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Das vierdte Buch/
Von Weibern vnd Kindern / vnd derselben allerley Anfällen.
Weiber/so schwanger seyn/wle manmit denen
Das I. Capitel»
Von schwangern Weibern.
>)r müssen auch hier von schwangern Wei-gern / jhrer Geburt / vnd sechs Wochen.'lwas sagen / sintemal solches auch m dieHaußhaltung gehöret/ vnd hochnörhig ist.Nun sind hiervon manche schöne Büchlein gemacht:
vmbgehen ^ Hebammen Büchlem Lucl^arii Rößlms/ ^1
soll.
Emfangnuö vndGeburteines
kerti (Zr.-Lci 8cnprori8 Der schwangern
WeiberNosengarten/Luzlreri, KuKi.Item/die j-.l'o--Mi (z^llTcccirurü) live äe mu!iccum 3Ae6iibu8 com-Meurzrii, da findet man diese Sachen alte sem beysam-men/ IteM die z. I'omi
Die mag jhm em Haußwlrth zeugen / daß er sie imNorhfall/wann er sonsten keine X^eäicos har/ cousulirenkan/ schwangere Weiber vnd Sechswöchnerm haben sovfst schwere Zufalle vnd Kranckhetten/ welche niemandbesser verstehet vnd cunren kan/ dann GOtt/ vnd etlichewolerfahrne Sechswöchnerm vnd andere Frawen/ dieMir solchen schweren Sachen eine langeZett vmbgangen/die muß man in solchen Lallen zu Rathe ziehen.Woabersolche Zufalle kommen / da sie sich nicht em zu richten wis-sen/ so soll man emen alten erfahrnen bald vndzeitlich hiermne zu Rathe nehmen. '
Sonsten aber ist die oder em
wunderlich vnd trefflich Werck vnd Geschöpft GOttes/wie alle Welt zeugen vnd bekennen muß/wie Lutherusweiset m semen Tischreden/ ?ic. Von der Schöpffung.
Das il. Cap-ttl.
Von allerley Sachen / so zur Empsangnus vnd
Geburt eines Menschengehoren.
^v>On der Empsangnus eines Kmdeö / wie ein Kind in<^)Mutter Leibe empfangen wird/wie es wachst vnd zu-nimc von emer Zeit zur andern / warumb etliche Weiber
wollt zu sich nehmen. Es sollen sich aber fromme Hauß-mütter darumb nicht so sehr bekümmern oder gramen/sondern nur auff die Leibesfrucht Achtung geben / ob sichdie auch noch reget oder beweget: GescMchr das/ so hatskeme Noch.Dann ichs an etlichen Weibern vernommen/die es auch also gehabt / daß sie etliche Wochen gar mattvnd kranck derentwegen darmdcr gelegen/aber Gott hatihnen gleichwol endlich Mit Gnaden geholffen. Allen»steisslg beten muß dabey seyn / dann das vermag viel beyGott.
Dicke fette Weiber empfangen nicht leichtlich / wo sieNicht wider mittelmassigcs Leibes werden/ wiewol auchsolche mtttelmässigeWeibernnßgebahren können /poc.Iik.5.H,j>Iiol.4s.46.K.os Zolisistem klemKrautleitt^uc>6 mulmm 5scir scj conce^>riooem.
Wann em schwanger Weib zur helsste ist/so reget vndbeweget sich das Kmd in Mutter Leibe: Von dannen anhar sie/wanns ein Erstling ist/ noch 2. o. Wochen zur Ge-burt/sie soll aber gute Achtung drauffgeben/auffwelcherSeitensichsreget/ ^Uia m2re8cjexrra urerl fco-rviQÄZ Vero msAi5 6nilira psrtecollrillen» sagt ^ix»po-crares litz. 5. !. 8. Die Knäblem ligenfast alle auffder rechten Seiten / dann die ist warm / vnd dahaben sieeme wärmere Nahrung/ wegen der nahe ligenden Leber/dann die Mägdlein / die geÜ!eimgl»ch auff der lmckenSeiten llgen/ dann die kaltti' J^atur/ da sinden sie emenkältern Ort/ vnd eine kältere Narung. ^
5uiir a<zuT, cjuce foLcullcjasrecjctunr sazminas, luncltenles. 8cci fcrmiuis non lunr s^>ericuä^. Be->sihe sccuoäum teutsch / vom Feyerabend eäur,
x^rr.cs^.z..z.4.5.^. ^
Von den ?urAaric)llibu5 schwangerer Frawen/ beslhedroben das 56. Capiteldteses Buchs.
Da6 IN. Capitel.
