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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
Entstehung
Seite
71
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7. barein H?ußi>as zerlassen Wachs hin und herwiedcr/ daß

esfem dünn auf oemWein gestehen und schwimme / mmdasWachs wieder aus dem Rechaschen vom Wein/ undthue es wieder in den Tiegel/ laß e6 wieder wie zuvor zer-gehen/und geuß es aber in den Wein/ dann thue es aber-mals in den Tiegel/wan es fleust/so geuß es wider m denWein. Solches schmeltzen und m den Wein Hiessen muß7. mal gestehen/ so ist das Wachs rechtgereinigtzumdistilliren: Nun zerschneide das Wachs an einer kühlenstelle gröblicht/ lst dasWachs 1 pf. so Mm darunter kleinzerflossen außgcglüet Kisselstein/thue es zusammen m ei-ne Retorten die gantz rein/fest und starck sey/lege die memeReibasche/besthütt sie mitSand / und an den ftbna-oel der Retorten em grosse/rechte/ weite/ geraume Vor-lag/und mit guten Leimen vermache die Finger a,-r wol/und fahe an zu diMiren mit gar wenig linder Fewer 6.vder 7. stuitd/ und eyle ja im dlstilliren nct / darnach star-cke das Fewer bey wenige/ so wirstu erstlich em Wasser /darnach ein öhl bekomm/welches in der Vorlag wird ge-stehen und gerinnen wie ein Wachs / starcke das Fewer /so wird es aus der Retorten in die Vorlag gehen wie einRauch/ Dampffund Nebel gar dick/ das nennet man8pii iru; und dieweil dieselbige gehn mustu dasFewernitlassen abgehen/ sondern starcke es / biß der dicke Dampfsgar herüber gehe/undbie Vorlag wider licht/ laucer undklarwird/alsdann laß das Fewer abgehen/und allesvonihm erkalten / dann hebe die Vorlag ab / unnd weil dasWachs in derVortag geronnen und hart worden/so haltdie Vorlag m emen Kessel voll Wassers/laß das Wasserwarm werden / daß ermeldteö öhl m der Vorlag stresse /so geuß es also warm aus der Vorlag wieder in die Re-torten/lege sie in dasReibaschen Mit sand beschüttet / d:eVorlag daran und dlstlllir es zum andern mal herüber/dann mach es wieder warm/und abe; in eineNetotten ge-gossen wie vor/und also muß dasWachs 6 mal disnlliretwerden /wann es in der Vorlag selbsten steusset/ wie einöhl/so darff man die Vorlag keines wegs in warm Was-ser halten. Es ist auch zu mercken/wann man die Vorlagaus dem warmen Wasser nimbt/ muß man sie fein lang-sam lassen kalt werdm/sonsten wirb sie zerspringen: wandas Wachs die neunmal distillirt ist / so geuß es?aus derVorlag/in einWaldenburgische Kolben/setze ein andetnKolben darauffmit Rindern blasen wol verbunden/ setzees in ein lindes ttzloeum darin laß es in gleicher

warm 9-Tage stehen/denn laß es erkalten aufgebunden /geuß es ln em andern Kolben/drauffein Helm und distil-lir es in kalnco lVlsnX herüber/kompt nicht alles herüberoder da es schon gar herüber käme/ welches dann nit wdlmüglich und selten geschicht/ so geuß es wider zusammenin den vorigen Kolben / den andern darauff gesetzt ver-bunden Unnd laß es wieder in in gleicherwarm 7- Tag stehen/ den eröffnet und wieder distMret/zum drittenmal wieder wie vorm Kolben gegossen undden andern drauffgebunden/unnd aber 5. Tag mIvlzriT stehen lassen/ letzlich een Helm auffdenKolben ge-setzt und distillirt in so viel als herüberge-ben wil / so wirstu im vorgelegten Glaß ein hettlich köst-lich heilsam Und gar schönes Wachsöhl finden.

Krafstunb VSörckuttg.

'^fft lind Mit diesem Wachsöhl kanstu allerley guteWundöhlWÄckimg. machen/also wenn du in diß öl die gelbeIvhansblümlemlegst/ esmiteinander 4. Wochen an der Sonnen stehenlässest und darnach durchgeprest so hastu ein recht gutenbewerten Balsam / der alle Wunden heylet.

Wachsöistillt und lindert wunderbarlichertveiß dasZipperlein/das reisten MHanden un Füssen/es heilet dieauffgenssene Zung inwendig im Mund/ die SchrundenderLefftzen/undschrundenoderrißanden wartzen/ dar-an die Frawen sonst viel Schmertzen leydeN:Alle zerspal-ten? Riß an Handen und Füssen heilets gar geschwind;Alle Wundensie seyen so groß sie wollen/ heyletesmkmtzer Zeit: alle geschlagene und gefallene Geschwulstvertreibt es und lindertallenSchmertzen/wenn einer ge-schlagen und schier zerschwollmund vor grossem schmer-tzen und Wehe gedenckt zu sterben / so Nimb von diesemWachsöl i.Loth vermisch darunter t. Loth Ziegelstein-^ ' öl und schmier den Kranckenfein warm darmit/ e?

wirdvon stund an Lösung und Besse-rung empfinden.

