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an der Sonnen/im Winter in.einer Stuben stehen/ danlege die ^.crorram in ein Reibasche/ darin eims Fingersdick Sand feye/bedecke die kerorrsm gar mitSand an /und an den Halß der Retorten lege eine zimliche grosseVorlage/vermach die Fugen uff das allerflelssigste:Danso macheFewer in denOfen/und distillier erstlich imAn-fang mit gar gelindem Fewer / darnach letzlich mit garstarckem Fewer/ so wirstu am ersten ein Wasser/ dar-nach ein öbl bekommen/welchen der 8 pirirus gibt. s Esfehret aus der Retorten wle ein rechterRauch in dieVor-lag oder Recipientenjlaß alles von ihm selbsten erkalten/Nimb die Vorlag ab und scheide das Wasser vom öhl.Diß öhl pfleget übel zu richen vom Brand.^Das kan aberwolriechend werden wie allbereit droben bey andern öh-len gedacht worden.
Krafftund Tugendtdes Frantzoscnholtzöhls.
Krafftund Dieses öhl wird fkirnemblich für die Frantzosen unndWürckung. alleKranckheiten gebraucht/ so von Frantzosen herfties-sen unter ein halb Pfundt geleuterren Zucker io. odermehr tröpflein (nach dem man es starck haben wil/) vondiesem öhl gethan/ und kleine Küchlein darauß formi-ret / von solchen alle Morgen eines genossen / verzehretalle Wehe des Haupts unnd böse Frantzöstsche Fluß imgantzenLeib.
Von diesem öhl z. oder 4. gran in einem Trunck Was-ser eingenommen/darauff4. stunden geschwltzet/ solchesein Monat gebrauchet/ darnebenkein SaltzoderGe-würtz/auch schleimige Speise genossen/ sondern ordent-lich und nüchtern gelebet / reiniget das Geblüt/ erö ffnetdie Lung und Leber/und wendet dieFrantzosen und alle ih-re Schmertzen/ ist gut gar feisten Leuten/ esheyletdieZöcher im Halse und alle außwendige Blattern / Fran-tzöstsche Schäden / sie sind an was örtern und stellen siewollen. Wieichl^.L. dann selbsten einen Patientengehabt/ welchen der 8crarikczrorverwarloset/ daß ihmesein prXpurium fast gar a morbo^zllico war hinweg ge-fressen/und viel böse puttulas Lc crutta, 10 kiciegehabt/welchen ich innerhalb 5. Wochenzett mit diesemöhlund andern kicäicsmeoris curiret/ daß
^ er innerhalb Jahreszeit mit einem jungen Erben wieder
erfrewet worden/ demesonstenderksilz« oderbsräus?oolor das Glied hat wollen hinweg nehmen.
Das Ll-XXXX. Capitel-Oleum c!e Lakorcc,
öhl wird also gemacht: NiM ein halb Psundt
Bibergeyl-öhl.
Bibergeyl/zerschneide Und hacke »hn klein / thue esin ein Kölblem / geuß darauff lautern Terpentin4. lochund ein halb pfund guten gebrandtcn Wein / reinen/kla-ren/gewaschenen und außgeglüten druckenen Sandt einhalb Pfundt/ setze den andern kolben darauff/auff den er-sten verbundenen laß es zusammen m Mlinder wärme 9. Tage stehen: Dann eröffne es / thue eszusammen in ein Waldeburgische Retorten/ lege dieinein Reibscherbe/ unten im Scherben muß eines Fingers
Das Erste Buch.
Das cl.XXXXl. CaM..l)c OIco l.»ll<l!>ni, Hder I.»u6»i><§hl.
^ImdespulverlsirtenI.2ucjglli2.Pf.thuee6ineinett^Hafen oder Topff/geuß guten gar scharpffen Wein- l.zu<Zso».essig darüber / und verlutire gar fest über dem Topffeine
stürtze/lasse es also in warmen Sand maceriren/so wird
es wie ein schwartzer zeher Tttpentin/ schütte es in einBlase/ geuß Rosenwasser/ Lavendelwasser und Spica- ?
nardenwasser drüber/laß es etliche Tage stehen/ bißeS - 5.sich exllccirr, darnach thue darzu gelben Sandel/ einhalb Mastix/Muscatennüß/ und l-i^nisloes jedes emhalb quint/ 8pic-e lociics z. loch/ Zimmetrinden 1 scru-pel/ Rohn / Violen und Lavendelblumen jedes ein halbeHandvoll/ Citronenschalenquillt/ geuß Lavendel undRosenwasser darüber/ vermache das Gefäß gar wohllasse es in warmen Heissem Sand kochen/darnach nim eSherauß/ schütte es in ein kolben/ mische darzu gebrandtenWeinstein und Steinsaltzjedesl.loth/geuß guten recti-sicirtenBraadtemvein daruber/und distillier es herüber/so gibt es ein schön öhl/starck/und am Geruch lieblich.
Man kan sonsten auch das Oteum schlecht
perssccllsumäcltllliro, wie beydem Zcorace Lslsmirggedacht worden.
Krafft und^lVürcfung des l-au^aniKhls.
