel/ thue den Honig in denKes- selgeuß Wasser darzu hinem/ setze es übers Fewer/und laß es kochen. Wenns im kochen überlauffen wil/ so hebe den Kessel vom Fewer ab. Endlich lege die Quitten mit ememMesser immer eine nach der and^n hinein/m einen geglasurtenTopff/ wann sie kalt sind worden/ daß sie fein gantz bleiben / geuß das Honig drauff/ und vermache oben mit emem Papier/ und setze sieweg. »Wann manMahlzeit gehalten/so esse man einSchnit- lern oder z. derselben gar zu letzt/ so schleust sich derMa- Hen/ und steigen einem keine böse Dienste ms Haupt. Das l-Xll. Capitel. HMnensaffv Lieblich 5» Zurichten ix^Eibe die Quitten Mgeschelt auffeinem Reibeysen/Ämtten- »^»presie ihnen den Saffc auß/ thue Zucker drem / geuß safft lieblich es in eiii Glaß / das oben eng ist / vnd geuß oben emwe- zuzurichten Nlg Vaumöhl drauff /daß es nicht anlaufft/ setze es weg / vermache es oben wol/ so bleibet dlrö ein gantz Jahr gut. Diß ist ein gut stücklem für grosse Fürsten vnnd Herm/ wenn sie hart zechen/ vnd mitihren Gästen starcke Wein trinckm/so läst man den frembden Herm eitel Malvasier und andere starcke Wein emschencken. Den Herm aber selber läst man diesen Quittensafft emschencken/ welcher gar lieblich zu trincken ist/ so bleibet der Hm nüchtern / vnd d;e Gäst werden truncken. Das l-Xlll. CaM. man das Cwinenbrodr machet ^>ImQuitten/sch'ele sie fein rein/schneide sie fein klein/ twieAepffel/thue sie in eineTopff/geußWasser dran/ / wie laß sie fein langsam siede. Sie müssen äuch feingeraume ^ zugerick- kochen/daß sie nicht übeüauffen/vnd laß sie weich kochen/ ^ tvixd. und decke sie fest zü / vnd wenn sie nun gekocht seyn/so laß sie über Nacht in der Suppen stehen / daß die Suppe braun wird. Darnach geuß dieselbige bequeme Suppe hnab/vnd hebe sie auff/biß du wiltQuittensafft machen/ darnach nim die gekochteQuitten/ reibe sie m einem Ret« betopff wol vntereinander/nim darnach ein leinenTuch/ das nicht zu duck noch zu dünne ist/vnd nagele es auf eine keulichte Gölten/vnd thue die Quitten drauff/ vnd reibe sie mit der Reibekeulen woht durch/ daß die Steine her- aussen im Tuch liegen bleiben / thue hernach die Quitten in einFlschtiegel/ vnd geuß geleutertenZuckez odewonig dran, darnach du es süsse haben wilt/ vnd rühre es vmd über demKohlfewer/ daß es nicht anbrenne/vnd dases A4 Bas Erste Buch/ fem dick Md treuge wird / daß es sich last zusammen trugen/ wie eitt Teig an einem Brod. Alsdann streiche es in «m Schachtelem/ vnd laß es m einer Stuben auffeinem Kminenrück treuge werden/ doch daß es auch nitzuheiß siehet.Wilt du auchWüche drein haben /so thue sie dmn/ wann du sievomFewer abnehmen wüt/alö nemlichMu- scaten /Muscatenblumen /Ingber/Zimmetrinden/ Nagelein/ alles klein geflossen. Wiltu aber nicht Safft machen/so da:W auch keine kauneSuppen abgiessen/son- derndumustdie Quitten desto besser lassen einsieden. Wkltu aber Safft machen/ so musiu solche braune Suppen haben/wann dugleich kein Brod machen wllt. Das xi.iv. Capitel. N^ze wanViertel VHnlQmtten mit gan tzer Wurtz einmachen soll. Quitten / Qmtten / wie viel du wllt/schcle sie/und schneide ler/ vnd wann sie wol gestehest/als einGallakt/sohabm sie genug. Wann du wüt/ so magstu auch wohl Würtze drein thun / wann du sie vom Fewer nnnmest/ als Znw- metrinden / Ingber/ Muscatenblumen / Naglein/alles gestossen. Magst sie auch würtzen nach demem gefallen. Dast.XVUI. Capitel. Wie man Kirschen emmachen ^Ch weiß wol daß ich droben im 5z. Caplt. hiervon ge- ^)sagt habe.Hier aber wil ich weiter auchMeldug thun/ ^ wie etliche die Kirschen auff ein ander Weiß abrühren Vnd einmachen. Sie nehmen Kirschen/ welcherleysie wollen / vnd reissen ihnen die Stiel auß / thun sie in einen grossen oder kleinen Kessel oder Flschtiegel/ darnach sie ihr viel oder wenig haben/vnd schütten ein klein Kohl- Me>le irucr- ncn/vndwannslewolaesottenseyn/wschovftensieder weiß einzumachen. dieViertelin geleutertenZuck-r/daß der Zucker wol drüber gehet s es muß aber der Zucker nicht sehr hart geleu- tert seyn) knd laß sieden / biß sie fein welch vnd braun werden.Dll. Weinbeer ?>>Im die Weinbeer/ waschesieunWasser/vndbttre wie sie auß- ^ ^sie darnach ab/ thue sie in ein Sieb / daß das Wasser usieden. davonläufst/ vnd fein wieder treuge werden / thue sie darnach in einen Flschtiegel/oder Kessel / vnd rühre sie wohl vmb/ vnd laß sie wol sieden / darnach schlage oder reibe sie durch emen Durchschlag oder hären Sieb/ thu sle folgends wieder m ein Tiegel/ vnnd laß sie wieder sieden/du must sie imme! umbrühien/sonsten brenen sie an/ thue darnach geleuterten Zucker dran / doch mache es also / daß sie nicht gar zu suß werden / vnd wann sie wohl gesotttn seyn / so chu em wenig auff einen zinnernen Tel- Quitten- Viertel im Safft em- zumachm. mn/ vnd wann sie wol gefotten seyn / fo fchöpffensie den Safft herunter/ wann sieKirschensafft insonderheit haben wollen / jedoch fchapffen sie auch nicht gar zuviel herunter / daß die Kirschen gleichwol auch noch Safft vnnd Krafft behalten/giessen darnach denselbigen abgeschöpff- ten Safft durch ein reines Tüchlein / vnd lassen ihn weiter wol sieden/giessenauck geleuterten Zucker daran/ so süsse sie ihn haben wollen / vnnd lassen ihn sieden / biß er auff dem Teller gestehet/ wie em Gallart / doch sieden sie ihn auch alfo / daß er nicht zu zehe werde. Die andereKir-- schm aber schlagen sie durch ein Durchschlag/ vndtreu- gen sie darnach wol ab / in einem Kessel/Tiegel oderSie- be/ allein man muß sie allzeit wol vmbrühren /daß sie ja nicht anbrennen/ vnnd muß sie etwas hart sieden/daß Man sie schneiden kan. Besihe droben das 5z. Cap. Das l-Xix. CaM» Wlemanganye Kirschen einmachen soll. tZXRobeniMsz. Capit.hab ich gesagt/ wie etliche !eu- ^te die gantzeKirfcheneinfaltzen odereinmachen.Hiet muß ich auch sagen / wie es andere machen. Sie nehmen Kirschen/die im treugen Wetter gebrochen/ vnd nicht fieckichtseyn/ vnd drehen die Sule auß/ daßsie nicht bluten/ die legen sie in einen geglasurten Topff/ vnnd giessen geläuterten'Zucker/ der wol hart vnnd kalt ist/ dran / fetzens alfo verwahret weg. Etliche nehmen auch gantze Nelcken / vnnd geschnittene Zimmetrinden/ Muscatenblumen/ Fenchel/ vnnd strewen derselben auch eine Schicht / darnach legen sie eine Schicht Kirschen drauff/ darnach wieder cme Schicht dieser Ge- würtz /vnd wieder eine Schicht Kirschen / biß der Topff voll wird. Letzlich legen sie einen Teller drauff/ vnd beschweren sie. Das l-XX. CaM- Ein kösiltchRoftnhottig M machen^ ^s)Itn Feld-Noftn/ oder sonsten andere Rofen/ laß sie Rosenho^ -^düne werden. Darnachwanndu wllt eine Kanne nig zu jll» vollsieden/ foniM4.gute.GeufpelnvolldüneRosen/Mten. thue sie in einen Topff/ da 4. viertel Kannen WässerS gehen / vnd laß sie sieden / daß sie nicht überlauffen/ vnd wann sie mehr als die helffte seynd eingesotten / so drücke sie wol / vnd auff das aller treugeste auß / vnd geuß dann den Safft durch ein Tuch/thue ihn m einen Tiegel/ vnd laß ihn wol sieden/ vnnd geuß dann deß besten geleuterten Honigs drunter / vnnd wanns miteinander ein viertel Stunde gesotten hat/ sommern Eyerweiß/ vnnd geuß bald ein wenig Wasser dran / Vnnd querle es wohl vntereinander/biß es scheumet/ vnftd wirff dann denselbigen Schaum ins Rosenhon'g / vnnd laß eine halbe viertel stunde damit sieden / vnd schäume es rein ab/doch also/daß es mchtzudickgesottensey Geuß esdarnach durch 2. Sacke/ vnd wann es durchgangen ist/ so thue es wieder in einen Tiegel/ vnd laß es sieden/ biß es nimmer fieustauffdem Teller/ doch daß du es mchtzu hart siedest / daß es nicht zu zehe wird. Es müssen aber die 2.. Sacke also gemacht werden» Nim weiß Gewandt / etwanöieElevmb Groschen/ das yjcht sehr dick ist/ vnd schneide zwey spitzige. Sack/ wie 5'^ KZ >^5 ü!«!» 'NV s - lH' > .. Vom Distilliren. wie man die langen Sacke z flegt znm en/ u>»ten spitzig und eng/undvsn unten auji iUUüerweucr unndwelter nehe oben eln Nelfflein drein/daß sie offen stchen/unnd wenn duwlltgiessen so hange einen Sackvder den andern / daß es anß einem Sack m dm andern gehet. Doch muß allz?tt das unterste Säcklem wenrz dicker seyn/ am Gewände/ denn das oberste. Dasl^XXl. CaM. Wieman soll wilden Ramensafft machen / der gut ist/ vor alles Reijsen UN Leibe/beyöeß jungenunnd alten Leuten. üuram 8/Iveslrem, wilde Rauten/hackesie 'klein reibe sie in einem Riebetopff/wie eine Salye/ Wilden trucke sie durch em Tuch/und nim den l Rauten- wol sieden in einem Tiegel/ und schäume chn safft ju ma- und geuß darnach geläuterten Zucker dran / und laß ihn Das l-XXV. Capitel Wie mail Ae pffel Safft machen soll. ^ Im Wimsawere Aepffel /schele sie/ und reib sie auff Aepffel ^ deinem Reibeisen/trucke sie durch einTuch/geuß ge- saffx zu ma- kenterten Zucker dran / der Safft muß aber zuvor wol Hxn. siv den/ ehe du Zucker dran geuft/ und laß in darnach wol sieden/biß er nimmer fleust auffeinem Zinnernen Teller. Den Birnsafft macht man auch also / doch muß man gut Birnen darzu nemen. Das I.XXVI. CaM. HV^Imkurzcn 8^lvellrem, wilde Rmten/Hackesie ^)lrl^llau^zu sl^dcN/dasimanSotl)aNdaS ^ ^klein reibe sie in einem Niebetopff/wie eine Saltze/ ^.sjen damit macht. n S ifft/und laß jhn ^s>)m gute Birnen/schcle sie rein/und schneide Vier ^ . >ume jkn immer ab / ^ »-theil darauß / und die Grübes unnd Kern schneide / herauß/ thue sie m einen Topff/ und geuß Wasser daran äusieden. darnach der Birnen viel s.yn/ deckeemSttntze drüber/ und laß es fem bey den Sohlen einsieden / daß sie gar welch werden/ darnach schlage auffeine keuliche G ölten emTuch mtt Nägeln auffgespannet / schütte die Birnen darauff und reibe es durch mit einer Reibekeulen unnd thue sie denn m einen Tiegel / nnd geuß geleuterten Zucker oder Homg dran/ jedoch nichtviel/ rühre esumb/ daß er mcht anbrenne / unnd laß es sein treuge werden. Wilrusomagstu auch Würtze daran thun / wenn du es vom Fewer abnehmen will Alß Muscatenblumen/ Zimmetrmden / unnd thue es in emen Topff^o der Büchsen so bleibt es gut / und alle das eingemachte muß man setzen/da mchtKaß oder Bntter oder Brod stehet / es wird sonsten alles milbicht und gar zu schänden. Das I.XX VN. Capitel Hagenbuhen oder Hagenbukten Latwerge zum kalten klagen. ^(^Enn die Hagenbutten im Herbst zeitig seyn/ und ^Lat-^^ ->^bcgmnen weich zu werden/so mm sie/so viel du jhr . - , ^ ^ habenwilt/thue die Kerneninwendigherauß/siedesie Brauche eingemachte Llchorien Wurtzel / du must rothem Wein zuMuhs/reibs durch ein hann Tuch/ a.n dlen,?- sie essen/in der Apoteck bekompr mans umb i.^.z.Schll- oder Harm Sieb / laß ohn allen Zusatz wol rühren unnd sich zum- ling/oder Trinck Sawerampffer/und wen dtch sehr dl,r- x^sieden/ wie andere Latwergen. Diß ist gewaltig gut richten die rothe Ruhr zu stillen / so wol auch deß Magens Vn- willer. Andere machens zu einer Latwergen/ mit halb gesot. tenen Most / damit es vollem absieden / werffenge- dämpffte Quittenschnit darein / das denn einen kalten Magen trefflich dienstlich ist. Das l^xxvill. Capitel. Wie man Holunder Latwergen machen jol. chm. aber wohl damit sieden. Geuß ihn darnach wieder durch ein rein Tuch/setze ihn wieder zumFewer / und laß es sieden/biß eß nimmer sieust / doch daß dujhn nichtzu hart siedest. Koste jhn auch/daß du jhn mcht zu bitter last / wenns darnach die Kinder im Leib fthr reist / so gib jhnen ein Tröpsfllem oderz. darnach da» Kind groß ist/und einem alten Menschen emLöffelvoll. Das I.XXN. Capitel Ein köstlicher Safft wieder die Hitze/ vom Sauwerampffcr. Sawcr- A^IlN denSawerampffer/un fahre jn gleich mit/wie Wpffersaft ^ ^-setzt von der wilden Raute gesagt ljr/und glbs dar- ivicder die nach jungen lmd alten Leuten ein / wenn sie grosseHitze Hitze zu haben. Also kan man alle Säffte machen / von grünen Mchtm. Krautern wie jetzo vom Ramensafft gesagt ist. Wer die Hitze hat der lege auffRaute / und strewe jhm klein geschnittene Raute auffdieBrust / die zeuchtjhm die Hitze auß. Vor die Hitze. Naulbeer chm. stet/so laß dir ein gut Gerstenwasser zurichten mit Cy namey /Rosinen / Anyß / LeckeritzenHoltz/ Zucker/wie dueshabenwilt. Ein gme Kühlung. NimEndivienwasser/ Sawerampfferwasser/ Borragen/ einwenig VivlenSasst/ gentischt/ das kühlet wol. Das 1-XXlll Capitel. Wie man Maulbersafftaußsie- den soll. A>I»n Manlbeern/ trucke sie also roh/ wie sie an sich ^ »selber seyn durch ein Tuch wol auß/thne sie darnach in emm Tiegel laß sie wol sieden / thue hernachmahleu Z>Ie Holunder Latwerge / wird von etlichen vor ei- nen Tyriac gehalten. Nim wol zemgeHolunderbeer/streiffesiemiteinem Holunder Kamme von Stielen / trückejhnden Saffrauß/ laß ^^erge jhn bey sanffcem Fewer Latwerge weise absieden. Die- Zumachen/ geläuterten Zucker ober Honig dran/und siehe zu / daß du ihn auch nichtzu süß machest / und laß jhn sieden/ biß s^ man vor alle innerliche Glfft/vertreibet inner- ""zu sie " - " - lrche Geschwür unnd Geschwülsten/ treibet durch den dienet. Heydelbeer er nimmer fleust auffdem Teller / ist gut zu den bösen Halsen. Das I.XX1V. Capitel. Heydelbeer/Hymbeer/ Kratzbeer / Breu- seloer aupzusieden/ alle auffeine Weiß. ^m die Beer / welcherlei) du wilt/ thue sie in etnen 'Kesseloder Tiegel/ und laß sie wol sieden / s darffst »nd andere kem Wasser dran giessen > daß sie gar welch werden/dar- ^ sie auß- nach so trucke sie/ oder schlage sie / oder reibe si.' vber eine Geben. Schüssel wol auß/ thue sie wieder in den Tiegel vber das Fewer / rühre sie ab/ wie Kirschen. Man mag auch Honig oder Zucker und Würtz drcm thun/ so man will. Man mag sie auch wol abtreugen / wie Kirschen. So man aber von dieser Beeren emer/ einen Safft machen will / so schöpffe den Safft von den Beeren ab/ wenn sie erstlich sieden / unnd geuß den Safft durch ein dlck Tuch/geuß jhn in einen Tiegel/und laß jhn schier die helffr einsieden / und geuß geleuterten Zucker oder Honig darein/ und laß jhn so lang sieden / biß er mmmer sieust auff dem Teller / doch daß er nicht zu lang sieden/ daß er mchr zu jche wird. liche Geschwür unnd Geschwülsten / treibet durch den Schweiß allerley schädliche Feuchtigkeiten unnd Gissten auß / wlrd darumb vor dem Schweißbad eingenommen. Es soll auch erst nach dem gepurgirten Leib und nüchtern geschehen. Also gebraucht / verzehret es die angefangende Wassersucht. So ist auch erfahre/wo dieLat- wergeauffdas Rotlauffoder dieRose / oderdashey- lige Fewer / wie es etllche auch nennen/gestrichen wird/ das es diß wunderlich mildert und abtreibet. Das I-XXIX Capitel. Wieman LxrraQionez auß allerley Kräutern/ Blumen / wurtzeln und Samen/:e. machen soll. A>Im erstlich das Kraut / zerstoß es gar grüne / weil ^ ^die Krauter noch frisch sind / thueesmeinGlaß/ Extraetio» geuß darauff den Minium , daß es i. quer Finger nes auß al- darüber gehet/ laß einen Tag z.oder4. stehen /'darnach lerley. presse es auffs Harteste herauß / geuß beyderley den 5uc. Kräutern/ cum und den cxprlMlrten Wein zusammenlin emKol- Blume/z^ ben/k ^ltlliz pci lzalneum. ur lcis. Alsokanstues mtt zu machen allen frischen Kräutern unnd Wurtzeln machen / unnd gibt also mehr / den wenn sie getreuget sind. Die auß- E gedört Wachhol- derohlund Wasser zu zunchtm. 2<5 gedörte Kräuter / Wnrtzcln und Samen mustu allem nur dem ^pinru vini epirahtren. Allein das behalt gar wol / wenn du etliche Wurtzeln nndli^na die gumniosisch seyn/ extrahiret hast/und sie darnach per öaluc.-um abzeucht/ so Mttstu es nicht gantz treuge abziehen/ sondern dasselhe bald zuletzt mit dem >i- q uo. c> so noch drauffist/auß dem Glase glessen/und sich setzen lassen / so setzt sich unten seyn Gummi / das hebe auff/und thue das Wasser oben ab / denn dasselbe ist nirgend nütze / unnd hebe das gummosische auff / denn das lst das rechte kxrraKum. Also mnstn es auch machen/ mit den Hartzen/unnd allen andern/so ein Gummi bey sich haben. Das I. XXX Capittl. WlIm der langenschwartzen zweyhörnigten Schne- Schnecken >ckcn / wie du sie unter den Haftlsträuchern findest öhlfttrdie sdenr.daverhalten sie sich gern) unnd distilker den Och! offene Wü- drauß / 6elcLulurn, also. Thue sie gantz oder etwas den zu psA« zerhackt m einen geglasurten Topff l dann m die rauhen pariM, Töpfftreucht das Oehl gar zu sehr ein) unnd grabe einen Topffin die Erde / also daß die obern Mundlöcher fem auffeinander treffen / mach ein löchench Blech darzwi- schen/ daß das Oehl durchtreufft/verlutiere eszurmqs herumb gar wol / unnd mache ein Circkelfewer umbher/ erstlich em wenig von fern/ darnach immer naherumiö naher zum obern Topff / biß die Schnecke,, gar treuae werden/ daß man sie zn Pulver reiben kan/ das geschaht etwanin 1. Stunden/darnach mms ab verHege das öhl/ so in denunternTopffgetröpffelc ist / und lege auff em.' Wunde erstlich ein Tüchlem in Saltzwasser emgedückc/ — das rerniget die Wunden fein / darnach tropffe deß öhlb drein/ so heilet die Wunde / sie sey gleich so groß alß sie wolle/ in gar kurtzer Zeit/wen sie nnr nlt beiNjchrötig ist. Das l-XXXll. Capitel Wie man Honigöh l machen soll. Ys>Im dz Honig mit Wachs miteinander/ wie es auß Honiüöhl ^ lden Bienstocken kommen ist/ i4.Maß thue es m ei- zumachen nen geglasurten Topff/der inwendig nnaußwendigver- und dcsse» glasuret ist / setze oben ein Störtze drauff/ die sich ode uff Nutzbarden Mund deß Topffs fem gehebe schickt und einschleust/ keit> verklebe die Decke wol mit gutem Lehm / dz nichts herauß riechen kan/ laß trucknen/ darnach vergrabe es einer Ehlen t leff iuNoßnnst/ und laß ihn darinnen z. oder vier Monat stehen/ darnach nim es herauß / vnd machs fein sauberlich auff/ dz nichts unreines hinein falle/ so wirst» sehen daß sich Wachs und Honig von einander geschieh haben/nnd das Wachs schwimet oben/ wie em Zeltm/ das Honig aber unten dünne und schwartz/wiezerlassm Pech'.Das Wachs nim herab/und setze das Honig inB. M. in einem gläsernen Kolben / setze einen Helm drauff/ laß das özlncum stets sieden/ so gehet ein lauter Wasser davon/ dz ist gar edel un gut in den Augen klar Wen dz Wasser alles herüber ist so schlage den Honig eine Sand oder Kyß zu / und distillirs im Sande/ vnd gib jhm letz- lich starckFewer/ so gehet em gelbWasser un öhl mit einander herüber/aber dick un trüb/ das laß darnach in Lsl- aeo digeriren4. stunden/ darnach distillierspcr^Iem- 'vicum sogehet das Wasser UN öhl hübsch lauter/ UN das öhl schwimmet auffdem Wasser schön roth / wie em Rübe / dz schneide darnach voneinander / wie der brauch ist. Das Wasser sonn Lzlne»vbergchet/ istsawer/ wie Essig/das vertreibet die Schmertzen deß Podagramö/ mit Tüchlem darüber gelegt. Da? i^xxxl ll. Capitel. Corallenöhl, 5»>Im ein Pfund Corallen/ z. Pfund läl» commuuiz Coralle öhl ^ ^zerstoß und zerreibs Mit ernander/zu einem subtilen wie man Pulver/ thue es m ein Glaß wol verlutirt/setze es in eine zurichtet/ Sand-Capellen Gib ihm am ersten lind Fewer / biß die und deß ^,ncu8 m denRecipienren kommen darnach starcke das treffliche Fewer / biß solang kein Wasser mehr herüber steiget. Tugenden. Diß ist ein trefflich Medicin / per le ohn allen Zusatz gebrauchet. In der Farbe der rothen Corallen ist ein groß Xrcsnum, dergleichen Nicht viel sein. Der sie braucht demistnichrwol müglich i natürlicher weiß zu rede) daß m seinem Blut Aussatz / Schurff/ unreinigkeitundan- dereböse. Dmg gefunden wird/ den es reiniget und er« läutert das Geblüt dermassen'/ daß kein offener Schade beym Menschen einwurtzeln und bleiben kan. Es heilet inner und ausserhalb ein jedes Fistel/Krebs/Sirei/ und Wolff. Denn die Ding sind allein zum Blute von Gott zum höchste begabt / wenn die Farbe vom corpore geschieden wird / wie es auch jhre Signatur mitbringet. Solche Arcana wissen den Vrsprung aller Kranck heiten/dievom Geblüt herkommen/ wolzusinden. O wenn alle Weibßbilder wüsten/ was Corallen / Perlen/ Goldt/ Silber «nnd dergleichen köstliche Ving/ vor heimlich - VomDiMitr». Sleum PZ- oiz.wiees zubereiten/ ^nd dessen Mjft. heimliche Krafft/Tugenden und Wirkungen bey sich hätten/wie vielmehr sotten sie damit prangen jünd stolperen/denen sie also thun / ja wens grosse Henen und Ackcrlcuthe / groß .Haus und glein Hans wüsten/ wie trewlich wurden sie Gott dem Hcrm / als dem ersten Schöpffer dafür danckbar seyn.!>ecj ^».cnci qui iocclli^jc. Es müssen aberrechte natürliche Coralle seyn / die inchl von Hirschhörnern und Ettwber gemächt seyn/darvon in i.denr. ^.'I^ntm.zz seiner GehcimnußvndWunderwcrck schreibet : Bestehe gemelten ^urorcm weiter Lenr. I. Hpkor.l'm. I86.lcem 70. Irem anvie- len Orten.Ich könde hier vielmehr von mancherley pl -- pzrzriollibus undjhren nützlichen Tugenden sagen: seä juber kicrec^uielcele pjsco , UNd eS dienet nicht Vor den gemeinen Mann. Das l. XXXIV. EaMi. Oleüm Pani5. Rücken mehl/ knette es allein mit gedistilirtem ^ ^Wasser/cum zc^USzp^toszrisrz, alß Rosenwasser oder Spicamardi Wasser/ oder so es in Feulung der Lungen soll gebraucht werden / in Scabiöftn Wasser/ darnach dieKranckheit ist/ därzues soll gebraucht werden/in diesen Teich thue auch Hefen oder/ Bermen/ und ein wenig Sawrteig darein / laß es gehen/ wie man 27 <6 backen/ wenns gar ist/ so Mähe ein weiß Tuch dar vchlauß rothen Ro sen. Dehlwie k6a >iß etlichen Thi- renjubren- nm. ficier es allem auff der Lampen / durch Dampffdeß Wassers/bey ;6. Tagen/ so wird er gar weiche. Thue es gemach in warmen Sand / unnd distillirs/ so gibts ein schön Ohl. Es hilfftdie unsinnige oder wütende Leute/ und stärcket das Hertz. Zun Augen ists auch gut / vertreibet die Felle und Dunckelheit derselben/und andere Zufälle mehr. Das l-XXXV. Capitel. Oehlauß rothen Rosen. ^<>Im gute frische Rosenblatter / stopffe sie meinen ^ Greinen starcken Helm/oben alle voll / dann kleine Höltzlein /die rein seyn / eines öder vier Creutzweise unter die Rosen seschlossen/damitsie nicht außfallen/unnd setze den Helm auff den Cucurbit / darinnen guter Bran- tenwein ist/ verleutire jhn all dichte und wol/denn distil- liers / und ziehe es ab durch das B. M. biß es dick wird. Deßgleichen thue auch mit den wolrichenden Garten- Nägelem. Das I-XXXVI. Capitel. Wie man Oehlauß etlichen Thieren mache» soll. muß ich in einem Exempel erklären. Wenn du V.oilt em Oehl von einem Igel haben/so Mustu zuvor Mi Oehl bereitet haben / daß zu der Kranckheit / die du vertreiben oder curlren wilt/dienstlich ist/ darnach mustu den Igel m demselben Oehl unnd Wem so läng sieden/biß er gar zu seud/und das Oehl von ihm feist oder fett werde/ darnach wird det Igel in ein zart Tuchlein gelegt / unnd mit grosser Macht außgetruckt in den Topff/ in welchem das vbrigOehl ist/unnd also durcheinander gemischt/unnd behalten/ die Glieder und Ge- lenckwieder dasPodagrische Reissen damit zu schmieren. Also kaN man auch Oehl machen voM Fuchs / von alten zerschnittenen Katzen / Schnecken / Fischottern/ Fröschen/ Mardern und Iltissen. Diese Thier/ wenn sie Mit einet tüglichen digerireten Materien gefüllet unnd gebraten werden/ geben eine Feistigkeit von sich/ welche auch vor das Reissen in den Gliedern mag gebraucht werden.2. /^kor.86. Das i.xxxvll Capitel- Oleum Lampkorse und ?crtO° vber das setze in die Grubeden Cucurbit Mit ^qebr ao« dem Cäinpffer / und laß es darinnen stehen / biß es wird eme wcissc Feuchtigkeit/wie Milch. Nach diesem ma- ^ che deine solvierteLsmpboi-zm rein/so duwilt/im Sande beynner gar geringen Wärme / unnd hebe es auff Diese Weist scheme: unter andern der Natur Lsm- am ähnlichsten/ denn also wird das 01eurn die gualilpteines lebendigen/ corporig in sich haben/nemb- lich eine kalte und krucken / und wird alle diese Ding auß- richten / die vom Campsser geschrieben werden. Man muß es aber nicht zu offr brauchen / denn es trucknet das Gehirn sehr / unnd bringet vi^ilien und Schwachheit. Auch bemmbt es die Fruchtbarkeit den Männern. Besiehe das 98- Cap. Das Petersilienöhl wird von Petersiliensamen ge- stossen/wiedasLeinöhl. DasXX XVII l. CaM. Qleum cer-, Wachsöhl zumachen Wachsöhl A>IM New gelb Wachs/ und saubere kleine Knßling- zuzurichte/ ^ ^stein/ana i.Pfund/thue sie in einen Retorren/der und dessen nit gar beschlagen/sondern im obern Gewelb bloß/so kan Gebrauch, man sehen/wann das Wachs zu grosse Hitze hat/ als den gib im erstlich gar gelinde Fewer / nachmahls immer gemach ein stärckers/wenns nun herüber gangen/ so thu es in einen beschlagenen Kolben / unnd geuß einen gedistil- lirten Essig drauff / zeuchs herüber unnd scheyde es mit einem gläsernen Trechter/morc loliro. Es nimbt alle maculss der Haut weg/und sonderlich dieschwartzen Flecken dienet vor die Geschwür der NIm 4, ioch gut- Näzelein/«i°ß sictt-in/thue si- in ^ein Glaß/un ein Handvoll Saltz darzu/geuß eine ^ guten alten Wein dran / nur ein Maaß / rühre es wohl '' untereinander / machs obenwolzu/ setzees zu puntici- ren drey Tag und Nacht / unnd rühre es alle Tage osst umb/alß d«m distillier es auß dem B. M. erstlich linde/ so kommen wemg ttopffen / wenn diese leimige tropf- fen auffhören/ so lege ein ander Glaß vor / so kompt erstlich lauter Oehl und Wasser / zum andernmahl niM die keces herauß/ und thue wieder Saltz darzu/ geuß wieder Wein dran/distillier es/so hastu mehr Oehl. Besiehe das 97. Das XLI. Capitel. Wie man von dem Gummi / als Mastix/ Mptt- henund Ottbano öhl machen soll. Im der Gummi eines/ und so viel Zuckercand / alß ^ehlbon v>-»m Camvb« klein «erschnitt« / thue jhnm cim>t tdas Gummi ist/ mach- sie zu Pulv-r/ va misch- st- bar> Z tium/btt/M »A d«i"/ w-lch-r mitr-in°g-i°aschMSandun° d.M-r-Im SaUd-/»st W-«« m-. «!>-. 7.mahldistillir-tist/ vermach--« wol / vaKkemZith-m garg-mach/unndalso fort/dj-sm-Mru^llÄit^ mach«n --»im, h-raußk°mm.Nk°n/darnachmach--in°Grub-,mK-l. ^ieestü ler / ^ Scbuclitieff mebr oder weniger / in die lege leumdarhtnder/ das wird gebrauchtwteandereBalsa/. .. Achten. Pferdtsmist/ undungeleschten Kalck / tt.arllmtuxer zu den Sttchpfiastern. Auch zu de schwinden der G^der ^ 28 Hartz wie «6zu leukern. erstarrenden Sehnen / unndKrimpffen/ kalten Gicht/ Schlag unnd andern kalten Gebrechen / harten Ge- schwülsten/zc. Das xcill. Capitel. Wieman gemein Hartz l entern sol. §?«Erschlag es zu stücken /thue Wachs darein/ ohne ge- Vsfehr auff ein Centner Hartz/8. Pfund Wachs/ geuß n^malö Wasser dran /so viel gnug ist / laß ckles m einander wol kochen/ biß es gar zergangen darnach hebs ab vom Fewer/unnd laß also unbewegetvff einerStellein Taglang stchen / nachmahls thue es wieder vber ein Kohlsewer laß ein wenig erwärmen / auffdaßessich vom Kessel ablöset. Folgendö schütt es auffeine gleicl)« Erden/und hacke das rein vom Vnreinen / dasvnsta- tigist das setzt sich vnten an den Boden. Das Hartz wird gebraucht zuPflastern in Beinbrüchen/ Hefftpfia- stern/ Salbehefften/Stichpflastern/ :c. Das Xdül. Capitel. Ein köstlichgut Zmmicmndm wasser zu distill,ren. e<>Im zu einemkräfftigen guten Zimmetwasser/unnd ^ 5zu nnemPfunde Zimmetrinden/Endwien/Borra- ser'/wie es gen / Ochsenzungen / und Melissenwasserana eine halbe zu disttllire Maß/ stoß die Zimmetfein gröblich/ unndimbibirs i. ' Tage /unnd zeuchs'.in dem darzu gemachten Instrument Das Erste Buch/ len/ den sie dieselben nichts achten/ jaauchoffrmahlen grewlich lästern und scbmcheN / und den jenigen so diesen trefflichen Geheimnussen Gottes mit! grossen Vtikosten fleissig nacbtracbten / verächtlich Goldmacher/Kolen trager und Alchimisten heissen: Drumb müssen wir nach dem Beselch Chnsti/ solches auffdißmahl einstellen vor- nembllch/ weil sonsten auch geiuemen Haußwirthen/de- nen wir in dieser vnser OecnnonnL sonderlich dieneq wollen/ solche Arbeit viel zu schwer und zu hoch konmien möchten. Ich will nur ein wenig von den Krafften/Tugenden und Wirkungen etlicher Olitaten sagen. Das XCIV. Capitel. Von derTugendt deß Cynamcyöhls und sonsten der Cinamey/oder Canahl. Zimmet rindenwas- ^R^Iewol man nicht alle Olitätengerninden Leibae- ^^braucht/ sonberunureusierlichden Lewdamitbe- ^l/wieunt schmieret/weil es peneri^nrizoderdurchdnngendeDing seyn/sonderlich wen mansich aMwcnmeOftnoderbeym Fewerdamtt bestrei(ht / so werden doch derjenigen auch viel in ihren zppiopiar, s , in den loib gebracht/ sebraitchet wie auß denfolgenden Capiteln wird verstanden werde. Wie man aber das Zinmietöhl macht/ kan zum Theil airß dem 44. Cap. dieses Buchs verstanden werden. Wen man aber Tropffenin warmen Wein einnim- Met/so treibets denHarn und der Frawenzett/ hilfst dem ab/ l das ist ein küpfferne velic-, auff; - Füssen/durch eme kalten Magen/ der Leber und dem Gehirn / widerst^ bet Möhreso durch ein kalt Wasser gehet / wie man Bran- der Gifft/und last die nttzumHertzentreccen/vertreibet rewein vrendt) thue das Oehl davon. Wiltu aber nicht dre Gelbsucht/ stärcket dasHertz unalle Glieder/ verzeh- «ebrandte Wasser daran haben/so nim cm frisch Brun- ret den Schleim und die böse Wmde/ stillet die Wurme newasser oder Röhrwasser/ unnd stoß die Zimmettm- vertreibet die Ohnmacht/ und ist sonderlich gut vor die denfemgröblich/ tmblbirs i.Tage distillirs imB. M. Mutter. Nemblick von Kalte und auffblaftn / mdie fein gemach herüber / so hastu ein gut Zimmetwasser. Scham gestrichen / ist sicherlich. Zimmetrinden Mit Ey- Etliche machens auch also/sie neme ein Pfund Zicket/ seMraut oder Ofteciucey Wasser getruncken treibet die fioßesie gröblich/thun sie in einen Kolben/schütte Och sen zungen/ Borragen/ Endwien/ und Melissenwasser/ ana ein halbmaß drüber/vn lasse sie also 4.ov5.Tage sich jneinandererhltzen / thun auch ein wemg Ingber darzu so wirds desto starker. Diß Gefäß aber muß wol ver- stopffet seyn / darnach giessen sie es mit einander m ei» küpffern Gefäß/ und setzen daß in ein jndene Capellen/ schütten kleinen Sand darzwischen/ machen ein lindt Fe- wer drunter / und hernach imer gemach stärcker und stärcker. Wanste danetwan ein Maß Wasser gedisti- lirethabe/ so nehme sie das hinweg / un brmgens in gute Verwahrung / den es ist das edelste und beste/ das ander ,st schwächer/ darinnen mag man andere Zimmet anbei» tzen. Eben auffdiese weise tan man anch andere Gewür- hedistillircn.Voralle dmgen aber mercke/daß das Wasser im Kühlfaß nit zu heiß werde / und wann das geschehen/so laß es ab/un geuß kaltes drein.Wen man nun diesem Proceß nachgehen wolte / so müste die küpfferne vc - 6ca keine Fuß haben. Besihe das folgende Captt. Sonsten hat man z. Cimentwasserm der Apotecken/das erste ist mit Borragienwasser vermischt/ das es uithitzenmö« ge/ das ander schlecht/ dz dritte mit Wein cjittillirr. welches el»n Schlagwasser fast gleich geachtet werden kan. Hier solte ich weiter gehe/vn mag der lang nach sage/ VondM lttLjiarznomliuz mcliolum alß die man auß den mmcrzlilzu ij machet/^den biß anhe» rohaben wir nur ein wenig gesagt vonden ve^cra^.j Itemvon den hohen meclicamLuriii-dle man von den E- delgesteinen machet/ ja auch von denen Artzneyen/welche auß den Metallen gemacht werden/ die nn dritten Grad derKräfften höher stehen alß die Krauter/so wolte dasopusgarzugroßundweitläuffttg werden/denn die Medicin ist em immcosum uz, dz mr wol auß-- zuschöpffen ist/ und Gott hat in die Erde/und alle das je- «ige/wasinder Erden ist/ und auß der Erden herauß- waöyst/ ja auch in die gantze Natur grosse treffliche und unaußsprechliche Wunder gesteckt und verborgen/ die «ls dem Menschen zu hülffkommen/vnd dienen müssen. Drumb were es wol gut/ daß ein jeder ^ccllcus denselben allein / die Zeit seines Lebens durch / trewlich vnb fleisstg nachtrachtet / und alle Menschen de lieben frommen Gott davor danckbar weren/ als der alles vmb jh- rentwillen gethan / daßernurjhnen an Leib unnd Seel hie zeitlich unnd dort ewiglich auß allen jhren Nöthen hülffe/ aberdieLeutseynundanckbar/ unndschiernicht würdig/ das sie solche edl« Sachen haben »nd wissen solandere Geburt auß Wenn du zu dem Pulver deß c,nz- m omi Myrehen thust/so bringetö derFrawen jhe Feuchtigkeit. Das Pulver mit Honig vermischt/ Abends vnd Morgens damit bestrichen/ und mit Rosenwasser wi? d er abgewaschm/ vertreibet die Fleck im Angesicht und amie?be. Item essänfftiget denHusten/ benimvtden Schnupffen. Ist auch gut den Wassersüchtigen / be- nilM dem Haupt und msgen die böse Feuchtigkeit. DasxcV. Capitcl W«nd«rMolmT»gmdt. ^ °v ^Io!s A v iolcnciz oclon s c!>6tz, Ist ein klein Blüm-^j)^^ V lein/ aber ftine Kleinmürigkett ersetzt es mit seinem ^nden in Geruch/Als wolt er auß dem Poeten sagen. sichhabeii, 8l miki cliKcilib t'ormam azrurz oc^avit, !r>»en»v tormX äsmnz rcpeaclo mes?.' Wen sie mit Honig Wasser gekocht werden/sd bringen sie denen/ die da hartglaublg seyn / jhre leclezzu wegen/ sonderlich wenn man sie m;t Zucker macenrt und m einem gläsernen Geschir in die Sonne setzet. Item / sie nehmenj weg das auffblasen deß Leibs/ stillen den Dursi/ lindern die Hitze der Leber / todten die Spulwürme. Ihr Samen treibet die Frucht auß dem Leibe. Item / jhr Geruch stillet und lindert die wurme deß Gehirns / er- chlicketund stärcketdie 8^inrus animalcs, macherauch schlaffend / denn es kühlet temperirt unnd feuchtet dat Gehirn / sonderlich / wenn ste noch new und frisch sind/ denn alsosind sie allzeit krafftiger / den wensie trocken und dürre sind. Besihe weiter in andern Büchern. Das xcv, CaMl. Von deß edel«» Aztstcinöhls Krafft und Wirckung. schreibet von diesem 0leo alle Warheit/ x^vndnennents ein Oleum 8-mAum 8ac--arum, ein l heilig öhl Denn vber die zuvor erzehlte Tugenden slupr^ ^7^ ^ ^ c. 46.) dientts auch den unsinnigen und Wahnfflchttgen Leuten. Wer mit der schweren Kranckheit beladen ist/ der neme 5. oder 6. Tröpflein dieses öhls in einem Lin^ denblüt wasser untereinander gemischet ein/ und genies- se es auch in Speiß nnd Tranck. LorncliusI'aciM5 schreibettDaß es auch bewehrt sey vor die unleidliche wehtagen deß Haupts/so dem Meris schen von böser kalter Feuchtigkeit unErkühlung deßGe- hirnß/a»ch bösen stinckenden Geruchs herksmpt /e^ ma- chtt Mir? UV"'''' ^ li,/ smziitcN?- '^5!? ^11!^ Vom Distillittn. chet auch ein gut Gcdächtnuß / und eröffnet die nieder- gesunckene Eacharros oder schnuppen / auch die Flüsse deß Haupts/ daß sie jhre natürliche Gange habeamüs- sen / so man einen trspffen oder m die Hände fasset/ und starcken Geruch an die Nasen zeucht schreibet/ daß dlß 0!cum auch gut sein soll / für allerley Gebrechen der Augen: Es seyn Perlen/ Fellen/ Contra- cten odet Sterne / auch sonsten vielfältige wehetagen der Augen/ wie sich die begeben mögen / vermischt nnt Schelkrautwasser/ unnd ein tröpfflein in die Augen fallen lajfen.i'Iin schreibet: Daß es auch stille dievnleidli- cheschmertzen der Zähne/ Feulung/ Blattern und Beschwer deß Mundes / Schaarbock/ Auch mache es die schwartzen Zehne weiß / somansinwarm Weinessig Mischet/und den Mund damit spühlet. ^raolcju s clc vii!a ao vz schrelbet:Daß es sehr nützlich sey/ in der zeit der Pestilentz/so mä dasO^um vermischt Mit Rautenwasser / odersonsteninder Speißgsneust/ oder in einem Schwämlem bey sich tragt / unnd dran reucht.Es hat auch l'keosikrzttu s dißoleum geordnet/ wenn einem die Pest mit Kälte anksmpt / sosoll man jlhm von 6.biß aufflo.Tropffen davon Mit einem halben Loch Erdrauch wasser eingeben / unnd jhn fein warm zudecken. Also auch denen die nnt einem gtffcigen Fieber behafftet seyn. So schreibet auch ^rno!6u8 6e villa novs: So man das öhl mit Wachs und^Terpentm mischet / unnd macht ein Pflaster darauß / so heilet es alle pestilentzische Ge- schwlüst und Löcher herauß / unnd insonderheit auch so man dem inficirten Menschen auch davon zu trincken gibt/ denn es ist ein herrlichBalsam dem innerlichen und eusserlichen Menschen. Auch schreiben etliche/daß diß olcum zu allen inwendigen Gebrechen dienstlich sey / sonderlich zu den Geschweren der Lungen und Leber / auch stechen der Sei. ten/ unnd perstopffung der Arterien oder Lufftröhr/ darvon der Dampfs unnd keichende Hustenden Vr- sprung haben / mit warmem Wein eingenommen. ?rox»k^rill8 vnnd ^eclicus schreibet» Daß er in allen Lxpcnmerirell derArtzney / kein besser/ remecilum gesundehabe/ alß das^lcum sonderlich/vor den Stein in Lenden und blasen ^onorzru s Lzticl.o. em erfahrner Artzt/schreibet: Daß diß Qlcum de Geld zuvergleichen sey / daß es dem Stein/ Grieß und Sand der Nieren und Blasen so trefflich wiederstehet / denn es siarcket die Nieren/bringet coicum / und heylet diever- letzte Blase wunderlicher weise/ so man es in Speiß und Tranck mischet. Es sagt auch ?!iaiuz,daß es dienet den kalten und unfruchtbaren Weibern / und bringe die Zeit deß meakrui in seinem natürliche Gang / mit Melissenwasser eingetruncken Es macht auch leichtlich gebühren dienet auch contra lutfocacioaem M2trici8, und vor alle heimlicheKranckheiten der Weiber / so sie es brauchen/ wie oben stehet. I'lieo^tnaltu s schreibet/ daß es auch hinnehme das reissen der Darme/ auch daß reissen der Gliedmaß / es 'werevon wegen Gicht oder Krampff !>pslmu8 genant/ auch vor Beschwer und kalte böse feuchte Nauden/ Car- bunckel Frisel / Aussatzigkeit / es macht auch schmeidig dieverharten Wunden/ so man es mit Wachs vermischt drüber legt. Das xcvil. Capitel Krafft und Tugendt deß Muscattl^ öhls. fV^Ier öder fünffTropffen deßMuscatenöhls in Wein ^uscaten v^oder Cardobencdicren wasser gebraucht / vertreibet öhls Tuged dieDärmwinde/ ist gut denFrawen denen die Mutter und Wir- erkalt tst/hilfft auch zumVenuö Handel/es erwecket auch ckung. diekalteGKeder und Sennadern/ Tröpffle-n mWein eingenomeN/ und ein wenig vmbs Hertz ^rübleinbestri- chen/ist gut vor dasHertzzittern/vertrelbct/ die flechten im Angesicht / erklaret das Gesicht / ist ein Artjney vor dieFrawen. Diß 0>eum von den Äüssen vnd von der Muscatenblüt/ haben einerley Tugendt dienen wieder die böse Lusst und Pest zu prselcrviren / dteNaslacher damit Gestrichen / unnd in Leib davon genommetk Wundervonder Muscatennüsse/ Kese Ccar.2..^fl,or. ^^01.15. Das xc vill. Capittl ^5 Von derKraffk und Wirckung deß Ne- geleinohls. c<>Egeleinöhl 4. Tropffenim Weingetruncken/ stär- >cket das Hertz/die Leber/den Magen vn das Haupt/ ^ stillet das Würgen vnd Brechen/ ist gut wieder alle kal- te gebrechen deß Hirns. Item wieder den Schwindel und Ohnmacht/Vnter die Nase gestrichen. Diß Oehls ein Tröpfflein in die Augen gethan/ vertreibet alle Fell mitMilck eingenommen/ mehret den natürlichen Samen deß Menschen. nacrlüoiu!» unnd l)io5cori6es schreiben: DaSNege- leinöhl habe Krafft und Tugendt unnd vergleichet dem edlen Balsam/innerhalb und ausserhalb deß Menschlichen Lebens zugebrauchen. Drumb alle Krafft und Tugend nicht können gnug gelobet vnd erzehlet werden. Das XLlX. Capitel. ÄomCampffer und seiner Tugendt. 6 »Ampffer ist ein siarckrlechender Safft / der auß n- ^ ^,nem Indianischen Baum fleust/ kalter und truckener Natur / im dritten Grad / wird in der Artzney sehr ge- 3 braucht /wieder das Hauptwehe / in der oder I-Iemicramz, oder Wenns von Trunckenhett kompt/ so man daran reucht/ dienet auch wieder die Pestlleny/Na- senbluten/ unsinmgkeit/ stmckendes Maul und Achem Item/wieder das Zahnwehe / wenn man semer si. groß als ein Erbeiß nimpt / in zwey Vnyen Esscg seud / unnd imMunde auffden Zahn Hclt/Item/wieder die hole und faule Zähne/ Eatharros /so äuß Hitzskommen/ Ohnmacht/ wen manjhn einem in die Nase blaset/ Hertzzittern / wenn man seine ? roctnlco 8 anderhalb Quintlein in sawrem Granatensaffrzertrieben/ einniinpt. Item/ wieder die Gonorrhäam so von Hitze kompt/ wider die Vnfruchtbarkeit / so auch von Hitze kompt. Auch ist er ein Sacoticum / der Fleisch in den Wunden macht wachsen / ist auch dem Magen gesundt wenn er nicht däwen will. Item/wieder die ^xenreriam.Ver" stopffung der Leber/vbrigen Fluß der Weiber/zurPur- gierung m Fiebern /zum schwindenden Fieber / tt eÄzca genandt/ wehret der Fleischfäulung/ stillet das Nasen- bluten/tt.Zu diesen Sachen allen kan man das Campf- feröhl auch brauchen / wenn manö recht zu appliciren weiß. Besiehe droben das 86. Cap. ^ Dergleichen köndte ich weiter viel sagen / von allerlep andern Olitäten / als vom Anyßöhl/ Fenchelöhl / Küm- melöhlTerpentinöhl/vom edlen Victriolöhl/un andern Sachen/aber es woltendieser Ding endlich gar zuviel werden / so verdrcusts auch etliche vnnütze Mäuler sehr/ daß ich mit jhnen nit lügen/ und die Leute verführen will. Eins theils schreyen / die Kunst werde mir den Bauch zureissen/ichsollbey meiner kaculrer und Zcuclü 8 bleibe/ und jhreKimstezufrieden lassen. Eins theils klagen/ich raube und stehle jhnen jhre Nahrung / mache diese Ding gar zu gemein da sie doch wohl wissen / daß ich kein Kle- 6icus bm /mlch auch nicht davor außgebe auch niemanv curire / sondern brauche nur etliche Sachen vor mich selbst/ wenn mir oder den meinigen etwas mangelt/ wie deN sonderzweiffel etliche Haußvatter nnr nachfolgen/ und dergleichen thun werden. Jedoch kan ich hiermit meinen Nechsten etwas dienen /so thue ichs auch billich und willig / unnd erfordert solches die Liebe desselbigm von mir/an dem nnr mehr gelegen ist/alß an solchen ney- dischen / vngünstigen vntrewen Plauderern vnnd Wäschern / die gern aller Leut Beutel gar außräumen oder außspühlen wolten unnd nichts können/ denn das Gute calumniren/ schelten und tadeln. Das L. Capitel. Wie man Rosenohl machen sol. ^<>Im Feldrosen/ und hacke sie wohl klein / ünd nim Rosenöht Ä KBamnöhl/lege die Rosen drein/und setze sie auff ein zu prapari^ klein Fewer/ laßem wenig durch einander sieden/ thueren. sie alsdann in ein Glaß/ unnd setze sie an die Sonne/ ein Woche oder 4 -unnd trucke sie älß dann dnrch ein rem Tüchlein oder Säcklein/ so ists ein Rosenöhl/ kühlet/ zu hitzigen Geschwulst/ un Wehi-agen ist es schr gut.Heilet auch zum Wehetagen deß Haupts von5?itz.:dienllchm. Wie man Myrrenöhl unnd Mchlbcrenöhl mach m soll. Besiehe pÄll^ci.Iib. i. c-»^ i2>. Lc iz. Das Li. Capitel. Wie man soll Rosenzucter machen. Im Feldrosen / hacke sie auffs kleineste/ und thue s» viel Zucker drunter / als der Rosen ist/stoß es darnach meinem Mörser wol durch einander/unnd thue e6 Rofenzu- ^ em wol weites Glaß / unnd laß es 4>Wochen distilli- ckerzu ma-ren. Dienetsehrwolden ttcÄicl? und Schwmdsüchti chsn. Rosen- Latwerg und Rosen homgzu machen. Ealmuß/ gen/stärcket den Magen / wendet dessen Erbrechen : so er alt ist/ kühlet er/ leschet den Durst/ stärcket das Hertz/ den Febricttanten dienstlich / stärcket das Haupt unnd Gesicht / nüchtern gegessen. Das 511. Capitel. Wie man Rosen Latwerge undRosen- honig machen soll. Feldrosen / hacke sie Kein / unnd ein weissen ge* ^ »leuterten Zucker / stoß ihn auffs kleinest? / unnd nim darnach eines so viel alß des andern / thue e6 zusammen in einen Kessel oder Tiegel / unnd laß es vber emem kleinen Fewer sieden und rühren / darnach du sie haben wüt. Zum Rosenhonig mm ein theil / geuß Honig und rein Wasser dran/ zweymahl so viel alß deß Homgs »st/siede das zusammen / so lang biß es wieder so viel wird / alß des Honigs gewesen/ scheume es rein/ thue es dann in «in Glaß / thue rothe Rosen drem / setze es an eine warme Sonne / so ists ein gut Rosenhonig / das man zu fielen Dingen brauchen kan. Das (U!l. Capitel. Wie man den Calmus einsaltzen und einmachen soll. /LIn edel Eing wieder den dösen / undawlichen / schlei- ^migen Magen/und vor die Lolicam und viel andere wie zman ^ eingemachte gesaltzene.Lsimu5 emsaltzcn z^msricu», oder Calmus / wie wirs nennet Wenn und emma- ^ Morgens nüchtern / unnd auch/ wenns die cyen sou. sonsten erfordert / brauchet / und klein geschnitten isset. In ln-jis soll dieser Calmus trefflich wolnchend seyn/ aber er wachst / Gott lob unnd danck/ jetzo auch m unsern Gärten/ wie ich zuvor in dieser oecoaomis gedachthabe. Man macht jhn aber also L NiM ein Viertel eines Pfundes/oder ein halb Pfund/wie viel du wilt/ deß Cal- muses/schncide die Rmden und Wurtzeln auffdensctten feingenaw und rein hinweg/thue jhn in einen Krug oder zinnerne Kanne / wirff ein gutpahr Händvol Saltz drein/ und geuß rein Brunnenwasser drauff/fetze es vber fette/oder Hangs an die Wand 8. Tage und schüttels alle Tag einmal herumb / damit das faltz fem zergehe/ darnach schütte ihn auff ein rein Brett auff den Tisch/ davö das Saltzwasser lauffen kan / und laß den Lalmuß in der Luffr treugen / und lege ihn weg. Brauche jhn dar« nach bißweilen des Morgens/ oder wenn du ihn m Olu necellirariz bedarffst. Ist sehr nutz zu dem kalten schlei- migenMage/trückcn oder Wehetagen darem/im Bran- tewein ooer virz.- eingebeltzet/ genossen Abends vor dem zu Bettgehen/ auch nüchtern deß Morgens/zc. Das LlV. Capitel. Von der l'crrs Das Erste Buch/ auchlmraussen in diesen Landen feine Kirchhöchliok» begnadet vnd begäbet / davor wir Gott alle Tagebii- lich von Hertzen loben und dancken sollen. Denn man findet sie auch m Armenia /heraussen iN Hessen / in der Schlesietl unnd andern örtern mehr / welche warlich nichts geringer / sondern auch wol etwas trefflicher und henlicher ist / alß die l'ci r» ^ci-nnia. Will auch wohl glauben/daß (iccir^ii ^nvvsl^ii pzaaccZUichtSanders ist denn eine sonderliche vortreffliche vund wol zuge, richte wie es denn die Farbevnnd alle Vmbstände mitbringen. So nun wir Teutschen diese Erden sehen / undjhre, Krafftund Tugeudt außforfchen wollen / sodörssenwtt. nicht auß Lu>o^>s in und darnach auß in die ^ Insel l.cmnon, welche in ^c6irerrallc»liget/lauf- fen damit wir dieselbige nur sehen mögen/ wie vor Zeiten Lalcnus gethan / sondern können siezn Gesicht vnd zu kauff bekommen / und haben/ fast vorvnftm Thüren/ wenn wir nureM lO.iO. oder zo. MeylenandiesMge Oerter Teutsches Lands reiftn / ober Botten dahin schicken wollen / so können wir sie bald vnd m co- haben. Ob ich nun wol von dieser Erde einen gantzen Tractat schreiben köndre / so will ich doch geliebter Kürtze halben/ schlecht hindurch gehen / vnnd dem «nfaltigen Maim einen kleinen Bericht davon thun/ und nicht mebr sagen/ denn was einem gemeinen Leyen zum Meisten zu wissen vonnöthm seyn will. Das c v. vnd wofür er zugebrauchen. Mancherley Art der Erden. /SS sind auch viel und mancherley Gestalten der Erde >».in dieser Wclt/Alß Steinbrüche Erden / Wafck Erden/SeiffenErden/sandichreErde/ grlsichteErde/stei- nichte Erde/ gesaltzeneErde falpeterifcheErde/ Alaun- Erde/vitriollsche Erde/ fchwefelifche/ Metallische/ Calchantische oder Adramantifche Erde / GoldErde/ SilberErde/ EysenErde/ die Gold/Silber oder andere Metallen in sich halten. Darnach so sind auch etliche n eckcÄ. 'r crra- .das ist solche Etden/darinnenemeson- derlicheArtzney / und grosse Geheimnussm stecken unnd verborgen liegen / wer sie nun recht prapariren/zurichten und herauß bringen kan. Mitsolcher edler/heilfa« mer/gesunder Erde/ die gar eine subtile Substanyund Wesen an jhr hat/vnnd mit ihrem Temperament unnd complexion dem Menschlichen Cörper trefflich viel dienen unnd helffen kan / hat Gott der Allmächtige nicht allein die Insel l.em«vs unter dem Türcken / sondern Capitel. Wasdie l^erra 8i^tltars sey/und woher sieden Nah alen bekommen. ^ heist em gesiegelte Erde/ darauffeck lac'/.wässit ^ Pitfchier ober Siegel gttruckt lst/zum unterscheidt sey unnl> andere dergleichen Erde / und daß Man daran erkennet, wo von sie kan/das keine andere / sondern eygenrlich die recht ^cr. de Namm, > s I.cmn>z oder 8ilc5laczfey / du einer vmb ftin Geld kanffen vnnd haben will. Wird sonsten auch kieäull-,. einMarck/ oder^-un^ia ein Schmaltz genennet/deß Goldes oder Silbers / denn sie hat ihren Vrspwng von auffsteigenden Dämpften oder Dünsten deß Golds o- der Silbers Auß diesen Metallen cxri skirc und cle- vircr sie der s, vnd macht/ daß sie sich oben an die ThamErde tropffen weife verfamblet / und m den Felfett coz^ulircr, vnd Wiw also in den Bergen gefunden / und von seinen Zusetzen gesäubert und gereiniget . Ist demnach wol zu glauben/ daß ein jedes Metall eine besondere Erde jhres gleichen gebehre und bringe / auff dieft Weise/ wie jetz» angezeiget ist / wie man auch in dett mancherley Farben derfelbigen Erden vernehmen kan/ denn man findet sie im Bergwerck/ goldgelbe / wetsse/ leibfarbe/grawe/fchwartze und dergleichen. 'icns Zisil- EshabensieabermderInsell.cml)oerstlichdervis, NX Priester gcsiegclt / jetzo wird sie mit deß Türckischen erstlichcr- Kayfers Secrct gezeichnet. D,e Strigiscbe wird mit f^den/unS <'inem Siegel gezeichnet/ so z. Berge hat/ damit anzu- ^sieerst. zeigen/daßesSkrigifchel'crrz Zj^iIIzczsey/denn5cri- ihren Namen in Wmdischer oder Polnischer gsWordel!. Sprach von den;. Borgen / die man alda siehet/ von'' Trscbi/drcy/ von Ga oder Gone em Berg / wie das StättlninTrebnitz auch ein ?c»'on,cum ist/dahin vor ZeitenemgrosseWalfahrtgewefen / unnd hat feinen Mamen von Trschcba und Nitz/ das nichts bedarff/ da Gortvndgimgist/ denn man har vor Zeit« da viel zu getragen / drumb hat mans vor Zeiten Trschebmtza genennet/ wlePranßnitz/ Preusnitza/undOlinitza/Ole- schnerza. Diese Strieglsche Erde ist erstlich von dem vornehmen / hocherfahrnen und weit berühmten zt-ck- co Herrn lokznnc Klcinczllo» meinen vnd der nleinigen befondern günstigen guten Freunde/ in den alten Gol^ gruben zur Schweidmtz zwischendenhartenFelsenund Steinen/allerdings / wie die edlen Gesteine angetroffen und erfunden worden / unnd er nennet sie ^urum in ver- fum, ein vmbgekehret Gold /^uri Zulp^ur , einen güldi- fchen Schwefel. Icem exrrsÄum ^ulnra?cücnc>iesun, das außgezogene fünffte Wesen auß dem Golde welches der ^rcbc-u s durch seine wunderliche Krafft nnnS Wirckung außgezogen unnd gewircket Hat/Ernennets auch K uclcum. einen Kern / oder das inwendige deß Goldes/ IteM / er nennets einen Erdbalsam. In summa / zi« n?z cm - schreibe in eine« kleinen Tractätletn ga? VomÄiM.cm. ^'.>' 7erra 8i- ßil^cz, W0 str sie gebrauchet Här herzlich von dieser'T'errz dahin ich den steisiigen Leser hiermit ^cmirrircn will/unnd spricht vnter andern/ Daß er einmahl eine solcheErde aü ÄngenschemGol- de gemacht habe. Das L V!. Capitel. Vonzweyerley I'^r» 3>^ill^r2tmd jhrcm Nutz. istzweyerley l'crra 8i i l z't, wrewol M auch nach der Farbe mehrerley seyn können / eine rothlichke und weißllckre / die rothe wird genÄidt soli>. unnd ist solariscbcr und gikldischer Natur / und wirdebendar- zu gebraucht / darzu Man sonst das Gold'nmecjicinis brauchet/uNndsonderlichzudenKranckheiten deß Herr tzens. Die Wcisse wird gcnandtaxuninz I- tem/^lincrzl.un« vcl ar^cori und vmc'dlvu mmcrzlc-, das weise Mineralische Einhorn/wird gebvÄucht vdr all« Kranckheiten deßHäuM / Metalle Schmertzen und Wehetagen deß Häupts/stärcket das Gehirn / wie das Gold das Hertz stärcket/ es vertreibet den ireissenFluß/ unnd ist sonderlich den Weibern in »ielen Fallen M dienstlich. Das cvii. Ctixi»!?. Ä»n der Strizischcn?-rr> Zißilli» Äld jhr» rem Gebrauch wider allerley Krankheiten. gut vor alle Liebträncke/ darvonder Mensch g^ ^ >)>NeinigllchVnsinnlg wird. Item / vor aüe Glfft / so einer zu sich in den teil) bekomlmn hat / es sey Meerhasen Gifft/Goldkäfer Gisst/ oder / was «s sonsten vor Glfft semkan. Man habe sie elne kurtze Zeit oder lange bey sich im Leibe gehabt/ doch je ehe man sie braucht/je bester es ist/ denn wenn sie die Giffrim Leibe anhängt/so ist bißwellen vbel fort zubrmgen/ man soll sie aber mit Wacholderbeeren einnehmen. Sie dienet auch gewaltig wider aller giffttqen Thier biß und Stich/ als der Ottern / Schlangen / Scorpionen/Mücken / Wespen Bienen/ Spinnen/ wütender Hunde unnd dergleichen/ sonderlich/wenn sie Mit Wachholder beervernuscht/und der Schaden mit ^icoräic». daS ift / wilden Knobloch»' 4raut/ oder Gottesvergeß/ oderTausenrguldenkrauto- der Blättern bedeckt wird / diß ist also inwendig unnd außwendig gebraucht/ und gantz richtig befunden worden / ebenso wohl als daß Ochl vonden Meyenwüsmen wie ügonrzvuz. bezeuget. T. Wenn einem wehe vmbö Hertz wird/der nütze nud ein halb Quint/so wird er von stuude an bessnung befinden / denn diese ^ crra zeucht inwendig unnd außwendig an sich / die erhabene Brünste auß dem Magen/Leber/ Miltz. Irem alle Fenien/und öffnet alle Verstopffung/ gifftlge und vngüffnge / dreda sonst dem Hertzen zuziehen / und Ohnmachten und Hertzklopffen- Item/ Hertzzittern unnd andre Schwachheiten deß Hertzens erregen/ oder einem den Arhem verhalten/oder sonsten Schwachheiten der Gliedermachen/ si« vertreibet aüch die Gesuchte/ die vom Haupt herunter in mancherley Mieder fallen/ und viel Beschwerung und Kranckheiten anrichten / auch stärcket sie das Hertz und die lebendige Gerster/sie erquicket dasGehlrn/bertreibet alle« Häuptwehe/ist auch gut für die verletzte/verwundte / entzünd- te/trieffende und fliessende Augen/und mmpt alle Flüsse weg/die eluem in die Augen fallen / sieheissm L-cK^r- ri)R.neumzra, c7c>ri22, oder wie sie wollen. z. Sie ist auch gnt vor alle Bauchflüsse/ vor die rothe unnd weisse Ruhr/wcnman sie samp! derLemnischen in einem Tücktem ins Trincken hanget / und stetigö dar- vsntrincket/ bißweilen auch außtrucket/so lauge biß es vergehet/ man kanbißweilen ein wenig Lolum ä.rme- vic: darzu thun/den der treuget auch wol auß / allem in den harten Bauchverstopffungen der Mutterflüsse sehe man sich wol vor / dnßmansiejamcht ohne Zusatz brauch? 4. Wider diePestiientz ist sie auch ein herzlich pr-leri- van v. wenn man sie deß Morzmsj stet/Feigen/ Nüsse und Rauten/und ein wenig ^errs und so einer gleich an der Pest halb Todt were / so errettet sie nechst Gott einen Menschen Man gibt sie einem in Wein zu ttincken mir Mithrldat oder guten Tyriac. Wenn der Patient sehrkranck dran ist/so schlage sie jm nur mirRos- fmwaster vber da? Hertz/ so zeucht siedle Gisst heraH. 5^ in auch ein trefflich Ding/di^ selbezn curiren / man mag sie auch mit einom gutenT - lack vermischt/ dem Pctteucen geben/ einem fragten l Qu'.nt/ deck tt>äte sie etwas mehr/wenn )re Tlnerurnnk dem Tyriack bcrnnscht würde/ und darnach der Patient geschwitzt herte. Wer sie also täglich brauchet / der darff sich vor keines G«ffl ftnchken/ weder im Essen noch im trincken. 6. Sie ist auch gut vor alle Verwundung / so miL glfftkgen Wehren geschehen ist/ sie seyn gchawen oder gs- srochen/ sie heilet geschwinde Und bald. 7. Wer sich befahret/daß er etwannGifftgetrunckerl hette / der trincke nur fluck warm Wasser drauff / mit MeyeNbutter und lol», und flösse ein öhkche Fever in den Haltz/ so bricht er sich balde / darnach trmcke et siisseMilch/Latwergenvong^iegetter Erden/ doch were Menschenkett oder Marck und Mandelwiley/unnd Üehi von Schellkraut drunter gemischt/noch viel besser. zjcinranu 8 schreibet: Et habe ein Iungfraw von eiw> gebener Gifft/ mit "l'ena vnter ein wqul- vsnriirn, wenn einer nitMmgenkan. Item/allenbö- sen Gmid und Räuden / so wol auch das Lungengo- schwür/davon die Schwindsuchtkömpt/mmpt auch oaS Blutspeyen weg. Wer hiervon wettern Bericht haben will / der lese deß Herzn Tractätlein 1'crrs Zi^illara ode? deß Hermlullsnnis v vi^nclii Bericht/ von den wunderbaren Bezsardischen Steinen / p-A. lz. dawird er feine Nachnchtung bekoinmen/ wle man diese edle Gabs Gottes gebrauchen soll. Das cVlil. Capitä. Vondcr tlznitzsctx»?err»5>ß>u»» sszuiiznit in Schlesien gesunden wird. <7>Er Lignihfchen l' ^2 istdrcherley/etliche. ^ist Weiß / etliche Graw/etlich Roth/ und kommen _. dennoch in derKrafftunnd Tugendemehrentheils vbcr- ein / aber vnter denen ist die Grswe die beste/ dre Röche ^ aber hat eine verwandtschafft mit dem Solo ^i meno. ^e un was sie haben alle drey mancherley lügenden / derer wir nur etliche/so viel nur dem gemeinen Manne zuwif« br»»ch««s. sen von nöthen/ erzehlen wollen/sie können aber zugleich auflerhalb und innerhalb deß ieibeö gebraucht werde« undhaben fast einerley 6o5m und Gebrauch / darnmh wollen wir kurtz per cz^ira dadurch gehen. l. Wer hitzige Augen flüsse unnd hitzige Hasptweü« hat / oder an der Häupttranckheit ligt / der zerreibe diese Erden / sonderlich aber der Weissen / in Rosenwä ser und weineffig/gletch viel/netze Tüchlein/drein/ legechm ein Theil an den Schlaff/einTheil auffdie Stirn. Wenn ein Auge verletzt und roch ist / derzerreibe diese weiffe Erdemit Eyerwetß zu einemTetglein /unnh iege es drüber. z. Im hefftigen Nasenblutk / zerreibewan dieseEröe Mit Rosenessig «nnd Eyerklar zu einem Teiglei^ schmiers darnach auffem Tüchlein legsvbern Nacken/ beyde Schlaffund Stnm / in starckenFlüssen auff die Zähne/ so vergehets wieder/ sonderlich wenns balde am Anfang geschihet. 4. Wen einem sein Hertz schwach und franckwird/ zittert und ohnmächtig ist/ von genommener Giffc/oder sonsten eingenommen Pesttlentzischen hitzigen Kranrk« heiten / so zerreibe diese Erden Mit einem Rosenwa sser und Roscnessig/und ein wemg Cynameywasser /legs v- ber d:e Hertzstadt/ oder mache mit dieser Erben ein wo-^ nig geflossene Cynamey unnd Rosenessig ein Pflaster/ legs vber die Hertzstadt. 5. Wer sich verbrandt hat/der zureibe diese Erde mit einem Kaltenwasser / oder zu Wasjer geklopffren Eyer- kl «r/ darein tauche eine schwartze Hüner feder/ unnd be- E iilj streich Das Erste Buch/ l'crrze 5l- ZiUarX innerliche Tugendt. 5^ streich den gebrandtcu Ort fein gelinde/ ctli .h mahl nach eiilai»der> 6. Wo auch m frischen Wunden Entzündungen und hesstig Blut unnd andere böse Zufälle einfielen / so lege man diese Erde / unnd sonderlich die rothen / mit einem Eycrklar unnd Essig zu Plaster gemacht / dtauff/fobe- nimprs die böse Hitze/ unnd höret auffzu bluten. Dergleichen soll man auch thun in vergifften Wunden / sie seyn gehawcn oder gestochen. Wer von tollen Hunden/ Schlangen/ Natern oder andern Thieren gebissen/ oder von Scorpwnen unnd Spmnen gestochen ist / der nehme dieser Crde/und mache darauß mit nüchternSpeichel Pflästerlein/unnd lege es vber die Wunde / Stich oder biß / das läst den Schaden nicht vbel gerathen/ unnd be- nimbtjhmdieGifft. Das d IX. Capitel. Voi^ den innerlichen Tugenden dieser Erden. Er Gifft bekommen hat/ sie sey auch waserley art sie sey / der neme dieser Erd ein Quint in emem Tranck warmen Weift oder Bier oder Cardobenedicten Wasser/unnd vergleiche ein/sie treibt die Gifft / durch Schweiß oder Brechen ab unnd nimmet jhr jhre Krafft. Vor die schreckliche Pestilentz dienet sie zur^praservation vn verhüttung/so wohl auch zur Curation derselbk. Zut praservationnim dieser Erden ein halb quint/ inkaltec feuchter Zeit mit einem Wachholderwasser/ im Somer "^mg von etlichen Vnguenten Vnguente aber und zu Heisserzeit/ mit halb Wachholder und Car- ^ lagen / denn cm Haußwzrth muß nicht oder Sal- dobenedrctenwasservordem Morgenessen ein/vor dem ^ / ^^cten/^I>^u5.)^>ricidll8,()Iiccrcl, Was- ben/sojhmt Abendessen aber mit Mein oder warmen Bier. ZurCu- ^rn/ ^litcru s und Recepten cunren / sondern auch em Hauß- ration aber/so einem die Pest schon angestossen/so nehme Att (valven/wenn er/ oder seine Haußmutter/ Rinder/ Wirt schaff« " ^ ^ Gesinde und Vieh eusserlrche Schaden an jhren Leibern fw soll. ye darauff/ und thue das auch etliche mahl nacheinander/ wensvonnöchenist. « Wer ein böse/ vngesunde / schleimige Lungen oder böse Leber hat/ der verschlinge täglich dieser rothen Erde/ ein halb Qmtlein / und em Loth eingemachte Rosen/ deß Morgens vorm essen. Deßgletthen sollen auch thun/ denen subtile / schärfte Flusse auffdie Brust fallen/ die da hefftlg Husten/ und Lungensüchtig seyn. Auch ist sie gut vor die fallende Sucht / Item/vor die Vnsinnigkeit/ so von Bauchwürmen/oder eingenomme- nenGiffr/oder gifftlgen Lumpen herkömpt/ wen man derer ein halb Qumtlein schwer in warmenRautensafft ein- nimmet. Welche Blut harnen / oder welchen viel Blutdurch Stulgänge weg gehet / denen dienet diese Erden auch trefflich/ wen man sie in Blucharmen mit Bier oder rechten Wein/ oder andern approbirten Wassern brauchet. N 0 5 Dieweisse'i'erl'!, 8i?iIIzrÄ ist den Weibern/die grawe aber und rothe ist den Mannen mehr anmüthig/wle denn auch tue weisse durchauß denHäuptkranckbeiten und Gebrechen mehr dienstkch ist den Hertzkranckhetten / wie zwar droben im 105. Das ex. Capitel. Von den Vnguenten oder Salben. erzu dieserErden ein Quint gestossenen Zitber/ den halbe theil Wein oder Bier oderCardobenedicten/Angelic/Bi- benell/und dergleichen Wasser oder Essig/warm ein/laß Min einem Bette wol zugedeckt eine Stunde zwo oder drey wol schwitzen/so wirds jhm die Gifft vomHertzen treiben undBeuleN oder schwartze Blättern auffschiessent machen. Es ist auch gut / daß man dazumahl auß- wendig die Erde/wie oben gemelt / auffdie Hertzstatt auffiege wurde aber dazumahl die eingenommene Erde wider außgebrochen/ so gebe mansdenKranckenso offt wieder ein/biß es bey jhm bleibe» Item / In allen giff- tigen Thier Bissen/ Stichennnd Wunden/sie seynge- hawen/ gestochen oder geschossen / nehme man dieser Erde ein/ in warmen Wein oder Bier/ schwitze drauff/ und lege außwendig die Erde/ wie oben gemeldet auss/ Auch em Krigsman / der sich vor vergifften Wehren oder Kugeln förchtet/der nehme taglichen dieser Erden auch ein halb Quint em / dergleichen die Berckleute unnd Goldschmiede/ die mit bösen gifftigen Dämpffen zu thun haben /sollen diese auch brauchen/denn sie jhnen trefflich wohl dienet» In allen Hertzsckiwachheiten / Schmertzen / Ktopffen und zittern deß Hertzen/mir Borragen/Rosen/Meliss- en/unnd ein wenig Cynameywasser / unnd guten Wein darunter gemischet/ eingenommen/ diese Erde ein halb Quint eingeiiommen/ starcket das Hertz machtig wohl. Wer auch von Fallen/ Srosjen/Schlagen/ Heben/ Tragen und dergleichen jhm wehe gethan/ unnd geliefert Blut im Leib hette/ der ueme dieser Erden ein Qumt ein/ in emem warmen Wein oder Bier/ oder m Essig unnS Rautensafft. So auch einer einensehr flüssigen Leib/ und sonderlich ein flüssig schwach Haupt hat/ oder sonsten Zahnflüssig und augenflüssig were/ der nehme dieser Erden zum öff< ternmahl in Roßmarien oder Majoran wasser/ oder in warmen Wem oder warmen Bier ein/ und schwitze wohl im Bette am gantzen Leibe drauff/ und sonderlich an dem Häupt/ es benimbt die vbrige Feuchtigkeit/trucknet den Leib/und stärcket das Haupt. Hat jemandtdenDurchlauff / oderauch den rothen Wehe/der siede Tormentillwurtzel in Wasser oder Bier/ oder Wein/und zerreibe dieser Erden ein Quint drinnen/ und drucke es auß / unnd thue das einmahl oder etliches/ wens von nöthen ist / und der Durchlauff sich nicht ver- stopffenwill. Wenn auch jemandt das Retssett oder die Colicam von den Flüssen in den Därmen hette / der brauche dieser Erden ein Quint mit warmen Wein oder Bier/gestose- ne Lorbern ein halb Quint darunter gethan / vnnd schwt- bekommen / daßsiedieselbigeim Nothfall oder Mangel eines e kirur^i, BstlbiersoderLeibartzts gleichwol auch curiren können. Nun sind aber derselbigen gar viel und manncherley/ Vnauente wie die Apotecker/Balbierer/und andere Aertzte wol wis- oder Sal« fen/und wolte vns viel Mühekosten/solche alle zubeschret- hm seyn ben / fo würde ich auch bey den Wund-Ertzten wenig mancherley Danck verdienen / wenn ich m ip-cic anzeigen solte/ wie man alle Züge/Emplastra unnd Salben / die man auffdie eusserliche Schaden zulegen pflegt / anmelden solte/denn da seyn grüne/ weisse/gelbe/rohte/schwartze/ braune/grawe/und anderer Farben/ da ist das Vo^nea- rum^^ollc)Iicum,^A)'pri2cum,1'riz^zrm2cum,LZ» iilicomVn^uenrum 6e^ir>io>6e1'!mciz,äc(lzlcc, Lcc. Da sind Leüsesalben/Grindsalben/Wurmsalben/Brust- salben/.'c. Item/ allerley Pflaster/Stichpflaster/Weichpflaster/ Häupflaster / :c. die will ich alle den Apoteckern unnd Balbieren befehlen unnd nur ein wenig in gemein und in lpecie von etlichen Salben sagen/darnach sich ein gemeiner Mann nur ein wenig richten kan/ wenn er dies« und andere dergleichen Salben machen will. Das exi. Capitel Wie maii in gemein die Salben machet. werden die Salben auff mancherley weise zuge- Salben wit ^richter/nach art dertnArecliellcium das ist/der heci siemge- crum > so darzt^genommen oder gebrauchet werden/denn ^ man n mmer darzu Saffte/ düne Krauter/ Stein / öhl/ den zuze- Essig/Wachs/Quecksilber / unnd viele dergleichen an- dere mehr. Wie man aber mit denen handeln unndvmbgehen/sie przec>Znret'tcc?r>Mc>olrell>VNdVNter- einander mischen / und darnach zu den Ä>unden und eus- serlichen Schäden zpplicircn soll/das mag der Christliche Leser nachschlagen / in deß (Zualckeri Ryß kleiner Chirurgey im 6. Theil. Ich mag hier mich und andere/ mit solcher langweilichen und beschwerlich Beschreibung nicht weiter bcladen / damit man zu mir nicht auch sagen möge/^Äum m Das cxn. Capitel. Wie man in s^ecie die Salben machet. H^)e man aber m tpccie ein jiedere Salbe mache soll/Salben ^^ran man keinem recht eygentlich und gründlich sa- sie >0 gen/man wisse denn zuvor den Schaden/darzu dieSal- gemacht! be soll gebraucht werden / den nach desselbigen Natur werden« Vn Eygensc^afft oder mzliris, muß Man auch iv^reclieo- riz brauchen/ aber ich remirrirc hier den fleifsigen Leser auch zu den Ckn ur?is, Apoteckern / und andern Schaden heilern / unnd sonderlich zu dem e »alrero Rysen am gemelteN - " t»lP bi-w. aemcltmOrt ^ welcher meines Erachtens / mttsemen Schrifften mcht ein döse/ sondern emkenlick gut Werck veruchtet/ ob es gleich etlichen nicht so gar wol gefelt die Sa lieber wolten/ er hetre keinen Buchstaben geschrieben/ damit jkre wenige Künste nicht offenbar würden. Jedoch will ich nur ein Exempel oder zwey setzen / darnach sich einer:n den andern richten mach / so werden auch anderer Exempel hernach im folgenden Buch mehr gedacht werden. Das cxin. Capitel. Ei» Wunden salbe uiidReimzunz. -Hunden- ALcipe . Nlm Schweinen Schmal!; / Terpantin/ s^'e oder ^ Wachs/ana ein Pfund / ein vier klemes Pfundes MMgliNg Honm / thue diese Stücke zusammen in einen newen jltjmchtett. Topff/unnd lasse ein wenig sieden/und mm denn em Loch Kupfferröth/zwey LothAlann/ Item/Salpeter/ Grünspan/Mastix/Weyrauch/ana ein Loth / ein halb Loth Thyriac / ein halb Quint Kampffer. Diese Stück alle klein gepulvert / unnd laß das ein wenig in etwas warm werden/unnd thue als denn den Grünspan drein/ rühre es wol vmb/laß stehen/biß es kalt wird. Nun das Grüne oben ab / so bleibet das Braune / das ist ein gute Wundsalbe und Reinigung. Das exiv. Capitel. Eine gelbe Salbe zu allerley Schäden. Gelbe Sal- VLcipc.Terpentm oder sonstenem weiß Hartz/Böcken iezit aller- Vnlcht/ vngesaltzene Butter/vngenützts Wachs zer- leySchäden laß dkß alles in einem seinen reinen Pfännlein/unnd seige Michten. es darnach durch ein «ins dünnes Tüchlein/ und thue em wenig Saffran drunter / daß es gelbe wird / so hastu eine Salbe zu allerley offnen Schaden. Das dx V.Capitel. Eine Salbe aujf alte Schaden / die faule Löcher haben an Beinen/die da dücke seyn/ un etliche Jahr gewehret haben. Salbe vor ^ Wachs/Hartz/Rindern Vnlitzt/ana ein halb alte Schä- Loth/ thue die z. Stück besondern in einen Topff/ laß denzuprä- siefem mehlrch zergehen/ seige es durch em Tuch. Dar- Men. nach mm zwey Loth Speck/und zwey Loth Schmer / das ein Jahr alt ist/lege es in Wasser/laß es zwey Stunden drinnen Kegen/schneids darnach klein/ schmeltz es / unnd 'drucks durch ein Tuch in den Topffzu den andern. Denn nim Bleyweiß und Silber glöte ana drey Loth/ Galmey «nd Alaun ana zwey Loth. Mache dtese Stück alle zu Pulver/thue sie in den Topff/da die andern Stücke innen seyn / setze das zum Fewer/ laß em wenig sieden/seige es durch ein Tuch m ein ander Gefaß/setzs wieder zum Few- er/stoß ein Loch Grünspan klem/thue chn auch daran/laß wenig sieden / so ists gerecht. Ein gute gelbe Salbe zu machen zu alten Schaden. Nim Terpentin/Honig und vier Eyerdotter / unnd Gersrenmehl/mengsvnreremander/ biß so lang es eme Salbe wird. Mehr Exempla sind nicht nöthig / Vmb jetzt erzehlter Vrsach/deß in. Capitels willen. Ich solte wol auch hier sagen von mancherley compo- itunniduzLarwergen/Trociscisoder^üchlem/Tafflein/ Syrupen/Pulvern/Clystiren/Stulzapfflem/Pillulen/ und andern Vermischungen mehr/ Sccl ctt moöus io re. buz.Lcc.Maß istzu allen dingen gut/und ich hab mir mit Vorgenommen hier eme gantze Apoteckerey anzurichten» Ein gut Pulver zu alten Schade!?. k ecipc, Heiternesseln / laß sie dürre werden / zerreibe siezu Pulver/strewe es tn die Wunden oder Schaden. Das exvi. Capitel. Vom Olco ^ Fichten öhl wird hier m der Chur Brandenburg ciiri^ '^^Teniplin an denGräntzen deß Landes Meckclbnrg lvieund gefunden/und in einem Dörffiem/ Rodelyn genant/ eine viertel Meile wechs davon / gemacht. Es ist aber dreyerley/das erste ist Theer/der wird auß Kyen / Stob- ben oder Beumen/dü vi:l Hartzjnnenist gemacht Den darumb brennen sie den Kyen/ daß sie Wagentheer davon machen. Das andre ist Pech. Das dritte / ist das pberblctbcndeWasservom Theerund Pech. Das Hartz VomDlKMcn 1) aber/oder Kyenhartz/ das auß dem Bammn leufft/ wissen sie jhneu auch sonderlich nütze zu machen. Abcr auß dem Wasser / das sie doch sonsten weg schüt- ten-und Wissens garzu nichts zubrauchen/ wirdauffAl- chymistischeweise das l'in, gemacht .' Sie nen- nens/oieum 1 cniv.Denn ist em Heyde/da man von der Himmclpforr gen Teniplin reiset / da hats viel Theerhütten/die Feldmarck heist 1 enlo. Es ist in die viertzig Jahr da gemacht worden / das Quart deß Oehels hat man allzeit vmb ein Düttichen/ l>. c.z>. Silbergroschen und i. Dreyer geben/aber sie nennen das Quart ein Pfund. Von bannen hat mans Heus- figweggeholet/und wettvonftrnvmbher getragen und verkaufst. Es reucht wie Theer/ aber die Landrsahrer ha^ dens vor Balsam oder Splckenwasser verkaufst/ und haben nur ein tröpfffemSpickenöhl drauff gegossen / so hats den Theerichten Geruch verlohren/ unnd hat nach ^ Spicken gerochen. - Diß Oehlverwahret für Feulnuß/ist gut vor diePest/ mit Rosevhonig vermischt/ heyletfastm Tugenden wie das Terpenrinohl/dienet auch zu erfroren Gliedern und Wehtagen derselbigen / tt. Das exvil. Capitel. Von den warmen und andern Badem. ^arme ^S sind auch Mancherley Arten / die innerlichen unnd und andere eusserlichen Kranckheiten zu curiren/zu welchen auch Bäder wz das Schreffen und Köpffen/ das Cauterisiren / Purgie- stx fty»/ und- ren/Aderlassen/Plaster/Träncke/ und andere Sachen/ ^^on gehören/und sonderlich die warmen Bäder/davon etliche geschrtehm feineBüchlein geschrieben haben/dahin ich denn denChri- stlichen Leser hiermit r^mirrcre. LsttliolomXUs ^onra^aanachät ZWeyBüchleiNI.Z. rincgeschriebn/ cle kalacorum vzrisrzre, fzculrzre Lcu« su.die hinden ahn das Os>u5 ^Isrci LzrensnX mit ange- Heffttt seyn/Ioannex .vUcliael ZÄVvliarols hatzwey Bacher clekzinei 5 Lc r^>crmiz naru>ii>libus c>mliilzuz IcsÜT, Zcrorius orbis geschrieben. Item/ kulauäuz hat drey Bücher von Wasserbadern/Aderlassen und Schrepffen La!Iu8 Lrsckcotcrireius hat aller heylsamen Bader/ Saurbrunnen und anderer Wasser/so inDeutschlandt bekandt und erfahren / auch jhrer Metallen und Minerallen Natur/ Krafft/ Tugend und Wrrckung beschrieben/die sich wol sehen lassen/da remirrire ich den fieissige ieser hin/ damit man von nur auch nicht sage / sQ um oc s^i>5 , laß es bey den alten Löchern bleiben / so darffstn nicht was newes machen / den ich kan es doch nicht besser machen / den es diese ehrliche redliche Leute gemacht haben/ so dieser rrotcllioll > vornehme / vortreffliche gelehrte Leute sind / die mit diesen dingen alle Tage vmb« gehen. Das CXVIII. Capitel. Von den äiebus cririciz oder sonderlichenTagen/ und andern juälLüz, an welchen man von der Patienten auff-oder abnehmen der Kranckheiten iuchcirco kan. ^^t?hest/u werden/das schreiben sie dem Monden und seinem Lauff zu. ensis morbl cli. wenn Man judicirett kan / ob der Mensch bey leben bleiben/oder sterbe wird/1' um.o.cu^ osrurs morbus climicar, molbu8 c»s)^U^lisr oarursm» leci narurs mordo rei>ltic,öc5ac>Ie ^s?sret,vrrum ex t^is cluobus viÄorjgm re^orraculuM ltr. Lr kr koc clie ^uarro leszrim o, 14.17. vr> l^i clies crism cririci lci» jucjiciari clicualui».V1orbu8 auc causa mordorum rlt re» s cum osrurs . Lc lÄ-äeri'; Lc corrumpcus esm. vondeäiebus 6ccrerc>ri>z hat Lalcou 5 drey Buckelt geschrieben wie den auch von den cri sikus. Item / k»ni^de»c?rA,emklemBttchlelN.IteM/LcrnuriusL(i-. lomevk« Z4 loaienlis 5ul. lyz. l94.UNd?nl'uu s acutus. eine hesstige geschwinde Kranckheit/ die es mit einen bald ausmacht / als Scorpionsstich/ Pest/Schlag / wenn einer kaum einen oder zweene Tage tranck ligt/die müssen remeclia i».7r^romsrs, neben Kranckheiten. ^torbi sccellio teu iriirium. wenn einen eine Kranckheit zum ersten ankommet / itzikscilkmzellmorkOrum curs»<^u«r kr per ve^erakiks.daS nennen die ?keopkrs- stioi pnmum ^rz6um morkorum. locremenrum morbi, heist/ wenn die Kranckheit zu- nimmt oder grösser wird / als bey den ^kcvjikrsliinern Heschtcht/ io lccuo6o öc rcrriv^rscju. 8rarus oder vi^sr morkl ist/wenn die Kranhckeit den Stand gefast hat/und am heutigsten tst/ruac ctt cj,fkc,l - Ümacurilrio. daS nennendie'kkeopkrstilr>,^uzrrum xrsäum morbi ,^wenn die Kranckheit auffs höchste kommen ist. Vccrcmeorum lcu -jeclinzrismorbiist/ Wenns Wieder gen Berge abgehet mit der Kranckheit/und dieselbige jmmer mehlich und mehlich wieder abmmmt / und von Tage zu Tage besser wird Corpus pleroncurl-ist / ein dicker Leib / dervoller Fleisch und Feuchtigkeit lst/^»,s^« 5eu plcriokumoruw. Lsckexizsxsx-xAc k^ckmss,oder i. Loth ist cm Gewicht /helt4.QulNtlein. Z ^racKms einQumt/derervier ein Loth machen/esi psrz vr>cia?,kzkcr^rzoa koinesces 6c>. Z5crupulu5 20. Gerstenkörner schwer / rerriz M? >ärsckmz?. - Zcrnis ein halber Theil dessen /, dabey es geschrieben stehet, td isteinPfttnd. tdzoderLlst 8cmjs,einhalbPfund. ^ 4 ist ^ das vierdte Theil einer Kdr«. zj ist ein Vntz 2. Loth, z Kist^Vntz 1. Loch, zj ist i.quint oder 1. ärackms. zi> istvQuintlein. H ist scrupulüs voui.vder 5 eines quints/ ifi 20. Ger» stentörner schwer. L. oder gr' oranum em Gerstenkorn m. e. a. miteinander. 'er. l. ist eines Gerstenkorns schwer, v. e. a. untereinander, dl. Numero, so Viel an der Zahl i. e. a. ineinander, k!. H/zvipulu5, ein^>andvolld.e.«.durcheinander, p. pui'il!um»em halbe Hand voll/odersovielalsman mit z. Flngernbegre,ffcn kan. Besihe l'adel nT X!05>rsnum in seinemArtzneybuch/ bald im Anfang/in der Einleitung "p. li' ^ ou das die Medici m die Recept setzen / bedeut eins so viel als das ander/ist von den Griechen und jyren Artzterk genommen/ T^uzlez psrres» DasLXXi.Capttel. ^ohröhl machen. 'F?'- k> '' > / Das cxix. Capitel. Was ein kteäicus mehrwisscn muß muß auch em von dem gelassenem Blut/ Neäici. .^.vsn den Zeichen einer jeden Kranckheit / vom Pulß/ was sie wif- vom Schweiß/von der Vrinaund LActtioniKu-. 0- senmüssen- dercxcrcmevnszuurtheilenwissen/ somußerauchdie 60k 5. Natur und Kraflt eines jeden Krauts wissen/obs eiNsrrrzÄivum.expuIllvum.csIctziIlvUMzSpercivum. miri^rivum.Scc.sey. . Davon wollen wir aber jetzo auch nicht weitlausstig sagen / sondern ich rcmm irrirc-hier den Leser zu denen^u roribus. diehiervon nothdürfftig geschrieben haben/ als den lokarm. I^ict,sclcm8avsnaroIzm insener L^nnc>i- c-,zum kri5ium in seinen 5peculum ^cljicm-c . undzu andernkurorikus mehr so dtenetS auch vor den gemeinen Mann nickt. Ve pullibu-! Lzrrl,o!.äotzlic.lil,.;.c5?.iz.i4« kucktiusinloliir. Iib.4.le6^.4« l)c urioiz v»6e kuckkil lc6i.I< veli^uis?llck,iattir,!lb.4.leK,i» gure frische Lorberr/jroß sie zu Pulver/thue ^oh öhlM T-sie enBaumöhl/t! ueauchSadenbaumdarzu/thue eezuzu« ee zusammen in einzinnern Gefäß / und setze es in achten, emen KeM voller Wasser / siede es wolzusammen/das Nennetman m «iu^I- vsle, daß ist ein gut Lohröhl. Oder Nnnm ein Pfund Lorb.ern/ pulveristre sie klein/siede die mtt anderhc.lb pfundBaumöhl/thue ein wenigGrün- span/ auch Sadenbaum darzu / seihe es durch ein Tuch/ Liese-tl'.L^.UNdlib.ii. cs^.lv, Das LXXll.CaM. Von Pillen brauchen. tt^Ancher kan wol Pillen verschlucken / manckervet' tschluckte lieber was anders. Ich weiKeinen Bür" ^ ^ ger /wiewohl er nun lange zur Seelen gediehen ist/ ^ der nam die Pillen / so jhm die Apothecker gemacht hat- ten/..md druckte sie zu Haussen/Machte einemassan oder ^ tzolumdrauß/lundaßsiealsohinein/wiedieBauerndie ^ teigen Birnen esien/ das daucht mich zuvor em unmöglich Ding seyn / denn wenn mancher ein Pille nur ausf dieZunge bekomMt/so ensetzetsich derGeschMack darvor/ und jerdrückt sie mtt der Zungen oben am Gaumen / und da wird alsdann ein gut Achtem drauß / daß einerdet andern Pillen wol vergtst. Drutti Ä-ax S--' . i? MoßS' ^ MlvÄ' Wki-"7- z» , 5-. A MMi, LM lMUt .''ttIS«ll x.,'!ilI!!ÄM >-.VsWi .<'jü .',"P°^ "'^',.ÄÄd»! Wi !KK .l 'Ä? ^ -5" ^ VomDi'Mirm. Drum legt sich mancher auff den Rücken / undtreu- get die Zunge gar rein / und lest sich auffder Zungen ein- hinder in den Schlunck lauffen / daß er sie.also endlich in den Leib bringet. Wer sie aber ja nicht wol brauchen tan / der laß sie in der Apotecken übergülten / soschmacketersienichtsosehr sder laß ihm eine Erbeöbrühe oder Tzweschkensoth machen / und nehme ein Pille oder 4. binden uff die Zunge/ und nehme einen Löffel voll Erbesbrühe oder warm Eier oder warmen Wein / und schweiffe sie alsobalden hinder/ oder lege ein Oblat in Wein/daß sie erweicht/ und nehme sie wieder heraus / hülle die Pillen drem/und schlucke sie alsoemhinder/ und nehme nur fluck noch darnach fein im Magen/oder stecke sie in gekochte Pflaumen / und schlucke sie miteinander also hmem/und rrmcke einen Löffel voller Soch hernach. Oder / daß dem am besten und bequemesten ist / laß dir einen Saffc aus der Aporhecken holen / einen Vetlichen- saffroder Leckenyen/ oder Liquirttlensafft/ mm den Safft in Löffel/ schütte die Pillen halb drein / so gehen sie wol ein/schlucke sie Miteinander hmder/ daß ist noch besser als Mit Pflaumen. Oder Brate einen Apffel / thue sie in das gebratene Fleisch deßApffels/und schlucke sie also beyde mtteinanter hinein/also sind sie auch leicht zugebrauchen. Wiltu dir aber auch eine m-Mm selber zu Pillen machen /so beschmiere dir die Finger mit ungesaltzener Butter sonstenhanget dir die Matetten an. Schwangere Frauen dörffen sich mcht wol purgieren wenn sie über die Helffte seyn / es wäre denn / daß es die höchste Noth erforderte/ sie sollen auch mchtzur Ader lassen. la pnmis menliouznon ram cH rimenilz vena: 5?- s>ur^»rio: ln mcäli» mcnliouz minus ciici» lucncjz^ur^zris.ouzr'^ vcnse tciAio' In »ucemmeaitlzuL urrurn^ue elirimenclum.- ()uiarum scrrus non porcli csrere nurrimcaro, öc morus knmo- rum,. Cap. hab ich gesagt vom Wacholder" bee ^./öhl/oderMachandelöhl/wie wir es nennen/und son- Wacholder- derlich wie die neuen mccjicl dasselbige brauchen: ^er/und Ich muß aber hier weiter etwas sagen von altemBrauch dieser Beer / den daraus kan man gnugsam spüren und den Alten vernehmen ^ obgleich die pr-eparzrion bey jhnen etwas gebraucht einfeltig gewesen) daß man diese Beer zu vielen Kranck- worden^ < heiten brauchen kan/ dafür GOtt höchlich zu dancken will nur setzen wiesie es gemacht haben. Nimm die Wacholderbeer/ zur zeit unser lieben FrauZ Verschtedung/wie viel du wilt/ und thue die in einen neuen Topffj/ geuß daran den besten Wein/ den du haben kanst / (wenn man sie zuvor zerstieß / und macerirte sie einen Tag im Wein das wäre meines erachtens besser) und setze es zum Feuer / laß es wol einwallen / säume es fem rem und sauber ab Darnach .geuß den Wem ab von den Beeren ein reines Glaß/ und behalt daß schon bedeckt. Darnach nim desselbigen Weines eben aus dem Faß/ da der erste Wein ausgelassen ist worden / und geuß dem 2 selben Wein auffdie gesottene Wacholderbeer/ und siede Wacholder- jhn gleich also/ wie du mit den vorigen gethan hast/geuß h jhn auch ab in ein sonderlich Glaß wie du mit dem ersten 5^' ' gethan hast / trinck darnach deß ersten Weins früe/deß andern zu Abends/wenn du nicht mehr trinckest/sondern ^ 'i Z6 chen Dieser Tranck ist gut fiir alle wehtagen deß Haupts/ und vor alle Kranckkeiten die das Hertz leydet/auch für alle Gebrechen deß Magens/ vnd für alle Giffr. Irem/ für alle inwendigen Gebrechen / der dem Menschen vn- wissentist.Item/sür die Kranckbeit. Item / für die l oder den Schlag/für die Taubensucht deß Leibes/ für alle ä pottcmzra. die dann desselbigen Tages dich nicht beleidigen können. Item / für alle flüß deß Haupts ff»r alles Wüten vnd Quelen / von welcherlei) Kranckhelten deß Haupts auch dieses seyn mag/für alle Gebrechen deß Rückens/derLen- denvnd Aeene/vnd sonderlich filrdenLendenstein/für den stinckenden Othem deß Mundes/für das Stechen im Leibe vnd dem Dampff/vnd macht gute Ruhe. Item/für . l alle inwendige Kranckheitendeß Geaders / dasselbige . ' bringets zu recht vnd erweichets. Item / wenn man die Wachoiderbeerzerstost vnd wol seud/vnd rühret sie mit einer t^rulu fein fleissig vinb/ vn ^lo/jen hxnn wol gesotten ist/ wol zudeckt/vnnd also wol zug-orau- bedeckterkalten lest/vnnd in eine Feuchte stellen ietwan in den Keller) setzet der kan denen Leuten damit dienen/die geflossen' oder geschlagen seyn/ oder sonsten gefallen haben/die soll man damtt/bey dem Fewer falben/daß es jh- nen wehe thut. Es dienet auch zum Schlaff/wen man die Schlüsse damit bestrelchet/mann maglauch ftühe Mor- aensdie Beerrohe vnnd michtern essen für die böse ver- giffce Lufft/ sind auch dem Gesichtgute I» Summa/ sie bringen grossen Nutz zur Gesundheit. Das auß/seudejhn l>n Baitmohl/biß sich das Misch von den Beinen ablöset. Darnach stoß das Fleisch wider es gebraucht klein/vnd seuds wider im vorigen öhl/und presse es darwird. nach wol auß/und verHege es wol. So einem seine Glieder erlahmet unndContract seyn / so schmiere jhm deß Tages zweymahl die Glieder damit / vor einem warmen Ofen oder Kohlsewer/so stercket und richtet es sie wieder/ und machet sie wieder gantz gelencke Das gebrante Wasser von einem jungen Storchen/ Lfl gar köstlich und gut/denen Leuten die Contract und Lahm seyn/ so man die Glieder zuvor mit vngesaltzener Krebsbrühe wüschet / vnnd darnach mit dem gebranten Storchmwasser bestreichet/ und also eines vmb das ander gebrauchet. Ist bewert an vielen / so gar Lahm vnnd Lonrract an Gliedern gewesen/ vnnd sind gar wider ge- radtworden cTxIesen Essig bereitet man also. Nim der weissen bewi,»? ^/Meerzwiebel / den die mit den weissen schaffen sind -ubc > f ^ die besten saubeze und wasche sie wol/sclmeids zu kln- ^ nen siücklein/ zeuch emenleinen Faden dadurch/also das vorbei ke»n stuck das ander anrüret/henge sie m die Lufft/ laß es Tuaend n also hangen 40 Tage nacheinander/auf das sie recht wol in dems/ dürre werden Darnach lege die gedürreren siücklein in ei- ben. nen Steinern Krug / geuß darüber den besten weissen Weinessig/alle we^auf 15 loch Zwiebelnn/i. Pfund Essig/Vermache das Geschirr allen thalhen wol / daßkem Dampffoder Geruch Heraue gehen kan / henge denselben Krug in die heisse Sonne den gantzen Sommer über. Darnach ftige den Esiig herab / und trucke die Stück- leinwolaus / sohastudenscharffenEjftgvon5c^1Ubereit / der zu vielen Gebrechen dienstlich ist. kan diesen Essig nicht gnugloben. Denn erschretb^lili z, cie pzraca 5^cilibu^. So jemand von diesim Essig alle Tage frühe einen Löffel voll trmckc/ der ist sicher vor allerleyMundfeule undHalsgeschweren/dasMagen- mündlein wird davon - l- ' zhwozu tögltk. z^egelein- Zhl/wtees pr-parirt M- Negeleiw VomDistiMm- dcm brechen desselben/benBauch damit wann geschmie- ret/denDurchlauff/ stercket das Haupt/ unudkrancke Mutter / auch die Frucht in Mutterleibe macht sanfft schlaffen/den Schlaffdamit bestnchen. Das <2 XXX. Capitel. ^?ege!eltt5hl» ^sHImb )6. mallgethan hast/so truckedas öhl in einem leinen Tuch rein aus/und verwahre es in elftem Glase dichte zugemacht. Auffdiese weise macht Man auch Biesemöhl/ Belzoinohl/Styrax- öhl> Item /die «lea von Kannele / Muscateli / Musca- 57 -kl moiuW -tenbliimcn/ :c. ist gut demMagm/Haupc und Hertz/die Mist Wlrie- chend ticht zumachen. keucber- »rtzenzu machen. Weibliche Scham damit gesalbet / undim Gemachte ^warm/ wahrer dem auffsteigen der Mutter. Das L XXX I. Capitel Am wolriechend siecht zumachen ^mb^. Loth Campffer/ und4. Loty Wey.au«.y/stos- ^ ^se die z.. Stück zu Pulver/ mache nur ein wemg Wachs einen Ball drauß/ thue ihn .n em Faß mu Ro- senwasser / UNi.d stecke es mit einem Liccht an / so wirds brennen/ und einen guten Geruch von sich geben. Bas LXXXN. Capitel. RMchteryenzu machen ^sHImd 5c/iZX Lalzmir-I. kcl^oio, Paradeißholtz/sNi» Loth/KohlenvonWeidenholtzgestossen/ menge diß alles durcheinander mit Brandenwein / macl?e einen Teig drauß/ darnach Reucherkertzen / wann du sie brauchen wilt /so stecke sie an/und bereuchere die Stuben damit/ stärcket das Gehirn/ wehret den Flüssen/auch kräftiget es das Hertz Basexxxlll.CaM EingudenGeruch/vor grosse HermihA re Gsmächer/Kleyder/Decken/Lacken und dergleichen andere Dinge mehr/ darmit wohlriechend zu machen. M-Nick kor k Lcik?e, Citronen oderPommerantzenrinden/oder so Kcmäcker/ du diese nicht haben kanst / Roftnblätter/ so vieldu ?lmde-und wilt/salbe sie allenthalben mit Zitber/ lege sie meinen Mere Ka- eissernen Löffel anffglüende Kohlen / so geben sie emen 1 Geruch / so du es besserhaben wilt / so thue em wenig ei,.» Thlesem und Ambra darzu. Das (7XXXIV. Capitel. iEm gute wohlriechendeSeiffezu . machen. Wolrie- Lcis»e, Thiesem 6. Gran/stosse ihn mit warmen'Ro- chendeSeif- ^ senwasser/thue darzu 4. Gran Zibeth/ unnd menge fe zu mache, es unter andere Seiffe / so ist sie recht und gut. Bas CXXXV. Capitel Em ^oMche ArMe^/ damie em Mensch so es nie wider Gottes Willen were/ noch 15. Jahr sein Leben verlängern kan. ^Lcij?e»Entziam/Tormentille/Meußöhrlem/Wach- Artznsy W holderbeer/ die zwischen den zweyen Marientagen machen da« gebrochen sind / Leberkraut/ em jedes gleich viel / menge mit em es zusammen/und mache em Pulver draus/lhueZuck^r/ Mensch sM darzu / von diesem Pulver esje täglich auffeinerschnitte Leben 55« Brodt in Wein oder Wasser geweichct. Iahrver« Das dxxxv!^ Capitel. längemkstt. Zraätbazdejz Fewers. ^S jind 4 des '^eivcrs/ erstlich/so ist das Lzl- Viererlsy ; darinnen man die 'D'Iercurialische ^rz^usdes Kräffren:'Als da ist feucht und kalt Dar- Fewers. nachder!« istitt ciaenous, das ist diel!epÄi!Zr!a sul^t^uiis, warm und feucht. In den Krautern/Bäumen/ Wurtzeln und Samen ist die Ochligkett der 5u!- Der z. ^izclas ist m zl-enz, da werden die schweren statcken^u!j.^^i-apcc äliti'.lzrioncn,auffgehab>.n / die müssen in auffsteigen / und herüber gehen wollen / dieselben duls.kuru brennen- Dervierdte geschlcht in eme offenen Flammenfewer / da werden die t-iüa er ezäcin caicinirc, und dar« nach durchs Fewer ausgezogen/und durch daS liZi villlQ herausgebracht/ myitLru-. Bas cxxxvir Capit-l^ Von den Arävrerw Wle m»n ihre Schätz erkennen soll /S)n Kraut das rauch / stachlicht / scharpffunud hart KrZuksr wis ^-ist/ dashatviel Saltzm sich/aber wenig .vterculü ihreKmfft und wenig Z ulptturis. und TNAmd Ein Kraut das fett anzugreiffen ist/ das hat viel 8 ul- MexkeMM, oder öhl in sich. Das aber weich anzugreiffen ist an Blättern und Stengeln/ das harviel ^ercarn,Md eme kühlende und heilsame Natur / als ecorisas, lox- czuiamus, Lcc, O vos kieä»clQ^ isruclloü.QorAxe verbs^ LZnare NvlieriZ. Wtt VerIlei^zKttg deß MicrOcssmi UNd Lcrocos° micum ^Zcrocof. wo, s ^ tiomine luorin^j. ^Mvrbj, liilicecex Ltememomm >» ^om»»e, II«m» eK er ««c?»» ^ oes ^(^UXäuoKIememsZenerantLcitt- 5VicZe !ibro8 l'keopkrsttl äe morbizMtAlibm, 1. ! liciunr ipimum kominis : Vnäe ^ Irem äe morbiz invlilbil.lzu8. Is !, z tunr mvr!?i in liomme czuos > !rem c!e mordocaäucc», Lcc» Lc j cjemlosvscsmmFLvesaraiez. lcemäsmcreoris. Ikaxsrzvocscur^Krons- ?^a:ccjuo Liemenra cvni^iruuntöc ^ mia» caulsm?»rrsrum, csiculum, Zc . l.ege Übros l'keopkraüi äe mordiz^rtAreiI, omneZ MOrbosI'arca^oL in ko 1 Vereres ^leäici äe k-s ommbus ni^i! scri^L- mine, quomm muki länc. ! runr necz; ieiverum»aucu«^ non mulmm» ^ im Miltzett. 2. < Üc ^ l. ()usmo? cursuz Ziemencornm: A in der ^eber. V nc!e iuWr omnes acuci, m der EaÜM, ^ 2.. 8epremcurii!5?!snecarum.VK» >OimHertzen. cjetummorki L!iro>nici «zm clu- ^ ^ lNdenNieren» eurius illim ^ inder Zungen» ?l«. im Gehirn. ranr. D Das Erste Buch. 1»^. Ü?-7 / 8all2 (Zaienikze vocanr tiumä - re»»cum ramcn cancü sunr^A- s ^ I -;. I ,. c^uamor Lur5uz nu-tzigSaltz. f L ^r»5morllm :Vnäe su^5a-l ?KIe^m»MSlaS. . ^ lia.öcqmäemHverlila- ' LilizbttttrSallZ. ' Lc c^mäem ä.vcrli sapor.8, ! ^„P^,/poN5. ^elanctioliasawerSaltz./ mk,!uulm5t2lcöc8ole. Vv.^° ?4- (Luaruorcursuz^ua- I Lalitwmkumlcjum.XOckizealcnuzscrixüt'rtieo.ve^ -r^.vt ' Urarum:Vnc!eÜ!nccom->krißiöSkumiäum. exlum.nenarurXmvemr,omniA Ltilli ts I p!cxwae5» 1 8iccum cal'äum. (. conüareex^/e,^lf»tt»--.<>^ z 5rlßiällm kccum. (. principlÄveralunrScvocZmc W/-4. 5lnklIrrtdu5wt»suM^nnacrearur2Mmc)mnmmclZlisMr, conservAeurqueÄäcec- ttti/tt-. 1 minumor-äettinarum. ViäeNbrozI'keopkraaiäecnizuzpr.nclpuz.IremI.bros / l>sramirico5.Irem Z?kllc»soxklamcsnrt. Lc licur^uaruor carcliosles Vcari ia insjorc muocjv, irsm Miaorlmunäv vevci luvt iv» liis s?artibu5. ^s>o^>!etiz esi et tukrililllmv 5u!- pliurc, öc 8»Ie airro subümariz czual» iu re- l^acomsisÄisio cerebrvmiriiicc. ^cccn- t/, ?/»//»> irUr illsresiaa?»lÄrre l>r2tii cje ^^of>Icxl2 Lc Lurca. Der Schlag ist das tulmeo . daskurrenim Bauch/dasvonden tlziilzusherkompt/ ist daö l'ouiiru. Die klsrus seyn die Winde / welche die Zcliolz Hzlcrairzos ^»irsculs cu!> heist. DieBlaseistini ä5icrocolmo das Üccidentalischt Meer / darein allein Wasserströme fließen und darinnen verzehret werden/ und ist darinnen das rechte gesaltzene / tioceli.ZzI lus-cr^uum rcsolurum. Diegrossecava ve» 0i». hinden auffdemRückgrad/ ist das msre mcclirerr-»- veu mim Menschen. Die Adern seyn die Wasserflüsse auffErden / bet Ma- gen das VÄS ciltUIIsrolium unnd das Bergwerck so das purum sk impuro scheidet/ücrcuz ist das Ertz/ darinnen Speiß und Tranck begen/ wie das Metall im Ertz oder Schlacken. Dann Schlacken sind das liercus mc- rzll orum, und das Metall die bll'eucis, wle l^^eo^liss- liu; sagt üb. I. plisrmaczn^j l'rAäi. l. Der Künstler ist an statt deß Magens Der Vulc-mus kochet und scheidet das Reine von dcm Unreinen. Wie Gott im Himmel ist/ also ist unö wohnet er auch smMenschen. Wie in Gott mancherley Kraffte / Tugenden und Wirckungen seyn/ also sinö ste auch un Menschen. Wie in den Planeten/ Gternenund andern Gestirn sonderliche Wirckungen seyn / also sind ste auch iiN Menschen und allen seinen Gliedmassen Wie Christus tst Gott und Mensch/ also ist der Mensch Leib und Seel. Besthe L»s>oco: cic vcibc» Mliitico lib .2 ..cs^. 6. !>icur m luuu^o snorziiim^ ve^crsrivs.selliirivi» Sc rscicjnslist ira in 5uf>remo tn^iacjc» eit Ocus cumlsriAis ^n^cliz, l.nur IumcnsuAerurSc minuicur, cretcir, «jecrcscir» coniizn5collliktcrc oc(cir, Lc colljua-^iooes ?lA»er^ runi mirc>5 ksbenrci5cÄllS. Der Magen ist das erste «iittUIsrorium deß ^ticro- colmi,darinnen der rechte Vulcslill, Klicrocosmi. die natürliche Wärm / allerley Speise unnd andere emge- nommeneSachengar aufemneweöpucrikcür.lcpzrirc, und ein jedes darnach imLeibe umbher außtheilet und re xomre r an seinem Ort. Die Leber ist das andere vss -jittillsrorium. darinnen gescheiden werden die 5sli»,Setn8 rcrcu s wird getrieben ?er uri»»a z 4' Und letztich folget das cspvr morruum, oder die stirp« ckende sulpt)Mlsches^ce»^cr lllrettias, Hawirdesauß- geschutt. I'crristeparsrio mercüru gibt seil! L^cremearuc» ^>erluäore5sell^>orL>s, /komc» «Ä ims^c», ^uia ims^o Oei est in liomioc, Xicur euim iu oummo Lselzriz eltims^o, 8ic criamir»1iomivcctiin>3»o Dei. Lr^uemsclmo» clurn nUmmuz le^robsru5ocarcoz imz^ioe Lzeszrisz IcA komo sbl^ue Oci ims^ioe rcs?uäjarur. Licursuims rc» ^ir rorUm cvr^>uz.iraÖcus niuo^um. In tiomiuc crism'^ rioirans cll ima^o.Vr coim s?g-- tiliu!e^,öc ?2lre A ki!ic>s>roce6il8^lriru8 5ic et iorcücÄu VoWnrss, Zc cx kilcc mcmvris» Lceli. üb. z^. ^ari^uirzrum. c. i^. In der Erden seyn Mäuse / Maulwürff / Schlangen/ also ftyn im Menschen die Lisen in Händm/die l. umknci, der Haarwurm / derKrcbs / und dle Würmer / so e x p u rr e ö ia e ^ c n c r i r r werd en / als Keser/ B le- nen/ Hornchen/die grossen Schlangen m Indien / dle Frösche die sind im Menschen auch / «ls die Leuse/ Mitesser/der Wurm/ In der Welt seyn Hügel unnd Ber^e / das seyn im Menschendie ^ulculihmund wider/ alsinArmen/ Bemen/nzrc s, öec. Und wle m der Welt grosse Felsen gefunden werden/die über das Erdreich heraußemim- ren/also seyn die Knochen im Menschen/ dieoben nnr ckit em wemg Haut überzogen ftyn. Am Himmel seyn A. also imÄenschen i. Augen. Die Welt hativier Elements/Fewer/ Lufft/ Wast ser/ Erde. Also der Mensch hat sein Fewer/ dassich ;m Menschen durch die natürliche Warm anzeiget/ Lusft hatderMenschimgantzenLeibe/ erhatsemenAchem/ er hat den Puls an allen örtern deß Leibes / Wasser/ daö ist das Geblüt/ und die kumores im gantzm Leibe. Letzlich ist der Mensch auch Erde unnd wird wieder zur Erde. Das Graß seyn dieHaar am gantzenMnschen/groß und klein. Das Moß/^lllcNz rcrrc^n^. seyn die !vcä s?iZola inio^uinibut, wo wollen wir aber die WaldcMitlh- ren wilden Thieren lassen? Das seyNdie Haarauffdem Kopffe/mit ihren Läusen/ die springende Hirschenseyn die Flöhe. Was der Thaw m der Welt ist/ das ist der Schweiß/ oder das schwitzen im Menschen. Die Thränen der Äugen oder diö Catharri seyn der Regen. Stein findet Man tn Nieren und Blasen. Lapur ic^rzelcllrsrcwlum , cum c^uo»^ loruocjiiit» rcm rum sKcsciä.Vrcojm coelam vim in5crio- ribuz commulllcar:Zic cspiir lukjeKis ^»rribus scttüim Lc morum coocecjir.5icur moocji Zaires czu»tuor,lic 65 ^omiäiSi L>irus cli s^ciez, occssus ^orlum, 8es>cenrrio fzrs üollirs, mcriciicz psrs ljctrrs. Vlcic ^Iscroiz lid» in Zc»m. 8cis). c^si. i. ZcsIiAcr. Ltcrcirar. öc 287- ^riiior in!. cic lutior. ^oimsl. c> z.^ Das Niesen imMenschen/oder die NctnursUo ilMi-' crocolmo ist der moru» tl c>)icjiiric>ai5 oöiavz? 8s>kelL ia ^licrocolmo, welches mit grosser Erschütterung deß gantzen Leibes geschtcht. Thaw und Regen deß ä/acrocolmi tst auch ittt crocosmo derkomptvon Speiß undTranck/underneh- ^t.den AantzenMenschm; Wannvermtsvere/ jomü- ^ // Ä"' " F. s» !S>' LiB^' " U l. "Äl, " ' i? Vom DlMren. sie dergantzeMensch außtrucknen/ verdorren vnnd verderben. Gott hat auch dem Menschen einen Born in sein Angesicht gegraben/ nemblich das 2luge. Dann wie aus einem Born Wasser fieust/also sicust aus den AugenWas- ser. Daher auch in der Hebreischcn.Sprach /u'u 2'« em Auge vnd einen Born helft. Summa alles was in der grossen Welt ist / das ist in der kleinen auch / wie aus dem l'Keopl^tto hin vnd^her zu befinden. . ^Icl^miz elt prolzz omuium rerum creaczru, HUX czuacuor Llemcnla ceu inzrnces prc>6ucür.kc cio- cec sepzrare purum ak impuro , vi6clicec8al, 8ulpbuc Lc i^crcurium , ab impuri8 cxcremencis. in c^u2cuor Llcmeoris cxilicnrilzus. 8urirzucem varia.'lc^zrücio. oe8. c^uXclsm kuurper cjiliill^riones, cjua.'6am per pu, ricsaÄioliLZ.^llTcjsln perlublimzrior>c8>^uTcl2M per lolurioncs, <^UXcjzm per reverberarioncs, ticuc in ma» jore munclo; icz eriam in miuore leu t^icrocolmo. Lr lem perinveniuncur iris cxcrcmencz, 8ulp!ruri8 excre- mencs seu liercors sbeunr perinreliiua, 5slis, per uri- nam, i^ercuriiperluäorcm. . doncoräanua Lc cjlvillo L.Icmemorum° KZI^'18 contpicirurin oculiz. ell^in coco corpore« cliios<^UT 6uAl!zu8, doceltin venis rocius corpons l»umani.^Veller>Z2 venis cjicunrur» c^uo«! venenacicoper venzseanc, tivesalubre, Üvenoxi- um > czuocl (ziXci/si'«^«x-t' vocanc.) eli caro cum olllbus. c^ua? circumijzururua- cle^uz^uc ex omui ^arce 2<^uoll8ri vulis, lcu vc- ois > 83picnci lzcis. I.e^e l'beopkrztium, in illo ^zbcbig Lc io venies vc- rum sunä^mencum coriu8 vcrz: ^leclicinX, Lc cercum moäum curscionis omnium morborum , ^uicuu^ue io tromiuem csclcre polt^uur. Das Lxxxix Capltel. Von den rechten wahren er^arauom- bu8 Llr^m»ci8. plTpzrz. «^Chwil hier den Ülüsarci8etliche?rXpzrarione8me- lior!ez ^cjiczmenrorum Ll-l^micorum anzeigen darauff sie dencken /vnd denen sie nachtrachten sollen in ihren pc> e- srinznonibus, daßsiedieselbigebey denrechten Chymi- sten suchen/ ihnen auffsckreiben vnnddieselbigemachm lernen Handgriffe vnd Regierung deßFewers muß mc.n wissen/ sonsten ist nichts/ man rühme sich gleich der Ql^-miz so hoch man wil oder kan. Undwannduttwas gelernetvnd erfahren hast so stecks nicht cinemDern in seinenHalß sczuizarcesiliT, non sunc omniizuz vzc^z- buaciis uebulonilzus öc erronibu^ icaproliirucncjT czuemzclmocjumczulcjam5aciunr) sondern solge dem Exempel lokzn. ^onrgnideßfürtrefstichen?b.i!olop^l nach/der mit seinen steten Übungen/ Handgriffen vnnd Nachsuchungen der Geheimnussen aller Vc-^erabilien; ^iaerzIien vN^riimzIien MitselNerp^ilol'opIuz machtig hoch gestiegen /. vnnd in ein groß Alter kommen ist: Dieser ^oncsnu8 heltseine ding/ dieer durch stetigeV- bung erlanget / in grosser geheim : Und weil ein grosser Mauffvon allen Orten der Welt/vnd auffallen'Stras- sen zu ihm war / vnnd ein jeglicher was sonderliches von ihm fassenvnd begriffen wolte/ so sagte er zu denselben lieben Gesellen/ Kunstvmb Kunst/ Stück vmb Stück: Fieng darnach mit ihnen zu conseriren, vnnd forschet/ waö siekundten/ob sie emen ^ercurium 8olis klore. oder Virrum H,nnmollü machen/ einen Metall / einen 8uIpIiur,ZzI, oder^lcrcurium cxrrzluren kondte/ oder was er sonsten gerne hette wissen wollen. Wann er nun etwas erfuhr/ so Musters ihm bald weisen/ so bekam er manch gutKunststück/ darnach er sonstweitvnnd fern hette reisen müssen.Abe! also bekam er manch Kunst- stücklein/vnd dürffte nichtweit darnach rennen und laus- fen/ oberwoldem l'keopkrzttobißin Egyptenhin- ein / vnnd hernach aus Egypten wieder herauß biß gen Saltzburg nachgezogen war/ den er auch dar angetroffen/aber/da er schon todt vnd begraben gewesen. Ist aber gleichwol auffsemem Bette/darinnen er gestorben/ gesessen. Und wann er so etwas bekam / also lehret er ihn wieder ein lustig Kmiststücklein. Dann vor watt gehöret tvieder Watt/sagt derPommer/ Marckervnd Meckel- burger, Wer lieb haben wil / der muß Liebe lassen/ da wird nichts anders drauß. Darnach so weise keinem deine Kunstbucher/ laß auch niemand in dein 8 rumort um nicht kommen/ laß es auch niemand wissen wo deine Kunstbücher seyn. Dann l ex-- perco crcäe Ruperro) die Buben haben eines theils rein Gewissen/Haben etliche einkrumme Hand/ steten wce die Diebe vnd Raben/ wie mir auch wwerfahren/ dann mir biß Jahr etliche herzliche Kunstbucher von solchen losen LaNdleUfferngestolenschn/ dieichinnerhalb20. Jahr vnd lenger mir grosser Mühevnd Arbeit täglichen vnnd nächtlichen geschrieben/ ja auch Mit grossem Unkosten bekommen vnd abgeschrieben/ dieich vmbviel Geld bahr gern wieder lösen wolte/wann ich sic wieder bekommen möchte: ciÄulcanc i^c cum ccerens erronbus. Es trachte ein jeder nach diesen vnd andern mehr pr«- psrsrior!i!)U5.vnd nach ihren larionida^ vnd usibuü, als folgenderChyMischen ^ccjiczmcniolum zvnd oleorü als nemblich deß l'arrqii Vicnolan 'i'tK.-opkl^Uii ^/crcuni piz-cipiru!i,^olum^nrimoni!iLIc<5tu2iii^r>- rimonii, Lxrrz^ioul^ tulpliuriz, ^urim ouii, k.iltsm» lulpliuris ^ncimonii^ l^üi^ .^orimonii, p^ncb^mzoo^i Lrolli» ^orimoaii Diap^örerici, ?itiÄurA:?lu!p^unL» 8zl>5 luI^l^uris,L^Iti!N',i ^ulj.'duri8>()iei lulp^uns. 8pi- riru8l'^crclz>nrl,>nT,^tz^ilieri> lulplmris I^^Äis tuI- p^uri8Zcicii, 8ulpj>uli5 Vlcrioli rutzii. primi kncis kul- x>t,uii88piriru8 szlis . 8pi> irÜ8 iali8 ^licri. !ioi um s ^irri: 8piriruz ViLrioln Vicrinli c^uIciz.Zpiri- ru8 Vicrioli, Vencris Ks»um VlcrioÜ ; Vir>!O!i^iarri8 » 8pirirus Vicrioli ciulcis, 8piricus Vicric.Ii smZiL^cjiui; 8piriru8 Vicrioli?IuIosop^ici,OIci Vicrioli 6uIcisiO- lei liomäclizlis Vcneri8 Lc^!srcis: 8piricus l'slczri, Lr/lt.iIIoruu> l'!Z>rzri)^in>5iucä.''I'.irc?.ri,L2liZnil1'3r- rari.l'Zrrzri VirrioIuci.()mur3.'LllellriTl'3rlZll.()Ico. rum alsNemlich o!ci I^i^ni ^ülli^ermi, olei bzcczi um ^uvij?erini:()lel1'erelz>ur^>u!, Virciloium s)vorum» k»lzrsziicaium . lülis /^zl^zrirzrumj LxcraÄi L012Ü0- rum, OIci Lorallorum. Lxri2Äi'oni8 ellcnci^ Loral- lorum, laÜ8 Lorallorum. v!ei ?hi!o5opl>orum live e I.sreribu8,c)Ici su^cini.m^riiiT.Olikzni, L^namomi, L-»l5aM! L^nzmomi.Olei ^miliFcrnicuIi, Kolmznnl^ ^zUicbi8,Lup!^orbii, ^leurlia.' LrispT, Lsriopliillo- rum.^l.-iiorzoT.keroriicz'^ R.ur^, ^blinclrii, (Zzlbzui. LamphorT Ls!'cnc!a?,LÄMpIiolV, OIci ^2rriz , l'in- 6lür^ Lroci ^zrri8,KzIlzmi ^3rri8,O!einanis,Ll>l^/-^ tizIIl1lUm ^rri8,Vlcrio!ik^lzrris.O!'ei^ovl8zUercu- rü Iovi8l'izpborerici; Vicrioli IoviZ,()ui'urX cll'eucize Iovl8,Llrr/lial>oru.m lovizO!ei 5olis,lluuze,5zcullll', ^lercurü I.uuze,^/crcurii 8zcurr>izR.e^uIi^/arri8,^1cr- curii Vcueri8 Oizpl^oretici, Olei Vericrl8, Vicrioli Ve- neriz.klorum Veneriz.-vlei tlorum I^/mpkeT , bzccs- rum I.zuri,()lei!^rzci8 Lzlzm!rT,I.i^ui t?v3j3si,La- tiorei,l.Zu6anijkenxoioi,LerX, ^^u^S: Olci ^iellis, ^ari^LupIroibii Opopznzci,8erapiui, Lroci, ^/zci8, I^uciltX, ?ipcri8. LIixiri8pro^rieczci8 ?arzcelii, öc- roAcrici k^ineraliz. Und anderen vielen Chymisehen ^eclica m enten mehr welche in den nechstsolgenden Capiteln sollen beschrieben werden. Summa/lerne nur das Olcum^crcurii) ^ncimo- niivnd 8ulpburi8 rechtmachen vnd brauchen/ sowirst» wvlein^lccjicu?. Das dXl.. Capitel V<>n der Lk/mia. ' . r^Achdemdie^ Cii/mizelnsehrtreffliche Kunstvnnd ^Wissenschafftist / nichtalleindaö Vnsauberevon treffliche dem Sauberen / die^uiuczm cllcn rizm vnud ihre hoch- Kunst, ste Krafft vnnd Tugend beydes aus den ^lincr^Iibu s vnd Ve^ersbilibu; außzuziehen/ sondern auch dierech- te Handgriff wie alle Chymische Xic^icsmcllcen zube- rettenvnnd zuzurichten lehretunnd weiset; Als hab ich vor rahtsam erfunden/dieweil zwar etlicher Chymisehen ^lccjlcamellrengcdachtworden/aberderoselbenprXpz- racion nicht darbe») gesetzet/ vnd doch sehr nützlich solche zu wissen/wie damitaüch dieChymische^le6iczmeuceo nicht an allen Orten zu bekommm / noch auch ein jeder- man deroselben Wissenschafft hat / deroselben pr-epars. rioo allhie: zu setzen Zu welchen dann mich bewegen thut 1. Die Liebe deß Nechsten welchen zu dienen jederman gefliessenseynsoll. Zum andern/ dieweiletlicheLeutalso geartet vnd genarurt seyn/daß die grosseTranck/Latwer- gen/Pilukn oder sonsten im geringsten nichts könne ein- D ij nehmen/ Widerlegung der Verachter Einrede. 4c> nehmen / daß solchen Leuten in geringen und sehr wem- gemGewicht kan ^ralikcirer werden/m dem die Chymische neäicsmeora nicht allein in sehr geringem 6oli sov- dern auch sehr lieblich seynd einzunehmen. Der cl,?- Es möchte allhier wol jemand vorwerffen vnd sagen / mi-e Ver- daß die Chymische Aryneyen nicht zu gebrauchen weren/ ächter Ein- dieweil solche von Gifft/Spießglaß/Operment/ Queckrede. silber/ Schweftl unnd andern miuersUbus zubereitet würden/welche nicht tönten so wohlzuberettet werden/ daß sie nicht ihreArt undGifft m sich behalten.Wie dann solche ^ictjicamenragemeimgllch sehr vciiemcnr unnd siarckseynd/ wie das dann die Erfahrenheit bezeugen thete/daßvielenparicoribuz mit diesen nicht wohl ^srircea ^eclicameareowereussden Kirchhoffgeholf- fen worden / welche sonsten wol hetten können noch bey Leben erhalren.werden. Dieser aber so solches vorgeben möchte /soll wissen / daß solche Kleälcsmevrcll zwar etliche aber doch nitalle von Gisst prz-psrirr werden / aber doch würde dem Gisst mitdem Fewet also begegnet/ daß es in dre Lufft verschwinden müsse/ unnd wa6 noch sonsten möcht M den ^linerslllzu 8 gefunden / würde also pr-epÄrircr) daßes sein gifftige Arthin ein gesunde Arth verandern müste. Daß aber die Chymische ^leclicamcors sehr vekemcor unnd starck weren / wird solches aus dieser Ursachen wegen solche nicht vertilgen können. Dieweil solche erstlich von einem ungelehrten l.akoranrca möchten rircr seyn/und dann köndtensievon einem unerfahrnen in grösserer^usacircr eingegeben worden seyn als sich gebühret/ welches dann auch eben die Ursach ist / daß so viel vss den Kirchhofs uffgeopffert werden/ welches warkch nicht den Chymischen meäiczmevrcn, sondern dem ungelehrten^c^icc, oderStorgrenzuzuschrei- ben lst/ die solche ^1cciic3mcric2in grösserer cjUZllrirer und Gewicht ein geben als es sich gebühret / wie solches gnugsame Exempel beweisen/ so da ^ecjiczmearcn von den Storgern/Theriackskrämern/ Landläuffern / Rat- Ein Bieder- tenfangern unnd andern Lumpengesindlein empfangen mann soll haben / vor welchem Lumpengesindlem sich ein ehrlicher fichvorun- Mann wohl vorsehen möge/ danm er solches mit semer gelehrten Gefahr und grossen klagen Nicht erfahren möchte / und Leuten hü- endlich vor Gottes Angesicht schwere Rechenschasst t«n. geben muß/ daß er Gottes Geschöpffeinem solchen un- erfahrtten?ra6ilc3nrevzucuiircnvertrawethat/ und alsofestzuemem Mörder an semem eigenen Leib worden «st. Damit aber die-es Tractätlein nicht zu einem grossen Tractat erwachsen möge/ vnd diese Chymische ^leciica. mema eben wol sehr nützlich/ als soll hierlnnen der für- nembste Chymische ^eäicamellra unnd deroselbmBereitung und Gebrauchung vermeldet werden. Das xcl.1. Capitel VHN dem Vitriolirten Isnaro Hder^VeÄt^ stem und Bereitung. Bereitung Hs>Imb deß allerweissestenWeinsteinsaltz ^ / souffChy- deß vitrio- ^Mischer Weiß und Art etlichmal zerlassen / durchge- littenWein- siegen oder kilcrurunnd mit Odermenmgwasserco^u steins. li>r sey/ alszum Exempel/ 8. Loch/ laß es m ememKellet uff emem Marwolstein oder durch Hülst deß Hypocrati- schenFiltzsacks / genandt/ in ein Oel zergehen: Wann du nun solches remes Oel bekomm hast/ so mmb deßwolgeremigtenVitrlolö4. Loth/ rreiffftlchestrypf- fenweiß mein weit und gereumig Glaß über das gemel- ten Weinsteinsol/ so bekompt es ein schön welkes Los. ^ulum oder dicke/dessen oben aufschwimmende Feuchtigkeit ziehe durch ein gelindes Fewer davonab/ b:ß es die Drückenheit eines Saltzes überkomme / so hast du «lsdann den weissen fixen vitriolirten Weinstein. Olzscrvariones Oder EritttteMNA- 1 Indemufftropffendeß Vttriolöls muß ein Maß gehalten werden / damit der Geschmack deß mderge- druckten oder zurück getriebenen Saltzes nicht zu sawer werde und gleichsam ein Eckel erwecke: Dann wann deß Vitriolöls zu viel zugegossen würde / so pfleget es ntt zu purgiren / daß es sonsten durch die vier Außgange / als mmdlichen Erbrechen / Stulgangjs wann es mit purg»- Das Erste Buch/ renden Sachen vermischt wird) Harn vnnd Schweißt perircrvndverwürcket. Wann es durch ein Tröchter eines gar engen Mundlochs geschehen kan/ damit das Vitriolöl desto langsamer unnd tropffenweiß vff das Weinsteinöhlher- auß falle / were es vmb so viel desto besser / vnnd würden die Geister/ so sich sonsten aus dem Vffwallen der geschwinden Vermischung erheben vnnd leichtlich verrauchen / desto füglicher erhalten. z. Welche zu zwey theilen deß Weinsteinohlsein Theil Saltz oder deß U^uoris von den rohten Korallen hinzu rhtin wöllen/ehe und zuvol sie daöVitnolöhl tropf- fenweiß lasten daraufffallen/ die mögen solches nach ih- rem Belieben thun. iLm vitzettivavs dem vitriolirten Weinstein. Aus diesem vitriolirttnWeinstein kan ein fchönesO i A» xctti v rräncklein zubereitet werden/welches imNothfatt liiv von^ vor den Purgirungenzugebrauchen. < . Als mmb dieses vitriolirten Weinsteins zwey loch/^ laß es in zwey Maß frisch Brunnenwasser zergehen/ thu hinzu nach deinem gefallen eingesotten Master von Rosinlem und Zimmer bereitet. Von dieser mirrur gib dem Patienten da es die Nohtturfft erfordert zween oder drey Tag alle Morgen/ nach einem gesottenen weichen Ey emTrincklein/ wie imgleichen bey dem Mittagessen den andern/ vnnd vff den Abend den dritten. Wann solche Zeit vorüber / kan man ein Purgation von dem oder sonsten einem LrcrsAo gebrauchen. Es thut in allen Schwachheiten und sonderlich in allen Ficbern wie auch in dem viertägigen Fieber grosse Wundez/dann es relolvirr den?arcarum in deß mensch« lichen Leibs sehr krässtiglich. Von den Rräfften tmd Tugenden deß vitriolirten Weinsteins. 1. An dem SchMertzen der einen Seiten deß Haupts »cmicr-.nia genandt/ Gelbsucht vnd allen Verstopfflin- gen der innerlichen Glieder / wird er m emem bequemen Gewässer oderWein etlicheTage nacheinander amMor- gen frühe gebraucht / unnd das Gewicht nach.Erforde- rung der Noth vermehret. 2.. In dem Stein wird ek eingeben mit Petersilien 0- der Wintergrünwasser oder weissen Wein. z. Zu den Verstopfungen der Nieren / istereinfür- trestiche Artzney/ dieweil er nicht allem eröffnet. sondern auch.sehr fem «jerer^irer vnd abwaschet / besten ein halben Scrupel mit vier loth Rosenjulep vnnd emem Loth Almmetwasservermischtvnd gebraucht. 4. In den coariZÄum vnnd Verstopsfungender Blutadern / so aus dem l'arczro erfolgt/ braucht man dessen 6 oder 8. gran in dem gesotten Wasser vonZm- Met und kleinenRosinlein. 5. Er befördert den Schweiß mit Cardobenedicten- Wasser oder weissen Wem emgeben. 6. Inder Wassersucht d,e dicke unnd wolckichte Feuchtigkeiten damil außzufuhren/ soll man dessen ein Scrupel mit emem Loth laxirenden Rosenhomg und 4. Loth Alamwem gebrauchen. 7. In den Verstopffungen der monatlichen Blumen ein Scrupel mit dem Beyfuß oder braun Betoniensy- rup oder Rosenhomg m Poleywasser zerlassen/ undge- braucht/ doch daß die rechte Zeit solches zu gebrauchen in acht genommen werde. 8. Wird er gleichfalls in den Fiebern mit Nutz gebraucht. 9- Pnrgirt er durch den Stulgang unnd nimbt alle Verstovffung hmweg / mit einer purgirenden Artzney / oder mir dem purgirenden Rosensyrup / oder purgirenden Rosenhomg / oder purgirenden Wegwartsyrup mit Rhabarbar gemacht und vermischet. 10. In der Melancholey und Verhärtung deß Mit- tzes vermischt/ unnd braucht man desselben meinem bequemen Wasser darzu. Sem Gewicht ist einhalber oder gantzer Scrupel iN der mi^rur von Honig und Wasser wird er we- g^nVerbesserungen deß Geschmacksam Merklichsten gebraucht. ' 5".' A! t. 1 ^ ''' Das c' !-W AerTheo- phraftischen c,.!>XZube- ttitkna. Mssett er brechendes Vitriol Zu berertung. VomDWlliren. XUl. Capitel» (?!ÜA l'beozikraüiHher Vitri<>!^ Saltz. ()Aß die Chrystall deß Vitriol aus der Vencre oderi^zr- ^>rX^3N7er meinem fawern ^^leAMZre^ so zum ersten aus der DiMatton deß gemeinen Vitriols herauß kompt/ relslviren vnnd zugleich achtTage circulirco: Vnnd gch demKrancken von diesem cü-culUtenl-czuore einen/ oderanderthalben oder2.. Scrupel em. Es wür- cketvielbesser als das Saltz aus demc^-cc morcuo deß gemeinenVitriolsoder Goßlarischen^lbi. auffwelche weiß dasselbige möchte ex rrsl^irer seyn. VMhem weisen Vitriol Aem Erbrechen erreget. Laßdenweissen Vitriol in einem ReZenwasser zer- gehenvnb so lang ev^onl-ea.biß sich gleichsam einHaut oder Kruste sehen lässet: Wann nun solche erfolget '/ so setze es vier Tage an einen kalten Orth / biß in Chr?)stal- len verwandelt wird / dieftlbige nehme alsdann hÄab / und laß das Wasser wiederumb/wiezuvor/ cv^onrea und verdampsfen: Und diese Arbeit zum drittenmal mit demcozsulirer, und clil ?'c>>vn'c:n wiederholen vnndendlich zum vierdtenmal mit Rosenwasser eben also verfahren. Die Crystallen sambtlich laß zum allerletzten, mal bey emer geringen Warme vertrucknen / so werden sie von sich ftlbsten zu einem weissen Pulver / welches gar gelindem Erbrechen erreget/ vnnd das Hirn,fem sanffrpurgiret. 4» Gebrauch Arsill« Derbe^ue- tncheundsi- ^lercu» llvm zu kM. Von dem GebmttchMb Gewicht bet' Lil!« und deß weissen Vitri0i>aitzes. Wann der ein Scrupelmit Wem getrunckek wird / erreget es alsobald ein Erbrechen/ durch welches der Magen semer Last wird entlediget vuud zugleich auch gestärcket/ unnd dasselbige ohn alle Beschwernuß und Schaden- In dm Fiebern / Wurmen / allerley Gebrechen deß Magens/ dersaltzenen Flüssen vnd dergleichen/ wird es ein Quintlein schwer in Bier getruncken. InderPestilentz vnnd Rückenwehe bey einem halben Quintlein in warmen Wein eingenommen. Eines halben Quintlems schwer vier Morgen nacheinander m warm Bier eingenommen / befördert es die Heylung der Wundeü. Das Gewicht so wohideß einen als deß andern istvonemem Scrupel biß uffzween/nach Gelegenheit deß Alters/ Lomplexionvnd Geschlecht. Das Saltz kan man mit Candczucker vermischen/ endlich im Fenchelwasser zerlassen vnnd also wImb deß wolgereinigten ^ei-cm-ü em halb Pfundt/ ^^geuß das in einer bereiteten vnnd wohl reNittcirceo Schwefelöhls ein Pfundt hinzu i dann dieses Oel kan ihn vor allen andern conoll vischen am allerbesten vnd viel gewaltiger als das Vitriolöhl ^r-ecipiri- teo und co^uUrcn also daß er auch das Fewer Mehr crdultet) laß also miteinander vermischt zween Tag in einem Sand cli^eriren, nachmals durch ein wohl verlu- tirtegläserne Kecorram allaemählich cliKillircdgeuß denherauß getropfstenü^uorem wiederumb über/ vnd solches zum drtttenmahl. Zum vierdtenmahl aber kanst du von einem frischen Schweselöhlnsch etwas hilW giessen/und amEndedemFewermdem älliillnreu alsü zuschüttn/ daß diek.ecsn»Mend werde; Vannalso wlrd der ^ercuriug in der Alliü-irion itt eine weisse^^l- lzm jx^cipirii r. Dieftlbige nehme alsdann wann du die K^curr^m zerbrochen/von dannen herauß/laßuffeinem Marino! zerreiben/ mit einem distillirten Rcgenwasser das Saltz m tinem weiten Glaß flelsjig abwaschen/ wol auffrühren vnd bewegen / das Wasser laß / allezeit sich / ehe dues herab geust/ zuvorvier Stund sitzen: Vnnd hie Läulcurarioiz oderAbsüssung so ossc wiederholen/biß du in dem aufgegossenen Wasser kein Saltz mehr spürest unddenüberbkebenen^crcunum. mein gelb Pulver verwandelt siehest / welchen du alsdann zuvor wohl ab- getrückuet ;n einem langhalsigen Glaß mit Baumwollen verstopfst solt verwahren/und m emem herssen Sand achtgantzer Tag , obvieÜelchtnoch etwas von dem ncrcvlio, so nicht gnugsamb prTcis)inrr, darinnen vermischt/ Haun solches steigt von sich selbstenindeß GlasesHalß welchen du hernach mit einem glüenden eis- semen Drath solt herab brechen/den obern Theil an welchem derun^iTci^icute ^ci-curius behängen blieben / geschicklich und allgemählia hinweg thun / die auffdem Boden liegende kvisllsm aber herauß nehmen/ und her- nach zu seinem Gebrauch bewehren Vnd also wird er innerhalb deß Leibes gantz sicher gebraucht. Wer solchen Pricipitat durch die ^ m zl^auoiaes innerhalb drey oder vier Monaten Mit Hülffeines guten Fewers begehrt zu verftrttgen/ d^r wirds^ne L xcre- iccoriZL emem Tupressenehnlich indem Glaß befinden?: Vnnd in dem er die ^zll-»m osstmals herauß nimbt/ vnnd pul vcriLrrelnirzdisthe marenam durch die Ge« walt deß Fen^rs bekommen/ welche hernach durch das Schwefelöhl. wiejetzogesagt/lnein gelbPulvcr/-- ei^irireo. MM diesem pr^ipitatwache Zttneymen 5. Da^ Kennzeichen eines wahren und reclMn p i z?- KrafftWd cipirari ksts/ -wann es Mit Gold hefftkgwird geflossen / Tuamd deß und das Gold dardurch keine weisse Farbe bekommet/ prxciMari» dergleichen chnre sonsten von dem anrühren deß l^eicu- ni oder Quecksilbers zu begegnen pffegt. 2.^ Es ist nichtvonw^then/ daß er gantz Kxus sey/ sintemal er auffsslche weise seine Krafft unnd Vermögen zu purgiren verliert. z. Es H kein Prs^cipitat der da nicht könne icciucire werden.Wann er aber allerdings fix were/könte er in deß Menscheft^eib nicht würckm / dann er verrichtet seine Würckungenvermög der er^Zjrcr. ^ercvrii Und vermögen. 1. ErMchist er eine Artzney wider die Kranckhei- ten so aus der Feule der Feuchtigkeiten entstanden / und hat m dev mcheylsamen Gebrechen kaum feines gleichen. 2. Zum aMrn führet er alle böseFeuchtigkeiten aus/ und stillet die Flüsse deß Haupts. z. Zum dritten reimge: er das Geblitt in den Adern/ und das Marck m den Beinen. 4. Zumvierdten/ ist erein fonderbahre Medicin der Wassersucht/dieweil er tue Krafft außzutreibm hat. 5. Wirderinöem Podagramit den Pilulen^.ulL uud Homaöl^lg "braucht. 6. Wird er m der pieuriri^e oder gefährlichen Seitenstechen mit ihrem eigenem Ve^iculooder Beförderung dienstlich genützet. 7. Zum siebenden wider alle Gifft Und Kratz. 8. In allenbeharlichen und vntcrlassenen Fiebern/ jedesmals mit vier oder fünfftropffen Vitriolöhl unnd denpiluüs gebraucht. 9. IsieinAußffchrungder Frantzosen cin darkoli. cum vdir allgemeine ^cijlcin , und wird demnach nicht unhillich dieser abscheulichen Kranckheit einiger Auß- teuttr itnd Vertilger genennet / dieweil er allen derselbe gen Geschwär von gründ außheylet/ unnd alle dergleichen Flusse durch wiederholten Gebrauch und Gewichte stillt» B iij >-.J« 4?. In der Gelbsucht gehet er allen andern Mitteln auch in der Pesttlentz mit des 10. vor. 11. Wirdgleichfals Pllulen gebraucht. ii. Wlrd endlichen in den bösen und stinckenden Geschwüren zu derselbigen Reinigung unter die Salben vermischet. IndenFrantzosenhatihn paracellus seinen Patienten mit der Latwergen von Rosensafft emgeben/ ?l>X- «Zrz aber hat ihn Mtt dem Liplnrul'Zrcün vermischet/ und dle Frantzösische Geschwar sehr glücklichen geheylet» Von dem Gewicht und Gebrauch deß Uercurii jirXciplraci. Des^cr- Sein Gewichtistvon drey/vier/ fünff gran biß auff curil f>! Xci. sechs / und sonderlich bey den starcken Personen, piraci Ge- Wirdmitzu der Kranckheitdienlichen Pllulen verficht. mischet: Als in dem Schmertzen des Haupts mit den Loccliicn Pllulen: In den schmertzen der Arm mit den PiluleN von Zeitlosen gemacht/ oder mit purgirenden LxcraAen. In dem Safft von Süßholtz würcket er besser / als ber l'kerizc, wird auch erwann m einer Rosen-Lon- lcrv oder Rosenzucker gegeben/ oderineiner Oblatver- wickelt eingeschluckt unnd ein wenig Wein darauff ge- truncken. Das exl.iv. Capitel. den corri^irien Kori!)U5 rimonii. Spießglaß- ^»Im ersilichen der weissen Spießglaßblumen auffder dlumen wie gemeine Weiß/ nemilch durcddle drezube- 5udl>mzrion unnd Hafen fein künstlich auffeinanderge- reiren« sitgetbereit: Oder der andern so durch die R.crc>ri clitt-l- iirc worden: Wann das pnlverisirte Spießglaß Mit reinem Sand vermischt/ ohn alles c^urmorruum durch Gewalt des Fewers m Blumen reäivu r wird- Darnach nimb des 8^1,8 iz-rsn oder Weinstein- saltz/ so durch die 8o!unoci und Lou^ularioiz nachdem allerbesten istgereiniget worden / wie viel du wilt / gieß sovieleineS 6ilil!!ircenEssigsal6zur8c»Iurior> deSSal- tzes vonnöhten / hinzu / ziehe hernach den Essig durch das Lalneum bey einem gelinden Fewerlein wiederum!) davon ab/ oder laß ihn davon venauchen geußwiede- rumb wie gesagt/emenchttilluren Essig darauff/ ziehe denselben zum andernmahl/ und sooffr davon ab/ biß der Essig nachdem er abgezogen / seinen natürlichen Ge- schmackbehelt/ welches dann zum achten oder neund- tenmahlgeschicht: Diesesdurchden 8piiicum des Est sigs emgebeitzten unnd wiedel umb abgetruckenden Sal- tzes: Nimb zum Exempel drey Loth /der nmssen Spießglaßblumen zwey Loth / .laß Miteinander vermischen m emem Tiegel bey dem Fewer zergehen / geuß die zergangene unnd biurrohte auff emem Marmor b-ßsiedaseibsten erkaltet/ sowird die Ascherfarben: Alsdann laß sie stossen: unnd geuß in dem Glaß dieses nachfolgenden aiomsnlirtenunnd gewüryten Wassers Milhinzu: Nimb Galgant/ derrohten unnd wahren »osczrX. Negelem/Zimmet/Muscatblüt jedes ein Loch / Saffran drey qmntlcin : Laß alles »mttel- massigzerstossen/geuß em-»l.oko! Viqi ohne pl^lc-vmz. re hinzu/ ziehe bey einer germgen Hitzder ?lschendie l'möiur ab/ wiegleichfals hernach durch die Neyqnng ken unguten Brandtenwem/ geußemfrischen Brand- tenwecn darüber und dasselbige so offrunnd vtel/ biß er mchr mehr gefärbt wird: Endlich geuß alle!» cia^irren Aesärbke.n unnd z;om.irisirren Brandtwein über den Weinstein und Spießglaß zugleich/welche wie gesagt/ zerlasten/ und thue des Saltzes von Perlen unnd ^oral- len jedes em halb Loth hinzu/ laß alles m eineniver- stopfften Glaß zwey Tag m der helssenAschen 6>ger>ren/ nachmals mir auffgesetzten Helm den Vmi bey emem gelindenFewer chsiilliicn , biß die 1°inÄu> der Gewürtz mit dem Pulver des Spießglasses und Wem- steinsauffdem Boden sitzen bleibt / alsdann ziehe alle Feuchtigkeit biß auff die druckene des Pulvers herab: Das Erste Buch^ Es bekompt eine Färb gleich den Negelem. Vndalsö hastudas Spießglaß nach dem allerbesten pr^puriir. Das Pulver verwahr in einem verschlossenenGlaß/die- weil es in der Lufft zergehenEs wird ohn alle Gefahr eingenommen und gebraucht. Vyu ihrem Gebrauch/ Aräfften Gewicht. Diese ^orcg oder Blumen verrichten in der Pesti-r-> lentz/gefahrlichen uNnd geschwinden Fiebern/ Wan- ^ sucht / eingenommenen Liebtrancken/ Unsinnigkeit und Bezauberungen/unnd allen Kranckhetten/ welche von ^md. der schwartzenGall herkommen / unerhörte Wunder: Kommen der schweren Noth unnd vielen ändern Gebre- ^ chenzu Hülff: Fuhren alles schädliche/durch den ^ Stulgang/ Erbrechen/ Schweiß und unempfindlich 5?^^' durch Dämpffe m grosier menge aus / unnd werdenvon sichen biß auffacht/ unnd m den starcken grobmLeMm auch erwann biß auffzehen gran gebraucht« Da6LXI.v. Capitel. D<>ttderL»atwergdeß Spießglasses. ^>Imbde6Virn ^nrimnniioder Xinimonü Glaßso ^ ^geschmeltzt worden / wann die Sonn und derMond im Zeichen des Wassermans oder Fisches ist / laß das- selbige subtil und rein pulverisiren / etlichmal dlstlllir- ten Essig darüber giessen / und m der Aschen wieder ab- trucknen/so bekomst du ein weisse welche aber zu pulverisiren. Dieses Pulvers nimb vier Loth / An- dromachlschen Thyriac gleich so viel/ Muscacnüß/ Ma- stiz/Pommerantzenschalen/ robteprixpzrirle Corallen jedes zwey quintlein / Negelein/Fenchelsamen unnd bereit Lorlandersamen jedes vier Loch/ laß allev rein pulverisiren/ miteinander vermischen/ mache eömitder Brühe von eingemachten Qmcten zu einer .sll's, for- Mire von dieser Pilulen einer Erbsen groß. Von ihrer trafst und Gewicht» Sie leistet in der Pesttlentz / viertägigen Fiebern/ Spießglaß Wassersucht/ langwingenundemgewurtzelte Kranck-^twergm Hecken/ langwingen unnd aus faule entstandenen Fie- äugend' bern/ Laclicxls oder äilpoliuOn zurWasiersucht/Me- lancholey / Hirnwüten / Aberwitz unnd den Zufällen der eingenommenen Gifft sehr grosse Hülff. In den schwachen und zarten Cörpern bey einem/ in den starcken und vermöql'.chen aber nach Gelegenhettder Krafften zu zwey Pillulen gebraucht. Das LX^V!. Capitel. Äsn Bereitu ng deß ^her Spleßglasses^ ^Uhiermuß ich noch dem günstigen Leserzugut ein ^Bereitungdeß oder SpießglasjeS anzeigen/welche mir von einem berübmbteN !^e6>co cvm- municiret worden / aber doch woi des ksülii V^IcK- ricil möchte gewesen seyn. ^slcinZtio ^nrimcwii» Nimb des allerbesten Ungarischen SpießglasseS / ber-langspitztg ist/ wie ihn Oiolconcjcs unnd nach ihm h^Spich ^rrli,o!us in seinem fünfften Buch des Kräuterbuchs aiN5y. CaMlbeschrieben hat/ so du chn habenkanst/^ reib ihn klem auffemem Stein/ so subtilund unbegreiff- lkch als du immer lanst / darnach legs gantz dünn voneinander außgebreitet/auffe-n flaches/ breites rund o- der viereckigts jrdenes Gesäß / welches umb unnd umb einen Ranffhat/ ohngefehr zween zwercbfinger hoch Diß judene Gefäß setze auffem Calciniroftn/ mach anfänglich em gelindes ^ohlsewer darunter/ unndwam; du siehest daß das Spießglas wil anfangen zu rauchen/ sabersihezu/ daß dir der Rauch nicht mMund/ Naß ^ßH^als kommen möge) so mustu mit einem eisternen Krücklein l oder sonst mtt einem Eysen) den nium WÄ- . - VittikcZ- i!on deß Spicß- MeS. Uchei- img deß Schwefels ton dem snpzni'ten ^rimoaij Raß. dium filr und für stets vnnd ohn einiges auffhören vmb rühren und fo lang damit anhaken / üch das ^»rimoui- um garnicht mehr rauchet oder einiger Dampfs zu spüh- renest: Unbsoessichimczlcin-rcn gi «ch wie Knorken zusammen hencken und ballen würdc:so nuzst du alsdann Has von dem Fewer abheben / kalt lassen werdenttndvsn newengantz klein uunö subtil relben / wieder auffdas Fewer setzen/ vmbrühren/ vnndczlci- uirer> wie zuvor/ unnd das muß mal« nun so Lange thun und antreiben nuc vmbrühren / reiben midcAlcinucn . biß er gar kemen Raucb mehr von sich g?bt/ sondern ein zimbkchestarcke Hitze ertragen kan / c,^ch nicht mehr zusammen laufft/ mW an der Farbwei^llch worden / wie e;n reine iveisse Aschen /so »st die f^Iciü.vnou recht voll- dracht. Die^iova derrechten ist / so dieses Pulvers em wenig auffglüende Kohlen gelegt wird / gar kein Rauch mehr von sich gibt. Lo!gevNM5 die VicrjHcacion derselbe»!» Darnach thue diese calci^iice Aeschen m einen Schmeltzuegel die die Goldschmied gebrauchen : Setz chnvorden Blaß balckoder i>; emem z .reu Wlndofen der sehr starck treiben muß/ und giebe ih:n em solche Hltz vnnd Fewer./ daß der caicmuite ^urunonium wohl fiisse wie Wasser / gantz lauter unnd ran ; doch siehe daß ke-ne Kohlen oder sonstwas UnremeS darem falle. So du nun wissen wüt ob das Viuum recht sey/ vnnd seine durchsichtige Farben bekommen / so areiff nnreinem kaltenlangen Eisen in den Tiegel/ so henckt sich das V >ci um daran / das schlage ab um einem Hammer : Ist es dann schön vnnd klar unnd durchsichtig gegen dem Tage / so ist es gerecht und hat sem rechte Gärung überkommen: Dann es muß cm jedes Glaß/ worauß es nur gemacht wird / seine rechte vollkommene Gare unnd Zeitung haben / so es anders recht würcken / klaren durchsichtigen Schem ei langen vnnd weitere Bereitung zur Artzney überkommmsoll/ welche durchsichtige reme Zeittgung allem würcket der Voraus oderdasFeiver in der verborgenen heimlichen Natur. Wannnundas ^nrimonium also im Tlegel zum Glaß geschmoltzeu worden/ so nimb ein ^cstmges breites flaches Becken oder Schüssel/ machs zuvor über dem Fewer warm / sonsten springt die Matereen vmb sich / vnd gieß den ^nri'monium darein / so dünn dukanst/so wlrstu ein schön gelbes / durchsichtiges tlares v-num oder Glantz haben/ welches dann der beste Weg ist das /ninmom, Glaßvsr sich ohne einigen Zus.uz zu machen. Auch hat dieses Glaß die beste Tugend unnd Krassr m sich / weiteres nach seiner Berettung zu würcken / wie folgen wird- Es w:rd sonsten auch ein rohtes / wie bann auch ein weisses Glaß vnnd andere gestalten Farben mehr aus dem ^ncimomo mirVened:schen öv! oder - mT Stemsaltz vnd andern Zusätzen gernacht / äber das vorige ist erfahren vnd zur Gesundheit glucklich befunden worden. Vndwiewoldieschwartze Färb diebas rnum vorder Bereitung gehabt / vnnd darinnen die meisteglfftige Substantz gewesen/ durch den Rauch vnnd L2!cmzriou deß FewerS hinweg geflogen vnnd außqettlgetworden / solstdoch dem v>ric> oder ^nc:- mon:, Glaß sein Gisst noch Nicht gäntzlich benommen: sondern hat dessen noch viel bey sich verborgen / darumb muß solches von ihm lex>zrixer unnd abgejcycidenwers den. Iexaraclon deß Schwefels deß ^rimo- oii aus dem pcTpZnirco Glaß. Die erste Scheidung mm deß Schwefels vonseinem Leib und Außzichung der Lllcn^oder l'iuÄur von seinem Saltz / geschichr also: Nunb das alte obgemelte v crum so aus dem/^ncimouio ohn? Ausatz gemacht worden/reibe klcm und unbcgreisiich wieMehl/ thueeöm 4) ein Glaß mit einem flachen Boden / welcher ein Kolben- glaß genennt wird: Gieß darauff einen guten scharpf- fenstarckenwol le^iticirreo cliltillii-ccu Weinessig/stelle es in ein subnle gelinde Wärme oder Sommerszeit an dre Sonne / schweneks alle Tag cm ober zweymahl wol durcheinander/ laß in solcher subtilen und gelmden Warme stehen unnd cli^cnren, biß sich der Esi'.g schön hochgelb färbet auff die röhte / wie em schön klar durchgezogen Gold. Wann solches vollbracht/ so gieß die cxciüÄioll abschönrein und klar: Und gieß anderenne- wenre^islcircen Essig darauff/ wie zuvor / stelle es an die Warme und exn wiederum!) / greß wieder ab ,md l cpecn^ und wiederhole das auffgicssen unnd exriÄ- !)>lcu so lang/ biß sichkem Estig garmehr färbenwil. Düs nachstandige uberbllebene Pulver behalte / dann baraußdas^ncimollii-Saltzgemachtwird / wieher^ unten folget. Nun mmb die obgemelte gesamlete LTNsNioa kIrrir sie durch emmsculzrur Papier/ odersonstllar Tuch/ thue sie m em Glaßkolben / setze einen Helm darauffund oder!aß e v^-oruen cx bÄlncc» ^aiiT deN Essig herab / biß ein roth gelbes truckenes Pu'vcr dahinden bleibt. Aussdiß Pulver gieß zu erlich mahlen em rem dlstiiltt'tes Mgenwasserl oder gemein distillirtWaster) jedesmahl von newcn/ vnnd dist-.lllrs wiedcrumbdar- von/ sokomptdiL^cervlicasoderschärpffedeß Essigs gar wieder darvon/und bleibt »n süsses rothgelbes/liebliches Pulver dahinten. Diß Pulver kan man nun auffzweyerley Weiß bereiten. i. Erstlich/ zu einem L xrraät. T. Zum andern / zu einem iiquorcoderBalsam / wiejetzüud folgenwird. ^xcrAÄio 5u!^>kllN5 ^nciinonil, Mte de^ Schwefelvon dem ^QUmoolv excrä. werde. Das obgemcldte roth gelbe Pulver reibe sehr klem / AußziehMS auff einem Glaß oder Marmelstein / welches zuvomn deß Schwß" gewarmet sey / thue es wieder m em new Glaßköblein / fels, und gieß darüber drey zwerg fingerhoch / den besten 5pi ncum vini aujfdas höchste r, den man nurha» ben kan / stelle es wieder in die Warmbde wie zuvor / so wird sich dieFarb unnd l'mÄurdeß ^nrimou^i außzle- hen/ mitVerwlindc'rung schön hoch und roth/ und lässet etliche k-xccs oder Erde liegen/die behalten den Glfft/ darumb wersse sie hinweg: DleexrrzÄion aber ist süß/ lieblich ohne Gisst/ unnd em solche Artzney die innm nnd aussen / in Menschen und Viehe zu gebrauchen ist / unnd wU mit mchtm andern Artzneyen etwas nachgeben. Den 8piricum vini z kan man auch wieder abdistllt- ren/ so bleibt em roth Pulver wunderbarlicher Wür- ckung/düs kan man einnehmen mtt altem Rosenzucker und Mastix. Sv man gemeldterexrrzÄionauff einmal einnimbt drey oder vier gran so vertreibets den Außsatz unH Fran- tzosen / reiniget alles böses Geblüt / steuret der Melan- choley / und widerstrebet allem Gifft/unnd der da engbrüstig ist/und mit einem kelchenden Athem/ und Seilenstechen behaffter/derwlrd endlich durch tuese Artze- ney erlöset/ unnd viel Wunders thut sie mehr / wann sie recht gebraucht wird in ihrer Ordnung. Alquorlsther ^nrimonü Schwefels. Das obgemeldte rohtgelbe Pulver / ehe es mit dem Kquorifchex 8^iiiru vim noch einmal exr^n r wird/reibe man klein Balsam» auffeinem warm gemachten Stein/ und nimb hartgesottene Eyer / die spalte in die länge gleich von einander/ nehme den gelben Dotter herauß / unnd lege diß Pulver in die Grublem des weissen im Ey / stelle es an ein feuchte statt/oder in den Keller etliche Tage/ sol»Ivircsich dis Pulver/ und wird ein gelber li^uor darauß. Man kan auch das gemeldte Pulver allein / unnd ohne Zusatz herüber clittllürc», so gibts auch ein Oehl wunderlicher Würckung. B ttij Vncs Vnd Tugenden. 44 DieserWMderbahrer l.iquor. heilet alle frische Wunden vnd alte offene Schäden/ darinnen thut er Wunder über Wunder/ ohn allen Schmertzen/ vnnd Wehethumb: so er anfange darzu gebraucht/ vnd in die Wunden mit einem subtilen Federleimgesmchen wird / vnd mit einem guten stich oder andern guten Pr-serva^ tivpflaster verwahret vnnd verbunden wird/ lässet er keine Wunden faulen oder eytern: sondern es werden alle frische gehswem / gestochene oder geflossene Wunden darmit ohne Eyttrvnd Geschwulst geheylet/ zu einem solchen Grund / daß da billich Gott darüberzu loben vnd zu preisen ist / vnd lässet auch kein einiges l) m- j?coma,oder Zufall darzu schlagen. In alten bösen lang- wirigen/ vmb stch Essenden Schäden/braucke diesen balszmum, ?r wird dirhelffen. Erheyletden Wolffvnd Krebs/Syrey vnd 5^ elschencke! groß vnd klein / verschwinden / vmb stch fressende Löcher / vom Wurm durchnaget/vnd durchgeritten / werden dardurch cu- rirc, wann er seiner Fixigkeit noch recht von innen / vnd was andere gebührende Mittel anlangt / recht von Ms- ftn gebraucht wird. Das ämimOnii-Saly wie dasM bereiten. Dse Erste Buch. ^.nrimowi saltz. essig nichts mehr aus dem virro^urimonü ziehe/so bleibe em macclis übrig/wie ein schwartzPulver:Das Nimb nur vnd truckn es gantz wol/vnö Mb so schwer gemeinen gelben Schwefel darunter/ thue es in ein SchMeltztiegel wolverlutirt/ vnd laß im zimblichem Fewer stehen / b,ß der Schwefel darvon gar wieder verbrandt ist: Alsdann reib die übrige Materien klem/gicß distillirten Essig dar- auff/ vnd ziehe damit fein Saltz auß / disttllirden Essig wiederumb darvon/ vnd ffisse die acer^ürcr durch öfftere Widerholungder clittiUarionwolab: clsrilicirs durch den 8 pinrum vini, biß das lzl fÄ)ön klar vnnd weiß bc- fundenwird. Hastdunundie Ärbettdurch dieHand^ griffrechtvollführet/ so hastu das ^nriwOOi-saltz gantz vollständig vnd kräfftig/ wiewol sonsteN noch ein Weg ist / das Saltz aus dem zumachen / aber unnötig allhier zu beschreiben. Kraffs Mch Tugend deß Saltzes. fugend vnd Diß Saltz ist einer wunderbarlichen Wirckung/ Rrafftdeß dann es richtet fast alles auß/ in gleicher ^6l-vnnd Ge- ^nnmoizu- wicht emgeaeben/ was das lzl zuri oder Göldsaltz auch Salizes. chut.^ Es reiniget den gantzen menschlichen Leib : sanberet das Kantze Geblüt/ feget alles böses anß / verzehret alle schädliche ?KleAM2 und Feuchtigkeiten: Es vertreibt die Frantzosen / wann auffdas meinste vier gran. mir distil- Urtem Wasser von liZno L ujzco, oder FraNtzosenholtz einquint schwer eingenommen worden/ darauffge- schwitzet/vnd täglich gebrauchet biß zur Besserung. Es zerbricht auch den Blasenstein/ vnd befördert den Harm. EssteuretdemAußsatz/ vnnd andernVnretnigkelten: Dienet zum ?oäac»ra, macht gut Geblüt/ stärcketdar- gegen das Hertz/ Mit5piriru vini oder einem Löffel voll gutes zqua virL eingetruncken: bringtwteder dieyerlor- neKrafftemeröffnetdie'apoüema oder Brustgesihwär: Eusserltch in die alte vmb sich fiessende Schäden ge- sirewet/ reiniget dieselbige; Item in guten distillirten Weinessig relolviret/ oder zerlassen vnnd übergeschlagen/bringt solchen Schäden treffliche Linderung m kurtzerZeit. Item mit Wermutwasservnd Cardobenedictckwas- ser eingenommen/vertreibet allelangwirige tcbr^^son- derlich ^narczrizm. machet dein Magen eine gute Däw- ung/ vnd bringt ein gut Gedachtnuß. Lz5iliu8 schreibetMMneM andern l'rzÄar vott dem ^nrirnollio.Die<^ulllraelIeoriz^nrimollji,istdiehöch- Regulen funden wird/ und ist das vierdte Theil/ emerumvcrlsl ^eäicill, sein cjoiiz oder Gewicht ist drey Gran/!c. bey dem Gebrauch deß ümimo- oüvnd 'rurpcri macht zunehmen, l. Erstlich im Gebrauch dieser zweyer purgirenden die bey dem siüike hat man sich sonderlich wol vorzusehen/ daß keim emes von den innerlichen Gliedmassen/ als erwanndre^e^ Lung oder Leber verletzet sey: Smtemahln sich solche Pa- t-enren wegen deßhefftigen Erbrechens vnd grosser Be- acht'!,» wegung mcht geringer Gefahr zu besorgen. ^ ?.. Aumandern/welchendas^nrin^vliiumeingegeben wird / denen soll man weder noch vor noch nach des- selbigen Gebrauch einige Ader lassen eröffnen, z. Wann sich ein Erbrechen erhebt / pflegt man em Erbsenbrüh so leiß gesotten/ oder ein magere Hüner- brüh / oder warm Bier zu trmcken / vnnd da es die Not- tnrfft erfordert / solches etlich mal zu widerholen / damit das Erbrechen desto leichter abgehe/ vnd die Mrckunz der Artzney gefördert werde. 4 Zum vierdten/soll man solche pur»zrioncz allwege zwooderz. stund vor vnd nach dem Essen gebrauchen. 5. Zum fimfften/ die Gallreiche/ wie gleichfals auch die jenige/ welche schwerlich zum Erbrechen zu bewegen/ oder sonsten einer blöden Natur sind/ sollen solche saehen nit leichtlich einnehmen / damit der Mage dadurch nicht werde verletzt vnd außgedehnt / vnd die Rraffte deß Patienten allerdings zerschlagen. 6. Zum sechsten / denjenigenwird es am allerfüg- lichsten verordnet / welche zum Erbrechen geneigt/star- cke Magen vnd breite Brüste haben: Deren Gewonheit sonsten ist/ sich offt vnd vrelmalzu erbrechen/vnd m welchen die maceri der Feuchtigkeit über sich steigt. 7- Zum siebenden/ wann sich ein widerspenstige Schwachheit erzeiget/ muß man dieselbige durch den gebrauch deß 1 zuvor 2. Tag maralircu oder zeitigen/nachmals allererst das Honmomuw verordnen. 7. Letzlich/wanndas^vrimomum inder Pestilentz soll gebraucht werden/ so muß man zugleich den oem oder Beul mit einem zeitigenden Zugpflaster/ vnd den oder Sohlen mit einem Zugpflaster überlegen / dann sonsten wird er allzusehr verhärtet/ vnnd lest sich in etlich Monaten nicht wiederumb erweichen. Das übermäjstge Erbrechmm derutt- mäst igm Purgatwn zustillen. Das übermässige Erbrechen in solchen Fallen zu stil- Das Er« 5en / braucht man einen frischen oder newen Therme / 0- brecheii derdenQuittenwem/ unnd überlegt den Magenmund stillen. Mit dem Pflaster von der Brodkrusten / wiegleichfals die beyde Fußsohlen Mlt geröstemvnnd mit Essigbe- sprengtem schnitten BroZt. Wann een groß Hauptwehthumb zugegen/ lest man ein leinen Tüchlein Mit den distillirten Wassern von Lattich vnd Rosen/ Essig vnd Rosenöhl befeuchten / vnnd das Haupt vnd Stirn damit überlege. Bas LXl.Vll. Capitel. V^ndem ?2nc^m3A0A(Zne 05vvalcl! E^Emnachdie Artzneyenvon dem ^.nrimovio starck ^ ^^stnd/ vnndnichtjedermansdingsdlche zugebrau- chen/ als hat mich vor gut angesehen das Olvvaläi Liolüi alhero zusetzen / von welchem er sehr viel achalten vnd geschrieben. Er schreibet aber darvon also. Unter allen andernpur« Hirenden Artzneyen hab ich brßhero keines können antreffen vnd zuwegen brittgm/ ob ich mich wol auffalle» ley welsebemühet/vndkeineUnkosten gesparet/ daß seine Würckungen m tt weniger Beschwerde verrichtet/ als eöendas Wann das ^nrimomum . welches ein hefftiges Erbrechen erwecket/ vnd Verwegen bey dem gemeint MMN sehr verschreyet vnd verhasset ist / also könte bereitet werden/ baß es ohne jetztgemeldten Gewalt allein durch Stulgang treibe swiewol ich ihme in meinen tiobiizuzMcheungestümme Gewaltvnnd Bewegung Mehrertheils genommen) so were in der gantzen Natur kaum ein anmütiger p urvzrioa zu finden:Ich habe aber solche offtversuchte prXpzratt va durch die Hülffe dez F«-' wers bißhero noch nicht finden können: Viel weniger bey eintzigemLli/micogesehen/ wiewol sich derselbigen/ wie auch deß ^uri s,o»bills heutiges Tages ihrervie^ mit Ungrund rühmen» Nimb der5pecierum iZianliocloa, Oi'am« brz? jedes Loth. Aus diesen wird innerhalb vierzehen Tagen/ wie sich» gebuh- > ' c-' M Ich chiü W MUr.T'k?.'-- ^ 5^-^'" - - . Äl. , Vom gebühret/durch dte- die füncklein deß Golds nicht sehen, nrnm vini, in dem mans nemltch alle Tag etlich mal be- wegt/herauß gezogen/vnd sonderlich verwahret.Wann solches geschehen/so Nim deß MarckS von collQ^uinrea 7. quint. Deß gummlchten i' urbi z 5. quint. Deß besten Lerchenfchwams 1. loch. Deß wahren schwartzen Nießwurtz 1. loch. Außerlesen Hczmmonü 6. quint. Außerleftne Senetblatter 8. loch. Außerleftne Rhabarbar z > qutnt. AußKedruckter Eselskürbssafft 2.. quint. Attichsaamen gestossen 6. loth. Hermoöacteln z. quint. Laß waö zu schneiden ist / zerschneiden/ was zu stossm H/stoben/ den^pirirum vini vonden lj?eciclzu8rillen rüber diese purgirendeSachengiessen/slso bey einem sanfften Fewer deß öaloci acht oder vierzehm Taaein- weichen/ijedochwolachtunggeben/daß das Glaß nicht zerspringe) denrmxnrrcll z^nnrum nachverstiessung solcher Zeit durch die Neigungen oder inclmscion wiederum!) davon herab ziehen/einen andern und frischen dar- auffgressen / und dasselbige so offt und vielmalen widerholen/ biß allel'-u> und gewalt zu purgiren herausser kommen:Endlich ziehe denrir>c>irceu5s?incum miteinander vermlschet/bey einem sanfften Fewer unnd durch das L^Ineun) herauß/bißemHonigsormigedicke auffdem Boden liegen bleibt. Vmb das Ende thue Zim- mecohl/ Negcletnöhl und?^uscatnüßöh! jedes lo.Trof- fen/Perlen und Corallensaitz jedes Qumtlein hinzu/ und so duwilt/magstuauch das dutch die Kunst aus den calciliii rc-n H^sen herauß gezogene Saltz Mit einem loch geschabt Menschen Hirnschal darzu vermischen und seine Krafftedardurch vermehren. Äon seinem Gebrauch Mb Gewiche. Dieser doms>otlnon nimbt manvon einem biß auff zween Scrupel mit Malvasier/ oderemem andern guten Wem / odermit emer Brühe/oder nm Pckulen vermischt ein. Etliche thun in desselbigeN gebrauch etliche Tropffen Violöhl. Mit dew Pulver von Süßhottzvermischt/ führet es alle böse Feuchtigkeiten ohn alle beschwehrde auß Mankan auch Pillulen darauß formiren / d^eselbige also allem einschickend oderdaß das beste/ miteinem Trüncklein Malvasier vermischen Das LX!.VIIl. Vondemsthweißdreibenden ämi-. Bön dem ^s>Ach dem in dem vorigen Capitel der Blumen deß schwetßtrei- ^ ^^ocimonü so vonpurgiren/vnd andezn pmgirenden bmden/Va Artzeneyen gedacht worden/ vnd noch andere Aryneym timoaio. aus dem ^vcimonic) gemächt können werden/ so da den Schweiß treiben und in vielen Schwachheiten sehr nützlich zu gebrauchen/ wie bald hernach gesagt soll werden. Als hab ich solche allhier wollen beschreiben / unnd wird aufffolgendewech gemacht. Nimb deß durch den ViKriolund Saltz l^kümirren ^ercurn i.Pfundtdeß Ungarischen ^ncimoaij Z .Pf, laß miteinander stossen und vermischen/ meinem wohl verkleibten gläsernen «.erorrc» mit einem verschlossenen Vorsitzlein m dem Sand cjiliillircod und das Fewer also regieren/ damit die Tropffen in demHaltz nit wieButter gestehen: wann sich solches erzeigt/ so halte alsobald ein glüende Kohl mit emer Zangen so nahe herzu / dz es dem Glaß keinen schaden thue/ und die Tropffen doch werden telol virr, und dasselbige so offt und viel/ so oft es die not- turfft erfordert: Denheraußfiiessendenl.i^uorcm laß «einmal reÄiücirev, darnach nach dem er bey dem Fewer zergangen / in ein weit Glaß mit einem weiten Haß hinein giessen/ das Kc^iz (etliche brauchen den8pi- rilum Ni rri allein ) tropffenweiß darein fallen / von wegen deß gereusch und gefahr der Entzündung: und wann dusiehest/daßdiegantzemzrci-ilolvirr, sothuezueinem jedenhalben pfund deß öhls i. loch Gold in dem absondeilich zuvor 5c»lvirr ,so bleibt die k ^ixrur fein hell und klar /und wird nit trübe / sondern bekompt eine schöne rohte Färb Dan wo man änderst öamit verfährt/ wird es nicht allein trüb / sondern auch das Gold mcht ttcht HMtVttmischt/ und lassen sich nach dem abziehen 4^ Diese gantze halbe vnd blutrohte loluriocicm laß in einem wohl verlutirten ^Icmbico.mitftinemHelmundVorsetzlein an allenFu- gen wol verkleibt/ bey einem gleichen Fewer die pKicAms erstlich herab ziehen sdann in zween Tagen wird die opclsri'? verfertigt) letzlichen dem Fewer als» zuschüren/ daß der Boden deß Kolbens vnten fewrig werde: Es steigt wenig herauß / welches man nach vollendetem Geschafft/vnd wann das Gesäß kalt unnd zerbrochen worden / sott hinweg werffen: Das übrige auff dem Boden und an denWandcn hangt/emer gelben färb ,st emer dürren und auffgerissenen Erden gleich / vnnd gantz ohne Geschmack/hangt ohn alles beissen/ wie ein gebrandtund calcinirr Hirschhorn an der Zungenan. Aus einemjedenPfund deß öhls bekompstu nach dei auß- trückung ein halb pfundr Erdm/ der harte Kalck ist nit zut.ctulcc>iln, vdersußZumachen/ wofern du selbsten * wi!r/ sondern in einem Tiegel eine halbe stund gluend zu machen; und ist alles co-ru/i vische in ihm erstorben: In dem Gebrauch zurArtzney ist es unter den ^i-^rischen Aurceln das aller gebrauch Üchst. Von seinem Gebrauch undKräfften' Es ist ems der alren fürnembsien !>ec.-cr?n unnd Ge- Deß hennnuj sen zu viel und mancherley Gebrechen/ welches schweißtrei- beydes durch den Harnwind unnd Schweiß gewaltig benden wirckr/ sedoch mcht purgiret/ viel weniger den Krancken rimonil malt undkrafftloß macht: Sondern/ wie gesagt/den Kräfftett, Schweiß vnd Harn beschctdentlich bewegr/ vnd von wegen deß mit emvermischten Goldes die Natur nicht wenig starckt.Wird in donFranyosen/Pestilentz/?c>cl->^rg. Wassersucht/Fiebern/ Verstopffungen unnd schmeryen deßMiltzens/ uimd dem Stein gebraucht: Auff drey/ fünssoder 7. gran/mtt einem darzu bequemenWasser. Das cxi.ix^ CaMl Vsn dem Schrvcfel/ Wie m»>» sem Älll oder t:lIcQtzaußzichen soll. Eme gemeinen Schwefel ein Theil/ Weinsteinsaltz ^ ^ein halbes theil/reibe es klem zusamen/ setz es uffein. Kohlfewer/laß fiiessen biß gar roth worden: Diese rohte ^ ^ ^we- macerien reib klein/thue sie IN einGlaß/giesse8pilirü vi- sew auM« vi darauff/laß also in emer subtilen warmestehe/biß der 5p'r>rus vioiblutrsth worden wie ein Rubin/schütt ihn ab/gießfrlscheZpirirum vioi darauff/laß wieder exrrs- tiii cu.das thue so lang un offt/ biß sich kein Lxjliruz vi«i mehr färben wil / noch etwas vom lali l'arrsri in 8s?iri'r« villl gesivmeckt wird/sondern so starck davon gehet/ als er anfanglich war/da er darüber gegossen ward: die rothe exrrsÄioaes giesse alle Zusammen/so hast» die l'illAur deß Schwefels Mit dem lzle 'rgrrsri vermischet : Wann nun solche l'i llÄur deß Schwefels von dem Saltz deß Weinsteins scjzzrii c, und in seinen liarum weiters bereitet wird / so thut sie auch das ihrige in der Artzney. Vom Galy deß Schwefels. Vom Saltz Wann dem Schwefel aufobgemelte weiß seme l'ia des Schwtz- Äur excraki rr worden/ so bleibt eine mzrcncv übrig/die fels» nimvn re vcrizei ir sieTag vn nacht anemandergantz subtil vnd gelind wol verschlossen: alsdann reib solche msre- rieo klein/vnd crnakirdas Saltz MitciÄillirrco Essig/ Den Essig ziehewieder darvon/unsusse mitüpilicu vini das Saltz ab/ so im gründ bleibt/ oder mit gemeinem 6i- ttlüii te Regenwasser / durch öfftere widerholung der 6i- üillzrion.blß es schön klar und weiß worde/so ists bereit. Gewicht Deß obgeMelten Schwefelsaltzesmuß man auffdrey gran gebrauchen / und mitLungenkrautwasser/oder 8pi- h^ch def- nru vmieingenommen/vertreibtdenHuften.Auchistes ' ein remeclium wider?^rx5lll,oderdieSchwindsucht/so es m einem Quintlem Schwefelbalsam eingenommen wird /vnd vertreibt alle Gebrechen der Lungen. Es muß aber erstlich der Schwefel durch denColcKo- rar virnoli aloeparic und Myrrhen zum drittenmal mit Zusatz deß Orientalischen Saffrans lüblimirr werden/ und alsdantt mitBaumöhloder Wachholderöhl/ oder weissen^pinrul'bercbirirbillsecirlsklrc, undzueinem Balsam prXparircrwerden. Die da kurtzen Athem haben/ unnd engbrüstig seyn / die sollen gebrauchen obgemeltes Saltz/ in seinem eyge- nen Schwefelbalsam sol virr. so werden sie schleunige Besserung befinden: Also eingenommen/ wehret alle Fäule deß Geblüts/ siesey wie sie wolle : Dann diese Artzeney also mmiiwrer PNd gehpaucht/ lasset durch- auß Schwefel- öhl zu machen. Gebrauch desselbigen. 46 Das Erste Buch/ aus Nichts zu einiger fäulmg kommen/ unnd so allbereit das Geblüt davon verunreiniget were / und diß osst gebraucht und deß Tages emmal Morgens oder Äbends eingenommen wird/ so es eine rekaensrioll undWieder- bringung aller solcher Gebrechen. SchrvefelKhlzu vielerlei Gebrechen- Nimb lautern Schwefel / oder die Blumenvom Schwefel l. Pfund/ weissenitfirirus 1'erebeorlnnXl. Pfund vnd 8. Loth/ thue es in ein Kolbenglaß nnt einem langenHalß/vnd verlutn es nur mit einer c ka, rs 0- derPapier so da naß ist/setze es inAschen / laß miteinander eme halbe Stund sieden. Wiltues gar rem haben/ daß die s dähiNden bleiben/ so gieß ab: Dann der Terpentin nimbt deß Schwefels ülleutz alles in sich.vud lolvircihn. ^ Darvon fünss/ sechs/oder mehr Tropssen in Wein / Rosenzucker/oderRofenhonlgden pln/licis, ttv6rc>. ficis. L^ilc^ricis: Item den Kindern vor die Wurm/ vnd vor die schwere Seuch eingegeben / vnd darauff geschwitzet.. Es macht deß Menschen Harn den blawen Violen gl.'ich wolriechend / vnnd thut Wunder m der Artzney. ^il' auß allerley Gisst / vnd allerley gisstiger Thieren Biß. '. - - !iouor heß Schwefels / welcher h»er Lungenbalsam genennet wird. Nehme gelben Schwefel em Pfund/sut-Iimir es/das j^genb^ . Wasser so herauß kompt behalte. Nchme jetzund der jetzt gedachten Blumen/ äloeo, Weyraüch/ Myrrhen/ Orientalischen Saffranjedes gleich viel:Das auffgehobene Wasser/ (wann du dessen vielhasi) re6ilkcirauffden Brosamen eines frischen Brodrs/ vnd dieser Ii^u»r ist der LuNgenbalsam/welchen du aüffolgende weiß eingeben vnd geblauchen solt. Nehnie Betonten/Scabiosen/Snßholtz/ Lungen- k'zattr/Jsop/Lebezkraüt/Hufiattich/SalbeN/jedes gleich viel/ koche das in Wasser: Dieses Trancksem Becher voll warm gemacht/ vnnd2>O. Tropssen deß gedachten Lungenbalfams darein gethan/ deß Morgens vnnd deß Abends gberaucht/ duwirstwündcrbarliche Wnckung spüren. Unterdessen kanst du den Patienten purgiren Mit l'arrsii vomiri vc», odersonstm. Dieser Balsam treibt auch den Schweiß / treibet die Pesi auß / vnd eröffnet die verstopffte Leber/ ist auch gut zu Entzündung der Leber. Der emfachtt'ae Schwefelbailäm wle SchwefelShl rvl'e es l>cno-u! -i i>°r. Einfachti- er zu machen. NehmeTerpentinohl 4. quint. Schwefelblumen 4. ae'r" Sä'Ise- loth/dieBlumen thue allgemach in das öhl m ein Glaß / felbalsam vircn könNen/ das Glaß stelle aufwarmeAschen/ vnd^ühreeszumosstermal. Laßes in warmen Sand stehen / biß es dicke eines Bechs bekomme/welches innerhalb acht oder zehen Stundengeschicht/ doch sey das Fewer gelmd. Endlich giesse über diese Materien dreyer Fmger hoch deß besten ^inru« vioi,vnd laß es also über dem gelindenFewer stehen/biß der Zpiricusvini aller roch worden/diesen rothen Zpiri- rum gieß nun in ein anderGlaß/ vnd giesse newen 5j?jn. rum viizi darauff/ vnd laß ihn wieder stehen / biß er sich aber roth färbet/alsdann giesse ihn allgemach he?ab/vnd thue diese zween 8s>irirus mein Lu<.urKlrzUsamüten/ vnd nachdem ein Helm daranssgesetzt / cxrtakirein theil deß 5piriru; vini» so wird dir diel'inÄur deß Schwefels auffden Boden bleiben« Dieser Balsam ist nun nützlich vnd dienstlich / denen so kurtzen Athem haben/vnd die/ so mit dem Husten be- hafftet seyn wegen der Lungenschwachheiten/ mit Isop- wasser/ oder Süßholtzsasst eingegeben auffein Scrüpel sckwer.So man dessen ein quint mitThenac eingibet/ so ist es gut in der Pest vnd pestilentzischen Seitenstechen/ vnd benimbt den Husten/:c. . Deß grossen Schrvefelbalftms Beschreibung. Grosser Nehme Schwefelblumen/ so6a dreymal lukümirc Schwefel- seyen/4 loth/Campher^. loth/weissesl'erekelirki^öhl balsam< 8- loth/die Schwefelblumenvnd Campher/reib es Wohl durcheinander/ vnd reib es durch ein Sieb: Thue solches nachmal m ein Lubu> i?ir mit einem engen Mund / gieß das l'erctzinrkmöhl darüber/ die Fugen verlutire wohl/ vnd stelle alsbann die Lucur!-ir in Sand / gib auffzwey Stunden ein gelindes Fewer / biß der Sand warm werde / nachmal schüre dem Fewer zu/ daß es in dem Glaß anfange zu brudelnvnnd zu sieden/ so werden sich die Schwefelblumen in ein Oel verwandeln. Gebrauch Dieser Balsam ist zu verwundern/ was er vor Wir- desselben. ckungen thue m den Geschwüren/ Schäden vnd Wunden zuheylen: auch innerlich nützlich zu gebrauchen m den Fiebern / in der Pest / iN den Bauchgrimmen /vnd wider die Würm/ er machet weich/ vnd vertreibt auch die Geschwulsten- , , Damit solcher aber desto kräfftiger werde / so stelle ihn zur cliZettion an ein warmen Ort auffsechs Tage. Sein oder g-wicht ist / so viel Man auffemer Messerspitzen halten tan / in Wein oder Sasst / oder gebühtlichen Geträncken eingenommen. Er ist auch einPr«servativ vnd gewisses vnd sicheres sccrcruminderPest/ wannmann^mlich vnter4.loth deß obgedachtett Balsams deß besten Theriacs 2. quint Orientalischen Saffrans ein halben scrupel vermischen thut/ vnnd 15. Tag stehen lasset: mit welchem alsdann man die Pulßadern an Handen vnd Schläffen/wie auch den Rückgrad schmieren kan. Er wird auch innerlich gebraucht/ aussein quintlein in einer schweißtreibenden Artzeney/ oder Wasser emgegeben: Solches treibet lupfleget zuimachen. NehmeSchwefelblumen so dreymalenlulilimircseyn/ Schivefk' ^ so viel du w;lt / thue die m ein Glaß/ vnnd gieß darüber öhl ^ I'so viel als vonnöthen/zur solvi- rung dieser Blumen/ setze es zu einem gelinden Fewer/sö wlrstuschea/ daßdieBlummvndder 5piricu5 dmrkln^ blutroth seyn.Giesse nachmals darübc: deß besten !,p!nrus vilzi dreyerzwerg Fmger hoch/ vnd laß es also darüber in derWarmbde stehen/ biß sich der 5pin- cus vin, darüber thut / welchen du abgiessen so!t/ thue anderen ^ p, > icum viui darüber/ vnd laß ihn stehen biß er sich auch Hefazbet/thue solchen darvon ab/vnd thue abermal andern darüber / vnd widerhole solches so osst biß es sich mchkwchrfärbenthut:Dtescbehaltene5>)iricu8 »- N I ciüii üu r I N t-alnec. daß die röte von dem Schwefel abgeschieden werde/thue die Vorlag hinweg / vnd lege ein ander Vorlagglaß vor/vnd treibe das Fewet stätcker/so wird die ellcucia l'uip^än« wie ein roth Blut herübergehen. Dieses ist ein edele Artzney ohn allen Gestanck. 5^ilicu5 1'erel)lnrkinXN?leiderZ^ machen sey. Den 5^inruml'ci-ebiml)!NX söltualsomachen:Neme^^^^ MM"' ^ ^ , ilWNik!»'''" - d.'ß besten vnd schönsten Terpentin so viel du wilt:. thue V ihn in ein Glaßkolben/giesse klar Wasser darüber/so viel k>" " gnugist: cjitt'Iln solches so wird erstlich herüber gehen " das Wassermrr demwe:ssen!>piiiru'l'ercl»ncluni, den mustu min nach der Kunst manier abscheiden. Mercke daß das dritte theil deß Kolbens lehr seye. Dieser ljun- ru s thut Wunder: Wann er mit Wasser drey oder mehrmaln cli- ttillirr wird/so wird er so hell/wie ein->czuz vir^x, vnnd tan man alle Krauter/ wie auch andere Sachen l'mKu. rz m bannt außziehen/ dann er ist zum höchsten durchdringend. Araffv und ÄVürckunttdeß?enoti Schweftlöhls. Dieses Oelhat eine sonderbare Krasstvnd Wirckung Tugend an sich zu Ziehen: Daher es auch alle Mangel vnd schaden deß Schn deß Leibs cun , cr, so man sie nur schlecht darmit leicht felöhls. überfahret. Es heilet den Magen/ die Leber/ Miltz/ Mutter/Blaß/Gedarm/ und Geleichen der Glieder so auß vielen Feuchtigkeiten oder Fäulnissen aK cirr seyn. Man gibt aber dieses öhls sehr, wenig eM mit einem bequemen unnd dienlichem Wasser oder gesottenen Krauter/ also: Dlmcke ein Hüncseder in das Oel/ vnnd ziehe solche alsobald wieder herauß/ vnnd was an der Federn henc^enbleibt/ dasschwenckein dengebrandten Was- sernab/ vttndgibesdenPatientenzutrincken/ inden Magenwehe and Bauchgrimmen von Winden mit Ca- momillenwasser wider die Würm mit Wermutwasser/ in der Wassersucht Mit ftisch Brunnenwasser / in der Mutter schmertzen mit Wein / in welchem zuvor braune Berhonien vnd Metern gesotten seyn. Es curiret alle schmertz? der Ohren/sausen derOhre/dero versehrungtö- !>> Schliß ^ > ' ' : dessckwe« fels. Schwefelmilch. Schwefel« blumenzu machen. Schwefel- Wem an- ^keArt. Schlieren so man in leinen Tüchlein barinnen anfeuchtet/ und überleget. Die Wunden heilet es wunderbar- lich / unnd macht geschwind fieischwachsen :n denselben. 'Es heileren Krebs so man ihn nur schlecht nut solchem Oel aurühret/ es vertreibet alle macul und Mängel der Haut. Es heilö? alle frische und alt stinckendc Geschwür i»nd Schaden/und leschet allen Brand/cr geschahe wie er wölle/ machet die Zahne weiß/so man sie nxrfchicchtUch darnnt anrühret Wanneinem die Zahn ivche thun/ so Aehme nur Balsam unnd siede den m Wasser/ m solche äccc>6iiol, thue ein Tropffen zween oder drey/ u»d halte also warm in dem Munde. Es vertreibet die Warben / heilet deß Milyes Mangel. In der Darm>^chr und Bauchgrimmen / thue Rauten oder dergleichen Wasjer Hween Tropffenin dem Sommer/im Ärmer aber n> 3- virX , oder guten Muscatellerwem. Ev vertreibet dieroht^ Pochen^n dein Angesicht / uni.d daß es nicht allein die lebendige / sondern auch die todreCörper nicht lässet faulen oder p u rn-lcirra. sondernbeheltsiegantz/ daßauchder böß Lussrsiemchr 'anstecken noch cürrlllNjzii'eakKN. Das ^lazlliermm deß Schwefels. TolvlrcdleSchwefeiblumenmit 1't.rcbin- rinuT so ists bereit- i.ac lulpkunz» Nehme Sattz von Weinstein / siede solches in Wasser/den Schwefel darmit/so cxcrzkltts sich hnpsch blut- roth / sprützcEssig darauff/ fd schlagen sich we^sse tivrc L Nieder vom Schwefel/ und dlefes ist Schweselmilch. klores fu^kuriz HderÄchrvefe!biume»t zu machen. Nehme VlÄrio! czlciuir ihn / daß er roth werde wie Rötelstein / reib ihn klein: dann nimb reinen S -.lvw.ftl / Mb ihn auch klein/mm ftdes gleich viel/ Misch zusaiken/ thu es in ein Kolben/doch nicht zuviel/ auch nl.cr zu we- ntgWerKttir wol ein Helm darauff/ setz in cm Topffoder Kessel/der muß in ein Öfen gesetzt werden/ und muß der Ofen einen Röst haben/ und umbhero vermacht werden/ daß die Wärme fein umb den Topffoder Kessel herumb gehe/und oben herumb rund sey / daß Sie Hitz oben nicht an den Kolben schlägt/ daß er nicht zuspringe unnd muß mit dem Fewergemachsam angefangen werden / doch imnmjestärcker/so wirstu dieilorcs sehen steigen/gkich- samb als wann der Schnee durcheinander fahret / und legen sich oben an den Helm an. Der Heim muß nicht verstopfst seyn/ dann es gehet erstlich ein wenig Feuchtigkeit/ d?e magstu auch behalten / dann sie wird zu alten Schäden gebraucht / und andere fachen mehr. Du must die Materien einen gantzen Tag stehen lasten/ ehe die 60- rc, alle gestiegen-Wann dich nun düncketdaßsich die üo- ?e 5 dick in dem Helm angelegt haben / so laß das Fewer außHehen/und den Kolben erkalten. Darnach brich den Helm ab/ fo findest» die 6ore 5 schön und rein/und wann die übrige msrericn in dem Kolben nicht schwartz ist/ als ein Kchnrauch und sich von sich selber herauß schüttet / so sind die tlorc» noch nicht alle herauß. Darnach kanst du dich em andermal richten. Bas SchwefelKhlzu machen eiln an-i dere Art. Nehme ein Goldschmieds Scheidkölblein / thue 5pi. rirum 1'crcbinrKillX darein fast auffdaö vierdte Theil/ thue darein anderthalb quint ttorä lulpkuris. schwenckö wol durcheinander / verlutits wol oben zu / und setz den KolbeN in Sand auffein gemein Kohlfewer/ laß gemach erwärmen / darnach mach das Fewer immer starker / doch daß es nicht zu starck seye / daß der Kolb nicht zuspringe / laß also ungefehr 4. oder 5. stund stehen / laß dann allgemach erkalten / so findest» das vlcum gerecht/ «nv ist s» roch wteBlut. 47 Den gerechten 5pltirmÄ lulpkurli zv ma-- chm so Hertzog Hanß Friderichen zu Sachsen Mit, gerheilet worden. Erstlich laß dir ein wdm Geschtn machen/ dessen Bo-' den mitten ein groß Loch habe/ und umb dasselbe herumb kleine Köcher / daß man e:n kleinen Fmger dardurch st5- ckenmag: unnd mußauffderseiten ein viereckicht Loch haben/ da man ein rund eisen Blech so mitten eingebo gen/wie ein Schüsselein/hinein thun kan/ solch Blech muß ein wenig breiter seyn/ als das groß Loch im B» denist/ also daß es darauff ligeu kan : Auffdasjrdene Gefchin setz ein gläsern Helm so gerecht darauff ist / und bind ein VorlagglaßandieRöhr. Nimb nun deß besten gelben Schwefels / stosse ihn / ftdütt mit einem langen höltzern Löffel zum Loch ein LorhhmeM auffdaS Blech / daruntetmuß em Liecht stehen / oder glüende Kohlen / daß dasMechhe ,ß/ doch mchtglüend werde/ und mach fornen das Loch so bald mtt einem Stöpffel zu/ so wirdfich der iipiriru 5 in d?e höhe begeben wegen deß Windes unten der durch die Neb Mischer gehet/ also kan man ein Loth nacb dem andeni hiuem thun / und muß das Geschm einer Halden Elen oder halben Arms hoch seyn. Und thun auch etliche m die Vorlag «liliillicc Regenwcster/ dannder Zpirirc-i sulvbuns-getrieben wird / W ersawer genug ist / und schmecket fast wie em Lfirirus Virrio!, nur daß es Nicht ctzet. So mMUun die- ^ sen^piiir^m lalpttüns Mit dpinru virnol, in gleichem Gewicht e'mgiebt / soists emhenlich unnd gewiß rcme- wider die hmfaklende Seuche unnd andere Kranck- beitenmehr. Derleben^i^e Schwefel ist nicht der / so msn bey dett Kramern fchl findet / und gegossen ist : sondern es ist der so noch rohe/und nngeschmoltzen aus der Erden kompt. klvreslul^^uiiz oder Schwefeldlikmen wie sie I. Eck^l pfleget zu machen. Nimb roth cstcinirreÄ Virriol und gebrandt Sattz/ ^ stoß es Miteinander/ theil es m zwey Theil/ Mit dem eine ^ Theil vermisch gestoffenen ^5>chweftl gantz wol / unnd ^ luizlimiisgargeknd/ darnach subliinir ihn wiedermtt andernhel^t / so ist es recht gemacht. Nors. ^.5. sagte/ sie hetten den Schweftl also woldrcymal slllzjimirc, rmd berreemPfund gegeben fastauffl5. loch soran, schön gelb und subtil. ca. Man muß mit einer l udli marnon fast wohl zwanyiz stundt/ oder langer umbgehen/ nach dem das Fewer und der Ofen groMft / dann es wil auch starck Fewer und guten Aaum in der haben. Ihre^xraffrund Tugend- Seyn gut zum Husten / dienen der vers.i leiMten ^chlvefel< Brust/zuHett scharyffenFlüssen /Keichenund schweren Athem. Item vor die Pest und.Wassersucbt. GchwefelbalsamI. EMs» Nimb Schwefelblumen anderhalb quint / Terebin- thinöhl s. Loth/ Campher 4. scrupel. DieBlumenmach gar subtil zu Pulver/ thue sie in ein pkiol oder'L ucu, oir Mlteinem engen Loch/ greß das Oel darauff / dann thue den Campher darein/ verlutir das Loch oben gar wol zu / setz in Sand/gibihm gar ein gelind Fewer ein wenig/un laß dann sein gemach wider abgehen/so wird es ein schön goldgelb Oel oder Balsam werden. Wiltues aber noch s-ibtiler haben/ so setze es etlich Tag aufden Öfen oder an die Sonnne zu cji^erircll, so wird es sehr kräfftig. Schrvefelballsms Tugend. Mgutill zttlimscekeichenoderbestrembter Brust. Gebrauch Ist trefflich vor die Pest. und Tugend TrinckevierTropffenin warmen WeiN/ unnd thue deßschwe- außwendig einTropffenmdas Nabelloch/ so ist es w!» felbalsamS der die Darmgicht. Juden Winden und bösen geschworen ist es köstlich. Item/ ist sehr gut in verkürtzten Gliedern So man etwas verrenckt/ soll man es watM auff- streichen. So man vier Tropffen in Wegerichwasser einnimbt / ist solches wider Blasen und Nierengeschwär. Insettenstechen funff Twpssm'm Harthew unnd Cardq» 48 Das Erste Buch/ CsxdobenZdittmwassek jedes zwey 5oth eingenommen ist probirt worden. Es befördert die monatliche Blumen der Weiber / so man sechs Tropffen mit Melissen/ und rohten Beyjuß- wassereinnimbt. V»n ihrem Gewkchc- „ . Sie wird mit so viel Pulver vermischt/ biß sie als em vc ^icuiumeinweisseFarbbekompt/ Morgens unnd A- bends em Löffeivoll/vor dem Gebrauch mit dem rc stetig vermengt': Unnd in den äiüiliirten Wassern Item / es ist gut!in Geschwärenberheimlichen Glie? von Zimmet / Melissen / Lavendel / dem Wasser wider Ein Mder Schweftl- mtlch. dem an Mann und Frawen. WttMder l.ac iuipkuris, Hhsr SchwefelmUch zu der Brust. ?s)Imb gelben geflossenen unnd durchgereiten Schweife! und der Blumen von Schwefel emen theil: das Saltzvön Wemstein'drey theil/setz Meinen weithälsi- Mnundwölberkleibten Glaßln den Sand / geußzuvor so viel 6itiiIlirc^geMWrhinzu / daß es sechs Finger hoch damit werde bedeckt / und gleichwol das Glaß oben und so weit es ausserdem'Sänd bleibt / nemlichen den werdten theil leer verbleibt/schür dem Fewer/ daß es könne sieden/allgemählichzu/rührö mit emerchültzernm Spateiso langunterewander'/ bißder Schwefelin solchem sieden aller zergangen/ welches dknnmfunffoder sechs Stundengeschicht/ dann in solcher Zeit betompt der eine rohteFarb / u md wird ein wenig dick/ w'iö'An lauge: und wann das Wasser in dem sieden wird verMrt/fo gieß ander heiß Wasser hinzu/ und endlich wa?Me^Schwefel fastallefambt relol virr unnd deß roten I^uon5 noch dreyer Finger hoch übrig / so laß es also warm KIrnrv, thueetwasvond5?semk!ciitten warmen ein anderGlaß/ geuß/alldieweil es noch warm/ Wetn (anderenehmenäitilüirten Essig an des- smstatt/ wiekÄder Wem besser)'ZK unterschiedlichen mahlen/ jedesmal geschwind und^ehlingen/ so lang Md offt hinzu/ biß es die Färb einer dicken Milch be- kompt. Dieses verwehr hernach in einem' besondern Giaß/^nd fahr mit dem übrige in der «armen Wlm-oa und Wein fort: Endlichen mischeakeümüchichten!.-' HuoiLmAnteMnander/ und setz an^in warmOrt/ biß sich die weMdeß Schwefels von dem himmelblawen Und röhtlichtenWim aüfdenBod'en setzt und absondert/ wann solches geschehen/so geuß den Wein durch die ney- gungdarvonab/ gieß cjittilültes Regenwasier-an statt hinzu/ laß Tag unnd Nacht mitemanderVerrmschc also Krafft der Schwefelmilch» und wiederhole solches so offtundv:el/blß ttinschwartztz oderUnretnrgkeit/ 'oder einiger GestanckiM Wasszr mehr gespürt wird. Was nachmals tiach dets aller letz- tm abmessen deß Wassers auff dem Boden sitzen büe- bßn/-dvs laß'm einer warmen Stuben'trücknLN/und wie emPutber verwahren. Oder eheesgtzr trucken worden/ so thue etwas vonZmime^wasser / oberem anders/ so Karzugehört/ hinzu/ daß es die Form eines weichen Breyes bekomme / unnd laß es / so ostc es soll gebraucht werden / zuvor wol bewegen. VH55Krasselmd dieser Milch. 1. <^o ist esein Balsam des i/umicjimcjlcLlzz, 2. Stärckt solche die natürliche Kräffre z. Macht jVlche das Geblüt von allem Anrath rein / aus welchem sonsten aüerley Kranckheiren erwachsen. 4. So verwahret solche Milchevordem Schlag/ Kramvffder Nerven/ Äußsatz und Frantzosen. 5. Ist solche ein sonderbahreArtzney der Lungen: hey- lekund kompt dem keichen zuvor, 6. Vertreibt den alten unk fischen Husten. 7. Verzehrt und trucknet die Flüsse des Haupts. 8. Stärcket das Hirm 9. .Vertheilt die Blasteund Wind des Leibs zusambt dem Bauchgrimmen. ic?. Bskombtmit semer Starckung den Schwindsüchtigen und Außgematten insonderheit schrwol/neM-- Müch gemacht. ii. THUt deN Schweinsüchtigen lein scheinbarlichc HüU/uud wircket sonderlich indasttumiciumiz^ics- wie solches die Patienten selbsten bekennen, zz.. Ist solche wider das Gliederwehe/Podagram/ Hüfftwehe/und andere dergleichen Schmertzen überaus bequem. kz. Verzehrt solche / wie ein innerhch und verborgen Fewer die Kranckhsitm/ wie das eusserltche Fewer das Holtz. dieschwereNoht/ odenn einem gebrandten Weinge braucht ' BchwefelbMMen einer M'WM Arb- Niinb gelbenSchwefele»npfund/(-ss)ic!s moicu,,gemein Sattz/oder Wemstein/jedeS em halb p'fMd / diese stück vermisch wol untereinander/ und in em'lulzZkn^ro. r- umso darzu bequem ist/gethan/un mitgelindemFewer getrieben. Dieseü,lzllmsr>oo käninachcstundezsvolln- zogenwerden/ solche lublimsrwnwidekhöletHüm drit- renmahl / und thue allweg so viel der Blumen sind / der beyden stücken auch darzu/so werden sie schön werden. Sch rvefelbl^Men 5»m viethhen mal ludlimnc. Nimb Schwefelblumen zumvierdtenmal ll,b!imiir Scbtvefel- 2O. loch/gegossenSaltz/undcsIcmntenVicruol, jedes biumenzui 12. loch / außerlefene Myrrhen z. loth/ des besten Merdtenm 2. loch/ Saffran z. loch/ Vermische es untereinander und ^udlimu r. gelmdnachderKunstludiimirr« Gchwefelb!^menmirRhabarbar- Nimb Schwefelblumen 4 loch / des besten ' bÄnEssentzz.loth/Zimmeröhl2..scrupel/d;eseSluo!imit miteinander auff. SawererTchrvefel 8pz?ltu»° Nimb gestossen gelben Schwefel/so viel du wilt/laß Sawrer dir hemach em grosse campavarn machenvonGlaß/ode: Schwefel dessen in mangel/kanstu wol einen grossen Helm nemen/ henckesolcheciimpsnsm oder Helmauff?anein Bmdfa- den/dann zünde denSchwefel an/und setze ihn unter den Helm/laß chn darunteraußbrennen/ wann ergar auß- gebrandtist/ so setze frischen Schwefel darunter/ das thue so offt und Mlmahl / so rcs»! virc sich em scharpster und sawerer 3pir>rusinden vorgelegten . denselbenkanstu nach deinem gefallen rc6ci>en > diese Arbeit geschieht am besten/ wann es Regenwetter ist. 'Zul^^ur'v irnczlrtübruln,'Hher Schwefel deß Vitriols. ZoZvikoderzerlasseetlich mahl Ungarischen Vitriol / Nohter ziehe es über die helsst ab/ laß stehen in emem kaltenOrc/ Schweftk so schiesien schön Chrystallen / unnd der Scbwefel legt deß Vi- sich singers dick an Boden/den laß trucken werden/ und Mols, cslcillir ihn/ so wird er wie Saffran / der Schwef.'l deß Kupffers wird auch also gemacht/ ohne daß es nichtcsZ- cwiic wird« sehr heimlich gehalten. Nimb Aaly von Weinstein em theil/ Schwefelzwey theil/thue es in ein Lucm 01c ein halbe stund / bkß es sich soi virsQ wil/ Nimb nachWals das rothe/soMe ein roch Pulver ist / ihue es wem Schüssel/ laß'Sserksilkw / zer- stosse solches nachmals/und gcuH ^>^!i >rum vjm H.stnge! hoch daruber/ fo wird sich die röhte alsobald ohneFewer/ 'und ohn allen Ansatz herausserziehen/ setze solchesnach- mals in ein Stuben / daß es'sich setze/ Mtd-ziehe solches ab durch d:e neygung deß Geschirs / behalt es in eineck Glaß zum gebrauch. Dieses ist die furtrefflichste ciQ der dreyen ersten Elementen in den Schwefel. Mmb deß besten 5pinru; vin> 4 Mnö/-zÄaWn so!« chem deß gegossenen SaltzeS so viel dlr'ckögkch. Diesen Ss-irirum gieß nachmals über ein Pfund Sehkvefelblu-- 'men in ein eucgi b-r, aufwelchL ein blinöer Helm gesetzt sey. Laß es ach'tTag m bMeo ^lzri-e cji ^elireo: Nachmals chueben MndenHelm därvon/und setze ein andem HelMmrt emem schnabel dazauff/und fang an zu cküilli- ren:Wann aber die heffte herübe! gezogen ist/so geuß solches wieder auffin dieLucurKic.und solches widerholezü vierdtenmal/ daß also der gantze Hpin cu5 herüber gezoge sey/was nun zum letzte übrig bleibt ausdemBoden/rhue in ein gläserne kccorr und treib solche in den Sand/ ss wird em weisser Ixz uor herausser komen wie Milch / welchen !wuoreoz,so er am GeschWack ntt lieblich »stM ab- süssm 2.'? 'tz d tik L? Och .w^! 'ÄhüÄ Ä!i M-v .ch? ^rnirech «/ff ^,° W WS 5i» >5 Weisse Echweftl- bl»men. Schwefel- saltz. Schwefel-' saltzes Rafft. DeßSal- tzes Unterschiede Vom Aistillkrm. süssen kanst mit spinru vioi, seinKrafft ist sehr furrreff- llch in den Lungensüchtigen und Brustschwachheiren. LVeW Schrrefelblumen. Nimb purificirrenSalpeter/so viel du wnc/LH ihn in einem Dlegel im Circulirftwer zuschmeltzen / ncchmals thue nacheinander pulverisirten Schwefel hmern/ und dieses so lang/ biß der Salpeter aller hart worden m dem Fewer.Treibe nachmaln das Fewer / und thue ein Decke auffden Tiegel 2. Stund / unnd laß dann al^0 stehen blß alles erkaltet/ so wlrstu den Salpeter sixhaben. Nlmb dieses mit dem Schwefelprs-partt ten Salpeters!, theil/ unddeßreinestenuNnd saubersten Schwefels 2.. theil/ vermische es unterenlander/uud sublinur es in den Sand mlt zimlichem gelinden Fewek/ so werden dleweisse Blumen auffsteigen / welche du zum gebrauch auffheben kanst. Schwefeljaly» Nimbgestossenen Schwefel l. Pfund. Lebendigen Kalck Pfund Mische solches unttreinander/und thuesolcheswein gläserne Lucurlzic mit dem Helm in warmen Sand zu 8. Tag lang/ das Fewer aber soll gellud seyn/ so wird der lebendige Kale? den Schwefel tr^iren: was abervon dem Schnnfel/in dem subUnuiu mdemHelm übersich gestiegen/ dasselbigethueherauß/ wiederzu der andern ^2rcri in den Kolben / und «ii^ei u es noch andere 8. Tag/ nachmals treib ihn 2. Tag / und Zwo Nachten nacheinander das Fewer/ so wird der lebendige Kalck den meisten Schwefel fix machen. Endlich/nimb alle die Materien so auffdem Böden gelegen aus der Lucuibir, stosse es zu einem subtilen Pulver /zerreib es/ und wann es also zerrieben/thue es wieder in ein Glaß/und gieß distillirten Essig darüber/ laß es in gelinder Warmbde äi- ^cnrco, biß es sich solvirt/ die Zolurivll gieß gemächlich ab / und giessenewen distillirten Essig darüber/ laß es 6i»en! lZ.und gieß den Essig wieder ab / und geuß wieder andern darauff/ und widerhole solches so lang / biß sich der Essig all zusammen/und KIcririhn durch ein Papier/ und ziehe nachmals den distillirten Essig per L-iIoeum ab / und auffdem Bodenwird das wahre Schwefelsaltz bleiben liegen/ welches em sonderbahres geheimesstück- und al- tenSchäden/so da nicht heilen wollen/so man solchSaltz unter die andere Artzneyenvermischet. Das LI-. Capitel. Von dem Saly/desien Zubereitung und Tugenden. Von dem gemeinen Gpießsaly. F>As gemeine Spteßsaltz / wird aus dem Saltzwasser ^ gesotten : Wird auch gediegen aus den Bergen gereicht / und ungesotten und Steinsaltz genennet. Das Beysaltz ist nicht anders/ , als das grobe schwartze See- saltz Das Scheibensaltz/ soll man zu Hall im Inthal ein Meil unter Inßbruck bekommen / und soll dieses das be« steseyn/ einen 8'^iricum oder Oel darauß zu Mächen. 49 pu8,weil chm der Zpiiirus vir2 .?!L benommen ist Es wird aber diesem Saltz durchem sonderlichen clum semwolnechender!>f»ricus außgetrieben/ dessen Volis oder Gewicht ist nur z. oder 4. gran. Solcher l^uicus mit Wem/ oder anderen bequemen Krafftdeß Wassern eingenommen und stetig gebraucht/rctol. iret SaltzeS den Blasenstem/und treibt ihn zu gründ auß/ sonderlich re° Mit PetersiKenwasser oder mit georandtem Wasser von s^virr den den schwartzen Epbewbeeren eingenommen- Stein. Vertreibtauch daß sichln den'Adern zu emer LosZu- Zutheilt Izcion geben wil/ wegen groß unnatürlicher anhaltender hgs geblük Hitz/ darauß Lahme und entstehen kamdann ein jede > 11 re n^cci iz zeucht an sich die «. O^ulirten Matenenftmes gleichen: Darumbkanein Stcmden andern < oder ein Saltz das ander) zerbrechen. Es befördertaucb den Urm / und behütet den Leib vor Befördert aller feuchte/macht gut Geblüt / gute Dawungundei- den Harn nen Appetit zur Speise. macht gut Wann sich einer gebraudt hat / es sey mit Büchsen- Geblüt und pulver/hecssen Beeb/öyl/ Wasjer oder Metall/ der netze gute Daw- einTüchleinin Saltzwasser/ schlage solches über/ unr.d ung apperir behebe sich darneben beh der Warmbde/ das zeucht den »ur Speiß. Brand und Hitzeauß/heilet und siiliet ihn- Leschet-allm Saltz Mit Hontg/ Sawerteeg und Buttervermischt/ Brand, zu einer Salben gemacht/ unnd auffdieauffaebrochene Salbezur Pestilentzbeulen gelegt/heilet solche:Wann sie aber noch Pest von mt eröffnet seyn/so schlag Saltzwasser mtteimm Tüch- Saltz ge- lein darüber/sozeuchts alleH;tz auß/und sonderlich das macht, Saltz rclvlviret in Wasser das von Fröschleich distillirt wird. ^ . Es leget das Saltzwasser auch die Wehetagen deß ^^6 Saltz- Haupts/ wie ich solches zuni öftrere prob ;rt und gut be- wasser legt funden. ^ denschmer- ^ Eusserlichdensszirirum lsli 5 mit einer Feder auf alte/ tzendeß böse/faule und stinckendeSchäden gestrichen/ etzetdaS Haupts, bösehinweg/ und machetemen guten gesunden'ftischen Der^piri- gründ und bestandigzu aller Heylung/ so ferndle inn- wendigeMittel darnebenzurHeylung gebrauch: werden, gut in bösen Mn Barvern ^unjc vom Saltz- Schä^ Allhier muß ich emBawrrnkunst setzen die Würmlein von den Früchten zu bertreiben. Nehme Saltz/solvire solches in Brunnenwasser/0- . dernimb dasSaltzwasserauseineMSaltzbrunnen/wel- ches du wilt/und wann viel fliegende lebvndige Würm- ^^orucht lein diegarschwartz seyn/ inder Frucht Und Kvrnauff ^uvertrei- dem Boden wachsen/ so bespreng datmitwe Frucht zu ' etlich malen/ und begieß die Wände auch damit/ so fite» fet auch keiner mehr darin. ^Vl'eder 5pirlmzt2ii5 auß dem gemeine»! Saltz gantz leichtlich /schön und wolriechend außgetrieben wird. , EsAnitgemein/ sonderneinKunstswieauchdro- ben Meldung geschehen) wie dieser L»>iriru!> lulis recht N5 wieder möge bereitet werden / darumb wiltu ihn recht bereiten/ zubereite»?, so niMb gemein Saltz ein theil/ und 4. theil der gelben ErdendiezuAugspurggegraben wird/ unnd dieRoth- Zsliri.rum Mltsich als dieandeze laljz -ünd einen lieblichen Balsam/ welcher ein sULiterv^riv ist deß menschlichen Leibs/vor aller Faule und Corrumpirung. Es hat ein sixen 5j)inrum bey sich / darumbbedarssman Kunst und Geschicklichkeit denselben zu überkommen/ mehr als in den andern l'z!jk u5; Es ist hitzig / unnd truckner auß die übrige Feuchtigkeit deß Leibs : Hilfst außtreiben/ dä sich zuviel phlegmatisch erzeigen wil / unnd beweist sich dls ein rechter cjetenlor, unnd Schutzher! wider seine Feinde. Es reitzet an von Natur durch täglichen Gebrauch / zur fleischlichen Begierden. So es distillnt wird/ so gehet seine Mercurialisch Substantz am ersten/ dem folget nach ein wohlriechender lieblicherBal- sam / der nicht geringste Schlüssel ist die Metallen zu erbrechen und auffzüschliessen / also daß die höchste mineralische me6icsmclltZ darauß können gemacht werden / und sonderlich mit lpiriru vin,, der ihmeseine Scharpffe entzeucht/und in einesusse bringt/abe: die rerrs und was jrdisch ist/ das bleibt dahinden in der Distillation / unnd wann der Balsam darvon abgetrieben worden / so ist solche rerr» nichte mehr nutz/ sondern ist em todtes cot» zusammen: thue es in eine beschlagene Glaß-ki.clOrrarn lutire einen grossen Recipienten darvor / und fahe an zn distilliren wie der Brauch ist / nach dem Grad deß Few- trs/sowirdderZpinrus Klis herübersteigen/ derwird sich inder Vortage anschlagen/und sich in ein schönes öhl resolviren. iLm andere weiß den Zxmtum 5a!is ^zubereiten. NimbdeßCracovischennatnrlichenSaltzes/oderdeß Einander Mrückneten ünnd calcimrken Meersaltzes4. td.machs ?roccls tj?i» mit Regenwasser/ mit td. ftischem Hafnerlet/so durch rirum Klis ein Sieb gereittert/ zu einem Teig l oder welches besser zu pr^xAri-. an statt deß Letts/ nimb die ^zrriccm oder eusserste ren. Rinden der ceriX Zixillaca?, mitwelcherdie rclia8 rz als ein Kern umbgeben: Dann also bekompstueinen !krässtigen l.iczuorem zum Gebrauch derArtzney) last runde oder langlechte Knöpflein darauß formiren / die- ftlbigehinder einem Ofendün unnd trucken werden/ nachmals ein jndene «.eronä wol verlutirt/ uff die helf- te damit außfüllen / einen gnug grossen Recipienten vorsetzen/ und das Fewer/ biß die xKIcZms garherauß kom- wen/in gleichem grad erhalten/nachmals dem Fewer zn- E fchü- 50 Gebrauch und Gewicht. schüren/und mit dem distillirten so lang anhalten blß alle welsse 5piriru5 oder geister gefolgt. Von dessen Gebrauch und Gewicht- Dieses 5s>»nru5 oder geistes z.. oderz. Tropffen in dem Wasservon Cardobenedicten oder S. Johanniskraut eingenommen/helffen dem verschlossenen Harn alfobald fort. Das Erste Buch. Tropffen so lang genossen/ biß die Gesundheit erfolgt; welches dann gemeiniglich in 4. Wochen geschihet. 17. In dem Darmgicht / Rotenruhr/ Gichtbruch/ Schlag/ Podagra und dergleichen / braucht mans mit den darzubequemen Wassern. 18. Endlichen/ so heilet es auch alle innerliche Geschwür. 5Vas bey diesem Sxirimz oderSalyohl Von seinem Gewicht und Gebrauch m acht zu nehmen. Zu verwundern ist es/ was für eine ^»ri pzckiam und tviderwemge Natur dieser Zpinrus mit dem gemeinen Saltz hat. Erstlich von wegen deß Dursts: Als welchen das ge- meme Saltz vermehret / der,8piriru s aber im gegentheil vertreibt: wie solches die Erfahrung in der Wassersucht bezeuget. Zum 2. in der purretaQioo oder faule: dann das gemeine Saltz verwahret alle Sachen für der fäule/ und hatdieArt/ daßesbeist: dieser Zpirirus aberverzehret und durchnaget in einem eintzigen Tag / jedoch ohne Schmertzen/ alles das jenige / was in den Wunden und andern dergleichen Gebrechen fäule zugegen. Zum z. in dem Geschmack: dann das gemeine Saltz iftscharpffundbeissend: der 5 pirirus aber hat ein bitter sassen Geschmack/ und einenGeruch wie Safft von auß- geprestenHoltzäpffeln. Sein gebrauch ist 4. 6.oder 7. Tropffen meinem Löffel Gewicht, voll Malvasier / Almmetwasser / oder was sonsten zu einer jeden Kranckheit gehöret.. Ausserhalb wird es mit dem darzugehöngen Was- Eusserlicher ser zum Popagra gebraucht/ und die Orrh deß Schmer- Gebrauch, tzens damit bestnchen- Durchdringt alle Blutadern/ Fleisch und Bem/ und befördert die Heilung aller Geschwür. z. Wo etwann ein Lonrr-z^uroder Lähmevorhan« den/ oder ein Glied ausser seiner stell gewichen / oder ein Apostem vorhanden/ da vermischt man es umer die dazu gehörige Sachen. 4. Alle böse unheilsame stinckende Geschwür/ alle Fisteln / Krebs / Wolff/ und dergleichen werden in kurtzer Zeit dadurch geheiler/ dieselbige offr und viel damit ge- fthmiert. Das Cl-l. Capitel . . Vsndem5pirirudej5 ^alniters. Bonden prassten und Vermögen deß /LBenauch auffdiesewelß/ unnd Mit gleichmässigem deß Oels nach der Memuna^aracclli. wird auch der 8s?irirus deß Saluttere distil-Salniters. lirc/ welcher durch emen rohten Dampff oder Rauch Oels nach der Meinung Krafft und Erstlich hat pzraccls. sich dessen z. Tropffen schwer Tugend deß m allen Kranckheiten/1 mal im Monat gebraucht: mit Saltzes. vermelden / daß es den Menschen ernewere/ und sonderlich wann man etliche Blätlein Gold damit vermischet: Sintemal das Saltz alles erhelt. Sonsten hat er auch den8s >irirum lslis mitdemVltriolölvermischetund Mit glücklichem Außgang zu vielenKranckheiren innerlich zu gebrauchen verordnet/und sonderlich in derWassersucht mit dem Wasser von Cardobenedicten. Zum andern hilfft es den Aussatzigen und andern / so wol Weibs und Mannspersonen/ in Wein eingenommen/ihrer Gebrechen ab / und reiniget das Geblüt. z. Zum dritten in der Wassersucht wird es Mit Wer- mutsaltz/ oder dessen etlicheTropffen mttWermutwasser vermischt/ und so lang die Schwachheit wehret/alleTag gebrauchet / es vertreibt dieselbige in wenig Tagen. 4. Zur Stärckung deß Haupts / nimbt man es in den Wassern von Lavendel/ Majoran oder Salbey. 5. Zu dem Hertzen / in deß erfühlenden Hertzwassern/ von blawen Violen/Rosen/Borragen und Melissen. 6. Zum Magen/mit Beymont oder Balsamwasser/ auffwelche weiß es den verlohrnen Lust zum effenWieder bringt. 7. Zur Leber/mit den Wassern von Wegwart / Lattich und Cardobenedicten, 8. Zum Miltzen / mit denen Wassern von Endivien / Burtzelkraut. y. In der Pestilentz/ mit denen darzu gehörigenHertz- wasiern. In welcher man auch die Ort deß schadens da- Mltbestreicht/ es treibt das zwar zurück/ zeucht aber daöGifft durch em anderOrth ohn allen schaden herauß. Dessen 4. Tropffen nur i. LorhWachhslder- latwergen genommen/ unnd deß Schweisses darauffer- warret/wird es m der Pestilentz und allemGifftvon dem l'kcopkrzlto insonderheit gerühmet/ dieweil esdas Hertz stärcket/ und das Geblüt gewaltig reiniget. 1 o. In Essig eingenommen / stillet es den Englischen Schweiß. 11. Reiniget die Blase und Nieren/ und zerbricht den Lttem mrt dem Bad gebraucht. 12. Dessen etlicheTropffen mBeyfußwassu genossen/ tödren die Wurme. iz, Die gebrochene befiehlt 1° KeopKrzstus mit diesem öhle zu schmieren s und em Bad darnebenzu gebrauchen: Es heilet dieselbige in kurtzer Zeit: wann man dessen auch etliche Tropffen innerlich geneust. 14. Dessen ein Tröpflein oder 5. in einem starcken Wem genommen / stnd wider das Gnmmen em gewaltig Mittel- 15 Vier Tropffen in einem virs genommen/ vertreiben die langwirige Fieber. Z6. Wie gleichfals auch die Gelbsucht / drey oder vier jikN üs'.'IZ.'.'" MWZibc heraus? gehet. Bey welchem allein dieses in acht zu nehmen/daß man zu emem Theil deß gereinigten Salpeters z Theil Haf- nerlett pflegt hinzuzuthun / langlechte Kügelichen dar- außzuformiren/ und dieselbige / nach dem sie trucken worden/zu gebrauchen. Von deß Salniters Gebrauch und Gewicht. In dem Grimmen s darüber stch dann niemand zu Gebrauch verwundern / sintemal in dergleichen Kranckheiten etli- Salnt- che auch den rohten Salniter pflegen zu gebrauchen /da der lpincus fzlis der kleinen Welt böse Eygenschafftund Hitze durch dieses rechten Gebrauch / wird zurück gehalten und verbessert.) In dem gefahrlichen Seitenstechen und Brennen wird er mir gleich so viel gebrandten Wein vermischt/ und solcher nixcur i.Scrupeloder Quintlein in emem Truncklawlecht Wasser genommen. Zu der colics oder Grimmen/ mußmanden Nabelvon aussen mit außgepresten Muscatnußöhl undemwemg Zibet schmieren. Es nimbt mcht allem dieunleydlkche Schmertzen alsobald hinweg: Sondern vertheilt unnd zertrennt auch die böse / rohe salnirische Feuchtigkeit deß Leibs/ welche wann sie von den spanaderechten Gliedern und Geleychen mt werden abgehalten / zu denen sie etwann wegen der so solche Feuchtigkeiten Mit diesen Gliedern haben hmzufliessen/ machen sie dieselbige gantz lahm. Am Ende der Chur treibt der gebrauchte Alantwurtzel das zerlassene Saltz gewaltig auß. Salniters Blumen rviediezumachen. Nimdpr^parirrSalnitereMtheil/ saubern reinen Sand anderthalb theil/ setzesie in Sand und laß siesub- limiren in einem gläsernen Kolben/mit gelindemFewer/ du must sie aber bald hinweg nehmen/sonst schmeltzen sie. Das Ll.il. Capitel. Von dem Vitriolgeist / oder 5piriru vi« cr>o>> wie derselbe zu <^Aß den Ungenschenoder Cyprischen oder Römischen Zpirirus Vr- ^Vitriol iisteiner wie der ander/wiewol ttutcrus den rrioli wie de.' ^ - Schlesischen in den ^men auffdem Zigmantelallzeit zu machen» für besse: gehalte/als welches aus dernmcrz deßGoldS/ Silbers/ Eisens und Kupffers wird gemacht j in einem distillirten Wasser oder Mayenthaw 5o!vnn, alßdann durchsechenoderpcrcolircll. und folgendeeinengantzen Monat in der heissen Aschen / Sand oderMist in emem mtzum allerbeste verlutirtenalem^ico.diewellnit leicht lich etwas herauß dämpffc ci>»erircn:dann in solcherZeit stöst es die ÄefeU von sich auß:Derowegen laß eSwieder- umb Oliüt: - 5..' VomDiMittN. 5' biß es keine Hefen mehr von sich er auffglüende Kohlen geworffenwird.Diesen Schwefel sublmur vor sich/so lesset er tleccs zurück / die scheide hin- Vtttiolöl Ein andere Vor die schwere Noch. umd so lang cjl^erireQ gibt / nachmals durchseihen / was klar und lauter ist an emem gelinden Fewer deß Laloei odermeinemSanddl- stlllirn/sokomptdie in 2.oderz. Stunden dar- Non/dieselb:gehebe Mssig darvon ab / b:ß die Zx>irirus -erfolgen (welche wann sieanfangen über sich zusteigen/ daß man durch das kosten oder versuä>envernemeukan/ sintemal ein säwere gespürt wird / bencben wachen man siedannwiedem ^uzvioXauffstelgenschet) alsdann setz einen andern k ecipicnren vor/ und fange die Zpin. i.'z besonder au ff. Dieser 5 pinrus V-rrioü bewmpt einen liMchen Geschmack und anmüttgere sawere/iv welchen Nit die geringste schädlichescharpffeunnd zultcru^r. sondern ein tpi nruslische säwere gespürt wird. Ist ein nütz- Kchundzuden Euren nohrwendige Artzna). Werinder cäistiüsnorl weiter fortfähret/ und dem Fewer euvasbes- ferzuschmet/derbetompteinköstlichöhl welches erzu seinem Nutz verwahren kan. Dieses reäläcirtenöhls I. theilMit^. oder 6. theilen ^eß sicoKolisirtenZpiricuzetlicheMonat in dem dampfsichten kzlneo cji^erirrANd nachmals 6itti!Iirr, gibt das 'sleum Vlrric>li,welches auffdem Wasser schwimmet/eines lieblichen Geruchs unndanmühtigen Geschnmcks / das heb durch das ? nrolwm davon ab /sinmnal-sszur Artzeney sehr viel vermag^ Ein andere VeMreibung deß Z^i- ncus Vicrioli. Nimb deß rohten Vitriols/Wie kurtz zuvor gemeldet / 'gereinigt td. laß bey dem allerstarcksten Fewer /damit der^unuszusambtdemöhl herauß ksmpt/ Thue zu dem/ dasheraußkomnren theil In rRe- genwasser/ und laß in dem LallloonarlT miteinander ciiiiillirea. so steigt der aller subtilste 8piriruimttdem Regenwasser in die höhe/ und lesset das allersawerste öhl auffdem Bodenligen. Dieser mitdemMegen- wasservermischet/ dringt gewaltig durch / und hat demnach in den Ungarischen und andern hitzigen Fiebernein groß Vermögen. tLm Aryney wider die schwere Noth oder hinfallende Seuche. Mach den gelben calcllli..ten ViMol mit einem ge-- brandten Wein zu einem Teig. Nimb diß maü-oder Teigs anderthalb W. geschabt MenfchenHirnschaln/sojulltkcircworden. Elchen MispÄ. ElendSklawe. Pv-omentörnerjedes Loth. Laß alles zerschneiden u -.d stossen / miteinander ver- mischt inder Kerorcs Mit seiner gewissen Vermehrung deß Fewers clittülireu , und>endlichdem Fewer gewaltig zuschuren. Nimbdlese6heraußtropsfendenI>>czuo^zeinPfund/ reÄtticir!solchenm Lzlaco lVlzi'iT überBibergall. Lpecierumäisnxölelljäulcis jedesa..^oth. 6. Quintlein. weg : Unter diesen Schwefel reibehalb so schwer gemein Scktzvon Weinstein/ unddistilliresdurchdieGlaßre- tortm/ soschlegt sich etndraun'.Pulver zu Grund / und das Weinsteinftiltz bleibet in demschnabel odervorlag. Diß Pulver süssewolauß / dann darinnen ist der Schatz/gieß einen guten^iricum viui dcuauf/laß ihn in Warme8. Tag circulun.svz'chetsich die herzlichesünff" te Ltlcutz deß Schwefels/deß Vitriols inden Zpnirurrv vini >und gibt sich oben auffin gestalt eines öh ls/ wfe ein Zimmetöhl. Diese Lllcotz scheide abvon dem 5 p in? u vi- N>,durcheinlepgr2rol!um, deß Saltz aus dem hmder- slendigenVitriol gezogen/ annddiesem ZxirirW zugeschlagen/thut viel. Gebrauch der süAm VicriolesjeAV« - Dessengranmit Melljienwajser eingelwmmen/ Krasstunb trückner alle Fmcl>ttgkeit deßGeblnlS/machtMcmn und WtrckunH. Weib eine Anreitzung/reiniget die Mutter/ wehret ihrem auWeigen/ ANdwircket recht gesunden Samen ziw Kinderzucht / soviel Mit Petersiliensamcn auffi^.. Tag ilang gebraucht / verzehrt alle phlegmatischeFeuchtig^eie deßgantzenderbes/ -nimbtdie WassersuchtPSingrund hinweg/treibet das todte Geblüt auß / eröffnet die Apo- stem/ und thut sonsten viel Wunder. DerNSHrhaWlZL Zpirixus Virrioli Vcv°erix sodadie schwere J^oth/ allerlei) Fieber/ Mutter- auffsteigen curiret. tlNtUirrRegenwasser darüber/ laß sich ln oAmn Glaß ilol V ire IZ oder z ergehen / laß es m özIncozrtX em f^de thun / so schlagen sich die fzec<. s alle herauß/wke aclbeEr- -de/geuß das lauter / und ziehe es über die hslfft per özl- osum ^ri^ab/ laß es stehen Tag und Nachr/so scheust das Kupffervitrio ! an w-.e ein Savhier wann diß nun gnugfampurSwet istj/ sochue es ohneCalcin-ruliam em wohl beschlagene Retorten / unnd treibe es in offenem Fewür / wiesonsten-eimnYemeinen Zpuirurn Vibnvli Tag und Nacht / aißdann laß es erkalten/und reNii^cj^ re iyn per ^lcmbicum z.. oder z. mal/ wann solches geschehen ist/so ciroulkr ihn altff ein-Monat-lang / so ist e6 gar recht und lieblich wie ^m i?ra. ire. Tetvicht und Gebrauch. «üßVi- ttiolEssentz, Po-omensaltz. Des ^l^uoils von Esrailen. Von Perlen jedes i. Quint. Oel von Anis. Augstein jedes z.. Scrupel. Vermischees untereinander / laß alles ein Msnat m dem kalveo ^lAerrren. Von seinem Gebrauch und Gewiche» In dem Poconienwasser wird dieses l-i cj uoris ein halber oder gantzerLöffelvoll/ 9. Tag nacheinander / nüchtern gebraucht/ umb jedesmslz. Stund daraussgesast» Vom süjsen Vitriol. Diefüssedes Vitriols/ dardurch groß wundervmich- :wvl rn einem distillirten Wasser / biß er gar rein von sei- men so unter nem Schwefel ist. Alßdann solvire es durch ein Papier sichPurgi- umbscblag es mirWelnsteinoh!nieder / das eäulconre ren, -und rmckne es / so falkt es schön grün nider. Diß sind di-e grüne Vitriolblumen so unter sich purgiren. Der VltnolblumenGewichL«. Ihr Gewicht ist von 5. gran biß auff i o, Gewicht. Virriolllm Ninib g^feylt Stahl so viel du wüt/ dieHMMÄnm Vitriol voa Topff/ und gieß darüber ein schlecht kalt WHser / daß Stahl, idas Wasser einer Hand breit über die MStem gehe/dar- «aufthuefoHielZprricusVjrrio!, daßeöesvechrfaWelllecht werde/darnach lasse es in der wärme 8. oder^>. Tag lang stehen/ biß es die Feyelen angreifft/ wann das geschehen ist/ geustmandasWasiervon demStahlab/ Und co- cjuirrsolchesbißauffdiehelffte/odereherdicker / dann laß es wieder inder Warmestehen / so setzet sich das Vitriol unten an'Boden/davon geust man das Wasserhin- weg/und coc^uirres wiede! also/das mustu so langthun/ biß kein Wasser mehr da ist. L» Wann du diesen Virnolum calcinirest so hast« Lrocum Harris. 5^!rirll8 V irrioli äulcl'z, oder jü^er Virriol 8p!riru5. f - Nimb Stahlfeyelnso viel duwilt/geuß 5?inrum Vi- ° crioü darüber/ und distillires durch ein ^Ieml>icumso° offt/allezeitmitnewen Gtahlfeyeln/ biß der Zpiricus ' gantz süß wird/ oder circulir den z^irirnm Virri^li in einem Pelican biß er süß wird. Spinws VicrivÜ Zmarazäinuz. - ... Nimb deß blawenVimols unnd Kieselstein / jedes wird es sich zrisammen entzünden /' und eine Scheidung gleichviel treib es per äctceosum. so wird einblawer l.i- geben / dann der Schwefel des Vitriols fallet zu boden/ esol- 'Philosoph»- ^ in der Bereitung der Butter derSpießglaßblumen/ dessen Beschreibung der Lrc>Il>u«hatandemizo.Blat. ms Vitriol. Dieses Wasser thue in ein Glaßkolben/ unnd ziehe es durch eingelinde Lv^vrirungoder Abrauchung von dem 5>KIeAMÄrc ab / das überbliebenefawere treib durch «in kerorram über/ so hastu einen schönen Philosophischen 8pirirumVrrric>li. Dessen vonz. biß in 8. Tröpflein mit einem trüncklein Weins/oder sonsten dienlichen Gewässer geben / ist gut zu den Fiebern/vertreibt die Frantzosen / lindert der Oh- Das Erste Buch.' wehnten Gewicht / und nachmals eine laugen bereiten / mit deren das Dritte e vaporirr.- und dieses so offt wider- holen/ biß der Kalck gar in die Lauge gangen. Wann solches geschehen/ so laß es in einem jrdenen Görlitzer o- der Wallenburger Gefäß / oder in einer grossen Cucur- birsmitgrosserVorsichtigkeit/damitermtzerspring/c- vsporireu.biß es ein Kruste oder Haut bekome/alßdann setze es an einen kaltenOrk/so setzt sich das virriolum deß Kupffers eines süßlechten Geschmacks ausden Boden / geuß Las Wasser davon ab/und laß diegestandenenCry- stallen vertrücknen: das überbliebene Wasser laß wieder- umb ein wenig einsieden / an einem kalten Ort zu Stei- renschmertzen/öffnet denverstopsften Miltz / unnd das nen verhärten/und solches so offt widerholen/biß es al kleine Geäder deß Gröses oder Gereusches an den Därmen/starcket denMagen/ prslervirrvorder Pest mit Eardobenedictenwasser eingenommen. Oleum V irrioli äulce.yher sttsstS triolöhl. Süsses Vi- NimbdeßbestenVitnolssovietduwtlt/sdWirlhnjn triolöhl. gemeinemWasser/und kIrrir eS durch ein Papier: Loa- xulir ihn wiederumb/und reperir diß so offt/biß dasPa- pier/dardurch du Klrnrest / nicht mehr gelb werde: Diesen also gereinigten Vitriol mmb und geuß darüber guten 8s>irimrn vini.circuür ihn damit etliche Tag/und dp sttlltr es darnach durch eine Retorten / so wird ein gar Tugend und süsses öhl hervor gehen/.welches trefiiche Tugenden hat / dieGlieder deßMenschenzu stärcken auch viel Kranck- heiten zu vertreiben. Gewicht. Dessen gibe von 4. biß in 8. Tropffenein/ineinemzu der Schwachheit bequemen Wasser. Oleum ttvmzckslc Vcacns Sc X5arriz Lrollii. Vitriol Vcneris sc aus der Vcacrc und ^srrc zu bereiten. Die gantze Kunst beruhet m dem / daß das Metall durch den Schwefel recht und wo! werde calcinirr. Nimb deß in Blech geschlagenen Eissens oder Vene- ^ dann es ist ein Weg mit allen beyden^ wie viel da tlS wilt / laß ein stück eines halben Thalers breit zerschneiden/mit pulverisirten Schwefel eins umb das ander / s- der Ai srum lujier liiarum meinenTiegellegeN/detsselbe wol verkleibt/ zu dem!»ne R.okX setzen/ jedoch alss/ daß das Fewer den Tiegel erstlich nit berühr / sondern mach dasselbige je länger je näher hinzu / mmd allgemach!ich grösser /biß der Schwefel werde entzünd / so werden die Blech in einer eintzigen Stund cslcmkr. Wann nun alles kalt worden / ss nimb die dunckel Aschenfarbe Materien / Mch einem gebrauten Ertz vergleichet / laß die- ftlbigepulverisirn/und durch das Sieb lausten/ setze sie meinen offenen unverglasurtenHafen nach der quer (wie bey det prsszararioa deß Vitli^otimoQilgeschicht) Über ein Kohlsewer/damit sie nit verschmeltze/ un der Vitriol verschwind/ so wird der Schwefel entzünd oder e vspsn- ret. Alßdann beweg es mit einem eissernen oderküpffer- nenInstrumet wie man bey dem Vitriol zu thun pflegt / von einer seiten zu der andern/ und wann es an dem Eis- fen wilanhangen/ so ists gnug und Zeit daß mans vom Fewer hinweg nehme. Diesen pulvensirren c^iceM Vc- Qeris, lege alßdann auffdie Wage/und thue zu einem jeden Pfund derjenigen z. iothSchwefel/ Mischwolun- tereinander/ rührs in einen Hafen bey einem gelinden Fewer i. viertelStund wol untereinander /biß der Hafen endlich gar glüend werde: Das Kupffer wird so wie ein Teig und henget sich an Eisen an. Wann er kalt worden / geflossen und durchgere'.rert /so thue wiederum!) zu einem jeden w. ;°lothSchwefel/laß wie zuvor ein viertel Stund c^icmirca.und alleSs.ö.oder 7 .mal widerholen/ so ist die L»!cmarik)l)vollend.Eß ist aber (welches wo! zu mercken) der Kalck wol zu trucknen/ und zu einemjeden Pf. weder mehr noch weniger als z. Loth Schwefel zu nehmen Zu dem auff daß allerreinest pulverisirren Kalck deß Metalls gieß in einer hültzernen Schüssel/ siedheiß Wasser hinzu / daß sich der Kalck iolvi, r .und das Wasser von der lauere ein himmelblaw Färb bekomme/dasjenige lasse abseihen/ e vzpyr, > n. über demFewer Mittel- massig einsieden / biß es ein kruste oder rufen bekomme/ und das übrige in dem kalten gestehet / so bekomst du aus dem Kupffer den allerschönsten hnnmelblawen Vitriol / und aus dem Eisen einen grünen. Die auff dem boden li- gende Hefen laß vertrücknen/die noch nit solvirte / wie zuvor wiederumb mit demSchwefel cslcioizen/mtt ober- les in Vitriol verwandelt worden. Vnd damit sich der Vitriol desto besser anhenge/ kan man Steckelein oder Gertetthinein legen. Den auffdem Bodenligendm Schwefel aber sok du absonderlich zu deinem Gebrauch verwahren. Auß diesenbeydenVitriolen deß EissenSunndKupf- fets/kanmaneiNeN8pirirumund öhl aufsAlchymistische weise bereiten / welche weit besser und krafftiger /als der aus dcM gemeinenVttriol /und alö das auff die gemeine weise bereitet. Vnd auffsolche weise / bekomst du den aus der Kunst gesuchtenSawerbrunnen.Das ^cerumLlurcnum oder Essig ist in diesem lulpkure virriolaro ohne corlviiv, oö etzende schärpffemvollkommen ^rcsnum oder GeheiM- nuß/die blöde Magen zu stärcken. Davon lese bey dem l'I^opkrzNv in dem Buch von langem Leben / unnd m dem Buch vom Weinstein/ unfern vom Ende. Vysz dieses Vitriols tTlwtzbgrkeie und Gebrauch. ? zracclsus nennet es den 4. Theil der Apotecken / und 7 befihlet es einem jeden Apotecket dermassen / daß es gleichsam ein Eckstein der Apotecken sey. 1. Erstlich/braucht man dessen 6. oder 8.Tropffen in Wein oder Maußmtmtz/oder Balsamwasser/oder welches besser/ in emer warmen Fleischbrühe zu den kalten blöden Mägen / die Dawung zu befördern. ^.Wider den stein aberin dem Wasser vö Hawhechel. z.Wider das aufsteigen der Mutter m Beyfußwasscr. 4 >.In dsnMagenfiebern grosserhitz und durst n. oder »5.Tropffm in Wein / oder den distillirten Wassern vott Tausentgüldenkraut/ Roftn oder Rosmarinblumen. 5. In allen Schwachheiten deß Haupts in Mayblu- Menwasser / oder dem Wasser von Lavendel. 6. In der Gelbsucht 1. tropffen 15 oder 20. in schwal- benkrautwasser zu Beförderung des Schweisses. 7. In der Pestjlentz mit ZuckerCandiunnd Wachhol« derlatwergen/ausswelche weiß es dann auch vor der Pe- siilentz bewahrt. 8. Welche mit dem Quecksilber geschmiert worden/ und sich dannenhero übel befinden/ die kommen durch diesesVttriolöl mitThyriacvermischt/ durch das schwitzen wiederumb zu recht. y. Ausserhalb wird der Erbkrmd mit diesem öhl allein oder mit Schwalbenkrautwasser vermischt /1 Tag nachs einander geschmiert und geheüet. 1 o. Es vertreibt auch alle Flechten/ Raudigkeit / Iü« cken und was derHaut mehr anhangt/zusampt denReit- liesen: In welchen Fallen man den Menschen ohn alle Erbarmung schmieren / und zum äcisnü v dasOpoäel» äoc ^pfiastergebrauchenmuß. l Nach vorhergangenerPurgation oder Reinigung deß Leibs/kan man es MitThyriac oder den darzu bequemen Wassern fast zu allen Kranckheiten gebrauchen: sintemal es mit seiner sawere aller Faule widerstehet/ mit Subliliret aber dieVerstopffung eröffnet. Von seittem gewicht und gebrauch. Diese weise un maß solches zu gebrauchen/ ist/ wan die damit vermischte Artzney einen saweren Geschmack be- Gewicht- kompt. Wird in Sawerampffer oder einem andern zu einer jeden Kranckheic bequemen Wasser aufso viel tropffen genommen/ daß es die Zähnnicht eyteloder stumpff macht/ und jedoch eine anmütige sawre bekompt. Allein und für sicb selbsten soll mans mt einnemen/ sondern a^ lezeit Mit einer beförderung und einem geringen gewicht. Wann dieses einverleumbdtt derekxmizi um verstand^ hatte einen ftommen und unschuldigen Mann mit des- selbigen unzeitigen gebrauch und übermässigen Gewicht ntt ermordet. In dem man es aber braucht/ muß man es mir MlliAM- wtt seiner BeArderungsartzneyen wol beweoen/dieweil «S sich wegen seiner schwere auffden boden setzt. bey dem gebrauch dieses yhls in acht zunehmen. 5. Vonwegen seiner Sawre dienet es dmblöden Mägen /mwelchemkem Galloder?ipostem zugegen/ dann sonst erfolgt eine LKuUicio oder Aufwallung s derwegen sich die gallreiche vor seinem Gebrauch zu hüten ) wie bey dem Weinsteinöhl unnd aczua torri zu sehen / deren kems das ander leiden kan. Em solche gelegenheithateö auch mitder Leber. 2 Wer dieses öhlgebrailchcnwil/dervttmische es mit -einerbequemen und warmen Beförderungsartzney/ und erwartein sememBeth eines guten Schweisses. Dann wie wir sehen / so wird seine Verfertigung auch in der grossen Welt an keinem kalten Ürt verrichtet/sondern in einem warmen: Derowegen es auch m der klemen Welt seine Würckung in der Wärme hat. z. Vberda6rinc>iret dieses Qelauch mitder aller- schönsten und beständigsten Färb. Nemlich die außgepreste fasste von -isibfärben Rosen.. Blaw Violett. Pnomen Blumen. MapperRosen. Irem das LxrraQ von Alkermes oder Scharlachbeer undNegeleinöhl /Mit einem^eden nach gebühr vermische Gcünlecht Das grünlechte Smaragdenvitriolöl/eins grossen ver- Emarag- mögens in derArtzney kan also bereitet werden/wan man dmViMol- denpurnKcitteodergeringstenVitnolbey demallerheff- ^ tigsten fewer lest distcktren/ und nacy der exrcaÄ-iouund ReMigungdeßSaltzeSausdemc-t^icei^czrruo swelcheS SaltzeS jedoch kemö wegs wertenn dem fewerzuc-ilcmi- ren oder anzuzünde Wwlederuni Mit all der feuchtlgkeit/ so herauß getropfft zu seiner zeit in dem Lulueo oircuiire. Es verzichtet diß öhl seine wirckung durch allerley we- ge/nemlich durch dzerbreche/stulgung/harnun schweiß» Gewicht Und wird 6.8. oder 12 tropffen schwer in einer bequem inenFeuchtigkeit gebraucht. Das Capitel. Vsndem^p!nm?2rcailz0de:)lV^mstems deß 0lvvz>c!i Liolüwie er solchen beschrieben. 5s>inmz ?V>Imb deß Weinsteins von dem besten weissen Wein deßWeikl- ^^^welcherm dembrechenfeinweißgläntztj 6.pf. Laß ßetüö. ».Mlaülechten Regenwasser/ biß kein staubichteUnrei- nigtelt mchr gespürt wird / und nachmals im lau!echtem Wein / auffdas allerMsiigst waschen/an der Sonnen / oder in der wannen stuben abtwcknen/und endlich pulve- risirn /öder den pulverisirten Weinstein in wannen Regenwasser waschen und zergehen/ was nttzerlassen und aussdem boden blieben/ m Regenwasser sieden dannt es solviret werde / Nachmalen, lrirlren/ das Wasser allgemach davon abdämpffen/.und'die letzte helffte an eine kal- tenOrcstellen/damtt derWemstsm wiederumb yartund zu emeM Stein werde. Und dieses ist der geringste Weinstein (dessen t. quintl. in einer Brühe genommen für sich selbst purgirt) zum distillirn am allerbesten bequem. Derohalben laß jn in einer veklurtt ren Lucui bir» bei) einem off^neFewer/wie ein^qu^m 5oirH odersckeidwas- ser distillirn/ jedoch also/ daß das vorsetzlein ^welcher der allergrösten einer seyn muß) wohl unnd fieissig sey anges fügt/. :s andemftlgen nach dem allezbestenverkleibt/da- mit dn ohne das flüchtige unnd geistreiche Kraffr dieses Wosse.s nit dadurch herauß dringe und verschwinde. Das fewer muß erstlich gelind seyn / nachmals aber je mchr und mehr gestarckt werden / biß alle geister herauß komMn/und der mitNebeln erfülte llearodervor- setzlin wieder hell und lauter worden. Du mustauch fieissig achtung geben daß das fewer nit all zu groß werde / von wegen der geister hefftigen pcrici- trirmö/oder durchdringende Krafft. DasWasser tröpfft zum allerersten herauß/ unnd nach demselbigen das stin- ckende öhl/ welche man durch das l'rirorium muß voneinander lejzzriren. Das Wasser oder hirirus wird erstlich col rlAu r und re-Ilkcirc wann man es 8. Tage in eis nem kühlen Keller in einem feuchten und kalten Sand seyet. Das öhl aber wird durch einen distillirteN Essig durch die kerorram bey einem offenen Fewer verbessert/ daß es mit dem Essig herauß tropfft/ unnd dasselbigeje- tzund roth/dann gelb/ und also nimbt der Essig das Lm- k-uma oder brandt in das öhl an/und das öhl folget in einer goldgelben Färb ohn allen Gestanck hernach» WM. 55 Der lpintuz oder Wasser / wird nachmals in der Ärschen durch den^>emblc- ticilr. damit es desto reiner werde / und glcichfals auch seinen stmckenden Geruch verliere/ welcher doch ohne ge- ringerung derKrafft mcht allerdings beno:nmen werden kan. WanndudaSSaltzvonsemem capicemoicuofen? künstlich herab zeuchst/ und den l^zncum darüber m dem Lzllieo reÄiiiclrst/ so gehet der Gestanckmehrentheils hinweg. Dann eben auff solche weise kan man alle Qe! durch das abziehen von ihrem eigmen SM ainaücrbe- stenvon ihrem Gestancr ie6iiücuen. Oder magstu den Zpincum mit gleich so viel Brand» tenweininder ciiActlill» ci^c^üieo.sL gchet dergestanck auch hinweg. Oder kaust ihn c-uch über denNegelein re ÄiAciren, OderlaßetlicheTropffen Vttnolöhlmit 2. oder;» Löffel voll gebrmidten Wein^io eru », unnd nachmals Mildem ^piriru deß Weinsteins Vermischen/er vertreibt ihm auch den Gestanck. Erlichethundenboftn Geruch zu vertreiben/auch etwas Rosenwasser hinzu, bey diesem Zpiriru in acht AN nehme Man soll aber den Gestanck d-.cses 8p,n cu^öeßWein» sieins nlchr gar begehren zu vertreiben / und denselbigen auch nichtschewen/ dann er hat die ^i^rizrur deß Ge- stancks / wann ernemblich in der Pestilentz oder m ans derngiffiigen Kranckheitengebraucht/ die stlnekenSe Schweiß mit grossen; Nutz hauffig aus dem Leck herauß treibet. Von jemen^rafftenund Gebrauch). 1 In Eröffnung der Verstopffungen/ unnd Außreu» Krafft und tung der Faule/ gehet dieser 8^iricuz allen andern Artz- Wirckung neyen / und Secretenvor. deß Wein- 2.. Deß Tages 5. mal gebraucht/und biß zur besserung stews damit angehalten/ ist erzurParalis/ oderGlchrbruch rirus» sehr bequem/ dieweil er nemlich dengantzen Leib durch- dringet/ und denselben starckt / welches in dieser schwach- heit am allermeistM wird gesucht. z. In der Wassersucht wird er Mit den distillirtett Wassern von Soldanell und Atttch m:t grossem Nutzen genossen: Gleichwie auch Mit dem öhl von Vitriol/ auff welche weise er das Wasser durch den Harn gewaltig außkreibt/ unnd was durch disscs Mittel nicht hinweg kompt/ das wird durch andere schwerlich vertrieben» 4. Zum vierdten / beförderter auch die verstopffte Monatliche Blum» 5. Reutet den anfangenden Aussatz aus» 6.Hilfft dem Rohtlauff/ am ende desselbigen/eines quintlein schwer / mit gleich so viel 7 li ci^c genossen/zu einem e:wünschten ende/jedoch^also/daß man in den stal? cken Personen ein Ader zuvor eröffnen lasse. 7. Ervettreibt auch die Gelbsucht/ und alle andere Kranckheitenso aus derftlbigen erfolgen. 8. In denFrantzosen ist er ein sonderbahre Ärtzney / wannmanihn nemblich Mit deml'l unberc» gebraucht: dann er vertreibet die innerliche seucheaüSdem Lcnrro oder mitten deß Leibs herauß : nach welchen die Rufen oder geschwär/ wann sie Mit dem öhl von Fran- tzosenholtz geschmiert werden / sehr fein herab fallen. y. Aus dem Lenrrs zeugt er alleverborgene Rauhigkeit / Flechten und ZitterMähler herauß. 10. Befördert den Schweiß. 11. Ist gut den Halßgeschwäten unnd gefährliche!? Seitenstechen. 12. Wird in dem Hauptwehe gebraucht. Wie gieich- sals auch in den Fiebern und LonrrztIui o oder Lahme. Sintemal LroUius selbsten gesehen daß vavrcj clzcesund^ecjicus vonSpeyer/dermalseins dieHoch- wol gebornenGravin undFraw/FrawCatharinam von Pappenheim/nunmehr Christmilter Gedachtnuß / welche nach dem grossen Schmertzen deß Grimmens an Händen undFüssen allerdings lahm worden/gantz glücL- lichengeheilet/ indemerihrauch von ausiendiedarzn gehörige Balsam verordnet. Gewicht» Sein Gewichtist ein/unnd zum höchsten 2. Scrupel Gewicht. Mit bequemen und darzu gehörigen Wassern. Der recht und wahre 8 . oder Schwefeldeß Weinsteins/ist eins der gewaltigsten dzuttico5ul7> oder etzenden mitt el/welches die erfahrne l>bilolopbi vorzeite sehr hoch gehalten. Er wird aber durch die Hülffe eines E iij gleich« !allen von Weinstein. Lieblicher Weinsteins Hürirus. Weinsteins l'mHur. Wein- sieinsbal- sam. Krafft ' Vitriolirte Crystallen von Weinstein. 54 Das Erste Buch. gleichförmigen lpiritu5 exrrakilrt.und von etliche also für sich selbst/oder mit l^so!v"tem l.eor»c rorirr.Oder aber ihrer Hoffnung und begehren gnug thue / ist in der erfah- rungzuvernehmen. Vondemvitriolirten Weinstein/ und dessen gebrauch / besihe oben das 141. Cap Rohte ^Vemstem Chrystallen. ' Nimb deß bestenWeinsteins so viel du wilt / pulveri- sir ihn und wasche ihn sehrwol und sauber/ koche solchen nachmals wiemandas Cremoremrarrzripflegtzuma- chen/auffdie letztgeuß ein wenig l'ivÄurvon rohtem Sandelholtz hinem/ und laß es dann schiessen/so bekommest du gar rohte Weinstein Chrystallen. L. Aber ste schiessen gar klem. F^irirus 1 arcari non ranciclus, Hder lteblt^ cher Spirirus vom Weinstein. Nimb weissen Weinstein so wol gewaschen / und von seiner Unsauberkeit gereinigt/und trucken sey 4. Pfund/ pulverisir ihn/und distillir solchen durch eine Acrorcea , so gehrtzu erst der 8pinru5, zuletzt das öhl. Diesen Minium gieß auff den Todtenkopffdeß Vitriols/und reSi6- cir ihn 2. oderz. mal darvon/so hast du ein lieblichen5?i- nrum rarrari, seinGewichtistvon s. bißauffio. gran. l'inÄuial'arrari, Nimb Salpetersaltz/rohenWeinstein ein jedes 1. td. thue es zusammen in ein Tiegel/und laß es abbrennen/so hastdudasWeinsteinsaltz : auffsolch Saltzgeuß8piri- rum vioi daß eS z.Fingerhoch darübergehet/und laß eS 8 Tag lll cilAettione stehen wol vermacht/wann sich der Zfirirus rillvjrc hat/so geuß ihn ab/und geuß andem da!- auff/ das thue so lang biß sich das Saltz gantz auffsolvirt hat/alßdann zeuch denZpiiirum davon ab/so wlrstu einen Safftauffdem Boden ltgenfinden/ wieeinzimli- cher Syrup. Laliamus ve! ^LZiKerium l'arcarl )VeM-s stein Balsam. Nimb remen pulverisirten Weinstein / feuchte ihn an Mit8pinru villl, distlllir durch eine Kerorrcnwiedie^- «^uam forrem,waö herüber gangen/ hebe auf. Den Tod- tenkopffpulveristr/ laß jn in eine Hafners Ofen in einem wolverlutirtenTopffoder Hafen czlcmiien. biß es schön weiß wird/ alßdann thue es in ein Glaßkolben / geuß da- rauffWein oVEssig/laß es m ^igeliione stehe/dann wi- derumb wie forr.^iliillirc, welches muß so offt geschehen/biß sich der Wemstein über den Helm gegeben hat.Du must aber allzelt em newenWeinstein oder Essig daraussgiessen/ die cj-ttillarz gieß ab zusammen / abgenommen den Zpn irum nit/ der zu aller erst durch die k.e- tcirrcn ist distlllirtworden/undzeuchs per Zglneum riX ab/ biß es drucken worden/ so bleibt der Balsam auff dem boden/wann e: nun wol dmcken ist/so thue ihn in ein Glaßkolben und gieß darauff gut Vitriolöl daß es wohl damit imbiblir werde/ und laß esoder4. Taginder cZj^etlion stehen / btß es sich iacorporil r unnd vereinigt hat/ so thue es in ein gläserne «.ersrrcn, erstlich fem ge- lind/letzlich mitstarckem Fcwer getrieben / biß es all herüber in die vorlag gestiegen/ sc^srirc ein wenig durch LzIveum klZNT davö ab/so hastu dask^z^iltenu. Dessen Gebrauch und U?ürckung. Ein wenig Saffran Essentz und 4. oder 5. Tropffen dessen Balsam M Hünerbrühe oder Wein vermischt. Er lässetnichts in deßÄ?enschen Leib was nichtseyn sol^: Es vertreibt denSchweiß/den Vrin oder Harn/ auch andere böse schädliche Seuch an den Menschen. Es curirt auch fekrcs pcltileoci^Iex, wie auch innerliche Apostem oder Geschwär/Item die Gelbsucht und Wassersucht. I^rraruz Virriolams Nimb deß weissenLrcmorizl'zrrzn 8. Loth/ ^^>iricu8 virrio!i4 Loth.Giesse den8s?irirum deßVitriolsaufden Lremorem,setze die Ill5u5lon inSandzu cji^enw.so iol- virrsichderLremoralsbald / alßdannwarm Wasser darzu gegossen / daß der Lremor darin recht clilZolvir» kan / das Wasser in ein gläsernen Kerorrcr, im Sand darvon abgezogen/biß ein Häutlein bekompr/ und erkalten lassen / so schiessen schöne Crystallen. ElN anderer ^loclvs ^la^ilierium lar- rar, zu machen. Nimb Weinstein der meinem Windofen / auffdas aller weissestcalcillirr sey/reib ihn klein/ thue es in ein gläsernen Kolben/ gieß guten Lipiricum vini darauff/der nit aussdas subtkleste rc^iäcirr sey: distillir diei?tiIe^M» darvon/so bleibet der Zpu-Irus bahinden iml'sresrozgleß andern 8pilirum vini darauff/ und distillir ihn auch darvon / das thue so offt biß der Weinstein die 8 pirirus vini gnug in sich gezogen / und keinen mehr in sich nemen kan/ sondern im distillirn den Zpinrum viniwiederstarckvon sich gehen lasset. Dann truckene ihn gar wohl / reib ihn klein / laß in einem spitzenwüllen Sacklein zu einem öhl sich solvirn/die Klrnre, Vnd zu einem theil deß öhls thue 2. Theil ftischen Zsunruz vini, circulirs auff Monat/ so verliert der Weinstein sein Conostvund Schärpffe/ und wird gar süß/ den verwahre wol. ^uinrs Lllemia? arrari I-conksräi. l'Iimoeilcri, Nimb Weinsteinsaltzoder calcinirten Weinstein/FünffteEs- thue ihn Brockenweiß in ein Kolbglaß/ gießguten 5pi- sentzdeß ricum viril darüber/ daß ereinzwerg fingerbreit drüber Wein- gehe/verlutirs wol/setz in warmen Sand auff8. Stund steins, lang/ oder so lang biß sich der 5s»'r>ru5 vini gelb färbet. Solch lolurion thuein eine Retorten / und distillirs biß auff die Olitet/ der issroth wie ein rother Wein: gieß den abdistillirten Zpirrrum vini wieder auffdenWeinstein so dahmden imKolben blieben/ laß ihn in warmen Sand stehen/ biß er wieder gelb wird/ dastreibe meiner Retorten wieder herüber wiezuvor/ das thue so offt/ biß dudieguilllsm elleoris alsaus dem l'Ärcaro ezrrgkirc hast. Vnd diß ist die (Zm^nra^llcoris deß Weinsteins/ diesihetwieeinrohtes öhl, Gebrauch. Dieses öhls gibt man ein wenig mit lettiKcütem Vi- Gebrauch, triolöhlin Wein ein/ist gut vor den Stein und Grieß/ und allerhand Kranckheiten. Das LI-IV. Capitel. Von viellerley und Chymifchen Medicamenten. ?V>Ach dem der ^urk«r vieler olcorum unnd andern ^^Lhymischen Aiedicamenten zwar gedacht / solcher aber und deren Zubereitung nicht geschrieben/und aber ein Haußvatter solche Bücher in welchen solche beschrieben/ entweder nicht haben /o der auch nit in dem Lateinischen verstehen kan: Als hat mich vor gut angesehen/aller deren meciicamenrz , ?5zes>aizrionen UNd Zubereitungen nacheinander allhero zu setzen / wie sie ihrer der Meldung gethan. Es gedencket der ^urkor in dem vorigen 8c>.Cap. deß Wachholderöhls/ dieweil aber solches nicht von dem Wachholderholtz öhl kan verstanden werden/und dassel- bige auch ein nützliches öhl ist/ als wil ich erstlich dessel- bigen Beschreibung Krafft und Tugenden / unnd nachmals ein ander Art das Wachholderbeeröhl und Wasser zu prTpariren beschreiben. 5Vie dasVOachholdezholM zu bereite. NimbWachholdecholtz/aus welchem man das öhl be- Wachhol- reite wil/das sol im ansang deß Mayen / oder im anfang derholtzöhl deß Herbst gchawen seyn/ daß noch fein grün sey mit ei-zubereiten, ner rohten rinden die muß abgefthelet werden/ ists von V Wurtzel/ so hats von der feisten öbügkeit am meiste/ das zerschneide Mit einem Schnittmesser fein zu gar subtilen dünnen kleinen spanlein / und habe darnach 2. jndene inwendig wol verglasurteTöpffe/ oderjrdeneHäfen/ die von guter Erden bereitet/ und wolFewer halten mögen/ auch etwas rundbäuchig seyn / und sich mit beyden munden gantz eben auffeinande: schicken/fügen und schliessen/ doch dergestalt und also / daß der jenige Topff/ so unten zu stehen kompt/an seinem munde da beyde Töpffer munde aussemanderstossen eine stütze hahe/ in solche must du ein starckrund Blech swelches eine gebogene jedoch fia« che hole fast einer Wagenschale gleich habe / so voll vieler kleiner löchlein geschlagen sey / und an der grosse so weit als der mund sich gar geheb in solche saltze spicke und em- schkesse) legen. Nun must du in den Topffso der oberste seynsoll/ diegeschnittene Wachholderspänlein thun/ verspreissedtewolmitetlichenstarckenWachholderhöltz- lein/ auffdaß wann du diesen Topff aufden untern stur« tzest/ die spänlein nitherauß fallen / und auffdem Bleche zu dick ligen kommen/ in den untersten Hafen oderTopff aber/geuß etwas reines Wassers/ und setze solche zween Töpffmit den Munden auffeinander / fem in derfaltz da sie auffeinander stossen/ unnd sich in einander schicken/ daselbstverkleibesie geheb und wolzu/mitgutem Kleister aus Weitzenmeel und Eyerklar gemacht / auff ein leimn Tüchlein gestrichen und umbgeschlagen. Hast dUNM Dii' 7 MklÄv !i > Vom DiMittn. ---si»? -Ik !R/tz >, Ml ^ s'K^' ^ u^) 'S >-6 bunun solches alles wie gesagt/bereitet / so kanst du auff zweyerleywegedieOlitetzubekommenprocecjucll Als erstlich / magst du die'Gefässe nehmen/und ins Erdreich graben/solcher gestalt/daß der unterstcHafe lm Erdreich stehe/biß etwann aufz.quersinger nahe/dann er nit gantz und gar in dem Erdreich stehen muß / darnach umbleg den obern Hafen CirckelrundmitMawersteinen/ fülle solche mitKohlen auß/und fewer an / laß es etliche stund brennen / fo wird der öberste Hafen / und Wachholder- holtz darinnen erhitzet / und gibt also das Wachholdcr- holtz seine Olitet von sich / unnd fieust oder tropsset aus dem obern Hafen durch das gelöcherte Blech in den un- terstenHafen/undversamletstch also daselbst zusammen. Oder aber. Wiltu es in deinem l.zbora> ono bereite/so machevon ungcbackenenMawersteinen einen runden Ofen/ darein mustuungefchrindcrhelsstedeß Ofens die Hafen oder Töpffe fetzen/und den Qfen also formiren/ dz er fein aufwärts außgekleibet/und von den fugen der Topffe an biß oben auff/ nner je weiter sich außbreite und der Ofen den obern Topsse oderHafen in derhöhe oben gleich sey/ auch den untersten Hafen oderTopffsolcher Massen setzen/ einmachen und verkleiben/daß wann du umb den obern Hafen fewer hättest/ dieselbtgeHitze dem unternHafen nicht schaden mag/ und wann du nun in diesemQfen aufsolche weise distillirest ^ei clelcenlum somercke daß du den unternHafen oder Topff machen lässest / daß er eine Röhre habe/ davauß dieOlitetso sich aus dem Holtz deß obern Hafens ode:Topff6/tn den untern gegeben hat/m ein ander fürgcsetztrem Geschir: fliessen möge/ wann du nun einen solchen Hafen oder Topffmit der Röhren gebrauchest/so darffstu kern Wasser darein giessen/ dann es darin nit würde bleiben / wiltu aber keinen solchen Topff o- der Hafen Mit der Nöhren gebrauchen/so nimb nur eine solchen wie erstlich gclehret/ da du das Wasser darinnen nach lässet es nach / lege auch das vorlag gefaß fo vor den 55 gemenget sey/unter dteWachholderbeern mischen/ dann der Weinstein machet die olca desto besser steigen/ unnd dasSaltz clarikcirr oderleutert das oleum daß es mehr als sonsten geschehe swann das saltz nit darbey zugeschlagen were)reiner wird / wiltu aber den Weinstein un saltz nit zuschlagen/so magstu es wol unterlassen / thue sie in ein höltzern Faß oder Bütte / schütte heiß wasser drauff/ daß.es etwas drüber gehe/rühre es mit eine höltzerne spa- tel oder rührscheid wol durcheinander / alßdann decke die bütte oder faß wolgehebe zu / und laß es also ungefehr«^. 5.6. oder 8. tage/deines gefallene nach macenren und in der infnüoo stehen/doch taglichen etlichmal mit eine höl- tzernen spatel wol umbgerührer: wann du sie nun distillt- ren wilt/so gieß wiedcrumb heiß wasser aufdie wachhol- derbeern / und zerreibe sie wiederum!) wol mit rührscheid oder höltzernen schauffel oder spatel / schütte es miteinander m die küpfferne/ inwendig verzinte DistilltrblaseoS Vetlcam .so in demDistillzroftn eingekleidet ist/und gieß mehrwasser darüber/ also daß aufemjedes lo.der beere/ in alles 10. ld. wasser kommen: Nunfewerein demDi- stilln-ofenunterderBlasenan/ mitemwenig glüenden Kohlen/und wann es wil warm werden/so rühre die beeren in der blasen wol nnderumb umb/und das so lang ge- lriebe/biß es zu kochen anfahet/dann setze den Helm oder Distillirzeug auff die Blase / und die Röhren deßHelmS oder den Röhrenzeug durch das kühlfaß mit kalten Wasser genchtef/dieFugen aller orten wol vezkleistere/krüge/ kannen oder gläser/ für die röhren gelegt oder gesetzt; darnach lege nur ein klein dun höltzlein auff die gluendeKoh- len unter die Blase/daß es stetig flammicht brenne/ solches treibet das öhl fast fott/lasse kalt wasse: aufden Helm lauffen/ oder lege leinine grobe Hadern oder lumpen in kaltem wasser wol naß gemacht/ stets darauff/ damit es am ersten kalt sey/dann es östlich am Höhesten gehet/dar- Rafft und Tugenden deß Wachgehalten kanst. Also ist das öhl bereit/ das verwahre zum Gebrauch. Solchenweg derciiliillzcioizpesciclccnlum kanstu / umb nützlich öhl aus den Gehöltzten und andern Materien zubringen dich gebrauchen / jedoch wisse daß dieOliteten so aufdiese weiß bereitet werden/ bekommen von dem Arand einen brentzlichten'Geruch. Wörtliche Tugenden deß Wach- holderholtzöhl. Wiewol dieses öhl einen starcken brandichten und un- fteundlichengeruch hat/ so ists doch in seinerWirckung. über die Massen kräfftig und gut / wider alle Gebresten so holderholtz- von Kalte herkommen / innerlich und eusserlich genützet. öhl Wachhol« Herbeeröhl. Es dienet wider den Tropffoder Schlag / Krampff/ lahme und LonrrzÄur deßgleichenvergtcht daß von em? Glied ms ande! sich zeucht/und kompt auch gegen die fallende sucht/ man soll solche versehret oder gebrechliche Glieder/auch denRücken fein warm wol damit schmiere. Denendienitwolhören/ ists gutindie Ohrenge- tropffet/eshilfftwol. Auch vor das Bauchgrimmen dienet es/ wannder- selbige für der Wärme damit gesalbet / unnd es wohl in Nabel getrieben wird. Der Leib der Frawen wird durch die Salb und dieses Hhls gestärcket/fördert auch sonstenzur coaceprioo. Alle Raudtgkeit/Schäbigkeit und Grind heyletes/ Vertreibet was die Haut befleckt. Auch dienet es zu den Rostigen unnd erfrornen Gliedern / deren Verlierung man besorgen muß/ auch zu den Nerven/ dieselbige wiederzu erwärmen/und zu rechte zu bringen/ und sonsten den schmertzen der Glieder. Wider den Krebs/ böse/ alte / kalte/ feuchte / flüssige Schäden/auch die variccz zu benemen/ und sonsten böse Geschwüre / und allerley Wundschaden zu heylen / ist es bequem. Es kan an den Thieren/ so wohl als an den Manschen gebraucht werden. Oleum ^unisieri Hder )V6chh<>lderbeerss öhl wie dasselbige zumachen. Nimb Wachholderbeern die fein reiff und ftisch seyn / dann je frischer die Beeren seyn / je mehr olci sie geben / setliche sagen/wann die Sonn im himlischen Zeichen der Iungfrawen ist/als zwischen La: rbvloma-i un-^ickze- !i s ungefehr / so sind sie am besten) so viel deren dir gelieben / die zerstosse in einem Mörsel / daß sie wie ein Brey werden/ ist dir es nun gefallig / so magstu auff ein jegliches Pfund der Wachholderbeern/ weisses gestossenes Weinsteins l. Loth / darunter gemein Saltz z,qmntl. röhren ligt m ein gefchier Mit kaltem wasser / oder schlag ein naß Tuch umb das Vorlaggefäß / unnd distillir also fort/so steiget das öhl und wasser miteinander herüber in die vorgelegte gefasse:wann du nun beyleufftig 2 dritten- theil so viel als deß aufgestossenen Wassers gewesenist/ von denWachholderbeeren herüber gedistilliret hast/das ist das gemercke/daß das öhl aller aus denBeern herüber gegangen / so zeuch das Fewer aus dem Ofen / und lasse die gefasse erkalten/wann nun alles erkaltet/ so nimb das Wasser und öhl so herübergestiegen ist/ unnd lasse es etwann ein paar Tag stehen/ fein zugemacht an warmer statte oder an der Sonnen: darnach scdeide oder leparire das öhl unnd wasser voneinander durch ein gläsernes le- pzrzronum, das ist/durch ein gläsernentröchter/ also/ nemlich daß du denselbigen unten mit einem Finger zuhaltest/ und voll deß Wachholderwassers da das öhl bey ist/ Hiessest/ so bleibt das öhl allweg oben schwimmende/ öffne Mit dem Finger ein wenig das unterloch deß 5e^r-,- rorii, und lasse also das Wasser hinweg in ein besonder Geschir: lauffen / so sincket das öhl hernach / das fahe auch auffein sonderlichGläßlein/und behalt es zum Gebrauch/ das Wasser so mit dem öhle herüber gestiegen / und nunmehr wieder davon geschieden ist/das kanstu wi- derzu anvn Wachholderbeern zur infundirunggebrauchen/ so geben alßdann dieselbige Beeren desto mehr öhl. Siehe ja zu mit fleiß / daß du es erstlich gleichwol nit gar zu sehr übertreibst / darnach daß du die hinterstellige m arcnüm in der blasen recht anbrennen lässest:dann dar- auß wird das wachholdetwasser/ welches gleich ein lpiri- ru s der Wacholderbeern ist/ distillirt wie folgt. Kloäu s das Wachholderwasser zu diMiren. Dieselbe Materien so in der blasen übrig geblieben ist/ schütte in ein zimlich großFaß/oderZuber/ daß es kaum halb voll davon werde / unnd'muß solch Faß oder Zuber zuvor inwendig umb und umb / mit Sawerteig wie die Brodbecker gebrauchen / wol beschmieret seyn / alßdann fcrmencirc solche Materien mit warm gemachten Wein oder Bierhefen / also daß etwan auff jegliche Metzens» viel der Wachholderbeern erstlich gewesen seyn i.Maaß der Hefen genommen werden / unnd gleich auff die jem- ge weiß!proce6ii r, als man in Anstellung deß Web» Yens/ Korn und Maltzeswünn Brandtenwein dar- auß gedistillirt werden soll / zuthun pflegt/ lasse es alßdann wol verdeckt stehen unnd gehren 4. oder 5. Tag und Nacht lang/ ja so lang biß es sich setze/darnach d^ stillire es auch x sr veLcam oder blase / so gehet der §Ari- E iitj ws fl 56 rus und miteinander herüber/ dazu mustu offt- mals schmecken/und wann du kein hirirum mehr bey der xtileZms schmeckest oder merckest /so höre auffmit distil- liren / lasse das Fewer abgehen. Wann dieses nun alles vollbzachr/so mustu den8j?irirum von dc: scheiden/ als in ein Glaßkolben gethan/und per ^Icm bicum denspirirumabgedistillirt/ oderaber wanNesvielist/ mag man es k>er ciittilliriooem Velicz? leutern nach art/ wiemanmitdemBrandtewein so aus Wein oder Bierhefen/oder aus Getreidig gebrandt wird / pfleget zu verfahren: Solche leuterung oder reätiüczrion mag man 1. vder z.mal widerhole/nach dem Man denhirimmstarck zuhaben begehret/ sohastualßdann einen gar köstlichen 5pi rirum der Wacholdetbeer/ so man ms gemeinWach- holderwasssr zu nennen pfleget. Mercke. Daß du in der re^iticarlon oder LeUterung in den Glaßkolben oder in die Velicam etwas gedörret Saltz und ein wenig gestossenWeinstem mit einwerffest/so leu- tert es sich desto besser/ wird etwas geschwindet klarer und Heller/ steiget auch der lpirirug je lieber. Mm ander weiß IVachholderKhlzu machen. Nimb Wachholderbeeren die da zimlich alt seyn wohl zerstossen6.td weissen Weinstein und gemein Saltz/ gleich so viel/wol zerflossen/ jedes ein halb pfund mit den Wachholderbeernvermlschetundmitz .td .Cyprianlschk oder andern guten Terpentins zusammen ivcsrporirr i. geuß ^5. td.Regenwasser darüber/ unnd laß es in einem verdeckten Besässe sdöch täglich dieMaterien mit einem Spatel mO virr) auss l.Monat lang mzcerirn und darnach s>er Velicsm. wie man pflegt/distillitt/so bekompst dugar ein köstlich öhl/ in guterQuantitet. Deß Ul)achholderbeern§hlsKrafft: Deß Wach- Wachholderbeernöhl ist in Warheit eui hoch nützlich holderbee- UNd köstlich öhl/ welches du als emen kräfftigenedelett renöhls TeutschmBalsam ssintemal es nach Art und Natur deß Arafft, Balsams den menschlichenCörper/für alleüey zufallende xurrc^Äion gargewaltig przelcr viicrund bewahret) in allen fehlen und Gebrechen / darzu die alten und neweN Aertzte den edelnfrembdenBalsam zugeb:auchen verord- nethabe/es sey nach gelegeheir derKranckheitund Schäden / beydes in den Leib zu nehmen ov sonsten außwendig deß Leibes anzuwenden nützen und gebrauchen magst. Innerlicher Gebrauch deß XVach-- holderbeern öhls. Innerlicher i. Es dienet wider den schlag/ fallende suchte/ und anGebrauch. dere gebrechen deß Haupts und Gehirns/ so von kalte ihren Ursprung haben / wie es dann auch auffhelt die aus demHaunt herabfallende flüsse/ daß sie nit hefftig heuffig herunter dringen/ noch trefilchen Schaden brmgen können/auch alle schädlicheFeuchttgkeite deß gehirus verzehret/ den schnuppen und alle kalte Hauptflusse vertreibet / so wol auch die wehetagen und schmertzen deß Halses / so von den Hauptflüssen erwecket werden und entstehen. 2. Für den übelriechenden stmckenden Athem solc du morgens nüchtern und deßAbendS spate / wan du schlaffen gehen wUc / dieses öhls etliche Tröpflem / ausseinem schnitleingebehetes rocken Brods tröpffen lindesten. z. Nützlich wird es gebraucht wider die gebresten det brüst lo vom kalten schleim sich verursachen / als da seyn husten/ kurtze achun/ keichea und vetstopffung der Lungen/zertheilet und lediget ab den grobenzehen GchkiM aussder Brust und sonsten/raumet dieBrust und wachet wol außwerffen / vertreibt das Blutspeyen uni> alle Gebrechen der Brust / erwärmet auch dieselbige unnd leget das stechen in der Brust und in der Seiten. 4. Dem erkaltenMagen ists gut/ sintemalen es den- selbigen erwärmet/ reiniget ihn von aller kalten phlegmatischen Feuchtigkeit/ stillet das würgen / undawen/ unwillen/und oben außbrechen / Und sonsten wehetagen deß Magens/ erquicket und bekräftiget ihn / machet ihme guten Appetit zur Speise/sonderlich wann man ein bissen gebehet Brods mit etlichen Tropffen deß Wach- holderbeeröhl betropjfet/ unnd dann in Wermuthwein Ketruncken und gessen. s .ReinigetS die Leber / öffnet derselben Verstops- fung / ist gut gegen die Gelbsucht unnd wider die Was- siicht. 6. Es reiniget die Lenden/Nieren und Blasen/ und Aas Erste Buch. treibet derselbigen Schleim / zerbrichtunnd treibet dW Stein / Grieß und Sand in den Lenden / Nieren unnd Blasen/ fördert solches durch den Harn gar gewaltig aus/ wie es dann auch sonsten den Harn sehr treibt und die kalte Seich benimbt: Man pfleget auch Mit grossem Nutze vom Stein zu genesen/ ein Lendenbad / welches mit Pappeln und Camillen abgesotten / neben dem Gebrauch dieses öhls/ anzuwenden. 7. AuchdienetS sonderlich zudem Geschwär deß Männlichen Glieds/welches sich dem verfliessenMännliches Saamens vergleichet. 8-Dieverstandene Monatzeitder Weiberwiderzip bringen/dieMutter undGeburtglieder zu reinigen / ists ein gute ArtzNey / wie es dann auch die erkalte unfruchtbare Mutter erwärmet/stärcket/ und fruchtbar macht/ so wohl auch allerley auffsteigen unnd Wehetagender Mutterzu stillen/und solchen Schmertzen zu benehmen. Item die todce Frucht aus dem Leibe zu treiben. Y .Gut ists auch zu den innerlichen Geschwüren deß Leibs / unnd denen nützlich so etwas zerbrochen haben / dergleichen zertheiletS die Bläste unnd Auffblehung deß Bauchs/ stillet alle Blutflüsse deßgleichen/ insonderheit die güldene Ader / tödtet die Wurme im Leibe/ und verhütet ihre Wachsung. i O. Dem gisst widerstehet diß öhlgewsltig/ und treibet solchenvomHertzen/und durch den Schweiß/derwe» gen soll man es als ein sonder bewehret stück wider tnePe- stilentz gebrauchen/ und wer mit dieser jPlage oder sonsten andern Gifftbehafftetwere/dermag sich nechstGett damit von dieser grausamen Seuche und andern derglei» chen Gefährlichkeiten erretten/ dann es eine gewaltige Krafftinsichhat / das Geblüt zu reinigen und Kutern> Man vermenget guten gerechten ThynacS 1 quintlein mit etlichen tropffen wachholderöls in wachholderwasser zertrieben/eingenomen/ und drauffgeschwitzet/ man kan es auch als ein vaci v gegc solche pestilentzische ftu^ chk/ auch sonsten wo man sich giffrs zu befahren hak/ täglichen etliche Tröpflem eingenommen/ gebrauchen. l 1 - Ferner ist auch ein krafftige Artzncy / wann es in dem Leibe eingenomen wird/daß es durch sein erwarmen deKrafft die schädlichenFlüsse/diesich in diegelencke det glieder setzen / und daselbst grosse gichnge schmertzen und reisten schaffen/auch das Zipperlem unnd Podagraver- ursachen/zu verzehren/derhalben es gut ist/daß es diejenige stets nützen/ welchevom Schlag odetParalyster- lähmet / oder sonsten contracc und zittrende Glieder haben / dann es alle erkalte / ersrorne / erstarrende und ent- schlaffenc Glieder und Nerven erwarmer / zu recht dünget und stärcket / auch alle Gliederfchmertzen/ so von kalte kommen/bemmbt/ und auch sonderlich wol gegen und wider denKrampffhülsse erzeiget. Dssz.tägigeFieberzuvercreiben/undsonstenfür dz stieren und schütteln der langwirigen siebet gebrauch? di ^ dieses ö!s Mit aufrichtigen gerechtenTyriac vermenget in weissen wein/i.par stunde vordeß^roxvlmi An» kunffteingenommen/ und ln emem eingehitzteN Bad^ stüblem/ darch einen Damffden Schweiß erwecket. tz. Der gefährlichen Kranckheit dem schurbock istdiß öhl auch seh:widerstuidlg/und curiret dieselbige/em verständiger ^c-cj i c uz welß es nach Gelegenheit der Umb" stände/ dem Patienten zu appliciren. Gebrauch deß Ocls. Innerlicher gebrauch deß Wachholderöls seyn DnA Gebrauch, niglichen^^.oder S.tropjfen aussl. mul :n seinem eigene, gedistillirten Wachholderwasser / oder ander ge- disttllirtenWassertt /^yrupen /VecoÄlonwein/Flsifch und Hünerbrühen/ odcr sonsten 'Artzneyen vermischt/ dienach gelegenhett eines jeden Gebrechens und Kranck- heit darzu es gebraucht wird/bequem ftyn. Eusserlicher Gebrauch deß Wachholderöl'lö. Erstlich für den Schlag oder Gewalt Gottes/ soll Eusserlichcr man den jenigen welche mit dieser beschwe?llchenK ?ünck- Gebrauch« heit beladen seyn / taglichen etlichmal das Genicke damit salben. Wie dann auch für den kleinen Schlagtropff oder Lahme ?ar!,I) li5genandt / soll man an der Seiten die erlahmet ist/ und fonderlich die Gleiche/ und auch wann einem sonsten die Gliedmassen erlahmet/ und die Glieder vom Krampfferstattet seyn / auch die zitterente Glieder eusserlich nach Gelegenheit der Verstopssung zu Morgens/ unter Tags und Nachts mit diesem Oel wol salben. 1. sP-'' MM'.' Mo H»,. . ^ z. .Denen fo die falkende Sucht^abe / soll Man denRü- ckm offtmit diesem öhl schmieren bekompt ihnen wol. z.Wide? das rinnen/trieffen/fiiessen/zehren/schweren «ytern auch Geschwulst der Augen / dergleichen wann sie blättern / stecken / fisteln / Nebelwachsende felle haben / sie auch am Gesichte abnehmen /blöde und bunckel Werden / so wol auch wann sie vom zerschlagen mit Blut Unterlaufen/ Übersicht/ die Augenglieder zusammen wachsen/und einem gedüncket/daß jme fliegen/ mücken/ oder dergleichen für ven Augen umbschwärmen / Item/ für außbreiten und einziehen deß Augsterns / nachtäugen und blintzeln / wann einer deß Tags wol/ aber gegen Abend und Nachts übel oder gar nit sihet / oder wer dar- gegen deß Tags wenig oder nichts und gegen den Abend daß / und bey derNacht wol sehenkan / so lasse das obere augenglied oderHaur ob dem Auge imTag z.. oderz.mal mit diesem öhl salben / und allwege darauffein viertel o- der halbe Stund ungefehr auffdem Rücken ligen. 4. Wer von kalten flüssen taubheit hekte /oder sonsten wehetagen/ Schmertzen und Geschwüre der Ohren/ Ker treuste bißweilen ein paar Tröpflein dieses Oelsmdle Ohren/ so kompt er wieder zu recht. 5. Fürs zahnwehe und allen schmertzen derselbigen/so sich von kalten flössen vermachen / in die böse Zähne ge- tropfft/ oder das Zahnfleisch damtt gesalbet/hilfft wohl. 6. Zu den geschwären so inwendig deß Munds sich eräugnen/m welchen faul fleisch wächset/ dasselbige zu vertreiben und den schaden zuheilen / so nimbMMschen- schmaltz und hundsschmaltz jedes gleich viel/ das zerlasss ob der Wärme/ unnd mische dazu Wack)holderöhlund Schwefel eins soviel als deß anderndeydss ssviel deß schmaltz gewesen / lasse sich es wol zusamm mcorporu ea und endlich erkalten / behaiö in emem reinen Gläßlem wolvermscht/ gebrauchs die Schäden damit bestrlchen. 7. Auch die tieffe Schrunden an den Lefftzen deß Mundes: Item der Hände und Füsse oder ws sissm,'Leibe seyn sovon kalten rauhen Lufft oder andern derglezchen VrsachenauffgesprMgenseyn/ heileres/ WMKsiemit diesem öhl bestrichen WZrZW. 8. DieMasen und flecken so nit alleinsm Angesicht/ sondern auch andernOrten deß Leibs sich erzeigen/zu vertreiben/ so soll man bald nach dem man im Bads gewesen ist / dieselbigen mit diesem öhl salben. y.Dem verschleimtmMsgen ists gut / srwermek und bekrassttget den/ auch fürdessen Erhaltung und blasten dienets/ wannmanaußwendig auffdem Magen sich damit salbet / auch wann sich beym Menschen gantz unersättliche Hunger/als Hundshunger / Kühshunger/ S^5xl!cOs>3!tzgeNKNdt/be- finden / dieselbigen zu gemessen / so soll man LenMagen- mund nur mit diesem öhl schmieren. lo. Den Bauch bekompts auch wol/ wann er damit für der wärme umb den Nabel und ws er schmertzüch befunden/wird geschmieret/ dann es denselbigen erwärmet und verkräfftiget/ auch desselbigm Grimmen und coli- cam palliOvem vertreibet/ wie dann auch die Schäden deß Mastdarms / die da sonsten wegen deß stetigen blu- tens sehr unheylsam seyn/ mit diesem öh! wann sie demik geschmiert / werden geheylet. n.DleUberflüssiMtder Mutter zu erdmckenen/ auch dieselbige und die Nieren zu stärcken/ tauglich unnd geschickt M Empfangnuß zumachen / so soll man die Weiber vockNabel biß zurScham damit salben/es treibet auch die todte Geburtvon den Weibern / auch bringet«! jnen die Weibliche Blume/ wann sich dieselbige bey chnen lenger verhelr/ darneben dann sehr nützlich und bequem ist ein Schweißbad darneben zugebrauchen. lz.Wer mit dem Lendenstem'beladen ist/ der soll die Lenden wol mit Wachholderöhl schmieren lassen für der Wärme bekompt ihm gar wol/zu welchem öhl man doch noch andere Qliteten zu thun kan. iz. Wer die Gicht nn Leibe hat / der lasse den Ruck- weisselfttr der wärme / mit dem Wachhslderöl oftmals schmieren / das wird ihme wolhelffen / wie es dann auch wider die Schmertzen der Lenden und Hüfftwehe / 5c>a. ricgenandtundssnst allerley dergleichen unnd Glieder- sucht/IlskiZ8,d^irz^rs.sc>vo^rz,?omit gar geliNdcr wärm fümemlich crebmr^i. Es ist auch wol zumercken /HaS plllcvma 1'crebiocni- «X,so nach seinem cliliiHarroa L>el R.ecc>ttZ v0Z sich ohn Zusatz geschehe/von dem gemeinenLaboranteaus Unwissenheit seiner kräfften vielmals hmweg gegossen wird /ist em sehr treflichsawrerlsnrirusodeZmcntlsUllM veHclzbilc, jedoch ist sein saure ohne alles schädliche<>rroliv,ja also starck / daß der Weingeist oder l'pinrus v>m für sich selbst ohne zusatz der s^Ii um, durch diMlren soscharpff nimer- mehr piTsianret werden k an/und an derstärckeund säure eivhenlich menliruum solurivü L.' exn-z<5livum UN INU5 vc^crsi)l!iz dardurch der edlengesteink/perlRi/Co- rallen :c. Ja auch der Metallen und vielen andetenMate- NeNwahrelolucioizesUNeLrrsÄioneL in ohne cjelilUiAton oder corrupkon ihrer Tugenden vollbracht werden/lässet sich gerne zblunco oder absüssen. Von der keÄiücacion dHTerpentin öls» Rectisici- Wann man das Terpentinöl > ec^lkcirca wil/so geuß rung deß reinBmnenwasser in einenGlaßkolben/ und schütte das Terpentin- Terpentinöhl darauff/luttre einen Helm auf den Glaß- öhls. kolben und distillirs pci öalneum herüber. Soimnun solch Terpentinöl). oder 4. malniit reinem klare Wasser reÄiti<.irc hast/so wirdes lautet als ein Wiltu aber ein ser subtilen und gewaltigen durchdringenden 8pirirum deß Terpentinshaben/ so mercke diesen Handgriff. Remlichen/ man M denGlaßkolbe wol hoch köstlich un gewaltig ist/sihe ja zu dz du es nit übertreibest. Dieser wol l eÄiäclrtersubtiler 8puirus ist sehr bequem aus den Kräutern/ Gewürtzen/ auch Mineralien und andern dingen mehr/ihre 1'iaÄuraz,färbe und kraf- te außzuziehen / wie er dann auch dem czlcioirten Golde ja auch dem gemeinen geschlagenen Bladgold gleich / man dasselbige von den Goldschlagern zu kauffen pflegt/ auff warmen Sand in einem Glase verstopfft stehende/ mitderZeitseineFarbeoder /sin-Iui crlr^irr. Deß Tervennnöhls I^raffeund Wirckung innerlich. Tug^dund Eshat dißOel sonderliche Eygenschafften zuerwär- Wirckung wen/zuerweichen/zertheilen/ zuerossnenundzureinr- des TewM gen ist sehr durchdringender Krafft. 1. Für Beschwerungdes Haupts/ gebrauche diß öh! in Feld Bethonienwasser. 2. Widerden Husten/iungeNsuchrvder^riLo.auch 'derselbigenGeschwäristsgut/ reMiget die Brust/ be- nincht alle fehleun d gebrechen derselbigen als das keiche/ schweren Athem/ zc. säubert sievom groben schleim und allem Unflath/machet wol außwerffen/ dienet insonderheit für den alten Husten/für das eyterige Blutspeyen/ von dannen sich die Schwindsucht erhebt. Item wider das Seitenstechen/deßgleiche widerL!«zI?ra?n. Vnd ist sein gebrauch zu ermelten Gebrechen in sussen Mandel- öhl/Honigwasser/Isop/Scabiosen auch Wegerichwas- ser/ oder sonsten in andern bequemen Artzneyen oder im guten süssen Wein alles nach gelegenhettder Kranckhett und deß Patienten genützt. Wie es dann Mit Vloisafft den Hastenden und Schwmdsüchsüchligen sehrnützlich ist und sievon solchen Gebrechen entlediget. 5^ Auch stärckets dasHertz undLeber/ reiniget die Leber und andereGliederdeßLechö/stäzcketund bekräfftiget sie/ vertreibt die Ohnmacht/thut krafftigenWiderstand dem Glfft urrd Pesttlentzischen Fieber in Wein oder andern he: tzstärckenden Wasser oder Syrupen/ oder in Hüner- bruhe l»ach Umbstande und Art der Kranckheit und Patienten eingegeben/ sonderlich in beschwerungender Leber / gobrauchs mit Hindleufftwasser/und wider die hitzige Geschwulst der Leber mit Wegwartwasser. 4. Den Magen reiniget es sehr wol von allen über« fiüssl^eiteiten miteinem" Magenwasser oder in Rosensa ffc oder Honig eingenommen. 5. Dem VNtzene/ Nieren unnd Blaft-nnst dienstlich / keimgetdie/ fördertden Harn / also daß erdarvon«n lieblichen Geruch bewmpt: Item tveM den Stein / Grieß und Sand gantz gewülkiglich. Für Blatter-odek B^sengeschwar gebrauche dieses in Eybischwasser unnd Heydnischwundkrautwasserallewegeein halbe Srundk vor der Abendmahlzeit. <6. Es eröffnet/ reiniget/ wärmet und stärcket das Ge- äder/erwarmet auch die Geburtsg^iedez und den erkalte» Saamen/ reltzet bey den Manns-unnd Weibspersonen zur fielschlichen Begierde. 7. Das fliessen deß Männlichen Saamens genandr/ verhckts / wann man diß öhl mit gar ein wenig Augsteinöhls vermischet in Wegbreitwasier. 8. Also wie gesagt/ gebraucht/zettreibtsauch dasge- runnen Geblüt im Leibe. p. Die unrein e Mutter remiget esvon ihrer Vnsau- berkeit/etlicheTropffen inV^elissen/ BeyM/ Dosten oder Polenivasser emgeben. 10. Sehr nützlich-und gut ist es auch den Manns-und Weibspersonen Bruche an-heimlichen Endenzuheylen/ alsinnerhalb dazu bequew^nArtzneyen/und außwendiS mtt auffschmreren oder salben gebracht. «I. Diß öhl zeitiget/ kochet unnd erwärmet auch des Bauch/ist ffittreslich wider die dolicam innund ausserhalb deß^elbö/sich dessen zu gebrauche/wie dann sonderlich Dr das Bauchgrimen/ vermische dieses öhl l. qmM mit der LatwergenöcueäiÄs r^halbLothzusammen und darvon dem Patientenzuessen geben/ esiegS stracks den schmertzen/ unnd wer sich für dieser Sucht-besorget / der gebrauche diese Artzney bißweilen so tnrd et pr«scrvw. auch Machet dtßchlgar sanßteS'tttlgänz/ mit reinemWasser außfüllen/ das Terpentinöhl dbauss wil sich jemand damit purglr-en/so gibt man ihme i scm- giessen/also daß kaum ein querfiNgtt bzeit vom öhl biß an pel/ auch wol ein halb Quint schwerem/ das laxitt ww denMund deßKolbks bleibe/ setze denHelm darauff/ ver- ein starcke Purgation / unnd kan auch wol von fukmlea kleibe jn/und treibe es pcr kzlnc'u mit gar sUbttle: und ge- Kartenperfsnen sicher gebraucht w^den. nngerHitze als Nur seyn tan/ aufdas allerlangsamste/ so 12. Diezusammen stiessende Valerien darauß sich gibt sich ein sehr subtlw^iurur dsßTerpetms herübez/S ^sKemÄrs srhebe/sdepandere Mnaturlichege^wü^ Möhls. K VomBistilliren. 5? sie entstehen / zerrreibt e6 / wann es in Wem angenommen wird / dienet auch innerlich und eusserlich sich dessen gebrauchet wider alle Geschwulst. iz. Wider die reissende Gicht in den Glicd:: n/ auch gegen daö Podagram und Apperlein an Händen unnd Füsien/mirSalbeyoder clizm-e^nswasser eingeben. Gervicht. In gemein nimbt man das Terpentinöhl / acht oder Z2. Tröpfleln auff einmal ein. iLiisserlicher Gebrauch. !. Diß öhl wird nir unfüglici^en an start deß gerechten warhaffttgen Balsame gebraucht/ wie es dann auch für sich selbst allem ein gerechter fürtreflicher Balsam ist / in Wunden/Stichen/ und anderen offenen Schaden in kurtzen Tagen dieselbige damrt zu gemesen/unnd alle ihre böse Aufalle abzuwenden. Dann eö ist über die Massen heylsam wie wissend ist / daß die Alten damit viel Wunden und die grausambsten bösen schmertzlichcn/ faulen/ Mengen/ stmckenden/tieffftessenden/ flüssigen Locker/ Fisteln und Oelschenckel geheylet/ in den Plastern und Wundöhleugebrauchet/ ja auch nur mit diesem öhl allem/nmnn es warm gemachet und m die Wunden alten und newen schaden getropffer wird / so reiniget es diesel- bige und hcyiets gar bald / wie es dann auch zu den Ar- znen/Rippen/ Schenckel undBeinbrüchen/dieselbigezu rechtfertigen eui heylsam ding ist Nemlichen ein Loch dieses öhls Milz. Loch ts. Iohannis öhl vermische: und dengebrochenen schaden damit gesalbet/und gepulverte Nattcrwurtzelmlt Mlchzu Muhß gesotten/ alsem Pflaster übergelegt. Wen der klemeSchlag / Tropffoder Lahme gerüh- rethar/dieselbrgelahmeseiteundlahme Gelciche/ soll mantäglich erlichmal Mit diesem öhl wcum gemacht/falben. Streichet man es in die Nasenlöcher/so starckets das Gehirn und Gedachtnuß/ zeucht von denselbigen den Rotz ohne Niesen/wird hoch gelobtfürdas Hauptwehe/ heylet auch den Schrunden der Nasen. 4. Das verlohrne Gehör bringts wiederumb / wann das in die Ohren getreufft unnd allwege hernach mit Baumwollezugestopffet wird.Oeffnet der Ohren Ver- ßopffung / auch weme die Ohren sausen und singen / be- nimbtdleselbige Gebrechen/vertnixtOhrenwche/w'.e es dann auch / wann es mit Honig vermischet und m die schwahrende/ eytenge/rinnende und blutige Ohren gethan/ dteselbigenheylet: Menget mans aber mit Ocl - sengall und gebrauchts wie gesagt/ tödets die Wurm in den Ohren/Item für Geschwulst und Beulen hinter den Ohren / so sich dieselbige erzeigen / sollen sie täglich etlichmal mit diesem öhl geschmieret werden. Das Ll.Vl. Capitel Vom tLyerdoreeryhl. Eyerdotteröhl wird uffvielerley weise gemacht / -um ^ ^deren ich doch vier allhier beschreiben wil. z niacyen. Der i. Weg nimb^o. oder zo. Eyer/ siede sie hart/ thue das weiß darvon/ die gelbe Dotter zerreibe zwischen Händen / thue sie in ein Pfanlein über ein Kohlfewer/ laß eswohl warm werden/ rühre sie stets mit einer Spatel umb / und halte sie so lang über dem Fewer / daß sie voll Saffts werden und scheumen/ alsdann thue sie behend also warm in einTüchlein und presse sie bald durch/ so bekommest» ein gelbes fettes öhl/ das thue »n em reines Glaßlein und setze es an die Sonnen/ so wird em schönes öhidarauß. Der i.Weg ist daß man die Eyerdotter im Pfanlein so lang über demFewe: halte und rühre/biß sie gar braun und schwartzlicht werden/ dann scheibetman sie mit einem Löffel an ein seiten und drückt das öhl herauß / das lesset man in ein reines Geschm: so warm aus dem pfanlein fiiessen/ darnach in ein Glaßlein gegossen und an die Sonne gesetzt. Der z. Weg ist/nimb die zertriebene Eyerdotler/thue sie in ein Retorten/ leg sie in ein Sand/ ein V«rlag darfür/und distlllir ein öhl herüber. Der 4. Weg ist/nimb zo. hartgesottene Eyerdotter/ wol zwischen den Händen zerreiben/darzu nimb 1 quint. Bertram geflossen / vermische es wol durcheinanv/ thue es in ein Retorten und distillir im Sand/erstlich mit lindem/darnach mitgarstaickemFenm ein oleum herüber/ Wann das geschehen/s« nimb missen Weyrauch/ Vcher- geil und i.»u^ÄiZl)edeS Loth/ klein zu einem Pulver gemacht vcrmisch es wol Mit dem jetzgemachtenEyeidot- reröhl/rhue es zusammen in die Retorten auff das Pulver und distillir es aberutal / solches auffgiejjen unnd di-^ stilliren viermal geschehen/ so ist das öhl fertig. Gebrauch deß iLyerdotteröhls- Eyertotter Diß)eygemachteohl ist gutem Tropflern m die Au- gen gethan/ wendet allen schmeryen und Mangel der Auge»: cs tödtet den Krebs/die Fistel heylet es undverrre> bct die Wartzen/ lst gut wider das Aipperlem deß Tags die schenckel 1. nral darmtt geschmieret/ allen Brandt er sey wie er wolle / heyler es gar geschwind und lasset lisch Her heylung keme Narben oder Masen. - Das ander Eyeröhl nach den ersten Msniren ge- Wasjerven macht/ ist gut wider alle Masenund Narben so von Wunden und schweren bleiben / es macht ein schönklare I^^lN Haut/mmbt alle schuppen un Unretmgkelc der Haut hinweg/macht Haar wachsen/ stilletöüs Ohrenwehe un das stressen der Rückader / auch den schmerzen d er Feygwar- tzeu/die Harnwinde/und heylet alle stinckende schaden. Dasweiflevon EyernklemgeflossenilueimMörser/ ^ darunter vermischt weiß Bohne-,blut/ und densafftvon h^!,chdas sawern Lemonien/ thue es zusammen in ein reme.i gla- sernKolben/ einHelmdarauffunnddistillirm an« em Wasser herüber/ diß Wasser geuß wieder m «m reinen Rolbcn/ und distillir es wider/also soltu es 9. ' mal distilliren / und je offter es HistilUrt wü d je herzlicher es wird Mit diesem Wasser das Angesicht gewaschen/ »nacht ein wersse/helle/klaze/zeme schöneHaut iind mmbt alle Uirreinigkeit weg. Das Capitel. Vo»! den perlen. l^>Ie Perlen seyn gar ein st. on hculich geschöpffGct- Perlen em ' ^-^rzrarlc>n uudGebrauch zu gedencke. Die Perlen flar- ^e>tteö. ^ cken die lebendige Geister deßHertzens/ nehmen hinweg DerPer- das hertzzitrezn/die ohnmachr un schwinde! deßHanprs/ len Tugend» sie seyn sehr gur für Gifft/ heylen alle innerliche Kranck- heiten. Auch dienensie wider den Blutfluß / Rohteruhr und Duchrbruch/sie stillen das bluten/remrgen das Geblüt/ verhalten den Frawen ihre Blumen so überflüssig gehen/wehren dem schaden derNatur/ wehre der Traw- rrgkett/so jemand auch dunckeleAugen hat/der soll zu den (^ilynis und AugenwassernPerlen thun / dann sie die WölckleiN und weisseFlecken nn Mgapffel wegnchmen/ und die übrige wasserige Feuchtigkeiten so in die Augen fallen verzehren/ Item sie machen schöne weisse Zahne. Man soll aber wisten/dz diePerlen welche schön/weiß/ Wasvor völlig/und wichtig und nttdurchboret sind/ alleinindle P^lenzu- ?lrtzney gebraucht werden sollen. Unnd wie dem Todte gebrauche», nichts widerwertigers ist dann das Leben. Also ist dem Gifft Nichts widerwertigeis dan die(^u>nra ctlcariuund sonderlich.der Perlen: Sie stärcket krafftig das Leben wider tödtliche vergiffre Sachen/ sie mehrerdieKraffte und Tugend u»rd behütet das Fleisch / unnd vertreibet wider- wertige Sachen: Dannsoibaldsieinden Magentompt lauffet sie zum Hertzen/ und ist gar ein mächtig werck wider Gifft zu streiten / In (lim MZ zci corcj >8». outocrzclo- ncm daß ihmevon keinem zufall nichts geschehen mag ist I^i^uor oder (Zulara eklcarjA ^rl^ruindaShöchste ^Vr- cznum. und solcher I^iquorpeltziü beheltden Leib gantz remiind gesund/ öffnetdie Verstopffung der Leber und deßMiltzes/ist gut für die hitzige Fieber/machet frölich / gibet dem Hertzen Frewd und Starcke/ stärcket nit allein die schwache Glieder/ sondern erheltauch die Gesunden daß sie nicht leichtlich kranck werden / und dienet über ob- gemelte Gebrechen auch vor den Schlag und Lahmung/ deßgleichenfiir den Krampffund hinfallende Sucht/ so wolwider das verzehrende Fieber ttcÄiczm lcne^uriz. welches gemeiniglich den alten Leuten begegnet. Item wider die Unsinnigkeit so aus dem entzündeten Gehirn entstehet ists überauß dienstlichen / ja es erhelt den Menschen bey guter Gesundheit/ da aber jemand seine Gesundheitverlohren/ HUffr es ihme wieder zu derfelbigen. Istsonstengutvor unzehkcheandere mehr Schaken/ Mängel und Schwachheiten. Nttesolcher kräfftt'ger I-iO Geschin unter/und empfahe das Wasser drein /solches Birckenwassers oder Saffts nimb z.. Maß / und Lemoniensafft ein halb Maß/ schütte es untereinander Meinen verglasten Topff/ seudesein/ biß auf ein viertel ei- nerMaaß Lemoniensafft/ dann schüttees mein Kolben und distillire es herüber/ was sich herüber distiNrt/ das thue wiederumb in einen Kolben / und distillire es noch einmal herüber. Dann nimb Perle/wasche sie aus warmeWasser/ un druckne sie fein gemehlich/und verwahre sie vor Staub. Wann du nun dieserrein gewaschenen doch ungestos- senen Perlen nimbsti. Loth / so gieß deß gedachten Wassers darauffz. Loth/ so solviren sich die Perlen m vier Stunden zu Wasser/ gantz unnd gar ohne Resident^/ schier wie ein newer grawer Wein. Und solche loluriou einem kranckett Menschen eingegeben / stärcket die Schwachheit deß Hertzens gewalttglich. Perlenöhl zu machen. Nimb Lemoniensafft/ auch guten distillirten Wein- Ptrlenöhi essig und Eawrach eines so viel als deß andern/ distillir zumachen, es miteinander liNdiglich oder gemächlich y> mal/ sobe- haltestu den 4. Theil an Farben unnd Glantz wie ein Cl- tron/ darein solvire Perlen oder dergleichen weichen Stein/ doch daß siezuvor cslcilliir seyn/ dann distillir die darvon/ biß es trucken wird/ dann treibe es mit starckem Fewer / so kriegestu die Oliret. iLin anders Nimb guten Weinessig / der zu 9. malen distillirt ist / darein thue gute Perlen/ lasse sie auf der warmen Aschen oder Sand in einem wolvermachteN Kolbenglase solviren/ wann dich düncket daß der Essig gnug solviret hat / so geuß ihn ab/und einen ändern draUff/ das thue so lang biß die Perlen alle so lviret seyn/ dann distillir den Essig io öalaeo darvon und was am Boden bleibet / das löse wieder in Essig auf/ und davon distillire / das thue so offt biß die Perlen alle mit herüber gehen/ thue zu emer jeden MaaßEsiig 2.Loth Campffer/ der bringet Sie Perlen dahin daß keine t^ces mehr im Glase bleiben/ sondern es macht das jndische so in den Perlen ist läuffig / daßes herübergehet / darnach distlllirs noch einmal / letzlcch siede den Essig ein in einem Glase daß nur der 20. Theil überbleibe/ das muß in einem offenenGlaß/das ein weit Mundloch hat / geschehen /das überbliebene thue in ein Glase/lutire einen Helm drauffuNd distillir gemächlich/ so lang das Wasser lauter gehet / so es aber ansähet gelb zuwerden/so setzeein andern Reciplentenvor/ und gib chm ein starcker Fewer / je langer je starcker/ sö gehet gar ein dicke Materien herüber wie ein dünner Honig/das ist die ctlenria ^>crlzrum. Perlensaltz. ^ Das Perlensaltz aber/ das macht mzn aus demWas- ser/ das für der Distillatton der gelbe herauß kommen ist / allem in einem Glase emgesötttn / es gibt ein weich weiß Saltz. Einander Are perlenohl zu machen. Nimb gar guten Weinessig / der durch distilkren wol gereiniget sey i. ps. Perlen so auff das subtkleste gerieben und ^rLs>ani c seyn/ 8. Lot /veiMlsche es alles zusammen/ lasse es durch ein cii culücoi ium auffeinem Monat lang , so bleibet die Materien der Perlen un :en am Boden wie ein schwerer unndsodudenselbigen schest / so gieß den Essig ab und behalt den Safft ober Huorem der Perlen. ^Vie das Gel der perlen kan ge^- braucht werden. Wie das Der Leib deß Menschen soll zuvor durchpurgnen und Pcrlenöhl nach gelegenheit der Schwachheiten durch Aderlässen ge- zu gebrau- reimgetseyn/ alßdannz. Tag nacheinander allweg 1. chen. stund vor demMorgen-und Abendessen/und wann man deß Nachts zu Bette gehen wil / in einem zu deß Patiencen Kranckheir/ bequemengedistillirten Wasser/ oder nach Gelegenheit in Malvasier oder ändern starckeN Wein eingenommen / und das also alleMonat 2. mal 0- der wann es sonsten die noth erfordert / thun / ist ein gewaltig sN'Ttcrvzriv und curariv. XiArAarirsrum Oriencalmm Hderdas Saltz der Orientalischen Perlen. Es seynd viel und mancherley Mittel erdacht worden diePerlen zusolvnea. nemblich durch den5pir,rum v,. rrioli, durch den re^ikcirte lpiiirum deß Frantzosenhol« tzes / durch das Wasser der Hewschrecken/ deß jungen Das Erste Buch» und zarren eychen Laubs. .Die aller einfacheste und.beste aber geschicht gurch den distillirten Essig. Nach der lolunvo aber zeugt man den Essig biß auff die druckne Perlen wiederumb herab / und lest dasSaltz Orienta- mtt einem distillrttMegenwässer oder welches besser mit lisch Per- iolvur und tilcrirr, wiederumb evzponrell, wann das machen Sattz drucken worden/alle solche Geschafft 5 .oder 6 malen wiederholen/ biß das Saltz ein schöne weisseFard bekommen/und von allen scharpffen säwere entledigt ist. Von dem Gebrauch und Rräffeen. deß Perlensaltzes. ^ , Es ist die aller edelste Hertzartzney/ und bekompt dem Tugend den ^Ui c» pdrzbii! in der 1° emxcrsrurunnd Würckung am PÄMsal- aller nahesten. .... . tzes. i. Dienet erstlich zu allen Contracturen / nachlassnnH derNerven/gefährlichemKrampff'und wüten deßHrrns. Erhelt den gantzen Leib gesund / hilffr dem schwachen und krancken wiederumb auff/ verbessert der Weiber verderbte Milch / verbessert'und vermehret beydes demMannlichen und Weiblichen Saamen. z. Starckt das Hertz?/ Hirn und Gedachtnuß mir den distillirten Wasser von Aimmet/ Borragen/Ochsenzungen und Salbey gebraucht. 4. Kompt demSchlagund Schwindelzuvor. 5. Verdrucknetund verehret alleböseFeuchtigkeit deß Leibs / aus welchen das Podagra/ Gliedersuchtund allerley Fieber können entstehen. 6. Hilfft derSchwindsuchtundAußdürrung deßLeibs zu einem erwünschten Ende. 7. Wird noch vorhergangener allgemeinen Chur tn der Wassersucht zur starckungdeß Hertzens gebraucht. 8. Ist wider den Stein ein sonderbahre Artzney. 9. Vernewert/ vermehret unnd stärcket das Numi- ^acjiczleunndkomptderowegenäuch den jenigen/ so durch das hohe Alter sind geschwächt worden/ sehr fein zuHülff. . . 10. Ist wider die ?aizly 5 In oder Gichtbruch das al- lergewissesiePräservativ/ wöchentlich mal 10. gran schwer inMalvasier gebraucht. . i». In den Frantzosen aber eine feine Linderung/ alle Tag lo. gran und i o Tag Nacheinander genossen. . 12. In der schweren Noth oder hinfallenden Seucht ist es ?m sonderbahre Artzney/ 6. Wochen nacheinander alle Mvrgens und Abends genommen. iz. Also auch in dem Podagra em nit gering pr^ser- vzn v. täglich lo. gr«n genommen unnd 12. Tage also courinunr. 14. Es stärcktt auch die Feuchtigkeit deß Leibs und aller Glieder innerlicher Natur. t 5. Streitet wider das zittern unnd klopffen deß Hertzens zusan.ft den Ohnmachten mtt Zunmetwasser Ze- truncken. 16. Und stärcket das Kind in Mutterleib. Vonsnnem Gewl'chb» Sein Gewich istvon 10. 12. 15. gran biß auffein Deß Pep aantzen sctupe! in denen darzü gehörigen Wassern / als lensaltzeS von Zimmet / Ochsenzungen, Wird etwann auch im Gewicht Mayenlbawwasscr /so oben an den Waytzenähren oder Korn gesamlet/genommen. Odermdem Wasser von Sonnenthaw/ welchesin dem distilleren gclb hcrauß tropfft/ daß daim nicht un- billich zu verwundern. Wanndie Pettendurch den diMrten Essig werden rcsolviir. unddasc^u coriite Saltz in einem Keller in seinen Aovatcn m eine Feuchtigkeit zerlassen/ so coa^u- 1>ren etlicheTröpflein desselbigen den besten des Weinsinein Luc/ium lcillile sehrschön unnd wunder- barlich zu sehen. Da6Ll.VlI. Capitel. VondenCorallen» f/>Ie Corallen hat Gott der Her: / auch mit grossen ^^kräfftigen Tugenden begäbet/ derhalben wol notig were derselben etliche zuvor zu erzehlen / dieweil aber de- roselben so viel/und sie von andern ^ urkori bu s beschrie» den seyn / als wil ich den günstigen Leser dahin verwiesen haben/und besihe hiervon den Loorsäum Kunrad von den Corallen. Lxtr^ÄherwhtenCorallem ' ^ Nimb den 5?ttirü v-rrioli, thue darein gar rohte ausdz ^ol°auen ^ kleinest gepulverte Corallen / thue es zusamen m ein c-r, strack. ^ stA IB!-'- illjWck Ml..'.,-' .-".W ^^ '^l^' /.>- VN ^ Ki«? v'g v»> Corallen- ihl. xulsrorium verlutirt/ setze es in wannen Sand oder A- schen/also ^xrrzlnrcrsich dieröhteund 'I'llläiurder Corallen in den Z pirirum Virnoli. Dieses brauch in der schweren Noth mit seiner sääiri on und Ordnung / wie ein verständiger Ktc^icus wol weiß. Corallenohl zu machet. Nim rothe Corallen/ reibe die auffdas allerkleineste/ alßdann solviresie in einem Saltzöhl/ das zeugalßdann abe/ geuß distillm Regenwasser daräuff / unnd fiisse sie Corallen rlscac? er^ trs^. chre Farbe aus Mit dem 8pjncu Vmi, geuß die Lxrra- Qiouezab/ und distillire den z^irirüm Villiso offtdar- von/ biß daß sie Mit übergehen/ alsdannleparn^s i>sr Lalaeum und thüezujedem Maß Zpiriru Vminnioch Campher/ das treibet die Corallen über sich. L xcrzAio L llcatiX aus den Corallen. Erstlich sollen die Corallen gröblich zerstossen werden und ein guter scerum Vim, so in cmenbuz dlftiUlrr dar- Äufgegosten/wannde! mt mehz lolvirca wil /soll er ab un ein ander Essig aufgegossen werden / und dasselbcge sd offt gethan/biß dieCorallen gar 5ol virer seyn/alßdan sollen die l'ol Vtrrcu Corallen in warmen Sand zu ci>c;el Isen eingesetzt werden/ und alsoin bedeckter warme iö. Tage stehen lassen/ so wird die «.clolunou als ein rotherWein erscheinen/alsdann zeuch den Essig ab / biß die Corallen gantz drucken mtunäo gantz Weiß als ein ^iumcnplu- inol'um ligen bleiben/alsdann sollen sie mitsüsseM dlstil- UrtenWässer slzluirr werden /das Muß zum andern und drittenmal auch geschehen/biß die Corallen gar keine fz-- ces oder rclrLllncer mehr setzen/und garschönWeißfarb seynd/und allewegen wider cl schön gelb auff Goldfarb gefärbet ist / soll man ihn abgiessen und einen frischen 8s>lrirum villiwiederümbdarauffge- gossen und wider in der wärme gehalten unnd wie vorhin ^rocc6irr,dasselbigealsovfftgethanblß sichdek6^irl:us vitti nicht mehr färbet. Dasselblge L xcrsÄum soll in einem Kolben als in einem Litculzroriv aufi^.Tagund Nachtlang circulnc werden darnach wirds imSandeoder Lzlnec, Klans: 6. biß zu dertrückene/ so bleiben die Corallen weiß aufdem boden liege/ so soll dz Glaß außgenommen werden /und Mütserkattetwiderumb andern 8 s>irirllm Vini daraujf gegössen/so rclolvirensich dieCorallen iNZpincu Vwi un allwegen in den ersten vier äettillsriorulzuz > bißinder fünffttnlessetsich die sehen/ und in der sechsten ein rother Rosenzucker oder dickes blutrotes Sie um gantz rein von seinen Lor^öre geschieden/dann das Lmpu! ist gantz weg/und so lange noch etwas vom^or^on- bleibt / wird die rothe von der weise bedeckt / ist auch jetzund die ^clolurioll im 8pincu Vim ntt mehr gelb sondern gantz toth/und also ist durch diesen kloäü die färb Und (Zuinca e^earisvö'Lorxorcgeschiede/zu einer liebliche^c wider die Phantaseyen / lpeÄrz oder Ungehe- wer und Melancholey gewaltig gerühmt werden: Also finden sich in ders^elbigen Saltz nicht geringe Kraffte. i. Dannersilich hareö diese Naturunnd Vermögen/ daß es das Geblüte des HaNtzen Leibs reiniget unnd ver- newert.Damienhero alle schwachheiten / so aus dem verderbten Geblüte entstanden/ inkucher ZAr hinweg nim- met!/ denLeib gleichsaMergantzet/ unnd die erwünschte Gesundheit wieder bringet. 2.. Zum andern stillet es der Weiber übermässige Monatliche Blum mit breit Wegerrchwasser gebrauchet, z. Wie gleichfals auch alle durchlaussdes Bauchst 4. Zusampt den Verblutungen / blutspeyen und über- mässigen Fluß der gülden Ader. 5. Reiniget und verncwert das Geblüt mit Erdrauch oder Taubensrovffo.der Wegweiß Wasser getruncken. 6. BeniMpt alle FZule/sterckt das Hertz/und alleGep stet des Lebens und schützt dasielbige wider alles Gifft. 7. Starcket und bekrafftiget den Magenund innerliche angeborne Wärme. 8. Eröffnet alle Verstopffungen der fürnembsten Glieder/ als Lungen/ Leber/ Nieren. 5. Venheiletdas geronnen Geblüt. 10. Vnnd wo in Aufsteigung der Mutter alle ändert Mittel umbsonst/dathutdiß Saltz das beste/ wiegleichfals auch in der Verstopffung'monatlicher BluM/ mit Beyfuß/ Melissen oder Poleywasser Hebraucht. 11. In der Wassersucht/Krampff/ hinfallen- der Seuche Mit Zimmetwasier^ebraucht/ unnd sieissig damit angehalten. 12. Wird der Stein mit dem Wasser von Sawhehet weggetrieben. Von semem Gerviche. Sein Gewicht ist von sechs und io. Gränbißauffei' Gewtckk nem oder zweenScrupelnachGelegenheit desAltttS und ^ ' grösse der Schwachheit. Wird anstar des gemeinen Saltzes in weichgesottenen Eyern/ Fleischbrühe/ guten firnemWem oderZim- Ausserhalb aber heilet es alle Geschwär. Das ci-ix. Capitel. Vom Uegelsteinohl / welches olcum 1^Nolvj)l»Orum>i)Ieum ZzvÄUm undole- um Leuecll»Allm genandtwird. gute newe wol außgebrandteZiegel/schlage klei- Ziegelstein- ^ ^ne stücklein darvon in der grosse wie die grosse Has- selnüß / diese stücklein leg in em warmen Goldschmieds SchMeltztiegel/ setze das mit den stücklein in ein Koht- sewer/gib ihm ein glüende Kohlen/dann MustU in einem weiten Tiegel ein Baumöhl haben/ wann dann nun die stücklein Ziegel glühen /so nimb ein stücklein nach dem andern Mit einer Klufft aus dem Fewer/ und wirssfie also glüendtm das kalteBaumöhl/ solches muß fein Ae- Mäng derglüenden stücklem nit brennend werde/ wenn solches geschehen / so geUß das öhl aus dem Tiegel von dß Ztegelstückl-M rein ab / also / daß die Ziegelstücklein im Tiegel trucken liegenbleiben/ in dem abgegossenen Oehl kanstuMehrZiegelstücklein ableschen/ dannessonstm ferner kein Nutz / laß die Ziegelstein ein paar Tag an der Lufftstehen/ so werden sie ein wenig trucken/ dannzer- stosse sie zu einem gröblichten Pulver in einem Mörsel/ und thue das Pulver in ein gute starcke Waldenburgp sche Retorten/lege die in ein Reibscherbe in Sandt/ ein schöne gtosse Vorlag dran /und disttkir im Anfang mit lindeM/letzlich mit gar starcken Fewer/daß dieReibasche und die ^crorrs gantz und garwie ein glüend Kohlen erscheinen / unnd biß kein Tröpflein Mehr aus der kerortz m dieVorlage fliesse / so laß das Fewer außgehm /alles von M selber erkalten/so wirst» in der Retorten ein schö» mach Aas Erste Buch. mach wieder wie vor reinen Ziegelstein glüendt /und le- sehe sie in diesem distillirten Ziegelöhl ab / dann geuß das öhl dawon unnd lesche mehr Ziegelstein glüend drinnen ab/biß daß die Ziegelstein alle das öhl in sich ziehen/dann zerstosse sie und thue das Pulver Mder in ein newe gute / starcke Retorten /und disttllir wie zuvor zum andernmal das Ziegelstcinöhl herüber/ denn geuß aus der Vorlage wider in einen Tiegel/ und lesche zum dritten mal glüen- de Ziegelstücklein darinnen ab/ zerstosse die /und thue es alles in ein new starcke Retorten / und distillirM Sand zum drittenmal das Ziegelstemöhl herüber / so ist es fertig und gut/ das hebe fleissig auff. Wiltu aber das allerbeste/ krafftigste/ das schönestunnd klareste vor dich behalten und haben/so thue ihm also/ geuß das gedlstlllme Ziegelstemöhl in einem Kolben/ stürtze einen andernKol- ben dann wol verbunden / setze es drey Wochen lang in , ein gut warmes kzloeum kränze, dann mach ihn auff/ geußesineingläftm Kolben ein Helmdarauff/ em Gläßlein vorgesetzt/geheb vermacht und distllln mit lindem Fewer in Salneo ein öhl herüber/so wirstu in vorgelegtem Glaß ein schön durchsichtig öhl smden/daS kanstu für dich wie ein thewern Balsam bewahren / das abet am boden des Kolbens bleibt / ist auch gut / aber nit so subtil und krafftig wie das erste. Alle Artze und hochweise verständige Leute können diß öhl nicht gnugsam rühmen und loben. Arasfeuttd Tugend deßZiegelstemZls. Krafft des Dieses öhl ist wider alle kalte Kranckheiten gut / denn Z^^el- es ist warm/ durchdringendt/ erweichet alle harte Ge- jttmoylS. schwulst und Geschwür/ ist sehr dienstlich für den schweren Gebrechen / Schwindel / Vergessenheit / Schlag / Krampff/ Wehe des Rückens/ der Knie / Zipperlems/ öer Leber/ Miltz und Nieren/ es erwärmt alle kalte Glieder/ und bringt sie wider zu recht/damit geschnneret/heilet alle Wunden/ wann Wundbalsam mit Krautern davon gemacht wird/ heylet alle schrunden an Handen undFüssen/so man von kalter Lufft im Winter bekompt / das Zittern an Handen unnd Füssen/ wann einem der Halß wehe thut/daß er sich Mit demHalß nicht kan umb- wenden / und ihm die Sennen von Flüssen gar starren / soll man die Sennader mit diesem Oehl wol schmieren / und ein Tüchlein darumb binden / es erweicht unnd star- cket dieSenen und Nerven und verzehret die Flüsse. Diß . Oelgetruncken / die Nieren und Blasen damit geftdmie- ret/ zerbricht den Stein / und treibt ihn durch den Harn aus/ und so einem dieBlase inwendig grindig/ auch das Häutlem darinnen sich ablöset und verletzet wird /so heilet es diß öhl:Wenn einer nicht harnen kan/soll man ihm diß öhl eingeben und die Blasen damit schmieren/ so harnet er wieder: EöstärcketdaS Gehör unnd wendet das Saussen und Klingen der Ohren/ unnd alle böse Fluß so zu den Ohren stiessen / also daß man ein Tüchlein in diesem Oel netze und es in die Ohren leget: Wenn einer im Creutz und im gantzen Rücken solch wehe hat / daß wann . ^ et sich bücket/Nicht recht wieder kan auffrichten/sondern muß so krumb bleiben/ soll man den Rückgrad mit diesem Oel schmieren/ es wird besser / so zeitiget es alle harte Geschwär/eröffnet/erweichet und heylet sie: Dem harten verstopfften Miltz ist es gut / dann es eröffnet/ erweichet uno feuchtet gantz lieblich den Miltz / vertreibet olle Wehe des Haupts so von Kälte kommen/ unnd starrtet das hintertheil des Haupts damit geschnneret/machet ein gut Gedachrnuß: Es erwärmet unnd stärcket die ßalte Mutter unnd bringet den Weibern ihre Mumm wieder / es treibet die todte Geburt auß und eröffnet alle verstopffte Adern / das geliefferte unnd verstockte Blut vom fallen oder schlagen/ vertreibt es und machet es wie- »er stressen/der unfruchtbaren Frawenböse Fruchtbarkeit verzehret es: getruncken ists gut für den kalten Husten / eröffnet dieverstopsste Lung/ die Brust/ gibt Lufft zum Hertzen/erweichet daselbst alle böse / harte/ verstopffte Fluß und Schleim/ und eröffnet die Adern in der Zungen: Ist gut wider alle giffttger Thierblß / Skorpionen/ Schlangen/ Wespen / Spinnen und Bienen wenn Man den verletztenOrr damit schmieret. Diß Oel mit gutem Wein getruncken/ stillet das Hertzzittern/ seinKlopffenund Ohnmachten/unnd erwärmet den Magen / ist gut vor die Wehe und Schmer- tzen des Mastdarms/wevdt das Blutspeyen und Blut« harnen/ mit Wermutwasser getruncken / tödtetdie Wurm im Leib» Es heylet allc außwendige Geschwär und Schaden/ und alle Krätze/Außsatz/ Fisteln und böse Blattern: Es sind noch mehr Tugend und Krafften die^ ses Oels/ welche von wegen der Kürtze mcht gemeldet werden. Das Ll-X. Capitel. Oe OIeo5uccimoderAttgs!elN§h!. AUr Bereitung dieses öhls gehört em grosser fleiß / wie Agleichfals auch ein bequem unnd gebührlich Fewer. Wlrgebrauchen aberin der Artzney den aller reinesiett weissenAgstem/ unnd in dem Meer gewachsenen Licu men oder Erdschwefel und nicht gelben. Derohalben laß die Stücklein des weissenAgstem zwey oder z.Pfundt ^ grob zerflossen / allen Unrath mit einem gemeinen Wasserzuvorwohl abwaschen/ nachmals in einer LucurbirA oder 2llembic so nicht fast hoch/ mit emem guten theil Rosenwasser und braun Beromenwasser swelchesge- schicht damit das shl nicht anbrenne/und damir es durch Beförderung dieser Wasser desto leichter anfange zu di- stilliren) destilliren/ setze ein gemeinen weiten Helm/ so gleichfals mit einem weitenSchnabelversehen/drauf/ füge den ^ccipienrcll wohl hinan / setze es an seinen Fli« gen allenthalben wol verwahret m emen Sand / und er^ halte das Fewer also/ daß es nicht erkalte (dannsonstel? wird es nicht allein hart und schwartz wie ein Pech / sondern es zerbricht auch das Glaß ) damit du auch des Ke- clpievreo halben nit müssest in Gefahr stehen/ so mach das Fewermicht zu groß. Es erfolgt erstlich ein Wasser und weiß öhl mit den wolformirigen Geistern / darnach aber kompt kein sichtbarerZpnnu-i mehr herauß/sondern es lassen sich nur etliche 5crize in demHelm sehen/wie bey deräettlllaciol)desgebrandtenWeins: undwannzum allerletzten ein gelb Oelheraußdropfft/ solaßvondem destilliren ab/oder setze ein frischen vor/und fang das hernachfolgende schwartz roth Oei besonder auff. Zum allerletzten steigt das Saltz m dem distilltrett hinauff/ dasschwartzeundleichtecapurl^orivum abek bleibt auffdem Boden liegen. Ehe aber das weisseAgsteinöl rcÄiKcircr wird/ muß man es zuvor mit gemeinem Wasser wo! waschen / offt und vielmalumbwenden/und folgends in einem Lallleo ^-sriT durch Rosenwasser oder Majoranw^sierallgc- mächlich re>Aikcil5.Nach solcher reAiLcaclOQ mag matt es wiederumb mit frisch Rosen-0dcr Majoranwasser et- lich mal vermischen/und so offt es sich gesetzt/und das öle von dem Wasser unterscheiden/ das Wasservernewern/ so verleuret es feinen Gestanck. Aus einem jeden Pfundt desAgsteins bekompt man nach der keÄikcatioQdeS wahren weisien Oel kaum z. oder 4. Loth. Von dem Agstemsaly. Das in der äcNillsrion durch die Gewalt des Fewers saltz. in die höhe getriebene saltz laß fieisilg colZ-Zirco. in Majoranwasser lol viren und lilrrireo und in dem^siaco all- gemächlich herabziehen:W;ederumbto!vncn,iiirrzrcll, cv^ulirenundsolcbesallesetlich mal widerholen. Es ist ein krafftig Saltz/ welches den Harn gewaltig befördert. VsndenKräsften und TVörcklMgett- deß Agstemökls. Dieses öhl kan man mit gutem fug das allerkrafftig- Krafft deck ste Q s)obsllamum in gantz Europa nennen: Dieweil es Augsteiw ,n hcylung deß Schlags und schwerer Noth alle andere öhls, Artzeney übel trefft: wurde vorzeiten von wegen seiner wnndcrbaren unnd geheimen Kräfften das Heyligege« nennet. 1. DiesesOelszurzeitderPest alle Morgen und Zlbend eineneintzigen Tropffeu an die Naßlocher gestrichen lasset kein Giffr der bösen Lufftkcktdes hassten : Detallbereit angesteckten aber gibt man es von einem biß m zwey scrupelmitCardobenedictenwasserem. Welche sich gefahrlicher Hauptschwachheiken/ alL da ist derSchlag/Paralysis/hmfallende Seuche / zc. besorgen/ denen ist dieses ölsehr bequem/ dessen ein Tropf- fen etlich mit den Wassern von braun Betonten / L;n« deublüth/ Lavendel/ schwartz Kirschen oder sonsten nüchtern gebraucht: welches dann die Tafflein aus Zucker bereit unnd mit etlichen Tropffen dieses öhls vermischt auch vermögen. z. Ein Tropffen oder etlich mit Petersilienwasser genommen macht die gänge des Harns von allem Stein/ Sand und anderm Unrath rein. 4. M eingezogeneNerve/Adern/unb mttdemKrampff bchsA ?lZ!! F5 ik> ,7^ " izcteem«!» I'.-. z»,.- - ^'5^' v' VomKiftillittck Mykchm» bchafftete Spanatlerige Gliede! soll man mit diesem Oel schmieren und etwas davon mit den darzu gehörigen Salbenvermischen. 5. Ein halber oder gantzer Scrupelmit Beyfußwasser Eysenkrautwasscr oder Aialvasier genommen/befördert den schwangern Weiber die Geburt. 6. Ist gut zu den kalten Flüssendes Haupts/dieweil es nemltch dkeftlbige verzehrt und das H:rn erquickt. 7. Ecliche Tropffen dieses Oels an die Naßlöcher und Hertzgrnbleinae^richen vertreiben, das auffsteigen unnd fthmertzen der Mutter/ welches dieTäfflem aus Zucker und diesem Oel bereit auch vermögen/ deren eins oder et- ltch genossen. 8. Es dienet auch wider die Ohnmacht/ Mattigkeit und Hertzklopffen. 9. Starcketnit allein die Kräfften des Hertzens/ sondern auch das Hirn und Lcber / und hat derowegen auch zurbesonderung der Dawung ein groß vermögen. »0. Dieses öhls z. Tropffen in Cardobenedtttenwasser kurtz vor dem oder Uberfallder Fieber gebraucht und darauff geschwitzt/ reutet diefelbige aus. 11. Befördert zu drey oder vier Tropffen m Erdbeerwasser oder Wein genommen den verstopfften Harn. ^2. StilletLlle Catharren und Fluß. Lindert dieSchmertzen der Zanen so ans den Flüssen entstanden/ mit Wegerichwasser vermischt und den Mund damit gegurgelt. 14. In der Gelbsucht wird es mitEndivienwasser/un- ser Frawenhaar/Wegweiß oderSchwalbenkrautwasser gebrauche . 15. In dem Grimmen dessen ein scrupel oder ein halb Quintlem mit Bier genossen. t'<5. Indem Auffsteigender Mutter sieben oder acht Tropffen in Poleywasser gebraucht. »7- In Außtrcibung der Geburt unndhinterstelliget Nachgeburt sieben oder achtTropffen in demWasse: von tothemBeyfuß oder Siebenbaum eingeben mit dem gelben in den weiß Lilien. 58. In der verstopfften Monatlichen Blum gleichfalö sieben oder acht Tropffen in Melissenwasser getrunckeNt 19. - JN'denCollrlaäiurenhat Lrollint einem beyde er-' lamte Hände und Füsse damit geschmieret und cun reu 20. In dem Blutspeyen oderBlurbrechenTropffeti wFchedistelwasser/TormentillUnd Schlehenblutwas- ftr gebrauchte 21. 2.2. Fernerstillet unnd vertreibt es auch den Schwindel/ benimpt die Erstarrung des Gehirns gewaltig. 2;.-.4. Stärcket das Gesicht Mit Fenchelwasjer ße- braucht und hindert das stechen der Seiten. V Gewicht- Sein Gewichtistvon vier/ sechs / sieben/zehenGrän biß auffeinen gantzen Scrupel/ je nach Gelegenheit deS Gebrechens und deß Menschen cömplexiovi Capitel. Dott MynheftKhU H)Im gute rothe Myrchen so viel Vonnöte / z erstoß den 4 ''gröblicht/vermisch darunter ein wenig harte/außge- fen / Kruge oder Flaschen / thue es zusammen in ein Netorten und gcuß darauffein gutenBrandtenwein/daß es nur ein wenig feucht werde / leg die Retorten in ein sanv- Und ein Vorlag daran/und destillir einOelvomBrand- tenwein herüber/ geuß es wider in die Retorte und distil- Rwsst ttnb UAürckttttg- ' Dieses öhi lest kein ding faulen/ erhelt alle ding frisch in seinem rechten wesen / derowegen hat man die verstorbene Körper / vor Vielen IahreN mit Märchen gesalbt aüffdäß sieNichtbald sollen verwesen. 2, Wann erM Bad ist soll er das Angesicht mit diesem öl schmieren / es Mutter / verzehret alle böse Dampffund Fluß im gan-" tzen Leib. 6. Heylet inwendig unnd außwendig alle Wunden/ Geschwür und Kratz. 7. Treibet solches träfftig die Geburt auA 8. Stärckt das Ge ör/Gehirn und Gedächtnuß. y. Wehret solches dem Blut außwerffen/ unnd stM alles inwendige bluten. Das ci^Xll. Capitel Vom VOeyrauchöhl. ^ ^ . c^XAs Wcyrauchöhl wird gleich / als. as Myrchenshl -^eyrauch - '^gemacht/und hat diefelbige Tugendenclle/ nur in dem ist es das fürnembste stucklem / wann ein Mensch und KwM Heisserist/ alsodaßerkemvernemlich Wort mehr redM kan/ so gib ihm alle Morgen drey Tropfstein vcn diesem Oel ein / und laß ihn dieselben fem langsam hmderschlin- gen / so betompt er in wenig Tagen sem Sprach unnv Stimme wieder. Dann es heyler im Halß alle inwendtz ge Gebrechen/ und ist kein bewehrter und täglicher Artz- ney für die Schwindsucht. Wer ein Geschwür in der Zungen/ oder im Mage» Schleim hat/daß er nur alleMorgen sieben grauvon diesem öl in Rosenwasser einmmpt/ es eröffnet jm das Ge^ schwär/erwärmet den Magen unnd starcket mit seinem gUten Geruch das Hirn/das Hertz/ stillet das bluten der Nasen unnd wendet alle Mangel der Augen und Ohren / vertreibt Nasengeschwär/ trucknet das Gehirn von allen bösen Dampffen so ans dem Magen in das Haupt steigen. Ist gut wider erkrummen der Glieder unnd für den Kram, Vertreibt allen Husten Und Schnuppen/ das stechen m der Seiten und Hehler bald die SchrundeN an Lefftzen/Handin und Füssen. Wehret demAuWeigett der Mutter / reiniget dieselbige und bringt den Weibem ihre Blumen. Es stillet das Eyterund Blutharnen/ auch die rothe und weisse Ruhr/ und den Durchlauffhelt es auA Das ct-xill, Capilck. VSn Sem ZimmetHht ^l^Iltu ZimMetwasseruNd Zimmetöl machen das dÄ Zimmet- vielduwiltkleinzerstossen/ geußbarauffBorragenund Aiinmetöhl Ochsenzungenwaster/ thue es zusammen in ein grossen zumacheck Kolbm/und ein andeMKolben darauffgebunden/setz die ßweenKolben zusammen in em gelindes Lslacum dann laß es sechs Tage stehen/ dann nimb es heraUß / machs auff/ geuß es zusammen alles in die-Blasen /unnv wie oben im Anfang gemeldet/disttllires Mit lindem Fe- wer Ras Wasser und Oelherüber / darnach scheide daß so wird es desto besser/subtilek und schöner. Es kan auch die eingepreste ZimMetrinden/mit iM Kolben gelassen i« bsltjeo KianT distillirt werden / gibt Wasser und Oel a^ Ver desselben gar wenig/ so kan man die zerstossenen Ziin-- metnnde ein weNig Mit gutenMändteNwein anfeuchten/ ks zusammen in ein Retortam thun/ dieselbe in Aschen legen m ihren Ofen/ein Glaß daran wol vermacht / Unv m»t gar lindem Fewer erstlich ein Wasser/ darnach Miß statcken Fewer em Oel herüber destillirt unnv auffdieft Weiß durch die Retortam bekömmt man das starckste Zlmmetrinöenwasserund viel Oel/ es stinckt abernach dem Brandt/ den kan Man ihm und allen andern aufffol« gende weiß nehmen. Das herüber destillirt Zimmettvaft ser und Oel niM zusammen/ geuß es in eiNKotben/ fttz ein andern geHeben Kolben darauff/ verbind sie fein ge- battn machs auff / setze ein Helm drauffund destillir es m Lalllco kvtariz? in lindem Fewer daöWasser unOel herüber/ geuß es wider in seinen Kolben /und den andern daran verbunden/ laß es wider neun Tag in l^laen stehen/danN destillir es wieder herüber / diß muß so W und vielmal geschehen / biß daß eS gantz unnd gar subtil vor aller UNreinigkeit. . . DasOe! stillet das Weheöer Zane unnö lessetdas' ZaNfieisch nicht faulen/ Macht einen guten Athem. 4. Dieses Oel gibt Lufft zum Hertzen/und alle Morgen eingenommen/ behütete vor böser gifftlger Lufft/ lest keine Fäulung im Menschen geschehen« 5, Stßrchetdm Magen /das Hertz / dieLeöttMddtß Es sind noch mehr Weg und weise wie nian ein Zinr-. Metwasser und Oel Macht/Also: Nim die ZiMmetrinden groblicht zerstossen/ thue sie in em Kolben swiedroben schön beschriebeNMwendiH in den Kolben leg das scheib»- lein mit den viel Löchern/ und stürtze den Kolben mit der schmiere die Fugen wol/und muß der unterste Kolben in derErde stehm/umb den obem einCirckelftwe? gemacht/ F ttj ^ MV 64 Das Erste Buch.' i und alle Stunde gestarckt / so findest du auch viel öhl in d«m untersten Kolben in der Erden. Es ist aber bey diesem Wege grosse Gefahr / dann da Fugen / da sich die Kolben in einander schliessen/ nicht gnugsam und fleissig verschmieret seyn/ also/ daß ein wenig Lufft noch heraus- ser kommet/ so ist die gantze distillirung umbsonsten unnd du wirst kein öhl finden. Es schreibet olv vsläuzQlollius in seinerkslllica cky- imics von dem Zimmetöhl zu machen / daß sonderlich sey in acht zunehmen/ daßdle Gewürtz so man distilliren wil nicht müssen gestossen seyn / wie etliche zu thun pflegen : Gondern man soll sie allein in stücken zerschneiden: denn sonsten geben sie tauin halb so viel öhl wie er solches vfftmals selber erfahren hab. Aussnachfolgende weise aber bringt man des öhls am allermeisten herauß / wenn man nemlich den außerlese- nen/ und wie gesagt/zerschnittenen Zlmmet meiner gläsernen Retorten und im damffigen kalnco lest distilliren: Denn also tropfst das Wasser unnd öhl zugleich herauß. Das Wasser gleß zu frischem Holtz / fahr in dem distilliren fort/ und so du es etlichmal wirst wiederholen unnd alsocontinuiren/ sobekompstdudes Wassers und öhls «in grosse Mänge. Auss diese und vorgeschriebene weise/ ?an man aus allen Gewürtzen öhlzuwegen bringen/.wel- che viel krafftiger als die auffgemeMe weise werden pra?- xsriree, nemlich Negelein/ Muscatnüß / Muscatblu- men und dergleichen. Von Krafft und Würckung deß Zimmetöhls. Das Zimmetöhl ist em recht thewer wahrer Balsam/ der kein ding verderben oder faulen lest/auch dieWunden Krasst des ohneSchmertzen wunderlich heylet. Dieses öhls Tugend Aimmet- und Krasst können nicht wol alle beschrieben werden/ wie shls. ein Tröpfflein eingenommen so gar geschwinde den gaN- tzen Menschen stärckt/ und die Krafft dieses öhls würck- lich gespühretDird/ in dem daß er das Haupr/dasHertz/ die Geister deß Lebens also erfrewet / als wann eim jeden ein sonderlicheKrafft würde eingegosien Nun hat es an chm die Eygensch äfft/ daß es erstlich den Mund mit einem gar scharpffen und doch überaußliebliche Geschmack anfüllet/ von bannen in das Gehirn zeucht / dasselbe leu- tert reiniget und stärcket/ und alle böse Flüsse außrottet. Darnach zun hartenAdern und zumHeztzen selbsten kommen/ die Adern/das Hertz/und das subtile geistliche blut des Hertzens mehret/ ergetzt/und Mit Kraftten stärcket/ die Lung und Leber eröffnet/wendet den Husten / macht ein schönen lieblichen'wolriechendeAthem/erwärmet den Magen/ hilfst dem Magen verdawen / starckt denselben/ erweckt Lust zum Essen. Den Frawen so in Kindsnöthen darnider ligen/ ist es ein bewehrte Artzney und hilfft / da- mitsie ihresLeibSbürden inFrewden bald entbunden werden/eingegeben/ fördert die Geburt unseumlich. Den alten betagten Leutenso offt inOhnmacht fallen und bald dahin ziehen/ ist diß öhl das fürnembste und höchste stück welches sie mit Gottes gnadiger Hülfferhelt und wieder zu recht bringt Es reiniget den Frawen die Mutter und treibet ihre Blumen/ derentwegen sollen die Frawen so mit schweren Leib gehen/ dieses öhl eder Wasser keines wegs gebrauchen / dann es treibt sehr. Gervicht und Gebrauch. Gewicht. Sei" Gewicht unnd iGebrauch ist von zween biß in z. Tropffen in Wein/ Melissenwasser oder sonsten einem bequemen Wasser eingegeben. Zimmetbalsirm zumachen. Nim Zunmet 8. loth / clavillirte Aschen 8. loch/ Sal- miac i. Loth/Aschensaltz z.quint/reAilicirceuBrandten- wein anderthalb Pfundt/ mache ein Laugen darvon / in dieser Lauge digerir den obgedachten Zimmet etliche Ta- He /KIrnrihn/und x>rLcis>irir ihn mit Alaunwasser/schei- de das Wasser davon wie es breuchlich. Dieser Tincrur mm-.. Quintaußgepresten Muscatnüßöhl so weiß gemacht/z.Loth Zimmetöhl ein halb qumt so hastu den waren Zimmetbalsam. Äuffsolche weiß macht man auch alle andere Balsam von Gewürtz und Kräutern/aber an statt der clavellnten Aschen soltu Weinsteinsaltz nehmen. Das CI.XIV Capitel. Von dem Anyßöhl- A nk KI Anyßöhl wird eben auffdie vorige Weiß pr?5>z. -anypvyl. darumb unnötig auffdas newe solche zu beschreiben. Rrasft »nd Würckung. Das Anyßöhl ist gut vor dm schweren Gebrechen eingenommen/vertreibt die Lolicam, die wehe imMagen und Därmen/stillet alle böseAuffblehung im Magen/er- Krafft seg wärmet und stärcket denselbigen / die verstopffte Lung er- AnyßöhlS. öffnet es / ist gut für den Husten/ reiniget unnd gibt gut Blut/das Gesicht macht es klar und ist dem Haupt sehr dienlich / das Hertz starckt es unnd treibet alle Wind aus den Magen/Därmen / Nieren und Blasen / auch den Harn treibt es aus ohn allen Schmertzen / reiniget die Mutter von allem Schleim und Blasten/ macht auch gute Milch in den Brüsten. Das dl-XV. Capitel. Vom Fenchelohl. ^Eine Zubereitung ist unnötigzubeschreiben/ dieweil ^-^es wie das vorige zubereitet wird. Rraffe und Würckung. Fenchelöhl ist sonderlich gut emgenommen/wideralle Krafft des Wund im Leib / wider die Lolicsm, macht harnen und Jenchelöls, treibet den Nieren und Blasenstein: Den Frawen ist es gut offt und vielmalen von ihnen gebraucht/ dann es gebierst viel gute Milch/ treibt ihnen ihre Blum und reiniget die Mutter/ macht ein gesunden Magen/eröffnet die verstopffte Lung/wendet den Husten/ macht em guten Athem. Das ci.xvi. Capitel. Von Roßmarmohl. t/^Iß öhl von den Kräutern und Blumen werden auff '^vielerlei) weiß bereitet/ entweder von den grünen Rrauternoder auch von den dürren/ welche mir ihrem eygenen Wasser müssen iatuuciirer werden/ unnd m der c!i«c kioiz etliche Tage Tage verbleiben. Der gemeinste weg ist dieser / mm Roßmarin mit den Blumen/macerir sie in Roßmarinwasser/ oder dlstillm Brunnenwasser/ lodermacerir den Roßmarin gestossen in Wein) thue ihn in ein Retorten in Lslne«, w,ri».und mache ein gelind Fewer so wird erstlich das Waster gehen/nachmals das wolriechendeöhlwelcheSduabziehen kanst und ii, der Sonnen stehen lassen. Oder. Stoffe die frische Krauter zu einem Muß / beitz es m Wein ein Monat ein / distilkr es nachmalen in Lswes diedruckneüberbliebene Materien/ stossewiederumb/ geuß das überzogene Wasser darüber/ laß es ein Monat in der öiZcliiou stehen / distillires nachmals in Aschen / und l'epzrirc das öhl vom Wasser. Äuffsolche Manier werden alleKrauteröhl disttllirt/ drumb unnötigihre Pr-eparirungund Zubereitungen zubeschreiben / wü deroweg-.n ihre Tugenden allein beschreiben. Krafft und Würckung deß Roßmarinöhls. Diß öhl hat viel krafftiger unnd geschwindere Wür- ^5^ ckung als das Roßmarmwasser hat. Dann ein Tropff- lein öhls ist in semer Krafft bester dan zween Löffel voll Wassers/ und wird von allen Weltwelsen das öhl einem rechten wahren Balsam verglichen/ welches alle gifftige Wunden unnd Geschwar wunderbarlicher weiß heilet. Es wird sonsten auchgerühmet zu allen Ohnmachten/ Hauptstarckungen/ wie es auch in Summa zu allen Gebrechen kan gebraucht werden/ zu welchen man das kraut oder sein gebrandt Wasser brauchet. Dasc^XVll. Capitel VomdlMlrcen Mast(xohl. ^Im Mastix so viel du wilt / bespreng ihn ein wenig Mastirödl. ^mitBrandtcnwein/daß er feucht werde/ denn thue ' ^ ^ den gantzen Mastix in eine Retorten/ lege die in Sand und distlllir ein Wasser und öhl herüber/ das reinige und leuteretnki!uco^ar,T,sohastuei«schönköstlichesMa- stixöhl das hebe mit fleiß auff. Auffsolch Art und Weiß wird auch das ö c^e!Ijjöhl z!» gericht. trafst und Würckung deßtNa- stixöhls. Das Mastixöhl stärcket den Magen/ das Haupt / die Leber /die Senen / die Glieder / unnd wendet alle Ge- ^ ^ schwulst unnd stillet ihre Schmertzen/ ist gut fir das Ktaff; Hauptwohe und die Ruhr und zerbrochenen Hirschalen für »i WM . , "7.-- ' M ' - ^7" S WW>W Kup^ör- diiöh!. stlrblutspeyen / den Husten und GeschlvZr der Lungen/ für AuWigeN oder unter sich fallen der Mutter t Das itstdas trefflichsteHhl/ wann ein Mensch durch Krai?ck- heircnodersonstdurch unordentlich Lebenden Magen berderde't hat/ also baß ihm vor aller Speiß eckelt unnd Arawet/ auch alie genossene Speiß wieder von sich gibt oder bricht und kein bey ihm bleiben wil / solchen schwachen Leuten soll Man von diesem öhl 7. oder 0. Tröpflein in warmm We»n »e'mwal oder etlich emg'eb'en / und mit oemseiben öhl jm den Magen und die Brust wol schmieren/ solches wehret alsbald dem Erbrechen/starcket/ und srqutckideNMagen wieber/ erregt Lüst unnd Bsgierö len seinen Gliedern. Bas ci.XVlll. Capitel. V<>M Lu^orbüKhl» '^vAs Lupkorouöhl wird eben äuffsolche weiß berei- ^tet wie das Mästixöhl/ drümb ohnttötigsolcheswei- terzu beschreiben. Nl?ür«Ltt>tg!deß Lu^KorizliZhl. Dasolcum Lllpkorlsij ist einer sehr hefftiger/ brennender Krafft/ und istb esserund bequemer zu brauchen danndäs (Zummi Lup^OrKii ansich setbstett. Starcken Leuten einen Tropffen bder zweeN'eingege- hm ist gut vor diePest. rieben / bringet d:eftlbigewieder zu recht. Es dienetauck vor die biß und stiche der Schlangen. , Auch kan man es in Pflastern gebrauchen / damit die speisen ünd was in den 'Leib gegangen ist herauß ziehen. Wer mit der Schlaffsacht genanr bcladeÄ Muß- uiünyöhl. Krafft. diesem Zhl eussetlichen am Haupt geschmieret / leichtlich Wieder erwecket werden. ^ Wegen seiner hesstiger und brennender Krafft / wir^ "es ohn Zusatz oder Vermischung anderer Ding nit gern Eingegeben. Das (II.XIX. Capstet Oleurn cril^L müntzöhl. t^>Äs Kraußmüntzöhlkün zugerichtet werden tvie das ^Roßmannshl. ,. ^ ^ Kraffeüttb )lVür den gut/wan die Hirnschäl eröffnet ist / fürdertben Fra- w en die Blume und reinigt die Mutter / unnd mach r siü fruchtbärfheyletinwendig das bösefaNle Zänflusch unK wachteinlkblichen Ächem. IteNiNegeleinöht etlicye Tröpfflein in ein Faß Bier gethan /' wol vermacht ligeft lassen / last kein Bier verderben» Dasc!.xxl. AaM. dem WlazdtMyhl. AxÄs Majoranöhl wird zubereitet wie das Roßma-D'i. ^^rinöhl/ und wie das öhl von andern Kräutern distÜ» r»iue« litt wird. Maj orMZls AraA vnbWürMlttg. DißöhlistgütfürdenSchchwiNdel/ widerdieOHn» KrW^ mach r/wann man nur^tliche Tropffey zu sich niwpt und in oieNaßlöcherschmieret/stärckt denMageN/vercreibet das Fieber Und das Reissen im Leib / bringt den Frawen ihre Zeit/ ünd hilfst daß die Geburt leichtlich geschicht/ bewahret vorden Schlag / vor vergiffter Lufft / es wie- berbtinget ble verlohrne Sprach / reenlAt das Geblüth und mächt ein ftölich Hertz. Das ^^X'xi^ CapM. Von ben VreöMenöhl. ^^)oranö!hl oder Roßmarinöhl. öhl« Das öhl lst gut für das Fieber/und stärcket das Hertz/ Krafft- eS erhältst die Leber / ist gut wider den Aussah / zu den Beinbrüchen und offnen Schaden / wehret dem Auß- waä>sen der Gtteder/davoNeiner krumb und lahmwird/ 'esistgut für den Häuptschwindel und zu allen Gliedert diedaschwinden: Den Nabel damit geschmieret/ stille» das Grimmenim Leib / stärcket die Mutter» Bas c'l.xxi!5. Capittt Von N)ernmrh§hl° t^As Wermutöhlwird distillittivie daß ^oßmarin- Wermck -^)ohl. öhl. M'ässtdeß Ä>etMüthöhks. . Das Wermuthöhl ist gut wider Gtfft / wärmet deN Krasst. MaHen und Leber/ es tödtet die Wurm/ mächt ein Lust zu Essen / verhütet däs bluten der Ühtett / bringet das Gehör wieder/ erweichet die Milch in den harten Brü-- Bas 'QI.XXIV. Capitel. Vom Ravtenyhl. Eine Zubereitung ist eben wie der andern Krautet. Lautes- em ändern Helm auffund distillir es/ so hastü den 8 s»in- rüw und das Oeht / welches öhl du kanst abscheiden wie beym Zimmetöhl gedacht. Krasse deßNegeleneo^ Negeleinöhl ist ein recht guter Balsam / dann es hch-> let alle frische Wunden so mit Blut unnd Wässer fliesesalle Geister deß Gebens/ unnd reiniget das schwartz melancholische Blut/ davon grosse TrawrigkeiteN / Vn- fmmßkeiten und die viertögliche Zicher kommen / starckt Rautenöhl ist gut wider die Pestilentz/ sür ben schwe- KraN. ren Gebrechen/ für die Lung und Lebersucht / für Geschwür deß MistzeS/ für Hertzzittern unnd Ohnmacht/ stärcket das Gesicht und Magen ': AUßwendig hehlet es «lle Geschwär und stillet das Siechen in der Seiten uni» der Mutter / erwärmet die Mutter/ Magen unnd Rio« ren/ istgut wider Lolicsm und denKrampff/ vsrtre^ bet alle kalte Fluß aus dem gäntzen Leib. Das ei. XXV. Lapittl. Das Oleäm Lslbani Zl» ^Imgcftudertes^sllZLllnm laßitt vierund zwaNtzig SI-um ^ ^stunden den distillirten Essig weichen biß es sich gany solviret / seyhe es nachiNaln durch ein sauber Sieb/ thu? es in ein Retorten und vermische halb so viel talcmirkerr Kieselstein darunter als deß Lalb-mi gewesen / gib ihm allgemach em Fewer / ünd treibe es nachmalen starcker mdteMölffStuNde lang/unndle^rirdaSöhlvonden? Wasser Oder/nim.saubers cZsibsoi, laß es im Wassee 8 >>j Krasst, Lamvher- öhl. K"6 oder distikirten Wein viel Tage beitzen / biß es sich lol ^irrhat/seyhe es durch ein Step/ thueKiselstein / oder Saltz/ oder gefeilet Stahl darunter/und distillir es in einem küpffernen Gefäß in Aschen mit starcken Fewer /so wirddasOelmitdem Wasserherüber gehen/welches du nachmalen lcparirca kanst. Rrafstnnd H)ür«Lungdeß viel (Zslbani. Dlß ist ein köstlich Oel und sehr hitziger Natur. Wann mit diesem öhl der Nabel eines Weibs bestachen wird / treibt solches hefftig von ihr aus ihr gebürlich Reinigung oderFrawenzeit/so wol auch den Harn. I- tem es treibet fort die Geburt. Nimbt manMses öhls ein wenig in Wein ein / so vertreibts den langen gehabten Husten/ benimbt das Keicben und schweren Athem. Es machet so man sich damit schmieret/ ein weisse saubere Haut/liebliche Farbe/ benimbt die Risamenunnd Flechten. Es treibt auch /so man es einnimpt/ d,e todte Geburt/ deßwegen solches bey Schwangern nicht viel soll gebraucht werden. In die Nasen dieses Oelsgestrichen / vertreibt den Schwindel und umblauffen für den Augen/ deßgleichen auch die fallende Seucht. Welcher sich mit diesem Oel schmieret/ den kan kein Schlang oder dergleichen schädlich Vngeziesserverunremigen odervergifften. Weme die Zähne wehe thun der netze Baumwollen in diesem Oel/thue es in die schmertzhaffttge Zahne und in dce Löcher derselbigen / benimpr den Schmertzen unnd Wehetagen. DieBlutschwaredamitgeschmieret/ bringet siegeschwind zur Eyter und zeiteget sie. Mlt dem Rauch von solchem öhl / kan man die Weiber so wegen der Mutter auffsteigen nider gefallen seyn wieder erwecken und zur Vernunfft bringen. Es dienet zu der Hüfftwehe und Seitenstechen. Es reiniget die eyterte Ohren. Ist gut wider die unnatürliche Geschwulst und anfahenden Apostemen. Es machet den entblösten Bemen wiederumb Fleisch wachsen. Es zertheilet die Kröpffe / Beulen unnd Knollen der GliederuudGelencke. Das ci-XXVl. Capitel. Von dem CampherDl. ^Imb.Campher 4. Loth /.gemein Saltz ein halb Loth / ^gebrandtenWeinsteinz qmnt/ alles untereinander klein gerieben/geuß so vielMilch daran/ rühre es wohl umb / daß es gleich ein dickes Muß werde / thue es in ein gläsern Kolben / setze es m warmen Sand / und lasse es drey Tage maceriren / halte den Sand stets in ziml'cher wärme. Alßdann geuß darüber 6.LothMalvasier/ beste Weinhesen ein Löffel voll/ lutire einen Helmdarauff/ das Vorlagglaß muß auch wol müutttt seyn / damtt es keine Lufft habe/ dlstlllire es im Sand/ allezeit lind Fewer gehalten unnd langsamb gehen lassen/ so bekompt man ein schön wechlecht öhl / das separire vom Wasser / so dumder8es)Ärznoll fleissige Auffsicht hast/ kanstues wolvom Wasser erkennen/ ob es gleich auch weißlicht ist / wiltu es aber lauter haben/so zeuch s wiederumb herüber mit reetlsicirtem 5^iriru Vmi,dieses ist aber Nicht so krafftig als am ersten. tLm andere Art den Campher zu dl> stilliren Mimb Campher/reibe ihn klein/darzu thu dreymal so Viel frisches Töpfferthon / menge es gar wol untereinander/ mache runde Küchlein darauß/ lasse sie trucken werden/ darnach s>er k erorram oder im Kolben über den Helm/im Sande herüber getrieben: Es kan auch mit ge- NasErsic Buch. Hm'nram cllcnckm LamxkorTM extrahiren. Nimb Campher ein Loth/ thue es in 4. loch süßMan- , delöhl/ stopffeeswolzu/ fttzeesandieSonneoder.in warm ^allleum,oder sonst gar warme stätte/ lasse es 24. ezsentz. Stunden also stehen / darnach geuß gar guten rectisicir- ten 5pirirumVioi darüber/ so extrahiretsich die Lllenria deß Camphers in den 5 xinrum Via,. den geuß ab unnd zeug ihn darnach im Lzlac o fein gargelinde ab/ so hast» ^uiorzm Llseociam uffdem Boden. RampfferohlsRrafftundWürckung. ^ Das Kampheröhl ist ein schön unnd über die Massen starck riechendes öhl/ welches du in mancherley Gebrechen nützlichen gebrauchen magst: Dann seine Krafft und Tugend ist wunderbarlichen: Solches öhl ist kalter Natur biß m den dritten Grad. Es kan auch schier keine trefflichere Kühlung in grosser Hitz und Entzündung / m unnd ausserhalben deß Leibes zu gebrauchen bereuet werden. Sehr wol dienet es wider die hitzige Fieber / deßglei- chen wider die Pestilentz und andere inflamirte Kranck- heiten / doch muß esin den Leib einzunehmen / in allwe- ge eines erfahren ^/cclici Rath gebraucht werden:Dann wo man nicht vorsichtig damit umbgehet/ erwecket es kalte/ schädliche/ treffliche Kranckhetten und Gebrechen. Ausserhalb deß Leibs wird es mit grossem Nutzen ge« brauchet/ in allen hitzigen und scharpffen Gebrechen deß Haupts / es benimbt demselbigen allen Schmertzen und Wehetagen von unmäsiiger Hitze und Entzündung verursachet. Es fürdert auch in Hauptsüchten den Schlaff/ doch daß man sein nicht zuviel gebrauche / damtt es nicht von allem Schlaffen em stätiges unnatürliches Wachen bringet. In aller hitzige: Geschwulst undEntzündunzistS auch nutz und gut gebraucht. Vnter den kurtzen Rippen / die statt der Leber damit gesalbet/ kühlet die hitzige und entzünde Leber. Es kühlet auch hefftig die erhitzten Lenden undNieren/ und die Gefässe deß Samens. Das hesstige Nasenbluten wird mit diesem öhlgestil» let / dann es treibt das Geblüt zusammen und machet es gerinnen / unnd mag auch ein heffciger.Blutfluß damit gestopffet werden. Wann das Campheröhl mit Lorbeeröhl/ Negelein- öhl oderWachholderöhl vermischet wird/so heylet es viel böser Geschwär. >1^ Da» LI.XXV11, CaM. Von dem Mysen-oder Smhlohl. 5V)Imgemein Saltzi. Pfund/ Salpeter ein halb Eysenöhl. ^ ^Pfund/ Mische es unteremander/distllkir ein Wasser davon / in diesem Wasser macerlr gefeiletStahl oder ge- feylet Eysen /ziehe es wieder ab / so bleibet ussdem Boden ein gelbes Pulver. Dieses Pulver reibe subtil / und strewe es in ein gläserne Schalen / setze es in ein Keller / so fleust es in wenig Wochen ein rothes Oel. Mehr weise solches öhlzu machen/findest» bey dem vio in seinem 1. ?rsÄsru 1.ikro z,.cap. 16. Rraffevnd WürckunA. Dieses öhl wird sehr gebrauchet in Fisteln / alten schä- den/ Würckung in andern Schwachheiten mehr. l'inQnra droci ^laru'5. , ^ Nimb drc>cum^zrrj!;undextrahirmttdem pulverten truckeneTöpffer-Thon gleicher gestalt gemacht VinisemeTincturbißeSfichnit mehrfärbet/ dannsil- . werden/rectificire das öhl alßdann m dalac» , gibt gar trire es durch ein Papier/zeuch es durch ein /^lembicum ^ ein schon lauter und klar öhl/eines sehr starckenGeruchö. über die helfft ab/ so hastu ein warhafftiges -lrcsoum zu Campheröhl ohne-küilk«on d«ri-b-ruiidMilyeßSchwachh.i-cn. ' ösllsmuz Harris. zu maa)en Nimb hart gesottene Eyer / schele die/ schneide sie ent- zwey/ die Tötter thue herauß/ und weil die Eyer noch warm /so fülle sie mit zerflossenem Campher / setze es uff ein grosse Glaß Taffel in Keller / so resolvirt sich der Campher / und fleust zu einem Oel. Nimb gefeylet Stahl gewaschen so viel du tvilt / geuß ^ scharpffenEssigdarübervierzwerg Fingerhoch/ stelle es in warme Aschenacht Tag lang/ unnd rühre es alle Tag wol / so wird sich der Essig färben / den gefärbten Essig thue davon/und geuß wider andern Essig darauff/ laß es wieder so lang stehen / schütte solchen wieder ab - A- S,'?A und ' "e! / 6^ OlcllM »lsrkiz. Wrcjx« Qocuz ^«cis. Gebrauch. Gewicht. Viniolllm Wniz. Zfülnzz Vkrioli ^l«ci5. und geuß abermül andern drauff/ und tviderhcle ftlchcs fo lang biß sich kein Essig mehr färben wll/ den gesamb- letenEssig laß überm Fewer evaporirco oderziehe ihn m slcmkico ab/ dasjenige so verblieben / vermisch Mit so viel8sle^mmon!acooderSalmiac/lut)Ilmil csso lang biß esein rohte Rubinfarbe bekomme/thue solches nach- mahlin heiß Wasser/ daß das Salß zergehe/ alsdann setze es in ein kühles Ort/ so wird sich der Balsam ussdett Boden setzen wie ein Goldkalck / das Wasser zeug dar- von/undgeUßwiederfrisch Wasser darüber / biß der Balsam süß werde. Oleum dem LaI5amo ^lÄrris. Nimb deß ml r,5 so viel du wilt / solchen cir- culir Mltdem 5sZiliru Vini Xlc^^vliisro, und bring eM roth öhl darauß. Dieses öhl ist trefflich gur zu allen Blutstillungen/ und starcketalle innerliche Glieder/ so zur Dawung gehören/ trefflich wol/wie dann solches öl hierzu ein sonderliches fürtieffliches Künsistückleinist. Man vermenge nur ein Tröpfflein oder zwey mit Rosenzucker/ oder gebe solches nur mit Wem ein. drMM UarttZ» Nimb saubern und reinen gefeyleten Stahl/ geuß tropffeuweiß allgemach darüber Gchwefelöhl/so Mit der Compana dist-lliret/ so wird der Stahl alsobald warm/ und w?rd sich alsobald gleichsam solviren/ dieses nachmals durch «brauchen das öhl/biß ein Hautlein sich sehen lasset. Solches thue nachmalen in ein kühles Ort / so werden Chrystallen sich finden. Dieser Gebrauch ist fürtrefflich gut in allen Lungenschwachheiten von zwey biß auffdrey Gran. drocus reloluizilis. Nimb dünnen Stahl von eussern Blech / bestreiche die mit Schweselöhl/lege sie in ein Keller/so wird es wie einRost/schabe die Blech ab / und bestreiche sie wieder mit Schweselöhl / leg sie wieder m ein Keller einen Tag/ dann scdabe den Rost wieder ab/das so lang/biß du deß Pulvers genug hast. Dieses Pulver thue in einen Tiegel/laß es ein Stündlein im Fewer stehen / fo ist der Ovcu s bereit. So du diesen schönen Liocum^^rci s in ein öhlhaben wilt/ so setze ihn mein Gläserne Schal an einifeuchtes Ort / so solviret es sich in ein schön roth öhl. Dieser Gebrauch ist fürnemblich sehr ersprießlich in tn rohten Ruhr und Lcberfluß / wie auch andern Blurflüs- sen. Sein Gewicht ist von 2. biß in z. Gran, Virriolum ^i^rtis, CalcinirStahlwit Schwefel/ das mache also; Glüe Stahl bey dem Schmied/ und halte darnach Schwefel daran / so tropffet in das Wasser / Hlerauffgenß 8j,in5um 8ulptiizrisin einGlasern Schüssel/und wann «semeNachtin cliAcliiovcgestanden / sogeuß Wasser darzu undiaß ein wenig edullnen biß uffdiehelffre/ darnach cvlire es/ setz es an.ein kühlOrch/ so schiessen Chrystallen. Z^!n'ru8 Vlrrjoli ^l2rtt5. Nimb Vlrrioli^srr^ 6 Pfund/thue es in ein wol beschlagene Retorten / lege es ins offene Fewer und treibe es nach der Kunst durch die , so gehet-erstlich em xklcxmaherüber/ Hernacherein5piricus. dentreibeso lang biß er nicht mehr gehen wil/ dann laß es erkalten/ rcKikciee ttdch einmal/ und cii culire es einen Monat über / wie brauchlich / so isis bereit. ner Retorten im Sandln einem Vorlag so voll Wasser ist / wann es anfangt zu distilliren / so laß das Fewer abgehen/ daß eseinrempcrute Wärmbdesey / bißalle Feuchtigkeit hcrauß ist/ so wirst du in dem Wasser das prs-cipiru te Pulver finden. So was in dem Halß der Retorten hangen verbleibt / so thue es ab und thue es zu dem andern in denVorlag/ laß es über 9'cc.cht stehen/ daß es sich setzen möge/dasWasser l'epame ab/denKülck aber süsse mit süssem distlllirten Wasser ab unndtrückne solches Pulver nachmalen. Sein Gewicht ist von drey biß 5 GraninCardobenedictemvasser umb den schweiß zutreiben. Virriolum ^sovis» Solvire Englisch Zinn in einem 6 c^ccr».'Ulid)^Ic communi ^rX^sriretist/ denKalck so uffdem Boden liget/ trückneab/und lubiimirihn wie dieSpichglaßblumenludlirniret werden / sohastudie Amnmblumen. Diese Blumensolvir in distilllrtem Essig/ undziehedie heraußMitwideryolungdesselben biß keme ?sich mehr wil sehen lassen. Die außgezogene l'wKmadisilllir biß uff die Truckne ab/die überoltevene Truckene e xrrstur wider Mit ^ pn i ^ uV das Lxrraät ziehe bißuffdlehelfft ab/ und setze es in ei» kühlen Keller/ so hastu die Chrystallen. Dieser Chrystallen Gebr auch ist nützlich in dem uff- steigen der Mutter / so man dem etliche Tropffen uff den Nabel schmieret. Sie seynd auch dienstlich zu allen altm stmckenden Schäden/ Fisteln und Krebs» Bas dl.xxix. Capitel. Oe Oleo 5Imb geschlagene Goldblatter / n.acerir sie in Limo- ^^nensaffr/ ziehe dre wasserige Feuchrigi elt durch die cieüiIUrlvv darvon / so bletbr es wie em Butter uffdem Boden. Wann dieses ein wenig unter Wein vermischet wird/ so bekommet der Wein gleichsamb em Goldfarb. Dieses ohl widerstehet der Fäule/ espurgiretauchviel/ Kr«K» und treibet den Schweiß: Dienet den Aussätzigen /und denjenigen sovonungelchrkenAertztennut dem Quecksilber verderbet seyn. Weme andere Wege beliebendas Goldöhlezumachen/der kanviellerlcy wocjobundWege das Gold zu solviren finden. In dem ^arictorzriv cizli ivb. tib .2.. cje olcis I^eralllcis. Das <^XXX. Capitel. !)e Olco I.UNX, A ^6ci llZcu» der beschreibet sein Silberöhlalss. SKberöhl» --L^Mmb Zzlis l.Psundr/geibe Erden 4.Pfund/ dieses vermischeuntereinander unnd dlstillire es wiedas grüne Saltzöhl / erstlich Mit gelindem / nachmals aber Mit starekerm Fewer biß kem >^>iri ru5 mehr geben wil. Dieses 8 s!i > rus oderl. i^uo.i^ nimb 12 joch/giesse solches über 4. loch sein dünn geschlagenes Silber / vermache das Glaß tvol / setze es m die warme Aschen oder an NnÄl. NNmb Zinnen Chrystallen / geuß disiWrten Essig die Sonn bißessich aufflöset : Nochmaln pe.cvlir was ^darüber / macerires in özlvcobiß sie sich solviren/ solviret ist in em ander Geschin/und mitdistillittemRe»' . — ^ . . . genwasser süsse solches ab/biß man kein Saltz mehr sparet; Geuß svlgends 5p>rirum Vioi darüber/laß solchen darüber stehen und zeug solchen wieder herab. Endlich geuß ein gutes corn^irtes^cjuamVirz? darübe!und ver^ mach das Geschin sehr wol/ und ckZenr es 14. Tag lang in einem warmen Ort/ und darauß ein I^uoren, pr«- jdsrii r wie sonsten von dem Gold s>rXs>zriret wird. Sonsten wird auch das Silber calcioiret unnd mit Brandtewein iotuncjiret und solvirek/und in Lslnco ei» Monat lang Imbgefeylet Kupfferz..Loth/ Salmiac^ Loth/ veocris ^^»«ercunlsublimarl4. ^oth. Diese stück müssen zu- samweN geflossen werden/ und ein Phiol gethan und i« xicut. Sand gesetzt / Und so lang das Fewer darunter gehaltet viß es sich solvirt wie Wachs/ alsdann muß man es warm heraUsser nehmen/und die Phiol zerschlagen /unb tvaS darinnen ist/ in ein Becke giesseN: Wan es kalt worden tst/alßdan muß man es wider pulverisiren undZpiri- rüm tulfikurik odtt^lrrioli darüber giessen und in ein klei ne^erorräm thun/im Sand Tag und Nachtdigeriren ilassen /ünd endlich den 5p,nrum widerdarvon abziehen/ biß die ^taccriatrucken worden. DietruckeneMaterien eclülcerirr mit den hertzstärckmden Wassern. Dieses ist Krafft unö vielköstlicher-als das L<. ?c>zrricum ivimerzte, als wann WirckunK einerinkcnrist/ undfast ioz^one morriz ist oder Mit mderPest- bem Todte regniret/ demselben soll ^nan von diesem ^ er- eurio z.. oder z. Gran geben / so geneset er und kompt da« von. ^)!eüm Veneriz. eö abermalen / äiliiU.r es tnit settien co^obiis, so kokipk wdUch durch starckes Fewer das öhl herauß- Man giessetauch starcken undscharpffen Essigübec dasgebrandteKupffer/ und distilltret em rohtes unnd auch grünes öhl durch eine Retorten mit starckem Fewet in 24. Stunden.. . Vicrio!um Veneris» Nimb geseylet Kupffer dünn geschlagen/ geuß dar- vüsseinen guten 8>slrjrum tulplluriz daß es zweenzwerg ^aeris. Finger darüber gehe/ laß es ein par Tage in cligeltione stehen/ alsdann rinAiretünnö färbet bs sich gar schön blaw/dieses LIrrir? durch ein Papier/zeuch es durch das öälneum über die heisst ab/und setze es übttNacht mKeller/so schiessen schöne Crystallen/.. die gebrauche , . xroVomirorio wider das Gifft, Sein Gewicht ist von Krafftunb 10. Gran biß auffi;. Gran. Gewicht- LxrrsÄum iZorez VenerlL. Nimb Grünspan geuß einen guten distillirten Weinessig drüber/laßeS miteinander M cjiZcttioae stehen et^ liche Tag lang / wann der Essig sich gnugsam gefärbet hat / so geuß den Essig wider ab/ klrtire es durch ein Papier und zeuch den distillirten Essig wider ab / sö schiessen schöne Crystallen/ dielaß truckuen / brauch siem der Wundartzney. Uercüriuz Veneri5; Nimb csIcmiltesKupffer 15. Theil/ gemeines Gal- j^ercurius tzes 8. Theil/ mache 8rrsrum super ttrsrum ineinGlaß/ Vetien.i darauff giesse nachfolgendes Wasser. Nimb Federweiß 4. theil/rvthen Ärsenic i. Theil/gS" mein Saltz/von dem LSs)ire morcuo 6. theil/distMten Essig 10. theil / welssenVitriol den Nierdten theil. Aus diesen allen distillir ein Wasser in den Sand / unö geuß les über das Küpsser und Galtz und verlutire eS wol/ laß es in den Sand z 6. Tage ^iZern eru Darnach thue es in plÄparirt Saltz / prsparirten 5a!i s p-rr?, lebendigen Kalck / jedes gleich viel/ laß es atso stehen 14. Wöchen / alßdann wasche öie msreriäm aus/ so findestu den ^led- jcurmm VeseriS; Das ci.xxxvl. Capitel. Vbm SeebtumenDli Shk c-' . Resolvirt Kupffer geschlagen in noch so vielem torri , geuß guten !ipir>rum Vioi darüber/ damit sich der Oieum Vk- Kalcknidersetze/ 6>»erire6z. Tag lang übergelmdem ncriß. Fewer/ distillir es biß uff den Kalck/. welchen Kalck du 40 Stunden re verberirell solt/stosse solche nachmalen/ ' "V- :s '7. Ixill ^' > . '-*-5 >ZH --K, ^1 ^ Wdarauß haben wil/ mag solches thun unnd zurichten wie bey dem Rofmarinöhl gedacht wordm: In deNA- potecken wird es also gemacht. Nlm welsse Seeblumen 8. loch/ Baumöhl i. pfund / macerireszehm Tage in der Sonnen / drücke solches nachmahlen aus /und thue abersrifche BluMenhinem/ Nnd widerhole solches zum drittenmal. Man kan das öhl auch auffem andere Art machen/als Ncmbilch/man mmbt Seeblumen/ stösftt solche/ drucket denSafftdarauß/ undmmbr nachmaln so viel Baum- öhlen/als deß SafftS ist/und gedöneoder frische See- blumen thuesie in den Safft / und das Baumöhl zusammen in em Kante/ und verlutirt solche/ setzet sie nachmaln in ein Kessel mit Wasser / unnd lasse es siedAl so lang blß der-S.afft derBlumen allein gesotten/ und biß die Blumen außgebraten seyen / welches du probtren ?anst daß es genug sey / so du em Tröpffiem darvon uff glnende Kohlen würffest/ und solches mcht geschet wie Wasser / sondern alsbald brennet. Vffsölche weiß können auch das gemem Rosenöl/l/ Violenöhl / ^Balsam / Rauten / Camillen und andere öhl gemacht werden / so da eusserllch sollen gebraucht werden. R.rafftmn d ürckunA. Das öh! von den welken Seeblumen ist gut für Zrof- ^' se hltz deß Haupts / siir Nasengeschwar /sür den schmertzen der Ohren/ vordenKrampff/für Lendenwehe/ für Hitzblattern/stärcket die Frucht m Mutterlelb / und stillet alle Glimmendes Leibs so von Hitze kompt unnd Hertzzittern/ danmgesalbet / Ntmbt alle unnatürliÄ)e .Hchhimreg. Das dl-xxxvn. Capitel. Vom ^srbeerohl. ys)ImbLorbeer/ zerstossesieklem/ thuesieineinKÄ- G. ^^ben/geuß ernwemg Wem darauff/ setz den Kolben zugedeckten ein warmes Lslnc um . darinnen laß es neun Tage stehen / mach es auff/schüttees so warmm ein reines Säcklem/ und presse das öhl darvon / und hebe es fletssig auff: Wiltu das öhl kräfftlger unnd siärcker haben/so thue drezerstossene Lorbeer in daöInstrument/ geuß Wasser daran so viel sich das gebührt/und distillier es herüber. Rmffdlmd Wärck'lMN. Lorbeerohl ist warm/ eröffnet alle Verstopfung/ O Mrckung. gurfürdie col-cam, erwärmet unnd kraffttget denMa- gen/ wendet und lindert die Wehe unnd Schmertzen des Haupts / Magens/ Lebern/ Lung/ Miltz/ Meren / der Mutter / Sennen und Nerv.n/ lstvor^lle Kranckheiten so von Kälte kommen/gUt/wehret daß einem das Haar mtaußfaller/ vertreibt die Lauß Niß und Grind / lkw- dcrt die Schmertzen der Augen und OiMN/vertrelbt das -klingen und saussen der Ohren / im Magen alles Wehe/ Wmdt und Grimmen /erwarniet die kalte Leber/ ist gut vor die Schwindsucht und Wassersucht/ eröffnetdas harte Mlitz / ist gut vor den Ktainpff / zu krummen starrenden Gliedern und SeMadern / unnd für allen Kratze grind und Räude. Das cl-XXXVUl. Capitck Ä. Zrattci! Don dem Oleo Zcorscis Lsiamirse. dieses c?ummi!. Pfund/insuaälre es mit R»» ^ ^senessig/ lasse es in warmen Sandt sechs Tage mace- riren / alsdann fest vermacht zu einem dicken Muß oder Latwergen cooperiren lassen/ schütte es in ein Glaß/ geuß Lavendelwasser darüber / lasse es an der Sonnen wieder eintrucknen/ darnach mm Rosen unnd Lavendelblumen jedes i. Handvoll/Citronenschalen / gelbenund iveissen Sandel jedes l.Loth/l.i»aiztc>es,Li»ül« lixoe« jedes ein halb Loch/ Mastix ein halb quint/ «Mhalb loth/Zpccierum^romaricirolzrj.xmbrze jedes »in halb quint: Darüber geuß guten scharpffen Weinessig und Lavendelwasser jedes anderhalb Psiind / so dk wilt magst du Nvch darzu thun 5ccccl,z6o5 ^rsbic«, Wolgemuth jedes ein halbe Handvoll/ laß es einkochen Saß es nur ein Pfund bleibe/ darnach presse es gar starck «uß und auffdas Gummi gegossen unnd zu einer dicken Latwergen gekocht/ darzugethan Steinsaltz ein halb Loth und gebrandten Wemstein ein quint/ geuß Malvasier oder gar Mm scharpsseuWeimssig darüber/ Md distillieres per^IembicumiM Eand/ sobekoMpstuettt schön/ gelb/ starck und lieblich riechendes öhl. Andere machen nur ein Muß darauß nut einem guten starcken Weinessig/ und dlMiren solches. Mehr andere Wege solches zu dlMiren/ findest» bey dem^a- clreÄ l-ibs vio in seiner Auffdie erste erzehlte Art und weise kanstu die andere , deßglelchen SalH darzu UNd distMrn eS darnach per ^rsosmoder s >cr Liuerc» herüber / in allem s-rocetjircr man wie angezeiget wor» den: Dann die Kesselsteine machen / daß es nicht zu geh- -lmgeüber sich steiget/ und dee hebm unnd reinigen und machen das subtilste und reineste herüber gehen/hat- len/daß das gröbstedahinden bleiben muß/Mches da« gar wol in acht zu nehmen. Tugendkche Würckung deß O!o5 droracis Dieses öhl ist ein sehr treffliches und nützliches öhl ei- Kmsft und nes edlen/lieblichen/anneMUchen Geruchs/ welches oh- WkrckunH. ne Schmertzen das Haupt4N mancherley Smchen und Gebrechen zum Schlafftreibet. Es »st em nützllä)e Lungen und Brust Artzney in vie- -lerley Gebrechen - Dann es die herab fallende Flüsse/ so im Halse und auff der Brust viel Vnrath^ schaffen / stit^ 4et/ wann man etliche Tropfstein dessen in gutem alten Weinemtrmcket. Irem/ also gebrauchet/ erquickets die lieblichen Geister/»nachetdem Menschen eines leichtsinnigen sröltchea Gemüths. Doch muß es selten gebraucht werden / son- sten würde vom überflüssigen Gebrauch das Haupt mit Schlafferigkeit beschweret Auch ist es eme krafftlge widerstsndige Artzney allem kaltcn MdiichenGlffte. Item allen erkalten Gliedern und fürnemblich des weissen Geäders / d;ß alles erwärmet es kraffttg unnd woi. Deßgleichenhat eseine treffliche erweichende Krajft alle Verhärtung/ Knollen und Beulen der Glieder ukd Gelencke / wann sie wol bey der wärme mit diesem öhl gesetMeret und emgetteben werden/so heylet es undvör» treibet dieselbige. Ein tröpffiem dieses öhls in dieheffti« rasende unnd klingende Ohren gethan/ benimpt dasielblge. Dieses öhl mit bequemen Mutterzapffiein den Wep bernindieGeburtglleder gebraucht/ deßgieicheninep nem trüncklein Wern eingenommen. Ist chnensonder- lich gut und nützlich / dann es hindert alle Verhärtung der Beermutter und solcher örter/ Item es weichet die/ undtreibetjhnen gewaltiglich jrer Blumen Reinigung DasLl.xxxiX.CapM oieum Z.ixiuLllSj»ci deyFr«NYOsett-< Holtzöhl. ^ Imb Susjsci so Viel du wilt/zerschaben/ odermitei- ^ ^ner Segen/Segenspahn darvon gemacht /seynd der ^ Spähn ein pfund / so nim darzu das besten Malvasier« 1. pf. (wann du es durch eine Retorten treiben wilt/daS tst distillire/ so du es aber unter sich treiben wiit / so darA stu keinen Malvasier nemen.) Vermische es wol untereinander/ Und thue es in eine Retorten/darinnen lasse es also vermacht Tage m einer knden wärme im Ssm-r ander AG an der Sonnen/im Winter in.einer Stuben stehen/ dan lege die ^.crorram in ein Reibasche/ darin eims Fingers dick Sand feye/bedecke die kerorrsm gar mitSand an / und an den Halß der Retorten lege eine zimliche grosse Vorlage/vermach die Fugen uff das allerflelssigste:Dan so macheFewer in denOfen/und distillier erstlich imAn- fang mit gar gelindem Fewer / darnach letzlich mit gar starckem Fewer/ so wirstu am ersten ein Wasser/ darnach ein öbl bekommen/welchen der 8 pirirus gibt. s Es fehret aus der Retorten wle ein rechterRauch in dieVor- lag oder Recipientenjlaß alles von ihm selbsten erkalten/ Nimb die Vorlag ab und scheide das Wasser vom öhl. Diß öhl pfleget übel zu richen vom Brand.