HM

7-

Das ci.XXXX !VV CaM-

Lc c»eum M -Iü-, vom HsmgKhl. kMzShi,

^Zm guten Honig/so viel du wilt/ geuß ihnm ein guWaldenburgischenKolben/ doch daß z. theil amKolbeleer bleiben/und nur der vierdte theil deß Kolben?mtt Honig angefüllet werde / thue darunter halb so vielals des Honigs ist/sein reinen/ schönen / klaren außge-glüten sand/vermisch es wol untereinander / setze ein ge-Heben Helm darauff/wol vermacht/undstelle denKolbenalso auff eine Reibaschen / unnd umbsckütte den Kolbenumb und umbher mitAschen/also dz er halb in der Asche«stehet/ lege an den schnabel deß Helms ein grosse Vorlagund vermack< tue Fugen auffdas allerfierssigste / laß denLeim an den Fugen von ihm selbst truckm werben / dannfahe an zu dlstilliren / erst in iz. Stunden stärcke das Fe-wer/so wird am ersten em weiß Wasser / darnach ein gel-ws mit etliche tröpflein öhls / und letzlich gar eln rothes'wasser und öhl herüber kommen/dMllir solang biß keinetröpsiem mehr kommen / und starcke das Fewer zu letzt^laß alles von ibmftbst kalt werden/ dann mache es aussund geuß das Wasser mit dem öhl aus der Vorlagewie--der in den Kolben/ setze den Helm darauff/ die Vorlagedarfür wol vermacht / unnd distillir es zum andern mahlherüber/ und geuß es wieder in den Kolben und distillteres zum dritten mahl herüber/ alsdanngeuß esausdemVol'lag m ein gläsern Kolben / emen geHeben Helm da-rauff/setze den Kolbenin t^lnco nanT, unnd distillieces alles Miteinander/ dann geuß das herüber distillirtwider in den gläsern Kolben/ unnd distillirs wie vor zumandernmalin Lalnco Kl-u-iTherüber/ und solch distilli-reu in ljalaco nzriT muß fünffmal geschehe/in der fünf-ten und letzten Dist-lürung so fahe em jedes Wasser undöhl sonderlich/als erstlich kompt ein weisseö Wasser/ die-ses ist nicht viel nutz/ darnach kompt ein gelbes Wasser/wann du das ander tröpficin erkennest unnd kommen sie-hest/so Nim dw ers? Vorlag hinweg/ unnd setze geschwindein andere vor den schnabel deß Helms/ und laß alles da-rein distilllrett/ so bekommest» einröthliches gelbesWas-serund öhl/ welches wasser allerley Tugenden hat / dashebe wohl verwahret auff.

Tugen d und trafst deß Honigswasser .

Mit diesem Wasser und öhl dre Haar genetzet an derSonnen getrücknet /macht das Haar am Haupt fest/^ -weich/zart und gelb/gleissend wie Gold. ^ Honigs-

)n dieAugen gethan vertreibt alle Hty/schweren und WässerungTrehnen/allen Brandt heylet es und lassetkeim Narben ^oder Masen/macht ein schöne weisse gleissende Haut.

Dieses Wassers eiM Menschen so in gro sserOHnmachtliget/eMgeben/ bringtjnwiderzuseinenvorigenKräff-ten/ getruncken ist gut für den husten und schnuppen / er-wärmet denMagen/reiNlget das Geblüt/ lasset fein et«nige Faulung Von bösen Flüssen im Leib geschehen/ esheylet auZwendig alle Wunden / macht in den Wundengut Fleisch / und behüt die Wunden vor allen Zufallen.

Wann Fleisch in diß Wasser gelegt wird/ wird es nichtstinckend/ wachsen auch keine Würm darin.

Die Flecken unter dem Angesicht zubertreiben/ fo sollmandißSehlmit Kampfferöhloder mit Ochsengallemengen und die Flecken damit bestreichen.

Die Brust und Lunge zu reumen den phlegmatischikzehenSchleim abzuledigen/ das keichenund denkurtzenAthem zubenemen / auch den Husten zu mildern / unndgarzuvertreiben/ deßgleichen schwitzend zumachen/denHarn zu treiben/und allerley Uneinigkeit dardurch auß-zuführen/ mag man diß öhl in guten Wein innerlich ge-brauchen.

Das cl.xxxxv. Capitel.

Olcum l^axi, ^der

AIehe einen Taxen die Haut ab/ das Haupt / Fuß undAEingeweidhlnweg geworffen/thueihn M ein grossenKolben/ein rundes scheiblein voll löcher/ mwendig desKolbens in den Halß gemacht/ und stürtze den Kolbenmit dem Halß in den andern Kolben / so in die Erde go°graben ist/die Fugen wol vermacht/ mache oben rundkumbher ein Kohlfewer/ distlllir eiN öhl darauß ^er ä«.

sccafum.

prasst und N)ür<Fung deßTa^enZhls

Dlß öhlmit Ziegelsteinöhl nach gleichem Gewicht Krafft deßwol vermischt/und die schadhafften/krumm? und lamen f^m>