Dieses öhl ,st eines lieblichen Geruchs/ es trücknet/ ^
weichet / eröffnet und erwärmet. ^
Etliche tröpflein in Wein eingetrunckeu / stillet den Krajstun'Blutfluß. Mit dem öhlvon wolnechenden 8ro^c-eem-Würckur 'genommen/ so benimpt es den altenHusten/Bmstsucht/ desselbenheylet auch alle böse flüssige Schaden. Bestrerchet mandas Haupt mit diesem öhl/so brmgets schlaff. Vber denNabel gesalbet / treibet den Harn.
Mutterzäpflein davon gemacht unttd in die Geburt-gliedergethan/ erweichet alle Verhärtung der Behr»mutret.
Die Weiber und Geburtglieder damit gesalbet/undvonuntenaussdamitgebehet/ führetvon chnendie'Wtergeburt und Kindsbürden aus.
Von diesem öhlgeustman in die schmertzhafftige Oh-ren es hllfft. Die Haut damitgerteben/mmbthinweg dieSchiefe und Schuppen. Den schwartzen scheußlichenWundzeichen oderMahlcn gibt es eme i'chöneFa:be/undmachet sie der andern Haut gleich«
Esstarcketdie Wurtzel der Haar/ undbeheltsiefüraußfallen/ wehtet solcherVrsachen haben demgmwettHaar-
Das cl.XXXXti. Capitel
Oleum öer>2olnyder Oulci^
Krafftund
sie gantz und gar mit durchgereuceter Äschen / fornen anden fchnabel setze oder lege einen zimbkchen grossen Kol-ben/ und distillier erstlich mit lindem Fewer 6. stunden/so wird das ^us vltX oder Brandtwem / distlllirso/lang/biß nichts Herdbergehen wil/dann so höre auff/laßalles von ihm selbsten erkalten / scheide das öhl vom Was-ser wie bey dem Zimmetöhl gedacht worden / und hebe esfieisslgauff / reuchtesnach dem Brandt/so wehre ihmdenselben wie auch droben angezeugetworden.
Rraft tm LVürckung desVibergeylyls.
Diß ohl ist das Principalsrück wider den Schlagundxvurcrung. schweren Gebrechen / daßmandemKrancken dengan»tzen Rückgrad hindenwohl schmieret/ ein tröpfflein inden Mund genommen/ bringt vor allen andern Dingendie verlohrne Sprach wieder,/ so vom Schlag ist aussenblieben/stillet das wehe desHaupts so von kalten Flüssenkommen / ist sonderlich köstlich gut vor alle kalte Kranck-Seiten/fürnemblick zu den erkalten Nerven / Sehnenund Gliedern/benimbt alle Kalke/wendet denKrampff/das wehe der Ohren/ derZähn/unddesHalses. Trei-bstdas gelieffert BlutvomHertzen und den Ham/zer-trcibt die zerstockte Milch in den Brüsten/ bringt^iekrumme lahmen Glieder so vom Schlag verletzt seynworden / wiederumb zu recht / vertreibt das schändend« Glieder/wehret der SchlaWcht/ir,
MMv'TtcN»«NW?'-!'" -
^IM dieses «umm!Leo2oi,ö i. Pfstoß es klein/thue Gettjoilt-- ^
'es in einen Topff/ besprenges mit gutem scharpffen öhl.
Rosenesslg/lege enie stürtze aufden Topf/ und verlutirees gar fest/ setze es uffcin Kohlftwer/ lasse es zergehen/es wird starck riechen/ alsdann Mache deuTopffwiederauff/schütte eö in ein Blase/geuß Mehr fcharpffenRofen^essig darüber/ und laß es auff dem Fewer sich cxilccircn,^und itt einK'olbenglaß gethan/und mische darunter Ro>^sen/RoßmariN und Lavendelblumen/ Indische 8pic«und gelben Sande!/ geuß guten rectificirten ZpiriruniVmi darauff/und distillier es mit lmdemFewer herüber/so öekompstu ein schön braun wolriechend öhl.
Tugend deß äls-OuIcjs ohls- -7 . .
Dieses ist ein sehr wolriechend öhl/jedoch ist in öet^- Krafftunö i^.. ^ftlhrnuß feine Krafft und Tugend keine sonderliche Anzei-Würckung ^ -gung erfunden worden/allein daß es zu gutem geruch ge- desselben«braucht wird/ als zu Mancherley Trochische oder Rauch« - ^ .
kertzlein/deßgleichendie Kleyderundwasmansonstettwolne chenb haben wil/ damit zu salben unnd zu bestreb' ^ -
chen/auch kan man die HaNd damit wolriechend machen,'
Das cl.xxxxill. Capitel. ^
oleuw Lers »der hlMUrkes ZVacdööhl. ' <. ^ D
M^Anndu diß henlich unnd gantz vollkomMm «tWachsöhl ^
^seinen rechten Krafften habenwilt/ so muß das wie dasznWachs/ ehemanesdistillirkalso pr-pariretwetden.'pr«pariretk^ . ^Nim Wachs so viel du wilt/ thue es in einen reinen Tie->'gel/laß eS uffernem lindenKohlfewerzergehen/wautteSzergangen ist/ so habe ein wette Reibaschen mit Wein/.