^Das kan aber wolriechend werden wie allbereit droben bey andern öh- len gedacht worden. Krafftund Tugendtdes Frantzoscnholtzöhls. Krafftund Dieses öhl wird fkirnemblich für die Frantzosen unnd Würckung. alleKranckheiten gebraucht/ so von Frantzosen herfties- sen unter ein halb Pfundt geleuterren Zucker io. oder mehr tröpflein (nach dem man es starck haben wil/) von diesem öhl gethan/ und kleine Küchlein darauß formi- ret / von solchen alle Morgen eines genossen / verzehret alle Wehe des Haupts unnd böse Frantzöstsche Fluß im gantzenLeib. Von diesem öhl z. oder 4. gran in einem Trunck Wasser eingenommen/darauff4. stunden geschwltzet/ solches ein Monat gebrauchet/ darnebenkein SaltzoderGe- würtz/auch schleimige Speise genossen/ sondern ordentlich und nüchtern gelebet / reiniget das Geblüt/ erö ffnet die Lung und Leber/und wendet dieFrantzosen und alle ihre Schmertzen/ ist gut gar feisten Leuten/ esheyletdie Zöcher im Halse und alle außwendige Blattern / Frantzöstsche Schäden / sie sind an was örtern und stellen sie wollen. Wieichl^.L. dann selbsten einen Patienten gehabt/ welchen der 8crarikczrorverwarloset/ daß ihme sein prXpurium fast gar a morbo^zllico war hinweg gefressen/und viel böse puttulas Lc crutta, 10 kicie gehabt/welchen ich innerhalb 5. Wochenzett mit diesem öhlund andern kicäicsmeoris curiret/ daß ^ er innerhalb Jahreszeit mit einem jungen Erben wieder erfrewet worden/ demesonstenderksilz« oderbsräus ?oolor das Glied hat wollen hinweg nehmen. Das Ll-XXXX. Capitel- Oleum c!e Lakorcc, öhl wird also gemacht: NiM ein halb Psundt Bibergeyl- öhl. Bibergeyl/zerschneide Und hacke »hn klein / thue es in ein Kölblem / geuß darauff lautern Terpentin4. loch und ein halb pfund guten gebrandtcn Wein / reinen/klaren/gewaschenen und außgeglüten druckenen Sandt ein halb Pfundt/ setze den andern kolben darauff/auff den ersten verbundenen laß es zusammen m M linder wärme 9. Tage stehen: Dann eröffne es / thue es zusammen in ein Waldeburgische Retorten/ lege diein ein Reibscherbe/ unten im Scherben muß eines Fingers Das Erste Buch. Das cl.XXXXl. CaM.. l)c OIco l.»llni, Hder I.»u6»i><§hl. ^ImdespulverlsirtenI.2ucjglli2.Pf.thuee6ineinett ^Hafen oder Topff/geuß guten gar scharpffen Wein- l.zu2olnyder Oulci^ Krafftund sie gantz und gar mit durchgereuceter Äschen / fornen an den fchnabel setze oder lege einen zimbkchen grossen Kolben/ und distillier erstlich mit lindem Fewer 6. stunden/ so wird das ^us vltX oder Brandtwem / distlllirso/ lang/biß nichts Herdbergehen wil/dann so höre auff/laß alles von ihm selbsten erkalten / scheide das öhl vom Wasser wie bey dem Zimmetöhl gedacht worden / und hebe es fieisslgauff / reuchtesnach dem Brandt/so wehre ihm denselben wie auch droben angezeugetworden. Rraft tm LVürckung desVibergeylyls. Diß ohl ist das Principalsrück wider den Schlagund xvurcrung. schweren Gebrechen / daßmandemKrancken dengan» tzen Rückgrad hindenwohl schmieret/ ein tröpfflein in den Mund genommen/ bringt vor allen andern Dingen die verlohrne Sprach wieder,/ so vom Schlag ist aussen blieben/stillet das wehe desHaupts so von kalten Flüssen kommen / ist sonderlich köstlich gut vor alle kalte Kranck- Seiten/fürnemblick zu den erkalten Nerven / Sehnen und Gliedern/benimbt alle Kalke/wendet denKrampff/ das wehe der Ohren/ derZähn/unddesHalses. Trei- bstdas gelieffert BlutvomHertzen und den Ham/zer- trcibt die zerstockte Milch in den Brüsten/ bringt^ie krumme lahmen Glieder so vom Schlag verletzt seyn worden / wiederumb zu recht / vertreibt das schänden d« Glieder/wehret der SchlaWcht/ir, MMv'TtcN» «NW?'-!'" - ^IM dieses «umm!Leo2oi,ö i. Pfstoß es klein/thue Gettjoilt-- ^ 'es in einen Topff/ besprenges mit gutem scharpffen öhl. Rosenesslg/lege enie stürtze aufden Topf/ und verlutire es gar fest/ setze es uffcin Kohlftwer/ lasse es zergehen/ es wird starck riechen/ alsdann Mache deuTopffwieder auff/schütte eö in ein Blase/geuß Mehr fcharpffenRofen^ essig darüber/ und laß es auff dem Fewer sich cxilccircn,^ und itt einK'olbenglaß gethan/und mische darunter Ro>^ sen/RoßmariN und Lavendelblumen/ Indische 8pic« und gelben Sande!/ geuß guten rectificirten Zpiriruni Vmi darauff/und distillier es mit lmdemFewer herüber/ so öekompstu ein schön braun wolriechend öhl. Tugend deß äls-OuIcjs ohls- -7 . . Dieses ist ein sehr wolriechend öhl/jedoch ist in öet^- Krafftunö i^.. ^ ftlhrnuß feine Krafft und Tugend keine sonderliche Anzei-Würckung ^ - gung erfunden worden/allein daß es zu gutem geruch ge- desselben« braucht wird/ als zu Mancherley Trochische oder Rauch« - ^ . kertzlein/deßgleichendie Kleyderundwasmansonstett wolne chenb haben wil/ damit zu salben unnd zu bestreb' ^ - chen/auch kan man die HaNd damit wolriechend machen,' Das cl.xxxxill. Capitel. ^ oleuw Lers »der hlMUrkes ZVacdööhl. ' <. ^ D M^Anndu diß henlich unnd gantz vollkomMm «tWachsöhl ^ ^seinen rechten Krafften habenwilt/ so muß das wie daszn Wachs/ ehemanesdistillirkalso pr-pariretwetden.'pr«pariretk^ . ^ Nim Wachs so viel du wilt/ thue es in einen reinen Tie->' gel/laß eS uffernem lindenKohlfewerzergehen/wautteS zergangen ist/ so habe ein wette Reibaschen mit Wein/. 7. barein H?ußi>as zerlassen Wachs hin und herwiedcr/ daß esfem dünn auf oemWein gestehen und schwimme / mm dasWachs wieder aus dem Rechaschen vom Wein/ und thue es wieder in den Tiegel/ laß e6 wieder wie zuvor zergehen/und geuß es aber in den Wein/ dann thue es abermals in den Tiegel/wan es fleust/so geuß es wider m den Wein. Solches schmeltzen und m den Wein Hiessen muß 7. mal gestehen/ so ist das Wachs rechtgereinigtzum distilliren: Nun zerschneide das Wachs an einer kühlen stelle gröblicht/ lst dasWachs 1 pf. so Mm darunter klein zerflossen außgcglüet Kisselstein/thue es zusammen m eine Retorten die gantz rein/fest und starck sey/lege die m emeReibasche/besthütt sie mitSand / und an den ftbna- oel der Retorten em grosse/rechte/ weite/ geraume Vorlag/und mit guten Leimen vermache die Finger a,-r wol/ und fahe an zu diMiren mit gar wenig linder Fewer 6. vder 7. stuitd/ und eyle ja im dlstilliren nct / darnach star- cke das Fewer bey wenige/ so wirstu erstlich em Wasser / darnach ein öhl bekomm/welches in der Vorlag wird gestehen und gerinnen wie ein Wachs / starcke das Fewer / so wird es aus der Retorten in die Vorlag gehen wie ein Rauch/ Dampffund Nebel gar dick/ das nennet man 8pii iru; und dieweil dieselbige gehn mustu dasFewernit lassen abgehen/ sondern starcke es / biß der dicke Dampfs gar herüber gehe/undbie Vorlag wider licht/ laucer und klarwird/alsdann laß das Fewer abgehen/und allesvon ihm erkalten / dann hebe die Vorlag ab / unnd weil das Wachs in derVortag geronnen und hart worden/so halt die Vorlag m emen Kessel voll Wassers/laß das Wasser warm werden / daß ermeldteö öhl m der Vorlag stresse / so geuß es also warm aus der Vorlag wieder in die Retorten/lege sie in dasReibaschen Mit sand beschüttet / d:e Vorlag daran und dlstlllir es zum andern mal herüber/ dann mach es wieder warm/und abe; in eineNetotten gegossen wie vor/und also muß dasWachs 6 mal disnlliret werden /wann es in der Vorlag selbsten steusset/ wie ein öhl/so darff man die Vorlag keines wegs in warm Wasser halten. Es ist auch zu mercken/wann man die Vorlag aus dem warmen Wasser nimbt/ muß man sie fein langsam lassen kalt werdm/sonsten wirb sie zerspringen: wan das Wachs die neunmal distillirt ist / so geuß es?aus der Vorlag/in einWaldenburgische Kolben/setze ein andetn Kolben darauffmit Rindern blasen wol verbunden/ setze es in ein lindes ttzloeum darin laß es in gleicher warm 9-Tage stehen/denn laß es erkalten aufgebunden / geuß es ln em andern Kolben/drauffein Helm und distil- lir es in kalnco lVlsnX herüber/kompt nicht alles herüber oder da es schon gar herüber käme/ welches dann nit wdl müglich und selten geschicht/ so geuß es wider zusammen in den vorigen Kolben / den andern darauff gesetzt verbunden Unnd laß es wieder in in gleicher warm 7- Tag stehen/ den eröffnet und wieder distMret/ zum drittenmal wieder wie vorm Kolben gegossen und den andern drauffgebunden/unnd aber 5. Tag m IvlzriT stehen lassen/ letzlich een Helm auffdenKolben gesetzt und distillirt in so viel als herübergeben wil / so wirstu im vorgelegten Glaß ein hettlich köstlich heilsam Und gar schönes Wachsöhl finden. Krafstunb VSörckuttg. '^fft lind Mit diesem Wachsöhl kanstu allerley guteWundöhl WÄckimg. machen/also wenn du in diß öl die gelbeIvhansblümlem legst/ esmiteinander 4. Wochen an der Sonnen stehen lässest und darnach durchgeprest so hastu ein recht guten bewerten Balsam / der alle Wunden heylet. Wachsöistillt und lindert wunderbarlichertveiß das Zipperlein/das reisten MHanden un Füssen/es heilet die auffgenssene Zung inwendig im Mund/ die Schrunden derLefftzen/undschrundenoderrißanden wartzen/ daran die Frawen sonst viel Schmertzen leydeN:Alle zerspalten? Riß an Handen und Füssen heilets gar geschwind; Alle Wundensie seyen so groß sie wollen/ heyletesm kmtzer Zeit: alle geschlagene und gefallene Geschwulst vertreibt es und lindertallenSchmertzen/wenn einer geschlagen und schier zerschwollmund vor grossem schmertzen und Wehe gedenckt zu sterben / so Nimb von diesem Wachsöl i.Loth vermisch darunter t. Loth Ziegelstein- ^ ' öl und schmier den Kranckenfein warm darmit/ e? wirdvon stund an Lösung und Besserung empfinden. HM 7- Das ci.XXXX !VV CaM- Lc c»eum M -Iü-, vom HsmgKhl. kMzShi, ^Zm guten Honig/so viel du wilt/ geuß ihnm ein gu WaldenburgischenKolben/ doch daß z. theil am Kolbeleer bleiben/und nur der vierdte theil deß Kolben? mtt Honig angefüllet werde / thue darunter halb so viel als des Honigs ist/sein reinen/ schönen / klaren außge- glüten sand/vermisch es wol untereinander / setze ein geHeben Helm darauff/wol vermacht/undstelle denKolben also auff eine Reibaschen / unnd umbsckütte den Kolben umb und umbher mitAschen/also dz er halb in der Asche« stehet/ lege an den schnabel deß Helms ein grosse Vorlag und vermack< tue Fugen auffdas allerfierssigste / laß den Leim an den Fugen von ihm selbst truckm werben / dann fahe an zu dlstilliren / erst in iz. Stunden stärcke das Fe- wer/so wird am ersten em weiß Wasser / darnach ein gel- ws mit etliche tröpflein öhls / und letzlich gar eln rothes' wasser und öhl herüber kommen/dMllir solang biß keine tröpsiem mehr kommen / und starcke das Fewer zu letzt^ laß alles von ibmftbst kalt werden/ dann mache es auss und geuß das Wasser mit dem öhl aus der Vorlagewie-- der in den Kolben/ setze den Helm darauff/ die Vorlage darfür wol vermacht / unnd distillir es zum andern mahl herüber/ und geuß es wieder in den Kolben und distillter es zum dritten mahl herüber/ alsdanngeuß esausdem Vol'lag m ein gläsern Kolben / emen geHeben Helm darauff/setze den Kolbenin t^lnco nanT, unnd distilliec es alles Miteinander/ dann geuß das herüber distillirt wider in den gläsern Kolben/ unnd distillirs wie vor zum andernmalin Lalnco Kl-u-iTherüber/ und solch distilli- reu in ljalaco nzriT muß fünffmal geschehe/in der fünften und letzten Dist-lürung so fahe em jedes Wasser und öhl sonderlich/als erstlich kompt ein weisseö Wasser/ dieses ist nicht viel nutz/ darnach kompt ein gelbes Wasser/ wann du das ander tröpficin erkennest unnd kommen siehest/so Nim dw ers? Vorlag hinweg/ unnd setze geschwind ein andere vor den schnabel deß Helms/ und laß alles darein distilllrett/ so bekommest» einröthliches gelbesWas- serund öhl/ welches wasser allerley Tugenden hat / das hebe wohl verwahret auff. Tugen d und trafst deß Honigswasser . Mit diesem Wasser und öhl dre Haar genetzet an der Sonnen getrücknet /macht das Haar am Haupt fest/^ - weich/zart und gelb/gleissend wie Gold. ^ Honigs- )n dieAugen gethan vertreibt alle Hty/schweren und Wässerung Trehnen/allen Brandt heylet es und lassetkeim Narben ^ oder Masen/macht ein schöne weisse gleissende Haut. Dieses Wassers eiM Menschen so in gro sserOHnmacht liget/eMgeben/ bringtjnwiderzuseinenvorigenKräff- ten/ getruncken ist gut für den husten und schnuppen / erwärmet denMagen/reiNlget das Geblüt/ lasset fein et« nige Faulung Von bösen Flüssen im Leib geschehen/ es heylet auZwendig alle Wunden / macht in den Wunden gut Fleisch / und behüt die Wunden vor allen Zufallen. Wann Fleisch in diß Wasser gelegt wird/ wird es nicht stinckend/ wachsen auch keine Würm darin. Die Flecken unter dem Angesicht zubertreiben/ fo soll mandißSehlmit Kampfferöhloder mit Ochsengalle mengen und die Flecken damit bestreichen. Die Brust und Lunge zu reumen den phlegmatischik zehenSchleim abzuledigen/ das keichenund denkurtzen Athem zubenemen / auch den Husten zu mildern / unnd garzuvertreiben/ deßgleichen schwitzend zumachen/den Harn zu treiben/und allerley Uneinigkeit dardurch auß- zuführen/ mag man diß öhl in guten Wein innerlich gebrauchen. Das cl.xxxxv. Capitel. Olcum l^axi, ^der AIehe einen Taxen die Haut ab/ das Haupt / Fuß und AEingeweidhlnweg geworffen/thueihn M ein grossen Kolben/ein rundes scheiblein voll löcher/ mwendig des Kolbens in den Halß gemacht/ und stürtze den Kolben mit dem Halß in den andern Kolben / so in die Erde go° graben ist/die Fugen wol vermacht/ mache oben rundk umbher ein Kohlfewer/ distlllir eiN öhl darauß ^er ä«. sccafum. prasst und N)ür 72. Glieder damit vielmals gefchmieret / bringet sie wieder zu ihrer vorigen Krafft und Stärcke. Das (II.XXXXVI. Capltti. Oleum L^korbii Hder^uxkorizü§hs, Lupkorbii- tZ^As Oleum Lupliorbii wird aber auf dieweiß pr-e- shl. ^^pariret/wie das öhlvon dem 8rorzce calsmirz, deßwegen unnötig dessen Zubereitung zu beschreiben/ besihe droben das i88.Cap. da du finden wirst was vor ein Zusatz ihm solle zugethan werden. Olei Küptwrjziu Das OleUm Lüpko, oü ist einer sehr hefftigen / bren- Nenden/hitzigenKrafft/und ist bisset und bequemer zugebrauchen/dann das Lummi an sich selbst» Starcken Leuten einen tropffeN oder zween eingegeben/ist für die Pestilentz gut. Vffdte Fell unnd Nebel der Äugen gestrichen / fristet dieselbige hinweg. Die kalten/lahmen und schwindenden Glieder damit gerieben/ bringt dieselbige wider zu recht» Vor die biß und stiche der Schlangen dlenet es. Man kan es auch in Pflastern gebrauchen/ damit die Speisen und was in den Leib gegangen ist / heraUß zu ziehen. Wermit der Schlaffsucht I.criiarAiagenandt/ beladen ist/ und man ihn nicht erwecken kan/ mag mit diesem öhl eusserlichen am Haupt geschmitet/ sichtlichen widet «rwecket werden. Würckung deßLu- ^Korbil. shls» Das Etste Buch. Tugend und U?ürckung deS Zcrz^illlöhls. In Wein eingetruncken/hilfft es wider alles vergifft / sonderlich.vordie 'Schlangestich unnd anderer gifftigen ^rafftMd Thier bisse. Es dienet wider den Schwindel. Wurckunüd Die Schaden der Glieder so vom Krampst/ dehnen dergleichen Gebrechen verletzt seyn / Item den Schmer- tzen der Lenden Und Miltzes / unnd was von Kalte vernr- fachet würd/benimpt es. Diß öhl den Weibern in die Nase gestrichen/ ist gut im hefftigen entböreN der Behrmutter/ auch treibets ih- nen aus die todte und lebendige Geburt/ deßgleichen ihre gebührliche Reinigung. Es erwärmet auch dle Behr-- mutter. vrz die schwangern Frawen sollen sich dieses vhls enthalten. Bas LI.XXXXIX. Capitel. Oleum Lroci Saffranöhl- ^>As öhl wird durch Instrument distillirt / treibet den Bauch hefftig. d^ora.Wegenseinerheffrigen/hitzigeN und brennenden Krafft wird es am Zusatz oder Vermischung anderer Dinge nicht gern eingegeben. Das ci.XXXXVll. Capitel. Qleum O^o^anscum Hher O^o^snaci5» öhl. Oleum Opopsnici wird bereit wie das Qleum Besihe droben das 188. Capitel. Tugend tmb U^äriLungdes Oxo- s>ZllZcis-öhl. Krafft und Dieses öhl ist vielfaltiger Tugend/ in und ausserhalb Mürekung. des Lcibs zugebrauchen / ist sonderlich einer warmenden subtil erweichenden Ktafft / mit süsseM Wein eingenommen ein paar Tropffen dieses öhls benimbt den Husten- Dienet auch zu allem Fähl Unnd Gebrechen des Miltzes. Ist gut der beschädigten Blasen / heilet sie von allem Grind und Verletzung / benimbt auch dieHarnwinde. IteM/stillet das hesstige Grimmen / Leibwehe unnd Seitenstechen« Ausserhalb ufdie gifftigenCarbunckelblattern gelegt/ macht dieauffbrechend. Zu den umb sich ftessenden gifftigen Schäden/ dienet es gar wol/ dann eö solche trücknet und mit Fleisch auß- fullet So man es in die Mutterzäpfflein / in die Geburts- Glieder gebrauchet / förderr es der Weiber gebührliche Zeitund Reinigung/ zertheilet die Winde in derBehr- mutter so sich in den Geburtsgliedern samblen/ die Geschwulst und Verhärtung solcher Glieder und örter mildert unnd erweichet es/ doch ist es nicht gar gut an den schwangern Frawen gebraucht. Wenn einer von rasenden Hunden oder sonsteN an- demgifstigeMVngez,efferoder Thieren beschädiget / so ist es gantz^ktztichen m derselben Artzney zu gebrauchen. Für das unteidenltcheHüfftwehe und Schmertzen/ soll man die Hüftte damit salben. Im Podagra unnd andern schmertzhafftigen Gesuchten der Glieder und Gelencke/ soll man dieselbige örcer damit salben oder schmieren. Trincket Man es in Wein einsoisteinkräfftige Artzney wider das hesstige ftören/ schüttern und bebern deß Fiebers. Das ci.xxxxvili. Capitel. Oleum 5ej?srml. OI-um 5e.t7>Ieses öhls Zubereitung geschichtwiedie Auberei- xscjg, '^tung desoici lwrsci« cslsmirseidarumb besihe-dro- hmdas »88. Capitel» wiedro- Ein gemein ' benvonZimmetrmdenöhl verMelöetist/ sonsten ist nerweq auch ein anderer weg/ wie man aUs allen Specereyen ausSpece- ' und Gewürtzen ein herzlich öhl haben kan L Als nemblich rxyen öhlz ^ aufffolgendeweiß.. machen. " ' Nim Mandeln so nitgarstich und alt seyn/ zeuch jnen Mandel« die Haut in warmen Wasser ab/ zuschneide sie sem klein/ hhl. laß sie also ein Nacht im kalten Wasser liegen/dann niM sie HeraUß/ laß sie ein wenig truckeN merden/zerstoß sie in einemMörsel/ legs in einenTiegel/machs wohl warm/ in ein Säcktein geschwind gethan/ und außgeprest/so be- komst du em frisch gutes Mandelöhl/ das hebe fleissig auffi Nim den zerstössen Saffran/ovet was fürGewürtz du wilst/ geUß Mandelöhl darauff/ jedoch Mt viel / vermisch es untereinander / daß es wie ein dicker Brey werde/thue es in ein Glaß/ laß es fest verbunden an einer warmen SonNen z. Wochen stehen / dann thu es aus demGlaßlemherauß mein Sacklein/ und presse es mit Gewalt herdurch / daß es alles herauß komme/so bekommest du dein Mandelöhl wieder / in welchem die höchste Krafft und Safftan verborgen/ die solru vom Mandelöhl abscheiden/geuß das Mandelöhl in ein kleinen Kolben/und auffsolchs geuß eiN gar guten probirtenBrand- tewem/daß eilt pahr Finger breit über das öhl gehet/setzt ein andern blinden Kolben darüber/verbinde die Finger wol/ setze es zusammen ins balneuni ^riL. laß es darinnen m linder warme 6. Tage stehen/ dann nims herauß / Mache eHauffgeuß es aus dem Kolben in ein Gläsernen Kolben / thu em geHeben Helm darauff/ setz es in ein Reibasch inAschen / setz ein Gläßlein vornen daran/ die Fugenaufs das gehebstvermacht/ und dlstilllr es mit gelindem Fewer/ so steigt der Ärandtwem Unnd das Saffranöhl miteinander herüber/ und bleibt allem das Mandelöhl am boden deß Kolbens legen/ den Brandtwein vom Saffranöhl scheid also: Geuß es zusammen inemKolben/ einHelm darauff wohl vermacht/ setz es ins Lsioeum , ein Gläßlem daran/unnd di- stilltrs Mit sanfftem Fewer/!so kompt der Brandwein in das vorgesetzte Gläßlein/ und bleibt das olcum droci oder Saffranöhl gar starck/ köstlich unnd gut aMboden des Kolbens / dasselbe hebe fleissig auff. Krafft vttdÄOürMngdeßSaffranols' Saffranöhl ist das allerbeste/ und vornembste öhl sö Krafft und eines Menschen Hertz erfrewet/ es sey ein Mensch so be- Würckung« trübt un trawrig er wolle/ von diesem öhl nur ein tröpff- lein eingeben/machet ihn frölich / und ist sonsten kein öhl daß eines Menschen Hertz so zuFrewden von Trawng- keit reltzer/als erwentes/ er vertreibet alle Schwachheiten deß Hertzens/als hertzstechen/ zittern / klopffen Unnd seine Ohnmacht/ reiniget das Haupt / das Gehirn und Gedachtnuß / ist gut für das Halßwehe / auch für den Schnuppen/macht ein leichten wolriechenden Athem/ ist den Lungensnchtigen gantz dienstlich/ erwärm et die kalte NiereN und treibt den Frawen ihre BluMe/ unnv wendet alle wehe der Sennen und anderer Adern. Das - eSikschi!:'- den. Besihe das vorige Capitel. Muscatblu- ^ V Rraffc und LVürc^ung. mmöhl. ^ Diß öhl P gar köstlic h und gut wlder alle Ohnmackt/ -tz in die de. Capitel. Oleum ^lacis^vscatblumenöh^ sZ>Iese6 öhl kan wie das S affransöhl zubereitet tver-- »>->,, Aissske dno! t5/?Nk^<>s "Z«»1 NM. tenöhl. itt dieNasen ans genick und an die pulßader geschmierer: es bringet die Verlorne rörh wider z. oder 4 Tröpfflein in seinem eigne«: Wasser eingenomlnen/verrreibec die Lo- Nca und das Grunmen/verderbe alle Fluß deß Haupte/ starcket das Haupt / behüt vor dein Schwindel und schweren gebrechen/stäreket den?)».'.gen und dieMurter/ wendet das hertzzttrern so vom schrecken/forchr und trau- rigkeit herkompr/e» öffnet die verstopffteMutter undBla- ftn / fördert den Frauen ihre Blnm / tnacbr die Frauen geschickt zu empfahen/treibc das schwere Geblüt so einen deß Nachte- im schlaff druckt/vom Hetzen. Das ddl. Capitel. Oleum nucis §hl- ^XIß öhl wird auch pr^panret wie das Saffran- ^öhl. Rraffe und )lVürckung. Das Muscatenohl ist den obgenandten Muscaten- blumenöhl fast an Tugenden und Wlrckungen gleich. Es bringt die Verlorne Sprach wider / die schwere Zung macht er leicht/ ist gut für schrecken/ macht ein lieblichen guten athem /starckt und schärpffr das Gesicht/ wendet das keichen und schwerenAchem / bringt den Verlornen Geruch wider/erwarmet uiid starcket den kaltenMagen/ die Leber und Nieren/vertreibet deß Hertzens ohnmach- tei»/ stillet denFrauen ihreBlumen und macht sie fruchtbar / ist denen so die Schwindsucht haben köstlich gut/ «rhelt im Leib die rechte natürliche Hitz und starcket den gantzenLeib: Alle öhl/ Wasser/ l'iaÄur, Latwergen- wem und andere ArtMedicamenten von Rosmarin/ Muscatnüß/Kermesinkörner zubereitet/ sind sonderlich gar zur fruchtbarkett und die Rinder m Mutterleib zu- siarcken undzu erhalten /mit Malvasier / Rosenwaster odersonsten gebraucht. Das d LIl. Capitel OIcum jZix>erl5 pfefferHhl. Oehl wird auch prs-parlrer wie dievorherge« ^hende. Tugend deß pfefferohls. Das Pfefferohl ist gar guc den erkaltenNerven/Sen- nen und Gliedern: Als vor den Schlaff/ Krampff/ er- krmnmen deß Munds/ stillet das Hüfft/ Magen/Nieren/ Därmer und Blasen wehe/ erwärmet alle kalte glle- der/ macht den zehen die vom schleim im Magen und Därmen subtil! und dünn/leichtlich außzutreiben/ stillet denFrauen ihreBlumen /'-wehret dem schwindender Glieder/ist gut wider den schweren Gebrechen/z.Tröpf« lein dieses öhls vertreibet die (lolicam und das reisten im Leibe/ auch das Fieber / stärcketund mehret den Samen/ macht lust und lieb zu essen/ hilffr dem Magen da- wen / eröffnet das verstockte Geblüt/ macht fruchtbar/ starcket dasGestcht un dasHanpt/wendet dasZahnwehe. Das Capitel. Oleum ex calvaria VHN Hirnschalen. Hirnscha- von einem dürren Hirnschödel deß lmöhl. "^Menschen gemacht. Niinb ein gantz dürre und tru ckcne Hirnschalen von einem Menschen so getödtet ist worden/ und keines wegs von einem an Kranckhett verstorbenen Menschen/ fem klein zu schabet oder zerfeilet/ giese gar em wenig Wein dran/laß es also z. oder 4. Tag stehen/ thue es m ein Waldeburgtsche Retorten/ und im Sand distilirt/erstlich Mit lindemFeuer/darnach letzlich mttgar starckem Feuer / im Wasser undöhl herüber: Diß öhl hat ein wunderbarltchen Geruch an ihm / dann es reucht nach Menschen. Tugend» Diß öhl wird allein als das allerhöchste Secret und Hauptstück Wider den Schlag und schweren Gebrechen gehalten/ z. grau am Gewicht von diesem öhl in Linden blut Wasser eingeben. Menschen Hirnschalen siUy. Hlrnscha« Es wlrd auch auß deß MenschenHirnschale ein Saltz imsals. also gemacht: nimb denHirnschädel klein zerschabet/thue denselben in ein Topff/ verklebe oben den Deckel darauf/ und las den Töpffer wann er seine Töpffe brennet/diesen Topffmit ein setzen und brennen' wan solches geschehen/ mache den Topff auff / so wirstu ein schneeweiß Pulser finden/ das lege uff ein vierfaches Tüchlein / Stroh und ei« Hchässlein voller Löcher / auch eine reine Schüssel VonderH-iußartznep. 7Z darunter / u-id gcuß ein rein warmes Wasser darauft/ das durch gegossene Waj'jer siede fein gem..chsam übet ecnem Kohlfeuer ein / so wirstu gar ei» wenig Sah sin- den /das hebe stelssia a»ff. Äxraffc und Tugend. Von diesem Sachgw eineiii ^.enschuijo den schlag od^r schweren Gebrechen hat / nur ein weiug emu-der seiner Wl.cluna wirstu dich verwundern. Das ddlV. Cap^tl. Oleum cxolzi^Uö VON!11ieN^ schelibein. ^<>)mb Menschenbern / kleine stücklein darvonge- »schnitten / glüe oder brenne sie m einem realen Schmeltztiege! / und wann sie heißwerden / würffsie m Baumöhl/ dann nimb sie herauß/ thue sie in em Retort und distilir im Sand em ohl herüber^: Wilcu es besser und kräffciger haben so kanstn es machen wie droben von dem oleo cx cal vzi-iz gelehret ist. Tugend und XVürckung. Dieses öhl lindert alle Schmertzen dep Zipperlem undPodagrams/ es vertreibt alle Wehe und Schmer» tzen der Glieder/ damit geschmieret. Das (2dV. Capitel Hhua lan^viniz VHN Menschenblut. 5)^)mb im Meyen Blut von einem frischen jungen »gesunden Menschen/ gieß es m ein schönen glösem Kolben/daß der z. theil vom Kolben voll wird/bmdeem andern Kolben mtt fleiß drauff/ und setze es m ö.,!ucum und laß es inzimlicher guterwarmeso lang stehen/biß der unterste Kolben voller Bl»r wird/ dann das Blut dehner sich auß/ alsdann eröffne es / seue ein Helm darauff / und distillirs iu kalnec» v?z, la'. se> komt em Wasser heruber daß nit viel werth ist / das aber am bo- den deß Kolbens bleibt/ thue in ein Retorten/ lege sie m Asche und em andereRetorren von glaß setz an d?-n schna- bel vermach es wol mit gutem Lmm/laß es von ihm selb- sten drucken werden / dann distillire es herüber / wann nichts mehr gehen will/so laß es von ihm selber erkalten/ dann weiche mit nassen Tüchern den Leim an der Fugen ab/ und gieß daß Wasser was herüber vom Blut kommen ist / wider in eine Retorten / vermach es wieder wie vor/ und distillirs wieder herüber/ solches wider zu rück giessenund herüber distilliren/muß 9. malgeschehen/so ist es fertig. Das hebe wie ein theures Kleinot auff. Rraffe und5VürImb Bleyandrinisch eMyrchen/ alo(.-v!tnc und O- -4- >rlentaltschen Saffran jedeS8. loch, laß alles steisstg pulverisirn/ mit dem allerbesten gebrandtenWein angefeuchtet in ein Glaß thun/ etwas von dem rc .kcu reN Schwefelöldurch den Lampauä bereitet lman muß aber solches öhl auß gelben oder gcaulicheu Schwefel / und wann Regenwetter eingefallen bereiten / so gibt es deß öhls desto mehr) so viel darauffgiessen / daß das Pulver nur Fingerhoch werde bedeckt / in der «^cttion und circulzuoa 2.Monatstchen / endlichwas rin->ür und crlrzliirr ist durch die Neigung darvon absondern / auff dieuffdem Bodm überbliebeneMateri einen gutenge- brandten Wem gicssen / w;ederumb4. Monat circuü, ren/ das gefärbte herauß ziehen / absondern und mit dem vorigen geferbten li^no, 1 vermische/ die Hefen auffdem boden allgemach distillirn/was zum ersten herauß tropffe das thue zu der vorigen und laß es cm gantzen Monatohneöitiillarion circuIiren.Es isteinslieblichen geschmacks/gantz nit bitter/ viel weniger brentzend/ wie es sonstenin den gemeine cl>Üi!Iarzo»u>u^ zu seyn pflegt. Hmbey ist auch sietjsig m acht zu nehmen / daß man die Ä Mst«- Llixii pro, ^>rierstt5« 74 Materi erstlich mit einem gebrandten Wein müsse befeuchtigen/ daß sie gleichsam zu einem Teig werde/ und hernach das Scbwefelöhl drailffglessen: Dann wo solches nir ges.bicht/ so wird die gantze Mater» schwary getrennt/ welches l'keopli rzliu 5 mtt fleiß verhalten. Von jemem gebrauch und Z^räfften. Es isr wte?arzccllu z sagt daß der alte Balsam über- «uß subtil / und hat die Art daß es drucknet und er- warmbr/ und alsovor derseule bewahret / jaesistder vollkommene Llirir, so alle Tugenden in sich hat deß natürlichen Balsams / ein erhaltende Krasst und sonderlich in den alten Leuten. 1. Thut in den Gebrechen der Brust und Lungen gewaltige hülffe. 2. Wie gleichfals auch wider das ansteckender regi- »enden Pestilentz und verbessert den verderbten Leib. z. Führt die viel und mancherley feuchtigkeit deß Magens auß/starckt den Magen zusambt dem Gedärm und kompt derselbigen Schmertzen vor. 4. Kompt den schwindsüchtigen und mit dem Husten md Flüssen behafftetenzu hülffund reinigetdle Brust. 5. Verbessert die erkalrung deß Magens un Haupts» 6. Vertreibet die Schmertzen deß halbe« HaubtS zu fambtdem Schwindel. 7. Benimbt die Nebel deß Gesichts. «. Starckt das Gedächtnuß und Hertz. y. Stillet das jucken und Schmertzen der Darm und Rippen. z 0. Zerbricht den Stein in den Nieren. z 1. Macht dem Quartfieber ein eudt. i2. Verwahrt vor dem Podagra und psrzlyz. ,z. Gcharpffet den Verstandtund alle Sinn. 14. Vertreibt dieMelancholy und bringt wider die Verlorne Freud. 15. Hält das verdrießliche Alterund graue Haar zurück/ und erhelt den Menschen gleichsamb jung. 16. Verlängert das auß übermassigen fressen und sauffen abgekürtzte Leben. 17. Heilet alle innerliche Wunden und Geschwür in lurtzer Zeit. 18. Vnd nimbtalle kalte und hitzige Gebrechen durch «»verborgene Eigenschasst hinweg. Gewicht. Wird von 6. biß iO. undi^.Tropffen in Wein oder einem darzu bequemen Wasser eingenommen und ge- braucht. Das CdVII. Capitel- Le^varmm Minerale. A^Imb 5a!is serrz? io. loth Weinstein 12. loth/ ^ ^spießglaß zi. loth/zerstosse miteinander/ und rhue nacheinander in einen glüenden Schmeltztiegel / wann er fliesset / so gies es auß in ein Gießbecken /so wird sich der us setzen/ den schlage ab/ so wirst» von einem Pfund 7. oder Z. loth bekomwen. Nimbdiesen, thuedarzu Hsercnlji subli- mzri gleichviel/zerstosse es untereinander/ undthuees m eine beschlagene gläserne betonen / lege da einander Netortenfür/ undverlutir es wol vnd treibe mit offenem Feuer gar gemach / wann es nit mehr tropffen null/ ßo regier das Feuer / so kommer ein weisser lpirirus. zu letztem kvlerLuriuz VIVU5 herüber/ und treibe alleö mlt einanderherauß / in collo KecorrT henget sich cnein CwÄlizris den nimb ab / was aber herauß getrieben/ das nunb mit der Retorten da esemgangcnlst / lege es m Sand/ distillire eS mit gelindem Feuer / du must ab^r den Halß an der Retorten sein sauber außwischen Mit einem Tüchlein / wann du sihest die weisst chiricu!, kommen und es im Halß der Retorten beginnet zu schwar- tzen/so höre auff/damit der ^lercurius vivusmtmit herüber steiget / das herabgegangene kanstu noch einmal arensm reHikciren. Nimb diesen l-iczuorcm so Viel du hast / gieß darzu tropffenweiß und gar langsam Zpirirus irri an gewicht gleich viel als diß l^i^uansist/ so wird es anfangen zu prausen/ stopffe oben das glaß fest zu/ biß es außgebrau- sethat/ so gieß wieder ein wenig darzu/ und also fortan biß der 8p>rirus -ni gantz drin ist/ so ferbetsich derlei- c^uor gantz blutroth / und solvirt sich / setze es miteman- »xr in einen nidrigen Kolben der beschlagen ist / zeuch den Aas Ander Buch/ Zpiiirum I^Iirli davon/ daßgmitz truckenwird ii, ^icn» oder Sand/ wann das geschehen//so gieß du noch/ so* duzuvor gehabt hast 11 loth/Z^nru!; ^'in, z. lorh.d .ir zu / und schütte es mit dem abgezogenen über die truckene Materien wider / zeug es wider wie vor ab / und gieß noch z. loth lpirirUS irri darzu / und zeug es zuletzt gar herab/ so findest» am Boden eingebe außgetrucknete Erde / die ntmb herauß und reibe sie auffeinem Stein gar klein / thue es in eine Reibscherben und setze es unter ein Feuermauer / glühe es ein halbe Stunde wol auß/ wann das geschehen / sozundeeinen hinrum viai darüber an und laß ihn außbrennen so ist es bereit. Sem Gebrauch und Gewicht. Von diesem Pulver 6. gran in Cardobened icten/odek gieß Kletten oder Theriacwasser / deß Morgens früh genommen und wol drau ff geschwitzt und auffden Abend noch einmal gebraucht / ist ein treffliche Artzney wider Gisst/ vertreibt alleGifft und PestilentzischeFeulnnssen/ auch die Pestilentzische Fieber / einmal oder drey gebraucht. Das ccviil. CaM. Oleum H>Imb l^ci s. Pfand Weinstein / Saltz/ jedes zwey ^Pfund / reihe diese z stück untereinander auffdas kleineste/ nemb hernach einen Sclmieltztiegel/setze den in das Feuer/ wirffhernach das Pulver Mit wenig hinein/ laß es wol glüen / und rühre es stets umb mit einem Holtz daß durchauß glüend wird / so wird es werden wie ein Muß / setze es ab vom Feuer und laß es kalc werden/ reibe es wieder auffeinem Neibstem zu Pulver / schütte das Pulver in warm Wasser / und ablmr es so lang biß das Wasserkein Saltz mehr außziehen wil / thue das Wasser in einen alasurten Topffzitjammen lege ein paar schmal geschnittene wülle Lappen darein / so wirdsich das Wasser herauß ziehen/ setze dann einenKolben darunter/daß es darinnen bey linder Wärme «brauchen/ daß es gantz trucken bleib / so wirstu finden ein Pulver am Boden deß Kolbens ligen/ dasselbige Saltz reibe wider auff einen Stein / laßes drauffligenund setze es m ein Keller/ daß die eine Ecke abhängig stehe/setze darunter em gläserne Schale/ und lege dievorhingebrauchte wullene Lapplein darein in das Pulver so wird sich das Pulver solviren und durch die Läppichen m die Schalle abtropffen: Diesen I^iquorcm hebe auff / glüe hernach andern Talck/ so viel als du nitnmest daß deß l-iqnoriz genug seye/daS'l'.'ilcum dann abzuleschen/und glüe das 1°al cum noch einmal oder vier und lesche es in einem fri° schen Wasser ab / nimb das Wasser und laß es abrau« chen/so bch.iltestu wie zuvor ein Saltz / so laß es wie zuvor im Keller fliessen/so hastu ein Herzlichen I. iquorcm. welcher das i'zlci genennet wird und istzu vielen Dingen trefflich gut. Rraffeunb n??N ckunA. Sein Gebrauch ist sehr trefflich gut zu den alten faulen und übelriechenden Schaden zu curircn / derselbe» Geschwulstzu vertreiben un deroSchmertzen zu lindern. Das Cd!X. Capitel. Oleum cranei kumam'oder Menschen Hirnschalvhl ^>^mb z.oder4. Hirnschalen / derenMenschen so ju- Oek vsn ^ ^lificii t worden und mt begraben gewesen. Feile sie Menschen klein/ oder zerstosse sie mit einem eissernen Pistill/ setze es Hirnscha in eine Lucur-->icam«nd la^'es sechs Tag in Roßnilst len. stehen/oder in warmen Marienbad / dtstillireoherna- cher durch ecne Retorten / erstlich nm gelindem Feuer/ hernacher aber mit starckem : Dann! gehet erstlich das Wasser/ hernacher aber das öhl meiner schönen Goldfarbe/ aber es stincket gewaltig. Krafft dieses Ghels. Dieses O?l ist in allen Wehetagen deß Leibs sonderlich aber m der Lolics ein sehr treffliches ^rcaizulii Lllenria cranei kumani. DielLssetty Menschen Hirnschalen. Nimb gefeylet Menschen Hirnschalen von justificirt? Hirnschs- Perssnen/ gieß guten Salben-Brandttnwein darüber/ len Essentz, t.Hin- '5 B Mt?: !»A ß« ' liWc, - - ' i-... i!- II! ' ^ '»Hl l Von derHaußarßney. ^ Finzerhoch'/ laßes l4.Tage6iAe>ii-ün in emem b-il- veomelnem verschlossenen Kolben/diMir es nachmal durch em Netorten / alsso das du das Feuer durch die gehen lassest / wann nlchrs herüber mehr gehen wll/so stosse dle in der Retorten überbliebene Materien/ giesse das herab distlllitte Wasser darüber / laßesacht Tage pucrclciren/ und distillir es wie zu vor/und solches wlderholezum dritten mal. Endlich (.urc^iir slles mit einander etliche Tag / zeuch den Salbey.Branrenwem davon ab/ so wird dle kllimnz der Hirnschalen au^dem Boden verbleiben. 75 Brasse UttdN)ärc?ung. Von dieser eines halben scrubel schwer mit iindenblütwasser / vor den Anfall der schweren Noth tLnde deß Ersten Buchs oder auch in del schweren Noth eingegeben/ ist sehr tref» lichgut. Das (üdX. Capitel. Lllencia ^lexireri^. mb Campher so viel ou wclt/setze es an süßMan- delöhl in , diß sich der Campher in ohl solvirt/ dieses c»Ine und circu',! die d.c>!!>ru! ÄM ein weil mic gutem icu vini, distillir eS hernach damit herüber/und sc-pgrinntt gar gelindem Fener den lpilirum vi- Nl davon/zudet ctlcnciz. Misch so vitl^IN- äiui-Xeroci biß es eine rechte Goldsarb bekommet / ist es bereit und ist die treffliche / und wunderbarlicheArtz« neydlePestzucuriren/auchdavorzufiXscrvucll. Vrsachen warumb der Autor das Artzney- bllchzu schreiben vor die Hand genommen. Bas Ander Buch/ Der OeconomiT, ^-zrricuzgenMdt- Iu Teutsche EinArtzney buch oder em ^>auß-Aryney. Das!. Capitel. Deremgangzu diesem Buch. mir auch wol gantz wol bewust / daß ich eine X^/grosse mächtige schwere Last auff mich lade / und mich dessen unterfange / das fast über mein vermögen/ und daß ich auch von den Apoteckern und I^eäici-: bißweilen werbe redllch übergezogen werden / daß ich erli- chermassenzuvielaußdem Rath sebwetze / bißwellen auch mtt emem Alchymistischen Pößleln werde gezogen zommen. So überwindet mich docb die Warheit/und die Liebe gegen meinem Necksten/uud die ersahrung/daß ich muß geradezubekennen/ und lc-zphzm nennen/man habe nurs vor übel oder nicht. Ich weiß wol/ daß die Galemsten und Theophraftiner widereinander seyn/ weiß ich wol/ daß lch sie mtverrragen werde: lch halte sie aber beyde für gute Leute/ und gilt mir gleich/ ob mich ein Galenist/oderTheophrastmer curiret/wann mir nur geholfen wird Es wird mir blßweilen der Galenist/ bißwetlenderTheophrastmer ein Punct stechen/ und meine Sachen die ich deß mehrentheils auß Erfahrung hahe tadeln und straffen: Aber ich werde die Ohren an denKopfflegen ilnd dencken müssen/Thue recht/scheu niemand / die erfah rung wirds wol geben / ob lch recht oder unrecht schreibe. Wann lch für gelehrte Leute etwas schreiben solte: Well ich aber den emfeltigen Leuten schrelbe/muß lch mtt Emfelttgen emfeltig seyn/ und mit ihnen reden oder umbgehen wie man bey gemeinen Leuten pfleget zu thun Wer es besser weiß/ dermachees besser / es ist emem jeden seine Besserung wol gegönnet. Darnach bitte ich emen jedern gute» Freund / za auch Bekanden und unbekandte / sie wollen mir das Buch ungeschoren lassen/und da jeme-nd gerahten undgcholffen wced/ nicht lNlr/ sondern Gott dem He Mi darfur danck- barseyn. Gereth aber e«nem die durz nicht / so mag ergeden- cken/ daß er vielleielit die Medikament nit recht zugerichtet/ oderdas chm Gocr das Glück nitgeben will/ sondern wil lhn noch^ln zeirlang unter dem Creutz halten/ odergarvon ihnen abfordern/ oderdas erkemegure 6>- zcramhalte/odereinenbösenconltcüacionist/ oderein Hunuz clim^tcn icnz vorhanden/ oder daß er Nlcht recht gute Materialien dazu Nlmbr / oder was sonst anders darzwlschen kommen kan / dann es können offtmals eine guteLmam vielSacben hindern / davon lch jetzo weit- leuffigernicht sagen w^!. Man lest offr Kreuter/ Wur- tzeln/ Samen und andere Mareriallen auß denApote- cken holen/ dle verrottet/ verlegen und von allen Krass' ten kommen seyn/diezurArtzney nicht mehr dienen/und richtet emeArtzney zu / die darnach nichts oder gar wenig hilffr- Ja man kan bißweilen Sachen außden A- potecken bekommen / die zwar an sich selber wol gut zur Artzney weren/aber wann sie Verdorben seyn/ sv werden sie zue Gisst/ und i'eljfen dem Pacienren bald fort/ daß craci p-ux, gehet: wle dan das Blbergell thut: das ist den Sechswöchneru eine herzliche Artzney/ wann6aberoderalc/ sehwartzundfchmerlcht ivuv / so brmgtö den Todt wie ich auch emmal ein ^pempel gesehen an meiner fromen tugendsamenStieff-- mutter / welcher Seelen Gottgnadig und barmhertzig sey / davon lese man^vicennzm m lumma lecunäa v^nenorum ex^Iicar>8 c. 1 >. derer dinge findet man viel in der Natur/ undinderApoteeken / damit mancher ^ cclicu5 vbel zu Massen kompt /wann er sich nitvorsihet. Drumb ists sehr gut / wann im em Vieclicus m seinem Hause vorsieh undseine Patienten selber eine ?lpotecken anrichtet/ und nnnbt rechte gute srifthe neue Materialien da zu/ sokanersichnechst GottauffdiesUbige verlassen/und nur semer Eura desto leichter fortkommen. Ich solte hier auch wol sagen / was man vor.^u cores lesen solle/ wie ich in andern Büchern auch gethan / so sind derer so viel/daß ich sie nit alle erzehlen kan / dann m reme6>2 vtel gutes dings geschrieben ist / von vielen vortrefflichen ^leciieiz, beydes bey den Galenrsten und Theophrastlnern / aber meines erachtens solten emem gemeinen Man alle OpetitSuzIrkeri, tterm^nrnRy- fen nit undienlich seyn/ dann er in aller Einfalt viel gutes dmges berichtet / darum sich einfeltige Leute wohl schicken können .Item/ deß kntij Hpcculum iViccjicinX. Sonderlich aber kan im em Haußwirth zeugen / die HaußapoteckeHieronymi Brcunjchweigers/ 1 lUS ?ÄU^>crum genandt. Item / em Büchlein/ Anno 1564. zu Magdeburg außgangen/ dessen Tttel ist/ Apo^ tecke vor den gemeinen Mann / der die Artzte zu ersuäieu am Gut ntt vermag, l^). Io.inni8 On-in^ri 7lrtzi?ey- undPracticnbüchlem. Iacol>> 1^0^, ^^ lvm neues Artzneybuclv Item sein^reuterbuch. l) (Dl- wulcii Gabelkövern Artzneybuch/ und en.dere derglei- che/ Büchlein mehr/ die einem gemeinen Mann zm lecke Nachnchtung geben. Besiehe auch deß Kouueiccii oKcin^m. Wie man emer jedern Kranckhcit Sitze / Wohnung oder Lcncluw suchen und finden soll. Besiehe l-eoukal- 61 loacliiml L c>>i mcincZli-i in KÄliz, c. I. . Das Ii. Capitel. Vom Hauptwehe und Vrjachett aller Hauprkranckheiten. ^?Ir wollen aber vom Haupt und desselben Kranck- ^yeiten anfangen / welches nach dem Het'tzen fast - das edelste Glied deß Menschen lst / aber es ist auch viel .-ch^, lerley Kranckheiten unterworffen / dann alle Fehl und Gebrechen derAugen / der Nerven oder weissen Geä- ^anckkei. ders entspringen vom Haupt. So fallen auch mancher- t r- leyFlüsseaußdem Hanprherab ln dleAugen/ Nasen/ ' Ohren/ Halß und auff die Brust / und sind v:el andere ' Kranckheiten mehr / die ihren Vrsprung und Herkommen auß dem Haupt deß .vienschen haben Wer mm solche Kranekhelten auß dcr Kunst recht hei- lensoloderwil / dermußallezeiterstilchdieVrsach der Kranckheiren wissen/ und durch bequeme oder dienstliche Artzney dieselbige wegnehmen/ wann die weg ist / so lst dem Patienten schon gerathen und geholffen. Les'kzla^iz.czsiiris cicz>Ql cit, Hauptwehe / aber Le- lst das langwirige Hauprwehe. Das Hauptwehe hat mancherley Vrsaclx n / dann es kompl bißwellen vom Haupt selber / bißwellcn aber von G ij andern 76 Das Ander Buch/ Hauptwehes Vrsa« chcn. Kranckhei« andern Gliedern / bißweilenvon aussen/ als voi» schlagen/ flogen/fallen/ oder von der Eonneiiaber vomzu- kunffcigcnVngewitteroder bösen As^ecten / oder von Winden/ von ^alt oder Hitz/ oder von vielem Geblüt. Wann daö Haupt von sich selber einem wehe thut / und keine andere eusserlicheoderfrembdeVrsachhat/ so wehrer dav Wehe nicht stets. Ader zum meisten kompt das Hauptwehe von Dünsten und Winden/ die auß de Magen hmaujf ins Haupt steigen/wann man nun dieses mercket/so muß man nach- tenckenvon welcher Complexion dasselbige auffrichten oder auststeigen deß Magens komme/ und muß darnach tueselbig gefundene Complexion purgiren. Diesetbige ist auch bald zu finden/wann man nur der Menschen Complexion weiß/nemblich/ ob einer ist ein Zznzumeus oder kt)Ic^mzr>cus 0derLtioIericuz,0der eiN^cIsnckoIicu;. Drumb ist ihm hoch vonnöten/ dz ein jeder wisse/wel- cherComplexion er ist/und welche feuchngkett in jmÜ8 oderilavalziliz. Also ist auch gut/wann ein vicciicu 5 einen Patienten curiren will oder soll/ daß er ihn ansehe / und erfahre/ welcher Complexion er sey/ darnach er sich hernach nm seiner Curazu richten wisse. Vcsiehe weiter vom Haupcwehe im folgenden 4. Capit. Vsn den ^ranckheiren. Wer enien Patienten glücklich curiren wil/ der muß ren glücklich grosse ?lchtungauff den Tag und Stunde geben/ darm- zucuriren. nen er iranck worden ist, Wieauchi^Lirncs tcus sagt/mulrum reseic in lioia Primus morizi io- tulcu?» 6. ^>ie!'.Lizciirui an ^c> rcin^occ ni nrru tinc , zuc mccjiuin coeli czccu^cnc: ^Iu°; iiL conktiruci, coliaplis ziiv^ui vuilsuz, 0^15 lul)mm>lt>.i!zlinr, ^>^ltanr!sIiilNU8 mecii- «'ns^cillcr. Zcrucail i^icuc cji^n^ 6c l>c>^>n ctccuvicus Lc mun^i cx^minzre. I^Iiliil enin, linmin! vc.n>c, cjncxi ex c oeieUi cniUru'.u ^ n5 onzrul ciucsr (^oi-n^crcuin inüxlln!!^ Lc pnr?nns?nn> 5 n»n s>oiueru»r, id si^ij !i>.'l^us l^^ilzl^ rio i>^nc>rum ^cccllu Sc rccetlu. cjici mecli- cu ünpolior) c^u: >c;ng!US ett. EskaN zwar einer ein ^uü ftyn/ ohne Erfahrenheit der Medicin/aber es tan ke.ne k».i.i erfuhrner.vt cclicus seyn/ der d e Astrolo ,iam nit verstehet/ wie ich an einem Herm m einerklemen Stadt der ChurBrandeuburg gesehen/ welcher viel g-osse schwere Kranckhe-ten an grossen Herren und Fürst.!: g/.r leichtlich / um geringe/, zachen cn» nrec/ die sonsien die andern / 'cc-j. i mit vornehmen ic- mr cur'.ren tonten / weil er ein guter war/und seine ^slrouvlnicz zu hiilffhaite. Das I I/. Capitel. Vott den Vier Lomj)IcxioliiI)U5 der schen au!) welchen alle ^rai.ckheiten herkonnnen. ^Ch'.v iß wol / daß nur biß cm Theophrastiner nicht ^)werou: p.issm n lassen / wenn ich viel von den Kum o- iil'U!; suga: >oolte / sinremalsie Mit den Hmnoristen m-.chtigvbU ziifriedensenn / undgcr aiidereprin.i^iz do.un die Galenistenhaben/ als nemblich/ das 8a!> ^>u!- pl.urund ^icrcunum . so w'.l ich doch jetzo doch aufGa- lenis. eart / von diesen Kuinonl-uz etwaswenigssa- gen/Uüd remicci^ehiermit den ne-ssigcn Leser / derwei- tern Bericht gerne von diese;? hshendinaen haben will/ zu denandern Galemscheii ^e.iiciü. an die ölter/ dasie cx c>fci!<> davon schreiben i!nd Hai deln. Die beste und edelste Complexcou oder Feuchtigkeit deß Menschen/ ist daö Geblüt und das ist ftucht^rund roanner Natur/ und hat eine getemperirte Fettchiigkeit Uüd ?I>arme die zurNahrnng gar wol dienet / und hat einen s i sse» Geschmack. Wer nun ein recht gut Geblüt hat/ denheistman einen Z^nvvincum, undderhat ei- nen feinen völligen steischigeii !eib / derwol sinalisicirt und si in rötlich ist/und weil iin Geblüt die rechte lpn il u; »nunund V,c>zlc5 seyn/so silid sollche jeutgemeiiilg- lich v.rstandig-'freundlich/ft-öllch/ leichtlich/ schertzhaff- tig/bc.b n last ^imVetiuvspiel/j'zun; guten stanken Äe- tränet s.-nderlich deß Weins. Item/zu guten Loüario- und zi'.^'.mmenkunsscen frölicher Leute / haben die Gc ell 'cha^r l-eb/ hören gerne gnte Schwencke/ haben luic znr und allerley Seiten.'piel / werden nit ^eichtlichzornig / sondern sindgütig und freundlichste haben eme rothe und weisse färbe im Angesicht / und ein recht gesund Fleisch an ihrem Leibe Diese Complexion wird Mit der Luffr vergleichen/die auch feuchter und warmer Natur ist / und ist mehrentheils m den Adern der Le« der. Im Lentzen vermehret sich das Geblüt im Men/ schen/und hat ihren lccjem princi^slcm lm Hertzen/da- rinnen herschet und regieret sie. . Darnach so ist die andere feuchtigkeit das s-KIcßma genant/ das ist ein kalt und wässencht ding/ darumbsie auch mit dem Element deß Wassers verglichen wird/ welches kalt und feucht ist / und hat dieser um c>r einen gesaltzenen Geschmack/ und helt.sich allzeit zum Geblüt/ mit dem er auch vermischet ist/und kan auch zu einem guten Geblüt werden / wanns nur von der Leber recht und gnug gekocht were/ wie es dann auch endlich wird/ wcm manns feine rechte däwung oder kochung bekompt. Es hat aber diese feuchtigkeitkem sonderlich Neceptackel in deß Menschen Leibe/wie die andern/sondern helt sich all« zeitzum Geblüt/ wo das Blut ist / daist diese Feuchtig kert auch / dann sie muß deß Geblüts Warme lindern/ daß es nit zu dicke oderzu dünne werde. Es kst aberzweyerley^lc^mz eines natürlich/davon wir jetzo ges,-gc/ das andire unnatürlich / welches mit einer bösen Feuchtigkeit verMischer ist. Derselben bösen feuchttgkeit abertjr wlcdcrumb zweycrley / eine kompt von aussen her/ zum l^Ic^m^re. das ist eme böse schäd- licheFeuchtigkeit/ die andcr ist auch böse / abersieent- sprmger im Geblüt selber / wann das subtile theil deß Bluts faulet/ und zur Lkoleru wird/ das dtcke theil deß Geblüts aber zur Melancholey / und bleibet also derftl« bigen eme / oder auch wol alle bcyde in dem Geblüt. Das Phlegma regieret im Haupt und Gehirn/ aber wir wollen hier nit weiter von dcuen sachen dispuriren/ dann es dlenetvorden gememenMann mcht. Darnach so ist erliche Phlegma dünn und süß/ und ist das/welches allezeit beym Geblüt bleibet. Etliches aber ist dicke und roth/ welches sich m den Magenundmdie Därme leget/ das solre man bülich alle MonatznAmal auß dem Leibe purgiren. Wer nun solcher ftuchttgkeit viel hat / der wird ein j'KletzMücicus genanr / und sind gemeiniglich kurtze/ dicke/fette faule/schlafferige langsame/schriupffige/ro'tzi- ge Leute/die da immer außwerssen. Boii Angesicht sind sie weiß/ sind auch nit geschickt zu lernen'/ gehengerne müssig/ schlaffen oftr lang/und sind auch kalter Natur. Es wird diese feuchtigkett Mit dem Element deß Wassers verglichen / welches auch kalter und feuchter Natur ist/wie das PKieAMZ m deß Menschen Leibe. Zum 1. so ist im Menschen auch eine bittere feuchtrg- keir/dle man L kOlernm nennet/das ist ein hitzig/ wässe- ng/subtii/ röhtlich / bitter dmg/ und wann die in deß Menschen Leber xcnciirer wird/ so theilet sie sichln^, theil/1. theil ist istsubtil/uiid helr sich Zum Geblüt m den Aeern / und ügl austdem Biur/ wie ein heller rother sc! a.im oder gescht/ wie man auffdem Geblüt fein sihet/ wann man zur Ader gelassen hat. Das 2 - theil ist etwas dick/ und kompt :n die Gall/ und helt sich nnk setner.Bit- terkcit drmnen auff. Wer ein L^oicricuz ist der ist hitziger zorniger Na« tur/ und alles was er thut/ das thut er mit grosser Gewalt/Hat auch ein röthlich Angesicht/ aber nit also schön lieblich roth / wieder ^uAviuLus sondern rothsüchtig/ wie die kuch pflegen zu haben. Item / er ist ehrgeitzig/ wü uberal der Oberman in der Karten sein / und oben ansitzen/ ist ein eingehaltener Mensch / der! alles Mit einen. stürm thut/ und hat gemeiniglich cm roth Haar / er ist neidisch/ dürre/ kühn und trotzig/ unleidlich/ ge- schlang /listig/detrieglich/ rauch/fristet wol und viel/ dann die Warme hilsst dem Magen wol dauen. Auch studieret er wol/ ist klug/ und hat einen geschwinden Hopffxu allen sachen. Wird dem Element oeß Feuers verglichen / welches auch hitziger und trockener Natur ist.DieLKolcla herschet m der Leber: Dochdaßsiem ein Blaßlem an der Leber Hangende colli^-ret/und Nicht durch dielübltuuriain cpscis spargiretwird. Letzlich/so ist auch im Menschen em sccrosus liumvr ^c>3ll.lic>!i<-u5> der ist kalt/trucken/ dürre/ dickeund schwury/darumHeister ^ielzncljoii., odcr^ciavilis: ES ist ein schwärtzlich/ und doch etwas grünlechtig mir/e-n spröde/ schwer/ irdisches und scharpffes Geblüte/ und wird auß der Llioicra die man vreüiukrn nennet/wann dieselhigeverbrandt imrd / derselbige Brand gibt dar nach eine solche schwartze. Dieser 5-Zumor ist zweier. ley/ Von der HaußarHney. 77 bauptwe- he/ woher kö komme. !in bald im Anfang/ und sonsten viel andere äuro>e5, lsonderlich die und pkyücos. Auß diesen Feuchtigkeiten/ so alle chreAnkunfften auß der Leberhaben/entspringen alleKranckheiten/ wann eine unter denselbigen faulet/ oder sonsten eine ubernatür- lich^Qualität bekompt/als wann das Geblüt sich gar zu sehr.erhitzet/ odererkaltet/ oderzu sehrertrocknetoder versauret/ als in den Frantzosen/ und Wassersucht/in welcher das Blut zu eitel Wasser wird / daß es den Leib nichtmehr nehren kan. Offtmahln wird das Geblüt auch verderbt/ durch andere böse Feu l tigkeit / diezum Geblüt von aussen kommen/oder auch im Geblüt selber ent- fprengen/ wann ein Theil deß Bluts verfaulet/,und ein subtiles Theil desselbigen in eme L oleram, oder ein dicke Theil desselbige in eine verwandelt wird. Die böse und uerdorbene Feuchtigkeiten sind eme Vr- sach aller Kranckhetten meinem menschlichen Leibe/ und sind eine csu^msrcnalis mmboi um . und die Materien/ darauß ein jedereKranckheit wird. Diesemußein ^ecilcuz wegnehmm/und zu curiren wissen/wo er einen Menschen von seiner kranckhett belffen will. Das IV. Capitel Weider vom /^aupewehe. S^Omptnundas Hauprwehe voiu Gebluc / welches ^feucht und heiß ist/ so thutihmdas Hauptzum meisten forn an der Stirn weh?/und die Adern sind ihm bey den Augen roth/ di«Adern unter den Augen sind ihm fahl dieAdern amSchlaffdic schlagen ihm sehr / diePulßa- dern schlagen ihm behend/ ftinAnlltz ist ihm roth und hitzig/ der Harm roch und dicke. Dann das fordere Theil deß Haupts oder die Stirn ist der Sitz deß Geblüts. Ecnen solchen Pattenten mag man wol die Hauptader auffderHand bey dem Daumen lassen. Darnach lege attffden Ort deß Haupcö/da dirs wehe ist/ Flache oder Werck / genetzet in ein wenig Rosenöhl/ Weinessig und Nosenwasser/ oder lege em Säcklem mit rothen Rosen gefallet / und m Nosenivasser gewecchet drauffdoch mercke nach tndiesem Z.;ll uud allen andern/ wann du keine Stulgange hast / so laß dir ein Stulzapff- lemaußderApotecke/ ^uj.pl'tirOnun'genandt/ holen und braucheeSn>c»cl'o>,ro: Oderlaß dircinleichtCly» stir machen/von einem Loth hilu!^c vuvircr ex« rraÄ Zl?, und brauche es wie gewöhnlich / sonsten ist alle Artzney vergebens. Ist aber das hauptwehe von der Cholera / oder von den Cholerischen dampfen / das ist von einer heissen und dürren Complexwn / so befind man grosse Hitze in der Nasen/ und thut ihm die Nasen von der Hitze gar wehe/ die Augen fallen ihm gartieffem/dlezung ist ihm so groß dürr und trucken/ der Mund bitter/ hat grossen Durst/ und kan nicht wol schlaffen/ schlaffteraber/ so ist er lM Schlaff gar unruhig/ das Angesicht ist leichtroth /etwaS mit gelber Farben angestrichen / Erleidet grössern Schmertzen und Stiche an der rechte Seite deß HauptS in der c Holerz- Sitz und Wohnung. Er befindet im Munde eine Bitterkeit / die Pulßader ist im klein/ und er darffdie Nasen mcht wol schmutzen / dann er kan für übrige Hitze nichts auß der Nasen bringen. Von dieser Lurs wil ich im Ende deß 5. Cap. sagen. So aber das Hauptwehe vom ?KIc^mare herrührte/ welches sonsten feuchter und kalter Narur ist/ so sülhet man schaudern und frost mit auffdehnung/und reuspert/ sich und wirfst osttanß/so fühlet er dieBeschwerunghm- den am Haupt vielvehr/ dannforn/ danndahatdaS seinen sitz / nembllch im hindern theil deß Haupts. Em solcher mag auch wol schlaffen/und gehen ihm anß dem Munde der Nasen etliche hat auch oißweilen einen Husten m:t und emen schweren Athem/ seine Augen messen ihm etwa 6 / und seinAnge» sieht ist blaß/seine Gliedsr sein ihm schwer/und ihn dürstet nicht sehr die Pulßader ist ihm weich und groß. Dieser soll die ersteAder an derStirn lassen sagtbZ 5. Besiehe weiter das folgende 7. Cap. Wann das Hauptwehe von der Melancholia her- kompt/ so hat er den S.hmertzenzum allermeisten m der lmcken setten deß HauptS/da dlekv!el^n<.li«li^1. Iic.7. c. i. Wie man aber nun diese Hauptwehe curiren soll/ will ich auff dißmal nicht wettlaufftg schreiben/dann es wolte mir allzuviel »verdenk emiccu e aber hiermit den Christlichen Leser in den Icheszurum psuperum Braunschwelgers/ welcher An, 1550.zu Franckfurt in 0^-!vc)istgedrucktworden/toI.7.B.8>9.undlNden folgenden Blattern ösrch.^nAl.lil,. 7.c, l. Lc ous iri l'hclauro psuperum c. 7. Or^zucjcr in seinem Artzneybnchlein haben auch etwas davon. Doch will ich im 7 .und 8.Cap.. hernacb auch noch etwas hiervon sagen. Das V. Capitel. Von etlichen Arzneyen deß Haupts Allerley Lr sich befahret/ daß ihm den andern Tags / wann Artzney "^er Wein oder ander starck Getranck gerruncken/ das wider das Hauptwehe thun möchte / der trincke ehe erzu Bette ge- Hauptwehe» het einen guten Trunck frisch Brunnenwasser/ oder mische sonsten kalt wasser unter das Getrancke. Dann das Wasser hindert mit seiner KalrevndDicklgkeit die Dünste/ die hernach auß dem Magen auffsteigen/ daß sie das Gehirn nicht betreffen noch verletzen. Welches offt pro» birt befunden. Wer auch deß Abends hart in Wein getruncken hat/ und jm den anderuTag dasHaupt loche thut/dercrincke bald an dem Morgen deß folgenden Tages gewermeten Wein / so vergehen ihm die Wchtagen / wie auch die Zc^ulg^lcrniruuu sagt: 5- c-di nvüurn! nocezr ^>0»- ric> macuri».? Lc erir mcclicinz. Wanns einem im Haupt wütet und lobet iwanner auch gleich vnsimuawereMasse dem Patenten die Ader ander Scirne. Oder - dasBl^ftmöhivud Cam» pftröhlem jedes / Tröpsslein oder 6.vnnd gib es jhm m Wein oder Bier/ Morgendö und Abends ein. Werviel Lzikzilv.!. und Flüß im Haupt / und eme schnupffige Nasen hat / der si.de Poley im Wein / und trincke davon/oder stosse den Poley cn einen Mörser/daß er denSaffl davon bekomme / und werme den Saffc ein wemg/geuß ihn in dieHand/und zeuch ihn durch dieNa- Ä ttj senls- 78, ftnloch'.'r zu d;r: Deßglei ben n»ag man auch mir den Majoran thun. Item nntMangolt/ so wird ei!? greulicher Vnsiat von ihm gehen / Item/ Rettich gestossen und auffsgantze Haupt gelegt^OderbestreichdeMbends das Häupc oben nnt Vrandenwcm / und laß es von sich selbst eintreugen/ das trucknet alle Lact^rros und Flusse auß Wenn die Stirne oder oben die Schetel deß Haupts sehr Hitzen / der reibe sie ein wenig nnt warmen Tüchern/ daß sich d,e ?»" oder Schwedischer eröffnen/ und koche Nachtschadt/ und wasche sie warm damit. Dann das Kraut kühlet sehr/ und ist kalt m dem zweyten Grad. Item wer grosse Hitze und Stechen nn Häupte hat/ der nehme ein frisch Ey / so deß Tages gelegt ist / und so v-e! Sprmgwasser/ als in die Eyerschalen gehen mag/ rühre es zusammen / m d trinckeesauffz. mal in einer Stunde auß. Wem das Häupt sehr wehe thut / der binde Sauerteig umb das Haupt/ wenn er will schlaffen gehen. Wem daß Haupt wehe thut/ und nicht schlaffen kan/ der mache ein Fußbad von Weinlaub/ Weydenlaub und Seeblettern / darauf was ^ edle Schenckel biß an die Knie/und d:e Hände biß an die Elenbogen. DerMagnec an denKopff gebunden/solle alle schmertzen und Wehethumb deß Haupcs lmdern.kliz^ichccuc» 66. lccmLeoc. z. 63» ^ Es zeichne ein gemeiner Mann oder Haußwirth alle rley g ute Recept vor eine jedere Kranckhett auff / die er im Werck erfahren / daß sie emem andern geholffen haben / weiß er aber nicht die Vrsachen darvon die cunrte Kranckheim« herkommen seyn / so weiß er auch nicht die Kraffr und Tugend der Kräuter/ und ander lpecicrum oder Materialien / die zur selben Cnra gebraucht oder genommen seyn. Darumb kanö wol kommen / daß einem das Recept hilfst/ emem andern aber hilffts nicht/ was H die Vrsach ? Dann ob wol das Recept an ihm selber , wann man keine ftische haben kan / und netze sie m Wein und dorre sie wieder auffheisser 2lsche/ und besprenge sie darnach Mitgedistillirten Pomerantzenblut waster/ und legs darnach auffs Haupt / oder schlage sie sonst über andere Glieder / darinnen du grossen Schmertzen hust. Man möchte auch klein gepulvert die Blätter nehmen / und mit bequemer Artzney vermischen. Vor das Hauptwehe und Vertnn«?e-s lung der Augen, kceipe. Hanffkörner/ welche Nüßkörner/ Krumm auß demBrod ana i. Handvoll/i. kleme Handvoll Saltz/ t. Handvoll grüne Poley / und das weisie von5> Eyern/ solches ein jedes besonder geflossen/ darnach durch einander getemperm/ gibt eine feine Salbe/ auff em Tuch ge, schmiret / hinden auff den Halßgebunden / ziehet alle Schmertzen und Gebrechen auß dem Kopffund machet tunckele und blinde Augen sehend» Gin köstlich Gäcklem in die L^auge W Machen / wem das Haupt stettgS wehe thut / esivnNget das Gehirn / macht gut Gedäcdtnns / auch scherpffets das Gehör / vertreibt das Saussen von den Oh- ren/benimpt alle Fluß der Augen/und vertreibet die rothe der Augen. Secipe» Salbey/ Rauten / Fenchel/ Poley/Beto--- nien/ Liebstückel/Eyseulraur/Psop/dlese Rrauter an der Sonneng< dörret/ undzcrueidesieauffskleiueste/ thue sie in ein Sacklein/ und lege sie in Lauge/und laß dir dm Kopff damit waschen. Wer em blüdes Haupt hat^ Der stosse Lorbem./thne diein ei«. Sacklein/und lege das deß Nachts aujfdic Scheidet deßHaupls/ergenesec. 0garftyr. -^)fst- maln haben sie es so sehr/da^ sie auch keni gereusche/ keine starcke Stimme/ kein glänizenc Liecht/ temen -^.runc-. Wem/noch starcken Geruch/der das Hauprsullet / auch keine Bewegung erdulden können / sondern müssen immer zu ruhe seyn / und im finstern sitzen / und >s. ihuen gleich/als wann ihner» das .Naupr zerschlagen wehre. Diese köinpt von emem ^holertschen war-nen dampf/ scharpffen dunst oder rauch / mit einem wmdischen Geblase. ist eine Kranckhett deß Haupts/ wan etwa eine Feuchtigkeit ditHaur aus, blaset. oder tst/wann emem nur das halbe ^9 Haupt wchechut: Welches auch gar ein böses ding !^/ wans bey eincin Ä.enschen recht ennvurtzUr: Und iv!-p» her von EmfaltiM-z der bösen Dünste oder i>vsen Feuchtigkeiten/oder beydes zugleich/ oder svnstenuner bösen L^lNticurioa, oder von übriger Fcuchligkeit/Vder auß d.ni Magen / wann sich bose Feuchtigkeiten in deu Magen gelegt haben/welche darnach über hch in dav Haii^t steigen. ^ö istauch eme sonderliche Kranckheit deß Haupte/ welche die Griechen herssen / olsveci>n<.m czplriz.cine schwere deß HauprS/wan einer den vcngen Tag oder Abend sehr gefressen M'd gesoffen hat / so ist folgendes Tags das Hanpt schwer und ungeschickt / daß er zu nichts tag/noch etwas verrichten kan» Nun solte ich wol v^n diesen allen insonderheit schrei- den/wie man die curiren solle / so will nur dieses zuviel w^den/ und dienet auch Zucht für den gemeinen Mann. Jedoch wer Lust und Liebe hac/dieft Sachen zu leftn und zu erfahren / der'lese ^eollhurciuln ^zccNinuu! !U 5. Ich. Kalis c.z..z>4.Lc f.Luiliel. Koucleleuum iu ^lechocic» 2ii^oder Nleppnlv'rlem brauchen/als nemblich deß gepulverten Pyrurnrurtzel/ i"lst Berttamwurtzel) daß muß man rn die Ae.,'en ziehen/ und darvonniefem Allyier kan ich mcht unterlassen ein Schnuptabac zn beschreiben/welcher von vielen mit nutz gedrauchtun gut befnndenavorden^ Nun schwartz Corrandersamen/weiß Nieiwurtzjedes i.halbScrupel/ Majoran/ Roßma« rin/Salbeyjedes anderthalb Scrupel/Meydrumen/l« G ttij qmnt. Das And 'r Buch, qmnt/deßbestenVeronischenTabacS l.qnint uudm ftru« pel/ Bllfam s. Gran / FlorennnlschettVlolwurtzelem Haldqmnt/Bilsenskcin 2-lcrupel. Es wäre auch nicht böß / der Patient brauchte einen isimun^ oder Gurgelwasser / darumen Salbeyen gesotten wäre/ und liesse jk>m das Haupt mir Lügen/ Ca- Mtllen oder Rautenöhl reiden : so möchte er auch alle morgen einen Trunck Salbeyenwem trincken / der mit cm wenig Wasser vermischet wär / diß tönte jhm daß pi,verzehren die nervös oderSennadern / und das Gehirn starcknn. Das VIll Capitel. Vom )lVehethun deß Haupts von >1c>^nckouz. <^?Obeyman diesen Gebrechen erkennet / hab ich dro- Hauptwebe <^ben schier im Ende deß 4. Cap. angezeiget. Sok von der Me- mcr>cZriz (Nesselfaren oderMiltzkraut) von Erdrauchsfum us rerrT,ist ein bitter Kraut) mit den wassern von Ochsenzungen kraut und Hirschenzungen kraut / mit einer clcco6tion vo nSalbeyen und 1° sm bereitet. Mit diesen Syrupen und Wassern digenrr/ u id vertreibet man die Melancheley also und der gestalt/ daß sich bißweilen das Hauptwehe vou diesen allem stillet. Da aber daß Hauptwehe nichtvergieng/ so brauch diese Purgation / und nim i.quintl. Pillen/die da seyn von einen halben quint pillulai um surearum, und einen halben quim/linc^uidu5 cllc nolo: oder ein quiNt Pillen / die da gemacht seyn von halbe'.« quint äe Kiem.und ^ einen halben quint cie 5umc> rcrrze. Schlucket man aber nit gern Pillen / so brauche man an dieser statt 5. stunden vor essen / z. quint oder bey einer vntzen schwer Senet Latwerg / zerlassen und zertrieben mit Borretschwasser: Oder zutreibe die mit einerBrü!>e gesotten von Salbey / und ein;wenig Rosinlein unnd Hertzstarckende Blumen. Das!X Capitel- VomHaupewehe/ soexcautä venrosa, von auffspannen der Winde geschlMt. diesem Fall düncket einem / als höre er allezeit ein ^gethöne/ sausen und rauschen in dem Ohr / und verwandelt sich das wehethun / bald istSan diesem/bald an einem Ort deß Haupts. Wann man solches mercket / so soll man daß Haupt Mit warmen scharpffen lernen Tuckern woll reiben/und secklein aufflegen/die mit Honig und grobenSaltz durcheinander in einer Pfanne»;ttraten/zugerichtet seyn. Da es auch vonnothen seyn wurde/ noch hitziger dmge zuge- brauchen/so möchte man secklein vonRoßmarm/ Majoran / Rauten / Lorbeer» und Wachholderbeer/alle durcheinander gequetscht/machen und an den Ort/da die wehe ist/aufflegen. Magst auch wol von »bgesätzren dingen eine ctccoÄ wn sieden / und iN diese Brühe Tücblein netzen/und also warm aufflegen: Oder den Dampffvon diesen dmgen an den >c»cum sffcüum oder deß Orts we- hethumbs räuchern lassen. iLin ander Kemeckum hierzu dienstlich. tia oder hitzigen auffffeiqenden v.ipc»,!-'. ins? Haupt/ mache dir nur Stulqang durcli eine qclmd^ Purgation/ koch dir Zwetschen / und binde ein wenig Scuetblätter undein wenlqJngber inein Tüchlein und koche sie Mit/ und trincks:So wirst» bald einendem 2 oder^.dekom' men/und wlrd sich das Hauprwehe bald legen. Das X Capitel. Hauptwehe von der Hitze der Sonnen/ oder von Kalt und kalter Lufft. Hauptwehe Ht?Em von der Sonnenhitze das Haupt wehe thut/der von derHitze "^brauche und schlage auffalle Artzney / so von wegen der Sonnen der Lbolera im Haupt entspringen/wem dasHaupt we« oder von gen der Kalte oder kalter Lufft webe thut/ der brauche alle Kälte. Ärtzneyen / wie droben im Wehethuung deß Haupts vompklcßm-ne entsprungen/gesagt lst. Das XI. Capivtel. Wie man ernennen soll / so das VOehe^ thun deß Haupts nit von sich selbst/sondern von andern Gliedern/als vom Magen/von der Mutter/zc.herkommet. tZX Iesen Unterscheid derKranckheit mercket man also/ ist das Hauptwehe vom Magen / so spühret der Krancke neben dem Hauptwehe auch Schmertzen oben dem 2^abel/in dem Magen und Hertzgrubichen. Ists aber von derMatrice oderMutter / so fühlet die Fraw auch deß Orts am Bauch unter dem Nabel undRü- cken /Knmmen und Wehe. 'Also isis auch mit den Nieren/und mit dem Miltz auß ihren Schmertzen zu urtheilen, kompt das Hauptwehe von der Leber / so spannet sichs auff der rechten seiten: So aber von demMlltz/ ss ist derSchmertz auff der linckenSeiten untenbeyden kleinen Rippen. Das XII. Capitel. Von der äista, oder seinemRegiment/ wie man sich halten soll/tn allen Gebrechen deß Haupts. Aj^ErWehetagen deßHaupts hat/es sey von übrigem ^^Geblüreioder auch von der Cholera / der soll nicht Wein trincken/auch kein Fleisch essen / noch Mllchwerck Gebrechen brauchen/sondern soll ein ? rilavZm oder Gerstenwasser hxßHauvtS» trincken/oder einen Juleb Kolarum, oder sonsten ein gesotten Wasser/ soll essen wol gekochte säwrllche apffel/ piuna V-iMZscenz, Damaschpflaumen/Mandelmilch/ geschelte Gerstengraupen/ein Muß von Lactuken/ eine gure Erbißbruhe/mit einem jungen Hünlein/ oder mit jungem Kalbfleisch bereitet. Istaberdieser Schmertz äczu5afli^iclz, vonkalter Feuchtigkeit / so soll der Patient die erste z.Tag keinen Wemtrmcken/ sondern gar einen leichten Tranck/ als dünne Bier / oder dergleichen : Wiewoll der Wein die natürliche Hitz erquicket und starcket / so ist es zu starck/ und erhitzcr die irirus zaimales zu sehr/das ist/die Gel« srer und natürlicheKrafft deß Hjrns / Haupts/ Nerven oderSennadern. Es habe nun der Krancke seine Hauptwehe /von wafi- serley Ursache es sey/ so soll er allzeit deß Abends wenig essenMtd alle V5poiolo8 cibo5> alle Speisen / dieauß dem Magen auffsteigen / und grobe Rültzen machen/ meyden / als da sind Knobloch / Zwibcln/L auch/Hanß- lauch/Erbsen/Bohnen/Rüben / Milchspeise / Grütze/ Senff/ gesaltzen Speise / und was sonsten der Magen schwerlich verdawcn tan. Man soll sich auch vor dem Mittagsschlast hüten/und deß Abends nachdem Essen nicht ba?d zu Bette gehm/ sondern allezeit ein paar stunden nach demAbendessen est schlaffen gehen. Er soll auch keine Trawrigkelt noch Betrübnuß haben / welche die Krafft deß Hirns sehr schwächet/anffs Essen soll er nicht studiren/ auch Nicht sä reiben / noch auffwichtige ding speculiren. Auch Hitze deß Fewers n' elden/wie auch heiß Sonnenschein/Wind/:c. Ich soltewolein sonderlich Lspur von der Xra erstlich in AeoelSz und daruach 10 IU oll.olbus mor- .'5'. NAÄ- G Haar/wo ^eherkoin- inen/und wachsen. d>5 Lc lin^uli z machen und hierein seyen : So wirds all juvlel/ besihedie ^si^o^t.^l^vc.Iid ? tv il. Bas XIII. Capitel- Von den Haaren. 1)IIu5 a sielle.uucic c^>r,nomcu Sc cfl^cncrZ- Ic vocztzulum. äicuurui» c^nzli c-i^iris pili» vel^ilel tcu rc^umcncz, die Haar auff dem Hanpi. Sie kommen her von einem warmen und rruckenen Dunst deßLeibeS.Aber hiervon wollen wir wetter nit sagen/man !eseöarr.^a^I.lilz.^.6s.Lc cz^illo^us ctk» der Viel Haar hat / o czpilliric» inli- ^Nis,wann einer schöne Haar hat. äF^T-ei. cti czpiUuz Vcacris .Frawenhaar/Widerthon. vieit.-^mzcnm l^u- jlrzoum in ist etNkleinKrautlein/Hat ein Blume wie ein Gold/ wachst gar kurtz / czuocl mulcosca^illcistzcizc , dienen alle zun Haaren. Dle Haar deß Haupts sind ein ding/ dann sie ehren/zle- VonderHaußArßnep. 8i men Wasj er/und streich diese Salbe drauff/ laß ein wenig drüber kgen / so ftrelchjiu darnach mir der Hand/ beydes die Salbe und dle Haar hinweg. Das Aurrpig- menr muß nian zuvor im Mörsel zerflossen/ darnach m d:e Lauge oder Wasser schütten / darinnen dernngelesch- ke ^alck ligr/und mit einem Messer fei» zerrrieben lst/(er zNschtnlt/nembllchderKalcksvnlr recht gelesclft / oder gar inr gelescht ist/wann naß Wetter ist / dann er zeucht die Feuchtigkeit an sichj darnach schüttet das zerflossene A-iripigment dran / setze es über ein Kohlfewerlein nur cm we>iig/und rühre es immer nmb / laß zimlich warm werden/thue es m em Büchslem. LürrA^n^I.Iiiz^ö.c. ^4> ellcnciz ^ririmonii criä ^ilos encir.l'lieo- pii rzliu,. Diese Salbe laß vor keine Hunde oder Katzen stehen/dann es lst glffrig. DteHaarrvachsendM machen. Wann einem dasHaar anßgesallen lst/und woltgern Hgax wach- bald wtderumb Haar haben/so sagen elliche/iuansol die send zu ma^- ^n und schmücken^eim >m Pas kahle stelle Mit Z.vibel.i bestrerchen/lch Habs aber mr ver- chen. Hauvtvor übrigerHitz undFrost/behütens vor schlagen/ ^u>chc sagen man j o die kahle starr mir Viaul- stossen/und vor andern Zufallen / und benehmen ihm die »vmffoder Maußblut bestrelchen/es bekomme aber e»ner ^ - ... schwartzeHaardavon/stehetauchnnversuchen. übrige Dunste. Drumb Habens die2llten voreinUnehr geachtet/ wann einer keine Haar auff dem Kopffoder im Bartgehabt.Aber wir müssen zcl mecjicinzl>a kommen. Vom Haar außfallen. gM/ivan Die Gelehrten nennen das Haar außfallen / wie ge- ßeaußfal- meiniglich nach den grossen Hauptkranckherre geschicht/ len/waS ^lopecism,vomNeinicke Fuchs / der auch die Kranck- worzu ge- Heithat.Item/^ttuvium c^,lllorum,oder tluxum cz- brauchen. p>l>c»-um>dle Haarsicessung/oder c^> vic>cn>,wann einer gar kahl wird/das geschicht/wam, den5)aaren ihreNah- rung/davon. sie einspringen/ verderbet/ oder gar weggenommen wird : Erttche sagen/^Ioxcc,^ sey äcänviuln cz^illorum.kiac morbo, e u k Mache eine Lauge auß der Asche die auß Taubenkoch gebrandt ist/wasche das Haupt damit. Item/Mawer rauten/so acllzncum heist / mit Lauge gesotten / auch Rohrwurtzel mit Essig gekocht. Item ^loes nnt rothen WeiN cem^crirc. I'eci'us in ^l^el-iur.^au.c. l. Besihel'zbercijemorir.^zrc.l.c.z.knllum in lszcculo. Daß einem das Haar nie anßfale. Wascheden Kopff alle Tage Mit Vornkressenwasser «ö hilfst. Daß einem das Haar außfäle. Wil man aber daß einem die Haar von ememOrt deß teibes wegkommen / und nicht wlder wachsen sollen/so nimb einen hartenKatzendreck/zerst'oß ihn klein/vermenge ihn Mltscharpffen Essig / und laß dessen ein theil wider trocken werden / und reibe damit das harichteOrt ei- f nes Tages offt/ etliches laß Nlchczu trocken werden / und salbe den Ort deß Tages offt damtt. ivii?,z!6.ccnc.6.^. j)kc».48. Oder brenne junge Schwalben zu Pulver / mische Mbcrgeil drunter/und ein wenig Essig / distilkre dassel- bige. Man ftgt auch / man solle das Hirn von Fledermäusen undFrawenmilch nehmen/ undzusammenmengen. Oder mansollRinderne Galle / Ephewund Gumnn untereinander mengen/und sich damit schmieren. Man mmbt nur eme lange Rute / helt sie empor und streicht dannt hin und wider / darnach fliegen die Fledermanß deß Abends/ wann man sie trifft/ so fallen sie darmder/ darnach sticht Man sie ein wemg in Halß/ es hat n:t viel Vlur/sie sind auch nicht gifftig. Oder halte emeplancke Wehr über dich/und plmckere damit / darnach sticht sie auch. InGadande / das ist im Lande ^crsenoi nm.lst ein Pfuel / darmnen ist so ein schädlich Wasser/daß/wann klnViebe davon rrinclet/so verleurers alle Haar/ Hörner und Rlawen. Besike lvI.i-^.cellcm-,6. ^^>kolvi7. 81.94^ Wiltu die Haar von der Stirne oder sonst von einem andern Qrtwegbrmgen/so mmb lebendigenKalck / und etwan vor em par Dreyer Auripigmenr / seuds m der Langen/ biß es fein dicke wird / wie eine Salbe/wasche den Ort/von dem du die Haar weg haben wilr/ mtt war- Aber das rst wahr / wann man das Kram von Mer- rettig nimbt/und rhur ernc Wurtzel darzu / 5)aarstranck genandt/oder Harnstranck / es wachst an Äassern oder süinpfichten örtern/hat vielHaar/koche sie beyde mttem- ander/wasche dre statte dannr/ss wachsts bald wider und wird lang. Wann ein Hund mit Heissem Wasser begossen wird/ und ihm dre Haar außgehen / so bestrerch die kalte Haut Mit Lemöhl/so heilers/ lind die Haar wachsen ihn» wider. Etliche nehmen Huner u !d Ra^enschmeer / und Oueck- silber/ruhren es unrereinander/ uns schmieren den Orch dainir/da man die Haar wider haben wil / so wachsen alldar die andere Haar. Item / nmch Pferdkämpfffettes (dasbekomptman bey den Henckern oder Schindern) und ist hnpsch lau- ter/sthetwieeinohloder Wasser / bestrelch die Bürste damit/wann du dleMnder bürsten wilt.Besche ^l i^zlcl. Vom dicken Haar» Wiltu haben daß dlr vielHaar wachsen sollen/und dir Haar dick dasselbige sein dick werde / so siede Pappelwurtzeln in zu machelk Laugen/und wasche dich danm/und habe dannPappeln- saff./und bestreich die Haar damit / so wirds wohl wachsen/sie werden auch dick davon. 5Vie mans machen jol/rvann einem die Haar von emem Orr weggebracht/ oajj es nicht wider wachse. Nimb Rindfleisch/laß es gar wol faulen/ daß es voller Maden und Wurme wird / dreselbige Wurme lege alsdann in einen Agrest / mmb sie wieder herauß/uni» rreuge sie m der Sonnen/darnach lege sie wieder drein/ dasjenige thue in die siebenmal nacheinander/ folgendö brenne sie zu Pulver / und streich daö an die statte da tue Haar weg sind/sie wachsen mt wider. Wie man die Haar von der Stirn wegbringen soll. Wiewolichjetzo gesagt ilukriculo . daßetnemdaS Haar außfalt)wle man das Haar von einer hanchten Stelle loß werden soll / so muß ich doch hter der Iung- ftawen Recept melden/wie sie es machen / wann ihnen dieHaar herunter in die Augen wachsen/und sie gern hohe Stirnen halten wolten. Sie nehmen eenen starcken Zwirnsfaden / und wichsenden mit Wachs/dasznge- richt worden/ wie ich jeyund anzeigen wil / und reiben fem hin und herwider / mit dem Faden auffder Stirn henauff/'so bleiben die Haar dran hangen / sie brauchen auch wol einen zweyfachen Zwirnsfaden darzu / und thun dlß alle vier Wochen eciimal/wein die Haar wieder wachsen. Dlß soll geschehen lM abnchmen deß Monden. Das Wachs aber wird also zugericbt/ sie neme wachs und Terpentin zusammen auff 1. Loth Wachs nehmen sie allezeit i Qumrlem Terpenttn/auffi. Pfund Wachs nemen sie ein viertel deß Pfundes Terpentin 6 Item/ Hartz auß den Klhnbälimen / ein halb Loth. Das Hartz Haar schön lang zu zeugen- Stirn glat zu machen. Haar schön zumachen. Haar schwartzzu machen. Haar schön gelb zu machen. 8- Hartz und Wachs lassen sie miteinander zergeh en / darnach lhun sieTerpenlm drein / undlassens kalt werden/ damit wichsen sie darnach den F.'.den. Besihe ? cri. ^i- si?!,"U !7i IN I'iict'aui-.p -iup.<7^1.2, sie nehmen auch wol ein wnilenesBand / und binden alle Nacht die Stirn dann c. Schöne lange Haar zu zeugdn ohne Schaden deß Kopffs. Macke Lauge von Weinrebenaschen/ darein lege der gwssenKlertenwurtzeln/ sein rein gemacht und zerspal- ren/und e:n wenig zerstossen. Damit wasche dein Haupt immerdar. Daß einem das Haar wol wachst. Brenne Bockhorn zu Aschen / menge es mit Oehl/ schmiere da»- Haupl damit. Ein glatte Stirn zu machen. Wilcu das Haar von der Stirn bringen / so nimb einen S?e n/der heist 5conix,ist graw/ manbekomptihn in der Apotecken/recbe das Haar an derStirn damit ab/ so w:rds fem glatt. Darnach bcstreich die Stirn um HundSmilch/so wachsen sie nicht wider. Stehet in der Proba.DieMarcker bestreichen die Stirnen Mit Kirsch- hartz/das nennen sie Klipperdocken / die Gelehrten nen- NeNs psllvctirum unx>enrum 6e^i>zronum. Besihe auch das 45^ Cap dieses Buchs. Schöne Haar Zu machen. Es ist ein Kraut Strobildorn genandt / die Böhmen Heizens Krasowlaset/das ist/ Schönharle/ die Weiber lcgens in die Lauge zum Hauptwaschen/ das macht das Haar schön und leicbt/tödtet die Läuß und Nisse. Item die Wurtzelnvon Strobildorn MWeingesotten / und darvon gecruncken / vertreibt den Gestanck der Achseln und deß gantzen Leibö/dasselbige thUt sie auch/so man sie stöst/und überlegt/oder anstreicht/Matthiolus. Obge- melter Tranck treibet auch viel stincken deß HarmenS auß/dienet derhalben wider die Verstopffung der Leber und Nieren/wider die Gelbsucht und Wassersucht. Dae XIV. Capitel. Von den Farben der Haar. Haar fchwartz zu machen. ^iT-iI^sschreibet Lcnrur.k.^phor.^y. Mankat? ^ ^ die Haar auffdiese weise schwartz machen : Reibe Steinbrech/L^üirrickum genandt/mirOehl/und koche das init einem Rabeney. Schmier das Haar mit dieser Selben zum öfftermal/so wirds fchwartz werden. Er setzte darzu/ wiltu aber eine weisse und zarte Haut hallen/so nimb -.Pfund Silberglet und laß es im distil- lirtenC'ssig sieden/ mit demselben wasche und salbe die Gliedersansfliglich. Besiheauch cear,4. 56. Haar grarv zu machen. Bcstrcichsiennrmit Beerenschmaltz / so werden sie bald q aw. Schöne gelbe Haarzu machen. RimbHembncNene Asche imtRadebüchene/danvon der werden die Haar schwart;/ sondern von den anderen Büchm qci» andt/die man Heinbücben nennet: Es muß aber sonst rein ander Holt) im Ofen gebrandt werden/ ohne das Heinbüclx'ne qar al!ein> thue sie in cm Faß/ macbe Fließwasser fem warm / aber nit so a.ar beiß/gieß es daraiift/laß es also eme Woche oder vier stehen / daß es gute Lauge werd. Daniit wasche darnach daS Hauvt zum osslernmal, Nimb antb eben derselbigen Ascbe etliche .nandv!?!l/t!?ue sie in einen grossen Krug/qleß Fließwasser drauff/setz es zum Fewer/ laß fein koche und weht sieden/und scheume immer das unflatige grobe fein oben davon. Darnach setze es weg und putschte dich damit. Laß bey dem Ofen emtreugen / und nit m der Sonnen/ dann die Sonne schadet dem Kopff sehr / so kriegstu hüp- lange gelbe Haar/ henge bißweilen em Blume oder 4 WtlUerblumen und Camillenblumichen darzit hin- Wiltu es nichtglauben/so ziech inß Land zuMeckel- b.u a/da n.an dieses Hol:; zum meisten brennet/und sche wa-. Iveibbbilderfür schöne langgelbeHaarhaben: das kon.pt alles von Heinbüchener Äsche her/ darauß sie ihre !a^ge machen. Pappclsalbe mit Meyenbutterjvlauch schöne Haar DasAnderBuch/ machen: Aber ich Habs nit probirt. Etliche brennen Hopfftranck zu List en / und machen eme Lauge drauß/ das soll auch gelbe Haar machen. Etliche nehmen die gelbe Blumen von Königskertz oder Wlllkraur/und dörren sie m der Sonnen / thuus m ern Tüchlein/ und trucken dan das Tuchlein auffs Haar/ Etliche nehmen Gerstenstroh/ Leckeritzen/Borcken/ge- schabten Buchsbaum/Bläcter von Buchsbaum / Saf- fran und Lauge von Weinreben Aschen gemacht / emeS jedern so viel sie wollen/ kochen es wol mlreinander/und machen ein Lauge drauß / Mit welcher sie das Haar offt wafchen/darvon wirds gelb und Goldsarb. Wermutblumen oder Aunenblumen thue darzu/ sonsten bekomp« stu Mlen oderMUben ins Haar' Ein anders. ,Z»ec - U. ... ^ Nimb ein Quart gut Honig/ snimbst du 4 .Quart so wirds desto mehr / es muß aber ein gut dick Honig seyn/ nimbstu dünnes/so gibets desto weniger.) Item/ liLoch klein geflossen Gummi Arabicum / (es gilt das Loth em Dreyer) schütte das Gumnn in den Honig/und darnach auch s.gute Handvoll reinen Sand / die schütte auch m denKolben zum Honig undGummi/rühre es wol durcheinander/dann der Sand macht/ daß es nicht überlaufft sonsten steckt kein gelb Haar imSande:Wann der Sand nicht darbey were/ so könre mans nit distillkren / setze den Helm drauff / zwischen dem Helm und Kolben lege ein Papier/daß es desto genawerin einander gesüget wird/ und verlutir es mit Papier/ Mehl undWasser/das Papier must ^..quer Finger breit seyn. Setze es in der Sand Capellen gar tieffin den Sand/ biß die Capelle garvoll wlrd/mache ein Kohlfewer hmem / und laß es gar nützlich erwarmen / daß es kaum in zwey Stunden anfängt zu gehen. Wann etwan em halbe Stund also gewesen ,st / so mache das Mundloch deß Ofens ein wenig auss/ daß es bessere Wärme bekommet / und immer wärmer und wärmer.Dann wann man Glaser im Fewerhat/so muß man sie langsamb erwärmen /und langsam wieder erkalten lassen. Den Recipienten darff man in der erst nit verlutiren. Dann es kompt zu erst nur ein plilcxms, und wann sich Weibsbilder mtt demselben Wasser ihr Angesicht waschen/so kriegen sie ein schön glatt Jell. Diß Wasser gehet bey i2..Stunden.Darnach kompt das rechte Oleum,das gehetbey iv.Stunden. Man wirfftnur bißweilen eine Kohl oder 4 htnemein / denn man darffs nttvertreiben. ManmußaberAchtung drauff geben/ wanöbeginnetgelbichtzukommen/so kompt dasOehl/ das ist ein braun Wasser. Wann du es brauchen wilt/ so wasche erstlich dieBürste gar rein/ schmier und bürste dir darnach dieHaar mit diesem öyt in derSonnen/oder gegen das Fewer. Davon knegt man ein schön lang weich gelb Haar. Man muß das Haar zuvor wastheu/ ehe man es zum erstenmal schmieret. Auffdie letzt muß man Achtung drauffgeben im di- stilllttn. Dann dakopmtkin schwartz oicum.dasmuß nicht zum andernmal kommen., Ichweiß einenMann/ derhatsichvondem Künste stücklein schier ernehret/dann alle Magdlein wölkn gern schöne Haar haben/sonderlich Adelspersonen. Haar weiß machen. Die Furleute machen bißweilen gescheckete Pferde/' 1^ daßsiegleicheweiseFleckenhaben/mitdemFettenvon^^^^ i/, den Kluüclis oderWißlichen/ und andern sachen/dar- auß sie eine Salbe machen / und die Roß damitbestrei- cben. Aber wir wollen von dieser Kunst nichts sagen/ daun es gehöret in die Fuhrmannstaschen / da mag sie bleiben. MenschenHaar darffman ntt weiß machen/ es wird sonsten woi weißvon demAlterukd Sorgen nachdem Verß: f3circznv5.cjuzmvl8 liomo uou lizkerZvoos. Besiheweiter )acc>k. l'Kco-j.l'Zbcillcmon. in sei> nein newenArtzneybuch III) I.c.^. Leoecj»6i.in seinemopeie kle^ico.Iik Ein natürlich Haar/ welches Nicht durch Kunst gefärbet ist/zeiget an die com plcx ioii eines jedern Menschen: Schwartz Haar bedeut starcke Hitz und ein trucken Ge- blüt.Roth Haar bedeut viel hitz/aber int trucken Bleich Haar bedeut viel Melancholey. Graw Haar bedeutet Mangel der natürlichen Warme in gemein. Das «z. ^^ - VonderHaußArHney. «Z Haar von ben Milben zerstim- welt/was darvor die« ittl. Haaren wie jiezuver» lr«iben. E-Hupm auffdem Haupt woher sie den Namenund von ihrer Das xv. Capiecl. Vsr die Milben in die H.t.n-en. haben auch die Haar ihre Anftcktniz von den ^Mlelen oder Mllbe.i / dle das Haar aujfdem Haupt stümmeln / verbecssen und verkürizen. Diese sind den ftominen jungen Magdlein unter den andern :.cciijen. rii; der Haar garem böser Gast / davon mau l'üeo^.^^bcinXmosir. in seinen» lieweii Artzneybuch xzrr.i.c.z.§. Dcr »nangel. Item z. Den Nlangcl lesen Mg. Dle l^ariui nennens krz<^lonem eine Brechung/ weil das verbrochen wird. Erstlich muß man das Haupt fein rein waschen / und das Haar mit einemScherlem ein wenig abnehmen/wie der truckett werden lassen / darnach schmiere man das Haar Mit Nüßöhl und Baumöhl / oder wasche es mit Wermut/in Laugen gesotten / oder wasche es intt Wermut/in Laugen gesotten / oder thue ein gut Theil Saltz midie Lauge/ und wasche dich damit / oder bestrecch die Haar mit Brandtewein / der mtt Schwefel vermischt tst/oder stoß Senfs mit Honig / und stlppe die Bürsten drein/wann du dich bürsten wtlt. Man muß aber solche fachen offt rcÄcrireo, (6 hilfft nicht bald zum erstenmal. Wllt du ste aber bald vertreiben /so brenne Senffsaat zu Pulver oder Asche/ mache cm Lauge darvon und wasche das Haupt damit.« Item/brenne Leinsaat zu Pulver/ trückedenSafft auß zerstossene Zwtbeln/ und nimb so viel Qehl / als deß Saffts lst/thue deß Pulvers drein / machs wie ein Salbe/damit schmiere die Haar. Oder nimb lebend -Quecksilber ^.Quint/weiß Rüben- saffc i.Qnmt/ Alaun ein halb Quint. Lerskörner/ Bertram/jedes i.Quint. EiiphorbtieluhalbQulnc/mlsche es untereinander zur Salben. Nimb das Wasser darinnen kocnum QrXcum gesotten »st/wasche das Haupt damit. Diß Wasser macht ein lang gelb Haar. Es haben die Haar auch mehr acciäcn- tiz.ale coacorko, wann einer viel Flechten lN den Haaren hat /äecololÄcio, Entferbung / wann sich die Haar forne spalten / und dergleichen / darvon liess ? sderozemoor.parr.l.c.j. Nisse in Haaren. Nim gantze Nießwurtz/lege ste ln die Lange / wenn du das Haupt waschen wtlt / oder verjage die Läuß auß den Haaren/so werden die Nisse auch wol wegkommen. Vl)ider dieNisteund Milben- torbern eingutTheilgestossenin einem Mörsel/thue darein fiiessend Wasser/ laß also eme Nachr stehen/bürste dann das Haar mit Abends und Morgens/so kriegstu rn^euem,5ur5a- rcs,leu5ur5urzces5,Lc reauLS l^u^mmulas ir> cnrc cs- ^iri5 cicrz exulccrarioocm cozrsswie z.sagt/und kompt diß Übel daher/daß eine böseHeuchtlg- kett lm Haupt über sich steiget / und durch die schwärtze deß Hirnschedels herauß dringet/ da last es solche Schü- plem hinter ihme. e u Sied die Wurtzelnvon Pappeln mit Wasser / und wasche das Haupt damtt/du must es aber offt rhun/oder thue Pappelnsafft in die Lauge. Odermmb Wei^e.ikleyen/ gieß darüber stedentheiß Wasser/laß es Tag und Nacht stchen / seihe es durch eiu Tuch / thue ein wenig Essig darzu / und netze offt das Haut damit es vertreibet sie. Oelvon grünen unzeitigen Oliven/benimt die Schu- pen und Neudigkett deß Haupts. Item/nlmb8rzj?liit3Ziium soderLäußkörner) Lorbeerschalen/und ungesaltzene Bueter/ muche ein Salbe drauß/und salbe das Haupt damtt. Das Loth ^capl^ila- kauffc mar. i«mb 4.PftNNiNge/k.oacielcrius m me- DasXVll. Capitel. Von dem böten Grind und andern Grmb auff dem Hrnipt. ^^^inn den Kindern die Häupter außschlagen und GnndichSe '^grlndlcht werden / welches von übriger Freucktig- Köpft/>vo- keir herkompt/welches an sich selbst den^lndern nicht un- gesund ist/so reibe Hanffsamen / mache ein 5)anffmilch drauß / ncjze Tnchlein darinnen/und lege sie dem Kind auffdas Haupt/das zeucht alle Schabtgkeit anß/lmdert den Schurffund heilet. Das öhl von grünen unzeingen Oliven dienet dem flüssigen Grind deß Haupts/bemmbt die Schupen und Reudtgkelt.k^/f.in PZl v-i ckirur^iz,vi6ecuaäcln m eo- tjcm Iid.5.isl.lZ.^s!zein-cmc>nr.^3rr.l.c z. Den bösen Grind / der das gantze Haupt überzeucht/ als wann ihm die obere schwarte außsetM were / sol darvon herkommen / w.-.nn einem dcr Speck auff den Kopff treuffet. Nun hat ihn traun mancher armer Teuffel/der wol in ^.oder 5. Jahren kernen Speck im Hause gehabt/ vielleicht auch sonsten keinen zu fressen hat / drumbkan dieser Schade vom Speck nicht allzeit herkommen/ sondern vielmehrvon bösen j?k>IcAmsriIzus und Feuchtig- kelten / oder von truckeneN verbrendten feiichtigketten. ^.eciu s nennet ihn dieLatemerciuÜZm. Vdrden bysenErbgrind. NimMehlvon zwen Ziegelsteinen'/ gieß Bierhefen drauff/darnach mache einen Brey / streich es auff em lernen Tllch/ legs im auffdas Haupt/ laß drey Tag ligen/ darnach reibe es ihm ab / lege wider ein newes auff/ laß es auch drcy Tag ll z.il / das thue so lang bch die Xolb^n heraiiß seyn/ damit ich ma.'i.hein Cd.i und Unctei geholfen worden. C U K ä Theophrastus sagt/es sey nichts besser darvor/ dann Gpjndichte süllzevom Saly/ ln etlichen Tractatenvon natürlichen Kooffzuc Dlngen/cap^s.Nun fürhm/jc. Dle Chlrurgi pflegen den bösen Grind also zu heilen/ erstlich nehmen sie einem die Haar gar hinweg / und lassen den Kopffgar bescheren / darnach nehmen sie Tischer Leim/giessen kalt Wasser drauff/setzens zum Fewer/und wans warm wird/so zergehet der Leim/darnach streichen sie es auffeme Rinderne Blasen / so zuvor lm Wasser weich gemacht worden / und legens dicht an den Kopff/ daß es wohl auffliget/ man muß es mit einem Tuch unter den Kihnbacken vest auffbmden / und einen Tag oder nur einen halben Tag drauff ligen lassen/ darnachziehe mans ab / so zeucht sich auch die Wurtzel der Haar mit auß/wo ein böß Haar drunter ist / das kompt auch mit herauß/es thut wol sehr wehe und blutet/ aber wan man Hunermtst in Wasser thl.t/ui'.d relbetS in der Hand/daß es wlrd wle etn Teig/und streichets auff den Kopff / und bindet ein Tuch drauff/so zeuchts dle böse Materien/ die zwischen Haut und Fleisch ist/herauß/und heilecs. Legs nur einmal oder zwey oder drey auff/ biß man sicht/ daß eS heilet.Darnach wachsen andere Haar. Besihe weiter ?abcl nz.'moc>r.parc.l.c.z. Oswald Gabelhövern/ Tlt. vomErbgrind/fol.79. (zummi olcstin z ^izclcrcim llluci (juc)(Z mor^zx curarliuncmc»>zum,öaetk.^iz».!l!z )Vilt d» den Mrbgn'nd gewißlich vercreiden. Nimb Speck i.Pf-stoß es im Mörsel als ein Muhß/ dan so nimb ein .^ndvoll grüner Lorbeer / die stoß auch " A darnach so sied sie beyde Mit guten Wein/ tring es durch A.'tr -iber» einTuch/thue darzu i.Loth PMer/also heiß mein kalt ^ ^ Wasser gegossen / wann es gestehet/ thue es auß dem Wasser/nimb dann i.LothNießwurtz klenigestossen/un Mische alles durchemander / auch magstu dareln thun 1. Loth Q.iecksilber / das wehret den Lausen iind den Nissen/gebrauch es also.Laß das Haar abscheren / und das Haupt mtt.Erbesdrüe oderKalckzwagen / ncm darnach eln Haub von Leder gemacht die glatt anliae/un bestrelch die wol Mit der Salben eines Rockenhaluis dick uiid setze sie auff/u.id lasse sie z.Tag ligen. Darnach so thue sie ab/und zwage chn aber wie vor mit der Erbeebriche:da» nach so salbe die Hanb aber wie vor/und streiche dzHaar wider porß/so fallen die böse Haar auß / auch magstu sie Mlt den Fingern außzlehen / aber merb dz du die gute nit mtt den böstn aufziehest / andere würde es blatter/und thue 84 Das Andck Buch,' thue das allweg über z.Tag wie zuvor mit der Hauken/ und zwage also lang biß es hellet / auffdas allerwenigst 5-Wochen: Etliche bedärffen ein viertel Jahr. Merck daß du das Haupt alle 8.Tage lässest rem scheren. Dlß »st bewehrt. Ein anders. Nimb Schweinenschmaltz em halb Pf. schlage drein 4>Eyer/und em gute Hand voll Saltz/das koch auffdem Fewer/ laß die Eyer gantz braun werden / darnach seyl)e es ab/und laß kalt werden / thue darein vier Säcklein Nteßwurtz/ ^.qumt Schwefel/ vermisch es wol untereinander. Mit dieser Salben schmiere den grindigen Kopff/es heilet gar bald. , Das xvili. Capitel. Von denHauptgejchweren. ^Kauptge- seyn grossebeitekculichte hole Mwur/wle ^fette Geschwar/ die einer oben auffdem Haupt beste zu curl- kompt/un syn voller weisse oder blawlichte oder schwartz- lichte Feuchtigkeiten oder Etter.Aber da nimpt man nur die Haar mit einem Schermesser hinweg und öffnetö mit einer Flitten / und heilets wie ein ander Geschwär. Es werden auch apkrka?genandt die kleinen Blatterlein auffder Zungen/Gaumen/Backen oder Lippen der Kinder: In etlichen Alten werden eö kleine Schwerlemin angezeigten örtern. Auch ist ein andere Art der Schweren deß Haupts/ oder vielmehr der Schwarten deß Hapts die man x-5 nennet/sind kleine rothe spitzige Schwerlein/ die endlich viel Löcher bekommen / und gehet ein kleines Eyter herauß. ist noch ein kleiner Schwerlein/dann die ^ckores seyn. Sind leicht zu cunreo , wie andere Schweren. Also stnd andere wehr/als Lxaurliemsra, tZ^äroce. pkzIon,8xcaleukcus e5/clrÄcia und dergleichen. Es ist auch ttererocrzlliz, wann einem das Hauptjetzo aufdie rechten/ und bald Wider auff der lincken feiten wehe thut. Item/^«?«°-^äiijuAio , wann sich der Kopfftn dem Suturen von einander thut. Da-glaube ich dz der Weider Schleyer etwas thun kan / wan mas einem alsdann denKopffzusammenbindet / Lzlell.iocletiu. meclic. Diese will ich alle dengrossen voÄoribus befehlen. Be- sihe lib.l.^ler^ocji c.4. Das xix. Capitel. Von den Läusen. ^..f-^.n.eM^em Wald tst/da muß Witpret seyn/ wo ein alt z ^Hauß ist/da findet man Mauß drinnen / wo em bö- zuverrrel-. serKopffistdasind Läuß drmnen / diespatzlren mden Grinden und Haaren umbher / daß ein armer Patient genug zu kratzen hat. Kommen von der Feuchtigkeit deß Fleisches her / oder von dem groben feuchten Dampff/ welcher durch die Schweißlöcher steiget / undeusserlich von der natürlichen Hitz zmmiret und zu lebendigen Würmlein Mit fechö Beinen werden / welche die arme Landsknechte und die umbstreichendeBettler mit Lust ansehen uud sich derfelbigen (li cre^crc ^ wie die Bawren die Spich tragen / hertzlich ftewen / als die sie vor das tägliche Fieber und Gelbsucht wol brauchen können/ undzudenRosjen/ wann sie nicht stallen können. ZSuse wie Es sind aber dieser edlen Creaturen dreyerley/Kopff- vielerley läuß/KleyderläußundFiltzlauß. Die ersten befehle ich der sey». den Kindern und Weibern / die andere den Landsknech- ten/Botten und Bettlern / die dritte /den Bulern und Hurenhengsten. Es ist auch eine Seuche welche die Kleäici pkckiriz- Loleupeäiculzrcm morbum , odekfecliculariolleln nennen/da dieLauseeincnMensche/wieQriIzstiuzIib.4. aä kunzp.c.io schreibet/indertieffenHautdeßHauptö wachsen/oder auch im Fleisch / daran der Herodes Asca.- lomta/ und Herodes?lgrippa/ Acastus/ Alemanem Poet / Speysippus und Plato die Philosoph!/ Antio- chus/Epiphanes und Phorettma Königliche Personen/ Pheresides/ Callisthenes/ Mumins/gelehrte Leute/L. Cornelius Sylla und Cassander/ Item/ Honottcus der WendenKönig/der444Blschoffeverjagte/KayserAr- uolphus und andere mehr gestorben seyn. Es ist aber ?KrKiria5i5 Nichts anders dann eine purrc. fz^io ^umorum .eine fäulun g derFeuchtigkeit die durch die pvloz herauß dringet und sich anleget / wd werden -1^ darnach das Her: omneg'Gelindlein drauß / wie die Schweißläufe. ^ NunsindgarvielReceptwiederdiesegeMt/ dieich nit erzehlenwit/sondern rcm l rrn e den günstigen Leser zu den Medicis undAutoribus/so dieselbe betrieben. Ich will nuretliche meine ex^emnenc setzen / salbt das Haupt mit Spickenöhl/so lauff.n sie wie die Hirsche auß dem Wald. Oder/nimb Weinlaub und Knobloch/ zerstoß er un- tereinander/und schmiere das Haupt damit. Vor die Aäuj;/triste und b§se Haupter, / Nimb vor I .Pfennig gestossenen Schwefel / vor!, Pfennig gestosseneLorbem/und ein stückBöckenunschlit/ ) . laß das Unschlit zergehen/und mische das ander drunter/ ! daß es eine Salbe wird / und schmiere dich über den an- " dern Tag na ch dem Bad damit. Hastu mcht Böcken Un- vavor schlit/so nimb das Marck auß den Ochsenfüssen / das ist ^ sonst auch gut zu den Haaren. Oder nimb Baumöhl ^.Loth/Wachs -.o.Loth/ Lauß« kraut/Quecksilber mit nüchtern Speichel getödtet/jedes z.Qumt/mache eine Salbe drauß / brauch sievor Seif- ^ fe/wann du das Haupt waschest. ^ Odernimb Bergröhte/Salniter/Ana!.Qttinf/ttnd , Laußkraur mache mit Oele/und ein wenig Weinessig eine Salbe drauß. ! Item/nimb weissen Weyrauch/sckweinenSchmeer/ ein jedes soviel du wilt/koebe es miteinander in einen ge- glasurten Topff/mache ein Salbc drauß / schmiere die örter damit/da die Fincken sitzen/so sterben sie. Hiervon hab ich sonsten »pcttläuffttg droben im 8. Buch/am 44 .Capit.geschrieben.Von derLaußsuchtaber ^ lese man die ^cclicox. Lrstmum üb.l. cosiize l'2- berliemoaczllum in seinem Artzneybuch Z9.k.ooterko6o cursa^i worboslib» i.csv.z. VordkeFtlylSuß. Nimb Lorbeern und,weisse Nießwurtz gepulvert uud in Tüchlein gebunden und in Wasser gesotten / und den Ort damit gewaschen/ die böse Lauß vergehen/wann es s ttl,chwahlg.sch,cht. Das XX Capitel- - Der Hirnschale Verwundung. /^Ine Hauptwunde ist ja noch zu heilen/aber wann die ^-Hirnschale verwundet «st/da ists gefährlich. Koche Alantwurtzel in Wasser gar wol/und wirffSaltzdrem/ ^verwu»> rührs wol durcheinander/wasche erst das Haupt wol mit het/wie da- starckcr Lauge/daß es fein rein wirö/ darnach wasche es umbM ^ auch mit der gekochten Alandwurtzel/ und gieß das übri-^h^ ge darauffund laß es also bleiben / thue es einmal zwey oder drey/so wirstu ihr wol loß werden. Ä.U Doch sagen die Medici / oi^lua czs,iri5 vulncrz sune perlculolä,das ist/alle Hauptwunden seynd gefahrlich/ wegen der Zufalle / auch wann sich ein Patient nicht massig hält im essen und trincken sckc-Aen und derglei« chen.Ist diefelbige Wunde be'.nschrötig/so muß man die Beine alle herauß nehmen / daß kems drmnen bleibt/ sonsten last sichs nit heilen: Und ob gleich nur die schlechte blosse Schwarte über dem Hirn bleiben solte / so müssen doch die brüchigen Beine und Schiesser alle herauß/ daß nichts drinnen bleibet. Aber da muß Nun ein Balbi- rer gute Achtung drauff geben / wie es unter der Hirnschale bewandt/wann er sibet/ daß es auffdem GehiM zappelt und sich reget/als wann einem der Pulß schlagt/ so bleibt der Patient nit / dann da ist ^ ma marcr und s»a msrerentzwey/wanman gleich die pism msrrcm gleich als die fiiessen auffdem Gehirn noch ligen sicht. Dann .^k.. unter dem Hirnschädelsind noch zwo Häute/ die werden . von den Griechen genandt/ die erste/ die dem ^ Hirnschadelzum nechten ist / die ist schier wie ein Pergament/ eine zimliche dicke starcke Haut/ die voller Sähn- äderlem ist/und umb das gantze Hirn gehet/ und das bewahret / als den edelsten Schatz deß Haupts: Dann die Hirnschal were sonst das Hirn zu bewahren zu hart. Drumbhatihm Gott diemcmtzi^nzm umbgeben/wel- che weicher ist/dann die Hirnschal/ daß sichs in der Bewegung nicht an die Hirnschale stresse / und also verletzt würde. Darnach ist gar ein dünnes subtiles Hautlein/ schier wie ein Wasserblase / das nennen dleGelehrten "'l ÄM ., ^.Mch.z .. fL'Ä^lÄ 7^«K>^ M ''?^A ?-»"«' ^ V--- »--5' --'5- ,A-S p'lj-w mgtrem.eineftommeMutter deß Hirns/ das ligt uff dem Gehirn/ und zertheilet:das Gehirn inwendig uff mancherley weiß. Wann nun die erste Haut durchhawen wird / so kan dem Menschen durch Göttliche Hülffe/und einem guten erfahrnen Hse6iconoch geholffen werden. Ist aber die piz murci enttzwey / so ist gewißlich das Hirn auch verletzt/ und stehet der Patient in grosser Lebens ge- fahr.Doch sind von den kleclicis viel exempla ufgezeich- net derer/ welchen die pia mstcr und cerebrum sehr verwundet gewesen/ und doch wlederumbzu völliger Heilung und Gesundheit sind gebracht worden. So nun einem die Hirnschaleverwundet ist/ so mmb denSaffivosiderBibenell/ und treuffe ihn hinein / wie man sonsten in die Wunden pfleget zu thun / so heiletS bald zu: Tunck auch em weiß Tüchlein in denselbigen Safft / und lege oben das Betonten Pflaster drüber / 0- der binde nur desselben Krauts ein Blat drauff. Besitze l'aKcrnXMOnr.Artzneybuch!id. I. c. 4. Michael BapstArtzneybuch fial. I.tol. 4z. 49.50. Das XX l. Capitel. Vom Gedächrnuß» Gedacht« ?^As Gedächtnuß ist eine edle Gabe Gottes/ einem riß /wann ^-^jedern Menschen/ sonderlich aber den Gelehrten/ tg ge- und unter den Gelehrren/einem vrsron.Prediger/ Ad- schwecht/ vocaten/ Juristen und Regenten zum allernotigsten.Es wiederumb kan aberfslches bey einem Mensche» uffvielsaltige weiß zurcchtzu geschwecht/ oder auch gantz und gar verlohren werden: bringen. Dcrwegenhabendie Iv!eä!c>auss Mittel und Wege gedacht / wie solches wlederumb restaunröt und zu recht ge- brcht werden möchte/und haben etliche treffliche Sachen erfunden / dadurch mancher ein solch Gedächtnuh bekommen/daß er m einem huy etlich hundertVershat aussenwendig lernen können. Alleen es muß sich einer / der solche Sachen brauchen wit/wol vorsehen/daß er stch damit Nit in eusserste Ungelegenheit bringe/ wann er etwan ein stuckgebrauchte/daß seiner Naturund com^Iexioa gar ungelegen/ dadurch er Mehr zum Narren / dann zum Gelehrten oder klugen Menschen werden möchte. Ich hab einmal voHeinem vornehmen gelehrtenMatt dlß folgende Stück bekommen/ das mag brauchen / wer dawc!/ ich w;ls niemand heissen / und niemand wehren» Es war zu Lzni^bi i in Engeland ein vornehmer vomcus, MitNaMenIot,Änes ciel)c>!ecc>derH.Schrifft und beyder Rechten V völoi , welcher durch folgende Mittel im 18. Jahr seines Alters ^ so er von einem getanffcett Juden bekommen/ em ungläubiges starckeS Gedachtnuß überkommen/ also auch daß was er nureinmal ü- berksen hat / dasselbige die Tag seines Lebens in frischet Gedachtnuß behalten hat» Derftlbigehatimyy.Iahr seines Alters/ als er nunmehr spürte und fülte daß er d:e Weltgefegnenmüste/ durch grosses und fieissiges Anhalten setner Freunde / das geheime Kunststüchoffenbas tet / und auch gelehrt wie man dassellnde gebrauchen soll. Er sagt auch darneben / wann schon einMensch das grös beste und unverständigste und Gedachmuß hatte /so köndte er doch durch dieses Mitte! in kurtzer Zeit ein solches gutes gewisses/ fertiges/ fähiges / ja übers Menschliches und übernatürliches Gedachtnuß bekommen: Also auch was er gelesen/ gesehen oder gehöret/ ohneMüheundArbettvoN WortzuWorrvollkommen und pei fsÄ außwendig behalten köndte. Er hatte die gantze Bibel/das Loi^>u5^ulit,L)ecrccutn,DeclerÄle, ^ultOiolcmundauchvielandere Bücher dieernurgelesen hatte / ohne Mühe außwendig behalten. Und wann schon einer ihme iöö s. Wörter daher erzehlet hätte / so hätte er solche eben in solcherOrdnung Vor sich und hinder sich von stunden an können retltiren/ hersagen und auch expliciren/daß er nicht einmal gestamlet oder angestos- sen hätt. Das Lzcpenmeor aber wird aufffolgende weiß ^rTpsri» et und gebraucht also« Erstlich purgir das Haupt alsomim Berträm / Wot- gemut/ Galgant/WiefeMmmel/breitWegerichsame/ Und Senffsamett/eines so viel als deß andern. Zerstoß «lles/Wurtzeln undKraUter in einem Mörsel / thue es in einen newen Hafen/ geuß z.quartWasser dran/laß swot zugedeckt/damit kein Dampffdarvon gehen möge) wol sieden/ biß es auff 2.quer Finger breit einseud. Unter dem sieden thue ein Löffel voll Honigs drein: Undwannes gnug gesotten / so laß es zugedeckt erkalten' Mit diesem Wasser gurgel dich alle Monar einmal/ wann derMond im Aussnehmen im Krebs/ Srorpion/ oder im Fisch ist/ VondtkHaußaiMy.' 85 Morgens nüchtern warm / Halts lang Mundes da» mit es über sich im Kopffmöge wircken. Damach thue solgendsPulver in ein leinenSacklein/ nimb Ingbereinqumtl. Laagenpfeffercin quu^l. und 4. Gerstenkörner schwer Nagelein / Galgant und Cube-- ben/ jedes ein halb quintl. stoß alles klein/ thue es.ms Sacklem/ geuß?. Pfund guten Wem darauff/ m ei» nem verglasten newen Hafen/laß wohl'zugedeckt/ und vermacht sieden / daß lem Dampffdavon gehe. Laß darnach stehen/ biß der Wem wieder lauter wird / rrinck davon;. Tag nacheinander alle Morgen ftüe imchrern/ und zu Nacht/ wann du schlaffen ivucgchu. eiuer. guten Trunck. Dann dieser Wein zeucht alle schadUche Uber- fiüssigkeit aus dem Haupt. Wann du cm Morgen den Trunck gethan hast / sogehe Sommerzeit an die Sonnen/imWmter aber zum Fewer/ kemm.'dem Haupt fieissig/daMltdieDampffeverclechcn/ u.:d wasche dem Haupt Mit gemeinen Brandtewem / deuman^auzin v ir!L limj'liccm nennet. Darnach nimb einen ziinitcheN Trunck gutes Wuns/ lege z. Bissen Brodis barem/iß sie also eingerunckt / und trmck den Wein / bleib also biß auff den Abend/und iß nichts mehr. Das Nachtessen soll massig seyn / und der Schlaffruhig genug. Die folgende/ den andern und dritten Tag / tyue aber also / damit das Haupt von übriger Feuchtigkeit gereinigt werde. Und so die Adern deß Haupts von dem strä- len erwärmet worden / dann gebrauch dich diß UnguentS der Gedächtnuß / neben die Schlaffgestttchen / also gemacht wird. Nnnb Meyenblumen und Melissen / Mit sampt der» Blumen/ jedes gleich viel/schneidsklein/ undstoß damit m einem Mörsel/nut einem guten Baumohl. Dann thue den achten theil frisch Kühburrer darzu/ Misch alles zusammen/ undrührej. Löffel voll gutes Brandten» weinö/ der auffs wenigste viermal distilliret sey / daruns ter/deßgleichen auch Rosenwajjer/vier Löffel voll/Qch- senzungenwasser/ Salbeyenwasser / Rautenwasser/ jedes2. Löffelvoll/Schellkrautwasser2. Löffelvoll/und z. Löffel voll alten weissen Wein/ mische es durcheinander/ und laß bey einem Fewer ohne Rauch oder Flammen sieden / biß es lauter wird. Darnach thue es in em Glaß / setze es an die Sonnen/ etliche Tage lang/ damit sich die Hitze in der Lufft verändere- Diß Unguent soll be- reitseyn,/ ehe du das Haupt wilcsalbm/ undbleibta» Jahr m seiner Krafft. Aber alle diese Krautet/ auch die/ so zu den Wassern gehören/ sollen im ZoMirio Mi vali» das ist / ungefährlich umb Pfingsten/ gesambletseyn/ dann zur selbigen Zeit sind sie zum krafftrgstett. Wann es nun rechtgemacht/ unnd die dteyjähtige , vorgebraucht/oder langet/wann esvow nöthen seyn würde/ so salbe dann die Schläfe unnd die Orch oder Gedachtnuß im Genick / und setze eine linde zwiefache liederne Hauben auff/ daß du sein warm und ruhig bleibest biß die Salbe in dir wircke/ und das Hirn subtilwerde. Das soltu Morgens thun/ unddenvo- rigen Trunck nicht unterlassen / doch miteinermassigen Erquickung. Also soltu warm bleiben biß auff den Abend. Darnach wasche das^Haupt mit einem guten alten weissen Wein/ der ein wenig beym Fewet gewärmet sey. Dein Essen soll zeitlich seyn / damit es leichtlich vek» dawet werde / und dein Trincken mastig/ das solt du im Anfang 4. Tage lang thun / darnach in zwey Monaten Nur einmal / auffz. oder z. Tag lang/ wie es dtr gesält/ wann der Mond new / wie oben gesagt ist» Wann das erste Jahr aus ist/ soll man alle I. Vwnat Nur einmal falben / uud allezeitwie obgemelt/ in dem newen Monden. Im dritten Jahr ist die Salbung nicht Vonnöthen/ dann einmal: so lang du lebest / ist gnug/daß du dich nue m zwey Ja hren einmal salbest/ so wirst du ein solch ftisch Gedächtnuß haben / daß du alles behaltest/ was du liesest ohne alle Mühe und Arbeit. Im gemeldten Orth sind mehr Recept/ die mag der Christliche Leser auch m achthaben. Bcsihe weiter das ü. Cap. lib.l.LornelüHxnppa! äs vccults pkiloloplna-da wirstu finden/wie das Hertz des Wiesels^viuliclZ) dz Gedächtnuß stärcke/und denVer- siand bewahre.lrcm Ljutcjem libi U.II cle vsmc2rlbu5 lci« eNttiitumc.iO.daerhandeltäcsrrcmemorÄt,V2 dake-i re Man sich an dasselbige Buch nicht / dann verständige Leut wissen wo!/was davon zu judiciren mit dem Buch H äe Aas Ander Buch/ 6« VÄNirzribus ist dergute comeUuz zur vsvirzre vslli- Em gut und gedeckt VttM » " -> ! - dek Ges ^ »i» v^» g^. esrumworden/juira 6iWasser ist besserem Gedächcnuß / dann alle andere die^pinrizs beyihren Krafften/ rokorirr auch das Ge^ Hirn/und macht ein gut Gedächtnuß. Vom Gedächtnuß. Gedächt- Nimb getrocknete Perersilienwurtzel/und zerstosse die nuß zu star- im Mörsel/ oder reibe sie klein in einer Pfeffermühlen / ckenundzu etwannviel/ und mische sie mit lauterm Wein/ und erhalten, trinck deßMorgens nüchtern/und deßAbends ein Trunck Wasser ist besser«zum Gedachtnuß / dann alle andere Wasser. Daß ein tNenschein gut Gedächtnuß bekommt. Nimbr. ^soip.vol. Hindenlaufftenmitdenblawen Blumen/ 5olll'e^uium genant / zw^ Kannen WemS darauffgegossen / den dritten theil emgesotten / laßes trinckdeßMorgens nüchtern/uno oey^oenosemri lzris. Vesiheauch 1'kec>j?krzttum ük.i.cle llZlliz ^ocliaci ill li^ac» ^.c^uzni: .vliüalä.ceor.S.^xl» 91.Irem ceor.7 cear. 1. 10. Wn anders sb das Hirn und Gedächte bend zu Bette gehest. Wann ein tNenDdie Zeit seines L.e^ bens em gesund Haupr/gut Gesichr/ ein ft lsch starck Gedachtnuß/ biß m seinen Todterhalten wil/ so thue er wie folget. /, 5l>tk dUt't'i'N z.t.< ve»>Llvt^ri» ^ Nen Tüchlem wickeln / und an die Mauß deß rechten Arms binden soll/ das soll das Gedächtnuß oder mewo» »oriZM gewaltig stärcken und vermehren« Nimb 1. Löffel voll Wein / anderthalb Löffel vollSal« beyenwasser/ 32 Löffel voll Rautenwasser /4^. Löffel voll Winterblumenwasser/und gute Lauge/ thue es zusammen / und wasche alle Monat emmal das Haupt damit/ siehet »n der Proba es soll sehr gut seyn. >5 emgegeben wird. Das Vattiolöhl Mit Fenchel oder Eppichwasser eingenommen starckt das GedachtnuA Agtstein macht ein gut Gedachtnuß / und ist dem Haupt für alle Flüsse gut. Brauch alle Morgen Weyrauch). Gran/ l es ist wie einKlrschkern) verschluckswie Pillen/ esconfortirt das Gedachrnuß / und verzehrt die pltuitlsche kuws^ re s oder Flüsse. Item/ wasche das Haupt mit tauge/dartnnen Melissen ge. 5,F!B- ...LZZD .. quint/stoß alles/ und thue es in ein leinen SäckleiN/ vlagciem/1. quint Muscatenblumen/dieselbigmStück ^ thue solches in die Lauge/ ehe und zuvor du das Haupt stoß klem zu emem kleinen Pulver/ undauffden Abend wagm" zwagest Dukanstsolchs Säcklein uff?.mal gebrauchen/ röste z.schnitlein Brod/als woltestu sie ms Bier legen / wett' Ür-z l undauffheben/ zu Wittenberg wird solche Lauge/Phi- lege sie meine Schüssel/ geuß acht Löffelvoll Wems ch-« s>ll lippi Laugen genennet/und wird sehr gerühmet. drüber/laß einehalbe Stunde also weichen/darnach zet- tel eme Nußschale voll deß Pulvers darüber / laß eine E-..ch.schr.ch°n.^ns°°°WWH°pff-nVu,v-rim «em brauchm/ °°-r man s°U s-m- Zung- bey sich-ra- ^m.g Wasser -mß / °as m°en Sch>-ss.l bl.-b-u ,si -« g-n/ »anab«mchrw.,ftn°bd«ssmck.nd- W.dh°pff d.chjchwffm/mw.ßmw,rmckn>ch-mchrd.«M Z« s°lch-Tuz -ndhab-n^ ard-tt.-dAPul°«rd.e Nachtüb»sichausi/ ,»5chr?,- mansihn»t>a f-nstmchlv.-lz«s»-nchm mmn-armmK-pff/ ssssch--dasÄch.m / un-siar-ktt S °mimsagrn>anauchvonclnrm ^r-b°zc- dasGedäaitnuß/ «amm dem gantzmRspff, Dksts ^ w,rd.mAl--r»°rd.-b-st«Medi«ndchHaax?-g-ach.--. U'.' «Mi". ^ ^ sm gelegen.Danneüllz ist sehr gut/s^ cdnsorrzvcjzln tti emoi izm > brauchs in mscjum ^>ul veriz. oder wasche dir das Haupt damit/ oderbrauche seine cjlcorizm. ^-ilcnus Lorcius iu älh)cnlal,ono clicir. rncmorizm LMZilam vecu^ersre cc>o5c6lionem ^r>3c2lälNZM,Lc L- leäiuarium plcriiarcoclou, Lrineoris viZoreln coascr- vaur^üIulX ^i^bica?. ^Lin edöl Pulver» Ntmb Senecblätter 6. oder Loth Zitwer/Kümmel/ Petersilien / Dillensamenana 2. oder 1. Loth/Ingber ^ Loth / Nageletu/ Muscatnuß/ Calmuß/ Galgant/ Vi- benellwurtz / Salbey / Raute/ Baldrian/ jedes ein hall) Loch oder 2. quint Zucker 6. oder z Loth / stoß klem/vermisch es/ nimb Morgengsuud Abends ohngefehr-.. quiut / oder emes Goldgülden schwer auffeinmahl. Dlß Pulver stärcket das Gedachknuß und das Hirn / ist vor den Schwindel/ reiniget das Geblüt / nutzet dem Magen/macht tust zu essen/ kräffttget die Mutter/ er- helt die Lung von übriger Feuchte/ wendet alle siechragen deß Hertzens/istvor aUeSchmertzen der Leber/Miltz und Gallen/vertreibet denHusten/macht eingutHaupr/ lauter Gesicht/ dienet zu allen Geschwulst/ sichert vor gcfftlgen Geschweren/im Mund gehalten/ vertreibet alle Zahnwehe / ist gut vor den stmckenden Athem / uns hat viel Leutbey guter Gesundheit erhalten. Besiheweiter?adeillTMoarÄll,imArtzlM)buch5>arr. VonderHaußarsmy. l. c.l^. Das XXII. Capitel. Säiwindel deß Haupts woher er Mursacht. Schwindel uff waserley leiseer cu- kiltttvird. Vom Schwindel deß Haupts. ^ ?"Lrrißcz, der Schwindel / nennen wir/ wann einem V dasHaupt schwinnelt/und wüste -st/als wann alles Mit einem umbgieng/daß ihm das Gesicht drüber vergehet / und gar finster vor den Augen wird. Das nennet loci s at^eÄiz 2A«- «Ium lcoromacicum.^oc cli,vcrci^illolum.Wann sich em Mensch offt umbdrehet / oder un C?rckel umbher / lausfrwieem Rad/öderem Wirbel im Wasser/ ss be- kompr er einen Schwindel / daß er still stehen muß / und kan mcht fortgehen / sonst ftlt er darmder. Aber dlß ist an ihm selber keine Kranckhett/ sondern ein gesucht ding: WerdenSäwmdelhat/ der darss sich aus Fürwitz ntt verdrehen/ sondern das Haupt schwindelt ihm von sich selbst/oder bekompt einen gresienSchwindelinsHaupt/ wann er sich nur einmal umbdrehet/ so wirds ihm gleichsam finster vor den Augen / und bekompt gleichsam glänzende LiechteroderSchetnevorden Augen:-^?-^-« ob- reaeizrürlois-xoT-olt^blocaliAzre, c>blcurc>, cali^iue iu5cstor, cglioo. Man nennet solche Leute ^coromaucos, t^oc eli, verri^wlllos» Wann sie nur sehen / daß sich etwas umbdrehet / ss bekommen sie den Schwindel. Es kompt aber einen Menschen diese Kranckhett gemeiniglich an / wann er sichln der heissen Sonnen zu sehr erhitzet/ odersonstm groß Hitz ln sein Haupt bekompt. Es ist entweder eme Schwachheit deß Gehirns/oder kompt einem Menschen von einer dicken zehen Feuchtigkeit / von einem Dunst / der aus dem Munde deß Magens hinauff ins Haupt steiget/ oder wann kalte zehe Feuchtigkeiten aus dem Magen ms Haupt hinauffsteigen / und macht einem so teuß« lich im Ropff/daß er leichtlich fallen kan. Diß haben die Febricianten gemeiniglich» e u K Diese Kranckheit wird auff mancherley weiß curitet / und dienet hierzu das v um oder Poley / ausf dem Haupt getragen/so seyn die Cardomömlem auch gut dafür/ Item/dasAgtstemöhl/ emTropffoderz inWein gebraucht / oder Agtstem gebrant und daran gerochen. Item/^crllumL^cum,Ehrenpreyß/ Saturey/Rem- fahren.lcem, tjlzmulcu« clutcis (ist ein Confect in Taff- leiN j das ViacsttoreuM , das Ll^iusrium plercs ^r- c^c>nricoll,»ierÄ l.0AÄ6il öcc. Besprenge einen Rosen- kuchenmttolcoberzeäiäio.legsaussdieSchlaffe / oder auftden Wirbel deß Haubts. Item/ brauche Bier/ Harem Nälcken gchänget seyn. Item Muscatenohl umb die Schläffe und die Nasenlöcher gestrichen : Oder bestreichedie Nasenlöcher/ mwendcgmit Muscaten- blütwasser/oder brauche Zeltlein/ die mit Zucker und Majoranwasser oder Roßmarienwasser gemacht seyn/ mit etlichTropffen Agisteinöhl angemacht/darnach man sie starck haben wil. Item/ man esse überzogene Cube- ben/ und ziehe fem die Krasst zu sich/ dleschliessenden Magen / daß nichts Vuffsteigen kan/ oderkeweMastix imMunde/ und halt ihn laug im Munde / derexsicirt sehr undzeuchr der Kumorum Flusse an sich. Darnach speyet mans wieder auß. Es konten anch solchen Leuten die warme Bad in Oe- stereich viel dienen. ItemzuVillach/ Teplitz/Abech/ 'Antegast / Zuckenrhal / Anneberg / Carlesbad und Laubach / döch daß das Haupt und der gantze Leib durchpur- girendeArtzney wohgereiniget sey. Es were auch nicht böß / sie liessen ihnen Köpfte oben ausss Haupt hmauff setzen / dann sie wercn auch den schwereuden Augen gut/ wann sie nur nicht boß Gedächrnuß machten. Ittm/mmb eme stunde nach Asiens / es sey nach der Mittags oder nach der Abendzeit/ Conanderkörner/die recht pr^parirt oder macerm seyn mit dem Es,lg s man nennetsinderApotecken(-on5c«5tic!ncm(.'c)l!^!Z(jri plX- parzn) etwann 12.oder 15. Körnerein / dieschliessen auch den Magen nach Essens / so wvl als die Cubeben / daß die V2j>orc5 aci capuc Nichtcxbzjneci. Wann alte Leutseyn/ die keine Zahn haben/ und nicht beisjen könne«/ die zerstossens i»n Mörsel / und essens als». Oder nun Bornstein lder weisje ist besser dann der ans derj lege ihn auffglüendeKolm / und zeuch den Rauch durch ein Tröchterzu dir ms Haupt oderm die Nase.Et- liche nehmen auch em wen^g Corianderblumen darzu. Oder mm s das ist ein schwar- tz^rwolriechenderKümmel/) bechechn über Nachtin Essig/laß ihn wieder trucken werden/ mach ein Püsch- lein lnit einem seidenen Tüchlein/ und reuch dran. Item / mm eine Lauge / thue Erdbeerenkraut drein/ laß eine Nachr in der Nacht ligen/darnach machö warm M.d wasche das Haupt damit. Vor den Schwindel und bwtett der Nasen. Nim guten sawren Essig/ Pfirsigkern und Röttigbee- ren/ zureibe es zusammen/ und schlag es in ein zwiefaches Tuch /und binde es umb die Stirn. Vor den Schwindel. Etliche nehmen Krauftmüntze eine Hand voll/ sieden sie ein kleine well im Bier/ und trincken deß Morgens und Abends davon einen guten Trunck. Vor den Schwindel deß Haupts. Cardobenedicrenwasser/ Abendsz. Loth/ T .Monat lang getruncken / vertreibet den Schwindel. Oder mmb Neicken / und besetze sie z. Tag lang in Essig / Hernachmals dörre sie wieder / und schlucke sie em / wann du deß Abends zu Bette gehest. Min gut Recept zum Haupt / tNagen / und vor den Schwindel/ Schwimmet/ oder Qyn- macht/ und Schwellen der Füsse. Ntmb Bornwasser/Balsamittenwasser/ana/vermt- sche es wol durcheinander/ trmck davon deß Abends/ wann du wilt schlaffen gehen / einen guten Trunck / das bringt der Lufft umb das Hertz» Es ist auch sonderlich gut vor den inwendigen Schlag. Darnach ntmb desselben Wassers in ein rein Tüchlein/ und reibe dich damit umb das Angesicht/Ohren und Schlaff/ das gibt feuch- tigung dem Gebrechen deß Gehirns. Folgends Nim fliessend Wasser/ 1. QuartoöerKan- Ne/ undz.Loth Spicanardi/ thuees in einen ttewm Topff/ laß ein wenig einsieden/ wasch dasHaupt damit» Darnach truckne das Haupt met einem gelben Futtertuch / und binde das Futtertuch ein wenig umb das Haupt. Wann das geschehen / so rohste em Stücklem Brod /und legs auff das Haupt. Darnach nimb eine Leber von einer Ruhe / brenne sie zu Pulver/ und thue em Pfund ungesaltzene Butter drem/ thue es alles m eitt Glaß/ und setze es 9. Tag und Nacht in eine warme Sonne/ mache aber das Glaß oben fem festezu / und schmiere darnach ein Pflaster davon / und lege es unter die Füsse/so werdensie schwitzen. Das istgutfürdaö künsftige schwindeln. Dann wann das schwellen umb dreFüssekompt / sopflegetdas schwinden hernach zu folgen, Brauche das 9. Tag lang/.so soll die Schwulst in H ij WemeK Schwindel und bluten der Nase/ wie siezn vertreiben undzustil- len.Schwiri del deß Haupts W curiren» Schwindel dmch ein gutWasser zumttren. «8 Das Andtt Buch/ Beinen vergehen / davon der Schwindel kompt. Der teib muß zuvor purgirt werden / wie oben gemeldet/ mit frischen Pillen und andern lax^ri vi s. Em trefflich gut Nasser / daran matt reucht/ vor den Schwindel deß Haupts. Nim Cubeben/sCardomönlein/ Feldkümmel/ Gal- ganr jedes ein halb Loth/ diß alles gantzklcm geflossen/ darnach diß zu Pulver m zwey theil getheilet / daöeine theil m einFläschlein gethan/geuß darauffRosenwasser/ Lavendelwasser und Weinessig / jedes gleichviel/ daß es ein halb Nössel macht/ das laß stets auffdcr Würtze/ stehen. Darnach alle Abend und Morgen / hiervon ein wenig in die Hand gegossen / und damit das Haupt / die Stirn und den Schlaffbestrichen und daran gerochen. Das ander theil deß Pulvers vermische mit ein wenig guten Hutzucker / der klein geflossen sey /davon auch alle Abend und Morgens ein Partickel gebraucht /und dar- auffgefastet. Item/wannduimHauptBeschwerungfühlest/ so brauche diese Artzney/und reuch stets an guten bibergeil! Auch schaw / daß du allezeit Lavendelwasser bey dir hast/ davon trinck bißweilen ein Löffel voll / und bestreichdas Haupt damit. Gebrauche auch deß Jahrs einmal oder 4. zum wenigsten ein halb Quint/ «uffeinmal/ oder vielmehr 1. Scrupel oder l. Quint/ dann sie gantz gelind laxwen/auff den Abend / eine stund zuvor ehe man schlaffen gehet. Und siehe zu / daß du das Hauptnit erkältest/ wanns kalt ist/ und reibe überlängst das Haupt mit warmen Tüchern / und gehe nicht lang umb / in kalter Lufft oder Wmde. VordenSchrvindelund Aitterndeß Kopffs gar gut. NimbSawerampfferwasser/ mitBanmöhlvermi- denSchlag/^^^d mit Tüchlem auff die Stirn und Schlaffege- Schwindel ^ venimpt die Hauptwehe und Hitze, zind Zitttem / nim rothen gelen SenffinEssig/thue es in ein lang Säcklem/lege es forn warm auff die Sttrn/ wie ein Stirntuch. HLintöftk'ch plüvervortzm GchwlM del deß Haupts. NimBenedictenkörner/ 8i cris mouravi, Roßma- rienblumen/Coriander/ Eubeben/ jedes i.quint.S.Pe- terskraut / Gottes Gnade / Betonten jedes 2. quint / Paradißholtz / Ingber/ Zimmetrinden / jedes i. quint / ^vacaräill. die da breit sind / Steinsaltz jedes 1. quint/ Zucker z. Loth vor altcLeut / aber vor junge Leut 6. Loch. Zu 10. Tagen von diesem Pulver eines Gülden schwer/ das ist 1. qumt gebraucht/das hilfft vor den Schwindel/ wehret der und dem Schlage. ^Littpulvervorden Schwindel und W erhalten ein gut Gedachrnuß. Nimb Fenchelsamen/Anyß/Tlllensamen/Cubeben/ jedes 1. qumt/Petersilgensamen/Betoniensamen/ jedes 1. quint/ Süßholtz/ Feldkümmel/ Ingber jedes anderthalb quint/schwartzenKümmel iLoth/^llermoacani 1« Loth /diß alles gepulvert/ und Abends i .fl. schwer gebraucht. NlkorlellettVHrden Schlag / Schwing del und Starckung deß Haupts. Nimb Poleyblumen ein halb quint. Majoranblumen 1. scrupel. Stabwurtz. Roßmarienblumen« Arabische Stechaskörner jedes ein halb scrupel. Muscatnüß. Cardomömlein« Cubeben. Zimmetrinden. Prs-parirc Coriandersamett, WeißSenffsamen. NagelemjedeSl.scrupeU Zittwar. Muscatenblumen» Paradißholtz. Langen Pfeffer« Schwartz CoriaNbersameN jedes ein yslvett Vismkr«. vizmkoz jedes 1. scrupel. Weissen Hutzucker 10. Loth. Mit Melissen und Betonienwasser Morsellen drauß' gemacht uud vergüldet. 8igl,earurMorsellen. Man muß aber nit mehr dann nur das vierdte theil 0- der ein halb Loth einer Morsellen anff einmal auffessen / oder so eödieGelegenheitgibteinehalbe/ ist einer starck ein gantze. Ist eine gute Kvpffstärckung. Bas XXII/. Capitel. ^Hnder KS thut einem auch bißweilen das Haupt nur auff deiner Seiten wehe/ welche Kranckheitdie Griechen n'^wassiö I^emicraniamnenNen/daSist/wanneinem sey/und das Haupt nur auff einer Seiten der Hirnschale wehe ^ ^ thut / es sey nun auff der rechten Seiten allein / oder auff komme» der lincken Seiten allein / wie dann Lslcaus. l'raiia- nu« und^crius diese Kranckheit fast auff einerley weise beschrieben. Es kommet aber diese Kranckheither / voa aufsteigenden Äünsten / in das eine theil deß Haupts/ oder daß sich viel böse kalte oder hitzigeFeUchtigkeiten in den halben Köpffund in die Zahne und Schlaffe derselbigen Seiten setzen Es ist viel ein ärger Schmertzen / dann wann einem das gantze Haupt wehe thut. c u K Wider diese Kranckheit sind gar gut die ?illu!«^rz. bica?. iremdie?iI!ulXLock>X. Ircm dte?i!Iul«f«ri. sjzMestitz ircm, die?>Ilu1ze curiret Item/die^cäici rahren/mansolleander^lemicrz. niz. ^laaiz, und dergleichen hitzigen Kranckheiten/ die Haupt-Ader lassen. Nimb starcke Hauptpillen/Cochien genant/ Pillen von bitter Heiligen/Pillen llne^uibu5 cllc no!v.jedes ein Scrup. bereit Coloqumt drey Gran mir Betonier Wasser zu 17. Pillen gemacht. Diese nehme Man ftuhe umb 5. Vhr ein /und faste 4, Stunden drauff- Darnach esse man ein Erbessuppem Es kostet nicht viel / kaum 2. Silbergroschen. Torneiser curiret damals eine Weibsperson von dieser Kranckheit auff diese weise. Erstlich machte er ein sonderlich Wasser ein/ und schickte ihr dasselbige in cineiN Glaß / was es aber verein Wasser war / das kund man ihm nicht abfragen/ dann er hielt auch fest über semeL Kunst. Kan aber erachten es muß etwas von den Krau- tern gebranvt gewesen seyn / so wider dieses Hauptwehe dienstlich seyn/ als Endlvien/ Lattich/Scariol/Seeblu» men gewesen seyn. Darnach must sie lassen ein Scheffel Mehl nehmen/ Und etwas mit seinem gemachten Wasser und gemeinen Sawerteig/ wie man sonsten pfleget / davon einmachen lassen. Wann erstlich der Sawerteig mit seinem Müsset ein wenig untereinander gemengt war/ so möchte man wol ein ander gemein warm Wasser mit zunehmen laft sen/ und musts über Nacht also gehren und auffgehert lassen. Darnach den folgenden Tag wards geknetten/ wie ein ander Teig/ mitanderm Wasser/und wurden Brod darauß gebacken / wie man sonsten pfleget. Da nun das Brod in Backofen geschoben war / dasetztesich meine Mutter in eine Badsruben mit halben enlblöseteN Leib/ undnametn Tuch umb sich/ und verhüllet daS Obertheil ihres Leibs sampt dem Haupt/ daß ihr der Dunst vom Brod an den Leib / Brust und ins Angesicht gehen konce. Darnach bracht man ihr zwey BrodtauS dem Backofen / gar warm und heiß /die music sie uffder Schoß zerbrechen oder zerschneiden /und den Dunst an sich wol verhült / gehen lassen/ und den Dunst durch den Mund mit dem Othem an sich ziehen / darnach den Mund zuthun und oben wieder zur Nasen heraußbla- sem Da gehet das böse mit sampt dem Dampffausdem Kopffweg. Aber sie schwitzet / wie leichtlich zu erachten / garsehr/ welches chr dann sehr gut war. Mttlerweil must ein Gesinde wieder andere zwey Heisse Brodt au^ dem Ofen her holen / die brauchet sie eben also Endlich must man ihr no eines bringen/ daß ihr also nur 5. verbraucht worden-Die gebrauchten/ weil sie sehr beschwitzt waren / gab man den Schweinen ms Essens / es schadet 5V --5 ^ AM''" -- MM.'V Dl>-> ^'5. Scrupel 8s>e. Oismslci klerszitreoni, ihnen Nia )t6. Die andern übrigen ließ man das Gesind essen / dann sie schaden niemand nicht. Die Lvrs hat zwar im Anfang das .Ansehen als hülffe sie nich; ^gebrauchen, Hauptkranckhett wird beschrieben/ waöessey. stenit sehr viel/ dann es war ein malum iuvercrzrum, sie hatte diese Kranckheit in 9. Jahren nacheinander gar offt gehabt. Ober endlich bliebe e6 also weg / daß sie me- malen wieder kam» VsrHlyevnd Sticheim Hauve. ^ ^lM 4. Löffel voll Weinessig/ unddasweisievon^. Rosenwasser auch 4. Löffel voll/ Atem/ Gal- Ms oavv^ gant/Zimmet klein geflossen/und strewe es drüber/Wickels in Hanffwerck / unnd lege es auffbeyde Medlan / binde auch solche Küchlemmdie Hände/ und thue es offt/es zeucht die Hitzaus dem Menschen/ starcketdas Hertz und kühlet. Besiheweiter?sdcr»ae monc. Artzneybuch xarr. c.2.k>--Z. iz. c. Das XXVI. Capitel. Von der Hauptkranckheit. /QS seyn vielerley Kranckhciten deß Haupts/ aber waN ^-von der Hauptkranckhett gesagt wrrd / so nennet man eine solche Hitze und weheragen deß Haupts / dz auch offt- mal ein Mensch wahnwitzig drüber wird/ und wird duse Kranckheit also genant,Sonsten heist sie bn)M Lül. I'rzllizno und andere Griechischen Scribentcn ^->7?^ czuoci nou tzarum lect crian» wcnrL> ijuam voczar sc^u-e eriam cli,ic>reIlc So ist nun dieses der Unterscheid zwischen diesen beys deNKranckheiten/ daß die > iasznia oder vcl'zuia» Nichts anders ist dannein I^clirmm cirratckrim» ein schwermen ohne Fieber oder Kranckhelk/ wie Lslcnus vom ttis-soc. schreibet und spricht/?iippc>erzces^!«»/«e kias ^ocar cjejirts smckelzre : ?kremn5 aber hat ein Fies ber:ik!5eci sZiopriü inlznlen-. tium clle kekre liderum clle, Nr telzricitztc s)tirencrlcos rum . Sie kommen wol beyde von Sinnen / aber die Kis- oisci sind frey vom Fieber/aber die pklellcric-j sebticiris ren. trem, die ?llrenir!8 vergehet wieder/über die kjzrua yicht so leicht. Item dtt wiener!ci reden bißwellen klügs ^ich/abek die^anizci Nit.^^ineta sagt/5i Kz I?ill5 lu- xrzmocjuMLxuttge m kzt muratio » wluriiä cil- iZra?cc kvl!»niam,mferLr>cujU8 impcru felzrü mo- rjo liuüt ctü^nes^urerizm eos.czui imprucjeriu^ cis oc» curMar m^vU vio!cnrcrrrz6ienr.DaSthUndieI?^rcni^ rici auchnit. Mercke aber beylaufftig auch d:e Ursachen beyder Ktanckhelten/ die auch einen grossen Unterscheid machen. Danner sagt/ die geschieht/ c^uanclo Az. vslzllis vitnium exuli^A > murztur m scram kliern, odet iZUancZt) L^nleraomainö mukarur in Hkelanckoliam > ein solcher muß darnach wolgar ein toller Mensch bleiben. Aberinder ektcrurjcjeistnurem hitzig KeberiM Haupt/ dasbißweilen ein wenig nachläst/ und endlich gar wieder vergehet/wie die Fieber pflegen. Ist demnach gewiß/daß ?>,remri5 dleKranckheit sey/ die ww Hauptkranckhett nenne« / allem in verursachen dieser Kranckheit lfl noch ein grosser Vnterscheid bey den ^ieclicis i DanndkeGalemflensagen/es sey ein Cholerische Entzündung deß Gehirns/odetderHäutlein/die das Hirn umbgeben.l'Keoplnzttus abersagt/sie komme von emem 1° -ursro her/so sich von aussen an das Gehim Von der Haußa^ney. LA legt.Im büchlein von der Ursach deß Sands/ Grieß und Steins/rrzÄ.4.foI.i47.k. ?om.l.pZA.Z4> sagt er/alle Hauptkranckheiten kommen vom Rotz der Nasen her: welches einander nichts zu wider. Aber aoch wtl ich hie mchrs dlsputiren/ welcyeMeynung recht oder unrecht ^ey/ Lc^olicem alienam von 5zcio mc3n>. Sie MogeN uns beydehelffen/ daß nur dem armen ptilc^ecico ge- holffen werde/ wir wollene ihnen beyde Danck wrssen. Sie wird aber auss mancherley Weise cunret. Die Aderlassung ifl solchen Leuten sehr gut/ dann diese Kranckheit kompt auch offtvom übrigen Geblüt. Man soll ihnen aber die Adern nn Nacken / oder mitten an der Stirn lassen. 1 onlineL I^onrzllus sagt/daß die rerrz llZÜZaca sey / Wie^rredet / eine^clmocjum lu^irznes cursconnso- rJbiolo s cs^lriz clo!c-ic!. Was Larc!iol.^n^!ic vom Edelgesteinschreibet/daß man'l'OpZcium nennet/ das mag der günstige Lesersuchen im 16. Buch am 6 9. Cap, un Ende. D:e beste Cura ist/ wenn man den Patienten zur Ruhe und zum Schlaff ' bringen kau/ und starcket iym das Gehirn. Merck/ em bleyfarber Harn in ?ineuell bedeut den Todt. Ein grüner Harnmiteinem grünen Zirckel bedeut auch den Todt. Wann emMensch in einerKranckheit unsinnig wird/ wie dann die l^rc nie kompt/ es sey dann zuvor eine Kranckheit da gewesen/ und ihm nach dem Schlaff weher wird/so ists ein tödtlichZeichemwird chm aber besser / so stirbt er nicht. Item / wann ein solcherMensch auffs Haupt greifst/oder gegen der Wand/ oder in die Nasenlöcher/ oder auffs Bette/ und zauset davon/ oder turretmitden Zahnen / so ists auch rödllch. Wann einer d ie Hauptkranckheit hat / so thut ihm nit ütieln der Kopff/ sondern auch der gantze Leib wehe. DP Pulver ist vor die Hauptdran^-- hcltosst bewehrt befundei». NimbaußerleseneAlexandrinischeSenttblatterdrey Pulservor Loch / weissen Ingber guint/ Muscatenblumen 1. loch die Haupt- ZlMMet l.quint/werssen WemstetN2..quint. Dieses zu Kranckheit emem Pulver geflossen. offt beweh« Dieses Pulvers soll einem alten Menschen 7. quintt. ret> übern andern Tag einmal 1. Stunde vorm Abendessen in einem Trunck warmes Biers / oder in Hünersuppen / oder Pflaumensuppen emgegeben werden. Einem Iun« gen aber unter 12. Jahren em halb quintlin/ und soll sich derPaticntNach gehaltener Mahlzeit/ essens und trin- ckens/ und alles Obfls gantzllch enthalten. einer schwach im Haupt ist/ und von Sinnen kommen. Nimbsüsie Milch von einer Ziegen/ thueeinstang- lein Holunder drein/ 2IÜ korez!»zmlzuc!, Holunderblü- ten/ so viel ihr an einem Stangel hanget/ welches treu- ge oder trucken ist / und laß es über sich sieden / em malz. oder4. daßesvondem Holundernichtzuflarckwird/ feige es durch ein Tuch. Nimb darnach 2.. Eyerdotter/ zuklopffe sie gantz wolmit der MUch/ reibe die krumme von der Semmel sein klein /und thue auch in dieMilch/ setze es wieder zum Fewer/ und laß es auffwallen / und gibs demKrancken etlichmal zu essen. Ein gud Gtücksum Haupt. Nimb ein wenig Reinfahr/ Feldkümmel/Erdbeerew kraut /und ein wenig Majoran/ diß alles gedörret /und in ein Sacklem gethan/ m die Lauge gelegt / und das Haupt offt gewaschen. Wer ein schwach Haupt hat/als es dann komptvom Schlage oder ^ ^o^Iexiz. Nimb Sommerröcken / laß ihn mahlen/mache ein Muhs davon/seuds Mit reinem Wasser/ thue ein we-* nig Butter drein / ,ß das Muhs dreymal in der Wo- ^ ^ chen. Vor die Hauptkranckheit- Nimb Rosenwasser Löffel voll. Gebrandtenwein 1. Löffel voll» Fliessendwasser i. Nössel. Gemein Saltz 1. Handvoll- Das weiss? von einem Ey» H «j .-ßK Das Ander Buch/ Diß a!le6 durcheinander gethan / und in einen Topff vermischt/ darnach ein lemen Tüchlein darein genetzt und umb das Haupt geschlagen.So offt es trucken wird/ wieder genetzt. Item / mm die Köpffe von weissen Mohn / und deß starcksten Weins /den man haben kan / thue si e mit einander in einen Topff/ verkleibs wol / laß halb einsieden. Gib dem Krancken ein Löffel voll darvon / streiche ihm auch umb die Schlöffe und umb die Nasen / wann man z..quart Wein nimpt/ so mag man eine gute Hand voll derKöpffenehmen/mmptman aber wenig/ sonimmet man auch desto weniger Köpffe. Wer die Hauptkranckhett hat/ der soll sich alles weins und Biers enthalten /und nur Wassersuppen essen / da rein Ey drein geschlagen ist / und soll ein wenig Essig in die Wassersuppe gegossen werden. Vordre Hauptkran^heit und Hauptwehe. Nimb Ingber und Zitber/ der gut ist/ schabe es klein zusammen / und thue es in eme Kandel mit Wein / setze ihn wol verdeckt?. Stunden lang beyseits/ darnach feige den Wem ab/und schlage denTranck mit einem Tüchlem umb das Haupt/ dasstärcketdas gantze Gehirn/ zeucht die Hitze und Wehetage/ auch die Fluß alle hinweg. Vor die rechte böse Haupttranckheit. Nim weissenMagsamen/treibe den Mit Feldkümmel- Wasser gar klein / daß er wird wie ein Brey / thue einen Löffel voll Bllsenöhl / das in der Erden außgerroffen ist/ drein/ z.Löffel voll Brandtenwein/ und so viel Rosenwasser/und einen Loffcl voll Königskertzenöhl/ das m der Sonnen auffgetroffen ist / und das weisse von einem Ey/das gar wohl gerühret/und auffein Tuch gestrichen/ und an einem Fewerofen warm gemacht/ auffdle Stirne und Schläfe geleget / und wanns trucken worden ist / wieder ein newes auffgelegt / das zeucht die Hitze aus/ leget den Schmertzen und starcket die Sinnen. So ein Mensch von seiner Vernunffd kommen ist. Nimb Eisenkraut Rothen Beyfuß Lange Salbey Siebenbaum Spicanardi kcrllum (Zrs.'cum jedes l. Handvoll Bibergeil i. Loth. Diese Stucke alle seud durcheinander in Essig oder Bier / wasche dem Krancken das Haupt damit/ und binde es ihm also warm auffs Haupt. Darnach nimb Zwi- deln Nagelem und Ingber / mache darauß einenKuchen wie Weitzenmehl/von diesem reibe em wenig / siede es nn Bier oder Wein/ gibsihmim Essig oder Trincken mtt ein/ so wird einersolchenPerson bald besser. Hauptstärckung. Hauptstär- Morsellen so das Haupt und Hertz starcken/ warmen ckung so das und stärcken auch den'Magen/ sind auch zur Lebern gut. Haupt und Hertz stärcken. Nimb gute scharffe Ztmmetrinde Galgantjedes emquint Muscatenblumen!. Scrupel Weisen Ingber anderthalb quint. Eppichsamen i. scrup. Plstacienkörner die frisch seyn und gefchelet. Bittere Mandelkern auch geschelet/ jedes anderthalb qumt. Haselwurtz. Rhabarbara jedes i. scrup. Zugerichre Wolffslebern jedes i. quint. Feberröth anderthalb quint. I'rocilc. cjc l. quint. Paradeißkörner i. scrup. DiePjstacrenkörner und bittere Mandelkem sollen anffs klemest zerschnttten werden. Aber die Wurtzeln/ Samen/ Trochiscen /dieWolffsleber/und auch derIng- ber / sollen alle ein jedes insonderheit gepulvert werden / der Zimmer /Galganr/ Muscatenblumen/ sollen klein zerschnitten/ und mit einem Pfund weissen geleuterten Zucker in Honigwasser zermeben/ und Morsellen dar^ auß gemacht werden. Diese dienen wie oben angezeiget / so sie 2. oderz. mal in der Wochen deß Morgens früe gebraucht werden/ und eine auffeinmal gessen. So aber Beschwerung det Leber vorhanden / so mag man dieftrMorsellen taglich deß Morgens früe gebrauchen. Es muß aber gleichwol ein gebührliche Reinigung deß Leibes vorher gehen /und daß kein Hitze / truckene Leber /dar sey / sondern kalter Magen und feuchte Leber. Ein anders. Nimb weissenIngber ein halb Loth Negelemi. quint Derbesten Zimmetrinden Muscatenblumen Muscatenüß ein halb Loth Galgant i, scrupel. Der Ingber soll klein geflossen/ und die andernStück klein geschnitten werden / darnach mit 18. Loth Canarien Zucker in Rosenwasser zerrieben/ darnach mache Küchlein oder Morsellen / und davon deß Morges und zur Vesperzeit eine gebrauchet/stärcket und wärmet denMa- gen / das Hertz und das Haupt. Vor Beschwerung deß Haupts und aller Glieder. Nimb weissenIngber Süßholtzjedesi.quint Sennetblatter Engelsitßwurtzeljedes 1 Loth. Hauptbeschwerung und aller, .. Diese Stück alle gethan in emen newen Topff/ dar- auffein Nössel guten weissen Wem/ undemNösse!^,^ ^ frisch Sprmgwajjergegosien/laß also miteinander ein- sieden. Darnach feige es.durch ein Tüchlein / und oeß Morgens umb 5. Uhr / rrmck es alles auß/ darauffü. Stunden gefastet. Es hilffc nechst Gott. Vor die Hauptwehedagen/daran ihr viel sterben. Nim weissen Weyrauch/ weissen Schwefel/jedes ein halb qumt/ deß.besten Tyr,acks/so viel du nach Gelegenheit bedarffst/ mache eme Pillen darauß / als em zunlich Schnellkeulichen / mms in warmen Wein ein. ^s soll subtiler Schwefel seyn / auch soll keine Hitze im Patiencen seyn. Vor die Vn sinnigVeit. NimResenwasser/Wachholderbeern/Hopffen/Sie- benbaum ana/ seuds miteinander in rothen Wem / und Unsinnigkeik schlage warm auffdas Haupc. Item/solche Leute sollen was davor m warmen Bädern baden/ dann dawider hilstt Neu-dienet, brunn / Zellersbad/ Pfeffer / Abech/ Aach/Geberswei- ler/Kul2lläu8.Item/man »hnen die Adern mitten an der Stirn/ oder die Adern oben auffdem Haupr/ oder die Adern mnwendig ln der Hole der Ohren/ oder die Haupt oder auf den Handen/ oder erstlich die Leberader/ darnach die Hertzader/ oder die Rosenader an beyden Füssen/ darnach da es Vonnöthen rhur/die Adern Mitten an der Stirn lassen/ BesiheLÄlcti. äuZÜc. jib.7. c, 4, Lc 5. Da- x x v. Capitel. Von der Melancholey. HsAAnn bey einem Menschen die Melancholey über^ Melancko- <^handnlmpt/welcheöpflegetzu geschehen wann d.c leywosie A-ivabi>isoder(-'KvIcr2inelne^cian.biIcm degeneriret/ bekommen/ UndsichimLeibezumMagen/ oderzumlepcum ^nd was vel lum > das man sonsten nennet / findet 8, OiZMZiAZncou.DiÄlellZ, sind alles Latwergen. Melancholici sollen Hirschzungen/ Melissenunnd Roßmarienbier trincken' Borretsch in Wein gelegt/ machtsrölich/ ceor. z. ^pkor. lt. sollen Hasensteisch melden/danu so sie das essen / so werden sie auch zu Hasen. HlLliZllckollsm rolluar kX Nes.kci-kX, Garten Isop/ Müntzkrautund Lirsloas scltspecicz LuAloilx^uä kucblium.j 1'beopbrzstus schreibet/^elzockoliam vertreiben/ Mirabol^ni nncii.L^el>u!l,Iz^is 1.3-uü,Lasurstein/ xissnrerns, Lx>icb/muz, TlTckas , RömischerTttNian. Ltism^^idkeosminor Ln5cura HarwiNde/ ^cjuin3r>- rum Heidnisch Kohl/ l'keopkralt. in der vermeinten wunderArtzney/ 98. Will man ^kel^ncnoüzm vertreiben/so muß man sehen/daß man sie erstlich MltAdei lassen/ und darnach mit purgirendenSachen fortbringt/dann sie ist schwer zu bewegen/ und muß solches mit Latwergen geschehen/ wann derMond durch den Krebs gehet/ und hat denn z. oder 6« AspectMltderVcoere,^arrcoderIove, dannzursel- bigen Zeit wird die außtreibende oderpurgierende Kräfte gestarckt. Hiervdn were viel zu schreiben/ wenn ich andere Bücher außschreibenwolte/ besthe Lualr. KG. von den Bereitungen der Latwergen fol.iy.b.^o. 24. b.zi.z^. l>. IZ4.K.14.5.2, Xii^zici.ccur.z.. ^^i,c>r.69. cellr.4. zv» LrilltrÄ csp. ZT. buoius. Das xxvi, CaM. ^Zclanc^oliÄ ^^oc^onIiZrmaca ciikfei in llvras.iic^uc msliz lubiro cura pscirzruis: Oder Wie O viclius deutlich sagt! ?>m- cisiiiz obllzz lerö mecliciiza^srarur. cum mals ^>er lon- Azs illvzluölc mörzz. Siewird aber ^^poclior>6liaca genennet / darumb daß sie das Miltz und die uwbligende werter umb das Miltz umbher einnimpt / und wird aus der cbolerz oderkl3V3>ziIe, oder von emer überigenMelancholischen Feuchtigkeit/oder aus einem verbrandteblut/ daßsichiN vcois^ileraicis imschede settsamlet/ das umb den Nabel ligt inrrz umbiücum caplulam corcliz, oder Hertzgrübichen.Dann die werden davon verstopfst/ Und geben darnach einen i^rum oder Wind von sich/ drumb heist man sie auch H/elzocKoligm kstulcarzm 0- derkizruolam, derselbige kZ^rus erhebt die membravam, und das gibt grosse Schmertzen und Angst umbs Hertz / daß einem dieWeldt zu enge werden wil. Da setzt man bißwellen nur zweene Köpffe unter die kurtzen Ribben / das macht emem balde Linderung. k^pockori^rioo eil lubcarrilzHincum , istderOrt umb die prTcoi^iz. ^kel^ncboliz t^/siocboricjrjaca ist die Melancholey/ die sich in der Brust in die Haut leget / welche im Leib die quer über ist / und das Hertz von den Eingeweiden scheidet. Dann wann die venr k/l clerzicX zwischen dem Magen und Oberem wenig verstopfst werden / so.erbrennen oder sieden sie/ daher darnach die.rohe ülelgaclio net. Von der HaußarlMch- . K t Melanch olische Feuchtigkeiten / die drmne verfchtosieri werden /vielWlNdelmMasen/Eingeweldenadciomine und gantzem Leide erregen/ daß man sie gar höret/wie sie umb d,ebxs?ockvll6nz murmeln und kurren/ darauff auch scharffe sawre Gröltzer fallen^/ und grosse Wehe deß Magens/.sonderlich nach gehaltener Mahlzeit / wann man solche Speisen zu sich genommen hat / die da hart und übel zu vcrdawen seyn:Ikm/man fühlet gar eigentlich die ci uäirarcs. unb Auffdlehung der Winde/und hat der Patient viel dünne speichel und seuder einem wie em Sorh in der Brust/daß einem die Brust gar über sich feh- ret/und zu handsweilen das Hertz klopftet und pochet / und solches Noth leidet/als wanns ersticket! wolt. Zu deine/ so steigen auch einem böse schärfte Dünste hinauffin daöGehlrn/die machen emem erstlich gar einen schweren Ach cm / darnach so bringen sie auch and meclicameuca csrmiosoria bc>c clt 1 üz- ru5 ciit<.uclcnri3,wie es die Klc6ici nennen/man muß die Verstopftung eröffnen / hierzu kan ein Pulvis gemacht werden/ welchen ich hernach außsetzen wil lud lnera e» Davon soll man frühe umb 6. oder?. Uhr einen älack- mam schwer brauchen. Diesebeyde muß man allzeit eines umb das ander brauchen. 4-Vorsvierte/ damitdieoblirnKiooderVerstops- fung desto besser möge eröffnet / der Magen gestarcket / und die Winde zertrieben werden / so soll man chm ein Bier oder einen Weinzurichten / mit Wermuth / Len- kZUliominore >Erdgall/R.bapollrico,Cardobenedicten und Poley / und davon trincken. Item/man soll denMagen und die ti^^oc^ollclriz mit demOellu!) Iircia v.warm bestrichen / und ein dreysech- tig warm leinenTuch drauflegen/und soll solches thun 2« Stunden vor dem Essen / oder man mag ein zugericht Säcklein darauflegen/welches mitKräurern zugerichtet worden/wie hier sub ücsrs L.beschrieben wlrd. Man soll aber dißSacklein aufeinen warmenZ;egel/der MltWein befeuchtetist/zuvorwarm machen / und darnachalso warm aufflegen. Plagen aber einen dieWinde sehr/so setze er ihm einen Kopff/ er sey von Glaß oder Messing gemacht/ mit an- gezündtem Wer uffdie bxpockoaclriaidamit werden die üarus gewaltig diftutiret. 5. Vors funffre/ so dienet auch zur Linderung der Melancholischen Zeuchtigkeiten «nWannmbgd / darinnm H W 9 5 " AaöAndtt Buch/ man Pappeln / Violansm', Mertzenbiol^raut/ Chamil- len/ Dille/Weidenblätter/ Wulltch oder Königsker- tzenkraut/ Beerenklaw / Ehrenpreyß / Odermennig gekochthat. 6. Man muß auch das Haupt deß Patienten in acht haben/ und iu die Lauge legen die Kräuter lab lirers verzeichnet/ und ftüe das Haupt ihm damit Hewaschem Folget nun das Tränckleitti ü pvi^pocjli, Engelsüß, Cappern Wurtzel rinden jedes 2. Quint. Klein Miltzkraut. Thymian jedes ein halb Handvoll. FenchelsaMen. Eardobenedicten SaMen jedesQuint. Senetblätter iij. Qumt. Lerchenschwam pr^p^rirr ein halb Quint. Braune Betonienblumen ein wenig, cleomrill clisrrs, Kräutern. R..^iZllvTL!e6t.2..!oth.cjerur io lcarsl!-oco tan man brauchen LleÄ.lcnirivi sechs und ein halb quint oder L!e6on^tzlzarlSi Olsurkesjedesi. Scrupul. LMZMVM! LlcÄl anderthalb Scrupul. Aitwaü Galgant. V rX psnrr Perlen jedes ein halb Scrupul. Weissen Hutzucker 6. Loth. Mit Cardobenedictett Wasser zlt Küchlein'ge- Mächli ZiAtZetürKÜchleinö. L. Kecipe,Menig Pulver. Ehrenpreyß. Betonten jedes ein halb scrupul. FenchelsaMeN. Cardobenedictensamen« Roßmarinsamen. SteinbrechsaMeck Melonensamen jedes ein scrupul. Wegwart Wurtzel. Pimpinellwurtzel. Wurtzel jedes ein halb scrupul. Zpc. KolatX oovell^ Disrrliocion ^bbaris^ l.Lt>üc3v8 ^.tmznlvr jedes anderthalb qutnt° Wermuthzeltelein. Aimmet gestossen jedes ein halb quint. Weissen Hutzucker zehen Loth. ?u!> milce k3r1'lZ»0LZ , livc>etur?ul. L. v. Kecipe, WermutholtzUntziij. WermUthgipfflein» Rauten» ^ Quendell jedes einpurgill. Nägeleln. Gelben Santaljedes scrupul. Rosen. Lorbeerlein jedes ein halb scrupel. Wolriechenden Wem 8. Loth. doHU^ucur öc coleorur, «?, I. O. L. Kecipe. Quendel/Poley/Rauten / Wermuth/ krausen Balsam jedes ein Handvoll. Camtllenblumen / Steinklee/ Rote Rosen jedes j. halb Handvoll. Guten Calmuß. Lohrbeerbern. Anyßsamen jedes z. quint. Römisch Kümmel quint. äenrurin cl^zrca, ZiAverur, Kräuter L. k. «.ecipe. Haselwurtz 1. Loth. Senetblätter L. qumt. Lerchenschwam i. quint. Reinblumen. Eysenkrautjedes ein halbe Handvoll/ Camillenblumen ein halb Handvoll. Steinklee empurgil. Hasenpappeln ein halb Handvoll, locisz ^corurm cliartZ» 8 i^aelur Kräuter?» Z.. Cardobenedicten KxtraA ein halb quink. Weissen Canari Zucker in Felddistel«Wassek zerlassen 4. Loth. Darauß ein Syrup gemacht. Thue darzu Cardobenedicten Syrup 2.. Loch. Zimmetwasser^.quint. Vermisch es unrereinanderzu einem Safft. . Durch diese Mittet wird Gott sonderzweiffel helffeni/ oder da man ja zu laNg in diesem Spital kranck gelegen / zum wenigsten lmdern/ daß man gleichwol wird fortkommen /und sein Ampt bestellen. Wiewol aber nun diese Kranckheit vielmehr zurBrust oderMiltz gehöret/ oderzu den h^pocliollänis. sonderlich in der lincken Seiten/ da das Miltz ist/so habe ich sie dock hlche: setzen wollen/wegen derMelancholey/dre biß- weilen das Gehirn / bißwellen die Brust oder die cl^c-ci cjria 5 bißwellen aber den gantzen Leib einmmmet. Wcrmutbier ist solchen Leuten gesund/und alle mcäi- czmLllrzzbl^llrninz.alsoleüsb^nr^ii. 5al zksvrnkii ^ etwann IN einem appropriaro eingenommen / oder in dlt Suppen oder trincken gethan / ^uia äUcutiunr üzru s. !rcmsollensolche Leutebißweilen brauchen/Ircm Zpirnum Victnoli. Und sich hüten vorüzcuolls,alsvorgeräuchertem Fleisch/ und andern harten Speisen/vor Rüben oder Erbessen / sonderlich pellidus noucilZM sdl^ris! ()ul3 ^ellibus 2bl3cizlunc bvlZZ sztis, sagt die 8clioiz ^>2lcrlllranz. 0 ? ^.?Iaru! äilcuriudr. 8zsa5rss» ^e5clij ^bl)nrl,ium,8cjulogacum,8m/rriium, Z?ur3.kcLnicuIum,^x>ium.5^ic2narciii^Z2jo>3llZ, Qli- t»znum,?cr>oseIiUm,^IIiuii'i^ocrl)urNz I- tcm üoiez ^ller^i,8^ic2ll2r6i, luoci oäoistij :nills?, CapperN. l.cc,urniiiA^i^urir tlzrus. ircm Rindsteisch/geräu« chert Fleisch / treuge Fisch» Der Stein kexozn ist ein herzlich remeclium widet die wcjZvckolizm!i^j?ockoo6riacalri. Ill kan man dessen genug bekommen. Wn Recept eines vornehmen voAoris und ^leäici, liomioizlrzlici. Nimb Scharlachbeer Latwergen Loth. Ochsenzungen Zucker» Borragen Zucker jedes i, quint Kii5ce L Von dieser Latwergen n:mb alle Morgen und Abends t. Castanien groß ein und faste z. Stunde daraufs. X^iliivebis s ^itcilzus, cibis lMsLc fru«Iibll5,^ut Lruäirsrcs j)^riuvc. Das XXVN. Capitel» Vom Schlaff. l>>Er Schlaffkompr von den Dämpffen her/ die an der ^^Dawung hlnaussm dasHaUpt steigen/und darnach Schlaff von der Kaltedeß Gehirns concjcoliccrwerden/ welche woher et hernach wiedcrumb herunter fallen/ Und die di ervoz in komme, etwas verstopfsen/dz also die Zplricus vi^alcz ex intcrio- ribuz pzrcibus iN daS Haupt Nicht steigen/noch die spiri- rus Zttimalcs iN die vi-oZva terisuum c^ccrnorum distri- buiret werden können^ Und kompt also der Mensch aus dem Schlaff/ wann das Gehirn n:chtrecht temperiret ist/und die rechte nalürlicheDämpffe bey sich Nicht haben und behalten kan. Bleiben aber die Dampffe droben iM Haupt /so behält ein Mensch seinen natürlichen Schlaf. ' Daß bißwellen die Leute nicht schlaffen können/ geschieht gemeiniglich zu hitzigen Zeiten / waNn die Haupter voller Hitze stecken/oder wann ein Mensch mit solchen KraNckheiten behafft ist / so das Hirn sehr erhitzen» Dann der Schlaffwil stracks aus die Kalte deß Gehirns haben. terrzrclia sagt/Lxcuriunr lomllum morbi. cUra st- Hue ler>eoiu5,cur35 sc morbos cxcuce, vorwies. Dek Schlaffist nichts anders / dann ein kurtzer Todt/und dec Todt nichts anders/ als ein langer Schlaff. Es hat aber Gott allerley Sachen in der Natur verordnet/ welche einen Menschen schlaffen machen können / durch ihre kalte feuchtende Natur / derer man etli- chevonaussen/ etliche aber von innen z6krlzlrenund brauchen kan. Doch istö allzeit besser/ daß man erstlich miteusserlichen Medicamenten versuche und dieselbi- ge auffbeyde Schlaffe schmiere / oder umb den halben Kopff/ das ist/umb die Stirne/und auffbeyde Schlaf- febinde/alsdaistolcum Violaceum, olcum ^zncjrg- ^or», uvIucarum j>o^uloomsi ^ecc-lAum ccrricis N/-.».... . r d/< ^ '7 -1-Ä ....!Ä! 'S VondtkHaußarßW» ?z ^aaäcz^6lliz?« lcmen k^/otclami, lscmul-cbre, lc- desl. gumt/leminissneri, croci,lcrup.i. karpulvisöc Men^zjiz vcris, äecoÄum lälicis» oj>iam , aueri^um pon scui m üo6one. Er soll auch Mit diesen folgendes 5iri6cmo!eocoAum. Salbe unter der Nase/in den Handen/ und umb beyde Wilma» aber dem Menschen zum SchlaffttwaSin Schlaffe gesalbet werden, den Leibe geben/sv muß mansich auch wolvorschen/daß ^.ccipe olei msllä>»vorg?dllcvut^>ini,ciIMnomi11ii-' Man ihme nit zu starcke Sachen eingebe/ davon einer et- m jedes 2. quint/ olci ^ivlaium, ^olgrum jedes 1. Loch wann gar cinenl.erkar»um bekommen möge.Solche ge- Vn^ueocipopuleciizizs Quint Opii z.. qumtkarlmi- linde Dinge sind Violensafft/Magsamensafft/ Latwer- wencum. Wo aber diese Ding nichts thun wolten/ so gensafft/Violenzucker/Blumenzucker. Diese aber sind müstemanstärckereArtzneyenundttupe5--6tivz.dasist/ was stärcker: ^nriäocum ^t>ilonlz ^rksogsiz, vlslika- so die Empsindlgkeiten benehmen/ brauchen / aber doch dum. Oizco6ic>ll ivilclcez und dergleichen. Lum cvlllilio^lcclic^ Also dienet auch zum SchlaffZiMmetrinde/ Lattig/ mzncjrz^vrsdasAdlrcunigell/ macht hefftig schlaf- sder Salat/dadurch (Zzlcnuz scmen Schlaff wiederbe- fen/das man einem nngibt/ wann man ihm ein Bei» ^ "I derIugend zu sehr studrrete/und den abschneiden wil/daß mancher wol gar drüber emschlafft/ Schlaffverlohren hatte/Mohn/Seeblumen / v>c>Ix. Kürbsen/ Rosen5/ Magsamensafft/ Weidenblatter/ Nachtschatten/Bisen. !cem Isciticzns Kalis sisteme Latwerge) Sceblumenöhl/ Poley / rotheMüntz/Mo- delger / Dreyfaltigkettsblumen / Pappelblatter / n- 6rsZ0rz,beyde^^-ts)c)nticz,^j?iun)>l'j/otclsmu5sufe^- pokcuSipilitiumuL 5eU rur^>c6c>, 8s!om2ricjla luliisrz» Zczuz tri^icjz, lenriculse Ä^usricze > porrulscs > x>crrc>. 'ctizeresolium, Lcc. Btßwnlen wird auch der Schlaff gehindert von der Kälte deß Magens/oder von der und bösen con° jtirurion deß Leibes: und als dann muß man nit kalte rc- meäiz scjkibirn. sonst würde man Übel arger machen/ und würde der Patientviel übler schlaffen/ sondern man muß wermendeArtzneyen brauchen / die den Magen erwärmen/als daß man über demEssen einen guten rrunck Wein oderzweene trincket / jedoch ohne Exceß und Übermaß / und gehe nach dem Abendessen ein we..ig desto ehe zu Bette / sder esse bißweilen ein wenig Ingber« Wer nicht rvol schlaffen tM» Der bestreiche die Schlöffe mit Mandelöhl/ oderbe« streich den Rücken mit Dillenöhl/ 0ö bestreich die schlaffe und die Nasenlöcher mit Muscatenöhl/ dasstarcketdaS Haupt mit. VnAuenllLm populeum, und opium untereinander gemischt/ein Sälblein davon gemaät / und die Schlaffe damit bestrichen / ist auch nicht böse. Kttm Schlaff ZlMyzuM WmWeissenÄ^ohn/Rosenwasser/ LiliumEonva!^ Schlaff» liumwasser /ein weni^ Saffran / alles durcheinander / teibs in einem Reibaschefein klein / daß es wird wie eM Mößlein oder Teiglein / darffsts nicht warMen / sondern laß es nur also/ wie es gemacht worden / schnuer es auff ein Tüchlein/ binds an die Stirn über die Augen/ und beyde Schlöffe / das macht fem lieblich und sanffr schlaffend / Und schadet dem Hirn nicht. Diß ist em gur stück damit viel Leut gerettet werden Hchlaffend //ci)l2icc heists Dacicl. VorZSeschwerung deß Haupts/vnd wann einer nia i schienen lan. Nimb Melissenkraut / schneide klein / thue es in eine zinnerne Kanne/ daetwanneinhalb Stübichen hinein gchet/geuß den dessen Retmschen Wem drauff/ und laß das Kraut also mtt dem Weme neun Tage und Nacht m der Sonne stehen. Darna. geuß das Kraut mit dem Wem in einen Helm / und disnlUr es also. Wann der Krancke nicht schlaffen kan / so gib «hm z. Löffel voll ein / und reibs ihm umb d:e Schlaffe und Pulse. Wn anders. Nim ein gute Handvoll kleine Remfahren/ 1. Handvoll Betemen/l.HandvoUWachholderbeer/zerstosse die Wach !)oloerbeer m einemMörsel/so klein du kanst/ lhue es in einen newen Topff/ und lege d;e Kraurer daju/geuß barauff den besten blancken Wein/ und kleide den Topff wol zu/laß es bald emsiedeN /darnach setze den Topffvom F w Mösigenwässer/auffdiebeyde ^chläffeunöjunÄu- — ,-o-" rzsmanuum gestrichen/machet auch schlaffend/aber es ^ahr kommen schn/lon-Qum menäi^nuni.enthal« schadet demHiw ötwas/denn es macht abwltzig. Opium ^ Schlaffs. Wann sich solche Leute machet auch sehr schlaffend / l.icinius soll sich vom Opio - zutodtgeschlaffenhaben. Item/nimb ein Handvoll WkrMut/ undeine Hand- vollBeyfuß/ geußeine quart oder ein halb quartvoll Wein dran / laß halb einsieden / decks zu / daß die ls»ri- ru-i drinnen bleiben/wasche das Haupt damit/und tunck einTüchlein drein/binde es umbs Haupt/ undschlaff also im Namen Gottes ein: Ich kenne einen guten Mann / wetcber in grosser Anfechtung etliche Wochen mchr hat schlaffen können / dessen Weib befahl ein Doctor / sie solle ein schwartze Hen- nevsr seinem Bette entzwey reisten/ und sie im balde also warm auffden Wirbel deß Haupts binden/ 15. stunden drauffligm lassen. Das halff dem guten Manne nechst Gott/ daß er seinen natürlichen Schlaff wieder bekam/und hernach wieder gesund ward. Item /niM weissenMohn/Wachholderbeer / bitter Mandeln/welsche Nüßkerne/ zerstoß sie/nim auchWer- mutdarzu/ temperire es mit em wenig Rosenwasser/ binde es umb den Schlaff. Etliche nehmen auch Pfirsch- kerne darzu/ und mit dem vorigen allen cines so viel als deß andern/reibenS Mit Wein/ daß es fein dicke und wie ein Brey wird / machens ein wenig warm/ und legens- umb den gantzen Kopff/ und die Stirne/ beyde Schlaf fe/ und de^i Nacken / auff eme Binde geschnneret. Werntt schlaffen kan / der richte das Pulver kccipc, ?ioIi»rumForum»oevutsrts.Lorrlclsmsaär»Aor«; jß- zum Äiittagöschlaffgewehnen/ so muffen sie imhalben Jahr/ oder gantzen Jahr hernach dem Lsucori balde das 5ibouä Goldgeben. Zum Schlaff Kecipe Wermut/ erwelle die im Wem/ undtrincks also warm. Auch mit Wermut sich Hereuchert. Iß Dille m der Suppen/oder trmcke von Alanttraut- O der nim Pappel/Wulkraut/ Magsamen/ oder die Mohnhäupter/siede sie im Wasser / setze die Beine drei» biß an die Knie/ darnach wann du wol gebad hast/ so salbe die Füsse nur mit Rosenwasser oder^poleywasser. Nimb das weisse eines Eyes / Rosenöhl und Rosen- waffer/ klopffe das wol. Nun dann einWerck und mache damit ein Pflaster / lege es an die Schlaffe. Item / Nim eine Galle von einem Hasm/temperir sie mit Wem / und bestreich dem Krancken den Schlaffda- Mit/zu beyden Seilen» Etliche nehmen Haußwurtzelkraut/ weissen Mohk und Nosenwasser durcheinander gestossen/ und legens m Macken. Unter dem Nachtschatten ist ein lpecics die sehr schlaf« send macht/ daß einer auch alle Schmertzen verleUrt. Hiervon liese eine tiittoriam im Lsrcjaoo, von wunde» lichen dingen I,d.6.cgp.iO. wie die Schotten im Kriege diß Kraut den Dennemärckern unter den Wein gethan / und sie darnach sampt ihrem Fürsten den 5reaonem im Schlaff alle ermordet und außgerottet. Grus 94 Das Ander Buch/ Grün Pülsentraut unter das Küssen gelegt /soll auch und kommet von einer falten / dicken und zehen Feuchttg« »>,.^1^ c^k-nr ? drillt».SI. kett/welche das ^lrneinnlMttiet. schlaffend machen Levr. z. Xplior. 91. Item P'.lsensamen gepülvert mit FrawenMilch/und meinem Eyweiß/ undmiternwemg Essig vermischt/ und den Scylaffdamit bestrichen. Ein Fußwasser von Pilsenkraut macht auch schlaffen. Elli e schmieren auch dieFußsolen mitHirschmarck. U)emsjehrim Ropffftheustund mchr schlagt» ran. kett / welche das Hirn einnimmst. Wie man aber diese hecie s alle curiren solle oder müsse / dienet nicht vor den einfältigen Mann/ da muß man gute I^cciicos dafür brauchen. Doch wer hiervon etwas lesenwil/derlese^IciZll^.-LcllcäiHurn I'k.l.cax" 2.5.2.6 2.7.^c>l»3u.?3ulum perQUllizm ill lus 1'licrz^eri-- llcaI1K.l71foi.li7. Aber es ist em grosser Vnterscheid zwischen diesen mchrscyzaffcuran. - ....... Nimb Wermut/ seud ihn wohl im Wasser/und zer- Kranckhetten/ darvonwirjetzo weiter nicht schreiben knirsche dasKraut darmnen wol/binde es fem sanffr umb wollen. Wann man die l.erk^roi.c>i> etwas f^r / n-» Schlaffpflaster zu machen. Glied- schwam/ undunter- kötigeSchä den.zuhei len. Schlaffsucht was sie sey und wo sie herkomme. das Haupt mit einem Tuch. Es legt die Schuß/ und macht schlaffen. tVer nicht schlaffen tan- Mache eine Haube oder Mützen von rothen Zindel/ und stosse nachfolgende Stücke gleich abgetheilet drein. Kccipe LavendclbluMensamen l. Loch. Majoranblatterz.. Loth. Mustatenblumen/ Nagelein/ Cubeben/Corian- der/Anyßjedes i.Loth. Diese Stück alle gröblich geflossen und zuschnitten/ das nehe dann in eine zwisache Haube von rothem Zm- del/gleich eingetheilet. Wann du dann wilt schlaffen gehen/so setze sie auff. Mann Meine Rinder nicht gar wot schlaffen költnen' So hab ich gesehen/ daß ihnen dieMütter Eberrante in die Wiege gelegt haben/ Etliche nennens auch Eber- rets. iLln Pflaster/ si> einer nit sthlaffen tan» Kecipe Welschen Mohn / Winterhanff/ Wachhol- derbeer/ Weyrauch/jedes ein wenig/ Pfirsichkern num. 8. Nerellichenkern/num.p.snsse Mandelkernen / grosse Nußkern/zerfloß es alles mit Rosenwasser / daß es wird wie ein Käse / schmiere, auffem Tuch / und bmds umbs Haupt und Schlaff/ und laß vom Morgen biß zum A- bend liegen/ und so fort an. Ainblarv N?afferzn Clystirenvorden Gliedschwam und unterkorige Schäden. ^eci^e ^iercur. pra-cis?.2.Oumt.Honlgvor4 psen. gute ftbarffe Lauge/ und mehr Lauge als Honig/thue den Mercurium drein / laß sieden / biß du den Mercurium ' nicht mehr kennest. Das XXVili. CaM. Von der Gchlaffsucht. ^ ^>.rl^rc,u8, larinc vercrouszurror^or,A ^ obli vio mcis > c>r!vku5, I^erliar^iz die Schlaffsucht/ wann einer alle Ding vergift und immer schlaffen muß« LllrczrjZorAlncxj)Uon3biIis kcrclomni occelllcgz.juxc.i Lelsum lib.Z. c.io öc 2.0. ?!iaiu8 sagt ich.^O.c. 12.. daß diese Kranckheit endlich unsinnig macht. Sie schlaffen sich auch offtmalen garzu todt Es kompt aber diese Kranckheit her von der piruirz» und andern zehen kalten Feuchrigkelte/wann die das Gehirn und den gantzen kopffeinnemen/davon man weiter lesen mag trsliisnum lib. t. c. 14. den Lalsnum IN me- rkoclo meclcnüb.iz.c .2.l. Die l..erkar^ici haben Viel UN- verzehrtc oderunverdeweteMaterien im Magen/ welche über sich reucht/ daß sie also hiedurch schlaffen. iLinDavaldranlL. Nim Hasengall 2. theil / flarcken Wein 2. theil/ mew ae es untereinander / dann wer das trmcket / der schläffl so lang/biß du ihmEssig in d,e Naseprusest/oder blesest/ oder m den Halß geust. Item Aläntwurtzel klein geschnitten und im roten . auo meonrm muanen. Wein getruncken / macht einen auch so lang schlaffend / Sonsten sind mancherley Kranckheiten deßSchlaffs/ bch man ihm Essig auffdie Nagel geust/ vciuc supra 6.- als Äum eli. - ^ rzpliors ist ein tieffer Schlaff/ zlcus sos,or. Loma ist ein starcker/tteffer/langwiriger Schlaff/ daeinerzugleich schlaffet und wacbet/dnimb heissens dieeclici Vivjlzizlö lc>mnu7ii,«>^!?-»o» Huali ell, inlomuem.vi^llzllremz^uzncjc) k^cr seu paricus kimu! Lc vi^ü^r öc clorm ir, wie mir einmal einer vom Adel in Z ilelia klagte / er hatte es viel Jahr also gehabt/ lag aber nicht kranck dran. Ist eine alte Kranckheit / welche einer btßweilen vom flarcken Wein mncken bekommet rette (z^lenc, Iib.z.c.s clc- remj)ci sni cnri5>K«^(A--Lzru8 ist so Der Ahlrrancke pfleget man zu brauchen/ wannjman einem Mit emem gluenden Eisen brennen oder schneiden wil. Dasollmanmerckenden ^^Konlmum ttippocrz. r>8 Iib.7. ^ pko> it'. 44. darinnen er anzeiget/ wo bey man erkennen soll/ ob die Leute genesen/ oder sterben werden. 8i cms')'>8 .cjuum urunruc, aursccsnrur, purum Lc al-. bum ^?U8 cklu3r,evsäunr ; 8i vcrö tubcrueorum f«:- culearumczue Lc f«cic^um, ^ercuor: Wann reiNUNd weiß Eiter herauß fleust /so man einem Job oder Lazaro seine Schweren / Carbunckel oder Krebs an dem Fleisch im.z.c.sde ^ — ein tieffer harter Schlaff / darinnen man gar nichts herauß schneidet oder brennet/so kommende Mit dem Le fühlet/wann man ihnen!gleich schlagt/ sticht/ rüttelt und ben davon L Wann aber blutige dicke der stmckende Ma rufft/so antwortet er doch nichts/ und thut die Augen terien herauß fleust/so sterben st. attcb nicht auff/ sondern holet nur Athem/und isteineM suorulccroli.l'zoioL,puruIcnri,puruleorzers Todten ehnlicher dann emem Lebendigen. Diese ccrsnrcs, c^uimrerclioracem LcsiuImoncmpusbÄ- Kranckhett kansich auch verursachen aimio^>sm vian, bear>. Viäs ibicism ^xkoritmum lecjuemem, z«^ thun sie die Augen auff und antworten einem / aber Nicht gar viel / und schlaffen fluckö wieder ein: Ene schwärmen zuvor em wenig/ ehe sie m den Schlaff faken. Es ist auch etwas / daß einem im Schlaff bißwe»len seh r druckt / als wann ihm jemand auff dm Leib fiel / und ^ ^^ trucktechn/ daß er schier kemen Ochem mehr hat/ son-^ ^ dern murmelt / wolte gern reden/ und kan doch mchts zu wegen bringen. Das nennen die Lateiner noÄu>nä>n su^rclkonem,Etliche nennens illcukum. zur incudc». oem.ab lrlcubencioDie Griechen nennens k. oN Die Teutschen heissens den Alp / und sagen der Alp habe sie gedruckt/es ist als wann einem ein grosseLast auffdem Leib lege / und wolre ihn erdrücken / wolre gern schreyen und kan doch nicht. Ja es dünckt emen / als wanns ihn gar erdrücken wolte/ drumb nennens auch die Griechen . Vonsr»iz,voderHuczct eli s 5r»->«luKoco.ZllAo,^lÄo,ikrallyu!n.Etliche sagen es sey von schwerem Geblüt/ etliche von stetigen Fressen- und Sauffen/ und rohen Dünsten / die einem aus dem Magen hinauffins Haupt steigen. iiarurciz Mit ihren Blumen in Wein gesotten/ und warm anffs Genicke gelegt / und em wenig von der Brüe in die Ohren getroffc / erwecket die jemqen / welche in emem liessen Schlaff/ gleich als weren sie verzückt/ liegen. LurZi Diese Kranckheit wird curiret durch warme Bader / Schlaff- als durch das Oberbad/Marggraffbad/Anneberg/An- s^cht^ txgast/ Baden in Oesterreich/ Carlsbad/ Laubach/' Salzburg / Pfefferbad. IteM'l üco^hraliu8 saget/ l.cr!izrAU8k0MMeVom feuchten Gehirn /das soll man außtrucknen / so sey der Patient curiret/ wie mans aber curiret: besihe ftin Ii!s. i. ? 126^.4 5ol.24. Sonsten wird er cunrer Mit Poley/ Roter Mintz / Modelger / Dreyfaltiger Blumen / k«uo , Eh- renpreyß/ 8zrurciz, Reinsahrcn/L^ncliis. Item mit Schwefel/L!iirbc>!.^u^Ilc.Iib. 16. cav.^y. Ire,» Iib. 7.c^^i. 6. Vcctriohl mit Majoran oder weiß Lilienwasser einge^ nommen / ist auch gut dafür. Besihe ?iiin kj)eculum p2ir.6.Iib.2.'l'raÄ.l.c. >z. lexallcl.LcaecjiÄ.Ilb.i ... -- -- dtzwlö-: U!lj! / «srs:.' Mt--- ÄzMisik, ' 7 >. Aas XXXI, Capitel- VsndenMssewimd Ghren-Rran«?- Heiken. I Ablest- ^SistemaltSprichwort/liessenwirdieGnsse/sohät^ ^ralrckheit wirkeine Flüsse.Dann vom sauffen wird dasHiM undMsse/ befeuchtet/daßsichs reinigen/undseineexc-emeucicivs wobersie Humores wiedervon sich geben muß. Die Griechen nen- entkmnqett. in gemems-^«?« Damach sieabe? aus demHaupt ^ ° herunter fallen/darnach bekommen sie auchNamen.Falt er durch den Schlund und Halß herunter in Magen/ o- der auffdie!unge / so wird er odercourrz^lL genant/ Kor eti,6ctil isciv: Fällt er in dieNa« se/ so wird er genant/ l. -ni nc L 1,3 v c.>6o, wann ei- mmein dünnes Wasser zur Nasen herauß laufft/ oder die Nase treuffet. Fällt er durch den s>ul3ru m oder Rauchen/au^ der alpcrzm srccriam oder Gurgel / und aufs die memKrznuUm. oderdas kleine innerliche Häutlein / welches die Gurgel zudeckt/ und aspenrt dasselbige/ daß einer heisch wird/ ss wirds genent/aciuc rau-- cicss live rauccclo, wie dleVerslauten. 5i üuirscj ciicscur k cscanltuz^ ^clszucce Lr3nc^U5,aälizre8 elic> Lor/?z. ^erlU8litz.8.c.5j.?zuIu8i-T^lller.IiI).z.c.i7.(?aIeo.!i!?.z. e.4.6c8^m^co czulic, Lillus !>cko!. Zzl. c.82.« Es kommen aber dieFlüsse he? von vielem trmcken/von jianck/von Tags Schlaff/ von Erkaltung deß Haupts / voÄuraiz lucu^rzriomdu?, und ivrem^clUviz tluclus. Wann man bald nach der Mittags- oder Abendmahlzeit Mederüber die Bücher fallt/oder andern UrsachenDann die Dünste steigen hinaufflns Haupt und erfüllen das Hirn mit vieler übaigen Feuchtigkeit/ die füllet darnach wieder an die Oertr /.wie jetzo gesagt lsti> Es seyn auch LarÄiriu, die man l'ati^czrivoz nennet/ die haben gemeiniglich gelehrte Leute / so viel luclibctren» Dleselbige fallen einem so hefftig in den Halß / daß man immer emhmder schlucken muß / und daß einem auff der Brust kgt / und einem die Brust gar davon voll wird. Dieses muß man wieder herauß purgtren / dann sie sind gefährlich/ sonderlich/ wann man zu Nacht ausfdem Rücken ligt. Es muß mancher daran sterben. Man muß achtung darauffhaben / was vor Flüssi sind / daran einer laborirt / ob sie kalt oder warm / oder fcharff/oder süß seyn/ daß man sich Mit der Cura darnach zu richten weiß. Wann einem warme Flüsse auff die Brust fallen / ss muß man diese kalte Ding brau^en/nemlich l' rlium fnaicium, äigpgxizvcr, und dergleichen. Wider die kalte Flüsse und Catarrhen / brauche das Pflasterst 0- der cerot L uZeoü. Item Roßmarin. Catarrhos nehmen die drey Krauter weg/ Melissa/ Lunaria und Scharlack.Phil-ppus Melanthonhat massiggelebt/ nnd wider die Cararrhos nichts andern gehraucht/dann dieses/daß er alle Tage / solangerdie Flüsse im Haupt fühlet/ seme Hände aus einem Becken mit Wasser gewaschen hat. Meines Erachtens ist nichts bessere vor die Flüsse deß Haupts/ dann wann man alle Mvrgen das Haupt wol kemmet/ von der Stirne em hmterwerts / und mit der Hand einhmder streichet/ das ist mem bestesRecept/ das ich zubrauchen pflege. Wer sich fürchtet es möchte ihM etwann ein Catar- rhus auffdie Brust fallen/der henge ihm weisseAgsteine- Ne Corallen an den blossen Haltz. Wider die vs^orOlnsOc^ K05 brauch dieStrigische rcrram 5i^iIIgram. Item das Wasser ^iic>. Die Flüsse abzuzapffen/ nimbMangoltsafft (das ist die Vera» die m den Garten wachst / sind grosse Rüben/ weisse und röche / die welssen sind besser dann die rothen j Und disttlUre ihn mit etlichen Krautern / die das Haupt Mrcken/als Majoran/Melissen/ l^ucisna, Scharlach/ ic. lege dich auff den Rücken / und treuffels in die Nasen/ darnach stehe auff/ so wird aus der Nasen und Munde «in schleimiger Fluß gehen. Ich Habs vom Churfürsten gesehen / daß er alle Morgen Mit dem 5piriru vilrioli.im frischen Wasser die Zahne spühlete / und denn im Halß gurgelte vor die Flüsse deß Haupts. Deß Haupts und der Nasen Feuchtigkeiten und Flüsse purgiren und nehmen weg die 5sicocol>a> 5am> kucus lHolunder)^oscorcle, sistMoomea prvpnuln truÄus) crsc»i kvrreoüs (Garten Saffranj VdndO- Haußa^nA l»5 ^uiarlägswildeK5rbi6)1^xmus,8cl,ftixlzgnz,Hauß, wurtzel/tterlnocjaz^.y8.Vi6Lcuacjcm!jli.l.. cjcii^rils ^octizclz t m liouo ^ricciz Irem sagt/der Rotz der Nasen »st das verfluchte G'fft/ aus dem alle Haupt- kranckheiten der Flüsse kommen. Man curiret auch die Flüsse deß Haupts mit etliche» warmen Bädern / als da sind das Hubbad / Brigerbad/ Grumbad/Kaßwasser/Lanbach/ Zellerbad/ Plum- bres / Marggraffbad / Embs / Salybrun/ und andere BadervonSaltz/Eysen/ Gips. Besihe Kuisaclulv UNd Lrlckcnrcucerum. ^luxus capiris Sc ^ejzackoiizm, öc lan^uioem io» c^urzcum cssiiri? s>uro2nr, , b^eileboruz» ?uIicarlz.LÄr3^u'.is, l'vrkimsllu;, Lcnrsurez, c^!5 sDannenschwamb) 1' in seiner vermeinten Wunderartzney ps^.98. Wann die Flüsse vom Haupt herab auffdie Brust fal- !en/derbrauche I)i2coclic)r> oder Ois^s^ver. L^tl.ia !>d. ^>ar. i.c. 14. Flüssesoausdem Haupt in die Augen/ Dhren und Flüsse so Zahnfleisch fallen / vertreibet die c«m^otnic> oder Latt- aus dem N?erae^uie2^!x:x2n6r>n^ , genant dtegüldene Latwer- Hauptitt ge/ 5> is. lll tpec. lib.z. s) l.c. 14. P li c»u8 schreibet iib. 25. die Augen/ c.8.daßwiderdie KticumgriiNichtsbesjerösey/ dannOhrenunS tlaizrz^o vuiAaiis. Wegerich. Zähnefal-» F5iera^.dcra compolirz^isteiN Lle-Auarium) cum ^ ^n/ waS Zarico l dann damit muß es rectisicicr werden) I.quint sievermp deß Morgens / und i.aumt deß Abends eingenommen / he^ remiget das Hirngewaltig / u:>d zeucht die Flüssezurück vondenAugen undKopff.Manmag chm piiiulasoavon machen / von I cirzckma 6 Pille,'! / die gilt em Silber- groschen oder mehr/ die Nimo auffemmal entweder frühe oder uffden Abend / ehe du zu Bette gehest. Die Pillen remigen das Haupt/verzehren die Flüsse / und purgiren gar sanfft/ früe muß man drey Stunden drauff fasten. Sie sind etwas bitter zu gebrauchen: Aber es schadet nicht. Bmde auch einenRosenkuchcn mit Rosenwasser oder Fenchelwasser genetzt m den Nacken / das zeucht die Flüsse auch gewalttg hmrer sich. Wann dir ein kalter Fluß m der Arme / oder sonst wo» hin fält/bestreichs nur Mit olcc» ?K>IolopKurum smik Ziegelöhl) oder Brandtenwemoder Wachholderwasser ,st sehr gut befunden worden. 5Va»m dir em Fluß akfdte Gruft fält» Wann d«reinFlujzauss dieB.ustftlr/ und dubegm- Flüßvott mst zu roa)ein/ so mmb vor ein Silbergroschen Visrra- der Brust ztt tiiAxjum MS seyn Küchlem) der brauche vertreiben» bißweUen etliche am Tage / der löset fem auff der Brust/ und linderc die i' uimvues, und hindert/daß der Fluß ntt herunter fält. Wider hie Flüsie /b§je Lebertmd Rauben. Nimb wild Kartenkraut eme Handvoll/ Z»rs oder Benedicrenwm tz / eine halbe Handvoll / Aco- ruswurtzel oder Gelbschwettelem Hand voll/ diese din- ge in zwey Maß Weins gcsorren/ Abends und Morgens W zwo Eyerschalen voll/ auff eine Woche oder sechse/all-- wege law gemacht und genützt. Lkrilliscie« Vcr^ scvrus Sc loäicA.cuisr vmaes6cli!l!grl'ooez,Se csrsrikos. pi-elerrim sucem lu^ocsri voz. Lc c>uiclcrn tullljsmcllcalirer, Learus^ul larcUiZir > Lcsrior^ui cieäir. Lczrillimus^uljirobar, Die Flüsseztt behalten/ daßsiemche yerunter auffs Hertz fallen. «ccis>c, Negelm/Myrrhen/Mastix/ Muscatenblu- men/ zusammen gerieben/auffs Haupt gelegt/bchelt die Flüsse oben oder bestreich den Wirbel mit Agstemöhl. Flüste im Haupt. Wer vielFlüsje in.Haupr yar/der brauche alleMonaH einmal im abnemenden Monden/ als etwann im Lentze« eme Viertelstunde vordem Abendessen ein halb Qutnk Hauptpillen/ p,llulss l sie werden aus Äloegemacht) H/pKanZioz ^loc^ks^ins. Es ist nichte bessers wider die Hauptflüsse / als alk MomK bißwesienem TröpssleiN2«oderI. Vittriolöhloderh.^ rirum , in einem Löffelvoll Bier oder Wem/ oder Meinem Trunck Bier deß Abends / ehe man zu Bette gehet / gebraucht. Die 5cKola5alcrvir-!NZ lehret fein/wie man die kkcu. «,»ra gelosensoll. cap. 8i. Erstlich mit Massigkeit im Essen und Trincken/ 2.mit wenig schlaffen, z. mit warmen Speisen. 4. mit arbeiten. 5. soll man warme Lufft zu sich ziehen 6. soll man wenig trincken und zimlich grossen Durst leiden. ?.soll man den Othem an sich halten. Lr verum elt, es hülfft viel/jeju- «eor, vlAÜerir, lirianr, <^ui rbeumsra curarir. ^llsgsIIissHünerdarmIgequetschtzwischendeN Fingern/ und darnach in beyde Naselöcher gesteckt / machet daß die Flüsse flugs herauß tropsseN. Überzogene Coriander und Anyß soll Man alle Morgen Und Abend essen / die sind auch gut für die Flüsse. Wann man alle Abend em fein warm Kraurbad hat / und die Flüsse drem setzt / das zeucht die Flüsse auch gewaltig aue dem Haupt herunter. Wann sich die Flüsse ins halbe Haupt legen/ und auff Zähnefallen/ und im Schlaffinden Ohrenreissmund Hitzen,/ so lsts ein warmer Fluß: wie Mans bald mercken kan/ wann Matt bald Wasser un Mund ttimpt / und auff die Zahne legt / so thuts einen? in den Zähnen sehr wehe. Kayser Carls beste Artzney war dafür/ daß er z. Finget ins kalte Wasser getuncket / und drey Tröpfflein kaltes Wassers mit den eingetunckten Fingern hinter das Ohr getruckt. Lr verum cti, es stillet die Flüsse fein. Wann einem die MM auff die Zähne/ Brust oder M den Ha^ß fallen/ wie man derselben gar wiederumbloß werden kan. Flüsse zu Ich hab gesehen/daß eMerFtawen ein gesaltzener fluß vertreiben in den Gumen fiel/ dz sie löcher drlnen bekam und schwur so emem auf ihr ein Beinichen aus dem Gumen. Item/ er fiel ihr auff die Zahne tneBrust/ daß sie über der Hertzgrube eine Beule oder und in den Schwulst / und em Loch über den Nabel ;n den Leib be- Halß faller-» kamt so em böses Ding ist es umb solche betssige fressende stüsse) noch ward sie endlich dran curiret / wil man aber solcher und dergleichen böser Creatur loß seyn/ daß man sich vor ihnen nichts mehr zu befahren hat/so nimb tlores Ott»!>c»»dleBlütenvonWolgemutssolcheSachenmuß man allein denApocecken Und bey den steissigen Kräuter- weiber suchen ) man heists auch sonsten Tost/ Icem/ tlo- »es Ilopi, dieBlümleinvonIsop/ jedes 5. gure Hände voll / zerhacke sie mit einander klein/ menge sie durch einander / und Mache z. theil dtauß / und den ersten theil geuß 2. quart alten Wein / laß Tag und Nacht drauff stehen. Schuts Mit einander M Helm/ distllliers fem treuge ab: was dann herauß gelauffen ist/ das geuß auff den andern theil/ und distillirs zum andernmal: darnach geuß eben dasselbige außgetroffene auffs dritte theil/ und dist-lliers zum drittenmal herüber / alsdann verHege dasselbe in emem Glase/ und binde es oben fest zu/ verwahre/ es wol/ daß dirs nicht entlauste. Von diesem deß Morgens einen Löffel voll im Munde auff die Zähne genommen / und eine gute weile drinnen behalten/und die Zähnewol damit gespület/ darnach weg gesp/ehen / und einen andern Löffel voll wieder also genütztmnd solches auch auffden Abend gethan/das verzehret wunderbarlicher weisse alleFlüsse deß Haupts daß man sich hernach weder in denZähnen noch aus derBrust mehr vor ihnen befürchten darff. Da sich aber doch etwas im Haupt hätte davon angehangen / welches man leichtlich fühlet / wann es oben zucket / so mm Majoranwasser und roth Mewer l s) Wasserjedes gleich viel/ mengs durch einander/ mache Wiktchen von Lemwad / befeuchte sie Mit diesem Wasser/stecks in die Nasenlöcher/ reinige und wasche sie damit (und das muß deß Morgens nüchtern geschehen) darnach zeuch 5. Tröpfflem desselbigen Wassers durch die Nasenlöcher hmauffins Gehirn / das dissol- virer den angehenden Fluß «mKopff/ und führet ihn zu den Nasenlöcherauß/ damttalsodas Haupt reMvon den Flüssen bleibet. 8ecrecumlic>cmsZrmm, dancke Gott dafür. Man mag auch an den Füssen köpjfen / Ich habe wohl ehe Z pin ruin Vlcrnoli deß Morgens undAdends in einem Löffelvoll Wein vor die Flüste gebraucht / das hat mir gut gethan. Dann er verzchMHie Msreri^m ciel^IIarionum. Ich hab gesehen/ daß ein Oottor etnm ftommm Das Andtt Buch/ viscooum curirte/ der auch Flüsse im Haupt Hatte/dü6 es ihm drinnen leutete/ wie Glö^klein/ trat ihm vor das Gehör / und wann er auffdenKopffgriffe / thats ihm jo wehe als wann er auffeinen Schweren gegriffen hatte / also und dergestalt/ er muste nur Camillenblumen drey Handvoll/gelbe Winterblum/ Majoran undSalbey ana eMe Handvoll in die Lauge legen/ wann er sich das Haupt waschen liesse. Vor das Säulen in den Ghren. ^Imb von den Welschen Nüssen die Schalen / drü- ^cke das Wasser drauß/und tröpffe etwannn drey Tröpffilein in die Ohren / es hilfst/ es kompt gemeiniglich von den karibus her. Besihe droben die tlsrus 6i5curielluz,c.i6.liujus,und ^ecNis Vtel^ncl^ollT den pulvcrcm. OoÄorIvl2lNllU8 Äulznöus pstegetein Laugemit grossen Nutzen zu gebrauchen / unnd mache folgendes Sacklein in die Laugen / mmb Balsam / Poley / Hasel- wurtz jedes ein Handvoll/ solche em wenig geschnitten Und in ein Säcklem gethan und nachmals m der Lauge gesotten» OoÄoi ttiirrmimnus pfleget Wermuthin Kühemilch zu siedenjund den Dampfflassen m die Ohren gehen und nachmals Bisam Baumwoll in die Ohren thun. Flusse im Kopff/ Sattsten vsrden (dh-- rm/ und ..Ueo nn Kopffeii.em herunter Mr. Eine gute Hauptpurgierung» R.» p» 8>0L <^uibus eileno!c>. vecum zAsrico aUZ 5cru^. 1« cum FervoicT kaurpilluls: uum.XXVII» Diese Pillen mag Man mit einem8/rup.vott 6c eMnemen / oder einem andsrn /deß Morgens umb 5. Uhr / darauff fast / biß zu zehen Uhr/ doch im abbrechen deß Monden. Darnach von dem Pulver ein Quintlein alle Morgen mit Majoranwasser brauchen / oder auch wol mit Meth/ wer denselbigen vertragen kan/und nicht eine hitzige Lebet hat. Die Holtztauben/ Tholen/ Amseln und Rebhüner Putgiren sich jährlich mit Lorberblatern/diezahme Tau- ben/TUrtelrauben undHüner laxiren sich mit demKra»it das man Tag und Nacht heist. / Nim Augentrost Pulver z. Quint. NMseatblumen in Essig gebeitzt!. Quint. ?r-c^.anrr Coriander anderthalb Quint. Majoran. Betonten jedeS anderthalb Qutnt. Bieres arc^oori. jedes!. Scrupul» Feinen Hutzucker s. Loth. Mach alles zu einem Pulvet» Das Fette von Parsen ms Ohr getrettffek/ ist auch ein gut Recept darvor. gut Fußbad für die MM» KccipcPappelndreyguteHändvoll/Maußöhrlein Fußbad j.,Händ voll/ Tag und Nacht/Pingelkraut und Majo- vor die ran jedes i. Hand voll / diß im Fliessentwasser/ abweres Flüsse- den Strom geschöpffet gekocht/ und auffs dritte Theil zugedeckt / einsieden lassen/geuß auß / laß von sich selbst law werden / stehe auffgericht drinnen / laß dir die Beine biß auffdie Knie mit demRraut wol waschen / aber du mustdas Faßmitdoppel Tüchern wohlverhüllenunnv über den Knien festzubinden/daß der Dampffnicht un-- nützlich verriecht. Das zeucht die Flüsse und iWehetg- gen aus dem Kopff herunter. Wider die Flüsse. Brauch einen Tag 2. oder 5. ZuckerCandi /und iß ihn bißweilen/sonderlich srüe/ so wlrffstdugrewlicheDing auß. Ilem/ nach derMahlzeit/ es sey Mittags oderA- bendmahlzeiteM Gran oder drey/ Moders, ^ltictusc gessen/stillet die Fluß/^uiÄ clau^ir veLtricuIulN. Thustussore cibum, soconstipirtsslvum, Lc53c:'^ corirra ciisrrkLSm,cZ)'lellrerizm,6c veorri5 Thustus aberpoli clkum, so conförkirts veorriculum, Lc mukumiacitaä c»c>fQrr3vcj-,m Lc con- rra vsporez vearnculi.MankewetS und lssets.DaSthut auch das l)iacironium t QiUttenbrod) cum gromacib» orckcii^n vearnculi ^ em Schnittichm/ etwan^ 1 liB'i,'" Uir.üi' Purgatiott für die Flü5 , seimHaupt. ...5- lil/PsiU VonderHaußatMY. ?7 Flüsse aus den Schultern und Rücken zu Vertreiben. Haupts un Versiopf- ftngdeß Magens zucmren. e-ttsann deß klemm Fingers lang gessen.Wann man führet/ daß einem die cx^zlsriooe s aus dem Magennach der Mahlzeit m Kopffsteigen/ so brauche man nur balde clzuclenris venrnculum. widerdie Flüsse. Kauffein der Apotecken l. Quintlein ^lecl,oaczozm Weine Wurtzel purgarpiruirzm, er Irsliz in Germania geschickt / unsere Klc 6ici haben sie zuvor nie gehabt) .die zerstoß fein klem / oder reibe in emer Pfeffermühlen/ brauchs auffemmahl im Wein oder Bier / warm oder kalt/oder mememErbessüplem/ oder Rindfletschfüp. lein / ungesaltzen eingenommen. Das purgirt fein gelin« de/und zeucht einem dieFlüsse gewaltig aus demHaupt/ <6 ist lieblich zu gebrauchen / von p^rir nzuleam. Vor die Flüsse so aus dem Haupt auff die Schuldern und in den Rücken falkn. Wann dir die Schultern wehe thun / das komptvon denFlüssen/laß dichzlmblich drauffklopffen/dochjeseh- rer je besser/ wüt du sie herhalten / wann der Flegelwind wehet/das magst du auch thun/ wanns nur nicht zu wehe thet. Also wird die Materien fein zertrieben und voneinander bracht. Hastduaberzuder Lura keine Lust/so bcstreich dich nur alle Morgen in loco atfcQo mitnüch- tern Speichel und streichedle Wehetagen fein voneinander. Du kanst über dreymal nicht thun / so vergehet dirs. Oder laß es Mitheissen Tüchern reiben / biß daß eS schmertzt. Fallen sie dir aber in den Rucken / und in die Seiten / oder in die Arme/daß einer offt denHalß nicht wohl umb- kehren tan/ so mmb Brandtenwem / Bertram klein geflossen / laß es mtt dem Bertram lange stehen / bestreich den Schaden oder loculn aKcÄum damit/ es verzehret dieFlüfte. Vor die Flüsse deß Haupts und Ver-- stopftung deß Magens. Rscipe Augentrost/ Steinbrechsamen/ Saffran/jedes i. Quint/Fenchelsamen ^.Quint/Majoran/Quen- tel/ Pfeffer/ Parabeißkörnerjedes l.Quint/Zucker / i. Quint/diß alles zum Pulver gemacht/ untereinander vermischt /und umb den dritten Tag auffden Abend em Messerspitze voll eingenominen in Bier oder Wem. Wider die Flüsse. LleÄusrium äc, succo R.c>l^rum z.. Loth IN WarMM Wasser eingenommen/ löset die ckolersm und INa, daß sie durch Stuelgang weggehen/ und sich mcht anlegen/ damitetwann ein Geschwür drauß werden möchte. ^ . Irem > klorcZ Lallize exrra s v e enret die mcar?, Flüsse ver- und zeucht die Flüsse gewaltig hinunter/ dz sie zur Nasen xxM, außlauffen. Etliche machens auch zu gar kleinem subtilen Pulver/schütten etwas in die Hand /und ziehens also in die Nase/ so machet es prausent/und zeucht dleFlüsse ab. LuAlolla ist dreyerley/^sjor-meciiZiLc millv!,nzjol-. ist am besten im Leibezu gebrauchen/ die blühet blawlicht/miriorbltthetroth Lc -.ll vi.ilcc><.n9,was:man die kleinere in Hut aufdem Haupt trägt/jö wird sie naß / so trefflich zmchtsiedie Flüsse oder tiumor<.s cxcs^ire. )lVann die Flüsseaus dem ^auptin die Schtaffeund m die Zahne fallen, Sontmbpcrticsnzmwachstan Bachen/ hatPsir-Mss^soei- sigblatterundvielkleinerohte Flecken auf den Blattern, nem ans Flöhekraut l dieMärcker nmnens Rötfchel/ fonsten nen- dein Haupt netmansPfefferkraut) dleistern cxrra^ivum laKuen. mdie schlaf" rsle. wider alle Flüsse der Zähne/ lege sie in ein kalrWas- ft und Zah- ser/ s dann darinnen wird sie corr-« n r) darnach lege sic ne fallen, auffdie Backen / biß es hitzig wird und brennet / wannö entbrennen wird/so lege in Mist / laß drinnen verfaulen /so vergehet die Wehetage aus dem Zahn / und heilet/iecurmum )Vann dieFlüsse aufdieBrustfallen. , Wann einem ^ieFlüjst auff die Brust fallen/ daßes Mssejoauf ^ einem aufder Brust ligt und gar röchelt/so iß gebratene dieBrust - Zwibeln/das rctoi v nr gewaltig. Oder hölere oben emen fallen zu Apffel aus/etwann emesSübergroschens breit/ biß auf vertreten die Kernen/ lege Zuckercandi und gantzen Saffran hinein / lege oben das abgeschnittene wieder orauff / laß es braten/ und isse es auf. Man efje einen frühe/den andern zu Abend/ wann man zu Bette gehet. Von der Heitertet <0 auch mehrertheil von den Flüssen deß Hau^cs herkommet. Rsuciczz oder R aucecio kic ^umorex cs^-ice gä Aurcur sc marerism (?lzeci vo«.2nr,9l2>.69.z. 6icirur,acjutium elt oucrurnicum, uricur mäice exaruir, säultum elt ^urcui mcum , rsuc-e faÄX luar tauces mcXi Ein solcher brauche nurvor 2.newe Gröschlein oder z. PfennigI-ocKKvumallzelt emer Bohnengroß/ das lasse er nn Maul zergehen/und lasse es darnach fem mehlig in den Halß hinein sincken. Es ist auch den Kmdem vor den Husten gut. Item/ Leckeritzensafft iluccum Ü^uinriX) gessen/ ist köstlich davor/ und problrt befunden. A- 5««» Flüsse mit allerley Kräuterzu vertreiben. Flüsse werden auch durch Bie- nenkraut cumt. Majoran Oder ist die rsucecjo LX so brauchegar frühe Lp-mum v.anvliund etwannüberem Stundthernach -- - - oder isse deß Morgens und Abends/ gegurgelt/das zeucht denFluß auS dem Haupt.Darnach ehe du zu Bette gehest/eme gebratene ^wibel auff/w^.. den Leib/ vom Halse anzuheben und Mit warmen Tu- —^ ^ ? '!/ chern herunter gerieben / das wendet dcn Fluß ab. Vesi- )lViderdie Flüjst. Ich hab zwar droben äe Zranis M2tticki5 etwz gesagt/ muß dessen hier noch ein wenig mehr gedencken. m süicliis deß Morgens in Mund genommen /1. oder 6. oder8.und wol mztticirer, oder mit den Zahnen durcheinandergeknetten/ und immer gebissen/ daß eö wird wie ein Wachs / und solches eine stunde 2. oder z. nacheinander gethan/ so zeuchkS einen grossen Schleim aus dem Kopff/ daß man immer außwerffen muß / da fprütze man es immer weg / so wird man der Flüsse loß. Wann mans einen Tag gebraucht hat / so lege mans wi- derineine DeusezudenandernKörnern idannumbz. Silbergroscben kaufft man auffs thewersteem Loth) damit kan man sich eine lange Zelt behelffen/deß andernTa- ges mag mans wieder brauchen / deß dritten Tages wieder/ so lang es wehret. Deßglei.i en thut auch das Bienenkranr/oder bieMe- lissa /das lest man dune werden /und streichts aufemPa- pier ab/und Verwahrers in ememPapier oderDeußleiN/ darnach nimbt mans mlt den Fingern «n Mund wann mans bedarff/ und kewers auch also / das zeucht auch einen Schleim aus demRopffund coufcirricec memoriz. Man mag ems umbö ander branchen. Dieses ist vornehmer Leute bestes allem man muß es in der Zeit thun/ ehe die Flüsse zu sehr überHand nehmen. Hmzr2cu>Oiolconäl5sMajoran^ gedörret/Und gar . - c" >>, nicht Mangel am Gesicht hast. Oder brauche Rosenhonig/oder Zuckercandi/ sonderlich wann dirs auff der Brust ligt und du sehr röchelst. Odernimb Oiainos iimplici? Hzlomoviz, esseyn Küchlein/ cle raciicc Iritjc,c^u-L Zalolnooi zucori scilcri- buurur, dienen coacra rullim Lc pi.- L-1-xm- >-mt m. Vor das stmcken der Zähne. 5l ^acrurBrustsastt. ^ Erdbeertraut/ seude es in Wemc/jig/ drucks D.ßbrau^ wann man w»l/ durch e.nTüchlein/ thue Honig dran/laß si?den/und ^ s!5 >1"" einlauffen- Man magv dcß ^.ages fcheumen es ab/gurgel die Zahne damit/und spule sie da-° ss auHen. mit/sie werden wiedergut. WannememFl.WmdlcZähnefallen/ / socmcmausdem Ropssmdett pemindie Zähne fallen/und wehe thun zucumen- und einem die Zähne sehr wehe thun. So nimb nur Rosenessig der aus Wein gemacht ist / Halts auffdie Seite/ da dir die Zahne wehe thun / das stilletSbalde/ und zeucht die Flüsse gewaltig auß / daß der Essig gar schleimig wird / und sich dehnet/ sonderlich wanns kalte Flüsse seyn. Irem K. CaarKzrläLs l Spanische Fliegen) ein halb quintlein / schneideden Kopff/ die Flügel und Beine davon ab / und wirffeö darnach hinweg s kostet ohngefehr ein Silbergroschen) reibesieklein/ Mische sie in einen Sawerteig / legs hinter dem Ohr auff /so zeucht dirs ei« den viel böse Zufälle. Gaumen fallen/daß einer gar heisch / uü ochme der Halßroh wird/und schwerlich iedet. 8x>cc7. Vi2s,coicilj von Penitzucker 2.. scrup. ViarrsAZesori ^ioiä»clNhalbqulNt. ZDisirios 8zlom^ni5 l. scrupel. Mit 1. Loth Zucket in Brandlattigwässcr zerlassen / zu Zelllem formirec. Brauche die Küchlein alle Morgen wann du auffste- stehest/1rcm kora z. na ch der Mittagömahlzeit/ und auf den Abend / wann du zn Bette gehen wilt/ allzeit drey / Vawerreig/ tegsyim«rvc>n^v» u»,,, lang sie w eren. wattnmnemdteF.üssemdicVhre„fi.,- b°r S-lb-a»ff/ s° h-.l-.« w.-->-r, "n/ °°ß .«-> -u.-mba- !1?er->r^ucktiakelt/ so herunter auffdie Wurtzel der Zahne „ s.x..pillulsc aum.zj. äesuieorur luxeilicie revus» fället/her. DannsodieftlbigeFeüchtiMt scharpffist/ js)cluvwp>»i^e. . ^ so werden die Zahne löchencht /und bringen em faule und ^ j^eor. Pillen Morgens auffeinmal. ^ di^ Würm/e'in^ deß Zahnwehs / soley- Folget nun ein öhl/ von deme mag man einen Tropf- det man arossen Schmertzen: Dann sie kriechen durch die ^ laulicht ins Ohr hmein fallen lasseN/und Baum- ^^V»^ns,b'llczundnaqe^undbeissendazmnen/Tag wolle drein duncken/ unddas Ohr/ darinnen es also ^rossen - ^ - ^ " - ^ r,. und Nacht/ das bringet also einen trefflichen grossen Schmertzen in die Zahne. Und obwohl sonsten die Zahne an sich selber niemand wehe thun können / so redet man doch im gemeinen Brauch also/ weil die Kumores und Würme an den äderlein also nagen und fressen. Daß aber einem die Zahne außfallen / das kommet «entweder von übriger Feuchtigkeit/ so dielißameor, «leorium laxirco, oder ex oiwia liccicsrc, wie man bey den Alten siehet/ denen die Zähnevon Entziehung der - . erkalten sol- sausset/ damit zustopffen/ und darnach aussdas andet gesunde. Qhr legen / daß also das öhl fein hinein in das kranckeOhrlauffe. Nimb bitterMandelöhl. Rautenöhl jedes andenhalb quink. Lupkorbnöhl. Bibergeilöhl jedes ein halb quint. ^ ^kisce, ctccur jnliÄili, j^riecur öhl. Wollen diese Sachen nicht balde zum erstenmal helß> den Alten siehet/ denen vtc Duv»-'"'" Feuchtigkeit/ so die ligsmeuca ernehren und erhalten sol- ^ ^ brauche sie noch einmal. ten/außfalle«i Vorhole Zähne. Nimb Heiterwurtzel / Bertram / und gebrandten Ä-- laun/ jedes gleichviel gepulvert/ und mit Honig vermiß t / und tluie eimr ErbcS groß m die hole Zahne/e6 zeucht berauß die Flüsse/ stilletdcn Schmertzen/ und xeiniger das Haupt. 2Söje Zähne avßfallendzn machen. k vermischö MitBilsensafft/schmie- ^ittanders/ld dasHäupt volles tigkeiten und Flüsien ist / uns vor dkö Saussen der Ohren. Nimb braun Betoniensyrup. 5roccli»8 Syrup Groß SawerHonigsyrup jedes Loch» Braun Betonienwasser. Salba>wasser FenckelwasserjedeS4. Loth. Mische es untereinander vorzweymalzu gebrauchet z; ^imnni^cum verMtsMöMir'Oiiseiisu,,^,^"'»^ . r-d-nZ-hn°-mtt ,s°fSlH«r»°nlichftlbK!»i«!°hn-muß derKnob- lauch immer am Arm seyn / sonst kans nicht operiren/ und muß man den Arm also legen/ daß er auffdemKnob- lauch liqt / so bleibt er immer am Arm / wo dlß aber mt fort wil / so binde es auss den Arm / der Mit der Seite ü- berein kompt. Man lästs wol einen Tag / oder Tag und Nacht draustligen/ obs wol seine Wirckung meiner Stunden verbringen kan. Man darssdie Blase nicht salben / es vergehet wol wieder. tAn anders vor das Zahntvehe. Zahnwehs Ein wenig es klem/binds etwan ein Haselnußgroß in ein Bündlem/tauch das Bündlem i n ein warmen Essig / es sey Bier oder Weinessig / l^gs ^ I " ^ . Von der HaußatHney. r GDeren auff den Zahn/da dirs Wehe thut. Mßweilensteckswie- nuri. Handvoll. Diese stucke alle soll man in der Laugen heilen. der M Essig und trucks auß / und lege wieder drauff/ das nur ein wenig sieden /oder eine zeitlang drinnen be-yen/ zeucht denAuß bald weg. und darnacb aebrauekt>n / m.>r?»n d-.' Zahnwehe «inWun- deraryney dafür. zeucht denFluß bald weg Vor das Zahnwehe ein Ä>»nder- . . ^ .. Artzney. Sihedaß du vom Todtengräber ein Nagel bekommest/aus einem Todtensarck/ damit stocher den bösen Zahn. Oder koche Hewsamen mit Essig/ und seudö biß ausss dritte theil / spüle die Zähn damit. Mn anders vor das Zahnrvehe. ^ Nimb ein Rütlcin von'einer Bircken/ zündö an / und sireich damit über einen zinnernTeller/so wirds ein bren- licht öhl auffden Teller geben / damit schmiere oderbc- streiche d ie böse Zahn / sovergehen dir die Schmertzen. ' i v , , unv ^enlvas>er/geui>c6unl anders össeprobirtes stucrlern dmn / bmds auftdie Schlaffe. v°rIahwv«h.a»s°-mll.I-°^ Vönden Mandel». Nimb Magsamensafft2. gran. Bertram geflossen/ ^ und geflossen Saffrän jedes eingtan/ mit Vtmolöhl/ z.^illulendarauß gemacht/ unbeineindenholiN Zahn gethan/ aber sehe zu daß dir der Schleim nicht m den ielb komMe. und darnach gebrauchen / so werden sich die Hauprflüsse und Lac-niil wolimmer mehlichMttaußtrucken. ^ ora. Senffkörner im Munde gekewet / zertheilet die Flüsse und rcsol virr sie/daß sie zur Nasen fallen und weggehen. Deßgleichen thut aüch der Merrettlg. Vor die Flüsse im ^aupt / sonderlich , .. .stywan^erer B.uber. ^ Mssedeß Nimb sawerOepffel/ oder Holtzöpffelund Gunder-- Haupts wie man / reibe es mtteremander/undgeuß Wein drein/daß sjeschwan- eswirdwieetnPappeoder Äluhß / bind eShmdenins aereWeiber Genick biß form en die Sclääffe/daß eS die Schlaffe Mit vertreibe,» Erreicht/so stiller es das Hauptwehe. sollen. Ist das Hauptwehe von Hitze / so nimb Weinessig und Rosemva>,er/geuß eö un^reinander/.lege Tüchlein Wn ander offt probirteo Scücl'. Nimb gemein Saltz/ brenne es auffeiner Sippen übet einem Fewerdaß es gantz glüeiid werde / laß es er- kalteN/ binde von solchem gebrandten Saltz nachmalen ein wemg m ein Tüchlem/und lege solches auff den bösen XXX Cavttel V-ttder schweren ^n^v-lö welche Schmertzen csulner. iNgenleiN t^>ielti2u.mnmn. Wann die Flü sse hcrauffauff die Mandeln fallen ? daß Msse'von 'einen, die Mandeln gar schwellen und auffreissen/ solare Man- man jie nur sah^ uno weglauffen/ und helsj'e lhiren/ daß deln wtg jü sie nur fiügk wegsiiessen. Aber in der erste / wann sie sich bnngen. ansayenzuwittem/ so5än man die Feucht igkrlt deß Haupts nnc Merlassenund purgrren wegbringen. 'Iver weitn hiervon etwas le,en wil/ oer lese von La- ilb 7«c 4. ktiNUll.ias^c', t^eälcia'» lld.i. ^src. 2.. I Bas XXX. . Mastix/stoß es klein in einem Mörser/ thue es in ein klei- nenZmdel oder Lemwar/ nur 1. Erbes groß / legs auff den Zahn / oder stecks in den holen Zahn / v>äe ^ i.uürsnum Diolcoriclem äc l.ec>cii'co. Von den Zähnenbesihe pliamm lccuocjum ^?zrr. I. cs^. lA. .. iLin anders vor die Flüfje. . Wann du deß Abends wilt zu Bette gehen/ brauch l. Ouint?ll!ula8»üuclet cTXIe s.iiwere Kranckheir oderder schwere Gebrechen/ Schwere ^-^oie fallende Sucht/ wird zu Latcin uvvl bus cacjvcus Manckheit genanc /zu teutsch die fallende Sucht / - cä6c licjo - daß ^^ber sie sie machr/ daß ein Mensch darnider fallet / und hat groß MMMeft. schütteln und rirreln Mit dem Leibe / zerschlcgt und zer- stöst ihm offt sem Haupt und Glredmajftn / daß ihM das Blut und der SchauM zuM Maul und Nasenherauß leüffc. Es ist eine feuchte und kalte XrancklM. Sieheistauch mordutcomirislis, sonderlich die eine ^c c-cs 'k7n?r>^ist genaNt / daß wann vor Zeiten diese Rranckheit einen hat angestossen / wann ein Reichstag gewesen ist/ so ist der Reichstag zergangen/ und Man hat weiter mchts gehandelt. . ^ ^ IteMsie Heistmc>rbu5tlercnjeu5 daß //crculcz diese Kranckheit soll gehabt haben/oder/ welches glaublicher/ daß sie nicht leichtkan überwunden und c unrr werden. weiche Eyer/ d« Suppe nur auß/und is^ Item / S. Veitens KraNckheit /Icem / l»cer lcindrauff/ solösensich die Pillenaust ^ morbus»dieheilige/dasist/diegtosseKranckheit/wie siugS. Folgenden Tag gegen die Nacht / Y s ^ die Marcker bißweilen einander die grosse Kranckheit gehest / so brauche deß SyrupS clc lum i wüntscheN / dann eS eine rechte grosse beschwerliche emen Löffel voll. Aranrkheit oder Gebrechen ist/wie mans dann auch da- . Oder geußBier undEsslg unteremande!/machs heiß/ Gebrechen zu nennen pfleget, äl.. isetzedieFüsse drein, . 'riunr>«juoäi5^»»^iI"cjlcscur,^uo^nultiieme - - Hzr, zurii oüIIo j?karmacd e»pUAllZ!l p'oillr. Von Ohrengesihwür. Drey Hauptlein Lauch und drey Regenwürme/. ^ ManMchtS wol auch zerschneid ünbseuds miteinander im Baumöhl / und dann die Juden bekommen die Kranckbeit ' ^ ... .. ...... .5. , xv»«... ^ """l »eleyrncy zerschneid und seuds Miteinander im Baumöhl / und tropffe öaö öhl warm in dieOhren/es stillet dmSchmer- tzen/säubert und heilet. !)i«cs. Wer die Flüsse im Haupt hat/der hüte sich verWein/ Käse / Zwibeln / Erdbeer / Kirschen / Zerbster Bier und seyn: Er halte sich auch im essen und trincken messig/ wie derVerSlautet/L5uriuoc, viriler,kciaor,hui kkeums- rs cvrsor. iFoll aüch nit baden / oderja nit warm baden/ nach estens nicht studiren/zuMtttag nicht schlaffeN.Soll fich deß Nachts oben umb die Schultern und umb den Halß fein warM zudecken/daß er da nit erkalte. Soll ihm auch offt warme Fußbad machen lassen/ dann die ziehen die bösen Feuchtigkeiten von oben herab unter sich. Auch soll er bißwellen ihM den Kopff waschen lassen/ undiN der Laugen Majoran / braun Betonten/ Melissen / Ana em men/ Ana z. Hand voll / sel wartzer. Römischen Corian- der ij. Qnint/ m»t sieden: ur. d were sehr gut / wann man Buckbbc.umische Asebe dazu ne- MeN könt. Nimbt man über gemeine Lauge darzu / so werffe man Pomerantzen imv CitriWschÄen 8. Loth drein/ und Cannllendluinen v.> »«eyrucy und kommendik offt/dann sie wüntschen sie auch einander offt/ schwere ckoü uefkcl odertli^ul sagenste / Gottgebedir die Kranckheit schwere Kranckheit/ dann also nennen sie diese Kranck- leichtlich heit/clioli ti zuuopkel. doch wir Teutschen könnens aüch und offt. wol / dänN wann Man Mit einem uneinö wird / so wünt- schet Man einander fluck/ daß dich dieKranckhett erfloß/ ö kill l)ei, milererc ooltri. ceor. 4. 1. meldet em andere Ursach. irem Le^l um morbum heist man ihn auch. ^ Erheistauch l.üozricus morbus.aempecollrioZeo« 'varis inrerluaid»vel uoviluoio. Es hat aber diese Kranckhett^.ss'ecicz, Lpilcptlsm, ^nalcszsism Lc d stülcs liam, davon lese man den kriL- um lll ls,eculo. So ist ihr auch ^pople-ria, der Schlag sehr nahe verwandt/ aberLsleous macht einen grossen Unterscheid dazwischen/ in X^orismi s tti^c-crsris. comwcnr. 2.cl.r>r.45. ^ , Es habeN aNch etliche Thier die Kranckheit/ als die Wachteln / Löwen/ und Eichhörner. Es ist auch erfahren / daß es die Hüner gchabt. L ä U 5 . Kommet aber her von einem dicken zehen Schleim/oder einer rotzigen Feuchtigkeit oder Melancholey/ welche I ttj beck x-GA. Schwere dem Geist in bett vevkr?cu1?s5eredn feinen Gangver- Kranckhett stopffen. Daher danndaspnncipium vervoium selbst woher sie erschüttert/ und wolle gerne solche Verstopffungweg- dmNamen. treiben Also reden etliche von den Galemstcn davon. Sonsten kompt die eigentlichen hervoneiner scharpffen/ dem Gehirn und uer v,8 von Natur gantz widerwertigcn mzreriz, welche die Hirnhautlein oder mcml?r2n.is cerebri, sowoldasuervcisum ^eau8 velli- ciret / und zu einem solchen moru lll volullczrio ialiriAi- ret und antreibet- Ijieopkrastuzsagt auch / die Kranckheit kommevon übriger Feuchtigkeit deß Hirns / und Entzückung der leiblichen Geister/ der Sinnen und derUnempfindlich- kett/welche geschieht von einem sürfallendcn Tropffen/ zwischen deß Hertzens Instrument und deß Hirns an dem,Ort / da die Kräffte der Vernunffc und Gedächtnuß mit deß Hertzens und Hirns aller subtilesten Geistern ftct) vereinigen. Thorneisser pflegt zu sagen / sie weren i a täo^uiae. Es kan ihm aber einer auch das Unglück selber zufügen / wann er zu viel Wein trincket.Dann wann dieNa- tur der Leber die Hitz deß Weins nit überwältigen kan/ so überwindet er deß Hertzens Wärme/ und verleurtt seine KrafftBlutzu machen/ und machet vor das Blut eitel Wässerigkeit / davon die Wassersucht kompt. Oder weil vom Wein viel Dünste über sich steigen/ die das kalte Hirn also engstigen/ daß es nicht dawen kan / sondern werden allda in rohe Wässengkeiten verendert / so die Nerven erweichen / und dieselbige mit schleimichen dicken Feuchtigkeiten erfüllen / davon endlich diese Kranckheit kompt. Es kan auch wol eme geerbteKranckheit seyn/ UNd MUß durch grosse arcsaa von ihrer kskirsrion auß- aetrieben werden. 8 l (Z Schwere Diese Kranckheit erkennet man daran / wann ein Kranckheit Mensch gehling / und gefahrlich uff den Rücken fält/ sich woranman m die höhe beuget/schüttelt/und schlegtscheumet/ und sie erkennet, ihm gleich ein Angstdunst aus dem Halß gehet/beist sich offt selber in die Zunge/ daß ihm das Blut zum Munde herauß gehet/ zwtttert mtt den Augen/ic. EmHarm/da das obertherl bleyfarb ist/oder ein bley« färben Circkel hat/ und dicker Substantz ist/bedeut ver- stopffung deß Hirns/ ihr sey wenig oder viel / Item / die fallende Sucht unnd andere böse Geschicklichkett deß Haupte. Wanns ihnen ankompt/ so wird der Patient schläfferig. e u k. Schwere Am besten ists/ man halt solche Leu», im finstern /und Kranckheit decke ihnen etwas übers Angesicht. Sindskileme Kinder wie diezu in der Wiegen/ so decke man ihnen über den Spriegel cm curiren. grün Gewand / oder etwas anders grünes / daß sie im dunckcln ligen. Darnach so heists ptincipijz oKlsz.Lcc.man mrue sol« che Leut nur bald in der erste/ wann sie es bekommen/und warte ja nichtzu lang: dann darnach wann es zu tteffein- wurtzelt/ ists mechttgübelzuvertreiben. Besihe Laie- ni likcllum, cui cirulus eli.Lalem coulllium ^ucro co- mirisli morbo laborznri. 'rkeoszkrzltus sagt/wanns einen erstlich ankompt/ja wann ers gleich etlichmal gehabt/ so soll er nur deßolci Virrioll i.Tropffen/UNd deß oleiperlarum auch l.tropf- fen inzquz VUXeinnehmen/ soberührees einensemle- benlang nicht mehr / so es ihm von Gott nicht sonderlich zur Srraffe oder Besserung zugeschickt ist / oder daß er dardurch seinStündlein enden soll l'ncopkrzltus sagt/ er habe solches in Lngelland an vielen Leuten probirer. I^zs>i»?!iiiolopkc»rum und l^un2riXllo8curiren diese Aranckheit/I'lieo^rzliuz lv1'jnttcZlelLteQllzr plllidzrconci-- coo.I-IicrzIoAZchj UNd c>Ieum LcnecliÄü. kril.in ls?ecU- !o,und R/f.im^llllcjorsno.Icem.eöwirdcurirt perZ)'- rupum clcZroeckzcic.krisliz 5pec.tc)I.67.und perl' carn maooann Ircm.Salbey unds>>l!ul2s5wri^!. WarmeBad/Aderlaß undKöpffen/ besihe k von Wasserbädern/ 5ol. 154. und Etschenreurernvon heilsamen Badern/kol. 194. Stretch den Patienten oleum 8 uccini s Börnstein- öhl)m die Nasenlöcher/ oder gib ihm einen Tropffen 0- der z.. in Lindenblütwasser ein. Alle Artzneyen ausl- uns gemacht/sind vor alleKranck- heiten deß Haupts gut. Ketpiciunc Lc curar czpur,Cooscrvz-.leucocZicz oec Lc 1°roc^isci L^Lcle^maca.uec aü öc slcz capiciz ac oervorü tri^iclz malz, ^orkos, Kotmzrilli> ^cori, venäul-e.c Lec^l)ljicZ)e?cLc>n!2,mslle Lc vesperi llucis j^AlznäisczuZllricsrecxlilbicz I^orznuoHuäa^milccu- rur pulvere,sromzrici.Lc cum8sccli!»ro velZ^rupo prc>priarc>,kr mixruis <^uzm vc>csr>c>cc»n5ei5kionem. Ein Satgrüner Jaspis/ dessen Färb mit Milchfarben verm.schr/über die Hertzgrube gebunden/ soll diese Kraffthaben/ wann man ihn also Tag nnd Nachkam Halse in Silber gefasset trägt/und der Stein schwitzet/ so werd der Patient/ so den schweren Gebrechen hat /der Kranckheit loß / schwitz er aber nicht/so stirbt er. Besihe ^ircicKiumvomIslpiäeinseinemBerichtvondenBe- zoardischen Steinen. l'keOpkrattiduramivdemVicrrlolo. ?rXj?2,ario ViÄnvkex 4.1>zN.I i.l ^c.ptir.collrrz Schweb amnex spcciezL-icjuci rzjis clizR. Viriivli cupeioli ps. GebtecheN ' 1. distillirsein pk!c»mz darvon/ dasselbige geuß wieder cunrt über das corpus.dav rettere abermalen also i mal oder4- undiM4 gradgerrieben.Dessencjoli8lst^/?.blßauff i. lius mit vor und nach dem pzrox^lmo Wann ein moi i^us ciVi. Vitnol^ rriolo kompt / so soll er durch ihn auch wieder curirt werden. Im Saltzdeß Vicnvli istder (.s^ucu8 > drumb gib von ihme wie angezeigt/in dem daß die Kranckheit Wür- cku«g hat/und darnach. Villiolum cuperosum istVltriolausKupffej gezogen/ und eben aus demselbigen vicriolo wieder emen 6s?in- rumgezogen/desselben8s?ir!ru8z.T:opffeninLindenblüt ode:Pc>.'0nienwasse!vorundnachdem?aiox)'lmokaum einmal oder drey eingeben/ das thut etwas. ^cjcjirio. Ä. Virrioli /ic z.li<^uori8 visci c^uerci»! Onlliociz zizs Zii. Lc »rzos4. k3r mixrulg.In duserKranckheitkanmanden Patienrengar ffiglichen hinden im Genick mit bequemen oleis salbenmud so matt den jungen Kindern uckam salbet szio^ue^ioe LzKo- rei hilffr eS gar wol. Wann der Laciucus die Kinder hart bestrickt/ daß sie es etwaun s.oder 6 .Tag nacheinander haben/ so kommen sie schwerlich davon/ sie müssen ihr Leben lassen. ? «ouis ist ein lieblich henlich Kraut/und ist gut wider den schwerenGebrechen/drumb pflegt man dessen Wur- tzel ZlII-SÄü!^.'"« Mea Ä5^ Mjl --- - - f heMersa die ^«önkenkörner bett kleinen Kindern umb ben Halß zu hengen/oderumb die Hände zu binden / daß sie es mcht leichtlich bekommen sollen. DreseArtzneyhat Her Apollo den Menschen gewiesen. lzomca 2 vierure.pcooo.icl ell,fer'- Äll8,pcrcurj^n8.dre?«c>ues seyn gute Kriegöleute gew^» sen/siehabensichL>ctim,iljcli?elcul!c>le3gcnant/sir.d die klacc6oaes mitlhren vicinis den?oevuibuz. ajz, ill cti, viÄonotii. einsiegreich Land / wie dann der Alexander grossen SieK in der Welt gehabt hat. Und hat chren Namens po-onc.welcherdeßVaner war/ nnd ein Gesell und Gefehrte deß »cicull s. ÄaS Kraut der Po-omen ist anch der Brust gesund/und stillet dieHche. ccnr/8. ^^^01.51.61.67.75.86. I- remcear.9. ^vltor.47.Icem,ceur.z.^^!lc>r.2..z.o.Lc 2l. Irem.ceor, 2. ^x>k.6z. lcem, cenr. ^pli.i6.zO.z8.47, 7v.9Z..y7.cenr s 9o.ccnc.6.^^>l!oi,i6. ^.y.cenc. 7. 2.^. Wann die Kinder in diese Kranckheit fallen wollen/ ss haben sie gemeiniglich zuvorher grosse Hitze. Dieselblge aber zu stillen / so gib ihnen Sawerampfferwasser/ Sca- biosenwasser/Veillchenzucket dder Syrup durcheinander gemenget / zu trincken em/ so wirds s bler wie ein roter Wein/ ist sein braun. Bindr ihm auch Rosenwasser umb des Haupt/ umb diePulßadern an den Armen und auffdie Brust. Man mengetauch Weinessig unter das Rosenwasser / so ists so viel desto besser. Ich Habs auch wol gesehen /daß etliche Knobloch und «in wenig Speck und Gartheil uNteremanden gehackt/ und es dem Kind unter und über die rechte Ferß gebunden/und e6 z.Tag darauffhabenligen lassen / und Habens darnach ins Fließwasser geworffett/das hat sie auch Heholffen. Im newenZund vollenMonden regen sich dteseKranck- Heiken zum meisten. Wann die Kinder in den schweren Gebrechen fallen wollen/ soligen sie gar stille / halten dieMgen halb offen / wie sie ihnen gebrochen weren / und zucken mit den Händlein/ stecken die Daumen in die Hand/ und drucken sie fest zu. Da soll man ihnen einen Tropffen »lei Z ucci- oi m Fenchelwasser eingeben: und bey leibe nicht Lindenblütwasser. Dann es ist ihnen zu ftarck/ die Mutter oder Amme/die es seuget/ mags wol trinckcn. Die junge Äauteninder Hand zudruckt/ und dem Kind vor das Näßlein gehalten / treibts auch zurücke/daß es demKinv Nicht hinauffins Haupt steiget. Schweren Schwalbenwasserist den kleinen Kindern ein sender- Gebrechen lich vortrefflich herzlich Ding darwider / desselben nur 1. derKinder Tröpfflein oder z. in Mund gelassen in einem Löffel / so ist Schwal' balde ihm die Kranckheit auffden Halß wil / s welches benwasser' matt daran mercken kaN/ Wattn es mit den Händlem zut darfür. zuckt z das treibets bald zurücke / und lests nicht hinauff ins Haupt steigen. Bißweilen auch ein wemgLardobene- dictmwasser eingeben / stercket das Hertz. Biß weilen ein wenig ^chwalbenwasseroder o!eum snccini umb die Nasenlöchergeschmieret/ daszeuchts fein hinauffins Gehirn.EstMd aberftlch Schwalbenwasser vonjun- ^en Schwalben die man aus dem Neste nimbt / wie her- vacher ^oll angezeiget werden/ gedistilliret. AuffdieArmeund Beine/ darinnen und damit es zücket / muß man auch gute achtung geben / daß man dieselbe zwischen dem Larp» oder lUnAui-Z MZNUi und dem Elebogen mit ein wenig Tynacnur em wenig m.t einem Fingerumbherschmieret/ und das Beinlem auch also/ umb dieridism.Dann (zslcnui. schreibet/daß bißweilcn il, morbc» ein virium in den oerv>5 oder Sehnen ist/ Lc tnc molbus rorus ctt lo vcrviz » Huia clt «.oa vulllo l^ervorum. Man mag ihm auch wol ein Tröpfflein oder zwey äe tllläiur» Coriillcilun» eingeben. /^urum pc»s»bi!e ist auch ein köstlich henlich Ding dawider/in einem Rvsenessig/ oder welches bester ist / in Wein eingeben/ erstlich nur i.Tröpfflem/ darnach zwey Tröpfflein/ darnach z. darnach 4. Wieweles cm trefflich siarck Ding ist/Nian muß zusehen/daff dieTropffen nit zu dick fallen/darn es,st em zimbllch d.ck ding/dammb muß tnan gar weißlich und vernünfftig damit umbgehen. Wann Man »hm nur den crstenTrbpsfen emgibr/ so wird Man balde sehen/ wiesichder u dafür enrsttzen tvird. Drumb muß man nicht bald dawlt wider kommen. DreydMgsagtttipxvcrsret iaäxkor. er- außaMA' 5s; le^igcndic^indttbvildel'L^iIcpl!2.miitsrio!öci,mu^- r>c> viue>i!, ju veucs !iUttr ,wannsiealter/ und aus Kindern junge Gesellen werden. Sonderlichwann die Kranckheitvon der piruira herkommet. Folget em Srerckwasicr/ fo den K- pilepciciii ^-ucrir auffdie Pülse binden soll. SterA Cardobenedictenwasser/Melissenwasser/Wüsser- Wasser auss lauchwasser/jedes z LothMalvasier/z..lorh!>^ecie:prll x>rePülse Lpiclicn^re corcl,!. I. quillt geflossen Negelein-.. scru- ztt bsnHm, pel. Zimmetwasser/2.. lothNegeleinöhl- Niuscatcnblu- menöhl/jedesL. Tropffen. vccur III 6K1I1 sin eiNem thenern krüglein) 8iZllerur. Sterckwasser auffdie Pulß. Kostet ungefehr 6. Groschen/ und ist mchr zu rhewer darumb. Ite>n/man soll weissenMohn MitWassczkochen/dar- nach reiben/ und durch ein Tüchlein drücken / daß es wie eme Milch wird / und ibm davon eLl>n^uII>urr>-wafser ein/davon vergehet er bald. Es muß aber kuü^c, seyn/von Eichenem Hcltz / da man Eichen /vltz gebrant hat ^ . Wann eine der schwere Gebrechen erstlich ankompt/ der ihn zuvor nit gehabt/so nimbl^i^num L uzjacü darvon muste er alle Morgen und Abends ein halben Löffel l'inülli, und 1. halben Löffel Wein trin» cken ünd brauchen t und wann ei-s vernützl/ ließ er ihn 14. Tage Mit derselben Artzney zu frieden / darnach gab ers ihm wieder also. )Vie es etliche Artisten machen. Im anfavA deßWmters/wann dieSonn inZzKirr^riS Z im ksm- 55? Das Ander Buch/ Gkceptso gewiß vor die schwere Kranckheit kommetttndder Msndm abnimmst / undgarauffdie letzte kommet/etwann einen Tag z oder 4 .vor dem newen Monden schiessen sie mit einemPseil dieMispeln von den Eichen/und fangen sie im herunter fallen aüffv daß sie nicht auff die Erde rühren. Aus denselbigen Mispeln machen sie Corallen / und hengen derselbigen ungerade/ 5.7. 9. 11. dem Kinde oder einem Alten an die lincke Hand ü- ber den Puls/ oder ümb die Hand herumb. Wann sie der invrkus ankompt/ so vergehets. Doch mH man den AltendarnebenauchandereremccZismiteingeben / als den 8pirirum virrioli, oderdesselbigencompoücioll: Sonsten ist diß den Alten zu schwach. Schwerer Gebrechen alterL.eut. Maulwurft Wann ein grosser Mensch den schweren Gebrechen Hertzidient hat/und ihn deß Tagsofft schwer ankompt/ sosihedaß vor den du einen lebendigen Maulwurffbekompst/ swann er gra- schweren bet/ so schüpfft man ihn gegen den Wmd herauß) schnei- Gebrechen. de ihn lebendig über den Rücken in die länge auff/ nlmb das lebendige Hertz herauß / chue es'inrothcn Wein und trmcks also gäntz mit dem Wein hckein. Vor die schwere Aranckheitden dern ein gewiß Recept. Nimb ein jung schwach Hündlein / das noch seuget isis tranckeKind ein Knablein / so nlmb einen Lsrellui^ oder Röddigen oder ^atcuiüm. Wein Mägdlein/ so nimb eine Lsrellsm oder Tschülichen oder socuicllsm l das strangulire/ schneids auff/ nimb die GalleN herauß/ das ist ein klein Heutlein der Lebet / hat kaum 0der Z. Tröpfflein in sich. Diese treüffe in Lindenblütwasser und Wein durcheinander gemengetj/ und flösse es dem Kind ein. Diß habe ich von einem vornehmen Mann/ sv!- ro cvnlulsrc, der Hatte es an seinem Söhnlew / welches die Kränckheit/ wie er mich berichtet / über 16. mal gehabt/probirt/ und hatte doch sonsten viel Dmge gebraucht/ welches ihm Fürstliche Personen und ande- revornehme ^eutegesand hatten/ derer doch das Kind keines hatte helssen wollen: Die aber hatte baldgeholft fen. Er hetö auch hernach an den andern seinen Kindern mehr versucht. Vor die schwere Rranckheit. Mache ein Sacklein mit Gochheil leshat etneröht- iichte oder bräünlichte Blume) gefüllet/ hengs dem Patienten an den Halß/ und gib deck Patienttn dasPulver von Golde/Elendsklaw/ Einhorn s oder an statt dessel- bigen gebraudt Hirschhorn zwischen 2.. Frawentagen geschlagen ) und Mispeln in Lindenblütwasser ein. Das surüm porabile wie droben gesagt/ ist ein groß Geheimnuß wider diese Kränckheit. Wie ckan aber da6 j>r«psrirr, kan man einem jedern nicht offeubahren. iLitt gewiß Recept Lc srcsnum. AMden Weiden wächst ein Kraut / wie Holder / das muß deß Morgens frühe vor der Sonnen Auff- gang gegraben werden /das henge dem Patienten an / so es ihn zum todte ankommen ist/ so zeiget sichs in dreyen Tagen. tjippocraees. Diese Kranckheitkan man cunrev. weil derMensche nochjungist/ aber wann er das 15. Jahr erreichthat/ so bleibets gerne / biß der Mensch gar stirbet/ Ub. 5. 8. Vor die schwere Kränckheit an Kin^ dern und Frawm. R.. Einhorn i .Qmnt/ Elendsklaw ein halb Quint/ Saffran/l.Sevupei. Geschlagen Goldblätter / 15. Reib es alles fein auff einem Marmor. Sein Gewicht ist in der Schwachheitvon7.gr- , biß auffio. gran in Lindenblütwasser. ^ L. Diß Recept soll nitohne eines erfahrnen ?äi- c> Rath gebraucht werden.. Lpileplis ist Nitso schrecklich / als diefallende Sucht/ dann da treibet derMensch nicht ein solch ungeberd/ bö- retsich nicht also in die höhe/ zerschlegt sich auch nit also/ sondern llgt nurodersitzt/ und rüttcktein wenig den Kopff/ schlegt ihn Nicht so sehr hinter sich. Wtewol die ^leälci bißkvellen/ als mich deüchc/ die Wörter pro - xrer morkii co^azliouem coo5un«ilreo, und brauchen das Wort Lj»!epliX und Lsäuci vor einS/^rer-eus l csp.4. 6ic«ns Lisuclcntzur^icl Einem Knaben von 10. Iahren. Nimb purgirend Datteln LatwergenQuint- Manna Lätwerg / 5. Quint. ?urbirk. Latwergmit^slzsrl,« 1. quint. 5pccier.vl2llrkos. ihalb scrupel. Untereinander bermlschetvor i.mal einzunehmen. A, Nimb braün Bethoniensyrup. Sröcckas Syrup/ jedes 2.-Loth. Sawer Hömgsyrup Rosenhonig / jedes z. Quint. Braun Betonienwasser. Schlüsselblumenwasser.. Fenchelwasser jedes 4. Loth. H.Tranckvoni.malö. Nimb Zpecierum OiAac^oz. Bieres ^rckolltlci. ^romslic. lkl2 und gib dem kran« cken bald im ansang deß karox^lmi Tropffen olcl^a- rimollii in Salbeyenwasser/Und nach 5. Stunden wieder 2. Tropffen ein / so ist sein genug. Wvlte sie sich »der wieder bewegen/so gib ihm noch 1. Tropffen ein. 5Lin anders Vor die M>wereKranUNd^>i6lU5 bezeugen/lvicr.ex Lclucio. NimbAschevonemer jungen gebrandten Schwalben thue darzu vier Quintlem Bibergeil / und ein Untz starcken Essig / vermisa e es/ drucks durch ein Tuch/ und gib diesen außgetrucktm Safft / geschwinde nach dem Fall dem Patienten zu trmcken. Wann ein Zxind geboren. So gib ihm EicheneMispeln/ Elendöklawe weissen Agtstein und Gold/jedes gleich viel / ein wenig in einem Löffel voll Frawennulch em / so bekompt das Kind diese Kranckheit nimmermehr. lLin anders Mannen und Frawen. k. Rohte Corallen / weissen Diptam / Krebsaugen / Kränögelein / jedes em halb Loth / gebrandt Todtensche- del vom fördern theil / der von einem Manne ist i. Loth / pr^parirtePerlen i Quint/Einhorn/ frische Eichene Mispeln/ jedes!. quint ksc pulvi«. Besihe weiter Larrkol. ^Vo^Iic. üb. 7. c. 9. Das XXXI. CaM. Vom Hirn eines tNenschen. tZ>As Hirn einesMenscken hat am Himmel den Mon- "^den/ in der Erde das Silber zum Beystand. Wer im Silber recht arbeiten kan/ jedoch nicht nach derGold- schmiede / sondern nack der Chymisten Art/ der kan alle Kranckhetten deß Gehirns/ der gar viel seyn / gar leichtlich curiren. Hiervermahnelch allejunge Studenten die Hckeckcillgln studiren/ste sollen l^w^ocrsrcm,(-a!ellum ^vice»0ÄM, Xli»en, Lellvw, ^Aioersm, UNd die att- ^5 dere^eäicos fietssig lesen und ihre Luia! auf die Preb setzen: Allem sie wollen auch deß 'Nicvpkrslti Medicin nit verachten/ sondern in derselbigen^um fleis- sigsten lesen/ nachsuchen / und nachdencken. Sich auch nicht beschweren/die Kolen in die Hand zu nehmen /und fleissig zu arbeiten/ dann solchejunge Gesellen sehen und finden die rechte innerste Gehermnuß und Wunder / die Gott in die gantze Natur/ und sonderlM) in die mcrslw. L k.^l.I^.EdelgesteiN/Gummi/ Blüte/ Früchte Krauter und andere Sachen gesteckt hat / und heimlich Verborgenheit: Und sollen sich ja nicht kehren an etlicher vornehmer/ gelehrter Leu: e schreiben und schreyen/ die sich hart wider diese Medicin / so sie doch mt vergehen/ noch verstehen wollen / setzen und legen/ d.esMgenbel außmachen/ und nur weidlich zur Banck hawen« sonderlich nun/ nach deß ^ licopürztti Todi/da er sich nicht verantworten kan. Aber^keopkrztiu b gehelmttsmer Expenentz und Erfahrung den andern gar weit vor/ daß nunmehr alle Welt wohl sihet / daß er den Vogci s wie manpfiegetzusagen) abscheust/ und der nechst beym Zweck ist: Und solle nun sonderlicher fieiß aufseme ^ gelegt werden/ daßmandiezum steinigsten suchte/ und unverfälscht publittrte/ daß junge Gesellen derselbi" gen auch nachtrachten und nacharbeiten konren / >o würde endlich auch die Medicmwiederzum rechten Stande können gebca'i t werden. Ich habe droben lm r. Buch am 59. Cap gesagt /wie leichtlich einer ein guter Theophrastischer werden könre/ wa!M erstch in die Sache recht schicken tönte. Es sind sieben Planeten imHimmcl/ steilen Metallen in der Erden/sieben Hauptglieder im Menschen / die Sonne am Himmel/das Gold m der Erden / und dch ^n- schen Hertz gehöret zusamen/ wilt du nun alle Kranckhei^ ten und.Anfechrungen deß Hertzen curiren / s> arbeire im Golde / daß die Sonne m der Erde wircket / so wirst du darinnen Artzney finden/ die alle Kranckhett deß Her- tzens vertreiben. Wilt du das Gehirn deß Menschen cu- riren/so arbeite imSilber/daß die weisse l- una das weisst Gehirn curiret. Also curirer Kupffcr die Nieren / das Eisen die Gall / das Zmn die Leber/ das Bley die Mcltz; Und hat das Kupffer diese Krafft die Nieren zu curiren vonder Vencre, das Eisen hat diese Krafft die Gallzu curiren von dem narre, das Zmn hat seine Krafft die Leber zu curiren vom ve, das Bley hat seine Krafft das Miltz zu curiren vom Zaruro«. Sihe mem lieber frommer Christ/ wie sich Gott in die gantze Natur gegen dir neiget/ und wie Gott alles geordnet hat/ demcrschwach- hett und Gebrechlichkeit zu hülffzu kommen.Hier hast d» bereits ein groß stück der Theophrajtischen Medicin/abet gehe nur fort durch die kk^l.1^ als den Schwefel/Alaun/ Salpeter / Kupfferwasser / Saltz / Spieß- glaß/Marcasiten / und dergleichen/ gehe durch alle E- delgestem/Kräuter/Wmtzel/ Blumen/ Saamen/ Perlen/ Corallen/ :c. so wirst» wunder und über wunder sehen und finden/ wie ein Wunder GQtt unser HErt Gott ist/und wie weißlich er alles geordnet / wie nach allen Qualiteten eines mit dem andern so fein übereinstttn- met/und eines dem andern zu hülffe kompt. Darumb gebet grosse Achtung auffsolche hohe Wunder Gottes/ lieben 8 cuchoü und lernet weil ihr lernen könnet. 0m oi- xrobare, bonum elt»lcacke, lernet derPlanetM «zualirarez,bringet die huzlirsrez miaerslium» gemms- rum,kerbsrum.koluw,leminum,Lo.,ku5, und kompt einen Menschen in einem Fieber an. Wann einMensch kranck wird /und bald iM Anfang der Kranckheit seltzame Reden beginnet zu führen/so ist ein böses Ding/ dann es ist ein Anzeigung eines heutigen starckett Fiebers. Aber doch ists nicht tödtlich. Dann es weretnicht lang/ und wann der erste harte Anstoß der Kranckheit vorüber ist/ so bekompt er bald seine Vernunfft wieder. Es wird aber diese Kranckheit nicht anders curiret/ dann wle ein ander Fieber. Wann das Fieber curiret ,st/ so höret die Wahnwltzigkeit auch bald wieder auff: und ist mt ein rechte pliZcncllS.Dann die?lirencli5 ist/ wann ein Mensch immer für sich hm daselt oder dahlet/ oder wann der Ktancke gleich noch klug lst / so hat er Soch immerseltzame Embildungen.Sie kompt abet von einet bösen warmen Complezcion her/ oder von einem warmen hitzigen Geschwür/ das in der Haut ist/welches das Ge- wannvlclcKoic^tn öieaderletN deß Gehirns kompt/ und sich drinnen hauffet. Etliche/ als die Galenisten sagen / es sey ein Entzündung deß Gehirns / oder Vielmehr derHaut die dasHtrn umbgibt / und komme vom übrigen Geblüt / oder so^ sten von einem andern bilioso Kumore. I'keopbraliuz aber sagt im Buch / von Ursachen deß Sandes/Grieß und Steins 'rrsA.^.pÄß.i^.die „x komme von einem 1'srrL^o her / so sich ausserhalb deß Gehirns gelegt/und nichtvomGeblüte/.wle bißheroge- lehretist. Item sagt/ Unsinnigkeirist offt von hitzigen Geschwer deß Gehirns / offt von Unruhe: Drumb muß man solche Leutezum Schlaffundzur Ruhe bringen / und ihnen das Gehirn stärcken- Es ist auch eiN Unterscheid zwischen der unnd rkieveö, bann die ^Izois ist nur Hitze und nicht im Geblüte/ undlstaucheine iolaruz üllekedre, undge- schicht/ wann die LKoleizgar zu sehr verbrand wird / und sich in eine ^/elgoctiollzm verwandelt/ oder wann dies^-irusgarzusehr erhitztund angezündet werden. 2lberdiee^tenirishateinFieber/ und bringet blßwei- len ein clclirium odereine undWahnwitzig Veit mit sich Doch habe ich hiervon auch etwas droben im iz. Cap. gesagt. ^ k urio5: werden genandt/ die anfänglich gesund gewesen / und angefangen haben wahnwitzig zu werden / können aber ihre Gesundheit wieder bekommen. ist einer der aus Liebe gegen seinem schönen Bulen unsinnig wird. ist/wann sich einer dollstudiret. Wider die l>breoelm ist das Perlenöhl gut / anderhalb Gerstenkörner schwer / mit einem ^ropriaro, das men/ so legt sich die Entzündung deß Gehirns balde. Wie man aber Perlenöhl machen soll / besihe Michael Päpsten Gifftjagendes Kunst-undHaußbuch / Anno 1592, zu Leipzig in4ro außgangen/p.iz5. Wie man die?Kreacrico5,wahnwitzige und unsinnige Leute schlaffend machen soll/ besihegeMeltes Michaelis Papstrns Artzney / Kunst-und Wunderbuch auch ,»410 Anno 1592. zu Leipzig außgangen/ pag. z.z5. Solchen Leuten ist auch gesund / wann maN ihnen die Ader mitten an der StirNe oder hinden iM Nacken lest. ezrrjZnü, schreibet/daß das Agtsteinöhl/olcum^üe- cioi. Unsinnigen Und wahnsllchtlgen Leuten sehr gesund seyn solle/ wie dann auch denen Leuren/ so Mit der schweren Kranckheit beladen seyn/ die sollen nehmen 5. oder 6» Tropffen dieses olei in einem Loth Lindenblüthwasser/ untereinander gemischt/ und in Speiß und Tranck gemessen. Ghem bNensch PKrenericuzHdervdtt Sinnen kommen were. ^ ch-nck ' ' ' Mi«,15, l ^ ^.. . '.'s- «vz, tÜVM Zich . Nimb dienachgeschriebcne/gedörrete/kleingestossene/ pbreveri- und durch ein Sieb gesiedete/ und durcheinander ge- cu s oderci« ^ ^ mischte Krauter/ eines so viel als das andere/ und gib nersobon sie der Person in Essen und Trincken / wie du darzu koM- Sinnen menkanst/sowirdSobGottwil/wolbesserwerden. Es kommen/ Müssen aber die Kräuter gebrochen und gesamlet werden wieder zit ehe die SonneaUsgehet/und müssengegen der Sonnen curirem abgeschnitten werden. Am Sontage die Wegwart/am Montage die Haußwurtz/ am Dienstage den weissen Orant/ am Mitwoch das Eisenkraut/ am Donnerstage den Durchschlag / den Freytag den Gortan / den Sonnabend die Goldwurtz. Ircm. Item/ esheist einKrautsvir^zpaliorisKartendistel oder l) -placus) das nimb und stoß es klein/ und legs dem PatientenauffsHaupt, l^rcoccicis x>rc>cjelt ec>2m1'rl> Vaicriüs Lorcius. Es ist eme Latwerge ili derApotecken die also heist. Bttsittnigkeit durch Gottes Hülff zu vertreiben. Es rühmen etliche diß Recept mächtig hoch/ daß es.. . ncchst Gott Leuten geholssen haben soll/ die 10. oder 12.,. Jahr unsinnig gewesen.Nimb eMen schwartzen ^ ncrcm ^ ^ oder Wider .^onränus. Irem , I^unT:Icem,1'op2^iuz, Larc^vI.^nAlicu5lib.i6 c.y6. BesiheweiterLartkol.^nAlic,Ilb.7.c,4, Lrluprs äe ^elsac^olizcs^.Ts. Dasxxxiil. Capitel. Vom Schlage. A poplexia der Schlag/oder da grosse Schlag/von Sch.agode: /^^,^-na,f>ercuno.kcrio.öMo^crollllumrecicio ^s?oz?!cxiz ^^xy^nn einen der DoNner darnider schlüge. Daher was es sey/ das Wort oderder und woher daß einer zuBode falt/^^F». pcrcurio iZZuor eödell^^a- " l^>inf>smenri5L^coiö men. seit / wie ein Gewölbe einfelt. ^eredrum corruir, ner,i cZNl'c>!veinrur,L( bumottran^ulzrur. ()^n mirabil, 5a- bncanolle ciilUnr ccÜT in cz^ire ticur coclum . stehet Wieder Himmel. Wannvielunflättgekumoles hinein kommen/c>^)s)r>munc ceielzium, schlagens darnider/al6 wann man em Gewölbe zu hoch beschweret / iuäesuuc Es ist aber ein grosser Um erschein zwischen der ^k?o- pIexi!i,t'a^pIeA^UN l^rzI^li.^p0sz!cxi3 Lc l'srapIeAia tcu ^>-7!-^^'« der halbe Schlag / cklferunr ticur rorQ S: ^>ars. ^^o^>!exizrorum corj)U8,?arz^Ie^iÄ ^zrrem rao- rum in5el^r,ubi unum ranrüm laru; morum Lc kevtulN amirric. Lkt ^Jrciculzris runrüm retvluriv uNius mem- bii.ur manu; zur cruiis. ?2ral^ti5 elt ieic>!ur!k?,die Lehme l^ucns Icxiam, wann man lahm wird/ und ein Glied mt bcwegen oder etwas damit thun kan. para- xie^is.ttemi^eAi^UNd p-n^tiz ist alles ein Dmg. ^!,i.opkl3iiri5 sagt IN l' omiF 9 s. daß dieseRranck- hetlnit solle kpv^x^heissen/ sondernMercuriusds- ^udiimaru«. Es ist glei' i' wie der Dsnmrschlag und Strahl ins Krmament/ dann wie der Strahl und Donnerschlag am Firmament schiegt und zerreisr : Also schlegt undiehmetder Donnerschlag in^llciocolmo die Glieder deß Menschen. Vicjc'Nieoplvrätium 6e^^oplcxis kl ve ^urc^ ^ccl^znice cjelcn^irg. . ^ ^ ttemiplexiu ist nur der halbeSchlag/wann einer nur ^Lmipie« aufeiner Seiten gerühret wird / man nennets die Rüb- x>s der hat- nuig. ' b-Schlag, 8 l mnen^..^^.>v < rzss.s ^ Lu. a. dann die Perle oder Margartta curiretS / chen den Schlag che dann die Armen dcun, s.e l a.n ^ bcrkomp^ oderä Lr^co EslstzwardleKranckheltelne Mit dcm Lcibe höher/dann die Armen/ und killenden Speisen/und andern Erhaltungen pzil>c»cas?iriz, oder Kranckhelt deß Haupts / und geschieht/ wanneinem Menschen alle drey veurriculi deß Gehirns mit einer kalten/ dicken/ zehen und rotzigen Feuchtigkeltzugleich heuffig erfüllet und verstopftet werden/ wie etliche unter den alten ^icöicis dafürhalten: oder wie heutiges Tages die Kle6ici gläublicher davon reden/ wann das puncis'ium nervorum »bttruiret und verstopffet.wird laus waserley Ursach auch diefeVerstopf- fung herrühren möge) daß dle^ü lcui aoimalcz aus dem Haupt durch die nervös m den Leib nicht können zertheilet werden: Und dannenhero verleurt der gantze Leib seine Bewegung daß er kein Glied regen und bewegen kan. Fället demnach der Mensch hin / als wann ihn der Donner darnider geschlagen hatte. elk uni verl»!>; resolurio öc klupefsAio Nervorum corius cor^oi iz czua^ Kr ex oblti uc5ti0lle oei« voi um ,wann dieVe.'stopffung deßHaupts zu hart wird/ daß die ssiliiru > Zsim'.ülc 8 ihregangezu den andern Gliedern nit haben können / so kan der Mensch seine Glieder Nit mehr bewegen und damit fühlen / drumb kompt diese Kranckheit gemeiniglich mir einem Hauprwehe. /Vrccz U5 N>7.l.cz^. 7. ^cli ror>us corjzoiis , ^nlu5 A i? er>ri>., 1? lirioois relolurio Und setztdarzu/äpOs)it,i-ini 5c>rlcm lnlvcrc ouiistscul- 125 ^oceit, veiö rnlle^c nori fscüc ck^. pliilips?us vielurickron besä reibets also/Hpojzlczis cli in vencricul-i ceiebri.ubi ILro, vilcolo Lc vellcozro Rumore vs'j.-rimicui'Lc cerebrum Lc siiirici^ium ocrvo» Apoplexiseitainitliolelllus öc mocuz ex torki vl?- ^ruÄiove priacipii nervorum.wai.N dasHirn herunter fält wie ein Gewölbe. Lum pkle^mz m cel edro coUc- <^um äccilj.cin ^rincipium ricrvorurn:>I!oimperui,cl- vi obruunrur^ui moclum sc leusum re^uor. Lr mrem» xerzuri^m.^uznö« rnuIri-Iellci,Veuenari Lc vilcoii ku- moreshinein kommen/ruuc v^^rimuncur ll!« cclts-ials wann man em Gewölbe zu sehr beschweret, c u « Der Schlag muß fletssig / und bald im ansang / und ^ mit grofjenArcanencu, irr werden/sonderlich durch das Schlag P Perlenwasser/per soiucionem verlarum leu ^ta> LarirÄ- euriren» rum,durch die c^uinrzm elsenriam zuri>durch Eorallen/ durch das o!euw i.unX.durch das oleum virrioli.wann man das nach etnezPuzgation in gutem^qua vilT brauchet/durch roth Schwefelöhl/ «n Fei.chelwasser 4. tropf- fen emgenommen/durch62>tümun,ZuIs'iiuri8idurch das schwartzgelblichte ^ureum ^c>rzbüc1'I^of>l>7zjti,dessen brauch «st von z. Tropffen / zu 9. und in einer Feder ein- getreufft/)tem durch das oleum ^nrimonn mir vivi gemischet/ laß dessen dem Krancken em Tropften auff die Zunge fallen. Ob aber m Leib oder andere Gke- der der Schlag gefallen/ so gib dem Krancken 4. Tropffen aufeinmahlmememTrüncklem Weines/ und solches 4. Tage nacheinander. Darnach sind auch gut dem Schlag/l.Mum covvs!- Scklaqws ÜumWasser/piimulüVeiisHimmelschlüssel. lrcm, ^^tdafür Lonter ^uct«Z5^corl.^osmzrmi.I.!»vccjul-e,cLerKoi zugebr»»»» 5o8 was davor zu gebrauchen» rare exliikevkur. ^vvvuvquzm!i!z sos^^ro- xriarc», mirrura; ^uslu vocsnr bolum vel LleÄuari- um coolicirur. Icern, Diamatcu» 6ulcis, Oiscs^c>reum,^isrzlo^a>- ^Ü,8)?rupus6e8ca:cka6c,1' ^rizcamz^llZ.Ircm.olLurn deoeciiÄum, und sonderlich 8zl küiciz UNd oleum vu- cleorum ccra5orum. Es ist mancher/ der am Schlage hat sterben wollen / allein durch das oleum luccwi sAgtsteinöhl) curivr worden/das oleum kan grosse Zeichen thun. Es wird heuf- fig gefunden am strande >n mzri Lalaco: Es stehen aber such etliche Galgen darbey / dann wo mans zu sehr findet/ da wird man balde hinan gehangen. liijzpocrzr.^il?.2..^pk.42..^jzoj?lexizm fc>rrcm,riu!Io prorlus mo6o,clekilem c cuiaven8.WaNN einen dtt Schlag hart tnfft/ so ist der Patient gar mcht zu curi- ren/ dann ernimbt ihn bald den Athem/ ohne den niemand leben kan. Aber wann einem der Schlag schwach rühret/und der Athem gleichwol eine Ordnung helt/ so isierzwarzncuriren/aberschwerlich. Darumb muß man balde ein gut Schlagwasser brauchen/ undBörn- steinöhl umb die Naßlöcher streichen. 5Verdie Sprach vom Schlage ver- lohren hat. Svracke DerbraucheKirschenwasser oder Wasser von Kir- vom fcklaae gebrandt / so balde es lhn ankompt / er bekompt verloren / Gottes gnädige Hülffseme Sprach wieder. Odereröffneihmdie Aderam Ringfinger über dem mitlern Gelenck/ oder auff dem Daumen dle Haupt- Ader» Schlagpnlver. 2?. Zj?cc.Oizrrkon 2.. OutNt. Oiamosci 6ul. ein halb Ouint. Deß besten weiften Börnstelns derpr«p?riretist i.Quint. Mische das zusammen/ mache ein Pulver drauß. Brauche diß Pr^servatidpulver also: NimbWald- kirschenwasser/ die man auch Zweiffelbeeren nennet/und Lavendelwasser/ ana/geuß es zusammen/ und mmb darnach dieses Pulvers 1. scrupel oder ein wenig mehr / und nimb von den beyden zusammen gegossenen Wasser/ so Viel/ daß man das Pulver mit eintrincken kan/ und gibs dem jenigen / der sich vor dem Schlag besorget / allezeit einen Tag vor dem newen Monden/ und einen Tag nach dem newenMonden/ deß Morgens gar früe zu trincken/warm Mit Poeoniensafft. Es ist auch gut / wann einer das Pulver einnimbt / daß wieder drauffschlaffe/ damit es so viel desto besser die Wirckung im Kopff haben möge. Es muß aber solches alle Monden/ wie oben gemeldet/ genutzt werden: wann man das Pulver mit dem Master emtrmckt/ muß mans vorher in etwas mein warm Wasser halten / damit es wol erwärmet. Dann sonst wann das Wasser kalt were/ damit mans ertrincke/ möcht es dem Magen schädlich seyn. Durch diß Recept ist vielen Leuten / die anfanglich vom Schlage etwas gerühret worden i nechst Göttlicher Gnaden) gcholffen/ daß sie weiter von der Kranckheit keine Beschwerung gehabt / wann ste die Monatlich also gebraucht haben. Wer den Schlag hat/ der soll Lavendelbier/ und Salbeyenwein trincken. 5Vann einen Menschen der Schlag gerühret hat / und nicht reden kan. Nimb weissen Börnstein/zünde ihn an/ und nimb ein Trechter / laß ihm den Rauch m die Nasenlöcher gehen/ und decke ihm das Haupt feste zu. Darnach gib ihm Lm- denblütwasser Abends und Morgens zu trincken/ so hebt er balde wider anzureden. Min gutMasser vor den Schlag und die schwere Kranckhett. Wasservor DistilliremWasservonPerlen/Corallen/ Schwaden Schlag ragd/Erdgold/o. lurionem >?erlaium li ve ^Isroarirsrum haben wollen und ließ ihm ein Tröpfflein 5. oder 6. auffdie Zunge fal-« len/da bekam er von stund an semeSprache wiedez.Sag- te darnach / wen der Schlag treffe / der solt nur balde em wenig Perlenwasser trmcken/erstlich nur ein wenig/bald darnach wieder ein wenig / und bald hernach wieder. Besihe^iccickiumin» Berlchtvon Bezoardlschen Steinen/c.?.o.5o!.5z. Dann da lehret^ircickius. wie man die Perlen vor den Schlag ^ Xsizn- ca soll. Als» sind auch Hie Coxallen gutzur Hertzstarckung/ und dienet wider allerley Kranckheiten/ besihe ocum jsm cirsruin c. II. DieprTpar3lloa hast duhernach. Darnach ließ er balde nach zweyen weissen Tauben trachten / die gar weiß weren /und keine andere Farbe hätten/ sie weren alt oder jung / so gilte es gleich viel. Dann der eineSchenckel bliebe ihm lahm/daß er ihn gar nachschlepte. Er fühlete nichts dran / sonderlich es war ihm/als wann er tod were.Bekam aufdenAbend eine/da sagt er zu meinemVatter / die Taube hette unter dem einen Flügel etliche BlutStropffen / die weren gewaltig gut wider den Schlag / befahl man solt ihr auff den folgenden Morgen den Kopffabhawen / darnach pflücken und außnehmen / und sonsten die Beine nnd Flügel alles dran lassen/ und fein klein zerhacken. Darauß ließ er eil» Wasser börnen/ oder distilliren.Doch nam er zur gehackten Tauben auch Milch und Kampffer / und ließ also das Wasser disttlliren/ und bestrich den Schenckel danilt.Er« wann 1. Stunden hernach thet ers abermalen. Da sagt er/ es hette ihm drinnen geknebelt/ als wann ihm Leuse oder Flöhe drauffgelaussen weren / und das were em gut Zeichen / dann das fühlen finde sich damit wieder. Darnach übete er die getroffenen Glieder gar flcissig. Das eine Aug war noch gut/ damit kunte er noch wohl sehen. Dasselbige hielt er zu/ und übete das andere böse mit stetigem lesen. Das böse Aug läge ihm weiter heraus- senvor dem Kopff dann das gute. Sagte zu meinem Vatter / er hette ein aderlein in dem einen Augenwinckel mit einer güldenen Nadel eröffnet/ darauß weren chme 2. blaweBlutstropffengangen. Drucketeauch dasselbe ge böse Aug immer mehlich wieder hinein. Erkunre sich erstlich nit wol aufrichten/ dann die ohn« macht hieng ihm gewaltig zu. Doch überwindet er die blöde Natur. Auch kroch er an den Bencken umbher/ nnd schlepte den bösen schenckel immer hernach/ gieng an eine Hecklem ausdemHofe umbher/und übet sich stetS.Dann er sagte / wo er still lege /so käme er umb den Schenckel. Acht Tag hernach ließ er ihm ein Dampffbad in einer Wannen machen/mit heissen steinen/ und mit tüchern 0- ben umbhe: wol bewahret/darein setzte er sich/doch daß er den Kopffheraussen hat ausserhalb der Tücher / und be- hete den schenckel. Doch hatte er zuvor etwas eingenommen. Da sagte er/ es were ihm das Leben wieder in den schenckel kommen / wie man ein warm Wasser drauffge- gössen hette. Darnach that er diß über acht Tage aber ein mal/ und sagte / daß ihm solches viel guts thete. Seine ci izera war dieses / er aß alle Tage gekochte und gebratene junge Tauben / trunck gut Wein und Bier / und schlieffwol. Lude auch Gäste em/ denen trunck er zimltche grosse Becher mit Wem zu. Was man thun soll / so balde einen der Schlag gerühret. Man soll ihn nur bald Ägrstein anzünden / undden Schlag Rauch davon in dieNasen gehen lassemoder solljhmAgt- was bald steinöl in dieNasenlöcher streichen/daß er denGeruck da- dafür zu ge- von mtt derNasen zu sich zeucht. Sder gibt ven getroffene brauchen» 1^- Diil. ! - ^ ßt VondttHaußMA fluckSpyckenöhloder^. Tropften AqtsteinöhlinLaven- delwasser oder in warmen Wein ein. Lindenblüthwässer ist auch gut vor denSchlag.Ode: nim frischenBlbergeil/ der nicht lang gelegen hat/man bekompt ihnin derApote- And ein Stücklein unterdie Zunge/so bald esbey ihm erwärmet / so kan er wieder reden. Oder lege den Bibergeil mBrantenwein/ undtreuffel ihm auff die Zunge/ be- sireichHmden Pule an Händen unnd die Schlaffemit olcc» Zuccllli,reibe ihm die Nasenlöcher mit o l co lege ihm warme Stein an die Füsse/ oder reibe ihmdie Füsse mit warmen Tüchern/ so zeüchtsiche herunter aus demKopff. Oder wenn einer vor sich weg ligt/und nichts reget/so streich ihm stuck olcum Tuccmloben ausdenWirbelÄnd °auffdie Schliffe / und gib ihm drey Tropffen in Lavendelwasser ein. Das thue z. Tage nach emander/ so wird der Patient balde wieder zu recht kommen. DaSNenntt manr^oreiv. wenNÄne: schlechtvorstchweglig^t/'und 'sich nichts bersinnet/ mcht höret noch fihet- D ux ^xonia:, ?arcr kritjerici. Qpcimuz l?cum iccr^icieoz scmpc? Oszriiiiü su^cinÄm. ^cciciirsürrc ir» zrrc XläcobUr^i, czüiäam cnn^Iizriu^vlr leocr.io szroxims meolk plincisnslükör^rcr >ct<^üc »oimzc!vetrcas ?rlllces>5,?^ Iz^su>pliu^mc»xju/Iic»ZVcrcisu.üm lucci» vumzLc 2ccck!clk°^äo5umo ^rorzaslecresruz aL- eö.ür pytt'lio? rci^l^ux s6buc mulrol Saaos vixerir. 8'i nc>v tuili'sc rc'crezcuz staxim io cocjcm m'smelllkü^uis- ?xcinÄu8.pttiI.in I.ilzcl!.^ecj.5ol.z.6. 'tVie stcheittmälemcrmrirer. Wie sich ei- Mir sagte emer / baß ihn einmahl der 'Schlag aufder ncr nach de rechrenSchtcn getroffen/dem war es wie M kältWasser Schlagen- über die Seyregelauffen / das lst ein kalter Fluß Hewe- nret hat. sen. Darnach hat er die Sprach und gelencke der Glieder verlohren Hatte erstlich Schlägwasser gebraucht/ das mün allezeitin den 2lpoteckenbat/oderjahabensoli.Hernach hatteerwelssen Senffgerieben/ Mit darauffgegös- senemBranttwein/damit hette er d»e Seylebestrichen/ und alle Morgen ^.weiffe Senffkörner/und Pfefferkörner gesjen/ von deme yette sicl>s durch Göttliche Gnad und Hülffmerckkch mit ihm gebessert/ und.'were wieder gesunde worden. waöcs eise undNasenimme: Mit demolco Zuccioi,sonderlich deß weissen Vörnstemohls wie zuvor gesagt/ schmieren und reiben/oder mit ^ua mzc>s,das ist/mitMuscatenblüt- wasser/und muß es offtthun/und nicht nachlassen/wenn sie e6 gleich durch die Nase wieder außsprühen. Es sollen auch solche Bethrysen immer CardMöm- lein und Cltbebcii kewen. Denn Cardömomlein Und Ne- gelein geffen/stercketdas Hertze: Wie denn auch die Cu- beben/wenn man ste im^Vrantenwein maceriret/und sie iewetundisset ^Vldep dle?st2lMn. moru8 ioz!i<^uibus membris , wenn einerlähm wird/ oder ihm ein Glied verlahmet: uniu5 Izreris uelvi nva Vero cora lsZiasiis me- schwere.Aber die »utore z brauchen offt cinWort für das ander/wie auch dervorrreffliche Mann ^612 <. ?rsro. nuz, von dem inan recht geschrieben hat. Lislcjzrcm lioouis. 8o^b>ism omacm calluir unus z Lum rrig.cum lc^rcm.cum rorüm telbilelcirer AnseinenL^!snbu« !>b.» cle^canco^ucu^cschzeibet/ baß er am Schlag gestorbensey. N oa m ulco saget was es vor er/p^rslylis iorervcn>er>8 8piiirum virsm^i scicmic. Kranckheit Wider die r^rzl/llo soll man Salbey/Bibergei! /La- sey/ un was vendel/jzrimulsm velis,Sch'lü^elblllMlein/^resseünd davor zuge« oder l'Sllscerum. das ist/ Reiufacen oder brauchen. WurMkrautbrauchen. Denn die Salbch ist warm und trucken / undwerbenSchiagcurirenwtl / ^ermH warme uNdtrUckeneDingebrauct^n/ dieweilder Schlag eine übrige Feuchtigkeit ist. Dre S-albey stercket üttch die Nerven Und verzehret PlegmMsche MsteriaM/ welche die NerveN in stch gesoffen haben/ davon die Paralystö herkoMpt. , , ^ ^ Der Bibergeil stercket die Nerven gewaltig / wermek aüchündtrücknetauß.viscor.lib 2.^ ^viceü.rsaoii.^.c« 12S. DasöhlvomLaltoico ist auchmdicsanfall trefflich gut/wennManzuvordre marenam pkle^ln^iczrn dieses öhlbrauchet. g N lich st) Äicu)us psltis viljclicer bizcl^ii ve! s>e6l8 Lc^.ncrvl ob- Nruumur. Und dannenherö geschichtö/ daß einem ein Arm oder einSchenckel verlahmet. icirur 2 -5-^«°--»^'«, z cjitlülürione rnolivorum ciervolum. Z^Iervi »?vM»dieSpanÄdern/la ^uibusrobor!^u- insai corrzorisconlltiir.fuor lnirabiIeos)U8Oej.I7oll cx- riumur e» cc»r6c,^uoä vulr ^ril^orelez. leä cT cercbro Lc me6ulla5jiiuali. A luoror^Ävs moruum öc lealuum Zuar vebiculÄf^iricuum soimalium. ^Iiulturci um thut auch deßgleichen/Besihe^vtceollSm. Und 8<7bolsm 5»- Icrnirznzm 6o. Vordm Schlag paral/liz AenMe/ die Gicht und schwere Noth/Lxi^cx>5lZ, genant. K.Bibergeil/ Saffränund Sadebaum/jedesAleich vml/barauff gieß ein quartier guten reinen Wein/ laß es emsieden/ gib davon deä Patienten zu trincken/ Abends und Morgens/ esist getttl)t und gut. Ober aber brenne diese drey Dmge zu Aschen/ und er» rrsbirMit Wein das Saitz herauß/ darvon gib den Patienten nur 1. gran in Schlagwassetein/sowirstu Wunder erfahren. Vl?ider den SAlüg. Wen der Schlag rühret / der kewe nur iveissen Senff und esse ihn. Darnach trinck er drey Leffel Walsmilten- blumenwasser oderBaischMltten/ (man nennetö sonste« auch Spickenblumenwasser. Manstreufft nur oben die Blum oder das blaweRertzlein ab/und brenneteinWas- serdavon) so endert sichs bald. Darnach reibe mandit Seyt: Arm oder Beine/die vomGchlage getroffen sind/ mkwarmen Tüchern/und wenn ins geschchen/so schmi- re sie auch Mit Spickenöhl. Mitdiesem Recept hat man/ nehestGott/emeChurfurstln in die »8. Jahr also erhalte. Thürneisergab ihretnSchlagwasser. Damustemau ihr erstlich die getroffcneSeyte mit warmen Tüchern reiben/ und sie darnach mit Schlagwasser swelches ein rötlich und eM weislich Wasser war) gegen Morgen bestrei- ehen/über die gantze Seyte/im 24. stunde nur einmal. D.Kegler gibt den Rath/ man soll vier oder fünff Tropffen^csuam v-r^ einnehmen mit Lävendelwasser. Wieaberdas vica? gemacht wird/ Besihedte?r»- Klcsm Luamerü. edel Schlagwasser/ vor ttcm/par»- wenn einem nnr ein Glted insonderheit gerühret ist. MumizeMyrchen/Aloes/Drachenblut/Saffrün/ Schlag- Mastip/Lumi ärsK.5roi:ll^mmoolaci, ein sonder- ZaicocollT jedes l.hUMÜl-sUcliiiillj Zueci Lsliorci zedeö lich Glied» dtttthalb quint.^ok:bl ocjorsri ein halb (suint reineTer« pentint achtloth:Was zupülvernist/ das soll fem klein gestossen/mltTerpentiN vermischt/und in emeMGläsem Geschirz distilliret werden. Diß ist ein groß Secret/ da- bon vornehme Medici trefflich viel halten. Wie man g- ber das edle Schlagwasser brauchen soll/besihe L>. loso, ^oäreilM » Lruce in semer Lbirur^iz pgtz. 96. Wn ander Schlggrvasser» Nim Lilium Convalliumbletter anderhalb Pfund. Lavend elblük ein halb Psiind, ^ Lindenblüte P«onimrosenblüt. lic. DasAndttBuch / P«onienwurtzel/ in abnehmen deß MondenS gegraben und getreuget/ jedes 4. Loth. Schlüsselblumen. Osterlucia der langen/ jedes Loth. Bibergeil i.Loth. Cubeben 1. Loth. SchwartzenPfeffer i Loth. Alle diese Stück fein gröblich zuschneitten/ sollen in Kannen guten Remischen Wein em Monat lang an der Sonnen gebeitzet werden. Ein altes soll in der Wochen l. mahl i Loth davon einnehmen/nüchtern. Verjüngen gibt man halb so viel mit Lindenblütwasser/ oder Lavendelwasser. Einander köstlich Schlagwasser. ».Meyenblumen/einezimliche anzahl/geuß z.Nessel Malvasier drauff/ oder andern guten starckenWein/laß ?n einemGlase etlicheWochen an de:Sonnen stehen und maceriren/darnachdisttlieresperslembicum. Dieses Wassers deß stercksten/ und je stercker je besser/ nim zwey Maaß/ und thue es wiederumbin ein Glaß/ und zerschneidefolgende lpccies darein. Lavendelblüt 1. Vntz/ Lindenblüti. Vntz/ der kleine wolriechendkSalbey ein halb psund/Eberwurtz i.quint- lein/Majoran i.Vntz/rotheRoseni loth.Isop z..qumt- lein/Petelsilgenwurtzel/2.löth/Pete:silgenkraut-..quint Tormentillwurtz 1. loth Natterwurtz ö.quintlein/ Wol- gemuth 6.quintleinRoßmarm i.loth.Poley quintlein Bibenel/Baldrian ana-.. quint/Meisierwurtzi.qumt/ Angelica oder Geistwurtzel/ 2. quint/ Engelsütz i. Loth / Benedictenwurtz 1. loth / Rauten 1. loth / weissen Senss 2. loth/ Eichene Mispeln 1. loth. Diese Stück wie gemelt/ thue zerschnitten in das Glaß/ darinnen 2.. Maß deß andern macerirten Meyen- blumenwassers seyn/machs festezu / daß keine Lufft oder Geruch darauß kan / laß es vier Tage und Nacht stehen/ und darnach dlstllliren. Wenn nun diß Wasser mit den obgeschriebenen stücken distlliret worden/ so thue in solchen Wein widerumb folgende Stück/ auch zerschnitten. K. Ingber 2, loth/Nägelein 1. Loth/Cubeben loth. Galgant i.loth/langen Pfeffer i.quint/Calmus i.loth/ gescheite Lorbern 2. quint/Saffran 1. quint/Fenchelanderhalb loth/Liqmritz 1. loth und 2. quint/kianus LKri. tti z..loth/Canehl oder Zimmet i.loth.Therebmt z..qumt Rhabarbara anderhalb quint/ Citrinatschalen 1. loth/ Cooler.,kolsnum 2. loth / kepourica quint/ rorum I. loch / Tyriack deß besten l. loth / gescheimpt Homgi. pfund. Diß alles untereinander vermischt/ unnd wol zuge- macht/etllche Tage in derSonnen gestanden/und wlder- umb durch elnen ^Icmdicum gedistiliret/und nachmaln darunter folgende Stücklein zerstoßen gethan. k. Deß besten Bysams i.scrupel/^mdi-T c?r^lcg-l. scmpel/Campffer i.quint/deß besten Zuckers loch. Laß 4. oder 5. Tage stehen/ und seigees hernach durch ein dickes Tuch ab/ das Wasser behalt an einem kühlen Orth / je älter es wird/ je besser und kräfftiger es wird Dieses Wasser behalt verwahret/ als einen Schatz/ wird billich eine Mutter allerArtzney genant/ lst mchr allein vor den S^lag/ fallende Sucht und schweren Ge- brechenvortreflich gut/sondem es stercketauch daSHech/ Gehirn und alle Kräfften deß Gehirns und Leibes / verzehret alle böse unnatmltcheFeuchtigkeit/sie kommen von Kälte oderHitze/erhelt imMenschen die natürlicheWar- me/mag innen und ausserhalb deß Leibes gebraucht wer- den.Ist wider diePestllentz/mit ein wencgTyriack eingenommen / sehr gut/ mtt ernem gerösteden Brod/ soll deß Morgensein Tropften oder vier eingenommen werden. Jungn Leute sollen deß nicht viel gebrauchen. Man kan diß Wasser über Jahr halten/ kostet ohne gefehr 4. Thaler. Aderlasse. In dieser Kranckheit sollen alte Leute nicht zur Aderlassen/ denn sie verlieren chreVernunfft davomSonder- lich/ wenn sie zu viel Bluts weglassen. Junge Leute mögen wol lassen/ aber nicht zu sehr. So einem die Sprache entfalt? lM Schlage. Nim Bibergeil ein halb scrupel/ Muscatnuß/ Rege- leinjedes i. scrupel/zupulvergeflossen und solchesMor- bieSprach gens/Mittagp und Abends in Wein oder Bier eingege- verhindert ben.Odernimnur?u!vclcm Lattorci unter die Zunge jucuriren» Wanneinem Mlenschendie Sprache entfält/ also daß er gar schwerlich redet. So sie nur Poley in guten Weinessig / unnd thue es dem Unrebenden auffdie Zung/ so wird er bald reden. Einmahl rühret einen zu BerlMder Schlag auff der Nikons rechten Seyte/doch kunte er den rechtenArm undSchen- vom Schlg- ckel noch regen und bewege/und schlug ihm diePulß/un d ge. man sahe alle Adern: Aber gleichwol waren ihm die Arm und Schenckel/ wenn sie ihm entschlaffen weren/ und als zöge ihn der Krampffdrinnen/mit der Hand kunte er sich übel behelffen: Sagte gleichwol ihm thete nichts wehe/er were nur matt. Dem gaben wir deß besten Schlagwasi ftrs / daß wir zu Hofe aus deß Curfürsten Apotecken bekamen/einen Löffel oder zween voll ein/ und schmierten ihm die Gelencke mit Kirschen Lavendelwasser / oder öhl halffaber wenig/ meines erachtenö / darumb denn er hat ihn zuvor auch getroffen und einen Arm gelehmet. Dcnn der Schlag hat diese Art an ihm/ wenn er einmahl da gewesen/ so kompt er darnach zum andern / auch wohl zum dritten mahl wieder. D. Iohan Schleitzer/deßChurfnr- sten LeibMedicuS/schriebe ihm deß Träncklein/ davon solte er Abends und Morgens 2. Löffel voll brauchen. k. Unsers Wassers vor die schwere Noth 2. Loth. 1° keriac Wasser I. Loth. Syrup von Pa-oniensafft 6. quint. Lavendelblumenwasser i.Loth/untereinander vermischet. Wer nur wüste/ was das für ein were. Kan aber nicht wissen/ obs noch gebrauchet worden / der gute Mann starb endlich. Wenn sich einer deß Schlags befahret. So esse er alle Morgen drey Senffkörnlein und zwey Pfefferkörnlein/so ist er deß Tages/durch Gottes gnädige Hülffe und Beystand / vor dem Schlage wol sicher. Vor den Schlag / auch vor die fallende Kranckheit em edel Recept. k.1.iZn am/.Wegist em hart weiß Holtz) Mastix je-Schlag/ des i.Loth. Eine Muscaten/Muscatenblumen/Cariöhl/ wie dem vor weissen Ingber ana i. halb Loth Wegewart die Blumen Zu kommen» i.quint/Lavendel z.loth/Lilium Convalliumloth/und ein wenigwelsien Senff/und 2.oder z.quart Wem. Dieses alles gepulvert/ und in eine Kanne gethan/ denWem darauffgegossen/ dieKannewolzugedeckt. Laß^.oder z. Wochen cn der Sonne stehen/ darnach in einer Aschen oder Füiaeo distiliret/ und folgends in ein wohl vermacht Glaß gethan: Dem Krancken ein Löffelvoll davon gegeben. Wenn einMensch durch diek^ral/lin hxe Sprach verlohren /und ihm die Zunge schwer ist/daß er sie nicht bewegen kan / sehr schwach und ohnmächtig ist. So nim Lavendelwasser/ Salbeyenwasser/ jedes 12. Loth. Bethonienwasser/ Salbeyenwasser/jedes y. loch/ Melisenwasser8.Loth/Meyenblumenwasser/ 6. Loth/ dieseWasser alle untereinander gemischet/undgebrauchl Abends und Morgens/jedes mal z. Loth getruncken/un5 allezeit ein wenig im Munde behalten. Lavendel oder Spica ist ein edel Kraut wider den Schlag/koche es imWasser oder imWein/daö were bes- ser/legs aufdieGelencke/da man sich beschwelet befuidet. Lege das Kraut auffs Haupt in emem Säcklein / es sey Tag oder Nacht/das treuget das Haupt auß. Hengö ins Bier/davondutrinckest. TrinckgedistllirtSpickenwaft ser. Wenns noch grün ist/ so hatS noch viel Feuchtigkeit bey sich/ aber wenn mans kochet/rauchet die Feuchtigkeit weg. Wenns dürze ist/ so mag mans fein klein zerstossen/ und darnach kochen. Man muß es aber mchtzu sehr/ und zu lang Zlcckl V-r- MV ! MmÄb; - Achk.!7,.^' VonderHaußarWy. zü lang kochen lassen / daß ihm die Krafft nit zu sehr ent- Hehet.Man mag auch das öhlm Leib brauchen/msEssen uud trinckeu thun. Wenn man diß Kraut auffs Haupt legt / so mag man auch wol Roßmarinunnd andere gute Kräuter darza nehmen. Pfefferkrautisrauch gutwiderden Schlag/ zerflossen mBrandtenwem geleget / und auffdie Gelencke gebunden. Oder nim die gelbe Blatlein / so in den blawen Lilien seyn/ dtstillier Wasser drauß/ gibs demKranckenmT einem quintleinPfirsigstemiein gesotten. " . ^ Oder. R.Btbergeil/ wiezwar auch zuvor gesagt/ stoß oen/ und schürte ihn den Krancken unter die Zunge/ chue >8 von weissen Perlen/1. quint/ del curiret derthalb quint. Diß alles rein untereinander geflossen und richtig und den »ehestenTag/ nach dem das newe Lischt an den befunden« Himmel kompt/einerHaselnuß groß /m eincmLöffel voll schwartzerVogelkirschenwasser deß Morgensnichtern eingenommen/so bistu einen MonÄt/MitGottesHülff/ vor dieser Kranckheit behüt. Wennbudißeingenomen/ foltu i. stunde dranff fasten und dürften. Das schwartze Kirschenwasser/ soll von den süssen Vogei-oder Wald- klrscheN geörand werden / alle Jahr frisch. Denn es nicht langer hierzu nutze istdeNn NurÄnIahr: Verwegenes alleIahr wieder frisch gebrand werdenmuß: Und wenn einen dlcseKmnckheit anstöst/soll man ihm/wo muglich/ obgemelresPulver'eingeben/wteoben stehet.Wo es abet t>eN newen Monat Nicht setzn kan/ so magmans ihm dennoch gleichwol eingebe. DochbaS solches geschehe/wenn der Patient nüchtern ist/so ferne immer muglich. Kan man aber das Kirschenwasser nichtHaben / so mm an seiner statt P«omen/oder Zimmetrindenwasser/oderHey- des zusammen. Em anders/vor ge;nemö Aevte. R.. Lebendige Krebse/ zerstosse sie klein in eiem Mör- sel/ nim dazu weitzene Kleyen/mache darauß eineNTeig/ geuß den warmen Weinessig dran / legs auffdie Seyren oder Ort / da dich der Schlag gerühret-. Doch habe ichs nicht probiret. Eitt gute pumatiott- Nim Senetblätter-.. Loth. Süßholtz anderhalb quint. Engelsüß anderhalb quint. Welsen Ingber qu-nt/ untereinander vermen- Het. Mitt gvser Tranck vor die / so vdm Schlag gerühret seyn. Koche Sarurey / oder wennj>u diß mchr haben kanst/ Quendel mit Honigwasser. Dlß soll deßKrancken täglicher Tranck seyn. Das HonigwaMr öder die macht man aljo. Nim 4. ib. Wasser / emhalbtd Homg/sende es mit itinander den dritten Theil em/ und feume es wol ab/und trincke es / wie gemelt. Mit solchem Wasser mag man allerley appropri-,rz 5 sieden. Eltt ZSad vor den Schlag. Nim Camtllen / Salbey/ Krausemmtze / Königsker- Bad vor tenSchlag thue darzu einen Kopffund Füsse/ von einem schwartzen Hammel oder Schafe/ nach dem die krancke Person ist. Diß alles koche wol in einem Topff. Darnach thue es in ein Gefäß / und lege das gelähmete Gliedmaß/es sey der Schenckel oder Arm / drüber auffs warmeste / als du es erleyden kanst. Wilm dich aber gantz drein legen und baden / so thue das obgemelte m einen grossen Kessel / und laß es wol sieden/und geuß es darnach in ein solch ding/ darein du dich legen kanst. Aber allewegeniM zuvor das vom Hammel hemuß. Dennda^lvigewn nochwolzu- genchrund gessen werden. Darnach kanstii dafftlbige Kram wlderumb sieden und-zebt-auchen/wie Mor/odt-t magst c-nftiMs Krcmt miteima.tHrrn BaniMelkopff und Füssen sieden / und wie vorhm gebrauchen. Solch bähen und baden soll 'laglich Mieli Wal Mlchemander geschehen/jedoch / nach dem es der Kranke etiuoeuran. Nach dem er sich aber gebeyet^nb gebadet hat/ soll er.m der gelähmten siede rein abgetrueknet/ und mtt oer nachfolgenden Saibesem geftlMieretwerdeÄ/ sich auch nät hetssen Tüchern wolreibenlassen. LLitteSchlag^lbe- Nimb Wachholderbeerm/ weissen Seilss/Lavendel- Wasser und Brandtenwem/ mache eine Salbe darauß / ^ schmier dich damrt / wo es votinöten «st/bey emem eichenen Fewer. Darnach verhüileden Schaden mit-elnem blawen Gewand. Es sind auch d^ese nachgeschriebene öhl unnd Wc.sset HalNlt geschnner/sehr gut/ Als weiß Senfföhl/ Camil- lenvhl/ Wachholderöhl/ Pomerantzenöhl/ Fuchsöyl. Gebrandte Wasser/ so zu dieser Kranekhett auch gut seyn / unnd täglich sollen getMncken und angeschmieret werdcn/LavenSelwasser/Creutzsalbenwasser / Gelbveil- wasser/Specktklienwasser/Himmelblumleinwasser. Wer em verlähmet Glied hat / vom Schlage. Nim Camillenöhl/Rautenöhl/Vwlenöhl/Biberöhl Glied vom oder fettes/und Fuchsöhl oderfettes/ana/chae nn we- Schlag . Nig angenützt Wasser drunter/ mach eine Salbe drauß/ oerlchmet schmiere das Glied beym warmen Offen damit. Man zu curiren»' muß aber zuvor den iocum zKeÄum mitWelnessig oder SÄtz oder warmen Tüchern woireiben/ daßer sein roth wird. Es wird auch eine Salbe voN Bertram unnd öhl ge^ macht/ welches vor dlelahinen Gliedern deß Leibs sehr nützlich zugebrauchen/^iz:-iIcj.ceQc.7.^^Kor.8^. Tosten mttBrantenweingesotten/ unnd dielahmen Gliederdamttbesttlchen. iccicos M culru cum ^urolliuoj^iiolopko, cocxcx>cus ^.^urelius Lommoäus lubiro exonsvir. Bas xxxw Capitel. Von denAugettund ihrer Artzney. f^>Ie Augen sind deß gantzen Leibs Fenster und Liecht. Augen deß ^ Orumb hat ihnen auch Gotl die Augenbrauen und ^lbs Fen- die Augenileder zum Schutz geben. Aber dieAugen wer- !^er und den oftr mit melen Kranckheiten beladen. Darumb müs- sen ivir hie auch etwas von denselbtgen sagen. Von den dunkelen Augen» Darüber klaget David oderChristus/Psal.öy.v efe- cerunroculimei. DasGesichtvergehetmirgar. Das nennen die (»rTci Neclici kzrjoocm ^>cc-> rurdZnonem.vacillÄrionem, wennS eiNeMM die Augen zwinckert/oderdie vix vjiivzzittert/czuzntjo viz vicica-
  • le. fumo, pulvere, auroleo lupprimicur sc cmirric Isckrl. mZ5 cum rubcome Z5 calore przerei nsruiam. Wenn eineremBuch in dieSonne leget/und liesset fleissig drinnen/ so bekompt er ein 8coiam», daß es einem bißweüen vor den Augen gar finster wird / oder wie ein Wölcklcm vor dem Gesicht were. Die Valenzo^ oder Baldrian istauch ein trefflich gut Kraut zu allerley Mangeln deß Gesichts/ sihet schier der ar^urez ehnlich:Man nennets auchKatzenkraut/deun die Katzen essens gerne/sonderlich dieWurtzel/daß sie em fcharpffGesicht bekommen/wen mans ihnen empor hen« get so springen sie darnach: eil qum uncjzm bex. barum l!miIiruäL>:c^uaic ve ciecipiariz, caurio eli. Wer dunckele Augen hat/der nehme den Safft von Auaen/fs tzen/weiseöSenffkraut/und andere hitzigeKräuter/ana/ ^ Schellkraut/und wen er schlaffen gehet/so thue er de nse!- dunckel seyn Kkj bigm II» DasAndc» Buch/ wie man sie b»gen in die Augen / das macht hübsche klare Augen. O- suriren soll. dermmIserhart/Schelwurtz/Rauten/Augentwst/Ro- sey/ ana/und dtstillir es wie man sonst ein Rosenwasser brennet. Thue dieses Wassers Abends und Morgens ein wenig in die Augen. Daß das Schellkraut den Augen gut ist / das haben «ns die Schwalben geoffenbahret/ denn wenn ihren jungen etwas an den Augen manglet / so brauchen sie dassel- bige Kraut. Welcher rohte / dunckele flüssige Augen/ oder Flecken drinne hat / der tropffe das Wasser von Schellkraut mit Homg gebrant/ in die Augenwinckel /und bestreich / die Lieder damit / es hellet / unnd machet die Augen liecht / «srrklolus. Die Schlange erleutert ihr Gesicht mit Fenchelkraut. Nlm dürren Falckenschmeiß ein qumtlem/Fenchelsa- men ein halb quintlein/beydes klein und wol durch einan der vermischt und gestossen /von dieser mixrur soltu alle Morgen ein wenig in die Augen strewen/ ^arrkioluz. Oder/ brenne die Tormentillen mit Wurtzeln unnd Kraut/daß ein Wasser drauß werde/ und laß darnach wol in der Sonnen dlstilllren / und thue es Abends und Morgens in die Augen. Das htlfft einem schwachen Gesichte mercklich. Oder nim den SafftvonFenchel/Raute/Schelwmtz/ Augentrost/ jedes 2. Untzen/Honig/ein halbe Untzen/ !oc5,1'KuriX,8arcocoIIa?, jedes ein halbeUntz/derGalle von einen Hune oderHane/z..quint.Muscate/Negelein/ Safftan/jedes l. quint/ Zucker Candi 6. quint. Thue es alles in einen Gläsernen Kolben zusammen /und distil- liers. Thue deß Tages einmal etwas von diesem Wasser in die Augen. Eine Bocksleber were auch gut darbey / so würde das Wasser desto kräfftiger. Oder / man esse alle Tage ein wenig von einer Musealen/ unnd brauche in der Wochen emmal Myrobolan Confect. Oder este Schwalben. Vi«tc Kiacrkiolum m Oiolcolicjem. Vor die dunckele Augen. Nim Saffr von Schellwurtz / und wenn du schlaffen gehen.wilst/ so tropffe ein tröpfflein in die Augen/ eö macht sie aus der Massen klar. Für geschwolleneAugen. Nim ein loch Bleyweiß/i.loth Bertram/1. loch weis- senWeyrauch/stosse das zusammen/thue daizu das weisst von einem Ey / bestreiche sie damit / es heilet aus der Massen/ mache darauß ein Pflaster/ legs auff. Vor das fliesten und Augenwehe. Nim einen Kopffvon einer schwartzen Katzen / unnd verbrmne den in einem newen Topffe zu Aschen/stoß ihn gar klein zu Pulver / unnd laß dir deßPulvers alle Tage einmahl oder drey mit einem Federkl.lindie Augenblasen/ wo aber eine Hitze in den Augen ist so soll man drey Eychene grüne Blätter/deßNachtS/wenn man schlaffen gehen wil / über das Auqe binden / unnd offemals thun. Wenn ein Mensch schon ein Jahr ein blöde Gesicht hetce gehabt / so wird ihm doch/ nehest Gott durch diese gerin- gdArtzneygeholffen/ man soll die Blätter/ ehe man sie aust die Augen legt in frisch Wasser netzen. Vor die Hiye in den Augen. Wer rothe Augen hat der hat die Hiye drinnen. Der nehme nur Fenchel mit dem Kraut. Kan man aber das Kraut nicht haben / so nehme man nur den Samen/und siede sie in Brunnenwasser /und trincke es zweymahl im Tage. Diß verzeucht die unnatürliche Hitze / und macht ein gut Gesicht. Nim reinen Hanff/ in Wasser gerieben/ bind hinden auffdas Genicke/«und lege Wermuthund Eyerweißü- ber die AugenUeder/das stillet die Hitze m denAugen und gibt gute linderung. Oder/ nim das weisse von zweyen Eyern/querle es in einem Topff/ oder mltemem Rütlein/und thue Krause- mintzwasser/oder etliche Tropffen aus der Krausemmtz gedruckt damn/netze emTüchlein drein/uud bindees auf Äugenwas- die AugenUeder/in einer Na dtvergehets wieder, ser fflr die Hat jemand Blutstreimen und Hitze in den Augen/ so Blutstrie- werffe er Kupfferroch einer welschen Nuß groß in ein menundHi- Quart ftisch fllessend Brunnenwasser. Wenn solchG tzezuge« eine Stunde gestanden/ mag man daß Wassers fir und Hrauchen. für Mit einem Zmger in die Augen treusten unnd lauffen Augen so dunckel/ geschwollen und fliesend seyn / was dafür zu gebrauchen. Augen so roth und hitzig seyn zu mrtren. lassen. Gegen die Nacht aber/ soll er ein Semmel swenn die von gebackenen oder gesotten Kringeln oder Bre« tzelnteig gebacken were das were wol am besten) in der mitte lengst auffschneiden und fein braun rösten. Nachmahls auch in ein ftisch Brunnenwasser legen / daß es queellt /und denn solche geröste Semmel ein wenig mit Saffran beschütten / und in den Nacken binden. Diß hat viel in einer Nacht geholffen. Item / lege deß Nachts zwey oder drey eychene Blatter in Wasser genetzt / auffdas Auge/ und wende sie osst UMb. z. äs>ko,. 5z. Vor blöde Gesicht. Wasserbade vor das blöde Gesicht dienstlich. Besihe im k ulaacio f. 161. Rohre/h,ytge/stharpffflWgeA», gen/ !.ijZjiicucjo und(^^k^itttuis genunt. Wenn dir hitzige Flüsse in die Augen fallen/daß sie dir roth werden und Hitzen/ und scharpffbeiflende Lauche herauß laufft/so nim nur fliessend Wasser/ legeemwentg weisjen geflossenen Hutzucker hmem/bestrelch dieAugm und die Schlaffe damit. Schneutze auch die Nasen o>st/ und gewehne den Fluß / daß erzur Nasen hmaußlauffr. Item / weiß vom Ey deß Nachtes auff die Augen und in den Nacken gebunden. Vordas trimmen in denAugen. Nim em rein Tüchlem/ brenne es auss emem Zinner- Ztuaenwaft nen Teller/ darauß wirst» emöhl bekommen/ darnut schmiere dieAugen.Hastu keinTuchlem/so mm eMPav- pier/eöistebensoviel. AAder tLingue Augenwaster surMuhlung dcr.Augen. Nim das weisse von zweyen ftifthen Eyern / ein halb- Nössel Rosenwasser/von weisjen Rosen/ einen schonen reinen Alaun/vor 8.Pfenmnge/(den muß man fein klem reiben/j Item/ein wenig Gampffer.DaSwei^evon den Eyern thu in ein zinnern Schüsselchen/rühre den Alaun drunter/rühre es wol untereinander/ legs auf die Augenlieder/ streich auch em wenig darein. Staub in Augen- Wenn einen Staub oder etwas anders ins Auge kommen ist/der lege sich auffi Rücken/und laß ihm einen Schwalbenstem oder einenKern aueS.Iohanmßbrod/ oder drey oder vierScherlachsamblem in dasAuge thun/ und thue das Auge zu/so gehen sie m den Augen umdher/ und wenn sie leichtlich herauß fallen/ so bru»gen sie den Staub Mit herauß. Augenwehe- Vor das Augenwehe ist der tt-msries gut/Lsr- Üb. 16. c.40. Iccm toeoiculum, mcliloru5 » Steinklee/ Luszlnsliz. Reinigung der Augen/ daß man alle Dconat einmahl gebrauchen soll. Nim jung Bienen Honig / als eine Bone groß /thue Augen zu eben so viel Zuckerkandten darzu/ mische es unter einan- reinigen, der / streich ein wenig deß Abends/wenn du wilt zuBette gehen davon in das Auge: Es beisset etwas / aber es verzehret alle böse Feuchtigkeit. Au den Augen ein bewehrte Kunst/ mas chet sic tlar/vertreibet d>e feUe/ auch den Pferden' NKnb ein Kraut so die Pommern Sthinwurtz oder Goldgeel nennen/ Nim/sageich/desselbigen Krauts ein Stendigen/brichs entzwey/so findest duSafftdannnen/ streich desselbigen ein wenig in einen Winckel deßAuges/ es beisset etwas/und dieAugen threnen ein wemg davon/ aber man kriegt darnach ein klar Gesichte. Es zeucht auch das Fell abe/es ist auch gut vor die,Flechten / und vertreibt den bösen Grind. Oder nim Radenmehl/ (istein Sameneines Vn- krauts/ wechsttmRocken / heist Kornblumen) menge ihn dünne mit Jungfer Honig/ damit gar offt die Felle undMahl in Augen bestrichen/benzmpt dieselbigen/wel- ches bewehret ist. V0T hiS^Ä!iIiü!kL5!^ Mzchtck:.' »11^ H/I! 'ÄA- '4t. VondttHaußaMG ,lz Bsrdie Schmeryen der Augen. Wn anders vor dre^lattern »n Augen W»' sPiertzett feilen. Felle von juvertrep Wnsälb- Augenwüs- Nnn ein halb Loth Lorbern / ein halb loth Nelcken / l. LothIngber/i. loch Callcenstem/i.lothKampffer: Dlß allcs klein zerstossen / unndmein Glaßnmstressendem Wasser gethan / und 9. Tage m der Sonnen stehen lassen / deß Nach rs aber in das Gedeute gesatzt. Damit soll man dleAugen waschen/und ln der Nacht mct emun kleinen Tüchlein über die Augenapffel binden oder legen. Auch soll man frischen Fenchel zwischen den Handen rei- ben /nnd überHandSweilen in denNackm blnden/btsz an die Schlaffe. Zun Fellen über den Augen. k. I. loth. ill weissen Ingber/ Lorbern/gebrandten Alaun/jedes ein halb Loth / alle«? auffs klelnestegepulverisiret/ und zusammen m einem glatien Reibstern gepulverisuet/un eine gute Stunde nucIung- serhonig wol durch einander gerleben/und dieseSalbe ln dieAugenwmcket bey der Nastn gethan/ als ein halb Lemkörnleingroß/ und dem Pattenren auffden Rücken gelegt. Das Muß manso lange thun/ biß die Felle verge- hen.Denl' Kuriam muß man 9. mal mit warmen Wem leschen/ wenn er glüend ist. t^in fthön AugenwaMr/ vertreibet die röhre und dus jucken m oen 'Augen/ und Macht sie klar. Nim ftische Eyer/brate sie bey demFewer harr/schele sie/thue den Dotter herauß/ und lege sie m ein rein Wasser/ und thue vor emenGroschen wetssen gestossene^ups- serrauch darzu/ laß ihn darinnen zergehen/ lvmde es mit cmander durch ein reines Tuch. Darnach thue vor emen Groschen reinen Kupffer darzu / fern klein geflossen / mische eöwolzusammen/distllireö in der Sonnen / und wenn du es bedarfst/so bestzeich deßAbends NeAugen das mit/ und die Windbramen / wenn du wUt zu Bette gehen. Ist vielen Leuten damit geholffen. Ein anders. Nim Fenchelwasser / Rornblutwasser/ Rittersporn^ wasser/ jedes gl^ch viel/ mengs unter einander/ wasche die Augen Abends und Morgens damit / oder sonsten auch wenn du wilt. Man muß aber Nicht balde darauffm die Lufft gehen. iLin gut Augensälblein» R.. Gebratene apssel/ daswciffe von hartgesotten Eyern/weisses von rohenEyern/Lo! um m co.Alaun/ Rosenwasser jedes nach geduncken/ daß es eine Salbe wrrd. Min klar Augenwasser» NimAugentrostwasser/Rosenwasser/ Fenchelwasser / Rautenwasser / Hmleufftenwasser/ Sckleenwurtz- wasser/mische es unter einander / thue es in die Au^en / und bestreich sie damit. Oder thue den Safftvon Sckel- kraut in die Augen wenn du schlaffen wllt gehen / das Macht die Augen dermassen klar» blühet/soll Man sie zerflossen und sieden / darnach das Wasser in ein Geschm thun / und wider zum Fewer setzen/und wol scheumen/ und wenn das einen Soht thut/ so seyhe das durch ein Tuch/ und hebs auff. Wer tunckele Augen oder das schimmern in den Augen hat/der streiche das dtein/ so werden sie klar und gut. LoorsÄ Vlc.eia oculorum. Nim z. oder 4. Psersigkern / thue das Hautletn abe / thue ein wenig «saffran darzu / stoß es sehr klem m einen Mörsel/rhue darnach em weNigFtawenmllch dazu rühre es wol durcheinander/ winde es durä) ein reines <.uch- lein. Mit demselbigen Safft bestreich die Augen unnd Blattern. Du must dich aber-auffden Rücken legen/ daß es m den Äugen bleibet. Ein anders/vor die Felle und Psckett oder Blattern in den Augen / und zum klaren Gesichte. Nim ein klein rein verglasetsTöpffigen/nicht garvott einem quarttr/ thue ein rem Springwasser darein / und vor i. Groschen Kampffer darzu/ laß es halb einsieden/ und darnach kalt werden Nun darzu/ so viel dlaw Violenwasser/ thue es zusammen in em Gläßlein wol vermacht/undbehalcs zu deiner Nothdurssr. Vor die Finnen in Augen. Nun das weissevon emem frischen Ey / und Rauten^ saffr jedes glelchviel/uud^lyrham als 2. Haselnuß gwß/ klein geputoerr/menge das zusummeN ln einen» Lvüpsser- nen Gesayic .i >gedrungen /undwenn manwil schlaffen gehm / mit 22>ci.cci,r. 4. 24. Manmuß die Augen damit salben. Das Wasser von Ringelblumen soll auch gut seyn vor alle Kranckheiten der Augen / kl i?slä. cear« K. äxkor.zt. Nim 2 .0. frische Lorbeern/Alaun als eine kleine Welsche Nuß groß / seuds Miteinander in einem Wasser / di - stlllits und laß kalt werden/ streichs an die Schlaffe und Stirne/ und thue ein wenig in dleAugen. So bald einem die Augen beginnen roth zu werdk/soll Man von stund an Hanff oder Werck lnEyerweiß /darM- nen Rosenwasser undWegbreitwasser durcheinander ge« iij schl»- Augen so rot und blut heilen und zu vertreiben, l!4 Aas Andtt Buch / schlagen ist/netzen und SusschlageN/Oder bindeSemmel »ns Fließwasser geweichet hmden in Nacken. Oder nun rohte Rosen / sende sie mit Wasser/ rings wol aus / schlags warm auffdie Augen. Diß nimbt alle Blutflecken weg/so etwan in die Augen gefallen / und die Schmertzen m Augen so von schlagen oder flössen herkommen. Wenn nun der Schmertzen also vergangen ist/ so thue die Augen zu / und lege diß Pflaster drauff. Nun das weisse von einem frischen rohen Ey/ ein wenig Gerstenmehl/ denSafftvon Pappeln/ und mengs durch einander. Itemtreuffe^yuzm con5oIiäXrc^sIi»(Ritterspom) drein/oderRosenwasser/dochmußmandasselbigezuvo? ein wenig lawlicht machen. Item / lege Fliederschwam- men ^ die bekümpt man in den Apotecken ) eine Stunde oder viere in Rosenwasser / so lauften sie auffund werden groß /Md binde sie hinden in den Nacken. Welten aber diebraunen/roten/ geschlagen/geflossen oder gefallenen Fleck oder Mahlzeichen ja mt vergehen / von der vorigen Artzney/ so lege Pflaster auff/das zum theil äitlolvlre, zum theil ctescnclirc, zum theil auch dem Wehethun stille/von Weitzenmehl/ Pappelnsafft/Min- tze oder , und Sawerampffer / daß man alle diese Saffte mit Eyerweiß vermenget. So die Rohte lang in den Augen geweyreryat. So nim ein Scrnpel succocirrilli laß auff dem Zewer inChelidonien oderSchelwurtzelwasser zergehen/ darnach laß den Dampffin einem Bade von diesen Dingen in die Augen rauchen. Oder nim geflossenen Kümmel/vermeng ihn mit Wachs warm gemacht / legs auff die Augen Pflaster weisse. Oder nim rohte Rosenblatter/Salbey/Raute/Gold- tvurtz/ Fenchel/ eines so viel als deß andern/ und ein wenig Saltz / laß distilliren. Dieses Wassers laß alle Morgen ein Tröpflchen oder zwey in die Augen fallen. Magst auch wol an stat dieses Wassers / den Safft von Rauten «ndIsenhart distilliren unnd mit Rosenwasser vermengen. Ein pülverlein daß die Ruhten Flan äugen trucknet und vertreibet. Pulver M ^ ^^uci-e prXpsrsr.i.Untz/^orimoriu ein halbe untz/ rohten Fla:- Zwey quintlein Perlen/ anderthalb quintlein rote Coral- zuaen. len alle zu Pulver geflossen/ durcheinander gemenget/ und in einem Messingen Büchslein behalten. iLin Nasser vor die rohte trief-- fende Augen. Wasser vor Weissen Weyrauch / stecke dessen ein Stück an ein xohte trief- Messerspitz / und zünds über einem brennenden Wachsende Augen licht an/ und.lesch ihn wieder aus/ in zwey Löffel voll Ro- senwasser/dieses thue dreissigmal nacheinander/darnach mische unter das Rosenwasser einen Löffel voll Frawen- Milch / und tropffe es also m die Augen / es lindert den Schmertzen/benimpt den Fluß und dleRöhte/lTpL pro- darum. Doch so es vonnöhten/ soll man die Aderlassen/ nemblich die HauptAder/ und den Leib purglren. Brauche . wie püiIjppuLlhat/i»l-ocis ia l.ibcllc> ^eciico 50I.41. Wo kommen die großen Wehetagen der Augen her?und wie cunrc mans ? Wehetagen der Augen woher sie kommen. Entweder vom Geblüt: Und alsdenn seyn die äderlein in den Augen roth und außgedehnet. Alßdenn lsts gut / daß man einem die Hauptader schlahe/eben aufder Seiten / da der Schmertzen ist/oder die an derSnrn/und setze ihm Ventosen aufdenNacken oder aufdieSchultern/ jedoch ungepickt. Oder kömpt von der ckoiers her.Denn fühlet derPa- tient viel stechens es beist ihn in den Augen / unnd ist der Wehethun scharpff/ und man sicht nit viel weisses/ oder ist qany gelbe in den Augen. Vnd als denn soll sich der Patientpurgiren mit denen dingen/so dleLkoleram rei« mgemdavon droben im ende deß 5.Capitels diesesBuchs etlicher Massen bericht geschehen/ im Tittel. Wenn die ckolcrs das Hauptwehe verursacht/ so sind auch hierzu gut die plllul-e cje l'urbirtt etwann ein quintlem gebraucht/ oder ein Pulver/ heist in Apotecken lpecie, um V'srurkirk cum Kkslzsrb. I .quint / mit Lim Trunck warmenBier genommen. Patient grosse Beschwerung in Augen mit viel Eykem / Threnen oder Wasser/ so da hinzu fleust.Hierzu soll matt brauchen dieArtzneyen/ sodaöxKIeZmspurgiren/ davon drobencax». 7. tiuju» Ilbri. Kommen aber die Wehetagen vom Winde/ sodün- cket den Krancken / als hette er ein Sieb vor den Augen. Einem solchen soll Camillenblumen/ Mellilotium oder Steinklee und Fenchelsaamen/ oder etliche Blätter von «chelkraut / mtt ein wenig Wein undWasser sieden/ein vierfaltig duppelt leinen Tuch drein netzen / wol abdrucken / unndoffteauffdieAugenschlahen / oder laß den Dampff in die Augen fallen. Kompt aber das Welle vom Staub oder Hitze an der Sonnen/so legeEeynveiß mitWeibermilch wol zuklopft drauff. Kompt es von schlagen/ so nim oder gewinne dz Blut von einer Tauben/aus ihremFlügel/oder von einerTur- teltauben / und schmiere es auff/ denn diß hat eine Krasse die blawen Mahl und.Zeichen / zu verzehren und.weg zunehmen sonderlich in denAugen. Wenn das Wehe der Augen sehr gropist. So nim anderthalb Untz Rosenöhl/ das weisse von ei- U^^-nweb« nemEye/ i.quintGerflenmehl/ ein wenig Saffran/ vertreib menge diß alles unter einander / unnd nimbs zwischen zwey leinene Tüchlein/und schlags aufdieWehemhung. Oder nim aus einem Stollen oder Wecken ^dle Mer- ckernennens einen Wolff) die krummen emerVntzen schwer / laß es sieden in Brunellenwasser / darnach vermeng mit diesem / das weisse von zwey Eyern / Rosen / und Camillenöhl/jcdeöanderthalb Untz/ denen allen se-> tzezuemeUntz deß mucils^inis von Leinsamen gemacht/ schlage es auff/ wie jetzt gemelt. Oder nim S.Blatter vom ^Bilsenkraut^ laß sieden/ darnach stoß es in emeM Mörser wvl weich/ und schlags auff. Pillen / die man zum Geflche gebrauchen soll. Die Pillen/ 8mc tjuibus eKe llvlo i Ircm, ^zzi'erer^ Mtt rrocllcsro ldie haben einen Arabischen Namen/und treiben die übrig Lkoicism oderGalle/sampk derphlegmatischenFeuchtigkeitausj lccm, piilulzzlu- cis maivrcs.^diehaben den Namen davon / daß sie ein tlarscharpff Gesicht machen) dtesereinigen alle das Hirn/ undstercken das Gesicht. Für Wehetagen der Augen. Nim roth Rosenwasser/vermische es mttweissenZu- cker 1. quint/ auffzwey Loth Rosenwasser / unnd sonderlich Zuckercandl/reinigt die substantz derAugen/ stercket das Gesicht und hilfft. Fenchelkrautwasser in dieAugen getröpfft/und an den Schlaffbesirichen/zeucht dieHltze und dieRöhte aus den Augen / scharpffc das Gesicht unnd vertreibt die dreyfallende Fluß sieben oder zehen Tage alle Morgen eme Stunde vor Nachts drein gethan. Fü die Sühren oder uicera in den Augen. Die Sühren ^man spuchts per v.Qallicum aus^sind Sührentn wie eme Nisse odetSandkorn/eS ftisset und beisset in den Auqenzu Augenliedern / und macht daß die Augen gar roch wer- vertreiben- den/bluren und threnS/istga! ein böse schädlich ding.Wil du aber die vertreiben / so nim ein frisch Ey/brats hart/ schneids mitten von einander/ lege aufem jedesAuge ein Theil /so warm du es erleiden kanst. Es muß aber das Auge offen gehalten/und nicht zugethan werden.Wenns wider kalt wird/ so werme es wider über denKohlen/und legs wieder auff/ du kanst in einer Stunde zweymahl auflegen. Darnach hole aus der Apotecke vor zwey Pfennige odervoremen DreyerWittenicht oder älkum ai. Ki!, Weiß nicht/die ungedampt ist/sdas ist wie ein kraffd- mehl) streiche mit ememFinger zwischen diezweyWild« pramen m das Auge / allein du musts nicht zu viel einstreichen / denn es belst sehr / das thue Abends und Morgens einmahl oder drey nacheinander/ so kriegestu schöne helle Augen. Diß lecrcru m hat mir eine fromme ehrliche Matron vertrawet / welche zweymal daran gar blind gewesen / die danckte Gott hsrtzllch/daß er ihr durch das ^ ,'6 ^ Kommen sie aber von dem ?K!ezlinr?: So fühlet der Mtttel so gnadlglich wiederumb geholffen hatte. Vor ' isdw ^»'1. ^ ^ IWI^ kM-^. - ^ Von der HaußMiey. Vsr dle Fcliem dm Auge»». edel Augenwasser/ damir einer vertreibe. Nim Alraupen Leber ungewaschen / henge sie also un- gewaschenan einm Faden/ m ein Glaß/binds fest zu/ft- ye es inttne warme Sonne/winterzelt in eineRöche/laß also stehen/ b;ß das Ochl herauß treifft/ wann du das gebrauchen wtlr / soltu Vierzehen Tag zuvor die Augenlied mit reinem Ganseschmaltz salben/ daß sichs verweicht / dann streich das Oehlin die Augen. Item/blaw Kornblumenwasser/ zerbricht die Felle von den Augen/macht dae Gesicht klar/und vertreibt die röhte.Dlß thut auch dasKirschenblutwasser/ in dle Augen gctreufft. Doch wer Mit dem weissen Victriol weiß umbzugehen/ der hat eine bessere Kunst / Viäe l'kco- ^^rslium cle ^rX^siÄcivvitiu^. Mnedel Stü em Glaß stopffes o- ben sestzu Mit diesem Wasser mag emer seme Augen M Gesundheit behalten/ well er lebt/ vor röhtevor stechen/ vor threnen und allen mackeln/ sie kommen von Hitze o-- derKalre« ^lVanns einem vor den Augen finckele- Hiervon besiheKii?-,!! idiZ slbizm idanuNlchtlstin die Augen gut/wie Auaenwsst man im gem.men Sprichwort sagt/m oenApoteckenbs- ser so die komptma.w) Salarmomac/Campffer/ gebrantMA- Fellevep> lau.i/ u..v weissenVictrlol/ana/ l.quiut / Rosenwasser zehret, so viel o;r gefall/bereits zur Artzney mm e uüc-tro, tLin anders vor die Feile. 8.. Ungarischen blawenViecriol/calcinire ihnsdas ist/ verbrenne thu in einem verschmierten Schmeltztiegel / man muß aber d s Fewetzuerst femmehlich anmachen) reibe tlein/ geuß Brancentvem dran/ zeuchs durch dett Heltii das ist / dlstilire es / thue em Tröpstieln ms Aug / das nimbr die Felle auch weg Kirschenblurwasser mit einem reinen Tnchlein in die Augen zwey oder dreymal getreufft / nimbt die Felle der Augen weg/es scyn Wassetselle/ Blutselle/ oder andere Felle / Irem die Röche in den Augen. A!erck / Jungen Leuren sind die Fellen wol zu vertreiben/ aber den alten und erwachsenen nicht so gar wol. Item/ streich fern sanffttglich in die Augen deß Eyer- dotreröhl/ das zeucht dae Fell auch fein sanffttglich ab. iLin anders vor die Felle» K.RoteErdbeer/je röther oder reiffer sie seyn/je besser sie seyn/lege sie hauffenweiß in einBecken/daß er etwantt 14. oder 15. auffemem Haufflein seyn/immer ein Hauff- lein nebe das ander/und darnach nebe ein jedes Hauflem Beeren emHäuffleinSaltz/so viel man zwischen zweye» R.. I'^ucias prXpar» z y» Campffer j. Rltterspornwassek. Augentrostwasser / ana/ unt!j» Machs wie das nechste Wasser/ lege den Krancken auff den Rücken / unnd träuffe ihm davon alle Wege ein Tag nach einander im Keller stehen / biß die Beer auß- schlage/als woltensieschimttcht oder schwartz werde darnach thue es in em rein Tüchlein/winde es durch/ thue es m ein Glaß / und setze es weg / du kanst wolzehen Jahr also gut behalten. Wann einem ein Fell über die Augen wachst/dz es ihm sinstet' wird / so streich ihm einen Tropft fen oder zween mit einkn Federlein in die Augen/akeTa? ge emmal/ und thue es etwan z.Tag nacheinander/ ss Tröpfflein in das gantze Auge/ bind nicht in die Wmckel» ihm bald wider klar/und gehet dzFell weg/ es hcl^ ^ ^ ' Das Ar zimlich sehr. Es hilfst Menschen/Kühe/Pferde Hunde / und alle Thier. Oder nimb rechte Perlen/rechte Corallen/Kampffer/ Naglein/ ana ein halb quint/ stoß es alles klein / thue es ins Aug. Diß starcket das Gesicht. Felle von den Augen zu bringen. Aua nkelle Gib einerKatzenMäuse zu fressenldoch schneideihnen < Zuvordte Schwentz ab / dann sie seyndgifftigZ man muß !ubrmaen Mäusen die haut auch abflreiffen / was sie darnach ^ ^ ' außscheissen/das hebe ausf/und nim l'Kurizm sirTpa rsram und Campsser/ und Galle von einer Wachtel/mi- schees untereinander/ mache ein dolli, ium oder eine dicke Salbe davon/ damit salbe dir die Augen. Dlß ist ein ^ra-leurilli^umiemeclium. Doch muß man erstlich das Haupt von den Flüssen purgirenkocmoäo. k,. szillularum cocliizrum» I^ucismajorij. 8me Huikuscile oolosnalcris,. i« rocllcorum ^Ilisoclzl cuin 8^ruz?o cle 8rcrclizäe. kormeotur?ilIulX oumcio XI. lvvoluaarur in pulvere lcmivis kXni:uli» Gebrauch sie z.Stund vor Tage/so purgwensie dreymal gar hmlich/damach kan Man dasFell vomAuo^e ftitt weg bringen/mit den vorigen Recepten. . Ein anders vor die Felle- -- * k. Oe lucco öl^eli6c)lli?e oder Schellkraut!. Nössel/ JungftawenhonigeinviertheileinesPfunds/^rs^li^a. ^riT < Läußkrautj vor i. Silbekgroschen / thue es alles in ein Töpfflein zusamen/ laß es miteinander oben wol vermacht aufwallen/ daß es nicht überläufst / seyhe es durch ein tuch/trucks fein herdurch/ thue es in Krüßlem/trettf- fele alle Tage einenTropffen oder drey insAuge. ^ Besihe auch I^i^alci. cenr. l. 6Z. Vor diehlyigebose Augen» Böse Augen Nim einen gebratenen Apffel / der ein wenig sawrlich zuheilen, ist/lege die pulpsm davon/ und legs darnach warmltch ausss zugethane Aug über Nacht / und binde rohen Lein mit einem Tuch drüber / daschenimbt die Hitze und We« hetagen. Oder nim das weissevom Ey/ zuklopffs mit einem Rüthlein/daß es wird wie em Schaum/tauche rohe Lein darein/und bindS acl cemporz auffbeydenSeiten/wann beyde Augen böse seyn/odenauffdie Stirne/ das treibet die Hitznmd den liumorcm ^ecczarcm zu rücke/ und ex- trahirtsie. Wiltu aber inwendig den kumorem pcccaurem weg-- Nehme/so nim deß Morgens pillulsrum zurcarum, co- ckiarum, 2UZ cir^climz lcm>5, l'loci^cokülcu^zliillo- rumälliääali cle^AZrictt.zNz^rZN.rrizcliz^r^cjij^iuccy rzciicis^ian.i.cü Z^rupc» somm>§ und gehe nit indieLufft. Ludiculum uon Kr Iumir>ölum,^uis lucicjus 2lcr cvo- csr Lc exrrsliic liumores illo^Darumb ists auch gut/ dz man ein grünTüchlein vor d'ieAuge henget/tjuiz tsnnrus villvi rcnäunraäl'uum objeÄUlN , ^.ocus rcue^lotu« repellirl^iriruz, IiumoreSinüucurcsinocuiQS. LrrraÄio cauls? convcnir illfzizcilzus.das müssensie es» senKc^icienclurzmeoeHiotznrisuzcuttm-Hulz^rciur eorum aarurzeiirodut^iorzur imlzecillicir.cjzrurei mg AIS zur minus. 8i cli sttoorum L. potesei cjste ciiscl,. 1. manc, und laßes 1. Stund drauff fasten. ^iretz cjiezci- «Zzzz1iquicl,Lc cleseil. -lracli.cum una äimiäiz.esgibt etwann einen Stulgang oder z. Man mags auch den Wochenkindern geben/ wann sie nichtStulgang haben/ dasretrahirtdenkumorcm. Auch mag münden Sechswochenkindern der Muttermilch in die Augen sprengen/ ksbcr vim clisptiorcri- csm,l»ocei1l cj'scurienrcm cloloreS. Oder purqir die Seugamme/mit Senis Pulver z j.in ein trunck warm Bier oder Pflaumensuppe. Rothe m den Augen. Äugenrote Wann ein Mann grosse l^olores unndlangwerende wlesiezu Röthe in Augen hat/ diesich nichtstillenwollen/so nim Wlen, Milch von einer? uerxer,, die einKnäblelngeborm/unv er Buch/ thue em wenig Saffran darein/ nur etliche gantzeBtu' men/kaum 1. treffele es in die Augenwinckl. tZoc «^sbec üeii iu äeclinzrioue. rubeclo oculorum cliu «jurac^ l^oc s-e^>c probzcum eilt. Thun aber eine Weibs- bildedlc Augen so lang weh/ so muß man Milch von einer ?ucr^?erznemen/ <^UT iiliolam^erperirLc lierco- clem moclo.prioiZ leme6>2 vzt-er>rjninirio,secllic>c ul- rirnum ia äecllizariciric: (^uia ^uzruor lunc morboi um , i.Ioirium, z.Iocien.ellcum, z.8carui 5cu vj- ^or morbi, 4. Oecliuario. Inirio äcbclir eile remecli» repeilevria. Ir> illcremeuro s>2rcim repellenri^, pzirim üliAercoriz lcu äiss,li0recicgji6 eti.«ji^eliiv2,ir2 rameu, ur repelleorium tir major eKcsciz vcl ^usurirss. Ir> vi- ^orc Vel lizru couveliiunt eriam les-ellearis ö^ cjise- rcaciz , icarsmeu, urcllAereocium majoriirsaculcss vel ^Uznrirzz.lri tjeclmgrioue convenir mioima <^U3N« tirss repcllcurium Lc ^usoricss äi^etiivorum vcl cllzpkorcricorum.kiTe piis paliorious zmicis meis c^zrillimis prze alijs 6i<5ta suorci. L^mioum jKümmel) geflossen unnd mit weissem eines Eyes gemischt/ und aufrothe Augen gelegt/ be- nimbt auch die Nöthe. tvann einer in einAuggestoche wurde- Wer mit einem Tolch/Wehr/oder sonsten mit einem Auge so eiw andern DingmeinAugapffel gestochen wird/ Verreibe gestochen / odertruckeesnurnit/ daß ihm die Humores nit alle her- wieeözu auß lauffen/Oder wo ihm etwas aus denAuge hmge/ale hx^en- . weiß vom Aug / so lege sich der Krancke oder v.rletzre auf den Nucken / und laß ihm / wo es müglich l dann mit et^ lichen gehet es an) das weiß vom Aug wieder hinein thun in die Wunde deß Auges / sondern lege nur flugs anfangs ein Tüchlein in Rosenwasser/ darinnen Saffran solvirerist/ ausss Auge/ daß sich das Rothe unnd das Blut verzeucht/ darnach menge er am andern Tag Ro- senwasserundFeNchelwasserioderniMPoleywasservors Fenchelwasser darzu) untereinander/ tunck em Tüchlein drein/legs fein mehlich auf/daß es nur nicht.schweret/le- ge nur kein fettes und keine Salben drauff/ dann die machen daß es außschwezet.DerPatient muß still ligen/und sich nichts gremen/ auch nic laut reden. Den dritten Tag lege ihm ein treuge Tüchlein auff/darnach leg aufsTüch- ieinWettzeNe Kleien/ darein rechter ftböner rother Wein gegossen ist/^er muß aber laulicdt ftyn/ meinem Tüchlein auff/ binds mt feste zu/daß du ihm denSafft nit aus den Augen truckest/ das verzeucht die Rothe. Man muß das Auge immer mit regen und bewegen. Darnach lhue welsses vom Ey iN ein Töpfflein / quirle es daß es fein < gischt oder schäumet/ geuß Rosenwasser dran / tunck ein Tüchlein drein/ legs ausss Aug / so koMpt dir die Hitze nit hinein. Das rhue etliche Tage nacheinander/ so wim- mertund hellet es fetnwiedejzu.Walm der IiumvlLKr)'- nuz herauß ist/ so sihet er nichts mehr damit. Doch behelt er das Aug daß man den Schaden am Aug nicht merckt. Diese Heilung ist an meinem Freunde einem bewehret erfunden worden. WannsAuggeheilet ist/so brate ein Ey hatt/und sche- le es/ schneide das auff der selten aufnim denDotter her- auß/thue klein gestossenenweissenCallltzesteind:ein/iden krigt man m der Apotecken ein gantzDütteleiN voll vor t. Silbergroschenj und thue das Ey bald wider zusammen/ daß die Warme nit herauß gehet/ so zergehet der Stein. Legs miteinander m ein Tüchlein / winbs auß. Darnach thuein dasselblge öhl/das dU außgewunden hast ein wenig Augemrostwassei/fttei^s ihm in dieWinckel deß?tu« ges gegen dleNasen em/oder tropffe es ein/nur i. Tropf- leimDasthueeinenTagoderneun nacheinander/ und lege ihm etwas vor das groß ist/ laß ihn das gute Aug M halten/und mit dem bösen drauffsehen.Darnach leg ihm alleTag etwz kleines vor/ biß er letzlich wider damit sihet. Also curiret einmal mein Vatter meinen Bruder Samuel/einen Gesellen von 28. Jahre/der ward von einem losen Bubengerad in ein Aug geflossen / daß ihm das weisse deß Auges gar herunter hmg aus dem Aug / der Vatter wolrs lhm nit lassen wegnehmen/ sondern thats ihm wieder ins Aug/ legt ihm das weissevom Ey auff Hanffwerck gestrichen / auff das Auge/ und ließ ihn auf dem Rücken ligen/da heilet ihm die nea imAuge sein wider zusammemund ob er wol nichts damitsahe/oderja nit sonderlichviel/so behielt er doch das Aug im Kopss/ baß es wteder gavtz wurde/ und mans ihm nit sonderlich ansehen ansehen konte / baß er einen Schaden daran gehabt/ chn Mein / daß es nur ein wenig kleiner war dann das ander. so dar- Mesio- D wie es ßnnoen Wd schmerzn zu ver- Wsoge« schwollen «nd rot seyn jlicuriren. Augentrost mdelAch »eyderAu- So sich einer in ein Aug gesiosien hat. NimeinEichenblat/le/e dassel bigein?in,ftucht Masser/ darnach nim Rosenhonig/ und das weissc von emem Ey / temperir es wol v.e a. darnach lege über das Auge / mit einem leinen Tüchlein auffgebund en.' Manns einem vor dem Abendesien in den Augen beist/ als wann einen der Rauch beijst / nue dann auch deß Morgens wann du auffstehest. So hastu Milben in den Augen / dann man lriget sie bißweilen in denAugen/nue sie dieKäft bißweilen bekom- wen.Siede oder Brate dir nur einEy/fem hart/und binde dirs deß Nachts über die Augen / so findest» sie deß Morgens auffdem Ey oder Tuch ligen/ du mustt aber öffter thun/dann einmal. IlVann einer Blattern in den Augen hat. Nim Teschelkraut mit Wurtzel und all / unnd halt es zwischen den Zähnen/ so setzen sich die Augenblattern wider und verschwinden. VorVas fthrinnen und sehe uren in den Augen. Nim gehechelten Hanff/lege ihn in ein kalt Wasser/ winde chn dann also naß in ein lemen Tüchlein / binds hinden auff den Halß oder Nacken / laß es über Nacht trauffligen/ das zeucht den Fluß hinweg. Oder auch nim geröst Brod m Rosenessig oder Wassergelegt. N?ann die Augen geschwollen und roe seyn voll» Geblüt... Der nehme das weisse von einem Ey/ giesse es in eine küpfferne Pfanne/thue darzu Taubenblut / das zwinge er aus den Federn/ die in den Achseln siehen/wärme das/ und streiche es in die Augen. Oder mm Betonien und welle sie mit Wasser / unnd trincks. Es reibet das ungesunde Blut von den Augen. Oderzureibe Cheligonienwurtzel / träuffs in die Augen. Vor geschwollene Augen. Nim^ccrolzm l Sawerampff) gestossen/und über die Augen gelegt/ gleich einem Pflaster/das vertreibt die Schwillst. Die edelste Aryneyzuden Augen. Das ist die kus»ki Augentrost) lege sie »n Wein oderMost / und trmck darvon. D»ß ist alten und jungen Leuten eine grosse machtige Hülff/ welcheüey Gebrecyen sie auch in den Augen haben. Ein Pulver zu machen das man in der Spelsse braucht/ gar edel zum Gesicht. k. Fenchelsamen l. quint/LupKrsZ-e, 8>lcns moo- rav!.^1aiorÄa«,8crf>lljl,Zll3 l.quint 1. quintZucker/^rs- vorumI. quint/ cre üsr ^ulvis« Vor allerley Gebrechen der Augen/ es seyn Perlen/ FÜle/Contracten oder Stern/auch sonsten vielfältige Wehetagen der Augen/ wie sich die verlauffen mögen. Brauch dasAgtsteinöhl/vermische es mitSchelkraut- wasser/ und laß ein Tröpfflem in die Augen fallen. plil^Äcoie» das fein kleine Blatterlein in dm Augen wie die Wasserbläßlein/ oder wie die Blaß lein/ dieememaufffahren/ wannsich einer mit Fewer oder Heissem Was,er verbrant hat/ oder seyn wie kleine Hitzblätterlein in den Augen/die gar dün« ne Haulletn haben. Werden mu Salpeterwasser oder Nitterwasser cunret Sie haben ihren Namen b.Z4.csp. 10. Oäml». trockene / heile / und verstelle diesen morkum. Was die jungen/sobose Augen haben/ vor eme ^rsn> haltet» / uno wofür sie sich hüten sollen. Sie müssen achtung auffihre Stulgenge geben / daß sie dieselben allezeit richtig haben/sie müssen auch dasFe- wer/den Rauch/Item/Siaub und Wmd meiden/ nicht viel weincn/mcht lang kleme/ alte / verblichene Schrifft lesen / das Angesicht mt lang gebogen unter sich halten / zuAbend nicht langsam essen/und auch wemgWem trin- cken. Sollen sich auch hüten vor Zwtbeln/Knoblauch/ Lauch/ Senff/ Erbsen/Bohnen/und alles was außdäm- fet. Auch sollen sie gme.verdewliche Speise brauchen/ oft Fenchel/ und nach dem Schlaffp>2^rlrten Conander essen / aber nicht so gar bald draufftrincken.Aber deß Tages sollen sie Nicht schlaffen. GrUne Farbe / klare Wa^er und Edelgestem sollen sie offt ansehen / und die Fusse wol rem halten. BesiheWeiter die LeOr^ii Bart- schen/ LuuKerum Ryf. in semem rechten und nützlichen Gebrauch/siart.z.Zcliolzm 8s!eiriN!>n. cs^.^L. Das XXXV. Capitel. Vom Stahr. ^^Er Stahr in den Äugen / der sich also vor das sehen Stahr m '^oer Augen/ oder vor das Lechlem mitten im Auge- den Augen sterne legt/welches zu Larem V v es genant wird / kompt was er sey auch.von den bösen Flüssen deß Haupts: unnd davor sind und wo er diel'iüul^ i,vc Huibuzetlcno^, gut/und nehmen das herkompt« Stahrfell weg/wann man sie zu rechter Zeit/als nemltch bald im Anfang brauchet. Es ist aber mancherley Stahr/ und wird derVnter- scheldgenommen von den Farben/ dann etlicher ist schwartz/und den halten etliche davor/ daßeriocursbi- I>8 sey/ aber dem stehet im Anfang/ meines erachtens wol zu helffm/ wie aus der (zce>lxni Bart- jchen gnug zuerfchen/ pzi r.c. 4. Etlicher ist gelblicht/der ist im anfang au.h wol zu cunren: dann es heist en allen moltzis, ^»nacipiiz obtta. Etlicher ist blaw / derligt einem gar blaw im Stern / der muß 4-Iahr reiffen/wann er Nicht bald curiret wird/ so kan man ihn alsdann stechen und nicht ehe. Bißweilen bekompt man ihn meinAug/und übe: etlicheIahr kompt e: auch in das andtt.Wann nun solches geschicht/soüßlein umb / so wird das Meiste tmmer dicker und dicker/ biß es schier wird wie ein dünner Brey» Darnach "8 DaeAnder Buch/ Darnach nimbt man den Alaun wider herauß/ schmieret das Eyerweiß auffein wenig Flachs/etwan einer Handbreit. Doch muß zuvor em Küssichen drauß gemacht werden/ aufdasselbige wird darnach dasWeissevom Ey geschmieret/und über dasAug gelegt/gerad aufdenAug- apffel / und darnach'mit einer Aderbinde / oder sonst mit einem Schleyerichtenumb denKopffzuaebunden. Hernachmalen muß er sich gerad auffden Rücken legen/er mag auch wol sitzen/allein daß er nicht gehet/noch hart redet oder schreyet/ sonderlich muß er zu keine Fewer oderhitzigenOfenkommen/ mehlig mag er wol reden. Also muß er ligen oder sitzen / gantzer acht Tage nacheinander/ sonsten fället ihm das Fell wieder vor/und wachst balde wieder an Nacht acht oder neun Tagen mag er wieder außgehen allein man muß als dann wann er wieder umbgehet/ Kornblumenwasierin tue Augen treuffeln/ das.kühlets fein. Stahrje IeältereinStahrist/jebessererzustechenist. Man altererist/ sticht ihn auch wol wann er nur ein Jahr alt ist/ aberder jebessenster fallt desto leichter wieder vor. Iealreterist/ jebestandi- zustechen- ger kan ihm geholffen werden / er »nag wol 6.7. oder 8. Jahr alt werden/ man kan ihn auch stechen/ wann er zwaützig Jahr alt ist. Man prüfet also/ ob er reiffist: man reibet ihm das zu gethane Aug / darnach thut erö gehling wiederjauf.Wan die vorgewaschene Flüsse oder das Felllchen sippern/ode! zittert/ als wann eineMUcken drinnen flöge/ so ist er reift, Wann er aberzerfehret/ so ist er noch nit reiff. Der grawe Stäar ist am besten zu stecheck Staarblin« Wer Staarblind ist/ der neme Tormentille und lege sie der was der inWein/un trinke denWein aus/Un trinckr sonst nichts Lerarollje oder doroes.ikt der Kka^oilZe oder vucs unb also fortan. Die Augenlieder / die Wmdpranen und Au- genwinckelhaden auch ihr theil von Kranckheiten/damit sie sich wol behelffen können/ Ja über 100. Kranckheiten wolt ich einen an den Augen Md ihre» zugethanen Gliedern allein erzehlen wens die Not erfordert/von welchem allen wir allhiersagen solten. Aber ich muß mickmemeö Vornemens erinnern/ daß ich den Leyen und nit den Gelehrten schreibe. In den Augenbranen oderWindpranen ist pckittÄlis, I^uum p!t!xcbrsrü s»Ioz murilari cxiZui<^» pecilcull iufcttznr.Da ist ^ rickizsiz wann UNter den Nü^ türlichen Haarender Wmdpranen andere haar herauß wachsen/ und einen in die Augen stechen / daß einem gar thranen:Daistt'k2!anooli5 wannunte: den andemHaa? ren der Windpranen doppelte oder dreyfachte Haar heraus wachsen/ und andere mehr / davon wir jetzo nach der leng nit sagen wollen. Da man die übrigen unnd schaali- chen herauß reisten und den Augen friede schaffen. Von dieser Gebrechen Heilung Uese der »eäicorum Bucher/ weil ich der m der Erfahrung nicht habe- Das XXXVIII. Capitel Von den Ohren und ihrenAryneyen brauchen soll» anders. Ermacheihmauchein Pflaster auffdieAugen davon/ und lege es drey oder vier Wochen Nacheinander auf/so lang biß er mit GöttesHülffe wider sehend werde. Hier werden meine Calumnianten abermaln über mich schreyen/daß lch so deutlich von denSachen schzeibe/und sagen/und werden alle Bawren Staar stechen können/ was wollen sie dann Verdienen / In/ Augen möchten sie wol außstechen/aberStaar stechen nit.Man laß es einen Bawren mit seinen groben schweren Händen nur versuchen/er wird wol scheu/ was StaarstecheN ist. Ich wolte nit gerne seinPatient seyn/er solt mir w^l dieFmster also verderben / daß sie nimmermehr deß Tages Lischt wieder sehen möchten. Abervielmeyr legevömviscl^Ioa Pflaster darauß / liß er zeitig werde/ und heile es wie ein Geschwür. DasXXXVl. Vom Gerstenkorn in den Äugend liedern. Gerst?korn >7^Iß nennen die Griechen Korriolum ein Ger- vondenAu- ^-^stenkorn/ oder »oA<«,s>r?ej?urioIum ein Äorhaut- gelidern zu-lein/ istkleinroth Geschwulstlein oder Schwerlem/ Vertreiben, welches sich eusserlich an die Augentieder setzt und Eiter schöpffe / ist fast wie ein Gerstenkorn / und hat seinen, Ursprung vom Blut/ Wiees-^erius^Aiocrs und Lclluz beschrieben. Es ist gar leicht zu cunren/ vergehet auch wol wiedervon sich selber/ wie es erstlich von sich selber herkommen ist. Die einseitige Leut haben ein seltzame curzw. sie tverf- fen ein Gerstenkorn ins Fewer/und lauffen davon/wann sie es Mchr hören platzen/so Vergehets wider: Das ist eme Artzney wie man sagt: Wasch nur den Beltz / und mach nur ihn nicht naß. Brenne nur einen Molch / Moll oder Salamandtam zu Pulver/ und vermische es mit Igelsgallen. Dlß ver- ' treibet die Schmertzen gar leichtlich. Das XXXVII. Capitel. Von den Augenbranen odertVind^ branen. Augendra- sind mancherley Kranckheiken deß gantzen Auges/ mn wozu Augenlieder und derAugenbranen/oder Haar/die sie dienen. ^ untern und obern Augenliedern seyen: Äls in dem Auge und ausserhalb deß Auges / oder k-ercur!?-- s?rvciäcri2,Iij»^iruc!ci, jllÜama. tio,xäcmz,c65uiio,^Jl^jrzrio,m^c)^icztiz.zccros>lirlisI- »Ips-zrvpiirl'.slmis, lclcro^rizslmio , lailatto, lcir- lirskismus. convullio, ulc"5, ktiul». In den membr^nis der Augen sind auch mancherley Kramkheittn/ als m der SS.- D-'/'v-' ^ilUgen und Ohren sind zwey edle GeschöpffGotteSda- Ohren ha< ^für einer lieber sein Leben lassen/ dann derer eines em- bea Man- peren svlte / muß demnach von ihren Kranckheiten auch cherley Be- ein wenig sagen. Ich habe droben gemeldet/ das Flüsse schwemng ihreAußgäng suchen/ fallen demnach entweder hinunter und Zufälle, auffdie Brust oder oben m die Augen/ Ohren oder Nasen/ oder wo sie sönsteN hinkommen / da sie ihre abschsste haben könNen / und wo sie nur hinkommen da richten sie die Ungnade an / auss der Brust / in den Augen und Ohren/ Und sonsten überall.Darumb verleuret mancher sein Gehöre gantz undLar / mancher nur em Theil/ mancher die Ohren gar miteinander / Gott weiß wo sie bleiben. WanneinemaberdzGehörvezgehet/sogehöletgrosse Bescheidenheit darzu/dz mans erfahre/welches die rechte Ursach sey/daß et dasGehör verlohren hat kcliz: » ruilicrä co^nolcerecZlll^s.^u^Iars csulz rollirurmor- bus.Man Muß sich aber erkundige/was sich Vor dzGehör gelegethat/ obsvon aussen oder von innen herkomplt Dann es kan einem von aussen etwas ins Ohr fasten / dz sich darnach vor dz Gehöre legt.Doch muß man von aussen ins Ohr sehen / ob dergleichen etwas vorhanden/daß man das herauß neme.Das kan auch wol ein Blater oder Geschwür in denGängen deßGehörs seyn.Ist aber dem keine/ so muß die Vcrlierung deßGehörs von innen her- anß komen/und Müssen sich etliche Dämpffe in den mca- tibuz deßGehörs gesamletuNd vorgelegt haben/ov muß ein Fluß dadurch herauß dringen/ und zum Ohr herauß lauffm/wtebißwellen wo!geschlcht:Ünd durch diese ding wird darnach traun das Gehör verstopfst. Wer nun solches hat/ der redet so leysam/ daß mans kaum hören kan/ uNd wil immer schlaffen, Drumb soll man solchen Leuten iljPlllen^c!4iclÄ?ie53(ZÄleni geben z Stund vor dem Abendessen / und wenig daraufftrincken / die ziehen die Feuchtigkeit von denOhren/und aus demHaM/und Machen/daß der Mensch nieset/ aber diß muß offt geschehen. Darnach soll Man einem solchen Menschen einen Kopff auffdas taube Ohr setzen/ der in dem Unflat aus dem Haupt herauß ziehe / wo er hassten kan. Es kan auch ein Mensch taub werden / wenn Man ihm zu unrechter Zeit zum Haupt last. DieArttsten haben ein krum silbern Röhrlem/daö stecken sie einem insOhr/und blasen drem fühlet einer/ daß es ihm gar kalt hinein gehet/ so hat er keine solche Verstopffung. Aber es ist allhier wol zu mercken/ daß man nit übrig v'derzuviel/ noch hauffigen die Ohren treiffeodergieste damit man nit gar das GehörweSneme / oder schweche / wann man die Mängel mit innerlicher Artzney curiren o- der heilen kan ist es besser und sicherer. U^em die Ohren wehe thun / baß dit Griechen olsiAüill, die c!o!orem aurium nennen. Ohren weht Der nehme Rosenöhl und in wenig Weinessig/ men- ge sie beyde untereinander/ sprütze ein wenig in die Ohren. Darnach macheein Salblem von Camillen unnd Steinklee/warm gemacht/ unnd auffdie Ohren ang^ DeM »M-' i'i" ^ ' WMtt birs im Ohr weh thut / umid tneufft oder zwickt/ als were dir ein Wurm drinnen / und thut dir tvehe/ daß du Nicht schlaffen kanst. /^uris verminst oder vcrmicUls^iz. Lege nur treuge ?lngelica ms trincken / ein Schnitlein Wtvey ^^^^yjxx/und trmck darvon Oder schneide rzäicem ^ und s vul^u^ v ocsc Sewbrod) wanns grün ist/ - dar- seinbrett/legs ausss Ohr/oder wanns treuge ist/ so stoß ° jmMörscl klein zu Pulver / geuß guten Branteweiu / vonWcwhefengebrant/daraufflnß Tagstehen.Dar- nach mach ein Wicklern/ truckesfornemitdenspitzkin drein/ jiecks in das Ohr/schlaff deß Nachts drauff. Deß Morgens mmbt mans wieder herauß.Darffst kaum drey oder viermahl thun /so vergehets. Mr die GesHwulsthmder den Ohreu. Bisweilen bekompt man eine Geschwulst hmder den Ohren/ bey den Griechen ^sroliz genant/ wird curiret Me andere Geschwür. Ul?ereaub ist/und das Saufen vor den Ohren krigt. Es ist ein Zeichen daß sich der Magen nit wol schleust. GW vor denÄbend niMgewürtztIohanmvbrod/üü^uz ciui- WOHren cis genant/ und tröpffele einenTropffcn oder dreylaw- einer bitterMandelöhl hinein/ un stecke cu: wmigBaum- Feldkümmel/Töst/Veikc. Wivird/ x,z Rome?enblumen/ Majoran/ Kavendel/ eines so viel Men. ^ andern / laß zusammen sieden in einem Krauß o- derKrugk/alsdaman Oeldrmnenhat/ mitanderhalb quart Landwein/dcn Krauß oben wol verdeckt. Wann eS nun wol gesotten/ so mm ein klein Tröcbterlein/ das kehre auffden Krauß/ und laß den Broden m das taubeOhr gehen: und thue es deß Tages offt. Von Sassen m den Ohren / habe ich droben im 29. Cap. dieses Buchs auch etwas gesagt/ das mag man hie- herauch refenren. Vor das Saust» und LUmgen in dm Ohren/ coacrArialliruln.zur llbilum lo- airumzurium. OD M- Bote ein Loch im Mayen in einen Eschenbaum/ in die MW mitten/stoß em Rohr darein/ und setze ein Gefäß darun- dmzen. ter/ 5. oder 6. Tag/ so rinnet lauter Wasser drauß. Das thue in ein Gefäß / und mache es warm/halt das Ohr ü- berden Dampff/ und maä>e ein Aäpfflem aus ememBa-- deschwam/ netze es in dasselbige Wasser/ und sauber das Ohr damit: Und thue es Abends und Morgens/es HM/ lise8ckolsm Zzisrnirarizm 77. )Vann einem die Ohrett verschwerm/ oder ein Gesichte darvor scheust. NimembrüheißBrod/ das erst aus dem Backoffen kompt / schnelds entzwey/ thue auf die Brosamen i.qmnt Lorbern/laß esverZchen/halk alsdann das Brod mit den Lorbern anfdas böse Ohr/ ein Stund/ so lang das Brod warm ist: darnach trucke dasselbige Brod auß und streich dasselbe fette umb die Ohren/ einmal oder drey/.es hilsst. Vom Ohrwurm- Wem ein Ohrwurm in das Ohr kreuchet / der nehme Sawetteigund klebechn an dasOhr/so kompt de:Wurm hervor und wtl davon essen/so zeug ihn mit eim Zänglem Sollend herauß. Oder böttere so lang im Ohr/ biß du ihn beym Kopffkngst / und voneinander rcissest. Mit einem Ohrlöffel / könte mmr ihn auch erreichen und herauß ziehen/oder todt trucken. Oder stecke Haar ins Ohr/darem laufft er / und wird also mit den Haaren herauß geruckt» Oder nim /Uoepsricum.zureibe den in Wein/und tropfst in das Ohr. Odertreuffel Wermutöhl ins Ohr/so stirbt er. Oder «imSalarmoniac/ zerreibe es in lauterem Wasser / daß es drinnen zergehet/ und laß einen Tropffen ins Ohr fallen/ so stirbt er auch/oder gehet hervor/daß man ihn voltend herauß zihen. ZUM Gehör / Hä 2ucktU5 Zravnsrem» wann einer harthörig ist. Nim Frawenmilch ldie were die beste / so eine Fratve m zweyen Wochen eines Kmdes genesen were) unnd mmHtrschwurtzel/wasche sie schön/zustoß es/und trucks mit der Milch durch em Tuch/ undtreuffeesmdie Ohren/ drey overM Topssen/ einen Tag oder yter/so UPMMY' N« wlrd das übelhörmde wol höreü.Man nennets auch rar- cliracem zurium. . Es isthier auch zu mercken/daß man mcht allerleyRe- rept oder Artzney kan h:er seyen / weil man auffdie Ursach der Kranckhett mehr sehen muß. Darnach müssen auch dieReceptformirtseyn. Geschwulst hmder Hderuneerbett: Oh^en. NimNesselblätterund Saitz/stoßmememMörsel/ Ohrenge- und machPflaste? davon/und lege es über dieGeschwulst schwulst z»? hinder den Ohren/es vergehet ihm/es sey jung oder alt- vertreiben. Diese Geschwulst pfleget man ^aroricjc z zu nennen/und sind nichts anders dann Entzündungen der Arterien oder Heydrysen/ die bey den Ohren sind / wanneinBüio/ fisch/ Melancholisch oder Pituttosisch Geblüt sich hmcm begtbt. Diese Geschwür bekonimen bißweilen die Leut wannsiegkeich gar gesundes Leibes seyn / oderwannsie langwerende i-'cbies gehabthaben/ so legen sich die Entzündungen da hmem.cz .-ilea.in I. z. e^s?.7.z.LLlsu5 Iid.6.cz^.!6./;jex!»a^r Lcuec!i6iusl^.^< csp.zi ^>?!,Icju8 sagt> c^nr.4. man soüBut- L^r baraufflegen Besthe weiter8ckolzrn Zzleraicanan-i czp. 7^. Weich Pflasteroder Honig mit Weiyenmeel vermischt drauffgelegt/und em wenigLllüken,darzu gethan/ heilet die Geschwür. Das XXXIX Capitel. Vsn der Nsftn und ihrer Aryney. L^ArKiNZ nennendie^ccZicl dieNasmartzneyen/?-" ^ ^ isteine^rAveo!Lurizoderein?l3viz ^ ^ oäor NZNUM, es ist ein böses tieffes faules und stmcken- ' des Geschwer in der Nasen/ unnd es stinckct emem aus ^ Arkn n der Nasen wie ein fauler Käse. Kompt von den Flüssen oder von einem Zufluß scharpffer und fauler Feuchtigkeiten/die em stinckend Geschwür m derNasen erregen oder machen daß man kaum heilen oder cunren kan. Wanns nur von einem schatpffen Fluß allein herkompt / so stiw- ck:ts nicht sonderlich/ sondern es fliesten nur dieselbige scharpffe Feuchtigkeiten mchlich herauß und machen einem viel cruliss innerhalb der Nasen / welche sonderlich einen Geruch von sich geben. Wanns einem nit recht cu- nretwird/ so kan einem der Nasenknarpelendlich weg- faulen / und kompt also einer umb die Nase. 'l'lico't'KiMu! nennets Lxicurzm Wenns einem wie Eiter aus der Nasen gehet / und ist gar gelb / oder weiß und stmcket von offenen Schaden c-s?. 59. Es wird aber diese Kranckhett geheilet durch die ^11- ttolo^ig,wieplill I.^s.c.i^sihrelbet/ItemdurchEhren- preißlbicZ.ka-uumcZrTcum.Zzcurea.Remfarbe/Poley Schierling oder Wütterich/ThuweisPison. ljd.s. 4v. Man pfleget auch solchen Leuten Adern an den Kinnen zu lasten Etliche lassen die Hauptadern/darnach die Adernan dem Spitzleitt an der Nasen/ Ruland. ^loesIorkecumaH. ?l3llra^.sWegerichZ). e!. 8.2cl.!t!c!iz klo. ZarcocollX sFischlM) aus Z i- Leiuls^ ^ Bleyweiß) Annmorui sMmnmge) 2N-ZL Olei^/^ericoais. Solarium v, MeilizKol. colzn 8ucci msü Arznei sVonG?anatapffel istroth.) ul verissris pulveri5snäis clill^eOrsrilll^er^Älimr pul- vcres.Lc acj uu^ueuri formam rsäiAsaruri ctearur ink" ttiIj,li^aemrSÄbleiN. K. (Zummi tiXciere s zkborX) rorrct. sticcjersrerresiris Gundelreben^ ctti^crbaÄurcos rorIZrerrXMe6ers srdorcÄ da man die Poeten mitpfleget zu krönen/ wächst hoch/leget sich also umb dieBuchg- bäume wie der Hopffe/ und wächst also in die Höhe. Lonzaciri pr«xsr.^io sccro rnscerau kors« 24.^8.0«' ssrumrubo. Zsarslolum omkium.Eö ist ejnHvltz/nnp sind dreyer- Vas-Snvti ley Art/ album rui»eum,5c cltrmum» ctt väsis» riü^mum.sldum istsgeringste. ^Islticttes l'kunz Zekoi spiokea-o-istemwolriechendGummi/wird fonsten auch äulcis genant/ das lieblich teucht:Lr 6c u5urpsrur collcri» ^.t-m ioerjäsm . Wider den Teuffels- dreck der Übel stinckt. z^rsci»)ist auch ein ^ummibeaeoäoisrurn. i.suäaoi)ist eiNAUmmi oclontcrum» tt/vocitticilssist ein dicker fasst emesKrautS ans Z l. Lxcipiaarur? crelzjorias.Sc Lsor rrock.sä mocjum lufmvruw ) wie die Feichbonen breite Erbsen iZearuria pixi6e, 8iZl»erur. Rauchküchlein. R. Lzts>.!i^lli(Zu»lci o^rimi^ss^srursm diefeuling deß Franyofenholtzeö) ^vj. coczusorur m tk iij.z^u« sä cstuM mcäicrsriz»Sc sääc meNiz rol^ colsri uoc.i. äe» rurlllkätili.li^ocrur^zvzmciirum. Man soll das Nasenloch / darinnen der Schaden ist/ deß Tags offt mtt dem Wasser abspülen/ dasselbe entweder A: sich ziehen / oder auch mit darein getunckten Tüch- lein befe^chtigen/ damit das ulcu» gewaschen Und geref- niget werde. Die Nacht über soll man diß Salblewwder Nasen ligen lassen / damit soll ein Fesichen bestrichen seyn / das leget man in das Nasenloch. Wann früh das ulcvt mit dem Wasser gewaschen/ und gereiniget ist/soll tnan auch einen Rauch in das Nasenloch gehen lassen. Der Rauch wird gemacht von den Küchlein / so man dtt äuffKohlen leget/ und den reinen Rauch davon in die Nase gehen last. cNasenartt' anders/coarrs O^Xosz.tictc clt, ö'ovrrs fcori6a neuen folae ulccrsaz>ium.n)ann einer denSchnupffen aUfeinerSei- ten deß Haupts hat / ünnd ihm grewlich aus der Nasen flinckt/wie ein tob ÄhsdVer ein alter fauler Käse/ dann smander ' also erzeuget sich das Übel. . Das MUß purgationek ronüs eörfons haben/aeiacle cs^iriz.dder cspiriz ö: cerebri fer usrez^UIrimS Hitrium pillülsrlUm Lockisrium Zioe l^uioüs eile noIV. I-ucis Ivlsjorum soa^ Z; r X^srici 'i' roctiilcsri Ar-i.ij üj Lum 8/ru^o daS Mag man brauche/ wan man wil/ doch ists Nüchtern am beM Ä?an quetschet nur den Metoran/ unnd tnnckt den Saft he:auß.Älso kan man auchLclli-e luccum machen/ Wurtzel und KraUt miteinander gequetscht / und durch ein rein Tüchlein gewunden. Wn köstlich Träncklem/ wann emem das Haupt verstopfft ist/und man durch die Nase redet/ wie durch einholen Topft/ also/ daß man nicht wol auß- schnauben kan: wie man dasselbige von den überflüssigen Flüssen reinigen und purgiren sollt derbst Lcronics-^l. l» Lictiorij. iumirerrseads^i. Kacj. ?c,Ixf>v6ij Z.15. Lickorijsoa z« 6° ?aKuIsrum miaorüm j. Csricsrurn sdürre Feigen) oum,4> R.säici.1i^uiliri«.^.5. koemculi SllS.z.z. Lsrclui z. klor. 8i»!vi«. Lsllulzea.p. 1. Lxirk)-mi z.i.L l^ellcbori oi?ri Z,jz. R.ksbsrbsrj. ^ 8xiczeill6ic«^i. ?ol.8ea« ^^»Sllätioze6neltix»itez r. ^ R.aäjc. Ls!smi Xrc»mzirlclz,l. ^io^iberizalbi Z i. . ^ ecjosiiT ^ jj. kiar lccuoäum srrcm i!eco6tio ia in mkrc.Lolsrura? clsr« uac.jijjj. sääc Zacksncsll^i uoc. l^.>!lilccSrur.tiarxortto. Oek.auffz. Mal kostetoh- mgefähr iö. Silbergroschen. Von den Lrrkiois besihe das Büchlein/Hwden an der» Z.oci» K1i»lll,j.l.ibe!1us I^e6lcus^.77, Geruch Verlohren. Denverderbttn oder verfelschten Geruch bringet Geruch so kreffttglich wieder/derSamenvom schwa'rtzenKümmel/ verlohren/ StaßwUrtz/Raute und alle Krauter/ so einen scharpffen wiederzu Geruch häben.Es ist auch gutMünyen stats vor derNa- bringen, sen zuhalten/und sonderlich den alten. GemelterMün- tzen lieblichen Geruch empfinden auch die jenigen / welche schier gar den Geruch verlohren Haben/M?a1ä cek° rur.;.^kor>48. Vom Nastttblütett. AäSnennet?lilliui x>roKuvium osnum.Leliuz.tzo- ^uirn» 2 osrikus erupriooerri» ^ sUUt» R..Lurtze psliorizsTeschelkraut)?ro5er^iozcrsstis^ ?öI^^ovoosnstvegtrit)?U^lllum unum.coor^ocjsü» rur tuccÜ8e»^rimsrur,Icuriiio und dasStc- chen in beyden Seiten bekommen / auffdasselbige habe darnach cjiärik-es gefolget/ daran er auch gestorben. Schnecken gestossen und aussdie Stirn gelegt/sollen das Nasenbluten auch stillen ^i-slcj.cenr. i. ^pkor.ii. ?ol^?ovü oder LorriAlvIs, Weggraß / soll auch gut vor daöviasenbluten seyn/wie zwar auch jetzo angezeigt/^'- 5s!s>l,or. 15. Etliche necken rothgebranten Lehm aus einem Ofen/ legen ihn in statcken Essig/ machen «neNKoth oder Teig- !ein davon/und streichen ein wenig mtt eme Finger in die Nasen/so lege sichs bald Oder nim l'rs^socum.Zlrabi- schen Drachenblut/ ödliXrrneoi.Krafftmeel/ 5s»oc!i) zn» zj.Blutstein/Magevsäme/^/umiT^Z/f'ocl- ttkicjos 20s z nj.stöß alles fein klein und mische es zusarm men mit WeMtchsafft Und Rosensyrup in einer Latwergen forme. Davon soll der kräncke offt in denMund ne- men / und sauberlich in den Halß hinunter lassen. Es nemeN auch etlicheAlantkraut/und Haltens vv! die Nasen/odet nemen Betonienblätter / flössen sie zu Pulver/thun ein wenig Saltz darzu / und stossens also in dil Nasen/ünd halten sie wol zu/so verftehets auch.. Wem sie sehr blutet / der neme Wegerichtsäfft in ein Baucköhl und flösse es in die Nasen. Oder streich Nessel- safft äuffdie Stirn. Oder nim Nesselwury und kewe sie / als woltestu sie verschlingen/wirffsie aber auß.over halt einen wkrmeri Schweinßkoth vor die Nasen / ist er nicht ««rm/so mache ihn m eioerPfannen warm/ es verstellet sich VondttHaußaWG «chtakd- Item/ schw-üimKochgÄrfrischmltEsiig cl? vermischt/in ein dünnes Tüchlein gethan/ m die Nase geschoben / hat vielen gar wol geholffen. Oder mm das Blut das aus der Nasen läufst / brens zu Pulver / unnd chueesindieNase. olcum nzrcis 4. Tropffen in einem Trunck Weines eingeben / stillet das Blut denen/ die gar sehr bluten. Nim das Mohsvom Todtenkopffim Beinhause/ haltsvor die Nase oder Munde- Besche ^-rcjcd.im Bmchtvonden Bezoardischen Steinen/c. 8. Haseöw kVSUst'l- Itli/ttl-ge' Hit- Scheit 'rsiickhcik ^tcomz '»ant. vium äe oociserv. Vsierucj.c2p.4z. kri^ liz lpeculo ^leclic. Ilb.L.psrr.z,. cap.t« ^lci.Lcoe^, üb.4.c.4.5.6 .7 .89. Es sind mancherley Naftnkranckheiten / die ich hier nitaNeerzehlm und ihre curam setzen wil/ weil ich nur den einfältigen Haußwirtm hier schreibe/ undmirdie- selbigen auch zu hoch seyn/ alsememder sich auffdas 8ruäium^lecjlciriX nicht gantz und gar begeben hat.So seynb die Kle^ici bißweilen auch-gar seltzam inihrenBe- schreibungen der Kranckheiten/ daß ich Mich in dteselbiHe so gar wol nicht schicken kan. Also ist eine Kranckheit der Nasen genant/ wann einem viel Fleisch auff der Nasen wächst/ daß er gar eine grosse Nasebekompt/c?alcr>.jn ueka. klcäic, ?o!) s)U!> ist auch ein8»rcc>m2,ein usgebiaseneS sieisch/ das wider die Natur aufder Nasen waa st/ welches gar einem frischen ßeisch gleich und ehnlich ist / welches man Von vielen Flüssen poi^ocjia nennet: Kommenvon dicken zehen Feuchtigkeiten her. cr>m. ebsrm. üb. Z.c. z. Zrem äh ruwor. xr«xerljsr» c.i?, isnAuinii cruptio Zllso nennen die r-lccjlci bißweilen das prokuvium tun. ^uiniz e llZlibus.oderdaS Nasenbluten/darvon ich)etzl? nach derlanggesagt/ welches entweder kompt von vielem Blut/oder von subtilemBlut/oder vom eusserKclM schlahen / wannd,e Adern zerrissen/ oder auffgebissen werden / oder sich sonsten die oniicis der Adern zu weit auffrhun. Wiewol sonsteu diß Wörtlein ein gcmemeS Wortch/ unnd wird auch von den »e^ciz gebraucht/ Von allein heraußbrechen deß BlutS / es geschehe an welchem Theil deß Leibes solches auch geschehen kan.<^ uiUcl. io ^lerbocio üb» 1. c. 6z. ^o'.i me ezo^erc Es findet sich auch blßweilen an der Nasen unnd Lip- rsv.gere^ Yen oder sonsten im Angesicht/ eine gestalt eines gewach- fts/ das rund und hart ist/ auff Bleyfarbe geneigt / das sich mit grosserWehethuung erzeiget/das sol man craun nicht verachten / sondern in der Zeit also heilen. K.Uo<>uenrum sllzum cam^borarum z oL4.l!ntzen/ Safft von Wegbretten und Motellen/snz.ern halbe Un-- tze/ deß Pulvers aus der Apolecken 'r^uciz ein wMiA mehr dann ein HalbenGülden schwer/menge es aü.^s >ool durcheinander/hiemrt schmiere den Schaden : Vesihe Theophrast /von offenen Schaden cgp.». Vom diesen-. Dißistemwunderbarliche Affcclion/ kiesec!oljb.i.c.70. Laicbo!, 7, ic>,DerSafftvom SchwetnSbrodmachetmeft'N/ ^ ' wann man ihmin die Nasethut. WeisseReißwurtzelnochvielmehrUnd stärcker / wie die Vawersknechte in derSchlesien wol wissen / die sie den Massenden Bawersmagden deß Abends wann sie auff den Bancken liegen/ in die Nasen tmrchdie Federteil blasen/ daß sie allzusehr niesen. Majoran thuts auch aber nicht so starck. Das Xl.. Capitel. Vo^demAttgestchx/Und seme Hetteu/Flecken deß Angesichts zu vertreiben. c^'NEr Angesichts Flecken/von der Sonnengebrandt ^-^hat/ der reibe das 2lngesicht mit Melaunen schel- "^llchr zl? lern/ oder schlag Magsamenwasser mit Tüchern drüber/ v^Mven» oder bestreiche nur das Angesicht damit. Hierzu kan man auch das gebrauchen. Dar? I.L^jcjiumPfesserkrautoderwtlde^essehat seinenÄia- mendaher/ iciclt.mzcul^zin^acie^clese Lc rcj)urAcr. (^oltimellzsucos oomillzr. lV!i^zIäu8schreibetcenr,z.^püor.i;.daß eines weissm Hundesblut die Flecken im Angesicht außtilget / wanm man das Angesicht mit demselben netzet und rrucknet. Weinstemöhl Untzij.öhl von Mandeln ^rscbmss» vermischtes / undbestreich die Mähler oder Flecken offt damit. DieFlecken SberMähler imAttgesich x:/ auch Kretzezu vertreiben. Wann du wilt die Kretze im Angesicht und an ander» örtern deß Leibes vertreiben/ so nim Mengelwurtzel oder Ampfferwurtzel/ schneide dieselöige in kleine Stücklein / laß sie einen Tag lang in einem weissen und starckenEssiz elnweichen/nims darnach herauß/reib den kretzigenOrt damit alle Tage drey oder viermal/ tuncke es offtmal i» den Essig / oder welches besser ist/ nim alleweg newe Wurtzel vor die vorigen. Es sagen etliche / man kan ebew sovieimit Borretzwurtzelaußrlchtttt/ wann dieselbtge nüchtern gekewet/ und lang und offtmal angeschmoret Wird / ^iTZliä cerir.^. 2,5, NimbSchörfflattich/welcheS wirdlapari'um scmum, communc genant/wächst in allen Garten/ damit reibe dm Schurss/ es vergehet. Für die Runyew deß Angesichts- Mache eine Salbe von bitter Mandelöl / Honig / Zil- aenwurtzelund Wachs/ damitkanstu die Runtzelnim Ättgesichkesi Angesicht / Laubflecken unnd andere Mangel der Haut Rmitzeln zq vertreiben undwaschen. ^liTalct.ceor.^./v^bor./i.^. verkreibm, Oder nim Eyerweiß so viel du wilt / distilkr es biß Wasser drauß kompt/darnach bewahres zum Ange- sicht. Dasglüeudundftwrig Goldinden besten Weil? ssstmals außgelescht / und ein wenig Wemstein dl emc L ver- ri- DasAnbct vermischt/nimbt alle FleckeN/ob sie gleich scheußlich we- ren/ aus einem jeden Theil deß Leibs hinweg/ säubert und macht hübsch und sä'ön denselbigen Ort/ ja es reiniget auch das Maltzigte Angesicht/die rothen wartzigten Nasen. ccor.7. 19. OdernimMeyen- thaw/ thue ihn in ein Glaß/laß ihn ein Jahr drinnen stehen / darnach nim ein wenig darvon / und menge e6 Mit Eyertlar/ und bestreich dein Angesicht. VsrdieRZthe im Angesicht: (?arrs genant. Röthetm Es ist imAngesicht einGebrechen/den nennen die ^ e- Angesichtzu älci L lllrsm Kolscesm,wegen ger grossen Hitze undRö- the so sich umb die Nase und das Antlitz erzeigen / kompt vonverbrandter Feuchtigkeit/ und bißweilen auch von gesaltzenen Phlegmate her. Wann dieser Gebrechen lang geweret/ und zu alt worden / ist er schwerlich zu heilen. Sonsten mag man diese Artzney fruchtbarlich brauchen: Erstlich soll der Patient purgirt werden / wie man emen zu purgiren pflegt/ dem seinHauptvon derCholera wche thut / davon droben im Ende deß 5. Capitels gesagt ist / darnach soll man ihm leine Tüchlein/ die wol im Alaunwasser genetzt seyn / welches ich jetzt melden wil auffdie rothe Placken und Flecken vielmal aufflegen / und so osst sie trucken werden / wider erfrischen. Das Wasser vom Alaun mach also/R. guteBrunnellensafft/ Alaun ein Pfund/Wegebreitsafft/ Sawerampffersafft/ Pfund/das Weissevon io.Eyern/schlag das Eyerweiß und die Säffte von den Krautern wol zusammen / unnd vermische sie wol mit dem Alaun / brings in em Bren- kolben/ und distillirs. Das Wasser verwahre wol / dann es ist dlrnützlich wider alle Schäden deß Angesichts / als Hitz/Fressen/Jucken/iGeschwär oder Blätterlemdeß Antlitzes. Aber hiervon hernach im Ende dieses Capitels mehr. Ein XVeinvonAräutern/ machet den Frawen ein schöne reine und wolgefarbte Haut. K. Zimmetrindenund Ingber/sna, deß Weins eben soviel / mische es durcheinander unnd'distillire es als ein Rosenwasser / und bewahre es. Das Angesicht schon un weiß zumache. Angesicht NimSllberschaum/zr »cnrum VIVUM lublimzrum, weiß zu eims jeden vor ein Pfennig/Essig so viel als es gnug ist/ machen. ^ g^eS miteinander über dem Fewer/ biß der dritte Theil eingesotten hat / darnach seuge es durch em Tuch/ misch darunter Milch / Pomerantzensafft/ Weinstein- öhl/ eines jeden so viel du wilt/ bewahre es. Ein anders. Nim Bonen / und lege etwann viel in siarcken Essig / und lassc sie darin liegen emen Tag und Nacht/biß ihnen die Haut abgehet. Darnach truckne sie an der Sonnen / zerreibe sie /und thue sie in warm Wasser / daß du dich damit waschen mögest / wann du wilt schlaffen gehen /so wasche das Angesicht damit/ so ists deß Morgens hübsch und schön. Ein anders. Nim Roßmarin/weissen Weinstein/blanckenWein/ eines jeden so viel du wilt/ menge es durcheinander/ dl- stilUre und bewahre es. Vor b§sen Grind «oer Räudigkeit im Angesicht. Nim ein grüne Hezwechs/ koche sie im Wein und öhl/ hiß der Wein eingesotten ist/ darnach seige es durch em Tuch / thue darunter weiß- Wachs / mache eine Salbe drauß / und schmiere das Angesicht. Allerley Flecken im Angesicht zu vertreiben und eine schöne liebliche Haut zu machen. Flecken im Nim geflossene Myrchen/ so viel du wilt/ Eyerweiß / Angesicht und ein wenig Brandtcnwein/ menge und klopffe es wol juvertret- durch einander / darnach distiUre es und menge darun- terl-scvirAlllllm eben so viel als deß Wassers ist/ und verwahre es m einem Glase. Aber das l.sc v-r^mum mache also: Nim Gilberschaum um genant/ koche es in Essig/ darnach siede es / und menge ein wenig Weinfleinöl drunter/ so wirds einer Milch gleich. Seiner Art nach/doch daß nicht zu scharpffwcrde/dienet vor die so grobe Flecken im Angesicht haben. So du es wilt Such/ brauchen/ so Wasche zuvor das Angesicht mit Kteiew wasser/und reibe es wol mit emem Leinen Tuche/ darnach wann du das Angesicht wieder mit einem reinen Tuche getrucknet hast /so schmiere das Angesicht mit ge- mclter Salben / Morgens unnd Abends laß es von sich selb trucken werden / so wird es gantz schön. EinAVasser das Angesicht und die Hände damit gar schön zu machen. Distillir weisse Lilienblumen/ so viel du wilt/in einem gläsernen Kolben bey wenig Hitze/darnach nim weissen u-'d Han Sandel/wasche ihn wol und legeihnindasgedtfliUrrte zuWasser/ biß er weich ist/ und vor em jedes Loth Wasser/ thue ein halbeSoder drey quintlem schönen weissen unnd geflossenen Mastix drein/ menge es untereinander / und distillir es / und thue in den Schnabel deß Helms ein wenig Biesem / so wird es wolriechend. Den bleichen Jungfrawen einenatvri liche Farbe zu macyen auffden Wangen. Nim Weißwurtzel /Zi^illum Zalsmoms, aus derA- Iungfta- potecken/ist eine weisse knollichte Wnrtzel/ stehet tieffm wen so bleich oer Erden / laß die frisch außgraben / wol abgewaschen / se^/ eine darvon nim ein stück in den Mund/ kewe sie wol / wie em natürliche Brey/und schmiere solche gekaute WurtzeluffdieWan- Farbe zu gen/so weit oder breit du wilt/laß also ein halbe Stund machen, drauffsitzen / oder etwas langer / darnach wasche es wider mit gemeinen Brunnwasser ab / so erhitzen die örtyer an Wangen/daraufftue Wurtzel gewesen / und werden roth / und bleiben also den gantzenTag. Noch ein anders dem Frarvenzimmer / zum Sonnenbrand und Flecken deß Angesichts. Nim Weinsteinöhl/ bestreiche das Angesicht damit / aber laß nicht lange drauff/ sondern nur so lange / als dil aufs eheste kanst ein Vatter unser außbeten/alSdann wasche es mit reinem Wasser oder weißLikenwasser/ oder Bohnenblutewasserbaldabe/ so macht es schön/ wiees die Erfahrung geben wird. Sonsten wo der Weinstein länger drauffbleibet/ so ftisterdie Haut durch. Item frische Rettichblätter/so man damit das Angesicht reibet und wascht/benimptauch denSonnenbrand und Flecke. Vor die Mahle imAngesicht. HastuMähle im Angesicht/ so wasche dich ftüh und spath unter dem Angesicht mit Erdbeerenwasser. Oder nim Morchen/ ist eine Art von Schwammen/die wasche rein im Blut von einem Lamme/ und bestreich damit die- selbige fledce. Oder drücke die Morchen durch em Tuch/ und bestreiche die Mähle damit / wann man die Haar unter dem Angesicht waschet/ so fallen sie auß. Wer sonsten Flecken im Angesicht hat / der nehme Kürbißwurtzeln klein geflossen / lege fle ins Wasser drey Tag oder Nacht lang/und wasche darnach sein Angesicht damit das vertreibet die Flecken / und machen ein schöne Gestalt. Ein lauter Angesicht zu machen- Brenne ein Wasser von Bonenblumen und bestreich dich nach dem Bade damit unter dem Angesicht. Die Mahl unter den Augen zu vertreiben. Bestreich dich mit warmen Ochsenblut. Oder menge Mahl unter Bonenmehlm die Lauge/ und wasche dich damit/reini- den Augen get die Haut wol unter dem Angesicht. zu vertreiben. Ein Angesicht klarzumachen. Lege viel Bonen in starcken Essig / biß ihnen die Hülsen abgehen / truckne sie an der Gönnen/ floß sie zu Pulver/ thue scbön Brunnenwasser dran / unnd wann du schlaffen wilt gehen/ so wasche dir dem Angesicht damit / so tfls deß Morgens schön und hübsch. Icem'rrz»sl,re. CaMpffer/ Rosenwasser/und das Phlegma von Terpentin abgezogen/ machen auch ein klar Angesicht. Wsicht Xlii-cercvliizcueem elc^aatem Lc viricism cKcir, jiszlaverur, «zuoä nocum cll experimevrum. losv. xlzcorümus- DaS Master so in den Blattern von Rüstholtzwird gchmden/ macht ein schön und glat Angesicht / wo man dasselbige damitreibt ünwescht. Geflossen Älaun mit einem frechen Eywerß vermischt/ gesotten/und stets aneinander gerieben/ wird so dicke als ein Salben. Mit derselben Salben / wann du oder z.Tage lang/ Morgensund Abends das Angc- sicht salbest/ so wird es nicht allein aller Flecken unnd Runtzeln ledig / sondern auch weiß und schön. ccar. l. ^pli. 47. Einbleich Angesicht röth und fthFn zumachen. Nim rothe Sandel/ unnd den schärffsten Essig/ der Mcsichtft.