Von Ersckröcknus/ vnd andern Zufallen
schwangerer Weiber.
eytel Knablem/ etliche eytel Mägdlem empfangen vnd X^Ann eine schwangere Fraw etwan auff einem Wa- Schwan-menschen/ gMhrcn/warumb etltcheWetber z..Kmder zugleich em- ->^gen vbel gefahren/oder mit demWagen vmbgefal- a^reWei-was darzu pfangen vnd gebahren / warumb etliche einen »cima- len/ oder sonsten sehr ersch. ocken ist/ vnd wird kranck dar- ^ ^gehöret, empfangen vnd gebahren/ vnd wovor derselbige nach/ vnd ist zu befahren/daß sie ablirriren möchte/so laß ^
zu halten/ vor em Manns vnd Weibsbild/ ob jhm m der sie nur vberzogenen Coriander essen» Irem / vberzogen s.s^ecknu6
Fenchel/den sollen sie allezeit bey sich tragen» Dann diß
zuhalten/
Tauffem Manns oder Weibes Name M gegeben wer-den/wovor man chn vor Gericht halten soll.Icem vondenWunder-vnd Mißgeburten. Irem/ warumb die schwan-gere Weiber/ so leichtlich lmersteu/ andern / vnd drittenMonden mißgebahren konnen/aber im 4 -s.vnd 6. Mon-den nicht/warumb ein Kind im 7. vttd »?.Mondengeboh-ren/leben kan/im 8.aber Nicht/ (dann O^imeliris^arruzelt viralis.) Beslhe eeül'orinuin cie
c!cnarali,czp.z.4.5. XriKorclis iv ricu!li>,66
5reri1irsre,(Ic>llce^cic>ne,?Ierms^itto6lcii,,^1c)niirislQ-tzncibusFo-ru aborcivv : irem LeUium, nv-^ium ^cci-czrum.lld.z.csp.i6.1lb.lO.czp.i.tii^pocrzremill lilzco^ttu, fleor».?i^onum Iik.i. selino.con---vivz!ium,Ivll2aI6.cenr.z.^p^or.5;.IchMaZ6auchnlchtalles setzen / von der Empfangnuß vnd Geburrsstunde/Beslhe ^i^»Iä.ccnr.^.^x>Iic>r.67.0nce8^l^!5pic)Iii!zeckarcIloI.-^nAl.Iili.l6.cÄji.47. Icem^5pi8,^ic1 .LZx.s^. Besihe auch ^^äl<j.ceur .2..<6.67.Lenr.z H.pk.5.
Aber diß sollen schwangere Werber mercken / ob sichwol bißweilen Zsnguis meottruus bey ihnen findet / daßsie sich verwegen nicht zu sehr entsetzen sollen/ dann sichdieses bißwellen auch ohne Schaden derFrucht zutragen/vnd begeben kan.
Wann aber der6uxu8meatirui starck/ viel vnd offtfömpt/so ists gefährlich/dann das Kmd ist gewiß kranck/sonderlich wanns der Mutter kurtz vor der Geburt wi^derfahret/ dann da muß das Kmd sein diutrimenr ha-ben/ weil es damals grösser worden. Drumb sagt k-Iip-'
j>ocrare5lili.5.^pkor.6o.5l mulieri urcrum ^erenri ^ur^>vzrioncs proceciaar, impyililzlIe cst fa-cum ellc lzQUm.
Man lese den Laleaum vber denselbigendrumb müste das Kind couforrirr werden. Die Muttermöchte Fenchel essen/ oder ein wenig Honig/ oder kl-tuuscitm terli; brauchen / wanns das Kmd Nicht
chensollm.
jlarcket die F rucht gewaltig. Oder laß sie nur einen Pfef-ferkuchen/ oder Nürnbergijchen Pfefferkuchen aus, derRosten warm machen / darnach mit Honig beschwiercn/vnd warm auffden Bauch legen/ so wirds wol besser wer-ben.
Es sollen sich schwangere Weiber gar wol vor Schlan-gen hüten/oder vorsehen/ dann so baide sie davor e. schre-cken/ so balde stirber daS Kmd in Mutter Leibe/
Lenr.l. /^plior.86. Beslhe Wetter im 8l. Capitel.
Auch sollen sie nicht hoch langen oder reichen /daß demKmde das AederleM/dadurch es seine Nahrung nn Leibehat/ vnd vom Blut chres Hertzens erhalten wird / entzo-gen/ vnd getödtet werde/ sie sollen auch nicht schwer hebenoder tragen.
Von der Aderlasse.
Es sollen auch schwangere Weiber nicht zur Ader las-sen/ Wie k-Zipxocrsre5 ssgt/ lib.s. z 0.snÄNZ venä ke<5tä zkorrir, co^ue üc tcorus ^raa°
cjior. WannemschwangerWeibzuAderlast/sogeble- Schwatt-ret sie vor der Zett/vnd gehet ihr vngerade/wie di; Wei- ge.--der reden.Dann hiedurch wird der Fruchr ihre Nahrung her / ob sieentzogen/sonderlich/ wann das Kmd bereits m der Mur- auch sollenter zimlich groß ist. Dann je grösser das Kmd wird / je zu, ?tdermehr es Nahrungbedarff.
Doch sagen die kleäi ci, daß man solchen Frawen emeAder wol em wenigmöge sprmgen lassen: Dann ttip-^iocizre8 redet allhier von seiner Zeit/ da man viel Blucsweggelassen/wie auch Thurneisser that/der ließ jhm alle-zeit ^ Adern schlagen/eme am rechten/die andere am lm-cken Arm / vnd ließ auffeinmal viel Bluts weglauffm;
Aber vnset Aderlassen/ sagen sie / sey kaum wie emschröpffenoder köpffengegenjener Leute Aderlassen.
Schwangere Weiber können leichtlich eingehen / odersterben / wannsie ein scums morbus befället/ der schnellF f iij vnd