^^maldiMirtist/beydes sovielälS dir gefällt/ verbleich iß/ mische es/und laß es bey einem linden Fewerlein kschen/ sidön rolh ein wenig Alaun drein/so wirstu em trestiche und gutmachen. kröche Färb bekommen/ das Angesicht damit zu färben. Wann du diesilbige fein wolriechend machen wilt/ so wirffnur ein wenig Bisem drein/ oder ein ander wolne- chendDing/ alsZibeth Und dergleichen/ was dir nur wolgefält, Vti^slcl. cellc.j.^^kczl.7^. Wann eineIüngftau sehr bleich ist/ so lege ckzmL- pzuvavicum dür! ins VinckeN/und laß sie davon trlncken/ so kklegt sie eine schöne Farbe. Oder gib ihr ein Mann / das ist öas beste Recept. Besihe auch varck« ^n^l.li!i.i6.c.6cz^ AngesichtfeinIunKgestalt)» machen. Nim i.. Loth lebendigen Schweffel / 4. Loth weissen ÄeyraUäV und so vielMyrchen/und damit eS unen feinen lieblichen Geruch bekdnime/so thue etliche grana deß darunter/Zerstoß eiti jedes insonderheit zu Pul- vermische es unteremander/thue l. PfuNd Rosenwasser darzu/ und dtstlllirsim Lzlnvo Diß gebrante Wasser soll darnach in einem Gefäß öder Älaß gehalten werden/ welches äuffö aller genalvest verschlossen ist. Wann du es wilt brauchen/ so duncke ein weiß Tüchleni drein/und wasche das Gesicht damit/ ehe du ju Äette gehest/ und wasche dich deß Morgens mit (Zerstenwasser oder Brunnenwasser ab / so wirst du em s' ön unnd geschmückt Angesicht bekommen/ daß sie sich alle drüber verwundern- c-,-»c.z./^K kj. Etliche machens also / R. lebendigen Schwefel Bntz 1. weissen Weyrauch i.quint/ Myrchen 2. qumt/ Cams- fer i.qumt/ pulverisiers/ gmß 1.Pfund Rosenwasser dran/ und mische es untereinander/ mit diesem Wasser/ was re dasAlnesichrzn Abend / und wasche es deß Morgens mit Bornwasser wieder ab. Angesichts Flecken Unnd alleheßliche Blattern und Finnen / welche an der Stirn und Bart entspringen / zu vertreiben. Das öhlvonÄeinstein/ welches aus den Hefen deß Nattern besten Weins bekommen ist / reinigetvon stund an das »nd Annen Wen / benimbt den Rust / und macht es glentzent /und MM- reiniget das Angesicht wie jetzt gemelt/ beil. ^'.'Kor. 84. ... . - Die Dächsen haben Fettes in der Blasen/ damit be- streich däSAngesicht/so vergehen die Finnen. Aber hier ist zu mercken/daß es recht gebraucht werd/ das ist / man muß nich c lassen eintrucken / wann die Flecke damit bestrichen/ es sey dann / daß gar sehr dicke/ und heßliche Flecke weren / dann das Weinsteinöhl ist sehr scharpst/ frist die Haut dünne/ so es sehr vielgebraucht wird / sonsten reinigt es sehr wol / darumb versetzt man es / wie zuvor gemeldet/ mit andern Dingen. Das Angesicht vorHiye der Sonnett zu bewahren / daß es nie schwärtzlich wird. Wer dieses haben wll/ der muß däSAngesicht mit Et)- erweiß / so mit em wenig Krafftmehl gerühret unnd vermischt lst/schmieren / ehe er in der Sonnen reiset unnd wandert / aber nach vollbrächten; Reisen muß er den ab- geschmierrenÜberzug mit warmen Gersten oder schlechten warmen Wasser wider abwäschen. Diß Receptlein ist den Weibern gut/ umd die Österliche Zeit / unnd den gantzen Sommer durch/ da die Sonnezüm meisten färbet/ daß sie chrcnMannern wol gefallen/ ceor^ 4 Vond^Haußarßney. t 2.H Anzefichtes der Tonnen byzube- Die Blumen von Roßmarin in weissen Wein gebei- tzet/ und lmde gesotten/ machen das Angesicht schön vertreibenden stnickenden Athem/ stärcket das Haupt und reiniget den Magen/ wann die gesottene Brüh/ deß Morgens wird gesupt und genossen ccor.4. ^p^.45. Wann du Limoniensafft mit ein wenig gemeinen Sältz vermischest / so hastu ein trefflich gut Wasser / die Flecken außzutilgen /^unnd von den Handen der Werck- leute/ und die Haut zu weissen und linde zu machen/sonderlich wo dicfelbige Salbung durch das waschen nicht äbgedrucknetwird I6cm llzicjem. Esistsehrscharpif/ darumb es vorsichtig zu brauchen. ^Vieman geschmünckte und ttefärbtö Werber erkennen soll. . Die rothe Farbe der Weiber/ wann sie nicht natür- Weiber so lich/sondern nur angestrichen / kan gemerckt werden/ aMmm- durch den KäMmel oderMobldch / wann man ihnen die A-r/ wie zuessenreichet. ... «ezuer- Wann da die rorheFarbe natürlich ist/so wird sieblei- kennen- ben/ist sie aber mir Quecksilber / Bleywciß / oder rother Salben angestrichen/ sowirdsievon Stund aNbleich werden. ^I^glci.ccur^.^pli.ksl. Also haben sich die alten Lnr^nlli mitWeid/Ilacis genant/gefärbet/derGrie- cheN Weiber mit Minien. ic^cm c?cnr. ^ id. Oder Knobloch / und hauche sie an/ oder rede mit ihr/ daß ihr derAthemins Gesichtkompt / oderkeweNegleinim Munde und mache wiezuvor. Wie sich die Weiber vor demSpiegel schminken und Mahlen/gedencket 1°om.z.iü iibcllO ^oncr» k^clvicüum.da sagtErasmuS in^nnor3ci»nibÜ5 dazbey es geschehe per j->urji>ulillum Lc Lerustam,^ui!zÜ8tacicl?i tucanc Lc (^uc> oculos cjuocj; niAisrc tinouak Vordre r^theAecken unter benAugen^ Das Seeblumcnwasser ( das sind die weisse Blü- Necken urt- men Mit den breiten Blattern / die äuffden Seen schwe- ter den Au- ben/ davon Muß man ein Wasser brennett) ist sehr gut gen zu ver« wlderdierothe Flecke unter den Augen / dievdnHltzie tretben. herkommen/dann es nimpt alle Hitze an sich/und machet weisse Haut. Lovnamzcliias szciei. R..X^U2M Üorum omoium, ^zjo cZistille- rur.licnr lv 8oic vier Wöchen/därnach setz in Keller/laß etliche Tage stehen/ wasche dich damit/ so wirds gar schön. Üeci rarnca ica ooranciüm eltluizlÄcz csuls. kir cic inkammariOne lan^mois io tiiec rollsrur.rur» curara erir tscics rüa ° Ein anders / rvider die Sprvssen oder Sprenckeln im Angesicht. R. Gelben Senff/ stoß ihn klein/binde ihn in Püsch- lein/ lege ihn in Weinessig / laß ihn z. Tag Uiind Nacht stehen/ darnach wann du wilt schlaffen gehen / so nim eitt Püschlem herauß/ und reibe d ie Sprussen gar wdl / auff den Morgen wasche dich mit aller Blumenwasser ab/ laß von sich selber trucknen/oder nim Ziegenmilch / dar- inncn netze ein Leinen Tuch/daS spanne über einemMör- sel/setze einen Reibe Topffmit Kolen dräuff/ so wird ein Wasser drauß/mtt demselben wasche dich unter den Augen/ deß Tages einmal oder drey. Dumustaberdas Tuch offt netzen in die Milch. iLm ÄautÄat zu machen. Die Oehltrüsen so von Leinsamen / nach dem außge- alat trucktenöhl übergeblieben sind/ wie dann auch von den «ä Macken Nüssen/sind gut zu diesen Sachen. Beche emes unter ^ ^ diesen zweyen m Regenwasser / unnd wasche die Hände dräuß/ so wirstu befinden/ daß es nicht allein die räudige Haut heilet / sondern auch die Glieder davon geschmückt werden/ KUTZlchccor.I.^!,. II. Für die ausiayigeMähle: imAngesicht Es haben sich ihr viel gesundgemacht von dem Aussatz und bösen Blattern nn Angesicht/nur Mm mit dem i tj wasch m NasAnbttBuch/ Rötheim Angesicht zu vertreiben. l-Z.4 waschen deß Erdbeerenwassers/ Mches also gemacht wird. Nim zeitige wol reiste Erdbeeren/putrisicire oder faule sie in einem Gläsinnen Gefäß / unter einem Mist / di- sttllir ein Wasser drauß. ^i?a'lcl.cc»r 5.^^07.45. DieFlecken imAngesicht zu vertreiben- NimFeigbonenMehl/vermische das mit Ziegen- gallen/Lemoniensafftund Alaun / welches ^uccksri- uum helft. Mit dieser Mixtur oder Salbe schmiere die Flecken /so vergehen sie allgemachlich. ceor. z. Die Rothe im Angesicht zu vertreiben. Die übermassige Rothe kan man auf diefeweiserem« periren und massigen. Nun 8. Loth Pfirsigkern/ 4. Loth abgeschelten Kürbißsamen/stoß und drucks wol auß/daß dudenöhlichen Gafft draußbringest / mitdemselbigen sa'be darnach die Rothe und Carbunckel im Angesicht / alleTageAbends und Morgens/ so wirds immer meh- lich mir abgehen / oder ja etwas geendert werden. ccor. 4^ 10. Item/die runde und zwibelichte Wurtzel der Lilien im Wasser gesotten/nimmet auch die Rothe deß Angesichts weg/wann man sich deß Morgensund deß Abends damit salbet. 1 6cm idlä. 44. Aberem olcum nercuni recht prsparirt/were besser dazu/ist auch ein 8ec> ccum zun Finnen und alle Braun- röthe im Angesicht / wann sie nicht gantz und gar emge- wurtzelt. Von dem Angesicht das von Pocken 0- der Blattern grubilchr worden ift/ unv manchen Menschen sehr verstellen. Davon wil ich sagen / wann ich von den Pocken oder Blattern schreiben werde. Doch lese man cear. z. z8. Vor die rothe Flecken deßAngesichts. R. Camsser/ Gummi/ Federweiß/ Schwefel/ ana l. Loth/ pulverisier es / und Mische es untereinander / thue darnach ohnegefehr ein Messerspitzen voll m einen Lössel Rosenwassers/und streichs auss die Finnen oder Flecken/ laß über Nacht drauss/ und wasche es deß Morgens mit Rosenwasser wieder ab. Umändere vor die rothe Flecken im Angesicht. Wiltu die rothe Mahl im Angesicht vertreiben / die schier als ein halber Austatz sehen/ so mm Fenchel / sioß ihn klein / und mm dann rein Borgschmeer / und stoß es noch ein wenig untereinander / und salbe dann dein Angesicht wol und sanssr damit/ so vergehet dirs/ und du wirst wol gestalt. Klar Angesicht. Wer die Schneblitzenoder Angel im Angesicht hat/ der nehme Lcmsaatstengel/ unnd dörre die/ stoß sie zu Pulver unter einander/und streich das Angesicht dcmtt/ und wasche es >mt eines Knablems Harn allewege wieder ab: Es vergehet dir/ und macht ein klar Angesicht. Wngläntzend und sthon Angesicht zu machen. Nim geröst Brod / legs in Ziegenmilch/ feige oder di- stillir es/und vestrcich das Angesicht mit dem Wasser/ so wirds glantzend und schön. VordenAnsprung. DenAnsprung bekommen die kleme Kinder / wann ^ sie etwannem viertel Jahr alt seyn oberern halb Jahr. zu inachen. Man darffchnen nichts dran thun/sie müssen sich fast ein gantz Jahr lang damit tragen.Wanns ihnen einschlagt/ so tst's gefahrlich/, bekommen gern den schweren Gebrechen und sterben. Als dann gib ihnen Hirschstangenwasser ein. Man muß sie warm halten/ und nicht viel m die Z,ufft bringen. Finnen im Angesicht)!» ver-- treiben. Aerlaß im Keller das 5sl'r-ttlsri 1 reiß die Finnen ein Angesichts Flecken zu vertreiben. Angesicht glänzend wenig auff/und besiteich sie dSmit/so vergeben sie. O« dermmWeinstein/ SaltzundKoberrechtäisckmsi. thue diese z. Stück in ein Schweinsblase / hcngs in Keller/setze etwas unter/ so wird ein Wasser außtrieffen/ das streich über die Finnen. Ein anders vor die Finnen- Nim weissen Ingber zerquetsche chn ein wenig / und lege ihn in guten gebrandten Wein / destreich die Finnen damit. Ein anders. R.GutensawrenWeinessig/ diemittelste Schale vonderöuZlotsz sOchsenzung) Saltzund dasWeisse von Eyern / reibe das alles m einem Reibetopstzusam- men / drucks durch e.in Tuch / und bestreich die Fmnen 8, Tage damit meiner Badstuben oder sonsten in emcr warmen Stuben Und wannseingezogen / soll mansich lNit Wasser von L s-rz und Petersilgen gebrant/ unter einander vermischt/ abwaschen. Vor die Rothe im Angesicht- Nim Rosenwasser/ und gelen Schwefel mit dem Ro- Röthein? senwasterabgclescht/und schmiere dich unter dem 'Ange- Angesicht sichr damit deß Tages einmal oder 4. und meide die Lusft Zuvertre»- emen Tag oderzweene. den. Ein lauter Antlly zu machen. Brenne Pa-onienblätwasser / vcstreich dich nach dem Bade unter demAntlitz. Daß dir dein Haupt lauter / lind und schon wird, R.Pzeonienwurtzel/ seud sie mit öhl/ wasche dem Hauptund Angesicht damit. Schön Angesicht zumachend Seud Liebstöckelkraurmit der Wurtzel m Wasser/ drücke den Safft drauß / wasche deß Morgens dein Antlitz dam »t / oder nim Gänßscymaltz/ zerlaß es und Misch darunter Silbergler/ gepulvert Bleyweißund Rosen-» wasser / damtt wasche das Angesicht. Sein Angesicht schon zubehalten/ und junget unrer deu Augen zu vteibm. R. Weinstein / brenne ihn heiß m einem Ofen / biß er Angesicht zufallet/reibe ihn garklem/lege ihn in Wasjer/lege dazu es schon ^daö isteiN(Zummnn derApotecken) rühre jUMachkN» es wol unrb/so zergehet der Tragant/und so du aus dem Bade gehest/so streiche uuccrdao Antlitz. Thue eö zwier im Jahr. Oder seude Lilienstengel in Wasser / und salbe dich zu zelten damit. Oder mm gebrauten Wem4. Loch/ Bonenvlumenwasser/Rosemvasser/an«8,Loth. See- blumen Wasser 11. Loch / Gummi Tragacant 1. qumt« lein mengs ourchemander/ setze es «n die Sonnns sechs Tag lang Seige es durch em Tuch / brauche deß Morgens. ^inschontlar Angesicht Zumachen Wann du ins Badkoinmest/ ehe du dir den Kovsf Angesicht lastestwaschen /sobestreichzuvoroasAngesichtMit Ey- schönund erweiß. Darnachlaß d«rdenKopffwaschen/ sozerbeist klar zums- und verderbet du die Lauge dasAngesichr nicht.Darnach chen. schmiere dich noch ems damit/ unnd schwitze braust/ so wlkstu fem rein unter dem Angesicht. Folgends magst du dich abwaschen und außgehen. Darnach wann du aus dem Bade kompst/ so mmb ein fein rein Tua lein / tUn^ cke es m Erdbeerwasser / das von der Erdbeer / Alegen«- nnlch und Bohnenblüte gemacht ist / bestreich dich unter dem Angesicht damit und gehe Nicht 'zu sehr mdie Lusft/ dann die schadet dem Gesicht nach dem Bad« Diß ist em bewehrt Stücklein. Ich Habs auch von Adelspersonen gesehen/ daß die Mütter ihre Töchter mit Brantenwein/ oder andern Wein unter dem Angesicht bestreichen/ davon kriegen sie emseinMr Angesicht. Die Weibsbilder legen viel auffein schön Angesicht / daß sie nur schön roth und weiß seyn/schmincken/ bestreichen und besehen sich im Spiegel / daß sie nur den jungen Man» Wi-- MM- i »- VonberHaußachney WaMM/ oder vielmehr den IungenGesellen wolgefal- jen / aber dlß ist gar ein gefährlich Ding. Der fromme alte Poet und Orscor Fizocilc. ?c!rar- cw Ud.i.c.T. im Trostspiegel spricht. Discire modales frz^illnoulicjcre formX,' caliis 62m r>o morilzugetscsoler. Schön bleibt nicht / schön fleucht behend / Schön nimptvon kleinem Wehe ein End / Die Schön der Keuschheit schaden thut/ Von Schön wird sie nicht wo! behüt. Lxsmplo OlQX« Noch wilimmer eine über die ander mit der Schönheit seyn/brauchen vlclLtnullz, oderSilberglöt/daß sie eine feine glatte weisseHam bekommen/wie ich jeyo new- lich angezeigt/ein theil mengen rothen Sanbel örunter/ dann bestreichm sie die Wangen/ daßsie außscheuwie ein Kerl der einen Arthsthalerin Wein versoffetlhat/ damit sie dann dem Gesicht mehrSchaden dan Nutz und Frommen zufügen. von einem ^lVeibe?^r^neAe- nant/ wie sie andere Weiber/ die sich ge- schmünckt/ beschämet hat. ?iiryizc ein schonhübsches Weib von Natur/bey dett Griechen / hat einmal in einer LoÜÄilon die a»?dcre Schmunckwecher fem beschämt/ derer in derselben<.ol- lscioa viel beysammen waren. Dann sie macht eme Ber- willigung unter den Weibern/dz/was die eine thär / das wollen siealle miteinander thun. Als nun das Hand- öurea kolsces. Droben habe ich im Anfang dieses Capitels dieser ^uNT rolaceT und nach der Purgarion ein remcäium!. geordnet / folger nun ein ander rcmcc! i u m. NiM^irl^^xioaaivearl, zu Teutsch Silberglet/ Item/ Schwesfel/ ana/ laß in Essig unnd Roftnwasser sieden/ darnach netze leinene Tüchlem dreiu/und legs auf die Rothe. Mm anders/ damit dieser Schade lan^ ge Zett verborgen gehalten wird. Mache ein Bad von Camülm/Violen/ Rosen und Seeblumen/mit diesemBade behe und wasche denScha- dengarwol. Darnach salbe den OrtmitdemunAULuro sldo ein wenig. OdsrniMuu^ucvrum (.-rimun, sdie hat man viele in den Apotecken pr^varirr^ vermische diß mit -Camffer / Schweffsl und ein wenig Quecksilbers / das m;t nüchtern Speichel getödtet ist. iciem,' Nimb i-lc vir^mcum > Mägdemilch/ Rosenwasser/ Schweffel/Wemstemöhl/Kö^nöhl/mengs alles durch einander streich es auss/es hilfst. Dann diese Dmg alle miteinander dienen wider die Flecke / Rothe und dergleichen Unreungketten deß Angesichts. Sonderlich har die Magdemüch grosse Krsffl dieeitenchten uund fllessende Schäden/ auch die Spröcklein slearcs genant j zuver- treiben. sich mit dem Wasser tm Angesicht. Als nun das andere Weiber auch thaten / und sich mit deM WaM ;m An- gesichtbestrichen / floß ihnen der kucus, oder die ange- die?ü^c-^denPreyß unterden Weibern mit ihrer natürlichen Schönheit / und die andern fassen da mir ihren runtzlichenAngesichtern/ als ihnen die Larven abgezo- genwaren. l^liisZ.LaMcrzr.ceuc. I. c.iü. Diese NarcheÄ ist nit allein zu dieserZeit/sonöern auch bey den Alten gewesen: Die nicht allein die Angesichter / sondern auch die Haar gesarbet/und haben darnach auß- gesehen wie die Larven/und seyn rechte peilonÄri Komi- oesZewesen/ Larventrager/ wie Vorzeit die ^ute waren/ die ihr Angesicht also beschmierten / daß sie den todten Leuten ehnlich waren/ darunter sie danN ihr altruntz- licht Angesicht verborgen/und diegrawen Haat bedeckten/ damit sie nur die Leute betrogen/ wie OriZevc z sagt in 6. c; nacrk.und sagt recht schön !lZ lib. 6c kübim V!rvmü7n wenn er spricht/daß die Weiber Gott Gewalt thun / wann sie das jenige was GDTT einmal geschaffen und gemacht hat / anders machen wollen, l) c- um viäeleriorz poteriz spricht St/iZUSncjo oculz velfz- ciczzurciiizcsriizi aoo Mar, OcuZ fecic, leä !)iz- bolus inlecir, du kanst Äott nicht sehen / wann du deine Augen/ Angesicht oder Haar nichtHast/ die dir Gott gemacht und gegeben hat/ sondernder Teuffelhatsiedw vergifft / beschmutzt und verändert. Em wtheFarb zum Angesicht Rothe Far- ^^m gestossene rochen Sande!/ Essig/ welcher zwey- bezmAn- distilliret ist/ eines jeden so viel du wilt / und em wc-» R.. z.Untzen deß l.irka!^n' Z7»cnri. klein gepulvert/ und ein halb Pfund guten Weinessig / meng sie beyde wol durch einander/ laß darnach hübsch durch emen Filtz abseigen/oder laß durch einen Sack lauffen. Das Wasser vermenge darnach mit eineck Saltzwasser/ daß deß Saltzes ein Üntze sey/wol gepulvert/ und hirzu nim auch ein halb Pfund Regen oder Bornwasser/ menge alle dies se Dinge gar wol zusammen/ so sihestu eiNe sonderliche Manir von Wasser/ist weiß wie ein Milch / drumb heisk mansjocoseeineMagöemilch/ oder vir^ineum» daß man doch sönsten nichtsindet/ wanns recht zngehett soll- Also haben auch dieAlchimisten in ihrer opelac-one lapiz em lzc vir.»illi s. welches auch ein solch zugerichk Ding ist/lcä uocl ex czclem mzrcria. Nun Mit dieser Magdemüch reibe und wasche den Schaden (Z ucr-e «.0- szceT. Etliche sieden allein das ^irkzr^'l ium mit Weinessig!/ die andern bessern diese Artzney/ setzen ein wenig Bleyweiß darzu/ und diß bekommet alles wol in diesm Schäden« Drysander^ °ient in dieser 6mraR.o- szcelvor eine cjiXrsm halten soll. Er Hute sich vor scharpff gesaltzener/ öder gar zu sehr gewürtzter / gebackener/ oder gebratener Speise / er soll auch nicht starcken ungemischten Wem trincken/ kem Ä?alvasier. Soll nicht Knoblauch/ Zwibeln/ Hausier. Wiltü es aber wolrichend haben / so menge ein weniH Em wolriechend Vl?aAr/ damirsich einer nach dem Bade untcr den Augen waschen mag. Nim 2. Pfund und r. Viertel Rosenwasser / Lavendel und Spicanardenblüt/ ana 4. Handvoll / Negelein/ ZimMetrinden/ ana i. Loth s das Muß man grob zerschneiden )AberSandel6. quint/ 8rörzciscalamirX Loch / Balsam i Loth / das alles grob zerstosseN / unnd thue es in Nosenwasier/ und darzu 4. Loth guten gebran- ten Wein / m ein Glaß vermacht: Setze es in die Sonne einen Monat lang^ Darnach distillirs m kaloeo und' thue letzlich io.Gerstenkörner schwer gutenBtsam drein. Das möcht er gut Wässerlein seyn. Das Angesicht schon zv mackeft. Nimb Bonenblumen / sovleldu wilt/ distillirc sie biß Wil er aber ja Krauter brauchen/ so brauche er vor diese Sawrampffer/ Lactukene/Borrich/ ^cariolam, porru- !ac, Gemüse davon gemacht oder die Brühe darvon ge- rruncken. Es muß auch dieser Patient warnehmen/ daß er seiner Stuelgange nicht beraubet werde/ und wann er schläfst/ muß er mit dem Haupt hoch liegen/nach Essens fen/ Köpffe setzen im Nacken / ist auch sehr dienlich barzu. Besihe weiter l'keopwsttum von offenen Schaden/ Cap. iO. ^lVie man eine schlechte Röthe deß gesichts / so doch nicht c?urrz rolaces genant/ curi- ren und heilen soll. der Brosam von einer Semmel/ das weisse von sechs Eyern/ quintCamffer/ denSafftvons.Citrinat-^^ies^ apffeln/diß alles schlage wol durcheinander mit der Zie- genmilch.Darnach nim von alle dreyen Geschlechten der Wsgebrettmkraut wol gehackt / dijWjrs einmal ab. t iij Dar- 'DasAnde Darnach nim wieder ein gut theil der dreyerley Wegebreite/ distillirs noch einmal mit einem geringen Wein / wie man em RoseNwasser pflegtzu diMren. Verwahre biß Wasser in eMeM Glase / 15. Tage in die Sonne ae- setzt.Wann dirs darnach vonnöhten ist/so nim deß Wassers ein wenig /Und netze hübsche weisse leinene Tüchlein darein/ und lege es aussdie Rothe deß Anaesichts. Oder. Nim Seeblumenwasser/ vermenge es mit Rint^s- blut/und ein wenig Campffer/ distillirs und brauchs. Essindetsich bißweilen auch im Angesicht eine böse Kranckhelt/ die etliche eine Fistel/ etliche aber/ >1 o!i mc helssen/ welches erstlich ein klem Blätterlein lst/ wann man aber das weg kratzet/ so ftlffets immer unnd ftist umb sich / wann Mans gleich nicht anrichtet/ biß es Maul/ Nasen/ Wangen/ und alles weg ftist. Wie mir ein Exempel bekam ist. Davon besche Theophrastum von offenen Schaden/ Cap. L. Das Xl.1. Capitel. Von den Krankheiten deß Mundes/ Gaumens / Halses und Backens. f^Er Mund Hot auch inwendig seine Kranckheiten/ Mundes 0- ^die einem Menschen viel Dampffs thun können, der Halses Dann er ist die Thür und der Eingang zurNahrung und Kranckhst- zum Magen. Wann einem der Weg darzu verhawen wird / so kan er weder essen noch trincken / und leidet ein Mensch ehe grossen Hunger und Durst/ dann daß er seinem Halse so wehe thun und etwas zu sich nehmen wolt. Drumb lst gar hoch nöthig/daß man von diesen Kranckheiten auch etwas sage. DerMandeln Geschwulst wird curirtdurch warme Bäder / Kulanä p. 174. die Häuptflüsse so herab fallen üuffdie Zungen und Mandeln / muß man außtrucknen durch warme Bäder und andern Dinge / als wanyMan durch einGlßfaß das warmeBad/so reichlichen Schwefel und ein wenig Alaun hat/ auss das Hauptlauffen last« Hieher gehöret auch Lroacus cjetjuo l'kco^KrM.von offenen Schäden / Cap. 40. (^olllmellaistderZapffen/l' oviill-e seyndieSügkha- ?en/ lakzmmsrio tooüllzrum ist die Geschwulst im Halse. Wann der Zapssen geschossen ist. ^ . Dtß fühlet man balde im Halse/dann es drucket einen ? drinnen/ und thut emem so wehe /daß einer vor wehe nit «r ge>cy0s- schicken oder schlingen kan/ und kommet solches btßwei- lenvommdersenckendeß Zäpffleins/ wie man es nennet/ btßweilen von hitzigen Flüssen/die einem das Zäpff- lein oder den Halß rohe machen. Diese heben einem biß- nmlen die Balbier mit einemBeinernScheufflein wider hinauff/ etliche heben es Mit emem Finger hinauff. Etliche halten die Nasenlöcher und den Mund zu/und ziehen denOthemzusich/ daßsich diese Sachen wieder m die Höhe begeben. Etliche nehmen langen Pfeffer / grünen Ingber / ana/ stossens beydes fein klein / unnd schüttens auss den Hugklöffel/ damit heben sieden Hugkauss/so bleibet er droben. Etliche lassen den Rauch -je Zuccmo oder Agtstein in den Halß gehen / oder binden Agtstein auffttwas gestre- wet und warm gemacht oben auss den Wirbel. Wann nichts helffen wil / so MmMeterich oder Meterkraut/ und Rebenaschen/ ana/ stoß es beydes zu Pulver / thue Eyerweiß darein / lege es auff e,n wüschlein Hanff/ legs oder binds uffden Wirbel deß Haupts. Ein Kohlblat auff den Kopffgelegt/ hebet den Zapffenauff/ wann er wegen deß Schnupffens mder geflossen ist/ zsI6. ccar. 1. 89. (Zui kaker u vz? Lc coalillsrum ioilzmmzriolzez. Entzündung deß Zäpffleins / oder der Mandeln / der brenne Schwalben/sie seyn jung ode: alt/imTopff/uNd brauchs WitWasseroderHonig/usrckiolus m violcoricj. ^Ie- x,llcj.Leuccl.i.7.c 5 9.Lcc.LuaIr.Gryssin derTeutschen Chyrurgey / c. zI. s>sr.ulr.c.!.y columcllX lzizrio ist deß Zäpffleins schiessen/ wann einem das Zäpfflein fället/ 5«^s^u va cli rzUs psllio, in^u^cors columellalaxars, iaezccrsmslui ^»rte mszor eli liiiäs. luxerua verö csvui^ Beslhe knlii 8pecu!. !ib.2. park. z. I'rsK. r. c« Gebranter Alaun ist gut zu allen Gebrechen deßZapf- leins. Siede den gebrandten Alaun mit Wein /und zur- gel den Halß. Für alle Gebrechen deß Zäpffleins / besche warme Bader beym Ruland'to!. 194. Wann der Zapffe roh und aesthwol-- len «st. ^ Der nehme Iungftawhsnig / rühre gebrante Hechtzahne drein/und schmiere den Zapffen damit. Besche Zapffe sö weiter Item/ roh oder mit Mandelöhlvonsussen Wandelnden Zapst lccm da er sagt/wenig Artzney hab imVorrath/welchcr Würckung du offt gebraucht und erfahren hast. Etliche machens also/nimIsop/Raute/Salbey/unö rothe Rosen/seude sie mit dem Wasserineinem Topff/ darnach mm das Kraut herauß / seyhe?es durch em Tuch thue es wieder in demselben Tvpff/ setze das Wasser wieder zu/ thue einen Löffel voll Honig drein und Alaun/.laß es wieder eine gute weile damit sieden / gurgel den Halß damit. Etliche also.R..Isop/Galbey/Naute/Glockenrosen / s die wachsen in den Garten / etliche seyn weiß / etliche roth) ana/laßirt Fließwasser wol sieden/ thue ein wenig Alaun und Honig drumer/seyhe es ab/ undgurgel den Halß damit.' Ein gttt Gurgelwafset. R.. Ein Löffel voll Honig/darunter ein Muscake/odet nur em halbe gethan/ und ein wenig zerflossene Violen- wurtzel/ auch ein wenig gebranten Alaun/als emeHasel- nuß groß /und laß es mit dem Honig beym Fewer kreischen. Darnach thue es in em halb quart oder mehr Bru- nellenwasser/ darinnen Maulbeersafft ist/ undzurelbe es drinnen / und gurgele dich damit. Eine Salbe vor die Schrunden deß Mundes und der Hände / so einem der Wmd die Hände oder das Mau! kerbicht macht. K Nim4.LothBaumöhl/z.LothWachs/ solches Schrunden! laßuffeinem Fewer zugehen/und wol heiß werden/doch teßMun- daßesnitsiede. Darnach thue darzu ein Loth Spickende und der öhlkalt/und machs in einem newen Tiegel/ und wanns Hsnde» kalt wird/ und stehet/ so lMd eine Salbe drauß» Derselben alsdann ein wenig gettvmmen/ auffernem Fewer warm gemacht/und auffden Ausstlß geschmieret / zu A- Hend/ wan man wil schlaffen gehen. Vor die Schweren im Mund» Nim Camillen gesotten in Wasser/ und wasche den Mund damit / das heilet dieSchweren darinnen. Vor die Blattern im Munde, Nim Scffr von den gelben Violen / unnd menge ihn mit Honig/ bestxeich den Mmid inwendig damit. Gurgel- »Orjlt Calbivor zuthun/ rohezuweroen. DernehmeMaulbeersafft/Rosensafft/Isopsasst/und V:vlsafft durcheinander/ «nnd lasse das fem mehilch lN den Halß hinunter sincken/ das verhutetS/ daß einem der Halß nicht wehe thut/und benimbt die Heiserkeit det Stimnlen. Irem/K. vor einen Dreyer Homg/ reibe eme Musca- te hinein / laß miteinander im Tiegel aussprudeln/ und fem mehlich in den Ha'.ß hinein sincken. Oder auch Mit eimBüchslem/wie dieBalbiercr haben/darein getunckt/ offt besmchen den Halß inwendig damit / es heilet das rohe nn Munde. IlVem der Halß wehe thut- Der lege einen Krörenstem ins Trlncken / unnd trinck davon. ^Ver Geschwulst im Halse hat» Nim eme Handvoll Raure/ reibe sie klem meinem Reivajche r,lvob drauff/ laß-int den Kiautern eute viertel stunde sieden, ler Löcherist Thue dann da^in cmen Löffel voll Homg/ und soigends auch das vi-ui>uium, und rühre Weyrauch und )Mstlp ana drem/und streichs mit etwas mHalß/mtt Buchslein aufklemeHöltzlem gebunden/ wiedle Baldlerer haben» lLin anders. Nim Essig und weissen Hundedreck/ setze das zusammen zum Fewer/laß es wol heiß werden/ trmcks durch ein Tuch thue dann einen Löffel.voll Honig drem / unnd Tyriac/ alS ob eine Wallnüß s das ist eme grosse Haselnuß) groß/setze das iviedezzilmFewer/ laß dlövlerStück zusammen wol sieden / daß es etwas dicke wird / chue ein wenig Grünspan darzu. Es muß aber der Krancke vor gesaltzener und sawrer Speise sich enthalten / Haber unnd Gersten Süplein e^ sen/ mir kleinen Rosinen gekocht/ gantz dül»ne. Wnedel^Vasjerzu allerley Schäden und Löcher m oösen Halsen un!> stiejj enden Schaden. K.. Ein quart Rheinischen Wein / gebrandteN Weift ein halb quarc/ Lampffer ^rsc^in. s. Alaun WasserM Weyrauch/Mastljc/Aiyrrha/ ana argc^m.ij. den Cam- bösen Halber thu m den Brandtenwem/ und laß über Nacht fest sen und flies- zugedeckt stehen. Deß andern Tages thue die andern senden Stück gestossen in den Rheinischen Wein/ unnd laß ein Schäden» wenig ;ieden/hebe es ab/ und chue den Brandtenwein mit dem Catnpffer darem/laß den drittenTheil einsieden seyhe es durch ein Tuch in ein Glaß/und bmds festzu. ^Vann ein Rind den Halß verschlenckert. Bißwellen vekschleucket lhm ein Kind den Halß wan« die Wärtern, mcht fleissig achlung drauff geben. Aber seude nur Hopffen in emem newen Topff/ binde chn dem Kind umb den Halß. Zu den Vl)ttnden im Halft» Wann emer durch den Mund in den Halß gestochen ist/ daß es nicht durchgehet/ so binde ihm Eyerwerß hin- Wunbet? den auff den Nacken oder Hslß/ und laß ihn ohne Essen im Mund^ ligen/ so lang du kanst: Und so es sehr blutet/ so schabe et- ' wasvomLolokrmell0t unndlegeihm daSgeschabete Ende auff die Wunde/ so stillet sich das Blut. Wer Blätterlem oderGesthwer im Munde h.tü Der nehme spitzigen Wegerichtsafft in den Mund/ und halt ihn also drmnen/ oderkewe die Blätter darinnen/es hellet. Von Blattern auffder Zungen. Dle kommen gemeimgllch her von Hitze nn Mägen/ und scharpffen dünnen Schleim / im Magen und Leber / dann allda «.o^uliren sich die scharpffenDünste/un wer- Hm Y»n der Hitze anssdie Jungeaußgetrieben/ Darzlz ^ iiij hra^ Wasser zum bösen Munde« Halßge- schw^r. Wund im Halse. Geschtveer amHalse. Backen so geschwollen Zungen- Kranckhei- ten. brauche erstlich eingemachte eicköriea,oder Hmdläufft Wurtzel/ darvon laß den Pattenten dann alle Tage essen ctwannfur i.gr. oder 18. pf. oder 2. gr. und brauche dann braun Violfafft oder Syrup.Vermischs mitxorrulack Z /ru^. oder Safft auffdie Zungen. Wtt)lVasier zum bofttt Munde/ wann die Haut chnen abist. K. EinNösselWein/Honigz.quintlein/seudeeSeine weile und schäume es rein ab/thue darein ein quintlin A- laun/und seuds noch einmal / und thue darein ein quint Weinstein/ laß so lang sieden/ biß der Wemstein zergangen ist / laß es kalt werden / unnd wasche den Mund damit. Wo grosse^Hitze oder Entzündung vorhanden ist/ so nim vor den Wein Rosenwasser. Dom Halßgeschrveer« Dafagtwi2z!ä.cem.8.^>?kor.5i. EineKröthegekocht und für ein Pflaster auff die Halßgeschweer gelegt/ hilfst mit grosser Gewalt> Vicje locum. Item/zerstossen Senffund Esftggemischet unnd gegurgelt / benimbt die Fäule deß Mundes und Halßgeschweer. Rulsndüs sag! man soll etlich mal aufden Schuldern schrepffen/ und «Lifden Schenckeln. LVlKttdim Halft. Wann einer im Halft wund lst/so neme er nur Wege- wartwurtzel/hackesieklein/distillireisie ^ore loliro. Aus diesem wird ein trefiich Wasser zu den bösen Hälsen/ wann emer wund im Halse ist/ oder einem die Mandeln geschwollen seyn/ und Morgens und Abends damit gurgelt. Diß soll etlich mal geschehen. Wn Gurgelwasser/ treflich gudZudelt bösen Hälsen / und vor dle Braune. R. viamomm Loth/.Salbeyenwein mit Camffer vermischt 1. Loth/mengö zu Hauffs. Ich weiß wo! Christlicher lieber Leser/ Laß ich zuvorm tevcearism auch etwas gesetzt/fast mit diesem lUZretjiellrlbus:Aber man kehre sich dran nichts/ ichhabs.alles beydes also gesehen uNd erfahren/ Ornmzxrobsre, ^uoäboo»me^ reocrc^ AVaimeittem dieMattdeltt gesihwol- lenseyn. Schmier unter dem Kihnbacken den geschwollenen Ort mit warm Mandelöhl/ und binde ein warm Tuch darumb daSthiieofft» Vor em GeWweer m Wer ein Geschweer un Halsehat/ der brauch ein Tropffen oder z. Teuffels AKW Wasser/ ^lorlut cji»- boli genant- GesihwMette Äackett- Wann dir die Backmgeschwollen seyn / und die Hitze drin ist/ so nim eine Schnitte weiß Brod / ttmcke es in Spnngwasser/tmd legöaufdie geschwollen? Backen. Dißkomptbißwellen vonbösm Fassender Zähne her / wann einem die Zahne wehe thun/ und ;hm darnach die Backen schwellen/ so hören di? Zähne auffwehezu thun / bann der Fluß setzt sich in die Backen. Brßweilen hat einer einem bösen Zahn / davon jm der Backen schwillet/ und leidet grosse Marter dran/ son der- lich wann mans erkaltet. Es bricht einem auchletzlich auff/und.läusst viel Eyterherauß/ wann mans mtt gekochtem Leim auffweicht Wanns gleich einmal heyler/ so komptS doch wieder auff. Aber laß du dir nur den bösen Zahn außziehen/ sowirstu dessen gar auff einmal loß. Doch alles recht verstanden/ wann es die Gelegenheit der Kranckheit leiden wil. Bas Xl.li. Capitel Vottden ^rattckheiten der Zungen Zunge das edle Glied deß Menschen / hat auch ^ihr Creutz und ansechtung von allerley Kranckhei- ten undGebrechen/derer man etliche curiren/etliche abe: Nicht cunren und wegbringen kan / Also ist bl^kus. izixli, die einen Buchstaben mchtrecht sußsprechen können. Hui lirerArusli^uam cerrsm Das Ander Buch/ Kröten un- ^zrimere000 ^ollunt, ut Demo^Iieves, ^uilus?srtlK KlicroricX primum clcmeurum ct^erle uori porcrsrt l^oliri recictuur bl«ek!rzrem ,bl^5uz elt, (?cr- M2lli re66unr Nispeln/ wann einer mit der Zungeni* spelt oder lispelt/ unnd das s. nicht recht außsprechen kan. Darnach so ist ^c».s7?L bsIpuries/ «juilirreram zur zli^uammrer pro5creacium omirrir» lillAu« k-cürsllriz, wann einer stammelt/ i ^ulproprict^llsbam ali^usm scl« l'ulloerenor> xorck, vi6e ^riüor. in problemarisle^ 11. Problem. zo. ES ist dalburies. seyn bslbi die im reden einen Buchstab oder eine Sylben auß- lassen/und viel andere mehr/ diemannicht/ oderja gar kümmerlich und schwerlich emendrren kan. Aber wir handeln hier vornemblich von den Kranckheiten / drumb müssen wir auch bey der Materien bleiben. Vdn der Rr§ten oder Frosch» Es ist ein böß Geschwer unter der Zungen /das man dieKrötenennet/oderdenSchwamb unter derZungen/ —— die Griechen heissen6/Sse-7fse^«»>^viccor>z^zriulam.die ter der Zun-' Kinder Habens gerne/ und bekommens von Saugen/M» Item/ die Ochsen/ wie Lolumeils Iib. 6. c. 8. schreibet/ ^crius sagt/es sey ein rumor ezrum pzrri um , HUT lub üv^ustunc» s?rz?cipuö2urem ver-srum üb. 8. cap.zy. sagt üb. ^ ^ rumor sä illkammariomz iimi- lirucimem lud ImAUÄ erum^>ens. Därvor ist am besten dreyTropffen olci oder 5p.'lirus vjrrioll in ein halbNöß- lein Bornwasser misciret/ daß es die Feuchtigkeit nicht verliere. Darein tunck ein Feder/und bestreich denScha- den damit / oder gurgele iLm anders tteb,?u!eAili OriAsr>i»meurzliri s esihecice m eora?) wildeMüntzanap .l. sbocctt, was man Mit z, Fingerhaltenkan)k.a6.p^rcrbri, Viciezezuz^Ir^c^m. jj.Iri6istiokeoc. «iractim. j. Kanari Im^ui Lujsci cjrsckm. 5.Iucl6sururöc colicunäzurur, kochöin Wasser/ gurHel deß Tages dreymal Darnach schmiere es mit Dizmorum Maulbeersaffr/ die sein fuß und gelinde ist) oderzerstoß welscheNüß mit wenig Rosenhonig/ thue ein wenig Pfeffer und Saltz darzu/ streichsofft auff/es hilfft. Von der Zungen Kranckheiten besihe ^leiauäi uln Leuc vi. bräune 2m<^; l^iricu! pr^clucjar, Lrzeces?t«,«>^.lcux^«>^. ^ eli inKzmmano in ^urcure velssucibus ^,7» woher , ä tuKocarlcjo öc lirsuAuIaLcjo , ubi Imguiim Ag, niMLcjo SL säulilo cjULäsm occUs-sr, DkeLarbsn ncn- meu. nenS louin2nriam tMd ^Icosam.Etliche nenneNS/Wül- chen. Es ist eine Entzündung? deß Halses/ ein ca lor oder sttor.wann eineM dieZung mKzmmZcisue gar schwaztz wird. Öder es ist eine Geschwulst im Halß und m der Kehlen/ welche die Lufftröhren endlich verhindert / daß sie keine Lufft zu sich ziehenkönnen/ unnd muß also der Mensch ersticken. ZllAellUZ morbiscurissimi Lc exirio- 6Amii sLigt?Ut,jilius, «zuo szuccs zvAuocur Lc idrsa- Aulanrur. PIs^iu», Vellcm iu anAluzm me vcrri , ur ^llic sv!cu!X5suce5pr«occuj?srel5u Besihe dieluttl- rur.kuciilitüb.^czp. l. ?aiz5/navcl:c, ist ein Halßgeschwär/aussen amHalse/ der Kader/ nennet mans am Viehe. An dieser Kranckheit ist Orcko öruotelkiuz em vorneh- mer!>iaAUltt» ?iicoIoAuLUttNd kle-licus gestorben: Und Ocmoslbeocs» da er Wider die ^elcilos reden solte/ ssellet er sich als hätte er ^vAinsm, Lclüus Ii.b. ir. Äie ^leljici machen vielerlei) cjjffcreririas dieser Kranckheit/1. Wann nur der Gaumen entzündet wird / odervlelmehrdieinnerlichenbäutculi deß Gaummensx Welches kompt von vielem hitzigen Geblüt / das wider die Natnr dahm sich samblet. 2. Wann keine Entzündungvorhandenist/ und der Krancke gleichwol fühlet/ als wolte ihm etwas in der Kehlen ersticken, z. Wann das inner/und eussere Theil d. lebendige Krebs / chue sie in ein Mörser/zerstoß und zerquetsche sie wol / geuß Wemesstg und ein wenig Rosenwasser drauff/ und temoerir es hübsch durcheinander/ darnach seche oder drucke es durch em Tüchjein / und gurgel den Halß damit. Es sind die Schwalben auch gut darvor / wann man Braune eia K.8aI.^lr>moizizc.^.Loth/Haußlauch z.loth < ist die Stücke fttte Wuttzel oder Kraut / so auff den Tüchern wächst) dMr» stoß em jedes insonderheit im Mörser/mische es durcheinander/setze es m emcrsteinerne Büchsen in Keller/dar» nach distillire es schlecht in einem Kolben im K-Ioeo.wa- sche die Zunge damit. Man muß ein roth wüllen Läplem auff ein breit Schafflein machen / und es drein tuncken / und darnach die Zunge damit wasctM. Umändere. Erstlich reinige dem Krancken die Zunge uNnd kratze ihm den Unflat deß Tages etlichen malcn mit dem strument fein rein ab. Darnach schmiere ihm die Zunge Und oben den Gaümen mit Roßmarienwasser/unnd gib ihm einen guten Ttunck Braunellenwasserzu trincken. Darnach laß ihn trincken von diesemTrancklein/an statt deß Biers und Weins / dann Bier darffernit trincken / das schleimet ihn / Wem auch nicht / dan« er hiyt chn / und er hat zuvor viel Hitze auff der Zungen. 5. Reun Feigen/ Leckerch emLoth/ weissen Zucker- Candi iman helsts auch Eyßzucker/ ist weiß / schier wie em geftoren Eyß ) eme gute Handvoll kleme Rosinen/ eme Handvoll reine Gerste sd»e muß man erst ein wenig Zwischen den Händen reiben / daß sie rem wird) geuß drauff reinBrunnemvasse:/etwann 4 isuart/chue auch!. Loch Weinbeer dazu/Jlem/i. LothAnyßkörner/1. Lsth Fenchelszmen/ ei>, halbe Handvoll Isop. Decke denTopff fein gehebezu/ daß der Schwaden nttherauß gehet/laß fast halb einsieden und kalt werden. Wann der Patient trmckenwil/ soseyhechmeinenTranckab/ ineinKan- mchen und laß:bn trincken. Ein anders. Nim Schwämme die an den Holunderbaumen wach« siebrennet/und dleAschemitHomgvermlscht/und ftn/siedesie in Wein oder Bier/gurgel denHalß damit. «iu»m damitpurgiret/ ^Icccbiol. ia Oio5coli6,Iitz. ^ cap. 49. oder man dörre sie / und trmckeeine 6r2cbjoi»m mit. Die Schwalbennester sind auch gut darvor / wann man sie aufem Tuch schmieret/, und legts aussen auf die Schwulst am Halse. Speise einen Hund nur mit Beinen / sogibtereinen harten / unnd gar nicht einen stinckenden Koth von sich. Diesen soll man behalten / und zur Zeit der Noth-stossen vor das Halßgeschwar/ ävAnz genant/das ist/ dieKro- te im Halß oder Bräune / und soll nachmals mit solchen Artzneyen vermischt werden/ die auch darzu dienstlich seyn/ spricht cear.y.^pkor. 14. iLm anders das fthr gut ist. k. Zzlaiccr derpi-Xparirt ist/zerstoß ihn klein/solvire ihn mit Braunellenwasser / gurgel den Halß damit/und schabe die Zunge deß Tags 5. mal/ Morgens/Mittags/ und Abends/ und allezeit lehlichmitBrunnwasserher- Nach gespület. 'Die Zungenschabe? müssen aus Weide- nem Holij gemacht werden. Diß ist in Vngarn offt pwbirt. x Ee wird aber der Salniter also pr^pariret: Man thut Item / mm newen warmen Pferdskoth / drucke dm Saffc herauß / und gib» rm Löffel em. Dlß ist auch gut concr» coilcsln. iLm anders» 2 Nimdie Wurtzelvon Schleedorn oder Psiaumen- baum / wasche sie rein / schabe die gelbe Rmden davon/ seuds Mit i^ssig halb em> Darnach lege gebrauten A- laundrem l binde ihn in ein Tüchlein/ wirffihninsFe- wer/so schmelzet er balde zusammen) und gebrantSaltz/ so zergehets darinnen/ Halts im Munde / so gehet die Haut ab. Lege darnach Speck auffdie Zunge/ dielin- derrs wieder. Diß zu gebrauchen soll man gute acht haben auffden Krancken/ob es ihn auch dienlich oder mcht/ wann die Unremlgkeit der Zungen überauß groß/ so kan man di« Zungmitbestrttchen. Ein anders/ vor diHBrämle/ st da komptvon übriger Hitz der Leber eder Milden. damit / biß sie rorh wird: Dann binde ein rothlündisch von übriger läplem Gewandesmein Höltzlein / tuncks meinen Hitze der Le- aoeroer^?allill»^ —.... .... . ihn in einen Schmeltztiegei/und wirfftSchwefel etwann scharpffen Weinessig/ und wasch^ie Zunge damit' Dar- ber oder 2.Erbe:ß groß drem/soreimget er sich unter demschmel- nach mm Alaunwasser/ unnd gurqel das im ^alk a.,ffMilkksnwt tzm/diß,hu-^°d-r4.mol^ «"dm»kr/un°ft.i>kd-nMunddamtt! gen laß ein Ader unter der Zungen. Laßauch ein schwartz Hun entzwey reissen/ unterdie Füsse binden / und sieben Stunden lang drauffUegen. Das zeucht die Hitze unnd Gisst vom Hertzen / und von der Brust. Schn-td--indÄnncsSchmttlcinv°nfttt-mGp-ck/ EmgurGurgelMasservsrdieRrZune' ^ Wer die Bräune hat / der gehe ^a in kein warm Schweißbad. dom Borg oder geschnittenen Schweine/ acj formam jmguX.. und Halts auffdie Zunge/ das corrigirt slxeri. tzrcm lin^uX . und die Braune selber. WerdieBräune suoclzmcnralirer curirenwil / der muß zuvor ihr Fieber curiren/ dann die Bräune ist ein «ccxjco» deß Fiebers. R. Eine halbe Kanne Wein / Raute/Salbey/Krau« semüntze und rotheRoftn/thue dieKrauter in denWein/ laß es zwey Fingerbreit einsieden / darnach thue;. Löffel voll Honig drein / und Alaun einer welschen Nuß groß / und brauchees fein warm. Besitze auch droben im Ende deß 40. Capitels ein gut gurgelwasser vor die Bräune. Mn anders. Rim Wermut/Braunellen/ Creutzsalbey sdiespitzi- Braunellenwasser/ einwenig darunterge- HsnSalbeyenblatter) NauteLoth , nommen / ist gut vor die Bräune. Item / Gurcken ge- >. Löffel voll gesahmet Honig/ ov i. Loth Hutzucker/ diß schnitten / und aufdie Zungen gehalten. Maulbeersafft 5z..2Z.24 Z.5. l'keopkrzst. von offenen Schaden/ Cap. 41. Don den Schwemmen kleiner Rinder. Wiewol ich im folgendem Tractat hiervon etwas Mchk sagen werde / so muß ich doch hier dieser Materien ÜUch gedencken/ uMb der einfältigen Weiber willen / so diese Sachen die Schwemme/und nicht die Bräune nennen. Die Voigrländer nennens die Gürfel/ die Marcker nennens die Schwemme/ die Gelehrten nennens die weisse Bräune. Es »st aber dieses eine hitzigeKranckheit/ und ligt den Kindern aufdieZungen / oben im Gaumen zwischen den Kchnbacken/ wieein weisser Hirse/ das bekommen sie bald im Anfang nach der Geburt/ vonderunzettigen Milch/ von Hitze der Mutter / wird aber also cunret. Nim Braünellenwasier unnd Erdbeerwasser untereinander gemenget/ wascheihmden Gaumenunnddie ZuNge damit / darnach blase ihm durch eine Federkchl / Sasstan in den Mund / oder reibe es ihm auch damit / so brechen sie/ und wann sie gebrochen/so schmiere eö Mit blaweNViolensafftoderRosensafft/ derrectisiciretist/ sovergehetSi Etliche drücken auß einen frischen Gänsekoth den Safft/ unndbestreichen sie damit/ mitemerF^decim Munde. Ein anders. Nim die SchwäMlein/ die an den Fliederbaumen wachsen s manbekomptsie auch in der Apotecken da läst man ihr!nur vor einen Dreyer holen I lege sie in ein frisch rein Brunnenwasser/ und wasche dem Kmd den Mund damtt / so Vergehen sie bald den andern Tag / allein man muß zusehen/ daß sie einem nicht entwischen/ dann sie sind sehr schlipffencht. Es nemen auch etlichePetersiliensafft nach dem eingeblasenen Saffran / waschen dem Kinde den Mund da- mit/ das remiget dmMund /und heilet den Schaden. Ein anders. Nim Hechtzahne/ Item Schneckelhaußlein/ brenni sie beyde zu Pulver. Item / nim gebranten Alaun/ Lorbeer/ Jngber/ana machs alles zu Pulver/temperirs mit Honig/so wirds wie ein Salbe. Damit Salbe denGau- men/ Zunge und Zahnfleisch. »Ftl ' s .">c Folget nun eln ander schöner Tractat von der Bräune/ auch sehr Nutzlich und nöthig zu wissen. Vor die Bränne. t^^IeBräuNeLr^ccIsrinc arzsillZa!?^aune , vom quelen/ daß sie endlich emen Menschen was sie sey bald ezstickt/s luKoczizcjc) liravoulzncjo^ist Nichts an- woher ders dann ein hitzig brennend Geschwür deß MundeS / st^ komme, oder Kehle/wann einem der Schlung oder die Kehle also entzündet wird/daß emem die Zunge gar schwartz/gelbe/ weiß oder rot wird / dadurch endlich die Luffrröhr verhindert wird/daß einer keinen Ochem mehr hat/ und endlich also ezsiicken muß.Es erhebt sich dieseErhitzung undEnt- zündung gemeiniglich an den Lippen / oder inwendig am Zahnfleisch/ darnach nimbt sie den gantzen Gaumen und die Zung ein /btßweilenauch das Zäpfflem/ biß m den Schlung hinab. Diß ist gar eine gefährliche Kranckheit/ wann man ihr nicht bald mtt Artzne-y begegnet/ so ist sie tödllich. Es ist eiN Geschwür deß Mundes und Halses / das sich schlecht und liederlich ansähet / darnach breitet sichs aus über den Halß und Zunge/aber sie kompt in der Kehlen Nicht so gar tleffhinuntet. Es ist aber die Bräune nachArt unndVnterscheid der vierkumorum Illcorpöre davon sie ihren Ur- Brauneist sprung hatviererley/ welche man auch an ihren Farben viererlei), unterscheiden kan/Ersilich ist eine weisse Bräune/die gar weißlicht ist / welche die saugende Kmdlein gerne bekommen. Wir nennen es hier die Semmel oder Grieß/ dz es wie ein weisser Grieß oder Semmelmeel aufdie Zungen außgebreitetlkgt. Darnach so ist eine braune Bräune/ davon ZieseKranckhett sonderlich den Namen hat/ daß die Zunge davon braun wird / sie ist aber auch etwas rötlich mtt. Die dritte Braune ist eine schwärtzliche Braune/ wann einem die Zunge gär schwartzlich wird/wie ein Schorfs auffdem Grinde / drumb nennens die Lateiner ciusrsz. undlstdieschwartzeBräunedieallerfährlichste/ dann wann sie gar in den Schlung hinein kommet / und ihr nicht zeitlich mit guten Recepten gewehret wird/ so ist umb das Leben geschehen. Die vlerdte ist gar eine rothe Braune/die offtmahl der braune gar gleich ist. In summa / die Zunge emesMen- schenistwieein Schwamb/ darem sich allerley Feuchtigkeiten ziehen können / unnd weil dieselbige nicht einerley Art sind/so kan die Zunge auch nichremerley Farben/ Habens Die alteN Aertzte sagen von mancherley Farben/ abet Man kan die andern alle nach der Zahl der Kümo- lum m vier Theil theilen/ unnd zu einerjedernArt seine Fache reducrren öder bringen. Darnach so kan man aus den Farben leichtlich die Ur- sach eener Braune erkennen.Die weisse kompt den kleinen saugenden Kmdlein gerne von der Milch/ wann die zu sehr gesaltzen / und darnach zu scharpffund hitzig ist/ deß Kmdes Mund jucket / reisser die Zunge /und machet solchen SemMelgieß im Mund/ welchen sonst die Weiber dieGchwemmeheissen. ^ Darnach so kompt sie auchvonvtelenpjilc^mzre, Braunekati welches sawrgesaltzen unnd eme bittere Feuchtigkeit ist. aus derFar- Item/ von den Dünsten die aus den Magen steigen/ h^erkant wann er die Speise nicht wol däwet und kochet/ sonder- werden, lich / wann Man viel Speise in sich gefressen hat/ die das pKl^mzpAegenzumehren/alsFische/Mllchspeise/und dergleichen. Die braune und gelblichte kompt sonderlich von der gelben Galle /welches m dem Leibe nberlaufft /sonderlich iu rcrcism ^kplici vc! erizm coociaus welches einen Nie Verlast/ sondern immer fort und fort brennet/und ist das rechte Fieber/ das man sonst ultics m nenNet/ in welchem sich viel Braune pflegt zu finden?/ dann die Zunge scheinet erst braun und rötlicht unnd etwas gelblichtzu seyn/darnach nimbt dieselbe gelbe allezeit mehr und mehr zu / daß sie auch endlich von grosser Hitze gar verbrant wird. Daherwird diese Art der Bräune Cruüs, das ist eine Rinde genant. DierotheBrauneaberwirdvonvielemBlut/ unnd - Darumb ' - -',5 - - - 2.'. 7'71 > Harumb'wird die Zung also gefärbet. Doch ist die Galle gemeiniglich mnb deß Flusses willen / darein vermischt/ sonjwnst das Blut an jm selber nit so gar flüssig / Darnach so kompt diese lpecics auch vonSpeise oderTranrk/ zvelcheetwas scharpffist/ und sehr beisset, Dce schwartze Breune / die zwar mehr bleyfärbig ist / kompt gemeiniglich von der schwachen verbrantenGalle« Es wird auch die Zunge untcrweilenvon dem hitzigen Fieber also verbräm/ daß sie gar schwartz cst.In der Pest auch in der Vngarischen Kranckhcit/ oder andern gisstz- gen Fiebern/ e6 ist ein gemein üccicjer>5 oder Zufall. Drumb wann inan ntt gewar wird/daß dieZunge roth ist/ soll man sagen oder dencken / hie regierer das Blut: Wan sie aber weiß isi/so sage man/ hie hat das gesaltzene phlegma überHand genommen: Wan sie gelb ist/so sage/ hier herrschet die gelbe Galle: Wann sie schwartz ist / so Artch/Hier hat die schwartzeGalle überhand genommen/ oder ist hier die schwartze Galle zu sehr verbrant. Vor der Lurs der weissen Bräune beydenKmdern. Ksmedie Wann man etwas curiren wil/ so mutz man allzeit imssebey ander lmden Artzney ansahen. Drumb soll man erstlich WM undbeyzeiten deß Kinds Zunge/Gaumen unnd Zahn- »njltD- fleisch/ nutBrunellenund Sawerampsserwasserwa- schen/also und dergestalt/daß man in dieselbe zweyWas- serzuvvreln wemg Essig geusset/daß es ein wenig scharpffer werde/besser eingehe / und denUnflat desto besser abreibe. Man muß es lawlicht warm machen / em Tüchlem darein netzen / unnd dem Kinde seinenMund über alle gar wol damit reiben/ unangesehen / daß das Kind schreyet / und sich dargegenstreubet unnd wehret/ damtt nit wetter Schade geschehe/ dann es ist besser daß die Kinder weinen/ dann Eltern. Wilmansaber darnach etwas starcker machen/ so mm zu den vorigen zweyen Wassern Nachtschadenwasser/ Salbeyenwasser/ und Borragenwasser/ auch ein jedes ein halb Nsssel. Wiltu es hernach noch starcker haben / so thue ein Lot ZiÄmorum.das ist / eingemachten Maulbeersafft drem / Md den S nrup von Violen/ damit es den Kindern desto lieblicher schmecke/ die bekompt man allezeit in den Apotheken. Es ist auch sehr gut / wann das Zahnfleisch mit Cardebenedicten Pulver unnd Scharlachskrautwasser wol gewaschen wird / dann alldar henget der Vnflat daran/und breitet sich immer weiter auß. Also mag man darnach fortfahren mit starckern Artzneyen / wann die vorigen zu gering seyn/ unnd der Schade hefftigzuge- nommenhat. Alswannman nimbt Lc-Ii armeui zwey Loth/ ein Pfund Honig und gebrandten Alaun/ das soll man zusammen mischen/und den gantzenMund wol relben/daö mußmandeß Tagesetlich malnacheinanderthun/ daß auch bißweilen das Blut hernach laufst/sonderlich wann sich der Vnflat so hart darein gelegt hat.Aber mit kleinen Kindern kan man diß nicht also thun. Item / man mag auch nemen Brunellenwasser /.und die r>ocl?>lcos » die man in derApotecken bereitet findet/ drein vermischen. Es ist eine kleine Artz- ney/aber sehr gewiß/ sonderlich umb den Campffer/wel- cher nicht das geringste Stück ist in dieser Sachen. Es were auch sehr gut/ daß man den Ammen ein Regiment stellet daß die Milch gebessert würde / daß sie nur süß essen und wenig gesaltzenes gebrauchen / sonst wann die Milch also bleibet/ und sie viel schwer essen /und herben Wein trincken wollen/ so wird dieser Seuch langsam geholssen. Also soll man auch mit der peppe fortfahren daß die nichtzu hitzig sey. Die Speise der Kinder sey Wasser wol gesotten/darnach von Semmelmeel wol außgebacken/ die Krume darein gethan/und gekocht/ daß es ein Brey werde / kan ein wenig gelinde gesaltzenButter oder Zucker Candi darzu gethan werden. Item/so du wllt/so nim dieWurtzel von der Himmelschwertlein/ welche man sonst auch Violenwurtz nennet/ die dörre und pulvere sie / und mische sie mit Honig/ den Kindern in den Mund gestrichen. Wil man es starcker haben/ so zerreibe man ein wenig Rosenblumen und HirMümletn/und menge es alles zusammen/so wird mänWunder sehen/was es thun wird/ wann mans wie vorgemeld/gebrauchen wird. Ader vielkrajsttger und heilsamer ist/ wann man M wemg Sassran und gakeintventg Mykrhe / Eychopss- lein / und die Rmde von dem Weyrauch darzu thut/dar? das muß man alles gebrauchen. Es muß aber alles geflossen l wie letchtlicht zu erachten!) und Mit Honig auff die vorige weise gebraucht werden/ und wird dieses grossen Nutz schasftn. Diß soll gar dünne in Mund der Kinder eingestrichen werden/ an die Orter / da der Mangel ist. Von der Lurs der Altem Mitden Alten MUß eine andere Ordnung gehalten Braune ük^ werden/ dan denen muß man zuvor die Haupt oder Me- den alten zH dianader am rechten oder lincken Arm/ und darnach auch curiren, die Ader unter der Zungen m allerley Braune schlahen lassen/und ihnen darnach eine Purgation eingeben/lvel- che in der weijsen/das gesaltzene Phlegma / in der gelben die gelbe Galle/ mderschwaryen dieMelancholeypur- grren und wegnehmen werden. Das rothe aber muß durch Aderschlagen weggenommen werdemWie aber d;L Purganon geschehen soll/ das muß man bey den gelahrten l^oätonbu!. der Artzney,/ unnd erfahrnen Leuren erkundigen/dann es hier zu lang werden wolte/ diß alles zuschreiben. Man soll auch allezeit etwas in den Mund nehmen / daß^die Hitze verzehret/als Ungarische Pfiau- mensasst oder Suppen/damit soll man den Mund spüh- len und wasche. Dasselbe thun auch dieZwetschen/ Item das Rosenwafjer/ Rosinen m frisch Wafler gewelchet/ Item/ sawre Rirschen/ Pommerantzen / Laeruken/ Sa< werampsserblätler/ die Zunge damit gerieben/der Safft Melaunen undvon dm Gurcken. Es ist ihm auch gut/ wann er Endwienwasser rrmcker/ unnd Hindlausften- wasser mit Essigvermischt. Auch soll man die Zunge Mit Gerstenwasser reinigen/ mitMaulbeerensafft/ Rosenhonig unnd dergleichen: Endlich soll man jedes zusammen vermischen / unnd mit dem gurgeln nicht aujshören sondern täglich damit fortfahren/so lang es die Noth erfordert. Man mag auch sonsten emgut Gurgelwasser brauchen/ das also gemacht wird. NimBrunelle und Wege- breitwasser/jedes ein halb No>s.senwasser/ das weisse voN4. ^ukgelwH Eyern/Eampheri. quinlletn/ oderlemmum sumacti, servordik Mische es zusammen und gurgel damit. Man mag auch Bräune> Wegebrett und Brun ellenwasser darzu thun. Wannaberdie Braune beginnet zufallen / so soll rttanviel Eychapffel oder Cypressennüssemil''oarinnen sieden. Man mag auch Hirschhorn verbrennen / und zu Pulver machen/ und die Junge an den Oertern da Faulnuß ist / wol damit reiben. Doch kan dieses auch leichtli- cher Mit der Fenchelwurtz geschehen/wann man die brennet/ mit Homg vermischet/und die Oerter damit reibet. Aberm derweissen Braune muß man darauffgute Achtung geben/daß man javielunnd offr solche Sache» brauchet / so die Zunge sehrzusammen ziehe»? / und mit masjlger Hitze außtrucknen. Darzu dienen die Musea-' ten/Zitber/Nägelein/ wann man die mit dem voriger? Gurgelwasser brauchet. Darzu dienet auch der Weyrauch / der Mastix und Cypressennüsse / ein jegliches insonderheit oder m,t Homg zusammen vermischt/ damit soll die Zunge unnd der Gaumen wol gerieben werden/ wann gleich das Blut hernach folget. In der gelben Braune soll man nichts hitziges brauchen/ sondern nur was da kühlet/alö öolum ^imenuw, Schleensasst/kok cie Kekes.dasist/Iohannesbeerletn-- safft / Item/ süß Holtz/ das Griechische Heusamen/nnt Wein oder mit s.i' lechtem Wasser gesotten. Auch sind hierzu die Camillenblumen gut/oderWelscherSteinklee Mit gesotten m etlichen Wassern/als Sawetqmpffero- der Brunellenwasser / und dergleichen die Asche von der Aurm oder Tausendgülden mit Honig vermischet / trei? bet die faulende Bräune hmweg' Es ist noch ew Gebrechen der Zungen/ dz man 5'ZL. nennet/ ist eine solche ?alüo,^uL liaAu» «T mcmkravis lmAuam conliaeoribus, ^urioribus vcl brevioridus, vel oaruralirer, vcl ob cicarricc ijUZvc>2M ^uriol-em,acci6ir, un macht daß eil! Kind langsam recht reden lernet / oder daß ein Mensch isonsten kümmerlich und schwerlich redet.Diß verwarlosen die Eltern/ wann sie in der Jugend Nichtachtung auffdie Wochenkindlein geben/und ntt sehen ob ihnen dreZunge etwan angewachsen were: Die Mütter könnens balde an den kleinen Kindern mercken / wann sie die ersillch anlegen unnd ssugen lassen wollen/und solches denKmdern nicht wolvon statten gehen wll / so sollen sie ihm balde m den Mund unket das Züngelein sehen/ obs ihnen angewachsen ist / und es einen Baiblrer mit einem scharpffen Scherlein lösen lassen. I^ol. mocio tsboravir ille 7. Gtincken-. der Athem woher er ksmme. Stinckew der AtheM wie er schnell sey loßzuwer- gen» Das X^NI. CaM VsttAthememesMenfthen/ uildscl^ neN/Vcciäcllllbus. kTXEr stinckendeAthem ist einem Menschen gar ein bö- ^sesDing/ dann mit solchen Leuten niemand gerne tvil zuthun haben / wanns ihnen also aus dem Halß stiNckt wie ein todt Ahß eli V -Mm U5 foeror. Ich Habs offt erfahren/ daß junge Mägdlein/ wann sie sich mit einem verlobt/und darnach/wann sie einander näher kommen/gemerckt/ daß ihr Bräutigam einen stinckenden A- them gehabt/ den stracks auß Nit haben behalten wollen / fondern seynd vor das Lollliltonum kommen/ und haben sich stracks auß wollen scheiden lassm. Es kan aber derselbige mancherley Vrsachen haben/ dann er kompt entweder von Munde/ odervon den Zähnen/oder vom Magen. Ists von den Zahnen / so reibe alle Morgen die Zähne mit Saltz/stipffemtt einem singer ins Saly/ und reibe die Zähne wol damit/ und wasche sie damit. Ist vom faulen Zahnfleisch/ oder verderbten Magen/ so nun Wermut mit Cttronenschalen und Essig 0- der Wein / und seuds miteinander / und wasche die Zahne und das Zahnfleisch damit/losn, ^cluc,und cenr. 9. ä pkor» 4. Ists ex ver>rnculo,so samle dieBlüt oderKörnervon Wermut/ zerquetsche sie ein wenig / und laß sie in einem Tüchlem fein lucker gebunden m der Lufft/ und nit m der Sonnen / wann die dürre Winde seyn / treugen / unnd henge dessen zum öffternmal ein büschlein in Wein/ so bekombstu Wermuthwein/ den trinck alle Morgen. Magst auch wol ein wenig Saltz darzu thun. O der/ mm Weinreben Asche / mache eine Lauge dak- von / und vor vier Pfennig geflossenen Saffran drein gethan/ trincks Abends und Morgens. Man soll aber das Brunewasser darvon die Lauge gemacht wird / zuvor sieden. Es ist auch denen Leuten gut/ die ein böse Lunge und Leber haben. Wiltuesabergerneschnell und plötzlichloßwerden/ M4>oder5.TaHenK,, einehandvoll^Kiiarliü oderWer- muth / und eine Hand voll cvrciccrnLirri oderEirrinat- schalen/geuß halb blancken Wein / und halb Wasser in eine Zinnerne Kanne / die muß nut Meel und Eyerwelß dick verkleidet / und wieder trcuqe seyn / und lege diese 2. Ding drein/daß der Wem den Schalen gleich sey / und nichts drüber..Es darffnit voll seyn/ 2. theil müssen oben in der Kanne lcdig seyn / und die Materia nur indem theil: sonst weichem auff. Laß sieden m einem heilen sie- denten Kessel z.oder 4 stunden. Darnach nimbs herauß/ und laß kühlen/mache die Kanne nit auf/ biß esküleist. Davon trinck alle Morgen emen guten trunck/ oder 4. Löffel voll / blß es allen Gestanck deß Magens benimpt. Es bewaret auch dieses vor die Wassersucht. Im fall die Wassersucht hesstig zu befahren were /sol man z. theil deßWermutnehmen/und ein theil Citrinatschalen. So der Srsnck nit vergehen wolt/ so schütt ein wenig Saltz zu den Krautern/ und seuds mit. Item/ nim frisch gebacken Brodt/ wirffs MBrunnwasser. Vor den stmckenden Mund / fceror ori s genant. Wer einen stmckenden Mund hat / und zu den Leuten gehen wil / der neme ^romaricum rolarumLalzneliz in den Mund /und halt es drinnen. Deßgleichen thut auch viamulci ciulcis.Irem/ Nagelein und Paradyßholtz in dem Mund gekewet» DasAnde» Buch/ Wmd-rMindnacheiiilr Kranckheitibel oder anders wovon/ der esse warm Brod aus kaltem Wasser nüchtern / so viel et mag. Dann also machens etliche auch. 5Vem der Mund stinke- Nim Poley lege ihn in Wein / und trincke nach essenö ^und davon/auch Abends und Morgens nüchtern. Oder lege Wermut in Essig /und wasche den Mund damit. I- was dast.r tem/nim Samloden/Tormentill/Sanickel/Winter- Zu vrauchm grün/Sinnaw/ seuds miteinander inWasser oderBier/ und trinck davon. Oder nim die Rinden von Rückenem Brod / Galgatt und Nagelein/ pulverisiresmiteinandet/ brauche es. Eine Magen Reinigung dienet wol darzu mit purgiren- derArtzney. Dem stmckenden Athemhilffalsö- Wasch das Maul innewendlg offt mit Essig unnd Wasser. Darnach masticir und kewe ein gut Theil deß Lum mi mzttlcis>über eine weile hernach spül dasMaul mir Wein / darinnen Anyßsamen und Nagelein gesoki- ten seyn. Kompt aber der Stanck von emem faulen lö- cherichten Zahn / so ist nichts bessers/dann den Zahn nur außgebrochen. Vder nimb F-rpill um, Quendel unnd pol^pockium iSteinwurtz oder Engelsuß genantjpulverisiere es/ und iß offt davon.Oder iß offr Wem und Brod/brenne Sal- bey zu Pulver/und thue es drunter. O der trmck O chsen- zungenwasser. Oder nim die oberste Krustevondem Brod/und Galgan/mengs untereinander m Wem/und iß davon. Vor den Stanckder Zähne im Munde' Nim das weisse von emem gebratenen Ey,/das wohl Zähne ' ^ hart gebraten ist/ein wenig Pfeffer und einwemg Grun- stanckz« span/stoß es wolzusammen/Zund lege aufdte Zähn. Lese vertreibet» ^lezcsucj. Lcacä^t. !tb. 5. ia ^rooemio l. Recept der Zähne und deß stmckenden Mundes. Wasche allzeit nach Essens den Mund mit Essig und Wasser vermischet/thue em wenig Saltz darzu / und reinige die Zahne unnd das Zahnfleisch wohl vom Vnflat undFlüssm/ die vom Haupt herunter in die Zahnefal* len. Magst auch deß Morgens den Mund nüchtern waschen und die Zähne Mit emem Salbeyenblat/ oder Ps» merantzenschalm/und Cttrinat/auch Mit einemPulver/ vsn Nagclem und Muscar gemacht / reiben. Man soll auch melden alles Milchwerck/rohe und unzeitlge Früchte / und alle sawre Dmg/ unnd alle Speise so hartzu ver- dawen seyn. Das XI.IV. Capitel. Vom schweren Athem und Reichen» Qs^Iewol ich diese Kranckheit billicherzu den Lungen ^^oder Brustkranckhetten setzen solte/ so wil ich doch lieber allhier auch gedencken/ weil der gemeine Niann mehr auf den cKen<.llrum , darauß dann folget und Hust. Es ist eben das. Dann l'arrzrus ist bey ihm Nichts anders/ dann eine dicke/zehe/schlcimige Feuchtigkeit/ die endlich gar harr und zum Srem wird. WüiUi nun emer einen guten Freund Härte in der Langen / der diesen zehen Schleim inwendig von der Luftröhren abschaben tönte/ so wereeinem solchen leiä tzu helffen. DanndasDmglegtsichsohartan/ daßmans nicht leichtlich wieder erweichen/ unnd dadurch bringen küN. Drumb hre auch/ pnnci^iis «Kit!». Men Habersiipleiu sind in der erst solchen Leuten gut/ dann yieeszu sie erweichen den Schleim/und machen ihn loß. Oder Mcibcn. braucheReisenohloderBauMöhl in denBiersuppen deß Morgens uinb acht/und nach Mittag umb drey das lindert semumb die Brust, Man muß über hier gute achtung auf die Ordnung geben / dann nach dem diese Kranckhett lang oderkurtz wehret / darnach bekompt sie auch ihren Namen. Im ansang heistste res^iisacliaitii- culra^wann einem der ?llhem schwer wird / a Ä)? p^rci cula , ctikliculrArcm 3>icujus re> in compotirio^L implircgr, öc ^ ls,u o, wann einer engbrüstig wird / un^d kan nicht wolAthem holen. Darnach wann die Kranckheltzuntmmet/und so gewaltig wird / daß ter - Krancke ohne gerensch der Brust oder keichen nicht wchl Athem holen kan / so heist mans z. Wann es aber Mit dem Patienten so weit kompt / daß er keinen Athem hat/ er richte sich dann im Bethe aus/so helsts«'^-^.-«,, so helffe dann der liebe Gott/ weil das der beste us 'P/wie er sich selbsten nennet im andern Buch Mosis am 15.Capitel / am ^5. Und ^6. Vers. L^lluslib. 4.^^.4. ^euusIib^.cleLlliollicismolbis.czj?. ll. (Zalenus in ijekrnr.Lc ^i^siociarcz. ^Aio.lilz.z. 02^.^9. kzrrKoU üb. 7. czj). 28. Emem solchen Patienten muß man den Schleim von den Lungenröhren Mit TranckeNund Küchlein ablösen/ die man immer im Munde hat und halt/ und fem meh- lich hinunter sincken läst» Man kan chm deß ersten Tagesein Tranckleinords Nen/ daß Man deß Morgens fünff Stund vorm Essen halb einnehme/ die andere helfft deß Abends/ wann man zu Bethe gehen wil. Deß andern Tages nehme man wce- Verein PurgiertranckleineiN/ unnd faste wieder fünff Stund. Deß dritten Tags brauche Man Küchlein hierzu dienstlich. Das lsiermz Ori. etliche netwens Wolrath / ein scrupel schwer in einem gebratenen Apffel gebraucht/lindert die schwere deß Athems. Man Muß aber das jenige spsrm-, Ori nehmen/das nicht alt ist/sondern mw/ feucht und ftisch» Man muß es aber auch nicht gar offt brauchen. , Der Balsam oder das ^at;Ueriumodero!eüm5ui- phuri 8 ist gutvor das und die enge der Brust/ einTröpfflein oder etliches in Brandtewein odereinem vir^, oder sonst rn einem andern ^ppiopnats eingenommen- Item/Schwesel/Weyrauch Und Myrchen gerochen / Mynhen unnd Mastixkörner gekeweü Es ist kineWurtzeldieheissendie Märcker/ weisseWurtzel/ die istknötlg / und wird m der Creutzwochen gegraben / die Mägde schmucken sich auch damtt/die nehmen etliche und essen sie nur/und sagen/ es helffe sie wol/ wanns ihnen also aufs derBrust ligt.Ehrenpreißwasser eingenommen / soll auch in solchem fall sehr gut seyn / 5ulpkuri s piXpArarionem besihe iM ^iico^rslio IrsÄsru!.« jzrXsizrzrionum lib. i. Es wird auch die Engbrüstigkeit/Keichen und schweren Athem curiretpciOx/zcaark!i,l.zulco!am und l)a- ws5oalGa, 1 üuraejl^ tilon.I.is.cs^.i^. Irem per Viv -55 c^rkolicoo OlZtamaton; vikmakAariron. krill Zjsec« lib.^.psrr.l.cz^.i^.^Zrr.z. 1 rkA.i.cs^,?. mecleacur 6s?loo^ pulmoue vuI^sZ. cteczulibus Loiciouij. Vc» rum üxc sunc mirioiz.rutll cimcurnZL Lc ^lllimaci mci- 6cncur.Vz!evrioiZ suacl.o^d.lznum Lc cxj)crrü,l-octi. ctc //zsc ^ncic^UX a ci^llis Lc vilcicjis ünnionlzus zuri!i3urul.Iccm,5n^ic!um üluci l^ocü 6e ti-illi caliäic^ce sc iiccicsiL lulzvcnir. tumi amni üorA > 6e ^ii^zverL, ci^cui üc>rz co:7>3m. Item/sicde Nesseln im Weinund trinck davon. l^oliunt criAM ^ttkmacici sut?unn^zmoi?ibus uri KolniÄNllv. k^^cere, LinoMomo, Altare, c?^iiu^li)'I.^i^ncz^Ioc.z,kXA- lticc. b6Xc rrjz cxcij?iuucul licjuor^, tuccu -iunrui » av! >Znius carbooikus injiciuniui.l'loi'um vas>or s>ci 05re- Die schweren Athem haben/ und nitwolaußwerffett können/von Flüssen/ sollen das l^i^eniäion brauchen. lccin, v^upum äc ?lÄlIic>.üorcs LztÜX loluciva?. t!c>. >es crrrsÄX s)Nroilcr> ^LkzlvuM t UNNdtteibM den Schleim ^cr leäcs weg. Item/die ein schwerenAthem haben/ sollen eine Lat- werge/?ü>!»mum m^iusgenant/MltWeineinnehmen« Item/die newe Wurtzel ist auch gut / 1.0 - slsteineLatwerge^viccvnX) macht auch einen leichtenAcbem/^/rus. reiniget die Lung/ und macht einen leichten Athem. öio.n,r^cizm /^ltllMÄcicl cereviliAM tzelenio cooäis tam, Alantwurtzel. Aiegenklee ist gutvor , den Olosc»riäcs L) rlinum nennet. Will man in dieser Kranckheit venrofcn: odet Köpffe setzen laßen / so s.tze man siezwischen die Schuldern/ allein daß es dem Magen sehr schadet/oder unter bieBrust. Will man aber zur Aoer lassen/ so lasse man die Adet/ die man nennet -5, >cl eil. vvn2s5sucium Lc Aur, ru> >>!. die soll man lassen/5c.Ko!.ZzIer.cz>).lO^ Was man vor warme Bade brauch m soll/besihe R.U- lzn6u?nvonBadern/tcz!.^! Etschenreutern/fol.197. Wann mitcen m der l!nn ein Staub erscheinet/ odek da im öbern theil eine Rohe ungedäweker feuchte erscheinet/so bedeuts die^tikmz. Etliche trincken auch den Gafft von der Wermuth in Eppich/Änagestossen/ mitZuckerunndSüßholtzsaffc vermenget. Item/das l.z»clznum l'tieopülziii z. gran in Hisopenwasser erngenomMen/ist auch sehr gut. Item deßÄmsöhlS s Twpffen in Wein eingenommen» Besitze auch darunter das 58. Cap. Vor den schweren Athem. Die Blatter i^icotlZNX in Wasser und ZtüFer/Sy- kups/ IulepS oder Apostems weiß gesotten / unnd alle Morgen nüchtern / zwo oder drey Untzen schwer / eingenommen / vertreibt den schweren Athem / und bett alten Husten/machen die zehe/ grobe schleimige feuchte auß- werffen. DerKrancke muß aber zuvor den gantzen Leib mit purglren reinigen. O der man dörre nur die Blätter 5Ncc.tiznze und lasse den Rauch davon durch den Mund in den Halß gehen/ das ist eine sonderliche Artzney wider das keichen/ die Lungensucht/ alten Husten /und wider solche Flüsse / da man allein die zehe/und dickephlegmatische Feuchtigkeit sollaußführen. Zu guten leichten Athem. Die Feyelwurtzel die innewendig röhtlich ist/ so es eilt Mann gebrauchen wil / zureebe es auffeinem Reibeisen/ eine gute Messerspitze voll/ deßgleieben Lorbern / die ge- stossen seynd / auch so viel Zuckercandi als eine Haselnuß groß /der weiß ist/ schütte es in ein gut warm Mer/ das mit Butter angemacht ist/ und trinck es. Mer das /MKmgcuriren wil. Der lasse den Patienten zum ersten/deß Morgens rs- äi c.cickor. mit ls?iriru vnri ol i vermischt / essen / das er- ösnet die Obtiruöiiones t und darnach eine s-urZarioncn! piruitX brauchen / und weiter lpinrum 1'cr^cnrm! m Wein einnehmen / etliche Tage nachöwander» M . Her 1 L/4 Das Ander Buch/ Der Alant istsolchen Leuten auch sehr gut / in Wein sder Bier gethan/und davon getruncken.Item trinck guten Wermutwein oder Wermutbler. er weiter/ so mmb l'erna« parrc» cslcis vi va?, ki, gijcjz» rur^rlevlci^ars uoa s das istetn Gifft/ Manmußdie Salbe nicht vor die Hunde oder Katzen kommen lassen) co^uznrultj; iu ciill^eorcr tr>rÄ. Zzris coäium cll^ ineäiczmesrum iarelli^ilur, ü szeana immersa 6epIu-> merur. l^oc ioicurciecoÄum caliäum!oc.o us. ?ixc Lamersrius. Das XI.v. Capitel. Von der Stimme. Ne kompt bißweilen/ daß einem die carksrri in den sxxonem -^^^^diezlpcramarccrizm . LuNgUNdanderela- verkindert Stimmen fallen/davon einer heiß wird/ Das XI.VII. Capitel Von den Zähnen und Backe» Man chn in der Apotecken hat. Aur Stimme. Nim gelbe Violwurtzeln/ schneide dieselbe so dünne ale du kanst / und siede sie in einer Kannen Bier / biß sie gantz weich wird. Wann das geschehen / so nimb Iung- frawhonig / thue es drein/ und ttincks/fo warm du es er- !eidenkansi. Liefe^Iexsr>6rum LeoccjlÄum Iib.8. iLin anders. Wannduwiltaussdie Kantzelgehen / so isse bittere Mandelkerne» LVereingnte Stimme wilmachen. Stimme zu Nim Senff der geflossen ist / unnd temperir den mit machen: Honig/ und mache Küchlein drauß/ und iß deß morgens nüchtern eins/ so bekommestu endlich eine guteSttmme« Etliche nehmen zum SenffPfeffer/ ana. Ich Habs von einem jungen Gesellengesehen/ daß er hinauß in den Wald gieng / machte ei« Grüblein unnd schrye hinein / vcuZ in zcljurorium rneum inccncje.oder waserfonstenwolt/ sostarckerkunt/ daßerauchgar heiß drüber ward / davon bekam er endlich eine herzliche Sprach zu predigen unnd eine schöne reme Stimmezu singen. Dißsihetmananden ^ulic>z, wannsiechre Stimmeim singen wol außschreyen/ daß sie endlich gute reine Stimmen bekommen. Item / mmb Alaun / und Weyrauch / stoß es klein / und sied es wol im guten alten Wem / und trincks. Aber für allen dingen ist allhier gut der Syrup kcroclij (je Lr^km». Etlichenehmen Leckeritzen/ guten IngberunkdBertram wol gestossen/ und machen Küchlein drauß/ und essen nüchtern davon. klirakilircr voccm clarikcat ra^ir consolicj-e msjo» riziacila. L< in mo«jam LIeäiuzrü coaclira, vmaimaae. Vordie^eisierkeit. Nim Isopen und Poley/ und reibe den Safft darauß und trmck denselben / und bestreich den Halß damit «opkzizuseli m^er lspillu» colore cie^iäiuZz^ui Aelis- lusivore, clicirur clsri^csre vocem , Lc ^escutieres rzueecjiaeszuces. kz>rc>l.^a^l.l!b i6.cs^.sy^ Droben im 2 8. Cap. hab ich auch von der Heisserkeit geschrieben. Liese auch Zctiolani Zaleiivrzosm czp. 80. Das XI. VI. Capitel. Von der Stirne. Stirne ^Or alle Kranckheiten der Stirne laß ohneSorge zwo Kranckheit/ ^Adern jm Nacken. Das Haar von der Stirne?» brmgm, Stirnhaar Wie man das Haar von der Stirne bringen/ und eine Wie sie weg seine hohe Stirn/als die Iungfrawen gerne haben / be- zu bringen, kommen soll / hab ich zwar droben im iz. Cap. angezeigt. Aberhiermußich aus dem ttippocomico Lzmelzrij von einem ?5llorl»o>oder un^uenro cieszilsrolio (dann also nennens die Gelehrten) von einer Salbe/ so die Haar von der Stirne wegnimmet / noch etwas sagen / das zu solchen Sachen wol dienstlich und gewiß ist. k,La!cls «r/Ai5«.i6 est,ioexrir,Äi. ungeleschtöKalck/ xÄlrcsrres.I-irka^ii-i ^rr?scluss.rerznruracu^r?,co, ousorurcz; ir> sccrc? inpci sicrus commil^iOrie öc s»irs- rione man thuts in einen Tiegel/setztS übers Fewer/und rühretö mit einemHöltzlein umb/darnach streichet mans suffden hanchten Ört/ unnd lests ein wenig drauffbleiben / unnd dann mit warmen Wasser gar gelinde abge- waschen / nickt hart gerieben/ sonsten gehet die Haut ab/ so gchets bald weg. Sder wtl mans ftarcker haben/ sagt l?>Ie Zahne thun einem offtmals aus mancherley Ur- ^sachenwehe/ bißwellen von Flüssen/die sich dahin legen/ bißwellen von den Würmen / blßweüenvon hitzi- ^ ger/bißweilen von kalterUrsach/ wie mans dann leicht- komme-, lich erkennen kan / wann man etwas kaltes oder warmes in den Mund nimmet. Bißweilen werden sie löchericht / werden schwartz und grewlich/ beginnen zu wackeln/bißweilen kompt eine faule Feuchtigkeit / oder ein böß Geblüt hinein. So ist auch das Zahnfleisch roth und hitzig/ wanns von übriger Wärme herkompt. Darnach muß sich ein k!e^,cus mit seiner Lura zu richten wissen/ sonsten richtet er wenig aus. Ist das Zahnwehe von Hitze/ so halt kalt Wasser/ darinnen Campffer gesotten ist/ im Munde / oder siede ein wenig Campffer in Essig/ unnd Halts im Munde. Wann das Zahnwehe pytt Hltze kompt. Skm»., So nimb von volcismo (Bilsenkraut) die Wur- tzel/siede sie m Weinessig und Rosenwasser/ undhalte^^ Must dir aber nichts davon in die Brühe im Munde den Leib kommen lassen. Ist der Gchmeryen von Rälte. So muß man sich pureren mit Pillen Loac?lende Zähne. K. Eychmdaum Mohß/ d.r lin Anfang des Sommers gesamte! / unnd an einer tl uckeuen Stelle gehalten ist / den siede m Wem / und halte den Wein im Munde t das starcket und vestiget dlewacklendeZäyne, Deßglei- chen thut auch die Cttronschale / Beerloppen/ und Myrrhen/un Wem gesotten/ und indem Munde gehalten. ßW zmch^tz:.' Vor das XVehethun der Zähne. Wasche sie alle Morgen mit zween oder drey Tropf- smBrandtenwein. Vor das Zahnrvehe ein wahre Artzney. Nim cin Knoblochshaupr/ oder nimb nur etwas da- AahnVehß Von / schele es / zerstoß in einem steinern Mörser / daß es darvorei» sein safftig wird / thue Pfeffer eine halbe Messerspitze wahre voll darzu/ unnd auffwelcher lseite dir der Zahn wehe Artzney thut / auffdieselbige Seite binde den Knobloch über den Elebogen/ da man die Köpffe pfleget hinzusetzen an den Arm /doch daß er dieMauß nicht berühre / und legs fein gnaw zusammen/ so gnaw als du immer kanst/und sturtz elnen Löffel oder ein breite Nußschale drüber/ und laß eine gantze Nackt drüber llgen/ fo wird dir eine Blase da werden/die lasse aus/nnt emer Nadel geöffnet/ ov laß es von ihm selbst auffbrechen.Wilm aber daß er sehi fl»essea -- -r ^ - '«N ^j. e» ^ "^rtz ""UÄ/» Upk ^ML VA/ ZlM " "" "^M -^We>«Äl Sdttz sF'^ --'Dich ..Ä' .-M", " ^ -s,A^ VenderHaußafßney. iz^ soll/ so Nimb ein Attichblat / und kehre das rauhe hinein/ Wie maNS MächM j^tl / baß eineM eiN und legs also drauff.Wiltu aber/ daß es bald heilet/ so ^imb ein Attichblat/ undlegedas glatteende drauss/ so heiletS. Es legen auch etliche Knobloch mit Saltz geflossen/ anffden Pulß an derjenigen Hand/ auff welcher seither schmertzhafftige Zahn ist/^iTsI^.ceur.y. ^pK.,o. Mn anders. ^aß dir zween grosse Köpffehinden auffdie R.eac s sussenwendig auffdie l/umkos oder Lenden setzen / da man den Lalculum «coum fühlet/die Ziehens herunter/ und die Keaes »rrrztlirens / daß es darnach xcr Uriuam weggehet. Wn anders. Koche ein wenig gelben Agtstein in Rosettwasser/ und lein wenig Ingber darzu/ und halt die Brühe davon lau- licht im Munde. Min knbers. Büsensamenm warmen Essig auff die wehthuende Zähne gelegt odergehalten / aber man muß es mcht nein schlucken. einen grawen Esel l sind längllchte Wurm/ mit vielen Beinen/man findet sie in denKellern / unter den Steige so Pttlcht pMe». Nktt/ »vtUttl ttitti? s»r u»ij» und machen sich keulicht/ schier wie eine Kugel) durchstich sie mit emem Griffel oder Stiel / undstich darnach in das Loch deß Zahns/ so leget sich das Wehe. Oder nimb ein qumt SpanMn/ ein Loth Honig/ znengS Untereinander/streiche an die Zähne. Oder schneit einklemschnittlein von der gelben Gil- genwürtzel/ ist Schilffso im Wasser wächst / die frisch ist / und legs auff den Zahn / dder ein stücklein von grünen Törmentillwürtzel. So man deß morgens Saltz unter der Zungen hält/ biß es zergehet / Und darnach die Zahne mit demselbigen reibet / so sollen einem die Zahne nit wurmstichicht werden. ö»1i«zl«j.ccut.!.«^kor.78. Item / duncke Baumwolle in Nelckenöhl / und stecks tn holeN Zalln/ so stillet sich der schmertz bald^ Nimb Bilsenöhl oder Bilsensaat / unnd drucks ins Wachs/ mache tiN Litchtlein draüß / und stecks in ein BeckeN/ geüß Wasser drein / und zünde das Lischt an / halt den Mund drüber/ daß es an den Zahn gehet/so fallen die Wärme heräuß. lLiN gut Recept vor das Zahnwehe. Ninib eine Zee von Knobloch/ ein wenig Tyriacund Spinnewebe / hacks durcheinander / mach ein Pflaster drauß / legs auffdie Mediän der seite am Arm / an welcher dir die Zahne wehe thun. Nimb o!eum LsmpKorX; und treuffe desselben ein Tropffen auffBaumwolle/ öder duncke nur die Wolle in das Oel/und legs auffden Zahn. Ist er hol/so stopffs drein. Oder Wermut angezündet/ und den Rauch imMünd gehen tassin. ?r«tenMmum remöäiü.n contra 6s!cj- resliearmm. Zchwehe ^emen i.ell rilci comutum, i>inde es in ein Tüch- tsel!cvris;oder NiwSasa?M0>- niac/ distillire es init demselben Wasser/begleß dre Zahne/ so fallen sie aus ohne Wehetagen. Wilcu ein Pulver machen / davon die Zahne äußfallen / so nimb gestossene Corallen / thue sie in die löcherichte Zahne / so fallen sie aus. Oder nimb Salarmoniac/ und menge es Mtt Pil- senkrautsafft / thue es auffdie Zahnt/ so fallen sie aUß° ^ Es sagen etliche/ man soll den Zahn/ den man heraüß haben wil / mit einer Raupen anrühren / so falle er aus. Ists ein Qberzahn /so solle man hierzu eine RaUpe aus einem obern Blat eines Krautstengels nehmen/ ists aber Unten ein Zahn/ so müsse man eme Raupevon einem un- kern Blat hierzu brauchen. Stehet m der Proba. Ddr die N?eheeage der Zähne. Nimb die Wurtzel von Pillenkraut/ seud sie tn Essig/ wasche darnach also warm die Zahne damit/ diß vertreibet die überflüssige Flüsse aus den Zahnen Vördas U)ehedhunder Zähvd. Nimb grosse Monhaupte/ von schwachen Mohn . l dann solcye warens die ich sahe.) Wlewolich erachte / ander Artz« daß hierlttnen kein Unterscheid sey / die Monhäuple seyn nch dafür-, wie sie wollen/man muß aber nur dieHülsen nehmen/nit den Mohn/ auch mcht die Stengel/ oder oben das Hüt- zerreisse sie in kleine Stücklein / und schnerdevon fettem Rihn etliche Viel Spänlein/legs miteinander in Wein/ UNd laß es ein wenig weichen. Darnach sieds mit einander/ Halts Morgens und Abends laulicht im Munde. Diß hab ich von emem vornehmen voÄore leixtum koc PZÄV cUradrc gesehen/ zeucht den Schleim gewaltig auA Haselwurtzel oder Pilsenwurtzel in Essig gesotten/die Zähne damit gespület/ ,st auch gut. cenrur .5. ^kor.^s.'Leleviiig tecullcisna, cum Ius>u!olecenri x!e- i öc callcicill sie coorcotz, lsiiriAsr riolorcs 6ellcium,!oan.plsromus. Beslhe 5ckojzm 5a!crd.c, cap'8c>. Laß Nur etliche ÄopffeN)j>lricü5virrjo!i aufeinen Zahn fallen/ so vergehet ihm der Zorn balde / oder duncke ein wenig Baumwolle in 5x>irlrum vituöli unnd legs also aUffden Zahn. Item Hermlem in Bier gesotten / und die Zahne damit gespület. Oderzerstossene Wachholderbeer,n einem reinen Wein gesotten/ und den Mund damit gespület. Wann der Wehetage von denFlüssen ist/so nimb nur Wie MMbte Fähttö<>hi»e Iitßwmenö außreissen soll. ^slijüs schreibet ceö hur.^pj».6z.man soll nürÄ- Ästrumettt srhe und Regenwürmen oder Mausekoth/ oder die Asche «chmis- eines Htrschzahnes / in die gelöcherte ZähNe eiNstopffen/ stt». so reiste dieselbige sambt der Wurtzel heraüß ohne Eisen und Zangen. Item/ die Wurtzel von Spargen auß- gedrucknet/ undindieZähneingestossen/ soll belffen/ daß man einem die Zähn ohNe Schmeryen außreissen kan/^i?slcj.ccomr.7. ^plior.Z4. Oder nimbdas Kraut / Wolffsmilch genant / machs in Meel zu einem Kuchen /und legs auffdie Zähne. miteinemBrandtewein/ ^ousvit«» dasvetzehretdiö Flüsse. ^ Eine Narren-Lüram aus dem Vsrrölle suche im ZVli. ^slcio ccorur.6. 44. Die Wurtzel von rohtemBeyfuß gesotten/und warm mdemMundgehalten/istauchgut. Oder nimb Eyternesseln/stoß sie daß sie Safftgeben/ Brandtenwemdrein / drucke es Miteinander durch eiÄ Z^uch Halts im Munde. Toners Hüodrem äemium. Vor die eilige Zähne/und das . ^ Zahnfleisch. IßnurPortzelkraut/ sovergehttdtt eilige her Sah- Aähvsoeß- Mue/ ',6 Das And« Buch/ lig und wch ne/oder reibe die Zähne mit Saltz/ oder kewe ein wenig thunzu frische Schaffkase auff die eiligen Zahnen. Odernimb heilen. Sommerlettich/und von Erlen oben die Handpöllchen/ stoß sie wol in einem Mörsel / und lege sie zwischen die Zähne / oder mitButter geschmreret. Es ist keme bessere Artzney vor das Zahnwehe/ sagt H4l?zl^u»ccor.z.^pk. 59. alseinPflästerlein/ soge- macht wird aus gemeinemBech und zerlassen Hartz/mit gepulverten Alaun/und Gallöpffel vermenget. Solches soll man auffdie Lufftader/ so über dem schmertzenden Zahn gelegen/ nembkch in die Dünnung deß Haupts gelegt/an der Seite/da derSchmertz ist/an obernZähnen/ warm aufflegen / und darnach über Nacht ligen lassen / oder etliche Tage lang tragen- Es wird aber dlß sonderlich vom Wehethun der obern Zähne verstanden. iLm anders vor das Wehe? thun der Zahne. Nimb fetten Kihn/schneide ihn in feine kleine bißlein/ darnach nimb auch ftische Schleedornwurtzel/ schabe die Rinde davon / und schneids auch sein klein / geuß guten scharpffen Weinessig drauff/ mache das Töpfflem oben fem feste zu / daß der Brodem nicht herauß / laß wol sieden/und nimbö auff die Zähne/ so warm du es erleiden kanst Dlß ist ein gut Stücklein/ unnd wol problret/ zeucht grausam den Fluß aus den Zähnen. - Etliche schneiden nur denKin in kleine spreilichen/und tochens wol mit Lauge / unnd halten darnach diß clcco- Kum , so warm sie es erleiden können auff dem Zahn. Oder halte gestossetten Bertram in Wem gesotten/ und durch ein Tuch geseihet im Munde. Oder nim Ing- ber/schneide ihn klem/siede ihn in Wein/wasche die Zähne also warm und nüchtern damit. Oder lege e /reck- um auff die Zahne/ sozeuchrs sehr auß. Oder nimb Nessel- wurtz / zerreibe sie / und lege sie auffdie Zahne. Börnstein in Rosenwasser gesotten / den Mund damit gespület. Item/mmb schwartze Adlerswurtzel in die Hand/ laß sie drinnen erwarmen/so vergehet der Schmertze. Thun dir die Zähne auffderrechten seiten wehe/ so nimbsiein die rechte Hand: Thun sie dir auff der lincken selten wehe/ so nimb sie in die lincke Hand. Item/gebrandten Alaun unnd Eichenlaub in einem wohl verklebten Topffwol gesotten/ und den Mund damit gespület. Item/ ein alt dür: Haselnholtz/so nichtauffder Erden gelegen/sondern etwann aus einem Zaun gezogen / dast selbige ersatzweise auffgespalten und angezündet / und auff eine Axt gehalten / darvon kompt ein öhl / das lege auffdenZahn. Backen so zerschrvollen. Backen so Wem die Zähne schweren und die Backen vor Wehta- zerschwollen ge der Zahne geschwollen seyn/oder sonsten die Zähne we- seyn/ zu cu- he thun/ der thu vor einen dreyer Brandtenwem in ein riren. Schüsselein oder Näpfflem/und lege ein Tüchlem drein/ auffsTüchlein schüttevor 1 pfen.Pfeffer/und thue es zu/ und mvolvireden Pfeffer drem/ und zünde darnach den Brandtewein / darmnen das Tüchlein mit dem Pfeffer ligt an/ und laß es also börnen. Wann es genug ge- brant/so lesche denBrandtenwein wieder auß/und nimb darnach das Tüchlein mit dem Pfeffer herauß/ und legs auffdie Backen / da die Wehetage seyn / so warm du es erleiden kanst. Wann die Wehetage vergehen / so nimbs wieder ab / kommen sie wieder / so legs wieder auff. Wann die Weherage von einem Fluß oder er zliczua ezU6zczusz seyn/so hilffts nicht/ sondern nur wann sie von Kälte seyn. Meines erachteNSwere es nicht böse/ Victriolöhlitt «in ÄüschletN Baumwolle getröpffeltunnd im Munde auffden bösen Zahnen gehalten / wann die Wehetage von den Flüssen herkämen. Besihe auch droben im Ende deß 40. Cap. Wem die Backen geschwollen seyn. Der nehme welschen Wintergrün unnd Bertram itt Weinessig gesotten/ und spüle den Mund damit/ das be- mmbt allen Unflat von den ZähneN/ reiniget den Mund und Zahnfleisch / und die Schwulst mit ?opolio aussen- wendig auff deM Backen geschmieret/ wann Hitze dabey ist. Die Wurtzel Bertram zeucht viel böse Feuchtigkeit an sich. Drumb siede Bettram in Essig/nimd ihn warm in Mund / und speye damit das aus / und Nimb wieder anders in Mund / das thue einmal oder vier. Vor die Fisteln im Rinbacken» R..Alantwurtzel/Tormentillen/ana/>i.8.Erdrauch/ Fisteln tm Scheilkraut/Odermenning/rohtenBeyfuß AL.i.Vmio. KthnbackerS !um 1. Loth/ blancken Wein anderthalb Nössel / stoß die zu heilen. Wurtzelu gröblich und schneide die Kräuter klein / thue sie in ein Säcklem / und laß sie anderthalb Finger breit einsieden / und lege es warm auff den Schaden» Vor die Wurme in Zähnen» R.. Wegebreit / Reinfahrblumen/ Schafgarbe/sieds Würmet miteinander und spüle denMund damit. Ober lege Pul- aus den sensaat in eine Glut/ setze emen Trächter drüber/ iaß den Zahnen zN Rauch in den Mund gehen. Doch zeuch den Athem nicht vertreiben» zu dir/ daß dir der Rauch nicht in Leib komme/ davon sterben dieWürme. EssagtMlreinguterMann/ derinder Muscaw ge- i^ori» Wesen/ und hätte dar gesehen / wie ein Barbarisch Weib wj« viel Geldes bey den Muscowttern mit einem rcmcäio vordreZähneerworben hätte/ nemkchalso/ daß wann Muscaw chnen dieWürme in die Zähne kommen und dieselbe gar viel Gelt hol außgeftessen hatten/dadurch dann mancher Mensch verdienet groß Zahnwehe hatte/ so hatte sie den Samen deß 5iii- hattemitei^ ptiu. Bilsensaat/genommen/dasistklein/grawlichtund nem rcmc- schier wie ein Mahn s unnd hatte ein Wachs» s!Iisriv» rsorum curario, llsu roilir morbi csulamFeä raorum miriAitr tjolorcm» Vor das Zahnwehe. Nimb Eichene Sprießlmg/ oder Rinde/ schabe die eusserste Rlnde davon/so viel/als etwann eine handvol^ und laß es MltEssig und ein wenigAlaUn halb einsieden/ Halts auffdie Zähne. O der nimb Spickenöhl / weiche Baumwolle drem / legs auffdie böse Zähne. Ein anders. Nimb 5. oder?.oder y.SpanischeFliegen/esocKan- 6es genant l man gibtvor 1. Loth ohngefehrz. Silben grosche)relbe sie mit demFmger oder eineHöltzlein klein/ wasche die Finge: wieder /dann sie sind gifftig / thue sie in Sawerteig mit ein wenig Essig vermenget / kltbs alsv ans Ohrläplein/laß einem junge« Menschen i.stund/ ei- nem alten aber z.od-r4-st«nd dran kleben/so Mchts einr Vlas« mP-cl! Owi- V-'/ ^ N DMV. - . Olafe auff/und lauffe ein kaltWasser darauß/ und höret der Wehetage von stund an wieder auff / unnd das Ohr heiletvon sich selber in oder z. Tagen. -Ein anders. Nimb Bllsensamen / czuo6 srixidiMmum lernen , Zwiebelsamen / reine Asche / Bertram / s den Bertram fein klein geschnitten) thue es alles zusammen in cinSack- tein /seuds in Essig/ Mach oben den Topffzu/ daß der Bertram nicht herauß kan / Halts auff den Zähnen/ so warm du es erleiden kanst. Dißist Aewiß/ ,ch Habs offt probirt. Ein anders Nimb Knobloch / schneid ihn fein klein / oder zerstossL ihn/ geußgsren Wemessig soderm manglungdesjen/ Bierejsig> drauff/ Halts m einem eissernen reine«» Löffel oder Pfännlein übers Fewcr ^es darffkaum iöffel.voll seyn) laß wol sieden/ dunck ein welß Tüchlein drern/legs auss die bösen Zahne/so laufft dirviel Schleims aus den» Maul. Dasretbealsoein Stund oder andcrchalbe / so Pergehetsbald. LLin rvuiwerlich / unddoch warhafftig Kunltstucklein. Zchnwche Schneide von einem jungen Weidenstamme die O- tingut berinde weg / und schneide darumeremen Spähn her- MnDü'ck- auß / stöchcre dle Zahn damit Haß sie bluten/ und laß das letntatm. BlutamSpuhlitcucklnn oder treugewerden. Darnach gehe hin und setze den Spähn wieder ein / wie du chn aus der Weiden ge»ivmmen/ lege die Rinde wieder drUber/ »«ndbinde es mit weichem Lchmezu / so vergchet dir die Wehetage. Llt vers cUl». und ist keine Zaud^ey. Ich wüste wol auch gute Euren der bösen Zahne mit dem Scheidwasser / aber einfältige Leute lasjen das Scheidwässer zu frieden. Dann ich habe gesehen / wie einmal ein vornehmer DoHor ^lcaicms.- damit ange« lauffen/daß ihm Sie ZähneundKihnbacken wegg'.engen/ und der gute ))!ann nut grossem Iammer.und Schmerlen sterben muste. Ein anders. Nimb eine gantze Schale von einem Granatapffel/ geuß starcken Wetnessig drauff/ laß also miteinander ei» ne Stunde ode< zwey stehen/ thue darzu ein quiut Lolo^ auMt/ seues und trucks durch ein Tuch / Halts warm un Munde/ auffden bösen Zahn / und schwenck den Mund damit. Laß es Nicht in Lew kommen. Oder /siede imBier oderWasser/und Halts warm auff die Zähne. Allem laß dir es m Haiß oder Leib nicht kommen/ dannesistem vcucoummit, Wils aber gleichwol mr nachlassen /so stich bey den» bösen Zahn ein wenig / daß es nur blutet / so wirds wol anders werden. Mn anders» Nimb Frantzosenhvltz so recht gut und nitzu alt ist/ vor Dreyer aus der Apotecken geholet / geuß Brand- teweindrauff/ laßauffm Ofeneme Stundeoder drey warm stehen / halt auffdie Zähne /das zeucht die Feuchtigkeit gewaltig aus den Zahnen. Oder nimb Hewsamen / siede ihn in Bier oder Wein / Halts auffden Zähnen/ so warm du es erleiden kanst. Sie wüten wol seht davon / aberes zeucht einen gewaltigen Schleim aus den Zähmn. Wem die Zähne sehr wehe thun/ der laß die i. Adern unter der Zungen. Sie bluten sehr/ man kans nicht verbinden/sie müssen außbluten/ bißsievonsich selbst verstehen. Wann sie aber nicht wollen / so nimb halb Wasser und Essig und spüle den Mund damit / wannsnem- lichaußgeblutet. Vor das Zahnwehe» ». kwttlla vor 1. Dreyer/Weyrauch/ l. Dreyer/ Mastlxvor l. Dreyer/alles klein geflossen / mit Essig gesotten / warm auff die Zahne gehalten. VordieBielzähneder kleinen Kinder» Bißwetlen bekommen die Kinder / wann sie Zahne bekommen sollen / dieMelzahne: Und das kan man also gewahr werden/ da die Zahne im Maul auff dem Zahn- fiu ch hinden stehen sollen/ da stehen nur etliche hübliche/ spHtg zu wi« wild Fleisch/ und wann du dem Kind« hin- VonderHaußat'ßntp. i;7 der die Ohren griffest / und es akdar ein wenig ttuckest / so fchreyets sehr/ dann es thut ihm sehr wehe. Da schmiere nur das Kind mit Haseufett hmder den Ohren/ se verziehen sie sich wieder. Es ist gar ein böß ding/manch-KinS stirbet dran. Backzähne kleiner Aindef. Wann die kleinen Kinder Backzahnt kriegen / daratt sie dann grosse Schmertzen haben / so.schmiere ihnen die Wangen bey den Rihnbacken Mitbittern Mandelöhl / so werden sie ihnen nicht so sawer. Oderauchmit unge-- saltzener Butter. Andere Zähne der kleinen Atndet» Wann man den newgebornenKindern dasZahnfleisch Zahne den MitHasenhirn bestreichl / es sey voii-gesottenm oder ge^- kleinen Kirp bratencn Hasen/ so wachsen ihnen die Zahn.desto ieich- dernbald ter und ohne Schmertzen / und werden ihnen nicht so sa- wachsend zu wer/^liTZlcI.ccnr.6. ^'c>. in ciencivus puciorum machen» lummum ett lcmcciium» Iccm^uccuz L!)'- öc clensIu^inÄs c>ri inciicuz. )Vattn einem die Zähne wackeln- Lunimi ex OIcztlrvz^rTsLrrirn ülucl c^uvci moräax cvri-vboiac öc coukorrar. kzi cli.^nAl/Iid.i/. Zahne so c.ll4.Ircm.c. 49. Icem, trinckSalbeyenbier.(Zniz cc- wackeln °!evitl'Ä sivAlvzz tmenclar, rlcQ- wiedersest >ke^uctirmAr.103i,.plzcor. zumache«» Der schwartze 2!gtstein stärcket die außfalleNdeZahne/ ^1iT2lct. cenr. 6. Ein Wunderding / wann mancher in Ißland segelt / so fallen lhmim Schisfdie Zähne schier a!!e aH Erachte daß es von dtr scharpffen Lufft/ s0 auß saltzigem Meer in- ficirt wird herkomme. Wn gm Pulver die Zähne weiß und schön zu macl)en. Nimb VLrbrandte Krummen Brod / Bimsstein/rÄ)- teCorallen/FischbeiN/welches dieGoldschmiet-gebrau- Loncrz ii- chen/Hirschhorn/ eineöjedenfovielduwilt/ machetn vprcm cjcn» Pulver darauß/oder reibe die Zahne damit^ rwm wider Oder nimb rohteCorallen/ DattelstekN/ Bimsstein/ die schwartze Fischbem/gebranr^altz emes jeden^so viel du wilt/mach Zähne weiß ein Pulver datauß/und reibe die Zähne damit. und schön zu Die schwarye Zähne weiß M Machen» machen. NimbweissenMarmelstein/Fifchbem/weisse Coral- to len/^a! ^cmmx.gemeinSaltz/gebrant cis.die Schalen vonCitrinatöpffel/ana/Mache ein subtil Pulver hierauß/ damit reibe alle Morgen die Zähne / .„ sacken darnach wasil e sie mit weissen oder blancken Wem/dar» ^ innen ein wenig Canecls inne gesotten sey. Es ist auch gutdieZähnemitzcervZcxIIirico.sMeerzwibelnessig) gerieben / ein Tüchlein drein genetzt / diß bekompt dem Zahnfleisch gar wol/ stäreketdie Wurtzeln der Zahne / maä)t sie hart /daß sie nicht wackeln / bringet auch emett guten Athem im Munde. Oder brenne em Wasser / von ^.Theil Ärmoniac und 8al und ein Drittheil so vielAlauns/ reibe die Zähne mit diesem Wasser / ein Tüchlein drein geweicht» Item/reibe die Zähne mit Osterlucienwurtzel. Ein anders. Verbrenne Krebsaugen / pulverisier sie / ihr Staub Macht die Zähne weiß. LÄntwI.^oZUllz.i6,c.86. Nimb ein wenig Honig / und ein Kolen deß Reben- stocke / welcher noch nie keine Trauben getragen hat / menge sie untereinander/ reibe die Zähne damit/ das macht die Zähne so schön und weiß/ als weren sie aus Helffenbein gedrehet, ccr»r.z.^^or. !i. eeor» '7. 17« Etliche machen auch solch Pulver vor die schwartze Zähne.«. .Düne Pappelwurtzel laß sie ein Tag im Wasser ligen / darnach wickele sie in ein Naß Papier / laß also unter der Asche braten. Darnach stoß zu Pulver/ und reibe die Zähne damit/ die säubert eSsümbtdcm Zahns fieisch> Bor das Zahnwehe. Nimb eine Klaw /von einer RohrdumW die Zahn damit/daß sie bluten. . . M iij chere Zahttwehe ^^zuvertteibß. Aas Ander Buch/ Ei» anders. Bertram/gebzantAlaun/rohtcRosen/Sagenbaum/ Eichenlaub/ inrohten Wein oder alten Bier gesotten. iLm anders. «. Hirschhorn geschabet/ mft Wein begossen und lau- ^ichtauffdie Zahne gehalten. mslurnkercle, leä ^Xjzc ^lvizarum, eria-m aprincipibus. anders Nimb einIngberzeen/ schneid sie klein / send sie ist Wein / und wasche die Zahn also warm und nüchtern damit. Ein anders Nimb Eberwurtzmit sambt dem Kraut/ thr^s in ei- Aen verglasurten Topff/ geuß Wein draufferwann ein Quart:Mache oben eine stürtz über den Topff/ und verklebe es wol / daß kein Brodem herauß kan / und laß es ivol sieden / daß es halb einseud. Darnach bohre oben unter der Stürtzen ein Löchlein nein/ unnd geuß ein wenig herauß / und halt es fein warm / so warm du es erleiden kanstauffder feiten/ da dirs wehe thut/ fdu must aber auch das Löchlein wieder zustopffen / daß der BrodeM mtherauß kan) so wird dirs emen schleim aus den Zähnen ziehen / unk dich so helffen / daß dir auch die Zahn's Nicht mehr wehe thun werden. Ein anders. Schmiere oleumttipenconis auff die Seiten / da sie dir wehe th«n / und halt ein warm Tüchlein drauff/ wv der Geschwulst darbey oder Würme vorhanden. iLin gut bewehre Zähnwasier. Zshnwafser ^ bestenBrandtenweins zwey Quart oder ein zu machen / Alaun / Bertram/ana 4. Loth / Meisterwurtz so gut und ana 1. Loth / mengs alles untereinander/ bewehrt. ^ alles zugleich auffsieden / darnach laß eine H Nacht über stehen/so wirds klar. AVer Schmerlen im A^fel oder Rihn- backen hat. Kinbacken Wer Gchmertzen oder Gebrechen im untersten Kyfel schmertzcn hat/ der lasse die Ader unter dem Kchne. zuvettrei- bm. Das XI.VI!!. Capittl Zahnfleisch es kranck heiten zu heilen. Schorbock und Egeln zu vertreiben. Vom Zahnfleisch und seinen Zufällen. hat auch das Zahnfleisch deß Menschen sonder- 'liche Krankheiten: Dann eöbekompt bißweilenböse Geschwer / die muß man heilen nnt dem Oehl von den gl'ÜNeN unzeitigen Oliven / K)'t. ia parvz clurui »jz. Blattern auffdem Zahnfleisch be^ denmc»alil)us Bißweilen bekcmpt man von aussen am Zahnfleisch / blßwMnauch innewendigsonderliche Blattern / die kommen von denFlüssen her.Nrmb Alaun in denMund/ das beitzet sie auff. Es wird von den Griechen ^L/,Lge- nandt/äe HU0 ^Äuzi.Ub.2. c. Es ist eine Entzun- hungdeß Zahnfleisches. VSM SchHrbo distillier ein Rosenwasser darvon. Mit diesem Wasser spüle den Mund und die Zahne / unnd schmiere darnach die Feule Mt Lalsamo Diese Kranckheit bekommen die Leutevon gereucher- SchotboA tem Fleisch und treugen Fischen / unnd von dicken unge- ^"won er funden Wasser/eingesaltzenenFischen/Hermg/Stock- herkomme ^ sisch/Dorst/ Lachs/:c. welches daran zu ersehen/ daß die und wascht Kranckheit zum meisten an denenOertern sich erreget/da verursache- man solche harte/ grobe Kost am meisten braucbtt/ als in den Secstattt'n/ Item in Norwegen / ttem m dm SchiffenauffdemMeer/ wiedieHistorienderHollän- dischen Schiffarten darthunund bezeugen. Es bekommen ihn auch etliche im Leibe / und unten m den Sthenckeln / wie aus den rohtcn unnd breu-ilickttNi Fleckenersehen/.dicememam Schenckelauffschicsscn/ kommen her von dem hitzigen siharpssen Geblüt / wie es ihnen dann in denArmen undSchenckeln limbhe? zeuckt/ und sie an etlichen örtern hefftig brennet / heisser als irgend ein Fewer thun kan: Vnd das thuts alles / ehe sie ^le Flecken bekommen:und ist nicht böse/ wann sich das hinunter senckt. . ^ Dem muß manbey Zeiten Mit dem Saltz/ cxkei-ds Locl.^zria gemacht/zu hülffe kommen/und demPatien- ten etwann einen scrupel/ oder den dritten Theil eines Quintleins schwer desselben iü EardöbeNedsttenwasser eingeben/mit Zuckercandi vermengt/ dz es wol schmeckt/ 'daß er dessen einen Losselvoll zween oder drey deß Tages früh einnimmet / und gebe ihm etwas vom Le- Sozi rico ein/ de: treibts mit einem Schweiß herauß. Etlichehaben die Patienten im Schweißbad / unnd machen offt viel ärger/ treibens aus den Schenckeln wider henauff/ und ist dann übelzü Heileu. QdernimbLvc^Iezria nieder licibzmdocklcZicm^ Löffelkraut / legs zween Tage und eine Nacht in Wein / drücke es darnach fein rein auß / so wird ein grün Wasser/ das setzt unten ein leciimencum, das muß man allezeit umbrühren / wann Manö brauchen wil/ halte es m einem Becher in warm Wasser/ und also lauiicht brauche es. Danndiß Kraut Locklcznz tstein zciprnj?! -a» wm, oder eigentliche Artzney zum Schorbsckvon Natur sonderlich dazu verordnet. Odernimblerum, daöMolckenvondep Zigenmilch/ machs eben also wie mit dein Wein. Brauche deß Morgens umb 6, oder?. Uhr einen Löffel voll gewarmet/ und nach Mittag umb z. oder.^.Uhe auch einen Löffel voll gewännet. Es ist eine Kranckheit / die wieder zusammen pflegt / drumb were es gut / daß man allezeit im Frühling unnd Herbst eine gute Purgation darvor gebraucht. Wer aber den Schorbock hat/ der muß offt digerirend Artzney / und »urgirende drauffbrauchen / digmrende An-ney ist / daß man Nehme Löffelkraut/ Vrunnenkreß / Sawerampffer/ Kümich/Erdrauch/ koch drß nnt Mol- ckm oder ÄLnddig wol auff/seihe es durch / und trincke hiervon alle Morgen ein guten Trunck. Zur Puraatiott draucheeines OoÄoiisRath/ odernimb Senispul- ver/rechtzugenchtin Apoteccen z. j. ein quint mitPflau- mensupp^ein. Aderlässen Und Kopffc setzen ist auch allhier sehr gut darben/ Auch nach dieser Cur offtvon Wermut M-un- cken. ^ Es ist ein sehr anfällig Ding / daß es auch die Sclu> ler in denSchulen voneinander bekommen/wann sie nur bey einander sitzen. Drumb muß d er Panent allein trin« cken / und muß nicht m die Lufft kommen / oder ja den Mund zuhülen/ wann man in die Luffc gehen wil. Es last sich auch dieser Schade nicht schnell heilen/ es gehö- tet eine reumliche Zeit darzu. Dann er entstehet von einem kalten und stetigen Fluß. Ki. /mclreas Engel/gewesenerSüpermtendenszit Straußberg in der Chur Brandenburg schreibet in sei^ nen ^lloaliizuz ZvlZrcliiciz pZA. das 1486. sich erstmals in diesen Landen eine schädliche Seuche/ unnd molKusLpi-^emiziisereugethade/ die viel Leut weggerafft/ und von vielen der Schorbock oder Schurbauch gmenet sey/darumb/daß in dieser Kranckheit der Bauch und dz untertheil der listen mit zerreißenden fchmertze be" hasstet gewesen. Es Habens auch etliche denSchurmunö genenyet/weil die purrckaÄivv oder säul den Mund und dasZahnfleisch beschädiget hat.Ingleiche hgt man siege- nennet schurbein/ dieweil die fchenckel von solcher kranckheit und plagemehrescherls verletzt werden.Die Holländer nennen diese KranckheitBlflwfchwit wegen der braunen -iiM 5,- - Ds , 'Moderblawen Flecken/ Sie sich an den Bemen oder Schenckelnund an andern Orten offenbaren. Die alten >5cäici, welche aus c-lTLiÄdem Käyser (Zermanicoü- ber Rhein folgenden in Frießland / haben diese Krankheit genennet ^cLloc^rbea (welches Wort fast Mit dem ttutsche.Schurbein übereinstimmet/wann man per^n. cc»s>cll dievierBuchstaben L !. a 7 herauß tvirfft/ älso dasSchyrben bleibet)und Zromzcacen.und solches nach Unterscheid derer örter/an welche der Mangel mit eusser- lichen Zeichen sich fürnemlich Herfür thut. - ^ Woher aber der Schurbauch entstehe / bey welchen Zeichen man diese Kranckheit erkennen solle / was man darinnen vor der Curazu betrachten und zu pro^notti. ciren/was der Krancke essen und trincken solle/ wie man auch diese Kranckheit curiren und heilen solle/ hat meines bedünckenökeinerbesser und wcttleuftttger beschrieben / dann der hocherfahrne und weitberühmte Kicäicus O )oalllle8^ierus in seinemArtzneybuch von dieser und etlichen andern newen Kranckheiten / dshm ich nicht allein dre L^edicos,sondern auch älleandereChristen/sy da lesen können/wilgewiesen haben, :!Ie, VHttber^urs, — Purgier den Patienten mit Semspulver ein MNt m kvieerMirt Psiaumensuppen/darnach^gtb ihm Zpecicruin Oizrur. 'M. bicli cum «.kzkgrbaro ^ j. ist em Pulver in der Apote- cken/ in ein Tmnck warmen WaddigoderZiegenmol- cken ein/ etwann den andern Tag nach dieser ersten rung / wo es eine Mannsperson ist / wo es aber einegar izH so ninb Senisblattereln halb loth/Ingb'er einklabe ode? zimlich stücksein / schneide es klein/ thue klein Rosinleitt ein halb loch darzu/geuß siedend hech ^ium IMis oi darüber/ oder Ziegenwaddtg / oderMolcken/ so viel daß es ßedeckt wird/darNach decke das Gesäß feste zu/laß über Nacht stehen/ Morgens frühe setz eö auff glüende Kolen/ laß wol HW werden / daß man Nicht em Fmger drin leiden kan. Darnach feige es diirch exn Tüchlem/ wo die Person weichlerbig ist / so gibs ihr also warm zu trm deß Morgens umb 6^ Uhr/ unddarauffgesast/ biß zu Mittage/ sich Mch wohl warm gehalten / darnach ein Supplejn oder'auch gesotten weiche Eyer aessen. Darnach so nimb Lauch/ Mit den Wurtzeln und.Blat- Lern/ und'quetsche es beydes wolzusammen / - preß oder ringe den Safft hermiß / ein wenig mehr dann ein halb Pfund. Diesen Safft'thue in ein Blaß / und thue darzu einer Vntzen schwer Bertram kiem gepülvertMnd em scrupel Grünspan / und meng diese Ding alle durcheinander. In diese Brühe netze alle Tage ein wenig Baumwolle/ bestrelch den Schoröoc? oder Schaden damit- Menge aber die Dmge m; Glase gar wohl durcheinander /wann du die Wolle einduncken wilt. ^i^anders» ErMchsobrauchLconcramorbumi^sumz alle Wochen einen Löffel oderzweene deß guten ^ceri 5c)-IIiuci Nleerzwibelesilg. „ DieMeerzwibeln dringe man aus Hispamen gen Hamburg / und ans Italien gen Leiptzig- Alle Wahren die aus Italien kommen/helt man vor besser/als die aus Hispanien gebracht we:den/also bringet man dieseMeer- zwibeln auch aus HisoanienAnd Italien / wie jetzo ge- melt/man fttztsie im Herbst m Garten/so blüheNsie erst Keß Sommers/setzt man sie aber imSommer/so blühen Ve erffüber-das ander Jähr im Sommer. ^ Wer vor die 8^mj?romgrs!)der A.cciZcnclÄM0i1z!, brauch zum Tranck ein Bier / das mit Eichenlaub zuge- Nicht ist/ und brauche in der Speise auch mitzerstossene Eychesn/ oderlaß dir das Eychenlaub zurichten wie einen Kohl/und iß es älso. Därnach muß man nur viel 'Zucjonterz gebrauchen/sonderlich das ^.unmolliä - das wit der kvlumia rencliri gefi^irettst / das brauchet man in der Woch einmahl oder zwey / Item den Lzl^mum 3u!^lll!S, der Mit dem oleo luniperi ^rX^anrr ist, LVmmder Schorbock eyterichczmd geschwollen ist. So muß man dem Patienten den Schaden mtt dem Ävs;ucorc>^pav3Zi5;plcis i'. GafftSvoN HuNds- zungenkraut z mj. alle miteinander gesottm/ biß so lang die Färb schwartz wird / und dieser Sasst gantz versotten lst/so seige oder ringe es aus dvrch ein eng Tuch. Siede es abermal/biffes M säMartz werde / dann thue lauter Terpentin brem y. «weißWachs/ssvielseiNgnugist/ mache eine Salbe drauß/ Nichr zu stehst. Wann du es von ^dem Fewer thust/ so thue den Terpentin und Oppopa- nac darem/ so ists recht. Wiltu aber nicht ss viel von der Salbehaben/ so nimb ein jedes stück nur bald. iLm anders. Schlage das Kram Hundszungen aufftzen schaden / "bas'kstzlmiichgut' Regime nr» Der Patient sö'l nach allem seinem Vermögenden Hunger vermeidet!/ und joli das Haupt mcht gebogen/ 'sondern stracks empör halten/ auch ml auff seinen KnyeN gebogen schlaffen / soll auch mcht v?et lachm/ wemg re- densatntchtzümen-Oixzllijer, Wattn einem das Zahnfleisch whd wird/und dieZäh- ne bluren/ so zerstoß Hechrkyfel und strswe sie daran. ^ ZähneN SV L?I. zu^agm. I6) Habs geselM/daß ein OoÄor,so bald er die örau« ne Flecke oben aN den.Beinen vernommen/ legte er balde zarte Tucher m Fliederwajser genetzt drauff/ dav^n wurden d-e Flecke roch / undverlohr sich die Hitze aus den ör- ier'n deß Fleisses. Mm ander Aecepe mider bett bock von e;nem guten Freunde/ der es probiret / bekommen. Nimb ein stück blaw Tuch / Hechtzahne/ Alaun/Receptw5> Schneckenhäußlein/ ana/diebrenne auffeinemTachzie- der den' gel/undzerstojftsietleintneinemMörser/ sowlrdöein SchsMc? blaw Pulver/ reibe die Zähne damit. Man muß es aber offc thun. Es macht auch schöne weisse Zahne^ Der Schorbock ist eine sehr gefährlich anfällig ding/ wie ich droben auch gesagt/ man darffmit den Krancken nicht essen oder trmcken / sonst bekompt mans bald. Ich habszuBerlm gesehen/daß es eines Rahtsverwandten .Kindern wiederfuhr/ denen dieKtnbacken gar außfielen/ dann es fnst alles Fleisch weg/ wanns überhattd nimbt/ bie Wangen und das gantze Angesicht /°daß e-ner sterben muß. Drumb he-sts hier auch wie mit allen andern Kranckheiten/Priucipiis oottz. Zu Cöllen an der Sprew war ein arm Weib / die cu- riretvlelKindetdran/warabe: sehr karch mit jrerKunst/ ich kunt ihr nichts ablernen / wie gerne ich es auch umb Geld ihr abgekaufft / welches mich hefftig verdrossen. Dann es müssen rechte böse Leute seyn / die ihrem Nech^ sten Nicht so viel guts gönnen/als ihnen selbst. Ja saget sie / Mir entgehet meineNahrung dardurch. D« wirst Kuch nichtw der gantzen Welt mit deiner Kunst umbher lauffen/ und alle die den Schorbockhaben/ cunren: und wanndu gleich wegliessest/ so soltegleichwol dieweil^ mand allhrer seyn /der die Leute mrirt. Nu/aä R.ombum lI nOn viäi lpeciL,tam5 viäi^eou8> Erstlich machte sie den Leuten einen Tranck mit einem Nössel Wein und Kräutern/ ließ aber dieselben nicht sehen/doch kan man sie aus andernCuren/die ich hier setze/ ^"eftmTranck perMchesie die bösen M >»j Wss«/ Scharbock zucuriren ein gut stück, i4G DasÄnderBuch/ Flüsie/ daß sie durch den Stulgang weggiengen; den müsten sie alle Tage i mal trincken.Darnach netzte sie in selbigen Tranck ein Tüchlein oder Schämmiechen / und wüsche tue Zahn und das Zahnfleisch überall damit / da <6 böse war. Sie wüsche es aber biß es auffhöret zu blu- ten.Darnach ließ sie den Unflat wieder außspeien/ und sie tuncktedasTüchleininMaulbeersasst/ und in ein weiß Pulver /daß eben biel Pulver daran klebete/ und rieb ihnen dasZahnfleisch damit/ und ließ sie das Maul zuhalten/damit das Pulver fein drauffblieb/^daß sie es nit wider außgeifetten/undmusten eineStunde daiaufffasten/ weder essen noch ttincken.DasPulver muste etwann von Hechtzähnen und gebrantenAlaun seyn / mitCorallen und weissen Agtstein oder Börnstein vermenget. Qumm! ei Oiealirc», pr^leirim illucl cjuocj moräsx eli, Aiu^ivzsconotäs Lc corru^rsssljjuvsr L^rrkolo- mseuz ^n^licuslik. 27.c. 114. Vor den Scharbocfem gut Stück'. NimHölwurtz i. Loth/Lorbern/Kupsserwasser/Ber- tram/ anaein halb Loth/ein rvenigWeinessig/ ein wenig Honig in einem Fließwasser gesotten / «nd den Schaden damit gewaschen. Wn anders. ^ R.. Alaunfeinkleingekiopsstvdergestossen/ seudsm Wasser/ schmiere dirs mit einerFeder aussdenSchaden/ es beist wol / aber vergehet bald wieder. Glaube wol daß dieses etwas hilsst im Anfang. äl. IV 0. R.. Muscaten/ Muscatenblumen/Negelein/Ingdcr/ sna 1. Loth. Diese Ding alle klein geflossen in ein Quart Pferdemilch gethan / wol durch einander gerühret / dem Patienten z. Löffel voll zutrmckeN geben. Stehet ln der j>robz. c^c» nor» Man müsse auch eusserlichö Meälcamcoraaätülzlrell. ^l.1 vv. GrüneKressemit Ziegenmich zusammen geflossen/ durch ein weiß Tuch gelungen/und getruncken. Stehet auch noch in der probs. VordemGcharbockim Munde/ wanns Zahnfleisch fauldt. Zanfleisch «..RotheMyrchen/Muscaten/AlaunoderVictriol/ sofauletzu ist alles eins in dieser L ura.und ein wenig Saly/ pulve- hetlm« nsir es Ms / öc milce, reibe das Zahnfleisch daMlt/man muß aber seiner Nicht zuviel machen / es wird sonstzui Wasser. Man muß es an einen trockenen Ort setzen. Goeinemdas Zahnfleijchitt? Munde faulet. So nehme er Rosen/ Tormentillen/ana/i.Loth/siede es in guten Wein / uNnd wasche das Zahnfleisch damit. Er mag auch wol Rosenhonig darunter thun wann dir das Zahnfleisch hart geschwollen «st / so siede Nesselwur- tzeln im Wein/ und wasche dich damit. Odernim gepulverte Holwurtz mit Honig vermenget/ und wasch« oder reibe das Zahnfleisch damit. Oder niM Alaun der m Essig geschmoltzenifl/und wasche den Mund damit. Irem Mastix / Weyrauch und HoniH unter einander gemeu- get/ und das Zahnfleisch damit gewaschen/Item/Isop/ m Wasser und Honig gesotten. Das XI.IX. Capitel. Von den Kippen. Lippen ha- t?>Ieje haben auch bißweilen ihr Unglück/wie ich dann den auch ihr '^dermahlen eines an einem Weibe gesehen/die hatte Beschwc- an einer Lippen ein kohte Blatterlein oder Schwerlein / rung« das fast ein ansehen hatte wie ein Gerstenkorn an einem Augenllede.Damit trug sie sich ein Jahr zwey oder drey/ darnach begunt es umb sich zu fressen / wie ein Krebs / bey einem halbeNIahr nach emänv/ und kamen ihr zwee- ne ztmliche Würme herauß / sie starb auch endlich dran. Hier laß ich die ^kcäicos urtheilen/ was das möge gewesen seyn/ der Krebs oder Wolff/oder 00Ume rzo^crc, 0- der was anders. Es kompt auch wol bißweilen daß denen Leuten/ bieder Schlag geruhret / die Lippen oder das Man! krumb wird / unnd bleibet ihnen darnach allzeit also. Es kompt auch wol/ daß einer einen Haussen Blafeit oder Schörben / umb das Maul bekömpt / die auch endlich von sich selber wiederumb vergehen: Aber ich Wil jetzo nur von wenigem sagen/ so viel nur bekantist. Von auffgelpaltenen Kippen. Von denen schreibet t^z'.cj.ccvr.?. ^^^or.iv.wem jippenund die Lesstzen oder Hände aussgespalten seyn / der soll das Mnde so Pulver von Galiöpffel in das Wasser werssen / darauß auffaesval- man die Hände waschen wil. Und ob wol die Hände hier-, von schwartz werden/ so lege doch nur du Rinde oder den ^ Sassr von Pomerantzen drein / und wasche dich drauß» Aber zu den Lippen / spricht er Weiler / man soll die Lesstzen und Lippen besolden Mit gepulvertem Mastix / darein das Eyweiß gerühret ist. Wn anders. . D.Iohan-Dreynander gibt den rath/man soll Unter dies<,lbe/ull^uc„cum zlburn genant/ein wenig;Campf fer rechen/und dieSchründen damit bestreichenIst abe» EyterandemMaul/ oder sonst etwc.sfaules/ sosoll man denOrt zuvor wol mir W^gbreirwasser waschen/ darinnenem wenig Alaun zerlasjen ist : Jedoch zuvor warm gemacht. Darnach soll man mit der Salben das Maul schmieren. Ezn anders ex eoäem. Man soll eine SalbevonThuciaund Eyerdotteröhl Machen/und auffstreichen. Auch ist gut den Schaden osst mitGerstenwasser und Wegebrettwasser zusammen vermenget gewaschen. So einem der Mund ist auA gebrochen. Der nehme Böckentalch / em frisch Pollenhcrtz/Gan- Mund auß- seschmaltz/ Hirschtalch/ana/wievielerwil/mengees gebrochen durcheinander / und schmiere die Lippen damit : So ihm zu heileli. alßdannder MUnd schwellet/ so lasse er ihm unter der Zungen zur Ader/ so setzt sich die geschwulst. Von andern Kranckheiten der Lippen oder Lesstzen/Besihe^lcT2a6rj. oum Üb. 5. c. 17t l8. DasCapitel. Vom Schlucken/ äc TwZuIru-. 'K schreibet: cear.6. 48. daß/wann man Schlucken «IVL ^ilu m oder das Kraut das man Waldmeister wie er zu nennet wie etliche wollen/nur m die Hand nehme/ oder vertreiben» nuransey«/ so vergehe sie dcr Schlucken oder das Klu- xen /das müste probirt werden / ccnr. 7. ^.pkor.25. sagt er we»rer/man soll nur beyde Oyren mit denFingern verstopften/ so vergehe et auch. Ein anders- Äinck nur warm Bier/etliche Tage nacheinander/fs vergehet dirs wieder. Oder Nimb gebrand Hirschhorn im Wemem. Oder mmb einen s/rupum mcnrli-. Lc sl,- sincl^iu zusammen/einesso viel als deß andern unterein- anderverMischt/das v?rtreibets auch. Man muß es aber nur I'mbeacio brauchen. ^ Wann mancher Krancke in das schlucken gereth / so ists ein böß Zeichen. Die Griechen nennens den Schluckcn/NliZuIcüm,eli coovuliio leu morns veurri- cuIi^uo izorls Ä^ vearttculi cuoiclz Limieer impsäis cousrurcxrru6crcs>ercpu!rticemfsculrzrcm. Etliche nehmen ein warm Brod / umbwickelns mit einem reinen Tüchlem / und legens auff die stelle deß Magens. Lslc- ous nennets auch und sagt/ es sind morioaes veorriculi convullori«. Ich muß es ja bekennen/daß ich billiche? io zkkcQiooi« dusveuniculi.vondieserMarertaschreibensolt: Weil ich aberhier nitvor die Gelehrten/ sondern vor die Einfältigen schreibe / die den Schlucken vor eine schwachheit deßHalses oderMundes halten/ weil er oben seinen auß, gang hat/so muß ich mit ihne auch einfeltig seyn/Un nach ihrem SinNe schreiben: suchte er einen andern außgang/ sei! iccr per iotcrlora, so würden sie ihn vielleicht auch anders neneN.5s?ienti kri5,V>6c6»jet,.m ^ 'F' '' «ikllü!!»«'-'- vjtl' ^ ^ t M. »Wch "»-^I«:K,M .Ä. ^ v,u! !5:«Mi> MDliz« Il ViÄs^ M ^Zaich«^ - >-c.",.^ ::?»'^.K Tä ^5'-" 'vZlsM e'" -FsiB^ -ÄB1Z iviemn« sveyenzu MM. VondttHaußachnG ^oc.coMM.6/cA.^9.Lr m l.!. i^i^oo. äevi<5tyr2cic>ue morb.scur.com. 4.^1^.69.1' lsUiall.I.^.c.ts.^Icrsnä 8i.2^.2.z.Lzrr.^u^.!,b.7.c,45. Das l.l. Capttel» VsmGrölyen. UÄU5^v->v??rz.'ce das kotzen «der gröltzen und sind jjvcrls? l^ccie5,R.u<5tu5 und^iavulrui dann die ru-> Hus ciaAlrmund kommenebenherauß/aber dielillZuI- ru». gehen hinein / und erschütten den Magen. Diß wil ich den edlen^cäicis befehlen/ich bin kctnkvtcckcuz.gebe mich auch dafi»r nicht aus : Bitte aber gleichwol meine kebe Hermund gute Freunde/ die^leäici wöllmmtr meine Einfalt zu gut halten, o^xk^i« 6icirur.ob szx>orem scicium, ex cvrrupn. voe ciborü stli^oie sur ^irvirolis bumoridus io ven- rriculo. L» 7?^<>z ^t»q o-q^ttv!' «>«As^sagt (Zzleny.iä. tZiururoslevirsre inrettmorü sboc elt^icnrcris,) «^use er veorricuü Lc ivccliiuorum im1)ecilliracc,r>zscjrur sÄ lllÄllzsclijui lllpervclllZr czui sinuz r>6 exrircrzr,Sc HM ull»cum iareliiuoiülevlrzre von incoepersr , tccj lc:cu. ru8 rsacjcm eit czmjbonllm iib.6. ^pbor.i. Wann einer den Dutchlauffhat/ und nach dem Anfang derKranckheit einen sawren Gröltz thut / fo rste ein gut Zeichen. Dann daran kan mans merckeN / daß die natürliche Wärme wiederumb zunimmet / die zuvor schwach gewesen / und daß der Magen nun die Speise wieder beginnet bey sichzu behalten / und nicht so leichtlich wiederumb von sich lasse wle zuvor. kuÄusckjZropriecibi sc ^oruz ia liomzcstO male cc>r>cc>6ii veorvla Lc soaora ^>cr 5mcc5 Sc »soKzcio. Acäec>a6 ^ropoürü, xu<5tuzckeÄaric)m ccmccxAo- rum ciborü, svr üacuam cx äi^eliiooe cibi cvzszorzri- «iumiLrscciäir ve^cx iazrncloncvel ex rcpleric>lle.^ur Lc; R.u6tuz cli z?rc>f»lic cibi Lc porusia liomackc» male ^oacoiAi venrols Lc koriorsf>er5ouces Sc oseKario. k» ^u^ar»oeli vss>orola venrolirzz eine däMpsichte Windigkeit/ er msls cOncoÄionc vcn'rricolislccvslcnz, Lc ^ero»,crtialÄü8.eIIere cru^irzres s sunr ex 5ii^i6irsre vea- ^riculi)mecilc> uoin; cilei,Lc iizuricarem vim c^ar!iuMo cui zllHUZntallltk ^»iperiz wh>erl'crir. I 21. c. :8. ^derum t^äiu rnover Lc coi^mios 5c- ösr.Der Retttg mach? auch viöl anstossung lM Magen. ^ci^irollullrar^el Haslstein Eonsect vonGalgan/kliüu5 lll 8f>cculo Ilb.2..^» Besthe Luilielmum Kc>nerium1ib.2. ^/er!:o6i c. »it.^lex»aä. LetteäiÄ. Iib.l2..czp.24 kriüum ia 5^ecuI.^srr.^.Iib.^.'l7 rgÄ.^.c.io. Das l.N. Capittl. Vom Speichel / als wann mancher Blut oder Eyter außspeyet. t<>Aß mancher Blut oder Eyter auswirft / das kompt ^von mancherley Geschwüren deß Magens/ der Zungen und der Leber her/ oder Von der PIcurjcizvcjuz.Ittm/laß die Leberader/ Köpfte bey den Ni«- ren. Gedistillirter Smaragd stillet auch das Blutspey- en.Beslheauch?tieo^rsk. -rrsA.x. üb.,. prsp-r-r. j- tcm Iib.i.l'rzÄ. I. ^>sir1vs-5u ^ksvlore.cx ^>crcul?ior>c,cx clzmc>rc , er Lilru.wann einer geronnen Blut im Leibe hat/w«nnchm u^mwurtzel ein halb Loch schwerzer- stossen / und getruncken. Item/Roßmist und Ocbfenmist vermischt / in Essig gesotten/ und übergelegt auff den Gchmertzen. Dre Schwindsucht ist auch bißweÄen mtt einer Blutsucht / baß die Schwindsüchtigen Blut unnd Eyter mit außwerffen / und ihnen bißwnlen auch ietzlich im Tode das Blut zum Halse heuffig herauß scheust. Dann wann die Lunge gar weg ist / ss bleibet doch dre Murader in der Lungen übrig / die reist ietzlich auch enywey / und scheust dem Patienten das Blut heuffig zum Maul unnd Nasen herauß. Das ist noch sein Leben gewesen/ darauffsterben sie balde-Besihe kliTZ'c^cllr.z^pboi.zs. Wer Blvr außwirsst/ die Schrvmd-s sucht har / und ihm Lung und Leber fauler. Der brauche nurf^ncum 1 cr.pearlui) darinnen Ko, M,,> . re-8uZpkur.,sMiretseyn. Werften Oder braucheben lpi rirüm ^erpellliai M^HUÄ virsx. Schwind- damit ist ein krancker Bawer lang erhalten worden. OdermmbLeberkraut/ seudsimMcr/ WeiNoder ^.^. ^ Kofent/trinck Abends und Morgens davon. Diß Leber--».h^ kraut findet man in Böhmen hinter Praga/ zwtschm fauler aute Collin und Kuctenbera / ausscinem Berge / der weisse Mohrenberg genant. Wechst gegen Äbrgen: Die Leute ^ kennens allda gar wol. Ee ist braunkch/und steubet/'und ist wie stücklein daran hiengen/und wachst gar unten auf der ErdkN. Sonst ist das gemeine weifst Leb^rkraut Leichen genant/ oder L punca, Mit Gerstenwasj^/ Lungenkraut/ Isap/ auch z« Feigen / 1 Loth Korinthen gekocht/ mcht böse darzu getruncken. iLm Ader der Lungen zersprenget. Junge Leute zerspringenbtpweilm/ wann sie miteinander im grünen ftyn/über ein Galgen/ oder Holtz/daß ihrzweenevonbeyden feiten halten/abe! daistgrosseGe- fahr bey. Dann da zureifferman bißweüen eine Ader der Lungen/davon man den Tod haben muß/ wie einem Kia- xitti 0 zu Tübingen wieberftihr / m ^bcllo ^icciico Irem/ wemdie Lungen und Leber faulet. Der nchme Eichene Mispeln ein halb Loth />m Weitt gesotten / und trincks deß Morgens nüchtern. Besihe auch . ceac. 4 ^ pbur. 86. Rece/)tiÄr Mer BwtMißwl'rffran der Schwind-» einem so sucht / und Lung und Leber faulet. Lung undL<- Dernehme eine Lung und -Leber von emem Wolffe/ ber faulet, zerschneide es klein/ und dörreesin eknem-Backoftn/pul» vettsier es/ gibs dem Krancken allemahl / sovieldu auff einem Silbergroschenhaltenkanst. Manmußesaber etlichmahl thun. Wer Blut außwirfft unnd schwindsüchtig ist/ der soll weissen Agtstem gepülvert m Wem tauchen. Wann einem das Blut heuffig aus dem Halse scheust Bißweiken trägt sichs zu. Aber da gehöret eine besoa- dereEur oderHeilung zu/doch nimb Tormentillwuktzel/ gemein L eberkraut / Wegsrast/ ecocumoO^iu genant / siede es mitBierauff/ und trinck davon / ist bewehrt/ sonderlich im Nothfall/ wann man einen bald nichthaben kan. Mann einem sonsten etwas km Leibe zunssenist. k!v5 ^maraori cursr,1!uci Atem Lcorauriuw, ^aUk« ftntgüldenkraut/mitRhapontic/ in Gerstenwasse?gesotten/mit ein wenig Rosinlein / oder Korinthen/ ist auch sehr gut darzu/ es ist sehr bitter/ aber es muß alss> seyn / diß zertreibet das gerunnen Blut / und heilet dj« Adern wieder. )lVann einer >Robenhab ich iM4ö. Capitel etwas von den MNers '^lichen Kranckheiten deß Halses gesagt/nun solt ich auch etwas von den eusserlichen acciäenrus melden. V^mL^ropff/oder ^az/Hdek^ey- drüsett Geschwülsten. Kröpffe wo- Die Griechen nennen die Kröpffe oder her sie den ^ek.luar iaäurara: ^IsocjulÄe in coüo.zlis 6c iüAuillidus. Namm« Mannenets auch lcl0plllll28,a lul'duz.cc>MNlo sXpe ta- boräribUZ. (-errnstucc cortUs>rö oomioe Ktöpffaomi- o^tur.Wiewolich darvor halte/daß lcropkul-e oder^««- d ie kleinenBeulichen oder KeulicheN seyn/ die man bißweileN am Halse/ArMen/ oder obe« an den schenckeln krieget. Doch ist ein grosser Unterscheid zwischen den Kröpffen UNd den Heydrüsen» Dann ob sie wol einerley Materien sind/so sind doch dieKröpffe Nui amHalse/und «erde auch viel grösser dan dieHeydrüsett sind/ ntt allein am Halse sondern auch anderswo / wie jetzo gemeldet. Sonst sind Beulichen oder Drüsen wann sie recht angefüllet seyn Mit scharpffen schleim / natürliche Gewächs so allejeitiinMenfchen undThieieN gefunden werden/hitt und wtedet im Leibe/als bey dem Halse/Zungen/ uitterN Armen/ Hüften/bey dem Bauch /und dergleichen/ wer- denLmurt6toria detcbri.coiljij, K^srig geNant /WaNN sie aber mit Flüssen unnatürlich angefüllet / werden grbsse Beulen drauß. Ein anders aber ist der Kropff/ welches recht ein linnatürlich Gewächs und Beule ist- Kröpffe wie Mit öeN KröpffeN heists priacipiis oklta. Man muß siezuver- ihnen balde im Anfang rathen. Darumb wann einer treiben merckt / daß ihm ein Kröpffwachsen wil / so nehme er alßbald HaNßwurtz/ Schafenünschlet/ und Saltz / und zerstoß es Miteinander/ undlegs auff denKropff/ das vertreibet ihn. Orroöcuofclii umschreibet inseinem^crbsrio.Mansoll Pappeln Mit Meyschenspeichel (ich halt er Meinet nüchtern Menschenspeichel) zerstossen / und etliche Tage nach «inander über die Kröpffe legen/ so sollen sie ohne alle Wundenverschwinden/achte aber/wo diß etwas thutt solte/so müst es bald im Anfang geschehen. ^ Es haben etliche Gelehrte seltzame Euren der Kröpffe/ die ich hier alle nach der leng nicht erzchlen mägt Wet iusthievon zu lesen hat/ der iese^ucleoriunj^crutami krilium in seinem l^zecutc, Viecjic^vT I 1. p.j srsiA. I c< 4.(Zuslrerum Gryfii» derTeutsche Ehirurgey/varrult, «..ij.^lexaacj.Keaecjlc^.lib.^.cap zz..zz.Z4.UNdsc>!.i4^or«z.6» ccnr.F.^pl, ^y.ccnr.s.^piior yl. In der Bmskeriand bekommen die Leutalle Kröpjse Von den Waffen/ diequecksilbß»;sch^ Na»uran sich Das Ander Buch/ haben/ welches sie trin-ken. Darnach l-st ma» Z««u. cevr.i. ^^>Iic,r.77. Wie man Quecksilber aus deM Lei^ wieder bringen soll / besihe eben denselbizen ccad.t, ^xkor.79. Wann aber zu lang gewartet/ biß die Kröpffe groß worden seyn / so müssen die c^irur^i den schnitt zur Lu- »dieses Dinges gebrauchen. . ^ Es schreiben auch etliche / daß man auff die Kropffx nur das Blut von den Wieseln streichen soll / so sollek sis vergehen. Dllcuriell^slirumzrumsI:ä8luur.^6iallr!iurv,/»?2» tivc s^uc>6 'Sr^cis eli , <^uo6 c^ua^ smore ^uvcismtivmiizumeorum Vcliilzurscjksirer) ^!rl!»s> cum lcmwe. «Lalw^lls leu Vrricz tcrüäs». i.us?mum curn rium,5cvrpkrl5«Iri^,p!glirz^o,Loriso6rum» l^orI.erirc5.l.oljurn,I.irko^)ermoll,I^lcoilÄ0Z» die Blatter davon nur auffgeleyt/ i rci ctiiuz. VordenZih^ Darvon Muß ich schreiben/ wie ichs vom gemeinen Figk der Ft- Volck im Lande zu Meckelnburg dehöret. Sie sagen/ sche waS er wann ein schwangerWeib von einem Fische isset/der den sey und wl« Fihk hat l das ist inwendig auff den Bärmern ein weiß ihn die ding/ wie ein langer weisser lebendiger WurM / wie eine Menschen Milch im Fische / ist aber gar schmahl und lang/) sode- bekommen- kommen darnach die Kinder den Fihk am Halse/ das ist ein grewlich groß Geschwür oder schwelle : Das ist erstlich wie eine Haselnuß groß / darnach als ein Hünerey. Letzltch wirds wie ein Ganßey groß / breit Und grewlich/ andenHalßhengeN. Wann sich viel Schleim oder Flüsse iu die Drüsen öder Beulichen legen/ so schwellen sie äuffiN die höhe/es Verzeucht sich aber öfft von sich selbsten/ das ist die Natürliche warme verzehret die eingeflossene Feuchtigkeit. Wo aber der Schleim Mit dickem faulen Blute barm sich ge- heufft / daß es ein harte Schwulst gibt/ so muß Man vött Dizci^lcjnpsiasterinderApoteckeN kauffeN/ und dräuff ^gen: Oder HsMg Mit WeitzenMehl / Uiind eiN wenig Mand'Shlvermengt/daß es weich wird/ alßdänn Mit einerFliete dkrch den Balbier öffenen lassen/ damit der Unflat herauß leufft / darnach mit Heilpfiastetn wieder heilen / wie gebräuchlich. Selche Geschwulst begibt sich efft in gesunden Cörpern / wann sich die Natur reinigt/bißweilen in der Pest/ Franyofen/ oderankew hitzigen und kalten Kranckheit. Bas I.V. Capitel« Vom Rihnbackett/ tmd Vöm Bsrth ^ räht denBarthmaMen / dieAcrnegrosse Bart wach- ^HBärte haben wollen/ sis sollen ungesaltzeneBiitter send zu nehmen/ chen. und kans kein Balbier leichtlich heilen. . Es war eine arme Fraw zu Gustrow/ die hatte Mit ihrem Töchterlein über diesem schaden/ HaUß und Hoff/ der Fihk aN Und alles was sie hatte/mit denErtzten verzehtet/un Ver- einem bracht/ und hatte sechs vornehme Balbirer drüber / die Mägdlein / etliche Jahr an ihr euriret/und Habens gleichwol nit hei- bbn einem leN könNen. Endlich hats ihr ein einfältiger schlechter Bawers- BawersmaNN geheilet/ auff diese weise: Er hat Mder Mann sey Äporecken gekaufftKupfferrauch s das ist ein grün ding) geheilet Ungenützt Wachs / BauMöhl / ana vor zween Silling / lvorden^ das sind 6. dreyer / darnach hat er auch darzU genommen vor einen Schilling oder drey Dreyer Wolrath/ sdttsten lpermaceri genant/und vor einen Seßlingsdas sind an- derthalbD"eyer)Bramenwein/und hats m einem Cöpf- sigen auffglüende Kohlen gesetzt/ so ist eine Salbe drauß wörden/maN darffs sonsten zum brennenden Eewer nicht setzen/ daß sich der Brantewein nicht entzünde. Darnach so hat er auch elNen Fihkfisch also gantz gebraten / wie er ütt ihm selber geweftn/ungeschüpt/ uNd außgeNoMmen / UNd hat ihn meiner Pfeffermühle klein jertieben / und auch in der Salbe mit lassen braten / das fallet darnach gar zu boden / man seihe es durch eMTüchlein/ und thue dasselbige Unflätige dicke Ding davon weg. Laß es stehen daß es kalt wirb / so hastu eine gute gtüne Salbe/streiche die auffTüchlein/ und lege es nach der BallmcrArt Mf/ so wirds wol heilen. VordieHeydrüje»j° Keydrüftn Es schreibet 6. ccan ManfollNuk zuveMei^ ' AG Wx-./ KeZL Widern mit Ziegenmilch zu! Meiden. Schuldern Kranckheit bomstau- pmschlagen Wchle «sden schuldem Eihnlker» MDc»- Kchntttt/und den Safft von einer rohenZwiebel/Dachs- fchmaltz/ Schmeer / Wurtzel von Beißkol/von Rettich «nd von meisten Lilgen / und sollen aus diesen stücken eine Salbe machen / und mit derselben die abgeschorne Kihn- salben/ccor» 7. 28. Schmerlen im Rittbacken» WerSchmertzen im Kiesel oder Kinbacken hat / der soll zur Ader lassen/ aber bald im Anfang deß Schmer- tzens/ oder in Nacken Köpffe setzen lassen/ oder etliche Wasserbade brauchen/davon^u!aacj.5z.42..!.4i. U)er einen oder beyde Riefe! venencke- Wereinen Kinbackenvenencktoder aussemerjua. Sura bringet/ der lasse sie ihm nur balde wieder einrichte durch einen erfahrnenBalbier.Etlichen schlagen von unten auffzimlich starck an dieKinn / so gibtsich der auffge- sperte Rachen wieder zusammen/ weil das außgetrettene Kinnbein wieder in seine Zufammenfügung fället. Bißweilen setzen sich auch Fisteln unten an die Wangen ausserhalb der innern Kinnbacken / da muß man das Löchlein mit einem schönen klaren Wässertem wegbeis- sen / so wol auch daö wilde Fleisch / wann sichs dahin gesetzt hette / das ist / man muß Wicken in das Wasserlein halten / daß sie es zu sich ziehen / und darnach einstecken / daß die Fisteln gar weg gebeitzet werden/ sambt dem wtl- denFleisch/ darnach so heilet mans femvon innen aus dem Grunde herauß Esbeissetjawolsehr/ aber Böses muß man mit Bösem vertreiben. Besihedas!62. Capitel dieses Buchs. Das l-Vl. Capitel. Von den Schuldem» >QS finden sich auch bißweilen hmden in den Schultern etliche Gebrechen/ davon wir auch Meldung thun müssen. ^ Von den Gesüchten- Gesuchte legen sich bißweilen in dieScbuldern/Ärm/ Schenckcl und gantze Beine und in andere Glieder /die machen/ daß einem in den Schuldern / Armen / Schen- ckeln/zc. die Gliederzwaran ihm ftlbcrnicht wehe thun / es reisset einen drmnen / aber wann man sie reget und beweget/ so thun sie einem gar innerlich unter dem Fleische wehe. Die Glieder schwellen einem nicht/ seynd eme auch nicht roth/und man kan nichts sonderlichs an ihnen mer- cken / dann nur daß sie einem wehe thun / wann man sie brauchen wil. Der gemeineMann nennets ein Gesuchte. Bißweilen machen sie/ daß einem die Knie krumb werden/ als wann einer die Adern verstaucht hette. Aber wider die Gesuchte ist nichts besjcrs / dann Ziegenmilch / die gelobet ist / bind die Matten oder das ge- löbtedrauff/ kaltoder warmwteduwilt/ sovergehets batde. GnandereAranckheitderSchuldem» Wann einem der Pödel den Paldrock außkehret / und einenauffdem Rücken spielet/sdie Teutschen nennens Staupenhawen) so lassen auffdem neusten Dorff/ daraufferkompt / einen HaMmel oder Lamb schlachten/und nehme die Haut bald davon/weil sie noch warm ist / und binde sie oben umb die Schuldern / do es ihm wehe thut /so zeuchts ihm die Schmertzen alle auß / darnach schmiere er sie mit Menschenfett / so heiletö balde. Es berichtet ein Weib / söetlichmalüberden Besen- marckt gejagt war /das were ihr bestes Recept / wann sie vom Volck wegkommen/ habe sie sich balde ins fliest sende Wasser mit den obern Leib getaucht / davon seyen ihr die Schmertzen auch balde vergangen. Gottbehüte einer jeden frommen Mutter Kind vor der Kranckheit. Gesuchtem den Schuldem» Bißweilen bekompt man Beschwerung in den Schuld dern/ das sind nur die Gesüchte/die sich in dieSchuldern legen. Da rieche Torneisser / man solte sich nur mit heis- sen Tüchernofft und viel reiben lassen/ so verzögen sie sich wieder. Schuldernfall» Wer auffdie Schuldern hart gefallen / unnd vermeinet/ daß ihm das Blat auß sey / unnd kan sich seiner Armen nit gebrauchen/der nehme Poley/ und siede sie wol/ unnd lege sie über die Schuldern/ laßes eine gute Zeit drauff ligen / darnach schmiere den Schaden mit Via!- khesalb wol heiß/ so wirds besser. VottberHaußat'ßney» »45 Ist aber das Blat eigentlich auß/ so laß dir einen Balbier oder Hencker wiederumb einziehen / saß es wie- derm dieIunctur oder ms Gelenck kompt/ bald ehe es verschwilt/ sonsten bekompsi du ein groß Unglück damit. Wanns recht eingericht ist/ kan man die Hände / Finger und Arm wieder etwas regen/ undheben/ im Gegentheil aber / wo das Schulderblat recht aus dem Gliede ist / so kan man den Arm nicht wol auffheben. Hierzu gehört kein unerfahrnerLt^rutZus oderBalbier/ sonsten macht er übel arger. Ich habe gesehen die L ui^m an einer Person/welcher Historie die Schulter aufgerissen war/ i. Muste sich dieselbe ni- wieein verlegen auffdas Gesichte darnach ward ihr das Schul« Weib/det terblat hmaussgeschoben/gantz starck/ und wieder emge- die Schul- richt/1. Darnach namb der ^lcciicuz ein Kraut/ttcwÄ der außge- ?rinicsrlz.Dreyfaltigkeitkrautgenant/und Kerbsm rissen / sey z, Peterschlüssel/Himmelschlüssel/Schlagkraut curirt wor? genandt/ diese zwey Kräuter hackt er klem mtt eim halb den- Nössel alt Bier / und ein stück alte Butter/kreischt es im Tiegel über dem Fewer/und rühret es wol zumLzrzpla5- msce, darnach schmieretersauffemTuch/ undlegteö auffdie auffgehobene und auffgeschobene Schulter recht warm. Darnach legt er ein Küßlein zimltch dicke außge- stopfft mit Baumwolle/ eines in den holen Rucken/Hart am Schulderblat/ das ander gegen über auffdie Brust/ und hatvonstarcken Pärchen em eng LeiblemoderLeib- koller/wieem Wammes machen lassen/ohneErmel/daS zog er ihr an / unndschnüreteesumb den Leib also angethan/garfest;»/ wie sich das Frawenzimmer pfleget/ daß sie sich kaum regen oder biegen kvnte. Also muste sie 8. Tage gehen / stehen / und damit deß Nacbts ligen und schlaffen. Darnach über 8. Tage löset sie der ^eclicu s aust/ und schmiert das Schulterblat warm mit Böcken VnschletoderTalck / mit Lorbernöhlverwischt / also kam sie gar fein wieder zurechte / Sie hielt sich auch mit Essen und Trmcken recht/ Baumöhlmit warmen Bier brauchte sie offt. Das l.Vl!. Capitck VondenÄrmeN» <^Fftmalen fallen den Leuten kalte Flüsse m die Arm Armen kalte ^undBeme/daßsielhnengarweherhun / dammb^n^ oleumI'clszcncini und tpuirum villi untereinanderge- menget/bestrerch die?lrme und Beine bey dem Ofen damit/ das verzeucht oderverzehrt die Flüsse/und wann sie gleich schwinden / so setzt es ein new Fleisch/ und bringet die Arm und die Schenckel fein wieder zu recht. Arm verrenken. Es kan auch leicht kommen/daß einer em Arm oder ei- Armvcrrew ne Ader oben im Gelenck verrenckt/ da muß man balde zuthun/und emenBalbierdarzu sehen lassen/ dannist baldewteder der Arm verrenckt/ so kan man ihn nicht brauchen/ und emaericktet da muß man bald dazu thun/ und ihn wieder lassen em- werden richten/ und das können die Scharpffrichter am besten. Es ist nur umb einen ruck zuthun/ wird er aber nicht bald wider eingericht /so muß man darnach grosse Marter leiden/ehe dann er wiede? zu recht gebracht wird.Man chel l^icus hat auch eine sonderliche Gabevon GOtt/ daßeralle/ ausdem Gelenck verrückte Glieder leichtlich wieder einrichten kan. Wann aber nur ein Ader verrenckt ist / daß Man dann forne an der Hand wol fühlen kan/so schmieret man oben den Arm umb das Gelenck mit Althee beym warmen Ofen oder Fewer / biß der Schmertzen vergehet. Manns einen in den Armen und Beüs nen reisset oder sticht. So nehme er die Wurtzeln vom Röhricht oder Rohr- Armmund büschen/so im sümpsichten Wasser wachsen/brate sie bey Beinen reist dem Fewer weich/ und lege sie auffden schaden/ so warm len und ste- ers erleiden kan/ und thue es deß Tages zweymal/ das^"^ benimbt die Schmertzen und Pein / und stillet das We- he in Gliedern. OdernimbWschholder Brandtewein/ öder guten Brandtenwein/ thue eine gute Handvoll Wachholder- deren zerstossen darein/unnd schmiere denOrt oft damit/ und bmde em heiß Tuch doppelt darumb / es hilfst wohl/ wie ich es selbst gesehen und erfahren. Diß mit dem Brantenwein thue / wo nicht röhte der Hautdabey ist/ oder grosse Hitze. Wo aber die dabey / so dienet solches nicht/ sondern lawwarm Aiederwasseü SarauA Stanck 144 DasAnderBmh/ Zittern der Hände zu vertreiben. GtancV unter den Achseln- Stanck un- K.Mohrmbenöhl/ misch cm wenig Wem darunter/ ter den Ach- damit wasche die stmckenden örter alle Abend und Mor- selnzuver- geneinezeitlang/sovergehets. treiben. BaS Capitel. Von den Händen. "te edlen Hände / damiretnerseni Brod erwerben '^.nuß/ haben auch bißweilen ihr Creutz an deß Menschen Leibe / drumb muß man dieselbtge in gur^r achthaben daß sie nicht lranck werden/ oder ihnen ja i^lbc geholfen werde. Händerveiß zu machen Hand weiß ^>^a!clu8 schreibet c^ui.7. ^pKo..7.Manlol!Sper- zu machen, kmgskoth mir warmen Wasser vermischen / und sich da» Mit waschen. Oder soll die Wurtzeln von den Nesseln in Wasserkochen/und die Händedamit waschen/ wieers dann selber probiret und erfahren habe. Sonftcn thut Kleyen auch vicl darzu/ein wenig mitWasser vennengt/ und die Hände wol damit gerieben / unnd darna n abge- waschen. Also auch Erbesmehl / welches auch gut thut/ «erstlich mit Scisfe wol abgewaschen/darnach wieder Er- besmehl mit Wasser angefeuchtet / thu ein wenig ge- brandten Weinstein da? zu / und reibe die Hände wol da- mir/ wasch es imt law Wssier wieder ade/ und trage gu- tc Handschuch drüber so bleiben sie weiß. Runyliche Hände schlechtmachen. Hände so Iblsch unnd Pappeln miteinander gesotten / lindert runhlicht/ und weichet dre rauhe und runtzlichte Hände. Solches schlecht zu thun aber viel krafftlger dc^s Bockshornkraut und Leinsa- m«chen. men/ welche emöhllätc Fettigkeit in sich haben/ k^i- 23lcl.ccnk. 2. Mandeln oder Mandelkern die recht wohl gestossen / und die Hände damit offt gerieben/ thun viel darzu. Hände zittern. Beyfuß in Rosenwasser gebeitzet/ und die Hände offt darinnen gewaschen/ soll gut darvor seyn/ wie lcluz schreibetcl.or. 6. ^chor.74. Aber dieser Mangel kan an alte! betagten Leuten nicht c m m werden / weil derselbe aus dem Abnehmen innerlicher Wärme hettompr. In jungen Leutennurd er weg genommen/ wann das Gehirn und Hertz wol gestarcket wird / und derer Zufalle gehellet werden. Vordie Schrunden der Hände- Wem die Hände ausfreissen/der nehme gutwolriechenk Rssenöhl/ weiß Venedisch Wachs/ weissen Weyrauch/ klaren außerlesenenMastiic/Hünerschmaltz ana 2 loch / oder so viel er wil/doch alier stück gleich viel.Die truckene stückzerstossezu kleinem Pulver/ die öht / Wachs unnd Fettigkeit / zerlasse es zusammen/rühre diePulver wohl darunter/biß es erkaltet/ und mache zu emem dünnen weissen Salblcm/ und schmiere die Schrunden beydes an Handen und Füssen ohne unterlaß damit. Oder mache em Scharmtze mit Papier/ stecke sie unten m d^r Spitz die querdurch an ein Messer-/zünds an/ und fttz es auffeinen Zinnern Deller/ so wird em gelbs öhl auffdem Deller / das streich ausfdie Schrundcn oder Risse/wo anch dieselbe seyn im Munde/ Händen oder Füssen. Wann sich einer auch in die Finger geschnitten hat/so ists auch gut. cr>ckiu8,einvornehmerfleisslger ivse^icus schreibt aus dem v. ^c>izzicl^> daß in new Spanien ein sonderlicher Stein gefunden werde / der die 6 tiu> 35 und schrunden der Hände und Füsse so von gesaltzen Feuchtigkeiten entstehen/ wegnehme. Gründlich diß zu heilen/ soll der Patient purgirt oder geremigtwerden/durch Aitzney/ darnach die eusserliche Salbung brauchen/olcum lul^hurisoderSchwefelöhl durch den irum 1'e:ehic>lhiazc gemacht / ist sehr gut darzu. Schrunden Für die Schrunden und das auspreiste»? oder auff- der Hände und Lefftzen. reisten der Brauche vnouenrum und ^.olzrieinjegli- L^ändeund thes crle Das Vn^ucnrun-soltebillichgar schneeweiß Lefftzen zu und einen gar guten Geruch vsn sich geben, heilen Scherbichte Hände. Scherbich- Bißweilen werden emem die Hände scherbicht unnd te Hände zu Zrindlcht/schier als wann einer aussätzig were/und befin- heilen. Handels voller schrunden/ zuheilen. dec sich auch etwas von Schurffam Leibe mit/ Wieich auch selber viel Jahr nacheinander allezeit im FrühlmS bekommen/ daß ich unt>r die Leute ntt habe gehen doch fen. Da wolten die eine grosse cu> mit mir anfange/und mich gar in die Beitze legen Aber ich brauchte nur etliche Wochen nachemauder ^l'.e Morg.nemen Tropssenoderetl-che deß!^uiru1'e'cKmlhmA,meme Lsftelvoll Braiidrenwem/ davon ward ich gar. eri uno remamgantzenLeibe/ unndh»bsme wieder bekl.m»tui. Dann solches kam mir von unreinem Geblüt. Aber yler- von hernach weiter. Eine Salbe aus der gepresten frischen Schorsslemch- wurtzelmit Butter vermischt/ gemacht/ heiktcükn SchurffundRretze. Wer böse Hände hat/ der schmiere sich auch nur dem unsucnclo^QMsäT^X ^>om!5 c>c!c)r!kcnz^>^o)ee Wird Von Schweinenfett und Porstorfferöpftel m Scheidlem geschnitten gemacht / darunter wird auch em wem« usc. gethan/das ist Biesem/ und per !>^ . um (durch em Hären Sieb) gecoliret/ cun> ( mit emer Reivkeulen) biß es gar schneeweiß wird. Bor die Zrindige Fäuste. Nimb einen newcnTopss/thueHunetMist dreil»/geuß Brunnenwässer drauss/deckedenTopsfwohlzu/ l»peS ein wenig heiß bleiben/ so warm als du es erlewen lansr / halte die grindige Hände eme S.mide drinnen. Astel zu heilen. Wanneinemem Fmger beginnet rcthunnddickzn 'i-kelzu werden/ und zufchweUen/unuoeln Bculicheuwilu^j- heilem werffen braun / schwartz oder braunroth / soistseu! Anzeigung daß eM Astel da werden wtt. Da soll man bald un Anfang mit emerBürsten offt überstreichen/ so verzeucht juys/ und vergehet bißwellen wieder. Wann über damit zu lang geharret worden/jo hiljfts »nchtS/ sondern wird immer grosser/ und bekompr endlich eme Blatter und em groß grewlich Loch / und geher sehr auß. Es ist ein hitzig Dmg/man muß denFinger warm halien.Man muß es erstlich umbdie Blattern umdher mitei..er grünen Salven bestrcichen/wts dieBalvirer wol wissen/ und muß die Blatter unbestrlchen bleiben. Darnaco lt.gr man em gelbes Zugpstaster darüber. Erleidet einet grofien Schmertzen dran/ dann es würetund dobetemeU» gar sehr dnnnen. Drumb were es meines erachrensoejser/ man bestreiche es Mit einer weissen Rüysalbe. AVer ich rahte dn wanns so wehe thut / so lege nur Füederblatter drauff/ so werden sich d^e Schmertzcn von stund an legen / und wird wolheilen. Wann d;e Blatter aui.gviz>(Iicci'0 s?rok.olcio^mcrino,nen- nets^.e6uvlum, wWNsichdie Haut von den Nageln schelet/ 5^ - '>!, ^ '-.'ZzH .^Hi -^ichtz» -"^5- ^V. 7 .MWMiEjWS /, ...'«Ms ^b/^^ .^.'K.iilHihMW -<'!?MUM.A «z .^.Diir«w A ..M ,M/^sS ,l!5.-.?^^. «>>. °»^' , ^ ^ .ch'U^ -Zi^l >> W«' VBdtt Haußatßney. fchelet oder einem sonst ein Nagel abschwieret cum un- ^.M5 ses)ararur.E6 ist gar eine böseFtngerplage/wann einem der Nagel gar abgehet. Lli »t)lcel?us circa raclices uoAuium,cum curiscxcra uaoues lc solvir.Vaäercäi- vircjuzrzkcltum ci^ lolvcre. ?ZlleririumneNNeNsdie ^rbsri.Änd ist eineFingesschwerung einWmm/aus heiler Häut/ gehet gemeiniglich im andern oder dritten Ge- lenckdeßFmgers innewendig ode: aussenwendig auß.Et- lichelegenzu erst / so balde sie es bekommen/ über Nächst ihren eigen Koth oder Mist / liercu^ K umaoum drauff/ so stillet sich der schmertze bald / und vergehen die Wehetage/und gehet auß.^^illcrslilz.z. cap. I8.1'kcop^r2- lius von psueriric» im Buch von offenenSchäden. Oderstreich Tischerfirnes drauff / oder brocke die krumen deß Brodts fein klein/ oder reibe sie auffeinem Reibeisen/ und kochs wie einen Brey/ mit Bier oder ^45 Besihe etliche Tractatlein l'^copiiralii noch zur ^r« cki^oxz gehorig in4 .ro zu München getruckl. Etliche Habens ia ^jru!c>, von dem grossen Mißbrauch der na- ^ia, und wie siezu einer Zauberey wird/fast IN tinc k.üij. ()lii clili^ir la^ienrism, eiuällioncm ^-/e- 6icam, illeclili^corcr lc^zr 5cris?ra1'jicopltrz/ii. VonderL^üa^rainden Händen/ wollenwirhernach sagen. Das I. I X. Capitel Von den BmsttrIe Brust deß Menschen hat auch ihr gut Theil der ander/ daß es wird wie ein fein geschmeidig Salblein/ schmiere auffeine Schwede!/ und legs auff. Es dienet auch sÄralle andere Geschwulst/ wo die aw Leibe ist/ an Schenckeln oder Armen oder sonst anderswo. Es macht fein gelinde/und Met die Wehtagen, ^lexaocj. Leoe- 5ol. 45. Viäe locum. Ein Exempel weiß ich an einer Magd / dieselbige bekam unversehens am Finger unter dem Nagel eine kleine Geschwulst/mitheffttger Wehtage/ daßsie deß Nachts nicht schlaffen konte/und hatte es fast ein halb Jahr/ zu derselbigen sagte ein ander Magd / du hast Haar im Finger/ darvon kommen die schmertzen/ bann aufden Dörffern unter dem Bawersvolck ist solcher Mangel gar gemein / den heilen sie also . Sie namb warm Wasser das wolheiß war/ darmnehieß sie die anderMagd den Finger eine gute weile halten / darnach Namb sie eineRocken Aher/ uNnd wände dieselbevon der Handherumbden Finger trucken vielmahl herumb biß an den Nagel / da die rechte Wehe war / und rechte drauffzu liegen kam/ wand darumb ein leinen Faden / daß Aher darauff ligett konte/ und hieß ihr den Finger in das wohl warme Wasser halten / einhalde Stunde / darnach ließ sie den Finger herauß ziehen / und wann dieAher wieder ab/da waren etliche entzele Haar unter dem Nägel herauß gehangen/ die nawb sie weg Darnach bewänd sie ihr den Fm- ger wieder wie zuvor mit einer Rocken Aher / und hielt ihn wieder so lange ins warme Wasser/ und dann wieder auffgeMächt/ da waren wiederumb etliche Haar am Na- Geschwür darinnen baaroder Federn zwoStunden/da istchr aUerschMertzvergangen/und der Finger gantz gesund worden/diß ist also gewiß geschehen. Geschwür/ da man soll nur etwas voN denselben Haaren / FadeN/ Graden / oder was es sonsten ist / he»5 sollö in einem Holunder oder Eychenbaum gegen Orient vergraben und vernageln. So zeUchts das andere hin- derstellige/so noch «m schaden ist / vollend gär herauß zu sich/und heilet der schade ohne mühe und von sich selbst» Es ist ein bezaubert Ding, Diese Chur/ weil sie nicht aus natürlichen Mitteln und czuiis herrühret / sondern einer Zauberey und Aberglauben gleich zu seyn scheinet / wird ein rechter Christ nit leicht sich gebrauchen/damit er sich nicht einer Zaube- reysunde rheilhafftig mache/undSchaden an seinerSee- len leide. Er saget auch weiter / es müsse mit magnetischen dingen herauß gebracht und gehellet werden / die alle Zauberey und Hexerey an sich ziehen / als da ist Eychenlaub/ Ch!>lidonia/Aron/und gepulverisirte Corallen /sodieein jederpcrli.nach rechter ordn ».lg überdas ^carrum gebunden wird: In vier undzwantzig Stundenzeuchts eine jegliche geschossene Mattria herauß. Kranckheiten / damit sie sich neben andern Gliedern auch wol beheUen tan. Drumb müssen wir hiervon auch 'Tin wenig sagen. Vor die Brusikrattckheie IN Nimb das weissevon Eyern/klopssdas wohl / bring den schäum davon. Thüe darnach ZimMernnden / Mu- ^ranayei^ scatenblumen/Ana drein/nemlich eines Gülden schwer / Z" v^Uen. gieß ein wenig Essig drauff / trinck das also ungesotten kalt auß / schlaffund schwiye drauff/ es hilfft. Wer sich vor der Brusilranckhett besorget / und auch allbereitS am Halse hat / vernehme Hirschzungenblatter/ wilde Salbenblätter und Odermenmngblätter/ im Mayen / eins so vcel als deß andern / mache sie alle dür:e / stoß eö zu Pulver / mische es untereinander. Dieses Pulvers nimb Abendsund Morgens eines Quint schwer mit drey Löffel voll warMen Bier ein / lege Butter drem/ und thues etliche Wochen nacheinander. Woanders. Nimb eine Muscare / warme sie bey dem Fewer/ daß sieschwitze/ stoßsietleiNimTyriac/ alseme Haselnuß groß. Irem/ ein ^y/ Ejsig und Honig/darauß:nache ei- nenTrunck und trincks auß/legedich darnach inem Bet« Te schlaffen / biß duwolgeschMtzethast. XVanns einem vor der Vmst drücke» Braucheeinpaar TropffenLohröhloder Lorberöhl/Brusttrü-') danndasistemohl/ dasmanaus den Lorbern trucket ckenzu ver- oder presset. Aberhrer muß es das ^ohröhi oder Lor- treiben, bevnöhl seyn/ das oder tecuu6um arrcmbl- sttllirtist. Aber besser ist emAnißöhl/oder Fenchelöhl darvon 8. Tropffen m eim Löffel voll warmen Bier / oderMalva- sier getruncken. Oder auch ein guter Löffel voll guten Brantenwein o- der^^üs v>r«, oder l^lncu? v>oi, oder ein guten Löffel voll Schlagwasser/ oder Kahnelwasser. Wo aber eö im Bauche korret und murret / so ist solch drücken vonWin- Hen oderBlehung im Leibe. Da ist ein oleum (jettillgrä c/mini 8. Tropften gut darzu/ oder auch ein halb quinti- chen deß Pulvers ^»/acimiaiin Apotecken/ Mit ein wenig warmen Bier gebraucht/ wo aber solch drücken der Brust von empfangener Gifft ist / so gib »hm balde ein gute Messerspitze voll gebrand Hirschhorn/oder Bezoar- siem sechs Gerstenkörner schwer in Cardobenedictenwas- ser mit CardobeNedictensyrup vermischt/ warm ein. O- der ein Quint gutm Venedischen Tyriack oder Triackel/ und laß ihn Mit schwitzen / wol warm zugedeckt. Vom Httkmace oder Brvsienge. Darvon hab ich droben Cap. 4:. viel gesagt/ da mags Brustenae der Leser suchen/ dasich blllicher hier oder in Lungen Kranckheiten hette setzen sollen. Das I^ocksaoum, d.esseN ich damahlen auch gedacht/ ist eine bewehrte Artzney zur enge der Brust von schleimiger feuchte in der Brust und Lungen verhalten. Wer wider den schweren kurtzen Athem warmeBader brauchen wil/ der brauche Bäder von Kupffer. Item/ von Saltz und Kupffer. Item von Eisen. Sonderlich aber/ hilfft das Wildbad ki^cn« Badenweiler/ New- graffbad/ Wißbad/ Andegast/Dalfing/ Lutterbad/ Ribbad / Weringerbad / Hubbad / Zuckenthal/ Saltz- brun/ Item/ das Sellerbad/ Badweiler. ^ul-in^us. d. LallusEtschenreuter setzt auch darzu/Bader inOe- ster?eich/in Schweitzerland/dz Huberbad/Ktssingerbab N im 546 Weiber zu surlrea. im Land zu Francken / das Lenckerbad in Wallie / Saltz- dad/ Waldbornenbad/ in der Graffschafft Bitsch. O.kuIsn(ju5.derfletssigeundgelchZteMann schreibet/ Man soll für alle Kranckheitender Brust/ dieFelsen- adern die auffbeyden seilen unter den Armen sich erzeigen/ lassen / oder die Leberader/ auffdem linckenArm / oder die Hauptader / oder die zwo Adern unter der Zungen/ oder die Ader zwischen dem klemm Fmger und Goldfinger. XVannskm Weib vorder Brust oder umbs Hertz drücket. Brust oder Es drücketbißweilen die Weiber vor der Brust/ und umbs Hertz umb oder unter der Hertzgruben / gemeiniglich vor den drucken der Abendessen/und umbWeynachten/wie auch etlicheIahr nacheinander meiner lieben seligen Mutter widerfuhr/ baß sie auch deß Abends mit uns nicht essen dorffte /biß eine Stunde oder zwey nach essens / wann das drücken fürüber war/ da nam sie alsdann ihr Abendmahl zu sich Wlr cooluürten eine verständige Matron/ die sich auff solche fachen wol verstund/ die sagte/ es were eine Anzeigung einer verschleimten Mutter/ die stieß herauss auff den Magen / und der betrengete darnach die Brust und das Hertz also/und rieche/ man solte nemen weissenIng- ber/Zimmetrinde/ Rhabarbara/ ein jedes ein quint (ein quintlein Rhabarbara kostet fast einen Ortöthaler) diese tpccies solte sie zerschneiden/ in ein rein weiß Tüchlein binden/und i. loch Senisblättter darzu nehmen sdie reiniget die Mutter) die solre sie auch in ein sonderlich Tüchlein binden / Wein darauffgiesen/und es also eineNacht miteinander stehen lassen. Darvon solt sie trincken zwischen der Mahlzeit und nach der Mahlzeit / wann sie das drücken umbsHertz ankäme/ und damach zwoStun- den draufffasten. Wir coosulirten auch einen 1'kcopkrsltinllm,der sag- te/es were einl 'srrstuz .derhtttesichimoriticio vcvcn- cul. angelegt/der drucke sie also. Und rieche/ sie solt vor «in Dreyer ?aus der ApoteckeN holen lassen/ und darnach zweymal so viel/als deß pomscl-e war/Böcken- unschlet/soltö miteinander im Tiegel zerlassen/ so würde ein Sälblein drauß werden/und sich deßMorgens/Mit- tags und Abends die Hertzgrub/ und unter der Hertzgruben beym warmen Ofen damit bestreichen/ und alsdann em warm Tuch draufflegen/ so rctolvirts den l'srcs. rum, daß er zergieng/ und endlich wegkäme. Es trincken auch etliche in solchem fall Hirschkolbenwasser. ist ein com polnum in der Apotecken. JnsolchemBrustdrücken/so den Weibern ankompt/ ist ein trunck guter Malvasier gut darzu/ oder die nichts süsses vertragen können/nemenMelissenblätter/ Mut- terblumen/Camillenblumeil/Kttmmel/jedeS nm ein wenig zerstossen oder klein geschnitten/ mit ein wenig warm Bier auffgesotten/uyd warm darvon gecruncken es HM durch Gottes Segen balde/ darneben em Heißvierdoppeltleinen Tuch warm auff den Magen und Nabel ge^ legt / und also warm drauffgehalren. l^in guce:Tranck zumtNagen undLVe- hetagen umb die Brust/ daememgarder Athem vergehen wil. R..Vier Loth Senetblätter/12. Vngerische Zwetschken / 2..Loth grosse Rosinen/ l. Handvoll Isop/nenn Fey- gen / thue sie in e men geglasurten Topff/ und vermachs Das Ander Buch/ Brust und Magen we hetage ein aumTranck geraden Deckel gar wol / und sii .de diese dafür^ Ding miteinander in dritthalbe Kannen Brunnenwasser biß auff den dritten Theil/ wann darnach dieser Tranckschöngesortenlst/ sothueeinLoth Anis drein/ und trinck deß Morgens einen guten Trunck warm / und auffden Abend zwo Stundennach dem Abendessen/ emen guten Trunck kalt/ dtßthue/ solangderTranck wehret. Merck auch vor die jetzige neweKranckhett/ wanns dem Menschen in den Leib kommet/ nachdem Hertzen sticht/und in das Haupt steigt/ sobrauchediß nachfolgende Recept. Nimb l- Muscaten / und drey stück Holl« wurtzel/vor i.Pfenning weissen Weyrauch und Tynac/ als eine Haselnuß groß/ diß alles gepulvert und auffge- sotten/in einem reinenTopffe/geuß ein halbNösselWein drauff/ decks wolzu/ und laß etwann lang sieden/ als man ein essen Fische kocht/ gib dem Krancken warm gemacht davon zu trincken / so viel er mag/ laß ihn sich hernach zu Bette legen und darauff schwitzen. Ists aber einKindlein/so gib ihm zween oder breyLöf- fel voll davon ein. Wanns einem oben umb die Brust sticht / und einem die Brust enge ist. Derbestreich sich beym Fewer oder warmen Ofen mit ^ust sie-; süssem Mandelöhl/ das ist ein edel Ding wider alle v b chenund drucken was Oder.Cardobenedictenwasser mit Eardobenedtcten- davor zuge^ Syrup vermischt gecruncken. brauche». Wanns einem auffder Brust ligt/ und Nicht au^werffen kan. Nimb kleine oder grosse Rosinen und Feygen/ thue sie in ein zinnern Scbüsselichen / schabe Hutzucker drauss/ und geuß guten Brandtenwein drüber / und zünde ihn mttemem WachSliechtan/daßesverbrent/ untchz^t Handsweilen von den Rosinen oder Feygen. Wanns einem hart auffder Brust Ugt/ so nehme er Salbeyen/Isop/Petersilgen/Raute/ana^.^und ein wenig Wermut und Mutterkraut/ hackeSklem unter- einander/ thue darzu i.^k. Gerste/ und thue es alles nm° einander meinen grossen Krug oder Topff / geußruN Wasser drauff-/ laß wol sieden und scheumen / und feige es darnach rein ab in ein Gefäß. Nimb darnach Vnge- rischePfiaumen/Feygen/Rosinen/Ingber/ i.Leth / Calmus / Fenchelkörner ein halb Loth. Diese stück mit dem abgesiegenen Wasser wol wider gesotten / darnach wiederumb abgeschlagen/mit Zucker oder reinem Honig gemacht/und wiederumb einsieden lassen : Vnd diß warm getruncken den Tag durch/ wie und wann es einem gefällt. Zu der Bru st und Husten. Welchem die Brust wehe thut /und enge drumb ;st / Brustwche der siede Poley und HontgM Wem/und trinck nüchttrn -husten davon/einmal oder zwey/^eshilfft- ItemstosseSalbey ^uvertrel- zuSafft/und wärme einen Becher mit Wein/thue den Safft drein / und trinck alles warm. Es hilfft dafür. Bor die enge Brust. Dawider brauche das oleum5ulpkuriz, more lolico. Brustenge Oder siede das edle Leberkraut in Kofent/ Wein oder zu curirca. Bier/und trinck Abends und Morgens davon/ sover- gehet dich der Dampff.Item/ brauche offtIngber/ oder Calmus. Oland istrinherzlich Ding zur engen Brust / dann es erwärmet dieselbige/ wie man sagt/ L nula czm rcäcjic prg?cor6izlsl.s.hengö in Wem/und trinck davon. WerBrustkranckhetthat/ derhütesichLor Essigunnd avdern ^tkri>.»cr>ciku 8. Wann dichs sehr umb die Bru st druckt. Ich hab gesehen / daß es etliche umb die Vrustdch Nachts im Bette sehr gedruckt hat/ und wann sie ausgestanden seyn/ so ist es vergangen/ siel Habens auch bißweilen deß Tages bekommen / sie haben geklagt/ daß es ein morbus kTrc^czrius gewesen/ und daß sie es von ihren Eltern geerbet/ die auch endlich dran gestorben/dts haben die Muscatnüß und blüet hoch gerühmet / daß kein besser Recept darvor seyn soll/ als dieselbe im Essen und Trincken offt gebraucht. Vor die Brustweheund Husten. R. Poley/Homg und Wem/siede das zusammen/ und trinck nüchtern einmal oder drey davon. Es HM nechsiGott. Wanns einem zum Heryen wil/ und drück: ihn umbs Hertz. So brauche nur Einhorn oder gebrant Hirschhorn in einem sppropiizco. Vor den Dampff/ wann einer dämpft- sicht umb die Brust / oder sonsten engbrüstig wird. Nim ein gut theil geschabtePetersilgenwmtzel/schnei- der dumvf- desie einesGlieds lang/laß sie m einem newen Topffwol umb einsieden.Nim auch ein gut theil geflossene Kattigberen/ ^rust/ laß sie mit Petersilgenwurtzel wol sieden. Darnach win- was davor de es zusammen durch ein rein Tüchlem/und geuß dassel- aebrau^ bige m eitt rein Töpflein/thue AuckerEand; drem/ laß es mit Miteinander sieden / das Töpfflein allzeit wol zugedeckt: Vnd gieb dem Patienten deß Tages zweymahl zu trin- cken / und thue solches offt/ so wirds durch gnädige Gottes Hülss wol besser werden. Es nehmen etliche Nur weissen ZuckerCandi/ und legen chn inBranrenwein / und zünden den Brantenwcin an/ und lassen ihn also außbrennen/ darnach essen sie den Zucker deß Abends/ wann sie zu Bette wollen gehen/und thun solches nur drey Tage nacheinander. Es wollen auch etliche / man solle sich vor Butter und Nüssen hüten / dann das mache denDampffschweret. Ein lehr köstlich Brusttranck/davon man frühe /Mittags und Abends/ auch deßNachtS/ und wann wan wll/rrmcken mag:Der vertreibet denDampff derBnist/ reiniget die Lunge/ und wehret der Schwindsucht. Wsttranck Nimb einen grossen newen Topff/fülle den mit klarem ßhrtöstlich reinen Bmnnen oder Springwasser/ undthuedarem -Machen, die folgende 14. ljzccie s: Für z. Pfennige gewaschene Lreutzsalbey/vorz. Pfenning gewaschenen Ehrenprech/ vor z. Pfenninge Senißblatter/i. Loth/vor 6.Pfenning Süßholtz klein geschnitten / Vor 6. Pfenninge unüberzv- geneAniökörner/vor drey Pfenning gewaschenen Isop/ vorSilbergroschenrohten ZuckerCandi/ z Loch/vor 6. Pfenninge gewaschene Hirschzungen/vor z. Pfenninge gewaschene Betomca/ vorz.Pfen. Hindlösfwnrtzel lallst Lici^onen)gewaschen und klein zerschnitten / vor z. Pfenning gewaschen Lungenkraut / eine gute Handvoll kleine Rosinen/14, frische Feigen/ li.grosseVngerische Pflaumen. Diesen Topff/ etwannvon z.Kannen groß/ soll man mit diesen obgenandten stücken allen füllen/ und oben mit emer Stürtzen fest zudecken/ rings umb den Rand mit Rockenem Teige wol verkleistern/ daß gar kein Krafft herauß kommen kan/ und nit ehe auffmachen/ es sey dann alles halb eingekocht.Daß man dann im auff- heben wol mercken und fühlen kan / und davon/ nmob- gemelt/trincken. Ein imderguterBrvsttranF/derttmb die Brust weit macht / und Lustr zum Hertzen gibt : auch wann ein Mensch ein Geschwer inwendig in der Brust hette/oder ?icunilr ,:und sonderlich wann sich etwann em Eyterumb die Brustgesetzt/ und dajelbst Verhärtet were/daß der Mensch hustet/ und fast beschwerlich Othem holet. Äiisttranck So nimb 9. Feigen / Süßholtz Loth/eine Handvoll ^allerley Gasten/ zuvor fein rein abgewaschen/weissen Zncker- Wwemng Candi oder Eißzucker vor 1. Silbergroschen / kleine Ro- Dmachen, sinlein ein viertel eines pfunds/Weinbeer i. Loth/A.us^ körner 1. Loth/ Fenchelsamen l. Loth / ein halbe bau dvoll Isop. Die Feigen/Süßholtz und Isop grob zerschnitte/ und diese obgeschrtebme 9. stücke alle miteinander in einen grossen Topffgethan/ vier Maß rein Wasser drauif gegossen / den dritten Theil eingesotten / doch also/ daß wanden Topfffetn geHebe Und festzudecke / daß kein Dampft oder Rauch darauß kan / und es nicht überlauft fe. Setze hin/ laß kalt werden / seige eö fein durch ein rcm weiß Tüchlein /und allezeit wann der Patient trincken wil / so gib ihm von diesem Ttanck. Er muß aber sonst nichts anders knncken/weder Wein odetBier/so lang et von dem Tranck trincket. Es bringet dem Menschen son» sten durchauß keinen schaden / es MöchtS wol ein Gesunder brauchen. Sonsten ist gewöhnlich dieser Brusttranck in Apo- lecken von V oÄoril)U5angeordNet .NiMb einehandvoll mne Gersten / koche sie mit etm stübichen Fließwasser / so lang biß sie auffspringt/ oder birst/oder keimt / dar- nach schütte die Gersten weg/ das übergebliebene Wasser setze wieder auffsFewer /thue darein Leckritz odetSüß- holtz ein halb Loth / Anissamen/ FenchetsaMen/jedes ein Qumtlein/Feigen drey/vier oder fünff / darnach man es süß haben wil / Rosinen Loth / biß alleS gewaschen / zerschnitten / den Samen geflossen/ faß es in em grossen Topffoder Hafen/laß kochen bey einer Stunde/darnach laß es biß es fast wil erkalten/ darnach seige es durch ein rein Tuch / und laß es vollend kalt werden / hiervon mag derKranck trincken/wann er wit/ ist gut zur Brust/ zum Husten/ m Fiebern/ zum Durst/für Hitze/ und dergleichen« Mparyney. ,47 Es soll ein jeder Mensch seine Brust warm haaren/ und dieselbige keine böse Lufft anwehe., la^ . n / sonst'ent- stehen ihm drauß grosse gewaltige Kranckheiten / wie mansagt haltdeine Brust warm/ geuß nicht zuviel in Darm/ laß dir den Strick nicht kommen zu nah/ sonst wirst du alt u-.d graw. Auch werden die Dreier/ Kornmesse?/ und andere Leute die viel nn Staub seyn und arbeiten / gemeiniglich engbrüstig: Aber die kan man mt cur-ren/ sie lassen dann zuvor von der staubichten Arbeit gar ab Wer Schmertzen in der Brust hat/ dek kan dieselbigt cunren/wann er nurCorallendarzu li) IU üdcll. oleum «le cUm lj)ecietzuz» ist auch gut dafür. ?cÄu5pilrAzors^mt,um.peuce^3NUM,iris;i!yrl- caViolwurtz/ Kiel /uor>. Nattterwurtzel. Kelj)!clullrrkvi-accmczllc!uln>öc cursnr calicjsz 6e- lii!>2Nvoes,afc6ijooes,l)i- jzulmonum vicistci^iclz» Ut5us)ra!ev» ta öc crall^tn ^c^ore coatcura rcl's,!ciuar coatcÄl- vispelllcjioci > l'rsAzcsNrkum csIiäi;L)iacsIa- wenrum ^ DiZsirgtliUm, Oia lris Zzlvmonis. Lc!ucuar^'tuic^m> 6 x>ettotctorr,üs pjIIuZX cje^> oznco. Vilcicja Sc lcnc-z spNra Nc z»e^«zrc eoucantur» urere conlcr va Lau1^cam^zna?öc cuxijlliz vcneris. 5/rUpi collcoljucmcz pituitsm tko zcis violzium.Z/ru^.c^e cle LzZamcnco. Ircm» ^tjUX scadivt'-e) cs^lll Vcoeris, 5s!- Li/rupi corico^ucnres bilem KavZm in rkorzcc/uut 8^ru^. violar. jujulziz , c^e liczuiriti». ^sulepli> vjolz- rum,äc^>apavere. Ircm,z^uXkorzrvÄ L^irur^jsfol- tiv. b- Thurneiser schreibet in seinem ?ilon !il?.5.e^p. 40 5. Biß/^e. Daß der Gchleim aus dem Magen und Lungen und sonsten vertrieben werde durch kwnum c-rsecum» Ehrenpretß / Satureia/ Reinfaren/Chondrts/ !t. Merck auch welche ding viel Schleimes/grobe Feuchtigkeit und Verstopffung im Leib machen/memlich pancs gTxmi,ungesäwettBrod/5imjii!»,Semet/OsÄ)s1i,Dat- telNÜsse/?m^uecjo.L»lcU8,(Zlzo6cs, pulvj8col!eÄ9m koliis aclpili, das Pulvervon denNesselblättern/^neo- pkrattu; in seiner vermeinten Wundartzney / 10 s« BrustM DieBrustzupurgittN/brauchvjarurdit!i,piiiuI-säe purgirm» ^Asricc», l'rocilcos alksnäel» f>il!ulz8cöc^jz». ^Azric» ttoci5carum.Dl>ch Mit eines ^leäici Anordnung. Zu allen Kranckhetten der Lungen und Brust ist gut N ij das Brüste der Weiber wann sie ih nen schweren wollen zucmüeo. Vomics was eö sey. Seiten- ktvuickheitcn «nancherley. daß Dizs,z^)ZV'er,8/r^us reiniget dieBrust und Lungen. Zuallen Schadender Brust und deß Hauplsvon Kalt ist gut Diaczl^menrurn^ Icein» 8^ru^. cje Lere vikla ext^/llopo vel cum^^llo^c» conchra, ac- commo^ara eti sclomllia peÄoris viria, iaciciircralla Lc vilcosz, c^ua: iu peAore conunerirur, vocem clsr^m ic66ir,rulllm ä cralla msreriz emuväzr.OiKcuIrerl^i- rznribuz Sc lenibus aä^rime. Iciern kacic ccrcviil^ ex I^clclliO.Icem.ex ^eroaica Lc ^rremisiz» loz». ?Iaco- rc»rnu8 izovillL me6icus. Wer grobezehe p^les^z in der Brust/ pr^cordüs. Leber und Magen/ Nieren und Darmern hat/ der brauche offt Ingber. Besihe krilium ^Icxzllärum Leaec^iÄum püA.540. jocaice. Von den Brüsten der Leiber. Nachtwasserist gut wanns einer Frawen in die Brust geschossen ist. Mann einer Frawen dieBrüste wollen schweren. ?1ic priacisius ol?lia,dann dakan derKrebs und allerley Unglück drauß entstehen/ oder man muß darnach die ' Brust an vielen örtern mit einer Flieten ausshawen / da leufftgrewlichvtel Eyter herauß.^b eli ma^riz mileria. NrmbHasenpappeln/das Kraut gesotten/ undlegs A- bends und Morgens warm auff/ so balde sie nur schweren wollen/ das widerfahrt offt den jungen puerperi; in primo szucrpeno. wann die Milch bey ihnen verhärtet. Etliche sieden auch Leinsamen in Wasser/ und legens warm auff.,Besihe das lo. Buch im 8z Cap. VonderVomica» Vomic.-, ist ein böß verboten eyterichGeschwerin der Brust/ dasviel Eyter vonsichgibt/eltsbl'cell'usmre- iic>r, copiol^m evomeris lanicm. erism nomeN scccx>ir,nimiiuma vomcnäo. WanNS eineminder Brnststlcht und wehe thut/ sonderlich wann er hustet/ und wann er Eyter im Husten außwlrsst/ wie dann auch zumtheilmpleunnäc geschieht. Zunroälz^uos clirz vomiroarura rumdrcs, Vomics Dualis eric, vel ei6e proxima czuzeclam- ?llso nennet auch plaucus, derhefliche und schertzhaff- tige Poet/erneTasche voller Geldes/vomicam.darumb daß sie viel Geldes von sich herauß gibt. e>cc> c)sagt/ä^ N2IUIZ veorum,daß diese Schwulst oder das Geschwür gar schwerlich zu heilen sey/ wie da semeWortlauten.!^ec ^»roäelle voluir pberXo ^zloui, c^ui vOMicam ejus a^eruic, i^u^m ^Lälci lzuzrc ooa Doch lese manvon dieser Lur3.?!in.Iib.2,o.c.l2,.'^ie- x^ncj.LcncäxI.Iib.y c.il.:1.1z 14.25. Zu diesem Lungengcschwer ist auch sehr nützlich der Brustlranckvon l)»cionbus angeordnet. Das I.X. Capltei Von denSeitenkranckhel'ten. sind viel und mancherley Kranckheiten in den Seilten derMenschen / die ich nicht alle so eigentlich weiß nochverstehe/ sintemal ich kein kle^cus sirofessione bin. Solke ich aber über der Medicin Tag und Nacht aliein ligen / wie andere ^e^ici thun / und ich auch wohl grosse Lust darzu hette/so wolt ich diß tW6ium mit Got- les gnädiger Hülssund Beystand vielleicht wohl so weit und hoch bringen / als eines meines gleichen thun solte. Doch wann es gleichwol die Noth erforderte / daß ich von einer Kranckheit gründlich und eigentlich reden mü- ste / so wolte ich doch gleichwol durch Gottes Hülff meine Notturfft in den Büchern wol finden. Dann ich mir einen solchenDiscurs in etlichen Büchern der Kleciico ' um gemacht/ jedoch ohne üppigen rühm zu melden/daß ich meine Notturffr darinnen wohl haben und erfahren tönte. Aber von diesem Zrcurs auffdißmal gnug. Wer von Seitenkranckheiten was gewif^es und weit- Zeufftigeshaben wil/ der lese ^lexsnölum öcnccijoium üb. 9. Aas Andtt Buch/ Stechen in der Seiten K.R2äicum Lril,ZiisManßtrew)ttcr!zT, dzrciul Stechenm LeacälÄi. Lorricum 1°amzrilci. ceccrzck MiltzkraUt / SeitM ana i-Manipel/lzIis Äbsio. ^i.Vi»i R.i^c»zni i.Nössel ^uvertrei- in emTopffwolverlutirt gethan/koche es/ und siede es ein/exonmiressonirer,chueesinemTüchlein/ legs auffdielmcke Seite. Schmeryen oder IlVehetage/ oder Stechen der Seilen. oder pieurilis hatihren Nahmen von den Seitenste- Seiren/ daß diese Kranckheit em Seitenstechen oder eben und Seicemvehe ist:Und ist dieses ein rechter morbus scurus, Wehtage, und gemnnrglich ein Anfang febris acur«.Es sticht aber zuvertrei- einen Menschen sonderlich sehr / wann er Othem holet / ben, drumb es auch piirilus lsreris puuem nennet. Es bringer gemeimgUch emenHusten mit sich/und wirfft der Mensch em grewlichEyter auß/ sonderlich wann sich das Geschwür eröffnet hat. Summa kurtzcrAthem / Hitze/ HustenUNdstechensuac ^rer.6emc,- libus acuris cs^z. >o. Es ist eine Entzündung so in der Membran cotiasluccio^earezentspringet. Also beschreibet sie auch c?zlen. m äetin. »Leäici. ^.Lcius sagtlib. 8.cÄ!?.76. daß die Leute / so an dieser Kranckheit llgen/ btßweilen einen treugen Husten haben/ bißweilen aber werffen sie auch auß/im Anfang Blut/ aber hernach eitel Eyter/ wann das Geschwür reiffworden. Er spricht auch weiter / es sey ein hitzig Geschwür oder Entzündung eines hauffigen hitzigen Geblüts in dem gemelten Hautlein / welches einen harten / und unterschiedlichen oder lccaareM puIluw und eme Hitze mit sich bringet. Besiheweiterhiervonl'raljiimumI.H.cÄp.i.^xrille- ram lid.z.cZji.zz.Leltum ük.4. csp.6.Iacicjc excremum vir-e 6iem ciaukr« a lzstv (Ikritio8ls.-ecscis/i. Es ist aber nicht allerSchmertzm derSetten balde die xleurili s da muß man ?rsliizvum, ^Amsrsm und ans andere von lesen. Im Anfang ist sie wolzü curiren / ehe man sie über 9. Tage gehabt/ und ehe ein tebris -^ura darzu kompt/ waii der Patient nur balde den Safft ex L^zmXleonre ex- prellum, saus der Mariendistel) trincket/ und eine gute äix ram hclt. Dann da lindert sich diese Kranckheit bald» ?Iinius!>b. 2^!. czp, 18. Oivlcoricies sagt/daßeinTropffendeß Lallzm!diese Kranckheit curiren soll. Dann der lZzIli»mus hat vim nkcalicji Lc c!il!ol verz6i. Ich glaube daß es der 8s>irl- rus i'crebinnllL auch thue / dann er ist auch ein edler Balsam. ^ecticus ia curs.ll6s ^>??urici'6e msrcriT moru sc «ZUA- licarum in z-yicz corpqre collliäcrzr.-Illceüj^irlzll^uluL sä locum steuere , icjcc, verizm irici^ic urlza- ^uinern z verrzr-Lc uc^licjuiä bumorNm ksliruumLX- s?liuer:Lc ^^zrmzcaZerlieOciazäil^re^Zllria.llecs^- Inder calc5acicnriz.rie!nklammzrioncm au^ear, Oder/ drückenurden Safft aus einem newenfti- schen Pferdskoth der ncch fem warm ist und rauchet/ seige ihn durch em rein Tüchlein/und strewe Zucker drem daß es der Patient nicht mercket/ ans welcher Apote>- ckeNdaS Recept kommen ist/poücrecizm aücjuic! cZez- qua LncjivisL3.jmisccri.Etlichenchmen6mitWeiN e:n. Istfür Soldatenund sonstgemeine Leute/ wann man nicht Apotecken haben kan. Laß sich auch den Patienten balde noch diesem eingenommenen Syrup ins Bettele- gen und schlaffen. Mich wundert/ daß Gott so hohe und edle Artzney m Mist gesteckt hat/ dannluan hats aus Erfahrung/ daß Sewmist daS Blutverstopfft / Pferdemist dienet vor Pleurisin / Mmschennnst heilet Wunden und schwartz« Blattern/ Eselmist braucht man neben anvn für die roh-^ te Ruhr /und Kühmist mit eingemachten Rosen dienet vordre LpilepliÄm der Kinder, l.urli.in l' rzpe?ol. Oder nim die Kiesel vom gekochten grossen Hecht ein. Das war Man soll auch braunen Violenzucker brauchen. ?kilis?. ^uicmokborslie)oi»oae^1oarit»oA msäerurcriä lsackr.Lxs rerri» li»^' ^5-A- '1 lvswi^u.7,: 5Äkt. iki^l ^erratl^iIlzrs8rriZor,ieo^s imTyNS: deßl'tiLv^blc^U eingeben eines Groschens schwer. !ccm. 8ul-,Kur ^ 5sl ain um, Quorum ^r^j)iirgr>ollc5^uscrejll1'i,coj>t!islii ^lze^al^riolllbus. 5/rupus k^ilopo 8 vrux»UL 6c I-iczuirius» untereinander gelnenget/ bißweileu cvcocju<- I« ^ iij.^ucc^-tli ru^n i. loth/ milce Kar siorio. Oder niinb ein Bündlein Lamillen/koche sie wol in einem Topff/ und thue die Suppe davon m eine Blase / so warm manö erleiden kan/legs aufs den locüm un», ^4^ Overschmiere m»?anffzn auffvie Seite/ dadlchs sticht / Camilknöhl vor zwey newe Gröschlein/ mankri- gets in der Apotecken / ist gar grün. wieder/und lege immer nacheinander auff. Man inag auch etllcheCamlllenknöpffmtt abieissen/und mit in dem Wasser austlegen/ daß es desto langer warm bleibet. t^tl'opus t,c>rreuü's ltcrbs lv ckj?uZazlläsp!euli6>z<; morbo^uoVl5 tsrcisli lioAuIiitem ciicÄum vlzrtuclj l-emaiusl in e»j)!icsi'. kierl»s.Liblicsrüm c.2,6. Diß ist'auch em gut Recept / das ich össt probiret uns allezeit just befunden. «. Rrume aus einer Semmelvor einPsenning/koche die mit Mhmilch/ also/daß emBrey darauß wird / thue vor 2. Pfenning geflossenen SaMan dieSeire/da p leünü 8 ist/und laß es also TagundNachr drauffligen. Istsvon nörhen/ so machs noch einmahlv- derj benedictcnsyrup /.lst sehr gut/ als ich offt beenden, (lura im Anfang der Rranckheit. flugks im Anfang der Kranckheit den Gafft Ldiiln«Ie- oaris, aüs Martendistelgeprest, Mer° A. d vr. viotscid tic , ciccur iu kÄili. iii^aecur, Safft. Darnach einMguent. K,. VllAuearum sci clurli pi^eparsrum I.j. äccur ia iltzoerur, RückgradsälbleiN. Dieser Safftund Sälblem kostet ic>. Silbergrs- schen. .. . VomSafft NiMd bald auffden Abend einen Löffel voK ein/ deßgleichen soll man den folgenden Tag hernach/ alle Morgen und nach Mittag umb 4. Uhr / deßgleichen auffn Abend / allezeit auffeinmal ein Löffel voll gebrauchen/. Morgends 4. Stundedraufsfasten und Abends drauffzu Bette gehen/fthlaffen und ruhen. Vu^ucocuni v!s!rt)cXlstauchgutdarzu / diewehs thuende Seile zum öfftern warm damit gefchmieret. Von dem Rückgrads alblein aber nimbt man aüfei»- mahl em Stücklein einer Lampertischen Haselnuß groß in einen Silbernen Löffel/ undlastsdannnen meinem Kohlfewerlein zergehen / alsdann salbet man bey einem Camin oder warmen Ofen bm Rückgrat»/ zwischen den Schuldern/ und nicht am Nacken anzüfahen / die länge hinab/ biß m das Gewerbe / und reibs mit warmenFin« gern wol ein. Solches soll alle Tage Morgens und nüchterngeschehen/und nlcht mehr. Irem bi cz r X. Es istzweyerley pleurills, norka Lc ve^ rs »Unter dek beyden ist t>lorka ambesien zu heilen. ?r»reres Qklcr va» daß sich diß Geschwür reiniget/ o6i2m.Ac Met/UNd da? coraucerviai uliiscrupulum climikor. 91. Der Samen von Mariendistel l oder welches besser jst/Cardobenedictensamen) ist sehr nützlich vor das Seitenstechen und Bauchgrimmen. läem Leorur. 7. ^vkor,^», N iij Eit? i^c> Kos AndttBuch/ M»» ander». Nimb eine Kanne Milch/ ein Hand voll rohtenBey- fuß/ ein Hand voll Romeyenblumen/und seuds in einem Topff/ solang als man drey p^rer noster beten kan/.oder «twas länger / darnach nimb ein weiß wüllen Tuch / und duncke es drein / legs auffden locum atkcÄum, das be* illmbt die Wehetage. tLin anders. NlmbLiebstöckwurtzel/ Fenchelwurtzel und Kraut/ ana/thue Rosinen darzu/ ftuds in einem feinen newen verglastenTopffin Kofent / thue Scabiosenblatter und Camillenblumen darzu / daß es bald einseud / muck deß Morgens und Abends davon. 5Lin anders. k. ^woHandvoll Sewdistel/ und drey Wurtzeln Tormentille/zerstossesie/ und eine Hand voll Krause- müntze / seuds miteinander in Ziegenmilch / und trmck dtßwellen davon. Gtechenattffderrechten Seiten^ Stechen auf Wanns einen auff der rechten Seiten sticht / fobe- der rechttn deuts eine Verstopffung der Leber / sonderlich wann ei- Seiten / nein die Nase mit blutet. Da ist auffder rechten Seiten was es neben denÄryneyen em Aderlassen gut darzu / nemllch / bedeut. tue Leberaderam rechten Arm. Vor das Seitenwehe. Seiten- Nimb ein Loth deß abgeschabten Staubs von dem wehe» wilden Schweines / mit Gersienwasser oder rohten Zisern/ oder sonsten einen Brusttranck ein/ hilfft denen gewisse/ welche an dem Seitenwehekranckligen« cear. i. yL. Vor das stechen- Seltenste- Stosse Salbey zu Safft/ und warme einen Becher ^ mit guten Rheinischen Wein/ thue den Saffc darem/ uns krinck also warm davon/ das HUfft alsbald. Vor das Seitenstechen^ Linsensäat mit Wasser gesotten / ein leinen Tuch darinnen gefeuchtet/ und auff die krancke Seite gelegt/ ist auch gut. Item/ Wegbreitblätter in Wasser gesotten/ und auff die Scite gelegt. Vor das Seitenwehe und Seiten- geschwulst. Settenge- Nimb einen süssen kostllchen Apffel / schneid ihm oben schwulst. Deckel ab / mache chn inwendig hol/ fülle chn nnt ein wenig gantzen Saffran und guten Wcyrauch / setze ihm seinen Deckel wieder auff/ wickele ihn in Werck oder Papier/brate ihn gemähli^ unter helsser Aschen / und laß ihn den Patienten essen / von stund an wird ihm die Seitengeschwulst geöffnet / und er gesund werden/ wann sie schon alle an ihm verzweiffelt haben. ^i?ziuuz c?orur. z. Seitenwehe auff der rechten Seiten. Bißwerlen fält einem ein Fluß m der rechten Seiten Geikentve- auffdie Leber/ daßesemenin derrechten Selten sehr he auffder drücket/aber nicht sticht. Es hat auch emer eme Hitze/ recklm sei- einen Husten/und e«n bluten der Nasen / dann da wird ten. einem die Leber entzündet / er wirfst auch bißweilen Bkut auß / schnaubet auch Blut auß / blßweilen tan er gar nit außwerffen. Einem ftlchenPatienten lasse man erstlich vor dleHi- tze m derAootecken einen Inlep machen / wle folget doch wann er dteAder erstUch gelassen auff dem rechten Arm. K. ^czusrum porculsc-e (Pörtzeln) klot. alb» s weisst Seeblumen z prullelln Larcluilzcöccjiäti anZ ^ üj. Zucci vio^rum ^ ^ilccznrurbencscl 5orM2M ^ülep. Brauche chn ftühe/ und etwann drey Stunde nach es- sens/ immer ein wenig/ biß die Hltze und der Huste vergehet. Damit er aber attch außwerffsn und außsvenen kan, k. I.ock lillli Sc ezcpeni, Oex>u!moue ^ Loolerv-e roszrum ^ Zucci violsrumAij I^lilcesrtzr novir, oerno cioceic pocet^. Ich bin tem ^leclicus, geb Mich auch vorkememauß/ hab Mich auch aufdiese Facultätnicht gäntzllch begeben / aber lieb hab rch die me ic iuzm, und bm denen von Hertzen gewogen / die mit solchen Sachen uychgehen Daß ich aber diß Buch schreibe / geschieht nur rahtsweise / daß ich guten Leuten/ sonderlich aber Priestern/Schulbienern und Haußwirthen guten Rath mittheile/und ihnen anzeige / was lch gelesen/ gesehen und erfahren habe Richte ich nun was guts damit auß/ so hab ich und der Patient GOttzudancken/ richte lch aber nichts auß/ soists ja gutgemeinet. Doch wer von den Kranckheiten deß Rückgrades st- Rückaradt was wissen oder lesen wil/ der lese üeneclici. liii. sirooomlo Lc le<^ULnril)U5 ca^iribu5. ^ So einer den Rücken gebrochen/unb sich nicht auffttchren tan. Dernehme Pilsenkraut und Wurtzel / zerknirsche sie Rücken ge- beyde wol/ undlegs den Patienten auffden Bruch/thue brechen zu «sofft. Ist probiret an einem/welcher im Schloß gebro- hellen, chen / und nirgend hingehen kunte/ sondern muste etliche Jahr auff Händen und Füssen kriechen 5 Deßgleichen an emer Magd/die vom Luch oder Söller gefallen/und Rücken gebrochen daß sie auffden Händen kriechen muste/ welche kem Balbier annehmen wolte. Dtß aber that man ihr offc / und sie ward gesund Rückenwehe» Schmiere dich beym Fewerhindenim Rücken und Rückenwe- über dem Schloß mit Camillenöhl/ DillenZhl und Pap- he zu ver- pelnöhl untereinander geMenger / oder brauch Terpen- treiben, tinöhl/ oder 5piricum in den Lelb/MKgstdich auch damit im Z'vückgrad schmieren. Oder/nimb Rnberelich schneid ihn dünne/ wirffvi^l Saltz drauff/ poltere chn wol zwischen zweyen Schüsseln/daß er gar durchschw.tzet/damach stoß ihn wol/nim auch so viel ungefaltzener Butter / als deß Rettlchs ist / stoß es so lang/biß es wie eineSalbe wird/damit schmier den Rücken/ Abendsund Morgens gegen dem Kohl- fewer. Wem unten mnb dasSchloß wehe ist/ das kompt biß- Weilen von Erschreckms oder Forcht / oder vom Stem/ wann man zu viel alten Böhmischen Käse oder andere Käse gefressen hat/. so lege Gündram / oder wie es die Matckernennen/ Hundlaufft/ istbeciei-z rerrelttie Apotccken / in Meckelburg nennet mans Blauhüder/!i.;r auffder Erden/ hat blawe Blümlein/ und Erdbeerkraut in Brantewein / laß es drinnen wohl maceriren / und trinckdavon. Aberhiervon hernach weiter/ wannich vom Stein handeln werde. Die Reussen oder Muftowiter haben ein solch Recept ArdasRückenwehe/sienemenpucrozilleZirimot.Pan-- ckart oder Hurenkinder/derer sie dann gnug haben / unh tretten ihre Rücken was mit Füssen/ diese Äryney soll ihre Boreltern wol geholffen habend e<^ K6c5lirpeae5 2u- rore m. Aber meines erachtens solten den Kindern wohi die Rücken weher gethan haben/ dann den Patienten. Oilsruir-i», ^uici clt luoelslirio, 6 lia?c ooo eli» Rückader. Wemt>ie Rückader so fthr fleust oder gehet / derköM Rückade?, zwischen beyden Schuldern / oder aufden tmdm/vder Mren/ odex Wter den Ribben, KulMsi, Er lenziicutt. tel». Ur meide sehr gefallene Speift/Sawerkost/ Pftffer/ alles was scharpff ist / Aderlassen auff dem Arm ist «uch schrgttt darzu. Nimb'eychen Laub oder Blatter/ fütledamlt ein Küßlein auß von Lemwat gemacht einer Handgroß/ koche solches auffmit Wasser/ darinndie Schmiede das glüend Eisen täglich ableschen/ undlege solches Sacklein warm auffden Mastdarm / oder Affter- darm/ oder auff die Blutader. Dasl.XU. EaMl. Von den Cvttiz Hder Rtbben» Aibbett von schlagen oder fallen eineRlbbe geknicket ist/ ^anckhei" l?ertrmckeReisenöhloderBaumöhl^u -iäem ctt) in warmen Bier / das zerrreibet alles böse Geblüt heilet aus den Knochen herauß. Meines erachtens were ruz l'er^enrilll» be^er/ doch lst diß vorige auch gut. Schmiere dich aussen über dem loco mitLohrohl sdas wird vor» Lorbern gemacht) man muß sich aber fem stillehalten und sich nicht sehr bewegen. Diesessoll man auch thun / wann einem eine Rlbbe hinden am Rückgradeaus der i un6tuiÄ oder Susammen- fügung/ oder aus femer stelle oder Ort/ gewichen ist / im schlagen oderfallen/allein man muß alßdann den Leib an demselben Ort MltelnerHanvsquelle oderHandtuch fem hart umbblnden/ daß sich die Rlbbe fein wieder ins Ge- lenck gibt/und alsowiederumb zusammen heckt. Die Balbierer fühlen darnach wo die Rlbbe sich hat auffgegeben / da schleben sie sie wieder an ihren Ort / und xrücken das Genppe gantz fein wieder Zu rechte / und le< gen ein Pflaster drauff/ und schmleren die Oerter MltAl- thersalbeuno Lohrvhl/ solches hab ich gesehen- einer auff Hie Rippen gefallen / mcht schern hole.» l vn. Der nehme ein frisch Ey /?ühre es in einem Töpfflein meinem scharpffenWemessig / der warm gemacyt ist/ thue Zucker und Honigdruncer/ ^aßesein weniglieb- lich zu brauchen wird / menge Rhadarbara klemgejios- sen / Bocksbluc und Bemsbrua? darunter / und rrincks VondttHaußMM htttzder Ämschx», Beschreb- anders werden. Vor alle Kranckheitder Rippen und Seiten / lassen etliche dle Mediän oder Leberader am rechten Arm an Hm Handen/ obs aber allezeit gut sey/ das laß-ich ße verantworten. ° Doch hab ich auch gesehen/ wank einer gefallen oder geschlagen auffdie Sette oder Rippen/ so hat der Kte6i- cus balo im Anfang an derselbigen Seite / am Arm eine Ader gelassen / und wol lauften lassen/ berichtende / daß das Geblüt würde weggezogen/damtt.es sich nicht Hausse und m der Selten sich cos^ulii te. Rippengeschwercur-irur per tZiarrz^scAllMm 5uAl- s^>ccul.lllz.2..caj). 14. Das CaMf. Vom ^eryen» höchste undvörnembste Glied eines Menschen/ ^^^rimum viveuz öt ulr^rnum monens. Wie^riltor. Kraffr der eussern Glieder/csp.i^.Item/ EattenIsvp/ Müntzenkraut. Item / Poley / rohteMkmtz / Modelget Dreyfalttgkeitöblumen. Ilziciemcsp'y.kcLizum er«- cum,Ehrenpreiß/cc>r>6ris,8zrurej2,cusculii. sarcocollst tumUS verrzc. I'^co^lirslt. in seiner vermeinten Wund- ärtzney ^>z^.ii6.Irem j)nmu!s ven^Hümmel^schlttsiei/ creicir colÜAirur lisrim ic> illino veil; ^rem/ sawreOepffel/Pcmerautzen/ Cardomömlein. lrcm, ä.- lomsricum rolsrum ieli» ^ ist eine Laflverge odek com^oilric» in derApotecken/ undzuTafeln gemacht. ) Irern, ^romsricum ^ulczrum. Ircin DlZnvrraAllla- rum (Borretsckzucker) Lc OizKu^Iellaram jOchsenzuN- genzucker.) Ircm Oismizrz , I)>grnkc>5, ^Iirlz ar- ci^oizricoiz , LsIIis ^ ulcAra ^isteine conti.Äion - stak cket das Haupt und Hertz / aber es wlrd gelmimglich unter andere collfeAion^vermischt / und je.ren vorsich selbstgebrauci tj Item/ s^cicia «Zglerzi .jstei -.e Latwerge oder Täfelein/starcket das Hertz sehr. Iten- / Le- ncci,6ium ein qullSkfcüh nüchtern m guten Wsln ernge- nowmen/K/5. in/vnricjocano. ' An den Ambragerechen / siarcketdas HMund Ge-Hertzund birn. Item/der Aglsteln / welcher auch deyo Gehirn zs äi! , oderolei pkllolopkorum nüchtern lreyMorgen ^ärcken und nacheinander eines halben Qumtlelnssichi'ii .r / m gutem zu erfrischt ncu>zm und deß Lebens/ davonhier viel zu sagen were/ aber es ist nicht vonnöthen. Besiheknlium >u l^eculc» lik.i.czp.s ^lezZncj.Lencc^iÄumlib. IO. la fsocomio« sc cas>.i.?..z 4.5.6.7.LstrkOl.^uAlic.Iib.5.csp.Z6. (Zuocl ett in kromwe c'or, eli ia coelv so!,in rerrT vc»i5 itulÄm. Das^old clllirc alle ^ranckheiten deß Hertzen/wer es recht zurMedrcin pi -epsrireo kan/ der kan grosse Aeichen damit thun. i'KcopürzK. in etlichen Tractaten Von natürlichen Dingen c. 7. Diß thun auch die 5 uccwischen / Agtstelnische« und Ambrischenwasser. Ib.cl. Ooräi vs!6c pioclek I.ibaooris coronzria?, Rolma« ris ; mirzl)ll>5 el^ viz ilüus bcrbL juvgocjl 5 m srsAtZ uZ.LorsI- Zium.l'^eop^iatt. cle rribus priuci^us cap.io.Iiecto- cU5,^leIiil'a,!-'l)ÄNori?.pomu^m cicii,vi'o!X.>olX, K^o- scticiz,Perlen die schön weiß / völlig/ rund / wichtig und tzit durchboret seyn. An den Ambra gerochen/ stärckt das Hertz und Gehirn/ Verwahrer des Gedächtnuß / ist gut vor den Schwmdel-so von Kalt entstehet, ikeopkr. m zjKkllovonKrasst der innern Mieder csx. Item/von Hertz/ Lung und di? gantze Werckstatt/deß Achems. m verklemm LkirmAis. Wer ln grosser Schwachheit liget / der efft zu? Hertz« starckungDon grünen emgemachten Citrinatschalen / so vffterwll. l'^crisesiis^närcimac^i l istein thewer/aber docheinede! Ding/ einenhalben Löffel voll ftui) gebraucht/ und darnach ins Bad gangen / und treuge dar- auffgefchwitzt/ starcket das Hertz unnd alle Glieder gewaltig. Das Hertz ist von NatUrtvarm und feucht. Aber etliche Leute haben nicht ein getemperirt / sondern ein hitzig Hertz / das heisser Complexion ist. Erlcche tzabmnn kaK Hertz / etliche elNtruckcn Hertz / :c. Davon ^riL parr. i. lib. Die Mediän auffbeyden Armen gelassen / istgutfäx die Kranckheiten der Lungen/und deß Hertzen/?n5ius. AllekalteKcancklMendeß Hertzens cur^ururfcre» lel^usrjurn 6c krilius. Wann das Hertz faule LW an sich zemht/so hebt das Geblüt an zu faulen. Hertzstörckung seyn Cimment oder Kanchlwasser/ Schlagwasser / Borragen/ Ochftnzungenwssser / Ro- senwasser /guter Wein / und alle wolriechende Dinge« HerygrüblemsVedrängnng. Wanns einem in der Hertzgruben drücket/ sonderlich DrückuM umb den Abend/daß einem gar angst wird/der brauche hxxHxx»- Abends und Morgens / wann erzu Bette gehet/ und grMn was wiederauWehet/ deß Z^irirus virriolieinenTropffen ^ drey oder vier m coulerva roKrum.fRosenzucker(der ntt alt ist/ oder ja mchtvorlängst eingemacht/ oder Anis« öhl/Kümmeiöhl mtt Cimmentwasser/ oder ein Trunck guten Wein. Heryklopffen- szslmus dasHertzbeben oderHertzzitkern/dä^ HertzklopffenoderdasHertzpochen. Ljus cietcripriollem viäc upuä Lslenum ia ^eiioirio. me6ic. öc cle l^mpro- mar.c»u5o Iib. 2^. cs^da ersagt? Lli^Ss-a^zz hxxxH ksKH, !,oc e^,clil2rio prAreroacuisIiz. Sonstenbeschreibeter auch die sonderlich und sagt/^/oij'»xq 'k?isltole cti ele vsrio Sc ercira» rio corclis Sc arcerisrutn öc ccrcbri, ejusc^ue membrs- NArum.iQloriAlcucjirtem öcslcirutjiacm. 1'KcopKrslius spricht/ das Hertzzittern komme vom übrigen Blut/böserHitz / Kummec und Trübsal oder Schrecken. Iliem ^'!,uiocis im pisoo. Iib,q..cSs».9. UN^> man fühlet das Klopffenin der lincken seiten beym Her- tzen mehr / dann in der rechten, (ZsIcviKze ckicuorKericr^usvisiorcmz?eriL,sur!)ll- moris mllleirur«^ris?O f»rXrerosrursm- LOrclisfri^icji xsl^irsrioriem re^zzciuor Lc Ämbi« ^uar Oiamsro. csÜäum cooteÄio cle ^1u5co äulc. cli- smbr-»,äj2ramArc>u,e!eÄus.lTriuse k(ssArAva«> vellss ZUlr^ri^srmm!. ^kerisc^ dl 4. Lsx Hertzklopffen was eö anzeiget. Hertzklopf- fen zu vertreiben. Hertzstar- ckungzu machen. -5-- Lor caliäamresficiuve',' ^lanus 6ismsr^,r. tnAl^.viacorallü'I'li!» lsnrala. tlzec clejeäiii viribu» öc kebnbus srcleoribus meäeorur. I^e^iicluor corconlerv. Lorrz^iois, sceeolieöc öu- ^IczlI^,I,ze^2ls)lrsriolli ÄUxiIi3nrur cc>alervs?, seyn eingemachte Ding mit Zucker und Honig. Man mag n o. ctnlcos oder Küchlein aus diesen Dingen machen / auch frische Pomerantzen/ eingemachte Citronenschalen. Das Hertzklopffen ist ein Anzeigung eines schwachen Hertzens. Goldbechauffdas Hertz gebunden / vertreibt das Hertzklopffen/ündmachetfrewdig. cenc.8.^^K. 69. Lalauvä. Galgan ist auch gut davor. Item / setze Ventosen zwischen die Schuldern. dar^i^ca lierlzs eriam rncticrur tiuic mslo rclle kuckllo iu Iii^rtzzlio fol.zy^. Lvrzcur erism s>e^1'crrsm L^illarsm, cjuX czusll Mi>oncs scrrs^it vs^>c>res cor im- xuANZurcs. Loi cjis !Iuc>rur lcüiüae veo«e mecilaaz?, so der Mangel im Geblüt ist. Viäclecjueliz cA^uc64. tiujus ^le». öeaetj. cSj>. 2Z4. Herystärckung. . Ein Müßlein von Wein/Saffran/ Zimmetrmde/ Rosenwasser und Eyerdotter gemacht/ starckt daöHertz^ ckenbiei. kerKssoUrisMlcketdaöHeche/undvertieibetdasHerh weh ^/>?sllj.celzrur.4.^^K 14-MalvastermitSemmel gessen starcket auch das Hettz. Carsunckelwäster eil piPscorillimum covforrari. vum coräiz,einen hatben Löffel voll eingenommen.Man kans auch MltCinameywasservermengen/aber das wärmet ein wenig. Krauß Basilienwasser ist ein p> zur Starckung deß Hertzenö/ wann man das zweymal auff 2. !oth/seinen Tranck damit vermischt/uns über das Hertz legt. VordzHerchgelpandertlemenRinder. Das Hertzgespau ist nichts anders / dann eine Be- der Hertzge- stremuNg oder Bestrickung öeß Hertzens / daßdettKin« spann/was der Brustknoche gar hoch tvird/und wehe rhut/ können das essen nit hinab bringen/ und schreyen immerhef- tig sehr. Wann sie essen öder trincken /so gehet die Spei- senndTranckbaldpervomicatnwiederweg / danneS lasset die Speise nicht hinunter 5ommen- Die Weiber pl obircns also / sie legen die Kinder auff die Bäüchlein /und ziehen ihneN die lincke Hand und den b iruttg/und rechten Fuß hinterwärts zusammen / und sehen ob sie zu- waedafür sammen reichen wollen/ darnach thün sie auch wit der rechten Hand und lincken Fuß also / äuffwelcher Seiten es Nicht zusammen reuchet/ dahats die Kranckheit/,pL»^ rumjuäicio, amsehrsten. Leä VitlesocUIs^usorum Wännsonstendie Kinder das Hertzgespann haben/ so holen sie tieffOthem/ und zucken immer mit dein einen Aermlein/ und es thut ihnen wehe/ wann man ihnen auf BrUst greiM. Hirs.bhorn Die Weiber m der Marck geben ihnen davor Hirsch- ift gut vor Hornem/sozwischenzweyeyenFrawentagengeschlagen da-Hertz- ist/dessen schabet man ein weniH ab/ und gibtS ihnen in gespanli. derMutterckilm ein/wann sie noch klein seyn: Seyn sie Das Andtt Buch/ Brust. ZuvorschmiereeSmit Camillenihl iiNdDille»- öhl vermischt. Ein anders. oderIacheil/klarcluci appellzvrMuhr sMoß/hat rohteBlUMeN/la:rr>illZcXrll>co,, Himmel- blaw ) das zerstosse/trückeden Sasst drauß/ gib,htt dem Kmde in der Muttermilch ein. iLin anders Etliche vornehmeWeiber ne»nen das Fette von Bra- Bratpfan--- ten aus der Bratpfanne / wannman das andere Fett nenfett ist außgegossenhat/ was also noch in der Pfannen kleben jebr gut bleibt/da streichen sie nur mit eimFinger über denBoden vors Hertz- der Pfannen oder Schüssel / die man untergesetzt har/ gespan. und schmieren dem Kinde die Brust damit. Darnach se- tzen sie die Pfanne also weg / daß sie es em andermal wie« der haben / wanns einmal nicht bald hilfst. Aloesholtz gepulvert / und gebraucht/ist gantz gut vor die Blödigkeit deß Hertzens. Wn anders zum Herye»k k. Muscatenblumen/ S<.ffr^n/ ZuckerCandi/ siede esmitWew oder KoftNtin einem rei..en Topft / tnnck deß Abends davon/ das ti elbet alles böses v^m Hertzen. Vor das Hertzwehe oder esrcksIZiam. Perlen zu Pulvergestoßen/ sind westlich gu. zu dem Hertzwche/ Hertzwehe : ES Müssen aber rechte und Or»enca!ische was dafür Perlein seyn/^»22!cj«ceariZ^pdc>! «A7. zugebrau^ chem ^VemvmbdasHeryweheist. KleinetKin- essey. Hertzgespanns pro zugebrauchen. so gibtMans ihnen Mit i.illürn Loov-illiumwasserein Etliche gebenS auch mit Wem ein. Oder niinb frische Petersilien/ und zerknirsche sie/trü- cke den Sasfr draUß/ und gibs ihm zu trincken. Odergib ihm Krausemüntzwasser. Wattn Man den Kindern nur ein wenig Schwalben- wasserin die Naselöcher streichet / so halten sieöalde die Armen wieder stille. ^ Es ist artch ein Kraut Hertzgespann genant c-rcjizcs sman bekomptö im Iunio/ hat länglichte Blätter) dessen Saffc ist auch gur darvor. ^ Oder im Winter wanns du« ist/ so seud manv nur Mit Bier / und trincket därvon. Nimb Hertzgespannkrautwasser / Cardobenediten- wasser / Bibenellenwasser / thue Cardobenedictensyrup darzu / jedes snr eiU Silbergroschett / vermische es / und gibs dem Kind/loche CaMillenkraut/ und lege es zwischen zweyen Tüchern dem Kinde auff die Seile unnd Wems umb die Brustoder umb das Hertz trückt/det örauche denLa!lZMuM luI^>liuriz und den ^srrLram. Wann einem umbs Hertz wehe ist / so esse er Wermut und KrauseMüntz mit Saltz AbendS und Morgens. Be- sihe?rsöt.j.iib l. ^rzepstsrionum zz. K.Also set)Nd/L^c«cüm 10. ^rTcccjearilzu8 Sc lc^ucor. Ibläem 'I'raÄ. 5. tiarimabilliuv. irem lib I. ^v^iacicircittillcm.Lrilzlcj^miQÜQei.lib.K. Aeci^e co.slloruM. 1'ett^llAiilsrs8crlAc>ll!eatIs istgutvordaS Hertzwche und Zittern/ ^lcricK.vondenBezoardischenDin- Aen/1 ic.^xuoeiz 5oÜ5» Irem, derAgtstein. , Hatjemand Beschwerung umb das Hertz / es sey von Wmden oder andern kalten Dingen / so zureibe er Ambra klein/ vermische ihn mit gelben Wachs wol / Und letze es Pfiafterweiß über das Hertz / so vergehet solcheBe- schwerung davon/ ^lrricd.vonBezoardischrn Dingen/i'ir. vom ^ml>rs^ Ist das Wehe vom SchleiM im Magen/so brich dich ^?cr ^omirum Miteim Trunckwarmen Wasser / mit Saltz vermischt/ mit Mandelöhl erreget / so wird es besser werden / ünd brauche dann zehen Tropffen von Ams- öhl/inWetnoderCänehloöersCtMmetwasser/odernlmb vonGchlagwasseroder CiMmentwasser/ oder Weines liche Löffel voll. Vott der Ohnmacht velsvlMS cZcfe<^u«sur6e!i^uiu> Ohnmacht öll^liicuum tetoIuuvoc,iU^tösucjl!U»Vlsu.lo^udla Lc tvagsie sty/ ooririz ^rcc«eus «äeli^uium vocsmus , fur^uge- , tivc ett, htauchen, Acnuumrcfolurioacm, leotus^; rem- jZvlis tlupoicm Zc cxsnimsrioaem öc cslum , daS heist Manl-ipord/miam,eineOhnMacht / wanneinemdie Knye beginnen zu sincken/ und ein Mensch ein wenig das fühlen/schenUnd hörenverleuret/odsr wann einer in der Ohnmacht vergehet/ wie Man pstegtzu sagen. Man pstegtö auch^ire^^«' zu nennen/estaKeÄic» cvlcilii em Abfall aller Krasften. Darwider dienen allerley L,?,- äcmaia corclisIiÄ, Hertz und Pulssacklein/Perlen/Mt» tissen ündBorragtn. ceur.5. ^x-nor. ^o^.Ilb.i6.cs^.6^. , ^js?pocri. Xpdor. 4!. (Zui llcpc L: vetiemöu- rel iillec^u^^cxrrjr>lccu5 cvcoicoce) snimi cjefeÄl«. vcm pÄriuvrur.moriuarul ^uoii virale roliui:a üz sä- mo6ümsirimbeci!ic.) Einem Ohnmächtigen reibe ftinenHertzfinger/oV ruht bwselbtgm Finger mit Gold und Saffran an / dann der Hertz' as dafür VonderHaußaiMy» Hrrtzfingerhat ein Lujfcäderlein / Welches biß zum Herren gehcr/drumb w«rd das Hertz hierdurcherquicket und MKNtergemacht l.cmnius öc cear.i.^^ 29. Vor die Ohnmacht» Siede Poley tu starckem Essig / halte vor die Nase / das glbt gute Krafft. Einem Bawern halt nur bald einen warmen und noch rauchenden Mist vor die Nase/ so kompt erbald wiederzu sich selber. ceurur. i. /Vfkor. 45. Andern Leuten zünde Börnstein an / und räuchere damit/ und laß sie das riechen. Oder reibe ihnen Börnstetn- öhlumb die Naßlöcher/oder laß sie nuranPoleyenessig ueck)en. Oder nimb ein Zibollc oder Zwiebel/reibe sie den Ohnmächtigen umb dieNase.QdermmbPresilgen (die manin Garten unnb Topften zu Kräntzen und andern Dingen zeuget/ alias oc^inum Lznopkillgium voca- rur, oderkrauß Basilicon) netze sie in Essig/ undreuch dran. Lücumcris- Lc ersceron»- xibuz ap^o5lMM, uc aarc moum , ist sehr gut/ Luslos- sum pocum. Nelckenessigvor die Nase gehalten/ istauchgut. I- Sem / Cinameywasserund Carfunckelwasser untereinander gemenzet/ einen halben Löffel voll davon getruncken/ das stärcket das Hertz gar wol. Die Ohnmacht zu vertreiben lalcem gci^ibcnäzsuvr oäontcrz caucico. 2.. 5. als daseyn Linsmomum ^ (üs- rvo^b^lli, scecum 8ambuciaum, voms Lirna Lc c^uz? iubeoäeln ^eaere cc>mx>re^ensz, limvlles äicuncur, in/rrum,öcc. Oderreibedem Patienten die Arm und Beine fein fanfft/zeuch ihm die Nase hin und her/mffe ihn mit seinem Namen / erwecke ihn mit mancherley geräusch und geprassel. Oder duncke ein Federlein in scharpffen Essig/ stoß es ihm in die Nase. Bespreng oder bestreich ihm das Angesicht mit Rosenwasser/ darein Nagelein oder Kampfferpulver gemenget/ oder ein wenig Biesem dar- wnezertrleben ist / bestreich ihm auch fein sanfft die Nase/ oder Hände und Pulß damit. Wo aber einer in Ohnmacht gefallen/ so netze sänffti- gllch das Angesicht mit kaltem Wasser/ oderretbedie Hände hart mit warmen Tüchern. ° V^lcricklus schreibet/welche Personen mitQhnmacht behafftet und sehr matt werden/sollen die gedörten Blät- tervon der ^-lum. ^.j.^zucjzoi, msliicissrla -5) ob cojZiLssmlgn^uirzls eTcreriovem. vel immoäicsln vencriz inzulnouem» vc! live morum sli(^u6 vekcmenrem» czusuclo^ueeriam sbore venniculi crU» tlis Lc s?iruiroli5 liumoiibus I^li. Wann sie etwann eine viertel stund gelegen haben / oder nicht so lang/ so stehen sie wieder auft7und widerfahret ihnen solches offt.T^x-- li »mti cac cvllciäkl c,darnider fallen. Lckoc virillln von eli lerbale. ^»ro^ne eti ^iciuln cc>icii8>lccl ^oco^e ci^ vicium vearriculi cru- cli ä f>icuicc>il5^umonbus I^ii.Werdie^eclic) stiMMLN selber in diesen rnorkis nicht überein. Etliche nennen die beyde Gebrechen ---^-^5, und mache derer zweyerley/ und weil sie fe^ hen/ daßdie ^ipurb^miczbtßweilenauchdarmderfal- len. Sie mögen sich miteinander vertragen / wie sie können ich wrl Mich unter sie nicht mengen. Wer zur Ader last/ oder m der Badstuben Mpssege- VberdeM ftHt hat / und darüber in eine Ohnmacht fällt / der gehe Aderlassen nurhinaußindieLusst / undlegesich darmder auffdie so einer in Erde/so kompt er balde wieder zu sich selbst Odernimb dieOhn- kaltWasserm Mund/ undbestreichedie Schlaffe am macht fält/ Haupt damit. was er daffa kvlvnrzuus, cclebris ?NiIo5opbuI 6c^le- thun soll, clicus S: zmicus mei inrc^crrimus , spricht-a n JÄaru cZe rcna s-oill^rz. es komme die !^ipc>rb/miÄ ex mig woher vsvonbus elc vacis ? venrriculc), be^are, purretsÄi«. siekoMM?» mbus Lc cle o^iIscioizibuL vcuolisher/c^ui coriavs» ^ences.^i^orll^m^s, paivirscivocs aurrremorcs cor» 6i s cÄulänr,ri.sp!i zr!c)uem ivrerclucleures, äcbilirareni iQ^ucer-.re8. Damit halte ichs auch/ dann es lst bißweilen ein venenum bey diesen vs^oribus, wie auch bey den vadoi-bus ist / so von der^Erden hinauffm die lusst steigen/ und Vögel und Viehvergissten. Man sehe nur den an/ und conferire den mit dem . so Wird man balde zur Medicin kommen» Diese Ohnmacht ist im^lcrocolmo.wie die Lcljxles jm H?acrocolmo. Dann wie borte 8oi und oblcuurek werden/ nur eine kleine Zeit/ also wird hier der lp-nrus viralis , ill corZe öc cerebrcz'nur eine kleine Weile auff- gehalten / und chme seine Würckung entzogen »nnd genommen. 8z^>lean lari s. Besihe I^lvf>ocr,Iib.z..^^.4l. Lgrrol. ^o»l« üb, 16» csx. 16z. ^leXZllcl.Lcnecl.iib. iv.csp.iO Ein gnte^>erylalbe / vor diejenigenjH leichtlich in Ohmnacht fallen. Nimb l'beiisc oder ^lirbrillar z (sUint/ Ochsenzun- gensafft 1. Loch/Rosenöhl/Seeblumenöl/jedes 5 quint/ von den Edelgestein gepulvert/ rshte Corallen gepulvert jedes ein halb quint/ untereinander vermischt. Min anders soD ^arrman pflege zu gebrauchen. Nimb distillirttn Essig / Wasser von den 4. Hertzblumen distilllret/jedes 4. Loth/ klaous Lknlii mit Perlen ein quint/gepulvertweissen Agtstein fcrupel/ D- Langen Wasser 2. Loth/ untereinander vermischet / «nd ein halben Löffel darvon erngeben. cbsrioj?b^!!zl!, ?vlsci5 sos E«rr-ffl.chg»tStZr-I-«M--/MrN.ö ^ mattlosen Hertzen / auch alten Leuten / undseywangem Unterscheid Mischen der Mcspj. pomum. Wann man kaKiriam, so man in den Grabern findet / frühe nüchtern / drey Tage in Wasser von Muntze gebrant/ trincket/ so starcket sie das Hertz / wehtet der Ohnmacht/ und vertreibet.alleWehetagen/ die emMensch umbs Hertz hat. Merck. Es ist ein grosser Unterscheid zwischen der l^xporb^- miaoderI.)'^osicbl2.undder8)'r>cc>s,e.Danninderl.x- porkymia redet der Krancke/Höret und sihet auch etwas/ und kennet noch die Leute/ so umb ihn seyn / oös gleich etwas schwächlich zugehet / und ihnen das hören und sehen gleichsam vergehen wollen: Aber ist ein hefftig Ding/dan da fält der Mensch gar und gehling darnider/ als käme ihn die schwere Kranckheit an/ und ligt stracks dahin/als wann er todt were / strecket alle viere von sich / und verleuret alle Sinnen / und höret nichts/ doch ist all- dar keine palpirsrio oder convullio, wie in denen Leuten ist/so dieschwereKranckheithaben.8xocopeeN k?rTccps smoium virmm Isxlus ex cortlis virio xrovcaicos, vez Weibern / gibt dem Hertzen und allen Gliedern grosse Krasst/ leschet den Durst, und Hitze- Nimb Rssenzucker/ blawViolenzucker/Borragenzucker / O chsenzungenzucker / Roßmarinblumenzucker / jedes z. loch/ und so viel dessen ist/so viel Sawerkirschen« safft thue zusammen in ein Mörftl / und laß es bey einer guten Stund stossen / darnach thue es in ein Kanne und geuß darauff ein Nössel Sawerampfferwasser/ und ein Nössel Distelwasser/ruhre das wol und laß es ein Nacht im Keller stehen / mach ein rein weiß Säcklein und schütte ans der Kandte gar darinnen/ und lasse es in ein ander Kandte abtriessen / und drücke das wohl aüß / und geuß das wieder auf/und wann es abgeloffen ist / so trücke den Safft wieder aus/und geuß das wieder auff/ das thue et- Uch mal / biß die Krafft gar aus den Blumen ist / und zu letzt trucke das Säcklein gar wohl auß'/ und setze es in ein Keller / dessen glb einem mattlosen Menschen dessen Hertz m Hynmstcht ydkk Hitze ligt/ osst einen frischen TrnffÄ/ -54 Das And« Buch/ brauchen. trunck/das ist dem Hettzen ein groß Labsal / und schmecket sehr wohl. Das I-Xiv. Capitel. Von dem Heryrvvrm. Hertzwmm ^»Iß^eilenkompt einem gehlmgvon innen herauß was vor kalt Wasser in den Halß und Mund / als wann Trancke da- er sich brechen und viel Wasser von sich geben wolt/ wie zuge- ^ dasselbigevon sich gibt / mancher schlingetS drauchen. ^^r hinein/und dempffts also wieder.Da sagen die einfältige Leute/ derHertzwurm hab siebeseiget. So finden sich auch sonsten bißweiln andere grosse Wurme im Leibe / die sonsten durch kein andere Artzney können gewonnen werden. Da mag man vor den Hertzwurm und diese Wurme folgenden Tranck brauchen. K. Rittersporn z.handvoll Wasserbathenge 2. Handvoll / Maußohrlein oder Nagelkraut / Osterlucia / weis- fen Kümmel/ jedes 1. Handvoll / zerschneid es alles klein/ und den Kümmel zerquetsche ein wenig m erm Mörser/ thusalleszusammen in einen steinern Krug/ geußan- derchalb Maß Essig drüber / verlutire das Gesäß wohl/ thue es in einen Kessel mit Wasser/ laß es vier «stund sieden / und darnach kalt werden/seche es durch ein Tüchlein. Von dieser LoÄion gib dem Patienten alle Mor- gennüchtern/ und so wol auch Abends/ z. Smndvor Essens jedesmal einen guten Trunck warm / und fahre Mit dieser Orz 4.Tage nacheinander fort/ so wird Gott durch das Mittel helffen.Dder gib ihm em eingemachten Ingber/ oder Calmus deß Morgens/ oder zubereiten Coriandersamen / oder Magenpulver. Das l-xv. Capitel. Vonderlungen. Lungen t^^As ist gewiß / wann einem die Lunge / Leber oder mancherley -^MiltzimLetbverstopfft werden/so heben sie nach Kranckhei- zweyen Monaten an zu faulen/ und werden hierdurch ten/wasda- allerley Kranckheiten / und lctzlich der Todt selbst verur- fur zu ge- sacht. Wider diese uätiones alle miteinander/die ir^ gend im Leibe seyn können/ istderlpinrus Virnol, gut/ wer dessen einen Morgen drey oder vier nacheinander in einem chnicu viui braucht/ der eröffnet alle c-bitiu^io- vcs. Darnach brauche man nur l^nirum l'er^cnrlkis: einen Morgen drey odervier drauff/der heilet die Hauptglieder wieder/die angebrochen seyn/und zu faulen angehoben haben. Daß also das eme gantze Apotecken seyn tönte/ wann et sich recht drein zu schücken wüste. Es sind aber Mancherley Kranckheiten der Lungen/ davon Man lesen mag/ ^IexZll ä.kcne(ji iz. Item/er trincke CardobenedictenBieroder Wein/ dann Cardobenedicten zpeii, r die Lung und Lebergewaltig. Salbeyenbier und Wein isto er Lung und der Leber auch sehr gut. Die tu^ocarioizcm deßHertzenS^urif Mit Golde/deß Hirne mit Silber/die Niercn mitKupffer/ dcßMiltzes mit Bley/der Gallen Mit Eisen/ der Leber Mit Zinn/der jungen MitsrAemo vivo. Inrelli^c csuic! vcliin, iNit ihren olciz. 1° beopl^alius in etlichen Tractatlem von natürlichen Dingen/7. vom Schwefel. §. So wisset nun/)c. Wanndie Lung recht verstopfst wird/ undalsodas Hertz nicht lufft haben /so muß der Mensch sterben. Schwefel ist eine edle Creatur Gottes / derselbige siebenmal sublimiret/gibt einen edlen Balsam/ soeMem Menschen seinen lpinrum vicze erwärmet underhalt/ daß er lang lebet/ und sein gantzes Leben in guter Gesundheit zubrmget. Alle Morgen eine gute Messerspitze Vollgenossen. !>lorz bcac.^uiä velim, m^licnum tioc cli, ^corcjium coavulls ruprsc^ue. 6c lsrerum 6o!c»ret » «k obliruoc öc 5ri^ore osros. 5aosr poru vi- Zlv j»orum) L vc recsa» ü ve sritj um»l' was dafür zugebrau chen. Vor alle Verstopffung brauch alle Morgen / oder nut bißweilen sechs oder acht frische Wachholdcrbeer/ dieiß Mit Körner und all hinein / das bewahret die innerliche Glieder /daß sie nicht verstopftet werden. Das thut auch 5piricu8^ crckinrivX. Drücktö einen unter den Ribben der rechten Seiten / so ists Verstopffung der Leber.DrucktS aber in der lincken Seiten /so ists von der Miltz. rulliculolis Lc arikel-mribus > pulmonil^; v,ni!> mc6ecur. I^emrüus iniierb. Libl.Lxplic.czp.iS. ?ulmoni; morlziz mecjerur l^lscipu^Eysop/Leco- oic2,braunBet0Nien/5rzecl^Z8, Ll^cirrliiTZ, xrzllium. ttoc meclicameorum pellir omaes obliruätionc! vilccrmn, veacriculllm imizecillem corroborsr.Lc ^cczr» VuI^Zii; Lc ^iMf>illeIlXs>rsepzrzrs8 2l^; exliccargsucu- los Lzncn calcinaros ^Quorum pro 6olilloo icix;iecjicurmecjiuslcru^ulu8)semcn t^uliurrn Lc cbaium:omoium kzr mixcurz, cjolis ett, cocli esr u» uummznc. (^ucrcerzouiio ^u- bcrcum 18.19^ Liebstöcksaat in Wein oder Bier gesotten/und getnm- cken/ «st gut für die Verstopffung der Leder. Item/gepul- verisirt Helffenbeinauffgeröstem Brod gessen. Anis gesotten und Mit Hirschzungen vermenget/ hilffrcmch wohl. Illoppilaciünc Lpsrisapelirur Zztvarclla io «^ezrrz manu, Lc iotlmltrsMiMllia o^ilzuoue Hlcrnz. auremÜI2veoaiarerauriculsremöcsaaularem, miz. Ais rsmca aäzllnulzrcrn 6i»irum iacliasns. In uintiüi verö m-mu apcrirur eacicm in oppilsriooe ljileuzs. 5cl>c>!^ Zzlei. cas). 105. Zurverstopfften Miltz und Leber soll man sonderlich Mjk Cardobeneöicten/undAniSkörnerbrauchen.Item/Sca' biosen/ wie auch üiacer in seinen Versen schreibet. stopff.um Lxcsaclum5czbiosX, idasbekomptmanmden?lp0' sonder- tecken/es ist grün zehe ding / wie ein Vech) laß es in o^r ^ dafür u! Apotecken zurichten (es muß aber jemand darbey seyn / gebrauchen, daß es rechtzugerichtwird/ man muß es mit Aucker al- so machen / daß es wie ein Saffc wird. Den Zucker muß manzerlassen / und darnach das LxcraÄum hineinlegen/ sozergehetS drmnen : Es wil sonsten in Nichts anders zcrgehen) und brauchs em wenig / oder Morsellen drauß gemacht. In der lincken Seiten ist die Verstopffung der Miltz / da ist stechen. Die Leber ligt auffder rechten Seiten / und wann die verstopfft ist/ und mru melc,ret/so stichts emett in der Seiten /und umb den Nadel DasöhldeßAmatischen Wunderbaums/ oderZe- ckensamen eröffnet alle Verstopffung der Miltz/derBeer- mutrerunddeß Magens/ wann man sich damit salbet. X^irrick. vonBezoardischen Steinen s?z^. 86, Balsamöhl erösstiet die ^>öseverstopffte Leber/ und erhalt denMenschenjung und starck/ itzici. 88. Wer verstopffte Leber und Miltz eröffnen wil/der nehme Brühevon der Wurtzel ^-c^uacsvor sichselbstein/ 124 ibi cr>zm s-rsz^srariooem. Mercke/ vor allerley ns'siil-icioaez ist Wermutgut/ und svirirus Vitrioliuvle auch droben gesagt und alle spi. I I c u' . Dann gleiches gehöretzu seines gleichen/ ijuis omne iimUs , sagt 's tieozzlirziius , curacur pc rluum limile. Eme steittichte Tartatische Materien legtsich vor/ und obtt, u-ret/ ft» muß es auch ein l^iricu« miocrüllswiederapcnico. Mankanauch / wiedroben gesagt / einen Tropffen drey/ vier oder fünff/ nach Gelegenheit der Personen in einem gesottenen sjzplopnsro Wasser oder in einem guten alten remenWein brauchen. Lxc.2Äum calsmisiomsrici ist sehr gut akhiet l.scru- pel davon offt gebraucht. iLm köstlich er Tranck den Lulj, iriolis und ^ltkmaricls. die da verstopfftseyn/ und denen Miltz und Leber faulet/ und anfangen äwxici zu werden. Thue Wasser und gantze ftische Wachholderbeer in Mstlicher eine zinnerne Kanne/ mache sie oben festzu/thue auch ein Tranck vor wenigZimmetrindendrein/undgantzenZuckerCandi/ die fäulung viel oder wenig/ darnach du ;s süß haben wilt. Item/ein Miltz unk halh toch coriim-jri xrrx-rsri (vas im Essig gelegen Lehep, »st) laß . chjM'""'- ^ Wllilio 'MWW» VonderHaußalWy. ^ W-ss-r --wannzw-v Gewehrte ^ückvor tsötcichen. Stund wol sieden. DasistwieeinIulep. Das tretbet den Schweiß auß/ hellet innerliche Glieder/und vertreibet alle Fäule. Item/koche drey bundlem Zeissigkraut/ und wasche den Patienten umb die Stirn / Wangen und Halß/ for- nemidhinden/ unndfolgends am gantzen L^be/ das machtdle Schweißlocherauff / daß der schwitzen kan. Ein bewehtt stü^ vor dasAeich en/en- ge der Brust/ und wann sich em.r der befahret. K. Lungenkraut/ Isopjedes ein Handvoll/ Anis und Fenchel jedes em Löffel voll/em Mm stengel Güß- holtz / em Löffel voll gute Weinbeer / und 9 gute Felgen/ thue eö zusammen in einen Topff/der mit reinem Wasser Lungund Leber-ist anbrüchig worden / und hat einen bösm Magen. Nimb Ingber / Negelein/ Muscaten/ Muscatenblu- men/ Zitber / Anis / Feldkümmel / Süßholtz / Rauten- samen / Fenchelsamen / Creutzsalbey / weissen Wege- rlcht/ZuckerCandi/ jedes i. Loth/ dieses alles gepulvert/ und untereinander vermischt / alle Abend und Morgen emer Haselnuß groß desselben Pulvrrs eingenommen/ ;st Lung und Leber / auch dem gantzen Leibe gut. ^.vngengesc^rver/ vomics xulmonis. Vor die Lungengeschwer brauche Oigrikocioa^bba- tiz v izr-imziol,,laß zur Ader am Halse/5cl>ols Valero, schwerwas IQ. §. In Die Garcader ist gut zu lassen-wider den Wehtagen der Brust / der Lungen/ und deß schwe- brauchen» ren Athems. Die Mediän ist auch gut zu lassen/ wider M»tt.st«nF-w.r,un deß Magens / dep MUtzee /der Leber /der Selten /und eine viertel stand sieden und seihe es ab/ laß es wieder kalt werden / trinck Morgens unnd Abends einen auten Trunck/ und sonsten wann du wilt. Lsliäsvittsxulmonum Lc 5riZl<äa» szulmooum caliäs vitia greeväs rcl^iciuin liTc, Viz^eoi6ion , Oizrr»Ascsocum frißjäum; Oiscals- mevcuw. l)izs>rziliuw, Oisiris 5»lvmooi5, l)i> slr^e-c (^uerce»ai. remxersri Lc illtem^ergri^ulmo» mz, viäe ^leraaci« LeocälA.1it).8.c«j».»i» iiingensucht iviediezii miren. L.ttttgeni»cht' Die Lungmsüchtigen/diesehrhusten/curSrut pervis- jZcru^loo, Irem s-sr msjuz. Diese Latwerge mit Wein eingeben / hilfft den Lungensüchtigen / und die einen alten Husten haben. Item/das Waffervomvi- rnolo und vom c»lc»nrko. Item/ der Rittersporn und S.Peterskraut/Item/l'rocKilcl 6cLsms>!iolg. ?cri ^ncumooizdieLungensuchtistemhitzigGeschwei/ cl^iutizmmsriopulmoois. Lroriruc plerua<^; cx äetiillaciooilzus in pulmooem , oder ex oimio lsa- Zume puImcZllum.Lsulz kujus morbi eli pkIcAMZ.Vi« clekrilium ias^e^ulolib,^. ^>zrr. l'rsÄ. 1. c.!o Lelle6i6l.Iilz.8.c3j>.z5.z6,Z7.z8. ^>rspZiZt./c>I. 19, ^rerXU! Iib.2.äegcuri5aKcÄi!).css>.Z.?erij)cieums- M2cti vc>mic:?xuIlNOaiz. ^usmscurs5ebns cc>ml»° rur6olc»eczrcvs. Lslellusio 6«t!o. meci. peripneumooia eltio^zm- msrio s>u^mvn!5, cum tcbre scurz Lc ciiKcu!rzrc lulsil. rzväi. t^als? irlo,sur xleur>ci6c.zlüzvc Mvrbiscoorrstiirur. Vitjeeriam Äusrium lid. l. cax. 16. LlZNUM mottt'z. Haar auß, Wann einem lungensüchtigen Menschen dierohte Mungei- Ruhr ankommet/oder fällt ihm das Haar auß/ sostir« ms iungm- beterohnezweiffel. ßchctgen Lungensucht ist / wann einem der Athem sehr ver- ivae es be« ligt/ wann er nur ein wenig fortgehet/ oder sich im Bette öeute. überwirfft / so entgehet ihm der AtheN? / daß er nicht WMsucht weiß / wo er sich lassen soll. Kan aber sonsten zimlich schlaffen/ fühlet auch sonsten keine Schmertzen am Leibe nirgend nicht/ hatgrossenDurstnach geringen schwachen Bier / davor er sich hüten muß / wie dann auch vor hitzigen.Getränckund Gewürtz/ komptvonGramniß/ De sitzen und sorgen. Für Lieber und LlMgett - Nimb Lungenkraut / Leberblumen / rohten Aurin / Hirschzungen/ Gotteshülffe/ Buglossa / jedes z. Pfen. undvor^.Pfennmg Baumöhl/diß alles gesotten/in anderthalb stübichen Bier/ und das Baumöhl wohl mit Wasser gekreitzt und drunkr gössen» der Lungen. ^uffpröhr der Die wird eröffnet durch Poley/Rothmüntz/Model- ger/durchdas Wasseroder SubtilitetvonRampffer/ röhrwo- und Dreyfaltigkettsblumen. Sie seyn auch gut für die ^ er- Lngbrüst/ Husten und Keichen. wird. UKINäk!. Schwartzer Harn mit starckemRuch/ bedeutgrosse Brunst und Httz der Lungen und Brust/ und gemeim-^'' ^ gi.»dmT°^ Bleyfarber Harn mit vielen Körnlein und Blaßlein/ bedeute, bedeutet ein Brustgeschwer/ oder Lungensucht. Ein Hatn der roth ist / und darnach bleichfarbe wird/ der bedeutet Brustgeschwer und Lungensucht. I?uimvlliduz»ul j.Uj>iÄ^uo^j cUAum.smicusetiklel- Auffstei- cUliuZ.^ui cursrc>mncLM0tdo»cc:rum, gUNgdek m etlichen l'von natürlichen Dmgen/ cix. 7. Lungen/und Irem/ die AgtsteiNischen/ Succinischen und Ambri- was dafür schen Wasser und Subtiltteten/ ibici. zu gebrau- l.ock ^curclu Relnfahren/Lon^ris.Schirling/ oder Wleterich/1' uraeiL pi5oo.UK.s,cas>,40. Item/ mit tt)^5opo,Eysop/ ett iicrbs Korreoil5, PS- Äus Lc Lc cs^iri« ^irujr»rel» exrcrAcos» Azalee L.ung. Ein kalte Lung wird erwärmet durch Gartenkresse / !ang/tvo- und Bornkresse. Kelchenden/Eyterspeyenden/und an- durch sie dern Beschwerungen der Lungen / so ein Mensch von wieder er- Kälte hat/ ist gut das v iarrÄA!»c»a r!ium cs!l 7.Lc lll 5c<^ueore UI?sUo, von Krasst der eussern Glieder/ ii, Aderlässe. Die Mediän aust beyden Armen gelassen/ ist gut in Mediän w Kranckheiten der Lungm^und deß Hertzen / kriLus. Kranckhetk rirus? erediorkma? ist sebr gut derBrust. der Lungel? gelasjen/tst Vordre Rranckhek der Lvngem vismosckus (Zulcii (istein ConfettTäfelein) vertreibet alle Krankheiten der Lnngen/ FriLus xsr.css». Wem i5 6 Aas Ander Buch/ Wem bie Z.lMAeverrvundet wird/daß gen schmalenGeader/vielRindmund Gebläse / umv chm der Athem außgehet. Es ward einervom.Adel ln der Chur Brändenburg in den Leib gestochen / daß ihm der Ächem außgieng« An dem verzweiffelten alle vieclici, und verliessen ihn. Nun war ein guter Theophrastiner vorhande/den bat der Pa- Lungen Verwundung wie durch die an ^c/envolte ihn doch nicht verlassen/ sondern bey ihm einem Edel- h^,ben undihme thun was er imcker konte/er wolts ihm manncu. reichlich wieder vergelten. Der ^cäicus NämMeuß rirr. den Nabel / wenig Haaren/ wenig Haar am Lelb^/ unk einem kalten Geblüt. Herwider dienet das Marggras- fenbad.Item/Pseffer/^ztiuirium ^^u.icicumiBrun» kresie.) Item/Gartenkresse. Item/wann man Claret undHippocrae trincketItem/tticra limplcx.coll^iruln ciescc.ro ^ist em Latwerge) vialacca, vl». cal^oieum- LleiI. clc vei^mlx.OIcum l^zrenuum. kraut / sonstenpertorzra genant/ cenrzure»mundler- xencarizm. jedes gleich viel unnd sothe sie in Wein mit Bier vermischt in einer zinnerne Kannen/in einem Kessel voll warmen Wasser oben zugeklebt / und ließ es den Verwundten immertrincken. Dadurch ward der Ver- wundte gesund. Bas l-XVl. Capitel. Von der Lieber. Verstopf- H)On der Leber Verstopffung / da endlich Faulung/ fung der Le- ^Wassersucht unnd andere Kranckheiten hernach selber/ woher gen/ besihe das vorhergehende 64. Capitel.Eö wird aber es komme/ die Leber verstopffet) wann die ven-e ivlelerzic« aus den und was Eingeweiden einen 1>rsrum zu sich ziehen/welcher sich dafür zuge- damals vor die Adern leget/ unnddeck Geblütseineft brauchen. Gang hmdert. Diß geschichtauch in Vcna porr-. oder auchtN veuisip5lU5L ?2tid. Damuß man speriearia brauchen / und Aachsschmaltz auffeinen Filtz einesDel- lers breit schmieren / unnd gar warm auff deN Ört deß Bauchs legen / da man verMeint/daß die Verstopffung G / wo man aber befindet / daß in der Leber selbst solches sey/so soll mans auffdie Leber KgeN. , Leber wie sie Leber ist von Natur wartN und feucht/zu der nei- vonNatur get sich der supirer oder das Zinn/ dannescuriretalle sey/undwo fxmemorkos.'rkcopkrzlius in etlichen l'raÄztenvon sielige. natürlichen Dingen/Cap.7.l'lr.Vom Schwefel §. So wisset NUN. L pzr pr«ber i'znAuillem ommtzu5mcmdi is tiumÄni coiporis, ur lir eorum slimearum. Sie ligt M der rechten Seiten unter den obern Rippen, ve viribus Lparis» MryhiyteL.eber. Wer feine Leber erhitzet hat/der nehme weissenMohn- saat/oder das Kraut / und zerstosse es mit Rosenöhl/ und lege Pflasterweise über die Heisse Schweren der Leber / das kühlet sichtigltch / und hilfst gar wol/sonderlich im ansang der entzündeten Lebet. Lpzriz cslores coriiAuor Lnäiviz, rosze, cicborca. Lr coarra fn^onbus meäearur abl^ocbium, Lupstorium, calameorum. Odernimb Nachtschattensafft / vermenge ihn mit Baumöhl/ und laß ihn Clistirweffe unten ein/das kület/ Und hilfft gar wol. ' l-rocKil'cj äe ZpoLio sind der hitzigen Lebersehrgut/ wann sie zugleich verstopfst. Item/ laß die Leberader an der rechten Hand/ sonderlich umbIohannis. Item/ bade «N Sawerbrun/Hundsrucke genant/der erkühlet die entzünde Leber. ^ Sawerbkun wixd getruncken/ täglich Morgens und Abends / wider die hitzige Leber/ welcheVictnl/ Schwefel und Bergwart haben/ sind die besten. Wer aber Sa- werbrunn nicht haben kan/ der mische Z^irirum virnoli mit cict^orien oder Endivienwasser. Iseciocin5catc>rcm rc»l!u»mr etism5ri^iä^ coa, teÄic >oc8zvlZrrioassllrzIum,i)isrr^ocjoll^d>tzaris,Z^. rupusäeknciiviz, äeluccc» cikorei, raäiccs!:ic!,orci conäirX. Brauche auch den Tranck0x),ssccKzroll. I- tem gedistillirteKälberleber/1" rockilci ecu- lolilz. I. ca^.5. Alleubrige FeuchttgkeitundpKIe^mader Leber neh-Vbriger men die Wasservom Salpeter und Niterweg. I'bur feuchte der Nei^?i^c)iz.lid.^..czc>.4.kril^in 8jsec»pzrr.4.lib i. l'raÄ. LeberwaS z.c.i. Allen seuchtkalten Kranckheiten hilfst / Baden in dasürzu Oesterreich / Villach / Teplitz / ?lbech/ Marggrassbad / gebrauchen« Weringen/Dalsingen/ ^ulsizäus. VonderVrin. Subtiler schäum deß Harns / und bleichlich / bedeut Mancher- Hitzeder Lungen/deßHertzens/ der Brust/ und der Le- ley Farbe ber. Doch bedeuterrohter Harn allezeit eine erhitzte Le- deß Urins / ber/in derKranckheit Und ausser derKranckheit. darauß zu RohterSand im Harn ohne ein Fieberundschmer- ersehen/wie tzen der Lenden / bedeut Hitze der Leber und Nieren. es umb Ein Harn mit Wolcken und Schaum / der gelbe und ^u"g und grün ist/ bedeut grosse Hitz der Leber von übriger eko- ieber ge- Icrs. . schassen. Lauter Blut im Harn m,t schmertzen und stechen der rechten Seiten / bedeut das Blutfliessen in der Leber. . Ein rohter und trüber Harn / bedeutet Geschwer der Lebern/ sonderlich wann Eyterin der Urin ist/ und übel teucht. Ein rohter Harn vermischt mit fchwartz / bedeut eine grosse Brunst und Hitze der Le^er. Wider allerley Kranckheiten der ^eber. cjebiürsrc» ctt pl^arzrio srcrelzi- . ti, cjuarn bake s lo 5.prs:pzrzrioaum ^ ^ Hierzu dienet auch die Latwerge »-era p-cr^ (ZaZeoi. Irem Hclffmb-i^ wodurch d.° In,»/ laß die jebewder an derrechtmHandzwischm ^ den Fingern / oder vielmehr am Arm. Item /vor allerley Kranckheiten der Leber helffen die Bader von Schwefel/Vicrri!.Item/Pfefferbad/New- bad/Lengkerbad/Glotterbad/Bellerthal/Montebawer/ Aun/ Scurenthal/ Saltzbrunn/ Tieffbach. Allerley Gebrechen der Leber nimbt die newe Wurtzel China weg. . Saphyrstärcktdie Leber: Rbzlzzrbzrum Lc Lupgro- rium mulrum prolullr,l)u!ciscc>ll6ucuuc Lj>zrl. Lrzl. 6e cos»; üb.:«cap.^ö.Item Rosinen/ oleum ms- rsäices cicbor.j. Was der Lieber schadet. Alle Pflaumen schaden ihr sehr / unnd alles was zur Speise s» Veistopffung dienet / und grob Geblüt macht/als End- der Leber tenfleisch / und andere grobe harte Speise/ als Hirse/ schadet. Reiß. Verstopf- V-rstspff»»gd-rL°b-r. kungd.-i-- obttruÄikilie! Lpsris rolluar Sc gpcriuvrrrezvvic-e nerlichm 5^rus>i cje>»<1ice c;c!lorlj ms?ze jcjuvo L^c>macbc>lum- Glieder j?rze. ^urlumel^ru^um^crzäicibus slicborcj.teciill- auchwaS «ium kcroelmm uoclgm QllSm^ dafür ZU ge» Iccuro'vttm^ü1Üz-rs?ce!eviüseÄN'.Lero»ic!iicoQ- brauchen. VondetHaußarßney. Bdlvo- Uchsiezu lmrm. Schmertzen wVer- wdlirch ih> MZli icberwo- dlirchsie iicreiniget Atte. ickrPup zation. ^ecur vkftmAum lilzerar cerc vilia cum Leroaic» ronciirz. Der Leber Lufftröhr eröffnet das Waffer oder hiesubtilitervom Campffer/Item das Wasser vom I- pkure.IttMvomUlcummcUNdVomMohß/1'kuroeil'. visoo.ilk. 4- cap.7. Vor allerley verstopffung der innerlichen Glieder / ist gut der Saurbrunn in dem Weiler Deinach / Item das Glötterbad/ der Saurbrunn zu Göppin gen/der Saurbrunn ufm Hllnd6tück/da6 Lenckerbad/ Ite das Pfeffer« badgetruncken/derSpacherSauerbrunn / Item das Zellcrbad getruncken. Besihe Suliiuäum und L lklckeu- rcurerum. ^es)sri8obstrüÄinr>es Lc ac^usm inretcuremrollurir ^X coo5c6tic>uc; , L)is!i,ccz> Oiscurcumslrem, ki l'locilci spennvi, lci!icer6e R.kstz2r!zzro, äeLu- ^kzrorio, c!c l-!^rrbz. 8rXc!iZs Lirrina sReinblümlein/ sehn runde gelbe Blümlein) in Wein gesotten / sind gut für die Verstopfung der Leber/ Miltz und Nieren. Für Verstopffung der Leber/ Miltzes/Lungen/und Brust sind truckene oder dörre Feigen gut/so sie nüchtern gessen werden. Wermutwein vor und nach Esiens getruncken/eröffnet Leber und MiltzeS Verstopffung. Solches thut auch einBadmitAlaunzugencht/ Item/ Capern/wann man dle lffet. Antß eröffnet die Verstopffung der Glieder. Besihe das lvo. Capitel dieses Buchs. Fäuwng der Leber. Wann die Leber lang verstopfst bleibet/ so hebt sie an zu faulen/ !ÜU purieks^lo curztur per Si^uam 6e !z^)icle ^ll0,^^uinci^?llon.Ilb.4 c.7. lrem, Zj^iiirus Virnoti eröffnet sie/ 8pirirus 5sÜ5auch / aber §pirirus l'cs^>eo- rnmX hellet sie. FürGeschrvulst/Harte und Schmer- Yen derVcrstopffung. Hiervor helffen die Bader und Schwefel / Item An- tegast/Baden m Oestenelch/Badenweller/ Lparis öc ^leniz rumorczlariscKslzrzrc^plS, LÄrrk.^nolicus I.i6.c.s8. Viäecrizm (Zslen. cle arcc cursrivslil). i. c. 5. kul.8?ecul.par.4 lib.^.l'rZÄ.z.csp.;., Das gemeine weiss« V>acl,/Ioa Pflaster auffgelegt/ erweichet auch die Verhärtung der Leber / deß Milyes: Wie man aberzurichret. Besihe io ^uriäoro kol. lll. Reinigung der lieber. Die Leb.r wird gereiniget/ wann man sich in Garten Isop/Müntze/Krautund Lorlion estspecies Lu- ^Ioi!«)badet. Item/wann man m Ziegenklee/ Feigenblättern/Eppich/und Waldfaren badet/ ^Kulaeis. pison.lib.s.csp.z.Lc 56. Item/die Leber zu purgiren werdengebraucht pillul« cZe Kliatzaiizsro,L>lscsil^Zmum,piNulT 6e ^c^ereori, l)jzcsr!)oIicc>tz,vizpruoi«.Iccm,^elsKuKl, Vistcoie, äc kumo rcrrX. Alle alte verlegene grobe Materien/die sich in denMa- gen/Leber/und andere Glieder emgesencket hat/ das treider das Oxymel stjuilüricum aus: Man kan auch einen Claret vonRhabarbara mache/damit man die Leber und das Gedärme vom angehengten Schleim rein igen mag. Eine gute pürgation zur Leber. Ntmb Rhabarbara ein halb quint/ außgezogene Cas- sia 1. Lokh/Borragenwasser l. Loth/ mische es zusammen zu einem Trancklem. ii/rupi collco^ueorcs piruirzm in jecorc 5uvr. 8^ru^..tjeLupsrorio.()z^mcI lim- plcx Lc compoürum. lrem, culcurT. Licliorij ^b5iori,jj,A.pij. Lupsrorii. 8/rupi concoqueres. kIsvzm bilem ia ^ecore tuor. 8vr. cle tucco L aclivia?, c!e Lickoriocum Äliabarb. >ceros«,8.6cby2allrns, ^c^use Loälvi«, ^cerol«» Lickorij, porrulsc».' Z^rupi conco ^ucares arrzm bilem m jecorc suor. ^el l^osa:äc rk/mo.äe Lpicli^mo, Ox^mel. Irem, ö4eIiss«.LallIicvn>s»kumÄri«, koirLA. Lu^lof. !>cc>Iopell rcrrX,led tvrriüs,xil1u.äe I-sxise I-ssuli,«!« lg^ide ^rmeno^Lcc. ^57 pillul« s n «re^zri VT purgiren die Leber und Magen vvtt fauler Materien der rohteu und schwarten (. und vom v tü^msl^.Wetche aber niemand brauchen soll ohne eines erfahrnen ^e6ic, Raht/ dann sie werden selten rechtzugenchtin der Apotecken lccull^umlcorearism Lxccllcariilim' alicujur ^rc^«!»rn. Vonder^eberluchd. Man pfleget Lebersnchtige Leut ^cciuorvsos oder L- ^ ) psricc>!i zu nennen/ dlettanckseynweg^n der Schwache ngewavjiE heit der Leber/ daß ihre Leber gar Unvermögen ;st/ das jenige zuthun und außzunchten/ darumd sie Gott in den woourcy jiß Leib geschaffen und verordnet hat/ als wann einer eine wervenc^ hitzige und erkalte/ oder verstopffte/oder sonsten eine übel disponirte Leber hat. Sie wird aber curlrtMit Nttter- sporn und S. Peterskraut/ Item / durch , i^auleolound ^'ro>.liilc.ije Lsm^oraöcc, Lnciivzz, Lu^s^onum^ und dergleichen sä j?7opnerÄci5mc)cc>es!j^u«e elt cruäus kuinc»,<^u> lizbccl^ecicm eS sihetauS Wie einander Wasser/ >llecrucu!us Walzer 5j?cciem circu» li.ve! ^ui ksbcrunum rzarüm ocuium rav^usm clrcu» tum ia ^ronrc. 8ic!^^clros>» eli morbus. o ,accz^czrso6cm cor- jiusimpielur mslis liumoiibu!. Vncle komme« limul collrzbelcullr.Lc mrumelcunr:cvors!zclcuor, cor- jzus ova slirur, Lc lioc icieö tir, «zuiz io Lparc nulla lir covvellioin läv^ulriem:lrirumescullrsurcm,^ui!» vc» vW invplearurcrucjv illo öc msIol,umvre.I6eo ncc oa- rursmembrorum porelt aliouici couverrere ia ourri. mearum. ()usr>cjocorjius von zürur, cum immoclice replcrur, k üuvcodltluÄmocs, plerumcz, lc^uirur tcbris , iuccr>6ur>rur tsuces Lc wlvptisAUs sppcrirur xvrus Lc ramen liris nuv^uam relimDuirur, lccl >^ua plus lunrporzeplus llriunrursczuze. Es ist ein zart diNg UMb die Leber/vis verlrncuü szcili'lXljirur, lc6 m ulro tacilms L^sris virrus.Vocle erism tjepzrgpuä Lrzecos ätcirur «juzliXfk«5 mvNis vcl mirii cZlv, iiur «7»<« o-«'^ ein weich zart Fleisch/^ua-tacüc com purre» tcir öc cklloi virur, dann dieLeber wird volle; grossenBla- seN/qu-erepIcolur^rsvoliumore, uo6esc^uirurpu- rretsälio Lc äissolurio wie ManS oft imVieh also findet/ daß man die gantze Leber muß wegwerffen / daß es auch dieHunde mt ftessen wollen:Summa die Leber ist eine of, ticioa lan^umis, drumb sihet sie auch / wie ein gerunnm Blut/ Lc nurrimeorum elt ex lar>Aui »e. Lauls boai coloris lo corpore liumsao. cli Loo» L» pzris colll^irurio,^UX booum kscir szn^uiocm. (^uao« cio expurgZllrurcxpur^glllj?, Sc corpusliumaoumrc« 6ic nurr>lur, li.e. czuaocio ill vcnrriculocZÜllo lir bollA concoÄio, Lc mareria bona converricurill bonum lau- ^uioem > rum komo booum colorem scc^uirir io roro corpore,aeciorumescir. (^usoäosurem komvmul» rum io»erir,Lc veorricului illuc! male concoczuir, rum L^sruonporett ct^Ium cooverrerembooumlaoAui» vem. ()uollism primze coocoÄiooi« virium ooocor- rioirurin fccuo6acoocoÄione. krima coocoÄio kria venrriculo,sirers ir> Lpsre. 5par^irur isirur msllai!!s cruclaia rorum corpus, Lc nulla tirnurririo, Io6ele- izuirurrabe», perperus comes ^ycjropiz: I>lsm czusa- äo corxu; aon aurrirm illo vmoto kumore, rum psu- ^^cZropis 25V Das Andtt Buch/ larimabsumicur. 8umma, cruäicsi in vevrriculo Lc L- xare eli csulä bujus morbi. ^lexancl. I'rallianus, tt^clrops eki pallio ckronica. ei trioicjirzrc Lpsus »enerara: czuia virrus L paris cibo^ ovn co^uir.necin lan^uinis sublianriam converrir. ^vicenna, I-I^clrops estTAiiruäomarerializ, cu^us caulael^ mareriafriAicja exuberans Lc invreciienz per membra.uacle crelcunr Lc in^Zrur membra manikelte^ I^ujus auceru kunrrreslpecies, üoc ell, u- rralis, ^-7?' ab urre, ^uoä venrer ucns -iclinikar pecie^rres ^uancic» vi-ieücerrenuis acjuo,icI elt, »nembr^na abtlc». rninisinreriore, bumor velur in urre «^uvclsm conrme- rur. Viäe eriam l'caltianum Ilb.8.c.i> Icem ^»inecsm LcLellum. Lreliboc peklimum virium bujus msrbi ^lcirez und tt^posarca seyn beyde von feuchte und Verstopfung derieber.vicje eciam ^Ainecam Lc Leilum. II. ^irera lpecies elir^«?r«^7iz5, l^mpaniresauc ?/mpanias, (Zr^ceLc a r^mpauvi leu a lv. «0 c^mpani nomen babec, ^uciä venrer pultaruz !nt:2r r^mpani louum eclar,wann einem dezBauch groß wird/ ist aber an ihm selber nicht geschwollen : Die Haut am Bauch ist und bleibet ihm auch/wie zuvor/ohn aliein daß er nur voller lpirnu k oder Wmd ist. acciciic.quanäo k^rus auc lpiricus lupervacuus plurimuz cum kumitii c>mencc> incrz membranamseu jzeriron-rum culii^icut. 5romscbo namczue A ^ecore inremperie !abc>rancilzus, 6eri non p»celt,ur ci-- dus in^etlus in beni^num auc^v^sv vellgn^ui- vem murecur: Lonvercirurer^o in mareriam tilaculen- rsm, c^uX cum oe<^ue per lupeiiorarui5ku : ncc^ue per in5eric>racrepiru, necaliuncie, oblianre viaiumob- iiruÄione > vel lecjuekiracice Lc expultricetuperöuira<» rum vi äcbill exilicare - zuc illepro ali^uu pucloie pro- ^ibeore, expcllarur, iliprXcliÄis venrris locis coüi^ ^irur« 6c aczuam ioccr cuccm courral^ir, in c^uz abäo- rneu percullum c^mpzni moclc» crepicum e6ic, c^ua ra- rioneeriam r^mpanires nuncup2rur,8cl^ola ^zlernirz. cap. 4. (^uzcuOi ex venro veniuur in vcnrre rercnro, 5ps5mus,l^>aic>ps^uocl 6e 1'^mpzuire r^nrum incel- ü^enäum eti)Lc>Iicz,Vercl^o»incc>mmociz ma^nz» 1 ^mpaaires istnurimBauch/clicxrenliozlzcloml- nis ex ^lacu. eollcQo inrer perironXNm Lc inreslinum , und ist nit so gar die Wassersucht/ aber nahe darbey/ und ist mehr von der Natur der Lufft/dann deß Wassere. 16° cc> ad ^ippacrare> koc ekl li^cirops liccus vocarur,Laien.in ^j?I^c>l.?1ls>poc.cc>m.4.seÄ.ii« ?^mvanl'es elt, cum vencre vel^emenrerinrenro > creber iurusex mc>tc> lpinculvnus, Loinel. Lelluz Üb. z.cz°?.2.i.I'eiiconXUm eli^lnen^biana reuuitlimz cimnl. bus inreliin!5 Lc vilceribuz, iucra venrrem 5unc vbllu<5la Lc invc-Iutz. III. 17erria kj)eLle8 vocatur s-«^xi??i5 «»«s-^x-eZue V7i-o--«^x« Zc ^!vxs-p^!>.«-5?isc z cum per univerlzm cor- poris molem piruiwlus zura^uosuz üumc» lpsl^irui'. Einem solchen schwellen erstlich dieSchenckel/und wann man mir dem Finger draussdrücket/ so bleiben grüblein/ inkl^rlpc>n»i2ium uur pzp^ri univeita csrc> apparec permaclicla^ Darnach tritt die Schwulst immerhöh chen siebe- genwil.Item/ eö ist eine gelbe und eine rohte Wasser- nerley l,/- suä)t^ Und cineblanckeoderweisseWassersucht.Dannet- Z? Anhebende (Za^acez , L^rcb.«!» Iib. 61. cap. 49. Lonäicum Wassersucht cle ^coio ist den Was^erjüchtigen auch gut. Oiacureu. zsvertret» ma vertreibet die alte Wassersucht.lcem,OiaIaccs> Dia- -lulpbur, pitlul-ecle Ivle^ercohelffen gewaltig Wider die Wassersucht / dann sie treiben gewißlich daß gelbe Wasser a«ß. I'beopkraüushelftprXcipiracum suribrau- cheii. Es mag auch einer all« Morgen einen Tropften 0- derdreyoleil?.ü,brauchen/daTtNicknerauß. 5al/^uci» monii-itt Wem gebraucl)t/ist auch sehr gur. Irem ^/er- cunu8aä!axauäumprZ^ararui>. Lllcurla8ulpliuils, i>u!pl)ur 8o!is,8piricus au>i rinÄuiaLvralIorum,^iu- mia, Wcrmutöhl. Besiheauch 'I^eopluslil Iibellum 6erelü^oic. Iccm man soll sich auöden vier Krämern baden/als aus Poley/ Rothmnntze/ Modelger und Dreysalrigkettsolumen. Irem/ ausPsaffenrohrlein/ Fenchel oder Till und Bingelkraut. Die edle Wunz.l Rhapontica/ der Stein l'opaim8, ^s.ns, das Oelvon Aecl'ensamen/mit Wein oder sensten einem appropriaio gedistillirren Waster/Item/ die Wassersucht/ welche nicht udechand genommen oderzu alt ist / kan durch den Rauch c!e l'abaco außgecruckiter werden. Ireni / die WurizelMechoaca. Jrem/.^l^emmL, daöauchgut concra letei iciam ist. Wie diese D'.uge sollen zugerichtet werden / das muß man aus dem 1°Keciptualto lernen. v I ^ ^ Eliiche^kcäiclsagen/tt/cjropicl vmum nonbidznr, Wassttsüch- sollei; auch keinen Lumpes essen / dann man kan davon tj^ wce sich eme Wasjerjucht bekommen. Je weniger getruncken / je die soken besser es ist / dann deß trmckenö sich enthalten und gedur- stet/ist halbeChur. OL c/VU5!5 ttVOk(0?I§, ^tTza^/äropis eli, ijla ipla in LpZre exrinÄia vir' ruris oi^nenriz lan^uinem ex nucrimeaco^ öc expel lenris iuperÜulrareSi ^u« exrin«5lio2cciclir, cum äro^is^ tir5rl^i6ius,ac iium!cjiu5 sc penc pucrelcereLc lacera- n inc:pir. Incle enim corpus paularim replerur cruci^ ^umiclirare, cum vircus couverrencli nurrimenruni ir» san^uinem lir exrin6ka» Lc mrus accencillur calor pr^- rernacuraÜLi au^ciis menclvl'am iirim , cum nontigr cxpu!iic> luperÜuirarum. etlxsexs^t/«!-« in ventticulo, c^us viz ris lau^uetic cum cruäus cü^Iusacj Lpar ex venriicu- loserarur. eki varium.ur invursirario immoäica, cra- pula, inrempcsllvi labore .lucudlacioneL.rritiiria im- moäica Lc inrempet^ivz Venus, 6c mulr»s!iz» LaulaeKicien; piopin^ua eli üumorcopiokus, cru- tjus öc a^uosus incorporc. iäeoie!i6iu5 . ^uiaob L- jzacls imbeclNirarem NON potuir 5.err convcriiocü^li in lzl'-ZUinem. Laularemoraeli preece-lens inremperanris, c^use x«xo^^t«i-peperir. c^ua vis LparisIzn^usfaiIaeki. A- tem/ wann man hitzig ist/ und hastig trmcket/so bekompt man bald einen schweren Athem / und wird das Hertz matt. Auch weiß ich etliche / die die Wassersucht bekommen aus einem hastigen starcken Trunck/ m grossem Elf- fer und Zorn gethan. I-Z/cilopisma^naex parlecaula ell: inremperznris cum nonäum coäiocti^Io novus pocus inAerirur, un» 6e^eneracur cruclirai, ex üzc ukcenc!unrma!i5umi acj tauces» eal^ue cxas^cilznc: timc jicis nonnscurali« »c- cenäicul^ <.1 1^!'^ ^ .. ^ TB» HI'llA!-'/ W' MLÄc'. krzöilc!,^ lljljl tIi. (7. - Nc,c^, ^GckcA ^ 0 ? ^ D.plu!ippi8c>rirco,^imi3 in^ur^irarioimpeclzrco» 6rionem in venrriculvi ölals coÄiooe 5ae wie kx^rvp.8 gemeldet/ so muß ich noch hier noch et- ^ was mehr davon sagen. Allem manmußauchzusehen/ kieZUiU HaßMaNsrecht^pIicnr , ^uiznon czmnizomailzus convcniunr.kvia^nz fnuijenriz icczuiiiruriu z^s>1icsric>» oe. daß man elncrjedern spccici ftlne rechte curam qibt/ damit nit übel arger gemacht wird. Damit aber solches geschehen mag/ muß einer die Eigenschaffr einer jederer t^»eciei und eines jeden dings/ daßeraulnvneo wil/ gar gründlich und eigentlich wissen. ?rmc^ii8olztt2,ImAnfaNglstste Noch >.UlÄbijl5, Deß Pulvers vom Magneten anderthalb Scrupet eingenommen aus Fenchelsafft / treibt aus den Wassersüchtigen das Wa^er/ ccnc.l.^^iior.Hs. Wann die Wassersucht noch nicht alt ist / noch zu sehr überHand genommen hat/konte man sie mit dem gedörrten Nicottanblattern curiren/ wann man den Rauch davon in Halß gehen liesse. Dann hierdurch tönte die Wassersucht außgetrucknet werden, Item Blbenell / Tor- menrilwurtzeljedes i. zehnleinIngbcr/1. quintgebrand Hirschhorn/ i. Loth Semsblatter/ aus diesen allen ein Pulver gemacht/und nimbs nn warmen Wem oder Vierem/darauffzugedecktund geschwitzt. Trinek Stro- bildorn in Wein gesotten / ^zcrbioius. ^.lij mz^uzmullaex^lbcur,aberallhierisrwolzumev' cken / daß der Magnet soll erstlich wol pr.rpanrt seyn/ o- derzubereitet/ehe er in Leib geben wird/weil er etwas giftig ist. Seine Zubereitung lieft bey dem eeinelOmsei- NeiN^ncic!c>rzril?ss)eciaIi Iib.ii.fvI.ilOo.ttNdbeyandcM »uehr/vonselnerGifftigkeit/Beslhettielon^m amtier, cuiizlcm vcaenis Iik 2. <.,9. lib>Zo,c.Z7. Lr (!gszivaccium rraÄ^ru cje vcncui5, ?bilolc>pbo5um, der grosse l'Iic-läurus rbctäui- rmum curiretalleWassersucht/?'^Lo^lir2lt, immerübet den dritten Tag/m ^hua virT, ohne Corrosiv/oder ^u- rum szorsbile. Von der ersten specle, ^scices gett^ttht/ wie dieselbige curirt wird. ^lcircscursrur^crz^uzscje > j?er vom Salpeter und Nlter/ I kurncit. !lb. 4. c.7. Lc y. Ibeo^kraliuslib. 4, pÄtaArzpliorum.l'ir. «!e Via- «jcmig, 1°lZiA. f. Wider die Wassersucht im Leibe nimb Knobloch und Aurin/ gibsdem Wassersüchtigen offtzu essen und zn trlncken. Dle andere ipecies ^/m^Änires. durzcur ^eiZ^uzs ure, iccm > cjc Lirumiue» item 6c Klnlcok^Äas. Item , per Ox^zcanc^z, I.zu- teolam Lc Oamglonlum.lrem » durch ^corzrn l^Ive- tircm UNd ^marsurbum. T°tinrvc>5. piloa. üb. 4. cg^>. lib. 5. c. 24. Lc ^5. Dle dritte Hiec!e5 ^nasarcä. Denen Patienten rathen etliche ^cciici» ste sollen Stahl in Wein leschen und davon krincken. Ich hab auch wol gesehen/ daß man zu der Wassersucht Balbwer bram, r hat / die haben die böse Materien tnSchenckelnmaruriret / und unter den Waden über dem Knöchel erwas auffgeledt. Darnach haben steeö nnt einer Flitten auffgeschnitten/ und eine welcke Rübe ins Loch gesteckt/ und also immer offen gehalten / wie wan dan mtOnen Schäden M thun muß. Wann ^lcices,!. lpccicswie iiezucu- rirm. K>8pecZcs ktt.zuc»- rirm. lll. ^NZ? brcz, häufflgherauß gelausten / und hat dem Pamnten nicht wehe gethan. Auch hab ichs von meinem Vatter erfahren / daß sein Vatter an der Wassersucht gelegen/ und auch endlich gestorben. Dem habe der Her: Iieusse von Plawen einen Balbwer zugesand/ welcher lhm eme Ader beym Nabel eröffnetskunre aber nicht wissen/obs übu /i .cbcn/odez unter dem Nabel gewesen sey) das soite chm entweder zum Leben oder zum Tode heMn. Da war viel Wasser von ihm gelausten / were aver dald hernach gestorben. Etliche sagen/wann er gleich were lebcnd blieben/ so hätte sich doch bald anders / und immer meyr und mehr Wasserheruntergesencker, Drumb hattenjie es oavor/ man solle sta) nirgend crofinenlajsen. Nemblich wann die ^^jerjuchr tang gewehret / und keineRrafft/ oder za gar wcnlg dey dem Patienten noch übrig seyn / sonst joU auff dieje weise das Nasser gur gelinde lagiich abgezapfft werden / (durch eine.» erfahrnen Balbirer ) «icyt auss einmal / sondeni alle Tag ein we- mg/ wann noch zimtiche^rassce vey den, Iranereu jeyn/ und inwendig daizu rechte ^ctzneyeit vraua)en / sonderlich Wermurjasic oder'-ommeu/ oder SuUz/ und sta) voin Mncken entyalteii /so viel mogttch/ aijo sind geyei- let worden / sonderlich noch junge 5eure. Eine Ader fornen ausf defi ^.anns Gemechte gelassen/ist gut vor die Wajsersnu)t / und aUe^ranckhetten dep.Geinachts. Wanndas Gemacht sehr schwülstig vom Wasser/ Vderdielumc^i.elil^u»0!> welches Gked aisem Kopssau^sgeoiajenvom Wa,ser/ diekangcöWetwerden/ww meldet ^iZÄläicutstbesserzucurjrenals^m^zn'ires, ^ Das Wasser außzucreiben vonden Wassersüchtigen/ ^ werdengebraucht^ Kli.-xei'Loi', Dig^liTOicum,-^eclioitcÄN^Iuc- ' ^ i^vj!o inviccm sucht^ur!» ^uanlur. tbl sccecjunr komincs , öc , VclliüijuocjÄM ci»erutiicuz b^cj^ojZlcu!>,öc toAÄvir ur culslenc 6c l^nsrEc l^>ium, kvieäici stpicicvcescum ^ res^olläerunc oon sioilccursri, vcc cilcl^cm Lli^uain sallirsris. rulticuL.plorzNZ ^ jic cum e^reäcierut ex m^re>jzvliv>»bvizln venireisliu^ !)oQivrlv1c6icu5, Ac incerrvA^r cum, cur^Iorer/ Kcljzouciic ^iuliicus i 8 c tuillc O oÄo^es, rot^ue consuluüle: Vcrum eozomnLm ^biLilncis iccu^LlZnäX l^>em cle» Uesailc. itarim L»oÄc>r, lcis cur libi tjcue^Ävennr Z »lli no veruar ruzm lnrem^cisririum , öc re oou vblor- mzucicnc. miki cctcc» prominis,rcr>bc« v lelanadv. ^.ullicU8 ^»onucric» ljic» jzlrem A ^)vru. A mclius ^alzebis. on ernrn Zlici ino- riend. Kuliicuz ciitee6ir, Lc olzeclir; Lc c!a^lo o6iictuc>, rcvcirirurt-.Uasiu> inal«.grcsue ^ckeclier» ^uis tn: zc inccnciAÄr ^u«ci ulre^ius l^N llr tuctenäum » sllacjbuc«tlUclll»z^c>ruabltinclecjcbe2r? <^uis)2mle eüesllucka5e6icinT Dc»Äor Zc pli^sicUS Klsrckiovis Ka6enli8 ilmililsrivve j^norzllrerruttlcuw^7äl0s)jcum cUravir. Kuliicu« coavcuieas »teäicum.perür llbi o6ir, ti ir> lemeliri lpacio z poru »bliiaeres , tacilcculareris, R.uliicu5 cxiltimzaskzec Ä OoÄore 'lcrio cjiÄaelle adÜioer per plurimzz leprimanaz z po- ru, acinclies meliorem lzniratem recuperar. «^uzclrzorcaani 5j?zciorur5us alloczuirur ^c6icum ru- tticus, sc rocum i^klns nc^orium cxpooir. ^le^icussz- nibil ^liu^ conlulic, nikiuclicjuicliorlbuicibisz veluri jul^ulis k alils ejulmocii ucacur: licille <^«^ue cus c)inr>-c,o piillma? lanirzri leltirurus el^> ioiclem. Allhierwird wahrder ^eäicorum^bm-ilmuL,1». c6ia l^izlus mz^ni curanrurmorbi. Item nimb einen Rübenrettig/schneide feineSchnik- ten nach der länge / wie er ist / und binde sie unrcn an die Fußsolen/ lege dich zu Bette/ und laß dich deß Nachtö fein warm zudecken / so wirst du gewaltig schw-tzen. Die essenriz ZuIpKuris damit man aucb dkePesi/Fltts- se/piiror^lmoszpocja^iX, l^cjrosZLM, offene Schäden/ puliulas.zlnjzecizm, und viel andere Kranckheiten mehr curiret/ist gut coorra os?cm, wie dann auch das ex- riZÄum oder die etlenriz derCorallen/lc6 iiicjulzcc^ui>- elccre ?!zro>e6 ist Nicht eine cui z vor gemeine Leute. Also auch ellcvrjz llellebori l'ticopkr. In der Wassersucht soll man liilem lelolurumpelli. ren/ l'keopkr. DasVictriolöhl in einem zppropnzro gebrauchet/ist auch gut davor / nemblich mit Endivienwasser/ äoüs et« wann 8. Tropffen morgens nüchtern. Item/das oleum Xncimollij s.Tropffen alleMorgen inblawLiUenwasser genossen/ unddarauffgeschwitzt/ ist auch gut vor die Wassersucht. Es muß aber recht zu- gericht seyn/ sonst machtS grewlich brechen. Es soll «der auch taglich in deßPatienren Tranck olcum Virnoü und Brunnenwasser gemischt werden Wo Wasser gecrun- ckenwird/ wo aber Bier getruncken wird/ solleömit Bier gebraucht werden. Dasnimbthin/ undtrucknet auö den Brunnen der Wassersucht. N 0 7 Wassezssch- ^ WasserfttchtigertrmcketTagund Nacht/Lr ^uo plus lunrvarX plus lniunrurzczuX. Damit machters Tag und Nacht. Tag und Nacht immer arger und arger. Wamis kommet biß auffdie ?U(jcacjz, daß einem die pelUs qu-e^e- liiculos conriner.sonsten Zcrorum genant / groß wird/ Und gar herunter Hänger/ und das memkium garauff- geblasen wird/ so fällte darnach auch in die Schenckel/ daß die auch geschwelten/ da Harmangrosse hohe Zeit/ wann man etwas darbeythunwil. Es were wol ehe Zeit gewesen/dann mit der Kranckheit helstö auch pnuc-ipiis oizlia. wehre diesem Übel bald im ansang. Legeauffden lycum secieri über denlcrucum und alles/ und Ilbcrdie gantze puclenuz welssen Barchen in Lllienöhlgeduncket. Vor allen Dmgenmuß ihr der Durst gestillet werden mit excra^is mWem gebraucht/und sollWer- mutwelntrrncken. Das excrzci avl/nckn. wird also gemacht/nimb dürre Wermut/hacke oder reibe sie klein/ geuß einen guten !f,iricum vmi drüber / s.tze es acht Tage Miteinander in Lalnco in eine s?uci <. f.i<5iivn: darnach distiltirs in einem Sande herüber/so gehet die excraNio gar Blutroth drüber /das brauch im Wem / so bitter du es haben wilt. Wann der Durst gelegt ist/ sobrauch ein äivellivdaß dlc -narcri.'im und cauUm morbi fein^i^enret/ und zumAußgang pr^pariret« Darnach brauch eine Purga- tton darauff/ >o dlemarerizm außtreibet. Darnach brauch das Lxri-zÄ Xblvmlni weiter/ der Schwefel vom Stahl ist auch sehr gut wider die Wassersucht. Man muß ihn darauß exnalnrn > es wird eine dlutrothe marer>.i,e«n Pulver/und wird im Wem eingenommen/ ein Scrupel oder zween schwer. Das exn ZÄUM ? ist auch sehr gut. Man muß osst baden / und im Bade treuge schwitzen/ so gehetS durch den Schweiß nur hmweg/ ln der Wochen einmal drey oder vier/man muß sich aber sonst nicht naß machen. Die Damffbad in der Wannen und oben wol zugedeckt / den Kspff unter dm Tüchern herauß gehalten sind hierzu am allerbesten. Wann man baden wil/ so neme man zuvor das Lx. rra""ub Weggraßwasser /Ul .d gibs «hm zu trmcken/ I.ilfft alsbald. Ob auch einer den Stein bey sich hätte ,^den creibt es herfür / ist auch gut vor die Hitze. ^tcm/das Saltzwasser aus der Butter warm ae- truncket», ^ kerenrio VrinX. Wann der Patient seinWasse: nit lassen kan/so brau- chee'. de^ Morgens Zpn-rum v,u>. das provocir una^ gewül.ig Oder er esse deß Morgens eingemachte Peter- silienwurtzel. Oder nimb Wermutwasser / lege Borcken von Flieder darein / und rrmck davon. Knckc. ius kactio schreibt von seinem wahrenBalsam oder l'-llÄa», daß man derselben dem Patienten«» ?c> 2 und alle Tage nur 6. Tropffen m Melis« scmvasfer / und Baldrianwasser eingeben soll. Aber der, 7. Tag nur 5. Tropffen ml Wen,. DaS^rcznum ^crcui u v ir«, allwege nach Mitternacht indem besten vicTieNiticucs compoiira. eingeben / und darauffgeschw-tzt/ und darnach immer Wetter damit proccäur. biß die Wassersucht vergeht/ ist auch gut davor. Diß sind lec^era, aber em jeder kau i-e nicht zurichten: sollen auch mit rath eines verständigen ^e6,ci gebrauet werden. Von der Leber und ihren Rranckheiten besihe weiter LeaeäiÄum Ild.^.per rorum. ^>^tcbu5^umacil5exemjzru8elt t^ononus L^lui'. W^sse!'- Besihe ^ ichl;chisthierzumercken/daßdleWasscrsucht/weil bu6 es cm N.O.-0U5 msoaus und jiiincep! ist/ welche/ wann Lc PI ivce^s sie überhand genommen hat/ schwerlich zu heilen ist/weil ist schwerlich ec hecst nach bemalten Sprichwort/ zuheilen. , 'vlecjlcorum tczu^uiz , so MUß in solcher Kranckheitein erfahrner^t.-iiicuscoril'ulirc werden/sonderlich bey Zeit/ sintemal es auch hie recht heist/ p ruici. püs obt^-Man muß auch wol allhier sehen/ ob dieWas- sersucht von verstopffter/erhitztez/entzündeter Leber/oder von Erkältung derselbigen entstehet/ ob ein Fieber dar- bey oder nicht/ darnach muß m dessen Heilung allzeit gesehen und oblerv irr werden / welchespecies oder Ge- schlechteli^ros-isfty/ob die windige/ wässerige/ oder dergleichen Wassersucht sey. Aderlassen ist hier vergeblich/ warme Wasserbäder von Alaun und Schwefel/ Mit^ViKriol getrunckenund darmngebadettäglich/mttciner feinen cii^rz , undvor- her innerlich rechten Artzn^.y gebraucht/ die Verstopf- fnng der Leber oder M'ltz zu offnen / den Magen und Bauch zu purgtren von grober Feuchtigkeit/und also zu- vorder gereinigt/ haben manchen wiedergeholet. Die Wassersuchtbader ftnnd gutzu 'Wassersucht/ vor Saltz/Salpeter/Eisen/Gws/ Schwefel/ ?c. als da ftynd Endgast/Aug/Annebergs/ Aach/Dalfing/Sultz- berq/ Wslckenstein/ Leutkerbao / WMsserbad'/ Badet? in Oesterreich / Marggraffbad/Pfeffersbad/Weld/und andere mehr / besihe Kol^a cl u m von Wasserbädern/Et- schenreurern und andere mehr.. Schwitzen in der Wassersucht ist sehrgut / wo man denPatiemen zum schwitzen bringen kan/so ist guteHoff- nung / und suy deß ttincken enthalten kan / aber gnug von diesen/ wer hiervon mehr begehrtzu wissen / verlese H4eäicolum iibros. ^ Das ^XVIU. Capitel» -VSnderRrSyeoderSchvrss /T)n grewlich abschewlich Dingists umb das Krim-^^' ^men/ Kratze und Schurff/ wann einer an den Handen / Armen und Leib gar außschlägt / grätzicht und schö- bichwird/ wie ein räudiger Hund/ als wann einer gar aussätzig were: wie man dann offt an alten nnd junoc«, Leuten sihet/ welches an alten kein gut Zeichen ist; jivizum immioenris moiris, c^reris coacurreizridus - Aber mit jungen hats so grosseGesahr mcht/dann deum stehet noch wolzu rathen und zu helffen. ?errsr. M"' 5^5° '1^ x sxM ' S- j ch!!>!U:."7 ^..1' ^ ' ÄtzN.''... sievoliGne chengenen- Bivird. 5rayewo- h-rsie komme. Zczbici co cltti Krätze zii ciriren» Ehmpttiß- kautfür ab KRauden; sagt Ilb.^czp.85. seines Trostsplegels: Ltt Wslares5cadlcs, muliei msls jicllimz rcs ett. Illscu- telNmorcZeas, lizecavimum crucii,^^. Hastu die Rauten an dem Leib / Ist besser dann ein böses Weib / Die Rauten fressen dir die Haut / Ein böses Weib versaltzt das Kraut. Iclem ?criarc!iahalt imgemelten Capitel darvor/ daß dieArbeit/die Hitze/ dasBadeingut Regiment undcjiTra, unddieGedult/ die beste Recept vor diese Kranckheitseytt. Die Griechen Nennens ?5oi-am, istscabies ^ viciri^ie^X, llilicjuocllll summs pelle seu cu- relern^er verlerur.c3m^u6excecjzr, öc vskizzk^urss kzbczr» Lc kurtulea mz^is ex 5e eclal corxulculs, ist einö gifftlge Naude mit Schuppen. ^Iiz üc äetcribu!zc> Zcalzies ett sspenraz curiz cuni ^ruriru.oarulacoiporzioreriorz exxur»zure, noxios- c^ue kumores toras expellenre. Lzula» 8czbics exillir ex impuriczre tznAuillis. cüm szri^UlS recluuclzcaciibus humorilzuz, biloti8j ultis sur semiulkz. Lc pülesmzre szllo. I.c^rz^cgbies,l.cuceleu Virilioo.l.ic^ellci,^^ki. ' os, Lc ^lelas lullrcczANZrTsps^ies, icci äiKerunc mul- ium 5Zura,cc)Iorc,csulz eKcieuce.Ioco Lc sliis mocliz, cle i^uiduscczllsale Lalcaum, ^T^inerzm, ^ÄUsrium j orikziium.Lcalioz. (Zzlcn. ia clelilZ. mc6 clicic, Acaliiez el^lummzrum xz^rium zur anAulorum cum pruricu eroüo, z- ccrrimat?uxioeKcir. Die Leber ist ein hitzig Ding imMenschen/ wann nun dieselinge faule/ gifftige/ überflüssige und böse Feuchtigkeiten bekommet/ und dieselbige die Leber / wann sie übrige Hitze hat/verbrennet/so Macht sie dasGeblüt unrein/ und bringt darnach solche abschewliche Grinde herauß / als Aussatz/ Fleckten/ Schurff/ !c. )Varme Ääder. Für allerley Räuden / Rufen / Kratz/ Grind / Scha- bigkeit und Unsauberkeit der Haut / helffen alle Wildbader von Schwefel/ Alaun/ Saitz/ Eisen/ Gips / Kupf- fer/ Pech/ :c. Item / süsse warme Bader und Schweißbare. Item/wann man sich in Schweißbädern mit Ochsenzungenblattern wol reibe/dder Schorstlattich/ pzrmm scurum genandt/ I6. Aderlässe. Man soll auch in dieser Kranckheit die Leberader/ sö am rechten Arm vornemlich schlagen lassen/ Köpffen reiniget die Haut Mehr dann Aderlässen / X v>c. 4. s?rini i. Dreyfaltigkeitsblumlein heilen die Räuden UndWun- den/ gedörret und mit Honig angestrichen. Räuden und Kratze vertreiben eli Ca»I^unzriz und Scharlach/ Tollapffel/ klenra sxlvett>iz^mzlzc>rku5j Zigenklee/ Feigblattern/Eppich unb Landfaren/ darauß gebadet/1'lluweis.pilon.Iib.s. csp.i.is.26.Item/dmch die Wasser von Salpeter und Nittr/Ibic^.lilz.^.. c.7. Für alle Räuden und Unsauberkeit der Haut und of- Von der Haußarßney. iSl ^llluIzecicfumotel'l'X'und csnfc.^!» I-?amec^führen durch den Stul^angaus die verbündte dummes 5 auch andere Materien/ davon Unreinigkeit derHauther- kompt / es sey Räude oder Aussatz. Item 8z" u> us clc tu- rno rcrr» reiniget die Haut von Unremigkelt und sonderlich so dieselbige ist von gesaltzener ^Ie»msundver- brandter ekolcra« 8ulp!,urejl'czlzies curgmr.Lzrcl» ^n?Iilik.i6.c3p.94» Es begibt sich auch bißweilen ein Schurff über den gaNtzenKopff/ diß nennet man den Erbgrind/ darzu gebrauchet der gemeine Mann eine Fettigkeit/ so in Seestatten aus der Muscaw gebracht wird / heist Degen/da- mtt schmieren sie den Kopff / schneiden aber erstlich die Haar gar knrtz ab/^ und darnach mit warmer Lauge ge- osst/ und machen dann eine Haube drüber vönLeinwad und lassen die allzeit drauff/ das heilet diß grausame Schurffwerck sehr. Es ist gar ein böser unheilsamer Sch ,, ^ Mann nemeNWazentheer/damit sie die Wagen schmie ren/ und schmierens dick auff denKopff/und binden dann die Haube drauff/ und heilens also fem.Aber kleinen KlN- dern von 1.2. z. Iahren dienet es nicht. VordenGckurA ^.Leinöhl/Schwefel und Schmcer/ zerlaß esmit- seinander / und schmiere dich damit. Es stmcket wol ein wenig/abereslindertsundtreugetsaus/ daß esweg- fället wie Schuppen. Hier ist wol zu mercken / daß die Kratze muß wol unterschieden werden/ erstlich muß man sehen/ ob es rrucke- ne Krätze / Netzeschursfö der Raudigkett ist /oder feuchte und flüssige. Darnach müssen die Artzneyen auch gerichtet werden. Es soll aber der Leib zuvor wol gereinigt und purgittwerden/ deßgleichenAderlässen /Köpfjsetzen/ dann diß sind hierzu gute Mittel. ÄordasRrt'mmew Nimbrk^iccrn ci^lorizm diemanauchsonstki.Zö tlicem mzAillruler» nennet/zu deutsch Meisterwurtzel/ schneide klein/und zerstoß imMörser/ti)ueBorgschwein- schmaltz darzu/mache ein Unguenroder Salbe Dsr die grossen planen an denBetnett« Hat jemand grosse Plarzen oder Schurffan den Bei- NeN odcr Armen/ so laß dir aus der Apoceca vor 1. Pfenninge c^isc^^Ion holen scii^cli^Ion ä s,ic! cit, luc- cus, eti un^ucNrum cx luccis) schMiers äuff ein Büchlein/undlegsdrauff/ daszeuchtsbaldauß/ und Machts weich Undheiletsi Schürffz»! curiren. PlMettaK Beinen unö Armen zu heilen. de damit. Es juckt einem zwar die Haut davon/ vergehet aber wieder. Duncke Wegebreit in Wasser / und lege sie drauff/ fö kanstu die Hosen drüber ziehen. Oder duncke Tüchlein in Bier / und lege sie drauff/ sö zeuchts die Hitze auß/ dannbonder Hitze schwellen sie/ darnach heilen sie» Item/nimd BardeNwurtzel l das ist eine gelbe Wur- ^uraue^auvcu«t»v ^rem/nimo'oaroenivurtzel i oaslsremegewe'^vur- fene Schäden / auch den Aussatz selber / ist die beste Artz- ) die wasche fein rein und schabe sie / und reibe sie klein ....., / üindKck damitae- k,»».^ ney/ Ehrenpreiß in Wasser gekocht / Und sich damit ge waschen. Auch Schorfflattichwurtzel / das gelbe abgeschabet (diß Kraut und Wurtzel wachst in allen Garten) ein gut theil genommen/gestossen/derSafft drauß getruckt/unö mitgesaltzen Butter ein wenig lassen auffeim gelinden l dann sie reibet sich fein im Reibafche/ wie die Bornkresse) thue Saltz drunter/ als du mit vier Fingern halten kanst/schmiere die Schorbev damit gegen der Hitze/ so treUgen sie bald und fallen ab / darffst dich kaum oder z. Mal damit bestreichett. mitgestttizc» BcrttaMwurtzel/ZiielnnenneNsOchsenzungentvur- Fewer fliessen/ wol vermischen/ und zur Salbe machen/ tz?l/ die MeckelburHernennens Lattichwurtzel / es ist eine laß erkalten/ schmiere dich offt damit/ laß es wohl truck- gelbeWurtzel/ und reuchtzimlich starck/hatbreireBlat- nen/es heilet allen Schorffund Kratze. ter/wie Merrettich/und hat rohte aderigen in denBlät- Vl ,c.uevrumdjrrinum nimbt weg alleMackelam Lei- Lern. Da schabe man nur die eusserliche gelbe Rinde da oe/die etwann kommen von scharpffen pl^le«mare. I tem für die Räuden/Kratze/ Grind/Schöbigkeit/unv dergleichen eusserliche Verunreinigung/ brauchen die Indianische ne^ic, die Wurtzel Lliioam, wie wir m diesen Landen die gelbe Menbelwurtz die wir derentwegen auch Grindwurtzel neNNen / mit dessen clccoQo offt- Malgeschicht. 1 clrz jiviliztz ist auch gut Dr allen Grind und scheut von. Wann Man sich im Bad damit bestreicht/ so scha- dets nichts/wann mans gleich abwascht/es helletgleich- wol. Es beist ein wenig/ wehrt aber nicht lang. Cm 5c2l>iolü8 soll offt Senffund Merrettich essen/ sagteTorneisser. Bor den Schurffam L.elde. Drey Krebs / zerstosse sie m einem Mörser / Item Speise eines Räu- dlchten- zlltaucygursuraiien ^ liche Räude / die sick ,onsten nicht wol wil heilen lassen. Ungesaltzene Butter / sonderlich MayeNbutter / Schwe- Item/ das Oel deß Amarischen Wunderbaums oder Ze- fel/Lohrohl/Terpentinöhl/ Spickenöhl/von diesen allen ckensamens/^inickm^ macheeme Salbe ur lc.s z bestreichs wohl damit. I^or» L^amzecjnz oderwlees NennetLh»- ^ knsll^r-ea.oderwirTeutschenGamanderletn/(eltker- ^LtttättdefSVdkd oder eine ucnmooiÄ-li hui 10 Wil dasgUteGe- blut nicht bey sich bleiben lassen / sondern es arbeitet ohn unterlaß / und treibets herauf ..xcremsm cur^m.In; Sommer ist die Krätze leicht zu vertreiben : Aber im Winter / da das Erdreich nicht offen/ sondern durch den Frost verschlossen ist/ da ist sie gar übelgantz und gar zu vertreiben / doch kan man ihr immer mehlich abheissen. jzcr K35 f>il!ul3L, Nimb Pillnlen von Erdrauch anderthalb scrupel. Rhabarbara Pillulen. Aggregativ Pillulen. Gulden Hauptpillulen jedes ein halben scrupel s- der 12. gran. Mit TaubenkropffSyruv.'llulen darauß gemacht/ und deß Morgens eingenommen. 81^. ?illu!^sind gar gelmde/müsjen von einem gelinden Leib gebraucht werden/emt vestett thun sie nichrs. WannmandieacnmlZlNZmt'znauinis also wolpur- giret hat/ so brauche man Erdrauchwasser meinem sx>- x>rov!i2ro,dastreibettcÄbii.mvollentgewaltlgauß/ so wirst du ihr endlich gar loß. Vor das trimmen der Binder. KochefumZnsmoderKrdrauchiNZiegenmilch/'.md ^ . laß sie deßMorgens frühe einen gutenTruiick warm tritt- -^mmett eken / und laß sie sich sein warm und innen halten. Doch Kinder, haire ichs darvor / dietun^nz werde den Kindern ein dafür wenig zu bitter seyn / drumb were mein Nach / man svl- 5" brauchen» teii)nenlieber vcl cn-im cuaaicZZ deß Morgens frühe eillgeben/die essen sie gern/ Lc liX roliuuc obttluöncillcs iie^ucis, öc cum rcm keparis UNd wird das Geblüt ge- remiget. Wie man den Gchurff herauß treiben kan. EssagtdieHertzoginvon Lüneburg/Fraw Elisabeth Magdalenadeß Churftirstenzu Brandenburg/ Marg- Schürst graffJohann Georgen vielgeliebte Schwester/ einmal '^le und wozu menem Vatter / Einhorn deß Morgens m Wein ein- b"rch er genommen / und im Beth geschwitzt / zweymal nachem- ^ ander/ treibt den Schurffgewaltig herauß: Welches ich auch glaube / wann mans bald m der erst braucht. Spieß Hirschhorn zwischen 2. Frawen Tagen geschlagen und gebrandt/ ist so gut als Einhorn/es ist gar weiß. Wann man ins Bad gehen wil / so mmb Erdrauch- Wasser Mit em wenig Indianischen oder Venedischen Tyriac em/so viel man aufeiner Messerspitze halten kan/ und trmcks auß: Hast du nicht Erdrauchwasser/so mmb Fliederwasser. Darnach gehe ms Bad/und schmiere dich mit der Salbe / nemblich: Nnnb Bardenwurtzel/ odet schorsflattlch/^»^rium!Zcurum,weissenIngber/Vene« dische ungenützteSeisle/Brandtenwein / weisses von einem Ey / und ein wenig Saltz/ stoß es m einem Mörser klein / daß es wird wie ein «salbichen/ und schmiere dich damit/waun du m der Badstuben erwgrmel bist / uns schwitze <1^ Pl>' »KP" !-k-« schwitzet kreuze wol drauff. Man solls nicht über drey o- der viermal thun / so vergehets. Item/VardenwU '.tzel/ Isri^e I-eparium zcurum. schabe das gelbe davon / und nimb sahn von der Milch / thue e6 in einen Tiegel/ laß wol kochen / biß es schier wie Me Butter setzt / darnach schabe ungenützten Schwefel drein / der heilet sehr/ Je mehr man deß hinem thut/ ;e sehrer es hellet / trücks durch ein Tüchlem / da wird eine Salbe drauß/ schmiere dich damit/ dlß ist sehr gut/ ich ^abs selbst probiret. doncra scabiem, ?arer meuz Izkorakar cvl um unnum. Diese gantzecursm stalte mit meinem Vatter O.<üa- »vfm^nnus, der ChursiirstllcheBrandenburgi- sche Leib icu; ein vornehmer / frommer und gelehrter Mann/ mcnCc jVlinrio an / nemblich den iz.Marcy/ an welchem Tage das erste viertel deß Monat emcrat, Das muste mem Vatter deß Morgens frühe em Hun würgen / und nach Mittage kochen lassen / biß es reuter- gar / oder halb gar ward / darnach schüttet er die Brühe darvon in dieApocecke nur folgendem Recept/ das muste deß Abends rn der Aporecken gemacht/ und deß folgenden Morgens frühe Halbweg funffe aus derApotecken geholet/ und warm außgelru.icken werden / so warm ers erleiden kunt. Es muste aber das Hünersorh nicht fett seyn /das fette muste man abnehmen. eiluuivcrl.i!is^oi^olise scuurio^us: smäcs äc cc»po>e cjcrra^ur, I/uc ^r^ttsoic t^le- leu boluz. <^ui lum^cui Noia ^ulaca, jeju- necui pt-r s. Llt^vZcuäuo lu^ertiu»rv.M tiumo- rum rouus II. Luin inzre^i^ itlius morbiücc'zIsÄöc vilcicjz, u» lig.lÄilz 6: sei!i. I^rcuz illsu^cikciecorporis, occctse cK ilism öc acrcuuAri, ur^oliescö mcliuscca- ciucl //oc conülio lcn^cz cli ^ociuncuis. L. c^ivi^enciz cllin ^ s>zi ces, ö< ^Ulxlibcr mzoe 6. cbibencjä cit III- 8umprc> t^oc vo ^cr diäuum, cZeAlucieu^- iuuclc^ucnri clie ^iliuiT, L. Lum lucc» Lcconics: msnc ^c>r-, s zejuuauclum utc^ue acj clccimam, lc^ue 6omi courioeuä^.lloa ludaucio , ncc ciormienilc», ue. Von der Haiißarßniy. »sx ris. läco lloa opU8 ctt lc c^omi coun'aerc. lec! polimc- riciicm siorcll c^uis cvutuersmuais obire, Nimb Erdrauch Syrup. Hopffensyrup. Syrup c!c ö>?zariis»jedes2. Loch, Thymsetden Syrup i. Loch. Wegwartwassec, Erdrauchwasier. Flachsseidenwasser/jedes 4. Loth, Untereinander vermischet. HioaerurTräncklemauffi. mahl. Hl. e. Pillulen so deß Morgens umb 5. Uhr sollen eingenommen werden. Nimb Erdrauch Pillulen» Rhabarbara Pillulen. AggregativpiUulen jedes i. scrupel. Der gülden Hauprplllulen ^ m halb scrupel. Nunb Erorauchwasser 55. Pillulen darauß gemacht/ und vergüldet. I,V- O. Nimb Rosenzucker. Erdrauchzucker. Wegwarrblumen Zucker. Ochfenziingen Zucker/ jedes 2. quint. Eingemachte Wegwartwurtzel/ 6. quint» EmgemachteÄlanrwurtzel/ anderthalb quint. Hpecierum L)jiirltisävui8 ^dbÄl.eiNhatbquMs' Äoläcie llvvcllse. Gestossen Zimniet/ jedes ein halbscrupel. Dieses untereinander vermischet und em Latwerg- darauß gemacht. iLm ander gut Recepx. Nimb Alancwurtz /^schabe sie fttn reii:/seud sie in Essig und mit ungesaltzener Butter / daß sie wird wie em Brey/und schmiere dich damtt beymOfen/und relbs wol hinein. Laß also em Tag oderzween oder drey eintreu- gen/ schlaffdeß Nachts im Hcmbd/und halt ein schwelß-- que'cnzm l" in-on tcä rcimcjuzro^crz- Vad drauff- Litxl«5elll,llimum remeömm öc noru luvm jus sc l^cium. IV. vLlrzÄZ pce ^i!!uI->Z mscciiz illstirucllcjzcsl ca- ^icizcoliokorzcioper roculzz O. äeHuikussumzurur 4 aur s-^ro ezium MZAuiruäiuL msuc ^c>7a 7. Lc couri- uucmr cc>7um u5u5. Pollen ü c^u>6 relt^'e vicieliirur, Scjcji >^uiä ^orcriccum co^v:cum5ucrir,^uc>ui^uc i)^c meclicamecirarem procjuxcrinr. ! DiepurgattM^ Nimb Wegwartwurtzel. Engelsüß wuryel, Spitze Klettewurtzel/jedes ein halb Loth. Taubenkrop» I.zn5olij. Pastemenkraut / jedes ein pu^il« Anissaamen emhalb Quint» Außgekörnte Weinbeerletn. Cassien/jedes emLorh. Dieses alles gestossen und in Hunerbruhe gekocht/ Mdaußgeprest. Von dieser Hünerbrühe nimb 10. Loth. Illwnciire darem uber Nacht der gelben Myrobola- nen. Thymseidenkraute / jedes 1. quint» Senerblätter/ö.qumt. Ingber/ Zimmet/ jedes i. scrupel. Indianische Zjz'ca emhalb scrupel. Wegwarcblumen em halb f>ugil. Laß es über Nacht stehen / deß Morgens Mach e6 warm/ seige es ab/ und presse es durch ein Tuch/und zerlasse eö m der durchgesogenen Brüh. ^znll-edrttchalb Loth. Nehme solches deß Morgens warm ein» ll. L. Wn Digestivs-Trättckleitt. Wann man d,ß Trancklein braucht / mag man Wohl Wßgehen/nachMttag/HulÄ dscum. Oder» Nimb rerrzm li oill^rsm l schabe davon ktwas eines Goldgüldens schwer.) Item/ Taubenkropffwasser (elt iicrizz. alias Erdrauch vocacur) und ein wenigTyriac/ daß thue untereinander/ und trincks aus em Stunde 0- der zwo zuvor/ehe du ins Schwechbad gehest/und schwitze drauff» Oder. Nimb Bartwmtzel / schabe sie sein rein/sdie ist gelbe) reibe sie klein auff einem Reibeisen / oderzerstosse sie klem im Mörser. Thue das weisse von 4. Eyern drunter / und eme Hand voll Saltz und guten Essig/rühre es durcheinander /und schmiere dich lm Schwetßbad damit / und schwitze drauff/und spüle dich letzlich mit einer feinenLau- gen ab / das zeucht auß / und hellet gewaltig. Wann mans meiner Wochen drey oder viermal brauchet/ so gehets rein weg. Es vertreibet das jucken. Oder. Nimb kc^zm tumzi ix ein Löffel oderzweene/ thue einTröpsiein4. oder s.Wachholderohl drein/ 8pnicus vicrnol auch 6. Tropssen/und gehe insBad/ und schwt- tze treuge drauff. Man mags zwey oder drey Sonnabend nacheinander thun. Wieder Thumeisser memett Var^ ter cunren wolle. Er mnste zehen pfund Victriol/i 0 pfund Saltz / und zehen quart oder Kannen Wasser nemen / und erstlich die lo, quartWasser inemenKesselgiessen/überdasFewec setzen / und sieden. Darnach muste man ic>. tb. Victriol hinein werffen/und drmnen zergehen lassen/und dasselbe Wasser allein in ein Fäßlein / Kübel oder Wasserkanne thun. Darnach muste er wieder ic? quart Wasser sieden lassen / und eben so schwer Saltz hinein werffen/ als deß Victriols war/und auch drmen zergehen lassen/und dar- nachabirmÄm-ms-nü-r^hISßkmihm. Alßdaim -64 DasAndttBuch) ward erst ein Bad in einem Kessel getvärmet / mit Ca- millen/ Scabiosen und Ehrenpreiß / und ward dasselbi- He in eine Wanne gethan / sdas dritte Theil / das sind z. Quart und anderthalb Nössel Vitriolwasser/ und eben so viel Saltzwasser) darinnen solt er deß Tages z. mahl «nd allezeit Stunde nacheinander ftüe baden / und z. Stunde nach Mittage. Wann er predigen solte / so solte er vor Mittage das Bad unterwegen lassen / aber nach Mlttage solte er desto länger baden / weil er frühe nicht gebadet. Muste nicht tieffer drinnen sitzen/ dann biß an die Hertzgrube / dann man wird sonsten zu Matt. Oben muste er sich nur offt begiessen. Nach dem Bade musie er sich mit reinem Wasser abspülen/ und sich ein wenig in «in Bette zur ruhe legen. Möchte darnach auch wol ein wenig Wein trincken. Muste also im ersten Bade vier Tage nacheinander baden. Darnach muste er das alte Bad außgiessen / und ein new Bad mit Camillen / Ehrenpreiß und Scabcosa sieden/ und wieder also den dritten Theildeß Vttriolund Saltzwasserö drein thun. Hatte demnach 12. Tagean den 10. Pfunden Vimolwasser/und 10. pfunden Saltzwasser zu badeN. Folgents solt er wieder Vitriol und Saltzwasser machen/ biß er z o. Tage nacheinander gebadet hette. Aber er badet nicht mehr dann 2. mahl / er kuntS nicht außstehen / er ward gar zu schwach drüber/ daß er auch zum Thurneisser sagte /das were das Bad / darinn der Teuffel seine Muttet gebadet bette. Esbeistindererst mechtigsehr/ und trucknet gewaltig aüß. Dannesisteinscharpffding/ daß keiner leichtlich außstehet. Aber man muß sich im ansang nicht dran kehren Do mein Vatter zweymal drinnen badet/ gab er dem Bade gut Nacht. Es halst ihn gleichwol viel. Haltedafür/daßdißBadsolteeineVe!gleichungseyn/ Mit den ckerm 15 und warmen Bädern / die aus der Erden quellen/so voN Schwefel/ Salpeter und Victril entspringen/ die sonsten sehr gut hierzu seyn/ wtedrobett vermeldet im Anfang dieses Capitel. Ein anders» Nimb Wermüth/Erdrauch/Rosinlein/^/rotzois- voz cicril,c»8.mache einen Tranck darauß/ das hilfst vors jucken und den Räuden/ ki-z-cj.cenny.^Kor.^. Item/ für die Rande / so man vor Aussatz helt, Räude so Nimb z. Loth Schwefels klein geflossen/ und ein halb manvor Pfund schwemm Schmaltz/ mische es untereinander/ Aussatz helk und bestreich den Räuden damit. Nimb Rettichkraut/seude es in Wasser/und so du im Bade wol geschwitzt/ so streich das Wasser allenthalben über die Kretze/ und behe dich damit/ dieweil es heiß ist. Item^ Ei«es gesunden und nüchtern Menschenspeichel vertreibet den Grind/Flechten und allerley Blattern / ws man denselben an den Schaden anstreicht und reibet. c,evr. ^^kor.7. Was den Ansatz und Rande machet- Fische und alles was sawer ist/ mit Milch vermenget / Was rett- Nimb Ochsenzungen und Alandblatter oder dieWur- tzel / und alt Schmer / stoß untereinander und salbe die Räuden« Etliche thun ihm also L Sie nehmen Ochsenzungen- tvurtzel i die hat feine breite und grosse Blätter/schier wie die grossen Kletten / sind aber kleine Kletten / man findet sie in allen Gärten ) und schaben ihr die eusserliche fchwärtze Schale ab/ biß auff die gelbe Schale/die lassen sie bleiben/ und den inwendigen Kern wersfen sie auch weg / das ander gelbe abgesichelte oder abgeschabte legen sie in Essig/und lasseNs drmnen ligen/so lang sie wollen/ und gehen ins Bad / wann sie schwitzen/ so nemen sie das gelbe herauß / und bestreichen sich damit. Du darffsts über 2,. mahl nicht thun / so bist du nechst Gott rein. Sie tverffen auch ein wenig Saltz darem. Es beisset auch ein wenig wie leicht zuerachten/ oberes wehret nicht lang- 6«c^cp5vlZÄlum« JteM. Äimb Sawerteig/ bestreich den Leib in einer Badstube damit / so schwitzest du es weg. Itent. Nimb alt Schmer/ Schwefel/Stabwurtz und Men- fchenharn / mache ein Salbe vrauß/unv salbe dich,in der Sonnm oder an det Wärme damit. und mit Wein Übergossen/Machen reudig und aussätzig: 2 cheti. Dann es faulen diese ding gar leichtlich / ^i-zlö.cenr.z. VsnderTheHphrastifthenMedicin. Biß hicher Hai) ich bliche Gaknlsche und gemeiner Leute Recept gesetzet. Nun solt ich auch ein wenig von der Theophrastischen sagen/ die viel gewisser dann diese / wie sie dann auch alle andere Kranckheiten viel gründlicher und gewisser curirt und heilet. Aber unsere Galeni- flen hören Mchtgerne von solchen Dingen / undmirist auch verbotten von diesen hohen srcsmz zu schreiben/ dann ich kan ihr Nicht viel / so gebe ich mich auch vor keinen ^eckcum auß. Doch sagen die Theophrastiner / daß der Schürst nichts anders sey/ dannem8alcaiu>sretolurum. Die GaleniKen haben meinen Vatter wohl geängstigetmir ^.7/? ihren Pillen und porioni dus, und kundten ihn doch nicht . ^ bollkömlich curiren / er bekanms vier Jahr allwegen m ^ ^ der Fasten und umb Ostern wieder. Biß er endlich den ^/^pvla- 8s)ir,rum l'licicbilZNllXbrauchet/dercurtretihnnechst' Gott also/daß er sein lebenlang kein untedichen an seinen ^eibbckaM I.em/ nimb einTropffen deß olei ^vrimonl, ein. O- der sin halb Lostelichen voll deß exrr^üi dorÄl!o> um, welches das Geblüt gewaltig reiniget/wie dann alleSa« chen von Corallen thun^ D^ßgleichen thut auch das rote Schwefelöhl/ so durch den 5pinrum oderoleum pencmi gemacht ist/ und die röhte per lpllicum vml auß- gezogen / ein mal i; oder eingeben. Grmdwurtzetheilet allen Grind und Räuden/ Theo° phrastus. Sie wächst in Wälden / hat einen hohen sten- gel und Laub wie Ettech. ?Keo^li.lib.y. von natürlichen ^ingen ll0Q z^mocjum ocui Ä 6oe §. Also wisset weiter Die?nilolopki sagen / lebendiger Schwefel s das ist der aus der Erden kompt/ und noch nicht gegossen oder gestossen /) ist sehr gut vor die Kretze / und Nicht der todte/ den man M denAporecken hat Ändere Barvren-Ärytte>f. Nimb die Woche einmahl oder 2. guten Tyriac/ und Bibencll in warmen Bier em/ gehe ins Bad und schwitze wol/ so wirds gewaltig herauß dringen/ und darnach wegfallen / so wird mans !oß in 4. Wochen. Etliche trincken Bibenell/ oder den Genueser Tyriac/ Und nehmen ihn M einem warmen Essig ein/ wann sie in die Badstuben gehem Es nehmen auch etliche vor Pfenninge Schmeer/ und zerlassens im Tiegel/ und thun vor 1. Pfenning gelben klein zerflossenen Schwefel/ Und vor l. Pfenning geflossene Lorbern drein/ und lassenszergehen/ und las- ftns darnach Wetter miteinander rösten. Darnach gies- sen sie das öberfle davon / lassens kalt werden/Und schmis ren sich damit. Das andere aber / so sich unten am Boden gesetzt / werffen sie weg / dann das ist nichts nütze. Man darffsich über vier oder fünffmalmcht schmieren/ soheilets. Diese Recept glaub ich alle gut seyn / wann Manzu- vor diecsutzm peccanrem. purgiret und Weggebrache hat. Darnach bringen diese Recept den andern Vnstat der Haut vollend weg- lLin anders' Holwurtzel/ Lorbern/ Alaun / gelben Schwefel jedes j .Loth/ ein Hand voll Alantwurtzel / und nimb erstlich die Alantwurtzel / und koche sie in einer schärften Lcuqen/ daß sie gantz weich wird / als ein Muhß/ darnach zerstos- se sie / und nnnb auch so viel Borgschweinen Schinaltz / rühre es zusammen mit den vorgeschriebenen stücken / dj eine Salbe drauß wird / und mmb em wenig Spicken- öhl darzu / daß es einen feinen Geruch bekompt/ schmiß redichdamit- Ein anders kl. ?olxpocjium-wurtzel l 6crtd2iz. Engelsüß)uNb Scabioftnwurtzel/ lege Miteinander ins Bier / laß 24. Stun- Schtttff Mzlüom« Mdaßer Deicht. Aussatz woher er seinen Namen und was er fty. Aussatz ein angeerbte Kranckheit undlvieer zuciiriren. Allssatz der 8-scher kranckheit weherer komme. Nderden Aussatz wodurch er ge- kmigt. Stunde aujfeinanöer stehen anff einem warmen Ofen. Dann ftige es ab / und laß den Patienten von dem abqe- siegen tniicken. Thue es zum dritten mahl oder auch wol Z'.lmvlerdten mahl also. Es nehrnen auch etliche Lohröhl/ Butter/ Schwefel ^ W.'lnstein/Grünspan/Quecksilberjedes i. Loth /einen LMvoll Honig / rührens unrerelnanderund schmieren sich damit. Aber wegen deß Quecksilbers / sollen es nicht schwache Heute brauchen / sondern jrarcke Bawern / tch rahte man man lasst daö Quecksilber gantz davon. Wn anders. Nimd einen Sack voll grosser Ameissen / ob sie gleich Eyechabcn/bmde denSack wo! zu/thue sie in einen grossen Kesselvoller Wasser/laß sie wolsieden/biß daöWas- ser braun wird/ wie ein Vier. Bade dich darinnen eckch» Stunde/ daszeuchtdieböseFeuchtigkeiten auß dem leibe/ und wirst Gifft aujfdem Wasser sinden^ Es schrin- det wol ein wenig / es heilet aber gar wohl. Wann derSchurffemschleicht. Der leg^ braun Vtolentvurtzel in guten Rheinischen Wem/unotmlckedavon/ dasrreibts wiederumbher- auß / oder Alantwurtzel ist besser. Besihe özrckol. ^n^I. lik. 7, c, 6?.. iLineG^lbeso em Mensch stets räudig ist/oder den Elbgrmd hat. 1. Quinr Schweinenschmaltz/ Item Lorbern/vi- Änni. Alaun/gelben Schwefel jedes l, Loth/ mache em Salbe drauß/ brauchs wie du weist. Das I-XIX. Capitel. Vom Ausjay. L^«lLpraderAussa!z/A>°M^^^mZ,^u!'3c^uzn- V. c, caro pucrclir.rum illäc cieci^uar. (Zcrmaul: die ))ialtzey/ Aussätzigteit/ Feldsucht. Lli 3pcricucic> sc toeci-irio iumm« cuc r> äc p^iceas cucem circul^nizus criilionchus > acl mc>- civm piicium 5^uLmuIa8 cxlc rcmicccus ^^iocc. Ich. 4. cap. 2.. und ist so ein anfällig Ding/wer nur eme-l Aussätzigen anrühret / der bekompts. cie rumor« ^r«rern°ir.czp.iz. clicir, Zcabic! I>cpr.l .VlelallLkolici zAcÄuz luuc lÄius curis, uc cancerllomi- NÄucur. sagt/ I^epram e? zrrs bile oi i^inem ciakc- re. Andere sagen es sey eine Verfauluug der Feuchtigkel- ten. clicunc, es sey eine fäulung deß natürlichen Saltzes/ das em Fleisch ist. Aussatz mn auch eme geerbte Rranckheit seyn / und durch grosse zlczr>3 euriret/ als mit dem ^lercunO ^olis Sc ^anie,ncii'.,mitdeml3pi6e?Iu!o5opIio>u,'r^cOpk. Lc?inist.pbvs.c.^.lcemzill Ildello äe Princip.c,7. Icem, permum'Zm.Icem ia libello 6e rem. ?m Ich. cje compoiik..VIeczIIorum, iiscirn ^biniric». sc illprk5Zr.Ii-- bclli cle ^oäizci:Lr in lik. z. cieli^vci ^ocli^ci in ii»n0 8L0!fic)ni5-. In allen specicbus deß Aussatzes kan nützlich gebrauchtwerden ^llcilnc»ll!um Mit semer säch- rion.- Item, cjuillrs ctiellri-i^urimomj > c^uiocz e^cllris ^ullipcri, ^nmrz cÜ'eizria ^un. Ircm der ktcrcurius vi- r^, dann der curiret alle^ecics l.e^rT. Es hat ein Hirt einen König in Egypten curiret / mit schlechten; Ehrenpreißkraut/welcheS er in Wasser kocht/ und den König darinnen gebadet. DruMb heist mans Ehr und Preiß und Veroaicam. Hlloä ills i^erbsruleric viÄongm, omnilzus zliisVerdis. DieFlscherhaben gerne diese Kranckheit / dann die tuffr aussdem Wasser ist weich Und feucht/ und wann die also in den Leib dringet / so macht sie die natürliche feuch- tlgkeit faulen. Und lau sich diese Kranckheit lang bey dem Menschen verhalten/ ehe mans gewahr wird. Es wird auch derAussatz geremiget durch eineLatwerg covkcÄlo ^2MC!lichvor d, ist auch ein Anssatz eift groß^rc^llum wider den Aussatz / da soll man zum ersten gut «eme- inahlsechs Tropften deß ?)torgensnüchtern brauchen/ chum dav- und den PatleiUen von andern Lemm absondern/und an wid^r. emen andern bequemen Ort briiigen. Dann sein gantzer ^eib wird anheben zu rauchen und zu brodeiuen / als em Nebel undDampjs.Den andern Tag werden vouseinem Leibe fallen grofst Schuppen und alle Unrcmigseit.Dann soll er selbst bey sich haben z- ^urra s, und diese am 4. Ta' ge gebrauchen / , 0 wird er am 8. Tage gantz und gar rem seyn. Wie aberdttser dpnicus viu> inirdem ^nri niouij müjse zugeri chtet werden / dav lehret er uns in sei- Nem crsAuru äc ^arimollio öc oleo Besihe weiter voll dieser Kranckheit L ualceium w tilleparv-e Bas I.X X. CapM. Von den /^Tlichemachen k epksllriatmzuemer 5pecieI.eprX , ^oann sie machen ;, lpccic.zl.cpra! , ^wpeciam, ^c». uinam und iilcpt^nclÄm: Etliche sondern sie vom Auß^ satz gar ab. Wir aber wollen uns unter die ki cöicos also mrmengen / daßwirsievertragm odersclMdenwollen/ dann dem Schelder wird im Hader gemeiniglich das meiste: sondern wollen Wests eme sonderliche Kranckheit seyn und dkiben lasien/ und wird dieselbige von etlichen genant/^ icpi^z von etlichen von etlichen lcu l-epra ^rZ^Uln 1r«.m, ^>, morlzus, Lsocsl unlvcrlic«lp0l!5, oderL-Ällccrper rorum cor> pu5^isll^us.l»cliskcrollmcll^^rntliruciiac cucis Llc- pl^ällcoium,czillc ni^rs Lc cuberibuk pleoz. Usbcr e- oim mscul^s sciacru.i! colorem vei^cL.xcs in curc mse- «^uäliccr slpcr^ clÄll'Z.sc veiuri t Wer sich vor dem Aussatz befahret/ derbrauche 5^ru- pum clc Lplch^mo. Oder siede 2. Loth ElcheneMispeln jn einem Quart oder Maß Wein/ und trmck davon. Vle Hüuex mtt Nadern gemest und gesotten/ werden Orieurkicmorlzus.jurra OoÄores LAlcriillas, exs- rra bile, HUT crasso Lc 5a:rulcnrc, läa»uioe, zur ilsva« bile oimium uliz, uuc piruira lslss procrcarur. Onrurä lariAume, zrr-e liilis oarurzm lia- bellte , ^ui rcmporis processu ill perfe6t-«rn ariam bl- lern cvll veirirur. Die Theovhrastiner sagen / dieser morbus sey vom sale corruprv. ^üj lic 6c Iioc morbo lc^ilzunr.LIepkzllczzllseii cea lepiT <^uo6cjzm ^cvus, Llepl^anroium curi limi!e,cre-. bris lumma cörporis p^rre maculis sc rumotibu8, ru^> lzorepaularim le io arrum veisenre. ^isvollorarao- rüm arc^; mgrius, lcä lur« ac pecies tZUo<^j mAzarur, ur luac recellliorum pleri^» von ^Iios purärelle clcplisli» ricoz. ^uam ^uibus crura lic mrumelcour, ur peäc5 L" lep^znrorum barere viäezurur . on^o morbi ex zrra di!e,voll <^ui6em omlli/ccl rerOriic!a,rr>oibu8 iueipu- AuablUs^, sr<^ueroc>us corpons «»ccrexilii. Scharbock woher er entstehe. Scharbock zucuriren. Uorplica was es sey. Finnen was sie vor eine Kranckheit. Finnen zu vertreiben. Flechten / woher sie ih rc Namen haben. 166 marur. Aber unsere 1'lieQpKra^mi curirens leichtlich mit ihren IvlMerljz cxnz-Ii 8 oder 1°illÄmi s. 05anäer. ein vornehmer l'beoloAus in Preussen/ Hatex merulvujus mordl, allezeit eine güldene^Kette am Halse getragen/^i?2lä.cenr.i.^pk.7l. DieTheophrastinermrlrenihnpcr^llrimollium,vl- «!e1 bcopluali.1' iznum.Icem per vcrnm zuinm porzbi'e slia^us arcana ck)'mica. Besihe /^rerzenm 1.2 6e moilziz cbron.e.iz.(Z3!en,cZs rumor ^r^cer aÄuar.Iib. csp. Z.Q. Das 1.xXI. CapittU Vsnderltioixiicz. <^>Iese morbi.vr in^enuclzrear,sind mizga! wenig be» '^kant/ drnmb kan ich nicht viel davon sagen / muß sie den K4e6ici8 zu beschreiben/zuunterscheiden/und zu cu- nrenbefehlen. Habchnengleichwolhierchreseciesvergönnen wollen/ daß dieHaußvatterGelegenheit hetten/ etwas darzu zu zeichnen / wann sie bey der.Cura solcher Kranckheiten seyn oder kommen. Doch muß ich etwas davon sagen / daß man Ursach habe nachzuschlagen/oder den Sachen nachzudencken. Kan aber hier nichts mehr thun/ dann was ich in den Büchern gelesen habe/ und bißweilen ein wenig damit angesehen. ^iorpbeaUttd V>rilic>c> jzenulr.prvclu^a > sind Memes erachtens nit sehr unterschiedliche Kranckheiten / es ist eine ungestaltefleckichte Haut. LÜ ta-clus cur-s cjvior, grosse heßliche und fieckichte Gestalt der Haut / ex mslo xzrriculs babicu provenicns calor^ue conuplns , nu- rrimenrum reÄeullimilzre non valenz. lnnr curis maculx niZi'«. «zue.Lclluz in kne I.^.rnz 5-cirVjnIiAwiz ^enera.öc vo- car «^^ov,in <^uo color et^zlbus, teielubasper, Lc con- riuuus, ur c^uTclam ^uali^UtcL cli^erla.' cl^e viclezcur, elt.immurare.^uöc! im muter colorem curi s. ^elzz clit?eiric>Is colore c^ui ilü ni^erelt, öc umKrXÜmilis.nlchtgarkohlschwartz/sonderngarwie a- schenfarbig/wieich an einem Ov6ioie gesehen/ welcher slch m deß Thurneisserö Cura begeben hatte / d.n badet der Thurneisser bißweilen / und liesse ihm zur Ader/starb aber gleichwol über zwey Jahr. I'errium ^evuz stellar , weisieschuppichte FleckenauffderHaut/ simüequicj babent 5eä rna^iz slbelcen8,öc aliuz clclcenclenz.pilc>8 ^uoc^uezl- bosreäclevs, Lc lznu^ini llmiles. ^lij lic,Vri!i^ci,I.euce,)tivx^,icl eli.curis maculT al- in corpuz penerrzn6c> isciices z»unc, ur plli in ci5 cani Lc lanu^ini llmiles eoalcanrur. Vicili^o leu mor^bXZ Lc in lumms cuce.ve!^ uri ^uze6am l^uamulT inre^^um ni^rz,ez el^(zurra islseez. I^onnuIIi vocznr t^oipbeam, wann dieLeuteroth und gesehwülstig unter demAngesicht seyn/ und dieFmnen haben/mor^bcsm rubeam, darzu brauchendie^keopbraliiviein vleum xercurijwohl xrTjzalirc. euk ^ ^kor^Tzni^ra curarur per xillulss IlltZas krls.iü 5pec. üb. z.. palr. l. c. 66. tLmanders- Nimb ein lebendige Kröte/seud sie in öhl/ und schmiere Klor^bezm damit/ l'keo^brzlt.iullkrv cle vermi- bll8»c«7. Lursrut eriam per^acimonium I^icje l^jieo- pbratt.Iib i.1'lS!I.l.pr^pSr2rioiZUM.lrem,V0Nossenett Schaden. Besiheweiter?Iin.!ib !S. c. is.Lzttb.^riZl.lib.^.c. 1°rii.!>pecu!.^ 6 Ilb.2,.1^raÄ,c.z.6c 4. Das I.XXII. Capitel. Vondett Flechten. ^-p(^.?apulz,kuscus,i.icnell,konrißo.8pei-»io .A^^cnäu^evr3grZ)^enri^o,xLc>F0,ImpcciAo vicinz lierst, Istc tele in lumma cllte clit^Unc^ens^ ^ittrermal/schuppichte Flecken/Flechten. curis mscula> ejl: virium Huoo i»c:Ie D^öAndaBuch/ in?loram öc l/epram äe^eaersk. ^iclieoes luvtsuli8 cucis exsl ^erarur A rubec, Vir ^.I.z. vocar aräenres ^unr surem ciuo?z^?ularum Aevera , cie <^uibu8 viäe Lellum Iib. 5. cz^>. ulr. kriliu8 in 8s?eculo pzrr.6.?ib.z.,^I7 c.z. facir im- peri»inem Lc ^urrzm lolaceam heciel I^orpkcx'. Erstlich fahrenkleine scharpffeBlatterlein auff/die geben ein subtil gelb Wasser/darnach wird ein Schorffdavon/ ov crulia. Es wird auch dieser Schurff serpi^o genant / A terpcncZo. daß sich solcher bißweilen weiter außbreit an andere örter. d U V. Es soll kein bessttKraut wider d;el.ic>>eiZZs seyn/dann Flechten M Stein-oder Brunnen - Leberkraut / welches man daher vertreiben, auch Leichen nennet 3 , <^uocl lam bere ii^niticsc, ^uocj iliz^erlzz pcrrz^ lainber: vul^ö tlepsricZ. Man schreibetvon der daß sie emeSalbe von Rosen gemacht/und sich damit gescbmieret/ damit habe sieihre I-icKellZL unter dem Ägesicht geheilet. So schreibetauch^irr,cKiu!.vondenBezoardrschen Steinen/ daßein Weib deß Angesichts Geschwür/ ^enraZla genant / damit ihr das gantze Angesicht überzogen gewesen / daß sie gar wie eine heßliche Larve außge- sehen/mnerhalb zehenTagen cunret habe mit demRraut l' abaco oder < corianz. - Oico ribi secrerum ma^num, urere ranrüm spiriru 1 crpcnrini, licuc in lcsbie, Nimb ein wenig kiercurium 5u'o!im2tum. lege es in Rosenwasser / und setze es an einem warmen Orr/ laß es darinnen zergehen/ und bestreich mit einem Federlem die Flechte damit/so vergehet sie balde über den andern Tag. Man muß aber bescheidentlich damit umbgehen / daß Mans eigentlich bewahre/ daß kein Viche darzu komme/ dann es ist ein böß Gisst/ damit man Ratten und Mäuse vergibt» Ieem. Zerlasse 8al 1°artan (un Keller Z und reiß die Flechten ein wenig auff/ streiche drein/ so vergehen sie. Item/ bestreichs mit ^siig/ so aus dem Terpentin gezogen ist / oder Mit dem hlriru, oder mit Butterwasser / Item / Mit Weinstemöhl/ wann man sie offt damit be- strncht /so reinigets die Haut / und macht sie der andern Haut gleich/»Item / mit Kresse und Honig/ man mag auch Kresje in Leib brauchen/ so heilets desto ehe. Odet bestreich die Flechten mit nüchtern Speichel. Oder mache Scharmitzel mit Pappier/stecke unten in der Spitze quer durch em Messer / zünds an/und setze es auffeinen Zinnern Deller/ so wird em gelb öhl auffdem Deller/das streich auffdie Flechten. Es ist auch gut vor alle Auffrijje deß Mundes / und der Hände/:c. Item/ wann sich einer geschnitten hat. Wann mans kostet / so hats eine scherffe. Diegrossen Flechtenam Leibe seyn zwarübelzuheilen und curiren/ wann sie aber cuiiret werden/ so muß man cem versurei leben / sich im Weine Nicht vollsaus- sen / sonsten kommen sie wieder. anders. Bestreich die Flechten mit Badewurtzel. Oder lege Badewurtzel/ oder vielmehr s wie ichs gemacht) das Kraut m heiß Wasser /und bestreichs darmit. Oder. Nimb Meyenblumen / ein wenig Rückenmchl/ das weisse von einem Ey/Haußloch/und Weyrauch/stoß alles klein im Mörser / seihe es durch ein Tuch/mache eine Salbe drauß/ die w,rd gar köstlich- Oleum 8ulpburi8 ist auch ein trefflich heylsam Ding wider die Flechten/ die auch schier wie die Frantzosen seyn/nur damit bestrichen. Em anders. Meines Vatttrn Buchbinder zu Berli» / hatte böse Flech- zü«!H Wtßch«:^ - «öe?!c: ,->7.. klAAtilZ^ OajWv..'. Mechkenufttenam Barsch / Bauch kriegte / daß man em Haselnuß in eines steckcn kundte. Hatte einem Balbirer zuvor drey Thalerzuheilen geben/ und waren ihm doch wieder auffgebrochen. Dem gäbe mein Vatter nur ^pirirum 1°crpencini, daß er sich danttr scbmierte/ dashalffchm nechst Gott.Wann dieselbkge Flechren und Zitrachten umb sich fressen/ und also Löcher machen / so bestreiche sie nur nnt 5pinru 8 ul- xl)ur,8> so heilen sieleichtlich/ mandarffsiekaum^. oder z.mal bestmcheu/ sotodtetsdie Wurtzel deß Fressers. Dtß thut der Lipirirus Virrioli anch. Im Hertzogthumb Mechelburg / sonderlich zu Rostock und in andern Seesiatten / haben sie eine fette sal- bichtemarenÄ, soDegenheist/ wird aus ^ul'cc» oder Reussengebracht / damit salben d?e Reussen und Musco- witer das rohte Leder/ daß daher in unser Land gebracht wird / daher es genant w;rd roth Reusftsch Leder, Damit bestmchr der gemeine Mann die Flechten/ heilet wol und baldedieselben. Auch amViehe/ reucht hefftig strenge oderstarck/ die Bawern brauchens auch am selbigen Ort / wo sie aber solch Degen nicht haben / 5a brauchen sie das Theer / damit sie die Wagen schaueren / und heilen also die Flechten damit. Item. DasHartzanden Rebenstöcken / welches aisem Lummi m lbcen Stammen wachset/ auffdie Flechten/ Räuden und Aussatz gestrichen / heilet sie. Soll aber zuvor mit Salmrergmeben werden, L, 57. Item. Bollen / Apollen oder Zwippeln gekerbel / und Saltz hinem geneben/ und die Flechten wol damit gerieben/ das beist die Flechten gar weg.O der reibet sie nutSchorf- lecrich gar osst. Item / die Gallei das ist das Wasser / so sben auffdem Wagenthser steherj vom Theer darauffge- schmieret/ vertreibet sie auch. Es belst wol / aber es heilet gewaltig. Item/das Wachholderöhl / von altem Wachholder- holtz gebrandt/genommen und die Flechren damit bestrc- chen/nnimv.m lemecjium. Es istauch den Pferden gut /die sträube Hufe haben swann sie eben auffdem Huffgrindig seyn/daß dieHaar über sich stehen) denen bestreicht man nur dieGrmde Mit einem Federlen? damit/ danman darffdiß öhlnicht cmgreiffen/ es tstzu ein scharpff Dmg/ es beistdie Haut hinweg. Man machet aber diß öhl also/ man schneidet kleine Svenlein von altem Wacbholderholtz / und grebet einen Mörser oder Topffm die Erden/legt em löcherichr Plech drauff/ dadurch das öhlaus dem obern Topffinden untersten triezn kan. Darnach thutman d'.e Svenlein in einen andern Topff / und stülpet denselben mit sambt den Spenlein gerade mit dem Munve-überden Mund deß untersten Topffö oder Mörsers/doch also/ daß dasBlech zwischen beydenMunden sey/ nnd macht ein Kolfewer o- ben aufder Erden umb den obern Topff/ so treufftdas öhlaus dem obern Topff m den untern. Item- Die Suppe / die deß Nachts von demThaw auffden Kühdreck fallet gen ommen / und die Flechten damit be- sirichen. Item- Nimb treuge Birckenreisse / aus dem Besemlaß es überdem Liecht anbrennen / und Halts auffein stählen Messer/ so gibtsein öhl/ immer ein Tröpflein nach dem andern. Dch öhl streich mit dem Finger auffdie Flechte/ so heiiets balde. Es heilet auch andere Schaden. Am Vad vor Flechten in den Händen/ und an den Füssen / und am gantzen Leibe/ wo sie nur findig. Pilsenkrant/ Haußwurtzeln/kleine Pappeln jedes 2. Hand voll. Nachtschatten / groß Wintergrün / Veilkraut mit der Wurtzel/ Metherjedes z.Hand voll. O- dermennige l. Hand voll / röhren oder welsien Wein so viel gnug ist/ köchs miteinander ein wenig/und decke den Topff oben zu. Darnach bade deß Tages 2. mal warm darinnen / so warm du es erleiden kanst. Halt erstlich die Hände über die Krauter /und behe sie wol darüber / und lasse sie fein schwitzen/halte auch die Hände drinnen/weil du sie darinnen erleiden kanst. Und wo es nicht bald voq VöiMHaußWiiA 167 baß eV endlich Löcher un statten gehen wolic/MUß MM M das Ort/bü die Fleche ten seyn /Köpffe sitzen / und wol hacken lasjen/ so iste geregt. Vor die Flechten. Wermuth/ Beyfuß/Metterkraut/Isop/Brahm/ Eichenlaub/Ehrenprech/ Creutzkraut/ Tonnentilla/ Laupatzen/Harstranck/ Goldecke/ Alaun / Ringelblumen/Elbwasser/oderandereWasser/und mitemai-der gekochet / und die Hände darüber gebehet / bringet die Flechten weg. VordieheMche / grosse/sthöppichte Flechten. Wer heßliche/grosscschüppichteFlechttn hat/die eine immerjucken und schuppen/ und wird mdlicy schier wie Schuppt ch- ein Aujsatz über den gantzen Leib / schuppet / perstec oder te grosse reisset auffund blutet/der nehme grnnenMcttlbl / die Flechten z«z helffk eines Viertels vom Pfunde / thu es m einen ncwen vertreiben« Topff. Mache m einem andern Topffetwann Nössel Was'.ergarsiedent/ geuß es auffden Viclriol innewen Topff i mustdir aber denbrodem davon nicht unrer die Augen oder in den Halß gehen lassen / dann es ist em giftig Ding) so wnd eingrun Wasjer drauß/ damit wasche den Schaden, Oder duncke einen doppelten Hader drem/ und binds auffden Schaden. In der erjie perster der Schadegar auff/ und sieust das böse berauß/daran inuß maitsichnitkehren Darnach heiletöfem davon. rui« Vor^diervthe Flecken/M wattnman yalo Aussätzig war. Rettichkraut/siede das im Wasser/ undwann du Schkpplchs in der Badstuben wol geschwitzthast/ jo nimb da6 Was-- te rohte Fl<- ser/ und reibe den Schaden allenthalben wol danm / wo cken zu he^ es noty thut / am Leibe und allenthalben. Irem/ nnnb len. Ochsenzungen und Älantwmtzcl/ odervas Kraut/ und alt Schlneer und salbe dich damit/.so wirst du wieder gesund. Item/ R. SawrenRektig/und bestreiche deinen Leib damtt m der Badstuben / so schwitzest du alles böse weg von dir. Item/ Brambeerensaffc/ den Leib im Bade damit beschmieret / wird hüpsch und glatt. Marms Bäder/ damit Flechsen ge^ heilet werden. Das geschieht im Pfeffxrbad/Zellerbad/ Brigerbad/ und Britzbach, Item/ Antegast/Vadeniveiler/ Bässen- Hrnn/Brintzbach/Breyl/Vrubach/Büretzheim/Carls- bad/ Demach/ Gebersweiler/ Hüberbad / Hundsruck / Kesselborn/Kibhad/ Leonstem/ Lorbern / Marggraffen- bad / 9ilderborn / Niderlanstein/ Saltzborn / Schwer« tzerbad/ Spiegelberg/ Wemdmgen/ Wießbad^ulaa- äus.Etfchenreuter. Aderlasse. Mitten an der Stirn ist eine Ader/die man (doch mit Raht eines verständigen ) lassen mag in alten Gebrechen deßAngesichtS/als in der^o^Kez.imKriM- men oder Schurff/ in den Flechten/ in Augenkranckyer- ten/ wrewol ich von dem Aderlassen/ Köpffen und Pur- giren allhiergar viel halte/^chola^sier.c. 105. Das I.XX!!!. Capitel. Von der Gglle/»ttd ihren ArgnB^ hetten. der Leber ligt die Galle/ und die hat zween Gan- ^)ge/einer gehet m die hole der Leber/ vonder sie die nd I I2 V2M b-Iem bekompt/ der andere aber gehet herab in von ibren die Gedärme/ und wird sonderlich m das mrclimum je- ^ranMel-- juy>um>ule.-i^cr. Der Gallen Kranckheiten heilet dasEissen/sagtl'ke- ' o^b.rztius m etlichenTractaten von natürlichen Dingen c. 7.1ccm > ChrystallsteiN rechtzugerichtzurArtzney.' Kranckheit Wann die Farbe der Stuelgange weiß ist / so fleust die L^olera Nicht in die Darme/ sondern es lsteineVer- siopffung der Gallen da/ und offt auffdie Geelsucht» Kkzbürbzrum eingegeben/ purgrrt die Galle / und führet sie auß, VottirrttngderGallen/ lMdt'hrA Ktaitckheiten etliche Bader. Vor die Kranckhetten hilfft hgs Zeller Bad/ allerley Saww GaLen Uberlauf- fnng was dafür zu thun. Geelsucht was es sey ,68 Das Ander Buch/ Sawerbrunu/Fideris /Göppingen /Schwalbacherit," sonderheit. Vberlanffnng der Gallen. Davon pflegen etliche die Adern zwischen dem Daumen und Zeigefinger/ der rechten Hand zu beyden Seiten zulassen. Für die gallsuchtige Kranckheit lest man die Leberader deß rechten Arms / aber für dle Kranckhetten der schwarten Gallen/ lassen sie die Leberader deß lmcken Arme: sonsten dieMiltzader genant. Wann das undewen oder Unwillen oder das brechen von der Gallen kompt/ so soll man die Haupt-Hertz oder Leberader lassen. Daöl-xxiv. CaM. Vonder Gehljuchc. Lrericjz Ir^eru^, cti eKulio ks zc Lc I bilis per uni ve^lum corpU5,vocarur eriLm Xe- ^ius morkus. Lellus Lc ^pulejus cxiliimznrK.c^iurn äici. c^uocj eo molbosKeäirzliriv^zrliumgnacorpc>lz . urin srcum cZuczr Öicebsrurccizm ^uri^c> , spucl Lelüim vcl ^uru^o. ^lijerism O-emor>izcum vocsnr, daß blßweileN solche Leute auch die Hauptkranckheit bekommen / und gar schwermend werden/2 cslorc zuri,^ucm bltis pcrrocum c»rpus äit^uls, leprzelcnrzr. Geelsucht Lrett 6uj)Icx I klavuz Sc k^i^cr. klzvus , eli tstzweyer- etkulioÜZVT klliz per Universum corpu8,^U3Nijc> vicie- lty. liccr t^zvzbiliz nc>n lepararurs lan^uine. DieGeelsucht >1i^crelkctfulio lrumoriz ^clsnckolicl in eurem, dle schwartze Sucht. Lliaucem tric morbu; ucerc^» Icr^aliz.nonnun^uzln c^uan ic» c^uis cum cc> cliu conüiÄarur, Lc sccecjunr aliz l^mpromsra: Wann die Pest an einem Ort regiret hat/ und nun aufhöret/ da findet sich diese Kranckheit / als ein astralischer moi bu-, gerne / Lc Kr Lpiclimi3l!«, lstein Glfft / noch von der Pest hmderstellig. Wer sie alßdann cunren wil / der curire sie als ein Gisst oder eine Pest. Wie es aber kompt/daß sich die ttava und acr^bilis so ergeust/und also eKer velcirer, das weiß nicht ein jeder. Es bringet aber solches zuwege eine Verstopssung der Blasen der Gallen/welche macht/dz dieGalle überleuft. ?orrö IAeru5 clicirur ^ milvo, <^uo o- cuU bile lulkusr mii vinis vicjesncur iimilcs , alij cletju- cunrsb <«75^-5 ave, ^UX 6icirur (Fibula. atz ^rilior. c»2l^u>uzxo^aLc xo^k inruicu iÄcricos lanar.tZermanice Geelgvzst Emmerling oder Grünschel ist ein Vogel/der imWlNter gar gemein ist/ und helt sich Mit den Sperlingen gerne umb die Scheunen auff/ ist unten am Halse gelacht oder grünlechtig Vel2k<«r7!-S", icl elt, ^Illvus, Huoälabo. rznriumoculiluar iimiles milvinis nculis tioceli.au- riculorc s spparcanc.e in Geier oderWeihe/Vel ilZ eli, vivera mustella s>IvcÜris. EmHaMbstervder Ambsel/ KUrckici vacsnr ein Sawschwantz/ ^us: aun- coleisoculoslrsber. 8 I (Z ^ Gelsuchtet« (Zuanäomordusczutzrurex Lpsce.rurn cju5 llcheAnzei- 5unr:mzcie! coiporis Lc ciolor in äexrro I^rerc.Zi caulä- gungen. rurs t'plene, lentü; eli aliquis in iiniliro, öc lutiico kr öc orirur:8i ver»exodliruz sici8«c linAUZ smsra Irem, Solche Leute mögen mcht essen / ihnen wird das weisse in den Augen und dle Haut amgantzen Leibe gar gelbe oder schwertzlicht. V K I 2^ Einrohler Harm dcr dicke ist/ undsodudas Glaß rührest/ daß duschest eine gelbe Farbe an dem Ort deß Glases / gleich als Saffran gelbe. Das bedeut die Gelbsucht. c U K Gelsucht zu Es wollen etliche diese Kranckheit curiren mit Po- uuv.'en. ley/ Rohrcmüntzeund Dreyfalttgkeits Blumen/Item mit Gold und Rhabarbara. Sie brauchen auch k«uum ela.'cum,Ehrenpreiß/5zturei2.Reinfaren^ar,^ris,Ke» ronics, Lavendel und Spicanardl/ viarrlioäon ri». Gold und Rhabarbara/mögen etwas thun/ von den andern kanich noch nichts sagen/ dann ich sie noch nicht versucht. Rhabarbara zeucht beyde Gallen an sich / gelbe und schwartze/und purgiret sie aus dem Lelbe. Es schreiben etliche / daß diß ein wunderlich Experiment fty vor die Gelbe oder Gelbsucht/ wann man deß gelben Agt- steins/ und ein wenig abgefeilt Ungensch Gold meinen gebraten Apffel thu/ und solches dem Patienten zu essen gebe/ dann davon soll das Gelbe vergehen. Die Indianische Rha oder Mechoaca i ist eine Wurtzel ) soll auch alle zehe wässerige phlegmatische Feuchtigkeiten / so wohl auch die gelbe und verbrandte Melancholische Feuchtigkeiten/ nicht allein ans dem Magen/Leber/Miltzund Därmen/ sondern auch aus dem Haupr und Brustaußsuhren / L.Irab2r^grunnst hier zu besser. ri/iu8 schreibet daß die Pomerantzen(lci!>ccc caro iu- rcr>c)i ,das Marck oder Fleisch) Icem. dc^ vor gut seyn sollen/ das wil lch nicht übel glauben / dann die Signatur brmgtö Mit. Also auch das gelbe von den Hünerfüssenund Magen/ welches man so pfleget zu brauchen. Nimb das gelbe von denHünersüsscn iwürge die Henne und wenn du sie brühest/ so streissdas gelbe Henttchci, von den Füssen.) Item/mmb aus den Vtagen derHcn- nen inwendig das gelbe Hautkln darzu : Dürre öder treuge sie beyde auffdem warmen Ofen/ oder sonst / zer- sio sj e sie beyde zusammen m Mörser / oder reibe sie in einer Pfeffermühlen fein klein/ trincks in einem guten star- cken warmen Essig l Weinessig were hierzu befler dcnn Bleressig) lege dich ms Bette und schwitze. Du Ms ü- ber zweymal nicht thun/ sovergehets. Brauchs auff zweymal/ du bedarffsts darnach nicht mehr. ^c6icullc2piri,findauchgutdarvor / ll cleproprio czpire lumsncur, Lc in psne uuper pilio zur ovc> lvrbili usurpeurur. Laß eszuAbend brauchen inscioxßio wenn er w,l zu Bette gehen/oder frühe/ er muß aber z.Stunde daraufffasten. Etliche thun neun oder sünfflebendige Leuse in eln weich gesotten Ey / oder legen sie auffeine Butterscimit- te / und streichen Butter über her / und lassens unversehens einnehmen. 5/rupus cie Lickoric» soll auch gUt ftyN/ denn Lic^o- rium und Endlvien / l aber nicht die safftige/ stachliche / sondern die andere) sind gewisse Experiment davor/ Wenns von Verstopffung der Leber herkompt. Item/brauche Wermut/ Saltz mttZuckcrvermen. get/zchcn Tage nacheinander/ auff einmal-.quintlem. Item/Gensemist in Weinessig gelegt/ m, ein wenig stehen gelassen/durch em Tuch gedruckt/ und dem Patienten auff einmahl zu crmcken eingeben. Ich Habs auch gesehen / daß man vor den Gensennst emen feinen Hüp- schen runden warmen Pferdsdreck / der noch hüpsch gerauchet l es muß aber das Pferd eitel Habergessen haben) genommen/ und ihn also gcbrauchthat/ wie den Gensenujr. Qderman hat nur den edlen Safft aus dem Roßkoth durch emTuch getruckt / mit Wemvernnscht/ undze- truncken. Ein anders. Schelkrautwurtzel eines Fingerslang/ dle fein rein gesäubert ist / ein Hand voll Erdbeerlraut ein wenig Karten und Saffran/ thue es alles zusammen / in einen Topff geuß Weindrauff / vermachs mit cmer reinen Stürtzen / laß halb einsieden/ und mnck davon. Ein anders. DieWurtzelvon Strobeldorn in Weingesotten/ und den Tranck getruncken/ ist auch gut vor Verstopffung der Lebern und NlemvItem für die Geelsucht und Wassersucht. Ein anders Nimb das rohteErdbeerkraut/mit den Wurtzeln und Beeren /wenn man die Beer nicht haben kan/ lege m eme Zinnerne Kanne inWem/aufeme jedere Hand voll geuß ein NößleinWem / mach die Kann zu/ setze es mein heiß Wasser / laß auff den halben theil einsieden. Laß den Patienten ftühe und Abends laulich trincken. Gelbesucht der kleinen Lege auch etliche Uttgeriscbe Gülden in einen güldenen Becher/odersonstcnmeinTrinckgeschir! / und laß den Patienten davon trunken. Besihesonstcn auch^i^I^.ccnrm'.z.^Kor.l.ccnr.s, ^^lic>r.i.und8c>.cenr.6. ccor.A. ^kor,2»Lc LitrrkLl.^NZl.Ub.y.cs^.sZ.. ^ 1.1 V O. klariz sWeid) einehalbe Untzinwarm Bier gethan/ laß über Nacht stehen / nnd seyhe es deß Morgens rein durch ein rein Tüchlem /und drucks auß. Einander gut Recept wider tue Geelfucht. Wilde Nelcken s v ulsQ Bachnelcken) wie es etliche nennen/seuds sie wol m Wasser oder Bier / und trmc? davon/ es ist wie eine Lauge zu brauchen. Aber es soll gar ein gut Recept seyn. ?i!Iuiz?6e5umo renzc reinigen auch die Gelbesucht: !rem : pillulX Incix und l'rocliisci 6c I.zccZ. Es ba« den auch etliche m Ziegenklee / Feigenblättern / Eppich und Waldfarm. Item» Binde den Patienten eme Schleie aufdie Seite'/ da die Galle ist/die zeucht sie auß.Diß bringet dleSlgnatt^ auch mir. ili^curzmlki rzvcun, vicicrur k llc ^2ÜlZ- riva, ncc rolicre caulzm morbi. Den ich Habs an den Todten gesehen/daß sie gar wieder gelbe worden seyn. Item. Laß den Patienten auffem reines Leinen Tuch seine uriuamrc^iren/hengedasTuchmdieLttsst/ laßalso treuaen. Werner wieder una^m leciciiren wil/so laß es chn wieder auff das Tuch thun/ wie zuvor/ treuge es wieder/uc-mcäsc tic cicince^s, so wird das Tuch gantz gelbe/und er wird letzlich gesund. Also kan man einen in der Lusfc/ die das scherpffeste oder subtileste Element ist / cu- riren. Es bestehet aber diese, Cur auff der Erfahrung/ und scheinet mehr abergläubisch als wahrzu seyn. Oder/ Nimb Kirschlaub / seuds m Bier halb ein: Darnach Lhue Ll^!icl»m3m (Schelwurtzelj drein idas hat inwendig einen gelben Sassl/dasistsemeSlgnatur)gantz oder fein zerflossen / und trinck einen Tag drey oder vier davon/so vergehet sie. Gelbesitchtder AeinenKindsr/die nur.em Jahr alt seyn. Diß mögen die Kinder frühe brauchen weil sie noch nüchtern seyn / wenn sie gleich noch saugen. Item/ nach die za öettleiben. ^5. dickonj ullc!Zs6u2L,oder4. Loth. (^utLucT ^ Flachsseiden eli kcrkz.) (zenistX l cii eciüm t^erba, hat gelbe Blümlein/ wird sonsten selten gebraucht) »U2 uaciain Ullam. z^ru^orum 6elllc!wric> Lc 6c rsäiclkus jedes I.loth» kiar porio. Ich hab wol gesehen/daß man kleine Kinder über das Wagenther gehalten / und sie darein hat riechen lassen / davon ist ihnen die Geelesucht vergangen. ä 1.1V O. Nimb Hanffsamen mache mit Wasser ein Milch dar- bon/und laß es das Kind trincken. ?rovsrum a me. ^ L. ander )^eces)t v^rdie Ein auarrlerReinischen Wein/ thue i. quintun- gestossenen Saffran drein / und von einem Ungerischen gülden ein viertel geschabet / und thus darnach in einen Topff /decks fest zu /laß halb emsieden / und trinckö A-> bends und Morgens davon. tLm anders. Es mmm Sgts^» / PfM /.Kümmel / l'tzmy. 569 ein jedes klem gestossen: JieM / Raukenwmizel/ Petcr- silienwurtzel/ Donnernesj>.lwmtzel/ und Pomerantzell- schalen zerschnitten / sieden sie m rohten Wem/ und trincken davon. Das l-xxv. Capitel. Don; husten» cZ>Er Hust lst auch ein i'srrzru5, so in der Lungenllgt Husten was '^und wehe thut/ daraußoffrin?^r^liis undttcäii ersey/woer erfolget/ wiel^eopkizlt. 1'raA.4. vonUrsachendeß lige/und Sandes/Gries und Steines pZZ i^s.z.sch:eibet.Wcnn was offt abcr^ I^oplnaüu-. voin'i^lc^rv schreibe r/so muß mans drauß er-> nicht allein vom rechten Sandgnes oder Stunverste» sslget. hen / sondern von einem jedem groben harten Schlenn / der in die lengzum Stein wird. )axr.i Ls!cuum!lb. cle l^mprom.csulls , ^ l?!us cii vcllemenritlimz cKällo, s,Iu^imum lvi- r>M5 cclerrimc toras cruM^cvs imsieru luv 6i5cu?!röc exolocjircxcremenrair>mearibuz psrrium rcl'sZirZrio- ni8 conceurz. Es wird aber solcher Hustenvomemli-- chenverursachet/ entweder 1. vonemerillrempcnc tn- ^icjz pulmonum, so von kalter Lufft/ oder kaliemTrunck entstehen kan: oder 2, wenn etwas auff die Lungen unnd sl'peiam Zl cel i-'im feliet/e6 sey gleich ein kalter oder hltzi- gerFluß aus dem Haupt oder elwas anders oder z. so dre Lungeverwundetund schwürlg wird: oderauch^. Lzrrl^ol.^n^I.üb.i6.c. 94.lv tioc. Für den Husten der Binder. Nim Feldkümmel etwann zwey Hände voll / Körner und Kraut miteinander/ seuds mWeitzenbier/ und be- he ihnen die Füsse damit. Wenn Thurneisser den Husten hatte/ so enthielt er sich deß Weins. f „X Gib ihnen viacociion ein/Morgens und Abends ei- nen halben Löffel voll/ i daölsteinSafft/ mankanein qulWumb z.. Dreyer/ das Loch umb zweene Silbergro- schen haben ) bißweilen werden auch Küchlein drauß gemacht. Oder flossulvis cle Iricle) OleizlliiiZMnuuj. zllzillimi äiiloluci ia scraiculi 6.l0t kiuc coo5eÄic> in lOrnIis. Sind Küchlein die man allezeit brauchen mag/ wennmanwil/ voressensunnd nach essens. ?iobarum. O. klaccus. Ein ander Recept- vor den Husten» Aussen zu Schneide Rüberettich fein breit / und strewe viel vertreiben "mssengestossenen Zucker darauf/ oder schabechn drauf/ laß eine Nacht stehen/ so bekömpts ein hüpsch Süplein/ davon ttinck deß Morgens M Abends ein Löffel voll. Dem 1^. Vor 8. Pfennige Datteln / 6. Pfennige Anyßlöt- ner/ 4. Pfennige Fenchelsamen/ 4. Pfennige Llqulrittam/ 4. Pfennige Hirschzungen/8. Pfennige gantzen Saffran/ 6. Pfennige Laubfeigen/ 4. Pfennige Lungenkraut/ und rhue diß alles in einen newen geglasurten Topff. Geuß anderthalb quart Fließwasser drauff/ decke ein Tuch drüber / setze eme Stürtze drauff/ daß der brodem nir herauß gehe/ laß es also beym Fewer halb einkochen. Darnach lege vor i. Groschen Zucker Candi drein/ laß dann zergehen / feige es durch ein Tuch / trmck alle Morgen und Abend/ ehe duzu Bette gehest/ davon ein Löffel voll oder vier/ oder einen zmiltchen Trunck lawlicht. Item. Nim grünen oder rohten Kohlstrunck/ oder Stengel/ zerschneide es stücklcht/ Item/ Anyßlörner/ seude es Mit einander m Fließwasser/fem dicht zugedeckt/ und thue darnach wenns gesotten ist / Zucker Candi drem/ trincks so warm du es erleiden kanst/ Abends und Morgens / ei« nenguten Trunck. Ein Tranck vor den Husten. 1. Loth Süßholtz/1. Loth Bertram/ l. LothAnyß/ üioth ZuckerCandi/i.Nossel Wem/i.nösselWasser das thue alles m eine Zinnerne Kanne/setze es m einen Kessel voll Wassers/laß es einhalbe Stunde langsieden/crmck Abends und Morgens davon. Ein gewiß remeäiumfürden Husten. Scabiosenwasser/ Kreutzwurtzelwasser/Vlaw Violwasser/ana/vor4. pfcnmge/Zucker Candi vor 6. Pfennige/ allesunteremander gethan / unddavonge-- truncken. Ein anders. Nimb Salbeyenblätter / Raute / Isop / Süßholtz- wurtzel ana/mit Fließwasser öder Bier gesotten/und davon gerruncken. Muä cerrum. Nim 5 ,oder 6. Feigen/ schneide sie klein/thue sie in ein Schüßlichen/geuß Brandtewein dran/und laß ihn auß- brennen / und ijse darnach die Feigen. Vor den Husten und zur Brust» Nimb eine Handvoll Anyß/ eine Handvoll reine ge« schabte Rüben/ schneide sie wurflicht/chne sie zusammen m einen Topff/ seud sie wol/ uns winde sie durch ein rein Tücylem / thuedarzu Candim Zucker laß ihn darinnen zergehen/trii.ck davon. Es erweicht die Brust und macht wolaußwerffen. Ein anders- Nim 9. Feigen/ Gersten eme Hadvoll/ kleineRosi- nen/eme i^lbeHandvollAnyßkörner/ Fenchelsamen/ ana i. qumtlem /1. Loth Zucker Candien/ der schön weiß ,j'r/wtrd sonsten Eißzuckergenant/l.LothSüßholtz/geuß es darnach in eine ^vanne/ laß es kühlen/ trinck immer darvon- Man muß aber sonst nichts rrmcken / brauchs nicht zu kalt/ es macht weit umb die Brust/ lind benimpx den Husten/beydes Kindern und andern Leuten. Ein anders. Brandtewein / darnach äpffel gebraten und dreitt gethan/und ein wenig Zucker Candi. 8coräium cum ^siturrtolumpcumFzcircoana vc- rerern rutl'im. Ein Recept / so vor den Husten und zu der Leber gut ist.^ Nim eine Handvoll reiner Gersten/und thue sie in eme Kanne/geußdrauffi. stuffoder Kannerem Wasser. Darnach nimb Lecherblumen eine Handvoll / Lungen» tvurtzel/kinkrz gmandt/eine halbe Handvoll/Feldkümmel i.LothAnyß i.quintichen/HirschzungenbletM/Sai- hkyenblatttr / Mtwmtzel/.MS eine Hache Handvoll/ j«>^ em halb viercheil Feigen/l. Loch Rosinen /die Steine in Feigen und Rosinen zuvor außgelassen. Dieses alles zur Gerste gelegt/m der Ka,Wen wol vermacht / und die Kanneinemen grossen Topffmtt Wasser gesetzt / und lassen sieden/ eme Stunde oder zwo/ daß das Wasser auch m der Kanne seud. Wenn es nun wol gesotten/ so nim dleKanne herauß/ftige es durch ein reinTuch/trinck zu Handsweilen davon. Ist wol bewehrt. iLin anders vor den Husten. Nimb vor einen Silbergroschen guten gebrandtett Wein/ thue drey stücklein Brodt drein/zünde den ge- brandten Wein an/ laß ihn brennen ausdem Brod biß der Wem verzehret «st / iß dasselbige Brod / und trincke nichts mehr drauff. Thue es zu etlichen malen. Wer nicht außwerffen tan. Der nehme anderthalb quartguten Wein/ thue eine Handvoll Gartenkümmel drcm / Amßsamen anderthalb quint/ Zucker Candi ein halb Loth/ thus m einen verala- surtenTopss/verklebe ihn oben wol/ laß es schier halb einsieden. Darnach seigees durch em rein Tuch / trinck davon Abends und Morgens/ das benimpt alle böse Feuchtigkeit von der Brust. Für enge der Brust. Brauche Eichene Mispeln i. Loth iMwarmenBter eingenommen. iLm anders für den Husten und Dampft/ vorzehen Schleim. Zwlbetu klein geschnitten / und mit Ziegenmilch gar Dampffzu wol geft>tren/und davon Abends und Morgens getrun- Mreibm. cken. Besiheweiter ^Icrzncl. Lcnecjläi.üb, 8.ca^>. 9.10. II. II. lZ. 14.15. l6.17.18.19.20.21. irem, toi. 54z. K« LuKuml^iuin» Bas l.XXVl. CaM. Von der Schrvuidsucht- Schwind- H>Ie Schwindsucht oder das schwinden wird in Grie- siicht woher ^chlscher Sprach / oder vom coi - sielhrenNa-- rumpo.m Lateinischer l'abcs, genant/ und ist eine er- MM/UNd ulceracic» pulmonis, e» scnbus ero»ienubnz öc pitui» wüößesey. rc>5l!^Umonl)U5!apli8ex capire ilz pulmouem, ^e vscarur: c^uocl Lc ü sb lus pulmocxulcerctur» pr^lcrla^so pure corrolus. l^oc virium ooa ulterius Lmpyen ^oc ek s>urulenr>am) secl^Zs««,, Iiocett,cor- rupri>inem zpszellzre oporrer. Thurneiftr in seinem kikvn.Ijb.4.c.Z. Die Schwindsucht ligtofft eme lange Zetlim Leibe/ ehe sie sich erzeiget. Sie nimpt aber ihren Anfang von einer Fäulung der Lungen / und Verstopfung der Leber. Denn wenn das erste faulet/ das ander aber verstopfst / und die innerlichen Gänge keine Lufft noch Respiration haben mögen / so wird den andern Gliedern die natürliche feuchte entzogen / darauß denn folget / daß diejenigen gleich einem Baum oder anderm Kraut/ das aus Mangeldeß Wassers und der natürlichen feucht verdorret/ abnimpt und verwelcket. Denn dieweil alle natürliche Krasst der Speiß und Trancks / davon der Mensch sonst s liehest der Gnaden Gottes) lebet/ zu einem Eyter/Wust und Coder wird/ so wird/ den Gliedern die Nahrung enyogen / daher ihnen alle Krafft entftchret und genommen wird. Vnd ob sie gleichwol die natürliche Wärme erhält/ daß sie sich bewegen und rühren / ist doch keine rechte Stärcke und Krasst m ihnen / und wird ihm sein natürlicher Balsam/ und das Kumiäum rsöicsle ZaußaiHney. !7k i das ist/ alle unsichtige leibliche Krasst Und Feuchte) verschwinden / daß das Fleisch und Blut hinweichet und verdorret / und endlich der Todt folget. 8 ! e n ä. ?Ittkjlco5kiANz sunr primUmruAz.pottesmsclcs, Schwind- ^erriv das offt Nasen bluten. cjuo le Zc ca^illorum ciciluvium äiarrkzes scceclsr. mor- rsli s eli, t>euceruz cje 6ivmar» exlo s!s>^r?. II ctillici sind gar truckene Leut / haben den Schwindel im Haupt/ grosse Hitz/schwitzen sehr deß Nachts und werffen grewlich Ding auß / Lyterund Blut/bißweUett auch stücklein von der Lungen. Em bleicher Harn ist ein morriz, Ein dicket fetter und wersser Harn/ bedeutet die Schwindsucht/ Irem / eine Wolcke deß Harns der bkeichfar? big ist / und unrerst im Harn erscheinet. ^cclici kcre cx remszeramearo colli^uur csu^ÄS öc li csliäum Lpar lir.Sc veatricu- lustri^iciior, öc pcÄusaQZulium , Lc cor^U8 liccum,, mulcicarsrl^i 6eliiii^buurllls>eÄus , tum rs!i cor» xvrc prseälcir ^ecrirurum. e u Z. Wer sich nun det Schwindsnchtbefahret/der örauche Schwmd- ftüe eine Messerspitze oder drey Rosenzucker / oder Lun- ^ gensasst /oderl-ocbszllum. riren- Inmclupiic^iscoz brauch tolia Zcoiv^cncZklN ^ der ^ HirschzungenZ Iccm , folia LerNouic« » hcngesieins Bier/ Man soll auch offt Krebs essen / oder iß alle Mor- genrzcjices Llt.ö.Olijmitder Suppen/ dasawvviret den cslorem, (zuia ablterZuar, rct, lAerzur z coalirin- ^uuc 6c robolsnr Ljzzr , HUoä in p^ri^lkiciZ ttiulruin Vlceri prius zolierAekris, pokimsäum cvv- litlNAeuriÄ Le collsolicisocis ur elt 8sccarum rotsrum, proluar. cujll5cc>mmelläsrionem^zbez ia cs^ire Odertnnck offt ftüe vor Btandtenwem Crcutzsalbey» en Wasser ^ deß Abends Anyßwasser. Oder nimb deß Morgens ein pahr Löffel Fimschm Meet zu dir/ deß Aben ds Rosenzucker von rothen Rosen. Oder nimb die Wurtzeln von den grossen Nesseln/ lege sie ins Bier und trinck davon. xkrkliici sollen Ziegenmilch Abendsund Morgens trincken / so bald sie von der Ziegen kömpt ist sie am besten. Wenn sie dran darnider ltgen/ sollen sie immer Ziegenmilch trincken / sollen auch offt Rosenzucker brauchen und Krebs essen. Qleum 8ul^kuriz, prslcrttm cjulce äc rubeum > eli prsiellrillimum remc6ium courrs , lrem , 0» !cum ^ ulli^c.i.mitLecketitzenSyrup/oderFrawenhaar SyrupoderSafft. curirts mit Regenwürmen. Et spricht auch / die Feldmauß sey ein groß ^lvtterwm wider die Schwindsucht! Ikcopkralius lll librocte VSrmibus » Irc»» ^>er ^vrimooium, Sur c>!cUm lrcm» , l'keop^rÄliusiuÜbcllc» cleremporc» l'raÄ.z.Lc lib.I.^cüarüs ^o^jgci cjrcs Lnem.Mercke/ nemblich / wenn diese Artzneyen recht und lvolzugericht seyn/nach deß 1'^co^Kratti Meinung. ^ Irem, brauche lolurionem pcrlarum leu matZsrira- rum einen Trovffen oder ö.in ViolsasstoderEhrenpreiß- wasseroderSafft. ä qna 80I15 ist gut vor alle Mattigkeit/ fprichtThur- neisser- Item die subtiiitetenvon Agstetn/Z uccino und ^mbra.Item/ dieWasservom Salpeter Und Niter/ Rittersporn und S. Peterskraut/Thurneis. Wenn einem die Nase offt blutet / welches gemeiniglich ein llZllUm? krtnl'cos ist/so gib demPatienten einen Tropffen 5. oder 7>fettes von einem geschnittenen Hunde ' jm Tranck oder in deriSuppen ein/ doch daß er nit wisse/ proprer abomillzrioncm, denn es schmecket Nlt garwol^ Wenn Matts ihm emenTag eingeben hat/so lasse manjn deß andsrnTages damit zu friede/und gebe jm nichts eis» e z- Dm / Schwindsüchtigen was ihnen wol HM. Schwindsucht vorzu kommen. Den dritten Tag Hebe Matts ihm wieder: und darnach also 8. Tagenachemander. Diesen Zeugbekompt man beymHencker oderHundeschlagern.DißRecept hat mein Vatter von einer Churfürsrin erfahren/Lceliprodarum De n e6 weh:et der minezalifchen Messenden fcherpffe deß druckenen saltzigen Schleimes in Lung / Leber unnd Haupt. Den Schwindsüchtigen hilfst wol Diatrzvzczvrkum, tric7jcibus,icLM, ?roc- lnlci 6e Lsm^orz. oleum Hpililus lziarinX, exrrzÄum corailorum i ubeorum. Verschlucke auch bißweilen früe ^loep^ricum als eine Haselnuß groß/ und das istein Lleäku^- riumj man brauchte nur mit einer Messerspitze. Wenn ein p^rkiticus die Qualstern fem außwerffen kan/ das ist ein gut Zeichen. Wie man diese Kranckhett Mit dem Topaßstemcuri- ret/ ccllr.4. 2.7. Es wollen etliche-^eciici. man solle sich die ? InKill- co«nichr anathem lassen / denn es sey anfellig /ob I^!i- rum siurricium öc aclcm. Wenn die l'kctiilici viel grewlich dmgaußwerffen/ fo istwemg Hoffnung mehr/denn die cleüuxio ftlt cx ca^i- rc gar zu heuffig /- und werden also die jzulmoizcs imiuer mehlich mtt außgeworffen / das kan die lenge nicht wehren. Wenn das kumictum r^clicslc verzehret ist / durch den czlorem prXcerninmzIem. so gehen die Patienten auß wie ein Liecht / wie droben auch gesagt. Etliche nemen olcum l clpcOrl'uuXem Tröpfflein 0- deretlichsdeß Mvrgens früe in , oder Z^inrum l^lierelzinrninT in Ifopwasscr. Itemfchnue- redieBrustMlt ^xu»^izcslli5e»li.^ti beymwarmen Ofen/ < das ist das fette von außgeschmttenen Hundu!) Man brauchte auch in Suppen/ wie zuvor auch g-.sagr. biXc tunr tX^>e Lc kene ^iQdzrJ. Im Anfang dieser Kranckhett koche grünen Kohl mit ' Meyenbutter ungesalzen / drücke den Sasft drauß und trincke ihn/ und iß den Kohl Das hilffc auch gar wol Nimb Meyenbutter ungesaltzen/ etwann einer Welschennuß groß/ und brauche sie allezeit über den dritten oder vierdren Tag früe in warmen Bier. Dao ist ein trefflich Ding wider die angefangene plnkilin, wie Mich em vorneme:v o<üor berichtet/der sie allezeit mtt sich führet. v l ^ 1 Essen und trincken eines schwind süchtigen. Darre zu emtren. Werein?1nkiücus ist / dereste Krebs/ Gersten/ Graupen in Rindfleisch Suppen ungesaltzen / Irem gebratene Vögel. Item / Er trincke gut alt Bier /und brauche Mandelöl)! m Sappen und Trmcken. Mankanö wol selber auß- pressen. Man hüte sich aber vor Essig und saurem/ vor sehr ge- saltzen und Pfeffer/ äc sb OMNI >c vcueiLZ. Ilem z vorm Mittagsschlaff/ und studieren nach dem essen. 5l 0 1 Die Schwindsucht ist auch bißweilen eme Blutsucht' DennihnenbißweileniM TodedaS Blur heuffigzum Halse herauß scheust. Wenn die Lunge gar weg ist so bleibet die Blutader m der Lungen noch übrig / die reist letzlich auch entzwey / und scheust dem Patiencen das Blut heuffig zum Maul und Nasen heraus; / ist noch gar schön rorh: Diß ist noch sein Leben gewesen/aber darnach sterben sie balde. Vor die Darre und Schwindsucht. NimbgepulverisirteKrausemüntz/ undtrinck sie in warmen Bier. Oder brauch das oleum Hulsz^uns im Brandtewein. Oder mmb das Blut von einem jungen saugenden Zicklein i solls ein Manßbild brauchen / so nmß das Blut von emem Mannlem seyn-Solis aber em Weibsbild brauchen/ so muß das Blut von emem Mutterzicklein seyn) und nimb die Leber von einem saugenden Kalb- lern sauch also / solls ein Manßbild brauchen / so muß die Leber von einem jungen öchslem seyn : Solls aber em Weibsbild brauchen/ so mußd,e Leber von emem jungen Kuhkalblein seyn) und mmb so vielSchwentzlem von jungen Fkeßkrebslein/und so vielrundeSchnecklein diean Grabm und am Holtze seyn/und sich an das Holtz AasAndttBuch/ pflegen anzusaugen / eines so viel als deß andern. Dieses thue alles zusammen M einen glasurten Topff/ und verkleide den Topffwol/ und setze ihn zum Fewer/und laß es alles zu llemem Pulverbrennen. Von diesem Pulver gib dem Patienten eines Gülden schwer m warmen Wem / alle Tage deß Morgens zu trincken. Dieses ist an einem Weibe probtret / die gantz verdorret war / ist aber nehest Gott duzch dieseArtzney wieder zu recht gebracht worden. Vor den Anfang der Schwindsucht. 1^. Rahmoder Sahnvon Milch l von der Ziegen- milch were es wol diebeste) lege klein gescharbere Creutz ^cht wie ih^ salbeyund Petersilge/ ana/eineHandvoll drem/ decke nemen/ und das alle Morgen thun/ weil das Pulver we- ret> Dieweil man aber diß Pulver nimpt oder gebrau- >'' , ,s'' -«Ws- ^ 7.^1 chet/soll man nicht baden/auch kemen Pfeffer essen/und sich vor Speise hüten/ die da blehet. Ablk AderKraffthünersoll der Pattettt essen/ die Wochen zwey oder dreymahl / und alles das gut Geblüt macht / und das thun sonderlich die Corallen / oder das cxrrsAn «oraliomm und olcum ^uljziiuris, unnd darnach die Kraffthüner fein z-rstosseninden Apotecken / wie denn auch dieRäphuner/ und distilllret/wie der Brauch »st. Wenn nun dißPulver gebraucht ist/soll man diß nachfolgende nützen und brauchen. FünffLöffelvoll Melissenwasser. Vier Löffel voll Malvaster. Ein Dotter von ememEy/das weisse alles herauß gethan /darnach so viel Saffran/als manaufemerMesser- spitzen halten kan / darein thun / daß es wol gelbe werd / dafselblgezusammen gethan wol durcheinander geschlagen / wie eine Weinsuppen / und seud es aufdem Fewer auff/rühreeS wol/ und wenn es kalt wird/daß du es trm- cken kanstvor Warme / so trinck dessen alle Morgen ein wenig: doch nit ehe / denn das vorgemelte Pulver seine «ndschafft habe / so mag dlß genommen werden/ so lange man wil/auch damit aufhören/ wenn man wll / das ster- cket/und machet zunemen.Dienet mächtig vo: dieDane/ und andere viel anstossende und zufellige Kranckheiten / der ^Äcrricis.jeber/Mtltz und Magen/mehr denn einem möglich istzu glauben.Wo nit emeFeberllcheHttze derLe-- ber oder Glieder da ist/so sind diß gute Stockungen. jLm ander Lura. 8cri^LrzKilllsmcus. Lnoclius» 8uper- arrcociea^ Zcrurkiomonravus, ^zrri meo > O.^cotiO Lolero, le !i»boisrccxu!cerzrione^u!mollis,^uc)cj cji5- kculcer rc^irarcr» Lc ex ^aorexig, lioc elt, ^uoci lto- macbus cidum rcl^uercr Lc s^erirum cibi c>ul!um bzs deicr (daß er nicht Lust zu essen hatte) lle^uc poN'c-r lo- Loutuluirl^irur^arellZmeus L>. kraa- ci5cam I^l^olicum, psersm laurcsrum, Lc LIcAoris LtZnäcnbulAicizrc^isrrum äoÄum» Lc bouum, ille rel^onäir?scri. L.everell6e.LIzrii!iwe>Lc Orllscil!imcVii,lerlU5 re- l^oncleQri pro rua anric^ua virrure ö! kcie i>nvlces: k.lu!ci5 ellim curis äilimevr. Lcoero ruo> vuc> l^uwa. vistimoL^ 6oäiillimo f>rL5cri^>lI ks?ccjuo,^UTiUi. ur cieeKcacillllno^aricioro ve> leres ^eclici clicebsur) vz!ulverl5» ^uem in le. creciz meis ksbco ^ro? ^r^i^icis emsciaris, cje l^uo cs^iar in omoibusjulculis ^uocun^ue 6ierem^ore» ^usocum ca^ir V!jtculum^uc?cj acilcripli. ^creme- öiz, 5i ^uerir eorum cooriaugrio, spero:IIa lsiursria 5u- rura. ?u beae vive Lc vsle, F.H.D. ^älcriplieriamproloriocic pecium veljzen aore iri> ^rell'um IeÄi illliirellä» lseculum act coacilizaclulQ lomnum. Nimb Violen Oel. Weiß und gelben Seeblumen Oel. Rosen Oel. Frische ungesaltzene Butter jedes z. quint. Dieses alles jedes sonderlichen drey mahl mit wolri- chendem Rosenwasser gewaschen / thue nachmals darzu l'rzg-canrell Schleim mit Rosenwasser gemacht!. quint. Quitten Kernenschleim. Flöhkrautsamen Schleim mit Rosenwasser ge- machtjedes-.. quint. Weiber-Milch so ein Mägdlein seuget 6. quint« Campffer ein halb quint. Wax in Rosenwasser gewaschen z. quint. Vermische es über einem gelinden Kohlfewer wohl durcheinander / nachmals rühre es auch in einen Mör- scl wol durch einander / und m einem Hässlein wohl verwahret. ZigaerurRÜckensolb. Nimb!>f>ecierum Dispcoclii z. quint. viarrs^caur fri^icii anderthalb quint.< WolriÄent Violwurtzel gestossen i. quint. Zirbelnüßlein klein zeischnitten und inFeldmüntz- wasser eingebeltzet 6. quint. Weissen'l'rzHZur, I. scrupel. Rechten weissen Zucker Candi/ 7. Loth» Weissen Hurzucker 5. Loth. VondttHaußaiMY^ !7Z Pr^parirterPerlen anderthalb quint. Muscatenußöhl cjettil. 5. Tropssen. Zerlaß den Zucker in wolriechendem Rosenwasser und nachmals die Species darinnen gethan/ und nach dee Kunst Morsellen darauß gemacht. Morsellen. Diese Morsellen thun Vt'elgUtS. ?!lMb ^pecicr. Oiarla^scsur. LI. relumpri jedes 1. scrupel. Wtisscn Magsaamen 2.. qmnten. Vier gekalte Saamen der grossen / jedes ein halb quint. Geleschte Quittenkern 4. scrupel.^ Purtzelkrautsaat. Hasenpapp^isaamen. Lattichsaamen jedes 2. scrupel. Pr^parirteFuchölungm pulver quint. Sußholtzsafft ein halb scrupel. Gebrandt Hustendem ein halb quint. Niderlandisch Xrafftmeel, Dmten Gummi. Welsjen 1° r-t^-'nr. jedes 1. scrupel. Penit Zucker so viel dessen alles ist. Alles untereinander klein gestossen zu einem subttle» Pulver und emerSchachtel aufgehoben. Zignccur,Pulver m allenSuppen zu gebrauchen tLm sehr Fußbad- NimbLattichlilätter. WeiSenblacter. Rebenlaub» Violkraut. Seeblumen. Hasenpappeln. Dill. Nachtschattenkraut. Weisse Rosen jedes l Handvoll. Weisse MagsamenKöpff. ix. Bilsenkraut Wurtzel 2. Loch. Diese Krauter/ ein wenig geschnitten Mein Papier gethan. Li^aerur. Kräuter und Wurtzelin einleinea Sack zu vernehen zum Fußbad. lLm guter Trancf vordie Schwinde suchiigen/welchen eeneZFürstm meinem Vatter geben/ damit ste vielen Leuren geholffen. Leberblumen / Aurin / Rittersporn / jedes so viel/ als man mit demifördersten Finger und den Daumen halten kan /und eme gute Handvoll Lungenkraut / so an den Eichen wechst (das bekompt man alles in der Apo- tecke) Item/die grüne borcke von dem Flieder/ soviel man zwischen den beyden Fingern Halten kan/ und so viel Borgschweinenfett/ als ein Hüner Ey groß. Thue das zusammen in einen geglasurten Topff/ geuß ein stübichen alt Bier draufs/ machs zu/ daß kein bresem drauß gehen kan/mit Sawerteig oder sonst anderm Teig. Laßdm dritten Theil emsteden /und laß von sich selber also zu gebeckt kalt werden. Gib diesen Tranck dem Patenten deß Tages z. mahl ein/ als deß Morgens ehe er isset/ und laß ihn i. Stunden draufffasten: deß Mittags 4. Stunden nach der Mahlzeit / und deß Abends / wenn er schlaffen gehet/ allemahl fünss gut Löffel voll. Wenns besser wird/so mag ers deß Mittags nachlassen. Diese» Tranck hab ich fast ein viertel Jahr getruncken / und ist mir sehr wol bekommen/ ist auch nicht widerlich einzunehmen. Das I.XXVII. Capttel. Von der N?ily und ihren Kran«?« heiten. ^?Ieaclimemlzrum'obIooAUM,sagt8impIi0t'isllU§, »)5s>onZiolum>porvlum, csvcrr>olum, io llo^irs re collocatum. ä meäis f>3rrc Zrsmucki u5^uca6 Loi- lirzm pclliculsmicxari s xorreeium, ist Von Natur kalt undtrucken. I,ieoolu5 leu lszlcoricuseli» cui 8plco elt mvlclius. sur Hui liaber paConem 8s>Icoi8 ^uxcuu^'vecrigtn Lc jlls, ^uriricz, rumor,iizAario, illüzmmsrio, obliiuÄi» Lcc. äc ^uibus viiZe^lcxzocl.LcoecjlÄ.lib.l^.lll prscie- lvio öc x« rorum Ubrum, Laleo. iy «Zekair, Hleti. 8cir- Schwindsüchtigen guteMunck Miltz/was es sey/wo erlige/und was er vor Natur. Verstopffte Miltz wodurch sie wieder zu eröffnen. Miltz was ihr schadet. »74 Das Andtt Buch? rlius Zpleois e^.cum!.ien ms)or Sc vsläe ämus Lc ia pläe^rmeao rumorcm elarus eli^. I>ieaifzmilizris el^lovAUS mowus.czuem Zcirr^um vommzor.purulcoua vero!iau6 ira5zcr!c,«juzn6o^uc rzmeocKcirur: ^uum äoloroor» alper, rumorsurern s lpirarioac major exorirur, ^rer.Iib. i.6e clnoa. ß>atliollidus czx?.i4. Vläeeciam ^^ioa.Illz.z.c.öz. I.iello^5 len ^s-IeaecicuL, Miltzfllchtig/ wenn einer an derMiltz einenGebrechen hat/k propriclic vocsrur, czui inäuraram liems patlioaem kabear^ boc el^, c^ui- t)us lienoblirulo Lc oblcprcziaeosnXlzillL cxcremeo- rv,3uc ab luklammgriove ir^uruir. 8pleai pro sunrramzrix , czppznz, ptiilliris. Hirsch- zung/ÄsjzIellium, Stemfaren/1' eucrium. Die Verstopfung der Mily. Die Becher von Tamarisken Holtz gsdrehet/ helffen vordieverstopffteMiltz^li^2l6.ccllr.4.^p!,.9. Ich halte viel davon / wenn man in diesem fall 5 piri- rum vicnoli brauchet/ der alleVerstopffungen eröffnet/ und darnach 8piricum l'berebinrbmX. ?lis. Ill 8pec.meclic.p2rr.4>Iib.^.1 raÄ.4. Schöner weisser Harn bedeut Verstopffung derMiltz. DieverstopffteMiltz eröffnet/^^u2i>ul^buri8^lrcm. Litumillis. IreMz VonMoß.Icem piliulX Inöze. Irem die Blatter N icvnanX in einem Mörsel gcstos- ftn / und mit dem Safft über die Miltz alle Morgen gelegt / eröffnet dieVerstopffung/ und erweicht die grosse Härtigkeil derselbigen - So man aber die Blätter nicht haben kan/ so soll man deß Pulvers davonncmen / und daö mitjnem zu solchem prcsten/bequemen und nützliche Sälblein vermischen/und dlc Miliz damit schmieren. ^vlencrlcizistgttrderMeerzwibelnWem/pzüäcj.im sunio cc»p.6. Irern»cercviiiä cou^ira cum !)erva , I^m>?u2 cervinz. In der lincken Seyten in der dünnige ligt die Miltz / aber gerade gegev über auff der rechten Seyten ligt die Leber. Hastu nun eine Verstopffung der Miltz / so fühle- stuesbaldemderdünmgeder lmcken Seyten. Henge nur das.^Icmum oderHlrschzung in einem nvcjulo mö rrlncken/ und trinck davon / das dienet wider alle Gebrechen derMiltz. Die Miltz Mm klein und gering Glied am Leibe auzusehen / aber sie kan einem Menschen treffliche grosse Ungelegenheit machen/ wenn sie recht toll wird. Da6 ,^ljzlcvium Ir-ilicum ist grösser dann das Deutsche / es hat länger Blatter. Wils nicht nachlassen mit dem Wehe der Seyten / so brauche nur 5^-rirum Vi- rnoüinBrantewem. Römische Wermuth gesotten und nüchtern getrun- cken/ hilfft den Miltzsüchtigen/ die eine verstopffte und verderbte Miltz haben. /.lirolliustjcnivLiiureinvortrefflicher^cclicus rühmet sich auch / daß er mit diescm Wasser und stetem essen derCaperneinen Bürgerzu Florentzgantz und gar gesund gemacht habe / welcher sieben Jahr eine harte Miltz gehabt/ Afi?zl^.ccnr.2,.^>lzos.sl. Also sagt auchLZttkoI.^nZl.!ib.l6.c-.45.?e>rum can- 6ea8Fm vmoveIlnIzÄelz.'sNU5cxcill<Äum fuerir , i- psurn vinum Zplcnericis Lc alij» morbicjiz meäiczrefz- cir. Vlcle Lonjiaurioum !>i) 9.03^.4. VOas der Mly schadet. Wenn man deß Tags schläfst / das schadet der Miltz sehr. Item die Kälte / wcnn die Kalte die Miltz verletzet: ruoc curarurper LNscalioieum. «ZULtzmevlloe Ue^ici ilNZulari'iüäl-» ciolloQsumelläi.^ Irem, ^iLllcurarurdurch kocnum (ZrTcum , EhreNs preiß/Zatureia,Reinfaren/ Poley/ Schierling oder Wttterich/i'Km.xiloll. Icem, kel apri aur 8uic. Lcrvmi corvu ciuiz ia acero» LKcacillimus camen ia vercrzrus I^ier> irs, ul is rriäuoleuriacur uriliras. ?liu z. OesHwollene Trinck Wermuth in Essig / das hilfft wol. Was der Mly gesund und gut ist. Saffran offt in der Kost genutzt/ ist der Mlltz sehr gut. Item/l'eucrioll, Milywehe» Wem die Miltz weh thut / der brauche Tsiig/ o!euni I^auriQUM, ?ril. pro ull»ueurc>. VenX scQio Aderlasje. LaßdieMedianAder. !nzc»!nucimibus5p!cni8, laß Milkivebe die Ader amHalse/die man j»i;uIzic8nennet/L!cdo!z^z- mit Äder- ler.czp.iO.z .t 'crc IN kue. Item/zwoAdern an den kleinen lassen zu cl!" Fingern beyder Hände / Item die unterste Ader aujfbcy- r^-xn. den Armen: Allein daß es sorglich ist. Denn es ligt em ^rreria drunter / wenn dieseldige getroffen würde / so geschehe grosser Schade. In gemein aber zu mercken/soll die Miltzader ausdcm lincken Arm gelassen werden/ am kleinen Flnger/ und im Elbogen die unterste. ^ Aalte gebresten der Mily curanrur per Nemlich durchsMarggraffBad/ Dalfing/Werin- gen/Psefferöbad. Sonstcnaber erwarmetsie auch das l^allurcium s die Gartenkresse und Brunkresje^) »u rA compoj'ira Lzieni. listcine^alwergej remlgetdaöMiltz von übriger kalter feuchte. Hart geschwollene und avffAelauffene Mlltz / wird durch die,e ^oe cunrr. 8vrup! covco^uenrcs piruiram inI.icne5ur>e, 5/r. ^e Lup2roric>,8vl:^e lli^mo.^vr.cleLalzmerirO, Ox^> 5^c!,8.Lc compol irem. Luleurg?, Lcnili-e, 5co» Iopeacl.LaIzminr^.Lu^Iczlls7. 8^rupi concvczu^nrcs k^vam dilem in I.lene luur ^eLic^orclfucco.VioliZ.^ccrolus 8.8/r.6eciusbusrz- cZicibuk-.Irem, Z^uze kuäivi?. LorraAwis, öuZloll'T, Lcolopcllclriz?. 8vrus)i conco^uences arram büemin I^icne ldivr, ^el Kol^c cle cb^mo, c!e Lpirli/mo, Irem a» kvleljgX, Lallliconis , kumzriT.LorlZ^ilZl8,Lu. 5coIopciz6rlT, ^cksjcilan-e. ^rram bilern clemcncius ecjucunr Dillul-e Inclz?, cle ^worerise, le^torrms pillulse «je Ispi ing/ undandereBädervon SchweftlundSaltz/was mehr vor warme Bäder gut sern vor die Miltzkranckbei- ten und Verstopffung der Miltz und Leber / Besihe Ru- landum von Badern t'ol. 175.176. Item Etschenrcut^r. Leiter von Verstopffung der Müy. I^ieciis odslru6tic>rics öc ioccr curcm cc>I!uuk I^Xc calläa, DisIacca^iacurcumI. Vmverlali5 Allerley Gebrechen der Miltz mmbt die newe Wurtzel China weg Verhärtete Milrz. Der newe Balsam / so aus Ammca oder new Hispa- nien bracht wird / ist der harren Miltz schr nützlich/ denn er dieselbe fein erweicht. Besis)e>X'itt>cb>um im Bericht von den wunderbarenBezoarrischenStelnen pag .89. Item/wer eine verharte Miltz hat/ derbrauch v,z- tul^ur. Item / das gemeine weisse Z^iacl^Ion Pflaster kiisirem Lmplalirurn 6c ^ic!i!<.>ro:cie mucil^oioiiius. Le ZpIellejccorL^uclucjurzcis viäe (?zieo. clcarcs cursri va lib.i.c. 5. Das I-XXVIU. Capitel. Vom Magen. tT^ErMagenist das rechte Millaconum im Men- ^schen oder microcosmo, der iin Leibe das essen und -^agcn was tnncken künstlich distilliret / und dernach einem jeder sein ^und Theil zukommen läst/der Leber die Materien zum Blut/ ^ der Miltz zurMelancholia/der Gall zur Cholera/:c. Und ligtderMagezunechstunterPemO-apIirzAmzrcgleich- "'^scykn- sam Mitten M, ttibe/ dpch meistenthells gegen der luicken Seyten/ Weyten/und mit seinem Orikcio saszerion, dadurch er die Speisen empfahlt / fast gleich unter dem Hertzgrub- lein. Wtl man distilliren/so muß man die Materien klein zerstoßen und feuchten / also muß die Speise im Munde gekewet und genetzt werden/darnach wird sie ins rolium bracht/da muß es purnticirer>und icpuruet werde»/ ein jedes mseme sonderliche Kolben/ Md Glaser. Hzpienri lacis. Lx venrilculo ctt virruz nurririvz , cjui^ill6e^io- »rcäicul nuriimencum in rrzcuni coi^U!. humzncim» Di^ericcnim cibum.Lc ^r^ebcrei virn nurrir>vzm,ver- ric cibum in ch)Ium lculuccum. Lti surem iltc llllije- vsriis moitzis , Hui cx 2>Ü8 mcmlzriz in vencncn- lum cau^uzi-^ commune cennum cieciclunr, c^u^Ics kuur vcnuicu!: cio'oies erolioncS, ^räores > tiacus . >n- tlammÄciones. Kuxiones.ircm, caloi, 5i!c>u8, humicii- ras, liccirus, kc. c^uibus ^icxzncj. LeneäiÄ. !>b, il. in ^roa-mici Lc se^u^nribus cgs?icil?uz. Lr >ii). 2.1. per rocum Illirum , ^usinzclmoänm in se^uencibus »ebir. ()uzre uc hicszl vu8 iir Lc ni2ne?.c, omninocu- Kagen ist rsnäumLtt. Dann der Magen dienet allen Gliedern/ allm Glie- nnd er ist der Haußvatter deß Menschlichen Leibes / der tcrndienst- allen Gliedern ihre Nahrung gibt/ sie halten sich auch M. alle zu ihm / und weme der Magen nicht wolwil/ der tan mchr lange lauffen. Vor die Vndenmng deß Magens. Wgens Wer einen Magen hat / der nicht wol dewec / welches Vewm dann von der Kalte herkommet / darum!) muß man zu wohere6 viel kalt Getrancke oder kalte Speisegessen undgctruu- ksinme. cten hat/ oder solche Dmge zu sich geno;umen/davon der Magen erkalt wird / der brauche Cinamey /1hco^kra- ttus.Danli daeUndeweniftelne Anzeigung eines kalken Magens. Vcncnculum confotrznr, cc>u.o^ic>nem juv^ur,c». , ris^ucsnavirsrcm etiiciuoc, Lonlervzaizi/nrliii. ^ia- Aibcu- conciicum. ^corus conciirus, coväicum ZglviX, Lirria cvnäirz. Julius in cizsumenäis ^rTscripru8 eli mocjuz. Vsas h.oäic kLr»Är,ur mane Lc vel^en oucizM' Alznäiz HUZnriczc^erliibcanrui-.I^onnun^uzm nis nnscsncur ^>uIvLrcz zromzcici, Sc Zzcchzrc» vel 8/ru^>o appros'nzro, mixcnrz, s?creon, clizcsIamlnr.Oiaciuamomi l^,ecie5. Der Unlust zum esien/ zeiget einen erkälten und blöden Magen an/der Nicht dewen kau Zerstörung deß Magens von Kalt.und Feuchte, cui-zrur per Oizcurcuma. Verunreinigten/ erkalten/ schleimigen und undewi- genMagencunren Oxvacznrz, I^zureola, nnd L>ZMS- loniumz Irem, WermuthweiN/ Melissenwein/ Malva- sler und ander guterWein/Cardobenedtcrenkraut/^lea- ra. Calmus/Anyßkörner/ Galanga. Wann einer einen erkälten Magen hat / und nicht schlaffenkaml'alis blbar bonum VINUM vesperi, ran. rum pio sici re^inouenc^a , Man MUß keinen excels thun/ Lc mzrure le cON^LlÄr culzirum, Lc inrerc!um ec- !2m urzrur!^inc?ibere. Wen Ma- Den kalten Magen wärmet und stärcket dieDewung/ Mwaö ihn Zrczmgcliicum calicium . Irem ^rusius cje ^eorz kri^ barmet und ^tem/ Wermutb /Rettich/Anyß/RömischerKümmel/ AM. Cardamömlem/ Mastix/ Zitber/ Galgan / Jngber/ Pfeffer/Zimmet/ Nagelein/ Fenchel/ Spicanardi/Po- merantzenschalen/ Gartenkresse/Paradyßholtz/Rosin- ^ein/ und alle gute Gewürtz. Wtt emm erkalten schleimigen Magen / und keine '7? Lust zum Essen hat / der ksse deß Morgens und Abends eine gebratene Feyge / und stecke das erste mal neunPfef- ferkörner hinein / und esse es also miteinander/ ^auffden 'Abend wieder also / thue aber nur 8. Pfefferkörner hinein und brauche i- Löffel voll Brandtewems darzu/ das dritte mal brauche er nur 7. Körner/das 4, mal 6« das ffmffte mal 5. und also fortan allezeit eines weniger/ so wird der Magen bald besser werden / und der Patient einen 2j)jzenr zum essen bekommen / ehe dann ers 9. mai brauchet. Die Recept achtt ich zwar vor gut und gewisse/ wie es dann auch die Erfahrung also bezeuget har: Daß aber an der Pfefferkörner Zale etwas gelegen j eyn solte / das halte ich vor nichts. Es ist eine Bawerartzney und em natürlich Dmg. üuccu s e bzccis ^unipci i , ^ iruirsm in venrriculo, vc! conccx^uir vel coutumir, ve! e6ucir, Lc vencricia- lum zkltci^ir Lc rokmar Lc ciliuz pocul^u>.' ojcra eri^n^ ki ii!i8 concii^nrur > l^Iubnvi^ , Lc jucun^iOiZ c^ne kucir, in<^uir L vanvmus» Ircm h^c cc>m^vhc^,l)i^rrion kijiereon, Oia^in?!- hei»l^izl^n^a,l)izcimiuum, O iscinamom um, Oiaoi- lum IDizmzi^zricc?n,^lomRricum novclla, !>/ru^u8 6c ^kl^nctiio,8) rujz.6c ^i.'nr2,Llcum 8pi«^ cöjttlcuin cic !^>a!tichc.olt.um äe I^iüv, olcum. cic<^o- kiis. ^romaricum (Zünvshil. cootecAiX)'!»^Ic>e» <^ui2 ciepeliunr vsncncull cDllcc>öiic>new, üs- rus, acicios^UL ruÄus, Zum erhalten Magen» w > Krausemüntz und zerschnittenen Calmus/ thue es znsammen/ in ein Sacklein/ und legs auss den Leib /das erwärmet den kalten Magen- Item/wem der Magen verkalket ist/ der siede Baldrian m Wein/ und tt mcke nüchtern davon/ oder nehme Vak rian/ undthue halb so viel depulverten Pfeffer darzu/und esse das worinnen er wil. Item/ ertrinckeCla- retundHlppocraö/ hüte sichabervor Wassertrmcket!» Besihe da67O.8o.8i.8z..8z.:c. Cap. dieses Buchs. Ocikcium vemricull deßMageNZ Atund und Schlund. Seihr gesaltzene Ding verletzt das OriLcium vcurri- Magens^ cul>. Schlund DaSOliticium veuliiculi wirdsonsten IiÄLUUZpc. wodurchek Äon? genant/ -l !occ>. daß es eine Grube hat. wjxh verletzt Von emer wunderlichen Wunde im Magen / welche ein Böhmischer Bawr m< onücio veurriculi gehabt/be- slhe ^4i7zlci,ccnr.7.^ph. 1. Wann sich einer deß Morgens bricht/ und bricht viel Schleim auß/so ist Viel Schleim im onLcio venrricull.. und kompt von übrigem essen und trincken / oder bösen Getrancken oder Speisen. Oder von vielem Trincken. Oc onücio vencnculi viäccrism in Zv1eä.!.z..x?ai. 4.1^(^,1.2.^.4» Vor den trancken und s^)wachm Magen» 8pirirus Vicrioüconforczrüczmzc^um Doch muß man dessen nicht zu viel brauchen, kcem z-^raoamaNi- chi8, die soll man pott sum^cum ciburn kewen und essen» Hierzu dienet auch ^Ioe8, welches man zu allen Zeiten brauchen kan / vor und nach essens und unter dem essen/ das ist gleich einem Balsam deß Magens. Man muß ihn abermit Wein oder Rofenwasser zuvor abwa- scheu / sonst gibtS ke^cz. Item / der Myrchenwein ist gut vor einen schwachen Magen/ LoIumeII.Iib.i2,.czp.^8. 8 )-rup. cle 1 k^mc, ist gut vor den Magen und die Leber/kris Lmplziirum ciizjzhcLnicon:aufgelegt/ stärcket wunderlich den Magen und die Leber/ und vertreibet denBauchstuß /Ircrn olcum conliinum. Vor einen schwachen Magen brauch Ehrenpreiß- wasser / Cardobenedicten Wein/ und Fenchelsamen mit Zucker überzogen / Kanehl oder Zimmetwein oder distil- lntWasser, p 4 Byr ^ „6 DaSAnWBuch/ Vsrdte VcrlkopsfttNgdcßMagcl's. Vsnder Sav»biI-;'sderLKoI-r»Hber ^zuöe retten. Laß dir in der Apotecken eine purZzrioa, die man nennet Zromaclucum l-grari vum, zu richten/die dienetzur Verstogffung deß Magens. tL in gut Pulver zur Schwachheit deß Magens. - v. Zimmetrinde/ Ingber jedes Loth/zugerichte Cubeben i.Loth/Coriander und Nägelein jedes l.quint/ sioß es alles durcheinander/und thue ein halb LothZucker barzu/ und esse Abendsund Morgens eme Haselnuß groß. Nimb auch darzu c7^r6omomum, Muscatenbl»- men/Zitberund Calmus. Magenwehe. Maqenoul- Zum Magenwehe/ so gemeiniglich von auffblehung verübe- desselben entspringet/ist sehrdienlichen das oleum clcttill. vier Tropsten oder das Llixir pro- xriecscis siebenTropffen/oder derspinrus l'crebinrkl- VA!, zehen Tropffen in Wein / oder einer Fleischsuppen eingenommen. Item/daSoleurn Oiaamomi maliicis, ^cäosria: öcc.etlicheTropssen cum coulervzloszruln velmcurtisr Morgens und Abends früh gebrauchet. Wer Magenwehe von Kälte hat/ derbrauche die Latwerge^ azczr^illzm. Die Schmeryen deß Magens / Gedärmes / der Lenden/Mlltzes und der Mutter/stillet olcum Izuiinum. Aber der Schmertze deß Magens / der vonMlte und Winden kommet/ wird verzehret und zertheilet/ durch Nagelem: Item/ ertrmckZitberwem/ etwanneme Stnndevor Essens. Wer etwas ungesundes imMagen hat/und ihme deßwegen der Magen wehe thut/ Vernehme Leu^urium minu», < Erdgallen ) und lasse die in Wem sieden / und trincke davon. Oder mnck Wermuthsafft ln Wem gemenget. Galle deß Magens. cliolcrskellitluapzlLo, tvanns einem im Magen kneipt oder zwickt. I/aoc coc>co<^uuor Z^r.zcclolL^^r.m^rrilloruw, c^s L/ciollijs-ciea^relia, cletvecosceros-e, plaaraA. Ircm» sc^uT , Lickorij, acerol^, Kolzr. Ircm xillu!« SAArcZzrivX. Viäe eriam ivtrz Iib.^iy.c.Hs. Zromzckicum Isrsrivum ist eine Latwerge / die pur- giret ohne beschwer den Magen/ vom Überfluß pkle- Amaris, UNd cl^oleiX. Von der bile oder ^lelanckolia deß Magens. 5^rupi corzco^ueares scram lzilcmm veorriculo, ^lel rotz: cje? ti^mo,>äc Lpir^ymoiOx^mcl^ Irem z. ^leliüx, Lstilicoois, kumsil-e, Lor^^illis , La. Hlollie, 8colopcnciriz:. Böse Materien im Magen. Wer alle/ grobe/ vertegcne Materien hat / die sich in den Magen / Leber/ und andere Gmdergesencktund eingeleget hat/ derbrauche o^mcU^uüUucum. Von den Schlangen ms Menschen . vc°!i.ä ^äi-um V>-Sck,angen meotcm, Oo^orcm Zroclc , (jut llnou>2rcm torrullam Mcn- ()uic!am e<^uez eolcm, Oo^torc io curarioac mor^>oium kzkcdZr. äii.cr)5 OomincOo- 6tor, vclcio c^uem morbum schenMagZ .Vl^ueieiuuuz ui,dwledie vcurriculum meum cvm ma^ao c^Olo^e giroäi lcizcio. heraußge l'u ucbuIo.ill^uilOoälot ser^r cuim s^rnüiaris trieben, co) forrcsli^uicj mslicorncciilti. Lc iccmulr eumczuz- rriciuum, clbavic eum vl^iue. timulcz, 2 nimio cibo Lc poru jullir eum sbl^merc. ?oÜcz v ci ö lonAam cie- Utzersrioncm ^eraceuim valcjäinciuürius , Lc airiztu^e pcririllimus.jin^uic. 1'unc^uzm, voistlitemillÄscr- Ooernimb Raufe / Wermuthund Pfeffer ana/ zer- xemum.cr czuiKu8 scrpcncc-m cuo vcnrncu^o procre. . .. zra: luor. Illltiruir verö curarioucm Kocn>o6o:collo-- csnseum iolcÄum , scaämovens cju« orilac vzlc^e caletaiIum. Zelpeares koc ol5ecerur>r, lcr- stosse es / siede es in Wein / und mnck es Vor das Magenrvehe. Magenweh Die Blätter ^icoriavT im Mörsel zerflossen / und zu vertret- mit sampt dem Safft alle Morgen über den Magen geben. legt/unter demHertzgrüblein/benehmen alleSch»neryen deß MagenS/Leibwehe/und andereKranckheiten/welche von Kalte oder grossen kalten Winden entstehen / wann man sie warm überlegt/ und so lang und offt ernewert/ biß der Schmertzen gäntzlichen nachlaßt. Kan man aber die Blätter frisch ntt haben/so soll man deß Pulvers davon nehmen/ und dasselbigezu emem solchen prästen bequemen und nützlichem Sslblem veriNl- schen und den Magen damit schmieren. Von der PKIeZmacc so im Magm ist. Alle übrige pKIeZma, piruir2m,oder feuchte deß Magens/ nehmen die Wasser von Salpeter und Niter weg/ Thurneisser. Item / gesaltzen Hermg gesjen / der zuvor eingewessert gewesen. Item/ brauche ^romaricum roszrum LzIzrieliz^daS tsieine Latwerge/wird in Taffeln gemaebt / ircm, Lzllia kiltulz, kriliu 8, Item/ die nngedewete Feuchtigkeit deß Magens verzehret die Salbey. piruiram clcmerirlUi ccjucullr ^ liornacko pillulze ^!c^ZNk»illT leu liomac^licX lc,u im^cnzlej, irem pil» WlX ZZßrexsri V», sawre Kirschen zertheilen und truck- nenausphlegmatischeFeuchtigkeitdeßMagens/knliuz. 8)>rus)l coocO^uearcs juruicarn IN veorriculci ^tel. rc»szr.8^r.ije meorLtOx/mLl.^.Vx^mel cc>m. Icem, s- mcnrlzX, ztilmrkij, ^clisl'x.kocniculi. I'rocliilci ^ Ikanäa! reinigen den Magen vom übrige xKIe^mzre.aber sie werden ntt allein gebraucht/ sondern allezeit nur etliche gran unter andere Artzney ein wenig gemischt. Viclekris.t^ecu.psrr^Iliz.2.1' raK.i.c.s. Wer übrige kalte feuchte im Magen hat/ der brauche nicram compolirsm.Die Cappern zertheilen und reinigen den Magen von übriger Feuchtigkeit. Ox/mcltim. xlcx s tst ein Tranck) zertheilet dle grobe feuchte im Magen und der Leber. xcre c-cjzerunr ex vecirnculo m <.ollum , ^usrum coll» ÜiZlim ckiiur^us.jzm xritjcm zävocLrus , p2lsm5«^ue cum suis illttrumcoris, applejtcucjctzÄr.zcexriz^cdzr sli^uorserpcllres perin^ivzil^. Lxrl2Äi8jam omni- du;. DoÄorillciicÄvir, unäciNuc^ mslum sitz:accictis- ser-.'l'u vsläe firicll8> ill^ulr.kzullttl ltrcvuc acjuam cr sliczuslsculls, uki fuerunr lcmmz :IIIc fzz.' su8 eli, 5c bibitle in vcre : Lc irz cur^rus clt. Zuor vciba ia I^c». lu Iiizc!. ^/le. 5ic ^rzcil8lgus ä l.3lco, vinure S: lzszieorizprTlizns Vir. cspcuz cum Kc^c crism molcuus cli, 5cr- ^enribui in cjus vcorriculo mosris, c«l oemo pocuic 0- pirulari, Ibiciem. Magens Reinigung oderpurgation. Erwirdgereiniget durch (^»Xcum . wann Magen wo- mandrmncnbadet/Irem/Ehrenprelß/!»zru^cjg.Rein- durcherg:- faren/ conät)-8,SchirllngoderWlrterlch.l'i!IuI-em^ reiniget. ' liicKinÄ.'bewahren denMagen vor aller Letzung / reinigen ihn /und lassen nicht faule Feuchtigkeiten drinnen verharren/kriliuz. ?iIlulX2MetzZnvze purgiren den Magen von fauler Materi der rothen und schwartzen L t-olcis. plllulX Lvc^is »reimgen von allen bösen Feuchtigkeiten/so darinnenligen/Iccm.piIIulT 8cc>mzcdlc-e,p>IIu- Ix l m szcrlalc8 die mögen vor und nach essens genommen werden: iiromaclzicumiÄXzcivuin, LicÄuariumIll- ruvi8,L2rkarrlcum in,sie>>slc.l)izrurl?ir. Den faulen Schleim deß Magens purgttet aus dem Magen LIcÄ.Illcjum. Kicmi oder Lscapuris isindKörner) ungerade eingenommen/ y.oder y. aufeinmal/ allezeit ungerade/die sind auch eine gute Purgation deßMa- gens/ machen gewaltig brechen/ ein schwach Mensch soll sie nicht brauchen/ sondern starcke Leute. Viel selyame Sachen in einesMen- schenMagen und derxt,IcLms gefunden. Man findet m etlicheMenschenMagen viel seltzameS/ wunderliches Ding / als Nägel/ Messer / Holtz/Haar/ ft^ameSa-- Segen/ / Magenpub versogut zumachen. Vondee HaußatßiM) EtHMA/lTz!cZ.cenr.6. ^plior.l. cevr.7. ^^b.9 Ich achte aber daß diese m Leib gezaubert sind. )lVas den tNagen frommet. Dgetttvaö Lsllö^ luorzmicsiiomscbo Llss. Iib. 1.copi«cgj'. Mdienst- 76. Drumb soll man alle kalte Speise melden/ alsdie hch. dem Magen schädlich seyn. (^uouliomscüo^oöctt. zcicm (.onfcir. cerckro, ibicl. Die Griechen nennens-s- tjUL! liomÄciiv couciucuOr, ibi6. ^KlcmiNium fu!cic ltc)M3<-bum labcuccm. ikiijcm, Looclirumcts ^coro ist dcm Magen gut. Mn gut bNaaenpulver- NimbAlmmelrinden/weisjenIngber/Galgan/Na- gelelN /Atuscarennuß/))iuscarenbiumen/Zitwe:/Anyp/ Feldkummel/Süßholtz/Rauleit/Salbeyen/Fenchelsa- men/Biben.ll/weifseiiWeyrauch/jedes 1. Loth.8 Loch. AuckerCandi/ dasselbe alles zusannnen gepulvert/ A- dendö und V!orgens ungefährlich eine Nußschalen voll gebrauchet/vertreibet überleyFeuchtigkeit/ernewert das Geblüc/benimbc Hauptwehe/inachtgut Gehirn stocket dasHertz/echelt Lung und Leber frisch/relmgel dleMutz/ vertreib t 5en Hufleu/lindert die Brust/sterckt den Magen/bunmbr den mwelwigen Unstat/vertreibt den steen wechui.droch/ istgut wider dce Wassersucht/ und ist sonolajfen gehen / und Nicht mehr muckest/ so mm die- seö'puiverv/jo viel als du m drcyen^ingem hatten kanst/ so wc i ^.utt? oeß Morgens em/uni) gebrauch das em viertel Jahr lang nacyemander/ so wirst du sehen und befti.- den / was vor Nutz solches an deinem Leibe bringen und schaffen wird/ die vor angezeigte drey Stucke muß man über Nacht m guten Weine?;lg welchen lafjen/ als den Auy6 / Kümmel und Fenchchamen/ darnach wieder lassen drucken werden / und-es pulvcrijtren. DerLamcy soiiderlich der krause und zarte ist demMa- gcn bequem/ m^lctund lescht den Durst / bringt den Schlajf/ erweuyerdell Stnlgang/ wehret dleMiltz/ brmgetlustzu esjen/nutVautnol/^fsig/ Saltzboreltet/ und im Anfang deß Abendinals gesjen/ ^^clluoiuz. L77 Item/wiltdu den Magen stnckctt/so r^. 8>i. ilnrluo 8. Loth. Sonsten ste: cken den Magen auch die Quitten / Rosi- nen/Gartenmüntz/Fließkrebs Icem,coociirum clc üibere, couclirum cjc Libouns. (.slzmigro- rnzrici,l)jzcin3momum, Oiaciio, pi^cleoiz.olcuu. cie sbiioc^io.oleum ma^ucioum. Baumöhlvon unzeitl- gen Oliven gemacht ist dem Magen nützer dann Bulter. M rckallhierdlese^cZuI^m. Emzedersollbeysich probwen oder prüfen / was seinem Magen bekompr und gut thut oder schädlich lst. Weil die rcmjzcizmcri^der Menschen/ wie auch vilccrum mancherley seyn und iä- )Vannder Mlagen offen/und nicht zu^ geschlvfjentst. Dem zwittern die Augen / dann die vzporcs steigen ihm hmauff ins Haupt / wle dann einem Menschen viel Krauckhellen deß Haupts aus dem Magen entstehen konnen.Den Magen aber zu fchliessen^.Kitciic.^a^cznis colrcäti , s>u!ve>>>j Leconic«, cal^mi 21'om^rici ^ ^ 6riZckmaz rics: ulk> 1 uacialcmiz. I^öecjzu'vcn- l^vrur öc milccÄncur. Lc kzrpulviz. Brauche elNeMes- serspltzeauffdieletzt nach der Mittagsund Abendsmal- s,„ zett / aber man muß nicht mehr drauss trmcken. OderlßQmtrenbrodlnach derMahlzett/ oderkewe Cubeben Körner/sauge nur den Safft drauß/und schluck ihn hmem/speche das ander wieder auß/so schleußt sitt) der Magen. Oder brauche Corlander/Paradeißksrnern L^rciomomum. Von den erhlyten Magen Den erhitzten Magen kühlen / Ro-en / Lattich / Bür- Maaen ss gel/Quitten/Vittix dleHenderdeerütumen/lu- erlnk-r/wa6 m^i^Er^auch/Gzanatapffel/ Pflaumm/Esslg/Pir- ihnlüble. ^ Ne.IrLln com^olirg.OlÄciconuelllil.e^^c^duS) t'aocalum, ^uccztum lvsurum, ^ucc^iun» viIlern OiÄlrKvciolZ ^bbzris, ^uiakÄciuur ücivcrsu!- venrucu» !i Lc j«cc>ris c^Inrem. Wer einen herssen Magen hat/der brauche dasMare? in denPomerantzen/Citronen/Item Essig/ir^m c>!cum rn^i ciuum.ilem ?uztZnc^ioi um.das ist ein Eonfect. Hüte dlch aber vorGartengresfe/dann die schadet dem hetsfen Magen / wann man die stetiges brauchet /wegen seiner Warme. Sonsten aber erwärmet sie alle innerliche Glieder. Mgenwas jmschedlich. Magc»- ßerckung. U?as dem Magen schadet. DiePi.merantzendle garzujawrseyn MerleyPsiau- mea schaden dem ^»agen und der Lover / Item die sawre Granatapfscl. Itcm/ ^)kangoit/ Nüben/ die inachen gc- schwulst dcpMagens undDarnier/ gesaltzene Hering/ Ahl / es were dann daß der Ahl nur Nagelein / Galgan und Pfcsftr gekocht würde. Item/Stockstfch/Plareijen/ doch stnder man auchMagen die dieseDinge wol dawen/ ich rede aber nur von schwachen Magen. Lontolcamia vcmnculum. Gme reiffe wolschmeckende gebratene Birnen sterckm den Magen/ der die Speisse nicht behalten mag/machen daß der Magen dieselbe dewet/und nicht ungedewet von sich lasse/^nt^ Item/ sawre äpffel/ stercken auch denMa- gen/ I^cm. Item Mandelkern/ Galgan und Calmns/ Olacslanienrum, ltem.OizrnÄi^znroa, Iäem.V>6s m t,oc Ipto l'ir. Vor dieUndewung deß Magens Poley machet auch wol dewend. Ircm viuum livmacl^icum e-ilem, gemeiner Landwein^ Lonco>Iiollcm criam scjjuvzor . als das Marggraffenbad/ Luckerbad/Oberbad/bcäcric. Ubeümgen/Baden in derEldgnoßschasst/Wolckenstem/ Vlllach/ Saltzbrun ItemAhr/Allaunbad/Basien- hetm/ Bellerrhal/ Broyllerbad/ Canderthal/ Deinach/ Egran/ Gebersweiler/ Göpplngen/ Glottersbad/ Hundsrück/Kerlichbad/Kesselborn/Kißlingen/ Lorbe- ren/ Löffingen / tenberbad/ Monrebawr / Ponterborn / Sawrbrunnen/Fastall/Bacharach/Sewerlmg/Zeller- bad / Wlldbav/ iLmen gesunden tNagen erhalten. Wer die Zeci seines Lebens einen gefunden Magen er- Magen qe» halten wtl/ auch vor Pestilentz/Ansiatz/ Fieber / Rrätze/ fund und und in gemeine vor allerley Kranckhetten sicher seyn/und xein Geblüt eln ftln rein Geblüt erhalten / der gebrauche dlß imIahr zn erhalten zweymal/wann das Laub außschlegr/ und abfelt/ aufs was dafür ^Uchaelis und Walpurgis. hxg^ch^^ Nim 6. Handvoll dürre Wermuthsamen /1. Handvoll grüne Raurenblärrer/i.Loih kleine Pfefferkörner/stoß in elpenMörser zusanimen/thils in ein Säcklein/ und laß mit emem halbstübichen Weins sieden / und wann man schlaffcnwilgehen/ deßglelchen frühe wenn man auffste- hen wil / fo mnck dessen emen Trunck warm / und schwitze wo! thue solches 8.Tage nachemander/ und da es nicht recht reichen wil so siede es noch einmal. Magens Verschteimung» Wann der Magen voller Schleim ist/ der brauche nur4. Gerstenkörnlein schwer öorcs ^llrimouij und ne- ^agen vol- me sie etwann ln seiner Latwergen oder abgerührten Krr- Schleim sehen em. Salvler die Kirschen etwann in ein wenig Wein daß sie fem weich werden sdoch nicht gar zu welch) s" gebrau- oder flüssig schütte diese Koi c s drauf/drücke cs Mit einem Messer zusammen/ und mische es also untereinander/ darnach lasse den Patienten essen/ so wird pcl vom i ru m und durch lc6es der Schselm von ihm gehen / oder schüt- te^. Gerstenkörner schwer koi um ^nrimonij mein Trunck Wein/und laß über Nacht stehen/ deß Morgens außgetruncken/ wer aber nicht starck/ der nehme nur z. Körner schwer. Es soll aber mit grossen Bescheldenhelt gebraucht werden. Dasolcum oder der8pit>m8vicnc.1i verzehret auch die feuchtzgkelt und den schleim deß Magis/und machet eine Appetit zu essen man,muß aber den recht brauche/ uud Z78 DasAndttBuch/ «nd desselbigen nit zu viel einnehmen/ daß er den Magen oder die Blase nit verletze ober durchbeisset/dann etlicher ist zu sehr comsivisch/und ist ihm seine böse schädliche cor- risivische säwre noch nit benommen oder abgezogen. Der aber offt abgezogen und cc>rri^irr,soll gebraucht werden/ ö.Tropffen in ein Löffel Wein/ oder Malvasier alle Morgen/srercket trefflich den Magen/ und öffnetVerstopf- fung der Glieder weret auch dem brechen deß Magens. Man mag auch wol den Sallzmum 8ulf>kuns brauchen/ sonderlich wann die Flüsse auff die Luffcröhr / und jungen fallen und sich alldar anlegen/ daßemer auffder Brust beginnet zu rechen. N 0 i^.KauffekeinenTheophrastische^-äiciaas von den vermeinten Alchymiste/oN circumtorancis,sondern von den rechten Theophrastmischen . welche den Lx>irirumV>crioll,c)Ieum^llrip^vllij,LzI5^mü ris.und andere hohe rechtzurichren/iind in ihrer przxi wol versucht und offt erfahren haben / und mit diesen me6icillsI,I )U5 täglich umbgangen seyn.Dann die andern wissen Gerechte lpn icus von den corriswenund gissten nitzu sa> 'n und kan also ein armer Patient mit ihre mccjicillZlldu. ncht umb den Halß gebracht werde. Es ist auch eine ' ^t / die nennen die Wenden Dremmin/sonstenists L lula mit Essig prsepariret/ m denApoteckenbekompt mans / die reibt man klein und braucht sie frühe mit warmen Wein oder Bier. Davon bricht man den Schleim weg. Vor einen Dreier braucht man auff zweymal. Man muß es aufeinmal nicht zuviel einnehmen dann es ist starck Ding. Sein LirrzÄum ist besser/gebraucht wie droben ver» Meldet/ besihe?raÄicam M.K.uIzacji 5j>ccicrumLeoe- cll ne hitzige Leber. . Wer einen kalten Magen und eine hitzige Leber hat/ der curire erstlich den Magen / und trmcke erstlich starck hitzig getränck / als Spanischen Wein/ Cananemvem / Malvasier den Sommer/ den Winter aber esse er kalte schalemtt Bier / wiejener Handwercksman thatzu Hamburg / der den Sommer warm Bier/deß Winters aber kalte Schalen aß. Doch ist ein erkälter Magen übel zu erwermen / oder wieder zu recht zu bnngen/dann wann er einmal erkältet/ so bringet man ihn nit leichtlich wide: zurecht/wenn man einem gleich alle Morgen oder alle Tage v-ra.. oder süsse Wein zu trmcken gebe: Summa/e6 ist ein böß ding umb eine solche v /sc rslism. wann derMagen verdorben ist so ist der gantze Mensch verdorben / dann das ist die Küche/das cliltiltsroiium, wann der Koch und Keller keinen Menschen mcht gut thun wollen/ so muß der Patient entlich zu Bett gehen. Wann emMensch nit lustzu essen hat/ oder derMa- ge nicht wol dewet/ so ist derMagen gewiß verderbet. Vom erkalten Magen. Wann man wenig lsset/ und trinckelviel Biers/dz im lkn erkält^ l^)r erkältet/ als die Braunschweigische Munne/ Zerbi- . ^. ster Bier / und trincket keinen Wem drauff/ uud ttincket f> ' etwann im heissenSommer einen hastigen TrunckMilch brausen oder kalt Bornwasser/ oderissetgarzu offt und zuviel ^ Gurcken/Rüben/Nüberettich/rote Rüben/Erdbeeren/ Milch / Melonen und andere kühlende Speisen und Träncke brauchet/ so erkältet man den Magen/ daß man sich immer bricht/und fält offt in grosse Kranckheit. Nim ein heiß Brod/schneids m die breite von einander bestrewe es fein dick / mit klein genbener dürrer Krauß- müntz/geuß Malvasier drauff/ legs so warm du es erleiden kanst / auffden Nabel und wann duessenwiltso nimbs wieder ab. Diß ist an vielen Leuten probieret. Ingber erwärmet auch den Magen. Wenn der Magen erkaltet ist/der enthalte sich frisches trinckens deß rohen Obstes / weissen Kohles!/ der Milch- speiß/ sawres und schwartzeö von der Gauß oder Enten/ «nd brauche offt Zimmetrinden. Wer einen erkalten Magen/und viel crucjirares drinnen hat/der esse Ingber / oder eingemachten Ingber/ vder Calmus. Magen erkaltet. Ein gut Vlr «,zu einem schwachen Magen/ der erkältet / und,nicht wol dewen kan. Magen/ wann der verdorben so ist der Mensch auch verdorben. Magen was eines schwachen Ma- Ausserlesene Zimmetrinden/ 2. Löth / Muscaten ein halb Loth / Muscatenblumen/ z. quintin/ Cubeben/i.quintm/ Ingber/ NegeleiN/ Galgant/ Zitber/jedesl-Loth/ Rhabarbara der besten / z, quintin. Roßmarin/ jedes em halbe Hand voll/ Zucker Candi/1. halb pfund. Deß abgezogenen Brantenweins 6. Nvssel. Diesen Brantenwein auff die vorgeschriebene gestos- senespecics gossen/und Z .Tage lassen auffdem Ofenm der Wärme stehen. Kctjzjciuur ircm vearriculum Iizec caliäa, R.olzca aoveüa, ^romsricuin rc>5grum l^ecics.^ro-- mzriciAsno^b: ?i^ercori, l)iA^zIsnc>z,Diz- oilum Diacimmum,Oiscivamomum, OlÄTioxilzer. cooteäiio cle Xiloaloea, aci^ibeucur ac! veorriculicc>Äloaem, K^rus sciäos Lc ru^uz» I.o. Hlaalij. Magen der kleinen Rinder. Wann man sich befahrer /, daß die Kinder einen bösen Böser Ma- Magen haben/so schnmre sie >uit Mastiröhl/vom Gru- gen der Km bichen oder Brustbißzum Nabel hinunter/als ein klein derundwo- TellerichenbrelnOdermitKrausenmüntzöhl/oderWer- mitsiezu muthöhl. Merckt manHitze bey ihm/ so nehme man auch schmieren, ein wenig Rosenöhl. . VorVerstopssung deß Magens/ und dir Msse deß Haupts, zy» Augentrost/L leris ^loorsoi.Lroci jedes I.quillt/ Fenchelsamen / 2, qumt/ Majoran/ Quendel / Pscffer/ Paradißkörner.jeder/ i.quim Zucker/ i.qumtdlß alies zumPutver gemacht/untereinander vermljchr/und umb den dritten Tag aufden Abend em Messerspitzen voll ein- genommen/inBieroderWem. v^cte alH.lib.il.c.5.6.7.8.9. Lcistrra inKammarionem vencriculi» wider den erhitzten Magen. Vom erhitzten Magen davon ein Mensch einen gros- senDurst har/hastu einengantzenProceß in krilij 5^ccu- lib. i. l'raA.Z-.c.i. doch ist gut darzu^ipincus vicnoii curreÄl, teu lc^iticsci ^urr vi.in s^.zcecol,X 0- derl-s6tucic. Irein covl'eiuacicn, darvonoffrgenommen. Doch soll m acht genommen werden /daß kein Geschwer im Magen sey / sonst dienet sawerlich ding nicht / sonder» ein Gerstwasser/ mit Leckeritzen/Feygen/Corm- lhen / mit ein wenig Amßsamen zugencht. VonVlehungoder Geschwulstdeß Magens. Wann sich der Magen bey einem Menschen aufsble- ^ het/welches offcgeschichtvonjungem Bier/ und wann emert^zcuoloscibosge^enhat/als Erbes/^c. so chonet Scywu.jt ihm der Leib/ und wird ihm der Bauch groß und hart / ^ als wann er selb ander were. Da ist kem besser Artzney / komme/und alS/laßab/von tliiruIcllciLiLc emirce ä^cus Ulos, pcr i uÄusFve pcr tplrsculz culi davon weiter Meldung gethan werden soll. Besihe bnüum m ^^eculo Hleäici Es kompt aber die Blehung deß Magens her ex pi- ruirolls i^umonbuszvclex cidisin ^roj)rcria» czpism caiviis, con vei üs wann sich also Windigkeit im Magen/ Därmern/ und andern örtern deß Lebens samb- lenund erheben.Die nennens vcacnculi , vcucriculo v^aerslirur üb. z. z8. Ollibas. !ib. 4. c2^>. Man mag auch den Magen Mund / wann keine Hltz vorhanden / mit Muscaten Negelein/ Spica /'Tiegel/ Terpentin/Wachholder/Wermut oder Lohröhlfalben. Man mag auch diß Pflaster warm aufflegen/ v/. 6.m. Kleyen oder Haber/oder Lemöhl/1. m, Saltz/thu es mit einander in emem Topffoder Pfanne / geuß so viel Essig darzu/dz es einMuhs gebe/ werme es streichs aufein lei« nenSäcklein/legs auf.Wanns kalt worden ist/ so werms es widerumb/nim oft frische Materie d^zu.Oder ein schei- hßBrsd/wol geröstet/mit Muscaten wol gerieben/drauf .- gelegt/ M'" Ze?egk/odek auch geröstBrob/milMufcaten gerieben/in em guten Branteweinerbeltzen oder erweichen lassen / danalsodrauffgelegt. vcmricuü. Die Heisse Complexion deß Magens/erkennet man an Mehr der gute Dewung / osst dürsten und doch wenig trincken: M emcö Nnd wann einer viel trinckt/ so wird erfthr.beschweret/ bösen M- läufst auss/ und schwimmet,m Magen alles emponAuch zens. isiet er gerne hitzige Spetß / und kan baß harte Speiß/ dann subtile dewen. Dle einen Magen kalterComplepion haben/die haben grosser Lust zum essen/ dann zu dewen/und alle undewige Speiß wird zerstöret nn Magen/ drumb sawreru6ius oder greltzung ausfsteigen. Es kau auch einer einen schwachen und erkalten Magen bekommen/wann er gar zu viel Wem trinckt/nemblich sawre Landwein. Auch kan der Magen kerne außweudige Kalte erleiden. Wer einen Magen feuchter Complcxio« hat/den dürstet wenig / kan einen guten starcken Trunck wol übertragen / und hat Lust zu feuchter Speiß. Weremen truckenen Magen hat/ der hat Durst/ eignen rauhen Halß / scharpffe Zung / und viel Trancks ^rc!isc2seu Lul6iaIoZia eli6vIc'r, leu morlusz ^^seurotio, 5eupun6iio,pun6iura veleroKoinore ve! oriäcio venrriculi. Ivlzm os vencriculi SrXc,8 ^nri- ouisrelie Lal.i.mer^.meä.cap. 2. vocarur, x«^««sen viclelicec, proprer conlenmm corcliz öc oris venrriculi. vocscur««-^-!»^-? corclis morlus, wann es einem lM Magen naget. 5ioc morbvlzborz. biirl>ur^eruz. ^ kir ex kumoridus, Gravis, venenicis, zcribus; rnor- rtzcibus.Zc veliicznu^us, in venrriculi oriiiciocon»e- Liis, ^ui inroleradiZem morciacicarem, punÄionem Lc ero5:onem pzriunc. irz ur nonnunc^uam eriam s^nco- pcninclucznr» L^n.pzrs exaÄlürmo lZÄus senlueld xrXäira. proprer inil^ne psr nervorum aä eam ä cre- !)ro rrznsmillum. (^ollr, urclolores in e^ ^ÄrreiinL maximi.czuibuscum viri-5kercr>6ij?zres nonlunt, lo. Zerlukleoui cz h ncope, <^uZlN (lÄr^iacam.leu czrälsi- Lism vcrercs.vocanr. e ^ u 8 Z» ^unrtiumoles acrss Sc veneos- ri,v5 venrriculi okkl6enres.vel Larus vaporoll Lc scre8 ex capacirare venrriculi in ipiius 05 clelzri, jplumqus cxrenäcnrez. (^nidus czulis uc^lurilnum vcl caliänss v c^ri? iäiras elt scij u n . c u K. ^ämovcutli luar x»ovl öc cvw illis teiAer»- ußarßnch^ 17? äum PCÄU5 Lc äoisum, cometjs ^nocz- ^>0NUM julcu. lum ieu offüM clllläam.ue^; bidc multuui, porius donum vinum Ll^enÄlium, rum tulzlicler j>umor^>rz« vus, ^ui s!cenc!crAr, I^o. l^lanlij in lilzello mcclico. I^urilerus lslebisin srce j^oc morbocxrinÄuseK.' Alle ^cäiciuX von Perlen gemacht/ sind gut vor dtt- se Kranckheit / Larckol, ^nol. lib. !6^ cgji. 61. Icem!>2- pilrims. ib:6. cÄp.87. tiunc morizum lcclalttz^Uie j)0M ^numonio, Ko^ bolt/Kys und Goldkys/ Ircm zqua: von Salpeter und Niter/1'urnei^pilon.lilz.4.c 7. Irem Tollapffelmenc» t)1v eitriz und ^warzur^as. ibi^.lib.s.c.cüp.^s. <Ü3räi2ci bibanr cereviüüm conclirsm cum^osmg^ rino ^otran plzcoromus. Lr iVloscl^o ^lberra,c3lIc>reO,jex monoceroci5ciellre5. lcrpunrex ven. rriculoin collum , Quorum coli.^ luis cjvibuüjzm ins Krumenris g^prekencleacli Lc exrrz^euäi lunc^er in» rervalIz,l.o:>4Zll!ii in libeüo meäico z.z, Hiervon ist mir eine gewisse Historia bekant/ so sich z» Parchim im Land oder Fürstenthumb Mechelburg auff demZiegelhofe begcben/auffwelchem emeFrawemit offenem ?)kunde geschlaffen/ dsr;st eine Schlange in Halß gekrochen davon sie erwacht/ aber nichts geachtet/ gessm und getruncken/es sind aber dieseAichen an ihr gewesen/ 1. ob sie wolzunlich fett vom Leibe/Hat sie doch täglich abgenommen / und ist mager worden 2. ist sie gantz ble^ch- schwartz von manmglich taglich gesehen worden / da sie sonstzuvorschönrorh auffden Wangen im Angesicht gewesen/ z. ist ihrem übler Geruch aus dem Munde gangen oder stinckenderAthem/4. hat steeinSchmertzen und Wehe umb den Magen empfunden / 5. ist ihr deß Morgens sehr übel gewesen/ diese Fraw ist von guten Leuten beredet worden / Kne gute süsse Milch warm zu machen/ sich über'den Kopffzu legen / mit dem Maul und Kopff/ damit der Dampffihr wol in Halß gegangen/ und sich wohl mit Tüchern überbinden/ damitder Qualm oder Rauch der Milch nicht neben außgienge / da ist derselbb- gen Frawen eme Eydex oderMolch / ist ein Wurm mit 4. Füssen / ausdem Halß gelauffen/ und ist in dleheisse Milchgefallen/ dem seine Iungmgefolget/ alsdlstdiß Weib wiederzurechtkommen. Bas l-XXX. Capikck Vom ksy6tt oder grölMtf. 'x? kuÄzrio das auffstossen deß Magen / das kotzen 0- Magen M- ^^dergröltzenR.nt^u5ac:6u8 » obsaporem stetsten/was sciclum > ex corruprione ciborum a knAore anr ^icui» ^ rokrs liumorilmz in veorriculo. woher es I Lc poruz liomacl^o male con- col5ti venrola Lc lonoril f>ec t'auces Lc os eKzrio : (ZrXcc.Oic. lik. 9. L^ittolzrum. ^coici crcpiru^ ajuor XHlum imenno, lieberes oculi^ Niv, Unlust zum i8» Das Andtt Buch/ csp. 18. ^nerlium ruÄusmover, Lc ror. miazsccjzr. Lruäizrioett vaprolz veorolirss s eine dämpffichke Wmdigkeit) ex mala coocoÄiouc veacriculi s5cen- ^e»5 x Lc per Iios exlialzn;. Lztcllus5cribiräe ^nronio Impcratore, lolirum cum 6cpe!Iere cruclirares venrriculi, HUX 5ur>r ex lrisi- lZirare veurriculi.ineclia uuiuz cZiei, Lc ksurieorem vmi c^^rbum, cui zli^uaurulum piperis insperleiir. 1"ol!icui, irem acerolz eru^acio perl)iä^z!znvz,daö ist ein Confectvom Galgant Eingemachter oder guter eingebeitzter Ingberinder Apotecken ist auch gutdarzu genossen / oder Zttwerpul- ver/ Mlt Bier genossen/ oder eingemachte Citronen odcr Pomeran^enschalen/oderübezzogenenAnißsamen/Fen- chelsamen. Item ein gut Magcnpulver / gut Magen a - HUÜ vilX und dergleichen. 8pincus VIM corie^uz ML- Iior eli. Vi^ekris in spcc< pzr. i. Iib.2.1'rz6i.c. io. ^!e» xancl. Lellc6iÄ.I.li.c.z.4.^5 2.6. (zuilelmuliiKonclole. riumpz». 400. Das I.XXXI, Capitel Vnll»stzi»m Esscn/ »ndübriAerutt- natürlichcn Hunger. Kuhjunger unersat- rcger Hunger. esjen was es /X ^ -5k^'«sagt^<;ill.!llz.z.czp.;7.elicil)i5islicllum, sey/woher ^Ljc^io^^pccicus,3uc gpperellriT3m>lIiL>, lcu es komme ^pperenciz cibomm .wann eine! kemeLust zu essen hat/ Und wo- r5u8Zver>Ärurcido8>tir cum leo- durch solche vel cxzrpus nou inz- zu beaeanr. airui-. vedoc Vläekils.pai'.4.1lb.2l'rgäi. 2. c. 6. Lr^- Icx.LenecllÄ.lib. II .12.1;. 14 .1s. man ncnnetsauch son- sten«'?rs5-^->v, ist eine Anzeigung eines erkalten und blöden Magens/ der nicht dewen kan/ Lslea. cie comj)vs. 10s. !>b. 8. 2 ^viäirzlcm ciki 5zclrzcerum,^uöä cilzmum srz- percnrism permulcum 5^cic Lrgs. cie Lopiz üb. I. c. 77. irrirzocappecencism eäencli. !cem alzllll- kliium porum. Lonrrs vervx^»!^? ö^ccirus vel appercuria calliriZelt?r-s>i^-«><« j^Tremsrursliz zuc czuinusap- pcriruSzLc veliemeus seuiacjelioerizcibOrum apperev- l!Ä , ein unsättiger Hunger Lli czusuclo <^UI8 szmc ju^j- rcl Zc llaemrcrmilliorie roiquerur. Oe rzlilius cjicir ()- lilzzliui. Iib.4.gcj Lunap.csp.82. czuncj üs vinum copio- tum 6e numero eorum, ^vT abuncic c^Iek^cianrul ms» ^num remcäinm 6ancjumilr. Dies. 6 nennet man auch sonsten nennen Kuh- Hunger/ 'll^Lnrem Lc, vclicmenrem ksmcm , kecil^triz- bilcm. ?L)erivacuraucem , ciuo^ in cc>m- poliric>ne v^lcie su^cr llviziiic-inoncm , ea> um vocum ^uil->uS ÄcjjullÄZ ett, Lc ici cH, tame5. I^irur/Z».^- ii^nikicsc in^eorem t^mcm , ^uzlem tum znimz! Iizbeie loicr. Ll^urcm nomen moiki vo- racium iiominum, ctui von üullc l^run niüomnmo ie- xleri. Em Wolffshunger. Oncul eriam Iioc mslum ex virizris zci6i5 !iumc>- ridus, <^u c>8 vcnlriculi moiclenr Sc cibum^ctl^eraor. Lu!i'.nu8> buiimiz pIia^ecjccriZ. Schlingsucht. Wann keine Hitz vorhanden ist / so soll man den Magenmund nut Musealen Nuß / Nagelem / Ziegel/ Terpentin/ Spica/ Wachholder/ Wermuth oder ^oröhlsal- ben/guten/alten/starckcn/füssenWein/Clarct/odLrwol gewürtztenMech tniicken. Laufftaber Hche mit unter/ so soll die cjiWr auffKühlung gerichtet seyn. kamesisagt?illiuzin l^ec.^zrc.4.1.1. ?>ZÄ.2.c2sz.9. e^3ppercnr>a calicli Lc licci. Vicic Vzrrkol. ^n^I.Iib. 7. cZp.44.^!ex.Leri'ccjl<^ Iib.ll.cap.i9.2o.11.22. Warme Bäder wlder den Hündischen undWolfischen Appetitzuessen / vicicinKulancl.von Was^erbädern. Magen tvil pag.142. allezeit zu Wann einem natürlich hungert/ so soll er essen/ czuia thun haben, tzmezimmo6ica macht odergeliieret bosesaule Jeuch- tigkettimMagen/Lc eKcic .daß derMagen aus denDär- men emen Schleim zu sich zeucht / dadurch ein Mensch endlich einen verschleimten Magen bekompt. Dann er wil allezeit etwas zu thun haben/ gibt man ihm n:cht6/so nimbt er zu sich was er nur bekommen kan. Patiet wo- Wann ein Patient nicht essen wil oder kan / so nimb durcl, er tust Kraffcmeel/oder das schönste Weitzenmeel/ schlageem zum essen frisch Ey dmn/ ruhrs ftin durcheinander/ geuß Milch bekomme. dran/ und kochs wie ein Mülßleitt. Damach sirewe ihm viel Zucker drauff/ oder menge Zucker darunter / und laß es ihm also esten/ mit Zimmetpulver. Oder gib ihm säwrliche Speise und laß ihn massiglich esjen/ wornach er sich sehnet: und lege ihm zwo Stunde:? vor esiens/ auch nach essens / doch nicht bald aufgenommene (speise/ ein Lersrum (je izu^zric) puro cum cci'Ä H.l.in5ormam emplzliri reäsäium ausdenMagen.Daö Lmplattrum äe ci utta pznis hilfft auch nicht wenig zur Dewung auffein Tuch gestrichen und aussgeleget. Von den warmen Bädern / so emen Appetit und Lust zu essen machen / besihe um von den Wasserbadern/pag 141. Bißweilen kompts/daß ein Mensch nit essen kan/ und hat doch grosse Lust zu essen/ wenn er aber isset/ so bleibtö ihmaufder Bruststehen/ undwilmthmablnden Magen daß er sich auch brechen muß. Wann er sich als dann gebrochen hat / so isset erein wenig wider. Daö kompe von den Flüssen »m Haupt her /die fallen aussdas onti. cium vcnrriculinnd hindern/ daß die Speise Nicht hinein kan. Drumb thuts ihm wehe / und dringet sim umb die Brust/dann der Magen stößts zu rücke / und lest daö esj en lnt so wol hinein/als dav mncken i^. em halb pfund Calmus / schneide ihm die äusserste Rinde sein säuberlich ab/ thusinem Zinnerne Kanne/ schütemeHandvoä Salf' dran/geußemwenigWasser daran/daß dasSaltz nur schmeltzet/hängs an die Wand 8. Tage lang/ rinrelö alle Tage einmal oder zwey. Darnach lege aus/laß tru- cken werden/hebs auff/iß alle Morgen em stücklein auff/ daLmachtemen2^ericundLustzum essen. Hieherge- höctauchdasedle Receptiin ^iTaläoItb .7. Vom ^Icxauciro UNd Zocrsre. Lli cciam pica molizusmuliebriz e? przvig Iiumons busm vcucriculofzeminsrum ^rsvicialum cvllcäiiz, die Lustmid Begierde unnatürliche Dmg zu essen/ als Kohlcn/ Kreyde/ Leem / Wagentheer/ lebendige Fische UNgekochtMenschenfieisch/zc. Lr-eci vc>csllr^«/cs, v^ricrarc ^eon^ium Lc cupi-liramm. Appetit zum essen erregt spirimi vicrioli, 7. Tropsten in eim Löffel voll Wermuthwein osst gebraucht / Irem cous-rvzm cicri isse deß Morgens/wo dißnlchthilfft/so purgier dem Krancken den Magen / wie oben erzehlt/ nach Gelegenheit der Person/darnach brauche dieseMlt« tel/ es wird gewiß durch Gottes Segen gut thun/ Wer« mutwein ist auch gut darzu. Das I.XXXII. Capitel. Vom Durst. ^Iris cl^Äpperencig sriAiäl Lc liumlcji)?riiius.?rove- Durst was c)^>r p ^nim cx liums>lz, psrrim cciam ex cs- es sey/ UNd Ioii5 IN jecore copia»Jedoch kan auch wol derPatient ei- woher er nen dürren Mund und Zunge haben / Item emen Durst entstehe» und rotenHarn/wann gleich deeKranckheit vonKälte ist. Lxrinvuuoc aurem iirim , Lalla exrra^z Oizprum nc>ll loluri vu m, Item etliche warme Bader/ ex ^ulbus Kulaa^usf. 15z 21z.. Die Leute die sich deß Sommers vor grosser Hitze bc- fahren/dee sollen sawzeGranatöpffelm die speisebrauche» Ite'.n/ die nicht können ungetruncken bleiben/ mögen Durst was auch ihren Safft eM wenig brauchen.Melonen seyn auch ihn leschet. gut vor den Durst/Irem Burgelkraut. ^lexzuä. Lellc6i- ciiorum am^^äslzrum.i'rs^^czrici, ^ummi ^islzici 2°. oa ^j a^u-e R.olar. s Lsm^korX »rzria vij. lisacj?ii. luls: aci moäum lupini. So soll er auch den Mund mit Rosenwajser/darunter / Tmstzu vertreiben/ niitSchne- ckcnstel-i Lhrtstall/ imdWur- Essigvermischt / offtgewaschen und 'ramsrin-lssund Zwerschenlm Munde halten/und hin und wieder wel- tzen / die löschen den Durst. Deßgleichen Zucker Candi / Rosen oderViolenZucker/ Bechien Pillulen. Item laß oenPatienten eine guteHenne wol kochen/und schöpf oben von der Suppen das Fett ab / geuß die Suppen m ein Ranne / setz es hin / laß es kalt werden / und den Patienten davon trmcken. Diß mag man auch mtt Fleischsuppe thun. DenSchneckensteinein oderzwen unter der Zungen gehalten hat eine wunderbarliche Tugend den Speichel nn Munde zu samblen / und durch denselben den Durst zu löschen. Darumb sollen dürre und durstige Leure/so wol auch die Febricltanten denselben imMunde behalten und umbweltzen. Gleiche Tugend hat auch die Lryftall/ so man ihn stars nm kaltem Wasser netzt und m deck Mundehalt. Über daö / das Portzelkraut / Haußwurtz und geschelt Gurckensamen auffdiese welßauffdie Zungen gelegt. DaS ist gewiß. czs,. z. 64. Deßgleichen soll auch der ^le^onus sder Hanenstein/ so als eme Bo- ne m denMagen eines steinalten Hanengesundm wird) thun / wann man ihn unter der Zungen hält/ ivi^ceur. 4. ^pkor. 55>. Hmex uimiz vini ^orarione llrir, cereviliZM bibsr, enim llrim men^olam rollir. Besihe kanacesm ^m^alclinzm in I. Den Durst le- scherkrafftiglich8plncusVirnoIi y.Tropffen/mitSawr- ampffer Wasser genossen / oder als em Iulep. ^.eci^e ^^uarum 6il^illsrzlum ^ccrolX Lu^Ioll-e Lo^la^iniszna^iuj iipiricus VicrioliZj Z^ru^iacetol>rzti5 citri ^ kiilce. Davonnimb 2.. oderz. Löffelvoll auff einmal. In hitzigen Kranckheiten braucht man zum Durst ein Gerstenwasser/wie oben angezeiget inBrustkranckhelre/ Item/Citronensaffc / Pomerantzensafft/ sawer Kirsch« ftffr / und dergleichen/ :c. thun hier gut in der Speise. Das I.XXXIII. Capitel. Vom Schlucken. k. . der Schluck / Llicontulis ^ »)rnculi, leu m vrus äe^ravarus venrriculi. <^uc> ven- .u er sey/ exlruäere per ex^ulrricem 5z- ^ ^ eulcgrem. ^.uc etl violcntus mocus liomaclii, rencleriz " !Wt. urrem ru^iarnocivsm. ^cciclitaucem velexadun^anria Lcpleuiruäine velexinznirione, vel ex acrium kumorum moräscirsre, velex ciboin mor» inrus virrio>i,etlichTropffen ein/Mit Malvasier/ Zimmet oder Canelwasser. Wo eö aber aus AnMung deß Magens odervielem Schleim / so muß durch ein brechen desselbige außgeleh:et werden/und darnach durch angezeigte Mittel weggenomme werden. Getost Brod Mit Muscaten geriebe«/ ist gut / und mit warmen Essig bestrichen / also heiß auff den Magen gelegt: Etlich brauchen ein Trunck Esslg ^lij s/rupum 6e mcn- rs. Hier lst zu mercken/ daß ein Recept nicht allen Kluxen deß Magens oder Schluckens wehren kan / wie auch m allen andern Kranckheiten / dann nach dem die Vrsach der Hranckheitist/ also man sich auch mtt den VondttHaußaiMy. Schlucke wtisdajür gut. 78l Artzneyen darnach richten muß. Omnla asmczue noq u- oi. nee convenil omolbus unum. Wie es die tägliche Erfahrung bezeuget. Welchem es von undewen deßMagens und erbreche» kompt / oder Erkaltung / der wird curirt mit einer guten Weinsuppe / mitKamlpülverund Zucker/ gewürtzt/ wann es aber von grosser Leerigleit/ Hitze und Trockenheit entstehet/ demorciinirr'I'bl.o^iirzttus selnlsucia- num opiarum, nemblich Arsna 4. oder). darnach die Personen/:c. Besihe knf8pc.Iib.2. pair.4.1'raÄ.i.cZsi 4. ibicl!i!z. ^.^311.4.1'r2.ii. karriiol. ^nslic. Iib.7. ca^.45» ^IexancI.Lcneclläi.IlI?.lz..c3s>. 19.20 21.22.2^. Das I.XXXIV. Capitel Von der Vndewltgkeie deß MaAettS. ciuäirzs Undewllchkeit/ cum in ventriculo ^^kNöUN- ^^.aullu lirallumpri cibi vel ^vcus alcerzrio.tic ex -n- vewlig^it/ rcln^eiie venriiculi, vel ex in^gmmzric>ne, Vel eX im^ woäicz in^ur^itÄcione. Vel cx mgl^ixrs vel ex inlo- ^ ^ , mnio.vel vi^üiz. eöentiteye« eli mslz cöncc>6lio , l^eprsvgrg slrctlitic; cum cibi ir> alienam l^uzliratem permutzorur» I^uius cuizm viclL a^uä Laronem cje ie Kusl czzz.12^7. rzr6a collco^io > cum cibl in c^uzit- tsrem 2uim2nri familiärem , l'eä lon^a inreljcÄu mors pelmurznrur. ^ignum malT concoÄionis, wann die Urin Weiß ist wie em Wasser oder wie ein durchsichtig Horn / oder wie em Buttermilch/ oder bleich wie ein Camelssarbe/wann dieUrm bleich ist alsFleischsarbe/ oderalsem Ärühe/ da das Fleisch innen gesotten ist/ das bedeut ein Mittel derDewung. c u k iLerevilla cum pulvere ^in^ltzeris conclitse»rc^i- Um cruclirarii veurriculi meäicamenrum esl, sz- milisnrer urunrur incol^ maririm^rum civirsrum^ I>l2cc>rc>mUs. I?rilius in speculo pzir. 4. lib. "I'rÄÄ. i. cap.y.^ls- XZn6, LenecliÄ.lil?. 11^ M prooemic» Ilb. c2^>. 4. 5.6» 7.8. ?i»nzcea .^mv valtlina ^um.;z./4^ Davon auch droben gesagt» Bas I.XXXV. Capitel. Von der conco6i:ion het DewligkeiN OncoÄiö etl zliment! in cQrpvre alreratici. Ik'les veiu ä ^leZi^is recenlenrur cc>neZ5?nma lir in veaniculo.alrclain Losre Lc msjoribu8 vcnis,ceitiÄin memlziis. Im Wrnter ist die Dewung stärcker / dann im Sommer/Dann da haben die Leiber meht der natürlichen Hitz / dann im Sommer. eollcc>^ic>ocmücijuvanrMeetzwibelWeinund Essig ?s!lä6. in )unio cap.j6.8. !cem ^ZAilierium perlarum, cerevilia cum Ori^g» Noconclila j item3^u-e vellubtilirztez vom Saltz/ Meersaltz/8zl. c^em.'l'liU!n.pilon.Iib»4. csp.7. Item /die Wasset von Talchen /als geler / weiser / Glimmer/Blinden/ machen auch gute Dewung. ibid. Item / mach dir von Ziegenklee / Feigenblatter / Eppich/ und Waldfahren ein Bad / und bade drinnen. ?rTpal2tic>8alis pere^rinorum, uc conlorrer in lio- Macl^o cli»ellic>oem > Lc lir pkTlerv^ns ^utreclinem» Z.ecipe Zalis oirri ^ 8z!isfuü> 8slis vemmzejedeseiN quint/ Lalan^ze^zccns, Lu'oebarum jedes ein scrupel Larx>ulvis. Deß6c>llssind»13024.Morgennüchterlt einzunemen.WelchezdißSaltzesaufdemMeer braucht/ der bricht sich nicht/1°lreo^l^ratt. 8sÜ5 pele^rinolum prXs'zrzriO, I^ecipeiliiuzlzl/s ^iij. alcoolis vini cxlicczri tb l^. zeug das ^lcali aus. Dessen alcali Nimb ^ij.liquorls^rznczrum juni^eii Kist unum, runc etl compolirum Oolls ist 1. AtÄo. bono vi- nc>. ^liltil cleber gcläi^ slio^ui gäimirlalis virturcm^ Also ist seine prTpzrarion und aclcjirion täermes hat solch Saltz hoch gehalten / und zur Auffhaltung langes Leben gebraucht/ Theophrast. Aje oors »bsolur» conc c> Äioai5 ist WANN sich derM- 5^. Dewtigkett was das sey wo ein jegliches geschehe. Dewung wann sie am stärcksten. Dawung was ihr helffe. Dewung was sie verhindert. Speise so leichtlich zu verdewen. Speisest hart zu verdewen. Brechen was es sey. 5.82. gen von der Speise nicht mehr auffblehek / sondern sich mdergesetzet hat / auch kein sawere Dünste mehr darauß «ufffahrenundzum essen grossen Lust hat. LoncoÄiooem acliuvÄlzr ^illulze lm^erialcs , man mag sievor oder nach essens brauchen. 8/rup. !Z»slsnva^isteinDefectv0t! Galgan)l)lÄc>'mium,L)l2rrioll pipcrion. Diamarozii- ron, LlebZUAi» OX.krit. Irem cslevs, kl in parva c^uanrirarc lumsrur Zctiolz Zalcr.-ItemMeerzwibelnWein. Wie man ihn abermacht/besihe Lolumell^m Üb. I!.. cax». 12. ()uXnam concvÄioncm im^ecjianc. donco6^iooem venriiculi impe6iunr llucesiuolzo- äes Welsche Nüsse/Iccm c^uancloill c«ns vencriculu» uimio c»bo iv^eslc» Arsvztur. (^UXvam tunr sacilis concoIcum cruclum clisiris zuc^eonainos clemi«» lum./5a?csumunrurcum unÄuolis, velliue. Icem Ii-ec meclioeria. ^rriplicis 5emen Lc rÄcjir.Ircln lcmen rgpzrum, ^liurrij, LrucT,^/eIonum.IUzio 3- ^usäeco^uuncur.Lc cum olcv vel unÄuolis allumuu- r>jr. Irem compollrs 8^rizccco5u», ^mplcr Lc com» polirus. Oxvmel, ti^clromel, rzäixrg^liSlll melc- jus , lcmen ejus. Lr l^a:c vsIeoriorz,LsurZc-b,ureiHuc I1leIIzrri. oux vomicz, cjuzm slis; nucem/^vellaozm voc^musFcu^belinam, vel exlileisrü, Lc ur co^n^rioclc, vc! e! ^belliko Lam- , ubisbullcjzr, Lermsu. einHaselnuß. Lcimzrii zcll,uc ^uasclam s^IIübzsinre^rgL iermeiuric» ^be! Hasel. 8umcuris ilia veiiemeuriorz conserr lumcre, zzzucum cibum » vetjue^«ec impeizri^cbcnc oili, ubi tirZu»ul3rustussZlcio immirier. ^srr.glrei3 ?I^licorum p. isl. ^cl valcnrillimz re5ercnclum eli virrum ^nrimoail reÄcprXsZsr^ruln, zrrlicum Lc in minurillimum ^ul- verem rccjzä^um, dessennehmeman). oder^^gran/und thue es in ein Römer Reinischen Wein / und laß es also über Nacht stehen. Zu morgens trmckt mans nüchtern auß / so wirst du befinden was es thut / wanns ein wenig bey dir erwärmet. Diß laß wol wircken/weil du ka.'.st/du wirst groß brechen und viel lcclcs haben. Allein wann es dir zu starck wlrd/ so brauche nur einen Löffel voll warm Biersuppe/ so wirds bald nachlassen. Doch sollens mcht gar schwache Leute nehmen / sondern die das Erdbrechen vertragen können. Lonlulunr ^seclici, uc in rnaxima käme s-rius vomi. ru8pic>>.cicelU7, cjuzm cibus 5nmacul, urlupelkZui^ceL s ltomscbo fLN?eIicc>zrri2cklT,i.vzcucncuriNc(jue cum Lb^Io commÜLeanrur, 8ckol. 18. Es tstemtiurci. daß dieMeckelburger Spröckelneti» nen/ har schwartze weiche dünnehautige Beerlein/ die inwendig voller kleiner steinlemseyn. Denselbigenkiuri. cem. darauffdieschwartzeBeerleni wachsen/ inmbtund schabe ihm die äusserste schwarz Rinden ab/und mm die gelbe Rinden so drunter tst/seud sie m Bier/ uno trincks/ duwirstwolcinen vomirum bekommen/ jaauch wolz, oder 5. Etliche nennensFaulbanm. Vomirum 5eclanua- ^ Covclirum ^e LironeiszeingemachteOuitten/ltcm, OiZcinalnouium^I)i3«.IibÄNUm. olcum ^iol^rum, oie- um äc menr^, cle menrz Es trincken auch etliche in iioc 2cju^m cz>i6zm, Lonr^. k^LlczIzÄc!), cle >e rukicz P .477. Nemblich so es von grosser Kalte ist/sonst treibet vielmehr das warm Wasjer / wie zuvor gemeldr. Oleum kl)mnum vertreibenden Cholerischen Unwillen und andere böseFlüste/knliuz. Sawre Aepssel vertreiben den Unwillen und das auff- stossen/das da kompt von der gelben Choler/Item/un- zeitige Weintrauben / dann darauß macht man Agrest / dasistein Sasst oder ein Salse/ dervertreibet den Unwillen : Item ein Bad mit Alaun zugericht. Wer das Brechen deß Magens hat/ und die Speise Nicht behalten kan / Verbrauche den Safftvon sawrm Granat Aepffeln / vor esiens/ Frisius. Item Quitten vertreiben den Unwillen/ der von übriger Hitze deß Magens ist/ so wol auch das bitter Auss- stossen deß Magens. Item Gartemüntz/Nägelein/tt. Wer dre Speise ungedewet wieder von sich gibt / der brauche Quitten. eberctoliumKörbelkraut/ lccjzc vomicum »um vcnrnz. (^uia cum lir calicZum in rcrrio Aisclu. Lccum in 5ecuocio. msrerizm illsm , ei <^uz vomicue xrv>»l,ir, «ji^erlr Lc «»liccsr, mgximöü5uerir vo- wjr»Z P'B''''." Ksu. Vcrsili' Von der HaußaMch. «>>««» «ziä,. -- l-i,!-. Bas I.XXX VII, Cavittl, Amzcicz,8c!iola8a!.c. 68. 585 Brechen. Wer nichts bey sich behalten kan/ der nehme in halb Loch Canelsborcke oder Zimmetborck / klein geflossen /in Wein ein/man darffden Wein nicht wärmen.Oder trin- ckenurZiMinetwein. EmgutWeinsUpleinmit Zimmetpulverund Nage- Winst auch gut- . OdcrmmHasclnnsse/seudsiewolklopffesieauff/ma- che die Kern rein/zn-re-be siemitWasser/und gib sie dem Patienten also zu trmcken. Icem/ nlmbvor^.oderz. Pfenning GallusAepffel klein gestoßen / wiemansiemderApoteckenhar/ geuß Essig dran lvor die kleine Kinder ist Bieressig starckg^- nug) seudsalsonnteinanderbeym Fewer / so wirds schwartz schier lvie ein Dinte / duncke ein Tuchlein drein/ legsaustdie Hertzgrube/ so schleußt sich dasonkcium ^einricull wiederzu i es hat Vlm conriZlielicji Lc cdo- tlnn^cri^i) so vergehet das brechen. Diß soll man ntchl ehe thun biß man scher / daß der Magen sich wol erlehrer hat /und das brechen nicht nachlassen ml. Werst l sehrbriä^tVernehme frische Krausemuntz/ zerschneid sie eni wenig / Und kreische sie un Tiegel in B.iumöhl/ drucks durch ein Tüchlein/schmiere dieHertz- grube damit über einem Kohlfewrichen / so vergehet das brechen. Item Truckerey Firnis zu Pulver geflossen/ m einem gesotten Ey oder Rosenzucker gessen/ stiller das brechen. Wann sich einer sehr bricht/ dem gib Krausenmüntz Wasser/so vergehetSlhm/ ^rob^vi -n ruliico c^uocism Ich gab ihm aber auch ein wenig virnoli Mit KrausemüntzWasser ein/umb deß Magens willen^ ^Ver sich gern brechen rvolö. Der nehme 2.. Rettig / ungefährlich eines Armsdick/ schneide sie scheublicht/ seude sie wol :n einem reinem Halden Topssvoll Wassers. Wann der Safft nun außgefot- tenlst/ sothueVenedischOeldrein / daßeseinwenig Fett wird. Dann geuß es mein rein Becken/ laß es darinnen kalt werden / rrmck einen Trunck davon / so bricht sich einer und purgiert den Magen. O der greisfmit dem Finger wol enhinder in den Halß auffdie Zunge. . , . Oder nimb ein rein weiß Papyrlein / netze es in kalt ?rcckeiid Wasier/legsanffdieZungewol enhmder/ uudhaltse- zu machen. ben anst den Gaumen. Besihe?enum äe Liel'cent.lib. 2. lz. Vor das Brechen» Nimb gepulverisirr Kransenmüntz / undißsieauff Brod / oder mnck sie Mit Wasser. Vordasunmässige Würgen und Brechen deß Magens. Nimb ernen Eyerdotter/zween LöffelaeschäumetHo- mg filnffzchen Mastijrkörner / diese Stück reibe/ und mische es zusammen/ rhueesineinGansEyerschale/und brate es also in heisser Asche/ gib dem Krancken davon zu essen / es hilfst gewißlich. I. V val- «linsm oum.sz. tLln anders zum Magen/ und vor das Brechen. NimKrausenmüntz/und ein halb Nußschal vollGal- gan / noch weniger Nägelem / noch weniger Zucker klein gepulvert / trincks in einem halben quartier Bier. Wn anders. Nimb Lavendelblumen/2.0.eingemachte Nosenknöpf- ftnur dieKnöpfte davon auch so vielKrausenmüntz/und vor -..Pfenning Gartenkümmel /auch ein wenig Krantz Nagelein. Dlß alles zusammen wol genujcht/ m guten Wemgesotten/ undauffden Magen gelegt. Wanns kalt wird /so machs wiede warm / thue kö osst / so stittets das breche». Von dem Fieber in gemein. H «77- ?5-^-5sagt (Izlenus, ^ c..^^ K. L. .b i^ve nomiaarus, luir: Lrsäälr. clifcbns cll.uciz, c^uoci czlorcm babczc. j^aiscLlictus ^ . kcbris ex culorc Lc 5ei vore riOmc'ii etl,c ^okebriz er chlore Lc 5ei vore oomcu lieber,c^uia elt caior ^iTrernzrurali;, c^uizcorcle proLcilcicul, venas pervzäir- zrcjuc ira cvr^oris ZcIir, Qer- msni vcicanc das kalte oder das Friesen/s tn^ore, ^uoe, nijc einersolchett Kälte/ davon einer schier erstarrer. > r.. u >n. Äi cu lari». daß sich erner dehnet / und gar unlustig / rrege Und faul wird. polt i lu,,, n^oten. ran.^n Icczuiruc ?7-^e^s5,dle Hitze/daNn dlß sind dleFiebers>eennzclcken/ Kalte/Warme/Pnlß.Am Pulß k..n inans fem mercken/ ob das Hertz nur grosser H'.^univsangen lst/ wanli der schnell und siarck s legt : oder wa,m er von der Warme wart und schwach gemacht ist. v ocull i, den Ritte/in ^ c cx cc rario i!Iz,daß dich der Ritte schütte.^ly dos Fieber/^uo^ cx I^zr.nc) ^. d7,!-. lniriui?^ livc- zccetiioliujus mochi wann sich die Angst / und der Kampffder N>.^ur ernstlich anhebt/ ^uia inon-ui n,.cuiT cuu? moibo 16 etl^, Lxu>.uacic) > cxzccib^rio > oui-i cii lib. 5. c. 8. boc cti ^ macus ri >»il i 5 . ricu! uls ^ rcri ill^ore 36 tlcrerius. Lc aclclir, ^zir>cul^ü zurem mdru8 äil^uS elt, siä clilcrcuouetn uviverwes n/orbc>- tum 2U^mcnri. Das Fieber ist ein feiner meriio^icu s mc» l?u8,Wenn nm dermcr^ocjus wolgefalt/ wannes einenankompt ündeinereinengutenpüioi^lmum haben oderbekom- wen soll/so kompt erstlich eme pznricul-irin.daß sich einer dehnet / und gehnet / als wann ihn schläffert. Darnach komprdiepcrfiiÄioderSchauderoder Huder/ daßei- nem die Haut fchawert. ZiiM dritten kompt der ttoiroc der Frost/und das Zittern/ draufffolgtderkj^or, die grosse Mlte / und darnach die Hitze- Dlö^anclicul^rioistdas Lxoräium? DieperfriiIia ist die ca^zrario dcnevolcnriT.und prox>c>^rio:Die wr ist dle t.,^umc>ribus, UNd parribus loli 15 : somachendie k ^cclici. nach Anzahl dieser drey lichtigorizi um . auch vornemlichen drey (jit ?ererir>zs elsenriales tcbrium und nennen dasFiebtt/so >o8piriril'U8jst/Lr'llemerzm :Da6 aberin bumc»!>bus puriiclamiDasaleriri "grrilzu?loli- cli s ,ttc<5kicam über diese drey sind noch andere viel 6,^- ferenriz -mehr/ welchedie ^elllciin ^uirlleu und curit ren mögen. Bißwejlm sind auch kcbr« comxoLrze,die aus man- chekley ^4 Das Andw Buch/ cherley Kranckhetten zusammen gesetzt seyn da muß man die ^ecjicio darnach rlchten/düß ste allen morkiz,begegne/davon liefe knüum in Hpeculo o.^lexsnä.Le- vcäiäi.j) 5Z7. karlkol.^nAlic.Ul»./. c.4! jkeblissureli ümjilcXi aur com^olics, aur concinus. Fieberz« vertreiben. Fieber zu vertreiben. dura Vniverla!i5. Lurs kujulmoZi moilzi s^pierircm IVleclicum rec^ui- ttl i c^uoel m eo csnrrÄiii morbi coricurrzor, cslicius öc tri^läus : 8i calilla 6cclcri« ^10 venrriculo 1 rum Is .'c !c5 cv> luceulum; linf^i^icjz ^ro ejisre cum Is^irur veo» rriculus. Vrenänm ^leclicamenriszüjs, c^uze biü»- sum kumorem cipellunr,zIÜ5, c^eiX ^rokibeor iacen- ljiz tiumtZrum Lc eparis. (^maremoriscaukis. remc»- venrul eKcÄlls. Drumb mag sich ein ^kecücux wol vorsehen in seinen cunz ,dann dieLeute seyn wunderlich:Ent- weder sie brauchen nicht was man ihnen ordnet / und sagen darnach/ es hat sie mt gcholffen / oder wann man ihnen ordnet /und sagen darnach / e6 hat sie nit geholffen / ode!,wann man ihnen sagt/wcs sie thun sollen/so thun sie gar das Wiederspiel.Ich muß hier emeHlsrorlen erzehle. Eö lag em Student am Fieber / bittet den kkeäicmn zu sich: der .^eciicus sagt ihm / er solt sich nur warm halten/ s wie man sich dann m allen kcdnbuz warm halcen mußj und ordret ihn etwas. Dader^lcclicub von ihm weg kompt/so laßt ihm derGesell einen stattlicheSchnee- pali machen / und legt den auffdieHertzgnwe/ da läufst man nach dem ^L.nnd bitter ihn er solte eilens kommen/der Patient lege in letzten zügen. Der tVIccii^us wundert sich und ist bekümmert / wie das zugehen mag / fraget ob er etwas gebraucht harte/der Jung sagt/ja ihm were so warm gewesen/ harte nur emen Schneepallen ausdie Hertzgrube gelegt. Da ancwortet ihm der 61 cu L.so möchte ihm ein anderer cnriren/wann er nicht folgen wrl/ und ließ ihn im Namen Gottes dahin sterben / wolr nicht eines zn ihm gehen. Das heist/ folge deinem wer Nicht glauben wilder muß fühlen. donrrs omizcz , praileinm czuarrzn^m f^cic. 8al Zlmvmacum le^ir cs WI)!im^rum,Lc ^laiie i^>incu^» lc fzÄum , brauch in einem Trunek Wein oder warmen Vier / und schwitze wol drauff- Brauchs ecwann achtTa- ge nacheinander/ es srießt einer gewaltig darnach. Irem conna omnes kelzres tacir olcum 8uI>?I?uriz änlce, icem o!enm vici ioli rubrum cx virric>!c> rico fz^um, das thue ins Gersienwasser/ daß es auch roth wird/und trinck davon: Item l.zpi8 pkiiolopko- rum, wer den hat der halte ihnen fest und brauche ihnzu Gottes Ehren/ und helffeKtreben und SchulenundHo- spitalen. Item Ox^^zeliaia, ist ein Tranek) ^nl. Icem szlablinlliii , eines Gülden schwer IN Wemwarm gebraucht/ und darnach ins Bette gelegt/und darcufsge- schwitzet/ Lcnraurcum ist ein recht Fieberkraut I ubrum sciliccr, kochs Mit Vier und mikcilii cum llicciiaic) ^zler zmziirucliocm» rcci^L bouum j^aultum m^nc , es Vergehet davon / und ist gewisse. Item der Gucknk Mit Federn und allem Heil zu Pulver gebrandt/ und m einem s^ro^in» gebraucht. ^illckolium sGartenkraut) mit Gensekocm Wein oder Bier gekocht und getruncken. Man thut nur erlich Stück Ganfekot in emTüchlein/ und bindets Tüchlem fest zu/ und legte zum Gartenkraut Ms Bier. Findestu noch unreinescharennen / so seyhe es durch ein rein Tüchlein Es curiretalle tcbrcs > (ücurzureum sonstkt.I rcrrT genant/ ist ein edel Kraut wider alle kebrez. Es «st etwas bitter/drumb nennen sie es Erdgall. Co>eliu8 Lellus sagt: (Kliere Lc adlii»enciü rnulri M2ANI morbi cuisn» r^ir. Dnmbwannemem ein Fieber ankompt / soseyer nur im Anfang der Kranckheitbald c^uiccus und-ilzüi. OLN5, er halte sich sttlie und «unen / und faste es weg Also sagt der heilige fromme PhilipMelanthou/hatte er ihm selber und vielen andern guten Leuten das Fieber vertriebener verum clt,ich Habs auch selbe: oft probnet. Die kioies ^nrimonii tixi sist gar ein weiß Pulver/ wiezerstosseneEyerschalen) sollen auch alle kekrescuri- ren/erwan; 4.oder mehr gran schwer in warmenWein/ frühe oder deß Abends / oder wann man nur wil / eingenommen/zwo Stunden daranffgefastet/ in ein Bette gelegt und geschwitzet. Aber es dünckt mich zu viel seyn / man Versuchs mit einem gran z. oder 4. an einem alten Menschen. Doch wann dieünes üx- seyn/,so kan man sie wol so hochm der äok nehmen/ oderhöher/dannsii treiben nur den Schweiß / wo sie aber nicht ki das ist / wann sie noch im sublimiren auffsteigen / so müste man weniger nehmen / dann sie erregen brechen deß Magens/ und Stulgänge/ dann nach dem sie zugerichr / also nnr- ck^nsie. Ein Tropssoder achtvlei l'erelzmrluvX. früeund auf denAbmd in warmenEssig eingenommen/thut auch das seine. Wermuthsafft mit Zucker vermengt / »st auch gut. Wie dann auch 8piriru5 v-rrioli, sonderlich wannsiesb herkommen/ sintemal er eröffnet dieLebec und kühlet / auch starcket er das Hertz / sechs Tropffen i« Cardobencdictenwassergetruncken Besiheauch 29. Wann die Kinder I' edrcs haben/ soll man ihnm das Haupl offcmal MilFrawenmitchsalben/ cenr. 6. Kur. z;. Das RZasiervon Wermuth zu ende deß Mayens gebrandt / ist Vor alle kedres gut. iLmguH Stück/ das wohl macht zunehmen. NlmbBrodauffeinemReibetsen gerieben/schlecht gc- mein Saltz/ Alaun das welsje von emem Ey/ klein ge- ^gut jwidee stojjcn/ >;adloss/ Raam oder Ruhs / ».enge es unterem- alle F-eber. ander/genß Wemessig drauff/ und menge es wol/ daß mans aüfein Tuchleil, jchmiercii kan / und winde es fem ein / darffsts Nit warm machen/es muß auch dieScimue- re den Arm nicht berühren / sondern muß nur nur einem Tuchlem umbwunden seyn / und binde es aus die Puls/ wann oichs ankommen wil/ das ist ein gut und gewiß i c- mcciiun! Wideralle^cbrcs , c^cai: Dancke GOTT für seme Gaben. Es wird dir der Muni» und Kung außschlagen / ai>er es schadet dir nichts. iLm anders Nun geflossen Alaun / u> deine geriebene Muscat/m warnien^jsig ein Löffelvoll oder 2.. em / wann du es zuvor einmal oder zwey gehabt hast.Du musts emnehmen/ wann bichs ankommen wil/.und tnusts einmal oder zwey einnehmen / biß dlchs hilfst. iLm anders. BreirWegerichwasser deßMorgens nüchtern getrnncken / ehe emenidas Kalte ankomp: / auf drey Loth/ fo geneset der Patient. Es Haltens etliche davor / daß diß schlechteDmg allen Fiebern widerstehet/ so mans drey Morgen nüchtern trünckt. Ms Lura. Rechte Eychene Mispeln klem gestossen / zu Pulver gemacht iiis Berte gelegt/ und a..fden Abend ein halb Loth m warmen Wenr eingenonnnen von eiliem alte,» Menschen/ vertreibt das Fieber gewiß/ und purgieret feyr / dann es leidet n,chr böjes/ilt ein zimlich starck ding. Man muß es aber bald emneme /wanns einem ankömpr^ Soeinemem Schawerankolupc / und ihnbeginnet zu st ieren / und emer weiß Nicht / was vor ein Kranckhett brauß werden mochte/so nehme er nur ein quimlem Tor- mentillenwnrüel/ stosse sie zu-Pulver / darnach thue er auch ein Qnmllem Tyriae drem / nr.d thus mir einander inTormemillenwasjer/ und trinckedavon/ schwitzem einem Bette / das treibt alles böse herauß. Oder mm Wermurh MBrandtenwein ein/verlreibet auch das Fieber. Wann einem em Scharver ankompt. So salbe er bald den Nückgrad vlco cle anerko, dann Schawer es macht schwitzen. t riNui. cOllri^ fcbrium kuilllrei. ankommen/ cjuvs jiicüir» clear, valeuc ac K.i)^I,aiiz3,c>, was dafür cje ku^Älotio.cjc^/rikz I.oU'vl.iuii! lu Ubcilci^eclil 0. ZU gebraU- vzZcQcerralck'-iclcnciuüve^iAciettnz chett, suac. ^rciarum > , ^l^b^ttunuin. Is-ec säveilus corjZONS mal^^elolurivoein, cc>. ierzcjicum,^c^lniri6elii:5eblium jiicuicoszrum kvlrv- rez mzximc faclunr, emoüiunc cjuncics. Lcc. O i ^ 'r 5ebricirzos von comcc^ar ovs, ^uonism lic mswm reääcrxejus) MDvtMhstztt/ UNddgeEyhatemm perbor« ' ^ ^!- MM- )AÄ-5 Lickt: ScdilWA^,-' ciiiiij Mue-!.' VondttHaußarßney. Fieber so alt/da was str zu gebrauchen. verborgen brennenden oder sulphurischen i'arrarum bey sich wie v oÄor Heine em guter alt».rundwol probirter ^ecjicus einmal meinem Vartersagte/ nembllch in stetigen gar hitzigen Fiebern. Item/er solte gute Wassersuppen mitSemmel essen/ ein wenig Mit RosenEssig gesäwret / sonderlich in bösen hltzlgenFlebernodercautilcis. Item/l'nszna.daStst/ Gerstene Graupen / das ist den kclznczurilzus sonderlich gesund. Wer ein starck hitzig Fieber hat / der hüt sich vor Käse und Milch/und brauche Dlactior^on zurstar- ckung/und Ü/IU^>UM lucco ?>iiiU5. Er hüte sich auch vor Wein / und brauche an desselben stat Rosenzucker in Bornenwasser/ so erstlich gesotten und wieder erkaltet/ zertneben/ oder brauche dieser gestalt Borragensasst /oder Ochsenzungen / Seeblumen / Violen/ Wegwart/Sawerampffer/ Sawerklee/ Lin- denblüt/ IohanNesträublein/ Maulbeer/ Kirschen/ Quitten / Citronen / Granaten / Aggrestsafft / oder andere Saffte die da kühlen ^ Welches man nicht allein ia keknkus, sondern auch in allen andern hitzigen Kranck- heiten thun soll. Item Mandelmilch mit Ochsenzungenwasser/darin MZNU5LK, ilii etlicheKüchlein zertneben/Quittentranck» Wer das Fieber gern haben wil/ der esje nur Endten- fieisch / so kan er leichtlich eines bekommen. Item/Melonen/Kürbis/ allerley Obst/ Fisches» nicht gar gesotten. Sonstenaber sollendie kedricirznrcneytel külende und dewlicheSpeisse essen/als junge Hüner / dann sie starcken sehr: Item das Brod / das von feinem subtilen Meel gebacken ist/ sonewlich/ so aus der Mühlen kommen. Viccnrcriam f>ocum2^uX, Lc viui Sc liitzzvr po- rius cerevjliam cvllciiczm cum ceur^ures. lokaa. cocomu;: t>!zm L^urcalicjum illkulsinmis sc^us, vc- licmenrem puo usm ^er zrici^enlialln exirÄr, öc ciclzillrarul» c^uizcjus vircus czlorc teknli r^uclcm Vio» cirur, uucie tizrim L^Äxis.vdliruAlolummaVelpU-- rretzÄioluble^Uitur» Hat einer ein starck Fieber /und die Winde gehen Vott Mitternacht/ so soll man die Patienten in ein Wohnung gegen Mitternacht legen. Dann wann die Winde von Mitternacht hergehen / so seyn oder werden die Leute ger- ne.gesund/ ßnlius» Welche ttuckeneFiebet haben/ die mögen wol LaMb» fleisch essen. Dann alle feuchte Nahrung ist den Fieber» gut/ sonderlich wann lhme die Feuchtigkeit em wenig auf einer Kohlen glut entzogen wird. Wer ein starck Fieber hat / der soll sich nicht üben/weder mit arbeiten / gehen oder fahren / druMb ist nicht allzeit gut/ daß mancher sein Fieber mit arbeiten vctrreibett wil. Diese älxczm kan man in allen kcbnbus halten» l-jipszocrares lilz. !I. Wann der ?aic>xys- MUS kommen soll/ so enthalte man sich alles essens und trinckens» Em alt Fieber. Wer ein alt Fieber hat / von kalter Materi/ der brauche Oiarurbilk.kriilUZ. Item OlZpliLuicon, Il>cm?il- lulss > ^illul. 6e Kliaoarbato»5/r. cle Lu» pzrorio. Alte lang verharte Fieber zertheilen denOi /mcl 6m- xlex ^isteinTranck.) Die-^eclivaca Wurtzet ist auch gut vor die alte Fieber und langwirige Kranckheiten/ ^ircict,ius. Der Safft aus den Granatapffeln getrucknet / ist ein gut Recept wider das Fieber vi^e xulckram tiittoriam iolociz ^lsulij in kiue, lu libello mcclico , cle i^uotlitM (üsncellario 6c ia Irslia curaro, pz^. Vlea^^ercotiaseu raretsciellcialunrf>rimuM. t^«c miriora> vleum cliamomaeli. ävcillinum» tsrum coms?leI. ^ur>wcri.I.üurinum, Looliiaum, Kursceum, cklUm.^bllnrlzij.I^zrcjiaum.VuIpinum.^m^cj.sma^ rÄlUm.iicotpiollUm.t^zec calet!iciuor,criccgur, mcm- l>ra retri^ersra Lc >mlzecil!s roborznr; ocrvorum mor- bjsmeäerur» Nembttchaußwmdtgzugebrauchen/ wann groß Reissen ode? Kälte in Gliedern ist. Vekcmcnrioribud kebribus subveniunr iconlervz: kolzrum, Lic^onj sSonnenwürbeloderHündcllauff- Wurtzel. ) acerol^, Liconea cooäira . contcl va cirri cis ^lenutsre. ^su5 koäic lerVar, ur maoe Lc ves^eri nucis jll^jznäiL^uzurirzreci^ibesnrur. ^oknuntzusm tii5 aclmilcellrur pulveres aromacici , Sc cum läcckarc» vc! s^rusios^^rv^rlsrvmi^tUlS. ^uzm vvcsa^ cootici» (^vNlra keizrim» Pulver l^' Ou ist eine Wurtzel/in derÄpotecken bekomptmanvorelnnewGröschlein) erstlich zugericht/ wie mans in den Apoteckcn bekompt/ ein qumr schwer/ wann das Fieber von Verstopffung und kaltem Schkrm deß Magens / und Verstopffung der Leber / Miltz /oder dem Gekröß s lve5.vrer>un> gencmt) ist/ in warmenü^ier eingenommen / auffeinmal / eö geschehe Abendsund Morgens. Darnach lege man sich ms Beth/ und schwitze drait VemStUnde oder zwo darnach laß dir denSchwelß abirücknen / und das Hembd und die vorigen Kleider nlt tvu der anziehen. Es ist auch gut zu gebrauchen. Mit dreyBechervoll succo cx ist einet zu Rom curiertworden a tebre. Es ist ein sul^zciäus luc- cui., n.iris niocjis i-ccre-N ticieuceni ^c»rum. In heissen F !eb>.rn soll man sawreGranatapffelbrau» chtti/dann Lieschen den Durst/ und die böse Hitze/ auch Citronen / PotnerantzeN safft. ^ulcp.«l)lsrum seinTranck) ist gut zu löschendes Durst in den hitzlgenFiebern und Anzündunge derBrust und deß Magens. Hmmsckium krt^iclum s lst ein Con- fection) stillet und löschet die Hltze und den Durst deß Niagens / und ist sehr nütz m den hitzigen Fleberm Es wird auch dle Febrlsche Hitze gestillet per ^lu^.äs lucco violsrum Scelolx»scervlirsn8 cirri, ArauarorulN sciciorum, Irem > Trockiscv« <7gmp!i0s!i. Sonsten gibt man den kebi icirslltllzu 5 Gerstenwasserzu trmcken» Für allerley Fieber warme Bäder/ Viäc z^uä^ulan-. 6um von Wasserbädern/ (Zui l -epe Iztzotznr kcbnkus. venam lcccvr. Nemlich dieHauptaderzwischendem Daumenund demnechstm Finget: Item die Lung-Ader oder vielmehr die Leber- Ader / wo gtosse Hitze vorhanden /und Durst/doch bald im Anfang ehe die Kräfften zu sehr fallen: und zwat att dem rechten Arm» 0 T- ^ Awey oder drey Stunden zuvor/ehe der pzrvTxfm us kompt / so wol auch so lang der Schawer oder Frost weht tet /soll man dem Patienten nichts zu essen oder trinckett geben/sondeM warten/biß sich dieHitze dmch den gantzm Leib außgebreitet/ als dann mögen sie etwas küles trm- tken/fonderlich wo grosseHitzeodeWhnmacht Vorhände. Von her Vritt» Ein fchwartzet Hatn / und viel schtvartze Materia un« ten am Boden in einem starcken Fieber / bedeut wehe deß Haupts beraubuNg derVernunfft. Ein schwartzer Harn im Anfang eines Fiebers/det ak so bleibet / biß an den siebenden Tag bedeutet Heil deß Krancken. Ein schwartzer Haarn in einem Fieber/so der Krancke schwitzet am Haupt / Hals odet Rücken/ist em Zeichen / daß derTodtnaheist/Xvicentiz H Ilssc. Ein Harn Circkelgrüner Farben/ und subtil/ M ep ttem starcken Fiebet/ weissaget?tiicnelio. Rother welcher Sand deß Hattts in einem Fieber/bo» deut eine verbrandte Feuchte. Ein Kleyichter Hatn in einem Fieber mit Fettigkeit/ bedeut das Abnehmen/ /?e mg nach dem man es süß haben wil. Darnach fest zudecken und verwahren / daß es also zusammen kalt werde. Alsdann soll man es wiederumbin em Kanne durch eil? Tuch abklaren / und nach lust davon trincken. Sonstwo mansvon Cannelnicht sostarckmacht/ nimbt man ein wenigAnyß / nemblech bey einemhalben Loth / oder aber an statt deß Anyß / mag man wol Fen- chelsaat nemen / deßgleichen in Husten und Brustkranck- heiten nimbt man auch Leckentzwurtzel dazu. Oder mach es also / wie droben m der Brustkranckheu angezeigt stehet/ und an andern Orthen mehr. So viel das sieden anlanget/pfleget man solchWasset auch wol ausem andere Art/ nemlich in sieden/ also/ daß man das Wasser/ und was drein gehöret in ein Zinnerne Kanne thut/ und «n emen grosjenKes« sel heiß siedent Wasser stellet / so tief/ daß die Kanne ü- ber die hclfft im Wasser steht / und läßts also sieden / biß Me oben angezeigt) die Gerste bersten wil. «15 5 0 8.!^. ?cnra^k^I!om« Fünffsingerkrauthat s.Blätter/ cjuzfolia ^ronu^ mero tulnprs , curanr , Lc (^nzrran^m, Qraoalcmini» tikliorrojzii öc rcrrizciis^rocjcllc clicirur limili mc>clc> vei deri^ kclzrj. lzusin viuo mccleri fsrerur, kl ia rcrcisnis s ccrriv cnlo in c^ugir^ni; s, c^uarro locilz fuerir, lizec v-tiu sa» rares mibi rarnen non f>ro!?zncur. SLin Gerstenwasser. Das Gerstenwasser welches oder nennet/ I-2rinc , fzculrz- ren^ i^5ri^eran6i Lc e^riccsll^i bsiser , A ^bklel^enui, lccl r^men non irania^vzm.lca^uc cutn febncnicii ve. I^emenrius exiccsri ciliccsncur, cxicc^cioacm vuii, Lc . scininibns tri^iclis vlzrun- cjunr , sc cjuocizmmvcio czs,^>rimunr, ur^uiro rcsri^e- rslec Lc iiumeüaler, spricht ^oclocur XVlllickus in Lvvnelium l'scirnm äe (Zelmanlstcribcvs, zrric. in t^uo cle (Zeimaciicolum vlNu z^ir. Es wird ausman- cherley weise gemacht / nach Gelegenheit deß Fiebers. Nlmb gucer außerlesener reiner / und aus oder5. Wasser gewaschener Gersten 2, Handvoll / und zum andern gute grosse Rosinen / darauß die Steinlem s Izriclä scini vinacci genant)qesaubettund weggenommen seyn/ 1. Handvoll. Diese beyde Stück soll man zusammen m em kleinen geglasurten Topffchun / und zwo Kannen frisch Brunnenwasser drauffgiessen/ den Tops wol zudecken / und so lange zusammen sieden lassen /biß daß die Helffte crnsiede/oder die Gersten anfanger zu bersten.Ie- dochsollmansso lange nicht sieden lassen/ biß das die Gersten gantz berstet/sondern daß man nur mercken kan/ daß die Gerste bersten wil. Darnach soll mans vom Fewer abnehmen und in eine Zinnerne Kanne abseigen / durch em rem Tuch/ und dann alsbald/ weil es noch heiß ,st / guten außerlesenen Cannel 4. Oumt/ oder 4.. Unge- l>, lidello ^iec^ico stehet eine Historia von ei- nein Cantzler/ deß Bischoffs zu Saltzburg / der m seinen zungen Iahren zu Rom studiret.Da er umz einFieber bekam / und ihn hertzlich sehr dürster daß ers / als ein Teutscher/ löngernichraußstehmkönte/sagrerzun dus, sie solcen ihm zu trincken geben / er mufte lrmckcn/ solt er auch deß Todtes drüber seyn.Dle voQolc s rruck» ten einen Becher voll Granatensasi c aus Granatenaps- feln / der etwas sawerlich ist/ und ein gut Artzney wider das Fieber / dann es kühler lieblich / und gaben ihm den: Er truuck ihn mit grosser Begierde aus / und jagt - Ach wie wol habr ihr Mich erqulckr.DerOottv! um emer fühlet ihm nach dem Pulß /--und befunde / daß der Pulß besser schlug als zuvor. Er bat noch umb einen Becher voll/ Er bekam ihn auch / er tranck ihn auch als em redlicher Teutscher auß. Sie fühlten wieder nach den Pulß/ da merckren sis daß sich die Rranckheit m;c ihm lindert/ und reichten ihm demnach auch den dritten Becher / und sagten nun würde es besser werden / wic dann auch geschehen/ dann er hernach viel Jahr gelt bt. Am ander gut Gerftenwaffer/ im heG sen Soimuer / oder sonsteu u» ^ranckhelcenzu gebrauchen. NiM frisch Brunnenwasser iv. Pjund. Gersten2. Handvoll. Kleine Rosin 4. !ory. Zimmer 1. Quint. Die Rojen und Gersten koche in dem Wasser/ biß die Gersten ivmm wollen / alsdann tt)ue dazu/ OchsenzungenblumeN / B^aun Vielen. Bötragenblumen Rothe Rosen/ alle dürr/ jedes i. ou^Ü. Und laß es ein wenig sieden/ biß die Gersten vollend ausskeumen/zu letzt thue em Quint Zunmet und 8. Loch Zucker darzu / laß wol verdeckt stehen / biß es selber erkaltet/ und ?cr«.vNl solches durch em Tuchj/ so ists gerecht. Vor das Fieber. Wanns etii Magensieber /das ist / wanns vom faulen schleimigen Magen kompt/ so siedet» etliche ein weich Ey / und schüttens voller Pfeffer und Museacbliite/ und trinckens aus / legen sicb nider und schwitzen drauff Ich hab mirs auch wol ehe also vertrieben / hab m einen» Löffel voll warmer Biersuppen / 9.!^ cder iz> gantze Pfefferkörner eingeschluckt/ oder auch wol mehr/ aber allezeit ungleich: lunrsupeiitiriolz. wie anch diß daß es etliche am Freytag wegfasten / das kan an einem andern Tag gleich so wol geschehen / sonderlich wanns einer weiß / wanns ihn ankommen wil / so fastet er einen gantzen Tag und Nacht nacheinander / esse keinen Bissen/und trinckekeinenTropffen/dannLolncliusLclluz sagttjklulro» MZAnos mvrboz cnrsn ^u-ers Sc zbstinc- Historia von einem Cantzler/ wiedervon Fieber ist erlöst und gesund worde» Gersten» wasser zu macden/ so inc.n im Sommer und Kranck- hecren gebrauchen kan. ti-ÄL« »kW«:,;. VondcrHaußakWy. »87 B»chmußMfast«nbald ininlrio mo,i>>gesch-- ZVtelhm emereitt Kebek mschen soll/ k»t>n man meines cracbt?n«?^-rmiitk/ wennerkemeshat. Fieber zu vertreiben. hen. Darnach brauche man meines crachtensWermuth/ oder Sachen von Wermuth/ drauff/ esseydasSaltz oder der Safft / oder die Knospen in warinenBier/ oder was anders- Denn der Wermuth ist ein rcmc- äium conrrz kctzrim. gib dem Patiencen auchWermut- Bierzu trincken. Ick Habs erfahren / daß einer semer Tochrer WermuthWem zu trincken gab / wenn sie das Fieber ankommen wolte/ davon vergieng es. DasWas- servc^mWermurh zu ende deß Mayens gebrant/getrun- cken ist vor alle Fieber gut / wie auch droben gesagt. Lo- num remc6ium cunriz kclzrim eii8zluktiizr!^ii, me. jluz lsI Liclivrii, o^riinum 8sILz>cIc)benc6iÄi. ^cken^u^lciibir , kruÄum 8^comc»!l cum oleo ro- ^gccczjm.policumvrikicic> vescnculiiMcäeriLLizrilzus. Eltt anders. Seud Eismkrautmitder Wmtzeln gutem Firnen- wein / und laß den Patienten wenn ihn das Fieber ankommen wil / einen rrunck oder zween davon trincken / wenne . das kalte Fieber hat. Item/mm!) spitzen Wegerich/ zugleich das Kraut und die Wurtzel / und stoß Pfeff^ damit/ und drucks darnach durch ein rein Tüchlem/ und trinck davon in hi- Higen Fiebern mit frischem kaltem Wasser/ es vergehet. Vicje crism iv 1. cjetenlioric. Item/Wegbreitwasser undPetersiigemvasserm warmen Bier getruncken/ soll auch gutdarvor seyn. lLin anders. Nim eine Muscar und Alaun / doppelt so schwer als die Muscat ist / und brauche es in warmen Essig / wmn dichs ankommen wil/ man muß aber das Fieber zuvor zweymahl gehabt haben. iLin anders- Nim ein halb Humt Krebsstem/ geflossen/ und l.Loch Ingver/unrer einander/theils m drey theit/und braychs dreymahl nacheinander, iLm Recepvvordas Fieber/da MM m^>. mchlö eitmevmeudarff. Nimb Weinessig / weisses von einem El)/ Alauk/ ge-> sawert Brod/Spitmewebe/ Saltz/Rahm/vomKachel- sfen/ jedes gleich v;el/ rühre es durch emander / binde es auffdie Pulse / wenn du das kriegen solt / und laß dar- aufliegen/ biß es gantz dürre ist Mit diesem Recept hab ich gesehen / daß ein Pfarrer etlichen vielen Leuten/ nechst Gott geholffen hat. Vor ein langwirig Fieber. Wer das Fieberlang gehabt hat/ derbraucheofst Wermuth mir Zucker vermenget. Oder henge einem solchen Patienren unwissende in einer Nußschaleneme Spinne an den Halß/ laß sie ungefähr 4. Tage also dran hangen in likro cle vermidus czp.7. Es thuts aber nicht ein jedcre Spmne/wie K^rrKiolus meldet in semem kelkariu.sonvern die grossen Creutzspmen/ in cieclinzrivae febnum, wie em Exempel folget- Es berichtet mich ein Bürger zu Berlin/ sein Sohn hette das Fieber lang gehabt/ er hette viel daran gethan/ und hätte ihn doch nichts helffen wollen Endlich hetteer eine grosse Creutzspinne / mit einem weissen Creutz über den Rücken/ihme zwischen zweyNußfchaleüan denHalß gehenget / davon were es ihm von stund vergangen. Ober mmb von Haußlauch l man zeugt ihn auffden Hausern oder Rinnen / er hat fttteBlatter)etliche Blätter/ nehesieineinvierecklchtSäcklein / bmdees dem Patiencen stillschweigens aufdie Hertzgrube/und nimbs ihm über 9. Tage eben dieselbig«' ch cm-de stillschweigend wieder ab / so vergehets. Der Balsam aus ^rmcoics bracht / vertreibet die Fieber / wenn man eine halbe Stunde Huvor/ehe der ror^lmuskompt/ die Rückspindel damit fein warm falber / wenns em Fieber mir Frost /und darnach alsbalde drauf s.Tropffen desselbigenBalsams mitWein einnim- met. Wenn solches z. oder 4. mal gebraucht wird/so bleibet das schauren und schütteln aussen» Das Fieber ist so gar eine böse Kranckheit nickt/ denn man wird fein gesund darnach / vbs emer gleich la«?g her- Fjxhex z nach in Beinen undArmen fühler/wenns gleich lang ver- gangen ist/ sonderlich wenn er eme Treppe oder einen hohen Berg hinaufgehetdenn da fühlet ers / wie ihm alle Kraffte geschwächt seyn Drumb »sts auch biß weilen wol vonnörhen/ daß ihm emer em Fieber machen muß/wenn ers gleich nicht gerne thut : Wie mans denn bisweilen pflegrzu thunindem kalren Krampffundmder Gicht/ und m andern Kranckheiien/inwelchen gur ist/daß man Fieber erwecket. Es kan aber diß geschehen/wenu die Hörnichte Kefer / welche Schrörer hcissen/ in emem öhlgekocht werden/und darnach derPulsdamit gesalber wird/ wie ^lieslcius schreibet ccucui.4 ^pLicir.84. Wtt gut Recept?. Erstlich kocheUngerrsche Pflaumen mit Senisblat- ter/ore brauche pro clisciiivo. 2,. R.ecipe anderthalb lotl) LleÄuani äe lucco Kolarum, wo es ein stavckerMann einnehmen soll / aber einem schwachen ist em halb tolth genug / oder z. qumtm / solvirs in Cardobenedicte? was- ser/brauchs fein warm/und faste 5 .Stunvedrauft.Hen'g Campffer in ein Tüchlein gebunden an den Halß./ dessm Gemch zeuckt sich fein in die Nasen/ und treibt die bösen Dünst aus dem Haupt zurücke hittter sich. N)te eine Fran> vom Adel vielen teuren das Lieber vertriebe. Sie sci-nitt eine Katze ms Ohr/ und ließ drey tropffett Bluts m Brantcnweia fallen / und thät em wenig Pfeffer drern / und ließ es der» Patienten außtrmckm. domra keizrim» ierskraut / oder Teuffelobiß in Bier / und lassei» den Pattenten AbendS und Morgens davon trincten. Item/ Nimb W«rmurh/Rauret»/ftdes 1. Handvoll/ Pfefferkörner 14. anderthalb q^arc Wein / laj> wol kochen/ daß etwar.n ein quarrrrlem einkochet/und laß os al-- le Morgen trincken oder emnchmen. Nun 7. oder ^Krebsstcm/ stoß sie klein / darnach ei« klein Muscare/ elN halb Nössel Wemessig / das gib dem Krancken zu trincken / ehe es ihn ankompr 7 laß ihn darnach ms Bette lrgen/ und schwitzen. OdermmbzO. Körnleinvonauer Wermurhleaesie m einhalbNössclem Geinesslg: Wenn dicks wil an^m- men/reincks miteinattder^uß/gehemder Stuben spatzt- ten uwbher / so vergehet dirs. Item / mmb ein gut Bund Wermuth / brenne es zu Pulver. Nnnb denn die Asche/ mach eme starck< Lauge davün / thue die Lauge in ein Sci weinsblase/ und laß sie in der sonnen hangen/ biß sie hart wird. Wenn den Patienten das Fieber ankompt/ so gib ihm em. wenig mit Wasser ein. Oder mm eine schwartze Henne/ schneide sie lebendig auf/ mmb ihr die Leber aus der lincken Seiten herauß / und zerreibe sie also roh in einem Rapsse/ geuß ein wenig Frawenmilch/von einer Frawen/die einen Sohn stillet/ daran / gibs dem Kinde oder Krancken zuvor / ehe ihn das Fieber anstöst/ halb auffeinmahlein/ undattffden Abend darnach das andere Theil auch in solcher Frawen- Milch/ laß ihn zwey Stunde darauff fasten/das benimbt wunderbarlich die Hitze / und vertreibt das Fieber / son« derlich wo eine schwache Leber ist. Item/ Bibergeil im Wem getruncken/daS hilfft auch zum kalten Fieber. Ein anders. Nimb Pfefferkörner und guten Brandtenwein dazu / brockeBrvsamen drunter/und wenn dich dasKalte schüttelt/ so iß einen Löffel davon. ZlcÄuzrium c>e> luccoKolärum pur^scivrim vorem Silbergroschen/ frühe 4. gessen/ Stunde darauff gefastet/ist auch gut conrra kci>i IM Item vor I.Silbergroschen / Senisblätrer einen Tag zuvor in Bier geweichet/ darzuemwenigZimmetgethan/ laß auffsieden/ kochs halb ein / drucks durch ein Tüchlein/ brauchs/ und fast 5. Stunden drauff. ^4 i88 Die Indianische Wurtzel China / soexocciclenrali laclia brachtwird/ vertreibetdie kcbres durch den Schweiß kräfftiglich. Der)aspis. wenn er an den Halß gehangen und keusch getragen wird/ vertreibet das Fieber KlsrrKiolu 8. Verschneide dem Patienten alle Nägel an den Händen und Füssen binde sie einem Krebs auff den Rücken/ und trage ihn wieder in das fliessende Wasser 1 Keoplu. »a üb. äe vermibus zo. doncra omnet kctzres. Nimb geflossen Aronswurtzel i. quint in einem guten Tranck warm Bier mit Butter fein feist gemacht / und thue darein ein gut theil gestossenIngber/trincks miteinander gar auß und schwitze wol drauff / wenn es ein kalt Fieber ist-Diß soltu den andernMorgen erst gebrauchen/ wenn dich das Fieber den Tag zuvor angestossen hat. Ist aber der Patient unter iQ.oder 14. Iahren so gib ihm die helffte. Es muß aber dieser Patient das Fieber ein mahl oder 4. gehabt haben. Wenn er aber das Fieber ^.Tage oder z. Wochen/ daß doch selten geschicht / wieder be- iame/so gib ihm das Pulver abermahls/ wie gesagt noch einmahl. Das ist von fürnehmen Leuten probirt und dienet coorraomoes l^ebres» ohneimBeutel. Item Schwertelwutzel gepulvert/ soll auch vor o- maes kckres gutseyn. Derschwartze Schwalbenstein deßgleichen. conrrs kekrim. Nim Aurin/ oder cearsurcum mwu!>,siede den in al- ten Bier / trinck drey Tage davon / und trmcke sonst änderst nichts/ und iß wenig/ so wirds ob Gott wil besser werden. Man schreibet vom p/tilw L^irorzrum, wenn der einen Febricitanten nur mit einem Finger angeruh-- rethat/ so sey der Patient gesund worden, l^urarclms. Ich halte es sey nur em Fabel / welches von Schmeichlern den grossen Henen wird nachgesagt / zu unser Zeit findet man der Phantasten auch/ die solches thun. Den gekrönten Königen in Franckreich wird fälschlich zügeln ssen/ daß sie Mit ihrem Anrühren/ Aussätzige können heilen/ wollen also Menschen Göttliche Krafftzuschreiben / welches ein lauter fal sch Gedicht und Fabelwerck ist Denn mit anrühren hat niemand heilen können als Christus Gottes Sohn/ wie Matth.am 8. und Lucs am 2 zu lesenist. Etlichtropffen Kümmetöhlinwatmen Essig eingenommen/kollic omoeskci-ues; Oderseud Eysenkraut sampt der Wurtzel in gutem Flrnenwein / trmck davon emen Trunck oder zwey wenn dichs ankommen wil/ I- tem / mm spitzen Wegerich/ Kraut und Wurtzeln / stoß mit Pfeffer/ trucks durch ein rein Tüchlein/ mit frischem reinem kalten Wasser. LIcAusnurn clelucco R.olzruMj scujus etizm aares melltiovem, le6 2I10 mocio, auff7« oder 8. guint) daönehmeman mitwarmen Wasser em/ ttsrim lo^ri- Mo ^aror^lmc», weils noch im Magen ist/ und ehe es in die Glieder tritt, kuir mulriz cerrillimulu remeciium Lc la.'pius ^rolisrum. Folgen etliche andere remccka contra ke^rnn die auch nicht böse seyn. 1. Schieß einen Guckuck im Meyen/ brenneihnzu Pulver nim davon eines Gülden schwer ein / wenn dich dleKranckheit anstöst. 2.. Nimb ein Loth Tormentil/l.Loth weissen Diptam/ 2.. Loth Bibenel/ diß alles klein gepulvert / und unter einander gemischt. Alsdenn thue darzu drey oder vier Loth gebrand Hirschhorn. Diß Pulver eines Gülden schwer eingenommen / und wol darauffgeschwitzt. z. Nimb die Hirnschale von eiliem verstorbenenMen- schen/die gantz dichte ist/mache sie zu Pulver/gibs einem so das Fieber ankommen wil/es sey ^uoriclizuz oder rer- ri-znz, nur eines Ungenschen Guldens schwer / oder ein ctt. I.quint in einem Wein/ ehe es ihn an- kompt. Halt auch ein gut Stück von der Hirnschal / tui, sxiilzlimltls, juxrs corcliz iilum» andemblosenLeib l'lielÄU. psux»erum. 4. Nimb ein wenig Cardobenedictenkraut und Aurin ineinTöpfflein/ thue darzu alt Bier und alte Butter/ und laß es wohl verdeckt sieden. Laß den Krancken ein Das Ander Buch/ Trüncklein den Abend und folgenden Tag trincken/ und es ihn überall einmahl oder vier brauchen / wenn ihn das Fieber anstöst / und drauffschwitzen Man thut auch wol Leberblumen/ Winterblumen/ undWermuthdarzu. Damit haben etliche.auch das dreytägliche undvlertag- liche Fieber vertrieben. 5. Nim 9. Krebsstetn und für 1. Pfenning Haselwur- yel klein gestossen/ und m warm Bier ein Löffel voll gethan/und davon getruncken/ Erstlich/ wenn man das Fieber dreymal gehabt hat / aufdie Stunde wenns »hm zum vierdten mahl ankompt. Deß andern Tages nehme er wieder 9. Stem m einen Löffel voll warmen Bier ein/ und deß dritten Tages wieder also / nüchtern. Item/nimbCubebe/Cardomomen/Paradeißkörner/ langen Pfeffer / jedes 1. Loch stoß das zusammen m einem Mörser/ doch nicht gar klein / und daß es wird wie Pulver/ gibs zutrmcken Mit Rheinischen gebrandten Wem nur einen Löffelvoll/ und so viel Pulver darzu/als zweymalaufeme Messerfpitzgehet/ und mncksauß/ d eck dich warm zu und schwitz. Oder nimb vor 6. Pfennige langen Pfeffer / stoß ihn klein ln einem Mörser / thue es m Rheinischen Brauten^ wem etwann vor 6. Pfenninge / und gehe damit daß du schwitzest. Diese Al tzeneyen sehen nmstentheils auff die Men Magen Fieber. Lecrerum ms^num. vleum etliche Tropffen m Weineinge- nominen/ wenn der palo^l'mus am hefftigsten ist/ und auj, z.oder4.mahlgethan/ sogehetdie Kranckymhinweg in kalten Fievern. Nimb Buchaschenund Pfeffer jedes em qumtschwer in emem Trammer Wein / lap also initeinanoer sieden / und trmck zu Morgens nüchtern einen Trunck 2. Tage nach einander. Etliche nehmen/so balde sie einFieber ankompt/Wer- muty / legen sie m Wem/ drucken darnach den Safft da- rauß / thun ihn wiederm den Weil» / rriuckens aus,/und schwitzen drauff/ wanns von der Galle kompt/ und Verstopfung. So bald dich ein Fieber anstöst / so nim Wermuth der grün ist zerschneide ihn klem/ quetsche ihn zwischen zwey Stemen/thus memTüchlein/ drucke den Saffryer- durch/ und verwahr ihn in etwas. Wenn dich das Lieber ankommen wil / so rrmcks auß so bist du seiner loß. Ber- gehets aber nichtzum erste mahl so vergehetv doch/ wenn du es das andere oder dritten mahl gebrauchest Odergcbrauche 8s! 80I15, denn 8sl 8oli, und 5u!pliur Zolls silid gewaltige Recept wider alle morbos» eusin <^ui villeocuriacuradilcs. Oder aber/ laß den Febricitanten bald im Anfang brauchen Villioil > Mit Loolct VZ ^.olu^um i Rosenzucker) vermischt / etwann eines Gerstenkorns groß/ wenns em hitziges Fieber ist/ dochmußderRo- jenzuckerüberem Jahr nicht alt seyn. So wird der Rosenzucker schöner und röhter werden als zuvor war.Wilö Nicht bald helsfen / ,so laß ein Ader drauss Ist an emem Fürsten probirer. Wil man/ daß das vnrum ^urimoui» auch kebrcd und Lolicsm cunrensoll/ so muß man em wenigunter das^arimouium tyun/wenn mansmacht juxlal^co^tirsttum. Vliicklsclkiolulu iQ^cidsrio luo« i'ebn ctt Velp^üsauZtLooltanriau^l^e- oäoüus jüuior« Das l.XXXVllI. Capitel V»m Fieber das n»r einen Tag wehrer. ^oc clt,cliilr>2^clzri5,ex remf>ore uaiu82! und c,c> coicli« cvacionu czuz?v>, conciau^tekrii conrmcns öc courinua kebiiz clt ox lzu^uine ^^>u»^aucttfervcf^Ä-lSc in lz»Iem crznlcunce; curii pucie^ioe, c^ucL ^citius 2b iuÜZwrnacioric lsooul- vls corä>5 eti« 5 u k X. Von dieserlpecic besihe klis. in5s ?ccu !.pzrt. s.lib.L. 1'la>I.l.cz^.6.Lc iib.2. jpslr.i. cz^.14. (Zuien. cje 6iK'cr. c.7. Sc cvn6em in üb. l^li^^ocizr. 6c moibo Ein gelinde Laxanff oder Clystir gebraucht / 2. Darnach die Lebetader oder Mediän gelassen / undwollauffen lassen/ in muln>,u!zi mz^cimus conrivuus zrckor. tjc- ti^uiumi^cun^um (z^Ienum.DarnachCitronen safftgebrauchr/ frisch Pomeranzen / Rülwasftr zum Durst/ also hab ichs sehen offt curtren. Das XL. Capitel. Vom täglichen Fieber/dgs alle ^age wieder kompt. Fieber/ wodurch sie Mttchcht H lcu x«^^!^»skiI-cknL <^uori6»- K. ^.^n^non cliäem, <^UXÄÜ25cli L^cmeis«<^uo- u^i-inz elt , c^u-c iin^uils ^icbus recuiricaur rcclir. ES muß sich aber hier einer wol fürsehen/ daß er nicht bald meme eö sey emtLdriz^uoricjianÄ, ob es schon alle Tage einen anstösset/stnremal die 1°ciri3llT6us)!icc8 und Huzrczll« ri 1 Alices alle Tage einen ankommen. Deswegen muß gute achtung gegeben werden auffdie csu- szin solchesFiebers/ob es nemlichenvor derpiruirs, Kilo, oder ^lcl-tnciioiig herrühret/und muß das Fieber aus denkumoribus cj,)u6icircr werden. Es entstehet aber febns ^uorlc^izuz ^ropne cliÄa, ex ^urrecjinc piruirs?. Man kans an den ?ihlen/Stockfischen/ und Plateissen leichtlicheffen. (Z^i^pezn^uiUs s>l'ci5cit cratli Lc leuri lucci, msximc o^s)i!zn5, mulrum^uc.- coociiriollibu.'i 5»oki ^il'cizclciicicus.Ahll msli sagtjenerlrzlusvon der Teutschen Speiß/ pullinulliund ein anderer / Stockfische und Schlasftruncke >üi 6uo ^cssim! llcbulvncs Oc- ciäei uur mi^! mcum Lüum in Lcrmaniz. Doch Wenn man sie mit Negelem/ Galgan und Pfeffer kochet/ und einen guten Trunck guten Rheinischen Wein vraufftrm- cket / so kan sie ein guter Mann noch vertragen. Sonderlich die i-sm^rerz . welche die Teutschen gleichwol auch haben. I'smecti auccm illzz c^uoczuc babcnr isorum, HuzNmmarz^uilla.', undman kansiewol verdawen/ wenn man sie also zurichtet / wie die Deutschen pflegen, 5itje8ckslzm Zalelnir. e llkä. ^Zn diesem Fieber soll man erstlichen den Leib von der übrigen pnuiru reinigen mit der LsssiZ cXcrzcIz, raäice ^IcciiozcsuiT »oder mit einem csUiNtleiNpillulsrum co- ctuzrum,6c^ZSnco»6ekelmoo!2A)I.I.,UciL major,Lcc. doch daß die mtcjiczn ^or2 piiuilZlcm 36 e-ulIioncm pkXpzrzvria vorher gehen Darnach soll vornemblich der Magen und die Leber gestarcket werden / zu welchem ende der Patient brauchen tan corticeg aUlgorioium ccocij. torum ,lorulg8 6izrrkc>cjoo^bl?zrl8 : Item die Woche einmahl einmahl ein quintlein l't^ei iscze^rKjrowsc^i. MeinBruder Samuel bekam diß Fieber 1^. «kius. Mndumbs.vhr/ und hats alle Wege z. Stunden / erstlich Frost/ darnach Hitz / dem schriebe ein >teäicus diß Recept. 1. Nimbschwartze Brustbeerlinlatwergen z. quint. Purgirend Dattelnlattwergen dnrthalb quint. Vermische es unteNeinander verwahr es m einer B»ixen> S. purgirend Latwerglem vor 1. mahl, 11. NltnbEndivienSyrup. Wegwart Syrup. Cardobenedicrensyrup jedes 4. Loth» ThueeSineinHaMern S-Saffr 1.Die Latwerge soll man dem Knaben mit einerPstau- mendrüe auffeinen Morgen srüe emgeben: Daraust sok erfnnffStuude fasten. Ersolte zwar purgirc haben/bekam aber keine Stulgänae / vlelteic^t daß der Leib oder BaUch versropffr wai / welcher offen oder flüssig seyn muß. Wenn diß Recept soll g.braucht werden muß der Magen eröffnet werden / mit Stechps>to ^A-ox^l'n c> muß mans chm nicht eingeben. Diß ist ein gut Recept/ kostet ohngefahr eine» halben Thaler / aber es hilfst gar wol. Diß ist ein gelindes Recept/ der Leib muß wol offen siyn/ wenn es nützlich/ foll bey e-nerMannes Person gebraucht werden/wie zuvor gemeldet/ muß auch oft wi- derhoiet werden/umb denvierdtenTag8pcclel.villrur- dick, l^um l).sist ein zugericht Pulver in der Apo- tecken) - oder vier Scrupel m Pfiaumenfuppe genossen/ oder einer Erbesbrühe von elnerMannö-Personen/thue in solchem Fieber außbündlg gut / xcr viccs gebraucht umb den 5. Tag. Der Patient muß sich wol fursehen / daß nicht em tteÄica drauß werde. Muß derentwegen alle Morgen Rsäiccs t!icbolij essen/ un^rum julculocjus cvväila- rr^elkche Würtzlichenund ein Löffel voll Safft. Sollen sich amd fieisiigvorMerley Wem / und vor dem Bade hüten/ auch bißweilen kleine Rosinen mltBcrragenwas- ser und Lichortenwasseressen und brauchen. Mögen auch wol sawerDwg brauchen oder essen/ das mit Essig gemacht ist: Sollen sich auch deß Biers nicht gar enthalten/ Wassersuppen und Habernußsuppen sind ihnen gut doch ist chnen Gerstengraupen besser. Vinum si cizrurfcblicnznri,mg^iszcccncjirUrT^e^, 6um cslor lurnpriollc wrcriore vioi suAcrur,juxcz ^ria cisiium pkyticum.ZlMlle suAertimile, iimilizau^Lrur sccelsionc l>milium;l-evsruraur»m mc»lzuz , L scibi- denrur wcljiczmeora kumcöisnciz Lc fiivefzcjcizri» concranz coorrsriig cUlsorur.l'ticvpkiMus coa^ rrs ä>cir, Zimilis similldus cursvrur. 5e6 mmus vere, jein Bawren Recept- Nim grün Wermuth/schneide und hacke sie gar Kein/ f icb dachte der Safft darauß gedrückt were besser) mid Awibeln oder Zibolle« / die Hacke und schneide auch gar klem/ i dg dttchtS ich aber/ Hßx SA HftxWß getructt DaöAndttDuch/ Fieber so einem am drittenTag anstöst/wo her es komme. . were auch besser zu gebrauchen.) Item/ Wasser / und thue Saltz drein/schütte dieWermuth und Ztbollen auch drein / trucks mit eivander auß / das purgirts sehr und vertreibetsbalde. Oder. Nimb spitze Wegerichwurtzel / dörre die / und zerflösse sie zu Pulver/ trmcks in warmen Bier deß Morgens nüchtern / ehe dichs ankompt. Item. Nimb Cardomomen/ Canöl/Paradißkörner/?iper Zov »um, Muscatenblumen/ LulznAa. Diese checie s zusammen in einen newen Topffgesotten emeStund lang/ in guten starckenblancken Wein/ davon deß Abends und Morgens warm getruncken / wenn der Leib wohl gereiniget iLin anders. Lle6illZrium lucco Rolzrum oderpur- »arivum (nicht das laxarivum ) in warmen Bier früh^ sdaß deß warmen Biers etwa zwey Löffel voll / und deß 6ucci^R.c>5alum vorein Silbergrvschen etwann anderthalb Loth oder-.. Loth sey) eingenommen/ ist auch gut coocrz ^uociäiauam. d Oder glb dem Patienten gebrante Hirschhorn lnCar- dobenedicrenwasserem / und laß chn drauff schwitzen nach der Purgation. Bas XLI. Capitel- t^>Nter die taglichen Fieber wird auch gerechnet dieses ^^Fieber soL^isIiZ von den^cclici« genenner wirdiund ist das Fieber / da einem zu einer Zeit die inneren Glied- masjen deß Leibes hefftig frieren/ und für Frost gleichsam zitteren/die eusserlrcheuGliedmafsen aber sehr hitzen^und brennen: daß also der Patient zugleich Hitze und Frost empfindet. Von diesem Fieber/weil nicht so gar gemein/ auch leichtlichenm em anders äe^enciilc . wülch hier Nichts schreiben / und kan die Luis aus den andern Fiebern / dessen artes an sich pimmet / genommen werden. Wem die Beine geschwollen seyn / wenn er da^ Fieber hat. Der nehme Raute/ stossesie/ und menge Saltz und Essig drunter / und reibe die Fußsolen damit. Item / man soll Schwalbenkraut in die Schuh legett und drauffgehen/ das ist auch gut dafür. Das XLII. Capitel. Vom drivtägigen Fieber. > rcrric» <^uc>^ue cj>e re6ic recumr, dasauff den dritten Tag wieder kömmet. Hier ist Km e! pro lc m. ^>cnvolzumercken/daßmanvondem Tage an/da der Patient am Fieber liget/ und wlederumb zu Men anhe- bet/nnd ist der böse Tag/wie er genennet wird allerer wi- derumb der erste Tag auff folgenden ). im u i;.. Zum Exempel/in diesen dreycaglichen Fiebern hat derPanent nur eiuen gutell Tag/ aufden andern bekompr cr dasFie- ber wieder/ welcher Tag/von dem Tage an/da er den ps- roxvlmum gehabt/zu rechnen der/der dritte ist. Es entstehet aber dieses dreytägliche Fieber vornehmlichen cxpucrLcjiaeÜZVÄ.' l>lÜ5« Laien, inlilz.!. I^ippoc.'cjc MLi^.vui^.ccim.z. ()UX sfcbn s) iorra celter brevions inltirucivui s cnariz gppcllzbimu^ c^^ulürzm l'erri^aam : c^use verö gccell'ioncm pluiimum piociuäiam,p2l?um su^cm in- tervsllum , ezm j^m reill^uzm uvmiusbimui plc>c^u- mrc^rir3rcm uvu veniar, scc! IiorrikjcZ» primo ^ui6cm clie 5acic lcperirioncs, slceio kimplicem unam accclIic>r>crr>,lemirei,ti!MZM l^aricZppellzdimus: 8in aurem ilmplicircr rerrio ^uoc^ue ciie mvÄcjzr, !^oc eK, reitianT usturse retcreucem. <- u N uic criam meclcturkle6iuarium 6e lucco ro5arum^ LcurLc^usrrauK.IremeiU Tranckdkk Oxi-sckarag«« nant wird. Wer 'rettigusm hak/der essePomerantzen basMarck oder inwendig/icl cli>caruem>UNd brauche 1Iizl3llrsil. WarmeBaderbesiheim Kulauuovon Wasserbä» dern/to!. 156. Es lassen auch etliche an der l'crrians zur Ader/ wenn sie es em oder zweymahl gehabt haben. Aber man muß achtung aufs die lcbres und alle andere Kranckhette» geben/dem in allenSyderischen oderAstraliscyenRranck- Heiten/d«sist/inallenl:piciemi2lilzuz. inallenReal- ganschen / Mercurialtscken und Arsenicalischen Kranck- heiten/das ist/ daeinGlffrdarbeyist/ soll man Nicht zur Ader lassen / denn es offt erfahren / daß solche Aderlasser gestorben seyn/ das merckeem jeder Hanßvacter sieissig/ denn solches ist lovZZ cxpeneoria Lc ulu wohl erfahren. Wenn einem solchen Zebricitanten/ das Hauptwehe thu/ so laß ihm die HauptAder / zwischen dem Daumett und lllälcc, die Hand ms warm Wasser gelegt / laß sie wol gehen. Besser ist so man die Leber Ader oder die Me- dtanAder am rechten Arm eröffnen lasset. ?erci2N2w» Nimvor 6. Pfennige klein gestossenenAlaun/ weisses Von emem Ey Kadloff oder Rahm / krume vom Brod / guteWeinessig/Spinwebemengs untereinunder/bmds auffdiePülseuvd beyde Hände/ laß 9. Tage also umb dlcPüise gebunden bleiben/ das sofern gcwijjes Rcccpt seyn/damilvielen Leuren die curcrer ist. Man muß esp2uIvÄurcj)Zrc)x^lmum aufdie Pulse vmden. Ä^in anders covrrs l'errianaw^ EinBawer Vertriebs den Leuten aufs diese weise/ Nimb i.Muscate/ undweigeso schwer weijjen Senff dargegen / zerstoß es miteinander im Morse!/ oderPftft sermühle/ theil in z. theil / und mms in Bier ein. Kan- stus über einen Haussen ausemmahl nicht einnehmen / so nimbsin^.vderz.LöffelnvollBiereln/ jedoch zueiner Zeit. Etlichenemenzo.Körnergedörretcn Wermuth/ legen sie em halb Nößlein halb Weinessig (das ist etwann ein Seidlein) trincks miteinander auß / und legen sich darausszuBette. OdernimbTormenttllenkraursampr der Wurtzet legs in Vier trmek davon Andere nehmenAurin/FeldtümmelundKrausenmin- tze/ jedes gleich viel/ sieden's wo! mit altem gutem Bier / und wenn sie es wil ankommen so mucken sie davon. Icem/ nimb einen Löffel voll warm Bier/ und schütte langen Pfeffer klein gestofsen dre-n und lrincks vor dem andern pzio^lm^wenn du merckst/ daß dtchs ankommen wil / lege dich ms Betre/ und schwitze wol darauff. Das sind gemeineArtzeneyen ftr den gemeinen Malin/ einem hilfft diß / dem andern das. Ein anders. ! das Fieber haben / und sonderlich die klemM Kmder/die solien das Haupt mu Frawenmilch oft salbe/ solches hilft woimnd wenn einer die Weiberblumen m eines schwartzcn WidersWolicn eingewickelt/ undinsil- bernen Armschienen trage / den soll das dreytagige und viercagige Fieber vergehen. K!i?3l^.cellr.6.^I,or.z5i Gder/ Nimb spitze Wegerichwurtzel/ dörre sie/zerstoß sie zu Pulver/ und denn das Pulver m warmen Wem nüchtern gecruncken / ehe denn er einen ankompt. Es kompt Nichrmehr. ))ian sagt zwar/ist aber nicht glaublich oder natürlich/ daß der Borretsch/ welcher drey gerade Stengel hat/ sampr dem Samen und Wurtzel zerstossen und gerrun- cken sehr gut sey für das dreytagige Fieber. Welcher a- ber die vier gerade Stengel hat/der seye gut vor das vier-- tägige Fieber/ in Wem gesotten und getruncken / 2^. ceuc. 8. ^nor. 77. Wn anders. Nimb Rhabarbara anderthalb quink Jüdische2 scrupel. Breit Lerchenschwam in Küchlein quint. Aimmetein halb qumt. Genek- MM Senetblatter l. Loth. Weissen Ingber>? quinl« . Kleine Rosinen i. koch. Alles geschnitten und geflossen in einSäcklein gethan. Diß Recept oder Pulver thue in ein lemen Säeklem / hengeeömeine halbe Kanne Bier/ das Bier heiß dar« «uff gössen / und über Nacht darauff stehen lasen / deß Morgens chue einen guten Trunck davon / und faste 4.0- dck s. Stunden darauff/ oder in Pflaumensuppe genossen. Am vierdten Tage hernach brauche das ander theil/ zum Durst oder Hitze gebraucht den Kühitranck oder zu- gerlchtGerstenwasser/ wie droben ossr gemelt lst, Diß Recept soll gebraucht werden / wenn der Leib oder Äauch Nlcht verstopffr / sondern wol offen ist. ViLlZ soll seyn Gcrstengrauppen / mit Hünerfleisch Rmdfleisch/ Gerstensüpplein/ Wassersuplem. Das xcili. Capitel. Von der ()uarrans» Ldnz (ZuarrallÄ. ist das Fieber/ daß man allzeit den ^ vierdtenTage hat/«ju« Quarto c^uo^uc ciie recur- Zieber/st> henvterdten Taqkompt/ Diese haben zwey gute Tage/den dritten / welches istübelzu Tage an zurechnen dervierdte ist/ müssen ttimen. fl^Haarlassen. ESistübelzucuriren/ daher man denn sagt/imKnuttelhardo / kcbris , ^leä>co.um lcun^als plzlla. da gilt das gemeine Sprichwort / Ein Fücbsemr Beltz / ein Mardener Hut/ der ist für daSKal- tegut. Es seyn auch etliche ? Kilolopbi gewesen / die fcdrim ^U2rcaszm l.3llcjzbileirl ^eheisen haben / das alles lo- benswetthsey/ aber es lobe es wer da kan/ ,ch halte nichts davon. 6 ä U 5 ä. ?irsucem', cümarrs IZiliz^urrelcir^vicealiz sagt/ zver kcdnm czuarravsm gerne haben wil / der soll nur Bockfleisch essen. Aber mich düncket es dörfft sich einer nicht sehr darnachsehnen und Leuse in den Beltz setzen / es kompc doch wol. Die haben / denen thut die Miltz wehe/ darumb muß khr lecies lll seyn. Also sagt Mir ein OttÄor, der mvlkuswerem ^ieuc.Lc s>Ierumc^ue io ill- keriore venrnculozpoltemskslecumierrc, UNb mce- iticulosur^lieno membro. L U K 8zl^rmolzizc, das siebenmal sublimirt und gar spiritualisch gemacht ist/ in warmen Wem oder Bierge- braucht/etwann 4 6.9. gran/nach dem die Person/ und wol drauff geschwitzt/ und etwann acht Tage nach einander gebrauchr/curiretes.^liascurgvrur perchalul^ur« Item / durch die Latwerg /sier^lo^a6ioa, Item durch Mitrithat/ Icem jzer^iilulss ia^z. Item/Nimb deß Morgens frühe nüchtern das oleum kcneciiÄum in einem Löffel voll guten Wemö etwann vier Tage nach einander/ weil du vom Fieber loß bist / 7- Tropffen ein. Warme Bäder / contra ^uarrarism HU«ere IN K.ulza-- Zo von Wasserbaden/^ol 16. OlcumTuifKuriscurirtö auch/ ^uizfcbris ett illle^iOssn^uilliz, Sc DaöMeußöhrigen isteinedet Kräuttein/ covrra kZllzrrsaam fcblim. und ist auch der edelsten Wundkräuter eines/ daß auch die verwundten Lungen im Leibe cou- lkinZircr und heilet» Item/nim 4. oder s.Tropffen Balsamöhl/ thue die in «inen Löffel voll Weins/ trinck davon alleMorgen. Spitzen Wegerich geflossen/ den Safft davon geprest durch em Tüchlein/ und das Mit muI5a l Honigwasser) getruncken/ ehe es ihnen ankompt. Vor das drey und viertägliche Fieber. Nimb ein Loth Eichene Mispeln in warmen Bier ein/ so bald dich das Fieber ankommet. keraelius ist mit seiner Distillierkunst so ferne kommen/daß er die q u-u raosm nuz mit einem tleinenTranck- lemcurithat. Nimb ein warm Brod/reiß oder schneid oben ein stück herguß/geuß ßlwann vor einNrMVrgntenw5tn brem/ Bon der HaußatKney. ^ i und wenn dir die Haut grauset / und das Fieber beginnet zu kommen /so stülpe es auffden Nabel / >o warm du es erleiden kanst/laß darauff/ so lange du wllt/ soude^ich biß dieHitze beginnet zu kommen/so zehrets eins Mit dem andern weg. Diß hat ein Weib probirt. Ein ändere Barvren Aryney^ Die.Lause braucht man auch vor das vlertaglichs Fieber. Es berichtet mich ein guter Mann / er hette yu-zrravÄ 2.4. Wochen gehabt/ da hettechneinemfalttger Mann gelehiet/er solte einAps e!voller Löcher stechen/ ohnge- fehrzo. Löcher / und gantzeuPfesier drein stecken/ und nur einander braten lasen: Und wenns ihn «ntvmmen wolte/solre ers essen/das hecre er attl.an/und wenns einmahl int wegbliebe/ solt ers zum andern / aua zum drit- tenmahl thun / davon were es ihm vergangen. Mindere vertreibens auch also/sie setzen ein wemgBier zum Femer/und lassens so warm werden/als es detPa- tient rvinckenkan / schaben darnach von einem Todten- bemeinen Löstelvoll/ schürrensauchhmein/ und thun darzu reme Asche / als man dreymahl auff einer Messer- spitz halten kan/rührens durcheinander/und lassens den Patiencen außtrincken / wenns ihn ankommen wil. Er muß aber nicht wissen / was es ist. Hilffcs einmahl Nicht so brauchs zum andern mahl/ siehet mder Prob, Io5e^i (^uercersni. Oculos dzncn calcinsros igizorsiztlOUL » uodis ex!/lkeri ncle; uu» cjoliscl^uiärsc^mzliujusciaeris.l'uT^uemixcionjz^cj ^u°ilcÄvs.'curaciovem Lcc. IQiionc zcI ^uvelrum,!c^c iblic^uenriu. ZillSs», Ms, , cjUslranis collceciuAlilr in ciko, ^'.ccl^l cim iQ lQiuv mordl, uüi Iiceracribu5 uc>, t'c»licek 5Alismer>ris (zuia Hz!zllci6ir,Lcc. Lr ci^znioo iic»u larer mccliczmcllr^ ccalunrur. Ibiäcm^ ^i?alciu5 schreibet/ wenn man ein Hencker-oder gut Richtschwerd mit.Wembegeust/ ow darein tauchet/ und von diesem dem Pattenten zu crincken gibt/ so soC ihm das v:ertagliche Fieber vergehen. Vir crcaibile. Bricht man einer Schlangen emen oder mehr ZalM auß / und hencket dieselbige über den Pattenken/ so ver^ gehet ihm die cz uarcz,^ Lvl llcI. Wenn der lm u 5 kommen.wi!/ so muß man als lezeitsechs Stunden zu vor essen/ uudtm psrox^tms Nichts trincken/ es were dann ein trincklekn warm Bler / läc^uc lll lummz llecctilrarc. Sonsten Mag man etwaim einen lieblichen Safft Wider die Hitze IM mit rath eines lVleäici emen Löffel voll brauchen / und ihm einSterckwasserauffdle Pulsebmden lassen/ undbiß-- weilen dran riechen. Nach dem o mag man wol hinauß m die Lufft gehen / wenn sie warm ist und zemlich stille. Es mag auch der .Patient ein gut altrelN Bier / bißweilen auch emen guten Trunck Rheinischen Wem trmcken/ und nicht viel dran cunren/ dann man kan balde übel ärger machen. Es hüte sich auch ein solcher Patient vor allem dem so das Haupt opplieret/als Zwiebel/Merretttch/SenA Mag wol Hechte aus dem Saltz oder gebraten essen / I- tem /Hüner/ Vögel/Rmdflelsch/Gebratms .Hütedich aber vor Schweinenfleisch / es wer denn/daß ihn grosse Lust darzu trüge / so mag man ihm emiwemg zur Lust geben/aber nicht zu viel. Gemeiniglich vergehetö umb Lucia-Tag/ wenn der Tag beginnet zu langen/ dochkomptö yuslca quaqus, 6ie, und kriebelt einem ein wenig in Gliedern /Wenns ia äeclinacionem kompt/ so gehet ihm der Urin grewlich ding mit hinweg oder aber welches Verbrande Dmg ist / und ist eine caulz morbis gewesen. Wenns doppelt quartan wird in abnehmen / also daß es der Patient zweene Tage nacheinander hat/ und nur einen Tag davor sicher ist / so schadetet den Patienten nicht / er wirds desto ehe loß. iLm gut Recept/damit die «zusrxsn» vielen vertrieben worden. Nimb Manstrewwurtzel/ Cardobenedictenkraut/ Tamariscen Rinden / Miltzkraut / jedes em Handvoll/ Wermuthsaltz / guten Wem i. Nössel. Thu? zusammen jn Tovss/ perlutire es wohl / koch; koche es mehlich biß es halb eingesotten / exprimirsgar torricer, truckeeinTüchlemoder Säcklein drein/ legs auffderlmckenSeitenauffdasMiltz/ sozeuchtsm^re- I'ÄM peccaorcm herauß/ daß es einer wegschwitzet: man muß eö einmahl oder etliche thun. H)t'llettVHr das (^uarran Fieber. NiMbc-ummi 8cr2^>ini,1' locbjlcorumLOloc^uinri- jedes ein quint Oiz^l^cjium Z ij. 8al vcmmX , den Fieber NNt dritten Theil eines quintins. Hlewon mach Pillen mit Pillen zu Hirschzungen Syrup / und gib sie dem Krancken den cunren. dritten theil eines quintins deß Morgens umb z. Uhr. Diß ist ein scrupel oder 20. Gerstenkörner. Dlß Recept ist sehr scharpff/soll nicht gebraucht werdenden auß- gematten sehr schwachen Leuten / oder gar jungen / sondern von starcken Männern. Man nehme erstlich i. halben scrupel/ das ist io. Gerstenkörner schwer ein mit 87- Illpo 6e5umar!2,mzrcriz kcue concoÄÄ , wann IN der VnnleichtWölckleinerscheinet. Sihtmandenn/ daß ^ 'der Patten wol außhalten kan / und sich noch wolbefindet/so kan er mehr nehme und die 6olin susiren als grzn. 15. biß auff2.o. Aber der es nehmen wil / soll em offen Leib haben/und nicht verstopfft seyn 1°Keopblstti rc- ceprz müssen rechtpr-cparlrt / und in rechtermaß oder ^06 gebraucht werden/ alles nach deß Krancken Gelegenheit / wie er selbst schreibet. Das XLIV. Capitel. Vom heimlichen Fieber. heimliche Fieber kompt einenMenschen alle Tage Das Anbei? Buch/' Heimlich Fieber wie es einen Menschen zurichtet/ und was da- ^Mit Hitz und Frost an/ und nimet der Mensch davon sehr ab / kan nicht essen / auch sonsten nichts thun / wird schwach und matt / hat eine trübe Urin/ schier wie dieHe- fen oder Wärme seyn/ sonderlich wenn sie gerühret wird. ^ . Nimb Fünfffingerkrautlcgs ln dieSchuhe und behalt für zu cyun. ^ nacheinander an/ so vergehts. Fiebezzuvl- la curarione kebrium muß sich ein kvlecjicuz wolvor- riren/muß sehen c^uissL^c concrurunr conrrziii mvrlzj. Wenn sich ein man einen in kebri warmende oder hitzige Ding eingibt/ «licus vor- so schadet man der Leber/welche entzündet ist. Gibt man sehen. aber kühlende oder kalte Dmg der Leber zu hülff/ so schadet man dem Magen. Daher sind diecompOlirz inccii. cam ina erfunden / darin etliche den Magen res^cQn cn, etliche die Leber/ Nieren/ Häupt/ zc. Es «st noch ein art deß heimlichen Fiebers / das man niätt im Leibe/ sondern im Beutel hat/ das ist schwerlich zu curiren / sonderlich wenn sich in die lange verzeucht / darwider dienet nichts / dann Gedult und steissig beten. Bas xdv. Capitel. Ungewiß Fieber was es sey Hitzig Fieber was eö sey. 'U^Zbris Lrrzrics wird das ungewisse Fieber genant/ daß keine gewisse Zeit helt / kompt in acht Tagen einmahl/ über 2,. oder z. Tagen einmahl. Wie aber das zu curiren sey/wilich den ^eäicis befehlen. Das Xd vi. Capitel. Vor das sehr hiyige Fieber. Lbris caullica einhitzig brennend Fieber/kebriz 3r. IVIectlcisssZpcllzrur.tcucüuluZcum calickuis, tlnsc^ue incom^esciliills liomincm roic^ucr, Ac. Viile L-alen. in Ilb. ^is>s>oc. cle viÄus rzrivoc in rnorbiz acuriz, comm. 4 tc<5k. iz. Lel5. lil?. T. c. 8. Vocsrurslizs kcbiiz iircjenz lib .i.. -Tmö«» ca^.i. clicir, lir c bile nimis cKervelcenrc , A 5eruicjc»,Lc vebemenris- calore u>Aenre,c^uem nsrurs ocza ter^r. vo- cznc aurxsev??»«. k elsris caullics ist em sehr hitzig Pestilentziftl) anfellig Fieber/ Huacorrcprzfzcile rnc>r>uncur,aur amcnciz ca- piuocui. Und haben deß Nachts wunderlich / seltzame Träume / daß sie bißweilen gar rasen. Es ist eine An- zündungdeßHertzens/ der Leber/ der Brust / und deß Magens / wie etliche sagen. Solchen Leuten blutet auch bißweilen die Nase. Und man wird es Nicht bald wieder loß/und wenn mans gleich balde wiede: loß würde so ver- leuhret sichs doch nicht so balde aus den Gliedma ssen. Esheistabermitder Kranckheit auch ?riaci^iii ob. tta. Denn wenn man zu lange damit harret / so nimbks einen gerne weg. In den hitzigen Fiebern hat man gemeiniglich eimtt grossen unleidlichen Durst/ wider den soll man gure Kül- rräncke brauchen / als Gerstenwasser / lcrum !an« rutu'i in aü^uo li^uorc miscerui-, l.oc^/znlii.lrcm confeÄic>nc5>nii^ous Lbrjlli.lDizmzi^.fn^icjuMiOi.^- co^lli.l'li^lancalli.Irem 1'iocl>jsci^Ilcclczc8^o- 6io>6e rerrz l.emoi2z cje cle bcrdciiz. kcblibus aräenrikus meäenlur eriam bs? cc>n5ebiius.^jZjicnsus juxra venzs corciis s^uIllnjlcb.Lüntzol. Iilz.i6 c.78. In hitzigen Fiebern / wenn einem der Kopffheiß ist/ und einem forne an derStime dasHaupt sehr wehe thut/ so gib ihm diefts trancks 1 Löffel voll zu Handsweilen em. Nimb Noftnsyrup von vielen infuiloncn 1. Loth. Vrolensyrup zum össtern infundiret. Citronensafft. Wegwartsyrup mit Rhabarbara Borragcnblumens./rupj^des Loth. Catdobenedictenwasser. Borretsehblumenwasser jedes 6. Loth. Wegwartwasser jedes 4. Loth. ^ Vermische es untereinander. S. Tranck. Deß andern Tags gib ihm gebrantHirschhorn inCar-- dobenedicrenwasser ein/ auch bald ein Ader gelassen. Em sehr hitzig Fieber. Anno 1589. waren untern Leucen sehr hitzige Fieber/ die einem mit grosser Gewalt ankamen/ und risse sie in dem Haupt / im Leibe und in allen Gliedern. Denen gab ich nur deß Morgens und Abends / und wider deß Morgens ^/zAilteimm pe^Lrum ln ein wenig Reinischen Wein nur einen Tropffen odersechs oleum 8ulj>buri5, davon vergreng sie es balde/ do sie doch sonst niemand cu- rirenkunt. Denn sie ist ein coutolrauvum undcvuler- vacivum. Wi?zl6us schreibet ccnr.;. ^pl>or. 92. daß geflossene Nesseln an den Puls und Schlaffgelegt/ das hitzige Fieber imHeztzen außzulescben.Solches thut auch derGold- saphir / wenn er gleichfals an die Pulse gebunden wird, Iliem ccrzr. 4 94 Gib dem Patienten Bromberenwasserzu trincken. Vense 8e<5tlc>. Vje5ckols5»!errursnssagt febriLauttics X lyocopem secsnäsm elle, weiß aber nicht obs zu rahten were / besche den loeu m. In Ita!ca tsts gar gebräuchlich / wenn die Hitze überauß groß / so kanes der Gesundheit ersprießlich seyn. Das xcvil, Capittl. Vsmemgcrvurizeiten Fieber/»der der -k/c^icz. Äondtt Haußak^nchü >95 iingew'^r- tzelt/was es sey/ meeögl^ Kant wird. ^Äicaleubzkicuzlizfelirizeli, ex c^uisvelm: 5edn!em c^ueuclzin ^zlziruni liki ^c>m^>arzr, das gar m eine Gewonheitkommen ist. Ist gar ein emgewur- tzelt Fieber/das denLeib verzehret/ usi ist gar em schwindsüchtig Fleber.Eclichenennenö etliche tte- Aicsm. (-alcous nennetö , cleciiKe.kcdn Ilb.i. cap.7. und spricht weiter/es heisse darumb tteÄl- cg, czuocj tnmz lciiuru cliKcilis lir, cjuemüämoäum Iizblrus , zur c^Nocl i^lum cor^oris li^lzirum comsire- Ken.i2.^Ai ^>«>0», ??»?-»? Inlisri.^icliÄcl 5avZllÄrczIgscr>^lir e^re^ium lidrum cie omuilzus 5-- brilzus iimsilicivus Lc cvm^oüriz. ircn^ l^e'- 6iici5> L^lar Ojzrscusdicrareuz c ic^no I^cs^vürzno - ^le6icus celelzerrimus lciisilic e^ic^ium opu^culum cletebii I^e-Ilca. ^uocl elli coniuo^vm ^zvan^io!« li'--- dro. Irem ^acobu5 8^lvius cäiäir commeorzriü äe fe- bribuz»5ub 6c>em ejulcle ^ZvgnalolX Zibroac!zun6ium-> e ^ u 5 I'^evjzlira^us ?3race!5us von Ursachen deß ^ands / (Nrieß und Steins/sagt ^rs6i 4. cjus csul^lneü'e ^ ur- rni um in pulmoae exiilcarem. rullim cau- ! aocem> (ZslsQ.^e di^er.^edi'.üliu.ca^.Z. sagt/l^eälicX t ebrss 6u^>!icem orcum liadeur, ^nmv ex Ä!^6euriizus j/ebridus, <^UX cAucum s?lorizl>uvrur, ur lvoAiruilioe nem^orisliumoiem iv corpc>recoicj!8c:onrenmm coci^ sum?inr, ve! üevi poreli^ , ucejus aänuc j?orri6 reterverur. Illze veröncin raurum ^c6licze 5unr, leci r»- 'izicia: eriam.^. (^Xaurem mzacure säliuc kumi^ra'-- l e ^eneraurui. ulzicoiciizcor^us occupaveiiur, lunc gcveu6eurur,^uem26mo6urNl.ucclNXKam- »D2ex5omire. 51 c; dj u Die 5?cÄlci schwitzen nicht/Lc luar Kolons exs?errcs» Q U k. Ärauche offt rcrrzm liAlllzrzm, die ist gut Wider den ^»erriuacem cslorem^ cjolis 1. guiNt, I.zc czsirinum l^c^icis 5znum eti, 5cbol. 5a!er. c. 54. Item Gerstenwasser / Gerstengraupenssiplein/ Ger- siensüplein mit Rosinen. Galemsten ftl Mieren ben Rückengrad mit eiker weis- sen Salben gegen dem Fewer. In allen kcv, il?us und hitzigen Ktanckheiten/ soll man Violenzucker oder Lonlervgm brauchen / Item Rosenzucker/Ircm Llclior!25collcliras. Das ^jzpkoreucum ^urimdnii illacht gewaltiä schwitzen in allen febribüs , Wassersucht und in Peste, Wie manö aber machen und brauchen soll / sihe i lieo- pt^ratium. Item/ rvie man diß Fiebtr curiten soll / besihe 1° l^co- l'mÄ s. lid. l. Warme Bäder suche im i^ulaväo von Wasserbäderü 157. !kiö so schivollen/ »vieerzu MireNt Das QX V III. GeschrvsUenerL.eib. <^CH habe gesehen/ daßmemeö Vattem Kutscher eignen auffgelauffenen zerschwolienen Leib hatte/ und war chm umb das Hertz angst und bange / daß chm alle Leute verlohren gaben. Wil glauben / daß eö die Wassersucht war. Er bunde aber klein geschnitten Rüberet- tlg / mit klein geriebenenJngberbestrichen,/ unten auff dieSohlen/ davonzogsichdie Geschwulst hernider/ und erbekam Lufftzum Hertzen Auch riebe er Rübe- rettich auff einem Reldeissen / mid drücket in einem Tuch ms senilem geriebenen Mberetttchden Sofft/ unb legte klein gestosseM Ingber drein / und trättcks also / alle Wochell einmal drey odervier / weil die Geschwulst wcret. Es schmacket nicht gar wol/ ee halffaber wol. I- tem er goß heiß Wasser auffHabcrstro / und legete S-n- derstein/ welche die Schmiede au6 der Essen wc. ftcn/ms Wasser oder auffs Stroh/ daß es miteinander brasemet. Darinnen satzteer sich auch auft .inen Stuel/ und riebe sich sehr / daß er flugs schwitzet. Diß that er m der Wochen zweymal/ und geschach vier Wochen nacheinander wo nicht langer. Denn man muß anhalten / biß die Geschwulst weggehet. Erriebeihm auch den Leib stets Mit Saltz/ und striche den Schweiß immer mit warmen Tüchern hinunterwartö ab. Er aß auch immer Rübe- rettig mit zu/ und verthat also wol in die zwey Scheffel Rüberettig/ W erwied-rzurecht kam. EichenMispelngetruncken/ sollauchdie inwendige Geschwulst deß Leibes vertreiben. Irembrauche Tynacmden Leib/ densolvirinden Tranck/ und brauche ihn also/ und bmde unten auff die Fußschl eine auffgeschnittcne Schleh/ und thue das also einen Tag oder drey. Wenn auch der Leib zuschwollen P/ den bedecke unten und oben nut Weinblärrern/ doch also / daß das rauhe von den ^'läkcern auff die Geschwulst komme/ so zeuchtö die Geschwulst aus. So einem der Bauch groß und dicke ist/lrese LenecixI.IiIz.li.c.z4. AVennLM Mcnsth sehr gesch wild Uttd oce Ss uiMb T. Hände voll Eow.ülen/ 1. Handvoll Krau-' semnntz./i. Hat.dvvU Pvley/1. Handvoll Slchhoitz/:. Ha.ide voll Bibctteü/ z.. Löffel voll Gersten / z. Ranten voü B^4.mwasser / siede den dritten theil ein / in einem geglas^rcen Topff/ oben wol vermacht / lnnck den in 6, Tagcnauß /ftue morgens/faste z. Stunden drau ff. Vor geschwollenen Ä.eib nnd Beme» Wem der Leib nnd die Beine geschwollen seyn/ oer sie-- de Hanfflörner in Bomwasser biß er auffkennet/ ftige darnach das Wasser ab/ und giesse Bier dran/reib es m einun Reibasche / ftige es durch ein rein Tuch / oder Dul chschiag / thue ein wenig Meel drein/ laß es ein wenig anffsieden / mache Suppen davonund brauchs et- wann 8. Tage nachetiiander. Vor das BleheniM Bauch; ^ Nimb Nesselwurtzsameni/^nd stoß den / doch daß die Bauchble- Wurtz zuvor sein sauber gewaschen sey/und zerschnitten/ ben was da^ und vermische sie mit Honig/ und iß,davon. Es warmer ö» brau^ die kalte Lungen/und vertreibet das Bauchblehen. ^hen» Meines Varcern SchwesterMann/ in der Schlesien wohnend zu der Zeit/ liesse der Leih gar hoch auff/ daß er gar dicke ward / wie eine truckene Wassersucht / pz. mres genant/ wie droben davon gesagt / im Capitel von der Wassersucht/ dem ward gerahten/ er solte sich deß trinckens enthalten / und.nur täglich Suppen machen / von Hanffstzimenscarinzbis ex ^miue)wtegebrauchlich/ als nemblich den Hanffsamen zerflossen / und mit ein wenig zerrieben und durchschlagen/diß aß er also alle Tage/ und war nur von diesem allein gantz und gar durch Got- res Segen wieder gesund. Vor has Bauchwehe / und duttF nen Stuelgaug. Welcher VZensch zu dünne im Bauch ist / der nehme Ziegenunschlet/und stede es in Mlch/nnd trincks / das verstillet dem Bauch die wehe und die dünne- Thnt im der Leib wehe/ so mmb zerflossene Wegerich/binde ihn darüber. Oder nimb warm gemachte Dachziegel / oder Decket von Haftn oder Töpffen/mache sie heiß / und lege sie auff den Leib/zwischen zweyen Tüchern/ oder Habern geröst heiß ln ein Säcklein darauffgelegt. selbst.hoch )cr«ch»,Hllen. Das ist eineob^ruciiol'arczn ill iurelilllis.die lestdie gescbwollett Speise mchtunter sich acl anum gehen / sondern treibet roheres den Koth wieder zurück/ daß er oben zum Halft hinauß komme/unß wil / wer nu diesen 1 arrarum >esolviico , und den Pa- »vle erm tienten helssen tvil/ so afpiici^e er chm kein Clystir/licnr curiren. 5?4 plcri^ue loleoc : Denn damit macht man Übel ärger: Sondern schmiere nur Dachsschmaltz auff einen grossen breiten Lappen/ und legödem Patienten auff den hoch auffgeblasenen Leib/und gib ihm von oben hinruml er- p^arioi ein / der relolvirc und erweicht auchden l'srrs- rum, daß die eicremevr wieder durch die mreltinz gehen können: So ist dem Krancken geholffen.Doch verbiete ich allhiergar durchauß kein Elystir / sonderlich wenn <6 aus verharten Mist im Gedärm entstehet/ batstem Clystir sehr tröstlich und heilsam / wie m üiacis oder L o- licis gebrauchlich. Wo aber der Leib offt mit Clystirm eröffnet / und leufft gleichwol mit aus/ als bißweilm geschieht/ da ist vor erzehltiRecept sehr gut. Es ist auch ein wunderlich Wasser / damit ihm einer selber/jedoch ohne Schaden / einen geschwollenen Leib machen kan / davon besihe A4i-aI6.I1b.7c2p.67. Vor den gesch rvollenen^eib. Seud Borragen/ Bibenellen/ Poley/ Nauten/Car- dobenedicten/ jedes gleich viel in Cofenc / Tlschbter oder Tafelbier / in einem wol verklebten Topff/ trinck offt davon. Man nehme dieBlümichenvomHundromey dazu/ so wirds desto besser. Oder nimb Schwertelwurtzel/schabe sie rein/ und reibe sie klein wie einen Merrettich / thue Essig darzu / und trinck Abends und Morgens davon. Oder seud Wer- muthsaat / frisch oder treuge im Bier/und trmck davon/ so verleuret sich die Geschwulst aus dem Leibe und Beinen / die von übrigen trincken herkommen ist Oder Schwertelwurtzelpulver ein quint schwer in reiner Erbeöbrühe/ oder Maumensup warmgenossen/ und 5. Stunden drauff gefastet / doch soll der Bauch wol flüssig oder offen seyn. Diß thue etlich mahl / es hilfft nechst Gott wol. Das XClX. Capitel. Vom Sothoder Gohde. Soth wo- brennen oder Soth sieden / wird eigentlich ge- her es kom- ^"^^uantar6or tiom^cl^j.^uaucjo teuucur cslor leu Ät. cZor in ore veorri«.ull. UNd iM Halse/ quiuÜom-icüuz, cli oriticillm veorricull luperius, t'eä iuserius ilüus ori- ticium , eli^mreltinorum ^nncipium nervolun^; ^ke- sagt/ welches denn auch derWarheit ehnlich/ es komme vom 1'srcaro her. Drumb solvire den I' srrz- tum, daß er per urinam weggehet / so hastu den ^or- bum cmirr, auff Theophrastisbe Art. Vor den Soth» Nimb Lorbern / dürre Salbeyenblätter / Zitber/ reibe zusammen /und nütze das Pulver: oder iß Iohanms- brodt. Oder nimbMuscatnüß/Kreide/weissen Zucker/ana/ klein geflossen / daß es wird wie ein Meel/ mengs durcheinander. Darnach thue das fünsste theil Lorbern dsrzu. Wenn dich der Soth ankompt / so nimb nur ein wenig auff einem Messerspitzlem ein/ so^vergehets balde. Etliche essen nur ein wenig Kreide / davon vergeht es auch balde. Thurneisser curirtS in seinem ?ilon. lib. 4. ^5,. 7. per surum 5c>I. ivz.. Es sagen etliche man solle seine eigene uriozm balde trincken/so balde es einem ankompt/so vergehet es einem balde. Etliche nehmen Wegerich und stossenihn/ bringen den Safft drauß und trincken ihn. Oder brauch nur 2. Löffel voll Schaffsgarbenwasser/ so vergehetö auch balde Oder nimb Zuckercandi / Muscaten / Kreide / Ha- berkrütz / Weitzenmeel / ana / mache ein Pulver davon / und Nimb so viel als du auss ^.Messerspitzen haltcn kanst/ auff einmahl em. Liese auch pcrrum 6e Lrelc. üb. cap. 2Z.. Sonst hat man in Apotecken Morsellen vor den Soth / die gebraucht/sind auch gut. Das e. Capitel. Von den Nieren und ihren Kranck-> Heiken. Nieren wie Nieren curiren die Theophrastiner mit dem sie von Na- Secreten / die das Kupfferm turseyn sich hat/als Vitril aus dem Kupffer/ rechter Chynn- Md was schm Art nach gemacht/ oder gezogen/ welcher gantz süß Aas Andtt Buch/ ist/ daraußtasolerlm und 5x!rikus gemacht: ist hierzu chi 'e ÄW und andern moi bis ein gantz edel Artzney. Sie sind aber cki ing» von Natur warm und trucken / und inwendig feucht und hitzig / und haben diese besondere Wirckung an ihnen / daß sie übrige Feuchtigkeit deß Geblüts an sich ziehen / dieselbige zu hart zu kochen / daß darnach derselbige Harn durch die urerercs in die Blase gebracht/ und weiter von der Blase außgetrieben werde/ reliyuz vi6c toi. 256.2.57. Sie haben aber ihre sonderliche Kranckheiten / so wol 7!tttett- als die andere innerliche Glieder / denn sie werden biß- küanckhetk, weilen verhart/ verstopfft/erhltzt/ erkalt/schweren/ werden geplagt von der piruira, ÜÄV2 bi!e, bekommen den Stem/ Sandgueß/ und haben andere Plagen mehr/die ich den l^cäicis befehlenwü. Doch wil ich in der Einfalt etwas hiervon melden/ hui porelt ca^erc cgpisr,weil Mir Nit Zeit gelassen wird/ me ine relam vollend zu perrexireo, wie ich gerne gethan hette. lv.cvibu8 prczluor IiUpus.scNzmum.porruIacZz^hz- ravus ,j?crroscl!llum , soljz. laz». kr2ZZj rzcl. ^rsmiols , üelba l'rioirau», , Wille» toiium. psrierarig, Vir^z psli-zris. Die Verhärtung kompt von der Verstopffung her/ dieVerstopffung aber von kalt und trucken/ unoallem dun das süsseschmeckt/ soeme Schleimigkett gern bey sich hat. Denn die Süssigkeic ist den Gliedern annemb- lich zur Nahrung / die zieher den süffen Geschmack / der warm und feucht ist / gar geitzig zu sich/also/daß auch die Glieder darüber verstopfst werden. Es seyn aber vbttruÄi vu.derRelß/denn der verstopft und macht harr / Item/trübe Bier / gereuchert Fleisch und Fiscye / und die m der Lufft zetreur seyn/Stockfisch/ Roch/ Lableow/Putten/Wittlmck/Plateiß/Rase / und alles was hart und dun oder treuge ist / Irem har ts Eyer/ Bratwürst/Ungerisch Wein/ Item der Hirsche,/ :c. Welche Ding aber dieVerstopffung eröffnen/Besihe kritiu^) IN lpkxulu lib. z.. I. c. 6. und sonderlich ist Hierhas Oiaczrüoücoll gut. Die Wasser so deß Eiffenssubtilitet und krafftm sich führen / silid gur wider allerley Verstopfung der Miltz / Ledec/wffcröhren/Lungen/Engebrust/sprichtThumelst- ser in seinem Üb. 4. c. 7. fal. 105. Irem / die Was» ftrvon Stlberkiß/ Alaun/Federweiß / und wilden A- laun/ sind gut vor alle Verstopffung der Leber/ Miltz/ Blasen und Nieren/ibicj.fol.io^.DieVerstopffung der Leber/Miltz und Nieren Nimbt das Wasser vom Bnns / und das Wasser vom Tufftstem weg/w!k!.K)l. »n. Di? Verstopffung der Leber/Miltz und Nieren/ Magens und Blasen wird curirt durch Betomca / Klettenkraur und Rittersporn/ ibicj.'tlb. 5. csp. 5O. Lc 5Z. Rc;nb!üm!em/!Ärmz HrecÜ25 (!lrim2,sind runde gek- be Blümlem / in Wein gesotten / seyn gut vor die Verstopffung der Leber/ Miltz und Nieren. Von Verstopffung der Nieren / Bla-s sen/und aucy m gemeur der Mutter / Leber/ Miltz/und Lungen. Weil ich hier auff die obül uÄ iol,e s komen bin/so wil ich ein wenig weiter gehen / und etwas mehr hiervon sagen/sintemal ichs droben in den andern innerlichenGltc- dern vielleicht wol übergangen mag haben/ sintemal die Verstopffung dem menschlichen Leibe und Gesundheit den grosten Schaden thun können. Für Verstopffung der Leber / Miltzes / Lungen / und Brust/ seyn truckene düne Feige gut/ so sie nüchtern ges- Verstopft sen werde Fließkrebse eröffenen dieVerstopffung der Lun- fung der gen/Wermutwein nach essens getruncken/ eröffnet Leber Lung/Lcber/ und Milyes Verstopffung / wie denn auch das Vad mir Miltzes / Alaun psiegt zu thun. Die Capern eröffnen auch die Ver- Brust Mut« stopffung der Leber und Miltzes. Anis eröffnet auch die ter und Nie- Verstopffung der Glieder/wie denn auch das oicum äe ren was da- Zmaris. vorzubrau? Verstopffung der Leber/Miltzes and Nieren/nimbt chen. der8/ru^uz zcerolud compolicus weg/denn er zertheilet und lernet ab alle grobe Materien. O iuIgcc!«mmbt Verstopffung der Leber weg / Item der8/>upus cjc bncüviz.und ^/rusius cjefumcz cerlX. I' rocilci (jc eroffnen die alte Verstopffung der Leber und deß Miltzes. Wider dieVerstopffung der Leberund deß Magens/ brauch die Latwergettlersio^i) genant, Sie gieren so hlM/wo- durch ihnen zulMn. ^iercn/so ettaket wodurch sie ec- tvarinel. Nieren und Blase/wodurch siezn purglrcn. Die Verstopffung deß Magens/ der Leber/ Miltzc? 'Und Nieren/ mmbt Ox^^cl compvmum hlnweg/ ist em Tranck. Verstopffung deß Magens und der Lebervon Kälte eröffnen das olcuin cle lnec»ca, UNd der I^iupu!-6e Ku- ^^coiic». Das nle u m castiuum nimbt die Verstopffung der Widern und Lacerten weg. Verstopffung derMuttervon böser Kalteund feuchte eröffnet d>ru^us cie^ireiniliz. Icem liijzkelitm«- . irem ?illcliilci clc Flir Verstopffung der Lungen / Leber/Miltz/ Nieren/ Vlasen/ic. Besthe Ku!autlum von Wafjerbadetn /t'ol. I/L. 179.180. Die verstopfften Nieren werden eröffnet durchPoley/ Ro!)temintz/))t0delger/Graßwttrtzeln/Wegg!aßkraur/ Spargeu/Pecersilg/und Drcyfalcigketlblumen/'l'liui- Nv.il c!izz. 7. Aach ReiNlscher Wem/bitter Vier/ wegen deß Hopffens/ eroffenen seyr. ^iyige Nieren. Werzul)!tzlgevu^cilh.u/ der esse Erdbeer/ rohte Ulld schwartze Brustd^ren: Imglctchen rcuicke er auch ^rooeerwa^r/ S cox^ucilcem, ^ tic>irvic8,ln»Xl- mctaciuu^, äu^lcies, öcc. i^urAacio Kerinm. Sie werden geremiger durch diese drey Krauter/Gar- ke.'. ^)f0p/ )^ttl»tzkraul/ und ^ (juu: cttr^ccies ^ wenn man drml.eii badet. Ilun/ welm man ln ^gemlee/ Seigenbläctern/ ^.ppiey und Waldsaren bavet/ 1 Nuntii. auttMemlschenTvetn Vteigecruncken. BieNzerezs undBiaje 5» purgiren- hierzu werden georaucht/LIcctu^t!u>n ae MccoÄo- lalum, Leaeu»cläi2xacivi». 1u6um, ?illuls: cic tj^ueciic!^-!, . (sonderlichaberdienen zze darzu/ das? nian den rä^arc>^ici> das Wasser aus deii ^)ttecen und Blasen ziehe/^ Nierensthwerem Von den Geschweren der Nieren. Besihe 5n5 iu Zpe. cu>.parc.4.iib.T. 1ia6t.6.c.4. Eskomptaberdasschwe" rendeiNle:en vonRalteundFeuchteher/)uxc-ii L/ru^i cvnccz^uencez ^iruic^m in Kerü- du8 luoc. 8)'ru^>us 6c cluabus rzclicibus Ox^mcl Lc O» x^mel com^olirulu. Iccin, ^l^araAi, ^xifra- kcrciiculi. 5/ru^»i courrsklavam jzileminR.e- llwus luar. zcecos^.'ZilT'^. Lc comp. LncliviT, ^iol2rum« !ccm ^c^ux, Lu6iv.x, IViaivS, 5>o!2M. )!.endett--ul)d Nierenwehe/ a»ch derftüs bigui Äe! sti-pssung/ Schwerung / und Apostemen. Da sagt ^m waI6ill a!> , man solle in den Leib seine ps- oaceqm brauchen: Zlber außwendlg soll man die Lendeti mitBathengel/ S Ioyansooerweiß Lilienöhlsalben. Wo aberHch / Apcstemen und s.öarpffbrennende Harnen vorhanden/solle n?an Seeblume>;/tveiß Lilten/Hol- derblut/Wttllenbmcnen/Veihel/ Roser./ Mon/Alber- broß/Lcin-od.r Nußöhl anwenden / und dareiu emzwey oder dreysachs Tuch netzen und überlegenm enn man unter Lem-oderNußöhl/ .Hirft'-enunsdletzerlasse /seye6 desto bestend?ger. Liejeseme??o-.ce.'zm.^ic.66. I e 1^ Em weiter Harn/der halb bleyfarb/ und Eyter drm- Von der HaußalWep. '9? nen ljr/bede nt Geschwer der Nieren/und Veerei unl,das istoerWeg daderHarn durchge et. Blm im Harn das nichtklötzlcht ist/ und schwartz am Boden ligt/bedeut das Blut das von den Nieren fieust. Das di. Capitel Von den grossen Vl)eheMgett d^r Nieren. <^H)ewol ich im vorgehenden Capitel auch etwas von >)en Schmertzen der Nieren gedacht habe/so lst doch em morbus Heltünt / c^ui leuus(iciio. ^L^ic.sagc/ iioci.tl, küU5 cti^ ia. I^e^l^liris il-nninzsio rcuum, cum cioiorc , mceraun^ Was es sey« cz conjun ^acti rnlu^cu^i uriuX tjUiicuIc^s > cu:n cxcrecionibu^. ^uc , zur ruo^Ncoüill- ci^Ionbus un- ^unrui-. .^rrcUL8ubimaic.'attc<^iiunc> Qiumsle^- dcuc ^?ejus, il slc^uct^ vomicuz büi^sus ucceciac. HuoäicQum vj^um lurcüi^uo^ Diese Kranckheit zu curiren/ muß man erstlich die Darmevottdenüsubuz Lc t'«ec»Ku8 purgiren:undmup K'^auckbeit solches geschehen durch eine schllpfferichre u-.d ti^ui. >u cucienre Clystir/ 6c ureuclum ettun6i>Ouii)^8/rvnicu r>8, dalueis Lc allisicoic^cllzus, c^uz? vjzz ^iilzr^nr. ?er 0L (.zucx^ue ^olii^euclz, mcarus cviciem lubricos il:cicjuur, acl niulcum cov5crunr lulcula jziu^uis ex malva cum buc^io, Liceribui, ru- dü8 ac limililius. Item / man soll brauchen etliche Sachen / <^UT wei- äcncii vim I^-ibcnc > als^erum , l'uccum limouuw und ^ci bt:ns,Lc c. schreiben etliche / aber man muß sehen/ ob der Patient solches vertragen kan/ weil ich erfahren/ daß etlichen ^ c^>lu>ricib das sawer Nicht bekommen wollen / weil sie grösser Weyetage im Rücken davon gesichlet. l)e la^iäe ^uem ^lecjici I^ejZ^riricuM vocanr. I.zpi8 !>le^nclcus, del Nierenstein/ ex llovz tll. s^Zniz zIlZcus III Lc (loloridus Ädciica Huaclam Lc ÄbiUulg s^culrare. li cie col!c>l'ut.ieu- lus ttcltccul, vsl^e commcutacur. OelZpi^c l^c^kn rico, cui sZiimX äc l^eÄar!tsim«e psirez riil?uuQ!Ul io l^c^kriricie Zc ltoirizc^i ciojvlibvs , ubi v^Iäe com öc ^>lXcllc2rui meäicin'Z iä ^cnuz linn- tikuz »mnibus , Hucm !u6i ills 6e csula ^etlzllr varns siurmis 2tkZl2rum.1'2ncJ vi ^l^äicu8 illc memorarur. Nr li >u b^c^ioalli^zrus ^cllccur,T^cl j^nm lcvccur, minuarur cloioi, ^luxiiriunic^ue Jrcoarum Lc c-il<.ulos ium cx^llarur. ()u^ocl ü tjui8 3>mlli3m liiii cxulo la» chicere velir, c^uum s,cvf>cruo uu!l^ calxu- li äolvle , 6um ilcAi:lt,3lur l^L^liucicuZ^!iclcurXcl:- N)>in renum zKecIiooikus, unnX cliKculräribuz.jeco- ri^zccjue Ueuis obliruÄiollilzus live clec'oczuzrur, live eriam cx >!no Izibsrur, live uÜÄkumorum commorio- Ne. c^UT tcre Llias mcäiciuzz coiliir^li 5oler llne viÄuz tsnove ulla cxczuiiiclc-lle. moclö illz mocleralÄ llc, ue vires mcäicZmcncotzs ac pIzlle Z^mjiabjles ejus 1:^01, sliZli^uler. Iclem,Besthe >Vicc>cliium Von diesem stein/ in Bericht von BezoardischenStelnen ca^.s. Wenn dich der Nierenstein plaget/ so binde den I^e^iiricum (l em nur an den lincken Arm/ er zerbricht den Stein und treibet ihn auß. Er ist grünlechrig mit Milchstralen vermischt / der üllergrnneste/ der wie ein Lauch grnn ist/ der ist der allerbeste. Sonsten ist ein Bad von Pappeln/Camillen/ Steinklee sehr gut darzu/ darlttgesesteni'iß unter die Arm. IteMlnrus ein ^mullioll ex lcmmibus lri^njiz Lc pz. ^aver^.DasUnguent Oiali.liczhindenauffdieWetieta-' ge gelegt. ^i-r^MLcüisI^exl^'ri^oscoul'uIc? >s iv8s?cc-.narr. 4.l.2..1'.aÄ.6 c.2.Lair^oI.^uoj,lid,7. c.^4. Xlex-ncl. LenecÜA.I»l),22, N;j VaZ Nierenstein. 195 Das e! l. Capitel. Vom Stein der Nieren» SiAIewol ich dessen bereits im vorgehenden Capitel ge- ^-^oacht/ so muß ich doch hier erwaö mehr vom Nierenstein sagen / und neherzum Ziel schiessen. !^ascunrurczlculiio?klmonc> inreliini». reoikus, Velics, A^axillis, cerckro, melevrerio, Neue, jecivore , vcllrricuIo.msrriccjullÄuris arriculorum Lc complu» ribu8 slii; jrumzni corporis ^arriizuz. Icj Huc>ä ^riaro. rnicorum in6uliris Lc 6lli^encia com^errum ac clevre- tieosum eli. Ia kaac leoreuciarn le^e 6llj?urz.ic>llcm e- lucjirillimam I^aurenrij bZiperijjtlzlll c^Icu- li, lu!i prTllcjlo Vilceri l'u^in°X kadicam Lc im- xrcsszm is/i.Ich hab inHolland zu Leyden m dem Hospital ein Weibsperson gesehen / welche grosse Stein auch von allerhand Farben von sich geben mtt erbrechen/ auch in dem Stuelgang.Item durch den Harn. Icem per ureruin und auch dmch denNabel welches ich mit meinen Augen gesehen/aber solche Person hat gewaltige 'Anfechtungen gehabt / wann Stein haben von ihr gehen wollen. 8i calcuiu!» eliuu Keuibus, areaa acceälc aä rubri co'iorem, cc>n5^>icirur in msru!« 5un6o, Lc cjolor eli ia Izreribu», Lc iu mi6iu emircirururiuz hierumc^ue absczue 6c>Iore. i>iu aurcm eli ir» Vel^cz, zrena cli , öc cloloreli circa ^cairaliz.Lc urina mrcräum coaÄae- rnicricur, iarcrclum prorlus usn porclt cmirri: c^uzm- vis iclem eriam acci^ar la^e cruciaribus sI^caum cal- cuioorris. Lzlcllluz lvcnum clt ei aNljua cruclirareLc arclore R.enum , öc excciuirur ^>er urinam » Stein in Lenden bringet das Saltz. Lalculoliicuibuzlzüzanrcereviliam kerortica con- «üczm.^o'nzn: ?Iacc>cc>; 6e ruen6a valerucl. Lalculum vet>cT Lc R.enum comminuitpropelür- ^ue cerevi^a!auriua» l^oc cli. ebaccis lauri cc»o5ezoll. Den Lendensteinbricht vizcülzmearum. Oder trinck Petersilgenwasser/ seud sie in Bier/ und trincks fein warm. OdertrmckPetersilgenwurtzel/ das fein laulicht gemacht ist. Oder trinck Petersilgensamen fein pulverisirt / in Grundwasser aus einem Born geschöpfft. Die l'keopkrakm, sagen/ man soll oleum ViÄnoli reÄiücarum. alle Tage drey tropffen frne in Petersilgenwasser brauchen/blß der Schmertzen vergehet/ das soll den Stein zerbrechen und außtreiben. Davon halte ich viel/ aber lpirims Viri iol> thutS eben so wol. Denn was ist Lalculus velicX Sc rcnum anders / denn ein schören- der welsser l'arrarus, wle denn auch die andern Steine/ so allenthalben in deß Menschen Leibe gefunden werden/ und darinnen viel lermens anrichten/und grosse schmerzen machen. Aber der l'arrarus erreget viel / und zwar die meisten Kranckheiten in deß Menschen Leibe/ wer den solvieren und außtreiben kan/ der bleibet wol ein Meister deß langen Schwerts, ^apicnri saris. Besihe nur i'Keo- Buch c^e l'zrcarik, denn also nennet er den cal- culum, undsprlcht/ der L^Icuiu; sey nichts anders/ denn ein l'arrarus, der sich an den Menschen henget/ und in lbme^encriret / wie ein Weinstein im Weinfaß/ von den Tartarischen Dingen / die einen l^rrarum in sich haben / wenn dieselben der Mensch geneust/ als vom Stein in Aas Andw Buch/ Wein / safftenden Frucht / und Krauter / welche ^iväs irdisches in sich haben/ inwelchem^arcsrusligt/ von welchem er in Menschen kompt. Denn wie ein schleimige Erde/ sonst Töpffererde genant/ einOfengeschmieret/ und Ziegel gebrandt werden/also ein erdige/ schleimige/ pitultische feuchte im Menschen durch die stetige wärme der Nieren / oder ander örter deß Leibes zu einen Stein gekocht wird. Denn wie es in der grossen Welt zugehet / also m der kleinen Welt/daSist/ im Menschen Zc in poäaAra. cl^iaars schweren die Steine aus Zeen undFmgern oder Handen herauß/ oder werden außgenommm/ wie in Oestereich / Ungern/Kernten / Steyermarck./ droben auch im Reich und andern örtern/ ich solches gesehen habe. Anyßkörnerzerrheilen den Stem der Nieren und der Blasen. GuterLittawischer Methund Zimmetwasser getruncken/sind auch gesund.^e^iricus l'erpearirii laclici oder viÄnoli in Bran- tenwein gebraucht / thut auch das seine cx^ellic cslcu. Ium,j?rolul?er ne coa^ulerur MZrcria czIcuIolz.Lzper. rc> creclc Kuperco.DeNN der Zvinruz l'crpencini lest die marcrizm calculol'am sich nichtcog^uliren,sondern lol- virr sie/ und macht / daß sie j?er uriuam abgeht. HjZlrims szliszäm ocium cKc^x cti iu äolonbus re- rium Lc ig cslculci expellcncjo. Lxpcrrus ec,olcxzuoi. Beyfuß gepulvert/ und das Pulver Mit Eppichwasser eingenommen/violcori^es. Item / nimb Knobloch/ seud ihn wol / und trincke die Suppe. Das Pulver von der Haut eines Hechts/mit Wasser vomGlaßkrautsz^uz pieranT)verullscht/undmitWem gecruncken/ bricht denStein. Diß thut auch die Haut derBarben/ mit dem Kraut anleriaze ^Genserich) ge« braucht/ ccnr. 5. ^I^or. 89. Kirschhartz in weissen Wein zerlassen/ ist eine bewerte Artzneycomracslculum rcuum, ceorur. 7. ^jzl)c>r. 15. Item/ LegePoley und ErdbeerkraUt in Branten- wein/ wiltu Gundram (etliche nennenS Hindlofft oder Hundetrage/oderGundelreben/sonsten ttzeclerarcirc- liri» darzu thun/so ist viel desto besser / denn dißeinbe« sonder gut Kräutlein wider den Stein/ trmck Abends und Morgens davon. Meth genutzt/ reiniget die Wege deß Harns. Besihe 1'Iiec>s??>rzlium ia lilzello cleliorii« ^nciizci. LlcÄrum mprimisalbum weisserAgtsteinoderBörn- stein/collru5um sc vivo coÄum.vcl cerllvilia,(jcrur!z- boraoriblls calculo vel llrznAunz. ruric ttarirv s aperir, Lc msreriam calculolzm äiüum^ic Lcic^^ellitt 1-oc. illlibel. ?^ecl.5c)!. z.6. Oux^irrellber^eukls,ill coavcnru8ckmz!cal^ell> li cjocuir l). ^url^erum !ic>c remeclium , vicleliccr, uk lumcrec receorem c>!Izrn, uit^ue 6imi6ium reccaci- dus izzccis ^uni^erilmsileramt c^uam Zolles complo- rer viao Lc a^ua,in ^uaJuaiperos clecoc^uercr acl rer- riX szarrii coaCumriooem: Lc cle kac porioae lumercx uvum arc^ue zlcerum. 1°izuc enim secururarn 6olori; miciszrioncm» Lc calculi procellionem ceriÄ senlurum. Ibiclem« ^ui6am lizlievs maximaz cruciarus calcU- li, nullo alio rsmecljo urclizrur , nill IsÄe cZszric>o. in Huo poma sHeinbotten) co^uelzzr, Lc inlo- cum akkcäium impollcdsr. Ikicicm. Emgu^Stüc?. Das Pfennigkraut zu Latein/llummulzn'-,,hat in den Schötlein/ die sonsten schier wie Pfenning stehen / ein klein Sämlein/das muß maninGerstenohst einsamlen/ denn es wächst gerne zwischen der Gerste/ dasselbigein warmen Knysenack oder einem andern Steintrelbenden Wasser gebraucht/ ist ein sehr gut Recept wider den Stein / wie zwar auch seine Signatur außweiß. ?robz. bis, cum Oeum ejus crearorem laucialziz. g»t stück vor die Gchmeryen deß Steins. Wenn dich der Stein Met und schüret/.daß dirs gar Mch« ivehe thut / und schneidebich hinter der Röhren /so nimb Petersiliensame?-»/ dürre oder treugeihn/ j? reibe ihn fem klein/ und schabe ein wenig vom Donnerkeil darzu/ brauchs in warmen Bier / so legt sich der Schmertze bal- de/2^orslieae. Donnerkeil ist nicht der grosse schwartze Keil/ der ein Loch hat/ und ist fast einem Keil / damit man Holtz fieget zu spalten / gleich / das der gemeine Mann auch sonsten einen Donnerkell nennet. Die Lateiner nennen chn re- lurn oderlgficjem fulmineurn , oder cuneum tuIlNl- ocum z torma: Sondern ich meine hier den kleinen stein/ der etwann eines halben Gliedes lang ist/ Lc libertär- niam , czuT ex laro in scucum renclir, und hat eme Materien/ dle schier außsicht wie elsi.Wachs oder ein harter Kieselstein/und ist fem glatt/ davon soll man etwas schaben/ und mtt dem Petersikensaamen einnehmen. tzLin bewehrt Vordem Stein. Äecijze. Bibenell/wildeAngelica/ Petersilgenwur- tzel und Samen / ?inyß/ Calwus jedes i. Loch / zerstoß es fem/ thue es zusammen / siebe es durch em klein Harm Siebigen/ davon auffden andern Tag so viel genommen / als auffein Dreyer ligen kan / und solches in eurem Bierjuplein eingenommen. Vsrden Aendenstein. Laß dir einen Vrandtenwein machen / Und wenn dä ihn leutern wilt/so thue ftlsche Wachholderbeer / und Cardomömlein/und andere sachen conris caicuium cicoriz drein. Zuzweyquartnimb etwann em halb metzlein Wachholderbeer/ e^re^ic leäar czlculi äolon 8. InVotgtlandeistein Städtlein Zwehuegenandt/ ligr zwo Meilen von Zwickaw / da ist ein Born / dessen Wassergetruncken / vor vielerlei) Kranckheit gcbraucht wird / sonderlich abervor den Stein / Es kommen viel Kranckehm/ und ziehen gesund wieder weg / dochtnn- cken etliche desselben Wassers zu viel / und kriegen die Wassersucht. Denndastelbige Wasser hat zween wilde Zufluß/die sind schädlich / die solt man ihn nehmen / die Leute führens thonnen weiß mit sich weg / und bringens andern krancken Leuren mit / die brauchens auch / lassen sich deßMorgensWassersüplein davon machen / und essen die / das hilfst sie nechst Gott / eben so wohl als wenn sie darnachzögem Wn anders Wenn einer mercket / daß ihn der Stein plagen wil / so trincke er nur Zerbster Bier/ das hat vim ex^ellena,- und treibt ihn balde fort. Hüte dich aber vor Schollen und andern treugen Ftschen/gereuchertem Flusch/Kese/ sauren Kohl/ und anderer harten Speiß / auch Milch / Grütz/ Reiß/ Hirsche/ Meelbrey/ und dergleichen. iLm anders. Von der HaußarWy. Lendenstein/wodurch er zu vertreiben. -97 den m ein Glaß. Nimb IiX^cram kerrcNrem, treuge sie auff einem weissen Tuch im Schatten / do keine Sonne hinkommen kan / thue denn das Kraut in den Vrandtenwein /und wenn es vier Wochen darinnen gelegen / als- denn davon em Löffel voll m der Zeit/ wenn einen der Stein anstossen wil / und sonderlich nach dem Bade eingenommen und getruncken / und sich darauffzu ruhe gelegt. Wenn gleich daS Kraut grün ist / so schadet es nichts / oder thue nur GuudermanSwasser in den Bran- tenwem. Em jeder der sich deß StemS besorget/mag dessen alle 14. Tage Abends und Morgens-.. Löffel voll.ein- nehmen. ^ors kene. Lalculum coinrninaunr: rulzeus in ornnibus terclponcnis rejzcrcus. !^oritliinu!i <^uocl tillimze ünr l^>oo»>X, l^oc ia^iäv czreanc. I^zpis ^uclaicus in^uclTZ nacus. 1-^ncuriuzteu l.^ncis , cleejus snimalis urins narus. Lll^ei^cneie Hucciui , ^uonizln scj cjus iultar jzaleaz arrzÄustllers^ic. Icein rninotis lernen,irem^lvX.Lic^r.lari-- vum.Klchern/ni^ruin öc rubeuin,^llia (^lceiUlN rube- «lum äecoÄum vai<^c cliurericum elt,Lc cslculolis sa. jubcriimum. veneniz rneäerur, Lc cslculum kran^ic. Kernen Zerium calculomeäe- ruu uucle 8erenus äe inorbor. curar. czj?. 1;. 5i vclöiu Is^i6e5 cjenlos conveirirurtiurnor slicuc üt in omlli ^enerzrione cslculorum) 8axifrZZurn leu k^oo^iceu succurrere crecjuor. ec non Olzlcocni8,czjiiX porälzirur I^umox ^urinz.) Okruir ^ic inorizum labe^Äa^ue lZigremucir. dslculurn ^elluur^UXclzm ^ummi, uc^ummi ralorurn viuo^ocum : «zuici^m lz^icles , ur I^^ncurius, inT lanar, Lc calculOZ velicX cliäir jtus. Viäe^c>lel>ti. ()uercers iu re^-onlioneacl^ulzer- rum ^2». 14.. 15^ Merrettichwasser ist gut vor den reissenden Stein und zu den Blasenstein. Bocksblut in warmen Essig getruncken/ bricht und treibt den Stein. Retttchwasser ist eben derart/ es treibet den reissen- venStein herauß/macht Harm/ es tödtet auch dieWür- me un Magen/und gibt gute Dewung. Hieher gehören auch andere sachen/ so den Stein zim- lichermästen brechen/alsHawheckelwurtzel/ Manns- drantenWein/ Heubellerch/ Stein so in emer wilden Schwcinsblasen gefunden wird / Hasensprung/ Mispelkern/Meerhirschen/Pflaumen /Gummi. Item Co- rallen/ Krebsaugen/ alle Srem so in der Fischen Köpff gefunden werden / Eherschalen. Item Betonienkraut / Eisenhart/ Salbey/ Gundelreben/ Wasserlauch/ Bey- Macerire üores tzsmbuci eine Nacbt durch in Wein/ fuß/ Graßwurtzel/ Spargenwurtzel/ Poley / Funfffin- und ttinck einen gutenTrunck davon. Do h -st die czuin- gerwurtzel/ Flchtenhartz/ Brunnengreß / kleine Punpi rz eNeari- von der Mederblüt auß«'.zo^n besser /. in ei- nellenwurtzel / Knobloch/ weisser Zwibelnsafft unl nem Löffelvoll Wein gebrauchet/das den stein/ sonderlich den Röhrenstein/ der wie ein A^v-elrothist. Oderbrauch^pincurn iKereKintKiuT inAnißwaster/ oderac^uz virT oder Brantenwein. Item allerley Geschlecht der Stein/ so in den Fisch- köpffen gefunden werden / gerieben/ und mit Wein gebraucht/brechen den Nierenstein/ und zerreiben ihn. Sie stillen auch das Bauchgrimmen und Colica / cenr z.^pkor. 29. Ein Bildnisvor den Nierenstein / suche im K1i2aI6. ccnr. 1. zi. Wider bett Aendensteitt. Nimb Rettichsafft ein/ schlecht / wie er gestossen und außgewunden ist / und setze dich in ein warm Bad/ so gehet er von stund an ohne Schmertzen hmweg. Wenn man das Wasser trincket das im Frühling aus den auffgehawenen oder auffgeschnlttenen Bircken sleust/ so zubrichts den Nierenstein/ ceur. 1. xl^or.z6. Vor den Stein ein gerriß Recept. Nimb einen guten starcken gebrandten Wein / thue Zwibelnsafft und Wasser / Brennesseln/ Senffsamen /Meerzwibeln und desjenigen Essig. Es sind auch Mitl el / welche den Stein fortreiben in dem sie den Weg schlüpfferig und weich machen / auch denselben erweitern/ als nemblich die Milch von Kirschkernen und Pfersigkernen / auch den kalten Saamen gemacht und außgeprest/ wie auch aus dem Hanffsaamen und süß Mandelöhl oder gemeines öhl. Deß Churfürsten zu Brandenburg Recept contra cslcululn. NimbweissenIngber/Calmus/Zitwet/Paradißkör- ner/langenPseffer/rohten Enzian/jedes 1. qumtl. Diese stücke alle zusammen geflossen / und mit Wein gesotten/ davon deß Morgens drey Löffel voll getruncken / ist sehr hitzig/wo grosse Nierenwehetage/ und die Nieren entzündet/ die äderichen sehr hoch rohc / dienet es Nicht / wo aber das Wasser oder Urin weiß/gehet es hin. Em gut Recept / welches em armer l>attor, ein Lxu! ekritti. von einem bekommen/ und allezeit in einer Döhsen mit sich trug/ und sagte/ es hette ihm viel guts in seinem Elende gethan / da er doch nicht allein- Lreäiemis darzu genommen hatte. R ii) Galgatt Pulver so conrrz cal- cuium dienet. zz^iiricus was er vor rastr habe. Galgan Ingber Nebelein Langen Pfeffer Muscatenblumen Calmus Cubeben Cannehl oder Zimmetrindeü Zttber Meistevwurtzel Balsamkraut Majoran Bibenellensamen Kümmel Weissen Steinbrechsame« Petersilgensamen Weinrautensamen Salbeyenblatter Mastix ?lngelica Entzlani Lsräomommn Anyßkörner Fenchelsamen Süßholtz WeisseVwlwurtz Lungenkraut Muscatennüsse Leberblumen / jedes ein halb Loth Eines halben Ungenschen Guldens schwer gefeilet Gold. EdlePerleni.scrupel Sassran anderthalb quint Rhabarbaral.qumr. Senetblatter i.Loth. Sandel roth / weiß/ geel/ jedes i. scrupel. 5> c^uis vuir omncs Izoicies. ^rcrioloz« «jui iiz piizimacopolli s l^slzcocu» zciz i.lci u^. omaibus milce^rur ^zccliarum csncli^umi. ^u1verileacur,ci.eblellrur Lc misccsnzur. Diß Pulver dienet coanz czlculum, zum Magen/ ftärcket das Gehlrn und mLmorizm. Item/ das Gesicht / das Hertz / ist gut die Lung und Leber zu erhalten / treibet aus den Stein/ er sey gleich scharpff oder schlecht/ daß er von einem Menschen gehen muß wie ein Sand / dienet conrrzomneslcbres,macht guteDawung/ gibt eine gute Farbe/erhelt den Menschen bey Gesundheit/ist gut Jungen und Alten zu gebrauchen / Einem Alten so viel als man mit drey Fingern halten kan/drey guteMes- serspltzen auf einmal / schlechts also/ wie es an ihm selber ist/ oder in warmen Bier/ oder elm Truuck Wein. Es ist wol ein rhewer Recept / wenn man alle in^re» äiearia darzu nehmen solt / er hatte sie aber Nicht alle dar- zu genommen/ und kostet ihn gleichwol zwey Thaler. Aber man kan sich lange damit behelffen / es war eine grosse Döhse voll. Bißauff den halben Vngettschen Gülden hatte er ohngefehr darzu nehmen lassen. Dancke Gott für seine Gaben. Ein anders. Wenn dich der Srem ansaugt zu plagen/ Knoblauch/ den mag man sonsten auch novilumo, im Brant brauchen/ doch were das Wastervon Knobloch gebrandt weit besser. vul^ns der gememenKlettensamen eiiccscum m 5ole, oder auff Ofen klein gerieben/^uoä mc lius crzr, darnach in der Pssffermühlen gerieben fein klein/ odergestossen/ durch em härm Siedlgen getrieben / und in einem starrten Brantenwein oder virz? gethan/ Mische eö untereinander getruncken. iLin anders rvider den Nierenstein. ^e^kriricuslstsokräfftlg/ wenn man ihn nur an den Arm henget / so lindert sich balde der Schmery deß Lenden und Nierensteins / und treibet viel Sandeö uud Sreines weg^ Wer ihm ein Armband davon machen lest / und rregtsMezett am Arm / der fühlet me kein schmery von Stem- Man bekompt ihn aus Hlspanien / die Kauffleute so dabin handeln / von Lübeck und Hamburg / die können einem einen mitbringen. Man kan ihn auch allezeit von Frankfurt am Mayn bekommen unch Das And» Buch/ ein schlecht Gelb/ Er hat auch seinen Namendavött/ denn ist clolor K.eoum. Diß thutauch das l.ivoum^es)tiriricum.so aus New Hispanlen bracht wird. Denn es vertreibet alle Nieren Kranckheiten / und wann einer das Wasser nicht lassen kan / so laste ers nur in Wasser maceriren/so nimbts alle Verstopfung der Lebetund Miltz weg / oder koche es m Wasser / oder lege es in Wein und muck davon. tLm anders. Kurtz zuvor/ ehe man die Gerste mehen wil / so co!!i- ^irc Pfennigsanmen ies stehet in der Gersten und iM Flachs /hat gelbe Blümlem / ist schier wie ein Lebersar- der Kohlsamen/ die Meckelburger nennens Pfennig j wennmandas Wassermchthabenkan / soreiberma.» die Korner meiner Pfeffermühlen / undtrmcks in war- MenKnysenack s etijcercvil^ tZuttrovisua j die^>-A^- fvlirzni coliigirens mit allem Fleiß Sie nennens mutn , llummulsrism. (zeuilts brichtLUch UIld treibet den Stein gewaltig auß: Item/ Vocksblutm Wcin lc>I v irr,und mit einem Löffel gebraucht/ zerbricht und treibet ihn auß. Wn gut Recept. Nimb Eyerschalen/ darauß junge HünleM krochen seyn/zerstosse die gar klem/ undrriuckediß Pulver m warmen Wein. Item / Nimb Merrettich / Petersilitnwuctzel/ reibe sie bet'de klein/ geußBrandtewemdran / triucks Abenes uns Morgens / wenn du dich Niderlegest/ und wieder «uff> stehest davon / so wirds besser nur dtr.! Stembrech / Fenchelsamen / Petersilgensamen/ Lor^ bcrn/ Liebstock/ anai.LothmttwarmmBiergeirul^ ckcn hilfst auch. Vor den Stein ein Tran ck, Rccipc.Pettrsilgenwurtzel und Kraut/Haselwurl.'tl/ Karlichoder Wachholderbeer/Raute/ Salbeyenbiac- ter jedes ein Handvoll/ Fenchelftimen/Perersilgcnsamm jedes i. Loth. Diese stück allem einen guten Wemztvcen Fmger brett eingesortm/ durch ein Tuch von den R: aurern gesisgen/ und daran Nagelein und werssen Ingber jedes ein halb Loth gethan / und fein sansst wieder aussieden lassen / den Topfffleijjig zugemacht/Abends/Mo^ gens und Aitttags emen Trulick davon gethan. Ein anders. Das 5al lierba cZermao.Hc2 3>^riigenandt/ czuoci aizrlis in.^ccllmevccz ür (zerbricht den SteiN/ und treibet ihn endlich auß/ wenn mans cum alicjug einmmbt/ als ?eclc)lclmi,vderk-crnlculi.l.^lzi- lticl Liebstöckel / ^ Erdbeer ^ ^Steinbrechs!vlcl>!oc> ^geelerSteinklee^Wasser/d«e letzten zwey sind trefflich gut/wie es auch ihreSignatm mitbringet / und thun mehr/ denn wenn man S. Libonum anruffre / wie vor Zeiten im Bapstumb geschach. Vor dasNierenweheundden Nierenstein. Ibisch ober Eibisch mit Homgund frischer Butter gesotten und getruncken/ ist auch gut vor das Bauch- und. ueren" krimmenundNierenwehe/ ccar.z. 2,4. Dißthutauch das pol^^oizum oder Lczrrix;io!Z ^ das Weggraß^ im Tranckoder Clystirgebraucht/ ccor 4. ^>kor. 14. ' E6sagtemeinemVattereinvkz6wr.welcher^o3cKi, mi lccuncji, deß Churfürsten zu Brandenburg Leibartzt war/ erbraucktealle FreytagnurRettich mit frischer Butter/ und bißweilen wenns viel were ein paar Eyer darzu/das werearrcnuznz v>ä'tu5,und verzehretm?Ma- gen den schleim und alle pKIc^mzcZ-untteibets per uriua weg/ und alles was sich m der Undawung im Magen versamlethat/daraußsonstenL^IcuIus und Lolic.i werden. Bißweilenhabe er auch ein wenig oleum l^e^etziri' rwi, von welchem Torneisser sonderlich viel hielte/ ge- bra^ M-s-c (MSN 0 Y M ü ui>,kiU!:-' M-il!! wsiM N-iK'. - Kcinspr^ Weren- srein / was dafür zu brauchen. Blasen« stein. Blasen- stemist Meyerley. »cyet. Dadurch were er nechst GOtt wohl sicher blieben vor dem Lalculo und der LOlica. die ihn zuvor sehr geplaget hatten. Es ist wahr/.es ist em treflich Ding / dann es macht daß man nicht purglren darff/ lieft T^!6. ceac.l.^koi.y6.da nennet dieses eine bewehrte und güldeneKnnst/ vic^e locum. Präservativ wider den Gtem. ^kan soll offt Bittrer essen/ so kriegt man den Stein nicht leichtlich Drumb bekommen chn die Holländer mt/ daß sieoffl Butter esien. Knobloch i lein geschnitten/in Brandtenwein gelegt/ undgebraacht/ istgUtvordenStem/ alle^.Wochey brauche den Knobloch nur emmal. Vor dettSteitt. Es berichtet >ne;nen Vatter ein fürnehmer OoAor lui-z.aile Morgens 8 ode? 9 frische WachholderbeeriM Munde gekewet / und hinein gesftn/ were ein gut Recspt >coinrz cz!cu!um. das hätte er wol probieret, läembÄ- benr loci in I^ibc!. ^ccj. 5uZ. 2,7. Vor den Stemm den Nieren Schmiere dich Mil Mandelöl)! umb den Rabel/und auffden Lenden es HM wol / ist auch gut conrr^ 5u2«> N)lderde»s senden und Nie- rcnstcin. Brenne nur Boncnstrsh zu Aschen/ geuß Wemds? rauffund trmck davon. Oder/Binckallc Tage Zimmetwein/inch. Tagen ew Noßlem/ das bricnr den Stein / und stillet die Wehta- HM. Oderrrit'.ck guten Dahiilschen Meth. donrru dalculum K.LNUM. NttNb L^rricc.8 ovoi uin,ex bns putU enari lunr, ocuivj. ^Äncioiuin , lapillvs ei capne Ucica: minoris iKuhlparsensteme/dere: findet man allezeit zween io uno capicejicinen ^azniculi 6c?ecrole!mi in a^u^Ii ^onrlc- rc. ccintiin^e umais in morario öc cribra. ?oniAc pac;. euri, iiarim t'evrierlevzmen. Lipeico ciecle R.Upcrro. Ein Urm da wenig Eyter innen ist / bedeut Geschwer Hed Nieren. Rohte Lockletn Haares im Harn / oder gelbe bedeut die übrige Hitze der Nieren. Haarlöcklein im Harn / die grob seyn / und vergehen/ wann man das Glaß rühret/ bedeut Verstopffung der Nieren von grober und jeher feuchte. Löcklem im Harn/der da feist ist/ bedeuten eineschmel- tzung der Nieremvon übriger Hitze. Rohter harrer Sand im Harn mtt Schmertzen im Rücken oder unten im Schloß bedeut den Lendenstem. Harcer Sand und roth m dem HarnmitLetchterung deß Schmertzens in den Lenden / bedeut daß der Stein m den Lenden zertheilet und gebrochen ist. Rodte Feuchte im Untertheil deß Harns bedeut Geschwer der Nieren und Lenden. Weisstrharrer Sandim Harn derzuBoden fället/ soSchltmtzen ist umb dasGemächre/oder m derSchoß/ bedeutet den Srein «n der Blasen. Das ein. Capitel. Vom Blajenstem. uzlcitur j concre5cir, Izpicjescir Lc inclurztul ur cx cralsirie Lc fozcibus uiinX lenrisSciu- vcllcX lun^» cc>Ile<5l>S per calcnem immoclcrzrum sli- c«r von nez>3nclum t^uocl ^eculisriz vis Izpiclilicalimul in coocreciunc concurrir.) Kariu5-ich were: len/ in "uh? Sie könrensauch am seciiincnro urivzc IN N!Äcu!a ft- lung deß hen/was der anlegendeSteiN v^r eine Farbe hettetl cicin Slei NS» ex Wann sienun befinden/ daß der Scem also weich und rehrend were / sollen sie ia bilttcy den Sch.^.rt umerwegen lassen / und den Smn Ueber mu dm cam^»tenzubrechenundaußtreiben/ dieman ^^0»,^» koc eU , czlculum confrin^cinia nennet. Dann die L UI z dieses Steines ist fast einerley mir der Luia deß Jtterensteines/ ohne daß man in der cuia deß Nierensteins auch ^t^^^öo.,^ pfleget zu brauchen / clt ra- lis nieblek>mone Sc c>an- Al^!i2mvilunrur,ali^ui veio^ui e v->^unc,eci!Zm^ikn° pizrenres acl AeNeiZnäum lecjcjuorui. LU 3urem inci- liv l'zcien^a in cervice velics: psulö lu^rz aaum.secun-- äum llbrzs reÄa8l^b)-n<5keii5, ioseirv in c^nslem u>>° nü'.em ar^enro cui vc> uiitlumencri. !ncje veiicX cc>l- !vm lc asieniones calcnlus ^lUexeüimus nebulv j excisbicul-. 5zl>^ni8 birci cli^ol vir ztjzmzvrem Lc calcnlum ve- , cujus u5um vicje zpuci ^li?zlä cenr. 6. ?. lcjem fzcirpulviz virrire6icprTsZZrari, clc czuo k^li. ceurur. 6. ^pi>. 97. l'biO^Ioc^^ceS leu p^tlercu- !us s der kleine Schneekönig) cnzmconcremmc^Icu- lum ^xpellir. ccnc. 7. ^kor.4, Lc 4s. pulvis 1e^c»i s, cle c^uc» s?c>lieÄ cjicemus. Wir sollen aber hier auch weitleufftig etwas sagen Von derpiXsetvarione calculcnum ve/ic^zcj Kenuin. Wie man sich vor dem Stein hüten und verwahren solte / daß Man ihn nicht bekäme/ daran auch wol zum meisten gelegen:Dann hierheists recht/l'u^iu-. cjicirv>^uäm nc>n zclmiclicur bolpcs. s (^ZN^c>fc» ris artnzrus cu- lw6ir arriurn 5vum, kc,) Aber ich habe Mir hier Nicht vorgenommen einen gantzen ^lelbo^um voneinerje- deren Kranckheitzu machen/manmag die Kleciico, con^ lulnen. Jedoch Mit zweyen Worten zu sagen/ benehme man Wie sich der Nierenund Blasen in der Zeit die marcuzm. darauß vordem der Stein wird / oder wende sie bey zeit ab / daß sie Nicht Stein zu zum gang der Urin kommen. Darnach so muß man auch hüten, caululn cKcienröabschaffen/ dle aus der rruueiiz calcu- wsz einen Stein machet/ als da ist / die sewrige Wärme oder gro sse Hitze / die mancher Mensch m den innerlichen Gliedern hat. Dann wer Ztegelerde/ viel Holtz und Fewerhat /derkan leichtlich Ztegelstein brennen. Also R tiij wer viel schleimes' oder l'artarum hat / und grosse wann indemMagen/inderLeber/ Miltz/ Nieren und Blasen/der kan lerch tlich zum Stein kommen.Wil man aber den nicht haben/so muß man dieselbe innerliche nbermäs- sige Hitze in derZeit abschaffen/und laulicht oder kalt machen/ durch etliche kalte lemma un andere kühlende ding/ damit sie die sandichte Materien nicht zu Stein machen. Darumb wollen auch etlichekleckciund sonderlichl'ral- IlZlius, daß die calculos, vor essens oder auch unter dem essen bißw tlen Wasser trincken sollen. Aber am besten ists/man hüte sich nur / daß man keine cruclirsres oder Röhigkelt im Magen habe/ darauß solche rohe pKIsAma wlrd/ dasist/man soll solche ding nicht essen/welche einen dicken safft machen / und schwerlich zu Verdawen seyn / als da seyn / Brod daö niä)t gesaltzen noch gesäuret ist/ Ostreen/ Karpen/ Plötzen /iSchleyen/ Ahl/ Weiß und andere Fische/ die ein weich oder zehe Fleisch haben/allerley Wasservögel / Schweinen und Hirschenfleisch/Schwamme/ Käß/ Milch/ die nicht gut Molcken hat/ wie dann die Milch der Kühe pfleget zu seyn / wann sie gekalbet haben / vom Januario / biß m Milchbrey /ButterMilch/ Kühe der Ochsenfüsse und Mäuler / KüheeUter / harte gesottene und gebratene Eyer / das Weisscvon Eyern/ süsseund dicke o- der kalckichte Wein/als daseyn dieUngenschen/die newe Möste/ und summa alles trübe Geträncke / undalle Speiß die steinichte Sachen bey sich haben; Und sonderlich soll man sich hüten/daß man.sich nit zu voll frißt oder säufst. Item wann man harte Undawliche Speisen / sonderlich aber/ welches wol zu mercken / Käse isser/und als bald viel feinen reinen subtilen Wein drauff mucket/aber die dicke Feuchtigkeitenbalde zu den Nieren führet/ und alldar entzündet und bedecket. Vor den Stein. Nimb Himbeeren / etliche nemms Himpelbeeren/ Hindbeer ^udu8läXUS>Lerv!^udUS)0der^UtNiL(Ier- VIQUS) ließ sie femrem/daß sie nicht Wurme haben/rhue sieinemGlaß/ geußBrandtenwemdrauff/ laß sie in der Sonnen stehen / daß sichs fem durchwircket / rrinck Abends und Morgens davon- Wider den grossen Schmertzen deß Steins / uns daß der Stein archgetneben wird / mmb e '.nen newcn Topff/ thue ihnbald voll newe frische Wachholderbeer / fülle den Topffvoliend Mit Wasser und Wem / laß den dritten theil einsieden / crmck em Trüncklein oder etliches / oder brauch die newe Wurtzel China. LlcArum tMj)rilNis3lbul« iwelsterAgtstein) coacu» jum sc vlno ccx^ium, vel ccievitia. cielu^ l^^>o>znribu8 calculo cuoc liatim encaruz , Lc t»itcerizm czicu- lorum cii^umpicacexpeilic, ^c>: Es finden die Schlächter oder Metzger einen Stein bey den Schweinen/ den halten sie sehr hoch /geben einen umb einen halben Thaten Wann man von dem selbigen em stücklem zerftöst / und brauch! s m emem Loffe! voll warmen Bier/ svvergcheit die >Sch-»ertz ^.n deß Ealculi von stund an. Man findet ihn m den Btasen der Schweine/ aber nicht bey einem jeglichen- ZVider den Stein m der ^!asen- Nimb oeß von Schließen Pulver und zerreibe -hn klein im Mörsel/ o- der einer Pschermuhlen: und thue ein wenig/ etwann als ma-i mit emem Dnyer heben kan/ unter deß L uliscctnj Pulv?r sde-jen - lwaun so viel seyn muß/ als man Mit einem S:-Herg^schcn erheben kan) da muß deß HasenS etwann d^.-vi-'vdie the;! ssyn / nimbs m einem warmen Wem oder Bier em / wann dichder Stein ankommet / und schwitzen ttt emem Bette oder Bad drauff/daS treibt ihn qeroottig. Mtt oiesem Recept ist ein Pastor curirt worveu/dev s. Jahr sein Ambt dch Steins halben nicht hat verwalreii können. Daruach mv. man auch das übrige rohe bald aus de - l ^ern > bnieisen / daß es durch den Leib in den Stulganc. ^cgl )mme. EssindtcherzudiesenSa- Das Ander Buch/ chen sonderlich gut die cZl'urerlca.fo die Urin und die lirieiz derselbigenvon demMenschen treiben helffen/w^l- che crMrie s kompt/ entweder von Wärme oder Kälte. Aber dieses dienet nichtvor einfältige Leut. Wir wollen lieber zu den m eclicam earis wiederumb schreiten / und dem gemeinen Mann damit dienen. N?eme der Stein vor die Rohren f^lt/ und Nicht abgehen wil oder kan. Der nehmeReinischenWein/und mache den so warm/ Stein ss als er ihn brauchen kan/ und thue Sassran drein/ und ^vordle triucke es/ so muß er fort. Oder nimb ein Nössel oder mehr Wern/ und laß nur einmal / mit 9. Lorbern zer- querscht/und für i.Silbergroschen gantzenSaffran dran lyun. gethan/ auffsieden/ und trinck es warm. Dieses thut auch das Zerbster Bier getruncken/ aber der Saffran ist besser. Item / der Gustrowische Knisenack / deß Abendö warm getruncken / ehe man zu Bette gehet. Wer den reisiendenStein hat. Nimb i.NösselplanckenWemessig/ seud;. Loth eichene Mispeln drinnen / trinck Abends darvon / wann du wilt zu Bette gehen. Doch sehe manwolzu/ obdißder Patient vertragen kan/ dann sawre Ding treiben den Stemwol/ abersie Machen grosse Wehetage. Vor den Stein. Nimb eine Rmdsteischbrühe / wann das Fleisch halb gar gekocht ist / und koche damit emen grünen Kohl/ iß denselben Mit der Brühe. Oder bade dich in einem Wannenbad/ darinnen Haberstroh gesotten ist gewesen/welches auch die (^Ku-ui vor demSchnttt pflegen zu thun/ ehe sie einen auff die Reckbanck nehmen. LucrÄbsllamilnoxcx^ellircÄjcuIoL. Hivovkabes ure^eZ^inru 1 ^eicbillriiZT emenTropffeN 4.5. oder 6t Blasenstem. Hechtkifel klein gestosjen / eines Gülden schwer in Pe^ tersilgenwasjer genommen/zerbrm)t den Blasenstem. In alles essen thue Petersilienwurtzel oder Kraut. >8 'I'liZUtcnum IN Illcjiz cxcmpcuz cic czpirc xi» fcium l'i'ouidtuMz uki Ällczuacicjo blQi,rcru!,cjU2reln^ piures te^criunrur. Ljus ^uivis uri» Iiltimus Lerrurzcj verleis velic^e calculum, Lc urwX o- mnem ciiKcu'rÄrcm. vclic^ srzo^ir. Iclem. Hawheckelceiia bovis genant/ wird für den Stein sehr gelobet. Dann es lindert von stund an den Schmer - tzen/ und führet von stund an den Stein auß / so bald man das Pulver von den Nmde .i seiner Wurtzel in weis- seN Wein hat eingenommen/ wi?3!ij.cclln 7. äjzkvr: 45. Dochssoll die Wurtzel erstlich in Essig eme Nacht emgebeitzt seyn / dann wieder getrucknet/wie man in A- pottzecken zu thun pfleget / und den gebraucht. Cm anders. Nimb Petersilgenwasser/ weiß Steinbrechwurtzel/ Wegebreirwasser/ diese drey Wasser untereinander gemischt/ Abends und Morgens getruncken / treibet den Srem/ und macht ihn gehend aus der Blasen / sonderlich wo grosse Hitze zugleich da,st. Gtem der Meinen Rinder. Wann kleine Kinder den Stein hoben / und dafür ihr Stein der Wasser nicht lassen können / so mmb Hirse/ der nicht ge- Kinder/ stampff.t ist/mit Hülsen und all/ feud ihn in Wasser und was dafür Wem / lege ihn in einem Sacklein dem Kmd auffdie ^ brauche, cjcn-^z , so warm ers erleiden kan / so kompts baldezu recht / diß ist an eme^n Frawlem / und sonst an einem Kinde von fünffIahren probieret. ^Vann einem der Stein vor die Röhren kompt. Mich berichtet ein gut ehrlich Mann / dz man zu Ste- Stein so tin in der grossen Apotecken am Marckt allzeit ein Was« er vor die serlem zu verkauffen habe/ das nennet man Mgsserlein Röhre conn z csiculuw.Wann einem Menschen der Stem vor kompt» die Röhren kompt / daß er seine Urmam Tncht lassen kan / so soll er nur das Wasserlein brauchen / so erweicht sich der VonderHaußMney. Her Stein alsbald / und gehetlvie e!n Erdbeer von ihm / anders w eo^em cs lu. «l,n allen Kfti merken. Pulver so den Stein «btrechet. ohn allen Schmertzen. Solche Wasser werden gemeiniglich .gemacht von Wein/ so.überWurtzelund Krauter gegossen werden/ Blumen mtt Saamen und Früchten/die den Stein treiben/und dann cjiltiUirr. wie den kieäicis bewust. pulvis ex L^nosb^roesibollUln remeäium covrrz calculum. k^clzncll. LcnccjiÄZ Izx ^ri v z slst ein Pulver/oder auch ein Lat- werg in derApotecken zu kauff) pro^clt c^lculolis. Vor den Stein ein gut Recept. NimbVrandtewein/ so aus Weinhefen/oder Reis- Nischen Wein gebrannt ist/ thue rohte Erdbeer drein/ Item / Gunderman oder Hindlöffc / tiXcZerz rctrcttcis, brauche bißwerlen deß Morgens/ wie man sonst einen Brandtenwein braucht das bncht und führet den Stein aus. Oderzerstossene Kulbarsensteln und Krebsaugen in Malvaster gelegt / und frühe bißwchen ein Trüncklem darvon gethan. Oder das Pulver mit Weingetruncken. L^cneX^uir , kisbells maximos cülculi 6c>- lores Lc ciucisrus.iüenulloalio^cmeclio urclzzrur.ni- riulc^uzm comcclsrsur bil?zr , rummiro Wo6olspic1em relolucum invellier. Man mag es auch Mit Petersilgenwasser trinckeN. Ein anders. Nimb Eyerschalen darauß Junge gekrochen / Item / Hasenbein/ oderKnochselsprung genannt/Hechtkynba- cken/Petersilgenwurtzel/ Krebsaugen / Hagenbutten- steine. omnia tunr suorilillime jzul vcrilanclz Sc xermilccacjz, öc sumelltlaäeeomaacSc vel^eii scrU^. I. ia Kollo vino^ renver- schwollen- Wer des Stein hat/und fein Wasser nicht lassenkan/ der nehme emen guten Trunck Reinischen Wem / und thue darein die vnnam von einem Knablein / einen guten Trunck/und trincks/ von stund an » elol v irr sich der Stein / und treibet die Urin herauß. Wann der Stein in der Röhren verscbwolkn. Vernehme Petersilge nnd Romeyenblümlem thue sie in ein Sacklein/laß es mit einander wol sieden/ und ^ lege auss Gemacbte/ und wannö kalt worden ist/so lege erö wieder auff/ biß es hilfft. Vor den Blafenstein- Hechtkirfeldiei?adie^ayn innenftyn/ge-- Blasendorret/in einem Mörsel klein geflossen / und eines Gold- ^ gülden schwir eingenommen / zersprenget und bricht den sp^MM. Blasensiem. Die Mebs treiben den Gries Sand-und ^ reifenden Stem gewaltigvon den Menschen durch den Harm/ und lasten m summa kernen l'src^ram beydem Menschen/ sonderntreibenihn gewaltig vonchmhinweg. Wer sie stets iffet und brauchet/ der darff sich deß Steins nicht befahren/ uviv ctc o. ii. Sonderlia) auch ihre Steine gcssen. Vor den Stein. Nimb Perlen / Corallen/ Meeryirschen / Krebsau- gen/Mifpelkörner/ Hatnbucteiikoriier/ jedes em haw L. rh / ))iarellenkerncn / Pfirsingteruei»/ kleiner Rrerle.»* jedes ein Quintlein/ diese stück besonder. Darnach alles durcheinander gethan / gestossen. ^umb alte ^»orgen eine halbe Nußschale voll / einmal 5. oder b. uud dav^ einmal m einetn Schweißbad/und einmal oder 6. m ^rau- kern. iLm anders / den Stein aus dem Ambe zu treiben. Nimb Hasenblut und die Haut / so an der Seiten ist/ also frisch zu Pulver gebrandr/ und nuchttrn m warmen Stein aus Wajser getruncken/so zergehet der Stein. Wtltdues Leibe versuchen/so nimb einen ^?lem/und schurre deßPulvers cm Löffel volldrauss/ geuß warm Wasjerdrauff/ so wird es zergehen / wie mich em glaubwürdiger Mann berichtet har / stehet zu versuchen. Diß Recept hat mir ein ander guter Mann also zugeschrieben. Brenne Hasenblut und das gantze Fell meinem rohen Hafen / daß es alles zu Aschen werde / und gibs m warmen Wasser in einem Löffel nüchtern zu trin- cken / so wird der Stern von stund an zerschmeltzet auß- tropffen Solches haben wir selbstprobut/ deßhalben daran nicht zu zweiffeln. Versuchet es also >/ schüttet in ein Wasser emen Löffel voll desselbigen Pulvers / und leget einen Stein drcin/ welchen ihr wollet/ so wird er von stund an anfangen zu schmeltzen/ daß ihr euch verwuw Hern werdet / über der Tugend desselbigen Pulvers. iLin anders vor den Stein- Nimb die Haut von einem guten Hechte/ ln-ennesse bey einer heisscn Glut in einem newen Topff/ mit einer Stürtzen wol vermacht/zu Pulver / Item / gedörret Bocksblut/Krebssteine/ Petersilgensamen/ Pfirstg- kerne / und Eicheln: Diß alles zu Pulver gemacht /und im Bade ßenützt in einer halben Nußschalen voll mitKo» fent / oder Bier oder Wein/ oder mache z. Bad nacheinander / und brauchets also. Worden reißenden Stein em edel Stück: NtMb Petersilgenwurtzel zwischen beyden Frawenta- gengegraben/ brenne Wasser darauß/, und nimb das AVer den (->tem yat / dAf) er sem ^Vas^ Hünermagen ist/ treuge es/und ser nicht la fjen kan. ^ ^ Pulver /und trmcks mit Petersilgenwasser. Dernehmeblawe Kornblumen / Petersilgenkraut/ ^ . . gelbeMehrenkraut/jedesgleichviel/undeinHandvoll ^^r veN^telN- Habern wol zusammen gefotten und in ein Säcklein ge- Nim daöSaat von den grossenNesseln/wann sie retff than/ und also warm auss den Leib gelegt/ und gibs dem seyn/mm darzu Petersilgensaar zwey theil/ von der Nes- Krancken zu trincken. Römischen Spicanardi in Ko- selsaat das dritte/ pUlvensir es/ und thue deß Pulvers in fent gesotten. Mit diesem Recept ist/nechst Gott/ einem Wein oder Bier / wa?m getruncken: Kanst du Blut von Manne/ derirH. Tagensem Wasser Nicht hat lassen einem weissen Bock darzu haben/so istö desto besser//.wo können / geholssen lvokdm» mcht/ so.helssen gemck« 2. Pulper auch wol allem. Vor Stein so in den Röhren. Stein klei- mrKinder. Vor den Stein in der Rohren / ein bewehrt Recept. Nimb Hambnten im Herbst/ wann sie reiffsind/treu« ge sie / und stosse siezn Pulver/ und verwahre es zur nor- ° tursst / nunb lw warmen Bier em. Widerden Grieß/ das ist/denreissen^ den Sreln / der grobe sandichte Stern/ so durch die Urm weggehet. NimbWassermnntze/ die rohte Stengel hat/ und HarnwMtcrkraut/ das nicht in der Sonne getreuget ist/ das pulveusire / und iß es auffgeröstem Brod. OdermmdHasenbem/ aus den hmdersten Füssen/ welcheseynwieBonen/Hasensprung geheimen/ die treu- ge und zerstosse sie zu Pulver / darnach trmcks m gutem Wem/ es hilfft wol/ und ist wol probiret. Merck/wann der Stem über 40-Iahr ist/so kan man thn Nicht wol cnriren/doch brenne Hirschhorn zu Aschen/ gib dem Patienten cm Loth zu mncken / oder em qumc auffeinmal m Wern. Item / nimb ein Stein der von einem Menschen kompt / pulverlsir chn/ und rtinck ihn Mit Wem/ Lc uvu tlc cibi ize^orlum cum mulicnbu8. Vom Stem der kleinen Binder. Wann ein Kind den Stein hat/und sem Wasser lest / so sicht man oben auffden Windeln röhren Sand ligen / gar klein. Nlmb von den Harntreibenden Gewässern/ als da seyn Fen 'bclwasser'/ PetersiUenwasser / Spargenwasser/Epffigwasser / Meußdornwasier/thue darunter Syrup von Wurtzeln gemacht/ oder auch deß kemelij Eibischwurtzel-syrup / aber nicht viel/ man gebe ihm aufeinmal^.oder z. Löffel voll deß Morgens / rcpläe, ein wenig überschlagen / ein. Oder nimb Römgskertzen/ Camillenblumen / und grosse Pappeln ^non^ulli8 Ibisch voc^rur) kochs durcheinander / inemeBlase gethan/nndauffdas Gemechre gelegt : Oder dunckeemenSchwamb drein/ undlegs ihm ausf. Du magst auch wol drauß baden. Doch daß es den Magen nicht erreichtem Wasser. Item / reibe ihm den Rücken wol danur/ von oben herunter. DasemvI- luer und lenlicc die clolores. Vor den stem in derBlasen nnd^enden. Stein in Nimb weissen oder gelben Agtstein / stoß ihn zu Pul- der Blasen ver / und wann du baden wüt / so trinck Rettichwasser / und Lenden darein das Pulver gethan ist/es hilfst gantz wol. was darvor Item/warmenWem/darem lege ein Schwamb/und zu gebrau- lege ihn auffden wehelhnenden Orr. chen. Oder nimb einen Haftn mlt Haut/ Haar undFüsten/ brenne ihn gantz zu Pulver m einem newen Topff. )timb den Honigsaum/siede es wohl / daß es beginnet zu scheu- men/ müdem Schaum hinweg. Darnach das Mit dem Pulver/ als eine Latwergen/ das brauch deß Abends und Morgens/ es hilfft gar wol. Oder / nimb Hirschzungenblärrer/ siede sie in Wein und rrmck davon: Es löset und zerbricht den Srein. Nimb weissen Srembrech oder lolisgepul» vert/und nur Wem getruncken/ deß Tages i. qumtlem / das zerbricht den Stein in der Blasen und Lenden/ und macht das Wasser lauffent. iLmanders von einer Fürstlichen Person. Nimb Petersilgen mit der Wurtzel/ Judenkirschen/ Steinklee /Steinbrech / thue Brandtenweindrunter/ undcjittillu es miteinander/ gibsdem Pattentenein mit einem Tröpflem Börnsteinöhl/ daszertrelbetden Stein. VordenBlaftnsteinwarmeBäder. Rulaucl. von Wasserbadern teil. 147. ^Eitt anders conrra calculum rc- null? Lc veiica?. Es saat mir ein Lb^micusiman solte einenStein ns« men/ der von einem Menschen geschnitten were/und solte ihm ftineun>m3mexci3bircll, das solte ein j>rTlcn- rilliinuni rcmeäiulii collclsomucscslculoi seyn. VasAndaBuch/ Sonstenbesihletl'KeopKraKug denselben nurzupu^ vern /und in warinen Wein dem Patienten wieder einzugeben. Em ander sagt mir es also / nim den Stein der ex v e- iicz geschnitten ist/ den l^Lv^brzttus I^uciuz nennet/ zerstosse ihn in morrZlio. thusiu rcrvir ^cr arenzm» iece^>caculo a^okiro, bcoemuniro luco , zeuch emoleum dzauß/wiemandasoleum lärcriuum macht/ gib dem Patienten alle Morgen und Abend in guten Wein/ bey 14- Tag lang nacheinander em/etliche Trops- fen ili warmen Wem em / das dienet conrrs omncm cal- culum , iu DicAivllZrio l'beo- Diß Recept nennen die Theophrastmer einfoccari» vum. Wn anders / so mich ein ehrlicher vom Adel gelehret/ der es auch woiprvdiret. Nimb em Quart guten Wein/ mcti. NösselRelffer- öhloderBaumohlvermischet/ und wol durcheinander geschlagen/ warm gemacht / und auffzwey oder dreymal außgetrunclen. in schlechtes. Nimb8ambuci jw^!>, diebeiomptmaninder^lpo- teckenvor 1. Dreyer/ geuß Wein drauff/ laß uderNacht stehen/ trmcks eine Stund vor Essens. Wider den Niercn und Dlasenstein NimbSteinbrech/Fe P-mpinelsamen/Eppich/ Meerhirschen/ Spargenjaml/wegen deß ^reins. So nehme er nur Rautensaamen / zerstosse ihn/und thueihninBrantenwem/ oder gemeinen Wem/ und trmcks / so gehet die Urma und der L-Ucuiuz abOder mmb Wachholdcrwasserund mnckdas. Liese die von Wachholderbeeren. Oder koche welcke Rüben in Wasser und tnnck davon. Das hilfft auch die Pferde/ wann sie nicht stallen können^ Oder Nimb Krebsaugcn/ Kaulparsestein / Pome- rantzenschalen / Peterstlgenwurtzel/ oder Samen qe« dörret und gepulverisiret / mmbs in plancken Wein kalt oderwarm ei». BesihememPulver äe ca^ice 12-5. Vor den Stein- Es ist m der Apoteck eme Latwerge oder eonseÄio. die den Stem zubncht / und gewaltig treibet/ das heist man I.ilboucrijzon> ist schier wie ein Tyriac/Man issers/ brauchts auch wie einen Tyrmc: Kauffts vor 2. Silber» groschen. Die clokis ist sollen l. QulNt l'aberuTmur,-- r^ni Artzneybuch p^i . z.c, 17. nimbs m warm Bier oder Wem. Etlichenehmen rcirclircm, Hundetrage oderGunderMaNWassercum ?ccio5elini milciier. trinckens Morgensund Abends/ wann sie ju Bette gehen. Eis? - «5. . . A «» ?« Mm gut bewehrt Stücf. ^imb alle Monat 5. Tage nacheinander zuMorgenS/ weil du noch nüchtern bist/ z. ZienleiuvonunemKnob- lochhaupt / schneid sie ticm / geuß Brandtewein.drauff/ undißes. Dan.cke Gott vor solche Aryney. Es muß a!- ie.Monat geschehen/ lest du es aber einen Monatunterwegen / so findet sich der Peiniger wieder. MnWt Recept. Nimb die Wurtzel deß Kraute / das die Märcker Rt- benennen/es wächst nicht hoch/ sondern gar unten auss der Erden / und bratet sich wett auß / krigcvielStäng- llchen/ sind aber garkurtz/ hat dicke und etwas rauche Blatterlem/ ein weißlichteröhtlichte Blume: Wtewol . das ohne Blumen ist/ das hat die beste Wurtzeln. Es wachst zu Berlin häuffig am Wege / da man hmauß gen Schönberg reiset/an der Straffen/ da man von Schön- derg nach Potztanw wandert / ist gar steudlichc / busch- Ucht/und etwas scharpst/wann man drauff trttt/lst schler wie Rittersporn / grabe eine Wurtzel auß/ und beschabe sie fern rein / geuß plancken Wein dran / trinck alleMor- genem paar Löffel voll davon/ so irret dich der Stem dein Lcbenlang Nlchr. Man muß es aber schier alle Morgenbrauchen/und selten unterwegen lassen. ander gut Recept conrra calculuM» KaussemPfund Salpeter. Nlmbemennewenge- glasurten Topff s ich habe einen Schwel^tiegel genommen ) und mache ihn gar gluend/ er muß gar sehr glüen/ sonsten springet die beste Materiaoben wieder herauß. Wann er nun also in voller Glut stehet / so wirff immer mehlich em Bißlem nach dem andern vömSalpeter hinein/ so dampftet sich die izaeirzs oder Fewrigkeit/ und bleibet im Salpeter ssonst fleuget sie oben auß) und wird imTopffwieein Saltz. Darnach nimb dessen etwann einer Stablerbeiß groß! jedoch darnach derMensch groß und starck ist /emem grossen/groben / starcken Bengel Nimmet man wol emer Haselnuß groß/) Salvirs in Brandtenwcm / trmcks in einem warmen Wannenbad/ so solviret ein 5^1 das andere/ der Salpeter den Lslcu- lam oder l'sirzium, der auch ein Saltz ist/ undgehet der Stein sandweiß hinweg. Ergehetauchwolmit Knobloch und Brandtenweift ab/alleinstückweiß/ und schnekdetzu sehr, kerius 6- Lrclccnr.lib. 2. c. 26. Das c VI. Capitel. VsnandernVlajenkwnckhel'rew f /^S sind zwar vielerlei) Kranckheiten der Blasen eines . ^ » ^Menschen/aber die wil ich den ^iecl-ciz besehlen.Wil w emer aber hiervon etwas mehrers wissen / so lese er ancymey. LeoeclitIumlib. z.z^ Zc ^oacielerinum Lkti. iiopkorum Wirschung. Wann Schuppen im Harn erscheinen/ und sich der Mensch umb das Gemachte beklaget / oder in der Schoß in mgUine, so bedeuts daß dieBlase schabicht ist. Ein Harn / da viel Eyter innen ist/ und übel stincket / bedeut Geschwür der Blasen/ ulccra velic^. Kleyen im Harn/ so der Harn stincket/ bedeut ein Geschwer der Blasen. Weisser harter Sanb/detzu Boden fält/ und so einer Schmertzenhat umb das Gemechte/ bedeut den Stein der Blasen. Die Mängel der Blasen werden curirr durch Wasser oder Subtilitetvon Saltz/ Meersaltz / und Kl ZcmmT, die Verstopffung der Blasen nimbt das Wasser oder die Subtilitet von Silberkiß/ Alaun / Federweiß und wilden Alaun weg/ ikurveis. k'ilonIibroH. cz^.7. 5ol. I08. IVA. Entzündung'und Erhitzung der.Blasen kompt vom ü- brigen Zufluß deß hitzigen Geblüts. tticrs compolirsLzIelli ^istein Latwerge) ist auch der Blasen gut. Für Geschwer und allerley Gebresten der Blasen warme Bader/ suche im Kulsnäo von Wasserbadern/ pzx. 148. Geschwür der Blasen kommen etwann von einem postemare oder von einer rus>curs. oderscharpsser und srockrcllder Feuchtigkeit Zufluß her. Bondtt HaußaMty^ Die Blase wird gereiniget durch diese drey Krauter / GartenIsop/ MiNtzkraUt/ UNdLirsiona sr. 7. Sonsten eröffnen die Blase und verstopffte Urin Salpeter zugericht/Stabwurtzel/Hawheckelwurtzelpr^pa- rttt/Perersilgen/ Bibenell/ Lorbern und dergleichen / Weißbörnstem / oder ^ ucc> nam zl l,u>n genant / Item/ Bade von Camillen/ Pappeln/ Liebstöckel/Rettich / Wild / Lem/ Perersiel/ Klee/ Steinklee/ Ibisch / und dergleichen. Das c V. CaM Vsm Nsbcl und seinen Zufällen den Nabelkranckheiten besihe ^lexanär. Leneäi- ^Äuml.l,-..4.cap.z!. seiner Zu- Wanns einem im Leibe umb den Nabel wehe thut / Be- das machen die ci uäirare s oder Erkältungen deß schlei- schxeibuna-. Migen Magens / und insonderheit deß Gedärmes und Mängel der Leber. Doch kompt Nabelwehe gemeiniglich von scharpffen Winden/ die den Leib oder Bauch auff- blehen / von der Wärme hin und wleder.gerrieben / als in der LoKca / welche »st eineKranckhettdeß Gedärms / Darmgicht genant / zu geschehen pfleget/ wie davon jetzt Bericht gethan werd en soll / wie dann auch droben vermeldet. Brauche das peilurum mit dem Zpincu VicnOÜoderKümmelöhl/Fenchelöhl/bestreich auch denNabel außwendlg offc mltheiß gemachtem oleo succilli und Ziegelsteinohl/ und lege Heisse doppelte Tu- cher darauff / oder Lorberöhl/ :c- ^Tlabel der kleinen N)Hchenkinder. Wann den kleinen Kindern der Nabel außgehet/ ss schmiere ihnen den Nabel mtt Camillenöhl: Binde darnach auff den Nabel ungenutzt Wachs/ miteinerBm« den umb den Leib/ biß daß der Nabel einwächst. Wann die Kinder den Magen oder Nabel verstürtzkt haben swie es die Weiber nennen) so brechen sie sich sehr/ und werden sehr kranck.So nimb Krausemüntze und roh- te Nosenblatter durcheinander / thue es mtt einander in ein Säcklein / seuds in rohten Wein/ legs dem Kind auf denMagen / so warm es erleiden kan. Wann einem Ainde der Nabel außgehet/oder groß wird. Nimb Durchwachs l also nennens etliche/ istkeil?» ^>erfc>I>ac2 oder perforarz) binde es sambt seinemSamen dem Kinde auffden Nabel / so gehet er wieder hinein. O- der lege em Pflästerlein von Schiffbech oder Hartz auff^ Bas LVI. Capitel. Von den Bärmett und ihrenRranä'- heiten» mordl5iareüiliorumcovilule ^IcxZllcjruM Ke- DarMe UNd S^/lleäiÄumIib. ly.xerrorum, xr-eserrim ca^. 6. Lc jhxerkranck- äemcepz. ^ heitenBe- Ileus 5eu volvulus, ä volveuäo, czuöä in eo iaresti. scbreibuna na cvnvolui Lc versus luperioia movcii vicleznrur , das Grimmen im Leib/ wanns einem im Leib kneipet. Ltt »ravis Lc Ier!is!ls äolor, velzb mremperiecirremzLvc caüäa live triAi^s, ve! ä 5ciar!io aurgs>olicmzrc ^rsci- lium inrettiuorum, ve! ab inrettinorliM, poriilimum inferiorum, obliruÄione. ^uum crsili veluri tes Lkecel^ue mäurstie csulsat) Coltca und Iliacawie sie unterschieden und curirt werden« AO4 etlÄw^Ilerere mei.gnade Gott die Darm- Zicht/ c^uiz c>!? äolorem scurilllmum, Lc 5oeciÄm excre- inemorum a!vijier os rezsÄivliern, commiset^ioNS «ji»vum malum eii, ^!ij lüscus morbus eli pallio io ^rscili, Tenni Lc jlu^eriore iurelrinki, ^uc>ä (Zr^ci vocsar, ir>5e- »ensArsvzUmos Le iert'.aies ^olorez. l-li^^oerzres Lc Lzlenus buoc morbum z^pellaac ^ circumzQio- ne cioloris k^!^^c>crsr.!ib.7.^^bor,io.L^ «Xes-^cvO^ y)^)^>>zs'A'«s'^soL,q?r-!Ms-z)V!z xoex«». ileo vomirus liin^ulcus » sc äeklpieuriz Lc couvuliio, malum. Wann ein Iliacus sich bricht / oder den Schlucken / oder den Krampff bekompt / oder närrlsch wird / so ists nicht gut / sondern ein Zeichen deß Todtes, ^üj vol vulum Lc cc>a- votvulum nomilZZor, sb «/«.A«/ circumsAi» circuin- volvi. 8enrirurzurem üic 6c>!c>r circaumbilicurn ve! ^>c>riu8 lu^ra ümbilicumtLxcremeciczlTpcs-el osejici- Ullrar.^Vocarur eriLM czuo^Zäümiiiru^wL cüor^X iaea pzllioize iorelima corzvolui vicleavrur. (zglen.io Lcc« l!ec>z Lc reauioris illreltim morbus Lc iareliinoiumiu- AzmmÄNo, ur nec Ksribus nec 6ezeÄioQlbus exirus ^a-> rear, Lc rmmina ve^emeoriA con!ec^u2vrur,Kc crucia- tus lupervcyiznr. Es ist eine solche Kranckheit / da einer immer ml zu Stuel gehen/ und kan doch nichts thun oder verbringen/ schier wie einl' euztmuz und hatWehetagen um denNa- bel/man stirbt leichtlich dran/ in 2.Tagenkansis einen hinrichten. vitkerunr Lolics Lc lii^ca, ^uis Lolicz eli 6o!or in- iaccl^lno« (ZUOä colon äicicui: lü^cscA äo!c>r ic> i^re. liili v ceoui > quoä llsvll clicirui lliscz ist über dem Na- bei unter den Rippen: Ldlica unter dem Nabel. Item der Schmertz ist grösser dann dcr Schmcrtz e«!'- cz?. Item mlüscz gehet wenig unten auß/ mehroben auß durch den Mund als Stulgänge und Wurme / in Lolica ncm irem. . . Die Theophrastiner sagen / es sey nur ein 'Varrz, u8 - der sich im kleinen inrelimo angeleget habe/ der muß sol- Viret werden / so ist die Kranckhert curirt. Mische Dachsschmaltz und Camillenöhl untereinander/ duncke einen Filtz oder Tuch drein / legs auffden!o- «-um akeÄnm, wü sichs nicht legen/ so glbs lhm warm Lin/l»sc erizm 5o!vir l'srrarum- QleumLu^dvibii.irem c>Ieum pliüolop'norumZie^ gelsteinöhl/ oleum lucc'mi.Anyß/ Fenchelöhl. Solchen Patienten ist gutem Bad von gesaltzenm Äassern / die erwarmen d;e kalte Complexion / k nüu s » Besihe auch ^lexsacjr. LeosäiÄuw z)2A. 557, 1 lulÄ. Den Darmsichtigen beuten ist gut Oisc^mmum. Darmgicht Ojacarkolicoll^Irem^ustinum-isteme Latwerge/ M zucunrem letdasDarmgegichteunh Blutsiußdeß Bauche/ Fri- lluZ; . ^ Item / schmiere dich mit Wachholderöhl./ ^nglic.lib.l7.cap.84.Wird6UÄ)MitLKstlMMNrt. I- tem"/ durch warmeBader/Besihe R.ul2llcium vonWas- ferbädern/tol. 160.164. ^ Item / gekochte Camillenmit Steinklee undKüm^ melsaamen / auff den wehethuenden Ort gar warm gelegt. . . . Sie wird auch curirt durch Gold / IteM / durch die Wasser / die deß Eisens Subttlitet und Krafft in sich führen/ Item durch die Antimomsche/ Koboltifche/ Kysischeund Goldkysische Wasser: Item/ durch das Wasser oder die Subttlitetvon Saltz/Meersaltz und Item/ durch das Wasser oder Subttlitetvon Sil- derktß / Alaun/Federweiß/ wilder Alaun: Item / durch Poley/ Rothemmtz/ Modelger und Dreyfalttgkelts- blumeN/l'kurci.^ilori.Iib 4.c.7.!ib.5.c.7. Besiheweitör IU 8pec. ^rr.4. üb. 1. l'rzA. 5. cz^>. 2.. lZsirtiol. All«!.iilz. 7. ca^>. 48. ?cnum c!e Lre-- 5ceuc« üb. z.. csp. 27.^ Bas c^Vli. Capitel. Vsnher^oüca- F^"^lOIicz xo>tx^, lcu colicu5^v!c>r da6 ^.^Bauchgrimmen/a cormillibus Lc rorliombus mu!- ris Lc , ^us? coarill^uar -a xlsaisre 6c lsxiole DasAMBuch) dolica was es sey. wre^ioo, c^uoc! x^si/^rz?cUS cii, äevlum, crsliuÄ öc oervolum, iu ^uo niüi! tacile 6i5cuci ssoreli, (juoct ia:!Iuä cunüuir» uncZe ^r2villimi ac vc!,cmcnrillilni cioloris morbus cli: ^c^ue enim ac li czuiz Iz^iclem ia slccro urererum ^aberur, surrerebisin a5» teQo loco xer5o?Lrecllr, molelius clie soler,'^uemacl- mocjuiri (Islcuus i^lc loc^uirur, lib. 1. c. 5.6e io-- cisz!?cÄiz- Lsleousiv äeAmriombu s mcäicis c^icir, LoU wo büna live 2k?ciruiroli5 , crzllis Lc vi5colis liumonbuL , ^uzn^o illl obliruuvr mcarus iu coli ^ memblLuuiist volexAsrulcurizs^iriribu;, ^uiezirc^^' oori ^oilunr, vc! ex illk-immgcioize: vel ex acubus Lc etoc^ellcibuz ^umc>iibu§. 1^Iieoz br^llus spricht in libello vom ersten der Ding c.4,. (jerribus xnmcipiis c. 5. Loücz koMPtVVM Saltz/ das im Eingeweyh prTcZominiir, und machtvielZeizerz cOlics?, Eins /so sich das 5z! resolvirt: Das andere/ so es zu viel in ci urii er wird/ als wann es kompt über fein Temperament der feuckte zu der Trunckcnhett. Item / lrgIi- c2 Und I!>-zcz sind ex ?zr^ro und Nicht aus einer andern Ursach/davon unsere ^vieäici sagen. L U li. ^ursrurlpiritu virrioli nurz. oder4. Tropffen ilt Colicawie WasserLlNgcuommen/ surLzjszmoZuI^duris. zur», sieizucur^ Ico l'^ereizinr^inX. xxss. Weil sie vom Saltz herkompt/so muß bas8al Ziumz- vum und n^u?z!ecv^ons kumzni durch szla LlemSrz- NZwiderumbl-e>6tillc!:cwerdM/spricht Daher lassen die ^^eopi^zllill-ssagende/^milia cu- l'znrur szmililsu L) gemein Saltz rösten und glüend machen m einer eisern Pfannen / und wol rühren/ eine vierte! Stünde / darnach in ein viereckicht Sacklein gethan / und also/so warm es der Patient erleyden kan/ lassen auf den Bauch legen/ wänns erkaltet/ muß man diß offt widerholen / und brauch unter deß auch mit ein 8 üppoiiro- numnnt gränz, bereit Eolloquint/geschZrpffr mitgran z. Stemsaltz unten im Affterdarm wol eingeschoben/und den Patienten damit ein vicrtel-oder halbe Stunde ligen lassen/ daß eine Eröffnung deß Bauchs oder Leibes erfolge/ so wird das auffgelegte gedörrete Saltz desto besser wircken. Oeincle mecierur ^uic Vnica.relie Zcl^olz 8z!ei.cz^ ^6.lÜ!U8 suilicX) lemen coliciscum meZIemecierur, c^uoniZm urticz inciclir.exreougr, relolvic A ablicr^ic üurn/clicZccm ^lile^mzricsrk , Lc venroticarem ciss- läm, uncle dolica sre^ueiarius accicjsrc tolcr^, I.2s»cjum omnia ococ-3 czui in capiribus ^>ijlcium rc^ xc>iuvrur,rnc» Lc cuin vino exlubicz coücurn cjolorem coms?elcuar,Zc calcu!uin,^üi M renilius cielixus jzcer^ screiunc Zc comminuullrur (ZZlcnO Lc ^viccn»2Z!keS lisarilzus. ^1i?z!ci ccnr.z. I'üec,s,brzliuz sagt coviiijiario eli rczüsacls: lclem z esseOrig LorzIZorum coorolilones.köc cli,Lct- licsln ^MoasM sbiZir^ InP«- .M'" Von der Hc In pokeyrohttr Miny / Modelger vnd Dreyfal« tigketts Blumen gebadet, soll auch helffen / Ikurncis. Liin P fawenspiegelzu Pulver gebrandt/ vnd eingenommen/ soll ein certilUmuln lemeäialn davor seyn; Steht jn der 1'roiza. Nimb Haselknospen/ diewden ;-»"Nachten gebrochen seyn/ las; sie dune werden/ siede sie in gutem Bier/ vnd trinck davon. Ich hab gesehen/das? sich arme Leute an der Rranek, heit in ein Beth geleget/vnd einen warmen Teller oder Aegel in einem Tischtuch auff den locum ^eSum gele, get haben/davon ist es vergangen. Sonderlich wann sie Ingberdarlugessen haben. ?ro I^aiLis ein gut . oder in gutem vitse. Mein Vatter vertriebe sie jhm einmahl mit einer guten warmen Weinsuppe. Item die Creutz in den welschen) tüsten/ so zwischen den Remen ligen/ gepulvert/ vnd davon getruncken soll auch gut seyn. Doch sind dieinnerste Schalen darvon viel besser/ so probirt ist- MacheinSacklein/tbu^aberdrein/döneesvberm ^fewer/ fegs so warm auff/ als du es erleiden kanst/ das Thut etwas. Der; Bauch oder locum mit Kamillen öhl Heschmieret/ einm gar warmen fetten Deller darauffge- Legt-vttd ein warmTnch auff denHeller/dashilfftauch. )?!mb Calmus/ brenne j-m vber ememWachsliecht/ jß vnd triuc? einen guten Dune? Pasten drauff/ so bricbssdu hjch/das hilfftauch. Bs ist eine weisst gemrn-i,die ist was langlicht/ bnd hat einen noZmn, man nennets Calucken / wird in Frankreich in Fischen gefunden/davon etwas geschabt/ vnd in warmen Wein getruncken/sowarm mans erleiden ?an/hilfftauch. Hier ist voratten gutem Llystir/das recht zugericht/ von einem Vc>c^c>re^!cälc0cxp^rtc>. auch dienet hier zu pul. 8^ec, Oinc'/mim ; O.uin t in warmen Bier getrun- rten/anch Rümmc! Anis^ .^enchel/Bvrnstejnohl/auch Aittwer vnd dergleichen' Itmr: Malvasier/ petersi- menwein gctruncken/oder andere ftarcke Wein» Die Düune Hörner von den jungen Hirschen/weil sie »och mit eine? j.art?n Haut bedeckt st yn/sollen gedor:et/ vnd in ein ncw mit ffeiß bedeckt Geschiri gethan/ vnd also in den O fen gesetzt werden' dieselben dör:ezu machen. Laß sie darnach zu Pulver flössen / thue Pfeffer vnd Mynhen dar^u/viid gibs dem Patienten ein/k^alä. cenr. 5.^vl^or. 47.ccnt. 6. ^j)'aor.44.sagtervom Bilde Ücrcnlis auß dem ^ralliano, öcc cent.7. ^^or.6/.v0M newen frischen ipe? mare Leri. Vtäc eunäcin cent.7. 69. Lc 6 8. r.2. TVann aberew oder llizca von eingegebener Gifftkompt/welches Anzeigung ist/ stetig Ohnmache dabey ? erucken vmbs Hertz vnd Bangigkeit / kalter Schweiß/ Zittern vnd Schwachheit deß gantzen Cör- pers/ darwider soll man bald eingeben Venedischen Ty- riao i,Q.uint/ oder ein Quint in einem Trunck Cardo- benedictenwasser/oder Hirschhorn 1.O.nin t/oder «äiüLcsogr 6. Gran in s^rupoLallNtU81'keredlnriuna: nur!2. oder iTropffen kW einem nppropriaro oder sonst schlecht eingenvmmen/o^x in Malvasier/^einval/oder petersiemen/oder Anis^ Brandtenwein/ cli piXtennilimUlN rcmeäium. Ein sehr gut Reeepk. ^imbein Löffel voll Baumöhl/jemehr Vauwöhl/ze Hesser/ ItemzerstosscneRrebsaugen / eines oder vier? zerstosscne pomerantzenschalen / die wol abgetreugek seyn/in einem guten warmenWein/es hilfft von siusd an/ ^ecunäum Ocum. Ein ander sehr gttt Reeept wieder die Lolica. Nimb 5. Tropffen Anisöhl/ 8. Lropffen brause» müntzöhl/vnd brauche sie in warmen Wein. D.Ioha» Schleitzer. Es sagte mir ein gut ehrlich Mann / das el/seuds in einem reinen ^opff vnd trincb davc»«-. ItemKrausemünlz/vnd Garthagen/ seuds miteinander/ vnd legs in einem Saeklein warm au ff den Leib. Ein anders/daß auch offt probirek. N>mbeine Vnter?iude vou einem »aufgebackenen Brod/ ohugefehr z. Finger dick / röiie die gant? durch, ans; heisz/ geus; ej>, dranff/daA erdrausf si h-t/ zün?e es alszdann cm ic.si rein au);bren, nen/vi-.d legs dem .^-.enschenauff den Bauch / csvergehet jhmbald. Ist offt probirt. Oder/ nimH Galganr mit Wcgbreit?nsafft gemenget/ vnd branchs. ^ Oder n-m^Alantwurt-elmit vnd Nacht (?a- kicraria) vnd ö-''? gemenget/ stsllet d-e Da; wgjcht. Em ander gut Recep!. Brauch?eclckenöblein Cropffieu, ^ oter^.darncich der Mensch jiarc^' ist / in warmen ^?)eznischen Mein frnhenücbtcrn. Allcmm^i k'ekoinptd^fts öhies wenig vmb ein ha!5cn Gülden in der 'Apctecreii. Lts hat eine bräunliche ^'arl e/ vnd isi ein edel Ding wans recht zu- Zerichttt wird. Thc;l Baun öl>l dttrchci»'ander ge» mischt/vn sowarm alsmans erlcldcn kan/eingetruncke. Nimb oder 4. .^.öffcl voZi ^ ranrceuwein/^. oder 8 .forderngepulvert odergeffosftn / v zdsovielweissen Mucker/ durch einander gerühmt vnd eingecruncken- Diß ist auch gltt. ?nmb d?e Brube von einer auien gesottenen Henne vnd vnaefähclich so viel Banmöyl/ ruln.c cs wol durch- einander/ vnd trmcksso warm du es erleiden kanjt. ^Varme Bader. Warme Bäder vorvieseAranckyeit / suche im^-u- Bader vor vonWasserbadern/pzZ. /«2. hik ^olic?. Wne grosse vemoiäm gejeytvberden Nabel/ sänff, tiget de>n Sc>'>ue-'»?en. ^eäctur L»IicX paiiioni ^Ie6luarium Inclum, L ve n!.i>n.s^, ll^'c >ninu8: Irem "l'^eriaca m.^Aiia, Oiaptia:- nicon, ^ ijt eine Catwerge) piIIuj?L äc Lenccü^a, piilul^ line l^uibus cücno?o,p>lllilaz Locii!^'. ?)?anmagauchim Nothfalwolna fein gelinde vsssanffreCiystir brauche. Wer Wetter ine: von lesen will/der nehme^Iexanclrum Leneclii^. in die Hand /y. c, 74. 7). /6. Zcc. vnd pa^. 5Z5. in c^.lcc l!rcopluv>ü >lepociasnciz, dabei? ist auch ein l'ra- Aatus clc Lolica, Item vom Bauchre^ssen / Larclr. ^n^l. Iib,/. c^^8. ^i-ls Svcc. p^rr.4. rr^.5. czjz.z. Das LVIII. Capitel. ve vylcnreiia, vom whtttt Außlauff/ oder Durchiauff. Vsentcri^, der rohte 2iußlanff/ die rol'te??uhr / das Dvlcnteri-^ ^rohte Wehe/ das robte Ausitauffen/ der Blutgang/ sder rohten cxulcemri» inrckinoium cum Sc cxcre- 2!us:lanffs nnFuinc>Ie:ni^, venrrcm -n.ilnz 6olonku8 roimi- Beschrii- nidusc^uc cxcrccnz. inrekinoi UIN ci Kcult.^em voc^nt. (^c>m^>c?nirur ^ inie^>Ä^Iz!li ^^rticulz, c^uT ramum in com^nlinoneinvenirur , scm^cr malum i'cu rri.iANZ^ ^iKcuIuucm ciiAioni, c^uä cum com- Ira övS'U'vr««. cü rcspiianä: cliKcukas, ^05x^6. Aas Aichtt Buch/ urmznck äjKcu1r25,ül2NSut:Ä Zv1^-t)lum visccrA, üin» - (Zzlcn v)?scnterizm reMt. ImcKinorumulcus. loc. zlkeci.Iili.6.c.2.16cm in lit). I^i^^ocratii! non pro ulcc Ruhrs Vtt r^rionc inrcllinorum, ur pleric^ue l^cclici lolcM, teä pro sachen, crucnr^ex intcüinisproluviclumcre vicletur. LellusO^- scnrcri?.m iimplicircr rormina rccläir. . ?aciunrrrc8OzslcmcriX l^ccics^c'jusnimiium^uan^c» crucnr^cxccrnumur-.prim^m, in languis per c^uo^- clzin circuirus exccrnirur,proprer pr^cisurn a1ic^uo6 mcm- brum.vcl ob omillam prioiis virX cxercir-irioncm: lecun- eam, inc^ucl länAuis ^c^uosu8 ciicitur, czui limill8 elr ac^UT> in c^ua nuper crucMX czrnes zlilurn: sunr: tcrriarn, in c^izz szn^ui8 Lc niArior Si: splcnciiäior narurali ianAuinc cxccrni- rur, Lc cum cc> l^iamcnra c^uXclzm al)rclia nimirum inrelli. norumrunica:imöinrer6umcum iÄn^uinc crizm pmri- culX intclknorum cxcsX purrclÄ^z? ciÜuunr: L>c lr-cc pro- prie^ D^scnteriÄ äicicur. Warme dausz cKciens 75^05^^11 lcu inrerior, quze äilpo- nir imellinA liunc morlzum, cücopi!l Lc rctlun^amis il^vX I)ili8 in roro corpore. Lauiz cKci cn8 ?rfvx°t7'etfX^x^ seu Irrirmrix,c;uX3l> cxrra Izcellir Zc initÄr^anc intcriorcm cauläm, ell^ poruS in TÜuI^r^ior Lcfli^iäior, immaruri zutcru6ifru^us,^ni ciro pukrctcum, ur iunr poma perlica ^ etiam m^ruri lru^ <^U8, Ätlkcrunr lcrll^c8mordos. Laufs eKcien8, c^uX vocatur irvVtXT'^ov csl zpplicario causx el?c8 ^r, l! c^uiclcm acilruc rotiuüo corpore curcrur, spes cli su^ze. 81 vcro colli<^ul>ro jzm, Lc venrrc omnino cxulcera- ro, nulla virX spc8 lriperel^. Oe loc. olkeiI. I'lreoplu. facir ial corruptum Lc resolurum kujus mo» ki caulam. Omni8 morbus Izxus, sir, Ä ülle 1 eZirur, ur v^- lenreriz, Viarrk.-rz, I^icnreria: Lr^o cju8culs per laliaöc lukplrur lreri porclli, in l.ilzello äe princlpii8,c2p.^. 8 I (3 I^ippocr. D^lenreria liaker äolorem Zc rormentZ per V?ohtt torum venrrem^, öc e^erir l>ilem 2c piruiram^, Lc lan^uincm Ru^r comkulium. cl^scnri-nT Man ligtofft hart kranck dran/man fühlet grossen Knze-gung« Schmerlzen im Leibe/ es kneipet einen vmb den Nabel/ vnd endlich vekompt man einen ?enslmum, Iroc eli, cu- piäitarem eAcrenäl^ öc tarnen nilril aur pzrum eZcrunt. 5 u k O^senteria incipien8a!z arradilc eKuenre, lerlralis eÄ. v^scnreiise! Wann die Patienten sehr trincken/vnd nicht essen/ so wie sie zu ifis ein böß Zeichen. cmiren. Myrtenwein ist gut vor dierohteRuhr/ wieeraber Zugerichtet wird/ Bejrhe Lolumel^ lib. cap,z8. Optimum Lc prsesenullimum reme^ium in peke 6c O^senteria eü l'errs I^cmnia. I'urcicv8 Imperator, lialzec eam in maximo precio, soütus eil I.eAati8 aliquot mallu- las clonare, ut8cl>oppero l.eoc. Z^anlüacläito. Vleum^zrtls nimbt auch die rohte Ruhr weg. Lrc,' cu8 ^artl8 ist auch gut dafür. vo Menclar sunt urilee fakZe allX.üomoclrum acuunr» excitant, irriranr zppctentiam eclcncli^Lras cie copialib. l. cap. 96. Lrinck Bier/darinnen Bychene Blatter ltgen ^oan, ?Iacotomus ^etuencia valeruciine. ()ui Kuxum (venti is) ^areris, ll non caveas, morieris. I^eo rerrius v.omanus Imperator ex Iroc morbo miscrrime moritur. A lleFlüsse desBauchs/sie gehen mit oder ohneBlutf curantur per viacoclion. Item / tM gran oder drey stichis vor essens gekäwet vnd gessen / knlius, item I.i^u- riuz l.api8. Ieem perlrN'itcm ÜXmatites,itcm kcrruZo, LArrli. XnAl. lib.i^-.c. 60.6^2. 40.^46. PeM Von der Hauß-AiWty. Atslht nur l'llcopiuaK. °?r2Ä^ r !>lz.l.prrcp^rar.fol^8. itcm tic,tt. 2. lil». 2.1 kumcis. klson. Ich. 4.^7. Ich. z. c. tt. 4. lch. /. ^Ivum conrra^unt Lc conl^rinAUM, L^Uitte^/ ^peer- banm/ Maulöeer/vnzeitige Ariechen Mirtelbaum/ ^raut oder^Rohl das zu sehr gekocht ist/vnzettigeBirn/ Granutäpftel / geronnenMilch/lLselm;lcb/Aase/ MantelkcrnAnis/Hirse/L'ychein / Bonen/schwat»:e Mohn Lticvöpsiel/ Nitny mit Essig gemischt / Rosen/ ö npr« sscnvläter borus rcn^ tl^illzrz, 9)I)i^Aami, Aummi^rzlzi- «.um, 1'kco^Kriiüus ,n der vermeinten Wundaryncy/ fczl. 102. ioz. ^och niüssen alle die erzehltesticcies recht verstanden vnd auch recht gebraucht werden. Wer mehr Ärmst von den Sachen haben will/der k- sc 5ns in8x>cc^^rc.4. c.z I.^.c. 49» Ichcnpln', in 2. pnraAi z I^oluin ctc morbc, äit^oluro, Vi.d 6c pvcl^ncis. In kinc .^ciutzr.^^rum, V0N1 StUcllauff/ ^Icx. Leneclick. Ich.20. z;. z6.57. ^8. ,9. 40. 4k. 42. rrciulol. 242.tit. cic8^c>n»ia. ?cU. äcLiclc. Iik^.c. 2z. Wider den rohten Außtauff/ oder dterohteRuhr. Lohten Wanndmch den^tulgangvielodereitelBlutweg.' 2lilsilauff gehet/vnd es einem im Leibe sehr mur:et vndvie.' ^.uus oderro-te hat / welchesdre ^uriccio machet / vnd Vauchfluß «st ??ui'r zu scharpffmit/ daß einem gar im hindern beist/over schnei- vcttrubüi. oet rvaun manzu?? cuelgcher / vnd kneipet vnd zwicket einem i>n^.eiSe / blßweilen oben vber der Her:gruben/ bißweilen mitten in» -Leibe / bifiweilc»tvnten: vnv des en die es kosten/ists gar bitter / schier wir e rSrahl/vnd cscheofftglüent^Lys ndrinnen/vud trinck das Wasser / das.".Ürchsiirgewaltig. ^Boch erstlich ourch e«n gelindeClystir dte <)arme gereii nigct von jyrem saiylgen/scdleimigen/gatt,sehe Schleim vaü durch ein sanffies Laxicrtranckieinavgfspühlet. Icem g^rozie ^habarvara Man mag auch ein quint auffeittmahlbrauchen/diepulverisirtman / dann es ist hart: vnd Mucks m einem sawren Wem / nach essens» Nach dem es offt nötig vmb denT ag» Dder. ^rimb Muscatnüssc / oder Museatenblnmen/Vnd "Fimmecrinde kochsin Ziegenmilch viidtilnekswarm. Etliche nehmen eine Muscate / schneiden sie klein / thun sie m ein Ä5y/ vnd legen das LLy in eme rnne he sseAsche/ lassens wol braten/vnd essens. Ober brate offt powei ran^enschalen in warmen -Bier. Ein bewehrt Z.enieclium. ?'nmb die schönen rohtcn Blatter oder Blumen von denpeoniengetreug.'t/vnd Heydcckerwurjzcl (Heyd- eeker nennen die Meckelburger ein Arämlem / harklei, neBlatcenchen/wachstnuralsttn^ngtrlattg/vndhat 0'eneingct!>Bliim!eitt/ stebetdaHeydeist/ vnd da es naß ist/vm b Sporns/eine Meile von parcbim / steh» es viel) Holwurtz (dessen ftndetman auch viel zuSporn) e-.'.eganye?)?u>cate / Wmterblumen / Honig klein ge, siossenHabergrütz > weiss s von einem Ey/vnd Negli, chen / alles kiesn gestosse!? was nicht klein ist/ n engsvn- tcreinander/ in das Honig vnd Enerweiß / mach Küchlein drauft l'acks auffeuiem beissen Herd / vnd iß es Lx- ^cilci ci Ivu^crro, dancke »Hott. ÜK^O.c.^. )üm? e»ne -Drossel oder Amsel mit Mirtenbeeren qcb> aten vnd gessen. -Der Safftvon Tagv»d stacht /mit Vlenweißver» Menget / ist ein« kositiche Salbe / zudem 'Rochlanffen/ Bra'id vnd d.ttsgen Geschwer/ heilet auch allcfressende Schäoen Flecke,,/vnd Sittermaler/ vnd dergleichen/so /5e darnmb gestrichen werden. Em anders. ^imb ein wenig T ormentillwurtzel oder Muscaten wememweich gttochtlN^Y cm / das istseyrgesund. 2S7° ^>ann d e Corwentill heilet dincÄp^>Ärer. E>lüend L^-scnin NlUch anßgelescht / stillet de>H ^'urchlauff:abcrm We»n oder Bier ausgelejcht / ver- vr.achtdenstlbigett/^i^ZIä c-nr^z. ^^^c».l2.<'ocbs?ev- leu sind gutvo» d.n ^ llichiauff/^li^^Ici. ccm,5.^I^,c>7. Das puiver von Mensci cn^einenm e-ncm strenge«? viid zusamminz-ebentett T! ein getruncken / stlllct dex biüügen Bauetsluß/ ccnr.6 ^^or.Z9 Vi6e cunäem ccm.2./>.p^c>r^4.ccm. 7. -q.. Lesche einen filü'lid'nStakls.mahltttOiegenmilch auft/v id nimb Reiß / st? sse jhn wo. in emem M'öliel/ vnd mache e!N?^uhßdrauß / »ß mit ge>.osi m Biodt» Wer mit dem p anmcen zsset ode^- triricket odee jbm se:»t Gerahtewascher/ oterzuSru!gehet / da «'t hmaeict, der bekoN'ps leichtlich auch / dann es ist ein sehr anfaUig ding. Ihre» vielhabendierohteRuiwgeheilet / nur witei» nem Tranck / der gesottenen Wurzel v.'N Snqm.-tS- kraut (nlce-e l-ac^ici») Mit Wein ««braucht / wo knn Ae, te vorhandsnwar/ o^ern.itgesottenenTVe«ei!chvoer Ger.ken wc» ? er ^rancke nm einem Lieber bereden/ ^l- 2.^16. ccnr ^ l'Ios^mai-anr: poru5 6)'sentericcZ8 curar. ^lattluolus ilH Oiolc^r. Em andere. ?r»mb TormenUllwui uel/ Niuscatnüst /^zeite We- ge» i.hsanie-, jedes >. Q.mm/the»lsm z. theil / vnd backe cm tdell in einem L^>> vnd ;ß alle 1.' orgeiü e-iies/ es hilfst gewiß' vnd ha > ick solches ?>i,r gut befunden. Vom Dlirchlauff kleiner Ktnder. c»n 2v aul ))eyl Mer W-tgQia»e/ siedt es im ^B lsser/gi ' dem ^mde davon zu tuuckm. Vor alles Durchlauffen / es sey roch odcr gelb» Nimb Johanniskraut / dasma-i Garcbey heil?/vmb Durch- S. Johann smg mit Viu.nen/Stengel vndAraut/ ianffcn eS brenn en, Nasser davon/ mische esmitrohtem Wein/ ftyrocho- trincksofft. derwe,^/ !LshattemeinVattereinenLa 0:anten/derittVn- zuvertrej- g.irnviel^eldsbiy een Landsknecht mn Siesem ?5e- cept erworben hacce nemlich / .Zttr hatte nur den rokten ^.nmaußd m B^chofciigenommen/einhaloLoth.vnd h.its dem Unecht eingsven / worinnsn er es Men nur hatteeittvrjngt'n können. ^Lclich« nehmen deß robten Leims auß demBackofen unrczns ^sitsgoß/zerstossens klein im ^»orsel/ f?e- dens Mit .^li ßw^issr / rrinckenskalt, csvergel?et dald wann mans kaum ^ o^er z. mal gebraucht hat. Wovor sich ein solcher Patient hüten sol/ 0er das Vngiück am Halß hat. panene/ so Sr soll sich hüten von Mobr n/ Räi'en/olcnbuSj al, vurch- len cruäis L^r soll aber essen gekocht vnd gebri ten ^ünd» sg^;ff(n hat/ fleisch/sollvonqeveeten Ärodtrmcken/ rod.erWc n/ tr Wermutwem / vnd Metb sind auch gut/ Hirje / Rech/ i üten« stopften auch / vnd D)er har t gesotten. Neandarffauch n cht baden / kein ^äßessen / man muß auch allein trincken/vnd auffemsonder lich Gemach gehen/dann es ist ein anfällig ding.ü^s >oll auch derpa- tientein gutalt Biertrlnck.n - vnd sicv wa?m hatten/ sich auch vo» planck n oder wnssen Wein / vud vot kaltem Oetranckhüten/fürsawer Bier ^ssg Branttens wein/vnd sehr gesalzenen Speise. Vor die rohte Ruhr. Lssagenetliche-mansoll HorninWasser oderVier oder röhren Wem fteren/ daß auß dcn Hüftn außge ^ . schnitten wird/wann man den Pferden auxwlrcket v.id ^ tasselblge tri«ckcn.L:tl-che thun auch ein- halbe ^ »«sca. te/einejLichel/vnd 2. Würylichen Torme> t.lledaizu/ iassens alss trincken /vüd drauff schw t.:en. Aver diese» mag cme vnannemliche Aryne» seyn zu ge^auchen. S>i) TV« Em anders. GebackemSchlehen mit sambtdenRernen zerfiossen/ vnd darvon getruncken/sind sehr gut. Item/gebackeneHevdelbeer mit Brantenwein gesot» ten vntereinanter aerührct / daß es wird / wie gerührte Ajrschen /Vnd gessen. Wann die Kinder durchsiüssjg seyn- Röste nnv?ine schnitte Brod/ schmiere Honig drauff/ Vnd ' öst-- es w-dcr / dz sich das Honig fein hinein zeucht/ laß sie offt davon essen. ^der nimbWcgbrcit/scuds Mit Wasser vnd trincks/ dashilffi zungevudasteLeut. I. I v. ein Ou? rtierRoma>ey (in lerApachense, komptm.'ns / es ist em Aürst lieber Trauck) thus tn eine zinnerne Aanne / vnd seys in einen Fessel voll heiß Wasser/ vnd trinckdovon. Ranstu nit ^omaney bekommen /so nimb Bastbart/ oder Alacanteuwein nem- ljch wo nit fieberliche 5?ipe bey der Aronckhcit ist. Dcßglcichcn. ?f?imb Wegbreit (das jo viel Adern bat) die Blätter vnd Aolbeinv.iteinauder/kocl'.s mWasser / vnd trinck deß Borgens davon / so verstopfst sichs selber bald. Od«-?iimb gebackene <5ch5eben / thue sie zerstossn ins trincken/lasi den pa'intteu davon trinckcn / vnd bestreik jbmdctt?7a'e!mit Mandctödl / oder siedeRo- mische Sal!'e!)(dic bat grosscBlatter) kocbe sie inWas, ser/sek?e?s vnterden Patienten/wann erzu Stulgchet/ laßjhmshwauffreucheru/ vnd sich dtüberbehen. Aber cm anders. ein halb LothMuscaten/ein half Loth "Tor, wentill/ ein halbLothHorn /daßmandenpferdcnvon den Hüfen abstost/ ur supia (das Ho'nnmß zu Pulver gebrandt werden) in rohten Wein deß Abende; Mes, selspiften voll eingeben / denandcrn vnd dritten Abend deßgleieben. Wer das röche Außlaufsen hak. ^ernehn^edieschwar^e Flieder oderHolunderbcer/ Rothauß^ trückcden Safftberauß / rühre Weincnn^eel darnntex/ lauffen mach ein Tcialein drauß /rübre ein wenig Muscacblüt was weiter drunter vnd backe es wie ein Iv'^ch lein /so kanstu es dn s davor gut gantte Jahr vbcr behalten / ze? stoß iin Mörselvnd gjbs den Patienten in Bier oder Wasser ein. E olcbe auffgt, treugte Flieder bcerlein gessen / thun eben dasselbige. Wans den Kindern im ^eibc reist/ vnd vor den Durchfluß. Nimb^.rausemüny/vnd eine Hand voll rohtc Ro^ sen / ein bündelLavsndel/ej»e Hand voll^vramkümme!/ vor^. groschen langen Pfeffer / vnd welchen / ein wenig mehr dann des; Pfeffers / thu es allcszusimmeninein kleinhackten,/siede es mit geringem Wein. Wanis wo! gesotten hat/so nimb dasS«?cklein herauß/vnd küh, le es in den Händen / legsdem ^indauffdenLeib/so Warmals ers erleidenkan / vnd wann es ka'.twird/so machs wider warm / vnd lege es wider auff/ biß es besser wird. Ist offtprobiret. Wcuin ein Patient diemcäic^mcntt wider weg bricht/ so ists ein boß Leichen. Ein Bawern Arlmey. Z?ieBawern braten nur Eicbcln vnd essen sie auff. M'ankan djem^tcrircs Wegtreiben. Vor die rohte Ruhr. In derAranckyntheistsaucb l'nnci^u^ol^.i.Daim wann mattö eiüenTag oderzwce!! genabt/sc darffmans uichtso garbaldverfiopffen. So« sten abc, ncbn c man/ so bald einer beioirpt rohteRosen / d:e vor einem Iabr tniaesamblst se!?;;/ siede sicinBicl / vnd trinck darvon. Man so!! auch ^aumöhl mu Wt'.iuuch in warn.cn B«cr ttkl'clen. Olermache nur ftuckgebehet Brod/ das «'..uvnd Abend ein fchnitleinzoer^. davon / vttdfasic ei» we^-g drauff. Ist ein gi,t stück. Aas Ander Buch/ Man kantMi p atientett auch kW Clystir von M genmilch vnd Milhridat stellen/ sonderlich wann auch ein Geschwür in den Wärmen were / dann das reiniget vnd heilet. ist. Baw-'t'n- Artzney. Vor die rohte vnd wciffe Ruhr vnd allen Surchlauff / an Jungen vnd Alten offt bewehrt. Nimb 8.L>th alten Rosenzucker z. Loth alttO-utt- ^ohte vnS ten tingemacht/andkrtl.albLochalt gesiossen?Ajrschctt/ wcsss' rühr anderthalbO.u nt species vomBalgant/den dritten theil an Iun^'n eines Loths gebrandte Muscaten / Coriander der brei» vnd Alti n ist / den dritten theil eines Quints/Negelein einQuint/ probuec, Timmet ein O.mnt/difi allcs mach zu Pulver was von (Lev üry ist. Das ander reibe klein/vnd rührs in 8-Lo h alccn O.uittensafft / dafi es wie eine Latwerge wird. Gibs einem alten Menschen einer Haselnuß groß ein/ halb so viel eincm Aind. Brauchs etlichmalnacheinan» der/eshilfft. Ein andere vor die rohte Ruhr. pulverisier / nur frische Eicheln (reibe sie auff einem Reibeisen) ein halbMuscate/ vnd Zwo ^ormentillen» wuryel/gibs dem Patienten in warmen rohten Wein ein / wann sie es gleich vier Lage gehabt haben/ so verge- hetsdem Patienten gleich. ^Ii'a ^ccjicina. I?imb l. Muftate / Pfefferkuchen/ Mandelkernen/ denen die Haut in warmen Wasser abgezogen ist/die muß man treugen / vnd darnach zlrstossm / Ingber /alles durcheinander zerflossen vnd gepulverisiret/brate cs vber dem Fewerin einem Siegel oder in einer Pfanne/ vnd jsse es. Diß ist m Vngern auch wol probjret. Wwerumb ein anders vor die rohte Ruhr» ^imb grosssn Wegbreitsaat (es wächst ein langer Stengel wie eine Aerye/ vnd ist eitel Saamen / den streift et man ab) seuds mtt Bier oder rohten Wein/ vnv trinck davon- Ein gut Pulver vor das Durehlauffm. I^mt wrisscnWeyrauch/Mastix jedes,.O.ujnt/w, te Corallen / gebrand Hirschhorn ein halb Q.uint/ge, brandten Blutstein ^ scrupel/ stoß alles zu Pulver vnd gib dessen anderhalb Q.uim in rohtemWem zu trincken/ zwo Stunden nach dem Abendessen. dvmra O^senreriam- Tin Ey gesotten/vndMuscatenblumen drein gebro, cket/ vnd miteinander außgessen / ob einem schon dar- vor grawer. Zur Pr-servation. Wer mit solchen Leuten vmbgehen soll / der brauche ?r-elervz- alle Tag Toi mentillenwurlzelpulv-'risiret. rion von Wlder die Ov^cmeriam odtt dercl^scL- rohte Ruhr ^timb^ormentilienwurtzel/einMuscat/^lMMet- rinden/1'crrz8iAlIIcUa,Kichcln/iedeLl!. O^uint/Bibenell/ Habichlsamen^evts i.O.uinr/stoß alles zu k leinempul- ver/ gibs qlcen Leuten cm O^uimlein in rohten Wein/ jungen Rindern aber/ wiemans jhnen einbringen kgn/ ein hold O-uint / oder i. Scrupel/ deß Tages mal. Jsse nach essens ein wenig Ö.uitt«nsafft/ es sey Morgens/Mittags oder Abends / v. d^Tvius. -Oder. ^cimb ein frisch Ey/zukiopffes wol / thue ein halbe ^Durch? W?ufcqtt n dre,n / die auch klein gestosscn ist/ vnd als ei, lauffeu ne Haselnuß großpulver/von eines gehangenen Men, wqs es fty« schenHirnschqle/i ühre cs wol vmb/vnd backein küchlem davonauffm Hessen Herde/gibszu essen. Aas IX. Capitel- Vom Durchlal^ffen /Viar^cragenandt. >^> ^rDurchlquff/oder wie mans eigentlich teutschen ^>könte/der^>urchfluß/Bauchfiuß/(ZsXcr^^'^o/s^ ^uuc j)roüuvium alvi oder vcnttt?. Won der Hauß äc^rüe. Diärrlrze^ eT prokluviurn vcnrrrs non "r«cn^ lc^IonFi rcmporis curn rorminilzus Zcmulris cx- «lcTiomku8,HUT omnia corpU8 arrcnuNurn äelzilirant. Thuruerser sagt/es komme von kalt vnd feuchte/ M ktlon. iib. 4. c.9. c U ^ Für die Bauchsiüsse sind die Turteltauben gut/ Ln Gestalt emer Artzney gebraucht. Qurarurelinrn per zqu-tm ciclzpiäc ^llc, , per rcrmrn ^LiU^.>m>prTt'crr'.mrube.rm, aurI.cmn!^m,Zur buttrig- , c^X non procul aI^cuAzäic, invenirur Lc cruirur. Vi^ccriarninpr?? ^ümb?iosenzucrer. Gemeine Q-uitrenlatwergen jedes 2. Loth. I^üchleu; von gebrandt Helfenbem Gesiegelte Ärde jedes anderthalb Q>umk. Mit Myrtilleusamensovi^lals gemein ist/mach ein ^anvergen draus?. Von dieser Latwerge soll man dem Patienten dest Tages zum öfftern/jedes mahl einer Muscatnusi groß/ e-ngebcn. Z^x prs^uvio venrri^ rnortuus cli Q^vius ^u^ri^us, AnHc) svjuris i>. Impcrü ;7.- r^zn eidum non csncinenr !iur retinenr, lc6 rciiein prope- mo-Iunr cx^ernunt, Huslis erlinAeAus:czuzncjo exeunrco- mcil.r vc! l)idir^ in e^uem c^u^Iirare, c^ua iunr liccepr-l 1 (Za- lrnu8 öc ^Äu^rius vocanr xo^/>cLV venrrglcm Zt?eÄioncm>oua!c5criam nlümulrisunr, c^uc>8 coeli-^c»? rno !)vs voc-uir^ >'um Icvi.r, ckuci-^ Sc Iic^ui6.^ eAeruncur Lc v<'nrer!eu vemriculu8 e-i pr«L imbecrlürare co^uere non po:ci^ viuuin cit!Q ve»triculo. e ^ u 5 G»e Galeniffen sagen / diese Aranckeit komme her von Schwachheit der ntttürliche Warme.-Dannwan diegeschwachtisi/so hält der Magen die Speise nicht ' .'-l' o auff/ vnd verdawcc sie auch nicht also / wie er sonst pflegt zu thun. (i.^Ien^clocis ^rrec^.lil?.6. c>2. reccnletliunc morlzurn inrerccis , in czui^us inrcüinA Lc venrnculus lirnul 3K- cmnrur. -T)er sromme lii^oruz sagt in 4.ÜK. Tt)??NoIc>Zizrum, liia c!ic^a csc, cznoä ci'onm rÄnc^uam per lienem inrc- üini nuliis olzÜÄnridus l^cim prolabi. ^)ieftr morkuz wird auch curiret durch warme ^?a-- der/ ^ iäe Kuj.',n6u>7Z von lWaj'serbadernfol. ^65^ l°kco- p!ir!iü^ cr?.auchfläjfm/ eusserlich ein Cata- plasma zu gebrauchen / welches die Aarm? erwarn»et/ nurnret vnd zugleich auch siopsset / vnd iji mir solches zumoffternwol gelungen. )^inib Wermurklwpff. Cam 0 »' illenbl uiv. e n. Rohte Rosen jedes ein Hand Volk, Mtasttx i.Lsch. MufeatMf; em oder drey. Alt Haus;gebabi ici rri^lice8, aln sunr roninäi sen ke- ^etes, inlann^uz ^imili.rres, ciui eriam inrerclum per »8 L< zvteman» n.^re8 ejiciumur. (Zizeci vociinrLc vi^nunrur xhxxlf^siK in Araciliurilius mreKinis 6cftom.iclrc>,Zc sunrrcrreiirilius seyn, lumdricis llmüe8^ /.In sunr I^ri Lc mirX lon^iruäinis. ^ulcunrursurem iumlzrici ex crail!'.,eiu6.i, pnuitola, V?ürme ?envndamganye zuerken» Leib brennen/ vnd es jhnen heiß aus; den Halsen gehet/ neu» vnd jmmer trimken wollen» Wantt sie sebr husten. 8.Wann sie an den blasen klauben/ vndWchetagenin dem Leibe vnd vmbs Herl/e haben / röcheln vnd viel quaiflern auff derBrnsi haben/vnd zimlich sehr kreisten. Offt winden sich die klemm Amder sehr/wann sie kaum ein vieltelIahra't seyn / vnd ist jhnen wehe im Aeibe/ daran kan man mercren/ daß sie die Wurme im Leib haben. Wiltus aber noch besser vud gewisser erfahren / ss gib jhnen nur ein wemg Zucker zu essen/ so werde sie sich bald darnach wtttern ^Oaim sie wollens darnach jms mer mehr haben/vnd wann man jhnen Nicht mehr gibt/ so plagen sie die Ainder/ das; sie sich gar vbclgehaben. In der Jugend sind sie wolzu vertreiben. Aberwann ske bey demNtenschen groß werden/so wird man ?hrgar schwe-itch loß: Ich Habs erfahren / das? zimliche alte Leute von jhnen mitgrossem Schmeryen vnd schwere« Pein zu Todt gebissen worden/ drumb säume man sich mit der LurA bey den Amdern nicht/ dann esist vmb ein geringes zu thun/ man kan vor einen Ortschaier vieK Wurmkrautkauffcn/vor ioc>. Thaler noch viel mehr/ wie die Bahnbrecher auff dem Marck schreyen. Wurmkraut treibt die Würme aus; dem Bauche/ den Alten als den Jungen/ in 24. Stunden Was kommen vor schädliche Dinge vnd Gebrechen von den Würmcn her. l. InnerlicheZicber. schwere» Hust. z. Verstopf-' 'S ,ij hing Das And -«Msflevor fungderBänchk. 4. Gcelsiicht .j.GtsclMllstdesLej, Gebrechen 5- ^ohte ^Xuhr, engen. d U k. Würme Vor die Würme sollen junge Leute deß Heydnischen womit sie Wurmsamens fast ein halb.Q.uintlein halb/deß Abends zuvmret? wann man zuBetb geh? will/in einem trüncklein Wein/ Hen, Milch oder Bier brauchen/vnd dttander helfft deß halben O.umtleins deß Morgensnüchtern/ vnd soll ein Stund draufffassen. Aber die Alten so vber 8. Jahr Pnd/sollen ejnQukntlen? brauchen/ eins deß Abends/ das ander deß Morgens / vnd z. Smnden drauff fasten; So treibet der Wurm! amen w 24,. Stunden alle Würme auß/diebeydem Menschen wachsen : vndob die Rinder gleich keine Würme hatten/so bringet er jh- nen doch keinen Schaden/sondern er reiniget den Rin, dern die Daune vnd R'iagen vor allemSchleim/davon sonst die Würme vnd andere Seuche hlrkommen. Be, szheauch KiizMumccm. 4. 11. Spiritus vinioli in emer Biersuppe/oder im ^ranck/ odersonsten im cssen einen Tropften z.oder ^ »zebraucht/ vder in einer Fleischbrüt c. Reinblümlein/I^rinc Ltcckaz Liri inz (sind run>e gelbe Vlkmltin) in Wein gesotten/vertreiben die Würme aus; dem Leibe. Item oleum Adiimliü auff den Nabel geschmierct. Bs muß aber recht Wermnloh! seyn/nicht Mit Baumohl aeinacbt / wiees d?e Apotecker haben. A?ermuth cli Lermanicum vocskulum, c^.cj. w; redem Muth/wegen ^e-ner grossen Bittcrkcit/vnd daft derselbige schläffcrig vnd vnlufiig machet/ dardurch dair alsoeinemdermuthgedämpfftwird. Item / olcumäe ?nemz. Item/Baumohl mit bauten getruncken. Dasöhlvon bittern Mandelkern / verneibt vnd tödtet durch seine Bitte^eit dieWürmein denOhren vnd im Leibe. Oder gib dem Patienten Quintichen Rbabarbari in in Sawdisteln oder Berstenwasserfünff Stunden vor dem Frümahl ein. Item/gebrandtHirschhorn klein zuPulvergefiossen/ in Zuckerwasser eingegeben/oder Einhorn mit Milch eingeben. Auch snid die Cly??i:'zn seyen mit koberoder lawlich- Ser milch, darnnter Mucker vermischt/ doch ohne Saltz vnd öhl Auch sollen die Zapflein gebrauchen auß peni- dien Zucker gemacht/die Würme außzukocken. AußwendigsollmandenNabelmitQchsengall/oder eines andern 'Thie- s Ball schmieren. Diese Stück alle «reiben die Würme gewaltig aus; ohne Schaden. Aber einem Rind von 6.7. Iahren gib ein Trunck sawerBier/ das treibet auch auß. Zwey Ding muß man in der Lura in acht haben/ das; man sie tödce/2. daß man die todten würme herauß kreibeanß dem Leibe. Am klemm Kinder ein gutRcccpklein. Nnnb Hirsch! 0i !i ?rock. äimn licxj. cum c>v^ jedes ein scrupel. Z;mmct e n halb scmpel. Sasfrau Gran. ZuckerLoth m,t Wermutwasser «ur Morsellen gemacht. Gib dem Ainde zu morgen/vnd laß es Stunden drauff fasten/ darnach muß man sehen/ daß die getödte- ten abgetrieben wrrden. Em Recept vor die Spulwüt me/daß alten beuten gcholffen. Schabe Kreiden- o?er zukiopffe sie fein / wie das Araffnnecl/ geus; Milch vngcftibe!/ wie sie von der Aul'ekompt/ daran - koche sie damit/ das: es wird wie in B--ey-alke abend vnd morgen ein Löffel voll darvon keingenoinmen. Wann die MlderSpulivürme haben. ^ ^ LaßdieGall.' v^ne-nemAindeftinaanf? anffschnei, den/bmdestedknl^,n?eauff dcn Nabel/jo lauffensie der 'u ver- bäuff'g von chm. -5 ^-gemvürn'.e g^dorut vnd gepulverist-et / vnd dem Menschen eingehe^en- worinne»? man will/aber am be, fisn we- e -s »u ZzegcumUch/ trei^eauß alle Wärme' so tu den Daunen oü cr Dlagen sich erhalten / durch den r Buch/ Stulgang, m vermi^us, -0. Vi6c öc rcr^enriM conrr» vermes, -t^uci l^eo^^rJÜum. Mische WermmöhlvndOchsengalle voreinander, vnd sireichsvmbden ^abcl. Lercvi^a conäirz cum abllnchio IzibitZ. (Iccmcum juni^eiis cvinulis) cnccar vcrmek. I^ucierius schreibet l>k i Sc 4. ?ueiis slzsinchiz rcrrz meclenrcS Lum 6zre con^nrur, ^iiiuz or^z ^zocul-' ciicum ^ci<^>irnnr me!lis6ulcis ^vo-^uc lic^uorc. Wann man den hindern gibt in Leib Dm'Wermut derdieWürmvertreibt/ Bej?reich man das Geschir: zu S?and Mit 5?onizsöß wol vmb den Rand. Ircm «äe ccMÄureZ, c^uX cri^m necar 6c ex^clür vcrmcs. Ein gut Bawern Rcccpt. ?lti,mb einen warm ^pftrdsdreck/ (sonderlich von einem Pferde/ daß Habern gkssen hat) wie er e»si vom pferdekocken/vnd noch warm ifi/trücke jhn veft in der Hand/ daß die Suppe herauß gehet/ vnd seche d;cjelbige Suppe durch ein Büchlein vnd gibs dem ^vranekenim ZEssen oder Trmeken heimlich ein/ so werden sie sehr vom Rraneken weglauffen: Ls ist auch trefflich gut vor die Oolica. Etliche nehmens in Wein em.Ls muß aber clc ^iasculo seyn/von einem Mengst. Diese Artzney d-enet vor die o'xecrox^ks, Qcrm. ur cum kvsore ^RleinenRindernvon z.4. oder;.Iahrcn gibvter, zogenen Zitwersamen ein/ dann er ist sonst einem bitter/ vnd laß sie drauff fasten. Abens wann sie zu Bethe ge, hen/ vnd morgens wann sie auffstehen / dann das »st am besten/ vnd hier heists: pnncipus olzüz. Em andcw. Ls ist nichts besser» denn inwendigen Aoth vmb die Spulwürme auß dem Leibe z<» treiben/dan wann auff einem glaenden Siegel Würme gedönet/ vnd das Pulver den Rindern/ so von Wurmen kran ck sind/ eingegeben wird. Dann solches treibet von stund an die andern aus; dem Leibe/welche drinnen seyn» Ixmnius öc ccm. 4. 95. ^ I. I u v. I?imbden Safft auß den zerstobenen Blattern corianX geprest/darnachgeleutert/mttzerstessenen Tu- cker/Syrupsweise vermischet/ v»d deß morgens frühe nüchtern eingenommen/tödtet vnd treibet d,e Würme außdemLeibe. Man soll diezerstossene Blättcrauch nehmen/vnd den Arm cken vter den ^iabcl em Mch« lein gewickelt/zugericht/gebrauchen, ^uick. Oder hole nur in der Apottcken »Icum x>ctlc>Imn,, schmiere es dem RtNde vUier den Nabel. Em Rcccpt vor die Kinder. schreibet aujz dem ccnr^.^^?!0l>27. Ich Habs erfahren / daß die Sputwürme der Amder M !rRosinletn können vertrieben werden/ wann dnseli ben ihnen nüchtern/ohi,e al!e andere Speij; zu essen gereichet werden. Dann nicht allein alles was buter ist/ sondern auch allesüsse E peiß zu viel eingenommen/vertreibt die Würme/ dieweil dieselben durch Vberfluß der lieblichen S peiß auffblascn vnd zerbersten, Ikcm. Der Safft von pfiijngiaubeingenommtn/vnddas außge^ruckte Laub auff den Nabel gebunden/ ist auch sehr gut. ^ 7"! tl I 0 I. U 3. CVmpfflr 1. oder Gerstenkörner jchwer mit einem 'TwpsfenBrantenwemitt 2. Löffeln ^ardobenedicten vnd Lormentillenw^ssereingenommen. Ein anders- Macbe dir ein S acklem von ArausemAnlz/ Wer- Miit/?^abelwurt:el/daß csdas Hei^giül lttn vnd den Nabeler:eicht/ laß csalssemHalse trage». Jtcnf. Arausemiui!) in MUch acsottkn vnd gttnmcken/ Item/ Wurn sameu n.o>gcnö m warn-cr Milch den hindern eingelci^ Noch Von der Hauß-Arlmey° 211 )wch cm andere. ^Xeifcrblumenöhl / Wermutöhl / vnd vauten genommen vnd den Bauch damit gefchmieret. I tem/oleum vnd hiritus vinioli, recht eingenommen/ daß der Magen nicht damit verletzt werde / tödttt dje Würine. Etliche andere guteReeeptlein. M:mden ^imbeinRnoblochhauptlein/scheleesvndmachsfein 7xmvern rein vnd zustoß es in einem Mörser gar klein/vnd geuß vertrel, warm? Milch drauff (denn die Milch sauffen sie gar he»/etliche gerne) vnd las; es den Patienten trincken / so wann ers erleiden kan/vnd so vielerauffeinenTrunek zu sichneh tkpt. nie» mag. Er muß den^Rnobloch vnd die Milch zusammen in einem Trunck mit einander einnehmen:vcm stund ansterben die Würme / vnd der gan»)e «Vtock gehet im Stuelgauge zugleich mit den Wurmen durch dcu stucl- gang weg. Man muß aber drauff fasten/ vnd kein aude- re >Vpeiß mehr zu sich nehmen / denn nur eitel solche mc- ^.icMX'nw, das; sie sonsten kein nutrimenthaben. Oder Aede nur denL^nohiochmitder Milch / vndtrineks. Wenn man gcschelte Hering in ein feinen scharpffen ^ssig kegt / vnd 6kor X^ecjicl. NX, die beste Arlmey für die I^umki icos wert/wenn man dem Patienten deß ?)<0! gensfrühe den besten Malva- frer,eingebe- so söffen sich die Wurme voll vnd stürben. "Tru-eb jmmerdarcoQnnue Wermutwein / vnd sonst ttichis ra; zwischen/ so müssen sie auch fort. Item. ^)1imb Böer:autevnd zerstofse sie/dringe den Safft durch ein rein CüchleininMethe/vnd trincks nüchtern Vor die Kinder. ^imb die Galle von einem Ochsen / vnd so viel -Dkg- get (von dem Birckenholu: Such« in der Apothecken) vnd so vielWermut,leibe es wol zusammen/vnd schmie, redcmR-ndlein das Beuchlein damit bey dem Fewer. Darnach mitpfirschenblätter / siede sie in Tafelbier oder ^ eftnt / gids dem Aind zu trmcken / so müssen dje Würme fort. Vor die Würme oder Fieber der kleinen Kinder- ?.ccio>: descri^ttonis?crnc^Ii un- ciam ?. ( loch ) cickczrii ^ncias trcs, das wird em 'Tra^ekleiu wie ein Meth / dienet comra lumbricozzcnn- WAMeVit venni nm, connapune^ines, Lcliccou- Fieber den ?^Ivre8, quia cxputreüiniki.18 iiunr kcdres öc I.umdri- Bindern cj. aber ist dcr mordus princi^alis nicht die ?'-tvertrej- kclzrez. den» , in iplo ^nrox^mo vcl in Zccellionc zu L!brMchen / daß es desto gnädiger durchkomme. Man muß es auff dle puißadem legen/vndaufsshery vnter der iincbcn Brust. Ji'.mh ^ oft n Wasser Sawerampfferwasser Vorragenwass^r Ocbsenzuiigenwasser jetes 4. Loth» Guten Wein Loth. Lissig Loth. 8^ecieium Oi.'.m^r^2iiri ri^icji (ist tjNk com^vntion Von Perlen) cm halb Quint. Saffian 7. Gran. Venttische es Kumvberschlag. Sie Würme zu vertreiben vnd Zu todten bey Jungen vnd Alten. ^imb Wermutpulver oder Fitbersamen drey^heil Würme ?Nyr:!)ku vnd jedes :. theil zerstos;zupul- der Aindee ver/ legst»einwarmcs Ausser /zertreibs. Mitdiescm zuvertrei- We-sse, iinl>il,ciedas'^Vnrmptt!ver/vnd tr«cknekslin- beiz vnd z»t diglich eu, / darnach retbs gar subtil / feuchts wider an- todten. ^ lso thue z.oder^.mahl mit anfeuchten vnd reiben .Desselben Pulvers gib ei'n'm aüeü Menschen auff einmahl ein Quiur zi, morgens nüchi ern/vnd Abends. Auff dem andern mocgen mehr cm. Au;cm Zunge« Mensc! ea auK einmahl nur ein halb Z^.uiiit/ auch also dreymahl nacheinander. 7? »au mag daspulver wol inGuckermischen/ vnd im Honii; ;u Latwergen machen. Ein ander köstlich stück. Siehe dir einen Ort au?? / da die Molcbe nach dem vix lcen Menschen/oder Viehevmbden Leib/ der Wünne nn Leibe hat / so bleibt kein Wurm bey jhm° Ein gut Stück. Ashatte einviel I-nnil>ricc>s,vnd hatte dieselbi- ge vonRiudheitaussgchabc/ der klagte/das; siejhm alle S>inneuvcrderbethetten/sondIccZ>cus tiß Recept geschrieben. v.. doc^i.^.iium (^auptpillen) äelucr.rcurn^aiicv (dasseyn die i'pccicz die Mit dem Iic^uvlc exci^iit, vndzur mAi^^ auj'gc, stossen werden ) 8ine (^uüzuz ellc nolc> ^rdes l» scrupelnut^ofttthottigzu Pillen föiMii er. Menuerdicse pilleu gebraucht/ solt er darnach drey oder vier ^age nacheinander nulch trineken darinnen ee Anobloch gekocht hette/alle morgen fein laulicht. Will man etwas ivider die Winme braucl en/so thuce im abnehmen deß Monden / denn da si yn sie schwach. Werdic I^umkiicos recht curiren will / der Umstach, tung drauffgeben/ das; derrech.ec Wurmstock dcr voller Lasen ist / darauß die Wünue rocrden / daß sich die andern daran ha lteu gar heraus; renipt / wenn nur dcr her- auß ist / so müssm dieande:uauch wo!vollem fort / denn sieköimen sie nicht lengerausshalren. Will man die Creanmem lebmdig besehen / so^mst man sie in ein laultchtWasser legen/im kalten sterben sie bald. Liese weiterum Oelc. lil?. c. ^z» Aas LXII. Capitel. Voll der Mutter eines Weibes. M.UNX, vulva, die Mutter /oder BeerWttt- R7ukttr titer oder Tebarmutter / eK urricu!u8 ieu Uteri.,8 in neslWci- s«mili2 in ^uo concijniui , ^cn , formarui, Nir Ic conrinctur inj^n8> ^»li conoie^lim viii mulicriz schiejbUNA» ni^ucpanum : M nte>u8 intcrminis ;un<5lu8 veiic^. '^ora, urei'.i8 ^>io^»ne eil mulieium^u.-v wlzc nte- rum. -Diese Mutter ili mancherley grossen schweren Aranekheiten v-ilerworssm / an welchen Weibsbilder offtmahis grosse )?o?l> leiden nicht einep/ sondern auch wol ccliche^Jahr nacheinander / daß sie auch oft den "Todt davon haben. L)rumb müssen wir tnm von diesen Aranckbettm auch etwas sagen / aber / ,edcch gar kürzlich vus-rm Krauch nach. S ijij ^wrici Bas Ander Buch/ 212 ^mncipro5untpu!s?lurn,mcIil^,zrternijl2.>DieBlät<' ter^icoüsnX mlser zerstossen / vndmit savipt dem Safft vber den 7 eabe! gelegt / stillen aUe schmerzen der N?tttter. Lrein I.^2nori8 coronsria, Rosmarin im *Tranek eingegeben/denn?iß edle Araut ist der Mutter/ HemHerlzenvitd diI)U5rnmricis viclc 1'irco^N'A^. lii?. 12. s>ar^- AsZpiiorum, irem lil? 1 pr.'rsZ^r. lraÄ. ^. Oleumlaurinum rvllir 6olorcm rnarricis. Zither gehören 6c jzcnokrilluslib .2. pmr.c. 14. -Vorhefft,gekalt/^chmert?envndApostem^triciz, viäc icu mnrriccs tunr L^r. 6c ^rrcrni^A, 8^r.6c ru!zc» rin^orurn.Qx^'mcl ^m;-1cx Lc coms?o^ Ircm ^ircmiiiX, ^i.itrzcaricc, Xiclrilsc, ^c^cl^c, fscniculi. -Diese böse ftucbte der Mutte, vonnatürlicherRalr wird außgetrieben xcr Hierum ^>crarn L-zIcni kr15. Iib. Z. ^arr. '. c. ^4. Lrkalte / feuchte schleimige/'vnreme eermutter: I- tem/Schwulst/auffsteigung/ außfallmvnd alle Gebrechenwerben curiret j)craczu.^m ^lcrcurü, ll^urncif. I'r. ion. Iilz. 4. c. 7.fc»I.iO4. '5ttberwein reiniget vnderwärmet die Mutter / msn muß ihn abervor andere Spe;ß brauchen / vnd ein wenig drauff fasten. I'iUulT msüi- ckinTcri^mpui^ntmarricem^pituil^ Welche -Dmg die Mutter wärmen oder kühlt»» / ?nl. inSpcc. ^4c6ic. 1ib.2.pzrt.i.c.7. ln3rricem zupürgiren werden gebraucht 6c I^crmc>6?6^il!8,)^ic<^uanurn In- 6um^ Lcnc6i«IaI.">x^r. Llc6^. roinr. ^cs. Hicra. I^c»sa6ii. ?6I. ^«Arc^r. 6c^!oelc>r^, 6cL6cUic>,6c8LAa^cno,1'ri- xkcran^Znci, ^ic. öcc. UIcci -z rn^rricis vi6c kris.lil).^. «zrt. 5. tr?A. / c. ii. Wenn die Beermuttcr venrckt vnd kalt ist/ so brauch SHU2M Sul^kuiis kituminis, ^lulci desi Mohses / Item/ Melissen / 1-un.irin vnd Scharlach / ?hurneis. L^ru^.äc^rrc milia, dieser Lrarcb eröffnet die Ver- siopffuug der Mutter ton böserkait vnd feucht/bringt den Frawen jhr recbt / vertreibt auch die auffstossung der 97 ucter/vnd wacht die Frawcn fruchtbar / kril. L^cc. ÜI?. 2. ^??rr c. 74, Ircrn l'ri^^vr^m^ANÄ, >1?i6. Inü^mm^riv utcn cü vcl cx iQu, vel cx meniium lup- xicl!ic)r>c,vt!Äd rxulccl2ttont,vc! cx6c-rnbulLric>ncIon- «iüiins Sc in:cn^1IllN2 , vcl cx nm't^irauonc xrokibita ^ro^rersri^us. In^Ztio urci i cli cx fr?Ac>re, cx kumc>ril?uz in eo corru- PN8, ä^IicilixLlru, velcx üaudus, vclcxodüruciione tncÄtuum. ^xulccrmio ureri ^.r^rc>^cr^zrru8 cZiKcu^Ätcm, prT> fcrnrn cxinc>rrnisoelU8 cxrr^Kionc, proprer scriz rnc6i- cx »klcc^uuln 1 o^n. Äaö LXIII. Vom auffsictgcn dcr Mutter/meri juü'ocauo genant- (^l'lÄNL^ZNis , Uteri ^rT'socmio, sut^ocano, seu Aian- ter ^gulario, (Zicccc^v^ v5kl.t?l^!^nZuIzru!. vulv^lir, 5c v c^uan6c> m^uix clcvmur acj su^iior2rrul^itur,öc in con- scnsum rra^i! zartes ^linci>Z2lilIim^8 , cor nimnurn, 6c Mcmbranas ccrcbn, unäcür, ul mulieics iic LKccisc penc suK'occnrur. ^Mn.IiIz.z.c.yi^^Keiicasrnuiictcs nennen die Klc- clici tt)cmin?l8 , uiei i Amn^ulmionibus öc iuKocarioni^us ol?noxiL8«^ij>poc.Zi!z. 8. ^j)kor, zx>. ^as auff^'eigen der MUtter / cK M!>lus morkuz mu- licrum. (z^Icn. in ^pkor. Hi^>^>.coln 4. icü.z4. üiannula- rio ninil 2Üuc! cii nili inbirus inrciiru8 j?roj?tcr 6c^6tum ins^irmivnis^ c^ui iit cx ZNAuliia ^licu^us inülumenli cx lis c^uX inscrviunt 1 cij)imrioni. Lts ist et« tost -Ding / wenn sich die Mutter im Leibe vmblehret/da einWeib offtmahlen gar weg bleibet/ vnd vor todt da ligct / bisiwejlen ganzer sieben Lag / Wie »m ?Iinia töcunäo Lenn. siehet, u 5 Auf^j?iige ^u lcitur j^uc morbus cx mulroium mcnKruorum rc- der °Mut-> teQNone,czu^nreru8 rcpiccu8 öc inrcnlu8 i'uilum vcr5u8 rc- tr woh?r N'üturur, Vcl cx lcniini8 suj?^lxs!ic>ne,vctcx i cfn^cratic>ne Ä komme, rcmporc ^tc^lticnuum lncnsium vc! cx äiKcultarc Ädvrrus, vcl ex sukiramenlium zcäkuc üuenrinW conÜ- üemiJ 2Ul cx nirrüa conlicrnauonc^, 6o!orc ac mcru. 5 l gleich ein wemg vergehet. Etliche biehen sich auch anff/ daß sie gar e;ek werden / haben temen O- them/l^gen gle-cb weg/als wenn sie todt weren.^Oa mnst mmizhnentm^eibbal: vestegürren / nc mmrix zsccn- aä supclior!l, vnd angewandten Schwefel oder etwas anders / das sehr simeket / vor die I^ase baltm vnd rieheniasftn/alsang^ündele^aar/ Scbweiusdürsiel, vnd desigleichen. 2»lle>n es muß baldegeschehen / was man dar^u chunwil / ehe es vbe, Hand mnibt- Z)>e Theophraliiner braucl enS^iiirum Vinioli, oder Mutter Lctlsamum5u!jz.kuris . bey demauch der8pinr«s Vülio-auffsttigm ^ >st> sie zu curi, ^iki! cm conrr^morbum melius kacir, ren. ^IclM V.oni^n2, Niutterkraul anBier oderWasierge, kocht/vndauffdie Ncuttergelegt/ da sieaisowch^thnt/ «s fty auff welch er sttten es wolle. Diese de- tomptman in der Apotheckm. L:s ist ein Ktautdss j^a'.ckreicht/ hat splpige Blölter. We»m«'iausolcveWtlderkühlen wilt / soll man bey leibekewIXosinwöfftro» erRoftnisj g ^iocb ^egelcm, ^ss?g darzu nehmen, webendes; liebli ch-en-E. er v ch s/scn- dern Melisjen oderautenwa^er odk-.'Lssi,? c?.e> po< lkyen. M an wus; auch nicht zu vielL.' ss.g brauchk n de>!, der ifi nur bor die O hl-wscht / daß sie darnach riechen. Abenautemdic 5 anl c>l».cmwtlt rnd daran gerochen/ jsi auch gul Item BibergeU. Manlol!or.cbd:eouWcißendeMutttr mit si dusch den stetigen Geruch von den selbenanjZoi- n oc nerledigt werdeN^i^^Iä. ccnri. r i.^^I^48.ccnc^i.6.^^^.8o, Aem. ^)er grossen Rlettcndiättcr auff dem Roxff getrau Muttex gen / hebt die Mutter auff. Abervntti dem ^ußgeri>a-k..Mh^ gen zeucht siewidrr yeruntlr. dieses be!c :uau vo; d^e ^ teste Aryvww»dcr diese Aromckhttt der We»cer / ^1- wuri-ei ^alä.ldiä. ^pkor. 70. auff' " 5Z?esihe ?ns. in L^ccuIc>s?zrt.;.Iib. 2 rrzA,in prcrfar. Lcc. 7.^Icx2nä.Lcncäi c ^?crAnnc>8rnuItc)8 vulvX iiranAularioni olzntixi^m, c;use cx i!Ic>moi1?o optime convliluir, kaiiricnci« scmc! szcr kelz6c>rnacIarnsul?Ic6tiinAi-ciIl!M vinuinslbum, incjuc» antcu r2ciicc8 Li^oni^e ctkcrizuiilcnr. Lr I^oc me0 ^ericulot?llimo matricis, clc cuju8 üilurcom- Ncs Ktcäici äc'.^cr^rUnt. OoÄor ^u^ulbinusremons om- lukuz züis remcäiis nilnl niiuiä paravir, nili porioncm cx 'iiiünczric>c(sci!iccr cnn^ria. Rosmarin/ alias I^ikanoris cci.lm cti srbc») c^u-e kcrbacoitii vaI6c proäek. Mcinm, rnirab>ili8 visitlius I^crlz^e juvanäi c^rekium, mariiccmöc cor, I'Iac cur.nionc lil?i laucicm amoiiratcm in ^Icclicinacom^^avir. I'liili^. ^Lcl^nc^. in locis ^ I. l u v. dir den Rauch von gkdör:eten Blättern der rorianT durc!> die Scham h-ncin in den Ceib gehen/ ss mtidderSchmer^ende? auffstossenden Mutser leicht gestillet. Odernimb FibLt^ als ein Hanffkornlein groß/ (man bckoinpcs in der Apotecken e^n kiem Stückiein vmb em Orlsrhaler) schm'eres nurdeu Weibern vmb den Nabel/ Wb laß sieun Lethe drauff schwuren. ^aiLoruin dura. B^aaute Seud T5enaute !-n Bier vnd trMcks/ ode »wenn du ^ie- ae- die Bbenaute im Bier gesotten hast/ sogeuß dasbeisse necken/ ^ierab/ lege Better dre.a vnd trlncks auß : so wird a^ich jlchs bald öndern Er ist gut zu br^uci^n/ wenn dich das m?as Stücklein geholfscu hat / so daneke Gott davor/ Meippam,t?rnAvice, vnd distillirees also dreymahl herüber/ verhengedasgediMlirte Wasser?» Geuß cm Tlein Tröpfftem voll deffelbigen Wassers/ vnd warms/ befeuchte das vorige S-^cklein mit dem gedistillinen» Waffer/ legs dem Wcibe vn:enanff die Sohlen/ von stund anist dtc iibcrn'ei. Willsieaberaleichwolnoch nicht nachlassen / so leg es jhrwidcr anjs/ bis; daß die ölarrix stille wird vnd es Hestandig bleibet. Beihouientvein getruncken / hilfst den erkalten Gc^ burts^ludcrn der Wezber / vnd laß die Mutter nicht vber sich steigen» Der Z^iiltuscx Virriolo Vci^iis gezogen / isicinge? wiß Recept für allen 2vranckheiten ^.'.rncis, nur ein 'Tröpff.'ein oder drey eingenommen. -DieSubtilitetenvom Salt? oder Zemm-e, säubert vnd warmetauch die UÄtriceiu , ?j^urnctl. kilon. !id 4. c.7. tc>1 iSK. Nimb Salarmoniac vndeinwemg Mehr Saffran/ denn deß 8ziaimOMÄci5 ist/ reiböklem zusammen. Senn Nimbvondttsempu.'vcrcjner Brdcs groß / gibs dcr Krawenmeinem Löffel vollWen, zutrmcken / sie gs- Mhsi hglds. Arme^eutedum° ^ie nehmen ein gm theil ^rausemüntze/binde stemit müiwedie, einer Echniirzusamn'en vnd bindesiederFrawenoben KttMch a^s Beu;/ öc mscruntÄÜczuiä clc memhz in ^uäcnäs. z»rMut- >ia. N 0 T Wenn die ^zrrix einen lieblichen Geruch von oben Sekompt/sezeuchtsie sich darnach.'vnd steiget vdersich. Wenn man aber dem Weibe ^m iczeriä7.m oder ^ ms- selsdreck vor die Tlasebelt/vnd sie daran riechen lest, vn von Vnten einen lievltchen Geruch von Rosen vnd andern lieblichen wohlriechenden Rramern oder -Dmgc;, Äcjliikirr, so zeucht oder begibt sie sich wider herunter »'.ii jhresiekle/vnd wird das Weib oder die Iungf aw ge, sund. ^Drumb nennen etliche scLncj?.m dcr Wcil er Abgott. Man gibt auch soeuciam in L.eib/ es Werden Pillen davon gemacht- eontervamemkX ^rauscmüntzMkrrist gut vvr die Coüczm vnd alleerkaltung imL-eiv. derruln Sc ^rodarum. I '-lkschhom Es ist keine bessere 'Art?n-y vor die )7chtnuttsr v.-d 'tv.^men LoUcz(denndiese^mnckh^tkywxt dte Weiber jchier Von der Haüß-Artzney» Akäuse- an/wieein^olica, schnelle/plötzlich / vnd vi verfchetts W^in ein- drmqets zhi-en hinauff zum Heryen/ vnd ft »e! en eiwss aencmen/ mit; kGweilen brechen sie sich auch/ sondn l ich wenn sie bc- envas sawers gesseKvnd bald drauff gltluncke« haben/ wchrte so thnts zhnen bald m der Seiten recht weyc/denn klem Avtz ncy gcstossen oder gerieben Hirschhorn in warmen We'N vortie P6B einqenonimen/ Ich Habs mit gebrandten^>,rschhorn osft versucht/ es hilfst balde. vad^armee Wem sind auch sehr gut davor. Ein andcr schlecht Rcccpk. 5umb dte vnterste Rinde/ vnten am Brod gefchnit- ien, vnd bebe sie, geusi Weinessig drauff weil» noch knß jst/vnd numo vor eine ^Dclycr langen ^.ü,? mcl/ vnd vor einen -Dreyer Pfeffer / l^»? zusammen zimuch klein gesoffen/ strewe es auch drauff, vnd legs also warm ausf den Nabel, vnd laß den Patient, n an BibergSilriechen/ oder angesteckten S chwefel, durn vom SraNck setzt sie f!ch nider. Etliche zünden Haaran. vnd riechen dran. Federn angezündet von Rebhrinern/ auch Tmffcls- dreck» v i H r Solche Weiber muffen j?ch warm halten/ warms Mucken/ Tag vnd Nacl t m der S tuben ble-ben. Ein gcwiß Stück vor die dolica, die Bccrmuttcr gmandt. (Also nenneii die einsaltigen ^.^uce diese Rranckhejt schein eolic^.m, das; sie schier einrnhl?ch-si) Nlmb derilch'u- zwo guter ^and vollwe«sscn Haber, zerstoß ihn -n ejpem q^x^^voe Viörscr/ gcuß anderthalbQuarti-er attcr lautern Wein h ^ LoUc«« dran/ ias; den We'.nin einem2^cffelem wol auffsieden/ alßdenn thnedenzerstoffencnHarer drein,vnd tühiiesl n feingem'ßihn n:cht zu bur:e auch nicht zu naß. Aißdvnn mmb den suchen/ vnd binde jbn den» Arancken bloß / so wm m lrs er leiden kan/ auft den Na- Hei/dik Schmerlen vergehen b-alde. Vor die AuffstcAmg der Mutter» Ich hab drs5en gesagt-wos Rranckheit bor^m gros; Creuy dnn armen Welchen Geschlecht ist. Lts will den Weibern gar das Hextz abdrücken, daß sie sich auch bißwe'ienmilcinekdEmt oder Band hart vmb-- gurren müssen/ daß z-n-en die ^l.uiix nicht hinauff zum HerHenkon.pt. legt sich jhnen auchbißweilcn in die Seiten vnter dlm I^abel gar hart, vnd wirfst sich vmb- her/vnd jonder!:ch wenn ein Weibgecohren hat/vnd ba6 grcffe schwere)lachbiebcn oder Wehe. ^>a mach« jhe denn die ^VVuiter so angst v!,d bange, daß sie mcbt weis;/ wo sie sich vor Bangigkeit lassen soll. Aber da strewe «in! zerstoff.ncn Biberg«! auff ein gerost Bro!> / vnd lcgs den» Weibe so warm sie es erleiden kan, auff/ vde« oder vneer d'cn Vor d?s Auffstoffung der Mutter aber / wei ekvnd Lmrcs ^ brauch d.s;Recept/ w^lchrsschrgut vnd ben ehrt seyn verttt'-b-'n/' soll/ wie auch ein guter Ivicci-cus. v-?n dem ichs sekomm ein beweW Herichtet/ wie es ^war anch die mAreci^rniA nut br.ngen» Reccv?« I' ^lümbRosmarm i.-L.och° Galgant z«O.uint. Alles kl in gestoffen vnd vntcreinandervermischet in ein Papierlein gethan. ZlAnerur 'Mutterpölv.klein. ZI. 'J^imb Bibergeil so fett tfi 2.O.ttint° In ein Papier gethan. 5. Bibei gni zum Geruch. ! 11. Ilimb groffe A kttenwnrtzef- L)ic Wur ncl vnd 2>raut c,n halb Pfund- Baldrianwuryel. Wolriechende Rornmintz oder Aatznikraut jedes 4. Hand voll. Dieses alles ein wenig zerschnitten m ^in Papiex gethan. Zi^ncrur Krauter zum Bad. 5. Oas pülverlein soll in ein reines leinm Säckl--« g.than/ vnd darnach m das Trmcken/ davon sie täglich krincl t/ gehenget werden. z. Mit der GalgantwNl yel soll eine Schnitten Rocken Brotsgerieben werdtU / so zuvor fettn raun auff dcn/>ohlen»si ge»ösies wvrdcn. darnach sott nmn die Schntt- WW W.A '-WD 214 Das Ander Schnitte Brods auch fein reiben vnd schmiere», mit dem Bibergeil/Vnd dannoch drauff schmieren frische Bur, ter, vnd darnach dieselbe Schnitte Krodts also fein warm gemacht/auff den?eabel oder etwas drunter auff den Bauch binden/ vnv so offt sie kalt w,rd / widerumb warm machen. z. Die Krauter vnd Wvryeln/ sollen wohl gekocht werden in rcinem Brunnenwasser/ vnd im selben gekoch» ten soll die Fraw die Füsse fein warm halten/ vnd offt be- hen/vnd dieRräutervmb die Füsse schlagen / vnd also fein warm dieselbige damit reiben. Merck. Weibsbild ein Weibsbild cx urei i sutkocznonc, oder cx so cxluKo- stirbet/sosoll siejnnerhalbStun- Lsrione j?ir, nicht oegraben werden/ denn ich es offtmal erfahren/ bet/ soll in i" wider zu sich selbst kommen seyn. Mutter erkaltet. b ^ ^ Welcher Frawcu die Mutter eiltet ist / die nehme ven werde. tjnO.uintMuscatcn/Eardon>omei,/ Lubeben/ para, . dtßkör^er/ wcissen I^gber / Bummel jedes r. ^o«h/ ^ i. Quartier/ Rheinischen Wein. ^)as ioU man kochen/ solangalseewanc.n essen Fischkocben mag / vnddar- nach kalt werben lassen/vnd er»» A-üekcn krüriicn Brod drein riM e» vnd alle Morgen vnd Abend einen Trunek davon einnehmen. Besiye weiter im 2.Buch das L.Cap. Das <2 XIV. Capitel. Das vorgehen oder außgehen der Mutter. 5urtre»,° N?utter so vor/ oder außgehet/ zncurttM Aranterso der Mutter sekr dienstlich. 1f)A.c>rnrncnnA lcu prociäenNAmmncis, das Vorgehen/ ^ außgehen oder außhr ngen der Murter/ciu^ncio rna- trix cxrra pu6c.ncium mulicl?> c pcnclcr, tcci cvcis^. ^)as bekommen die Weiber/wenn sie in pucrpcno verwarlo, set wordeu/vnd sonderlich wenn sie in derWochen balde außdem Bette iie-gen oder etwas heben/oder von hoch herunter auff die Treppen fallen/auft die coxas. Inparru tlc lir, Hu^ncio comp^i^ineg, urc> um conrincnt.ruptX ^ucrinr: uri i nonnunc^uam lnlct in clil^culr^tc pzirus^ czua iccuncisc clum cxciz^unru>, sccum urc»um, cui aclnc' XXlunr,exr>.ihunr. kir^urerncxmcrlaöc im^rovicls mor- rui f«rus cxrra^ionc: Ircm, cx memiziznmumScmuicu- lorum ureri scrr mmiicis imkecillltarc. Ircm cx plurimr t^rrmoiis atRuxu: exfre^ucntiaparrns, Lcl^x^rionc Lclc>- lutionca^pen^icum. Ist ein boß ding dem man bald im Anfang begegnen soll/sonsten wirds hernach desto schwerer zn curiren. IZi^Kcz-solium vulvAM cx6c^uxu pcnciul^m velalitcr iurlum rapir. Carci jL«n solch We>b muß sich gar einlegen/ vnd jhr auch also warten lassen mit Suppen vnd andern^Lssen / wie eine Sechswöchnerm/sie muß sich warm halten, gute warme Biersuppen/ von gutem alten Bier/ vnd Butter drinnen essen.Muß auch mit dem Haupt etwas nidnger ligen, denn mit dem L.e» e. So muß ma-> zhr auch die heraußgehende Mutter mit gut^m aiken- warmen Bier waschen i^uoci obÄcrncesfaccresolcnr) dakeineButter jnnenist / vnv darnach wider hinein thun / vnd einen blawen Gewandlappen vorhalten/ so warmals sie es jmmererlendenkan. -Oer Lappe wird zmmer »ns Heisse Bier geweicht / vud also warm auffgclegt / Tagvnd ^acht jmmer dar nacheinander. Sie muß jhr auch jmmerdar den Bauch von vnten vnter dem I?abel he> auff mit den Handen selder streichen/sonst springet sie wider lost / vnv fallt immerdar wioer heraus?. L)ie obtteri iccs haben in der erst grosse Mübe damit/ das? siejnm,er dünnen behalten/sonst darff mansienicht binden» Sie muß in die 14 Tage also ligen/ ehe sie sich wider in die höhe auffrichtct / sonderlich wen»» sie den Schaden lang gehabt. ^utaccipe pilam, czua colluclere lolcnr pucri in praris öc -iliis viriäzriis einen Schlagpall/ in reccnri cera caliäz öcIi^nes^a volutat2M,öc rot^m cerÄol)6u^m^riT lrcr- uKxuin aut co^ciunÄtUln tilzi^lum ^zulo rokuAius, üla inccrÄts Pils olzciur^is pc>li inscrt^m m^triccin clzu- iiro puäcn6o5Ü> nc MÄtnx itciü ^>rocicl-ir zur piolak^tur. Darnach n;mi> Meiissenkraut Feidkümniel/^rause- mütttze/ (mcntk^mcnhiun) rohten Benfuß/ Wermuth/ Buch/ rokte Aosen/ thu esalles in ein Saeklew/laß in Wein- essigsieden/vnd warm auft die cl^uüiapuäicinze legea. Im^e»b las: sie brauchen olcum ipinrus l'cipcnunl jedes 4. Tropffen/ tn ac^ua l^icori^nX vcl 1°Ä- d^ci.vnd z. Stunden Larauff fasten. Ntankan sichsm der Apotecken zurichten lassen- ^OteseWeiberkönnen sich leichtlich erkalten / dast sis trefflich kranek werden. -Oenn etliche schlageus sn wind/ vnd lassen jhncnnichtbalderahten vndheiffen sondern schleppen sich mit dieser ^ranckheit in die z. ^>5^ » Jahr vnd lä iger etliche dteioen auch wol solche rrancl e sieche We»t'erjhrlebenla»g.A>.er wenn sie nur e»n weiug zu kalt werden/so ligen sie wider mit grossrm Ach vud e« he auff dem Lücken / tiefer aber joll man al>o wider helffen. )!nnbRosmarin'Salbey/Feldkümmel/ Fenchel/ Polcy/ Isop TiMiau/^rauseNiüity/braurren ^>U)fuß/ Scharliy Melissen/ Metern, Saudow, Guiter,vno ein faule O.U!tre/ eines jeden g.erch>ov ei/ alsdie faule .^>.ujlte rviger / vnd koch die iN tinem Halden S tübicheu Bier/ das;>ufzsey zuhause/bisz die helz »e eingeioitui'si. darnach klarees se.n sauber ab/von 2^räur.rn/ d,eal,o gekocht se»n. Item/ auff die fzccc; der Krauter/die also abgek aret swnvon der vorige Feuchtigkeit/ grust i- an wioer ni» ^Z.uarrguten We»n/ vnd lestv auey etlichen e rs? auft' d»e helfft/geuj; es oder klar es ab/wie zuvor, vu d c ew^!)- re es. 'Dau.ach nimdd»evorgemeite^'^uter, darausf der We»n abgegossen/ vnd »umb darzu zo v.cuien er vi.o frischer/vrauter, w»evorgescyet?en/ vno g^uj, uu;f dre frische ander ^v^auter zwey Stübjche Bie. /vi,o röche es cine halve Stunde, vnd laj; das/'»r^ut ^.r.iinen vn- gekiarer stehcuvnd i-gen. Wie mans brauchen soll. 5rimb deß vorgeiiictttnerjcen v«»utoerHopff- ^ wurtzvndBtergckocht/ vnd la>?eso»e ^^.weinen ^ zween, oder «.ucyt irickcn / alle n.ahl eii»et, zundi^« c>r Crui.ck. ^ ennsie aber nichr mU)! tri»tt Ut^^./io ttnni? ^ dae-^raucniit enzwcy ^luc'iU'en gekocht/ ,as; es he«ß werden vnd sieden,vnd las; »m^vejj^ »eidm/da, rin»»en es gctocht wird/ iah dttFraw dru^r sii^e»«/ vnd sichvuren vmoherfein bedecken/t.ay dem der pra- sen von vnten auff »u den K.e«b gehe/ da^ sie ei» Stunc e drUder schwi,.üe/vnd weil sie ai>o drüber ji- c vn schwirr/ soll sit von ven vargekochten A.>ein eittcl» guc^n Crunek trmcten vnd darnach auff den Crunet woyr ,chwiyen. Solches solldasWeid emmahi o«er oder tünffr-aer einander thun, lo wird E>ott Gnade verleyyen, daj; es wol balde bess. r nur ihr werden wird. WennunWechihre ^cueinen Tag oder zween zu< vor gehabt / ,jr dtejegme Artzney am resten zngebrau, cyen vnd tst an vielen bewehrt. Ais nietu Vatrer einmahl im harten kalten Mimer Mit se,ner Tochter auff der ^eiie war, infcttÄlz^rur , vnd IHM dieselbige aufs oem Wajjttt ;o kranerward/daßmansieauch auff der Sn^ssn nicht fokt suhren kunt / nahm er bald «n wenig ^rncunam, vnd sot die,elbigc «m Bur, vnd tu ssc si» es rriij cten / da ward sie vou stund an w,der gesund. ?^or das außgehen der Mutter. ZLtlicheberaucdernsie mualten^tt,uhlappen/ von vnten auff/ man muß ihnen aber den Nc.uch nicht in den Halß kommen lassen Oder ev ftedee«njolch Wetb^osenblatterinWein/ vnd trmck davon. Oder sie nehme Ambra mit gepülverten Magnet, stem/vnd MitdemHaryL Il)snc>, veii».l,cr e vnd diiid^ es jhr auff den ^rabel/wenn ihr die Mutter außfallen wil ^odeheltsiedieBeermutter an jhren D-te we»n sie auch jmmer an Ambra reuchet/jo reyelt sie sie au ih"M Ort. LKttcm^Iiucl maniciz m^lum, c^uocj appcll-jnt, ncrnpe osculi öc cci vicis urcri vbrur-irio öc coN<5r.'tic>, ulccrzrrone prs ccäcntt- cvcnicns, ita, ur ncc lcmen Zcjrnir- tarur. Ijocrnalo im^cclirui conccprio Lc im^i-LLjNIno. ttuicpropclimüls cü,^^'c,/z V5^fac,^>^clutio ^,rcri, cum msiAincs oüii mulielzri5 coe^nr öc cc»nvcniunr, a /i«v«v connivcie, concioc nrcs oculo^clauclcre , tic ^oKconccptioncm, c^uuncic» rnmrix ci^ucütur, ul lcmcn cvKcc^run^ rcrmcm Sc fovcÄc ucl Zencrauoncm. Von der Hauß-Arßney. 2?? scu mc>Za^ Kitt böß Bewachs / in ma. "N'ice, <^UX ^encrarur ex rerenriouc Zc aMuxu seminis mu» ^icdrisLc^n^uinismenllrniuiurcro. korraKs a molelic cltcnur, auo?. in inanismolc8 ureri mulieliri8. Vcl a Accecjo. Urcruz cum foeminl8 inrumesciti ?.c it eilcnr c^ra-. v>6^. ^informi8 caro in utero mulicriz, carens anirnA Lc vira, iinc scmiuc concepr» ac «cnira. Larenu8 ma- Hum criarn vir^iniizuL pore^acciäerc. Äui^.c rnorbum LoniiÜorialcs apuc! ^lcciicos incxul. ranr> nc innoccntcs viiAlncs ac Koncil marronzekocma- Zo iaboranrc8 ?.r> ipsiz ininÜc cie t'uspcZia puäiciria con- -«jcmncnrur -. gua äc rc consuienäuz clr ^lippocrarcs, (Za- ^NU8> /ti^incra, L< a!:> üi ^ci scriprorc8 . Tr ?Iiniu8 !il?r 7. c. ,5.Iib.^o.c^4.?iiic.:n Lpcculo parr.^. üb l'raÄ. l. >cap, 8. Lurarur balnciz ^ Ü.u!anäu5 von Wasserbadern/ f»I. lO 2. Ich will aber diese vnd andere Sachen den Z^eälcis s'escnlen^ die wi°rden in solchen fallen cm ^urahtm wissen. S ow-l-niranchohne Su» nicht gebühren/aljv ieicinzu ftt?n vnd vor dem H.^u'w,nMan«so frey herauß gehen/ V0!- ! y!icl)l Zit ^!1 schreiben/ die in üac p^r- ^eco-ponskuman! pflcaen vor;ufall.'n Denn wer am Weg bawcr/ Hai viei Achter/ vndkönnen sie nicht M dichte»/ so woller. sie doch alle richten. Das (^xv. Capitel» Bon der Vnfmchkbarkcit» wttdbe schrieben da,^ st. nicht empfangen vnd gebaren kötmcn. Ltben diese Vi suchen sinds auch / das etliche viel Ai«der haben/ tt!?cbe wenig. Vnd das etliche m einer tÖe.^int ^ugleichv el?;i!»der anff emmol haben/etliche «"a^vnoch'.n jhren'. .-uss.rjkc Alter fruchtbar seyn/ wie N'.Ku dcnn vom kl.'iu'.uj.i, dcr^lurni^arum ^xönlg liesst/ dm; dcr^Nüeujzfti.jstenIahr seines Alcers einen Sohtt wki seinen» G-ejnahll genüget habe. Lenl'oiius Kar auch in seinem 8z. Jahr einen Soyn n!tt Veineu! We»?e genüget. I:z pc'i0poncV6 jji ein Weib gewesen / die ßu Vieren vutlrschiediichi n mahlui 5. Ajuder g-bohren h^t. schreibet von etnem Weibe/ das; sie in 24. We^tzn GedKMu allemahl^ Binder geboren hat/ derer der Z4.vnter, n^c:^e theil nsch gelebt haben schiedkchm ?Umus vnd 5oZi nus chi ejben/ daß die Weiber in Sgy- p,x.,allzeit cu'.sf cittmc!7 ^ Rlnder geb.uen- Amder ge« So schreibctnmn auch von» vsnzeo, ^2'K!io,Lrinrno borW. vnd andern/ daß sie auch schrfruchtbare ^.eut gewesen/ Md viel Minder aehakt. .Eines Gntsphiscben ^rtHenn Gemah! hat in -uns -x.^ru v:. !elLedigeAinder;urWeltgeöracht. /.Idciru; scbrcibet/ daß ein Wtibnnsf einnial 150. Mindergeroni» habe/ fmöaber alle tedr/»vndnur eines kleines Kngcrs gres; gewesen- Gräffin M zeiget an/daß Anno >z?o. alsAäyser Hein>- ^oiland von L.ttll-elbtt!g in Teutschland regieret Margare- tha/eine Gräffinz» Holland zc7o.lebendige Awder anff kbmdiae ^innal geboren habe/welche allegetaufft ivordenseyn/ Rinder ccnr. 8. ^pkor^. auff einmal Ander schreiben/der Rindeesollen ,64. gewesen seyn/ gebo^a/ -Gaumens lang gewesen seyn. Hic Iircv^ter, ne ^roriusniüil clixitle vicic.ir, o^icrvan- tlum, czuoä ia vsi i?; causa Kerllimkis i>r,ex leminis inepritu- äinc.^uoä vel iupra moäum eK canäum,ve1 irain^itium, uc erizni ac^uvsum in 5c renuc: czuoä iinr Hui-ucin, auc nimiz oüscil. In muüercaurem ^iz?ci^ua lieri!!tttt8cgu- jacÜ urcrus, aur vAl6e caii6u8,aut sriAl6u^,Aur imbecil- !is, Ä!N au?»Kus,aur l)rcvl8,aur proprer vaiorumeju! od- Ü>uQioncm, rmr pi oprer a6naram cicaniccm, aur proprer vbliczuirarcm c>uz ccrvici8,auv proprer oris vcl -u^ukizm, vci.im^Iiru6ini7M,aur ciuoti iiur iu^>r«! moäum ^racilc8 Lc macilcnrX: zur ö conrra iiiun8 oiZTizi 6c cral!a:. ^060 cx X»tc lunr ücrilc8, Huoä ünr mmoris vcl ^rofcQioris X- ?^iz. Weraber in diesen Sachen etwas wissen oder erfahren wolte/ der lese in de^ ?nl»i8r>eculc>,parr.5. lib.i.c.?.. ^arr,;. c.z. ^Icx^LcneäiÄi. lid. 25. :n krocr- nno, v!»d c.8.9. in. Lcc^ Ircm!ik.28,c.l8. Ircm iol.540^58. Vroblemar. rir. äe üenlnar<7i nein äc conce^riono, Z?cuum «je Lrelcem. lib.s. c.27. welche such alle gttanfft Von VnfruchtHarkeit de? Mäntttt L^nd Weiber/ warme -Bäder / V.'äc R.ulanä. von Wajserbadern/ soü 189. Äie Frawen sollen nicht viel Pfeffer essen / dem der hindert die Fruchtbarkeit.- Das (I X VI. Capttek. Vom ^onüruo oder von dcm BtlttZang/ odrx Rose der Wclbcr» ^eMruum mulierum oder McnÄruum ianZu:- ^nc8,a mensc iic czuoä tin^u!i8mcnl>buz recur- ranr. Ui?i nor?.o6um, czuo6 tisec pur^zno, c^uanäc) n-zn lcvv?r iuum rcrminum, !ccl nr irre^u^n8 , iuo>n6c rs- cu> 1 >r, rum cli Icrl^aliz, ^>r^sert:m c^uAnä» akir in consuc- r'.iülnem,iicut Sparer cx lusioria ^ZzcmonkousX, ^iarr.y. Drumb heists :p!U'.cip!>8 c^uac^ue uicAulir- ritare animzävert'a. ^ur Auxu8muIicoli8cK roto ^orzzoie ^icujus Iiu- xnoriz ^>er urcrum mulicbrcm ciiuruiun ciilrl!l.'.t!c>,i! rulner^ incQÄuLi'an^ui8-i: alocr, eü ^irni- a^uosu8, öc cx scio. I'urior vcio oioiioni8 li^Qurn. Mutier mcnüruata Mis, Lc p^ris cruäis, vino säul^o, a melle, a pc>ruflZZ>6oz wos sie soll eytelwarm Bier tr-ncken/ soll nicht vmbs Lewer vor sie sich gehen vnd sich hüten vor allem.' daß da hilM vnd selten s^sx. baden/ die Presse/ so in Garten gesaet worden/ n'.cydcn/ aber Borntresfe mit Weinessig vnd Mucker mögen si^ wol brauchet». -Doch bekompts eins theilsauch nicht/ wegen deß Essigs/denn Ass-gvnd alle scharffe ^)inge diene der M»?tter mcht. Muscatenöhlssllsiejmmermitbrauchen/ mag 5?ü- ner/gesottene weiche Lycr/Fleischsuppen/ ein-Mißleit? Rm'dsieisch/ gesottene Hecht/von Grundeln/ausi Saltz vndButtermttpetersilgenwurtzel / vnd wassonsim gesung ist/essen. LK ÄUtcm äuj>!- l^rizKuv^ num,4.. vcl ^0. texAAcllmum snnum. Ircrn Navi- 6u^lcx. clX,Sl czuX suur caüälnri8 tcm^crgrurX Zc czui'ou8 cli vclic- rnens exercirAtio, ur sulrarriciku3. Vclpr».rcr uarur->m, ur si^ur ^rXpinLue8):n cicscirur, vc! in!cnes, vcl in vcl in iznKu- vium,öc^uüu!»s m summa cure cM«rcsccnres,aut in lnor« izos acuro8Sc mZximoz,zurin slimemorum paucirarem. Zlic cnim rcliquu8 sanZui8 s»er czuam paucusexjiirzrzue cxl,Jlzr. ^.urclViUä supj?reiIio ex roro corpore morlziäo, Aur ex uteri virio , vcl proprer inrcmperiem moüo fri»i- 2. rraÄ.t, c.6 Sc 7.1'^coplirali.iilz./. (.lcii^nis cura. ^oäiaci, l'ttulo^uM 'Beschluß ^lcxanci. Lcne^i^ l,26. !x^,I'IznraZc>,?raAÄri^II^c>sclamus,I.)ljl1mac^ia, LalauKiilloics^^oici^mi üorcsSc^m^keX tloresFru- Hus Lcr^ciis, uvs cum nuc!eis> Wittes rncntium sizun^amisc.^uxili.'rur, ^ras. ^spis lapis, Larr^ol. ^n^l. 111?. 16 c. >z cenr 6. lZ. Genies movcnr Nippe, iccm, S. Iohannistraut/Ke- ^onicse tloics^rcmücncs LcntAUiü,rniIlX > junci vciorari, I>cucc>ii. ?oennize, ^.litiese, 8^lv>X, k.c>- rcsiNZruu, ^uclci 9ci sicoiuin, pf!^K ern/ LaccX keäcrse, Oapp-ircs^ ?>pcr,^emina?oconize, Luminum, Xlpar?.«!» ^.nili, kocnicull, O^uci^ ^pii, ?eNc>seliNi>I^iltici,Zesc!co8» öcc.^aäiccs ValeiuinX, ^tan, H'MoloclnT Ion ?cüc ro- tunäse, ?ilr>pine1lX.Omnium vjZüma lum szbin3,ciocus scLsccXlaun, öcc. L^s lehret auch Nippncrztcs ii>,. 5./.pkor. 28. Wie man den Weibern l? Ivlcntiruz soll evocircn, viid g5!ig, hastig mache,,/ da er sp- ichl: Su^tüS Jrvrnarum muIic- bnacäucir, onrchl^üucd'-vktck/ so VSn Gewürmen ge» macht wird kan man du' pv!»vnoncm m?nü,umn,sodie 5U)«btrsonstena - !e ^)°onai vnd n. cd der (Heiurt ha» ben von jhne^; ».-ringin. Ja es recht gtrcdt/ aber nicht alle supprctlionesrv.cn^ruum, sondern ru'.r die/ Welche von dickem groben Geblüt, oder Vetter, st opffung der Gefasst / !y zumAuf.gana ^er wenkinnium gehören/ Kder von der dicken lubüsnt^ ver mcnüruorum seldj! herkommen. Senndjs;Rauchwertk/ so mit Eewürye gemacht wird/ hat diese Ar^fft von dem E ewürn/ daß es die verschlossene Befasse eröffnet/der Heucsngkeit ode» t^umo- »um djckigreits»btilmacht vndvcrstopffunqsn eröffnet. ^Darnach ftyt crauch weiter/dasfelbige'Aauchwcrck Ware den Weibern zu vielen andern Sachen mchr gut/ nemlich zu allen kalten vnd feuchten Ära» ckbeittn des; Leibes/ vnd sonderlich der Mutter/wenn sie das Haupt Nicht zu sehr einnehmen vnd beschweren. Ein Recept ^eopkm^iparacclli. ZvicnKruu Ls gehe das mcnttruun^ roth oder weiß so lege einen w-e es Magneten auffdas Lemrum^das ist/anff die erste wur- tzel/da der Vrsprung ist so gehet der Fluß nich^mehr. ttui cnrirtd R-atio, denn alle Flüsse seyn Martialisch eAranckheit. I'rocisci clc tcirs uoill.ira verbellen aüe Flüsse des) Alms. IremI^Tmnnres Lcnchvl.ll^.16. c.49. plionsus ^ernma czu2c>2M cui^vit proliuxum szNAuini^^ Vläe öc ^Iplivnli, lvl, ^y. ZEs wird auch cul^m durch w,irM Bäder/ Kulznä. Von Wasscrl ädern/fol» 19 0.79/. H,c jhrc Feir r.ict t j <1 c <« '^en die Adern inwendig VNt^r dem Knochen lass'»,/ ki is. !ik i. parr z. cap.y. OoÄor Klt'ch -a^t- u .l> c«, ^ üt.er / soiche^r^wen svlten d.? ^rüwe;»adcr la j ieu/ 0 f ' n . csichs w ic er/die wert vnter dcmAnöche!/c>i-c^r7.Io8j,r6um. ^)en Weibern bringt jhrc 5«« Viac->i,>memum,ViÄ>- rnon pipcs^c>N;Di.^urcUir>^ Njc>a^.0Ac>6ii (»ji eine Aat» tverge) ?>IIu>X äc 8cr2j'lN0. Junge Iungfrawcn sollen jbr erl.^-1^197. Wettn cm Weib den weissm Fluß hat. SopuwcnsirweiftenAgtsem, v-'dgi> k )hi cen mit Wein ein das Mlletdcnftlbigen / vnd siärcket die natürlichen Glieder. Wenn ein Weib jhre MonatM nicht hak/ vnd derentwcgkn Blut au^d»!cht per VLw.in Mjdas Man sonst tupprcllioncw Menlium keijk/die verstopffung solcher Aranckheit» C^omusi man belffcn/dast siejhre AM wider ßekowpt/ so s, nckec sich das Blut w'.dcr herunteran sitne stelle/da es hin gehöre», vnd suchet vriU n seinen Natürlichen Büßgang wider. Stillet sich dcmnach das brechen von oben dalde. Äan mans aber ja nicht widtr herunrer/odervo»» vnten wegbringen/so musi nau jh? die Adern vnten an dem .^uß bey den 'Anöche'n lassen. Hippocr.^. z. z^. ??esihe auch dajelbst den zz.^plior. ?iu.«-ng E'" ^"cpt vor den Blulgang. zu stillt»» drey frisch? ^ye»/ ;ettiopfl< sit wolt / Wd eine Aas Ander Buch/ zcrstossene Muscat / eint Zyondvoll oder Welyen Mecl vnd viertencheln klein gestossen/ein wenig Honig/ ein wenig pf»ffer/das wol zusammen vnttremandlr ge- klopffst/vnd ewen'Teig daraup gemacht/darnach avff «nen heissen Fieqelgegossen dafi es drauft backet/da, von Morgens/ MMaas vnd Abends gessen/ als ein Thaler groß/ vnd ». Sti-nde drauftgefasttt. Ein anders. ßi!^' ?^imb l.Q.nint'Ayaöarböra/ ,.O.uintRapontica^ hengs dem-Weibein dleRanne, lax sie 4 Tage davon trincken» B»ß thue^.. mahl nacheinander/ also / daß sic Innerhalb 16.Lagen 4. Q.mnr ^Rhabarbara/ vnd 4» O-uint Raponricaveruüytt. Diß hat einem Weibe, soviel Iabr den Blntgang gehabt viel gute gethan. L)enn tl ut« n,chr n.ettr/ so helw doch den Fluß auff/ daß es nicb! sosehr lcufft. Ich halte davor/ daß/ wo es disi tyun soll, «lüfte die Rhabarbara g^indegerostek seyn in einem Liegel/ssn-- steu trei-ts mehr / Lx Jcexlcnrc mag es dieser ^mwcn ^upgeschaffthaben/ cxxur^anäo acreäincrn biiloiäm tcäes Lc urinäs. O der nimb Eychene Mispeln anderthalb ^oth/vnd den -Nötter von einem gesottcnenLy/brauchs nüchtern/ dasfliUetdenFiuß. /^maranrus porus in cancliäo vino menüum sizunäan- liom colubcr, Xlart^iolus in O!olcon6cm, ^ 0 L Wenn ein Mägdlein ^.oder^.Iahralt ist/so sott man jhr allzeit frische Lorbern frA.e nüchker« geben/ wenn der Mond z. oder 4» Tag alt »st/ sowird sie fein schon von Angesicht werden. <)uia rum rncnüruum a^- ^ropin^uür. Wenn ein Fraw jhre Stund nicht hat» ^itmd Alant Wolrae/1-.ces gleich viel/ rrmct'siu Wei'e^n warmen Wein oder ^ier. Item/nimb )>-uscaten klein jbre?;eit ;n gestoben oder gerie"en/it ue sie m ein Eäcklein ei' es machen. KiUgers lang/ öc inlerc koc xucjencli8, vnd laß es nur einen Tag oder Nacht also drmnm btelöen Kder. ^imb guten Calmus/ ^'.lanlwurl?el/Bibergtifvnd guten Aümmelsaat / Ana/ gestossen w rmem Mö: scr/ sicde das zusammen in alten B»er g,bs oer Frawen zu tnncken. Vor Blutflüsse ein Tranck. 5?imbTo'.ment>U/ Naterwurtz jedes ».Loch/Mus- BwtMsie taten «in halt O-uint/ klein gepulvert/ mit gmem Wein «u stillen, gesonen/ darnach den Wem abgesiegen / in den Wein einQuint'LZMphloragethan/ vnd wohl dmcheinander genchrt/ Abe»ids vnd Morgens gttruncken Wenn ein Weib üuxum menüi ui zu sehr hak- Nimb Lurszm Moris ( Teschekkraut) knüpffees ^n^niZ zusammen/ vnd bmdees zusammen/dasi dues wie einen Gürtel vmb den blosscn Leib gürten kanst/vnd tragejkn »„.^.17/ aljo auff bloser haut / vnd legs auch in die S chuh/vnd gehe dranff/es still,ts , wenn gleich derFluß Mlich vocrhand genommen hettt- Oder b,nd ihr eine gedönele oder zu einem Pulver gebranteAröte vnrer die Achseln / dasverfiellets jhr auch. Vor dem wcisscn Fluß. Eebrant Wasser von Lrcllaria (Sternkraut) ge- truncken/oder in die Beern utter gelegt/soll auch wunderlicher weise dicWeiblicheMssestMen ccnnz. ^p^or.70. Vj6cetjamcem.6. ^jzlior.69, öc 96. wlrj?uanchsindcn/wie dn dtebehaltene mcnscs fördern vnd widerbringen solst. So ein Weib Hre wenK-5 zu f hr hat. So gib jhr-Drurkerfirnis zupulv?rg«'ssoss n in einem ltndgesottenenLy/odcr^osenzucksrtin. Laß sie auch robte Tscherwister Sende vmb die Hand- vnd alle Glieder binden. Z)ün ^Lych- lnnicnm?c> ticum invcnrurn a?lii!c>ne ciuoclam ^lcclico, illucl ltliit t^nZnincm unciccunc^uc üuenrem. I^i^^ocr^r. sagt lilir. >. ^^)lic>r. zo. Zi pl.^cet muliel?ii ^nen^cst^ere, cucuilzirulzrn c^uäm m.-.ximlim-'xj mam- »^sz^ponc^fos or, s -t^,ve! jux^a, vcli'uk Wenn man einem Weibe jhren Äluifias; siillenwill/jo muß man jhr einen grossen Ropffvnrer die Brüste seyen/ nemblichandenOrih/ dadie Adern von vitten herauff zu den Brüsten gehen. -Du darffst jh- nen nicht auffdie Brüste seyen, Denn das ist e-n zart Kieiich/Lcporota c.11 c>,das; leichtlichemen grossen scha> den bekommen tan: oder wenn der Aopffzu hart zöge/ sosolterwol eine enyundunq da» innen enegen. ^lia Lura. ÜX porinnes relieiNAUunr l^nguincm. Z.Ii.ccij?c8^ru^. ctclucco ?ottulacse (purtzelkMUt) z.Loth. lpartzc!wass-r 6. Loth- Voreinander vermischt. 8IAN. Tranct emauffm Abend. 5>iftmtipmanzu ^dendemnebmen/Vndwarmauß- Erwckeu/vnd darauffzu Bette gehen. Ist gutzubrau- Hm. i!. A.cc>pe?lti!oini ?cllici (ist eine Laiwerge/welchö vnter die opiz» gerechnet wird) l.sclupul. cie <. Ära^c lu^cino) i.scrupuk, ^'u^Helw^sser. ^o-.^ löküttlivasser jedes ^. Loth. ^jjce^l^l'erur, ^rancklein morgens frühe. D-si an ß man t. ube vmb 5. Vhrwarm brauchen/ hmu ff 5-»oSere!. tundefasien. Wtts njchx yciffen so kraucht man beyde 'Trancklein fol^eydes Tages koch em mahl/ darnach Mag man uri- Nsm best! en lassen, Lc conli6crerur conünurio L^ariz. Darauff folget eine Latwerge. K.cci^>c succicium Diarrkoclon cjialacczc, jedes scrupn?^ I'rockiic. clc Lux>2torio: 6e rerra lisillAta jedes ^ haibS.uint. Auinl8 gehabt. i. ?lcimhpnryelsafft Syrup 4. Loth» Knchsmugcn Latwerg 6. Loth. Gepulvert T0rmentillw!;rt?e!. Gcpulv.rt^aterwnryel j^es-.halb Quint- Vnter einander vermischet :^r Latwerg. -Dicser Latwerge soll man allzeit morgens einer Ä?e!s Vcnraschc es vincreinander ^u einem Safft. L)^ses.Saff.'s soll man a!le:e!t nach der Mahlzeit ^-.Loffelvoli ^rauchen/wcjl gemeiniglich kinHusienhgx^ bey/der scharff i>5» ß-Ari^ity. ^Icnliru!^ zu ßzllttt/ auch cincr Scchswöchnezin. ?>1imb iz. rokhe -dees envon ^agcdoi mn / thu? sie in einem Mörsel lhücvielkiein Salydaizu/aivmanmit ^^^-secds ^.Fingcrn faszn^an / vud ein Löffel vol^vhciNischen Wein/vnd cm Los, el vol B»e>e^ig / sicsft es wol zu- ^ sammen/ mach ein kleu, >:?äckl än un <^cin/vnd last s?edavon trin- ^Lcnkrum cken, daser:egek der Fiawen zhrc B'"me^ Gejtossencr »oaussen Saffran in wal men Trincken getruncken/ soll auch gut rlcibt wi- seyu. Wenn ein Weib jhre mcniLs n»cht hatt )Amb Po Ich Wermurh Rocneu Beyftlsi Melissen zedes 5?andvolt Gros; -Laldriamvuryel Haselwurn je^s anderthalb Qumd- Gemein V>olwurn 1. Loth. Senetdlattcr^. Loth. Lcrchenschwan; z.^.uint» Ingber!.Q°Müt. Galgant. Muscat nblumen jedes ein halb O.uinK Szeses allesgrödlecht zerschnitten vnd »n em paM lein gethan- 5iZn. Kräuter zur Maaß Wermutwein. Henge es jiies« ))?aat? Wemvnd t>-ncke da>von. Vor den Rochen Fluß an den Weibern- I?imb Hirschwurtz/ schneide sie sein tlem wie welcke ^üben/geus; V«cr drausfin eznem Topfflein/las; sieden? jrmck davon drey Abend uacy einander» Wenn cme Fraw ez kält / oder im ^eibL versehletniet wcre/a!lo/daft j^reKranek- hett Nicht fort wvlt/ oder persiopffek were/ ja wenn sie gleich ein Ge- wechö!M ^elde hette» I^iMb^habarbar^/^apontic^/ Äng^lica/ jedes 7. Qttlnt/ thu s. Senetdlättrr darzu/vnd'tbve das inemeRannevolkr-XhrmischenWein s'g»tt manjhtt habenjan. Iji er aberscnper/ sogeufte.n wcntg !Oasftr drunter/vnd n;ache jlu, mit ZuckerCandi fei» sü^/ darnach koche es nia e^nuuder/ wie Fische/ vnd brauche alle Abend vnd morgen jedesmahl r. Glaßl-m voll warm? so lange der Tranek wch>et. So e;ne Fraw erkalt / oder im -teib vet^ schleimet were/also/ daß ihre Kran ck- heit ntcht fo! twolt/versiopffk were^ Lin solch Weib soll LcreVItiIU cujn I)rc.1, oder icum^rtcmitia- Oder cum LuIcA!o,Sder cum Kdtm-ti-Mc>; 0dercum^unipc>i5,oder cum L-iccii, I>7.uii concl>r.n?. trincken. ^>och sich erst l?ch gclinde purgirt odei' ac<'tin!c.t> mitzugericytem Senetpulver/eu; D.u nc in -Liee ottL Forint Süpplein eingenommen. ?urLmorium ciz. WachholderOelein Tiopff S- oder ci miil irä'rmett Wein eingenommen / ansscuwentua ar'ch warn'vmb den^akelangejlrich-c'!!/ si-llet dcr Weiber vbf.flüssige ^ranekheitohneftbai-cn. Denndasoi'lst'lietalle^ n>; ter Menschen/ vnd verehret sie/ erwä? me< auch die ka!« cee te Mutter dcr Frawen/ rt'.n'get sic/ ur f.'.cilcruiius con- c'l'lanr. ^ ^-attck- i e,t^ 218 DlXinor- 5^018 was es sey. UXmor- rlia^iawas es sey. Vi^erentiÄ inrer sni Lc H?ernor- zlioic'uin jznguinis ^roÄuviü. <^U!^ de^ Vliitflus- fts. Das 5 X V I l. Capitel Von I^XM0^1ic>iäibu5. /V1' ^Tmorrkois , melancholischer ^NZnis,Sc ^Lc», Kuo seu^^H-. Älior,der Blutflus;dergüldenen Ader/c^uociineomor- Iio ian^uis >Vcci6>r oIz ian^uinis sccculenri Lc me- lanckolici copiam ec> 6elinenrem. Hz.'morrlroi6es tluxus eii inn^uinis, cum orz venarum juxra Mum , tanc^uam ex ^uikui'ä^m capirulis tniZen^Lc tanAuinem funäunt,cjuoä in ore vulvTrnuIieruminciciereconluevk. ^Xmonkois eK apertio oriz iüius venX,<^u^ el^in zno, un6ei^>n^ui8 cNnir.- 8icnr vic^emus in mulns l^iniz, remporibus inrei- ^ol-iris. 8^mpl^oriznus in 4. lik. Lr^molo^iarum Iliäori. (Z^len. iioc eti,cii!^nc> valorum^, ieäcrn Amlzicnnuin aur proreZenrium; äicirur ira xZWo Ze crü'?-^ , vel «77^ z-5 W.7/X«. ?-s oe ävi'AS ^kne,<^uc>ä in ^uüzus6?>m jznrcopiollores, in ^uikusclarn vero pzuciores. Veinäe K^ura, nonnull^ en>m JNAuüarn i?-ilin li^benr, aliX vcro !aram: l'ettio loco, ciu-inäc> czuT^zmsunrinrernX, ijarn exrernZe, t^uzno ^ilpolinone^ c^uanäc» liX c^ui6em manllier^ öc mircs: ilisc m^ionue 6c ^r-iv es exiüunr. hat ein Ansehe!,/ wie eine vnrciff. ^«aulbeer. Vnd sind Dornemblich ^wey Adern/ die man die Güldene Adern/ oder die Feigwary Adern nei.net/ durch welche steh das grobe/dicke/melancholische Blut reiniget vom gantzen Leibe/ drumb sie auch von solchem Fluß H^morriioicia- les genant werden. Vi6c in I^anc ienrenli.im pluraapucl krilium in 8pecul. pzrt. 4. Iib.2.rra«I.;. cap.ö.^zrchol. IiI?^.c.i^.>F.^Iex^nci. Lencciich. Iik.^4. c.6. 7. 8.9.10.11. 12,. iz. Lcc. öcfol.zzZ.in calce.Scfol.^zy.i^^f.in der tleincn Chirurgey/ foi. 155. da ordnet er em Salblein für den hefftigen Fluß der güldenen Ader/ denselben zu stillen. lciemparr.^c.^2. fol.2t>. Lontra veic> !i'iuä cli, HZ.'rnorrIi-i^!a,iä eli, prc>Üu- vium isnAuinis, leu copiols ian^uinis etkniio: Usec li nra- L^num eK vulnuSz I^iZe üuir: 81 Jn^uiiurn jzer ciacul^rio- nern prociäit. Oi6eir aucem I^^mori^AiA ?>I) HTMc>ir!ic>i6e. I^X- morrlia^izeK^n^uinise^uacun^uc ccn^oiis j)Ärreei?u- iio, lisLmorrliois verc> ianAuinis ^ei ani vcn^s^ ti?emc>r- rlioiä^Ies 6iÄa«, eru^>ric>. ^locii IZiemorr!i?.MT ciuc» sunt: Unus perrclultum Zc reäunäzmium. ^Ilerpcr croiionem, aul cxetivnem vsso- rurn, öc iniirumc?irOium, HUT innokis iunr: ^rceri^rum Äurern m.i^is^u.im ven^ii um^ eoi um^na: tunr in pro-- tunäo m?.Ai8, c^u^m cjuse in superticic , öc c^uX i'uni^ lociz vicinz, HuiÜuxum^m«uuiiL^tirui', c^ui^ui^ue ciiAicul- ter iliiicuiz ntpc>re len)porales m.iiculi^ men^n^es, lum, uva, coU>im,üxiII.i, inguinn, czua: Licxce äicunrur, Lc ici ^cnens, ibiäen?. e ^ u 5 sagt cenr.z. ^pkor. 4ler wol daran Zierden/wie ich d«nn v-el Ljc'enixel geie- hen hade : Vnd ist dieses faji c-ne9)ienarlichc Be^ius Rein-gnng/ wie die Weiver haben. S-eUjicn aber ,^c dem ^»enjchen nicht dose/ wenn sich die ')iatnr also.eider reiniget vnd exonerner. Wer nun diese» Gebreeheu !>at/ der lnuj; tcr:-e«z.wie er sie jiopsjvn vnd wiederum!.- eröffnen soll/ da.; si." wieder )hrei> ^uu;g habe. liTlNorri!oi6i?s cicncjas con6ucir (,'cxpn confricarn. ^^NTNioirlioi^um ci<.^uxic>ne!,,/>.!oc cuin lilit-i I.il)^no is^, invcic» inipoii.^, ivuin W!ia2t.ilndir:!, illir»:. l!Ä.'N'>o:choi-.?zs ian^ncl.is, i'emcn (^nvni^iz, leu Ix.cir!x izczvis cieco ujunr,porum, ^iumbum cloruni) izi!iuus,ponuUc.i, ^urtzeirraut/ .ici luln- mum cocia Das Ander Buch/ Bestheauch lil> ;. piz^^.rr^. ?- > wird auch curirt durch dieWojser oder snbki lite, 5envon Vilberkys;/Alaun/ Fcdenv::»;/ wi!'.en Alaun, Item/durch die Wasser von dem BluNiem/Iüdemiem/ Äergkröthe/ vnd^RaderjieiN / linnneil. ?iwn.!ib. 4. c^p.7. IlTmorrlioiäzs cZecas earumc^ue 6olc>icm rolür R.ili'z- rnum Zulpliurii illirnm, ^.ulznäus. har ein vornehmer Ivleäicus jährlich einenDcb- sinL5inkommcnsverdienet/das;er ein Recept vor solch en 'Ochmcryen den Patienten gelehret / vnd war solches nichts anders dann Finanz, welches ich auch pro- btrt erfunden. Güldene Ader. Armb'er Firnis zuPulvergestossen/ineinem linden gesottenenL^y oderRosenzueker eingenommen/ stillet denvnmcssigen Flus; der Gülden Ader / auch darauff gesirewer. ^imb den ^afftvonSchweinsbrod/sireich jhnauff die Güldene Ader/der öffnet sie bald, ^iaterwurycl m Wein getruncken/mannennetsiesonst/ Lisrorrzn>. Wo es einem sehr wehe thut in anc> len poäicc, ir?. ur etism äiKiculrer cxcremcntt cAeri^ucclnr,vnd gleich wie ein Ulcus wird/muß man an den^eib fein dünnen behalten/ damit das ücrcus Nicht inclurirt werte / vnd Julius Ää emirrenäum tiAt. Srumb soll man feine weiche Speisen essen/ als julcula, Süplein/ Müßlein/ welche L^yer. Man soll sich aber fieissig hüten/ vor harter Speiß, ^ui inc>uranr alvum, als vor -Lssig S>peis)/ vnd sehr ge- ^aitzener Speist/ geräuchert Fleisch/ :c. Vinum enam lu^ c2liälrarcconÜ>par a!vum,Lc in6urar excrernenra, ur 6iKcilius exceinanrur. Vnd da etwann der alvuslnäuinr were/ somüstemansich Awetschten MitWasserkochcn/vndauderthalbe oder cirackn.zs toliorum 8en-e in einem Tüchlcin drein l)! ngen/ vlid dieselbe ejfen/die Brühe davon tritckci» : live ei.-nollir ul- vum, vnd sott sich der Patient bcfie st'cn / das; er auczett sein dünle»bigsey/ ö^lemperkzdeül mollcm alvum. ?ulvis fcrruoiniS) vom Hammel schlage/ oplime VÄ. 1ercontra liuncinorburn, Larchol. ^no!!c,Iil).l6. c-ip.46. ^opa^iuszikicj. c.9sfa/ ^unariavnd C charlach/Ub.z. c.2. Dderschmier Lali^rnum Sulpkuris drauff/ kulancl. L.ex (zaIIi!L l^bujt?.pc>iIerna in loco e^cüionis, c^uocZ suir curacu äiKcile: langem vero cur^rus cü Llni ur»i zä- uiUc>ne: In c^uc> rnorbc» rrinrumtuirpenculi, urKex poll^ cuicirionern mille coron^tos prinrum LkirurZo cionave- 1 n, öc czuol!lnnis clucenros iirlai^irus. I?liilipp. ^lelzncti. in lociz ^gnln in^ine^ p!>^. Z2. -^ och will,chswandt! haben/ob diß eine solcheböse Fu)ge gewesen sey» Güldene Ader wen! sievbermcs- sig sieuji/ was sie stillet. Feigtva^ was es se >/ vnd wo sie herkomme. Feigwartz zu vertret« den. -S,s, s , »l-i!V >» si xä ^c- i°c^ ,tß s Von der HaußA^ftney. Ein Salblein zu den Feigwartzen. ei, von den Fe-gwaryen grossen Scs'Mernen lei« det/also/daß flejhm verhärtet weren / der milterevnd .'^4^ n-v sie mit diesem ^alblcin. leiNzi» - ^m^Hünerfelt/Lndtenschrnallz jedes-. C,oth/No- tttive»» ^nöhi 8. Coty/ Wachs / so viel einer darzn vou nsthen/ daß es recht dicke wird / last zusammenschmelzen/vnd wans ansähet zuerkalten so rühre einen frischen Bner- dotter drimter.' mit der von Mahnsamen Hanp, teru.;usf^ettück>!et,OplU!n genint einQmntleinSaff- ran ein halbes Q-uMklein' vermisse die Stück fein klein gestossen/ wol darur.terz',: einem Sälblein / eserweicht dieFezg>varlzen/vndbenim''den Schmcrycn. Ein ander Sälblem vor die Feigwartzen vnd Schrunden des? Mastdarms. Aigwar« D^itN^^e^gettiemen Lummi ^rÄl)ici,LoIi^rmeni,klar ^cnvnd erlesenes Maffir/lauterschm, Drachenblut jedes dre!) s Quintlein / auffaedFr:et?Mirtilsen ( oder Heydelbeer) teji N?ast, Gvanatapssklblüte/i okhe edle^ose jedes ein halb-Cotht durmszu stoß allezueinemre°nen subtilen ^>u!ver/^)nd beu- heilen. telsdurcheinrew leinen ^ücblein / vnd mische darnach wieder drumer frische vns.Lsalnet?e Bmter» Kotb/Ro- senohls. ^Coth/ deß Saffcsvon??agelwurlztlkraut8. L.oth / zerlaß diese Stück zusammen vber einem sanfften Kewerlcin. daß die S äffte einsieden / so gibs einegar köstliche Salbe zu den verscbwoUenen Keigwartzen. Dann es linders den Schmertzen /trucknet vnd heylet/ benimbtauch die Schrunden des; Mastdarms. Qu^c. Bs ist ein Rrant dasw-^n ^eigwarn nennet'das hat Gott sonderlich diesen flüssgl», bösen^eigwaryadern verordnet/daß sir dieselbe cin-itcn sollen / heiffckeliäs- N1UMMAINS. Item ein anders Scio^KulMZ genant. Dae (^XIX. Capitel. Won dm Schrunden / Ritzen / oder Brüchen deß Masidarmö. Mes-biv^k. ^ ^werdenauch osstSchunde. >vi »:en/oderBrücke ren so man ^ gefuNden / so lciü'ui'-e oder genennet ^ > . werdcn/vn st'nd uicuicu^Ql^onFn^nik. mutculus l^)lrin- ^ <2er Zilacerarur, cxcir.mrczuc occrrimvm 6olc»rem. ^ ' Diese Schrunden werden anfanglich leicht curiret sen» Mitdemoicumovorum, Iini,I:Ii»i^ so sie mit deren ^ ' einem besirichenwerden. So aber gedachte Schrunden ststs naß oderfeucht seyn / so strewe von nachfolgenden Pulver etwas drein. )^im Aloes/gebrand Bln? jedes tinhalb.Q.uint. Wenrauch Z) r^parirter ?^icht jedesi. Scrupul. Bleyweiß 2-. Scrupul. Mache eszu einem dünnen pülverlein» Das exx. Capitel. Vom Mastdarm / vnd dcsscn Außgatig. Mastdarw Icses ist auch noch ein pvpularis mordus, vnd ein soaußge, ^gemein Vngluck bsy jungen vnd alten Sechs- het/was es Wöchnerin vnd andern Leuten / drumb muß ich dessen vor eine hur auch mit gedencken. ^ranckhejt Diß üenne.t etliche ^c^ci, exitumimeüini, etliche ^>7ociäenil.im ani od.'rj)rc)ci6cnri^m sc^is, wann einem derÄsscer oder Majrdarm außg.'het / oder inrer cscan- äum nn drucken heraus; wischet - c.xludncirme. Mastdarm werter außgehet woher es komme <1 ^ U 8 Lskomptvongross?rSchliffr!gkeitdeß?)?astdKrms her / c^uz: ca^ii^rur ex^unij.^nri^ liumo! um Aci ium, vnd Von hcntcn ? rücken / wann ttwn in cxoncrAncio slvo^u sehr Hai t drücket.!^s ist eine inr^i^n! > cHi,dte ii^mcnr^.dieks ha?te!> soüün/ iassci! nachlas ölte man eineit ^ulvitculum L U I'v ^afidarm etliche dieses mit der volhe» S^-de einesTrew- w c er wie- krann.s curiren wollen / wann man mit derselben den kcr kinent vmbwnidet / das ist eine pur lautere zu trmen. Doch sagen etliche Teute / daß es jhre 7^!udcr.Uj<) ge- geholffen haben. Hier müssen a^i inAcmia gebraucht weede,?/a!s E y heg Schale / oder öurl^pattoris, oder pirtenttschlnn, oder Weg^relt / die muß man in Wasser sieden cm T üch lei» dreann die Feuchtigkeit am "Tuch ciZnKnnAirctvntenden!?)?astdarm / daß er nicht wieder herauß schlupffet. Ich hab einem Knaben / der ^. Iabr alt gewesen / ein hart Ly zu essen geben/davon oergiengs jhm. Ein anders. ??imb Safft von Schweinbrod mitBssigvermischt/ i>nd bestreich den ?)?a!?darm damit / es treibet j-m wie, der hinein. Item / nimb ein new eychen-Bret/Machs w.irm /kaßdas Zvmd drauff sitzen. Merck wo diß nicht b.Ud in der Jugend oder imAn^ fanq geheylet wird/so behälts das Amd se>n lebenlang. ?umb eichene junge Zweige / wann ste im Frühling außqesthlagen / vnd Blatter beginnen zu bekommen/ seud sie in Wasser / laß sich das Amd drein setzen / das hilfst nechst Gott. Itcm. Wann einem Rind? oer Masidarm außgehet/so nimb Barenschmaly/la»-warm werden / vndschmiere das Rind vmb dcnMastdarm, vnd drücke jhm den Maii°armhi«m. Item / von eychenen Sprössichen ein Bad gemacht/ ^ vnd das Rind drein gcftyr / man muß jhn wieder Mi«ein dringen / dann waun er deraussen erkattet / so gehet er darnach nicht gern wieder hinein. O^imb Läellion (das ist ein Gummi) räuchere dich damit vonvntmanss. Ltli-de alte Weiber k-altenv;el davon/wannnianeiuem K.in!)e den .^astdarmhinein gedruckst hat / daß maus darnach auff em warm ge» macht encben Bret setze. Item/ Masty-vhl vao O.utttenöhl vn^er einander gemischt/ vnd den Maftdarm damit bes'rtchen vnd w eder hineingebracht, ^wssiudzÜrinAenNÄ.^uzllsmocjimuI- ra rcjieiics in ^cäicoi um. Dder. S eye das Rind/wann der ^)arm beraussen ifi/in ein ws?m Bad (dienlichen setzen» in einen wa> mcnWein, das stärcket besser) vnd drucken jhn darnacd in warmen Wasser wieder hmein/so geschwillt er nicht. Denn wenn er lange heraussen ist / so geschwillt er/ vnd will darnach nicht wieder hinein / er solt wolgar herauss8, 7>^imb prccpanrt Arminischen doUis^a- üickiz,wild Granaten 5lumen/dieRappe! ode»? tapff- lem / darinnen die Buchen wachsen / Salbcy jedes O-itint misce, >^u1vis. Diesen pulviiculum strewe aust ein ^uch / vnd binde jhn in den anum gerade hinein / csnsorrircn ^cch die 1.imclN2 ant» das; das Mlcüinum lc^um nichtherauß kteucht. ^.1ia,^r0 coäern fomcnQ^io seine Be- hung / wann man den an e?n lask gehen/das tsk 5omeumm0d^r ^omencario.) )Amb Schlüsselblumen / Salbey Arabische 8toecl^zsblumen jedes emehalbeHand- voll. Myrtillen Sy?ispelAinden s^othe Vogelbeer Ö-mtten jedes 2.Q.U!Nt. Lunchen Rinden anderthalb O.uint- DerRappcln da die sicheln a.ihar.gen Sumach jedes eznQuint. Rochedieses alles m sliwre»> retben Wein/vnd schla» acsolches auffein Afftecdami/oder mache ein Schwan, darinnen naß vud halte solchen auff den Masidorm/ wann man nembltch denjenigen wiederhmeingestoben hat Deßgleichen sagt mir ein ebrl ch Weib / dem wol zu alaubenstei/r / man,olle Rrausemüny / Matienk-uz/ vss das ist verd-^lcum, vnd ttemm .^zldkümmei dür: werden lassen/das 2^-ind auff cincn^achtstuel seyen/wann jhm der Mastdarm herausftnseyivnd den Mastdarmdamit berauchern / v-w darnach wann Wasser vnter den Nachtue! seyen/ so solle er sich selbst wiederumb hinein Ziehen. Man muß es aber offt thun : BißistderWar- heit mchtvnetthUch/doch hab ichs nichtversucht- Ein andere Kllnst. ^imb ein Rraut / Wüllich genant / oder Feldkertz/ oder Aonigkery / oderMarienkery vcil)^sc>.,m genant/ C es wächst in sandichten Oertern zimlich hoch auff/ hat Lmten breite Blatter / vnd oben ein Aery von gelben Blumen /) das treugevnd machs zukleinen^ Pulver/ als em Meel / strewe das Vulver auff den Mastdarm/ vnd drucke jhn darnach faubeeUch hinein. ^)almdißist i)U8 naruiX, Nichten sehr druckt'. ^ä^rocjä^ntern se^crn s^ciunr, I^emilci succus öc folia (^ucrcus, ^zlorum L^cloniorum 6ecc>^uminfeslionili. tuccus mellis spitliruclincm clccoiIus illi- ruz. Lcru1ciAn.i^IIicji8 Aore8n^pc>t"ilii. ^.ücr ^rucus illi- tu?, ^cerumülirum, Lc foris acikibirum, Lccrus 6c Lrciccnr. 1i!z. c. 25. ?/ve<ÄÄ^cc>n^>i,cli^lIi6ua cu^i6lrz8 cAcrcnäi, c^uzS ^as ks>e. ncc6iKerri nec viriari poreA , c^uu rmne» mlul cjicirur, plXrcrmc>ciic^,eaciucaur ciucnra^urmusca. ^Das Ver- gsbitche dringen zum Stuelgang/da einen der Stuel^ gangflets anficht / vud mach doch nicht recht zu Stuel gehen / vnd ob er gleich gehet / so kan er doch Nichts heraus; bringen. atliäug äcjicicnäi cupi6ir--i8 scu cc>naru8> wann einer begehrt jmmerzu Stuel zu gehen. . (ü ^ U 8 ^ 1°cnesmus ^cciäir rcnesmus oiz siiAiältJtcm, vel Humores AcrcS wo er her- lzi!ic>lc>8, vc1c>!)picuirJrni^IiaMj vclo!)ulcu8 c^uo^6^m. komme. Bin Theophrastiner sagt schlechts/eswere cxs^Ie. Lx j^oc morbo Ia!?o! ^vir criam 6ivmu8 tin. I^uchcrus, eüi^1'c!^c^oIc)Ail8 rir. 6c Lr(.^rionc p!iZ. 57. L.^Li?aI6. sagt / cenc. 2. k. 58. L5s komnie vom falten Aürbs es, sen her/vnd werde durch das Klcisch der jungem Tauvcn LUriret. cx rcrcnnone cxciemcnroium cllc äicunr, Lcl^olaLalcimr. inLnc 1. c^itt8. u K Hierzu diene? wo! Schaffs-Geiß vndIkWmilch/ wann man glüende Rüßleinstein darlmien a^'gelescht hat/ vnd mzt einem Clysticlein beybringet. ItemBocks-- hornsamengekocht vndbeyzeblacbt. It^enl Leinsamen jst auch gut. Wickenmeel mit 'Wem angemacht vnd vbergeschlagen. L5s wirdaizch curirt durch Ox^canc!^^^ I.aurcolam Vnd Oamaiconium. ^)kan mag weiter lesen/kris. in s^ec^ct! .4.!i!J^.tr^ct c. 6.^1exanä. Lcncä. 1il)«2O. c. 48^ 49,;o. Aas c^XXII. Capitel. Vom Wolffim Hmdern- Wolsf iM ^ sunr imcitriAu-^5,2tt> ira, confncnt.i, vulAU8lnn^i>zu8vocar, denWolff/ wann einerei- w^s'ersey «enWolffg^genhat. > ' I>nriniv0c^nrintcltn?cnc8,Äi)lnterteren^ci,v0N schüttren vnd reiben/wann einem derSchuh eine Blase re.ret/ oder einer sonst gerieben wird /oder von vielen stetigen ge, Das Ander Buch/ hen / wiedie^usigängttwolwisssN/zwischmdmArsch' backen am Mastdarm die Ham weggegeben wird / da, her schmeryes am selbigen Ort. 5 U K Schmieredenlocumzg'e^ummitBockenVnschlet/ Tl^olft'w e bastu nicht Böcken Vnschlc«/ so nimb schlechts von den Talchliechten. L.uc> äcrerukic^c^ InlcrrriAUitt !e- zp^'9. mcäium:cumM viai^i8, alzs^mku ?omici iutculum su-) Annulo Gebraute Schneckenhänser mit hünerschmaly ge- temperiret/vnd drauff gelegt. pl'.nius schreibt cielaücc liiz.24, c.8^ Wenn die Wandersleut von diesem Baum einen ?w?iq oder Stab in den pausten tragen / oder oncer den Günc! ste. ckcn / so sind fte von der Beschwerung deß Hindern g> sichert. Ich weift aber nicht obs wahr ist /dannichhabs nü versucht / wann ichs probiert hätte/ so wolt ichs auch vor eine Warheit ausgeben ; L5s ist aber gar nicht glaublich. Besthc /^lexznä. Lencäs^. 6c VÄliiz mc>rdi8 Alü vcl 5e- tZislil). 2i. perrorum. Aas eXXIII. Capitel. Verharket im-leibe. kecurn inäurario, wann einer seine natur- liche Stuelgänge nicht hat- c^^Askompt vonjunerlicherHitz her/welche dieFeuch- cigkeit des;ücrcoi>8 Kumnü vekKthret/vnd die excre- " inenrainäurircr. ^' Oder von sawrervnd stopffender harter Speise/oder ^ von tztye der Leber / als :n Ftebcrn/vder daß die ??iercn fasi alleFeuchtigkeit von Speiß vnd Tranck an sich ziehe. ^ II 1^. escurilt SalbedenvnterstcnBauchmitder Salbe vnter dem lsabel. Kleinen versiopfftenAindern mache Häpfflm, von '^enedischer Selffe/Saly vnd reinem Honig / vnd steck siejhnen hindenein / vndgibjhnen eine lindeAt-rgatwn darzu ein- Wie oben vermeidet von anderhalb Q-umt Senetblatter (im öaptte! von der GülvenAder) »ntt Pflaumen gekocht/vnd die Suppe darvon gttrtmcken. Einem alten oder grossen Menschen. Z)en laß bißweilen 4.Loth klannn oder 2-Lolh LcilliX MulX,jnZ?flaumensuppewarmzerlassen/vndv!itertrei- len auch ein Stuelzapfflein brauchen / oder laß jhm fol-> gettdeClystirsetzen. ')^imbHasenpappel>i Meyer Blaw Violkraut jedes Handvoll. 2^ochesolchesin Wasser so viel dessen gnug jst/diese 6eco6tic>n colierevnd presse auß. NimSvondieseranßgeprestColatur!4.Loth. Zerlaß darin Sass-en in den'Röhrlein 10.0«uint. Braunen Candelzucker 2. Loth. Blaw Vwlenöyl 6. Loth. SaltzcmhalbQuint. Mache ein Clystir hieraus;- Item / wer verstopsftist / vnd seine lccie8 nicht hat/ der nehme^.OmintRhabarbara vnd Oimmetrinde/ binde f?e nein Büchlein/hengsins Trinckcn/vndtnucke da^ von / das halt den Leib vn) dic me.iru8 sein offen/w^nn lrHsyehat/ welche das ttci cu8 inciuiircr, daßes nicht fort Will. Lsstarskttaucb djeLeber. Ddcr. ^imbdiejnmrste Borcke vom Holmider/zerfioß ffe^ k!c>n in rothen Weinessig vnd seihe es durch ein rcm 'Tüchlein/gibs dem Patienten zu rrn-cken. ^ » Z)is; müssen starckeLcutebrauchen/dei-tt cssonliWe- hrcage macht den Schwachen/ auch Brechen dtß Ma- gcus. Stuelgänge den Kindern m dcrH-l?e. Stnel-ä^ ^oche Owetschen, nimb das warn'.e Soth v.-d ti ue gc vor Uei- ein Lothüorumhinein/vnd laß wauntuncktu. ne ^vii»i.er 2Ui einem Atnde von Jahren ptvbire^ Vor Von der Hauß-AMcy. Vor grosse ^eute. ^tlielaän- 2^oche gute Vngerische Pflaumen in Wasser halb Karossen geust darnach die Suppe davon/auff ^eüetblätter/ wid star- "n Loth vnv eine gute .Messerspitz« Anystsamen , laß km ^ente mit einander ein halbe Stunde weichen/laß mit den Se- !- macken. netblättern beymFewer ein wenig walken / drucke es 5 durch ein Tuch / darnach thue ein wenig austgemachte oMz drein / last zergehen vber einRohlsewer/ brauch einen ziem lichenTrunck ^Bas ist eine linde pur- gat-on/diewolschmeckt man mag sie auch wol schwau- gern Weibern geben. Wüm aber/daß sie wol purgiren soll/so trinck einen guten Trunck. Vor flarcke ^cute ein Stuelgaug. Wer etwas vnverdawts »m Magen ligen hat / der nehme Hollunderwüryel / dtt grün,st/wasche sie rein/ schabe die sberste grawe Rmdemit einem Messerabe/ vnd nehme dieander 'Rinde/stosse sie klein/vnd thue ein Loth in ein Tuch lein/lege es meine Fleischbrühe/ vnd las; es darinnen wallen. Darnach drücke er dasTüch- lein auß in die Brühe/daß die Arafft wol in die Fleisch- brühe gehet / vnd trinck alßdann einen guten warmen Trunck: Halt ein Stück gebehet Brodtan den Mundt/ auch riech er an geröst Brodt/ vnd ergehe sich wol/wils aißdann nicht durchgehen/so braucht nur Fapfflein/ so wird er von stund an zu ^stuel gehen. Wann eine Purgatton nschk würeken will. Sonimvnur;. Loth^lann^ein/oder mmb audert- halb Quartier Milch/vud ein HandvolweissenWey, rauch/seudt die helffce ein/seye dich auff einen Smel/last die warme von vntez» auff an dich gehen/das thue so offt/ bißbiecingenoMeneAryneyoperiret. Oder nimbpap- peln/Melden/2vvh!/jedes z.Handvoll/Feigen ein Hand voll/ alles zerschnitten vn gekocht mit wasser oder milch/ vnd vnter den Leib gesetzt/ wie zuvor». «stund lang. Stuelgänge- Item man kau den Leib vnd Bauch fein erweichen/ vnd eröffnen mit weicher Speise / als im Anfang der Mah lzeit allezeit weiche Spesse zu erst gessen / (daher spricht 8clrol2 8niernitan^2 pc-ritius incipc coennrn, das tst ll Il(juiä>c>rii?u8 cikis) als da scyn allerley Suppen/ von "Rindfleisch/ Hünerbrühe/ Ä7rbesbrüye / gekochte Pfiaumen/Aohlgaucheoder Vuppe/weich Kyer/But- ter vnd weich Brod/^Rosinlein/außgewaschen mit warmen Wasser/vor der Mahlzeit eine halbe Handvol gessen/ oder Stunde vor Essens nur eine Feige allein gegessen/darnach im Butter vnd Brod fein fett auffgeschmieret/gessen/das Brod soll fein weich seyn/ ohne 'Rinde/ so schleust sich der Bauch den Tag auff. OreviliÄ cum IsrAO kut^ro Aut oleo ex »livis, jejnnv üomzckosnmptS,tnolIitLclenirer lvlvit-»lvurn. ^oan. ?Izcc>tomns. Besive Metrum tie Licscent. !ii?.2.c.2Z. Das c^XXI V. Capitel. Von der kalten Pissen oder Seicht/ cie I^IrinX iiilliciciio. Aaltepis- ^ lcu tt-iücicjium.wiees?1>niu8ttenet/ seoderSei- ctl äiKcuIrAs emittcnciX Urin-e > ÄUt 221 !8^1c. Sonste» Aurizm zu vertreibe». velicX. Ich woltc lieber saget!/ es wcre c fagendie^eäici.esscy ex pkuim L u Zzl ^numonü, ist gut dafür. 1'lreopl^r. in I, p^raAr^korum, 8ran^unA öc I>yiuriÄ Müssen im Magen cunrt werden. I,IeArum inp>imis?.1!)um, conrulum zc vino vclccre- viliz cucium ^crurl^oranrüzusex cal.culci vc! ^rANAuria: tunc üarirn rnearu5 npe'rlt, Lc msrericirn cnlculoilim cj>^» lumpirac cxpcllir ^ ur corne6anr nlic>uc>r ^rana^uniperi. Lenncns urinX clit^culrares, vcl lir-in^uriam , nur li c^uis vmninc» non uiin?.ni recjcicre, is cornmccjar ciliczuot Zrana ^uniperi , sic üarim äolorunr lcvzrioncm temicr. I^oc XiAnIu inssne, fvl, ^6. 27. Streiche das oleum ^ul^kuris vmb vnd in den Falbel/oder reibe dich mitdcmHcmddevmb den^abel/daß er fein erwärme/ so vergchets auch. Oder nimb klein gensbene pomerantzenschalen auff einer Messerspiy ein. Urinal^ncis recläita concrescit in Ia^>iclcm,czui I^^ncu- rirms ciicirui, öciiillicicila urinX lznÄ^calculos eliam vcll-- c?? cliciir I^inZua -insens nnAulari c^uaciam ^ro^rictate clicitur ür--ML,niiX tan soll biawe Violichen Wurtzel essen / nur eit? klein Stücklein/so vergehet» balde. Oder schmier den I^abel mit Talch/ Vnschlet oder Oel. Oder brate ^ycheln in der Asche/ vnd jssesie. Wann man sie von erkälten: Bier bckompe. So trinck nur Brantenwein/davon vergehet j?e. Oder brauch juni^cr>,wie sonste» einen Bran- renwcin. ^.1«. ?^imb Pappeln/Rnobloch / siede sie Stunden in gutenWein/vnd tnncks:Ä5shilfft^ Oder nimb spu^ige Wegbreit vndpoley/seudesie «m Wein trwcks nach dem Bade/ wann du wilt. Cypressenkraut in guten Wein gesotten / vnd warm getruncken. Item Bocken Vnschlet amOfen Sey derWärmei» D^abel geschmieret. Wenns vom Stein ksmpt/so thue nurGundermans Blüthe oder Blume ins Tnneken/ vnd trinek davon. Wer diesen morkum t'clicirer curtven will/ der bade den Patienten von aussen / aus; einem warmen Bade/ daß jhm der Leib weich werde/ vnd befeuchte jhn inwendig mit Speisen die flüssig machen/vnd treibe die Blase- das; sie die Vrin von sich lasse/Mer:ettich/ petersil- ge^ndWachhslderbtertreiben dieUiinam fort / vnd clitlolviren den calcuIum.Wann die Blase außgetruck-» net oder erkalt wird/so tduts einem wehe.Wan man sie aber wieder befeuchtet/füllet oder 6itten6irer,so vergehet der Schwert?« Lt etl kic morlzus in lenil?us äiuturnior, c^uin szl in illis Äbunäat,in junionkuslzrevior,ncutri8 tarnen lerkalis. (üonrra 5rranAuriam etn Träncklettt. I?imb gesegnete Laxn latwergen -«Loth/Fenchelwas- Ztranau M ftr/petersilgenwasser/ jedes 4. Loth/mache ein Tranck üZn. ein Trancklein auffeinmal,kostet 2. Silbergrosche. Lranckleit, ehe es urinz, Lc V coiare, vt 0 urtui^s exprimcre: In6e Srüe vmb 5 Vhr auff einmal warm außgetruncken/von zuvertreibe. sty- ctt c^uc, vcrbo ^riüoxli. in vclpis utltur, Urinn Killiciäio ant cii^icultüte lalzoinre. LA ci>?c, iiilliciciuimunnX,c^uancic> unns per inter- valln Sc Zurratim ctekuir. lielvctii vocant die HarNWinde/ Xlisncnics diekalte Seiche/ !vlarc!iici, die kalte pisse/ 8i» lesü die kalte ^ketze/czuznäo urinzper inrervzlla öc Aur- tÄtirn excernimr, zut czuanäo c^uis ziliäue parum urin^: exccmit, (Zalen.cjUÄnclo urinz.^^^^koc ctt, ttMs Vcl Aurrzs p?.ularirn clelluit, öc tum aclcK pcrpctua rnin- ^cnc^ii cupicilrag. L ^ u 5 Raltepjsse ^^exnnn^acnmoni^vcl exulcer.in»nc veiic-e, vel Was sie sklccüu j-.c»ns Sc rcnurn i-upro öc aä vctic.'N' «on^ucre, verursachet von schi gesalyenen Speisen gessen. Ircu; von erkalten Bier / wann das Bier erst gessel- let wird / »vans erkaltet ist/von gar jungem Bier.Man Mlettt gar eygen/daß es einen gar schneid« in on6c>o einen starcken Mau. dienet wider Kran^urizm vnd fie, tige fortdringen deft Harm/welcher die IÄ»cht schneidet/ daß man offt auffstehen mus?/ vu dafür nit schlaffen kan. Oder. Wan du das Wasser last/so last es in die Hand lauf- fen/vnd reibs dreymal nach einander vmb den I^aSel/ sohoretsauff. Lieft?ncis ^ci)es 2.. scrupel Fenchelsamen Leibstöckelsamen petersiliensamc-, jedes 1, scrupcl Weisscn Candizucker i.Loth Mache ein pürverlcin draust. Auch iß dafür gut das conäitum raäicum cickorü, singcmachle Hindlufft- son>i Wegwart genant. Dder. I^imb 8^>cc^es ^le^u^rii ^ul^ini, I^ic^onrri^oiuiiz pt separate ^yc? schalen MeechirschensameA jedes?.scrupel Stosse es zu einem subtilen Pulver. 8rrznL,unz curarur cri-^m sola mcri porationc , teüe ^c>ä, Lorbern mit warmen Bier getruncken / ist auch sehr gut/auch Anyßsamcn/Fenchetsamen / Corintleinvnd deraleichen. Wenn sein Wasser schneidet vnd nicht !Wn kan/ cm gar gut Recept. Nimb Ibischwurizel 4. Loth. Bockshornsamen z. Loth. Diese zu Pulver gemacht vnd zusammen vermischet, Htlmbdieses Pulvers vadrührees in Gänßfettoder Schmaliz vnd las; es auffjieden / das; streich auff ein Tuch / v >d lege es warm auff die Blaßvnd^Xohr. Besi >e weiter; /^Isxznä. LencäiÄ, 1.25. 26.27. 28. 29.50. öc 542. tir. a6unn^ liilliciäia. ins^cc. ^>zrr. 4. II!?. rr^Ä. 7. cz^?. 5. I'keo^r. ?^iaccls. 2. ^2- rsAr^lv rir.äe mordo äisloluco^Vli^^Iä. ccnr. 7. Das C.XXV. Capitel. Von dcr D/sar:^. Wenn emer seen Wasser nzcht wol! lassen kan. tunz, eli nrin^r c^unm iorium, >venn einer ^ cjUÄnäo UI lnz älskiculrer Lc nc»n linc ciolore exccrni- sein Was- rnr, wenn die ^)rin wsc l'i^o^'nr. sa^t/roth vnd dicke ist/ ser nicht vnd schwerlich fort will/vnd cmem gar wehe thut/wenn lassen kan. man unnamrctiänct, als wenn?!".erem Geschwarin Verrohren bette / wie denn manche pfleget zuwiderf.ih- ren/wrnn erjung Biergetruncken / oser Glfft bey sich hat. LLs wollens etliche vor ein lir.,noui i-im halten / vnd wollen auch/man solle es also curiren j wiedieüranZu- rmin. )Es ist aberaieichwoi etwas anders. L ^ U 5 D^luria. Die^cäici sagen / eskou'Me pairiin cx piruitoliZ öc was sie ver cr.ilUs, pzirim criam cx acilkus, mc^rumc^uc uiin^iium cxuiccrAnnbuz liumon^us her. Ls ist eme gcsehriiche ^ranckheit/man solle bey zeite darzuthun / das; siecu, riret wird. e U K UrinT mcatus c>I)tiruÄionc Ilbersr ccrcvillz ex kelcnio vc! cum Kelenio con^irz,wenn man treuge Alantwuryel zerschneidet/vnd henget sieins Bier- soan.riacorom. äe »,rt weroe. .^näz viletuci. INZM '^I0!N0 vent pfaffenröhrsein / Tille oder Fenchel/Kavomicz, vnd -Bingelkraut / l'^i.irncis. ?ilon. j.;. c. /. Xäurzn^mMnrZntcm evocanäam viäc ^.lexanci. Lcncclici. io!, 54^. Bey etlichen legt sich d-cr Stein vor die Blase/ daß sie garkcm; Vrinvo.i sich l assen können / denen faulet end, lich Sie Blase / vliS müsjn- sterben. Da muß man mit den» Insti-'.iiuc-'t zur Röhren menrul^ hinein stossen/ vnö den ?tSi.n w>gtre!beu / so reddirter unnzm. Wenn denn das wasf.r sehi- iiinc^ t ^ so istsein Feichen/daj; die Blase faullt/ v?distd^ ^iaeReitung. Es sollen aber d»eAeu-'e Z!V.".a junijieri cssen / wie in libello meciico?ki» ^elanc. stchet. Zcnnc'nres uiin.'« ciMcuitares, vcl ^nm^izriüm, il ^uis oninino non '^oreK iccläcic uri- NAm, iz comecier aliquot Aana juni^eri, slc äolo- ruin IcvÄttnncin lciiricr. Wider D^sui i.'.m rath ^kcopkraliuz, soll man gebratene B!?chei!i /g'pu!vcr!st'.tbranchen/Ite!N 'Awibeln. Blsiwe-len legt sich e n rohler Aschcrsarbkr Sand vor die Aöhr/.vnb hindert danWasser / hajj cs nicht Ursache. V^suriz, bvie sie cu-» Aas Ander Buch/ wo", de- auß kan/w-'lches Man alles an dir mstula,wenn mau oic Vrin drinnen stehkn last/wol sehen vnd vernehmen ^'au. Da lege nur ^Xäcr^mrcncüiem (Gunder- man) in einen anten Brantcnwem / vnd trinck alle Morgen davon. Man soll ihn colligiren im Maja / wen n er blawe B lümlein hat / da «st er am besten» Man lege die B lnmen hinein / die sind sehr krafftig / wiewol das Rraut auch gut ist / :c, Isckuria ist ein ander Ding / supprellid urinX,c^uznäo Icitium rotum luj)j»'imituröccoliitzc!rui,jst elNe Verstopf- °!cnunz, fung derVriN 8oIerAurem o^c>mci6l8^eri, inilawma- i>der inz?- rionc, cluriric, lan^ulniscolleÄione,relc>Iuric»ne, lü^iclis ^>rocic1enriz^ulceranonc öc Ilr^i^ll^c^use cü czlculus renum Sc veiicse. Badein süssen Wassern / darauf; man kocht vnd trincht/das ist/in Bornwasser/klis. 8pec. lib.i.part.-. Salbe den vntersten Bauch mit der Salben ^zrip. x'X brauch Lamillenwasser / vnd Storchschnabel-. Wasser. Ltrdbeermachen wenig Stnelgangevndvielharnen/ Item / Pfirschkern machen auch viel harnen / Item/^55,.« Wermutwein vor vnd nach Essensgelruncten / Ziem machen w^ vi^nonpjpenon , ( wird von dreyen Pfeffrn bereit/^ ^.«el- we-sscn/ schwaryen vnd langen) Pfeffer macht wol ? , harnen. Item / vizcurcumz, vialzccz, Oizuljikur, 0x^- ^ ^ mcl cc>mpv5irurn (ist ein Tranck) icem oleum äc anctko^ äe Lickorcc». I). das^ar. ttc?tsm-innuz vertrieb einem diese Rranck- henmttstetemPetersilgenwassertrmcken/das musieep trmcben / bist er gesund ward. Itnn/ trinck Bier / darin Lychene Blatter gelegt seyn ^ol^n.eiÄcoromus. Daspnlvcr vonLckcrni^ besser. Beyfuß gebraucht in Wtin/oder öhl von Bbenauten gemacht / vnd sich damit vmb den Nadel geschmieret/ ijk auch gut. Ui inzm clizm valijc x>romc> vct rA^ix d!:lnz,in Wasser gesotten/scärzmen viäcnäum, ur ca rci^e öc cauteuraiiz. Denn wenn ein Stein m den^ieren denVrin hinderte/ so thete man dem Patienten grossen Schaden / daß er sterben müste. Dieses thut auch die L5ppichwurtzsl» Diß Pulver hab ,ch an mir selber probiert ? )^,mb gescheite Cucumersamen Gescheite Melonensamen Gescheite Aürbißsamen Gescheite Litrullensamen/jedesdrjtthalbQuiuz Weissen Magsamen L^ujnt Bndiviensamen Lattichsamen puryelkramsamen Saweramffersamen jedes i.O.uint Weisse »seeblumen anderthalb O.uint Weissen Hutzucker 10 Loth. Alles;» Pulver gestossen vnd ein Triseney daranß gemacht Di); Pulver hab ich einen Tag oder z. nacheinander gebraucht / vnd zimliche Lindernng befunden/ira ut cx- ccrnerc^oÜcmccnrulrlauräuccnrzz, Sc ulrrz ZuttZsuri- nse. Ich hatte aber zuvor auch einen Morgen oder z. guten starcken Brandtenwein/den ich vor etlichen Wochen auff Uccieram rerrettrem, Gundermann oder Hun, detrageswtemans inderEhurBrandenburgnennet)ge- gössen hatte/gebraucht / Vertrieb zimlich viel Sand vnd Griß von mir. Da ich nun diß einen Tag drey oder vier gebraucht / so gebraucht ich diß Pulver auch einen Tag oderzweene.Das thet ja etwas aber weil es dieHunds- tage waren/ da man sehr pflegt zu trincken/vnd einer sich des; Trinckens nicht gar wol enthalten kan/so ließ mir ei, ne ChristlicheTugendsameMatronsagen/ichsoltenur Anysenack trincken/das würde mir nechstGott wol hel, fen. Als ich nun deß Abends gessen / brauchteich dieses pulvcrszweyLöffelvollinpetersilgenwasser/vnd nam den Lofsel zimlich voll pulver.??un ist diß gar ein trübe Bier/wie e,nLehmjauche. Ich dachte/ ich möchts von dem Bier wol bekommen haben ob ich jhn sekten pflege zu branchen/imIahr kaum einmal. Als ich nun deß Abends Kweene Löffel voll deß Pulvers mit petersilgenwasser gebrauchthatte /thetichauch einengutenTrunck^ny, senack/dtewetl Weiber ^ath nicht allezeit zuverachrcn, -Darvon ward ich volied gar obsirutret/daß allezeit nicht mehr mehrdan zween Tropffen Urin« vStNNirgjengen. L)a dachte ich/uunwlrdsIvappen gebe/5esch?ck dein Haus;/ die Blas«, wird entzwey gehen. Gerade mcäi.^ nc>Äc ^und ich 6uss/ t^orrirer ur^elz^m lr?zociurn,rrnn cxci» clirrniki calcu!az,alsdasforderste Glied aminäicc lang vndfajr auch so dicke. L)is? hat der gnadige Gottgtthan/ ob aber das pul- ver/ Vcte^st!gen»'.sser/vnv der einige Truuck 2^-nyse, nack/auch etwas daoey gethan hat/c^uiz O^us -r»ir per mecli^, das kan ich Nich sagen/Dcui) raciz mircrizilia in liireri^,rrlzi ii^r I.rus ?Ioria in!^xculache>;zu Pulver gc!iosftü vnd mit der gewa- fche.»en l'erpenrin e!N malllrmo^er Teig gemacht / vnd formire a^ß einemO.uj.»t >5. pillu^en/ r esprenge sie m,t »suszho t) puloer/ vnd Hede sie »n eu;er Schachtel auff. ^lAlienrur, Terpentin pillulen. ^)!anmag ihrem oder; oder s. auff einmahl brauche!,/ frühe oder vor dem Abendessen. Sie machen etwa «inen ie6cm,v!,d sittd gutzu brauchen. Dann sie sind nicht bitter. Em anders. (kontra Ovluri.rm O. krair. I^ippoliti. 1s?imb pererj;s<"'',wn?izel Fench^lwar:zel ZiLppjchwuruel jedcs^. .C.oth» T igvnd )^achlkraut Canullen Ste-nklec Wulltraut. L)illgipfflc;n jedes i-AandvoU Die 4.2>altc ^?am:u jei?es2.O.umt. -Di^se aUe Zerschnitten in »n Pap-ergethan. 8 Wur- tztl-Krauter v»V Samen zniuwarincnBad, Nimb Aosensalb ^ühlsalb deß Qalcni jedes 4. -Aoth. Rosettohl Violenähl jedes 5 D.umt. 8pcclcrumvl.^rko6. ^dk-rr. aiidechalbQ-Ujttt. Weis; Wachs so viel genug ist. Mache ein ScUrlein daraus;/verwahr es in emem 5?äfcle'.n/ Sl^ncrur Rücksalbe. Das 5XX VI. Capitel. Wann cu'.cr se;n Wasser nicht halten/ vno krcuge ltgen kan» Von der Hauß - Artjncy. 22z de)!ieren/wc!chedenHam zu se'?r von der Lcberzie- ^,en / darumb dann ich solchem Patient zmmer harnm muß/ wie ^rei-eu» sagt. L ^ u 8 Ori^o c>us ex rerenrricis icnrirn faculrzris imporenris conrrzkirur, arrr^Äricis surcrn r^nro robore , nr rorurn corpus ol?imwc>6icurnc2loremexi^uriAr,2urorc ^.^in. Iib.^.c.45. <^u?.!ismor!?usimcüinc>rumeüliemenz, ralis in renilzus cü cliülz^rcs. porulentA, <^ua snrm3 irnl?i- lzunrur, irerurn emin^unrur. Diäteres imdecilucare rerenrricis renurn f^culrarig , öclorrirucünZÄtrrIÄncis. (^uare kr, ur curn lrumor unlrarur L< in ix.- nibus non conttnc2rui,imlnens3 iiU5 ngtcstur. u Wird cmirt durch Wasser vom 8arurno, vom Sal- ^ethsef« mey/ vnd vom Ayß/'rkurncis.I'lson.IiIz.^.c./. chenwas Ein andere. brauchen. Nimb Fieqen LsrSern in der Rohregetreuget,' vnd ^tcm/""leim Reibetopffftinkleinzer nebe/ flrewe es dem paticn« ^rdcr» ten in die Suppen/ vnd thue cm wenig geiiesskne )?age- . lein drunter/ daß crs nicht merck?t. aebrandt, Wann einer ms Beth seichet. vnd davon So brenne ein Schweins.Igel zu Pulver/vnd gib getruncken/ jhmdaspulver zutrincken. ^>csihc aucy hiervon da»; dienet eine«? «04. Cap. der sein Wer sein Wasser nicht halten kan/ also/ daß es jhme deß Nachts auff semem tenkan. Betthe im Schlaff ohne semen Willen entgehet. -Der nchme "ZieKeu L.orbern oder5icgenbonen/brcn, nesie zu pulvcr/vndwannerdes; Abendswili ftbkaft fcn gehen/so thue er das Pulver in einen Becher frisch Wasser / vndtrinckdeß Abends einen guten Trunck oder z vnd thue das eine )^acht oder 4 nacheinander/ so wirds besser, Oder nimbE teinbreche/ ftuds imWein vnd trincks- Oder mache einen^auch mitderwuryel diefts^rauts/ vnd laß jknvonvntenauffgehen. Item/ Cypressen bor, ckcn mit Weingetruneken ift auch gut. Warme -Bader/ suche nn Kulanäc» von Wasserba, dern/p^Z. 165. Wer sein Wasser nicht hatten kan / verbrenne einen Henekam zuPulver vnd brauchs im essen oder tcincken. Item/ brenne eine feiste Schweins^läse zu Pulver/ trinek das Pulver mit Lssigvnd warmen Wasser/ thue es 7. Tag nacheinander. Aas thut auch Hasen Bre, gen/ (Gehirn) mit warmen Wasser. -Liese sonstenauch kris. in lpcc. P3rt .4. l.2. trz<^.6. c 7. ^lex. Lencä. 1.2z. c.iS. /6.17.78.79.20. Lr pnA. ^42. I'ir. ^6urinXincominenriam. ccnr.9.^lror.42. ?e- rrum äc Lretc» l.2. c.25. Di.we^es, Nocelr, rrÄnllrus,urinT iluor^ ck ^ c, «V, rranscunäo Sc perrneancio, c^u.ä.ur, vo^-.!>r»Ur!nX ^>roüuvium, tZraece KL ^TZincraUd.z. c^.45. Zt«stÜ7->sS rTv ^«va^vcov i?- z ovfso^!vct>v roiArov "ot«Dks> i?roS)j. vialicre- A^clIstur,ÄMparell8> urinze Annseinermercket/daßeineminwendig(imr2pu- in vcllc^ rerincncji nnporennz, c^u^näo porio ^,rotinu8 clenaa) die Röhr schwieret (welches man leicht- Das c XXV II. Capitel. Wann cincin d>c Röhr schwicrtt. czu^Iiz c^alluinprgrransmittitur. Vocsrur «x lroc eli,A^u^mrcr eurem 26 mzccllzm : dsominarur ctizm Ll-^axo:, 2 liri , quam (Zrzeci vocsnr, Irs:c zlkc5l>c>stu palllomaximzm irrirn inäic2r. LK aurem cii^bcrcs incanrinenria urinz» sut äiururna circarencs, in c^ua supra mociurn liriunt intir- rni, Sc iubinäc bibunr, öc reciciunr abunäznrcriä, c^uoci lzikerunr, co non muraro in suac^nalirarc. Llt rcnurn 3^- >r>.iX!M^nr llnrn inänccns. Viakeres ist/Wann Man das Wasscr nicht halten/ noch creuge ligen kan/ proprer rerenri lcis saculrmil imkecillirzrern, da laufftjmmer das Wasser von einem/ wo man flehet / da stehet man ei» pfülichen/ dann d-e l.I;>na gehet v-igekocht vom scHen. ?.r runc virium el^ in renl^us. ^)ann da Mus; diL Vrin gekocht weroen/vnd da wird sie bals getrieben/ehe die vollkommene ^ochung geschickt Drumb muß man da dem pat»cn:e z hclffe,,. Solche^ence habe vilgesun, lich fühlen tan/danndie Vrin beisset einen sehr in die sHwmet/ Rohren/wann er urinam reciäner, vnd die Vrin will dafü« auch nicht gern fort) so »nmb 2^rebssiein/ Ingber/ Muscaten, weisse Börnuein jedes ein Quint/ pulve- ^ risires/vnd trmcksin Ahc«!iischen We,n. Em anders» Attyfisame^l Fß sie bersten / darnach zureibe er sie mit Honig vnd iemwie / vnd beschmiere sie damit, man sie 'Don Geschwulst der Gemachte der Rinder / B esihe Mrjritv P2IVUM L^iiulA. ^>air. 6. f. 174. Geschwulst in der Schoß am Gemachte- Bißweilengeschwillet einem das Geschoß gar groß vnd hart/ vnd gehen einem doch die -Oarmer nicbt auß / danimb eine frische Semmel / lege sie n e-nrn alten ro, thenoder blancken Wem / darnach lege sie in einem Sacklein warm auff das Gemachte / so zeucht« weg. Sonstensindvnterschiedltche lpccick Üei-mX, so ich den ^ciicis vnd ckiruroiz befehlen will; die gemeineste jstLnrerocele. (Zglcn m cielinit. Lnrerocclc el^ in lciorum inteltini «jcvoluric, leu inrcliini in ^Inim locurn clelajisus, <^ui zur s>Äul2rirn zurrcpcnrc ilr Lmcroccles ^iro- cÄrar^ic^<7A zntcAre^nnre^lIc»,wanN sich einer Mit den Beinen zu sehr von einander spreussct / am ireizcz exren- ilc,. wann sichcinersehraußdchnet / oder schwer tragt/ oder starck redet. Unäe ett,quöci concionzrorcs hoc mor- tzo sze^ius infetlcnrur, c^u^m nlii, o^er WaNN MUN gU schwer hebet oder traget / odcr sprin zec» So ald man '«u» solcbes v. -mercket/ quo6lcrorum nvnnikil tumcsczt, so laß er j m bey einem Balbierer oder ^ruchschneide- e iien Nandu achen/ darinnener gehe bei) Tage. Wann er des; Abends zu Beithe gehet/ mager zhn wieder ableg n. Damitkan sich einer etlich vielIadr auffnaltcn/daß der^chade Nicht grösser wird/ vndder pat-enr sich endlich müstescbneidenlassen. 0 -r AcrmznX iucco cx^ clli), Aikuso vmo- äesccnsusim?' üini icridirur fpacio novem hierum!ra curar!, mpokez lnalunireciear. licrn'Äriz Bruch oder Harnkraut. Wer gebrochen ist / also daß der Bruch nicht über ein Jahr gewesen were/der bade erstlich in diesen Rrautern/ nemlich/Tag vnd ^acht/^amillen / Vergiß nicht mein/ jedes ein gut Handvoll oder zwo / vnd mache jhm ein Arauterbad davon / also daß er alle mal drey Stunden aufeinander badet z. Tag nacheinander / vnd allemal in dem Badeodervordem ^adevon diese» Samen / von diesem Rraut genant/DurckwachsoderBruchwury. I'nnchCamittenöhlt.Loch/vnd deß Pulvers von dem Samen? Loch miscdedasvntcremandermltWachsi daß ein Salbe werde / vnd schmiere dich damit 8 Tage nacheinander. Hiß soll ein gewiß Experiment seyn Mercke/die^crniakan n»t leiden^orn/Wind Rohl/ L5ss>g/daß man.Ess ig essen wolt / re«ten/starck reden. Bs were dann daß einer im Bande gteng/ oder vsf der ö an, yelauff emem E cbemel also fasse / laß er die einfallende Sachen des; 8crc>ri Nicht wieder hinein trückle /ici1icer,ex lci c>rc> IN den Leib. ?i >üc>rc8 lwc rnor^c» IsdorAnres, sollen )hnen so t ald sie es mercken/bey einem Steinschneider einen Band machen lassen / darinnen sie deß Tages gehen / deß Nachts mögen sie jkn wiederablcgen. Von dem Bruch der jungen Kinder. ?^imb Terpentin/schmiere es auff cm Tüchlem/.'egeBxuch der es auff den Schaden / vnd halt den Jungen siats inAtnderzu Banden/daß es heilet/laß ihn »ncht steigen / noch sehr ^..riren lanffcn oder springen. Dieses können klemeAinder in derBeburt bekommen/ odcr wann man sie zu sehr schreyen last. Ein anders. Werruptusist / daßjbmdit Farmer in die Schost gehen / vnd drinnen verjcdwellri. v»td anwachsen wcl, len/ (^uoä iiir) wann inan sich nicht der Zeit vnd jmAnfang cnrirtn lW der nehme Bockslunge vttd.El d, rauch / siede es wol / vnd thue es m zwey Sackte,n, lege es so warm auff das Geschoß als du es erieioen kait ,// wann eins kalt wird/so lege das andei wieder auff/ thue esofft/sowirds?ess,r. Ein edleKunst vor denBruch/damiteinem Fürsten / der lu^ruz gewesen / vnd sich tu die Gefährlichkeit deß Schneidens mcl l hat begebe» wollen/geholffen worc en. ^imÄiptawwurtzel/?^ odelgerwuryel vndRraut/ zu Sinnan oder Smnaw, 0)cerretich / Schwarywurtz/ f.<.jicn e,n Walwury/Günhel/MannsliebWurtzelvndRraut ^lc Mafttwurtze! / Eibischkraut vnd Wmyel. L)ies> Stücksollmanall zupulversiossen. Sie sollen zuvor aber m der Lufft getreuget we,den / vnd man. oll deß Pulvers nehmen gleicdv'el alte in ein Glaßihun/ge« brandlknWeu»darä-ergtisscn / vndalsoe ne ?»achc oi)er zwo liehen lassen wol verstopfst-^Icca. Sygmars^ wur^el »st auch gue darzu. HarncichsoltunkhmenBaumöhlvndTerpentin jedes einpfund/vnd die Miteinander lassen fliessen oder zergehen auffdem Fewer. -Dann soll man haben CanMenohk vnd'Aosenöhl/ jedes 8. Loth. Dnd das in die Pfanne zum andern gelassen/vnd lassen es darnach mit sieden/vn thue darein Mnr:hen/Mastix Q.iIKznum (»st einmummt in der Apeteck?) Weyrauch / jedes ein Loth / thuees auch drein. DaKnimb Speckvon Borchschwein (das geschnitten ist) vnd Hirschcnvnschltt / vnd alt Schmeer/ das zerlasse besonder in einer Pfannen/vK seuge es durch ein Tuch / jn dieandere Materien / die in der ersten Pfannen sind. Folgends soll man alles zusammen in die Pfanne thun / vnd laß es eine kleine weile sieden/vn d die Pulver alle vntereinander rühren mit dem Spatel/daß sichs nicht auff denBrund !egr/vnd laß es also lang sie- den/v.ß daß es diekwerde/vnd werde tüchtig zum schmieren wie e,n ander Pflaster / wann du wtssm wNt obs recht ist / so laß einen Tropffen oder 2. fallen auff kalt Wasser / siehestu obs dick oder däns sey. Harnach nimb Loliiumcni, Blmstein / jedes zweyLsth klein gestossen/ vnd darein zerühret/wejl es noch law ist / so ist das Vn- guent - echtvor den o^genanten Schaden. Hjeses^ngusM heilet auch alle offenzScha- dM/ Von der Hauß^Arßney. -5 Aärmer auß dem «Hcmachte treiben. Bruch am Nabelzu Li!/' s?cl?nd N5w oder int/ wie sre dann seyn/ vnd bewah« reu für alie Fährllgkei!/ die sonst in andern Heilungen zu, zuschlagen pflegen oder mögen. L7?an hcnanch inden Apotecken einpflasser / daß wan ^r!,cbpft '.stcr n!M't/das mag man auch adhibiren. Wann die.Bärmcr ms Gemachte fallen. Nims' g?flosse!M,R;!L! .och/ Vchwcftlvnd Saltz, mit Wc!nqeso!tcn/ legssowarmauff/als es der Patient crieideukan. Tor den Bruch am Nabel. Wanneinem die Därmer am )tabel ausigehen/ so nimb Opoponaccm , (ist ein Gafft o'er Bumm«) schmi--n es aufs ein Hundftll/ legs auff den 'Nabel/das erhalt die Daune, drnuren. Vom Schmdt. ?Vannmanzu!a'.;gmit diese n Bruch verhanet, so muftman jl'n endlich jchneidea lassen/welches Mit gros, se!nWcdeg: lci oio, zuwc;dzg angewachsen seyn / mit den Ilagcln,' dieternachwah! vneen wieder ln:e»L.eib ge- stockt/v!i> e;n rcüicuius he, anst genomnien v-tddarnach »wederrmb zugenähet v,>d hart zugebunden w,rd/ dos; d.e i^tngewetvc da' innen > iexbin. Sunm?adasgröbste ist vas zugehen m«t dem Bindfaden / dann vder dem ich kcii-en pa:nn'.en lache.; seyen» cxxx^ Capittl. Von ailV.M L^ccieduz I^crniK. Rermz ^ ist es-e andere Art tternise, wc! hes die Griechin »rasessey. scheu ^Icä'cl Lpiplocclen nennen/ l^. e. ramiceni onienii, ^uanäo viäclicct, omenrnmrzn - rum in scrorum c,e > ol virur, zur in aiicznmN pzrcem lcr»ri. Darnach l>i Reeder ezn anocre/welche sie X>)Xq" cpipZoenrcroccl^n oder iv?-!fc,k?-/7rkc"t^XilV en^- tcrocpi^Iocelcn nennen/c^izum intciiznurn Lc omcnrum liinujin..Iicznzm lcrori parcem c!e'.ivnur. Lnrerocpiplo- cilecAclclzpLusomenriöc inrei^ini !n!crodmn.^SistWie- tei eine andere Art/ welche M >jL ox«^v h^^lrocelen, iZmicem A^nosum ne«nen/ oder ?Iernnnn sczuok.m.odkr Hcrniam hui^oi.'.icm.cuin in sc> orum lenrus hnmor con- Suit^ilziczuc colli^irnr, ur illnä rc>ru:ri h^äropicum l^ar. prcercreZÄ.crnm venrosa aur üaruofz, czuanäo tl!ttu8 in ^croro conrinenn^r: ^Iiasciru> > un6e tcrotum in alturn zrtoliltur. 8cm- lnuni nominc kcrnias vocant. Lili öc Lu^>unoccle ^lernie s^ccies vcl ZrZmcx in^uinis, cuin uireiiinum aur omcmunl non intr^ icrorum «.iclcenäir, icci in^uinc rercnrum^ izzium rumcla- cir. I^arini in^uin!5r?.miccmz^c!lAnr. ^)eji!>c voa diesen «Ka^en kris in s^cculo, parr. 4. tra5^ 7. c,;. Lanl^o!^ l. 7. c. 55. ^Icxan6. Lencäii^. jik.24,c,zz.L4. öcc. ^)ic 8c^»I^.Z^Iernir. sagt 6ecm^I5.u^>ti.N3L. Lnula cartipan2,k«c reäciir prsec^-rälatan^. dmnI^uc^e> iuccus il iunului cjUs. ^K> m.^nrruj?ris, c^uoä proin porio raliz. Tnu! >, Asa^twurn/vinum cnu!-irum , AlantÜV-Mi ^>ec^u8 <5^; ulmvnem pur^r Lc cmuncl^r, Luccus ^nuclcsL cun> succoKurc^piuiimum conierr kcrnioils icurupris. ^l.ixini^ ii 'nci inaiuein venrolir.ite. Vor aliftae -!a cue E emachte ist das Wasser oder die Ewbt-libärvon SaU? von.V?eersall)/vom 8^lZemmos Ant: l'^urn Z^iton.n^.ü, c.7. 5o!. 10s. S 0 c;unu uur der Line resliculus dich Lerschwillet vnd tveh? tiut' vnd die 'Aderu an bey -en inAU'.nibus !,inauff/ so nchnic er SpiriNlm VNI io!> !>in Tröpfen !» ok'er drey in 5Z?!'andtetnvem cm- vnd den andern Tag öpirirum rl^c- rekiinkinT coäem mc^c>. sVgs h>;b jch gll^ eistßM MigcnDescllencmul, Vor auffgeblaftnegssi^irollcm Gewacht/ warnre Bäder/ Bljlhe ^m li.ulcinä. von Wasserrädern/ :<5/. Aas LXXXI. Capitel. Wann cmer sein Wasser Zucht lassen kan. Rob»n hab ichim z^x.Capit. d^r Isclluiizgedacht: Isclniria Daß ist nun dieser mordn^ dem ich hier einen son- ^<1;- e sG derlichen locum vnd Capitel geben wuft. Ltt inrcAra uri- vnl'w.s NX lupprcilio lcu retenrio x NX ^ciiculnrn aäierens,^uzn- davo? HM ^0 loriumtorurn colnlienn zdjc-.icn.in cicnnir. ?vompl aus) Mancherley Vrsachcn / w,e droben genreidt/ wer eigentlich die Vrsach seiner!lcl»ur>X neisi der kan jhr leicht helffen. kirAUtem in Acncic exoizAiu^ione vcllce. ^imb einen Arm voll Hew, dast euzes Iohrs alt ist/ seudes in emmrAess-lwoi mir FUeßwaffer/bade darinnen so warm du cs erleiden kanst/vnd lege das ^ew sein warm auffden L eib/eins nach dem andern. -Harnacb nimb pftrdeküinmel/thuesmein Säcrieitt/ftuds wot in altnn Bier/ legs sein warm auff den Leib. Die Schalen von den Awii eln ur Tasi lb,er oder Ro- fent gesotten/vnd ein Quim Börnsiein drein gcryan/ vnd warm getrunckcn. I 'licopliral^. ^araccl s. lil> y. non pro- cul a kne, rühmet sehr > as Harnk^aut/odcr S>ta'.^:ant/ dann man gibs den Pferden ein. / wann sic nichr stallen können: I^er'ogm urina'fM , linÄNZNi oder linum ^.riX, dann das soll den ^arn mit sonderiteyer Gewalt treiben. Sperlinqsdreck gepulvert, getmncl'm worinnenman Wil/dasist auch gu. , S?ttv Wo.gMi!uk? in rothen'Wein/vnd trinck da« von. DdertrinckRttlerjpo.» w. ss?r. Brenne Honenstrodzu Äickc/geuf; Wein dran/vnd trinck davon/ oeerAcr>roi- 8.-txif> .iAi^m, vnd fteöe sie n? Wein/ vnd triucks. Iiem H.Xäer.^m rcrrcirrcm. )t5Ntz P?t?rst!ge allkvwasden Stein trejvt/ das movi« auch- innn.nn, lioc cti^ sunr üiurctic.l. ^?dcr. ?sliwb einen newen Ven v-ter dich/vnd las; dm D.'Mpsf an o?.ch gchcn/ so kommet dirvon der N5arme ser))a. n w!^ec. N>in^m cicnr aur movenr ^licekenA! , aufs Teutsch Judenkirsche»/ (esnennrns auch etliche I^.'.^cacaizum) dasuiunrecht pnd,st gcu gtjuitv den cal- culosis. pocizgriciz, !^ärc>pici<; vnd solider- iich vinum vei eriam a^u^^I^cl y ^ag vnd )^acbt/ sends darnach zusammen ni elnem ne- wcn Topffwol zugenracht/ trincks Abends vnd Vior«» genö/pro vocar nicnüruuin, vnd macht pisscnt- Em ander Tranck. Ilimb Aressensamen' A^ys;/ ^edes r- Lübsto- rkcisamen^.Loth/pctc-siZgensamen;.Lorh'Mcnge 2» ^oty Zucfer drunter/ umck 2lbends vnd ^),orgens eines Q-uimlein schwer davon mit Wein Oder nimb d»e vnderft'e Schale vo^i esuer ?w»be!n / l''qe stc dreys sa.htig vff dieAl^ncicm menlulze , vnd laj; aijo liget?!. Oder mach von dieserTchalen ein^apffichen ond fiecks iii dre c^nalem, eri^m fceminarnm. 2I?eisser Agtstein gepulverifirk ein halcO-umt schwer, mit «Ateinbrechwasser cingetiommen / treibet auch di^ V> in fort. . Oder nirnbgessossen-n weiss«; 2lgtsie'n^vnd ^Tce'-l- ^eerensamen odtr Eleinlein/so -ude^ Apoceeken icnicti ?^nn>genantw^rd/vudgib stetempac-e- renmit^ ent cu,. Damit ist emmal emeperson curttt wo» den/so ganzer Tagentt,n Waffer hat lassen iötttten. Küs ' ' 226 Das Ander Buch/ DasLXXXN, Capitel. Wie man das Wasser eines Menschen besehen/ vnd davon vtthcilcn soll. Wasser ei, ^-Th soke wol weitlänfftig etwas hier vor deneinfalti- «es Men- Mann berichten/so wolte mir solches ein grosse schen zube» Müye geben/vi,d würde das Buch auch endlich gar sehen/vnd «u groß werden^ So haben auch andere v>e! Furores davon z-u hiervon weicläufftig vnd gründlich gnug geschrieben/ »rthe^len. dahin i-h dann jcdern remnnre. Att den exciememis eines Menschen tan man vie- lerlen erfahren/w.is vor eine Gestalt niu ^d-uein seinom Leibe habe/ wer nur recht damit vnib^ugche weis;. Z)an d»csagens/ ^cigens andweisens andern Leuten mit ihrer Gestalt/Färb/^vuch vnd Schmack wie die Sachen in seinkmCttbe-vudinallenGtiedern steh-u/ob erkranck oder gesund sey/wo es jhm fehle/was er vor eine kranck- heitan jhmhabe/ob sie im zunehmen/ ttatu oder abnehmen seyn: vnd damuß einer Achtung auff die Vrin ge- ben/ wie sie oben/mulen vud vnten/jo wo! auch an den Seiten deßBlasesist was er vorFehslemSand/Bla- fen oder Schaum/ Saamen/Farben/Cirekel/Blut/ Gcwülck/ Haar/ Feuchtigkeit/ schüpichte vnd staubichte Materien/ LLiter/ )^tebel vnd dergleichen drninen hat. In urina conlläcrarur sudÜ.inria, cjuanrirZ8, qu^liras, pcrspl- cnitZ8, c>6c>r, color, mc6encü mc>du8) Lc conrcnra: c^uia »II?. conüitmionem morbi äcmonlirAnr. Savon findet man allenthalben viel in den Büchern dcr^leäicoi um. Iii^^c>clate?,(ZäIcnn.^^uz>ic>, vnd vielen andern mehr. ^obzn. ^icKzclSavJNÄiolA hat auch einen fetnen Ira- ^zrum äeUlinis geschrieben / welchenMe^n bey seiner ?ra«Iic2 Lanonica findet. Ircrn,?riiius in Speculo^oäo- cur ^illic^ius. Bs hat auch Thurneiscr ein sonderlich Buch inkolio «Ze^uciicio NimZrum geschrieben/ das solte man traun nicht verachte»/ dann es trifft mit der ^latur vnd dem Menschlichen Cörper/ auch allen seinen Au liegen mal, len Theilen des; Leibes überein. Besihe im Buch im 6z. Cap- weiter von der Vrin. Aas LXX XIII. Capitel. . Oe ^NAuiniz. Wann ciner Blut außsttchet. Ann einem eine Ader an der Vieren oder an der Blutpissen Blosenzer:eifi / so gerinnet das B lur inwendig/ was davor dasiesklumpichtvomMenschengehet/ vndderMen- dienet. schen Blut ausiseichet. ^ulünäus gibt einen Rath/ man soll bey dm Vieren odervnterhaibe deft Nobels köpften / von Wasserbadern/ paz, 284. cum mullo sumpru8 alzsurnit s^nguinem velIcX,p!Xseit>m Ao8 zmzranrki, ?uckliusöc?!m. B'esihe^li^zlci. ccm. 4. ^^ibor. 27. kcnum cicLrclc. Iib.2. c.25. Wer Blutaustpisset oder seichet/ der nehme Spar- geusamen/Nlereksamen/^vümmelsamen/ zedes ein halb O-uint/ gepulvert alle Morgen in einem Trunck Wein e«n/5- Hage nacheinander. Ist auch dem Wassersüchtigen gut. Man kans auch wol sieden/vnd Adens vnd Morgens 2. oder 4. Löffel etntrMcken. Das LXXXIV. Capttcl. Bon der Ludone oder Schlier. ^voben im 128. Cnp. hab ich hiervon etwas qe- ^ sagt. SchliervndRculc/-OrnftoderRolben sind Schlier oderLu'oc» . ^ tvas es sei) s^^^?e»jen eines Tuchs/vnd koninen ex ca^cm mnre- Vnd wo es ^ k-ikenc 5c licur c5u9> ö< cffcNus. I^xZubonefir herkomme ^^>mbuccn, vcl conna, darnach folgen die /v> c>tlNi)se>-. Ls^Ace-v eli ^ziimum Zcnci.^Ic vc>cabu!>nii, LecÜcirui c!e omnibu^tumoribus in ^ugcunc^uc üominis >>?.nc ex gl^nclulis otto, cx uiccrc aur i<^u quociam, iiv-.- !iur il!i >,» coll», iivc in c.ipirc,üvcin cjiAiN8 manuum >'c ^ccjum.l! ve in^ic^u^ülia vicn^ >?n>re. vcincje ijicci.^üer l)u!?c.nc8 vvcanrni mmo>c8, c^ui circa m^uinA provcniunr: öc lnouina (ZiXci ^P^cllanr. ^)as bn^onium, cujus supiz feci menris!r!cn>L>- leno Schlier zu heilen. Geschwer decGe- Mächcezu curiren. cA ^l^ci ^,cucu5i öcaääic Lalcnu». ^lü Lu I)ouiuin VO- c^nr, non od icl ttntum, e^uotl tlliruM , sccl erizrn c^nc?6 3j?penlun'. Lul?onc8 lanare ci c6unt' Dicit eriam ülam iicr- darn ^al)ere cjuiääam äi^crens, refriocl2N8sc res)limen8, 6c limp. mc6. fac. iclern cxr^r ^Ain. Iid.4. c.12, cnm g>r, ^ücr^tticus^crb3c^u2rn Luizc>nion vocanr, cj. in- Auinaiism.eA äc causÄ^uoä noniolum iHirus, lc<ä clizm contÄ^u8 dubonibu8 »uxilizri cre^irur. (ialcn.6ezrrecurzriv22ä(z1zuco: 1il?.2. c-i- ^ZinetÄ 1il?^4> c.22.^«InAl. lik. 2. c.2z. re- cenlenr AlÄnäularuln zt?eÄu8 , Lc Lulzonemfaciunr in- ^.immmionem : «lanäuIzL intlümmmionem, c^uX ünlim nu^erur, öc aci suppurarionern feüinar:?k^ocrl^!c>n, inl^n'.rn2uc>ncrn psiricipem ci^li^el^ti8. ?anum Lalcn.in clciin. vocar J^scetlum in in^uinibu8 nzscenrem. Bcsiheüuri8 ilürum, V.u!zn6. Vor die Schlier. ?1imb MilchvndvngeloschtenAalckvndeinwcnig 5?onig/ mache eine Salbe dratis; schmiere den Schaden damit/ es heilet bald. Für alle Geschwar der Gemachte/ als Schlier/Aol- ben/Lissemsind gut/die Wasser von Tinn/Gibs Wis- muth/ Item/ von Spath / Frawenl>tß vnd 2ttavaster/ l'Iiurn. ?ison.iib. 4 c.7. Item vom 8arurnc>, Galmey/ ^vyö.I'cm zczua^lcicvrii.Ircm djeWasserVvN ^rseni- ci^^rrÄNicnri^/^iiipiAmenri^Opcrmentts.VndReusch-- geels^ ItfNi dieWasjer von 8ul^tinrc , Lirumincvnd Mohs: Item die z. Kräuter/ ?>;klissa / Lunana vnd Scharlach. Itcin ^üuincls. Oc Lubc^nc jzcliilcnn, viäc (z^briclem?2llc>j)ium. Oe moibis vulvXz Iege ^IexÄn6.Renc6i<^.1ib.24.c.4cz. 41 5clilz.2> ^>el tonnn, ircrn fo!.>42. ZZ9. Das cxxxv. Capitel. UorkuT (zallicu8, Spanische Räude/die Frantzosen. IeFranlzosen/die man auch sonsten (ZÄlIicÄmscz- bicrn ,VNd rnorburn Vcnereum nennet/sind Vor allen andernAranckhetten/ein schandlich böß Hing / auch nicht/wie jhnen wol etliche einbilden/leichtlich zu curi, ren/vndwiewolesvon den ^lcäicisin ßemein vnterdie mc?rtzc>8 curis refelii cr wird / so hat es doch nicht diese M«)nung/als wann es allein die j7aut angriffe/ son- dern es bezeugets dieL^rsahrung gnugsawb/daft es auch lieff insFleisch/ ja offtwol dasselbige garvom Menschlichen Eörper wegfresse/ daßganlze Köcher hinein wer« den/wieem Wolff/^rebsoderanderetl)eudc Iraner- heiten. M. AndreasEvgelschrejtetinseinen ^nn-->I>I?.Franyosen c!nci8)dasi ai^CIniÜi 1490^ Gott eine newe^uvor vner- wobei sie horte Ararekheit in dieseLandegeschickt habe/so man den^ta- dievonFranckreichgknennet/welcheschneUvnd behende m-n beiom« Vorhand genommen / vnd gany Luro^m durchwau- men. ^ dkt t hat. ViklI^ationen haben diese Seuche die Franzosen genenuet/darnmb daß sie am allerersten vnler t eniFran, VvsischenRriegsvolekm, Neapolitanischen Arieg vertun eket worden. L)anu als die Franzose»» ;m selbigen Rrieg mithülffderTcmschen/fastganyItaliamdmch- drungcn/vndendlich die^önigezu 2lr:agonia/ dieden Franyesen mit List vnd Beheiidigtclt beykommen wol- lui. Haben derhalben erstlich die Brunnen vnd das Brodtvcraifftet, Darnach habett sieauß jhrem Lager dru FrankösischmAricgöleuten/ die zurVnzuchige- nci^et/Frant^ösiftbc^urenbakg zugeschickt/ darburch v:e! Leut vergifftet sind^ Sonst nanreman sie pu6cn^vr2m>weilsiezu forderst die heimliche Glieder anfiel» -OiegelehrtestenLetzte / sonderlichinFranckreich/ nanlcn sie l-ucm Venciclim, die Vnzucht oder Venus- ftuche/ t-arumb/ daß sic durch Hu» erc» vnd vnzücbtiges e>i vnd Meftn/ ist propagiM oder fortgepflanzet Franyosen was ee vor ein mordus sey. 5-5'--5': ' - - ^k- " woidci». Äer V Von der Hauß-ArlMy. Hochgelehrte ?^?ann k'racaKciliuz von Verona !ric ste von «cnnc/ sie in semem künstlichen vnd höflichen I'ocm.me dm wkli hr , darunib das; sie durch Büberey von einem ^üg^ncn, aliff den andern kompt. ^ctwerdc!'^. -Dle^eciici, pinlosopki vnd ^liroZoZi haben von Bei lege-?hcitvnüVrsachendleserRranckheitvnglejchdjspu- tir: vnd gehalten. -Doch siud stein dem eins/daß zu die« s< r Aranckhe«! die Leber durch eine vergifft? c^u^lircr in- k-.i-cr wvS' ot ^ A-.tzteanfangl-ch mancherley Aryneye erdacht/so hat do h all^s nichts geholffen / b-ß man endlich nach dem Brauch der Arabischen Aertzte dieAran-> cken'-nit dttnQ..,ec?silöer (das die Alten vor G«fft ge> halten) geräuchert/ vnd mit einer davon bereiteten Sa!» ben geschui-erei. Durch diese Artzney haben vttl Aertzte groß Gu:vcrdictt.-t vnd erworben, s -^''l;l!ch hat e-n Spanier don^Ivus genattt/eineArtz- s /k-' ' iieyaußIn?ien gefunden/.n demerliZnums^n^umoder ^uycyi«!» (Zu.i^cum,we!chesallZ!n;n Indien ^oll gefunden wer, de«/gesogen/ v,.d dam»tso v!el ))?cnschen geheUetV<»V gesandt gemacht / daß er auch seinen Bindern wie man schreibet/vber dreymal hundert tausend Gülden verlas, sen. Vndzwar man befindet noch heut zu Tage/daß diß Holtz einwanderliche^rafft habe/die Leber zureinigen/ Dnddiebvftikki-^c?lt.'s zuv?rzehrcn. Also/daßman biß- hero kein besserArtzncy'wider die Frantzosen hat erfinden iönnen. Ilccc ^nAelus 8tiuriomnntanuL. si id aber mancherley lpccics.etliche sind trieffende/ etliche beulende/etliche rotve etliche truekeae etliche eite, . richte Etliche !i?gi!Nm Gebtüt/etlicbefressenvmbsich. Es ist aber diß Vnglücl gar ein anfällig .Vmg/man kans u; Bcrhen bekommen, da Frantzöser jnnen gelegen/ aii^-.!g gcschlassen/ond dieselrigc deschwilzet haben-Item in den <)mg» Badstuben/w^uuman sich ebenauffdieStellenjetzt/da solche säw-schcZ)eute gesessen haben / Irem/wann man nut solchen i5c'.n?ü ;sftt vn trineket/ oder jhr Gefäß brau, chcc/L.öffet/Schüsseln/oder ^anneu/wanN'man mit jh, :?cu w eit-cni Äeu?e !:gct-vnd von jhnen beschwürt wird. Durch den Schweiß bekomptmansvon stund an. Ls bekommen auch diese ^C!?ter/D chfta/^ühe- Schwein vnd Schaf/:c. darumb ü .'.u dillsch uz ^volbejia!:en )vegimenten alles Fleisch zu« Lor besichtigen iä.^/ekecsindenFleischbänckenverkalisft i'oird. ^aldierer hullens gar vor anfällig/drumb halte;; sie den Patienten in sonderlichen Stuben / vnd iajjn; niemand ;U jhnen kommen. 5 ! (I ^ Krankost'n DzeFrantzoftn-kennetman daran/wann ewMensch we:a iinan I'.iu vndhcraiv./^e'.devnd ArmenLöchervndEiteroeu- slekenner. !en kr-' Frannoftn erkennen tan. L ^ U 8 ^c^ici liujuz moi^i c^ulam^tciunr, c^uocl Iiumores vmires a tuci n^rur.vli rcm^crie aäcxuiiioncmmsllZnzm couvcir^nrur. ^lutlc, Also isssaueb mttdcnFranyosen / danndiese Nicht ^ranttojen vo^ sich selbst zum ersten gewesen seyn wögen. Sie kommen aber her von der ^»'atcey/ dann dieseixyd, ein Artvnd -Eigenschafftsind. -Doch sind die Kra-jyosen g'fflig - /aber die ./,'alcey ist fixer vnd lang- tvehcenver/vit aus; dtesecVrsach/daft die^cpra von ) ayr zu Zahr denn Kcy rr.d vnuchrig in dem Fleuch vnd Geblüt/ auch in den leiblicbcnjnnerlichen Gliedern entwe- d^rsvon ^!ntierleib au vnd in die ÄÄelt geboren werden ' oder abcrn'. t der Aek wächzi/ d'.c ^rantzojen ax'r gchkng geerdet/v»o also m dreyen Monaten wie dat-ge- 227 saet^vapiskraut / bis; zu jhrem boeh!?en^i^^> komme?? Mögen- ,-Soch ha^e'! vic jyrer viel eine lauge Acit an jh- nen getragen / vor vnd ehe mau das aü jhnen wabr ge-- nommehac/,v>.'lches!na,iei!?st'?eils derA>'anekbeit (dieweil deren mancher-enl^ccicssind)zngibt:Änderstl> ,ls aber den ^atnreu Skareb' v d der compl^xion dessen/ dtr die/vr^nelheit also lang bei? sich getragen hat. -Oann gew,ß/so eine edle woigctem^ern te com^Iexikin vorha>»- den / werden die vergiffinn^e ? nicht so bald statt haben/ ihreWürekunqenznvs'.l-riugen/ alssiesonilen thun/ in denen/die einer faulen / ssmekenden vnd an sich ziehenden ^ntur / vnd einer Cholerischen / blutreichen / phlegmatischen )?atur sind, Ls gehöret aber auch bicrzu die Ittt/in deren diese jh- rcn Anfang erstlich ms Fleisch vnd Geblüt jenen / vnd danndcnOrt / da sicj^r Fundament hingelegt baben. ^)ann so sie durch essen vnd trzncl'eu an eine n Trinek, geschir:Löffel oder dergleichen in die innerste Glieder (die dann zarr sind) wuriz.ln sind esdic argiien. So sie aber durch aurühren auff heimliche Gemachen/ odersonsten durch den Venschlaff ( welches letzte das vergifftigst ij?) qeeröet / werden sie sich auch erstlich eus- serlich erzeigen / dann also empfahet man die am ebesten/ dieweil der vergiffte-Dampffvnd Schweiß / vttd daniH anderevnflatige Mat ri derinfic«rten Person leichtlich indaszartevndsnbtile F-eisch vnd Geblüt der Gesuns den hinein schleicht / dieweil das gesunde Fleisch einer an sich ziehenden 'Artist. L5s sind aber diese/so auff diese weift geerbrt/die welche sich an:ersten an de-n hezmlichrnDe'.eern berfürtdun/ vnd auch darzu die allerschaolichsten Dann derMeiisch amselvigen l^nde gar zart vnd empfindlich ist. Voi? welchem auch/wie man sagr/vnd das auch wolzu glauben ist/die allerersten solle-- hckkommen semi / nem- lieh von einem aus;säiIjgc!i .'')rann / der m-t emergemnnen 5rawen'diem:tder Schlier behafft ' vnd eben daznn-.aiil ) rricntt:uumzuflitsscu angefangen haben soll / welche schändliche vnd abftber-nzche Nernuscduug vr-o )7ccb, zeit / durch dasga!N.;e.Ämova/besonder!«ch in Crucsch- land/bey Mannes vnd Veibespersonen . amailerge, meinesten sich erhält vnd befinden 'äst. Wirwollensaber h:er »eicht all^s erv!ker'a vnd durchgründen/ sondern allein daß man der Wuryel vnd Vr» sprungen der mordorum zu acht nehmen svil / k zrfts angezeiget haben -Dann alsoaiki'- wn'c d?e Hülfft! gesche, hen müssen / die du ssnstcn ohne,Srta:->tnuß ^ er Wur- yel / GrundvndAnsangsnichtcur;ren tv ir^I! ^ c 'I' u i-- neis IN?ilon. lilz. 4. c, 8. 1'!,c«!)I'.r.'.K, p^ccilu-sagt / die Franzosenkonnnen aus; faulem Geblüt» ötockris t-.illicuz ist offt ein mc>!'bu5i!?v (^.illico. luÜun: '^^In'.^nu'n in 7. l>l>rl> äl' invi l'iz cont^c?loliL > lilz. 1.6^ z, <.ie I^lic Vcncrcci. k-il- 1oj)iuln inlib> cie mnr!zo (?.'.!!icc>. L ll Brauch olcurn Lli'neäÄum , IohanniLrr.'iUohl/ s, .. schmier Lallmnum 15 dranss/?ris. ^!tte . ge^ieine Frannoftnsalbe/ suche in Querer. ln L^e b i. c»d-'s. Es ist ^ber K.ul>cu- I.co emroth Pulver/ welches also nenn-.t.^ s ist ein com^vl'mon, darzu auch t»lcrcunus rompr / glisset 2-es Das Ander sei wie Schtippen / vnd wie das icmenHon den Walsi, scben/das man ,n allen Apotecken Hot/ohne allein daß jenes weis; ist wie eine Perlemutt?r/diß aber ist roth. Waü einer grosse Schmeryenin den Gclencken oder Gläsern hat / so drauchens/wie ich hernach von der podagra weitersagen will. Trinck allczeir anst einem Becher der von Guajaken, holtz gedrebet ist. ^le>cnnus Lolis cl^ remeäium contra rnc>rkum(,^I1>cum. Ircm, Ivlercurius vuig^ns,er Muß aber recht pr^pariret werden. IN Iil?. äe moikc, Qal. Sc cic principiis c.6. Irem, das^urumclia^^oicttcmn in pilluüs tt'.iteiNgebkN/rn^^eria ril?i!nc i cvelo.^l- tcnäeanimum, Brauch das I^uci.u^um ^lercunaic.Item äernkus.sampt dempflaster cie 8.i!ibus.^^c.-c>- Itcin curarul- 1'^co^li. in Ii^cÜo clcrem^c»!crr.ic^. z. Irem ^>er oicnm K4e>'cuni, äe liAais ^oclaici in pr^far. Icem per l^liilosc»- 6el'inÄ. .Vle^icoium c. 6. OonteAio Ilamcck (ist eine Lattwerge/ dle alle ^eil vnd Gebrechen / so von vbrisicr Gail vudversalnener Phlegma vervrsachet werden / cnrirt / als Sctmrfs/ Flechte-'/^rebs/^rantzosen) c^iretauchdjcscArai'.ck- heit. knilus. ^rank^osen L^r schreibet auch küllus in seinem 8peculc> mcüicin^ w^e sie ein parr.2. cap.15. Äin Iud i;al e ^'xanuösische Lcuce also Iud gchcj- cur^tt/wannineinQnVackoftndasBrodcgebackcnge, ick habe. wesen-vttd ausgezogenwo.^dcu'so habeerd.'ttFranttöser in denBacl'ofen gestecht,wie n?an auch dieWasj'crsüch- tigencuriret. L:s müßte abcr so? r e ein Thür siyn, dar- durch mandcn^opff heranst steche. diefrembde Wurzel L!^n^ genant (so auß den newcn Inseln lilspamT gebracht wird) vnd brauche sie/ dannsteheilctsschnell.-Destgleichkü;der Safftvon der Z^icoci.'.nZ.Aochjj?!iAnum(das Buaj.lkett- holiz,o?erIndi.iNisct>eHoltz) bisscr wanntieFranizosen zu fthr eingewurzelt wercn. Sonderlich aber ist sie gut/ wannmanjbrmitandernSachenzu hülffkompt/alsim Ailfanst dcr Cnra mit bequemer Aderlässe / Trüncklein vonkpici^mo s isteinfrembd Gewachslein) n.^chder Beschreibung Mesues/ purgierungmit^eicscmvurl;/ Vnd Reinigung des; Geblüts mit Molcb'en oder Scho, tM/samptguterOrdnungdervi-LrajnrechtmässigenAb-' bruchvnd 'Derordnungzutruckcn oder exiciren/gleich also / wie man sonst in der Cura mit dem Indianischen 5?oly pfleget zugebrauchen. Sonst jemchrdieweiseder Curadeß Indianischen Holyes gebrauchet wird in der Curamn berLkyna.jemchr sie Hülff beweiset. ^ I. I II V. ^tim Gold/ vud amalsiömire oder vermenge es mit ^crcucio c>u6o w:e die Goldschmitdepfiegen / machs obe^ fest zu/scye esili euse warme / bist es gar ein gelb puiverwird / darnach mit "Xosenwaifer offtmals al)- !uu-r, vnd 8p?riru Vini, das keine Scharpffe mehr in sich behelt/ Äcsfctt gid dem Patienten ein gran in einem Ty, riacl' oderDt'lalkn cin/ei>nua! oderetlHchs/ so wkds ein grewlicheü siinckenden gelben vnd anderer Farben Schwii^macheii/purgirrc vndresolvilet gewaltig das Cor:oj?sistt e Sa!-? im Leibe/ das solche Loche? inr Lei, bewach« / das; es endlich seme conosisische^aturgar Verleuret / vnd nicht mehr ein solch 8a! canolum ist. Ein azwcrö. ^rmnosen Ich hab einen schonen gelbe Thurbith bey einemLänd- Mit m ^reicher gesehen / welche» hernachmahlen ein Bade:/ so ' ^ ein guterKrannosen Ar»?twar/ gewaltig rühmet/ vnd u o ruu/ sagetaußtruetlich: Er hatte denselbigen offt p-o^rec, vndjhngar just befunden /vnd den Patienten 5, 4. z. oder!. granen eingeben/darnach der Mensch starcl'ge» wesen/vnd jhn hätte brauchen können. Willaber den» selb gen ni, fe^cn / weil ich seine pi-Tp^ration «um «keil gesehen/vnd mir die inAreäienüa nicht sönderlich gefall?. Ein anders von mm-vornehmen Person ojft probtret." ^um Mastix vnd weissenWeyrauch/setze den Men- scheu nachcnd in einen holen Stul/ vnd vermach jhn gar wohl a>? allenOertern/das; Nichts daft derAopff herauß bleibet vzidräuchertdenmitsolchenSt^cken/guszemem Buch/ RauchkrsselodtrTopff/ dttvberallwol verwahret,vnd nnr der -Deckel oben voller.Löcher ist / dadurch man jlm berauchernkan. ^Diß thue deß Tag. s 4 oder5. mal bist daß es jhmins Maul kompt / daß der Patient beginnet zu seiffern vndzu scheimen/alsdam, ists gnng. Darnach ttim ^os;mareinwasftrwnd wasche den Mund damit/ so beilets gewißlich. OdcrntM!.LotbO.ueckstlber/i Loth5inobcr'2.Loch Saltz/2,LothBssig/2..Loth rein Torgschmallz^.Loth Lobröhl(damittydtetmandasQucckstlbcr)machecitte Salbedrauß/ schnueredichdanut. VomO.uecksilber das man in den Sranizoftnsalbe gebraucht/wie man das wiederanßdemLeibe bringensoll/besihc^1i?^!6. ccnr, i- 5Z. cenr^ ?.. 4^ 54^ ccnr. 9^ Xpkor. >6. Oder/laß dir eimn Becher aus; ^ranyoscnholH ma- chen/vnd trinckdranß / ^i^zlä. conrr. u 9. Ein guter Tran ck vor die Fraw tzoscn. ?s?im eine gute Handvoll Alantwuryel / heiligeNi- Geists Wurtzel auch so viel /schneid sie klein / thue auch eine gute Handvoll birekeneRinden fein klein geschnit- tendarzn / seuds wol »mteinander im alten guten Bier/ denTopffwolverkleibet/ thue gute Meyendulter drein. Manmus; diesesTrancks einguartodtr^machen/ daß einer 14. Tage/Abends vn Morges dran zu trincl?hat. ) cacb 14» Tagen werden s!ch die Franyosen linder^ So nimalsdann Holwurtzelsehr kleingestossen / stre« wej?eansfdiefiett/sowerdensterinnen / vnd wirdvicj! Vnfiatsdraußlauffen. Vor die Frantzofett. ??im5itber'Galgant/Ealmuß/B»»hian/LberwurH/ Holwurtzsedes^.Loth/Rhabarbaca/NaP0ntica/Mu, AaWoseck scatenblumen/ Ingber/jedesl.Quint/ ^rejsensamcn/ wicallerley Meleysamen/Lorbern jedesi.Loch/Alantwurye! ^.Wurtzcln Loth/stoß es alles k lein/thus zusammen in einem Copff/ Zu hkyit». geustr. Mas; Wein drüber / las; den dritten Theil ein, sieden / gib dem Arancken alle Morgen vnd Abend 4. Loffel voll nüchtern/laß ihn sich jnne halten/er genest» Item. ^im Lorbern/ fiolwmy/ Alantwury jedes i. Loth/ rothenBcysuß/ treuge Salbe»/ wilde Salbey/iedes ein Handvoll/vnd ein wenigWermuth/genß z.MaßWein drauff/las; den dritrenTheilemsieden/gibdempatienten alle Tag 5. Loffelvolk davon zu trincken» Wann der patientkaltist/das ist/wann jhm Hände vndFüsfterkalten/sojstsejnbößTeichcn/daundahcylen jsie noch nicht. Wan sie aber beginnen warm zu werden/ so ists ein gut Zeichen / dann da beginnen sie zu heylcn/ vnd wann sie dann geheilet seyn / so gehet cm grcwucher schleim von jhnen / entweder durch den Siulgang oder durchdenHalst / daß er auch einen bösen Hals; Lrübcr kriegt/daß et nicht reden kan / bckompt Löcher drein. Man muß die Patienten warm halten» Frantzosen an einem he!mliehen Äre. Isijmbgestossene^^rebsaugcn/Lorbeer/Holwurlzel/ Aeingepülvcrtvnd inwarme Bierm,tButtergcmacht/ AbendsvndMorgcnsgetruncken / sollauchgutscyn/ vnd darnach djegeftosj'eneWurt?ein in die Schaden gcs firewet/ondmiedem Wasserabgcwaschen. Solches tückev 0 n « nemArtztgelernet. Ein Pulver auff Schaden vnd Fran^ tzosenbrüche. n de darnach ein Tuch drüber vnd Mn Pflaster/so seugets ^ so lang bis; estreuget. ^ran^o^tt -Sie Balbierergeben den Patienten (die sie dann in sonderlichen Stuben gar allem haben) zum ersten alle Tage/vnd solches alle Wochen / wol z. oder 4. Wochen nacheinander / trancle ein / damit sie dieF> ant-osen herauß treiben / daß es auffdcm Leibe,j?,n .e.di'.sclkör- ner/gar dtcke/emev neben dem andern. tori>ach hcyien sie es. Fu solcher Ausztrejhuna brauchen sie ditse vnd der, gieiche», Masser. NiM Von dcr H. F?jmb Wachholderbeer 2. Quint Aurin ei.? Bündlein Beyfuß A?opffen jedes !. Handvolt Lorbeer» Alantwuryel Bibenelwurtzel jedes Loth Gartenkressen Samen Ackeleysamen jedes 5. Quillt» Lttbstückelsamen i.Qumt. Orientalischen »Vaftran l.QuiM Muscatnuß s. Quint. Atttwann!. Quint. D-pcam/.Loti?. <5almuf; s. -Loth, lochen Wein c-. quart« Dieses vntereinandergesottenvud davon getrnncken» Ein ^Tranck damit man dieKrantzosm vom Hewen tretbet. Nimb rothen Beyfuß ^rantzosen Muscatcublume« vomHertzc Weinrauten zukttibs^ Salbeyjedes 5. Handvoll. Rlmbarb. Roftnsasft Lorbeer jedes Loth. Rothen Wein z. Quartsder Rannen. Dieses thue zusammen in ein Topff / ftye es auffs Kcwer macbs fest zu/laß den dritten Theil einsieden» Ein Pmgatwnzudm Frantzosen. NtmbweissenTkurbith/weissenIngber/Mastix jedes ^.Qumt / Rup^orliiumeinhalbQuint / zubereite Wolffsmilchwur^el/einhalbQuint / viZZnäÜIQ. gran/weissen^uckersoviel^ daß es süß wird /hiervon mach ein Pulver / vndgjs'Ä zhmmit Wein oder Bier ein Quintl. schwer ein ^ Nemblich einem starcken Man/ nichtaber einem jungen Mensch en / auch nicht einem Wetbsbiildt/ dannesistsehr schärft /das nachfolgende ssi sichereren qebranchm Ein gute Purgation. NjMbLÄtl?T rccQinci' 1. Loth/^-lialzzrliÄise z. Quint / Rosenzuckcr ein halb Quinr / das zusammen Aemischet / vnd mit warmen Wein qetruncken. Das RegimmL SUN Frantzosen. Wann dueinen einlegen wilt/so las; jhn einenTag s.oder?.silch iiteiue^warmen Stuben innen halten/ darinnen er ftmwarmAgensoll / vnd diewnler sich die z. odec 4> Tagc mmn halt / so gib jhm diesen nachfolgenden Anßschlagtranck / daß er den Tranckauff den 4. Tagaußgetrunekenhat. Darnach laß jhn mne Halsen vnd vechanen« Auff Den sechsten Tag gib jhm diese nachfolgende Pillen meinem guten Welchen / vnd mache die Pillen ^llso ( utl^>au^ö xc>A seczultur.) Dis; Stück ist gewiß / SVgrmmannurmtt der Sache xecht vmbgehtt. Der AuKschlag D anck- I^jmbCalmusiz.Loco 2vrcssmsaat Alantwuryel/ Lorbern jedes 4» Loch ^ we,ssen Wein /. Quart:Thue das alles zusammen in einen newen Topff / verkleibejh« tvol mitSaw^rteig / daß der Dunst nit herauß tan/ vnd laß es- Finget breteinsieden/vnd gib dem Patten, «en Abends vnd Morgens davon ein Trüncklein zu zrincken / darnach du sthest / daß er starcker Natur ist. Dtß sind die Plllen darzu. NiMbBerggrüneinhalbScrupel/vndemhalbqum- vttken 4^^- kW halb Christwurtz /pulverisire sie beydefein kleinin ei, die nem klem.'nMsrsel: Darnach mmb ein klein weniges- sen >uae «lg / snd nicht zu viel / daß man es kan zu z. ode» <5. pi'- brauen len machm / vudtemperires wo! im Mörsel/ daß es sein »vusyen, ^ schmiere die Singer mit Butter/ vnd greift dann auff lindem Aohlen / die klein geflossen seyn/ daß die Fmger schwartz werden / vnd iuache die Pillen schwart: zwischen den Fingern / daß sie ntt grün bleibe»/ sonstcnkaK der Patttnt diepillen nicht verschititgea. So er aber glezchwoi die Pillen nicht verschlingen konte/so nehme er em Loffelvottwarm Bier / vnd schlinge eine nach deranvern hinein / vnd wan sie inz. stunden nie Mrcken^so laß sich den Patienten ein wenig bewegm/ ^ß-Arßney 22 9 vndvmbgehen 7 so wird man alsdann sehen / wassie thun werden. Darnach auff den andern Tag laß jhm zur Ader/als die Leberader auff dem rechten Arm / laß zhn darnach»» Tag verhanen nach dem Aderlassen/ alsdann folge mit demRauch hernacher.Du must vorhin eineWanne ne- men/vnd darinnen ein Befaß machen / daranff der Patient sitze / vnd darnach mit Reiften übereiner jeder» Achsel einen Reiften Creuyweiß / vnd darnach die Quex vber der Wannen / das; in der Miten ein Loch bleibet/ dadurch er den Aopff herauß stecke / vnd sonsten gar wol vmbhervnd dichte vermacht ist / daß kein Dunst vnd Rauch herauß kan. Also gibt man dem Arancken eine» Rauch / wie hernach folgen wird / vnd den machealso. Nimb Cinober 6 Loch/weissen Weyrauch/ Uumis jedes 2. Loth / l.au^inum ein halb Loth / lindene Aoh- Zen Loth/diese Stück pulverisir alle klein durcheinander / vnd gib sie allemal dem Arancken / so offt du jht? xaucherfi / auff einmal; Quintlein / vnd dieselbige z^ Quintlein theile in Theil / vnd zu einem jedern Theiß seue eine frische Glut hinein in einem Fewerscherben/vnd scbüreaiso den Rauch nacheinander auft / vndlaßes »vol nacheinander rauche. DerArancke soll sich wol reiben vmb die Schaden hin vnd Wider / daß der Schweiß tvol von jhm gehet oder fleußt / vnd das Maulmuß ee imnierauff vnd zuthun / gleich als redet er mit einem. Solchen Rauch gib jhm 2. oder z.Tag nacheinander/ vnd alle Tag nur einen / darnach höre einen Tag oder 2«. auft / darnach du sihest dz er schwach ^ oder die perso» j?arck ist. Ister schwach / so gib jhm den Rauch vber des drttttn Tag/vnd laßjhnwolaußrauchen» LrhabeelncnSchadensogrsßer wolle/so darffmaa jhn vbcr 6. oder 7. mal nit rauchern/wan er gleich offene SchaLen hatte/daß man 57ünereyer drein legen mochte/ sodarffmanjhmdochketnpflasterdraufflegen/sondera ma;: muß desto langsamer mit dem Rauch verfahren/ elso wird der Schade von gründ auß fein sauber heilen/ daß tu dich selber verwundern wirj?. Tum letMn/wan d u sihest/daß man deß Rauchs nit webrbedürftttg tst / so gib jhm vorbeschricbene Pille» Asch cmmal wi-e vorhiii vnd darnach laß jhm am lincke» Arm die Media» / vnd vcrhaneeinen Tagoderz. älß- dann laß jhn außbaden in Gottes Namen. Wann er den ersten Rauch nimbt / so muß man jhm ein gut Mmidwassergeben/mitsampt VemMundifica^ tif/daß er das Maul mit rein halte/vnd mufi etwas mit jhm reden ode, bestellen/ daß erdas Maul jmmer -anfß vnd zu thue/wie er redet / wan»s du jhn räucherst in dex Wannen vnd den Ropffherauß lassen halten/vnd vmb- her dichte vermachen. Wie man das Berggrün pr^pari- ren soll. Erstlich stoß dasBerggrün in einemMörselgartteit» 4)nd thuees inein Glaß / das jnnewendig glatt ist/v«d geuß einen gutenscharpssen Weimssig drauft/laß also ze Nacht stehen/thue den Essig rein davon/vud geuß widetz andern starken Lässig drauft/ laßwider so lang/ wie zu» vorstehen / vnd geuß es dann auchhinweg/vndgenß frisch Wasser drauff/vnd rühre es offt beydes mit LssigL Dnd mit demWasserdut chemander/vnd geuß es alsda» auch ab / vnd geuß Rosenwasser darauff/vnd wasche es euch damit / wann diß allcsgeschehen / solaß es wolS Srruge werden» Der Prmpitat zu dem vorbeschricbene» Nimb 5oi ris,das gut ist 6.LothMcrcui-ium v^i- vum^Loth» Die Stück thuzusammenm einen Ve, mgcbsU nedischenAolben vnd laß es colirea/vielleicht digeriren oder coagul?ren biß es wie ein Bißwird. einen Tag oder 14. so langdusil>est /daßestvirdwieein L^iß/darnach geuß das fort lunweg / so bleibet das Eiß inden? golden. Folgends geuß vor 6. Pfennig gebrandte» Rheinischen Wein drauff / vnd laß 8. Tag lang stehen/ vnd mach denRolben fest zu/darnach geuß dengebrand- ten Wein auch hinweg/so bleibetaber das Liß im Rol- ben. Folgends geich ein Vny Rosenwasser drauff/ vnd laß Tag stehen/qeuß darnach das Rosenwasser auch widerweg/vnd Oestreich den Rolben mit Leimen/der mit ^ Ltyerweiß zugerichtetist / vnd setze jhn in einen heisst» Scmd/vnd laß es also pr^ctpitiren / daß dieFeuchtigtew gm ymweg raucht/ so wirds hübsch gelb wje em Steim V dassei- Dcbe Kiffer zumache vnvzuge- braucheN ^30 dasseibig? thue dann herauß/v»d pulvensir es fein, thue -jbü incin hölzerne ^ üchse / v..d behalt es zu dem ele- so ists recht. Du Ninst auch wan der R ols >en im Sand stehet/ das Lt'cb'ein ot^n^> qer macb ^n / mit dem vorgenanten Leimen/das er ein wenig Lufft nat-daß maneinkleinHöch- l. iu d, i.-i thuu / vndjdmzuzeitenLuffc geben kan /sonst lusvnr.gtttdieI^ olben. Das Hobelwasser- Wein ein M>wß/L.unfferwasser ein^albLoth/ Wc-nsteinoh! ?.-Lotb Gallijzensie,,, i Loth/ Campffer 1.0.u!Nt /G -'brandt >'Nwein 7.Lo:h/Rhabarbara i.halb LÄth/diesesallkSkiemgestosscn / vnd die Stückdarem qethati /meintKlaß/vndmtieSonnegesetzt/ darnach l rauche. Diß ist ein Wasscr / daß man vmb den Schaden bestrLicht / so i eilcc der Schaden Hernach er. Ein schwart; Pflaster. )umbBaumöt)!/Dnschenvttscd!tt;etess.Loth/vn- gxbranten Alarm 1. Loch / weisen Vittriol 2.-Loth/ Mennige 4 Loth/thue cs alles zn dem Banmvhlin eine ^)fanne/vnd las; es warm werten / dann thue darein dic'Mcnmge /vnd laß e^ solangsteten / biß es schwartz wird / darnach thue das Vnschlit drein / vnd laß es ks- chen/biß du sihest / daß es recht ist an der Harte/alsdann thue die andern stück darein / alsdann Alaun/Victriol/ vud4> Loth Glot/ - LochMumia/z.LothWachs thue zuletzt darein / darnach rühre es / biß eskalt wird. ftn gut. Ein ander Pflaster eines vornehmen Meisters. Pflaster ^'.mbLeinöhll.pfnnd/^tnßöhlx.pfund /Victris! »u^rantzo, 5 Loch /LindeneAohlen; Loth / Brandtenweinvor ^ ^ 8. psenning/SpikenZbl / ?. Loth/Campsfer/1. 0«uint / Camillenohl /2 .Loth / Pech dritibalbpfund. Das Pech / wann es durch qesiegeu/Lein vnd??üß, öhl vndLindeneIvohlen/die 4 Stückkochemiteinander langer dann ein Stunde / bist du sibcst daß es keinen pradem mehrvonsichgibt/daßdieLnidene^oh'envnd das^üßöhi ver:auchen/dann thue darein dieMennjgi/ vnd laß ein halbe Stunde damit sieden / vnd Versuchs auff einem Lysen/ das wol hart wird. Den Campffer zertreibe mit ein wenig Brantenwein / vnd thue es zu letzt / wans abgekühlet drein. I'urkirk minemle, ist schier ein universale rnol lzo (-al- lico recht zugericht ( es ist einpulvis minelÄÜZ cx^crcu- rio, cum olecz 8^-ttrAz^ <5! lunc , die werden auch sehr gebraucht / in morbo s?e, sucjorem ^rovocanäum. N 0 1 Was ich biß anhero von den Frauyosen geschrttöen/ istmebr^ktbeils von den Balbieiern geuontniN / muß a er q'eichwoll das darneben me!d^? / daß die newen ^(.'äici, nemllcd dte Theophrasiini/Vo« ctlicdes Nicht viel halten / sonderlich vom außhunqeri'. / ! aß man die Patienten jhre7'?otturfftnichtwill essen vnd trineken lassen. Item von? schmieren räuchern vud a'chen / dnrct. das O^iecksilber / ^inoder / Aur «pigm. nt/v >d andern schädlichen vnd giffriqen Materien. Wer sich davor hüten will / der maci-.s tivnn/ vnd mag lieber dem 1'keo^kraüc» folgen» Von aussen mag man auch folgend« ^eceptlein ^ebranchen. Wem dcL Mund / Jung vnd Halß verseh- ret vnd löchcncht / auch das Dapfflem abgefallm rnd die Mandeln geschwollen seyn. Der neme Wasser / darinnen geflossene??aterwurtz/ ^ «Vchweinsbrod/Torn.tntül/Balles / Fahrenkraul, wurn/gelbeLilien^vurn/oder gelbe gedürieteRinden/ uan etliche Trcpffen Spicken, öhl drunter mengen. -Oder. ailk!i jede^ andercdaib Loth / Hlr- sck,en ^)nicl;Nt acht Loch / Wachs ein id. Colvpho, Äla e.n haloLotb. Em Sälbltm dar;tt° Terpentin Loth / Hirschen Vnfchlit 8 .Loth/ ^äntzösm Wachs 2. Lotk-» pflastervn Etttche turirens alsc° Hälbltin. L> Mch ma:t^>i sie ein Rauchpu'ver also. ?s?imb (Einöde! Cot!-. / nmecrmde / l. in / ^al.?enkraut zedes Loch (Lauenkeiß oder Rauenk? gut iHVAlcria. n.i. 5.U?rl»n) Aiws; anderthalb Loth. Mit dieftm p »lv rräüchein si.! denpanenten, vnd miichensalso/ sie l.?jft!» den Ara 'clcnin eine Badwanne siauter packen sie alle klein/sieden siei» eine» Rc'ss^l , ond sehen den Patienten in das Arant.'rbad / darinnen muß er baden vnd schwitzen 2. z. vder^.. stunde» / ermaß aber vörvnd nüchdiesem Bad ein trüncklem v)» diesem folgenden Tranek trincken. ?^iMb Otasswurtzel 0^ er8r^di6i5 Leußkraucwurttel) )isop / ro e»Beysaß 'runde Hol, wurtzeln/vndBetonieN/jedesi. Hand >oll/ Annß/^en, chelsame» / jedes Loth' siede diese stück alle in einem halben stüdichen Wein vnS -Vier/Vnd laß Hal5 einsiede. Einander gut Tranck vordem Bad. 0 . . Nimb,»Loth .Xaponnca/ z. O.uiNtLeiöstäckwur- ! f, k ^ ^ e nl alb Loth Angelica/1. Q-umt Aiantwnrl?/ zu yei en hawQuint ?vha''arhara / eine Ä)erschale voller cinen Wachholderbeer zeglichesbesonders anffs fleißigst vni? . reinlichsgepulvcrt / darnach vittereinandergemischt vorm^ade I5. (Z-idricl. kallo^u NAÄütum ^ulclicrnmum äe m-urb'S 'QaÜico. Das LXXXVI. Capitel. Von den Schenckeln vnd jhren Zufallen- Dieses gemischten pulvers nimb ein ^.uint schwer/ vni> gmen Tt'riacso groß als ^ .Ätrbes in cin hal^es G laß- leinvoll blanckenFirnenWeiNs ovcr ^rdrauchwatlers/ zureibs wol/ vnd last jhn es trincken eitt viertel stund zu, vor/eheerins Badgehet/vnd laßjhnvngenetztschwi, tzen / so lang ers erleyden kan. Äis; ist an otelett versucht vnd wöl probllet. Wann man zubör luäonterä vnd gebraucht so Möcht man darnach auch wol von aussen dieFranyo, fischeSchadenzuheileudiescsgebrauchen/nimbBrün, spauvnd weisscs vom^y/temperirswol vntereinander/ vnd salbe die F'railtzoftn damit / das heilet von gründ «ust. T6attn die Salbehard wird / so renovire ste mit wehrweissen vowGy. MäU möchte s^iÄuin Vitriols «oderändere heilende Sachen dÄrzunehmest. Ich willdemChtisilichenLesec hiermit auchindergö« heim angezeigt haben,daß in fuliZiii^oderdemschwartze iDwge/das sich,n den ^ewrmawren/Rauchlöchern vü Kewressen vom sielt?» ^auch / ein schwartz Ding anleget/fast tinem Pech gleich / welches garMe Mercu, rialische Sübstantz vnd Wesen ist vnd an jhm hat. Vann was auß dem Hol«? vber sich rauchet, das ist ein M?ercurius / dann der Sülphur vnd Fettigkeitdeß Holmes brennet/der M^rcurius rauchet vud Zeucht vber fich/das Saltz bleibet inder Asche. ??un sageist/wann ttian diese fuilAmcm recht weiß zuzurichten / einen Lpiri- Sum oder gelbe braunlicht O°el herauß zubringen / so hei, lets dieFranyosen von jnnwendig gar leicht heraus;/ wann gleich der gaMze Leib voller Locher weee. Ob zwar woll viel Balbierer vnd Wundsrlzte vnd !ZSadcr sich aiißgeben/dasi sie die Mnyosen hellen köm teN / vnd auch gehejlct hatten / so hab jch doch ekliche ^e Schenckel vnd Füsse eines Menschen / habeld bißweilen in der Welt auch jhr Creuy vnd Elend woll Vann offt geschwellt» sie, offl werden sie oben gat dick vnd voller Wc.jser/ sonderlich ben den Aassersüch- tiqen/offt werden sie voller Grinde vnd grober Planes sie bekommen die Haarwürme/das .t7eilige^)ing / das kalteFewer/daßman fieabschneidenmuß , mder?c>^° gra haben sie auch jyre grosse Schmerlen , v^d wider, fahret jhnen solches eben recht. Dünn wer weiß wo sie es etwa» verschuldet vnd verdienelbaren > daß si> darnach Bott also angreift'!/wie Vccrzrcka sagt im Trosts spjcgel lilz.:. c. 95. ?c)rru s?caes lcelcrum ^uancio^uefuSl^ cliica^r ci ^o pecies vulnera L)er^üsse Sch^iery soltu nicht klagen/ Diedich zur Boß, eit hcm aetragw / Jetzt sitz / ruh/hab kein Vrdri'ssen/ Also lernt man die Sünd die büssen. Ä)ie auch einmal ein vo,trefflicbe- ansehnliche? vo° Qor sagte/der bey allen Chur-Vnd^ürsten/Vndb ydem ganizen Römischen Reich in gross MÄn^ei" » war: O» er an der Wassersucht lag/Md sabe leme dick^'schwollen Wassersüchtige Bein im Beche vo. j!>in liegen/ O recht / sagtet / vndvbentchtgesch'chr ,etzoeuch/ Schenckelu. Han da jhr mich in Meinen junaen Zahre» in die Rirchen tragen soltet/da treget jhr mich in» Hurn- hauß/nunmüßtji rwiderdavorleyden- -Voch sagte e>e auch bald widerdrauff /Oomlnc , ne mcrnincns lni<^u»- tÄum noürzrum snliquarum, vnd starb also den ander» Tag hernacher in rechter wahrer Rew vnd Büß 26 ^omkum.wir wollen kürzlich von etlichen ZufälleH der SchencktlvndFüsse sagen. Schenckel grschwollm. T^jmbWeideneBlärter/pappeino^er^üfiappeln/ S<^ettkVeZ Wrinblatter/jedes l.Handvoll s.oder/.ggntzeMoh'i. so oe'ch»"oV köpffe/ftud es miteinander / vnd wascbe die Schentkek .e« u!e^vseyeN > geust ^heiß Wasserdrauff / vnd mach ein Badzu den geschwollenen schenckeln vnd Küssen / das Macht / daß sie bald ^ niderscblaqen ^ Pflast» auff die d-cke geschwollene gantzlich m ,t ihrem salben/ schwitze» /emschlitsjen/Vnd ^ fasten/nit allein abgemartelt/ abgemattet /sondern sie NUch in ein grösseres Llend bracht haben welchepatieu- ten nachmaln von mir glücklich jnnerhalb z. Wochen vhn einschlössen / ohnesolchesalben/sondern mit andern wcäicamcnris sind curiret vnd geheilet worden/vnd mus; ich bekennen daß m Ircrl?i8 Lc purs.ilNibus, wie auch mduSj seinim>zuz,recns, Olcis» dsegröstr vad geheimbjie Schcnckcl- Ais; Pflaster zeucht die pccc-mrcm mareriam kttdett P^äs'e?' geschwollene Schenckeln zusammen / daß viel kleine ^ »ft di- ^ Löchlcinwerden. irb'rvsie e ^imb alt Schmer eine Handvoll/das schneide kl^i- / « c» e e ez Itcm/Weinenkleien zwo Handvoll/cw halb Q.! a ljr5 zumgchAb-. ^ssig/cjnhalb^UMtier oder mehr Leinohl/ LoK.m/. - V Z. incnum z. Lsch-Aupfferwasser 2. Loth /das zusammen Cooff.?tthaa/väg.kocht/blßeinpfiafterwird/ v.,d du es auff ein T.»cb strc-che.» k'.nst/legs warm vöer/ o>?er-s zeucht viel Feuchtigkeit aus; / vnd wan« dich alsdan 7üäckct 2aß es genug ist / so nims ab/ vndbehedas ''cm ox'rden Fuß müdem Bade der I^l'ieÄ/vnd Hün-rmM / wie oben gemeldet / vnd treuge den Schenkel o?.-r den^uß nach dem Bade fein rein ab/ v'.zd ssretchdasqraw Pflaster darüber / vnd reibs fein sanfflig!ich hwc!n. D:nrhue cei'.chmah! / esmachtdas Be u wider schlang. Ranmuß aber den Patienten em> ma! oder :nal purgiren mit den isoecict?. ciiarurdirli. Icc> percolco, ol er Althee/ die Griechen durch die poros hinein vnd er, warmen die 'Tecnen vnd 'Adennvi^er. Wiewoll exüc- c^nri^ vüd calclv.cicnr!^ vie! besser seyn. Meine Las gewesen oa ich die Flüsse im Alter in bcyde Lch bekam/daß ich nicht fort/vü darauff trettcn küitt.: / lies; ich m>? alle Morgen vnd Abend den I^ocum I!N mitw^ruien Büchern woll reiben /vnd darnach wan sie wa^n w?r 'Ln/mit Althee woll schmieren / vaö ban? em war n Tu h drü'-er / das zcrlriebemir fein d,e Fiüsfe/vnd haisf m?ch/iie7yft Gott/gar woll/ das; ich offt Bock gar höchlich dafür danekete/ die Schenckel muß man warm halten. In nachfolgenden Kräutern sott man m einer Wannen baden / vnd den Schmücke! damit waschen. Iiimb^ägelkraut^emBadkrau: hat b-eiteBlat, Z^.räntö-'- ter in denHartesindet m^tts)Lie^eft'ück'/Bcyfust/Hey« t ao zum ^0 ternesftln/ ?)?st.^kraust vnd wusse Münl-e/Gichtboitz scn o^er tchtkraut / z. Hat. tvo ll (das find ma n in Gärten/ ckcl gut. esni ,-ln sci>!erw!e die Io^cnnns.'eer / da i nurb'.e ^ltUlerdavon/ cs hat einest warize '-Z eer)'7-ömiscrenCam'.l.'en/^omifebeSalten-Pferde- mü.t.tz/Bn«dciuhe»i/v»kje^laülcrttgeunan insi^cnt Dae Ander Buch/ TZVasser vnd seudswiteinander/dndtadtt dringen / ss n'anumans erlcydcnkan. Wann manhierinnen außgebadethat / sosollmaw deuEchenckel von oben herab mit Venedischer Seifte waschen vnd ein warm l^uch drüber binden. Item/man soll die Iuncturen deß Aniehes zu rings vmbher beymFewr woll vnd offt schmieren vnd eimruck- nen iassen / mit einer Salbe/die von olco lcmplino vnd andernOehlen gemacht vnd gemenget ist/icujus confcÄio r.V>>5 eü, V.. Vr.Aucnrum 4, Aorh'hleurn I^.^oth/oleil'cnolii 4.^oth/rnisccFnt un^ucnrurn. Damit schmieredichbeymFewer nicht allein zurings vmb- her/sondern auch in denWaden vnd vberall/wodu mer- cke i daß dirs wehe thul/wan du drauff trtttefi:vnd thue scl ^esdeßMorgens/ ^iittagsvndAbends'trinckLa- vendelweLn / (die Mcckelbürgernennen die oder ^->!smirr2maiso/ttem!ichL.avendel/dadochsonsienLa- vendelemanderArautist: SonimbnunWaßmitten- trei>; oder 8pic^ Wein) befireick dich mit Walßmitten- wasscr/oder j^reiff den^avendelvomSdtängel/legejhu in ritt Tuch/vnd mach dir ein fein 2vüsstchen vnd streich dich damit auff den Arm/oder vmd d?e Rniescheibcn vo-, oben hinunter / oder iun^e das ^acd'lein oben drauff/ man muß aber den Sebenckel wann Halte r. Wann einem die Nerven in Schenkeln verstopfst / verkrummen vnd erkalten- So rejbe erst die salben vmen an den Füssen wollmit warmen Mchern/tunek darnach ein Tüchlein in Bran» ^ lervtN m tenwein/vnd reibs auch woll damit / vnd laß stchsfein ^ einziehen / vnd ein wa> m Tüchle-n drauff. ckclnver- Vordas SchwellmdcrBcmcodtt-Flüß. ^imb die Borck von Holunder / schabe sie m einen reinen Topff/geuß Bier dran / laß es halb einsieden/ tunck emTüchlemdrein/ bindesauftdieschwulst / so warm du cscrleyden kanst/ wanstrucken wird / so nei^e es wider ein / bis; stchs verzeucht. Vonden bösen alten «schaden der Schenckel / die faule Löcher haben / l esihe drunten das »41. Capitck dieses Buchs- Das cxxxvil. CapM Vondcn Schiciibeinen- Vr Schaden in oen Schienbeinen hat / der nehme weißHartz/vnd SchafenVnschlit/siedeesinFte, Schiebest! genmilch / vnd schmiere es drauff. zuheilen- Für die Schmerlen derSchienbeine/laß zwo Adern/ die Durchkriechen die Diech / oder die zwo Adern auff den Scheinbeinen- Ruland von Bädern / 5.-;6. Vom Oehlsehenckel. Zwischen den Anien vnd Füssen findet sich bißweilen eine "Rote/daraus;endlich einevlcerationwird/welches man nennet iZnem u-crum, S. Antonii Fewer / davon besitzedrumcn das Cap. Wer Beingeschwer hat/ der köpffe auff denAnien/ Ruland. Aas cxxxvm. Capittl. Von den Haarwiwnen. IßweilenschwellenaUcheinenMenschendieVeitt/ Haarwür« ^ vnd th un jhm sehr wehe/von denAnien an / biß gar men in l herunter auff den Fuß / dann sie haben die Haarwmme Beinen zu drinnen. Wans^vegenwetterjst / so beissen sie einen curiren- sehr/sie fressen einen gar wund / daß mancher Löcher in die Beine krieget. Wiltu wissen die prob ob einer die Haarmürme hat/ so setze den Sckenckel in warm Wasser / halt ein außge- droschene Rockenahran die Wunde / vnd geuß jmmer Wasser drauff / so kommen sie hiervor / vnd hengen sich an die Ahr/daß mansgegen Deckt ftin sehen kan/etliche weiß / etliche ro?h» N?an bekompt sie auch davon/wann man böß Bein bat / vnd zeucht wüllene sireiffling dran/ v d wann einem die Hosen anbacken / so bleiben die Haar 0 e-' Fascn an der Hose e nqebacken / vnd reissen von den Hosen ab / wcm 11-an sie außzeucbt / ta> Nach werden die, sel^eDingerlebendigvrdfressensicb immer weitcrvnd weiter hinein / die schenckel schwellen jmmer sehr. Diß habeich gcseheq. cui'^ <> ^ . .k »! Von der Hauß^A^ßneH. 2-5 d U R. -Dieses vertreibet man also: ?>^imb ^aberstroh /Bv» nenstroy vnd Weinreben ' v-eses zu Ascbe czeb? and vi?d sMrwur^ Lanaedrauß gemacht / darnach sollman ein Bündlem Rockenstroh/vonz .5 ? ode, 9. Ähren in ein Bündlein gemacht/nurdas Stroh allem vnd erstlich das schar« ^wettrtldc. pfteos^s^z^igr ^kl'M Fewr lassen absenqen/darnach soll mandaß vcrsebret oderscbadhafftige glied jn die warwe Lange thun/bist an die Wunden vnd dieRoekenahrn «n oder auff de !?^chavcn halten ^nddie wa? me Lauge dar-nffgiejlc!? / daß die Lauge '.erab ,n die WundeN oder Schäden fal^e / so heben sieb die L?aarwürm< her- ausser/vnd knechenandie Roekeüähre bey hauffen/bist sie alle heraus; ktie. nen / sie leben wann sie heraus: kommen / vnd winden sich wie ein« Schlange/darnach sterben sie.. ')umb sKsse Milch/ Wiesievon der Ruhe ^emoleken wird / thue was vomRalbermagen drein / daß es gerinnet v,d wird wie eine Leber / darnach nims anst der Milch mit einem Löffel / schlagsauffein weiß Lein- was / segs drauff / so kriechen sie heraus; in das auffge, leqte .Darnach lege deß -Omas wi"er auff / so kriechen sie immer mehr herauß / biß du merckei? / daß sie alle her, auß sind, Man sihets sein wie sie auff den vberge!egten ligen / dann wann mans von emat?der zeucht / so siyet Maneitelharichen drmnen Wann sie alle herauß seyn / fo wasche die Wunden Mit Bier darinnen Alantwurtzelgesotten ist / rswird wie eine Pappe oder Mnhs. Letzlicl^ so nnnb HründelnodcrI^ressen/brennesie zu Pulver vnd zerflösse sie. Item Schulappen/ die müssen auch mit zu Pulver gebraut v55 zerflössen werden (nem, ßich/die zu nech>? den Füssen seyn/jnnwendig imSchue.) Ittni daZ Meel/das v ten am Brod hanget das schäbe Äb/menae sie alle?, zusammen /strews es in die Wunden waün sie alte herauß ftyn / so heilet» bald. -Der Haarwurm wird genand Hornes ^ gualiscrpcns, Ä scr^cnäo , daß er jmmer weiter vnd weiter vmb sich (^onrra tumorem x>cäum. Wann emem die Füsse geschwollen. ?umb 8pcc. vialaccX ciiacui cumze jedes 2. QuiNt. I'rocl^. 6eLu^zrorio, Ahllnrhio jedes anderthalb «Zrackmas. L^aris prXp-irzti, 8acc^ri z!I?iisimi jedes 2. Lot/ ^iisce karpulvis. ^)er Patient soll ein Q.uintlein da» von nehmen/oder ein ckackmzm auff einmal mit Wein oder Bier/des; Tages zweymal / 5c. frühe vnd auff den Abend / ehe er zu Beth gehet. Hiß tj? gut / 6 rumor sk obüruAionc Lc ^ekilirzre cÄ. T'oulus (Attich) prT^^nrMmuM reme^ium contra tumorem ^cclulninlononibus ^cihilzirus. ^imbAnobloch/zerfloßjhnmitSchwetneschmaltz/ binde dasvberdie Schwulst- Item/gelöbteMilch / diegarhartist / damitge- schmierct / vnd vber das Beschwer gebunden / essey am Leibe / oder an Aussen- Schienen vnten auffdieFußso !en gebunden/heilet dit Schwulst. Von den kalten Flüssen indenNervw der Schenekel. 5)iemerck/daß einem or't raileFsüssefallenindieGe- lencke der Rnie / der Füsse vnd der Heen an den Füssen / ^ vndmankaneusseelich nichts dran mereken , siefem nit roth /sie schwellen mcht/darandann zumercken /daf;cs kalte Flü sse seyn/sie thun einem sehr wehe/daß man nich t zuvemcibe. noch gehen kan. Ader nimb nur Fl;ederblatt?r vnd klopffe sie zwischen Steinen / oder malgere stein beyden Händen / daß sieftucht werden/vndWassr von sich geben/lege sie auff die BelenckederFüsseoder-F- -n/ vnd kalt die Schenckelwarm / eswirdbald besser. Kx- z?erro crcc^e R.upcrto. Für die crkäl-c Füsse / oder so die svnsten am Wassr erfroren weren- Siede dir einFIießw.'sser Mit Hcterwuryel rerbt wol/ vnd las; eswider kü!>! werden / vnd seuc die Flösse drein/ wasch e vnd weiche sie gar woll / so zeucht es den Frost herauß- schwollen zumrtren. Vor die erfrorneFüß ist ein gcttnß expenmeivc, so man ^ücherinBraiitenwtUineyetvndvbkrlegt / duwirjk dich verwundern / wie es den Frost herauß zieh«. Lx- j)«ro crecle mitii. Vor die geschwollene Füsse. 'Trimb spitzigen Wegerich/kerstoss^dM/thudSrzu gu- t-m Lässig vnd Sc'wtrtcja'daö alles >'e>st v»ttereinander/ vnd leg es darnach vber die geschwollene Füsse. Binde Flied?rblattervmbdas Geiericte deß Inies? so wirstu befinden/wann du es wioerabnimvst /was es vor eine Feuchtigkeit außgezogen hat. Oas chue so lang biß es nimmer nässet. Dderthu Bozersalß klein gestössen / oder ander ge» mein Saly in einen Grapen oder Tiegel/machs he>ß/ > aßesfasi garglüet/tbues in ein Leinwabsark.'ein se^e l -e Filsse daranff / wanns noch fein warm »st / so warm vu es erleyden kauft, Qder laß dir einen heissen Ziegelstein wäcben/ vnd setze den Fuß drauff / so warm du es erleiden kanst. Lege tzu Tuch auff den Stein vnd setze dcn Fuß dra>»ff. Oder nimb e»n Ranne Bier/thue ^ssg drctinmachs warm vnd setz den Fuß drem/ daszeuchtdiekulreFiüsle bald vnter sich / vnd bringe: sie weg. Dann der jL ssg ijk ein pencr^zn8,S^ei ir poro8, Zc 6err!lkir marerizm pccczn- rem ex roco coi^ove : Dieses thue vordem Abendessen noch emnial : viid bji.de deß Abeuds eine E chl^yeauff die Fußsohle / die zeucht auch alles böse von oben herab auf; dem Schenkel. DieFliederbiattervnd die Aa.,ne Bier mit dem tTssig zugleich gebraucht / thutviel. Fu diesen; Bmg muß man in derzeit thun/sonst legen sith endlich die Feuchtigkeiten in die junAurcn vnd must darnach der Mensch semLebenlang hincken/ vnd einet? schweren Bang haben. Vor einem bösen offenen Schaden am Schenckel- Bißwelleubekomptman ein bösen Schentkel/wantL Man sich nur ein wenig dran geffossen hat/daß ein groß Schadet? loch i-i dein Schenckelwird / vnd faulet/daß man das a»den Fleisch herauß schneiden muß. Scheckelch nimbnurdieftÄraucer/Arebswurtzel esblübei ^uh^jlen» weiß hat gar kleinewnsse Blümlein/wachst kaum einer Sp innen hoch/hat Blätter wie Bidenell/Vnd eine km- l-cbe runde/weisse kurne Wurtzel / In der Schlesien zu Ädelstorff / eine Meile von Goldberg gelegen / wirds auff dem Langersbergeviel gefunden. As ist ein sehr heilsam 2.n warm T'-cb vnd binde es zu. Em anders / die kalten Flüsse/so sich in dem Juncturen auffhalten / anßzntrocknm. Reibedie Iünctu:'ii mit warmen Tüchlein/daß sie fein warm werden / vnd sich die >>ori eröffnen / darnach bestreicke sie mit dies.» Ari^uey/ stosseRrebsschalengar klein / das? sie zun; p'.'.lve? iverdcn/ gcus? Brantenwein/ Z^-.iirum Vltnoli vnd "i'/iil.in dran / rüi'reeswoll vnter, einander / damit besir^ch die Iuncmreu oder Gelencke/ die dir wehe thun / vnd bind ein warm Tuch drüber/ vnd halt den Schenckei wa Aas cxxxix. Capitel. i> c> v /v <3 ^ Ieht / Aipperlen an Müssen /^nliricj.is, (^hir^ivraan poäaZrz ^ Handen / QennAia, an ^.nien/I'ocjaAr^, Scc. sum cc>- »oasessey. Znar^specics,vnd wunderlicheselyameböseCreaturen/ nlN'.b c^iculum darzu / so hasili die rec- e-'^i c-^rnilioes, die einen Menschen a-ge? merteri; vnd plaaen können / daK einDiebhancker einen armmSünderplaqct-wan er jhn auffderReekebanckhat: Sintemal diese plagenofft, nials langer wercn vnd nicbt nachlassen / senden» d^n Menschen ohne vnterlas?/Tag vnd??acht Wintkrvnd Sommer / vnd zu jederzeit ängstigen/martern vndpla, gen/daß es offteinenSt-ein in derErden erlarmen n öch, te / vnd thue der armepattentgleich dawiderwaser wolle / so bleibet« doch t ei) dem alten Liedelein. Holvcrc noclosam nescirnic6icinzpc>cln^iarn. 6clcrc Hui6em,ro!1erc nerno pOreA, koäavrzs sc>l ores zur l^ccies sunt,(?cnuFrZ ^kent nomiua a locis ^K'ciIis, Lc eü eaäem uniuscunczrrc culsnäi rmio. ^)ie Teutschen deduciren das Wort Pfrcz balde legen. -Hann cum omnis morus cci!c-f^ci.ir,vnd da die war- mevud der gesalyene Schweiß zu?"ammen kommen / so ?öme hierdurch der 1'zirnrusrclolvirr, vnh zugleich mit dem suciorc ex^cllirr werden. L^ och stebets m der prob/ wird auch mcines erachtcns selteeinti essen / zu geschwei» gen / das; den ?o6aA>i^is das tanlzen woll vergehet. renclicula scu pccliczcü, scu jaqueus , c^uo pecles avium öc Znimalium capiumur, ein böse e s, rn Retlein/damitGottmachenV-nerischen/ jachzorni^ en Weintrii'cherzu Bus? vnd endlich nach et- UcbenvielenIabren erst ins Grab zeucbt. 'Drumbsede sich ein jeder wol! vor / l aß - ribus mcrc noüris , non dcne conve^iunr 1t» öc smics islus. c ^ u 5 i'liec>plii!,ttus sagt/dieseRranckheitkomwesom1'2r-?o^^F^ ^Jiober/vnd führet da sselbige ehrlich auß / daßjhnnie^^^^res mand straffen kan. Aanndasistklar / als am hellen Tage / wann den Patienten Stein auß den juncmris der^andevndFüssescheren / so kan diese Rranckheit kein andere Vrsach seyn / dann der l'armrus der sich da hinein leget / vnd also darinnen scheuret / reisset vnd plaget : daß er auch endlich heraus? schwieret. ^rumb komptdie cx caäern marena curn cal- culo her/nemblich von einem schenrenden reissenden hitzigen brennenden Stein. I m Buch äe l'Mlsris spricht er cspir. p. warn sich der rZlwi uscruoris oder san^uinis legettN die junÄurgs,vnd machet da s'Fnruclincs, so wird 8cisrhicz, ^nkctica, pc>- ^-isw.vnd Qcnu?radarauft: Ersagteauch/ poäZ!.rzil? ein angezündeter Lulpkui,in dem Gliedwasser wütende/ oder ist / ein a ngez'mdcte Ralt im Gliedwasser. ^iearmen Alchimisten/diezuvorCreuy haben / bekommen diesen mordum auch le chtlich / ich glaube vom Z^cuno , den sieeäqlich sieden vnd braten Aber wer sonsten ein gut ^tincialc vor sich nehme / vnd solvirete dasselbe di eymal/pm'ficirts vnd brechts in die Weiß vnd Rothe/ das were vielleicht besser/s^icnü tsüs. c u k ?ocl?orakomptvom r^tzro her / vnd wird auch mit poclzZka dem rmraro turnet. wicescui>j- Wer»>un dißvbelcurirenwill/ dermußden Mwird, wissen zuresolvnen vnd wegzubringen/soi^derRrancl- hest qeholffeu. ^)er ayser L7.ro!us (^ÜMU5, da er diese AranckheiL janggehabt/vnd siejhmkein>iccjicu5hat curirenkön, neu hat endlich gesagt: L^s were nichts bessers davor/ dan Geduit vnd wenig Schreyen» Lilikaläusl'nckamcrus, der auch viel Iahrein pocla» icus gewesen/hat gcsagt/wiewoll ,ch viel versucht habe die poäagr-i, so habe ich doch nichts gewissers gesunden/ dann offtpurgiren. -Dann was man aussen auffdie Wehetagen !egt/,ji es kalt/so treibts die Materien hin- der sich/vnd wird viel arger? Ists aber hiyig/so thuts in die langekeingut. Soll manaber liupcfacicnuaeinnehmen (die ein -Ding vnempfindlich machen / als weren sie todt/daß man den Schmeryen nicht mehr fühlet) so ver» derbee man die Glieder gar. Aber etliche Linderung hab ich gefunden/die haben mir auch woll gethan. Arstkich wa!'nderWehetageanfähet/fonjmb8znäar.icam (ist ein mincr-ile corroli vum, ist ein böses vcnenum, Wre ^uripi- ) ein kalb Q.uint/ geflossene Rosen ein halb Quint/Rosenoh! ^.Loth/ Campfferio. Gersienkörnex schwer / damit besireich diesiett der Wehetagen osft im "Tage mit einem Sederlein. Wann darnach der Wehetage vberhand nimbt/sonimb gedortegepulverisirt Ro» sen -, Loth / N?asiix i. Loch / Saffran ein halbO.uint/ Campffer ,5. Gersienkörner schwer / Gerstenmeel S» Loth / geuß Wein darüber / vnd laß es gemach sieden/ doch rühre es stätigs/daß es nicht anbrenne. Ist es aber zu dick / so geuß mehr Wein drc-n / daß es werde wie ejy dick Muhß: das streich ausf Tücher / vnd legs vber. ItlmFuchsöhl legtden Schmertzen.'ItemHchlvo» 97iyr:ha:doch wo man nicht purgiret/hilfft es alles we, nia Attlchblätterin Wein gesotten: Item/der Attich- safft auß der Wuryel vnd aut gedruckt/in Wein ge- soiten vnd m,t Mayenbutter vermischt/deß Tages drey oder viermal denSchmcryen damitgeschmieret^i^Zlä. ccnr. 5. ^kor. 99. cenr. 7. 25. ccnr. 9. 8z. -TUe Hündlein auff der SchmeryhafftigeGlieder der Podagrischen gelegtzur selben ^eit/wann sie Schmerlen/ziehenden Schmerycn an sich / werden kranck/ vnd können kaum auff den Füssen gehen /I.enmiu5 2Al6us. Mir sagte ein alter psaner / der bisweilen vier Wo- chen conrinucan der lag/ Auffden Abend gien- gen seiNlS chmtttze», g« / v«d werkten tjf, nach Mitter- nach.«/ Von der H nackt/da liessen fic nach. Wenn jhwdieRnien oder he,-, an den Mssen gcscb wellen / nam er Älau;: Nein zer, sicss-n/vnd das weissevom ^tu-ercy' dasklopffteer fein tur6> emäder/daßessen, g-schte/schmm ets c-uff Hanff, we^el le.zls auf!' den Ort/da es jhm wiche that/daszog jhm erstlich die Hiye herauß : Darnach »am er gelbe Eoldblnmen m-lsamptbem I^raut/ zeislitsse sie/druckte den S äfft davon in einen 'Topft'/ließ eine we sse Ganß braten/goß das Fette davon auff de zuvor ausgedrück- »ensastt Hi»vssr»cchs abermahl also aufsein HanffMrxk/ jeg's v e>v das' Kndertdtt ^chm^!:eu. F^aß balde im Ansang die B-andaderam Schien- bLjre.i.' doch erstlich 8apken?m beym RnöchLlmenic 8c- es hilfst das Iahrdurch / du hast sie auch wo Dli st - hast / m fanden oder Füssen, ^öpffe seyen vnd sch! -pffe-,/ balde wenn man es füh-ct/ist auch sehr gut. Gninma brauche (^.artarische vnd VitriolischeArl?^ ^ das lst mein Rath/auch bald in; Ansang/denn den hat ein Mensch im aanszc^eibe/ in allen znne.ttchen Gliede'.ii. -Lerne «iur den recht solviren vnd alisureibe-^ so kanstu leichtlich ein guter ^eciicus seyn vnd viel grosse schwere ^ranckheiten des Leibes cnri, rcn/ wie denn auch dle ?o.cj^ßrAm imcr om^es Mordos A>i-icu'^res vc!icmennjIim^M) ^iuturnillimJm öc muraru <^uimro ^nim fuei ir in vV^nu- Iis, Sc in necellir^recov^orisMzior.! nati8,öc:nnervl8,c>lli- lzuiczuc mulr>8 ?rc^ue.6enli^ t^nro in^czuior eüi morliusöc lilzerarui cliSciÜoi. lluicconfcrunr^, ^use öc ^r- itiuttiäi 1'^mertinurcm ^icmochu8cliururnusöclÄlzorjc»- -iuslir,r-inu:»nc>n ^occlk, )crkall5. Zinauiemcl A>ris 6c>Ior reliÄus fucrit, 6i»ui vc- Fias j?au!u)u.m/upr^ nväum uriro : Uriro Zurcmcrutlo lin'Minro. I^enirivum 'Tüchlem in Bnmrenwein geiunckt vnd auff die Schmerlen gelegt/ lindert die Schmerlen sonemlich dieselben von einerkalten marenA herkommen. Also waro einen, vornehmen Henn demAönig La- roloV. zu I^Avarra die poäa^ra gar Vertrieben» -Venn da «ritt ftjuem A''t«>r da^, Apperlei - anHanden vnd Füssen Kckam/ließ er sich in Tuc!'c> ti gar einwickeln / vnd die, selbige mit Bramewem nekzen/ d e Schmernen zu lin- dern. Ais abervnversehens ein füncklein Fewers in die Tücher gefallen, j?ns sie cnfündet/vnd ist der Her:ver, Krandt worden/seine»'Alkersim so. Jahr. Vdernimb Wachholder 1?oly / schabe die eusserffe Rinde davon/ das ander schnciÄe klein/ kochs im Wasser/ darinnen soltu nüchtem baden / in einer Wannen/ doch soll der Leib auch zuvor purgirtftyn/ vnd so mans WiK-er die pocl.iAram brauchen will soli geschehen/wenn die Weheta.;e nichtvorhanden/ uur zu einer fürbewah- Jung/ daß die SchmerHen nicht wider kommen. Scn SchmeMn deß bilwsen ^äa- KtP zu lindem» ^imbBrofamenso halb warm seyn / Geißmilch so viel genug ist/ das Gelb von etlichen Ayem/sioß es vy, Zereinander zu einem Brey. So du es wüt stärcker haben. So tumbPulvervoiZ Alaunwurtzel Rinden/weis- senMagsamen jedes i. Q^uint/ thueesvnterdasvori- ge. So der Schmeryen aber gar zu groß ist vnd vnleid, lieh / so thue BilscnseMen vnd Opii jedes ein scr.upu.k Karunler. ^ ^ 1 u .v» Nimb Canullen Blumen Dillkraut/ Wüllkraut Steinklee jedes i. Q.mnt Leinsamen 'Boekhot n'Ämen jedes anderthalbQ.uint» Ai.yssamen/Röinischkümmel Feidknmmelsamen jedes 2 scrupul. S 0 du es stärcker wilt haben/ so thue darzu fesselst!- wen/"Awi: elfanien/ Brunkreßsanien jedes i. scrnpitl/ weiß LtUenöbl/ süs; Maudelöhl jedes^. Loth/ Wachs soviel genvg ij?' 9) ach ein Leiat oder streng pftaster darauß Em gut Bawr Recept/bald im An fang zu gebrauchen. ^as; dir einen Storch braien/ vnd jsse dreymal da- Ntß Mtzney. K3f von. Wer gerne gebratens j sset/ dem ist diß eine leichte Lura, vnd ich Habs von einem armen Luttocic gese^ hen , der ward gesund davon / aber vor Storcheyer hüt«, dich. I) I /L, ? ^oä^licus ak omnibu8 ^encramidus cl^olc- 5?.m, m sunrmci, szcckurum^, lzur^rum mullum salirum, welches oleumnnriguum, cascu>i, nuces. davc.it A äolmicionc üz- ^ tiiri poA ci'vum: ircm a cloimirionc rclupina. sollet? Zromacln vcrc> pizeci^ua liakeAtur curÄ, conforrzmi- lzusLclelvIvenliizuz, cilzi^uoc^ucarczm^iccntur. Urarur 8^IviÄlrcgucnrc^ gu-e occulravirrure ^rOcjcii. Umrurciizo^ul lns^illar ianAuinern, ur ^Zreli-i ( Ag^ rest.) L)er Patient hüte sich vor allem Rohl/sonderlich vor sawren^Rohl/ vor Schweinensleisch/Aresse/ Vngeri- schen kalckichren Wein. Item vor Tauben / sonderlich vor alten Tauben/ Gänsen/Kindten/ Item/vor fettem/ daß sie den locum aKeüum nicht mit fettem ohl beschmieren/ Item/ vor Erbeiß essen. .Doch sagre mir eine poäzvricz, je mehr man es scho- net/jeärger eswürde/ sieschsnete es nicht/essevnd trin- cke was sie woite; Slesagte auch/wenn sie es ankäme/ so schleffertc sie/da müsie sie sich vor dem Schlaffhuten^ Wiewolauch anderesagen/wenn sie nur schlaffen tön» neu/ das sey jbnen gut, denn sieverschlaften viel schmer- tzen/ aber ein visera muß gleichwol gehalten werden. Txncmis arrukus cxcirar iracunciia naruraicm rcmpc- riem, ii^Irmc>6elArA '. czuia conlumir Humores pcccamcs, drumb ist er den pociJAnci5 so g.ir döse nicht/ wens rech; geschieht. In r^ermi8 zlurninc>li5 ^cäilzus nunczuzm 6ecliro!zur laniraN8. ^cc»ru8 (gemeiner Calmus) ^ieäcra rcncKris (Sun- derman) naruMÜrer am!cJcirricu!i8. Lonrra clolorem?oc!2ArX ex Lir-c^amerc» Nimb Bonenstwb mit ^elßmilch oder Ziegenmilch cwgentacht/w,e ein A-ndermüßlein / thue geflossene«? Saffran drunter o^ne gefehr/so viel du zwischen zweyen» Ludern halten magst. Mische diese drey stücke vnter »»ander/ vnd siede sie ein wenig/ darnach auffein leinen Tuch geschlagen lcgeesauff dasheissestevber/als t>» erleiden kanst/zweymahl im Tage/vnd m der Nacht/laß acht stunden auff liegen.» Item. Bade dich im Gichtkraut ^rtkriri8 genant/ l'rz^o« Azelüs rninor^ I^latchioll. Besihe cenr. I. ^pkor. 44. 50. 87. ccnrur.2, 77. 89. cenr 5. 79. cent. 57. 26. Lura conrra?0cjaAram in ^rin- ci^io mordi. Brauche nur 8pirirum Virrioli , Ich Habs erfahren/ daß durch diß Stückeinervon der Mrjrt wors den/der z. Jahr ein po6^ncus gewesen. ZiLs klagte ein feiner gtlchrtcr Mann v. tzenen/daß er pocjzAram vonkalckichten Vngerischen Weinen bekommen hekte. Lrvei um man bekömptjhn davon. Ger rieche jhm / er solteein halb oder einIahrlang Güönischen ode» CroßnischenWein trincken/vnd dm Vngerisehen Wein vntetwegen lassen/ das that er / cjuc lic convÄluir. loci-iZrici sollen Wein offt vnd viel trincken / aber solcheÄ?ein die nicbtkalcklcht seyn, '^mZipperleindmff manden Todt nicht sonderlich beachten / esweredenn/daßetwann gefahrliche Fieber Hetpztttern/Lungenbeschwerungen / oder andere grosse Aranckhciten mit zuschlügen. Enl ander Lura balde im Anfang dieser Kranckheit- Ls sagte mir ein vornehmer gelehrter Mais/dafi er poäzAiz al'eMorgen wenner auffgcstanden/ bendeScbenckel wodurch mit nüchtern Speichel sein starck mit beyden Handen/ curiret ' von ole» anbiß vmen/ zu der grosse Tehe herauß ge- wjrp, sir,echey/ 2)6 Das Aude Griechen/ ^ avon we e es jym vergangen/vndwert weg blicken» Das hatte er von seinem satter gelernet / dkr hatte sich auch also ret. ^ ^ ^ , ^r hatkeauch einem jung?n Storch den^opss al At» b'we.,/ dr.,S5or6> auffgcdangen/vnd das Blutwol von js-m Bussen lass'"/ darnach hat erjhnberaufft/vnd Mm d!e bey^e oder Bnne kochen lassen/ vnd davon drennal aussen: Saqt aber / das mit dem nüchtern Speiche! het jhm mehr ge holffen. Bürger war zu Berlin/ der hielte das vor ftm bestes "Rec. pt/ ersemc allezeit zwey Lage vor dem ne- wen Mondenköpffe/ das hülffe jhmamalkrmejfien. ^ I. I U V. Nimb Mynhen 2iloe paradißholß. ^Almmet. jedes i, halb Loch. Biesem z, Gran. FormierenutOnmell YO. Pillen/derer nimb alle Wege vber den andern Tag / z. oder 4. darnach sie groß Ang'ein/ dastreilezo Tage nacheinander / darnach ,ümv atteWocbeneinmal so viel / womitlerweil das ^oäaAr?. käme, so soll man adereines nehmen Das war «inesvovnehm'nMannszu Berlin / derseintplage wol qnn,g m!t de,n poc^-^i-a hatte/best Recept/ er hats von einem flcmdden Dia: n bekommen/es hatte jhn bal, ^e ras erst m.chl so geholfsen/ daß ers :n zwey Jahren nit m?bv vernomnien. Äs gibt eumi guten iLcicm, aber Sangsam- Ein ander köstlich gut Recept. ^?imb lochen Wein/ Weilzene Bleyen / temperir biese^en zusammen/vnd kreische sie mit einander in einem Tiegel / daß es wie ein Muhß oder Brey wird/ schlags warm auff einTuch/?egs auff diereissendeGlie- der / so warm du es erleiden kanst. Wenns kalte worden/so feuchts wider an mit dem Weine/vnd werme es wider/ so zertheilet stch endlich das Tartarische Geblüt/ purere darauff/laß dir einen V»Ä. einepurAznon nach eomplexio^ stellen/ jo kompts vollent gar hinweg. Diß Stück,fi an einem guten Mann probim worden, dermirgarwolbekant ist. Ich w-.ll glauben/daß die Maulbeeren auch gut vor das poä.iZr-, se»n/wie zumTheilauß den czuXttionil,. ^^^cis^o^nnis l'komX krciZU zuerfthen 1^8. p. Z90. da er 6c U 4 «, 0 handelt. Den Sehmertzen zu Andern. pflücke einen inngen Storch ganyrein/ thue jhn in einen Topff vnd seye jhn auff einen andern guten Topff/ vndverkieibe jhn wol/mache in den obern Topff vnten Locher/ vnd gra' e den vntersten Topff in die L5rde / biß an den fersten Topff/mache ein Fewr darumb / so zeucht sich das Wasser in den vntersten Topff. Darnach mmb da sselbige Wasser mit ein wenig vnd iecls vmb den Schaden, ttoc mingär^ui^cm äoiorcm, icä rznrum cli cur.i p-^Iianzva. Icft wclß an einem Ort ein Bürgermeister/ der hattS alleze-cemgesaltzene Störche wenn jhm dieSchmeryen ankame-i l-eß cr jhm ein Stück kochen/ das lindert jhm die Schmerlzem Ich »ab auch gesehen / daß ein ^ulicus einen Storchen/eine Wochen 5^ oder vergnnq/vnd der E torcl'gar treuqe vnd dor:e ward/ daß m.u, >l)!U zu Pulver zerstossen -und. DH puiver hraucht er einen halben Löffel voll in k Buch/ warim» Bi»/ v«d Abew/ ft ItMrttn Ach die Schmertzenbald. Ein gUk Mir sagte ein Alchimist/Lr bettedifi an jhm selber probirt/vnd richtig befunden/^imb Rönigskertz eine gut Handvoll nur das Araut/vnd eine Stück Ixreide als ein Ly groß / klem gerieben oder geflossen. Item/ Wasser/ darinnen die Schmiede das Pilsen ableschen/ darein thue das Rraut vnd die Kreide / laß in einem küpffern oder ebrnenGefaß kochen/ wiewan einen HechS tcchet/vnd wie man einander Fußbad machet / behe die Füsse darinnen wie ineimm andern Fußbad/ setze die Füsse hinein / vnd behe dich drüber/ mvrc loliro. Darnach m ache ein Loch in die ZLrde/ geuß es alles mit einander drein/ schane es zu. Wenn es verfaulet vn verweset/soisi das poäaZra auch weg. Stehet auff der prob/scheinet mehr eine tuperünion als einer rechtlnas" sigen Luise gierch zu seyn. liuci noraru ciiAnillimum. KLs berichtet mich ein Holdi1ex cielcri^>ric) Quorum cliversorum ^/lecjicorum,dtemeiF ncs Vattcrn gute Freunde waren/ vnd nur auff mane bme solche haben Zukommen lassen» I. Oelcri^tio. Diß il? die bez?e Ocscri^rion. Äccipc I^ermoci^Ä^lorum (Zeitlose cAraäix.) OigZ^än jedes z. oder 4-Qumt. Neglein. Costenwurtzel RömischenVRümmel« Ingber jedes 1 Quint. ?rns Lc Lrikcüara conkcinnrur cum i^rupo fzAo 2 Vl- no alko öcmellcinviccm co^iz. kizrLlclIuariumin lor- ma opiatÄj koc ett, wie man sonsten eine Tyriac pfleget zu machrn. II. Oe^Ll-i^tio. ??imb Zeitlvsenwurtzek. jedes 2. Quit?t° Costenwurtzel Römischen Rümmel, Mastix. Cubeben. Saffran jedes ü.Gran. Lum s^lu^o cx rncllcöc vino iior gemeiniglich nn menic oder wenn 0'.eKräntcr zum besten zudekcmen waren/machen/ einpar^vrüsichen v?l/damit er sich dasgantze Iahrbe- holsf. Gab vor einArüsichen 8. Silbergroschen. Diese C.uram habin acht/ denn sie hars offt bewiesen/ was sie käi». Alle Podagnschen Schmertzm werden gclnidcrr. Durch ^arcissn'Xößlktn wenn man die Wurtzel ^oda-- zerjiöst vnd mit Honig vermischt: Item durch Meth/ arisch denn der dienet vor S chmertzen in allen R'rticuÜz-. Irem ^ bnicrtzcu^ olcum Vulpinum , das soü sonderlich gutdarvorsiyn. wodurch sie oicum IZeneä>Äum .Das I^.iu6.inum macht schlaf- geliiiderk- vnd im Gchlaffvergehen die Schmeryen. Man gibt? leine MuIa8/wieHanffkörner voml^au^ano ge- machtin einemWem/oder sonsten in einem bequamen safft ein/der auch contra po^Zr^m dienenZLs ist etwas bitter/druwb folvier mans in einem Safft. ZLsreucht/ denn es kompt auch Biesen» darzu I'zviii^us poäzZrÄ fcrvorem mitist. Ilicron^m . I'om.z. ^Iccius Iapi8<Änatpc>cja^r.'?m,l:cnm I2^emuüerl5,i'na. fculum nntricntis tempcrctur, Lartü.^n^ü üo. »S. cap.6^. !rcm, Lulpüur. iüicl. 94. E:n gut Rcccpt. DasDiapücrcricum l'artIii ist gut contra poci^vram nemlich rin«Äur^°rait2>i, mc,i»ninucnurLurrns 6. /.oder ,v. darnachdikPelsohnist/danutwolgeschwil-kt inacz. fumariX oder ein / oder worinnen man will. ?c>clV»Ara curatur per ^iumia, l'Üeo. in üüello rcm- ^c>r. rraÄ.5. Iremper lzpiäem ?üllosc»püc»rum, rclem äc l'inÄ. tü^ücorum, c 6. ?ra:üanr!illmumreme6ium contra pocla^rzm clicunt ktIe,8alIimon!!>c. >epric8 tuüümztum.das) es letztlich gar spintualischwird/laßsolvirenin Wein/ tuncke-n'Tl'ich- ?ein drein/ legs auff den Schaden ^»andarffsauchin den Leib brauchen/ in einem ^runcb Bier oder Wein/ wenn man drauff schwitzet- Wie droben in kcür. quar- tzna, vnd andern Orten mehr vermeldet» Sonsten wird auch poäaArzcurirct per vcnce seÄio- ncm.derLungenader /anbenden Armen / Item / der zwo Adern an den Dicchen oder Waden/ vnd zwo att den Schienbeinen/vnd;wo an den Zvnickelen. Item/ durch Wasserbäder, Bcsihc ^.ulan6. von Wasserbäd» Cm gut schlecht Rcccptlem für die ?0«ä2A1^!N. Stosi Mertettich im Mörser klein/daß es wird Wie ?oclsZrAM Brey/thue gese5mel Honig drein/seuds vnschmer- v^rch einander bss; es wie ein ^emium wird / Iß tzen der Abends vnd Morgens davon» Vor das poclaFl-z vnd Schmcrßcn , dcr Glzcdcr. Brauck edieLatwerge Hirra^o^äü genant/^erz ist Latwerge / I.c>^^ic)Nt^ncmtnpropriumÄUtvri8, dieser Latwerge wird also aenant 6iiserentiam ^ciss e?.1eniöc?.ÜAs>8. Item piUulgz cie mzjc)- rcs (von ( das -st «in °UMMI.) Item die köstliche Sald^ ^attion genanc/ (? ^te priep^vA»ic> stehet im Vlileiio Le^iäe, vftd lNi c!»- s^en^toi i^ ^uoutt.inO,I.UAännfnsi , bnd ^oiomcnll, 'cem des? ^illichii. In; Lande zu Mehren/ Oesteneich vnd Vngarn ist nnegen'.eine^ranekheit/ auch bcn schlechten gemeinen Leuttn/ vnd '-st diß jhr best Recept. Sieneh- wen ein Loth Campsser / davon nehmen sie täg ich et- was/vnd vermischenswit ^hon/dendie^öpfferhaben/ vnd schlahrns also auff die ^ee/ darinnen sie es reisset. Etliche »nehmen auch ein wenig Weitzenbier drunter oder Sp/ckenohl / wenn von^al» ,st:wenn es aber vcnHit?e>st musi mankeinöhldazunebmeu-. Den die pocingra kcmpt osst von kalten / offt von wcMnen Klüs- ftn. Aber sie schrapffen viel dabey / oder lassen köpfse setzen/ bald w'nn sie es fühlen. Wer ?oä2Ar2m von Kalt hat. Der brauche Lenecl-^m (ist eine Wurtzel ^! 7>!at.n genant/ das? es >eucht wie ein Reiche,) wenn I^xJtivadarbel?siebet/soistsdie Latwerge/ ?>is. lich in Ansang/ wehret den Flüssen/ davon das ^06.101.1 h^rcb es^L« esst hc.kömpt. <-u^e» Wenn die von kalte / feuchte vnd vbriger wcliust hertompt / so wird sie curirt durch Antimonische / Aobolittscbe/ Aysi/che vnd Goickilche Wasser/ Item durch die V^ässtr von ViAriol vnd ^Zlcüntkc». DieneweWnryel Lkmanimbtolle Seyn ertzkuder Eesücbte vnd Glieder weg/ ais xcxj-^rX , Aipperlem vnddergsejche»?. ^ntimonium ist ein gut Ding vor das ^pop!cxi.im,Ln6ucum in sebiib^s, vnd^^ciro- pe, est ist schier ein universal. IumbdasgepulvcrisirteVurum, recht zugericht4. oder.;. Gran/ nachdcm diepersohn/ mehroderweni- ger/schkits in Wein/ laß vöer?ltacht stehen/brauch teß Morgens den Wein davon/so wu stu feine Linderung an» beydirfit-den. «Magst auch olcum 8uI^Ku- N8' 6< tcrram ^iüattm brauchen. ^on der pocjILra besihc l'I'lcos.'lu'LÄ. in Iilzel1o piscium! Lai-tüoü ^nis in spcculo, p?-rt. 4.ÜÜ.2. t^Ä. 8. K^K'voN der newcn WurtzelLnina, 8iojsm. X.oücurc>um 6c^r- lüriticje^, ?crium Lreiccnr. üü z. c.zz. 8unr intcr cxemplZ,cjui lIcaüninum üiüen6c> ülzeratt ^ snn.t a jzoci^Ar.i öc, cü^^ra: seä rncminiile oportcbir, le- ccnri uren6um,sut nc)nm>.!ltO poli repc^iÄo, ^eancl.in s. Ic^cm in Oeaicmoris Lniili^arillz morüis arriculari- ünspic)cieli,iüi6. I^ionumLallZfraz ilÜs commoclar, c^ui manu; contortos aKc<^oi^ue Ü3- ^^um. denr, uriis utinvn czucant. I6cmin?ü^s. ^aücaczüc>n teu ^!!<(!cja- Anci8 5>rticnIan!)ul^ue mo!Ül8urile eü o1eum,in c^uc» cie- ccx^a eü Kanci, ipüus intcliina, öc ruüct.-r cini8 cnm a6ipc vcrcie. In JrticuIorum movüis imperum se6anr rsnX lud- incie recentc8im^c>ütse, c^uZ8 czuicicm 6iile^28 juüenrim- ^ »ni. ÜXc cx?ünic>üü.2y c.28.oleum in <^uc> vivsl'ar- -icclo (pilci8 nomcn) accoÄaiucrir,veücmcntc5 arriculo- rum 6c>Io7c8 ilütum Icnit. ^ean6. Vor dasHandzipperlein warme Bader. Viäe R.u^- !2näum vonWasserbädern. Iae LXI.. Capitel» Oe ^rrkriricie, Von dcr Gicht- /» V.tünti8mc)ldU8 !irticu'.ari8 ve1articnüiriu8 cKomniz GichtWSK ^6o1oi articuloium.die Gliedsucht / die Wehetage esfüreit? derGelenche/Scvoc.irur czuvcj xci omnes.-u-^ranck- tus vZActui-) c^uoc? >6 cK.. articu!c>8S: junÄu- heit sey. rZ8intciiet. ^itüriris i^i !. aL ^enuzscu mater, AVN--VFM, sepn die lpecic^c-u üüss-N c^n keiflsauch ^r. tücriczm.lnoiüum zrriculaicm oder Äniculanum , die Wehetage derGelench. An dieser Aranckhett hatLn- Nlus gelegen/relicLercno. 8i vero arti!cn!O8 tgdc8 inimica per omnes Nnnmz gjz N-elerir,exti!<.n ücrn8cnrnmeüe ju^aüiz, derG«chß Vcl pcla^i ü«ice8) ümu! ö< kacücj?. 6c>na gelegen» Lumcrc cur^b»i8,nimic»lecj p^rciro vinc>. Lnniu8 iple pater 6um pocul.i iicc.it mic^ua, lioc vilio tsles t'crlui mc»uiü'ccic>Iorc5. Laien. -2)5 ka clcsinir. ^rtkriüs ctt ü-tdilis in zrticu1i8 in- A.nnmauo, c^uX 6oiorcrn vaIi6urn2Kcrtnervi8l^lis male ÄÜ'eiKiz. I(^em compoür. pi^arrnac. iccunä. locos lid. io. c. 2. tlx'^neec ^ttlinnäisctt.cumIscklÄStumpoäavra. czuo^ in omnikus arriculis arrkritts ett. kocinuno,ju^Ä coxen^iicern c^uic^ern, el^, coxenl^icurn rnc>5- dumzppeli^nr: ^uxra peäem autem poäaAram. Incixir ->nnii ^lerunquc^ gencrario cx uno arnculo, Sc ^rn^lxäirur in omnes tcmpc>r>8 <^imurnirarc accccjcnte. communemkakcnr wirres at?c^u8 kumonsrcäunäÄN- ti.im, c^ulr.iKc^moccupac cc>zrricu1zrionem,^UÄe^Ie- r^inolnnem pancm circumtitT nervös p^rriculX tcn» c^umur, Lc ex kis äolor orirur. ^Üczuznäo c^uicicm i» tuen8 KülNc>r i^N^uincus el^ , utplurimum veropiruiro- su«, .iur ex pi^iiroio 6c kiliolo rnixru»,nNt ctiarn t-in^uine cum iplls j?cimixro. ()uc>ä li qui8 cx^^iusrcminrcrpre- tari vctir, noN piruirolum Kumorem, 5eci cjui propric cru- cius A^^cÜ^rur, ut ^»luriNlum circa zrt^riri6a8 prX^omi- nari 6ixerit. aurcmlnc craillis acl timiliruclincm ^>uris crMoris. ubi vcrö in iplis Ärriculisäiutiu8morzrn rraxc- rir, non solnm cratlioi, 5c6 öc vifcosmr reciciitur. <^ui i^i- rar ropki seu calli ^ppcÜanrur, korvrn FeNerario ex Ki8 cü: öc pnttquam fuerinr proäuÄi, ne spcravcri8aä priÜln.ilN conÜitmionemexa^c reciiicarriculum pollc. ViäccuN- äem in^p^or. cc>mm.5. sc^. 26. d ^ ll 5 ä. ^rrkriti8veni^exoppil2rionencrvorum,dastichtse^ Gicbt wo, nen f^rn-b^hiu ^Daumen »n V0IÄMZNU8> wenn man die Irm ausstreckt 'rneopl^aü. von Ursachen deß Sands,'Grieß Vnd Steins/n ^.5. ^rllinri8 ist eine ^artarischer feister li- Hucn dcr st h in die articnlo8 lendkt. Sie kö-npr auch von ^orn/wenn maN sehr gichtig ist/ Wie etlich^reden/das ist/wenn maa sich hart erzürnet/ Item von kalte vnd andern vnzttnlichen Dingen/ (cx nimia Vencrc) l'lturn ?i5c»n^ I 4»c.y. öcremulcnriz.-Es leuffi einem in der Haupt vmvher/ wie eine bost Maußi 5 I Q I^alHru6c>,1anZnc>r Sc sensu5äci)lIitaru8 in Ärru!)U8, st- ^n^sunr iecutX e u K ä. Das Ander Buch/ Wiltn ein ritt kcwekrt lud heilsam psiastev s)a?eN für das G'süc! l der Glieder / ?c)6?^r3, Hüffiwehe/ 2>»ampff vnd Gichclämnis vnd paralysis oder den kleinen Schlaq/so vermische esmit folgenden StürkeN» <5limb das Pflaster Apostolicott genant/ anderthalb Loth / deß schönsten vnd zum besten geleuterten Spie, gelhary/ ein halb Loth / Wachs so viel darzudienstlich ist/deßfrembden Lumrni ^rmonizci, Bibergeil/ jedes anderthalbO.uintlein/deßscharffen Lumrni Lup^orizii ein kalb Quint/ vermische es wol durch einander. Das Pflaster auffs Haupt gelagt/ ist fast nüy vnd krafftig in grossem Schlag oder ^poplcxiz, vnd zeucht dieFeuch- tlgkeit auß/ wie vol gesagr/innio,nemUch/wan man es sich befürchtet. Item/ durck Schwefelbad werdenbieBleichen oder Gelenck/ >ur.Qu> cc arnculorum, au^ außgetreuget/ man muß aber zuvor die Materien der Rranckheit purgiren/ Mcireiolirc>,w!e ich auch jeyoindem!ritten zuvor gesagt ha!?e- Oleum kla^iclunurn ist gut den Gleichen/ denn es stillet dett Schmeryen/?riliu8. L)jeerkalte Glichen stercket olcnm I^aurinum,kris. L)ie veralte wehetagen der Gleichen leviret S^ Io- hannisöhl her sie entstehet. Gicht Wit sie curnt wird. artlicncX fc»rtiu8 a jünÄuri8 cclucunr pirui- tam. Item pill. I-Iermc>6.ick^Il8, öc ^>ill. cie Lu^>!llarlzio. Röche das Bichtkraut oder das Gichtholl? (es ist ein VnAlllrurn oder llreuchlein/hatschwartzeBeer/stnd jnwendia grün / vnd trinck davon vnd da^e dick damit. Dieses Krauts ha''« ich auch droben in diesemBuch im ,28. Cap. von den G benckeln gedacht. In zrr^n^iäe Unicecurzncium eA , ut kvlcrcurii l^umor auferatur, l^copln'. I'araccls. in li>)clln cie ^rincipn8,c.4. Dergleichen böse Materien wird weggenommen per TlcA, Incium, l!vc minü8. Ox^meI iImj)!cic (ist eitt^ranck) ist ein grosse Hulsse zu entledtgcn d«e Materien ser Gleichen. Wenn man die Gleichen purgM / so Werden gebraucht l^iera^iciaQalcni (ist eine Latwerge) ^iera 1.6^^1>8, Lenc6iAz laxariva > pillulze soeriäiLi iciec^uarinm cie incco rcjsArum,piIlui«e arrketicX. kri^IuSt Werdiereissende Gicht hat/ dersolldeß Agtsteins ein halb Q.umtlem schwer/ mitVnyen oder 4. Loth des; gekochten IndianischenHolywasserS etnnehmen/s0 Wird er davon entlediget. ^ l. I U V» Laß einen vngeschnittenen weissen ^ie^m-Boclk schlachten/ vnd so bald jhm die Haut abgezogen ist / so lege sie dem Patienten warm vmb den Leib / oder wo es jhm wehe thut/so vergehen die Schmertzen, vnd ist hernach etliche Jahr davor ftchei« 5l 0 I" Vißweilen setzt sich eine Feuchtigkeit in die tieffe deii Gelencke/ daß es einem in der Hüfft/ Armen oder schen- ckelngarwehethut. Dieselbige wässerige Feuchtigkeit KUß der tieff der Glied herauß zu ziehen / beschreibet vuLck.^f.djh Pflaster. Man mach auch die Gichtaderlasscn / oder Ädern an den dicken der Waden / vnd zwo an den Schienbeinen/ oderzwo Adern in denRMekehlen. Was einer bald im Anfang brauchen soll/ wenn er mercktt/daß die Gicht bey jhm einziehen will. Wiewolichzuvor in derpodagra auch hiervon ge, y5jrXsentiüimum rcme6ium. 'Thurn- eisser sagts meinem Vatter/vnd es confirmiret solches einChurfürstlicherRath/welcheres versucht. L^ssolt sehr stincken/ aber manmnß sich daran nicht kehren,ma» muß böses Mit bösem vertreiben Wer vmb sein Gelt Wol essen vnd trincken will/der bleibe auß der Apotecken» Ein andere. sagtv.^coku8LerAMÄnnus deß Chttrftlrsten Kti Brandenburg / ^vackiwi 11. Leib ^leäicus meinem Vattör/das oieum Virrioli in Wein gebraucht / dit Woche einmahl oder drey ein Tröpfflein sechs oder sieben/(wie wolMich das viel düUckt/were gar gut voe die Gich t. Denn es rottet die mztericm pocjaAricZln ich den jun^uri8a«ß:^t veium ctt, es sollaber die evacuA- US xer leczuemes xAulqs vorhergehen» LonttK Von der Hauß-ArtMy. <1 on?ra ä rckrici6c^ V.eci^e ^ill.6c^crmoäa<^^Iis l.halbO.Ui'Nt Von Zeit- losen. -^AZic^rix'Mum.Lcneäi^X l-tXanvXjcdes i. scrupul. <üum6^iuj)o 6e ör^chaclc l. kormcnrui ^illulic, fein klein/wie die x>>1Iuilx ^Zc^>üan- AiuX sey!?, .Da man sonst die pillm nicht verschlucken kan/ neh, Mc man den« Rern heraus;/ auß d«n gesottenen pflau, wen/vuo flecke dicPillen hinein/ >c :?d verschluck» also/ frühe vmb fünffte/vnd faste darauf! i'iß vmbzchcn/ gestehen etwcm zweene gedoppelte Schiliitig/oder 10. dreyer» »nag dan olcum Virrioü des; N^cittags vnd Abends alumptc) cikobrauchen / deß Abends wenn mau za Bette gchec/des; Mittags absolma conco^io- ne,eiwanu vmb seygersdrey / so i ans der Leler nicht schaden wo es aber wol zugerichtet / mag der h-rkus suuc cilzj tum^rioncm genossen werden. Ein anders. 2Z9 Ein anders. WerdieGichtinBeinen/Anrenoder Müssten hat/ bndnichtschwillet/sondevnnurwehethut / der nehme Beinen, von dem Hollunder/die Sommerladichen/die oben auß- -z/xn eu gesprossen/v^ddreBlatterdarzueinWasserdavonge- ^der^tiff- bsant/als man l^osenwasser pfleget zu breunw/vnd bey jf^/wtt sie eineiu Fewr von Lychenem Holt? gemacht / damit be- ^ eunten. siriechen/zus.oder8 mahlen / bu:de deß Abends vnd deß Morgens/Ä5s vergehetmit GolccsHü!ff. Flieder- nv.sser gut vt'l die iSicht. Lauffende Gichtwas tssey. Vichtzu emittn. Lsnam ein Roch Hasenfett/vnd schmieret sich damit beym O fcu oder Liecht / an dem Ort/ da es jhn risse odc?wehe char/damit -unrteersich vndsagte:Erhette v,ei andern auch auff diese weise geholffen. Der Schmer tzen Minderung. NiMb Fliederwasser/tunck ein 'T üchkein drein/vnd wmdeeswolünß/legsnur ein wenig lawlicht auff die junÄurÄS lnanuum c>c peäum, darinncn dichs reist/das hilfftwol. Giß brauchte Simon M aul/ein vornehmer Iunst. Aber man muß es vberoder 4. mal nit brau, chen/ wie D.Schleifer auch deß Chm fürst.Marggraff Hanß Görgen Leib Ueäicus sagt / Sitron Maul brauchts eine Woche oder sechs na6> einander / vnd trieb jhm hiemit den mordum hinai ff in die linckett Seite. Den es tretbet denmordumfot. . Jahr oder 2 weg/ darnach kömpts wider. Aber schmiere Heringsmilch anff emTuch/ binds auffdie Schmertzen/sover- gehen diesclbigeu. -Doch nimbs dieAranckheit nit weg. Also thut jhm auch diese Lura, ^nib einen Fessel voll Wachholderbeer (juni^ci-oz) toci j?ewol/vnd bade den Patientendarauß/laß jhncine Stunde oder 2 dringen süzeu/ so vergeh?« die e>in die juni^ci l st.tten gewaltig alle Schmeryen deß gantzeuLnbes. Merck/ jL^s ist zwencrlcy Eicht/ die laussende / vnd die stille Aber ein Teuffei ,st so gut als der ander / ohne daß die stille jmmer an einem Ort bleibet/vnd wehe thut» Vor die Gicht. Lege Fiegenmistcnm ^xun^iz drauff/sonderlich derer Liegen/ die auff d en Bergen weiden/ dsccmä. in 6ne primi übn?ü^llccs. S eude rohten^vohl/ vnd lege jhn also warm auff die Gicht/so vergehen die Wehetage. OdcrkgeOch, Lenjungenblatler orauff/ das zeucht wsl auß vnd stillet- ^ I. I u v. ^imb einen jungen fetten Hund/der 10. oder - -.Wochen alt ist/laß jdn schneiden vnd wasche jhn rein von demBlut/!aß jhnsolangesicden / biß die Beine oder Anochenabfallen. ?^umbdarnach das Fleisch / stoß es »n eine gute ftrte Gans:/ vnd brate es miteinander. Den nimbdasFette/ soheraußtreufft/ thue Lohröhl vnd Weyrach darzu vnd Wachs/ schmiei e dich wo du die Sicht fühlest/ es hjlfft lccuuclum Ocum. Aber anders. N'imb einen Migen Fuchs/thue das LtNgeweide bk'r- aus;/thue jhn voller Gartent'lle/«ehe jhn zu/sendcjbn wol/vnd wasche dich mitdemselbigenWasser/ wo dts Gicht wehe thut. Dder. ?lnmb einefetteRalze/fülletsiemitgestosseneHanff- saat/ brate sie/ vnd schmiere dich mit dem Fetten / daß darauf, lrtufft/das hilfst als bald. Item. "Thue Negenwürmer m einG laß/vermachs wol mit einem Leder/ seye es in einen Ameißhauffen/ laß n.Ta- g« n drinnen stehen/ so wird emöhldrauß/ damu salöe den Nabel/magst auch wo! Brantenwem drauff trin- ckcn. Summa es ist einerley dura mit der?0il2Zlci,eüit2-- (iOna^ravNd-^irüliricjc. I-cAc 8igilmunci> Xslrcuicri, NÄÄAtum cle ^rrüiiliäez foü 97. L^irüoläi lib.7. cajz,)6. l?!in. Iio.2^> cap.io- vndlio 22. c 9. Ein ander /aussende Gicht» Bs ist noch nncAranckhett welche die 9^ies cker nen- ncn das brechende Dinq/etliche nennens auch lauften- dt Gicbt/Irem/ das fliegende Fcwer. Aber es ist nicht in den jnnu!um, Ettjch/ oder Attich/das ist ein Araut / wirb höher dann ei» Mann / hat Bimter wie der Flieder oder Hollunderi Lambucus, vnd hat oben vielweisse Blumen/ die Arau- terweiber kennen« wol. ?^jmb dessclbigen Blätter/ weil sie noch grün seyn/ zerknitsche sie mitzweyen Steinen vnd legs auff die Wehetagen auff den locum Qus, sothms erstlich sehr wehe: Aber kehr? dich nicht dran/es vergehet balde wider/vnd zeucht die Hitze auß/ vnd veptreibets durch Gottes Segen in acht Tagen. Man muß jmmcr frisches haben/ v»i0 es im Aellcr vergehen vnd aufflegen sagte O. Nciccus zu meinem Vatter/ Flieder hetl c ebxu diese trafst/ wie der Lattich/ lirppnci-ires setzt drey Arämer/ die einerley Tugend haben/seyn auch einericy / allczn der Flieder ist das gröste. Oder s erreiche den locnn? aKec^um mit Wachhol- deröhl/ ober ipintu juiu^cn, so vergeths dirvonstund an. Aas (üX 1.1. Capitel. ^ Vo« der Hüfftwehe. j coxcnäicummordus, das Hüffweh. Savott ^agt Lalcnus: Huoä m omnibus arnculis ^rrüririz cKz. 240 «k, koc lnuno, juxra coxenäicem c^uläem Ilc^izeia as>pel- lanr. , , ^ l^ic mor^iuz co^naru8 cum zrllirirme,öL?e<^ue ctr ex cra^'o piruiroloc^uc Rumore, arc^uc in nrr^riri^c, c^ui in cox^rum.^rriculis concrctus inile^er» Hlnc licluzc^ici, die das ^)lifftwehe haben/ru^>ri Lc leix^ci. I!c^ii.^5 cnim cü mcirkus, qui nomcn kcll>cr '2 cavcciine coxarum, c>c cupzns e^8 parrcs c^uX tocmori sunr^roximsc^uu ^olcUanus in Qclüumair. d u K L!lcicm cr^c, cur^ kujus moidi ctt, qu^e attlinriäos. VicIe^Icx^nälurnLcnc6><^ I>b^8.c.y iO^,. öcc. 8i- ^ismunä I^olrcurcrum inl'r.iÄ. äc ^>tkriri6c. 98. ^it. coxcnäicnrn äolorc. >ti^.'.Iä. ccnr. l, >v^^c>r. 34. Z6. tcriuin äc Lrcicenr. c.24. Das L X I. I I. Capitel. Von den Füssen vnd ihren Zufallen. Füsse crbellet. Küssedieer- ?nn einer die Füsseerbellet/wie denn im Sommer Das Ander Buch/ Sotter von Lyern/ druck es durS ew Luch / tmd schmiere bieFüssedamit/d»ß ifieinegrwisse Lura. pcrnio.eümorbusmanuurn öc^cium.em S c! rund an fänden vnd Küssen/ ex nimio fri°ore or- rus cslcsncurn rnaxime inseK^ns a Xk/^t«- (K-, ek, ^eme,wemi einer die Füsse erfröret hat. tks thut trefflich weht. Luralur per A^usrnKicrcuril. Irem xxr squas sukriles von Lasur/ Schiefern/ ^erggrün/ Cachimien/^etten/ Bngleer/ Granaten/ l'kurneis. kison. Viäc ^IcxAnä. Lenc6io!)lftwer/ was dafm j!>mwolzu einegutewcile/das; es a^ny wie ein zugebrau« Fcwi'rwird/ nimbs dann wider herauft s'ists ein pul- chen. ver/strewe es in die Hesen/das zeucht alle Fccigkeitauff vnd zu sich/vnd vertreibet den bösen Geruch / tyue es im Jahr einmal vier oder fünff / so osfc cs von nöhren scynwlrd- cenr.5^ ^vl^or.12. Füsse geschwollen. Vordie Rrctzevno Geschwulst der Fusse/köpffevn, ? ter beyden Rnyen s Oder nimd Ziegenkäse/ vnd binde sie darauff. ? ^ OdernimbRaate/HoittgvndSaltz stos? es wol vnd ^ bindswarmdarumd/ die Heschwul ? veigekec e,dl,ch. b'uden ItemRüberettich in Scheiben geschnicren/vn frisch VMven» an die Sohlen gebunden. Vor die innerliche Schmerycn der Füsse- Schrepffe nurauff denkenden/kulal-.ä. von Wasserbädern. Hat einer einen ?7age! in Fuß getrettcn- HenchdenI^gelausz/wenne jbn bey-nFewr/ stecke jhnji Vpcck/las; ihn sonzi den B ilb rn v:er Tagiri. rum vinl.oder A -y!? -Vranrewein/oder Zunmerwasscr «in/ das; ihm die kalte/so von vluenanfftritt/ vom Herren getrieben werbe/zun? ander» vnd dritten mal kan ers schon besser vertragen/wenn diß also z. oder 4« Tage geschehen/ so sios;^ampffer mje !Hra»itkwem/ vnd drey Merck. L^siss zweyerltyLrfricrung der Glieder, ewes/daß Lrfriemnß» sich balde wittert oder ausweiset/ vnd das »st «,cht böse/ j ^ .wcyers thuc auch nicht sehr wehe/»stauch leicht zu curiren/ das^. ^ ander witterc sich gar langsam / etliche Wochen her«" nach/ ich blaulicht vnd etwas schwerlich nnt/ vnd faulet einem/das; ganye Stück heraus;f-llen / vnd siincket sehr/muß alle Stunden verbunden werden/ wird Mit einer Salden gehe,ler. Merck weiter. Wer em Glied erfröret hat / der stecks bey leib^nicht jn warm Wasser in Meynung/ daß er damit die Aalte ausiziehen wolle / sondern er stecks lieber »nk^lt Wasser/ so zeucht e,ne Aalte die ander anß/ >1i2.^Ici. ccmui. 7. Erfrörte Glieder. ^imbsüsseMllch ruhredrein rohteMinninoe/daß Wieder ss es wird w»ettnSälpleiN/das zeucht den Frolia». sich. .. Lks trengct sehr aus; / manmuß es jm»net w«der m der Milch vnd kudlica netzen. zugebrau ? Besiyeauch k.ulzn frornen Glieder/ wenn man du ^ ohl< n vnd Ru, ckcn bey dem Fewer damit salbet/ kli-M.cenr s.^K.zo. Item. 'JAmb eines ^laben tz »chirn / legs auff den Schaden/ so verleurt sichs oaloe. ^ I. I u v. Wer Füsse oder 5?ande erfröret bat/vnd Blasen auff» gebrochen seyn / so mmb eine gme ^>and voll Sa . ee laß jhn zergehen/ darunter mische Weinen Mehl / wache ein Pflaster draus; le.;s anffdie ^!ajen/sozeuchtSsolch Pflaster ren^eherauß ohne Schaden- Item. ?s?imb eine Rettich/höllere jhn auß/vnd röste IhnM einem alten Scherben/zwing jhn durch ein rein Tüch- lem/ vnd schmiere dich damit. Item. HAmbAifgelstein/mache sie glüend hnß/legeeikTnch drauff/seye die Füsse dranfs es hilfft secuncjum veum. 1)^e,zudknetauchS.Iohannisöhl.^1i^6u5celnur.7° /^kor.zz.Oder ^/pericomslkcopkr^ten Ort offt Warm damitgesaldet Lius izlurarcm ulum expcrru» M ^scobus Lolerus Ucä. DoAortrzccr mcvZ. VasLXI.111. Capitel. Wunden heilen. N>Vn haben wirbiß anherodenj: nerlichen ^"uchdurchwandert / müssenanchnunwe-teretwas^ von den eusse. lichen Zufällen desLeibes sagen/vnd erst- > lich von den Wunden. daiteu v.,S In Wunden muß man achtuna geben auff denscha ^ den was es vor Wunden senn/ ob es schlechteFleisch.^^^ wunden/ oder Beinschrö tiae Wunden jeim/ob siegcha- wcn/gcschlagen/gestochcn/oter r rfatte»! s yn ob die blut, adcrn/ Nerven/ oder Sehnen Nrlet?tseyn/o5s mit e»ner vergiffren oder reinen Webr gescheb-n/ ob Stifftlem von Holy/ Äugeln oder pfril in den Wunden blieben sevn/ob >?äuplgljedtr/ als >?irn/^>«rtz/ ^ase»/ ^)är- me/ ßMW m: , Ltwg/Mily/ie. verschrei senn / den »ach diesen allem muH man sich in der Lma wissen Zurichten / ist ein Bemlein/Hölylein oder was anders in der Wunden/so heilet sie nicht / diß sey denn zuvor heraus; genommen. ^Ooch will ich von der gantM c»^ hier njcht eygent, lich sagen / sondern dasselbe-Lalbirern vnd erfahrnen Ärzten befehlen. I ch schreibe nur hier gememen Leuten / Haufivattern Bürgern vnd Bawren / die andern/ d:c Gelt in der Vi- cken haben / werden jhnenselbsten jhr Lt^ll urZoz woll zu suchen wissen. Erstlich muß man die Wunden feit! sauber vnd rei»? waschen mit einemSchwamb oderTüch lein in frischem lawlichem reinem Wasser eingetunkt / das alles Blut davon kompt. Will die Wunde nicht auffhören ^»bluten so muß man jhr dasBlut stille/^er ex Är^entc» KNZM , per aczu-isvon Blutstein / Züdenstein / Berck, rö^te vnd Raderstein/l'lrurneis. Lis«n.!ilz.2.c./j. ^)och will ich hiervon noch mehr sagen. Wunden sind Aranckheiten / die einer im Fleisch vnd Wunde» Balsam hat/die wollen componirtearcanz haben / als was siefür Wundentränck/Salbmvnd dergleichen. ^ranckhei- Mann soll die Wunden warm halten / vnd nicht er, ten se>m kalten lassen/auch nicht kaltendc Ging/sondern wär, Wunden mende / vnd doch nicht zu hitzige ding darzu brauchen, wie sie zu Eine runde keuliche Wunde heikt nicht so balde als halrenseyn. eine lange. Wunde so Will man erfahren ob ein Verwandter geneftn oder rund/ heuet « wird / nimb Maußohrichen / oder Fänffblatter- nicht bald-, kraut/machs zu Pulver / gibs dem Verwandten oder Verwund- Arancken zutrincken in den ersten dreyen Tagen- Be, ter / ob er h,lt er das bey jbm / so geneset er: wo aber nicht/ so stirbt sterbe/oder er gewißlich. gcnejenwer ^?esihe Qualrcri Ryfes Chirurgey parr. 5. c. 2. de wodurch Homa ^ ArvNty aller Wunden / ^tomznus <1e tszuerken» ierrn li^ill^ra. Honig ist Wo vor sich einer/ der Wunden oder offe- alie^vun- Schaden bat / vnd gerne willge- t-A«)»» s,c.ictftyn/büttns»U. Wunden^ ^ s ipollen/ ja auch vor den Messern/ Krauler wL! dmmt Apollen geschnitten seyn / er hme sich vor allen cbesdiebe- A^ben / sokeine Vchupen haben/Item/vorHering/ kensenn ' ^tmckohl/Hamelfleisch/Buchwejyen/Brütz/Sawer, ' ^ kohl / Erbeiß / Hirsche / frisch Schweinenflech. Aber Kalbfleisch / ^indfleiß / Düner / Eyer / vnd Fische die Schuppen/Habergrütz/ Gerstengrüy/mag er woll essen/ Schaffkäse darff er nicht essen/aber Kühekase. Item/ Fleiscbsuppen / Bie» suppen / mag er woll essen. Allerley gewü. yt ding mag er auch woll essen: Von Menettich er:egeu sich die Flusse / Wildpret ist schr vngesund / da- v^n kriegt man wild fleisch / Gänsefleisch / Hasenfleisch/ 'Taudett sind auch sichtig / man soll auch nicht vieltru- cken/ der Wein ist auch gesund / allein man muß jhn nicht zu vlel trincktt!. Die beste Wundkrauter. Bbrenpreis; / ist das heilsambste Wundenkraut zu al, len offenen Schäden, 8uccu8^iconnnXicu17adzcilcu?cri (ekkcrka cxo- tic^, man hatsex America hieher in diese^andebracht/ jeyo hat mans in vielen Barten / das ist auch ein edel ^)u,g zur Heilung der Wunden/vnd aller offenen scha, den. Man wascht nurdmSchadenmitprvprizUrinz, vnd treuffelt den luccum drein/ vnd legt ein ^lat drüber/ l^jicircr Ac cclerirer curzr viilncr^. Eichenlaubwasser ist auch gut, Wunden vnd allerley offene Schaden zu hei- Z momii!z,vttd sousten conilafcxn^ genant. Heilet alle offene Schaden. Festeln / öcc. 1Keox>IiraKum in seiner Wundenartzmy. Item /Ebenaute ist auch zur Hei- lnng trefflich gut / mit reinem Borcbspeck eine Salbe draus; gemach?. 8ei'pcm.^ri-i tti die Wunden gelegt / heilet sie auch. Man lagt von diesem 2^auc/wenn manem Hund oder ander Thier Mit emem Pfriemen in das Hirn sieche bis: auff den todt / vnd z hm 8erpcnrz>i^m auff die Wunden !egt /so ftll es Wider heilen/ der Storch heilet seine Kunden mit On^no. So ist S- IohantULkraut / sonsten Rxxcricon oder Von dcr Hauß-ArHncy. 241 rerloiara genant / auch ein edles Wundenkraut/ wie es denn auch seine siqnatt.r mitbringt. Irem volubiles ^Windkraut) kcrrus äe Lresccnr.Iib./. cap. 754. Denn die Vlatter ziehen zusammen vnd heilen/ daß thun auch die Wegerichblätter / ibiä. c. 151. L)eßgle»chen auch >1i !Iefc>!ium , Garbe oder der Schaffsgarbe / l^der vim ÄÜrinvcntcm, i^cocxiccsr, Vnd ist auch ein edel Wnndenkraut. Lcllis minor, Qcrm.^n. kleine ^Maßlieben / ist ein kleit? niedrieg^rautlein/ Ircm Lonsolicla juxra l'lieo^^raK. sind edle Weinkrauter / in Wasser gesotten vnd ge- zrunck n / beilen die jnnerlichevnd vonaüßwendigge- hawene Wunden. ?crliczn» oder pipcr zc^u^ricum , ist auch ein trefflich Wundenkraut / Qci man. Flöhkraut heilet alle offene Scbaden ^ l'I-ieopklAtt, 6e pcrlicanz. Besihe ^Li^alcZ. ccnr. 4/. L)er Hirsch soll seine Wunde mit viprzm heilen. Hirsch wo- Itcm,8^mplirirum, (ZclMÄN. Beinwelle/ 7clcpkinm,mitersein (Zerman. Wuntkraut. LonlolicZz, sonderlich die A?ur- lWundtt? tzel / die soll machen/ daß das Fleisch in Töpffen zusam, heilet, wen wächst. Onmurea jft gut / in die Wunden vnd Schaden ae- strewet / es gibt ein Wundpulver. ?I>n, I-I?. c. 6. Viz in vulnci ikus LencaureT rznra, ur cokcre5ccre etiam car^ ncs rrciclanr, li coc^uzmur tirnul. lWjewvkl auch t as 6e ra- «iicc s^rnpliitl geschrieben wird. Z>!k -Vlumen^^irudiiMi (wejsser Andorn) denen die hart verwandt sind / in das Lssen gestrewet. Lc^rcliumrcccnsimpolitum, vulners con^IuunAt, vc- ter^ ulccra öc liä cicmriccm ^>erclucir. Ircm.viptnm oder OiÄamus, XcliilleA^ (üenrzureurri rriaju8 Lc minus, iaiviz, icnccc>,?oI^on^ton,8^comAru8, 8^mpkilum masnum,tliu8,rcr>a l^cmnla, rerrs /^ricrez, VaiicuI.i,^Ick^mi1Ia8^ Verbena, LANZuinali^ l'raAorioznuM) Lcc. Wundensalbe. Ilnvuentum^^ottolorumreiniget die Wunden vnd Wunden- Schaden von vnreinem bösem Fleisch / vnd heiler diesaltenso hübsch vnd reinlich zu» dieselben l'crreni vcrmes, c^u> I.urnlirici ciicunrur, rriri, ^rXciso8 reiniget Vl? ricrvos ^ticim Alutin^nr im^>c>liri. Vulnerz vcro recentia htjlxt. ^6ec> Zlurinanr, uc nervös ^uczc^u?Al)lciiIc>8i!Ii8curzrl in- tia lc^?timum ciiem,I)emc>critus perluAscrir. Ir^c^uc in mcllc lerv^näos ccnier, ^?ean<ä. in 1. Diac^Ion com^olirum conAlurinar vulncra , ist eine beunl,che Salbe oder Pflaster. UnZucnrum Aurcum heilet alle Wunden vnd Schlage / vnd nimbt weg alle maekeln / so nach demselben bleiben / daher heist sie auch güldene Salbe / krilius. Itemdas unvuenrum vizIchXZ, ist sehr brauchlich i!» Heylungder Schaden vnd ^erff, oder Sehnenwun- ^ den. Nippcriconi8 Blümlein in Cappaunenschmaly vnd vngesalyener Butter / zu einer Salben gesotten / heile«? balde alte Wundschaden ohne allen schaden. AußdemBlümlein morlus äicilzoli eine Salbe mit Iungfraw Wachs vnd Honig sampt einem Lyerklar gesotten/heiler bald alle Wunden vnd andere faule schaden/ Frantzosen/ Pestilentz/Apostem / :c. den -Balbirern woll bekant. )?imbdie Blätter (^nopKyllatX (der Benedicten- wurtzel) sampt denBlattern von Sanickelsiedesie bey, demit ImigfrawenWachs vnd Hcnig/tempenr es wok durcheinander / mache eme Salbe drauß / die alle Wundschaden balde hetlet. vi^cl^Ion ümplex, die grawe ^ugsalbe oder Pflaster auffgelegt / heilet recht woll / wenn sie nur recht zugerichk jst.BesihetM Z?. Buch das HZ. H4 r >5. Capitel. Wunden heilen. Wasche erstlich die Wunden mit weissem Wein oder Menschen Vrin auß / darnach druckene sie mit einem Schwamb oder Läplein auß / scblag ein oder ^ frische Blatter der drüber / vn lege ein fein rein weiß Büchlein drauff / vnd thue solches so lang biß es heilet. Hast«keinefrische Blatt«r / so nimb dur:e/vnd mache sie zu kleinem Pulver/ vidstrcwe sie in die Wunden/der Schade muß aber zuvor gewaschen / vnd rein gesäubert werden» X Lm '242- Ein fusche Wunde in einem Tage zu Haien. ^.. Bin frische Wunde / wenn sie nicht tieff ist ^ kan in ei- nemT.igegehe-let werden/so man den Safft von dcn f.-, > u MoiftlzerstossmenBlättern ^-conan^ drüber legt/ WKNdeohk so das fleisch wachsend wacht. ° aber die Wunde zu tieff ist / so mus; man sie mit Wein f.in rein außwaschen / darnach leinene Tüchlein »n den Safftnetzen/vndmit zcrstsssenen Blättern vöer- schlagen : damit aber solcher offener Schade desto ehe heile / soll man die Wunde?nnewendig vnd aufwendig Mit qsm?!tem Safft waschen vnd säubern. O-eses Arautgedönet / hat gleiche Wirckung vnd I^raffc. M.mn muß es aber also dönen : ?umb der schönsten vnd mittelmässi^enBlatter bind sie mtt einem Faden zusammen/henge sie in eine Aammer/ dochdaß keine Sonne / Wind noch Lufftdarzukomme / behalt sie alsogantz / vndwann du sie brauchen wilt/sopul, verisire sie. Gute Wundöhl. Myrienolil/Baumöhl/ttvpettconisöhl/ macht fleisch wachsen / Z.um'moh! ^cicuriwhl thuts auch / recht zu- gericht. Christus lehret vnsdieWu^den heilen/doderTvan- gelist Luc. 10. von sagt/Gr habe den / der vonIerusa, lem hm ab gen Jericho gieng/vnd vnter die Mörder siel/ ohl vnd Wein in seine W^'.nde gegossen / denn daseyn die rechten Balmsamgarten gewesen vmb Jericho vmb- her< welcher auch seinen Nahmen vom edlen süssenBal, sam gernch hat. Wenn einer geschossen wird / vndjhmdie Kugel :m bleibe bleibe^ Rugel so So nimb eine 2vugel / damit ein wild Schwein ge- im leibe blei schössen worden/so dem wilden Schwein im Leibe bliebet was ^ bm/schlahe sie breit/lege sie auff das Loch/da die Ru- dafür zu- gel hinein gangen ist/laß sich denpaciencen auffdieselbi- brauchen, ge Seite legen / da er geschoben ist / in 24. Stunden zeucht die breite Augel die andere heranß. Sonst müste min sie heraus; schrauben. Bestehet in der sonst ist woll schlechte emio pk)'5lcz zu geben. Man muß aber balöe oarzu thun / sonsten sencket sich die Ruzelalle Tage / vnd ist hernach desto vbeler heraus; zu bringen- Man fühlet zu erst mit Drath / wo sie liget. ^ I. I U O. Wenn einer mit einem Pfeil oder Rugel geschossen wird/so nimb nur von einer Fuchszungen/vnd lege die in weissen Wein/binde es auff die Wunde / daderScha« denist / vl'er^acht oder des; Morgens ist die Angel oder Ler pft-l vntcr der Fuchszungen/ dis; gehet gar ohne alle Instrument zu. Eme frische Wunde innerhalb drey Tagen Zu heilen. Isumb eine Schlangenhaut / pulvere sie / vnd lege sie in die Wunden/das heilet sie jmierhalbs drey ^agen. E:ne Wunde bald Zu hellen. Hlimb Speck / Honig vnd Rockenmee! / menge es durcheinander/vndsalbedieWundedamit / es istsehr gut. Bluten der Wunden stillen. -Das Gl-ederkraunst so krafftig/das; es das Blut in frischen Wunden / so bald mans auffiege/ verstellet. Wenn ein Bem / Äorn / Eyfen / Glaß/ / Pfeil oder Kugcl nw Fletsch verheilet were. ^ Aas wird durch Wasser von Saturns / von Gal- mey/ von^yß/curirt/ 1'kumeil. ?ison.i 4. c^l'hcopli. -i0 j,,x, x Wnt.venartzncy fol.95. Hier zu dienet auch Klz- Aiicx, Lcr^pliium , Teuffelsdreck/ ?erroteum, Zul^kur, v^rmoni^cum, ^riAolocl^ lonA^, L^clzmen, l^llg .darzu nnnb Mcnschenkoht gepulvert/vnd ver- brandten Tlverhan / oder^oth von einem Igel / zeuch HuilNüm Tllcnri.im draus; / das thuts- ^Oiepseil vnd Dornen zeucht dla^cillus ( die I?ar? Das Ander Buch/ cisser'Aöseleitt) auß den Wunden. ttolicum zeucht auch außDornen vnd Geschoß/an allen örtern des; Leibes / reiniget vnd heilet alle Wunden von böser vnd fauler mmena, ur supr.^. Bs schreiben die öle^ici von dem Wasser/ das; von den Bonenblumen distilliret worden / wenn man darinnen ein'Tüchlein netzet / vnddasselbigeauffleget / sosolls dornen / Beine / S chieffer vnd andere L)ing mehr auß den Wunden ziehen. Aas Ambser Bad zeucht heraus; Pfeile / Blenku- geln/vndandere Ging / so ein!ange lAeitin derHaut gesteckt/ Etschemeuter von heylsamen Wassern 5c>l^ 6. Besihe auch R.u!an6umvou V^aslerbädern. Hie 'Aohböeklein essen s^Iveürc, ^NZ1>> lik. /8. ^2. Am Bachkrebs so er zerstossen vorgelegt wird / Item / derRopffeines Heydechsleins/vnd ein Frosch / welchem die eusserstm Gliederfein abgeschnittene vnd auffgelegt/ ziehen die Pfeile vnd Geschvj? aus; / cent. l. X^>^c»r. 92. Ircrn cenr.2. Viäe ctizm ^lexium?^6c>mc>nr3num ^>aZ. 2z. WUttdt balde z» heilen. im Fleisch v^rt-eilec we.'r / wie eszucuri- ren. Schieffer. Wer einen Schieffer in einen finger oderin die 5?and Schieferin gestochen hat/der lege dünne gemacht Hary darauff/das x^en Fj», zeucht die Schieffer auß. Magst es thun / ehe denn es ger oder schwieret / oder wenn es gleich schwieret. ^and ge- ?irnu8 Anseriz suppoiitug li^num öc ferium iniixum was ejicir. Irern ^riüoloc^ia rrir-i öc tupernc : Ircm sc- ausz- mcn R.ut!L, irem ciniz l^irunäinum uH^rum , cum accrc» remperatusz ^uzti^cun^uc extra^ir. Ircm lcrjzcntis cum zxun^iz le^onn^rrttum. Ircm alzrocanum cuM zxunAiztriturn l^inzrn cxria^lt. Wer Glaß in Wunden hat / der lege nur gemeine Glaß in braune Stichpflaster auff/ wie es die Balbirer habeN/so wunden ^ findest» es jmmer auff dem Pflaster wenn du es ab, wa» es nimmest. außzeucht- Verheilte Bein/ Spriessen vnd Schüsse ziehen anst den Wunden/ die Wasser von Magnet vnd Schmiergek gemacht/I'kurneis«?l!'on. lili. 4. cap. 7. Lervi iniix^ tclz Lretcnlem 6iÄ^mnum exisunr (Cret'ischenDiplam/ iic ciicirur aä äiKcrenn^m Vttftrs-Diptam ) quc» omiiis ^eneris 2cu1eo5c^ue ieK«um. in ^isefar. HeilzÄlii iui. Hierzu xan man auch brauchen das Hasenschmaly (Z-lldznum, Lcjellium, ??uß-oder Leinöhl/Mynhen/ Weyrauch/Magnet/Meußöhrlichen / Agtstein / Tor, mentill/Naterwurtz/Fahrenkrautwury / Loli zrmeni, 'Terpentin / Oannenhartz / Eyerdotter/vnd mit wa chs- Salbe drauß machen. 8pcciIIum in5ucco VAleriznX tinÄum ^ zc pnmö su^iz vulnus politum, polica ^erlia contusa, ciemum f^scia i'ci- lum cxtralüt.veinäc erinm am vulnus pcrsan^t. ^Xäomomanus. Wenn einer mit einer giffkigen Waffen verwundet wird / es sey ein Sehwerdt/ Spieß / Geschoß / Pfeil / :e. Die Indianischen Völcker brauchen gemeiniglich . vergiffte Geschoß / damit sie einen M enschen bald töd- o«. cr^thäten / wenn er nur Blutrüstig mitvergifftcn Waffen ge- "»so mit macht wird/ darumb nehmen sie allezeit solche böse Gifft in einem Hirschfuß mit sich inI^rieg. Darwieder brau- ge- chen sie den Safft von der^-coriana,damit schmieren sie schchenzu die wunden oder legen düne blatter drauff/ heilt», vnd heilen sie also. OerHirsch lehretvns/ daß wir deß edlen köstlichen Araut viÄam gebrauchen sollen / wenn wir geschossen sind : Hennsoerauffder Jagt mit einem p feil geschossen wird/ so geneust er nichts/denndtß Araut/so felt jhm der Pfeil auß. >Diß Araut DiKam vbergelegt / zeucht die Horn/ Spitzen vnd allerley Pfeil aus; dem Leibe; lus. ^?s dienet auch vor den Schlangen Stich. WennderHirschvon derSpinnen rkalanZio, oder sonst von einemandern gifftigen Thiergestochen wird/ so jsset er Arebs / vnd hilfst sich damit. Wunden zu reinigen. Wunden werden pmgiret per iXjUAS Ml' M'-, W k-7^. . ^1-- Von derHaiiß-Att'Ncy. I'hurneii' ?ilc>n. lil) 4. c. 7. (zUMmi OtcAliri, ^rX^ernrn illncl c^uc>6 moidax izn^r, öc mun^ilicar vulncrz^ L!tr- rkol. ^nZl. 114. ^)der brenneWeinreben zu Pulver oder Asche/vnd mache von der Aschen eine Lauge/vnd waschedie wun- de damit rem auß/ so faulets nicht <^Iucinanre8 ac cic^rriccni inciucenre8 kerbX öL folia 5unr. L^rdbeerkraut/ Sanmckel/ Tauftnt^üldenkraut/Ei- senkraut/ We«d/Tormentill/Gauchheil/ Gemander- lm, Q der?7?enu« F/ Fünfffingerkraut' A ttig/Wegerich. Irem Lk^moe^^rliis, x,quiierum, ^l^irkuz. Item üorcs ecnt.^ini, L-^iu9.ii (wild Granaiäpffelblüt.) ^IN g^wiß Lxpei iment ist es/ wunden enlends zu heilen/ so man die Blätter von der ?^> ier^ria, ( Tag vnd Nacht) dönet/zu Pulver flösset / vnd in die wunde» sirewec/ etliche Tage nach einander. L5s füget die wun, den znsaMen/vnd iäst keine H,lze vnd jdnlzündung dar- zuschlagm/derSafftvonTagvnd Nacht mit Bley- wuß verme ,get/ ist eine köstliche .-salbe zudem ^Xoht- lauffen/ Brand vnd hitzigen Beschwer/ heilet auch alle fressende Schäden/ Flecken/ Fltt?rmah!envnd derglei, chen/ so sie daruinb gestrichen wird. 8LlN1N2. ^)chsenzungensamen in die wunden gestrewet/ heilet Dauch balde. Itkm/Weqerjchsamen/ Johanniskraut/xcrfor^ zerstörn» Wenn das Fleisch m einer Wunden beginnet zu faulen- Dleischsöln Sö nimbnur-^.eymausieinemalsen Ofen / der gav derWunde Wol gebraut ist/ temperir jhn mit Z^ssig / vnd lege jhn begmnct zu auff die wunde/ so es das Fleisch ertödtet hat/so thue es faulen wäs wider ab/ vnd lege wider ein Heilpflaster vber. I»l- das fauic Kttsch. Wunden Nimb Rrebsschalen/ brenne sie zupulver/strewe es 4ubiren drauff/so h^ilets schnßl!/ vnd truMmalle wunde» vnd BettietZ. Em anders. Gewantbohnen / von diesen Bohnen gemacht eine S>albe/ vnd die gemischt mit Spansgrünen vnd Safft OonSmawvndvngenuyt Wacks »Diese Salbe gelegt auff faule wnnten / gleich einem Pflaster/ zeucht daraus; das faule Fleisch / vnd frischet die wund!» in dreyen Tagen ohne allen ^chmertzen. Wenn d:e Wunden Hitzen. .Der Saff? aus; den Samen (^uu^uctoln aeprest/ vertreibet Lze Hi S-c der wunden innerlich vnd eussrlich. ZLs muß aber das lemen zuvor im amen Wein auff 4. Wochen e-ngebettzetvnd alßdenn der Safft darauß ge- xrest werden. Dieses thutauch das 'i'nsvlium, wen man den Safft KUß den Blun^en einn'mbt» Icem/ die ^Ickimüla oder Smnaw/wenn man jhren Samen in gutcln Wein elnbeiyet/ vnd so lang drinnen stehen last/ bis; er schier verwesen will/vnd alßdenn ausdrücket/ so findet man ein schönes ohl/das; gar gut zu den hartverwuudtcn Schaden ist. Die Wuryel ^naZalliäis aus; der Erden gezogen/ wenn di? Sonne »m 15. l'sun ist / ist gut wider glle aufwendige vnd inwendige hchigc wunden. pertconiz Blätter zu pulvergemacht/mit Jung- ferhonig vennischt / vndeine Salbe daraußgemacht/ ist gut zur wund-2!rlzney/ auff einem Pflaster vberge- legt/vertreibet alle Wildniß/ die vdrige Hitze/ vnd heilet balde. Grüne Lrlene Blätter/ die zuoberst auff den^rlen Wachsen/aufgelegt/ benehmen allen wunden/ die Hitze/ vnd heilengcw.ilciZles ftn qe>?osscn/gthawen/vonHunden Kebissc»/ oder wie es wolle. Itcm. Nimb Pech/Wachs jedes gleich viel zusamen gesotten, emgcsckeumet ein rein Tücklein drein ael get/so zeucke sich das Pech vnd Wacks drein Dis; verwahre zur Noiturfft vnd schneite davon/legs auff die Scha- 245 den/ das zeucht aus; / vnd last keine Hitze dazukommen. Für alle Hitz vnd Entzündung/ brennende vnd lich- tende CholeriscbeGeschwulii vnd Schäden/ Besibe ^miäorMum,foI,6o.l'it,das ^osensälblein.^ltem das külend Sälblein von Glöt bereit/ Item vom Qc>Ie- no verordnet- Flüssige Wunden. Der Same von S. Johanniskraut zu Pulver geflossen/ist gut zu den Aalten flüssigen wunden/ wann man jhn drein sirewet. Wenn manvon den Blattern L.iebstückel ein Wasser brennet / vnd tu die rinnende wunden vnd Schäden sprülzet/oder sie danmwascbet/ das ist jhnen sehr gut. Am Pulver auf: den Blumen Teuffels Abbiß gemacht/ vnd auffs jLssen gestrewet/ ist gut wider alle flüssige wunden vnd Scbaden° pulver/ausi derWuryHanenfusigemacht/mtt ^xo- fen Honig oder^oserevhl vermischt vnd vbergelegt/ist gut wider die feuchte kalte Wundschaden. Wenn eine wunde sebr nasse? so ssrewe nur Bohfiß drein/ (erlicberenne-is C-uffelsdieck/ es ifi weiß / vnd !igt ausf dem Felde schser wie ein Lty/ jedoch keuliger/ wird endlich schwan? vnd jieubt sehr/ev treugt schr aub aber den 2lugen ist der flaub nickt qut.) N?an mag auch Lolum ^rmcnum in die Ä?unden strewen (man schabtö ftin wiedic^xreyd?) vnd ein wenig Alaun d-guff der wehret / daß nicht wild Fleisch außwcchst/ vnd daft es auch nicht zu schnell zu heilet/ sonst heilet Lolus^imenus zu scbr. Item strkwegepulv.'usiire2IIa (ein Gumn i) I. Quint/ ?7?astiy/ weissenWeyrauch jedes!.O^.uint/?) yr:en r. O.uint/ lange vnd runde Holwurl? ?etes ? Q.mnt/stoß jeglichs besonder klein/ sie en es durch ein Sieb. Wunden so vergDet seyn/ zu heilen. DerSafftvon der ^>et>?e^wurtz in Tüchlein auff vergiffte wunden gelegt Diß thut auch das Pulver von der Wurzel Lkeli- äoniX in alle ncissr vecgiffte Sck äden g^strew r. Item/ die Sauwury/wenn man ein Pulver auj; zhrcn Blet« tern machet/vnd einst? ew.t. I^illopus oder Ü^ysop zeucht auch die Gifft aus; den wunden. Vor alle gifftige vnheilbare/ vnd auch sonst.» andere wunden/ Besihe ^Nlicjorarium, pc>l^ ulrirnum ca» io> i'ir. Das Sälbleinvolt Vnheilsame Wunden. Die Blatter von der Augentrost eingebe:tzet/ vnd ei» Oel darauß gemacht/ ist gut zu allen vnhe»lsamen wunden/damit gesalbet. Die S tengel ^mariz cZulcis (Je langer je lieber) geflossen' gesotten/ vnd vbergelegt/ sind gut vor die vicheil- samc wunden/leschen d.e vdrigc Hiy/ vnd vertreiben alle Geschwulst. Man Mus; auch offt wunde» tl anet brauchen/ sonderlich wens grosse Schaden seyn. Wenn ein wund nickt heilen will / so nimb Brlen- laub/ brenne es zu Pulver/ m ach ein Lauge von L yche- ner Holzaschen/wasch die wunde damit / strewe das pulvervonBrlenlaub gebrandtdrein / Abends vnd Morgens/es heilet die wunden/ d»e sonst kein PflaM Noch Salbe heilet. Mcrck. Man sott den Leib offt pnratten oder rein'gen von. demscharpffen Schleilu vndelngcwisst,'. oder Htdnungmessenvtidttincken kalcen/ ssnsten tonen die Z »? cuM- Wunden so flüssig wie sie zw cmjrtn. Munde» so vnbeil- sam/was hafür zw h rauchen- 244 eusserliche Mittel nicht glücklich wircken der verwund- kesoll sicd vor Speck/ Schweinfleis-H/ auch alles was damit gekocht/auch Gänse,,/En te^ifleisch/ vnd Fett/ 'sipolkn/ Lauch, ^no! loch/ :c. hüten. Wunden heilen. Wunden tvas onum,r.z6li z rir 6ecuj?ro. ilem clc fcno, äe8a- ruino, äc rcurio, ö!i>.2 rr!t6k./. De> Oberste Leidviid Seelen,Artzt/^esusL^rilius, «'uriret selbst nnrOeivnd?Z.^einden Vnwundten/wie gelesen wild I.ucT ani 10^ vcrs Denn der Wkittreiniget ^icftlblgeüv.id teilet/das Oel schmeidiget / vnd balsamirt sie/ vnd heiletvollkomlichaus;. Der Ivlercunus ex> F-ellna, heilst vulnera besser vnd schneller den der ^l^rcuiius ^lumize oder l'arrÄii l'likc»- voiN ersten Wesen der Ding/ c-i^. 7. ttanm alz inikio. Verwundet mit einer vergifften Wehr. Wird einer wund aehawcn oder gestochen mit einer vergifften Wehr/ essey-nA^men oder Beinen/oder wo essennkannm qa»i?^nLe>- / solstftbrgefehrlich. W-e soll ichs aber wissen vnd erfahren / ob die Wehr vergütet ae-vesen ist ? Es aeschwilletdemVerwundten ba!d der ganuen Teib/vnd die Geschwulst ist schleimig Wie e n Glas; v-id ist Gleich v'er den ganzen Leib. Wiltnundem ?7?enscben belffen/ so laß erstlich die Ae erader istera ergeschwollin das; du die Ader nicbt finde», kanstsonimbHanffsamen/Senffsamen/vnd siede das yisameu in einer p sann, vntbue darein??osen- ödl/laßesznsamenwar n werden/vn mache ein Pflaster davon legs w.,rm auff den A?m/vn last cs ein weil drauff lige-,. Wird die stett weicht vnd schlang da die Ader ist/a ßoenn laß d>eAder/so wird der Mensch kleu:. Du n'ust auch merck. n/ ist das ?lut blaw/vn stehet ode» Wasser drauff/ so ist er nicht zu rechte. Alßden laß jhm die ))iedian/so wird er gesund / vn das Blut »st roth Du solst j>m jadieLel'eraderersi lassen/ vnd die Wund bellen wie ein ander Wund. Hoch «st allzeit zu merckcu/ daß erstlich inwendig soll gebraucht werden/ i.oder-.Q-uint Tyriac/ nach dem die Perlon/ in 0,1^0 Lenc^iAen Wasser / zertrielen warm gettuncken/ mit geschwitzt etlichmahl/ oder rcna tiZillara a!so gebraucht. Ein guter Wunden-Tran ek. ^timb Braunellen/ Sandmöserischen (also nenens die Bawren in der Marck Brandenburg / es wecbst vffm Sand/bre tet sich gar weil von einander/im hats ein blaw Blümichen/ im perl st bckompts Schöti- ^ben wie die Wicken) Ingrun robten Beyfuß Creutz- salbm jedes 1. Handvoll uisaffi-n in einen geglasurten 'Topfs aelegt/ aeusigutalt Bier dran / so ak du es be- komtnkanst. Senein Stüru drauff verschmier es wol Mit Sawertcig. Wandu merckst/ das; es halb eingesotten ist (als wan es etwai, ein halb Stund gesotten hat) so n,m? s wider ab / mmb : oder z. Tag nach einander alle ?? 0 g?u ;wccn Löffel voll ein/darnach nur > Löffel vell : vi-d leg »ur ein roth Aohlblat auff dieWund/ so heltdirdas ^ln die nund offen / daß sie nicht so schnell zu hnlet sonst wird es vntci kötig. ?^?!r saat em p faner/der ein zimlicher^le^icuswar/ er bette v.-el böje auch alte Schaden mit diesem Tranck gehciict: Es stület auch das Bim. Diewunk'en ieyn gebawenoder gestochen innerlich oderensscrlich/ soist rerr? liAÜIatakostlich in diewunden-- trancke / denn es conlolläur gewaltig / ^lon- tgnu.8. Ein ander Wunden-Tranck. ^im!'Sanickel/Brdrauch/ ^irschziingen / AuriN/ Alee'rohten Bn)fuß jedes ein halbHandvoll / rohten I^ob! - j'äiidvoil/ Waldmeister, i. Handvoll / Mus- car/acls/ Ileqelein/ 'Fimniet/zedes2^Q.uint/Mu- wia/gelben Schwefel/ gereinigt oter suhlimirt/^rebSA Das Ander Buch/ äugen/ Saffran/jedes 1 Q.uint/Meyrauch^orbttn/ Brunel'.en jedes z-Loth/Victtiol > O.uint-Giefe stück mach all zuAnoppe/daß du emen Anoppeodel 10 inNe Aanu t^ust es sey Wein oder Bier/Abends vnd Mor, gensdavongetruncken/ duseyestgestochen/ geschossen oder gehaw, n Leg ein Aohlblat vber diewunden/odcr sonst-in Pflaster- ^amburgisch Bier vnd zwar ein j?glich Bier/warm Bier warm gemacht/ vnd mit Butter (sonderlich aber mit Meyen-- getrunckcu tlnter)warm getrunckemisie nguterwundtranck/ auch ^ ^ mit Baumöbl. wunden- Oderkoch Tsrmemill mit Bier/ vnd trinck davon, Ein anders. ??itnb denSafft aus; Wkqetnt/Sanickel vndRobl/ jedes eine Handvoll getruekt/ misch es mit holderblüt« wasser/dieser Tranck heil« t alle wunden/ wie steseyn. Em anderer vor die Armen. Tormentülwurnc! klein qkstosscnmBier gekocht/ei^ wenig Launiöblvnd Meyenbutt^r drein gelegt vndalle Morgen nüchtern getruncken / heiler gewaltig alle offene wunden. Ein ander guter Wunden-Tranck- Sanickel/ ?)?ar»e,!blunien/ Aaronwurtzel/ Meyen« blumen ohnewurpel/Leberblumen/ Salbey/'Aauce/ Wullenlraut / Aeydmschwuudkraut / Hirschzungen/ ^ Aurin/grosse Itejselwuryel / Lungenkraut- Diese Zvranter allzusamen mit Wein oder Bier in einem ge- glasmten Topff wol verdeckt (daß kein Oampff draus; gehet) ein Stund lang vn nicht langer gesotten / bey ei« nem Fewer/das; kein ^auch gibt/welches von Sohlen gemacht ftn/von diesem Tranck soll man deuVerwund- len alle Tag deß Morgens / Mittags vn Abends z. Löffel voll geben/vn drauff nicht bald rrineken lassen/ auch »nchr eh den Tranck gebrauchen lassen/ bis; auff ten dritten Tag. L5s sollen aber die Kräuter gesamb let werden wie folget/ Aurin zwischen 2. ^rawcntagen/ die zwey Hcy^ni- schewundkrauter/ im ^ulio oder^usuüo.dieandernim Manen/als Mayenolnmen/?)?arienblumen/ grosse I^esselwurtzel an S. Veits Tag oder Abend /vor oder nach/ die andern Arauter wann man will/ehe sie schofl- sen/ diß,i? ein bcwebrrer guter Wundetranck. Ein Wund -Tranck wenn einer geschossen wird/vnd in sich selber blutet. ^imbgestosseneAiebsstein/gestosscne Btkenellwnr- tzel/WeinessigvnBaumöhl zusammengemischt in ei» T^opfflein gethan / warm gemacht, vn außgetruncken/ so trnbts das Blut widerauß. Die Wundtranck heilen die Wunden von jnnen heraus;/ vnd kommen dieeusserlichenLuiX gar sehr zu hülff. Wie man eine Wunden heilen soll. ?l?imb den ??ahm oder Vahn oben von der Aüh- Wundty Milch ab (es sey nun im Menen oder sonst in einem an- wie man dern Monat/jedoch we'. e cs im Menen am besten) tbue sie heilm jhn in eincn Tiegel/zerhack Creutzsalbe vn petersilge/ soll» leg« drein/ kresche es,m Tiegel vmereinander/so Wirts ein Butter/das truek darnach durch ein rein Tüchlei,'. Wann sie nun jemand im Hause schneidet / odersonst ein offenen Schaden betömpt / (wann nur die Bein nicht verletzt sey 1) soschmie» es nur damit/ vn machs allzeit im Tiegel w.'rm/ wann du den Schaden be« sirnchen wilt. Das hilfft vnd heilet gewaltig ohne Schmeryen. Wer ,runden heilen will/ der gebe gut achtung a»ff d-e oder neben^ranckhcuen/diemit pflegen einzufallen/6e c^iibus ^iTl^r^^o- ^ I. I u O. ^cimb Samech/dasist °rzrtaruszll?us, dervomwtis- senWein wird/ (sonst ist auch ro> ter vom rohtenWcin.) Die fcrces kochen sich also zusammen im alten langlie- genden Wein/daß so ein Stein drauß wird (das heist man -rai tAi-uw) brenne dcn weiß / daß er wird wie ein Areide/Baumwolle oder Schnee/ geuß l^osüwaster oterBmndke»!wein dran/daßcrmvann einesFzngcis drüber gehe/ vnddiMiresab. ^amttwascteden A chaten. Alerdasc-ipurmoreuum sirew in die Wunden/ so trunets anst/ vnd hefftets zusammen vnd heilets bald. I'kevs'kr. sagt im ?ci^>ello ^ cA nomen libri) klNge-« saluen Wasser sw in der Wundheilung besser / dcn»l° vnd alleI^unst der um.A?er wunden i,eilen will' der lese l'KcopZn-. in der .^oroliz, n!c6ico,l'cij?el!o,^prici^^o,ftinergrojsenWundarKe- uey/in den z° Büchern der Wunden vnd Schaden/ sampl allen jhren Zufallen/vnd derselben vollkommene <5iinr/ in Ii'dcllo Ze ii^nis Aocü^ci, rir. ein Wund salbe/ in !:bc!lc> clecom^olirioneXlettilezieim, liarim poii inirium^ «ir, ein Wundsalbe/das S.Buch der ^rcIu6oxX.Quakl>. ^5. m der kleinen Mirurgy pair.2. öc pzrr.6. Wintergrün/diß^vrautvndWurtzel gestossen/vst drunter gemischt Sanickelsafft/vndSinawsafftzusam, Wen gesotten mit Baumöhl/ daraus; gemacht ein Salb/ diese Salb mag man theilen m z- Theil / vnd jeglicher geben ein eigne ^arb» ersten/uin/b Spangrün/ vnd Osierlucia/ fs wird die-e Salb gar grtm/ mit dieser Salb magst» faul Fleisch ansetzen/ von dem gründ. Für andere Salb mmb Bleyweiß Vü2^rebsaugen/ die gepulvert sey:?/ diese Salb wird gann weiß/vnd mit diese-.- magsitt Klle gebresien ftnffUgeR/ vnd auch damit heilen. Au.ndritten/ttimb 8raut Hi ma6'5 gttmncken / heilst alle Wundek jnnwendig hemmst. Wundenkraut soll nicht allein gebraucht werden/ sondern gmuscht mitEssig vndWein/vn das legen vmb die Wunden vnd Nzcht drauff/macht das Misch wachsend vnd heilet- DHArautMrantzu Aschen/gesireweti« die frische Wunden/ heikt fle bald. Aatzenzagel/dieses Rrautssafft gemischt mit Saw? distelnsafft/ vnd die zwey getruncken/siopfft allen Wunden jhr B lut ohn schaden. !pappelnwasftr füllet die holen Wunden wider Mit Kleisch/ damit gewaschen vnd drüber gelegt. Sanickel vnd Heidnischwundkraut/ seuds mit Wasser zu Muhs/ darnach drucks durch ein Tuch/ mach ei.s Brüh draus;/vn niischeSiebengezeitsamen mehl drun- öer/darnach laß die -VöckeVnschlet/^eznbergerschmallz gleichviel/Baumshl halb so viel / mit einander erwal- len/ thue darzu ein wenig Wachs/als eine Salb/ das heilet bals a^e Wunden drauff gelegt: Auch alte faule Schäden, wie dieftynd. Hüuerdarm/dieser Saffthei!! alle wunden/ ist nütz Heu faulen Schaden/ drüber gelegt. Heydelbeer/die Blatter in Wein gesotten/auff wun- hen gelegt als ein Pflaster/ heilet zu Hand. Wegtrttmie Ä?en,/vn Honig gesotten/ heiletnewe Wunden drauff gelegt. Lauch wa sser / die wunden Morgens vnd Abends damit aewaschen/ heilet bald die Wunden- Fänfffinge-kiauttt.ttaltem Schmer gestossen/ heilet die wunden am Leib vnd Gliedern. ^erkmtschte braun Betonten /^ vber eine gehawene Wunde des; Haupis g^'legt/ feilet sie behend. Wie auch das Betonienpsiaster sehr dienstlich dazuist°^xpern>m. Teschelkraut gekocht mit Wein vnd Honig/ vnd auff die fnsch^wuttdcn gelegt/heilet sie zu Hand» Walwurizelwasfer / heile? wunden vnd fiillet das Geblüt. ZLphewsafft ist gut zu allen frischen wenden/ darein Ktthan° Gamanderkraut gegossen/vnd mit Baumoh! in die Wunden aelegt/ hellet sie. Satuclel/ werveewun^t w^re/der trucke diesensafft auß/ vnd trmek n tt Rörlelwasser/fo heilet die wund w, wendig ga!vndgantz> VonvcrHauß-Artznch. 24s Vor die arme 5tt,r> ^'MbLeinohl/b-eu« rvo^niwewvngenüu-' tenTüchle-n oder wejssettvugenül-l.tt parken / vnt leschdenm Leinöhlab/ /egssuft d»e w»i>'c'c> / dos luß 4. oder 5. Tcgdrohen ligen/da--.be»letgi'wa'Ddn s^i^nlzei- schneid bald ein Muscarennuß entz^'w bald / ma^ >e,re ^ vn! ew sie sein kltju im Mund / sirezch? auft' ein T ücb« lun/bindsauff diewüi e/ laß^.sde» ;.Tc»g draufftige/ die ander heiffr ?ß anff» Oder wacs' ein Oehl von ceni langen schwmyen Schnecken di' v- is. den Ha eistau- den kriecken/ vnd heb dirdasselb'g! t-uft'/ daß du e^ lM ttotbfaU hakei? kanff. Wann dir darnach«m wund qe- hawen odcrgcj?echen wird/ wans nur « ich« Ben's^rö- tlg «st/ so leg nur einen Tagoder zween Tüch'em so m Salyw 'sjergei:cl?tfty!,/drauff/das; die wund sin gesäubert vügereinigt wird. Darnach stn icv s as ? cbr e- ckenoh!drauff^so he»iets bald.Ircm olerm Zul^mis o> er oleum?ctrvlcum, oder auch Terpencinohl / d,äusf ge- siriechen. Gemeine Leut l?gcn auff schlechte wunde,? nu« ge- kewct Bredvder Sain vudeinerspinwer, verwijchf. Oder lege üur stichpflasier dr. dav i ar'ttun m ^er Aporecken/ist etwas oraun bettet jLhr / vs d kle ec seile an/ daß mans n-chk buchen daiff. kioies ^ej'tor^X in a^n.rhi gethan / vud in e II« m Gla>; inNe Soni^gehenelr^lannDeh' d.uauß/ das heiltt alle offene schade»« V^v^ei es / dechi^sces« ser/wenn solche Ding auff Spargausche woft zugerichtet werben. Wenn cmcr mit cincr verqWcn Wehre vaivundet wcre» Der nehme 5?aftnb!n: / vnd t^s; es m d>e wunden thun/ gar voll kau man frisches haben/ w isis n ^ hl am besten wo nicht/ so mwh das gebacken ist'vnd zurret cw das!izWein/vndN''achevo>,Biut den We^n wol di- xre/vudgeußdtewlmdsallevoll chl? es eUich maht/ es löschet die Gifft- Wenn man wunden oder andere schädek verbindet/ soll man gar reine Tüchlein darzu nehmen/ die oon emen? Hembde/daß Mn Weib angehadt / ccmur. z. ^^>l^or. 42. Daß cme Wunde sehr heilet» ?seimb Loth Bleyweiß/wesssen We»rauch/V?a- -Z77unVL» siix vnd Mynha, jedes Loth/ stoßv-ttere.uander/das s^r ^ eitend zemperir mitBaumstzl oderRosenchl. zumachet^ WelcheWunden schwerlich Zu heilen/ ja auch wol tödlich seyn können- Wen ein Glied verwundet wird/k elches der Mosid bedeutet/ wird von wegen deß Aeiche, s / w welchem er zur selbigen Fett läufst / so kan diefelt ige wunde mcht leichtlicbt geheilct oder geschossen we> den / sie wird auch bis;weilen tödlich / ccm.F.^iior, z. auß dem Welche wunden aker mit küpsseru Instrumenten vnd wehren geschlagen seyn worden/di? haben weniger Schmerlzcn/werdey auch ehe gehe>let/dendievon andern Instrumenten herkommen / ccnnir. 7. AjzliOr. 49. Junge verwandte Leute/ die noch einen frischenB alt- fam haben/können viel letchlicher geheilct werden/ denn alte Leute/die nicht einen solchen Baisam baten Auch die Bawersleute haben emen guten Balsam / wel deft leichtlich heil. Wunden bald heilen. Wiltu eine wunde bald beilcu/so schmtere bald?Za!- ^ , samum oder Lpuirum 1"kei c>dinr>/>inX dvauff / ebe eg t'Ndc'ty schwiertt/vndiaß einenTropffenoder zwen drein fal- len/tunc? ein Tüchleinindin Zslllin-.uni.vttd leqs drauff oder steeksdrem/darnach die wunde isi/binds zu/ vuö iah es z. Tagegebunden/so he!lcts!-alde es muß aber die wunde mcbe B^inseüeöcig seyn. Ich habe einmal »sehest Gott auff diese weise cnieu Schaden geheüet/jnner- halbTagen/ da shn: einer e,n ?7?cster vntt'n durch die Hand gestochen/ das; es mitten m der Hand wider heraus; gangen war. 146 Aas Ander Wunden, falbe/so schnell hei lend ma, chct. SalSeso sehr heilet «nheimli, chen sied- Em gute Salbe/die wol vnd schnell hellet. Nimb Wachs i. Pfund/ Hartz/ Vnschlct/ jedes >. Pfund/Ochsenmarck ein halb Pfund / Grünspan, 4. Loth^ycröhl/ein wenig Weyrauch vnd Myr:hen/ mache eine Salbe/ wie du wol weist. Giß habe ich an Mir selber wolvnd glücklich probirt. Odcrwilru nicht soviel Salbe haben / so nimb der lvecierum nur halb so viel darzu. Quitten zu Pulver gebrandt/ in frische Wundenge, sirewet/ das heilet balde von gründ aus;. Eine gute weisse Salbe/die auch sehr heilet. NimbBaumöhl^Bleywelß/Silberglöt/Rosenwas-' fer/ reibs zusamen auff einem Stein/ mit Wcyrauch vn Mastix/so wird die Salbe desto besser / vn heilet fein. Ein andere/die wo! heilet an heim, liehen stedten. Nimb Bleyweiß/ Wcyrauch/ Mastix vndBaum- öhl/Roftnwasservnd guten Weinessig/ reibedas zu- sammen zu einer Salben. Ls sey eine Wunde so groß vnd tieffals sie wolle/ wenn sie nur nicht beinschrötig ist/so nimbIngrün/roh- ten Bevfuß/ Salbey/jetes r. gute Handvoll/seuds mit einem halb Stübichen alten B»er halb ein/ sn)he es ab/ trinck Morgens/Mittags vnd Abends 1.-Löffel voll oderdavon/ wasche die Wun? e damit/lege ein Aohl- blat oder Pflaster drüber/vnter demRohlblat/ heilets mächtig wol. Doch mach ein -Loch in das Rohlblat. Ein Salblein zu allen Wunden vnd vmb sich fressenden Schaden/Fleeken/schup- pichter Räude vnd Röhte deß «-5 ^ .k Angesichts. «Njmb». Pfund der schönsten grösten/ allerfrischten allen ^ feisten ^icorianblätter / wüsche den S taub mit ej, nem Tüchlein auff das reinste ab / doch ohne Setzung/ » ^ ^ einem Höltzern oder Marmelsteinen Mörsel/mir einer höltzern Reulen Nimb darnach gut Vchaden« ^ frisch vnd wolgesaubert Schmaltz/ zerlaß es in einem küpfferenpfännlein/tbue alßdennden Nicorian- safft/sampt der gestossenen ^larcrien darunter/ setzedas pfännlein auff einen Dreyfuß/vber ein lindes Aohl« fewerlein/vnd röste solches zusammen! Oder stelle das Pfannlein inLX,dasist/ in einem Aessel mit heiß siedenden Wasser/so lang bist die Feuchtigkeit vom Safft ganlz vnd gar eingesotten / vnd sich verzeh, ret/die vbrige i>4arc>ien aber zu einem Salblem gestanden ist. '^nnciuus. Ein anders vnd viel bessers. Ein Salblein/ daß new Fletsch m tieffen Waschend macht/vnd sonst alle Schaden hefftet/zer- treibet die ^poKemen vnalle Geschwulst/ Met alle Schmertzen/vnd hat andere Nützliche Würekungen mehr- Nimb Hariz/ new Wachs/ Terpentin jedes 6 Loth/ thue es in ein küpffern p fännlein/ vnd sey es vber ein ge, lindes Rohlfewer / zerlaß solche Stück mit einander/ wenn sie nun anfaden zu brudeln/ so thue darzu ein halb Pfund Niconansafft / sampt der gestosscnen klmerien/ vndrösteeszusammenfünff odcr sechsStunden lang/ mehr oder weniger/vber einem kleinen Rohlfewerlein; oder setze es in einen Aesselvoll heisses Wassers/rührs durch einander/ biß sich die Feuchtigkeit verzehret / vnd die vbrige Klarcrien zu einem dicken Sälblein/ gesatzt hat^Nachmakls auff ein Beutel Tuch / oder leinen Tüchlem gestrichen/vnd wicderumb in das pfännlein geworffen / deun ein halb Pfund guten tyrauch/ Nipr- setzet, rhen jedesi. Loth/Alaun 2. Quint/ davon mache em Pflaster. Eine Wunde Salbe. Nimb Sanickel /tzeydnisch Wundkraut / Hüner- W^dm- Wurtzel/Lrdbeerenkraut/Wegebreit/ langenWege,sMezu rich/ Schafgarbe/ Raute/ Creutzkraut/ sampt allen jh- machen, renwurtzeln .Die wuryelsoltu rein schaben/ vnd dar- nach in einem Mörsel ein wenig flössen/b»ß daß Safft herauß gehet. DasRräuticht soltu lassen einen Tag vn 1>?achtwelcken/im Schatten/vnd nicht an der Sonnen. Darzu soltu auch nehmen/Aychen/ Buchen/ vft Grlenlaub/von jungen Schösserling/ dassoltu auch lassen weleken/ wie vor gesagt/ darnach soltu die Aräus ter sanipt dem Laube durch einander hacken / tn eine pfannethun/vnddarzuoder drein giessen/ Baumöhl^ Leinöhl/Böckenvnschlet/^unerschmaltz/allzusamen/ thue die wurtzei m die Pfanne/vnd laß sie in dem Fett erwallen. Darnach so thu die Aräuter auch dran/ vnd laß ss lange sieden/ biß daß die Arauter das Grüßniyen vergehet/ darnach schütte diß alles in einem Sack/vn drücke das Safftmit dem Fetten davon / auffs beste dth magst. So solches geschehen/ so thue den außgedrück- ten Safft in eine andere Pfanne/ darnach thue Terpentin in das pfänlein/ da das Safft jnnen ist/ vnd laß es sieden/ biß das Hartz gar zergehet/ vnd also was warm durch ein grob Tuch gesiegen/vnd alles zusammen gegossen/darnach nimb Wachs vnd thue es in das alles beysammen/ laß es woll erwallen / vn nimb deß Wachses alsoviel/alsdichdüncket/diesalbe werde recht.Dar» zu thue auch Pech/ daß nicht spint hat/ doch nicht allzn viel/ treuffe derselben ein wenig auff einen Tßlkr/ laß sie gerinnen/ so hastu die prob. Ein Eyerdotteröl/daß gewaltig alle wunden vndSchäden heilet/sonderlich aber der Wetber geschwollene vnd offene Brüste/ gespaltene ^efftzen vnd heimlich Gemachte. Nimb Lyerdötttr/einen oder 6. 8.12. wie viel du wilt/ rühr sie vnter einander/ thue sie in einem Tiegel/er sey Eysern/Aüpffern/oder Irdem darinnen man sonst ^yerkuchenmachet/seHsvbersFewer/ vnrühr es mit einen HSltzernen Spattel jmmcr vmb/ biß eszimlich sehr raucht/vnd gleichsam brünselentzet/ darnach nimb ein leine» Tuch/legs in heiß Wasser/vnd Wuitskmwlina anst mistisch zu machen. Wunden aust / vnd thu die LLyerdZtter drein / winde vnd drucke sie aus; u: ein Schüsselein/ so wirst» Ohel drauß drücken/ halb gelb vnd halb schwary / thus in «in Glaß / vnd ver- hevgs. Eyerdotteröhl köstlich auff Alchimistisch zu machen. ^imb ctwan ein 100. oder 200. Eyerdotter/ruhre sie Syerdotter vntcreinander/mache ein Oefelein/darein du einen Topff ohi köstlich seyen kanst/laß oben ein loch /daß du einen andern Topff auff Alchi- auffden vntern setzen oder stülpen kanst. Darnach nimb einen Topff / vnd setze jhn in den Ofen / vnd schütte die Ätyerallin den andern Topff/ lege ein plech mitvielen Löchern/auff den/dadieLLyerdotter innen seyn/ stülp jhn vmb/vndsetze jhnauffdenvmern / vnd verlutirs allenthalben woll / mach oben ein Fewer vmb den öbern Topff/so distillirt sich ein köstlich OZeum in denvntern Topff/in 4. oder 5. Stunden/dasbrauch zuallen offe, nen Wunden vnd Schäden/ bestreich e sie damit / es heilet gewaltig. Diß pflcgetmanäi^lUmionem pei- äesccnsumzu nen- Nltt. Nian möchte auch woll den vmern Topff in die ZLrde graben. Besihe weiter hiervon in dem Distillir- buch. Terpentinöhl mit dem Dotter vom Lyvermlschet? das betlet auch wunden. Wilm Wunden hefften ohne Nadel vnd Fadcn. So nimb Agtssein/ Tyria vnd Gumwi vntereinan- der / mach ein Pflaster drauß /so lang die wunde ist/vnd hefften ohn ^gs vber. Bmds woll zu. ?vimb Ayerweiß / gebest ^adel vnH Brod / vnd laurern Wein / legs auch vber, DO ist ein IM«, Meisterlich / vnd offt versucht gerefft. Item / nimb dünepfirsigenblätter / reibe sieklein/ strewe sie in die wunden / dicwerden hiedurch zusammen gezogen vnd geheilet. Em gute heilsame Salbe zu frischen wunden / die da woll hellet vnd probirt tst° Terpentin / die Dotter von hart gebratenen Myer/ thu ein wenig vngesaltzene Butter darzu/ wische esWoldurcheinander / daß es eine Salbe wird / «KF em Tüchlein geschmieret/ vnd damit verbunden. Eme Wundsalbe die das Fleisch wachsend macht» WtMdM? ??iMhKyeröhl/Mastix/Weyrauch/jedes 1, Loth/ sMedie ^kygechartz ^ Loth/Lolop^onia (pixQi-geca) ^j ^loe- ds» MW Micurn z. Loth / Baumöhl/Terpentin / jedes 8.Loth/ wachend stoß alles gar klein / vnd thus zusammen in das L5y- machss. eröh! / vnd verbinde alle Schaden damit. Besitze Quält. in feinem ^nriäotÄrio hinden an seinem andern Theil der Teutschen cl^-urAiz, c.8. Sc A. Narben vnd Wunden zu heilen / daß mans nicht sehr sihec. Weyrauch / Myrrhen/ vnd Holwurtz / pulve- rifir es zusammen/thus mein Tüchlein/legs in Wein/ Knd drucks in die wunde. Von der Spinnewebe. Spinneweben / die fein we-ß vnd rein seyn / vnd nicht Mit Staub vermischet / haben eme sonderliche heimliche Kraffezuverstopffen/ zusammen zufügen/vnd zu küh-- km/verstellen das Blut: vndauff die wunden gelegt/ behüten sie vor D?ter / bewahren vorder Schwulst/ vKd heilen frische Vchaden. Gefallen/blawe oder geschlagene Schaden. Darauff lege den Sasft von T!?ulkraut/ vnd lege die Kestossene Blatter drüder/vnd binde es zu/las; einen gan, tzsn Tcg drauff li^en/ das macht alles heil, was da vor Schaden vorhanden gewesen ist : wan auch gleichende Wunden draus; geworden wcre. Doch da e,ne wundenvochanden were / so wasche sie exsiiich mit Wem auß / darnach schlage denSaffcvnd dtt Blätter drü^cr (Wullekram ist ^önigskeitz / Vcr- dslcum ) ccnt. 2. 56.78^ ^cclemonranus. Oder lege nur Wachs auff den blgwen Schaden so wirds wider weiß. Von derHauß-Arhmy. 24? Aie Wundcnmahl zu machen / daß man sie nicht kan kennen- <5?imb Lindene Riude oder Borgke/beschele sie jnne- Wundenwendig vndaussenwcndigwie die am Baum gesessen / mal zumaB trcuge sie auff einem Ofen in der stuben / oder sonst in chen /das einer Ltysernen Pfannen vber dem Fewer / zerstosse sie sie nicht zt> darnach in einem ?^,örstl fein klein / vnd siebe es durch erkennen» ein Sieblein. AlsdannimbvngefaltzeneMaybutter/fo viel dich gut deucht/ laß sie in einem Tiegel fein kreischen/ doch nicht zu sehr. Alsdann nimb die gesiebte Borcken/ vnd thue sie darem/vnd laß sie miteinander kochen/biß es etwas dick/vn wie einBrey oder Salbe wird. Darnach mmb sie vndgeuß sie in einklein Arüeslcin / laß eskalt werden/schmttr damit das Wundenmal / Abends vnd Morgens vn laß es von sich selbst eintrucknen/so wird das wundenmal werden / daß man es nichtkennenkan» Besihe weiter cenr. F. ^^?Kor. 58. Von etlichen Wunden in l^ecie. In Eurirung dcrHauptwunden muß man ach tung Wunde» drauff geben / wann die wunde durch das Liznium ist / in specic Dü man ihnen auff dem »irn fein sihet/die p^pirationem davon ges ccrclin,daß sichs sampt der mane gar beweget/jedoch handelt» per inreittiriuin, so muß man ja zu den Salben keine Feuchtigkeit brauchen / sonsien nimbt das Gehirn eine Faulung an sich. Sonsten aber werden Hauptwunden curirt durch tze° ronicam, 2^letterkrautvnd ?iuttrsporn / l'Kum. kilon. Besihedie?leineLk/rur«iztn(zuz1rerlK^f.p2tt.K. pcrruch die Haupt- wunden/ wan gleich die Hirnschale eröffnet were. Doch mag ich hiervon nicht weiter schre.ben / dann »ch hier keinem Balbierer vorarbeiten will / sie finden jkre Sache sonst woll hin vnd her in den Büchern / dievon der Chy- rurgy oder wundenartzney mannigfaltig geschrieben vnd gemacht seyn / wie man auß den eAl c^iennbus woll vernehmen kan. Besthe^nncZorum cZuzl.R.^f. der Teutschen Chymr» poK ulrimumcapur, fo!. 104.117. Wann einem die Hand verwundet vnd sehr geschwollen ist. Der nehme Wermuth / siede sie in Wein / biß es dick wird / vnd schlag« den deß Abends zwischen zwey leinen Tücher drauff/sowarmers leidenkan Von den wunden deß Albogens !^vs part. z. pzrvze So einer durch den ^eib in die Darmek verwundet were. So einem im Leib die Darmer verwundet oderver- Därtner ss flössen weren/ vnjhm dieselbige herauß diengen/ so nimb verwundet von stunden an deß jungen Holunders oder Ftteders/zuheilen» der trocken ist / stoß das N?arck herauß / vnd schabs so dünn als du kanst. Stick das Rohr in die Darmer ^ vnd laß drinnen bleiben. Darnach binds mtt einem Fadem hart zu vnd stecks wider in Leib / so verzehrt sich der Hollunder im Leib / vnd die Därmer wachsen wider zusammen. Die wunde soll man auch eilend zuheilen mit Wundensalbe von den jungen Bienen oder Honig gemacht/vnd Lolum^rmcnum in Tranck thun/ vnd das von trincken. Ls sagt mir ein Rriegsmann / daß er im Rriege mit einem Speer auff der rechten Seiten / e re^ione coi öis» durch den Leib gestochen were/ weiset mir auch d,e Seichen / fornen auff der Brust hinein / vnd hinden wider herauß Sagt darneben/ er hätte nichts darvor gebracht dann Menschenfett / Bocksblut / vnd Benedietenwur- tzel/ hatte diese Ding in Bier oder Itssig eingetruncken. - Stich. Wann einer gefährlich gestochen wird / vnd jhm das so Geblüt zum Heryen dringet / so muß man jhm das Ge» gefahrlich blüt außfaugen. wie er z»» Wann der Stich tieffist / so muß man die wunde h^len. fernen offen halten/vnd den Schaden von jnnwendig herauß heilen / vnd darein sprützen Iohanmsöhlvnd Terpentin/nimb IohannisöhlzwolffLoth/Terpentin- öhl vier Loth / temxerirs woll vntereinandcr/ Oder nimb an statt Iohannisöhl/ Hoiderblüc / Better oder Eamillcnöhl. An statt deß Tc-Munohls / nimb Wach- Wachholder/Sp;ca/?i--ge!od^MynhenOchl.Rna, benkraut heilet auch ein jedere wunde vnd stich/ wann Ac zerknirschet/ vnd der Safft mit Saltz vermischet/ öarein lassen/vnd daszerstosseneIvraut/ wie empfia- ftervöergelegtwird. Also auch Wintergrün/ lochen« lauö/ Schelkraut/ ^ünffsingerkraut/spltziger vnd brei- See Wegerich/ Farben/ Genserich/Flöhkraut/ Mäuse Oehrlein/ Wuuergrütt/ Sanickel/ Sinnam/Nater- zungen/ Meterkraut/ S. Johanniskraut/ Hcydnisch ZVungkraut/Odermennige/ Mohrülenkraut/ :c. .Den Stich beff:et man nicht es were dann groß von, rothen/als wann einer im Bauch gestochen wird/ vnd zhm die Därmer oder das omemum außgehcu/ die seyn schlipfferig/ vnd wollen nichtdmmen bleiben / so mnß man etwan einen hasst thun. Wann aber der Vtich mit einem dreyeckichtcn Rap- pier/ Tolch oder Stilleth gemacht / vnd bald wider zu, geschwollen/ so haben vornehme LK^rur^i ein Instrument/ so lang vnd schmal/ wie ein zimüch dich Eysern Arath/cdcr langer schmaler Pfriemen / welcher zwo/ oder eine kleine Slitt oder 8cu!^c!!jn sich hält/ an seiner Spitzen/diß Instrument macht er warm/ bestreichtes ouch mitwarmen Balsamoder Wundohl / darnach setzt ers mdie zugeschwollene Stichwunde / druckt es sanfftiglichhlnem/soweiterkan/woes müglich / bist auff der wunden gründ/darnach wann er das Instru, went wider außzeucht/so geben sich die I^nceol-e oder gar kleine Lancet von einander/so machtig scharpffats ein scharpff Schermesser/ vnd schneiden also die wunde feingeradweitauff/vsnjnnwendigheranß / bist zum eussersten / alskanman darnach drein legen ein rurun- 6am oder Wicken/ vnd gründlich heilen. Au den Stichen sind die wolricchendtn Laisam gut/ man hat jhraberzwcyerley/dieauß Bgypten kommen/ die seyn schön gelb/ aber die ans; Insulanern komen/ die sind schwartz/ seynd beyde gut vnd yeüsam/man muß sie hinein sprützen/ man kan sie beyde in I^ispanien oder I^i- sabon bekommen/sind aber thtwer/ das Pfund vmb s. 7.8« Thaler/ auchwolthewerer- Mundet? beik!». Wunden heilen> ^imb jungen Bienen Honig / sawren Älein oder Bieressig/Weyrauch/Mastix/jedes z. Messerspitze» voll/rührsvber dem Fewer wol vmb/ thue ein Messerspitz von Grünspan hinan/ man bekomptsie in der Apo- tecken vor zween Dreyer/schabe einTüchlein/ duncks hinein/ legs in wunden/vnd decke es mit einem gelben Zugpflaster zu/ (gelben Aug kanstuin der Apotecken vor ein Dreyer boomen) man muß es aber nicht mit ei» tiem Messer sondern mit einem Holizlein auffschmieren» Brauchs alle Tag 2. mahl/Abends vnd Morgens. Sonsten abcrmachtman den gelben ^ug also: ^imb gttb vngenützt Wachs/ ^as achte Theil eines Pfunds/das sind 4. Loch/laß im Tiegel zergehen/vü rühr darein vor ^.Drmer Serpentin vndWeyrnuch/ vnd Mastix/jedes Messerspitzen vü emMesserspitz voll Grünspan ( das läßt nicht wild Fleisch oder das das Gliedwasscr drein komen.) Doch bekompt man diesen "Fug auch ohne das in der Apotecken. L^in Ldel köstlich Wund vnd Stichpflaster/ (Ziatia vei genant/alle Wunden von der Scheitel biß auff die Fußsohlen zuteilen. Suche im ^nti«i0rarioR.^s. f. //o . //z. Gin gemein Wundsaiblein/ ilziä^foi. io. ircm , das grosse Laniicon toi. !!<«.. Wann eine Wunde nicht wlll aliss- hören zu bluten. So nimb Hasen Haar / das we sse an den hindern Beinen/leg das in diewund/so versiehet das Blut. -Oder. IMmb aus; demBeinhaust dasMehs odermuicum, von den Todtenbcincn/ thiis in em gar dünnes Sciilci)- erlein/vud bin? s auff diewundt/so bald daserwa.niet/ so verstehet das Blut/ das ist in grosser )!och probiret worden. Atem. Zunder von wcMn parcheu/ oder von wkisser Aas Ander Buch/ wand gcbrandt/ in B auwvhl MUtttk/ vnd in die wuns degelegt/verstilletdas Blut/vnd heilets. Item Bofist (daß also staubet / wann man drauff tritt/ ist wie ein keulichbraun tLy / dessen ich zuvorgedacht) vnd Lyerschalen zusammen zu pulvergebrant/ vnd klein zerflossen/vnd dißin wunden gestrewct/ ist ei- negute Blutstillung. Ein heilsam Pflaster M blutigen wunden / Lualck. in^nriciot.s I,Z. tir. Das Pflaster ?a1meum ge, nant^ Besibe drunten das!?8. Eap. Ein Wunde fem sauber vnd rein zu halten- H^imb Pappeln vnd Rosen/ zerstosse die mit Wein/ vnd legs auff die wunden/ das reiniget die wunden vcttz aller Vnsauberkeit vnd Liter. Alte Schaden vnd frische Wunden zu säubern ohne Schmertzen vnd Wehe« )Amb ein Viertel «nes Pfunds vngenützts Seiffen/ schneid die klein in einen Topff/thuedazu ^ot scharpf«- fe Lauge/fttzs zum Aewer/Iaß es sieden als ein Muhs/ rühre es wol durch einander/ nimb Z. Lo!h Wachs/ zerlaß es in einem andern Geschn:/ ftihees vneer die ftn/ rühr es wo!/ darnach laß es kalt wert ?^/ vn brauch das. Wer faul Fleisch hat / es nimbts hmweg/ohns grossenSchmeryen. Ein gut Pflaster/daß da Fleisch machet. I?imb5?o!wurtz/Galmey/Weyrauch/ftdes i.halS Loth/ Mastix/ Myr:hen/ Süberglöt/ ana ein Loth/ machs durcheinander/ so ists gerecht. Z icljcy Hierzu dienet auch das Salblein lnapk?.l-mzclun machet. I^vf. im ^nriäottric». Item / das güldene Wundsälb-- lein der Alten/ idiä. Itcm/das güldene Säiblein Oleum Lencäi^um^ibiä. Schnecken Hehk Wiewo! ich dessen in meinem eÄ!en6ario in m.?nsc ^chneckm >iajo,rir. Gesundheit/vn auch droben in I^oc ipio cnpi- Ac.k re, gedacht/ mich auch düncken lasse/ ich werde die rechte ^ " Ocscriptiondesselbigen etwannanemkmandernOrtge- meldet haben/ so muß ich doch hier noch eine Hofzorn bey meinem Mißgönnem wagen/weil nur dieAunst (wie sie calumniircn) den Bauch ja zeneissen will/ vi?mnß sie auff gut Teut sch noch einmal setzen/ vielleicht dancke sie selber auch heimlich in jhrem Hertzen Gott / daß sie die Desertion also mit bekommen. ^imb der langen schwartzen zweohömichtenSchne- cken/wie du sie vntcr den Haselsträuchern findest (dazu? da halten sie sich gern auff) vnd dist'.llir em öh! drauß/ per äesccnsum^, also thue sie gantz/oder etwas zerhackt i.s einen Gläsern Topff(dann in rauchen köpften kreuckt das Qe! zu sehr hinein) vn grabe einen Topff in die Er« de/setze den andern Topff mit den Schnecken drauff/ also daft die obern Mundlöcher vbereinander treffen/ mach ein löcherich Blech da zwischen/ damit das Ochk dardurch trieffekan/verlutirszu rings herumb gar wol/ vnd grabe den vnterfle Topffin die >Erdc/ vnd mache em Circkel Fewer vmbker/erstlich ein wenig von fernest/dar- nach jmmer naher vnd näher zum obern Topff/ biß die Schnecken gar treugeworden / ^daß man siezu pulvcv reiben kan/das geschichtetwann in 2. Stunden / darnach nimbs ab/ verhege das Oehl/so in den vntern Topss getroffen ist/vnd lege auff die wunde erstlich ein Tuch- lein in Saltzwassergedunckt / das remiget die wunde fein/ darnach trenffele deß Oels drein/ so heilet die wu;?.- de/sieftysogroßalssiewolle/ in einem oderin zwcyctx oder TeutschmChy» rurgey / tir. ulk. rit. Hie Salbe Basiticon genant. -Das ^nricjor^rium solte billich ein jeder haben / vnd deß Lalenl Lommentgttum ciillecrioniz venarum , ^rcen^ rumc^ue vnd sein^ujU5 niuncii zmmcr lesen /stuoirenvndauffzeichnen/ wie mein Vat- 6er / jedoch ohn1?5uhm zu reden / gethan. Dann er nicht «Uein fleissig die langezeit seines Lebens / Weiler das ^5. Jahr seines Alters erreichet/durchgelesen/sondern «uch Kunststücke mit grossem trewenFleiß nachgetrach- eet / also vnd dergestalt/das; er auch ken: Gelt vnd Vn- kosten gesparet/sondernmanchmal vor ein gut Stück/ «inen / zween oder mehr 'Thäler geben. Also soll ein jedertzaußwirth auch thun/das; er nm in derWLleclwassehevnderfahre / dsf; jhmvnddensej- gien nutz bringen möge. Was nun den Stich anlanget/ist dcrselbige traunein gefahrliche Verletzung / danut man einem sein Leben ieitchlich rauben vnd nehmen ran / drumb man in etlichen wolbessalten^egimenten diesen Brauch häk / daßman einenMsnschen der vom Zorn vbereilet/einen andern zu todt schlägtoder bawet/gelinder straffet/ dann wann er einen todt sticht. Wansim Ariegvon frener Faust ge-> schic'ot/wan man vnter dem sreyen^immelist/ vnd beyde von Leder gezogen haben / vnd alldareinanderherumb schraubet,da achmmans nichtsenderlich groß/wanei, »?erdemanderneinen I?asenstreichgibt/ das;jhmdiero, ehe Färb vber dem ^opff herunter laufst/wie dann auch die Fcchterauff den Fcchtschulcn thun ; IadieBrüder gehen woll bald einander wider die FaüjZ / vnd sind darnach die besten F-eund miteinander. Also geschichts auch in etlichen ^tagten / wann einer den ander zu todt schlägt oder kawct / vnd sonsten auch ^ro^diles cauiT: vorhanden seyn/ so läßt man den Thäter wider loß/doch daß er sich müder Freundschafft vnd der Qbrigkcit/so woll auch mit der Airchen vnd ganzen Gemeine wider- vmb außsohnet / vnd vertraget: Wann aber einer den andern ersticht / aus; gifftigem zornigen /?eryen vnd Gemüth / so gestehet man jhm kein Außsohnung/weil! manberauß adnimbt/daß er jhm/ohneconäinon, nach dem Leben getrachtet - sondern er muß bald seinenRopff wider auff dem p lav lassen. Stiche gerathen nicht allzeit woll/nehmen viel Arbeit / vnd sind offt schwerlich wider zu heiles,. -Sann man kan mit der Medicin nicht wotthinein zum BndederWundenkommen. Sosind die StichesolcheAranckheiten / die man im Fleisch vnd in dem Balsam hat/vnd wollen cc>m^>c>nitte arc^na haben / Wundemränckc/ Salben / Stichpflaster / oUcc- tcn, Lcc. Brstlich aber muß man / so bald die wunde vom Blut gereiniqet ist / den Stich mit einem Instrument messen / Nietieff erist/vnd besehen / ob auch die Hauptgliever/ Lung/Lcbcr/^>ery/Mjltz / Darmer/Hirn oder pia ma- cercl)!^ Sehnen / Adern vnd dergleichen verletzet seyn. ^Dann darnach muß sich der LK^-ur^us wissen zu richten. Darnach muß er das Blut verstellen / vnd darzu Srauchen die Wasser von Blutstein/HXMÄtKez genant° Item die Wasser von Iüdenstein / Bergrothe / vot? Raderstein. Hernachmals muß m«n heilsameSachenhineinsprü- tzen / wie droben im vorhergehenden Capitel gemelt/oder Wicken mitguten heilsamenSalben oderBalsam oder vlircren, beschmieren vnd hinein stecken/wie die Balbie- rer woll wissen / die ich auch hier nicht lehren will / sintemal sie es zuvor besser wissen / dann ich / wie sie sich be- düncken lassen : sondern ich schreibe hier den Hauß- wirrhen/die solche Leu? nicht haben/oder ja so bald nicht bekommen können ; daß sie gleichwol mitlerweil etwas bey den Sachen thun können. Qrzna vei (ist ein fiichpflaster) gehört hier zu/das , har man in allen Apoteckcn bereitet; wie mans aber zu« , r ichtet/ besihe Luak. R.^f. in seinem ^nriäorano püZ.^o 9. s vnd in der kleinen ci^rui Ajz pzrr. 6.fc>I./68.572/ ^ ^ ^ Wird emer durch den Arm oder Schenckel oderLeib gestochen / so steckt von beyden seiten ewgedunckte Wi, ^, ^,,1. ) vfZ Wachs/las; miteinander zergehen in einem verglasurten Toxff / doch ists besser in einem wollverglaßten Tiegel/ scyhe das durch ein Tuch in ein andern Tiegel / darinnen Man daspflastermache will. Garnach thue Terpentin/ Wachsöhlvnd Lyeröh! das zu/ laß das langsam zerge- henvnd das Bleyweiß darein / vnd las; es wollerivar- men / thue es hernach vom Fewer/vnd thuedasVttrio- kumdrein/laß es abennal erwa» men/rükre es vmb/hebs wider ab / th^e das ander Tbeil deß Vitrioliauch drein/ vnd laß es so lang lie!^!? bis? daoVitriolum beginnet zu röthen/vnd ein weint'.icl war tz zu werten. Thue darnach gepülvertenWeyrauch / rtibr esso lang / biß die Salb beginnet kalt zu werden, ".usfs thu auch den Campffer drein. Darnach salbe deine Hand mü^o, senöhl/ vnd mach Tapfsich mdratH. ,W « 'so Aas Pflaster (Zratm vci. suche sonjten/wie jel.?o gemelt im Ayfio/aber ich vor treffli- will dir auch ein L.arm vei setzen / das hab auch in acht, chc trafst es wird auch nit böseseyn: Man mags auch woll Q, ans vet nennen / dann es hat ein rechte heimliche?l!atur/ Heilet alle Wunden / newe vnd alte / loscht das wild fewer/vnd das; man nennet denWolffvndArebs/Fi, sieln vod^aarwürme^ vertreibt die Aussayiqkeit /macht alle Drusen vnd Schwelle heil / «summa/seine Rrafft jstnichtaußzusprcchen. ^rriZe!lures?amp^>Ie. ??imb Goldglöt/altBaumöbl/jedes ein Halbpfund/ ein halb viertel einesp funds/Wachs/anderhalbpfund (Zalknm (jstein Gummi) z. Pfund ^rmoniacl, I.Loth Oolopkomi, i. Viertel eines Pfunds : (ist We»)- rauch) 4. Loth / Myrrhen 6. Loth / LäelU (ist auch ein (Zummi.I^ckr/mal^XäerX) 4. Loth/Mastix l.Loth/ OpopcinÄci, ist auch ein Gummi) vnd Loth Holwur<- yel. Die Glöte soll klein gepulvert seyn / vnd ein jegli» ches besonders. ^ . Nimb dann einen Groppen oder Topfs / thu daH Baumöhl / Wachs vnd Lolopkonium drein/laß auff einem kleinen Fewer Ergehen / vnd wann sie zergangen fcyn / so thue darein Lalkanum vnd ^rmoniacuM vnd die andere Stück / vnd last sie auch zugehen/vnd thue zum letzten drein auch die Aolwurtzel vnd G lote/vnd >. Loth Grünspan / las; darnach fteden anff einem linden Fewer / bißesschwartz wird. Darauß mach einpfla- sier/ das heilet woll vnd geschwinde, Merckc. DieLummammMn besonders ein jedes zerflossen/ inwendig siedenden Bssig äillolvü-r , oder auffgelößt werden / vnd darnach darzu gethan 'zu den andern Stücken/doch das? der E^ig;>mlichver:anche davon / da, mit nicht die zerlassene Gummi oderHary drinne vbriH bleiben / darnach vermisch es mit den andern Sachen oder spcciel?u8, vnd rühre es allzeit woll / bis; du sihest/ das dicklechtvn recht wird/magst flnssg achtung drauff geben/dann ich sage dir warlich ein gut vnd qerechtpfla, sier zumachen/daß sich woll vnd recht bejkreichen laßt/ tst nicht ein schlechte Runfl/ in welcher offtmals ein grober LK/ruiHus fehlen kan> Ein guter Wundenbalsam. NiMb()1eulnR.o^rum i.pfnttd/BaUMöhl8.Loth/ baisam Lu ^"sche Salbey/jungen Majoran/frischeSpicken/Blu- bellten. I^raut / jediS i. Handvoll. Das alles klein ge^ schnitten / vnd mit einander gekocht / vnd alsdann den Safft durch ei» Luch reittaußgedruckt/ vnd darein ge- than/Weyrauch/Mastix/ Grüttspan/Lalbanum, ^loe- pancurn,jedes t ^uittt/laßmit einander gemach kochen/ biß die Feuchtigkeit veriocben ist/so ij?s gerecht/vnd wan wans brauchen will / muß man ein wenig Terpentinöhl drein thun, vnd warm in die wanden legen. Ein andere. ^s?imb Baumöhl 2.Pfund / Mastix / Weyrauch) Aartz / jedes 2« Loth/ (^IvAnum, s^oponzcum jedes Loth / woll gepulverisirten Grünspan Loth/das thu Susammm in cin p fanne rübrs woll durcheinander / laß sieden. Da'«unhue darein Terpentin 6. Loth/Vnd rührs woll durcheinander / seih es durch ein Tuch / vnd warm Hamit verbunden. -Die Gummi muß jedes zuvor mit ZiLssq zcriasftn werdcn / wie zuvor vermeldet. Loniule ?cni>!n^c Lrelccnr, Ii!z. 2. e.z?. Aas Capitel. Von allerley alten vnd offenen Schäden. ^llte v^d Ißweilen legen sich die Flüsse/ Besucht/vnd andere offene ^ Sachen im Menschen an die gewissen Ort deß Schäden. MenschlichcnLeibs/a!s in die Arm/Schenckel/:c. vnd suchen vnd machen jhnen sonderliche Siege vnd Aus;, !auff / vnd alsö geschaffen / daß wann man sie heilet/vnd man jhnen jhren Willen nicht lasten will / so machen sie sich wider zurück / vnd sollen offtmals den Menschen vmb das Leten b-jngen- Daß man sie offtmalenmit CorusifischcnS achen wider auff chenoderbeitzenmuß/ das; sie jhren freyen Außgang vndLauff wider bekommen ; darauffmus; nun ein Chyrurgusgut achtung gehen / daß er den Sachen Nicht zn vjel thm; / vnd sei, Aas Ander Buch/ nen Patienten vncks Leben bringe / wesHer jhw da« z,utrawet / daß er jhn nechst Gott beym Leben erhalten soll. Ein Tranck zu alten Schäden. . Loth/'AosenöhlLoth/Dannen- hary 6.0.uint/Lolum ^ länAumis vi^conjz, jedes 7» Loth / ^.loepmicum 6. Quint / Bleywcyß / Mastix/ Weyrauch / zedesLoth/hierauß mach em pfiastet. Ein graw Pflaster zu alten Schäden. ^umbBanmöhl8.Lot/Wachs4»Lc't/Silberglöt 4.Lot/Bleywcis; 6.Lot/ Bleypulver/Galmey/jedes z.Lot/darauß mach ein Salbe/uü »oüj, vnd ans; des Salb ein Pflaster» Vor fliessende Schäden» Birckenlaub in Wasser gesotten / vnd damit ein flies- senden Schaden gewaschen / trucknet dtn ohne Scha- Schäde ss den. fliesscn /ws Em gut Pulver zu alten Schäden / das sehr treugek, ^timbr.LotLychenöhlmichtHoltz/z.O.uint Ma- ' siix/, Q-uintWeyrauch /1. Lot Mynhen/2.O.rijnt AebrandtenAkaun/der woll gebrant ist/das trcuget sehr/ vnd macht bald Haut: Thue auch dazu ein h 'lb Lot Glöte/ein halb Lot .^isch; ein / ein halb Lot Galmey/ ein Lot woll gebrandt D-cmol / ein O.uint Qr^-- cum. Zu alten faulen Schäden. ^imbSanickel tzeydmschWm-dktauuseudedttmit Schäde ss Laugen / biß die Kanter zu Mubs w-rdrn / thue sir »n faul - wo- ein Tuch / drücke sie durch / mache da» anß eine Btvbe durchsieh (der Safft der durchgehet/ ist wie eine Brühe) also daß heile». ?0LNUM (ZrXcum Samen mit daruntergknnscht werde/ darnach nimb Bocken Vnschlit/ssonderl.ch von weisst», geschnittenen Bocken / dann das istallezett das teste) rein Borckschmaly / ein jegliches gleich viel /Banmöhl halb so viel als der eines/laß daserwalien beym Fewr/ thue ein wenig Wachs darzu / daß eine Salbe darauß Werde / dasist gut zu allen faulen Schaden/ wie die sey»? mögen / darauff gelegt. Solche Schaden werden durch Wasser / von schweife! / oder Litumme, oderMohngemacht curirt. Ikurn, ?i5c>n. üb. 4.c. 7. Besihe das^ntl^otarium deß^yfen/ 180. tir. D«e Salbecc^ü.05genant. Item / ein gemein Pflaster zu allen bösen Schadens Item / ein nützlichSparadrap Pflaster zu alten faule» bnheilbaren gifftigcn schaden. Item / ein salblein vo» grawen Augstein / genant. Ibiäcm n8 lir. Das sälblein von Victriol. Fu solchen schaden ist auch gutS-Iohannisöhl. Liese cent. 7. ^)Z. Ein anders. Nimb zum Olco luccini ein wenig Wachs / vnd mache einesalbe / das heiletgewalrig. Item/mach ein Pulver von einer dür:en Rröten/ die durchstochen / vnd in der Lufft außdönet ist / (man must sieerstzu pulverbrennen/vnd darnach pulverisiren/vnd in böse alte gifftige schaden strewen / die sonst niemand heilen kan) die heilet sievongrund auß. Schmertzen Bindern. Wann einer grosse ^chmer^e»? in Mcm schade» Sall'k zu allen scha-- den an den Beinen« Wunden- ttanck zu alten scha- Von dct Ha kat' so gensinurmit einem Silbern oder zinnern -Lös- fei eui wenigWacbholderobl drciu so wirds balde lindc^ Geschnitten. Wer sich in die )?anv oder ,n einen^inger geschnitten hat/ derstrewenur Asche in die Wunde/so heiletsbal, Äe zu Oder kewe nur Saltz vnd Brod vntereinander vnv lege eine Spmnwebe drüber/darnach lege ersauff. Eine Salbe auff Schäden au den Beinen/die faule Köcher haben an Beinen/die da dtcke seyn/ vndhat gewehret etliche Jahr. NimbWnchs/Hariz/RmdQ'n'^nschltt/ jedes eAk halb Aoth/thu die dreyStück besonders in einem Topff/ la<; essachte zergehen/ seihe es durch em Tuch/ darnach nimb 2. Loth Speck/ Lot!) Schmer/ das; ein Jahr alt ist/lege es in Wasser / last es Stunden ligen/ schneids darnach klein/ schmeltze es durchein Tuch in den Topff zu dem andern. Nimb dann Bleyweiß/ Si!- berglot/jedes z.-Loth/ Galmey/ 'Alan,,/jedes 2. Loth/ mache diese ^2tückallezu pr.lver/thuesiein den Topfs/ da die andern Stück jnnen seyn / ftiz vaßzumFewer/ !aß ein wenig sieden/ seihe es durch ein Tuch in ein ander Gefäß / setze es wir wider zum Fewer/ stoß /»Loch Grünspan klein/ thu auch drem,' las; ein wenig sieden/so zsts gerecht. ?ir eriam ^ ex c^re- villa,cumaäipilllruäinemcc>^u!rurz czuo in^nriczuis ul- Z?lacc»tomuz (B^etschneider.) Alte Schaden zu reinigen. Nimb ^upffer:oth/Salpeter/Alaun/ Lr>Ius, weist Galmey/Holwury/Ingber/Zlorbern/eineganizeMus- cat/jedes gleich viel/alles zerschnitten in ein Copffge, thaü/fl'.essmd Wasser drauff gegossen/ gesotten/ vnd darauffaelegt/reiniget vnd erfrischet die Wunden. Eine Wunden Tranck Zu alten Schäden. ') umo Muscaten/Mnscatenolumcn / ^iageieln/ je, des 6.Qnint/ Weyrauch/Arebsstein/newen Schwefel/ jedes l. O-uwt/ Heydmsch Wundkrant/ Brünetten/ rotben ^ohl/^edesemHandvsll/ machen, ^ackieitt. In das eine thu die spccic^in das andere die Krauter/ lege sie in ein alt Bier/ vnd laß den Patienten stats das ÄonMncke». Pillen darzu. Nimb s)i!lul- 6c l^ermoäzÄ^I. äerumci kenze^ jedes l. ^crupul. Oi-u?r^ä. Zra. 4^ cum!i<^uasumircrrX, lianr^ill. num. 76. UuZuemum hierzu. Nimb Pech/ Baumöyl/ ?/?ast!xöhl / Eyeröhl / jedes 2. Asch/ Terpentin/Hary jedesz. -Coth/^virl^a, (Z jedes anderthalb D.u>ttt C>afftmeel l»O.U!Nt/ Lcrull^, 1'uriz ^rzepl!>r. jedes ein halb D.mnt. Mache ein unsuenr^m, ur noKri. Wann ein Mensch einen alten Bruch oder Schaden hat an einem Bem/ der chm zugeheilet were/ vnd er wolt jhn gerne widex offen haben. So nimb nur». Muscat/ lege sie vbex Nacht in Es, ßlg/ auff den Morgen nimb sie herauß/schneideScheib- lem davon/ vnd lege eins auff den S chaden/ so wird er offcn vnd ein L^och darein. Wo die Haut zu dicke/so laß d;r einen guten Balbierer dasselbige nut einem kleine» Stückleitt vom spiele ruprorio, wie dann in seiner ekirulvl?. beschreibet / (das ist ein klein steinlein) offeuen/ odcrmtt einer Flitce oder^nccr,oder8cul^c!l, wann es nohtig ist. Salbt au" gute Salbe auffalte vnd newe ülttvnd ^^chaden» newescha- Nimö Garbe/Betonier./ .Erdbeerkraut/spiyjgen ' Wegerich/ Wegebreit/ Römischen Salbky / so man sonsien vnserFrawen Salben Hnst/Braunellcn/Beer, wiuckel/ Sanickel/ Ärauseznnjedes ein Handvoll. Tormentill vnd Violwuryel jedes Loth/r- Pfund wachs/so newvnd vngenüy ist / ein halb Pfund rein Bvrckschmattz/ «in halb Pfund Hannenhartz. ^Die Rrauter vnd wu izelhacke klein w-e Lvraut/Vnd thue sie in ebnen Tiegel/wue die andern Stück drunter / das A ary erst mit Essg solvirt oder zerla^en/ vüd laf? mit einander kochen cme vierte! Stunde / wie dich dünckt/ daß die Rrältter n-chtzu dür:ewerden/vnd rubre es sei» durch einander/ darnach thue es in ein ^acklem vnd drucks aus;. Diese Salbe heilet machtig wol alte vnd newe schä? den- Aas Güldene Kühlwasser Zu hitzigen alten Schäden. . . Nimb frischen Lemr einen grossen Hutvoll/ geuß ei- GnldM s?en gmenEymer voll Wassers dranff/rühre es wo! vmb/ kühlwassee vnd laß drey Nacht zusammen stehen. Darnach geus; zu hitzigetb das wasser ab itl einen newen Topff/decks fest zu / vnd Schadell- Haß eine halbe Stunde sieben/ klare es in einen andern Tcpff- tdue drein/weil es noch heist ist/weissen Anpft'ers roch/ wnssen wcyrauch jedes anderthalb Loth / alles klein geflossen/vnd durchgesiebet/thu auch vor 2.Pfenninge ganye Korben! drein, -Giß wassersschlage mit einem Tuch / laß zimlich warm vmb die wunden/ wasche sie auch damit. Ist die wunde rein/so lege Faßsei»! drein/mit Goltwuryelwas- ser/vnd lege deß w -sser ohne Pflaster mit einem nasse»? Tuchvber den Schaden. Bcsihe Kvtt kie-n? L^vrui^. paA.q.. per tOtuniz da ha^ siu alles von alren/bösen/ gifftigen/ faulen / eingebrochenen/ liessen/ koi-en Schaden/ die man vor vnheilbar acho t^t/wienian diecuriien soll. Daecxi.Vl,C«,p!ttl. Von d->i Schweren. ulcus, r'ubcr^ist^in Zc!'.c^Ze voc^bu- ium. vud bedeutet alle geschwollene vn? offene S cha- den/als Rrebs/Fistein/Pocken / schwarte Blatter/' Feigblattern/ Schweren / Blmschweren / das ' pltium öcc. wo sich jrgcnd eine bose ei-ende Feuchtigkeit hinsetzet/ vnd endlich auff bricht/ schwieret oder schwillet- wollen aber hier erstlich sagen von den Schweren. UIcus ein Schwer/^poAcma ist ein jeder Geschwer/ Geschwulst/Beule/oder Blatter/die sich erhebt / aber so balde sie auffbrechcn/ so heißt mans ulcerz , spricht inderkleinen L^^rurAi j?2rr>2. c-ip 1. (Za1enu5 sagt in äekmr. ck?ro5^/Uc<. i5t K5 ?r5av. scu icellris, eli corporum cx mA-irnmZtjone in pus lnurmio. ^pMern!l ein Geschwell/ein zeitig Beschwer/suppu- rztic>scu!,lzscellr'.s, sb rer nzruicum pus ex piile^mone resoZurum,in c^uen- 6am czu!tl! linum collisrmr: vel cti^m nulla piXcccienrc ^^le^mone, cum liurno! ^uiclarn ncris üarim sb inirio in ^srre aüciuz colli'^irur, spaciumque llbi mvüiens.vc! inner äuas runiczs, vei sirk ccrus mcrnbrZnis nimiz 6>Kenl!one c e^ kumiäum Älic^ulä , vocznr a ztiXt mcl Sc x-j^ov favus, apum ccllulX, der Rohst/ oder die Lochlein deß Rohste/ da die Bienen jnnen wohnen. Lü cr^c» uicus foraminotuln, pcr c^uoä nies clllmr viicosa, melli llmilis. 8i ^uitis Zc fznnX rriricxe tlmilirucjincn: ic-ierzir, ÜIu6 excremcnrurn , czuc>6 in eis conünetur, e^icunrur , I^oc , rrniceZz, iZzro 7^L icu puZre rriricea. Zin vero ^in^uc ^uippiamaä ilmilituäincln lcrvi 5eu silii, 5eÄ?"W^xx. vo- canr, c^uo ceu pinAuc^o ZN co cllnnnL^nr. LK enim näipano , seu cure uä^'is eKuiio. LK: zojrur 5z«?-cÄ/xv!. alzsecilus-in-^uo ccu czuXciam conspicitur. ^pc>üew^ti5- ist oben das Puzzle-:: auff dem , . . Geschwür/wiewo! sie nicht alle ein solch putzlem ha, ben/ emunÄoriuln fönstgenüttt^ dader^yeerauslachet. Luiario uZccrum clt ex ^lei-crnic), sc.Iicer Ivlulni^ öc ?mmn,sagt l^eopinattus in j?rinc!sii^c^!p^6. öc 8. 1.eZc cunäem in r^m1cum6carr>)'ZM. 6u1cibuz, kiilius. ^larcilsuz , Narcissen Rößlein erweichen alle Gt, schwer vnd Beulen. ve ulcenbus puerorurn,^1cx.Lcneäi<^. pZA.544.l45. nr.Lmpi^lirum. jös sind zwmerley Beschwer/ jnnerliche/die einer jn, «erlich imLcibehat, in den Vieren/Lnng/ Leber/deß Magens: Vnd eusserlicbe/ die einer evsserlich auff oder am dem Leibe hat / vnd hat ein jedes seine sonderliche dura. Wer ein Geschwür im Leibe hat/ der Hüttsich vor Wasser. Ocinäe äit?erunr1c>cc», etliche sind am ?)?unde / auff dem Haupt/ am Halse. viKerunr czusa mareriall. Ktliche seyn vom san-'.uine, pIiIeAMnre,c^c»1era,mclAncko1i!i,Scc. Irein a qu^cme, etliche sind hitzige/etliche nicht / a zcen8 ulccri nc>n poüintcÄrniZAAlurinari, wer kan alles erzehlen/ ich schreibe hier nur vor gemeine Leut. Bs sind auch <3^,ct>^,^oceü,serinAuIcer2, czuseas- ^crius in coipu8 liumanü ssevium,a ferirare nornen balzet. Alle Schweren curantur per 3czu28 sulpkuris.Lirurnl- nis,irem vom Mohs, l'trurneis ?ison.UI,^. c.7. Iren, HierZHu.'is vom Salperervnd??iter. Ircm per olcurn Lc t^uinram cllcnnam 8o1i5) dassänfftiget die Schmertzen/ vnd heilet» UIcenkus meclentur, LkenuZ, Lrallicz , Viris ni^ra, Lcorämm, I^zpis ^Xmauce8,LaIzttires, ?eru(Ites, ?kuriz suliAo. Alle böse hitzige vnd brennende Schweren/ die da sie, chm/ cur?.nrur per a<^uci8, von» Spat / Frawen Eyß/ AmetistenChrystalvnd Alabaster/ Irem äclapi^e^lio^ l'kurneis.?ilon. 1.4. c.7. Ircrn un^uenrum populeon. Gesottene Hutter(geschmelyte Butter) in der speise gessen/weichet den Brauch/ macht feist / zeitiget die Geschwer »m Leibe/ vnd macht sie auff/ krillus. öiizalä. ccnr.4^ ^pkor. 9z. Harte Geschwer lindertvnd weichet un^uenrum äizl- l^TX,das weisse äiac^Ion Pflaster/kris. I^^f. Wider die kaltephlcgmatischeGeschwür sind gut die Wasser von Achn/GipS'Wismuth/ l^umeis 1.4. c.7. Item das Pflaster Lerc>ncum,die Bälde ^Aripp-eA)'f. Alle inwendige vnd außwendigc verharte Geschwer/ erweichen vnd reinigen die Wässer von Magnet vnd Schmirgel, l^m neis. Irem koenum(zr?ecum, Ehren- freyst/ Suurejii, Nheinfahren/ Lonäris, Schirling/oder Wikrerich. In ^ummavon allen Schweren/aller Glieder des; Kanye Leibes/ Liese knllum IN ^pec. pzrr. 4.1.2. rrzA. 2. vndhindenam 5pec. (.45.46.47.50.^.52.55, Irem Lu^l- ler. Teutsche Ln^rur^i.1, parr. ulr. ^laruMc->.kivz,wie manalle Schwerensoll rieffvnd watch machen/ kris.UK.- p^.l. c.ü.7. Ich kans ja hier nicht alles setzen. Etliche Beschwer kanman nicht darzu bringen/ daß s!e sich selbst eröffneten oder wcichcten/sondern man müß fleauffhawen/ das ist, mit einer Flitte eröffne/das müs, sen die Baldiger thun/ die stecke gerne die Flitte so tieff durch dicHüULhinejn/daßsievnten den Lyterstock mit er:ejch?n. Auff ditz-qe Beschwer pfleget man hitzige Ding zu kezen/ais ^ose-wyl/ Vejlcheuohl/'^achtschattcnwas, ftr/ Rosmwasser MltLtyerwe»st/ Campffer/ Lolv^rmc- Nv, Scc. Vor eme Scs^wclle auff dem bleibe. Schwölle Wermuth;erstosse sie mitHonig/ond schmier am Le5.17 .da sagt er/ Sawerteig msr Oel vermischt/ vnd mit gekochten Zwiebeln zerflossen vnd gekneten/machr ein GejclMüst vnd Beule gar reiss/ Item/ lindert vnd weichet dieselbige. Bockshornsamen inOel gesotten/ wird nützlick) gebraucht,/ zuharten hitzigen Geschwülsten. Das LXl.v!ll. Capitel. Vom wilden Fleisch. 'Ir arme elende Menschen/ haben in diesem betrüb- ^ ^ten Leben viel wild Fleisch an vnserm Leibe/das Gort mit den bösen Hunden deß Creutzes vnd allerley Vnglücks wlder heraußhetzenmuß/ sollen wir anders zur Erkamnus kommen / vnd selig werden. Damtt wir aber solches glauben mögen/ daß deme gewißlich also seye / so lasts GOTTden Leuten auß den Schweren vnd Wunden zu wellenherauß wachsen/ vnd das lst so ein böß Flelsch/daß em Schade ntt heilet/eö sey 255 denn daß diß Fleisch zuvorherauß gebeitzet/ oder da es schon heilet / so wächsts doch vor dem andern F lelsch hervor/ vnd schet grawlich roth/ oder bräunlich auß / vnd last eme grewllche Narbe oder cicarriccm. Drumbmuß mail inHeilung der Schweren^nd Wunden aufdasselblge blutende röhre oder brauneFleisch ach^ tung gcben/vnd dasselbige/so bald man vermercket/ daß sie im Schaden wittern/ abwenden vndwegbrmgen Etliche Meister pflegensolchauffgeworstenFleisclnn den Wunden mit emem Schermesser weg zu schneiden oder zu etzen/ das wollen andere nicht also gemacht haben / jagen: man soll nur grobe Leinwar nehmen/ vnd die Fasen davon abschaben/vnd die auf das wilde Fleisch legen/ Mit den Wundenpsiastcr/vnd solle sem feste auss- bmden/ doch also/ daß es dem Patienten nicht wehe thut/ vnd solls darnach also ligen lassen/!'iß man wider einander Pflaster aussbmdet: dlß sou man so lange thun/ biß man vernimbt/daß das wllde Fleisch weg ist/je gröber die Leinwat ist / je besser sie lst. Sonsten aber pfleget mau den gebrandtenAlaun klem zerflossen vnd eiuzustrewen/ das nimbts auch hinweg. Ein anders. Böß faul Fleisch wird außgebeitzet auß den Wunden/ durchWcyrauch/ ^riliolo»i-ilouZZ,Osterlucla/ Ireos-Orki, (das ist Lrvum, Erbesmeel) I^ir^arZ^rium, (Silberglöt) LerullA, (Bleyweiß) rumi ^xrldÄ,lemengrrix>!jcis ^Schcißmelden) temen l'ÄMÄrilci z aloe, Ikeo5>k. in semer Wund-Artzney/ fol. 108. Itemmit gebrandten Alaun vnd Vitriol/ der im Essig wol abgelöschet ist / der nicht prX^rirr oder prTcipi- lÄr,ist anchgut darzu/denn er verzehret das wildFlelsch/ setztgut Flelsch/ vnd hellet wol. Das LXI.IX. Capitel. Vomheiligen Fewer oder heiligen Dmg/oder das Wilde Fewer/ Lr/üxclas genant. , verteutschen etliche Sanct Antonius -^Fewer/ etliche die Rose/ es lst aber ein lose Rose/?tll- che nennensOelschenckcl/etlicheS. Qulnns Biß/etliche S. Iohans Biß/ etliche Herpetem/ etliche machen n- nen Bnterscheld zwischen demL^si^elarevndtter^ere, etUche lscruln iKnem, etliche machen em Gäa- cx colico säuKo bil^olo 1->n^uiric: Lute- bius sagtlibr.9.Lcc!es. lliltsr. es sey eme sonderliche Strasse Gottes. Etl.che/ cöseyex^ucreraÄlonL kanvuin!^ , Huzm sulzlecuca inKammario lari Auin-8) Etliche/es sey em Geschwer/ da sich viel Ch ^lera ve'sanllet/drumb ttenmt6auchZ.7k.emhitz!gCholerisch Gelchwer/welchcs vom hitzigen Geblüt vnd Cholenscyer Feuchte herkommet. Etliche / es sey emkiunor ex bilis LL sariAuiniz cali
  • ir^s, ^ur lzn^ume lolo c^ui- 6em,5eci tervicic>, sublrznria renui ül ma : Irem> es sey em 5ebri5 acuca, c^uam äolores Lc moräicanoues ucen ke^untür l'^eop^rattusspricht/ esseyeinverzehret8al. Aber ich will mich vnter sie Nicht mengen/ sie mögensichm:t- emander drumb vertragen / ick will hier von d?m D mgc sagen/ das man m der Marck Brandenburg/ vnd allhier lm HertzogthnmbMeckelburg dashelligDmg nennet/ mag vielleicht wol das seyn/ das sonsten vnd von etlichen die Rose ge^enntt wi d : Wtlls aach alsobeschrelben/daß man tmcy wo! verstehen soll/t.'aS ich meyne. Dle Kräuter vnd dle Kranckhettenhaben sch:e' m einem jedern Land andere 5. men / darumb mag sich der bekümmern / der em kleä cus ist / sicb auch darv^e auß- gibt/vnd sich anchdavongedenckt zn e mbren. Jedoch wer etwas von der Kranckheit / d c gcnennet wird/oder äe tter^ce, mehr le ^ il/der lese . l. Oe rumor, ^rcecelis^r. . Lc Genuinlib.s.ca^.Zs.likr.i. Herm.s.«. 8^. 5.ca^.2.8.0r!iz2l.Iib.z.zäLun.La^.48 ^muar.Iib.2..L.z 1. ?aiÄcettum von offenen SMden/esp.s-Lc 7'LzrrkoI.^NZlic.Udr.7ca? uz Aber Wild Fleisch wodurch es außgebeitzet wlrd. Heiliges Fewers mancherley Namen/vnH woher diese Kranckheit entstehet. 'Lr^lipe- Äas^uicj? Dmg pflegt vn- terwei- lens auff- zubrechen Heiliges' Ding beste Artz- ney ist/ daß man jhme seinen Willen lasse/ vnd nicht wassere. Heilig Dmgbe-' kommen gar leicht lichdie Weiber rum. Keilig Fewer so emen erstlich Aber ex Ipsis propricczrikus voasdulorum kan man wol etwas nachrahten / daß der Wolff oder der krebs seyn muß/ sd ä terpcnclo, drmnb nennet auch (-alenu8 ?Ierjzercm ein das ist/ ein vmb sich fressend Ding /Äle^cncjv, daß er »m Fleisch jMitter fort fnst. aber ist eine Hirschsranckhelt. Denn^-^tt?» ist so ein kleiner Same wie Kümmel/ Hers oder Mohn lst/vnd helf? proplNHuum vicillum , das schier ist wie ein Hirse/ wie man an manchem Menschen scher/ daß er einen Hauffen7leme Blatterlem hart aneinander aufs der Haut hat/ schier wie eine grosse rothe Flechte/ die incbr wehe thun/ allein daß sie einen jucken. Allein das wile ihm M'ch nicht thun. Vernünftriglich'kan matt auß solchen mancherley Namen abnehmen/daß solche rohte Geschwulst vnd Schwer alsowirdgmam/ nach dem es sich zu jeder Zeit erzeiget/ unterschied lochen / als wann es ein rothe Geschwulst allem/wird es genant rohte Rose/ Rotlaufs/ sopfiegtSam Halse/Kopff/Angesickt oder amArm zu seyn/mit einem innerlichen Frost/:c.WennS aber keine Blatterlem nm- briNgt/L^li^e!aS)Lcc. Wenns aber an den Lruribus oder Schienbeinen mitBlatrern / darauß Flcchcen / Reimes milizriz- tcipi^o,Scc. WannS aber grosse Löchermacht/ brennt/frist/ wütet/ außlauffr/ Oelschenckel/ -derWolff/cli^i» mcnz.uoll me rzn^eie.scc.In vorigen lvecicbuZz vergehet es bald wider als ein Rorlauff/aber in letzter gestalt nccht/ sondern wehret lanq/zc. Aber was soll ich viel disputiren/ ich schreibe hierDor einfältige Leute / die sollen wissen/ daß das heilig Dmg nichts anders ist / dann eine hitzige Röhte / davon emem dieHaut gar roth wirH/daS schmertzt vnd schrindet schwer als wenns Fewer wäre / oder wenn emer Mit der Nessel verbrant wird/ vnd ärger. Es kompr einem erstlich allzeit mit hinein Frost an/ wie em Fieber / darnach folget e.ne Hitze / vnd nicht eme fchlechtcgermge Hitze/sondern die alle Glieder durchgehet / darnach legt sichs an emen gewissen Ort / den erhitzt es / daß der Ort gar glat wud wie em Spiegel vnd gar roth/wie emer der nah beym Fewer gesessen hatte / davon er roch worden wäre / vnd ist etwas geschwollen mlt/kompr gerne vom vbngenGMüt/nach grossem erzürnen vnd schrecken. Anfänglich gehetö durch alle Glieder / ehesichsanei- nen gewissen Ort setzt/vnd man ist «m Anfang sehr kranck dran. Dann setztsichsm die Schenckel/ oder vnterdas Angesicht/oder an die Brust/odcr m dieSeite/oder sonst an einen ander-nhohen Orc deß ieches / mit emer Röhte. Hats aber einer em mahl/ so kompts zu einer andern Zeit wider/ wenn mans gleich einmahl loßwordenist. Bißweilen bricht? auch auff/ sonderlich wenn irianS wassert oder beschmieret / vnd laufst herauß wie cm Ey" ter mit Staub vermenget: vnd solches aussbrechenist Nicht gut/ denn es nimbt darnach viel Mühe zu heilem Man hats bißweilen 14. Tage / bißweilen drey/ lußwei- len auch wol vier Wochen darnach eösiarck kompt. Lcl- Ausmacht zwo 5^»ccie?. Ich Habs offt von den Leuten gehört/die es gehabt/ ^eS wäre am besten/ man thäte gar nichts dran/ vnd liesse jhm seinen Willen/ sowürdees wol also wider hinweg wandern/ wie e6 herkommen wäre. Hüte dich nur / daß du es nicht naß macheft / oder irgend Mit emem Oel/ oder andern fetten /Hitzigen / brennenden Dingen / die eine brennende Feuchtigkeit bey sich haben/ erzürnest/ sonst bekomptS baldeBlasen/vnd schmertzt einen wie ein Fewer. Wenns nur herauß ist/ so darffman darnach wol dran außgehen. DieWelber bekommens leichtlich xottxz» rum, exmcrlüruolÄNAuine,Huan6oj?olijiarrum n6 Vilnius Ilionem recjcjir, nobücm ruc^m vc>» car, czual: von rrako, exrralio - wie rura arueacioleuerueo^o , <^uc>6 proprer mulripliccs usns plu!> eruiirur ^uarn relic^u^ iiertiX. Die A»ten haben den krautern offt ihre Namen geben von ihrem Nutz / ober von den Kranckheiten/ davor sie dienen. Wie 1°kcopkra- ?-»rzce1tus auch meldet. sscroz rej^io^uunrrsnarum vivenrium ven» krcs impollri, pe6i!zu8 ul^ucpc>lieric>ril)U5 pronss acjal- li^zri jubcnr, ur crebriore anlieliru proliur, !>Ic2ncI. xn/sp2r.i.5c>1.46?. Item. Nimb blaw Pappier / schabeKvcydcdrauff/ vnd legö auff. l'Iiurkieis. sagt in seinem die Wasier von Spat/Federweiß/Alabaster/Salpeter vnd Niter cu- rirenö/ lili. 7. csp. 7. Warm Bad wtder S.Anthoniuö Fewer/ suche im Kulzncio. Lr^kipelstt slü5c^ue caliäis inAzmmzriouilzusms- ^earui^TcunAuenra expellcvria triZiäirarem, pc>pu- Icoo, latri^ic!. Caleni, ^arralinum, clc Izolo , k>z?c acl rc» triAcrzv6a5 psrres accc>rnmociallrur,I.c>.^1su!ii io libcl- Ic> meciico- Besihe ?1ill. lib. 2 ,0. czp. Das LI.. Capitel. Vom innerlichen Brand. ^Ch muß hier meine Vnwissenheit bekennen / denn ich von diesen Dingen nicht vil gesehen noch erfahren, sahe emmal einen lier m einer Ur>ivcrlirar, der bekam einen Schaden m ^cmbro viriü, da sagt der Bal- birer/ eö were der kalte Brand/vnd curiret chn leichtlich/ ichbothchm 5. Thaler sür diese Kunst / erwoltemirsie aber nicht zukommen lassen. Hierauß schliesst ich nun/daß zweyerley Brand seyn müssen/ der warme vnd kalte. Der warme/ wenn sich xer turiolam ckojeram ein Geblüte entzündet/vnd wenn man daö Nicht bald leschet / so muß man einem den Schenckel oder einander Glied ablösen/ damit eö nicht den gantzen Leib erreiche. Dieser wird meineserachtenögcleschtmit Magsamenöhl/ oder Seeblumenöhl/ oder Holdervdl/o-- der Rojenöhl/ oderun^uenro R.c>s»^urn (oderKühlzalb- le»n) Lsleu oder un^ueuro ^c calcc, darvon cZualrl^ K/f. in seiner kleinen Ch.ru rgey schreibet parr. 6 l'ir. Vom Magsamenöhl/ vr.cl'ir. Vom Sccblumenöhl/?ir. Vom Holder ot er Hollundervhl/ ?>r. Vom Rosenöhl/ zc. B.sihe R^/Kum. Darnach so muß auch em kalter Brand seyn/ dessen gemelter Balbirer gedacht / den will ich den Balbirern vnd andern ^le-jicis befehlen / habe aber gleichwol einen oräinzrisrn lecjem zu diesen Bränden ordnenmüssen/ da- m-t emHaußvacter gelegenhett hatte / etwaö darzu zu zeichnen wenn er etwaö von Künsten erführe. 8 I (Z N °rl!coplir2iill5von offenen Schaden / vnterscheidet diesen Brand also/ der ^curischc (daö is.der rechte Ychi- ge Brand) ist/ wenn eine gehla:ge Hitze m em Gm-d fält/ mitgrausam vnauffhorl^chen Brennen / mit kleinen gelben Blatterlem/ mitemer röhte vmbgeben / so endlich blaw wird/am 7>oder 9. Tage/ das ist ein l^uis pcriicus. Aber der kaltc Brand hat eben die Zeichen /" ohne daß die Röhre letztlich ^schwartz wud/6 Das ander B»cb Curz. Deß k^l- ien -Brands» Kalte Brand womtt er zu Heller < Brand o- der ent- zündnng der Glieder wodurch er Q u Doch schreibet Thurne^er m seinem ?iic>n. Iil?. s,c. z v. daß der rothe Schwcf.el cm gewiß Recept wider den H-Lten Brand sey/denn er spricht/daß es das allerbewehr- teste-iic.luum ftz-./dc-. kalten Brand zu leschen/ dasvmer der Sonnen seyn kan / vnd er habe selber danm zu recht bracht/d:e da verfaulet/ verderber vnd schier nahend zum abschneiden der Glieder gereicht haben/ ?c. Aber nn vorgehenden Capitel erklaret er sich / was er vcr ?>i.en rothen Schwc-fcl mcyne/neml-.ch den die Maler Reuschgel n?unen/ vnd spricht weiter / es sey eme Art eines Vnzeuigen / vnd noch nicht außgewa-schmen Zmo- bers- Wenn man mum ein Bein oder ArP/oderem an« der Glied abschneidet. Vor Bein/Arm/ vnd andere Glledmassen'abschnet- den/ welches ein grosser herber Schnm tz -st/ hat man ja etliche Sachen/ die den Schmcrtzen Undern/allem vor die Weheragen deß Kopffs abschneidens / da ist kcm Recept vor / das den Wehe vertreiben. / oder den: Menschen z« hülsskommen solte» Man gibt den Leuten em Thwal- rrauck cm / daß sie schlaffen viw du? leÄ-«nem mcht füh- ten/die Wurtzel der oder drß Alrreunichens ist gurdarzu/ das LolumLllT l^orninem vnd r^.^»ra8 nennen / das macht so trefflich sthlassc'.i / daß / wenn mans auch zu vil lm rrincken brauchet / emer gar darvon emschlaffen vnd sterben kan. Vor den kalten Brand. Nimb guten Weinessig sawer gebacken Brod / vnd reibe das klein / vnd rhus ziisainmen in einen newen Top ff/ der n-e gebraucht ist/ laß miteinander sieden / daß .s Schwartz wad / dann/ so thue drem Kupfferwas^er zwey Loth/ Lvlnm crn Loth / Alaunemhalb Loth / vnd verbindenden Schaden alle ^runden damit. Will man Cannllenblttmen vnd Vermuth um drunter nehmen/so lsts auch gut. Ein anders. Nimb Cainillenblumen/ein haibe Hand voll/Psirs- keulaub/ Eichenlaub/ Leinsamen jedes Hand voll/ Kupfferwasser 4. Loth / Saltzeinguc Handvoll / Gall- apffel/Kupffer/ied^si. Loth/ Luluin ?..Loth/ kochs miteinander in emer Maß Wem / vnd em Maß Weinessig/ laß es drey Finger breit Einsieden/ verbmds warm damit. Jtcm° Der kalt Brand wird mit dem Wasser da6 im Lenken auß den Birckensteusi/gekscht. Item / Alaun ins Wasser gelegt / Tücher drem geweicht vnd vmbgeschla- gem Vor den kaltM Brand. Nimb vngeleschten Kalck gieß gemem Wasser drauff / darnachgeuß dasselbige Kalckwasser auff einen weissen ^ilLiucum m emem Messenen Backen / vnd peitsche es / oder treibe es / nnl einer dicken Ruten darinnen herumb/ biß es zu emem blawen Wasser wird/ darnach geuß es durch ein Tuch m em Glaß / verwahre es oben wol/ heng eö in der Stuben auff/ wie die ronldres thun/ oder setz es rmt dem Glaß m eme Srube / bestreich den Schaden dam't. Item/der kalte Brand/wird un Anfang balde gelescht/ wann man Tücher m warinen Wem legt / vnd sie drumb schlegt / doch ist dem Krancken hiemit noch mcht geholffen / es wird endlich das Fleisch gar schwartz/ vnd mansühlet nichte mehr da- Erstmalen gehet ihm nur die Haut ab / darnach wenn mans nur emmal auffgelegt hat/ wird die Haut/als wenn jhr nichts mehr fehlere/aber endlich wirdö Schwartz vnd man fühlets nicht mehr/ vnd muß abgeschnitten werden/ sonst brenners weiter. Vor den Brand oder Entzündung der Glieder. Wenn sich ein Arm oder Schenckel entzündet / so nimb PZNNUM mellliruolum, duncke ihn liis frische Wasser/ vnd legs drauff/ so kompt er mcht wider. Merck- Brand ss eusserllch wlder zu curirem Soll der Patient em gelind Larirt trancklem ein- Zu heilen» nehmen, Soll man jhn offt schwitzen lassen/durch gute Schweißpulver oder Trancklem. z. Sollen außwendige Mittel bald darauff oder Mit zugleich gebraucht werden. 4. Auch wo es von nöthen / bald im Ansang em Ader lassen. Auff diese welse cunrrs mein Bruder L .vnd wie ich höre/ andere erfahrne/ gelehrte ^eäicimehr. Das LIU. Capitel. Vom eusserltchm Brand/ wmn sich einer mit Fewr/ Pulver/ Metall/ Oel/ Wasser/ zc. verbrandt hat. /^Astu dich inltheissem Wasser oDer sonst verbrand/ so ^^mmb nur Lemöhl/vngenützt Wachs / vndBockeu- ün^let/ sviiderüch von weljsen geschnittenen Bocken/ zerlaß eS m emem'Tiegel vnteremander / daß eine Salbe drauß wu'd/ streichs auff em Tuch/darnach bestreich das auffgestrichenemlt Firnis/ vnd legealsoauff. Alsoward m zehen Tagen em Knabe geheclet / der jhm m der Badstuben selber em Faß voll hech Wasser auff den Lelb gössen/ vnd sich gar vbel Verbrand hatte. Wer sich vber dem Brawen hart verbrand hat/ dec nehme Lemöhl/ Fließwasser/ vnd die innerlichegele Rm- devondenLmden / thue es miteinander memen Topfs/ vnd rühreesfemdurcheinander/ bißdlckoderzehewird/ strelchö mit einer Feder auff den Brand/ das lmderc vnd Heller/ da-S thue so offt es wlder treuge wlrd. Der Kühedrecknut guter Milch vermischt / auff em Tuch geschmiert/ vnd auffgelegt/ das zeucht dw Hitze gewaltig auß. J--m, Bestreich es baldenmFlrnis / oder mit Eyerklar/ oder Lemohl/ das zeucht die Hitze auß. Oder schabe Was- serrüben klein/ vnd stosse sie lm Morser/daß du den Safft davon bekompst/ vnd legs auff. Oder schmiere Honlg auff den Schaden / das zeucht die Hitze auß/ vnd heilet wol. Item/ Qutttenkern ln Rosenwasser oder frisch Bornwas^ ser/oderm Rost nessig gelegt/ biß sie gar schleinng werden/ darnach zerquetschet vnd auffgelegt/ heilets m drey oder vler Tagen Oder streich mit emer Feder nur dei» Schlemi aust/ wenns trüge wird/ so bestreichs wider. Eschenschmaltz (axun^i.-» ^iivml^Kr^useln Asche ^?isci8 nomen) ist auch em gar hellsam DiNg vor den Brand vnd zu den Augen. IraamlzuliiscunrerurirrzclioeL k^lizc^nrtn s blawe Mertzviolen) (Goldwurtz"l) Lulbi IiUorun^ 2ll)0lum, ircm üores lil. IvlatvT, Vcrbssci- 0 ^ Wer sich mit helssem Wasser/ Oel/Fewer/Pulver/ oder andern Sachen verbrand hat/ der lauffe mcht balde zum kalten Wasser / vnd stecke den Schaden drem / m meynung sich damit zu tüh len/ denn al>o macht man vbel arger. Besser ists m warm Wasser gehalten. Item/ es Heller kem Brand / es sey dem; dte Hitze vnd der Brand zuvor herauß gezogen. Mit Heissem Wasser verbrandt. Nimb sechs Krebs/ zerstosse sie uu T egel mit vnge- saltzcner Butter/ vnd fttzs:m T-eqcl vbersFewr/ drucks durch em Tüchlem/ seigs abe/ schmier dlch damit. Es hellet ln acht Tagen / ob glelchdikH-.xut abgehet. Wenn gle-ch bald :m Anfang deß Brandes kleine Blattern aufflauffen / so soll mans doch nicht verachten / denn sich balde hernach nicht allein Blattern / sondern auch wol grosse Blasen finden werden. Mit heiffem Wasser verbrandt. Nimb Wolkrautwurtzel/ pülvere sie/ mische sie mit Eyerklar / legs vnter den Brand / das zeucht den Brand auß/vnd hellet balde. Ein gute Brandfalbe. Nimb Speck der nicht gesaltzenlst / zerlaß meinem Brand- Tiegel / vndgleßesmeinkaltWasser / darnachthue salbe z» Eyerklar darunter/ vnd rühre es wol durcheinander. machen Brand vonhelss sen Was' ser wodurch er zu heile«. »1-^' ZO. Von der Hauß.ArMy. 2^7 Brand vom Fewer/ Wasser oder Schmaltz wle er zu hellen. Brandy vom Fewer oder heis- sen Wasser/ wle er ju hellen. Brand wodurch jhnarme Leut heilen sollen. Brand so sehr gefährlich/ womit er zuheilen. Brand Ksnheis« So sich einer mit Pulver ver, brandt hat. Nimb Milch vnd vngeleschten Kalck / em wenig Honig/ vnd mache eme Salbe darauß/ schmlereesauffden Schaden. Wer sich mir Fewer/ Wasser/ Pech oder Schmaltz verbrandt hat. Der zerstosse Krebs/ vnd presseden Safft drauß/vnd mache eln UnAucnrum drauß/ vnd legsdrauff. lib.. l i. Mit Fewer verbrandt. Wer sich mit Fewer Verbrandthat/ der nehme Leinsamen/ vnd siede chn wol im Wasser / netze ein Tuch drem/legsauffden Brand/ so heilets gewißlich. (Zummi Hrzbicum ambuliis ex c>vc» ^Ilicurn > puttulas non ^zrirurerllm^ere. Wer sich mit Fewer oder heissem Wasser verbrandt hat. Der nehme schwartze Oliven (snursru^usolca.-) zer- drückesie/ vnd lege sieauffden Brand/ das lässet keine Blasenaufflauffen. Lan^ol.^nAlic.Ub.17. cap.i11.tere in kitte. Es nehmen auch etliche zwey Löffel voll Baumohl/ ein Löffel voll Bormvasser/vnd schlahenö fem durcheinander / vnd bestreichen den Schaden damit. Es wolte einmahl ein Gelehrter seiner Frawen ins Handwerck sallen/vnd cm Fleisch kochen/als es nun zum sehrstensoth/wolt jhmder Topff vmbfallen/ ergriffbal- de darnach/risie den Topff vollend vmb/das Wasser liess ihm :n die Ermel/ vnd richtet ihn vbel zu/ da sahe ich daß jhm der Balbierer ei» roth Psiaster aufflegte / das war von Firnis/ Leinöhl/ Lolo^rmelio gemacht / ob mehr darzu genommen war / kan ich nicht wissen/ er wolte mir nicht mehr bekennen. Gute Brandsalben/ suche in der kleinen cKyrurAia j?Ärr.6.^lr.UuAuenrurri äecalce. Icem,Ein gemeine gute Brandsalbc/Lc ibi lehuenriz. Ääuliioncm reliÄas viäe ^IeXÄnä.LenecIi^.^^4O.54Z. Eine Arzney vor die Armen. Schmiere bald warmen Kühedreck drauff. Damit sind einmal m einem Brande viel Leute geheilet worden, Oder schmier nur Firnis allein drauff/dennvondeme hielte Thurneisser treffllchviel m solchem Fall. Wasser von Menschenblut dlstillirt / anff den Brand gelegt / zeucht die Hitze auß vnd heilet, kallooius. ^ I. I u v. Im Sommer samle die Nicotlanblatter / hange sie in einem Gemach auss/ vnd lege sie mit nüchtern Speichel bestnchen auss Oder.- Nimb drey Fließkrebs auß dem Wasser / zerstosse sie also frisch vnd lebendig m einem Mörser / oder zerquetsche sie zwischen 2. .Stemen/lege sie mit vngesaltzener frischer Butter in emem Tiegel / vnd bradts miteinander/ drucks darnach durch ein fem rem Tüchlem/ vnd wirff die Schalen von Krebsen weg / so hastu eme gute wol- riechende gelbe Salbe/ schmier den Schaden damit/vnd ftreichs auff ein Tüchlem/ vnd legs auss / das heilet gar wohl. Item / Wachs von jungen Bienen vnd reinen Borck- speck/ darauß wird auch eme gute Salbe. Sehr verbrandt. Es sagt mir cin Wclb / die Brandtenwein gebraNdt/ vnd sich nrcht wohl vorgesehen hatte / daß oben der Hut abgesprungen/ vnd die Heraich gesprungene gesottene Warmen oder Hefen sie vbel zugericht hatten/ sie hatte sich nur Mit Wachholderöhl geschmieret/ das hatte sie fem gelindert vnd wol geheilet. Aber sie hatte fast vor zwey Thaler solch Oe! an jhr verschnneret» Mit heissem Bley verbrandt» Nimb einen Ast von einer Linden/ schabe erstlich die schwartze Vorcke oben ab / vnd thue sie weg. Darnach schabedle folgende Borcke auch ab/ vnd kreische die m semBley/ ememremenTlegel nnt vngesaltzenerButter oder Borg- wie er zu schwemm Ferrcn fem durcheinander/so wird eme Salbc cunren. drauß/ dle hellets,n acht Tagen. Em ander Brandsalbe. Nlmb ein psund Hartz/^!. loth Wachs/em halb Pfund Brand, Oel/ machs zusammenwce du weist vnd lege es drauff. salbc zu Vor den Brande;» bewahrte mamm. Kunst. Bestreich den Schaden erstl:chmit Butter / darnach Lrand ein nimb Speck von emem Borckschwem/ laß jhn brennen/ bewährte vnd anff em rem Wasser Messen : Wenn es nun kalt Ruu>! da-- wlrd / so thue einen Dottervon elneniEydarzu / rühre vor. es wol vmeremandcr / so wirds wie eine gelbe Salbe/ schmier den schaden damit / cs hellet balde / vnd ist offt bewehrt. M Von einem Kinde / das sich mit hcisser Mllch verbrandt. Eln Klnd von einem Jahr/hatte sich nm e:ncm Topff Lrand vollheister Milch verbrandt/dle es anffsich gegossen/Da vonhels- namen die Elrernnewen oder frischen Kuh cd reck / druck- ser Milch tenden durch em Tnch/ daß nur der Safft darauß kam/ wle er an vnter denselbigen Safft thäten sie Lemöhl vnd welsses emem vomEy/rnhrtens vnrerelnander/setztenö vber das fewer Kinde daß emeSalbedaraußward/ vnd schmlercen das auff curlret. den Brand. Ein anders. Nimb alten Speck von einem Borckschwem / Ter- pentm/Ftrnls/Baumöhl/iedes 6. loch/Böcken Talch 8. loch/ gelb Wachs vnd Iloff/ laß zusammen zergehen/ so hastu eme gute Brai^salbe. Einanders/ vor die Fischer. Ein Fischer nehmenur eine lebendige Plötze/stoß oder Lrand wie zerhacke sie Mlt Schuppen vnd Emgeweide wle sie ist/ dendleF.- thue sie in ein Töpfflem/geuß Wasser drauff/laß sie wol sche sol- treuge emsieden. Darnach drucke es durch em Tuch/ len hellen, vnd das durchgerungen wird / mmb/ vnd bestrelch den Schaden damtt- Zxremporancum x>ropäu^erii)uz. Hastu in der Eyle Nichts anders vorhanden / wenn du ^^d ivie dich verbrandt hast/ es sey nnt Fewer oder heissem Was- ^ vonÄr- ser / so schmier alsbalde den Schaden mtt vngesalhener Butter: wo dle nlcht verHanden / so brauch der andern fettet Butter. werden. ^ i. l u v. NimbHonig vnd bestrelch den Schaden damit/ lege darnach Koth auß dem Rönnenstem drauff / das kühler / vnd zeucht den Brand auß. Darnach nimb Fettes vonememBorck/vnd Holunder Rmde/ die grüne/ so vnter der grawen ist/schab ab/so viel dich zum Fetten genug deuchr / hacks vnteremander gantz wol/ thus zusammen memTöpffichen/ laß auffsieden. Darnach wmde es durch ein Tuch / so wirds wleem Salbe / schmier den Schaden damlt/es hellet. Ein anders/ das sehr gut ist. Nimb vngeleschten Kalck/vnd LtbomschOcl/ zustoß es zusammen/ wle eme Salbe/ das zeucht den Brandt auß/ vnd hecket von jhme selber. ^ 1. I U V. Laß Speck vnd IMe« zusammen sieden / winds durch em Tuch/ bestrelch den Brand/ das zeucht auß vnd heilet. Dlß Recept haben etliche Lander alle Tage auss dem Tisch/ vnd essens vor eme Vorspelß oder Zuge- müß. Wer sich mik Wasser verbrühet. Der nehme Bleyweiß/ wie es dle Mahler bereit haben/ mttOel/ vnd streich es aussem Tüchlem/ lege es drauff. Ein anders vor die Schafer. ^ „ Salbe Leinöhl meinen Tiegel gethan/lege frischen Sckaaf- vc»- die Mist oder SchaasslorbeM drein/(je frischer vnd newer je Schäfer. ^ ;ij besser) >s8 Das Ander Buch/ Salbe vor die 'Hauß- mürter. Salbe bördle Zlegen- h irren. Brand« salbevnd eine Be- hungdazu zu machen. besser) und ein wenig weisse Woll von einem weissen Schaaf/ das ini-'-te schwartzeö hat/ außgeraufft vnd drein gelegt / laß durcheinander wol kreischen. Darnach drucke durch em Tüchlem/ so wird em Salbe drauß/ schmiere auff etn Tüchlem/ so breit der Schaden ist/ legs auff den Schaden. Du magst immer vber den andern Tag vernewern/ich habe auch wol geschen/daß manö biß auss den britten Tag drauff hat lkgcn lassen/es bekam Oald vnren eme newe inuerliche Haut. Vn anders vordre Hanßmütter. Nimb Leinöhl/ Sahn oder Ram von der Milch/ Krsyde/Dorter von emem Ey/macb eine Salbe davon/ schmiere auffem Tuch/vnd lege auss/ das zeucht die Hitz gewaltig auß/wische den Eyter rein auß/legs Morgens vnd Abends auss/ es heilet balde. Ein anders vor dieZtegenhirten. NimbZiegenlorbern ittder Rohr getreuget/fem klein zerstossen oder im Reibetopss zerrleben / strew es in den Schaden/ wenns gleich noch Blasen seyn/ das heiler ge. wältig/ doch die Blasen erstlich aussgemacht/ daß das heisse brennende Wasser außlaufft. JttM/ Terpentin/Wachs/ Banmöhl/ weißHartz/ jedes "gleich viel/nach Nothdurfft wol temperirt/nicht zu hart nochzuweich/ auffeln Tuch gestnchenvber gelegt/ ist sehr heilsam. I. I U O. Nimb weiß Wache ein halb Loth / Baumöhl vnd Bleyweiß/jedes ein Loth/Leinöhl 2.. Loth/ Mastix vnd Terpeurm/ sovielalsdichbedünckr laKauffememklei. nen Kohlfewerlein zergehen. Eine Brandsalbe. NimbaltSchmer ein halb Loth/ zerlassen fein law/ darnach so thue esvomFewer/ laß kalt werden / mmb vier newgelegter Eyer/ klopssallee vnteremander / darnach thue Lolum^rmLlium auch drein» EineBehungdarzu. Wiewol ich solcheSchäden nie habe behen sehen/ so wollen doch etliche Alten/man soll Wullkraut/ Betoni- ca / Ehrenpreiß/Pappeln/ Eibischkraut/ Wermuth m Wasser sieden vnd darüber behen. Es stehet nn versuchen. Merck. Vor allen Dingen Muß erstlich der Brand gelescht 0- der gestillet seyn/darnach solliue Hellung vorgenommen werden. Item / wo der schade sehr groß / daß der Patientfast tödtlich kranck/ so gib ihmem Schweißpulver/ oder Tranck/ bald t»n Anfang/ so hellet es desto besser. Das L l.. Capieel. ZerPtttschung eines Gliedes / Wehtag darm. oder Zerquet- schung eines Gliede/ Item vor dae Stechen in Armen vnd Beinen» Zerquet- schung eines Knochens. Zerquet- schete schaden wo- durchsie zuheilen/ 'Er ein Zee oder sonst ein ander Glied zerquetschet/ 'uder den es sonsten rn Armen oder Beinen sticht/ vn^ weiß nlcht / wae vor eme Sucht drmnen lst/ der nehme die Wurtzel von dem Röhricht / so lm Wassel wachst/ brare sie beym Fewer weich/ lege sie auff den schaden / so warm er sie leiden kan / vnd thue es deß Tagee zwey mal/ daebenimbtdieSchMertzenvndPein/ vnd stillet daö Wehe m den Gliedern. Wer emen Knochen zerquetschet hat/ der schiene jhn vnd brauch den Bembruch / von welchem hernach welker soll gesagt werden/ wenn ich von zerbrochenen Armen oder Bemen schreiben werde. Öder man muß Wullkrautesasst vnd Blätter (dle Blatter aber zerstossen oder zerquetscht) aufflegen/ kii- ^alcl.cear.56. Für zerknirschte zerschlagene Glieder dienen auch et« liche Bade / dle such lm Kulauäo. Item/ schmier Lallä- lnnm 8ul^>^unsdrauss/ Auff zerquetschte Schäden. Lege rein Wache em Theil / weiß Hartz em Theil/ laß mitemander zergehen / streich es auff ein lemen Tuch machs sobrelt/daß ee den Schaden wolbedeckt/legS vber den Schaden. Zerquetscht / zerstossen / zerfallenMit Blutvnterlaussen. k. Maßlieben/ seude m Bler/vnd legsfemwarm Zerquek- drüber/ oder/lege zerquetscht auss. Ee lmdert vnd hellet sehet / zer- gewalttg sehr/daß mane gar fühlet. Maßlieben fallen/ 0- tari vuz!zelll8millc)r^^rrliic)li)kuc^lii) öcc. lzellis la- der mit riva mulrixleX, vng-x coion^riis , die man zu BlutvN» Krantzenbrauchet: Die Iungfrawcnzeugenvnd haben terlauf- fie gerne in ihren Würtzgarrlem/Haben oben dlcke Blüm- fen / etli^ km/ roth oder welß/ oder eingesprenget/ wöllicht. Dmn che Krau- mail hat sie mancherley. ter davor. Von zerknitschten vnd verränckcm Gliedern. Lauch zerstossen vnd Pstasterweiß vbergeleget. Welsche Nüsse zerstossen / mit Rauten vnd Honig vermischt vnd vbergelegt. Gerstenmeel oder Kleyen mit Esslg vnd Butter ver» MischcheUet wol. Entzianpulver oder Sasst mit Baumöhl vermischt/ ist auch gut. Wermut/ Honig / ein wenig guten Wein/ vnd Küm» mel gestossen darzu gethan / vnd Pfiasterwelß warm auffgelegt. LUgenwurtzel mit Honig zerstoßen vnd warm auffgelegt. Grosse Klättenblätter auffgelegt. Rebenafthemit Rosenöhl / Rauten vnd Essig ver« Mischt/ lst auch gut. Item/ gantzen Saffran in warm Wasser gelegt / biß es seine Krafft wol an sich genommen: Darnach emwe- mg Gerstenmeel / Honig vnd Operiment darunter ver« mischt vnd vberschlagen. Zerkluschte vnd verwundttSpam ädern zu heilen. Regenwürme rohe zerstossen / vnd vber die verwund- ten Adern gelegt. Bohnenmeel mtt Esslg vermengt vnd auffgelegt. Irem/ LUgenwurtzel mit Honig vermenget / auffgelegt. S.Iohanniekrautöhl hat eine wunder gute Art viel Schaden zu hellen. Item/Scharlachbeer/mit Essig auffdieWundenge- schmieret. N'arclssenwurtzeln grün zerknitschet/ vnd mit ihren Safft warm vberschlagen. I^alsamapssel ln Baumöhl m einem Glase an die Sonne gestellet / darnach S. Johanniskraut von Ter« pentmöhl darunter genommen lst gut. Eme Schnecke sampt dem Häußlein zerstossen/ mii ein wenig Mehlstaub vermenget / vnd auffgelegt. Das Capitel. Äonverräncktm Gliedern. 'Eil ich lm vorhergehenden Capitel etwaevon ver- Glieder ss ^ranckten Gliedern gesagt/so muß ich hierein wenig verran- mehr davon sagen. cket/wte Dlese curirer Thurneisser per surum lM lid.4. sie zu cu» csp. 6. rtren- Bor allen Dingen muß man das verränckte Glied wi« deremzlchen. Den.? wennö nichtwlder eingerichtet wird / so blecht der Mensch am selben Gliede sem lebenlang vnferng/ vnd setzt sich noch darzu eme Feuchtigkeit me Gelenck/ narura nc>n porett rolerare vscuum , daß emer dar» nachsein lebenlang ntcht wider zu recht kommen kan. Wenn dae Güed wider eingerichtet/vnd in sein Gelenck wider gebracht «st / so lege darnach auff / waö im vorgehenden Capitel gesagt ist. Das Capitel. Bein oder Arm brechen. 'Cnn einer em Bem oder Arm oder sonst etwas -^>brlcht oder entzwey fallt / so laß ers jhm balde ^ schienen / denn das muß vor aklen Dingen seyn. Man ^ "/I - laß den Krancken auff eme Banck sitzen / lege jhm den ^ Schenckel auff emen Stuhl/ vnd fühle ob der Knoche recht in einander stehet. Ist er nicht recht in einander/ so lege jbn recht zusammen/ vnd koche Leinsamen/ schmier Zerknirschte vnd verwund» te Spanadern wie sie wider zuheilen») Von der Hanß.Arynky. Lein gebrochen o- der geschrotet/ womit es zu heilen. fchnner chn auffem Tuch vnd schiene )hm das Bein vber dem ungebundenen Lem. Denn drttrcn vnd vierdten Tag bind jhn gar wider auss/ vud schnurre dasBein mit einer Salben oder mit Dachsscbmaltz binde den Bund wider drüber. Es muß aber allezeit wider gewärmer vnd ange- brmden werden/ so warm ers erleiden kan. Das Band ist gutsürdie Hitz vnd Schwulst. Srrew auch emPulver von Torment:l> mit em. D^ß muß allezeit nur geschehen. Lege dem Patiencen Ingrüen (ist gar eingemern vnd be. kant Kraut / wachst m den Gärten vnd an den Zäunen m dunekeln vnd feuchten Oertern/ nicht gar hoch / hat schier Blatterwie BuchsbaunymdaS Trincken vnd davon muß er allezeit trincken / vnd gantzer sechs Wochen Mmerdar tm Bette ligen. Aber ich wil dir einen guten Rath geben / demsolg/ du wirst mirs Danck wissen. So balde das Bem geschienet vnd daö Leinpflaster auffgelegt ist/ so nimballe Tage em Quinr (etliche sagen mir von emem Loch/ das ist meines eracht<.!>6 zu vi!) Beinbruch gar klein gerieben m eigner Fle-tschsuppenciN(()licocc)1Is Beinbruch/^uoäcon'- xlucirier ojs^OlleocoUz prce^zrarZzPr.'eparlrterBeiN- ^rnch/ist ein Gewächs / schler wie em harter Kalch/ darein Sand gemenger/ vnd also verharter ist/ vnd ist schier wleemMenschenbem/das jnnwendig emMarckbac/vol- ler klemer Löchlem/Zu Berlin bekompts mans in derApo- tecken / were am besten zu gebrauchen. Man sindS wennman zu Cölln vber den Damme kommen/ vnd nach Schöneberg gehen will/ imSandebey den kleinen Bircken) oder brauchs in warmen Beer oder Wem/ gepulvert auffs kleineste / wie du es hinein brmgen kanst/ vnd thue solches drey Tage nacheinander / -alle Tage nur einmal/ (magste auch wol öffter thun we«l der PatieM ligt) soverlierensichbald alleSchmertzen / vnd heilet balde. Je öffrer mans brauchet/je besser es lst.Es treuget auß vnd heilet den Bruch von gründ auß / wie es denn auch seine Signatur mlt brmget. Es heilet wol balde/ manmuß-sicb aber vorsehen / daß man mcht zu balde wie- derumb drauff tritt vnd es wider zerbricht / sondern halt dich jnnen/ bleib im Bett/vnd laß dir ander Gnade Gottes genügen/ welcher dir durch das Mittel so leichtlich hilffr. Es wachset diese OliLocoils im Sande/m gestalt der Corallen aber vildtcker/ also/ daßesbißweilenemes Armes dicke gesunden wird. Vnd beschreibet ^llskL!mu5 Locciu5 cle Loor in Lc la^icium bilioria lib. c. -. Z4. Vnterschiedliche Arten solcher Gewächse/ vnd derselben großen Nutz m Heilung der Beinbrüche: yni lo- cc» cir. pocell. Man flndetS auch an der Berckstras- seam Rhcm/zwey Meilvon Darmstatt:ItembeyIehna ;n Sachsen. Item bey Heidelberg/ so wol auch m Schlesien m eiuein schotten/ Brunnen/auss emem Dorff Schönwald genant. Besihe auchMlTalcZ.cenr. 4 . 18 .cenr. 6 5.ccnr.7.^>llor.4z.Viäe ^larr^iolum lib.s.c.ioy. Bemwelle vnd slius sind auch gut vor den Beinbruch/ vnd ?ccrus drei'c. Iib. 7. c. ^20. Warme Bader suche tmR,uIsnäo.Iccm l'lieo^ra- 5lu5 cie ^ociaici clc tillS. Besihe auch droben die Korism vom alten Weibe 12.5. Capltel. Wer einen Arm oder Betn gebrochen/ oder geschrotet hat. Der brate frische Bemwelle wolinhetssenAmern/ oder Asche/zeucht chr darnach die Haut abc/ flösse sie mit gutem altem Schmer / auch Esjig vnd Weitzenmehl/ sireichsauffeinblawwüllenTuch / vud legeesauffden Schaden/ es wird wider gut mit Gottes hülffe. Oder: Laß dir den Arm oder das Bem recht vnd wol schienen (das solte wol durch emen Balbirer geschehen) wenn gleich der Schade nicht offen ist/ vnd schmier ihn nnt Grä- blngsfett(das istem Thier in der Erden/ m den Apotecken vnd bey den Jägern bekompt mans/villtcht «st derDachs/ den wlrd man m der Marcke Gräbing nennen/ vom graben daß er sich in die Erde vergräbydas hellet durch Knochen vnd alles. Ein anders. Nimb Hirschmarck außden Htrschbemen/Vnd so vil Böckentalch / laß es zusammen zergehen m emer Pfanne drucks denn durch ein Tüchlem / vnd chus mein Büchstein/ schmiere den Schaden damltbey einem warmen Kachelofen/ daß sichs wol einziehe. Thue es offt. 255 Od«r/ Nimb Hirschmarck vnd Fettes von einem Dachs/jedes gleich vil/ laß es zusammen schmeltzen / thusmem Glaß/ schmiere den Bruch damit. Beschmiere auch em blaw wüllen Tuck damit/ legs vber den Schaden. Oder/ Schlahe diß Pflaster auff/wenns geschienet ist(man heistdasschwartzeBembrnchpflaster.) R.. Sübergltt/ Lolum ^rmcn. jedes 8.Lorh /Schwartzwurtz/ (das ist die Bemwelle/) Bohnenmehl/jedes 4» !oth/ 4- !oth/ Vaumöhl ein halb Loth/ das l'raAZll- rum muß man ungefährlich Tage m emem guten Weinessig erbettzen oder ligen / oder Mit gesotten Esslg zerlassen/ wie andere Qummsra, darnach thu es alles m emen zimlichen grossen eissernen / oder messingen Treppen/ laß das 5. Stunden kochen/rühr es stetigs mit emem eissernen Spatel vmb / vnd probirs so lang / biß daß es Nicht mehr an den Fingern bleibet kleben / so ist gnug gekocht/ alßdenn streichs auff em stück weiß Futter/Parchen oder roch Leder / laß es drey Tage auff dem Schaden ligen/ vnd allwege vber dendrttten Tag streich das Pflaster wlder frisch auch/ vergiß auch deß BembruchS Nicht/ daß dudtti jmmer mit brauchest. Merck/ Das gebrochene Bein/soll wslvnd recht wider geleget werden / vnd zusammen gefüget / daß die Röhren xecht schnür gleich zusammen kommen. II. Lege em gut starckes Pflaster darauff mit Schienen oder langen geraden Höltzlem / drey oder vier festig- itch verbunden/ doch Nichtgar zu fest / sondern als sich es leiden wil / laß drey Tage also verbundenbleiben / den vierdten TaH kanstu es wider^ufflösen. III. Laß das Glied gleich ligen/ rege es nicht/ vnd hüte dich vor Schwemenfleisch / Gänsefleisch / Speck/ Würste/Zipollen/ Knobloch / ic. trmck Baumöhl mit warm Bier/ der Leib soll auch Nicht verstopff seyn. Ein gme Salbe / wenn einem ein Knochen, Arme oder Beine geschöret oder zerschroten ist. Nimb iung Bienenhartz / daswolgereinigettst/ Roßmarm/Hundschmer/Venedische Seisse/ emes so vil als deß andern/ emwenig Lemöhl/ laßes zusammenwol sieden / daß es mcht vberlaufft / seche es durch em rem Tüchlein/ so Uts eme gute Salbe/darnach streich von dieser Salbe aussem rein wichsen Tuch (das durch ein zerlassen Wachs gezogen ist)das den Arm ode^ Bein bedeckt/ mache das gewichste Tuch nach gelegenhett deßSchadens klem oder groß/ bmde es warm drauff. Diß Pflaster hellet durch emen Knochen. Merck. Wenn Nicht ein groß Beinbruch vorhanden/ sondern geringe oder nur geknickt / oder nur halb entzwei) ist/ so können solche Heilsalben wolgebraucht werden/wo aber ein gantz grosser Beinbruch ist/ daß tue Beme gantz entzwey ems oder mehrmal/ so mustu Beinbruch / starcke Pflaster aufflegen. Besihe Vigsncm , auch audere Chirurgen/ als kelix Würtzm vnd atweremehr. Gebrochene Bein heilen. Nimb Rüstholtz (VImus) das Holtz/Laub / Rinde oder Würtzel in Wasser gesotten/ darinnen Beinbruch gebehet/ machet wider zusammen wachsend. Lummi^rskicum mdlePflastergemischt/ füget die zerbrochene Beme wider zusammen. Gebrochene Bein oder Arm Keilen» Nimb emen Knochen auß einem Schmcken der gar gekocht ist/ schlag ihn zu stücken/mmb dasMarckherauß/ zerreibs Mit gebratener Beinwelle / daß es wird wie eme Salbe/ das heilet auß der Massen sehr. Einen guten Wundemranek oder Salbe/ fo alk gebrochene Bem vnd Rieben heilet ohne Wehetage. Nimb Tormentill mit der Wurtzel/Samlodenwur- tzel/ Salbeyblätter/ Nardus/Mohs/Violenkraut/ Awwpelkraut/ Himmelschlüssel/ rothe Berhonien/ Ma- rtenflachs/ Garbe/ Iochetl/ Samckel/ klem Wegbreit/ ^ nn Au. Kein oder schöreto« der zerschroten/ eine gute Salbe dafür« Teine so gebrochen/ womit sie zu heilen. Lein vnd Rieben ze^bro« chcn/wi« die Mit Das Andn Buch/ einem Wunder- tra>?ck ohne Weh e- tage zu heilen. Aussatz woher er seinen Nainen/ vnd was eö für eine kranck- heit. I^epra äiKerr a plora. I.eprX tpeeie8 probe lunr äi5- cernen- 6.-r. Aussatz wie er zu curlren. Aussatzes Vrsprung 2.6o Anrin/HeidMschWundenkrant/zedes gleich vil/ mit vn- gesaltzener Meyenbutler gesotten / laß wol faulen im Topfs/z.Wochen oder langer/ mache es denn auß/ vnd gib der Salbendem / der sich wehe gethan hat oder verwunden ist / als eine Haselnuß groß in warmen Bier zu trmcken. Wlr wollen nun auch etwas cie asperiruclinllzus cu- eis sagen. Das Capitel. Vom Aussäe. f L^ralquamis, lc^uama c^uanclo earo «^purrescir,^ t^uama: xleeiclunr. Etliche IVle6ici Habens ä I^epore cieäucii r^ V0M Hasen. Lle^jznria leu i^le- pbanriaiis 6c I.ienrla^8, i^uocl Lleplianri eorio lir limi- Ii8,carne ni^ra A ruberibu8 ^lena, der'Aussatz / dereiNeN von andern beuten aussetzet vnd absondert/ c^uia eli mor- bus vzIcjeconrÄviolus. Doch macht (-a!enu8 einen Vn- terscheld zwischen denen Kranckhetten/ er sagt/ 1.epra elt cczlc>ri8murarlo,in eum c^ui eliprXrernaruraMi eum as- 'periruclme 6c ^>ruriru, 6c Iaboribu8 Sc sc^uamis. Llepjas elt at?e1en8^ sagt Laien.in cleiin.me6.Vi6e eunclem !. 5. äe arre eurariva , 6c ^ulium ?almarium in sui8Ül?ris>äe morbid cc>nra^ic)ll8pz^. 2.08. ^1i?aI6. een^ rur. 1. ^plior. 71. 8capie8 6c I.epra ^lelanejolic! aKe6lu8lunrloliu8 curis, ur li czuiäemin venisc^uoc^ue 6c c^rnetranr, ean- cer nominanrur. I.lrcr^ueal?e^u8) psora leu seabies 6c lepra ; eurig alpenruclo eli prurienz in !^U2 evrpu8 paularim alzlumi- rur. Or!>incmexarraIziIeaml)oliTcviciArrslrunr: 8ec! 1e^>ra alriuz circularil)ul<^ue erc>lionil>U8 eurem 6epaleir, 6c pileium mc>äc> l^uamulas ex le remirric : plora vero lummam iüam cor^oris eurem exsäir, varia8 liAuras lia- bens^s.I.4 c.i..^6l.I.^.c.^O.6icir, l^inus polt Lle- plianrem mala eli I^csirz, cui plora leu scabies succeciic: juiel.iejene8slioceliiimperiAene8) lueeeäunr : 8eäle- pra a1riu8cleleen6ir, 6c orl>icu!ariaznr!remaratacir, 6c earnis <^ualclam colli^uacione8, a'e l^uarnulasremirrir, unäe eriam nomen a6es?ra eli, 6ce. Auß diesen allen sehltesse ich so vil. 1. (^udcilepracliKerarä^lorZzjoc eli,lieea 5eal?i'e> c^uocl in l.c^ra lir erolio alriorc^uam in plora. I)ein6e in I.c^ra exerelcunr s^uammX, in plora Vero 5ursure8)joc elt, sc^uamulX furturaeea?. Man muß hier diese lpeeie8 recht zu vnterscheiden Wissen/ I^c^ra,pruriru8,plora,imperic»ines sl^i I^abenr ni- mium tzliuvinis) virili^o leu eli scLclus curis color z eme grosse heßltche vnd fieckichte gestalt der Haut/ das sind morlzi liunr Ä piruica : Darnach so ist ?ZVU8 ^a!)scel^u8 5oiaminc>!enru8, oui exj ?rellu8reäciir juniorem inliarmell>8) llrumX s^Iznäula: inäuIarÄ.') PTNU8, vlanclulX IarU8 rumor, le6non alru8, in c^uo^ui66am pullulT llmileeli, lirc^ue in verrice, in^uine, 5aucil?u8, aurilius, Scc. cum c^olore6c clilienlioneveliemenri. ?u- runculi (hitzige Blatterlein un dicken Fleisch) Lc dzibun- culu8a ni^reciine c.illzoni8, Lcc. ) Das smd Vil mehr 6e- clecorÄ c^uzm worbi. Von diesen allensolten wir zwar hier etwas sagen/ muß es aber also bleiben lassen / bannt "das Werck nicht gar zu groß wird / wollen nur ein wenig von etlichen sage!?. Well ich auch droben davon ein Capitel gesetzt von Vnremigkeit der Haut / Angesicht vnd Hand/ ?c. Wer aber dcese morl?o8 curlren will / der muß sie purgiren/ I)ilioll8 6an6um, c^u.-r bilem evzcuanr, ^>irui- roli8, HUT piruir^Mi zrraliilsrii8i c^uL arr^m dilem, äropicis, <^uc>.'^^uam e6ucunr > das nennen die LrÄci Besihe I^ippoerarem. ?orrö faciunr aurem clu^lieem I.ex»rAMzcurÄlziicm 6c incurabüem; ^lii rriplicem, ^lopecinami I^eonMam Lc Llcphanriam. L U Z Orirur I^ic morbid ex zrra lzile, c^ui ex crallo Lc 5oc- culenro lzn^uine.aur ^lava bile nimium ulia,2ur piruira lallaprocrearur. ^?ie nennens auch morkum -^lü lic, orirur ä län^uine, arrz^ I?ili8nzruram ja-- benre, <^ui remporisprocellu iu pcitc^sm strsm büem converrirur. ^lik. Es sey eme Verf^uluug aller Feuchtigkeiten. Es tan auch dieses wol eine angeerbte Kranckheit seyn / den aussätzige Eltern können aussätzige Kinder zeugen. Es wird aber die I.epra durch grosse areana cu- rirt vnd kau sich lang beymMenschen verhalten/ehe mans gewar wird/ vnd ehe sie Herfür blühet. c 11 v. l'lreopkrzslus hat leprzm vnd alle seine lpecies cu- riret/ per l^a^iäem?jilv5opliorum, vi<1eäe1'in<5lu pl^l'.czp.6. Irem mit ^ercurio 80Ü8 Lc I.unz?. 80I eli cura I.eprX.'i'jeopti.ill libello äe compolrrionc Meral- lorum ltarim sl> inirio. Irem in pr^ssrione lidelli 6e li»- nis ^oäiaci,Lc in line lilzri ejul'äem,Lc in I.cieli^.^ciciia- ci in li^no5cor^ioni8 : Irem im libello vom ersttn Wesen derDmg/ cap.6. pero^ulnrameilenr. ^.nrimonli. ^uni- peri, ^mbrX öc ^uri. Irem durch klumiam in lidello äe rempore IrzÄ.z. Irem per ^nrimonium. Besthe dte li- bro8 prXpararionum ^lieopj. Iremlidrum 5. para^ra- pkorum. Die Galenisten purgtrens durch eine Latwerge / Lonte <5tio ttamecj genant. Irem per pillul38äe fumc> rerrn,per pillula8ln6s8. Vnd per l'IreriaczM ma»nam» kris. Besihe auch Ryfen m seiner kleinen Chirurgey in K- ne. Item M der teutschen clrirurA.pÄrr.ulr.c.2.. Ein Hirt hat ein König in Egypten vomAussatz liberirr, durch das Krautlein Ehrenpreiß / welches er m Wasser gekocht / vnd hat den aussätzigen König darinnen gebadet. Darvon hat diß Krautlem den Namen Ehren« preiß/ oder Ehr vnd Preiß / Item es wird genant Vero- nica^uoä ills Irerba vi6loriam reporravirprT omnidus reli^uis jerdi8. Diese Kranckeit wird auch curirt durch warme Bader/ Köpffen vnd Aderlassen/ besihe kulanäum. Wer sich vorm Aussah besorget. Derbrauche 8z?rupum6eL^irj^mciz oder siede 2,. Loth Eichene Mispeln m emem Quark oder Maß Wem/ vnd trinck davon. Item /aurum porabile verum, ^uri- monü "I'mÄura : (^uinrs Lllenria corAlIorui». Vor den Aussay. Nimb den Safft auß den Ziesten deß Feigenbaums/ schmiere ihn auff den Aussatz/ der heilet denselbigen. Besihe Larrkol. ^nAlic. Iib. 7. cap. 64. cenr.4. plior. z 5. ^ 6. ccnr. 6. ^pkor. 4.6 o.cenr. I, ^plror.71. reli-- vicle superins. ^ Das Ll-Vi. Capitel. Von den Flechten- M>Iewol meines erachtens zuvor von diesen Dingen ^?was erzehlet / so will ich dochtzier noch em wenig sagen vmb der Ordnung willen / dieweil hier der Vnremigkeit der eusseriichen Haut deß Menschen gedacht wird. elicurismacuia ä ^k-x^»<^uocj cli lamkere, c^uoä lambar eurem Sc vieina 1oca,leu po- riusc^uoä lambenäc) curecur, ^uiaje^unÄ.' lalivX cietri- earione eur^rur. I^inc erizm jerba (^uÄ.'6am sieben cli- eirur, ouöäeonrra Iicjema8remeäii8omnilzus2nrcpc>- nirur. Stein oder Brunnen Leberkraut: ^ur o uoä lam- bar^>erra8, cum aäja?ren8 supernalcsrur. I^icnenes lunr lc^uamz: euci ^cl^Xrenre? lare lele in summa eure clit^uu» Genres. I.arini voeanr lmperi^ine;, schüppichte Flecken/ <^UT taeile in ^»loram Lc lepram clc^eneranr, relte L^Ie- no Lc Oribalio.Itlcoc^ue ^erieulorum non moclieum in- äucunr > prolerpunrenim ali^uaoclo per coramfacicm. ocuiol^ue conrin^unr Lc 5ere exrrema: focäiraris eaula exiliunr. k^ine eciam ä 1.arini88erpi ^ene8appellanrur Flechten/ Zittrachten/ Zittermal/ a lerpen6o: Irem peri- ^ine8, aperenclo^ c^uoä vieina pcranr.Irem papul^. pula aurem eli piliula leu rubereulum, czuo euris cxs- sperarur 6c rulzer, Iev:rer<^ue roclirur, Vir^. in z. LeoiA. Voear, arclenre8 papulas > ich halt es sey der AnsprUNg/ den die kleinen Kinder im Angesichte bekommen/davon sie eme schöne zarte Haut vnter dem Angesicht bekommen/ wie die Mütter sagen : ramerli ibi von llr ruberculum. (!c1sus taeir äuo scuera lib. cap. ulrimv« Ls- Aussatzes Cura. Aussatz wodurch jhmevo» zukom^ meN' Flechtm woher es den Namen vnd was es vor eme Kranckheit. Flechten wodurch sie kommen. Flechten mesiezu curtren. Laien.in ^elin.dicken cli summa cuci8ah?erica5cum mulcoj?ruiiru. c ^ U 8 Lalenus air ^.ocvirium cxmixco «^uo^iam Rumore ^enerari, nem^e ex i!eic>ll8, cenulizu8 öc acilbu8 luccii» cum cralliz j?eimixris. Oril?atiu8 cjicic> cüm lcinies renui8 acril^uc kumori crallc» commiiecNiiicuin im^eri^lnezexcicancu^. ^Iü^rop!i.is uu lcoj?um cotlimanr, aile^enre81->lcke°- vZ^ LenLlZri cx j?nl^mace r^Ito. ciieir , wenn sich da6 I^Iemenrum aeri8 durch seiil!-I^v8itt:indiret/ so lastö luut^anciam lall?; ..In- miuaci in tu^eiiieie curi8 l.gen. Er spricht / e6 sey ein morbu5 e!emenrucu8, vud sey ex s.lle sluminarc», ?^c<7<^uri?.. Lr ar: Lrc>o quikus nibil atker- rui auxilii ab ns meäiczmcri8, mcclioerirei llccanc, öc exaceroanruruö >t8 c^ua: ^ccsnr vebemenrer, eagim- Von der Hauß-Aryney. 26? 5mills, nicht gar kohlschwartz / sondern fast wie ascherfarbig. L^cera eaäe iunc. I^it^il ei^^o 6iK'crr ka.'e l^eci?8 ab ^!x>bc>,ni5l coloreranrum.-rercium nominar <^UT l^abec c^uiääam limile al^>bo, 5eä ramen mu^iä eii albiäa : 3lcill8cjescen6ir, Lc lunr m ea pili albi, lanu^ini luniles,wenetnerwetsseschupfflchre flecken auffder Haut hat/diß nennet man kktixisV. OiK'erunr erZo primüm es- lore.?oliea ciiKerunr eciä cemj?ori!> 6uracione,^uc>niam a!^bc>8 Lc mela8 in ^uibulcia varÜ8 cem^oriliuz oriuurur Lc 6esinunr: I.euce veiö auem lemel occu^avir, non ir^ ^cijcciimirrir.l'erric» clilrerunr eciam caula et?icienre ZL ^iolunälcare. I^aml^eucon ^i^nir bumor aur lan^uis jzicuirolus Lc ZIucinc»liis,<^ui louAc» l^acio rcporis colorL muravir in albic^i«> em. ^I^borum rsmerli llmilis oii^c» lir^ramen caro in illo virio ni^il ^arirur, lecl rZnrum ex- rmia curi5.^elZ5 cl^ ab bumaie melacbolico. Oribalius z. c ; 6. ^imilia in venie8 a^ucl ^er.I.2..c.iz.^»in.I.4. c.s.?Iin. I.iv.c^^, s. Rys-ln der teutschen Chlrurgla/p. vlr.c.kr.1.2.. Lar.XuZl,Ub.7.c.64. ^beo- xbraii. von offenen Schaden c.i i"' ni-rz curacur xn pi!Iu!as Inäas > kr.s. in s^cculo Zcliols 8^>LIN^ sagt/ man sM an der Stlrn etnUder ^>eri^ine8 6)'?.--t,5,ksc cli, z^rcii^s Lc 5eras vocanr. Thurnetsser curirröm:tWasser von Galmey/Wasser davor lassen/wie un vorhergehenden Capitel gesagt, von Blen/Wasscr vsn Kiß. Item m'.t Wasser von Xr- Ntnch eine lebendige Kröhte/vnd sende sie in Oel/vnd lenicis^ ^rr2inenn5,^ui!pi^m>5n8i 0^rimec>8,Reusch- schmier ^'Ivr^^eÄMöaMit/l'^Lo^bralt. ikz1ib.(je vernn- wodurch sie zu cu« riren. geel.Item mtt Riltersporen/ S.Peterekraut/ Tollapf- dusea^». 7. ^el/rncnrz lvlvetii,! VNd ^.mz:2nrli0i ^a-nc> (ZrXco, Eh- renpreiß/Salu"cla/P0ley/ Reuffaren/ Schirling. kriüus macbt impenAlnem öc Aurcam rolaceä t'^ecies lnsrj)KeL reul'scheEhtrurgl/ kleme (^knmAiam, VNd da6^riäor2Nlim,^Iex. Vene- ^i^.jZÄA.i;j. 1)8. L-ncno!.^nA!.!.7.c.6j. Zerlasse das Z-il l'arrzr^un Kelier/nri nn^i)reisse die Flechten ein wenig auss / streiche drem / so vergehen sie. Es ist sehr scharpff/ drnmb muß n'.an '.ocing auffstrei- chen/oder mtt 01e» Lulplmris vermischen/ oder mit auß Das L!. XI. Capittl. 5))sn den Warben. was eösür eine Befleckung. lecuänm Lelüirn niz^en«- rs. geprejken'Safft/ vonSchurfflattig/ I^zjzsculnacurum. genant/ oder tucco akl^nr!^ü rarze , Scc. Wenn mans nnt Essig bestreicht / der auß dem Terpentin gezogen wird / vnd balde nach dem ?KIeAmare kompt/ehe d:e5piriru8vnd daö olcum solgen/soltmeineö Erachtcnö auch nicht böse seyn. Es ist zwar sehr scharpff/ aber sehr gnr/ mag Mit Ehrenpreißsafft oder Fucco vermischt werden. 8nccu8 I^-ilimrii ^ur^zr1.ic^enZ8 Lc i^uainas curi aä- ^LrcnceSi cum rneUeillirus, Zcliola 8al(.-rn. ca^.70, ^ I. I U O. Mache einen Scharmützel mit Papier / stich vnten in der spitze die qner dnrch m?t emem Messer/zündö an/vnd setz es auffeinen zinnen Deller/ -so wird emgelb Qel auff dem Deller / das streich auffdie Flecht. Es ist auch gut vor alle Auffrlsse deß Mundes/ der Hände. Item/ wenn sich emergcschmtten hat. Wenn mans kostet/ so hats ei- neScyärpffe. Ee wird anch curirt durchwarme Bäder / davon su- ^he iin ^ulanclo Irem pei vcn»6 lLÄioneM. In mcclio sronris eli vens, in a'nci<^ui8 j?afllonilzu8 5zcie8,ur in mor^ez, im^<.ri^ine,lcalzie Lc ^?ailic>nibu8c)culc>mm.?rln8 ramcn Äeri 6cbcr ininurio lan^uini8 eLe^a1ica,8cIioIa8aIei,'n, 1x2^. ios. reli^ua viäclu^ei.iU5. Düsci.Vll>C->Ml. Bon der ^Ivrxkca. ^ L Ol^kea ist eine Verunreinigung / vnd eineAima- -^^türliche Befleckung der Haur / da emem die Haut rvth/blaw/mit weissenBlatterlem wird. Lli s«äu8 curis coior,grosse heßliche flecklichte vud vngestalte Haut.Die 1.ac>ni neniiens vici!i»ineMi die 6r^ci/xcsipeÄ.v2^op?i« l^ccie8,^c)rmZzi^uöci curi8 ranrum l^ormam immer, a1i«Z ^cr le nullum periculllm aäferc I^umanc) cor^ioii. Le1l'n5in Huinrojikro cÄ^. 2.8. kacic eju8 criaZenerz. Ilnurn vocac «kGgV,jn c^uo cc>I«i allzn8 cli,5eie lu^As^er, Lc non c»nci^uu8, ur c^u^äam <^ua5i AurrT ä:lj>erÜL eile vicleancur:zb «/x^ct.tVKVimmurare) i^uoäcuris colorein iniurcc: 8unr enim curis maculs: allzs.'. Inreräum erism 1a.ciu8zLccum<^niIzu5ääinrermijIIc>niIzn8lerpir:2lrerurn /^e^,ai»rnm^uia colorcjusni»er ettiLe umbr« ^l?ArtzenWratzen/ Wratten/ Verrück, 55on> ümc <^cntzerculainco^c»reeminenriz, ilncsenlu. ?ic>- Lc princi^iali ^»Nläcarione Verruca,eK in more !c>- LU8eäirior em hoher Kopffemeö Berges:^ä illiuz simi- liruäinem ills ruber.cu1a Verruc^ vocanrur ä ö-Ieäiciz, 2ur ^4on. tiarumsutelN cjllc>Aeneia LiXcc>lü ^leciici fzciunr, unnm <^uoä aä eurem lacius el5, leä rameninacumen tiellnir, blecvocanr.- ^Iiuäin5u^eriorelui z?arre larius clii leäaä eurem renui ranrum t^ualiaä- ^Xreczjzasax^o^o^vVsH vocirär. Llier^c>^<^>o^s^«v cxiouz excrel'cenria curis, an»u^ baN vcluc ctioräX nexulul^enla. Hier ist aber eine Vergleichung microcolmi mit ma- crocolmo, der kleinen Welt (so der Mensch ist) Mtt der grossen Welt / dann wie die Schwämme an Bäumen vud auff der Erden m Walden wachsen / also auch drc Wartzen am Menschlichen ^eibe/ :c. äe^!8^!uri»2xuä l'lieojzlir^ltum. c u n. BestreichsiemltWolffbMilch/ cenr. z. 72.. oder Mit dem OIec> , auch Mit Attichbecren- sasst/(ist kein Flieder)vergehen auch/ wie ich erfahren. Item / bejlreichsie mit Echmaltz von Murmelthicr/ vnd reiß sie darnach weg. Le^.'L curn melleerÄäicznc verrucas. Zcliola 8a1ern. ca^). 62.. Oderbestreich sie Mit dens Wasser/ daß vom Thaw deß Nachtö aust den Küykorh fallt. Nimb Pr^sittenkraur / reibe die Wartzen damit / so hei-len sie m eincr Nacht. Oder bmde ein zweyfacb Frawenhaar drumb/ knüpffs femfestzu/ ssfnsisieeö weg. Pferdhaar soltens memeö Erachten gleich so wol auch thun. Wunde sie ein wenig vnd bestreich sie offt / Mit Olec» l'arc.'li x>er äeli^uium. Item / l^irirus viriioli offt darein gerropfft vnd bestrl- che>z/ c^uoä elt ^)erme xrobacum, wann sie gewundet seyn oder geöffnet. Item oleum^errole'um, oder oleum lul^ Nunb rechte Schnecken / lege sie in Saltz / so werdet sie zu Wasser/damit reibe dle Waryen/es vertreibet sie« Ein anders. Grab mit eim Federmesjerlein fein mehlich vmbher/ vnd grabö zimlich loß/ es thut nicht wehe / wanns gleich ein wenig blutet- Bcsihe ^laxatclum cenr.7.^^lTor.84 cenr.8. I^eo^ra^. von offenen Schäden/ csz>. 45. HnnXtvD^,xctfX«0V/>ttt,LarciociMÄ,Lancer exulcera» >cu8, der Krebs / Lalenu8 IN äetinir. Larcinoma ett rumor M^Ü^NU8 6c ^erniciolus, ^>rTcjuru8 ^uiclcm ^ 6c cxulcersrus. Lc clicicur a iimilirucline Lancri Üuviaril-5. (Ü2rcluc>MÄrumor!NT<^u2Ü8^ livclcens 6c rcrer. ^Uuä elt lupus vorax, c^ue ^uiäam ?^ecjXn2m s^ellsnriä v , cle re vi6e ^I^eo^. ?^0N^)ffeneN Schäden/ c. 4- Sc 8. Q^1-n. ira äetinir eum , P^Aecl^NÄett^uIcusäe- Hzalcens tuojeÄa memtzrü i 6c vincir omniÄ. jsteinandererfresscnder schaden/wann einem das Fleisch vmb die Brust ettvan vo e:nem Geschwer roth wird/ vnd sich entzündet/ erfti.btt/ vnd erstlich weißlicht/ darnach sch'.vartz/ vnd gar vnemvfindlich wird/ daßmanö Nicht fuhlct/ vnd faulet oder fält einem also vom Leibe weg / welche der Lzllamus Zulptiuris, vnd das gelbichte Wasser von der tuli^ine gedistiltirr / cunren. ^Zmera sagtlib. 6. c.45. ^aucerettcUMorinT^UZ. 1is zat^>er, focclus, luizlimi«, clolcire intel^an8, inrerctum al?5^ue ulcere, c^uem eriam larenrem nonnunc^uama^- xellavir I^i^^ocisreSz^ui lcilicer excurarione Socius:r- rirarur, inreiäumc^m ulcere ^rovenien8. ?aulu8 ^ovius l'c>m. 1. liilioriarum lui rem^oris, in L^iliola ^ra^Iiminaii, aä Lolmum t/Ieclicem. R.ei^ul>. klorencina:äucem, schreibtvondieser Kranckheit also: Ira<^ue ^eriro8 ^le^icc>8 imiraruscarcinomara clel^erzra curzrioniZi^us: ll arrre^es, 6c acri mcäic^minc l^cellZS, in immentum turere, 6c ^e^itera e6aciijuc Icr^isivs morrem akkerre lolenr, nzrurce relinc^uenäu, ne^u<.1^i^ ullo manum zclmovenä^m juciicavi. Freylich lsts wahr/daß dieseKrcuickheit emes Menschen todt ljt/wann sie vberhand nimbt. e ^ u 8 DieGalenisten sagen / es komme ex Kumoie Klelan- cliolico fervelcenre.Lr i-iec» vocarur Lsncer,^uö6 venX im^-lerze arr^ bile 5erve5cenr,6c in amkiru renl-e l^eciem xcäum csncri referanr, 6c malum ^aularim ^rol^erar. linde Ovic!.^.Irque malum lare lolec immeclicabile can- ^er ser^ere, 6c illcclus vicisci8aclciere ^>arre8. Vel, <^uo6 ^errinacicer ii^rear) iicur cancer, s^j>re^enäen8 zlic^uicl ci^elis 5uis. I'kcspjiralius sagt/ Omnc memkrum ^abersuuln lem. tZXMorr^c>iäe8 ^>a!zellr luum lalemin viri8,<^ui li ä tublianris 5uz se se^zrar, iulicjcr loculiis, lioc c^ cxrre- miraril?u8 kemorrlioicjarum^uX sunr in lcaf>u1i8,arc^ue irain 6orlo tic cancer mulieruin 6c virorum. ^lulierum surem criam ex meoltruoto tale, c^uoä eli szl acurillr- mum,cüm illuä sal sälocuKzs menKrui venir,c^UX 5unr in mammllli5>cancer tir von offenen Schaden/ Zt. c^s?. 4. Lli aurem caucer 6c elle^orcl^ in omnidus ^arrikus cor^orlSzoculis, ureio, lcz^ulis, mammis fcrminzrum» ^use amenliruc) von ^ur»znrur°k-1abenr cnim fcrmina- rum mamX carnem raramzlaxam 6c sun^olsm, zc veuis x>Ienzm,<^uX crzllillimsm srrX mareriam facile ex- ci^>iunr: ^UX l! tervcr 6c acris eli, 6r liic morlzus, 6c in- reräum cxulcerario acccäir, cum mulrid foraminiduZ. Krebs an- Z I Q ^ zeigung Wer nun zwischen den Schultern oder an den Brü- daß jhn sien rshte Geschwer auffgehen sihet mit eigener Aelti- einen an gung / vnd darnach weiter außgebrette rohte Striemen s «nem bekompt/ wie die rohten Krebsfüsse/ vnd beginnen zu Das Ander Buch/ Laucer ^uiä. Krebs wann er vberhand mmbt/ist der Menschen Tod. Krebs woraußer entstehet. stmcken/zu Hitzen/ zu brennen/ zu frösteln/ vnd langwie- Halß hat. rig zufrieren/ dermagwoldencken/ daß er diesen Gast bekommen hat. Es ist ein langwierig I^alum, das mcht bald den Todt bnnget.Das Fleisch wird auch breunlicht mtt/es krieget zwey ^.amoszwie Krebsscheren wann man jhm auch vber Nacht einen Fisch aussbmdet / so frist er )hnweg- (^uemzcium in cancro j?e6e5 ex urrsc^ue ^Äirelunr cc>i^c>ri5, irain liocmslc> venT'im^IetX, 6c in amdicu renca.', cancri anim^lis^eäüzuz omninc» lunr k»^ milcs. c u 8clioIa8zIernir2N2cax. 67. ^äpvllrum cancris s5cil. Krebswte cs:rcfc>1ium, Korbelkraut/)crirum cum melle meäerur, vnd W0- ^oc cli, c^eretolium rricum»co- ^>1usKu5?zrÄce!s. in ülzello cle^rinci^üs csz?.8. Liaklica^urricja vulnerÄzcsncros purAarzlenos^ue ta- cir, <^src> 6c re l^.ukticz. Lancrum rollir Lslsamum 8ulx^uris^conra6iu vel i!" üru^ kulanä. EmgutRecepk. X. Ehrenpreiß mtt Wurtzel/Blattern vnd Stengel/ Krebs ttv laß einwemg trncken werden/ daß dieliumiäirssoder edlesRe- da6^>^Ie^ms,sodrlnnen jst /vertrucknet /üari«fuilo ,ms- xxptda« cererurin a^u» ZcÄlziosor ^vel rsmicis lsrivi, Grunwur- tzel / man heists auch Kkzbarbsrum ^lonackorum 1 man geustnur a<^UZM ZcsIiiollL drauffj x>oltea ciilii !Ieruiin Lzlneo VÄÜ8 viri e> . Man möchte auch Mit Wem distilll- ren/sowürde es desto krasstiger. Diß istemtresslichheilsam Dmg wider alle offene Schaden/ lexrsm, lcabiem, csncrum , 6cc. Irem luccus !.ii.^1ercuriu8R.csincL heiletchn besser dann ^lercur^ IviumiX 6c l' grrari . icjem vom ersten Wesen der Dmg / caj). 7, Lancer, Iu^e8, 6c omne8moibi corrolivi rollunrur subirö ^er isnem ^lercnrn. ^kco^kr. iN semer vermein- tenWunder-Artzney/ tol.lz6.iz,4. N >mb auch eunclem ^urvrem zu Rath/in seinen I ibris xr^^zrarionumlili. i.l'rsäi. irem cicremxore l'rac^. 2.. Thurneisiers Cura. Den Krebs zu saubern sind die Wasser von Magnet vnd Schmirgel gut/ ?ilon.Iib. 4. csp. 7. läem, üluic meäerur ayua Von Bley/ Galmey/ Kiß/ ?ilon.ük.4. cax.7. Item/die Z<^UX v0N^.rlenici5i ^rra- mcnri8, O^crimeoriz, ^uii^)iomenri8, Rauschgeeles/i- dicj.icem ua.' oder subtilitaten von Silberkiß/Alaun/ Federweiß vnd wilden Alaun/ire die von Spath/ Federweiß / Alabaster. Icem koenum (ZrTcum, Ehren- preiß/ Satureia/ Remfaren/ Poley/ Schirlingoder Witterich. Oleum clc ^unipero, ist gut den Krebs zu vertreiben» I<äem ^>lI1ulT IncjX,?ris.Iil). z. .pzr. l.c.14. Besihecmchkris. 8xec. 6. Iib .2. 1'rs^.z. c.1. Irem psr.s. lil>.z.. l'rz^.S. cs^.4. R./f,iM ^nri6orario pÄZ.109 m l'ir. Ein Sälbleitt von grawen Augstein / l'uris genant. Item m der kleinen Lkirur^ia^Z.145.150. Veo-? Krebs tvie jhn qemeine !eut sol< len vertreiben. Krebs vnd den. Wurm weg zu treiben. Fistel woher es seinen Namen vnd tvas es sey. VcnX 8eÄio. In diesem m ordo mag man auch ein Ader lassen rc- vullloniz vel cjcrivÄrionis ci^ö. Was aber für eme Ader zu schlagen sey/ wird jhm locus weisen. Der gemeinen ieutCura. Nimb bald in der erst einen Krebs / brenne jhn zu Pulver/ reibs klem/ strewe es m den Schaden. Icem / mmb A:^genlorbern/ lreugc sie in den Röhre/ zerle.be sie klem in einem Reiberopff/ strewe sie in den Schaden. Diß heiler den Krebs vnd allescesftnde Schaden. Ein anders. ^lü^^6.ccnr.6.^plic>r.49.sagt/ Man soll erstlich den Leib wol puracren/ darnach soll man den Schaden Mlt qebrandtc-! Wasser von Menschenkorh ctlichmalabwa- schcn/so lrerde der Krebs vnd Fistel volliömlichgehellet/ stehet m der Proba. ^ ! U I). Brenne en-en lebendigen Maulwurss oder Krebs in einem remen Topfs zu Pulver / jedoch muß der Topss wol vermacht ftyn / vnd gib dem Patienten vom Pulver ;m Wein zu trmcken: Soll probirtseyn. Für den Krebs vnd Wurm. Spisse eine Kröte an vnd dörre sie/ vnd schlaheeine Schlange todt / vnd brennesic beyde mememTopff bey dem Fewer zu Pulver/zcrreibesiefem klemvnd strew dlß Pulver n? dil.Schädcn/so tödrestu den Krebs vndWurm. Da? nach heile die Schäden mit Heilpflaster. Lcrrum Lc vlcum 8zcurru ist das beste Recept Wider deg Krebs/ w»rd also gemacht. Nimb dasgantze c«r^u8 8zrurni, vnd solvireesuri sweistus nicht / so lerns / man kan mcht alles hieher setzen) zeuchs darnach emmal oder z.wantzig herüber/ biß esfem klar wird. Ivl^ttcrium ^cicms^nuMe^loli^Lliiz srriscliÄum. Icem ol.Isrelinum recht prT>iznrc.Ircm oleum ^.u- Uimoni^Lcc.^erculius 80I15, (^Lllenris vini, Merck- Wann man solche köstliche Artzneyen mcht haben kan / vnd sonst keme Altzneyhelffenwill / weil diß Geschwür vberhand genommen / so muß eödurch emen er-- fahrnenWundartztgeschnitten werden/ehe es weiter frlst/ vnd den Menschen klagkch tödtet / mit grossem Schmer- tzen/wieich offt gesehen. Er setzt sich aber gemeiniglich dm Weibern an die Brüste/ denen bald muß rath gepflogen werden / sonstm hilffr das Schneien nicht/sondernmüssen die Augen drüber z,i thun. Den Mannern aber zwischen den Schultern / der dann auch bald muß cura r werden/ mit Artzney oder geschnitten / wie dann mein Großvatter seliger auch diesen Schaden gehabt / ist jhm aber auch durch ein erfahrnen <^:rurZum oder Wundartz außgeschnitten worden/in die runde/ so groß vnd brett als em grosser Deller seyn mag/ Mit einem Schermesser/ (weiler ein zunlich leidiger vnd völllgerMann war)dem dcrArtzr bericht/so wett die rohte Strcemm deß Geschwürs gingen / so weit müste er das Fleisch wegschneiden.Darnach leget er gute Balsam vnd Pflaster drauff / vnd heilet den Schaden durch GOttes Segen gaiitz wol. Wer aber das SciMtden nicht kau außstehen/ der muß Artzney lassen auflegen/ die jhn tobtet/ darnach recht conloliänen lassen/durch emen erfahrnen Mann/ gememeBalbrer lassen jhn wol gehen. Das (^Xll. Capitel. Von den Fisteln. Von der Haüßarytuy. 26^ das Fleisch will sich nicht dran heilen/wann sich das Fleisch dran heilet / so were dem Patienten leicht zu helffen. B ß- weilen heilets zu/vnd bleibet also em viertel Jahr / mancher hats auch etlich Jahr / aber es bricht wider auss/ wanns Eyrer gesamler hat / vnd gehet grewlich vnd vil Eyterherauß. Sie beschrelbens aber also: kiKula eit^rc»5unclum ulcus,calloium, , Lc obli^uum, cic^cricem cjiKcuIrci si <^zlen. in cjeknir. ^eciic. Marine kiliula, c^eiman. eine Fistel/ eki linus callolus , cx jZsrre Älz zIzlceil'ibus conil- i^cn^ c^vus, veluc arunäinum lunc cavirares z eShateM Llem Löchlem / daß man kaum eme Erbes hmem bringen kan. c u Em Fistel wird geremiget/ durch die Latwerge con- I-Zümcc^ genant / kriliu8jib.7.ca^>.i.j>^r.4. Etliche curirenS Mit oleo Lenccjic^o. 8^1 upuz cle cuiar kliulP.knliu5. Besihe i. Iib. ^.icicm. V0N offenen Schaden/ ca^». 6. Diß D«ng muß ein gute curam haben/ solls anders recht geheiler werdm daß es emen Bestand hat/vnd zugeheilet bleibe/ dann es lest sich wol oben zuheilen / aber es samlet wider Eyter / vnd bricht wider auffman mag pe- rrol iuM Oehl/ vnd Terpememöhl brauchen. Schmier es tNit 5u!jZ^uns Lcko!z 6a!crnit2ns cA^>. 8z« ^uri^iomenrum, lul^kur, milccre memcnro, liis äccecaci^oni calcem, conjun^e 8a^>oni, (^u^ruoi milce, coirlinixcis czuaruor Iittu'Ia cinarur, ^usrer ex ii le^Iearur. lii ver^iz rrgüuur cvn5c6tic>nem em^Ialiri cu- rsmkliulX ex ^un^i^menro.8nI^^ure/LaIcc,Sc ne, in eK virras exiccauva öc mullclilicariva,^u^ ^lecellaris rc^uiruncur in curzrioneAliuj^. UnAuencuin /tjzo^olorum viricie verbessert alle Fisteln, kliilus. Die Fisteln vnd alles was sich sonst nicht will heilen lassen/ heilet vongrund auß die newe Wurtzel cj^inz. Irem/ das grosse Calcmat/ der süsse l^lercunuz lu- klimsrus.das süsie k^ercurnöhl/sonderlich aber die (^uin- ra ellcnria ^ercuni, in libro äc verm^tzus cz^i. il. Irem j>ei Huinr^m ellenriam ^lercurii , in der Wundartzney Lalsö ci aä.cri^ca.Irem xer ^lurnizm IN!i- l?ej!c> cle rem^ore l'laA. z. Besihe auch das Warmbad beym R.u!zn6o. Es muß em gurer Balbierer ^ enn/ der eme F;stcl recht heilen soll. Ich habe jhrer etliche vber emer F.stelgehabt/es hat sie aber keinerbestendigkch curirenkönnen/ bch endUch em rechrer Meister drüber kam/ der etzend Dmg aufflegte/ das war em roch Pflaster / vnd em Stem / das bisse trefflich sehr/ daß der Patient gar Vngedulug drüber ward/ darnachrropfferer emOehldrem / viw bestreich eineWicke eben nnt demselbigen Ochl/vnd stacks sie drem/ darüber der Patient die Zahne zusammen bif>e / darnach/ do er das Böse alles weg gebettet harte / vnd zum lebendigen Fleisch kam/heilet ers erst zu. Erging mdte sieben Wochen damit vmb. Ich glaube es war das Egyp- nschc etzendeSalbleiN / das Ryf. in seinetn ^uri^urziiu xaA. iis. beschreibet. Zuvor war em Schuster drüber / der sich auff dteHeilung wol verstund/ vnd grosse alte Schaden cunret/ die sonstenniemand curiren kunt/ der legte jhm erstlich em kewlich Schwedlein auff die Sretre/ do sichs ansehen ließ/ als wolte es da auffbrechen/das war etwan emeS Nagels breit/ dieselbige Salbe war schier wie em Wachs/ doch em lvemg Breunlicht/war gemacht von Hirschen Marck / das zwischen den zweyen Frawentagen geschlagen war. Item/von Terpentmöhl vnd Bockene» Vnßler/ darnach zerließ er vngenützten Bech m einem Scherblein / vnd goß es auss eme breite Schwede / ließ es emwemg Kühlen/ vnd legtö jhm drü- lem/ emer Erbes groß / aber tleffhmein/blß anffs Bein/ es ist / wie wann man emem emen Federkchl ms Fleisch steckt / es legt sich ein zehe Haut em/damtt das innerliche lebendige Fleisch nicht kan herauß / vnd das eusserliche mcht hmein wachsen. Das muß man zu rechtbrmgen/vnd Mder lebendig mache«. Pas Aem wird gar schwartz vnd Fistel w o- dnrchsie zu remi-> gen. Fistel will eine g ite C^rn haben. Fistel»: wodurch sie von gründe geheüet werden. F-stel zu heikn/ will emen guten Balbirer haben. ber her / sofern es roth war / das zeucht die eytenchte 'Mula erXcr , kttula fc>rminvs-l ein Fistel/ KUceriam zusammen/ vnd stillet die Hitze danndasRo- a conc-vitsre, dann es hat em klem keulicht tieft Löch- the war eitelHitze. Er legte jhm aber auss/ so warm ers erleyden konr / vnd ließ eS ligen biß auff den folgen-- den Morgen/ da ging der Eyter herauß/ do legte er wider ein solch klein Schwedlem / vnnd eine grosse Schwede drüber auff/ da streich er zuvor Terpentemöhl auffs Löchlem / das kroch fein von sich selber hmem- Denn dritten Tag auch also / doch strewtte er jhm auch Fistel heilet zwar/ dle«bt a- ber nicht bestendg. Fisteln was se.n äiXca. Pocken o- der Mah- fern woher siech- reu Na- men/vnd waö sie seyn. 2.46 Bas Andir ein Pnlverlein nach Mittage hinem von Hechtzähnen vndgebrandrenAlaungar klem gerieben / dasst.eßer mtt einem Eisen hinem/darnach schwierets wider herauß/ er strewet jhm auch bißweilenTormentülpulver hinein. In Summa er Hellers / aber es bekam ein viertel Jahr hernach gleichwol wider Eyter / vnd geschwolle wider. Darnach uamen wa- einen zimlichen erfahrnen Balbii er an/da es w'.derEyter schöpffte/geschwolie vnd auffbrach/ der stäckee Wicken mit Wemstelnohl bestrichen drein/ vnd legt ein gelbe Salbe anffem Pstaster gestrichen/auff/acht Tage nacheinander/darnach schrieb er ihm diß Trancklem wderApotecken. Nmw dcstill'.rt Hirftbkolbenwasser. Tausenrgülden Wasser. Wallwurtzwasser. Merernwasser. Smnnwwasser. Sanickelwaster. Erdbeerwasser/ jedes 4- !oth. Qdermenmgkraut. Schmal Wegerlchkrant. Tausendgüldenkraut. Sancckelkrant. Hussattlchkl aut/ jedes ein Hand voll. Pttupmellwurtzel. Nag«.lein jedes Quint. Lihabarbari.Qumt. Laß diese Sachen Nacht vnd Tagebcrtzen / koche solche nachmalen nach der Kunst. Nunb von dieser gekochten Brühe z, 0. Loth. Thue darzn Wegwartsyrup mtt Rhabarbar. Scabiesensyrnp jedes 1. Loth. Cardobenedicren Lxna^. em halbQumt. Mische esvnteremander/ verwahre es wol. Träncklen: c.uff z. mabl. Er heilets zwar/ blieb aber nicht beständig. Thnrmisser cnrms mit dem Wasser vom Bley/ vonGalmey/vonKyß/I'UQn.lid.4. c. 7. Item mit den Wassern von ^rleniciZ, ^rl^lmenris , ^uri j?i^rnenris> vnd Reuschgeeles.ibicl.Itun Mit den Wassern v..d Sub- tilttälen vom Silberkiß/Alaun/ Federweiß vnd wilocn Alaun/ i!)icl. Atem Mit koenc» , Ehrei'.preiß / 5a"- ruieis, Polen / Ovemsaren/ SchirlmgoderWitterich/ lib.s.c^x>.4o.Besihe droben das 55. Cup. O I ^ ^ Der Patient hüte sich vor Schweinenstei^ch / Zwiebeln/ sawren ^ohl / vnd andern vngcwnden Speisen/ erkalte den Qrr nicht sehr/ da sie sil-t. Besche kris.ln !!>s?i.'-cuI.pÄrc.4.!.l?.^ cz^>.4. Irem jz^rr. 6. Iil). -m czp.i^.pecrumcleLleseenr.lib.9.ca^.4/. ^.^^lä.eenr. 6.^li. 94. Das Capitel. Von den Pocken vnd Mausern. .Je Griechen nennen die Blattern oder Pocken ^«.v- Iioceli) eiÄoielcenrizs,^l) pilu^olX eruorione;. Es seyn erst kleine Bläiterleiu/ c ill-ne!cunr , sie werden darnach immer grösser/ biß die rechte grosse Pocken dranß werden / man nennets auch var»ol>ij8. Lxanr^em2tZ sunr crizr» lupeikeizricr euris exul- Lera icincs, lulzrubieun^z?, Lc tük^l^>e5X, 1 isil. liv. 1. czx>. s.^Aiu. l. z. mannennets auch morliiUlls. Duo zur erizm ^lurci mala lunr, c^uze cliei pc>l?unr, Zc clieunrur eriam ä Lr^eis ^Vleclici^. ?n- mo 5unr ludlimes^z^uliL leu puliul^ , kleine Bl^.er- lein / c^ucc eurem in msnikesluM rumorem arroilunr, camc^ue exuleeranc, Lc ^rurirum exeir^nr > sunr f>^uiro- ls'erupriones /dle endlich voller Eyter werden/ tiunr ex erÄlli^ öc piruirokis^umolib. euri im^e^is, tLN'.menven grober zeher feuchtlgkeither /Lc lunr czuzli »emmz? Äibo- rum, iniric» valclelunr exi^uT, s>oliea veiö in6c au^cnrur) öc m-tvi^kunrruiAicl^', Vul^use^ucliro- rum vzriolzs Lc ^apulas voear, Lermzniee die Pocken 0- derBlattern. (5rTel voeAnrcnzm^lias licrcuIZz^uX renclunr in aöurnen, slium ^zcrunr, l^ciL clr. !nnr puliulislimilia öc l'ummgm eurem exceclunr,SL sx ck^inii A eure concrer x liu'tiorilzub viociS!lurur> ^uorun^ su^erior ^e^Iiculz «lenüor «lt. Bück)/ veinäe sunc cxanrliemÄtÄ!ata, ^UX Uordillirw» minanrui, ?Iiniv vari äicunru7; LelMÄn:die Mahsern/ IiX liunnliorez lunr, A in lariruclines; ranrüm exrenr^, cxi ^uum c^uiä^m taciunr rumorcm , lecl ramen non cx- ulccranr, nc^ue pruiirum excir ^nr, Zc a cslicliore tm- more ^encrancur, lunr lu^eillciaii».' cUris maculX, per '.ocum eoi^usl^ailX, sudrutiicuncl^ Lc lubasper^, rothe FleckevberdenLeid / blßwelkn sind gar kleine Blatter- leiN darb^y/ c^u^vLiü^ eurem coloulzus inkiciunr. Pocken vndMahsern sind gerne piXluäia peliis. ^VondLN Pocken odcr Blattern. Wann ein Kmd erwan von -.8. Wochen Pocken will / das noch seuget (enjus li^nnrn leu l^m^roma cK, wanns h-tzt/vud chm die Qualstern aufs der Brust ltgen/ vnd sieh bricht/ vnd sich au ff dem Leibe sajt vberall/ rothe stecke vnd kleine Blätterlem mercken lassen/ als wolten sie heranß / vnd threnen jhm die Angen / oder stehen chm ja die Augen voller Thränen/trmcken sehr / wollen mehr essen/ die Urina »st weiß wie Milch) so soll die Mutter nur Z»tber essen vel ^uvcl melius elt, Angelickenwurtzel/ vnd dem Kmde sonst bey Le:be nichts eingeben / m 4. Tagen kommen sie h»rauß / darnach essen sie em wenig wider. Darnach wann acht Tage vmb seyn /so thun sie erst recht wehe/ wo es Pocken werden wollen/ vnd sangen vmb den 9. Tag an auffzuplatzen / so muß manmit stech wehren / daß sie keme eheste recht reiffwerden/ auffressen / dann es heilet schwerlich/ vnd sie bekommen darnach grosse Na.ben/das mache sie im Angesicht gar vngestalt.Watm sie ntt znp latzm oder aussbrechen wollen / so mag man sie wol aufsmiich?« mu emrr güldenen oder silbernen Nadel/ oder mögen sie auch wol die Rmder nut den Nägeln auff- kneipen. Etliche geben auch kleinen Kmdern / die nit mehr saugen / im Löffel ein wenig roth.n Wein mit rothen Myrchen vermischt / em: (wiewol der rothe Wem nicht allerdings bequem ist. ) Item Cardobened.ctenwaster/ davon schwitzen sie/vnd luit dem Schweiß kommen sie heranß. Iiem man kocht Lmsen m Flei^'chfuppen/vnd lest die Kcnder o^e S uppei! anßtrincken/da.6 macht die marerism fem subtil/ v!.d treibet sie herauß / das brinzet auch jhre E ignatu'. m:t. Man soll aber die Linsen mr essen. JkM. Gib jhnen Hirschkolbenwasser einen Löffel voll ein/ das treibet sie gewaltig herauß vnd vom Hertzen. Item / Nuswaster vnd 8cc)iäiumwasiervnterein« ander gemeng^t/oder8coräiumwasser allem/das trelbtö jhnei. sein vom He: tzen weg/ daß sie nichts schaden- Wol« lenfie- Äber ja mchtherauß/ so nnub Tormennll / Camil- lenblum^n/j^esciNhalbLoch/Alaunwurtzel i.Lorh/ vnd 1. Quart Wein /siede es ein wenig/ Mische darunter guten Tm cac l. Qu.ntle'M vnd laß es dav ?n trmcken/ so warm es kan. AuchFcnchelwafserM'tAckelu)vnd Cardobene- dictenwasscr ve.Mischt / darvon nnnb drey Löffel voll/ thue em wer.tg klem zerstossen gebraut Hirschhorn drem< vnd g-o !.)M oj,l/ diß ist sehr gut. Daß sl?m o:e Pock n in die Augen nieyr kon-men. So bestreich die'A^ge'i unMer mit Rosenwasser/ welches besser/ sö cmwer.i^ gantze» Sa^rauda^..gelegt mrd. Ircm WegcreMvassct. Wann den Rawcm von ^e>! Prckm Felle vber dem?lugc werden. So blase ihnen d ?; bcst.n Auckercandn in h;eA«-- gen/ der bringet die Feüe von den A ug nz '.yiber h'.r.w 'g. Ober nn'/y nur Iun^ Quai penlebe'.r / wie sie ausl.'nQuapveng>..-onuaensrn/ (du darffstsieMtwa- scken) henge j:- an einer. Favet» m ein Glaß / setzs in d»e Sonne so e.n Oehl darauß : Dessen laß l-ur em rropsfen m d:e 'AugenfaLen / so gehen die Felle gar weg. D h ist auch sonsien enr e! ' Ding zu den Augen es beisi wo! ein wenig / aber es macht ein recht schcn lauter Gesicht. Irem Raden/ so tm Korn wachsen / daß Meel darvon Mit Hontg vermischt / ;n die Augen gestnchen / das muß aber ossr geschehen. Für das gmblicbe Gchcbt / daß einer von den Pocken bekompt» So balde die Grinde abgefallen seyn von den Pocken wer-- Pocken daß sie nit in die Au- qcnkom-> men. Pocken darvon Felle vbe'r die Augen kommen» Pocken 0- der Blattern wodurch sie einem Kinde innerhalb 4. Tagen herauß zn treiben. .'Ä. Pccket! ft P IZick p» gröblich wasche man sich alle Tage deß Morgens vnd Abends nur Angesicht gesottenen Feigbonen/ oder mtt gebrandtem Wasser von machen/ der Bohnenblüthe: Oder man netze das Angesicht mit waö dafitt gebrandtemWasser von geröstem Weinstem/ ZVIi^alä. zuthlM. cenr.z.^x>kor.z8.cenr.4.^x>kor.94. Slesagen / wann ihnen die Kmdcr auß Vngcdult die Schörbe von denPo- ckeiiselbstabreissen/ so sollen sie also pockennarbig werden. Bestreiche sie nur Mit Hanfföhl / das HM auch daß sie nicht narbicht werden. Daß die andern Kinder die Pocken nicht auch bekommen. Pocken/dz Die Pocken sind ein anfällig Ding/ wer bey pockenden sie die an- Kinderngewesen,si/vnd kömpt zuHause/der kanö semen derKmder Kmdern bald mitbringen/ wanns em Kind im Hause be- Nlcht be- kömpt/ so müssen die andern balde hernach. WM man a- ksmmen. ber die andern davor bewahren vnd sicher haben / so lege manjhnennur Rhabarbaravnd Zlinmetrinden ins tr»n- ckcn / so schadets jhnen nicht. Ich habe es nicht versucht/ stehet m der Proba. Wann die Pocken beginnen auffzuplalM. Pocken so ^ mag man sie wol mit einer Nolden (ein silberne beanmen Nolden wäre am besten darzu) mit lüfften / daß sie nicht auffiu- Zu liesseinbetssen / vnd das Angesicht gar zu narbicht ma- vlatzen Man soll jhnen auch die austgeplatzten mit Rosen- wasser/ darinnen ein wenig Saffran ist/ bestreiche«/ dashüfft gewaltig. 0 i- Als mein kleiner Bruder Lllas,ein Knabe von ^-.Jahren daran kranck läge ^nnc> 1/84. auch hernach dran siarb/vnd der Knabe gerne allerley gessen hatte/ schriebe mein Vatter an den v. ttolklnannum. deß Churfürsten Leib lVIeäicum. vnd fragt ihn/ ob er auch mochte Erdbeer/ Wein/ Zucker/ PoMMerantzen/ emge- rehret Bier vnd Brod/Kirschen/ Schotten/ Marzipan/ überzogenen Zucker / darnach er sich sehnet/essen ? k.e- t^>onäic illc ^>er literas mocjc»: Keverenäe^Llzril^ar^ue OrnzrilI .i )n.I)o^c>r/^ic>r» iiillileu Vsrioli uil^illunc aliu6 > ^uäm re^u^ariones ^uXcl-iin menlirui laNZuinis in coijzoicinf»nriumlell- Ai,A conlianr ex cisÜz ^>ar^e lan^uinis. In illis nulla u- rillolZ lemeäia, nec convenienriorescil?! sunr, c^uarn conl^anr ex sperienrilzuz Lc ex^ellentibus. I^arn re- ^ellenria ^rorlus non conveniunr,niii torralUs vulX,aur oculisimminear ^»ericulum. !»irur äei, lieber ettemoäe- racecaliäu8,Lc niunienc1u8lc>cuz,Ne venri sri^iäi L^ruin sKare x>oilinr. (^uocl vc^ö ac! c.il?urn Lc jzorum arriner, oporrec vi- Äum eile renuem, llcur lolerin morbisacucis. Illa, c^ua^ l'.Lx. in scliecla lcri^llr 5unr ranrum blsnännenra^ c^ua: cirius prolon^anr Lc ÄUAenr, c^uam climinuunr rnor- buin. ()^iä enimj uvar venrrem koc icruin liaru imvle- rerelius, niliilaliucl c^uain jzalaruln allicienribus? 8l 6e- rurilliavenarum, ^orc^esrumi Lc ejusmoäi lim^Iiccs icikij laris eli. I^Ion moriunrui x>uen,erigrnli Non omru5 j^lls clenrnr, c^uX palaro i^loium gllubelcunr. Lavencla tunrcjulcia, un^uola, HUX kacile in lzilein verrunrur. Vinum iriäem roro morbi äecurlu non eli bibencium, ^>i^a:rer^uzm in äecliozciorie. Lercam cli^ram in I:oc ^icclcribeiecliKcüeeli, cüm morbus llr ralis ^ Huire- ttuem viÄusrarionem exiA^r. ^Iz^is relpicienäuin gci l^mszromara ^ veluri il aä ciculos aur AUttur morkilii via sKec^enr, mzlim ur mzlezuranria Lc ^znisinrricus ce- reviliT ornircerenrur : 8imi1irer celala, ^isa, Lc e- julinocli tnvet2ciiilir,Lc inliann l>Ic)n cliu clurar ine rnc>r!zus. I^irur non eli o^us, ur pueris incommoclo luc» vcnrer rc^Ii.-rur,seii cenui tliTr» eKcicnclum,ur aIi<^uan- ro cirius viics recu^erzre Lc muilzum piopulsare poillinr, Zi c^nicl orierur l^m^romzrum, zur Lxccl. I'.alicx^ui rnea inäiAuenr operZzlilicnrcr sctiliarn j c^uX L. "t. ä me sciilii voluerir, Lene vale, Solchen Patienten haben l). 5c^!izc.^!u8vnd D. La» sparus erlaubet zu essen vnd zu gebrauchen/ suppen/ Ha- bergrütz/Gerstene Graupen/junge Huner/ Kalbfleisch/ allerley j uscula,von gutem Rindfleisch/sonderlich da Pe- tersilge drein gethan ist / dann das treibet gewaltig auß: ItemMuscatenblumen/Crentzsalbey/ gepulverisiret VNd in alle Essen gethan/ist ein edel Dmg /man kan6 loco Mer anderer Gewurtz brauchen. Won der HattßaWty. Ist der Tranck oder das Bier etwas zu hitzig / co^u^ rur ^»orclei cum xalsuli^, raclice Lc lcmine fcrnicu- 1l, ?ecrolelini, öc Liceribus rudeis. Man thu auch eingemachte Iohannisbeer cum ciceribus drein / so wirds fem roth vnd wolschmeckend/wie ein Wem. Kein Ziegen oder andere Milch sollen sie brauchen/ dochMolcken davon ist auch nicht böse. RuppiNisches Bier ist jhnen gut. ?3ulöx>ok5cri^liric1cml). Lal^srus. 8l zli^uoä^encu1um vic!erllr imminere ocull's , auc palaro,Huoä v^äelicer iki exancliem^ra cxc>riunrur,5cri- xll acjuzm leu coll^riurn (eine Augenartzncy) in linreolum inrin^i porell, öc oculi sä prTler- 'sarionem, li<^uicl rzle perci^irur. Irem conlcli^rus eji (Zzrozrilrnus, koc conlilio, ur ll <^uiä enzrum eli in Zu- 1a, ZarAÄlisanäo le^ellarur. Z. ^im Rosenwasser. Breitwegerichwasser jedes;. Loth. In diesen Wassern koche 8umack. Rothe Rosen jedes i.Qumr. Siege es durch vnd gieß es in em GW ZiZ. Augenwasser. N. Äim Gerstenwasser. Braun Brunellenwasser. Brett Wegerichwasser jedes 6.!oth<> Rosenhomg z.Loth. Maulbeersafft 6. Q«ilint. Viol Iulep Safft z.Qumt. vnteremander vermischet. 8ig. Gurgelwasser. Wann man sich befahret/daß sie einen bösen Halß be-- kommen möchten / so gib jhuen Maulbeersafft/oder den Safft von Iohanntstraublemoder Beerlern ein. Man halte das krancke Kmd m einem sonderlichen Gemach/ vnd lasse die andere Kinder nicht indasselbige Geinach kommen / auch mit den Krancken nicht essen noch trincken» Wann sie in 9. oder 10. Tagen nicht auffbrechen/ so kommen sie zusammen/ vnd werden grosse Blasen drauß/ vnd sencken sich / gehen von sich selber auff / wann das ge- schicht/ so ist keme Hoffnung mehr da. An etlichen Oertern gibt man keinen pockenden Kindern etwas süsses zu essen / dann man last sich bedüncken/ die Pocken brechen davon nicht auff. Wann diePatlenten heisser werden / so sterben sie gerne/ dochhab lchauchgesehen/daßes mchtgeschehen ist. l^icerzö l). dasp. k-ZoK'manm'. (Ülari/Iilne Lc Keverenclc O.?iT^ollre, ur ^rs:5crVen- rur lilzcri rui 3 xu-elenri L^,i6emia 1 curs j ur ^uilidec äe Iisc^oriunculs ä me oräinars, vel^eri <^uanäo cubiruni il?unr, Zc rnznc cum lurvenr, acci^>iar cc>clileariiiäuo. rria vel ^uaruor, l^zbira ririone sraris. Nim Litronensafft Syrup. Cardobenedictensaffr Syrup. Borragen Syrup. Sawrampfferwasser. Cardobenedictenwasser. Borragenblumenwasser jedes 8. Loth, vermische es vnter einander. ZiA. drXlervariv-Tranck. Stärckung der pockenden Kmdcr. i^äices Luvlolsn conclirs.'mögen sie bißweilen Mit es- sen/die starcken sehr das Hertz/oder die raäiceü Liclwui. Man mag den Zucker / wann es ihnen zu süß ist / abwa- schcn/mtt a ^iXc>lc>8 nervös ^luriosur Besihe droben das i s s.^.in 6ne. Oleum b^perici, oder S» Iohanniskrautöhl / mit 8viriri! l'erLbinrinX teculz«!um rirr^ ist auch gut darzu> Oder auch Mir 8xiriru,5 l'ercbin» rbinT. Vor krimpen oder Schwinden der Adern/ es komme wovon es wolle. Nun ein gut rhetl Regenwürme ( dle Mercker nen- neusBierohs) thue sie ni emen cemen Topff/ seud sie mit vngesaltzcner Butter/ vnd leutere sie ab:Vnd wann cs uu wol gesotten hat/so wmde cs durch em klein Tüchlein/vnd schmiere den Schaden damit gegen der warme. Oder mm Lemöhl 8.Loth/Brapdrcnwem vor 4.Pfennige/ schlage das wol durcheinander/ vnd schmier die Sauen da.Mlt/vnd badeefft mit Venedischcr leiste. Ite-n / n:mb Nachtschattenb^eren/Wachholderbeeren gleich vil/ stoß sie iw. Mörser / vnd seude sie imTeigelnnr altem Schmeer gar wol/ drücke sie durch em Tuch/thue Braud- tenweui drcm i. Qumt/ schmier die Sanen dannt. Au diesen krimpssen der Adern ist d:e Salb vonAl- theX auch sehr gut, Vor vcrkrumpLnen Sehnen. Nim Holwurtzelohl 2.. theil/ vngeschmoltzen Schweinen Schmaltz/1 -theil Lorbeeröhl vnd Eyeröl zusammen/ darnach du es vil machen wilst oder bedarfsst / schmier die gekrumpene Sehnen damit / vnd schlage darnach em ge- wichsen Tuch/ von Wachs zubereiter darumb. Oöer/mm Venedische Selffe/ zerschneide sie klein in ein klein decken / qeuß ein wemg warme Lauge darern/ klopjis so lang/biß Salbe wird. Besihedas folgende 17 s° Leinöhl mit Althe^ Salb vermischt / warm mit ge- fchmieret / thue auch Camlllenöhl em wenig darzu vnd D.Üchl/alsc: NunAlthea.' Salb ^.Loth/Lilienöhlewhalb Loth/Dill vnd CarmllenöhleM-Qumt / thue darunter gepulverte Regenwurm/ anderthalb Qumt/ vermische es wol. Wann du nun die Salbe brauchen wilst / so mache erstlich ein.Dampffbad/ von Ltüenwurtz/ Pappeln / Ca- mmen/Odermenninge/ behe die Sehnen wol heiß drüber/ so lang du kaust / darnach reibe sie mit diesem linimenr« oder Selblein recht wol. Diß thue offr/ durch Gottes fegen/wirds wol helffen. Bas el^XVl. Capitel. Vom fallen vnd gelieferten Blut / auch Blutspeien. Aun einer hart gefallen vnd geliefert Blut im Leibe hat / der nehme Weinessig oder sonsien guteu Bler- ess:g/laß jhn warm werden/schlahe em New gelegt Ey den Dotter Mit sampt dem weissen drein / quirle es wol vnter emander/vnd trmcks auß. Oder laß )hn nur Bembruch in Fleischsuppen brc-uchen/ist probirt an enum Zimmerman de^ vom Tag gefallen. Wer qeronnen geliefert oder verstockt Blut im Leibe hat/der nehme Rothe/welche die Tuchmacher haben (nc>- ra lipn^rmä) lege sie m Weinessig/ laß sie em wenig beym Fewr ausswaklen/ trinck em Löffel zwey oder drey darnach die Person ist/ es hilfst liehest Gort/ wann emem gleich em Mppe im Leibe entzwey wäre. Oder brauch nur Lalls- rnum 8ulp^uris, <^uoc!cvnca6iu Lc illirut^nac. (ab marcetco, c^uoä co- lorem suurn llzrivuin cliurillime rcrineac) lan^uinem concrerum venrris Zc velics: cum mulio po- rus adlumir. kuc^üus öc ?1iQius, dle 5i^narur gibt es Vonder Haüßarimey, 267 Lmdene glühende Kohlen in Essig abgelefcht/vnd mit Krcbsaugcn eingenommen. Item kchsbarbzrum vnd ein Qumrlem genommen mKerbelwasser cercfo- Zl» mit Wem vermischt. rubeum ^oralzilc man hats allzeit in A- poteckeu m Wem zerlasse» vud getruncken. Calmuß m Wein Honigwasser gesotten / vnd das Pulver drem gestrewet/ vnd getruncken. Feygcubaumö Asche getruncken/ oder Wolrath (l^ermaceri) m warmen Essig oder Bocksblut. Bcthomenkraut vnd Blumen in Wasser oder Wein eingeben vnd getruncken. Entziausafft/ von der grünen Wurtzel außgeprest / i. Qumtlem getruncken oder da6 dürre Pulver ein halb QuMt.Eppichsafst mit Hontg vermischt/ emgeeen/ ist auch gut. Garben in Wem gesotten viii) getruncken/ ist lrulletoliuin alliulN. Natrerwurtz gepülvert vnd un Rosenzucker eingenommen/ verstellet das Blutspeyen. Rettich Mit Hvmg vermischt vnd vb?rgelegt. ^enssmehl mit Homg vnd Gänseschmaltz vermischt/thutdeßgleichen. Isopenwasser gesotten vnd geschlagen. Dosten m Wem gesotten vnd aufsgelegt. Majoran Mit weissem guten Wem gesotten/ biß es dickewrrd / wteemPjiaster auffgelegr. Kümmel gepulvert/ mn Wachs beym Fewr gemischt/ vnd cmff dcn Schaden gelegt. Diese Recept dreuen etliche denen die bey den Valoren auff den Dörffern / Klrchmesse gehalten / vud haben gure derbe/ dichte schlag mtt Rungen vnd Hebebaumm bekommen / oder welche sousten deß A- bcnds der Flegelwmd auffder Gassen angewehet hat/davon sie gute Schläge mn Blur vnterlauffen / bekommen/ daß sie braun vud blaw drüber worden siud / mögen dan- noch diese Recept zum theil emnehmen / vnd zum theil auch sousten aufflegcn. Die Bawreu m Mechelburg brauchen ein Kraut nnt warmen Bier auffgesotten/ das Heisien sie Wüfferley/daS pflegen sie zu trmcken / sagen es reist jhnen un Leib davon/ danm cunren sie sich. Item lege Schwalbenwurtzel m Wein vnd trinck dar- von. Cs fiel eme Iungsraw rückling in Keller / vnd schoß wider auffdaS Haupt hinunter m em tieff Loch / daß sie auff dem Kopffstehend blieb/ die konte keurWort reoen/ sondern murmelt vnd röchelt nur/blieb offtgarweg/ alö wann sie tsd wäre / thet tem Auge auff / weiset nur auff die seyte deß Halses vnd deß Haupts / kont auch Nicht wol schlingen / der gaben wir nur auß der Apoteckeu v-rruns etliche Löffel voll em (also Neuners manches ward auch Zimmetwasser drunter vermischt / es war em starck Wasser/ darnach vber em halbe Stund gaben wir jhr em ander klcm Traucklem auß der Apoteckeu eyn / darauff muste sie zugedeckt schwitzen/ vber drey Stunden hernach kam sie zu sich selber/ vnd redete wider. Wer Blut speyet vom fallen/ der stosse Alantwurtzel zu Pulver/ vermische es Mit Rosenzucker / vnd nehme es em. L ese auch ein gut Recept im lVl ceuc. 6. 6 Kornblumen / vnd sonderlich die grossen/ zerrieben/ vnd mit Wegenchwasser eingenommen. Rchzponricum wurtzel em halb Loth schwer zerstoßen vnd getruncken/ist ein außbündigSrück ZumBlutspeicn/ vnd geronnen Blut zuzertreiben. Roßnust vnd Ochsenmist vermischet/ vnd in Essig gesotten vnd übergelegt. Ivlenra prolnber lxurum szvAuinis. Man hat auch in derApoteckenemPulverdasmauheist pulvis Ääcalum, Pulver wider das geronnene Blut/ i. Qumr davon eingenommen in warm B:er. Wilde Salbeyenwasser ist gut vor das stechen zum Hertzeu/Vvn dem bösen Geblüt.Es ist auch gut dem Menschen der gefallen oder geschlagen/vnd verwundet ist/also daß er m sich Blute/ vnd treibet das Blut/ das meinem geronnen ist / von einander / vnd treibets dem Menschen auß dem Leibe mit vnnd Louraurco genossen. " Nim Röthe/ so hie Tuchmacher brauchen/ewes Vn- garischen Güldens schwer/ zerstosie sie klein / rrincks auff einmal m warmen Wein oder Weines lg auß/ laß folgenden Tages die Medcau sprmgen / das zertretbet das zu Hausse gelaustene oder geronnene Blut. Wer sich zufallen oder zerschlagen / wann jhm auch gleich eine Ribbe im Leibe entzwey wäre / vnd jhm die Sehnen knmpffen/vnd will zusam en wachsen/oder jhm em Arm schwindet / der nehme alt Hlrsmarck / vnd alt Z Z- Lohr- Blut auß-' speycu wz dafür gut,. Stecher zum Hertz en was dafür gut. Ribbe im Leib en^ zwey gut remeciiil davor. 268 Das Ander Bück/ Fuß darauf einem etwas ge-> fallen/oder sonnen ge- schlagen wasea- fürzu nehmen. Blutflecke was sie seyn/ vnd woher sie kommen. Bemso beschun- den/wo- mtt es zu schmieren. Beule oder Schwulst so auffge- lauffen was davor dienet Fall oder andere Schäden/ so Mlt Blute viit.r- laussen/ womit sie Zu schmieren. ^vhröhl / vud Marck auß den Kinnbacken der Schweine/ also rohe / thue ein jedes sonderlich m ein Büchßlem/ vnd schnncre den Schaden emen Tag mit Hirschmarck / den andern mit Lohröhl / den dritten mit Schwemmarck/ vnd wann du den Schaden also geschmlerethast/ so mm dann ein kraut / genant Witwe / lege es zwlsche zweye newe Zic^elsteine/so ergibt sie sich/daß sie weich wird/ kan- siu die mt haben / mm Majoran oder Bemwelle / oder Wüllkraur/ oder ein ander Kraut davor / schabe drauff Hirschenmarck / vno legs an den geschmierten Schaden deß Tages zweymal.Damtt sind grosse Schäden geheilet. Item. Nim Myrchen/ Majoran vnd Petersilien / jedes i. Handvoll/ seuds wol vermacht m altein Bier/ trincks. Wer sich zufallen/zustosien oder geschlagen/oder jhm etwas aufsein Arm oder Fuß gefallen / daß eine Beule wird/vnd schwüt von wegtu deß geronnen Blttts/der nehme Vnn/vnd lasse siewarmwerden/ vnd thueBeinwelle drem/vnd legsauff den Schaden/so warm du es erleyden kanst/zureibe'auch cee Schwulst damit/ vnd thue es offt/ biß sich das Geblüt vnrcremanoer theilet / wle duwolse- h^nwtrst / so wirds besser vnd darffst nicht vil Qual ley- den. Besitze auch^li^Iä.cellr.7.^11.58. Dasel-XVil. Capitel. Von dlawen vnd braunen Flecken. ^IlAAi!Iauonc8 seyn blawe Flecken oder Blutflecken die ^mlt Blut vnterlauffen seyn / als man bißweuen be-- kömpt/ wann sich emer stost oder fair/ oder sonst gute der« bc Puffe mit Prügi.ln oder Stangen bekömpt/ oder mit ememSteingeworffen. Hat ihm-klner einen blawen Fleckgestossen/ oder sonst ein Bem beschunden/so schmiere es mit oleo pklluscixkcz-. rum (Zlcgeiohl) oder sonsten Mit welsser Salbe auß der ApoteckcN. Vl6eiux>rs,cap-I45.'i'lr. Gesalleneblawe Oder schmiere dich nur mitHechtfetrem. Item/ Nim Oel so auß der welsche Nuß gedrücket ist / vnd schmiere den Schaden damu» EshabeemerWundenoder geflossene Schäden / so nehme erNur'sol'» mlllcfolnzMtt Schmeervon einem geschnittenen Bock / hacke es klein durcheinander/ so wirds wie em Salbe/^die lege auff den Schaden/es sey Wunden 0!. er geflossen. Wann aber der Schade dicke auffgelauffen vnd hoch wird/ vnd sehr weich/ so muß man lassm durch em Balbier aussschneiden daß das Blut außlausse / vnd diß balde im Anfang/sonstcn faulet das Blut/gibt Eyter welches vntersichfrlfl / vnd vnrerkötig wird / vnd muß doch auffgemachtwerden. Alir auffgelauffenen Beule oder Schwulst. Nimm der eylbald Essig / thue darem ein Löffel voll ^valtz/ zerschlage oder zerreibe es wol/daß es sich wo! nnt einander vet mischt/ mach es em wenig warm/ Tüchlem drem genetzt/ schlage auffdre Beule oder Schwulst/ offt- mals wann eins trucken/ so leg cm anders auff. Diß thut sehr gut. Ehe aber d:ß L^clorilion - oder leichte A. tzney kanfertig werden/ so drücke jhmdieauffgelauffeneBcu- le oder Schwulst mit einem bretten kalten Messer darnieder/ daß sie Nicht höher aufflaussc. Darnach bestreichs mitmelleZc^Uirio , oder gememen lautern Honig offt/ so wirds heil. Wann einer gefallen / oder sich geflossen / daß es Blaw oder mit Blnt vnterlauffen/ vnd die Haut weg ist. R.. Welsse Salbe/ oder uu»uenrum 6e «Lcrullszoder uuouerirum slbum ccx^um (das seynl/llua/ma, es sind alles eme Salbe ) schmiere dich damit so treugers desto leichter ab/ es zeucht die Hitze auß / msnZiäar Lc exiccsr. Es macht eme rüffe/ die darnach von sich selbst abfält/vud vergehet balde/ (m den Apoteckenbekömpt manö vor em Dreyer) wanns m Angesicht lst/ someng emwenig Ni- ruum oruncer / so bekömpts eme röche Farbe dem Fleisch ähnlich/ das vnterm Angesicht:ft- Man kans emem artig anstreichen / daßmansn.chtmercket / kömprdenenzu hülffe/ so wider die Fäuste gelauffen / wegen ihres bösen Mauls / o^erdie Fewr anschlagen wollen / habenaber SasSundvr vergessen» Hastu dich sorne an das Schinbein ßestossen / oder sonsten daß dirs Blaw ist/ vnd wehe thut. NimAlthe vnd un^entum Äioum. jedes vor ein Pfenning/ cm jedes eme Haselnus goß / mengs zusammen/ mach ein Sälblem drauß/ vnd schmier dich damit- Oder. Nim Böcken Vnschlet vnd Leinöhl/zerlaß es mit einander m emem Tteg^m / so wird eme Salbe drauß/ schmier dich damit. Bas cl.xvui. Capitel. Vor das Schwinden der Glieder. .^S reist auch emen drinnen / vnd wird einem der Arm ^garRraftrloß. L ^ U 8 Das Schwinden emes Arms oe er auch eines anderen Gliedes / kömptbißireu.uve..sichft'berjnnerlichdurch verstopffung der Ade. n/ Sai.u:: Bißweilen von harten stetigen binden / m. B^nbruch g> Heuer / oderauchvon verrückung oder auffallen der/sun6tureQ ,eineö Gliedes/ vnd von dergleichen Vrsacheu n .chr / ?c. Best, eich das Glied oder den Arm starck mit gutem Branbrmwem/ darinnen Pfeffer macerirt ist. Oder Östreich die schwmdende Glieder deß Abends jmd Morgeuö Mtt Maivasir. Schwindet dir der Arm /so bestceich ihn oben vmb die Schulter damit/ dadasxna- cixilllN llervorum ist/auffderAchjelvndvmb die Schul« ter. Gemeine Leute reiben das Glied/ das einem Schwindet/ mit kleinen Nesseln / das ist ein gewisses Recept / allem daß es einem em wenig schnndet vud brennet. So emem em Glied auß ist / oder emer ist seines Armes vnd Bemes nicht mächtig vnd schwindet jhm / so nehme er ein gut theil Krautbeelen(Iachandelbeere) zerstoß sieklein/geußdarüberguteng^andtenWem/ vnd Ve- nedilche Seiffe/ dieses alles reibe zusammen/ daß es wird w»e ein Teig / vnd laß sich denPaNenten im Bade wölbe-« hcn vnd schwitzen / darnach sciMnere )hn Mit der Salben/ vnd reibe es wol em/ thue es offt. Em anders. NimV-nedischeSeiffe/ Romcyenöhl / guten ge - braudtenWein / jedesvor4-Sonntsche Schilling oder 4-Seßlmg (sind sechs Dreyer / anderthalb Siibergro-- schen) eme Handvoll Wermuchkuospen / eme Handvoll Kattlchbeere!') Iachandelbeern oderWachholderbeern) fünffachen Blätter Römische Salbey/ hacke die Wermut Mit der Salbeyen klein/die Beeren zerstoß/seude diß alles Mit einander wol/ darnach drucke es durch em Tuch wot auß/ schmiere den Schaden bey emem heissen Osm / vnd halt )hn auch sonsten fe»n warm. I. l u O. Nim ein Nössel Brandtenwein/ vnd ein halb Pfund Venedische Seiffe / vnd eme Eyerschale voller Wasser/ das auß emem Buchebaum'treufft.Die Venedische Seif^ fe schneid klein vnd dünne/ thue die m den Brandtenwein/ laß es eine Nacht stehen / vnd schmier das geschwundene Glied gegen der Warme/ oder m einer Badstuben. Öder. TerpettteinöhlvndHundeschmaitzvnkeremanderzür-' lassen/vnd imTage dreymal n arm auffgelegt.Manniag auch an die stelle deßTerpentemohls nehmen/Spica/Zie-- gel/Wachholderbeer Myrchen/ Bibergeil/Lerbeern oder S. Iohaimesöhl^ An stat deß Hundschmaltzesmag matt nemen Beeren/ wilder Ratzen oder Fuchsjchmaltz. Bas Ll.x.x. Capitel- Laschen oder Blattern gerieten. .Ißweilen reibet einer Laschen/die einem gar übel gerathen/ vnd wollen nit wider heilen. N im un^ucn- rum zlbum, zu Deutsch welsse Salbe auß slbo niktli gemacht / das kanstu m der Apotecken vor emen Dreyer bekommen/das ink'iiZiäirer oder kühlet Lc exicczr. Vnd das lege zu erst auff? oder Ua^uearum ^ottvlorum yuoä Schitt- bem odek sonsten fornge» flössen/ womit eS zu schmieren. Gliders» schwindet woher es komme/ vnd womit sie z« bestrei- chen. Glid das Schwindet womiT es zu reiben. 5äschenos der Blattern ge- rieben/wZ drauffzit legen» Ozrkun- culusoder böse Geschwür was es sey/vnd was dafür zu gebrauchen. Eyter- stockiM schweren wie er weg zu Nehmen. Won der Haußar^ney.' Beistes zu sehr/ sonimun- chenT»^»^gettandt/ das ist/ eine Kohl/ carko, daßwie eme glühende Kohle hitzer vNd brennet / welches / weil eö emes erfahrnen 5tic>riem curis lu^cr^on^rur Lm^>lz- ÜruM^rileum (eingraw Pflaster) i1liruM j?annc> auff Lemwat. Damit kan man alle böse Löcher heilen. Das ist auch sehr gut. Oder schmiere es mit Hirschen Vnschlet. Oder nun Roseiiöhl vnd Terpentin / thue es zusammen m ein Tiegel / laß zergehen / rühr emen Eyerdotter drem/ mach em Salbe / das heilet auch wol / wann die Haukweggerieben/so strewe albüm Q KiUdrem (ist em weiß Pulver mderApotecken also geheissen) daötruck- nets balde auß. Item die Salbe viaxvmxlioliAos ge- nandt in der Apotecken/ist auch gut darzu/:c. vnd treibet zurück/ oder zertreibet/ als wann einer braun oder blaw vmb die Augen ist/da sich das Geblüt hingesetzt hat. Oder lege nur emWeaebreitblat darauff/ oder binde em Tuchlem ,n Wegebrettwasser genetzt drauff. Oder sirewe geschabte Kreide drem. Blattern Hat einer vnten an den Füssen / oder auss den Versen au Füssen in dem gehen Blattern gerieben / wann sie gantz vnd noch vom Rei- nicht zerplatzt oder aufkommen sey/ so zeuch Mit emer senwas Nehenolden emm wüllenen Faden dadurch/ vnd laß jhn dafür zu drinnen stecken: Wanns außgangen ist/ so bestreichs mit thun. Lemöhl/ vnd vngelaltzener Butter / oder Mit Hirschen- Vnschlet oder fcttem / sovergehrsbalde. Korck in Laß dir ein paar Schuh machen / also / daß du Korck dieSchuh vnten M die Sohlen machen last/ oderweichHoltz/vnd sohlen ge- wandere darnach/so hastu an einem paarSchuh länger/ met / hält als sonst an zweyen/vnd gehest keme Blasen/du gehest im emem Sande/oder sonst ausshart gefrornem Erdretch/vndge- Wanders hestfemsanfft darauff. Diß hab ich von einem alten ehr- mannlän- lichen vnd wolhabendem Mann gesehen/der schier sein ger dann gantzes Leben mit wandern zubracht, sonsten L. Zerlasse Bocken Vnschlet vnd Lemöhl in einem Tieg- paar lichen vnter einander / so wirds eine Salbe/ das heilet Schuh, sehr/oder bestreichsmit oleo 8 uI^kuris.Besihe auch hiervon was droben gesagt. Kascl.xx^CaM. Vom Larbunculo einem bösen Geschwär. hen ist/ VNd ligt m der Haut als ein Hünerey/ hitzet vnd thut sehr wehe / also daß emem (wann mans m der ^>eite hat/wie ichs dann gesehen) die gantze Seite/ vnd schier alle AderN davon recht wehe thun. Da mache eme Pappe oder Mnhß von kcvoo QrXco> Leinkuchen/ Zwibbeln/ Feigen/ Taubenmist / vnd Sauerteig / vnd kochs sein durch einander / daß es wird wie ein Muhß/'schmiers aussemTüchlem/legS so warm auss/ als der Patient erleiden kan/ das zenchts gewaltig zusammen/ vnd weichet es auss / d aß eö em groß Loch krieget. Darnach lege gelbe Salben auss em Tüchlem ge- schmieret auss- Wann Mitten ein grosser Butzen auß dem Schweren hanget / wie ein Eyterstock / mmbs mit emem Scherlein weg. Kans aber der Patient ja nicht erleiden/ so streich nur mitten ausss gelbe Behetüchlein ein wenig grüne dünneSalbe/ (das kan Man alles von Balbierern bekommen) etwan emes Pfennings breit/ vnd lege es also auss/ daß das grüne gerade aussdenButzen kömpt /das »reichet ihn ab. Merck. Allhier kan ich widerumb vnvermeldet nicht lassen/ was ich in dieses Geschwürs Heilung erfahren/dann erstlich ist zu merckeN/ daß zweyerley L-»rbuncu!, der eine istemBlutgeschwär/ wird groß/ kömptvon Fäule deß Geblüts/ vnd wird geherlet/ wie ein ander gemein Blut- schwär/ der sehr groß ist / der gemeine Mann vnter den Balbierern nennetS ein Äluteiftn/ oder Geschwar/ von den Gelehrten in gemein ein Larbuncul oder Carfunckel. Der ander ist ein gissttg schwartz roth Geschwar / in der Pest gemem/ auß verbrandten schwartzett Melancholischen Geblüt vnd Feuchtigkeit/ wird vonden alten Grte-- vorgab/welcheö schneidensie Nichtfühlete/fondern sagte/ es kitzelte zhr / schneidt also täglich dicke Eyter/wie em Talck fast/ oder Vnschlet/ mit der Haut weg/ward also jmmer grösser/ goßjhr em grün Balsam m die Löcher/ legte em'Eyter satbichen / von Rosensalb vnd Terpentin zugericht / darauff / bedeckt dasselbige mit einem nassen Tuch/ getunckt in ein roth Llquit(lch achte es war das lac Virgillis) diß waw täglich grösser / daß es endlich grösser als em zimlrch klein Teller groß ward / der ckirurZus schnit raglich Stucken darauß / welches sie nicht fühlete/ biß zu letzt ein heßlich Schade ward/m kurtzer Zeit/nam- lichmi4. Tagen/ sahe grün vndgelb auß/ als emfaul Aaß mheisser Sommerzeit/ vnd stanck. Da machte sich der LKirurAus auß dem Staube / wie auch der eme Klc-- äicu5, die Patientin bekam ein grossen Durst/ vnd Bangigkeit zum Hertzen/die Zunge war brauiischwa.tz / die Mattigkeitnamüberhand/ vbjhrgleichschöne köstliche Stärckung von Perlen/ Corallen/ Pomerantzcn / . gegeben wurden/ starb sied och ami 4- Tage / mit grosser Wehe vnd Angst deß HerHens. Ob sie gleich vermahnet ward/sie solte schwitzende Artzney zu sich nchmen/vnd sich warm halten/wolt sie doch nichtsolgen/sagt ihr wäre zu ^ heiß/ sie würde gar zu matt; Also gieng es m-.t dieser reichen Frawen/lag nur i4.Tage/achtTagegtengsie/ vnd sieben Tage must sie ligen. Nun wie sollman diß cnriren vnd heilen/ kürtzlich t. Der Leib gelinde / balde tmAnfang zu purgiren vnd reinigen/ mitgelmder Artzney: Mit Zuclunteris stetig zu 'conrinviren , das ist mit schwitzen der zleki^karmaconl, daöist/ Mit denDingen/diederGifftwiderstchen/ z. ?roc!ii5ci äc minic>Vl^oüi8 drauf legen/oder anderArtz- iiey / (wie m der ^urs bübomz xeliüeariAlis wzr angedeutet beutet in der Pesi) daß der dicke Eyterstock / vnd verdorben Fletsch außfalle/vnd man rothFleisch m solcher Gru-> den haben kan/ welches ein guter Grund zur Heilung ist/ ^onstfrist das Eyter smmer vnrer sich. 4. Darnach heile eö wie man sonst ein ulcus cavernotum ,.oder tiess Lcch imFlelsch zu heilen pfleget/mit guten conloliäanvi^wie ln diesem Buch gnugsam zu sinden ist / vnd vnrer diesem Capitel mehr alles kan hergesetzt werden. Wollen also diß Capitel hlemit beschlossen haben; Wer hiervon mehr begehrt zu wissen/der lese ?arXum, Vi» Aoizeln den tresslichmerfarnen Llururoum 1 kabricium, NüäAlilllN, öec. Da-dl.xxl. Capttel. Von schwachen Blattern. 'Sckwar- (^^Ißweilen bekömpt einer eme schwartze Blatter am -He Blat- «^<^Beme/schelickel/oder sonsten an emem andern Ort/ tern was x>aS sind gar kose / schädliche vnd gefährliche / hitzige/ sie seyn/ brennende Blattern / die sehr wehe thun / vnd brennen 'vndwas p),e ein^nrkrsx , Carbunckel oder Pestüentz. Wann darauf zu man dieser Dmgemit gutem wider loß werden kan / vnd legen» mcht mel darauffwenden darff/ so ists wol am besten. Lege warm gemachten Wem drauss/ ein Tüchlem drem genetzt / so warm du es erleiden kauft. Darnach wann sie offen ist / so lege braune Salbe drauff/ wie die Balbierer haben / so wirstu ihr balde wider loß / m drey oder vier Tagen. Die Embeer/ vnd das Embeerkraut muß gut davor seyn/ dann die 8lAllarurbrmgetS mit/ es hat nur eme schwartze Beer / wie eine schwartze Blatter. Oder lege weisse Lilien m Baumohl/ Nim die Blatter wider herauß/vndlegesie auss die schwartze Blatter/alle Tage zweymal / bißsieaußfaliet. Darnach lege gelben Zug darauff / biß sie wider zuheilet. Mit kleinen Seeblumenblatter / minoris Hlarclnoll) hab ichgesehen/ daß em Bürger zu Rostock sich em solche schwartze Blatter / mit Auflegung dieser frischen Blätter geheilet/emander mittslilsl^icorizn^ em ander ln^t^lcc>ciau3.'minc>ri8 Blatter / die man nennet l'^buc, sind dicke fette Blätter. Aber ein ander in gemein mit Osterlubn/ Flider/ Attich/Wegebreitblat- .ter/ zc. Scbwar- Man darffsie nicht auffstechen / sie platzen wol von tze Blat- sich selber auss. Wannsieaussgeplatztftyn/so laß sie die tern soll Hund lecken/ so heilen sie auch balde. Will sie aber der inan nicht Hund Nicht lecken/ so bestreichsie niit nüchtern Speichel/ auffste- so beleckt er sie gerne / dann der Speichel deß Menschen chen/son- ist >hm sehrann ehmlcch. Llilin^u-t^leclicus, sagen die dern von Alten/ äomiui^uekäeliszintcus, wieman am Laz«ro sich selbst sahe/Luc. 16. der leckte ihm seine Schweren/dann es ist auffpla- der armen Bettler beste Klcäicas. tzen / vnd Es ist ein ^umor melanckolicus in diesen Blattern/ darnach vnd wan man die viel trucken vnd meistern will / so macht die Hunde man Mmer übel ärger/ oaundasZÄl-täuli^bilisfrtst lecken las- Mmer weiter vmb sich. Wann Blattern roch seyn/ so ist Fen« üslzz viiizoa/vnd sind hitzige Blattern/ beydenweissen Blattern ist em xiruicalu5 , der nicht sonderlich wehe thut. Das <^XXN. Capitel. Vor das Gliedwasser. ^llc»v ia, das Gliedwasser/das ist eine msreris rnuci- ^icur alkumcn ovi, eit t1c>mac^u5 memkro- rum; In8/nc>viÄ wicd, Wurtzel ittdiesem fall/ m die Wunden gestrewet/ hoch gehalten/ zc. Dasc^xxül. Capitel. Muksttllen/ es sey der Nasen / oder sonsten. ^Noben im i4s. Cap. hab ich hiervon auch etwas 'gesagr/ muß aber hier diesen Ding einen teuern tir- cjiosriam machen. Lorzlli nltuur lansuinem, Lzrr^ol. ü!>° i6.cap.;i. Nun einen Krötenstein/oder Eychcne Mispeln in die saust/ sobald es erwarmer/so verstcbets. Diß sagt man auch vom Hasensprung (das ist cin Knöchlein in hmtern Füssen deß Hasens. Item. N:m von der Hirnschal eines Menschen forn auß der Stirn ein jiucklcin eines Thalers breit / legs auff em Röste/ so wirds schwitzen/ den Schweiß rreüge ab / vndlasje es darnach über dem F-nr dorren/stoß es zuPulver/vnd brauche m warmem Bier / so bald du es m den Mund Nimbst / so höretdas Bluten auff / es muß aber emes Mannes Hirnschadel seyn / wanns em Mann brauchen will öc cc-nrra eincs Wecbcs / wanns em Weib gebrauchen will. Ich ha.ce aber darvor es sey gleich ems/ dann welcher Hiruschadel wird dirs sagen / daß er von einem Manne oder W.ibe ist/ das jt-cher m der probs. ^cercuxsuiIIurnreiirin^lrlanAUlllcln, I^urtzerusin ?rs^T^o1oAii5> mit Essig in em Tüchlemgethan/ das gar cüniie ist/ vom Schleyer/ ist außbündig gut/ habe es meinem voNorc bewehrt befunden mÄte Nase wolhm- eiNgeschLbei;. , (ZrXcc ^o^u^-oVoV 5u^s?rimie 5zn^uinem <^llari^c)^uz5uccüs llanbuZlllkuQäirur^er- Den Graß eliaurem Lc masta-mins.) Cornelius seit cor^Nus. ^Xmarircs^l-lX- BlutjteiN/ lan^uinem illiunr, msuilzusiaclui» cic^rsäibusin lcnolus. Schöpffe Wasser auß emem kühlen Brunnen / halt die s>u lß/wans treuge wird/so trmcks wider em/ vnd binds wider vmb. Thurneisser schreib einem Bawren diese Buchstaben mit semem Blut auff die Stirn / 0ii>v i.v aber ich Halts sür elne lu^eriiicion vnd Thorheit/obs gleich halff/ oder obs die lms^iascion thut. Besihe auch cenr. iz. 69. cemür. 4. ^ 2..ilzi. liciiculam cursm. Oder NiM in Bier eyn. Wer sich sehr vberblutet / vns mchkauff, hören will. Gib jhm von einem frischen Eselsdreck zu trinckcn/ vnd laß jhn auch dran riechen. Wann emem Menschen vil Geblüts entgehet / es geschehe auß der Nasen/ Munde/Brust/Magen/Leibe oder t>zrmorrtioiäi!?u5 . vnd einer bekommet darnach den Krampff oder Schlucken/ so ists nicht gut (^>5^. Üb. 4. c^. z. Der?öer!Vtlndten bluten jn f?!Üen. Nim Quittenkern vnd Attichkraut / ana/mache ein jedes besondern zu Pulver/ vnd vermische es vnteretnan- der/ vnd strew es m die Wunden. Der Nasen blmen zu siillen. Nim Campffer vnd stecke chn mit NesielsaMen in die Rase/oder binde jhn vmb die Stirn mit Wegenchwasser. Von der Haußarümy. T7r duinimiumKillsrenzniiuissNAUls. belasse daS Blut fallen auffein rem Tüchlein / doch also / daß deß Bluts phlegmaherdurch seyhe/ vnd wegtrieffen kan/vnd das Blut allem bleibe/ das laß auffdemOfen/ oder sonst beymFewr außtreugen / daß es fein trucken wird zerreibe/ vnd gibs chm vnwissend m Wein eyn / so erfrewet sich das Geblüt / daß es seines gleichen himm bekompt Lc r«rroceälr. Wer sich geschnitten oder gehawen/vnd sich das Blut nicht stillen will / der zünde nur em Halder oder Tüchlem an/vnd blase es wider auß/Halts vnter die Wunde / laß den Rauch oder Schmoch andte Wunde gehen/ so wirds bald schwartz vnd verstehet. Alles übrige bluten zu stillen/ es sey bey denFrawen/ «zuAnäc» niinium ezc rneliiiruo lAborznr , oder sonsten/ wann sich emer verblut. NiM außder Apoteckdie^u- mi»m (ist ein schwartz Menschensieisch) stoß es klem/gibs dem Patienten vnwissend m emem Löffel voll Weme hernach/daß sichsfein rem hinein schweiffet/ vnd nichts im Halse bleibet. Diß sind drey vornehme Kunststücklem/die wol zu mercken seyn/ das Bkit verstellet sich / ehe einer dreymal m der Stuben vmbher gchet. Dochnit allezeit/ darnach die Hitze deß Geblüts groß ist/ vnd scharpff. Oder. Nim ein Tuch/vnd stoß es in das außgesiossene Blut/ Halts gegen emem Fewer/daß es rosch werde/vnd schlagö vmb die Wunde/ wann sie jhr bluten nicht lassen will. Oder- Pulverisire Neseln/ vnd see dasPulver'daVon in die Wunden. Oderthue Rinderblue m die Wunden / es hifft num. Er wirfst Beulen auffwo er ist/ vnd frist jmmer wel- 'ter/das mans gar fühlet/als wann er garr hupffet.Erst- lichtstnureiNklemBlarterlem / das emem sehr jucket/ darnach bekomptS 4- vder 5. Löcher / vnnd auß denen wird darnach nur em Loch vnd fnsset darnach jmmer weiter vnd we.ter. Er hitzer vmbher vnd ist roth. NiM Rosen/ grawenSchwefel/ BleyweißKupfferroth/ ge-> tödtQuecksilber/ mache eine Salbe drauß / schMiere e6 von aussen vmbher/ wo es roch ist / wann du dasPflaster zuvor auffgelegttzast. Das Pflaster wird gemacht auß vngenützten Pech/ vngemtzten Wachs / alte Butter/ diß durcheinander gemacht / so wird eme Salbe drauß/ das zeucht das Eiter auß/es muß auff die Löcher gelegt werden. 'e ^ U 8 Ornnes vernieLAcnerznrur ^?uric5z«5lionc. Scc. Ach wir arme elende Lenre/das geschlcht an vns/ weil wir noch leben/ daß Würme in vns wachsen / die vns noch bey lebendigem Leibe fressen / vnd pemigen müssen / Mi Kauptvnd Hirn/ in Haaren/in Zahnen/»m?wgesicht/m Gliedern/in Ohren / m offenen Schaden/m Schenckeln/ was wird eimnahl geschehen / wann wir werden rod seyn? Wir seyn recht veimium esca. Zu Güstrow im Lande Meckelburg / an einem Kann- giesser hab ichgesehen in daran er auch starb/der schnaubete wenig Wochen für seinem Ende / emen 5.. oder drey Wurme auß der Nasen / dle warenwie ein halber klemer Fingerlang/aber schmal/vnd sahen als Blindschleichen/ nicht anoers/ aber klein waren sie/diß weiß ich/ das auch andern geschehen. L U R. So bald du die Beulen vernimmest / die er auff- Murm wirffr/ vnd daß er dir darnach Löcher ms Fleisch begm- w-e er m net zu machen (dann der gute Geftll will Lufft haben) l,enlen. vnd so bald er geboren ist / sobald will er cm Ventil! ha- ben / das beist vnd eröffnet er im selber ( drumb mm alßbald Siichwurtz) Lrionia I.ucc, Vliis all)2 . Milde Rüben/es wacyst an den Zäunen/vnd nicht sich in die- selbige / wie eine Weinrebe / vnd sind zweyerley Geschlecht/ etliche habeil rothe Beerlem/ etliche grüiie (Diß muß das seyn / oaö grüne Beerlein hat / nur die Wurtzel davon/ dre wie eme grosse weisse Rübe schet/ vnd reuchc starck.) Diese Rüb? oder Wurtzel schabe/ vnd lege sie in alle Löcher/ die der Wurmgemachthal / vnd binde sie zu/ dann die Wurtzel kan er nicht leyden / legS also zween Tage nacheinander auff / den dritten Tag bind em Kraut / das Lrac-z vci hrisse (hat ein klein weiß Blüm-- lem / vnd ein sehr gut Krämlem ) vnnd Pilsenkraut Mit einander drauff / scblech:s wie sie gewachsen seyn/ so kompt er herauß / im Kraut wn stu ihn finden/ wann er nicht mehr auffwirfft / vnd Beulen mackt so ist er weg« Darnach trmck einen Wundentranck / daß der .1 !> ^ -V" ' tz-M'-' -'.se. M5 Von dttHWaMH Wurm wie den em Pastor vertrieben. Wurm wie den em Scharpff- nchmvnd Bader cu- riret. Wurm machet grosse Pein vnd Marter. Wurm «nemer Adelsper- sonvnd sonsten an einem fei- uenMann euriret. Wurm wie den «m Pastor vertriebet. Saß der Schaden von innenherauß heilet/vnd lege nur aussen em WachSpflastcr auff den Schaden/vnd halt jhn rem/so heilets innerhalb sechs Wochen von sich selber zu/ sonst darffstu den Schaden nicht zuheilen. Selten sal- lets/ wo der Wurm ist/ dafolgeu auch die Haarwürme hernach / dann der Wurm grabet ihnen vor/ da arbeite« die kleinen leichtlich hernach/denn muß man auch rathen/ ur luj>rs. Es berichtet mich ein Pastor uach^nander einen Tranck zu trmcken/ vndließdenS yadeneusserlich schmieren/ vnd der muste Mezeck z. Tage zugebunden bleiben/daß er nicht gelüffret witt de. Diß setze ich zu dem Ende/ daß die Leute erfahren/ daß der Wurm wol zu vertreiben vnd zu heilen ist / wann Man sich nur nach rechtschaffenen Leuten m der Zeit vmbthäte vnd bewürbe. Dann ich Habs offt gesehen / daß mancher grosse Pein vnd Marter von diesem Gast erlitten hat / der dem Kle- äico seine Mühe4V0lhätre bezahlen vnd vergnügen können/ auch dasselbige wol gethan harte / wannmannur hättewissmmögen/ obchmhättewolgeholssen werden können. Ich habe eMe Adelsperson gesehen / die sich etliche Jahr Mit der Plage getragen hat / vnd sonsten einen feinen bescheidenen vnd wolhabenden Mann/der sich in die t o.Iar damit schleppete / biß jhm der Wurm die Nase abfraß/ vnd das Angesicht übelzugerrchtet. War aber gleichwol endlich vom jetztgemeldten Bader gar leichtlich cunrt/ der brachte zween Wurme von )hm. Drumb lerne man den Schaden erkennen / vnd nennen / vnd thue sich nach Leuten vmb / die helffen können. Mir sagte einmal ein Pastor / Es hätte jhm ein vor- nehmerArtzt gesagt/wann maneme Kröce anspisset/vnd dörret/ vnd eine Schlange erschlüge / vnd diese beyde zusammen in einen Topff beym Fewer zu Pulver brandte/ fein klein zurtbe/das Pulver in Schaden strewte/so koip te man den Krebs vnd Wurm leichtlich todten/ wie ich auch droben 16 i.Cap.dieses Buchs angezeiget habe :das hätte er Mit dem Wurm versucht / vnd gewiß befunden/ dann er hätte den Wurm damit getödtet/ vnddarnach den Schaden Mit aufgelegtem Hellpflaster geheilet. Es sagte meinem Vatter auch e:n ander Pastor/ baß er einmal em Weib am Wurm curirt hätte/ da mem Vatter hart mshn drang/ er solte jhm offenbaren/ wie dasselbigeKraut hiesse/ sagt er: Es wäre ein Kraut das hieß ^llabociella , Mem Vatter sagte das Wort hätte er sein Lebetag nicht gelesen/ noch gehört/im llelic» würden viel Geister genennet/wüßte aber keinen/ der alsohleß: Er aber blieb beständig drauff/vnd sagte(man köntS Mder Apoteckcn bekonimen/es wäre em Kraut/man gebe das pfund vmb 14. Silbergroschen/es diente auch für dasdösevnreine Geblüt/derer/ die da krätzig vnd räudig seyn / dann es verzehret alles faule Geblüte. Anß diesem Bericht liesse sich mem Vatter fast bedüncken/esmüste^sprellaseyn ^!ii5 5^pxarl8,cau6z eHmnz, ec^ui 5erum, Lermavicc Katzenwedelkraut/Ka- tzenschwantz oderPferdeschwantz) dann das Pflegen die klcälci zur BlutSreMigung zu gebrauchen / Lc acl mea- tirua mulierum lecjzncla: Aber der bliebe immer auff seinem oder 8c»Icl^neI!z.daS ist/ bralkca marj. sa ^larr^ioli. welches so eS MltR.^al)zrba^ genützt wird/ reinigetes das Geblüt/ vnd ist gut für die Wurme. O- der ob jhm vielleicht die Apotecker-Gesellen also beredt hatten/ 55 hiesse wie sie dann bißwttlen pfie- gen zu thun / wann sie einen groben vngelchtten leichten Gast vor sich bekommen/ wie dieser auch war. Nun es stehet in der ?roba. Es nehme emer vnd Versuchs. Diß Kraut sollmannehmen/ vnd solle 9. Stunden in Bier weichm lassen. Darnach soll mans miteinander memennewen grossen Topff thun/ der vhngefähr vmb i.Sllbergroschengekausscwird / vnd oben emen Teller oder etwas anders drauff decken/ vndwolbekteiben/ vnd drey Mawerstem oben drauff legen/ vnd solls vonsich selber fein auffsieden lassen.Manmußader gure achtung drauff geben / wanns kocht/ daß ja kein Rauch oben her- außgehe / vnd da sichs etwan au einem O^r lüfftet / oder auffrlsse/ somüste ers jmmer wider zukleben (m t AÄ)e/ Meel vnd Wasser vmereinander g Menger) sonst bricht der Topff/ vnd stößt obenden Steg l weg. Kochs 9. Stunden/ vnd laßdarmch vo .^ch scloiren ehalten/ deßtrinckAbends vnd Morgens ^men Truuck / so remigetS das Geblüt/vnd benimpr Wurm die Krafft. Wanndas auß ist getruncken / so sende d ß wider mit Scarmckel (sagt'er/ ichhalteesseySanick^/ dann er sagt/es wäre auch em K . aut.) Irem/Bekomme/ ich glaubedaSsoll Kümuel xeyn/ Luniinüm, Dannwam? man sonsten auß dessen Bmmlein eine Wiecke machte/ 5, ^uri^iomencis, vnd Reisch- g.ei gemacht/ ^ lib. 4. csx.v. '^:li^e nahmen Weitzenmehl / Honig / Venedisch Glaß klein gv offen/ vnd machen eine Salbe davon/ vnd legene auff. Damit ist vielen Leuten geholffen. Ein gnt vnd schiecdt R^ceptkln. Nim nur Pilsensamen/das war frischer Pilsensamen/ das meines Vattern^älcuusbrauchte/ dannercurzrte sich bald nach Ostern selbst) zerknirsche jhn:m Mörser/ oder zwischen z.. Steinen / vnd lege ihn auff/ so muß der Wurm sterben/ oder stücklicht herauß kommen. Diß sagte de.Küster meMtiuVatter/es wäre gewiß/man dörffcs vber zweymal nicht anfflegen. Es hatte em klein Kind den Wurm/ das heilet em ürm Weib mit Mistlacke oder Mistlauche / darem trackr sie em Tüchlem / vnd lcgts zum öfftermal auff/ davon starb er. Welches auch mit deß 1^ec>j?h Llii exs?eiimellr!S u- berein kompt/tm Capuel vom Wurm der Finger/äe xz- ncririo.lm Buch von offenen Schäden. Ein anders. Nim Wurmstaub auß der Wand oder Holtz / vder Wurmmeel/ das werssevon einem Ey/ Honig vnd Rü- ckenmeel/ alles zusammengemischt/ darauß emPflaster gemacht / vndauffgelegt. Das Ll. Capitel. Von der Comrarlur/ oder vom Krampss. U1N einer contract oder lahm ist an Handen vnd 'Füssen/,0 pflegen manche die Balbierer mdle Tone zu ,panuen/vnd ziehen jhn schier w;e emScharpstrichrer eu.en armen Sünder / vnd bestreichen jhn darnach mit so.chen / dadurch sie ihn wider zu reckt brmgen. Es wird einer aber also/ wann ihm die Sehnen/ Nerven vi.d Spanuadern verkrumpen mden ^luiculis. Be- sihe droben das 1^5. Cap. Das Carlsbad ist gut vor die Contractnr. Besihe auch ^.ulanclum von Wasserbädern. I'hcoxhi^kiushats m 4. Tagen curlren können/ ^rchicloxz lib .i.cle Ivlicro- cosmc), 5ol. Vi6e eulläem lüzcllo cie l^zr. Ander Lahme vnd Contractur. Irem äelVIs^nere Iuacht. I^e illuä capuc, I.unlL, von GalmeyMercurn Vicnoli Lsican-- ri. Icem/durchPech/LirumenzStemohl/Gummi/^c. 1. Purgier denKranckcnwol/Mitmcrcun3l>!?u8me- clicinis. 1. Brauche die vor verordnete Salben/ doch laß jhn sich behen / vber einen Dampsibad / erstlich offr vnd täglich/ gar warm/öcc. Vläe lu^cnu8. Em fthr köstlich Bad vor alk Bescdwendung^ auch der Läiubde der Glieder/ vnd deßgantzen Leibes / es sey die Gichr,uchr / oder daß em Mensch etwas böses ges- sen oder gerrunckeu hätte / das erwan im Leib wäre/ oder zwischen Fell vnd Fleisch steckte/auch vor andere böse Feuchtigkeit deß Leibs bewährt befunden durch mich. I.N.L. Das nachfotgende Bad soll der Mensch 18. Tag nacheinander gebrauchen/alle Tag 2.. Stund/vnd die folgende ^?alb vnd Tranck gebrauchen. Nun Wachholderbeerlem Zweiglein mit den Beeren/ Seabwurtz/ Wcmrauten/ Poley/ Baldrian/ Wolffs- mzlch/ Saumckel/ Schlüsselblumen vnd Kraut/ zedeo i. Handvoll / geuß ein halben Zuber voll Wassers darauff/ laß es sieden/ biß sich dieSuppen färbet vnd braun wird/ darnach schöpff eS ab / vnd laßes kaltlverden/ vnd geuß wider Wajjer auff das Kraut vnd laß aber sieden / vnd schöpfe es aber ab/ vnd mache es wie Mit dem ersten ab- geschöpffcen Wasser/ setzc oder lege das tranck Gl'.edmaß darem / alle Tag 2.. Stund / das Bad soll man vber den dritten Tag von newen K cäutern machen/also daß man es 6. mal new machet wann man die Kräuter haben mag/ so auch der Mensch emgantzWannen Bad machen wclre / vnd die Noth erfordert / daß der Schmertzen am Leib oder mehr dann an einem Glredmaßfühlet/ der muß der Kräuter jedes drey Handvoll yab. n. Nun folget wie die Salbe zu machen vnd za gebrauchen sey. NnnOrant/ spitze Salbey/ ic.vcndelblumen/ jedes Loth/ mache das du.u/ vnd flösse es zu Pulver / darnach »um H.rschen Vn-chUr s.^ch/Scyäfeu Vn -chla 5.Loth/ Lohrohl 4. Loth / Wackhvlöerbeellch» Loth/ oie Vn- schlit vnd die Ou lap zccgehen / vnd rühre das Pulver darem/laß gemach ,ieoei»/ jcrelchbdurch eu» Tach/rhuees inein Büchj.n/ oaß die Klafft nicht darvon kcmm. / va6 gebrauche also nach dem Bade / Halle d:^ ki ancke Glieder gegen einem Kohlfewer/ vnd schmiere die gar wol Mit d-eser Salben/ auch waim man will schlaffen gehen/Mett sie auch wol geschmierer werden / vnd warme Tücher darauss gelegt. Folget der Tranck den der Kranck ge, brauchen soll. N:m Nägelem i. Loth/Zimmer 2.. Loth/der besten spitze ^albeyenblärter / Lavcr.delblumen/jedes z. Loth/weis- ftn Zueker/stosie das alles klem/vnd thue es in ein zinnerne Kanne/vndgeußz. Kannen laute>n guten Wemdar- auff/ laß em Tag vnd Nacht stehen / rühre das gar osst vmb vnd durcheinander/ deß andern Tags mache es sie^ dend/macheinharmspitzigenSack/geußdaSdarem/laß es durchlauffen/ vnd wann es gar durch ist/ so drücke den Sack wol mit der Materien auß/ vnd geuß wider auff vnd laß es ablauffeu/ das einmal oder 9. gethan/ gib dem Krancken alle Abend / dieweil er badet / einen guten Trunck klar / der Kranck aber soll zuvor durch emen verständigen kleclicum sampt dem Kopff vnd Magen pur-' giret werden/ sonderlich wann d;e KranckWt laug gewähret. Diese Kunst ist warhafftlg an emer fürnehmen Per» son probn t werden/ welcher auch mit Gottes Hülff durch »mch ^s.^.L.geholffen worden. Das ci-lX. Capitel. Von d pocum, ter^enrum vencno aäverlarur > iorcr a!iz omniz rnover urinzm menlcs Icem ?1a.'macirc8, Larrli. 4O.^1l2aIä.ceac.i.^^>^or 8.. Hat einer eine Schlange im Leibe/so lese er xellrur. 6.94. Schlangeauß ememOrt wegzutreiben/ cenrur.i.^j?lioi.is. Otter so Besihe auch droben im z. Buch da6j4. cap. einen in So einem em Otter m den Fuß sticht/der bmde flugs denFuß den Schenckel über dem Fusse fest zu / daß die Gisst mcht gestochen/ herauffretten/vnb zum Hertzenkominenkan/vnd brauche wie der ^Ie6icinz8,welche dieGisst vnten außziehen/als lege Ty- Schaden riacdarauff/ vnd brauche ihn auch/vnd schwitze damit, zu heilen. Wann dich em toller Hund gebissen hat / sobrauche balde die Blatter oder den Saffr l^sicoriÄNX , schmiere den Schaden damit/ oder lege das zerstoflene Kraut Ni- cociauX drauff. Vor das Stoffen böser Thier- Die Blatter oder den Safft/sampt dem zerflossenen Kraut der übergelegt / heylet alle Stösse der Thier. Das dl.X. Capitel- Vor das WehcchtM. Wehe ge- ^sk??lnn sich eMer hart erbrochen/vnd rm ringen/ heßm than im ^?oder tragen Verdruß oder wehe gethan / ( welches heben 0- man balde m der Seyte vnd un Rücken fühlet / mancher der tra« bricht sich auch) so soltu dir eine solche Salbe zurichten: gen/was Nim eine Zwibel/ schneide sie am Stiel ab/da sie pfleget da für außzuwachsen thue Venedische Seiffe drein/ vndemwe- einzunch- nig alt Schmer/stopsse denOrtmitemerZwibelwolzu/ men« wickele sie m Werck vnd brate sie m herssen Ammern / daß sie gantz weich wird wie em Salbe / schmiere dich damit/ wo du das wehe thun fühlest. Odek Nun einen lebendigen Krebs/thue jhn in einen Mörser/ genß sawrenEssig drauff/ zerstoß >hn/drmgs durch ein Tuch/thus in ein Topfs/ thue em frisch Ey darzu/vnd bor 1. dreyer Wolrath/vor -..dreyerrothe Salbe/welche mApoteckenheist/ unAuearulnrubcumaäczl'um, ein wenig Bocksblur/ 9. Krebsstein zerstossen / vnd mit dem Essig vnd zerstossene Krebs gesotten/daß m alles einNös- sel Essig darzuksmpt / trmcks warm Abend vnd Morgens- Etliche nehmen auch vier odersechsKrebssteine/die- selbe zerstossen sie klein m einem Mörsel/Vnd nehmen dar« nach ein gute Handvoll Raute/zerstoflesie auch nn Mör-- sel/ vnd dringen sie durch ein Tuch mit gutem Wemesstg/ vnd dann einen guten Trunck warm eingenommen / das ist gut vor das geronnen Blut. Ein anders/so jhm einer sehr wehe gethan hat/ daß er auch geronnen Blut un Leibe hat. Nim Erdbeerkraut/eine gute Handvoll/ treuge es/ seuds m gutem Essig biß zur helsst eyn/ darnach geuß einen guten Trunck m einem tieffenSchüsselchen/vnd schütte/als man auff ein Groschen erhalten kan / geflossene Krebs-Augen drem / vnd also warm getruncken/ deß A- bends vnd Morgens emen guten Trunck.Istwol probirt. zaüßar^NG ^7/ Etliche. Nemen einen lebendigen Krebs/ flössen den in einem Mörser/g'iessenWem dran/drückens durch ein Tuch/vnd trmcken davon/ das Blut zertheilet sich davon / vnd der Krancke wird nechst Gott gesund/ sonderlich wo etwas im Leibe entzwey/ vnd grofle Hitze darbey. Wer fich sehr verrn cket / vnd sehr wehe gethan hat. Dem schwimmelt oder schwindelt sein Haupt / vnd /hm ist gantz wehem der lmckenSeyten / vnd mag weder essen noch trmcken/der nehme Wüllkraut/ Poley/ Leberblumen mit dem Kraut / Lungenkraut vnd Aurm/ jedes i.Handvoll/vndsiede es m emem stübicken altenBier/ thue dannein QulntWollrathbrem/ glbs dem Krancken warm zu mucken/ zu Morgens vnd deß Mittags Ich habe emem Bawrenknccht nur vor dreyer Hundefett (daß bekompt man beym Hencker/ vnd ein wenig Butter / vnd em wenig Saltz in warmen Bier eingeben/ das hat ihn geholffen. Rothe im Trmcken emgenommen/thut auch das seme. Etliche baden sich in Krauticht von Alantblattern/ Odermennmg/ Bemwelle vnd dergleichen. Wann jhr einer Schwangere Fraw hätte wehe gethan. Nimeme Schnitte geröst Brod / schmiere Honig Schivan- drauff/ vnd geflossenen Kümmel/ Galgan / vnd gar ein aere ?raw wenig Saslranblumen drauff/ laß sie es essen/ ist gut vor daswehethun. than/wz . siesoleiw- Sie mag eingemacht Nüsse essen. Item warm Bier nehmen, trmcken mit Honig- Item/ gebehet Brod mit Miiscaten bestrichen/ auff den Leib legen. Irem/ siede Kümmelmit Honig im Bier/ vnd laß sie es trmcken. Fület sie aber Wehetage/vnd besorget sich die Frucht möcht ihr abgehen / so laß Wasjer meinem Kessel warmen/ vnd schütte ein wenig Herdasche drem / daß es wird wie ein dünner Ascher/ lüß sie die Füsse warm drinnen be- hen/ stiller die vngewöhnliche Wehetagen. Oder mm Katzenmüntze/ klenialinim, Narerblumen/kochsnnt Bier/vnd trmck davon. Sojhm emer wehe gethan/daß erBlttt speyet. Nim einen Krebs oder etliche/ sechse oder achte/stosse sie lebendig klein m emem Mörftr geuß em wenig mehr Wehsge- dann emhalb Nössel sawren Weinessig drauff/ dringe es than/ daß durch em Tüchlem / laß das durchgetrUngen warm wer- cmerBlut den/ in emem Topff/ trmck davon - Mit diesem Receptle.n außwirft» ist emmal einei errettet / vnd beym Leben erhalten worden/der allbereits fort gewolt. Icem/ habe ich em Knaben hiemit culirer so anderthalb Stockwerck abgefallen gewesen. Vor das Wehe thun prKsenrMmum re- rneäium. Nim vor z. dreyer Bocksblur/vor?..dreyer Wollrath/ thu es halb m em warm Bier so zergehets wie eme But- Weherer / vnd laß es den Krancken also trmcken / so vergehtS thun da- balde/ wanns gleich Patienten im Rücken risse / daß er für ein mcht Athem holen könte. Die andere helffte mag man zu gutR.c- Abends eben also brauchen. Dann Morgens vnd Abends gebraucht / istsam besten. Die Alten brauchensm warmen Essig/ aber den Kmdern ifls zu sawr. Item/ Saffran m Essig gelegt/ biß der Essig sich färbet / vnd den Kmdern vors Wehethun zu trmcken gegeben/ ist gut. Item. Nim recht sawren Bieresslg/ 2..Löffetvoll Honig/neun Krebs-Angen/darnachsie groß seyn/e-n Muscat/em wenig Kümmel vnd Saffran/ vnd trincks/ es hufft auck> Item/ Nim Mumien (das ifl ein düri Menschen- fleisch von den balsannrten Cörpern/m denApotecken zubekommen) klem gepülvert / ohne gefehr ein Nußschale voll in warmen Essig außgetrunckm / daß zertheilt das Geblüt» Item Das Ander Bucktt Kröten- sieme vnd Tugend. Gisst im essen oder trincken überkommen traö dafür einzunehmen. Item: Menschenkoth/Hunerschmaltz vnd Bibergeil/ jedes so vil als eme Mnseaten groß in warmen Essig zer- trieben vnd getrunckeN' Doch muß man den Kindern vnd schwachen etwas weniger geben.Man muß aber auch dem Pattenten alle inAreciieuci^ nicht offenbaren» Doch halte ich vors beste / man lasse den Menschen- koth auß/es Möchte Nicht vngerochen bleiben / esistem Feldreceptlem/ die andern beyde thnns wol im Nothfall/ wo man aber das erste illAreäieus nicht entrathen wslte/ so kan man zu dem Essige omnium Korum vermischen / welches Wasser in etlichen Apotecken auß Menschen Mist distmrt wird. Das cl.Xl, C-ipittl. Von Glfft. L^tCH'solte vnd könte auchhiervil von der Gisst sagen/ weiß ich ntt/ obs gut oder böß seyn möchte : Gut wace es/daß sich die Lenre davor wüsten zu hüten : Aber Nicht gut / wennsie sich solcher Sachen wollen mißbrauchen/wie vnd andere gethan haben. Es machte Thurneiser etliche seltzameInstrument- lem mit kleinen Radelem/wie man die Vhrlem pflegt zu machen/ die man an dem Halse träget / daranwar focne einkKmPfe.sichen / wann das aufs emem Tische stund/ vnd Gisst ausi dur Tisch kam/ so zöge die Gisst von stund an dasPfeisslem nach sich/ dasdleRadlem loßglengen/ vnd psisse das Psetfflem / daß man sich vor Gisst hüten vnd vorsehen solte. Also schreibet man auch vom Kröten^ stem /z wann Gisst vorhanden ist / esseynnEsicNoder Trmcken/ so soll er schwitzen. ?Iuuus secanä.Lcrmao. schreibt par. i. cap.14.^0!, 2. -..^ckzrÄrcluäLS schreibet/ daß m^^eicaMeNjchen gewesen/ die mannach dem KönigediePsiller gcheis- sen hat/dieselben sollen einen sondern angebornen Geruch gehabt haben / der den Schlangen todlich gewesen ist L Dechalben sie einen Brauch gehabt/ daß sie ch reK mder/ so bald sie geborn / den allergissrigsten Schlangen ^ür-- worffen / auff daß sie erführen / wie frömblich sich ihre Weiber gehalten hatten / dann wann die Kmder nn Eh^ bruch ausserhalb jhrem Geschlecht gezeuget waren/so wichen die Schlangen mr. Dergleichen Art der Menschen soll vorzeiten m Italien vnter dem Geschlecht der Waisen gewesen seyn / welche jhren Vrsprung von der Lnccn Sohne hatten / wiewol sonst in allen Menschen Gisst ist wider die Schlangen/danman sagt/wann d:e Schlangen Mit Speichel emes Menschen troffen werden/ daß sie mt anders fliehen / als wann man sie mit Heissem Wasser be- güsse/vnd )hnen der Speichel m Halß komme/ sonderlich wann derMensch noch nüchtern ist sollen sie davon sterben. Vor Giffk. Wer die Gisst gessen oder zu sich bekommen hätte/ der siede Raute vnd Merher nur Köfent oder Tischbier 0- der geringen Wein/ vnd truicks. Oder schabe em Qmm von der Strigischen rerrz 5,- »illara , welche ^lonranus zu StrigaiNder Schlesien erfunden vnd ans Liecht bracht hat / brauchs m Wemoder"Bier. Die Buttersuppe cinweniggewarmetvndgetrun- cken/ vertreibt die Gisst auß dem Leibe. Item/ schneide nur grosse scheiden vom Rettich/ binde sie auff die lmckeSeyte / die ziehen die Gifft herauß vomHertzen. Item/ trinckauchRettichsasstdarzu. Brauche oder trmck Bier / dannnenWachholder- beer zerknitscht seyn/ ^Iscoromus. VencuisrepuAllÄnr k.urZi Veronicz mol)', c^uocZ öc lura 5^lvckiris äiclcur, xsmum cnrinum^coruZzäsucus, AMOMUM., Gifft in Trincken. Wer an einem Ort ist da er sich befahret / es möchte jhm im Trmcken mit Glfft vergeben werden / der habe allezeit Wasser auffm Tische/ vnd gieß mWeinwemg Wasser/ ist Gisst drinnen/ so seuds. Diß that ein vornehmer Rittmeister in LzIIia milirans. die Wieselmtt der Schlangen kampssen wil/ ^ sich mit Rauten/ so kan ihr die Schlange kernen Gisst zu fügen/ dann das ist ein Kraut wider alle Gisst, cum 5aciu«r ribi ruca. Wann sich der Storch vergisstet/so sucht er Wolge- mUth. So man Wem/ darinnen Wollgemuth gesotten/ trinckt/ so widerstehet er allem Gisst/ welches von beissen oder stechen der gisstigen Thier kommet. Da man auch Wolgemuth hinstrewet müssen die Nattern fliehen. Wer G-fft gessen hätte. Der nehme rothe Myrchen klein gestossen/vnd trinck vondiejemPulver. Wann emem / biß in den Tod /vergeben wäre» So nehme man nur die Vrm von einer Kobel/ ad e° osua, vnd gebe jhm zu crmcken. schreibet vom Kvlttge-^.comeäe, daß er allzeit diese Artzney gebraucht habe/ wann er jemand vecdachr gehabt / der jhn zu Gast geladen: ErhabeWachholderbeervndrerrainl.Linniä> jedes sibenScrupel genommen/ gepulverisirr/ allebeyds Mit Honig vermischt/ mein rem Gefthir: gethan/ vnd ss vil alö eiM Haselnuß groß mit z. Vntzen Homgwasser eingenommen/ wann er an die verdächtige Oerter hatge-- henwollen. Wo keine Gisst vorhanden/ so schadet emem diese Artzney gar nichrs/ist aber eme vergtssreSpeiß vorhanden / so diicht man die Gisst/ mitsampt der Artzney wider weg. Besihe cear. 4. 9. z.2..ccur.^. 9 z..ceur.9.^^01.90. Ein anders vor die Gifft. Man lese einefeine Historien in l-idello äico,.von zwey gefangenen/ die man zhrerVbelthat halben hat hinrichtn / viid sie Mit Gisst vmbbrmgen wollen/ vnd wie sich dieselbe Mit GeMessung emes Citrinatapssels gerettet haben, ^ 2.. Item/von ctc^chen Bürgern die mit einem Tyrannei Malzeit habclt halten sollen/ welcher chnen im Essen ver-- geben / sie aber sich ebener Massen mit dem xumo cicris coQäiro Mder die Gsst plL.'muniiec haben. Brauche elicunaiii cx^ambiici üonbus ' exuakuc, ti. eu-un Löffel voll Wein. ÄLemc Mtl Glfft vergeben ist. Der nehme emen Mayenwurm/ lege jhn in Honig/ ' vnd zerre.be es vnrereinander/trmcks m warmenBier/so muß der Mensch sterben oder genesen. Dann es ist em gewaltig Dmg wider d^e Gisst er arbeitet trefflich. Em anders. So balde du merckest/ daß dir Vergeben ist/ so nim einen Trunck Reiffen oder Baumöhl eyn/ sobnchstu dich alsbald/vnd vber die massen sehr. Item: isse scharpssen Rettich Abends viid Morgens. Oder. Nim i. Quint von HirschzlMmtt/so zwischen zweyett Frawentagen geschlag m / geschabt in weiß Lilienwasser/ m Baumohl getruncken/ hilfst wider das Marpsse vnd auffetzende Gisst / dannesbenmibr jhm dieScharpffe/ aber man muß etlichmal trmcken / vnd darauffwiderumb außwürgen/ ^lzrck-olus. Der Hirsch braucht wider die vergiffte Weide Stro-- bildorn. Wann der Rab das Thier Lkam^Ieoa, das auch einem Vberwmder schädlich lst/ hat vmbbracht/tret- bet er denselben Gisst von sich Mit Lorbeerblattern. Vor allerley Gtstrsme gewisse Kunst eines Marggrassen- Nun Einhorn/ Hirschhorn/ Vngarisch Gold/jedes ein Quint. Baldrian vierdte halb Qumt- Schwalben- wurtzel / (^lclej?i38 kuci^in) 2. Loch. Stemwurtzel Loth. Heiligengeistswurtzel (OsterluciT) 4. Loth. AN- gelicawurtzel giün 8. Loth. KAlershaißwi.rtzelsscha- len Lory. Eibischwurtzel 4. Loch. Heiterwurtzel 2>. Loth. Btbeneliwurtzel 4. Loch. Diese Stück alle in einen newen verglasurren Topss gethan / vnd guten Weinessig drüber gegossen / daß es zwey Fingerbreit über die iVlirenam gehet/ darnach den Topss Mit Teige feste zugeklebet / ?aß der Dunst nicht kan herauß steigen / laß das eme halbe Stunde sieden. Nims dann vom Fewr vnd laß es von sich selbst kalr werden. Wanns kalt ist/ so seyhe den Essig ab / vnd laßes an ff dem Offen / oder sonst an der Lusit n ol trucken werden : Viid thu darnach darzu 12.. Embeeren/ vnd Zu jeder Embeer 5» Mättex Gifft eise gewisse Kunst dafür' Von derHaußaryney.' 277 Gisst so man in sich gessen wte sie wider abzx- treiben. Blätter von den Einbeerstengeln. Folgend die Stück alle klein gestoßn/ vnd durch em hären Slcbleln gesibet vnd von diesem Pulver emem Menschen / dem biß m den Tod mit Gifft vergeben were 1.Qumtschwer/ Mit Wein em- gegeben/ daö ist bewert/ vertreibet alle Glfft. Ein anvers eines Thursin stcn. NimBaldrian 8.Loth/ Schwalbenwurtzel dritte^ halb Loth/ Pestilentzwurtz/Osrntzenwurtz (H.lligenGel- ftenwurtzeloderOsrerlucia) Loch / Iblschwurtzel 4- Loht/^vtemwurtzel^.Loth/ Heitterttesjeueu/pelz. Loch/ glÄneAngeltcawurtzel L.Lorh/Kcllcrhalß c^e^I.um, Wurtzelschalen ^-Loth/ ^reutzwurtzel 2.. Loch/ Tormen« Nllwurtzel 4-Loch. Diese Stück alle m einen newen verglasurten Topff gethan / vnd guten Wemessg darüber gcgossin / daß er zweyFmger brert vber die Materien gehl / darnach den Topff zugemacht/ vnd Mit Teige wol verkleidet/ daß kern Dunst oder Dampfs darauß kommen kan/ laß anderthalb Stnnde sieden / alsdann mms vom F^wr/ vnd laß also zugedeckt / von sich selbst kalt werden/ wanns kalt worden/ so seyhe den Essig rein ab/ vnd thue darzu zwolss Einbeeren/vnd zu jeder Beer z. Blätter von ihren sten- geln.Dtese Srück alle/laß alsdann auffemem Ofen/oder sonst in der Lufft/ da die Sonne Nicht hinein/ kömpt/ wol dürre werden» Nachmals diese Stück zu emem Pulver gestossen/ vnd durch em hären Sieb geschlagen / vnd von oiesem Pulfer emQumc schwer nur blancken Remischen Wem eingeben / vertreibet die Glffr/ vnd tjrbewertfir allerley Giffr / so es recht gemacht wird- Ist em junger Mensch von 2 .0. Iahren/ so g:b ihm cMgantz Qumt. Ich kan hier nicht vnterlasien zugedencken eines so- riclori wider Gisst/ welches gar eil. sonderliches Wunder Lecrerurn lst/ so ich bey dem Herrn Do6iic)l Daniele Zenrcukelio , ?1^llcc> der Stadt Parchcm un Hertzog- rhumb Meckelnburg / auch Fürstlichen Meckelburgischen VndLüneburgischenK4cäico orärna^io, gesehen/ ward von ihm genant Emhornschmaltz/ welches emPersiicher I.eßar soll Mlt gebracht haben / nach Präge an Kaiserlichen Hoff/ auß Persien / rem^xzre I^uIiil ll. Iinpera- roris p» m. welches ihm von Präge zugesand war/ für etliche hundert Gülden / warnichtviel. DiesesSchmaltz hielt der Doctot sehr hoch vnd werth / obs gleichvon andern Kleäicts veracht ward/ auß diesen Ursachen/ sie het^ ren ihr iebetage nlchtS vom Emhornschmaltz m emlgem ^Äcore oder Scnbenten gefunden/ Haltens alzo vor em LÄumoderGcdlcht / wie es nun cygentllchmlt diesem Schmaltz beschaffen/ kan ich Nicht wissen/ Es sey aber da- wit wie ihm wolle/ so hab ich doch gesehen/ vnd gewiß erfahren / daß gemelter Doctor g oß Wunder damit auß- richtete/ als an einem vornehmen vom Adel / dem vergeben/ VNd em (^uarra«aiius war/ von allen Krafften kommen/ geschwollen/ vnd gantz elendiglich lange zeit Kranck lag / vnd von ^ieäicis Nicht tnrirt werden möchte / dem gaberseyniinWemoder m warmen Bier / der ward nechst GOtt davon wider gesund/ welcher noch am Leben/ vnd es täglich noch rühmet. Auchweiß ich gewisse Leute/ die er in vierraglichen Fiebern/ gar verdorreten oder geschwollenen/ auch denen so vergeben vnd geschwollen/ wider hierdurch gebracht zu jhrer vorigen Gesundheit / Mit Verwunderung. So einem vergeben wäre. Dem gib ^lecleram rcrleKrem> (Gunderman) Blatter mit Wermgk/ oder auch B benell g^gen. Abend meiner Badstuben zugemessen Brauche nur ü^es ^ncimo- un, recht zugericht / darzu m lab^nniko csx. 7. Cm anders. NimZitber/Myrzhen/Raute/Poley/Eppenrmde/ jedes gleich vil/ zerstoß diß alles zusammen / vnd trmcks Bnchstu d?ch/ so bistu genesen. Wer Glfft gessen Hat» Reit ein Pferd warm/ daß es schäumet/ mm deß Schaums in eme Schüssel/thue dazu so vil Salh/ zweymal so vil Essig/ schlage es durch einander/ trmck das/ so speyestu du die Wurme auß / es seyn Schnecken oder was es jwmer wolle. Wann «iner Klercurmm iukl,'msrum,oder ^rlenicum oder ander G'.fft gessen hette. So brauche bald warme geschmoltzene Butter / die muß manbalde schmeltzen/vnd demPatlentcn in denHalß giesftn. Oder brauche bald emen guttn Tynac/ in emem appropnato /alsSawrampfferwasser/ zc. Oder brauch 'rlieriacitlem, das findet man tn der Apotecken. Eln Tranck vor die Gifft. NimQmttcnsofftemenhalben Löffelvoll / Baum- öhl zwey Löffel voll/ dasbrauch^/ so wrrjru dich Brechen/ das ist dir sehr gut. Hier ljl zu mercken/wann ein Mensch vermerckt/daß er G-.sst bekoiumen/i.Breche ersichnnt laulichten Wasser Saltz vnd Essig / auch vil Mandel vnd Baumvhl vermische/ getruncken/ den Fmger m den Hals oder Kehle gesieckt/vnd sich also da rzu günstiger ^..Neme er 1 Quent AenedischenTyriackeyn/ zerlassen mi Essig oder^aräo- beneäiÄcn Wasser / vnd warm also eingenommen vnd Mitgefchwltzt/ aussdaß allerbeste/ warm un Bette zugedeckt. 5. Schwitze er nut EmhornemhalbO.utNt/ odu r. QuMr zugericht Hirschhorn m rKcNÄciili 4, Loch. 4» Esse er offr Tttromnschalen/ oder eingemachte Melonenschalen m Zucker/ Irem: vberzogenenZmbersamen/ so wird er Mitder Hülffe GOTreS gcnesin. BasLl-XN. Capitel. Wann einer von einem tollen Hunde gebissen iss. ^s».O balde einer von emem tollen Hunde gebissen V^mird / so trmcke er flugs zerstossene Krebsstem / so behalt er nehest Gott seme Sumen Larrl^. ^nAl.Iib.16.0. 86.1cieln lenric Qalell.clellln^I.meclic.szcuIcar.1.7.c.zc>. ()uerceravusinreljxzu.aci lacolzum ^ubercum tol. 15. Das öhl von Mayenwürmer auff den Schaden gestrichen/ heylet gewaltig. Wie man aber das Oel machen soll/ beslhe drunter meinen l'raciÄrum äe peKe c.S z> .Be- sihe auchdrobenwetter von deß tollen Hundes Biß/ 1. 8. rap.zs. Wann einen ein wütenderHund/Schlange/Nater/ Scorplvn / Spinne oder ander gifftiges Thier gebissen vnd verwunder hat / der reibe den Scharm wol nnt Ty- riac Holunder vnd Wachholder/Saltz inEssig vndWem zermeben / oder magömtt Saltzwasser wol reiben darnach soll man imPfiaster aufflegen/die man sonst vber die Pestilentz Beulen zu legen pfleget. Lsrrl^. ^NAelic. i. 7 . c. 67. 68. Oder beschmiere den Schaden Mit dem Safft rianX, oder lege das im Mürjel zerstosiene Kraut drauff. Wann dich gleich nur em schlechter g'meiner Hund beist/ so sinds doch gifftlge Bisse die einen» Menscher, e» .r? Gisst in den Leib bringen/ daß sie es sehr im ps?/ nen/ vnd gantze» Leibe reisset/wann auch gle-.ch der de schon gehellet ist. Wann man den Schaden hu)l^t/ so muß man auch Sachen mit auffbMden / so die G:fft auß dem Leibe wider herauß ziehen/ alS daS O zck/lon com- polnum, das zeucht auch die Glfft auß vnd heilet. Man bmdec auch Hundes Haar dar auff. Ist der Schade bereits geheylet / vnd du fühlest noch Schmertzen an dem Ort deß Schadens/ alswann dich ein Hund bisse oder son- sren Schmei tzen lm Leibe/ so laß dir emen Balbierer em Velicatolium ^ andemgeheyltenOrt deß Schadensma- chen von cznäannlius m Sawerrelg gekneren / oder von tUmmuliSj oder von Knob loch/oder von langen Pfeffer/ die machen alle Blasen/ vnd ziehen gewaltig auß/ oder laß dir cucml)iru!25i oder Köpffe dahmsetzen. Oder laß dich amLeibemttAeisigkrautwascheN/ vnd lege dtck ns Bett vnd schwitze. Dann von dem Kraut thun sich dle xoii auff/daß der Mensch schwitzet. M-rck. Allhier sey ein jeder gewarnet/ daß er den B:si emeö tollen Hundes nicht lasse bald zuheylen/ sondern em paht oder mehr Monat offen halten. Uercunä rum.Lrie» nicum» oder ander Gifft gessen was dafür zu thun. Glfft ein Trattck - dafür. Biß eines tollen Hundes was dafür zu brauchen» Gifft.g Thier so emen gebissen wo- mit der Schade zuheylen» Biß emes schl.chlvn gememen Hundes sind gle:cbwol G:sstlg/ aneb wie em solcher Schade zu heylen» A a Das 'i-7ß Bas Dritte Buch/ Dasc^Xlll. Capitel. Von allerley Schmerlen. Schmerlen im allerley Gliedern Zu vertreiben. Em guter Wund- Balsam. ^?lstu Schmertzen / so jhren Vrsprung von Kalte ha- ^^/ben / etwan m einem Glidmaß deinesgantzen Leibes/ es sty ail Handen oder Füssen/ so brauche dieBlatter I^Ii- coriana:, entweder den Sasfr darvon/oder die Blatter im Mörser zerstossen/oder die Blatter gedörret/ vnd gepul- verisiret / oder nimb die dürre Blatter vud besprenge sie m-tPomerantzenblütwasser/ vnd lege sie aufs den schiner- tzen oder Schaden. Das (5l-XlV. Capitel.' Ein vberauß trefflicher Wund Balsam / durch welchen alle Wunden vnd Stiche der Glieder / Gelelche/ Nerven / die mit Pfeilen vnd Kugeln geschossen worden/ gantz sicher vnd ohn alle böse Zufalle werden geheylet. der Blumen v»n S-Iohannlskrattt / welche ^-mic.dem Balsamitischen aussgang der Sonnen m ^hcer Lx^irarion, ncmlichvn-b Z.Iohannis Tag vordem newen Liechr sind gesamlet i.Pfund/der Blumen von gelben Violen/ Wüllkraut Schellwurtz/ klemTaustntgül- den/Osterlucey/Brunellen/ Cannllen/ der mittlern vnd grossen Wallwurtz/derBlätter von rochen Rosen jedes z. toth. Mumien/Myr:hcn/vnd Weyrauch ^.Loth/Masur z.. Loth / 8rorzcis 4. Loth/ laß was zerstossen ist/ zerstossen/ das vbrige zerschneide m einem Gcfäß 2. Maß guten gebranten Wein darauff giesten/hinder den? Ofen/ oder m der Sonnen cl-Aeriren, wann solches geschahen / so gieß den gebranten Wem widerumb darvon ab / preß die Hefen durch em Kelter auß: Thue endlich' zu dem ?in- Airren gebrauten Wein (du wollest dann vmb grösserer ^carct vnd Krasste willen die ^lacerarion oder einn>e!ch> ung der Blumen widerlMen ) eines frischen Baumöhlö welches der tage vber feisten Tanncnsprößlemmdercli- xeliion gestanden/ fünft Pfund Misere hellen vnd lautern Terpentins vnd Tannenhary mir 8. Iohanncökraur gewaschen anderthalb Pfnnd hinzu / laß alles mit einander 14. Tage T darvon ab / so bleibt der blut-- förmige Balsam auff dem Boden liegen. ImWmtcrmmpt man an statr den Krauter jhre Saamcn / wirss dieselbige gestosscn m den Balsam vnd fetzt es also «n die ^i^elkon-es bekömpt eine grössere wür- ckung/ als zuvor. Von seinen Krasstcn vnd Gebrauch. Es dienet wider alle Wunden/kleme zarte WülstleiU oder die weicke woll / so an den Saamen d. r Cardobene- dicteN/ oder denwcissenPapelbaumenhangr/ damitbe- srrichen/m die Wunden gelegt / nach dem sie zuvor Mit Wein außgewaschcn / vnd endlich Mit nachfolgendem Pflaster bedeckt / biß sich keine Nerven / Blur oder Lufft- Adernmehr erzeigen. Zum andern brauche man es auch zu allen Geschwülsten/ Entzündungen / conri^Nuren. zerstossung oder Glieder vnd brüchender BeiU-Vnd dann zum dritten zu den Hundsbissen / bcneben andern Artz- neyen/ wann nemlichder Biß von einem wütenden Hund geschehen. Es ist aber sonderlich zu den Wunden vnd Stichen ein vberauß krasstiger vnd bewahrter Balsam. Basc^XV.Lapilel. Von den vemuckneten ein vnd zusammen ziehen, den Pflaster/ oder Lm^lalirolU^ico. ' <^N einemjedenheylsamen cyn vnd zusammen ziehen- dem Pflaster / hat man nach deß I^raccln vorgcben/ vier vnderschicdliche Stücke derselbigen in achr zunemen. 1. Als erstlich/ die Heylung / welche vermög deß Wachs vnd LolojiKoniZ: oder Hartzes geschieht. Zum zweyten/die Zufalle/welche durch d:e Lum- mi als daß Opc>pZN2cum. Q^Ilzzaum, 5zvapenum, Zjäellinm^lnmonisculN) vnd LIemi werden hinweg genommen. 5. Aiim dritten/die Faule/ (sintemal auch die Wunden ohne Aufalle der Fanle vnderworffen / dannenhero leichtlichWürm vnd embößvberwachsend Fleisch bekommen welchedurchhülffder grossen zuheylenden Sachen / als deß Mastix / Myrchm vud dergleichen hinweg genommen wud. 4. Zum vierdten / daß man sie für den zehen rötzich- tem Schleuu/ Räudigkeit/ dürre courrs teuren vnd ander dergleichen Zufallen verwahr / welches doch die minera- Ila, als durch den Goldschaum/ Menmg/ ^nrimonium» Bleyweiß/ ^rc^lirz Calmey/ vnd dergleichen geschicht. Ein bewehrt vnd köstlich Pflaster / zu allen durch Pfeyle geschossenen Wundm vnd Geschwären. Rim Men.ing vnd Calmey/ jedes ein halb Pfund/ Gold vnd Silberglere/ jedes 6. Loth. derOele'von Leinsamen vnd Oliven/ ledes anderhalb Pfund. Lohrbeerchl ein halbPfund: Wachs vnd L olv^lionien Hartz/ jxdeö I .Pfund. Fürmßvnd ^cr^cnrin, jedes ein halb Pfund» Oj?c>psnZc> (-aibani- 8er2siini> ^.mmonizc VNdLclclli» )edeS 5.Loth. gelbciiAgtsteiN/ Olclsani, ?lle,randrm:sche Myrchen/ , lange vnd runde Osterlucey/ jedes 2.. Loth. so vber Meer herkompr/ Magnet vndBlutstem/zedes ^.Lorh.we-ssewthe Corallen/ Per- lemurrer/ Drachenblut/ Vngansche l'eri^ vndweifsen Vitriol/ jedes 2. > Loch, der ^urimo- nü 2.. QuiNtlem. Lroci Harris gleich so vil/ Loth- 1. Laß erstlich die fünfferleyLummi meinem Essig eunverchen/ sieden/ durch em dick leinen Tuch pressen/ vnd zum andernmahl sieden (das g.wicht der Lummi mag man von wegen der/ nach dem durchpressen vbei blcibenen vnd vnrüchtigen^Hefen vermehren / nachmals meiner Pfannen vber emem gelinden Fewr/ biß es em mittelmas- sige Dicke bekommet/ lassen stehen^ 2^. Das Lem vnd Banmohle laß in einer andern Pfannen mit Gold vnd Silberglerr sieden / bißsichdaö Oelbeginnet zn färben / herumb rühren / nachmals den Calmey vnd baldhernachdie Menmg hinzu thun / alles fast zwo stund fleissig vmbrühren/vnd biß g,mg ist sieden/ welches alsdann erkennet wird / wanndesjen ein Tropffe aufs den Nagelgelassen/ dickwird vnd gestehet/ vndmt mehr flei:st-- z. Ei-dlichcn vnd am ende thue auch den Fürniß/ Lorbeeröhl/ Wachs vnd eoloxkoniam hinzu/misch alles wol vntereniander / laß samptlich vber dem Fewr zergehen/ vnd wann es von demselbigen herab genommen/ so laß die Pfann m;t dem Lummi allgemach warm werden/ auß der andernPfannen den 1.i^uc>rem gemächlich zu den Cummihmzugiessen/vbernnemsehrgelmdesFewrleltt wol vnd fletsslg vermischen / vnd ja ntt sieden (danut die Q ummi nicht knollicht werden / vnd sich mit dem Oel vbel lassen vermischen) alsdann in dem rühren die Pulvir auch hinzu rhun/ ein gantze Srund wol vnteremander rühren. Endlich den m dun Wachholöcröhl zerlassenen Campher auch darunter thnn / vnd da es etwan wolte zu hart werden/noch ein wemg Wachs vnd Loloxkom« darzu vermischen- Die Prob aber daß es gnug gcsvtten/ist diese/wann man nemlichein stacklei«. darein dunckt/ vnd erlich Tropf- fen in cm Wasser fallen last: Wann datt die klirerir weich vnd an den Fingern kleben bletb:/nmß man es täi ger vnd biß es hart wird lassen sieden : Alsdann erst vom Fewr hinweg heben/mem groß Becken voll Wasser a'.,ßgtessen/ vnd Mit den Handen/ so zuvor mit den Oehlen der Camil- len/Rosen/Wachholder/Erdwürmen vnd S. Iohamns« kraut emes so vil als deß andern mir einander vermischet/ gesalbet/ em stund drey oder viermal herumb knetten vxd arbeiten/zu Zappen formu-en vnd zum gebrauch bewahren. Von den vnzahlbaren kräfften dieses Pflasters/ deßgleichen m der gantzen Welt Nicht zu finden. 1. Erstlich/ heylet es alle Geschwer/ frisch gehawene vnd gestochene Wunden/ sie seyen gleich am Haupt / oder sonsten an einem Glied deß Leibes. 2.. Trücknet vnd reiniget die Wunden/ verschafft ein gut gesund Fleisch/ vnd heylet memer emtzigen Woche» mehr vnd bester zu/ als alle audere in einem gantzen Monat. z. Lässet da^ gute Fleisch Zu keiner faule kommen/ vnd verhindert alle verderbung / zusampt dem bösen v- berwachsenen Fleisch. >5 VonderHaußarMy. 4° Ist zu den abgekurtzten vnd zerftossenen Nerven das allerbeste Mittel. 5. Zeucht/ vberdieWundengelegt/ alles Eysen/ Holtz / Bley / vnd was etwan wider die Natur darmnen ist/herauf 6. Heilet auch der glfstigen Thier Blß vnd Stlch/ vnd zeucht daö Glfftherauß. 7» Hllfft allen Apostemen / allem durch die blosse Auffleguna zu ihrer Zelt.gung. 8. Leistet wlder den Krebs/ Fisteln/ Kröpff vnd Persische Fewcr gewaltige Hülff. 9. Lmdert alle Schmertzen einer jeden Wunden vnd Stich. i O. Dienet wider die Brüche. 11. Wie gleichfalls wider die Auffblehung deß Haupts/die Haar derselbigen zuvor hmwea genommen/ vnd solches Pflaster auffgelegt. 1^. Vertreibt die Schmertzen deß Rückens / eben- massig auffgelegt. 15. N iinbt/ abermals vbergelegt/ alle Feygwarken m vnd ausser dem Leib hinweg / vnd behalt seine Kräffte fünfftzig gantzer Jahr vngeschwächt. Cm gut Kuhlpflaster / welches die alten harten hitzigen Gcschwär kühlst vnd weichet/ auch zu andern hitzigen Gebrechen/als Knollen/Rothlauff/ vmb sich fressende Carbunckel vnd Riebeysen dienet / daß man es nur drüber legt/ Insonderheit ist auch gut denen/ so brennende oder hitzige Fieber haben/ daß man es vber die Brust schlage / sintemal es die pi^coräi^ kühler / vud derer Hitze m kurtzer Zelt leschet / vnd so man es vber den Melssel vnd den Ort der Leber / deßgleichen an die Stirn vnd Schlaff streichet / dienetS vnd leget die Hitze den Leber vnd deß Kopffs/ wird also zugerichtet. Nach Art der Kunst zerlasset vnd mitcirer man ob dem Fewer schön new gut Wachs vnd Rosenöhl / Violenöhl/ )a m derer mangelung nur gut rem klarBaumöhlvnter- emander/verschaumets flelsslg/ daß es von allem Vnflat geremiget werde / darnach offt mit klarem Brunnenwasser abgekühlet / vnd allwege indem Wasser mit den Händen gar wwl gekneten/ vnd für kalt Wasser darauff gegossen/ vnd gearbeitet/ biß es endlich gar erhärtet (welche Arbeit dann m einem Morser wol geschehen kan) so ist es fertig.Alsdann gebrauche solches/wie angezeigt. Ein Stichpflaster / zu alten vnd newen Schäden/ auch Wunden sehr nützlich vnd trefflich gut. Nim QslIZÄM zwey Loth/ ^mmoniaci, öcZellü, jedes 4. Loth / 0j>opanaci5 z.. Loth / die Glücke zerstosse auffs klemest/lege sie emen Tag vnd eine Nacht m eme vergla- surte Kachel / geuß daran emcn guten Wemesslg / seud diese Stück sittigllch ob emem Kohlfewer/^0 zergehendlö Lummi, vnd das alles geuß also heiß m emen Sack/ seihe vnd drücke es durch/ so bleiben dies».'ces, vnd was hmden blieben / das wirff hinweg / darnach seihe die Colzcur wider in die Kachel / so lang biß der Essig alle darvon räncht / vnd man soll es allweg rühren/ danm es nicht anbrenne / das behalt gar schön / vnd decke es sauber zu. Darnach nim Baumöhl 2.. Pfund / new Wachs ein halb pfund/thue das meine Pfannen/oder verglasurren Haftn/der wol groß sey/setze es vber em Kohlfewer/ laß gar langsam zergehen/alsdann wann es kühl ist/ thu anderthalb Pfund klem geriebene Glödt darein / rühre sie fern gemächlichen hinein / so lang biß alles Braunfarb wlrd/ oder ansähet braun zu werden/ darnach mm deß vorgesottenen als em Nuß groß/ thue es darein alles nacheinander / so lang biß die Lummi alle darinnen zergehen/ Mit flelssigem Auffsehen/ daß die marerm nicht vberlauffe/dannsie gar hitzig ist.Nun thue ferner darem Beide Hollwurtz/ Galmey/ Myrrhen/ Weyrauch/ jedes A.loth/diese stücke allesollen zuvor auffs klem-st pulven- Kiret seyn/darnach thuedarzu z..loth Lorberöhl/vnd zum letzten Terpentin / der schön rein vnd lauter sey 8. Loth/ kochsvnd rühr es gar flelsslg/ vnd wann du wissen willt/ wann es siedens genug habe/ so thue em wenig herauß in kaltWasser/ vnd wznlteö mcht zu welch anhanget/ so »79 hat es sem Genüge.So es aber zu weich ist vnd klebet an Fmgern/ so laß es baß sieden biß eS gerecht wird/darnach thue es von dem Kohlfewer / vnd du dle Klsrcti nur den Händen magst angrelffen/ schmiere dle Hände mir Ca- nnllenöhl oder Rosenöhl / vnd mslax-re es zwlsclien den Handen drey oder vier Stunden/ darnach bcha tö in ei-' nem saubern Geschin / es lstvbersimfflzlg Jahr jo gut/ als den ersten Tag. 8 II U 8. Dlß Pflaster hat grosse Tugenden / ist gut zu alten vnd newenSchaden/ drücknec ab/ remiger/ geblerct gut Fleisch/hefftet/zlehet vnd heilet zusammen m eurer Wo- chen mehr/ daim em ander Pflaster m einem Monat/ last mchtfanlen odcrsonstenZerstörungen geschehen/ lässet nicht boß Fleisch wachsen / lst allen Sehnadern so zerschlagen/ zerknirschet / oderzerhawen/ gu.'/ auch allen auffblahen/zeucht auß Elsen/Holtz/Ble: /v^ d:e Versehrung gelegt/hellet alle glffttgeThzer-B.ne oderStl- che/ es zettiget vndheüet allea.'ssg legt/ist gut dem Geburt Glied/ so da ein Schade ist / n-,d.r den Krebs/ Fistel/ wider io ncm ?er/Icü^ vnd stillet schmertzen von allen Stichen / wie die sind. ?arscellus sagt/ daß er ein solche ?lrt Mit deit Sr.chpflastern an sich habe/ da dle Goldglodt vorhmwolgelortenwerdenntFürmß/ zehenSlunden lang / also daß em darauß werde dle sich pulvern lastet/ aisdanngesotten m Lerar, vnd fortgefahren »mt denen Qummi und Puluern/nach dem Recept. Ein Vornehmes Stichpflaster eines Kätser, lichen Ld/rur^i. Nim Wachs 4. Loth/ Pech z. Loth / und Hartz jedes i.Loth/Venedlschen Terpentms/Rosenöhls/ Eyeröhls/ drachenblut jegliches em halb Lorh/Galmcy/ 1'unXsogar wol m Wemesslg gebeitzet seyn/emes jeden i.Loth/ Schmaragtenstein/Magnetstem/ vndPerlen- m utter/jeg Elches em halb Loch/ welssen Agstem/ Campft fer/ welsseCorallen/jedesi.Qumtlem/ hleraußnach rechter Kunst em Pflaster gemacht/ vnd zum Gebrauch rechtmäßig angewendet. Ein gut schwary Pflaster zu alten Schäden. Nim Baumöhl 4-Loth/ lauter Hartz/ Hu schtalg vnd Bärenfett zedes z. Loth/Meyenbntter 1^. Loch/Klawen- fett von alr.n Rmoern sieben loth/ Marck auß eli.un geräucherten Schwemesschuncken Knochen i. Loth/ Ma-- styx vndNew Wachs eines jedern 4. Loth / Silberglödt i.Psund/ 4. Eyerdotter / hierauß mache man nach Arr der Kunst ein Lmxlattrum. EingmPflasterdie Mutter zu reinigen/ daß sie zur Empfängnuß Männliches Saamens / und zur Gebahrung geschickt vnd bequem werde. NlM Lummi 8erapini vnd rothe Myrrhen gleich vielauffdas subtilste geflossen/ M '.tCannllenöhl angerieben vnd mit Homg zum Pflaster gemacht/ auffem leinen Tüchlem oder Barchec gestrlchen/vber derWeiber Gemächt gelegt und aussgebundcn. Ein Pflaster das verstockte erhärtete Mit? zu erweichen. Lege Qummi ^.Ibsnum in guten Weinessig / laß jhtt darm drey Tag und Nacht ligen/ alsdann zhn damit ge- sorcen / daß er gantz vnd gar sich darmnen aujflöfe / alsdann den Essig abgeseihet/ wlderumb in em Topfflem auff gelmdem Kohlfewer gesetzt / wann lassen werden/ gut rem Baumöhl oder Capernöhl darnnter gemacht/ sem langsam kochen lassen/ vnd offt nut einem Spatem umbgerühret daß es Pflaster endlich d «.ck werde/dasselbl- ge stretche vff em Leder oder Barcher / vnd lege es vber den Miltz/so hastu ein gantz bewährtes Hülffmtttel. Au Schlieren / Geschwarm / vnd dergleichen harre Bützlem e;n gut Pflaster. Nim Brodkrumen / Sawerreich/ grosse Rosinen da die Kernen außgenommen seynd/ Relnborchclschmeer/ Meybutter m emem Mörser odcr Reibasche sem zusammen gestossen/ vnd voneinander gerieben / vnd m-. a!ss viele als emes der gedachten stück ist/ guter Mich im l n- Aa lz den bcn angefeuchtet / vnd ein wenig geflossenes Saffrans w't darzu gethan / wann es nun wie eme Salbe oder Pflaster worden / so schmiere es anffem Tüchlem / legs auff denEchaden/vnd solches deß Tages -..malgethan/ so wird das Geschwäre bald geöffnet / jedoch an dem Orth/da du willt/ daß es sich auffbrechen soll/ lege allwe- ge em wenig Saffran/ darnach/ wann es offen/ so heile den Schaden mit Pflastern/ dle saubern oderremigen. Für einen entzündten Schaden ein 4öschpflaster. Nim Rockenbrod / vnd lege es in siedend Wasser/ nims wider außdemselbenvnd machs zumTelch/chue ern wenig Lorbeeröhl drunter / vnd lege das Pflaster vber den Schaden/ so vertretbet solches die Hitze. Ein Pflaster vsr hnzige Geschwär vnd Geschwülste. Nim em halb Pfund WeitzenBrodbrosamen gedör- ret/vler Loth Gersten Meel/ drey Loth Leinsamen Meel/ Camillenblumen vnd Sremklee jedes ein Hand voll/ seuds miteinander mhalb Essig vnd halb Wasser / zerstoß vnd zerrütte ts wol in einem stemern Mörser/rühre drunter drey Eyerdotter/ sechs Loth Violcnöhl vnd zwey Zoth Camillenöhldaß ein Pflaster darauß werde/schlags vber. Ein ander gar vortrefflich Pflaster anff hitzige vnd geschwollene Schäden zu legen. NimWeitzen Meel/ Gersten Meel/ BonenMcel/ Wicken Meel / Linsen Meelemes so viel als deß anders/ wolvnreremander vermenget/ darzu geuß halb rothen Wem vnd halb Waffer/ daß eswie em starcker Brey wird / den streich auff em blaw wüken Tuch / warm auff den Schaden gelegt/ wanns hart vnd rrucken wird / so lege ein solchfrifch Pflaster wider darauff. Ein Pflaster das da Eisen und dergleichen an sich zeucht. ^ NimMagnetstem/Hasenschmaltz jedes 6.Loth/Wey- rauch/ Myrrhen jedes 4.L-orh/ Mastyx-.. Loth/ Wachs Dnd weiß Hartz jedes em Pfund/Hanfföhl;. Loth/ zer« lasse die fliessendeSrück auffemem Kohlsewer/vnd rühre darnach die Pulver drem/so ist es fertig- , Das XV I.Capitel. Von etlichen Salben» Ein Salbe z» den offenen Brüsten der Wetber/ auch zu den offenen Schenckeln vnd andern Schäden/ sie wird mit grossem 2^utz gebraucht. Iungfrawen Honig 8. Loth/ Nübenöhl i. ttf- ^fel voll vnd zween frische Eyerdotter ob gelinder Gturh zusammen vermischt / vnd darem gebührt zween Löffel voll Weitzen Meels / vnd einer Nuß groß deß besten weissen Hutzuckers/ fem klem geschabet/ agitirs wol vnteremander / daß es sich gar'wol vereinige vnd zur Salben werde / solche vbergesmchen/ vnd mit Tüchlein auffgelegt. Au Erweichung vnd Linderung der inner vnd eusserlichen harten Geschwär vnd AposteMen dienet der Homgauch gar wol/ wie dann die brennende tobende Geschwäre zu erweichen vnd ledigen bequem ist/ Honig vnd Rosenöhl nm gedörretem Saltz abgerieben vnd Pflaster weise vbergelegt. Das Ander Buch/ ren / vnd darnach zu letzt die andere stück darein gethan/ so wird eme weisse Salbe darauß. Diese Salbe lege auff dem Brand / so vergehet der Schmertzen vnd heilet der Schade. Die Narben nnd Mafen von geheileten Schäden der andern Haut an der Farbe widermnb gleich zu machen. Nim Campher em Theil/Schwefel -..Theil/jegliches klein gestossen vnd vntereinander anffs subtilste gerieben/ alsdann nm distilUrten Bohneublüth Wasser angefeuchtet vnd offrmals vbergestrichen. Für den Grind am ieibe/denselbigen zu vertreiben vnd dieHant glatt vnd schön zumachen/ em gute Salbe. Nim rein gesottenen Terpentin / Nüßöhlvnd 'Safft von den scharpffen Kletten gleich viel / rühre cs wol durchemander/ vnd seudt es/ darnach durch ein Tuchge- siegen/ vnd mische darem weiß caitlNirten Weinstein/ deß dritten theils so viel alsems der obern Stück.stge-- wesen / mache e-s zu emer Salben vnd die Vnremigteit damit geschmieret. Für die Rande ein gar heilsame Salben. Ein bewährte Brandsalb. Rosen Honig4.Loth/ Firniß/ Quittern Sck»leim/ vnd Eyeröhl jedes Loch/ fem vnreremander miftl' ret/ daß es ein Salbe werde / vnd wann du sie auffeinen Brand willt legen oder verstreichen/ so strewe zuvor Zeiostockel Pulver darein. Ein gute Brandsalbe / zu Schaden die nicht geschsssen seyn. NimweißWachs^.Loch/ Baumöhls. Loth/ Bley- tvech; -Loth/Tampher i.quintlein/vnd von;. E,)ern das welsje: ^un muß man erstlich das Wachs vnd Baum- Hy! nur zergehen lassen /das Eyerweiß drunter tempert« Nim Loth Terpentul/rhue jhn in ein Schüssel/geuß frisch Bronnenwajjec darüber / vnd wajcye,y.. dawtt zwey ooer 5. mal biß er gantz weiß wird / vnd n,mb darzuz-. LorhvngesaltzeneMeybutter/ remg.pulvert Saltz jedes i.Lorh/zwen frische Eyerdotter/em halb Loth Rosenöhl / vnd denSaffr von emeraußgeprestenPome- rantzen/ diß alles mische wol zusammen / vnd mache ein fem Sälbiem darauß/ damit best reiche Morgens vnd A- bends an Hände vnd Füsse die Räude vnd Grmd/ i>c dMaüs em fein treffliche hellsame Salbe. Em Salbe dardurch Löcher vn mancherley Fran, tzosenSchäde gehcilet seyn worden / vnd sonderlich werden alle die Löcher die Lorrocjcllciii vnd ^mbulsuri» seylw/auch der Wolsf damit geheilet/ ist em mächtig Lxxeri- menr. Nim Zerxcnnn« urr!ul!iäamsjor genandt/wasche sie rein/vnd drückne sie darnach/ zerreib sie in einem steinern Mörsel/ vnd thue sie memennewenTopff/ geuß wol Baumöhldrauff/ so vieldaß die Wurtzel Raum darinnen zu sieden hab / Wannsie wol gesotten/ so mmb sie ab/ vnd trucke die Wurtzel zwischen zweyen Brettern auß/ daß kem safft darinnen bleibe / darnach nim andere solche frische Wurtzeln / vnd lasse sie m obgemeldtem Oel wol sieden/ vnd drücke sie aber auß/ diß thue zum drittenmal/ darnach verseude deinen anßgetrückten Safft wol mit ge- meldtemÖeldaß keme Wasserigkeit dabey bleibt/ das kanstu also erfahren/daß du lassest z. oder 4. Tropffen in das Fewr fallen / wo es spritzet vnd Zischet / so ist noch Wasserigkeit dabey. Mann es nun wol von seiner Wasserigkeit versotten ist/ so mm dieses deines Baumöhls z. theil / Terpentmöhl von weissen Terpentin gemacht ei» Theil/vnd thue darzu Blumen von t^pericori vnd Blu» men von Lkeli ben6zetteit sebr dienstlich vnd nützlich seyn werden / GOTT gebe ferner seme Gnade / Amen. Ende diesesAmrn Buchs / sonder Haußartzney. Aa iij Das 5 5'!. Das dritte Buch / Occonomi-e. U. l O » ^ I 8 L 0 I. L L. l. Von der Pefttlcntz. Das 1. Capttel. Was die Pest sey / vnd wer davon geschrieben. Pesi wüZ Je Pest oder Pesttlen^/welche die ^ttden 8rrc>mclU!.^ui>u8?Äim2rlU8dch gemeinen bekantseyn: Als wann die Hauptkranckhetten / kebrcs nutzes anderer Leute willen gethan» grosse Hitzen/ vil Geschwür/ rothe Ruhr / reisscn m allen Glidern/ Schliuppen/ Brennen vnd dergleichen Kranck- ^ Cavilel Heiken vnter den Leuten regieren / oder anderer vnerhörre ^ lv . . Kranckheiten / denen man keine gewisse Namen geben ^ ^ ^ ^ „ , . . .« 5a„, » n v Hon dttMsach derPefltlenk; / vttd welche öem DiePest ist nichts anders/ dann ein schdrsssehr giss- dle Gisst leichtlich bekonMen. tig Fieber / das emem mit emer Hitze oder m.r eiMltl Schawer / Frost oder Häuptwehe/ oder Mit emer Hltz sind zweyerleyVrsachen dieses Vnglückö / etliche oderFrostvnrereinander ankommet / vndbaldedasgar ^jiud Leiblib/etliche Geistlich. Die leibliche vnd natür- ^ ^ auß mit einemmachet. Sce ist eine vnnatürliche Hctze/dle liche Vcsachen sind bißwerlen die Himmlische mfluentzen/ ^ vom Hertzen ein Menfthm-durch die Adern gehet/ vnd die bißweilen ists em Eomet / dann wann der außleschet / so w^r jie fürnembsten Glidern dcß Menschen emmmmet/ als das zerstrcwet er eme grosse Grsst/ die zuvor außder Erden Hertz/ Gchirn vnd Leber/ vnd ihn endlich Tödtet / Man gestiegen / vnd zu deß Cometen mcorporatlon kommen ^ rechnet sie vnter die cvnrinuzz vnd pcl^curÄ8 kcbres )a ist. Dieselbige zerstrewet sich nach der außteschung iN der jtcurissll'riAs: Dicnuri4 Tagewchren/aoergleichwol Lufft/ vnd vcrgisstet die L^rewieProlomeuSinftckem trefflich angstigen vnd quälen können : 'Allein die Pest eelirüohuio meldet. Davon gleichwol zu dieser Zeit ^ ^ machts mit den Leuten turtz vndHut (weretNicht 7. Tage/ mancherley widerliche Meinung vnter den ^k.olo^iz '»Mlnen» ^a offt nur ein zwei) oder drey Tagelang / darnach'die prXlerrim ^oÄonbus. Spönnen auch svnsten verfaulte Gissthefftig oder vil dabey ist) wann die Gisst das Hertz gisstige vnd lang anssgehaltene Dünste / somderErden erreichet/ welches sie innerhalb 2 4 Stvndcen -thun kan/ den Wmter durch verschlossen gewesen / vil Vnglucks m so ists mit dem Menschen geschchcn/vnd ist da wemgHölss der Lufft anrichten / wann sie im Fröhtmg auß der Erden oder Rath zugewarten. kommen. Itcm^ Der Sranck von den Pfulen darinnen Die Pest ist em gisstiger Dunst/so von einem inficlr-- man Flachs oder Hanff röstet/oder jonst von sümpsigten/ ten Menschen «n die Lusst gehaucht wird / welcher sich her-- bösen stillen vnbeweglichen Wassern rm Lentzeii/der stanck kachmit der Lufft vermenget / vnd vom »ehesten Men- von dem Schwemskoth sonderlich wann jhnderOstwmd schen/der darzu kom^t/Mit der Lufft durch dei. Athem m vmbhcr treibet oder jaget. Item: Von den Lloacken sich gezogen wsrd/ oder hcnget sich an^die Kleider / vnd vnd heimlichen Gcmachern / vonden feulmssen der Erbringet darnach durch die Schweißlöchlem m Leib / enl- den / von Vermischung der Lufft mrt faulen vergifften zündet vnd vergifftet dao Gcbiüt/ dringet zum Hertzen / Dünsten vndF^uchtlgkeiten. Irem: Wan die Menschen vnd todter den Menschen. Drumb soll man sich wol vor- vnb das Viehc von vergcss^en Krautern etwas brauchen/ sehen/ wann emer an der Post stirbet/ da dir Gifft heusslg darem diefaulen Dünste gerretten. auß dem Cörper drmget/ daß man einem da nicht zu na- Wann Menschen vnd Viche heuffig sterben / vnbe- ?)ekomme/ sondern bald die Fenster auffmache / vnd die grabenligen vnd verfaulen/ dasgibetg^ossenSranck/ Gisst herauß lasse» Ich habe wol ehe erfahren / daß wann vnd verg.ffrung der Lusst. Wann sich nun dieser Stanck solches geschehen / vnd jemand vor dem Fenster fürüber oder Gisst an emem gewissen Otte m emem Lande samlet/ gangen/ dieselbrge die Pest bald belonM>.'n habe. so entstehet eine Pest m» selbigen Lande / zertreibt sie die Die übrige Feuchtigkeit .m Menschen ist ein >llenu8 Zrcmpanus klcäi- am Himmel / vnd andere ktereors. Jedoch sind dieses cu5 ?gritienil8 darem ^urvllius Valerius commenrirer. Nicht allem Vrsachender Pest / sondern auch warnungS ^!exius?eclcmonraoui.Ii. 5ccrerc>rum.I.znrentius^uu- Zeichen/ damit VN6 GOTT die Pestilentzdrewet/ Vnd delrus Vzicvnus, k^ercurisli5 koroüveuiis zur Büß vnd Besserung vnsers sündlichen Wesens der- Gifftsager ^n. 1 s 6 7. zu Francksurt am Mäyn außgan- mahnen vnd treiben will» gen. ?b>Iljzpu5kLro2!äu5,^zcotzu8l'Keo6lllA» ?Icnricak liche grosse Vrsach der Pest vnd aller KNderer Kravct« heilen/ ^aoliics. i. Vergütung der Lussc. .--5 i. Finster- nuß. 5- Cometen. 4- Fewerzet- chen. Zeiten deß Jahrs. t. Warmer Winter. Thrw- Vond^r heitW/wie tvir inVavi6iz!-ZiKc;r!2schen/z.8zm.uIr.Da David die Seuche GOcres Hand nenner. Vnd nn i. Buch Mosis am 2.8. Cap. werden Kriege / Thewrung/ Pestilentz vuter dleÄZZctlaOri: oder GOrleö fuhren vnd Strassen gerechnei/dann so spricht GOcr im 2..vers. Der HEn wird dir die Sterbcdrü,en anhängeN/biß daß er dich vertilge. Atjo dräwet GOTT dem Pharaon / nn andern Buch Mose am 6. Cap. Ich will meme Hand außrecken / vnd dich vnd dein Volch mit Pestilentz schla- Heu/daß du von der Erden sollt vertilget »verden. Im 'z. BuchMvsiS a>N2.. Cap. Vndob »hr.euchvordenFein- den in ewere Städte versamlet/ so will ich doch die Pestilentz vnter euch senden / vnd will euch in ewrer Feinde Hände g^eben. In 4- Buch Mosis am 14. Cap. dräwet GOTT dem Jüdischen Volck/ daß er sie mit Pestilentz schlahen/vndsiegantz vndgarvertilgenwolle. Solcher Zeugniß sind in der Schrisst viel mehr / aber wir wollen auff dißmal Mit diesen wenigen begnüget seyn. Drunten im 55. Cap. will ich sagen/ wie man erkennen soll/ auß welchem Element die PestiS herkommet. Es bekommen aber die Pest leichlich die Müssig>gan- ger/dle ihren'Lew Mit fressen geschwächt/ dadurch sie viel Feuchtigkeiten indem Leibe errcg.n/zu welchem sichhcr- nach die Pest gesellet / als zu semesgleichene. Venerei die der Viikeufchheit zu viel pflegen/ damit sie das Hertz/Leber vnd Gchtrn schwachen.Item/die das Fieber/die wn- gensucht/Bl usieng/vttd Seitenstecheii osst haben.Item/ die den Bruch haben / diefurchtjam vnd erschrocken sind/ vnd die Blutsfreunde / die einerley Natur haben. Das IN. Caplttl. Worbey man erkmne / daß eine Aestilentz an emem Orrh anfangen will zu regieren. HXEmnach in den vorigen Capiteln gehandelt worden ^/was die Pesiilentz seye / vnd auß was vor Vrsachen dieselbige emsprmg/ tst auch vonnörhen daß man wisse woher sie komme/ vnd welche die vorgehende Zeichen seyn cmer zukünftigen Pesittentz. So sollen wer wissen / wannGOrr der Allmachtig eiN Pesiileiitz schicken will / warnet er vns zuvor durch solche nachfolgende Zeichen. Er läst die Lusst verg.fftet werden/ davon dann nicht allein d:e Menschen vnd das Viehe kranck werden / sondern alles Obst vnd Gerreydt eme vergisite Qualität darvon übertompt / und ^ompt solche böse Pesiilentzischc Lufft von unbequemen bösen Einflüssen deß Gestirns / als da seyn böse Lc cor>)un<5iuone8j?Isncrzrum^ iä cü>Anschawungen und Zusamenfügungen der Planeten Zacurni, )c>vix und Harris mden Menschlichen Zeichen/wie spricht libro 4.6e morlzis: Das ist em?lnfana der Kranckheiten / wann das Gestirn deß Hammels unbequemlichlst. Item / wann erscheinen Fmsternuß der Sönnen vnd MondS/dergletchcn dan waren Anno 158;. Deßglecchen Cometen/ Pfawenschwantz/ oder andere dergleichen Zeichen am Himmel/ welches osstermals (als da seyn Erscheinung deß Fewers m der Luffr/oder so man vermemet die Sterne schiessen vnd herab fallen) em Vrsach vnd T!orbotten seyn emer zukünfftigen Pestilentz: Auß welchen ^l^ocrsrcs dann m Griechendland die zukünftige Pestilentz die auß 1117^ kam/anzeigte. Es sagt ttippocrsces so dieZeiten imIahr ungleich seyn / vnd sich mchr nach den natürlichen Eigenschaften halten/ also wann der Lentz/Sommer und Herbst in Vn^ ordnung zu vilfeucht/ neblichr/dünstig/oder sonsten shre rechte Eigenschafften Nicht haben / das ist / wann es auff einen Tag (m gemeldten Zeiten) jetz warm/setz kalt/jetz wider warm/ jetz wider kalt / und so fortan ist. Item/ so der Winter warm mit vielen Neblen ohii Regen und doch trüb ist: Oder / so es zu viel regnet und die grosse Wasser davon aufflauffen und lang groß bleiben: Solche Zeichen zu welcher Zeit dieselbige geschehen/ gesehen oder vermercket werden / zeigen gewißlich nn Herbst/ deßgleichen in andern Zeiten deß Jahrs em zu- künfftlgePestilentz/ Sterben vnd grosse Kranckheiten Item/so grosse Thewrung un Land/ und die Menschen shre rechte Nahrung Nicht haben : Oder auß grosser Äüffrurhr und Kriegen von den jhrigen verjagt und vertrieben/ Mangel haden / wie dann diese Jahr her gesche« hen / nicht allem durch Krieg / sondern auch durch deß Teuffels Watsack / die nicht Speicher und Keller genug haben kondten die Armen zu schmden und zu verderben/ wassolches aber vor Gesellenseyn/ nnd wie wol sie bey Gorc drm Allmächtigen daran seyn / dieweil sie auch zur Ruhten und Strass'GorteSgebraucht werden/ zeigt dir an der 14. Psalm / und der Prophet L-ectncl. Weiters / wann die liebliche Nahrung und Frucht/ Wem/Rüben/ Kraut/ Korn/ Habern/ Gerst/ Aepffel/ ^ und andere Früchte von der Sonnen übel gekocht und ^Zeitige z-Ul Zeitigung nicht kommen mögen / machen sie viel frucht. Kranckheiten m Leuten / dann vielgifftige Dämpff dO her entspringen von wegen der Verstopffungen der Schweißlöchlem / welche beydem Hertzen verschlagen werden / welches nicht dte germgste Vrsach einer vergifft tung und Faule ist/dann darvon alle prmcipalische Glieder zerstört/ das Geblüt faulet/ und wird das Hertz guter Lusst beraubet / vnd der gantze Leib zu solcherPe- stilentzischerVergifftunggeschickt/ wie dann Qsleaus spricht: So die Dünste Nicht rrauhünren können / Nicht em kleme Vrsach sey zu emer Fäulung und Vergütung. Deßgleichen sagt k^l^^o^raresl.cie^jumor.und 6. geschehen/) vnd ist solches ^ ^ em gewiß Zeichen emes iandsterbens an demselben ^ 5 gantzen Srrohm / wann die Wasser nicht so viel Fisch geben wie sie fonsten zu gewöhnlichen Jahren pflegen zu geben. Item / so das Rmd-und a»cker Vieh sehr kranck wird n. und stirbt / so auß solchen Wassern trmcket. Viehe Es zeigt auch em künfftige Pestilentz und Sterben an/ sterben-, wann die Thier so in den Hölen wohnen/ dieselbige 1-.. verlassen/ und heraußfliehen/als nämlichKmnglem/ Todte Füchs/ Maulwörffen/ und dergleichen Thier/ oder so Thieren man solche todt hm und wider m den Walden findet. jhre Hölß An den Vögeln in der Lusst kan Man es auch mercken/ verlassen» ^ wann ein Pesuleutz vorhanden ist. Dann wann die Lusst vergiffr und unrein ist/so entweichen oder fltehendie Vo- gel die foulten von Natur shre Wohnung und bleiben Weichen m der Lusst haben / auß der Höhe herunter «n d:z Thaler der Vö- und auff die Erden/und bleiben alldar wider shre Narur gel. und Gewonheir. Die Tholen und Sperl.ng und andere Vögel machen sich auß den Städten weg / daß memand werß wo sie hinkommen oderbleiben. Item / wann die schwangere Frawcn vicl'unzeitlge Geburten gebaren / die kleme Kinder sehr pocken und v.el Masern haben / und die Leute sehr an der Haupt- Kranckh.tt ligen(dann sie gehet offt vorher/oder regieret auch mitten m S terbenslaussten) so bedeuten sie auch em Sterben. Item/ wann viel Leuth erschlagen werden/ und unbe' Hrabenligen bleiben/werdenstmckend/und faulen/derer Faule und Sranck führen darnach die Wmde weit umb- her/ und entzünden damit die uNreme unpurgierte und völlige Leiber / und andere innerliche Glieder/ sonderlich aber die Brust/das Hertz und das Gehirn derMenschen/ so gehet es dann wie es gehen soll. Will man erfahren ob die Lufft vergifft ist / so setze einen Eyerdotter m ein ztttnen Schüßlem über Nacht mdie Lufft/bleibt er Meer zuvor war/so istdieLnfftnlcht vergifft/ wird er aber anbrüchtig/so ist sie vergifft. Also kan man es auch an dem Fleisch/an einem reinen guten Wein und an frischer Mtlch vermercken: wanman die m die Lufft setzet: Dann wann das Fleisch stmckend/ die Milch sawr/ und der Wem Niüchentzende oder damp- sichtwird/ soistdieLufftvergifftMitgifftigerFäulniß/ bletbea sie aber wie sie zuvor waren/ so ist die noch richtig. A a. ti^ Oder 14. Mißge« burten-. Das Dritte Buch/ Oder nim vor dem Aussgang der Sonnen den Taw/ schmiere denselben auff ButtervndBrod/ vnd gib es einem 5?unde zu essen/ wird er davön kranck oder stir- bet/ so ist die Lufft vergisstet/ vnd folget gerne ein Pestilentz nach. Welchen Menschen solche Seuche am ge, fahrlichsten. Welchen Es sollen sich insonderheit in solcher Zeit hüten die Leuten die vollen Wemzapssm vnd Läcctii Kinder/ die Tag vnd Pest am Nacht jhrem Zaccko dienen mitvberentzigem Schwel- qefabrltck gen/ Fressen vnd Sauffen/ für vnd für voll/ dollvnd sienWein- vnsinntg seyn/ dannihnen solcherPresten sehrgefährlich zapffe sol- lst/vnd so ein solcher doller/voller Weinzapffm«t der Pe» len sich stilentz mlicirer oder angesteckt wird / demselben mag hüten' gar schwerlich gcholffen werden / wie man dann dieses m vielen Pesten gesehen vnd erfahren hat/ welche nach dem sie der Gepresten angestossen/ sich voller Weins dar- auff gesoffen/vnd gemeiner sie wollens mit solchem Sauf- sen vertreiben/ wieesjhnen darüber ergangen vnd gerathen ist/ weiß Manniglichen sehr wol / haben sich selbst jämmerlich m Noth vnd Gefahr bracht: Sey derohalben cm jeder darinnen g^watnet/ vnd hüte sich/ daß das erschrecklich VrrheildeßHeiligenPaulli. Corint. 6> nicht vber jhn komme/daß also lautet/ kein Trunckenboltz oder Wemsauffer wird das Reich GOtteS ererben / vnd ge- dencke em jeder an die trewe Warnung vnsers HERRN vnd Heilands IEsu Chnsti/dle also lautet Luc. 2.1. Hütet euch / daß ewere Hertzen nicht beschweret werden mit fressen vnd sauffen / :c. ItemdieinSterbenslaUfften viel Vnkeuschheit pflegen / vnd sich m Vclleris Spiel zu viel üben ist dieser Gepresten sorglich vnd gefährlich / sollen derohaiben Maaß darinnen halten/ vnd sey em jeder gewarnet/ daßerjhm Nicht selber Vrsach zu solcher Kranckheit gebe. Item den jungen Kindern vmb jhrerFrassigkeit willen ist solche Seuche gar gefährlich / dann sie viel sauler Feuchtigkeiten samlen/daher sie solche Seucht leichtlich vberkomnien mögen. Item / ist auch dieser Gebresten gefahrlich angebohr-- nen Vättern vnd Freunden / oder denen so eines Geblüts seyn: Dann so emer vnter Blutsfrennden Mit solcher Seucht angegriffen wird/ so vberkomMens gemeiniglich die andere Blutsverwandte alle/ vnd geschichr das darumb/dieweil jhre Loixoia darzu geschickt seyn/solche Vergisstungzncmpfahen/vnddas wegen der Gleichheit der Cörpervnd Lc>ms?!exic»nec>, so sie von der Geburt her miteinander haben/vnd von einem Saamen empfangen siyn :Dann man solchcs in täglicher E .fahrnnghat/ daßso die Pestilentz m ein verwandte Blutsfl cündschafft kömpt/ nichtMN nachlasset : Vnd ob schon solche nicht bey einander meiner Sradt oder Orth wohnen/ vnd so die Pest.»ciitz schonauffhoret/ vnd vber cm Iahr oder drey wider kompr/ hat sie jhren Anfang widerumb vnter emem solchen Geschlecht/ vndmmptempaar hmweg/ vnd vber etlich Jahr wider ein paar / daß 'sich et.van begibt/daß emgantz Geschleckt m lo.oder zwantzig Jahren gar außstirbet an dieser Sucht/wie dann das die Erfahrung offrmals bezeugt. Item die mit grossem Zorn/mit grossem Anligen/Be- Trawnge schwarniß/ Trawrigkett/ Angst vnd Noth beladen/oder vnd forcht die eines weibischen zu gar forchtsamens Gemüths seyn/ same. vnd ohne daß der Luffr warm/ dünstig/ vnd wie oben gesagt/ zerstört vnd vergifft/werden zu diesem Gepresten desto eher vnd mehr geneigt vnd geschickt seyn. Blutrei- Item/ die viel hitziges Geblüts / als da seyn die Lko- che vnd so vnd 8aOAumei> seyn zu solcher vergifftung sehr gevoller neigt/wegen der Entzundung/dann man m täglicher ErGallen fahrung hat/daß die grossen/ starcken/ blutreichen Man- senn ist ge- ner/welche ein warmes Hcrtz/starcke Leber/vnd viel warmes feuchtes Geblüt haben / auch grosse Schweiß- löchlem vnd grosse Adern/ gemeiniglich an dieser Seuche sterben. Solche Kranckheit ist auch sehr sorglich vnd gefährlich den Weibern vnd Iungfrawen so jhre natürliche , .».w. oder Zeiten nicht haben / vnd aucht nicht recht- denenjhre schaffendavongeremigetseyn. Dann solche werden von Zeit ver- verdorbenen faulen vnd vergisstlgen Lufft mit sol- ftopsst qe- Kem Gepresten desto eher befleckt: Derhalben in solchen fährlich. ö^ttn sie sonderlich auffsich acht sollen haben. Veneris Kinder sollen sich vorsehen. Junge Kmder. Bluts- Ireund. Zornige/ fährlich. Weibern vndIung frawen Es sollen sich auch wol fürsehen die schwangere Wei- Schwatv ber/ dann ihnen warlich solche Kranckheiten amaller- gernsvrgi sorglichsten vnd tzefahrlichsten. lich. Den alten Menschen ist diese Seucht nicht so gar gefährlich/ wie^liniusdarvon schreibet!.?.c 5s. Das iV.Capttel. Wieman sich vorder Pest hüten / prsserviren vnd bewahren soll. ^?ls erste vormmbste ist/daß man m sich selber gehe/ ^ ^vnd sein sündlich Wesen vnd Leben erkenne/Busse/ Beichte/ Säcramem brauche/ vnd-ein Gottselig Christlich Wesen vnd Leben anfange/ dann dadurch wird GOTT zur Sühm brachr/ daß er sich endlich deß Vbels gerewen last/ das Er an vns hat chun wollen. Vorsander / soheistS: ÜXc rria ralzikcam x>ellunr ^äverdia pelieM, Ivlox, IvnAäj c^rcie, ceäe^ leceäc. rcäi. Drey Zeiten jagen ?ekem auß/ lvckt/ spatt/ tnvndaußdemHauß. Bal0 mach dich weg / weit zeuch davon/ Vnd lehllch langsam wlderkom. z. Bawe soll man sich auß dem Staube machen/ dann so cs »m Lande ruchtbar wird/ daß es an emem Ort stubet / so will man darnach niemand Herbergen oder emnchmen. Wann man weit wegzeucht/ so ist man desto sicherer/ vnd schicket mcht so osst zurück/ vnd holet jhm die Pest an Ha lß. Waim man zu bald wider kömpt/ ehe sich die Lufft gnug geklacet vnd geremiget hat/ so bekommens die Leut eher / vnd jrerbenweg / dieda weg gewesen / dann die zu Hausebliebel.sino. Zeitlich muß man sich anderswo umb eme Heiberge bewerbm/ wann man ja noch em wemg Verwarten vnd sehen wsü/ obs auch weiter will überhand nehmen. Dann wo es im Lande zu laut wird/ so will einen darnach niemand äuffnehmen/viel weniger beherbergen/ so muß man dann auff pem Felde bleiben/ Hunger vnd frost leiden. Etliche ziehen auch nur vor das Thor/m jhre Garten/ Pressen und Lusthaufer/ dann man kandurch GOttes Gnade der keuche leichtlich entgehen/ wann man nur will. Diß sollen aber allein die Leuthe thun / die nicht en öffentlichen Aemptern sitzen / Pfarrer vnd Seelsorger/ Burgermeister vnd Richter / Schuldiener vnd Kaslen- herzn/denendleArmen/samptderselbenEiNkommcn/be- fohlen seyn/ein Balbierer der zu denKranckm gehet/vnd eine Wehemutter / Apotecker / vnd bestalre Artzte/ kün- ncn nirgend hmflieheu/sondern sollen bleiben/ vnd jhre AeMpter verrichten/ vnd Nicht allem den Gefunden / sondern auch den Kraucken rrewlich vvlstU)en / vnd sich derselben/ Mit besondern grossen Fleiß / wie emVatter semer krancken Kinder/ annehmen. Doch sich auch wol dabey macht nehmen / sich hüten / vnd nach Gelegenheit Mitwol verwahren. Was aber solche Leute/ die da im Vng luck zu Hause bleiben/ brauchen sollen/ daß sie nechstGÖttvor der Pest sicher seyn/ das wollen wir hetnach anzeigen. Es sollen aiich zur Zeit der Pestilentz junge Leuthe/ Iungfrawen/ schwangere Weiber/ vnd dergleichen Leute m der Zeit sich weg machen / dann dieselbige bekommens leichtlich. Vors 1. So soll man auch bey Zeiten nach Rath eines gelehrten Artzteö sich purgtrn/ vnd die Mediän sprmgen lassen / oder die Leberader / sonderlich was corpois xle -, rj^orics vnd blutreich seyn/ damit man von allen bösen feuchtigkelten/eiN jeder nach seiner cöxlcxjon.gereiniget werde/vnd diePest deß MenschenLeib/soNderlich aber das Hertz / Hirn/ vnd die Leber/ nicht so balde anzünden kan: Dann wo der Lnb vnrein/ vnd voll böses Geblüts ist/ so sahet er balde wie eM Zunder / vnd muß solches balde nn Anfange der regierenden Pestilentz geschehen/damtt mcht zu lang gehqxret/ynd eine grobe schanye versehen werde» Davon Pest zu verhüten/ oder wie man sich darvor beraten sol» VonderPeffilM 285 Davon ich dann drunten im ^ 6. Cap. weiter sagen will/ Was aber fromme gläubige Leut seyn/ die sich Gott Item: imj?. z8. recht befehlen / steissig beten/ ein getrosten vnd frischen Etliche / wann sie mercken daß dasselbige Jahr eine freyen Muth haben können/die enyetzett sich zwar etwas/ Pest kommen möchte / purgieren sich neun Tage vber/ fürchten sich aber für der g rewlichen Seuchen gar nichts : nacheinander mit den Pillen vnd Pulver von Dann sie wissen daß dieses em Zeichen ist/deß nehcst vor- 10, vnd brauchen dabey das LleNusrium Ubersnris» da- handenen Jüngsten TageS.Dann Christus sagt Match, von ich hernach weiter sagen will. Hiervon besihe das 7. 14. Daß diese Seuche der Pestilentz in den letzten Zeiten Fromme fürchten sich nicht. Pest soll man nicht zu sehr fürchten vnd flie« hen. Vnbarm- hertzigkett gegen die Armen ist ein schandlich Laster. ii. 12,. Cap Vors vlerdte/ soll man die eusserliche Mittel auch nicht vergesten/sondern jhm in der Zeit Präservativ vnd curativArtzneycneinschaffen: Icem / Rauchbüschlem/ oder Rauchpulver / vnd andere Sachen/ derer ich zum theil imzz. Cap. gedencke / daß man sie im Vorrath hat vnd Nickt erst darnach lauffen darff / wann die Pest schon allberett mallen Gasten brennet. Besihe das«, n. n. Cap» Man soll auch verdachtige Oerter Häuser vnd Personen melden / mit ihnen nicht essen trmcken oder sonsten auch kein warm Brod ms Hauß holen/kem Zwibeln essen/ bann die ziehen alle Gisst nach sich. Besitze weiter das 2 6. Cap. Item/ das Cap. vnd dasz 5. Cap. Das V. Capitel- Warumb man die Pest nicht gar zu sehr fürchten vnd fliehen soll. llil)U8 vnd andern Sachen nützlich vnd dienstlich ist/ vnd soll diese Ordnung dex Artzney bald gedruckt werden / daß sich em jeder tm Nohtfali darnach zurichten weiß. Auch sollen die Reichen / ehe sie davon fliehen, erwas vom Getreide Wem / B:er/ Geld/vnd andern Sachen hinter sich lassen / daß man davon den Armen vnd Krancken im Noch fall / zu hülffe kommen kan / das vergilt vnserHErre GOTT reichllchw,der. Sie sollen auch wann sie herauß kommen andere benachbarte Leute vermahnen/ daß sie jhnen zuführen : Den Rocken können dle Kastenherrn emem Becker zustellen / vnd mtt chm eins werden / wie vil Brods er ihnen vor emen Zedern Scheffel Rocken geben solle/ vnd darnach em Register mtt Mn halten. Item / sie sollen jhre Marckte zu solchen Zelten abschrecken/ vnd alle öffentliche zusammenkünsften/die nicht so gar nöhtig seyn / als da dle Handwercker zusammen kommen / vnd chre Zunssten vnd Gülden hatten / Bier aufflegen vnd trmcken springen vnd Tantzen verbieten. Item: andere Oerter da vll Leute zusammen kommen/ als Badstuben / Bier vnd Vrandrenweinhäu- ser / Trmckstnben vnd dergleichen. Dann wann man also vntereinander geht / fo kan bald em jolch Vnglück wetter kommen/ vnd GOTT strafft sonderlich Vollere») / Fressen vnd Saussen/ vnd alle Lelchtfertig- kett. ^ ^ Es soll anch eine Obrigkeit einen gewissen Prediger haben / der nn Nothfall zu den Krancken in den Häusern gehen kan. Item: emen gewissen Artzt oder Balbierer/ auchbestelten^leäicum. emegewlsseWehemutter oder Hebamme/vndgewlste Todtengräber / vndgewisse Leute so klelden vnd zu Grabe tragen. DemBalblrermusie em Rath gleiches falleS wöchentlich seMe Besoldung geben/ wie dann auch den andern Personen/ die sich hierzu gebrauchen lassen: Item / jhre Präservativ/ vnd was darzu gehöret. Were aber das RahrhaUß zu arm dazu/ so möchte man almosen vor den Kirchen samlen / vnd dle Reichen von den Car.tzeln vermahnen / daß sie desto mil- dtgllcher darzu geben. ^ Vinn tönte auch auff ein jedes Hauß der Stadt in diesem Nothfall eme Stewer legen / nach der Gelegenheit emeöjedern Wirres / daß man em Summa Geldes zu wegenbrechre / davon wandle Leute besolden / der Krancken pflegen vnd dle Todceli begraben köndte. sonderlich wanns em Rahthauß nicht vermöchte / daß es sonsten ohne beschwer der gantzen Burgerschafft dle Krancken versorgte/ wani.s aber das Rahthauß vermöchte/ so solte es solche Sachen alle / ohne beschwer der Bürger/ vor sich selbst bestellen. Dann sie seyn Obrigketten / vnd sie sollen ihrer Vuterthanen Carres seyli / wie vor Zehren die Römer jhre Raths-Herrn nanren/ja sie sotten res xvfulorum Hirten jhrer Vmersassen seyn / wle det HomeruS ft lne Könige -nennet. Ich muß auch cm gut LonliUum geben / vnd wolle mirs der Chrtstllche Leser zu gut halten / dann lch weiß/ wle es ln Ste-benölaufften zugehet/ daß die Edelleute ihren Bawren verbleien / daß sie nichts m dtt Städte führen/auch draussenauffdenDörffern den Schlechter« vnd andernmchrs verkauffen dörffen / wann dann der Verrath m der Stadt aufflst / müssendie Leut Hunger sterben/ dann niemand wlll zu andern hmem ms Fewc/ will anch niemand der auß dem Brande kommet gerne annemen/ dann^s stmcket vom Fewr. So sag lch nu /melNeS erachtens ivere es kein böser rath / die Obrlgkett versehe sich m der Zeit/ wann sie mer- cken / daß em Sterben emreissen wolre/ mtt emem guten Vorrarh/ an allerley Getreydicht/ vnd nehme etliche Wlspel Korn / Weltz/ Habern/ Erbsen vnd dergler- chen ander Notthurfft/ von den Edelleuren auff / vnd liesse es darnach den bedrengten Bürgern auff dem Kerb- holtz zukommen/ sonderlich denen d^e Häuser/ Eckern/ Wiesen/ Gatten / vnd andere llg^nde Gründe haben: Wann darnach die Pest vorüber wäre / so müsten sie es zahlen / oder em Rath verkauffre dle Güter vnd macht sich bezahlt. Den Armen dle kem Eigenes haben hülffe man auß dem gemeinen Kasten der A.men m der. Kirchen / oder vermahnet die Reichen/ daß sie sich der A.mei? annehmen. Weil man auch böse vnd vndlenstltche Leuthe in den Städten findet / die einander m dleser Noth gar Nlchts helffen noch dienen / mei lö zutragen / dle verstorbenen nicht Kleiden/oder auß den Hausern holen wollen / so soll man dle arme Leute auß den Hospitale» hierzu Pestilentz« zelt soll man emen sonderlichen Prediger Haben/Item Balbi- rer/We- hemuttev vnd Tod« tengrä« ber. Bon dttPeMnßl ^ier zu gcbraucl>en/auch sie mit der conäiriou erstlich ins cus/ em Mensch solte nur Angelicam/ zu teutsch Engel- BaldriM Hospital uchmeu/ daßsie sich zuvor verwilligen/ wann wurtzoder Heilig Geists Wurtzel vnter der Zungen ha- vndZitb«^ solche Srerbenözelten emrerssen / daß sie sich darzu wol- den / vnd sonsten auch bey sich tragen / vnd Baldrian erhalte/: ten gebrauchen lassen/ sonderlich wann sie nicht kranck/ sollt er auff dem blossen jeibe haben/ vndZilber.n einen lahm/blind/gar zu alt/ oder sonsten gar vnvermögend den iech hmem essen/ so wäre er nechst GO T T wol nächst wären. Solche Leiite solte man trewlich vermahnen/ sicher. GOttsi-- Erliche beihensie in einem scharpffen Weinessig / vnd eher vor tragen sie bey sich/ oder kewensie auch iMMunde/ w,e diePest- tveil sie der gautzei- n der ordnen. Stadt halten / vnd aufs demMarcktmit Eichenem Holtz vnd Laube / Wachholderstaudem oder Holtz/ vnd andern Dmgen räuchern / daß die Gisst weggetrieben oder verzehret würde. Besihe K4i?.alra I.Ln>a oder bey den Griechen genenner worden/ soll auch ein besonder ^riäorum wider die Pestilentz siyn/ wann man sie meinem guten remenvnverfälschttn Wein/ oder «n Sawerampfferwasser/oder Melissenwasser braucht/ wir haben stejetzo GOttiob eben so gut in der Schlesien zu Srngaw vom Johanne Montano erfunden/als der Türckin semer IiisulLemno. Es soll auch die Feigen Latwerge/ das Ivli äußres vorembesondersaicauum gehalcen/das ai:ch?c>m^ejus ^3Znui> nach seinem Tode gefunden/vnd an den Tag ge- braehthaben soll/ ein nützlich?r.-rlei vzriv widerdee Gifft der Pejcilentz seyn/ vnd wird dieselbigealso gemacht: Nimzwofil^cheFeigen/ auß Roscnessiggcwaichen/ zwo geschälte welsche Nüsse / die eine Nacht in Essig geweicht seyn/ z.V. Rautenblätter / ein wenig S altz/ zweyer Erbsen groß/ stoß diese Stücke Untereinander biß stchs vermischt/ vnd wird wie eme Latwerge. Davon nehme ein Alter nüchtern zwo stunden vor Essens emer Eastanien groß/ Ein jung Mensch von 12.. Iahreu halb so viel. Diß soll em vortrefflich P^servarw seyn vor alle Gisst. Mir sagte em guter Mann/ wer Krancke besuchen Wermut will oder soll / der trmcke alle Morgen zuvor einen guten wem die- trunckWermurhwem. Dann der dienet wider die Pesti- net wider leiitz / vnd wider die vergiffte Lusst. die Pestl- Darnach so sagte Mir ein alter Pastor / er hielte zwey lentz vnd Wachöliechtlem vor dem Munde / vnd steckte Rauten vergiffte in die Nase: Wer auch deß Morgens nüchtern em Lufft. sträuchlem Raure/außfrischenWa!jer gewajch..n/auss- Raute essen möchte/dem möcht eS/memes Erachrcnö/auch mcht gessen dies vndienstlich seyn. Oder die grüne Rauten auffButter net wider diegesien/istanchgut. dieGtff^ Man pfleget auch sonsten alle Morgen die LlcÄuzriz zur?rXlcrvsriou zugebrauchen. Irem/ Iv. ein Pfund Fergen/ Raute/nur dle Blätter Pestilentz- zettsoll man gute Achtung auffdie Todtengräber geben. Angelica ben . Stadt aar abschaffen/dannsie machen viel Vnflats vnd , , c , , Stanckö / vnd welken sich m den stmckcnden Psüelen/ davon abgestrichen/. Loch/ Wachho^erbeer zwey Loch/ tern / suchen in dem Todterstrvh die achrzehenwelche Neuste / aüeSnewe Mater-ei,/ vud so viel guten starcken Weinessig/ oderRosmessig so viel/ dessen gnug ist / die Raure muß man hacken / die Fergen kleinschneiden/ das andere uuMörser kleinzerstossen/ daßeSwirdwieein Llcc^uaiium, davon deß Morgens als eine Haselnuß groß eingenommen. Ist em köstlich/ kräfftlg Und vortrcfiich Lle^luzrium prTtervsn- vum, und lieblich zu gebrauchen. Etliche machens gar dünne: Dann sie nehinen desto mehr Essig darzu / vnd brauchen alle Morgen einen Löffel voll. Diß ist eine gute Pestilentz Latwerge / die offr vnd wol probirt ist. Mich berichtet em guter frommer ehrlicher Mann/ den der Rath zu Berlm zu Vesuchung der Krancken/ so mit der Pest behafftet waren/ angenommen harte/ der auch alle Kraucken besuchte/ vnd hernach m der Hhur-BrandenburK zu Dienste befördert ward. als inden Rosenblättern / suchen! Körner/ vndbrmgens also weiter/ wie dann auch wol Hunde vnd Katzen thun können/ wann sie m angesteckte Häuser laussen. So soll man auch auffdie Todtengräber guteAchtung geben / daß sie mit den Leuten recht vmbgehen/ dieselbige Nicht berauben / vnd in den Häusern/ darauß sie die Todten bringen / nichts stehlen / auch die Leichen nicht auffs Angesicht legen / m Meinung/ daß also das sterben nicht balde ausshören solle. Etliche werffens ms Wasser/ vnd lassenö wegschwimmen/ ist aber auch sehr gefährlich/ dann hiedurch kömptS zu andern Leuthen. Es muß aber solches alles bey der Nacht geschehen. Es sollen auch die Todten ausserhalb der Stadt auss einen schönen lustigen Kirchhofe/ vnd darzu tteff genug begraben wer- ^ L6 sagte D. Johann Hehne/ein vornehmer Medi- 288 Quecksil- Er hatte nur Quecksilber am Halse inwendig auff der ber am Hertzgruben getragen : Item / Er hreng auch emen Halse ge- Srem / den man jhm zu Wittenberg m der Apoteckcn tragen vor emenhalben Gülden gemacht/ in emem rothen Kar- dienet vor teckenaussdteblosseHertzgrube Pest; was mehr davor dienet lese hier Wetter. Das Dritte Bück/ Mtt Spicenöhl/ oder mit Zitberwasier schmieren/Zitber cher/ in den Mund nehmen / vnd darnach fein vnerschrocken Mund/ zu den Krancken gehen solte / das hätte er gethan. Dar-- Ohrentö-' nach hätte er alle Abend emen Tag vmb den andern ges- cher sen Wachholderbeer m guten Weinessig gebeltzet / vnd Augen- Wann er rothe Myrrhen m Essig oder warmen Bier gebraucht/ gliederge- beamte zu schwitzen / so müste er denselbigen abnehmen/ oder im Munde gehalten/ wenn er zu Krancken gangen, schmieret/ Ich aber halte dafür/ es sey em gemachter Stein Oder hatte emen guten Mithndar m Essig zulaflen/ halt die gewesen /den man also eMen Stein geheissen /wie b.ßwet- oder das güldene Ey gebrauchet/ vnd also abgewech- Giftauff. len den widerfahret/obö gleich keiner gewest. ^ Wann ich ihn aber machen solte/ so wollt ich nehmen ^r- So sagte mir em ander/der auch zu etlichen Kran- senicum albu m vnd lubrum zwey theil/ darnach so wolte cken gangen. Er hätte deß Morgens sein Angesicht Mit jchnchmm^r°enrumvivnm ,vnddensuccuMrm^oder Ehrenpreißwasser gewaschen / vnd harte darnach absvorki, odel-alle beyde/vnd wolte etne^l^mdrauß Scorpionöhl vmb die Nasenlöcher vnd anff die Pulse machen/ vnd wolt6 also in einem roten seidenen Tüchlem gestrichen. Das grosse Scorpionöhl ist em vornehme am Halse tragen/ daß es anff der blossen Hertzgruben Artzncyrcmxorepeltis, vndviel kräfftiger al6da6em- ^ - — ^ ^che. In derApotecken bekömptmans. Scordium hieng / vnd wöltS einen Stein nennen/ wanns gleich kein Stein wäre: Heist man doch den lapiäem xtiomlrl einen Stein/ ob er gleich kein Stem / sondern nur ein Oel oder Pulver ist. Hab ich doch wol gesehen/ daß emBawr eine gifftige dürre Kröte M einem Tüch- lemauff der Brust getragen/ die ihm die Gisst vomHer- tzenherauß/ oderv:el mehr von aussen/ eheste zum Her- tzen köMpt / an sich gezogen hat. Das ist em gut Bawer ^muI'-rum.'Em Bürger magö auch wol brauchen: Er nehme nur die Kröte vnd stoß sie zu Pulver / vnd vernehe das Pulver m emem Tafften Säcklem / vnd trags am Halse. Es nehme einer eine grosse Haselnuß/so groß er sie beksmmen oder haben kan/ mache oben em Loch HMem/ vnd kratze den Kern mit einer krummen Nolden fem herauß/ vndgiessedte ledige Schale voll ^roencnm vi- vum, verstopfte das Loch Mit nassem Papier / vnd mache es oben mit Spänmschen Wachs sem wider zu : Vnd lasse ihm von Seiden em klein netzigen machen/ darinnen vermache er die Schale / vnd mache jhm eine seidene oder ander Schnur dran / vnd hänge es also an den Halß auff die Hertzgrube/ vnd krage es/ ^o wird er auch kem schlimmes Präservativ wider die Pest haben. Etliche machen auch ein Loch vnken MdieSchale/ vnd klebens auch mit Spannischen Wachs zu. Dann das Quecksilber beist sich bißwezlen vnten durch. ' Etliche machens mit einer welschen Nuß also / ziehe" den Kern herauß / giessens voll Quecksilber / vermachens mtt g.ünen Siegelwachs/ neens m em roth Kartecken Tüchlem/ vnd Hangens auffdte Hertzgrube. Wanndie Ivleäici zu den Krancken gehen / so haben sie diese Pillen/ K ^Ux>rT k!ulcarX (ist eme Confection) Armenischen Lolt anderthalb qumt.Mastyx i.qumr mitDraganten- schleim / so m:r Ochsenzungenwasser vnd Essig ge- 'macht/pillendaraußformirt/auß einem quiNti ^.Wann Raute in sie zu den Krancken gehen/ so nehmen sie der Pillen eme einem m den Mund / vnd wann die zergangen vnd verzehret Mörser ;st/ so nehmen sie-eme andere/ vnd tragen sie stets bey Messen sich. Weinessig Item sie nehmen eine Hand voll grüne Rauten/ stossen dränge- sie m emem Mörser / gtessen guten Weinessig dran / zugössen/zc. reiben die Rauten wol damit. Darnach rmgen sie es em edel durch e.n Tüchlem/so wird der Essig gantz grün/ darm- Dmg/ nen netzen sie em Schwämlem/ rhuns m em gelöchert wider die Büchslem/ tragens bey sich/ vnd riechen dran / vnd Pest. vernewens alle Tage, ist em edel Ding / Sommer vnd Kmöhl/ WMter. Morgens Ein ander frommer ehrlicher Gottsfürchtiger Mann eine Mes- berichtet Mich/ daß er 4» Sterben außgestanden/ vnd zu serspitze allen Krancken gangensey / vnd habe nichts gebraucht/ voll ge- dann nur Kmöhl/ (dann alsonenneteers/wird sonsten braucht/ oleumgenant) das hätte jhm sern Vatter ein gar istgutvor gelehrterMannvberdie 4L>. Metten Wegs zugesandt/ die Gisst. Hessen hätte er nur zu Morgens eM wenig auff emer Messerspitzen eingenommen/ vnd jhm hätte sem Lebenlang Nichts gemangelt. Wir nennens hier m der Marck Tenr- Butter plmöhl / weil es zu Templm im Lande Meckelbnrg ge- tmd-Brod macht wird. Er sagte weiter/ sein Vatter hätte es em- gessen maiauff eme Kröte gegossen/ die wäre voneinander ge- Spicken- sprungen» ohl vor Irem / es berichtet mich einer / welcher 5. Sterben Zitber- aUßg>.standen/ vnd zu allen Krancken m die Hauser gan- wasser/ genwar/daß chmem vornehmer ^cclicus gerathen/daß vnd die er zuvor Butter vnd Brod essen / vnd vmb die Nasen- Nasenlö-- löcher / den Mund / Ohrenlöcher vnd Augenglieder/ 'Tormen- tillen rohe MWem gehänget/ das kraut vndWur- tzel davo» getruncken/ ist gut vor die Pest. m Bier gesotten/ vnd deß Morgens davon getruncken/ ist auch sehr gut. Krähenäuglein deß Tages vnterder Zungen getragen / darnach weggeworffen / ist auch gut. Das güldene Ey auff einer Messerspitzen gessen/ vnd Tynac/ auch gut Tormentillwasser getruncken / die Wurtzel ist auch gut. Cardobenedicren Pulver in einer Eyerschale voll Cardobenedictenwasser gebrauchet / ist auch sehr nützlich- . . schreibet/cenr. 7 2,. ^Iior 8 .Wer zu Krancken an der PeMentz geh^n soll / der soll Zitber nehmen/ welcher nicht lucker noch >ehr/ sondern wolriechend ist. Item/ Rosinlem / vllb em wemg Süßholtz / vnd soll diese Dinge an die Zähne reiben / auch etwas darvon verschlungen/ das soll sie vor der Pest sicher behalten Emhorn vnterder Zungen getragen/ soll auch sehr gut seyn. Deßgleichcn berichtet mich mem guter Freund eMer/ der auch zu allen Laub. Wacholderbeern. Wermutknöpsslein. Rauten jedes ein Hand voll. Roth aedörte Rosen em halbe Hand voll. WeissenWeyrauch 2. Loth. Coriandersamen in Essig eingebeitzt 1 Loth. Mach eni grob Pulver drauß vnd offc damit geräuchert Die Reichen / virddiecs zu bezahlen haben / mögen Sommerszeiten den vergiffren Lusst zu re^iliciren/ gebrauchen Campffer / rothen / gelben vnd wcissen San-^ del/ Seeblumen/ Rosen/ Violen/ vnd allerhand wolriechende killende Blumen / deßglelchen Pome- rantzcnbaum Zweiglem / Lorbeerbamn Zweiglem vnd andere Aweiglein / von wolnechenden Bäumen oder Stauden. Von zusammen gesetzten stücken mögen sie allerhand lassen machen/als Rauchküchlem/Rauchkertzen/ Rauchpulver/ Bisamknöpff oder dergleichen. Ranchküchlem können auff folgende weiß gemach werden. N-mb Pomerantzenschalen. Citronenschalen jedes 1. Loth. Rothe dürre Rosen. Dürre Seeblumen. XZawerampffer jedes z. Quint. Deß gelben wolriechenden SandelS. Rochen Sandel jedes dritthalb Qurnt. Campsser 1. Scrupel. GelbenAgstem I-Quint. Stosse solche lpecics zu emem Pulver / vnd töach ein hartes Teiglem darauß mit wolnechendem Rosenwas- ser/darauß mache darnach runde oder viereckcchte Küch- lem/damit reuchere die Gemach / Abends vnd Morgens vnd so osst es die Nottursst erfordert. Vor das dritte sollen sie ihre Häuser nicht leichtlich er« öffnen/oder daranß gehen/ ehe bißmals von der Sonnen die Lusst reÄiticirr. Sie sollen auch sonsren Nicht vil außgehen/auch ihren Kmdern vnd Gchnde Nicht gestatten/ daß sie vilauffden Gassen vmbherspatziren / vnd sollen die Gassen rem halten. Dann es ist leicht geschehen / daß man vber cme böse Spure gehet» So scheust auch der Teufsel seine gisstige Pfeile ausf den Gassen vmbher/vnd wen er trifft der muß mit.Eine toemius wanii die verglfftet wwd / so vergissret sie wie em Vasikscus alles was sie ansihet. Wann eln Menschüber die Gassen gehet/ vnd von jhr angesehen wird / so kan ere von jhr bekommen. Jedoch wanne«nsolcher Menschdie eiieliclonia dasSchelkrauc eder Schwalbenkraur / oder die Scheelwurtz bey sich trägt / so kan ihm em solch Weib mit ihrem ansehen nicht schaden : Etliche thun darumb das Gesinde gar hinweg/ vnd halten gar kemes. Dann das ist mächtig vnvorsichtig / vnd bißwetten anchgar zu leichtfertig/ chm ist Nicht zu trawen/ wann mansetwanhinschicket / so gehetsmchcfort / sondern sieht vnd hat Maulaffen feil / vnd will alles begucken vnd besichtigen / vnd allerley newe Zeitung erfahren. Wannskrancke Freunde hat / so laussrs heimlich hm vnd besucht sie. Damit bringet es offrmals emem guten Mann leichtlich etwas ,ns Hauß / daß er eine gute weile daran zu kewen hat. Sonderlich sollen sich die Leuthe inne halten / vnd n:t vil aussdie Gassen kommen / die da leichtlich erschrecken/ vnd sich vor andern entsetzen / dann dadurch kans emer gar leichtlich bekommen. Man soll sich auch nichts fürchten / dann wer sich fürchtet / der rst vil besser außerhalb dann innerhalb der ßtadt. Weiter / so soll ein jeder m seinem Hause/ mit grünes Eychenholtz vnd Laub räuchern. Item / mit Schasssgarbe/ Rauten / rothenRosen/ Myrchen / Weyrauch/ Wachholderberen oder Sträuchern/oder mit luccino z mit Werniut vnd Lorbeern vnd Vitriol / sonderlich wann manfrembde/verdächtige giff- tigePersonenvmb sichhat/damtt/wo etwan einhauchen/ dadurch daö Gemach/ vnd die so drinnen sind/ köndren K b men- Aiuara wann sie durch die Pestver- gissret wird so vergifftet sie alles was sie ansihet/ was da^ üor zu gebrauchen. Das Dritte Buch/ ivßciret werden/ von demselbigen gehen/ daß diese Gisst durch den Rauch verzehret werde. Die Fenster m allen Gemachen soll man die Nacht über auch fest zuhalten / dann tue Nachtlufft ist wegen jhrer Feuchtigkeit gar schädlich / wie auch die feuchten Wetter sehr schädlich sind- Man soll sie aber mcht ehe wider aussmachcn/ biß die Sonne wol hierauft komme / vnd sol sie noch für Abend wider zuthun/ vnd darnach drmnen räuchern. Die Fenster so gegen Mittag gehen/ soll man siets zuhalten/ vnd dargegen die gegen Morgen oder Mitternacht ligen/ ösnen / Es were dann/daß gegen denselbtgen die vcrgisste Orter gelegen / dann wo dch were/ somüsteman dieselbige auch zuhalten. Wann bißweilen ein schöner heller herzlicher Tag / vnd die Sonne wol herauff kommen ist / mag man die Kammerfenster aussthun/ sonderlich die gegeli Morgen ligen/ Em jeder soll sein Haußlieissg zuhalten/ Item die Fenster/ vnd sonderlich deß Nachts. Item/alle Thüren/ daß memandFrembdeS oder VnbekandteS hmein komme- Ist jemand an der Thüren/so lasse man ihm die Leuthe mt zunaheaussdenHalßtretten / sondern rede mit jhnen vonfernest/ oder zum Fenster herauß. Jedoch soll man sich auch nicht zu sehr fürchten/ noch melancholischen Ge- dancken oder Einbildung bey sich räum vnd statt g^ben/ dann Furcht vnd Einbildung / vnd Trawrigketttödtet ossr mehr L-.uthe dann die Gisst. Man soll auch ftme Behausung fein sauber vnd rein halten / daß kem Gestanck in Stuben/Kammern/ Kü- chen/Kcii^.r/oder jrgeutö emem Wmckel sey.So soll man auch nicht nahebey Eloacken / Gänsen oder Säwställen/ Misthauffen / Mistlacken / vnd andern Ortern wohnen / da elwau cmbösei Gestanck.st D-eAußgüsseauß denKü- chen soll m^n offr reinigen/alle 8 .Tage vngeleschtenKalck m die Cloack ^nschutten/die Hanssoder Flachsrösten mcht nahe bey oen Häusern haben : Vnd soll cm jeder Hauß- wrrt in seinem Hause / deß Morgentö / Mittags vnd Abenos räuchern lassen/ damit die Lusst durch solchem iuKcum geä.de» t vnd widerumb rc<^iiicirr werde» Die Armen köunm hierzu brauchen / Wacholderbeer / Majoran/ Wermuc/ Rosmarin/ Quendel/ Alantwur- tzel/ diese stück mag man fem grob pülvern/ vnd deß Pulvers erwan Mer Haselnuß groß aufs cm Kohlfewer legen / vnd räuchern : Also sott man auch m der Kirchen/ auss dem Rahchause vnd allenthalben wo gememe zu- sammenkunssteN deß Volcks ftyn / mit diesen vnd dergleichen stücken räuchern / daß d:e Lusst geändert vnd geremi- get werde/ dämpfichte örter sind auch nicht gut. Die Pest hasstet gerne m Wolle/ Seyden/ Flacks/ Hanss/Fvdern/ Schamlot / lemen Gerethe / Gewand vnd dergleichen/ drumb soll man sie Nicht auß vergMen örtern holen/ noch zu sich bringen/ auch seme eygene offr räuchern / warme/ medrtge/ nesse / feuchte vnd dumpsichre Stuben vnd Kammern sind sehr vngesund/Lamm sind sehr gut/wann man Ant treuge Holtz drmneu brennet/ von Eychen/ Buchen/Fichten/Kyhnen vnd Thannen/das nzcht feuchte/ ^aul vnd stmckent: I»ni5 non ^ucrekic, lecj screm re^iücar. Wie dieHistori beydem cmce beweiset/ welcher gantze Wäldehat lassen anzünden/ vnd die Lusst also punLciret/ daß die Pest darourch nachgelassen hat.Es soll Hm auch emHaußwirth bald ml anfang dieser keuche/ allerley nötige sachen einschassen/ vnd mdcr ZettKorn/ Wein/ Fle.scy/Holtz/ Kohl/ Rüben/ vnd ander Zugemüß / vnd V'.ctuallen einkauften / daß er vnd die semigenmcht viel außachen dürften. Dann tst das Sprichwort jemahls waar vnd gut gewesen / so ists zur selben Attt recht waar vnd gut / da man sagt: Außgehen war Nie so gut / jnnen bleiben ist alzeit besser» So ist auch sonsren zur selbigen Zeit keine Zufuhr / vud kanalßdannguter Vorrath nichts schaden/ wer chnnur haben kan/ muß aber ja ein Weib oder Gesinde zu marck- te gehen/ so esse es zuvor deß Morgentö einen Bissen oder etliche frische Butter vnd Brod / eme welsche Nuß oder etliche/Zitber/ Rauten/Meisterwurtzel/Angekca/ em- gebeitzte Rauten oder Wacholderberen/ Feygen/ Bibe- nell / Alant vnd dergleichen / Bete em Vatter Vnser zuvor/ vnd befehle sich dem lieben Gott m semen Schutz vnd Schirm / vnd bilde /hm nur selber nichts ein / wanns erwan vor cm Grab oder Hauß gehet / darinnen vergisste Leuthe seyn / gehe nur gerade vor jhm weg vnd rede Mit memand auss der Gasien/ so wirds seine Sachen wol vor demTeusselvnd »er schädlichen Gisst scherlich auß- x;chten konnen.Man mag auch den Pulß mit Schorpion« öhl bestreichen. Von einem färnchmen ?Kso!o»o dervit Sterbenaußgestanden / hab ichs selber gesehen / daß et aussder Gassen nichts/dann nur em Bündlem Raute m der Hand getragen/ vnd daran gerochen hat. Etliche Leuthe uehmen nur Baldrian oder Valerianam m em Säcklem/vnd hengens den Kindern an denHalß. Drv^ ben hab ich von solchen Pr-servativen kurtz vor dem vorhergehenden Capitel etwas mehr gesagt/ will auch fol- gentS ecwa6 mehr sagen. Auch sollen die Haußwirth jhre Weiber/ Kinder vnd Gesinde dahin halten/ daß sie Nicht an den Fenstern Ugen/ oder an den Thüren stehen / wann man Todte zu Grabe träget/ dann sie es also gar leichtlich bekommen/ wie auch osst geschehen vnd erfahren.Hunde vnd Katzen thu man bey fetten/ dann die belaussen alle örter/ vnd brmgen die Pest leichtlich fort. Man soll deß Tages zweymat räuchern / deß Morgentö zwo Stunden vor dem Aussgang der Sonnen/ deß Abends zwo Stunden vor dem Nidergang der Sonnen / vnd allezeit mit zugethanen Fenstern. Wann deß Morgentö die Sonne zwo Stunden geschienen hat/ vnd die Lusst wol klar worden ist/ so thue die Fenster gegen Morgen vnd Mitternacht auss / laß dich die Lusst emwe« mg widcr erfrischen. Solches thue so lang die Lusst vn« rem ist. Man soll auch Sommerzeiten allerhand wolreichende Blumen vnd Krauter so kühlen m den Gemachen haben / auch Aepssel vnd Quitten zu klemen stücken geschnitten/ vnd dergleichen wolreichende Ding. Winterszeiten aber soll man in den Gemachen haben / wolreichende Kräuter die da erwärmen als Rosmarin/ Balsam/ Muttermüntz/ Melissen / Poley/ Majoran/ Salbey/ Lavendel/ Spicanardi/ Wacholderbeer/ Rau« ten/Basilien/Dosten/Wolgemut vnd dergleichen wolne- chende Kräuter/ vnd solches ist vor arme Leuht. Die Reichen sollen Winterszeiten in ihren Gemachen haben Angellcam/ Negelein/ Zimmer / Thnman / <3a1- üam mulcztÄM, I.2u6snurn,^ln-- l?ramz Bisam/ Zibeth/ Sandel/Benzom/Pomerantzen/ Citronatapssel / Limonien vnd jhre Rmden/ 2lo<-8, Bisamknopss/ Balsambüchslem vnd dergleichen. Sommerszeiten nach der Flammen oder gemachtem Rauch feil man nehmen. Rosenwasser i. Pfund. Rosenessig 6. Loth. Gelben Sandel gestoßen ein halb Loth. Vnd soll solches vnteremander vermischen / ein Tuch darmn netzen vnd m das Gemach oder Kammer hencken. Arme Leurh aber die das Rosenwasser Nicht haben zu bezahlen/ d»e sollen nehmen/ F risch Bronnenwasftr ein halb Maaß. Weinessig em z.mlichen Römer voll. Sollen solches vermischen/ vnd ihr Gemach damit be- sprengen/vnd em Tuch darmn netzen/vnd m das Gemach hencken. Vonder Lusstdre von den Orten herkommet / da die sterbende Leurhe seyn oder ligen/oder da dl^ vergisste Lusst herkommer/ soll man sich wol vorsehen vnd bewahren /vnd wann draußen die Lusst trübe ist / soll man sich innen halten/ den Mtttagöwmd soll man ja meyden/vnd die verhaltene Lusst / darmnen die Leuthebeyemander gewesen seyn- Die Apottcker halten jhre Apotecken zu / vnd lassen keinen Menschen hmem/ begehrt manArtzney / so gibt mans den Lenrhen herauß. Deßgleichen thun auch andere Leuthe die m öffentlichen Aem^rern sitzen / die lassen niemand hmem zu sich ms Hauß / sondern reden nur von fernes? m:t den Leuthen. Aber nn anfang der Pest thue matt wie zuvor auch gesagt / das Gesinde nur alßbalde hm-> weg/ danneSistgarvnvorsichtlg/ sonderlich das Mag- degeschir?/ wann man sie nur enrrathen kan / vnd iiehme nur em verständig vorsichtig Weib an / das man verlehi- cken kan. Mancher bliebe wol wer er wäre / wanns ihm das Gesinde nicht msHauß brächte. Besihe weiter das ^6. Cap. Das X. Capüel. Won der Pest Namr vno Eygenschafft- Roben hab ich etwas von den Vrfachen vnd her kommen der Pest gesagt / muß hier etwas weiter se PestsNa« tur vnl» Eigen- tzen/ schasst? Won der Ptstilmtz 29 t ZV Pesthcn- getsichan Kleyder vndWah- ren. tzen/ von jhrer Natur vnd Eygenschafften / ob wol jhre Natur vnd Eygenschafft auch wol auß den Vrsachen zimlichermasien erkand werden tan. Wlr haben aber gehört/ daß sie bißwetten auß der Erden/ bißweilen auß deß Himmels Influentz kommet : Allermeist aber von GOttes Zorn. Wann dle Pest auß der Erden kommet / so sttrbet erstlich das Vieh / darnach komptserst anden Menschen: Wann aber die Lufft vergütet ist/so kompts erstlich an die Menschen / vnd man kans an etlichen Vö. gelnmetcken / die sonstgerne m der Lufft seyn. Dann so bald diese eme Vergiffcungder Lufft mercken / verlassen sie dieselbige / vnd begeben sich hierunter auss die Erden- Die Warme ist der Pest tomeNl um vnd ÄUAmcn- rum , aber die Kalt ist ihr clerrimenrum vnd äecrelven- rum , wie mans fein an den Zeiten mercken kan. Doch kan sie vbnge Hitze auch nicht vertragen. Wann sie zeitlich anfahet/als imMajo/Iumo oder Iulio / so thut sie nicht so gar grossen Scyaden: Sobalde aber diewarMe Hundstage heran kommen / so balde wütet vnd dobet sie gewaltlg/ im October lest sie ein wenig nach / im November etwas mehr / biß sie endlich m der Kalte auffhöret. Im Mittage vnd Mitternacht / ist sie am geschäfftig- sten / wie David sagt Psalm ?i. FürderPestilentzdie im Imstern schleichet / Für der Seuche die im Mittage verderbet. Darumb soll man sich in denselbigen Zeiten jnne halten / vnd nicht außgehen / Fenster vnd Thüren nicht aufsmachen : Dann es ist emlsZirra voians em fliegende Gisst/ die wie einPfeil vmbher fleuger/ vnd suchet/ wenn sie anstecken vnd verderben möge. Etliche sagen/sie soll fortfliegen / wie em blawer Dunst vnd Wölcklein/ daß es die Leuthe eigentlich sehen / wie sie sich den Leuthen auffdie Kleyder vnd aufs den Kopss leget: Wer nun das ^leyd bald von sich leget/ oder den Kopff waschet/ dem svlö nicht schaden. Doch hab ichs nicht gesehen» Es soll sich m die Ritzen oder Klunsen legen / vnd lang darinnen verbergen. Item in den Kleydern / wann man die nicht balde wider reget / reiniget vnd sönnet. Wann das Wetter zur Zeit der regierenden Pestilentz aussdawet/ vnd warmnaß Wetter ist/ so erregt sichs gewaltig. Etliche kompts mit einem Schawer oder Frost/ etliche mrt einer Hitze / oder Hauptwehe / etliche mit einem Schlaff an. Etliche bekommen ein Hertzbuffen/ eme Ohnmacht/ grewliche grosse Schweren / dteihnenauß- lauffen/etliche sind gar roth vor Hitz/vnd haben Blasen/ als wann sie verbrand weren / etliche brechen sich / etliche sind schläffeng / etliche werssen Blut auß / vnd wann sie gestorben seyn/ so sind sie nicht mehr roth/ haben auch keine Blasen mehr. Auch reguliret sie sich sehr nach dem Monden/ vnd mmbtmitdemselbigenabvnd zu / wann der Mond new w,rd/ so wittert sie sich gewaltig / vnd man kainm newen Monden fem sehen / ob die regirendenSterbenszeiten zu oder abnehmen wollen/ dann wann es Mit der Pest arger werden wil / so breitet sichs im newen Monden emen Tag drey oder vier weiter anß/vnd kommet m mehrHau- ser / wann sichs aber alßdanngeringert/so nehmende gefährlichen Zeiten ab: Vnd wo sie m einem Jahr wol abgekehret hat / da kan sie das folgende Jahr mcht sonderlich Krafft haben/ oder vberhand nehmen/ wann sie gleich ansienge sich zu erregen: Wie es zwar zum theil auch die Erfahrung bezeuget. Item / die GM durchdrmget die Wolle / Haar vnd Kkyder/ flicht sich darem/ vnd wird hierdurch offt von emem Hauß ms ander gebracht / Schwem/ Schaffe/ Hunde vnd Katzen könnens emem zubrmgen. Wanns sehr heiß vnd kalt in der Lufft ist / so kan die Gisst der Pestilentz auch nicht wol fort. Dann Hitze vnd Kalte lassen keine faule geschehen/ wie ^riliorele; saget» Von Furcht vnd Erschrecknuß / wann sich einer vor einem Menschen/ der die Pestilentz an sich hat / hart entsetzet/ kan sie em anderer leichtlich vnd balde bekommen. D ann es ist gar anfallig Dmg / wer mit solchen LeUthen jsset vnd rrmcket / oder nur der Speise vnd TraNcks theil- hafftig wird/ dessensie genösse haben / der bekompt sie bald. Es kan em Mensch leichtlich andere zwantzig Gesunde vergifften / wann er seine Vrm vnd Lxcremenra auff die Gasse geust oder tragen last/ so wol auch das Blut/ warmer zur Ader gelassen hat. Etlichehabennurtcdte8?eliilenrialcz, vnd denenfäh-- M nichts auff/ die aber die rechte tcttem haben /den fahwle zu thun. ren Beulen/ Apostem/ fchwartze Blattern / Carfunckel oder Flecken auff/wann em Wetter kompt/ vnd vil Lc>- rulcariooes scyn / so ists gut / dann es reiniget die Luffr. Von ihrer Hitze kompt auch gerne die Breune. Das Xl. Capitel. Wie mans machen soll / wann einem die Pest ins Hauß kommet. c^CH hab gesehen/ wan m einem Hanse jemands kranek worden/ vnd Frost/Hjtze oder Hauptwehe geklagt/ ^ g so haben sich die andern alle bald auß dem Staube hinweg gemacht/ demKranckeneine Wärterin zugeordnet/die ^ semer trewlich gepflogen / oder haben den Kranckcn m em sonderlich Gemach deß Hauses / oder von stund an m em Hospital gebracht / vnd von den andern Gesunden gäntzlich abgesondert / vnd sind hernach-.mhlen in das LosaMent Nicht wider kommen / es were dann zuvor wol außgeftgt / gesäubert/gerennget vnd anßge- rauchert/ die Bette/ Tisch vnd Bancke fem rein gewaschen/ vnd alles Gereiche fem außgesomict. Ich Habs gesehen / wann jemand im Hause krai.ck worden/ daß man jhn balde m ein ander Hauß vorm Thore / oder so man das nicht gehabt / m ein sonderlich abgelegen Gemach gebracht hat. Dann der gifftige Dunst vndBro- dem auß dem Leibe der Kranckenreuchtvmb sich/ vnd macht das gantze Gemach gifftig. Da muß man wolriechende Krauter / Wasser vnd Rauchkertzen brauchen / jedoch nicht allerley / sondern nur die/ so giffri- ge Lufft verzehren/ davonichwelter im 12.. Capitel sagen will. Ich Habs gesehen / wanns etwan erstlich in ein Hauß kommen ist/daß man alßbalde die andern Leuthe alle her- auß gethan / vnd sie hmauß in die Lufft oder ins Feld bracht. Etliche bringen sie deß Nachts gar splmterna- ckend hinauß/vnd baden sie draussen: darnach ziehen sie newe vnd andere reine Kleyder an / vnd bringen sie m ei» neWempresse/oderHäußlein/ meinem Garten/ darinnen sie Stuben vnd Kammern haben/ welches den armen Leuthen nicht vbel gelungen. Darnach schickten sie vnverzagte Leuthe in die Häuser / »nd lasten alle Gemach deß Hauses wol durchräuchern/ mit Eychenem Laube/ Wachholderbeeren oder Strauchern/ Schwefel vnd andern Dmgen/ so wider die Gifft seyn. Endlich lassen sie alles weisse Gereth fein sauber vnd rem außwaschen / vnd in außgereucherte Kasten verschliessen : Vnd das andere Gereth / als Kleyder/ Bette/ vnd dergleichen/ deß Abends/wann alle Leuthe zu Bette seyn/ hmauß ms freye Feld brmgen/ vnd lassens die Lusst wol durchgehen / wittern vnd sönNen es/ daß die Gisst / die sich villeicht darem mag gezogen haben/ herauß komme. Folgends halten sie ihnen Leurhe die jhnen allerley zutragen / was sie bedürffen. Dieses habe ich gesehen/ daß es den LeutheN gar wol bekommen. Aber am allerbesten ists / so bald ein Mensch m einem Hanse sich beklaget / daß mans balde auß dem Hause schaffe m em Hospital/ oder memGartenhaußlem/ oder in eme Wempresse bringe / vnd ihm alldar seme Not- tursst zutragen lasse. Hat man sie aber balde m den Häusern verklammet vnd verschlossen/ soistsbeyemem / zweyen/ oderdreyen mcht blieben / sondern sie sind fast alle nacheinander her- außgestorben / vnd hat sich die Pest lang darinnen verhalten / vnd sind solche Hauset Nicht leichtlich wider zu recht zu brmgen gewesen. Doch muß man sie letzlich wol außrauchern / ehe man sie wider einnimmet vnd buroh- net. Es solleN aber die Leuthe / die im Hause wohnen/ darein die Pest kommen ist/ fein gedulng seyn / wann sie drinNeN bleiben / fleissig beten / vnd Gottes Wort lesen vnd betrachten / einander selber trösten vnd freundlich zusprechen / einander fleissig pflegen vnd warten/ vnd sich gerne jnne halten / damit andere Leurhe von ihnen nicht auch vergissret werden. Sollen auch weder Vrm nach Handwasser/ noch Blut/noch excrcmcnr, noch andere Sachen herauß auff die Gassen giessen / oder alle Kleyder herauß werssen / dann sie andern Leuthen hierdurch leichtlich Vnglück zufügen können- Ein Hauß- Wirth Mache bald ein Testament/ oder zeichne alles auff/ Wie mans nach seinem Todte hatten soll. Item / wem Bb »j er vnv X9-. Das Drii er vnd wer jhme schuldig ist / vlid warte nicht biß er kranck wird. Dann es ist balde vmb jhn geschehen / wann chn die Pest anfasset : In emem oder zweyen Tagen oder Stunden P er todt. ErUche schlagen fiugks alle jhre Sachen jhr Kasten vnd Schlahefasser / so balde die Pest angehet / vnd brmgens balde m die Kirchen. Diß ist em gut rath vnd keines wegSzu verachten viler Vrsachen willen. Niemand esse von dem Essen/oder trm- KevondemTrincken / davon em insicirter Mensch gössen hat. Wann der crsteMenschaußdcmHausesttrbt / so legen ihm etliche eine warme Bcheschmtten auff den Mund vom Brod/ m Meynung daß die Pest sich hmem ziehen soll / welches der Warhert nicht vnchnüch. Dann sich die gerne zu warmen Brodt hält / wie es dann hier erfahren / daß et-liche Leuthe Brodt oder Semmel bey Bcckern geholet/ bey welchem die Pest regierte/ vnd haben sie also auch im Brodt bekommen. Also setzen etliche nach Absterbung deß ersten Menschen m etlichen Faßlein warm Wasser / oder vngeleschten Kalck m das Gemach / darem soll die Gifft auch ziehen / vnd oben auff dem Wasser ligen / wie ein Nebel / Schleim oder Fell. Darnach giessen sie das Wassergar mehlich an einen Orth/ da niemand hingehet- Etliche haben nn Gemach/ darinnen em Krancker ist/ etliche Faßlein mit Wasser. Dann darein zeucht sichdie Glfft. Drumb solle auchosst^ußgegossen werden/sonderlich wann man eme Hand voll oder zwo Kupfferwasser drem thut / jedoch nach der grosse deß Fasses.Etliche setzen Wagenpech in Scherblein vor die Fenster/vnd sehen wie sich die Gisst drauss zeucht oder leget. Die Sarge soll man balde in den Häusern zuschla- gen/vnd wol verwahren/daß die Verstorbenen ncemands ftmesgefallens begaffet/ vnd besichtiget/ wie vorwitzige Leuthe pflegen zu rhun. Dann durch solchen Vorwitz bekompt mancher die Pestilentz an den Halß. Man soll auch die Tische / Bäncke/ Tücher / Kleyder/ reungen/ waschen vnd außschütteln / so gehen die gifftige Dünste darauß / vnd sonderlich soll man die Bette/ darinnen der Krancke gestorben ist/ balde reyn außbauchen/ vnd auß« waschen. Ein gut Rauchwerck / daß die ÄD reiniget. Rauch- Nimb?llantwurtzel 2.. Loth/ Meistetwurtz/ werckso ücT, TormenNllwurtzel/ Pimpmellwur^el/Aronwur-- die Lufft tzel jedes r. Loch / Lorbern 2.. Loth / Wachholderberen/ purgwet. 2 . Loth / Campsser 2.. Scrupel/ zerschneide vnd stosse es gröblicht. Hierüber Weinessig gegossen / auff einen heissen Stein gesprenget/ remlget die Lufft. Oder lege Rauten/sie sey dun oder grün/ Tag vnd Nachtm einen Wemesslg / ringe sie alßdann oder reibe sie rem auß / vnd tzeußdarnach den Essig anffemen heiß gemachten Ziegelstein/ davon wird em Dampfs/ der last keme Glfft m ein Gemach / auch nicht mSpalcen oder Klunsen der Wände» JteM / mach ein groß Fewr von Eychenem Holtz oder Wachholder / so relmget sich auch die Lufft / wird subtiler vnd gesunder / davon wird der Mensch auch gesünder/ vnd fasset einen bessern Muth. Hipxocrzreswtrd noch heut zu Tage von dengle- äici8 hoch gerühmet / daß er m emem grossen Landsterben in Lr-eciz emen gantzen Wald angezündet / vnd damit die Lufft von der Pestilentzischen Gisst geremiget hat. Man mag auch wolriechende Kräuter in die Gemach oder Kammern legen/ als Lavendel/ Eysop/Sal- beyenblatter/ Spicanardi/ vnd andere dergleichen / sie seyn dür:e oder grün. Wann man auch osst räuchert Mit Poley / Rosen" blättern/Lavendel Mit dünem Eychenen Laub / Wer^ mut/ Wacholderbeer vnd Sträuchern/ sie seynd durze oder grün/Weyrauch/Bornstein vnd dergleichen/so reiniget sie auchdle^ufft/ vnd wird chre maliZua geändert. Wergifftige Lufft im Gemach dämpffen wil/ der lege nur vngeleschten Kalch ins Gemach. Besihe das zwantzigste Capitel dises Buchs. le Buch / Einfache stück Sommerszeiten m gebrauchen vor dem gemeinen Mann. Der arm vnd gemeine Mann mag Sommerszeiten nachfolgende Stück damit zu räuchern nützlich gebrauchen/ nemblich gedönete Rosen/ Woydenblätter/Ey- chen Laub/ gelbe Seeblumen / welsse ^eeblumen/wild Wemrebenblüt/ Rebenlaub/ Mertzviolen/ Mayenblu« men/ jung Brombeerlaub/ Hagerdorncrblüt/ Bircken- wnrtzel vnd dergleichen. Von solchen Blumen oder Krämern soltu ein wenig auff ein Glut legen/ vnd dasHauß vnd Gemachdarin- nen du wohnest mir beräuchern / oder der Blumen oder Krauter/ welche du hast ein Hand voll m ein halb Maaß frisch Bronnenwasser legen / em Gläßlein vol guten starcken Weinessig drunrer vermischen / folgends em Tuch darmn netzen vnd m das Gemach wie oben gemeldet/ausshencken/ vnd das Gemach damit besprengen/ du magst auch die Hand vnd Naßlöcher offtmals damit be- streichen. Ein gut Rauchpulver für arme Leuch. Für den armen vnd gemeinen Mann magstu nachfolgendes Rauchpulver machen. Nimb Melissen. Basilienkraut. Rothe gedönete Rosen. Sawerampsser. Seeblumen. Mayenblümblein jedes ein halbe Hand voll. Wachholderspän klein zerschnitten2..Hand vol. D iese stück zerstosse alle gröblicht misch durcheinander/ davon nimb alle Abend vnd Morgen / vnd darzwi- sehen auch so offt es von nöthen ist / vnd beräuchere dein Hauß vud Gemach damit/gibt emsehr lieblichen Geruch vnd reinigt den Lufft wol. Bas Xli» Capitel. Von etlichen Pmservakiven-. 5)T.Ißhero hab ich von etlichen Policeyordnungen ge^- ^ ^?sagt/ die man inSterbenslauffren gebraucht vnd ^ ^ noch gebrauchen kau/wann man sie nicht besser hat. Mus- ^ ^ sennunauch zu den kommen / vndweiter Meldung thun / was emer alle Tage brauchen vnd zu sich nehmen soll / damit er vor der Pest sicher sey. Es soll kemerdeßMorgensaußsemem Hausegehen / er habe dann zuvor erwas von Artzney / die vor böse Lufft vnd Glfft dienet/ zu sich genommen. Es sind aber der Präservativen zweyerley/ etliche gebraucht man in den Lech/ etliche a Mgen r^m^iore ^>elii8 ^»rzÄicirer. Wannman deß Morgens außgehen will / so nehme Man rorulss liberanris curn aloi: Sc bolo ^rmeno in den Mund/ vnd laß sie zergehen / das ist auch ein gutPr«-^ servativ. Dder spüle den Mund mit Ehrenpreißwasser / vnd sireichs indre Naßlöchcr / trinck auch einwenig darvon. Hder streich Ocorpwnöhl vmb die Nasenlöcher, Oder laß Won der Peflilentz» laß dir giüende Stem m einer Schüssel in die Stube tragen/ begeuß sie nnt Essig / laß den Dampfs an die Kley- der/ Angesicht vnd Hände gehen/ oder bereuehere dle mit Wermut oder Weyrauch / oder besalbe die Glieder mit demoleo czuoci eli tecrerum Emguter Freund/ der etliche Sterben außgestan- den/ offenbart nur seine Prs.-servativ/vnd sagte: Er esse alle Morgen eme gute Burrerschuittc/ da^ausser gepul- verisirten Schwefel (Schlechten gelben Schwefel / wie man chn in die Apotecken har) gestrewet/vnd trincke darnach einen guten Wermutwein drauff. Gelber Schwefel ,st allezeit ' er beste. Ich halte darvor / wann man gesu- blimirten Schwefel auffdieButterschmttestrewete / so were es besser: Well er mehr gereinigt vnd subtiler ist. NO? Naturliche Mittel wider die Gifft sind/1i?eri2c3^ Mithrldat/ gülden Ey / rerra ilAiljarAi piUulce xeüilen- Tialcs, 8coic!lum, ValcrianZi ^eciosr-ia, ^n^elics^ l'oi- rncnrillz, LArcjobenecjicIus, R.ucz, Lorbeern/ «ranz ^uiii^eri , ?il5!rüucllz , Ehreiipreiß / Entzlan/ (Zaweranwffer / Diptain/ Liebstöckel/ Alantwurtzel/ Natterwurtze!/ Osterlucienwurtzelvnd dergleichen / die mag man zu Pulver machen/ Zncker darunter mischen/ vnd desselben deß Morgens em Quinr tu Sawerampf-- ferwasser ernnchmen / oder koche solche Dmg im Wasser vnd trincken davon. Drey frische Lorbeern nüchtern^emgenommen / sind der Armen Triac. Lonfe^ioni^Iilzeraaris cum c»Icc> Sc bc>!o Vn- cjernr IN tczrula, deß Morgens ein Kücklein oder vier eingenommen« ?icelervariva donz. Nnnb ZitwanExtracti. Scrupel. Entzlan. Tormentillwurtzel jedes ^.GraN» Welsjen Hutzucker 4- Loth. InPastenkraurwasser zerlassen / Zeltleindarauß gemacht. 8i^nerur Küchleinvor die böse ^ufftt Ehrenprelßwasser deß Morgens getruncken / auch Hie Hande/Stirn vnd Schlaff damit bestrichen/ ist auch ein gut PrXservativ vor dle Pest. Es war hier ein Boctor/der Hat seinem Gesinde ei- nenpulveiem gemacht/ vud alleMorgen ehe sie außgan- gen / auff erner Messerspitzen brauchen lassen als das grosse Sterben hier zn Berlm war/ Anno 1576. Da war bey jhm die gantze Zelt vber niemand kranckworden oder gestorben/ das war also gemacht. R.. AngeUcawur- tzel/ Alantwurtzel/ Tormenulla / vnd Wermut / ana/ pulvensire es vnrereinander. Etliche pflegen auch Klunsen der Fenster vnd andere Oerter deß Hauses zuverstopffenvndzuverwahren/ daß die frembde Lufft von vergifften Häusern zujhnen nicht kommen kan / vnd haben solchen wol vornehme gelehrte Leuthe gethan / vnd sind nechst Gott darduch vor der Pest gesichert gewesen/ wie die ^liKori^l schreiben. Es uiögen auchaKe Leuthe alle Tage oder ja m der Wochen zweymal deß Morgens frühe/oder ein Stunde anderthalb vor dem Abendesien ?>I!uIzs petKIcariale^ Pestilentzpillieben brauchen/ em Alter emQuiNtlem/ einem Jungen gibtman chr weniger. Diese bewahren einen Menschen necket GOTT vor der grewlichen vnd erschrecklichen Gifft der Pestilentz Tag vnd Nacht / tuar milX eki csciae, wenn mann sie die Woche zweymal brauchet / so ists gnug. Sechs oder sieben Blatter Sawer- ampffer/ früherem gewaschen vnd nüchtern gessen/ weil sie noch grün sind / ist eine bewehrte Artzney. Kan man sie aber nicht grün haben vnd behalten / so dörre man sie auffeinem Ofen / daß sie sich zeneiben vnd stsssen lassen/ vnd mische sovilZuckerdrunter.Dieses sehr guten Putvers sollen die Verwachsenden frühe ein O.umt oder eines Guldens schwer einnehmen. Die Kmder aber etwas weniger. Dann es mags ein jeder brauchen / auch di-e schwängern Weiber. Desgleichen thun auch die Eycbenen Blatter/ eben also gedörret / gepulverrsiret/mit Zucker vermenget/ vnd eben also gebrauchet. Die können nicht gnng gelobet werden: Dann so die Patienten zu vil Sruelgänge haben / wie offtmalengeschicht m dieser gefährlichen Zeit/ so trucknet das Pulver alle böse Feuchtigkeit auß / vnd hilfst den Krancken wider zu recht. 2SZ Die Betonienblätter lind trefflich gut / vor die Glffr / vnd die Hauptkranckheit/dle bey den Krancken ge-- memiglichmit vnterlaufft/ vnd mit Gifft vermenget ist. Sie werden aber gleich also bereitet wie die Sawer« ampffer vnd Eychene Blätter. Noch emes / vor die Bawrenvnd gemeine Leuthe / den Fürsten vnd reichen Leuthen / die lieber Malvasier vnd Reinfall trmcken/ wird es doch nickst dienen/ wann sie auff den Abend zu Bette gehen / so sollen sie nur etliche fnsche Wachholderbeer essen / vnd deß Morgens nur Mittelschuß ihres Harms sahen vnd trmcken / vnd dar- auff etliche Stunden fasten. Diß ist eine sehr gute vnd nützliche Artzney / vnd offt probirt / sie schmecke sonsten wie sie kan. Wer sich einmal oder zwey vberwinden / vnd diesen Clareth oder Cananenwem vber das Hertze bringen kan/ der trmcket darnach wol Mit. Merck auch weiter alle Präservativen / so in den Leib genommen werden/widerstehender Gifft/vnd beschützen das Hertz vnd Kumorum weder sie. Man soll auchbißwerlen emen Kern auß einer Welschen Nuß nehmen/ vnd zehen Rautenblätter/eme Feyge vnd ein wenig Saltz / dasselbe vnteremander mengen/ branchen/ eme Stunde oder drey drauff fasten. Ein ander gut?tXtervau'vum. X. ^Ii'prT , LoU srmeni jedes ein halb O.umt/ i.QuiNt/ cum mucilz^iue äiarrgAÄ- canctii, 5aÄz cum Luslolln Lc ^rum ac^ci. kiaur Num. 12.. Nnnb dieser Piken eme indenMnnd / wann du zu den Krancken gehen wilt. Wann eme zergangen/so mmb noch eme / vnd so sortan. Du magst auch die Pulßadern vnd das Hertz mit Tynae / in Rosenessig oder Wem zer- trieben beschmieren. Ein guter pra-servir« Schweißtrunck / den man alle Monat einmal brauchen mag. Nimd ein halb Loth Saffts von grünen welschen Nußschalen außgedrungen/ drey Qumt Rautensafft/ z. Schweiß« Loth Isopsasst/ z. Loth Hanffkrautsafft / das menge Mes ^ wol durcheinander. Darnach nimb em halb Loth davon/ x,te thue ein Ouint gepulverte ^lurnts darzu/ em halb Loth Zuckerkandl/ vndeinQumrRosenzucker. Diß zer:eibe tm Sommer Mit Rosenwasser / darunter Essig gemen- get ist: Im Wlnter aber m einem rrüncklem Wein / vnd trmcks wann du schlaffen gehen wilt. Gegen dem Mor^> gen decke dtch warm zu/ vnd schwitz also zwo Stunden. Diß nimbt weg alle böse gifftige Feuchtigkeiten/ vnd alle Pestilcntzische Fieber. Es dienet auch den Was- fersüchtizen/ wann mans ,n Wem braucht/ vl^d wol dar-- auff schwitzet. Das tt/pericon oder pertorara , oder Johanniskraut ist auch em gut 8u6ari5crum , dann die 8i^nsrnr bringts mit/ die Blätter seyn voller Löchlein/ wie die n ms Menschen Leibe. Folgen mm etliche PestilenizMen / die man alle »4° Tage einmal brauchen mag / sonderlichst) man hartleibig ist. Pest zu machm- Nlmb außerlesenen Aloen 4- Loth. Der besten MyrcheN :.. Loth. Deß besten Sastran i. Qumt. Machemit gutem gewürtzten Wein Pillulen darauß/ derer gib emem alten Menschen em Qumt / oder etwas weniger: Den halb erwachsenen em halb Qumt odc'v etwas weniger/ sollen oder z. es geben. DiesePillen verzehren alle Feuchtigkeit/ eröffnen die Verstopfung/ stärcken das Hertz vi»d den?1?agen/ bringen den Frawen vnd Iungfraiven jhre Zeit / vnd eröffnen die güldene Ader. Kan sie aber einer nicbt verschlucken / so zerstosse sie zu Pulver / vnd mmb cm Quinr/ oder ein halb Qumt darvonin einer Erbessuppen / m Bter oder Wem eyn/ faste dreyStUndendrauss. Ist dir dtß Pulver bitter/so nmib Zuckercandi darzu / oder sonsten andern gemeinen weissen Zucker. Bb iii Andere Pesti- lentzpib len. 2-94 Das Dritte Bück / Vornehme Präservativen wider diePeste. Pulver wlder die Pcstzu machen. Pillen wider die PPzu bereiten. l Andere Pillen. NimhMyrchen i. Loth/Saffrani. Quint/ /^loe- j-zricX z.. Loch / zerstoß es Mit wolschmeckendem guten Wein zu Hauff. Diese Pillen mag man alle Wochen ein Qumr / oder über den dntten Tag z. Pillen emer Erbes groß verschlucken / vnd darauff em kleines Trüncklem blancken oder weissenWein rrincken / der mtt Rosenoder SaweraMpfferwajjer gemischt ist. (sie vertrelbenHie böse Feuchtigkeit auß dem Magen/reinigen allenVberfluß/ der sich vmb die vornembste Glieder samlet / vnd lassen das Blut nicht ersticken. Aber schwangern Weibern dienen sie nicht. Das?rs?lcrvÄUvum famiÜT ex (?a!cno, wird so berettet. Nlmb z-o. geschelte'welsche Nüsse/ 15- gute frische ftlste Feygen/ 2>. Loch Rauten/?.Qmm Saltz/dre zerstoß vntereinander/ mache eine Latwerge drauß/ wilcus lange haltet?/ vnd svls lange weren/ so thue geschaumet Honig darzu/so vil dudazu bedarffst. Dieses mag ein alt Mensch deß Morgens nüchtern em stücklein einer welschen Nuß groß essen / vnd z. oder 4. Stundendraufffasten. Junge Lcuthe oder Kinder mögen weniger nehmen. Es halten auch etliche vil davon/ wann man deß A- bendsLorbeernoderWachholderbecremnimvt / vnd darauff am Morgen frühe deß Mtttelschuß von seinem eyge« nen Harm nüchtern trincket- Dlß ist em gut Präservativ vor die Armen /die gute vnd wol zugenchte Weme Nicht bezahlen können. Nimb Wachholderbeer Loth / Zrttwan 1. Loth / Tormentillwurtzel/Cardobenedicten/Pimpinellwurtzel/ jedes 1. Loth/mache em Pulver darauß. Darvonmmb einer Haselnus groß em / mehr oder weniger / nach der Menschen Gelegenheit. Etliche brauchen auch deß Morgens eingemachten Calmus/Angekcam/Bibenell / :c. Besihe wetter von den kleinen Präservativen im 11. Capitel. Das xxlil. Capitel. Von etlichen grossen vornchtUM Ptseservativen. sind nun als kleine ?rLtcrv2tiollesvndvorbe- 6^wahrung oder Vorbawungen' / der sich em guter Mann m semem Hause gebrauchen kan/wann dleglfftige Pestllentz vnverfthens emfalt. Wer aber lange zuvor st- het / daß eme Pest kommen will / sonderlich wann em gemein Landsterben ist / oder sonsten es vmbher m allen Statten vnd Dörffern strrbet/vnd er sich befahret/daß cs zu chm in semer Statt auch kommen möchte / kan der sich miteiner allgemeinen grossen ^ra:servzrion gesast machen/daß chm l 'ecuväum vcum dieselbige Nicht leichtlich schaden mag/ es wolt jhn dann Gott sonderlich auß dieser argenbösen Welt wegraffen. Davon müssen wir hier auch e in wenig sag in. Vornemblich soll sich ein Mensch purgwen mit nachfolgendem Pulver oder Pillen von Rhabarbaro ? Darnach brauche er das Lleöiuzrium I^tzersnris offt. Vom Pulver. Das Pulver von wird also gemacht. Nimb (es purgiretdie ) em Loth/irem sonsten helf! mans Judenkirschen oder Römische Kirjchen / sie sind in einem rothen Häutlem/ man mußaber dür:e nehmen/ die sich pulverisiren lassen / em jegliches ein halb Qumt- lein/ darauß mach ein Pulver /dlß mag em leder Mensch brauchen/ Fraiven vnd Kmder-. Emem Manne gib ein Qumt / einem Knaben ein halb/ einem Kmde em Scrupel. Schwangern Weibern dienet cs mcht/isder laß das OigAttäium auß / so können sie es wol brauchen. Won den Pillen. Die Pillen von kk-tdarkaro macht man also. Nimb der besten außerlesenen Rhabarbaren / deß besten Ty- riacks / der mchl zu new auch mcht zu alt ist/Creutzsal- beyenblätter/ Holunderblatter/deren em jegliches em halb Loth/Oia^ricjü, ^irderz jedes ein halb Qumt/diese acht Stücke mache zu Pulver / vnd thue geschkumet Honig darzu so vil / daß es einer harte dicke wird wie ein Teig/ in einem Mörser gar wol vnteremander gestossen/mache von emem jeglichen Qumt dieses Teiges zwölffPillen. Vom L-leAuario l.iberanris. DasmußmanjhminderApotecken machen lassen/ einem gemeinen Leyen istszu schwer zu machen. Dann es kommen vber 4 o. stück darzu/ cs muß aber ein verständiger darbey seyn/ daß es ja recht gemacht wird/ nemblich eben also / wie es hier stehet. Es wird aber darumb LIc- ch Von der Pestilenz 295 "eich Regiment wle sich einer nach gebrauch-« ten Recepten verhalten soll. Pest zu- verhüten emenMo- nat lang. Zweyer- ley Präservativen vor die Pest auff em Jahr auff ein Monat sich zu verwahren. sichfein warm halten / aber doch nicht drauff schwitzen oder schlaffen/ darnach vmbher gehen/ daß die Wttckung mcht gehindert werd. Also soll mans etliÄMal vber den andernoder dritten Tag nacheinander brauchen. Dieses treibet alle Gtfft auß dnrch den Stuelgang/ sie sey m- oder ausselhalb den Adern. Wer aber diß Pulver so offt nacheinander mcht brauchen kan/ der nehme dessen allein den ersten Tag also ein/ wie jetzt angnzeiget/ cm Quintoder anderhalb/var- nach die Person. Darnach schlinge er 9- Tage nacheinander alle morgen der Pillen z. gantz em/vnd faste z.oder 4. Stunden drauff/ vnd lasse darnach die Leberader. Darnach so esse er die 9» Tage vber / weil er die Pillen brauchet/ alle Abend ./ wann er zu Bette gehen wlii der Latwerge I^kcraoris eines Qumts schwer/oder em halb Loth/ nach dem die Person / m waßerleyweißerdieselbigeam besten kan einbringen» Folgecnnn ein Regiment/wie sich einerdienelm Tage vber/ weil er dise Recept brauchet/ verhalten soll. Man muß sich diese neun Tage vbcr deß vbrigen Essens vnd Trinckens gantzlich eussern vnd enthalten: muß auch keinen Wem trmcken / keme Eyer/ auch kem schwemen Fleisch/ vnd garteme Milchspeise essen/ deß ehelichen Wu cks muß man sich auch eussern. Wer diß Recept brauchen / vnd sich also mit der vicrra diese neun Tage vber verhalten wird / der wird durch GOTtes Gnade vnd Hülffe das gantze Jahr vber vor aller Pestilentz vnd pestilentzischen Fieber vnd Schweißsucht wsl sicher seyn» Wie sich einer einen Monat lang vor der Pest xr^lerviren oder sichern soll» Nmb den Sasst vom Laube oder welschen Nußbau- men ein halb Loth/ Item drey QumtRautensafft/ drey LothIsopsafft/ vier Loth Hanffkrautssafft (werSafft auß den Krautern haben will / der muß ihm dieselbige im Sommer vnd Herbst auß den gestampten Km^Ucidus pressen vnd trücken/ dann da kan man sie haben/ im Wm- -ter brauchet man an deren stellen Syrupen vnd gebrand- keWasser) mischedlesesäffreallevnteremander. Darnach mmbem halb Loth davon / thue em halb Quim gepulverte Mumiam / em halb Loth Zuckercandi/ vnd ein Qumc Roftnzucker darzu / vnd zerzeib es mit Rosenwasser m Esiig/ aber imWmter / in emem TrüncklemWem machs warm/ vnd trincke es hmem/ wann du deß Abends schlaffen gehenwüt. Gegen Morgendecke dich femwarm zu/ schwitze drey Srundendrauff. Dieses benimbt emem Menschen alle böse gifftigeFeuchtigkett/ davon sich die Pestilentz samptjhrem Fieber im Menschen erhebet/ vnd sichert ihn emen gantzen Monat- Folgents nehme er den andern / dritten/ vlerdten Monar abermal diese Artzney zu sich / so kan er sich von Monat zu Monat fem pi«elsrviren. Wer auch diesen Tranck also in Wein brauchet vnd darauffschwitzet / der darffsich kemerWasserecht befahren. Besihe das z 8. Cap. ^ o -r Were aber etwan einer der diese zweyerley Präservativen/ als ein Jahr lang vnd emen Monat lang/ nicht haben oder vberkommen könte/ der purgier sich desto öff- ter mit den pilluUs pettilcunalibus, die er allezeit m den Apotecken bekomp t / derselben nehme er em halb Quint/ mehr oder weniger m Vierzehen Tagen einmal / vnd so er hart «m Lerbe wird/ daß er auffemmalnur zwey oder drey Stuelgange bekomme. Dann sie purgiren langsam vnd leise/ starcken die Glieder/ vnd erhalten die Kumores oder Feuchtungen / daß sie mcht faulen. Diese Pillen können die vornembsten ^lcclicinichtgnugsamrühmen / wegen jhrer sonderlichen Krafft vnd Wirckung. Kan aber einer diesePtllen Nicht schlucken/ so stoß er sie zu Pulver/ vnd brauche sie m einer lautern Erbessuppen/ Bier oder Wein/ einQuint/mehr oder weniger/vnd faste drey Stunden dranff. Kan er aber dieses Plllen- pulver vmb semer Bitterkeit willen auch nit m sich briw gen/so thue er Zuckercandi / oderandernweissen Zucker darzu/ daß es desto lieblicher werde: Vnd diß nehme er in vierzehen Tagen zum wenigsten einmal/ daß er/ wie zu-- Vor angezeiget / von den Pillen zwene oder drey purgier- Stuelgange vberkomme. Vnd dienet solches vor alle Pestilentz . Wie sich einer auch die gantze Wochen durch xr-e- lervilen kan» Bcsihe iM Z. 7. Cap dieses Buchs» Es soll auch em jeder einen Riechapffelbey sich tra- gel./vnd daran/wo er sich vor Pestilentzischer Giffr fürchtet/ riechen- Der soll also gemacht seyn. Nimb Tecpentm zum öffternmalgewaschen/vnd zum letztenmit Rosenwasser gewaschen/ jedes ein halb Quint. Wessen Sandes Gelben Sandel. Rothen Sandel» Rothe Rosen. Blaw Violen. Myrthenblätter. Pomerantzenschalen. Nagelem. Sassran. Citronenschalen jedeö 7. Gran. Capher4«Gran. Bisam in Rosenwasser zerlassen Gran. Pulverisier alles vnd mache m einem warmen Mör- selstein ein oder Bisamkugel darauß / thue solchen in ein Bisamknopffvon Wachholderheltz gedrehet. Diesen RiechapffelvonWachholdecholtz gemacht/ vnd mit diesen Sachen zugericht/soll man allezeit bey sich tragen/ gar arme Leuthe/ die weder Apotecke oder Geld haben / nehmen an stat deß Riechapffels em Schwammigen/ vnd netzen« m essig mit Rosen vermenget/ tra« gens ben ihnen vnd riechen daran. Vom Aderlässen. Wer viel Geblütes / vnd sich zum Aderlassen vnd Köpffen gewöhnet hat/der lasse zur Ader oder Köpffe alle Monat ein wenig / doch Mit Abwechselung der Adern/ jetzo die Mediän / auff ein andermal die Basilicamoder Leberader/ es sey am Arm oder auffder Hand / bald auff der rechten/ bald auffder lmcken seiten / damit das vber- masige Geblüte m jhme nicht verderbe / vnd sich darnach entzünde vnd gleich wie ein Zunder die Gisst fasse. Wer aber zu alt oder zu jung ist zum Aderlässen/ vnd schwan- gere Weiber die lassen ihnen an stat der Aderlasse Köpfst setzen/ do fernen sie sichdarzu gewehnethaben. Dann dadurch wird jhr Geblütauchgeremiget° Wer aber von wegen semer Jugend oder Alterwe« der Aderlässen noch Köpffen kan / der brauche die gemeine Präservativ/ davon ich im 7. vnd 11. Cap. geschrieben hab/ jedoch eines vmb das andere / nach seiner Gelegenheit/ vnd zu welchem er mehr Lust hat. Dann wo immer einerley Artzney gebraucht wird / vnd nicht bißwellen eme Abwechselung der Recepten geschieht /> so gewohnet der Magen vnd die Natur jmmer einerley Sachen/ vnd werden ihm darnach dieselbige l^ccics mehr zur Nahrung/ dann zur Artzney. Nimb 4lebstöckwuryel / heiligen Geistwur'tzel/ Raute/ Salbey/ Eysop/ jedes gleichvil/nnt Essig gesotten/ den Topffwolverkleibt/halb eingesotten / trmck A-- bends vnd Morgens ein Löffel voll. Ein edelsyuz virce remxorexettis, Nimb Meister- wurtzel/Angelica/Diptam/ Baldrian/ Entzian/Nat- terwurtzel/ Cardobenedictenpulver/Bibenell/ Ingber/ Zitber/ jedes ein Loth/ alles zusammen pulvensirt/vnd m drey Quart guten Brandtenwem / von Wein gebrani» gethan/ vnd laß es dlstllliren biß auffdie helffte secuucj. arccm. brauche alle Morgen wie ein vic-e. Wann man außgehet vnd mit Leurhen zu schaffen hat / so nehmeman Zitber oder Angelica vnter dieZun'. gen. Das XIV. CaM. Weiler »on etlichen andern kleinen Präservativen. ^Ch muß hier noch mehr guteprzelcrvsriones setzen/ ^ derer sich einer zur jeden Zeit gebrauchen mag / ehe er von der scheußlichen Gifft corrupiret vnd angezündet wird/ damit er vor derselbigen möge gesichert seyn. In der Apotecken ist eme rothe Erde / Lolussrme- Aus genand / wer nun denselben xr^zurten bolum Kb ntj pul- Ader lassen wie man die gebrauchen vnd lassen soll. ÄS) <5 Das Drim Mich / der Pestl lentz zu gebrauchen. pulvert/ vnd tm Winter frühe nüchtern / so kem Fieber vorhanden ist/em halb oder gantz Qumc in läutern Wein cmn'.mbt/ im Sommer aber/ vnd wann eu.cr mit einem Fleber beladen ist / nn Rosen oder Sawerampfferwas- ser/so lst er sehr gut vor die Giffr vnd Haupikrüllckheit. Etliche trmcken alle Morgen warm Bier um Butter. Die!>rn^enli8, zu Tcucsch/gesiegcl- te Smgische Schiesische Erde/ so sonsien toI-8 genelmer wird / hat vil treffliche grosse Tugenden / vnd eine wunderliche Natur vnd E») gen schasst wider die Gifft der Pcstilentz / den Menschen davor zu xiTservi- ren / vnd davor schnelle zu befreyen / wenn gleich der Mensch andieser Seuche schon halb rod were. Sie wird aber eben aufs die weise gebraucht/ wieder kolus^rme- ou5, Etliche beissen nur ein stück darvon/ vnd esscnS also bmeu:/etliche brauchen sie in Bier oder Wem. Von etlichen Wurzln. Tormentillwurtzel ein stücklein/oder em halb Quint ^ gepulvert/ vnd mil Scabiosen oder Sawerampffcrwas- zur Zeit s^. xj„getruncken / ist gar gut. So hat auch Dipram- wurtzel grosse macht widerHie Gifft: Wird gleicher gestaltgebraucht wie die Tormenttll. So wird auch An- gelica oder heilige Geistwurtzel trefflich gerühmet/ wenn man frühe nüchrern ein stücklem isset. So ist auch die Bibeuell em trefflich Dmg wider die böse gifftigePestilentzijche Luffr/ souderlich unWmrer/ wenn man sie im Mund trägt / vnd nüchrern isict. Sie starcket das Hertz/die Lunge vnd den Athem. Wann man auch die wilde Bibenell / welche man sonsten die Roßbibenell nennet / vnd wird gememiglich auff den Wiesen gefunden pulvert / vnd Winterszeiten emhalbQumt mWem/vnd Sommerszeit im Sawer- ampfferwasser einnimmet/ die ist auch sehr gut wider die Pcstvnd Gifft. Entzian gepülvert/vnd ein Quintlem mit ein wemg Ingber vnd gedörrten Rautenblattern zusammen ge- Mischet / vnd Morgens nüchtern m warmen Wem ge- rruncken/ ist ein bewehrte vor die Gifft der Pestilentz: Also auchderZitber. Item/ die -Meisterwurtz deß Morgens frühe zwey oder drey stücklem mit Saltz nüchterngessen/ p^lervi- retauch gewaltig wider d:e gtfftige Lufft der Pcstilentz/ vnd stocket den Balten schleunigen Magen. Item/ schluck alle MorgenWenuut oder nur die Wermutkörner e,n/denn Rauten vnd Wermut sind gute Sachen zu denen Zeiten/sonderlich jhreWasser/ Oel/ czuin- ra cileuria, vnd wenn man nur emen Tro- pffen oder drey deß schönen gelben Balsams m eine Kanne Wem fallen last / jo hat man den köstlichsten Wer- m u twe m/ den m an h ab en mag. ItcM/ K. Hundsblumen / Raute vnd Tormenttll jedes ein Hand voll / vnd mehr / wenn mans vil machen will/ geuß Wasser drauff/ das vier quer Finger drüber gehel / setzS m emen gläsernen Topffwol verklebet zum Fewer/ laß halb eucheden/ trmck davon alle Morgen 5. Löffel ehe du außgehest» Gleich also mag manmtt andern dergleichen gebaren/ alsdasindAlantwurtzel/ Baldrianwurtzel / Holl- wurtzel/Osterlucienwurtzel/Natterwurtzel.Man nehme dieser eine / welche man gerne haben will/ vnd mache em stücklem zu einem Pulver/ vnd trmcks / wie eben gemelt hinein / oder vermische es eben mit so vilZucker als deß Pulvers ist / vnd laß die Alten deß Morgens frühe em Quint oder emes Gülden schwer treuge einnehmen / die Jungen aber em wenig weniger. Wenn man Rauten / Wachholderbeer vnd Nußkern jedes oder z. Lothnimpt / grob vnteremander stöst / Weinessig darauff geust/ vnd dessen Morgens frühe emen halben Löffel voll nüchtern emmmbt / das .st der besten prTlcrvzrionum eme auff2.4. Stimden / so einer das Sawerwolverrragen kan/ wo Nicht/ sonm'.bs mit Wem. Deßgleichen ein wenig Wermut genommen / oder nur die Körnlem vom Wermut / vnd früh^nnt Saltz nüchtern gessen / ist auch eine sehr gute piTli^vacion armer Leuthe vor die schädliche Gifft der Pcstilentz. Dergleichen auch die Raute mlt em memg Saltz gessen. Eine gute Latwerge ver arme Leuthe, Nlmb Rauten/ Wermutkörnlein / weissenSenss/ Salbenblatter / vnd welsche Nüsse/ vnd stoß so vil Fey- gen darunter / daß es eme Latwerge werde. Brauchs frühe einer Castamen groß. Das Gesinde nehme deß Morgens drey oder vier bisscn Brods mit frischer Butter. Aber die brauchten bißweilen lieber zwo oder drey grosse Butterschnitten auffbenden seuengeschnueret/ denn es »st em vngeneus- sig Volck. Zween Rußiern vnd zwo Feygen mit ein wenig Saltz gessen/ sind -auch mehr böse. So emer auff den Abend Wachholderbeer oder Lorbeern gesien hat/ vnd darnach den mittelschußsemes eigenen Harms nüchtern gecruncken hat/ wenn er auffge- standen ist/ das soll eine vornehme Bewahrung wider die Gefft seyn. Ich Habs von vilen gesehen/daß sie es gebrauchet / ist keiner me kranck worden. Wer diese vü-e nur emmal zwey oder drey braucht / der gewohnetS bal- de/ daß ers hernach ohne schew vnd Grawen nützet. Aber vil gewisser sind vor die Gifft der Pest Tyriac ^ll6loma6c»ris. 1'^vciscsnvonParadeißholtz/ gbexdiß gehöret für Reiche. Reichs ?! Latwerge vor arme Leuthe, Recept vor die Pest. Tyriac vor die Pest. Kräuter in ster- benszei- ten m die Gemacher zu strewen» Rosen» Wasser mitEssige vermischt vor die Pest zu gebrauchen. Rauch zu machen i»i sterbens- zettvon allerley Holtz» lD Mlich-- kertzlein zur zeit? derPest zu zurichtn. Viesem- knöpffe o- der Riech- öpffel vor diePest zu Machen. Reiche Leuchesöllenmitfolgenden?roc^lfccn,auß Mancherley Stücken zusammen vermenget / räuchern/ vnd sich m der Apotecken zurichten lassen. Nnnb ^auäani. Wachholdergummi jedes i.Quint. Terpetm. 8rorax jedes l» ^oth. Nägelem. Mastix. Muscarblüt. Saffran. Paradeißholtz. Scharlachbeer jedes i. Quint» ^lolcar^e. ^loscatT. Muscatnuß. Wolgedörtte Cypressen. Wellen vnd rothen Been> Calmus. kolii. Citronenschaln. Almmet jedes 2 ..Qnint. Dieses alles vorhin zu subtilem Pulver gestossen/ nachmals in einem Mörselstem / mit emem warmen Stösse! zu einer KLiUla formiret/ vnd kleine Küchlem darauß gemacht. Auch sind die gemeinen Rauchkertzlein gut : Met doch kräfftiger/ wenn sie also bereitet werden« Nimb gereinigten I.auäsuum. Myrchen. Weyrauch» Mastix. Deß besten Zcorscis, jedes ein halb Quillt. Nöthe Rosen. Majoran jedes anderthalb Quink» Weidenkolen em halb Pfund. Alles miteinander illcorponrc mit dem Schleim von Dmtengumml auß dem Rosenwasser gezogen / vnd Rauchkertzen darauß gemach. So man wik kan man Ambram ober Bjsam darzu thun/oder aber Kampffer/ nach gelegenheit der Zm so warm oder kalt ist. Gar Arme mögen nur Mit Weyrauch m jhren Stuben vnd Kammern räuchern. Ieem/ mit Wachholderholtz vnd Scer/ Eschenholtz/ Salbey/ Rauten/ Melissen/ Majoran/ Wermut/ Lorbeern/ Tormentill/ Ey- chenlanb/zc- Zu deme trage ein Riechavffelbey dir / vnd rieche dran / wenns die Noth erfordert / der kräfftiglich wider die Peflilentzische Gisst bewahret/ vnd soll derselbige also zugerichtet werden. Nimb gereinigten i. Loth° cslzmirs:, QiliNt. Mastix ein halb Qumt. Nägelem. Muscarblumett» Mnscatenuß. GurenZimMet. Saffran jedes i.Scrupel» Gramenein halb Scrupel« Bisam in wolriechenbemWem zulassen s.gran. Was zustossen ist zerstosse / vnd mach mit emem warmen Srössel in emem Mörselstem ein Bisamkugel darauß / welche du nachmaln in emBtsamknopffvon Wachholderholtz thun magst. Icem, lÄuäanrui i» l^oc catu AeMm«, als Hiacinth/ Saphor/ Smaragd/ Rubin / am Halse auff blossem Leibe getragen/ oder m emen güldenen Rmg versetzt. Wer sie aber nicht hat / der muß esbleiben lassen/ cenr. 4. 49. lecrecorum Es sind zweyerley Knöpfflein oder BiseMtöpffel/et- liche nennens auch Bißmetknöpsse oder Riechapssel. Die Reichen lassen jhrevon Gold / Silber vnd Börnstem machen/ die Armen anß dem Wachholderholtz. D ie Armen welche die Pomamber (das ist em welsch Wort/ Huaii ^xzmum ÄmbrX, cujus com^oliriolliztunclzmeu- cum ett^mdra) auß den Apotecken Nicht bezahlen können/ die thun nur Rautensafft/ mit einem ^chwamlem/ das in Rosen / Flieder- oder Holunderessig gebeltzet sey/ vnd ein wenig Bibergeil darem / vnd vernewen das täglich/ oder ja vber den dritten Tag. Diese Knöpfflem sott ms»n alle Tage m Handen tragen. Von der Pestilenz. 257 Man mag jhm auch wolriechende Säckleininden Apotecken zurichten lassen / die man allezeit m den Händen tragt/ oder bey die Kleyder leget/die man täglich haben muß / die geben den Kleidern emen guten Geruch/ vnd sahen die Kleyder die Gisst nicht leichtlich. Wer es auch geschicken kan / der soll keinmal flöhe außgehen/wenns neblicht oder stinckent Wetter ist/es sey denn die Sonne dreySrundenvberder Erden gewesen-. Man soll auch alieze-t etwas im Munde halten vnd ke- wen/ als Zitwer/ Wachholderbeer m Essig gebeitzet/ Ol- senlck/ Liebstöckel/ Angekca/ Meisterwurtz/TormentiU/ zc. Besihe weiter Cap.z./. vnd ^6. wie sich Gesunde leivüeQ sollen» Sacklein zuzurichten in Ster- benszeit> Das XV. Capitel. Wie vnd wobey man erkennet/ wenn (imm die Pe, stllen.tz ankommet. E muß emjeder aussdie Zeichen fleissg achtung gelben/an denen man erkennen kan/ ob emen die G-sst angegristen habe/ auss daß man sich selber m't Actzeney (ncchsl Gorc) bald rette/ ehe die Gisst vberhand/ vnd das Hertz erreichet. Es sind aber dises die Aeichen empfangener Gisst. Wenn emer schnell vnd plötzlich m allen seinen Gliedern laß vnd matt wird / als wenn er gar müde wäre / vnd sich hesstig rencket / vnd das Haupt mit vn- gewöhMchem Wehe beschweret wird / oder wenn emem die Naseofft blut/ oder m Ohnmacht fället. Item/wenn emem schnell ein Schawer ankompt / oder eine plötzliche Hitze vnd schawer vncenmander / oder nach demFrost die Hitze/ als wenn emen ein Fieber wer ankommen/ vnd ein kurtzerAthem/ Husten/ Seitenstechen / Rücken vnd Lendenwehe/ Ohcenklmgen vnd saussen / Schwindel/ Verwandlungen der natürlichen Farbe/ Verlierung der Vernunffr/ schrecken/ zittern/oder emvngewöhnkch grawen vnd brechen/ wenn einem ein gewaltiger Schlaff zuhanget / odereme grosse Trawrigkett vnd Schwermü- tigkeit vmbgibt/ daß er gar vnlustig drüber wird/ führet seltzame Reden/besiirdet em Hertzpuffen/eme Ohnmacht/ em vngewöhnltch Hauptwehe / eme schnelle Veränderung deß Pulses / eme innerliche Hitze / weim jhm Hände vnd Füsje kalt werden / wenn er emen ängstlichen Athem hat/ vnd der Harm trüb vnd gelbicht ijr/ wmvolamHarm Nicht vil gelegen. Item / wenn emem braune FKcken/ Beulen oder Blattern / etwan am Leibe auff fahren: Als hinder den Ohren/ am Halse/ oder Schultern/ vnrer den Achseln/auff denkenden / auch bey dem Gemächc vnd vnrer den Ruthen: oder wenn ettvann nur em Glied mehr beschweret würde denn die andern. Item/ wenn jhm der Leib mnwendlg heiß: Vnd anßwend:g kalt wäre. Dergleichen wenn jhm der Kopffgehlmg schwer würde / der Hust zum Essen verginge / vnd jhm schnell em Durst ankäme/die Zungdürie würde/ wenn jhm die Pulß klem/ schnell vnd tieff were. Sonderlich muß er da Achtung geben anffden Halß/ die Armen/ Beine vnd Geschoß/ ob er etwan andenselb-.genOettern Wehetagen hätte/ vnd jh- me Beulen auff führen. Wenn nun einer solche Zeichen an jhm spüret / so mag er wolschlcessm/vnd nichcS anders dencken/denn daß ihn die G.fft schon begriffen hat / vnd mag balde betten/ vnd bald dazuthun / daß jhm geholffen werde/flugk zur Ader lassen/ vnd wenn er keine Besserung mercket / alS- balde Kxpuliiven gebrauchen vnd wol schwitzen. B.sihe auch droben das i. Cap. Denen es Mit vngewöhnlicher Hitz ankompt/scnder- lichvmb das Hertz/die haben emen vnleidlichen Durst/ Bitterkeit deß Mundes/ Vnlust zum essen/ brechen/ stln- ckendem Athem/groß reissen in Gliedern/entferbung der Augen vnddeß Angesichts. Etliche bekommen emen faulen stmckenden Durchlauft/ Schwulst / kalten Schweiß/ tieffen Schlaff/ etliche können Nicht schlaffen/haben emen verstopfften Leib/stmckenden StUi .lgang. Es sagen auch etliche / daß sie es mit einem süssen Geruch ankomme/ welches nicht vnrecht ist / denn die Erfahrung bezeugetS. Solche Leuthe sollenssch baide reuspern/ daß sie erfahren/wo sie es am sehrsten sticht / hmder den Ohren/ vnter denArmen / oderbeydmHeidrüsen/ oder muß Achtungdrauff gebm / wo emem eme Beule oder Blatter auffscheust / daß er sich mit der Aderlässe darnach wisse zu richten / wie nun weiter folget. Denn dch muß balde folgen / so balde emer befindet/daß jkm dle Seuche P-st ankommen/ wobey sse zuerkennen. 29« Das Dttt! Seuc!>e ergrissen / oder muß ja balde etwas einnehmen/ daß dle Gisst außtrewet. Denn es zulange gewartet/ wenn die Glsst den Leib schon eingenommen hat : Vnd hlerzu sind die Schweißlatwergen vnd ^Iolo^bc»rum» oder LIe<^uariuln 6e vvo gcuand : Nicht daß es gülden wäre/sondern wegen semersonderlichenWirckung/ Krafftvnd Tugend/ welche mehr als Goldes werth ist. Weil ich aber mit dieser meiner Oeconomia, allem dem gemeinen Mann zu wil- fahren m:r vorgenommen/so wil ichdie compotlrioa des- selbigen/ diesonstendreyerleyist/ chm auch von Hertzen gerne gönnen / vnd mittheilen/ vb etliche gleich darnmb gruntzen / vnd Mich derentwegen gar sawer ansehen wer-^ den / wie biß anhero in andern «Sachen mehr geschehen/ darnach ich doch allezeit wenig gefraget vnd noch frage» GOTt heistmichmememNechstmdienen / daöwilich auch rhun/ wennS auch dem Teussel noch so leyd seyn sol- te. DleLom^cz6riolldeßgüldenEyeSistdtese. . Nimb em frisch Ey/schlage es auss einer Spitzen auss/ Gulden thue dasweisse darauß/ ausss beste als du kanst/ laß den Cy zu Dottcr drinnen/ stecke es voll vngestossenen Sassran/ mache» so vil du hinem bringen kanst/mache darnach das Loch zu vnd zu 5ntt einer andern Eyerschalen/ dle soll man aussdaö Loch gebraulegen vnd trncken.Leqe darnach das Ey zum Fewer/m die chen in Asche/ laß es fein langsam braten / biß dle Schale gar Pesti- braun wird an allen örtern. Doch muß man sieisslg darzu lentzzeit« seheN/d z der Dotter vnd Sassran ntt verbrenne wenn der Dottert harr wlrd/vnd derSassran dür?e/so hats gnug. Nmlb darnach dassclbrg Ey / zerstoß es mit de Schalen m ememMörser/blß man die Schale ntt mehr kennet vnd schet° Bon dcr Pestilmtz fchet. Folgents nimindeß weissen Senffsamens so Vilvnd schwer / als das zerstossene güldene Ey vnd Sassran wieget / zerstoß den auch klein zu Mehl m emem Mörser (er muß auch zuvor ein wenig gedörrt werden / doch mcht zu sehr / daß er seme Krasfr behelydaß mans durch em hären Siebtem lassen kan. Folgents mmb wessse Diptamwurtzel / ein halb Loth/oder zweyQumt/Tvr- menttll/em halb Loth/ nucum vomicT zu Teutsch Krä- hcnauqen / em qumt/ die müssen fentklrmgcfeilet / oder Auff emem Reibeisen klem gerieben werden/ Natterwür- tzel auch ein quillt/ diese stück vermische alle wol durcheinander / doch daß sie zuvor klem geflossen seyn / em jedes allem- Darnach ntmb deß besten Tynacs (als deß Venerischen/ den man Andromacki nennet/ wiewol etliche ^weyerleydrauß machen) so schwer als die jetzt erzehlten Pulverwigen : Etliche nehmen auch mehr hecie; dar- zu alsAngelicam/B-benellwurtzel/Kampffer/Zitber jedes ein halb Qumt/ rothen Entzlan/ Meisterwurtz jedes Qumt / vnd Emhorn em halb Qumt/ well es sehr i» Gülden Ey wie mans gebrauchen soll- thewer / oder mmb gebrand Hirschhorn dafür!. Qumt. Wenn nun diese köstliche herzliche stück auch noch darzu gepulverisirt kommen solten / so müste man auch mehr Sassran / vnd gleich der l^ecierum alle miteinander schwer Tyriac nehmen / thue die l^eciez samptdem Tyriac alles zusamenmemen Mörser/stoß es bey zweyen Stunden/oder ja so lang biß eine Latwerge drauß werde/ vnd sichs sem selber vom Mörsel ablöset Thue endlich die klsllÄM oder den Klumpen in eine ehrene oder blechene Buchs / vnd brauchs alle Morgen rcmp1ice8, die schlecht mit emem corcllsli ^ als Borragen/ Ochsenzungen / öderblawcnViolenwassec gemachtwerden/ ohne zusatz der Perlen/ die sind nicht so starck. Item zur Hertzstärckung mag man brauchen conlcivas violarum, eingemachte Vwlen. Item cvnler- vzm Kolsrum K.ul?earum eingemachte Rosen / cooler- vam LuZIossX j eingemachte Ochsen zungenbtüt Zilcker/ conlcrvamLorrz^inis, blawer Vorragenblumen/Zucker vnd dergleichen / damit man dem Krancken in seinem Schweißbade behülsslichen seyn kan. Item bestrelch das Angesichte/ den Mund vnd Pulßadern MitNagelem/ Rosen/ Muscatenblumengröblichgestossen/iN em Tüchlem gebunden / vnd in Rosenwasser Mit Weinessig vermischet/ geduncket. Darzu dienet auch m der Sperß/ weiche Eyer/ Hünersupven / em zerstossen jung Hun/!c. Besihe weiter das z. 4- CapiteU Man mag auch em Stärckwasser oder Hertzwasscri« der Apotecken lassen machen / auss diese werfe: Nimm rorhe Rosen. Blawe Violen. Gelbe Seeblumen jedes Qumt» MeWnGandel« czli^ sonderlich gut. Storchsfett vertreibet die 'Gisst. Frische Raute gut wider chriizc!j)li5o>)tta, Lcc. wie- wolaber droben im S. 7. n. von Präservativen auch etwas gesagt habe / so muß ich doch hier weiter von denen meäiczmeuctL auch etwas sagen/ die zugklch pra.'- lervariva vnd Bewahrung seyn / daß einem die Pest N't ankommet/ vnd darnacy auch Lu^rivs, damit man sich nechst GOtt retten vnd ouriren kan / wenn sie einen ankommet. Es mag jhm ein jeglicher m der Apoteckendiß Pulver zurichten lassen. Nimm rechte Cretische Diptamwurtzel. Tormentillwurtzel jedes ^oth. Roth Sandel. Pr^paru tArmenischen Lolus. Türckische gesiegelte Erde jedes 2,. Quillt. Gewaschene Regenwurm vnd gedorc 2>. Quint, Krahenauglem 1. Qumc. Alten Theriac!.Lory. Sawerampssersamen z. Quint> Dieses alles zu emem Pulver gemacht» Durch diß Pulver kan man sich xrz-lerviren/ vnd vor der Pestllentz bewahren / auchwenneSdieRoth erfordert/ vnd emen die Gisst angefasjet hat/nechst GOtt gar wolcurirm. Wenn emer fühlet / daß er G^ffr bekom« men/ ist er ohngefehr^o. oder vber zo. Jahr alt / oder nicht weit darvon / so nehme er desien em Qumr schwer nur Melissenwasser / oder mit emem guten Weinessig laukcht warm gemacht em. Will manö aber etwas star- cker haben / so laß mandch Pulver Mit einem guten Ty- riac oder Michrwar vermischen / die man allzeit m den Apotecken sinder/ man gebrauche es ohngefehr emer Ca- staniengroß. Eö hat Lslenus vil Leuth zu RomNlit kolo errettet/ vnd wennmandieselbigenoch rechrhabenmöch^ te/ so möchte mansienochheutezuTagewiederdiePest wo! nützlich brauchen. Weil aber ;n dem germgen vnd jetzo gebraul.chcn Lolo^melliÄ.- vil Betrugs ist / so möchte man zur xrs:lLi varioQ vnd curzrion auch wol diß Pulverbrauchen. Nimm Cretische Diptamwurtzel. Tormenullwurtzel. Piinpmellwurtzel. Z twan. Gu'.tzisn- GarteiUiagelem Natcerwurtz Wnrtzel» Angelicawurtzel jedes 1. Loth. Pr^-paril r Armenischen Boli 2.. Loth. Türckische gesiegelte Erden z. Quint» Aioepatick. Myrihs? jedes i.Loth. Sassran 1. Qumc. Mastix^. Quint. jedes anderthalb Quittt. Dieses alles^leingestossen zueuiemPiilver. Dieses Pulvers mmbt man allezeit vmb den drittel! Ta? deß Morgens bey einem Qumtm in warmen Wem zur plXlcrvauoll vnd Bewahrung / so wol auch zur Clb- raem. Man findet auch in den Apotecken besondere zugerich^ t-eGifftlatwergen. Item/ xi1IuIz8^ettiIcnrlÄlez>uK, zu TeutschPestilentzpillen/die soll man wöchentlichzweymal brauchen. Eme alte verwachsene Person ein QuiMm/dle Mmderjährigen ein halb Quin- tm. Manmag sie deß Morgens frühe einschlucken / oder aber ein Stündlem vor dem Abendessen. Jedoch soll man alsdenn der Pillen weniger nehmen/dienen sonderlich den Frawen vnd Iungfrawen / welche zur rechter Zeit jhre Hlume nicht haben/vnd mit wurmen beladen ftyn. Item Pest zu ^>rXlcrvi- ren vnd zu curr- ren. Bonder PestilM. Latwerge die jhm em Hauß- wlrrh zur Zeit der Pest machen soll. ein ^nci- (jorizm wieder die Gifft gefunden/ doerden Mirhrl^ datein be- zwungem. Wermut- saltz istgut wider die Pest. Pestilentz^ Curirung von zweyen Churfürsten gebrau« chet. Item Zuckerküchlein/derer sind dreyer ley/davon gibt man auff emmalMorgens früh/ etnemAlren/ ander Zahl drey oder vier/emem Zungen i. oder zwey/nach Gelegenheit deß Alters. Die Küchlein 1.iberann8 cum Zoc, sind den Kindern sonderlich dienstlich / welche Würmer haben / auch den Jungfern / vnd denen die verstopfst seyn/ die Küchlein I^bcraliris cumLolo mögen die andern brauchen. Item die Küchlein Dia Lolu genandt/ die »hrenNamenv0!n Lc>1o^.rnieQo haben / weites eine Loinjioücjvll vom Lolo ^rineno ist. Dte fünsf Giffrlarwergen/ so man in den Apotecken sinder/ sind Tyriac / Mithndar/ die Latwerge deß güldenen Eyeö/ das /^Icxicerium (das ist trefflich gut/ wird von den ?ulvenbu8 Lc^oarricisgemacht) Vnd em8u1- ^iiurzrüm, welches jhm zwar emjeder auch selbst zurich- rentan/ nntdenklonliu^ulplwris Dieser Latwergen soll em Alrer / der pr-xlerviret seyn will/ em scrupel/ das lst etwan sogroß als eme Bone - Aber die Minderjährigen/ sollen derer emer Erbes groß einnehmen. Das Loth rechtschaffenen TynacSvmb 4. Silbergr. ^.lexicern Loch vmb 4. Silbergroschen/ 1. Loth deß gülden Eyes auch 4. Silbergroschen. Den Kmdcrn dienen solche trarcke Sachen Nicht. Es kan ihm auch einHaußwirth wol vor sein Hauß die alte wolbewahrte Artzney oder Latwerge machen/ wenn er mmbt welsche Nüsfe / an der Zahl zwantzig / sie sollen aber frisch/ odermememWassergebeitzetseyn/ vnd thut dazufünffzehenfttsche Feygen / 4. Loth Rau- tenblarter/1. Qumr Saltz / vnd macht m emem Mörser eme Latwergen drauß/ das ist eme guretrcel'ervauon vor alte vnd jungc / arme vnd reiche Leute-. schreibet/ daß der?oin^us, als der dengrossen rrefflichen gelehrten vnd starcken König Mithnda- ten/ bezwungenvnd vberwnndenhatte/ dohabeersei- neN geheimen Sachen auch ein gewaltig ^nriäorum Wider die Gifft gefunden / als nemlich/ man solle die Kerne auß zweyen rreugen Nüssen nehmen. Item zws Feygen/ zwantzig Raureubiarrer/ vnd soll die Miteinander zer- srosien / vnd em wemg Saltz drunter mengen/ vnd frühe dasselbige essen/so sou emem denselbigen Tag keme Gisst schaden. Dahin auch 5erenu8 sihet/ do er spricht: Lis ät.U28 trouäes i lalis Lc blcvc vralium, ^ cius8> rereri cum corpore Kcu8^ ls. ca^>.i2. Diß Recept rühmet trefflich hoch lib. 2.5. ^. 8. Ein Pnlverdas Herzog Friderich Chnl fürst zu Sachsen zum Präservativ gebraucht hat. k. Cubeben/ Cor,ander/ Welschen vnd Teutschen Kümmel (c/miaum, oder cuminum R.0M2NUM istwel- scher Kümmel / carvi oder carou auff Teutsch Karben öderWiesenkümmel.) AmS/ Wachholderbeer/ Salbey vnd Lorbern/ jedes gleich vil durcheinander gepulvert. Mich berichten auch etliche / welche drey Sterben außgestanden / sie hatten nur deß Morgens ein wenig sawren Weinessig getruncken / vnd eu'» wenig 9-.aure drauff gessen / deß Aber.ds deßgleichen / vnd hättu? sich nichts gefurcht / ob sief'inmittenvnl^rdenKrancken gewesen- Doch saget sey es nicht allezeit gut/ daß man so gar vtel Esi ig brauche / wo man nicht em wenig Rosenwasser / oder dep besten Wems oder SaffranS darunter Mischet. Auch ist es nützlich / daß man m 14. Tagen von den außtreibenden Gif,tlatwergen / oder Pulvern/derer m folgendem!?- Capitelgedachtw'.rd/ etwan halb so vil/ als die inkcirteu Personen brauchen/ einnehine vnd dar- auff schwitze/ entwederfrühe im Bette/oder zu Hause im Bad/ damit/ so sich villeichtetwas unGcblür verhielte/ dafselbige hieMit außgetrieben würde / vnd mau soll allezeit nach dem Schweiß neweLeylaeh einlegen- Odernimb zum Schweiß e?n Quintleui gepulverte Bibenell em/ 0- der so vil gepulvert ^ardobenedicrenwasfcr / vor die Schweißlarwerge vnd Schweißpulver. Ein gute Pra-servativ ^uwergen^ K. Ein halb Nössel Honig/ein Loth Angelica/Item Meisterwurtz/Holwurtz/Liebstückwurtz / Osterlucia/ Baldrian/ Krahenaugen/ Alantwurtzel/ Rauten/Na- terwurtz/Bibenell/ Elsenitz/ Bibergeil/ Zitber/Lorber/ Galgant / Wachholderbeer / Wermutkörner/ Venedi- schen Tyriac jedes emhalb Loth. Ist ein köstlich herüich Präservativ/ kostet emen halben Thaler. Ein gut vernehme Curativ der Pest» Sobald mansie anden Halßbekompt / so brauch man nur bald 8pilirum ^.nrimonii , den treuffele oder tropffe man in em welch Ey / vnd esse es also auß / das laxiret/machet schwitzen/ remiget den Magen durch die secle8. treibet die Gisst vom Hertzen/L ung vnd Leber / reiniget die Haut vnd das Fleisch durch den Schweiße Das oleum Xnrimonn ist noch besser/vnd hat eben die Tugenden. Werdiesehat/ der bedarss kein andere pl^seivsciv, es ist schwerlich alle Tage so vil zu gebrauchen/ aber diese Theophrastische Artzneyen müsien recht zugerichtseyn. Ich muß hier noch em Wunder Recept erzehlen/d-^ mir ein^ vornehmer vnd from c laubwürdiger Mann / der ein Ehurfürstlicher Rath war/ vnd zu v:elen grossen C 5 Sachen PestCu- rativ. -zd! Das Dri 'Sachettgebrauchtward/ gesaget/ welches er zu Vene- tien gesehen harre / daß einer ln emem grossen Sterben alldar zn grossen. Ehren darüber kommen wäre. Ais nemlich / Er hatte den Todten die Beulen außgeschmt- ten/vnd hatte sie gedörrer vud gepülverr/vnd den Kran- cken engeben/ dadnrchwarejhnengeholffen : Ich lasse dtß Recept ln fttnem Werth vnd Vnwerth/ vorm^m Mailldienetsnicht / vnd hat cm secham Ansehen / daß das jen-ge so emen andern vmbs Leben bracht/mlcb beym Leben erhalten solte. Doch ist vnser GOlt einwunder GOtt m seinen Creatureu. Der Stern von Menschen Herrleben/ zum Stemmangel wlder eingeben/ cunrt denselben./^rlcnicum lst die höchste Glfft/vnd lst a>.ich dle höchste Artzney recht zugcncht oder gebraucht wlder dle Gifft: Aber ich habe Sorg/ wer es wüste/ der brauchte gewlßl'.ch das Recept mehr / denn es lst gar zu abschcw- llch: Ich heiß es niemand brauchen/ Ich hab auch wol ehe gehöret / daß dle Todtengräber auffdlese Welse den Leuren sollen vergeben. Das oleum Virrioli, wle eo die hoch- löbkchen ChiMlsten machen/ lstauch em edeldmg couriÄ ^eliem. ElN sc!)sra.'c^viretseymwle sie denn aucb einen Spiegel mit )hrcm Gesichte verg'.ffren kan. Wlttu aber nun solchem Vbel enrgehen /so hange nur an deil Halß/vnd trage das beydlr/ sobist du vor solchem Vbcl nechst Gott wolsicher/ wle denn solches auch auß dieses Krauts zu ersehen. Denn wennmans abbricht/so g lbts eitlen gelben Safft von sich/ dle fast wle em Ivlcuttruum ijt> Dc,6X VUl. CaM. Won etlichen vornehmen Curanven / Expnlsi» ven/ so die Pest cunren/ vnd außrrelben. Desidurch ^L)Ich berichtet ein junger Student / baß er von stun- e^rpulsi- ^/^den an/ als jhn die Gisst auch angegriffen/Cardo- venwlesie benedictenpulver vnd Wermursaffteingenommen / vud zu cun- draufsgeschwitzet habe / das habe ihn nechst GOtt / von ren. Stund an geholffen. Item / ^urimonium (ist em grawlicht Pulver ex virro ^nrimonii gemachr)anffemerSchnitte Butter vnd Brod eingenommen/ lsterngut K.emeäium courra geltem. Doch lsts noch elN zmlllch rohe vnd vn- zerbrochen Ding. Man muß dessen nur ein wemg nehmen/ etwan drey oder vler Lrana schwer / darnach der Mensch starck ist / will man sie ,n einen guten Rheinischen Wem vber Nacht legen / vnd Morgens nur den Wein davon trmcken lassen/ das wäre auch gut. Aber die klares^nrimonü (das lst emwelßPulver) dle sind vielbesser/dennsie sind vielhöher gradert/drumb sind sie auch krafftlger. Manmußsie aber also brauchen. Nlmb einen femen scharpffen Wemesslg / lege Fllederblüre hinem (dle bekompt man allezeit ln der Äporecken) laß 14 - Tage lil der Sonnen stehen/ wenn dlch denn dle Pest ankompt/ so nimb defselblgen Essigs emen Löffel voll/thue vier der llorum ^urimonli drem/ so wlrd sich der Essig färben / trmcks auß / lege dlch em wemg / must aber nicht schlaffen/darnach magst» wol vmbher spatzleren/so wirst 'tt BttÄj / du etliche 8e6es bekommen. So hat man auch das Güb den Ey vnd andere Glfsrlatwergen / derer lch droben auch gedachr habe/als das via Lc>li^Iexiccrium,Vnge- rischer Tyrlac/^nciromaclugenallt/ die mag man auch bald im Anfang brauchen / wenn einen die Pest ankommen ist. M^cr^iczlu?glbt virri ^ncimonii ni^. auch ein/ denvctlilencialiduSz vermlschrmiteimQ'.'.mc LleÄuzni !.ibe:^ncis,davvn droben gesagt/UN Ansang der Kranck- Heit/Iib. sS>.in I^iotcoricj. Eben das lehret ^ncler- auch in jZlÄX. luz ca^>. 6e ?elie. HarmandemVergifftendeß Morgens eineGlffrlat- werge oder sonst ein Lxpuliivum elngeben / so mag man chm gegen der Rächt / wenn er mlt dawllcher vud gesunder Spelß vnd Tranck zuvor erquicket lst/ dasselbige 0- der ein anders/damit auchblßwellen mit den Lx^uUIven abgewechselt würde / widerumb emgeben. Deßglelchen/ wenn das erste Lxpulüvum gegen dem Abend/ alsNachnntrage/ emgegebenwürde/ müste man den folgenden Morgen jhm dieses / oder eln anders/ wlederumb emgeben / vnd also mag man darnach die Lx^ultlven etliche Tag hernach gleicher gestalt gebrauchen/ so ferne es dle Purganon/Aderlasse/ oder em anders nicht verhindert. Item / nimb drey Messerspitzen Cardvbenedictenpul- Pest soet- ver/z. Messerspitzen voll 5cc>r6u-Pulver/i.Messerspitze nenschon gut gebrant Hirschhorn/nimb sie mlt warmen Wemesslg angefas- oder ande'rnEsslg em/vonFllederblumen gemacht/oder set/ was I^zveociulX. oder Erdbetrtra^rorum, Scc. vndschwltze dasürzu drauff. brauchen» Wen die Pest schon coiripiier vnd angefasset hat / der laß sem Vrm eln wenlg ablaussen/das ander aber so folget / das thue er m emen Becher / vnd thue em gut Thetl Saffran darzu / vnd trincks mnelnander auß. Manmags auch alle Morgen zur ?i.-Llervzrion brauchen/ lstgar bewahrt / sonderlich von dem armen Landsknechten m Vngern. Llese cenr. 6. Z4° 8ecreroium. Eln güldenen Tranck vor dle Inficirten / an derer Zeben man auch gantzlich zwelfselt /mag man nachsuchen lN deß K4ixalä. lecreris cenr.i. X^I^or.98. Das rechte calcmirte e:n oder zween Gran Antimo-- Nlum oderSpleßglaßgepulverisirr emgenommen/ nach Vermögei? vnd Stärck deß Lelbes / wird ein brechen machen/ vnd den Patienten deß Giffts erledigen. Es muß aber wol czIcinnrseyN/ K4i?al6u5cenrur. 6./^kor,48. dencul.8.^j->^c>r. ir.sagt/ daß dle Lampreten (etllche sa« gen es seyn Pncken) zur Zelt der Pestilentz stets gessen/ auß angeborner Krafft diese anfallende schreckliche Seuche vertreiben sollen. Irem/ n.mb gutenwelssenHomg/ oder Iungfraw Honig/ siede jhn fein rein. Wenn er nun lauter vud klar lst/ soglcß emen guten scharpffen Essig dar;»/ thueem gut Theil Raure vnd Wermut darzu/ laßmit dem Essig vnd Honig sieden/ den Topfs wol verklebet: vnd wenn es wol gejorren hat / vnd du es dem Krcmcken geben willt / so nimb e:n gurs T rüncklem davon / stoß drey Lorbern vnd ein halbe Muscare klem/glb das dem Krancken deß Tages emmal oder drey zu rrlneken/ laß ihn daraufs gehen / vnd schw.tzenbiß er Besserung fühlet. Oder / wer in6cil,r vnd verglfft lst/ der trmcke gepul- verlsirt 8cc)iciiurn:n 8cc>rcliumwasser/ das istlecunäüin Oeum^'iN osst bewahrt ^.elneciiumzdamlt vielen Leuten geholfsen lst. Der armen Landsknecht Recept im Kriege / wenn sie ihr Geld vertruncken/oder beym Buch der Könige gelassen haben/ vnd mcht viel Artzney zeugen können / so nehmen sie / sobald sie diePeste ankompt/ einen Schuß Büchsenpulver m warmen Bler oder Wein ein / so werden sie wlder frisch. Oder / mmb em srlsch Ey ohne das welsse / eine Hand voll Wemraute/ zwey Häupter Haußlob/ em halb Rössel guten rohtenWelnessig/ein Qttlnr Tyrlac/elnQuint I.il)erLnci8 (lst em elnQlnt BKchseilpulver/ vild das durcheinander gestossen / darnach durch ein klemTüchlemgeprest. Wenn einen die Pest ankompt/ so lasse man bald zur Ader / vnd trincke emen starcken Trunck davon / schwitze wol drauff/ must aber nicht schlaffen. Es schreibet Kli?aläu5 ccorur. 7. 85». daß der Safst von Litwelch oder Bleyspettel / ^olemonio, ihrer vlel von der Pesttlentz erlöset babe.Welches Krafft ihrer viel Bon der Pestilenz 5^ Lufftzu Eter- benszel- ten ver- gissr/em Wasser dafür. vil auch dem Wegerich auß der Erfahrung zuschreiben/ wenn man dasselblge Kraut nützet / auss allerley welß. Nimb emen Arm voll Wermut / oder so vll du sonsten wllt/ kehre einen remen Platz auss der Erde / brennedle Wermut zu Asche / vnd mmb denn die Asche m ein rem 'Tuch/ vnd geuß rein Wässer drauff/ mache em kalte Lauge drauß/ thue die auch in emen Kessel/ nach Gelegenheit der Lauge/ istihrvil / so muß man emen desto grössern Kessel nehmen/ öc cconrrZi koche sie so lang/ biß sie Wider Zil Asche wlrd. Darnach inmb dieselbige Asche/ pulvert sire sie klem zu Pulver. Kommet dich dle Pest nnt einer Hitze an/so inmb von der Aschen/so vll du auss emer Messerspitzen oder zwey halten kanst / vnd mmb sie m emem Löffel voll Wemessig / vderCardobenedlctenwasserem. Kompt dlchs aber m;t einer Kalt an / so nnnbs mit einem Löffel voll Wem zu dir. ItemR.. DasweissevonememEy (das muß man fein zerklopssen / daß em sxumz wlrd/ vnd sich darnach in em wenig Wasser telolvirr) em wenig Kampsser/ ein wemgSassran/ geuß Brandtewein dran/ karmirrura. rrlnckö auß/ lege dich mder vnd schwitze wol. Mich berichtet auch emWelb / Scheibetille aussButter vnd Brod gessen/ solle gut vor die Pest seyn/ allem ma» solle sich vor Nelcken hüten» Wenn die Lufft zu Sterbenszeit vergütet ist/ eln sonderlich gut Wasser. NiMb frische Tormentillwurtzel. Cretischen Diptamwurtzel. Garten Nageleinkraut jedes ein halb Pfund» Alantwurtzel 2..Loth. Sawerampsserkraut vnd Saamen ».Pfunde Botretschkraut vnd Blumen. Ochsenzungenkraut vnd Blumen. Rothe Rosen» Wilde Heckenrosen jedes 1. Pfund.' Deß besten Theriac em halb Pfund» öPimpmellenkraut vnd Wurtzel. PasteMenkraUt vnd Wurtzel jedeö ein halb Pfunds. Limcmensasst 1. Pfund. Deß besten reNikcirten BrandtenweMS anderthalb Pfund oder 1K nm etliche wollen. Türckische gesiegelte Erde. PrXparlrrenArmenlschen Loli jedes 4. Loth. WelssenSandel«. Rothen Sandcl. Gebrand Helffenbeln» Wetssen Been. ÄußerlesenerPerlenjedeSz. Loth. Auffrlchtige Hlrsereutzlein Loth. Gefeylt Helffenbeln i. Loth. Saffrans. Loth» Camphor 4. Loth-. Fem geschlagen Gold i. Loth. Die Goldblatter zerschneide mitder Scheren klein/ vdcr zerreibe es Mit Honig wol auss einem Marmerstein/ macerirs fünffzehen Tag m Gebrandtenwem/ doch daß dle cucurkira wol vermacht sey. Dle Perlen sollen klem geflossen in einem andern L^curdir!,. mit Llmonlensasst auss fünffzehen Tage ma- ccrirr> vl^> das Gefäß gleichfals auch vermacht werden. Dle Wurtzeln sollen mlt demallerbestenWemfein sauber gewaschen / vnd denn wlderim Schatten getrück- net/ vnd ml Mörser gestossen werden. Gleichsals sollen auch die Krauter / üores vnd Samen m ein Äläßmlt Tyrlac gethan / vnd der gebrandte Wem sämpt den Goldblatlem / vndderLemonimsafftsamptdenPerlen drüber gegossen/ vnd in eme Grube dreyer Füsse tless/ M die Erde gesetzt werden / vnten iN der Gruben soll eineS Fusses tiess lebendiger Kalck / m der mitten das Gefäß wol vermacht/ daß esnlchtrraul^inret / vndzurlnges herumbMlstgeleget werden. Denn gleß darauss ^weeN Eymer voll Wasser/ laß es also i!..Tage stehen/vnd ver- tiewre den Mist alle Tage / oder jam?. TagenemMal- Den gieß es in ein Brennglaß zusammen / distilUrs mlt binden? Fewr / das distilkrte Wasser gieß denn wider auss die 5a:cez. vnd zum drittenmal das Wasser/ohne die tXccs alleine/vnd gib dem Pattenten em klemes LöffeleinvoK Das xix. Capitel. Von den Beulen vnd Geschwür». Ißwetlen schiessen den Patienten bald nn ansang/ . wenn sie gleich ein exx-ulüvum gebrauchet haben/ Beuleil Beulen oder Blattern auss / welches ein Anzeigung ist/ ^.d Ge- daß sich die Natur remigen will / darumb muß man als- schwur dannderNacur zu hülffe kommen / vnd solchen Leuten/ was sie wennsieblutrelchseyn/anderselbigenSetten/dasieBett- ^ir em lenhaben/ zur Ader lassen/aber nicht vber den Beulen/ ^uzel- sondern vnterdenBeulen / davon ich auch droben lm 14^ Capitel etwas gesagt habe. Slnd dle Bculenoder Blattern hmter den Ohren oder am Halse/ solasjeman/ wie auch droben vermeldet / die oder Haupt- Ader an demselbigen Arm. Seyn dle Beulen oder'Blat-- tern vnterden Achseln/ so lasse man die L^licam . oder auchdle kleckanam. SlNddlese Zeichen auffdenLenden/ somagmandleAderauffdem Fußblat lassen / seynsie bey dem GeMächte/ dle grosje Ader vnter den Knyen / m- nerwartö gegendeM andern Knye vber: Ist aber dle nit zutreffen/ so lasse man die Frawenader/sonsten Zaxiieaa genant: Dergleichen soll man auch dieselbige öffnen lassen / wenn die Beulen vnter den Knyen auffgefahren waren. Darnach muß man die Glfft nm Artzney jemehr vnd mehr herzu ziehen/ auff daß die Beule grösser / vnd das verglffte Glled von tter Glfft erlöset werde. Man soll auffdie Geschwür oder drusennur gebra- Was auss tene außgehölerte Zwiebeln oder Knobloch legen/ darem die Gegute Tyriac gesteckt sey/vnd es offt vernewern/das zeuckft schwür zU dieGifftauß/ vnd maturlrts/davon lchhernach weiter Legen, sagen will. Der Prophet Esaias legte dem Könige Ezechi-e nur allein gestossen Feygenauss/ 2..R.eA.2.o.v.7. Oder nunb fünffzehen frlsche Feygen/ thu emen Löffel voll Gerstenmeeldarzu/ Item gekochte Elblschwur- tzel/ damlt der SchlelM auch gemacht lst/ von ielnsamen vnd 5nno ZrTco, Loth/ Lilgenöhl/ so vil nöhtig zu einem Pflaster/solches maturlret vnd zeitiget/ vnd dienet auch wol/wenn dle Wehetagen groß seyn. Das mel-lo- rum(lst ein Pflaster von Steinklee vnd andern hcciebas gemacht) lst em köstlich Dmg wider die auffgeschossene Beulen. ManMachtS von den mncil^illilzus.Seme äe- Zcri^rioa hat man lM clilj-eQlarorio vnd lM Vslerio Loräo. R.. äemcllloco > cjiac^^Ioois comxcztlci zuz» iZnili^uek- sur in uno Vase mi.xrz, intunäzncur in tri- Aiäam , pvl^ea maiaxerur auc msuiuus rraÄerur öc ill inallam leäl^acui'. Wenn manemem jchwartzen oder röhtlichen Hahn/ Henne oder Taube f wlewol an der Farbe nlcht vil gele- gen/denHindern berupffet/reibet sie eln wenig mitSaltz/ vnd bindet sie also lebendig auss das Geschwür/ oder hält sie nur mit der Hand drauff/ vnd wechselt offt damit abe/ das zeucht trefflichdle Gisst auß. Man muß jhr aber biß- wellen den Schnabel zuhalten/ vnd sie alßdenwlder Lusst holen lassen. Wenn eme stirbet/ so nehme man eine andere/ vnd nach der dle dritte/ blß keine mehr stirbet. Man sagt auch von den Fröschen / daß sie derg leichen thun sollen/ aber diese rcpercuriren mehr die Gisst zurücke / vnd treiben sie wider hmem/also kalt aussgebunden/ aber eme gedörrete Kröte ist besser. ^>0 haben auchdle Baiblret sonderllch Salben vnd Pflaster darzn. So man auch ein Corrosiv vnrer die Geschwür / M das dicke Flelsch setzt/ mit den Spanischen Fliegen / Sa- werte,g vnd essig/ das zeucht Blasen auss/ vnd wenn die geöffnet werden/ so zeucht sich die Gisst Mit herauß. Man soll aber die eröffnete Haut nicht bald lassen zuheilen/ sondern offen halren/vnd offtChrlstwurtzel drauffbmden. Bißweüen vergehen dle Beulen von sich selber / so darss man jhnen mchts thun / wenn sie aber nicht wol-en zeitig werden/ so muß man ihnen helffen. Item/ wenn Man Storchfekt auffden rumorci^ schmiret/ so lsts den PatleNten auch sehr gut/ denn das maturlret auch/ vnd zeucht die Gifft auß. Der erste Mensch der im Hause eine Pest oder Beule bekompt/ vnd jhm dieselblge außschwieret/der sehe wol zu / daß sie jhm im Hauß nicht auffbreche/sondern lauffe lieber hinauß ins Feld / vnd lasse sie alldar aussbrechen/ dennsosieimHaußauffbrlcht/ sobekomptfie ew anders gememiglich» Beule von Wein- blättern sich verzogen. Zwiebel vnd Ty- riacwie "sie die Grffr von hinein getrieben. Kröte so qedörret/ ist gut auff die Pest zu legen» Pilsen, kraut vertreibet die Pestilen-, tzische Drüsen. Das Dritte Buch/ schreibet in ftuiLN secleris cellr. z. von den Muscheln oder lebendigen Öftren / daß sie die böse Pelulentzische Beulen von ihrer statt an ttn andere Grelle wenden/ vnd alle Glfft zu sich ziehen. Man soll aber diesclbige an den Arm bniden/da die Ader läusst/wo die Berile vnrer der Achsel ist. Wo aber dle Gemachte luäciret seyn / sollen sie an die Husste gebunden werden/ an demselbigen Ort/da die ^chenckelader gelegen. Mir sagte ein Knab/dem dle Pest außgeschworen/ es hette sich seine Beule w'.der verzogen / vnd hätte nicht wollen relffwerden / aber er hätte nur Wemblätter auss- gelegt / dichättens wider zusammengezogen / vnd rech gemacht. Mich berichtet auch ein guter ehrlicherMann / der etliche Sterben außgcstauden / daß wenn einer kranck worden / vnd es were jhn etwan nnt emem Frost ankommen/so hatte erbald ein Zwiebel oder Zibolle genommen/ vnd hätte derjenigen den Stiel abgeschnitten / die Zwiebel innwendig wol außgchölet / vnd em wenig Venedi-« sehen Tyriac vnd Emhorn hineingethan/ den Stiel wider drauff gesatzt / dle Zwiebel mit nassen Werck vmb- wunden/ iii helsse Aschen gesetzt/ vnd braten lassen / vnd härteste )hn bald lassen essen / vnd hätte sich der Iväcirce ins Bette legen/vnd nur wol schwitzen müssen/ so hätt es die Gisst herauß getruben/vnd were em Beule worden. Darnach hätte er wider eine solche Zwiebel zugerichtet/ eben wie zuvor/ vnd hätte sie aufs die Beul gelegt/so were sie bald deß andern Tages außgangen / vnd were grewllch von jhme weggefallen. Sagte weiter/daß ihn solches sein Vatter gelehret/ welcher etlich hundert Menschen in Sterbenszeitni damit geholffen hätte. Er harte aber allezeit zehen oder zwölsfsolche Zwcebelnm derA- schen gehabt/ wenn die Leute kommen waren /so harte er jhnen die Zibollen baldegeben lassen. I'jieo^kralius ?aiÄce!lu5 sthrelbet in der dritten fenlion , ein gedönete Kröte in ein Tüchlelu gebunden/ vnd auff eme Peste gelegt/ ziehet sie auß / Lc vcrum muß ihr aber mehr als eme haben / den sie zeuch Gisst auß / daß jhr der Leib gar voll wird/ als wenn sie vom Gifft anssgeblasen wäre / vnd noch lebte. Denn muß man alßbalde eine andere dürre Kröte auffbmden / vnd so lang abwechseln / biß eine Nicht mehr aufflausst/ so ist alßdann die Gisst herauß. Wenn man sie aussdie Herß- grube bmdet/so zeucht sie die Gisst herauß. Besihe das s.!.. Cap. Item/ wenn einem die PeMentz schon auffgelaussen ist / so nimb vier Löffel vngenütztenWagencheer oder Stencker/ vnd emen Löffel voll Bargschwemen Schmält; oder Schmer/ vnd schlage das wol durcheinander/ schnüre es auss em leinen Tüchlem / lege es Pflasterwech auss/ das lstgargutdarzu. Irem / schnnere Mithridat vnd Tyreac auss em Brod/ legs draufl/ sv zeuchts die Gisst auß. Oder lege warm Brod drauff/ so warm du es erleiden kanst / vnd wirffs darnach ine Wasser. Nunb weiß Lilrenohl/Hasensett/Venedische Selsse/ mach ein Pflaster darvon / legs drauss/ soz«.ugtsauch auss. Item Saltz mitSawerreig/ Honig/ Butter vnd Sawschmaltz vermenget / eröffnet vnd bricht allerley ge- schwulst auff/aueh die jemge/so m der Pestllentz entspringen/ ^>2zIä.cenr.z.^I)or.z7.Lx ^rnolcl.Villanovzntt. Bilsenkraut auss die pestilentztsche Drüsen vnd Beulen gelegt/sol dieselben vertreiben : Vnd wenn jemand/ ehe dieselben jhn angestossen haben / gemeltes Kraut bey sich hätte/der ist frey von denselben Beulen/ z.^lior.86. Icem ccnr. 6. z 4. das Pulver von einer dürren Kröten auss die pestilentzische Geschwer ge. legt/ zeucht die Gisst gar wunderlich auß. Oder mmb flugk emen Eyerdotrer / so balde dir eine Beule aussgefahren ist/ vermenge jhn wol nur Saltz vnd Sassran/ vnd legs drauss/ diß soll man osst thun/vud wider vernewern. Etliche setzen Egeln drauss/ vnd lassen sie dle G-sst außsaugen/ welches auch sehr gut. Oder lege dlßwol versuchte vnd osst erfahrne Pflaster auss / mmb zwo Zwiebeln (wie auch droben etwas hiervon gesagt/ aber also hab ichs von einem hoch erfahrnen Da^ore, der mw schwägerltch verwandt) schneide ch- nendieKöpsseherab / höllere sie auß als eme Haselnuß groß vnd weit/ vnd fülle guten Tyriac drein / thuedle Köpsse wider draiiss/ setze sie :n eme Heisse'Aschen / vnd laß die Zwiebeln wo! braten. Darnach wenn sie welch worden smd/zerstosse sie/vnd lege es warm auss das Kerna. Wenn em Apostema beginnet reiss oder weich zu werden/ so soll man es balde öffnen/ vnd nicht harren biß es gar reisswird, Wer es vermag der fordere emen guten Wundartzt Zu sich/ der dasApostema eröffne/ dnm derer seyn maiicherley / vnd sind etliche wunderlicheseltzame Creaturen drunter/die traun recht gewartet seyn wollen. Der muß dem Geschwür recht wissen nachzugehen/ dassel- blge recht wissen zu eröffnen/ vnd zu remigcn / eine zettlang offen zu halten/ vnd endlich auch/wie sichs gebühret/ zu heilen. Ich hab auch droben nn 15. Cap. gesagt/wenn «einer Nicht zum Aderlassen ^uzUncirr ist/so soll er Kopffe setzen lassen/ wenn ihm Beulen aussgeschossen weren / das muß man also verstehen.Ist die Beule hinder den Ohren/ so setze man ihm Köpsse auss den Nacken/emen oder zwce^ ne / darnach der Mensch starck ist. So es aber vnt r den Armen aussgefahren wäre / so setze man Köpsse aussden Schuldern. Ists am Beine/ so setze man ihm Köpsse auss die Knye desselben Bemes: vnd mercke/ daß man allezeit hawen/ vnd wol gehen lassen soll. Man solle bey Leib vnd bey Leben nit zur Aderlässen / oder Köpsse lassen setzen auss der andern Seiten gegen vber / da die Geschwulst nicht ist. Denn wo diß geschehe/ so würde man dre Beule wider zurück hinein ziehen / vnd die Giffl gantz vnd gar zum Hertzer. zu weisen/ daß also der Krancke darnach gewiß deß Todes seyn müste. Em vornehmer Wundartzt hat Alchs auch also ge- lehrer/ nnnb frische Feygen/ kleuieAosmen/ iedeö drey Loth/ Saltz ein halb Loth/ Sawerreig als em halb Hu- ner Ey groß / einen Löffel voll Homg / i. Lsth trocken Taubendreck/ stoß im Morser so lang zu Hauff/daß es em Pflaster wird/ legs alle Tage zwey mal warm vber. Im dritten oder vierten Tag mag man das Ge« schwur aussmachen/ vnd auch nicht zu balde zuheile». Vißweilen schiessen auch den Krancken Beulen vnd schwartze brennendeBlattern auf/wen d:eGift schou auß- getrieben ist / Mit denen gehen etliche OoNoies also vmb. So balde die Pestilentzbeulen auffahren / soll man das Pflaster vom Schleimen bereitet / das man m den A- potecken / das äe ^lucilzAinibuz nennet/ auss em breit Schwedlem / das den Schaden vmb vud vmb wol bedecke/ bestreichen/ diß aussdie Beule legen: Vnd dainit es Lufft habe/so zerschneide man das Schwedlem en der Mitten ein wemgcreutzweise. Alle 6.Stunden soll man das alte schwedlem hmweg nehmen / vnd ein new Estrichen es au die statt aufliegen. Man darss diß nicht warmen/ sondern wie es aussgcstrichen/ so scll mans alsbalde aufflegen.Hiemit halte man an blß sich die Beu- len erweichen/vnd Eyrer fassen. Wenn die Beulen etlicher Massen welch vnd zusammen gezogeu seyn / so brauche man an deß Pflasters äs mucila^inilzus statt em Schwedlem mit dem grawen Zugpflaster bestnchen/ vnd lege es vber die Beulen/ welches man stets m der Aporecken bereitet sind / he-.st sonsten Nmplex : Vnd muß dieses in der Mitten auch em geschn-.tten Creutz hab n wie das vorige/ vnd auch so groß seyn/ daß es die gantze Beule bedecker. Dtß wird den Schaden/ der Eyter gefast/ vollend zu recht brmgen/vnd machen daß derEyter vollent zusammen trttt/vnd öffnen/ wo die Haut nicht so gar dick lst/ will sich aber die eyterich- te Beule nicht selbst eröffnen / vnd ist doch reissgnug / so hawe sie auffan dem Ort/ da sie am weichsten ist / vor der Zeit aber die Beulen zu eröffnen/ wie etliche rathen/ gibt grosse Schmeryen/ gerath gerne vbel / vnd ist langsam widerumb zu heilen. In das eröffnete/oder von jhm selbst aussgebrochene Loch/ stecke man von einem spitz zusammen gedreheten runden Tüchlem eine Wicken / die sey groß / daß sie das Loch außsülle / vnd so tieff der Schaden ist/ vnter sich gehe. Diese Wicke bestrelch man vber all Mlt einem gelben Sälblem/daßmanApostelsälblemhersset / vndsteckees in den grossen Schaden. Dtß wird den Schaden remigen vnd zu Eyter treiben. Wird das Loch so aussgebrochen ist/etwas zu klem seyn/ daß der Eyrer nicht frey herauß fltessen kan/ so soll mans erweitern / also / daß man desto grössere Wicken hinein drehe. Vber den gantzen/vnd nunmehr eröffneten Schaden/ vnd vber die eingesteckte Wicken / schlage man widerumb ein Schwedlein vom arawen Zugpflaster visck/lou . alle MZ so weich worden/ wie damit zu verfahren. Pestt-' lentzbeü) len so auf- fahren/ wasda- für zu brauchen. Von der Pestitettß. alkDmg in die Breite/vnd mdcr Mitte zerschnitten wie erst geschehen. Drß thu so lang der Schaden eytern wird. Wann sich aber die Beule wird gesetzt haben/ vnd wol weniger Eyrer geben denn zuvor / auch zimlichrem seyn / so legc man aisdenn vber die Wiecken (jo noch stets nur dem grimenApostelsalblem soll bestr:chen werden) an sratr deß gramen Zugpflasters / eui ander grün Pflaster / so man luden Aporecken bereit findet/ Lm^lslttum vinäc genam/auff em Schwedinn gestrichen. Dißrei- Nigct den Schaden von, Eyter/ wie da6 vnd weil es eui wenig scharpff mit ist / so last es das Fletsch Nit zu hoch wachsen. Alle 6.Sti.nden verbinde man den Schaden mit emer newen Wiecken vnd Pflasterjchwed- le.n. Man soll aber den Schaden lang offen behalten Mit der W-eckeu/ vud oben hergelegten Schwedlem/ daß die Gisst wol herauß schwere. Deim schlennig diß zuheilen/ weil es noch Eyttr gibt/ brmget Schaden. Schwedinn/ vom gr^seo gemacht/ bedecken / vnd hiemit anhalten / biß der Schade zuhetlet. Bcsihe auch das 5 z.. vnd 44-Cap. vondenApostemen viid Pestllentzblattern. Gifft auß vergifften gemachen zubringen» Beulen so außge- schworen wie sie zu heilen. Wenn «nid womit die offenen Bmkn sollen zu« gerneben vnd gehellet werden / wenn sie außge- schworen vnd rem worden. Wenn nun der Schaden wol geschworen hat/ keinen Eyter nicht mehr sonderlich gibt/ vnd der Krancke am Leibe keine Beschwerung mehr fühlet / sondern frisch vnd gesnnd ist/ader dennoch der schaden sehr tteff vndboil ist/ aiödcnn soll man die Wiecken vnd das Apostelsalb- lem/ Item/ die grüne <5?chwedsalben hinweg thun. Damit aber das Fleisch wieder herauff wachse m den holen Schaden/so streiche man das Loch voll/ Mit dieser fleischmachenden Salben. Nimb Venedischetl Terpentin zwey Loth / wasche den viermahl nacheinander mit emem starcken Brandren- wein / so von Weiichesen gemacht / vnd einmal oder drey abgezogen ist. Em jedesmal/ wenn man den Terpentin gewaschen / so soll der Brandtewem hinweg gegossen/ vnd eis. frischer andre statt genommen werden: Von diesem gewajchenen Terpentin soll man auch den vierdten vnd letzten Brandtewem/ damit er gewaschen/ davon Hiessen/ vnd darzuthun/ klemvnd zuPulvergestossene folgende Stück/als Weyraucb/Masttx/vnd Myrrhen/ bittere Aloen/jedes em halb Ouw.tlem/larcocollam (auf teutsch Fle^chlenn) fünffzehen Gerstenkörner schwer. DteseSalben vermlschemanm ememMörsel/ Mit einem ^ranpel durcheinander / vnd brauche dch m den holen Schalen/ s o m,t dem fleischmachenden Salblem auß- gcsüliet/ darnach lege man auffein Schwedlem gestrichen / das grawe Heüpflaster / so man m der Aporecken nennet gril'cum, vnd halte damit deß Taget! zweyer an / biß der Schaden Fleisch gewinnen vnd zuheilen wird. Gehet aber das Loch im Schaden so tieff vnter sich/ vder auff der selten/ daß man keinen Grund haben kan/so vermag man mit einschmieren der flelschmachenden Salden aussden Grund nicht zu reichen/ darumb soll man m solchem fall an der statt der Salben d;ß Clistierwasser brauchen. Nimb warmen blancken Wem zwene Eßlöffel voll/ darmnen zerreibe fleischmachenden SalblemS vier guter Messerspitzen. Diesen Wem darinuen die Salben zerlassen / geuß lawllcht warm m Schaden / deß Tages zwyer / früh vnd aussden Abend / vnd decke darüber eui Schwedlem vom grawen Heilpflaster Zr^leo. Hiemit halt an/biß das Fleisch Herfür quelle/vnd man den Grund deß Schadens wol erkennen kan : Alsdenn lasse mit dem Clystierwasser abe/ vnd streich allein d^e fleischmachende Salbe inden Schaden/ vnd decke jhn mlt dem grawen Heilpflaster zu/ wie jetzo gelehret. Wird der Schaden wild Fleistb setzen (das man an deine erkennet/ wenn das Fleisch sehr herauß vber den Schaden quillet / vnd sehr blutet / wenn mans ein wenig anrühret) so darss Man die fleischmachenden Salben nicht/ sondern man soll an der statt auff das wilde Fleisch einen gebrandten Alaun/ klein zu Pulver zerflossen/ vff- strewen / vnd darüber das grawe Heilpflaster legen. Aber mit dem aussstrewen deß gebrandten Alau- nes halte man auff die weisean/biß sich das Fleisch wide- rumb setzen wird. Wo der Schaden nicht tieff / sondern das Fleisch vnter der grünen Wtcksalben selbst m die Höhe gewachsen / vnd das Loch außgefüllet hatte/ so darss man der fleischmachenden Salbe nicht / sondern man soll alsdenn den Schaden nur allein mtt einem schlechten Das XX. Capitel. Wie man Gifft auß den vergissten Gemachen/ darauß Leute gestorben seyn / wider wegbringen soll. As soll man Mit allerley Rauchwerck thun/als daß man mit Wermut/ Schaffgarbe/ Raute/ Eychen Laub/ Wachholderberen / oder Stauden räuchert. Wo Cammen seyn / soll man darinnen viel Fewer mit gutem dörren Holtz machen / vnd im Gemach so es ohne Gefahr vnd schaden geschehen kan/ em hell Fewer anrichten/welches nach der ^ecjicorum Meinung tresillch gut vnd gewisse seyn soll. Erilche wollen / die Gisst ziehe sich m ein warm Brod/ vnd solch Brod soll man darnach vor der Stadt verbren- nen:Etliche machen hetsse Ziegel oder Smgerstem/setzen die in ein Wanne voll Masters/ vnd sagen/ die Gisst ziehe sich darem. Solch Wasser möchte man darnach m em stressend Wasser bringen/ an denen Oertern da memands wohnet/doch habichh:ervon auch etwas droben un Cap. gesagt. Besiheauch drunten das 4^- vnd 48. Cap. Ich will auch wol glauben/ wenn man mitfettcm Knhn räucherte / es solle auch nicht böß seyn / jcdoch macht dasselbe Rauchwerck die Wände deß Gemachs / schwärtz vnd vnschemlich. Wenn lemand rnemer Stuben gestorben/ so wellen etliche / man soll dieselbtge darnach gar hech außbeitzen/ davon soll die Gisst auch vergehen:Oder soll alle Fenster aussmachen / die Stube zuschliessen: Dieses mag nicht eine böse Meinung seyn/ wenns lm Winter geschieht/ vnd grosse Kalte m die Gemach kompt/ so kans dleselbige von der Pest auch reinigen. Ich Habs von einem Baltnerer gesehen/ welcher in Pestzeiten alle Leute besuchte vnd curirre / daß er mit Weib vnd Kmderu em Hauß emnahme / darauß alls Leute gestorben waren/daß er dasselbe Hauß außrau- cherte/ Erstlich mit Wermut/ darnach Mit Wachholder- beer / vnd letztlich mit Lorberen: vnd widerfuhr jhm vnd den semigen nlchts böses. DasXXI.Capitel- Wie man zur Pestilenyzeit erfahren soll / ob em Kranckersterben oder genesen wird. A^Imb eines Goldgulden schwer Krebsaügen / stoß ^)ie klein/ thue sie m guten Essig/ so hebts an zu sie- den/als wenns beym Fewer stünde.Wenn das sieden vergangen/ so rühre das Pulver vmb/ gibSdcmKrancken also trüb zu trlncken. Bleibets bey jhm / so ists noch eine Hossming / daß jhm zu helssen sey / vnd daß er selber auch werde zis bleiben werde. G^bt ers aber wider / so ist das Hertz ver- der g,fr/vn ist da keme hulssemehr bey MenZchen vorhanden. P^° Oder/ mmb deß KranckenVrm/geuß chn auff grüne Nesseln/ bleiben die Nesselngrün/ so bleibt der Patient auch grün/ werdensie aberfaul/ sowirderauch faul / vnd stirbt. Oder / Thue deß Krancken Vrm in e-n Becken oder Glaß/ thue em wenig Frawenmzleh/ dteemKnäble-.n saugct /drem: Fallt dle Milch vssden Grund/so fallt der Krancke ms Grab/ vnd stirbet innerhalb acht Tagen/ blechet sie aber oben aussdem Wasser/vnd zertherler sich/ oder schwimmet oben/so bleibet er auch oben auff der Erden/ vnd mehret vnd nehret sich. ^nconius saget auch von emem sonderlichen Gcmerck/ceur.6. 8ecrerc>rum,vNd sagt/wenn einen em Pesttlentzgeschwür angestossen hat / so soll man jhm nur em wenig guten Tyrrac m weissen oder blan- cken Wem zu trmcken geben / (da er anders kein Fieber hat /) vnd den Carfnnckel oder das Geschwür eben mit demselbigen Tyrrac schmieren- Wann dann der Tynac alsdenn von Stunden an anbrennet/ vnd daran bestehe!» bleibet/ vnd der Krancke kein Besserung fühlet/ so sey es em böß Zeichen : Wo aber das Wiederspiel geschieht / da ists em gut Zeichen. Dlß hat er genommen auß dem /».rnolclo äe VilIs emen vortrefflichen pkilolo- Kranckev ob er sterben oder genesen Es sind auch Anzeigungen deß Todtes / em kalter Ul Angst- "HO 6 Angstschweiß/sonderlich im Angesicht. Item / wenn einer offt m Ohnmacht fällt/fchwartze schleunige ^ähne/ bleyfarbe Stuhlgänge / nnt grossem Gestanck / darben auch Blut ist/ stmckender Athem/Geschwulst deß Leibes/ Krampff/ fchwartzer Vrm / betreugt offr. ItrM / wu.n man mancherley Farben Materien außspeyer/vornemb- lich was schwartzlechttg vnd vndäwliche feiste Materien ist. Item/wenn emem die Lust zum essen vergehet/wenn emer eine schwartze Zunge hat. Item / Vnruhe/ Aberwitz/ Schlaffsberaubung/ böse vngewöhnliche Ludones oder Drüsen circa ^uäellcla z ^ur^iacesteucarb^nculiz worbill'.Lc varivli-sonderlich wenn sie Nicht bald Herauß wollen / oder wider hinein schlagen. Sterben diese nicht alle / so ists doch eme grosie Gefahr beyjhnen. Das xxil. Capitel. Von den schwangern Weibern. Pest gehet ^Z^BerdasWe-.bsvolck/ Frawen vnd Iungfrawen/ gemevbe: ^-^junge Knaben vnd Mägdlew/die nicht Pulver dasWei- ruchen können/ gehet es m der Regierung dieser Seu- dervolck. cheammeisten. Drumb soll sich das Volcksonderlich innen halten/ vnd nicht viel außgehen/ dann es sähet wie em Zunder/sonderlich schwangere Frawen/ die mcht viel Artzneyen brauchen können: Doch mögensie alle Wochen einmal oder zwey dieses Pulvers einnehmen / das also gemacht wird. N imb Cretischen Diptam / Angekca / Tormentill» wurtzel/ Zttwan/ jedes Quint / ?lrmenischen Loli, gesiegelte Erde jedes 2..ftrupel/zu emem Pulver gemacht- Von dem Pulver sollen sie einnehmen bey einem hal- bcvQuinrlem/ vnd auffdasgeröste Brod strewen/ vnd ein wenig Weinessig daraust sprengen / vnd deß Morgens essen / wenn sie vmer das Volck außgehen wollen. Sie möchten auch einen guten weissen Bornstem/ (succiuum 2lbum)nehtncn/etwan zwey Liuintin schwer/ vnd darunter em wenig Pulver vdn emem Einhorn ver- Mischen/vnd darnach aufsoiese Weise temperiremsie mögen von Börnstein ein halb Qumtlein nehmen/ vnd deß Pulvers von einem gutui Einhorn/ vngefähr emdrit- theil emes Quintlems darzuthun/ vnd diß alles mit einem Trunck Reinischen Wem vermischen. Wenn sie darnach ein Schawer ankäme / wenns gleich dre Pesti- lentz mcht wäre / so sollen sie doch diesen Tranck außtrm- cken/ vnd zmilich warm drauff schwitzen. Diß Pulver ist zwar auch gut/ aber mich deucht daß es den Schwängern nicht wol dienet / weil starcke rrei- bendeDiNge darbey seyn/wie auch das tucciunn'. aldum, mem Rath wäre/ sie liessendasäiÄamnum davon/ so wärees befjer vorsie. Zur Labung mögen sie aber nach dem Schweiß eme Latwerge / als die conlerva Lu^lolla oder öorra- giocmit dem Violsafft brauchen: vnd dassolleN sieostt-- mals rhun/ denn es stärcket die Frucht im Leibe/ vnd die Mutter selbst» Würde aber einGeschwür hervorkommen/ so muß man damit verfahren/ wie droben im 18. Capitel gemeldet ist. Weil wir nun auch GOTTLob in diesen Landen das rechte 8cc>räium hauffig haben/ so köntemandavoneme solche Artzney zurichten. Nimb den besten Zimmet. Cassten Rinden. Wasserlauch. Cretischen Oi«5lam. Tormentillwurtzel. Natterwurtz jedes i. Loth- 8rorac.ca1am. vierthalb Quint. Sawerampssersamen s.Qumr. Entzian dritthalb Qumt. Armenischen Loli;. Loth. Gesiegelte Schlesische Erden r. Loth. Langen Pfeffer. Ingber jedesScrupel. Geschäumten Honig anderthalb Pfund- Claretwein ein halb Pfund, Rosenzucker ein halb Pfund. Mische dieses alles wol vnteremander zu einer Latwergen. Wennman von dieser Latwerge bey einer kleinen Ca- ftanien groß einmmbt / wenn die Noth vorhanden ist / so w;rd man wunderliche Dmg erfahren. Obrigkeij soll zur Zeit der Pest schwänge« reWeiber NM einer sonderlichen Wehemutter versehen Tus Dritte Buch / Man muß auch Achtung ausssie haben / daß sie es nuv wol gebrauchen / mit dem Essen wird sich em jeder wohl wissen zuhalten. Memen Vatter berichtet sem viacoau^ein altbetag- Goldblti- ter vnd geKhrterMann/ daß em schwanger Weib die me zur Pest bekommen harte/ vnd hatte gebären wollen/ war Zeit der aber die rechte Zeit der Geburt noch Nicht vorhanden Pest/ gewesen / vnd hatte auch niemand zu chr >n das Hauß ge- schwangt wollt. Derselben hätte er Goidblumen oder Rmgel- rn Weibe- rosen/ leu czIcdäulÄM. vnd Hunds-Camillen (die da wie rn gut. wolriechende Cannllen seyn / stincken aber sehr) in emem Nössel Wem gejotten/ vnd em wenig Tynac drmnen solviret/ vnd hätte sie es warm trmcken / vnd drauff schwitzen lassen / da hätte sie noch acht Wochen gewarter/ vnd Härte ihr darnach GOrt emenfrkschen jungen Sohn bescheret. Auch mögen schwangere Weiber zwen Tage die süs- sen Küchlem I^iderancis brauchen / derer ich drunten am Ende deß 2.7. Capitels gedencke / vnd alle wege auffden ersten Tag die Latwerge von den Edelgestemen/ ss m Apotecken zu finden / Mit Namen Zle^uarium clc^em- mis essen. Die da lieber Pulver brauchen/die mögen die 'H>ecic5 dieselbigen Latwergen auss emmal ein drtttheil emes Quintlems m einem warmen Wem nüchtern nehmen. Bcsihe auch orunten das 2,8 .Cap. Allem darauff soll eme Obrigkeit bedacht seyn/ vnd gute Achtung geben/ daß man eme sonderliche Wehemutter hat/ die zu deN gebährenden Weibern in die angesteckte vnd ve> gisste Häuser gehe/vndandereWeiber/ die solche Frawen^stegen zu warten/vnd jhnen zutragen was sie bedörffen. Daß ja solche arme elende Weiber/ der Geburt halben keine Noth leiden. Nimb Tormentillwurtzel. Natterwurtzel jedes 1. Loth. Ingber -..Quint. Salbey. Rauten jedes em halbe Hand voll Anissamem Fenchelsamem Sawerampssersamen. Cardobenedictensamen jedes 2,. Qumt. Cirronenschalen i. Loth. Mache eM Pulver darauß. Diß Pulver laß dir m der Aporecken zurichten / thue Zucker Candi darzu/halb so viel als dch Pulvere ist/das vermische wol / davon gib emer schwangern Frawen / so Mit der Pest befallen/em quiNtlem em/wo sie grosse Hitze hat Mit Sawerampfferwasserwarm/wo abermchrHitze darbey ist / so gibs chr mir geringem Landwein/ vnd laß sie offt vnd viel mit schwitzen/ oder wo sie es auch mchr also brauchen kan/ so thue diß Pulver alles m em zinnerne Kanne / geuß ein Maß Wem darauss / vermache den Deckel fest/setz es m em Kessel Mit hech Wasser/ laß das Wasser sieden 6. Stunde/ laß von sich selbstm erkalten/ seche den Wem davon / gib jhr em guten Trunck warm deß Morgens vnd Abends / laß sie wol Mit »m Berte schwitzen / diß durch Gottes Segen / erhält die Frucht/ vnd treibet die Pest auch auß / stärcker Mutter vnd Kind/ ist sehr gut/ vnd sicherlich zu nehmm» Das XXIII.Captttl. Von den klemM Kmderm N denkleinenKmderttistdieNaturschwach/darumb Kinder/ oarssman auch bey jhnen mt starcke Artzneyen brau- was die cyen. Man nehme nur von emem guten Emhorn etwas zurZeit geschabet/man mag auch wohl/ soMaNwill/ eMwemg der Pest weissen Bornstem dazu nehmen/ vnd jhnen nn Nothfall/ vor Artz- wenn sie die Pest ankäme / Mit Sawerampfferwasser em- ney braugeben/ vnd daraufffchwitzen lassen/ vnd so es etwas auff chen/ vnS der Brust fühlet/ so mag mans jhm noch emmal einge- wresiezz» den. Sonderlichsoll man jhnen offt Sawerampfferwas- warten ser zu trinckeN geben / welches m diesem fall den Kmdern seyn» am besten ist. Die Küchlein i-iberanris cum aloe sind jhnen auch gut/ sonderlich wenn sie Würmer haben / auch den Iungfrawen / vnd denen die verstopffet sind. Auch muß man Achtung auff jhre Windeln haben/ dasi die rein sind / vnd offt verwandelt werden / wie das- selbige em verstandige Haußmutter wol weiß zu ordnen. Man kan den Kindern auch ^criacalern eingeben / aber nicht viel / sondern gar wenig / aber ein Tyriac soll man den Kindern gar nicht emgeben. Besche drunten das 1 i. Cap.am Ende- Bon der Pestilenz Patienten so mfi- ciretwie man die zum schwitzen bringen soll Item / man kan jhnen deß Morgens zur pr^terva- ^ioü acht Körnlem vberzogenen Wursamen nüchtern emgeben. Oder mmb gebrandt Hirschhorn/rothen Myrrhen/ Wurmsamen/ bereitete Corallen/ >edes gleich vil/mache ein klar subtilPulver drauß / vnd gib ihm em Messerspitze voll auffemmal m eineMSawerampfferwässer em» Den Kindern so etwas erwachsen seyn / vnd ontet die teure gehen/gibt man allem die bittere vnd süssc I.ibe'- laucis küchleM / allezeit zween Tage nacheinander der Küchlem drey / vnd auss den dritten Tag zwey der bit- rcrn/dcrer lch ca^.z .7. im Ende gedacht. DiePcstilentz- Pillen darff'man ihnennicht Aeben. Oder niMb Tardobenedictenwasier io.!oth/Syru^ von Cardobenedicr: L.. Loth/Hirschhorn i.Qumt/ Saff- ran z. Gran/ diß vermische wol/ davon gib emem kleinen Kmde z.Löffel voll/oder Löffel auffemmal / laßdar- «uff schwitzen/ einem von 2.. oder ^ Jahren 4.Löffel voll/ vnd so sortan/eim Knaben von 6. oder 7. Iahren gib die helffre dieses Trüncklems wol vmbgerühret/ warmem» Das XXIV. Capitel. Wie man die Patienten / so balde sie inficiret seyn/ zum Schwitzen bringen soll. ^Iervon hätte ich wol droben im ij. Capitel etwas sa< gen sollen/ so ist doch auß grosser eyl verblieben/ vnd danut ich die Warheit sage/vergessenwdrden/wegen deß grossen Drmgens andere Leute tn mich / die gerne die Werck auff emMal/gantz vnd gefertiget haben wollen. In dieser Kranckhett ist am schwitzen vll gelegen/ wie droben gemeldet/muß derwegen noch etlicheSchweiß« trancklein/ vilX vnd Schweißpulver erzehlen/da- Mit man den Patiem en zum schwitzen bringen kan/wie ich zwar auch weiter im 59- Capitel thun will. Nimb s.halb Loth Angclicawurtzelwasser / oder Cardobenedictenwasjerwarm/ guten Tyrrac ein Quint- lem/ gepulverte Angelicawurtzel ein halb Quint/ guten Essiges z-.Qumt/ mengswolvntereinander/ gibtsdem Patienten zu trincken/vnd laß jhm wol darauff schwitzen» Oder mmb ein Zibolle oder Zwiebel / schneide dett Kopst herab/ledige sie auß/sülleeinQuintm/öder ander- halbQuintin/oder i.Qumk guten Tyriac drem/thue den Kopff wider drauff / vmbwmde die Zwiebel mit nassem Werck/setze sie mheisse AscheN/ laßsiebraten. Wenn sie wol gebraten/ vnd weich worden ist/ soscheledieeusserste Haut herab / thue die Zwiebel in emen Mörser/ geußbey 4° oder 5. Löffel guten scharpenWeMessig darauff / der wol warm sey/ zutreibe es alles Miteinander. Darnach ftihe es durch ein rein TüchleiN/ vnd tnncks rein auß/vnd Schwitze z. 4.oderi«Stundendarauff / sowlrdsmitder Hütffe Gotteswol besier werden» Wenn der Krancke die Schweißtrancklein zu sich genommen hat / so lege )hn bald in em new gewaschen Berte vnd lasse sich fein warm zudecken/ vnd schwitze gantz wol/wie droben gesagt/Cap. 15. drey oder 4. Stunden/ oder so lang ers immer erleiden kan.Aber allda muß man ja fleissig zusehen/ daß der Krancke ja nicht schlaffe / auss daß die Giffr nicht wider hmem zu dem Hertzen trette/ imd dcr Krancke sterben müsse. Wenn man dem Patienten etwas zum Schweiß eingibt/ so muß man bald eine schnitte geröst Brod mit Na- gelembestrewet / vnd m Essig geduncket / beyder Hand haben/ vnd jhm solches vor den Mund halten / damit es desto ehe bey jhm bleiben möge. Lege chm auch ein solch Brod mit Essig bestncheN/ warm auss den Magen / erstlich wol geröst/ Mit Muscatenüß gerieben» Denn das brechen bey solchen Leuten sonsten gemeine ist» Er Muß auch bey leibt nicht schlaffen / noch etwas essen weil et schwitzet/ ohne was man jhm zur Labsal emgebeN möchte/ Muß sich auch nach dem schwitzen warm halten / vnd sich tn em ander Losament/ m ein ander Bette legen. Ich hab auch droben im 15. Capitel gesagt / daß man auffden Kranckengute Achtung geben muß / daß er sich ja im wenigsten nicht entblösse/ vnd demnach erkalte. Den also würde die Gisst wider hinein zum Hertzen schlagen/ vnd der letzte Betrug arger werden denn der erste» Man hat in allen wo lbestelten Apotecken einSchwelß- pulver / das nennet man Knbeüm jzulvcrem (Ataris: desselben braucht man eines Quints schwer ch Sawcr- ampsserwasser oder Wem / wtt die Schweißlatwerge / Kere ich newlichst gedacht / darnach einem die Pest ankommet. Schwanger Weiber vnd Kinder von Jahren/ sollen diessr Latwerge vnd Pulvers halb so vll m Sawer- ampsser-oder Cardobensdictenwasser trmcken/ wenn sie es mit Kalte ankommet. Sachen die da schwitzent machen/ sind sonsten auch/ die kleine Wurtzel LKins ^ die Harla xsnÜL vnd andere Dmg mehr. Die frembdeWurtzel Lkervs sehr gut» E»n glue Schweißlatwerg. Nimb Andromachischen ikeriac. Sawerampsserzucker/jedes Loth» Deß besten Mithndats 6. Qumt- Schwefelblumen/ anderthalb Quint. Campffer/ t.. Scrupel. Zitwan. Weissen Diptamwurtzel. Wurtzel. Entzian. Rund Holwurtzel. Tormentillwurtzel. Baldrianwurtzel» TeusselsAbbitzwurtzel. Pimpinellwurtzel. Liebstöckelwurtzel. Augentrostkraut. Lorbeern jedes 2.. Scrupel» Gute Myrchent-.Loth» Raulenblatter. Pr-cparirten Armenischen Boli» Gesiegelte Schlesische Erden/ledest. Quint» Saffran i. Scrupel. Zimmet anderthalb Quint. 8^>ecicruM LleÄusrii AemmiSd Oiamolclu clulcis. DjamarASri Oisrrioll laoralot jedes i» Scrupel. Gülden Ey i. Loth. Citronensafft Syrup Loth. Vir^e coarra geliern KsTvii si) VllgNUg ist» Gut geschlagen Gold i o. Blätter. Vermische wol alles vntereinander zu einer Latwerg- Dieses Lle^üani mmb ManQumt auffemmal. Kommet die Pest mit Hitz /so nehme man es mit Sawer- ampfferwasser/ da aber mit Kälte/ in einem Rheinischen Wein zutrieben/ vnd warm ein» Ich hab von einer Schweißlatwerge/Vnd von einem Schweißpulver gesagt/ Man kan auch zum schwitzen das vic-e V. Nsvli , welches m seinem Büchlein zu finden/ brauchen/ nembllch also/ mmb deß virX O. 4. Löffel voll / CardöbeNedictenwasser ^.Löffel voll/ wenns einen mtt Kalte ankäme: Aber so es einen mit Hitz ankäme/ so mmb vor das Cardobenedictenwasser» it.. Löffel voll Sawerampfferwasser i Will mans aber lieblicher haben/ es käme emem mit Hitz oder Kält an/so Nimb vnter das ayuam vir-x e:n Löffel voll deß sawren Citronatsafft/ oder Sawerampffersaffts / vnd brauchs also warm. Will aber der Krancke nicht schwitzen/so hab ich drö- ben im - 6. Capitel gesagt / wie mans machen soll. Man mag jhm auch warm Wasier in Schwemsblastn vncer die Achseln / vnd m die Seiten legen / vnd gewarmete Stürtzen m beyde Seiten in ein dünnes Tuch verhüllet/ vnd an die Fußsohlen heisse Ziegelstein. Den andern / dritten vnd vierdten Tag hernach/ soll Man jhm alle Morgen nüchtern mehr schwitztreibende Artzneyen emgeben/ vnd jhn schwitzen lassen / wie zuvor. Denn man kann die Gisst auss emmal nicht so vollkömlich kußtreiben. So hab ich auch droben im 16. Capitel von etlichen Lolllervarivcn gesagt/damit man die matten/ schwitzenden starcken solltHier zu kan man auch brauchen dieKüch- lem von Perlen Viamar^. 5ri». Item / die Küchlem von Edelgesteinen. Won Starckwassern ist das ZiMmetwas- ser köstlich / vnter welches man em wenig Nosenwasser/ vnd etliche der obgeschnebenen Küchlem mit dem sauren Citronatsafft/ oder dem Safft von Cttronatschalen/ zerlassen soll» Vnter diesen Starckungcn nehme man / vnd gebe es dem Krancken nach dem Schweiß/ so offt vnd welche man wil/ zu crhaltung der Kraffr deß Hertzens- Von aussen sott man die Pulßadern an den ArMen/ Item das Hertz vnter der lcncken Brust/mit em cm Hcrtz- sälblein laülicht schmieren / vnd darüber em Hertzwasser ausslegen/als «emlich diß Hertzsälblein. C c Ntj Nuuv Artzney so schwitzent machen» Das Dritte Buch/ Obrigkeit soll die Leute straffen/ so mir der Pest be- hafft/vud gleichn>ol außge- hen» Nunb Scorpionöhl 6. Qumt. Guten Deß lösten Mithridats / jedes anderthalb Qumt. 8^ecicrum corc^slium rem^erar^rum ris liue aloL jedes i.QulNt, Saffran. Campffer jedes i. Scrupel. Sandelsalb i. Loth. Rosenesslg so vll genug ist. Mische es wol vnreremander zu einem Salblein. Dlß Salblem starcket das Hertz vnd widerstehet der Glssr/ die dem Hertzen sonder zufttzet. Die Armen mögen dlß Salblem brauchen/ Nimb Rosensalb 6.Änlnt» Guten Mlthrldat i. Quint. Campffer/ jedes i. Qumt. Rosenessig so vil genug ist. Mache darauß em Salblem» Das XXV. Capitel. Was einer / so die Pest am Halft hak/ vnterlaffm/ vnd hmwldernmb/ wann er derselben loß worden/ thun soll. Er dle Pest am Halse hat/ vnd dem GOttso grosse 'Gnaden verliehen/ daß er noch vmbher gehen/ vnd solches bergen kan/ der halte sich jnnen/ vnd gehe bey Leib vnd Leben nlcht vnrer dle Leute / daß er Nicht em Mörder an seinem Nechsten werde. Man findet lose Leute/die mit stctßvnrer andere vnmsicttte lauffen/ wann sie Msicirer sind/ ln Meynung/ daß sie es andern auch zubringen/ vnd sie hierdurch erledigt werden möchten. Solche boßhaff- tige muthwillige Leute/ solte em Obrigkeit stracks einziehen/ vnd wle andereMörder / andern zum Abschew straffen lassen. Dann was ist solches anders / als em Mord vnd Todschlag: Es ist nichts anders / als wann sie einem andern sem Hertz im Lelb entzwey stöchen. Hat inr Gott emCrentz zugeschicket / tragsgednl- tig/ thue Buß/vnd stehe ab von deinem sündlichen Wesen vnd Leben/ bitte Gott vmb Verzelbung/ vnd dancke jhm/ daßerdichso vätte'rlichgezüchtigec / vnd dencke / mem HEn Christus sagr mir: Was ihr wolt das euch die Leute thun sollen/ dasseltuge thut jhr ihnen auch : Vnd was jhr gerne woltet / das euch die Leute vberheben sollen/ das vberhebetsie auch. Darnach so denckc/ meines lieben Gottes Wille ists/ das ich andere nicht anzünden vnd beleidigen soll. Darumb mustenimAlten Testament die Leute / die anfallige gefährliche Kranckyetten/ als Anssatz/Pest/Zt. an ihnen harten/ zv andern Leuten nicht kommen / vil weniger bey ihnen seyn vnd wohnen: Verwegen so wil ich andere/ so vil anmcr ist/ gantz- lich melden vnd allem bleiben / daß sie von mir nicht auch angezündet vnd beleidiget werden / vnd ich mich an meinem lieben GOtt gar gröblich vnd schwerlich versündige. Darnach wenn sie Gorr von der Glffr widermnb erlöset hat / so sollen sie sich GOTT zur schuldigen Danck- barkeit / noch em vmzehen Tage oder drey Woche jnne halten / daß andere nicht vor jhnen erschrecken/ vnd dergleichen Carbunckel an )hre Halse bekommen möchten. Thun sie aber das nicht/so wird sie GOtt emma! mit dem höllischen Fewer straffen- Auch sollen solche Leute ihren Harn oder Vnflat/bey Leibe vnd bey Leben/ auff d:e Gassen nicht giessen oder tragen lassen. Dann ein msicirter vnd vergrssrer Mensch kan hierdurch mehr dann ^c>. andere Menschen vergiff- ten/ vnd an ihnen allen zum Mörder werden. So sollen dre Balbirer solcher angebrandter Leute Blut / wamzsie den zur Ader gelassen/ auch nicht hinauß auff die Gassen oder Oerter glessen/ da andere Leute vorüber gehen müssen : Sondern ein Rath soll emen gewissen Ort erwehlen/ da diese Ding alle sollen hingebracht/ oder getragen werden mögen/ vnd fieiss.g acbrnng drauffgeben/ das solches auch von den Leuten geschehe. Solche Leute müssen auch Nicht zärtlich / faul oder trag seyn / sondern etwas leiden vnd ausstehen können / müssen wol scbwitztn / wie droben gesagt/ vnd sich deß Schlaffs enthalten / sonderlich im Anfang der Kranck- heit. Dann dnrch den Schlaff kan diese Gifft vil thun. Das XXVI. Capitel. Wie sich gesnndc kme in SterbenSlaufftttt in bee vi-erz verhalten sollen. <^CH habe droben gesagt/man solle sich mne halten/mit ,.inen Bindern vnd Gesinde/ vnd nicht vil auß / oder v..ter die Leute gehen. Dann n. Srerbenslenfftenden Leuren Nicht zurrawen / so sind d.e Stunden nicht alizelt gleich> Es macht leicbt etwan einer viwersehens zu emer vnreineii verg.ffren Stelle kommen/ oder zu emem vergüten Menschen/ oder zu einer bösen Luffr / Mist / Ge- sranck/ todten Aaß / oder andern Vnflath / baß er angesteckt vnd iniicnc wird/vnd darnach sein Theil bekommer. Darnach sollen auch gesunde Leute / eine gute ain- ram im essen/ rnncken/ schlaffen/ vnd andern Sachen haben / auff daß sie Nicht vbrige Feiicheigkett im Leibe samten/ welche leichtlich faulen/ vnd darnach em gl ossc Vr- sach zur Pestilentz geben / so sie ein wen-g von der bösen Lnfft empfangen.Derowegen soll das Essei; mehrertheils trucrener Arr vnd Natnr ftyn / vnd sollen dle Leute von remem vnd gurem Korn/em wcl gebacken vnd zmillch ge- sawert Brod essen / das em wemg gesaltzen / vnd etwan zweyer Tage alt sey/ vnd sich vor sehr alt gebackenen vnd warmen Brod huren. Vom Zngemüß / Habermüßlem/ Gersten/ Graupen/ Mandeln/ Rosinen/welsche Nüsse Vom Fleisch wird hier zugelassen / alle Waldvögelein/ welche m den Waiden vnd Bergen vmbher stiegen / als Amseln/Drosjeln/Znner/ Lerchen/ Fmcken/ vnd dergleichen/ dann sie haben em gut Fleisch / vnd geben eine gute Nahrung/ dergleichen die Hüner / sonderlich die jungen Hüner / sampc ihren Södernvnd Süpplem. Item/ Cappaunen/ Hephüner/ Haselhüner/ Wachteln/ frische vnd welch gesottene Eyer. Von vierfüssigen Thieren/ jungen Zieglem/ iunge Lammlem/Kalbsteisch/daSiiicht zu sehriung sey/sondern da em Kalb erwan ein halb Jahr vnd drüber alt sey. I- tem/ Hamnkelfieisch/das Fleisch vonemem geschnittenen/ Stier / iung Wlldpret/ junge Hasen vnd Reheflersch/ Hirschen Wildpret.Item/allerley Fleischsüplem/Irem/ Wassersuppen mir Petersilien/ Bce. suppen mit Lorbeern vnd Kümmel/ die sind den Iungfrawen sonderlich gut/ Eyersuppen vnd dergleichen» Es ist aber Gebrarens allezeit gesünder dann Ge- kochts. Man soll auch allein die Fische essen / dre m guten frlscheu reinen Wassern gefangen sind / vnd Schuppen haben/ als Schmerlem/ Kresien/ Parsen/ beyderley Geschlecht/ Fohren/ Lachs/ Hechrlem/ Barben/ sonderlich wannsiemirWeinoder Essig/ oder Petersilien gesotten werden. Karpen soll man meyden/ esweredann/ daß sie Mit WürtzmitPomerantzenvi-d Lnnomenjafftzugerichtet. Aber vor kalten Fischen hüte man sieh/vnd vor schleimigen Fischen/von wegen der grossen Feuchtigkeit/ die sie bey sich haben/ als da sind/dre Ahle/Schleyen/Steinbels- sen/ Ohrluppen/ oder Quappen / Neunaugen/ Halbst sehe/ vud alle andere Fische/ die keme Schuppeu haben: Item/ die da moderentzen. Essig wird zu dieser Zelt sehr gelobt/drumb lsts gut/ daß man allezeit bey der Spcise Es^ ig hat/oder die Spei- se Mit Essig zugerichtet.Milch/Erbes/ Kase/ geräuchert Rtndfleizch/vud aüe.iey Obst soll man meyden/sonderlich Pflaumen/Pfirsken/ Mispeln/ Melaunen / Gurcken/ Pheben vnd dergleichen/ es were dann/ daß man ihm wider hülffe mit einem guten Trunck Wein/ oder Gewürtze/ welche die vbrige Feuchtigkeit wlderumb wegnehmen / der ja dampffenmag. Dle Sachsen essen gerne gnten Kohl / vnd ein gut StückSpcck darinnen/oder grünen Kohl da einSebwem durchgelauffen^ Aber dieses sind böse Speisen zur Sterbenszeit/ ob wol der grüne vnd rothe Kohl vmb die Brust vnddenLeib lmdert / er hat aber grosse Feuchtigkeit bey jhmIuuge Hopffenknospen/Spmat/Salatv«^d Borra- genkraut mag man wol essen. Haselnüsse/welsche Nüsse/ Feygen/Limomen/Pomerantzen/Mandeln/ Capern/ O- ltven/^c- mag man wol brauchen/ dann diese sind gesund/ so wo! auch alle gestossene Würtz/Caneloder Zimmetrin- de/vnd Nagelem soll man nehmen / eMiedesbeynahe Vntzen/ vnd so vil Tormentlll /Paradlßkörner vnd Dlp- tamwnrtz darzuthun / vnd sie allemtteimPfund guten Zucker vermischen/vnd darnach die Pulver also im esierl brancl^n / wie man sonsten Würtz zu gebrauchen pflegt. Auch soll man nicht auffemmal Flsch vnd Fletsch essen. Eil» Gesunde Leur/wle sich dle zur Zeit der Pest hüten sollen» Gebratene lst gesünder denn Ge» kochts. Essig ist sehr gut zur Zelt der Pest» Pulver im Essen ;>; brauchen. Allerley im Essen zu brauchen. Vinra in sterbenö- zett. Neblichte ^ufftist Zur Zeit der Pest sonderlich zumelden. Stanck soll man melden in sterbens- Zeiten. Ekn ander Pulver/ das man im Essen brauchen mag. Nlmb Ingber/ 4. Loth/ Sassran/ anderthalb Loth/ Cardomomi(wann man die rechtei; hätte/das wäre gut/ es ist em lemc» ai^maricum) Galgan / Süßwurtz (co^ ltusäalcis,es ist auch ein Lxoncuni)NägeleiN/jedesetN Vntzen/Cubeben 2.. Viitzen/langenPsesier/ Muscatei,- blumen/ Aiuscacnüß / e«n jegliches ein halb Vntzen/ Tormentillenwurtz/Diptamwultz/allerleySandelholtz Dann da ists nur vmb einen Mund/oder v>nb eme Nase voll Gestancks zuthun/ wann der emem m den Halß fähret/vnd trift einen Leib an/ darinnen böse faule feuch- Llgkeiten sind/ so zündet er dieselbigen bald an. Item/ wann einer m ein Bett zu ligen kompt/dannnen emer an öerPest gestorben ist / so erwarmen die gWge Dünste/ WonderPefliletT vnd begeben sichbalde in die Schiveißlöcher hinein/vnd zünden die innerliche böse faule Feuchtigkeiten an / vnd muß alsdann der Mensch auch sterben. Also ists auch/ wann sich die Schweine auff den Gassen im Kotl) vnd Vnflar fühlen/ das gibtemenhäßlichenGestanck/ der manchen Menschen außrauchert. Stüncke aber der Nebel/ oder wäre sonsten viel feucht Wetter / so muß man die Lufft Mit Fewer außtrucknm vnd renngen/vnd vieltruckenHoltz in der Stadt anzünden/ als Eychenholtz/ oder nur die Blätter von den Ey- chen / mit denenmnß man in den Gassen vnd m den Häusern räuchere. Item/ mtt der gedörrerenWermut/Sal- beyen/^sop/vnd dergleichen Kräutern mehr/die hitziger vnd truckener Natur sind. Also hat Acron die Pest/ so ^. Jahr zu Athen geregi- ret hatte/wegtzetrleben/in dem daß er besohlen/daß man nur vielFewers bey den Sterbenden machen solte: Vnd da Hippoerateö merckte / daß die Pest auß Mohrenland auch in Griechenland kommen wolte / hat erbefohlen/ daß man viel Fcwer in allen Städten machen solte / sonderlich von dem Holtz/daS emen guten Geruch hätte/vnd darein sollt man werffen eitel wolriechende Blumen/ Krantze vnd Salben. hat alle Löcher der Häuser Mit Ziegen- Häuten verstopffen lassen/ vnd also die herliche Stadt Xc»ri^encum von dieser Plage gefreyet. "Drumb ist mSterbenszeiten an gereinigter Lusstgar hoch vnd viel gelegen/vnd soll em jeder grossen fielst auff- wenden/ daß ernuremefeme saubere Lufft habe. Dann so dle Lufft vnrem ond verglfftist/ so müssen jhr viel an der Pestilentz sterben/ dieweil jhr viel eine Lufft durch den Athem zu sich einziehen müssen. Zu viel schlaffen / vnd zu viel wachen / ist beydes nicht gut/ doch ists gut etwas weniger schlaffen als wachen/ dann der vbrige Schlaff vermehret die Feuchtigkeiten/ aber das wachen trucknet auß/ vnd macht/ dz der Mensch so leichtlichr nicht angezündet oder vergifftet werde. Der Mittags Schlaff/ davon ich newlich auch gesagt/ ist den Alten/ vnd denen die sich darzugewehner haben/ nicht schädlich/ wann er nur Nicht balde nach dem Essen vnd Trmcken geschicht/sondern alsdann erst/wann die Däw- ung zu rhell geschehen ist/welcl>L6 man an dem Vrcn fein sehen vnd mercken kan.Dann die ist im ansang der Däw- ung gantz weiß / wann er aber wol gelbe wird/ so ist die Däwung fast geschehen. Man muß aber deß Mittags Nicht lang schlaffen / nach dem Verß: 8ir l>rev!5 suc oullus lomrius nbi mei.l6ianu8. Dle Bettlacken sollen auch offt geremiget vnd außge- waschen werden. So soll auch em jeder semen L,eib seiner Gelegenheit nach / auffmancherley welse vbcn. Dann die Beweglichkeit äi^erirec vnd zertreibet die vbrige Feuchtigkeit/ vnd trückner auß. Aber Müssigkeit vnd Ruhe gibt viel Feuchtigkeit vnd Fettigkeit. Auch muß man den Lech von allen Vbrigkeiten erledigen/ vnd geschieht solches auffmancherley Weise. 'Als erstlich / mit Aderlässen. Dann so die Aderlasse sonst nichts verhindert/ so mag man im zunehmenden monden/ wann er etliche Tag alt ist/ vnd das Zeichen dem Gliedmaß nicht zuwieder ist / die Mediän am rechten Arm schlagen / vnd bey zwo oder drey Eyerschalen lausten lassen/oder vielmehr em halb Pfund/wie ein vernünffnger Balbier oder Artzt wol wissen wird. Vnd das sollen sonderlich die lsnHUmei VNd ckolerici rhun. Darnach so soll man bißwellen den Leib von schädlicher döser Feuchtigkeit reinigen oder pnrgirn / sonderlich was pkle^maiuci vnd ckoleiicl scyN .Dazu mag man die Pillen nehmen/äe alu'e Ioc^(dann also n enner man sie mder Apotecken) den Schwache bey ememQumr/ einem starcken bey vier serupeln / darauß lnacht man zehen P:llen/ davon nehme man allezeit vmb den vierten Tag/ bey emer Stund oder mehr/von dem Abendessen/nur allem 2.. Plllen em. Wann aber der newe Mond angehet/ so soll man jhr 6. deß morgens frühe nüchtern bey 4.stunden vor essens zu sichnehmen/vnd nlcht darauff schlaffen/ sondern soll sich em wenig drauff bewegen. Willru ad«t andere Pillen haben / die den Leuten dieser Chur-Bran- denburg wol dienenmöchten / so laß dir sie also zurichten. R.. ?iIIuIaruM cie^ieia cc>m^c>slra (es ist ein sonderlich Confect)^Aarici rrocl'liscÄri jedes 2,. Scrupel/öc cle aloe lora ein halben scrupel/ si ana iiz. cum i^.s. sorruearulr ^uiuiäccim, Historia VvN^rco^ ue VNd cle, wie er die Pest weggetrieben. In Ster- benSZei- ten ist viel gelegen an geret^ niqter Lufft. Leib soll manvben. Leib soll man alle:; Vbng ketten erledigen. man von böser Feuchtigkeit reinigen. Pillen vor die Fäulnis dienstlich. zio Das Dritte Buch Diese mag man auss die vorige Weiß brauchen / wie jetzo angezeiget/ so werden sie die vbnge Feuchtigkeit wegnehmen. Der gememe J)!ann mag / wie auch droben gesagt: ?j1IulÄL peliiIcnria1c8gebrauchen/dle werden allem von ^1oö,Myrrha vnd'Saffran gemacht/ die findet man gemeiniglich m denApoceeken/ vnd sind sehr gut/ werden genenner?illu!s: DieftPillen aberdienen vor die Fäulnis/von welcher nicht allein die Pestilentzische kebres , sondern mancherley andere Kranckheiten entspringen. Nimb anderthalb QulNt. Pr^parirt Lerchenschiwamm. Nagelem. .Indianische Z^icX, jedes l.Scrupel. Lttronenschälen em halb Qumt. Citronensaamen i. Scrupel. ^loc^attc z.Qumt. Myrrhen anderthalb Quint. Orientalischen Saffran 2.. Scrupel. Tormentillwurtzel em halb Qumt. Rohten Sandel. Sawerampffersaamen. Rohte Corallen/jedes eM halb Quint. Prs-parirt Armenischen Lc>U anderhalb Quint. Campsser 4. Gran. Der Lerchenschwamm soll 8. Stund in sawer Honig- syrupgebeitzet werden/ vnd nachmals außgeprest/ wie «6 brauchlich. Mäche mit Citronensafftsyrup so viel genug ist ein klaü'am drauß/ fomnrePlllulendarauß/ deren neun Qumt wiegen / vnd besprcng dieselbige Mit pr^parzrten Armenischen bolö. Diese Pillenlmd gar gelmde / darumb muß der Leib wol flüssig seyn / ehe sie geuommen werden/wie aber der Bauch weich gemacht wcrd / besihe im Actzneybuch von Hauptpurgirung / m Hauptkranckhetteu / :c. Die Purgierlatwerge'Oisri/ioäon car^rricum äori em Loth/ oder anderthalbesdeß Morgens früh-/ darnach der Mensch starcker I^aturist / gebrauchet/ führet auß die schleimige Feuchtigkeit vnd Faulmß/dar- znne die Gifft jhre Herberge bald findet. Dieweil die Latwerge OiÄrr^ocloui! cararrici nicht Allenthalben beschrieben / auch dieselbige nicht em jeder machen kan/ als will ich hier dem günstigen Leser zu gutem m Latem beysetzen/ eskansie chmemieder mderA- xotecken machen lassen / vnd ist dieses die Abschrift. eleöiilUmi l.Loth. ^cl^arici l'iocliilcari Vierthalb Quint. Lorncum c^cliulorum. Inäorum. Lirrinonlm jedes drttthalb Qumt. Lmli1icc>ruli>. Lelliricorum jedes 2.» QilMt> Doronici al^ini. rs!!ioium ^rnboium. Az^.^nrkircirs.'. klorum coronzrii« 8suralc>rum rubiorum. Lirrinorum. 8eminuin Liriei mali. tcoräii. verze. OiÄamni Lrcrici. X/Iosloes. ^ecloarize. 8/rupi R.o52ri lolurivi cum R.tizI)Zidaro i^uznruM luKcir. Inäica. j)ia»näü, jedes z-.Scrupel. ^laiAsrirarum Ze mi- !cei»urur protze 1 cjeioäea^cic: Z.. Xnriäori l'ri^z^erT?crlic-e 8. lvth. l'lieriacT z. Loth. «Loolervilruin R.oliuum. LorrsAlois. Lu»1ollX. V^iitrivnz jedes r^!oth 6ar LIeÄusrium juliX f^ilÜruäinis. Diese Latwerg stärckt auch darneben das Hertz vnd alle innerliche Glieder / mag von allen Menschen / was complcxion die seyen/nütz Uch gebraucht werden/vnd behütet solche Latwerg den Mengen vor aller Vergiff- rungemgantzen Monat lang. Wetter mag man solche Latwerg brauchen so einer etwas gifftlgesgesse-n oder gerrunckenhat / vnd dasselbige bey jhm ligen blieb vnvei dawet/ odxr so em Mensch Gisst gessen hat/ oder jhm vergeben wäre worden / soll er alle 14. Tag solche Latwerg brauchen / wird er gewißlich Hülffdarvonbesinden/ wie ich dann solches gewiß erfahren vnd bewahrt hab/tllHuir^2coIz. 'I'^eocl. lademom. iu Zum dritten/soll man sich bißweilen brechen/dann das ist sonderlich im Sommer sehr gut/ doch in denen / die ei- nebreiteBrusthaben. Dasselbe brechen muß nicht osst geschehen / wie es die Trunckenpolt pflegen zu thun. Doch ists gut/ so nicht allem außgehet/ die gelberer grkne Galle/ sondern auch der grobe Schleim der mit derselbigett vermenget ist. Zumvierdten/ so mögen auch die jemg.en/ die es gewöhnet/ vnd so es auch die Noth erfordert / ihnen Köpf- fe setzen lassen / doch m vier Wochen nur einmal. Vor das fünsste/ nmwol etliche das Baden gantz vnd gar verbieten/ m Srerbenslaussten/ vnd wollen lieber/ daß manden vnsaubern vnremen Leib mit einem Badschwamm reinigen M/der m lauwarmen Cssig genetzt: So wollen wir es doch niemand wehren / doch m vier Wochen einmal / vnd vornemblich allem vmb deß schweisses w,llm:den soll manfem Mit scharpssen höltzern oder knöchenen streichholtzern abstreichen. Darnach mag man sich m:t warmen Wasser gar abspühlen/ vnd mit Seiften allen Vnflat vnd Schweiß abreiben/vnd soll solches geschehen vor Essens.Darnach so einWildbad/oder ein laulicht warm Wasser m der Wannen vorhanden ist/ so soll mansich nach dem Bade drem setzen/vnd muc cxcicarur, Lc lu^erüuirares rur. Etliche Meäici verbieten das Hauptwaschen gar/ damit nicht die lebendige Geister vnd Dampffe vcrrau- 'chen: wollen lieber / daß man das Haupt m:t einem Helf- fenbeinen Kamm davor reungm soll. Gememe Badstu-- ben sind gantz vnd gar verbotten. Vor das sechste / soll man keinen Schweiß / er komme vonsich selbst/ oder gezwungen/ hindern/ ja man soll ihn aussmancherley Weijse rechen vnd locken/man esse zuvor che manmö Bad gehet/ vberzogeneBibenell/ die treibt denSchwerß femherauß/oder branchem wenig Tyr;ac/ davon mehr im z ^. Cap. Dann wannder Schweißgantz geschlossenvnd verhalten wird/so lan sich leicht einFaul- ms setzcn/so aber der schweiß seinen gang hat/so gehet die feuchtigkett weg/vn kanntt leichtlich emfäulms werden. Vor das siebeude kan der Schlaff nicht schaden / son. dern muß vielmehr nützen vnd frommen / wann er ge« schicht/so man hungerig ist/oder bald nach einer Vbung oder nach dem Bade. Zum achten so soll man auch sein Wasser nicht Verhalten. So aber das nicht fort wollt/so hat man ein Pulver mderApotechen/ xulviscliurericusgenant/ davoNmag man deß Morgens bey emem Qumt mit einem guten Wem nüchtern einnehmen / vnd Nicht so balde drauff essen. Oder brauche ^lrirum acht oder 10. TropsseninWemoderBier. Zum neundten / svllman den Vnflat von der Brust wol außwerssen / darzu man Pillen brauchen mag / die man izeccluas leu rulliculmesnennet / ^roxriesinds rrocliilci. Zum zehenden soll man das Haupt vnd dieNaselöcber rem halten/damit das Haupt desto leichter wird/vnd M Gifft Nicht so leichtlich hassten kan. Zum eylfften sok auch das weibliche Geschlecht Achtung äufsich haben/daß sie zu rechrer Zeit jhre gebürliche Blumen haben / vnd da dasselbige nicht wäre / so müste ^ans fördern/ dann piel Schadens dav on kompt/ wenn Kleie Brecheü ist sehr gut zur Zeit der Pest. Köpsse setzen ist gut. Baden m sterbenö« zeit nicht gar verbotten. Vrinsoll man nicht verhalten- »l! ^ 7«- tekiil ^ !>«» - Weiblich geschlecht soll Achtung geben/dzft Von der Pestilcn^ zu rechter Zeit ihre Blume haben. Ehelich Werck sol man mcht ZU vil treiben. Dünste imLeibe soll man mcbtver- siopffen. vnd munder soll man sich allezeit halten. Gemacher soll man fleis- s>Z auß- räuchern. Arme wo- mir sie räuchern sollen» Gesunde/ sonderlich Reiche/ was sie Mit Abwechselung der Präservativen täglich brauchen sollen. MitArtz- neyentäglich ab- «vechsebi. diese jhren Gang nichthabeii solt/das rus zeucht die Gisst zu sich/akich in dm Sch.bangern Weibern oder Sechswöchnenn. Zum zwölfften/wemdce güldene Ader pfleget zu gehen/der soll sie nicht stopffen / es were dann etwan eine grosse Noth vorhanden. Zum dreyzehenden soll man das eheliche Werck nickt ni vil treiben/ daß die GUedmassennic so gar geschwinde ge schwächet werden. Vor das lef-re / so muß man auch darauff Achtung gel- cn / daß die Dunste im Leibe nicht verstopfst werden/ vnd alle Schi'^eißlöcher jnnner ossen gehalten werden/ welches geschickt/ wann man seinen Leib nicht zu sehr kälter / sondern allezeit zimliche warme Kleyder an hat. Dann so die Schweisilocher gäntzl-.chen verschlossen würden/ so muffe gcwMch em Fäulniß im Leibe erfolgen/wn man am Mist gar klärlich sihet. Dann wan der fem hart aiifseinander liget/ so faulerer wol/oder istwolgedawet. Sonsten aber soll man sich jmmerdar/wie auch droben gesaqr/fem frö lieh vnd munder machen/ da«n Traw- rigke!l/ Melancholey/ vil Sorgen vnd Einbildung richten nichte gurs an zu diesen Zeiten. Man lassedle ^luli- czm vom Thiirn vnd:nder Rirchen klingen/ vnd sonsten an andern örternmehr/ wo esdiegelegenheitgebenwil!. Item / man sol! auch in den Stnben / Kammern/ Häusern / vnd allenthalben in den Gemachen flerssig räuchern/ wie droben auch gesagt -st/ mit Rauchpulver oder Rauchkertzen/ rro5!nlccn die sonderlich darzu bereitet. Die Armen mögen trcugeEychenlaub/Virckenrin- den/ Wermut/ Majoran/ Weyrauch/ Wachholderbeer vnd Holtz/ Lorbeern / dürre Rauten vnd andere wolriechende Dmg / Lorbeerschalen oder treuge Kräuter nehmen / was sie vor Krauter haben können / dte nur wol treuge seyn. Man soll aber nicht alle Tage einerley gebrauchen / sondern jmmerdar eins vmbs andere abwechseln. Ich hab auch droben im 6.Cap.vsndenz?udlicl8su5- t'umiLZciombus etwasgesagt/ es möchte ihm aber anch ein jedere Privatperson in ihrem Hanse oder Camyn eilie Fewerflamme mit Wachholderholtzoder dürren Eychen- holy machen. Dann weil das Flammenfewer/so mit die- senberdenHöltzerngemachtwird/ die vergissteLufft gewaltig verzehret / so wird das Rauchwerck von den ciici vber alle andere Ranchwerck weit erhaben. Dann t>urch diß allein hat k^>j?pc»crare8die Arhemenser von der allerärgsten / gifftigsten vnd tödlichsten Pestilentz errettet/ ohne Eingebung einiger anderer Artzney. Drumb solle ein Haußvatter in seinem Hause auch offt brauchen, Besihe auchdas Eap. Man soll anch deß Morgens keimnal auß dem Hause gehen/ es sey danndre Sonne zuvor auffgangen / vnd man habe denn zuvor etliche Bissen Butter vnd Brod gessen / sonderlich wann man vnter das Volck gehen w:l/ So soll man anch Zuber/ Btbenell/ Angelica/ Lorbern/ Alantwnrtzel oder Wachholderbeer ,m Munde kewen. Doch ists besser / wann man solche Sachen zuvor eine Nacht in Nägelem oder Roscnesslg beitzer. Dte Iung- frawen sotten znvor rothe Myrzhen im Munde kewen. Man mag auch andere Präservativen brauchen / derer ichdroben nn n. is.. vnd i;. Cap- gedacht habe. Besihe anch das 58. Cap° Das XXVll. Capitel. Was die Gefunden mit Abwechslung derPr^ftrs vativen alle Tage brauchen mögen/sonderlich die Reichen. (^?CH habe droben von allerley guten prXlervanvni'dus ^ gesagt/ wie ich auch m den vorhergehenden Capiteln gethan/jo-st auch droben nn ii-Capirelangezeiget/ wie mansichemIahr / oder em Monat zuvor plTlcrviren sott: Nun will ich Exempels weise auch anzeigen/wie man alle Tage die abwechseln kan oder mag: Es mag einer darnach dieser Ordnung folgen/ oder ihme selbst eine andere machen/das gilt nur gleich eines. Man soll aber diß keines Weges vnterlassen/ sondern alle Tage etwas zur Pr^servirung zu sich uehmen/vnd möchte demnach ein Reicher brauchen. Deß Sontags das güldene Ey nnt gutem Weme/ etwan als eine Haselnuß groß / mehr oder wentger/ nach dem diePerson starcker oder schwacher Natur ist. Das soll man deß Morgens in gutem warmen Wein brauchen oder trinckm/vnd etliche Stunden darauff fasten. Man zre soll sich deß Sontags sonderlich wol pr^serviren / wann man m die Kirche vnrer die Leute gehen muß. Den Montag mag man frühe Morgens drey oder vier Erbes groß vom güldenen^ Ey brauchen da Einhorn bey ist/ m Wermut oder Eardobenedicten/ Fliederblüt oder Tormentillen/ oder Ehrenpreißwasier/vnd daraufs schwchen. Am Dienstag nimb ein halbe Morselle Le-o-irn- cum l'keoäorl zu dir/(das ist eine contc^ivn) vnd faste zwo oder dreyStundendrausf. Die Mitwochmag man zwölss x>illulas peiiilcnria- les deß Morgens vmb 8. Vhr / oder eme Stunde vo.in Abendessen brauchen. DiesePlllenpurglren zwarmchcs sonderlichs/ aber sie widerstehen der Pestilentzischen Gisst vier vnd zwantzig Stunden gewaltiglich vnd nehmen du: innerliche Fäulung weg / darinnen sich die Gifft verhelc. Denn Donnerstag brauche man em Znckerküchlem oder zwey/dle von Tyriac gemacht seyn/oder die Tyriac- larwerge als emer Haselnuß groß. Am Freytag möchte man Keyser Marinnlianns pnlver ein Qumtlem in gutem warmen Wem zu sich nehmen/oder der Rautenlatwerge als eme Haselnuß groß. Am Sonnabend kan manwiderumbderPestilentz- Pillen fnnffzehen brauchen / oder die schwacher Narur seyn / nur eylsse. Oder man mag an statt der Pillen die PurgationlatwergeOizrrlioäon brauchen/nur em Loth/ deß Morgens mir Scabiosen oder Eardobenedtetenwas- ser. Dann die starcket das Hertz / vnd treibet alle schädliche Feuchtigkeit hmauß. DenSontagsollmanwidermit demlguldenen Ey oder Tynaclatwerge anfangen / vnd die andere Tage durch die gemelte Artzneyen/oder andere an jhre statt/seines Gefallens nach brauchen / vnd jmmerdar vmbwech- seln/ vnd soll solches Abends vnd Morgens geschehen. Man kan auch auß der com^ullriou übeisnns, der ich droben nn 15. Cap-gedacht / einem jeden nach semer guten Gelegenheit bittere oder süsse Küchlein oder Latwergen oder Pulver machen / wie oder was einer am be- sten brauchen will. Zu den bittern Küchlein/Latwergenoder Pulvern/ mmmetmannurauff zweyLothdeß l>iberznn^Pulver/ em Quintlein bittere H.I0L, so hat man bittere Küchlem/ oder Latwergen/ oder Pulver. Will man aber die süsse Küchlem / so macht man sie nur von den lpeciebus Iibcranriz ohne allen Zusatz. Die süsse vnd bittere Latwergen bereite man also/ R.. contl z. Loth / l^ecierum cum vel ^loe 6. Oumt/ 8)'r. äe corcicilz. cini s. milce, tiac LleäiuÄrium. Das susse vnd bittere Pulver macht man auß den süssen vnd bittern s^eciebu^liberanns, also/ daß man so vil Zucker daranthut / als deß Iilieranris pulvers seytt wird. Wie man nun mit diesen aufs jeden Tag m der Wochen abwechseln solle/ will ich nun weiter anzeigen. Am Montag vnd Dienstag in der Wochen soll man nüchtern (was erwachsene Mannes oder Weibspersonen sind) ehe sie außgeheu / viere der süssen Küchlem essen. Wer mcht gerne die Küchlein brauchen wolte/ der nehme deß süssen Pulvers emen dritten Theil emes Quints m einem warmenWeinessig/oder Wem : Oder aber gebrauche an statt der Küchlein vnd deß Pulvers / die süsse Latwerge / auff emmal ein stücklem emer guten Haselnuß groß.Vnter diesen mag einer brauchen/ wozu er lust hat/ vndbeydenselbigenbleiben. Am Mitwoch sollensie an obgesetzter Artzneyen statt 4 . bittere Küchlem nehmen : Oder an der statt vondem bitternPulveremendritten Theil eines Qumtleins/ 0- der von der bittern Latwergenein Stücklememer guten Haselnuß groß. Den Donnerstag vnd Freytag / sollen sie wie den Montag vnd Dienstag geschehen / entweder die süssen Küchlein/ oder das susse Pulver/ oder die süsse Latwerge', gebranchen. DenSonnabend möchte man n. Pesttlentzpcklickcn verschlucken / vnd den Sontag'wiederumb wie an der Mttwochen geschehen/entweder dte bittere K üchlein/oder daSbitterePulver/ oder die Latwerge. Mit der vollen Wochen mag man widernmb anfangen/ wie zuvor/ vnd also wider fort. Es were auch nicht böse/wa»m man m z oder 14 Ta- Abwechseln mit Artzneyen täglich vnd wöchentlich« ZlZ. Das Dritte Bück)/ gen einmal dlö pilulss äc tilcra Lm^üci eines QuintleiNS schwer/em wenig acuiret/ e«n Stund vor dem Abendessen gebrauchethetre/ daßdieböseFcuchtlgkeiten/ sosonsten leichtlich Glfft fassm/ auß dem Leibe gemachsam geführet werden« Starcke ^urAzrionesssllman meyden/ dann sie schwachen die Natur / daß sie der Glfft mcht so gar wol Widerstand thun kan. Oder wer dieses nicht also brauchen kan / der nehme zur ?iXlervirung oder Bewahrung von diesem 2^us virX alle Morgen/2.. oder z. Löffel voll / nach dem die Person starck ist. Der aber dürre ist vom Leibe / vnd hltztg/ der nehme nur 8^nirus cerelzincKiaT 7. Tropffen in warm Bier oder germgenWetn em / der aber etwas kalter Natur/ der brauche diesen a^uzvir^. Laß jhn zurichten in der Apotecken. Nnnb Angelicawurtzel anderhalb Qumt. Meisterwuttzel. Liebstockelwurtzel. Ingber jedes vierthalb Quint. Zltwann dritthalb Quint. Nagelein. Müscatenblnmen jedes z. Quint. Zimmet 2.. Loth. Cirronenschalen 6. Quint. Wachholderbeer 4. Loch. Stosse alles zu einem groblechten Pulver / vnd geuß darüber 6. Pfund deß besten ^eÄilicii ten^randten- wems/laß es etliche Tage stehen/thue Candelzucker dar- em so vil dir beliebt. Das XXVIII. Capitel. Was die Gesunden mit Abwechslung der Prse, lervarion alle Tage brauchen sollen/sonderlich die Armen. Gesunde/ Armen/ so solche Artzneyen nicht zu bezahlen ha- sonderlich ^6^oen/ die mögen ihnen folgende Artzney / die warlich Arme/ Nicht zu verachten/ selbst zurichten, wie die NimdWerwuckörner:. Loth/ Tormentillwurtzel mit Ab- ein halb Lorh/ Biberkrautblumen 1. Qumt / Baldrian/ wechs- Bibenellwurtzel/ Angelica/ 'Alantwurtzel / ein jegliches lung der emhalb Quint/ fünffzehen guter frischer Nagelem/ dar- Pr^ser- em Pulver gemacht / vnd em Qumt deß Morgens vattven MitWemgetruncken. täglichen ^i Montag mögen sie Cardobenedicten Pulver/ brauchen als eme gute Haselnuß groß/ brauchen / wormnen sie sollen. wollen/ daß sie es nur hniembrmgen/ etwan m Tormen- tillmwasier/Fliederblütwasser/oderEhrenpreißwasser/ ln Cardooenedtctenwasser were es am besten. Oder esse grüne Raute nmSaltz. Den Dienstag mögen sie die Wippel von frischer oder dürrer Wermuth/ oder aber kleingeschnitten/ drey oder vcerLorveern/ em wenig Entzian m:t Saltze / oder m Weinessig gedechet/essen/oderneun oder zehenWach- holdcrbeer/ so m Essig gebeitzetseyn. DieMitwoch könnensieemstückAngelicaessen / so auch eme Nacht m Ejsig gebeitzet oder in wetssen Wem geweichet ist/ vnd eine Stund daraufffasten. Oder mögen li. Pcstilentzpillichen vmb drey Nachmittage zu sich nehmen. Am Donnerstag mag man eine Latwerge brauchen/ so auß emem halben Loth frischer grünen Rauten / acht Loth frischer Feygen/vier Loth geschelte weisse Nüsse / einemQuiNtleinSaltz / drey Quint frische Wachholder- beer/vnd einen Löffel voll gutenWemessig gemacht ist. Dtese sxecie8 muß man alle zerschneiden/wol durcheinander zerstosien/vnd so es zu dicke werden will / so thu man em wenig Cardobenedicten Wasser darzn- Davon mag man deß Morgens em stücklem etwan emer Casta- nien groß essen/ oder nimb em stück von Calnms / so zerschnitten in Brandwem gebethet / oder begossen stehet vderZitber. Den Freytag mögen sie nehmen ein Quinr Tormen- tillenwurtzel / oder sonsten jhnen em Pulver von Tormentillwurtzel / Angelica vnd Cardobenedictensamen machen/ vnd davon ein Qumtlem trincken. Am Sonnabend können sie 15. Pesttlentzpillen etwan eine Stunde oder anderrhalbe vorm Essen / zu sich nehmen/ oder die Purgierlatwergen Oiar^oäou 1. Lorh oderanderchalbs. Oder mögen dürre Rauten eine Hand voll nehmen/ Angelickenwurtzel/ Zitber/Eptzlan/Wachholderbeer/ jedes klein geschnitten em halb Lorh / Kampffer m ein Bündlem gebunden/ emhalbQumt/ vnd daraufsem Maß Bieresft^ oder Weinessig giessen/ vnd es also stehen lassen/ vnd drey Morgen nacheinander allemal drey gute Eßlöffel vollwarm m Leib gebrauchen : Oder mögen etwan fünff oder sechs/ oder auch mehr Tropffen Wachhol- deröl m der Früsnppen/ oder m ememTrunckwarmen Bieressig oder Weinessig nüchtern einnehmen. Das XXIX. Capitel. Mas schwangere Weiber vnd kleine Kinder mit solcher Abwechslung vnd I^lervarion brauchen mögen/ vnd wie man die Lufft m denHausern ändern vnd reAliiciren soll. t?XIeweil schwangere Weiber nicht allerley Artzney Schwan- Verbrauchen müssen/ vnd gleichwol m den Sterbens gere Wep Zeiten am gefahrlichsten mit jhnen ist/so mögen dieselbi- ber vnd gebrauchen. Kinder Am Sonntag ein Pulver gemacht von zwey Quint was die Angelica/vnd 1.Qumt Fenchelsamen / diß zuPulver mttAb- gestossen/ vnd darnach em Qumt davon gebraucht. wechse- Am Montage nehme sie von den Rautenlatwerge/ lung der oder da sie nicht verstopfft/em halb Qumt Tormentillen- xrXlcrvz. wurtzel/ mit Wem getruncken/ oder mag Sawerampffer nv brauessen/ oder m Pulvers weise rrmcken. chen/vnd Am Dienstage brauche sie der Lonserva 8coiäü. wie lusst das ist em Confecr oder mit Zucker eingemacht Kraut/ m denGe- etwan emer Castanien groß/ vndfastedrauff. machern An der Mitwoche brauche sie em Pulver gemacht zu andern von TOcmenttlla/ Angelica/ Alantwurtzel/ Kramtüm- sey. mel/ pr^parirten Conander/ jedes i.Loth/ stoß alles zu Pulver / thue darzu ein viertel eines Pfundes Zncker. Davon soll sie als eme welsche Nuß groß einnehmen. Es verzehret diß Recept auch die Wmbe im Leibe/ damit die schwangere Weiber ohne das angefochten werden. Am Donnerstag brauchen sie wider die Lontervam 5corän, derer-am Dienstage gedacht / oder der vorigen Pulver eines. AM Freytage mag sie em halb QuintlemPestilentz- wnrtzel/sonsten xecallcis genant/ Mit Zucker vermenget/ brauchen. AmSonnabend / nehme sie die Natterwurtzel ein Quintlem mit eenem trunck Wem zu sich / wann sie mcht verstopffet ist. Besihe droben auch das 11. Cap. Solche Artzneyen können auch dieRmder brauchen/ allein daß Man jhnen wen:g Zucker darzn thut. Man soll ihnen auch kein Obst noch Milchspeise zu essen geben. Be- sche droben das 2.5. Cap. Sonsten aber müssen Frawen vnd Inngfrawen wol zusehen/ wie auch droben im 2,5. Capitel gemeldet/ daß sie ihre Mondenözeit richtig haben. sawerampffer 6. oder 7- Blatter frühe nüchtern Satver« gcssen / dieweilsie noch grün vnd vorhin gewaschen sind/ ampsser- sind em bewehrte Artzncy zu viren. Kan man aber lilatter den Sawerampffer Nicht haben noch behalten / so mag nüchtern man die Blatter auff einem Ofen dürren/ daß sie sich rei- grün ges- ben oder klem zerstosien lassen / so v?l Zucker darunter senseynd mengen/ so ha» man em sehr gut Pulver. Dessen sollen em befrühe die erwachsenen 1 .Qumt oder eines güldenes schwer wehrte nehmm/ vnd die Rinder erwaS weniger. Es magS em je- Artzney der brauchen auch schwangere We-.ber. vor diS Den Xmdern gebe man den Zittbersamen vberzo- Pest, gen/ die Weiber brauchen em Löffel voll Wacbholderwas- ser/oderAniSbrandrewem/ oder 8^irirumleicI)irir^iriX 6. Tropffen m Bier/ oder eingemachte Citronenschalen/ oder Limomen/ grünen eingemachten Ingber kewen/ offt Nagelein m Mund nehmen / :c. Oder haben emguten sxllirüm vini > davon ein Löffel voll nüchtern / oder essen der Nürnb'.rgischur Süssekuchen / oder Labzelter etliche stück/ oder kewen offt Attber im Munde/ ?c. Item / so man die Hauser täglich fein rein außgefe- Fewr mit get/so soll man bey den Thüren eingermgKohlfewr dar- allerley , innen anrichten / darein wirffwolnechende dürre Krau- Holtze in ter/ als Wermut/ Wachholderbeer/ Lavendel / Eysop/ sterbens- Majoran/ Cam-llen/ Sp:ca/ RoßmarM/ Salbey/ Po- zelten zu ley/Mmtze/Raute. SomagmanauchmttRauchker- brauen tzen/ Nägelem vnd Weyrauch räuchern. Im Sommer VonderPestilm^ Pulver bald lm ansang der msici- rung zu brauchen^ mer muß ma-n die Lufft m den Gemachen mit guten Gerüchen von Krautern vnd Früchten külemachen/ vnd die Wände bespränge Mit frischen Brunnwasser/ Rosen vnd Seeblumenwasser mit Essig vermischet / darzu nimb z. rheclBrunnwasser/i. theil Esslg/ .theil der andern.An die Wände mag man auch wolnechende Krauter kalter Naturen: Eychen vnd Weydenlaub/ welsse Seeblumen vnd Blatrer/Rosenvnd Camülenhengen-Saleistwann d:e Sonneden Taw verzehret. ImWmter/ so wol m kalter feuchter Zeit thue man zu den vorigen Wassern guten Wein/Roßmarm/Lavendel/Spicken/ vnd Majoranwasser vnd besprenge die Gemacher damit. An die Wände mag man heNgen CaMillen/ Lübstück/ Wermut/ Tynnan/Roßmarm/Lavendel/ Paradißholtz/ Spicam/ Nägelem/ Raute/ Isop/ allerley Müntze/ Timtam/ Kümmel/ Salbey/ :c. Das XXX. Capitel. Was man weiter balde im ansang der Jnficirung thun mag. weich gebraten ist/ so schale die eusjere Schale ab / vnd zerreibe die m einem Kasenapfflem / wlcmanSasiran pfleget zu zerreiben / oder zustossesiein en-cmMorjer. Darnachgeuß4.oder 5. Löffel von guten Esjig drauft/ der wol warm gemacht ist/ vnd zertrube danui dic Zwic- bel wol / mit sampt dem Tyriac. Ringe darnach dasiel- bige durch cm kleines Tüchlem/ so wird der Tyriac zu einem schwartzen Wasser / das mache warm / tr mcks auß vnd schwitzedrauff/drey oder vier Stunden/ so wird dir mit GOttes hülffe Nichts mangeln. Will man6 aber noch besser haben / so zerreibe in disem Zwiebelwasser ma dem Tyriac gemacht / das LxcrsN, da auß dem Tyriac vnd Mlthridat das subtile von den groben dnrch die Alchimey gescheiden ist Zapieuri läns. Wer^aber kan haben dieser Wasser eines/ Scabio- senwasser/ Sawerampsserwasser/ Baldrianwasser/ oder Cardobenedictenwasier / vnd zertreibet damit die gebratene Zwiebel Mit sampt dem Tyriac in 4. oder 5. Löffel voll/vnd trincket es warm auß/ da rsts ihm vil besser dann mit Essige. Darumb ists gut vnd wol zu rathen/daß einer allzeit üuffs wenigste das Zwibelwasser mit dem Tyriac vnd Es- Pest so einen an- kommct/ was bald dafür zu thun. ^,^-<<.5^, ^ ^ >1 sig zubereitet/oder an statt deß EAgs/mit der vier Was awrampsserwas- ser oder Baldrianwasser/4»oder 5. Löffel voll/vnd zerreibe darinnen ein Qumt guten Tyriac (als das ^lex-ce- rium, oder den Tyriac ^näromaclu) mache das warm/ vnd geuß darem em Loth virn , trincke das also warm auß/vnd schwitzedrauff / so bedarff er der andern Artzneyen Nicht. Wer aber gar arm vnd einfeltig ist/vnd solche obge- dachte gebrante Wasser nit haben kan / als daß Bawcr- volck/ vnd das andere gemeine Völcklem/ der neme/ so es jhn mit Kalte ankömpt/ desselben Tyriacs oder ^Icxirerü ein Qumt m Wem em / mitHltzaberm D d Essig/ VI" r-e sehr gut vor die P.st. Patient soll mt schlaffen. Patient soll sich schonen. Das Dritte Buch / Schel- wurtz dienet auch vor die Pest. Essige/ vnd giesse ein Loth virX dtein/ krmcks auß/ vnd schwche wol- Aber um Sem Awlbelwasser ist cm anderthalb Qumnn/oder wo es cm Junge ist cm halbQumt deß Tr,r?.acs gnng. DH^cjusvirX, davon ich rede/ kanlänger dann dreissigI«hrgutlleiben / wieesgemachrwird. B.sihe die (zuancrli oder <^ua!celi , der kan seine Krafft vnd Tugend mchrgnugsam icbcn. Wachhol- Nun ist Wachhstderohl/ das durch die Dist'.llirung deröhl/ gemacht/ vr.d von der Wasserkett abgesondert wird/ wle was seine es d?e vnd lVleäici beschreiben/ a'.-cb sauerdce- Krafft s>r Tugend vnd Krafft / vnd wird aller Massen gebrau- vnd Tu- chkt/wledas virse, alleinman gibt emem Allen ein Zend. Qumt / vnd d?e zertllcher sind / em halb Qumt/ doch denen es auffgefahren ist. Dle aber allem 5e- dres ?eliiIeQnzIes haben / denen gibt man das m den dreyen conlervis, als Rosen/ Borragen/ vnd Ochsenzungen/ also vnd dergestalt: Man nnnpt diese drey Conser- ven/ emer geglichenem halb Loth / vnd zurelbts meinem Mörser / mtt zwey Lochen Borragenwasser / vnd mtt zweyen Lothen Rosenwasscr/wolwarmgimachr/vnd ringet es durch em rem lemen Tuchlein/vnd genst in das auß- gewundeneoderaußgetrungene em Qumt Wachholder- beerohl/ vnd thue kemen Tyriac darzu. W;ll mans aber ememvonzwölffIahrenemgeben / sodarffmannurem halb Qumt Wachholderbeeröhl daran g'essen. Wann man darnach dises gebraucht/ so decke >nan sch warm zu/ vnd schwitze drey oder vier Stunden drauss. Das ist ein sehr edle Artzney. Wer aber )etzt erzehlte Artzney/wegen seiner grossen Haußhaltung vnd vilen Gesindes / wie man m Clöstern vnd Herrenhosen pfleget zu halten/mehr haben kan / dem will ich hier eme ArtMy eines OoNoris anzeigen / der m vier Sterben vber hundert Personen damit geholffen hat. Die mache man also: Nunb Schelwurtz mit sampt dem Kraut/wasche sie rein / scharbe sie zimlichgrob / thue sie m em Gläsernen Topff/ gantz voll / vndgeußdarübersovilWemoder Wemesslg/ alsdaremgehen kan. Darnach mmb einen andern gelasernen Topff / der also sey geschickt/daß er im ersten rand deß Topffs kan gestürtzr werden / also / daß sem Bodem oben stehet» Darnach mach ein Kleister von Eyerklar zugeschlagen/vud Mehl/vnd klebe chnwol zu/ vnd laß ihn gegen dem Kohlsewr an allen örtern von ferne wol treugewerdeiV den setze m ein Circkelfewr / also/ das die Kohlen den Topff b^yemee halben Elen mehr berühren/ vnd laß es also sieden ohne vnterlaß bey sechs Stunden- Wann sechs Stunden vergangen seyn /so mmb ihn von dem Fewr / vnd laß ,chn kalt werden. Brich ihn auff/ vnd thu das Kraut-mtderWurtz mem rem Tüchlem / vnd ringe es oder wmde es auß / so ein wcmg vnd aber ein wenig / biß es gar außgerungen wird. D iß behalt mGlasern wol vermacht/daß kein ruch davon möge gehen/ vnd behalte zur Noch. Wann nun emen die Kranckheit bestehet/ es sey ?e- ttis, m-.t auffahrung der?iposte?u/ schwartze Blatterno- der Earbunckel oder die kcbie' ?ctli!euriales , ohne aus- sahruzrg der keines / als mögen seyn teores :n den innerlichen Glidern/ oder mden lnlmonlius csli6i5> cliolericis, lulzciji!zu8> öcc. Der nehme deß Traneks z. oder 4« guter Löffel voll/ legesichnider/vnd schwitze wol/drey oder vier Stunden/ oder so la>tg ers erleiden kan/ so ist er mit Gottes gnadiger hülffe genesen. Man soll diese Wurtzel vnd Kraut beydes zweyer- ley sieden/ Las ist/ ein jedes insonderheit/ m einem Topff siede man die Wurtzel / vnd das Kraut m Wein / m; andern siede man das Kraur vnd die Wurtzel mit Essigo Den die Kranckhett Mit emeni Frost ankompt / den! gebe man den Tranck/ Mit Wem gesotten rm : Wenn es aber Mit emer Hitze ankommet/ dem gebe man den Tranck mit Essig gesottenem. Wütn noch therer vnd gewisser deiner Kunst seyn/ sonderlich wann dir etwas auffgefahren ist / so zertreibe guten Tyriae darmnenem^s Gülden schwer / oder nur ^meshalben/nach demAlter vnd Stärck / auchuachder <^-,!i!? Zartlcgkeitder com^Icxion. "-i.'.a!- Diß Kraut oder Wurtz/sonst cl^eüclcinia von den ^ ?ut Schwalben genant/ daß die Schwalbe jhre blinde Iun- r h gen damit sehend macht/ möchte wo! c^!i6onia zu Latem in gehe,ssen werden / wie es dann auch etliche Alchmnsten - .nicht anders nennen / daß es cm rechte himmlische Gabe/ - Eszett, vnd der vornehmsten Kräuter emes ist / das man immer haben kan / welches GOtt den Menschen vmbfonst vlch auß Gnaden geschencket hat. Es nehmen etliche drey Theil deß Schelkrauts mit samptder Wurtzel / vnd thun em Theil Rauchen nm sampt der Wurtzel darzu/vnd siedens m den Töpfen/ wie jetzo gelehrt ist / so wirds auch kräfftiger- Etliche sieden diese Tranck m grossen zmnerii Rannen wol vermachet / wie gelchret ist / m einen! Ressel nur Wasier / so muß es acht Stund sieden / 2.. Seund länger dann nn Circkelsewr/ vnd ist alßdan gleicher Tugend vnd Wirekung. Das XXXI. Capitel. Zwo sonderliche Aryneyen wtöer die Pest / vnd wann einem sonjten mit G^sst vergeben wäre. lAOlgen nun zwo vornehme Artzneyen / die mcht allein Avor die Pestilentz dienen / sondern auch vor die Glsir/ wann emem mtt Gifft vergeben worden / w-.e bißweilen grossen Kaisern / Königen / Fürsten vnd Hern: / auch jungen. Gesellen pfteger zu begegnen/ wann jhnendie Iungfrawen die Liebe geben wollen/ ond gebcn jhnen den herben bittern Tod. Die eme geschtcht durchs brechen/ vnd wird von allen Oo^orüzu^ probirt: Die andere durch den Schweiß / M emem sehr wunderlichen Bad/ wann gleich ^le Gifft so hefftig wer / daß der Halß verschwüre / vnd durch den Haltz von Artzncy mchts könte eingenommen werden. Znmersten/nimb eiNnewgebackenHaußbrod zimli- cher grosse/ schneide das anff/an der vntern Rmden einer Hand breit / mmb drey Quartier Malvasier / menge eö Mit emem Loth deß ^l'keo^l^rslii coucr.i Kem,dessen ich auch droben gedacht) darnach genß es mit- emander/den Malvasier vnd das vna: in das warme Brod. Kan man das ^uavirnmchthabm / soneme man an seme statt deß allerbesten gebrandten Wems-.. Loth: Kan man auch den Malvasier Nicht haben/so nehme man andern guten starcken Wem. Lege den Krancken in ein Bctt auff den Rücken / vnd lege jhm ein rem leinen Tuch auff den Bauch/darnach lege das warme Brod also warm drauff / daß das auffgeschntttene Loch gleich auff den Nabel komme/ decke den Krancken wol zu vnd laß ' Wann man das gefeilte Gold zum Nercuno bringet/ so mmbt er das Gold bald au/ verschluckte vnd verzehre!^/ vnd stehet darnach der ^lercunus gar stille/ das ist vnd heist man darnach ein ^mzl^ama) diß wasche abermal Mit Essige vnd Saltz/ soofft biß keine Schwartze u,ehr davon gU)er. Darnach laß es treugen/ vnd tretbs durch em newLeder/rhue das mz.!szmA ln em klein Glasigen oder Kölbigsn/darmnen die Goldschmiede das Selber vnd Golde pflegen zu sche-den / vnd geuß daraussd!ßso!gende Aquaforr/ so viel daß sich der K4er» curiuL gaütz vndgar zu Wasser lol virezvnd das Gold ein braunlich Pulver werde :m Grunde.Darnach brich oder schneide das Glaß ab nur einem geschleimeten wohlge- pehrren Lcuu m-.t Scherwollen gemenget/setz euren Helm drauff/ der sich wol schliesst/ den vermache wohl/ vnd di- scillir also das?lquafort davon. Zum ersten M'.t gelindem Fewer/darnach ie langer )e starcker.Auin letzten/daß der Sand viiten glühend werde:vud wann die l'xiiirus alle außgerrieben sind/dann so höre auff/vud laß das Glaß kalt werden /so findest» em roth Pulver wie em Scharlach im Grunde deß Glases / wie ein Küchlein zusammen vermenget/zubrich das Glaß/Vnd reibe das Küchlein zu Pulver auff einem remen ^srein/ kehre dich vom Winde/ dann der Rauch ist einem Menschen schädlich/ darumb reibs m der Lufft/ vnd nicht m verschlossenen Gemachem Diß Pulvercalcinir also / Nimb emeu grossen Treibscherben / den laß vnter einer MuffeluuProbirofen glü- hen/dz erdunckel glüe.Dann so schütte daralss mit einem eisereu Löffel deßPulvers eiu wenig / als drey oder vier !oth auff emmal/vnd rühre es nnt emer eisernen Spatel vmb/sofchestumancl)evley Farben/ vnd wanns schwartz Mit zu wird/ so hör nicht ehe auff/ es werde dann wiederum!) roch /w?e du es hinein gerhau hast. Dan so nunb das herauß Mit emer Zancken oder Klufft / vnd laß kalt werden. Darnach mmb emen andern Treibscherben/ solcher grosse/wie der ersterer außglüet ist/den setze an deß ersten jratr/ vnd thue abermal das Pulver drauff / wie gelehrt ist / vnd laß außglüen wie das erste / rühre es auch stets vmb wie zuvor gelehrt/biß alle andere Farben versehen/ vnd wiederumb roth werde. Dann sind alle hiritus deß H^u-esörtS durch diese calciaarion außgeraucht / daß es dem Menschen Nicht schädlich kanseyn. Darnach ablmr es oder wasch es ab mit Rosenwasser subtil/ vnd das thue so offr biß das Wasser Nicht mehr scharvssschmäckr. VielÄlchiMisten geben sich auß das zu machen/sie machen es auch wohl mit solcher Färb auß Kleicurio allem / ohne Z ui.hu un q deßGoldes/auchohne. dleca1cinÄ!ion>aber sie lassen es bleiben bey der ersten Arbeit. Drumb soll inan solch Pulver nicht leichtfertig / von einem jeglichen / der sich damit traget / kaussen vnd einnehmen. Dann sie die cülciu^rioa Nichr wissen / auch das Gold darzu Nichrneh- wen / welches das Hertz starcken muß/ daß der ^ercurius demselbtgen kemen Schaden zusügen möge. Diß Pulvers gibt man emem alten verwachsenen Menschen eines alten Pfennings schwer / einem bey i ^ vder i).Iahren eines alten Hellers schwer m emer nassen Oblar / wie gelehret ist / vnd in keinerlei) anderer Weiß. Diß Pulver ist wohl versucht an vielen schönen jungen Gesellen/ denen von Weibsbildern/ dreHnendie Liebe geben wollen/ vergeben ist/ daßsie gar verdorret gewesen. Es diemr vor alle Gisst/ auch in c-illbus äelj)eraris> wie man auch sinder im gemeinen kileebzno , ;m Capitel 6c Lolo ^.rmcnio am Ende. Doch achte ich/daß 6.oder s. gran auch etwas thun/ich weiß wol/dz io. eder ii..gran -etlichen gegeben worden/vnd wol gewirckt haben/ aber es waren starcke Leute/ derwegen sich hiernach Nicht zn reguliren oder zu richten / sondern darnach die Personen starck oder schwach/ vnd sich leicht brechen können/ darnach soll man es geben/ damit man die Narur nicht gantz vnd gar ihrer Krassten beraube. DasAquafort/so durchvirT wird zubereitet/ mach also: Nunb 2- Pfund Victriol/ vnd i.Pfund guten Salpeter/der vngelescht ist/die reibe wol vntereinander. Darnach distillw em Wasser drauß / wie sichs gebühret/ wann man Gold von Silber scheiden will / daß keine rirus dahmden bleiben. Wann das gedistilliret ist / von dem Salpeter vnd Victriol / so muß man es noch einmal an jhm selbst ohne allen Zusatz herüber destilliren. Also -klaret es sich von den groben huncibus, vnd solv wet oder löset auff den klercurium, vnd machet ihn zu lauterm Wasser / wie oben gemeldet ist / vnd calcmiret das Gold. Apöffe- men/Car- bunckel VNd schwartze Blattern wie sie zu todten seyn Ein ander Ivlcrcurius virse wird gemacht auß dem rimoniv VNd ^viercurio sublim^ro ana lecoeram ldiiianäc», wie erfahrne wissen / gibt eine dicke z waNns aberetuchmalrec^i^cerc , >.'!N weiß Oel/ davon in warm Wasser gössen/ gibt weisse tiorcs. Diß weisse Pulvrr offr abgewichen / Mit Nosenwasser/ daß die ^scharpsse davon kompt/gibt ein herzlichen virX curium.,davon2..oder z-gran/oderauchwolZareiMstar- cken 4» Grau/ in emem weich gesottenen Dotterey/ oder cont'crva violarum, oder von Rosen geben/sich warm damit un Bette gehalten/ vber eme Stunde/ oder halbe Stunde / oder so bald es wircken will / ein Fleischsuppe/ oder Hünersuppe oder andere Brühe / darauss nur lau- licht warm getruncken / so gehet das brechen desto leichter fort/ vnd imrcket sehr wol. Oder kanstu solchen cmium Nicht haben/ sonmib croci mecalloium »rana oder 4.emm Flwdenvasser/ oder kidres^ocimonü, so nicht alt/vnd recht gemacht/4 .oder s. grau in eimTrunck Wem/vnd halt dich wie angezeiget. Dißmerckewol. Das xxxll. Capitel. Wie Man dieApsssemm /Anchraces / Tarbmtckel vnd schwartze Blattern curiren/ vnd wie man die Gisst tödten soll / so sie durch das schwitzen vnd Aderlässen nicht gantzlich verzehret worden/ das doch gemeiniglich geschieht. ^Ann sich auch etliche Aposiewen zu schweren bege- 'ben / so lege man darauss der nachfolgenden Pflaster eme6. I!imv das Kraur von der u Tausem- schön nurt>er weissen Blumen / wachst gern m den dürren Wiesen/ ist an Blattern gleich den zamen. Dieses KrautS -nehme man eme Handvoll / siede es Mit Kofem/ daß es weich werde. Davon mmb ein Hünerey groß/ stampffs in emem Mörser / legs laulichc auff / aiie Tage 2.. mal / so zeuchtS alle Gifft auß. - Oder mmb grüne Rauren/ Räberettich zu Schelb- lichen geschnitren/ieglichs em Hand voll/ einen Lossei voll Senff / stoß em jedes sonderlich/ darnach alle drey vntereinander. Von diesem bmde darauss em halb Hünerey groß/ mehr oder weniger/ nach der Grosse deß Aposte-- mes/laß es sechs oder 7. Stunden darauff ligen/darnach binde wider emfrlsches drauff/ diß thue man biß es Blasen ausszeucht/ die lasse dann auffmit einer grossen Nadel/dareinemwüllen Faden gezogen sey/ den laß also m der Blasen stecken/ so freust die Gisit herauß. Man hüte sich aber für dem Gestanck. Oder / nunb Remchscheiben / röste sie aiiff'Kolen / zu- stosse sie wol em Mörser / daß sie werden wie ein Muhs/ vnd lege sie also gar allein drauff. Wiewol aber diß nicht so garem gut Recept ist / so ist doch vielen Leuren damit geholffen- Qder/ nimb Hünermist/ tempenr chn mtt Eyerklar/ daß es em Psiaster werde/ legs dürz auff/ das,zeucht auch diß Gisst auß. Diß lstem gut Pfiaster / vnd allezeit zu bekommen. Ein anders. Mimb die mittelste Schal vom Hollunder geschabet/ vnd so viel Habermehl/ siede das mit Sahn oder Milchram/ daß es werde wie em MuhS/ das lege also warm auff/ das machet balde weich vnd reiff/ daß manS auff- machen kan. Ein ander wunderlich Master sehr wol zu bekommen. Nunb Beinwelle oder Scharwurtz/ zu Lattin con- tvlicla major genant /die zutreibe zwischen zweyen Steinen/ daß es werde wie em Mul /S/ binde drüber zwey 0- der dreymal/ das zeucht alle Gisst auß meinem Tage. Deßgleichen thut auch Scabiosa/ also appttcirer. Zu teutsch Apestem oder Geschwärkraut. Ein ander Pflaster/ so das Aposscm .verzehret oder die Gisst außziehet. Nimb ^mmoniscurn (ist ein Hartz oder e?n coocrerum, in der Apotecken also genant/ es zeucht ge- zchrctvnd wältigauß/eröfnetdiegeschwar)6.lvth/weißLilgenöhl/ G.ftauß 2.. loth/new Wachs t. lorh/die laß miteinander zugchen/ auff lmdem K'ohlfewer. D arauß wird em sehr edel Pflaster/ daSgebrauchzudenApostemen. Das^mmonia- cum zerstoß/ viid laß mit wenig Essig sieden/so löset sichs auff / darnach thue die ander heci es darzu. Dd Ei^. Pstasterso das Apo- stem verzeucht- P<5 Defensiv/ das die Balbierer wol brauchen können. Iunqfra- wenjhr erste Blume ist gut zur Zelt derPcstl- lentz. Glsstige schwartze Blattern zu vertreiben. Glsstdaß sie sich int Wetter außflech- ten kan/zu verwahren. Ein edel Defensiv / das man vmbher streicht/ vor die Balblerer. ÄimbLolum^.rmenum kleingepülvert/ mache ihn wie eine dünne Salben an nur Rosenöhl / das streich vmbher / es last liicht mehr Hitze zuschlahen/ vnd bewahret den Menschen/daß sich die Gifft nicht weiter theilen kan. Hast'.» mcht Rosenöhl/ so nnnb an desselbigen statt rechtschaffen Lemöhl. Zwey gute Pflaster/ welche die Giffc anßziehen/ als sonstenteme thun. l. Mit der Kröten/ darvon ich auch droben im 19. Cap:telgesagthabe/w:e l'^coxl'l^iius davon schreibet/ aber hier will ichs setzen/ wie es em vornehmer offt problrt vnd versucht hat m Sterbenszeiten. N?mb em gesplste Kröte/der von der !ufft alle Gifft ist auß- gezogen worden/ lege sie m einen Essig vber Nacht / oder ausss wenigste sechs Stunden lang / daß sie etlicher maß quelle. Darnach binde sie auß das Apostem/ Drüse oder Beule/ die zeucht alle Giffc ansich vnd gar auß / daß dem Menschen mit GOrteö Hülffmcht6gebricht/ wie solches an vielen Menschen glücklich versucht ist. 2.. Wann eme Iungfraw zum erstenmal)! jhre Blume bekompt/sosol sie dteselbige mit flußsamlen in em rein gcwasebcn Tüchlem/vnd dieselbige wol lassen truckuen ander Lufft/ vndaußwaschen/ vnd darnach dasselbige heimlich verwahren/vor emen g! offen Schatz/vnd m der Zelt der Pestilentz / so jemand aussgefahren ist ein emi- gesApostem/ Carbnnckcl/oder schwartze Blattern/ so nimb nach der Grösse deß Apostems derselben gefärbten Tüchlein/ netze sie in Essig/ vnd lege sie einmal oder zehne drüber. So offt sie aber rreuge werden/ so offt muß man sie wieder m Essig netzen/fem iaulicht/mcl)t zu kalt/auch nicht zu warm / daß der Essig die Farbe nicht außzlehe- Willtu nun proberen vnd wissen / ob alle Glfft durch diese Pflaster außgezogen sey/ so nnnb junge Tauben oder Hüner/vnd berauffe sie vmb den Steuß/Haltsie also lebendig drauff. Bleiben sie also lebendig / so magstu es sicherlich glauben / 5aß alle Gifft außgezogen ist: sterben sie aber / so lstawchmehr Gifft vorhanden/ binde alsdann der Pflaster wlederumbnns drauff/ blß alle Gisst außgezogen ist. Auff die schwarte böse gisstige Blattern (jß, reArtzneyaußzuzichen) machtmandiese Artzney. Nnnb ein Blat von Einbeerkraut / zu Latein uvz !u- xinz oder tterbz genant.'Embeer hat vier Blatter creutzweiß vnd mitten mnen erne schwartze Beer. Dieser Blatter niinb emS/lege oder binde das frisch drauff/vier oder fünffmal an einem Tage vernewert.Kanstu sie nicht grün haben / so lege sie in frisch Wasser/ so werden sie wider frlsch/ die lege auff/ wiejetzo angezeiget ist/sie ziehen alle Hctze vnd Gisst auß. Odernmib das welsse von zweyen Eyern / thue dasin eln Schüsseieln/ zerreibe das mit einem stücklein Alaun/ so lange/biß es w:rd als em weich geronnener Kase.Von diesem nimb als eine halbe welsche Nuß groß / vnd binde das daroinss. Das zeucht dle Hitzvnd Giffc det schwar- tzen Blattern an sich/ man muß es offt vernewern/wann es dürre will werden. Ein anders zn den schwarten Blattern. Nimb Terpentin vnd Honigseim jedes gleich viel/vermenge es miteinander / mache em Sälblem drauß / legs auff die böse schwartze Blattern / das bemmbt ihnen das Wehe/welchet sie balde/vnd hellet sie. Es hellet auch dlß Salblem schwerende Apostem. Wie mans machen soll / daß sich die Gifft nicht welter kan flechten/ oder zerthellen von den Apostemen / oder schwartzen Blattern. 1. Nimb einen rechtschaffenen Saphyr / vnd mache dannt emen Circkel etltch dreisslg mahl nacheinander langsam vmb das Apostem oder Blatter eines Fingers brettvom Lmun6ic>rio,Kopff/oder Spltze deß Geschwe- res/ so Mt hernach das Geschwär auß / dann netze jhn in Das Dn'tke Buch / Wachholderbeeröhl / oder in Meyenwürmöhl / oder wo man der zweyer Oel keines haben kan/ in LeMöhl/ so muß die Gisst alldar außschweren / vnd kan sich nicht wetter außbreiten. 2 .Darnach brauche an der Hettung/wle oben gemeldet. 5. Vnterdessen fahr immer fort mit dem schwitzen bey dem Krancken innerlich. Diß soll man wol mercken. Das Meyenwürmervhl machet man also. Nimb der Meyenwürme / die man im Meyen findet/ (die sind grösser daun dle Käfer / langlicht schwartzgel- bicht) die lasse man samlen in em Gefäß/ da thue Graß em/ vndgreiffesienichtmltblosienHandenan/ sondern nnt zweyen Höltzlem / vnd blnd em leinen Tüchlein darüber / daß sie nicht herauß können kriechen. Diß thue darnach also lebendig m Baumohl/ daß sie darin sterben/2,0. oder zo. darnach du jhr bekommen kanst. !aß sie darinnen ltgen / vnd wann dnsie gebrauchen wlllt zu schwartzen glfftlsen Blattern /so geuß ein wenig davon/ bestrelche sie eln wenig damit / das ist der besten Artz- neyeneme. Bescheweiter das 54.Z8. vnd das 44. Capitel. Item/ dle?2NÄceain^llvv2läin2M, zum ander» mahl gemehret/ 15.14. Da« XXXIII. Capitel. Wie man die Pest fliehen »nd vermeiden soll/ auch sich darfür verwahren Mit dlen- llchen Mltteln. <>>On diesen sachen hab ich droben im 4. vnd 9. vnd 2.6. iVCapttel auch etwas gesagt. Man mc?de stinckende Lufft/vnd stinckende dampfflchre Gemach/vbrigen Hunger undSatttgung/vbnge Mühe deß Leibes/vnd vbrige Ruhe/ vbrlges wachen vnd schlaffem Sonderlich soll man den Schlaffnach dem Essen melden. Es wäre dann/ daß man sich darzu gewetzner hatte / doch muste er kurtz seyn / vnd mcht balde auffdas Essen/ sondern zwey oder drey Stunden nach dem Essen geschehen / m emem Gemach Mit vermachten Fenstern. Man soll auch das ge- meme Bad fliehen / wie dann alle andere gemeine Zu- sammenkünfften / vnd sonst auch nicht lang vnd heiß baden / man besorge sich dann / daß man etwas glfftiges bekomm Halts. Da man sich aber dessen befahrete/so möchte man em Nacht zuvor eines Gülden schwer Tynac m emem Trüncklem warmen Wem zertrelben/ vnd dasselbige nach Mitternacht warm vmb Selgers i. einnehmen/ vnd folgendes Tages vmb Seigers 2.. oder z, nach Mittage ins Bad gehen / vnd treuge schwitzen/ doch also/ daß man auch 5. Rettichscheiben habe / vnter eme jeg- llche Achjel e:ne lege / vnd dle andere zwo m die Heydrü- sen/ die fünssre binde man auff den Nabel/ die ziehen von aussenwendig alle G-.fft an sich/vnd von mnewendig treibet sie der Tranck herauß. Dlesen Tynac aber brauchet man nur un Wmrer also mit dein Wein: Aber m, Sommer gebraucht man jhn also m Sawerampsserwasser/ Scabioftnwasser/ oder Cardobenedicrenwasser/ oder m Wemessig mit Rosenwasser vermenget / vnd schwitzet darnach drauff/ wle-ichjetzund gesagt habe. Item /Nimb Rettichscheiben/vnd röste oder warme dle aufs dem Ofen(dann so man sie kalt ausslegt/so verziehen sie den Schweiß) vnd lege sie auff d-e auffgefahrne Sachen im Bade wie jetzt gemeldet. Also mag jhm thun ein jeglicher dem auffgefahreu lst/vnd hat m solcher noth der Artzney eine eingenommen / die man nn Nothfall vor dle Pestilentz pfleget zu gebrauchen / vnd der im Bctte nicht gerne schwitzen will/der mag also im Bad eme Stund z. oder 4. schwitzen/ vnd so lange es emjeder erleiden kan/ vnd soll den Schweiß immer abwischen Mit warmen Tüchern/ vnd sich nach dem Bade warm halten/ vnd deß Schlaffs enthalten.Dann das muß m der noth also seyn. Es ist ^n g rosserIrtthumb/daß etliche den Tynac brau- chen/vnd bald daraussins Bed gehen/ sonderlich/ die zuvor gessen vnd getruncken haben/ vnd vermischen darnach derselbigen gegessenen vnd getrunckenen Materien den Tynac / damit thun sie ihnen mehr Schaden dann frommen. Dann die Krafft deß Tynacs wird erst m 2 4. Stunden in die Adern gezogen.Drumb soll man den Tynac nach Mitternacht vmb ems einnehmen/ vnd darnach nach dem Mittagsessen / vmb Selgers -..oder 5. baden. Ssn? Meyenwürmeröhl wie eS zu bereiten sey. Pest wie sie zu fliehen vnd zu meiden. Ä5on der Pestilm?» Melan- choley vnd alle' schwermütig klt ist m ster- benezei- ten zu melden. Schwet- nenfletsch soll man nicht essen ZurSeit der Pest, Geschwefelte Wem sind vnqesundj zur Zeit der Pestilentz. Sonderlich soll man in Sterbenszeiken alle Schwer- Mütigkeit/trawrigkelt/erschrecken/oderentsetzen/sorgen/ vnd alle Melancholey meiden / wie droben auch im 2.6. Cap. gesagt. Man soll jhm bey leibe vnd bey leben selber nichts einbilden / vnd wann etwan em stanck ober ein schlecht vnsauber Lüsstlein m die Nase kömpr / balde den- cken/nunhastu alles weg/ was du haben solsr. Dann die Leute fallen gemeunglichm diese Kranckheit/diealsome- lancholisiren/ vnd m steter furcht leben/ sondern vll mehr dencken/ ey das ist nichts / GOtt wird mich vor dir wol bewahren/ durch den Schutz semer lieben Engeln» Finden sich aber die Zeichen/ davon ich droben gesagt / so brauche man vvli stund an etwann ein expulsiff/oder laste bald zur Ader. Man sol auch alle Tage auffs wenigste/oder ja vber den andern Tag / em gericht mit Essig sawr gemacht eft sen.Dan der kület vnd nimmetdte Feuchtigkeiten auß den Gliedern weg / daß sie nicht faulen / vnd offner alle ver- stopffungen. Man kan auch dieser dreyerley Salsen eme brauchen/ vnd zuin gebratenen esjen: Nun Sawrampsser/rei- be chn mit Essige/ oder Mit Salbeyenblatter reingewaschen/grüne bauten/ Pi/tersilgen / vnd welsche Nüsse- schalen/ nemlichdte grünen/ m-.t Essig gerieben. Dtese Salsen soll man :m Sommer brauchen. Itcm vom kraut ^IliÄria. Knoblochkraut (hat grosse blätter/wle die grossen Nesseln / reuchtstarckals Knobloch) wirdaucheM außbündige Salse gemacht/ so auch hierzu sehr dienstlich ist. Aber iinWmterneme man Ingber/ Muscatenblu- men vnd Zimmecrmden/ die mache man alle zu Pulver/ vnd mmdeß Pulvers ein wenig / geuß Essig drauff/ das istimWtNter ensesehrgute Salse. Also tan man jmmer abwechseln nach seinem gefallen / daß man nur nicht jmmer eme Speise Mit Essig sawer mache. Item man soll sich vor Schwemenfleisch hüten. Dan weil die Schweine mit denMenschen Cörpernsehr vber- emkommen / vnd gleich so wol d:e Pestilentz / grewliche Drüsen vnd Blattern bekommen / vnd eben so wol dran sterben als die Menschen/ so kan man sie durch gemessung /hreS Fleisches auch gar leichtlich bekommen. Weiß Kraut ist auch m SterbenSznt nicht gesund/ dannes breite Blatter hat / vnd diegifftigeLussrhenget sich dran vnd zeucht sich hmem / so hat mans auch wol ehe erfahren / daß die Todtengräber G!sfc aufs die Blatter gestrewet haben/ehe sich der Kohl geschlossen hat / daß sie vtlzu begraben hetten. Harte Eyer/vnd was von Eyern gebacken wird/als Eyerkuchen / sind auch verbotten vnd alle andere Speise die da stopffet. Dann ;n der Zeit sol man lieber essen/was den Leib erweichet/ Ale da sind weich gesotten Eyer/ fette Butter Mit Brod/ Hüner/ Rmdfleischbrühe / Pflaumen Suppen vnd dergleichen. Geschwefelte Wem sind M diesen Zeiten sonderlich vngesund/Item Malvasier/Canaricn Wem/ vnd ander hitzige Getrancke. Dann die erhitzen das Geblüt/vnd bereiten das Geblüt zur anzündung der Pestilentz. Von welchen machen man auch alle Morgen einen Rauch in einem Scherben machen/ vnd durch die Gemache hm vnd her tragen soll/ sonderlich wann trübe neblich- te vnd feuchte Lufft oder Regenwetrer vorhanden/ ist droben im z. 6 Cap. zum theil gesagt. Man mag auch Wach- holderbeer m die Kacheln oder Ofen/oder glüende Kohlen legen. Es lasse jhm emer diese 1"rvc^ilcos in der Apotecken zurichten / die sehr wolnechen vnd stercken den Menjchen das Hertz vnd Gehirn/vnd alle andere Gliedmassen/ nim Leo^olnum. (ist em wolriechend Zummi) 2 ..Vntz/ cinsm om, l.Vntz/mulci oder BlsemZran llecem, imdeneKohs len/ 6.Loth/ Dragant -..Vntzen/ cjerolis 8. Loth/ man nimpt nur den Dragant vnd geust Rosenwasser drüber/ so wird er weich vnd quillet auss/ damit stöst man die s^ecics an zur malla, Sc formanrur l'roclulci ) derer leget man einen oder zween m die Röhr vnd Kachel / machen einen lieblichen ruch m der gantzen Stuben. Das XXXiv. Capitel. Was ein Haußwirch in seinem Hause vor Ary, neyen oder Materialen zur Zeit der regierenden Pestilentz haben soll. ^^Inen guten Tyriac: ^ncjromaclii, welchen ?^/ke«nm kanan der Farbe / an dem Geruch/ ^7 Consistentz/ daß er nicht zu hart/ oder zu dicke/auch nit zu weich sey: Irem an der Kraffr/ Tugend vnd W-rclung/ welches man m emer oder zweyer Proben innen werden kan/wie gut er ist. Das rechte güldene Ey / welches recht Pr^par-rt ist/ daß etwas hart vnd gar schwartz ist/ wleemcxu^ct, wann mans aber naß macht so «Malbenwurtzel/Pestilentzwurtzel/ Scabiv- sen/ Teuffels abbiß/ San>.ckel/ Ingber/CulmnS/ Gal^- gen/Schelwurtz^l/ Haselwurtzel/Meisterwurtzcl / rothen Entzmn/ Hmdlüuffwurtzel/ Veil^u, tzel/Eberwur- tz.'l/ Eibischwurtzel. Item/ 'Alantwuchel/Aarcnwnr- tzel / weisser Diptanwurtzel / Z:twer viäe ^r^uinii Oc/ori Lxxerimcllra von -.O. Pestilentzwurtzeln vnd Kräutern. VonKräutern/Cardobenedicten/Eyserhart/Roß- maricn/ Kcausemmtz/Rauten / Salbey / Scordium/ Wermut/ Sawrampffer/ Petersilge/ TiMian / Majoran/ Braun Betomen / Ehrenprnßfraut / Pastemen- kraurer/ Roßappeln/ Tormennllen/Scabiosen/Anrm/ S. IohanniSkraut/Melissa/Poley/Isop/Odermennin- ge/Gauchheil/Emblat/Wermut/ Rosen/ Bugglos/ Stemklee/ die müssen alle fein gewaschen/ vnd sauber ge« halten werden. Von Extrackendas"Lrrr2Ä, 8cc>r6li, der Rauten/ deß Tynacs Von Beeren vnd Körnern/ Wachholderbeer / Lor^ bcrn / Anyskörner/schwartzerwolriechender Kümmel/ Senff/ Parißkörner/ Naglichen Cubeben. Von Nüssen Haselnüsse/ Welschnüsse/ Kräenäng- lein/Muscatenüsse vnd Blumen/bittere Mandeln/Pfer- sigkern. Von der Erde Lolum ^rmcnum , l'erram r3m ZrrlAcntcm, Corallen/ Perlen/ Börnstem. Von Gummi/ Weyrauch/ Venedischen Terpemm/ Myrrhen/ I^zucjünum, 5rorzx. VonSafslen/Rautensaffr/Iserhartsafft/Scabio- sensafft/'Aurinsasst/Zwibbelsafft/Cardobenedictensafft/ Wermutsafft. VonHoltz/ Wachholderholtz vnd streuche / Para-> dißholtz/ Dannenschwamb. Von Thieren/recht warhafftig Emhorn / Hirschhorn/zwischen zweyen Frawentagen geschlagen/ Elends^ klawen/ Elephantenbeme vnd Zeenc/ Krebssteme / Bibergeil» Von Blettern kreuche Eichenlaub/ Birckcnrmde/ Schasssgarbe/ Raurenblatter/ Blatter von Sieben- baum/ rothe Rosen. VonOliteten/ Oleum 8u!^!iurix, Wachholderöhl/ weiS Lilienohl/ Terpentmohl oder^iricus, Victriolöhl oder 8x>irirus. VonFrüchten/Feigen/Citrinatapssil/PommeranÄ tzen/ Limonien/ Granatäpffel/Coriander/2ln,ß/Pfeffer/ Kümmel/ Sawerampffersamen/ Cardobenedicten Lübe- stocksamen/Endiviensamen/Pomerantzcnkorner/Citroi nenkörner. Von Salben/ ^olirum>emsil. Ar^seon. grüne Apestelsalben. VonEdelgesteinen/Hlacmth/Smaragd/Sapblv/ Rubm / geschlagen Gold vnd Silber^ Die andere Sa» chen muß man m der Äpotecken suchen. Das rechte surum xursbüe, dienet auch gewaltig vor alle Gisst- Wurtzeltt soll man allezeit M vorrath haben» Krautet vor d:e Pest zugebrauchen. maneti dem Geruch / an der Dd iil Das XXXV. Capml. Was ein jederman bey sich tragen soll/ wann er außgehet/ auffdaß er dran rieche. prXlerva- riv die ein jeder wann er außgehet/ bey sich tragen soll. Mund sol man alle Morgen zur Zeit der Pest mttWein- esslg auß schweifen. Robenhabtchun 12.. iz. vndi4.Cap.vonprX5cr- varivcll gesagt/ die man m den Leibe brauchenmag. Nun muß ich auch mit wemg Worten melden / was man auch von aussen zur aäkibireu soll. Em vornehmer gelahrtervnd erfahrner Doctor/ro- che nur an Baldrianwurtzel/oder Lubstückelwurtzel/derer nam er auch allezeit em stücklein in den Mund / öderem stücklein Osterlucienwurtzel. Ein stücklein Zitber oder Diptam gekewet/ vnd un Muude gehalten/ist auch gut. Die Reichen nehmen em stücklem Einhorn m den Mund / das lest keine Gtsst durch deß Menschen Mund eingehen. Die Nasenlöcher schmieren sie jnnewendig mit em wenig Tyrtac / der m Rosenessig oder Rautenessige oder m Essig vnd Rosenwasser zerrieben ist/ der lest da6 Gehirn mcht vergifftet werden» Item mit ^n^eüc. Oel/ Rautenöhl/Moscatenöhl/ weissenBörstemohl/ ^c. Im Wmter an Bibergeil gerochen/ ist auch sehr gut. kMctoliuln oder Schaffsgarbe Blumen sind sehr gut/ wann man daran reucht. Item/ ^lAella Komana isteinschwartzer wolriechender Kümmel/ wann man den vber Nacht m Essig beisset oderbeitzet / vnd lest jhn darnach wider trucken werden/ vnd machet e?n püschlem davon/in eim seidenen Tüchlein/ vnd reucht daran/ das ist sehr edel vnd gut. Dienet auch vor de'.'i Scbwmdel im Haupt. Item Rautensamen/ Schasssgarbenblumen/ Lüb- siückwurtzel vnd Baldrianwurtzel em jedes em wenig genommen / ein püschlem gemacht / vnd m em löcherichte Büchsen oder BMtamssel gethan / beysich allezeit getragen/ vnd dran gerochen/ ist auch sehr gut für allen/ mmb Angeld vr-d Zitber/ auch Raute in acht hierzu. Auch soll man Wcgbreitwnrtzcl/R.aäiccm lappzcii cornun/Hörnichte Klerwurtzel vnd Hindleufftwurtzel/ an blosser Haut tragen. VonAlantwurtzeleinOekgemacht / vnd vmb die Nasenlöcher vnd dem Mund gestrichen/ wann man a»ch- gehet. In Summa/ man muß in Sterbenszeiten / sonderlich semen Munde/die Nase/ Ohren/Schweißlöcher/vnd Hertz m grosser acht haben/damtt einem vnrer den Leuten Nicht etwan cme gifftige Lufft in den Leib schlechte / dann durch die Oerter drmger der gifftige Dunst von aussen hinein zum Herren. DenMund sollen die Reichen alle Morgen ehe sie außgehen mit Weinessig wol außschweissen / vnd das Zahnfleisch mit einem guten Tyrtac in Weinessig zerlassen/ bestreichen: Darnach weil sie vnter den Leuten gehen/ ml Munde wechselweise em btßlein Zitber/ oder Än- gelica halten/ oder anderer statt embißlein Entzian/ Meisterwurtz / Osterlucien/ Aland/Myrrhen / welches ein jeder zum liebsten brauchen mag. Die den Mund mit Essig nit schweissen können / noch den Tynac zum Zahnfleisch brauchen/die nehmen allein/wann sie außgehen/em stücklein der bemelten Wurtzeln vnter die Zunge. Zur Nasen müssen Reuchsacklein Mit ^.arteche oder Zindel geordnet werden/ vnd die muß man mt jnnewendig im Busem tragen / sondern aussen haben / mit einem Ro- senessig besprengen oder netzen / vnd stets dran riechen» Man muß auch Nasensalblem haben / von welchen man ein wenig in die Nasen vnd Ohren schmieren kan. Arme Leute können höltzerne büchslein von Wachholderholtz drehen lassen / vnd darmnen schwamlein tragen in Essig genetzt/oder aber ein stücklein Bibergeil m Essig/ der mit grüner Rauten zerstossen/vnd durch ein Tüchlein/getm- cket sey / gebeitzer/ vnd w em Tüchlein gebunden. Oder tragen ein stück Angelickenwurtzel/ wie sie an jhr selbst/ oder daß noch besser ist/ in emem Weinessig gebethet/ 'vnd wider abgctrucknet/ m der Hand/vnd riechen dran : Öder vernehen die Wurtzelzerstossen in ein viereckicht Sacklein zum Geruch: Oder streichen ein wenig Wachholderöhl oder Muscatenöhl in die Nasenlöcher/ vnd in die Ohren. Das Dritte Buch / Der Reuchsalblein findet man vilbeschrieben m den Apotecken / dann die werden zu diesen Zeiten m den Apo- recken / sonderlich zugerichter: Aber deß ^vablemö zur Nasenbeschrcibung «std:e. Mimb z.QuiNt/ Lxrra<5l.oder Ochl 7-Tropffen oder em halben Scrupel/Rautenöhl 5. Tropffen oder ein Scrupel/ Mnscatenöhl außgeprest so vü gnug ist / mache ein Salblem darauß vor die Naaß damit anzustreichen. Ist das ^nAclic-e nicht vorhanden / so kan man es aussen lassen / vnd die andere Stück darzu brau» chcn/ deß MuscatenöhlS aber desto mehr nehmen. Der Schweißlöchletn halb / soll man dasAngesicht vnd die Hände/ wann man außgehen will/ mtt einem guten Rosenwasser/ darunter ein Rosenessig vermischet/be- streichen. Dann diß schleust die Schweißlöchlein / wie dann auch das Ehrenpreißwasser: Vnd da etwan em g,fftiger Dunst auffdie Haut fallen möchte so verzehret es dieselbtge. Die das nicht haben/die sollen in das Handfaß rothe abgedörte Rosen oder Wermut/oder Rauten/ oder dürre Pomerantzenschalen / oder dürre Citrmat- schalen werffen/ oder Rosenwasser/ oder Tynnenwafler / oder Rautenwasier zu dem gemeinen Wasser in das Handfaß gtessen / daß das Wasser starck darnach neche vnd hlemit das Angesicht vnd die Hände waschen. Die Hembde / Kleider vnd Bette soll man fein sauber vnd rein halten / die Hembde kanman mit einem lieblichen Rosenwasser/ darunter ein Rvsenessig besprengen/ vnd widerdrucknen laflen. Oder man lege zu denHemb- denvndKlei)dernwolnechendeSachen / alödasmddie Pomambra vor die Reichen. Item/Quitten / Wermut Spiken / rothe Rosen / Majoran / Angelkkenwuryel/ Vielwurtzel/ Liebstückelwurtzel/ :c. Hierunter mag man nehmen eines oder mehr/welches man will / manmagsie zerstossen/vnd davon Sacklem machen/die man zun Kley- dern vnd Hembden legt. Es ist auch gut/ etwas allezeit vnter der lincken Brust auff dem Hertzen zutragen / welches Krafft habe der Glfft widerstände zu thun / als sonderliche Säcklem die also zugerichtet werden. Nimb der vierley Hertzblumen. 'Sawrampffer. Melissen jedes 1. WeifsenSandel. Rothen Sandel. Rothe Corallen. Meisten Been. Rothen Been. Muscatnuß. NagelelN. Ztttwan- Weiß Diptam. Angclic. Wurtzel- Saffran Citrvnenschelen. Basiliken Saamen jedes z.. Scrupel. Dieses alles klein zerschnitten was zu schneiten ist vnd das vbnge geflossen m em Sacklem von Seiden gemacht gethan vnd Rauten weiß durchnehet. Die soll man alle Morgen mtt Rosenessig bespren- gen/vnd als0 befeuchtet für vnd für aussder blossen Haut vnter der lmcken Brust tragen/vnd nicht ablegen/es were dann deß Nachts wann man schlaffen will / da soll man sie hmweg nehmen / vnd Morgens wider ausslegen vnd den gantzen Tag aussbehalten. Die Armen mögen schlechte dürre Wermut in ein Sacklem vernchet/auffm Hertzen tragen: Oder auß dürrer Wermut/ Rauten / rothen Rosen vnd Angelicken- wurtzel/ jedes gleich vil/ abgedörret nehmen / zusammen vermischen/ ein Hertzsacklem bereiten / vnd obgedachter weise mit Wemessig besprengen / vnd aussblosser Haut vnterder lmcken Brusttragen. Darvon halten etliche vornehme vnd hochgelahrte lVlcäici mehr dan von Quecksilber/ ^rlcnic», oder emer abgedorreten Kröten/ welche etliche ausstunden vnd bey sich tragen/damit das Hertz der Gisst gewone. Doch lassen jnnen dieselbige gefallen/dz et- lich Vngansch Golt Mit Quecksilber zerlassen / wie es die goldschmide zum vergüldcn brauchen(es ist gemalen gold/ wird aber nit m derMühle aussdetl Mühlsteinen gemalen/ Hembde Kleider vnd Bette soll man zur Zeit der Pest remhq^ ten. Arme Leute wz die zur Zeit der Pest von Kräutern bey sich tragen sollen^ 5L Etliche tragen nur schwamlein in Essig getuncket am durch verzehrung deßGoldes vom Quecksilber lc. ^>alse vnd riecken dran^ lzpienr, 5aus)vi'd vernehensmeinSacklein/vnd tragenS also auffden Hertzen/ damttdasselbige gestarcketwerde. Das Das XXXVI. Capitel. Von der Peflilen^ zi? Wasser / Sawerampsserwasser/ jedes z. Loth / vermische (6 zu emem laxir Ti äncklem. Vom Aderlässen. A^l.Purg.»„ngso°m-.»G.s.mdmn°ch.me k°>.ck«n «mckr«. Der «m.« ^«mg.>wg dch i-.b-ö f°lg-n / ctwan zw-m- od.r Von Purzimng vnd R«inigunz derieiber. Purgie- man seinen Leib vor der Jnficirung oder An- rung der ^-^zündung bewahren/so mich man chn im Anfang der Leiber wie angehängten Regierung derPcstclentz von der vbngen die vor Feuchtigkeit purgiren vnd reiucgen. Es muß aber ein der An- Leib anders purg^rt werden dann der andere/ dann man zündung Niuß emes jedcrn Menschen Lc-mplcxion wissen/ vnd sich t er Pest MitderPurgierung nach derselbigen richten.Etliche sind zu bewa- Ltiolerlci,etliche ?^!c»rnzric:,etliche IV1c!anc^oIicl,vnd » en. etliche ^anZuiOci.Doch schreibe ich dieses nach der Gale- nisten Art/die l'^eopkrzliini halten wenig von den morikus vnd jhren ?u^^rion>I?u8 : Wie sie dann auch wenig vön Kopssen/vtid Aderlassen halten.Aber ich will Mich zwischen sie nicht mengen / sie sind beyde meine gute Freunde / vnd ich habe sie beyde lieb / dieweil ich sehe daß sie beyde curiren / vnd mir auch sonsten Nicht gebühren will/ zwischen chnen zurichten vnd zu vrtheilen/damit man Nicht von Mir sagt/nc 8uror ulcra crepiczm. So ists auch sonsten meiner prokclkon nicht/ob ich gleich allerley gerne lese/vnd m k^Nem nicht gerne so gar «^«a-^scin wolte/wie etliche grooe vngelehrte Esel/denen ich gewaltig vber die Zunge springen muß/daß ich nicht auch neben jhnen lange Ohren tragen will, blamo- Ich solte wol hier erstlcch prXmirriren die Lehr von dem y-5wie 4- dererem^ederzweyerleyistj emnatürli- mancher- cher vnd vnnatürlicher , vnd sagen / wie man die ley die Vnnatürlichen purgieren solte/so gehöret dieses alles an seyn, cmen andern Orth.Ein ZzliAuineus der starcker feuchter vnd warmer Natur ist / weisser vnd rother Farbe voreinander gemenget / Mit roth gelben auffgelauffemn kraußlichren Haaren/grossen Adern vnd vie wolgeschmücktem Leibe/frölichem Gemüte. Der emen zimlichen schlaff hat/einen rothen dicken Harm oder vrm/ emen starcken Pulß/ zc. Em solcher sage ich/ kansich leichtlich purgieren/wan er nur zur Ader last. Weil aber bey vns in diesen Landen viel andere Feuchtigkeiten mit emgemenget seyn/so möchten die HanAuinei diesePurga- tron brauchen/ wiewol sie nur schlecht vnd schwach gema- chet ist / wer hart oder schwerlich zu purgieren Ware / der möchte vmb ein Qumt oder zwey starcker machm / das müste man den Apotecker/ so es prXparirt oder machet/ berichten. Oder brauche vorher den Tag zuvor / für Abends ein Zugerlcht SeniSpulver/so man m Apotecken allezeit findet/ein Qumt mPffaumensuppe/etwan vmb z. vhr nach Mittag/ vnd faste damit biß zu 7. oder 8. deß andern Morgens / hernach brauch nachfolgend! Tröncklein. K. LailiX excraäiT z. Loth/ (istem5ru^usÄrlzoriZ, ist eine langeRöhre/ die Rmde dieser Frucht ist wie em Zimmet / die Alten Habens Zunmet esMam genennet/ 0- der czlliain liAneä, tnnewendig hats ein schwartz Marck vnd Kern / schier wie das Iohannis Brod) LleÄ. via- xkocllicvnis (ist ein purgierende Latwerge) Inders xerilcT (sonstsind auch andere species) jedes Z-. Qumt. Lc Lic^c>rc.X jedes H.Loth/milce Kar kaialiuslaxacivus. Em ?^IeAMZncus hat grosse Glieder einen weissen Zeib/ leichte nidergesenckte Äugen / flüssigen Mund vnd Nasen/ schlechte weisse Haar/ist kalter vnd feuchter Natur/ hat einen langen Leib vnd Gemüth / schläffet viel/ sein Haaren oder Vrm ist weiß vnd dicke/ hat emen langsamen Pulß / :c. Der hat eme solche Purgation zu brauchen/ich setze dieses Ding I.2riuL,dann es müssens doch die Apotecker zurichten. R.. Lle^u. lnä. (ist auch eine Uxn Latwerge) 9er5ic^ jedes dritthalb Quint/ außgezogner Cas- sien^. Loth/Wermuchwasser/ Scabiosenwasser jedes z. Zoth / vermischt zu einem Tranck. Ein Lkolencus hat einen dürren braunen schmalen Leib / istwarmer vnd truckener Natur/ hat aussgelauf-- fene braune Haar/ dann er ist hitziger Natur/ wird bald zornig/ vnd fahret auff wie em im Bade / hat schwartze vnd braune Augen/ emen bittern vnd dürren Mund / ein sehr gelben Vrm / einen schnellen Pulß / ?c. Die mögen diese Purgation b rauchen. Nim 1'r^p^er-x I^erlica: vierthalb Quint/purgier Ro- fensasstLatwerg z.Q.Borretschwasser / Ochsenzunge»d- Ein k1cIaQcKo1icu!.ist Erdfarbig/Hat einen magern Leib/ ,st kaltertruckner Natur/ hat schlechte turckele Haar/ eingefallene Backen/ em grob Geblüt/ ein schwer Gemüth/ kau Nicht wol schlaffen/ vnd wann er sa,lässt/ so hat er schreckliche Traume / sem Vrm ist vnrvm vnd braunlicht/bißwerlen ists wie ein lauter Bornwasse"/Hat einen schwachen pulß/der mag diese purgation bra . cn. Nim SeniS Latwerg / ä^caci:ulicl Latwerg udes Qumt/I'ixx^er^ ?erlicce I.quint/Och«ei zu: genwajser/ erdrauchwasser/jedes 4.Loth/vermisch«, es zuemem laxir Träncklein. Merck. DieseArtzneyen thun das chre / wie a^ch alle andere/ aber zu beklagen ist es/daß die Obrig k. ^ ncchr aussdie A- potecken cm wachend Auge hat/ damit ^lle Iah / oder ;a vmb das ander Jahr / frische Artzney vnd (^ompoücio- uezpkzrmaceuric^ gemacht werden/' ^eil die iTiarcrizlien gemeinlich alt/ wie auch die daher sie einen geringen cKeÄum haben/vnd iiich.6 können wircken/vnd alsdann den K1räici5,oder ander?- guten Leuten/so etwas verordnen/die Schuld fälschlich geben wird/daß die ?ur- gsriones bestehen bleiben / wie auch andere Kl^-camina nichte wircken/ wie die tägliche Erfahrung bezeuget. Derowegen wer diese Artzneyen / wie auch andere fruchtbarUch gebrauchen will/der fthe fieisstg zu/daß die Materialien frisch/mcht alt/vnd verlegen seyn/auch recht zugerzcht werden. Das XXXVü. CaM. z Tage nach dieser ersten Purgation/als nemlich/ eine Aderlasse/ daß man die Leberader oder Lungenader/ oder Medianader lasse/ nach dem einer befindet/ daß jhm von- nöthm seyn will / im Lentzen vnd Sommer an der rechten Seiten/aber im He.bst vnd Wmter an der Uncken selten« Doch ist etlicher ^eäicorum cloäiilliWoium Meinung/ man solle im Frühling sich reinigen/vnd die Mediän oder Mätzader ausf dem lmckenArm laffen/ weil im Wmter viel Melancholisch oder dickes Geblüt wird gesamlet/ Auff dcn Herbst aber auff dem rechten Arm die Lcher Ader. Weil deß Sommers die ^olera oder Galle sehr wird gehäuffet / vnd diese Meinung ist der Warhett ähnlicher vnd gemässer.Es sollen aber d ie 8zncruinei vnd dliolerici mehr Bluts weglassen / dann die PKIeAmarici vnd ^elanc^olici.Es wäre dan eme sonderliche Vrsach/ die solches anders erfordert/ so müste darnach auch ein anders geschehen. Die Ltiolerici vnd 8znouiriel sollen nach dem Äderlassen keine gewürtzte Speise essen/ auch kemen Wem trincken: Aber die vnd I^elÄucttollcnnögen das wol thun/doch mit »nassen. Will man aber balde von den Aderlässe die Curam anfangen/so laß ichs wol geschehen. Daun weil wir Deutschen gerne vberstüssige Nahrung zu vns nehmen/ so ists wol am besten. Das XX XV lU. Capitel. Was darnach welker geschehen soll. AWUnn man seinen Leib also anfanglich durch purgie- ^Vren vnd Aderlassen von der gemeinen verhalten v- bermässigen fällen/außgelärt vnd gereiniget hat/so muß Man sich darnach fleissig vorsehen/ das man sich im Leben / Ruh vnd Arbeit / Essen vnd Trincken / Schlaffen vnd Wachen / vnd andern Dmgen also halte / damit der Leib nicht wider newe schädliche F- uchtigkeiten vberkom- me. Demnach so will hierzu weiter vonnöten jeyn/dz man denfünfften Tag nachdemAderla ien iz.. 15.oder l7.p1!- julas pettilcnriale> brauche/medr oder weniger/darnach sich ein jeder bedünckeu last /daß ihmbe^ueme sey.: will/ daß er nur zweene Stuelgänge mehr bekomme/ dann er sonsten natürlicher weiß hätte gehabt. Man mag sie m der Nacht brauche»/ nach dem erst ' Schlaff/ vnd darnach wider Massen/ vnd den folgenden Tag mchcbadennoch andereArtzneybrauchen/ daßd'ePille-iihreWirckung vngehmderthabenmögen/den tag Mor aber wie droben ange- Aderlassen wie das ausf diePur- gierung anzustel len. Massig soll Man sich halte 1 nach purgiren vnd Aderlässen. Z5Q Das Dritte Buch angezeigt / eröffne erstlich den Leck wol / drausi brauche dann diese PL-m/ oder laxierend Artzuey/ daunc sie nicht bestehen buchen. Dcnandcrn Tag hernach mag man ein Qumtlem guten alkenTynac deßMorgens frühe emmhmen/vnd ohn- gefahr drey Stunden drauff fasten / darauss im Bett schw'.tzen/ vud den Leib mit warm :u Tüchern reiben/ vnd abremigen.Man mag auch wol drey oder vier stund nach Essens em sansst Sckwechbad aufs den gebrauchten Ty- rlac haben / well man lm Bette mcht schwitzen. Darnach soll man drey oder vier Tag nacheinander daö folgendPulver brauchen/welches em gar gut pu lver vor dle Pestilentz ist/ stewret die Gisst/ vnd stärckt dm telb. Nimb 8j?ecierum tleAemlnizlriAicjiSz dismarAarirar. kli^iäarum jedes i.Loth. Pulver z. Scharpffe Zimmetrmden Z .Loth, oder 4. Cttronenschälen. Tage Sawerampssersamen jedesLoth, nachein-- Pra-parirte Armenische Boli. ander zu Gesiegelte Schlesische Erdenjedes l.Loch, Gebräu- Cretl^che Diptamwurtzel;. Loth, xhen» Pimpenellenwurtzel. Tormentillwurtzel. Alantwurtzel. Gemein Gartennäglein Kraut» vnd Wurtzeln jedes 2.. Loth. Campsser 1. Qumt. Kräheuauglem-^. Qumt. Muscarblumcn. Paradeißholtz jedes Qumt. Sassrau i.Qumt. Auffrichttge Hirschkreutzlem i. Loth. Deß besten LanarlZuckersA. Loch. Etliche nehmeu der Angelicawurtzelbeydesder wilden dnd zahmen/jedes zwo Vntz/doch acht ich/zu diesem Pulver wäre ein Vntz gnug/ aunfoli^ci (geschlagenGold) num. 12.. ?vl!sce, Karpulvi5, Oollsi. QuiNtoderems Goldgülden schwer / deß morgens nüchtern m Sawer- ampfferwasser. Aber PhlegmatKi vnd Melancholie! mögens in ein wenig Wein brauchen. Man mags auch wol auff emer Schnitte Brod / mtt,frischer Butter be- streichen/essen/vnd drey Stund draufffasten. Starcken Leuthen mag man deß Pulvers em wenig mehr / schwachen aber vnd Kindern em wenig wemger eingeben/denn emQuMtivud ,nuß solches vier Tag nacheinander thun. WerdißPnlver nicht brauchen will/ der nehme etwas anders an dessen Stell/wie ich denn droben allerley solche Recept auß vornehmen vnd bewährten Medicis / die etliche Sterbenszeitenaußgehalten/gesagt habe. Es muß aber emer allzeit zuvor den Leib purgieren/ ehe er diß/ oder ein ander dergleichen Pulver oder Rerept brauchen will. Confect Etliche machen auch em solch Confect/nehmen is.theil Mder tue dürre Rauten/ 5. theilFetgeu/ 2.. theil welsche Nüß/ ?. 'Pest zu theil Saltz/das stossen vnd mengen sie durcheinander mit Wachen. Rosenhomg / vnd essen deß Morgens ein Etücklem als em welsche Nuß groß. Oder essen nur frische Butter mit Brod / vnd darnach zwey oder drey Welsche Nüß drauss / oder esjen grüne vnd zuvor rein gewaschene Raute vnd Wermut durcheinander gehackt/ mit ein wenig Saltz/ als ein Bon oder Castanien groß / vber em wenig Gebeth Brod m Esiig getunckt. Essig Es wird in Sterbenszeiten den Leuthen der Essig wird zu Psst commenclirr vnd befohlen / daß man jhn milchen Sterbens-- gefährlichen Zeiten offr brauchen soll. Nun ist es wol zeiten ofst waar/daß er m Sterbenslaufften viel guts bey den Le«- hefohlen. then thun kan/man muß sich aber nicht versehen/daß man jhn nicht gar zu offt brauche/ auff daß der Magen nicht allzusehrgestopsst vnd erkaltet werde. Darnach soll man dre gememePestilentzpillen wider brauchen/ vndfolgends w.der das Pulver/ vnd also fort an vmbwechseln / von einem Tag zum andern/ aber doch also/ daß man alle acht Tag die Pillen einmal brau-« che/vnd alle vierzehen Tag emQuim guten Tynac/den andern Tag nach den Pillen. Wenn auch die Pest hart anhält/ vnd die Vergisstung groß ist/ wie man denn am sterben wol erachten kan/ so mag man der Pillen die Woche zweymal/vnd die andere Tage das Pulver brauchen. Also soll man nun mit den Pillen vnd Pulver einen Monat durch proceäircn vud abwechseln/ nach außgehen deß Mondens soll man den Proceß von newen wider anfangen / vttd erstlich widerumb wie zuvor / purgieren/ darnach Aderlaß,en / folgende Pillen brauchen/ vnd hernach den Tynac vnd das Pulver / em jegliches zu semer Zeit. Bchheauchdas n. Cap. Zu Winterszeiten soll man wegen der Veränderung der Lnfst nut dusen l'roclnlcis m den Stuben vnd Kammern Abends vnd Morgens räuchern. NmiParadißholtz 1. Qumt. Nagelem. Znnmer 1. halb Qumt. Weyrauch. Wachholderbeer jedes anderthalb Quint. (Zummi l^zuäilliz.. Qumt. Bisam z. Gran. Mit weichem Stora^ vnd Tragantenschleim mit Rosenwasser außgezcgen / mache Rauchküchlemdrauß. Man mag auch ein ?c>m'uin amdi« bey sich tragen aUß diesen Stücken gemacht. Nim gereinigten ^»uclani 2..Quint. Pulver ^IljzcX molcgrx. nach der QalliX mcilcarT jedes I. Quint. Aderlas- Zrorzcis Lalamira: Z-.Scrupel. sen zu Citronenschalen. brauchen. Weijfen vnd rothen Birnwurtzel. Muscatenblumen. A'unmet. Rothe Roftttjedes'i.Scrnpei. ^.ampher4»GraN. "GrawenAmbr^. "Bisam jedes z. Gran. Stosse alles zu Pulver wie es sich gebühret nach der Kunst/ vnd nur welchem Storax vnd wenigem Hartz/ so viel genug tst / iacorxc^ire es Miteinander / von diesem mache einen Bisamknopssmit reinem Taffet vmbwickelt. Will man aber gerne / so mag der Krancke balde nach Dem Äderlassendiß Pulverbrauchen. Nlmb Sawerampffersamen. Citronenschalen jedes emhalb Quint. Muscatenblumen z.»Scrupel. ^ampheri.Scrupel. Cretischm Diptam. Wurtzel vonden Nagelein. Hirschcreutz. Pl -eparirten Armenischen Lolus jedes ein halb Qumt. QrwitaÜschen Saffran ein halben Scrnpel. Auffnchtiges Einhorn em Scrupel. ü^ccierum Lleöiuani äe i.halb Quint. Mache daranß ein Pulver. Dieses Pulver nehme man ein m nachfolgendem Wasser. Nim Sawerampfserwasser. Rosenwasser icdes 6. Loth. Endivienwasser. Borragenwasser jedes 8. Loch. Citronensasstsyrup 4- Loch. Sawerampffersyrup i. Loth. Vermische es vureremander zu einem Tranck. Dieses Pulvers soll man nehmen den vierdten Theil/ vnd zum vierdten Theil deß Trancks thun/ vnd beydes vnlereinatwer mengen / vnd bald auff das Aderlassen außtrmcken. Vnd das soll man alle fünssStunden einmal thun / biß man das Pulver mit dem Tranck vernützt. Wer aber diß nicht zu bezahlen hatte/ der mache jhn? emen solchen Tranck. Nimb Sawerampfserwasser 12.. Loth/ Rosenwasser6. Loth/ Borragenwasser z. Loth/ mengs vnteremander/ trmckdavon/ balde nach dem Aderlassen/ allwegem4. oder/. Stunden einen guten Tninck/ biß das Wasser auß ist. Es trmcken auch ein theil Einhorn mit Vorragen-- Einhorn Wasser das ist sehr gut/aber man bekompt selten gut Em-> mit Borhorn/ darumb sich denn vbel drauss zu verlassen. Mag ragen- man derwegen an dessen statt Hirschhorn/ zu rechter Zeit Wasser ist gefangen/ gebrandtvndzugericht gebrauchen/ist auch sehr gut. sehr gut. Nach dem Aderlassen soll man nicht hitzige Dmge brau- brauchen/sondern ettel solche Sachen / die das Hertz erquicken/vnd das Geblür erfrischen oder erkuhlen. Weil auch gememiglich eine vnnatürliche vnd fe- brische Hitze nnt dieser Kranckheit zufallet/ soll man auch von aussen alßbald em daß da kület/ auff das Hertz legen. Nnnb Sawerampfferwasser. Rosenwasser. Melissenwasser. Borragenb'umenwasser jedes 6. Loth. 8^cciciuiu LO^clialium rem^ersraruln > Oia» rrion t'znrzloium jedes i. Quint. Campffer. Muscarblumen jedes i. Scrupel. Vermische es vnteremandcr zu einem Vberschlag zumHertzen. In diß soll man e:n zweyfachtig leinen Tüchlein duncken/ vnd auff das Hertz legen gegen der klicken Seiten/ aber Nicht kalt/vnd eines hmden zwischen die Schultern/vnd sols offt vernewen: Vno muß sokbes auch balde nach dem Aderlassen geschehen/ vnd also etliche Tage nacheinander fortfahren / damtt das Hertz gestarcket ^ werde. Etliche nehmen Rosenwasser / Verlwasservnd Borragenwasser zugleich vnteremandcr/ vnd thunemen vierten Theil Wemessig darzu / vnd dnncken Tüchlem darein vnd legens also auff/ wie jetzo gemeldet. Pulver Darnach den andern Tag frühe oder balde noch dett von aller- Abend deß ersten Tages (denn hier wird der ^eäicorum ley guten gxioma wahr: xericulurnc^inmora; Verzug bringet Sachen Schaden in dieser Kranckheit) sollman diß Pulver brau- zu ma- ^en. Nimb Tormentillwurtzel/ Hirschcreutzlem/Pimpi- chen/ vnd nellwurtzel jedes ein halb Quint/ Zttber/ Diptam jedes Zu?ge- ein Scrupel/ Ingwer:. Qumt/ Zuckercandi/ z..Qumt/ brauchen. Campher einhalben Scrupel/mache ein Pulver drauß/ gib einem gemeinen Menschen das dritt Theil/einem star-- cken Menschen das halbe Theil in emem Trunck deß fol- gendenWassers. Nimb drey Löffel voll ScabiosenwasseroderBot^ ragenwasier / einen Löffel voll weissen oKer blailcken Wem/schütte das Pulver drein vnd schwitze wol darauff/ eme Stunde drey oder vier. Etliche machen jhnen auch einen solchen Tranck / so die Hitze nicht groß ist/ sie nehmen Rauten/Wermut/ jedes em halbe Hand voll/Bibenell em halb Loth/ Diptam i, Quint/Baldrianwurtzelem halbQumt/Sawrampf- fersamen i.Qumt/Zltwer i.Qumt/siedenS inememNes- sel Wasser vnd vier Löffel voll Wemesslg biß das dritte Theil emseud/ selgen es durch em Tuch/ thun eines Gülden schwer Tynachmem / trincken cmen guten Trunck davon/ vd schwitzen dranff/ das ist auch gar gut. Item/man mag auch wol nehmen em Qumt Tyriac vlzrellaroll m Veilwasser/ vnd schwitze drauff/ das ist sehr gut / wo nur nicht eine grosse febrische Hitze vorhanden ist. Denn in grosser Hitze muß man solche vnd dergleichen hitzige Ding meiden / denn die vbnge Hitze m dieser Kranckheit merckllche Schaden thut. Wenn der Krancke wol geschwitzet hat / so soll man jhm alßdenneme solche stä^ckung eingeben. Nimb 8^>ecicrum ctiamzr^zrir.5li^> wie man fonsten mu andern hitzigen Geschworen pfleget zu thun: Sondern man soll etwan em solch Pflaster aufflegen. Nimb geriebene Rauten z,. Lot/Sawerreig ändert, halb Loth/ saltz ein halb Loth/ Pfeffer em Qumt/gebratc- ne Zwiebeln ein halb Loth/ z.laffnge Fergen/ mrngedaS alles zusammen mit einem rothen Eyerdotter/ stoß es wol durcheinander/ mache em Pflaster darauß/vnd lege es alle Tage zweymal auff das Geschwür» Etliche lassen auff das Geschwür Köpffe setzen / wenn sie zuvsr mit emerFlieten drauff geHacker haben/ vnd legen darnach das Pflaster drüber / dasfördertgar wol zurHcylung. Etliche halten die auffgeschlossene Beulen nur gegen das Fewr / so warm sie es erleiden können/ so solls m dreyen Tagen wider vergehen» Ein ander Pflaster / daß sehr hoch gelobt wird von hohen OcxIonkus vnd ^lccliciz, wie es denn auch gut vnd offt probtret ist. zwo Ztvibeln/Höle sie auß/ thue guten Tyriac b^brein/ brate sie m heisser Asche/zerstosse sie/thue ein wemg Essig darzu/legs vber die , es zeucht die Giffr au sich/ macht das reiff/vnd brichiS auff. Auch ist der Zwibelsafft also gemacht/ vnd durch ein Tuch gedruckt/ vnd also warm getruncken/ gut vor alle Giffr/ treibet dieselbige kräfftiglichauß. Ich kan Mich wol erm- Nern/ daß ich droben zweymal von diesem Recept auch geschrieben / setzt es aber nicht noch eminal daß man sehe/ wie es emer oder der andergemacht hat. Etliche nehmen nur em Zwibel/ braten sie nur em wenig. Darnach nehme sie die vom Fewr / schneiden oben em scheibichen ab / machen ein Loch hmem / vnd thun guten Tyriac drem / machens oben wider zn / lassens wider m einer heissen Aschen braten. Darnachreibensiees klein/ daßeöwird wie ein Teig / mischen em wenig scharpffen Weinessig drunter/schnnerens auff em Tüchlern/vnd legens drauff/ so wildem Loch hmein. So nun das Geschwür zeitig worden ist / so muß ManS anffmachen/ remigen vnd heilen/ wie tue Ballurer wol wissen/ vnd ich auch droben berichtet. Man soll auch zwischen das Hertz vnd Geschwar enl solch Küelpflaster legen. Ntmb Wegebrelt j'afft vnd weiß Rosenwasser/Eyer- weiß jedes halb so v:l/Lulum ^rmenum 2..Loth/einhalb Quart der gemengten Wasser/ l.Qumrm/ weissen Sandel 2..Qumc / menge das alles vntereman- der/ dunckeem zweyfach Tuch darem/ legsalsowarm- lecht vber / daß die faulen Dünste nicht zu dem Hertzen Netten. Besihe droben das ^..Cap. schreibet cenrur. 6). auß dem ^rnolcic» cle villz nova. Eingeweichter GalbaN anffeMPestilentzgeschwüralchgespan- net vnd gelegt/ wenn dasselbe heilsam ist/ so hengecs jhm dermasien an/daß Man chn nicht kan davon reisten/er habe es dann von gründ auffaußgezogen. Ist es ab.r vn- heilsam/ sohangetSgarnicht an» Vicic criam cent. 6. ^pl^or. 19. Zecierorum. Wevn einem Patenten eme Beule aufflaufft / so schmiere sie m:t deMoleo lul^ vl^uris, so fallet sie weg vom Leibe / darnach last man das Loch zuheilen. Bas xl.. Capitels Von der vi-ca deß Krancken» ^^Ie Krancken sollen eine krafftige Spech / vnd swi- V^derlich die Mit Essig gemacbt ist / essen / vnd die da leicht zu dewen ist/als Hünersüpleiti/weiche Eyer/^un-ie Man- Pflaster/ so auff die auffqe- lanffcne Beulen müssen gelegt werden. Tyrrac iN gebratenen Zwi- beln gebraucht/ dienet wider die Pest. Krancker Das Dritte Bück; Mandelsi'plein/ diemir Gerstenwasser abgetrieben sind/ >ind !nit klemen O>osmgcu vnd Awetzscl^ken. Sie sollen trmckea cm dünn Bier/ oder Gerstemvasser / mit kleinen Mcsineii gesotten. Oder das nur mir emem Rosenessig sawr/vnd Mtt den ZVianus c kritti Küchlem / so nur einem Zimmetwasser zugerichtet/ süß gemacht: Oder sollen vn- rer cm Kannlein Gerstcnwasttr em-Löffeloder-driydeß sawrenCitronatsafftS/oderSawerampffersafftmifthen/ was eim jedern gefällig. Denn dnse Säffr leschen die Hitze/ widerstehen der Giffr/vnd starckeii das Hertz. Wenn aber die Patienten nickt essen wollen/soll man siemttgewalrdarzu zwingen/daß siedeß Tages zweymal essen inüssen. Denn vil können durch das essen von der Pest erlediget werdeil / wann sie nur flugk essen vnd d^e Speise mit Begrerd zu sich nehmen. Wie sich die Gesunden zur Sterbenszett m essen vnd trmcken halten solle^i. Besihedas?8.Cap» Das XI.I. Capitel. Wie cs doch kompt /daß man eher diePest so leicht lich bekommet/ mancher aber Nicht. Pest so ei- Inwunderlich Ding schck vnd erfahret man in Sternen an- ^benslaüffren / daß mancher Mensch diePest plötzlich kompt vnd vnversehens bekompt/ daß er Nicht weiß wie er darzu vVd den kompt. Mancher ist mitten vnter den Krancken vnd andern Srerbendcn/vnd bekomprs gleichwolnit/ da möcht man- Nit/wo- cher gern wissen / wie doch diß jmmermehr zuginge/ daö her es will ich dir Christlicher lieber Leser allhier sagen, kompt» Die sagen / das macht der Vnterschied der Naturen oder Complexionen / daß sie ein solch emge- wurtzelre Eigenschafft m ihrer ersten Complexion haben/ vnd also gar ein gleiche j)lc>^oirionnte Wirckt;ng der natürlichen Warine/ vnd Wiederstandt der eingewürtzelren Feuchtigkeltdeß Leibs/ daß kems das ander zu verzehren vnd zu verdampften leichtlich Macht hat / sondern durch lange Zeit vnd grosse Vrsach erst zu nicht machen kan. Wann man nun weiter fragt/ wo kompt dann solche harte Eygensebafft jhrer Narur her ? So spatzrren die Leut m ihren?roloma:um vnd in scme'prXäiÄiöocs iil,o!oAicz5 hinein vnd sagen : Es wird ihnen gegeben durch den müden Einfluß der gütigen Planeten sovis vnd VeMn's m der Stund jhrer Geburt/ wenn die im ansang oder in andern krafftigcnOcrterndcß Hmimels/mit guten ^spc^cn gefunden werden. Item/die sagen/sie Habens von wolgedeyter vnd geschrckcer Materien / darauß sie erstlich gesormiret seyn / welche hernach feine bequeme natürliche Nahrung vnd Zugänge von der Natur bekompt. Das gibt darnach feine harte gesuude Leute/die darnach ihr lebenlana ferne frische gesuude Leute seyn vnd bleiben / bchm jhr telzres Alter. Wie kompts dann/daß etliche so gar leichtlich Kranck werden/ vnd diePest so leichrlicbbekommen. Da autwor- tensie/das ist die Vrsach/daß dieselbige Leute m der ersten Ankunfsr )hrer Zoinplexion ein vnmassige Wirckung vn-d Wiederstandl in der Hitze Vnd Feuchtigkeit jhreS Leibes haben / daß ecneö das andere von geringer außwendiger Vrsach gestarcket wird zu emem vnnatürlichen Verzehren/ daß d:e Hitze die Feuchtigkeit/ oder hinwwerumb/ die Feuchtigkeit die Huz so leichtlich verzehret vnd wegbringet / daher müssen darnach vil vnd mancherley Kranckhetten entspringen vnd herkommen. W5her bekommet denn derselbrgen Leute Com- Pl.es ron eme solche vnmassige Wirckung v»d Widerstand dieser zweyer Qualitäten ? Sie bekommens daher: Denn sie haben m der Stunde jhrer Geburt den grunmi- genhitzigenPlaneren / den kirrem im achten Hauß deß Himmele/m:t emem schlimmen oder Ansehen deß 8srurui> oder sie haben die Wohi-mng KiartiZ zum ^lceo- äenrcQ oder Mi Aufsgang oder im sechsten Hause deß Himmels. Solche Leute sind gar vngesunde Leute / vnd sterben gememigltch an der Pestclentz.Die sagen/ denn sie seyn von vngeschickrer Materien gesoi Nilret / ben welcher Nicht gleichmässige Wirckung zwischen der natürlichen Wärme vnd der eingewurtzelten Feuchtigkeit ist^ daemes das andere zu bezwingen anßgermger Vrsach gestarcket wird. Pest/ Aber wir wollen den rechten plnlnlopkum^^ki- warumb curn vnd ^iiroIc>Aum, in dieser Frage zu rarh nebmen/ sie emen nemblich den Heiligen Geist/der durch David vnd andere ehe be- hellige Leutegeredt hat/der spricht im n. Psalm: Wer fromm vnl' Gottsfürchtig ist/vnd vnter dem Schutz vnd Schirm deß Höchsten sitzer / der bleibet wol zu frieden vor Pestilentz /wer aber em Gottloses vnd fündhafftiges Wesen vnd Leben führet / dem vergilt vnd bezahlet«? auch GOrr mit dem Strick deß Jägers / vnd mit der schädlichen Pest'.lentz. Doch sind sie mchr alle Gottlose/die an der Seucheüerben/ Denn Gotr erwischet auch blßweUeu mW die'.^rommen/vnd raffet sie von de . Gottlosen Welt weg/ daß sie zur Ruhe kommen/oder rhuts darumb/daß sich die bösen an den Frommen spiegeln sollen. Denn geschickt das am grünen Holtz/ was will eiiinial dein dürren widerfahren/ Luc. Das X l. i l. Capitel. Was man Vorein ^lecKocZum halten soll / miret, nein Patenten/der die Pest an den Halß bekommet. (It?Iewsl anß den jenigen/ so biß anhero von mir wert- < die sie ltt den Leib / m die Nasen vnd Ohren gebrauchen sollen/luxra c. 8.12..14-15.16.17.18. 2.^.2.;.z.6. 27.2,8.Z)'.Zs. Geher jemand auff der Gassen vor mncirte Personen / der sich Mit eusserlichen vnd innerlichen riouidu5, derer ich droben gedacht / genugsam bewahret hat / so soll er doch den Athem an sich ziehen/ ehe er an jhn kommet/ vnd an sich halten / biß er vorüber ist/vnd soll auffder Gassen langsam gehen / damit er nicht starck A- them holen darff. Wenn er auch mit solchen Leuren reden muß / so solle er ferne von dem Winde abstehen/ dann die Lufft führet die Gisst zu. Das XI-IV. Capitel. Vom Purgtm der Kranckm. ^Enn emPatientohne dasAderlassen geschahet/ . ^ 'vnd nun die Gisst wol außgetneben/vnd die Schaden offen sind/ vnd zu fliessen anfangen/ alsdenn (wo anders sonsten nicht etwan emDurchlaussen vorhanden) soll man zu Reinigung deß Geblüts vnd Außtrechung Pcflilentz. der Gisst / durch den Stuelgang bequeme Vm-zrione, brauchen / damit die Gifft vollend hmweg komme/ vnd die Schaden leichter zugehen. Hierzu brauchen etliche diesen Tranck. Nnnb Angelicawurtzel. Weissen Diptamwurtzet. Zlttwan. Baldrianwurtzel. Pcstilentzwurtzel/jedes 1. Quinta Ettgclsiißwürtzel/ z.Loth. Citronenschalen/ z. QulNt. Keuschbaumsamen. Rautensamen. Citronensamen/ jedes Scrupel. Der 4.grossenerkühlendensamen/jedes 4. loth^ Eydrauchkraut. Klein Hlrschzungenkraut. Hopffen. Sawerampffer. Endivten / jedes 1. Hand voll- Wasserlauch. Ehrenprech. Cardobenedicten. Arabische Srechasblumett. Melissenblumen. Braun Betonienblumen» Borragenblumen. Ochsenzungenblumen. Blaw Vrolenblumen/ jedes z.. Pupill- Rothe Vrustbeerlein. Schwartze Vrustbeerlein/ jedes an der Zahl 15 Tamarmden/ 8.Loth. Alexandrmische Seneiblatter/4. Loth. Weissen Lerchenschwam /l. Loth vnd z..Quint. Rhabarbara s.QuiNt. Schwartze Nießwurtzel 1. Quinta Thymftiden/ 2.. Loth. Weissen Ingwer / z..Qmnt. Zimmet. Muscatenblumen. Celtische jedes ein halb Quint. Antssamen/ i.Qumt. Dieses miteinander zerschnitten / was zu schneiden ist/vnd zu stossen/was zu stossen ist/geufi 4-Pfund Kühe- inolcken darüber / laß es in einem heissm L^Inec» sieden/ vnd einmal oder etlich thun/ laß es vber Nacht darüber stehen/deß Morgens frühe siede es wider in neo biß auss die Helffte/ vnd seche solches einmal oder drey. Diese durchgangene Brühe nimb / thue darzu deß grossen Erdruchs Syrup/sawer Cttronensafft/Syrup/ zcdes 4. Loth. Vermische es vnreremander zu emem Tranck/ thue darzu 1. Qumt8^ecierum vnd hebe es auff zum Gebrauch. Diesen Tranck theile man m 4. Theile oder Trancke/ oder auchm 6. theil/darnachemmal diePurgatwnfortgangen/ vnd gebe jhn dem Krancken allezeit auff den^ oder 4 - Tag einmal em / (auff einmal vier Vntzen warm Morgens frühe/ er halte sich warm/faste mttbiß 4. oder 5. Stunden vorüber seyn) nach Gelegenheit deß Kran- cken / damit wlrd eme böse glfftigestmckende Materien außgeführet. Aber m den Tagen dazwischen muß man immer mit Stärckung anhalten. Arme Leut sollen jhnen vor diesen einen andern Pur« giertranck zur Reinigung deß Geblüts/ vnd Außtrel- bung der Gifft kochen/ alsnemlich/ Sie sollen nehmen Angelicam/Zitber/ Bibenell/ Engelsüß/ jedes em Loth/ wilde Rauten / Sawerampffer / Scabiosen/ Cardobe« nedictenkraut/jedes em Hand voll/Senetblatter 4. Loth klemgeschnttten/Ingber i.Quintlem/Rosinlettis.Loih/ wol außgewaschen Die Senetblatter vnd den Ingber binde man in ein Tüchlem / vnd koche es alles zusammen wol vermacht in z. ftidlem Wasser / biß em Seidlem eingesotten. Auff die letzte geuß Rofenesiig hmem/ daß es ein wenig sawerllä) schmacke/ laß es hiemit dreymal aufkochen/ darnach schlahe es durch em Tüchlem/ vnd drucke das Püschlem mit den Senetschötlem starck auß m den Tranck / mach jhn mtt Hutzucker süß / vnd theile jhn m 4.Trünck/ vnd brauche chn/ wie den erst betriebenen Purgiertranck / doch auff einmal 4» Vntzen. ?24 Das Dritte Buch/ Pestilentz- blatterso aufgefahren wie die zu schmie- ren. Fast n oder auffein Tüchlcm gestrichen darüber: Nimb emen Ruhs oder Kadloff auß der Fewe rmawer zwen Theil/vnd Saltz em theil/reibe es klemwieMehl. Thue den blossen Dotter vom El) /so vlel man dessen bedarff/ vnter den Ruhs vnd Saltz / das weisje thue hinweg/ vnd menge es vntereinander / daß es em gar lmdes vnd dünnes Sälblem werde / vnd reche das also m die gchawene Blatter / alle sechs Stunden emmal / etliche Tage nacheinander / blß sich die Blatter hiervon öffnet. Mitlerzeit halte an Mit der ersten beschriebenen Salbe zum Rande. Wie man mit der eröffneten Blatter weiter vmbgehen soll. Wenn die Blatter eröffnet ist/ so lasse man mit der Ruhssalben ab/ vnd lege die dmge darauff/die das todte Fleisch oder Blatter vom gesunden Fleisch ablösen. Hierzu streiche man erstlich auff die eröffnete Blatter schwemm Schmaltz : Oder man zünde einen reinen Speck an / lasse ihn auffs Wasser treuffen / vnd lese die abgetroffene Fettigkeit vom Wasser zusammen/ vnd schmiere die offene Blatter damit: Welches man vnter diesen beyden haben kan/ soll man brauchen. Zum andern / wenn die glatter also geschmieret / soll man stracks auffs gejchmie'kte das grawe Pflaster Via- ck/1oa, auff em Schwedlem gestrichen/ aufflegen. Man vernewere beydes / das schmiedender Blatter / vnd das Schwedlem vom grawen Pflaster / alle ftchs Stunden emmal/vnd halte hiemtt an/biß der Eyterstock außfalien wird. Wie man solgends/ wenn die Blatter außgefal- len / den Schaden reinigen / vnd wenn er rem worden/ vollend heilen soll. Wenn der Eyterstock außgesallen ist/ sowird eintieff Loch an die Pesttlentzblatter/ m diß Loch lege man eme Wickenmtt demgrünenApostelsälblembestr-chen: vber die Wicken schlahe man das grawe Zugpflaster Dia- cl^lon, wie zuvor / vnd halte damit an/ biß es außge- schworen vnd keinen Eyter mehr gibt. Wenns bald auff die letzte kompt/ vnd nicht mehr so hart schweren will als znvol/so gebrauche man/wie oben an statt deß grawen Zugpflasters Olzck/Ion, das grüne Pflaster aussm Schwedlem vber die Wicken / welche Wicken gleichfalls / als zuvor/ soll Mit der grünen A- postelsalben Gestrichen werden. Wenn^s nun gantz rem ist/vnd nicht mehr eitert / das Loch aber noch sehr tteff ist / so streiche man ohne Wicken m das tieffe Loch / die fleifchmachende Salbe / so oben in der Cura der Beulen beschrieben worden / hmem / vnd decke es Mit dem Schwedlem vom grawen Heilpflaster Mleo) oben zu / allermeisten wie oben m der Cura der Beulen gelehret worden. Besthe droben das 5 o. Cap DasXl^Vl. Capitel. Wie sich die jenigen / so der Krancken warten verhalten sollen. /^^Ie sollen sich vor der Gifft ^r^servileu ^ wie droben V^)lM8.i2..i5.14.16. :8.Z-7.2.8.5s. Capiteln ist vermeldet/ vnd vor die Gifft alle Tage morgens vnd abends etwas gebrauchen/ sonderlich vor dem Abendessen/ da sonsten andere Leute die Sachen deß Tages nur einmal brauchen. Sie sollen auch den Mund/ die Nasen/ Ohren vnd Schweißlöchlembewahren/ wie im 15. Capitel angezeiget/ auff daß jhnen die Gifft nicht etwan vnverse- hens m den Leib schleicht. Zu dem sollen sie auch in dem Gemach da der Krancke mne ligt / stets bey Tag vnd Nacht einen dicken starcken Rauchhalten/ daß es für vnd für gleich wie em dicker NebelindemGemachsey. Denselbigen Ranchsollman also bereiten.NiM etliche newe mawerziegel/oder Dacb- zlegel/mache ste im Fewer glühend.Trage darnach emen M das Gemach/ da der Krancke liget/ vnd geuß einen Löffel nach dem andern warmen scharpffen Weinessig/ darinnen das Rauchpulver / das ich jetzs hernach setzen wlll/zertrieben sey/aufden Ziegel/so lang/biß der Ziegel keinen sonderlichen Dampff mehr geben will. Alsdann trage denselbigen Ziegel herauß/ vnd lege jhn wider ins Wenn diß also geschehen / so reibe rn die gehawene^fewer/trage einem andern/so glüend ist/hmem/vnd thue Blatter folgende Salben/lege dieselbige auch auff einen wie zuvor.Dieser Rauch/wo er stets m solchen gemachen gehal« Nach vernchter Purgakion soll man diese vornehme gute Latwerge zu mehrer Srarcknng deß Hertzens / vnd Außtreibung der hmterstelligen Gifft brauchen. Nimb ^awerampffer Conserven. Rosenzucker. Boi-ragenhlumenzucker. Ochsenzungen Zucker/jedes i. Loth. 8^ecicrum äiÄ^Iiris. I^Xciticanris Laleni, jedes ein halb OuiNt. viarrion laur^Iorum. viamar^ariri 5ri^icii, jedes 1. Scrupel. l-iber^llcis liae 1. OiiiNt. Prs-parnten Armenischen Boli. Schlcstsche gesiegelte Erde. Wasserlauch. Ehrenpreis'. l'lieriscX ^uäromac^i. Mtthridat. Cardobenedicten/ jedes ein halb Quint. Campffer / ein halb Scrupel. Mit Citronenschalen Syrup so viel genug ,st/ ein Latwergen drauß gemacht. Davon soll man m 5 4. stunden dreymal nehmen/ frühe vmb fünffVhr / vmb Vesperzeit / drey Stunden vor der Mahlzeit/ vnd vmb Mitternacht/ auff emmal ein Stücklein einer Haselnuß groß: Nach diesem findet sich endlich vngenötiget selbst der Schweiß dadurch diehm- terstellige Gifft außgetneben wird. Für die thewre Latwergen möchten die Armen diese folgende eben auffobangez'eigete Weise/ die nicht so viel kostet/ brauchen: Nimb Sawerampfferzucker 4.Loth. Andromachischen Theriac. Außerleftnen Mithridat / jedes anderthalb Quint. Pr^parirten Armenischen Boli. Gchlesische gesiegelte Erden. Gebranbt vnd pr^-parirt Hirschhorn jedes 2.. scrupel. Mosencsslgsovielgnngist. Mache em Latwerg drauß. Das XI. V. Capitel. Von den Pestilenyplatttm. ^xIe Pestilentzische Geschwar oder Blutschweren/ ^^werden Lartzu^culi vnd .^m^racesgenandt. Wie soll man mit den schwartzen Pestilentzplattern balde im Anfang vmbgehen? ^?o balde die auffgefahren sey?»/ so thue man zwcyerley: wie ich dann eme / auff folgende Weise cüriren sehen / welche schwartzbraun auß- sahe/ mit vielen langen rothen Streunen / schrecklich an- znschawen/ welche als Stralen lang vnd breit vom Geschwar sich außstrecken/ die Beule aber war nicht vber ein Haselnuß groß/ schwartz vnd runtzlicht/ hart/graw- sam/ hitzig anzugrelffen/ der Krancke aber lag wie im halben Traum/ wüste nicht wie ihm war / antwortet nit/ wenn man ihn fragte/ gleichwol ließ er mit sich vmbgehen wiemanwolte / ?c. Erstlich so schmiere man vmb den eussersten Rand der-- selbigenfolgende Salben kalt herumb.Nem Rötelstem/ rothen Sandel/ jedes gleich viel als em )ever haben will/ stoß es klein zu Pulver / daß es wird wie ein Mehl/ verwische es mit einem Eyerweiß vnd Weinessig daß ein lindes Sälblem darauß werde. Mit dieser Salbe schmiere man kalt alle drey Stunden die nähesten gesunden Oerter vmb den Carbunckelherumb / damit er nicht weiter vmb sich fresse. .Zum andern/so mußman diese schwartze Blattern mit einer Zlieten oben her zu end vber so weit die Blatter gehet/ zimlich tieffhawen / wie es sich sacken will / auff die Weise/wie man zu schreppen pfleget. Diß thue man zum Anfang nur emmal. Durch diß Mittel wird der brennende Schmertzen der Blatter sich etlicher Massen lindern / weil die Gifft hierdurch em wenig Lufft bekommet: So werden auch hmnit die Blatter desto ehe durch die Salben gewunnen werden / vnd sich öffnen / auch Nicht so tteff außfallen / als sonst zu geschehen pfleget/ wenn die Blatter langsam auffbricht. Blatter so eröffnet/wie damit vmbzuge- hen. Blatter soaußge- fallen/wie die Schaden zu reinigen. Kran- ckenwar- ter/wie sich die verhalten sollen. halten wird/ lest nicht leicht Gisst zu denen / so den Kran eken warten. Darnmb je stärcker dieser Rauch für vnd für in deß Krancken Gemach gehalten wird / je weniger gefahr sich die vmbstehende zu besorgen haben. Wie man denn dieses Zum offrermal erfahren vnd wol probiert hat. Das Pulver aber / so man m den Wemessig/damit man räuchert / braucht soll also bereit werden : Nuub Kupfferwasser vier Loth / rothen Myrchen deß besten-.. Lorl,/ vnd ein halbes / stoß es alles zusammen zu emem Pulver. Dieses Pulvers zerlasse in einem Kannlein Weinessig ein Loth/ vnd brauchs wie droben gedacht. Man heist tiß Rauchwerck den sawren Rauch / vder den Rauch auff dem Ziegel» DaSXl.V,i.Caxiiel. Wie sicli die vmbstehendcn vechalten sollen / wenn die Krancken sterben / damit sie Nicht ver- gifftet werden. Gisst der Enn dem Krancken die Seel außfthrt / da dann die Sterben <-^gröstc gefahr/ damit die Gisst/ so von den sterbenden ist von den wncht nit iu die vmbstehende fahre / oder aber sich m den vmb- dem Gemach in em Klunse leg: So ist vonnöthen / daß stehenden' man mlt^emobgefchriebenen Rauch abhalte/ vnd darne- sehr zu ben dem Sterbenden em stück warm Brod vor den Mund fliehen vnd m die Nasenlöcher lege / oder m Mangeldessen / em vnd zu stück Brod in einem warmen Wasser erwallen lasse / vnd meiden» wett es noch warm/(jedoch daß es mcht rauche) gleicher gestalt für den Mund vnd Nasen deß sterbenden lege. Deßgleichen soll man m emm Becken oder Scherben laulicht warm Wasser / das keinem brodem von sich gibt/ (denn mit dem brodemdeß warmen Wassers oder Brods vermengt sich die Gisst/ theilt sich ms Gemach auß / vnd kan von denn vmbstehettden leicht an sich gezogen werden) nahe zu dem Sterbenden / vnd sonsthmvndhermdem Gemach setzen/ vnd darem ein welch Brod legen. Also wird die Gisst von den sterbenden Menschen zum theil ms Brod gebracht werden/ zumtheilwie em blawer Zunder sich ausss Wasset / vnd dann ausss Brod legen/ wie droben auchgesagt / vnddaöGemach/ samptden Vmbstehenden/ Nicht leichtlich vergisstetwerden. So aber der Krancke verschieden/ soll Man das Brod von jhm wegnemen / wie man kan / daß man es nicht mrt den Handen anrühre / diß verdeckt hmauß tragen / vnd ms Erdreich wol tiessvergraben. Das Wasser aber soll man etwan em halb viertel Stund nach dem absterben deß Krancken stehen lassen / vnd folgends es fein sacht vnd mchllch hmaust tragen / daß es sich bey leib nicht bewege/ vnd m ein Lloscam oder Heunligkeit giessen/ oder sonst an ein Ort/dä sonsten niemand zu schaffen hat. Es sollen aber die/ so solche vergiffre Sachen außtragen/den Mund vnd die Nasen allerhand wie oben vermeldet / bewahret haben/ damit sie nicht etwan hierdurch vergisstet werden. Die Todten behalte man nicht lang m den Hausern/ sondern begrabe sie fem tiess m die Erde; Dasxi .Vlli» CaMt. Wie sich die verhaken sollen / nach dem absterben der Krancken/ so vmb sie gewesen/oder m dem Hause sich aussgehalten/ vnd darinnen verblei- ben müssen» VonderPestilentz. wol durchräuchern/ vnd endlich die iusst mit allen auffge» machten Jenstern vnd Thüren wol durchgehen lassen. Also mag man diß m weNig Tagen widerumb brauchen / o - der auch/ daesnochNitkangeändertwerden / darinnen warhafftlg vnd wol bleiben. Wie man aber nach absterben deß Patienten das mfieirre Hauß ohne schaden der Nachbarn bald wider zu recht bringen / vnd die Gisst drmnen dampffen soll/ wil ich bald hernach anzeigen. Wie die Gemacht der verstorbenen von oer Gifft zu reinigen. Mit obengemeltem Rauch so auffglühendenZiegel gesch,cht/sc>ll >nan die Gemach der verstorbenen auch räuchern/ also/ daß man einen Tag fünssvder sechs / einen jeden Tag einmal oder drey m demselbigenGemach räuchere/ vnd d .e Fenster vnd Thüren fest zuHalt/ damit sich der Rauch in allen Klunsen vnd Ritzen ziehe / da etwan die Gisst sich hmlegt/ vnd nicht etwann / weiln die Fenster im ersten räuchernoffen wären/ die Gisst/ so das Rauchwerck hmäuß getrieben/sich an emen ander Ort / etwan m das nechste Hauß einlige. Derer Vrsachen halben soll man die ersten fünss Tag/da man räuchern wird / die Fenster zuhalten. Nachmals aber/ wenn nu die fünss Tag vorüber seyn / vnd durch den Rauch die Gisst zunlich geschwecht/ alßdann soll man widerumb nach diesem räuchern / sünff oder sechs Tag / Mit dem Rauchfewr anhalten/ vnd all- weg/ wann das Gemach voller DaMpsss über ein weil die Fenster aussmachen/vnd den Rauch hmaUß lassen. Man soll auch die Fenster offen lassen/ biß man wider raucl?ern will/ da man sie alßdann widerumb zu machen/ vnd wann geräuchert/ über ein weil/ wider aussMachen soll» Wann man aussdiese weiß auch fünssoder sechs Tag mit diesem Rauchwerck angehalten/ so mag man alßdann ausshören / die Fenster offenlassen em Tag oder vierze- hen/ damit die Lufft daS Gemach wol durchgehe. Jolgens sollmaneSaussmachen/ vnd widerumb brauchen. Besih? auch droben das z.V. Cap» Gemach der Verstorbenen wie sie zu rei- Nlgen. Todte soll man tteff in die Er- ^e graben-. Gemacher der abgestorbenen soll man zusperren vnd alles/ biß zu ge« legener Zett ligen lassen» 'Ennder Krancke gestorben / soll man das Gemach 'zusperren / vnd alles biß zu gelegner Zeit stehen vnd liqen lassen» Die so im Hause noch sind/ sollen die andern Gemach vnd das Hauß / auch ihr Kleyder vnd sich/ mit dem sawrenRauch aussdemZiegel/dessen Mi 41 -Cap. gedacht/ wol durchräuchern / vnd darnach etwas von den exsiuI6ven, so droben beschrieben worden / die man den Krancken gibt/ einnehmen/ drauss wol schwitzen. Auff folgend etliche Tag soll man mit dem Rauch anhalten» Also ist der Seuche durch Gottes Gnad etlich mal gewehret worden/ daß sie nicht weiter vmb sich gegriffen hat. Köndte man aber das Gemach / darinnen die Krancken gestorben/mchtmeiden/ so soll man diß alsbald auß- Mmgen / vnd etliche Tag lang mit dem sawren Rauch Das XI.lX.CaM. Wie die Bettgewand vnd Kleiderdtt Verstorbe« nen von der Gisst sollen gesäubert werden. Bettgewand vnd Kleider sol man gleicher gestalt Flender ^/^uffdie weise wol durchräuchern / vnd wann diß etli- i>xr Lerche Tag geschehen / alsdann eme zeitlang an emen reinem Korbenett Ort hengen/ daßeSdieLufftwoldurchgehet/ vnd es end- lich rem vnd sauber außwaschen. Also kan man auch die saMln. widerohueschadenzunntzbrauchen. Diebequembsteaber vnd sicherste Zeit / diese Dmg zu saubern / ist im harten kalten Wmter. Dann wann mans anstehen lest b;ß in Frohlmg / so kan man bald wider em new Sterben damit erregen/Lx^eilo crcäc» Das l-. Capitel. Wie vnd was für Rauchwerck in den mficirkett Häusern bald im Anfang die G ifft zu dämpffen/ mögen gebraucht werden / ohn schaden der Nachbarn. solche Häuser sind / da man bald nach absterben Rauch ->^dervergifftenPersonenrüuchernwil / denen so im wn-ckso u Hause verbleiben sollen zum besten / vnd damit die Gifft dci. inft- bald im Anfang verzehret werde/die dann/wo sie in einem Gemächt verbleibt / auß leichten Vrsachen kan rege ge- Macht werden / vnd fortziehen: In solchen Häusern soll ^ ^ mall alles Räuchwerck/so emen grossen Dampffgibt/vnd G ffr :-l zum Hauß hinauß schlegr/ meiden: Als da sind der Rauch > von Iachandel oder Wachholderbeer/ Eichenlaub/ Dll- len/ Schaffsgarb/ vnd andere Sachen. Diese Räuch soll brauch' man fliehen vnd Meiden/sintemal die Gifft hin VNd her Mit dem DaMpff/der dle GifftangezogeN / von der Lufft getrieben wird. Drumb durch solche Rauch die Nachbarn leicht können vergifftet werden. Wenn man auch an reinen gesunden Oe rtern mit diesen Sachen räuchern will / soll man den Rauch nit zu starckmachen/ daß er auffdie Gassen schlage / denn sich leicht hmnlt ein verglffter Dunst vermengen / vnd von der Lnfft anemeNOrtMaggetrieben werden / sonderlich wo etwann Msiclrte Oerter Nicht weit von dannen sind. Am sichersten ist der sawer Rauch auffdenZiegeln/ davon droben Cap. 45. Smtemäl er auß den Gemachen/ E e darin- Das Dritte Buch / Schaffs- garben herzliche Krafft vnd Tugend zur Zelt der PeMentz. darinnen er gebrauch! wird/nie herauß dämpfft/ sondern sich m alle Klausen zeucht/ vnd bald verzehrt wird/ also daß darnach kein Dampfsdavon zu sehen / vnd doch sehr lang offtauff etliche tag/ emen geruch gibt. Drumb sol man bald m denmsicirten Häusern (doch mit zugethanen Fenstern / allermafiemvie ,ch bericht habe/ da die inftcirten Häuser ^u reungen smd)diesen Rauch gebrauchen/ ohne schaden vnd gesahr der Nachbarn / ja nur nutz der Nachbarn. Denn diese sicherer nehest den in- ficirten Oertern wohnen können / wo dte Gifft durch den sawren Rauch im Anfang m den mficirreu Häusern ge-- dämvfftwird. Das l.!. Capitel. ^Zon der edlen Schaffsgarbe / vnd der güldene Latwerg> <^Ch muß hie deß siarckrlcchenden ^ille5o!ii, zu deutsch SchaffSgarbe gedencken/ daß m Sterbenszerten deß besten Krauts emes ist / das schwerlich em bessere kan gefunden »verden / wie ich zum theilauchdroben nuchabe zuverstehen geben / vnd hab nicht gantz vnd gar herauß gewolt. Dennem Meister deß langen Schwerds beheit ihm gern noch einenstrelch zuvor / denn er einem andern nicht weiset. Aber nnch überwindet endlich die Liebe deß Nechsten / daß ich vollende loß rrucken / vnd von dieses Krauts Nutz vnd Tugend auch etwas offenbahren muß/ daS^n vilen Sterben wol probiretist. Denn ihr vil vck> sonderlich die Todtengräber haben uechst Göttlicher hülff vnd Vorsorgen mit diesem Kraut vil grosse erschreckliche Sterben außgestanden / vnd haben alle die es gebraucht/ in jhren Hausem von der Pest gut Fried gehabt/ vnd hat chnen nichts gemangelt. Erstlich mm fünff Blumen / kochs es Morgens in Bier/vnd laß niemand auß dem Hause gehen/ es sey Km- der oder Gesind/ er nehme denn zuvor desselben Biers einen Löffclvoll zu sich. Darnach so räuchert man auch so hoch als der Rauch w die höhe gehet / so wird auch die Luffr gcrtlNigct. Es müssen aber die Blumen fem zuvor im schatten abgetreu- get seyn. Item da jemand mtt der Pest befallen wäre / der ne- me ein gut Hand voll der Blumen / siede sie m Bier / vnd trmck davon/ so schlagt jhm die Pest oder Glfst auß/ entweder vnterdei; Armen/ oder an den Beinen / darauff schlahemandarnachbaldeinen Sawertelg/ so gehet die Gifft mehr zn rück. Darnach kan man täglich em andern guten Trunck von der Schaffögarbenblüt thun / so mag man darnach Mit derselben Person essen vnd trmcken/vnd schadet solches niemand. Geschwür Wem aber das Geschwür außgangen/ so beschmiere so auß- das Loch mit Eyerdotteröhl / das heilt den Schaden also/ gangen daß man keine Narbe scher. womit Eö wird aber diß Ocl also gemacht/ mm etliche Eyer das Loch brate sie hart/ mm die Dorter herauß / schneid sie klein/ zu be- röste sie gar allein in emer Pfannen vnd presse darnach schmieren, das Öel herauß/ doch ists m em Säckleln gethan/ vnd also außgeprest/besser. Item/ wenn man die Hauser darinnen die Gifft »st / mit diesen Blumen bewuchert/ vnd die Fenster auffthut/ so wird das Hauß gereinigt / daß man darinnen wohnen kan» Deßgleichen diese Blumen abgestreüfft / in ein Glaß gethan/starcken Weinessig drauffgegossen / neun Tag drauff stehen lassen. Darnach solchen Weinessig m ein ander Glaß auffandere frische Blumen gegossen / vnd wider etliche Tage drauff stehen lasten. Mit diesem Essig ein Schwamleinbefeuchttget / vnd in einen Biesem- knopff gethan / wenn eS gleich vonHoltzgedrähetwere/ sonderlich aber von Wachholderholtz / (denn wir können nicht alle silberne oder güldene Knöpffe haben) vnd daran gerochen/ das ist.über die Massen em köstliches xra-scr- vsriv, so nehest Göttlicher Dülffe / das Gehirn wider die Gifft bewaret. So ist diß Krautlein auch sonderlich gut vor alle Fieber. In Summa/ diß Blümlein verachte man nicht/ man flndets überal/ ist armer Leut Tynac/vnd thut so Ml/als andere grosse Artzneyen / davor man groß Geld geben muß/ vnd diß kan man vmbsonst haben. Den Gott sorget vor die Armen/ vnd der gebrauch dieser Blumen wird einem jeden frommen Christen Vrsach geben / vör die ver« borgene Krafftdem gnädigen Gott höchlich zu dancken» Diß hab ichnllem von dem ^s^no.demGesinde/ armen Bawren vnd Hirten auffden Dörssern mcht verhalten wollm/vnd davor sollen sie nicht mir/ sondern dem Allmachngen Gott im Himmel dancken/ der diese Blume geschaffen / vnd jhr diese wunderliche Krafft vnd Wür- Äung vn6 zum besten gegebenbat. Nochemes/ wo du stehestoder gehest/da trage Ange- i!ica bey d tr/vnd wenn dir etwas aulommef/ ein böser Geruch / oder was es sonsten seyn kan / wenn dir übel wird/ das Haupt beginnet wehe zu thun/ so isse bald Augellca» Diß hab ich lm Werck erfahren / daß es manchem vil geholfen. Ich muß den Reichen auchnoch ein gut LlcÄusrium offenbahren/das man sonsten LIcÄuanurn, die güldene Latwerge nennet/vnd von grossen Herrn sehr lieb vnd werth gehalten wird / als die weit über alle andere Mcäicamenr wider die Gifft ist. Nimb Cardobencdictenkraut- Melissen kraute Wasserlauch. Ehrenpreiß. Schaffsgarbeblumen. Rauten jedes i. Handvoll» Eisenhartwurtzel. Eisernacwurtzel» Angelic-rwurtzel. Teuffels Abbißwurtzel^ Pimpinellenwurtzel» Weiß Baldrianwurtzel. Runde Holwurtzwurtzel. Alantwurtzel- Schwaibenwurtzel oder Veuceroxici« Tormentiüwurtzel. Schlangenkraurwurtzel. ZerxcursttX-. Wetsse Diptamwurtzel. Meisterwurtzwurtzel. 'Schlesische gesiegelte Erde» Prs-panrt Hirschhorn jedes Quint. !>^ecicrum liberzllrjz!. Loth. Andromachlschen Tyriac. Mithndat jedes z. Qumt» Allee zu emem reiner Pulver Hestossen so zu stossett ist/vnd mit Cttronensafft / Syrup so vilgenug ist / wol vnteremander vermischet / Endlich abermal über einem gelmden Kohlfewr wol vnteremander vermischet zu einer Latwergen. Der gnadige gütige barmhertzige Gott wolle Gnade verleihe/ vnd die Bäuerliche / aber doch wolverdiente Straff / vnserer vielfältigen Sünden gnädigst abwenden/ vnd in der Srrasssemer grossen Barmhertzigkett/ vmb vnsers trewen Vorbitters/ Erlösers vnd Seligma« chers IEsu Christi willen emgedenck seyn- Es wolle auch em jeder Haußwirth selbst Vor seine PersonmitsememWeibe/ Kmdernvnd Gesinde denlie- ben Gott/ der der beste Artzt/ vnd vnsers Lebens länge iN seinen Händen hat/vmb gnädigeAbwendung der wolver« dienten Straff/ mit ernstem Gebett anruffen/vnd hierin- nen nicht nachlassen / biß der liebe fromme Gott vnd Vat- ter/ vnser Gebet erhöret» Bas t-ll» Capitel. ÄZon den Weibern / so die Verstorbene waschen/ saubern vnd reinigen/ anziehen/ vnd bekleiden/vnd w den Sarg bringen» HXArzu soll man getrewe/ vnd nicht leichtfertige/ lose/ ^/diebische Weiber oder Männern nemen / sondern die gerrew sind / vnd sich an einer zimllchen Besoldung genü- genlassen. Diß muß ich hier darumb sagen/ den solche teure wollen gememigltch nicht allem eine grosse Verehrung am Gelde/ sie wollen auch die Kleider haben / so der Todte an seinem Leibe gehabt/ als gestorben / ja sie dörf- fen auchwol d;c andere Kleederdarz«begehren / die der Krancke nicht angehabt. Aber hierlnnen solte ein Obrigkeit eine Ordnung machen/ vnd ihnen ein gewisses Ordnen. Mandarffnit mehr denn zwo Personen/ vndistderselbigenAmpt/ die Todten säubern pnd reinigen/ jhnen jhre Stcrbekittel oder Angeli«» solman allezeit bey sich tragen zur Zeit derPesti- lentz. Llc<5luz- rium reiche Leut vor die Pest. die Verstorbene anziehen/ wie die sollen quali- ficirtseyn- wl. Von der PesiiM sder Kleider an / vnd die andere außziehen/ den Sarck bestellen vnd holen/ vnddleLelchen in den Sarck legen/ dle Leute zmn Begräbnis bitten / vnd folgende die Bette abgehen vnd waschen / so wol auch die Lacken z Item das Todtenstroh / daraussder Todte gestorben / zu Abend im finstern anßraumen/ vnd vorm Thor nn freyenFeld/ anzünden vnd verbrennen. Etliche werffens m dle grosse Fließwasser/ aber es lstoffrerfahren worden/ daß hernach die Leute/ so am Vser gewaschen/ oder nur Kanen anff dem Wasser gefahren/ die Pest von solchem Sccoh bekommen vnd gestorben seyn- Darnach so sollen sie auch die Bette darauff der Patient gestorben/ m die Lusstbeugen vnd außsonnen/ vnd dleLuffr durchgehen lassen/ etliche Tag nach einander. Sie sollen alle Gemacher/ sonderlich aber die Stub.vnd Kammer / darmnen der BetMese gelegen / fein außrau- chern/ die Stuben außhitzen/ auch erlich Tag nach einander. Etliche lassen sie auch auss das newemit Kalck auß- werffen vnd bedünchen, ^ie sollen auch das Viehe deß Haußwtrto mit Essen vnd Trmcken / vnd anderer Wartung/ m Abwesen der Herschafft/ vnd deß andern Gesindes/ versorgen. Das Spanbett/ Tische vnd Bancke/vnd alles schwartz Gerathe / so inder Kammer ist / darmnen der Todte lag/anßwaschen/trocknen/ mandeln vnd weglegen/ das zinnerne Gefäß/ Becken / Leuchter/ Kannen/ außschawren/vnd fleissig zusehen/ auffdaß dem abwesenden Herzn/ Frawen/Kmdern vnd Gesinde/ vonden Dieben nichts gestolen werde. Das erinnere ich darumb / denn ich Habs erfahren/ Lx^erro cie. SmtemalmSterbenszettendtearmeLeutedie meisten Widersacher haben. Das I-! V. Capitel. Wovor sich andere gemeine jente / nach den Ster« benszeiten fleissig hüten vnd vorsehen sollen. Aß sie ja durch dle Theilung der Kleider / Bettgewand/ Lemwad/ vnd anderer Güter Nlt widerumb em new Vnglück erregen. Drumb sollen solche Sachen/ wie auch droben gesagt/alle zuvsr wol außgew'.ttert/vnd außgesonner / vnd in der hglssen Sonnen / oder nn kalten Winterwetter/ wol von der Lufft durchgangen/ offt hm vnd her getragen vnd bewegt seyn. Wie aber solches geschehen soll/hab lch lw 50,vnd 47 - Cap. angezeiget. Wenn vmb dieselbigeZelt/Kleider/ Bettgewand/ Beltze/ Hembder / Schüssel/ Kannen/ Leuchter/ vnd andere Haußgerat zu kaufte kompt / daß man demselben mr trawe/ vnd die balde wlderumb brauche/ sondern zuvor wol sönne vnd außwtttere/ ehemansieanzlehet/ vnd sich hüte/ daß man nlcht gestolen Gut/ das manhernachmit Schanden wlder gebenmuß/oder das arme hochbedrang- te Leute auß hochbedräitgcer Noth/verkauften müssen/zu sich kauffe. Denn dieses he ist seinem Nechsten abgezwiin- gen vnd abgedrungen/ vnd ist eine grosse Sünde vor Gott/ wenn man bekümmerte Leute werter betrübet/ vnd sie so liederlich vmb das >hr bringet. Man soll lieber seinen Nechsten bey Ehr vnd Gut erhalten/ vnd m seinem Creutz jhm rath- vnd hülfflich seyn / ihm dienen / helffen vnd fördern / wie vnd womit man jminer kan vnd mag/ daß er seines teldes ein wenig wider erhebet werde. z. Daß man sich nicht zu baldem dle Stuben/ Kammern vnd andere Gemacher/darmnen jemand an derPest kranck gelegen oder gestorben / mache / vnd dieselbige ,n- sicirte Gemacher bewohne/ sie sind denn zuvor wol durchräuchert/zum wemgstendreymal nach emander/al6 droben im 18. Cap. vnd an etlichen andern Oertern mehr ls5 angezelget worden. Gemeine Leute wo vor sich die nachdem Sterben vorsehen sollen. Obrigkeit was dle nach dein Sterben wegen jh- resÄmpts thun soll- Dasl. IN. Capitel. Was ein Herzschafft nach Vollendung der regrerendcn Pestllentz welter thun soll» Ell in den sterblichen Zelteirdie Regiment nicht also können bestellet vnd erhalten werden/ wie sonst m Fndens Zeiten zu geschehen pflegt: So soll em Obrigkeit nach Auffhörung deß Stt bens/dte Bürger zu sich auffs Rathhauß besche:den / vnd von ihnen fragen/ ob sie sich etwas über die Todrenglaber / Warrerer der Krancken/ Dlebc/Baiblerer/Wehemütter/vnd anderer böser Leute zu beschweren haben/vnd da etllcheBeschwere vorlleffen/ denselben entweder m der Güte abhelffen/ oder die Beklagte-Handfest machen / vnd emem ledern Macht geben/ siealldar öffentllch zu beschuldlgen vnd anzuklagen/ vnd da sie etwas entwandt / dahm zu halten / daß sie dasselbe wider einstellen/oder m Mangel dessen / gebührlichen davor gestrafft werden mögen.Dieses muß geschehen/wenn die Obrigkeit nicht zu Hause bleiben/sondern auß Furcht deß Todes sick weg gemacht haben. Wenn sie aber zu Hause bleibt / wlcchr denn m allen wegen gebühren wollen/so können sie solchen bösen Leuten um Gewalt stewren vnd wehren. Denn es ist em iammerilcher vnd erschrecklicher Zustand in Kirchen/ Schulen / vnd gantzen Regiment / wenn die Obrigkeiten m solcher Noth von ihren Vinerrhanen sitzen/das Hasenpanir anffwerffen/vnd die Flucht geben. Da thut nun in ihrem Abwesen ein jeder/ was er nur selber will/ vnd will kemer dem andern vnter- thanig vnd gehorsam seyn/ vnd hilfst nichts /ob gleich die Regenten zurück stbrelben/vnd anzeigen/was man m der Stadt thun oder lassen soll. Denn daist keine Executton/ drumb hilfst da bey bösen vngezogenenLeuten kem bitten/ flchen/vermahnen/singen/oder sagen. Drumb sollen die Obrigkeiten m solchen schweren Zeiten nicht flüchtig werden/sondern vielmehr gedencken/ haben sie blß zur Ster- benszett jhrer Wolle genossen / daß sie hernach auch m denselbigen Nöthen jhnen beyzusprmgen / vnd ihnen Mit Rath vnd That beyzuwohnen/ schuldig seyn. Denn zur selben Zelt bedarffman ihr am allernöthigsten/ vnd helft yledenn zum meisten: Mtte mich von nmnen Mdersa- Bas l. V. Capitel. Wie Man erkennen soll/ anß wachem Element dle Pestllentz herkommen. l. Enn der Krancke die Bein hin vnd her wirfst / so kommet dle Pest von der Lusst. 2.. Wenn der Patient für und für gerne schlaffen will/ so kommet sie vom Fewer. z. Wcnn der Patient grossen Durst hat/vnd jhme die Füsse geschwollen / so ist sie vom Wasser. 4 Wenn emem dle Pestilentz nur Beulen außkompt/ so ist sie von der Erden. schreibet/ daßdlesesein -ällmnomus am besten erkündlgen köime / vnd das -st waar / wie lch zu thell auch droben nn ^8. Cap. derglelchett etwas angezeigt habe.vnd alle sagen/daß durch Verbrennung der Cometengemetmgttcheme Pest entstehet. Denn wenn ein Lomet vergehet oder aiißlescher/ so fleuget der gifftige Rauch vudSranck vvndemselbigen m der Lnstr vmbher / vnd erreget also em Sterben vnter Menschen vnd Vieh. Das I. V l. Capitel. Von dem Begräbniß der Sterbenden» Ls die Pest1598. zu Berlm regierte/ wolten etliche / man solte grosse Gruben machen / vnd viel Leute darinnen über einen Haussen werffen / vitd darnach emen Haussen lebendigen Kalckdrauff schütten / vnd sie also verbrennen. Weil aber dieses gar ein abschewlich Ne'ldniscb Ding lst/so hatman solchem Rath nicht folgen wollen. Denn wan man das thun solte/ss möchte man die Leichen gleich so mehrmlt Fewer verbrennen/ oder jhr Fleisch dleHnnde abfressen lassen/wie dle'Heiden gethan. Also haben vorzetten die Leute jhre Graber gemacht auß einem Stem / den man ZzrcopKzAum nennet / welcher innerhalb 40. Tagen das Fletsch von den Leichen gar weggefressen hat / daßdie Gebeme gar allein von ihnen verblieben sind. Aber diß sind alles vnmenschliche vnö> unfreundllche Handlungen der verstorbenen Gottes Kni- der gewesen. DieAlten/vnd sonderlichdieAraber/Egy- pter/Syrer/Iüden »5 andere umligendeVölcker/haben E e ii auß Erkänk- >nß auß welchen? Element die Pest entstanden. nißder Sterbenden / wie dle zu k>a^ chen. lst einBüchlem Anno 1567. zu Fränckfort am )^Mäyn / von Vrsah RelNigung / B^wahruug vnd außängeborner Zuneigung vnd Ueb gegen jhre Eltern viclmebrdabmgerrachtet/wiesie der verfrorbenen Leiber lang erhalten mögen /daher sie die Leichen vnd todte Cör- pe^ erstlich fern sauber vnd rein gewaschen / vnd darnach Mit Ledern /Myrrhen/ Zpincu^kciL^inrl^n^ , alc>c, ZlMiyetrmden/ vnd andern köstlichen herzlichen Spece- reyenmehr bälsamirtvnd eingemachthaben/ so dteFäu- lüng deß Fleisches hindern / daß sie in die erltch Hundert Jahr haben dawern vnd wahren können. Da ^uZutius lN^IXpren kam / hat Man ihm den Leib ^lexancln SNI vnd?colomsn gewiesen/ daß ste noch jhr Haut vnd Fleisch alles derMassen/ wie zuvorgehabt/ da sie gestorben seyn/ darüber sich^uZuttus zum höchsten verwundert/ daß solches in so einem heissen Lalld so ein lange Zeit hab geschehen können: Wlcman dann auch dergleichen von'I'iti deß VLsjzzliani Sohns Leich schreibt. Aber ich wtll-hiervon weiter Nichts sagen / Christen werden wol wissen/ wie sie sich m solchem Fall verhalten sollen. Man mag solche Leut^in wenig desto tieffer begraben als andere Leut / vmb der heissen Hundstage willen / vnd solche draussen vorm Thor/ da wenig Leut hinkommen/ vnd man sonsten ehrliche vnd Christliche Begräbnuß semes Geschlechts haben kan. Das I-Vl I.Capitel. Von einem sonderlichen Pulver wider die Pestilentz/ der Gifftjäger genandr. Pulver wider die Pestilentz. Curpestttentzischer Lufftsciner^welcheS .zz'^ZloäÄ-illus verteurjcht/ vnd)hmden TttulGIFFT IEGER gegeben/wclchcs warilch sehr gut vnd wol zu lesen. Ist m Z. Theil gerhelt/ un L. wird gehandelt vstt Reinigung der Luisr / vnd von der Bewayruug sütder giffngen Luffc 5 Item von der Cur vnd Heilung derPe- stilentz: Item/ ?-, vom VNterscheid zwijchuidcn Galeni- sten vnd Parae.chicen in der Lchr / von A.tzn^y der pestilentz: Im Büchlein w»dcr die Pestilentz/ vno allsten gchug^Spechvud Tranck. Im selben wird gedacht emes vortrefflichen G.sscpulvers/Wei- ches Anno l'595. ai. den Leeren/ so vcc P»st behctsst geweftN zu Berlin offr gebraucht'/ vnd gar ncvr-g vnd gut befunden worden/das will ich hur auu) setzcn:?ulvis concra VLilenUm. , Kccipe, V^lcnar>.-r, (wird sonsten l'Iienac^ria Therl- ackskraut/ oder?>L,oder Baldrianwurtzcl/ oder s^lvclinsigenant) 1 .Qumt. LKcIiclL>nia :(Schwalb^nkrautwurtzel/sonsten^crun- ^MÄ^iaVNd Vlnce toxlcum,c^UOä vinc r vencllli)UrcicX ininciriz (Nesselivurtzel / k.ein oder Heiderltejs .ilvurtze^) jedes 2..Loth/5iN gantz Vntz x>ol v^oäil <^uercini,(Ei!gel- süßwurtzel / wächst auffden Eichen / in euUlN, rruncis Sc mul^olis perris, voc^rui Lzumtzr,Dropffwurtz/ öc 6liculs)elnhalb Vi^tz Chr«st- wurtzel (^eUelz^rusniAer.) Eibischwurtzel/2..Lolh. R.acj. ^n^clica: l/lvestris (wilde Angelicawurtzel/ Ullicc venetti5»civcrlaruri) 8-Loth. Etliche nehmen der Angelicawurtzel beydes der wilden vnd zahmen/ jedes zwo Viitz. KellerskaliKurtzschalen anderthalb Vntz. Diese Wurtzeln sollen außgegrabenwerden / zwischen dem i's.^uAuliii vnd den 18. ^remkris. Doch habcn sie auch etliche auff em andere Zeit gegraben / vnd ist gleichwol diese Artznch krassl lg befunden / vnd lst »or die Wurtzel der kleinen Nessel die Wurtzel der grössere Nessel gebrauchlworden- Denndreweil dleWurtzel der ziemen Nesseln etNeS SoMmerkrautS Wurtzel ist/hat sie Etliche KlLckcos nicht so krafftig gedaucht. Wenn nun diese Wurtzeln außgegraben/ vnd nach er- nandtem Gewicht gewogen/ ft>llensie zerschnitten/ vnd ui einen Newen geglasurten Topff gethan / vnd Mlt dem besten vnd stärckeftenEssiZvbergossenwerdm/ also/ daß emFinger hoch über dieWurtzeln jtehe/vnd soll der Topss Mit dem welssen von einem Ey vnd Mit Mehl wol vermacht werden/ vnd bey ecneM lmdeN Fewer wolauWe- den/ bey emer halben Stunde/ vnd wenn der Topff nach der geschehenen?l'uffstehung wlder eröffnet worden/ so geuß den Essig wider davon / vnd laß die Wurtzel auff dem Ofen oder sonsten / da die Sonne nicht hmscheinet/ Das Dritte Buch/ dün vnd trucken werden/ daß man sie kan zu Pulver rii« ben. Thue darzu z. 6 Beerlem deß Krauts Parch / mache es alles zu Pulver/ so lsts berelt. Zu dem Essige thun etliche/ehe denn er eingesotten ist/ Homg/ vnd machen einen köstlichen Syrup drauß. Die» ser wird ohne Zwelfelhefftigwlrcken/weilerdierinÄui-l an sich gezogen / tteliobon, vnd anderer ioAreäienrien. O ^I!>,dcn Alten vnd Starcken gibt man auffemmal ein Qumtlein mit Wem ein/den Jungen vnd Schwachen nur zweeneSct'upel. Seine Krafft vnd Wirckung. Es ist emgeneral vnd krafstig Artzney wider alle metallische vnd andere Glfft/ so dem Menschen m Spelß vnd TranckMögen eingegeben werden. Hilffr von Stunde an denen/ so von der Pestilentz angegriffen werden: Ist auch ein prTlervarivuni wlder die PciÄ»ellriwider ein Scrupel Detnüssenmeel sampt etlichenKörnern deß sublimerten Quecksilbers. Item wider em Qumtlemdeß rothen Oper ments. Ircm widtt die Gtfft / fo den beuten m Leib eingehen/ wider zweene Scrupel deß sublimirten l^ercurii,vnd wlderdte gegessene Schlängen vndOttern. Es ist auch sonst einem Weibe/ so Mlt der Pestllentz behafft gewest/dleses Pulvers emScrupel emgeben/mit zweyen serupeln Tynac / anderthalben jcrupeln Perlen auß gedtlttlllertenCardobenedlcten vnd Sawerampffer- wasser / anderthalb Vntz von ewer welschen Nuß mit einer halben V-itzcn guten welssen Wein/vnd zwey Körner Canipffer darZu gelhä'n/sie lst am dritten Tage genesen. Etliche lassen m der ersten ?rTxÄlanon die Christ- wurtzel aus,en° Laß mirs auch gefalkn / wegen der schwachen ^«nekcn / doch starcken Leuten wäre sie mcht vndienkch. 2. Etliche pr«parirns also: Sie nehmen zwo Vntzen Baldrianwurtzel/ Schwal- benwurtzelein Vntz/ Engelsüß vnd Kellershalß / jedes zwo Vntze» / Angelickwurtzeln zwo Vntzen/ da wird l^lvc^ris gememet / darnach wider Angelickwur- tzeln vler Vi.tzen/ dawlrd ^nAelicz krilAvicagememet/ zwölssBeerlem deß Krauts ?sr!s, welches sonsten vier- biacterlg Nachtschatten genandr/ vnddessen sechs vud dreisscg Blätter. Diese alle lnemen newen geglasurten Hafen/ Topff oder Pott gethan nnt vielEsstg/laß es anderthalb stunde sieden / vnd laß es darnach vonsich selbst wlder kaltwer-- deu/ thue den Essig davon / vnd setze den Topss Mlt den Wurtzelnan einen warmen Ofen/ oderaneinen andern warmen Ort / laß üe dürren / vnd re»be sie zu Pulver. In dieser Beschreibung werden die Wurtzeln der Hei- ternesseln vnd Ibisch außgelassen/ vnd neben den körtteM auchdie Blätter gebraucht. Sv ist auch ein Vnter- scheld lm Gewicht / önd wird dle Zeit außrrücklichbenennet/ wie lange es rochen oder sieden soll. z. Etliche pi^parirnsalso/sondttlich Letnems. N iM ). Vntzett vnd eme halbe der Wurtzel Baldrian/ Schwalbenkraur vnd Steinbrech jedes ein Vntz/Hetter- nesseln vnd Ibisch zwo Vntzen/derBeerlem zwolff/ vnd der Blätter 5 6. wlrd bereit wie vor. Welche vneer diesen dreyen Bereitungen die beste sey. Die erste wird vor dle beste gehalten/ als die offt bewährt. Doch tan man auß der andern vnd dritten Bereitung die Blätier nehmen / vnd die Zelt wie lang e6 sieden solle. Das!-VIII. Capitel. Wie sich gesunde ^eute in rarione viÄus O D ?lrtzney fo krafftig wlder alle Glfft. halten sollen. Gefunöe '"'ill ^^An soll essen vnd trmcken/wenn Hunger vorhanden Leute wie v/^tst/ doch mit Massen/vnd mchtmancherleySpelse^ sie' ^ . Hh Speiso so ,m Sommer zu brauchen. Salat wovon er soll gemacht werden. Tyriac ist sehr gut wennZ einer mit einem in- ficirten Menschen geredet. Denn den Leib zu sehr mit essen vnd trincken füllen/schadet dem Magen / wie auch zu viel vnd zu lange hungern vnd dürsten / dem Magen schädlich ist. Denn wenn er seine Northurfsr nicht hat / so zeucht er auß dm Därmen viel Schleun zu sich / dardurch wird die Rüche vnd der Keller im Leibe verdorben. So soll man auch gewöhnliche Speise brauchen. Im Sommer soll man die Speise mit Ess g bereiten. omne 6ulce cll ürriacIi vum. Item man sol kühle Speise im Sommer brauchen/ vnd die da wol dewet. Die einen kalten Magen haben / husten / kcicben vnd engbrüstig seyn/sollen mir dem Essige eme maßhalten/ oder jhn gar luä?t brauchen/sollen auchHermg/Ahl vnd Lauch meiden. Weil auch der Ess-g in allen Speisen sehr gelobt wird/ so mag man denselben mit ^osen/ Nagelemblümen / Himbeeren/ Saweranipster vnd Iohannistraubelem riren vnd zurichten. Dann der Essig kühlet UN Sommer das Geblüt vnd stärcket das Hertz / drumb brauchen denselben die 8-m^uinLi vnd L^oierici gerne. Wenn man ander Fleisch essen will / als droben im 2- 6. ^avtte! ist gemeldet worden / so muß man ihm seme böse zerstörliche Feuchtigkeit un Sommer öenemen mit Petersilgcnkraut vnnd Wurtzcln / Tormentill'.ourtzeln / Saffran/ Sawerampffer/Sandelholtz: 'Aber unW i liier thut man Aimmet/Naglichen/ Muscaten/ Galgan/ Cubeben/ Zitb^r/ Krausemüntze / Salbei) oder Rauten dazu. Zum Salat mag man brauchen/ Fcnchcl/Bibenell/ Petersilgcnkraut vnnd Wurtzel / Saltz / Wegwart/ Sawerampffer/ Buglossen/Kressen/ , Borragen/ macbe em Saltz von^IU^ia Knoblcchkraut/ ist sehr dienlich. ZurelnbunckmagmanZimmet/ Zitber/ Pfeffer/ Ingber/ Sandel/ Tormentill/ Corollen/ Galgan/Nel- cken/ Macis vnd dergleichen brauchen. Wil man Eyer essen/so muß man die frisch vnd weich sieben/oder m Rosenwasser vnd Essig rhun/vndmttZim- metbestrewm. So hab ick'auch droben gesagt / daß man allerley Milchspeise meiden soll/ sonderlich diejenigen/ die einen bösen vndewigen Magen haben/ damit sie mchrviel Plegmatiscke Feuchtigkeit überkommen / will aber jemand rm Sommer ja Kühenulch vnnd Kiegenmüch essen/ so thue er Ingber drein. D>;chwer solches -hun wil/ der muß k-mm bc s.n Magen haben/der Mit vulm Feuchtigkeiten beladen wäre/Er muß auch kein Fieber/Haupt- wehe/oder wmdige aussvlehung un Leibe haben. Das Wasser zum kochen sol fem sauber vnb rein seyn/ das es keine Feulung erreget- So soll auch die Speise mi Munde wolgekewet/vnd Nlcht eilend hineiii geschlungen werden. Man soll anch wegen der dewung nit lang von einem Gericht zum andern warten. Leicht dewiche Speise soll man allezm erstlich zu Tische tragen. Auch soll man die Speise nicht bald zu Tiscbetragen/wenn sie vom Fewr genommen ist, Sonsten aber soll dieSpeise mehr zur warme vnd truckenheit/denn zur kalke vnd Fertigkeit qeneigetseyn. So vilmüglichen / so enthalte man sich derer Speise / so in vergifften Oertern wachsen vnd alldar ihre Nahrung haben. Gebrauche zur Zeit der regierenden Pestilentz wenig puppen/ clis- ^ol vunc Ivbur venrriouli. Vor zweymal gekochet oder widerumb auff gewärmter Speise soll man sich hüten/ deßgleieben auch vor hart gesaltzen vnnd sehr gereuchtem Fleisch vnd stinckendem Wiltpret/ oder vom Fleisch derer Thier/ die lang todt gewesen seyn. Tasl^lX. Capitel. Wie mans machen M / wenn einer etwann mit emem Insicirten geredet/ oder sonsten reden muß. Item vom Tyriac. 'Er mit einem insitirten Menschen auff der Gassen ^geredet/der schüttele bald seine Kleider auß / wenn er zu Hause kommet / huste den Vnflath auß dem Leibe herauß / schnaupe die Nase auß/ vnd gehe Nicht balde m die warmen Stuben. Muß aber emer nothwendig mit vergifften Menschenreden/ so kewe er im Munde/ Attber/Lübstück/Ange- lica/ Rauten/Lorbern/Entzian/Tormentill/oder andere dergleichen Sachen / vnd ziehe den Othem ntt zu hart an sich/wevde den Mund etwas zurücke/ vnd bleibe mt lange beyjhm» WonderPestilMl ^ Item/er trage am Halse in einem Zindel guten Einhorn vnd rieche dran. Es nemen auch etliche R.omanam,schwar- tzen Kümmel / den beitzen sie eme Nacht indem Essig/ lasten jhn wider trucken werdm / thun jhn m em seiden Tüchlem/ vnd riechen daran/ das ist gar wal bewert.. Der Tyriac ist das rechte Fegfewr/welches alle böse Feuchtigkeiten un Leibe verzehret/wie Lalenus meldet/er redet aber vom rechtem Tyriac/ doch sollen jhn gar junge LcuttvndKmdersowolauchdle / so das Fieber haben/ Nicht brauchen / wegen seiner hitzigen Eygenschafft. So kan man hier bey vns den rechten Tyriac nicht haben/ drumb bekomptiuan hier pro huo,weil die Apotecker selber bey der Lompoilcion der ^lÄreiislilien nicht seyn» Eö wollen auch die Kleäici. daß der Tyriac allererst 14 S mnden nach dem emnemen m den Adern wircken sol/ wenn nu das were / so müste man die Zeit m grosser acht nemen/ wenn man jhn gebrauchen wolre / man müste auch darauff bedacht seyn/ ob man auch den rechten haben kön- te, DerVenedlscheistgutgnug. Wer aber den Tynac/oder Mlthridat pfleget zu gebrauchen/ der brauche desselbigen m i o.Tagen einmal 5. Qumt / oder eme gute Haselnuß groß auff einmal. Im Sommer m Rosen oder Sawerampfferwasser zerlassen. Im Winter aber m Wem/zwo Stunden vor Tag/warm emgetruncken / vnd darnach 6.oder 7. Stunden darauff gefastet/ vnd wol geschwitzt/man solle auch den Tag mehr außgehen. Das schwitzen aber sol nach vermögen drß Menschen geschehen. Tyriac wenn vnd wieosst man ihn brauchen soll. Ba6 l .X. Capitel. Von derVrin wenn man die Min fangen soll. c^Chhabdrobcnimi8-Bucham 184.Cap. etwas UrillZ gesagt/ nu will ich weiter sagen/ wie vnd wenn manUlinam aufffangen soll / dreGalemsten sagenman soll die erste aufffangen mderNachr etwan vmb ftigers 1Z..1. oder 2.. öderem wenig ehe wenndie erste conco6iic> vorüber ist/die andere vmb ftigers 5»oder 6. gegen Morgen. Denn die erste ist noch etwas ciucla, die andere aber Nicht so sehr> Aber die l'KeojzKiMinl fragen Nach keiner Zc^t/ es sey zu Tage oder Nacht/ allein wenn sie gefangen ist / so wollenste / daß man das Glaß oder Flaschlem balde mit einem Wachs fem fest vermache / daß die lpirirusmcht herauß gehen / vnd sonderlich wolts de^ Thurnnsser also haben. Denn wenn inans jhm also nicht machte/ so were darnach sein Vrm distillteren gar nichts/ den er diMirte alle Vrmen/Er rhar sie m em Kolben vnd zog die abe/ die Materradie denndahindenblreb/die erammirte er/ wa6 für ein rarcarus Ware/ waserley vnd mancherley der were/ darnachjudicirer er von den Tartarischen vnd Mineralischen Feuchtigkeiten m desselben krancken Leibe/ auch was für mancherley Substantz in der Vrm selbsten/ob viel bi- lis, Wasser/Saltz darbey/ vnd wie dieselbigen nach Qualität vnd Quantität beschaffen / vnd das that er keinem vnter lo. Thaler. ?rius viäear urinzmiurznimz^verrsrliu- morem peccanrem Lc csusarn cuju5cuuc^uemorlzj. Wenn die Vrin oben vtel geschieß oder schaums in Martine virri vmbherhat/ sobedeutsvielschleimesvmb die Leber oder Miltz. So mitten durch die Vrinoben anffein weisser striem vder strich gehet / so ist calu8 äelpcratÄS, dem man Nicht helsten kan. Urina licurcarminacgzwie eine gezesete Wolle/ Eine gar trübe grewliche Brm/so vil leces hat/mag man mit sampt dem Vrin Glaß inem Kohlfewr setzen/ so rauchetdie Vrm gar herauß/ vnd das grewliche Ding bleibet vnten auffdem Grund liegen/wie cm Koch : das thue darnach auff em Papier oder Tüchlem vnnd laß es trocknen auff emem Ofen/ so kanstufem sehen/was es ist/ marcnacslculota.LungeoderLeber/Zc- oderder lUL. Urioa renuis eli juäicium c^iolerX.U- lillz crzll'alionum etisdunäancjL lzn^i»inis in corpore Die Urins hat viererlei) Zzlia>vnd derer hat ein ledes Mderez. 8-»lia vnter jhm / auffdiemußem Uiiv« E e nj gute Vrm wm er zu fangen» Vrm wie man von Ihrer Farbe judicl- ren soll. Das Drille Blick/ relolviroDaraussmuß denneheste^Tag oder zwen Tage hernach diePurgation erfolgen. Von den ^urFÄriovüvuz liefe liij?j>ocrsris ^xliorit- mc>s alö Uk. i. tioris. 2.. Sc ) .Item i. 11^ z. 2.4. z. s.Ub. ^.^^cirilmo!,7.i8.^6.z7.Ilb.4. xcrrorum tere. Ma» macht dle ?urZ2riove5 auffmancherley weise / wie mans einem zum besten einbringen kan. Denn man macht emem eme Potion oder rorulas oder mtiulzs vnd Morsellen oder Pillen / oder eme Clystir / wennmansobenhinemnicht brauchen kan : Item daß die m^rcria pcccaos durch den Stuclgang/oder x>ei vomirum,oder sonsten auffeme andere weiß hinweg gehet« Besihe l^co^IirZli. Iib. I. jiliar- Waczoäi rraÄ. i. Wenn man purgieren soll. i. Wenn derMonde m6Anis 6xis, ist/ als im Stier/ Purgiren Löwen/ Iugfrawen/ vnd Wasserman/ so hat die purgie- wen es ge- rende Artzney wenig Würckung / wenn sie gleich zmüich schehm starck zugerichtet ist. Wenn aber der Mond in li^nisruininallcibusist/ als im Widder/ Stier vnd Stembock/ so soll man keine purgierende Artzeneyen einnemen/ denn man muß sie ge- mewiglich oben wider aufsbrcchen. Icem^trico Luio^us venro AAnre,^ur^aric>ncm alluinere, lzouum ell77^I'uac eoim mernlzrs laxa luor, Lc meciicinX cectuar, <^uam ^uilomsAno^erecomplimunr. ^ z. Wenn man aber vomiri va oder brechende Artzney einnehmen will / so soll mans m den jetzt genanten dreyen Zeichen thun/so gchets glücklich fort. 4- ImWinrer ists besser durch Stuelgänge / im Die beste Zeit zu Artzneyen ist auch/wen der Mond in wassenchen Zeichen gehet/ sonderlich im Krebs vnd Fischen. 8. Wenn der Jupiter in dem Monden con^ unsrer ist/ sowircketdiePurgation gar wenig.Denn die Natur deß Menschen ist damals sonderlich starck. 9. Im Krebs ist gut durch Latwergen purgieren / in den Fischen durch Pillen/ nn Scorpion durch Trancke. Inder Iungfrawenvnd Wage/ Ltystier. 1 v. Im Stter/Stembock vnd Iungfrawen ists ambe- sten L oo5orrznnÄ oder starckende Artzneyen zu nemen. 11. In den Zwillmgen/Wage vnd Wasserman/ ist gut dle da dawen vnd die Feuchtigkeit kochen oder bereiten/zu brauchen. Es ist am besten drey oder vier Tage nach dem vollen Purgirrst Monden / denn da nemen dieKumoles in den Menschli« wendie chen Leibernab/ da kan emer der sonst lust zu lauffen hat/ beste Zeit desto besser in den lauff gebracht werden. dazu. Denn ein Bier/ wenn es m Tonien gethan vnd gieret/ so kancsnichtsowolgehandhabcr werden / alswenn es vergoren/ also in Vollmonden schwelten alle Wasser/vr.d wässerige feuchte Dmg / auch die Feuchtigkeiten in Gewächsen vnd Thieren / aber m abnemen deß Monden beginnen mehlich die Wasser vnd Feuchtigkeiten wider zu fallen/ vnd verschwinden in Gewächsen vnd Thieren/ viS alßdenn wird die Feuchtigkeit auch in Menschen geringer vnd stillet/ vnd bequemet durch Artzneyen außzusührerr. Zwey Tage aber vor dem newen Mond vnd nach demsel- bigen soll man nit purgierende Artzney brauchen. Denn alsdenn liegen dieFenchtigkeiten gar fest darmder / sind dicke/zehe/schwer/härtlich/ hengen sich festan im Leibe/ vnd folgen mcht/ denn vermag dteselbige die Artzney nicht außzuführen/vnd außzuziehen. Wenn man leniriva . laxstiva oder äi^elilva einge- yvmmen hat/so mag man wol außg ehen vnd allerley thun Ab-r !>U»I Von der Pestileny Theophra stmer halten wenrg vom purzleren. Lilxmim Magenzu pürgtren. piruirarn zupurg»e- ren- Jeuchttg- keitdar- auß die iranckheit entstehet/ wie die zu PVgtren« Aber nach eingenommenen ?urAarionil,us,mußman sich den Tag mhalren. So man eme Purgation eingenommen hat / so muß man nicht bald auffdte Purgation schlaffen. Hastuem purgierende Potion eingenommen/ somagstu dlch erstlich aufsden Bauch erwan em halbe Stund legen/ denn die puciones lauffen sonst zu bald durch die Därmer. Darnach etwanem halb viertel Stund auff den Rücken. Darnach mag man einmal oder zwey tm Gemach wol warm angethan mit Kleidern auffvnd mder gehen / vnd wider sitzen. Man muß aber mchtS lesen / vnd Nichts me- dtttren/auch Nicht starck reden. Wenn solche ponones erstlich zugerichtet werden/ vnd stehen darnach einen Tag also pc-eparirt/ daßsichswol durcheinander«jienrer, vnd wird darnach den andern folgenden Tag früh warmgemacht vnd gebraucht / so o- perirtsgarwol. Man muß die ponone; nicht laulicht einnehmen/ sonst schmäckc eö gar zu' speyerkch/ sondern fein warm / so warm cs einer erleiden kan. Die Theophrastmer haltcnwenigvondcmpurglren/ vnd ich muß selber bekennen / daß es em elend nbarmlich Ding sey vmb solche Tranck oder Pillen / wenn sie einer brauchen soll: Mancher trüncke lieber eine gute Kann Bier/ vnd bezahlt sie zehenfachtig/ denn solche dicke wap- pelichte speyerlich- Tranck. Mir hat manchmal mem Hertz im Leib darvor gezurert: Vnd muß die Warheit bekennen/ daß mich dtß emlge bewogen hat/ die Theo- phrastmlsche Medicin lieb zu haben. Doch werden ltzi-- ger Zett (wlc alle Künste steigen/) dleArtzneyen besser/ lieblicher vnd subtiler von guten ^ecticis auch weniger zugericht in ^asntirace^als in vorigen Zeiten/war es em heßlich thun darmit. Dte? ur^zrivned muß man frjhe/etwan liora 4.brau- chen/vnd biß vmb 9-oder vmb 6 .Vhr/vnd biß zu Xl.vffm Mittag draufffasten. Nach eingenommener Purgatton muß man sich nicht zu kalt halten / auch nicht an die Lufft gehen / sondern den ganzen Tag zu Hauß in der Stuben oder Kanuner/ odersonsten m emem warmen Gemach/ vnd sonderlich vor Mittag / wenn man dle Purgatton in sich genommen hat / bleiben. öilem im Magen zu purgiren. Wenns dem Patienten bitter im Maul wird / so brauche Kkzkarlzari, em halbe uncism, lä eK> l.Loth/ das purgieret piruiram vnd Lilem, bllcin pro- ^ric.aber picuirsm per acciciens. Ein Alter muß unciam unam, lci ett, z.. Loth emnehmen / all halb Jahr oder Quartal einmal/ darnach einer L-Icm im Magen hat/ o- der fühlet. picuicam ^ur^icet. Oiscurizir^i cumk.lizbzllz2ro,muß man mit eim Brüe-- lein/ etwon emem Habersüplem emnehmen/ i.Quint/ o- der auffs meiste 4 Es ist em ?ulvis, eö zeucht auch also pirmritm Lc bilem auß.Derl'urlzirl^ pirulramz den dicken Schleim außm Magen / Leber vnd Därmen/ ?c. aber / den grünen vnd gelben subtilen Schleim. Vnd darzu dienet auch der edle Alant / oder Alante wem/ der purgiert die p-ruicam hesstig/ wie emgemeine Purgatton. Lxperrociecte Kuperrc». ErhatMirlecun^ äüm veum viel gutes gethan. Viele vom Alantwem Iib. 4.c.j8.Lc Si.lilz. s.cap.<;6. Es ist ein edelB.ustwurtzel/ cujusx>rc»priumeli, curzrepe^usäpicuirÄ, VNdlolvirc den Schleim in der Brust vnd Lunge/daß mans außwerf- fen kan. Was man vor eine Feuchtigkeit purgieren soll. Soll ein Patient purgirt oder evzcuirr werden / so muß der klcäicus zuvor wissen/ welches das Zrercug der tlumor pecczus,oder die Feuchtigkeit im Leib sey/die jhm seme Kranckhett erreget/wie'Nieopkralius in lib. l. pliarmgcsncii.l'rÄÄÄru l. bald tM Anfang saget: Wer purgieren will/ der muß wissen/ was er purgieren soll; SonstpurgieretermehrzumTod als zum Leben. Das aber kan ein Xiedicus von der Urin emes krancken haben/ davon will ich hier nichts sagen/ denn dieser Punct ist genmnen Leuten zu behende / was er lesen vnd verstehen wM/oder kan/ der lese diese Kteclicos, ^nksnncs KlicKM 82V»n!»r«I», hak emen ftmen l'rz^rum äeUttaisg^ ZZl schrieben / welcher seiner OznonicT pra^icT mit angehängt ist/ vnd andere viel mchr. Darnachso kan ers von den natürlichen ?ur»-,rinni- bus haben. Denn die Natur weiftcs emem Manschen/ welche Feuchtigkeit in seinem Leib sündiget / vud ihn kranck macht / als nämlich/ die natürliche tzru«.lgänge. Irem/ das brechen eines Menschen/ wenn sich ein Mensch olm deß kleäici Hülff von Natur bricht / xcr virruceni exxulrricem, so lchmackt ers auch im Munde/ was er vor eme böse Feuchtigkeit mi Leibe hat.Denn sind die Lxcre^ mencs deß brechens weißlich/ wässericht vnd süß / so «st es ?KleAma,sind sie sawer vnd schwärtzellcht/ so ists c^olia, sind sie bitter/ wie Galle/ so ists L Koler^, wtewol der Schmack der t-lamorum wegen ihrer ^cciäennen schwerlich zu vnterscheiden/ ?Itp^ocr»res lib. Lonrra bilem srram leu ^lelsockoliam in venrriculo. Wenn einer in der Nacht/ oder gegen Morgen viel ^rrs: biüs, oder Gallen Ergiessung m dem Magen/ wie es auch d:e Lxcremenr» mit der Farbe vnd Geschmack geben. Nun Erd tauch 4. Loch. SüsseQuetschen 6. Loth. Kleme Rosinlem ö. Loth. Diese Dmg koch m emer Maaß Wasser biß es siedet/ alsdann thue dmzu i.Loth Senetblatter/laß es em halbe Stund sieden/ seche es durchein Tüchlem / vnd gebrauch es Morgens vnd Abends/ thue ein wenig Ingber vnd Nagelem darzu. ttelleizorus slkus pnrgiret auch diearram büem xcc mferiora 1 allem sie will einen vorsichtigen kleäicum haben/denn sie purgkeret so hesstig/ vnd gehet säiemonlli- dl 0 -r Lommunis ell opinis?l:srmscox^otum,czuvcj tje!- leboruz 6r Nleßwuctz / da es doch Nicht Nleßwurtz ist/ fondern Chnstwurtz : prarm.c^ ist die Nleßwurtz vom 7r1«^ocinÜ2cio, ^enuz, sä ttcrnumeurs exciranäs läonculn: Viosco» litz.i. cZji.l?5. rol^xocüum, (Engelsüß) purgieret auch ^rrsm bi- lem Passus pnrZanres sind in der Apotscken zugerichte Rosin m / eingemacht mtt Scammomen/ die purgleren das vnd die Lilem. 8acc^umros2cum lolurivum recens, daS purgieret auch/ vnd pnrgreret sehr/ Wenns aber alt vnd lang gelegen lst/ so stopfftS. 8csmmunmm purgieret hesstig /man muß sich vorsehen/ damit maNS ja in miaori q uanrirace braucht. Llt ba^s5er6omniumpurAaucjum,sagt^MÄtNzI.ullc2nu5. Liiern Üsvam cclucunr aloc, 8cammoncz, rum liliularis, cirrini. pirtiitam eäucunt, Ltielzuli) Loloc^nrltis, l'urtzil^» X^sricus, Lnicus, Liulz. ^crArn kilemeäucenrislunr» ?ol/po- äium, tolia lenS, I^ellelzorus, I.2?uli. l.axarivllw. kecipe s^ccari ro5atl so!uri vi l. Loth/einem alten Menschen lm Frühling contra?icmraln cr^ttAllinam. l-Zelledo- ruz,Christ wurtz/ nießwurtz ^rarmica. Engelsüß purgieret bi- lem. Purgatton alter 4etlt. Alte Leute sollenjuxca l'^eopiira^um im abnehmenden Monden purgiereil/ junge Leute nn newen Monden. koemiainum Aenus Itelbarum gehöret den Alten, kialculinum den Jungen. 1°keo^^rÄLi.von natürlichen Dmgen/Iib.1 .cie I-Iclleboto. Wie man die Pillen hinein bringen soll. Macht man jhm eine Purgatton von Pillen oder von emem Tranck/ oder von emer Latwerge / oder einen öowm, yd^r etwas anders/ wle ers zum bcsten E mj hmem Purgatton alter Leute. Pilleft wann sie nicht ope- riren wollen / was hernach zu gebrauchen. M Das Dritte Buch/ hinein bringen katt / das muß man dem ^leäico anzei- gen. Dle Pillen übergüldet/ schlupffen desto leichter hinunter. Oder nun etliche in den Mund/ vndnimbbalde auch ein wenig Zwetschken soth / oder ein warm Bier / oder Vngensche Psiaumensoch / auch nm einem Löffel in den Mund/ -vnd schlucke cs also mit einander enhinder. Blühet dir eme oder zwo P'.llen »m Halse stecken/so nun balde emen Löffel mehr Soch oder Suppe/ vnd schwe-sse es vollend hmem. Item / nim auß emer gekochten Zwetschgen oder Bngenschen Pflaumen den Kern / stecke die Pillen drein / vnd schlucke es also Mit einander hinein. Oder mm das weiche von einem gebratenen Apffel in emenLöffel/vndlege 6. oder 8. oder 10. Pillen drem/vnd streiche darnach mehr weiches oben drauff/vnd schlucks also miteinander hinem. Etliche brauchen sie mit Oblat/ den machen sie naß/ hüllen die Pillen drem/ so schlipssen sie auch leichtlich en- hmder. Wann die Piken Nickt openren wollen/ so mm vwb neun Vhr ein wenig Hünerbrühsoht / lege zwey Loth Manna drem / setze es Zum Jewer / daß es ein wenig lauiicht wird/ sozergehts/ doch muß vs Nicht sieden/ vnd seche es durch em Tüchleu?/ vndtrincks/ so wirds wol fortgehen. Man soll aber mit ?u7»Arionilius gar vorsichtig vmbgchen/ daß man jad^eselbige recht/ vnd nicht zu starckordnet/ vnd emmmmet/ dann es «st eme purgierende Artzney/ welche den Leib Nicht - twan an semen Kraff- ten / vnd semer Snbstantz schwacher macht / Lcnr.7.^^>^01.14.sonderlich jollmaniaden?uiAzric>- nibusmcht leichtlich Nießwvrtzel / Coloqumc/ Gcamo- nren/ brauchen/ dann das sind starcktreibende Sachen/ dam^t der Patient zu andern grossen Kranckhcuen kan verursachet werden. Wer emfiüsslg Haupt hat/ der soll alle Monat die Ptllen/ pilluI^Xjll^l^n^nZs genant/iM letzten Viertel deß Mondes / eme Stunde vor dem Abendessen brauchen. Schwangere Frawen dörffm Nicht wol purgieren/ wann sie über tue Helffte seyn, Esftydann/ daß es die höchste Noth erfordert/ sollen auch keine Ader lass n. In menliizus, nonr^menclirirneacl^ : In meclii8 m ulibus minus eli rmeuäz jZMAZrlo, veua.': In x>c>l^eiioribus ^uceM rnenUbus ucrurn^ue cli rirneaäum, rurit soccus ncc xoreti cAi^ere nurrinien m^cusiiuinorum^ui liunc xei pur^arionez, sunr su^iencii. ?i>n'.^ seäe!> lemoer naruralis, diL andern sind ex 5>urLac!M)L)vnd der solle!', über 6. oder 7. Nichc seyn. Iiach der Purgation soll man em warmes Süp- lein/ vnd ein paar Eyer essen/ man mag auch wol ei- n^n Trunckgttten WemS trincken: Allem man solls nicht zu kalt trmcken. Ein gut remalt abgelegen Bier ist auch Nicht böse. Ein andere Purgation vnttn vnd oben. Nun Sommerlatten von Hollunder / schabe die erste Purga- grobe Rmde ab/ biß auffdie grüne Rmde / vnd schabe tionvntett dann die grüne Rmde auch ab/ reibe darnach dieselbige vnd oben, grüne Rmde mit Ziegenmilch / vnd seihe sie durch ein rem Tüchlem / trmckein Trüncklem davon / das purgieret oben vnd vnten. Vogel/ Die Holtztauben/Thalen/ Amseln vnd Rephüner/ purgieren sich jahrlich mit Lorbeerblattern. vnd ander Zahme Tauben / Turteltauben vnd Hennen/ laxie- rensichmtt dem Kraut / das man Tag vnd Nacht heist: ^ Dle Endten/ Gänse / vnd andere Wasservögel/ Mit dem ^ Gliedkraur: Die Krannichefampt ihres gleichen/ mit Bmtzen/so m den nassen Lachen wachsen. ^ Ein gute Purgation. Willtu vnd andere Vnreinigkett auß dem Magen purgieren/ so brauche Llc^usnum rosarum lo^ juriv nm, das lst Purgier Rosenzucker/ allezeit im Frühling vnd Herbst emmal/ das ist lieblich zugebrauchen/ vnd macht nicht viel Secies. Ich weiß/ daß dieses osst Churfürsten gebraucht haben. Ein hüpsche Purgation zu einer jeden Complexion. Gesichelte Aepffcl / ein gut Theil klein geschnitten/ laß sie mit Wasser m einem reinen Topfs sieden / vnd Mit Butter als ein Aepffelmüsichcn abgemacht / wann es gar ist / thue darem ein wenig Pulver von Saffran/ rüchre es mit emem Eyerdotter ab / so ists em liechtlich vnd süß Muhß/thue dann darem gepulverte SemSblat- ter/oder das zugerichte SeniSpulver/ so man mApote- ckenhar/ etwanemhalbQumt/ so es emschwachodec junger Mensch ist/kan er aber mehr vertragen/ so nehme er mehr als zwey Scrupel/ oder mehr / so starck du die Purgation haben willt/ oder LleAuarium ciclut.coR.o-- tarnm. Man mags zu sich nehmen/wann man will/ aber deß Abends ists am besten/ z. oder 4. Stunden vordem Abendessen / darnach isse Ri.idfteisch Blühe oder Hüner- suppedrauss. Ooer koche Zwetschken / vnd thue S misblätter in ein Tüchlem/ koehs mit den Zwerschlen/ darnach drücke die SeniSblatrer fem auß/ über die Zwetschken/ trmck die Brühe warm/vnd isse dle Zwetschken» Ein geringe Pmgation. Ein gute gewisse Purgation vor starcke ^enke/ so emer etwas böses Mi Magen hat. Nim weisse Lilienwurtzel / reibe sie gany klem mit starckc. eu- Ziegenmüch/ wmds durch ein Tüchlem/ trmck davon/ a- ber mcht zu viel/ das purg:rt sehr/ vnd n.mbt alles böse auß dem Magen / man wkd aber etwas schwach davon. Durch diese Purgation hat man auß dem Magen eines Weibes em Dmg gebracht / eines Hünereyes groß/ welches durchwurtzelt war/ wie em Haussen Adern. Viäe Iib.i8.ca^i.78. Llnia lst eme starcke Purgation / schier wie das ^nri- INONIUM, jedoch lecunciüm conlilrurioncm cor^oris j^u- inani. Die Harten Leute/wie m den Seestädten seyn/ die viel geräuchert Fleisch vnd trenge Fisch essen/müssen eine bessere voiin haben als andere. Dann man muß ihnen schier eine clracbmam geben. Das Manna purgieret auch/ vnd sonderlich die ?iruir.lm, gibt eme seme linde Purgation/ wann mans gleich gar allein eingabt. Oolis ist zwey oder drey Vntz/ manmaqs auch den klemen Kindern emgeben/doch also/ daß es nicht zu wenig sey. Dann wann zu wenig ist / so Wirds m ein I^urrimcomm verändere/ vnd thut Nichts. Purgation vor te/ söge wiß Lsula, was es sey. Holunder Beerichen/ wann ste reisssind/ dörre vnd truckne sie.Wann du purgiren wilt/zur.ibe sie un Wem/ vnd gib sie Mi zu trmckcn/ alich wol den Kmdern/ sie purgieren ohn alles wehe. Oder mm SemsblatterPulver/ so zugencht in der Apotecken ist/ allezeit/ em Qumtlem m enn warme» Trunck Pflaumenjuppe eingerühret / thue darzu drey Gerstenkörner schwer guten Orientalischen Saffran/ trmck es warm auß. D lß purgiert gar sansst ohn alle Gefahr. Oder nim Senisblätter ein halb Loth / wilst du es stärckerhaben/sonlm emQumcFenchelsamen/ em gute Messerspitze voll darzu gethan / geuß daraussgar heisse Pflaumcnsnppe / so viel/ t aß es alles wol bedeckt / decke es fast zu/ laß es über Nacht stehen/ deß Morgens laß es über e,m Kohlfewerlem gar wol heiß werden / es muß Nicht sieden / vnd drücke es fest durch ein Tuch / gantz reu, auß. Deß warme Träncklem trmck frühe Morgens auß/ erwan vmbfünssoder sechs Vhr/ vnd faste biß zu Mittage: Oder nimb es vmb drey Vhr nach Mittage/ vnd faste vier oder fünffStunden drauss / vnd iß weiche Kost drauff/ als Rmdfleischsuppe/ Hünersuppe / weich- gesottene Eyer / Butrer fett Mit Brod. Diß wircket gantz gelinde ohn alle Gefahr. Es könnens auch schwangere Weiber / Iungfrawen/ junge Tön derPestiletT "junge Knaben/auch alte Leute/so weichleibig sind / ohne alle Gefahr sicherlich brauchen. Ist es aber em srarcker Mann/ so mm ein Loth / vnd thue zween Messerspitzen voll Fenchelsaat darzu. Ists aber em Kmo von ^.Jahren/ so mm i. Quint/ vnd also fort an. Besihe hiervon auch das achtzehendc Buch'Oecono- MIX. 1)! Purga- tionso Nicht wir- ckenwill. Magen liegen haben. Purga« Wer etwas im Magen vnverdawet ligen hat/der neh- non von we Holunderwurtzel die grün ist/wasche sie rem / schabe allerley die oberste Rmde mu emem Messer ab / nim die andere zu mk- R:nde/ stosse sie klein / vnd thue em Loch in ein Tüchlem/ chen. lege es M eine Fleischbrühe / vnd lasse es darinnen erwal- len/ darnacl) drücke das Tüchlein wol m die Brüh / das die Krasst wol m die Fleischbrühe gehet / darnach trinck einen guten Trunck. Halt ein stück gebehek Brod vor den Mund / ergehe dich »vol. Will es dann mt di-irchgehen/ so gebrauch cm Zapfflein / so gehest du von stund an zu Sruel. Ein gelindes Purgier« Trancklein. Nim eme gute Messerspitze voll Zucker / für einen Silbergroschen L.liabzllz2rum vnd vor drey Pfenning Senchblatter/das zusammen m em Tüchleingerhan / m ^einhalb Nössel Wem gelegt / 'eme Nacht drinnen ligen lassen / bud darnach auffden Morgen warm außgetrun- cken. Wann eine Purgation nicht WirckenwÄ. Ncm anderthalb Quart Milch / vnd eine Hand voll weissenWeyrauch/ seudsdiehelffte ein / setze dich aussei- nenStuel / laß d:e Werme von vnten auff an dich gehen/ das thue so offt / biß die eingenommene Artzney operirtt Oder nim Pappeln/ Ibisch/ Melden Klee / Lilien / zerschneide eö / koche es mit Milch / setze deu Patienten drüber eme gute weil / laß ihn den warmen Dampfs wol vnrenauffindenLelbgehen / so wirdder Leib erweicht/ Hastu nicht Milch / so mm Regenwasser /VderFließ- wajstr. Irem/ brauch eiii lang zapfflein von Sältz / Honig/ vnd wenig Terpentin gemacht / schiebe ihm das in Mastdarm in Leib wol hinein / laß eine viertel stunde oder halbe Stunde darin bleiben/ es hilfst nechst GOtt. Es ließMem Vatter eiiiMal eme ^enerzlem?ur^ä- etliche vornehme Medtcos stellen / die rechte gute Pracnci / vnd deß Churftirsten zu Brandenburg Leib Medici waren/die wA ich hier auch setzen / obsie jemand brauchen wolt. HerUiche gtttc Pillen den ganzen ^cibzü M nigen. Ä., ?ill. cockiar. I.ucis aua jedes ein Scrupel^ Oiz^ric!. 5. Gran. cüm cle 8tZ.'c!iacle. Formiere xv. Pillulen drauß. 8. ?U!ulü: auss einmal. Eine liiM eines schwangen Weibes) die ihre 8cclLs nicht har / Vnd daß es doch der Frucht nichts schade. Pur«a- Senißblatter / die thue in ein kleili tion eines Tüchlein zugebunden / vnnd em klein wenig geflossene schwan- Nelcken/ ZenchelsaMen/ Anyß jedeseinüumt/ t.Loth gern Wet« Zücker/ kleine Rosinen 1° Loth/ thue es alles m ein neweN bes daß reinen Topss / vnd ein Nössel blancken Wem drauff goft der frucht oder eM Nössel rein fliessendes Wasser/ gegen deM Wcht Strom/ geschöpffet / laß es nnt einander die helffte ein- schadlich. kochen / vnd thue Abends vnd Morgens einen guten Trunck davon» Wer von den ?urAarionibus etwas weitlanfftigers tesmwill/ Versuchs ja Mi'licoxl»ralio mcht/ dann er ist gar machtig übel mit den Pillcnschlucken zu frieden? Sondern er lese (-alenum in libello orrear. krl^ium in 5?ecu!c> Ii!?. i.. ^>2tr. i.ca^. 7.8. ii.iz.. iz.14. LvÄlc.^eimannum li!)i'c>. cui ricu- lumkecir, rechter vnd nützlicher gebrauch/ .'c. i^-irirn 2b itiiric». ^lanlii in libello I^eäico, cis^srr. 1. Von jhren ciotikus liese die Furores so davon geschrieben/als ^arrl'.Xum <üurri^im, ^vlovra^NÄnai^z?ecrcim (-orr^TUM^. -^Ic>lincjUm > ^.Iivliäolecium VNNd andere mehr. jhre bereitung/gab vnd äoles suche m jhren Büchern/ als IM eurznäo Küliradt Distilllerbuch / Lorolli LaliUc^ z Le^uirio, ()ucrcerzno 1 ^non) mc> vnd andern mehr. ^li^ocrares lehret!ib.4.^x>l>czr.i. in welchen Kranck- heiten/vnd zu welcher Zeit man schwangere Weibe r purgieren mag. 8i mareri» rur^enr, ^rT^nanres ^uscirimetires, Lc us^ueaäle^rimummentem , lecll>zs xarcius. ^linorevervautArÄnäioiecovce^ru, adtii- Ocbis. Wanns von Nöthen thut / vnd sich die öviarcnÄ im Lei be von emer Seiten auffdie ander wirfft / viid also abgefahren/ daß sie sich an eMem vornehmen Orch / oder wolgarhmein/ m die Mutter drmgen/ vndderFrucht einen Schaden zufügen möchteSo mag man schwangere Frawen wol durch e«n Brechen oder durch den 8e- llern purgieren/ wann sie vier / fünff / sechs Monat Schwanger gewesen : Wann sie aber den siebenden / 0- der das Ende deß sechsten Mosats erreicht haben / fo muß man sie mehliger vnd weniger purgieren / dann die/ welche den vierdten / fünfften vnnd sechsten Monat erreicht haben. Dann der siebende Monat ist der Ge» burtzu nahe/ vnd die den vierdten Mong^ noch nicht erreichet haben/ die müssen sich vorsehen / daß sie nicht purgieren / dann da seyn die ^erinacula vnd IiALMLurs fcorÄs Nicht starck gnug / wie dann auchdas Kmd selber in der Miltter noch nicht so MachtiH ist / daß es solche bewegun- gendeß Vornirus öc 5eäium außstehen köndte. Drumb muß man die Weider / die den vierdten Monat noch nit erreicht haben/ nicht purgieren. Die über den sechsten Monden schwanger gewesen seyn / die muß man drumb desto weniger purgieren/ dann die letzten Monden sindder Geburt neher/ vnd die Frucht wird damals immer schwerer : Darumb kvnd« ten dar die liZZmeura knms desto leichter zerrissen werden. Das I.xm, Caxl'-t. Vom Aderlässe«. A^VOn dem übrigen Aderlässen helt 'NieojijnÄKus auch Aderlaft «V^nicht vil/ dann er lasset das Blut lieber im Leibe/ senw^ dieweil der Mensch seyn Leben davon hat : Vnd curn t ^heo- bald das Geblüt pereKcacia meclicamenra -» damit eS x,s)rastus deni Leibe keinen Schaden / sondern grossen Nutz vnd ^von frommen bringet. Doch brauchet er d'asselbige auch/ wann es hoch nöthig war / als in lib.bon offenenScha- den zu finden / !n cüra anrl^raciz vnd ^.arbuuckel / vnd in andern Capitel mehr / auch besihe seine andere Bücher/ >c. Es gehen im Aderlassen viel^xiricus mitweg / wie (Zalcnuz selber bekennet / in lib. 6e5zcnKcar. Dann die Spiritus vitales sind Mi Blut / gehet nun das Blurweg/ so gehen auch die 8s>iri:u^ virales mit weg / vnd die sind dcß Menschen Leben. Darumb halt ichs m diesem Mit dem l'Iicox'Krzlicz, vnd halte das Aderlassen vor em gefährlich vnd schädlich Ding / vnd walm mans immer vmbge- henkan/ so lasse Mans bnterwegcn/ vnd Köpfse Ueber davor ^viccnna sagte selber / cum paium ur lsn^uin iz doni, Lc mulrl mali Humores j xlllel?oro:ma !>o- ^um, 5c relin^uic mslos. Besihe ^acoli. ?ont. D.?^e- äic.äenlmislicenriolitlak^uinismltiione, !,c>clic ^lcri^uc aburunrur > zu LugdUN sxuä !?aulum kirilec» gedruckt. Ich will aber gleichwol etwaö davon schrecket / vmh Das Drim Bnch^ Ader lassen m wel< ckerZeit es gut. 5x»lnruz solmA-« verlassen weg gangen/Wider zu kommen. Aderlas- senö Nutz vnd Frommen vmb der Haußvatter willen/die jhren Leib blßweUen müssen den vnersahrnen^L^icisvertrawen / vnd bißwelkn zur Ader lassen / dannr sie dieser Sachen vmbstande auch erfahren mögen/ vnd will hier erstlich sagen» In welchem Alter einer zur Aderlässen mag. Vnter i7- Iabrensoll keiner zur Ader lassen / ein alter Mensch soll nach ?o. Iahren nicht mebr zur Ader lassen/ wann er nicht so gar sehr voller Geblüt ist Weiber die jbr IvleriKruum newlichst gehabt / oder nach haben/ sollen nicht zur Ader lassen/ dannzwo Purgatlones auff einander weren zu vil» Es wollen etliche vernehme ^ieäici, wer über 50.o- der 60» Jahr alt ist/der solle mcw mehr zur Ader lassen/ sondern v:l mehr das Wasser deß Gcblürs durch den Schweiß wegbringen: Also/mm em Faß / daszweene Henckel hat/mache ein decke drüber / die voller Löcher ist/ geuß Master drein/ wirff eineglüende Schlacke auß der Schmied essen hinein / vnd laß dir den Prodem vnten an dem Leibe hmauffgehen/biß an die Achsel/ daß du nur den Kop ffsrey hast/ so wirst» gewaltig schwitzen/daß es alles von dir treufft / vnd daß du so mat wirst / daß du schier mchtmehr stehen kaust / da muß bald em Bett darneben senn/darauff dufellest. Darnach wird dir der gantze Leib so sem leicht vnd lustig/ daßeseme lustist. Magst darnach 5zn!>ui«i8 brauchen: Als lege dürre LllÄ- ms.-är)sn (kleine Batengel) msTrincken/ vnd trmek davon : Item/koche?o!xi?o6ium (Engelsüsse) Zc^diosen, kumznam oder Ehrenvreiß/ vnd y- QuiM w Bier vnd trinekdavon. W-ltu auch vor dem Bade überzogene Pimpmel- lam/ elnha!b QulNt/oder cm O.ulNtMlthridat in tumzriT solvnec einnehmen / das machet auchwol schwi- yen/vnd reiniget das Geblüt gewaltig. Doch Haltens die ^leciici also I. Geben sie ein I^zxariv 2., ein ?urAArionem 5an?ÄiQ!8)!!. lassen sie zur Ader demPatienten/ vnd lassen WM etwcui lliiVützen weggehen .4 .gebensieihmcOQ» torianrlÄ oder' starckung. Darnach merck weiter / wer über viertzig Jahr ist/ der soll die Haupt-Ader nicht lassen / es were dann grosse Noth vorhanden. Nach so.Iahren laß die Medmn auch Nicht mehr. Wer 6 o.Jahr ist/der soll/ wie letzt gemeldet/ nicht mehr lassen/ sondern das Geblüt / als emen Schatz deß Lebens behalten« Weil n::n die 5j ?>'r ,'ru5 so schr weggehen im Ader, lassen/ wie bekömpt man dann andere 5p!riru8. Man soll Weln trincken nach der Aderlasse / r ah ten die ^eäiclz der gibt schnelle 8^ir>ni8 wieder / die Speise aber nicht so schnellt. Darumb soll die Speise nach dem Aderlassen also beschaffen seyn / daß man sie leicht dawen kau/ vnd vil Bluts machen^/ als gesottene dünne Eyer/ ein gekocht oder gebraten lung Hümchen/gebratuiö vom Lammiehen/ Kelbichen/ gnte Schmerlen / Hechtlem/ Barschen/ :c. Man muß aber nicht zu vllWein trmcken dann da ist die dawliche Krafft geschwachet. Was Hat man dann vor Nny vnv frommen vom Aderlassen. Da sagen die^leclici es erklare das Gesicht / diene dem Gehirn/ saubere vnd reinige die innerliche Glieder / sey gut vor das Brecheu vnd den Bauchfluß / gebe fem reine ^smnen/ reinige das GedachtniS/Gehöre/Ge- ruch/Geschmack/zc. Mache daß einer wol schlaffe/ mache ein frisch fröltch Gemüte / bringe eme gute stimme / vnd vernewere alle Kraffte deß Leibes / wie diese Verß 8cl>o- IT ^alerriirzllX lauten» Oenus le^renus vix pl>Icborc»mum pecir aunuz, 8^iricu8 uberior^ue exir per?klclzoromizm. 5piliru8ex poru vini mox mulri^>lic^rur, I^umorumc^ue cil?o clamnum lenre repararur. I-unviriZ clslilicar, lincersr?l^!ebc>romiz. I^learcl^ue öc cerebrum, csIiclÄ8facir eisemeäuIlä8» Viscera pur^abic liomsc^um vcnrrem^uc coercer. I'uroz 6sr leulu8, äzc somnum, r-eäia rollic. ^uclicu8, vocem^ vkre8, proäucir Sc -iUAer. Ader las« senm welchem Mo^ natvnd Zeichen es gut» Melche Küche zur Ader lassen sollen. Zärtliche müssige Leute / die nicht viel zu thun ha« 2lderlas« ben/viidjmmer stillesitzen/leibichte Leute/die vielFleisch joll vnd Geblüts haben/ vnd solche Speisen/ vndTr'.ncken uimtem brauchen/ die v.l Geblüts machen/Melancholische Leurc/ ^ die viel Melaucholey bey sich habe» / die sollen alle zur brauchen- Ader lassen / die MelanchoUci sollen auch zuvor purgieren Item / welche Leute bald vnd schnell eme Hitze ankommet/ oder überläufst/ vnd sich dieselbige emer ergies- sung der Feuchtigkeiten befahren müssen/ darumb / daß sichdie Feuchtigkeiten bey jhnen überhauffet haben / die sollen auch zur Ader lassen/ aber doch nicht ehe/ dann wan ein natürlicher Schweiß vorher gangen ist,' ' - Die HanAuiuei, vnd die einer stareken Natur seyn/ mögen auch wol zur Ader lassen / sonderlich die viel Sauffens treiben- In Kranckhett aber die / so viel vnd grosse Hitze haben / vnd auch anderer Vrsachenhaäbm wehr. Das I-XIV. Capitel. Au welcher Zeit / vnd in welchem Monat/ vnd m welchem Zeichen man zur Ader lassen soll. »AnneineguteeollüeUarion amHimmel ist: Diß ^kan man auß den Calendern haben/ allein man muß auch LalcizcZzria haben / die rechte gute Klzlk?marici gemacht vnd geschrieben haben. In Nothfall aber darff man auff keme gewisse Zeit sehen / damag man lassen/ wann man will/ es sey am Himmel klar oder trübe. Solisten soll man an klaren Tagen lasten / vnnd ist am besten IM ^pri! vnd ^lajo, sonderlich wann die Rosen Blühen/ vnd un September. Aber im April vnd Majo/ soll man die Leberader lassen / dann da vermehret sich has Geblüt im Menschen zum meisten. Etliche kleäici wollen die Miltz-Ader/weil im vergangenen Winter viel Melancholisch vnd schleimig Geblüt gesamlet sey. Im Sommer vermehret sich die Lilis, nemlich die Kava biÜ8 oder Lliolera in der G«ll» Im September soll man die Miltz-Ader vmb der Melancholey willen lassen/die sich im Herbst un Menschen sehr vermehret. Andere wollen die Leber-Ader / weil die Galle sich sehr durch die hitzige Zeit deß vergangenen Sommers ge« hauffet. Im Winter vcrmchret sich dieoder ruira. Darnach mereke weiter in spccic, du solt zu keinen Gliede den Balbierer nur der Flttten kommen lasten/welches eben zur selben Znr der Monde Menhat / besitzet/ oderdurchiauffet, Hieher magman das Bild setzen / eines Mannes/ darinnen angezeigt wird / ;n welchen Zeichen vnd m welchen Gu sollen nach dem vollen Monden lassen. Nachdem letzten Viertel aber Men lassen wol betagte Leute vnd klelsuckolici. Imuewen Monden/nachdem Verß : I^uns vccus vererb, juvenes QVVZ luna repurAgt,einen Tag oder drey oder zweene vor dem Vollmonden/ vnd nach dem newen Monden / wann man will. Wie man nach den ^iumoribus lassen M. 'Eiter mercke/ In fewrigen Zeichen ist gut lassen/ ^den?KIevmarici8:al6 im Widder/Stembock/aber Nichr unLöweu/ daiin da istdurchauß nicht gut lassenden ^lelaocKoliciSi als in der Wage/ Wassermann/ aber Nit m dem letzten 17.GradderWaa.ge: Inwässerichenden «Lkolericis. als sonderlich im Krebs vnd Fischen/aber in den zwischen Zeichen ists Nicht gut. IteM wann einer iang krauck gelegen/vnd dteKrafftc sehr geschwächt seyn/ so soll man nicht balde wider zur Ader lassen / biß die Kraffre wider ein wenig zunehmen: Es wäre dann/ daß viel böse Geblüt im Leibe wäre. Wannder Leib sehr mit Essen vnd Trincken gefüllet vnd beschweret ist/ so sok man auch nichr Aderlassen. Nüchtern ists am besten. Wer einen schwachen Magen hat/ vnd tvem vor Esten vnd Trmckengrawer/ oder sich gebrochen/ oder erzürnet/ 0- der sehr verwachet/ dem istAderlasten auch Nicht gut / so wol auch wann em Weib schwanger ist / oder jhr mcn- Äruum, vnd ein Mann seine l^lnorrkoic^ hat / so soll mans auch bleiben lasten / es wäre dann / daß Man das drumb liesse / daß man das Geblüt andere wohin gewöhnen wolte: So ists auch denen verbotten / die viel «ru^irÄre5 kumorum bey sich haben.In priMis vil8>das ist im Magen/ Gedärm/ ieber/ Miltz/ die soll man erstlich wol purgieren vnd reinigen. Auffdre Lufft soll man auch Achtunghaben/ als daß man nicht lasset/ wanndleLussr kalt oder warm oder zu trübe ist / wie man dann auch nach gelassener Ader m dieTufft nicht gehen soll/ wann ste trüb VUd finster ist. Zu morbis acuri8 vnd ^eracuris, die mit grosser Gewalt einen ankommen / vnd bald un Ansang einem hart zusetzen/ daß einen;düncket daß er sterben muß / vnd mancher auch den VierdteN Tag kaum erreichen kan/soll Man balde zurAder lassen/daß em theil der bösen Materien balde weg kommet / vnd die andere darnach desto leichter kan überwunden werden von der Natur. Sonsten aber soll man un Anfang der Kranck- heitenNicht lassen / dann die Aderlasse beweget die Humores , vnd macht sie subtil /daß sie sich von einander geben/ vnd vber den gantzen Leib vmbher fliehen/ vnd sich Mit dem guten Geblüt vermengen. Eswaredann/ daß etwa« erolixu5, poruL replecio öc e5cX. .^l 5ra?ill8, vel lubrüi8 leasu8liomacbi lic. Rl ribi voa lum xkleborsmso^i» An welchen Gliedern deß Leibs/ vnd zk welcher Zeit man zur Ader lassen soll. Im Lentzen oder Sommer/ soll Man auss der rechten Aderlaß- Se iten deß Leibes zur Ader lassen / nämlich an der rech- sen zu tenHand/ Arm oder Schenckel. Wer aber von Natur welcher ein^clsnctiolicuz ist/odertieffsimuger/trawrlger/oder Zeit/ vnd stiller Mensch / der lasse jhm die Miltz Ader schlagen/ anwelchen rveil er im Winter viel verbrandte Mvartze Galle ge- Modern» samblet / vnd dickschwartze Geblüt / oder an der Miltz den vergangenen Winter kranck gelegen / oder das vier- tagliche Lieber gehabt/ den Winter über/oder noch hat/ oder den Schorbock. Aber im Herbst vnd Winter auss der lincken Seite / vnd am lmcken Arm / Hand oder ^schenckel> Dann im Lentzen vermehret sich das Blut/ im Sommerdie LKolers. Drumb muß man im Lentzen vnd Sommer die Adern auff der rechten Seiten lassen/ mwelchen vorig Blut vndLkolcraist/ vnddas sind die Adern auff der rechtenSeiten/vnd dle ieber/ die alles Geblüt macht/ vnd die Galle/ communereceprscululn 'L^oler^. Aber im Herbst vermehret sichdie ^elzvcko- lis, die sich auch un Wmter Häusset / vnd mcl)t r^fol vie- ret : Drumb muß manun Herbst vnd Winter dieAdern lassen / inwelchendie Ivlelauclicilla zum meisten regieret. Vnd das sind die Adern der lmcken Seiten/ da auch die Miltz ist/ als das gcmetneKcccprÄculllm Klelüncko- : Wo aber emer vor Natur ein ekc>lericu8 vnd wäre/ oder sonst eine sehr hrtzige Leber hat/ oder auch sonst un Sommer an hitziger Kranckheit oder Fieber darmder gelegen / dem ist besser im September auff dem rechten Arm oder d^An muß nichtforchtsam seyn / dann dadurch kau ei- ^/^nem leicht eine Ohnmacht ankommen / oder etwas anders widerfahren. Essalben auch etliche tue Armen zuvor/ daß ihnen der Schlag Nicht soll wehe thun. Man soll einen erfahrnen Balbierer zu sich fordern/ der mit nach zu der Ader reci>r weiß vmbzugehen / vnd der soll reme Fli- Ader» 5en haben/ daß einem die Ader nicht schwieret. Ist derenr- Wegen zu ermähnen/ daß er reinen Zeug brauche. Er soll auch mchrstarck schlagen/ wie etliche thun/ sodaschla gen / als waunsie einem Pferd zurAder liessen/ daß sie einem wol die Ader durchschlagen möchten. Sondern sie sollen sie sem weichlich hinein drücken / vnd lieber zu mehlichdann zu starckschlagen» Es liesse mem Vatter etmnal die Leber-?lder am 7lrm/ vnd hielte dem Balbierer neun Schläge auß° Dessen verwunderte sichThurneifser der dabey war/ zum höchsten / dann seine Adern lagen tiess / vnd waren mcbc leicht zu treffen / Thurneisser verwunderte sich hart drüber / daß er jhm so lang außsitzenkundc / vnd sagte zum Balbieter / der voc^or muß ein harter Mann seyn / wann du mir es thast / ich wolre dir mcht so lang gesessen haben/ du sollest lang die Hand im Angesicht haben/ har tcst du mich mcht getroffen/ so wolre ich dich gerroffcn haben. Mein Varter antwortet / weil er sahe/ daß dem guren Manne bang ward/ vnd sehr schwitzet/ daswie- derfahret dem guren Manne alleme nicht / es ist wol andern Mehr widerfahren/drumb will nur keiner gerne zur Ader lassen. Thurneiser sagte weiter/er solte jhm sie auff der rechten Hand beym kleinen Finger lassen: Der Var» ter hielt ihm wider neun Schlage/ vnd rraffsie gleichwol uicht. Nun Muß ich bekennen/ sagte Thurneisser/ daß ich meM Leberlang keinen so harten Mann gesehen hab/ vnd nahm selber die Flut m die Hand/ vnd satzre sie jhm selber ?;S Das Brirl« Buch/ selber auff/ vnd Ueß seiner kleinen Jungen emen herem kommen / der jhm Kohlen zutrng / der muste schlahen/ vnd traffsie tapsser / daß das Mut m die Höhe sprang/ er muste sie fluck u; ein warm Wasser m einem Becken stecken. Diß sage ich zu dem Ende / daß man zu 'Aderlässen einen guten vnd bewahrten Meister erfordern soll/ wie zwar dieser auch war/der zuvor etlichen Personen gelassen/ vnd sie alle wol getroffen hatte / aber über meinem Vatter ward >hm bald bang / klagte bald vber seine Adern/ehe er sie schlug. Fette Leute / denen dieAderntieffligen/ sollen die A- der/ die sie lassen wollen / beym Fewer warmen vnd streichen/ so thut sich die Ader Herfür/ daß man sie besser sehen vnd treffen tan. Darnach soll er auch einen Tag oder vier zuvor baden / als wann sich emer befahret / daß er dicke Feuchtigkeit bey sich hat/ dieselbige zutreibet das Bad/ sonderlich wann man vor dem Bade ein wenig sceroll ilmjzüciz i Essig Syrup braucht / dessen kanstu in der A- poteckvor zween Dreyerein Loth haben. Drumb pflege» auch die Balbierer vor dem Schlage den Arm zu reiben/ daß dieselbige dicke Feuchtigkeiten zertrieben werden/ vnd hernach die Ader desto besser gehen mag. Auch soll man vor dem lassen em wenig m der Stuben herumb spatzieren/wie dann auch nach dem Aderlassen/damit dieselbige dicke Feuchtigkeit vor dem Aderlassen / zum Auß- gang/ vnd die andern/ so nach dem Aderlassen noch drinnen bleiben/auch rcsolvirt werden. Alte vnd Es soll auch der Balbierer im schlahen nicht zu ein junge Leu- groß wert Loch machen / damit nicht zu viel hirirus te sollen hinweg gehen / vnd muß doch auch das Loch Nicht zu eng mchtviel sey»/ damit das dicke Geblüt heraußkan. Hiervon lese Blut weg man ca^i. 19 0. ^oll auch Nicht zu tieff lassen. hawen/damtt er nicht eme arcenzm oder Sehne verletze/ vnd den Patienten bekümmere/ oder gar vmbbrmge/ ezä.ZcKola cap. I Öl. Alte vnd junge Leute sollen Nicht zu vielGcblütsweg lassen/ dann junge Leutebedörffenjhr Blut zur Nahrung vnd ^uolnenrarion; In den Alten aber sind die Krasstezu schwach / vnd wann denen das Blut entgehet / so entgehet ihnen auch viel Warme/ darauff erfolget m jhnen viel , das bringet hernach m jhnen vielKranckheiten / als den Schlag / Gicht vnd Lahme / schwere Kranckheit/ vnd dergleichen. Aber mittelmassige Leute/ die vor dreissig Iahren btßin dasfünfftz'.gstalc sind/ mögen zunlich viel Bluts weg lassen. Im Lentzen mag man doppelt so viel Bluts weg lassen / als sonsten m den andern Zeiten deß Jahrs nur einfach/ dann im Lentzen mmpr das Blut im Menschen zum nechsten überHand. Drumb muß es em böse Ding seyn Mit den Italis vnd Gallis/so die Ader mit einem Federmesserlein auffritzen oder stechen / doch höre ich daß sie es artig vnd gewiß/ darzu geschwind machen können / wie jetzo auch bey vornehmen Fürsten m Teutschland/ solche junge Meister gefunden werden/ die es in vorerwehnten Landen gelemet/ vndtelicirerebensowol xraÄicireN. Bälde nach der Aderlasse soll man sich ein wenig bewegen/ vnd darnach em gutes Süplem essen/ vnd ein paar weiche Eyer/ em gekocht oder gebraten Hünlein/ o- der Kalbfleisch/ vnd emen guten alten Rheinischen firnen Wem/ odereinen rothen Wem trincken/ der machtgut Geblüt/ vnd soll sich femfrölich vnd gurer Dmgema-- chen/ daß die spiriruz wider auffgemuntert werden / vnd wol zusehen / daß die verbundene Ader nicht balde wider auffsprmge: Dann darbey ist grosse Gefahr/ drumb soll man den Arm in emem Bande tragen. Doch soll man sich den ersten Tag nn Essen vnd Trincken massig halten/ vnd die Adern nicht stracks wider voll Sauffen. Den andern Tag mag man etwas mehr essen: Den vierdten Tag grosser Arbeit sich noch enthalten / am fünfften sich wider üben/ am sechsten baden. Man soll sich auch hüten vor Kase vnd Milchspeise/ vnd vor übrigem Trmcken / vor kalter trüber Lufft /vor aller Speiß vnd Tranck die da kühlen / vnd vor übriger Bewegung / vnd vor Erbes vnd Schwemenfieisch/ den ersten Tag nach der Aderlasse soll man nicht viel essen/ vnd sich vor Fischen hüten / daß man ja m sechs Stunden/oder vor Abends nicht schlaffe/ob ememgleichderSchlaffsehr zuhänget Das l.XVl. Capitel. Vas richt« di« Aderlass« b«ym Mnschm auß / oder was hat man vor Nutz vnd Frommen vom Aderlassen. ^Xliilarzr rrilies, irsros smanres linr äcmenres, tacir. Sagt die 8c^c»Ia8aIcruirsllÄiwer zuvor em trauriger gewesen ist/der wird feinfrölich/wer zuvor em zorniger Lkolcricus gewesen/ der wird fem sansstMÜthig / wann die klclaackolia vnd weg ist. Wer zuvor lieb gehabt/ der wird nicht vollend zum Thoren/ wiesonstendiepflegen zuthun/ die sich Nicht zahmen können / sie lassen den Lobben lauffen. Omnis amor ccvcus , non eli srlzirer X^uus. (^uil^uisamarrauain, ranam eile Oiaoam, Lc äctorrne xecus, x>urac clle äecus^ Wann man aber zur Ader gelassen hat / so seyn die närrischen 8pirirusauß dem Kopffmehrentheilsherauß/ vnd kommen klügere an die statt. Besihe droben das 6 6- "Cap.dieses Buchs. Basl.xvu.CaMl. Was einen zum Aderlassen bewegen soll. -Rstlich / daß man deß übrigen Geblüts auß dem 'Leibe loß werde. Darnach wann einem eine Kranckheit zuhänget/die von übrigem Geblüt hcnühret. Vors dritte / wannemer m emeh^ige Kranckheit bereits gefallen ist/die von bösem Geblüt/od^r andern bösen Feuchtigkeiten/ mgrossen Schmertzen der Kranckheiten herkommet/ als etliche kckres seyn / das krummen oder kratzen/gar hitzige vnd brenneiide Geschwür/^. Drumb sehen etliche Balbirer fieisslg nach dem Blut weil es laufft/ vnd lassens lauffen / weil schwartz Blut kömpt : Wann aber das rothe kömpt / so bmdensie erst zu. Dann es kan sich wol zutragen / daß das gantze Blut böse vnd schwartz ist/ so müste man wol sterben/ ehe dann sich roth Blut fünde. DruMb soll man sich m diesem Fall wol vorsehen/ daß man Nicht zu viel Bluts weg lasse. Ich Habs von Thurneissern gesehen / daß jhm / der memalen mir eine Ader schlahen liesse/ sondern allezeit zwo/ vnd liesseviel Bluts weglauffen / darüber ich m:ch offtmalen zum höchsten cntsatzte/vnd wunderre mich/daß er leben kondt/ da er doch em guter Theophi astmer war: Vnd trunck darnach zunlich vielgurer Schweißer Wem/den er allezeit in zunlicher grosse, cop.a in seinem Keller hatte. Besihe deß Laleui Büchlem äscuiancilrarione xel laa^m- Qis mi/lloliem. Borsvierdte/ daß man die Kumorezan andere Oerter ziehe vnd gewehne. Als in rercllrivllc'menliruorum Lc tiTlnon^oicloruln soll man die an Knöcheln an Füssen iNwarrs/ circa m^Ueolos lassen/ in nimio üu- xu meuiiruoiumz die L^lilicam 1 auff den rechten Arm. Vorsfünffte / daßman ein Theil der bösen Materien weg lasse / daß die Natur das andere Theil derselbigM bösen Materien überwinden kan. Drumb muß auch der Balbierer die Ader vor dem Schlage mit ememwüllen Sahlband binden/ daß er die auffahrende Ader desto besser sehen kan / vnd det Blutlauff nicht zu sehr hernach dringet. Wann man die Banmwolle/ so auffs Loch gelegt wird/ zuvor m Wem tuncket/ vnd em wenig Wems vmb das Loch auff den Arm geust/ so heilers desto ehe / vnd schwreret nicht. Etliche legen em Btßlein gemein Saltz darauff/ vnd ein doppelt Tüchlem oben drauff/ vnd bmden es also zu. Es wollen auch etliche Doctores/man soll nüchtern lassen/ etwan vmb Seigersneune/ andere wol» lenes sey besser/ man schlucke zuvorein weichgesottett Ey auß / vnd trincke einen Trunck Wein drauff/ vnd las- sedarauffbalde zur Ader/ so gehet die Ader desto besser» Ss Aderlassen was es beym menschen auß- richte. Aderlas- sensVr- sach was einen darzu bewegen soll. iliii An welchen man lassen soll/ vnd m welchen Fällen. Von der PestilenkZ So that auch einer nicht gar übel/ warn er einen Tag Vor der Aderlasse lax^rivum zu sich NehMe/llve Generale, tivL Hiccislc; Lclieraie,als rolati l^xarivi ua- cias c^u^cuor, (daslaxnr vumj Lc inreliina , die Humores> die da ligen in ven.5 ^i^lcraictS > dle füyrets Mit auß / daß sie nur weggehen. Sonst ziehen sie darnach dle venz- zu sich/ vnd wird übel arger/ man mag/ sv man was starckerpurgieren will/ darinnen lel'olvireNj eme halhe OlÄc^inani jullulsrum Kl^^Izarlzzri, das purgiert : Doch muß ich das darneben sagen/ daß^co- pkrztin.z gar nichts halt von den vorhergehenden ?u'.^a. rioliikus: Dann was purgiert man/ stricht er/ dann den Roth ? Drumb will er / man soll ohne vorgehende Pur- gation lassen/ sonst schwächet man nur den Le:b m:t der Purgatton/ verstehet also starcke Purgattones / die wir allhler Nicht loben / sondern von gelinden I^x^nven reden wir/ wenns aber zu dicke wm'de/ so Möchte mans also machen: Nun purgierend Rosensafft 6. Loth/ Flachsset- denwasser 4. Loth/rhuedarzu t^ecierum anderthalb Scrupel/ Saffian;. Gran/ 8piri?us5u!^4. Tropffen/vermische es vnteremander. Oder Nimb Lxcra- Ai K.Iizbarb.iri i« halb Ottint M 9. Pillen formnc^ die fchlincke hinab mit dem 8^ru^o vi die man sonst die Haupt Ader herst/ vnd wird gelassen / wann man groß Hauptwehe hat/ un gan- tzenoder halben Haupr; Item wann emer imKopffver- rucket vnd vnsinmg wird. Man nennet sie sonsten auch kumerzlem, daß sie oben auffder Achsel ihren Vrsprung hat / vnd von dannen ge- gendte lincken Seite deß Armes herunter gehet/vnd eva- cuirer diese Ader alles was über dem Halß ist i Hiervon haben die Alten diese Rennet Hör was ich dich will lehren meh/ Wann drr das Haupt thutfornen weh> Alsdann man auff dem Daumen lat/ Nnd so dirs weh dahmden that. Dann ist die Laß Nicht gar ve.lohrn/ So sie geschieht hmder den Ohn;. Bey der Lassung eepKaUc« ist keme Gefahr/ dann es den will/ so hang drc Hand vnter sich/ vnd schüttel sie/ damit das Blut hernach schiesse / vnd laß es alsdann im Namen Gottes bmden vnd schlahen / vnd setze die Hand Wider ms warme Wasser/ vnd laß sie wol gehen / je mehr je besser/so lang du es erleiden kaust.Wan sie zugebunden ist/so hange die Hand mct> vnter si^)/so'idern leg" sie biß- weilen auffden Kopsf/oderfo.nL ausfdie Brust. Hievon haben die Alten diese Reimen von deß Mutzes vnd Lun- genweh.'gemacht: Wann dich das Weh fast hart bezwung/ An deinem Miltz vnd auch der Lung. So sollt» dir dann lassen fem/ Bey demeM kleinen Fmgerlem. Basilica Die Laliuca ist seh. gefährlich zu lassen/ dann vttter »stfthr qes jhr ligt e.ne Puißader / vnd neb^nchr ein Flachsader vnd fahrlich eme Mauß. Darumb soll enr erfahrner Barbier oder zu schla- «L^iruiZuslcise zudrückeii Mitdem8cuIx>Lll<)i vnd Nicht hen. zu harr/e och al-o/daß .r sie treffe vnd rechlmässlg wunde. Die dritte ist I^eälaua, die Mediän: Die heisst darumb also / dieweil sie von der LeptiÄlica vnd 6 vnd ist zwischen den letzten zweyen Fingern / dem Ringfinger vnd Qhrenfinger anzutreffen/ doch dem Ohrensinger zum nahesten.Die pfleget man auff der rech- tcnHan.d zu lassen/wanndre Leber versropffet isr.Aufder lmcken Hand aber/wann die Mätze verstopffetist.Wann man diese Ader lassen will/ muß man die Hand auch zuvor also m warm Wasser legen/ weus sonst erne kleme Ader ist/ die man Nicht leichtlich finden kan. Wannmatt aber das thut/ so wird die Ader grosser vnd dicker/ das grobe dicke Blut wird in der Ader auch subtiler / vnd hep lec das Löchlem in der Ader Nicht so schnelle Zu. Sre :st Nicht gefährlich zu lassen / ob sie wol eme subtile Ader ist. Die fünffte ist ^Xl1l3n->,dce AchselAder/ligt vnter der Lzlrlica, die halt man der kakll'cX gleich« Die sechste hctst kunis brückn > ligt über der Le^l^zli- eazdic halt mau der gleich. Vor die Bräune / Zahl-wehe vnd Hauptfluß. Darnachsoseynauchetliche'AdernvnrerdenZungen/ Bor die die man vor die Braune vnd das Zahnwehe pflegt zu las- Braune/ sen/ dochnicht ehe/ dann wann zuvor dic O^alicit ge- Zahnwehs lassen ist / davon die Alten diese keimen g'.macyt: vnd Aun Wehetagen der Zähne/Merck wol/ Haupt-« Wnter der Zungenma>- lassm soll. fiüß. Damit der Schnre. tz dir werd gestillt/ So du nur anders folgen willt. Vnter der Zungen der Aden zwo/ Machende Zahn wd Bttdi. f.oh. Ff Deß Das Dritte Buch/ Brust- enae. Vor die Braune/ Aussatz/ geschwulst der backen Zähnwehe vnd Kehlen. Seltenwehe. Häuptw«- he vnd tobende Ge- birn. ^Zcmicra- nia langwehrend Hauptwehe. Augen- fiuß vnd Ge- schwär. Ohren- singen. Deß Hauptfluß weh der Keelen dein / Durch diese Laß zu vertreiben seyn. Für Enge ver Brust- Ist dir zu eng vmb deine Brust/ So ist d,r lassen mchr vmbsust. Zur Adern an demArmb^andt/ Vnd ist dte Mediangenandt. Für die Bräune/ Aussah/ Geschwulst/ der Ba, cken/Zähne/ Kehlen/ ic. Auch seyn andere am Halse / tue soll man lassen i.n Anfang deß Aussatzes / der Braune/ schweren Athem/ Heiserkeit/ Geschwulst der Lungen / vnd m Beschwerungen deß Miltzes/ und der Seiten/ merck diese Reime der Alten : Es sind am Halß der Adern zwo/ Vertreiben die Geschwulst alldo. An Backen vnd der Zahne dem/ Geschwär der Keelen / wo sie seyn. Für Seilenwehe. Empfindest du noch weiter meh/ Daß dir thaten die Seiten weh. So laß am Rücken wie ich sag/ Vberden Lenden es helffenmag. Für das tobende Hirn/ vnd Häuplwche Mitten an der Stirn isteme'Ader/ die soll man lassen mallen Kranckheiten deß Angesichts/ als m5IoipKcÄ, oder Befleckung der Haut/ wann emer Flecken im Angesicht hat/ oder sonst schorbichr ist > Item/ im Augenwehe vnd Hauptwehe/ darvonauch die Alten diese Reunegemacht haben für das tobende Hirn vnd Hauprwehe. Run laß die Adern an der Stirn / Zum Hauprwehe vnd tobenden Hirn, Dergleichen wann du sorgen thatst/ Daß du den Aussatz an dir harst. (Man muß aber die zuvor lassen.) Für die ^iermicramam vnd langwehrend Hauprwehe. Es seyn auch Adern m dem Schlasshmter den Ohren/ die last man m ttcmicrsnia vnd langwehrigen Haupt- wehe/ dienennetl^ipx'oci^ce8vnd ^vicenna ^uvenllcs. darumb daß ste einen Menschen vnfruchtbar machen/ wann sie gelassen werden / davon sind diese Renne / für das Ohrenwehe / vnd Thränen der Augen. Drey Adern hmtern Ohren stahn/ Zn lassen ich dich trewlich mahn. Sie lautern dir das Antlitz dein/ Vnd wenden auch die Ohren Pein» Auch nehmen sie das Thränen hin/ Wie ich dann vnterricheetbm. Sie sind auch der Gedächtnis gut/ Vnd was wehe deiner Keelen thut» Wer hitzig auch von Natur wär/ Vnd wer da hat em Athem schwer. Vnd vmb das Hertz möcht Enge hatt/ Die sollen diese Ader lahn. Für den Fluß vnd Schwer der Augen- Die Adern an dem Schlaffe dem/ Zu beyden Seiten/ wie sie seyn. Es sind zwo zu den Augen gut / Vnd für den Fluß dergleichen es thut. Zum schwern der Augen/ vnd das Hauptweh/ Nun höre/wie es noch weiter geh. Die Ader/ die man findet stahn/ In dem Augenwmckel / soll Man lahn. Für 'Augenweh/ das sie bericht/ So es fürsichtiglich geschieht. Doch wann man die Adern m den Augenwinckeln oben gegen die Stirn lassen will/ muß zuvor die cexkalica gelassen werden. Diese Adern am Schlaff können nicht wol gelassen werden/wegen der Arterien oder Luflt Adern/ die darunter ligen / oder es müste fürsichtiglich damit vmbgegan- gen werden. Für das singen der Ohren. Wann dir singen die Ohren dein/ So findest du drinn zwey Aederlein/ Die magst du lassen zu der Stund/ Den Tauben sind sie auch gesund. Die liederlich vergessen viel/ Denselben ichs auch rathen will. Taubig« kett vnd HtriMß. Hertzens Geschwulst. Bälde im Anfang soll das geschehen/ Für den Grind deß Haupts/ vnd Geschwulst deß Antlitzes. Auch ist auff der Nasen eine Ader/die man last/ wann Grind deß man das Haupt vnd die Augen rem haben will. Allem Haupts/ hier muß man mercken / wann man diese zwo Adern / als vnd Ge- die Stirn vud Nasen Aderlässen will/ somuß man emem schwulst den Halß mit einem Tuch so hart zubinden/daß jhm das deß Ant» Angesicht gar aufflausst vnd dicke wird/ daß man die A- litzeö. dem desto besser sehen vnd treffen kan. Auch sind Adern an den Lefftzen deß Mundes / die pfleget man zu erössuen/wann man Schäden amMunde vnd Zahnfleisch hat / als un Schörbock deß Mundes: Doch muß zuvor die gelassen werden. Merck hier diese alte Reim: Auff der Nasen derAdern.ein/ Macht dir das Haupt vnd ^asen rein. Zwo an der Lefitzen m dem Mund/ Für Geschwulst deß Antlitz sind gesund. Vnd so du am Haupt grindichtblst/ Dadurch dir auch zu helffen ist. Fürdte Taublgkett vnd Hirnfluß» Die Adern hinden an dem Haupt/ Sind dir zulassen auch erlaubt. Auff daß die Taubheit von dir weich/ Deß Haupts vnd Hirnesfluß Vergleich. Mich will auch düncken es sey gut/ Wannmanzu Zeiten schrepffenrhut. Für Geschwulst deß HerM6° Vnter dem Kmn em Ader staht/ Für Geschwulst deß Hertzens man sie lat. Der Backen/ Naßlöcher/Eissen/ Dieselben ich auffthunhelsscn. Dergleichen Adern findt ich mehen/ Fürs Hauptweh an den Armen stehen/ Vnd zwo an Schultern auch dabey/ Am Rücken zwo / nun sag ich frey. Der Augenflnß/ darzu demFell/ Den beyden sind sie nutz vndhell. Für deß Herzens vnd Magenswehe- Magen- Du findest auch noch weiter stahn/ wehe. Am Arm/ ein Ader heist Mediän. Den Magen dem/vnd auch das Hertz/ Erfrischen sie ohn allen Schertz. Die Ripp/ vnd auch die Seiten dem/ Darzu die iung erweitern fein. D rumb wird sie auch L oräisca genandt / Nicht daß sie vom Hertzen entspringe/ wie sich etliche düncken lassen/ sondern daß ihre Eröffnung dem Hertzen dienstlich ist. Für den Krampst vnd das Krimmen. Krampff Zwo Adern am Ellenbogen stahn/ Wer es bedarff/ der soll sie lahn. Zum Hertzen / Lung vnd Athemfein/ Krampff oder Krimmen im Leibe dem. Für das Miliz/Leber/ vnd Zittern der Hände. Miltz/!e- Auch findt man noch der Adern zwo/ der / vnd Zur Leberndie laßalso. zitternder An jeglichem Armen em/ Hände. Diefttbigen gelassen rem. Für Miltz/vnd auch der Leber wehe/ Der Seiten / Rippen/ vnd versteh. Das eng der Brust/ zittern der Hand/ Damtt der NasenBluc auch wend. Für Geschwulst vnd Bleiche deßAntliyeS. Zwo Adern m der rechten Seit/ Du lassen solt zu seiner Zeit. Wann sich die Seucht vnd Bleiche regt/ Am Antlitz vnd Augenbewegt. Zwischen dem Zeiger vnd dem Daum/ Zum Haupt ich rath/ bey Zeiten räum. Doch für den Ritten vnd die Galt/ Die überfieust man lassen soll. Zwischen dem kleinen Fmgerlem/ Vnd dein andern/ die Ader dein. Für das Zahnwehe. ZahnwA Hmden im Rachen deß Menschen in talaro sind vier Adern/wer dieselben eröffnen last/ wann jhm ein Fluß in die Zahnwehe fallt/ vnd jhm allda in den Zahnen grosse Schmertzen erreget/ so bekommet er bald Losung. Fük vnd krimmen. Antlitzeö Bleiche vnd Geschwulst. Won Aderlässen» Bluts vnd Blatternfluß. Für geschwollene Bem vnd Füsie. Wassersucht vnd geschwulst deß Lei- Für Geschwulst deß Magens vnd Rittenwche. Zwo Ädern an den Händen stahn/ geschwulst Für Hertzen wehe soll ntan sie lahn. vndRtt- Vnd wer Vnlust zu essen hat/ tenwehe° Auch den der Rttten schütten that. Für Geschwulst auch Wehe deß Magens dein/ Darnachwill lchdich lehrenfem/ Wle das dle oberste an der Recht/ Die nahe steht bey dem Gemächt. Fürn Krampst / Geschwulst das Grien vnd Stein/ Für Bauchgeschwulst man löst sie rem» Für deß Bims, vnd Blattern Fluß. Die Adern nahe beym Hindern dem/ Für Blutes Fluß zu lassen seyn. Deß Leibes/ der Blattern/ ws sie stahn. Durch diese Laß dir bald verzahn. Blattern seyn dle Blasen in der Menschen Leibe» Für geschwollene Füsse vnd Beine. Zwo Adern an den Knyen sind/ Die ich zu lassen nütz befind. Für Elfen/ Geschwulst der Fuß vnd Bein Dadurchwerden schön vnd rein. (Elssen/ sind Geschwer.) Mr Wassersucht vnd Geschwulstdeß Leibes» Am Schienbein sind der Adern zwo/ Die soll man lassen merck also. Für Wassersucht/ Geschwulst am Leib/ Zwo Adern ich also beschreib. Die aussder grossenZehen stahn/ Die solt du für das Augenweh lahn. Für Blatter in dem Angesicht dem/ Desgleichen Geschwär/wo dle dann seyn/ Für Krebs vnd Fluß der Frawen auch/ Dich dieser Lasse frey gebrauch. Auch ist eine Aderbeym Nabel / die man den Wasser- süchtlgen auch lasset/ vnd die soll entweder zum Tode oder Leben deß Patienten dienen/ wtesie reden/ Ich halte davor/daß hter nicht die Adetn gemeint werden/ scndern die Haut selbst/vnd das darunter liegt/das ?eriwnXum,die Haut/ die die Darme in sich halt/ oder vmbfähet/ darinn sich das Wasser auffhalt bey den Wassersüchtigen/ wann Mit dem 8ca!pLl!o oder FltetenEyßleinsottesswtrdnein gedruckt/ daß man die Haut oder wundet/so laufft das Wasser rauß wle ich gesehen- Besihe das Artz- neybuch von der Wasiersucht. Aber der Krancke/ dem lch sie schlahen sahe / starb 2.. 'Tagehernach/ vnd Ueffschr vielWasser von jhme/ daß sich hochllch drüber zu verwundern war. Für den Schlag. Die kleinsten Zehen han auch hie/ Zwo Adern/ vnd solt lassen die> Für Tropssen/ vnd auch fürn Fall/ Für Nieren/ Blattern überall. (Blattern ist die Blase hier.) Für das Grien/vnd reissenden Stein» Grien Darnach vn'ter den Knoden zwo/ vnd reis- Innerhalb den Füssen do: senden Solt lassen für das Grien vnd Stein/ Stein. Den Frawen auch/ als lch es mein. Nach der Geburt zu ihrem Fluß/ Ob sie laßen dafür als süß. Für Hüfft' vnd Nierenwehe/ vnd Schwulst der Gemache. Hufft vnd Zwo Adern vnterm Knoden sind/ Nieren- Ausserbalb deß Fusses die man sind, wehe/ vnd Die soltu lahn für Hüfftenweh/ geschwulst Der Nieten/ vnd das Harmenweh/ der Ge- Ob geschwollen wer dlr dem Gemacht/ Machte» Die Adern laß/so thr-st du recht. Hüsstwehe ist Loxarius morlzus , oder llckias oder!- kcklzricus mordu^das ist ein grosser Schmertzen/schmler erstllch den Ort mit Baumöl / darnach röste die Blatter NicorisllX über em Kohlf'wrlem/vnd schlahe die drauf/ das lindert den Schmertzen bald. Warnung. Daö sinb Eins will ich aber warnen dich/ Arterien / Daß du vorsehest sicherlich, bufft/oder A>eß Hebens Adern/ vnd jhr schon/ Von Meistern ichs gelernethon» Daß man sie soll versehren mcht : Groß Schaden offt dadurchgeschicht. Bas I.XX. Capitel. Folget nun ^ wie man vom gelassenen Blut vrchet» leu/vnd die Kranckheitcu der Menschendrauß lernen solt. Michael Papst m der Wunder Artzney xÄA.i.fo!.i8l. Z8-.. A^?Ann das Blut gelassen ist/ so setze es fein säuberlich ^^lm Becken an e;neu Schatten / da es weder zu kalr noch zu warm stehet/blß es er^'.ticSma tzder tiruirÄ. kglt/ feucht/ vnd vngefchmack Ff tj Aber Pulßs Adern Vrtheü vom B!ut/ wie man er Mer-schm kranckhei- 'tensar- nen soll rc-8,w'! dieuuGe- blül?u er» kenncnt Bas Dritte Buch/ Ader/ so aüffge- sprungen/ wie mans damit machen soll. Aderlässen/wie man sich darnach halten sol Aber die schwärtzlicheFarbe/ ?si^asfpröde/ schwere Geblüt/ scrccz, amuica. diIisvNdL!e- lancholey. Oder < ''o: Das Wasser imB! .nst?^ dieBlaselcin oben auss dem Blut seyn bliis . das" .hwartze verbräme-cm Blut/ das sich g^msmigllck, vntensetzi/ istarr^liilis, das rothe ist 8^n^u>s, das blawe .^»/ ?>euic^ vnrca, ^uoluu iben/ vnd leicht zu verdawen seyn / daß Man fein gesund/ vnd wieder starckwird/ als Bier oder Weinsuppen/ weiche Eyer/Hnner/Kalbfletsch/Lamssieijch/junge Zicklem« flelsch/Hechte/Barsch/Schmerlen/Krebö/vnd Semmel- Man sol aber nit bafdevcmAderlaßschammelhm zum Tische lairsseÄ / sondem.^.tt Essen vnd trmcken em wenig vcrzichen/biß sich dicttumci cz.dle durchs Aderlässen sehr bewegt ftyn/wlder einivemg legen/vnd sich zu frieden geben. Sonderlich aber scll man sich hüten vor vndawlichen verstopffendenDmgen/ alsvorBirn/ dürregesaltzene Fische oder Fleisch/ weiche Fische/ alsKarpen/ Ahl/ :c. vor Schwemm Fleisch/ Item/ versawren Kohl / dann wann du dessen auch eme gantze Tonne voll auffessest / so würdest du doch kemen Tropssen gut Blut davon bekomm wen/ nach etlicher VoÄoin Meynung. Ä?an soll sich auch nicht voll saussen/vnd sich sonderlich vorWermutbker oder Wermutwein hücen/tan der macht schlaffen/vnd man soll znm wenigsten in 6. Stunden auff die Aderlaß Nicht schlaffen/ sonst möchten die Dünste so im Schlaff über sich steigen / das Gehirn verletzen / oder möchte einer im Schlaff sich vmbwendcn / vnnd die Ader verletzen / oder möchte emem cm Geschwür an der gelassenen Ader werden: Doch mag man sich eM wenig legen vnd ruhen/aber nicht schlaffen / vilwemger auffden Rücken legen/ vnd schlaffen. Auch soll man sich hüten/vor allem das da kaltet/ es sey Esten odecTrmcken/oder eusserüche kalte Luffr/kakBad/ dünne Kleydung/ Erklärung deß Haupts der Füsse oder Schenckel. Dann weil durch die Aderlasse demLeibe etwas von seiner natürl-chen Wärme entzogen ist/ so würde er hierdurch gar zu sehr erkalcen/vnd der Natur sebadcu. Dann Aderlassen kühlet mächtig sehr / sonderlich wann vil Blut weggelassen / darumbwirdsolches mhitztgen Fiebern / da em Mensiv verdürsten oder fest verbrennen wil'/ wie den Patienten düncket/ für das höchste/beste vnd eufferste um gehalten/nemlich das Aderlässen. ^n Spanien/Welschland vnd Franckreich/ da hitzige Fieder gar gemem seyn/ «st nichts gebräuchlicher als dlß. So soll man auch nicht in trübe / runckele Lnfft gehen/ dan die bringt dem Gemüte Trawrigkeit/macht em grob metancholischÄeblüt.Drumb soll em'Aderlassernachent- gangenem Bluc frölicher guter Dmg seyn/ vnd sich emet vo^ Trawrigkett vnd Zorn hüten. In reMe klare Lufft mag man wol em wenig gehen / dann darinnen werden die 8sn>irus v>rale5,n2.urzle8 vnd smmales erfrischet vnd beweget / daß sie auch herauß drmgen/ vnd gerne bey jhres oü.lchen seyn wellen. Man mag sich auch em wenig bewegen / aber nicht zu sch .V sonjt würden die ttumvres wieder bewegl / vnd der Mei.sch an Krafften geschwachet. Darumb soll man sich c .6 annmit grosser Arbeit nicht beladen. Das Baden soll man auch emen Tag oder vier nach t mAderlassenmeiden/vnd sichFrawenliebeussern» Das I.XXI. Capitel» Vom Baden/Schröpfen oder Köpffen. Vom Baden. ü ^!^An der Mond MWidder/Inngfrawen/vnd Steins bock läusst/so ist nicht außerwchlt gut Baden. Dann da- welcher mals sind die ?oii oder Schweißlöcher verschlossen/so kan Zeit es man Nicht wol schwitzen. gUtist» Wann der MoNd im Zwilling/ Krebs/ Löwen/Wage/ Schütz/Wassermann vnd Fischen laufft/so ist gurBaden. Wann er aber iM Widder vnd Iungfrawen laufst / so lstsziemblich Baden. Vom Köpffen. Michbenchtet em vornehmer ZVleckcuSidaß das Köpf- fen cm vngesund Ding sey dann es nehme dem Leib seine Nahrung vnd NutriMenr/ nemlrch das Geblüt/ das die ^ Leber zu deß gantzen Leibes Nahrung ^r^parirr hat.Aber e nichts desto weniger bezeugers die tägliche Erfahrung/dz ^ Vcnrolen setzen / manchen Menschen grossen Nutz vnd 5" Frommen brachl hat: Als wann emcr vnrem Geblür bey ha^en» jich hat/ anschlagt vnd gratzig wird/ vnnd braucht mwen- dlg/ehe er ms Bad gehet/ A tzneyen/ die das Geblür reinigen/ als Si^uarn kumi rerra?, oder ein LlUil t ^iriiri^zc io tumi relise solvirt/oder 8ul^^uris,Lcc. vno kopffec darnach / so wird man deß vnremen GeblütS fem loß / vnd bekömpr der Mensch wider emen femen reinen Le.b -Doch wil ich Mich hier nnt kemem kleäicis,weder m.t den l^^eo^ltiiitlinern / noch Mit den hadern. Wer Mich fetrciceicurlrt/ der ist em kleäicus, sonderlich der mich mit wenig Tropffen oder mir>vri cu-> rrren kan / daß ich mt gantze Kannen voll böser Trancke außtrmcken muß / vnd wie offt geschehen / man dann Mit Lirra<5lis gleichwol wol thun kan / oder 5>rTpzrsriolul)U5 ^eicuru äulcis, ^.arimouii , VNd virrioli äedirv moäo , wie dann etliche jetziger Zeit auff den rechten Schlag oder Weg beginnen zu kommen. Wann der Monden im Zwillmg vnd Löwen ist / so ist Köpffen/ nicht gut Köpffen. wann es Wer VcAtoien wil setzen lassen/der sehe zu/daß er nicht gut ist» heiß Bade / dann wann die Kopffgesetzr seyn/Zso darffer nicht wol auß der Badstuben gehen/ wann jhm eine Ohn-- macht zuhanget. Man nehme hierzu einen Meister/ der eine feine leichte Hand/vnd eme scharpffeFate har/vnd Nicht draufhauet/ als wan er mlt emem Beyl in einen Baum hiebe.DieFltte muß auch rem styn/ daß emem die Löchlein nicht schweren» Darnach sol man erstlich m der Badstuben wol erwärmet seyn/die Füsse m ein warm Bad setzen/vnd duSchen« ckel mit warmen Wasser begiessen/daß sich das grob dicke Geblüt fem ä^llolvirer, vnd desto leichter durch die gehangene Löchlem herauß dringen mag. Doch thun solches die jenigen nicht / die treugeköpffen etwanmeiner Stuben oder Kammer. In Hündstagen pflegt Man nicht zu Kö pffen/ sondern gememiglichim Vercoder^nlumnv,wiewolauchsonsten/ wanns die Noth erfordert/das kan man M den Calendern sehen/wann es gut ist. Wann jungeIungfrawen vollerGeblütS/vnd vnterm Gesicht fchr rvth sem/fo pflegen sie zu köpffen/daß sie emö theils G blüts loß werden/kan aber Nicht besinden/daß eö sehr nützlich seyn muß. Wan sie jhre Zett oder kleottruum n^t haben/ so sollen sie im zunehmen deß Mondes auff den Lenden vnd über den Knyen Köpffe setzen lassen» Mem Rath wäre/ sie behielten das hoffartige Blut/ biß sie m Ehestand kämen/ da würden sie es wol bedörffen. Etliche lassen nur einmal/etliche zweymal/etliche drey- mai hacken/ das stehet zu emeS jedern Gefallen/ darnach die Köpffe gehen/darnach pflegetman hacken zu lassen. Vernolell sind gläserne Köpffe/so man brauchet/wann man wil die Flüsse imHäupt zurück ziehen eigentlich/doch sol man diß bald thun im ansang/ehe sich der fluß gäntzlich setzet/ so läft man z. im Nacken/ -..in beyden Armen/auch wol über jede Brust emen setzen/wan der Fluß auch Mit ist im Angesichre/ Halß oder Zähnen/man mag hacken lassen oder nicht. Die das hacken mt erleiden können/ (als solche Leute wol gefunden werden ) die sollen erstlich mit heissen lemen Tüchern von der Stirn an deß Haupts über den Kopfs hmab m Nacken/ über den Nacken vnd Schuldern hmab ziehen lasien/vnd dlß offtmalen/ bißdaßder Nacke vnd Schuldern/auch Arm davon wol heiß werden / darnach setze man die Vccolen.wte angezeigt/darauff köpffe/ Aber es ist gleichwol besser/ wann die Haut gehackt wird» Wann du geköpffthast/ so bestreich diemal mit Vene- discher Seysse/ oder mit dem Fett/das der Bader bey sei« < nemLiecht hat/ wannduaußdemBadegehenwilt / so schweren sie nickt. Besche wnitcr krilium i^cculo !)r müssen auch hier von schwangern Weigern / jhrer Geburt / vnd sechs Wochen .'lwas sagen / sintemal solches auch m die Haußhaltung gehöret/ vnd hochnörhig ist. Nun sind hiervon manche schöne Büchlein gemacht: vmbgehen ^ Hebammen Büchlem Lucl^arii Rößlms/ ^1 soll. Emfang nuö vnd Geburt eines kerti (Zr.-Lci 8cnprori8 Der schwangern WeiberNosengarten/Luzlreri, KuKi.Item/die j-.l'o-- Mi (z^llTcccirurü) live äe mu!iccum 3Ae6iibu8 com- Meurzrii, da findet man diese Sachen alte sem beysammen/ IteM die z. I'omi Die mag jhm em Haußwlrth zeugen / daß er sie im Norhfall/wann er sonsten keine X^eäicos har/ cousuliren kan/ schwangere Weiber vnd Sechswöchnerm haben so vfst schwere Zufalle vnd Kranckhetten/ welche niemand besser verstehet vnd cunren kan/ dann GOtt/ vnd etliche wolerfahrne Sechswöchnerm vnd andere Frawen/ die Mir solchen schweren Sachen eine langeZett vmbgangen/ die muß man in solchen Lallen zu Rathe ziehen.Woaber solche Zufalle kommen / da sie sich nicht em zu richten wissen/ so soll man emen alten erfahrnen bald vnd zeitlich hiermne zu Rathe nehmen. ' Sonsten aber ist die oder em wunderlich vnd trefflich Werck vnd Geschöpft GOttes/ wie alle Welt zeugen vnd bekennen muß/wie Lutherus weiset m semen Tischreden/ ?ic. Von der Schöpffung. Das il. Cap-ttl. Von allerley Sachen / so zur Empsangnus vnd Geburt eines Menschengehoren. ^v>On der Empsangnus eines Kmdeö / wie ein Kind in <^)Mutter Leibe empfangen wird/wie es wachst vnd zu- nimc von emer Zeit zur andern / warumb etliche Weiber wollt zu sich nehmen. Es sollen sich aber fromme Hauß- mütter darumb nicht so sehr bekümmern oder gramen/ sondern nur auff die Leibesfrucht Achtung geben / ob sich die auch noch reget oder beweget: GescMchr das/ so hats keme Noch.Dann ichs an etlichen Weibern vernommen/ die es auch also gehabt / daß sie etliche Wochen gar matt vnd kranck derentwegen darmdcr gelegen/aber Gott hat ihnen gleichwol endlich Mit Gnaden geholffen. Allen» steisslg beten muß dabey seyn / dann das vermag viel bey Gott. Dicke fette Weiber empfangen nicht leichtlich / wo sie Nicht wider mittelmassigcs Leibes werden/ wiewol auch solche mtttelmässigeWeibernnßgebahren können / poc.Iik.5.H,j>Iiol.4s.46.K.os Zolisistem klemKrautleitt ^uc>6 mulmm 5scir scj conce^>riooem. Wann em schwanger Weib zur helsste ist/so reget vnd beweget sich das Kmd in Mutter Leibe: Von dannen an har sie/wanns ein Erstling ist/ noch 2. o. Wochen zur Geburt/sie soll aber gute Achtung drauffgeben/auffwelcher Seitensichsreget/ ^Uia m2re8cjexrra urerl fco- rviQÄZ Vero msAi5 6nilira psrtecollrillen» sagt ^ix»po- crares litz. 5. !. 8. Die Knäblem ligenfast alle auff der rechten Seiten / dann die ist warm / vnd dahaben sie eme wärmere Nahrung/ wegen der nahe ligenden Leber/ dann die Mägdlein / die geÜ!eimgl»ch auff der lmcken Seiten llgen/ dann die kaltti' J^atur/ da sinden sie emen kältern Ort/ vnd eine kältere Narung. ^ 5uiir aericuä^. Be-> sihe sccuoäum teutsch / vom Feyerabend eäur, x^rr.cs^.z..z.4.5.^. ^ Von den ?urAaric)llibu5 schwangerer Frawen/ beslhe droben das 56. Capiteldteses Buchs. Da6 IN. Capitel. Von Ersckröcknus/ vnd andern Zufallen schwangerer Weiber. eytel Knablem/ etliche eytel Mägdlem empfangen vnd X^Ann eine schwangere Fraw etwan auff einem Wa- Schwan- menschen/ gMhrcn/warumb etltcheWetber z..Kmder zugleich em- ->^gen vbel gefahren/oder mit demWagen vmbgefal- a^reWei- was darzu pfangen vnd gebahren / warumb etliche einen »cima- len/ oder sonsten sehr ersch. ocken ist/ vnd wird kranck dar- ^ ^ gehöret, empfangen vnd gebahren/ vnd wovor derselbige nach/ vnd ist zu befahren/daß sie ablirriren möchte/so laß ^ zu halten/ vor em Manns vnd Weibsbild/ ob jhm m der sie nur vberzogenen Coriander essen» Irem / vberzogen s.s^ecknu6 Fenchel/den sollen sie allezeit bey sich tragen» Dann diß zuhalten/ Tauffem Manns oder Weibes Name M gegeben werden/wovor man chn vor Gericht halten soll.Icem vonden Wunder-vnd Mißgeburten. Irem/ warumb die schwangere Weiber/ so leichtlich lmersteu/ andern / vnd dritten Monden mißgebahren konnen/aber im 4 -s.vnd 6. Monden nicht/warumb ein Kind im 7. vttd »?.Mondengebohren/leben kan/im 8.aber Nicht/ (dann O^imeliris^arruz elt viralis.) Beslhe eeül'orinuin cie c!cnarali,czp.z.4.5. XriKorclis iv ricu!li>,66 5reri1irsre,(Ic>llce^cic>ne,?Ierms^itto6lcii,,^1c)niirislQ- tzncibusFo-ru aborcivv : irem LeUium, nv-^ium ^cci- czrum.lld.z.csp.i6.1lb.lO.czp.i.tii^pocrzremill lilzco ^ttu, fleor».?i^onum Iik.i. selino.con--- vivz!ium,Ivll2aI6.cenr.z.^p^or.5;.IchMaZ6auchnlcht alles setzen / von der Empfangnuß vnd Geburrsstunde/ Beslhe ^i^»Iä.ccnr.^.^x>Iic>r.67.0nce8^l^!5pic)Iii!zec karcIloI.-^nAl.Iili.l6.cÄji.47. Icem ^5pi8,^ic1 .LZx.s^. Besihe auch ^^älocrare5lili.5.^pkor.6o.5l mulieri urcrum ^erenri ^ur^> vzrioncs proceciaar, impyililzlIe cst fa-cum ellc lzQUm. Man lese den Laleaum vber denselbigen drumb müste das Kind couforrirr werden. Die Mutter möchte Fenchel essen/ oder ein wenig Honig/ oder kl-tuus citm terli; brauchen / wanns das Kmd Nicht chensollm. jlarcket die F rucht gewaltig. Oder laß sie nur einen Pfefferkuchen/ oder Nürnbergijchen Pfefferkuchen aus, der Rosten warm machen / darnach mit Honig beschwiercn/ vnd warm auffden Bauch legen/ so wirds wol besser werben. Es sollen sich schwangere Weiber gar wol vor Schlangen hüten/oder vorsehen/ dann so baide sie davor e. schrecken/ so balde stirber daS Kmd in Mutter Leibe/ Lenr.l. /^plior.86. Beslhe Wetter im 8l. Capitel. Auch sollen sie nicht hoch langen oder reichen /daß dem Kmde das AederleM/dadurch es seine Nahrung nn Leibe hat/ vnd vom Blut chres Hertzens erhalten wird / entzogen/ vnd getödtet werde/ sie sollen auch nicht schwer heben oder tragen. Von der Aderlasse. Es sollen auch schwangere Weiber nicht zur Ader lassen/ Wie k-Zipxocrsre5 ssgt/ lib.s. z 0. snÄNZ venä ke<5tä zkorrir, co^ue üc tcorus ^raa° cjior. WannemschwangerWeibzuAderlast/sogeble- Schwatt- ret sie vor der Zett/vnd gehet ihr vngerade/wie di; Wei- ge.-- der reden.Dann hiedurch wird der Fruchr ihre Nahrung her / ob sie entzogen/sonderlich/ wann das Kmd bereits m der Mur- auch sollen ter zimlich groß ist. Dann je grösser das Kmd wird / je zu, ?tder mehr es Nahrungbedarff. Doch sagen die kleäi ci, daß man solchen Frawen eme Ader wol em wenigmöge sprmgen lassen: Dann ttip- ^iocizre8 redet allhier von seiner Zeit/ da man viel Blucs weggelassen/wie auch Thurneisser that/der ließ jhm allezeit ^ Adern schlagen/eme am rechten/die andere am lmcken Arm / vnd ließ auffeinmal viel Bluts weglauffm; Aber vnset Aderlassen/ sagen sie / sey kaum wie em schröpffenoder köpffengegenjener Leute Aderlassen. Schwangere Weiber können leichtlich eingehen / oder sterben / wannsie ein scums morbus befället/ der schnell F f iij vnd zu erjen NM vnd vnverfchenS entstehet / i>nd schwere Z/mpcom-tt» hat/k-ü^^ocraresllb.s. ^kor.zl. Item/ wannsie den Außlauss bekommen/ so aborrirca sie leichtlich/ l-iippoc.Iilz.s. cz^.4. Wann em Weib schwerlich gebieret/oder das auffstos- fm m der Mutter hat/vnd niesjer/das ist em gut Zeichen. Das i v. Capitel. Wie zu erkennen/ ob ein Äelb fruchtbar sey/ oder nicht. man diß erfahren soll /M'.t Qa1kano,ist em Zum- ^vel /ovö 4^V^od^lMte;ncmK! lauch/hat lvU^lä.cLnc.z.. dar se^ / ^kc>r. 6. vnd (!ellr. z. s. Lcnr. i^. ^tisr.54. n-^/ außdem tt-^pocrsre ^unorircc. IchmagS Nicht alle se- ken/man suche auff/ vnd lese es. Em wunder Dmg ists/ daß etliche Weibsbilder im 9» Jahr ihres Alters fruchtbar werden/ vnd Kmder auffdieWeltgcbährensollen. Da zeigen die Vrsach auß ihrer Kunst an/vnd sagen / daß etliche Weibsbilder ehe vnd mehr als die andern fruchtbar werden/das kc m c daher/wann die Sonne in der GeburtSstunde cm Widder läufst/ oder im Krebs/ Scorpwn vnd Fisch/daher auch in der Historien Klzrrini (ZucrrX gedacht wird / daß er im 9 - Jahr seines Alters Lerrranä^m kolksm auch ihres Alters im A. Jahr ge- freyer/ vnd mit derselbigen emen Sohn gezeuget. Wann em Weib schwanger wird/so bekömpt sie Milch mdie Brüste. DochträgtsichS auchbißwcilen zu/ daß em Weibsbild / das nicht schwanger ist / noch m den Wochen ligt/ Milch m den Brüsten hat/ wann sie ihre gebräuchliche Monatszeit oder die nicht hat. Das sollen die Wehemürter vnd Richter mercken / daß sie die armen Mägde nicht balde zu Huren machen/wann sie nicht Huren seyn/ ob sie gleich m den Brüsten Milch haben/ttippuc.litz.s.-kt'kor.;?. Besihe lccua- <1um.x>src.l.cz^.4. Lc 5. Wie zu erkennen/ ob ein Weib schwanger ist/ oder nicht. k4ippocrzrc8 sagt lik. s.^kor.41.Man soll emer Fra- wen nach dem Abendessen ein wcmg Mert zu trmcken geben / eheste zu B.6. Wiezuerfahren / obsieeinKnäbleinoderMägd, lein empfangen habe. Da sehen sie mancherley Zeichen / aber tiijzpocrarez sagt tMfolgenden^x>^oilsmo.I^uIicr^rÄviI^>rarior eli, li 5(Lminum ^eric, clecolc»i> Wann sie Mit einem Knäblem gehcr / so hat sie ein: gute Farbe/ gehet sie aber mitememMagdlem/ so hat sie eine böse Farbe. Doch ist das gewiß/ wann em Weib über die Helfste ist / vnd last auß der rechten B^ust emen Tropffen oder drey m em kalt Bronwasser / das man m einem zmnern Schüßlemhat/ fallen; IstSemSohnigen/sofälltSzu Boden; Ists eme Tochter/ so schwunmets oben. Item/ ist )hr die Wartze an der Brust schwartz / so ists em Sohn, Ist sie gelbe/so isrs eme Tochter> Em wunder Dmg ist mder Natur/daß em Vatter allezeit lieber emen Sohn/ dann eme Tochter zeugen will/ vielleicht vmb deß Geschlechts will..«/ daß sein Geschlecht erhalten werde/ oder daß die Söhne von Natur frischer seyn/vnd chefort koMmen/als die Töchter.Darumbsagt der hochweise verständige Jude Leu 8/r» m seinen spclch- tvörtern: lunr cuivib iiomiai msrcs, leä vT toemioarum Ein Vatter hat allezeitdte Söhne am lieblichsten» Aber wehe dem Vatter/ der viel Töchter hat. Warumb dann/ l'^eszurusvallUZeliLliapArri luv, cui «äummeruir» l!o<^u aoiz 6ormir. Dann eme Tochter ist jhrem Vatter em vergebener Schatz/ vnd weil er vor denselbigen sorget/ so kan er deß Nachts nicht schlaffen. Also verdolmetschen etliche diesen Spruch. Aber es stehet nicht klammon, das einen Schatz bedeut/ sondern l'keumnzrk, daS hcistslzlcouäicum, ein verborgen ding:So köndtemans verriren^Izscouäirum vanum, oder ^blcczalio vznz cli LIis suo, Eme Tochter ist jhrem Vatter ein vergebene Verbergung: Dann er verberg.sie/ vnd sey )hrfest/ wie er wolle / so heists doch vzoum adscoricjirur, ii alzsconcli volir. Man verberge einen Schätz/wie man wolle/so will erdoch Nicht gern verborgen/sondern gesehen seyn. Weib/ fo schwanger / woran es zu «r kennen. Ob es ein Knablem oder Magdleu; ist. Das Vittdtt Buch/ Darnachsagt er weiter/ «Zormiraoo äormircukoz puellX ^>arvuIs:Fc>rtzn in sciolescenria lua clecix»ierur,6t aäulrioi lcorcsdirur. Wer em junges Magdlem warreu soll/ der muß bißwnlen schlaffen/ vnd nicht schlaffen/ vnddcncken/ schier wird sie mir mder Jugend betrogen/ oder wann sie emwemgalter wird/ kommet sieet- wan zu Falle. Item: (^uumnuprafuerirtiliz, ru anxluscris^ee!» valäe, äiceas: koire liberos ^atzedirForrc uon kabebir: Zc senuerlr, netor8 vencliciacxerccar. Bekompt sie emen Mann/so hast du Kummer: Eysie wird Kmder bekommen/ oderwird kemebekommen: Vnd wann sie wird alt werden / so wird sie m Zauberey gerathen, potlelir mulra ciici» lecj liiere. AlteWerber lassen sich den Tcuffel leichtlich verführen. <^ui muluxiicsr uxor«5, sagt jener / muIriflicAr venekcis, doch hiermit dem ehrlichen weiblichen Geschlechte Nichts zu nahe ge- redt.Es tragen sich bißweilen seltzame Fälle zu/dann der TeuffeUst ein böser Gast/man hab mir Nichts mit chm zu schaffen. Dann er lohnet vbel/ vnd »st em Lügner. Wie manS machen soll/ wann einer schöne Kmder haben will. Die Schönheit ist em Geschench vnd Gabe GOtteS/ vnd wem sie Gott gönnet/ dem gibt er sie/ vnd der hat sie auch/so lange Gott will/ er kan sie emem balde wider nehmen. Wann man die Heiden fraget/was torma oder xul- cknruäokumans sey: So antworten sie: dlcviscemjioiis, EslsteineTyrannei)/ diemchtlange wehret. Dann koimL bouum fragile eli, huznrücjuezcceäir »6 »llnos» kir minor, öc l^srio cs^irur üla luo. Heut »st der Mensch schön/ jung vnd lang/sihe morgen ist er schwach vnd kranck / bald muß er auch gar starben. 1^eo^rÄliu5sagt:?uIcIuicu6cicti<1eceprio.Schönhelt ist em Betrug ^ Im Beinhause sihet man nicht/wer der schönste gewesen ist. Daran muß man sich aber nicht kehren 5 Sagen doch die Heiden auch/ von Weib vnd Kindern emes Man« neö/ sie seyn einem Mann ein grosser Tyrann m semem Hause. Vnd ist gleichwol Nicht al>o. GOtt redet m semem Wort anders davon. EmWeib ist Gottes Gab/die einem Gottes Segen mit sich ms Hauß brmget. Vnd em anderer Heide spricht: Lranor eli^ulc^ro veniens c corpore virruz. Tugend/ die von schönen Menschen kommet/ lstange« nehm / vnd fordert geschwind. Ist auch Schönheit em Betrug/ so ist sie es per scciäcnZi vnd Nicht an ihr selber» Jedoch aä K^ombum zur Sache. Dem sey nun wie jhm wolle/so hat gleichwol emer lieber schöne/dann grewliche Kmder. Man saget von ewem Könige / der grewlich gewesen/ vnd doch gern schöne Kmder hat haben wollen / der habe semem Gemahl schöne Gemälde vor das Bette setzen las- seu/daran sie sich versehen/vno schöne Kmder bekommen. Drumb soll man keine grewliche Bilder schwangern wet- bern vor die AugM setzen. Danndie Natur ist eme wun« derliche Nachfolgerin aller Dmge. Es kan steh em Weib leichtlich versehen an einem Ha« sen/oderanderm Thier. Was schwangern Weibern schädlich scy. Böser Stanck/sonderlich von außgeleschten Liechtern/ kelzris^cucs, das heilige Ding/ schadender Mutter vnd der Frucht sehr/l^i^oc.Iib.5.45 44.45. Wle zu erfahren / ob die FruGi ln Mtttler ielbe ge- sund oder kranck ist. Das kan man m den Brüsten vernchmen/ wann die Milch auß denselblgen hauffig läufft/daß die Brüste gar breit vnd flach oder welck davon werden / so ist das Kmd kranck/ daß es vor Schwachheit die MlchNicht zu sich nehmen oder ziehen kan/ davon sichssonsten in Mutter Leibe ernehren vnd erhalten muß. Drumb dringer die Milch durch jhre gememe Adern hmauff in die Brüst/ vnd lauffet herauß. Wann aber die Brüstefem kaulicht oder steiff seyn/ ^Skfeo/) tioc eli, kirmT 2(1m»cjum cluize scins^IerX z oe^uc nimium molles 1axz-,so ist da die Frucht ncchfnsch/dann dahat dasKmd noch seme nothdürfftige Nahrung/ aber das vbrige G«» blüt/dessen das Kmd zur Nahrung nicht bedarss/das be- grebet sich hmauff m die Brüste / darmnen es zur Milch wird / vnd darnach das Kinde so bald es gebohren wird/ sich ernehren kan. Von Schwangern Weibern/ was jhnen schädlich. Frucht in Mutter Leibe/ob sie gesund oder kranck/ zu erfahren« Won schwängern Weißem" Mrüsteder schwängern Weiter/ wie esdrumb beschaffen. Schwan» gern Weidern Sle Weherag zu vertreten. Schwangere Weibe r/wa6 sie thun sollen. Bonden Brüsten schwangerer Weiber. Sie bekommen btßwellen gelbe Blatterlem an den Wraren oder Wartzeln der Brüste/ die mcken sie trefflich sehr.Da sollen sich schwangere Frawen hüten/ daß sie dre- selbigenia nicht grawen / sondern vilmehrrem Wasser nur newen vngenützten Lehm nehmen/ vnd diese beyde wol am Fewremem Töpsslem sieden / vnd so lange kochen lassen/als man erwan ein jung Hun gar kochen kan-Dar- nach lege sie vor ern Dreyer Alaun drem / vnd setze e6 wider zuniFewr/ vnd laß es miteinander sieden/ blß es zergebt. Darnach setze es weg/ vnd laß es kühlen/ vnd gar klar werden/cnncke em Tüchlem drem/vnd lege es drauss/ ss vergehet sie das jucken. Dann wann solche junge Leute die Brüste oder Wartzen krimmen/ kratzen/oder verwundn/ so werden sie auch darnachwund/wann sie die Kinder saugen/ das bringet jhnen alsdann grosse Schmertzen. Von dem Fieber der Sechewöchnerm oder schwängern Frawen/ besihedrobeniM i8 .Buchdas 8 ?.Cap. Wann einem scvwangern Weibe tm ieibe sehr wehe wird» Es träget sich auch bißweilen zu/ daß einem Weibe et- wan4> Wochen vor der Geburt sehr wehe im Leibe wird/ daß sie auch dencket/die Zeit ihrer Geburr sey vorhanden/ Davon sagen die Weiber / daß sich alsdann das Kmd m Mutterleibevmbwender. Da nehme sie vnüberzogenen Fenchel vorem Schilling Honig/ Saffran/vnd blancken Wem/ vnd siede das nur ein wenig auft / vnd laß sie es trinckm / so warm als sie kan / daö starckt die Frucht gewaltig. Ist die Zeit der Geburt vorhanden/so schickt sichs zur Geburt/ ists aber nicht/ so verziehen sich die Wehe bald wider. Dieser Tranck ist einem schwangernWeibe auch gut / wann sie sich etwan versehret hat/oder sehr erschrocken ist. Wann die Zeit der Geburt fast nahe ist / so soll sie sich auffkem heimlich Gemach setzen / svndernsoljhre Noth- turfft auffdie schlechte Erde thun / sintemal leichtlich e:n Vnrarh vnd dem Kmde grosser Schade widerfahren kan. l Sie sollen sich auch mtt Carfunckelwasier/Zimmetrm- denwasser/vnd Kmderbalsam gefast machen/ daß sie esm der Geburt bey der Hand haben. Das Carfunckelwasser starekr das Kmd m der Geburt/ vnd treibetö auß. DaS Aiimnetrindenwasser starckt die Mutter / m vnd noch der Geburt. Warzu der Kmder Balsam/den ein jedes Weib haben vnd brauchen soll / so balde sie übet die helffre ist/ gut sey/folget jetzt balde hernach mdiesem Capitel. Es pfleget auch bißweilen schwangern Weibern kurtz/ vorder G.bmt em reissen mden Rücken zu kommen / vnd Eyter abzugehen/ aber es vergeht inen bald wider / vnd kommen gememlZlich den dritten Tag hernach m dle Wochen» Das V. Capitel. WaS schwangere Weiber bißwellen brauchen/ vnd wovor sie sich hüten sollen. S sollen schwangere Weiber sich wol warten/sonder« lich/wenn sie über die helsste seyn / scj fulijuenci^ln onus Lc Iabole5j?ueijieru.Wenn sich aber die Zeit derGe- burt nahet / so sollen sie jhnen em wenig von derselbigen Wartiing abbrechen / vnd deß Tages nur einmal essen/ damit die Kinder fem klein bleiben / vnd 26 exicum para- eiores werden/wie ich von verstendcgenWeibern gesehen/ wenn darnach die Kinder geboren werden / so soll man die Kinder wol warren/so nehmen sie balde wider zu/ werden fem starck vnd gedeyen wol» Es sollen auch schwangere Weiber jhnen die Brüste nicht krawen / vil weniger die Wartzen der Brüste mit trimmen verletzen. Den solche Verletzung findet sich darnach wider / wennsie die Kinder saugen sollen/ da müssen sie erst grosse Schmertzen daran leiden / wenn jhnen die Brüste aufsreisscn/oder wund werden/vnd sollen vnd müssen gleichwoltrancken. Sie sollen auch kurtz vor der Geburt zu Handswellen überzogene Am)ß essen/ vnd gebrauchen/ denn der ist der Frucht sehr nützlich vnd gut/wre den auch die Milch.Sie sollen anch mebt leichtlich erschrecken/ denn Erschrecknüß schadet jhne sehr. Da der ?om^us enthauptet war / da ward semem Weibe der ^uliae sein blütiger Mantel fürbracht/ kam sie die Noth zum Kmde an vnd starb für Schwertzen / da sie es gebar, klmarck. Wenn schwangern Frawen die Ader am Halse wehe thun. So lasse sie sich die Füsse mit «ner ziemblichen scharpf- fmDngebleichten ieimvat wol reiben / das zeucht die Ku- 545 mores excspireherultter. eingemachte Nüsse ges- sen/sind zum Haupte sehr gut/ vnd starcken das Kind. I- tem / sie solche deß Morgens ein Fußbad lassen machen Mit Wolgemut/Zeldkümmel/Vsop/ vnd andern Gartenkrauten. Jedoch / daß es jhr auch an ihrer Ruhe nicht schade. Was schwangere Weiber thun sollen. Wenn ein schwanger Weib em Kind imHause hat/das bißweilen den schweren Gebrechen bekömpt / so soll sie mit demselben krancken Kmd nicht viel vmbgehen / sonst be- kompt das Kmd im Mutterleibe diese Kranckhett auch. Wil aber emWeib/ daß jhr newgeboren Kmd von dieser Kranckhett Nicht befallen werde / so gebe sie jhm nur von stund an/ wen es geboren/ einen halben Scrupel klem geflossene Korallen m Muttermilch ein k4i?zI6.Cer>r. 5. xt^or. 89. ^icrick. vondenBezoartischen Steinen/I'ir. von den Corallen perrusäc Lrelcenc.Ii!).!..c.i8.!-?.5o. Em schwanger Weib sol sich acht oder vierzehen Tage vor dcrGeburrofsiVaden/vnd vmb den Nabel/vnd vmb dteGeburtMitPappeln /vnd em wenig Cannllen waschen Es schreibet Plin-Ub. 1^. daß die s/lveliris ^?2px>elo. <-rzece koc eli, mol- venrrem inolliac) ein edel Kraut sey / vnd mache daö Land darem sie gesaet wird sett/vnd deine gebärenden Weibern gar vil/ wen man sie jhnen in der Geburt vnterleget / aber noch der Geburt müsse man sie bald wider wegnehmen. Wolerfahrne Wehemürter schreibe«»/ solches auch der Cichorten (Hmdleusst) zu/ die eine weisse Blume hat. Sie muß aber zur rechter Zett gegraben werden. Welches Weib mtt schwerem Fuß gehet / die lasse jhr einen Malchiten (das ist emblawoder violbraun Stem- tein / wce em Nagel oder geschnitten Hertzlem) m Gold oder Silber fassen / vnd henge es aufs den Leib/ da das Kindlemm Mutterleib« ist / so speiler das Kmdlein m Mutterleibe damit / vndhatgrosseKrafftvndSrärcke von ihn. Wenn sie aber gebahren svl/so muß sie den Stem vom Leibe hmweg nehmen/scnsten gebahretsie Nicht: Vnd wenn sich das Kmdlein zur Geburr gewendet hat / so bindet jhr eylends den Stein auffs rechte Knre/ oder über die Kme auss das dicke Bem / vnd laß die Wehemutter bald achtung auffs Kmd geben/vnd mit den Handen vnterhal- ten / denn das Kmd folget von Stund an dem Sreme nach/ vnd wird geboren. Darnachhenge dem Kmde / so bald es gebadet/ den Stein wider an/ so ists sicher vor der schweren kranckheit / vnd allen andern zufälligen kranck« heiten/nunmer fem zu/vnd nehret sich wol. Das sind aber die besten Malchiten / die ein blaw Röselem oder sonst ein Flecklem haben. Ich Habs von emem erfahrnen kleäico gesehen/der kaussre einen vmb drey Silbergroschen/ vnd gab ihn Adels vnd Fürstlichen Personen vmb em paar Vngenjche Gülden. DiesenStemnennetLärrkol. Aiic.lik.7!.c.69. Merarehiten: Also schreibet auch kii- r^!cj.Lenr.8.^.ptior.8! vomSrem/den manm Blumen findet/ vic^c criitin 1 iiAillo 8acurni. Dieses alles soll auch der )als)i5 thun/wie schreibet/ wenn er auch also an dem Halß ge- hanget vnd getragen wird. Irem/ der gelbe Agtstein/dett wenn sie den bey sich tragen/soll er die Zeit/ weil sie Mit der Frucht gehen/ nicht schwer noch sawr machen. Der Adlerstem sä in^ums gebunden / hilsst auch wunderlich vnd gewaltigst s>romc>venciu!Ns,arcum. Drumb pfleget man jhn m allen wolbestalten Sradcen auff dem Rathhause zu haben / vnd denselbigen den gebahrenden Frauen nnNothfall zu leihen.Es ist aber der oder Adlerstem em keuliger runderStem / wie em Galles- Apffel/ hatemFarbe/ wie emLehm/ vnd ist jnnewendig hol)l/ hat em ander klein klappersternlem in ihm. Doch ist emer grösser vnd besser oder msjon5 cKcaci-e den der andere zu Iranckfurt an derOderhatman aussdem Raht- hauß einen feinen grossenAdlerstein/der koster r o.Thaler Ich habe sie auch zu ;. z. 4. Thalern kauffen sehen. ^obll oder schreib m seinem kurtzen Außzug Z'daß er m der newen Marek gefunden werde/ ist nun das wahr / so muß der Nicht vom Adler kommen/sonder muß ein Gewächs seyn/dennes m der Newen Marck ja keme Adler hat. XMolvcliia (Holwurtz/ man Nenners sonst ^I-Üolo. rorunciam, oder raclicem concavam ) ist auch gebührenden Frawen eine edle Artzney/ vnd hat auch ihren Namen daher qutz6lir r«.k5 5 buc ci^ parrunennbui oder s>ueif)cn5Oj)rirns mccjiciuz , (Zunci 1t«ereuce8lecull<1tttZSi i-cmQraaces reljczuisz c>- Kf tiy lnasz Adlerstem hilfst die Gcburt fördern. Aristolo« chta dienet auchge- bahrenden Werdern, z44 BasVimeBuch/ Der Kinder Balsam lstein edel dmg» Weiber bekommen nach der Empfa- hung tust vnordent- llche dmg zu essen.. Geburts, stunde zu betrachten. mnes ä xanu xeUar.Iäem lscir Oi^sMnnSzwilderPoley Mit Wasser vnd Wein getruncken / Levcur.l. ^^>kc>r i. Schwangere Frawen sollen sich vor Saffranhüten/ denn er treider sehr/ wle auch vor andern treibenden Dm- gen / auch starcker Artzuey oder purgiren / Auch sollen sie das Kraut vnnd Wurtzel Eppig gy,am / melden. Doch mag man seiner nn Essen bißweilen em wenig brauchen. Der Kinder Balsam ist em edel Dmg / wen den die Weiber rrmcken/wen das Kmdlem zux Geburt noch Nicht zeitig ist / so stärcket er die Kcnder in Mutterleib vnd die Mutter gar sehr/darumb pfleget man chn offt zu gebrauchen/ wenn dle kaum zu helffte seyn / aä cc>n- 5orr3nc!ulN ln5Lllccm , Wen aber daö Kmdlein zur Geburt reiff ist /^ so treibet dieser Balsam das Kmdlem zur glückseligen Geburt auß/ vnd lmdert die ^schmertzen der Geburt. Dieser Balsam ist m den Fürstlichen Apotecken zu bekommen. Jetzt ist er auch in andern ApoteckeN zu bekommen. Balsam kompt vom Hebreischen ö^al.etn Her:/ Vnd 8cliemen ^inAuetlo^ vnd heist Oominum inrer olez. ijominum cilei,^r«eci^>uum oleUm, c^ucxj mirabilirer la- uar v ulncra.Man sol dem Weibe bißwerlen in der Woche einen Löffel voll eingeben/sonderlich eme oder drey vor der Gcburt. Oder nimb etwan zween oder drey Wochen vor der Geburt/Eisenhart/Melissen/Osterlucia/das Kraut(oder Osterluc-.awurtzel/dieistbesser /dendasKraut/) Zimet rinde/Muscatenblumen/ Saffran/Nelcken / schneide dle Wurtzeln klein/die Kräuter seyngetreuget / die reibe nur klein ln den Handen / thus alles ln em sem weiß Säcklein/ bmde es zu/geuß Wem drauff/ laß also eme Woche oder drey stehen/vnd drucks blßweilen auß/vnd gibs dem Weibe m?uer^erio zu trlncken/daß starckrdasHertz/vnd tret- bet die Frucht/ vnd ist den gebehrenden Frawen gesund. Es bekommen auch die Weiber eine sonderliche Lust vmb den dritten Monat nach der Empfangmß/vnordent- kche dmg zu essen/als Kohlen/Schalen/Kreide/ Leimen/ Wagenfchmer / Menschenfieisch / lebendige Fische / vnnd dergleichen / welches die böse kalte vnd acicia piruirs deß Magens machen/vnd geschieht solches/wenn ein Weib Mit ememMagdlem schwanger geher/vnddemMnd dteHaak beginnen zu wachsen/Davon wollen wir jetzt nichts werter sagen/ man lese hiervon 1-emnium, kzbricii Kanales vnd andere/ dawird man Exempla finden. Besche r ^alä.Lenr. 4.^^01.19.7 8. Wenn em Wech sich nach Hasenfleisch sehnet / oder vor einem Hasen erschrickt/so bekompt sie Hasenschärige Km- der/^ä T^Ici.Lenr.z.^llor.77. Merck weiter/wen em Weib schwanger wirdt/so wachsen ihr die Brüste / Aber wenn sie jhuenbald wider klem werden/so ists em bößZeichen/denn sie mchgebähren/^ip- xoc.lilz.s.^dar.^.zL.Wlrd nuremeBrust klem/sohat sie Zwilling im Leibe/vnd die jhr klein wird / derselben Seyten Kmd stirbet.Viäelocz. Es ist wider die Natur / daß die Geburt erstlich mit den Füssen sol auff die Welt kommen/^Unius l'ccunäus LcrmÄN.^srr-ca^.z. Das Vl. Capittl- WassickvorFälleinder Geburt pflegen zubege» ben/vnd wie man denselbigen rathen sol. /^Ier muß man gute wolerfahrne vnd getrewe/auch oereydteWehemütter haben/die das^md zu wenden vno recht außzuführen wissen/dan daran viel gelegen. Von der Gebuns,Stunde. Welche Kinder gebohren werden eben Zu der Zeit/wen ein Erdbidem geschichr/die sind immer sorchtsam. In dem Donner/die werden schwach vnd klemmühtig. Wan m der Lufft em Lomet brennet /die werden als wen sie vnsinnig weren. Dte Kmder/so zur stunde geborenmerden/ wenn der Mond voll vnd new wird / die kommen selten zum hohen Alter/oder bleiben so ohne grosse vnd gefährliche Kranck- heiten nicht / ob gleichbißweilen jhnen etliche bcne6cia ttcllT zu hulffkommen.Vnd daran hat derMond schuld/ welcher die Feuchtigkeiten m den jungen Kmdern regieret/die dazumahl gebohren werden / denn er hat dazumal grosseKrasst vnd Wirckung. diarim Lcclij?li 8oli8,b.c. in LonjullAicmc 8oÜ5,Zc I.un«e,in c^ua I>una scce6ir scl nc>äc>5, c^unsc^^u. Lc c^uclarn Orsconis vul^o vocsnc, ^>amerr»Iirerinrelsionirur, inrer8olem öc vilum nc>- iirum:ms1um rcm^ersmenrum liAbcnr.sur aon lunr äu- r^diles>sur mulrizmorbisobooxii > Lc cum mz^nisi«« w ^cäimenris conüicI^nrur. suc unä Lc lntsn^es moriunrur-. (^ui^alcenre; in me6iococli 8srurnum liabcnr , äc subli'mi curn ^ericuio Isbunrur. (^uibusZo! öc^lzrs in oÄaVil äornc, el^,ac prXlcrrim> li zccc6sr msluszs^c- <5lus 8^rurni,aur li lunr cum csx>ne kleäulX, ^»lerum^ue violenra moirc ^ercur. ^isrs cum caucjz Or^coniZ in äo> mc> cluocjecimz.carcercm minzrur. in HUÄirs 60» mc> in loco infeücem bellzrorcm facir. R.ex in mcä,c> coeli cauäam Orsconis Salzens re^ni a- miüicznem sci rempU5 iivnilicÄr,^rXlentmcum 80I. ju- ^irer Lc ^larz in slicnis locis suar. Ivlars Lc Venus in I^cone )unÄi > inconrinenriam ?c>m^am li^nikicanr. (^ui (?eminc>s in zlcencjcnre , öc 8olis Lc ^ovis rum in Vii^inciLc Ivlercurium in libra Iraker, scitmen l^Ienclorem orarionis lialiebir. <^ui I.uosm kaber in »riere in cZomc» sexrz : Lr cir. cumcesss elil.un2ä kl2rre , c^ni öc iplcin frierectt, Lc ä Zzruinc» c^ui el^in l'aurc): Lc oppoliri 5unc 5ol öc !vler» ^curius': Ille b^ber manitclias iiAnilicarioneZ slliäus? viris: morboruM. ^Inlici , ?oerX Lc OtaroresLunr canori , äuIces St 'is>lcn6icli,^uibubfelicirer^oliri lunr 8oI,I.Ull2.Vcuu5 Lc Zvlercurius-Lvorra vero korricii öc ck^t^o'ot.^ui ä 8arur^ no öc klsrre impeäiunrur. Viäe?Iin. lecunäum xiarr. r. VomMenschctt/ca^.sz. Keßuiz Oommums ek. OmnisiiabenzLÄ^ricoinum in borc»5cc>^o alccn6co- rcm.tzcir n>urarionem in Imx>erio R.omano. Oicirure- nim f^ritle li^num in mucsrionibus im^eriorum.^u^u- Aus kubulr LÄjZiicornum glcevclenrem in korolco^o, iäeo^ue i^tum incluciir in aurezm luam moneram. Ve- l^aliznus^uvc^; kabuir Ls^ricornü. Lsrolus V. niclem. Wen ein Mansch geboren wtrd/oder geboren ist/m Erscheinung eines Cometen vnd der Comet hat zur Zeit der- selbigen Geburt/ (wenn der Mensch m diese Welt emtrtt) in l>oi c>scoj?o, oder ersten Himmlischen Hause / das ist/ gerade m der Osterltmen gestanden/ derselbe Mensch stir- bet alßbald / oder lebet gewiß nit lang / oder muß immer Viel Kranckheiten ausstehen / .^Ibumalär.ü domera bz. der dommerciurn cnm ii^nc, l^orolca^nce bora nari- virari8,zucannuTrevciIur!0nis: Lcäsmnum ^orrenäi» rurä siericulola inlillnir-zce. ^c>rolcos>u5 vel Lai6c> Orienraliz clt I.6omus cceli. c^uX eli virX.) So aber einem dassclbige Zeichen/darinnen der Comek erstlich erschienen :st / im zehenden Himmlischen Hause/ s^uX clomus est cii^nir^ris ) zur Zeit der Geburtgestan- den ist / derselbe wird ohn zweifsel emen grossen EchiMpff vnd stoß an semen Dlgmtatenvnnd Ehl ens.änden bekomm men/cie^rs<äirc oder von seinemAmpt entsetzt werden/vnd den Verleumbdern vnnd Lästermäuler rechtschaffen vber dle Zunge/auch offt vnschuidtger weise springen müsien. Fürnemblich aber diejenigen/ diejhren^acivirercn, sonderlich den Krebs vnnd Iungsrawen oder 1.ec>ncm, der Anfang vnnd Mittel im ersten Himmlischen Hause zur Zeit ihrer Geburt/ oder m chren kcvoiucionibus haben/ mögen sich wegen Todtsgefahr vnnd schrecklichen Kranck- heiten wol vorsehen. Denen aber ein der obgedachten drey Zeichen im andern Himmlischen Hause gestanden/ die leiden abbruch an zhren beweglichen Gütern. Im dritten Himmlischen Hauses soemesderdrengenandtenZeichen gestanden ist/dräwetes Kanck vnter Blutsfreunden. Im v:erdten/absterben chrer Eltern/vnnd Verringerung deß VatterlichenErbtheils: Imfünfften/VnglückvvndeN Kmdern: Im sechsten mancherley Kranckheiten: Im siebenden Vnglück vnnd Wlderwertlgke^ten im Ehestandt/ vnd Mit öffentlichen Feinden viel zu thun haben: Im achten/entweder sterben oder vnvermerckliche Erbschassten mit grossen Zanck vnd Widerwillen erlangen: Im neund» ten/Vnglückauffder Reise/ vnd mit Geistlichen Sachen: Im zehenden / allerley Verleuwbdunq / Schm.pffvnnd Verspottung/Verlierung jhrer D igniteten / Aurhorttet vnd Ansehens. Welcbenaber der Krebs oder Iurgfraw oder Löw zur Zeit der Geburt/oder in der kev vU'r^n m> ei fslen Him» lischen Hause gefunden wird/ derselbe! F: euude vnd guce Gönnerwerden jhr Hertz abwenden / vi d itne> becneg« licherscheinen. Letztlich tm zwölssten/ trawet es Gefäng- »nß/ Mß/oder grosse A'.'mse!igkeit/vnd Bedrängnis/ allerley Wiiderwert-gkeit al^ Leib ond Gemüth. Die K nder imnew n Mondengekoeen/ dlc sind entweder schwach/ oder bleib gar nicht bey Leben/ oser sind Mitderschwartzen Gatten bekümmert/vnd werden vber diemaßmelancholischMiTzI6.ccnr.8,^s>kor.6s.eeli.4. 7z.. 9Z.. Wenn m der Lcl^il oderFinsterniß Kmder geboren werden/ so stnbetbitzweilen Murrer vnd Kmd weg. Die einen Tag drey oder vier nach dem ncwen Mond/vnd hernach blß zum voü.n Monden geboren werden / bleiben gerne lebendig / aber dle im abnehmenden Monden gebo» ren werden/ ecwän drey Tage vor dem newem Monden/ die bleiben selten. Dl6 Geburt leicbt zu machen. Wettn die Geburt nicht fort will / so laß das Weib Ei-» serhartwasser braiichen / das rreiber starck. Oder machs also: Laß die Fraw mit warmen Tüchern vmb die puäcnäa, vnd hmden vmb das Schloß reiben» Laß sie auch darnach Mit warm gemachten weissmLilien- vhl/ innerhalb vnd ausserhalb der ?uäen6«rum schmieren/ daß sich die Äeburr auffthut. Will 6 nicht fort / so in ach. em Bad mit Camillen vnd Pappeln/ seHe es vnter sie / daß ihr der Broden fem hin- aufs gehet/ an den Leib/ das offner auch die Geburt. Wille. ..och mchtforc / so laß sie Muscat-Uiblüt in warmen Wein brauchen/ oder em Trunck Eiftrhartwasser truckm / das treibetbeydes sehr. Item / wilder Epp.ch / m den Wälden zwischen zwey Frc.wen Tagenemgesamblet / davon gib emem Weib m Ihrer G^bu.tsstunde in emem warmen Wem oder Bier etwas em/das!^at viel Weiber geholffen> Oe-er nimb Hirschhorn/ so schwer als em kleme Perlen weZet/g bs )hr in warmen Wem em/so geneset sie balde/ deß tstoffr bewahrt befundensOder nimSchwalbenkraur/ vnd em weiug Honig/kochs m rochen Wem/gib chr einen Löffel oder zwey davon zu trmcken / so wird sichs wol erzeigen ; Oder gib dem Weibe em wenig ihres Mannes 5 Ha^nzu trmcken/ sowirdsiealshalde jhrerFrawlichen Bürden loß. Es muß aber der Harn von deme seyn / der deß vngebornen Kindes rechter natürlicher Vatter ist/ sonsrenhilsst es nicht. Besihe auch das 9!..Capitel dieses Buchs. Man pflegetauch dengMhrenben Weibern em halb quintlem schwer wecher. Agrstem gepulvert/ mit weissem Wem einzugeben/ solches fordert die Frucht zum Em- tretten vnd leichten gebahren. Elliche thun auch einQuintlem weissen gepulverten Agtsi^n/gelcoffenenSaffra-l/vnoRömischeSplca/vnd gefcilr Vngerisch Gold / jedes e.n halb Ortttheii. eines Qumtlems / vnd geben solches dem gewährenden Weibe/ Mit Wem oder Beyfußwasser zu rrmeken/ so gebieret sie. Em Quint von Hirschzunincr geschabet/ vnd in guten Wnn eingenommen / thut auch nechjt Gott das seme m diesem Fall. Es muß aber zwischen zwey Frawencagen geschlagen seyn. ?c>I/x>oäil lupra c!e)ctrum , 2» rum Iczirimlren,vnd passiren lassen. Die hier zu gcjäuclren,wolre zuviel seyn/ drumb lassen wirs auss diß- mal beruhen. Aber ich weiß Exempel/daß ehrliche Weiber gewiß im siebenden Monden Kinder geboren haben/ die sie darnach groß erzogen» Vors dritte/so kan ein Weib auch im achten Monden Weib kan gebahren/manist aber der Meinung/daß dieselben Km- im 8.M0- der nicht sollen lebendig bleiben. Aber etliche lassen sich bc- uat gebch- düncken/ sie sollen wol lebendig bleiben/ daher auch ren. pociaressagt/ in l ciezlimenrc?, Ll5 aurcm Lc non eli 0- AlmcÜriiipairus.Das :st dnnckelgeredt/vnd gar zu knry abgebissen; Im achten Monden kan eine Geburt seyn/sie kan auch mcl)t seyn/ das ist/ es kan ein We«b im achten Monat ein Kmd gebahren / aber es bleibet nicht lange/ es stirber balde. Vors vierdte / kan auch ein Weib im neui dten Mon- .^eid kan den gebähren/daß das Kmd lebendig bleibe.Item/im ;e- ^ henden Monden / vnd das halt man sonsten gemeiniglich nat aebeb- vor eine rechte natürliche Geburt.Drumb sagt^euÄncicr ^ ein alter Malier äecilnelkis xzrir. Vnd ?1aucu8in Liltclt. Loecilius. Vors sünffte/ ;o kan auch wol ein Weib im eilffteN Weib kan oder zwölfften Monat gebähren/ wie manns dann auch «n 11. mo- offt erfahren hat: Vnd zeuget solches auch »aänÄnus nat gcbeh« vnd Das soll man sieissig Niercken/ daß ren» man ehrlichen/tugendsamen Frawen vnd Wittwen keme Vnehr oder Schande zumisser/ wenn sie nachjhrer Manner Tod zn langsam in die Wochen kommen. Doch sollen auch die Weiber diese vbrige Monat mckt Mißbrauchen/ es möchten sonst Hnren drauß werden. Besihe tonum äe clie aitrsli, c. 7^ Drumb ist das Decwt der cle- cem virorum zu Rom/darinnen gemeldet wird/daß nach zehen Monat ihrer Empfängmß ein Weib Nicht schwanger seyn könne/gar mchts/viid soll nachdemselbigen nicht gerichtet werden: So hat ^ulilnisnud auch vnr^cht gethan / der solche Weiber nach dem Tenor vnd Laulder alten Recht gestraffethat: lasst sich auch düncken / daß em Weib im eilffren Monat nach ihres Man-^ ncs Tode Nicht gebahren könne/iu libro äc izarur^ fcrrusz. vnd g.lt sein ä iimilirucllne lum^^urn , gar Nichts: (^U!» limile ni^il ^rob^r,se6 rancum Lr timilc non et^iciem, omnis tlmilüuäO »on cu^lir^uA- ruoi Vors secM / sv sagt I-Zomerus, daß auch im ganzen ^ Jahr / das isttm zwölften Monat d:e Weiber gebahren ^ ^ konnen/m ?lber ich halte dafür/das Jahr werde ^ zu deß ttomeri Zeiten nur zehen Monat gekabr haben. Ichkan anchwolgiauben/ daß sich die junge Weiber bißweilen selbjnn verrechnen/vnd iiicht eigentlich wissen/ wenn sie schwanger worden scyn/daher es jlhnen bißwetlen ja gar offt an der Rechnung mangeln kan. Wenn man auch bißweilen von solchen Sachen vrthei- len soll/so muß man der Weiber Klore^ oder Sitten anse hen/daß man von rechten ehrbarn/rugendsamen Frawen nichts böses dencke oder vrtheile. Die Falle sind mancherley.Besihe LeUlum Iii).z.czsi.l6.?linlwn lecunäun. lib 7»c.s. ?lln.lecuu6uln (zLrinaxi.^zrr. i.c 7. Gemennglich gehen dle Schmertzen an / vnd geschieht die Z46 Das Vkrd« Buch/ Affterge- burtauß- zutrecken. ToSte Frucht abzutrer- den. Ohnmacht gebührender Weiber zube- gegnen- die Geburt / wenn der Mond new / oder das erste Viertel ist. Vicle?Iill.lccunäüm (-erm. wie ervonFewerabend ectirr»pÄlr.i. vom Menschen/ c.7^Z ?. !(?.I I.Lc iZ.. ex^ulüonem sceruz Lc secun6inarum. Wenn die Afftergeburt mcht balde fort will / so gib dem Wecke Bornste;n vnd Bocksblut mMalvasier oder Wein/lv s^uis cliurericis^u^ movenc ur>nsm,uc lcLni- cuIj,?ecroseUu>, tzxit'la^a:,al- lem man muß eö balde thun / weil tue Natur noch treckt. Denn stunden pc>li ^arrum lst schier zu lange geharret. Wenn das Kmd mcht fort will / jo laßdas Weck emen guten TrunckCarfunckelwasser zu sich nehmen/ oder laß sie Rebenlaub zerstoben / den Safft durch em Tuch drücken/ vnd davon trmcken/ oder den Wein/ darnmenRe- benlaub gesotten ist/so gehets baldefort.Besihe auch zaicj.ceur. 6.^^?llor l7 -vnd druntewLz^. 9z..1s- pjz promover ^srrum, L^rrliol. i <;. ca^>. 4:.. Icem ^al^lZziizicl. cÄ^.so. ll slliZarurscrmori. Iccm Iiis ibicj-DerAdclerstem li2l- li^arur venrii^cum reriner foccum. 6unreju5sl:^uoc oe- nerz.k 5emx>er uuum cliaüo ^rXKaurius c. Z9. cenr. ^.^nor.56. LcrviIzoIecus,Hirsch^chwamm/wenn das Weib dessen einer Erbes groß / in Ku.desnörhen im Munde kewet/ vnd davon dieHelfft :m Mund behalt/ vnd die andere Helffk auff den Nabel schm.ertt. Der Schneckenstemettsm piolnover^zrcumM-iLÄlcj.cenr.Zi ^li.4. Waö wetter zuthun/wenn em Weib nicht gebah- ren kan/ besche drunten das sz-.Lap. Wenn eine Hündin / Lcrvs, trächtig ist/ vnd nun fühlet/daß jhre Zeit vorhanden/ daß sie balde werssen M/ so isset sie etliche Kräuter / vnter welchen sonderlich Leleli. oder 8i1er Mit jeinen z.speciebus(ist ein Kraut wie Peter- silge/welsche Steinbrech) Item das Ivls/Iilieuseckas son- ften 5Uer ^nrallum heist/so das bestevnd gemeinste ist. Von diesen Kräutern besihe Oic»sconäcm,^mArusn1.u^ ^canum,kuc1itium,'^al)ern^lri(ZnrznuMzLc>cIcmm>I.o- «icerum , vnd andere vornehme Lcute tterbÄN«. Darnach/ wenn sie merckt / daß sie werffen wird/ gehet siean emen Weg unWalde/rnd daö thut sie darumb/daß nicht Irgend em Wolfs oder em Beer sie m der Geburt überfalle/ vnd chr die Jungen nehmen: Vnd so eiwas käme/sie am Wege desto ehe Hülff erlangen köndte- Viäe tum I^uiiran. lid. ).LomlNellc3ZtvrumiQ OivlcoriäcM, Tnarrarioue^Z.s?., Todte Frucht. Wenn die Frucht im Leibe todt ist /so häng dem schwangern Weib em Schlangcnhaut / welche die schlänge selbst abgestreuffc/an denHaltz/die erstlich m einen Brieff oder Papier / darnach m ein Schleyerlem gewickelt ist / oder, hänge sie ihr an den blossen Leib/ so muß der soccusfort/ wenn er gleich todt ist / illlckellocie verlnckus> c. s. Beyfußwaffergetruncken/ treibet auch die todte Frucht auß/wieZ.6.6.schreibet/ daß em Weib iS. Jahr eine abgestorbene Frucht in jhrem Leib getragen/ ohn alle Verletzung der Mutter. Besihe auch!vli?zl^.cenr.z.^pkor. Lenccl. Ick. 2.5. c. ;i. ZI. z^. Eö schreibet ccnr.?. ^^>Iior-i. daß ein Weib eine todte Geburt/nach dem zehenden Jahr Stückweis von sich geben habe. L)pnm.,cht gebehrettder Wetber. Wenn ein Weck m der Geburt m em Ohnmacht ge- räth/vnd nicht darauß wider dommen kan/so bald man sie auffkühlet/so fället sie wider drein:arini lu^erso-carionem nennen/ daß etliche Weiber Vkohnkmd / oder mulsm davon die Weber sehr kranck seyn / oder sonst andere grewliche moaürz oder Vngehcwer gebaren / dch bezeuget die tägliche Erfahrung vnd die Historien / Item daß eine verstorbene Frucht nach dem 4 -Iahr auß Mutter >eibe gezogen vnd gleichwol die Mutter lebendig blieben/davon besihe cenr. 6. s;.ccuc.l.^k!eruu^uc una cum loccu. Von den Mählern derKitlder. Sobald ein Kmd gebohren wird/soll die Wehemutter besehen/ob das Kmd erwan emMahl aii semem Leibe harte/ sonderlich vnter dem Al?gesicht/ welches sie dann von der Mutter Erschreckmß zubekommen pflegen/ vndwenn sie solches finden / sollen sie das Mahl balde Mit der Mutter Blut waschen / sovergehetS. Besihe auch cellr.4.^nttsrr.i.cs^.i^. Das VN. Capitel. 347 essen/ oder kau sie bald im Anfang nach der G burt nicht essen/ so soll sie doch die Suppen davon gemessen Denn die ist sonderlich gut zur Außcheilung unLechevnnd der Mutter. Besihe weiter das i ^. Cap. Wem istden SechSwöchnerm Nicht sehr gut / denn der vei hartetdie leclcs. vnd vertreibet die Milch. Jedoch ist jhnen emwenigWemSacht Tagenach der Geburt nicht verketten/ Eyerdorrer/ oder sonst weich gekochte Eyer sind ihnen sehr gesund. Ein icdere SechSwöchnerm soll eine halbe Tonne gut alt rem außgelesen Bier im Keller haben/vnd sich vor ue- wen mngen trüben Bier/als vor einer Gisst damit sie sich vnd jhre Kinder leicht vmbbringen können / wol Huten vnd vorsehen. Wie d:e Juden mtt jhren newgeworbenen Kindern müssen vmbgangen haben/ besche den Propheten Ezech. Lap. 16.V.4. da er spricht: Deme Geburt ist also gewest/ dem Nabel/ da du gebohren würdest/ ist nir verschnitten/ so hatman dich auch mit Wasser nit gebadet/ daßdu sauber wurdest/nochmtt Saltz gerieben/uoch m Wmdeln gewickelt. Wenn eim Weibe die Nacktwiben oder Weheca, gen bald nach der Geburt vergehen / welches mchtgutist. So seud jhr Spikeblumen lnWein/vnd gibs jhr warm zu triucken- Oder weissni Bornstem (luccini) em halb Qumt eingeben m warmen Bier/oder Rerfel (cerefol n) vnd diß etlichmalwarm. Oder koche Osterlucijwurtzel mit Bier vnd laß sie trmcken. Auffstoffung der Mutter/ Uceri NtÄNZujatus leu ^rXrocacic» inztiicis. Wenn pcili einem Weibe die Mutter sehr hin- auffzum Hertzen trit / vnd die gar erdrücken will/ wie denn zuweilen geschieht/ so binde ihr emen Hirschen en Riemen (der auß einerHirsächaurgeschnitten/ vnd zwischen zweyen Frawenragen geschlagen '.st)femfest vmb den Leib / so last es nach: Vnd obs nicht so balde geschehe/ so wirds doch lecuuäurn Oeam hernach balde ge^ schehen/ halt nur damit an. Oder mmb Ra»ite/zerstoß sie n«it Honig vnd legs über die muliebriZ.sosteiget dieMut- ter mcht auff. Die Eingeweide der Olrauvpcn oder Quappen / die wie em Frosch aüßsehen / sind auch gur vor diese Kranck- heit/dte slAnarur bc ingrs mit/ denn es sihet schier wie eme mscnl) Besihe das vorhergehcnde 6 - ^ap. Wenn eine SechSwöchnerm ein Fieber bekompt / sagt Kulanäu8.so soll man )hr dieFrawen Ader lassen.Er setzet auch eme Aderlasse vor die Mißgeburt. Es soll auch eine pue^crz das Stück von der Nabelschnur / so einem Knablem nach der Gcburt abzufallen pfleget / Nicht wegwerffen/ sondern dörren vnd verwahren/ deim es ist gut wider alle Wehctagen / Schmertzen vnd reissendeß Bauchs. Weiter so soll auch eine jede SechSwöchnerm dencken/ was jhr Gott befohlen hat/nach derGeburt zu thun/nem- üch weil es da recht heist/nut Schmertzen soliu Kinder gebaren/Gen. z. i6.daß sie sich darnach auch 6 .Wocheu inne halte / vnd sich nicht balde wider auß dem Bette herfür breche / dama sie mcht in grosse Kranckhett vnd Gcfahr Leides vnd Lebens komme vnd gerathe. Denn m Kmdcs^ Nöthen ist emegrosse Beweglichkeit / da sich die coxz.- U- xii en vnd auff thun/ vnd die ende der Adern/ daran das Kind hanget/ vnd die inwendig in der Mutter seyn/ vnd herauffzu der SechSwöchnerm Brüstengehen / vnd das Blut m die Brüsteführen / darumen ce zu Milch wird/ welche deß KmdeS Nahrung ist. Diese/ sage ich / werden da gleichsam zunssen / davon eme Fraw grosse Schmertzen b .kömpt vnd Hat/Gen.;. Ich will dir ml Schmertzen schaffen wenn du schwanger wirst / mir Schmertzen soltn Kmder gebaren. Da sind traun beydes die Mutter vud das Kmd m grosser Gefahr Leibes vnd Lebens Drumb soll em solches Weib GÖTtcs Ordnung vnd Befehl nachleben/als der wo! weiß/ was der Mutter vnd dem Kinde nützlich vnd dienstlich ist / vnd soll sich 6. Wo- Was nach der Gebnre geschehen soll. ^>Ach der Geburt sol ein Weib vil warme Suppen chenjnnen hatten/ vnd sich wol pflegen vlid warten lassen ^ (-vom besten remenBier/das wol warmet/brauchen/ b,ß sie wider zu rechten Krafften kompt. vnd bißweilen Lo> oern / bißweilen Ga.gant / ^^c:len es komme / daß etliche KlNder den Groß» Zittwer/ bißweilen geflossene Bibenell/ ^rem Bibergeil ^ Geschlechte abnlich drem gescknitten/vnd Mit in den Suppen einnehmen/ daß ^teru o^r ai ^ ^ man die Adern wider erwärmet. Essoll auch eme Sechs- ^ ^ ^ Kinder Köchnerm gute fette Hüner / mtt Muscatenblüt gekocht Diß kan erjlltch kommen von der N arur / w^che wa- Das Dritte Bück/ rum sie offc den Groß' Elternoder andernahn- llch. Mutter soll jhre Kmd er selber stil len. Ammen was es vor ein Weid seyn soll. Krafft der Seelen von dem samen m den samen erstreckt» Darnach von der Einbildung der Weiber/m srrl- culci conce^rionis. viclc 46.95. cenr. 4. i z. Icein I^einuium äe occulcis nsrurs: mirseulis, Lcc. Dle viäo 4. in ^neicZ. wünschte / daß sie möchte ein klemes^llcasiein vom^nea hahen / das ihm ähnlich wäre/ vnd sehe gar w-e der Vatter. Wenn die Griechen einander etwas böses Fluchen wollen/ so wünschen sie jhm daß jhmseme Kinder nicht solten ähnlich werden. Hiervon besihe weiter ^icnlaum R.emiAi'um m seiner «ZXmollolarria ca^>. 6. 5ol. 49. sO.^arr.l.?Iin. j^cunäum Lermzn.parr. i.c. 16. ?llso sindet man m der Märckischen Historien / in den herzlichen Ivlarcliice Lran- ljcll^uroicce 8rruric>mollr3lil , von dem vermemten Marggraffen >^oläcli>arc>z nn i.Buch/ xsZ.s4. Hinwieverumb seyn auch etliche Kinder von frommen heiligen Eltern gebohren / vnd werden jhren Eltern gar nicht gleich / sondern leben m allen Sünden vnd Schanden/ besihe ?Iill.secunäulN QerlNÄll.pÄlr. I.c.15. Von der Mißgeburt. Wenns einem Weibe einmal m der Geburt vnrichtig gangen/daß sie lang vor der Zeit aborrirer hat/ so sehe sie sich gar wol vor/ den es geschieht darnach gerne mehrmal/ wenn sie schwanger werden. ^>ie müssen nicht zu schwer heben. Wenn ein schwanger Weib hart erschrickt / vnnd jhr tnenl5ruum bckömpt/so netze emTüchlem m gar marinen Essig/vnd legv jhr auff denNabel.DarnachbeheSchmt/ geuß warmen EM drauff/ vnd schütte vor 2.. Pfenninge gestossene Nelcken drauff / vnd legs also warm auff das vor auffgelegte Tuch. Wenns kalt wird/ so warme es wider / vnd le.,s wider auff. Laß sie auch emen Löffel voll warm Carfunckelwasser / oderKinderbalsamwasserzu jhr nehmen/ vnd hatt ihr Raute vor die Nase. Item/ laß sie bißwerlen ein stücklem gegossen Quttrensafft essen. Laß sie auch einen guten Trnnck oder etliche Sawdistelwasser trincken. Schmiere sie mit em wettig Muscatenölauffder Hertzgruben/ Pulsen vnd Fußsohlen. Hange jhr auch Bibergeil an den Halß. Sie muß aber Wem vnd kalt trmcken meyden/vnd sich durchaus; wie eine andere Sechs- Wöchnerin halten / em Süplem von einem Ey zum ersten zu sich nehmen/vnd Nichts darein gebrockt / darnach mag man ihr ein Semmel drem brocken/ Item/ gesottene weiche Eyer/ gesottene Hecht vnd Grindel/oder Gründling/ Schmerlen/ Barse/ zc. auß dem Salß oder Butter mit Petersilgenwurtzel. Wenns einem Weibe vnrichtig gm- ge/vnd sich das meuttruum oder Geblüt Nit stillen will/ so Nimb nur die kleinen Coralles in einem Mörser zerflossen/ In rothen warmen Wem em/ so vergehet es bald. Das Vll!. Capitel. Von den Ammen. /SS soll ein jedere Mntter/ss v il immer Menschlich vnd ^.möglich/ihr Kmd selber träncken/ vnd denselbigenbey Leibe vnd Leben keine Amme halten. Nicht allein vmb der Amme selbst willen/ die bißweilen lose Leute/ vnd mit keiner Speise oder Tranck zu ersattigenseyn/ baldewolien sie diß / bald jenes gut Bißlein oder Trüncklem haben da sie doch m jhren Häusern offt kaum das liebe Brod vnnd schlecht Wasser zu trmcken haben / davon den Kindern grosser schade/vnd auch wol der Tod selber entstehen kan. An dem hat die Milch pcnium Harris, vnd bekommen die Kinder gemeiniglich ihrer Säugammen Naturen vnnd Eygenschafften/ darvon lese man den ?Navc>rinum ?Ki- 2^>uä Lelüurn 1. vnd?1io.ü.9.c.i8. Kan es aber anders gar Nicht seyn / sondern man muß seinem Kinde em Amme halten/ so nehme man hierzu em verständig/ ehrlich/ fromb vnd Gottsförchtig Weib/die das Kmd liebhat/ vnd nicht verschlaffen ist/ vnd sie das Kmd deß Nachts/ wenn sie sich voll gesoffen hat/ gebrach- lich schreyen läst. Hiervon besihe Weiter Qre^orli ?iAorii VillinAani .z6. tiarmoniam L^QXceorum^>zrr. 1. c.iZ.cumle^>LeaciIzu5,I.ucjc>vlcurn Louaciallum iu La- oescie mulledrizLc alilzl in allen l'omis ccorum. Es soll aber/wie zuvor auch gemelt/em seugend Weib nicht viel Wein trmcken / denn der benimpt den Müttern die Milch. Was man von Ammen vnd Kmderwärtenn halten soll/ besihe Sonsten aber soll auch ein säugend Weib mit guter ge? sunder Spech vnd Tranck versehen vnd versorget / vnd nicht erzürnet werden/ sie soll Speise essen / die nichtvn- dewlich ist/ynd trincken was nir zu sehr hitzet oder kühlet/ daßdas Kind von chrgute Milch vnnd Nahrung habe. Drumb hat auch GOTT einer jeden Mutter zwo Brüste gegeben/ daß sie ihrem Kinde Milch vnd Nahrung geben kan: Vnd die hat er ihr nahe zum Hertzen gesetz/ daß das Kmd rechre Kindliche Liebe/ Gorresforcht/ Wechhett vnd Verstand/ Zucht vnd Erbarkett auß jhcemHertzensäuge vnnd bekommen soll. So soll auch eine Mutter ihre Brüste warm hatten/ damit das Kmd Nicht schmertzliche Kranckhettgerache/wegen Erkältung der Milch m ihren Brüsten. Sie soll auch frühe nit lang nüchtern bleiben/ sondern eine gute warme Suppen essen / dardurch das Kmd auch desto mehr vndbesiereNahrung bekomme.Deß Morgens vnd Abends soll man dleKmder nicht nacket vnd bloß herumb tragen/ sondern sie balde anziehen/ daß sie sich vor Gorres Angesicht/ bey deine Tag vnd Nacht eins ist/ vnd vor den lieben Engeln vnnd allen Leuten schämen lernen. DleIüden heissen die Kinder/ Hurenkinder/ die nichts auff ihrem Hauple tragen/ sonderlich nach dem 7» Jahr ihres Alters/ biß m das l z .Jahr/ vnd nach den 15. Iahrenbefihletmansjhnengar ernstlich / daßsie allzeit etwas aufffttzen müssen. ^?o muß auch kem Iudenkmd barfuß gehen/ sonderlich iM Oeceml>er vnd ^aauaric,, Daö IX. Capitel. Von den Brüsten der Weiber. Wenn den Weibern die Wartten oder Wartzen auffreissen. i/T^O schmiere sie mit Mandelöl/ das mögen die Kinder V^wol mit emsaugen. Doch ist das Oelvon Eydotter gemacht/noch besjer. Oder zerstosse weisse Lilien sampt dem Stengel/im Mörsel/geuß Baumöl drauff/setze es m die Sonne/laß wii cken/ darnach schmiere sie. Oder mmb alte Kochlöffel/ einen oder sünffzehen/oder mehr / zünde emen nach dem andern an / so treufft ein Oel darauß das samble/ vnd treusss m em Gläßlem/ damit schmier die Brüste. Oder nimb Milch von einem säugende Weibe / vnnd schlage Butter drauß (sie muß sich erlichmal außmelcken/ daß der Milch vil wird/vnd dieselbe m einem kleinen But- terfäß inbuttern /daß Butter werd) vnd schmiere sie damit. Diese Butter vertreibet auch den Kindern die Mahler/ wenn man sie darnnt schmieret. Besihe drunten das 17. Capitel. Wenn dieWeiber keine Wratten haben/vnd d?e Kinder nicht tränckeii können. So muß man immer mit einem Glase / das ein langes Röhrlein hat/ an der Wratte saugen lassen/ vnd bißwei^ lein auch dasKind anlegen vnd saugen lassen/biß man die Wratte zu recht brmget/daß das Kmd'daran saugen kan. Wiewol die Kinder gar sehr vngedulttg werden/ wenn sie angeleget werden/ vnd doch nichts bekommen. Man sindet auch Weiber oder Mägde/so die Mutter außsaugen/wett die Milch bey ihnen verharten wil. - Wenn einem Wcide die Margen gar roth seyn. So mache emStrewpulver von gebrandtem Krebs' stein vnd Tormentillenwurtzel/ das ftrewe drauff/ oder binde es m emem wetten Fmgerhieur» cuis. Drumb koche jhnen bald u-n Anfang Brod im Wein/ Nlmb emen frischen Schweinsdreck / vnd einen guten Dtna / w» ^ wird wie ein Pappe oder Muß / schmiere au ff ein mau dar-" vnud legS auff/ das bcnimpl d-.e Äci^ch nichl/vund vor brau- gleichwol vor die Schmertzen. Diß Rccevthab scharpffen Esstg/ laß den Essig wol warm werden/ vnnd zurichrejyn daintt/ daßjhm der Essig denStanck benmi- chensoll. zwar vonemer FürstlichenPe .sou /diees v^r g.'w-.sft ' aber doch dänckt mich etwas hitz:g sc: .!/ vnddr darffman hitzige Dlng nichr wol auflegen/ iou; .itzün dek sich die Brust/ vnd wird Zar fchwcu ' Leiusamen/schmieren ihnen aussen Tuch / vr. ' ttge: htt drauff/ daö dünckr Mich besser seyn. Ichs Habs gesehm/daß einer frommen Frawen em Ba- der7.LöchertndceBrusih:eb / da iieffschier emegautze Schussel voll Eyter herauß. Aber das düuckt Mich schier etwas zu grob seyn/könte mansdocbmttemem la^NIo in- xroriv.oder CorrosinschenSremlein thuu/daS ging leichter zu/also/daß maus kaum fühlete. Darnach könte man sie mit Eyerdötteröl (welches gar ein heilsam dmg ist) wider zuheilen. Wenn den Weibern die Brüste schweren/ vnd sie grosse Hitze drumen haben/so zerstosse etliche Krebse / presse den Safft herausser/ mach ein un»ncnc davon / vnd bestreich siedaMtt/ I^^Lo^lnaii.inIiIz.clevernii^UZcz^. 11. Lc ^iarrlziolus in licrb<> ük. z.. c. ic>. So sie geschwollen vnd roth werden/schmiere nur Butter auffem Lemwath/ vnd binde es drauff. Oder lege das Knoblochpflaster drauff/ ^Trii ist auch sehr gut. Nlmb gelb Wachs i. Pfund. Geygcnhartz 2.. Loth. Htrschenmarck z.. Loth. Geläuterten Salpeter 7. Loth« Knobloch Häupter 10. Baumöle. Pfund. Den Knsbloch zerschnitten vnd gestossen / in dem Öel gesotten daß er wol weich wird/ nachmals thue die andern Sachen darzu/vnd mache nach der Kunst art ein Pflaster darauß. Laß dirs in einer guten Apotecken zurichten. Wie man grosse Brüste / die em grosser Vbelstandt an einem Weibesbilde seyn/feen klein machen soll/ als wenns Iuugfrawenbrüstewe^n / besihe ^1i2a1ä.ccnr.7.^xli. A7.cenr.8.^.xlior.47. A- Zu derWeiberBrüsten Geschwulst. Nlmb brosam von einem Weck. Bohnen Mehl. Eibischwurizel jedes 2.. Loth. Bockshotnsamen Qumt. Das gelb von 2.. Eyern. Koche dieses ein wenig m Kühe Milch / thue darzu Rosenöl. Camillenöl jedes s.Quint. Saffran i o. Gran. Vermische es zu einem Pflaster. Vor da 6 schweren der Brüste. NimbFenchelwurtzel / vnd seud sie recht wol / daßsie weich wird/ lege sie der Frawen auffdie Brüste/ es heilet ohne Schaden. Brust- Vor das Brustschweren der Frawen. schweren Nimb AsophHand voll/ langen Kressensamen oder der Fra- Wurtzeln 2.. Loht/ Älautwurtzel 1.Loth/ Feygen 1 -Hand wenzucu- voll/ Rosen K .Loth schwer/mache es/wie sie es am besten ttren. trincken können. Bmstscdweren der Frawen von vbriger N?ilch. Mache auß Poley vnd Essig ein Pflaster / vnd lege es jhr auffdie Brüste / besihe auch Nulaudum von warmen Badern/fol. 150. Bmstschwzren vnd Stiche der Frawen an der Brust. Nimb Leinsamen klein gerieben/ mit Wasser durch ein Tuchgeseyhet / vnnd darauff gelegt/stillet die Hitz vnnd Wehetagen. Em ^eäicuscuriretdlßanemervonAdel gar wol/also / er befahl zu nehmen/ Müntz/Wermuth/ Salben/ Raute/ein jedes ein Hand voll / Habergrütz em halbe Handvoll/ ließ darzu thun guten Wein / so viel ge- jnug/das muste man kochen/ daß es dicklich ward/ wie ein Muß/ ließ aufflegen mit einem Tuch/ da verging die Ge- schwulst vnd Stiche der Hrüste. > -lr/ Frawen/so warm sie es erleiden kan/ aufs die Brüst/ mit eü.emwüllen Tuch. Thue es off,". Mau muß grosse achrung auff der Weiber Brüste geben/ wenn chuen die beginnen zu schwellen/denn sie können leichtlich denKrebS in xorola carnc bekommen/drumb He:st6x >riocix>nsoblia. Ein bewehrter warmer Band zu böftn Brüsten/ darmuen Knorren vnd andere Geschwülsten seyn. Nimb Leinsamen im Mörsel gestossen / em gut theil Brüste so kcrnumLio-cumz den Samen auch gestossen / em guten böse seyn/ Leffet voll Pappelnvnd Romeyenblumen oder Carmllen/ M verbm- )edeSemHandvoll/weisse Lilienwurtzelnure'.ne/oderwen den» sie groß ist/ein Theil davon/frische Butter ein gut Theil/ gut verlegen Bier anderthalb Stübichen/ das alles m einem newenTopff zu Pappe gesotten vnd gerühret/ auff em weiß Tuch g-schmieret / vnd so warm mau es erleydett kan/über die ganye Brust geschlagen/ darauffemen warmen WaUdlappen vnd etliche Tücher gelegt / vnd warm gehalten / vnd deß Morgens einmal oder drey ernewert. Diß kan übergelegt werden / wenn schon die Brust offen ist: Doch wird das Salbepflaster über die Wunde gelassen. Solt es aber zusammen tragen vnd erst auffb cchen wollen / kan diß folgende zur Erweichung vnd Eröffnung gebrauchet werden. N-.Mb ein paar frische Feygen / in Wasser weich gesok- ten/Sawerteig chngesehr so vil als eme Feige groß/ vnd em wenig frische Hefen / dieses mit obgemeiten warmei? Bande vermischt vnd gesotten / vnnd mtt einem kleinen 'Pflaster/ so weites rorh ist/auffgelegt/ nichts desto mm- ocr das andere warme Band über die gantze Brust ge-- legt/ist uehest GOttes Hülffe/bewehrl befunden worden/ besihedassi. Eap. Das X. Capitel. ^Lon der Weiber Milch in den Brüsten» Milch der Weiberverlieren. 5)^Jßweilen verlieren die säugenden Frawen jhre Weiber Milch/ daß sie gar verseyhen/ welches geschieht biß- warumtz weiien von Hltz/ daß sie daö meoliruum noch haben/ daß sie die sie zurselben Zeit nicht haben solten. N:m Kühmilch/thue Milch Anyß oder Fenchelsamen drein/seude es miteinander/vnd verlieren laß dieFraw trincken. Wie man den Weibern zm Milch wieder Hess, fen soll. Der Christall hat eine sonderliche Art Milch überflüs- Weibern sig zu begehren/wenn er denFraMn wol xr^parirt emge- ^ider zur den wird / wie er aber Äcil^Äiz^enerzrionem^lT^ai^r Mkleh zu muß werden/ besihe 1^eox>K.IlIz.i.?r.H.z)rÄp3r2rionum. hoffen. Ivluliernon nabenslac^ur moäicum dibar Icclllcu1iivelj?erc M2ne. ^iulier li Walzer moclicum ^8, Iv. iuccinum slbum, sc poae juxra , das zeucht die Milch zu sich/ wie der Magnet das Eysen. 81 nimium liaker^olle luccinum zwischen die Schuld rern auff den Rücken» DieDmgbringcndenFrawenMilckzu wegen/ Villen/Anyß/Fenchel amen/ Lactuncken/we'.che Eyer/Fey-- geu/ Datteln/ Vogelszungensamen/ Galgant/ Reiß/ LoKns, Ircm (-ÄlaAirc8lsx>is,wenmanjhnandenHalß hanget. Lzrc^ol.^nZlic.lib.i/.c.^s.Irem, ()nancire8 la- ^>18, iclcm 1>l>.i6.c.84. Diese Dinge mindern den Frawen die Milch/Schaff- mülinsamen/ Knoblauch/Rauten/Salbey/Bingel/In- grüu/ Steinmuntz / Kürbsen / von diesen Sachen mag . man weiter in l^>eculc» meciico kriüi lesen/Iib. 1. 2.. 1.i.^3rr.2..Lc z.'I'rs.c.i.^. Icem ^Iex.LLuecj.I.icz.c.15.16. Von Vberflüjsigkeit der Milch. Wenn eine Fraw der Milch gar zu vil hat / so kan sie 'zurAderlässen/ kulanä. vonWasserbadern/ fol.546. Sie melcke die Brüste auß/ daß die Milch offtdärauß komme alle Tage / oder thue emen Trunck Wein vuter dem Essens G g Item Milch so in den Brüsten verschwel len. Milch zu vertreiben. D.^6 Vierdte Buch/ Kinder so noch saugen zu cu- Llren. Kindern die Dttze zu vertreiben. Item / Östreich die Brüste vnd Wartzen m-t Wege- richsafft/ das lmderr schb.-cnt/ vnd truckner d!c Mäch gewisse: Oder lege em Tuch nur Wachs bestnchen auff die Brust. Wie man die Milch vertreiben soll. Fürstliche Weibspersonen / so ihre KnU er nicht selbst tränckenwollen/ mußman die)^iilchbaldvcrtrcckeii/so bald jhn.'n die Brüste beginnen zu rhonen / nä,ul:ch also: Nimb n.w Wc.ch6/ zerlasse es im Tiegel/ stecke Tn.yer drein/vnd rrucks auß/vnd wehe die Tnchlein m der Lusst/ daß eöem wen-g gerinnet/ vnd lege also auff/ du magst auch ein weuig K ausemnntzenwasftr darunter nehmen/ das bennnpr auch die Milch / vnd wird das Wache auch Nicht zu hark. Oc er hang jhnenem Krötensiem auff den blossen N ucken / wenn er gleich m einen Ring emgefast ist / so vergehet ihnen du Milch auch. Saugende Weiber sollen keinen Kohl oder ErbiS essen. Enkwehuungder Kmder. Wenn einWe.b rmKmu abjetzen/vnd n»cht mehr saugen will / so sehe ste sich wo: vor / daß jhr die Kälte m d?e Brüst nicht kommet/ drumbmuß sie bcyde B. liste warm halte:-. Etliche mclcken sie auß/ ond gufsen die Milch ms Fuver/ oder in eui Mäuseloch/ oder lege olaw Papier/ o- der blaw Gewand auffdlcBechle/oder n.mb frischeWer- murh/vild klopfte sie zwifty.n zweyen Feldjtemen/vnd lege sie auff die Brüst. Wenn em S chSwöednerin nicht schlaffeil kan. N-mb Maiidelkern / welche sie in^alr Wasser/ bch sich die Haut davon abzeucht/ reibe sie klem/ vnd thue einen Löffel voll weissen Acohn darunter / vnd Museatenbltt- men/so viel als man auffFulger halten ran/ reibe das alles durch einander nur Mftmvasier vermischt / v:.d thue ein wenig Lrawenmilch darunter/ die ein Magdlem stillet/ misch, es alles vnter einander / daß ee w'.e en Muh6 wird / streiche auffein Tuch / legsausis Haupt/ vnd b'.nde es zu/ es nmß aber stclle vmb sie seyn. Wivm ein Rind noch Nicht zwolss Woeycn alt ist / so reib ;hm allwege nach dem Bade die Hände vnd Füßiem Mit außgezwuug.nen vr.d außgeprejcenSafft auß den Wermuhbläitern vne Skrngel/so schaden jhme d ie Tage semes LebaiS^ein Frost noch Hitze. Item/ eheste iz.. Wochen alt werden/allemal nach dem Bade / um jetztgesagten iacco akiiurkü den gantzen Leib gerieben vud g. - nuei el / so sie st sie sein Lebcnlang keine Frantzssen/ Aussatz/ Kratze/ Schuppen vnd Läuse an/ machtemeschöne klare Haut/ vnd ftme zierliche Glieder. Dns Xl. Capitel. Vondenkleinen K idern / vndjhren Kranck, Heiken. Ochenkindern/oder sonsten klemenKmdern/die noch an der Mutter saugen / kan man die Art-ney uM also emgressen vnd emgeben / wie den alten Leutm / sow dern man muß die Mutter oder Amme die A. tzney brauchen lassen/die es stillet/so saugets das Kmd darnach von der Mutter. Von der Hikze der Kmder- Laß die Amme Iochellwasser trmcken/oder koche jhiu^ ein GersteiNvasser in.tA.icßsamen vnd kleinen Rosinen/ wie gebräuchlich / se;be es durch / laß die Amme davon krmcken. Item schwach oder geringe Bier. Vor allerley Hitze/ cnzm I-leNicX 5clzn5) ist jehrgut/ rcn'Ä ZcnAonicllüs, I^onraaus. Ein wunder Arhney klemer Kinder vor die Hl'tz/ die ich o ffc probieren sehen / auch selbst probieret habe. Nimb drey Regenwürme auß der Erde / vnd schneide deß Morgens Spänlem von dreyen Bornschwengeln/ bmds zu Hauff m em Tüchlem/ Hangs dem Kmd an den Halß/vnd thue solches z .rag nach einander/aber alle Tage auff em newes/wie mans den erster. Tag gemacht hat/ die Regenwürme sind gar dürre vnd oünne / wenn man fieabnunmet. Kan aber ein Kmd die Wasser brauchen / so nimb Sawerampfferwass??/Scablosen/Veilichenzuck-.r/oder VwlichenS»ruv/ mengs durch einander/vnd laß das Km^ davon trtrcken. Es ist lieblich zu gebrauchen/wird sein braun/ schier wie em rocher Wem Binde jhm auch R'osenwasftr umb den Kopfs/ und umb dle Pulyadern M den Arnuu und ausi die Brust. Thue auch em wenig Weinessig vnrer das Roseuwasser / das du ihnen auff die Pulß legest / aber u:cht auff die Brust. Wenn dkKmdersratseyn / zwischen dmBtinen oder vnteu an den Armen / vnd sie du Schärpsse deß Harns auffgebisicu hat. Liese Lu^Ir. in seiner klemeu LliuurAc^parr^. Kinder so K)I.-.55.L.Sonji».n schabetN!an Lasen vondenWmdeln/ seyn vud l.gersie ihnen eui /b.ß es vergehet, zu curmu Oder jtrewe das Meel drezn / das die Holtzwürmer m denhöltzei neu Sriiben/ auß dem Holtz in der höltzernen Wand absehroren vnd außwerssen / man muß die kleinen Kinder alle Morgen badeu/ vnm die Vrm becstsie sehr/ wenn sie frat seyn. ' Das XU. Capitel. Was baioe tmch d.:r Gebtti r geschehen soll. Alde nach der Geburt soll emWe ib warm Bier mit Weib wie -*X^?emwe-mg Baumöl oder Vutter^rmcken. Ihre Ge- ste sich burr soll sie m.c fettem schmieren/das von ^eisseu Gänsen nach der kommen ist/denn das heiler sehr. Sie mag auch wo leine Geburt Stunde zwo oder drey , Suppe von halten Rindfleisch essen/aber diemchr fett jey/dle ist s hr gut/ o- soll der Hünerbrühc: Irem frische Eyer/ übern andern Tag hernach mag sie auch wol Kalbsiei j ch esjen/ über den dritten Tag em gebraten Hun/vud alsdann mag sie auch wol ein wenig Wem rrmcken. Darnach gekoch- Hüner/ vnd sonderliches Soth von dem Hünern/ mit Systran vnd Mu,catenbiu.ueii/ oder Mit Butter gekocht/ jedoch muß kett»Pfeffer/ Ingber/ oder Speck darzu kommen: Item Kalbsle»sch/Eyersüplem. Achr Tage uach der Geburt mag st.' wo! em gesotten Hvchrlem ejjur / vud ein Tmuck^m Wein darauffrrin« cken. Wenn em solche Fraw wol schwitzen kan / das ist ihr fthr gur / wei n sie gleich achi Tag nach einander jchwchen soit/ denn daiN-tve.gchmihr v.eiWeheragm. S»e Zoll auch die gantz 6. Wochen durch zu Abend zeitlich als et- wan vmbSe°g ei6-6.wwer ml Bette jeyn/vnd Nicht iu die Lusst kommen/ send./, l^ch wens kaltdcaujstn kst/ sich auch die Lufft nicht anwchen lassen. Denn es isi umb ieiche Leute bald geschehe«! / si. k^.-- neu bald >m eme Kr«, nckheit fallen/davsu sie leicht.ieh den Toe haben könnei!. S.e soä sich sonderlich stcissig hüim vor Schwemenfieisch/vnd allem das von Schwemm herkommer. Irem /vor Hasen/ vnd andern Wilobrätt/ vorm Honige/ und alles das mit Honig gemacht ist.Item/für sawer uno Pfeffer/vor kaltem Gerranck/ vnd auoeeu Sachen/ so den L<.ib el käiren. Ich h'be aucy droben ge>agc/ daß eme Sechswöchner- in emgurrem vnd alr B-erhaben und brauchen soll/ es muß aber warm seyn / und gebehet Brod drmnen ligen. DaöX in. Caplcel. Von etlichen andern Zufallen der Weiber tnderG.öurr. Wenn ein Fraw in der Geburt Ztmffm wlrd/ eme gure Salbe. N^Iewol ich droben vom Gänsefette gesagthabe / so ^ ^^orauchendochdieF.awenauchdie^eSalbenütz^ch. Sie nehmen Venedische Seiffe i. ß. gr. Ro'enwasier s. ^-ilj.ß.oder mehr demnach v.'el S. iste ist/zerschneidend;e rissen Seiffe klem/ vndsiedensiem!t^.emRos.t!wasscr/ thun jy^d/mit darein ein klein wenig Venedtjch Oel/oder Baumö»/röh- einer qu- ren es wol durch einander/ lasseus e n wenig kalt werden/ vnd nehmen darnach von zweyen Eyern dao veisse/klopf- heum. sens gantz klein / vnd eme Handvou Kattichbeeren(Wa- cholde^ bekr!.)klemgestossen/vnd thui- siebeydedarunter/ vnd rühren es wol durch emander / vnd schmieren damit das Lreutz in Lenden / vnd wo e6 chr wehe thut. Wenn die Frncht nkchtvon der Mnlter will. Nimb eiNwenig weiß Lilienwasser/ vnd emweuig ge- Fruel)t schabten weissen Bornstem/ thue ihn drein/ vnd gibs )hr von der warmzutrmcken. Mllttek So em- Fraw der Geburt nahe ist / vnd man sich 5" n -ei- besorget/ das Kmd seye noch vngeschickt zur Geburt. Soll man nehmen einen guten Arm voll Beyfuß / vnd wol m Wasser sieden/ darnach so nimb einen Backtrog/ Lege Wondm Wtikm vnd Kinder^ Fraw so nach der Geburt geschwollen/ was sie brauchen sott. Frawen emgute starcknng nach der Geburt. Frawen/ denen nach der Geburt etwas nn ielb auff- siöst/was sie brauchensollen-. lege daretn ein Weiß Gewand/ Decke oder Kotze / vnd ein lemen Tuch drauff/ vnd geuß denn das Wasser drem/ lege ihr den Beyfuß vnterden Leib / so schicktslchdasKmd fem zur Geburt/ vnd geneser sro lich. So ein Weib nach der Geburt geschwollen wäre. Nun Raute/ Feldkümmel/ Rosenöhl/ das zusammen gemenget/ vnd mem Sacklemgethan/ vnddarauffge- legt. Sle soll sich nur warm halten/daß siewarm schwltz^ im Bette / so wlrd sich die Schwulst wol legm. Den Frawen eine guteStäicklmg nach der Ge, burl/vnd so sie zuvlct zu Stuel gechait/das stopffet vnd starcket das Hertz. NimCsrallen i.QutNt/vnd Vnge^ischGold i.scrup. mmgs zusammen / g:b der Frawen gar ein wemg davon auffemer Messerspitzen cn den Leib/vnd laß sie e6 abspüh- len mit warmen Trmcken. O wer dlese ^eäicin auss 'i'l^op^raitische Welse recht zuzurichten wüste/welchem trefsilche würde das seyn, lsriszalso genutzt vermag es nicht viel zu thun / weil diese Lor^ora nicht lolvirr. von Perlen/ Lü'einia 6olis waren viel besser. Öderem gut Xuium^orzlzllez davon z.oder 4. Tropffengeben/ vnd damit schwitzen lassen. So den Frawen etwas nach der Geburt im^eibe aussstösset/ alsemMohnkmd/ oder sonst etwas. Nimbwol klein geflossen Glaß/ siebs durch ein Sieblein / thue fting Bienen Honig vnd Weitzenmeel darzu/ mach ein Küchlein drauß / lege es drüber° D-Johann Schleifer/ Chnrf. ^eib^ecjicu5, schrieb eme solche Starckung meiner lieben Mutter/ l'eiclimzUllX, in calu 3borru8. Lolero ptL^oiirv öerlim'cn^, Vno clÄritlimo. ^sUlIurN^rXlenttusremeäiuln ill s/llcoxe, cum üchlec^ui 5o1ec,Vir R.evereuäe,Lx^erior : sul) iinem säjeciam, ^lz zlzlior- real cle Lsl^oreo Zc , ankciiscl^mam lcmis curn eerevchz coÄZ, ul moclo did^c, aämoncdis, oriri lolec e)usmo6i t^ocove exsre^uenri commorlone Lc Älccn- iione niarricis. ^lis remcäia conj^isre-. ^uic. Lonäoleo aurem nbi pcirnltem, illam c^>le noa solum iu meciium coulul^rz l e ä Lc lllä cibi ac ruis <^u^M ÄiuciülmL conler'vet) Valo. 1-. L. ... ^ ,,. ^uchoüli'. )osu. 8cIei^er,I)i ^lmPoleywasser 8.Loth. Zimmetöhl 8. Tropffen. Ivlilce LX^i^e, 6ecuriu üöiili > oder im silbern Becher. Wenn man trinckr/ so muß mans fein vmhrühren/ denn das oleuin cmamowi setzet sich vttten auss den Bo- dett. Dlß Tranckleinapprobirte v. klaccus, Lei- !lllenüs5c!ix ^leäicus, sonderlich/ wenn sie den üuxum, meattruum Nicht sonderlich sehr hätte / weil sie aber denselben zu sehr hatte/ so sagte er/ man mäste aitriciAenria brauchen / vnd schrieb ihr eme andere ?onou , darmnen I?c>rrüIacT vnd ^c^ua. I'rocilc^äe carsbe , vnd p^iloaium perlicum ioAreäienria waren / da lch gesagt habe/ ubi 6e Auxü meulirui LAlz derer must sie ems vmbs andere brauchen. , , Dlß Träncklein lft sehr gut / das droben gesetzt / doch heucht mich/ wann vor »lei cinzmomi das oleum cieliil- iaruinäe corrici!?u5 cicri genommen würde/ oder tuccini Albiveruin, Ware es fast besser/ ob MArricis moruMj «^uernoleä einamomi irrirare viäerur, lecuuclum nc>n- nulloruin semeanzm. Doch laß ichs in semen Würden beruhen/US f»Icem in aUcnam mellcm iMinirrere Vj- Das XIV. Capitel. Weiter von den Kindern. Wenn ein Kmd deß Nachts sehr trincket / vnd man es ihm mchr abgewehnen kan. mache jhm eme Suppe von Vler/ vnd schlage V^chmem Eydrem/ vnd gib ihm deß Nachts ohne Brod davon zu trmcken. Offr tragt sichs zu / daß die Eltern den armen Klnder- lelnbald nach dcr Geburt a^-. erben/so lstnun die Fra^e/ wie man dem: das arme Kmdlem erhalte ,o!l. G:b :hm Mm Milch zu rrlMen/ w^nn sie gleich gesotten ist / denn dle erreget ihre Qua.stern vnd Schleun/ am besten ests/ man gewehne sie balde zum Brey von gutem schönen weihen Meel/vnangebrandt/vnd lege ihm Butter dran/vnd gebe ihn ln GOrtes Namen gut Bler zu trmcken / denn worzu man sie balde M der erst gewehnet/ darbey bleibe man. Daß du ihnen elnen Tag tvöllest Milch/den andertt Tag Bier zu trmcken geben/das lst mchls/Lxgerro cr-cie kujieicv, mem Varterchatsw'olversucht. Doch hat ers auch gesehen / daß man einem Kmde Mllchvnd dieBrocken von denSemmeln/drem gebrockt/ Miteinander gesotten/ vnd melmm klemen Löblichen zu essen / vnd Bier zu trmcken Heben hat. Er sagte vns auch/daß chme eine Bauersfraw gesagt/ sie hatte jyren emlgen'Sohn /der bereits em Bärtlger Geselle war/ mit ettel Bler erzogen/ doch muß man Achtung drauffgebeN/was der klemen Kinder schwache Natur ertragen kan. Wenn einnewgeboren Kind ein Muttermal / wie mans nennet/ oder sonst ein ander Mahl von Er- schröcknus/ oderemer sonderlichenim^i- ÄaiivQbekörnpt- Darnach sollen die Wehe'mütter balde sehen / so balde ein Kmd geboren wlrd/ vnd solle die Mutter fragen/ ws- von sie es hat/daß mans recht vertreiben kan. Man mag dteKinder auss dem Mahl nm der Mutter Blut/ das von ihr geh'et/bestretch.n/so vergehts. Wirds aber versehen/so muß manförschen wo jrgend ein Erstlmg (die ge- memlgllch vler Wochen ehe gebären/ denn andere Weiber) in dle Wochen köwpt/ da muß mans hmtl agen/ vnd bestreichen lassen. Oder laß die Mutter jhre Mllch Vsst auss ein Tüchlem melcken/ vnd deß KlndesMahlosstbe- streichen. ItemAschenschmattz (cli x>ilcis uomen in lnis ukicari) lst elNprTlcnrijlimum lemeäiulN wlder sol- cheMahl/ vnddlemanvonden Böckenbekommet. Be- sihel'^eo^Ii.cie vcilrjtbus,c.i2..vr^ddrobentm 6.'Cap» Vor die Mitesser. Bißweilen kriegen die kleme Wochenkinder die Mitesser/ also pfleget mans zu nennen/ esseynwiedlewetsse Fasen von eMem weissen Tuch oder Gewand / sie sind lebendige Dlnger/ stecken in der Haut / etliche nennettS die Verzehrung/ denn die klemen Kinder nehmen ab davon/ vnd schreyen sehr / wenn sie sie haben / denn sie beissen sie/ etliche nennens auch Oracnu^uIoL. Da mache dem Kmd 'ein wärm Bad von fllessendem Wasser/thue ms Bad grün Petersilgenkraut/vnd eine Krume Brod/wenn dasKmd etwan em Viertelemer Stunden gebadet/ oder im Bade gelegen hat/so wendet mans vmb/ vnd hälts oben beym Kopfse/ daß eS äussden Bauch zu ligen kompt/ denn tun- cke -..oder Z .Finger mHonlg/vndbestrelch)hmden Mck^ grad von oben herniderwarts/ darnach nunb die Krume Brod / vnd reibe ihm den gcmtzen Leib damit / auch Arm vnd Beme / laß das Brod im Bade lcgen / wasche das Kmd wol abe / vnd seche das Brod durch ein Tuch / vnd laß das Brod un Tuch llgen / wenn man denn das Brod von einander thut/so findt man die Mitesser oder los wle Katzenhaar gar voll am Lelbe/ glbs einem Hunde zu essen / der einerley Farbe hat/ oder geuß das Bad mlt dem Brod ins Fließwasser» Die einfältlge Leute machens auch also': Sie lassen jhnen dle kleme Kmder ins Bas bringen/ vnd setzen sich empor/ da es :sarm lst/ vnd bestrelchen das Kmd mlt Ho- nig über den gantzen Lelb/so kommen dle O^cunculi Herfür/darnach lassen sie es den Bader Mlt einem Schermesser vberstreichen / vnd wegscheren. Wider oie Eiben vnd Wischen. Die Elben seyn grosse teusslische vnsichtbare Bre- Kindso deß Nächstes sehr trmckt/ wie es jh- meabzu- Hew^hnM-. Kind/ sö em Mahl Mit zur Welt bringet/ wle eszü vertret-- ben. Mitesser d^l kln- tten Kin-- dern zu vertreiben. Gg y Elbischen was es seyn, Frühling Das MerdttBuch MdÄ)ie sie zu verbrechen. Binder- Pulver zu machen/ wenn sie sehr rö- chelm Binder daß sie et-« nen schönen Leib bekommen/wie jhnen die Eltern sollen warten. Kind so seinen stnelgang nicht hat. Kinder so denStem haben/ wie er an Ihnen zu erkennen. Kindern den Husten zu vertreiben» Kinder so Hitze an den Zahnen haben/wie sie zu warten. Frühling vnd Sommer durch / well man sie außtreibet. Wenn nun die kleinen Kinder den Kühen entgegen getragen werden / so fallen sie die Kinder an / vnd ptagen sie/ daß sie gar verdorren vnd abnehmen / etliche sterben auch dran / da mmb güldenen Widerchon/ zwischen zweyen Frawenragen gesamblet/nehe es in rochen Zmdel/Hängs dem Kinde an den Halß. Dienet nächst GOtt wider alle Zauberei)/ sie sey auch wie sie wolle. ben?. Wenn man miteinemKmde vbcreme bose Statte gangen ist. So werden sie sehr iranck/ vnd schreyen sehr/ wollen Nicht saugen noch essen/ da nehmen die Weiber Myrrhen vndWeyrauch/ stossens klem/ vnd gebens jhnen im Bier em. Ein edel Kinder Pulver. Nimb l. LothBerhonlenwurtzel/i. LochPnouienwur-- tzel / ein halb Loth Violenwurtzel/ em halb Loth Natter- wurtzel/i. qumtin gerleben Sassran/vnd Loth Zucker- kaudl/alles gerieben vnd durchgeraden/ vnd durch einander genuschet. Diß edle Pulver soll man kleinen Kindern allezeit auff die Peppe oder Brey strewen/ so offr man vermercket/daßsiekranckwerdenwoüen. LlimircecKcs- ciX Lc ls:^c ^robarum,ich weiß wol was es kan.Wenn es den Kindern auff der Brust liget/ vnd sehr röcheln/so soll mans auch brauchen.Alsdenn ist jhnen auch der Saffran gut / allenimuß man seiner nicht zu viel brauchen/ kostet 7. Schilling. Daß die Kinder einen schonen langen Leib bekommen. !iese ccur. 15. Es sollen auch die Mütter grossen Flech auffoce klemen Wocheukmder legen/ daß sie dieselbe Ofenjmmer warmhalten/ vnd alle Tage fem warm baden / bißweilen auch auffdem Tische auff einem Küssen ligen/ vnd strampeln lassei?/ daßesmt jmmer gebunden sey. Wenn sie es wlder zu Bette legen wollen / sollen sie es sonderlich vnter den Knien fem vmb- wenden/ daß die Füssefem nebeneinander ligen/ vnd die Kinder feine gerade Schenckel bekommen. Wenn ein klein Wochen Kmd seine Smel- gange nichr hat. Mach jhm ein klein Zäpfflem von Venediscker Seiffe/ Saltz vnd reinen Homg/vnd stecke sie ihm hmden eln/vnd gib ihm eine linde Purgation em/oder laß dle Mutter eine lmde Purgatlvn brauchen/ als gib jhr das Senispul- ver em/i. Qumt m Pflaumen oder Rosinen Suppe. Für den Stem kleiner Wochen Kinder. Wennem Kind sem Wasser läst/ vnd es den Stein hat/so sichtman gar kleinen rochen Sand auff den Windeln ligen/ sie Hitzen bißweilen vnd winden sich / denn e6 recsset sie. Laß die Säugammen vielPetersilgenwurgel in der Speise essen. Für den Husten kleiner Kinder. Nun Feldkümmel etwan 2,. Handvoll / Körner vnd Kraut mit emander/seuds m welssen Bier/vnd behe dem Kmdlem die Füsse damit» Aub gib jbme Vwlsafft sist ein; ItemPenitzzucker m Murtermil^zerlassen. vor den Husten. Nimb Cormthen/ thue sie m einen Tiegel/ vnd brate sie also gar allem von sich selber / femtreuge. Denn zerreibe sie mit enn Löffel/ schabe Zucker-Caudi fein klem drauff/mengs vnd rews hüpsch vuter emander/ so wirds wie em Tyrlac / streiche dem Kmde ein. Die Mutter mag auch Auyßkörner essen/ wenns sie es noch träncket / mag auch dem Kmde die Füsslchen auß warmen Mer waschen / oder laß emen Apffel mnewendig fem außhölern/ vnd die Kern herauß schneiden/ thue zer- stossen wesssen Zucker Candi / gantzen Saffran / vnd ein wenig Myrrhen drem/ alles klein geflossen/ doch daß deß Zucker Candi am meisten sey / setze oben das abgeschnittene Deckllchen wlder dranff/wmde Werck herunw/ vnd scharre es vnter die helsse Asche / laß es mit einander braten/ streiche dem Kmde em. Die Mutter oder Amme soll auch jmmer blaw Violenwurtzel essen / vnd soll warm Bier trmckem Für den Husten kleiner Kinder braucht man auch Fenchelwasser mit Zucker Candl vermenget. Für die Hitze der Kinder an den Zahnen. Wann die Kmder schier 2.. Jahr alt werden/ vnd die Backenzahne bekommen sollen/so kriegen sie grosse Hitze/ die jhnen bißweilen vergehr/bißweilen auch wider ankommet/fast wie m einem Fieber/vnd ligen jhm die qualsteM auff dein Heryen/daß sie offt gar davon röcheln/vnd verharret sie endlich die Hitz also/daß sie mcht wol,hre Noth- rnrfft thun können. Da muß man gute Achtung auff die Kmder geben/ daß sie nur ihre l'eäes richtig behalten/vnd daßman ihnennicht zu vielgebrandtWasser einglebet. Wenn sie m der H;tze ligen /so nnnb Nosenwasser vnd Wein-Essig durch emander/vnd runck 2. Tüchlem drein/ ge sie zusammen/ daß sie werden wie Küßlem/ vnd lege Ml ein ,egliche6 auffeiiien Schlaff/ vnd binde jhm eme Bmde vmbsHaupt.Man muß »ncht die gantzeBmde em- runcken/ vnd alsovmbHäupr legen/ damit man ihm das Haupt nicht zu sehr erkalte. Wo es gar em schwach Kmdlem ist/oder sehr zart/oder noch sehr )ung/ so P Rosenwasser allem starck genug/ doch soll man drß auch nlcht zu offt thun/ damitman Nicht Flüsse errege/ darzu die Km- derlem sehr genezgt/denn das Gehlrn noch sehr weich vnd zart bey jhnen ist. Item/ lege jhm eme strenen Garn vnter/ vndstrewe WeitzeuKleyen darauff/ vnd drumb her/ vnd lege eme Wmdel drüber / vnd lege es drauff. Vor dle Hitze vnd Qualstern gib chm dasKmderpul- ver/dessenlchdroben m diesem cap. gedacht habe/eme gute Messerspitze;. oder 4. ein/das eröffnet das Leiblem/ vnd treibet die Qualstern fort. Bestreich das Zahnfleisch der Kmder Mlt vngesaltze- ner Butter/ so werden jhmdie Zahne nicht sawer. Oder hänge jhm Goldwurtzel an den Halß / laß es bißweilen daran kekven / so bekommen sie ihre Zähulem gar leichtlich. ?robaruM. Oder bestreich das Zahnfleisch mit Hasenhlrn. Wenn ein Kind erschrickt vnd zuckt / als wenn mans zwickre/ dle Hände vber sich schlägt/ sawer auß- sicht / vnd bißweilen seh r schreyet. So hats dte jnnerllche schwere Kranckhett/oder will sie balde bekommen/gib jhm mir gebrandt Hlrschhorn/fem klemgeschabt/mder Murrer Milch/so wlrd GOrtbalde helffen. Vom rohen Halß kleiner Kinder. Halt jhm die Zunge rem mit einem reinen Tüchlem/m frisch Wasser gerunckt / man muß eine haben/ das fornebrelt/vnd hinten fein schmal ist/vnd das Züng- lem damit nlderdrucken/ so kan man jhm fein m den Halß sehen/ wenn jemand gegen dem Liecht sitzt / vnd das Kmd auffdem Schoß liegend hält / wasche ihm das Hälßleiiil fem rein auß/ vnd bestreich lw Hälsichen die Mandeln mit blaw Veilichensafft/vnd laß es nlcht bald draufftrmcken/ Diß muß man Morgens vnd Abends thun. Oder gib jhm ein. Wenn dle Kinder nicht schlaffen können. Nimb welssen Mohn/reibe den m gesottenem Wasser/ vnd mache em Mandelmilch davon / vnd stosse sie dem KMde Abends vnd Morgens ein / laß auch die Amme davon trmcken/ diß ist den KmderleM sehr gut zur Ruhe. Laß auch die Amme dem Kmdllem m die Nase melcken/ vnd auch den Schlaff damit bestrelchen. Ist es aber gar zu vnruhig / so nimb Violenwurtzel/ stoß sie gar klem als eme Erbiß / vnd gib sie dem Kmdleitt mit der Muttermilch ein.Es muß aber das Kmdlem gar an einem stillen Ort seyn. Wenn die Kmder voll vmb die Brüst seyn. P^omen/streich es auffwle Brey/ vud gibs jhner» zu essen/ das ;st ihnen zwar herb zu essen: Oder brauche nur das edle Kinderpulver/ dessen lch droben gedacht/ glbs ihnen auff den Brey gestrewet em. Wenns den kleinen Kindern im Leibekurret vnd murret. ^ Wenns den Kindern im Leibe herumb läufst / kurret vnd murret / als wolte es jhnen alle Darme vmbkehren/ vnd will doch vnten nirgend fort/ vnd oben gvcken sie bißweilen / als wenn sie sich brechen wolten / das macht das Phlegma im Leibe/da gib nur dle R.aäiccs cliic^orei ein/ (von Sonnenwrrbel) etwan vor zwey newe Gröschlejn/ (m der Apotecken bekömpt mans) das ist ihnen auch gut für die Hitze (die Kmder essens gerne/denn es ist mit Zucker vnd Honig emgemacbt / vnd sind wol zu brauchen.) Oder laß die Saugamme Fenchelsamen oderAnyßsamm- pulver!. Löffelvoll mitwarmenBierofftessen/ vnd laß mit warmen Tüchern den Leib der Kinder wol warm reiben vnd drauff legen. Wills das Kmd nlcht zu sich nehmen / sogibjhmein wemg Ldictiorei em/ so werden die üsruz vnten Kinder« denen es im Leibe kurret vndmu» ret/ was jhnen eitp zugeben. 5^ - K » «>t!l Von den Weihern vnd Wndern. ««ich fortgehen/auch brauche Stuelzapfflem/ wie drobeN gesagt/ so gehen die Wmde weg. Wenns die Kinder im Leibe reisset. Kinder de° Da brauchen etliche das Gänsefett/schmieren den Kinnen eö im dern den Nabeldannt / vnnd legen einwarm Tüchlein ielbe rets« drauff/aber etliche wollen wenig davon halten, set/ wie Oder schmiers vmb den Nabel offt/ Mit gutem dtstillii'- vndwo- tenWermurhöloderKümmelöl / vnd legejhmduppelt Mit sie zn Heisse Tücher auff dem Bauch. sch.mcl.n DerklemmKinderMaulervndZtMzen. Ktndlein Secbswöchnerin müsset? den kleinen Kmdern auch im- soll man Mer mrt achtung auff die Mäuler vnnd Zungen geben/ gute ach- denn die Hitze machte blßweUen/ daß jhnen d le Zunge gar tunqanff weiß/ vnd darnach gar gelbe wird/ vndhabenderenthal- dieMäu- ben grossen Vnwillen zum essen. Da muß man jhnen die ler vnd Zunge schaben vnd waschen. Nimb Braunellen / RauteN Zungen vnd Salbey/ sende sie wol / vnd Mache em Höltzlem das geben. sorne breit ist / vnd binde ein roth Lündisch Ge'vandfleck- lemdarumb/ vnd winde es mit eMem Faden/ daß es da bleche/ tunckeömdasselblgeKräunchkvassel/ wol warm gemacht / vnd ivetm du ihm das Zünglemnnr demHöltz- lem geschaber/ so streiche jhm auch Mit deM emgetunckten FlecklelnaussdemZüngleinhc.umb / vnd sireich)hmden Vnstat feM rem von der Zungen / so wirds balde besser werden / vnd das Kind bald wieder lusi zum essen bekommen. Öder: R.. in cxcorisrione pIanraA.pr»lne!- vor zween Dreyer / R.ol'arum vor em Dreyer/ ti2r^zrsszrit'mu8> Mckche von Fasen öder Leinwant Büschlein / bmde es «uffem Höltzlein/vnd wische oder besrreichchme inwendig die Zunge vnd Mund damit. Vor das Grimmen der Kinder. Wen sich die Kinder im dritten Jahr jhres Alters sehr vmb denHalßvnd an den Handen grimmen / daß sie gar bluten / vnd darnach jhnen der hitzige Schurpffgar wehe thut / so nimb die krumb auß den Semmeln / legesiein frisch Wasser/ drucke sie mit der Hand fem auß / binde sie dem Kinde vmb den Halß/ vnd in Nacken/vnd hange dem Kmde Wermuth im Sackichen ins Trmcken/ vnd laß da« vontrincken. Kinder denen die Bäuche sehr wehe thun/wz EmTranckden Kmdern vordie Hitze zu machen. Kii^der Nimb Sewdisielwasser / Sawerampfferwasser/ Be- cinTravck thönienwasser/jedes gleichviel/ mische es vnter einander/ zu beret- hange Rhabarbara vnnd Cassladrem/drückesieauß/gib ten vordie den Kindern emTrücklem davon. Hitze- Drß laxittjhnen den telb/mach: jhnfiüssig/vnd führet die Galle oder hitzlgeMateryauß / davon entstehet die Hitze / darnach kewe ihnen eingemachte Lic^orienwur- tzeln/ vndgidö jhnen/ oder Rosenwasser mit Vtolsasst vermischt fiösse chneN ein. Bas XV. Capitck Von der Kinder Aryney. Bauchwehe. Ißweilen thun den kleinen KiNdern/sovon drey odch vier Iahren sind /die Bauch sehr wehe/ vnd Hitzen/ da muß man von jhnen fragen / wo sie jhnen denn wehe th un / weisen sie aber den Nabel / so ists Ilikca, die ist in kleinen Darmern/wie Colica mgrossen.Dagiböen Km- jhnen ein- dern nur Pfeffer m emer Salse/ Suppe / oder solisren in zugeben, etwas anders em/worinnen man Nur kan / ists dem Kind zu herbe/so laß den Pfeffer nur mit kochen/ so kochet das beste vom Pfeffer herauß/vnd laß es jmmer ein acht Tage nach einander also brauchen/der Pfeffer ist ein edelDMg/ erhitzet nicht so sehr als der Ingber hitzet. Thurneisser sagte/er liesse kein Essen auff seinen Tisch setzen/das mcht gepfeffert were / semem Gesinde so wol als jhm/ vnd man hörte ine keines über den Bauch oder Leib klagen. Oder auch / schmiere jhnen des Leib heiß mit Kümmel- öl/ oderBörnstemöl/ oderLorbeeröl/vnd leqegekochte/ Wermut mit Cannllenkraut / m heisse Tücher gelegt Sarauff. Besihe cenr.8.^p^c»r.z.6.^Icxanä.LencänI. Wißweilen chun den Kindern auch die Bauche wehe/ wann sie ein halb oder ein gantz Iahr/ mehr oder weniger alt seyn/ vmb den Nabel/ schreyen sehr /'das kompt jhueN von das nennen dieMcäici coüciim norl^m. Warme ihnen warme Tüchlemoder Steme / lege sie jhnen ai-ffden Nabel/ daß sie warm w> rden/vnd schmiere sienntMuscatenöh'oder aleo ^lelilori , oder miZlX, oder d so vergehet sie es bcudc. Man ll'.uß sie aber warm halten/sonst kömpt sie es wider an. Blat schicssm der kleinen Kinder. Wenn den klemen Kindern das Blat oder derZapffe scheust/ odtr ßur»u!lo genant/welches man daran mercket wenn sie nicht saugen wollen / so zerstach nur ein Karteublar mit emcr Nadel/oder scheide emdoppel Kar- tenblat von emander/sder nlMb blaw Pappler/ weiche es m Biet / vnd legs ihm oben auffs Haupt/tin wenig Mr der Stirn. Od<>r bilnde jhm Saverretg auff. Ooer nun em Eichen Blat/beschnnerönM Honig/ vnd legs auff Iu.m ^ mmbeinvierfachesTüchletnmtzeesmLaven- delwajier/legs auff. Wenn den Kmdern die Hacken geschossen seyn. Das nennen die Werber also/ wenn jhnen die Halsichett innewendig rohe seyn/vnd nicht schlingen können/ stoß jhnen nur Mandelö lmtt Maulbeersafft -ein/ oder streich sie jhnen auff das Züngichen. Wenns cmem Kinde »m ^eibe reisset. So schmier im das LeiblLin mlt Mastlxöl.Es ist ihnen auchgut/ wenn sie sich brechen. Wenns aber verstopsset were/ vnd hatte mchr Sruelgange/ so were es mt gut/so muß inans öffneiVmit tus'xollrori^das ist Stulzapsteitt. Bas XVI. Caplke!. Mehr Kinder Artzneyen. ^Denn ein KmdVerdorm/iveg quirret/ vnd sich verbrochenhat. g tb jhm ein wenig zu trincken / vnd Nimb vD.me Zwiebel oder fünffe/schneie die Wurtzel ab/hö- lere sie auß/cheileH schabteVenedische SeiffedreM/bra« te sie fem weich/ m Wcrck/mheisscr A.che/ vnd Nimb so vil alt Borgfchmer/ stoß es alles zusammen / drücke es durch ein rein Tuch / vnd schmiere dem Kmde den Rückm vnnd die Seyte damit / so wirds mit Gottes Hülffe besser werden/ vnd wider zunehmen« Wensden kletnenKindern auff der Brust liegt / vnd sie gar röcheln. N;mb Penitzucker s. Quint. Florente intsch Violwurtzcl Quint. Pa-omenwurtzel anderthalb Qumt° Saffran lO.G.äne Mache es zu einem Pulver/ gibs dem Kinde jmmer ein wenig/vnd aber ein wenig auff dem Brey. Braucheauch das Kinderpulver. Vor das Röcheln der kleinen Wochenkinder. ÄimbgebrandtvnndkleiNgerlebenHirschhorn / das zwischen zweyenFrawentagen geschlagen ist / vnd ^ibs ihm ni derMutterM'lch em.An einem kletnenKmde von 4. Tagen probiert/ sonderlich weNn collvulüouessichwol- len sehen lasten. Gib jhnen sgnum ein / Man holets in der Apote« cken vor e«n Dreyer/ist wie eiN gemachrHonlg/ es alittei- Aircr. Man mag ihnen auch Vlvliirum. blaw Vetligen Safft eingeben. Mercke. Ein geringe Röcheln deß Kmdes oder volle Brust/kan durch angezelgteMittel/vndGöttlicheHulffe curirt wer« den/darzu den ein guter Meth auch dienlich/oder gib jhm ein wenig Saffran mit blaw Lllienwurtz/^lZ genand/c.n/ vnd dlß osjt. Aber wenn die Brust sehr angefMet/liegen stille vnd röcheln/ halten die Augen zu/ wollen nicht essen oder saugen/ sehen gar bleich vnd fahl auß / so pflegen sie wol daran zu sterden/sonderlich wenn em stucke Fluß vom Häupt darzu kömpt Äber hxermbemühe dich/daß du das Kind zum Brechen könnest bringen/ daß es sich wvlbreche vder übergebe/so genest cs nehest GOTT. Wo Nicht/ so ists gefährlich/ welches ich offr gesehen vnd erfahren / gib im warm Wasser mit viel Baum-Oel / oder Mandel- Oel / vnd wenig Saltz / darnach über eine gute weile/ richte es auff/ greiff ihm Mit ixm Finger fein sackte M Halß / rüssele es emwemgvnnd klopssfemmehlichmit ttz hex Kinder denen das Blatgei schössen/ was ihnm^, auffzul». Leu. Kinder dtb nen es im Leibe reis» set/womit Mansiesol sclMereNd Kinderfo verdorret! vnd sich verbro- chenha- ben/wie man sie haltenso!» Kinder s» röcheln/ was jhnett dafürzü geben»- Wochen- kinder das röcheln zu vettrel« ben» Wochen- kmdlein denen es im Leibe reissetzu vertreiben. Kindern Stuel- gänge zu machen» Brüste der säugenden Wecker/ so aussge- rissen/wo- mitsie zu schmieren. Weib so tut gebären kan/ was man ihraufs- bmdrnsol. Her ^>anbm Rücken/ damit es sich breche / vnnd diß etlich 'mal / zu vmerschiedlichcnZcuen / so werden Qualster/ Royvnd Schleun hervor kemmen/vnd denn gib ihm von vorigen angezeigten M'treln/ so wird sichs/nechst GOtt bessern / wo es aber von Flüssen / welche der Hustcn/wo der dabey ist/ anzeigen wird: so gib jhn,e ex cia- roniz. Etliche von denAltcnnehmen L^iNsamenwolge- PÜlvert/vermtschcn denselbigen mit remem gutenHomg/ vnd qeben es den-Kmdcrn/ es ist auch Zur/ es erweicht die Brust/?c. Wcnn die Kinder keicken/ das ist/wenn sie sich gar auß dem Athem schreyen/ vnd gar wegbleiben. Das ist nichts anders denn ein Muthwilie / vnd eine böse Gewonhett/wcnn sich die Kinder also auß demAthem schreyen/ daß sie Nicht wwer zil sich selber kommen können: Manchs bleibt aiich gar weg vnd stirbet also / d as ist ein arewlieb schädlich / vnnd den Eltern gar ein erschrecklich Ding/darauffsie grosse achrung gcben/vnd ihnen solches übgewehnen müssen. Etliche schlagen sie auste Maul/etliche steupen sie/etliche lauffen mit jhnen auß der Stuben/ Mö Hanß/ oder m die ittsst / vnd?cvocircnsie also wider/ daß sie wieder Athem holen. Wens die kleinen Wochcnkindliin im 5cibe retffet / vnd die exci-emencs gar grün von ihnen gehen. Nimb weiß Wachs auß der Apotecken / zulaß es im Tiegel / mach heiß Wasser vnd geußdas Wachs hinein/ duncke darnach Baumwolle drein/ drucks auß / vnd legs dem Kinde ausssNäbelein/erliche erfahrne ^cäic>!geben jmein wenigOrientallschenSassran/ alsemc kleine Er- bes'groß/mit einem Löffel :n warmen Bier em/alle Tage: ists aber von eim Jahr oder drüber/als eme grosseErbes groß. Achsm im ^etbe der klcinxN Wochen kindek. Veilwurtzel gestvssen (a lso bekompt mans in der Apo- tecken/oder man mag selbst nn Mörser flössen/ dem Kmde als eme Messerspitze voll Mit dem Badwasser / darinnen das Kind gebadet wird/ eingegeben allezeit deß Morgens wann man badet/ wc«l<6 die Schmei tzen hatt Man die kleinen Kinder keinen Siuelgang haben. So nimb einen Apss^l / hölere jhn oben auß / stecke Seiffe drein/ klebe jhn oben wider zu / vnnd laß ihn also braten / vnd binde ihn dem K-.nde aussden Nabel- Item gib ihnen Vngarischen Pflaumen vnd Rosinen Mit k'oliiz ZeuX gekochet. Besihe das 8 8-^.ap. Oder mmb Butter / mit em gut theil Sassran ver- mischt/vnd legeesjh '..aussden Nabel: Sodueinwenig xulveris coloc^nck o!>er lcammon-. darunter Mischest/ ists desto gewisser- DasXVll.Captttl. Weiter von den Brüsten der Weiber. Wann den sengenden Wc-bem die Brüste auffge, rissen seyn. i^Aß>hrdieFrawihre eygene Milchaußmelcken/ vnd V^laß sie stehen/ daß sie zu Sahn oder Rahm wird/ vnd laß sie sich selber damit schnuereu / oder laß sie sich mit Nüßöl oder Rosenhonig schmieren» Oder laß ihr auß der Apotecken vor einenDreyer l'ia- ßscamum holen (das ist eme iciina öder Hartz / Bocks- dornhartz/cli frurcx vom I^i^cuSivNd scali^us, a xa.v3« legs in Rosenwasser / daß es darinnen zergehe / vnd laß sie dte auffgenssme Wurtzeln damit bestreichen/ das heyler gewaltig / vnd schadet den saugenden Kindern nichts. ItemFlureu pilcium, (Fischlein oder Haußblasen/ es ist das Fluren von den Hausen / das ist em grosser Fisch/ den man in der Donaw an einem einigen Orrgar allem sahet/ vnd sonsten nirgend/ von desselben Därmen wirds gemacht. (Zrxcc nennet mans Iclniocol!z)auch m Rosen- Wasser gelegt/ur snre. Besihe auch droben das 8^ Cap» Das xviil. Capitel. ÄVattn ein Weib nicht gebaren kak Ind jhreme n Krötensteinauffden Leib / sobald er erwärmet/ vnnd die Fraw beginnet zu schwitzen /so balde genesen sie. ^ Man sol auch allzeit Hirschhorn/ das zwischen zweyen Frawentagen geschlagen «st/im Vorrath haben/vnd son- Kinder, Büchlein- derlich dessen / so anietzo a?riLcio5e in etlichen Apök^cketi linc i^ne vel acerc» ^l X^znrec wird. Solches ^lA ^ilrirten Hirschhorns mmb em wemg/ vnd gibs einem gebärenden Weib em. Es sagen etliche /daß diß besser sey dann Einhorn/so gehet die Frucht balde sort. Etliche nehmen.ein HirschpelellipLnise^cervi) vmb EgidiTag aussgehvben vnd gedörret/vnd geben der gcbarendenFrawen davon m Mund/ vnnd bindet ihr auchdenselbigenaufsdie blosse Brust/ diß wird von vornehmer grosser Potentaten Franzen hochgehalten- Wann em Wecb in Kindesnöthen ist/ vnd Nicht gebaren kaN / die mhme Eychene Milpelnem Qumtlem ge- stossen in Wein vnd Bier em/so gebäret sie bald?/vud das Kind so sie geboren hat/ ijt nechsi Bvtl sem lebenlang vor dem schweren Gebrechen wol sicher. Oder zünde nur luccivum an / Halts dem gebarende» Weibe vor die Nase/ vnd laß sie daran riechen- Oder zerstoß ein wemg k!c f .2.6. Besihe droben auchdz Zo.Cap.l'ir.aäcX^uliionem iceru^ Lclecüäin^. ^der nmib eine Schlangenhaut / die vngesucht vnd ohngesehr gefunden ist (wiewol daran nicht viel gelegen^ binde sie der Frawen gerade auffden Nabel. Hier sagen etliche/man soll auch diese Wortdärzu sprechen : Das walt Gott der Vatter/Gott der Sohn/Gott der H. Geist/ Amen. Das mag man wol thun / wannS ohne supelliiriou geschlcht/so gebäret siebalde/dieIruchk sey lebendig oder todt» Todte Gebmtaußzulreiben° Etliche in eusiersten Nöthen / räuchern die Fraw von vnten auss mit Schwefel/ daß der Rauch wol m bic Mutter gehe/ so soll das todte Kmd forrgchen / wcisie N^ese- wurtz auch m das G^burrglicd gejchoben/auch den Rauch davon lassen neyn gehen/ist auch deß eusiersten Mittel cms. WomaN aber hlemit nichts außncht'invud/so gebrauche man dielnlirumenra> so hicrzu gcbrau.ich/ vamitder Leib von einander geschraubet wli d/ als ma dcm tx>ccuw msrriciz,vicjc?zrXUM Lc liblvs (z^nXccorum l'oino i^ In solchen Fallen soll man die Gebarerm auss das fieis- sigst starcken/ daß sie Krässte beyalte. Hiervon besihe dro« beN mehr Mi Artzneybuch/ zc Vnttrrichk von den Newgebomen jungm KiNd dern/ deren Schwachheiten vnd Hülfsmitteln- Wie man mit den jungen Klndern VMbg«.hen so5; -S ist nicht gut/daß die kleine Kinder gar gleich/ gerade anß/vnd niedrig Mit dem Häuptlem ltgen/ son» dern sollen mit dem Kopffe zimlich hoch gelegt werden/ welchesmancherleyNntz hat. An dem einbinden öderem» wickeln ist auch vil gelegen/daß sie nicht vngebunden/oder gar zu lose gebunden werden/weil davon allerley Vnrath herrührct. Man soll sie auch gar nicht zu warm zudecken/ oder nicht zuwenig / weil übrige Hitze vnd Kälte ihnett sehr schader. Die Bette vnd Tücher sollen reinlich seyn / daran die kleinen Kmder von Natur einen Gefallen tragen/ vnd damit gestillet werden. Äom Wasserbad der jungen Kinder. . Das Wasserbaden ist den kleinen jungen Kmdern auch sehrdiensil-ch / denn davon wachsen sie wo! vnd nehme» femzu.Deß Tages em viertel Stunde / nüchtern/ vnd daß es erstlich einen Stulgang gehabt habe. Nachdem Bade wer e schr dienstlich / den Leib Mit warmen Lißboni» schen Oele/ oder Baumöl zu bestreichen. Es gibt frische/ gesunde fette Kinder. Äom Gehen der jungen Klnder. In den ersten zarten Iahren sind sie nicht zum Gche« zu gewehnen/ vil weniger ,n der Gangelwagen zu setzen/ daß sie sich darinnen selber können fortschieben/ sintemal/ weil ihnen die Knochen noch weich sind/ als em Wachs/ sie leichtlich Lahm werden / oder krumme Schenckelbeko«- men könnem Von Arbeit der Kinder- Vor dem sechsten oder siebenden Jahre soll man sie M zu schwerer Arbeit halten / denn sie können alßdann nicht wachsen/vnd bleiben klein als die Zwerge.Deß tags drey-« mal ge speiset/lst jhnen gnug/sonst bekommen sie von übrigem Hem^reffen allerley KranckhettStt. Vom dritten Jahr blß indas siebende soll man die Kmder nicht zu gar ernst vnd scharpffchalten/sonst werden sie allzu furchtsam/oder gar Humbvnd'blöde. Im 6-vnd 7.Iahregehörensieindre Schule/ daffsiedasanfft vndvernünfftig erzogenwer- den. Willnun von jhren Kranckhetten ein wenig melden. Vom Gebrechen tm Mimd» Die jungen Kinder bekommen o»sr einen Gebrechen im Munde/ sind etliche Blätterlem/ vnd ulcersrioneL Hon Farben/ roth/ weißoderschwa'vtz/welche die gefährlichsten sind / geben sich vmb den Mund inwendig / Zunge/ Zahnfleisch vnd Gaumen / sind gemeiniglich hitzige Blätterten?/ haben offcmals ihren Vrsprung/ wenn der Mutter Milch zu scharpffvnd hitzig ist / oder die Kinder zu viel sauffen/vnd die Milch Nicht genug verdawen können- Von den Griechischen ^lcälcis werden diese Bescha» digung der Mutter genandt api^K^,bey vns diese Schwammen; Etlichenennens Sprüwe/ oder Kurses. ^Icczlz- Soll man derhalben / weilesofftge^ fähriich/bald dazuthun/vnd anfänglich dieMutter oder Säuaammc also regieren/ so die Milch zu scharpff vnd dünne wäre/ daß sie zu ihrem rechten lem^eramcnr ge bracht werde / welches durch gute Ordnung der Speise geschehen soll/vnd daß sie/so vielleicht derLeib vnrein/vnd böse Feuchtigkeiten bey sich hatte / etwas purgirt werde. Darnach soll man zu eusserkchen Mitteln greiften. Diß M sm sonderlich gut Srücklein:Nehmct denSchleim von Quittenkern mct Rosen-oder Wegbreitwasser außgeze- gen zwey Theil / deß «Schleims von Alraeensamen emen Theil/ ein wenig Galläpffel/ vnd em kleinwemg Saf- fran/vermischts mitRosmhonig/vnd cilÄmc>ron(Maul- beersafft)damit bestreichet die Blätterlem. Vnd sonderlich ist der Quitteirkernschletm in solchen vnd dergleichen hitzigen Schäden/) wie auch m den bösen Brüsten/) sehr nützlich. Etliche rühmen sehr d»ß nachfolgende/man nnnt bnreiffe Wallnüsse/ schneidetsievonemander/ beitzer sie in Effig/disttlllertS darnachdurch einen Helm/ nemet deß Hjstillierttn wassere erwas/vermischetsmit Rssenhonig/ streichet es an die Blätterlein. Maulbeersafft / vnd vn- zeltsgerApsselsafft vermtscl)et/ vnd ander Sonnen eme Zeitlang stehen lassen / oder am Fewer zusammen gesot- ien/ vn-d ein wenig Honig dazu vermischet / ist emfem a- stringierend Mrttel / das reiniget vnd heilet solche vmb sich fressende Schaden vnd Geschwulst deß Mundes. Etliche brauchen gcbrandte Wasser darzii/ Zt. brauchet nur Campffer vnd Zucker. Vnter den vornehm- -sie» Mitteln ist auch diß: Iichmct Butter/ vermischrsie Mit Ros.nhcnig vnd Manlbeersafft / vnd bestreicht die Ort dann:. Ooer nnnbWcgbrerc.vasser/ darinn zerknirschte Mutcnkörner/ das reiniget die Blätterlem/ Zeuclft zusammcu/vnd he-.let. Oxici2rc)n,da6 ist /wo Weinessig/ vnd Wasser zugleich vermischet sind / iststrefflichst zum -KürseS oder Mundfäulen. Vom Brechen der Kinder. , So sich die xungen Kmder vielbrechen/soll man sehen/ vb die Mutter irgend zu viel Milch habe / alsdann soll inan das Kind etwas wemger saugen lassen/ vnd dem Kinde den Magen vmb den Nabel mit Spick vnd Ma- styxö hl/jedes gleich viel/vermlschet/schmieren/darunter em wemg Zlmmetrmde/Nägelcin vnd muscatenblumen/ jedes gleich viel/ gerühret oder gemenget sey. Man kan )hm auch den Muntzensyrup emzulecken geben. Rothe Corallen soll man jhneckxn den Halß hängen/ biß an den Magenkropff. Wolten diese Mittel Nicht belffen / kan man die lVleäicss ersuchen. Denn es sind viel Brsachen deß brechens/etlicheS kömpt von Hche/welchesBitterkeit im Munde/ graweu/ vnd Beg ierligkett zu kalten dingen zu erkennen gibt. Bißweilcnbeglbisichdas Brechen auß kalten Vrsachen / oder sonsien anderswo. Derhalben die jenigen / so stracks Mit ihrem Magen salben vnd Pflastern bereit sind / vnd jedermFuß alle Schuhe anziehen/ zusehen mögen/was sie außrichten.Nimb Semmeln/laß die iN einem OfeN dürre vnd braun werden/ zerstoß/ vnd laß es also zerstoßen M Essig wol erweichen/ thue darzu das geele von etlichen hart gesottenen Eyern / Mastyx/ Weyrauch/ vnd Lumi ^rÄl)icü,ied^seiN wen^g/stoßvnd Wische es wol zu einem Pflaster zusammen / vnd legs dem Kmde über den Magen. Oder nnnb Mastyx/ Schlehen- fafft/Paradißholtz/Galläpffel/weissen Weyzauch/rothe Rosen/ geröstet Brod/ eines so viel als deß andern/ stosse Ss mit Moftnsafft zusammen/vnd legö pflasterwtiß über. VnWm N Banchslüß Wd Stuesgänge der Kinder. Grosse Bauchflüsse vnd übrige Stuelgange kommen den Kindern auch offl an / sonderlich wenn sie Zähne Herfür bringen sollen.So dieser Fluß zu viel folgen würde/ ordnet man den Ammen solche Gctrancke/die etwan a- strlugleren oder an sich ziehen. Jedoch soll man den Fluß nicht bald stopssen / sonderlich so die Zahne hervor kommen sollen. Wenn aber die Kraffte von übrigem Fluß sehr abgenommen hatten/ nniß man )hu stopssen. Die Amme soll stopffende Speise brauchen/ als Rech/Linsen/ harte Eyer/ Ziegenmilch/darmn glü.nd? KiseMeme ab- gelescht sind/ Wemtrmcken/ der Nicht t üime oder wässc- richt sey.Dem Kinde kan man aussn Bauch etwas legen/ das stopffer/ als rothe Rosen/Kümmel vnd Anyßsamc!!/ Weyrauch/Myrrhen/grobzerstossen meinem Sacklem/ gekochtmBrunnwasser/ oderWegebreltwassernurem wenig Essig / vnd als.'« warm aussn Bauchgelegt. Dem Kinde kan Man auch dickere vnd stärckere/ Item stopffende Speise geben / vnd den Schlaff jhm desto langer gönnen. Man kan auch Stuelzäpfflem oder Stechpil- len machen/die da stopssen. ?lsccuriuus em berühmter I'raöijrZnr, vermischt 9u!vercm m^rrillo- riim cum sziiAujne I )l3 'cc >Qi5 Mit Milch. Es ist aber hie auch guter Vnterscheid vonnöthen/ sintemal mancherley Art Bauchflüsse seyN/I.ieQrerlZ,cNc>!cr2)ärZi! lcu- reria, zc. Davon m O. von; Blutgang !)9- gnugsam Bericht geschehen. Weil dann di^se Durchläuff vnd Bauchflüsse nach ihren mancherleycn vnd vnterschiedenen Vrsacben/ auch sonderliche rnrano- nes erfordern/so ist emes Rath yiebey nöthig.O- der gib dem Kmde gestoßenen Sawerampssersamen / o- der gebrandt Hirschhorn / vnd Muscateu klein gestossen/ vnd M einem weichen Ey emzunehmeu.Wo uichtö helssen will/ mache stopffende Stuelzapsslem Von acscia, Zucker vnd Bleyweiß/jedes r. Oulnt/ oxn em halb scr. Von Verstopffnng der Kmder. So aber das Kind verstopssr / vnd allzuharteS Letbeö Ware/ kömpt ee von mancherley Vcsachi.n/ entweder daß wenig Gallen m die Därmen fleussek/ oder dasidie hche e- der Leber zu groß ist/oder auch der Nieren vnd ienden/ o- der wenn sie zuviel schlaffen/ :c. Alsdann gebe man der Ainmm etwas purgierendes/ darauff säuge sie erst deß andern Tages das Kind. Dem Kmde kan man auch ein Stuelzäpfflem brauchen-Nehmer!. scrupelMäusekorh Mit Böckenschmaltz oder Feiste vermischet / davon eme Stechpillegemachet/ vnd den Kmderngebrauchet/ das lindert den Bauch gar sanfftiglich. Etliche bereiten em Stuelzapfflem alleine von rothen Honig :n em Tüchlein verwickelt vnd hinten nein geschoben. Andere füllen eine Nußschale Mit Burrer / vnd bindens dem Kmde über den Nabel. Etliche schmieren den Bauch Mit Ochscngalie/ oder nur den Nabel/oder vermischen eme Galle mit Hcy- de oder Werck/ oder Wolle/ vnd legens aussden Nabe!-. Vnrer den lindesten A.tzneyeu w;rddie Manna vor andern sonderlich gerühmet/diesermagstu gar jungen Kmdern geben/ nachdem ihr Alter ist/2.. O.umren/i. Loty/6^ Quinten/^. Lsth/zc. Vnd wo du es Nicht auss andere wege kanst beybringen/ so vermisch es mt>er Ml'ch / oder in ch- ren Breymüßlein. Oder gib ihm den 5^ a?um>vsn Manna / oder den von blawen Violen zugenchtet / oder man schnnere jhm das Bauchlem mit süssen Mandelöhl. Oder mache jhm em solch Pflaster: Nun ^.loL 1. Quiut/weiss? vnd schwartze Schaffemnge/oder Nießwurtz/ )cdes 15. Gerstenkörner schwer / und vermische es nnt Schsengal- le / streiche es aussweissenBarchen als emer inwendigen Handbreit/ lege eswarM auffden Nabel. Es treibt auch die Spulwürme auß. Auch kan man dem Kinde z. . oder ^Qumren gute frische aüßgezogene einer warmen Milch zerlassen/gesiegen/ und darnach von derselben Milch ein Müßlein gekocht und essen lassen. . Vom Schlaff der jungen Kinder» . Auch begibt sichs offtmals/daß die Kmder nicht schlaf-- fen können/ welches doch wider jhr Art vnd Gewonheik ist / sintemal sie vo« Natur deß meisten theils schlaffen: Vnd verursachet sich diß wachen m den jungen Kindern entweder von Spulwürmen / die den Magenkropff und Gedärme beissen oder stechen / oder auch von Vber- fluß der Nahrung und Speise/ oder von Hauptflüssen/ Fiebern/:c. Man soll aber starcke schlassenmachende Artzney m de^ Gg itlj jiin^ Z56 KindeMüchlein. Zungen Kindern fieissigmeiden / sintemal sie sehr kühlen/ vnd offrmals andere gefährliche schwere Hauptkranckhei- ten erregen/ darumb daßtri^s vnd oarcorica den jungen Kindern all zu starck sind. Am allersichersten ist ihnen frisch Dillenöhl vMb den Schlaff vnd ^>ttrn geschmieret. DieAmme soll einfeuchtendes vnd kühles Di^t halten. Odernimb Frawenmilch/Rosenöhl vndVwlenöhl/ver- mische es/ vnd salbe dem Kmde die Stirn vnd Schlaff» So die Kmder wegen Hitze nicht schlaffen kennen / vimb Seeblumen/Weidenblätter/Rebenblätter/Magsamen- köpffemitdem Samen/ jedes edie Hand voll/ laß e6 in einer Maß Wasser sieden / vnd wenn es laulichr wird / setze das Kmdmlt denFüssen darem/die streich abwärts/also auch die Arm von^en Achseln zu den Ellenbogen.Dlßist offt bewährt / auch viel sicherer / als wenn etwas an die Stirn gestrichen würde. Vom Fieber. So das Kind ein Fieber bekäme/ soll die Amme Wegbrettwasser/oder Erdberenwasser trmcken/vnd dem Kinde den Rückgrad mit Sandelsalbe/oder uuZ. infnAiäaa- xe (zaleui schmieren. Vom Herygefpatt. So es das Hertzgespan hätte/ vnd es vor der Brust o- der M der Seiten gleich auffgeblasen wäre/ soll man ihm nicht essen geben / biß es die vorige Speise erst verdawet hat/alsdann macl)et ihm ein Müßtem von Meel/Zucker/ frischer Butter/ dazu etwasPToniensamenPulver vermischet/ oder vom lelamluo pulvere. Vnd so es daneben verstopffet ist/ mache man jhm emStUelzäpfflein von Honig/oder man gebe ihmdenblawen VlolMstMp/oder den Manns-syrup. Von Spulwürmen^er Kinder. Spulwürme wachsen selten m den gar langen Kindern / ehe sie etwas harte Speise gemessen. So sie aber je von diesen Biestern geplaget würden/soll man jhnen drey Gerstenkörner schwer Isxiäis Ke-osr, oder gebrandt Hirschhorn eingeben / oder so viel Rhabarber in einem Löffel voll Mutter-oder Ammenmilch/ vnd den Mastdarm mit Honig vnd Milch bcschnneren. Item das Pflaster von der Nießwurtz /so jetzo im vierdten Punct beschneben.Die Ämme soll sich hüten für solcher Speist/ die bald fäulet. IteM Wegebreitwasser/oder Wurm- kraulwasser/sÄllronicum genam/ oder Bau'Möhl/Pfir- sichkernöhl/ oder bitter Mandelöhl den Kindern zu trin- ckengeben m emer Milch. Dre kleinen MadenwürmleM ikanstu also todten/ daß du mmbst Baumwolle / darauß mache ein Zapsslem/ netzeesmOclvonWermuth/ oder Rauten/oder bitter'N Mandeln/oder Pfersichkern gemachet / vnd stecke es jhm in den Mastdarm. Für die grossen Würme/nimbWermuthsafft/Ochscsgalle jedes 4.!oth/ gepülverte Colloquinten 2.. Loth / machsM'.temwencg Aockenmeel zu einem Pflaster /vnd legs einer Handbreit vber den Nabel. Von Beulen an dem Geschoß. Da begibt sich auch offt/ daß die Kmder vom vielen Weinen / vnten an dem Geschoß etliche rummes oder Beuler bekommen/ als wenn sie gebrochen wären/ denen soll man ein Pflaster dahin aufflegen/ von einem Eyer- dotter vnd lernine ^meoz, oder Nimb Feigbonenmchl/ (faririaln luplrillrum genandt) Mit Myrrhen vnd Wcm vermischet vnd aussgeleget. Oder nunb dritthalb Loth A- laune/ em Loth vnd einQuintm Galläpffil gröblich zer- siossen / viid in rothen Wein gekocht / vnd warm aussge- legt. Solche Brüche oder Geschwülst kommen gemeiniglich von vielem Weinen / oder wenn man sie zü siarck täntzelt oder bewegt. Das Weinen wird auss vielerley Weise gestillec mit der Brust oder Zitze / mit det Wiegen / mitsingen/ vnd sonderlich mit remem Lein- tvad. Wenn die Kinder sich satt gesogen haben / soll matt sienichtsttackswiegen/ weildiefnscheMilchdavoncor- rumpiert öder faul wird. Auch ist zu solchen Brüchen oder tZerniiT vnd Geschwülsten dienstlich/daß man nehme der geflossenen Granatschalen drttthalb Loch / Galapffel 5. qumten/laß Mit einem röthenWem wol zu einem müß- lein einsieden/ drück die Därmlein oder dasBrüchlein fein sanffte hinein / Wäsche mit kaltem Wasser ab / legs aussgestrichen vber/bmdö mit emeMaussgelegtenKüß- lem wol hinzu / vnd nimbs vor zehen Tagen mcht herab. Oder mmb schönen außgelesenen Mastix der Rinden von weissenWeyrquch/Eypreßmüßlein/Myrrhen/Fkschleun oder Häuftnblase«/ tzrcocQl!«- jedesZleichviel/zerstoß vnd zerreibsmit Essig / machs in rechter Dicke zu emem Pflaster / vnd legsvber. Man soll aber die Kinder von dem Weinen mtHnr zu starck abhalten/ sintemal es jhnen gesund ist/ daß sie bißwellenweinen / denirdie Brust vnd die Lungen werdendadurch fein weit vnd gereimget; I. temdaö Gehirn/ dieÄugen/N^sen vnd Mund/ werden dadurch gesäubert / vnd von jhrcm Vnflat entlediget. Wenn sie aber zu sehr vnd zu lange wemen/ so folget offt em BruchoderGeschwulst. Vom Schrecken im Schlaff. Wenndie Kinder im Schlaffe aufführen vnd erschre- cken/das kompt gemeiniglich davon/wen sie zu viel Nahrung bekommen. Denen soll man d,e Milch etwas entziehen / vnd sie nicht stracks nach der Speise m die Wiege legen/ sondern sie Mit Spielen /4>nd Kurtzwetlerlustiger/ ihnen etwas von Jungfer Homg/oderViolensyrup/oder Küchlein cligmu5c^,oder plirisarcoclci, zc- eingeben. Von der schweren Noth der jungen Kmder. LxilepLz) oder der schwere Anfall istden Kindern gemein/dafür hac fast em jeder seme Kunst/ gleich wie für das Fieber. Am besten ist/daß man Rath auß den Apote- cken suche / oarmnen solche Pulver verordnet sind. Oder gebetjhnisünffGerstenkörner schwcrl^icllz lze^oarvri- enralis in P-Lonienwasser/ vnd hängt ihm P^onienwur- tzel an den Halß/ vnd rothe Corallen. Man soll sie gar ordentlich mit Speiß vnd Tranck / die warm vnd rruckcn sind /halten. Nicht weniger soll die Saugamme sichbe- fieisslg.n/daß sie eine gute rechte natürliche Milch/durch gute speißordnung/vberkomme/sott alle kalte vnd feucht« Speise melden / ihr Haupr Mit bequemen vnd darzU dienstlichenA.tzneyen purgieren/ auch dem Kinde Nicht mehr zu saugen geben/als es verdawen kan. Dem Kinde soll inan auch Rauten oder alam foeriäÄln . zu teutsch Teusselsdreck gmennet/vor die Nasen halten/ vnd es daran riechen lassen.Vnd so derMund ihmgegrümmeroder zusammengezogenwürde/sosalbeemenFingermitblaw Lilienöl/brich ihmden MmidÄuff/vnd bringe den schle'.m vnd die böse Feuchtigkeit Mit dem gesalbten Fmgerher- änß. So aber die Noth grösser/magstu jhm auch wol ei« nen rechten vngefälschren Venedijchen Tyriack geben. Vnd wo diß nicht hilsst/ magstu einen gelehrten Doctor zu Rath nehmen. Item machet jhm em Müßlem mit Semmeln/ frischer Butter/ Iungfrawen Honig/ Ps-o- nienwurtzeln vndCorallen. Oder gebet jhm ein Gerstenkorn 5.oder 6. schwervon denpulvcribui, e^>ile^ricisz0der l^cciebus äismulci, oder ^linlsrcocici Mit Meth / oder Mit P^onlenwasser. In die Nasenlöcher kan man jhm streichen Rojcnöhl/vnd Bibergeilöhl/ zc. So das Wasser oder Vnn derKtndernicht fortgehen will. Wenn den jungen Kindern der Vrin öder jhr Wasser nicht woi folgen will / vnd jrgend der Blasenstemsie plaget/ soll mau ihnen den vntersten Bauch vnd die Weiche mdenSettenmitbitterMandelöhl/Scorpionöhl/ vnd WmbucoruM i oder Regenwürmöhl wol vnd warm schmieren/'oder mit dem Uu»uenro Auch kan man ihnen das Gemachte damit salbm/ oder em Tüchlein dareingenetz. überlegen. Vnd ist sehr gut/das Kmd offt - baden in warmen wasser/daremPappeln/Eibisch/VeU* kraut/ Caniillenblumen/ Tag vnd Nacht/ oder S. Peterskraut/ ?ariec2riam genandt/ lcorclium, Lemsamett gesotten sey. Srarcke treibende Artzney dienet jhnen mt/ offt baden ist dazu am besten. Vom vnruhkgett Schlaff. Wenn aber die Kmder Nachts Nicht treüge ligen können/ welches cx iclolurione mulculi in cervicc vellcX herkompt/foll Man ihnenwarmmachende Sachen/die da stärcken vnd kräfftigen / gebrauchen: Etliche nehmen die Gemächt von Hasen oder von denIgeln/oder Bergmüä- tze/ Myrrhe oder Rautensamen/ wol geflossen / gebenö dem Kinde / m emem guten lieblichen weisseN Wein nüchtern zu trmcken. Auch sind gut die ?iockilci cle lpoäio, cle rcrrs lisillsrÄ.Auch werden die gepulverten CaMilleu- blumen nützlich darzu gebrauchet. Em sonderlich Expe« runent ist die Gurgel von emem Haan zu Pulver ge- brandt/vnd offt nüchtern m warmen Weine/oder LÄMll^ lenwasser/ oder Rautenwasser eingeben. GK So den Kindern die Lippen auffressen. Offt relssen den Kmdern die Lippen auff / wenn die Säugammen harte Wartzen haben/dazu brauch Poma- den>albe/oder mlscheWegerlchsafft vnd Veilöl vnterem- ander/ vnd falbe dem Kmde die Lippen damit/ nemblich Baumwolle darein genetzet/ vnd also gebrauchet. Oder mmb Böckcntalcl?/frische Butter/ Gänse/ Endtenoder Hünerschmaltz/ zerlasse es überdem Fewer/ vnnd Mlstt^e Wegerichsafft darunter» Von dem Husten der Kinder, Die Kinder bekommen auch offt einen Husten wenn scharpffe Flüsse von dem Haupt herab fallen / oder auch sonsten von übriger Hitze/oder von kalten Dmgen. Auch wenn die Ammen jhre Arm vnnd Beuste lassen kalt werden/ :c. Alsdann sollen die Ammen alle verfallene vnnd scharpffe S peife melden: Item keineüsse essen / incht Senff/ meh. Zwlbbeln/mcht Weggerich/ ?c. Hierzu sind mancherley Mittel/ dle aber mit Bedacht vnd gutem rath sollen gebrauchet werden. Ihnen ist gut Fenchelwasser ge- trunckem Item die Brust mtt Butter vnd Oialrke schmieren. Item mmb -..Löffelvoll QultreNkern/ geußdarüber 6. Löffel voll warm Wasser / laß e6 bey drey Stunden drüber stehen/ daß sich em Schleun herauß zeucht/denselben seye vnd drücke durch em Tnchlem / ntmb Zucker Pe- mdt vnd süß Mandelöl/so vildazu vonnöthen/fetze es zusammen «n elnem Pfänlem über das Fewr/ daß es wle ein Safft oder Syrup wird. Davongib dem Kmdlemofft. Hat es grosse Hitze/so thue Granalensafft darzn. Vnd wenn )hm dle Brust vnd Magen voller Schleim lvere/nim Honig/ schniiere dle Zuuge damit/ dle drucke mir den Fingern sansitig nieder / damit es zum Brechen bewegt werde / vnd dle böse schleimige Feuchtigkeiten herauß brm- Zen/vnd ss »ne Gesundheit wider erlangen möge.Ich habe von hochgelehrten I)o<^oribu8i vnd meinen ?is?ce^cc>ri- dus geseben/daß so der Husten von scharpffen Flüssen/dle vom Haupte anst die Brust fallen/entstünde/ mmbtman warm Wasser / lastes zweyer Spannen hoch / em halbe Stunde lang herab auffdaS Haupt rmnen oder trleffen/ (die klcäici nenvelt es Lmbroc!ras)vud ist em femMittel. Von dem kurym Athem der Km der. ^ ^o das Kind einen kurtzen Athem hette vnnd keicheke/ eng-, vmb die Brustnare / vnd auch lm Schlaff röchelte/ mmbwslgestossenenvndgepülverten Leinsamen i, Loth/ schön Zciaurcrren Honlg L.. Loth / stosse vnd vermische es wol durcheinander zu einer Latwergen / gib ihm offt da von/ salbe cSauclnmtBamnöl vmb die Ohren/ hmder den Ohren vnd vmb den gantzen Halß/vnd die Zunge/da« Mit es sich br«i?en möge/ vnd trüfle chm warm Wasser in den Mund / vnd salbe die gantze Brust etlich mal nur süß Mandelöl. Vom Slucken der Kinder. Offt bekommen die klemm Kinder den linAuIcnm. oder Schlucken sehr / alßdann schmiere jhm den Magen mit Müntzen- oder Camillen- oder Mastixö l / so es von fülle oder kaltedeß Magens kompt. Odermache em Pflaster von gepulvertem Tlllensamenvnd Krausemüntzensafft/ leg es ihmwarmüber den Magen. Käme es aber von Verhärtung der Mllch/ oder anderer schleuniger Feuch- tlgkeit/so reche es zum brechen/drücke jhme dieSunge mtt zween Fingern fei« sanfft Nlder/ :c° VomBauchweh/ReissmvndGrimmenim Leibe, So das K-ndBauchwehe / Reissen vnd Grnnmen im 5elbe hette/ kan man es verstehen auß vielen hefftlgen vnd siechem Weinen / vnruhigen hin vnd wieder werffen von einer Selten zur andern / relben vnd bewegen/ zc. Nlmb Camlllen vnd Tillenöl/ oder Pfeffers l / vermische es mit em wenig Wachs über dem Fewr / netze eine Baumwolle darem/ vnnd legsbem Kinde über das Bauchlem/ oder reibe vnd salbe das Bauchlem damit. Vom Geschwulst der Kinder. Wann das Kmd anfeinem gantzen Leibe/ oder etlichen Glidern gefchirollen wäre/so mmb Holunder oder Fleder- schoß vnd Artlchschoß/ seud es rn weisjen Landwein / bahe mtt der Blühe dem Kmde die geschwollenen Glieder/oder bade es gar darinnen / so es am gantzen Leibe geschwollen sonderlich wann keine Hitz vorhanden» sein/ 55^ Geschwulst deß Nabels. Offt vnd viel beglbt sichs auch/ daß dem Kinde der Na* bel schwillet/ sonderlich/ wenn er jhm nach der Geburt ab^ gelöset ist/alsdann mmb hicam celricam,(dle man ln die Lauge zu legen pflegt) Seesamenöl/ Terpentin/ jedes so viel als nöthig ist / laß es Miteinander über einer Glut m einem Pfannlem sieden/ seyhe es durch cm Tüchlem/ netze eine Baumwollen darein / vud legs emcs Fingers dicke übe r den geschwollenen Nabel. Von Attßiauffung deß Nabels. So aber demKinde der Nabel von übrigem Weinen/ Hilsten/ werffen oder stossen außleufft / inmb Feigboneit alte faubere reme Tücher zu Zunder gebrennt / stoß mit einander zu Pulver / vermisch es mit rothem Wem/ streiche auff Hanffheyde/ vnd l.egs auffden Nabel. Vom Außgang deß Masidarms. Wenn ihm der Mastdarm außgehet/so siehe / daß du Mit warmen Händen/ dle mtt Lilienöl gesalbet sind / denselben sein sanffte wlder hmein schiebest / wolte es mehr/ vnd der Darmwerehart vnd kalt worden / so mache cm Bad/ setze eö darem / daß )hm der Darin wider welch vnd schlipffencbt oder gjatt werde.Das Bad mache von Pa p- peln/Eybtsch/Lemsamen/ fcr-nozr^co. we:ß Liliuuvur- tzel. Wenn der Darm also wider hinein ist / so brauch astringirende oder zusammen ziehende Artzneyen / als Mastixöl/ oder Myrtyllenöl / oderL^utttenöl. Oder/ nimb der Rinde von Granatapfflem/ Iren!/ die Butt davon/Gallapffel/dürre rothe Rosen/ Alaun/ gebrandt Hirschhorn/Ziegenklawen/ jedes gleubvrl/ laß u. rctheui Wem sieden/ vnd behe das Kind darüber / daß jhm der Dampffdavon an den Leib gehe. Von Mattern der Ander. In denBockcn/Masse!n/vnd rochen oder weissenBlat- lern/so über den Leib der Kinder sieb sehen lassen / ist quc rother Myrrhe in rothen Wem angeben. Das allerbeste vnd sicherste ist / von rothen Zlsernoder Klchern (lÄcinL ciccrcula) Linsen vnd Feygen emen Trancksieden/ davon über dem Essen vnd Mischendem Essen sie trmcken lassen/ dann es trecket sie hefftig Herfür. Auch schadet mchr / ein wenig von emem rechten Mythridat m den Mund streichen. Vnnd man pflegt sie m em rorh Tuch zu wickeln^ Wenn dle Blatternoder Bocken zeitig vnd offen sind/ kan man sie Mit dem weissen ^>alblein / un^ucorum ^Ibum cÄmxKorsrum, genant/ salben- Etliche nehmen Rosen/ Myrtülenblatter vnd Tamartskeii / siedensie m Wasser/ vnd waschen d;e aussgebrochemn Blacrerleln/dam'.r/vnd sal^ens darnach mtt Rosenöl. Wann die Kinder außgeschlagen am ganzen Leib. Wenn die Kmder den Ansprung bekommen / über ihre Backen/ Angesicht/ auch Haupt / blßwnlen am gantzett Lelbe außschlageu / als eine vnreine Schorbe oder Kratze (welches gememigllch von scharpffer/ verfa-tzener/vnrel- ner Milch der Ammen herkömpt) Alßdann soll man nicht stracks zufahren/ vnd kühlen vnd astringleren/ danm die msceria Nicht zurücke IN den Leib getrieben werde. Dle Amme soll ein gut Regiment halten / scharpffe sehr gesab tzene Speise meyden. Item/ was schleunig vnd hart zu verdawen ist/Käse/ Gewürz/roh Obst/ starcken Weni/ oder ander hitzig Getränck/ Zorn/ Baden/ Beyschlaffen/ ^c.Vnd were nützlich/die harten schwartzendraunen Bor« cken oder Schorffen Mit einer Brühe / darinnen Rosen- blätter/ Camillenblumen vnd^cvnum (ZrXcumgesotten sey/ wol abwaschen / darnach mtt Cam-llen vnd weiß Lilienöl beyde vermischet/ es warm schmleren. Wenn die Kinder statt werden. Zwischen den Beinen bey dem Gemachte werden die Kmder offt von jhremfcharpffenHarn/vnd sonsten fratc/ Alsdann mmb Holtz oder Wurmpulver / auß den alren Bäumen oder wurmstichigen Höltzern / strewe es darezn. Oder gepulvert Myrtenkraut/oder gesiosseneViolwuctz/ Ireos genant/ oder gepülverte rothe Rosen/ oder gummt rrsgsnri, eines oder etliche gepülvert/vnd zusammen em- gestrewet. Oder uuvucnrurn genommen/ vnd damit gesalbet/ 34^ KinderÄ Wie man die Kinder halten vnd ziehen soll / so sic gehen vnd reden lernen/ bißsiedasAlrer dcrsicbeit Jahren erlangen. So dle Kinder gehen lernen/ so soll man sie nicht übermüden/daß sie sich nicht verrencken/wcdcr an Füjloch m dem Rücken. Vnd wann die Mütter verlangt/ daß ihr Kinder tiicht balde gehen wollen / so seui>man Stengel / dr^nffdas Kappes wachst/ in Wasser/ vnd wäjchi den KmdernMe Füß/ vnd die Buge damit 2tbcndS vnd Morgens/ vnd so die Klnder Trowenversi».ycn / vudzu Moigens ausgestanden sind/ so geb man ihn zu essen» Nach dem Bad laß man sie kurtzweilen/ vnd so sie mehr essens begehren/so soll man sie Baden/ vnd mchj aussvol- len Magen Vnnd biß in das sibende Iabr ist jhn ein ziemliche Speiß/ Muß vnd Milch zwischen ar.dern Rosten / die da soll feucht seyn von deß Wachsens wegen gut» Schweißbäder sind den KmderN vnr^r sieben Iahren nicht gesund/jo soll man auch jicmit kemem kaicenWas^r begiesstn/dann was mwendtgeKranckhcitcnjlnd/0lc werden bewegt. Die aberaußwendig tommm sollen/ d:e werden gehindert. Es hindere sie auch am wackln. Man soll auch grossen Fleiß haben Kinder zu gewehnen zu guten Sitten. Außembsigem Fleiß entsprimgereine Gewohnheit/ darumb soll man sie behüten für Peinlichkeit/ eygen Zorn/ Furcht/ Ttawren/ vno übrigem wachen/ vndihn ordentlich reichen was sie begehren / vnd ihnen wehren was sie betrübe Auch soll man sie ziehen zum Gehorsam der Eltern/ Varter vnd Mutter/vnd zur Ändaa)t gegen Gorr/ dann gute Sitten machen ungutes Wesen u.d.r Compkxion/ arge Sittui sind ein Anzeigen eiNrS argen WejenS ui der Natur. Dann Zorn/Hch/Trawrigk^c/Folchr/ Kälte/ Peinlichkeit/ machen eygen Sinn. Viel wachen »st cm Anfang mancher Kranckhelt. Vnd also der guten Sitten G^wonheit/ ist dui^.ndern nützlich an Leib vnd Seel / dann die Seel eci.vö uvmdö.jt wie em abgewischte Tafel/ daran meyts geschrieben ist /man mag aber daran schreiben w^s man will/ vnddarumbcm übel gesittet Kind soll man vi dentllch vndg.n.acylichgc- wchnenzuguten Sitten/ mit Güte vnd Strass/cam^t sie an ihrer Cvmplexion gebessert werden. M^ii soll aber auch dteKitwer n»cht zu hart m der Straffyalten/weic >.6 auch nicht allemal gut ist/darumb sollen die Varcer ihren Kindern Güte erzeigen/ auch übersehen zu Zeiten. Straff ist zu loben/wan sie nicht z« hart i>r/Güte vnd Bescheidenheit/ wann sie rechte Ordnu'..g hat. Vndden Kmdern ist ein kleines Bbel zu vbersehen/ wann cm grössere dardurch vermieden wird Wenn man Kinderzu Lehr thun soll. 'Mehrtst zumercken/ so die KmdersechsIahr erlangt h^bm / so soll man sie einem Schul-oder Lehrmeister beschien / der sie etwas lehre. Doch sollen sie nicht stetig dar» ob verbunden seyn / sondern ihr Kmtztv«.ll dazwischen haben/ vnd dann soll man sie incht zu viel Baden / vnd zu Zeiten schweißbaden. Auch svll man sie dann etwas ernüchtern iasicn / ehe daß man ihnen etwas zu essen gebe. Auch sollen sie ihre Bbu-igordenclich vnd von Vernunfft haben/ doch nicht zu vil/ vnd so sie Muß vnd Milch essen/ >o bedorsscn sie nicht trinckeNS darzu. Wenn sie aber andere Rojtenesien/ ais vonstessch/ so sollensie ein frisch Was- serdarzurrincken / vnnd nachdem Esien soll man sie Mit Fleiß behüten/ zwo oder drey 5vttmd. Ob man den Kindern soll Wein zu rrincken geben. Es ist zu wissen/ daß man den Kindern nicht soll Wein zu trmckVn geben/ biß sie zum Alter kommen / darmn die Natur ansähet zu wachst» / als den Mägdlem vmbS zwölffte/den Knaben aber vmbs vierzehcnde ^iahr. Wan nemblich das Wesen der Kinder ist feucht gesetzt an ihren Gliedern / darauß sie wachsen sollen. Nun ist der Wem hitzig vnnd da.zu trncken m semem Wcscn / darumb er ihrer CoMpleMNgar zerstörlich ist. Gesunde Kmder sollen mcht Wein trmcken / dann er hitzigrsie vnd r oerfeuchksie vmb das Haupt / dardurch sie stüMc Haupter überkommen/ ' auß welchem mancherley kranckhetten entspringen. Sie weiden auch entzünd im Gemüth/ vnd erzürnen desto leichter.Wann sie aber kommen zu dunob^cjchri eben Alter/so .st er ihnen gut. Auch speiset er sie wol / vnd Lalenus besihleteS also. Darumb so gib kem weiser Mann semen-Kmdern Wem/ weil er ihnen mch' nützlich ist/ sondern grosser Schad. Aber Wasser-st jhn kem Schad / sonderlich aber den hitzigen Kmdern. Wein vnd Bier sind den Kmdern schädlich. Dann sie erfüllen ihre Häupter Mit böser Hitz/ vnd betrüben ihnm jhrG.müth. Da aber etliche schreiben / daß mau den Kindern soll gemijcyiUi Wem geben/ das ist zuverjt hen/ wenig Wem vtid v^elWasser/ vnnd in den kalken Kindern/ darumb ist et ^..Ku.dclN Nicht zu geben/ so hitzig vnd vollkommen siNdt Weiter ist zu mercken / nach dem sich die Feuchtigkeiten mindern un zunehmen deß Alters/ vnd die Krasst der Glider mchre't / daßman solle alsvan das Kmd desto bes« ftr speisui/ weilsic mögen desto gröbere Kost verzehren/ auch nach dcm zunemcn deß Alters svll die Vbung ordentliche gesüh :r werden. In solcher Meynung daß die Glider dc^K>nder gefühcct werden / vnnd wachsen möget) durch Speise / vnd daß die Vberflüssigkett der Kost öm zehret werde durch d:e Vbung / mit welkem sie m ihrer Gesundheit bkibm mögen« Regisier vber das ÄtWiLren / Hauß^ Ar^ycy/ vnovon der P^-k'c.i^. A. ^Vschneidung deß Schwefels von dem prsparirten /Vnr >uc>n> Giaß/ 4Z Abwächsiungmitier Artzney taglich vnd wöchentlich/ Zli Z4' Adlerstein hilfftdle Geburt fördern/ ?4Z Ader so verruckt/zu s^lviren. ^66 Adersoim^assen v. netzt/zu heyle»/ ibiä. Adernso schwinden/dafürzugcbrauchen. 267 Ad^rlassn m der Pesiz it/ ^ ;>;> Aderlässen auff der Seyrc da das Geschwür ist/ 298 Aderl ssn auffdic Purgierunganzustellen / z>9. wie nmn' lelasse» vndbrauchensoll/ ?.y5 Aderle-ss n was l'keopii^aiius darvonhäit/ Zz; Aderiasien? NutzvndFrommc,./ z;4 Aderlassnzu welcherZeitesgut/ ibiä. Aderlassnsollnichtein jederbrauchen/ ilziä. Adenassen in reichem Monat vnd Z ichen es gut ist/i!?. Aderlassen wann man sich davor hüten sokl/ z s Aderlässen an w-lcbe» Glidern vnd zu welcher Zeit/ il?. Aderlässen was es bey den Menschenaußricht/ z;6 Aderlässen« Vrsach was einen darzu bewegen sol/ ?;6 Adern welche man lassen soll/vnd m welchen Fällen/ z Z 7 Aderlässen«?» welchem O^t deß Leibes/ ibiä. Adern an Armen sechse zu lassen/ j i >, icl. Ader Lzjl ü cs wo sie ist/ ibiä ist gefährlich zu lassen/id. Ad-rsoaussge>pri?ngcn/ivi«jhmzuthun/ Z4« Aderlassenwiemanstch darnach hatten soll/ ikicj. Affkergebutt abzutreiben/ Z46 Afftergeburt so nicht fort wil abzutreiben/ Z47 Agtste?n oder Börnsteinöl wie es zugericht wird/ vund - dessen Zugcndt/ 29 6 2. Agtsteinöls Krafft vnd Würckung/ 28 Agtscein Sail? zu machen/ 6! Agttei» mit Po!et?enwasser getruneke» oder genossen Amntwury«! «inuimachen/ 2Z Alaun vnd das weissevcü: Ey /dienet vor das Podagra/ 2ZH Alp was es sei,'/ 54 Alchttmlienwicsicjhreluts zurichten/ ü ^!embicus wasessey/ 15 Allerley im essen zU gebrauchen/ zvy Allerley2irtzn«y wider das Hauptwehe/ 77 All Fieb.r/ was dafürzugebraucheni i8? AltevNdoffeneSchädenzuheylen/ 250 Alke Leute sollen nicht viel Blut weglassen/ z zö ^mzrznriius uli«Zs eiicirur. 267 ZslUNle was es für ew Weib seyn solle/ Z4 s Angeuca Baldrian vnd Mbergut vor die Pest/ .'87 Angeiica soll man bey sich tragen rn Pestzeit/ z2«? AngesichksRuntzein zu vertreibend -u.SchlechteNöthe wiesiezu beyl. n 122.12? 124, Flecke zuvcrtrcibcn/125 Angesichts KeckejJvertreiben/ -22.12; Z24 Analsicht »e>ß zu machen/ 122 Anacsich?« Räudigkeit;>.! vertreiben/ idicj. Angesicht vnd Hä^de schön zu mache«/ ibiä. Angesscdt lauter zu machen/ ibiä- Zlna.sichtklarznmache»/ 12» Angesicht so bieich/schön roth zu machen/ !2z Angesicht j?ing zu mach n/ iiilä. Angesichts Blakternvnd Finnen zu vertreiben/ iki4 ^ps,l>emzvndLarfunctel vnd schwartze Blatter» zu todten/ v zrf ^quz^lercurizlis.turirtekcilicam. 2c>; ^quz l'ireri aczUs sonderlich gut/ Z90 ^quzvirTgutzum schwachen Magen/ 178 äquÄ vitT sehr gut zur Pest/ ziz virT zu GtärckungderMemorlen/ s« Von Arbeit der Kinder. ,54 dienet den gebärenden Weiber»/ Z44 Armen kalte Flüsse zu vertreiben / 14z Armen vvd Btivly Sttchey vyd Rcissm jy vettMbey/ Arm verrenekc muß batde wieder eingericht werden/ i- diel. Arme Leute womit sieräucher» sollen in der Pest/ zu Arme Leute sollen Krauter bey sich tragen zur Zeit der Pest/ ,1« Artzney das Leben zu erlängern auffis. Jahr/ ?7 ArtzneyvordenSchlag/ SchwindelLliNbIitterndeß Kop,fs/ L? ?lrtzneyder Krancken nach der Aderlasse/ 298 Arhney so schwitzend machet/ ^07 Arhney wider die Pest vnd andere Tifst/ z 14 Zlrtzney wider die Pest in Vorrath zu schaffen/ 117 Argney so kräffcig wideralle»? Gifft/ z26 Arizney im abnehmen deß Monden zu gebrauche«/ zz8 Ar?ncy allerley wider das Htmptwehe) 77 Artztesindzwey-rley/ z ^scires lpecies Ir^6rox>is,wiediezucuriren/ Is9 Astelzu heilen/ 144- ^Ükmawohersickomme/ iZ2.was es fty/ ibiä. vnnd wices dte^leäici nennen / i!zist eine gar gefahr« liche Kranckheit/ ibnä. wie siezucuriren/ ,zz. wie sievnterschieden wird/ ikiä. Athem oderkeiche«/ wKS es vor eineKrsnckheit sey/1; 2 woher sie komme/l di ä vnnd was dafür zu gcbrau» chen / i lziei. Leichten guten Athem zu machen/ iz; vnd ferner zu curiren^ ibiä^ Athem so sitneket woher es komme / >Zi^ vnd wie jhm der Stanck schnell zu vertreiben. Auffsteigender A^tter/ was es sey/ 212, vnnd woher es komme/ id'tl. Augen dcßLeibesFenstervndLiechc/ lir Augen so dunckel/ geschwollen vnd siiessend zu curire»/ ii2, so roth vnd hitzig zu heylen/ ibiä. Wasser zum blöden Gesicht/ 112 Augenöl zu machen/ Wasser zur Kühlung der Augen/zu reinigen/ibiä. klarzumachen/ Vp.d die Fette zu vertreiben ein Kunstst ücke, ikiä. Augenschmertzenzu heilen / «z^. Wasser für das ju« cken vndrochem Augen / Säidleinzu denAu» gen. idiä. Aügcnwasscr/Fleckcn/Felle/BlattcrnePocken/Finncn/ Etahre vnd anderer Maxge« dei Augen damit zu heyltN. Augenwasser so gut vnd köstlich / i;z, rothvud Bmt» flcekenzu heilen/ ibicj. Rothe zu vertreiben/ 114. Fellezuvertreiben/114,11s. klarzumachen/ ibiä. vorvsrtunctelte hitzige Augen / -diel. Wartzenzu vertreiben / zos Sahren auß den Augen zu vertreiben / 114- Rinnen zu vertreiben / i l so Felle verzehret/ itzici.Felledamitabzubringen/ibiä rö» the in Augen zu vertreiben / irs. So drein gefio? chen zu heilen/ ibicl. Sch?innen vnd Scheuren zu vertreiben. li? Aug-n so geschwollen zucizrire». ii-iä, Augentrost eine ed«le Ärtzeney. idiä, Augcubramen wozu sie dienen. >18 AugenKußvnd Geschwer zucurire». Zzc> ^urum virz- zumache». Z14 virsebewährt widerdieP«^, ikicl. Ausiatz woher sein Name/ vnd was es sey. ! 65.260 Aussitz ein angeerbteKranckheit -Iz-ä. Aussatz der Fischer Kr^nckheic/ woher sie tomme/ i- kict. Anssatzwieerzu eurire», »e>iä. Ansse.tzes Vrsprung, idiei. Aussatzes Cura. 264. zzü AussatzwodÄrch ihm vorzukommen. 264 Aussätzige Mähler im ÄNZesichtjuvettreibcn / 12Z. ?lnß!auffung deß Nabels der jungen Kinder. zß8 Aufgang deß Mastdarms der jungen Kinder. Z58 /eutor warum!) er das Artzneybuch zu schreiben vor die Hand genommen. 74 Furores in re rneäics welche zu lesen. 7; .Acken so geschwollen/ wie er zu curiten/128. ^ i;6 Bad vor den Schlag, m Wadcnsn Gterrenszelte» nicht garverbotte». Zio Baden/ SchrövffenvndKopsfen/ was davon zu hal« len. Z4-> Baden zu welcher Zeit es gut, tzaInes vnd eintztie distilliröftn zu bereiten/ vnd Was» ser zu brennen. 9 L^lneumlUZlnoderl^zriTzu machen. IS Balsam der Kinberist ein edel Ding. Z44 Bart wachsend zu machen. 182 LaliUcs ist gefährlich zu lassen/ Z42. ws fmden/ idicl. Bauchblehenwas dafür zugebrauchen. 19Z Bauchfluß vnd Stuelgänge der jungen Kinder. ^6 Baumfrüchte wie siez» brennen. l6 Bauchwehe / rcissen vnd grimmen im Leibe der jungen Kinder. Z58 BawrenArhnchvordenDurchlauff. »08 Bawren Artzixy vor die Wurme. 21s Bedeutung eiuer bösen Dawung. l Begräbnusse der Sttrbc»idc»Hi dsp Pesizett/ tpie die zu Hiachcn. ?27 Bein oderanders/sokmFie schverheilet/ wie eszucu» r-ren/242. Itenivcrhekltt Beine/ Spriessen vnd Schösse was sieauß den Wunden zeucht/ ib>iä. Bcknbrechcn zu curired. T; 8 Bein geschrotc^tzu heylen 2,cs Bein zerschrocteu cine gute Salbe. 2> ? Bemzerbrochen zu heuen iviel. Bein vnd Rippen zubrochcn Mit einem gurenWuson?« kranck zu heüen, L^s Beinbeschundenwomit>szu schmiere», si prsci^lrali. idiei. Bereitung deß Spießgiaß. 4 2 Berggrün zu machen. --2S Beschreibung der vier Comple^one». 7 6 Bettseiche,, was dafür zu gebrauchen Betthonunohl wie es seyzu machen/auch dessen Krafft vnd Würckung, 6s Beulet» der jungen Kinder am Geschoß. Zz? Beule oder Geschwmst/soauffgelauffen/ was darvoe dienet. 268 Beulen oder Beschwer / was sie vor eine Anzeigung/ ^09. was darauffzu legen. id!cl, Beulen von Wei blättern sich verzogen. Z04 Bcuien so außqesch ^ oren / wlesieji» heilen. Lc> 5 Baume so keinen Saamen haben. -- Bcyfuß ftilltt den FiuF 214 Le^osrUcum k-l.nslglezuvcrfert!g.n 7Z.Gebrauch vnd Gewicht 74 Bibcrgeilöhl zu mache?!/7o dsssen Wi'ctiing Bibenell ist gut / wann man ins Bad gehet/ daße-ner barauff schwitzet ^z« Vibenellenwurtzein einzumachen/ vnd was sie nutzen. !Z- Bttderma» soll sich vor Vngelährten hüten- 40 Ziie mim Magen zu purgieren zzi Bier warm getrunken / guter Wundcntrancf. 24 4 Biicmknöpffe vordie Pestzuzurichteti, 297 Büsenkraut vertreibt d Brennofen vor arme Leute. 6 Brennofen/ wle sie zuzurichten. 8 Brennöfen zu einer Materien zuzurichten 9 Brennöfen z„m Ziegel/ wle die Mn zugerichtet wer» HM, ik-cl. Brtu»e Register. Bttum was es sey/vnd wsher sic den N^men. : 28 Breunelstvicrertey/jbllt. v.wor.,n sie zu erkennen/ ^«.wiesie zucurire»/ üzicj. v zz« ein gut stücke dafür/l!9. daran OrcoLrunfeilluggestorben/tis. so von vbriger Hihe der teber vnd Miltz kömpk,129- was sie sey / vnd woher sie komme / izo. kan auß der Farbe erkandt werden/ ik-6.dk weisscnbeydenKin» dernzu heylen/ikiä. an den Alten zu curiren. Sl Brodtsowcich/ wiees zur Zeit der Pestilcntz Z» ge« brauche». zz; Bruch der Kinder zu curiren. 224 Bruchz» heylencin edle Kunst. Bruch am Nabelzu heylen. ^25 Bruch zu schneiden. 224 Brustcranckheiten zu heylen. Brust drücken zuvertreiben. 145 Brustengcoder^ltkmzzucüriren Iki6. ;^6 Brust odervmbs Hertz drucken der Weiberzu curiren. 146 Brust stechen vnd öruekcnwas dafür. ibiä, Brul! tranck so köstlich dafür. 146 147 Brust tranckvol allerley Beschwerung. 147 Brust zu purgicren. 148 Brust dampffoderdumpsicht vmbdie Brustwas dafür zugebrauchen 147 BrusiwehevndHustcnzu vertreiben. ibi^. Brust »gezu curiren. 146 ;5 Brüste der Schwangern Wciber/wie es damit beschaf» fen/!4Z. Z45. wann sie von d»r Milch dlckewcrdcn/ wss dafür zu thun / ^49. wann ste schweren/ 148 Ifo. wannsteböse stn^ zu verbinden ibicl so sie den säugenden Weibern auffgerisscn wercv/ wieder zu hcyle». Bücher so lndckHzußApoeeck seyn solle». z Bücher daraußdie Krauler zuerkennen ibi^. Bu.tervndBrod gessen/hm die Gisst auff. -88 ^ ^.mus/ wie er cmzumachen/vnd wozu er gut ist. zo Cakrnus im Mein oder Hon'gwassr gesotten/ oder das Puiverdrcingcstrewet/vndgecruncken/öie» net vor das gerönne Blut im Leibe. 271 Campheröhl zu machen / vnnd den Eampher zu distilli« ren 65 Campheröhlohne Distillatlon zu machen/ 65. dessen Krafft 6 6 Campl,crs c^uinlzrn LlZentisw zu exrrskiren/ 66. Essenh 34 Eampher vnd dessen Tugend. 26 <^snc?rquicl 262 Capaunen wie sic zu disttlliren. 16 escbuncuiusoder Geschwer/was es sey/vnd was da» für zu gebrauchen.. 2ss lüaula ?» ifS eke!iäonis, SchwalbenkrautgutinSterbenszeitzu gebrauchen. Z>4 Christen- so an der Pest sterben/ öffentlich zu begraben. 2'SI. Chrystallen von Weinstein 5z «üiiickoiienwurhel vordie Ht^ezugcbrauchen. Zf Churfürstenzu Brandenburg Recept couirz cslcu lum. 197 Ok^rkici wiesicjbre ^leciiczmcnlZNlX^zriren. 4 Lklinis ein treffliche Kunst zs LkiM i? Verächter Einrede / 46. Widerlegung derfel« ben Einrede. ibici. Lolica Li iiizca xzszio zu vnterschcidenvnndzu curi» ren. 104 QoUcz wascsfty/204 woher siekomme/ibiä.wtest« zucurire»/ ibiä.guteRcccpt dafür. tos. 2oK.z.»z. Complexion Beschreibung. ?f Confect Wider die Peste zu mache». zzs Contract an Händen vnd Füssen zu curiren/ 274 Oontrs bilcm srrsm, seu Ivlelsuckolism in ven- lriculo Eorallenöhlzu machen vnd dessen Tugend. 61 62 Coralleii LxiiZiI zu machen. so Corallen Salh zu machen/ 60. dessen Krafft vnnd r Gebranch 6i Evrallen Essmlz Lxrrüi^. CrW morbi was es iey. zi eririci äies>wohersiedcnNamen/vndwarauß zuer» ^ennm. ^ zZ <üurz derer so die Sprache verlohren. 142 Cüls des Blutflusscs. 215 <2urs QoNZrrKs:^. 226 Ourz deß kalten Brandts. z^6 Cnnamshl wozu esg«k zugebrauchen. 28 tmpffoderdumpffichtvmbdieBrust. 141 Oampffzu vertreibe». izi DarmgiHt zucuriren. 204 Darre zu curiren. 142 Defensti^das die Balbierer brauchen könne». ;i6 DärmervndlhrerKranctheitB-schreibung. so; Därmer auffdem Gemächtezuvertreiben. 22; Därmer so verwund zu heylen. 247 Dauliqkeit was es sey/wo sie geschehe. ,8t Däwungwann sie am stärekesten. ikici. DawUng was jhr helffe/ ibiä. vnd was sie verhindert, st. viffcr?nri, inrer snü Se k«>»yrkoic!»ls lsnzuinis protiuvium. 129 Vi«t»in Sterben» zelt» z»S vl-rtü vor/in vnd nach dem Aderlassw. Zlk v ixrz wegen allerley Gebrechen deß Haupks. 80 IZlskele; quicj 22z Die? cririci.wohersteden Namen/jvndwasdar«ußzu erkennen sey. Z; Distillirenw-tsessey/ z. zu was Ende sie erfunden/4. ein sehr nützlich Ding. ibiä. DistillirunginNofmlst/ 4. rz. inder?lschen/ n im Sande/ idici. durcheinF:ll?/!2°andcr Sonnen/!?. imBackofen/iiziä in einem Ameyßhauffen/14 >n Lalneo. idicl. Dinlliirc Menschenb'ut wozu es dienet. -Ä Distlllierkunstso die Apokeeker brauchen. z» Dünste im ieibe soll man nichr verstopffen. Z15 Durchlauffdeß leibeszuvertreiben. >09 Durchlauffwasessch. 2°^ DuTch-auffzucurinn. 209 Durchlauffrokh vnd weißz» vertreiben. 207 Durstwascssey/woher er entstehe/ 180. was jhnle» schet Durst im Munde / was er bedeute / vnnd was dafür zu gebrauchen ib.cj. DurstzuvertreibenMit Schneckenstein/Ehrystaü vnd Wurlzcl O>sll^s.'2durchlauffenwasesseyvnndwiees z« curl» xen. 208 2c>y vyiemeri^oder rothen Außlauffs Beschreibung.206 208 O)'lemer!g wie mancherley. ^ 20/: 'v/lenreriz n>i. zu curiren 706 2Q8 vv! ui s wann n Erbar Rath vnnd?/lin >ttil Lcclctl« w«s die bey diN "cKilelillsIl thun sollen Z94 Einhorn mit Borragenw^sserist sehr gut. Z20 Eyscnhartgetkwctgutvordic Pest. Z8S Eyseitrautgekiwek gut vordie Pest. ibiä. Elbi^schenwas tsseyn/v»dwlesiczuv^treibt». 254 Lle^usliulii reicher Lcuth vor die Pest. zlf Z26 mancherley Namen / vnnd was ey sey. >s6. . Empfängnüß vnd Gebi»rt eines Menschen/ was darz» gehöret Engelsüxpurairt »kram dilem. z^?4 Kri !U5 an der Gicht gelegen» 2)7 Epffeisaffczumachcn 2; Erbgrind gewiß zu vertreiben. «z Erdbeermach' Nwenig Tkulgange. 222 Erfrörung der Fusse zwerlev. Z04 Erh'k)t«Leber was dafurzugebrauchen. if6 Erhihken Magen/was jhN kielet 7 Erkennung einerhiD'gen/-56 Feuchter Zeber / »'alter Leber/idlä.Milteimässtger ieber/ ibiä truekener teber. Erkentnuß auß welchem Element die Pest kömpt. ZL7 Lrytljien <^uici. 254 Essenvnd Trincken eines Schwindftlchcigen Menschen Essig von MecrZwibbeln / was es vsr eine Ttrgend Hat/ vnd wieer zu betten- Z6 Essia sehr guc zur Zeit der PestilenlZ. ;o8 z^o Llulswosessey. zz2 Lv^cu^no universÄliZ. 99 Luptiorb! öhl zu machen/7- Seine krafft ib^ä Lx^rg^loaesa»ßiiller>kyKräuternvnnd Blumen zu mache». 15 Eyienöbl zu machen. , os Eyerdotteröhi köstlich auff?slchymistischzumacheu/;9. 24-7 dessen Krafft vnd Wirckung. Entsrstockin Schweren zuvettreiben. -69 Äll ^omltBlutvncerlauffenzucurlren. 26z '^Fallen oder gehawen seyn zu curiren. 260 Faule HeiNlze/Art eines Brennofens. 10 mentirusia so tie Pest hat / vergifft alles was sie anstehet. L89 Fenchelöhi zu machen vnd dessen Tugend. 64 Feigwary was es sey/ woher sie kommen. 218 Feigwart) zuverkrciben. idiä. Feigwary mit einem Salbte», zuverkrieben. 2/9 Feigwartz vnd Schrunden zu heylen. üo Feigsbtartern/ wo sie seyn/ woher sie kommen/ vnnd wo» durch sie zu curiren. 299 FellevondenAugenzubringen 114 nf Feuchtigkeit / darauß die Kranckheir entstehet zu purgi» ren. z,i Fewer im dil?illircn / wie es wircket / 4. wie mit demsel» bcnim distilliitn vmbzugehen / -l. 16 hat vier Ars- äus. 17 wtcesvntcrdleGläser zumachen/ >7. ;6. mitalleney Holt; n ?eliezumachen. ;»2 Fieber/wober es der> Namen / 8z woher es komme / i- bici vnd was es sey / idicl.drcycrlen Fieber, idiei. zuvertreiben/ >84 v.emeciium dafür;« machen/ in qemeio ,vvertre»bcn / 84 iz; >88 Täg» lich Fieber/ eder stetriq Fieber was es sev/' 8 8. Zwey» t»gl!ch/vnndDtt?läglich/iz>s. Vitttägllch / ivanntseknwurhclk/wtees genennetwltd/ i,z. Ht' yig Fieber was es sey. 19» Fieber mit Pillen zu curiren/ 192. helmlich Fleier wa« davor zu thun / ik ici vngewiß Fiiber was es sey. it,. Fieber den Sechswöchnerin oder Schwangern zu ver» . treiben. i85 FieberderJungen Kinder. Zz? Fieber so altzucuriren. . l«; Fieber wie ein Cantzlet davon erlöst worden /1« e. E« wunder ^.eceprdarvor. >85 Fieberz» machen / 187. Langwirig Fieber zu vettrelß b-n. ikiä. Fieberzu curiren / muß sich ein ^lcäicuswol vorsehe«. >92 Fihk der Fische was es «ey / vnnd wie jhn die Mensche» bekommen / 142 Jlcm wie er von einem Bawern an cin,m Mägdiet« sey gcheylel worden. idiä. Filyläuß zu vertreiben. 84 Finnen zu vertreiben/ »24.16s Finnen auß den Augen wegzutreiben. »5 Ftrnenwas esfür eine Kranckheit. 166 Fisteln in Kinbaeken zu heylen. Fisteln wohersie kommen / vnnd was fle sey» / :«z. wo» durch sie zu reinigen/ !6;.wilein gute Lursm ha» ben^ 26;. von gründ auß zu heilen / ikiä wileinen guten Balbirer haben / ibici. bleibt nicht beständig. 264. Zt m/was seyn äiserz sey. 264 Flechte»/ wohersiejhrenNamen. 26s 264 Flechten/was es seyn. »<>6260 Flechre»/ was es für eine Kranckheit. 260 Flechten woher sie kommeo/261. wie sie ZU ktttitty.ibiö. Flechten zuvercrcibe». i6S Flechten im Angesicht« zuvertreiben. Fleckcvnter den Auge»zu vertreiben. liz. »2b Fi^gma von Terpentin wozu es dienet. ^0 F-isch so in Wunden beginnet zu faule»/ was darauff zulegn. 14; Fl-ssch / Blut vnd ander« Sachen von Thieren zubrin» n n ^ iS Ftiederwasser/gutvsrdie Gicht. ?z? F-i!.gin vvnWund..nzu treiben / daß nicht Wurme drinncti wachse». 24 x Flüsse deß Hä^ p?s vnd der Nasen zu purgieren. 9f Fmssve>n d?l Brust zu treiben ibiä. Fiusse to^r t.ber vnd Naude zu curiren ?r Flusse auß den Schinder»vnnd Rücke» zu verlrriben. Flüsse mit allerley Kräutern zu Uerereibe». ^ 9? F>usse so einem auß dem Haupt in d>eCchlässe>Augen/ Fhren / Brust vnnd in den Haiß vnd Zähne falle«/ . was dafurzugebrauchen ss.96.67.98 Flüsse von Mattdeln wegzutreiben 10« Flösse dr? Haupts vnd Verstopffung deß Magens z« curiren. 5^ Flüsse werden durch Bienenkraut vnnd Majoran curttt vndvertrieben s7 Flüssc oeß Haupts wie sit schwangere Weiber verlttl« ben sollen. komenrzr o öder Behung zum Mastdarm dienstlich zu gebrauchen " 2IK Form vnd Ätt allerley Brennöfen/ FrLnOosenholtzöhlzv machen,6?. dessen Krasst. 7» Franzosen, was es für c>« nicn bu» ,vnd wic manckier» tiy/2!.ü. woher si - den Nicken /1l> ci. wie sic die Ge« lährten nenneA/2' 7 zu heylen/ikici. wo sie erstlich herkommen/ibiä worKNmansieerkenn^t/ibiä sev» ein anfällig Ding / ik-cl wic sic zo cukiren/227.wie sie ein Jude curtrel vnnd gcheylet hc?bewerd«» mir Mainp vnd we.ssn Wcyrauch curiret/ ibici. mit einem Trans zu curiren. >b>6» Fcantzoftn mit allerlei) Wurtzeln zu beyic» / 228- vom Hertzenz'utre'.h-n l ib>6. Pilli» dafü»< ibicl.Brü» cheein Trati»kdafür /ikiö Pfiastervnnd Salbleili dafür/2zi ml! elncm Tranck zu heylen. ib>ä° Frawin der Geburtzur sscn wie die zu heylen. Zs' Fraw so nach t?r Geburt geschwollen ^ Frawen denen nach der Geburt etwas im Leibe aussßös» set was gut tasür^ »biel. Frawen eme gute Starckunn n«ch der Geburt. Zzb FcischeRautegut w^dcr die Gisst. Frölich vnnd munter so.'man sich allezeit halten in t" Frucht in Mutterleib/ob sie gesund oder aber tranck sey' zu erfahren. Fruchtvon der Mutter zu treiben. Fußbad vor dikFll-sse. ^ Fußbad vor die Flusse / so einem aussdieZahnt fallen- 97 Füsse so erkältet was darauffzu binden. ^4» Fusse vnnd Zehen stinckend /was dafür zugebrauche». ibici. Fuß darauffgefallen oder gesch age^ zu hcylen. Fuß miteinem Naael verwund zu hexten. Füsse soinnerttche SchMerhenhaben F»ssc so kiät)ta od«r «eschwoll: nzu beykett. Fussc erfröret/womit si>' zuschmieren. F 'si--vnd B"Negeschwollen zi' curiren ^?ille wo sie ueai / vnd von ihren Kranckheit«» '6^ >^Gallcn Kranckbeitzu heylen. Gallen Bberiauffing was dafüt. ' LsnZr«nAwastsse?. GevrSttüS Z60 240 ibiä. ibiä. ibici. 2 z; Gciratsns Ggcsünderdanngetochss. z»S Gebrauch w iKcr die fallend Seuche. 47 Gebrechen in, Mund derKmder. z;S Gedurtsstundezüibetrachtcn. Z44 Gedächtniß frisch vnd siarck zubehalten. 8z.86 Gedächtniß wann es geschwächt / wiederumb zu recht zubringen. 9 s Gehen der jun^tn Kinder. z^s Geistliche Herren / was sie in Sterbensjett thun sollen. Gelbe Salbe zu allerley Schäden. z; Gelbesucht was es scy. is8 Gcibesucht zu vertreiben. ilzi^. Eclbesuchtistzweyerlcy. ,'bi^. Gelbesucht d^ kleinen Kinder wie d?c zu vertreiben 169 Gelbesucht etliche Anzeigung. 16K Gelbesucht zu curircu. idiä. Gemächer der Verstorbenen soll man fleissig außrau« chern. ?iS Gemächer >dcr Verstorbenen soll man zusperren, Z2f wie sie zu reinigen. -Kiä. Gemachte so aussgcblasen zu heyten. 22s Gemttn« Leute / was sie in Glerbensläufften thun sollen/ 2,8s- was sie nach dem sterben thun sollen. 2!7 Gerstenwasscr s,u machen so man im Sommer vnd i» Hranckhcitcn gebrauchen kan. 185 Gerstkorn vont>enAngenttedernzu treiben. u« Geruch vo: die Gemächer / Kleydcr vnd andere Sachen zu machen. ' Z7 Geruch so vcrloin'en wider zu bringen. 120 GeschwefeldeW-m zur Pesi'lentz ungesund. zi7 Geschwollene VcniVnd Füsse zu curircu. zz 9 Geschwulst der Zahne / Backen vnd Kchkn zu vcrtrei, Register. Z48.iso sZS Z44 Zj« 141 den. Z45 ^icj. 2kZ iizicj. 128 2IS ,4s 2Z.S Z08.Z26 I4Z ibicl. G-schwulstder>'uiigcnKinder/ Zj«. deßNabels Geftl>wulst in emer Nacht zu erweichen. Geschwulst reiffzu machen. Geschwür im Halse zu heylen. Geschwürso mancon^^lomsraneunek. Geschwür darinnen Haar oder Federn sey». Geschwür öcr Gemachte zu curiren. Geschwür seyn zweyerley. Gclchwürwie esanffzumachen. Geschwür so außgangen zu heylen. Gcsüchtemit Ziegenmilch zu vertreiben. Gesuchteauß den Schulder» zu bringen. Gesunde Leute / wie ste sich in der Pestzeit verhalten sol^ len. zo8 Gesunde Leute / sottSerlicherciche / wi? sie mit Abwechslung der Procservatisstägtici' gebrauchen sollen. ;n Gesunde/sonderlich arme/was sie brauchen sotten. ^17 Gesunde wie strich im essen vnd Mnckcn halten sollen. Gesuttden Magenvnd rein Geblüte zu erhalten. 177 Gewichte der Apotccker wie sie zu erkennen. ; 4 G'cht was es für eine Kranetheitsey.2z7.woher sie emt- stehe/2?8. wie sie m> Anfang zu vertrechen. 240 ihre ^ Wchetagezu vertreiben.2z8 wie sie die Vauren curi- rrn/ibicl tstzweyerlcy.iditj wie siezu curiren,ibidem herNich Del dafür. -Kiä. G'-btin Beinen/Armen oderHüfftenzuvertreiben/i;?. Lanffende Gicht was es fty. 240 241 Glfftimessen vndtrincken bekommen. 276. vnd biß in den ?odt vergeben/eine gewisse Kunst dafür/276, von sich treiben / so mans gesseN hat. 27 7. ein Tranck da« für. ikicl. G-fft/wan nsie im Hertzcn ist/zu erkennen. 298 G-fft auß vergissten Gemachen zu bringen, zo s G^ftsoeineransichgczogcn.'oderi»d»eLiieyder bekommen. Z2Z Gisst der Sterbenöcnistzn meyden. Z25 Gifftige schwarte Bettern zu vertreiben. z 16 G>fft das sie nicht weiter außfiechtcn tan / zn verwah- ren. ztS Gisstigen Thieres Biß zu heylen. 277 Lills Zubereitung. 41. desselben Ge. brauch. ibici. GlaßinWund-nwasesaußzeuchk. . 242 Gläser wie siezu verlutiren seyn. 10. so verlutir.«t/wozu sie zu gebrauchen, ibici. so zumiistilliren bestehen / ibicl. wie sie zu verlutiren / ti. wie sie mtc Blasen zu überziehen / ibi-I. wiesiereinvndhellzumachen/17. So zerbrochen / wieder gauy zu machen / ikicj. mitLehmzu überziehen/ ibiä. wlestezuverschttciden. ikicl. Glied so crfrö'. et/wk es zu warten sey. ^40. 24! Glied v^m Schlage versehrt zu curlren. m Glieder so erfrörr/ was dafür zu gebrauchen. 2941 Gliedevio e: kaltetzu bestreichen. 2s, Glieder so verrückt zu curiren. 25s Glieder so schwinden/woher es komme. 268 Glttdschwamm vnnd vnterkstige Schaden zu heylen. SZ. 9q- Gliedwasser zu heylen. 270 Goldblumen den schwangernWetbern guc/in bet Pestzeit. zoe Goldöhl zu machen. 67 l^onorrliXZwas es sey« z.?6 Lonorrkzc? iiANsöc cur». ikict. GräsinzuHollandhat. ZS4. Kfe woher sie kommen. Griiidichte Köpssezu heylen. Srünlecht Smaragden Victriolöhl zu machen. Grollzenwasessey. Gülden Ader / wann sie überflüssig fleufl / was sie stillet vnd zu rücke hält. 258 Gülden Ey in Pcstilenyzeiten zu machen. 2?« Gülden Ey/wie mans brauchen soll in derPestilentzzeit. 29s Gülden Kühlwasser zu hilzigen Schäden. 2 .5 r Gurgelwasser vor Flüsse im Halse. "97 Gurgelwasserzu macken. Gurgelwasser zuni bösen Halse/ 127.129. vnnd vor die BrcUNe.I27.VNd l2«.I2S.IZl c-^A-ir wo sie herkommen vnd wachsen / 8r. vorsauß. ^fallen / ibil!.2Z2, wachsendzumachen / 8i.dickezu machen/ ikicj. von der Stirn wegzubringen / ikjch schön vnd lang zu maeden / 82. fckwarlz zu mact en / gelbe zu machen/iki6.wann es voN den Mielben verftümmeltistwas dafür dienet / 82. weiß Haar zu machen. 82 Haarzu machen/daß es einem außfält/vnd auch daß es einem nicht außfält. 81 Haarwürmer in den Schenckeln zu erkennen / 252. vnnd daraiiß zu vertreiben- 2;z Haarwegzubringen daß sie nicht wiederwachsen. 80 Haar c?ußfi>llen zu curire». 2;o Haar AußsalkinZ eines Lungensüchtigen / was cs be, de'.itc. iss Habtisonderlichzugerichtet/dienetvordieLolica, 215 Hagenbuttcn Lattwergezum kalten Mager, dienstlich. 2; ttsemori lioiz >was es sey. 218 li^morrz^is . weises sey. 218 Hals/der Löcher bekompt/zu heylen. ^26.127 Hals.so oben wehe lhutvnd rohe wird. 127 Hals/soroheistvndvollerLöcher wird. ikici. Haisgeschwerzu curiren. ibiä> Hals/so WUNdt. ibicj. Halswehe zu vertreiben. 126 Hals/wann ihncin^vindverschlenckert. 127 Hand vcrwundvndgeschwollenzucur,reu. 276 Har»;/wie es zu lautern. 28 Harte Eyer in Pestilcnyzeit seyn vngesund. 517 Häuptwehe weheres komme. 7s.76.77 Häuptöhiize i-nd stich zu vertreiben. 89 Hauptkranckheit wird beschrieben. 89 Haupckranckheit pli, cniri.^ genaxdt/wle sie von andern vnterschieden, 89. ?kre»ici! vnd/vlaniawirdvnter- schieden. 89 Hauptkr^nckheit/ein Pulver darfür. 89 Haupt vnd Hauptkranckheitzn curiren. i^>icj. Hauptstärckling / Haupt-Bcschwerung / Hauptwehe daran ihr viel sterben. 90 Hauptglatzu machen. 12z Haupt schönzumachen. 124 Hauptwehc vnd tobende Gehirn zu curireu. z < 8 Hauß Apoteck warumb sie an zustellen, z. was vor Sachen d-irzu gehören. ibitj. Hauß Apoteck warumb sie also irilc-^ibiri wird. z Heydeidcerwie sie außzusiede». 2s Heydelbceisassc zu machen. 25 Heyldrüsen zu vertreiben. t42 Heiligs D-ngvndFcuer/Wasesscy/ 2;;. 255. psieget vnterweillensausszubrechen/ 29^, pfleget vnter den Weibern zu regieren / >b>cl. Arzney dafür/ 2^4. 2^;. die Weiberdekommens geMeiniglich pnli^si-kum , so es einen erst ankompt/ was dafür / ikicj. r.ichtzu wässern / -;s an Handen vnd Füssen / tvicesein Schott, gcheylet^ 25; Hcüigs Dinges oderFewers mancher!8 ttelledc>ru5 Lhr«stw«rtzei/Nisewurizel piZsmics. z;> Helm darinnen zweyerley Wasser können gebrandt werden. 12 Hembde vndKleyder in Pestilenizzeir rein zu hallen. »18 ttcmicrZms lgngwehrendcs Haupiwche. Uemicrsrna.was siesey/vndwo sirhrrkommc. z88 Nem!cs3llis . wie sl« curirtwird. ibit.1. ttsmiplcxis der halbe Schlag. 107 Hände weiß zu machen. -44 Hände ss runtzlicht schlechtzumachen. jbul. Hände so voller schrunben zu heylcn. Hände zitkerN ZU vertreiben. »Kicj. tternizwasessey. 22f Hertzens Geschwulst zu curiren^ z;8 Hertzdrücken zu vertreiben. rsi Hertz der Menschen Beschrcikl^ng. 151 Hertz zu stärckenvndzucrftischen. Hertzklopffen waoles sey/vndwoher es komme. isi Hertzklopssen zu vertrciben/15 l. was es anzeige, ibiä. Hcrtzstarckung zu machen- id^. Hewwehe was darfür zu gebrauchen. Hertzgespan kleiner Kinder was es sey. ik!ä. Hertzgespans Probierung / vnd was darfür zu gebrauchen. Herygespan ber jungen Kinder. i 57 Her tz Wurm was vor Träncke dsjAr zu gebrauchen.»54 Haupt dcß Menschen vielen Krankheiten »nterworf. fen. Häuptwehes Vrlachen. Häuptwche woher es komme. Häuplwehcs sonderlich Arten. 7? Häuptwehevon der^ko!crsv«rutfachtzu curiren. id. Hanptwehevom pkle^n>2tczu curiren. 7» Häuptwehe son der ^4cli»nck«li». Häuptwehevonauffpausen der Winde. idiei. Häuptwebe von Hitze der Sonnen/oder Kälte. 8-» L)äuplgeschwürwic die zu heylen. «Z Hirn deß Menschen / was ihm dienet vnd beygestehet. :cif Hirnschalenohlzu machen. 7^ Hirnschalen Saitz zu pr^pariren. idicl. Hirnsäulung vnd Kranckheit zu curiren. ikicj. Hirnschwlnden was dasürzu gebrauchen. ic»s Hiruschale/soverwund/wiedamitvmbjugehi». 84. Hirsch womit er seine Wunden heylet. 241 Hirschhorn lst gutvor das Hertzgespan. ist. Hirschhorn in warmen Bier oder Wein getruncken/ ist gurvordicHesemuttcr. 21; H-storia !hurneiss«rs/wie er den Schlug cnrtrt. isi Historia vom schlage. lla Historia von eincm alten Weibe Wunden zu heyle.247 Hi storia wle ein Weib in der Moscaw vielGeld verdie- nethalte /miteinem R.emeäiovotdieZäh«e. Historia wie der Fict an einem Mägdlem von etvem Bawersman sey geheyiet worden. 14^ Historia wie ein Weibe/ dcr die Schulter auKgcrtssen/ sey cunrt werden. 14z Historia von einem Cantzler / wie der vom Fieber ist er» löstvnd gesund worden. tS6 Htstvriavom ^cione vnd Lmpccjoclcpro pelie. zc>I Hitzige Blattern vnd Blutschwerenzu heylen. Hitzig Fieber was es sey. 219 Hobelwasscrzumachenvndzugcbravchm. 2z» Holunterbeer dcr BaurcnTyriac. is HolundcrLatwergezu machen/vndwojuste btenek. 25 Honig wie es zu läutern. 25 Honig >.st aller Wunden Ärhney. »4» Honigöhl vnd Wasser zu machen vnd dessen Nutzbar- keit. 26.7? Hüsste vndNierenwehe/vnd Geschwulst der Gemachte. Z>9 Hüner oder Elster Augen/was es seyn/vnd wie ste curktt wcrdcn. 291^.262 Iiun>ore5 wic mancherley sie seyn. zis ttumorczwltdleim Geblüt zu erkennen. Z4« Husten was es sey / wo er liege vnd was d«ra«ff folget. 169 Husten de5- jungen Kinder» zu curiren. ; fS Husten zu curiren. 169 Husten dcr Kmder/vnd was darfür zu gebrauchen. i?o Husten zu vertreiben alten Leuten. ik.cj. l^clro^iz lpecics ircz trink, is8. LsulT , ist» t ii LupKrsltincr machen ihr Stebenerley. vnd Verhärtung deß Leibes/woes Hertom» me / vud wie es zu vertreiben. 22j Ingwer wie er cinzumachcN/vnd wozu er gu^ 2z Indem MagenfeltzamcSachenziifinde». j?? Inürur»cnra so zum disiillircngehören. s tustrumcnrs so in Alchimistischen pt»pstslioiiit,Ut gebraucht werden. Ilc^uris oder ju^prelliö urinS?. Isckuris.was co sey/vnd was dafür dienet. Juden bekommen die schwere Kranekhett leichtlich vnd garosst. toi Zunqe Leute sollen nicht viel Blut weglassen. ,41 Iungfrawen die bleich fcyn/e»ne nat»rllch«Farbezuina- chcn. 12z, Junge Kinder/wie mit denen vmbzugchen. jsS Jungfrauen/so einem vor die Liebe den Todtgeben/etli» che remeriis davor. i8r Jungfrauen erste BlumeistgutzurZeitderPcstilentz. Alter Brandt/womit erzuheylen. ^56 ^Kalte Flüsse auß den schenckeln zu vertreibe». 2zz. Kalte Lunge wodurch sie erwärmet. Kaltcn Magen zu curiren. ,7^. Kalte Pisse/ wassieverursacht. Kalte Pissc was es sey. IkicZ. Kalke Pisse zu vertreiben. Keichen wie es zu vertreiben / i zz. ein belvchrt Stücke dlfÜ!. iz» 127 Kiehnöhl ist gutvor die Gisst/deß Morgens eine Messerspitze voll eingenommen. Kihnbaekcn Schmertzenzu heylcn. Kind das veN Halß vcrschleNekert. Kinder so njchrschlässen können» 5; K,nder/wovon sie den schweren Gebrechen bekommen. 10z.woMitsiczu curiren. ibiä. Kinder / was für Artzney in der Pest ihnendienlich. Kindermit verhüllenden Köpffen gebohren / 541» war- umö sieosstden Großeltern ehnlich sehen. z;z Kinder so noch saugen/zu euriren / ssi. Hitze z» vertreiben. ibiä. so sratt seyn zu heylen. )si. so deß Nachts sehrtrincken. Z52. so Maal auffdleWelt bringen / Pulversosiklvcheln / zjz. sofrattzwischendeo Hh Bimen Bsinen/zuheyley/ z;2.jdaßsie«tncnschö»tn Leib be. komme»^/ ;rz. so ihre Stuclgänge nicht haben / idici. jo den «VteiN haben/zu erkennen / iki6. den 5?usten zu vertreiben / ld!ci. H'tzc an den Zähnen/wie siezu warten/ iki^. vor das kün en vnd murren im Leibe / Z54 vorsreissenim Leibe / zuschiinercn/ auff d-^A'ingcvndNkäulerAchcung;uhaben/ ein Tranckvor.die Hitze / ikici. Welchen die Bauche wehe thu«/ idicj.dencndas Blatt geschossen/was auffzu l«. gen / so verdorret/i b!^ v>-r röcheln «»zugeben i ?>f. Stnelgängezufliachen. ibiä, Kindcr/k.'elnerKiiiderHertzgespan.'waöessey. Kirchenstraffe ist ohne Prediger vi'^d Schüler begraben. 291 Kirschen wie sie einzumachen. 22 .24 Kirschen gantzein-umachen. ^4 Kley der der verstorbenen in der Pestzeit wie die zu remi- gen. <2f Klettenwuttzel hebt die Mutter auff, ^^ Köhlkraut / beydes eine Speise vuh Artzney» Köpffe setzen ist gut in Pcstilentzzcit. z4^ Köpffenwannesgut. Z4- KokckinvieSchuh,ohlcngeneec/ helt 1. paar länger denn sonst-. paar, ^69 Köstlicher ^ranct vor die Fsiulung der Lcbcr vni> Mutz. 115 Kostliche Medicin der Perlen. Krampffvndtruurmenzu vertreiben. Krsnekenäizers. zi2.?2l Kraneke wie sich die purgieren soflxn, ^2 Krancke sollen 4. Stunden schwitzen. KranchK an der Pest ob ersterben oder genesen werde. Zvf Kraneke wie die zu curiren vnd wie die ez zu pur- giren. Z;o Z2^ -57 76 -i; 64 Kranckcnwärter / wie sich die verhalten sollen. Kranckheiten der Leber zu curiren. Kraiickhettcnglückllchzucurire». Krausemüntze dienetzur MutterAuffsteigung KrauscmüntzenöhlKrafftvnd Würckung. ^ Krebs was es voreixe Kranekhe»t/202. wann derüber- handnimpt/ifi der Todt zu gewarte» / 2 6 2 .wora»ß er komme/id!-Z. Anzeigung daß ihn einer habe/ ibici. Wteerzutödtxn /162. ein edel Recept dafür/i <2. wie jbn gemeine Leute vertreiben / 26z. den Krebs vnd Wurm zu vertreiben.. ?biä. Kräuter/wie vnd wann sie zu samten / 4. i.;. welche am best?»/4, wi< siezu trengen/4. dürre warumb sie am bcsiefl/4. dürre wozu sie am besten/; dürre warumd sie besser dann die grünen/;, wann ße sollen gefamlet wer« den. s. f Kräuter trafst vnd Tugendzu erkennen. z? Krauter/wie siesollen zu öistiliren zubereitet werden. i; Kräuter wie sie zu distiltten/ haM» sie ihren Geruch be- halten. . - > Krauter so der Mufler dienlich. Kräuterso i» Stcrbeyszeit aut. Kräuter vor die Pestilentzzugebrauchen- Kräuterbad zu bösen SchenckelnMt. Xratzewassiesey. Krätze wie sie von den Griechen qenenmtwird. , ^. Xrätzezucuriren/jdicl. woher sictommeibici. Ehren. preißkrautjü allen R?uden. -dicZ. Krimmen derKinder/was dafürzugebrauchen. iSz Xröpffewoher sie den Hainen/142- wie sie zu vertreibe», ikicj. Kröten gedörrec gut auff die Pest. ;->4 Kröten unter dle Zunge. Krötensteins trafst vnd Tuqend. 276 Kruge dareingedlstilliertWMr/ wie mitjhnenvmb- Mgehen. 1 - Krüge wie sie feste zu machen. Kuzelso nnLeibebleibet/wasdafürzugehrauchen. -4z. Kü'^hunqer/vnersättiger Hunger. -8s Küpffernes Biäßlein zum distillierwasser zu gebrgu chen. 2 Kurek in Schuen helt langt. ^'.u tz^n Athem derIungen Kinder. Kützcszu vertreiben. ^^cslininum meäcrur pocls^rZeSc ck'kZF -r Langwirig Fieber zu vertreiben. I.spiz l,,a?uli was für ein Stem / vnd wo erzu stiiden. b?cx>I,ricicu5wohtr crkommc/vnd wie er zu brau ilzici. 2-4 296 F22 2Z2 !6i 272 5s 8 2;s 187 chen. -6s 198 1,68 !96 zol 2/9 ,s6 I-Spiz!^c^kr!r!>cu!, was ervox trafst babe. laschen oder Blattern gerieben zu heylen. Latwerge vorarme Leute in Pestiletttzzeit. Latwerge zur Zeit der Pcstilentz. ianffendc Gicht was «s-sey. LcbcrwlesicvonNaturim!eibeist. ^ebcrverstopffung woher es lomn« / hitzige Leber / talte Leber / feuchte Leber/ truckenc Lcber/mittelmässlge Le. bsr/ vnd übrige feuchte Leber / wie die zu erkennen vnd Zu curiren. ifö. Leber ^.snckheitcn wle vnd wodurch sie zu curiren. ibi6, Leberverstopffung/vnddekinnerlichen Vliederwas d«. fürzugcbrauchen / i;?.. Wie/svmb die Leberbeschaf» fcn ist, außden mancherle» Farben deß Vrins ju se. Hen/ is6^ was vor Speise der Leber schadet / ikicj, Geschwulst/Härte vnd schmerhen der Leber. ibiä. Register, Leberft,u!ung/Wie vnd wodurch sie zu curlren.. »>7 Leberzu purgieren vndzu reinigen. jdicl. Lever vnd Lungenstinctung zu heylen. :57 Lebersüchttyewodurch siczu curiren. !bi-4. Leib soll man üben. z«s ^cib soll man von allen Vbrigkeitenledigen. >b,ci. Leib von böser Feuchtigkeit soll man reinigey. ibiä. Leibe so geschwollen zu curiren. !SZ?594 L^em zum brenyofen zu machen. 9 Lcndenstein/wodurch er zu vertreiben. >9 7 Pulver so ccmirÄ c^lcuIrim dienet. ciitierc 2 psors. !6c> l.eprse lp-:cic5 proke iunk.6i5cerncn6!r. Läuse wie sie zu vertreiben sampt den Wissen« 8 z Lausc wie vielerlei) der seyn. Leusesucht^krkixisli! genant / daran viel Vornehmer Leute gestorben. -dich. Läuft/Nisse / vnd böse Haupter/was dafür zu gebrau» chen. Liebegegen etliche/remeciis dafür. Lignitzische cerrs 5ißil2ca, wie vnd wozu sie gebrauchet. 5 2. I.ie!ic-xi,.was es fty/vnd was sie verursachet. -oy l.ipotk^m^s. woher sie ksmme/i;z.vntersch«dzwischen Lippen haben auch ihre Beschwerung. 140 Lippen vnd Hände so auffgespalten zu heylen. idiä. Lippen auffxeissen den Kindern. Löchcr in den Wartzen zu heylen, Z5 6 Lohröhl wie es zuzurichten. Z4 Lorbeeröhlzu machen. 6S Lusscin Skcrbenszeitpergifft /ein V^^darvor. zo; Lu«genbal/am zumachen. 46 Lungen mancherley Kranckheiten, »54 Lungensucht / was sie sey/ vnd woher sie tomme/ ifs. wi? sie zu curiren/ ibitl. geschwer. Lufftröhr/wodurch sie eröffnet/ ikiä. faule/was dafür z« gebrauchen/i;? wodurch sie gereinfg«t/>K>6. wodurch si? wieder erwärmet / -Klij. in Lungenkranckheit die Mediän Ader zu lassen. idiij. Lungen Verwundung an einem Edclman mrirt. 156 ^s^Aal vyccr den Augen zu vertreiben. 12^ ^ Magen was er sey/vnd was er außrichte im Men» schen/174. allen Gliedern dienlich/i/f. Vn!>dawung woher/ikici.vnd so erkaltet/wasih» curire/idici.Pulver wodurch ergeroiniget/1-79. 177 was ihm dienstlich/ 178 wgs ihm schädlich/ikich Starchung/lbiä.voller Schleimes. ibiä. Magen so offen/vnd nicht zugeschlossen/zu curiren. 177 So erhitze / >bicj, gesund vnd rein Geblüt zu erhalten, ikicl, M Mancherley Art deß Vrins^/was es bedeute. ifS Mancherley Art deß Vrins/ wie es Lung vxzd Leber beschaffen. ikici. Masern oder Vsrioli.woher sie den Namen/266.lvie sie an den Kindern zu erkennen. ibicj. Masern wievnd wodurch j^eheraußzu treiben, 266 Masern seyn sehr anfällig. ibiä. Masern wag im ansang dafürzunehme». ib-ä. Mastdarm so außgehet / woher es komme / vnd WAS vor einekranckheit- 1,19 Mastdarm einzubringen/etlicheRecep?. ikici. Mastixöhlzu machen vnd dessen krafft. 04 Maulbeersafft außzusieden, 2; Maulwurffhertz dienet vor die schwere Kranckhei? der Kinder. 10z Mediän in tranckheit der Lungen gelassen/ist gut. 6 werdey auffzweyerley weise pr^^sri- 4 18 lS hkicl. Z4 vo rek. Medicinen so im Metallen stecken. Medicinen so in Edelgestcin verborgen, Medicin von den Vcxetzkilibu5 ^ec^ici was sie wissen sollenvnd müssen. ?4el,nclic>liswo sie Herkömmet/vnd wasesfey. I .^pockonclrizca , tparumb ste alsyge- nandt wird. 2t Ki-Ianckc>l s zu curiren. !dilirui mulierum Beschreibung. ils uum l^uxum vertreibet Tescheltraut. 11S was sie seyn. !I5 Xlenlicusra muI!-r.W0 vor sie sich hüten soll. Zl) ^lereuriurn pr^ci^irsrum ckle es bereitet vnb ge« brauchtwird/ 4i.desselbent»afftvndvermögen/ 41. von desselben Gewicht. 41 tierc-urium I.un» jupr-rpKriren, 67 x zu machen. »dllj. XtercuriuTii Veneli; vispliorcrioumZumachen» 86 >4srcuxium lulzlimstum ^.rsel» icum gegessen / wfe st^ abzutreiben. 177 Messerdamit sich ein Weib geschnitten / wie sie sich ge« heylet. 2ss Messig nach purgieren vnd Aderlassen sich halten, z ^4 Meth wie erersnKden/pnd wie man ihn zurichtet. Meth wem er gut/vnd wofür er zu gebrauchen, I^-rKocjus mir einem Pakientenm Pestilentzzeik, ziz, Mäyenblümlcinöhl/wiees gemachtwnd. ,,S Mayenwürtiiß wie sie einzumachen / vnnd ^gebrauchen ser?n, ^ ^li-rooosmi cum klicrocolMQ VerAlkichustg, Z7 Milch so in brüsten verschwörest. zzo Milch zu vertreiben. ikiä, Miltzvnd Leber Iexstopffung / jvg» dafür zu gcbray. chen/if4. köstlicher Tranck dafür. iki>Z. Miltz wag es sey/wo sie lige/vnd was vor Natur- 17; Miltz/Leber/vndzittern derHänHe/ z;8. wchezuvcr« treiben/i64.wasihr schadet. Mil.'Z so verstopsset/ wodurch sie zu eröffnen. ibi«i. Mitesser den kleinen Kindern zu vertreiben. Mittags schlaff/wem er gut vnd böse. Mit Artzney täglich vmbzuwechseln. 511 Wie man OelvvnIohannkstraut'zurichten soll. » ^loäus exxerime»li.6i Lxperimentumxericulysum, ibici. ^-lorlzu- sur eli cur-idjlls . zur incursbilis, ?4 Zvlorpkezwas es vor eine Befleckung. 166, -46 >^orxlr-s wodurch sie zu curiren. ^61 Morsellen vor den-Schigg/ Schwindel vnd Stärckuqg deß Haupts, z7 Moroli zci cciicun;. Xlul icr me»liru°tis, wovor sie sich hüten soll. Ilf Mundsy stinchcrwas dafürzu gebrauchen. N9 Mund soaußgebrochen -u heylen. »40 Mundalie Morgen mi; Weinessig auß zu spüle» rcm. Mundes vnd Halses Kranckheiten. Muscatenöhl vorn Schlaffzu pr-rparire«. !7 Muscatenöhlzu machen/Item wozues guf. ^7-^ Muscatenblumenöhl zu pr-rvariren« 7^ Muscatenohtö Tugend vnd Würekung. ts>i e Mütter sollen ihre Kinder selber stillen. ^4? Mutter eines Weibes Beschreibung. Mutter auffsteigen was es sey/vnd woher e? komme/:i^ vnd wie es zu curiren. Mutter so erkältet zu curiren. Mutter/so vor/oder außgehet/zu curiren, ibiä, Mutter hebt die Klettenwurtzelauff. 21?. Mynhenyhl wie das zu machen / vnd dessen trafft vnd Wirekung 6; ?s>Zlbei/vnd seinerAufalltz Beschreibung. Nagel schweren zu hehlen. -44 Nagel Fäulung zu curir^ n. Nagel darein einer getretten zu cimren. »t? N lstn Beschreibung /v»d dessen Nutz/ns.Recept Blut zu stillen/12. Kranckheitls^coma. 121. Lkranckhnt pol^x>U5 , yNNd l'qn^uinj^ eruxrio vel imxecu«. Nasenbluten zu curiren. »1^27 Ncbllche Lufft zur Zeit der Pestilentz zu meyden- zo? Nägeleinohlwieespr-rparirtwird. ^7 Z? Wozu es gut. 35.64 Negeleinöhls trafft/ Tugendt vnd Wttckung. ^cp^iriri^ , was es sey. -9^ Nerven Verwundung, 244 Nerven in Gchenckeln vortrumpt z« curiren- 2^ ^icociar^? lindert alle Schmertzen deß Haupts. 78.7? Nieren / wie sie vp» Natur vnd ihrer Wirckung sey», 194 Nieren Kraxckheiten /19 4^ zu curiren. >9! Nieren so hitzig/wie ihnen zu helffen. >?5 Nieren so erkältet/zu wärmen. Nieren vnd Blasen Wehe/Vfld Stein/ wodurch siecu- rirt werden, »ss,l»6 Nieren Gebrechen zu heylen, Nierenstein zu curiren. -5^ Nierenwehevnd Stein/was dafürjugebra«tchen-is4' -sc. »98 Niesen zu machen, Niesewurtzel r,rmic?. Nisse in Haaren/wie sie zu vertreiben« mc rsnxere. "l I^orz.zwey?rzc5crvst!v vordiePestileNtz, 2x7.2s? ^Brigteit soll »n Smbmszeik vichk weicht SW'S- ' '""'S .Hdngkeit sott in StetbenszeitNshfurssti>»ttschaffe». »ss Obrigkeit soll einen alten erfahrnenU-äicum tnSter. benszeit verschaffen. ilsicj. Obrigkeit sollen die straffen / welche Pestem am Halse haben/vnd vnterandere Leute gehen. 2?6.zcz« Obrigkeit soll einensonderlichen Prediger/ Balbierer/ vnd Wehemutterin Sterbenszeit verschaffen. 286 Item in die Apot-cken verschaffen / was man be. darff. .Obrigkeit soll zurZeit der Pest schwangere Weiber mir einer sondert,chen Wehemukter versehen z c> 6 Obrigkeit / was sie nach dem Sterben Amptshai^en thun sollen. Ocfflc-n/darinn vicl Wasser auff einmal xr-rx»zrircc oder cjiliüiirec wird. z Off> ne Schäden an Schenckeln zu heylen. z z Oelvon Gcwürlzenzuzürichten. 20 Oel auß allerley Kräutern zu bringen. >biä. Oelvon Johanniskraut zumachen. ^ Fei von S. Johanniskraut/wozu es gut. ikicj. Oel von Eyerdotter zu zurichten/vnd dessen Kraffc.ib. Eyerdotceröhl/auffetn ander Art zu prTpsrii en. 21 Oelauß rothen Rosen zu brennen. 27 Oel auß etlichen Th seren zu brennen. !bi<^. Oe!"onnner Har^ichte» Materia zu machen/Icem/ wiees gebraucht wlrd. jbici. Oelvon ^>rarZ.", wiees zubcrcicet»wird. zs Oel auß Wacholderbecr zu mache». 27 Ohnmacht/was es sey/vnd was dafür dienet, ,f2.i 5, Ohnmacht, darein cinerüberdem?td.rlassen fält/was er dafür thun solle. Ohnmacht gsbahrmdm Weibern zu begegnen. 547 Ohrengeschwervnd Schmerlen Zu vertreiben. lor Ohren haben mancherley Beschwerung. i3 Ohrenkranckheikenvnd Flüsse/ vnd Wehezuvertrei- ben. 9 c. i -s. Awleken/zopffen vnd klingen darinnen/ 11». Wurm auß den Ohren zu bringen / nS. Geschwulst vnd Ohren singen zu vertreiben. 119.5; 8 Oieuai Lsm^kor^vNNd?c:iosclin! ^.wjseS gemacht wird. 2^ Ol-um ^Zsrcur!). ein kostlich Ding. ! 9 Olüum ksnis, dessenKrafft vnd Tugend. 27 Olizum?!ui,wievnd wo eszu finden. z; Oleum ZuIp^uru-gutvordiePestileny. -.88 OZeum Laltzsai zumachen / auch dessen Krafftvnnd Wirckung. 6f Ojeu>n5rc>cscl! zupkrpariren/ 69. dessen Tugend vnd Wirckung. ibici. Oleum IZANtLuajasizupr-rP^rircn / ÜS dessen Tugend. 70 lauäsn! zu pr^pan'ren. ibici. Oleum Oppsnscumzumachen. 72 t)!eum Zersxinizu MKchcN. ibisZ. Ules, wie sieauß den Kräutern zu bringen. 19 VIcz vnd Zpiriru!, wie sie zu verwahren. 2,1 t)rlc> ki-unzscllluZzkn der Brenne geworben. 12.8 Ottern vnd Schlangenbiß zu heylen. -.74 275 Ottern/js emem m die Füsse gestocheu zu heylen. 27; ^)^ralyli5 was es sey / vnd was dafür zu gebrauchen, psttor, wie sich der nach dem Schlage curirt hak. ibici. pzli»,- wie er pvtjzAiZM curirt. 2.Z 7 j'zri-ni wodurch er lustzum essen bekommen. :8o ?^cie!!i sö das Durchlauffen hat / wofür er sich hüten soll. 207 Patienten wie bis jumSchwitzen zubringen/ wann sie insiciktfeytt. zb. Perl.nöhlzu machen/60.dessen Gebrauch. ibici. Pcrlensa!tzzu machen/« 0. dessen Äigendt. ibici. r, -s.woher es scincnNamen/i 0 4. Ein EdelKrau t vor den schweren Gebrechen« ibici. ?eüi5.was sie sey/vnd wer davon geschrieben/-s!. woher sie komme/28!. zuerkennen/wo sie ansahen will/ z,8z. 2«4.zu verhüten / iiziä. nicht zu fürchten/ ->84. «inen sonderlichen Prediger haben / 2« 6. ein sonders Hauß/ 2» 7. Bnkostenin der Apoteeken soll die O« brigteitzahlen / 287. anffdieTodengräberachtung geben /187. zu derZett sie-ss-g bete»/ 288. Prediger was er thun soL. ibiii. Pchs Iiülur vnnd Eygenschafft zu betrachten s 29 s. Hinget sich inKleyder vndWahren/ 297- wann sie ins Haus' kompt. idici. Pest so einen ankom^t/wao bald dafürzu thun,298, zi; IcS:servZliv.z.y«>.z9q-.Pillen bafür/!9Z.Pniver/294. ein Monat lang zu verhüten. 294.1? 5 ?rXs?r var!v klein vnd gut. 294- xrslervsiiv auffein Iahrvnd ein MoKatlangsichzu verwahren/ 295- Ankommen zn erkennen/ -97. was baib dafür zu thun / 298. ;i8 greiffet drey Gtted« Massen fürnemblich an/^sL.wann sie am Halse oder Genicke »st/was man vorAder lassen soll/2A8./v,zweyer Churfürsten curirung. >di4.gehet«bers Weibervolck. z«6 Pest/wie sie von den Nkoseowittern curirt wird. z c>2 Pest zu fliehen vnd meyden. z-6 Pestilenl^blatternsoauffgesahren / wiedlezuschmie, ren. Pulver wider die Pestilentz. 2,8 Pfefferöhl zu machen. 72 Pft ister zun Franzosen. z.zo P staste r auff gesch wollene Schenckel zu wachen. 2 « Pfiaste? so gewaltig die Haut setzet. 24s Pflaster das Fleisch machet. 148.25c» Pfi^sterzu Ztpostemen. zis Pfiasterauffauffgeloffene Beulen. 24 von Terpentin/wozu es dienstlich. ' 20 ?ln-encriLU5 so einervon Sinnen kommen / wi'.dcrzu curiren. ic,?' Pillen gebrauch soll allezeit wol in acht genommen werden. 5» Pillen wann sie nicht operiren wollen/was hernach zu gebrauchen. 5Z2 Pillenwiesteambequcmsicnzugebrauchen / Z4- vnd am besten hinein zu bringen. zz Pillen zu gebrauchen vor die Franhosen. 219 vor die Feulung/510 vor d-e Pest. 299 Pttsenkraut vertreibt die Pest. zc>4 piruirsni zupurgirrN Ptar>enanden Beinen vnd Armen zu heylen. 161 Pocken auß den Augen zu bringen/was sie seyn/ 2S4. m vier Tagen heranß zu bringen. 264 Pocken / daß sie inchtitt die Aug«n kommen/z,64.hns von Fellezu wachsen / ibici. grüblicht im Angesicht / ein gut Wasser davor/<-6s.daß sie die ander Binder mcht bekommen/z.6/.so beginnen auffzuplayzn/dar» an die Binder offc steroen / »bicj. was sie esscn sollen/ böseHälsezu evriren/ idiä. K-nVersotlman allem halten/z.66.Klnderstäickung/idici. vom Her» lzenwegzutreiben/ 2.6s die Grindenjchtabreissen / ibici. Trancklem zum Halse/ -.66^ daß sie nicht in die Augen gerahten / ibici wann die Lltnder derer viel amHaisehaben / ikiä. daß sie baldeaußschlahen. ikz ibiä. wie v id wodurch es zu curiren / izs. z.57. wie eseinalter Pfarcher? curirt hat/ 257. wie es ferner eunrt werd. !Z7 ?omj,eji25ein .^nriclocum widerdie Gifftgefunden / da er den Mithridaten bezwungen. Z04. ?oä--L!-ici.für welcher Speise sie sich hütensollen. 2; 5 Pomtranizenschalcn / wie sieemzumachen. 2-. Prediger / wie sie sich bewahren sotten / wann stein Gtsrbsnszettenzu den Krancken gehen. 292 ?iTpzr«rioQei ck^'mic-r. zK przel'crVscicznezvordicO^senleris. 2.08 pr-r sc- vsci v Wider die Pest. 2K 6,299.Zoo.j2z ?roiluvlum szn^u,ni5zu curiren. 2if. 2,16 prokluvii curg. Puwer vor die Häuptkranckheit. 89 Pulverzun rothen Augen. 114 Pulver ss den Stein abtreibet. 201 Pulverconcrs Zirsn^urism- 22z Pulver auff alle alte Schäden vnd Frantzosen. 2z 0 Pulver so treuget vnd frischLleisch machet. 24z Pulver im Essig zu gebrauchen. zos Pulver in inkcirung der ?e>ul:ntz. zi; ?zttver;.oder 4.Tagenachclnandetzugebrauchen.;:o kulver nach dem Aderlassen zu gebrauchen. ibicj. ?ulvn von allerley guten Sachen zu macheu. z2i VUlver conrr» cslculum. 198.201.10» Pulver Wider die kestilenkz. 299. ;c>8 Ni-lvizlieinursioriusvor öieFlüsseZugebrKuchen.icx, eurgatio vor die Flüsse im Haupt. s 6 kurgatio alter teute. purgano vor starcke Leute. 2 ?ürgatiovnlen vnd oben. ibici. I'urgatio so nicht würckcn will. zz?.ZZ4 purAscio Zenerülis. ;?4 I'urgatio von allerley zu machen. ^;z ?urgatioschwangern Weibern / derFruchkvttschad- lich. ;z8 kurgkerung der Leber / wie die vor der Anzündung der kest zu bewahren Z29 purgieren / wann die beste Zeit. kurgieren tvann es geschehen soll. - ibic^ Vecksilber am Halse getragen/vor die Pest. 288 '^^'(Zuinrs ellentiaLolis j wöju siedienstlich. 19 ()uintz Llicnrial'zrrsri. 54 Ouitten viertelweise/ vnd stückweise einzumachen/ vnd derer Brauch. 2; -.4, Aiittensafft zu machctt/vnd lieblich zu zurichten, ibisl. Ouittensaffl/wieman ihn brauchet. idi<1. Ouittenbrodt/wie es zugerichtet wird. ibicj. <^>Auch in Sterbensjeit zu machen/von allerleyHoltz NauchkeriZleio in Sterbenszeiten/ vor Reichen vnnd Arme. 297 Rauchwerek/so die Luffc reiniget vnd purgieret, ibici. Rauchwerck in inkicircen Häusern zu machen. 52s Räude so man vor Aussah helt/wie sie zu heylm- 1^4 was Reudkg machet. -k»oi. Rautegessen / diener wieder öle Nsft.!S7. tm Mörser gesiossen/dienet sie wider diePest. 288 Rautenshl/vnd dessen Tugend. 65 Recept wider den Scherbock. iZA Recept / so einem Lungevns Leber faulet. 14 r Recept zur Sprache bereitet. 20« Recept wider den Stein, »02 Recept vor deSteiN/Breune vn hitzigeFieber.;4z ^44 ReceptvordieLolics. 205-.06 Receptvocreisten im Leibe/mitvielenStulgänge.^ox Recept vor das außgehen der Mutter. 214. Recept vor die Pest. 29S Reccptvordie Treune/Zahnwehe/ Teschwulstvnni» Hmipcfluß/Item/wtder den Stein vnd hitzige Fieber. Z4Z.Z44 Recepta so gewiß/vor die schwere Kranckheit, so Regln xnt/wie sich einer nach gebrauchten Recepte» vergalten soll. zo» Reiche sotten Ar^;c!-z zu hülffe kommen in Sterbens- ze»ien. 291 Rcgulen/t^s bey dem gebrauch deß ^.nl!monijS«llzea in acht zu nehmen. 44 I^.sAu ii.1, ?^2rri5zu machen- «x Remedmm so gut wid '.r alle Fieber. »84. R.eln Veaercsw zu curiren. 2Z.5 Räuchtirkzlem / worauß sie zu machen. Rauchkertzlein!u Sterbenszeitzu zurichten. Rauchwerck / so die Lufft purgieret. Rippe im Lcibe entzwey/was dafürzugebrauche». 207 Rippen Krancr-citzu curiren. 7^'x Rohre w.mn. sie einem schmieret/ was dafür dienet 22, Rote Ruhr oder v^senreri.-e anzeigung. 20S Rothfarb Eyerdotteröhlwider die'ko^sArsm zu be- reiten. ^ Rötheim Angesicht zu vertreiben. 121.125.12^. Rothe Ruhrs Vrsachen vnd Beschreibung. zoK Rothen außlauff/oder röche Ruhr zu vertreiben. 20? Rothe Ruhr zu vertreiben Rothe vnd welsseRuhr/an denJungen vnö Alten pro« breret/ 208. Pcse5ervscion dsfur. ^ Rosen Ader zu iassen/wann man keine beulen hat. 29 8 Rosenohlju przcpariren. Rosenhonig zu zurieten Rosenhourg vnd Latwergezu mache». Rosenwasscr mit Essig vor die peste. Rvsenjuck^r zu machen. Rosenzs^cr ist gut den Schwindsüchtigen. Rosmarin zu machen / vnd dessen Rsthe Ruhr- odt xrsihe zu vcxtttibett.20? Rother Schwell d>'ß V'.lriots. Ruck At^rnzu euriren. R^ckwehe zu vertreiben. Rucken Gebreche«? Zu heylen. Ruckgrads B < - ch rc 0 ting. Rüekgrads KreiNckheiten. Runtzclnim Ang'sicht zu vertreiben. ^Achen so zur Hauß Apoleck vonnöthen. Säcklein zu zurichten in «Sterbenozeit. Saffranöhl zu m.ichen. 5al urinz- vnd?srcaci,was siezu curiren. Salat/wovon er soll gemacht werde in der Pestzeit.; 29 Salben zu machen. ^ Salbe vor allerley Schäden. Salbe zur Pest von Saltz gemachr. ^ Salbe so köstlich in flüssig- n Scherbocken. ,,9 Salbevor die SchrundendeßMundeszu machen,li?- Salbe zum podagra. Salbe so sehrheylet an heimlichen stetten. Salbe zu alten Wunden / vnnd pmb sich ftessendei« Schäden. ^ Sa!bevordieSchaftr/2f8,!59.vordieHaußmütter/ !biä, vor dieZiegenhirten. Salbe so sehr heylck an heimlichen stetten. Salbe die frische Wundenheylet. Salbe zu alten Schäden an Beinen. Salbe auffalte vnd neue Schaden. Salbevoralleböse Beschwer. Salbe auffatterley Geschwulst. Salbe so sich einer verbrühet hat. Salben wie stein gemein werden zugerichtet. Salben inlpcciezu zurichten. Salniters Zpicilu;vndGcbrauch. Salh Zpii iruz relol-virr den'Stein/zertheiltdas!Ge blüt/befördertden.^ann/machtgut Geblüt. 45. Gaswasser legt den schmerzn deß Haupts. Sal^auß Kräutern ZU excrsbiren. Samen/ wie vnd wann sie einzusamlen. Saufen in den Obren zu vertreiben. Sausen vor den Ohren / daß einer taub wlrS Saurer Schwefel Zpiricuz. Smicrampfferblätternüchterngessen/ gutvordiepe- stilcnlz. ' Sauerampffersafftvordie Hitze zuzurtchten. z,f Schäden so faul / durch ein rothes pflasterzuheylen/ 2so.2Z 1.wodurch sie sonst,i» heylen. 251. Schaden so alt/ein graues Pflaster darvor. Schäden so fliessen/wodurch sie zu heylen. Schäden die blaw gefallen oder geschlagin / wie die zu, heylen 24^ Hh ^ Schade« 2S 24 . 2LS 5» »bic!- 64. »sv.Is! >;» iblck. 5bd. ibici. I2l »9^ 7^- >8 ibici. 246 ibicj. 25-59 25z. -f; 25« Z!- ibi^. so» 49. IS 5 SS S9 4» Schäden mit Blutvnkerlemsscnzu eui'ire». 27; Schäden so alt/ ein gut Pulver dafür. 251 Schäden,wodurch siezu reinigen. 252 Schaden der zuheylet wieder Zu eröffnen. !biä. SchaffogarbcnhcrüichcTugcnd vordre Pestilentz.ziS Schawer ankommen/was dafüi ^gebrauchen. 184 S chelwurtzel dienet vor die Pest. ziq- Schenckel so geschwollen/vnd böse seyn zu curiren. 2^2 ScherbichteHündezu heylen. 144 Schiefer in emem Finger oder^? and g-stossen/was -hn auß-eucht. 24.2 Schienbeinezu heylen. 2^2 <^chunbeincfornangestossenznheylcn. 268 Schlaclenbad/ fetten teuren gut. 16 z. Schlaff woher er komme/95, zu machen/iizlä.was dar-- zu dnnet / als Gälblein vnd Pflaster. s 4 Schlaff verjüngen Kinder. zs? E chiaffsuch c was sie sey/vnd woher sie komme. s 4 Scdlaffsucht zu curiren. ibiä. Schlag oder ^pczplexis was es sey / vnd woher er den Namen /107. wovon er kommet/ibicj. was «m Anfang dafür zu gebrauchen. ibicj. öc z. 9. Wasser dafür. ivs Schlagwasservor ein sonderlich Glied / 109. so die Sprache verhindert/l 08. zu curiren/no. vor zu- tommcn/100. wiecrvönzweyen Pastoribus/vnd einem vom Adelcuru/et / 1O9. Zio. in. Wtesich Thu. nhäuser nach dem Schlag curirt/ 108. Vom SchlageeineHistoria/110. Salbedasür/ m- Ba^ dafür. iblc!. Schlangen auß der Menschen Magen zutreiben. 167 Schlier 0 terKeule / wasessey. 2 2 F Schliß oder vudo was es sey / vnd woher es herkomme. ibiä. Schlier;» heylen. ikiä. Schlucken derj>.uigenKinder. ;?8 Schlucken was es sey/vnd wie er zu vertreiben. -8- 140 Schmeihen der Leber Versiopffung. -e? Schmertzeninallerley Giiedern zu vertreiben. 278 Schnecken ö hl zu offenen Schaden zu prsparircn. 20 Schneckcnöhizun! ^.^,-nden heylen. 248 Scherboekwoson er herkomme/ z8. oder entstehe/166. wie er zu curiren. i;8.i66.lis Scherbock v.-»d Egeln zu vertreiben. izs.>58.140 Schnuppen zuvertreiben. ^ 67 Schrecken un Schlaff der jungen Kinder. 557 Schrunden oder auffreissen der Hände vnd Lefftzen zu heylen. i44 Schupichte grosse Flechten zu v-rtreibeu. »17 SchupichtervtbeFieekmzu heylen. ibicj. Schupen auffdemHaupt zu vertreiben. 82 Schuttern haben auch ihre Gebrechen. >45 Schultern ^ranekhett/von Staupensehlagenzuhey» lcn. >b>ä. Schultern Fallzucuriren/ ibiä. wie ein Weib daran curirt worden. ibiä. Schurff zu curiren/ 161. heraus zu treiben/Sz was er sey wie 'I.k7opkrslw5 sagt/164.vorzuzommcn, daß er nicht einschlahs :6; Sch'r rlbenwasser dienet vor die schwere Kranckheit d^r Kinder/ioz. 104. wider die failendesucht. ic>s Schwangere Fraw - so ihr wehe gethan/zu curiren. 175 Schwänzern Weiber» vnnd Kindern pr^lervsciv »n Peste. Z-- Schwangere Weiber /wag sie vor Erschrecknusi zu ge- brauchen/j47 ob sie sollen Aderlassen/i biä.ob sieein Knäblcin oder Mägdlein tragen / >biä. was ihnen schädlich / Z4Z - Wchetag zu vertreiben /ibiä. was sie brauchen soller-/ oder was sie thun sollen. ; 49 Schwarte Biatternsoil man rucht anffsteehen / noch viel drücken/50. vnd was sieftyn, ibiä. Schwefels ^inüuraußzu'iehen. 45 Schwefeisaiiz/vr.d dessen Gewicht vnd Brauch/4;.49 vnterschied. 49 Schwcfelöhlzu machen / 46. dessen Gebrauch/ ibiä. xndTugcndt. ibiä. Schwefelbalsamvnd Gebrauch. 4;.47 Schwefelöbl p-nori. 4.6 Schwefels Xtsßiiieriuw. 4.7 Schwefelmilch zu machen / 47.48. deroselben Krafft. 4 Z 8 Schweftlblumcn zu machen. 47.48 Schwefelblumen mit R.ksbzcbaeZ. ^ 48 Schweitzenflcijchr empöre pcü!5vngesunb. 17; Schweiß reinabwaschcn. Schweißtranck widcrd:e Pest. 2.9z Schweißtreibender^mrimouiur», 45. dessen Kraff, te«. ibiä. Schwelle am leibe zu vertreibe». 152 Schwemm, derelcinenKindcrzu vertreiben. 129 Schwere Kranckheit ivohcr st- den N wen/ i?i. wor. an man siekanerkennen/ iozu curiren/ibiä.öc 50. wird von'5kcoxkrstto Mit Victriol curirc, l»e Sc! were Kranckheit bekommen die Iüden leichtlich. Schwere Nothden Jungen Kindern. 55-7 Schwere Kranckheit/wober sie komme. ibicj. SchwcreGcbrechen der Kinder / mit schwalbenwas- zu vertreiben/-oi.wovon dieKindcr den schweren ^xbrechen leichtlich bekokimcn. ,O; Tebrcchenju vertreiben/wann cvemcn an> Registtt. kompk tcr ihn zuvor nicht gehabt / lo z. gewiß Re. ceptdafür/ so. Maulworffs Hertz dienetauchda. für. , ibiä. Schweren / was sie seyn/5.so hitzig/wodurch siezucu- riren. -.sz. Schweren zu eröffnen vnd zu heylen. ibici. Schwindel deß Haupts / woher er verursacht/8 7. auß wsserley zu cunren / 87. ein gut Wasser dafür/ ein l>ulver. 889 Schwindel vnd bluten der Nasen zuvertreiben. «7 Schwulsiim Halse zu heylen. . 127 Schwulst an membi o virUi zu vertreiben. 2^4- Schwindsucht guc Aecept dafür/141. iFi. woher sie genandr /: 71. zu erkennen vnd curiren /171. l°kec>- Meynung / 17s. was einem Hilffk/i7!.vor- zukommen/ib!ä.Tranckdavor. »7; ^ecrctumwiderdasHauptwkhc. 78 Seeblumenöhlzumachen. 68 ^ecnen so verkrumpen/womitsiezu schmieren. 2,67 Sxitm Kr«nttheiten seyn mancherley. 148 Seitenwehe vnd stechen zuvertreiben. 148.149.ZZI Silbcröhlzu machen. >67 Stechen in beyden Eciten/vndGeschWulst zu curiren. 149. Isv Speichel/ wie mancherley er sey. 141 Spickenöhl halt die Gisst auß. 268 Spießglaßblumcn/wie die zu bereiten. 42 SpleßglaßblumenZugend/4!. Gewicht. ibich Spießglaß Latwerg vnd dcsscn Tugend. 42. Spießglaß berettung/42,. desselben vicriKcaliou. 42 Spinneweben Krafft vnd Tugend. ^48 Lj)irilU5 vnd olea.wic siezuverwahren. 2 l 5xir>ru5 so im Aderlässen weggangen / .wiederzubekommen. -,40 Z^iricusl^ere.blnl^inT^r/r^zrsrion- 46 Lpiriru55ulpkuri5. 47 SouirvZ Vicrioli Zrnzrsxclinus. ;l Lpirilus vicrioliwie derzu machen. sD Lpiricuz Tugend vnd Wirckung. 49 5pirnu!53li!wieerzubereiten/ 49. Tewi'chtvndcusl» serlicher Gebrauch. s<- Sprach verlohren woheres komme/141, vnd was da. vorzugebranchen. ibici. Speise so der Leber schadet. i;6 Speise eines Naudichren. 162 5och woher es komme. 194 Speise so leichtlich / vnd hart zu vcrdawen. >62 Speise so un Lommerzugebrauchen. 5: 9 Speise soll nicht bald zu Tische getragen werden/ wann sie vom Feuer kompt. zz.9 Sprenekeln oder Sprussen im Angesicht zuvertreiben. spulwürmeinöen Kindern / woran sie zu erkennen / isv. vnd wie sie zu vertreiben. 210 Stancksol! man mcydeninfterbcnsleusstcn. zov ' Stanek vnter den Achseln zu vertreiben. 144 Staar in den Augen zu steche» /117. je alter / je besser er ist zu stechen. 117.11« staarbliuder/ wasderbrauchen soll. n« Ltahlöhi zu machen. 66 StahtBalsamzumachen. ibi6. Stechen im 5)er^cn/wasdafürgutzugebrauchen. 144 Stcchunn?lciuen vnd Be-nen / was dafürzugebrau- chc». Ltein in Blase» vnd Lenden / wodurch er abzut!«ibe». 195- ^>p6. 202. S!ems prXiervsuv >» 199. vnd Wie sich dafürzu hüten. ivici. Stein sovor die Nohren falt/was da zu thun. ->.2 oi Stein derKinöer / was dafür zuörauchen. 200. vnnd Steinschneider/was fie vor Vnterscheiö halten sollen/in fnhlungdkß sceins. »99 Stcrbenszeiten ist viel gelegen an reiner Lnfft. Z04 sterckwasser auffdie Pulsezu binden. iv; Stetig Fieber was es sey. ,89 Stich wasersey/ sogesährlichzu heylen/ 247.248 Stich >n Arm/ Schinekel vnd Le»b. 249 Stimme zu machen/iz 4 > wodurch sie bißweilen verhindert. Stinckender?lthem/woher ki komme. xzz, Stinekenden Achnn schnell loß zu werden. ibicj. Stirn glat zu mache«. Zr Stirnhaar weg zu bringen. Stirnen Kranckheit zu vertreiben. jklch Sromsckuswas eseygentlich Heisse. 575 Storchcnöhlvnd Wasserwie es gebraucht wird. zS Storchsfekt vertreibet die Gisst. Z04. Strangunam vertreibet Brandtenwcin. 2.2 scrana^riam mit «inem Trancklem zu curiren / 7.21: Pulver dafür. ibicj. Stnglschelerrs uxillZi^wofärsiczubrauchen. z StuelgangeZu machen. .220 Stuelgang vor starcke Leute. Stuclgang vor kleine Kinver. 220 Suhren in den Augen zu vertreiben. 114. Snß Virriol ell-nc2.si.Kraffkvnd Wirckung. ibicj. c^Aubigkcit vnd Hirnfliiß zu cunren. zzs ^Täglich Fieber sei»« Bedeutung vnd Vrsach. 18^, Ta^enöhlztt machen. 7z 1-encsmus was es sey/wo tt hcttomme. I20.vt>d wie «e «urirt wird. ibicj. Terpentinöhl wieesgemachtwird. 20.;8 Terpentinöl).' wofür es zu gebrauchen. ib! anck vor die Faulung der Mitz vnd Leber. i,> Tranek vor die Keule. 2^4- Tranck von Wachholderbcerzuzurichtcn/so gut. ;; Tränekezu alten Schaden. 2;» Tugendt der MZachholderbcer / vnd wie sievon den alten gebraucht worden. Thurnheuscr/wie er den schlag curirt hat. ioL Tyriac in gebraten Zwiebeln gebraucht / dienet wider die Pest. iz^ Tyriac wider die Pest. iz^ TyriaevordiePest. isS Tyriac ist sehr gut wann einer mit einem inficirten Menschen geredet. zi? Tynac/wann vnd wie offt er zugebrauchen. ibi-j. i7>s>Ber dcmAderiassen/so einer in eincOhmnacht fal- ^ let/wttszugebrauchen. isZ Vbrige Feuchtigkeit der Leber. 156 Verbrennungder Comeiei, bringen Pestem. Z27 Vergleichung deß microcosm i cum mscrocosmo,;? Vechetlete Beine/spiesse vndschüssc außzuhtylen. 242 Verruesrum cjuo iunr Feuers. 26 Derstopffung der Leb«r/ woher es komme. 156 Verstopffung der Leberzu curiren. ibiä Lc iz/ Berstopffung derMtttz zu cunren. -54 Berftopffung der Leber/ Lung/ Milh/Brust/Mutter/ vnd Nieren/was davorzugebrauchen. 194 Verwundte / ob er sterben oöcrgmesenwerde. 24. Vcrwundte/ wofür er sich hüten solle. >b>^. BiererleyKrsciu! deßFciiers. l2,iZ7 Violen/ was sie für Tugend»» sich habe». iT Vioisafftzu machen. 20 Viti ioin ren^We!nstcinöoderi'Ärl2riBereilung/4°- desselben cjiKeiliv. Virtialil-cen ^Weinsteins Krafft vnd Tugenden, ibiä^ vicriol Saltzes Bereitung/ ibtä. von denwiussen VI- crio!. Vitriol Blumen/ so vnter sich purgieren/ Sl. Gewicht. ibicj. Vilr>c>j vonStahl/oder Vllriolum A'lsrrjz^u Milchen- ibicj. Vitriol! Spirirus Vcoci iz Virriolum VcNerlsZU bereiten. ibiä. Virriolöhlzu machen. 5 D-triols Nutzen/,--.. Gewicht. Vnfruchibarkcit Her We>ber beschrieben. 2,5 Vo Ku cllc cn oder Salben soll ihm einHausiwirth schaffen. Z-- Vnj-ucnien oder Salben seyn mancherley. ibiä. V.igcwiß Fikbcr w^ses fty. ^ Vnlust zum essen was es sey/vnd woheres kommc/vn!> wie chme zu begegnen. l8c> Vnruh^gen Schiaffde». jungen Kinder- Zs^ Bnsinnigeett was dafür dienet. Vnsinnigk, irwas es st!?/vnd wiees curi^W'r? VnttrscheidzwtscheaderManis'.'i-:en,rjäe. b« Vnterjcheiö zwischen der l.^^ocb^mis or.ö -s; Vogel vnd ander FeZeryiehe womit sie sich P Mgicren. 5 z 2 V^omicZwases sey. 14^ Vornehme ^r^lel v^u v Wider die l?estilentz. ZOv.zz^ Vrin soll man nicht verhalten: Vrin wann er zu fangen. Vrin mancherley F.u be was es bedeute. 156 Vnn junger Kit-H ss nicht fs; tgehen will. Brin wie man von »hrcr^srbe jueii^ircu scll. 5^^ ?Lrsach/waru»ibSer^urok dasArtzneybuch zvschreiben vor die Hand lenomm .i?. 75 Vrlheit vo-?? Blut/wieman dcßMcnsch'cnKranckhe-e daraus-lernen soll. 52,» ^i^Ach^olderöbl vmb den Nabel geschmicret/ stillet ^ der Wci^cr Kranes H it. 2.17 Wachsöbl zu bereiten / vnd dessen Brauch / 27. Item/ seine Krafft vnd Tugend. )4>:s l Wachhol. Wgchholöccholtzohl zu bereiten/<4> dessen Krafftvnd Tugenden. Wachholöerbeeröhlzu machen/ 27. !8. dessenKrafft vnd Würckung/ ;6>:6. vnd Gebrauch. ;5 Wachholderöhl vnd Wasser zuzurichten/4 5. wozu es gut/ilziü.vnd zs Wassers TngenSeu/iKici.Ocl in Erdenen Töpssenzu- zurichten / ibicj. vor Schlag vnd Stössen gut/ zs. vmbdeu NabelderWeibergeschmlerec / wozu es dienet. Wachholderbesr vor schlage» vnd stossen zugebrau- chen. ;6 W 'chholderveer Tugend vnd Tranck davor. z; Warme vnd andere Vadcr was sie seyn / vndwerda-- von gejchricbcn. . , Warme Baderdordie ecie! am besten zu ru^ n'ren. Weh«thut ein gut R.em?ä!um dafür. ^ -. 7? Wchecags der Augen/ vnd wo sie herkommen. ,14 Wehetag- auß den Schenekeln zu vertreiden. 2z; Wehe gethan im heben vnd tragen / was dafür einzunehmen. 275 Wehe gethan daß ein«r Blntaußwirfft. 275 Weib so siH mit einem Messer geschnitten / wie sie sich geh-ylet. z,;s Weib obs vnfruchtbar sey oder nicht zu erkennen. Z42 Weib ft> schwanger/wie mitihrvmzugehcn/Z42. was sie für Erfchröeknuß brauchen foll/z 42. Ob sir auch znrAderlassenfsll / 54:. Schwangern Weibern die Wehetagc«i zu vertreiben / 545.27?. Schwan« gere Weiber/was sie thun sollen/; 4s. zu erkennen / ob sieschwanger / Z42. lustvnoideNtlicheDinge zu «ssen / z 44. in welchem Monat sie gebehlcn/z46.im siebenden/ im achten/ im ncundten/ im cilfften/vnnd Zwölffttn Monat / 546. was sie vor vnd nach de? Geburt zu g«bra»chen/z47.der Mutter gdossePl«. Register. ße/ !diä. votbieNachwehe/Z47.U>lenachder Gs» burt sich zu halten / ,48. derWelberWarhenzu heylen / Z49. warumbsiedte Much verlieren / z;S. wiedcrzurMilchhelffen / zso. wiesiesichnachder Geburc verhallen soll / jso. so n,cht gebären kan zu curiren. z;f Weeb so schwanger/woran«szuerkenmn.2lz.z 16 F4Z. Weibobcsein ^nädlein oder Magdletn trage. Z42 ^Weibsbild so ex kreri suKoescione siicbet / soll inner? halb 7 2. Stunden nicht begraben w«rden. 2.14 Weiblich Geschlecht / soll ihre Blumen zu rechter Zeit haben. zio.zii Weibersogeschmmektzuerkennen. -25 Weiber so o»eVerstorbenen anziehen/wie sie czus!>6ci. ret seyn sollen. 526 Weider jhre Zcitzu machen. . 216 Weib zu -.4. vnterjchiedlichen makn s..Kinder geboh- r»6iur zu machen. ' Weinsteins Baisamzu machrn. ibici. Weinsteins i^uiuism ellcnnaü, zu excrz^Iren. ;4 We-ise Haarzu machen. 82 Weisse Salbe so sehr heylet. 24a We:sse SchwesesbluMen. 4s WelZche Nüsse/wie sieeinzumachen. Wsimutsa!!^ gut vor die Pest. Z° Wermucw.m in Pestilenizzeiten gesund. -.87 Wermutöyl/vnd dessen brasst. 6§ WeyrauchöhlsKrasst/ Tugend vizd W>rekung/vnd wie solches zu machen. 6z Wie man sich vor dem Stein hüten solle. 200 Wildfieischwas es fty / vns wie demselvenvorzukom» mcn. !5! W'idfleisch/wodurch es auffgebci^ct. ibiä. Wilder Aautensafft / zum reissen im Leibt dienstlich / wie er zu zurichten. Woch«nkindern dKs Röcheln zu vertreiben. ;ss Wochenkindern/denenesimLeibereissekzu rathen. ;6o Wodurch das Wasser vom Wassersüchtigen zu treiben. -;s Wolff^m Hindern was es sey. 2.10 Wolff/wieergeheyletwerde. ä. WolrlechendeLicchkvndSeiffezu machen. Z7 Wunden im Mund im Halse zu heylen. -47 WiMdcnzu h«ylen/l4o.'.4!.Kranckhciten/:4i. 2.4: Brand heylct nicht balde/>Iziä. Kräutersalben/^icl. Osl/^42. vnd dergleichen besihe nach der lange/ 24z.^44.2.45.546.24,7. ss«z. Wunden so rund/heylen nit balde/!.4!. Berwundter/ ob er sterben werde oder nichtzu erkennen / idi-j. Ztl- ter Wundartzney ist Honig / 2,4,. Wundenkräuter welches die besten seyn. Wunde in einem Tage zu heylen/24-..Innerhalb drey Taaen vnd baldzu heylen. ibiä. Wunde,n^4.Stunden zu heylen. Wundevom Schnitt/was dareinzu streuen« - 5» Wunden 5lnken zu stillett« ^4^- Wundsalbe zuzurichten. ' Z) ^46 Wunden hefften.ohneNadelvndFadcn. 2.46 Wundensaibe / die das Zlcisch wachsend machet. !d>!ä. Wunden vnd Narben zu heylen / baß mano nichtsehr sthet/ibici. Suche weiter vor Wunden. ^^7- --48° 249. W'-inden vnd Schaden;» hu,vcn sonderlich der Weiber geschwollcncBr'.istc mit eincmEyerdokter. 246 Wundenbalsam zu bereiten. 2.7,. 2.7^ Wundentranck zu alten Vchäden- ^ 2sr Wurme wi« ma:-chcrlcy/2o?. worauf sie wachst»/id. zu vertreiben / 210. den K'ndernzuvertreiben.210» 2ll Wurm was es sey/ vnd w-e er zu todten .27: zu erken- nen/woher er entstehe/zu heylcn/172. ein Pastorwie crihncurirel/!?,'.zz2. Schaipssttchterwie erjht, curiret/ibiä.soerstch nichtwill icgen/Reecptdafür. Wurm macht grosse Pein. 2.72 Wurm zu he.Mn/mtt eine schlechten guten Recept.274- Wurm vud Krebs an der Brust zu vertreiben. 27z Würme so i» deß Menschen Leibe wachsen. Z.OS» Wie mancherley sie styn/vnd worauß sie wachst», ibici. Wiirme / was sie vor gebrechen erregen/:oy. 2 ic>.vnd womit sie zu vertrcil'cn. 21c, Wurme außdun?äh»e» zn vertreiben. i,n/wie siezu orennen, 16 Wurtze.n/wiev^d wann st. einzusamblen / vnd wann sicanticstn. z-6 Wurtzeln nr Pesti^ntzzeik zugsbrau'chen. 256 Wn- tzsln soll mau allzctti» B.orrath habm. ,17 ^Ahnwehe/Stüffevnd t)!)ttnges,hwer^ ^sen. io? ^ahn« wehe ein künstlich Stücklcin//7Z. den klc?u. n wach, send zu mach:« /idiil. wickeln fest zu ma^cn/ weiß zu machen / ib!^. Wasser dafür/ .z8. Fleisches Kranekheit» idiel» Z ähne haben m-Z böse Zufalle / 89. Zah? fl sch so sau- let/zuheylcn/i4^.Zapffensoergeschosser.zu iffe»/ 146. wiecr in die Höhe z>l br.ngen/ Zapffen so tohe oder geschwokcn/zu cur'rcn/^ici.Aerknilztschte Spanadern zu heylen / 258. Zerquet'chungnnes Giiedeo/2s^einesKnschens/2/8. Schädenzuhey-. b>6.nur Blut v!,cc7!, »ffen. Aiegelzum Vrennoftn/wiesi-solle« zugericht ^werden/ 8. Ziegelöhlwir es zi? machen/vttnd wozu ev lich. 21.61. dessen a-io vnd Krasst/S2 Zitk. weröhlh.ilk t> >- Gi.fc auff/ ^s.Zunmerrindenwaj« ser wie eg dijttl!irctwtt)<28. Z.m netw.'.sservndOet zu machen/6z.dcssenKrasstvut» G>'w?cht 64 Aineh'zumachsn/ic.o^- ZitternderHändczur-^trek. b«n/ l44.Zuckexw>eer geten^ :t wird/2;. Zu^qen» kranckyei'enzu curiren / 128. Zweebe.'n vnd Tyriae vcrkre.bend» Gisst, ;O4.Zwicbclnsynderlichzuge. richt/dienetvor die Pest. N D C- >5 x',«> 4; i . - . - Traumbuch Das ist: deutung der Traume/ nach der -lehr der Indianer/ Persianer/ Egypter vnd Araber Erstlich auß Griechischer Sprach ins Cateit! bracht durch Herrn Johann Lewenklaw: Zetzundaber dem gemeinen Mann/ so das Latein nicht verstehet / zumbestm verdeutschet/». . / ^ - -> ) ' ' IS MM» «s? o ) KP-- Was die Austerj lebung der Das!. Capitel. ^ Enn einem im Traum fürkompt / als wenn die Todten auferstünden an einem gewinn Orce/ der soll wissen / das; an demselben Or, Was die te / da er hat sehen die Todten aujferstehen/ Äusserste- die Vngercehten sollen die Straffe leiden / vnd denen hung der vnrecht geschehen / die werden ihr Recht in kurtzer Zeit Todcen be- erlangen. Denn Gott allein wird ein gerechter Richter deut/nach seyn / in der Auffersiehung der Toden / Derhalbenhat dcrLehrder d»ß Gericht/so emem erschienen/eben d:e ^rafft/als das Indianer. Jüngste Gericht haben wird / so viel vns Menschen hier mügljch ist. Das II. Capitel, einer im Traum sihet die Todten aufferstehen / ^-^solches bedeutet der Gefangenen Erlösung / vnd ein Ende derKriegsläuffte Item/es bedeutet/das,' die Verwandte» / derer so deß Orts wohnen / so sie in ver fremb- de sind/sich ^„^^^r Zeit werden sehen lassen/ vnndvon Todten be- Könige Ehr vnnd reiche Geschicke erlangen wer- deut/ nach Item / daß die Weiber desselben Orts ohne Gefahr derLehrdcr gebehren werden/vnd so eine ^ranckhett regiert/ daß sie Persianer, «"ffhörenwird- DasIII. Capitel. , Von der einem im Traum für kompr / als wenn die Todten Äusserste- ^aufferstünden / am selbigen Orte / da solches geschehung der hen/wjrderfolgen Erlöfungauß dem Gefangnuß / vnd Todten/ Errettung auß dem Elenden auch wird Erftewung von nach der dem Könige erfolgen: ^tem/so es am selbigen Ort thewer Lehr der ist / wird Fruchtbarkeit erfolge»». Egypter. Das IV. Capitel. einem frommm Mann deucht / als wenn er in Vom Pa- ^oas Paradiß gienge / der w-rd selig werden/ denn er radtß nach empfahet von Gott wegen semer guten Wcrcke eine frö- derLehr der liche fortschafft : Beschicht solches einem bösen ?7?en- Indtaner. schen/ so übel gehandelt / derselbe wird sich bekehren /vnd Heyl erlangen. Auch bedeut dieser Traum oder Gesichte Glück vnnd Weltlich Relchthumb zuerlangen. Wann einem düncket/ als wenn er v?n den Früchten deß Paradises esse / derselbe wird Weißhelt vnd Verstand m semcr Religion vndGiaubens-Sachen erlangen/denn dieFr.chtedeß Paradises bedeuten Gottselige heilsame Lehre. So einem bedüncket / als wenn ereinem andern von denselben Früchten mittheile/der wird andere lehren/nach dem die Mitthclung geschehen. Wann einem dunelet / als wenn er diese Fr'chte empfangen / aber nicht gessen habe/ auch keinem andern Mitgetheilet / derselbe wird wol Göttliche Dmge erlangen/ aber dieselbe!? nicht erkennen/derhalbetterkemen volNom- »nenenNutz davon haben wird. Har er diese F 'üchce nicht selber gessen/aber einem andern mitgetheilet / derselbe wiro für jeme Person wegen seiz^r vergeblichen Ehrsucht vnd Ehrgeiyes verdammet werden / aber der so die Frucht empfangen / wird selig werden. enn einem düncket / als wenn er in das Paradiß gienge/vnd darinnen stürbe / dieser Todt bedeut/ daß er Schaden wiro leiden an seinem Glauben. Das V. Capitel. Of? Enn einem deucht / als wenn er zum höllischen Fewr "^verdammet wcre/t er wiro in dasVerderben fahren/ Vom5?öl- hcnn er wird als emaußbündiger Vbelthäter/ sel/^rr sei, lrschen neu Vnfall sehen / Jedoch lält ihm Gott solches erschei- Feur/nach nen/ezersich bekehren/vnd semer^eelenHeyl suchen soll. derLchr dcr So einer das höllische Fcwr nurgesehen hat / ist aber Indianer. nicht darin« verdammet worden / der wird in Weltlich Jammer vnd Elend kommen/vnd je weiter oder naher er von dem Höllischen Fewrgewesen / je ehe oder langsamer wirdsem Elend sem. So em König ein solchenTraum hat/der wird seinGe- nchc verkehren / vnd von Gott selber gestrafft werden. So ein Weib einen solchen Traum hat/ die wird ihrem Mann heimlich nachtrachten/vnd sich mit Ehebruch vnd Vnrecht beflecken. Traumbuch ^omaiariz. So einem Knaben solches begegnet / desselben ElreM wird diese Bedeutung widerfahren. Das VI- Capitel einem träumt / wieerder Göttlichen Engeleinen Von dett ^sehe/ dererin H. Schriffc mit Namen gedacht wird/ Engeln/ vnd darin beschrieben werden / der wird wegen emersro- verschnit- lichen Vottschasst Freude empfangen: Denn so am selben tene Käm- OrtKneg vorhanden / sowird cm schneller v.w mache:- merlinaen/ ger>? iegwlderdieFemdeerfoigkN, Ist ab^r ein Crez.tz vndandem vnd Plage vorhanden / bivs.lbewirdinFrcudevcrwan, hoh^-r delr. Ist Kranckheit vorhanden / so wird Gesundheit er, Amptleu- folgcn:IstArmuch daselbst/ dlew'.rdu. Rc,chthu>nbver- ten/ naä? kehret werden. derLehroet So einem schwängern Treibe Ä?ac- gnet / die wird e?nen Sohn gebäre»!. Soemc»n önige also träumet/vnnd wie er mit dem Engel auch über das rcde/diese Rede / sie ft>) g-'t oder böse / so wird sie ge.vchlich erfuüe-! werde;!. ^ o einKriegs-- Oberster alle,n den Engel sihet / aber nicht r)hm redet/ so wird dadurch angedeutet/Sieg wtder d»e Feinde/vnnd daß sein ^ olck m a»iffnehnien gerahten wird/ vt.d mez» gesattig« wercen sollen. Item / wenn er soll Rampffhaben vmb Lottes willen Vnd sihet einen Engel/ der soll wissen / daß er se^ig fty. So aber einer einen Engel scher ohne Naine»:/ oder d^r in H. Schrifft n»cyc beschrieben wird / dertvjrdLrewde vnd Wonne haben/ aber etwas geringer seyn. So einer einen verschnittenen Kämmerling sihet / so ihm nicht be kandt / aber schön vnd lang ist / den scl? man auch für einen Engel halten / wegen seiner Reinigkeit / damit er den Engeln gleich ist / weil er keusch / vnnd der fleischlichen -c egierde nicht fehig ist / derhalben auch gleiche Bedeutung auff jhn als auff emen Engel folgen »vird And was er groß bringet / wird bald sein Eude erreichen. Wenn aber eine? einen b^andtcn Aämmerlmg oöet verschnittmen sihet / Item / emm hohen ^Mrer oder A»npt»nan/solches glbet gleiche Bedeutung/wie oben voy den Engeln gefagc ist. Das VII. Capitel. ^.O einer im Traume einen Propheten/^pefic!/!ch, Von de»i rer oder Marrerer sihet / so bedeuten sieben das / was wir von den Engeln gesagt haben/jedoch ist d;eWir- 2. x^st^n' ckung etwas gcriNger.Denn ein sündiger Mensch der döse lst/ erlanget nicht leicht der Engel Ar.se! ^wu"..^/a^er ^;-n/"^te/ die Propheten / vnd andereobgemeldte / uscheiuen ofst- vonEvan» »uals i,n Trauln. acUe», vnd Wenn einer im Traum vnsern Hen» I.sum Chri- vud cmdem srum scher / vl'.d weiß daß es Christus ist/ d'.rwirdse-uer GeMchc Seelen ^ eligkeit finden / auch zeitlich Relchthumb / vnd Büche'-"/ sehr grossen Sieg erlangen. So er auch mit )hm redet/ dieselbe Rede mag er wol für gewiß vnd ohn allen Zweifel für wahr halten Der auch ei»: solch ^ e ch^ hat/ der ist ^dianer- wol selig. ^ Wenn einer Christum in einem vnbelandl.n Hause sihet/vnd in dasHauß gehet/vnd nicht wteder lxra^/der soll wissen/Daß er in kurtzer Zeit sterben wlrcv/.doch w,rd er seligwerden:So werden auch semeEröu. mit vi^ehlich viel Ehr vnd Gut gesattiget werden. Wenn einer einen AposiU oder Patriarchen sihet / vnd meinet ersehe Christum / bedeutet dergleichen / wie oben/ aber etwas schlechter vnd geringer- So einem rranmt / als wenn er zu einem Patriarchen erkohren/vnd auffden Geistlichen Stuel were gesetzt worden/ der wird über sein Volck mit Gewalt herschen. Träumt jhm aber / als wenn er zu einem Priester er-> wehletsey / so wird er hoch sreigen/vnd zu grossen Ehren vnd Ansehen kolninen / auch des; Reysers Vnter»,^ancn Mit Gewalt regieren, Er wird auch Gerechtigkeit üben. Träumt jhm / als wenn er ein Caplan werden/so wird er zu etwas geringern Ehren kommen / alles nach Vnter- sehied gegm den obgemeldten'Femptern zuvergleichen. So einem Weibe ein solcher T^au'.'' begegnet /so »vird sie sich mit einem bösen Namen von jhrem Manne scheide. So einem im Traum fürkompt / als wenn «x in em-'m A ij Buch Traumbuch. Buch eines Propheten / Apostels oder Lehrers lese / vnd jhm dasVolck zuhörete/derselbe wird kommen m dieZahl dec grosftn gewaltigen Herm/ vnndKayserliche Macht vnd H-rUigkerr erlangen / wird sich auch der Gerechtigkeit befleißen / vnd Lob erlangen. Wenn emem Käyserein solcher Traum fürkompt /so wird er dem Volck sehr angenehm werden / vnd ein gerechter Rcchterseyn. So solches em Evangelium Buch ist/so wird er grosse Hobeir vnd Gewalt erlangen / darumb/daß er im Traum daö gcrhan /welches keine Leye zu thun macht hat. Das VIII. Capttes. ? ö Glau- einem Christen träumt / als wenn er Jüdisch we> den/Bil- re/der ist in seinem Glauben nicht richtig / sondern dern/gül vnglaubigvnd ein Gotteslästerer/vnd wird plötzlich ms den/silber Verderben fallen. ne/ küpffer- So em-, mAayser ein solcher Traum begegnet/so wird ne/Kolen/ er in seinem Volck eine newe Sect anrichten Fewer / So einem gemeinen Mann solcher Traum fürkompt / Priester- der wird von ihm selber falsch Gezeuzmß geben. thumb/ Emem Weibe bedeut es / daß sie jhrem Manne mit Bücher le- Huiderku nachtrachten wird- sen/Kirch-e Eenem nechte/daß er etwas wider seinen Herm für- bawen/:c. nehmen wird Nach der So einem träumt / wie er vom Christen Glauben zu Lehr der dem Agaremsehen gefallen sey / das bedeutet gleiche ding Indianer- wie oixu >oon dem Indischen Glauben. Wann einen; tmsmr/als were er einMagus oder Na- turkündiger/der wird nach Neichchumb vnd Gelde trach- ien/denn die I?aturkündiger haben jhre Wollust an weltlichen Dingen / vnd bekümmern sich gar nicht vmb die (vergelcung/o im ewigen Leben geschehen soll. Wenn einem träumet / wie er ein ^ ötzen oder Bild anbete / oder mit jhm rede / oder mttihmrmge / oder das BUd schlage/odcr von ihin gejchlaaen wcrde/so ers angebetet hat / so wird er gegen Gott em Lügner werden / die andere Dmg bedenken / daß er in groß Jammer fallen wird/vnd solches von wege:? der Lägen. > So einer ZmTraum em höltzern Bild anbetet/der wird eines grossen Hoff Dieners Hülffebedörffen/ vnd derselbe wird ein böse^Mann / vnd seine Bitte wird bey dem selben keme statt finden. So das Bild auß einem Stecken gemacht ist / vnd er dasselbe angebetet /so wird er zum Ertzketzer werden / der Aber Worten zancken v d lügen wird. Wann einer em silbern Bild anbetet/ der wird meine»)- dkg vnd zum Lügner an semem Ehe-Weibe werden. Ist das Bild gülden / so wird er über alle massen kühn seyn/vnd von :em Käyser geplagt vn gestrafft werden/ vndwird jhnsehrviel Unglückvmgeben. Wenn dieser Traum einem Käyser begegnet / so wird er von seinen Feinden geplaget werden. L)enn in den Träum.n bedeutet das Silber die Weider / das Gold aber die Männer: Vnd wie grosse Frew- dedasGoldbem Äenschengibt/ anjhmselber/ ausserhalb deß Traumes / sogroß Unglück bringt es dem / so davon träumet. Ist das Bild küpffern / eisern/ oder bleyern/ so wird es falsch Reichthumb bringen / denn dieses sind alles wUt- Uche Gefäß- Wenn einem träumt / wie er das Fewr anbete/derselbe trachtet nach Ehren vnd Hoheit oder Gewalt / dieweil das " ewr ein kraffnnächttg Dmg ist. So er glüende Kohlen oder Fewer ohne Rauch/Flam- me vnd Rust anbetet/so wird er ^ eld samten / aber durch Vnrecht / nach der grosse deß Feirers / aber er wird seinen glauben verlieren. Wenn einem rraumet / wie er den Priesterlichen Orden angenommen / Vnd für das Volck bete / der wird im Volck das höchste Haupt werden / vnd jederman wird gegen jhme gutthatig seyn. SoerocmVolckaußememBuchevorlieset / sowird erweise vnd gelehrt werden. So solcker traun: emem Aayser fürkompt / so wird «r siegen / vnd ein weiser Her: seyn. So einem träumet / 'wie er a«dern Losung gebe / der tvirc zu einem sehr grossen Manne werden / vnd ein groß Ansehen haben / durch seine gewaltige Stimme die Völ- cker seines Gefallens zu versamlen. So solcher Traum einem Käyser fürkompt / so wird er seine grosse Herren zur NahtschlaMig beruffen / auch wird er lange leben / vnd reichliche Freude haben/dieweil die Losung Frewde zu bringen pfleget. Hat er aber die Losung mcht selber geben / sondern einem andern zugehört / wie er sie außgetheilet vnd geben hat / hat einerley Außlegung wie obgemut. Ist der/ so solchen räum gehabt/ ein Armer / so wird er grossen Herren dienen / vnd sehrZunehmen. Begegnet dieser Traum einem Werbe/ so wird sie für dem gantzen Volcke zu schänden werden. Wenn einem traumet/als wenn er eine Kirche bawete/ ist er ein Käyser/ so wird er sein Gemahl zieren/vnd auffs newe erheben / nach dem die Kirche groß gewesen : Ists ein gemeiner Mann/ so wird er von emem reichen Weibe Reichthnmb erlangen. Ist es aber eine vnverheyratere Weibsperson / so wird sie emen ).'iann bekommen/hat sieeinenMann/so wird i eelneWcttsrawwerden/vnd einen andern Mann nehmen. Das IX. Capitel. ^)Enn emem traumet/als wenn er d?.s Bildnuß der «Von der Sonmn / oder sonsten eines auß den grösten Gest-r- gleichen nen anbetete / der wird bey dem Käyser eineBirre eMie Sachen/ gen / vnd so nahe zu dem Käyser kommen / so nahe er im nach der Traum zu der Sonnen / :c. Bildnißkcmmenist Lehr der W enn dieser Traum einem Käyser fürkompt/ so wird Persianer» er mir einem andern Könige Freunoschaffc machen/vnnd seine Liebe erlangen. Betet einer das Bild deß Mondens an/so wird er eine B'.tte thun an einen / so der nechstenach dem Kömgeist/ wird auch von jhm erhöret werden / vnd so nahe nach jhn kommen/ als er an das Bild deß Mondens kommen >ß. So einem träumt / als wenn er der Venus Bild anbetete / der wird ^ nade finden bey emem/so der Kayserm amnechsien ist. Dergleichen soll man auch verstehen von den andern Gestirnen/ vnd den nechsien Rathen deß Kay- serS. Wenn einem rraumet / alswennerdasjmmerbren- nende Fewr im Tempel anbete / oder wie em stinekender Rauch auß demselben Fewr auffgangen sey/ ,st es ein Kö- Nig/so werden jhn fiineFemde befriegen/vnd in dieFlueht schlagen / Ist es aber cm wolriechender Rauch gewesen / so wird er wider seine Femde einen namhaffcigen c leg «erlangen. So einem gemeinen Manne dieserTraumfürkompt / sowird er dem .önigedienen/ vnd wird jhme geschehen/ nach gestalt deß Rauchs. Istesem Weib / so wird jhrnach gestalt dest Rauchs Mit^shrem Manne begegnen So emem träumet / als wenn er eine Kirchebawete vnd ein Fewer darem setzte / welches das Volck anbetete/ Ist es ein ?- ayser / so wrrd er in seinem Rache einen Aö- nig erwehlen/ der wird das Volck annehmen. Wann einem Käyser träumt / als wenn er eme newe Mawr bawer / jnner oder ausserhalb der Stadt Mawer ^^wer bedeut auch / daß er einen ^ .onig setzen werde / vnd das ^iffbatven. (Z?olck wird denselben zum Reichsgenojjen annehmen/ so ° fern die alte Mawer stehen bleiben / Ist aber die alte Mawer nidergenssen worden / so wird in sememömg- rejch eine Enderung einfallen. Wann solcher Traum emem gemeinen Manne / oder einem auß den grossen Häuptern särkempc / als wenn er solches thue ohne deß RömgS . efehl/ so w:xd er meiney, dig werden /lvnnd woftrner den Ba.lv vollendet hat / so wird cr siegen/ wo aber nicht/so wird er überwunden/vnd von dem Könige «ußgerilget werden. DasX. Capitel. ^HEnn einem träumt/ als wenn er die Götter/Götzen VöZlaip Thier oder Bäume anbete/ der wird Gnade finden/hen vnAn beM König Pharaone vnnd seinen höchsten Dienern / betung der nach dem die Bll cer Edel gewesen / also auch die Thier Mder/ vnd Baume. ' Thier Pha So einer den Königlichen Stuel Pharaonis anbetet / raoniSoder dergestalt / wie seine Fürsten zu thun pflegen/ der wird ei« deß Köm- ner auß denFürsren Pharaonis werden/oderjhnen gleich aes/nach werden. " derLehrdcr So er den Scepter Pharaonis anbetet/oder denselben Egyxter. trägt/oder indeß Pharaonis Wagen sitzet/so wird er sein Oberster Rath werden. So jhme fürkompt / als wenn er auff deß Pharaoms Pferde oder Sattel fasse / geschieht solche« nm deß Pharaonis xaonis willen/so wird jhm Pharao sein Weib geben/ Ist es wider semen Willen geschehen / so wird er deß Pha- raonis Jungftaweine beschlaffen/vnd darüber ergriffen werden. Wenn einem träumt / als wenn er bey dem König Pharaone schlösse / so wird er dem Pharao so geheim seyn/als sein Weib / vnd wird jhm Pharao am meisten seine Geheimnüß vertrauen. Das XI. Capttet. AvnRich- ^lf^Enn einem träumt / als wann er ein Richter deß 5 rern/ Wa- ^^ ^olcks worden/aber zum RichterAmpt nicht tüch- gen / M«s- kig gewesen sey/so er einen ? Sehr. So einer das Richterampt führt/ vnd träumt jhm/als wenneranaudern/ als brauchlich / dasRichterampt übete/der wird grosse Weißheit vnd Verstand erlangen. Wann einem traumt/als wann ejn vnbekandter Rich- ter/üt'er ihn richtete solchVrthelsoll er gar für gewiß halten/denn solcher vnbekandter Richter ist Gott selber. Wenn einem träumt / als wenn jhme einer seinen Traum erzehlete/was er hört/soll er für gewiß halten. Wann einem traumt/wie er an einem gewissen Orte eine Wage auffrichten sehe/ solchs bedeut ein Gerichte/ so er nu einen Rechtshandel hat/ vnd sihet/ daß die Wage gleich inne stehet/so wird er sei»Recht erhaltemWo nit/ so wird ers nicht erhalten. Dann die Wagenschalen be- deuren deßRtchtersOhren/was aber in der Wagenschalen liegt/das sind beyder Partheyen beweise. Wann einem träumt / als sehe er eme richtige gleiche Wage/diß bedeut/ daßder Richter desselben Orts gerecht sey / sind aber die Wagenschalen vnrichtlg oder zerbrochen so sott er dabey erkennen / daß der Richter deß Orts/ da er diesen Traum hat/ vnrecht sey. So jbme träumt / wie der Wagebalcken daran die Schalen hangen/ zerbrochen sey/ so soll er wissen/daß der Richter desselben Orts in Gefahr stehe/oder bald stechen werde. Deßgleichen ist auch zuverstehcn / von derSchnell- Wage. Die Scheffel vnd Maß haben gleiche Außlegung / wie die Wagen/ allein/ daß sie nur die schlechten Richter bedeuten. VsnRich tern vnd Gericht/ nach der Lehr der Das XII. Capitel. einem träumt / als wenn er in Richters gestalt sasse/vnd als wenn die Leute gefallen trügen an seinen Vrtheln / der wird deß Königs Rath / vnd lieb gehalten werden. Wenn einem träumt/ als wenn er auff deß Richters Persianer. Stuel sasse/hrelte aber nichtGerlchte/bedeut/daß er mit «sorgen nach Ehren trachten / vnd daß erAönigeLchr erlangen werde. Wann einem träumt/ als wenn er fürm Gerichte einen Rechts-Handel hatte/ der wird in Sorge vnd Angst gerathen: wann jhm aber träumt/ als hatte er seine Widerpart überwunden / so wird er der Sorge vnd Angst entledigt werden: Wird er aber überwunden/ so wird jhme eine Sache/ darumb er sich bekümmert/ nicht wo! gerathen. Wenn einem träumt / als wenn er mit dem Richter gesiritten/vnd mit dem Schwerd geschlagen / so wird er einen vornehmen Mann mSlenstbarkett ziehen/ vnd Friede vor jhm haben. Wann einem rraumt/er sey Richter/vnd sey von dem Gerichte vertrieben worden/der wird groß vnrecht ley- den müssen. Wenn einem traumt/als wenn sein Richter-Stuel verfault oder zerbrochen sey/dieses bedeut dem Könige eine Gefahr. Wenn einem Richter träumt/als wenn der Richter Stueldjeblich entwandt/oder verbrandt/ oder zerbrochen sey / so wird er deß Richter-Amptö beraubt werden. Von den Richtern vnd Gerichten/ Item/ Das xm. Capitel. ,Enn einem traumt/als wenn er ein getreuer vAchter worden sey / der wird dem König Pharao in allen Dingen getrewseyn. Wann einem kcaumk / als wenn sein Vrtheil dem d-x Volck gefalle / der wird in deß VolckckHaß vnd Neid ge- ^ m- rathen. dickt/Ms Wenn einem träumt/als wann er in seinem Richter- ber /^än- Ampt die Geissel brauche / der wirdvonKönig Pharao Gewalt bekommen über Kriegssachen / überEhrvnd guten Namen der Leute. nach der Wenn einem träumt / als wann er Nichter würde E^vter über die Fürsten deß Königs Pharao / der wird Zu sehr ^' grossen Ehren erhaben werden. Wann einem traumt/als wenn er Richter sey/ vnd wie er gestorben sey/ der wird lange leben / aber seinen Glauben verlieren. Wann emem träumt / als hatte er die DarmgichK/ wird in Gefahr vnd Armuth gerathen. Hat er das Fieber/ so wird er durch Ungerechtigkeit reich werden. Wann einem träumt/ als wenn jhm seine Hände lan^ ger worden weren/so werden seine Unechte Ehr vndGe- walt erlangen. Wann einem träumt / als wenn er etlicher massm graw worden/ so wird cr grösser Ehr erlangen / als erZu- vorn gehabt hat. Wenn einem träumt / als wann seine Füsse länger worden weren/der wird alt werden vnd lange leben- Das XIV. Capltel. /I»S fragte einer Zercimi Sohn / welcher ^war ecn Außlcger der Traume beydem Herrn Mam- V>mdet muna/ so der oberste Rath bey den Agarenern war/also: Verweh-- Eshattejhm geträumt/wie die Haar an seinen Schien- ruug dce deinen dichter worden/vndsich gemehrt hätten/dieselben H.aar att hatte er mit einer Scheeren abgefchnitten.DteftmMan- Schien- ne gab der Warsager^mcrbus solche Antwort: Deine beinen. Rechnung vnd dein Reichthumb ist gewachsen/ so viel du nun Haar abgeschnitten/ vmb sv viel hasiu dieselben verringert/ in dem du deinen Sachen nicht recht vergestanden bist-Vnd es hat sich befunden/ daß die Sachen also verlausten sind. Das XV. Capitel. hat einem auß dem fürnehmen Herrn deß obersten Ein aM» ^Raths der Agarener MammunX geträumt / wleerreFraoe über den gantzen Lcib gesalbtt were / vnd wie jhm alle angemÄ- Haar am g antzen Leib außgefallen waren/aber die Haar den Ames am Gemacht weren gemehret worden / Deßhalden/hat thum ge- er einen von den seinen abgefertiget/ der solte fürgeben/chan. als wann jhm solcher Traum fürkommen were/ vnd solte hierüber den Amethum/als den Traumdeuter/ fragen- Demselben antwortet Amethus/ dieser Traum hat nicht dir getraumet / sondern einem sehr fürnehmcn Manne, derselbe wird in Gefahr kommen/vnd von seinem Reich- rhmnb mchts mehr behalten/dann allein seine Werber. Vnd wie der Wahrsager gesagt/ also ist auch nach wenig Tagen diesem Herren wiederfahren. Das XVI. Capitel. Hs? TIM einem träumt/ atz wann er einen bekandten NonFiQä- ^Menschen sehe/ oder der einem bekandten gleich si- reniunaM het/ solcher Traum wird an demselben bekandten Men- ^ndAltm/ schen wahr werden. bekandten So einer einen vnbekandten Iunglmg sihet / das ist vnbs- sejn Feind. > kandten Sihet einer im Traum einen alten Mann / er sey be- ^men/ kandt oder vnbekandt / dieser Mann ist dessen / dem er im „aH der Traum erscheinet/sem Glück/sonfienwird das Wider- jehx spiel gedeutet/ nemlich/ so ervnbekant ist/so jft essejn Unglück. Ist der alte Mann gantz vnd gar graw / vnd wol bey Leibe/so bedeutet es grösser Glück. Wann einer noch jung ist/ vnd träumt jhm / wie er beginne graw Haar zubetommen/solches bedeut/daß er sol zu Ehren erhaben werden. Wann aber einer etlicher Massen graw ist/ vnd träumt jhm/wie er noch grauer worden sey / bedeut gleicher gestalt Zunehmung seines Verstandes. Wann einem traumt/als wann sein gantzHaupt graw sey worden/ solches bedeut/ daß seinen Herrn/ der sei» Haupt ifi/groß Vnglück überfallen wird. Wann einem der Bart gantz vnd gar graw wird/ so wird dieselbe Person in Schand gerathen. Wann einem träumt/ daß die Haar seines Haupts länger werden/ vnd dichter/ist es einKömg/so wird et Ä ih gtt Lsn Bedeutung der Haar nach der Zehr der Persianer Vsn bm Haaren nach der Lehr der Eg»)pttr° an^eichchumb/VnkezchMMÄNnd Waffen zimehmen/ end seinem Volcke angenehm seyn: Ist es abe: ein gemeine: Mann/ sowud erReichchumb erlange»nIst es ein A:mer/so wird jhm Bet:übuüß vnd Vnwillen begegnen/ ifi es ein Weib/ so wird jhr Mannreich vnd gewaltig werben. Wann einem träumt / als wann jhm ein ander von den Haaren seines Haupts etwas abgeschnitten hätte/ ist er em König/ so wird sein Reichthu.r.d/ sein Volck/ vnd AriegsnIstungmsAbnehmen kommen: Ist es em gemeiner Mann/so werden dergleichen Sachen darauff erfolgen: Ifiesein2lrmer/ so wird er auß seinem Elend erlöset werden : Iß es ein Weib/ so wird sie von jhrem Ä^znne abscheiden. Das XVII. Capitel. cMAnn einem träumt / als sey er graw worden/ ist es '^em Fürst vutcrdemVolck/ so wird sein Volck geschwächt werden/ hat er aber keine Gewalt / so wird sein Reichthum!) abnehmen. Wird er aber gantz vnd gar graw werden/ so wird er in grosses Vnglück vnd stete .Sorge fallen. Wann einem Rönig träumt/ als wann die Haar seines Haupts/schön vnd lang weren/so wird sein Volck in Freudm vnd ohne alle Sorgen deß Krieges leben. Wann einem König sein Bart dicke wird/ so wird sein Geld gemchret werden/ vnd semes Neichthumbs halben allenthalben gepreiset werden. Wa.m einem König träumt/als wann ein Balbierer ober Scherer jhm seine Haupthaar zierde vnd verlürtzte/ ist nun der Scherer bekandr /so wird derselbe dem König offemlich semen Schatz berauben / ist aber der Scherer nicht bekandt/so werdm deß Königs Feinde deß Königs Schatz hinweg nehmen. T^anneinemArmen träumt / wie er emen langen Bart habe/derselbe wird in Schulden gerathen. Wann einem der Bart am Kim außfallt/der wird arm kverden/erdarss auch nicht hossen/daß erwjederzuNeich- chumb kommen werde. Das XVIII. Capitel. ANAnn einem traumt/wie er schöne langeHaar habe/ist ^er einer anß dcn Fürsten deß Königs Pharao / so wird er zn Ehren kommen:Ist es aber ein gemejnerMan/ so wird er einem grossen Fürsten dienen. ^ann dem K onig Pharao selber also traumz/so wird er eine Macht wider seine Feinde überkommen. Wann dem König Pharao traumt/als wann er mehr Haarauffdem Haupt überkommen habe/so wird er mehr als ein Landfeinem Gebiete vmcrwerffen, Wann dem König Pharao tramm/als wan die Haar seinesHaupts graw worden/so wi:d semSchatz geringer vndencschöpffrnerden. Wann deß Königs Haar schwartzer vnd härter werden/als sie gewesen / so werden si^ne Schätze gemehret werden. Wann einem König träumt / wie er seine Haupthaar entblöse vnd kämme/so wn'd sem Volck geschwächt/ vnd er selber geplagt werden. ' Wann er zhm selber die 5?aar verschneidet / so wird fein5?eer geringere werden/je nach der Grösse deß Äb- fchneidens. ^ann einem gemeinen Manne träumet / wie obge- melt/so wird er arm werden- Wann einem Weibe also traumt/so wird jhr C-Hcman durch schwere Kranckheit/ oder im Kriege sterben. Wann einem träumt/ wie sein Bart zierlich länger worden/derselbe wird grösser Reichthum!) erlangen. Wann aber die Haar gar zu lang worden /so wird er meine ziemliche Kranckheit vnd Vnglück fallen / denn solche lange Haar kan man leicht! ich wieder zeitliche ver- kürtzen. Wann einem träumt / wie seine Haar etwas dünner worden/derselbig wird in em langwmg Betrübnnß vnd Armuth fallen. Wann Mem traumt/wie jhm in der Nasen/ Wangen oder Stirnen Haar gewachsen sind / derselbe wird ge- Mßlich von den Oberherm gestrafft werden Wann jhm aber traumt/wn er dieselben Haar mit Mühe außrupffe/ das bedeut/ daß er sich vnterstehen wird / solch Vnglück abzuwenden. Wann jhndeucht/als wann er dieselben Haarschmj- Traumbuch/ re/ vnd die Haar davon außfallett / so wird er von diesem Unfall erlöset werden/jedoch mit grossem Schaden. Das XIX. Capitel. AHTnn einem imTranm düncket / als wenn er das ^ '^Haupt vnd die Haar mit wolriechendemOel salbete/ ^ ist er ein König / so bedeutetes/ daß er sichvon gantzen ^^ung Kräfften vnterstehet reich zu werden / vnd ein Volck zu zieren/vnddaß jhm solch Fürhaden glücklich fortgehen werde. Ist es ein gemeiner Mann/so wird er Ruhmsich- ^udianer» tig vnd Ehrgeitzig werden. Ist es ein Weib / so wird sie sich gegen jhrem Manne wollen sehen lassen/vnd auffBetrug vmbgehen. Ist es ein leibeygenerKnecht/ so wird er nur auffeinem Schein woldienen. Alle obgenante/ss jhnen traumt/als wann sie mit Oel übergössen würden/vnd denn dadurch bey dem T olck ein Ansehen bekamen/die werden in einen Vnfall gerathen/ vnd in Kranckheit vnd Vnwilkn fallen. Das XX. Capitel. W?Enn einem trau>nr/wie er zur Zierde sein Haupt vnd Von der "^^Haarmit Oel salbe/ist er emKönig/so wird er sich Salbung gegen seinen Femdcn zum Heer rustemIst er eines Mittel- nacb der mässigen Standes/so wird ersem Reichthumb vnd Ver- ^ht' der mögen besser anordnen.Ist es ein Armer/so wird er seine Persianer. Rechnung vnd ZnstanS also anstellen/ daß jhm sein Vn- terhalt nicht mangelt» Das XXI. Capitel. HA Ann einem träumt/ als wann er jhm selber das Haupt vnd die Haar nm Oel salbete/derselbe/er sey wer er welle/ wird allerley fürnehmen/ sich schauen zn lassen/der allergröste gegen hohm Personen/ der Arme gegen seines gleichen. Das XXII. Capitel- WAnn einem traumt/wie er sich selber mit Bisem / Zi- bet oder Balsam salbe/ damit er rieche/ist er em Kö- ^ nig/ so wird er semVolck mit einer guten Bottschaft oder Salbung Zeitung erfreuen/dasselbe Volckwird ein so großVerlan- nach der gen nach ihm haben/ als nach demselben guten Geruch ^brder vnd Balsam. IsteseingemeinerMann/sowirderglei- ^Wpttr. eher gestalt gegen seinen Nachbarn allezeit eines guten Gerüchtsvut> Namens seyn. Wann einem träumt/wie er seinen Benachbarten einen bösen Geruch mittheile / derselbe wird von jederman gehasset werden/vnd je durchdringender der Stanck seyn wird/je grösser der Haß seyn wird. Wann einem träumt/wie ihm einer Biesem oder eine wolriechende Composition/oder gemischten Balsam M eimGeschmüberantworte/ der wird eine ftöliche M- tung von andern überkommen/ nachdem deß Balsams viel gewesen. Wann einem gemeinen Manne also träumt / derselbe wird gleicher gestalt Gewinn vndRe :chthumb erlangen/ je nach grosse vnd menge deß Balsams. Das XXM. Capitts. AAann einem traumt/wie er sich selber mit Biftm/oder ^ einer andern wslriechenden Compositlon salbe/ der wird Sieg erlangen / vnd sich bey semen Vnterrhansn ansehnlicher machen. Ist es Kber ein gemeiner Mann/ so wird er sich nach A ° ^ ° grosse der Salbung/ bey seinen Nachbarn höher ma- chen. ^ Das XM CaMI. A°»er^ Mann einem traumt/wie er andern mit emem Rau- Räucherfasse einen Rauch mache/derselbe wird denselben chxxfgsse Leuten/ denen er den Rauch gemacht/ kräfftigevnd sW (>!au« Wort geben/von wegen deß Feuers Kraffce / vnd von chexwe:ck/ wegen deß Geruchs Süsse / er wird jhnen auch seine ^^^r' Heimlichkeit vertrauen. - Mörder Wann einem träumt / wie er in einer Kirchen allein/ ^hjamr. das kein Volck dabey ist räuchere / derselbe wird gleicher gestalt seine Heimlichkeit den Vorstehern der Kirchen vertrauen/ vnö Gott versöhnen. Aon Rau- Das XX Capitel. chern vnd IAAnn einem träumt/ wie er vnbekandten Leuten vnge- wöhnücher weise/ein Rauchwerck mache/ ist crcin ^'A /gletcy- König/so wird er Gesandten an grosse Herm schicken/ jhre Heimlichkeit anzuhören/ vnd wegen der ..rafft deß ^ Rauchwercks sich berathschlagen/ wie er die Feinde mtt Krieg angreisse. vnd^gyp- Wann Wann einem gemeinen Mann also träumt / so wird er Zanckvnd Hader wider seine Nachbarn erregen. Wann einem traumt/als beräucherte er seine Kleider/ die er pflegt zu trage»/ derselbe wird semeRncchtevnd Bnterthanenzu seinem Nutze abrichten. Wenn er sein Lager vnd ^ette räuchert / so wird er seinen Frauenzimmer gutö thun. Das XXVI. Capitel. lAf?ann einem traumt/wie er sein Haupt beschoren habe/ ? ^ wie ein Mönch / derselbe wird sich bekehren/ vno von Kleidung Wann einem träumt/ als wenn er ein ge-och t Schaf- Haupt esse/so wird er Reichthum vnd Gewinn haben von einem Menschen/ so eines hohen Standes ist / jedoch wird solches nicht ohne Müh vnd Arbeit zugehen. Ist das Schafhauptgcl.:aten/sswird er ftinenFemdanfechten/damit er sein Gut überkomme/auch wüd er jhn überwunden / jedoch wo das Haupt dmchs Feuer gebraten wo?den/ wird er seines Feindes GutmitMühseUgkeit geniessen. Das xxxi. Capitel. Gleiche Mann einem träumt / wie er ein Schafhaupt esse/ " derftlbe w!rd g:osse F:eude vnd groß Reichthumb e:lai-ge!.. Fiauvtcf- .^.ann einem träumt / als wenn er eines Menschen ^ ^ ^ Haupt esse/dezselbewud seiuerhohen Obrigkeit/als se»> nem Haupt vnd Qberherm/ mttBetmg nachtrachten/ ^ vnd eineUbelthat anjhm begehen / auch vielleicht auff seinen Stuel sitzen. Wann einem träumt / als wenn ihm einer brächte Haupter vomVieh/Böcken/Hnschen ode: andererThier/ so Homer haben / derselbe wi:d eine gwsse Herzschafft erlangen/ vnd viel gzosft Häupter gefc.ngen halt-n/ nach dem jhm viel grosse Häupter bracht wo:den. Wann cmem anuen oder gemeinen?'-ann träumt / als wenn er em Haupt gelangt oder gefunden/ derselbe wttd Geld sinden / als zehen hundert oder causent Gülten. Das xxxii. verlieren/vndm seinem Betrübnüs ^ SerLehr de? ^ Eheweib/so wird sie ane Witfraw werden. Ist cö Indianer. Weib ohne Mann/so wird sie ohne alle Ehe sterben. So die Haar nicht außsallen wollen oder können/ vnd die Person/so diesen C räum hat/ein Kömg ist/ so wird er einHeersamlen/von Leuten/so einer andernSprach sind/ vnd ftineGewalt mehren.Ist es em gemeiner Mann/vnd arm / dem solch Gesicht fürkömpt / der wird seiner Schuld vnd Blends loß werden. IsteS e:n Khewejd / so wird sieempfahenvnd gebahren, Das XXVI!. Capitel. ^ ^ ^Iner auß deß grossen Herrn Mammuns: deß obersten ^?Ne .'g P^iLsidenten/ sprach Sereimum an / seines Hern? vo?i e-uer Traumdeuter/ vnd zeiget an: Er hätte m seinem Hause großen ^ ^ W einrebe/die trüge weisst Trauben/nun hatte Weinrebe, jhmgetraumt /wiesieschwartze Trauben getragen hatte. DarauffantwortetderTraumdeurer/ Es wereeine auß seinen Weibern von einem Knechte / der ein Mohr were/ geschwängert wordentVno solche Vermuthung trasfem: Dann das Weib gebahr einen schwartzen Sohn/wie der Mohr gewesen war. Das XXVIII. Capitel. KHAnn ^uem träumt / als wenn er die Haar seines Haupts vnd seines -Larts färbe/damit seine graue Haar zuverberaen/vnd daß er sie doch nicht vollkommlich färbe/derselbe wird versuchen/ob er seine Gebrechen vnd ^'^yumo seyen:^at er aver keine Tocyter / s Schandflecke vermänteln könn vjedoch wiw solches nicht Tzaum auftIungftauen/so ftineBlutö Indianer, angehen/ weil er die Haar vergeblich färbet/ so wird er auch die Vergebung nicht vollbringen. Wenn einem berühmten sieghajslen Mnige diß Gesichte sürkömpt/ so wird er seine Heimlichkeit zu verberge sich weißlich vnterstehemWil! aber die Färbung nicht bestand haben /so wird er sich vergeblich vntersiehen seine Heimlichkeit zu bergenIst aber die Färbung kräfftig/so wird er seines Hertzen Wunsch / durch eine sonderliche Krafftvon Gor vnd mit seinem Nutz vollbringen. Wennsolch Gesicht einem Wetbefürtompt/ so wird sie in Ehebruchösachen ihren Mann mit Betrug hinterschleichen/vnd nach dem die Farbe beständig oder nicht/ wird in >hr der Betrug fortgehen. Bonden gefärbten Haaren/ nach der Lehr der ?^Ie 5?aar deß Bazts sind eineZie:d deß Munbes/deN ^Mund aber hält man n, der Außlegung für dz Hauß deß Menschen/darinnen sein Haußgesmse ist / das'tviz^ durch die Zähne bedeutet. ^ BartK Wann nun einem rraumt/als wenn er dieHaar seines 5)^ ^ BattS durch bescheren/salben ode: kämmen ziere/ derselbe wj:d sein Hauß zieren / daß die Leute werden meynen/ er ^ sey reicher vnd gewaltiger/als er ist. ' Scham/ Wann einem träumt /als wenn die Haar vnttr den ^ 3ndias Armen gemehree vnd langer wo-den / oer wich seiner uerLehr. Tochter Reichthumb sehemHateraber keine Tochter/so Das XXIX. Capiteü N ^ ^z Lnn einem iM Traum sürkompt/ als färbte er seine Haar/derselben Farbe zu endern/hat er grosse Ge- wa!c/ so wird er sich befleissen/ sein iLolck durch Lügen zu ^ " beschönen / ist es ein gemeiner i ann / so wird er sein vn>-' Eanv- ^erinögen gleicher gestalt fälschlich zieten. . Wann einem traurm / als wenn sein Haar durch hie Färbung Schaden gelitten / derselbe wird seine Gütet verlieren / vnd grossen Schaden leiden. Wenn einem dünckt/ als wenn er durch die Färbung seine Haarhättewollen weiß färben/ bedeut/daß er solches aüß Ehrgeitz gethan/aber er wud wenig anßriehten/ vnd sein Reichthumb wird gemindert werden. Wann einem träumt/ als wenn jhm Zierde halben das Angesicht mit emem Scheermesser bescheren würde/ dem wird es dem Ansehen nach/für den Leuten wolgehen/ aber an jhm selber/ w:rd es übel gehen. Das XXX. Capitel; Wen eine ^""Mt/ als wenn er auß dem Haupt ei« träumet/ nes bekannten Menschen das Gehirn esse / der wird wie er ein desselben Erbe werden/vnd sein Gut vnd Geld übettom- Ie andern Haar deß Leibes bedeutenden Menschen 'e.beö ^Geldvnd Neichthumb. s' -! r Wann einem nun träumt/ als wie er dichtere Haar ^ ^ ^ überkommen/also/daß er gantz damit überzogen sey / derselbe wird Reichthumb erlangen vnd zunehmen. Träumt ihm aber/wie er die Haar deß Leibes verlohnn habe/vnd derselben gar entblöst sey / ist er ein König/ so wird sein Schatz vnd Reichthumb geringer werden. Wann aber solcherTraum einem betrübten Menschen förlömp^/oder der gefangen / kranck/ in Schulden/ oder mit dergleichen Vnfall beschwert ist/ derselbe wird solches Vnglücks wieder erfreuet werden. Ist es aber ein gemeiner Mann/der wird arm werden. Dergleichen so einem träumt / wie er den gantzen Leib gesalbet/also daß jhm die Haar mißfallen / vnd derselben gar emblöst worden / ist er reich / so wird er sein Reich - lhumb verlieren/ist er arm/so wird er Reichthumb erlan- gen/ists cm Weib/so wird sie durch List bey Hrem Mann m Gnade seyn. WM« aber einem träumt/ als wenn er sich gesalbct / davon aber die Haar nicht abgefallen seyn/ ist er reich/ so wtrd er in Vngnad vnd in Gefahr fallen/jedoch davon erlöset werden. So einem Arancken solcher Traum sürkompt / der Wird in langwirige Kranckheit fallen, So einer diesen Traum hat/ der betrübt/ oder gefangen/ oder in Schulden steckt / oder m dergleichen Beschwerung/ denselbenwird düncken/ als wenn er schon seme Erlösung für sich sehe/wird aber doch nicht erlöste werden. Das XXXV. Capitel. Von den <7^Ie Haaram Leibe sind gleich als ein Harnisch deß übrigen ^Leibes/auch an denvnvernünfftigenThieren Der- Haarm halben wann einem traumt/als wann dieHaar an seinem deß Leibes Leibe weniger worden / so wird er Schaden lttden nach der Persia- seinem erstände vnd Vermögen, ner vnd Mann einem aber traumr / als wenn er seinen Leib Egypter gesalbet/vnd dadurch die Haar mtt allen Wurtzeln auß- gleichlau- gezogen haben/bedeutet gleicher gestalt / daß er muthwll- tendeAuß- liglich sein Vermögen schwachen wird, legunz. Wann aber einem Reiche.«/der auffdle Früchte seiner Ecker hoffr/traumt/ wie er also / wie gesagt / seinen Leib gesalbet habe / so wird er seine liegende ^ üter sampt den Früchten übel besiellen/vnd also verlieren. Das XXXVI. Capitel. OH^Ammunas der oberste im Rath hatte einen Traum/ Vsn dem ^ ^ schx grossen Tempel were / als Traum nemlich zu Mecha/oderm der Hütten Abrahams/ vnnd V7?ammu- als er daselbst oben hinauff auff den Saal kommen/hätte vT deß Obersten tzm Räch. er in zweene Winckel geselcht da sey Meine Furcht ankommen / als hätte er em sehr grosse Sunde begangen/ derhalbenhar er heimlich zu dem Traumdeuter 8e>cimo geschickt einen Mann / der solchen Traum für seinen Traum fürgeben/vnd den Lcreimum gebethen / ihm solchen Traum außzulegen / Aber 5ereimus strafft den Mann/vnd sprach: Mann/dieser Traum ist dir nicht fürkommen/ denn du bist nicht auß dem Geschlecht deß obersten Raths / derhalben sage ich dir keine Außlegung. Da solches deroberste Rath gehört/ sprach er Lcreimum selber an/vnd vermahnet jhn bey seinem Eyde er soltejhm dle Außlegunq deß Traums nicht verhalten. Da sprach Lereimus': Die vier Winckel deß Tempels/darein duge- feichl /bedeuten vierKinder/die zween Winckel im obern Gebende/ da der Königliche Stuei ist/bedeuten zweene Söhne/so dir in der Herrschaffr nachfolgen werden: die andern zweene Winckel/ darein du geseicht imvmerm Theile deß Tempels/bedeuten auch zweene Söhne/die du auch zeugen wirst/ aber sie werden dirtn deinem Pracht vnd Herrligkett nicht nachfolgen. Bas xxxvii. Capitel. MAnn eine n träumt/ als wann er in voller weise den Von Haa- Harm von sich gelassen / vnd derselbe Mensch in ren nach Nöthen oder Unwillen steckt/ derselbe wird davon erlöset derLehrder werden : Ist er.aber reich/ so wird er etwas von seinem Indianer- Reichthumb auffHuren wenden / nachdem deß Harms Viel gewesen. Wannsinem traumt/als wenn er in gläsern Geschir? seichte/ist er ein König/ so wird er ein Weib/ so eines bö - sen Namens ist/ schwangern / es wird aber weder die Frucht noch sie/zu jhrem gewünschten Ende kommen , weil ein Glaß ein zerbrechlich Ding ist. Ist es aber ein gemeiner Mann /so wird er mtt seinem Weibe Rinder zeugen. Wann einem traumt/als seiche er in ein Gülden Gesäß/der wird schwerlich an der Harnwmde kranck liegen. Seichter aber in ein Steinern eingegraben Gefeß/ so wird er sein ^zeld m die Erde vergraben. Seicht er aber in ein Silbern Gefäß / so bedeuteS wenns ein önig oder ein fürnehmer Hert ist / daß er die schönste Magd befchlassen werde. Ist es aber ein armer Mann / so wird er ein reich Weib zur Ehe bekommen/ oder jhre Hulde erwerben- Bas XXXVIII. Capitel. ^)As im Bauche beschlossen ist / bedeut Reichthumb/Von dem vnd was auß dem auche herauß gehen wird/bedeu- Haarn der tet Verlust deß ReichthumbS. Persianer Ä.'mn emem trsumr/ wie er seiche/bedeut daß er zur vndEgyp, Vnkeuschhett Gelt verthun wird ter einhel- Wenn einem traumr/wie er in seine Kleider seiche/also Kge Auß- daß es ander Leute sehen/der wird über seiner Hurerey er- legunz. grieffen werden. Wann einem träumt / wie er in ein Gefäß seiche/ist das Gefäß sein eygen/ so wird er Mit seinem Weibe Kinder zeugen/ist es aber emes andern/ so wird er mit eines andcrnMeibe zutbunhaben. Wann er gezwungen vnd gedrungen den Harn von sich gibt/so werden von jhm die Gelder genommen wer? den/die er mttVngerechtigkeit gesamler/vnd er wird übel geplagtwerden. Wann einem traumt/wie erauffdie ErdeBlut seiche, so wird er derWnber halben groß Geld verthun/vnd Freude haben / dann durch die Erde werden die Weiber verstanden. Mann einem traumt/als wenn er seinen Harn trincke/ derselbe wird aufserneSachen Unkosten wenden/vnd dies selben vnverschamter weise wieder zu sich nehmen. Das XXXIX. Capitel. Y^Ie Ohren bedeuten dieWeiber/die Schwestern oder Von den ^Töchter: Das Gehör aber wird gedeutet auff den Ohren der Menschen/Glauben vnd Religion.Derhalben wan nun Indianer emem traumt/wie seine Ohren gar schön vnd groß wor- Lehr, den/der wird sich belustigen mit seinen Weibern/Schwestern oder Töchtern. Wann einem traumt/als sey jhm ein Ohr abgeschnitten/demselben wird sein Weib/ Tochter oder Schwester sterben. Wenn einen träumt/ als weren jhm seine Ohren verschnitten/ verkürtzt/ oder verdorret/ desselbenMeib/ Tochter oder Schwester wird in langwlrigekranckheit fallen. Wenn einem träumt/als wenn er sein Gehör verloh- ren habe/der wird in Schwermut gerathen/oder schwerlich sündigen. Wann er nur zum Theil das Gehör ver- lohren / so wird gleicher gestalt dieAranckheit»»vollkommen seyn. Bas XI.. Capitel. N)ann einem träumt / wie seine Ohren hübscher vnnd grösser worden seyn / der wird Freude sehen vnd Lust den an einem Freunde/dervmb seine Heimlichkeit weiß. Ohren der Wanneinem träumt / als wenn er Ohrenzierde trü- Persianer ge/da er doch solches nicht im Brauch gehabt/ derselbe vnd Egyp- wird der seinen emen/oder einen guten Freund/dem seine ter Lehr- Heimlichkeit bewust / reich machen / vnd solches von srembden Gütern: Hat er aber im B rauch gehabt/solche Ohrenzierde zu tragen / so wird er dieselben von seinem Gute reich machen. Wann emem träumt / wie sein Ohr auffgeschlitzt/ verwundet oder sonst übel gestalt sey/derselbe wird durch de! seinen einen/oder durch einen Freund dem seine Heimlichkeiten bewust/ verletzt weiden. Ist das Oh: rein abgeschnitten/so wenden jhn die seinen vnd feine Freunde von jhrer Freundschafft außschliessm. Wann einem traumc / als wenn seine Ohren verstopft weren/ist er ein önig/ sowttd er seiner Vnter- thanm Von der Stimme derIndia- «er Lehr. chanen Bitt gar abgeschlagen / vnd thun was jhm gefält. Ist eöejn gemeiner Mann /so wird er seme Zusage nzcht halten / vnd seine Dtener bekriegen. Ist es ein Weib/so wird sie Hurerey treiben / niemand folgen / vnndvnver- schamter weise sich halten. DasX^I. Capitel. t^Ie Stimme vnnd rede eines Manns bedeut nichts Von der Stimme derP^rjm- ner vnd E- gypler Lehr- Von den Augen der Indianer Lehr. Von den Augen der Persianer vnd Egy- pter Lehr. anders / als seinen Namen vnnd Gerüchte bey dem - Volck. Wann einem träumt/ daß er singe/ vnd eine liebliche Stimmehabe / solches bedeut Frewde vnd Lob bey dem Volck. Ist es ein '-iönig/ so wird erin kurtzer Zeit seinem Volck ein frölichs Mandatverkündigen lassen / vnd der- halbengcliebec werden. Wann einem ^iönlg träumt / wie er sehe vnd höre etliche Senger/ die da lieblich singen/derselbe wird emefro- ljche ^ ottschassr von seinen Freunden bekommen Wann aber einem traumt/daß seine Stimme schwach vnnd geringe worden / der wird m seinem Leben voller S»c'mm'tzen vnd Betrübniß seyn / vnd so er einen Feind hat / so wird er von demselben überwunden werden. Soe.nem Fürsien dchVolcks also traumc / derselbe wird:m Krieg vnten licgen. ) Da6XI.!I, Capttcl. c^i'ZAnn einem träumt / wie se.ne Stimme stärcker vnnd worden / dess- lben- inder wcrden grösser vnnd höher werden / vnnd jhre Feinde werden sich förch- len. Wann einem träumt/ wie er ausseiner Harpffen oder Lauten schlage oder schlagen höret / istcrem Komg/ so wird er wider seine Feinde einen Anschlag machen vnv ü- berwunden werden. Wann jhm träumt / wie die Seiten entzweygeschnitten sein/das bedeut/^ aß die Fürsten seines Volcks -n Vnfall geeachen werden. Wann einem träumt / wie er heisser worden / derselbe wird bey seinen Dienern in ? erachmng kommen. Träumt einem Armen also / so wird erin seiner Armuth sterben DasXl_III, Capitel. c^Ie Augen bedeuten den Glauben / vnd was einer im ^'Gemüth vnnd Linne hat / sind gleichfals das Liecht deß Hertzens. Wann emem träumt / als wann er gantz vnd gar verblendet were/ derselbe wird seinen Glauben verlassen/vnd nicht lange leben. Wann er nur an einem Auge blind worden / so wird er seinen Glauben nur halb verlassen / vnd n vieler Leute Beyftm zu schänden gemacht werden. Wann einem träumt / als wann seine Augen trieffend worden / der wird schwerlich sündigen/jedoch wird er sich wider bekehren. Wann einem träumt / als wann die Leutenur meinten er sehe nichts / da doch seine Augen keinen M angel haben / so wird das gemeine Volckvermemen/er sey njk rein/ da er doch gegen Gott rein ist. Wieviel einem demTraumnach/amGesichtabgchzt/ so viel mangels wird er auch haben m Glaubenssachen Wann einem träumt / als wann er zu seinen Augen Artzney gebrauchte / damit er desto schärpffer sehen möge/ derselbe wird sein Hertz zuBottnchten/vnd sich vmb das zukünffcige Leben bekümmern. Wann einem traumr / als wann jbme die Leute seine Blindheit / damit er an sich selbst behaffc gewesen/ mcht angesehen/Item / daß sem ^-esicht wandelbar worden/ demgememenVolckvnwlssend/desselbenheimlicheWerck werden gereichen zum Verderben seiner Seelen Wann einem träumt / als wann er ein Auge an der Brust habe/damit er sehe Ist es ein König/so wird er einen Sohn zeugen / weicher Christlich mit jhme regieren wird. Ist es ein gemeiner Mann/so wird er vnverfthens Reichthumb vnd Ehr erlangen Ist es ein Weib/so wird sie einen reichern Mann überkommen / als der jenige ist. Ist sie ledig vnd frey / so wird sie emem reichen Manne vermahlet werden. DasXl^lv. Capitel. IA'Ann einem träumt/ wie er blind worden. Ist es ein ^^König / so wird er eilend sein Königreich verlieren vnd sterben. Ist es ein gemeiner Mann/so wird er in groß Armuth gerathen / vnd eine knrye Feit leben. Ist es em Ehweib/so wird sie in kurtzer Zeit eine Wltsraw wcrden/ vnd sterben. ^vvmalaris. A Wann einem träumt / wie er schöne vnd grosse Augen bekommen / ist er ein König / so wird er Frewde haben an semem Volck/ an seinem Heer vnd an seinen Hoffleuten. Ist es ein qememer Mann / so wird er in seinem Fürhaben groß Glück haben / vnd an Reichthumb vnd Frewde zunehmen Ist es einWeib/so wird sie wegenjhrerSchon- heit vnd Holdseligkeit / wegen chres Manns vnd Kinder Frewde haben. Wann einem träumt / wie er Messende Zlugen überkommen / ist erein König/so wird sein Heer grossen schaden von den Feinden erlangen/vnd so er einenSohn hat/ so w:rd derselbe schrecklich Kranck werden / vnd über das werden seine Schatze abnehmen. Ist es ein gemeiner Mann / so wird er nach Gelegenheit semes Zustandes Scbavcn leyden Das Xl.V. Capitel. c7>Ie Augenbramen so wol auch die Augenlieder sind ^e-ne Zierde der Augen. Wann einem träumt / wie seine Augenbramen vnd ^ ^ ^'ugenlieder hübscher worden / derselbe wird in seinem ^ ' Glauben bestandiger werden/vnd xrewde an seinen Kin-> h^a ^ dern haben: So aber die Augenbramen vngestalrer wor- Her5et,r^" den/ istesein nönig/sowjrderAranckwerden/vndsich ^ für seinen Feinden fürchten / Moch nicht überwunden werden : ^st es ein gemeiner Mann / s) wird er wo! kranck werden/ ab er seinen Glauben nicht verlieren. Wann einem träumt/ als wie jhm seine Augenwimpern außgefallen weren / gleich einem'Aussätzigen / ist er ein König / so werden seine ^negswagen vmbkommen / vnd sein Heer übel regiert werden. Wann einem träumt/ wie seine Augenwimpern ziere durch ein Schermesser / der wird sich vnterstehen seinen Rindern Ehrezuerlangen / vnd es wird jhme gelingen. Ist es ein gemeiner Mann / so wird jhm ver gememe Mann Glauben geben. DasXl^Vk. Capitel. ?>Je Augenlieder oder Augenwimpern sind einezie?- . ^de deß Angesichts. Derhalben wanneinem traumt/ wie dieselben dichter vnd hübscher worden / alssiezuvcr ^^Z^nbra- gewesen / derselbe wird in ^eysein vieler anderer Nuhm vnd Ehr/vnd Sieg wider die Feinde erlangen. Ist er oh- P^MNer ne Weib/so wird er ein Weib so er begehrt/ zur Ehe be- ^ kommen / vnd reich werden. Wann einem träumt / wie seine Augenlieder gar von Haaren entblöst seyn / als wann die Haar außgefallen weren/ desselben Kinder werden nit erben in seinem Königreich / auch wird jhm sein Begehren fehl schlagen / Item/es wird zwischen jhme vnd sememG-genrheilHaß vnd Feindschafft entstehen. Träumt einem gemeinen Mann also/ derselbe wird seinen allerangenembsten Schmuckverlieren. DasXl^vil. Capitel. iZ>Ie Stirn vnd Nasen sind die Zierde vnd Güter so je- ^derman vor Augen hat. , Wann einem träumt / als wann seine Stirn breiter vnd grosser worden / jedoch ohne Vbelstand / derselbe wird bey den Leuten Gewalt vnd Reichthumb erlangen. ^ Ist er em König / so wird jhme Sieg wl?er seine Fände bedeutet-Ist es einWeib/so werden jhre Kinder sehr aros- ^ se Ehr erlangen. Wann einem träumt / wie feine Naß so groß gewachsen/daß sem Angesicht dadurch verstatt vnd vngestalt worden/derselbe wird wol Glück haben/jedoch mitSchanden für den Leuten. Das x^vm. Capitel. A^Ie Stirn ist ein Schutzwehr/vnd gleich als ein Zaun x... für das Gehirn.Derhalben wann einem traumt/wie . jhm seine Stirn aussgerissen / oder sonst geschändet wor- den/ desselben Reichthumb wird entblöst werden / vnd er der wird für grosser Furchtzittern. Wann einem König al, P^Amer so träumt/ so mag er gedencten/daß semem Schatz etwas ^ böses widerfahren werte. p»cr Lehr. Wann einem träumt/wie seineStirn starck vnd schon sey/der soll darauß verstehen/ daß sein gantz Neichthuinb alles wol verwahret / vnd reichlich versorget sey. Wann einem träumt / wie seine Nasenlöcher verstopfst seyn/dz er nichts mehrriche/ist er ein Kömg/so soll er wissen/daß jhm ein Gefahr entstehe von dem/der daßOberste jjr vnter denen/so demKönigevonWeltlichenSachenRe- lation thun vnd ihm fürtragen/dunn dieses sürnemst theil deß Haupts vnd Gehirns unterscheidet / was ßbel oder wol 10 Traumbuch/ wolreucht durch die^aseulöcher Wattn eiuem gemeinen wird von jederman verhindert werden Mann also traumt/so wird seinWetb von seinem Unecht der vmb sein Heimlichkeit weiß / oder von einem seiner Freunde durch Ehebruch befleckt werden Ist es ein LLejb/ so wird chr Mann sie mit betrug hmkerschleichen. Dasx^ix, Capitel Von den t^Ie Wangen vnd Hirnhautlein/oder Feigen/bedeu- Wancen cen ei -esMenschen Nahrung derhalben/wann einem vn> Häut- träumt / als wann er an diesen Orten etwas erlitten / ver- lein deß wundec / oder mlt schneiden verletzt were: solches bedeut Gehirns daß ersetz Nahrung nicht richtig erwerben kan. Stirn vnd Wa>?n jme aber traumr/als wann dieserOrt hüpscher den:Muu- worden/solchesistzudeurenauffVerbesserungvndZierde der In- de seines Gewerbs. d.aner Der Mund ist deß Menschen Hanß / darinnen alles Meynung, beschlossen ist. Derhqlben wann einem träumt/ wie sein Mund grösser vnnd stärcker worden / so wird auch sein Hauß vmb so viel verwahrter vnd siarcker werden. Wann einem träumt / wie sein ))-und verwundet vnd zerschlagen sey/solch Vbel sollerauffden ziehen/dem ersein >?außvcrtrawethat : Hat er aber kernen / deiner sein Hauß vcrtrawet / so ist solchcrTraumvon seinem Weib znverstehen. DasI-. Cap tel. Vonobge- HAAnneinemträumt/ wieseine Wangen/die Hirn- melteDtn- / ist er cm gen nach ?(önrg oder Hurst deß Volcks / so werd er Ehr vnd Preiß derPersta- im Kriege erlangen. Ist es em gemeiner .i)!ann oder ein ncrvnd gypter Lehr. Von der Zungen nach der Lehr der Indianer. Weib / ss bedeutet es/daß seine Handthierung in allen guten zunehmen soll Wann einem traumt/wie er an gemelten theile deß Lei- des etwas erlitten/ so soll mau das Widerspiel verstehen. Wenn einem träumt/als wann sein Mund dermassen verletzt sey/ daß er nicht recht reden noch essen könne/ist er einKömg/so wird semenSchatzen etwas Übels begegnen/ vnd sein Einkommen geringer werden. Ists cm gemeiner Mann / so wird jhm Armuth bedeutet. Wann einem träumt / wie sein Mund dermassen ver- stop fft sey / daß er gantz vns gar nicht essen könne / er sey wer er wolle/ so wird er bald erben. Das!.!. Capitel. c^^?!nn einem träumt/wie jhme seine Zung abgeschnit- '"^ten oder verkurtzt/oder so gar groß gewachsen/daß er dieselbe nir bewegen könne/ist er ein ^ömg so wird er in seinem Gerichte irren / oder aber so er weiß vnnd verstandig ist / so wird er seinen verstand verlieren vnnd ntt gebrauchen / vnd der Feinde Sieg wird ihn hindern / vnd grossen schaden leyden. Ist es aber ein gemeiner Mann/ so wird er in Rechts Sachen vnten liegen / vnnd in ein stets Elend gerathen : Ist es ein Weib / so w-rd sie sich jhres Manns srewen vnd seiner !leb gemessen. Dann ein jedes Weib reihet ihren Mann durch jhre Fnng zu Zorn. Wann einem träumt / wie seine Zunge gar subtiel sey zu redeu / vnd etwas behender/ist er ein 2vönjg/so wird er mallen seinenBebotten vnnd Gerichten wunderbarlich vnd rein seyn.Ists ein gemeiner Mann/der einenReebtS- handelhat/sowirder gewmnen/vndm seiner.^andthie, ^'UNg glücklichen Fortgang haben. Ist sie ein H)eib/so wird sie jhren ))?ann mitHaß verfolgen / vnd sich vnverfchämt gegen jhrem ))tanne erzeigen. Das l.Ii. Capitel. HttAlM einem träumt/ als sey seine Zung stum worden/ ^^jst erein ?(önig / so wird der Oberjtevnter seinen Schreibern iN gefahr stehen / vnd der'^.önig selber wird etwas widerwärtiges vnd beschwerliches der «schrlssten vnd Brieffe halbe» leyden. Ists ein c.emeiner Mann vnd gypter ^ehr. Von der Zungen derPersia- ^in Kriegsman / so wird das Geheimniß seines Hertzens ner vnd ^werden/ ist er arm / so werden jme seine E a- chen in mancherley Wege gerathen. Ist es em Weib / so w,rd sie zu schänden werden / vnd vom Ansehawen der Männer verflossen werden. Wann einem träumt / wie seine Zunge bered worden sey/ister ein König/der soll billich d.>n Obersten vnter seinen Schreibern lieben/vnd jhn ehren/dann seine Mühe so er hat dem König zum besten / wird gtückltch fortgehen, auch den andern nutzlich seyn. Wann einem träumt / wie seine Zung also verwundet sey/daß es ihme am reden nichts schade/sondern allein am Essen / desselben Reichthumb vnd jährlich einkommen / also daß er gar arm vnd dürfftig werden wird. Wann einem aber traumt/wie seine Zunge lispele oder stottere / der wird ein Werck fürnehmen/so zu nicht werde» wird/jedoch jhme selber ohne Schaden. Ba6l-IH. Capitel. i?>Ie Zahne deß Menschen bedeuten seine Blutöver-czz^^ ^wandten/als die sordersten zween Zähne / bedeuten Zähm,, die ältesten xmder/dle E ltern/die Bruder/ oder andere/ ^idianer so einem am nahesten verwand sind. Persianer Derhalben wann emem träumt / als wann einer auß ^ ^ diesen sordersten Zahnen wackele / schwartz oderwurm- p^r em sressig worden / so bedeutet er die obgeuanten Vlursver- wandten. Au^leaüg Wanu einem traumt/als wann obgemelte zween Zäh- ne weisier oder bequemer worden als sie zuvcr gewesen / das bedeutet / das; seine nechsten Verwandren srewdjger vnd schöner werden sollen. Wann einem träumt / als wie einer auß diesen Zahnen langer worden / so wird er von einemdcr obgemelten verwandten Vnwillen vnd u. erfolgung leyden. Wann einem träumt/als wann jhm zwischen den sordersten zween Zahnen/einer herauß gewachsen were/vnd die andern bedrenge / derselbe wird einen Sohn zeugen/ oder wird einen Bruder oder Schwester haben/ so die andern Blutsverwandten bedrengen oder verderbe werde. Das?^!V. Captte!. t^>Ie vier necksten Zahne nach den zween sordersten be- Von den "^deuten die Geschwister / Ainder vnd andereweite Zahnender Blntt-sreunde. Indianer/ Wann einem träumt / wieetlicheseinerZahne wacke-Persianer lenr/ zerbrochen/ oder sonst in anderer gestalt beschädigt vndEgy- worden/ solches zeucht sich aussdie gemelten weite Freun- pterein de. So sie aber außgesallen oder gerissen seyn/ das bedeut heliige denselben -5 lutefteunden den Todt. Außle« Wann einem träumt/ wie zwischen diesen Zahnen ein gung. ander Zahn erwachsen sey / sowjrdjnkurtzer Zettvutec den weitenFreunden ein nererBlurefrennd geboren wer- den/vnd so derselbe neue Zahn d:e andern alten Zahne bedinget hat /so wird auch der neue Erbe dieandern ein- treiben.Ist aber der Zahn zierlich zwischen den andern ge- stanc en / so wird auch der newe Erbe den andern BlutS- freunden eine Zierde vnd Ehre seyn. Wann einem träumt / wie die obgemelten Zahne ihm schöner vnnd zierlicher worden / sowird erGunstvnnd Fremde bey den obgemelten Blutsfreunden haben. Da6!^v. Capitel. (?>Ic Zahne sind gleich als einSeule oder Stützel dar^ Von den "^auffdas Hauß vnd Geschlecht deß Menschen ruhet/ Zähnen so vnd ncchsi Gott drauffsiehet. man Hun« Wann einem traumr / wie ein solcher Zahn jhme zer« des zahne brechen sey/so wird in einc vnwiderbringlicheGesahr ge- nennet/vn rakhen/derfüruemsteinseinem Geschlecht vnd Stamm/ spitzig/vnd ist er aber mcht gar zerbrochen / so wird Hoffnung seyn / dte nechste daß er weder zurecht kommen möge. nach den Wann einem träumt / wie derselbe runde spitze Zahn föreersten schon vno weiß worden / so wird er Frewde haben / von derIndia- den fürnembsten in seinem Geschlechte ner/Per- Wann einem träumt/ wie derselbe Hundszahn so gar sianer vnd lang worden / daß er dem Mund hinderlich sey im essen EHypter vnnd trincken / so wird der furnembste in seinem ^e- Meynung- schlechte /demselben Menschen hinderlich ftyn/vnd allerley guts erwehren : Jedoch wirdsolchemVbelabzuhelf- sen seyn / dieweil solche durch einen Freund leichtlich kan weggenommen / vnd dieser Zahn den andern ian wider gleich gemacht werden. Das I.VI. Capttci. iZ^IegrossenMuhl-oderBackzahne / bedeuten dievn- ^mundigenBlutsfreunde/so noch jung vnd vnerzogen sind / vnd zwar die oben bedeuten die Mannspersonen / die vnten bedeuten die Weibspersonen. Wann einem träumt / w-e einer vnter diesen Zahnen Bonden wackele oder schwartz worden / oder Umwehe thut/ das .^.^p.dige ?ahmdcr bedeut / daß einer vnter obgemelten ^lutsrerwandttn^ kranck werde. obervnd ^ Wann er von Wurmen außgefressen/ oder zerbrochen x,..^r nach ist / so wird einer auß den obgemelten Blutssreunden h//5ehr durch eine Ungwirlge Kranckheir anqegrlff'N werden / vnd wird keineHoffnung seyn/daß er wider möchte gesund werden/vnd also in Armuth sterben. " sianerE- Wann einem traumr / wie obgemelte Zahne schöner worden/^" Nacken/ nach der Zehr der Indianer. HMden/ vnd zierlicher/so wird er an obgemelden Bluts- freunden/Freude haben. Wann einem traumt/wie er gemelte Zähne poNre vnd Deinige/daß sie weiß werden/ so wird er gemeldte BlutS- freuudemit Geld vnd Kleidern zieren- Wann dieseZahne zu lang worden/daß sie an der de hindern / solches bedeut Zanck in diesem Geschlechte aber dem Erbtheil. Das I.VII. Capitel. Nacken bedeut die Gewalt / das Reichthumb/ oni; ^dle i» hre/vnd das ganye Erbtheil Derhalben/soei- H^l,e vnd nem träumt/ wie sein Nacke dicker vnd stärckerworden/ " als er zuvor gewesen/jedoch hübsch vnd zierlich. Ist es ein önig / so wird er Freude haben über seinem Retch- thnmb/ Ehre/Kriegsvolck/Gewalt/ vnd in Summa/ über alle den seinen. Ist es eii gemeiner Mann/ss wird er in allen semen Thun Lob erlangen. Ist es ein armer/ so wird er reich werden. ^ann einem traumet/als wenn jhm sein Nacken von sich selbst gebunden würde / oder als wann jhm em ander den Nacken mtt dcr)?and hielte/ so wird er zugleich vnd alle seine Erben in desselben andern and kommen. So der/welcher ihm den Nacken gegriffen oder gebunden/ ein vnbelandter vnd ein junger Mann ist/ das bedeut einen Feind / dem er wn d üvergeben werden. Ist es ein alter Mann/ so bedemcl cs sein Glück / vnd diese Sache wird einen Außgang gewinnen. Wann einem träumt/ wiechm sein Nacken geschlan; ckervnd schwächer worden. Ist es ein König/ so wird er ernstlich m semem Glauben jrren / darnach wird er in Vnglück kommeu/vnd wird er vndsekn gantzes Heer den Ruhm verlieren- Ist es ein gemeiner Mann/so wird er in rmuch vnd Elend fallen. Ist es eines gemeinen Mannes Weib/so wird sie durch Hurerey vmb jhr Leben kommen. Wann einem träumt / wie jhm sein Nacken bescheren vnd gezieret werde/er sey wer er wolle / so wird er seinen Glauben vnd gantzeZ Leben mit Freygebigkeit vnd Müdigkeit zieren:Denn weil er die tzaar verlohren/so kan es ohne Vnkesten nicht zugehen. Ist es emArmer/so bedeut es )hm Erlösung anß seinem Elend. Das Capitel. ^ ^ k^Er Nacken bedeut deß gantzen Leibes Starcke / wie Von ^la- x>enn auch sihet an den vnvernünftigen Thieren/ acn / der Ochsen/Löwen/ Pserden / vnd andern vterfüssigctt Peisian-l- Derhalben/wann einem trauMt / wie sein Nacken biter einhel- ckeryndsiarcker worden/als er zuvor Isterein lige Auj,', König/so wird er knegisch vnd zum Streit geneigt / vnd seinen Feinden erfthröcklich seyn. Ist es cm gemeiner Mcmn/so wird er halßstarng vnd widerspendig seyn. Wann emem träumt / wie sein Nacken dünner vnnd schwächer worden/ist er ein Konig/ so wird jhm daß ^Li- >. erspiel deß obgemeldlen begegn,'» / I,r er ein qemeiner Mann/so wird jhm gle-chcr gestalt Hinderniß sürsallen. Wann einem rranmr/als wann sein Nacken verwundet/voller Geschwür/blutrüstig/ oder gebunden sey/ wie cmerSauen/solches alles bedenrOffenbarung deß Reichthums mit Beerübnüß Ist es ein Weib/so wird sie jhrcn Mann plagen/vnd Gelss halben mit jhm zancken. Wann einem traumt/wre er von einem in Nacken ge- ftlüagen wcrde/o ^er wie er selber einen andern in denNa- cken mit cmem Schwert schlage/so wird der/ so da schlagt dem geschlagenen dienen / vnnd Wolthat von jhm empfangen / nach Gelegenheit seines Standes vnd Reich- rhmm'/deraber geschlagen ist worden/ wird bey dem andern Gunst haben/vnd da er blutrüstig worden / so wird die Gunst desto grösser seyn: Ist kein Blut vorhanden/so wird die Gutthat desto kleiner seym 5t legung. Das l.ix. Capitel. ^ b ^°^Urch die Achselbeine werden verstanden die Bey- Achselbei- ^ schläffetin/ die einem Ueber seyn/ als die rechtenEhe; Wann einem trauMt / wie seine Achselbeine grösser ^ worden/so wu d er Eheweiber Ueb haben/vnd von solchen ^ »' Beyschläfferin Wollust haben- ^d'ann einem Weibe also träumt/ so wird sie einen andern Mann Ueb haben/ oder hat sie keinen Mann / so wird sie eine gemeine Hure werden. Wann einem träumt/wie sein Achselbein zerbrochen sey/ der wird in grosse Wtderwertiakeit fallen / vnd sich von seinen Beyschlässerm scheiden: Man er aber dasselbe Widergetheilethat/ so lvird das gemelte Vnglück verbessert werden. Das l-X. Capitel. AN Enn einem träumt / wie sem Achselbeine hübsch vnd ^^starck worden/ derselbe wird wider seine Feinde ein Von dek Kriegsvolckvnd Wagen samlen/vnd jhnen obliegen/wie Achselbeier jhn gewünscht hat. Ists ein Armer / so wird er vnver- nen / der drossen/vnd geschafftig seyn. / Persianer Wann emem träumt/ wie seine Achselbeine arger vndEgyP- worden/derselbe wird sich für semenFeinden fürchten.Ifi ter einhel« es em armer/so wird er kranck werden / vnd Mangel an lige Äuß- Nahrung leyden. legung. Das ^-XI. Capitel H^Ie?lrme mit jhren Mausen/bedeuten einen? rüder/ Von dm ^^oder erwachsenen Sohn. Derhalben / wann einem Armen vK traumr/wie dieselben grösser vnd stärcker worden- Ist er iren Muß- ein König / so wird dadurch verstanden seine Macht/die culiS/ wird sich wider seine Feinde erheben/ vnd wachsen. Hat Waden er einen Bruder/ oder einem SohN/ so wird er seine ge- oderMatl- wünschre Freude an ihnen sehen- 5en/ nach Ists ein gememcrMann/so wird er gleicher gestalt an dtt Lehr deL seinen Sohn oder Bruder Freude haben/vnd reich wer- Indianer, den Ists em Weib/so wird sie d(M ))?ann nützlich seyn. Wenn einem rraumt/wie seineArm schwach oderge- schlanck worden/oder - erbrochen seyn. st es ein Aönig/ so wud seinem Heervn Feldobersten etwas wlderwertigS begegnen/vnd wie obe gesagr/so wtid entweder seinSvhn oder sein Bruder in eine .Nranckheit vnd ^ etrübnüß fallen Ists ein gemeiner Mann/so wird.jhm dergleichen wi» derfahren/als nemlich/erwird Betrübnüß vndKranck- heit an semem Sohn oder Bruder erleben. Mann einem Weib also träumt/ so wird sie sich vok jhrem Manne scheiden/oder gar eine Witfraw werden. Das l^Xll. Capitel. ^inenAzm vnd seinMäuse/ oder fleischichte Ader deuten ^n ben ^wir auffden -d rüder/ oder seinen fürnemsten Knecht. ^ Wann einem traumt/wie dasFleisch an sememAmien Persianer geringer worden / verdorret oder zerrissen sey / jedoch der Arm selber noch m setner /v raft blieben sey/so wird einen ^ Außle^ em groß T 'Nglück bedeutet/ also/ daß jhm all sein Begeh- ren fehl schlagen wird: Item/ er wird semen Bruder oder fürnemstenDiener verlieren. Wenn emem traumt/wie die fleischichten Ädern seines Arms wider gew.'chsen/vnd er jhre thätig Krafft wider bekommen habe / derselbe wird m kuryen von semem Elend vnd -detrübnüß erlöset werden. Wann einem träumt / wie das Fleisch seinerArmen dicker vnd fiärcker worden / derselbe wird in dem/ darauf er hofft/vnd was er begehrt/ Gewalt vnd Ehr erlangen. Wann einem träumt/ wie sein Arm mehr Haar überkommen als zuvor / der wird grösser Reichthumb haben. Wann einem Armen also träumt / derselbe wird gleicher gestalt reich werden. Das i-Xiii. Capitel. l?>Ie Hände vnd jreFinger bedeurS die Glaubensfache. den Ä.>ann einem träumt/ wie er an seiner Hand mehr Handen< Finger bekommen/ der wird im Gebet fleissig^r werden. India- Träumt einem aber / wie er einen auß semen Fingern nerLehr vn verloren/derselbe wird in sememGebet etwas vnfiejssiger Meynung vnd nachlässiger werden. Der Daumen bedeutet das Morgengebet. Der Zeiger bedeut das Gebet/so frühe vmb neune geschicht/wann die Sonne drey P lanetenStunden über der Erden gewesen. AerGoldsinger bedeut dasGebet /so vmb drey geschieht? nemlich drey »Planeten Stunden vor der Sonnen Niedergang. Der kleineste Finger bedeut das Abendgebet. Von welchem Finger einem nun träumt / auff dessen Gebet ist der Traum außzulegen. Wann aber einem traumr/als wannjmein Fingeret froren/gar abgeschnitten/oder abgerissen were / derselbe Mensch wird eine sehr grosse Sünde begehen- Traume aber einem/wie derselbeFinger wider gehetlet vnd zu recht bracht sey/derselbe wird Busse thun / vnd sich bekehren. Das I.XIV. Capitel. ^ ^ lZ^Ie Hände deuten wir aussdeß Menschen fürnemsten Händen/ Rnecht. worauffst« Wann einem träumt/ wie jm seine Hand abgehauen/ gedeutet erfroren oder verbrant sey/ist er ein König/ so wird er sei- werden- nen obersten getreuesten Unecht verlieren. Wann er durch den Brand seine Hand verlieret/ so wird sein getreuer Diener im Krieg oder Streit vmb- kommen. Man» 12 Traumbuch gern. Pon den Nageln/ nach der Wann ein gemeiner Mann einen solchen Traum hat/ so wird er nach seinem ve:mögen seinen fnrnemste Knecht verlieren/ hat er aber keinen K necht / so wird seine Hand-- thierung Kranckheit halben stille liegen/vnd er M Armut gerathen. Wann einem traumt/wie seine Hand grösser vnd stärcker wo'xden/ist er ein König/so wird er Freude vnd Förderung von scmem fürnemsten Unecht haben. Ist es ein gemeiner Mann / so wird er Freude haben an seinem Anechte/vnd allen seinem Thun. Wenn einem träumt/ wie seine Hand verwundet oder gebunden sey/so wird sein Knecht gefährlich Reichthum/ Von Fin- sich allerley zu besorgen/an sich bringen. Wann einem träumt/ wie seine Finger kleiner worden / derselbe wird an seinem Unechte Betrug vnd Haß erfinden. Das^XV. Capitel. A^Ie Nagel bedeuten alle Gewalt/Hoheit vnd Neich- ^"rhumb- . ^ Wenn einem traumt/wie seine Nagel so gar weit ver- 5. schnitten seyn/daß stegar nicht über da6 Fleisch herauß- gehen/derselbe wird sein Reichthumb vnd Hoheit verlie- ^ ' ren. enn ernem König also träumt / so werden seine Schätze vnd Rriegsvolck abnehmen / vnd seine Feinde werden ihn plagen. Ist es ein Weib / so wird sie ihre Schönheit verlieren/ vnd in Armuth sterben. Wann einem traumt/wie jm semeNagel mit derWur, tzelherauß gerissen seyn/so wird sein Unfall desto gewaltiger vnd schwerer seyn/auch bedeut es kurtzes Leben. Wenn einem traumt/wie seine Nagel zu lang gewachsen/also daß sie un vorgehen krumb werden/daß zu besorgen/sie möchten abbrechen/derselbe wird Gewinn haben/ vnd Reichthum samlen/jedoch ohneFurchNErwird aber zugleich an Gewalt vnd Hoheit zunehmen. Wann dem Kömg also traumr/so werden seine Schatze gemehrt vnd semHeer grösser wcrden/vnd er wird wider- wertige Nation vnd Völcker in fein Gewalt bekommen. So einem traumt/wie seine I^agel ordentlich vnd zierlich stehen / derselbe wird in all seinem Fürhaben Freude finden/vnd m seinerReligion gezieret vnd geehret wenden. Das I..XVI. Capitel. <>>Ie Nägel werden gedeutet auff den fürnemsten an- ^schnlichen Knecht/der seines Herm Schätze in semer Gewalt hak. Wenn einem träumt / wie seine Nagel zierlich vnd häpseh gewachsen/ist er ein König/so wird seine Liebe gegen seinen obersten getreuesten Aneeht bestätigt werden: Ist eö ein gemeiner Mann/ so wird er Freude an feinen Freunden vnd an seinem Anechte haben. Wenn einem traumt/wie seine Nagel zerbrochen oder außgezogen seyn/dessen getreuer >> necht wird ;n Gefahr kommen/vnd seine Handlung wirdauffhören. Wenn einem träumt / wie er seine Nagel mit einer Scheren Zierlich beschneide/ der wird seinen Anecht abrichten vnd zieren. Wenn einem traumt/wie seine Nägel gezieret werde/ desselben Knecht wird sich in seinem vunpt gebührlich verhalten. Das I.XVII. Capitel. Von der t?VIe Brust bedeut deß Menschen Vorsichtigkeit vnd ^rust/der ^Weißheit. Indianer Wann einem träumt / wie seine ? rust aufgethan vnd Meynung, beständigljch erweitert werde / derselbe wird gutthätig seyn/ vnd andern Leuren Verehrung geben / auch wird er großmüthig seyn/vnd inKnegsläufften fürtrefflich vnd sieghaftig. Ist er ein -Bauersmann /so wird er in seinem Thun gzössereFö:derung haben/ist es ein gemeinerMan/ so wird er gleicher gestalt fleissig vnd vnverdrossen seyn. Wann einem traumt/wie seine 5 ruft enger vntz kleiner worden/ist er ein Kömg/so wird er karg werden/ vnd darumb gehasset werden/auch wird er in seinen Befehlen gestraft werden. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er in seinem Leben bedrengetwerden.Ist es ein Weib/so wird sie nimmermehr gebahren. Das ^xviii. Capitel. Brust jst gleich eine Mauer vnd Wehre deß »ruft der «^MmMchmicbens. persiamr Wann einem traumt/wie seine Brust feister vnd brei- vnd^gyp- ter worden sey/der wird lang leben/vn reich werden/nach » ^ ^ e dieFeifiigkeitgroß ist Träumt einemKrlegsman also tige ^u?z- imKrieg groß G lück haben. Träumt einem Weib Von den Nägeln/ derPersia- ner vnd Ägypter gleichförmige Auß- legun^'. legung. also/dieselbewiro Kinder zeugen/vnd doch keine behalten. Wannejnem träumt/ wiesejneBrüst dünnervnnd schwacher worden/oder wie sie zerschlagen sey / derselbe wird viel Kranckheiten müssen außstehen/vnd nicht lange leben/auch übel geplagt vnd arm werden. Das I.XIX. Capitel. «?>Er Bauch vnd was dem Bauch vmbgibt/auch was Von dem ^im Bauch verschlossen ist / bedeutet deß Menschen Bauch/ Reichthumb vnd Rinder. der Wann einem träumt/ wie sein Bauch enger worden Lehr der sey/als zu vor/solches bedeut derAmderTodt vnd wenig Indianer. Reichthumb. Wann emem träumt/ wie sein Bauch auffqelauffen/ vnd auffgeblasen sey/jedoch ohneKranckheit/der wird viel Binder zeugen/vndgrosse Güter überkommen. Wann einem träumt /wie sein Bauch der sonst leer ge, wesen/aussgeblasen sey/der wird bey jhm selber arm seyn/ aber von dem Volck reich gehalten werden. Wenn einem träumt/ wie jhn sehr hungere/ der wird in allen Sachen klug vnd arbeitsam seyn / vnd nach dem der Hunger groß gewescn/reich werden. Wann einem träumt/ wie jhn sehr gehungerthatte/ wie er sich satt gessen / derselbe wird bald gesattiget werden / vnd was er mit grosser Sorge vnd Verlangen gesucht/wird er finden. Wann einem aedurst/vnd träumt jhm/wie er sich satt getruncken Habe/Ist es kalt/süsse vnd klar Wasser gewesen/ so wird er ein sröliches Leben sühren/vnd viel Gelds samlen. Ist aber das Wasser trü b/ warm vnd vnlieblich gewesen/so wird er in -Letrübnüß/ kranckheit vnd bösem Zustandr sein Leben enden. Das I^XX. Capitel. ^K?Enn einem traumt/wie sein ^ auch feister vnd grvs- ^ser worden/ dessen Hauß vnd Reichthumb wird zu- Von dem nehmen/nach dem die Feiste groß gewesen: Träumt jhm Bauch/ aber/wie sein ^ auch dünne vnd enge worden / so wird er der Per- der Sorgen vnd Menge deß Haußgesindes mit Freuden sianer vnd lost werden. ' Egypter Wann einem traumt/wie es jhn im Leib reisse/der wird Lehr, in semem Hauß Betrübnüß vnd Bekümmernüß haben. Wann einem dünckt / wie sein -^auch dermassen zu borsten/ daß er nicht wieder zu heilen sey/ derselbe wird m turtzer Zeit sein Haußgesinde ohn alles Vermercken ver- lieren- Das I^XXI. Capitel. tZ>Ie Brüste bedeuten ohn allen Zweiflet deß Menschen ^Tochter- ^ Bonden Wann ewem traumt/wie seine Brusteschön vnd seist Schulter- seyn/der wird Freude an seiner Tocher erleben. blättern Wenn einem traumt/wie er an diesem Orten verwun- vnd Brü« det oder geschlagen werde/so werten seine Töchter kranck sten/ nach werden /hat er aber keine Töchter / so wird das Vnglück derIndia- seine näheste ^.lutssreunde treffen. ne^Lehr. Das!_XXII. Capitel. iZ^Ie Schulterblätter bedeuten deß ManneöEheweib/ ^die seiner Ehekmder Mutter ist. ^on den Wann einem träumt/ wie eines auß den Schulter- Schulterblättern verrenekt oder zerbrochen sey / dessen Eheweib wird kranck werden / vnd wird , wischen )hnen ein Zar.ck entstehen /jedoch ohne vollkommene Ehescheidung. ^ ^yrder Wann einem traumr/ wie seine Schu'terbem grösser ^noianIeSchulterbeine deuten derBrüderReichthüm vnd Von den ^gewalt/darum weilauß denselbe die ann herab hange. Schulter' Wenn einem traumt/wie sein Achselbein etwas leide/des- beinen/der selbenBmde: wüd übel geplagt weche/hat er keinZ Bruv/ Persianer so wi:d seinem nechstenVetternetwas ü.bels widerfahren. vndEgyP- Wiederumb so einem träumt/daß se,ne ^ckselbeine ter Mey- grösser vnd stärcker worden/derselbe wird an obgemeldten nung. Personen Freude haben. Von den Das I.XXIV. Capitel Gedärme/ HAEnn einem träumt/ wie seine Gedärme durch den Eingewet- von jhm gangen / vnnd mir auff- de/vnd all gehencktworden/das bedeut/ daß einer von den sei-inwendige nen/ durch Zanck auß seinem Hause sieh begeben/ Gliedern/ jedoch seine Güter vnd Vermögen hinter sich lassen derIndia« wtrd/ er wird aber wieder kommen/ weil die Gedärme "er Mey- nicht ""»6' Hpomaläri'e. Von den Gedärme vnd Eingeweide/ oder inwendigen Glidern/ der Persianer vnd Egypter Meinung. Von den Würmen deß Bauchs berIndia- ner Meinung. Von den Wurme/ der Persianer vnd Eqypter Anlegung. mt gar abgeschnitten worden seyn.mnch wird der / dun dieser Traum begegnet/geplagt werden. Wann einem traumr / wie er von seinen eigenen Därmen gessen habe / derselbe wird von semen Leuten Re-ch- thumb bekommen: Wann er aber von eines andern Därmen lsset / so wird er auch von frcmbdm Gurt reich werden. Wann einem träumt/ als wann seine Leber durch!den Stu^lvou-hmqa^ge^sey/ isterui.^omg/ fowttd'ftm Schatz zerstrewer werden / vnnd er selber wrrd sterben / dann die Leber ist gi-. ich als die Wurtzel deß Geblüts/ das Geblüt aber bedeut GecS vnd Gut. Ist :e em gemeiner Mann/ so werd jhm schwerl:chzn helfsen s.yn / vnnd sein Gut w»rd von der Obrigkeit ei»zegm welom/ vnd er selber wird also sterben. Wann emem träumt / wie er eines a.ldern Menschen ieber finde/ vnnd dieselbe auffhcne/ derselbe wird einen Schatz vnd Gold finden / nach dem die Leber groß gewesen. GleicheAußlegung hat auch c-lus Marck. Wann einem träumt / wie er emes Widders / Bocks oder andern gehörnten Thiers Lcher oder Lunge sinde/ derselbe wird daÄ gantze Reichthumb eines gross-mAmpt- manns überkommen« DanntteHörnerb^demenemeHo- hett vnd Gewalt« Bas I .XXV. Capitel. ^f>Anneinem tranmt/ wie sern Leber durch den Stul- <-Vgang vonjhme gangen / ist er reich/ ss tvird er s-me Haußhalter/ vnd alles was ihm lieb/ verlieren/ dami die LebergibtdemgantzenFleischeseme Nahrung. Derhal- ben auch vnsere alte Gesetze Verordnung gethan haben/ daß wann ein Jüngling vnsers Hohen Priesters Tochter entführte / sein -Leber den Voge-n zur Speise soll ^ ürge- worffen werden : Dann die Lebe» ;si all-r Begierde vnnd Vnkeuschhett eme Brsach. Item derselbe/dem also/wie obgemelr/ träumt/w-.rd in Bctrübnuß sterben. Wann emem traumr/ wie semc Lunge/ entweder durch den Mund/oder durch den Stnl von chm gangen sey/derselbe wirdnnt Besah.'/ was -huie L.eb ist/ vnd semen sür- uembsten Knecht verlieren / dann die Lunge erkühlet mit jhrer Lufft deß Hertzens fewr:ge Brunst. Wann einem Armen also träumt/ der wird bald sterben» Wann einem träumt er sey wer er wolle/vomKönig an biß auffdenn schlechten Stand/ wieer etwas übcls an seinem Hertzen leide / dasselbe bedeut auch den gehlmgen Tod/dann im Hertzen ligt deß Menschen Leben. Wann emem träumt / wie sem Gedärme von jhm gangen/ vnd abgeschnitten worden / derselbe wird sem Reichthums verlieren / vnd nn Elend sterben. Wann emem Weibe also träumt / so werden jhr allerliebsten Kmder Mit Todt abgehen» Das rxxvl. Capitel. 'Ann einem träumt/ wie sem Bauch voller Würme :y/ die sich darinnen nehren/bedeutet/das ln desselben Hauß eme Menge srembder Leute kommen werden/ die er wird ernehren müssen/ biß er ins Abnehmen kompt. Traum emem König.also / so wttd er em neweS Heer samblen / vnd dasselbe reich'machen. Ist em Weib/ so wird sie durch Hurerey schwanger werden. Wann einem träumt / wie sem gantzer Leib voller FleischfresstgerWürme sey / derselbe wird wlderseinen Willen viel Volcks speiftn müssen. Ist es aber ein Armer / so wird erreich werden / nach dem der Würme viel sind. Das l-XXVU. Capitel. 'Ann einem traumt/ wie er Würme fresse / derselbe wird Haußgenessen bekommen / von denen er reich werden wird. Wann emem träumt / wie sein Bauch voller Würme sey/ ist es ein sehr gewaltiger Mann / so wird er ein vn- streitbar Heer samlen/ vnd Leuten zu Hü lsse kommen/ die es nit wert sind/ vnd dardurch seni Reichthumb verlieren. Ist er arm/so wird er arm bleiben/vnnd schlechte schwache Helffer bekommen. Wann einem träumt / wie cremen Wurm durch den Stulgang von sich gebe / derselbe wird von der Sorge vnd Plage derer erlöset werden / die er ohn allen seinen Nutzen bey sich gehabt / vnnd wird also all sem Vnglück von sich stossen. Wann einem Weibe also traumt/so wird sie von der Hurerey gebarep/aber daöKtnd wird mchl lebendig bleiben. Wann einem träumt / wie er anß den Wunden oder StreichenWürme herauß gebe/der wird wol reicher werden/ aber karg darneben. Das I.XX VIII. Capitel. c?>As gantze Fleisch bedeutet deß Menschen gantzcs V-^ndem 'X^Reiä)thumb/ vnd sem Geld. Wann emem träumt / wie sem Fleisch zugenommen/ Fluschdcr derselbewird Reichthumb vnd Geld vberkommen/je nach Ii'dlaner dem deß Fleisches mehr worden. ^ memung. Wann einem träumt/ wie er Menschensiezsch esse / der wird durch Hmterredung vnd Scheldwort reich werden je nachdem er viel Fleisch gessen hat. Wann einem träumt / wie er gebratenMenschenfieisch esie/der wtrd durch Wucher vnrecht Gutt an sich brmgen. Wann einem armen also träumt / der wird von dem Oberherm gestrafft werden. IsteSemWetb/ sowtrdsie durch Hurerey schwache Kmder gebaren. Das I.XXIX. Capitel. H^As Fleisch bedeutet mancherley : Als wann einem Von dem ^/traumt/wie er dicker vnd fleischlicher worden sey/ der Misch wcrd seme Frewdehaben/ an mancherley Kleidung/ je der Per- auch dem sein Fleisch viel zugenommen» sianer vnd Wann emem träumt / wie er gar schmächtig worden/ Egypter ist er reich/ so wird er Reichthumb vbergeben/vnd sich für außlegüg.. den Leuten^stellen/ als were er arm. Ist er aber arm/ so wird er sem Leb^n m Armut vnd Kranckhe it enden. Ist es cm Weib/so wird sie bey ihrem Ehemanne / oder jhren Blutsverwandten verHast seyn. Wann emem träumt / wie sem Fleisch / sozuvorweiß war/schwartz sey worden/als emes Moren/ derselbe wtrd zum Lügner / Narren / vnd Abtrünnigen un Glauben werden. Wann einem Weib also träumt/ so wird von jhr offenbahr werden/ daß sie eme Hure sey/ vnd wird vovH- rem Manne gescheiden werden. Wann eMem /so zuvor weiß gewesen/ träumt/ er hab eme andere Färb bekommen/ derselbe wird m emlangwi- rig Fieber fallen» Wann emem träumt/ wie sein Fleisch verwundt sey/ gleich als were er voller Blattern / der wird auß der Müntzgüldene Groschen bekommen/.je nach Gelegenheit der Blättere Das I-XXX. Capitel. 'Ann einem träumt / als were er auffvorhergehen- VonAn- 'des Vrchetl deß Oberherm mit Gewalt am Halß schlagung aussgehenckt/dersclbe wird zu Ehrcn erhaben werden. Ist an das er aber demsolches traumt/Kranck/oder steckt;n Betrüb- Creutz/o- nis/so wird er mit Gewalt von solchem Vbelerlöset wer- der Gal- den/vnd^ndlichFrewdehabem gen ge- Glecchcr gestalt/ wann emem tranmt/ wie er emen an- henckt / dern auffhenckm lasse. Ist er em König oder Fürst deß nachder Volcks/ dem solchs tranmt/ sowird ererstkch vver den/so Indianer gehenckt soll werden/sich erzörnen/aberhernach denselben Lehr, ehren vnd erhöhen/ der aber erhöhet worden/ wird sich gegen Gott versündigen. Wann einem träumt / wie er das Fleisch eines Menschen/so ans Creutz gehenckt worden/ esse/ derselbe wird von emer hohenPerson/ jedoch nit ohne Sünde / Reichthumb erlangen / nach Gelegenheit vnnd viele deßFle»- sches/so er gessen hat- Dasrxxxi. Capitel. »Ann einem tranmt / wie er ans Creutz geschlagen Ron der ^fey.Ist er arm/so wird er reich werden: Ist er aber reich/so wird er Mit gewalt durch Hinrichtung -vnnd Leib- ^' straffe/ größerRetchthumberlangen. Crei?^/ Wann eiNWMaumt/ wie er mit Peitschen von andern gar rohe gepeitM Mond darnach ans Creutze geschlagen Pe.-^auer sey / derselbe wird zum Obersten vber vieloder wenig Volcks gesetzt werden/ nach dem er viel oder wemg Strel- che empfangen. ^ Wann emem träumt / wie er ans Creutz gehenckt worden / vnd wider herab gestiegen / der wird seme Erhöhung verlieren/auch wird sem Reichthumb zu mchts werden. Wann einem tranmt / wie er ans Creutz geschlagen/ vnd verbrand worden/ der wird sehr hoch erhöhet / vnd em Fürst deß Volcks werden / aber hernachmals !mgen der Gewalt / ss daö Zewer hat / wird er müssen verderbe M Da» 54 Traumbuch Von den iNbben nach der Indianer 5ehr. Von den Hüfften vnd Nieren/der Indianer 5ehr° Von den Hüfften ei hellige Lehr der Persianer vnd E- KYPter. Da« l,XXXll. Capiiil. , )e Ribben bedeuten die Weiber/vnd zwar die obern vnd gröstmen/ seine Gewalt/ vnd seine Kmder. Wann, emem träumt / wie seine Ruthe grösser vnnd stärcker worden / der wird seines AmptS halben gepreiset werden/ vnd Söhne zeugen. So emem König also träumt / der wird erstlich lange leben/ vnd dann auch einen Sohn an seine statt hinter sich Verlassen. Wann einem träumt/ wie seine Ruthe sehr auffgebla- sen/ vnd wie em anderer komme/ vnd dieselbe angreiffe/ ist es ein König / so wird seine Frewde sehr groß werden/ vnd der die Ruthe angegriffen hat/ wird vmb alleKömgs Heimlichkeit wissen / vnd der Königlichen Gewalt theil- hafftigseyn. So aber einem gemeinen MamrWMr Trauzn für- kompt / der wird m seiner HandGierung vnd FüH^ben wachsen vnd zunehmen. Wann einet Weibsperson traumt/wie jhr eine Mans- ruthe gewachsen/ dieselbe wird einen Sohn gebaren/ welcher jhrem Geschlecht vnnd Hause eme Ehr vnnd Zierde seyn wird. Wann einem träumt / wie er zwo MannKruthen bekommen / der wird einen Sohn bekommen vber den vorigen Sohn t Hat er aber zuvor kemen Sohn / so wird er zween Söhne auffeinmal zeugen/ das ist/ Zwillinge. Wann emem traumt/wie jhm seme Ruthe abgeschnit« Wann emem rrdumt / wie seine Ruthe vber die maß ^gunZe"/ lang worden sey/ so wird er durch sein Weib sehr grosse " ^" Ehr/ Ruhm vnd Reichthumb erlangen. So emem traumt/wiejhm seine Ruthe abgehawen sey/ der wird schwerlich gestrafft werden / vnd m Armuth gerathen/ vnd so emer Pferde hat/ wird er dieselbe verlieren. Wann einem träumt / wie seine Ruthe entblöst/ vnnd von etlichen Leuten sey gesehen worden / der wird in em boß Geschrey vnd Affterreddungfallen/ vnd seme Heimlichkeit wird offenbahr werden. Wann emem träumt / wie er seine Ruthe in geheim in seinem Zimmer entdeckt / desselben Weibes Geheimnis wird am selben Ort offenbar werden. Wann ernem träumt / daß er zwo Manns Ruthen habe/der wird m kurtzem em Wech nehmen vnd Kinder zeugen. Wann einem traumt/wie sem Weib eine Mannsruthe habe/ derselbe wird emen berühmten Sohn zeugen. Wann emem rraumt/ wie er bey einem Bekandten ver« schmerenen schläfst / als bey emem Weibe/derselbe wird im seme Guter vnd Heimlichkeit vertrauen/ ist jhme aber der Verschnittene vnbekand / so wird er seinem Femde auchguts thun. Bas i .X)(XVlll. Capitel. Ann emem traumr / wie ihm seme Scham abge- Vott det )liltten/ Ist e. em Knegsmann / so wu d er m der Scham/ Femde Hände kommen. Ist er em fürnchmes Haupt deß nachder Volcks / so wird sem Volck vmbkommen/ vnd er selber Lehr der wird Arm werden. India- Wann emcm traumt/wie seme Scham zerborsten/oder ner. zerrissen sey / so wird er von seinen Femden vberwunden werden. Wann einem träumt / wie sem Scham grösser vnnd stärcker worden / ist er em König / so wird er semen Feinden vberlegen seyn/ vnd sich für niemand Förchten. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er gleicher gestalt ohne alle Forcht seyn/ vnd seme Güter werden zunehmen. Wann emem träumt/wie ihm die Haut aussgeschnitten werde/ vnnd das manliche Glied herauß gefallen sey/ so wird sein Weib gebären / aber von einem andern / solcher Ehebruch wird offenbahr werden. Wann emem träumt / wie jhm sem Scham zu groß sey/ vnd jhm beschwerlich / der wird so viel Geld bekommen/ sogroß der Bruch gewesen / er wird sich aber für seinen Obersten / vnd für allen seinen Feinden fürchten^ Das Von der Scham gleichförmige Lehr der Persianer vnd Egypter. Von dem dicken Theil am Schenckel der India tter Lehr. Das l.X XXIX. Capitel. SsAAnn einem träumt / wie jhm seine Scham abge- schnitten sey / hat er Kmder /so werden sie jhm sterben/ er wird aber keine andere zeugen/dieweil die Scham gleich als ein Canal oder Laufs -st/ deß menschlichen Samens. WaNn einem träumt / wie jhm seine Scham zerbrochen oder zerrissen sey / so werden ftMe Kmder langwin- geKranckhelt haben. Wann einem träumt / wie jhm seine Scham grösser vnd stärcker worden /der wird an semen Kindern Frewde erleben / hat er aber keine Kinder/ so wird er einen Sohtt zeugen. Wann einem Verschnittenen träumt/wie er seine Scham wider bekommen/ derselbe wird Ehr erlangen/ vnd nach seines Hertzen Wunsch reich werden/ vnd seme Blutsfreund werden widerumb von ferne zu jhm komm. Wann einem träumt / wie er den lincken Zeugen verkehren/ der wird keme Tochter zeugen/ darumb/ daß auß dem lincken Zeugen der Saamen kommet/ darauß die Weibsbilder gezeuget werden. So aber emem traumt/nne er den rechten Zeugen ver- lohren/ so wird er keinen Sohn zeugen. Wann einem träumt/ wie jhm die Ruthe sampt der Schani abgeschnitten sey/so wird er bald sterben. Das XL. Capitel. Schenckel. bedeutet alle Blutsfreunde. Wann einem traumt/wie jhmbeyöe Obertheil am Schenckel zerquetscht vnd verschlagen seyn/der wird gar allein;n der Frembde sterben. Ist aber nur das eine Bein zerstossen gesehen worden/ so wird er Mit wenig der semigen in der Frembde sterben. Wann einem Weib träumt/ wie jhre Obertheil der Schenckel zerdruckr seyn/so wird sie in der Frembde emen Mann nehmen/ vnd von jhren Freunden gar abgesondert/ in der Frembde lieben. Wann einem Armen also trauMt/der wird in der Marter sterben. Wann einem träumt / wie seine obern Schenckel dicker worden/ ist er em König/ so wird er an seinem Heer/ Hoffgesinde / vnd an seinen Knechten Frewde haben. Dann vom Könige kanman nicht sagen/ seine BlutS- frcunde/ sondern seine Knechte/ dann er hat von Gott die Gewalt zu herrschen. Wann einem gemeinen Mann also träumt/ so werden seine Verwandten zu Ehren erhaben werden/ dessen wird ersicherfrewen. So einem We.be also träumt/ so wird sie grosse Frewde an ihren Kmdern haben. Bas X Lt. Capitel. Hpoma/ark« lf daß er sie gar nicht bewegen kan/ derselbe wird krancklt- gen/ vnd endlich daran sterben. Wann einem träumt / wie seine Knie so gar wol aufs sind/daß er geschwind daran lauffen kan/derselbe wird m allem semem Thun Glück haben. Wann einem Weibe also träumt/derselben Füsse werden schnell seyn emen Mann zu nehmen. Das XLIII. Capitel. tV^AsBlut vnd Schaden bedeuten Gelb vnd Gut. Wann einem träumt / wie er geschlagen / daß Blut herauß rinne / oder daß er sonst emen Blutgang habe/ welcher seme Kleidung oder Fleisch blutig mach:/ der wird Geld finden/ je nach der Maß deß BlutS/ so herauß geflossen. So aber solch Blut auß einem offenen Schaden geronnen/ so wird er wol Geld vnd Gut bekommen / aber mit Mühe vnd Arbeit : Dann das Geblüt wird nicht ohne Beschwerung vnd Schmertzen/ zu emem offenen Schaden. Wann einem träumt/ wie seine Adern von jhnen selbst sich geöffnet/ derselbe wird Geld außrheilen/ je nach dem viel Blut herauß gelauffen. So aber die Adern wider semen Willen geöffnet werden/ so wird er doch Gnd außgeben müssen/je nach Gelegenheit deß außgeflossenen Bluts. Wann einem träumt/ wie er Blut gessen oder getrun- cken/ der wird frembdeS Gut/ Nicht ohne Sünde an sich bringen. Dann Blut essen oder trmcken ist von GOTT nicht zugelassen. Wann einem träumt / wie jhm an einem Ort deß Leibs ein Geschwür auffgeschossen/ so wird er nach desselben Grösse Reichthumb erlangen. Bas X ei V. Capitel. cZ>As Blut ist deß Menschm Krafft vnd Leben. Wans emem träumt / wie jhm Blut zur Nasen/ oder zum Haupt herauß gelauffen / solches bedeut Schaden seiner Öberherm. Ist das Blut auß dem Fleische geflossen/ so wird er groß Armut leiden müssen/ vndmcht lange leben. Wann einem träumt / wie jhme die Adern vom übrigen Geblüte aussgeschwollen - Ist er ein König/ so wird er lang leben/vnd seme Schütze vermehren. Ist es einge- memer Mann / so wird er m seiner Handthierung eme Enderung erfahren vnd leiden. Wann einem träumt/wie erjhmeKranckheit halbes das Blut benehme/ ist er in Betrübniß/ oder in Noth/ so wird er von allem Elend erlöset werden/ ist er nicht betrübt/ so wird er in schwere Sorge vnd Schaden gera- thett. Von dem Öbertheil deß ^vche- ckels der Persianer vnd Egypter gleich lautende Lehr. Von den Kniender Persianer Indianer/ vnd Egypter Lehr. cken gar zerknirscht seyn /desselben Leben wird straff- failig s yn / vnd er wird deßhatben von andern verlacht werden/ vnd solches darumb/ weil deß Menschen dicke Schenckel / sö sie zerschlagen seyn/ vnd er die Beine gar schleiffen Muß / lacherlich anzusehen seyn. Wann emem Weibe also traUmt /so wird sie Wittwe werden / vnd jhreKmder verlieren. Wann emem träumt / wie sein Oberschenckel dicker vnd stärcker worden / derselbe wird sem Furhaben erlangen/ einjeder nachseinem Stande / dann wann die O- berschenckel mdiesemstarck seyn/ so kanman desto besser lausten. Wann emem träumt / wie er in das Obertheil deß Fusses beschädiget sey / derselbe wird sein Begehren nicht erlangen/sondern er wird gehindert vnd geplagt werden. Das XLII. Capitel. c^'As Kme bedeut alle Werck deß Menschen. ^ Derhalben wann emem traUmt/wie er sich an seine Knie geflossen/ oder jhm etwas daran geschehen / derselbe wird emeZeitlang m semer Handthierung groß E- lend leiden müssen. Wann einem träumt/ wie sein Knie zerhawen öder v:rderret sey/ also/ daß er nicht wol gehen kan / der wird in Armut gerathen/vnd sich kümmerlich ernehren könnem Wann einem traumr/ wie seme Kttie wider geheilet worden/ so wird er nachder Armut wider reich werden. Wann einem träumt/ wie seine Knie durch den Krebs sdex dergleichen Geschwulst / dermassen verderbet seyn/ VenBlut vnd offene.'«, Schaden der Indianer Lehr. Der Persianer vnd Egypter gleichförmige Lehr vom Blut vnd offen? Schaden. Wann einem träumt/ wie auß einem offenen Schadett etivas geflossen/ so wird er mit Vnrecht Gelde gewinnen/ AAAnn einem träumt / wie seine Oberschenckel im Di- vnd über der That ergriffen werden. ^^cken aar zerknirscht seim /desselben Leben wird straff- Bas XLV Capitel HAAnn einem träumt / wie er Menschenkoth ausshebe/ "^derselbe wird Geld bekommen/ aber er wird dadurch seinen guten Namen verlieren/ dann der Koth/den er ge- funden/stmckt. Wann einem traumt/wie seine Kleider mit Menschenkoth beschissen seyn/vnd er also für ehrliche Leute kommen sey/ so wird er fremb Gut gewinnen/ aber über solcher That ergriffen werden. Wann emem träumt/ wie er Menschenkoth esse/ so wird er seines Femdes Geld Mit Betrug vnd Streit ü- berkommem Wann er aber eines Viehes Koth isset/ so wird deö Gewinn noch grösser/ die Sünde aber geringer seyn. Wann einem träumt / wie er auff semen eigenen Stuel scheisse/ derselbe wird m seinem eigenen Hause Vnkosten tragen müssen/ dann der Stuel bedeutet die Außgaben. Ist nun der Koth trucken/ sowird dieAuß- g abc Nicht groß seyn/ ist aber der Koth feucht/ sö wird die Außgabe vnd Vnkosten sehr groß seyn. Wann emem träumt/ wie er auff eines andern Stuel seinen Koth außlasse/ derselbe wird auff ein frembde Perfon Vnkosten wenden. Lässet er den Koth auff ein frembdes Land /so wird er auff eilt Weib Vnkosten wen- den/sie anderswo hinzuschicken. Wann emem träumt/ wie er auß Noth vnd Verletzung semen Koth offtmals von sich zwinge. Ist et ent König / so wird er wtt Gewalt seme Schatze deß Kriegs B y habett Von menschen koch vndHarm derIndia- ner/ Persianer VNd Egypter Tehr. Traumbuch haben entschopffen müssen. Ist es ein gemeiner Mann/so wird sem Geld mit Gewalt abnehmen. Ist es ein armer Mann / so wird er Hunger vnd Noth leiden. Darnr so viel Koch als durch denStuel außgedrun- gen wird/ von vernünffttgen wnd vnvernünsstlgen Thieren/ solches alles ist von deß Menschen Gütern zu verstehen. Wann nun einem träumt/ wie er Blut oder Wasser durch emen Stuel von sich gebe/ft> wird der Schade desto schwerer sey». Wann eniem träumt / als wann er em Gemüse von sich gebe / so wird er von semem Jammer erlöset werden. Wann emem träumt / wie er durch den Sruelgang Steine vonsichgebe/ ist er kranck oder betrübt / so wird er von solchem Vbel erlöset/ ist ergesund/ sowirder etliches vnnützcs Gesinde von sich Ziehen lassen. Gibt er Schlangen von sich / so wird er von seinem Feinde/ so m sememHause wohnet/ erlöst werden. Gibt er Spuelwürme von sich/ so wird semHaußge- smde abnehmen / nach dem der Wurme viel von chm gangen. Ist er arm / so wird er reich werden/ dieweil er die Spuelwürme/sodm Leib verzehren/ von sich gestoben. Gibt er Blutdnrchden Scue» von sich/ sowirdersein Gut sümpt den Sünden verchun. Wann er sich m seinem Blut waltzet / oder die Kleider dam-.r besudelt/ jo wird er der Sünden vnd deß Reich- 4humbs wtder theilhasstig werden. Wann e.ner Blut harnet / so wird er Kinder zeugen/ jhm selber zu Spott vnd Schande. Wann emerGall harnet/ der wirdeinKmdzeugen/ das mangelhaffttg ist / vnd bald sterben wird. Wann einem träumt / wie er in em gläsern Geschir! semen Harn lasse/ ,st er e.n König/ so wird er an sich em Weib/ so sem Nicht werth ist/ gewehnen/ vnd sie bejchlaf- fen/sie wird auch von jhm schwanger werden/aber die vn- zettige Frucht wird von ihr gehen. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er ein Weib nehmen/ das nicht lange leben / vnd vielen Kranekheiten vnterworffen seyn wird. Wann emem träumt / wie er eine Grubevoller Men- schenkoth anrroffen/ vnd daran gestolpert / der wird von Dieben vnd Lästermäulern genarret werden.Fällt er gar M dieselbe Grube/daß derKorh über jhn gehet/so wird er durch chren betrug gar überwältiget werdur.Hat er aber diese Grube nur gesehen / vnd den Stanck davongero- chen/so werden die Betrieger m»c jhrem sürnehmen Nichts außrichlen / sondern jhmnuremwemg plagen. Das XL VI. Capitel. Vom ^n einem träumt / wie jhn em Bekandter mir ei- Streichen ^-^.»en! Schwerd geschlagen / so wird er dem geschla- vnd wun- genengutsthun: Ist es a'ber einVnbekandter gewesen/ den/ Pe- so wird der geschlagene den andern/ der sem Femd ist/ zu sitlentz/ Friedcnshaiidlung brauchen. Blattem/ Wann emem träumt / wie er voller Schaden vnd Ge- geschwulst schwär sey/ desselben Re'.chchumb wird zunehmen/ also/ der Indi- daß sich desselben Orrv Oberher: für chm fürchten wird, «ner Lehr. Wann emem träumt / wie jhm die P.stilentz ankommen/so wird sem Geld offenbar werden/das er verborgen hatte. Wann eim träumt / wie sem Leib voller welsser Blattern worden/ der wird Geld auß der Müntz bekommen/ nachdem der Blattern viel oder wenig gewesen. Smd die Blattern schwartz / so wird er m der Müntze Verlnst leiden/ vnd übel geplagt werden / nach dem der Blattern viel gewesen» Wann einem harte Geschwulst ankompt / als ein Schlauch /der wird em Hauß befommen/vnd warhassttg Reichtbumb. Wann ihm aber träumt / als wann es nur Wunde waren/ vnd kein rechte Schwulst/ derselbe wird für den Leuten für reich angesehen werden/aber m semem Hause wird er arm seyn. Smlch-n Das XL Vii.CaMl. vnd WUN- H^Ann emem träumt / wie jhm Blattern auffgeschos- den / blat- ^^sen / so wird er von zeitigen Früchten reich werden, tern vnd Hat er aber keine ligende Güter / so wird er durch die Geschwe- reich werden/so solche Güter erben/ nach dem der Blat- ren der tern viel gewesen. Persianer Wann eimm träumt/ wie sem Fleisch auffgeschwol- und Egy- len sey wegen offener Geschwär/ solches alles bedeutet pter Auß- Reichchumb/ alles nach dem das Ort ist/da die Geschwar legung. stehen. Dann das Haupt bedenket die hohe Obrigkeit desselben Orts. Der Nacken bedeut denselben / dem der Traum für- kvmpt. Die Zahnebedeuten die Blutsfreunde. Die Schulderbeme oder Achsclbeme/ die Beyschlaffer m. Die Arm bedeuten die Brüder oder Freunde/die einer lieb hat/vnd gerne mit jhnen vmbgehet- Die Achsel/ Gelenck vnd Rippen bedeuten das Eheweib. Die Hände bedeuten den fürnehmsten Knecht. Das Obertheil deß Schenckels bedeut die Blutsfreunde. Die Schienbeine vnd die Füsse bedeuten dem Armen sein Leben/ istesemKömg/ so bedeuten sie semen Obersten ansehnlichsten Knecht/ der umo seme Geheimnis weiß. Das xe VN!. Capitel. t?>ErAussatz bedeutm allwege Reichtbumb/nnteinem Vom -^ööftnNam-n. Aussatz Wann einem träumt / wie er aussätzig worden / nach der schup- dem der Aussatz starck / so wird er m.ch reich werden / je- p->: der doch w:rd solches geschehen nul ^chiuach / vnd er wird Haut/ sich Nicht wol dürften sehen lassen. nach der Wann emer allem am Leibe / vnd Nicht am Angesicht Indianer auch besteckt ist / derselbe wird reich werden / jedoch ohne iehr. Neid und Haß deß Volcks/da er ist: Jedoch/so er em König ist/werden seine Gebort dem Volck nicht wolgefallen/ vnd er wird mehr lange leben. Ist es dann em gemeiner Mann/ so wird er reichwerden/ ohne Neid vnd Haß. Ist es em Weib/ so wird sie m>.t einem grossen Herzn zuhalten/ vnd von chme Reichthumb erlangen. Das XL IX. Capitel. IAAnn einem rraumt / wie er mit dem Aussatz befleckt ^sey/ist er ein König/so wir der wegen derLiebe gegen emem Weibe jederman zum Schawspiel seyn/ vnd Gewinn erlangen. IsteseiNgememerMann/ sowirder reich werden/ durch Kleidung. Istsem Weib/so wird sie durch Hurerey Kleider bekommen. Wann einem träumt/ daß er aussätzig gewesen / vnd wie er deß Aussatzes loß worden sey/ derselbe wird sich bekehren/vnd seine stattliche Kleidung fahren lassen/vnd jhm einen guten Nahmen machen. Vom Aussatz der Indianer/ Persianer vnd Egy« pter einhellige Anlegung. Von den Besessen? der Persianer vnd Egypter Lehr. Das (i. Capitel» ^?Ann emem träumt / wie er vnsn 'Nig oder vom Teuf- .l besessen sey/vor allemVolck/oder in der Kirchen/ so wird er Frewde vnd langes Leben haben / vnd über seine Feinde triumphieren vnd siegen; Ist es emgememer Mann / so wird er vom Landesürsten beschädigt werden/ abe> das gememe Volck wird jhm gurs thun/ auß Mit- leidung / wie man gegen solchen wahnwitzigen Leuten zu haben pflegt. Wann emem traumt/wie er in geheim allein närrisch/ vnd vom Teussel besessen sey/ ist es em König/ sowirder wider die Feinde etliche he rmliche Oerter einnehmen/ vnd wider sie siegen/vnd se.n Begehren zu gewünschtem Ende brmgcn. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird erNeich- thumo finden / vnd dasftlbige heimlich halten / vnd nicht offenbaren. Ist es em Weib / so wird sie emen Sohn ge-« bären/ derselbe wird milder Zeit vom gememcn Manne hochgehalten werden. Das L Capitel. ÄAAnN einem träumt/ als wie er vom Teussel geritten Von ^^würde/ demselben wird der Landsfürst gutö thun/ Besessen? vnd er wird lange leben. der Indm Wann einem träumt / wie er den Teussel sehe / jedoch ner Lehr» sey derselbe Nicht in jhn gefahren/derselbe wird eine Bitte thun/an einen Kömgschen Diener/vnd so jhn der Teussel oder Geist angeredthat/ sowirder von demselben Kö« nigischen erhöret werden. Wann emem träumt/ wie er von einem Teussel ge-s schlagen / oder besessen würde / der wird sich fürchten vnd gestrafft werden von^einem Landsfürsten / so das Reg:« Von der ^ Trunckenheit nach der Indianer Lehr. Bonden Schienbeinen/ vnd'Füs- sen/ der ? IndianerZ Meynung. Regiment führt/ oder sonst von einem grossen Potenta- vnnd wird deß Gelds vnnd Guts/so er geivsnnen hat/be^ ten. raubet werden Ist e6 ein wetb/ so wird sie jemand von den Wann einem träumt / wie er einen Teuffel / oder sonst jhren/ oder einem Knecht/ der jhr lieb ist/verlieren. einenBefessenen geschlagen/ vnd ihn vbcrwunden l?abe/oa Wann einem träumt / wie ihm beyde Füsse abgehawm soll man wissen / daß solcher Traum kemem Armen begeg- seyn/ist er em König/so wird er nickt lange leben/vnd vor ne / sondern sehr fürnehmen Leiiten: Vnd wird dieselbe seinem Todte wird er sem geheime Diene? verlieren. ....... . < Ist es ein gemeiner Mann/so wird er in Armut vnd m Pem sterben. Ist es cm weib/ so wird sie jhre beste Freund begraben/ vnd sie selber in kuryem auch begraben werden. Wann emem träumt / wie nn seine Füsse vnnd Schienbeine eisern worden/der wird lang Z^ben/vnnd seine Bernde mit Füssen tretten/ auch wird cr seinen angenembsten Diever zu grossen Ehren erheben. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er beständig Reich« thumb erlangen / vnd ein seliges Leben führen- Ist es ein weib / so wird sie anjhren liebsten Freunden jhre Freude haben/ vnd lang leben- Wann einem träumt / wie seine Schienbeine gläserft seyn/ der wird nicht lang leben/vnnd plötzlich sterben/dieweil es em zierlich Ding vmb das Glaß ist. Die Zeen an den Küssen/bedeuten das Gebet/ wie auch die Finger an den Handen / als oben gemeltwordm. Donner Truncken- hett/der Persianer vnd Egy- prerMey- NUtig- Von der Magerten vnd Dünne deß Leibes der Indianer/ Persianer vnd Egy-; pterMey- nung» i , - ' - Person jhre Widersacher mit Fusien rretten / vnnd vber winden Das dll. Capitel- »c) Ann einem traumt/wie er truncken sey/derselbe wird ^^Nelchthumb vnnd Gewalt überkommen/ nachdem die Trunckenheit groß gewesen^ Wann emem träumt/ wie er truncken sey ohne wein trincken/ der wird Schrecken vnnd Straffe von der O^ bnqkeit zugewarten haben/ nach dem die Trunckenheit gewesen. Wann einem traumt/wie er von gemachtem süssen weine truncken worden/der wird einem grossen Herm dienen/ vnd durch chn reich werden- Wann emem craumt/ wie er sich im Wasser truncken gezecht/derselbe wird sich falschlich für emen reichenMann außgeben / vnd sich frembder Gewalt rühiuen. Das L1II» Capittel- <7>Nunckenheit bedeut vbng Reichrhllmb/ vnnd Eingekommen. Wann emem traumt/wie er sich in wein bezecht/derselbe wird groß Gelt bekommen / ist er aber ohn wein truncken worden/ sv wird er m harte Kranckheit fallen. Wann einem rraumr / wie er sich in wem bezecht / alfi>/ daß er sich brechen müssen/von demselben wied der Lands- fürst mit Gewalt widerfordern/ das Geld vnd Gut / so er Mi tvnrechr gewonnen. Wann emem rraumr / k)ie er von wegen der Trunckenheit das Missen im Leibe bekommen habe/ der wlrd sehr grossen Gewm erlangen/er wird aber von seinen Haußge- nossen verrach-en werden/ vnd in Furcht stehen- Wann emem rraumt/ wie er sich un wasser voll gesoffen/ oder aber / wie er auch ohne Wasser rrmcken worden/ derselbe wird von dem Obersten desselben Orrs mit Gewalt vnd Wider seinen w>llen gedemutiget werden- Das LlV- Capitel- jAtEfchlanck vom Leibe sich sehen / bedeut nichts aüts/ist ^auch keinem Gliede deß Menschen zuträglich/ohne der Weiber Aüngem Das Lvt. Capitel- A>Ie Schienbeine vnd die küsse sind gleich als Seulen g^deß Leibs / vnnd so dieselben nicht weren/fo nmste der Leib mderfallen / vnnd elendiglich aussder Erden hernmb kriechcn vnd geplagt seyn- . . Wann einem träumt/ das seme Schienbeine vnnd Füsse mit einer solchen Kranckheit behasst/ daß er nicht gehen kan / er sey wer er wolle /so wird er in seiner Handthierung vnd Gewerbe / davon er seine Nahrung hat/gehindert werden. Wann ein em träumt/ wie im die Schenckel vimd ?üsse abqetzawen seyn/ist er reiche oder ein grssser Her?/ so w'.rd er seinen Diener verlieren vnnd in Betrübniß sterben. Ist er arm / so wird er bald sterben. Dann wan em armer nit a uff den Füssen gehen kan/ so kan er sich nimmer ernehren/ aber ein reicher kan ohne Füße woll jfhen / in dem er seine Diener zur Hand hat/ ob jhm gleich solches beschwerlich ist/vnd wehe thut. Wann einem träumt/ wie er gehinkt / bnnd werde Wider zu recht- Ist es ein sehr fürnebmer Mann/ so wird er Hinderung haben / von seinenz sürnembsten Knechte/ vnnd weil er wider zu recht kommen / jvw'.rdcr denselben ^ ' - " VonbeH Schienbeinen vnd Füssen/der Persianer vndEgy- pter Äuß- legung. »vlvci. zu remr kommen / so iv'.rd er d Wann einem traumt/da er zuvor wol bey Leuthe gewe- Unecht züchtigen / vnnd zur Besserung bringen- Ist es sen/ wie er nun dünnes Leibes worden sey/ dersrlbewird em gemeiner Mann/ so wird er in seinem Gewerbe/vnnv in seiner Handthierung vnnd furhaben Widerwärtigkeit Handthierung sich vergeblich bemühen- haben- Wann nur ein Glied magerer wird/ bedeutetes Capittl- Ann einem träumt / wie er plötzlich entblöst werde/ ^^vnd wie seme Scham von jederman gesehen werde/ desselben Geheimnis wird offenbahr werben / vnn^ er sel- Vnfall nach Gelegenheit deß Gliedes- Das Haupt bedeutet seine yohe Obrigkeit» Der Haiß bedeutetchn selber/ dem träumet DieÄchselbeine bedeuten die Veyschläfferin- Die Arme bedeuten die Brüder vnnd nechsten BlutS» sreunde- Die Armprüstin vnd die Ribben bedeuten die Eheweiber. Der Bauch bedeut deß Menschen Haußgesinde vnnd Geld- Die obern Schenckel bedeuten die BlutZfreunde. Wann Nun emem König träumt/ wie ihm seine ö- bern Schenckel dünner worden / solcher Traum zeucht sich auffseme geheimsten Diener Durch die Hände werden Verstanden die aller vertrauteste Diener. Traumet einem armen also: So betrifft der Traum sein Nahrung / vnnd sein Leben. Die Schienbeine vnnd dieFüssebrdeuten einem Könige oder Fürsten deß Volcks / den geheimsten vnd vertraw- testen/so vmb seine Sachen weiß- Ist ee ein armer/ dem also träumt/ so bedeutet es sem Leben- Wann em jedes Glied in seiner rechten Dicke vnnd Feistigkeit gesehen wird/ bedeutet einer jeden gemeldten Person etwas guts- Dascv. Capitel. !?^>?lnn einem träumt/ wie er ein Scheinbein gebro- ''^chett / oder wie jhm ein Fuß abgehawen sey/ ist er ein König/ sowirdervon semen getrewesten Diener/ der sürnemblich vmb seme Geheimniß weiß / geschieden werden. Ist es em gemeiner Mann/ sowirder das halbe Theil seines Lebens vnnd seiner Nahrung verlieren/ ber wird geschmahet vnd vbel g« plaget werden. Wann er aber in geheim bloß gesehen wird/ so soll er wissen/daß er mit etlichen Sachen vmb gehe / dieselben werden zum Ende kommen/sie sind gut oder böse. . , Wann einem rraumt / wie er im Tempel deß HEnen nackichr stehe / derselbe wird für jedermans Augen vnnd für sememOberherm em Schawspiel seyn Wann einem König träumt/ wie er nackicht von dem Voick gesehen werde / desiclbigen Heimlichkeit wird dem geniemen Mann offenbahr werden. Wann emem weibe also rraumt/ so wird sie wegen der Hurerey jederman zum Schawspiel werden.Ist es ein Knecht / so w'.rd er zum Betler werden/ vnnd sein Betrug wird offenbahr werdeM Wann einer m geheun sich bloß stehet/jedoch / daß er zu vor ein Leinwand oder Strümpfie angehabt / der wird seine Sorge vnd Elends loß werden. Ist er kranck/ so wird er wider frisch werden-Ist er schuldig / so wird et die Schuld bezahlen. ^ Wann einen weib also träumt/ so wird sie sich mit W remManne zancken vnd hadern. Das <2VIIt. Capitel. (AQAnN einem träumt / wie er seine Kleyder von sich ge- ^^leqt/ vNNd nMcht sey/ als wolt er mit einem ringen/ so er nun eine Fkindschasit gegen demselben tragt/ Vnd ihn beschädigen will/ sowirder sem Fürnehmen en- B iij den/ Watt ner nackicht vnd blöß gese^ henwirdf der Indianer Lehr. Von der Vloßheit der Per- ^ sianer vnA Egyprer Lehr^' z«! Traumtuch nem Schwerd geschlagen!/ derselbe wird in Dienstbarkeit gerathen. Wann einem weibe träumt / wie sie mit einem Swerdt geschlagen werde / oder wie sie / als cm Mann/ jemand anders geschlagen habe/ dieselbe wird Ehr erlan- Das <2X1. Capitel. den/ist er aber sein Freund/ so wird'er demselben/mit dem er'ringenwill/gnts thun- Wann einem träumt / als wie er sich entblöst hatte zu baden / der wird in ein kleines Betrübnis fallen/nach dem er lang gebadet« .. Wann einem träumt/ wie ernackicht vber ein Wasser gen/vnd einen Sohn gebehren, schwimme / oder dadurch gewaden sey / daß jm das Wasser biß an den Halßgangen/ derselbe wird Mit einem mächtigen Herm/ nach der grosse deß Wassers zu rede kommen/ isternunvberdaß wasser hinüber kommen/ so wird er deß grossen Herm auch machtig werden / vnnd sich für jhm nichts znbesorgen haben: Ist er aber Nicht hmüberkommen/ so wirdjhm das widerspiel widerfahren Wann einem weib träumt/ wie sie sich in Geheim in ihrem Hause nackicht angezogen habe/ dieselbe wird jhren Mann bemegen wollen vnd vber der That ergriffen werden» Vom ' Toorsch- lag vnnd l Das Capi«l. Von Haupt abhawen/ derJndia- ncr vnnd Persianer Meynung- M>Ann einem träumt / wie jhm der Kopfs abgehawen ^^sey/ also / daß er von den andern !e:b abgesondert lige/ ist er kranck/ so wird er gesund werden / steckt er in Betrübnis vnnd Schulden / so wird er davon erlöset werden. Wann einem König also träumt / so wird all seilie Sorge Fürcht vnnd Angst m Freude verwandelt wer- ST>Ann einem träumt / wie er einen Menschen vmb- ^^brmge/ derselbe wird demselben Gewa c vnnd vn- rechtthun/ dann das Gesetz Gottes will das Todtschlagen nicht haben/ solassensauch andere Recht nir Erwür- zu- guuq/ Wanner seinen Arm außstrecks/ alsw'lter jemands nachder vmbbrmgen / der wird sich vndtlkcher Tmge vutersie- Indianer hen- Lehr- Wann einem träumt/ wie er einen Menschen erwürge/ demselben wird ^r von semen besten Gütern gutS thun. In Summa/ in allen Traumen halt sichs also/daß/der da vberwunden wird / der empfaher Güccharvon dem/ derjhnvberwundenhat. Wann einem träumt/ wie er mit einen gerungen/ vnd denselben nidergeworssenhabe/ demselben wird er alle Ehr bn nun derselbe sagt/ das soll er wol behalten/ dann es bedeutet alles guts/ dannvon Christo kompt nichts böses. Das LXVl. Capitel. VöCrcntz HA einem träumt / wie er ein Creutz m die vnd vom in sem Hauß trage/derselbe wird von König/ nach der Indianer Lehr. Von altk Weibern vund Man - nsrn/auch andern Kirche/ enn grasser Herm / vnd vielleicht vom König selber grosie Freude erlangen / vnd von den Feinden triumphiren. Wann einem rraumt / wie jhm em Creutz genommen werde/der wird m Vnglück kommen/ vnnd von seinem Feinde m Dienstbar ke-.t gebracht werden.Wannjhm aber traumt/wie er das Creutz widerbekommen/so wird er sein Traurigkeit hinlegen. Wann einem rraumt/ wie er von dem Ehrwürdigen Holtz deßCreutzeS etwas / oder einen guten Theil / oder das gantze Creutz finde/ der wird König werden/ vnnd der aller Christlichste Her: seyn. Wann einem träumt / wie er das heilige Creutz an einem beksndten Ort geehret habe / derselbe wird vom König Freude vnd Reichthumb erlangen / vnnd gerecht gnennet werden. Wann einem träumt / wie er an das Ort ziehe / da das .Heilige Creutz ist/ der wird an den Keyser eme Bitt thun/ vnd so er frisch vnnd gesund von demselben Ort hmweg zcucbt/vnd sem Begehren erlanget hat/so wird auch seme Bitt statt finden. Wann emem König träumt/ wie eremcm Weib ein Creutz m Busen oder Schoß gebe/ so wird er jhr etwas warhaffng sagen / vnnd vielleicht Kmderunt jhr zeugen/ es kan aber dem Keyser von keinem andern Weib solcher Traum für kommen/ sie sey dann Keyserin. Wann emem Traumr/wie em Creutz gesehen werde/an einem andern Ort/da zuvor lem Creutz war/so wird nicht lang hernach die hohe Obrigkeit an dasselbe Ort kommen/ vnnd so am selben Ort Christen wohnen / so wird em Christlicher Potentat oder Landtsfürst / so derselben Nation ist / daselbst herrschen. Wann einem rraumt/ wieder König oder die Königin m sein Hauß kommen / so jm ntt bekandt sind / das bedeut/ daßem Engeldeß HErm dahm kommen werde / weil der König em angenehme vnnd jedermann liebe Person ist / vnnd was widerwärtiges am selben Ort ist / das wird in Freude vnnd Wolfahrt verwandelt werden. Wann emem traumr / wte er mit einem bekandten Das LXVü. Capitel. O^Ann einem träumt / wie er ein vnbekandk / frisch alt ^^Weib sehe/ solch alt Weib bedeutet deß Menschen Glück / vnnd so er mtt jhr zurhun gehabt/das bedeutet :m Gluck/ nachdem sie jhn sehr lieb gehabt: Hater aber nur m«^ jhr geredt/ so wird er m allen semen Sachen seinen Wunsch erlangen / je nacb dem er jr angenehm gewesen: Ist es aber em bekand alt Weib gewesen / vnd vngejralt/ WeibS- so wird er gcplagr werden / je nach dem er mit jhr zuthun Personen/ gehabt: Ist sie aber schön gewesen / so wird das Betrüb- vom.Bey- nie desto geringer seyn. schlafen/ Dergleichen bedenket auch ein alter vnbekandter vonGe- Mann / so er schön ist/ deß Menschen Glück. Ist er aber behrung/ bekandt/ so bedeutet er denselben / oder dergleichen / oder Schwander jhm dem Manne gleich ist. < gern/ Ein Jungfrau nn Traum/bedeut sehr groß Glückvnd Brüste Freude/ nachdem sie schön ist. sangen/ Wann emem träumt/ wie er mit emer Jungfrau von Km« vmbgehe/ oder m:r jhr rede/ derer Angesicht verhüllet dern sey/ derselbe wird m geheim/ daß es niemand weiß/ ic.derIn« Freude / vnnd etwes guts erlangen : Dergleichen ist dianer^ auch zuverstcheu von andern Weibern / so etwas guts Meynüg« bedeuten. Bnd daß ich kürtzlig davon schreibe / so bedeuten die Jungfrauen /so noch rechte Jungfrauen seyn/ die groste Freude: Auch ist em vnbekandte Jungfrau oder Frau bester als eme bekandte: Item / so sich eme schon geschmückt hat/die bedeut em grössere Freude/ als eme die gar nicht gezieret ist. ItememvnzucbtigWeib ist besser/ als ein bekandt Weib / vnd je mehr einer mit Lohnhuren zuthun hat / je grosser Reichthumb wnd er erlangen/ so er emWettman ist: Ist er aber em Geistlicher/ vnd ohne Weib / so bedeut ihm dieser Traumen: Plage vnd Vnfall. Wann einem traumr / wie er bey einer Hnren schläfst/ sow^rdergrösser Reichthumb erlangen/ doch mtt vn- recbt. Wann eim träumt / wie ein bekandter Mann nur seinem Welb zuthun habe / von demselben wird er / vnd sein Weib / vnnd seine Blutssreu'nd / Reiä thumb vnnd allerley vielfältige Hülffe haben So er sie aber nur geküsset oder Mit zhr geredt / vnnd nicht beschlaffen hat / so wird er allein mit Worten Hülffe von jhr haben. Wann einem träumt/ wie er bey einer schönen Frawcn schlaffe / derselbe wird dasselbe Jahr Freud vnud K'eich- rhumb erlangen: Ist sie jhmvnbekandr gewesen/ so istS noch besser. 5 Wann emer bey einer Frauen scbläfft/vnnd findet sie einem Mann gleich an der Scham/ der wird dasselbe Jahr Glück vnnd Frende haben / vnnd emen Sohn z.u- gen / welcher sem gantz Geschlecht Edel vnnd Mamchafft machen wird. Wann einem träumt/ wie crnnt semem We:b oder Beyschlafferm zu thun habe/ in einem vnsaubern Kleide/ derselbe wird in semem Stand ermdriget werden / vnd m die Dienstbarkeit semer Feinde fallen. Wann emcm träumt/ wie sein Werb/ so da schwau gergehet/einen Sohngebchre/ dasbcdeut/ das sie eine Tochter gebehre/ vnd er/dem dieser Traun-geträumt/ geplagt werden soll. Ist sie aber nicht schwanger gewesen/ vnnd hat)hm geträumt / wie sie emeu Sohn gcbohren habe / so wird er in groß Trawren vnnd Elene gera^- then. Ist sie schwanger/vnd traumr jhm/ wie sie eme Tochter gebehre/ so wird sie einen Sohn gebehren / vnnd wiro sich frewen. Ijr sie nit schwanger/ vund träumt B 4 chm 2« Trau jhm/ wie sie eine Tochter gebehre/ sowird'sie Schatze/ Reichthumb vnd Freude finden- Wann einem träumt/ wie sein Weib oder er selber schwanger sey/derselbe wird new Reichthumb finden / vnd sich freuen- Wann einem träumt / wie er einen leibeigenen Knaben kauffe/derwird in Bekummerniß vnd Noth kommen. Ist <6 aber ein Mägdlem/das er taufft/vnd doch leibeigen/ so wird er sich freuen. Wanneinemtraumt/ wie er seines Knaben Brüste sauge/der wird gebunden/vnnd ins Gefängniß geworssen werden- Mann soll aber wissen / so einem von Weibspersonen träumt/ sie seyn groß oder klem/daß solches allezeit Freud bedeute/grosse oder kleme / je nach dem die Weibspersonen siud schön gewesen. Wann emem Knaben träumt/wie jhm seme Mutter gestorben sey/derselbe wird gewaltig werden / aber semen Glauben verlassen. Wann sie aber geöratm Menschen- fleisch isset/ so wird sie Hurerey treiben / vnd solches wird jhm offtmals von den Leuten zu Ohren ^getragen werden vnd wwd auch solches an jhm ftlber/waar seyn/ weil er sie hat sehen esien Wann sie aber roh Fletsch csset/ so wird sie ohn allen Zweiffel öffentlich Hurerey treiben» Das exvm» Bon wei- ^L^Änneinem ttaumt/ wie er bey einer alten Frauen dernvnd. schlaffe/ derselbe wird von emem Fürsten der alt ist jrenHän- Gewalterlangen: Hat er sie aber nur vmb das Bey- deln nach schlaffen gebeten/ oder ihr solches zuve-stehen gedcn/ a- der Per- der seme Begierde nicht erfüllet/ so wird er sich m emer Haner vnd Sachen bemühen/ die nicht seyn kan/ auch von jm nicht Egypter erlanget wird. Lehr^i Wann einem ttaumt/ wie er bey einem bekandten verschnittenen geschlaffen habe/oder bey emem Iüngl^n«/ so wird er den obgemeldten zweyen sem Geheimnis vertrauen. Wann einem traumt/ wie er mit gemelvten Personen erg' lften werde / so wird seme Heimlichkeit offenbahr werden So eivent ttaumt/ daß er! bey einer schönen Frauen schlaffe/hat er em Landgut/ so wird er sich vielsältiglich darauff erluftleren / hat er kein Gut / so wird er ein schön Vnd groß Landgut vberkommen: Wann einem traun,r / wie er bey einet Jungfrauen schlaffc/istes em König/so Wird er seiner Wollust Hürneh- zuen vnnd Begehren genüge thun- Istesenem gemeiner Mann / ss wird er von der Obrigkeit Relchrhutnb erlangen/ sich aber dabey sürchten müssen- Wann einem ttaumt/ wie er in semem Hause ein wol gekleidet schön Weibsbild sehe/sie sey sem/ oder eine sremb- de/dle mit jm schertze/vnnd gleich als mit jm emzge / ist es ein König/oder ecn Potentat/ ss wird jm daffelbtge Jahr alles nach seinen wünsch ergehen Wann jhm träumt/ wie er jhte Brüste angegriffen/ tmnd Milch herauß gedruckt/ sowirderdasselbige Jahr eine grosse Frende erleben / vnnd das weid wird auch derselbigen Freude deß Königs theilhaffng werden. Wann einem gemeinen Mann a^so träumt/ so wird er m semem Gewerbe dasselbige Jahr Reichrhumb erlangen IsteS ein Knecht/ so wird er nicht lange darnach frei) gemacht werden. Isteöem Armer/ so wird er reich werden- So einem ttaumt/ wie er beyeiner bekandten freyen Huren schlafft/ «st es em König / so wird er Freude haben vnnd sich derselben nicht mercken lassen. Ist es em gemeiner Mann/ so wird er auch vielfältige Freude haben/ vnd ?e?ch werden. Wann emem König/oder semer ?ürstm einem träumet wie er bey «mm Eheweib schlaffe/ sow:rd er desselben we'.beö Geschlecht hoch erheben/ vnnd ihren Mann zuhohen Ehren setzen / nachdem das Beyschlaffen weit ausgebreitet worden- Ist eS ein gemeiner Mann/ so wird gleicher gestalt deß weibS Geschlecht breude von jhm haben. Ist es em Armer/ so wird er durch das weib reich werden. Wann emem träumt/ wie sein weib schwanger vnnd dick worden sen/ derselbe wird seine Schätze mir Geld füllen/ doch m,t BekümmernuS. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er m semer Handthi^rung eme Enderung er- fahren. Wann einem Keyser träumt/ wie jhm seine Keyftrin einen Sohn gebohren/ derselbe wird einen Absagbness von seinen Femden bekommen- Ist es ein gemeiner Mann/ so wird er Sorge / Angst vnnd Kranckheit haben. Wann einem Keyser träumt/ wie seine Keyftrin eine Tochter gebehrt / so wird er srembder Könige Schätze erlangen / vnd seinen 5 eind niderlegen Wann den Keyser selber rraumt/ wie er schwanger sey/so wird seyn Heer zunehmen/ vnnd er wird mehr Herschafften vnd Fürstenthumb vberkommem Wai:n emem Keyser traumk / wie er als ein weib / einen Sohn oder eme Tochter gebohren habe / sö wird er ei» ne seiner fürnehmeN Städte verlieren/ vnnd sem grosses Heer xrd von den Femden vertilget werden/ vnnd er se!bc: / der Keyser/ wird in Trübsal vnnd Bekümmernis fallen. Wann emem gemeinen Mann also träumt/ vnd daß er vber das auch ein Kind seuget / so wird er von dem Lan- desfursten gestrafft werden/ vnd in Schaden bekommen Wann emem rraumt/ wie er neulich v;el Jungfrauen in sem Hauß bekommen habe / lsts ein König oder grosser Her: / so wird er so viel Jahr lang / als der Jungfrauen an der Zahl gewesen/ fremd Gut vnnd Freude vberkommen. Ist der Jungfrauen gar viel / so bedeuten sie so viel Msnar. Wann einem gemeinen Mann also träumt/ welches zwar vnbrauchlich / derselbe wird Reichthumb vnd Bekümmernis darbey erlangen. So einem vnmün- digen jungen Knaben also träumt/ das bedeut sewe Mutter / fraumts emem jungen Mägdlein / so gehet die' Dkmung aufführen Äaeter. Wcznn unem träumt wie sein weib vber die Hurereyer-- gnssen werde / derselbe wird mtt Kranckheit geplagt wer- den/vm.d bey jhrem Mann verhksset seyn. Ist nun der/ so MltjhrHurereyzetneben/em Bekannter/ so wird der Mann demselben vn>b Gnade bitten/ vnnd von jm erhöret werden/i st es em Vndekandrer/so ist es ein Feind / der jhn Leibeigen machen wird Wanneinemtraumt/ wie seine Tochter jm heimlich von emcm bekaudren Ehebrecher entführet werde/ so wird der/ so ist weggeführt / mit Betrug etwas auß jh- reö Vatrers Gütern entwenden Ist e6 aber en» Vnbe-- kandrer g.wesen / so wird em Femd volt semen Gütern etwas entführen. Wan» emem träumt / wie er bey seiner Mutter oder Schwell- schlafft/derftlbe wird emem/der nicht weit ist/ guts thun/vnd derhalben gestrafft werden / auch wird jhn solche That gerewen. Wann emem rraumt/ wie er eine Jungfrau geruffl-/ Mit chr ehl-chzn leben / hat sie jm gefallen/ vnnd er sie lieb gehabl/so wird er em ncwe Gewalt bekommen/zu der vorigen/ die er hat. Wanneinemtraumt/ wie er sein weib stattlicher kleine/als ftm Vermögen ist/der wird seinen Stand vnd sein Gi werb m Ehren zieren- Wann einem träumt / wie er seinem weib güldene Armrmg anthue/ der wird an semem weib em schwere Kranckheit vnd Noth ersehen- Wann nun emem träumt/ wie er seinem weck eme schlechte güldene Krön auffsetze/ derftlbe wird als jhc Haupt tu Trübsal vnnd Traurigkeit fallen. Ist aber di? KroneauchmnPerlen vnnd Edelgestemen gezieret ge- w.sen/ dasbedeuteinschlcchteKranckheit/ dann wegen der Perlen vnnö EdelgestciN wird er wider Freude haben Wann jhm träumt/ wie er sie mit Ringen zieret/ ss wird jhr beyder nnnsch von statt gehen. Wann einem weib lraumr / wie sie jhre Krone Zerbrochen oder veriohren habe /so wird sie in kurtzen eme Witfrau werbm. Wann jr ttaumt/ wie sie jhre Ringe verlohren habe/ss wird sie jhre Gürer votieren/ vnnd in Armut sterben» Wann ihr rraumt/wte sie chre Armrmg verloren/so Mrö sie auß der Angjr m Freite vberkommen- Wann einem träumt/ wie er seinem weib rothe Kleider angezogen / so werden sie beyde Freuoe haben / vnnd einek «volm zeugen. Wann einem weibe ttaumt/ wie sie emen Mannsrockantragt/ jedoch ohne Schuch/ist sie sch ^nger/ ss wird sie einenSchn gebehren/ har sie emem B!ann/ so wird sie eines Knechts halben bett zegiich mit jhm vmbge« den- Wann Von Hochzeiten/ auß derIndia- ner schroten. VoM Tode/ von Tod- teihme das jhre vertrawer/ er aber solches mcbt geachtet. Klaqet er den Nacken / so wird er seiner eigener Schuld halben gestrafft: Klaget er die Arm/ so wird er der Bruder halbcn gemartert. Klagt er die Hände / so wird er der getrewen Knecht halben gepei- Niget. Klaget er die Schultern vnd Ribben / so wird er der Weiber halben geplagt. Klaget erden Bauch/so leidet er der Kmder halben / vnnd daß er sem Gesinde übel regieret. Klagt er die obern Schenckel / so wird er wegen der Bluts verwandten gestrafft- Klaget er die Schienbeine vnd die Füsse/so leidet er wegen der getrewen Knecl>- te/ vnd wegen semes Geldes» Vnd die Außlegung ist wol gewiß/ vnd trifft stets em. Das CXXil. CaMl. 'Cnn einem träumt/wie er gestorben sey/ sowird er Vom ' "emem grossen Fürsten dienen / er wird auch reich Tode/ werden/jedoch nicht ohne Neid. Wann er auch begraben von Tod- wird/ so wird er groß Reichthumb überkommen/nach dem ten vom er mit viel Erde bedeckt worden. Begräb- Wann emem träumt / wie er kranck sey/ vnd wie jeder- nis/nacb man an jhm verzage/so wird er reich werden/ aber nicht der^ndi^-. so sehr als oben. nerLeln. Wann einem träumt / wie er entweder selber wider lebendig worden / so wird er Neichthnmö bekommen / aber seine Gewalt verlieren. Wann einem Könige also träumt / so wird er auß sei- nem Trübsal/ Beschwernissen vnd Kriegen erlöset/ vnd wird sieghafftig. Träumt einem gemeinen Mann also/so wird er anß der Dienstbarkeit errettet / vnd wird reich werden, Wann 22 Traumbuch/ Wann einem Könige träumt / wie er gestorben sey/ oder wie er von andern Botschafft bekömpt / als ob er gestorben wäre / so wird er Frende vnd langes Leben erlangen/ aber die Pferde werden abnehmen. Wenn emem träumt / wie er auffeiner Todtenbahr hinauß getragen werde / so bedeut die Sensste oder Tod- tenbahr-eme schr hohePerson. Ist er auff denAchseln getragenworden/ so w;rd er hoch erhaben/ vnddarzusehr alt werden. Wenn emem Armen also träumt/ so wird er ruhig leben vnd Reichchumb zu hoffen haben. Wann emem träumt / wie er jhmsem Grab zurichte/ fo wlrd er auch reich werden / vnd erlangen / waSerzum höchsten in semem Leben zu haben sich bemühet hat. Wenn einem träumt / wie er also lebendig begraben werde/so wlrd er in seinem Gewerbe vnd Fürhaben m das höchste vnd sehr langwinge Elend gerathen. Wenn emem träumt / wle er gefangen gelegt werde haterseme Reisefürsich/ so wird erste vnrerlassen/ oder aber wird sonst m alle dem / darnach er trachtet/ verhindert werden. Wann einem träumt/ wie er von einem Todten etwas empfange / so wird er vom Landesfürsten Gewmn haben/ jedoch wlrd er darneben auch kranck seyn. Wenn einem träumt/ wie er gar freundlich mit emem Todten Sprache gehalten / so wird er vonderhohenO- brigkeit eine gnädige Antwort erlangen. Wenn emem Könige traumt/wie er mit einem auß den verstorbenen alten Königen rede/ oder jhn geleite/derselbe wird durchKrieggeplagtwcrden / vonvnbekandten narrischen Feinden/ er wird aber den Sieg erhalten. Wenn einem träumt / wie er nnt einem bekandten gestorbenen Menschen rmge oder streite / hat jhn der Todte überwunden/ so wird er vom Landessürsten gestrafft werden. Ist der Todte überwunden worden/ wird er von der Furcht deß Landesfürsten erlöset / vnd bestetiget werden» Wenn einem Könige träumt/ wie er ein Wo rffgewehr aufs emen Todten richte / vnd )hn treffe / so wird er die Seinen wider einen vnbekanten närrischen König auß- schlcken/ vnd denselben Feind aussreiben/ fehlet aber der König/so wird dasselbe W'.derspiel geschehen. Wenn emem träumt/ wie er ^twas gefunden/ das eines Todten gewesen / so wird er nach Gelegenheit deß gefundenen Dmgeö / Gewmn von den Landeösürsten haben. Wenn einem traumt/wie er einem Todten semen Mantel gegeben/ oder seine Schuh/ so wird er durch den Todt semeVnterknecht verUeren:Hat er jhm aber sein inwendiges Kleid oderdaöVnterröcklemgegeben / sowirdseme Tochter sterben : Hat er chm semen Rock/'oder semen gefütterten Rock gegeben/so wird er sein Weib/oder seme Blutfreundin zubegraben haben/ hat er chme da6 Wammesoder Schulterkleid geben / so wird fem We>.b bald sterben : HaterjhmedieBeinkleider oderHosengeben/ so die Scham bedecken/ so werden seme nechsten / oder hat er keine / so werden seine nechsten Blntsfreunde sterben. Die Außlegung betrifft zederman / auch die Könige selber. Wann einem träumt/ wie er einen Todten auff seinen Achseln trage / als wolteer ihn zu Grabe tragen. Ist er ein KömgW wird er von seinen Feinden m die dienstbar- kett gebracht werden / vnnd wird eine vnwürdige Person zum Königreich erhaben werden. Ist er em gemeiner Mann/so wird er grossen Herren dienen vnd sie gleiten. Wann einem träumt / wie er auß emes verstorbenen Grabe Fleisch oder Bein hmweg nehme / so wird er jemand todtschlagen / vnd seme Güter vom Landesfürsten erlangen. Wenn einem träumt / wie er lebendig m eines Todten Grab eingeschlossen werde/ so wird er vom Landesfm stcn am Leibe gestrafft werden / je nach dem es im Grabe übel gestuncken. Wann emem träumt / wie er an emem Ort gestorben sey > derselbe wird am selbe Orte semen Glauben verändern/ vnnd Mit etlichen erhöhet werden/ diechn straffen werden. Wenn aber emem träumt / wie er gestorben gewesen/ vnd wieder lebendig worden sey/ derselbige wird von emer grossen Furcht erlöset werden/vnd emes schlechten Stan- Sesseyn. Wann einem träumt / wie er mit einem todten Weibe so gekleidet ist/ zu thun habe/so wird er bey einer stattlichen Ehefraw schlaffen. Wann emem träumt / wie er dnrch Erbfall von einem Todten sem Hauß bekommen/ so wird er von dem Landes- Fürsten Freude vNdhohe Gewalt erlangen. Wann einem träumt / wie er emes Todten Haar auff-- lese / so wird er reich werden. Ist es ein armer Mann/ so wird er anderer Fürsten Kriegeheer vnd Herschafften mit Gewalt zu sich ziehen/nach dem der Haar vil gewesen. Wann einem Könige träumt / wie er einen Todten m sein Königlich Schloß getragen / so wird er einen gar tapffern Mann gefangen haben-j Wann emem Könige n aumt/wie jhme etlicheMänner einen Todten bringen/ so wird er die fürnembste Häupter widerwertiger Nation vndVvlcker in seine Gewalt bringen- So einem gemeine Manne solcher Traum fürkömpt/ als wann er em abgehawen Haupt eines Todten auffge- haben/ so wird er vom Land^ürsten Mit Furcht vnd Zittern reich gemacht werden. Wann emem Weibe rranmt / wie sie zu den Gräbern komme/oder m?t einem Todten rede/ so bedeut es den Betrug den sie an jhrem Manne brauchte: Harsiekemen Mann / so wird sie rn Geilheit vnnd Wollustjhr Leben zubringen. Das LXXUl. Capitel. »Ann einem träumt / wie er einen liebe / vnd Zuneigung halben küsse/ so wird er demselben guts thun Liebe haiben: So er chnaber vnzüchtigcs Beyschlaffens halben geküssec hat/ so wird der/so geküsset worden / dem so ihn geküssc^/guts erzeigen. Wenn einem rranmt / wie er einen andern an den Halß geküsset / so wird der so den andern geküsset / demguts thun/benergeküstet : Hat er chn auff einen Arm geküsset/ so wird er semem Bruder oder getreuen Knechte gutS thun. Dergleichen .st von andern Gliedern zuverstehen/ wie nunofft erkläret worden. Wann einem träumt / wie er emen bekandten todten Menschen geküsset habe / so wird er der Seelen deß verstorbenen oder semen Erben guts thun. Ist es em vnbe- kandter Todter gewesen/so wird er einem Fürsten wilfah- ren/ vnd denselben dienen^ Vom köft sender Indianer Anlegung. Das cxxiv. Capitel. ' Enn einen träumt / wie er emen bekandten Feind/ ^Ewigkeit vnd Versöhnung halben küsse / derselbe wirb vil g-osserer Feu.schafft als zuvor gegen jhme tragen. Ist es aber nicht ftin Feind gewesen/ sowirderdem- selbensem Geheimnus vertrawen. Wann einem träumt/ wie er einen Todten küsse/ er sey wer er wolle/ vom Könige an biß auffdennidrigsten/ so wird er kranck werden/ jie nachdem er im küssen grosse Begierde zu dem Todten gehabt. Wann einem träumt / wie er ein Vieh küsse/ der wird sem Lebenlang Gewmn-.n vnd alles g^tes haben. Wenn emem rraumt/ wie er einen Affen küsse / so wird er emen listigen Femd ergreiffen / der doch Nicht mächtig ist/welcher sich auffBetrug gegen jhme/als em Liebhaber gestelt. Wann einem tranmt / wie er seiner Blusfreund e;neN küsse/ so wird er gurthättg gegen demselben seyn / je nach dem der Kuß auß grojjer Liebe vnd mit grosser Freundlig- keit geschehen. Das cxxv. Capitel. 'Enn einem träumt/ wie er sich wider seinen Willen/ >edoch ohne Beschwerung breche/ist es cmKcmg/so wirderw'dervmbstossenwasergeordnet / vnd die Verträge/ so er mit andern Volckern auffgericht. Ist es ein gemeiner Mann/ so wird es jhme m seiner Handthierung wlderwertiggchnt. Wann emem rraumt / wieervonsichselbst/vnd zwar starck sich breche/ ist es cm geistliche Person/vnd emsames züclmgcs Lebens gewchnet / so wird er von dem rechten Wege zu GOtr abweichen. Ist es em gemeiner Mann so wird man Mit bv sem von jhme fordern/was er bößlich ge- samlet. Wann eMem träumt / wie er allem Speise außspeye/ so er gessen hat / so wird er eines grossen Vnglücks vnnd Betrüb» Vom küj» sen der Persianer vnd E- gypter gleichför- MigeAuß- leg unzen» Vom brechen nach der Lehr der Indianer» Hjiomttkris. Äetrübnuß loß werden / aber nicht ohne VnkosteN oder Schaden. Wann einem träumt/ wie er sich voll gesoffen/ damit er sich desto besser brechen könne/ vnd aber solches mcht fort will / derselbe wird vom Landesfürsten pemlich gestrafft werden/ wann er Geld-Rechnung thun soll/ jedoch wird solch Geld mcht verlohrenseyn/ sondern GOttwlrd chme helffen. Bas LXXVt. CaMl. Von Bre- ^AAnn einem träumt / wie cr em Gewürtz von sich brechen der Persianer vnd Egy- pterLehr. EmeFra geemes Weibes/ welcher geträumt che / m dessen Hause wird sich em Gezänck wegen Gelds vnd Guts erheben: Dann alles was der Bauch in sich begreifst / das lst zu deuten auff Relchthumb deß Hauses. Wann einem träumt/ wie er Blut speye/ sowttder Goldes beraubet werden/ nach dem er viel BlutS von sich geben: Speyet er nur Wasser auß/ das bedeut auch Geldschaden: Speyet er Gall auß/so wird er von kranck- heit erledigt/ jedoch m:t Vnkosten: Speyet er Speise vndTranckauß/ solches haben die Alten auch auff Verlust deß Geldes gedeutet. Aas cxxvn. Capitel Wann einem träumt/ wle er eine Artzney eingenommen / davon jhm der Bauch auffgelauffnn als ein Schlanch oder ci /»II?»' t'lN allein lebt/ weltliche Frewde. Ist es aber em Mensch/der allein lobt/ so ist solcher Traum von den Gütern der Seelen zu verstehen / von den Sachen so m Häusern inwendig drmnen seyn. Wenn einem träumt/wie seines Hauses Thurennew- lich auffqemacht worden/ solches bedeut/ daßer sichauß obgemeldte Saaten nicht wol aerkten/so wird er wegen dieser Welt scheiden werde/ vnd daß seme Seel entwe- deß Mißwachs/semes Betrübniß emkdiget werden. erzeigt/ derselbe wird sorgen vmb das znkünsstige Reich« thumb/ so er zu gewarten hat. Ist eS Gerste gewesen/ bedeut es alsbald Reichthumb/ dann die Gerste ist der vnvernünsstigen Thier ^peise/vnd ist alsbald zu gemessen/ das Korn darff zuvor vilbereitens. Ist es Gemüse/ so wird er über der Hoffnung deß Reichthumbs m Trübsal fallen: Wann jhme aber träumt / als wann alle dieser Welt scheiden der natürlicher oder vnnatürlicher weise außchm fahren werde. Vnd so die Thürmhmaußwärtssindauffgethan/ so bedeut es den Vntergang semcs Geschlechts. Sind sie aber HMaufwärts auffgethan/so bedeut es allem seM vnd seiner Haußgenossen Tod. Wenn emem träumt / wie die Erde mit jhme geredt/ der wird wunder groß Gut vnd Reichthumb erlangen/ daß sichjederman drüber verwundern wird/ dieweil es em wunderDing ist/ daß die Erde reden soll. IsteseM König / so wird erlange leben / vnd wunderlicher weise/ auch ohne Krieg seme Feinde schlagen/ vnd jhr Land einnehmen. Enn einem träumt / wie er newlich ein waldicht/ Erden/ ^^schatticht vnd feuchtes Landgut bekommen/ ist es Bergen em König/ so wird er Länder vnd Völcker/ vnd das vnd Ge- Reichthumb vnddieHanßhalter dann / m seine Gewalt bawen/ bringen / dann die Ääume bedeuten tue Länder vnd die der Per- Menschen / die dichen Büsche die Geschlechter / vnd das sianer vnd Wasser das Reichthumb. Ist es ein gemeiner Mann/ Egypter oder ein armer / so wird er vom Lands-Fürsten Reich- gleichfor- thumb erlangen. nngeLehr. Wann einem träumt / wie er viel ebenes / aber glattes/ kaltes/ jedoch reiches Landes habe/ ist es ein König/ so wird er etliche wüste Ort Mit Städten zieren vnder- bawen. Wann er daselbst jagt/ so wird er seine Lust haben an den newgebaweten Städten/ nach dem die Jagt abgangen. Istesein gemeiner Mann/so wird er m seiner Handthierung wachsen vnd zunehmen. Wann einem traumr/ wie er semen Acker mit Korn besäet habe / vnd sich eme schöne Saat sehen lassen vnd Wann emem träumt/ wie er semen Acker grabe/ vnd von dem außZegrabenen Erdreich esse/ so wird -er ein vn- nützes vnd vergebliches Reichthumb erlangen/ dieweil man die außgeworffcne Erde nicht essen kan. Wenn emem träumt / wie er emen vnebenen Acker habe / mit tieffen Löchern. Istesem König/ so wird er vnbeständig falsch Volck / weit von seinem Volck gelegen/ m seme Gewalt bringen. Wann jhme träumet/ als wie er mit einem Habicht/ in emem solchen Lande / aufs den Vogelfang herunter ziehe / vnd ihm der Vogelfang wolgerathe/so wird er semHeer außschicken/ vnd sie alsbald bemächtigen/ vnd niderlegen/ weil der Habich em schneller Vogel. Ist ihm aber der Vogelfang nicht wol fortgangen/ so wird er auch vergebliche Arbeit haben. Wannememgememen Manne also träumet/ so w:rd er in ftmer Handthierung Hinderniß haben/ vnd kem Reichthumb dadurch erlangen. Wann emem träumt/ wie er ausf einem Acker ei» Ziehbrunnen grabe / vnd eMe schöne Quell finde/ so wird erem schon Weib überkommen / dieweil das Was« serso rem gewesen/ die wird jhmhüpscheKmder brin« gen/deßg leichm auch Reichthumb/nach dem deß Wassers viel gewesen. Wenn emem träumt / wie er ausssemenAcker Hauser bawe / ists em König / so wird er m kurtzem das Land bewohnen/ vnd ftmeFrewde daran haben/ nach deme das Gebäwe schon gewesen. IsteseM gemeiner Mann/ so wird sem Geschlechte vnd sem Gut wachsen vnd zunehmen. Wann emem träumt / wie er ein künstlich Gebaw von Ziegelsteinen auffführe/dannthältsicl)6 wieoben gesagt/ allein daß es etwas schwerlich vnd mit Zwange zugehet/ dieweil dir Ziegel durchs Fewer müssen gebacken werden. Ist aber das Gebäw zum theil stemern/ zumtheil Hetzern /so wird auch das Reichthumb vnd die Menschen etwas anmürhiger seyn/ wegen deß^ltzes/ so dabey P- . Wann einem träumt/ wie die Erde mit jhme rede / ist es em Ki. Nkg / so werd er vnverhoffter weise em gar fröhliche Bortschaffr bekommen / nach dem das Gesprach gewesen. Is es cm gemeiner Mann/ so wird er in seiner Handthierung Fortgang haben. Wann emem Könige craumt/ wie er newlich m se^ nem Lande habe nach em ander Hügel/ als die alten Be- grabmssegewesen/A)ütten lassen/so wird er etliche grosse Obersten/ nach derVielevnd Grösse der Hügel/ dahin schicken/dasselbige Land zu gewinnen: Vnd dieser Traum begegnet allem Königen vnd Fürsten / vnd keiner andern Person. Wenn einem Könige träumt / wie etliche in seine Berge gegangen/ Holtz daselbst zu fallen/ isterdeßwol zufrieden gewesen / so wird er nnt semem Willen emen auß den Seinen verlieren / ist er nicht zufrieden gewesen / so werden jhme etliche der Seinen von5en Feinden abschlagen werden. Wann einem träumt/wie seine- Berge durch ein vm leschlcch Fewer vnd emen hefftigen Winde verbrandt seyn / so wird sem Volck von dem Femde wie eme Saat vertilget werden: Ist aber kem Wmd m das Fewer gam gen/ so wird das Blutvergießen desto geringer seyn: Vnd dieser Traum kömpt auch nur Königen vndFürsten für. Vnd ob sichs gleich zutrüge/ daß em anderer emen solchen Traum hätte / so ist er doch von der Person eines Xönigs oder Fürsten zu verstehen. So auch der Rauch oder das Fewer dem Könige selber etwas geschadet/ so wird jhm selber em Vnfall begegnen. Wenn emem träumt / wie sein Land kleiner worden/ so wird auch seine Gewalt abnehmen / vnd er wird m seinem Gewerbe Schaden leiden. Träumt einem aber/ wie sein Land oder Acker oder sein Hauß grösser worden sey/ vmb so viel wird auch seme Gewalt/ vnd sem Reichthumb zunehmen. Das Von einem Traum eines grossen Herrn bey den Aga- rcnern oder Sa- racenern. Vom Erdbie- ben/nach derLehr der Persianer vnd Egypcer. Von den Gebaw- dennach der Indianer Lehr. Das cxxxil. Capttts. ^Iner auß den grossen Herm deß ober- sten Regenten der Agarener (dessen wird in der Historien CedreNl gedacht) halte emen solchen Traum: Es traumr ihm/ wie er auffeinem wetten Felde stünde / welches anfanglich volles dickes Grases war/ aberhernkch gar kahl vnd glatt wavd:Darauff antwortet derTraum- deurer deß Herm . also: Dieser Mensch dessen der Traum ist/ hatemvnbestandtg mißtrawrg Gemüth Dieses Vrcheel hat sich an disem grossen Hermjm Werckerwiesen. Da^ l2XXXIll. Capi^s. nn einem Träumt/ wie an einem Orte ein Erdbie- 'den geschehen/ das bedeut em new Gebot vom Könige/darüber der Einwohner deßOrtS/ Gemüther erschrecken vnd zittern werden. Geschickt das Erdbieben an allen Orrhen/fo wird auch deß Königes Gebot das gantze Land betreffen/ gesicluchtes i'uraneinsmOrte/ fowirdauch das Gebor nur emen Ort allein betreffen- Wenn einem Trauntt/ wie nur sein Hauß allein ein Erdbieben erlitten / so wird ja sem Hauß ein Gebot vom Könige / oder von der hohen Obrigkeit empfangen- Wenn einem Träumt/ wie von dem Erdbieben die Haußthür oder ein Sparren zerbrochen/oder eine Wand eingefallen am Hause/ so bedeut es ein zorniges Gebort vom Könige-Vnd zwar / so die Thür einfelt / so bedeut es deß Haußhennnechster Blutsfreunde Fall / so die Sparren einfallen oder zerrissen/so bedeut es den Fall der für- nembstenPersoneniM selbigem Häuft/ So die Wand emfalr / so bedeut es den Fall deß Haußherzen selber. Wenn einem Träumt / wie allein der Königliche Pallast ein Erdbieben erlitten/ solcks bedeut deß Königs Todt/oder den Todt deß Sohns/ Tochter / GemalS oder Blutsverwandten deß Königs/ oder aber daß deß Königs nechsten Freunde gefahrlich kranckwerden sollen. Wenn dem Könige selber Träumt / wie ein Erdbieben seine Stadt / Land oder Pallast erschüttert habe/solches bedeut nicht der obgemeldten Personen Todt / sondern einen zukünftigen Krieg vnnd Furcht von frembden Völ- ckern/oder aber emeHmderltst/derer/so dem Könige nach stellen/ vnd daß seine Feinde sollen ankommen- Wenn einem Könige Träumt / wie sein Pallast oder Königlicher Stue! durch em Erdbieben eingefallen sey so wird erm kurtzer Zeit sterben. Ist aber vsm Erdbieben nichts eingefallen / so wird em Geschrey von den Feinden kommen Ist aber cm geheimes Gebaw jm Königlichen Pallast eingefallen/ jedoch da der Königliche Gitz vnd deß Königs Gemach nicht ist / so bedeut dieser Fall /daß sich rincr auß deß Königes geheimen Leuten für dem Feinde entsetzen werde. Wenn einem Träumt/ wie ein Ort dnrchs Erdbieben versunchcn sey / vnd das der Ort entweder voller Berge oder gar eben gewesen/ solches bedeut guten Leuten ge- fahr vom Könige/ denn der ebene Orr bedeut gemeine Leur/die Berge aber bedeuten hohe reiche Leute/ nach dem die Berge hock gewesen. Wenn einem Träumt / wie de Stadt durchs Erdbieben versuncken sey/Ist es emebekandte Stadt/ sowird sie durch die H-mqersnerh verderben / oder durch deß Königs Zorn: Ast aber die Stadt vnbekandt/ so wird em Volck/so dem Könige femd ist / vmergehen. Da-cxxXIV. Capitel. (M^Enn einem Träumt / wie er in ein vnbekandt Hauß ""^gehe/vnd ist daselbst em vnbekandter Orr/ein vnbe- kant Land/vnd vnbekandte Einwohner/ oder sind sie jhme bekandt/da sie doch allbereit gestorben sind: der solwissen/ daß solches die andere Welt bedeute/vnd daßderselbe bald sterben werde Traumtjhm aber/wie er auffemenTag in das Hauß hinein gangen/vnd wie der herauß gangen sey/ so wird er sich bckehren/vnnd sich vmb das ewige Lebe» bekümmern/ vnnd also selig werden- Ist jhme aber das Gebaw/ der Ort vnnd das Erdreich bekam / so bedeut es der Person emeweltliche Frewde vnd ein groß Reichthum!?/ nach dem das G^'äwde stattlich gewesen-Ist dasselbe Ge- bäwde VN'. Leim/Ziegelstemen / vnnd Holtzwerck erbawet gewesen / so wird derselbe Reichthum!) vnd Frewde ohne Sünde erlangen Ist das Hauß von Marmor oder Steinen etdawer geweftn/so wird er langes Leben haben / vnd sein Reichrbmnb wird vnüberwmdlich seyn- Ist es aber vom köstlichem Ziegelwerckerbawet gewesen/ so wird er /.pomsszri'z. doch Frewde vnnd Ruhm haben / jedoch mit Muhe vnnd Arbeit / dieweil die Ziegeln mit Fewr gebrant seyn. Eine fräs ge einer ?rawen° Das LXXXV. Capitel. ^In Weib hat den Sereimum den Traumdeuter also ^gefragt - M:r hat geträumt/ wie das Obercheil der Haußthür herunter zu der Vnterthur gefallen sev / vnnd das Eme Obertheil fiel heraußwertö / das ander hinem- wertS/ da fragte der Traumdeuter/ ob sie einen Eheman vud Kinder hette/ sie sagte ja / aber jhr Mann were über Land mit dem Sohne / die Tochter hefte sie bey sich- Dar« auff antwortet der Traumdeuter: Diewell ein Theil der Obcrchurhmauß gefallen/das ander hmein/so wird dein Mann mit dem Sohne/ weil die Oberthür hinein gefallen/ mit deß Sohns Braut in kurtzen zu dir kommen / deine Tochter aber w:rdeincn Mann nehmen/ vnnd m die Frembdc ziehen. Wie nun der Traumdntter Sereimuö gesagt / also ists auch ergangen. Das LXXXVI. Capitel. VT>Enn einem Träumt/ wie er auß seinem Hause in ein Von auß- anders wandert / ist dasselbe newe Hauß schöner /so ziehen vnd wird er größer Ehre vnd Frewde haben alszuvor: Ist er wandern/ kranck vnd elend gewesen / so wird solches in Frewde vnnd vnd von guteGesundheit verkehret werben.Ist er aber in ein enger Gebaw- vnnd rmger Haußgezcgen / so wird auß der Frewde ein den/der Trübsal/ Armuth vnd Angst werden. Indianer Wenn einem Träumt / wie er wandere vnd wisse njcht Lehr, wohin/solches bedeut jhm den Todt / vnd das er in die andere Welt wandern werde. Wenn einem Träumt / wie sein Hauß grösser vnd weiter worden/auch mehr L;echt bekommen / ist es ein König/ demselben wird Frewde widerfahren/vnnd wird em grosser Land überkommen/ Ist es ein gemeiner Mann/sowtrd er in seinem Gewerbe vnnd Fürhaben Förderung haben. Wenn emem Träumt / als wenn an seinem Hause eingefallen sey eine Wand/ ein Schwibbogen/ein Sparren/ oder wie die Thür jhre Nagel verlohren/ oder verbrant sey/ solchesallesbedeuretdeßHenen Todt/ oder seme Blutsverwandten/ Item/ daß einfallen der Sparren bedeut die Mannspersonen/ die Thüren vnnd Wände die Weibspersonen- Das LXXX VII. Capitel. 5>Ann einem Traumt/wie er in ein frembdes vnbekant Hauß komme / darinnen ein fürnehmerMann wohne/ist es em König/ so wird er frewde finden/ vnnd in groß Ansehen kommen/ als dasselbe Hauß hat. So einem gememen Manne Träumt / wird jhme durchs Loß etliche Gebäwdezufallen / derselbew;rd Reickthumb vnnd em sehr schön Weib überkömmen/ nach dem das Gebäwde schön ist. Wenn einem Könige Träumt/ wie er in eine newe Stadt komme / da er zuvor nie gewesen/ vnd darmnen sehr stattlichGebaw / so ihmgantzwolgesallen / auch die- selbige Stadt in seiner Gewalt sey / derselbe wird grosse Frewde haben/ vnnd sich mit dem allerschönsien Weibe erlüstigen- Träumt )hmc aber/wie dieselbe Sradt seinem Gebtete nickt vnterworffen sey / so wird er an einem Vol- cke seine Frewde haben/vnnd mit einem frembden Weibe seine Kurtzweil treiben / weil jhm gerraumt / daß.jhm die Stadtsrcmbdgewesen/vndnlchtsem. Wenn einem Könige Träumt/wie er gebiete / daßem newer Königlicher Sitzgebawet werde / Istnun derselbe Pallast vollbracht worden/ sowird er emen Sohn zeugen/der an ftme Statt wird König werden Wenn jhme aber Träumt/wie er sehe das Fundament zu einem Königlichen Pallast legen / das bedeutet daß seine Keyserm soll schwanger werden. Wenn jhme Träumt / wie eine Wand am Königlichen Pallast eingefallen sey/ so wird die Keys.'rm sterben Wenn einem Träumt/ wie er sein Hauß veriÄssen/vnd in em anders gezogen sey / ist das newe Hauß schöner als das vorige/ so wird jhm sem Wunsch glücklich fortgehen/ wo nicht/ so wirds Widerspiel geschehen. Wenn einem Könige Traumr/wie er befehle/ daß man die Seulen in der K irchen höher macken solle / vnd wie sie alsbald höher worden / so wird er die grosse Haupter seines Königreichs erhöhen: Smd an statt der alten Seu- Vondm Geböw- dender Persianer vnd EZyprer Lehr» Traumbuch len newe gesetzt worden / so wird er an stadt der vvrigen Haupter newe Häupter setzen- Wann emmn Könige träumt/wie er befehle/ daß die Kirche Höker gebauet vnd geziert werde/ solches bedeut seinem Konigr ich grosse Freude vnd grosse Zierde. Wann einem andern Manne traumr / wie die Kirche deßOrrs erhoher vnd gezreret werde/solches bedeutet auch deß Königs Person/ wie gesagt- Wann ''inem traumr / wie die Haupt Kirche an einem Ortbe eingefallen oder abgebrant sey / so wird der König deßOrrs sterben- Geschickt solches au emer geringeren/ vnd nicht an der obersten Kirchen / vnnd dem Könige also träumt / oder einen andern/ so bedeut dieser Traum deß Königs Trübsal: Denn alle Kirchen bedeuten des Königs Person /?oder dessen / der am selben Orte die höchste Gewalt hat / auch die Zierde vnd Emfallung der Kirchen weiset alles auff den König Das cxxxvill. Capitel. Wenn ei-! HAEnn eiMM traumt/wie er einen Priester sehe/in seinem von ^^uer Priesterlichen Kleidung an einem Orr kommen/ Priesters dah'nkem Priester sonst pflegt hinzukommen/ solcher rraumt Traum bedeut den Einwohnern Vngnad vnd Betrübniß vom LandtS-sürsten. Item / so einem träumt/ wie der Lands Fürst über sein Gewonheit an einen Orch komme / solches bedeut Furckt vnd T»etrübnuß der Bnterthanen/ jedoch nicht so groß als mir dem Priester- Wann einem träumt/ wie ein Priester zum jhm komme Vnd sieb in siln Berte lege / so wird er mii demPriester in Kundschafft wmmen/Lnnd der Priester wird Mit Betrug fern Weib bcschlaffen/vnd sein C rkx werden. Waune-nemiraumt/ wie ein Priester gestorben sey/ solches bedeut / daß derftlbe Priester seinen Glauben verlieren werde, Ist er aber nur kranek/ so bedeut es eine Kranckheit deß Glaubens/ vnd derselben Offenbahrung/ langes Leben vnd Gesundheit. Wann emem traumk/wie einem Priester sein Haupt grösser worden/s» wird auch seine Gewalt über die Piar? Kmder grösser werden.Ist aber nur sein Angesicht grösser worden/so ist solch Gewaltvon den Einkommen vnd Gütern/ deßPnksters zuverstehen / daß sie nemblich grösser sollen werden/ vnd er dadurch wird grössere Gewalt vnnd Ansehen kommen- Ist sem Nacken dicker vnnd sta' cker worden / so wird er m seinem Gottesdienst vnd Ampt gewaltiger werden Sind jhm seine Hände lang vnnd starck worden/ so wirddleserPnestergewaltige Diener vnnd Gehülffen bekommen- Wann emem rraumr/ wie der Priester einen sehr grossen Bauch bekommen / derselbe Priester wird viel Hauß- gesinde vnnd Reichthumb haben / vnd viel semer Blutsfreunde verlamlen- Sind seine Füsse dicker vnnd stäecker worden/ so bedeut es jhme auch Geld vnnd viel guter Freunde vnd Diener- Wann man aber der obgemelten Dingen Widerspiel tmTraumsihetanememPriester/ so werden die obge- melten Sachen in das Widerspiel gerathen- Wann emem rraumt/ wie ein Priester mit gemeinen Leuten vmbgehe/ so wird sich derselbe Priester gegen Gott wol demütigen / vnnd doch m seinen; Glauben beständig bleiben. Wann einem träumt / wie er sehe einen Priester an er» nem dunckeln finstern Orrhe wandeln/so wird dieserPrre- ster an verborgenen Orthen wider Gott sündigen. Wandelt er aber an einem sehr lochten vnd grünenOrte/so helt sich dieser Priestergegen Gott recht/ vnnd wandelt nn Liechs/ l>elt sich auch sonsten recht- Wann eiiiemgemeinen Mann rraumt/wie er zu einem Priester erwehlet sey / ist er an deß Königs Hofe/ so wird er sehr große Ehre beymKomg erlangen/vnd derOberste nach )t)>n seyn Ist es ein gemeiner Mann / oder ein Ar- mcr / so wird er emem sehr sürnehmen Manne nachreden/ vnd bev demselben Ehr vnd Gunst finden. Wann eimmgemcmen Manne rraumet/ wie er zu einem Caplanerwchlet werde/ derselbe wird auch Gunst vnd Ehrefinden/ jedoch wird dte Ehre etwas germger seyn / als so er em Priester worden were. Wann e>nem rraumt/ wie er zu emem Priester oder Caplan erwehletworden/ habe aber solche Wahl nicht angenommen/ derselbe wird Gewalt vnd Gunst erlangen aber bald verlieren / vnd m Gefahr kommen» Wenn einem Priester träumt / wie ?r feinen Pciester- lichen langen Rock verlohren/ der wird durch Betrug von einem hmrerschlichen werden: Find er jhn aber wider / so. wird er / jedoch nicht ohne Zwang vnd Straff/ wieder zu- recht kommen. Das dxxxix. Capitel. LWAnn einem träumt/ wie er vnsern HEnen vnd Gott Von den ^^Iesum Christum sehe / Ein solcher Traum aber be- Heiligen gegnet allem reinen vnnd heiligen Menschen/ oder den al- Bildern/ ler Gottseligsten Königen / oder aber enngar Gottlosen nach der verrichten Menschen/ den Gottbekehrenwül / der soll für Lehr der gewiß halten / was vnser HER? Christus mit jhm repe/ Inina- es sey was es wolle- Reder er aber nichts mit jhme / ist es ner. em König/ so wird er Frewde vnd einen Haupksieg wider seme Femde erlangen- Ist es ein reiner heiliger Gotts- sürehriger Vtensch / so wird er Beständigkeit / Ehre vnnd Freude/vnd Besserung in Göttlichen Sachen haben. Ist eSaderemüberaußsündhasstiger Menscb o wird er sich bekehren vnnd bessern/vnd darüber sein Leben enden Gleicher gestalt/ wann einer emen zornigen König hat/vnnd jhme der König im Traume fürkompt/ daß er jhn fürforderen lasse/ vnd ansehe / so w:rd jhme der Koma alle seme Missethat verziehen vnd verg ben/ gleichwie der obge- melce Sünder durch dasAnsckawen vnsirs HErm Chr;, sti selig worden. Item/ so einem der obgemelten jm Traum fürkempt/ em Apostel/em Prophet/ oder sonst ein Heiliger/ vnd mit jhme redet Ist es ein König dem also träumt/ d?r soll für gewiß vnd ohu allen Zwecssel halten / daß der obgnnelren emer m e -hmgeredr Hat er aber nichts nur jhme geredt/ sondernjhnnur angesehen/ so wird er etwas geringere Freude eriangeu/a!.s so jhnChristus selber angesehen het- te Ist eS ein gemeiner Dkann so wird er in seinem Glauben vnnd in seiner Handrhierung zunemen / darumb wir dan auch jhreBckdnuß beschreiben wollen- Wann emem träumt/ wie er das Crucifix vnsers HErmIesu Christi anbete/oder vmbfange/odervmb etwas bette Ist es em König / so wird er an seinen Feinden siegen / vnnd Ehr vnnd b ned erlangen / denn das Creutz vnnd vnser HEr: Jesus Christus/ so daran geschlagen worden/bedeutet die mächtigsten Siege/ vnd Abwendung alles Jammers Hat er aber vnsers HErm Christi Bild alleine ohne das Creutz gesehcn / so bedeutet es geringere Freude vnd geringeren Sieg- So einem gememen Manne also träumt/so wird er geringere Freude erlangen/als eraewünschethar. Wann emem tranmt / wie er die Bildnuß der Apostel/ Propheten oder Heiligen sehe Ist es ein König/ so wrrd er von emem mächtigen Siege Post bekommen / jedoch wird der Sieg nicht so groß seyn/als das Geschren- Denn er hat nicht d:e Apostel selber gesehen/ ändern nur )hr Bildnuß/ derhalben wird auch der Sieg desto geringer seyn- Ist es ein gemeiner Mann/dem also zrannit/so wird er m seiner Handrhierung Gunst vnnd Segen haben- Wann emem m»umr/wie Seulen nur chme geredt het- ten/ vnnd weiß was süc Wort gefallen / dieselben werden auch deß meistenrheils wahr- Wann emem Könige also träumt / derselbe wird Sieg vnnd Freude haben wider seine Feinde / vimdzwa» Mit grosser Verwunderung/ als greß Wunder es ist/ daß die Seulen mit emem reden Ist es em gememer Mann/ so wird er mit grosser Verwunderung vnd ohn alle Hoffnung reich werden. Wann einem im Traum Seulen sürkommen / sie sind vergüld oder nicht /so bedeuten sie Glück / jedoch die vergülden nickt so sehr/ als die vnvergülden / denn dkö Gold bedeut Trübsal. Wann einem träumt / wie er lasse Bilder der Heiligen machen/ ist erem König/ so wird er eine kühne That w'der seine Feinde anstellen/ vnnd dieselben angreiften' vnnd so die Bilder nach sememWunsch gemacht worden seyn/so wuo auch semFürnehmen wol gerathen/wo nicht/ so wird auch sein Anschlag nicht aller Dmg nach senu in Willen Fortgang haben: Ist rs ein gemeiner Mann / so werd es ihm m semer Handthierung also gehen / wie oben gesagt. Das CXI.. Capitel. i^^Ie Natur der Baumfrüchte / ist mancherley: Die ^^Blatter der Bäume bedeuten der Menschen Gemüther 2? pccr!chr» ^ ^IVA! l^Pdch!> ^Md« Ui«^!iiUd5 t'.i l°!ü!ABP bk-WH '^ülilk.Mll kr.HWUH'M' !i!2.Mjs»s ^ -^7?a' B -^> Äm«ß kßuchM ^zü!ll!kKAl!!l^ . ^ / tssl-lk «l! ' 7.FW! l«,s«! '.7'/ :Z!^ müther:Sind sie grün vnd volllömlich / so bedeuten sie ein SläiN' auffrichtig Gemüthe: Sind sie schwach/ stmckend vnnd me/nach welck/so bedeuten sie böse Sitten vnd Gemüth, der "w- Früchte bedeuten Reichthumb vnnd den dianer/ Glauben vnd die meisten Baume bedeuten den Glauben Persianer vnndDancksagunggegcnGOTt: Vnnd gleichwie die vud Ean- Früchte/ die Blatter/ das Holtz vnnd die Wurtzeln der ' Baume / jhre Nahrung vnnd jhre Wachsen haben / auß dem wasser vnd auß der Fettigkeit der Erden. ?tlso helt auch der Glaube an Gvl t alle Tugenden / vnnd machet sie vollkommen / der Stamm so als ein beständig Ding auß den wurtzeln erwachsen/ bedeut das Geberr - Die Blätter vnd die Este / bedeuten die Kinder vnd der Menschen Fürhaben. Derhalbenwenn einem träumt!/ wie er Baume wäs- sere/vnd warre/ derselbe wird ein sürnehmerMann/vnd gutrhätig gegen dem Volcke sevn. Wann einem träumt/ wie er Baume sehe im M-er vnd auffStinfelsen/ oder an andern Oerrern / da siemcht wachsen können/so werden viel srembder Leute auß denselben Oerlern Herfür kommen / je nach dem der Bäume viel gewesen: Bnd zwar die Bäume/so auffdemMeer auff- wachsen / bedeuten / daß an demselben O rte ein frembder vnbekandrer Man auffstehen wird / der sich einer Gewalt anmassen wird/ aber sein Fürhaben wird nicht zum gewünschten Ende kommen- Wann einem träumt/ wie in seinem Hause da Zuvor kein Baum war / ein Baum ausfgewachsen sey / im selben Hause wird in kurtzcr Zeit sich einer herfür brechen vnnd hoch werden/ ist es nun em fruchtbar Baum/ so bedeutet esemenBlursreund/istesem vnfruchrbarer Baum / so tvltd es ein Frembder seyn. Wann einem traumr/ wie m seinem Hause eine niedrige Weinrebe aussgewachsen sey / oder eme Rebe an einer Stauden / isterohnewelb/ sowirderemweib nehmen/ vnd so viel Kmdermitjhr zeugen/ als die Nebe Weintrauben gehabt.Hat er keine Trauben gesehen/ so soll er doch noch hoffen. Wann einem träumt/ wie er Baume gepflantzet ha» be/ vnnd wisse doch nicht ob sie bekleiden / derselbe wird be- trübnuß vnnd Sorg haben/ nach Gelegenheit der Baume Ist es ein König / so wird er newe Obrigkeit haben/ bekleiden sie nicht / so geschieht das widerfpiel- Item/wenn emem traumt/wle erpsiantze odereingrabe die Schalen von harten Früchten / der wird Sorge vnnd Betümmernuß habe». Wann emem träumt/ wie ein Cypressen Baum in seinem Hause erwachsen sey solches bedeut eine Königin/ von wegen der hübsche deß Baums / vnnd wegen deß Geruchs/ auch weil er nicht welckwtrd/ vnnd seine Blatter nicht verleuret: Bnd ein solcher Traum kan keiner schlech- Ann emem träumt / wieer auffemem Pferde sitze/ vnd Mit dem Könige oder sonst einem grossen Herzn Ballschlage/ so wird er Frewde vnnd Ruhm bey jhnen erlangen / nach dem er den Ball wolgeschlagen / vnnd das Pferd gerade zn gelauffen. Wann einem Könige traumt/wie er deß Balles spiele/ so wird sein Königreich m einem guten vnnd glückseligen Zustande seyn / nach dem er dem Bali wol geschlagen / wo nicht/ so bedeutS dasWiderspiel- Wann emem andern träumt/ wieer den König also spielen sehe / derselbe wird gleicher Gestalt deß Todes deß Königs theilhaffttg seyn. Wenn emem Könige träumt / wie im Ballenspiel sein Pferd austosse vnnd ntdersalle/ so wird er in eme schwere Kranckheit fallen/vnnd in seinem Reich geplaget werden/ fält das Pferd nicht gar nieder/ so wird das Vnglück nicht so gar groß seyn. Die Sattel / so auff der Könige Pferde gehören/ bedeuten das Königreich/ auch wol deß Königs Weiber- Wenn einem gemeinen Manne von Pferden träumt/ der ein Knegsmann lst / solches bedeut jhm Glück in sei» nem Kriegswesen: Ist es em Bawer / so bedeut es jhm Glück »n seinem Stande. So emer Keysermvon Pferdentraumt/ das bedeutet jhr ohn allen Zweissel Erhöhung. Da- Capitel. ^>Ie Waffen vnd Rüstungen bedeuten Sicherheit für Bonden ^denFeinden/vnd der KrieLesleute Zustand. Waffen Wann einem rraumr/ wie er inivoller Rüsiunq auss vndRu- seinem Pferde außgeritten sey: Ist er ein Fürst deß Volcks stungen so wird er seinen Feinden grossenSchaden thun/vnd durch der In- Kriegsrüstung einen nanchaffttgen Ruhm erlangen- Ist dianer / er ein gemeiner Mann/ vnnd die Rüstung ist eyfern/ so Persianer wird er m semem Stande vnnd Handthierung reich wer- vnd Eqy- den vnd zunehmen- pter Lehr- Wann emem träumt / wie er ein bekandt Volck zum Kriege gerüst sehe / so werden die Leut desselbigen Orts sehr grosse ?reude vnd Sieg erlangen. Ist jhm aber das gerüste Volck nicht bekant gewesen/ vnd dem also träumt / lsts ein grosser Herz /so wird er gewißlich von seinen feinden geplagt werden/ denn vnbe- kandte Angesichterbedeuten feinde- Wann emem träumt / wie er mitten.vnter dem Volcke stehe/vnnd sich Mit dem Speisse übe / so wird er einen Namen vnd Ehrerlangen/ nach dem er in der Vbung behende gewesen: Träumt ihm aber wie sein Spieß zerbrochen sey/so wird sein Ruhm kleiner werden/ vnnd wird jhm emBlursfreunb oder fonsten gurer Freund absterben. Wann einem träumt / wie er em Brust-Harnisch oder Pantzer finde/ so wird er an seiner Feinde Vntergange Freude sehen vnd reich werden/ nach dem der Harnisch sehr schwer g-wesen. Wann einem rraumt / wie er einen schlechten Harnisch angezogen habe / so wird er m semer Handthierung noth leiden/ist aber derHarmschgeschüpr vnd von vielen stücken zusammen gesetzt/so wird er reich werden/ vnnd für den Feinden sicher seyn/ je nach dem der Harnisch vielfältig gewesen. Wann einem träumt / wie er einen Sturmhut trage/ vnd sein Haupt starck vnd gesund sey so wird er erlangen/ was er für hat: Tragt er aber Armschienen vnnd Bem- Harnisch / so wird er Freude vnnd Beständigkeit an seinen Knechten erleben« Wann einem traumt/wie er ein Schwerdt finde / oder in Handen habe / so wird er em scheinbare ^Freude erlangen / nach dem das Schwerdt schön hell gewesen- Die Persianer aber verstehen auch dadurchWe'b vnd Kind. Wann emem traumr / wie er ein zerbrochen Schwerd sehe /so wird die Mutter sterben / aber das Kind wird lebendig bleiben. Wann einem welbe träumt/ wie sein Schwerdt ei« Mesier oder ein Wurffgcwehr habe / ist sie schwanger/ so wird sie einen Sohn gebähren: Hat sie einen Bogen m die Hand genommen / so wird nachAußlegulig der Egypter/ dadurch em weibeebild bedeutet. Wenn emem Könige träumt/ wieer einen Harnisch antrage/ so wol als se m gantzes Herr/vnnd wie er daran ein wolgefallen gehabt/ so wird er Lust vnnd Freude an den seinen haben/ vnnd sie werden eine frcmbde Nation oder Volck beschädigen: Hac aber der König selber keine Rüstung gerragen/dreSemen aber sind gerüstet gewesen/ daran er seine Lustgesehen/ so wird er eine gewünschte Bortschafft von einer Schlacht überkommen: Hat er aber die Seinen vngewapnet gesehen/ so wird er sich für semen Feinden entsetzen. Das LXI.VI. Cam'tts. H>Ie Kleiderhaben mancherley'Außlegung/nach jhren VoN vnd Farben. KleideM Wann einem träumt/ wieer einen Seidenen Mantel nach der trage/ so wird er Gewalt vnd Hoheit erlangen, nach dem Lehr det derManrel schön vnnd künstreich gewesen/ so wird er von Indi^ boftnLeutenRelchthumb bekommen/ dieweil das Kleld ner» bejchoren wird- Wenn einem träumt / wie er einen Schleyer finde / so wird er ein Weib bekommen/nach dem der Schleyer schö» gewesen vnd dicke- Hat ^omafaris. Das cxi.VIl. Capitel. W^iü !!?5ÜN!?lÄ>I!l?I>z!j '! .'s.'!tt!lMPl I''ÄN«Ä> ... -...-,/ ^ ««Ml° / V.. .^A ''- ' .M'Ä B'"' xIl^ "lÄ Hat er einen gedoppelten Mantel vmbgenommenßso kvirderemnewWelb bekommen. Ist der Mantel gelbroth gewesen / so wird das Weib voller Holdseligkeit seyn- ^ er weiy / so wird sie siyön vnd Ueblick seyn- Ist er gelb ^vIe k leyder bedeuten Ehr vnd Preiß/ außgenommen Von K le- ^^die bundtenKleyder. dern/der als erneCitrone/wird sie siech vnd auffKrauckhett geneigt vnnd aegen dem Manne herbei seyn. Ist er saffcgrün so wird sie m Religionssachen richtig sey» Ist er blau oder Eisenfarbe/so wird sie reich seyn/ vnd wird einen stmcken- den Athem H^ben-Ist er schwartz / so wird sie durch Hure- rey in Berrübnuß fallen- Wann einem traumr/ wie jhm obgemeldter Kleyder emS nur Gewalt genommen oder verbranr werde / derselbe wird sem we;b verlieren. Ist es jkm aber gestolen worden / ode? tan es sonst n.cht finden / so wird er allem Elend ansemem wer?e seheit / dieweil solche Verlorne oder gesto- lene Sachen sich offt wider finden. EmNachtröcklem/ oderwüllenHembd/ deßgleichen auch einNiderkleid/ oder die Strümpffe bedeuten denZu- srand deß Hauses / auch wol das welb oder Beyschläffe- rin» Wann einem träumt / wie er ein dünnersvnterröcklein anziehe / als er sonst gehabt / dessen Reichthum!) wird abnehmen» Wann einem träumt/wie seine Strümpffe weiter worden aw zuvor/der wird wollust vnd Freude an seinem weibe finden. Wann emem weibe träumt / wie sie Hosen oder andere Mannekleider anziehe/ oder einen zwisachen Mantel vmbnehme / ist sie schwanger / so wird sie einen Sohn gelieren Hat sie aber keinen zwifachen Mantel an / so wird sie eine Tochter geberen. Wann emsmtrai mt/ wie ereinApostelkleyd antrage/ solches bedeut einen Glauben- Ist nun das Kleyd weiß gewesen/ so wird auch sein Glaub rem seyn. Ist es aber besteckt vnd vnrem/ so wird auch sein Glaub vnrem seyn. Gleicher gestalt soll auch der Königliche Mantel/ nach obgemeken Farben außgelegt werden/als nemblich/ daß er bedeutet deß Königs Herzlichkeit vnnd sein bemahl. Wann einem König träumt/ wie sein Königlicher Mantel zerrissen/ oder verunreiniget sey / so hat er in seinem Regiment Betrübniß /vnd semer Königin Todt zu warten- Wird aber seinMautelschöner vnnd herzlicher im Traum gesehen / so wird er an seiner eigenen Person Freude/ vnd an seiner Rönigin dergleichen erleben / nach dem der Manrel sehr schön gewesen- Wann einem König träumt/ wie er einem neuen Mantel vberkommen har/hat er kein wetb/ so wird er sich verheyrathen/ vnnd einen Sohn zeugen / hat^r aber ein weib / so wird er auch einen Sehn zeugen/ vnnd seine Lust au j hu: haben- Wann einem träumt/ wie seine Kleyder geringer vnnd dünner worden seyn/ so bedeuten sie eine Schwachheitvnd Armut: Dan m der Äußlegung der Traume ist allzeit das beste/ was dick vnd vngebraucht vnd new ist. Wann einem träumt/ w;e die Kleyder/so den Glauben bedeuten / verunreiniget seyn / so bedeutet dieser Traum Vusauberkeir im Glauben / sind es aber Kleider/ so weltliche Sachen bedeuteu/vnnd werden verunreiniget/so bedeuten sie weltliche Trübsal/nach dem die Kleider sehr befleckt gewesen- Icem so einem träumt/wie sein Fleisch vberher befleckt sey/ so bedeutet es Jammer vnd Elend / nach dem tue Befleckung groß gewesen- Wann emem träumt / wie er weisse Kleyder trage / so wird er zugleich in geistlichen vnnd weltlichen Sachen Freude haben/ondjederman wird emAug aussjhn haben. Röche Mantel geben desto höhere Freude/ sonderlich den Weibspersonen- Wann emem träumt / wie er ausserhalb seines Standes eme rothe Apostolische Pnesterliche Kleydung trage/ oder aber halbe Hosen oder Meßgewand / derselbe wird zeltliche Freude vnd Ehr erleben/jedoch mit einem Spott vnd grossen Zanck von guten Freunden/ nach dem die Kleyder roch gewesen. Eltrinatgelbe Kleyder/ bedeuten Kranckheit/ nach dem die Kleyder roth gewesen. Eines jeden Kicyd'hat seme sonderliche Äußlegung. Die sasstgrune Kleyder bedeuten jederman einem reinen Glauben / aber so emem / der noch lebt / traumr / wie er todt sey/ an demselben bedeutet die grüne Färb den Leib vnd leibliche Sachen- Wann einem träumt / wie er mancherley klerder tra- Persianer ge/sie haben gleicheinerley oder mancherleyFarbe/so wird vnd Egy- er sich für die Straffe der hohen Obrigkeit deß Orts zube- prerMey- fahren haben- Gleiche Äußlegung gibt es auch/ jedoch et- nung» was geringer vbel/ wann emer nur em kleyd trägt/ jedoch das es vngebraucblich / vnd von mancherley Farben sey / auch gibt es Aanck >mt den Freunden- Alle newe vngebraucht dicke Kleyder/ bedeuten gemeinen Leuten etwas gutes. Aber subtile dünne Kleider/ die semlüfttig seyn/ gehören den Königen vnnd grossen Her:n> Wann einem König träumt/ wie er dicke grobe Kleider trage/wie die gemeinen Leute tragen/so wird er Trüb- n:ß vnd Vekümmerniß haben. Wann emem König träumt/ wie er einem seiner Herm seme Kleyder sehencke/oder jhm dieselben selber anziehe/ist es einPurpurkleyd/ so wird er jhm grössere Ehre anchun/vnnd jhm grössere Gewalt geben / vnnd jhm seine He-mlrchkeit vertrauen: Ist es aber ein ander kleyd gewesen/so wird er;hm grössere Ehre anthun/ nach dem das ^ leyd ijttIst es aber nicht deßkonigskleyd/sondcrn sonst emS/daS der l<ön?g n?cht selber getragen/so wird den konig denselben reich machen / vnd für allem Volck öffentlich Geschenckrhun-Schenckt der König emem Weibe kley- der/so wird sie der König lieb gewinnen/oder ja jre Blüt- freundm eine. Schenckt aber der König einem gemeinen Mann eui kleid/ so hat den Traum auch dergleichen Äußlegung wie gemeldt- Wann einem König traumt/wie er gebiete / daß man neue Purpurkleyder färben solle/ so w,rd er darauff gewißlich bedacht seyn / wie er den Feinden möge obliegen: Geräch nun die ?arbe glücklich/ so wird auch der Sieg glücklich gerathen / wo nicht/ so geschieht das Widerspiel. Wann einem König träumt/ wie er vnnd alle seine Reichs-RäthausssemenBefelin roth gekleydet seyn/so wird der K önig kost srey seyn/ vnd sie alle erfreuen. Wann einem König träumt/ wie sein Volck Citronengelbe Kleider trage / so wird er elend vnnd kranck werden/ vnd endlich gär sterben/ sind sie Himmelblaw oder Eysen- sarbe gekleydet gewesen/so wird er reich werden / aber mt5 Zorn vnd Gewalt vnd Vngerechtigkeit. Wann einem träumt / wie seine Kleyder mit VnflaL verunreiniget seyn/ so wird er eine Zeitlang in der?remb- de vmbherziehen/ nach dem die kleyder sehr vnreitt gewesen- Hat jhm getraumt/wie er als ein Kriegsmann angezogen sey/mit andern zustreiten/so wird jhm em Vnsal! begegnen: Dergleichen ist auch von Handlungen zuver- stehen. Wann ein träumt/ wie er einen newen Peltz trage/ ist es Winter / so wird er von einemgrossen H-'r.m Reich« thumb bekommen / nach dem der Peltz viel Haar gehabt: Ist es aber Sommer/vnd jhm geträumt hat/wie jhm gar zu warm gewesen sey/ so wird er auch wol Reichchumb haben / aber mit Muh vnd Zorn. Wann einem König träumt/ wie er einen Fuchsbeltz trage/ odervonandernwilden Thieren/ so wird er den Feinden einen grossen Raub abjagen vnd obliegen: Ists ein Schaffbeltz/so wird sein Einkommen zunehmen / nach dem der Wolle viel ist- Wanneinem^önigtraumt/ wie er einen alten Peltz anhabe/ solchesbedeutArmutvnnd Mangel am Gelde in deß königsSchatzkümmer. Wann emem gememen Mann träumt / wie er einen Fuchepeltz anhabe / so wird er durch listige Pracucken reich werden. Das 5XI.VIII. Capitel. sI>As Feuer bedeut mancherley Personen. Wann emem König träumt / wie ein Forberg VenFeu? vnd Liech- oder Haußgany vnnd g.ar durch stammen Fener weg- tern nach brenne/ so wird der Herz deß Hauses oder die Emwöh- der Inner dessemOrtS durch krieg oder schnelle kranckheiten dianer vmbkommen: Hat aber dasselbige l' eur kleine Flamme Außle- Zeben/ auch nicht alles verbrandt / sonder nur eines gung. E tl) theils/ zo Traumbuch. theils / so wird das Vnglück etwas geringer seyn. Wan einem Könige oder Fürsten deß Volcks also träumt/ betrifft dieses Bnglück den gemeinen Nutz/ vnd das gantz Volck. Wann einem träumt/ w»e er seine Kleyder verbrant habe / so bedeut solches denen Personen den Vntergang/ tvelchrtmrch eme jede Kleyduug / wie oben gesagt/ bedeutet werden. Wann einem Menschen träumt / wie seiner Glieder eines verbrant sey/ so wird das Vnglück d;e Personen betreffen / welche durch em jedes Glied / wle oben gesagt/ bedeutet worden. Wann emem träumt / wie er sewrige Kohlen als eine Speise abbreche / jedoch ohne Rauch vnnd Flammen / so wird er von vnmüningen Geld erlangen / nachdem er der fewngen Kohlen viel gefressen. Wann einem traumr/ wie er sewrige Kohlen ohne Flammen vnd Rauch gefunden/oder gehabt/oder bewahret habe/so wird er Geld bekommen/nach dem der Kohlen viel gewesen. Wann emem träumt/ wie ihn die Flamme deß Fe- tvers erreichet/ aber nicht verbranthabe / so wird er von emem/ der ihm zuschaffenmachen wird/angeklagt werden / je nach Gelegenheit der Flammen. Hat jhn aber die Flamme verbrant / so wird er von dem Fürsten desselbi- gen Orts gestrafft / oder mder Schlacht wider den Feind vmblommen/ oder aber eine schwere Kranckheit vnnd Geschwulst an den Geburts gliedern / oder sonst eine andere Kl auckheit außsrehen müfjen: Hat jhn aber eine Fewer ohne Flamm verbrant / so wird er vmb Geld gestrafft werden. Wann emem rraumt/ wie er Asche oder Lange auffhe- he/ derselbe wird em Lügner oder Lästerer werden. Hat einem die Flamme auß emem Ofen verbrant/ öderem glü- endc Scherben oder Thancn Gefasse/ so wird er von einem grossen Herzn/ der demgememen Volck wol geneiget ist/gestraftl werden^ Wann emem traumt/wie ervnter emem TopffeinFeur Mache / so wird er mtt emem Haußvatter streiten vmb ei- i?er Sachen halben/ vber welche er diesen Traum gehabt/ diese Auslegung geschieht darumb/ dieweil das gantze Haußgesind den Topff sihet / so wol als auch den Haußvatter. DaternmHoltze angefewert / so wird er mit Worten nm jhm zancken. Wann vinem träumt/ wie er Fleisch oder Speyse beym Fewer wärme/so w'.rd er das seine vnrer emes andern Gewalt verzehren/ oder)a Mit Förchtvnd Zittern. Wann einem rraumt / wie er em Lampensewer habe/ derselbe w '.rd Gewalt bekommen/ nachdem die Lampe ge^- wesen: Haben aber andere auchbey dieser Lampen angezündet/ so wird derselbe andere sich auch seiner Gewalt thvlhafftig ma.1>en.Vnd ist zumercken/so emem vomFeur träumt/ das keine Flamme / auch keinen Rauch von sich g:' r/ so bedeutet es Schmach vnnd Spott: Dargegen so das Fewr eine Flamme vnd einem Rauch von sich gibt/ so bedeut es gewalrig/Krieg vnd Kranckheit/wic gesagt. Wann emem traumr wie er im sinstern tapffe vnd fühle/vnd einer Lampen zugehe / dannr ersehen möge/ hat er nun ein Liechr angezüm er/vnd hat dabey sehen können / so w:rd er sich mtt siech bemühen/daß er Gewalt vnd Frewde erlange / er auch solches zu wege bringen / nach dem die ! ampe/ so er angezündet/ groß gewesen / wo mr / so wird das Widerspiel geschehen. Wann emem Könige also traumr/so wird er sich b> fieissigen grössere Ehre zu erlangen / vnd wird jhm gelingen wie gemeldt- Wann einem träumt/ wie er dem andern leuchte/ so wird er denselben zu ehren erheben. Wann einem träumt / wie er ein Fewer mache sich zu warmen / vnnd wie er sich dabey lräcme / so wird er dem Lan^sfürsten eine Bitte anlegen/ vuno nach dem er sich gewannt / nach den? wird er auch reich werden / dann die Kalte bedeut.t allzeit Armuth: Hat er aber em Fewer gemacht/Fleisch zubraten/hateS auch gebraten / so wird er die Leute anzuklagen vnd zustraffen Gewalt vberkommen auch dem das Braten aewesen:Hat er das gebrate Fleisch gessen/so wird er für jederman eme Sünde begehen/ vnnd zuschandenwerden/jedochRelchrhumb erlangen/ vnnd nachqeplagtwerden/ nachdem er v:el gebrarens gessen hat.Dann es vnmüglich/ daß auffdie Bratung durch das Fe wr eine gute Bedeutung erfolge/außgenommen/so einem Kauffmann also träumt. Dann so demselben träumt / wie seine Wahr brenne/ oder wie der Ort/ da er seine Wahr hat /vom Brande an gangen sey/so bedeut es/daß durch seine listigeHandlung/ semeWahreme Enderung haben soll / MochmitFurcht vnd Verspottung. Das <ÜXl.lX. Capitel. ^>As Fewr bedeutet grosse Saä)en/ also / daß es auch ^^die Götter bedeutet. Wann emem tramt / wie sein Hauß brenne / derselbe wird vom Könige oder vom Landsfürsten gestrafft werden. Wann einem traumt/wie sein Lager verbrenne/so wird er sein Weib oder seine Beyschläfferm verlieren. Träumt jm dann/ wie ein Glied am Leibe brenne / so wird er m ein sehr groß Betrübniß vnd Verderben fallen / je nach Auflegung eines jeden Gliedes. Wann einemtranmt/ wie er brennende Bände/ so nöch nit zu Kohlen wvrdei. / esse / so wird er vom Könige/ oder von emem grossen Herzn reich gemacht werden. Wannemem träumt / wie er Kohlen m einem Gefasse anzünde / so wird er etlichen grossen Herzn dienen / nach dem das Fewer groß gewesen: Hat cr dann die Kohlen mit Wasser außgelescht/so wird er grossen Herzn schademHat er das Fewer angebetet/ so wird er an grosse Herm eine Bitte fhun/vnd erhöretwerden.Hat er die Asche gesamb- let/ so wrrd er von grsssen Herren ziemlich Reichthumb erlangen. Hat einer eine Lampe angezündet / vnd trägt dieselbe/ ist er ein König/so bedeut es jhm Ehre vndSieg/dnd daß er dieFemde zu gründ vertilgen wird:Ist es em gemeiner Mann/ so wird er zu Ehren kommen/ nach demdieLan^ pe groß ist. Wann einem König rraumt / wie er etlichen andern angezündre Lampen darreiche / sind sie bekandt/ so wird er Mn hohe Aempter vnd Herzschaffren vbergehem Sind sie jhm mr bekant/ so wird er femen Femden guts thun. WannememKöniglraumt/ wreerviel Lampen oder Liechter un Tempel oder msemcm Pallast habe lassen anzünden / so wird er nach der Anzah! der Liechrer / die für- nembsten Leute zusammeiibeschrechen / zu emem Frew- denrag/ vnd sie alle fro lich machen. Wann jhm aber tramm/ wie sein Liecht außgeloschen Mder semen Willen/so wird er von seinen Feinde Trübsal haben/nach dem die Finsterniß größ oder klem gewesen. Wann emem traumr / wie die Haußlucerne m seinem Hause außgeloschen sey / so wird der Haußvatter sterben/ auffden jedermau/als auffein L-echt zu sehen pfleget/so er sie aber wider angezunder hat / so wird em anderer Hauswirth an seine statt kommen^ Wann einem traumt/wie der Schein deß HaußliechteS geringer worden/daß er schier gar außgeloschen / so wird der Haußhen m eme Kranckheit oder m Armut fallen/ nach dem das Liechr sehr dunckel worden. Träumt einem / wie sein Hauß voller Rauch worden/ so wird er von der Obrigkeit am Leibe gestrafft werden/ nach dem der Rauch sehr gebissen. Hat er aber den Rauch wol gerochen / so wird cr mtt süssen Worten andern Gewalt geben/ vnnd jhm hiermit em^i guten NameN macheu. Wann einem träumt/ wie er eine Lampe/ soaußge- lescht ist/in der Hand habe/ist er em König / so wird er itt Betrübniß fallen/vnd nicht lange leben: Ist es ein gemeiner Mann / so wird er seme Gewalt / sampt/dem/was er gesuchthat/verlieren. Wenn emem träumt/ wie er vnverletzt Fewer in sei« Nem Kleyd trage / so wird er m deß Königs Kundschafft kommen / vnnd wird chm eine Heimlichkeit vertrawet werdem Wam: emem träumt / wie das angezündte Lrecht/ die gantze Laternangezündet/ so wird der Haußher? Erhöhung vnd Ehre erlangen / vnd darnach vmbkomlmn. Wann einem König rraumt/ wie d:e Seulen deß Tempels oder deß Pallasts entbrant seyn/ solches bedeutet eint andern Herm/vnd den Vntergang der Rathe / die der vorige Her: verordnet hatte: So aber der König selber die Seule verbrent/ so wird er seme grosse Herzen selber vmbrmgen: So er aber andere Seuleu an die statc setzet/ so wird er auch andere Rathe setzen. So emem träumt/ wie er sich bey einem Fewer warme / so wird er emcm Fürsten dienen / vnnd nach d^m er sich sehr gewarmet/relch werden: Die Kalte aber bedeutet Armut. Wann emem träumt/ wie jhm die Haar auff dem Haupt VöFeur/ vnd Liech- te/nach der Persianer vnd Egypte? Lehr» ^^oma5ari5. -M«« -^!l!we I ^"q.''c'L«z ^ UiZMÜR ^l-Äl?^ßp I!Ä ÄÄN ^-?Ü!!!IMP ^'.'u'^iM :7'aÄmhch ^ -vWlsiS .^^.55» vvF Vom fliegen vnnd springen / der Indianer hehr. Haupt verbrennen / so wird er sein Reichthum durch die Obrigkeit verliercn/n?ch dem die Flamme/groß gewesen: Träumt einem König also/ so wird er sem Volck durch eine Schlacht verlieren/nach dem der Haar vielverbrant- Wann emem König träumt/wle fein wagen verbrant sey/ so wird sem Königreich gedemüthiger iverden ver- brendt aber der Stuel aufs den wagen/ so wird er sterben/ so der Königliche Stuel verbrennt/so wird seme Keyierin oderKönigmsterbemFahrt er aufs dem wagen/vnnd verbrennet die Nader / so wird er wegen übriger Bewegung kranckwerden / nach dem die flamme der Rader größ ge- w. ftn: Vnnd so eremen kriegszug vorhat/ wird derselbe zurückgehen. MeLiechter/ so ein Hauß erleuchten / bedeuten jeder - man/was Stands er auch sey/ Ehr / Gewalt/ vnnd alles gmes-Wo aber d;e Llechter außgelescht werden / bedeuten sie daSwidersptel- Das Capitel. ^Ann einem träumt / wie er in die breite oder aufs die seire/ von einem Ort zum andern finge/ sowlrder eine Reise für sich nehmen / dadurch er erhöhet / vnd reich werden wird / nach dem er im fliegen hoch daher gefahren: Auch wird es mit der Reise wol oder vbel aehen/ nach dem das fliehen wol von statten gangen ist. So er von elftem /Ort zum andern gesprungen ist / das hat die vorige Bedeutung/jedoch etwas schwacher. Wann einem träumt/ wie er stracks vber sich in die Höhe geflogen/ so wu der schaden/ vnndemen schnellen Vntergang haben : So er biß an den Himmel hinauff fieuä)r / also / daß er den Himmel mtt den Händen emb- siglich ergrelffen wolle/ so wird sem Verderben desto schwerer vnd schneller seyn. Wann einem träumt / als wie er vom Himmel herab somme/ so wird er auch inkurtzerZelt sterben/vnd vor seinem Todte noch seiner Sinne beraubt werden. Wann e,nem träumt / wie er im Hlmmel sitze / vnnd wlsse nicht/ wie er dahin kommen sey/ so wird er in seinem Glauben Gnade erlangen: Ist er ein Freund deß Königs/ sowirdersehrberühmbtvlmd gewaltig werden. Wann einem träumt/ wie er in der Lufft schöne vnge- tvöhnliebe Hau er habe derselbe wird bald sterben. Ist a- ber das Hauß Hebawet gewesen/wie andere Hauser / so ist er doch dem Verderben vnd Vorgang nahe Wann einem träumt / wie er von semer stelle zu der andern m der Höhe fahre / so wird er von seiner Handthie- rung aufsein andere fallen. / sie sey dann arger oder besser/ vach Gelegenheit deß Örts / auch wird er wol oder vbei darzu kommen / nach dem der Sprung gewesen/lang oder kurtz. Wann einem träumt/ wie er mit einer Stangen oder Stab einen Sprung thue / so wird er durch Beförderung eines Gewaltigen vomAdeleine Reise thnn/vnd Freude erlangen-Item/so er sich an emeSeule häik/vnnd also elftem Sprung thut/ sö wird er sich auff Relchrhumb verlassen/ vnd also eine Reise thun- Springt einer an einer eisernen Stangen fort/ so wird er desio beständiger Rerchthumb erlangen/ nachdem dk Stange schwer gewesen. Das CN. Capitel- Haker daselbst einen Königlichen Sitz gefunden/ so wird er em frembd Land einnehmen vnnd besitzen/ das besser ist/ alssemeö/ wlrd auch un selben Lande wohnen. Wann einem träumt/ wie er im hinauff fahren gestrauchelt vnd gefallen sey / so wird er Reichthumb verlieren/ vnd sterben. Wann einem träumt/ wieervoneimmOrt zum andern sprmge/so wird er ohn aöe Sorge sicherlich/ vnd mit Freuden von emem Ort zum andern reisen- Ist er aber mit Furcht fort gesprungen / so lvird er eine sonderliche Reise thun / vnd im Krieg ziehen. Wann einem gemeinen oder armen Mann traumt/tvie oben gemeldt/so ist die Bedeutung etwas geringer- Das ci.ii. Capitel. AVIe Wolcken bedeuten Weißheit. So nun einem Von des ^^traumt / wie er ein Stück von einer Wolcken ergreif- wolcken/ fe/so wird er weise vnd verständig werd«:/nach dem die nack der Wolcke groß ist. Indianer Wann einem träumt / wie er von den Wolcken auffge- Lehr«, haben werde/dahm er begehrt har/ist er aufsWeWeit beflissen / so wird er dashschste Ziel der Welßheit erreichen- Gehet er aber mit weltlichen Sachen vmb/ so wird er von einem grossen Herzen Reichthumb erlangen/ jedoch mit Fürcht/wegen deß Lanosfürften. Das Capitel. Q^>Änneinem träumt/ wie er von einem Stücke einer Von den ^^Wolcken sey naß gemacbt worden/ oder wie er in eme wolcken/ dunckele Wolcke gangen sey/ derselbe n ird kranck werden/ der Per- nach dem er sehr naß worden/ vnnd nach dem die Wolcke sianervnH sehr finster gewesen. . Egypter Wann emem träumt'/ wie sein Hauß von einer Wol- Lehr» cken sey erfüllet / vnnd darvon naß worden / ist er ein König / so bedeutet diß Hauß seine Herzschafft / vnnd so sem Land mit Mangel an Provrand beladen ist/ so wird es fruchtbar werden / ist aber kein Mangel da / so wird sein gantz Kriegsvolck Reichthumb / vnnd seine Vnterthanen Freude erlangen. So ememgemeinenManNealso träumt/ so wird er sich für dem Landsfürsten fürchten. Wann einem König träumt/ wie er aufs den Wolcken sitze/vnd darauff fahre/ wohin er will / sowrrdjhm ein grob frembd Volck dienen / vnnd er wird vber sie herz- fchm/ auch wlrd er vnverhofften Steg vnd Freude erlan- gew. DaS LI.IV. Capittel. Egypter einhellige Mcy- nung^ ^LÄnneim träumt/ wie er von einem siarckey Win- ^ de erhaben/ vnd von einem Ö rt znm andern gewehet werde/derselbe wird eine w.lte Reise für sich nehmen/ vnd Vomflie- ^^^nneim träumt/ wie er als ein Vogel ohne Federn hen'vnd ' der Luffr hin vnd her fahre/ so wlrd er grosse Ehr svringen ^ Hoheit erlangen- derPer- Konig also träumt/ so wird er / waser tm f-aner ^nd Kriege/vnd sonst außzurichren begehret / zu einem glück- Earvter ^lgeu Ende brmgen. Wann einem König träumt / wie cr gen Himmel / an das Gestirn hinan stiege / so wird er dte andern Könige alle / mit Hoheit vno grossem Namen vbertreffen / vnnd so er die Gestirne etliche Wort reden höret/ oder etwas geschrieben / dasselbe wird alles gewißlich waar werden. So jhm auch träumt / wie er auff Erden stehe/vnd mit dem Gestirn etwas rede / oder etwas im Himmel gelesen habe/ soll gleicher gestalt also waar werden- Wann emem König träumt/ wie er hinauff gen Himmel gereiset / vnnd sich daselbst gesetzt habe/so wird er em grösser Land gewinnen / als er /ctzuno hat-z VoN den' wlnden wird gewaltig werden/ nach dem das Wehen deß Wmdes groß gewesen. . , Indianer träumt einem / wie jhn der wind mit Staub vberwe- he / daß er mebr sehen könne / so wird er in Berrubniß fallen/vnd sich für dem Landefürsten fürchten/vnd seinGlau- be wird geschwacher werden / Nach dsm jm die Augen sehr dunckel worden- Wann einem träumt/wie ein General^oder Landwind gehe/ so mag e' sich deß Königs halben fürchten- Wann einem traumc / w;e der wind Bäume zerbrockm habe/ so werden etliche grosse Haupter durch Königs Vngnade vmbkommev/ nachdem der Baume viel gewesen/wirfft der wind Häuser vimd Geöän ew/so werden die Fürsten deß VolckS vntergehcn. In Summa / aller?all so einem nn Traum fürkompr / bedeutet auch einen Fall. Vnnd so verwind Kalte mit sich bringe/ so bedeutet er Armut/vnnd Verkleineriinq deß Er^lheils/ dann Armut halben / leidet man i^alte. So bedeutet all zu grosse Hltze auch Betrübniß- Wann einem träumt/ wie ein qrausamer wind gehe/ zur zeit / wann die Baume herfür brecbeii / hat et Baum^ zerbrochen/ so bedeutet erReievthü.'ch der Erden/ dann der wind kommet den wachsenden Dmgen auch zu Hülffe- C tlii Da^ Traumbuch Das V. Capitel. Von den Wmden/ der Per- stanervnd Egypter glelehför- migetehr. Von der Sonnen/ Monden vnd Gestirnen/ nach der Lehr der Indianer Vnd Egy- pter. ^k>Enneinem träumt/ wie er auff dem wege von dem ^^Winde fortgetrieben werde/ derselbe wird von der Obrigkeit eine stette Förderung / Fremde / vnnd Hülffe haben: Gehet jhm aber der Wmd entgegen/ vnnd hindert jhn am fortgehen/ so bedeutet er das widerspiel- Wann einem Könige träumt/ wie er auff den Reise von den winden verhindert werde / so wird er auß einer weit enrsegr«cn Herrschafft pcst bekommen/ die ihn betrüben wn-d.Go jhn aber die wmde forttreiben / so bedeutet es jhmFreude. Wann einem träumt/ wie jhm der wind entgegen gehe / vnnd wie er die Fruchte verletze / so wird an demsel- benOrte/ da derwmd wehet/ em anfallige Seuche regleren. Wann einem träumt / Wie an einem orte starcke winde gehen/also / daß die Baume oder Palmen mit der wurtzel außrressen / so wird über demselben ort ein schrecken vnnd verderben/vom LandtSfürsten kommen/nach dem der Fall der Baume greulich anzusehen gewesen- Wann einem traumt/wie gar kein wind gehe/vnnd wie das Volck deß Orts gar kleinmütig sey /so wird am selbigen Orte ein Erdbedem werden/vnnh der Landsfürst wird in Armuth gerathen. Wann einem träumt/ wie ein warmer wind zur Winterszeit gehe/ solches bedeut am selben Orte Fruchtbarkeit. Wann einem träumt/ wie zur Winterszeit ein kalter scharpffer rvmd gehe/ solches bedeut demselben Ort eine wlderwerrigkett. Item / so zur Sommerzeit cm kaltllcber wmd gehet/ so bedeutet er denselben Ort nutz vndGewmn/geheternichrkalt/ svbedeuret er das w:- derspcel. Wenn emem Könige träumt/ wie ein hefftiger wmd wehe/ so hat em theil semer Vnderrhanen etwas böses oder gures zuZ,. warren/ nach dem der wmd ist. Das Cüpjtel. A>Ie Sonne bedeutet ohne aucn Zweiffel die Person Der Mond aber eine Person/ so dieneheste nach dem Könige ist D ce Venus/ Abend vnd Morgenstern/ bedeutetdie Keyserm oder Königin- Die andern sürnehmesten Gestirn / bedeuten die sürnemsten Leute/ be:) dem Könige- Die andern.Sternen bedeuten dlegantze Welt- Wann emem rraumt/ wie er nahe zu der Sonnen Scheibe kommen sey/ oder wie er dieselbe angegriffen/ derselbe wird von dem Könige Freude erlangen/ nach dem er der Sonnen nahe kommen wenn emem weibe also träumet/ ss wird sie Komgm werden Träumer einem K önige also/ so wird erjhme einen andern König vnreuvcrffen. Wann einem rraumt / wie er mit der glänzenden Sonnen streite / derselbe wird sich Wider den König legen: Jst es'em gemeiner Mann/ so wird er vom Könige am Leben gestrafft werden. So emem rraumt/wie er Stralen von sich gebe / wie die Sonne thut / derselbe wird König werden / naeb dem das Uecht groß oder klein gewesen- So einem Könige also träumt/ so wird sem Königreich zu höhcrn Ehren kommen/dergleichen ist auch von einem weibe zuverstehen- Wann einem weibe rraumr / w:e sie eine Sonne gebehre / sie sey wer sie wolle /so wird sie einen König gebaren. Wenn einem träumt/ wieer Stralen von sich gebe/ also/daß ihn das Volck nicht ansehen könne/ derselbe wird König werden- Wann einem träumt / wie er die Kugel der Sonnen/ jedoch ohne Stralen m seiner Hand habe / ist er schwach/ oder wird geplaget / so wird er einen machtigen König o- der Fürsten gesanglich halten- Wenn einem rraumt / w.e die Sonne vngewöhnlicker weise m sein Hauß scheme/so w-.rd er vom Könige Freude vnd Reichthum!) erlangen/ nach dem das Liechr groß gewesen. Wann emem träumt/wie die Srmncnscheibe in sein Hauß kommen/ ist er in König/ sowirderemen ^ zeugen / ist es cm grosser Herr / od?r ein gemeiner Mann/ so wird er höher erhaben werden/ vnd seme woüust haben/ such denkömg selber annehmen/ vnd empsahen. Wenn einem träumt/ wie derkönigznjbm kommen/ vnd wie er denselben verachtet habe/der ird rrewleßam Könige werden. Item / so emem träumt / wie jhn auss demWeae der Sonnenschein warme / sowirdervom KonReich- thumb erlangen/ nach dem die w^rme aros geweftn. Hat ihn aber die Sönne gar sehr verbrämt / so wird er gestrafft werden/ nach dem die Hitze groß gewesen. So einem rraumt/ wie er die Sonne am Himmel sehe / ohne Stralen / vnd ohne liechr / solches bedeut dem Könige Vnglück- Träumt aber einem grossen Herrn also/ ft wird derselbe den König verachten / vnnd so das Volck n-ben jhm die Sonne auch also gestalt scher /so wu'd auch das Volck nichts auff den Kc mg geben. Wann emem träumt / wie er eine Imsternuß an der Sonnen sehe/solches bedeutet den Könige Trübsal vnnd Krieg- Wenn aber die Sonne der Finsternuß wieder enrledigt wird / das bedeut dem Könige Sieg / bleibet sie aber also/ so bedeur es dnö widerspiel- Wann einem träumt/ wie die Sonne mit Wolcken bedeckt werde/ so wird der König in Betrübnuß vnnd Kranckheit fallen/ nach dem die Sonne sehr bedeckt gewesen. Wann emem träumt/ wie die Sonne auffgangen/ vnnd sein Beth beschemet/ haterkeinwech/ so wird er ein reich weib überkommen/ hat er aber em wech/ so w:rd er ein reich we:b lieb haben/ vnnd wird durch sie Gnade beyköniglitber Mayestat auch Hoheit vnnd Am- pter erlangen / nach dem das Liecht der Sonnen helle vnd lange gewesen. Wann einem tramvt / wie die Sonne in dünnen Wolcken bedeckt sen/ so wird dem Könige ein genug Be- rrübnußvnd kranckheitbegegnen: Wennaber die Sonne der wolcken wieder loß wird / so wird auch der König seine Gesundheit viid Freude wieder bekommen. In Summa / die Sonne bedeut den König / so nun einem von der Sonnen etwas guts oder böses begegnet/so wird jhm dergleichen von dem -Könige bedeutet. Wann emem rraumt/ w'.eSomre vnnd Mond/ vnd die Gestirn/ohn alles Liecht versamblet seyn: Ist er em grosser Her:/ so wird er wegen dieser Fmsternuß gar zu gründe gehen: Ist er ein konige / so wird er von jederman vmbrmger vnnd bekrieget werden / vnnd in groß Betrübnuß fallen. Item/wann einem träumt/ wie die Gestirne befin- sterr werden/ das bedeutet auckwol Verschwendung deß Meichthumbs: Hat er aber im Brauch gehabt/ daß er an andern Gewalt geübt / so wird das Volck zweymal so sehr vonjhmvnrechr leiden- DieDonnebedeuteteinen grossen-König/ so nun der/ demalsotraumt/ wie oben gesagt/mdeß-Königs Lande wohnet / so bedeuten die Traume dem Könige / was gemeldet worden / Ist aber die Henschafft emes andern Herm/ so bedeutetes demselben gutes vnd böses- Die Venus/Abend oder Morgenstern/ bedeutet die ^ömgm. Der Mond / wie gesagt / bedeut eine Person/ so die nechste nach dem-Könige ist. Mercurtus bedeut den Obersten in deß Königes Cantz- cley- Mars bedeut den Obersten ?eldhauptmann deß Königes. Der Jupiter bedeut den/der deß -Königes Schatze vnnd die Regierung in seiner Gewalt hat- Saturnus bedeut den/ so dieVbelthater straffet vnnd züchtiget- Wenn einem tranmt / wie derMondin seinem Hause scheine / der wird k'rewde vnnd Reichthum!) erlangen/ vonden/ der nach dem Könige der Höchste ist/ Hat er kemWerb/ sowwdermtt Freuden ems nehmen/ vnnd reich werden. Wannemen traumt/wie er die Scheiben deß Mondes selber m sein Hauß trage / oder ja m semer Gewalt habe/ sowird erüber deßobgemeldten höchsten Regenten vnnd Herrschafft seines Gefallens zu gebieten haben. Wenn einem rraumr/wte der Mono verfinstert werde/ so wird der/welcher der -Oberste nach dem konige iji/rrew- loß werden / vnd solch sem Fürnehmen wird jederman be- kandt werden- So aucheinem andern also träumt/ so wird doch geschehe»/wie gemeldet» Wenn Wenn der Mond der Finsternuß wieder frey wird / vnd stmen Schein wieder bekömpt / sowird der oberste Her: nachdem Könige wieder an den Hoff beruffen werden/vnd wieder in semen Ehrenstand gesetzt werden- Wann einem Könige rraumt / wie der Venusstern mit gar geringemLiechte auf,gehe/ so wird der König seine Königin hassen vnd anfeinden: Wird aber der Venusstern gant; vnnd gar mtt Wolcken bedeckt/ sowird die Königin m Kranckheit vnd Trübsal fallen. Wenn aber der Venusstern viel Heller scheinet/ als son- stcn/vnnd viel ansehnlicher ist / sowirdder^onlgander Königin seme Lust haben vnd sie lieben/auch emen Sohn mitibr zeugen. Wenn der Venusstern vom Himmel herab salt/so wird die Königin sterben- Vnd wenn auck gleich einem andern träumt / Wie der Venusstern seinen Glantz anff jhn oder auff sein Hauß w.rffe/ sowird derselbe auci) Freude von der Kömgin haben» D:e andern grossen Gestirn bedeuten die obgemeldten Personen/dergesialr/wie gesagt ist- Ist nun der/ dem also trauuit/m deß Königes ober emes andern Fürsten Lande/ so bedeuten sie/wie obgemeldt.Ist er aber in einem andern Lande / so bedeuten solche Gestirn alle den Lands-fürsten desselben Landes- Jedoch pfleget stchs nicht zuzutragen/ daß einem meinem srembden Lande also träumen solte- Das ci.vn. Capitel. ^>Er Msnd bedeutet den andern im Königreich. ^ Wann einem träumt/ wie er den Monden am Himmel in vollem L:echr scheinend sehe/ so wird er vom Könige Freude vnnd Reichrhnmb haben. Sihet er den Monden gar m der Nähe/ oder bedünckets jhn/ wie er den Monden in den Bulem oder in der Hand habe / Ist es ein Persianer Mann/so wird er em hübsch vnd holdselig Weib nehmen/ vnd Eay- nach dem die Scheibe deß Mondes sehr voll gewesen: Ist " es aber ein Weib / so wird sie gleicher gestalr einen schönen freundlichen Mann überkommen. Wann einem tra,mtt / wie der Mond jhn selber/ oder sein Hauß bescheme/ so wird er von dem Könige oder seinem Hoffgesinde Freude Haben- Wenn einem traumr / wie er den Mond bcsinstert/ vnd ohne Schein sehe/so wird er ein weib nehmen/ die jhn verfluchen/ vnnd vmbs Leben bringen wird/ auch wird er vom Könige gestrafft werden- Wenn einem guneinen Mann also träumt / so betrifft die gemeldte widerwertigkett den Mann selber. Die andern Planeten vnnd grossen Gestirn bedeuten denAdel vnd reiche Leute/ vnd die/ so dem Könige am nechsten seyn/ sie wohnen auch wo sie wollen. Es haben aber die Planeten vnd Sterne/so in der nahe gesehen werden/ eme vollkomnere Bedeutung / als die/ so von ferne gesehen werden. Wannememträumt/ wie die grösten vnnd Hellesten Planeten vnd Gestirn an einem ort versamler seyn / vnnd helle scheinen/bedeuten eine gute Versamblung/ vnnd allgemeine Freude der obgemeldten Personen/ Scheinen sie aber nicht helle/vnd sind zerstrener/vnnd verdunckelt / solches bedeutet deß Königes Amptleuten vnnd andern obgemeldten / Betrübnuß vnnd widerwertigke-.t / So sie aber zum theil scheinen / zum theil verdunckelt seyn / solches bedeutet zum theil Freu) zum rheil Betrübnuß. Wann einem rraumt/ wie er Gewalt habe über alle andere Gestirn / derselbe wird alle andere Volcker vnter sich bringen/vnd so er sonst tüchtig da^u ist/ wird erjhr König werden. Träumt jhm aber/ wie er zum theil Gewalt über die Gestirn gehabt/ oder habe/ so wird er über ein Volck her:- fchen. Wann einem träumet / wie er die Gestirn weise/vnnd fein ordentlich stelle / so wird er von einem sehr mächtigen Königs/ die Herzschafft über ein Volck erlangen/ alles «ach Gelegenheit der Zeit/ vnnd nach dem die Anordnung deß Gestirns gewesen. Wenn einem träumt / wie er die Gestirn esse / so wird er die Leute verzehren / nach dem das Essen gewesen- Hat er aber sie nicht gekawet/ sondern nur verschlungen/ so werden vngewöhnliche Leute in sein Hanß kommen/ vnnd freundlich Mit )hm vmbgehen- ^omalari'z. V was bitten/vnd Gnade finden/ so fern jhn die Gestirn mit jhrem Liechte beschemen-Hat er für dem Gestirn geweinet/ so wird er auch Gnade bey dem Könige finden/nach dem er sehr gew^net hat.Hat er dem Gestirn ein Rauchwerckge- macht/vnd solches ist in der Kirchen geschehen/ so wird er/ weil das Feuer ein kraffcig ding «st/em groß Ansehen/ vnd Gewalt bey dem König erlangen/nach dem derGeruch gewesen- Hat er dem Gestirn geopssert / er sey hohes ^derni- driges Standes / so wird er eine vngesalschte vollkomme-- ne Liebe gegen dem Könige erzeigen/ vnd beweisen- Persianer Lehr. Von dem Gestirn/ nach der Indianer Lehr. Von der Sonnen/ Monden vnd Gestirnen/ nach der pterAuß legung vnd Erfahrung Das Ll.vill. Capitel. Von Ge- M^Enn einem träumt/wie er die Grstirn/ sozuGöt- stirnder ^?tern worden/ anbete/so wird er den König vmbet- Das dl-IX. Capitel» (W>Enn einem traumt/wie er das Gestirn anbete / wel- ches der gemeine Mann für Götter helt/ der witd liegen / vnd bezüglich mit grossen Hoffrahten vmbgehcn/ alles/nach dem das Gestirn g'.wesen.Denn alleAnbetung/ ausserhalb deß Schöpffers aller dinge/ ist falsch vnnd ver- geblich:Denn Gott allein gebürt das Anbeten. Wann einem träumt/ wie er gegen Himmel sehe/vnNd die Gestirn sehe / in gestalt der Buchstaben / oder anderer warhaffnger/ wesentlicher dinge. Ist er ein König / oder semer grossen Herm emer/ so wird seine Gewalt erweitert werden/vnd wird langeleben/ nach dem er dieselben lange angesch. w^t vnd besichtiget. Hat er die Buchstaben gelesen/so ist die Bedeutungen desto krafftiger/ vnd was er da gelesen hat / das soll er gar vor gewiß haken: Hat er die Buchstaben nicht gelesen so ist die Wolthat/so er bekvmpt/ desto geringer. Wann einem träumt/ wie er reise/ vnd jhm die Gestirn den Weg weisen/ sc wird er zuwastervnd Lande glückhasf- tig seyn / sich auch zu einem fürnehmen gerechten Richter gesellen/ vnnd bey ihm m Gnaden seyn: Gehet er aber jrre auff der Strassen / so w?rd er einen vnverstandigen Nichter antreffen / vnd von jhm geplaget v erden. Wenn emem träumt/wie die Gestirn lmab ins Meer fallen/ solches bedeut/ daß der König wird etliche Leute vmbbrmqen lassen- So einem Könige also träumt / so wird er ein groß Sterben an seinem Volcke sehen. Wenn dem Könige träumt / wie er die Gestirn gar fewrig vnnd mit emanier strettensehe/ sowird er vnrerschiedliche Posten von dem Vnrergange seines Volcks bekommen/ nach dem die few- rige Entzündung groß gewesen- Wenn demkömge oder der Königin träumt/wie ein Gestirn vom Himmel herab steige / vnnd mtt ihnen rede/ so werden sie von Gott alle Freude vnnd Erfüllung jhres begehrens erlangen. Wenn einem gemeinen Mann also träumt / so wird er srölich vnnd gesund werden/ so er ohne das kranck oder betrübt ist / wo nicht / so wird er in seiner, Nahrung Freude haben» Das Capitel. tD^Er Regen bedeutet Erfüllung vnserer Bitte vnnd Von Re- ^^Wunsches / vnd daß man Barmhertzigkeit erlange, gen nach Derhalben / wenn einem träumt / wie sein Vorberg vom derIn- Regen befeuchtet worden/ so wird er Reichthumb / Freu- dianer de vnd Barmherizlgkett von Gott erlangen. Lehr. Wann einem Könige also träumt / vnnd sonderlich zu der Zeit / wenn der Regen mangelt / so wird er von Gott erlangen/ wasergebeteN- Vnnd so das Land Mangel an Provianc leidet / so wird Fruchtbarkeit sarausserfolgen- Ist aber kein Mattgel an Regen / so hat der Traum nicht grosse krafft- Wann einem träumt / wie er von Regen trincke/ Ist das Regenwasser lauter / so wird nicht allein dem gantzen Lande Gutthat dadurch bedeutet / sondern es wird auch der/ so Regen getruneken/ von Gott grosse Wolrhaten empfangen Ist aber das Negenwasser trübe/so wird er m Betrübnuß vnd kranckheit fallen/ nachdem er viel Wassers ge- truncken. Wenn einem träumt/ wiealleinsein Hauß vom Rege n naß worden / so wird sem Haußgesinde lN eine glssr -gL, Pestilentz/ vnd andere schwere kranckheüen fallen- Dergleichen bedeuten auch andere Häuser / die also vom Regen naß worden. Wenn einem rraumt/ wie er eine menge Regenwas- . sers gesambler/ so wird er Betrübnuß vnd wideewerttu,- keit haben/ nach dem deß Regerwasjers viel gesamlel- Das 35 Traumbuch Das cl.xi. Capitel. Vott Re- gengleich- formige Lehr/ auß denschriff- ten der Persianer vnd Egy- Pter. Vo» koch/der Indianer Lehr, j Von den Erdkluff- tenvnd wasser- rissen/so von Regen entstanden der Indianer vnd Egy- pter Leht. Von den wassern/ nach der " Indianer Lehr. ^>Enn einem träumt / wie sein Land vnnd Wohnung ^^durch einen mittelmassigen Regen befeuchtet werde/ so werden desselben Landes Einwohner deß Königs Gutthat theilhaffttg werden: Ist aber der Regen zu starck vnd zuviel gewesen / ss werden deß Landes Einwohner deß Königs Vngnade fühlen/ jedoch endlich wider Barmhertzlgkett erlangen. Wann emem träumt / wie er auff der Strassen beregnet werde/Ist es ein König/so wird jhm eiwas w:derwer- tiges/das jhm nicht gefallen wird/widerfahren/ nach dem seine kleider sehr naß worden: Vnd so er emen krieg / oder eine Reise für sich hat / sc Wird er denselben vnterwegen lassen. Dergleichen bedeutet auch dieser Traum emem jeden/ auch den gemeinen Mann. Wann emem träumt/ wie eine Gegend Nicht von der Zufft oder Regen/ sondern sonst naß worden sey/ so wird den Einwshnern jhre Hoffnung fehlen / vnd sie werden ei- ne Neue vnerhörte Wtderwertigkett / vnnd übernatürliche kranckheit leiden- Em jeder klarer Regen bedeutet einer jeden Person gutes/aber em trüber Regen/bedeute'r das widerspiel- Das ci.xii. Capitel- VUEim einen träumt / wie er im kote wandere/ derselbe ^^wird Bekümmernuß vnnd Betrübnuß haben / nach dem deß koteS viel gewesen. Ist der koch stinckend/ so wird das Trübsal desto heff- tiger/vnd mit einem bösen Namen befleckt seyn/ wegen deß Stancks. Wann emem träumt/ wie er auß reiner Erden ein Gefäß mache/ derselbe wird an seinemReichthumb vrr- vortheilt werden / vnnd m Bekümmernuß vnnd Trübsal gerathen. Wenn eiuem träumt/ wie sein Kleid mit koch verunreiniget worden/der wird geplaget werden / nach der Außie- gung / so oben gemeldet worden / was ein jedes Kleid de- öeilre: DergleichenAußlegungharesauchmitden Gliedern/so dieselben befleckt werden/ so zeucht sich der Traum auff die Personen / so durch em jedes Glted bedeutet werden / wie wir zuvor gesagt haben. Das Capitel. Enn einem träumt/ wie er durch klüsste vnnd Risse 'derErdengehe/ so das Regenwasser gemacht/ der hat von emem Mächtigen vnnd kühnen Femde Gewalt VNnd Trübsal zu erwarten: Kömvter endlich mit Mühe vnd Arbeit hindurch / so wird er vom Femde erlöset werden- Wenn einem träumt/ wie jhm das reissende Wasser sein Kleid weggeführt/ so wird er semMichthumb/ vnnd die Personen / so das Kle.iö bedeutet / W e oben gemeldet worden/ durch Gewalt semes mächtigen Femdes verlieren : Et trinckt er gantz vnnd gar ,n gemelkten reissenden Wassern/ so wird er von einem mächtigen Feinde im Kriege vmbkommen- ÄLelM einem träumt/ wie ein reissend Wasser / Bäume vnd Gebäu mit sich hmweg reisse/ Ist er em König so wird er nach Gelegenheit der Baume/ Land vnnd Leute verlieren» Ist es ein gemeiner Mann /so wird er selber erschlagen werden. Das CI.XIV. Cäpittel. ^Ie Wasser bedeuten die Menschen / groß vnnd klein/ ^ demnach die Wasser seyn- Wann emem träumt/ wie er zu einem sehr grossen Wasser / so m heiliger Schnffr stehet/kommet/ darüber zu fahren / oder Wasser darauß zu schöpffen / Ist er nun ohne Schtffhinüber kommen/so wird er durch ems andern Vorbltt ftinBegehrenerlangen.Ist er aber/wasier zu holen / an das wasser kommen / so wird er von eines grossen Herm Güter reich werden/ nach dem er viel wasser ge- schöpffet- Hat er auß dem Wasser.getruncken / vnnd ist das wasser klar vnnd süsse gewesen / so wird er von emem grossen Herm Freude vnnd Ehre erlangen. Ist aber das wasser trübe gewesen / so wird er von demselbtgeN MenjHen geplager werden / vnnd in eme kranckheit fallen. Träumt nnem aber / Wie er sonst auß emem fliessenden Wasser schöpffe / so wird er von emem gemeinen Manne Reichthumb klangen/ nachdem das wasser großgewe- sen/ vnd er viel wasser geschöpffer. Wann einem träumt / wie er im wasser geschwom» menhabe/ sich zu baden/ oder darüber zukomn en / so wird er mit emem Ansehen die Oberhand behalten / m Rechtssachen / die er mit emem andern hat / so fern er ü- berdas wasser geschwommen / wo Nicht/ so bautet es das widerspiel- Schwimmer er aber den Vnfiat abzuwaschen/ sowirderdurchemen gewaltigen Mann/ nach der grosse deß Wassers / auß sUnem Vuglück erlöset werden. Wenn einem Könige traumt/wie er gebiett / daß man ein Messend wasser anderswo hm lencken vnnd führen solle vnd solches zeschicht also: So wird er e mn sehr gewaltigen Mann zur Diensibarkett brmgcn / vnc chn versetzen/ wohin er will. Wenn dasselbige wasser wieder n seinen Gang oder Laufs kommet / so wird derselbige machlige Mann den König bewegen/ jhm wiederumb günstig zu seyn- Wenn einem Könige träumt/ wie er Befehl thue daß man eme Brücke verein wasser mack-m solle/ so wird er emen gewaltigen Mann auß freyem Gemüte vnnd nicht Knechtischer gezwungener weise jhn lieb zuhaben/ re»tzen/ nach dem das Wasser groß gewesen. Wann emem Könige träumt / wie er ein fließend Wasser/ in em stehend wasser/ sderm eineLache/ oder Cisterne / oder Sehmdgrube leiten lasicn / so w'.rd er von andern Reichthumb nehmen / vnd m seinem Schatz sam- len. Em wasser / das langsam gehet/ jcdech daher fleust/ vnd so es verstopffet wird/ oder auffgehalten / g.roß vnnd gewaltig wird/ bedeutet doch kemen mächtigen Mann/ sondern nur emem gememen.Mann / wie der gemeine Laufs ist. Träumt einem/ wie er ein solch still lauffend Wasser auffgehalten / vnnd jhm eigen gemacbt habe / so wird sein Leben lang oder kurtz seyn/ nach dem dasselbe gesamtere Wasser rrübe oder klar gewesen. Träumt ihm aber /wie auch andere seine Nachbarn darauß getruncken/ so wird er denselben von semem Reichthumb gutes thun/ sosern das Wasser klar vnd süsse gewesen ist. Ist aber das Wasser trub / vnttd eines vnlieblichen Schmacks gewesen / so wird er vnd die andern / so darauß getruncken haben / ein elendes Leben führen- Wann emem träumt / wie er seine Wohnung oder sein Vorberg Wassere / d erselbe wird ein Fürst werden / oder Fürstliche Gewak bekommen/ vnnd vnter den Menschen tapffere vnd nützliche Sachm außrichten: Träumt einem/wie er reise / vnnd an einem vnbekand- ten Orte/ oder auß einem vnbekandten Gefäß trmcke/ hat er dasselbe gur rem außgetruncken/ so wird er balde sterben/Hat er aber etwas im Gefäß gelassen/so wird er lang «der kurtz leben/ demnach er viel im Gesäß übrig gelassen» Ein Wasser das behendt laufft/bedeutetnicht so viel/ als das stille vnd massig fleust. Wenn einem rraumt / wie er am Vfer eines Wassers sitze / gar nahe am Wasser / Hat er sich dadurch mit kohte besudelt / oder hat jhn das Wasser erschrecket / sd wird et von emem Menschen geplaget werden. Hat er aber durch das wasser den Vnflatabgewaschen/ so wird auch sein Bekümmernuß vnnd B^lrubnuß/ so jhm derselbe Mann gemacht/ Wieder von jhm genommen Werden. Item / so jhm das Wasser biß an de« Halß gehet/ oder ü» der das Haupt/so bedeut es gleicher gestalt/Trübsal vnnd Elend. Träumt einem / wie er mitten hinein / m das Wasser schwimme / so witd er von einem gefangen vnnd geplaget werden/je naher er dem Lande ist Träumt einem aber / wie er nn Wasser ersausst/so wird er vor emem Menschen schlecht ooer gewaltig/ nach dem das Wasser ist / entliebet werden« Dü« ci.xv, Capttit. H"^Ie Wasser / so das Land befeuchten / bedeuten deß Von den schen Leben. wassern/ Wenn einem traumt/wie ein wasser/so zuvor das Land auß der befeuchtet hat / außgetruckner sey / dasselbige Land wird Egypter Mit Theurung/ Bekümmernuß vnd Trübsal beschweret Bücher» werden. Wann einem träumt / wie ein wasser das Land befeuchtet habe / vund Fische dahmden gelassen / so werden dieEmwohner deß Landes zugleich Reichthumb/ vnnd wegen der Fische / Krauckheiten überkommen. Bleiben , Hröscht ^omalarkz. 55 'lÄü xzl,, ^^'wj zjS' Exempel eines Traums/ vom Wasser Ty- gnö. Von Meer der Indianer/Persianer vnd Egyprer Lehr. Frösche vnnd kriechende Thier dahmden/ so werden die Einwohner von den Feindm mir kriege angegriffen / vnd überwunden werden / wo nicht / so geschieht das Wider- splel Die Wasser aber/ so das Land nicht wassern oder befeuchten / bedeuten die Menschen / klcm oder groß / nach dem die Wass'r seyn / vnnd was diesen wassern geschichr/ gute oder böses/ dasftlbige geschichr auch den Menschen. Wenn einem traunir/ wie er ein Netz ms Wasser werf- fc / Fische zusangen vnnd ihm der Fiscbzug wol gelinget/ Ist er ein König / so wird er von den Sorgen deß kriegs vnd andern erlediget/ vnnd einen guten Außgang haben/ lvc nicht/ so geschichr daewcdcrspiel Wann emem gemeinen Mann also träumt / so wird er Retchchumb haben / so fern /hm der Fischzug gerahten/ wo Nicht / so geschieht das widerspiel. Das LI.XVI. Capitel- A5S kam einer zum Sereimo dem Traumdeuter / vnnd ^versuchte jhn -n snms Herren Namen also: Mir hat getraumc/ wie ich das wasser Tigris gar außscff- Dem antwortetSereimus. Dieser Traumhs^t dir nicht geträumt/ denn em solcher Traum kan drr nicht für kommen. Da bekandte der Gesandte? Eswerewahr/ daß der Traum nicht sein were / sondern seines Herren- Da sprach Serermus: Wenn du wirst heimkommen/ so wirstudemenHerrenlodt finden- Vnnd solches geschach also. Das LI.XVII. Capittel. Meer bedeutet wegen semcr Tlesse/ die Person Vnd wie alle andere Wasjec ms Meer lauffen/ also wird alles Reichthumb dem Könige zugewendet- Wann einem Könige träumt/ wb'etliche newe vnnd vngewöhnlicheWasser ms Mergeflossen kommen/so wird er von weit gelegenen Völekern Reichthumb vnd Freude erlangen Scher er aber / daß sich die gewöhnliche Wasser vom Meer weg wenden/vnnd nicht mehr dareinlauffcn/ so w rd sem Einkommen auffhören / Er aber wird Nichts geringer werden / dann das Meer kan nicht abnehmen- Wann einem träumt/ wie er Meer Wasser getruncken habe / so wird er von dem Könige Reichthumb erlangen/ nach dem er viel oder wenig getruncken- Wann einem träumt/ wie er Her: über das Meer worden sey / so wird er an deß Königes start kommen/vnd regieren. Wann einem träumt/ wie er auß dem Meer Wasser geschöpffet/ vnnd dasselbe in semem Hause außgegossen habe/so wird er mit deß Königes Gutern erfüllet werben/ nach dem er viel G.fasse mit Meerwasser außgegossen hat- Wann einem träumt / wie er mit einem Angel auß dem Meer Fische gefangen/ der wird vom Könige Reichthumb haben/ nach dem er der Zische viel gefangen. Wann emem träumt / wie er am Vfer deß Meer spatzieren gehe / vnnd seine Füsse gewaschen / der wird sich zu dem Könige nahen / vnd Freude haben/ nach dem er sich lapge gewaschen- Träumt jhm / als wenn er am Vfer deß Meers m koch gefallen sey/ so wird er vom Könige geplagt werden/nach dem er tieffm koch gefallen sey. Wann einer von fernst dasMeer gar stille flicsftn sitzet / sowirdervomKömge Freudehaben/ aber etwas germge. Wann einem träumt / wie er in das Vfer hinein gangen sey/ biß an Gürtel / vnd sich daselbst abgewaschen habe/so wird er a's ein Diener vmb den König seyn / vnnd erfrewet werden / nach dem er sich lange gewaschen. Ist aber das wasser über jhn zusammen geschlagen / so wirb er vom Könige verirt / geplagt vnd betrüb! werden. Ist er allein geschwommen / so wird er vom Könige mit Gewalt vntergedruckc werden/ nachdemer Wut oder nahe beym Lande gewesen- Wann einem träumt/ wie er im Meer ersausse/ so Wird er vom Könige am Leben gestrafft werden- Wann einem träumt/ wie er das Meer in der nahe gar stille fliesten sehe/derselbe wird allerWiderwercigkelt loß/ vndersreuetwerden Wenn emem Könige träumt/ wie das Meer von einem bekandten winde hcfftig bewegt werde/ so wird er von emem Volcke/ das gegen demselben wmde wohnet/ widcrwertigkeit haben. Wenn aber das Meer nach solcher bewegung/ Hunde vnd andere Thier/so im Meer wohnen/ außwiifft/ so werden seine grosse Herm vmb- kommen. Wenn einem Könige traumt/wie er das Meer gar stille sehe/ so wird er an semem Königreiche seine Lusthaben/ Sihet er aber das Meer bewegt/so wird er selber auch bewegt vnd betrüber werden. Vnd so dieser Traum einem andern begegnet/ so weiset er doch aussdem König. Wann emem träumt / wie er auss dem Meer gehe / so wird er bey dem Könige Gewalt/ Vertrauen vnnd Gemeinschafft haben. Wann einem träumt / wie er aufs den Rücken lige / vnd auff dem M.er hin schwimme / seines gefalles / dieser Traum bedeut ..'was wichclgers als die vorigen/ Aber er begegnet niemand/denn nur denen/so grosse Fürsten sind/ vnd deß Königes geheimste Diener. Wann emem Konige träumt / wie er Fische gefangen/ oder etwas auß der Tieffe he: auß gezogen / vnnd andern gegc'oen/oder an seinen Ort gelegt Habe/Solches bedeut/ daß er die Vnderthanen reich machen / over Schatze sam- len wird. Bonden Schiffen/ nach der Indianer Lehr. Das Ll.xvm. Capitel. Schiffbedeuten mancherley Personen. ^ Wann einem traumt/wie er in einem Schiff gestorben sen / solches bedeut das Leben / vnd Erlösung auß seinem Elend. Wann einem träumt / wie er in em Sekt,7 gerretten/ vnd mit gucem wmde fortschiffe/ Ein solcher wird m seinen Sacken Fortgang haben/vnd vondemLandSsürsten Freude e> l/u-gen / nach dem die Schiffarr wol von statten gangen. Ist einem aber der wind entgegen gangen/ so wird er Trübsal/ Kranckhett vnd Gefängniß haben/ vnd Hindernuß m dem/ was er zu erlangen begehrt. Wann emem rraumr/ wieersich dem Lande nahe/ daselbst anzufahren / so wird sein Trübsal vmb so viel desto leichter werden / je naher er dem Lande kömmen ist. Wann emem träumt/ wie er sehe em Schiff mit Getreide oder Gemüse beladen/ derselbigewrrd langwinge Belummernuß vnd Trübsal haben/nach dem deßGetrey- deövnd Gemüses viel gewesen/ Jedoch kommet er mcht gar vmb/ denn das Schift bedeut Errettung» Wenn emem traumr / wie er bawe ein KauffmanS- schiff/ derselbe wird emer geheimen Sachen halben / etliche Leute zusammen beruften/ Vnd dieser Traum kvmpt nur den höchsten Potentaten für- Wenn er nun das Schiffnach seines Hcrtzens wünsch vollbracht hat / so wird auch sein Begehren m allen ersüller werden. Mangelt cuvas daran / so wird sein Fürhaben auch etwas langsamer fortgehen / alles nach Gelegenheit deß BaweS- Wann einem träumt / wie er auff trockenem Lande mit vollen Segel Schisse / derselbe wird em schlechte Reift / die mchc wichtig ist/ fürnehmen/ vnd aber dadurch mgroßGekümmernuß gerathen/ vnnd wird endlich zu gründe gehen- Dcw^xix. Capitel- ^ .'nn einem träumt / wie er in emem Schiff über das Von Meer / oder über ein Wasser gefahren sey / Solches Schiffen/ Schiffbedeutet seinen !ech/ vnd daß er sür semen Fem- derPer- den wird sicher seyn- So aber das Schiff m Gesahr ste- staner vnd her/ so wn d sein Heil vnd seine Gesundheit durch kranck- Egyprer heit geschwächt werden. Wann er starcks über gefahren Lehr, ist / so wird er;n seiner Handchierung glücklichen Fortgang haben. Wann einem träumt/ wie er em ^auffmans-Schiff bawe / so wird er durchhüiffe semer Leibeigenen knechte/ die ervmbsichimHausehar/ reichwerden Vnndwann dieselben Schiff in gesahr stehen/ so stehen auch seine knechte m Gesahr / vnd er wird arm werden- Wann einem traumc/ wie er Schiffe bawe / solches bedeutet Vermehrung seines ReichthumbS / nach dem der Schiff viel sind / die er bawenwtll» Das 56 Traumbuch Das ci^xx. Capitel. Das ci.xxii. Capitel- Von Kö- mgllchen Schiffen- VonZie- hebrim- nen/der Indianer/Per- staner^vnd Egiipter 2lußle- M,gen- ^XIe königliche Schiffe / so man znm Kriege zu brau- ^^cheä pfleget/ bedeuten auch Krieg. Das Schiff/ darin der König selber sitzet / bedeutet seine Königin/wenn nun dasselbe einen Riß bekompt / v- der in Gefahr stehet/ solches bedeut den Todt der Königin. Wenn einem Könige träumt / wie sein Rennschiff Wasser schöpffe / oder sich sonst übel gehabe / so wird seme Königinkranck werden/ nach dem der Gebrechen deß Schisse groß ist gewesen- Wenn einem Könige träumt/ wie sein Rennschiff auß- «erissen sey/biß an den königlichen Stuel / so wird seine Königin sterben. Wenn dem Könige träumt / wie er ein new Rennschiff bawe / so wird er eine andere Königin nehmen / nach dem das Schiffgeferbct/vnd schön gewesen ist. Hat er ein königlichen Stuel in daßSchissbawen lassen/so wird er mit derselbigenKönigin einen Sohn zeugen/ der ein Erbe seyn wird deß Königreichs. Träumt ihm / wie derselbe ThroN oder Stuel zerbrochen wetde/oder angezündet/ oder in anderer Gestalt verderbet/ so bedeut es/ daß derselbe Sohn sterben werde. Weimeinem Könige träumt/ wieseinkömglichLelb- schlffgar im Meer stecken bleibe/ sowird seine Karsenn lnTrübsalvndSchande fallen/ nach dem das Schiff lange halten bü iben/ Jedoch wird sie nicht gar vmb« kommen. Wann einem Könige träumt/ wie er mehr als em Rennschiffbawen lasse/ so wird er jhm etliche Beyschlas- ferin schassen / vnd dieselben hoch erheben- In Summa/ was dem Könige von semem Leib-Schiffe träumt/ dasselbe ist von seiner Königin zuverstehen- Wann einem Könige träumt / wie seine Armada oder Schiff zum Kriege außziehen/ vnud daß sie eine gure Schissart thun/so wird dem König alles glücklich hinauß- gehen/alles/nach deM eS mit der Schissart ergangen-Hat die Armada keine glückliche Schissart/ so geschihet mit deß Königs Sachen das widerspiel. Wenn einem Könige ttauw.t/ wie die Segel seiner Schifft höher vnd grosser worden/als sie gewcftn/so w-rd er nach der Segel Gelegenheit grosse Freude erlangen/ vnd seinen Feinden auffsiegen- Wenn dem Könige träumt / wie sein Schiff Fcwor von sich werffen/ andere schiffdnd Lander anzuzünden/ solches bedeut Überwindung der'Femde/ nach dem das Fewer groß vnd kräffrig gewesen- Träumt jhmc / wie seine Schiff angezündet seyn / so bedeut es seinen Beyschläfferm das Verderben. Wann einem Könige rramrr / wie er eine newe ?lrma- da von vielen Schiffen bawe / so wird er ein groß Knegs- volck wider seine Feinde außführcn/ nach dem der Schisse viel gewesen senn. Vnnd wenn dieser Traum einem andern fürkame / so bedeut er doch demkönige/ wie oben gesagt ist. Das LI.XXI, Capitel. ^EnneMeNtranmr/ wie er Wasser anß einen Ziehbrunnen herauffziehe / vnd daßcx! gar klar sey/So fern er denselben Brunnen gebawer / so bedeut es / das er von einer Jungfrauen Geldbekömmenwird/ nach dem er viel wasser geschöpffekhat- Ist aber das wasser trübe gewesen / so wird er von der Jungfrau geplaget werden/ vnd m eine Kranckheit fallen. Wann einem träumt wie er andern vom Brunnwasser zn trincken gebe / das bedeut/ daß er andere durch eine Jungfrau reichmachen/ oderbetrüben wird/ nachdem daß wasser klar oder trübe gewesen- Wann einem rraumt / wie er etliche wasierlaufft in scin Haußgeführt / vnnd andern darauß wasser mitgetheilet/ derselbewird vnverfthens d»rch einen Erbfall reich werden/ vnnd andere auch dadurch reich machen» Vnnd ein solch Wasser ist besser/ als daö auß den Ziehe- brunnen/ vnnd bedeut derer Leben / die im selbigen Bebau wohnen- Wenn nun ein solch Wasser im Traum außgerrocknet gesehen wird / so bedeut es denselben Leuten den Todt» cer Indianer Persianer vnd Egy- pter Aiiß- Von warmen wassern/ der Indianer/ Persianer vnd Egy- pter Meyi nung. M^Enn einem träumt / wie er ein Brnnquell antrefft/ vnd darauß trmcke/ vnd ihm der Ort vnbekant ist/so bedeutes jhm Trübsal vnnd Bekümmerniß/ nachdem er vielgetruncken- Brun« Wann einem träumt/ wie er sehe einen BrunqueK c,ue..:n/ springen/auß einer Wand/Hauß oder andern vnaewcchu- lichen Oree/ so werden die Einwohner desselben O w Trübsal vnnd Bekümmernuß haben / nach dem der Quell groß oder klein gewesen. Dieser träum bedeuter gemn- nigltchweheklaaen / vnd den Todt. Wenn einem träumt/ wie er deß geweldten Wassers legung. eineNothturffrgesamlet/ so wird das Vnglück desto lenger wehren/ wenn aber dieser Brunquell außrruck- net oder verschwindet/ so wird auch das Vnglück auff- hören- Das LI.XXIII. Capitel. OsL^Ann e innem träumt / wie er warm Wasser trmcke/ ^^oerselbe werd m eines andern Zorn vnd Trübsal fallen/nach dem das wasser heiß gewesen / denn so viel gutes kalt wasser bedeut / so viel böses bedeutheißwasier. Träumt emem/ wie er sich mit warmen Wasser ab- wasche / solches bedeut Nicht so groß Elend/ als der vorige Traum. Träumt einem / wie er Wein mit warmen wasser vermischet rrmckt / derselbe wird vom Landsfürsten geplagt werden. Wenn einem träumt/ wie er in warmen wassern wandele/ derselbe wird Vasall an seinen Knechten haben- Träumt emem / wie er den Mund mit warmen wasser außspüle/derselbe wird Schmertzen sühlen/ wegen seines HaußgesindeS. Waschet er sem Angesicht mit warmen Äasscr/so wird das Volck auss ihn zornig seyn / nach dem das Wasser he;ß gewesen. Das ci^xxiv. Capitel. QAEnn einem vom Baden träumt / das bedeutet Schmerlen vnd Trübsal. So einem träumt/ wie er ms Bad gehe / sich zu wasch- en/vnd das Bad sen sehr heiß / derselbe wird Trübsal vnd Vnfall haben / so jhn allem betreffen wird/ nach dem das Bad sehr heiß gew. sen/hat er allein die Kleider außgezo- gen/vnd ist nicht ms Bad gangen / so wird er m Trübsall fallen / aber solche wird wieder abgeschaffet- Wenn einem rraumt / wie er allein ins Bad gehe/ vnd jhm mtt einer Salbe die Haar abnehmen lasse / vnnd sich abwasche/Ist er reich/so wird er betrübt werden/vnd vmb sein Geld kommen / nach dem cr der Harr am Leibe viel verloren Ist er aber m Betrübnuß kranck oder gefangen/ so wird er dieser übel loß werden Hat er sich aber mit lan- lichtem wasser abgiessen lassen / so wird er in Bekümmert iiuß vnnd Betrübnuß fallen/ die nicht gar groß seyn wird. Waschet er sich mit Wasser/ das mehr gar zu kalt ist/ so wird er von semer Plage loß werdcn Ist aber das Wasser sehr kalt/ so bedeut es größ Trübsal/ nachdem die Kalte sehr groß ist / wie oben von dem siedendem Wasser gesagt ist- ^ Das LI.XXV. Capitel- M^Enn einem träumt/ wie er Wasser trage in einem lei- ^^n«n Kleide / oder in einem Gefäß / das kem Wasser helt: Derselbe Wirdemem treulosen Menschen sein Geld vertrauen / oder dasselbe an emem vnsichern Orie verbergen. Traumet jhm aber/wie er gleichwol m solchen Gesas- sen das Wasser erhalten habe/ so wird er sem Geld erhalten/ aber mit grosser Furcht : Wie aber das Wasser her- auß laufft / so wird er das Geld oder Gold verlieren- Wenn aber das Wasser ein solcbGefasse zerreisset/so wird sein Geld/ es sey wo es wolle / ossenbahret werden. Träumt emem / wie er e?n solch Gesäß sampt dem Wasservergrabt/ so wird er ins Verderben gerathen/ vnndjedermann zum Schauspiel werden. Vom Baden/der Indianer/Per« sianervnd Egnpter weißyeit» Von wasser schöpffen/ mit Gefäßen/ die kein was» ser halten- Das ci^XXVI. Caplttel. Wasser mit einem ^5>Er Becher oder Trmckgeschir bedeuttt M Weib Becher Wenn schöpffen, Wenn nun einem ttkumt / wie er ein gläsern Becher voll Wasser in die Hand nehme / derselbe wird ein Weck nehmen/ vnd Kinder mit jhr zeugen / dann was gläsern ist/ zeucht sich auffdie Person einesWecks. Wann chmtraumt/wie der B.eher zerbrochen sey/vnd das Wässerdoch darinnen blieben/ so wird das Weck sterben/vnd das Kmd lebendig blecken. Istaber das Wasser vergosien würden/ vnd der Becher gantz blieben / so wird das Kmd sterben/ vnd das Weck lebendig bleiben» Wann einem träumt/wie er dem Votck auß einem gläsern Krug Wasser emgeschenckt / sowirdergutthätig seyn/vnd dessen Belohnung vnd Ruhm haben / nachdem er vlel außgegossen: Hat er aber Lohn dafür genommen/ so yurd er dessen Schande haben / dann er hat seinen Lohn schon weg. Wann einem Träumt / wie er dem Volck klar Wasser einschenckc/ davon das durstige Volck getruncken / ist er ein KöNig/so wird er die Leuc zwingen frölich zu seyn/ er wird auch zugleich Hen vnd Richterdeß Volcks seyn. Wann emem Mönche oder einsamen Menschen also lraumt/so wlrd er ein Lehrer seyn/ vnd jhr vil zur Seligkeit brmgm. Ist aber das Wasser trübe / so wird er ketzerische Lehr von GOtl außsprengen. Das ci.XXV!I. Capitel. c>^?Ann emem träumt / wie er sein Hauß mit Wasser 'VöHauß- '^desprengt/derselbe wird Bekümmernis vnd Trübsal besprenge haben/ nach dem er das Hauß sehr befeuchtet hat. Hat er außkehre/ aber das Ha^iß nur besprenget/ den Staub zu leschen/ so tünchen/ wird das Vnglück etwas gelinder seyn. vnd spin-' ÄOann emem träumt / wie er sem Hauß/ das gar vn- neweben rein war/mil Besem geremigel hÄbe/ vnd das Kericht an abkehren/ einen bekandten Ortgeworssen / ist es ein gewaltiger derIndia- Mann/so wird er sein Geld zieren/ vnd an emen gewissen ner Wnß- ^rt legen/ist es ein gemeiner Mann/ der mit Trübsal be- heit. laden/ vnd bekümmert ist / derselbe wird dieses Vbels loß werden. Wann einem träumt / wieerdieSpmnenwebenauß seinem Hause kehre / derselbe wird von seinen Sünden gereinigt werden. . ^ . TraUMt jhm aber / wie die Spinneweben an semen Kleckern hangen blecken/ oder an semem Angesichts / so wird er Trübsal haben/ nach dem der Spmnenweben viel gewesen. - . ^ ^ Wann einem träumt/ wie er sein Hauß betünchte/ ist der Tünch weiß vnd feucht / so wird er Beschwerung vnnd Freude zugleich haben/ nach dem der Tünch sehr weiß gewesen. Ist aber der'Tünch sehr schwartz gewesen/so wird er sehr groß Betrübnis vnd Bekümmernis finden» Das cl.XXVlll. CaM. Von Aie-, A^^un einem träumt / wie er einen bereiteten vnd tru^ gelstei- "^ckenen Ziegelstein finde/vnd aufshebe / derselbe wird nen/der Güter vnd einkommen finden / welche midereohne seine Egypter Niüh zusammen bracht/ nach dem der Ziegelstein gewesen tehr. ist . . v ^ Wann einem träumt / wie er Ziegelstein mache / ist er arm / so wird er m:c Mühe vnd Beschwerung reich wer-- den/ ist er aber reich/ sowirderseinReichthumbbestarrl- gen/ vnd an eiu sicher Ort legen/ mit Mühe vnnd Arbeit/ nach demder Ziegelstein sehr genetzt worden ist. WaNnemem träumt / wie er em Hauß baue von Ziegelsteinen/ der wird reicher werden/ alser ist / vnd weltliche Freude erlangen. Träumt chm aber/ wie das Hauß zerstöret werde/ so wird es jhm Mit semem Reichthumb übel gehen / vnd sein Schatz wird offenbahr werden. Das dl.XX!X. Capitel. Sl^AnN einem träumt / wie seme Kleider naß worden/ so wird er Bekümmernis vnd Betrübnis haben/ nach dem sie sehr naß wdrden/vnd zwar der Personen halben/sd durch eine jede Kleidung bedeutet werden / wie oben gesagt ist: Vnd so er iN willens ist/ eme Reise zu thun/oder etwas zubestellen/wird er verhindert werden. . Wann einem träumt / wie sein Lc-b vom Regen naß worden / so wird das Trübsal vnd die Kranckheit/ desto hefftiger seyn. So ihm die Schnck naß worden / so wird er Trübsal vnd Bekümerms haben/der geringern Knecht halben/vnd nicht derer/die allzeit vmb jhn seyn. WaNN einem traumt/wie er feine nasse Kleider beyden Kolen truckne / derftibe wird durch Hülffe deß Lands- Fürsten seiner Müh vnd Beschwerung loß werden / vnd seme Sachen werden m einen guten Stand kommen. Hat ersieaber ander Sonnengetrucknet / sowird er m allen seinen Nöthen Hülsfe^om König erlangen / oder stets vmb den König seyn. So emem Armen also träumt / so bedeutet es Mein/ daß er deß Königs/ oder sosst emeS grossen Herm Gnadtz erlangen wird. Vom naß werden berKley- der/auß der Indianer Persianer vnd E- gypter Schnss- Kas cl.XXX. Caxilil. ^xEr Schnee/ Hagel/ E-ß / bedeuten Jammer/Bei- '^kümmerniS vnd Plagen. Wann emem traunU / wie em Ort oder Gegend zum theil mit Sä/nce bedeckt sey / da es sonsten Nit pflegt zu schneyen/solches bedeut / daß dzeEmwohner Fruchtbarkeit haben werden. Ist aber der Schnee auffdä6Vl>lck gefallen / so wird eme grosse MenZe der Feind dreftlben L.ure plagen.Ist es braukch daß es da pflegt zu schneyen/ so wird der Vnfail desto schwerer seyn. Item / so dieser Traum un Winter geschicht / so wird das Vnglück desto geringer seyn-. Wann emem träumt/ wie es an einem Ort gehagelt/ so wird em vnversehener Einfall der Feinde geschehen. WäNN 'der Hagel das Korn vnnd Gerste zerschlagt vnnd beschadtZt/daselbstwird auch durch Krieg Todtschlag geschehen/ nachdemdieHelm sehr vomHagelsind zerschlagen worden. Wann der Hagel die Blätter der BauMe beschädigt hat/ so wird daselbst der Feind einen Krieg ansahen/ aber nichts außrichten. Wann der Hagel bald zerschmiltzt/ so werdendie Leute jhres Elends bald loß werden : Wo aber der Hagel lang liegen bleibt / so wird auch das Vnglück desto länger werden. Wann der Hagel niemand Schaden gethan hat/so wird der König Kriegvvolck an den Ort schicken/die werden daselbst verschanzt ltgm/ vnd niemand keme Gewalt thun» Daß Eiß bcdtut eine grosse Trübsal. Wa-.n emem träumt/ wieoas Wasseren emem Orte zu Eiß gefroren sey / sölcheS bedeut den Einwohnern Trübsal/ Traurigkeit/Weinenvnnd Vnfruchtbarkeit/ nachdemsie sehrgefroren: so Solches zu Winterszeitgsff jchccht/ so wird das Vnglück desto linder seyn / geschichtS aber im Sommer / so ist auch der Bnsall desto schwerer vnd harter. Wann einem traumt/wie er in seinem Hauß Eiß sehe/ solches bedeutet Plage/Wemen vnd Verlust semer gute» Vnd bedeut daß Eiß allen Menschenböses. Das Dl -XxXl. Capittl- 'Ann einem träumt / wie die Ziegeltächeräm Htuß ^ohn Regen von Wasser Messen/ kompt das Wasser vom Eise/ so bedeutet es Erlösung vom Jammer/ nach dem es starck treufft: Treufft es aber för sich selbst also herab/ so werden d:e Leute desselben O rts/ durch eine verderbliche Post/ vom Könige / oder von dem Herrn dieses Orts erschreckt werden. So aber das Wasser auß der Lufft kompt / vnd Nicht seh. vnd klar treussr / so werden die Einwohner deß Orts von Gott Freude vndBarmhertzigke^erlangen.Ist aber das Wasser zu vil/ mehr als bönnöthen/ vnd ni't klar/ so werden d:e Einwohner von dem Könige / oder vom Fürsten am Leben gestrafft werden / nach dem deß Wassers vil/vnd sehr trübe gewesen. Wann emem traumt/wie es an einem Ort Äsche/Erde oder anders dergleichen regne/ jedoch ohne Regen/so werden die Einwohner deß Orts ecwas guts vom König erlangen / alles nach Gelegenheit vnd Eygenschafft dessen/ was es geregnet hat. Wann einem rraumt / Wie ein Ort beym Sonnen« schein vnd Wolcke naß worden sey/ es träume also/ wenn es wolle / so zeuck-t sich der Tr^um auffden König / als nemblich/ daß der König von Gott Hülste vnd Sieg Wider die Feinde erlangen wiro / vnnd die Einwohner deß Orts werden sich freuen / denn uie Erde offtmals voM Taw deß Himmels befeuchtet wird/ sowolalsvondm Wolcken» Vom Schnee Hagel/ Re:ff vnd Eiß der ^Indianer Persiauet vnd E-- gchter iehr. Von der Trauff der Aie- geltacker ohne Regen/der Persianer Lehr. Traumbuch / AiUe Fragvö triesse der Awgelrä- chcr ohne Mege/wie einem einmal so geträumt. Dasc ^XXXll. Capitel. Von der Hädmüh- !en/ vnd Von Mecl wachen/ «uß der Indianer -Büchern. Von den Mühlen der Persianer vnd Em'-ter glcichför- WgeLehr. VöWein vmerm getränck/ ^Mamus ohn einen der oberste Hauptman Prstosym- ^buli / das ist / deß obersten Rache der Agarener / kam zum Tranmdeurer Sereimo/ vnnd fraget chn also: Mir hat getraunn/wie von allen Tachern der Statr/ohn allen Regen ein trübes Wasser fios/ vnd wie jederman dasselbe Wasser aufffieng/ ohn allem ich Nicht vnnd die meiner. Drauffamwortetder Traumdeuter SereiMu6:Eö würden sich viel memeydiger räuberischer Leute wider gemeld- ten Obersten Rath der Gubernatorn empören/ er aber werde nichts furnehmen^Nach zehen Tagen begab es sich/ daß derselbeOberste erschlage ward/vnd seineGürer wurden preiß gemacht: Aber der Hauptmann Amamus hatte kem Theil daran / wie Sereimus zuvor gesagt hatte. Das dl^XXXlll. Capitel. . '?lnn einem traumr/wie er eme Handmühle hab/ die '5amahle/ derselbe wird iN semer Handthierung Glück / vnnd ein gut Leben erlangen / nach dem die Mühlsteine dick vnd hübsch seyn / vnnd der Ort da die Mühle stehet / grossen Raum hat. ' Wann einem traumt/wie er auff emer frembden Mühle diene/so wird er von dem Herzn der Mühlen wol gchal- ten/vnd glückselig gemacht werden / so fern er jhn kennet/ so er jhn aber n-chr kennet/ so wird er wo! vnvcrsehens ein bequemes vnnd seliges Leben finden/ aber sucht so gut. als so er ihn kennet. Wann einem träumt / wie der Mühlstem in zwey theil gebrochen sey/ solches bedeut dm Todt deß Herm / dem die Mühle lsttIsr aber der Stem dünner vnnd geringerr.'or- den/vnd suid etliche Stück davon gebrochen/soichs bedeut desselben M^nns/ deß die Mühle ist / Verkleinerung seines Vmerhaltö. Wann einem träumt / wie jhm einer nnt Gewalt seine Mühl n.ehme/so wird er m Armuth sterben. Das dl^XXXlV. Capitel. lnn einem träumt / wie er eme Wühl hab / welche 'cm j.arcker Esel treiber/solchcrE'cl bedeut desselben uischen Wolfahrr / barumb / nach dem der Esse! sta> ck vnd groß Nt/ nach dem wird auch derselbe Mensch Glück vnd Wolsahrr in seinem Leben haben. Ist es aber em Maulesel / so wird jhm seine Nahrung sawer ankommen / dann der Maulesel ist widerwerug vnd verkehrt. Wann emem traumt/w:e ein gehorsamer willigerOch- se seine Mühle rreche/derfilbige wird )hm m semem Än:pt emenMenschenvnterwerjfen/ durchdess-.n fieiß er seine Nahrung haben wird. Es kan aber dieser Traum int wol einem surkommen/ er sey dann gar ein fürnehmer Vcann/ »der soll m«t der zeit höher werden / als er jetzund ist. So em Cameel oder ein Pferdt eine Mühle treibet / so Wird derselbigcmi! streubarn Leuten vmb seine Nahrung stretten/vimd ihnen obsiegen/ nach dern die Thier sehr wilde anzusehen gewesen,- Wann emem träumt / wie er eine Wassermühle g-)ba- wet/vnd darauffMehl gemacht habe/ so wird er e-nen gewaltigen Mann jhm vnterwcrffen / vnnd durch denselben reich werden/ nach dem das Wasser / so die Mühle treibt/ groß gewesen. Wann einem König rranmt / wie er gebiete / daß man Wassermühlen bawen solle / so wird er mächtige sürnehme Leute in Krieg außscbicken/ nach dem dieselben Wasser groß sind / vnnd so die Mühlen ganghafftcg gewesen/ vnd jhe Werck schlenmg verrichter/so werden auch obgemeldte Persomn den Krieg glücklichsühren/ vnnd auß srembden iande Gewinn Mit sich heim bringen / wo nicht so geschieht das.Widerspiel. Wann einem König träumt/ wie seme Mühlen vom Wasser verderbt worden seyn / so wird er etliche trewlose Vnrerthanen / so ihm nach getrachtet / aufsfrischer That ergreiffen/ nach dem die Wasser groß gewesen. Emem zeden Menschen bedeut m gemein die Wassermühlen o^r Handmühlen/ zc. deß Menschen Handthie- rung/Nahrung/ Ackerbaw vnd Reichrhumb: Vnnd was chm hievon gutes oder böses träumt / das trifft deß Men-- sjchenVnrerhaltvnd Leben an. Das (II.XXXV. Capitel- »Ann einem traumt/wie er lautern Wein/oder Wein 'mit Wasser gemischt trmcke/derselbe wird Geld vnd Gewalt bekommen /nach dem er viel gctruncken. Ist er von solchen trlncken truncken worden/ so wird er Gelt mit gewaltgewmnen/alich einen sehr hohen Stand/ nach dem er sehr truncken gewesen. Hat er aber keinen Wem getrnncken/vnd ist gleichwol truncken/derselbe wird wol gewaltig werden/ aber endlich zerrmrm dieselbe Gewalt. Wann emem König träumt/ wie er truncken sey/ so wird er gewaltige Leute jhm vnterthämg machen / vnnd sehr grosse Frewde erlangen/ wegen dcßWems. Wenn emem träumt / wie er Wem mit Zucker trin^ cke/wie em In leb/wird er davon truncken / so wird er nnt Mühe vnd Beschwerung Reichthumb vnd Gewalt erlangen/wegen deß Fewcrs/ist er nit truncken worden / so bedeutet d ieser Traum allem Reichthumb vnd Gewalt. Wann emem träumt / wie er Mein mit Rosinen zuge° ricbt trmcke/vnd davon truncken werde / so wird er von einem Weib Reichthumb vndGewalt/mtt Furcht verwischt vberkommen. Ein klarer Wein bedeut bey den Traumdeutern Geld ohne Mühe vnd Arbeit/ vnd zwar viel Gelt. Die gemachten Trancke aber haben deßhalben die Deutung der Arbeit vnnd Beschwerung/weil sie mit dem Fewer gesotten werden/ auch bedeuten sie Gewalt ohne Tadel, Wann einem träumt/ wie er mit einem vmb einen Becher Wems zancke / so er den Mann keimet vnd gewinnet/ so wird er Gelds halben eme Rechtssache vnd Ge mn haben/kennet er jhn aber mcht/so wird et Geldes halben mit emenFemd streiten- Wann einer streitet vmb ein gläsern Trmck geschin/ so wird er eines Weibes! alb- n nnt emem kampssen. Wann einer Most trinckt / so wird er in semem Reich- thumb eme Widerwertigkett haben / nacy dem der Most Nicht sehr brauser: Vnnd so jhm ein ander den Wein mischet/ so wird er eben durch denselben geplaget werden.Ist es ein vnbekandter / so wird er durch den Femd geplaget werden. Wann einem träumt / wie < r in der Kalte oder Wein- presse den Most selber trette vnd mache / so wird er einem machtigen Fürsten dienen/ vnnd werden jhm gewaltige Empter vertrawet werden. Wanncu-em träumt/ wie er einen gantzen Fluß Mit Wnn sthe / (solcher Traum aber kan kemem andern fürkommen / als dem Könige selber / oder seinem Fürsten einen/) vnd so der Fluß sem / so wird er grösser Gewalt bekommen / vnnd wider die Feinde Krieg führen / aber von keinem können vberwnnden werden: Ist aber der Fluß Nicht in seinem Gebiete/ so bedeutet er dem Herzen deß Lands solcher Gewalt. Wann einem rraumt/ wie er sich einem Fluß zunahe/ oder wie er darauß schöpffe / so wird er von dem Herzen deß Flusses Gewalt überkommen/ nach dem er viel auß dem Flusse geschöpffet hat. Wann einem traumt/wie ihn sehr dürste/derselbe wird in seinem Glauben zunehmen/ vnd in dieser Welt glückselig seyn/nach dem jhn sehr gedürstet hat. Gleicher gestalt/wan enn tramm/wie jhm sehr hungere/vnd wie er esse vnd satt werde/ derselbewitd Reichthumb finden / vnd seme Mühe vnd Arbeit wird em Ende haben / nachdem er sich sehr satt gcssen. Wann einem rraumt/ wie er Most m einem Gefäß trage/so wird er Reichthumb/doch ohne Sewalt erlangen/ dann vom Most wird keiner truncken- Wann einem träumt / wie er Most trincke / so wird er Mit Wollust Reichthumb von emem treibe erlangen. Wai nemem traumt/wie m semem L>anß der wem auß dem Fasse lau ssc/ so wird er m semen ^auß haben / Ism- mer/Aanck/Vnwillen/ Zorn vur.d Schaden wann er aber den anßgelaussenen Wem also n übe wldersamlet/ mit aller Vvremigkeit / so wird sein Trübsal langn'üng seyn/ nach dem es lange mit dem außschöffen vmbgaugen ist. Gleicher gestalt/ soemem träumt/ wie er m semem Hauß vergossen wasser sehe/so wild er Trübsal haben/jedoch ohne Zorn/nach dem deß Wassers viel gewesen. Das LI.XXXVI. Capitel. A?As die Menschen trincken / vnnd was in jren Banch ^^gchet/ bedeutet Gewinn/ vnnd was Trunckenhett macht/bedeutet Gewalt. Wann emem rraumt / wie er trincke / vnnd werde Nit truncken/ derselbe wird seine Gewalt verdrucken vnnd ver« nach dir Indianer Lehr» Vö Weine VNd anderm Getrqn- cke/dcr Persianer vnd Egy- pter gleichförmige Lehr- Verbergen : Wird er aber truncken / so wird er von seinem Fürsten erhöhet werden / nach dein er sehr truncken gewesen. Dasc^XXXVII.Captte!. VomWas- ^k^?lnn einem traumt/wie er auß dem grossenLlußNilo ftr der E- getruncken / vnd davon trunckeu worden sey/derselbe gypter wird von einem gewaltigen ?0?ann Gewinn erlangen / Lehr. ledochohneGewalt/nachdemervielgetruncken. Trmck'et er das Master auß demFluß)7ilomitZu. cker / so wird erdurch eine gewaltige Person Wohlfart vnd Wollust erlangen. Traumr einem / wie er auß dem Wasser Nilo ei^cn Wein zugcr,chlet habe / denselben zu triilcken/ so wir > er/ nach dem er köstliche Specereyen zu dem Wasser genommen/ von grossen >7enn Frewde haben / welche er durch seine Weißbeit/ Geschicklichkeit vnd Verstände erlangen wird. Wann einem träumt /wie er eine zimliche Nothturfft Wajser auß dem Fluß Nilo in jein Haust geführt habe / so wird er von einem sehr macht igen Manne / oder vom Könige selber/ eichthumb erlaizgen/nach dem deß Wassers viel gewesen / vnd mchi allein er / sondern auch sein Geschieht/ werden Reichthums baden ^'ann einem träumt / wie erde? Königin Cleopatra Wein / so zu sonderlicher ^iebe zugerichtet sey/ rrincke/so wi"d er mltemem Weibe Reichthiunb vnd Gewalt überkommen/nach dem die Gefäß schön gewesen: Hat jhm ge- tramm/ ivie xhin im trincken etwas übei werdeu/vnd daß er das Durchlaufen davon bekommen / so wird er sein Rclcdthumbvnnützlich verlieren : Ister aber davon zer- schwollen / so wird er Reichthum!) erlangen/ nach dein er sehrzerschwollen. Wann einem trauMt / wie er jhm einen gemachten Weinzum Getranckzugerichtet / so wird er den LandS- fürften mit lügenhaffligen Worten hmterkriechen/ damit er von jhme eine Wohlfart erlange. So er aber von diesem Wein trmcke/fo wird er solches nicht ohne Mühe zn wegen bringen: Tnncket er aber nicht/so wird er leichtlich darztt kommen. <^ünn einem träumt / wie jhn d'rste / vnd wie er von einem andern ztt trincken fordere/ dasselbe auch bekomme/ so wird er durch derselben Person yülffe / auß 'Armuth m Reichthumb kommen / doch so fern der Tranck n'.cht warm gewesen ist t Ist aber etwas warmes oder hitziges dretn vermischt gewesen / so wird das Widersp:el geschehen. Wann einem träumt / wie er auß einem Vefässe Wasser trincke / daßjhmeiN?'orstorbener / der ihm betaue/ gebracht/er sey wer er ivolle/ so wird er bald sterben : Gleicher gestalt / wenn jhm der Todt ein starck Ge- kranck mit Esilgevermischc bringet/so wird erdurci) eine ^.ran ckh eit vm b ko m;n e n. Wann einem träumt / wie er einen sauren Wein trincke/ das bedeut weder Reichthumb/ no.^ Gewalt/ sondern Belrübnus; vnd Schmertzen / demWeinezuver, gleichen. Wann einem träumt / wie er einen gemachten Wein, trincke/ so wird jhme eine WtdcrwertigMt begegnen / gleich wie der Wein widerwercig ist vnd vnheblich. Traumteluem/ wie er Aepffelmost trincke/ sowirder vergeblicher Gewalt sich anmassen / doch ohne Fruchtbarkeit. Da6 L!-XXXVilI. Capitel. wird er von einem reichen Manne Reichthumb erlangen t Ist aber der Granatapssel sauer / so wird etIBetrüb- nuß vnnd Kranekheit von einem vngluckhafftigett Manne haben/ nachdem derGranalapssel sehr sauer gewesen. Wann einem traumi / wie sein Klevd an den Sta^ chcln deß Granatbaums hängenbleibe / vndzerrissett werde / so w-rd er mit einem reichen Mannezancken / vnd so er den Ast deß Granatbaums / daran er mit deni Kleyde hangen blieben / zerbrochen hat/so wird er siegen vnd obliegen. Wann einem träumt / wie er auffeinen Oelöaum steige / vnd vnzeittge Oliven abbreche/ so wird ervon einem Menschen /der sonst frölichvnnvsanffmütig ist / übel geplagt werden. So er auch von den vnzeitigen Oliven ges- sen hat/so wird er elend vnd trautig seyn. Wann einem träumt/ wie er Blatter vom Oelbanme abgebrochen habe/ so wird er von einem löblichen Manne durch Kleydung reich gemacht werden. Wann einem träumt / wie er Baumwolle gesamlet habe / derselbe wird ein ziemlich Reichthumb von einem ziemlichen gewaltigen Manne erlangen / kach dem der Wolle viel gewesen: Wenn er aber die Frucht sampt dem Äste abgebrochen / vnd an einetn andern Orte fortge- pflantzet hat/so wird er einen gehorsamen willigen Knecht finden /so fern er den Ast behalten hat. Wann einem traumt/wie er einen Eranatbaum finde/ D ij so wjrs ko wird er antreffen einen edlen reichen Mann / der eines ehrlichen Namens ifi / wegen deß guten Geruchs vnnd Fruchtbarkeit dessen Baums. Träumt jhm / wie er Blatter abbreche / so wird er von einem solchen ehrlichen Manne zimlich Retchthumb mit einem guten Manien erlangen. Hat er Granatapffel abgebrochen / so wird er einen Sohn zeugen/ dadurch sein Geschlecht geadelt vnd reich werden wird. Traumtjhm / wie der Granatapffel faul worden/ so wird seinem Sohn ein Vnfali widerfahren. Träumt einem / wie er auff einen Granatbaum gestiegen /so wird er durch einen gewaltigen Mann / der eines grossen Namens ist/ erhöhet werden: Träumt jhm aber/ wie ex von demselben Baum gefallen sey / odersich an sei, ner Dörner vnd Stacheln einen verwundet / so wird er desselben Mannes Gui.st verlieren vnd geplagt werden. DasLXL. Capitel. /?S kam einer zu dem TraumdemerSereimo in beyseyn ^ vier andern / vnd fraget jhn also: , ir hat getraumet/ Von dem wie ich einen Bncochenbaum hlnansteig/vndvon dessel- Baum denBaumsFruchtaß,DarauffantwortetSereimuö:Er Bricscbon würde von einer frommen vnd reichen Person Wolfahrt eine frage, vnd E urchat haben. Nach etlichen vielen Tagen kam ein andere zu diesem Sereims/ in beysem der vorigen Persohnen/ vnd bracht «den diese Frage für. Dem gabSereimus zur Antwort: Du wirst Trübsal vnd Angst haben. Die so dabey fassen/ wüsten nicht was sie gedencken sollen / daß der Traum- Heuter einerley ^raum widerwärtiger weise außlegte. DarauffgabSereimuS zurAntwot:Der erste fragte mich Zur Zeit da die Früchte deß obgemelten Bricochenbaums relsfwarcn: Der ander fragte mich zur Zeit deß Herbsts / der Vrsachen halben gab jhm eine widersinnige Antwort. And da man nach fragte / iraffdje ^ußlegung mit beyde» eu^ Dasexdi. Capitel. ^?"" ,!> ',c-^' Wann einem träumt / wie er gebratene Schwamm effe/^o wird er Trübsalvnd Reichthumb zugleich von einem ^cibebekonimen/ das Trübsal zwar wird bedeut durchs Feuer/Hat er aber gekochte Schwämme gesseu/ so wird er gleicher gestalt Reichthumb erlaugeu/aber etwa^ geringer/dlewetl die ^vchung wässerig lst. Wann einem träumt / wie er Schwämme an einem Ort verberge/weiß er die Zahl/so wirdersoviel Huren verbergen/weiß er nichtw>evieljbrgewesen/ so wird er von den Weibern Held vnd Schatze überkommen. Das 5XLVII. Capitel. Von den Koch^räll- iern vnd V emuse/ Knodloch/ oder rant/Kichern/Bo- ncn / Linsen / Fcig- nen/ Er- d s- VonPfef- fcr vnd Senff. Das LXLV. Capitel. ' nn einem träumt/ wie ergraut vnd Salat mit ^^Essi.'. esse / so wird er Vuglnck vnd Elend haben/ nach d.ü? ocr Essig sehr scharst/ vnd er viel gessen hat. Wann einem iraumr/ wie er einen Farcen habe nnt Krautern bcsäet/ so wird er -^ ekümmnnß haben/ nach dein der Krauter viel sind. ^ Niin einem lraumt/wie er die Kräuter mit Wurtzel vnd allein außgenssen / vnd davon ftme»» Garten gerei; nigt habe/so wird er mit Aiühe vnd Arbeit seiner Noth dleß werden. ^ aun einem träumt/ wie er Lauch/ Knobloch oder Zwtbeln gessen hab.' / so wud er . rübsal nur weinen vnd einen bösen Zainen bekommen / nachdem er viel gessen hat/diewe?! gemelte Gewächs übel stüicken : Hat erste nicht gesscn/sondern z:ur bey sich getragen/ so bedeut e6 iuchc so gr ß Elend. Träumt j'.m aber/ wie erobgemelte Dmgc einem bekandten Menschen geb. n habe / so wird er demselb.n. cknde u ühsiliZe Zeit iuachen/ nach dem er jhm viel gebet» l?ar. Hat er solche Sachen gekocht gessen / so wird er von der-Obngkettgeplagt werden/w.'gen deß Feuers'.m kochen^ Wann einem rraumt/ wi^ er das raut Eppich esse/ ist er k ran er/so wird cr gesund werden.- Ist er nicht kranck/ so wird er ziemlich ^ olfahrr erlangen Wann einem träumt / wie er Bonen/Linsen/Kichern/Erbes oder^eigbonen/ oder dergleicl'en finde/ so wird er in Plag vr/o Knmmernnß fallen/ nach dein er der Sachen vul gesunden. Die Feigdsi'.e bedeutet alleiu grosier VnZ>.Nck> mehr als Veranden / dieweilfieso bitter ist- Wann einem träumt / wie cr obgemelre Sachen in seinem Hanse zerstreuet finde / so wird er Zanck vnd Vnwilien in seinem Hause haben / nach dem der Sachen v,clsind. Traume )hm/wie er sie gekocht ej,c/ so wild (r in )>ranckheit vnd Trübsal fallen/ nach dem er viel gessen hat. Die Erbsen vnd Leindotter / bedeut Reichthum!) vnd Geld/ )edoch lst der Leindotter ed^cr wegen senics Oels-. Wanncmem traumt/wie cr diese Sachen bekommen/ oder derselben d-e luenge beysa-i.inen habe / oder verovr- arn habe/oder gessn habe/derselbe ivird^elo auß der Müntz/Relchrhvmb vnd E r erlangen / nachdem der Dingevlelgewcsui/ auch wud cr m Auff..eymui gerathen. Das LXLVI. Capitel. ^vEr Psessir bedeut in gem.in einer jeden Person/ / Der Senfs aber l' edelnec Kranckheit / Jammer vnd Weinen / gleich wie auch d'.eZwiel'e N Wann einem lraumt/wie er Pfeff r sinde/ oder dessen die menge beysammen habe / so wud er zu gleich Zanck vnd Trübsal in seinem Hause vnd anderewo haben. Wann einein träumt/ w,e er Pfiffer esse / so wird er von derObr.'gkeit anreibe gestrafft werden / nach dem der Pfeffer schwartz gewesen / vnd er desselben viel gessen hat- Wann einem träumt/ wie er Pfeffer nach dem Gewinn kauffe/so wird er die Leute zuZanck reitzen/nach dem deßPfesers viel Gewicht gewesen. Wann einem traumt/wie erSenfffinde vnd auffhebe/ derselbe wird Kränekhelt vnd Weinen haben / nach dem dtß Senffs viel gewesen Wann einem l ranmt/w-c er solche Ding mit derSpeise gessen habe / so wud er Kranckheit viid Weinen haben/ j>ach dem der Senffsehr herbe gewesen. Wenn einem tranmt / wie er einen Senff zum Essen zurichte / so wtrd er jhr viel anklagen vnd zu Schaden bringen/vnd so er selber auch mit gessen hat/ so wird et der Trübsal auch theilbafftigseyn ß Kraut bedeutet das Neichthumb vnd Zunehmen Von dem ^"^derselben Personen/derer davon rraumt/ dann wo Araut diß Kranr ennnal gesaer wird/so hat man 7 Jahr lang Burgnn- davon. dischoder Wenn einem träumt / wie er semen Acker mit diesem Medisch graute besäe/ so wird er durch seme Arbeit ern bequemes Hew/nach vnd seliges Leben haben: Vnd so es glücklich auffwachjt/ derLehr dek so ird er groß Reichthumb/ vnd einen rechten Glauben Persianer- finden. Wann einem traumt/wie er den Samen deß Rrautö in seinem Schatz verschliesse / so wird.er ohne grosse Mühe ein namhasftig Reichthumb erlangen- Wann einem traumr / wie er das gemeldte Kraut dresche / seinen Samen daranß zu hal en/ so wird er auß der Müntze Geld vnd gzoß Reichthumb bekommen/ '.ach L em er deß Samens viel gesamler. Träumt einem / wie dce Saat dieses Arants nit gar wol ausgegangen sey / so wird Mi seine Hoffnung feh- len/vnd e^ wiw mit nnn:h geplags werden. Wann einem l raumc/ w.e er,eider diß IiIe meisten Traume von den Dörnern/bedeuten dje VonDö:- ^ stille in Glaubenesachen. nern/ der Wann einem träumt / wie jhn die Stacheln an den Indianer Palmen verwunoen / So wird er von den mächtigsten glcichför- vnd edelsten Weibspersonen angerast vnns geplaget mige Lehr, werden/nachdem jhn die Stacheln sehr gestochen. In ^ umma/nn jeder Dorn bedeut < etrübnüß/nach dem er einen sehr gestochen vnd verwundet habe. Das c^IV.Capk-el. /SIn Srab oder Stecken bedeut einen vornehmen ^-Mann/nach dem das Hoch edelvnd ftarck ist den Wann einem:raumt/wie sein Stecken zerspalten vnd Stäben/ zerbrochen ist / tsterem König / so wird er einen lieben Stecken mächtigen Diener oder Knecht verlieren : Ist es ein ge- "der Ru- meiner Mann/ so wird er einen Menschen verlieren/ dem ten/nach er am meisten getrauet hat. ^ India- Traumr einem/ wie sein Stab faul worden / ist er ein ^ vnd Kömg/so bedeut er wie gesagt/also auch einem gemeinen ^-Mter Mann. Lehr. Wann einem träumt/ wie jhn der König mtt einem Stäbe schlage/ so wird er durch emeu seinen Diener gute thun. Das (.dV. Capitel. AAAnn einem traumt /wieerdje Früchte von den Bau^ ^ men abbreche / so wird er von emun gewaltigen Fi'üchttil ManneRcichthumb erlangen/ nachdem der Baum»./ derBau- vnnd nach dem die Frucht ist gesamlet worden/ viel oder wenig. - Persianer Wann einem träumt/ wie er vnter einem "on der A-te,tmZg der Egyp rer ^ ehr. Das Capitel. ^^?l.nneinem traumc / wie cr gewöhnliche schwartze Kleider trage / so wird er Freude haben/dun Kleide ' gemäß. Ist aber das Kleid jhm vngcwohnlich gewesen/ so wird er in Betrüknüß falle>t/nach dem das Kleid weit gcwesen:Hal cr erneu schwartzen Vntcrrockgctragen / so wird er desto übeler geplagt werden. In Summa/ wie oben gemelt/ so haben alle Aleider jhre sonderliche Personen/die sie bedeuten. Wann einem träumt / wie cr einem weissen Mantel trage/ da er sonst schwartze Kleider z». tragen pflegt./ vnd wioer ihm solche weisse Kleidung verschmählich geachtet/ so w:rd er m seinem Gewerbe vnd Handthierung sich verargern: Dann ob gleich sonst die weisse Farbe zierlich ist/vnd die Schwartze Unfall bedeut / so liegt es doch all- hier an der Gewonheit deß Menschen/ also/ daß das vn- gewöhnlichedem Menschen b ses bedeut. ^>ann einem traumr/ wie er mancherley Art Kleider trage/ jedoch auff einerley Farbe gefärbt / derselbe wird von dem Aönig / oder von dem Landsfürsten geplagt werden. Das CC VIII. Capitel. ? om^ur- -^ann einem träumt/ wie er ein Hauptbandt trage/ " wiejedermanpflegt zutragen/ solches bedeut das ^andedeß seine Obrigkeit/so jhm nun träumt/wie der Haupts / , sich cben recht aujf sein Haupt schicke/ so wird er ^ ^'^mit seiner Obrigiett eins seyn/ wo nicht/ so geschieht auchdaö Widerspiel / dann eS bedeutet/ daß derselbe E?'seinem Haupt/ das ist / feiner Obrigkeit miß- 'Vann einem rrau ut / wie sein Hauptbandt besudelt sey / so wird er an seiner Obrigkeit Trübsal erleben/ nleid Wajjerblaw/ so wird cr grösser zwy- Egypter fache Kranckheic haben:Ist daüKleid zum theil schwaztz/ Meynung^ zum theil wcift geweftn/sv bedeut es Schande vndTrüb- sal/wegen der zwyfachen Anlegung. Streiffkchte ^leidervon Baumwolle gemacht/ bedeuten das beständlgeRiichthumb/d'.e andern bedeuten gering Reichlhnmb: Die von Wolle bedeuten großer vnv häufiger Reichrhiimb/ als die obgemcltm. Die Kleider/ so mit Seide gestickt / bedeuten noch haussiger Reichthumb / als die vorigen. Wann einem craumt/ wie er ein güleen Stück trage/ mit Gold gestickt/ das bedeuret jhm einen bösen Na' men vnd Trübsal / nach dcm viel Golds am Kleid gewesen. Ist aber das gesticktes leid Milchsarb vndWasser, blaw gewesen/so wird cr durch Müntzwerck reich werden/ nachdem dieser Farbe viel am Kleid gewesen: Tragt einer ein gestickt Kleid von mancherley Farben/auch Citronenfarbe/so wird er gegeisselr werden/ nach dem der Farben viel sind. Wann emem träumt / wie cr einRleid trage mit mancherley ^e-denwerck gestickt / so wird er Reichthumb finden/das von ihr vielen zusammen gesamlet ist/ wegen der mancherley gestepten Arbeit. Har solch Kleid etliche Buckeln gehabt / so wird er durch Müntzwerck oder durch Wechsel Reichthumb erlangen/nach dem det ^ uckeln viel gewesen seyn/allein er muß solch Kleid nicht im Brauch haben/ pflegt er aber solch Kleid zu tragen/ sö bedeut es desto geringer Reichthumb. Tus LLX. Capitel. KZAnn einem träumt / wie er von einem bekandten ^ Mann gegeisselt werde/ so wird er durch Muntz- ^"schlä- werck reich werden/ nach dem er viel Streich bekomme.! e Vnd so der/der da gcisselt / Gewalt har oder em Ampt/ so wird er dem Gegeisselten dasselbe Mittheilen. " Wann einem traumt/wie jhn derKönig ge,sseln hiesse/ so wird dcr Gegeisselte sehr grosse Freude vnd Reich- thumb erlangen/nachdem er gegeisielt worden. -IttynuNK- Wann einemtraumt/wie jhn derKönig selber auffö ^>antzerhembd oder auss den Reitrock schlage/ so wird der Geschlagene grosse Macht vnd Herrlichkeit von dem König erlangen Schlagt der önig einen mit der Ruten / mit eyge- ner Hand/ so wird der Geschlagene von emcm Manne/ so dernechstc nach dem König ist / jedoch Mit dcß Königs Wissen vnd Wllicn / Freude vnnd Gewalt erlangen. Wann emem träumt/ wie jhn der König mit einem Schwerte geschlagen / ist nun der Geschlagene ein Leibeigener Knecht / so wird cr vom König frey gemacht werden/ ist cr arm/ so wird cr reich werdcn/ ist cr reich / oder ein gewaltiger Mann/ so wird jhn der König )e langer je mehr ehren / Nach dem er jhn sehr verwunder hat: atjhn aber das Schwcrd nicht geschnitten/ «stauch kein Blut hernach gangen /so wird die Freude vnd alles desto geringer seyn. D iitj Aas 44 Traumbuch/ Das LLXI. Capitel. ?^on dc? Wolle / vv)N»n eMLlN träumt/ wie er ein Kleid trage / daß aü Werck/ statt der Baumwolle / mit Werck gesiopfft sey/ vnd Flachs vn vnternehet/derselbe wird beständig Reichthumb erlang aum- gen,nach dem deß Wercksviel gewesen ist. welle nach Wann einem eraume/ wie er Matratzen von man- der Lehr de: chcrley Farben finde/jedoch das Cttronengelbe nit drun- Indiauer/ s^y/^ ^ird er manchettry Reichrhumb finden/ist aber Persianer/ die Curoneniarbc drunter / so wird er zu dem Reichthum vudCayp- Mühseligkeit vnd Kranckheir haben, t-er^ Ist das inwendige Theil seines Rocks von Wolle gewesen,vud de^Traum geschlchrzu Winterszeit/so wird er 5'r.udehaöcn/ geschieht oer Traum zur Sommerze-t/ so w-rd er Rcichthuulb erlangen / jedoch nut Trüvzal/ nack dem der Weil viel gcw-.sen. Wann emcm räumt / wie er den?chafen sehejhre Wc-il? ubKelMen / so wird er von gewaltigen Leuren be- ßand!g Rciä!U)umb ttdcriommcn/wegen desjen/ daß die Schaft' Herner haben. Träumt eincm/wie er Bäumn olle sinde/so wird er von mit.'cl.uäff-gen teuren Reichthum!) erlangen / jedoch etwas geringer?.l6 dasvorige / da'.n, die Baumwolle ist geringer/ als die Wolle Volk den Schafen Die Schaf rolle bedeut ni gemein fein lauter Gold- Die Zi.g -.ch-aar bedeuten Neichlhumb nur Kranckheir / so nun ei«.er dieselben am Leibe tragt /«m Traum/ ' ^rgering Ä'.elchthumbm-'t .^uhevndArbeiterlan- Ziegen- haar >. e- deutung. Von Ha- s.nhaar. wir gen/ weil die Ziege ein MuthwilligThier. Wann clnem träumt/wie er Hasenhaar sehe/so wird er Reic!ul.n:nb von einer Huren bekommen/nach d m deß Haar v.-l gewescn.DieweU dieHasen Zwitter sind/das tst je.^rMan^.'.emvnd Weiblem. a'.:n c.uein rranmr/ w:e er Flachs finde/ der schon a-, huhelr s".)/ s) r. jrd cr ein mühsU-lg Leben haben/ nach dcmd^ ^!a^,xSviel gewesen ist / darun»b/ daß grosse Mühe den F.-ach6 zubereiten / muß angewend. r werden. Ist aver der Flachs noch vng-.hechelt gewesen/ so wird er m»t geringer Muhe ^eld bekommen. Traum: en-em/wie er eeu Flachs noch in seinen hülsen sche / w.ed cr Mareer haben/nachdem sem viel gewesen. Wann einem kranmt / wie cr sehe einen Haussen liegen von obgemelten Dingen zusammen geworffen / so wird er cXe:ch.humb/v-ld einen Handel vnd Einkommen finden/ nach dem der Hausse grsß gewesen. Das dLX!I. Capitel. c^^2lnn einem träumt / wie er neue Teppichte Meinem VonTep- großen w.tllaufftigen Hause außbreit / so wird er pichen/so Neichrhumb v^;d weltliche Fri Rejchthumb vnd Freude wachsen / jener vnd doch ohne ^ eranderung vnd Besserung seinesSraudes: Egypter Vnnd d,e außgebreireten «leppichte haben eine glück- Lehk. hafftigere Deutung / als die so nut Nageln angehesst find. Wann einem träumt/ wie cr TepPichte/so mit Nageln angeh^fftet sind/wegnehme / vnd an einen vnbe- kandten Ort trage/dasseioe bedeutet seinen Todt/ tann die Stunde seiner Seligkeit ist noch nichr kommen. Wann er m dem säumig ist / weil er sie anßberei- tct/ so hat er noch Friede vnnd weitl-ch Reichthumb zu hoffen. Wann einem Aonig / oder einem grossen Herm träumt / wie er neue ^.cpplchte in seinem Hause anß- breite/solcheS bedeut eine neue Freude vnd we-.ternSieg, Smd aber d-e Teppichte all gewesen/ so wird jhm eine Sache fortgehen / derer e: selber langezeit her nachge- Von Küs- dacht, ^'ann er aber gebeut/ daß man die Teppichte weg- sen/Faul- nehme/solches bedeut ^ crkleinerung seines Neichrhums betten/ mit Jammer vnd Noth. Wann man die Teppichte weg- Tischtü- nimbt/vnd sie verfault vnd zerschnitten seyn:So bedeutS chernvnd seines Lebens Ende. Kandque« lm/der Capitel.' Persianer vnd EgYP> ter ^Lle Küssen vnd Haudquelm bedeuten die lejbeygene ^ mng. Wann einem träumt / wie das Tuch / bannt er sein Angesicht trncknet/ schöner worden sey / als es zuvor gewesen/ so wird er an seinem fürnehmsten Knechte Freude haben / offtmals bedeut auch dieser Traum die Bey- schläfferin. Item/ wann einem träumt/ wie jhm solch Tuch gesto- len oder zerrissen worden/so bedeutet der Traum die obgemelten Personen. Wann einem von einem Küssen träumt/solches bedeut einen Fnterknecht/ es sey gutes oder böses. Die Tischtücher bedeuten alle ^ nechr in gemein - So nun einem tranmt / von dem Tuch/daran ersichtruck- net am Angesichte / solches bedeut seinen geheimsten Knecht/ der dem Heun den Unmuth vertreibt / was nun diesen Tüchern widerfahret / sie werden zerschnitten / vcrbrandt/oder alt/ so bedeut es denselben Anecbren einen ? nfall -- , ^ erden sie aber schöner/ so bringen sie den gemeld^enKnechten ^dolfahrt / nach dem die Tücher schön gewesen. Wann e-nem ^önig träumt / wie er ein ncw Treug - tnch oder Haarruch habe/so wird er einen jungen^'nerbt/ ter jhin lieb ist/erhöhen: Traumtjhm aber/wie dasselbi- ge Tuch verloren worden/ oder Schaden gelitten habe/ so bedeut es demselben Knechte ein Unglück. Das L('XIV. Capitel. ^Inbclandt Vnterbettbedeut deß Menschen Weib: Von^er- So einem nun träumt/ wie jhm dasselbige gestolen sey / solches bedeut den t.odt semeS Weibs, Ist es ver- brännt worden/ so wird siedureb ein schwere Kranckheit vmbkommen: Traumtjhm/ wiecr einandcrVnterbett bekommen/ so wird er em ander eib finden / nach dem das Vnterbett scbön gewesen. Hat er das Vnterbett von einem Ort zum andern getragen / so wird sich auch sein Weib von einem Handel aust den andern wenden. ^ Ist der Ort dahin das -Lettgetragen wird / argerals der erste/ so wirv es auch mit dem Weib arger werden/ist aber der ander Ort besser als der erste/ so wird sie sich auch verbessern. Mann cincm träumt / wie er in einem frembden 5?au- se/ vnd auff emem fmnbden Lager liege / so wird der Her: desselben Hauses/ so er jhn kennet/ mit seinemWei- be die Ehebrechen / ist jhm aberd^Haußwirth Nicht be- kant/ so wird der / dem also getraumt/mit Hurerey vnch: gehen. Wann einem träumt / wie er sein Bette zusammen bind./vnd anderswohin trage/ so wird er vonseinen, Weibe wegwandern/vnd wann er wiederkompt/ wlrd er sie kensch vnd züchtig finden. Wann einem rraumt/ wie sein Lager dicke worden/ vnd aussgelauffen sey/so wird er sem Weib/wann er wieder heimkompt/ von ;hm schwanger finden. ann einem träumt / wie er ein vnbekandt Vnterbett habe / so wird er in der Frembde ein Weib nehmen/ die wird also geschaffen seyn / nach dem das Bett schön vnd groß ist/ vnd nach dem er wol darauff geschlaffen. Sihet einer ein vnbekandt oder frembd Bette in seinem Lager liegen/vnd wie er darauff schlaffe/ so wird cr grosse Gewalt vnd Freude erlangen/ darumb weil das Vnterbett auff einem höltzernen Bette liege / nun bedeut das Holtzaußerlesene Lent :Vndjelänger er nnTraum daranffgelegen hat/je mehr wird er über dieselben fürnehme Manner erhaben werden. Wann einem rraumt/ wie er ausf einem Thron oder Stuelsilze/fowirdcr sehr grosse Gewalt bekomMen/naci, demderThron hüpsch gewesen / dieweil der Chron von Holt; gewesen. Wann einem König traumt/wie er einen neuenStuel habe/oder machen lasse/ solches bedeut einen Sohn/ der an seine statt soll König werden. Item/so einem ^(onigtraumt/ wie er im Tempel einen neben jhm zum A omg mache/hat er einen Sobn/ so wird er jhn zum König machen/dann der Tempel bedeut deß Königs Pallast. Nl?anu einem traumt/wie er auffeinem weichenBette/ ohne alle Sorg schlaffe / derselbe wird sein Wech plag«;/ vndjhrgarntchtackten/noch für sie sorgen. Wann einem träumt / wie er auff einem Bette vön maucherleyFarben schlaffe/solcher Traum ist außzukgen nach der obgemelten Lehr von Farben. Aas Dasccxv.CaM. ?>on ^ olsahrt emen Schmertzen vnd Mangel spüren Ist jhm aber der Band gar abgefallen/so wird er seine Hoheit verlieren. Wann emem träumt / als wann em Gesandter jhm den Band abnehme / entweder mir Gewalt / oder in Schertz vnnd auß Liebe / so wird derselbe sein Ampt vnnd Reichthnmb von jhm erben vnnd an seine statt kommen. Ist es ein vnbekandler / so wird ein >eind an seine statt kommen. Wann einem traumt/wie sein Band von Baumwolle gemacht sey/so wird semeEhr vnd Hochhcit desto geringer seyn. Ist der Band gelbe anffCitronen Farbe / so wird er in eineKranckhett fatlen/ja wol gar sterben/dieweil derBand das Haupt bedeckt/andere Farben bedeuten/wie wir oben von den Farben gelehrt habe» Wann einem König trauim/wie er einen Band bekomme/solches bedeut emeBeschläfferm/nachseMemWunsch/ vnnd nach dem der Band gefarbr ist / vnd nach dem er hübsch ist/ist er weiß/sowird dieBxyschlafferm auch schön Vnd wol gestalt seyn. Ist der Band rolh / so wird sie gar kurtzweilig seyn,Ist erPurpurfarb/so wird er sie vielleicht gar zu einer Kömgin machen. Das^XVI. Capitel. zuziehen pflegt / also ziert auch ein guter Nam alles was der Mensch vermag : Ist er kein fürnehmer Mann / sondern ein gemeiner Mann/so wird er Reichthumb sam- len/vnd dieselben verwahren/auch in seiner Nahrung vnd Gewerb sicherlich leben. Wann einem träumt / wie er eine Hartzkappe anziehe so von Haaren gemacht ist / so wird er mehr vnnd herzlicher Reichthumb samlen/aks seinem Nahmen vnd Stande gebührt. Ist die Hartzkappe von Lemwan^ vnnd B aumwolle / so wird er von geringen Leuten / ,n seinen Mercken Nülfferlangen Ist die Hartzkappe oder Joppe Himmelblau wie das ))^eer / so wird er noch großer Reichthumb erlang^cn^ Ist sie roth färbe / so wird er Reichthumb durch Wechsel erlange» / nach dem d,e rothe färbe hochroth vnnd sartvon Rohre gewesen, ^ stsie Lltroneusarbe / so wiro ermseinem Hauje geplagt werden - vnd seine Geiv ,lt wird von jhm genommen werden. ^ st sie hoch grune/so Wird er durchem ^eib Gcroatt vnd Reiwthumb finden. Wenn eimmtraumt / wie er die 5)artzkappe zerschnitten habe / so wird er etwas von seinen > ütern verlieren / geplagt werden/vnd seme ewalt verlieren. Ist ever- brant worden / so wir-y er durch den Landsfürsten gepeiniget werden Ist sie zerrissen/ oder veraltei/so nird jhm in seinem Reichlhumb vnd Ehrenstand / ein Vnglückbegegnen. Wann einem König träumt / wie er für dem Regen oder für dem Thau eine Hartzkappe oder ein Tmerrock angezogen habe / so wird er Hülffc vnd Linderung seines Elendes finden. Ist dieser Qberroek von Sebaff- wolle gewesen / so wird er em gewaltig w?d bök Volck z» sich nehmen / vnd dasselbe wider seine Feind gebrauchen: Hat erjhn aber der kalte halben / dieselbe abzuwenden/ angezogen/ so wird er seine Schätze vnd sein Reichthumb wider bekommen : So erabtr andern Oberrocke einen Mangel befindet / so wird gemelte Bedeutung auch mangelhaffiig seyn. Von langen Kley- dern/ so herab biß auffdie ^f^Ann einem träumt / wie er einen neuen Talar / so ^ hcrab b-ß auffdie Füsse gehet / angezogen / vnnd dasselbe Klcy^ wol rieche / derselbe wird den'Armen von seinem Allmosen stiffcen. Wo aber das Ale yd gestun- cken hak / so wird er über seinem Lohne einen bösen Nahfüsse gehe / men bekommen/ wegen der Krasse deß Gestaneks. L)ann der India- cm solch Kleyd bedecket die Füsse / die füsse aber bedeu- ner Lehr, tcn einen Knecht. Item / deß Menschen Gut vnd seine Nahrung / dieselben Sachen aber wer.en erhalten durch das Mitleiden gegen armen Leuten / darumb der gute oder böse Geruch der Nahrung Zustandt zu verstehen gibt. Wann einem träumt / wie er ein gefärbt lang Kleyd anziehe / solches bedeut desto grössere Ehre der Allmosen halben / nach außlegung der färben / davon oben gemelt ist / allem die Citronengelbe färb beoentet geringe Allmosen. ^l ann einem teaumt / wiesemeKleyderverbrandt seyn / derselbe wird Trübsal vnd Marter von der Obrigkeit haben / wegen seines Reichthums vnd wegen semer knechte: Sind siejhm übergeboten worden/ sowirder vom Feinde verspottet / vnd m Trübsal gebracht werden/ vnd wegen seines Guts / vnd wegen der Knecht gestrafft werde». Wann einem 7?önig träumt / wie er lange neue Kley- der anziehe / so wird er die ansehnlichste Knechte die vmb fein Heheimnuß wissen/reich machen/nach dem die lange Kleyder dick gewesen. Träumt einem aber etwas anders von langen Aey- dcrn / so bedeutet es doch allezeit etwas / so die Anecht anlanget. Wann einem träumt / als wann die lange Aleyder jhm die Schuh beschweren / so wird er seine Anecht plagen/ nach dem die Schuh hart beschweret worden : Sind aber )ie füsie hmckend worden / vnd wider zurecht worden / so bedeut das Hincken dem Knecht Gefahr/so es a- ber vergangen ist / so bedeut es dem Knecht Gnade vnd Verbesserung / nach dem jhm das Hjncken halb oder gantz zza1>>kap. Das- LLXVII, Capitel. pe /derPer- sianer vnd ^A?lnn einem träumt / wie er einen Leivrock anzje- Egypter he / hat er Ämpt / vnd ist gewaltig / so wird er Erkla- einell grossen Namen bekommen / dieweil man eine solche rung. Iope ober Hartzkappen allezeit über andere Aleyder an- Das^^XVlli. Capitel. WAnn einem träumt / wie er Pantoffeln angezogen / Von dm vnnd darinnen fortgangen fey / so wird er eine Reise Pancosselt? thun / ist das Band an den Pantoffeln zerschnitten oder der Inoia- zerrissen/ so wird er dieselbe Reise von sich selbst vmerwe- nervnd gen lassen/ vnd dahelmb bleiben: st aberder Rccmen gar Egyptcs abgeschnitten / daß jhm der Schuh abfälr/sowirderwi- Lehr» der seinen Willen/mit Jammer vnd Noth/von der Reise wider hinkommen. Wann einem träumt / wieernenePantoffeln oder Pantoffeln Schuh anziehe/aber dannne nicht sorcgehe/so wird er ein oder Schu Weib nehmen/ hat er schon ein Weib/so wird er bey einer de anzie- neuen eyschläfferin schlaffen. hen. Wann einem träumt / wie er Schuh oder Pantoffeln in die Hand nehme / aber nicht anziehe / so wird er eine Iungfraw finden. Hat er aber die Sck'uh getragen / so wird er eine reiche Wtttfraw nehmen / sind die "Schuh roth gewesen / so wird er gar ein freundlich lieblich Weib nehmen : Sind sie Citronengelbe gewesen / sowirder ein Widerspenstig Weib nehmen: Sind sie von Rindern jeder / so wirdjer eine Tochter mit einer Römischen edlen Frauen / die ein Geschlecht erin ist / zeugen / wegen derHörnervnnd Rindes / sind s!e von Lamelshaut / so wird es ein ambjsch Weib seyn / sind sie von^emem Pfüf- felsochsen / so wird das Weib seyn einer mächtigen Nation / aber etwas narrisch/ sind sie von Roßhaut / so wird das Weib auß einem edlen Heschlecht/vnddas grosteGe- walt hat/geboren seyn. Wann einem träumt / wie erzweene Pantoffelange- zogen / vnd darinnen fortgangen sey / hernach aber sey der eine Pantoffel gerissen : so wird er sich auff den Weg geben / vnd seinen Bruder oder Schwester verlieren / ni jhm aber der eine Pantoffel gestolen worden / sowirder entwedervon einem Weibe geplagt werden / oder aber durch eine Kranckheit / oder wird sein Ehrenampt verlieren/ oder gar sterben/ist er aber auffdem Wege/so wird er daran gehindert werden. Etliche lege» den Verlust der Pantoffeln also auß / daß jhn sem Weib / seme Tochter/ oder seine Schwester bekriegen soll. Wenn einem rraumt/wie jhm seinePantoffeln mitGes walt von einem genommen worden seyn / solches bedeut den Todt seines Weibs. Das 46 Traumbuch. Das 55XIX. Capitel. Von den Je Ermel an einem Peruanischen Leibröcklein / be- Persiani- ^ deuten den Zustand vnd Gelegenheit deß Lebens., scheu Er- Wann einem traumt/wie sein Ermel oder Muffvom melnoder Röcklem sich ablöset vnd herab gefallen feyn / folchesbe- Muffen, deut / daß jhm sein täglicher Bnterhalt zerrinnen vnd ab- an de Leib-gehen soll/ denn der Vnterrock bedenket das Haußwesen röcklein/ vnd geheimen Vnterhalt nach dcr ^ ann einein träumt / wie sein Leibrock starcker vnnd Lehr der schöner worden sey/das bedeut besser vermögen vndVn- Persianer. rerhalt. Wenn einem Könige träumt / alsnemlich/ wieder Muff am Letbröcklein loß worden sey / solcher Craum zeucht sich anffsem Kriegs^olck / vnd auffseine ^ riegs« sachen / Ist der Muffloß werden / vndwldergemacht worden / so wird der Vnfall so seinem Hcer begegnet ist/ Wider abgeschafft werden : Ist deß AomgS Ermel oder Muffqantz vnd wol dicker / solches beteuc deß Königlichen Heers Wohlfahrt. Denn derAömgeEhr/Starcke/ Hiid Leben / si.hel alles auffjhrem Kriegsvoleke. LLXX. Capitel. Nv einem träumt / wie er sich gewaschen/vnd reine bcrunadcs' Kleyder angezogen habe / derselbe wird von allen ^ Trübsalell/ Bekümmernüß vudKranckhe-t erlöst werden: V-^siat ^ nd Freude haben / vnd vor dem lolcke gcehrer wer en/ vnv neuer «ach oem er sich sehr rein gewaschen / vnd nach dem die frilchc'r beyder schon vnd herzlich g-wesin. '^ekl n- Wenn einem träumt / wrc er neugewaschene Kleyder d-ma d's? anziehe / doch ^.rissene / also daß sie nicht können gefitckc ^-e'lbs der werden / derselbe wird gar keine >imdcr zeugen / Ist jh- ^ndian r nen aber zu helfen / so w:^d er allein oezaubert werden : 7^.» " Vnd so jhin kraunit / wie cr selber / oder ein Leinweber/ dieselben widcr sticke / oder ergäntze / sö wird er Trübsal vnd Jauckmlt seinem Weib-- haben / mit Schmach / E- iend vnd Betümmernüß / nach dem das ersticken schwerlich zugangen:Hat er sie aber selbergebessert vnd gefltckr/ das bedeut ihmerwaS guts / vnd er wird der Verzauberung loß werden- « Wann emem träumt / wie ev seines Weibs Kleyd flicke / solches bedeutet jhm auch Schmach vnd Bekum- meruuß : HateraberscineS WeibsKleyd selberwider auffgetrannt / vndauffs neue gewirckt / so wirdersein Weib fälschlich anklagen / vnd nber dem Ehbruch ergriffen werden. DasLcxXI. Capitel. Ton wa- e?ft^Enn einem träumt / wie er sich rem gewaschen/ falschen vnd ^^ches bedeut erlöfuug von der Sokge deß Reifens, miziehung Wann einem träumt / wie cr vngewöhnlicher weise neuer neue Kleyder anziehe / so wird er bey seinem Volek Ehr Kleyder/ vnd Prelß erlangen /anchReichthumb/uach dem dieKley- derPersia- der dicke vnd herzlich gewesen, ner vnd Wann einem traumr/wie er ein Kleyd von Haaren ge- Egypter macht/angezogen habe/so wird er von bösen vnd vnmach- Lehr. tigen^eillden Retchthumbvnd Gewalterlangen/ dieweil die wilde Thier/ anß derer Haar das Aleyd gemacht ist/ böse vnd betrieglich sind- Wann einem träumt / wie cr ein Nleyd von Seiden gemacht / angezogenhabe / so wird erbestandlg/aber schlecht Reichthumb erlangen. Wann einem träumt / wie er reine weisse Kleyder angezogen / so wird er von allem Schmerlen erledigt werden / nachdem dieKleyderschönwetßvnd sehr rein gewesen. Wann einem träumt / wie er ein Aleyd von Schaffwolle/ Lemwat/ oder Baumwolle angezogen habe / solche kleyder bedeuten Reichrhumb ohne Gewalt: Sind sie aber zurissen / so wird er auß einem Jammer in den andern fallen. Träumt jhm wie er sie flickte/so wird cr in seiner ÄLiderwertigkeit Rath finden / nach dem er die Kleyder wol flicket. Sind tue Kleyder knrtz/ also daß sie nur den Hindern bedecken / so wird cr eme grosse Freude hoffen/aber eine kleine erlangen/nach dem das Kleyd sehr kurtz gewesen. Wann einem König träumt / wie er sich von seinem Vnfiat rein gewaschen/ so wird er der Sorge / die ihn ge- truckt/ledig werden. Träumt einem König / wie crcin nett Purpurkleyd anziehe/ so wird er seiner Hoffnung desto herzlicher vnd gewaltiger seyn : Hat er aber seine alte vnd gewöhnliche Kleyder angezogen / so wird er wegen deß badens vnd ab- waschenö von seinen Sorgen vnd Bekümmernussen erlöset werden / aber wegen der alten Kleydung werden semö sachen in dem vorigen Stande bleiben. Hat er zurissene Kleyder angezogen / so wird er neues vttd vnerhörteöVnglück außstehen müssen/dieweil zerrissene Kleyder den Königlichen nicht gebühren / zeucht dieselben wieder auß/so wird er auch deß LngUcks wlder loß werde»?. Dasc^xxil. Capitel. AIn edles Pferd/bedeut Hoheit vnd Herzlichkeit: Die VonPfers ^-Stuten aber bedeuten hochgebohrne Weibspersonen: den/Hena- Gememe Pferde aber bedeuten gleichwol den Adel / vnd sten vnd berühmte Leute/ aber etwas geringer/also daß auch ge- Stuten/ meine Stuten bedeuten Weibspersonen/so nit vom hoch- oderMut- sten/ldelsind- terpferden Wann einem träumt/ wie er auffeinem hurtigen vnd India- muthwilligen Pferde reit/ derselbe werd für demVolckei, nen sehr grossen Namen/ ^oheitvno Ehrerlangen. Egypter Träumt cincm Kayser oder >'öing also / so wird er 2^ußle- Freudvnd EhreanfemerIvönigin / vnd an feinem 7<ö- ^na. «iglichen Hofe haben / nach dem das Pferd sihr fchön vnd wol gezieret gewesen. Ist es ein gemeiner ManN / so wird er in seiner tzandthierung eine Verbesserung spüren. / W ann einem träumt/ wie er auffeinem solchen muth- willigen Pferde gar behend reite / vno dasselbe antreibe/ derselbe wird geadelt vnd erhöhet werden/vnd mWolfart kommen/ nachdem das Pferd schnell gelauffen ist. Wann einem rraumt / wie er gewapner aufseinem edlen Pferd sitze / derselbe wird Bewaltvndemenguten Namen erlangen / nach dem d:e Waffen vnd Rüstung stattlich gewesen. Hat ereinen Schild m der Hand / so wird er sur een Feinden sicher vnd gewaltig seyn / nach dem das Pferd sicher gewesen. Wann einem Aonig also träumt / so wird er emett . ann überkonunen/ den er zum Kriegsobersren machen ^vird / dcr wird behertzt vnd streng gegen den Feinden seyn Dann der Schild bedeut den Friedobersten. Ist der Schild schwartz vnd Wasjerblaw/ so wird derFelc» oberster dauerhafftig vnd zum Regiment geschickt seyn / darumb weil gemelre Farben nicht leichtlich können befleckt werden Ist der^chilc weiß gewesen/so wird deß Königs Feldoberster furchtsam seyn / vnd m der J?oth den Schild von sied werffen / vnd fliehen/ dawmb daß die wetsse Farbe leichtlich vervnremjget werden kan : Ist der Schild roth gewesen / so wird der König die höchste Lustan diesem Feldobersten haben 5 Ist der Schild Pur> purfarbe/fo bedeutet er daß deß Königs '^vhn oderBru« dcr solle:» Felvoberster werden: Ist der Schild Goldgelbe oder Citronengelbe / das bedeutet einen boßhafftigett schädlichen Mensche». Wann einem traumt/wie er auffeiner edlenStute reite / mit einer Decken gezieret / vnd mit emem langen Schwantz / so wird er ein geehrtes Weib bekommen/ vnd durch sie m all seinen SachenGlückvnd Wolfahrt haben/ nach dem der Schwantz gewefemIfi die Stute oder Wilde schwartz/ so wird das ^eib reich seyn. Wann einem träumt / wie er von ihm selber von einem edlen Pferde herab steige / derselbe wird jhmgutwillig feine Gewalt verkleinern lassen: Ist er aber wider seinen Willen/nemlich durch oeß Pferds Muthwillen vnd Widerspenstigkeit / vom Pferde gefallen / derselbe wird in Cchrecken vnd Marter fallen/ oder wird ein ander seine Hoheit bekommen. Wann einem träumt/ wie er Pferdfleifch esse/derselbe wird emen fürtrefflichen Namen erlangen / er wird auch geadelt werden / vnd bey der hohen Obrigkeit in grossz.n Gnaden seyn. Das LLXXIII. Capitel. IAAnn einem König von einem schneeweissen Pferde sonder ^^traumt/solch Pferd bedeut feine ömgm. Farbe det Ein bedeckt Pferd mit emem blancken eisernenKo. Pferden/ nigltchen Sattel / bedeut ein Weib /das nicht so hoch ist vnd von als die Königin / es bedeut auch etwas geringer / als denDecken königliche Gewalt. Ist der königliche Sattel Ro-vndSat- sinrorh /so bedeutet es ein Weib voller Frewde vnd teln der Wollust^ Persianer Em öniglich schwartz Pferd bedeut ein reich Weib / vnd (^gy- aber schädlich. pterAußle- In Summa dawit wir eine kurtze Außlegung an^ei- g^wgen. gen/ / Von den Mauleseln n der Persianer vnd Egy- pler Lehr. gen/ wan einem von einem Königlichen Sattel träumt/ s" bedeut eö Königliche Weiber/wann emem nun traumr wie ihm der König deren cjns gebe/ so wird er vom König Frewde/Gewalr/ vnd e:nWcib bekommen. Wann einem träumt / wie er ohne des Königs Vor- wissen auffeincm solchen Sattel vnd Pferde sitze/vnd vn- gewönlicher weise daher rette / so wiro er heimlich mit deß Königs Weibe einer buhlen. Wann einem traumr/ wie ein schwache Stutte/so zu beiden Selten zusammengebunden Wurffspießlem rra- ge/in semHauß komme/so wird er ein reichWeib nehmen/ vnd es werden auß demselben Hause etliche sterben / nach dem der Svießlem vielgewesen. Wann einem träumt/wie ein edle junge Stutte / so noch nicht abgerecht isil/ in sem Hauß komme / so wird er ein edle Iungfraw heimführen. Ist es aber ein gemeine Ctutte/das bedeut eme Magd: Dan einem Edelman bedeut eme Stutte nn Traum/ eine Magd / wan einem gemeinen Mann also rraumt/das bedeuc chme emWeib zu nebmen/vnd was den^stutten gut^s oder böses begegnet/ das weiset alles aufs die gemeldte Weibspersonen. Das (ILXXlV. Capitel. ^??Ann einem träumt/ wie er auff einem Maulesel rei- '^re/vnd daß derselbe einen guten Gang habe / sowcrd er für sich selber eme Re'ft nehmen/ davon er Schmertzen vnd Jammer haben wird. T ann die Maulesel bedeut«'! den Menscher. Vc! kehrung aller Ding./darurnb/ daß sie vnfruchtbar sinc / vnnd beyderley Art rem Füllen werssen können. Wann einem träumt / wie er auffeincm Maulesel rei- te/vnd also m em Hauß komme /darinnen er etliche Bricss zu sich genommen / so wird er Rente einzunehmen eme Reise thun / aber er wird mehr Schaden als Gewi« haben/dieweil der Maulesel vnfruchtbar ist. Wenn einem träumt / wie er auff einer Mauleselin reite/die wol gesattelt/ aber mcht bedeckt fty / das bedeut ein berüchtiges Weib/das auch arm ist : Soemsehrge- waltiger Mann den Traum hat/ derselbe wird einem an- rüchttgen Menschen m die Hände kommen/ vnd geplagt tverden/wegcnder Mauleseln?. Wann einem träumt/ Me er eme Mauleselm verloren habe/derselbe wird an den Gebu^tsgliedern /vnd an derselben Wollust einen Vnfall erleiden. Wann einem traumr/ wie er eine Mauleselm verkauft fe/so wird er seines Vnglücks mit Zuge loß werden. Wann einem träumt / wie er emeMauleselm auff den Erdboden geworffen/so wird er m em schwer Vnnd heffug Vnglück fallen. selin trincke/ so wirb er erhöhet werden / aber datnebm auch kranck werden. Wan emem träumt / wie er einen Esel an einem Se^l führe/vnd )hm der Esel folget / so wird auch des Menschen Glück ihm folgen. Wan emem traumt/wie er einen Esel gehabt / vnd wie derselbe gestorben sey/ sowirdchmsem Weib sterben/vnd er selber wird arm werden. Mann einem träumt / wie sem Esel zerborsten sey / so wird er also arm werden/ daß jhm gar im wird zuhelffen sein/so wenig als dem Esel zu helffen ist. Wan emem traumt/wie er Esc lssieiseh finde/oder esse/ so wird er Gewm babcn / vnd dabey Kranckhett außste- hen/nach dem er des Eselsfieiseh vielgeffen. Wan einem rraumt / wie er in seinem Hanse Eselsmist gesamblet habe / so wird er ohne Mühe Gelt bekommen/ nach dem des Eftlsnnst viel gewesen. Wan emem rraumt / wie er eenes srembden Eselshaut finde/so wird er eines andern Erbe sem. Wann einem rraumr/wie er eines Waldesels oder wilden Eselsfieisch esse/ so wird er einen grossen Namen/vnd Reichthr mb bekommen. Wan emem traumr/wie seinem Eselder Echwantz ab- qebawen worden / ist er in ememAmpr vnd Standt / so wird er davon kommen/ist er aber reich/ so wird er 'Schaden vnd Verlust leidem Wann einem träumt / wie sein Esel so beladen ist / in Koth fallt/so wird er in e>neKranckhe tfallen/vndScha- den an seineu Gütern erleiden : Ist aber der Eselwider auffgestanden auß dem Koth/vnnd wider sorr gangen/so wirdt er von seinem Vngtuck vnd Kranckheit wider erlöset werden/vnd frölichsein. Wann emem träumt / wie erein Eselin habe / die ein Junges geworffen / sowird sein Reichthumö doppelt so groß werden/vnd wachsen / hat er aber em Weck/jo w;rd er einen Sokn zeugen^ Wann emem König träumt/ wie j'hm ein Eselzum ne« wen Jahr von jemandt geschenckt worden / so wird er eMe vnverhoffte Frewde haben/nach dem der Esel schön gewesen. Träumt jhme/wie Man jhme Waldesel bringe/so wird er m kurtzer Zeit eme frölicheBotschafft/vndReichthumb vonAußlandernbekommmen / dieweil der Waldesel em schnell Thier ist. Wann emem König träumt / wieseine Esel gestorben seyen / solches bedeut jhm vnd einem jeden den tödtlichen Abgang vnd Elend semer Haußgenossen vnd Haußge-> Von den Eseln/der Indianer Persianer vnd Egy- pterAuß- iegung. Das L^xxv. CipitLs. ^>Ie Eselhaben mancherley Ai-ßlcgung/vnd bedeuten '^gememiglich der Mcnschen Glück. Wann emem traumt/wie er auss einer Eselin sitze/derselbe wird durch emWelb glückselig werde!?.Sitzet er aber auff einem Esel / solches bedeutet jhm auchem Glück / es wird aber seine Glückseligkeit groß oder klem sein / nach dem er em Recht zu dun Esel gehabt /vud nach dem er wol fortgangen. Ist er aber weiß gewesen / so wird er sem Glück vnd Hochheit durch sem Weib vnd Kmder erlangen. Wann einem träumt / wie er einen Esel kauffe/oder Wieer den von emcm andern geschenckt bekommen/ vnd m sem Hauß führe/als daß jhme der Esel nachgehe / derselbe wird Gnade bey Gort sinden / vnnd in seMem Hause Reichrhumb samlen/nach dem es Mit der Einführung deß Esels zugangen ist. Wann emem tranmt / wie er einen Verlornen iEsel widerfinde / derselbe wird eme vnvechoffte Frewdeha- hen. Wan einem traumt/wie er emen beladenenEsel in sem Hauß führe / so wird er Glück vnd Reichrhumb haben/ Nachdem derEselwolbeladen gewesen / so wird er alle Trübsal vnd alle Furcht ablegen. Wan emem tranmt / wie sem Esel gestorben sey / so wird er selber bald sterben. Wann emem traumt/wie er vom Eselherabfalle / so Wird er m das eusser sie Armuth gerathen. Wan einem träumt/ wie er Milch von emer wilden EWäldese! Wilder Esel- ^n Summa die Esel bedeuten der Menschen Glücks vnd was dem Menschen craum't / daß er der Esel halben bekomme / gutes oder böses / das wird /hm gewißlich widerfahren. Das LdXXVI. Capitel. e^>Ie Arabische Camel /' so Weiblem sind / die sind gar ""^chnell/vnd bedeuten Eletid/ den Todt vnd Verdammung. Wan einem nun träumt / wieer auff einem solchen Camel sitze/vnd w:e dasselbe mit ihm davon lauffe / derselbe wird zur Hollen fahren/dieweil kem Thier den Camelen weibliches Geschlechts gleich lauffen kan. Wan emem träumt/ w'.e er auff ein solch schnell Camel gesessen/ vnd nach dem es mt weit gelaufen / wider abgesessen sey / derselbe wird in ein harte Krauclhett fallen/ aber er wird von derselben widcr erlöset werden. Wann einem traumt/wie er em solch schnell Camel gefunden habe / vnd m seine Gewalt bracht vnd gezahmer/ so wird durch Vorbitt eines mächtigen Saracenischen Herzen/vom König Gewalt erlangen. Wan einem träumt / wie ein schnelles Camel eines seiner Glieder mit beissen verletzt habe / so wird er von der Obrigkeit geplagt werden/wie dan oben allcGtteder auß- gelegt sind/ was sie einem jeden Menschen bedemen. Wan emem rraumt/ wie jhn eM Camel nut den Füssen geschlagen/ so wird er ohne seinen Schaden von demFür- sten geschrecktwerden/dan ein Camel har keinen Huff/wie em Pferd. Wan einem träumt/ wie er von solchen Camelen andere gezeuget / so auch weibliches Geschlecl ts gewesen / vnd wie er dieselbe gemolcken / so wird er Gewalt wider das Volck der Saracener erlangen. Wann einem König also träumt/ so wird er em? fremds Von schnellen Cameien der Persianer vnd Egy- pter Auß- legung. '4^ Traumbuch frembde Nation oder Volck vnter sich bringen / nach jhm dle Cameel gehorsam gewesen / vud im Melcken viel Milchgegeben» Wenn emem traumt/wle er Camelsflelsch esse/so wird er durch langwlnge Kranckheit geplagt werden/ aber wider ausskomMen. . . . Wann emem träumt / wie er so schnell lauste als ein Camel / so wird er sich mit grossem Pracht erhöhen/ also daß die Leut chn für hoch achten werden / aber er wird zu schänden ir-erden. Wann einem träumt / wie er Mlt seinem Cameel rede/ so wird er Gewalt vnd Relchthumb erlangen / nachdem er lange mtt dem Cameel geredet. Wann emem rraumt / wie er Cameel weiblicher Art habe/ vnd dasselbe verkaufte/ sder sonst loß werde/ so wlrd er vonemembosenWelbe/entwederdurch'denTod/ 9der durch Scheldung erlöset werden. Träumt emem/wle cinCaMetlein lungcs/mannltches Geschlechrö gcworffen / so wird er mit emem bösen Wel- be/emen schädlichen Sohn zeugen/ also wirds auch seyn/ so das Junge weibliches Geschlechts ist/ nämlich/ daß die Tochter der Mutter gleich seyn wlrd. , . Wann emem träumt /wie erEameels Milch Mucke/ so wlrd er vom Landsfürsten Relchthumb erlangen / jedoch mit Schrecken/vnd mtt Krünckhetk.. Traunn einem / wie er in seinem Hauß ein Cameel ge- schlachtet habe/ vnd das Fleischaussgehaben / so wlrd er vom Landsfürsten gemartert vnd geplagt werden/ auch in Schrecken/Kranckhettvnd Elend fallen. WanneinemKömg traumt/wle solche schnelleCameel iu sem Land kommen seyn/so bedeut es/ daß die Jemde am selblgen Ort einen Einfall thun werden/ vno so viel dle Cameel Schaden gethan / so vlel Schadens werden auch die Feinde thun. , . . W..nneinem König träumt/ wie die Cameelbeladen/ wider von demfelbigen O..wegziehen/ so wird der Zemd deß'Könlgs Güivc wegführen /-nach dem die'Cameel grosi? Last vnd Bürden getragen haben. Wann emem Kom.g rrv.umr/ wie er e:n Cameelshaut finde/ vnd aaishehe/ so wird er rmcs Fürsten oder grossen Herzn Güter gewmnen/ vnd bekommen. Wenn emem König träumt/ wie er ein Camelehaupt finde/oder von jemand empfange habe/hat er emAmpr/ so wird er der Feind Güter bekommen/ist er ein gememer Mann / so wird er von einem gewaltigen Mann zeheN hundert tausend duppelte Ducaten zu Gewinn haben. Dann das Haupt bedeutet eme Hauptsumma/ vnd dle gemeine Zahlcn sind vollkommene Zahlen» Da6 eLXXVll. Von den Je Ocksenbedeuten die gewaltigsten Fürsten/ die Rindern <^'Kühe aber bedeuten Jahr, oder Och- . Wann emem traümt/ wie er auff einem schwartzen sen/ der Ochsen sitze / derselbe wird )hme einen reichen vnd gewal- Persianer'tlgenMaunvnterwerffen. 'vnd Egy- Wann emem träumt / wie er Pflug-Ochsen in sein pterAuß- Hauß geführet habe/vnd dieselben augebunden/derselbe legung. wlrd eM gewaltige Wolfahrt finden/ vnd ansehnliche G^walthaben / er wlrd jhm seme Feinde vnterwerffen/ vnd wird von seiner Äoth erlöset werdeit. Wann emem träumt / w:e er viel-Ioch Ochsen habe/ die auclsgar gehorsam vnd zahm find/also/daß er sie mag hingehen lassen / wohin er will/ derselbe wird grosse'Gewalt erlangen/ vnd hohe gewaltige Leute jhm vnterwerf- fen/ vnd andere semer Gewalt theilhafft-g machen. Vnd diesem Traum kompt Nicht leichtlich emem andern für/ alS emeM grossen Herm/oder einem/der noch hoch soll erhaben werden. Wann einem träumt / wle er seine IochOchsen vn.bs Geld verkaufst habe/ so wird er sehr oder wenig geplagt weiden/nach dem deß Gelds viel gewesen« Wann ememKvmg rraumt/ wie er einembekandten Mann Ochsen geschenckt habe / so wird er denselben echö- hen/vnd zu einem Fürsten machen. Ist es aber em vnde- kandter Äcann gewesen/ so wird er eme Niderlage der seinen von den Feinden erleiden müssen. Wann einem Kömg traumt/wle ihm etliche Joch wil- dervnbändl^er Ochs^kOebrachtwerden/ die zusammen gebunden sind / so wird er frewbde Fürsten m gesangliche Hasst nehmen/ vnd eme sehr grosse Frewde haben. Gmd aber die Ochsen haufsenweiß zugebracht worden/ so wird er sehr mächtige Völcker m semeGewalt bringen. Wann einen>König träumt/ wie er gebiete / daß waÄ ein Pflug Ochsenschlachten soll/ so haben sich dle Fürsten deß Königs etwas zu befahren/ hat er aber vnbändige wlldc Ochsen tobtenheissen/so betrlfft solch Vnglück auß- landlsche Herren. Wann eineM König träumt/ w»e er etliche Haussen Ochsen/ so nicht arbelten/m seinem Lande auff der Weide schlagenhe;ssen/so wlrd er dasselbe Land durch ein frembd Volck erbawen vnd bewohnen lassen. Wann einem träumt/ wie er von einem stössichtcv Ochsen gestossen worden/ lst er m emem2impte / oder sonst em gewaltiger Mann/ sinvtrd er m;t seines glei- chen streiten/ vnd von)hm verletzt werden/ nachdem )hn - der Ochse sehr verletzt hat/ists aber ein gemeiner Mann/ sv wird er vom Landsfürsten beschadlgetwerden.Hat jhm der Ochse mit den Pfoten geschlagen/ so ist der Schade nicht so groß. Wann einem träumt/ wie et auff einem rosenfarben Ochsen sitze / derselbe wlrd ein Ampr vnd Gewalt bekommen. , , Wann einem träumt/ wie vnbekandteOchsen in sein Hauß kommen/ so werden grosse Herren msem Hauß kommen / vnd sv die Ochsen stössig gävesen / so werden sie jhme Schaden thun/ wo mcht/ so darff er sich für denselben Herren mchiS befahren. Wann einem träumt / wle er in emem frembden Land einen Ochsenweldensehe / der z. 4. oder mehr Hörner habe / sö wird ein Fürst in dasselbige Land kommen / vnd dasselbe Volck so viel Jahr lang regieren / als der Ochse Hörner gehabt. Wann einem träumt / wie sein Ochse wilde worden sey / über denselben wird der Landefürst erzürnet werden. Vnd so jhm geträumt / wie er den Ochsen wider mseme Gewalt bracht habe/ so wlrd er den Landsfürsten von sich abwenden/ ist jhm aber der Ochse zu starck gewesen/ so wird auch der Fürst stärcker seyn. 'Das LLXXvilI.CGittl. ^ Vo Ann emem vonOchsen traumt/daö bedeutFürsten/ 'wegen der Hörner/die Kühe aber bedeuten Jahr. ^ SiNd nun die Kühe fett/so bedeuten sie fruchtbare ^.ahri Smd sie aber mager vnd dünneleib-g/so bedeuten sie vn- ^ fruchtbare Jahr. , Au? Gleicher gestalt / fette Ochsen bedeuten fromme Für- ^ sten : Magere Qchsenbedeuten vngerechte boßhasttige ^ Fürsten/vnd böse Jahr. ... Die Ochsen / so nicht zu ackeren pflegen/bedeuten sehr mächtige Fürsten/ dlcaver eckern/ bedeuten wolgeborne Männer/diemitder Zeitdas Regiment bekommen sollen. Wann einem träumt / wie er einfette Kuh gefunden/ oder Mehr/ der wird außerwöhlte Jahr eines oder etliche haben/die da gut vnd fruchtbar seyn werden/ auch bedeutet es emer jeden Person Gewmn/vnv Auffnehmen m seinem Gewerbe. . , Wann emem träumt/ wie er eine/ oder einen Haussen Kühe finde/ die mager sind/ vnd wie er Her: über dieselben sey / derselbe wird em oder etliche vnglückhafftige Jahr außstehen müssen / nach dem der Kühe vlel gewesen/ er wird auch Maugel an Proviant haben / vnd Armut vnd Schaden leiden / nach dem die Ruhe -sehr mager vnd gering gewesen. . Wann einem König träumt / wie man jhm fette Kühe brmge / so wird er so vlel Jahr lang als der Kühc ge- wesen/^lückhaffttge Jahr haben/ Krieg zn führen/ vnd sem Land wird Reichrhumb vnd Fruchtbarkett haben/ Nach dem der Kühe viel vr.d sehr fett gewesen. Dann in solchen Sachen betrifft deß Königs Traum alle seme Vnterthanen. WaAn aber einem Könige träumt / wie man jhm geringe/ magere Kühe gebracht habe/ so wird er so v»el vn- glückhafftige Jahr -Kriege führen / vnd seinem Lande schädlich seyn / nach dem der Kühe an der Zahl / vnd sehr mager gewesen. Dergleichen wird auch allen seinen Vnterthanen gedrawet. ..... Waun unem träumt/ wie er Rindfleisch esse / so wird er von einem gewaltigen MannRelckchumb erlangen/ er wlrd auchemen Sohn zeugen-Hat er aber Kuhbutter gcssen/sowirderanmüthlg vnc wälhafstig Relchthumb finden. Hat er aber Kühmilch gessen/ so werden seme Sachen in Aussnehmen kommen / vnd wlrd lehr groß Relchthumb erlangen. Wann einem träumt/ wte er eme Kuh melcke/ vnd die Mlch VonWa- yen /der Egtpter Lehr. Milch trincke/ ist er ein leibeigener Knecht/so »nrd er frey gemacht/vnd vielluch! seines Herm Weib zur Ehe nehmen.^st er ein gemeiner Mann/ so wird er sehr grosse Freude vnnd Wonne haben Deßgleichen bedeut auch die Schaffmilch/ vnd dte von einer Hmde oder nolh Wildpret. Wann emem träumt /wie erOchsenkothsamle/der- selbe wird von grossen Herren Reichthumb erlangen / nachdem deß Kochs viel gewsen. Wann einem träumet/ wie er eine Ochsen haut finde/ vnd anffhebe/ so wird er von emem sehr gewaltigen Fürsten Neichthumb erben. Wann einem träumt / wie er einen Ocbscnkopff finde / so wird er einev Fürsten Schaycvnnd Neichthumb bekommen/wegcn deß EehiMS/so nn Kopsse liegt- Wann einem träumet/ wie er einen Ochsen in seinem Hause schlachte/so wird er emes Fürsten Güterbekommen / jedoch m?t Forcht für der Obrigkeit / nach dem deß gescb !achtenF!c :scheSvie! gewesen. Wann einem träumt / wie er die Leber vnd die Lunge eines Ochsen bekomme / so wird tr von emem Fürsten emen Schatz von lauterm ^ old bekommen/findet er den Bauch emes O6)s i,/ so wird er von einem grossen Heun Wolfart haben. Das(^XX!X Capltc!. n Königlicher Wagen bedeutet deßKömgs Hoheit/ein gemciner Ivagen bedeutet mancherley Personen. Wann einem träumt/wie er auffeinem Königlichen Wagen fahre/so wird er grosse Ehr erlangen / vnnd be- rühmnverden/vnd so er deß Königreichs fähig ist/ so wird er wol gar König we den. Wann einem träumt/ wie er auffeinem Wagen sitze/der von edlen Pferden gezogen werde/ derselbe wird Hoheit vnnd Frewde finden/ vnd seine Hoffnung wird einen guren Außgang gewmnen / er wird auch reich werden. So dem König träumet / wie er auff einem Königlichen Wagen fitze/ welcher von Ochsen gezogen werde/ so wird er in kurtzerZett sehr mächtige Leute in seine Gewalt bringen: Ist es ein nnttelmässiger Fürst/ so ist die Beoeutung etwas geringer/ die weil Ochsen etwas langsam find. Wem von Königlichen Wagen traumt/der wird nahe zu dem König kommen /die weil auch Joseph/ als er außdemGefängnuß erlediget/vndHcrrvber Egypten- iand ward/ (deß gleichen auch andere) zum Zeichen der Königlichen Hoheitsojhnen die alte Könige verliehen/ üujfKönigl-chen Wagen gesetzt worden. Wann einem träumt/ wie er meinem Schaw öder Spielhause / als ein Kutscher/den Königlichen Wagen rcgire/ vnd wie er siege vnd gekrönet werde: ist er ein Knegsmann/ so wird er die Feinde vberwinden/ ist er ein grosser Her: am Hofe /so wird er/ wegen der Cron / der Oberste vnter den grossen Herren werdenIst er a- berim Kampffvbermunden worden/ so wird er seines Elendes ledig werden / vnd etwas geringerFreude haben. Dann wann emem von Crübsal träumt/ das bedeutet nichts böses. Mann einem gemeinen Mann also traumt/so wird er Frewde haben/vund sein Gewerbvnnd Handthierung zunehmen/vnd Gewinn tragen. Wann einem Weib also träumt/ sie sey wer sie wolle/so wird sie mit einem gewaltigen Mann buhlen/ vnd die Leute werden ein Schawspiel an ihr haben. Wann einem König träumt / wie er auffeineM Wagen fahre/so wird sem thun noch grösser werden / vnd er wird ihm feineFemde vnterwerffen/auch wird alle sein Begehren nach seinem Wunsch erfüllet werden / nach dem er den Wagen wol regirethat: Sitzet er auffei« nemStul/ vnddte Pferde gehen mit dem Wagen gar sachte fort/so wird er bey sememGantzenVolckFreude/ Fcolocken vnd guten Frieden haben. Wann emem rraumt / wie sein Wagen zerbrochen sen so wttd er m eine Kranckhm fallen / vnd an seinem Ehren Ampt zum theil schaden leiden. Wann ann einemtraUMt / wie jhmeHörNergewachsen seyn / als wie die Widder Hörner/ derselbe wird erhaben werden /vnd mit den Feinden streiten/nach dem die Hörner gewesen .Wann aber dieseHsrner zerbrochen/so wird er geplaqt vnd geschmahet werden/m seinem Vlmpr vnd Ehrenstan d / für dem gantzen Volck. Träumt einem /wie er Schaaffsfüsse gefftn/so wird er Me Gesundheit / vnd ziemlich Reichthumb Mm« Träumt einem/ wie er fett gekocht Fleisch esse/vnd dk Suppe davon trincke / derselbe wird an Reichthumb za nehmen/ doch nicht ohneZanck/weil er gessen hat. Hat er eineSchaaffsleber gesien/so wird er eine grosse Summe Geldes bekommen Träumt einem / wie er kalt gekocht Fleisch esse / das auch gar vn sauber sey/so wird erandererArbett oyne seine Mühe vnd Arbeit gemessen. Issec erdenSchwantz / so wird er Geld bekommen/ nach dem er viel gessen. Ist es nun eines idderS Schwantz gewesen/ so wird er solch Geld von einem gewaltigen Manne bekommen / ist es aber von einem Schaaffe/ so wird er das Gels von einem We-be bekommen Wann einem trantw / wie er ein Land gesunden/ oder sonst bekommen hab/so wird er ein gewünschtes Kind bekommen. Wann einem träumt / wjeerLümbfleischaessen/ so wird er em gewünschtes Kind haben/vnd si lcher > eaum bedeutet jhm darneben auch gute Gesundheit. Wann einem träumt / wie er em gantze Heerd Lammer finde/ so wird er grosse Freuve vnd ^onne haben/ nach dem der Lämmer viel gewesen. Das LLXXXlll. Capitel- ÄAAnneinemtranmt / wieergarbrüheiß ^ rod esse/ Vonakkr- '^so wird er Reichthumb mit Angst erlangen / wegen Spci- heß Feuers/nach ^em das rod sehr he,ß gewcsui.I'jet / er kalt Brod nntKasc/ so wird er Reichthumb vub Wo!- Dc.t eln/ fahrt haben / noch dem er desien viel gessen hat. Hat er fzgMawa- oX ilch dazu gesftn / solches bedeut höher vnd siattj,!chcr ben/^u-" Reichthnmb/wegcn dessen/daß auß der Milch :.ut Äe- walt umrgemacht wird ^ ann einem traumr/wie er Datteln esse/so wird er von einem stattlichen ^eche / olfahrt/ Freude vnnd / Reichthumb erlangen. Pflaume/' Isser einer im Traum Honigseim/so w»rd er die Ding , überkommen / die er nie gehoffer hatte/er wird auch ^ seyn / weil das Honig Mit grosser Klugheit der gemacht G ^lnsse/ Wann einem träumt / wie er einen T ienstock zerbre A'.-mche- che / so wird er seine Knechte freylassen / ist er aber sett^r haupl/ :c. ein Knecht / so wird er frey gelassen werden / ist er Arm/ x>er ^ ndia« so wird er Reich werden. n«r/Per- Wann einem König traumt/wie jhm Honigwabe ge- bracht werde / vnd er davon esse / so wird er von semem Eaypttr Volck Freude vnd avgenelMes einkommen haben/ denn dir Honigrost oder ^ abe zeucht sich auffdaö Volck. ÄanN einem träumt/ wie man ih n Honig bracht habe/der da doch sonst keines gehabt/so wird jhm sein Einkommen abgehen- Wann eineM'kraumt / wie er Zucker gessen habe / so wird er eine sonderliche vnd langwtttge Freude finden / nach dem er viel Zucker gessen. Lateiner Oliven gessen / sowirderejnsaures Leben haben/ nach dem er derselben viel gessen hat. Hat einer vnzeitige Pheben gessen / so wird er wider- tvertigkejthaben/nach dem er viel gessen hat-Hat er aber reiste Pheben gessen/so wird exm eine Kranckhett fallen/ wegen der gelben Farbe / denn ein jede Citronenfarbs Frucht bedeutn Kranckhett Hat er gcmemePheben gessen/ das bedeutet jhm Gesundheit. Träumt emevonGorcken/wleerdieselben esse/so w:rd er em becrüglich Reichthumb erlangen. Isser er groffe e- ckjchte«i ürbj6/so lsi dieSach etwas grösser vnd gewisser. Träumt einem/wie er PfiauMen esse/so wird er haben Schrecken vnd Kranckheit / vnd ln allen Sachen Hn?- derniß. Wann einem träumt / wie er zu einem Palmenbaum komme/vnd an der Wurtzel desselben Darreln versammlet gefunden / welche er zum theil gessen / zum theil mit sich hinweg genommen / derselbe wird durch Hurerey l?on einem Weibe ihr Reichthumb bekommen / nach dem der Früchte viel gewesen seyn Hat er andern auch von den Fruchten gegeben / so wird er andern auch mit dem Reichthumb dienen. Wann einem traumt/wie erzeitigeFeigen von einem Feigenbaum abbreche / so wird ervon einem reichen Mann Geld / vnnd groß Reichthumb erlangen / wegen der grossen Menge der Körner / so m den Feigen sind. 'Sind aber die Feigen vnzeitig / so wird er von einem reichen Mann Zanck vnv Hader haben. Ä ann einemtraumr / wieerAepffelesse/so wirder Mslfahrl hadkft/naH dem dke Aepffel süß gewesen sind. Sind Hj?e>M25ari5. >ic-: «r! 'l. »>-! 5^? Sind sie aber sauer gewesen / so wird ihm ein schwerer Vnsallvnd rancfheit begegnen. «um einem träumt wu cr zeitige Birnen esse/ so werd crvon eiiw-- har ei. sehr gewaltigen ))eanne/ einen znnlichm G-.MNn haben- Hat emerIndianischeu'!' sse gessen/sowird ervon auß- läudischen srcinbden Leute-; Lreucevnd Reichthumbha- ben. Hat einer gemeine Nüsse gessen/ so wird er von einem sehr mächtigen/ jedoch kargen Mann / mit Muhe Gewinn haben T'aumr eincm/wje erOel esse/derselbe wii d auß Trüb fal erlöset werden/ vnd Freuds habe», /nach dem das Oel süsse ge esen, - ann einem traumt/wie er Oliv?» presse / Oel daraus? ;u machen/so wir'er Wolsartmit mühe erlangen / nach dem deß Oelß viel gewesen Ilftt einer Z^ucben/ jo wird er seinem wünsch nach et- w a 6 gutes beko m me n Wann einen: traumt/wie er röhren Zucker esse/ so wird er inTrübsa! vnd Rranckheir fallen/wegen d-rsclbi- gen Far-v/vnd weil er Fewer gesotten ist / auch nach vem e. viel gesseu har. W.->' n einem Traumt/w?e er ein Menschenhai.pt esse/ so :^!d er Reickthumb von Gelde vnd Güter durch Vn- ger^chugkeit haben. Das (^XXXM. Capitel. VS Schu- ''!w einemtranmt/wi^. er neive Sckmh trage/ derbe/ > ein- ^ selbe wird in Betrübnuß vnd gefanqnuß gerathm, kleidervnd Hat er aber die Schich von sich geworffeu / r-nd er ist ge- Gtrümpft saugen / so wird er deß Gefängniß loßwerde». Ist er aber becrübr vnd bekümmert/' so wird er derselben Sorgn- 'oß werden. Wem: einem träumt/ wie seine gewöhnliche Scbnhe auffgerissen seyn/ so werben zhm seme l'.necyteschwach ^?nd krallck werden/ Hat er aber keine ^ nechte / so zeucht sich der Traum auff seine Hostnr.ng/vi'.d seme Handchie- rung die wird schwach werden. Wann einem rrauuit/ wie jhm seine Schuh verbrant sind / sownder durch den Lsu^esfürsten seiner .Unechte beraube werden. Wem:: einem tramnt^ wie er nswe Sttmmpffe anzie» he / so wir) e»' in seinem Keichrhumb eine nel.e Freude haben / dieweil die ?? ehienbeiue dadnrch bedeckt werden. Sind die Strümpffe roth/ so wirk die Freude desto grösser seyu.Sin'd sie vo.l S'cbüafw.^lic / so wnder ohne Mübe Rcichthmub von Fürsten erjagm / naeh dem die Welle iit ^>iud von Baum^olle/so wird er durch e:ncn sansftmüttgen Haußvattcr reich werden- Sind die Si rümps^ von Seide / so wird das Reichthumb etwas geringer jem/aber viel ansehuUlcher Wann einem Wcbetraumt/wiesieStrümpffe an- rraac/ist sie schwanger / so wi^d sie einen Sehn gedähren. Wann einem tramm/ wie er StrKmM verlohren habe / so wird er den gröftcn theil seiner Gü er verlieren/ vnd in ?irmur vnd Elend gerathen. Träumt emem/wie ftineHoftn zerschnitten seyn/so hat cr rancky.it vud Furcht deßGutes halben zu^ewarten. Träumt eiuem/ wie cr Pomphosen a-'itrage/so wird er ein new Hauß bekonuuen / Sind sie zerrissen / so wird er gut^'lllger weife eine ?lußgabe thun / Freude vn» ein seng Leben m seine Hause/vnd seines Weibs halbe erlange« Traumtjh?n wie r die Pomphoftu verlohren habe/ so wird er Trübsal vnnd Gewalt m seine-, Hause leyden müssen/sich auch vielleicht von stimm Weibe Scheiden. Tt'.iUMt einem / wteeremen neuen Scbnrtz oder Gürtel vmb den ieib habe/so wird er etne»: r:e:ten Hüter seines 5 ?auses bekomnien/nach dem der^ chui^tz schön gewesen. Ist aber der Gürtel schlecht gewesen/so wird er einen vn- beqite'.uen schlechten Haußhalter bekommen. Mann eu-.m t;a 'mv w?e sein Gurt Zerschnitten sey/ so -oi> ') lbmsein HaußhalterSorgevnd ^rübsa!machen/ ,st e? sonst zerrissen oder ibme gar genomen werde/so wird sein Haußbaiter durch denTodtvonnn g^scheiden werde Wann einem Weib rraumt/wie daß sie, da es sonst nicht bra.«ch!lch ist / newe Pomphosrnantrage / ^ si sie sckiwanger/so wird sie einen Sohn gebühren / dadurch sie ein Erl-c deß Hauses vnd der Güter seyn wird/Ist sie nicht schwanger/ so wird sie der Freude ihres Mannes theilhaffug gemacht. Von der Das dLXXX! V. Capitel. Zanmet- ^Ie Zimnieirinde/bedeutei eine strenge / ernste Gewalt/die weilsir so sebr beisset/vnb wolreucht. rinden/vst Wann einem träumt wie er Zimmetrinde esse/so wird ^ er Gewalt vnd einen tapfferu Namen von sememFmsten ^ erlangen/derselbtge wird gewaltig vnd eyserig seyn, Wann einem traumt/wie ihm Aimmerrinde geschenckt Uiey:-ung sey worden/oder wie er sie gekaufft oder gefunden/so wird er von emem solchen eyferigen Herm Freude vnd Jveich- thumb erlangen. Träumt einem/wie ereinenZimmetrindenbanm »n seinem Hause/oder auffsemem?lckerbabe/so w'rd er Lvnig werden/ oder ;a ein sehr gewaltiger Fürst. Dieser Traum abe» iompt allein den Königen für/oder denen/ die mit der Zeit/sollen König werden/oder Fürsten / denn derZnn- metrinden Baum bedeutet grosse Landvogte/ vnnd gar berühmte Leuce darumb kan es mebt wol seyn / daß der / dem als. traumt/cmes mdrlgen Slandeeftyn solte. Wenn einem traumt/wie er von derFntcht eims ZitN- metbaums e-nem andern geben habe / so w,rd er mu demselben sew NeichrhiM'.bvnd G ewalt theilen. Wannemem Könige träumt/ wie er einen'AimmÄ- bausn bekommen habe/vnd deiisilven wol warte /so wird er seiner Bludtsverwanden emen lieben / vn'-'.d erh-ü/M. So er aber denselben Baum ausgerodet hat / so wird er denselben Mannauß seinem Königlichen Schlosse gantz verstossen. Das (^LXXXV.Zapitt!. ' nn einem traumt/wie er Zimmet esse / so wird er in ^seinem Ge schlecht hoch werde vnd einen grossen Na- 5 ^ ^ menerlangen/solches bedeutet,der wo!neche»,de M d- ^ ?.'enu einem lraumr/ non-er eine gute nctturfft ZiM» met bekommen kabe/ so wird cr Re-chthumb sampt einem ?!de?'ch:n Erben bekommen. nie^n^ug. Wann einem rraulnt / wie er Zimmet zu einen? newen Iahr/ooer sollst verehret bekommen, so wird er auß mem scentbden Lande erfrewet/vnd glückselig gemacht w erem. Wann eu-em tr. umt/wi^ .rZluuuelrir.de esse/so wird er ei» schwer/jedoch auseheuli-HAmpt besomruen/ nachde er viel Zmnnet gessen. Ist cr davon truncken worden < so wird er sehr reich werden/ nach dem er sehr truncken gewesen. ^ enn einem König träumt / wie man jhme Zimmet bringe /so w-rd er Post bekommen / von sr ?mbden Völ- ckern /so ihm zwar beschwei-lich vnd jämmerlich / auch zu beweinen seyn wird /dem Aomg uder Freudenreich vnnd g«t/wegedeß gutenÄeruchs .So cr nun andern von oie- fem ZlMmetglbt/ so wwd er dieselben Mit dieser guten Bottschafft auch glückseliginache.i. Das' L^XXXVI. Capitel. Von Kro- AiIneRrone gehöret einem Röntge zu/Ein Krantz aber / ^-dem/sodernechsrenacl.dem Kö^igest / Oder aber^./.,^^ bedeueer einem gläubigen Mensch.-1 e:n gutzeilgu^ß. Die Perlenvnd köstlichen Edelaesteiue bedeuteneine Offen bahrung von Gott/Gottes Erkantmß/vnd Gött- ^ llche Weißhe-t. ^ ^iamr Derhalben/so einem traumt/wie cr ftjne Krone trage/ ist erauß Aömglichem Stamms/so w-rd er Kön^g werden/Ist er aber ein gemeiner M^nn / vnd doch geschickt zum Königreich/ st) wnb er auch hochsteigen/vund der nechstc nach demI? önige seyn So einem Weibe also träumt/vnd sie einen Mann hat/ derzum Asmgreich tüchtig ist /so wird er auch Rönig werden / Ist er darzu nicht tüchtig / so wird er doch zu grosse« Ehren erhaben werden/vnd einen Sohn zeugen. Wann einem trnumr / wleihmem Krantz auffseitt Haupt gesetzt worden sey/von Perlen vnd Edelgestejuen gemacht/Er sey wer er wolle/so wird er Re:chchumb Wann einem König träumt/ wie man jhm Bdelgestel» ne vnd Perlen bringe/ so wird er Freude haben/ nach dem der Perlen viel gewesen seyn. Wann einem andern also träumt/ als wann er viel Perlen vnd Edelgesteine bekommen habe/so wird er viel Reichthum!) erlangen / nachdem derKleynoder viel gewesen sind/ auch wird er Ehre haben/jedoch sich für dem König fürchten / dann diese Ding gehören allein dem Könige. Wann einem Weibe also träumt / so wird sie mit jh- rem Maun Ehre vnd Freude habm / nach dem sie der Edelgesteine viel gehabt. Das LCXXX VIII. Capitel. Von Klei- IAAnn einem träumt/ wie er sich gebadet habe/ vnd ein / ^Kleid anziehe/ so wird er seines Elends loß werden/ -zN^de/ vnd dasselbe wird inFreude vnd Ehr verwandelt werden/ PjM / nach dem das Kleid schön gewesen. Schwerb- Wann einem träumt/wie die Wand seines Hauses tern/De- eingefallen sey/ sv wird jhm sein Weib sterben/hat'er kein Weib/ so wird jhm sein.^außhalter sterben/oder wird jhn verlieren. Hat er dieselben Wand wiedergebauet/ so pM/Bo- wird er ein ander W«b / oder einen alrdern Haußhalter bekommen. ser/Smes- Wann einem träumt / wie er Worffgewehr oder Pfeil ^/Reitro- samle/derselbe wird die Leute gedencken vmbznbringen. ^ herPez- Wanneinem träumt / w:e er einen Pfeil verschiesse/g^x vnd oder von einem Pfeil verletzt werde/ so wird der getroffene Egypter sterben/stirbt er aber nicht/ sowird er doch m grosse Hin» Menmma. derniß/vnd schwere Marter gerathen. Wann emem träumt / wie er von einem andern ein bloß Schwerd bekommen / sowird sem Weib sterben. Ist die Scheide gamz/vnd das Schwerd zerbrochen / so wird jhm ein Sohn sterben/vnd das Weib wird lebendig bleiben. Wann einem traumt/wie er ein Apostelrock/von Haaren oder Seiden gemacht/ trage/ so wird er durch sei»? Weib Wolfahrt erlangen. Wann einem träumt / wie er finde oder empfange köstliche subtile Leinwad/ oderschlechteTepichte/ sowirder ei» solch Werb bekommen/nach dem die gmieldten Dings schön gewesen. Traume einem/wie er sehr viel Waffen vndKrjegörü» stungen habe/ist er e?n gewaltiger Mann / so bedeutet es ihm Sicherheit vor seinen Feinden/ ist er arm/ so wird er reich werden. Wann einem träumt / wie er einen Leibharnisch oder «in pantzerfinde/ so wird er Geld vnd Reichthum!)mit vnerschrockcnem Gemüth/ vnd mit sehr grosser Künheit erlangen. Wann einem traumt/wie er ein Schwerd finde/ vnnd dasselbetrage / sowjrdereinAmptvndeinmSohn bekommen. Hac er einen gespanten Bogen/ so wird creme Reise für sich nehmen/ vnd dieselbe glück/ich verrichten/ vnd wieder heimkommen. Wann einem träumt/wie die Scene andem^oge» entzwey geschnitten sey/so wird er an seiner Reise verhindert werden/vnd in Elend fallen- Wann einem traumt/wie er einen Bogen vnd Pfeil habe/ so wird er seineFeinde mit Freuden trotzen.Ist aber der ^ ogen zerbrochen/so wird er sich für seinen Feinden fürchten/nach feines Weibes Kranckheit/ja vielleicht gar den TodtZugewarten haben. Wann einem traumt/wie er von einem andern bekomme ein Schwerd/em Messer/ oder etwas/ dasaußEy- sen gemacht ist/es schneide oder schneide nicht/ oder gantz vnverarbeiteteEisen empfange/ist er reich/so wird er noch reicher werden/ ist er^axm/so wird er auch reich werden/ nack ^^Omalari5. 55 nach dem er vielEisen bekommen/vnd nach dems geformet gewesen. Wann einem traumt/wie eremenSpieß bekomme/so wird er einen weltberühmten Namen/ vnd einen Sohn bekommen/ nach dem der Spieß groß gewesen. Träumt emem/wie jhm ein Spieß von einem andern sey genommen worden / derselbe wird seinen guten Namen verlieren. Träumt einem / wie jhm ein Reitrock sey geschenckt worden/ derselbe wird em Ampt vnd Gewalt überkommen. Ist jhm aber ein Reitrock genommen worden / vnd er hat em Ampt/ so wird er dasselbige verlieren. Träumt emem/wle jhm sein Reitrock Zerhauen werde/ sowirderTrübsalm seinem Ampthaben/ nach dem der Reitrock übel tst zerhauen gewesen. Wann einem träumt/ wie er einen Harnischrock gefunden habe/ so wird er em Ampt bekommen/ aber etwas schlechter/ als das obgemelte/jedochhat dieser Harnisch- rock eben tue Deutung / wie der vorige. D^s Ldxxxix. Capitel. c?7 AA^un einem träumt/ wie er einen FiNgerrinK finde/ ^ vnd trage/ ist er tüchtig darzu / so wird er grosse gerrmgen/ Gewalt bekommen/ ist er nicht tüchtig zum Regiment/ so '^ird er eilt Weid vnd Re:chth>.nn'o bekommen/vnd einen ncr Sohn zeugen. richt. Wann einem traumt/wie sein R^ng Zerbrochen sey/so wird er sein Ampt verlieren/ vnnd vielleicht auch sem Weth/vnd seinen Sohn. Träumt einem/ wie er Wachs oder Leim mit seinem Ring besiegele/vnd andern gebe/so wird der/ so das Siegel empfangen / von jhm den andern Gewalt bekommen/ ist er aber ohn das m einem Ampt /so wird er sonst Freude vnd Wolfahrt haben. Träumt einem / wie der Stein auß seinem Ring genommen sey/so wird seinWeib vnd seine Kinder kranck werden. Ist der Stein im Ringe zerspalten/ so wird sein Sohn sterben / vnd er selbst wird m seinem Ampt Llend leiden müssen. Wann einem träumt/wie sein Ring in Zwey Stück Mbrochen/vnd auffdie Erde gefallen sey / so wird sein Weib kranck/vnd seine Kinder werden sterben/ vnd seine Gewalt wird kleiner werden. Wann einem träumt/ wie er einen Ring bekommen/ mit einem leibfatben Stein/derselbe wird grössere Freude vnd Gewalt bekommen / nach dem der Stein fehr klar gewesen: Ist der Stein faatgtün gewesen/ so wird er ein gutAmptvnd guten Glaudenhaben/nach dem der Stein sehr rein gewesen. Ist der Stein Goldsarb gewesen / so wird er ein eib bekommen / die d.: lranck vnd clend seyn wird. Ist dcrStsin Nschtblaw i'nvesen / wie das Meer/vnd ist mit Perlen versetzt/ so l a d er Reichthumb Vnd Ehre erlangen/doch nicht beym höchsten- Von LLXl.. Capitel. AIn Ring bedeut ^ Bestattigung deß Königreichs/ dcr PM'ia- ^ dann beym Ringe erkennet man offtdenRönig/ wann ner vnd E- matt jhn gleich nicht König nennet, anoer Wenn einem König träumt / wie er einem andern el- nen Ringschencke/so wird er jhm an seinem Hofe ein hohes Ampt geben. Wann dem König träumt / wie er der Königin einen Ring ansiecke/ ist sie schwanger/ so wird sie einen Aönjg gebahren/ist sie nicht schwanger / so wird sie schwanger werden/vnd einen ^ohngebahreN. Wann einem König tranmt/ wie er über den vorigen noch einen Ring anstecke / so wird er über den vorigen Sohn noch einen bekommen.- Dergleichen ist auch von der Rönigin zu verstehen , dieselbe/so sie gleich keinen Sohnhat/ wird sie zween Söhne haben/ vnd doppelte Freude darzn- Wann einem Rönig trclumt/wtt er andern sein abge- iruckt Siegel gebe/so wird er dieselben zu Aemptern erhöhen/vnd sie seiner GeheiMnüß thetthaffcig machen. Wann einem ömg träumt / wie er seinen Siegelring zerreisse/ so wird semer Königin ein Vnglück widerfahren. Wann einem träumt/ wie er einen ^ing kauffe/vnd iömg wird Kriedbrüchig/oder mit dem Todte ringen, Wanneinen träumt / wie er auff einem Löwen sitze vnd reite/ vndjhm der Löw gehorsam sey / so wird er König werden/oder aber/er wird sehr grosse Gewalt bekom- men/dardurch eremen Fürsten/der sem Feind ist / vnter- drucken wird. Wann einem träumt/ w^e er einen Löwen sehe / aber nicht mit jm streite/sondern sich nur für jhm entsetze/derselbe wird sich für dem Landsfürsten fürchten / vno für ihm erschrecken. Ist er ein Königs Diener/ so hat er sich für dem König zu befahren jedoch wird die Sache zu einem guten Ende gerathen / weil jhm der Löwe keinem schaden gethan hat. Wann einem träumt/ wie jhn ein Löw ersehen/ vnd für jhm geflohen sey/ ist er ein König / so wird ein ander Königreich allein durch seinen Namen bewogen / jhm welchen/ vnd sich jhm vmergeben. Ist er aber ein gemeiner Mann/ so wird er einer grossen Furcht vnb Gefahk erlediget/ vno froh werden. Wann einem traumr / wie er LöwenFlcxsch ess!/ so wird er vom König Rekchchumb vnd Gewalt ergangen/ vnd seinen Feind vnter sich tretten. Träumt Träumt einem/ wieerLötvenmilch trincke/so wird er Dom König Rerchthumb mit Furcht vermischt erlangen/ vnd Freude haben. Wann einem träumt / wie er ein Glied von einen Löwen esse/ist er ein König/so wird er ein Theil eines fremd- denKömgreichs bekomineu/ist er ein gemeiner Mann/ so wird er von dem ! ömg Geld vnd Reichthumb bekom- men/vnd seine Feinde in ftine Gewalt bringen. Wann einem träumt / wie cr Löwenfleisch finde/vnd auffhebe/ so wird er Reichthumb dekommen/aber nicht so Hoch/ als wie jetzt gemeldt. Wann einem ttaumt/wie er einen Löwen/oderLöwen - marck fiude/ister ein Kömg/oder sonst ein großmachtiger Mann/ so wird er einen Schatz von Gold/so der alten Köniae gewesen/ finden/ ist es ein gemeiner Mann / so wlrd er vom König Reichthumb haben / vnd stets vmb den König seyn. Wann einem träumt/ wleerein Löwenhaut finde/ist er ein völlig odersonst ein gewaltiger Her: / sowirder alle das Reichthum!) / vnd das Geld semes Feindes le- kommen/ist es ein gemeiner Mann/wiewol dieser Traum fastnur dcnmächtigen Potentaten furkcmpt / so wird er alsbald reich werden. Wann einem König träumt / wie man einen LöwcN gebunden zu xhm ffihre/so wirder einen machtigen Femd fangett/jst es aber cineLöwm/so wird er eines gewaltigelt Feindes Gemahl gefangen bekommen. Wanu rmem traumc / wie er eine zahme Löwin sampt jhren Jungen habe / das bedeutet >le.Königin mit jhren Kindern/Hat er sie tneinem Königlichen Schloß gehabt/ dasbedeutetjhmFreude/vud daß seine Kinder das Königreich erben werden Wann einem Aönig träumt/ wie er einen Löwen auff der Jagt vmbbringe/so wird er mtt Hülste semer Vnter- chanen/einen Fürsten/der sein Feind ist/im Kriege vmb- brrngen Wann einem König träumt / wie er mit eine n Löwen freundlich rede/ so wird er wunderbarlicher weise mit eitlem andern Königreich Friede haben / gleich wie es ein groß Wunder were/ so einer mit einem Löwen redete. Das Capitel. A?In Elephant bedeut einen großmachtigen / gewalti- ^oNEle- ^-gen/reichen Mann/jedoch bedeutet ermcht gargrosse phamen/ Indern mittelmäsilge Feindschafft, der India- Wann einem träumt / wie er einen Elephanten auff ner Lehr, der Jagt gefangen habe/so wird er einen reichen Mann/ der viel Gelt hat/ sangen/ vnnd dieser Traum begegnet allein den Königen. Jedoch/so emeM gememenMann also träumen möchte / so wird derselbe dem König nnt Hohheit fast gleich werben. Wann einem träumt/ wieer auffeinem Elephanten reite / so wird er Zum Fürsten werden / vnd eines sehr »nächtigen Fürsten Güter bekommen. Wann einem tramm/wie sein Elephant gestorben sey/ so wird er wol ein wenig geplagt werden / aber an ziemlichen Reichthumb wird jhm nichts abgehen / dann deß Elephanten Reichthum!) stehet vff seinen Gebeinen. Wann einem träumt/wie er eines Elephanten Koth gefunden habe / so wird er von einem sehr machtigen Manne Reichthumb erlangen/ an bahren Geld / nach dem!.eß Mists viel gewesen isü Das Capitel. VdN Ele- KIn Elephant bedeut em hohe Person/ die mächtig ist/ phanten/ ^uberanßlandisch/vnddersehrreichist / dieweil diß auß der Thier nicht an allen Orten/ sondern nur m India ist> P.rstaner Wannemem König träumt / wle man etliche Ele- vndEgyp- phanten zu ihm fnhre/oder nur einen allein / sowirder ter schriff- gewaltige Fürsten/die sehr reich seyn/aberinKnegssa; tm. chen nicht geschickt/ gefangen bekommen^stnd ste mtt Eisen gebunden gewesen/so werden die gemeinen Fürsten sich selbst gehorsamlich bey jhm einstellen. Wann einem Aömg traumt/wie er gebiete einenEle- phanten nieder zuhauen/ wegen seines Gebemes/so wird er einen mächtigen Mann vmbbrmgen lassen / vnd sein Reichthumb zu sich uehmen. Wann emem König träumt / wie er auffeinem Elephanten daher re«ce/ so wird er hoch werden / vnd Freude haben/ auch sehr groß Gut erlangen. Wann eitlem träumt / wie er einem Elephanten Essen vnv ^rmcken gebe / so wird er emem großmächtigen Mann dienen/ vnd Gewinn von jhm haben. Wqnn einem träumt/ wie ein ftembder Elephant vnversehens'ltt fein Hauß kommen sey/so wird er Freude vnd Erlösung von seinem Elende haben. Wann einem träumt / wie er eines Elephanten Koch oder Gebeine finde/ das bedeutet Reichthumb. Dasec^ls. Capitel. ^In Parchelthier bedeutet einen vnversöhnlichen VonPar-- Feind. ^ Wann einem träumt / wie er mit einem Partelthier ^ streite/ist ereinAmpc.ionn/oderKriegSoberster/so wird ' er mtt emem machtigen/ bemegltchen vnd schrecklichen Feinde Krieg führen / vnd so er das Thier in die Flucht geschlagen/so wird er auch denselben Feind flüchtig ma- chen / tödiet er das Thier/ so wird er such den Feind er- ^ ° schlagen. Wann einem armen / oder einem gememen Mann u Leib schwerlich gestrafft werden Dann der Blß dieses Thiers ist giffttg. Wann elneM rraumt/ wie er von einem Partelthjer esse/ so wird er Reicht humb vnd Ehre finden. Wann einem träumt / w?e er auff einem PartelthieL reite/ lst er ein König oder ein Fürst / so wird er jhm einen grossen gewaltigen Feind vnterwerffm ist es ein gemeiner Mann/ so wlrd er zu grossen Ehren kommen/vnd ein Amptvnd Obrigkeit bekommen. Wanneincmcraumt/ wieer ein Partelthier ansichtig worden/ vnd wie zugleich er Vnd das Partelrhier erschrocken sey/haben aber im Mit einander gestritten/ so wird eü in deß LandsfürstenVngnad/schrecken vndHindernüß fallen. WäNN einem Aönjgtranm! / wie Man jhm ein öder mehr Parrelthter bnng / so wlrd er emen widerspenstig gen vnd gewaltigen Femd gefangen nehmen?Bringr man jhm aberemzahmes Partelthler/so wird der Konigeinen sehr gewaltigen Ruhm vnd Namen erlang.n/ darumb/ daß er emen solchen bösen gewaltigen Mann jhmvnter- würfflich gemacht» Vom5eös> pard auß der Perstqs ner vnd Egyvter Schriff- ren. DasLdl-Iii. Capitel. i?^Er Leopard bedeut einen HochgeborneN grossen ^^Feind/der ein Aömg ist/ dieweil dieses Thier so ed- ler Art ist/daß es jhm anoere Thier vnterwirffc vnd andern Thieren nicht pflegt zu gehorchen. Wann einem rraumr/wie er mit einem Leopard rin ge ober streite / ist er ein König oder eii Fürst/ so wird er mit einem hochgebornenKömg lirieg führen/vnd welcher im Lraum überwunden hat / der wird auch in der That obliegen: Träumt einem Armen oder gemeinen Manne also/ so wlrd er Pem vnd Schnecken vom Landesfürsten zu.gßwarten haben. Bas^Ll^lV. Capitel Ar'Bahr bedeutet einen reichen / gewaltigen/ kAH- ^neu/aber uärrifcheu Feind. HM So einem träume/ wie er einen Bahren vmbbringe/ ren der derselbe wird einen solchen Femd / wle jetzt gemeldet ^ersianch vmbbringen/ vnd es wird jhm gelingen- Lehr. So einem träumt/ wle er auff einem Baren reite/ so wird er ziemliche Gewalt bekommen; Wann einem träumt / wie er einen Bären mtt einem Schwerdgeschlagenhat/sowjrder an semem sterbenden Feinde Freude haben. Wann einem träumt/ wie er Bärenfleisch esse/so wird er von einem reichen aber närrischen Feinde Reichthum!» erlangen/ nachdem er deß Fleisches viel gessen Wann einem träumt/ wie er eine Barenhaut auffge- habcu/ so wird er von emem solchen Menschen / wiege- meidt /all sein Reichthumb bekommen. Wann eineM träumt / wie er Barenmilch triucke / so wird er sich für der Obrigkeit fürchten/ vnd wird l„ eine -langwirige Kranckhecr fallen. Wann einem craumt/wie er em Bärenhaupt aufhebe/ oder wie jhmvon andern em solch Haupt bracht sey / j>'^n dem wird er von emem narrischen Feinde Relchrhumb / vnd ^ zwar sein gantz Hauptgut bewmmen. Thlev DaöLLl^V. Capitel. Hyät-a c?>A6 Thier Hyana bedeutet ein böß spöttisch Weib/ auß der ^die elne Zauberln ist/vno mir Gisst vmbgehet. Persianer Wann einem traumc/ wieer auff dem ThierHyäna vndEgyps reite/so wird er mtt einem solchen Weib zu thus yadm/ terSchrjfs E iiij ten. «N «W 56 Traumbuch hat er ein Gewehr /oder einen Stein auff das Thier ge- worffen/so wird er mit emem solchen Weibe zancken. Wenn einem träumt/ wie er mit dem Thier Hyana gestritten/ vnd dasselbe mit einem Spiese vmbbrachthabe/ so wird er mit einem solchen Welb vmbgehen. Wann einem tramnt/wie er deß Thiers Hyana Fleisch esse/ so wird er von einem solchen Ä?eib bezauberc wer- den/vnd solche Bezanbernng wird lang weren/ nach dem er deß Fleisches viel gessen hat. Wann einem träumt/ wie er die Mlch von dem Thier Hyana trincke / so wird er an seinem Letbe Schaden iey- den/vnd m Armuth gerathen. Das Capitel. Wolff bedeutet einen vntxeuen vnnd geitzigm VonWöff^Mcnschen- fen der Wann einem traumt/wie er mit einem Wolff streite/ Persianer so wird er mit einem vntreuen vnd geitzigen Feinde zu vnd Egyp- Seiten haben/hat er nun den Wolff vmbbrachc/ vnd er/ lerLehr. dem also aetraumt/hat Gewalt/ so wird er einen solchen Felnv aufreiben: L»at aber der Wolff jhn verwundet oder gebissen/ so wird er Gewairvnd Marter von einem gej- tzigen vngerechten Femde leiden müssen. Wann einem ?<ömg träumt / wieder Wolff seine Schaf angreiffe/so wird ein solcher Feind sein Volck an. ßreiffen/vnd dasselbe verderben/nach dem der Wolffgros- sen Schaden gethan hat. Wann einem König träumt/ wie er Hunde gegen die Wölff außsande / sowird er mitfrembdenKriegsvolck ftmen Feind anqreiffen, vnd denselben niederlegen / nach dem sich die Hunde wol gehalten. Wenn einem Röntg rraumt / wie man jhm einen gebundenen Wolff bringe/ so wird er einen solchen Femd gefangen bekommen. Das Capitel. Y'^Enn einem träumt/wie er mir einem Fuchs streite/ "^derselbe wird mit einem betandten aber hinderlisti- gen Menschen zancken / vnd so jhn der Fuchs mit semen der Klauen verletzt hat/ so wird jhn derselbe Mensch plagen/ wiener vnd wird jhm Sorge machen/ nach dem die Verwundung groß ist: SatabererdemFuchsvmbbracht/ so nmoer ^To°wEl-..d-°rlöst-w-ri>-n. Wenneinem träumt / wie er von fern einen Fuchs gui »Ze »l< ^ Coliea/Aarmgicht/Wjndvnd Rels- sen im Leibe haben. Hat aber der Fuchs chn ersehen/ so wird er von den bösen Geißern mit Aranckheit geplagt werden Wenn einem träumt/wie er mit einem Fuchse spiele/ oder wie der Fuchs gar zahm sey / vnd er jhn mit sich in sein Haust trage/so wird er ein schandlich böß Weib lieb gewinnen/vnd von jhr bezaubert werden. Wann einem träumt/ wie er Fuchsmilch trincke/ist er kranck/so wird er wider gesund werden/ ist er mit Sorgen beladen/ so wird er davon erlöset werden. Wann einem träumt/ wie em Fuchs auff jhn zulauffe/ jedoch komme er seinen Rencken zuvor / so wird er em solch Weib uufs zhren Schelmenstücken ergreiffen / vnd jhr nicht mehr achtem Wann einem Rönig träumt / wie er auff der Jagt/ oder auff dem Wege einen Fuchs antreffe / so wird er einen listigen betrttglichm Menschen antreffen/vnd so er den Fuchs hat vmbbracht / so wird auch der Mensch m Gefahr semes Lebens kommen. Gleiche Bedeutung haben auch die Wieselein/Ham- ster vnd dergleichen Thierlem/allein daß t je Bedeutung nicht so fiarck ist- Das cc^Vlll. Capitel. tZ^Je Hosen bedeuten die Huren vnd andere Weiber/ Von Ha« ^dje sich mahlen/färben vnd schmincken. sen der Wann einem träumt / wie er einen Hasen antreffe/ Persianer der wird ein solch Weib antreffen/vnnd so er jhm seinen vnd EgYP- 'Zalg abgezogen/so wird er auch deß vnzüchttgen Weiter Lehr« des Relchchumb bekommen. Wann einem träumt / wie'er von einem gebratenen Hasen gessen habe/ sowird er von einem vnzüchttgen Weibe Reichthumb bekommen / vnd aber darneben krgnck werden. Wann einem träumt/wie et einem tzasen nachjage/so wird er ein solch Weib lieb haben / vnd jhr nachlauffen: Hat er im nachjagen einen Stab oder etwas anders nach dem Hasen geworffen/vnd den Hasen getroffen / vnd jhn bekommen/so wird seine Segierdeerfüllet werden/ hat er den Hasen nichttt'offen/so wird dasselbe vnzuchtlgeWcch jhn jn Zorn vnd Verbitterung bringen. Das dLNX. Capitel. Vollen habe / so wird er sich mit einem vnredlichen Men- derIn- schen zancken/hat jhn nun der Hund gebissen/so wird er von einem solchen Feinde / der Nie ehrlich ist/ geplagt " werden. vno^gyp- ^ ann einem träumt/wie jhm ein Hund seine Kleider zerreisse/ so wird er von einem untüchtigen vnd vnredtt- ^ung. chen Feinde an Ehr vnd Gut verletzt werden / hat er aber den Hund vmbracht/so wird er auch emen solchenFeind/ wie qemelt vmdbringen. Wann einem träumt/ wie er eines Hundes Fleisch esse/ so mrder eines vnredlichen Feindes Ncichthumb bekommen. Hat er Hundsmilch getruncken / so wird er in Schrecken vnd langwirjgeRranckheit fallen. Träumt emem von einem Schaf- oder Hirtenhunde / oder sonsi von einem bösen wilden Him^ / so wird auch der Feind frembd vnd vnbekant ftyn / ist es aber cm Hasen-oder Jag tHund / so wird es ein b.kandter Mensch seyn. Wann einem König träumt/ wie jhm allerley Hunde bracht werden/ auß der Frembde oder auß seinem Lande/ so wird er erfahrne 7 riegsleut/ neben seinem Landvoick Wider die Feinde schicken/dann einem König bedeutet em Hund ein Rriegsmann. Bas Capktel. AJneRatz bedeutet in gemein in allen Traumen einen ^^Ra- ^-Dttb/ es sey Mann oder Weib. tzcn/der Wenn einem träumt/ wie er mit einer Ratzen gestrit- Planer ten/oder die ^c^atze vmbbrachthabe / so wird er emen vndEqyp- Dieb gefangen nehmen / vnd vmbbringen; Ist jhm oce ^ Katzebekandt/ sowtrdjhmauchderDieb bekandtsuM/ ist jhm die Katze vnbekandt/ so wird auch der Dieb frembd seyn. Wenn einem träumt / wie erKatzensteisch gefunden/ so wird er von einem Diebe Reichthumb bekommen/nach dem deß Fleisches viel gewesen ist. Wann einem rraumt/ wie er ein Ratzenhaut finde/ oder ausshcbe/ sowjrder dasganyeGut eines Diebes bekommen. Wann einem träumt/wie er mit einerRatzen streite/ vnd von jhren Klauen verletzt werde / so wird er Meine sehrhefftige Rranckheit vnd Trübsal fallen: 5?at jhn die Katze gebissen / so wird er in schwere Kranckheit vnd Schwachheit gerathen. Das L(^XI. Capitel. ^Jn Schwein bedeutet einen gewaltigen Feind/ dessen Von ^man doch nicht achtet. Schweine Wenn einem traumt/wie er mit einem wjldenSchwein der Jndia- streite/ derselbe wird wider einen machtigen vnd wolge- ner/ Per- rüsten Feind zu streiten kriegen / dieser Traum begegnet sianer vnd allein Fürstl. Personen : Jedoch soeinem andern also Egypter träumen möchte/sobedeutet es doch einehohe Person. Meynung- Träumt aber einem Firmen oder einem gemeinen Manne also / so wird er von dem Feinde Schrecken / Trübsal vnd Pein zu gewarten haben- Wann einem traumt/wie er aufeinen wilden Schweine rette / so wrd er emen sehr machtigen Feind in seine Diensibarkelt brmgen: Träumt aber ejnen Armen also/ sowird er von einem em hohen Stand vnd groß Reichthumb bekommen- Wann einem König träumt / wie man jhm etliche Schweine bringe/ oder wie er sie auffder Jagt gefangen habe/so wird er etliche gewaltige Feinde bringen lassen/ nach dem derwilden Schweine viel gewesen seyn:Vringt man jhm zahme Schwein/so bedeut es auch so viel/ allein etwas schlechter«. Wenn einem tkaumt/ wie er Schweinenfleisch esse / so wird er Geld vnd Reichthumb finden / nachdem er deß Schweine« Fleisches viel gessen hat. Mann ner vnnd Egypticr Außlegüg ^'^ann einem traumt/wie er als ein Satv einher gehet/ so wird er in kurtzer Zeit eine Freude haben. Wann einem cramnt / wie er eine .?i aw mit Hörnern sehe/ so wird er seinen Femd erhöhet vnd geehret sehen/ nack dem die Hörner groß gewesen: Wenn einem Könige rranmt/wie man jhm ein solch Schwein bringe / so wird cremen ansehnlichen Mann/ der sem Femd ist/gefangen bekommen. Wann einem Könige oder Fürsten träumt / wie man jbm ein Schwein/da-^ e:n Wieoersschwantz hat/ bringe/ so wcrd er einen sehr reichen vnd gewaltigen Feind gefangen haben/dem sein Reichthumb nachfolgen wird- Wann einem önige rraumt / wie man ihm einen Sch-veinslopssbringe/oderwtt crvon einem Schweins- lopffessc/ so w-rd er deß Feindes gantzes Hauptgutbe- lommen/jhn selber schlagen vnd überwinden. Das LL^XII. Capitel. '^eg erhalrcn: har er denAffenvmbbracht/ so wird erden obgemelrcn Fcindanß seinem Hanse treiben. Ist der Affe )hm vnbekanc gewesen / so wird sem Feind durch andere becriegl'.eheeute jhn antasten. Wann einem traumr/wie jhn e-n Affe Hebiessen / oder mtt seinen flauen verketzt habe / so wird er vou emem bösen Feinde geplagec werden/ vnd in eine schwere Kran- hclc fallen. Wann einem träumt / wie er eines Affen Fleisch esse so rouD er von einem Boßhafftigen / Nicht gar reichen Feinde zimllchen Neichtunib erlangen. Wann einem rraum: / wie er eine»Assen küsse/ jhn schlichte/oder mit jhm rede/so wird semFeind/vnter dem Schccn der Liebe dienoch mc rem seyn wird/ seine Boß-> heit wicderlhn außlassen vnd an Tag geben- Wenn einem rramnt/wie ihm ein Affe geschenckt wor- den/vnd wie er denselben in seyn Hauß getragen habe/so wird er einem vnbekandlen betrieglichen Feind / selber in sein Haußfuhren. Wann eitlem träumt / wie er einen Affen / ö ffentlich vnd vor allem Volck spielen lasse / so wird er seinen Feind m seine qewalt bekommen/vnd ihn verspotten. In Summa eine vche bedeutet einen bssen boßhaffti- genHeinden/der doch die Macht nicht hat. DasLd^X!?!. Capitel. /^In Drache bedeuteteinen König/ die Schlangen ^ aber bedeuten grosse vno kleine Feinde / nach dcm die E eylangen groß oder rlem seyn- Wann einem c räumt / wie er einen sehr grossen Drachen sehe/als mmolich in eineinHause/Acker/Vorwerge/ 'Persianer cderwo es sey / am selbigen Orte wird sich em ^<ömg vnndEgy- als ein Feind sehen lassen. p:er Lehr. Watrn einem craumt / wie ein Drach dis Baume vcrbrandt/ oder mir der Wurtzel außgcrissen habe/dessel- benOrts T-nwohner werden ein Vng'üek haben/nach dem das Fewer vnd die?lußreurung der Baume schrecklich ge- Won Dra> cheu vnd Schlangen/der >i?di^ner Wann einem träumt / wie er die Schlange zerhauen oder zerrissen habe/ so wird er von seinem Feinden Reichthumb bekommen / nach dem er sich sehr bemühet hat. Wenn einem König traumt/wie er eme Schlange^ vmbracht habe. so wird er einen sehr grossen Femd schlagen/jedoch nicht gewaltig als ein König. Wenn einem König rraumt/ wie er von emer Schlangen qebissen werde/welcher er nachfolget/ vnd dieselbe ge- töderhabe/ so wird er von seinen Feinden gepluqt wer- den/vnd aber et wird die / so jhm nachgerrachtet/überder That ergreiffen/vnd vmbringen. Wenn einem Könige träumt / wie er ein ?chlange in seinem königlichen Schloß sehe/so wird er in seinemPal- lasr ernem Verrahter sürkommcn Wenn einem träumt/ wieer Schlangenfleisch esse/ ss wird scinGut vnd Reichthumb zunehmen/vnd er wird an seinen Feinden seine Freude sehen. Wenn einem träumt / w:e er mit einer Schlangen rede/so werd er Freude vndFrolocken haben/vnd seine Feinde werden friedlich seyn. So einem traumt/als wen er eine todteSchlan^e finde / so wird er an semem Feinde erleben was er gewünscht hat. Wenn einem traumt/als wen er ein güldene Schlan- ge/dererSchupvenauffdemRuckenvonmancherleyEd- len Ge > eine seyn / amreffe/vnd dieselbe Schlange im zu- eigene/so wird er ein .-.in'.ig vnd Herscher deßVol.cks wer- den/vnd solcher Traum gebühret auch nur den Königen / oder dencn/d-e Könige werden sollen/oder denen / die O- bersten über ein Ariegshser sind. Wenn e:nem Könige träumt / töie er eine güldene/ buudte Schlange/ so einem Drachen gleich/finde/ oder wie ihm dieselbe von andern gebracht werde / so wird er viel Geldes ausi anderere önigeSchätzezusammen dringen. So einem Könige träumt / oder gleich einem andern / wie er hinauß an einem Ort gehe/ vnd daftlbsc grosse vnd kleine Schlangen sehe/so wird ein grosser Feind an denselben Ort kommcnmit semem Volcke/ hat nun der ^önig die Schlangen im Traum geschlagen/so werden auch die Feinde geschlagen wetden/habenaberdjeSchlangenvmb sich gebissen vnd ihn Mit den Seinigen veyagt/so werden auch die Femde siegen. Wenn emem träumt / wie ihm eine grosse oder mittelmassige Schlangenerschetne/ oder ihn verwunde/ so wird cr)-.ranck werden/ vnd sich vor dem Feind fürchten. Das cc^xiv. Capitel. ÄAEnn einem träumt / wie gelbe Himmelnaneinen Von deti ^Ort geflogen kommen/ so wird der Feind dahin Himmeln kommen / so die Himmeln die Einwohner gestochen vnd Bienk haben/ so werden auch die Femde dem Lande Schaden wildenvnd thun/ic. hemischen Das LLI.XV. Capitel. derIndia- ^ ner/per- l^Ie Staren vnd Schwalben bedeuten ein Kriegs- sianer vnd "^volck/das im Feld ltegr/deßgleichen auch die Vögei Egyprer so die Heuschrecken fressen. memung Wann emem rraumt / wie obgemeltt^ögel Haussen-PonNach weisse an einem Ort einfallen / sind Heuschrecken an, sel- riqallen/ ben Ort gewesen / so bcdeut es / das der sein Starenun Rriegev^lck außschicken wird dasselbe Land zu beschlr- Scbwal- Meu/nachdemderVögelviel dabmkommen seyn. Gmd bm^der trejen. U'ann einem träumt/ wie der Donner Nach einem Drachen schlage/das bedeutet/daß ein and'.r König / so desselbenLandrsFelnd ist/soll bekrieget werden vnd fallen. So eincm Konig also träumt/ so wird er seine Freude sehen/wie em anderer König zu gründ gehen wirdi Wann einem König im Traum ein Drache erscheint/ dieseVögel nicht derHeuschreeken halben dabin kommen/a ^ ^ vird tkn der Name eines andern Königs schrecken sondern haben den Bäumen deß Orts grossen ... '^^r chun'"^ v..d Üm/" WiMiew-mtraumk/ivie-r-in-oiachti^ls-lje/ -in-s-°Ii-h-^-.,sch-^d^ ° Nachligal em angenehm ding ist. Wenn einem träumt / wie er eine Nachtiaalinder Ha»dbab-/ oder UIctnem D°g-lba»cr/ somrdereinitt g->»!M!ch!c»Rn-chloderMagdbttommk.>/dkrlNlrN^ zu trösten haben wird. ' ^ so wird ^ Wann einem ^^onig lräumt / wie ein Drack) ohu alle Furcht mit ihm geredt habe/so wird er wunderlicher weise mu emem and.rn sehr reichen Könige Friede machen. Wann einem traumt/wie er Drachen Fleisch sinde ov csse / so wird er von einem sehr mächtigen Könige Reichthumb haben / nach dem deß Drachen Fleisch viel gewe, scn. Wann einem träumt/wie er einen Drachen vmdbrin- qe / Ist er ein Konig oder Fürst / so wird er unem andern '>^iug /dergewattlg isr/ schaden thun: Istsaberemge- meiner ^ ann / so wird er König werden/denn alleme ei- ncni Könige trainntalso. 6ann einem -raumt/wie er eine Schlange bestrette / hat er sie vm'obracht / so wird er m-c der Hülffe Gottes/ semenFemo er- .'nnen,' vndvmbbringen/ nach dem die Schlange sehr groß gewesen. Das LLl.xvi. Capitel. ^ Von ^)fa^ «enFlügel/vnd der^roneauffdem I^opffe. 57 at einer von einem Weiblem deß Pfawen gessen / so Wird er von einer gewaltigen Frauen Reichthumb erlangen. Wenn einem träumt/ wie ihm seyn Psawe nemblich dz Männkm gestorben sey/ oder sonst vmbkommen/ so wird crinTrübsalsallenvnd in ? rmut/ anch wird einander seyn^mpt bekommen Stirbt aber deß Pfawen Weib- lein/so bedeut solches seiner Frawen ein Vnglück. Das ee^XVH. Capitel. Von 7?ra- /«.In Kranich bedeut ein gemein Armut/der Storch a- mchen vnd der bedeut eine gewaltige hochgeborne Person / die- Störchen ,yeü der Storch von Natur Schlangen verdauen kan. nach der Wenn emen !räumt/ wie er einen ^ ranich oder einen Indianer/ Storch finde/ so wird cr Arme Lcut antreffen / von denen Persianer xr ^ar keinen Gewinn haben wird, vnd Egy- Wann eine!« träumt/wie er in seinem Hause Kranich ptcr Lehr. halte/so wird er c.rme Leute vnterhalten/vnd ihm dadurch einen Nsmen machen. Wann 5inem:ranmt wceer Kraniche schlachte / so Wird er gegen armen beuten Vngerechtigkeit üben. ^ ann einem träumt/ w:er ie Kraniche von ibme hinweg siiehen /so w«rd er derselben Vnkosten vndBefchwe- runa lcdig werden. Wann einem tranmt wie ereinenStorch finde/derselbe wird nach derArunckhejtguce GesundhettDndFreude haben. Mann einem Könige oder einem großmächtigenHerm eraumt/wie er einenzame'iStorch in seineinHaufthabe/ so wird cr ein ' ugendreichen Manr./so drr Artzney ersah-- rm ist/antreffen. ^enneinem träumt/ wieervsn einen Kranig oder Storchen esse/ so bedeutet der Kranich eineKranckhelt / der Storch aber Gesundheit vnd Reichthumb. Wenn einem eraumt/wie er Srorchs Eyer finde/oder Storcbsfedern/so wird er von einem wolqebornen Herm Reickl humb bekommen/nach dem der Eyer vnd Jedem gewesen / viel oder wenjg. Da6 Lel.XVM. Capitel. Das (^l.xx. Capitel. c^^Enn einem traumt/wie er von einem außfi'etnbden Von Ta-> ^^Landen ein Taube geschickt bekomme/ so wird erben / Tu» Freude vnd Reichthumb haben/wird auch vielleicht ein teltaubcn Weib nehmen/ vnd eine Tochter nm ihr zeugen. vnd Holtz- Wann einem traumt/wie er viel Tauben bekomme/so tauben/der wird er etliche Wege finden / Geld zu gewinnen / nach Indianer/ dem der Tauben viel seyn.- Hat einer ;unge Tauben ge- Persianer funden / sowird erjungeKnechte mit gutem Glückebe- vnd Egy« kommen.Hat er Taubeunester gefunden/ vnnd dieselben PterLehr- sampt den Jungen hinweg getragen/ so wird er etliche Hauser voll Menschen gejangen nehmen / vnnd sie jhme Leibeigen machen/darauß jhm grosse Freud vnd Reich thumb entspringen wird. Wenn einem träumt/ wie er eine Taube habe / aber sie ^ entfliehe jhme/so wird er sich von ftinem Weibe/Tochter/ oder einer gemeßlichen Magd scheiden. Wenn ernem träumt/ wie seine Tauben erwürget oder gestorben styn/so wird er so viel Knechte verlieren. Wenn einem Könige also träumt/ so bedeutet der Traum nicht seine Ariegsknecht/sondern die/so da bawen oder Weberwerck treiben Wann emem traumt/wie er Tauben oder ihre Jungen esse/oder dieselben von andern bekomme/so wird er Reichthumb vnd Freude von Knechten haben. Die Turteltauben oder Holtztauben haben eben die Bedeutung / wie die obgemelten zamen Tauben / aber Nickt so siarck. Wann einem Schwangern Weibe träumt / wie eine Taube/oder eine Holytaube / »der Turteltaube aujfch, rem Häupte sitze/so wird sie eine Tochter geberen. Das (ILI.XXI. Capitel. iM^Enn einem traumt/wie er Hüner finde oder habe / Von den ^ so wird er genüßliche Knechte bekommen/ doch wer- Hünern den sie ihm nicht so nntzlichseyn/al6 die/so durch die Tau- c,uß der ben bedeutet sind worden. Persianer Wenn einem traumt/me er etliche Hüner sampt ihren vnd Egy- Jungen bekommen/ so wvd er etliche Knechte mit ihren Pter Kindern bekommen/ nach dem der Hüner viel gewesen Schriffte. find- Träumt einem/ wie die Huner zerrissen worden/so bedeutet eS Verlust vnd Lnglücke der Rnechte halben. Das (.'(!!. XXII- Lapitt!. c^NTnn einem träumt / wie er seine Hüner antreffe / so ^ wird er einen geringen Gewinn von feinen Knechten haben. Wann einem träumt/ wie er einen schönen Haußhan t7>Ieser Raubvogel / bedeutet emen tapffern Kriegs hahx/ sowird er einen nützlichen Haußhalter für seine Vo Raub- der i-veidlich rauben kan. Anechte finden. Ä^^nn einem träumt / wie er nm einem Haußhane streite/ so wird er eine WiderwertigkcitvnndZanck mit seinem Haußhaltcr haben: hat er ihn erwürget / so wud er semen Knecht oder Haußhalter verlieren: Dergleichen bedeutet eö auch/so er zunssen,st. Das ^LI-XXIII. Capitel Von Hennen vnnd Hünern ö Persianer Lehr. na^i, Wann einem rraumt/wie er einen solchen Raubvogel f^uge/oder gar würge/ sownder einem solchen vnver- . 7 , ' schämpten Menschenantreffen / vnnd denselbenauffrei- ner^eyr. ^ Wann einem trimmt/ wie er einen solchen Raubvogel habe / daß cr durch ihn auffder Jagt rauben vnd streitten lasse/ so wird er einen solchen vnverschämpten räuberische Mann zu seinen Trabanten vnd Diener machen / daß er ihn zu schlechten Diebstahlen brauche/denn derVozel tst «uff dem Widcrwerck nicht viel nütze. In Summa dieser Raubvogel bedeutet in Traumen slttsnDied. Das LLI.XIX. Capitel. >^nn einem traumt/wie er einen Raben finde/so wird er antreffen einen alren/feembden/Armen/versoffnen Menschen. Wann einem träumt/ wie er emen zamen gewcneten Naben haben / fo wird er einen solchen vuvereaulichen Menschen :n seinem Hause haben. Wenn einem traumr/wje er eine Krae habe/so wird er einen wackern Knecht oder Magd haben / aber verlogen. Wann einem Könige oder einem mächtigen Herrn träumt / wie eine Krae m seinem Hause mit ihrem Geschrey sich hören lasse / was er gutes oder böses darauß vermutet/emc solche Botschaffr wird er auch bekommen/ jedoch trifft solche Vermutung Vergüten oder bösen Zeichen mitdisemKraengeschrey nicht allzeit ein. Andere dergleichen Vögel bedeuten auch dergleichen als die «Nahen vHid Kraey bedeuten / aber nicht starck. VonGay- sender Peruaner meynung- Naben vnnd Kraenvnd Vergleiche «Tiögewso ihre Jungen verlassen/^ Per sianer vnd Egypter Außlegüg. Wk!! c^tIeGänse bedeuten gemeßliche fromme Unechte vnd "^Magde/ was nun den Gänsen im Traume wider- fähret/d«6 widerfartden Unechten. Wann einem träumt/ wie er^anse esse / solches bedeutet Neichthumb vnnd Freude / durch obgemelte fromme Kncchr/ nach dem die Gänse sehr feist gewesen. Wann cmem träumt/ wic cr emen Gänse finge! finde/ so wird -r warhafftig Neichthumb finden. Wann einem traumt/wie er Gänfinnc sehe/ so wird cr gewünschte Mägde bekommen: So er derselben cm ver- leuret / so bedeutet es einer lieben angenehmen Magd ein Vnglück, Das Ld^XXIV. CaMcl. AIn Rephun bedeut ein Schön holdseliges Weibsbild/ Von Rep- ^alsnemblichWeibervndTöchter hümrn/ Wann einem träumt / wie er ein kürres zames Rep, „ach der hnn finde/ oder wie er dasselbe in semem Hause habe / so Persianer wird er einWeib bekommen/wie er es wünschen möchte/so vnndEgY^ wird sie auch schön /from vnd willig seyn, pter Lehr. Wann einem e?aumt/wie er ein wildes Rephun gefangen/oder vö einem andern bekommen habe/so wird er wo! ein schon Weib bekommen/sie wird aber zanck-sch seyn/ vnd chn nicht willig zu ihr lassen. DHnn -zq. Von Fliegen/Mücken oder ^^oma5ari8. Mann einem träumt / wie er ein Rephun gehabt /aber dasselbe verlohren habe / so wird er sich von seinem Welbc scheiden. Wann einem traumt/wie er ein D5ephun esse/so wird ?r von seinem Weibe reich werden durch Kleydnng. Wann einem Werbe träumt/ wie sie em Rephun finde/ist sie schwanger/ so wird sie eine Tochter gebären/ist sie nicht schwanger / so w,ri) sie schwanger werden/vnnd eine Tochter gebaren. Wann einem König träumt/ wie er Nephüner fange aiiffder Jagt / so wird er seine Wollust haben an seiner Königin und andern Weibsbildern. Lranmtjhmewie erRephüneresse / sowird er mitemem ^eibezuthun haben / die jhme sehr wol gefällt- Das' LLI.XXV. Capitel. ?^Ie Fliegen und Mücken bedeuten eine feindliche ^Post / auch wol Kranckhett. Wann einem ^(önig träumt/als wenn an dem Ort Schnacke/ ^ 5cy /fthr v.el Fliegen uns Mücken kämen/so wird der^nd-a- er in Trübsal und ekümmernuß fallen / auch wird er ner/Per verbittert werden über der böseBortcschafft/diecrse'.ncs siancr vnd Kriegsvolcks halben bekommen: Dergleichen ist von den Egypter ^-negsobersten zu verstehen / so ihnen also iraumt : Meynuna. Wann einem Armen oder einem gemeinen Mann also tranmt/so wird er inTrübsal undKranckheit sallcn/und chm selber den Todt wünschen. Wann einem traumr/wie jhme Fliegen undMücken uhrplötzlich in seine I^aselöcher und Mnid fliegen / so wird er mit Al.nd und Schmertzen derFemde unter- gang anschauen. Wann einem träumt / wie eme grosse menge Fliegen und Mücken an einem Ort zusammen kommen / daselbst hm werden Kemde ksmmen/und die Einwohner plagen. Bas L^xx VI. Capitel. Von A- «T^Ie Ameissen bedeuten gemeiniglich den Todt, meifenauß Wann emem träumt / wie an dem Orthe einer derPersia- Wohnung / anß einem Loche ein grosse menge Ameissen ner vnd Herfür kriechen / solches bedeniec / daß er bald sterben werde Träumt einem aber / wie die Ameissen so auffder Strassen krochen / in sein tzauß kriegen/so wird er alleine in eme Kranckhett fallen/ und sein Haußgesinde wird gemehrt werden. Wann einem träumt/wie Ameissen so Getreide tra« gcn/anß seinemHause gangen/so wird er wiedcrgesund werden/ vnd von seinem bösen Gesinde vnd Forcht erlöset werden. Wann einem träumt / wie anffseiner Tenne / oder in seiner Scheuren Ameissen lausfen/so wird er in Trübsal vnd Armuth gerahteN. Das dc^XXVlk. Capitel. ,?> Ie Hewschrecken bedeuten ohne allen Zweiffel einen ^ Haussen Feinde / dennesvermagsauch die Heilige cken/nach Schrifft / daß 5?ewschi ecken auss Gottes Befehl / der India- gleich als ein grosses Heer Kriegsvolcks/ außziehen/dle ner/ Per Lander zu verwüsten. Wann einem Könige/oder einem andern der Bewalt hat/träumt / wie em Haussen Hewschrecken auffein Land ziehen/daselbst hat man sich des Feindes Mit grosser menge vndGewaltzuversehen/vnd soviel dieHew- schrecken schaden gethan / so viel werden anch die Feinde schaden thun Haben sie aber keinen schaden gethan/son dern sind nur durch das Lan5 geflohen/oder sind nur daselbst blieben / so wird em Kriegsvolck ohne schaden in dasselbige Land kommen. Ä)a.m einem König also traumt/so wird er Trübsal von Krieg vnd Feinden haben / nach dem derHewschre, cken viel gewesen. Das d^XXHX Capitel. 55 Egypter schnfften. Von den 6?euschre- sianer vnd Egyprer Lehr. Von aller- H'f>Ann einem lraumt / -wre er einen Sperling in bet key Sper- Hand halte/so wird er Schmachreden vndSchelt- ltngen eder wort von seinem guten Frnmde hören müssen. So er a- Sp-!?cn / etliche SperUnge hat / so wird er Hader vnd Zanck decPtrsia- wider seine Feinde vnd olutssreunde anstelle«, ner vnd E, qypter Ende deß Traumbuchs Hxomzsziis Wann einem traumt/wie eine grosse mengeSperlin- gemtteinem Geschrey in sein Hanß geflogen seyn / so bedeutet es/ daß entweder er/ oder einer so jhm zustehet/ auß seinem Hauß eine außgabe thun wird. DasL^XXlX. Capitel. ^ Q einem träumt / wie er Vögel habe / so sich im VonWaf- ^-^Mcer / in Seen oder andern To assern aller Dinge servögeln/ auffgehalten/so wird er erlangen was er gewünscht hat: derPersia- Hat er derer etliche abgewürget / so wlrd er gewuuscht ner vnd vnd anmuthig Reichthumb erlangen / nach dem er viel Egypter davon gessen hat. meylmnz. Wann einem träumt / wie er jhre Flügel zusammen gelesen / das bedeutet auch Reichthumb / abermchtss groß alsvorgemeic. DasLLl^XXX. Capitel. ^?In ^rebs bedeut einen arglistigen Menschen / der Von^rebs ^-garmcht zu verbessern ist / weil dieses Thier ein so sen/O- krnmmen Gang führet. streen vnd Wann einem tramM / wieer in einem Meer oder Fluß Krebs finde / der wird nut einem arglistigen vnnd Schnecke/ doch armenMenfchen zu thun bekommen/der sich an der scha- ^önige oder anoerer gewaltigen ^.eute Höfen auffyclt. Gedecks Wiann einem traumt/wie er emenKrebs oder derglei- s^/ der chen / so mit schalen bedeckt ist / esse / so wird er von ei- P^sianer nem arglistigen -))5anne / wie gemelt / zimlkch ew-nn ^gy- vnnd Gesundheit haben : L)enn diese Thler geben dem Menschlichen Leibevielerley Artzney. ieaung» TI bedeutet er wann der e-'Kg zunibMt/ein anders wenn er heliige abnimbt / ein anders bedeutet er itt zunehmenden Mon- MYNMg» den / ein anders in abnehmenden Monden/etliche Traume werden bald war/etliche langsam. SolcheVmbstan- de/wlegesagt / habenwirallein unsererobengechanen Anßlegung in acht genommen / als nemlrch / wir haben die Traume anders außgelegt einem Könige / anders einem armen Manne/ anders einem gewaltigen Manne / anders einem gemeinen Manne / anders einem Manne / anders einem Weibe / anders einem hriegs- mann/ anders emem Bauren. Auch haben wir an dm ' Bäumen vnd Gewachsen in acht genommen die Winterszeit vnd die Sommerzeit. Item / mann soll betrachten die Stunde der Nacht/ wann einem ein Traum fülkommen ist. Ein Traum/der einem fürkompt vom Anfang der Nacht / biß auffdie dritte Planeten Stunde/das ist bey uns ohngefährlich von Nidergange der Sonnen biß gegen neunen/ desselben WerMng erstreckt sich biß auff zwantzigJahr. Die Traume so einem fürkommen / ungefährlich vvtt neunen an biß auffMitternacht/derselbenAußgang vnd Bedeutung erstreckt sich biß auffs achte/ zehende/ oder fünffzehendeIahr. Die Träume fo da geschehen von Mitternacht / biß nmb drey oder viere / die werden erfüllet im fünfften / vierdten / oder dritten Jahr. Die Traume aber fo sich begeben frühe von vieren biß an denMorgen/diefelben geschehen vnd werden erfüllet nach ememIahre/nach einem halben Jahre/nach einem viertel Jahre / ja wol nach einem Monat/ ja woll nner- halb zehen Tagen. Aber was einer tz'äyserin träumt / wsgeschicht auch wol denselben Tag / oder in zwey oder drey Tagen Mn den Stunden deß Tages geben wir hier keinm Bericht / denn derselben Träume edeutung wird g«? meinlglich m der sieben Stunden erfüllet.' Register / so nach Ordnung deß Alphabets gtfiellet ist. Capitel. Blak» A 42 57 59 5 gen. 22,. Von Anziehung neuer Kleyder. 7. Von?ipofte!n. 61.62. Von Armen vnd ihren Musculik z. 2. z. Von Aufferstehung der Todten. 45.46.1 ou Augenbrauen vndAugenliedern. 4Z.44. Von Augen. !iz .ii4 .VonAugenwtncken. - 98.99 Vom Aussatz. 177. Von 2lußkehrung deß HauftömjtBesem« 281. Von Außlegung der Traume. z -6. L. on außzuhm vnd wandern. B. /74. Bon Baden. ,44. Von Ballspielen. z!6. Von Banrojfeln. ?.z8.I>on Bankern. z?z. Von Basilienkraut. 69 76. Vom Bauche- 190. Vom Baum Bricochon/eine Frage- 254. Von Bären. 140. Von Bäumen vnd Stauden. TU. Von Baumwolle. 17.18. Don Bedeutung der Haar. 17s. Don Befeuchtung der Kleyder. ztl. !22. T'vmBegräbuuß. zzz. Von Beinkleidern. ii7. Von Beyschlaffen. rp, Von Bergen, ,?9 Von Besäung. 26. Von Bescherung. 100.101.Von Besessenen. 177. Von Besprengung deß Haufes mit Müsset 281. Von Betrachtung der Traume. 2:4. Von Bettüchern. z. 9. Von B»ldern/ vnd heiligen Bildern« 264. Von Bienen. 262.VonBlrn. 22.2j.VonBiesem. 96.97. Von Blattern. zo7.io8.VonB!oßhelt° 9^. 94. Von Blute. »zi. Von Böcken« 258. Von Bogen. i9;.VonBonen° ,iz. Von der Braut. zzj. 129. Vom Brechen. 2z2.VonBkddt. «7.68. son der Brust. 71. Von Brüsten. 117. Von Brüste saugen. ,72. Von Brunnquellen. 8. 9. Von Bücherlesen. 197. Von Burgundische» Hek D. ?2.IZ. Von Darmgicht. 252. Von Datteln. 258. Don Degen. 22z. Von Decken der Pferde. 90. 91. Vom Dickm theil am Schencket« 2O2.2oz. Von Dornen. 26z. Von Drachen. ,04. Von Dünne deß Leibes. 5 4N SS 46 42 57 28 4! 46 19 Z7 55 Z ,L 4s 2^.24. -5 s. 226 Von Camelen. üü.VvmLreutz. 47 !Y9 Von Aecker/ so man zu besäen pflegt. 2Z6.2Z7. Von Edelgesteinen. 115. Von einem Eheweibe. 74.75. Von Eingeweide. l8O .VonEjß. 150. i;».Von Elephanten.' 6. Von Engeln. !09>llo. Von Enthauptung. >9s.Von Eppichkraut. izo.izl.Vonder Erden, izz. Von Erdbidem. lüz.VonErdklufften. ^ 80° 81. Von Erhmckung ans Creutz oder Galgen, zz 219. Von Ermeln an Persianischen Leibrvcken. 45 m. 112. Von erwürgung. ^ 225. Von Eseln. 7. Von Evangelisten. ^ »66. Exempel eines Traums/vom Wasser TigrjS. ?S F. 22z. Von Farben der Pferde. 44 29. Von Färbung der ^aak / 2iz. Von Faulbetten. 4^ ,95.VonFeigbonen. 4.. 2 z 2. Von Felgen. z« s .9. VomFeuer. ^ ,z. Vom Fieber. ^ 259. Von Fingerringen. 5; HI. Von Flachö / oder Werck / oder Molk / Baumwolle. ; 78. 79. Vom Fleisch deß Menschen. 1, izo. i)i. Von Fliehen vnd springen. -i > Z5. Von einer Frauen eine Frage. 25 1?.. VonFrüchten der Bäume/vnd Wetnrebm. 4s. 42 257. Von Füchsen. ,7^ zz. »oz. Von Füssen. W- >-95- Von Gartenwerck. izo.iZl.Von Gebäwden. «7 -Vongebehrung. 74.75. Von Gedärmen. 28. Von gefärbten Hären. 2io.VonGeisseln. 7. Von Geistlichen Bücher«. 195. Von Gemüse. 27z. Von Gänsen. 12. >z. Von Gerichten. »99. Von der Gerstensaat. 2z. Dom Geruch/ so vermischet iß. 96.97« Don Geschweren. 96. Von Geschwulst. 206. Von Gesprach mit Dingen / so nicht reden können. 4; 209. Von gestickten Zweytem. 4z ij6. 157. Von Gestirnen. zs 1)8.159. Von Gestirn, zz »iz.itt.Vo» 4! 2Z-24 w Z2.IZ 7 4k A 4« 5« L 4« 7 Z6 »6 585.i86.VonGetrattckett. 519. Vom Glauben., ^ i c>. Ion Glauben an Bilder / Eötzett. 2O2.ioz>VonGraß. tz. iz.14.is.16. Von Haaren. ,7.18. Von Haar bedeutung. 14.. Ion Haar Vermehrung an den Schienbeinen- 28,29 Von Haaren so gefärbet. 4 4 42 Register. z8 2?6. VonKraNtzett. ^s/VonKramchett.' ' 197- Vom Kraut BurgtMdjsch ddetMdisch Heivi 280. Von Krebsen. 2Z6.2.Z7. VonArotten. 228. Pon Kühen- 192. VonKurblß. 12?. 124. Von Küssen oder HertM -iz. Vom Küssen vnters Haupt. L. . zz. Von Haaren deß Barts/ vtttern Armen/oder ÄN der Scham- 34 zz. Von Haaren deß Lejbs. 65- 64. Von Handen. 272. Von Hahnen. 180. Von Hagel. 57. Vom Halft. 256. Von 5?ambstern. 18z. Von Handmnhlen. 2iz. VonHandquelen. 2 58.Von5?aftn. 2ii, Von Hasenhaaren. Z7. z8. Von Ham oder Harm. 258.2 on Harnlschschröcken. 217. Von5 ?artzlappen. ,09 .110. Von Haupt abhauen. 208.215. Vom Hauptbande, zo.zi. Vom Hauptessen. -77. Vom Hanß mir Wasser besprengen / tünchen/ auß- kehren mit Besemvnd Splnweben reimgen. 37 202. 20z. Von Hecken. 42 z Vom 5?el!lschcn Feuer. z i9Z .VonHcydelvceren. 40 1Z9. VonheiligenBildern. 26 2:2. Von Hengsten. 46 12z, 124. Von Hertzen oder küssen. 21 49. 5O. Vom Häuttem deß Gehirns / Stjrn/ y 8 ^4 Z7 il z6 Z8 44 )6 4 4 -8 5'Z 4 s 18 44 7 vnd Wangen 2O2 2(?z.VomHew. 277. Von Hewschrecken. 251. Von Hirschen. i9yVon5?trsesaat. jiy. 120. Von Hochzeiten. 6. Von Hohen Amptleuten. 27O .Von^oltztauben. 212. Vom Honig. kz.84-VondenHüfftett. 264. Von Hummeln. T7i.272.VonHüner». 259. VonHnnden. 55. Von Hundszähnen. 2Z5- Von Hyenadem schädlichen Thiet. I. 74.75. Von inwendigen Gliedern. ?6. Von inwendigen Zaynen. K. 226. Von Kamelen. 260. Von Katzen. 6. Von Kämmerlings». 195. Von Kicher Erbelß. 196. Von Kindern. 8.9. VonKirchcnbaweN. 220.2L.i. Von ^leydung so new vnd frisch» 216. Von langen Kleydertt. 26.207. Von Kleydern. 26.2O7.VonKleydung. 107. VonKle»)der efeuchttgung. 92. Von^men. 19 s- VonKnodloch. 195 Von Kochträulern. n6. Vom Könige. 257. VonKölng'ichen Klcydern. 170. ? on Könzglichen Schiffen. 8 .9 VonKohIcn. ' 162. VomKohte. 95. Vom Menschen Koth vnd Hartt. 2.Ü9. Von Kram. 10 42 84 zo 41 21 z 55 Z8 14 57 58 56 56 ZZ..IZ 10 47 Z6 4t 4 46 45 7 4Z 7 ?7 ^5 41 4l !9 ^2. Z6 4 Z4 i5 57 195-Vom Lauch. 7. Von Lehrern. 217. Von Leibröcken. iS9- Von Leinsaat. 2 . 6i.VonMusculi6. 222. Von Mutter Pferden. N- 65. 66 .Von^achtigaln. 14z. Von Nächtlichen Gesichten. 57.5s. Von Nacken. 107. Von Mächtigkeit. 65.66. Von Nägeln. 47.48. VonderNesett. 22s. Von Newer Rleydung deß Lejbs» 8z. 84-VonNteren. 189. Von Nüssen. Ö. K zL 4» T» Ss 48 4' zz. 55 4^ 45 3i.Z5 84. 5L ZS ir 4^ ir -7 46> !4 ZA 90. 91. Vom Öbercheil deß Schenckels. !5 228. 229 -VouOchsen- 48.4^ 2Z !..VonQepffeln. 5 9z. 94. Von Offenen Schaden. Z9.4O. Von Ohren. 8 2Z2. Von Oliven. 72 28o .VonOstreen. 65 44. Von Pall spielen. 28 8 3. Von Palmen vnd jhren FrüchteN.^^ 252. Von Pantetthier oder Pardeln- 55 218. Von Pantoffeln. 45 4. VomParade.ß. 5 2Z6.2Z7. Von Perlen. 49 219. Von PersianischeN ErmelnoderMoffeH- 45 96.97. Von Pestilentz» IS 266 -VonPfawen. Z7 2Z2. Von Pfeben. zc» 196. Von Pfeffer. 4t 2^8.Von 2)8. Von Pfeilen. 141, ^22. Von Pferden. 27.46 142. Von edlen Pferden, 28 22z. der Pferde Farben/ Deckeu/vnd Satteln. 46 2Z2. Von Pfiaumen. 50 19z. Don Pr^Menkraut. 4« z ?8. Von Priestern, 26 8. y. Vom priesterthumb. 4 ?2/. Vom Pnesterlichen Ämpr eine Frage. 2z 7.Von Propheten. z 12A. 129. Von PurgierenderArtzney. 2z -R. 269. Von 7?abcn. z-j 274-TonRephünern. 161, Don Regen. z; i8o>VomReiffe. 37 »77- Von Reinigung deß Hanfes. Z7 199-Von Reiß. So 258. VonRettröcken, 52 198. Von Rettichen. 41 24.2s. Don Rauchgefäß/Rauchwerckvnd xäuchern. 6 j?. i2. iz. Von Richtern. 5 82.VonR?bben 14 227. Von Rindern. 48 zx>z Von Rosen. 40 ?45-Von Rüstungen. 28 204. VonRuchen. 42 ^ S. iyy. 2c>O. 201. V^n der Saat- 46 ?95- Von Salat. 41 19. z.o. 2.1. Von Salbung. ) 6 22z. Von Satteln ^ 46 22z. Von Säuberung deß !eibes° 46 250. Dom Schachtsplel. 49 2 .zl .VonSchafeu. 59 2ir.Von Schaaswolle. 41 28. 89. Von der Scham. 14 9Q- 91. Von deß Schenckels dicken oder obern theil- 15 ?68. 169, Von Schiffen. " zs- 170, Von Königlichen Schiffn. zs 205. 106. Von Schienbeinen. 17 2.IO. Don Schlägen^ 4z 2kz.^ Von Schlangen. 58 245,246°VonSchleycm. 54 275. Von Schnacken. 58 2Ä?. Von Schnecken, 6o ??8. Von Schnee. Z7 2,26. Von schuetlen Camelett. 47 2.18' 2^z. Von Schuen 45 71, 72. Von Schulterblättern, 12 98.99- Von Schuppen der Haut. 16 265, Von Schwaben. 57 ?94. Von Schwämmen, 40 117. Von Schwängern. 27 261. VonSchwnncn. 56 -z8. Von Schwcxdten. 50 196. Von Senjf, 58 241. Von Sesseln 52 156,157. Vonder Sonnen. z6 278. Von Spatzen oder Sperlingen. 57 2Z2. Vyn allerley Speisen. 47 258. VonSpressen. 49 244. VonSpmym- -54 150.151 Von ^prmgen." . zi 204. Von Stäben vnd Stecken> 42 265 Von Staren. 57 140. Von Stauden. 26 41.42. Von der Stimme. 9 267.VonSrörchen. 58 209. Von Streiffichten Kleydern. 4z 96.97. Von Streichen vnd Wundem 16 zzz. Von Strümvffen- ^ 4? 24l.VonStülen. 52 222. Von Stuten. ^ 46 V. zi6. Von Talaren. 45 270. Von Tauben. 58 2;!. 24^. Von Teppichen.. 44 Register. 5z ,66. VonTigris dem Fluß. 4v 2,1), Von Tischtüchern. 44 121.122. VomTodtvndTodtenbegrabuuf;. 21 m.ii2.VomTodtschlag. 18 181.1^2, Von der Trauffe der Ziegeltacher ohne Regen. Z7-Z8. 281, Von Traum außlegen. iz2,. Vom Traum eines herzen bey den Saracenern. z 6. Vom Traum MammuuX. 166. ^raumvom Nasser TignS. 242, DonTrawertüchern. 102.10z. VonTrunckenheit. 177. VonTiinchung deß Hauses. 208. Von ^l ürckischen Battde deß Haupts. 270. Von Turteltauben V, 11^,114, VonVerlöbniß. 2>7.VonVberröcken. 14- Von Vermehrung der Haar an Schienbeinen. 25. Von Vermischtem Geruch. 6. Von Verschnittenen. 214. VonVnterbetten 60 8 55 Z2 17 ?7 43 44.49 Z5 118 '45 5 6 Z 44 46 220. Vom Vnsiat deß Leibes. W 2ZZ.. Von N7aben. 49 61. 62. Von Waden. 21 iz8. Von Wunden. ' 48 145- Von Waffen. 28 229, Von Wagen. 49 11. Von der Wage 5 2,25 Von Wald-Eseln. 47 iz6. Von Wandern. 25 248. Wann Manner Wetbskleider / vnd Treiber Mannskleider tragen. 54 49.5O. Von langen. 2v 17z. Von warmem Wassern. z6 164.16s. Von Wassern. - Z4 16?. Von Wasserrcssen. 54 166-Vom Wasser Tigris. ' 35 175.Von Wasserschöpffung mit leinen Ayderv/oder solchen Gefäjsen die kein Wasserhalten. z6 176, VonWasserschöpssungmitemem Becher-, ^ 18^. Vom Wasser trmcken, 59 279. Von Wasjervögeln. 46 221. Von Wachsen. 46 ?4^. Von W berwerck. <^2 117.V0N alten Weibern. 19 247'Von Weiber haaren. ^-4 117. Von Weibspersonen. ,9 118. Von Weibern vnd jhren Handeln. 20 18s. 186. VomWein. z8 27. Von einer grossen Weinreben. 7 i9>-Vonder emrchen Früchten- 40 2?L. Von Wunden. 5z 211. Vom Werck. 4 z -9-. Von Weyraucbbaum. 40 ^25. Von Wilden Eseln, 47 112.114. Von Wlncken derAugen°. 18. »9 154. iL